Krimi-Rezensionen und Besprechungen
Eine Rezension ist bei Alligatorpapiere kein Werbetext und kein Verriss um des Effekts
willen, sondern eine Einordnung: Wo steht ein Titel im Werk seiner Autorin, in seiner
Reihe, in seinem Subgenre — und was gelingt ihm, was nicht? Die
Rezensionen-Seite bündelt die aktuellen Besprechungen und
Porträts der Redaktion, die wöchentliche Artikel-Reihe vertieft
einzelne Romane und Reihen, und die Bestenlisten führen
die wichtigsten Titel des Jahres zusammen. Für eine persönliche Empfehlung zieht der
Krimi-Finder in drei Fragen aus über 250 preisgekrönten
Titeln eine Auswahl.
Die Nachrichten zur Kriminalliteratur folgen demselben Anspruch. Statt bloßer
Verlagsankündigungen sammelt Krimi aktuell die Meldungen, die
das Genre wirklich bewegen — Preisvergaben, Personalien, Debatten aus Feuilletons und von
den Festivals —, jede mit Quellenangabe, wie es hier seit jeher üblich ist. So bleibt
nachvollziehbar, woher eine Information stammt und wie belastbar sie ist; wer tiefer
einsteigen will, folgt von der Meldung aus direkt zur ausführlichen Besprechung.
Ein eigener Schwerpunkt liegt auf den Autoren und Autorinnen des Genres. Neben den
Werkporträts der Artikel-Reihe erschließen die konservierten „Befragungen" im
Interview-Archiv ausführliche Gespräche mit
Krimi-Schaffenden des deutschsprachigen Raums — ein Bestand, der die Stimmen hinter den
Büchern über zwei Jahrzehnte hinweg festhält und die aktuellen Rezensionen mit ihrer
Vorgeschichte verbindet.
Was die Auswahl zusammenhält, ist ein klarer redaktioneller Maßstab: Entscheidend ist
allein, was ein Buch literarisch und handwerklich kann — eingeordnet in Werk, Reihe und
Subgenre und begründet mit offengelegten Quellen. Diese Haltung verbindet die
tagesaktuellen Besprechungen mit den historischen Beständen, die das
Archiv im Originalzustand bewahrt und Stück für Stück
erschließt.
Wegweiser durch die Bestände
Wer sich in der Kriminalliteratur orientieren will, hat hier vier Werkzeuge zur Hand.
Das Preisträger-Register führt sämtliche Gewinner des
Deutschen Krimipreises und des Glauser-Preises seit 1985 — durchsuchbar nach Autor,
Titel und Jahr. Der Krimi-Finder macht aus diesem Fundus
eine persönliche Empfehlung: drei Fragen, fünf preisgekrönte Vorschläge. Der
Tatort-Atlas kartiert das Genre nach Schauplätzen — von
Kutschers Berlin über Mankells Ystad bis zu Chandlers Los Angeles. Und die
Alligator-Suche schlägt jede Autorin, jeden Titel und jede ISBN
in den offenen Bibliothekskatalogen nach, mit direktem Verweis auf die passenden
Beiträge im Haus.
Dazu kommen die kuratierten Übersichten: die deutschen
Krimi-Serien mit allen Folgen in richtiger Reihenfolge, der
True-Crime-Wegweiser durch Podcasts, Serien und Dokus,
die Bestenlisten des Jahres und das
Genre-Register, das Whodunit, Hardboiled und Noir
auseinanderhält. Jede Übersicht wird redaktionell gepflegt und mit dem Archiv verzahnt.
Autoren im Verhör: die Befragungen
Aus zwei Jahrzehnten Kriminalliteratur-Chronik stammen die „Befragungen" — ausführliche
Interviews mit Autoren und Autorinnen des deutschsprachigen Krimis, geführt von Gisela
Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka. Der Befragungs-Index
führt zu den erhaltenen Gesprächen; die weiteren Altbestände erschließt das
Archiv-Inhaltsverzeichnis.
Das Archiv selbst ist ein eigenes Kapitel: die frühen Bestände dieser Seite — umfangreiche
Bibliografien zur Sekundärliteratur, Autoren-Interviews und Spezial-Dossiers aus den
Aufbaujahren — sind bewusst im Originalzustand konserviert. Das
Inhaltsverzeichnis erschließt diese Bestände Stück für Stück.