TV-Krimi-Buch-Tipps
28. August – 10. September
Hallo liebe Krimifreunde,
in den kommenden Tagen läuft für den geneigten Krimifan Alfred Hitchcocks Frederick-Knott-Verfilmung "Bei Anruf Mord", Bob Rafelsons James-M.Cain-Verfilmung "Wenn der Postmann zweimal klingelt", Francis Ford Coppolas "Cotton Club" (William Kennedy und Mario Puzo waren am Drehbuch beteiligt), Philip Noyces Charles-Williams-Verfilmung "Todesstille", Constantin Costa-Gavras geniale Donald-E.-Westlake-Verfilmung "Die Axt", Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung "Zeugin der Anklage", Ridley Scotts Philip-K-Dick-Verfilmung "Blade Runner" (im Final Cut), Henri Verneuils John-Trinian-verfilmung "Lautlos wie die Nacht", Claude Sautets Claude-Néron-Verfilmung "Das Mädchen und der Kommissar", Robert Harmons Robert-B.-Parker-Verfilmung "Jesse Stone - Knallhart" und James Bond (aka Pierce Brosnan) rettet zweimal die Welt.
In der
Kriminalakte) gibt es neben dem täglichen TV-Tipp, dem Cover der Woche, Kleinkram aus der Welt des Verbrechens auch einige neue Besprechungen:
Buchkritiken
Frank Miller/Dave Gibbons:
Martha Washington
Jan Costin Wagner:
Das Schweigen
Robert Brack:
Blutsonntag
Ian Rankin: http://kriminalakte.wordpress.com/2010/08/09/hat-ian-rankin-%e2%80%9eein-reines-gewissen%e2%80%9c/ (The Complaints, 2009)
Filmkritiken
Das letzte Schweigen (die durchwachsene Verfilmung von Jan Costin Wagners "Das Schweigen")
Männer, die auf Ziegen starren (Oder: die Geschichte der wahren Jedi-Krieger)
Mona Lisa (toller Brit-Noir von Neil Jordan mit Bob Hoskins)
Und wer in Berlin ist, kann am Samstag, den 4. September, bestaunen, was die Texaner alles mit einer Kettensäge anstellen können:
kriminalakte2010/08
Ruhige Tage wünscht
Axel
Mit den Buchstaben oben kommt man zu den bisher besprochenen Filmen (sortiert nach Filmtiteln) ...
Und hier geht es zu Axels Blog:
kriminalakte
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Samstag 28. August
Eins Festival, 17.35
Die Schlüssel - Teil 3
(Deutschland 1964, R.: Paul May)
Drehbuch: Francis Durbridge (übersetzt von Marianne de Barde)
LV: Francis Durbridge: The desperate people, 1966 (Die Schlüssel)
Ein ehemaliger Soldat erschießt. Aber einige Menschen glaube, dass er ermordet wurde.
Und weil wir uns in einem Durbridge-Krimi befinden, haben sie recht.
Ein angestaubter, dreiteiliger Straßenfeger
Mit Harald Leipnitz, Albert Lieven, Peter Thom, Hans Quest, Dagmar Altrichter, Benno Hoffmann, Reinhard Glemnitz
Hinweis
Meine Besprechung der DVD "Die Schlüssel":
kriminalakte/2008/11/12/
Eins Festival, 18.55
Ein Mann namens Harry Brent - Teil 3
(D 1968, R.: Peter Beauvais)
Drehbuch: Francis Durbridge (übersetzt von Marianne de Barde)
Buch zum Film/LV: Francis Durbridge: A man called Harry Brent, 1970 (Ein Mann namens Harry Brent)
Ein Fabrikant wird erschossen und der geheimnisvolle Harry Brent, der sich im Nebenzimmer mit seiner Verlobten vergnügte, wird zum Ziel polizeilicher Ermittlungen.
Ein Durbridge in Farbe und Schwarzweiß. Aber sonst bleibt bei dem Dreiteiler alles beim Alten.
mit Günther Ungeheuer, Peter Ehrlich, Brigitte Grothum, Wolfgang Preiss, Gert Haucke, Helmut Käutner (der Regisseur von "Große Freihet Nr. 7", "Unter den Brücken", "Der Hauptmann von Köpenick"), Barbara Frey
Arte, 20.15
Bei Anruf Mord
(USA 1954, R.: Alfred Hitchcock)
Drehbuch: Frederick Knott
LV: Frederick Knott: Dial M for Murder (Theaterstück)
Der ehemalige Tennisprofi Tony Wendice plant den perfekten Mord an seiner untreuen Ehefrau Margot. Als sie den Killer umbringt, wird es Zeit für Plan B.
