Rezension: James Carlos Blake: „Das Böse im Blut“

Dieses Buch erschlägt seinen Leser. Es ersäuft ihn in einem Meer aus Blut, Schweiß, Tränen und Sperma. Kaum eine Passage, in der nicht geschlagen, geschossen und gestorben würde. Mit anderen Worten: James Carlos Blakes Westernepos „Das Böse im Blut“ ist starker Tobak.

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Rezension: Horst Eckert: „Schwarzlicht“

Nichts von dem, was Eckert erzählt, kann man als Hirngespinst und Übertreibung abtun. Er collagiert ja lediglich Elemente politischer Affäre und Skandale. Aber in dieser Verifizierbarkeit der Fiktion liegt auch ein Problem.

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Rezension: Britta Mühlbauer: „Inventurdifferenz“

Marlies Wolf hadert mit ihrem Job bei einer Security-Firma. Was im Kleingarten nebenan läuft, will die Ich-Erzählerin von „Inventurdifferenz“ gar nicht wissen. Aber sie muss es herausfinden. Mühlbauer verzichtet auf Humor, Karikatur, Übertreibungen und Gemosere.

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Rezension: Peter James: „Rigor mortis“

Routiniert stellt James die handelnden Personen vor und hat als Erzähler alles im Griff. Recht schnell wird dem Leser klar, wohin die Reise geht. „Rigor mortis – Ein neuer Fall für Roy Grace“ ist solide, spannende Thrillerware. Sehr viel mehr allerdings auch nicht.

Rezension: Elmore Leonard: „Out of Sight“

Kann man sich von einem Film lösen, wenn man erst anschließend das Buch liest? Alles in allem ist das Buch „Out of Sight“ etwas schärfer, härter gezeichnet als der Film. Hier wie da gibt es Gewalttätiges neben Komödiantischem, Witziges neben Bitterem.

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Rezension: Oliver Wolf: „Kesselsturm“

Oliver Wolf legt mit „Kesselsturm“ seinen zweiten Roman nach „Netzkiller“ vor. Leider hat er es bei seiner Komposition mit Krimi-Zutaten überaus gut gemeint, um nicht zu sagen – zu gut. Trotz spannender Passagen überzeugt „Kesselsturm“ nicht.

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Rezension: Kerstin Rech: „Sankt Martin“

Kerstin Rech gilt inzwischen als die führende Vertreterin des – fast überall regional orientierten – Kriminal-Genres. Nun hat sie mit „Sankt Martin“ ihren siebten Saarland-Krimi geschrieben.

Rezension: Walter Mosley: „Manhattan Fever“

Vielschichtig schildert der Autor neben der spannenden Krimihandlung die Beziehung der Menschen zueinander. Vielschichtig, aber nicht schwatzhaft. Einschließlich der überraschenden Schlusspointe, die den Leser mit einem Kloß im Hals zurücklässt.

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Rezension: Christine Lehmann: „Die Affen von Cannstatt“

Lehmann stellt ihre eigene Heldin – überhaupt alle Krimihelden – in Frage. Mit dem Ende eines Krimis mag die Welt nicht in Ordnung sein, aber die Schlussfolgerungen der Polizisten scheinen uns verlässlich zu sein. „Die Affen von Cannstatt“ wollen da Misstrauen säen.

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Rezension: Stef Penney: „Was mit Rose geschah“

Kapitel für Kapitel nähert sich die britische Autorin Stef Penney den dunklen Geheimnissen der Roma-Familie Janko, deren männliche Mitglieder seit Generationen an einer rätselhaften Krankheit leiden.

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Rezension: Robert B. Parker: „Miese Geschäfte“

„Miese Geschäfte“ macht auf jeden Fall Appetit auf mehr. Neben einigen Romanen um den Kleinstadt-Sheriff Jesse Stone  hat der Pendragon Verlag in Bielefeld glücklicherweise bereits sieben der fast 40 Spenser-Krimis auf Deutsch herausgebracht.

