Rezension: Marisha Pessl: „Die amerikanische Nacht“

Der Tod eines jungen Mädchens lässt einen Journalisten nicht ruhen – seine Recherchen werden zu einer düstern Mission. Mit viel Gespür für Dramaturgie gelingt Marisha Pessl ein beeindruckendes Verwirrspiel.

Rezension: Robert Wilson: „Stirb für mich“

Der Brite Robert Wilson trägt denselben Namen wie sein berühmter amerikanischer Künstler-Kollege – im Gegensatz zu dem legendären Theatermann schreibt er allerdings Krimis und Thriller – mit inzwischen weltweitem Renommee.

Beitrag: Krimis und Klassiker statt Sozialkritik

Russische Literaten und ihr Verhältnis zu sozialen Missständen. Ivan Sergejewitsch Turgenjew, der vor 130 Jahren starb, zählt zu den bedeutenden Vertretern des russischen Realismus. Als einer der ersten thematisierte er die alltäglichen Nöte und Ängste der Gesellschaft.

Rezension: Donald Ray Pollock: „Knockemstiff“

Alkohol, Insektenspray, Kokain, Junk-Food oder exzessives Fernsehen – damit betäuben sich sich die Menschen in „Knockemstiff“. In diesem kleinen Ort im Mittleren Westen der USA wuchs der Autor auf und verarbeitet das in gnadenlosen Geschichten.

Rezension: Stephen King: „Joyland“

Die Kulisse ist ein Rummelplatz im Jahre 1973, eine Frau wurde ermordet, der Täter läuft noch frei herum, der Geist der Frau spukt ruhelos auf dem Gelände des Vergnügungspark umher. Stephen Kings „Joyland“ ist sowohl eine Spukgeschichte als auch ein Krimi.

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Rezension: Christopher Brookmyre: „Die hohe Kunst des Bankraubs“

Ein Gentlemen-Gangster, eine toughe Polizistin, psychopathische Mafiosi und gescheiterte Künstler knacken in Clown-Masken eine Glasgower Bank. Aus diesen Zutaten kocht Christopher Brookmyre beste Unterhaltung.

Rezension: Joël Dicker: „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“

Mörderjagd mit Suchtfaktor – Ein New Yorker Schriftsteller mit Schreibhemmung bittet seinen berühmten Professor um Hilfe. Dann wird in dessen Garten eine Mädchenleiche gefunden.

Rezension: Mariusz Czubaj: „21:37“

Polnische Kriminalliteratur war schon immer auf dem deutschsprachigen Markt präsent, eher unauffällig und still. Mit seinem Roman „21:37“ ist Mariusz Czubaj nun auf der Höhe des Mainstreams angelangt. Spannender als der Fall sind allerdings die Nebenschauplätze.

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Rezension: Giorgio Fontana: „Im Namen der Gerechtigkeit“

Natürlich ist der Tunesier schuldig, glaubt der Mailänder Staatsanwalt. Doch eine junge Journalistin lässt ihn zweifeln. Für Fontana liegt die Spannung am Ende im Ausbleiben von Antworten auf die gestellten Fragen. Das ist durchaus gewagt im Rahmen eines Romans.

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Rezension: Ivica Djikic: „Ich träumte von Elefanten“

In Zagreb versammeln sich in den 90er-Jahren Geheimdienstmitarbeiter, Elitesoldaten, Mafiosi. In dem Roman „Ich träumte von Elefanten“ kommen dabei nicht nur Kriegsverbrechen ans Tageslicht.

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Rezension: Clementine Skorpil: „Gefallene Blüten“

Die österreichische Sinologin Clementine Skorpil lässt ihren Roman „Gefallene Blüten“ im Shanghai der 1920er-Jahre spielen – damals einer der verruchtesten Orte der Erde. Entstanden ist ein spannender, atmosphärisch dichter Krimi.

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Portrait: Robert Jarowoy

Robert Jarowoy war schon vieles: 68er-Revolutionär, der im Gefängnis saß, danach linker Verleger, Besitzer einer Motorradwerkstatt und Bio-Käsehändler. Konstanten in seinem Leben sind das Schreiben und die Politik.

Interview: Thomas Hauschild

Den Boom von TV-Krimis führt der Hallenser Ethnologe Thomas Hauschild darauf zurück, dass der „Aggressionspegel“ in der Bevölkerung aktuell recht hoch sei.

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Audiobeitrag: Peng! Tot! Fall gelöst!

Erwürgt, in die Tiefe gestoßen und vor allem erschossen – im deutschen Fernsehen wird so fleißig gemordet wie nie zuvor.

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Rezension: J. R. Moehringer: „Knapp am Herz vorbei“

Willie Sutton war ein berühmt-berüchtigter britischer Bankräuber, der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts über hundert Banken überfallen hat, ohne einen Schuss abzugeben. Der Schriftsteller J. R. Moehringer hat ihm nun eine Romanbiografie gewidmet.

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Porträt & Interview: Sara Gran

Mit „Die Stadt der Toten“ hatte Sara Gran vollen Erfolg in Deutschland und bekam dafür den Krimi Preis 2013. Schnell legte ihr Verlag mit „Das Ende der Welt“ nach und schickte die Autorin im Frühjahr auf eine kleine Lesereise – die sie auch ins Gefängnis führte

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Rezension: Olen Steinhauer: „Die Spinne“

Im dritten Teil seiner Krimitrilogie „Die Spinne“ setzt sich Olen Steinhauer mit dem amerikanisch-chinesischen Kampf um die Vorherrschaft in der Welt auseinander. Ein elegant erzählter Roman um einen Rachefeldzug, Loyalität und Verrat.

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Rezension: Robert Hültner: „Am Ende des Tages“

Nimmt man Robert Hültners „Am Ende des Tages“ in die Hand, öffnet man reflexhaft die Schublade des „Provinz-Krimis“. Nur um sie dann vor lauter Schreck mit einem Knall wieder zuzustoßen.

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Rezension: John le Carré: „Der Spion, der aus der Kälte kam“

50 Jahre nach seiner Entstehung erweist sich „Der Spion, der aus der Kälte kam“ als Schlüsselwerk mit Bestand. John le Carrés politischer Roman in neuer Übersetzung ist der Undercover-Thriller schlechthin.

Rezension: Friedrich Dönhoff: „Seeluft“

Norddeutsch unaufgeregt der Stil, die Handlung möglichst nah am Hamburger Alltag – in Friedrich Dönhoffs „Seeluft“-Krimi menschelt es ganz ordentlich. Der Autor erzählt die Geschichte vom Tod eines Reeders, die gleichzeitig auch die Geschichte seiner Feinde ist.

Rezension: Claudia Pineiro: „Betibú“

Krimiautorin Claudia Pineiro schickt die Protagonisten ihres gleichnamigen Romans „Betibú“ in die dunklen Ecken von Buenos Aires. Diese soll ein Mordkomplott mit engen Verknüpfung zwischen Medien und Politik aufklären.

Interview: Linus Reichlin

Der neue Roman von Linus Reichlin spielt in Afghanistan und handelt von einem Kriegsreporter, der es noch einmal wissen will. Doch die Rezensionen fallen diesmal nicht gut aus – Reichlin habe den Afghanistankrieg nicht genügend beleuchtet, heißt es.