Für Hitchcock war die Verfilmung des Broadway-Stückes eine Verlegenheitsarbeit, bei dem er damals modische 3-D-Effekte einbauen musste. Er tat dies nur in einer Szene: als Margot den Killer mit einer Schere ersticht. Der Rest ist gut abgefilmtes Theater.
Mit Grace Kelly, Ray Milland, Robert Cummings, John Williams, Anthony Dawson
WDR, 20.15
Kommissar LaBréa: Todesträume am Montparnasse
(D 2010, Dennis Satin)
Drehbuch: Thomas Stiller
LV: Alexandra von Grote: Todesträume, Todesträume am Montparnasse, 2007
Ein Ex-Sträfling wurde kastrier und ermordet. Kommissar LaBréa sucht den Mörder.
TV-Krimi
Mit Francis Fulton-Smith, Bruno Bruni, Gudrun Landgrebe, Anja Knauer, Daniel Friedrich, Valerie Niehaus, Oliver Bootz, Natalia Avelon
Hinweis
Homepage von Alexandra von Grote:
avongrote.net-fit.de/
RTL, 22.00
Taking Lives – Für dein Leben würde er töten
(USA 2004, R.: D. J. Caruso)
Drehbuch: Jon Bokenkamp
LV: Michael Pye: Takin Lives, 1999 (Der sechste Mann, Taking Lives – Für dein Leben würde er töten)
FBI-Profilerin Ileana Scott hilft mit ihren intuitiven Ermittlungsmethoden der kanadischen Polizei bei der Jagd nach einem Serienkiller. Dabei verliebt sie sich in den Hauptverdächtigen.
Noch ein Serienkillerfilm, der nicht sonderlich spannend, aber gut besetzt ist.
Angelina Jolie wurde als schlechteste Darstellerin für den Razzie nominiert. Aber Halle Berry in „Catwoman“ war besser (oder schlechter? Hm.)
Mit Angelina Jolie, Ethan Hawke, Kiefer Sutherland, Gena Rowlands, Olivier Martinez, Tchéky Karyo, Jean-Hugues Anglade.
NDR, 02.40
Der Mann, der Sherlock Holmes war
(D 1937, R.: Karl Hartl)
Drehbuch: Robert A. Stemmle
LV: Figur von Sir Arthur Conan Doyle
Zwei kleine Detektive klären als Holmes und Watson ein Verbrechen auf –
und Holmes-Erfinder Doyle schaut ihrem Treiben amüsiert zu.
Ein damals ungeheuer erfolgreicher und heute immer noch sehenswerter
Ufa-Klassiker mit Hans Albers und Heinz Rühmann und dem Gassenhauer
"Jawohl, meine Herren, so haben wir es gern".
Hinweise:
Thrilling Detective über Sherlock Holmes:
www.thrillingdetective.
Eine elektronische Version der Kurzgeschichte:
etext.lib.virginia.edu
Meine Besprechung von Arthur Conan Doyles "Sherlock Holmes Geschichten", "Sherlock Holmes Kriminalgeschichten" und "The Adventures of Sherlock Holmes":
www.berlinerliteraturkritik.de
Sonntag, 29. August
Eins Festival, 13.15
Die Schlüssel - Teil 3
(Deutschland 1964, R.: Paul May)
Drehbuch: Francis Durbridge (übersetzt von Marianne de Barde)
LV: Francis Durbridge: The desperate people, 1966 (Die Schlüssel)
Ein ehemaliger Soldat erschießt. Aber einige Menschen glaube, dass er ermordet wurde.
Und weil wir uns in einem Durbridge-Krimi befinden, haben sie recht.