Rezension: Hans-Henner Hess: „Herrentag“

Hess’ Geschichte des ebenso ambitions- wie erfolglosen Anwalts Fickel verliert sich nach einer munteren, mit unterhaltsamen Einblicken ins Justizwesen gespickten Exposition etwas in den Tiefen der Meininger Provinz.

Rezension: Andrea Maria Schenkel: „Täuscher“

Todesurteil durch Geschwätz — Erneut erzählt die Autorin Andrea Maria Schenkel, wie schon 2006 in ihrem sensationell erfolgreichen Debüt „Tannöd“, mit gebrochener Chronologie aus dem Jahr 1922.

Rezension: Veit Etzold: „Seelenangst“

Veit Etzold geht auch in seinem zweiten Clara-Vidalis-Thriller wieder in die Vollen. Die „Seelenangst“ ist nichts für Zartbesaitete. Der 1973 in Bremen geborene Autor stattet sein Buch mit allem aus, was hart und grausig ist: Mord, Folter, Kindesmissbrauch, Exorzismus.

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Rezension: Lavie Tidhar: „Osama“

Tidhar hat zwar bislang als SF-Autor gearbeitet, aber „Osama“ wirkt wie der sehr bewusste Versuch, Leser außerhalb des Genres zu erreichen. Es ist ein Kartenspielertrick – je weniger ähnliche Vorführungen man erlebt hat, desto beeindruckter ist man wohl.

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Rezension: Donald Ray Pollock: „Knockemstiff“

Donald Ray Pollock führt uns in seiner Storysammlung ­“Knockemstiff“ in ein kleines Kaff, dessen Bewohner nicht einmal genug Geld haben, um für die gesichtslose Umstrukturierung der Provinz durch die großen Handels­ketten interessant zu sein.

Rezension: Martin Suter: „Allmen und die Dahlien“

Einen richtigen Plan hat dieser John von Allmen ja nicht, aber gerade das macht ihn sympathisch: Ein bisschen Geld ranschaffen wäre nicht schlecht, allein schon, um den finanziellen Abstieg, der von seiner Villa in deren Gartenhaus geführt hat, zu verzögern

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Rezension: Dror Mishani: „Vermisst“

Er hat ein ganz kleines Büro mit völlig kahlen Wänden. Hinein passen ein Schreibtisch, ein Stuhl dahinter, ein Stuhl davor. Aber dieses Büro ist keine Erniedrigung, keine Zelle für den Polizisten Avraham Avraham aus Cholon, einem Ort in der Nähe von Tel Aviv.

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Rezension: Marc-Oliver Bischoff: „Die Voliere“

Schützt die Sicherungsverwahrung die Gesellschaft, verletzt sie die Grundrechte der Weggesperrten, ist sie das kleinere Übel oder ein Fäulniskern der liberalen Gesellschaft? Marc-Oliver Bischoff hat einen Krimi zum Thema geschrieben, leider keinen interessanten.

Rezension: Dominique Manotti: „Zügellos“

In Dominique Manottis Roman „Zügellos“ kommt eine rasch sich ausweitende Polizeiermittlung in Gang, als eine Leiche auf der Rennbahn von Longchamp gefunden wird.Aber dies ist eben nicht Manottis Variante eines Dick-Francis-Romans.

Rezension: Manu Larcenet: „Blast 2: Die Apokalypse des Heiligen Jacky“

Pennertum und Pilgerschaft – Band 2 von Larcenets Comic „Blast“. Dieser Polza ist auch im zweiten Band noch nicht wirklich zu fassen, so sinnlich uns viele Sequenzen anrühren. Beziehungsweise, man begreift seinen Kummer, aber noch nicht seine Utopie.

Rezension: Giorgio Fontana: „Im Namen der Gerechtigkeit“

„Im Namen der Gerechtigkeit“ heißt das Buch. Und wie heißt die Schwester der Gerechtigkeit? Richtig: Selbstgerechtigkeit. Giorgio Fontana ist mit seinem Roman ein unaufgeregtes, in die Tiefe gehendes Kammerspiel gelungen.