Christian Koch präsentiert Besprechungen zu Kettly Mars’ Roman “Wilde Zeiten”, Criag Holdens Thriller “Die Unangreifbaren” und Ian Hamiltons im weitsten Sinne politischen Thriller “Die Wasserratte von Wanchai”.
Christian Koch präsentiert Besprechungen zu Kettly Mars’ Roman “Wilde Zeiten”, Criag Holdens Thriller “Die Unangreifbaren” und Ian Hamiltons im weitsten Sinne politischen Thriller “Die Wasserratte von Wanchai”.
Berlin 1930. Bei einem Giftgasanschlag in einem Tanzpalast werden elf Menschen getötet. Ein brisanter Fall für Kommissar Lehmann … Mit seinem ersten Kriminalroman hat Martin Scheune voll ins Schwarze getroffen, findet Christian Koch.
Zwei Kriminalromane von Brautigan sind wieder lieferbar: “Willard und seine Bowlingtrophäen” und “Von Babylon träumen …”. Ganz herrliche Undergroundwerke, die textlich überall die Genregrenzen berühren, aber kaum wirklich einzuordnen sind.
Über die Qualität von Ross MacDonalds “Der blaue Hammer” selbst braucht man kaum zu diskutieren: Ein für die deutsche Leserschaft endlich wieder lesbar (weil lieferbar) gemachter Klassiker.
Allerbeste Hausmannskost! Alles eigentlich wie gewohnt: Ellorys “Der Schrei der Engel” spielt in New York, der Polizist ist alkoholkrank und hat schwere Probleme mit Vorgesetzten, Kollegen und seiner Psychotherapeutin. Trotzdem sticht da etwas hervor.
Auf der einen Seite kann man sich diebisch drüber freuen, dass nach fünf Jahren Pause John Rebus in “Mädchengrab” endlich wieder auftaucht, dies gewohnt raubeinig und eigensinnig. Aber, wäre da nur nicht der Plot.
“Operation Fledermaus“ ist der Deckname einer Polizeiaktion gegen Verräter aus den eigenen Reihen. 1932 in Wien spielend, gibt der Roman auch einen faszinierenden Einblick in die damalige schwule Lebenswelt der österreichischen Hauptstadt.
Ein ziemlich cooler Undercover-Polizisten-Krimi ist das Romandebüt von Mark Peterson, findet unser Krimirezensent Christian Koch. Temporeich und ohne viel Schnickschnack erzählt der Autor von Mord, Korruption und Verrat in Brighton.
Hinter dem unglücklich gewählt und gestalteten Cover und dem nichtssagenden Klappentext verbirgt sich mit Kevin Brooks’ “Bis es dunkel wird” ein feiner, harter und hautnah an den Menschen geschriebener Roman.
Was für eine große und lange Tradition hatte der Rowohlt Verlag einmal in puncto Kriminalromane! Aber dies ist Geschichte. Umso erfreulicher, dass trotzdem ab und an kleine Perlen in den Muschelschalen des Holtzbrinck-Konzerns heranwachsen.
Neue Rezensionen im Blog der Hammett Krimibuchhandlung: Christian Koch ist etwas enttäuscht von “Das fünfte Foto” von Lucie Flebbe und kann auch “Fingermanns Rache” von Christof Weiglein nicht so wahnsinnig viel abgewinnen.
“Beraubt“ ist die bisherige Entdeckung des neuen Buchjahres. “Dunkle Gewässer“ von Joe R. Lansdale oder auch “Das Ende der Welt“ von Sara Gran waren erwartungsgemäß Highlights, aber Chris Womersley überrascht in mancherlei Hinsicht.
Nach den letzten “fetten” Jahren, mit tollen Werken u. a. von Dominique Manotti, Monika Geier, Cynthia Webb, Christine Lehmann und Merle Kröger, kommt aus dem Hamburger Verlagshaus Argument als Neuestes nun der Roman von Ditte Birkemose.
Der kernige Roman “Nukleus” ist nach “Erlösung” (2011) der zweite Teil von Fischers Serie um die in Berlin wirkende Notärztin Ella Bach. Das ist Thriller pur. Tempo, Action, hart, schnell und laut. Nichts für die Seele, einfach Spannung pur.
“Der Pistoleiro” von Klester Cavalcanti ist eine Reportage im klassischen Sinn. Viel tiefer gehend als in einem Bericht, schildert der Journalist das Leben von Júlio Santana, eines Auftragsmörders, der fast 500 Menschen in Brasilien ermordet hat.
Der Debütroman von Christian David bietet viel mehr als den roten Faden um eine Mordserie an jungen Frauen in Wien. Der Autor beschreibt, wie skrupellos sich die Politik in Polizeiermittlungen einmischt. Unbedingt lesenswert!
Diesen Roman zu besprechen oder gar zu bewerten fällt schwer, so intensiv und kaum zu erfassen ist der Buchinhalt. Ein verstörendes Buch. Literatur, die schwer zu fassen ist und woran/worin auch gar nicht alles stimmen muss oder verständlich daherkommen soll.
Ein neuer Kriminalroman von Joe R. Lansdale ist mit dem Besuch eines sehr guten, alten Freundes vergleichbar. Wenige Worte genügen, und die alte Vertrautheit ist wieder da. In jedweder Beziehung ein Genuss. So auch bei “Dunkle Gewässer“ (“Edge Of Dark Water“).