Ein angestaubter, dreiteiliger Straßenfeger
Mit Harald Leipnitz, Albert Lieven, Peter Thom, Hans Quest, Dagmar Altrichter, Benno Hoffmann, Reinhard Glemnitz
Hinweis
Meine Besprechung der DVD "Die Schlüssel":
kriminalakte/2008/11/12/
Eins Festival, 14.35
Ein Mann namens Harry Brent - Teil 3
(D 1968, R.: Peter Beauvais)
Drehbuch: Francis Durbridge (übersetzt von Marianne de Barde)
Buch zum Film/LV: Francis Durbridge: A man called Harry Brent, 1970 (Ein Mann namens Harry Brent)
Ein Fabrikant wird erschossen und der geheimnisvolle Harry Brent, der sich im Nebenzimmer mit seiner Verlobten vergnügte, wird zum Ziel polizeilicher Ermittlungen.
Ein Durbridge in Farbe und Schwarzweiß. Aber sonst bleibt bei dem Dreiteiler alles beim Alten.
mit Günther Ungeheuer, Peter Ehrlich, Brigitte Grothum, Wolfgang Preiss, Gert Haucke, Helmut Käutner (der Regisseur von "Große Freihet Nr. 7", "Unter den Brücken", "Der Hauptmann von Köpenick"), Barbara Frey
Eins Festival, 20.15
SWR, 23.35
Der Wolf: Dein bis in den Tod
(Dänemark/Schweden/Deutschland 2008, R.: Erik Richter Strand)
Drehbuch: Kjersti Rasmussen
LV: Gunnar Staalesen: Din, til døden, 1979 (Dein bis in den Tod)
Varg Veum soll ein gestohlenes Auto wiederbeschaffen. Als er beginnt Fragen zu stellen, wird's gefährlich.
Anscheinend ziemlich aktualisierte und storytechnisch veränderte Verfilmung des zweiten Varg-Veum-Romans.
Mit Trond Espen Seim, Bjørn Floberg, Kathrine Fagerland
Homepage von Gunnar Staalesen:
www.vargveum.no/
3sat, 00.25 (VPS 00.30)
Tatort Paris (125, rue Montmartre)
(F 1959, R.: Gilles Grangier)
Drehbuch: André Gillois, Jacques Robert, Gilles Grangier
LV: André Gillois: 125, rue Montmartre
Spannender Kriminalfilm mit Lino Ventura als gutmütigem
Zeitungsverkäufer, der in eine mörderische Intrige gerät.
Andrè Gillois erhielt 1958 für seinen Roman den "Prix du Quai des Orfèvres".
MDR, 00.55
Das Schlafzimmerfenster
(USA 1987, R.: Curtis Hanson)
Drehbuch: Curtis Hanson
LV: Anne Holden: The witnesses, 1971 (andere Quellen nennen als Titel «The witness«)
Sylvia, Terrys Geliebte und Frau seines Chefs, beobachtet während ihres Seitensprungs einen Mordversuch. Weil Sylvia nicht zur Polizei gehen kann, gibt Terry ihre Beobachtungen als seine aus und gerät in Teufels Küche. Denn der Mörder wird vor Gericht freigesprochen und will sich an Terry rächen will
Von Hitchcock beeinflusster, netter Thriller, der sich vor allem auf die offensichtlichen Spannungsmomente konzentriert. Hanson drehte später »L. A. Confidential«.
Mit Isabelle Huppert, Steve Guttenberg, Elizabeth McGovern
Montag, 30. August
Arte, 14.45
Schritte ohne Spur (A double tour)
(F/I 1959, R.: Claude Chabrol)
Drehbuch: Paul Gégauff
LV: Stanley Ellin: The key to Nicholas Street, 1952 (Die Dame nebenan)
Wer hat die Geliebte des Weinhändlers ermordet? Taugenichts Laszlo
glaubt, den Täter zu kennen.
Bereits in seinem dritten Spielfilm machte sich Claude Chabrol über das
dekadente Bürgertum her.
Mit Jean-Paul Belmondo.
ZDF, 20.15
ZDF, 20.15
Die Lüge
(D 2008, R.: Judith Kennel)
Drehbuch: Katrin Bühlig
LV: Petra Hammesfahr: Die Lüge, 2003
Susanne Lasko, ein arbeitsloses Mauerblümchen, und Nadia Trenkler, eine kaltblütige Karrierefrau, könnten Zwillinge sein. Deshalb schlägt Trenkler Lasko vor, gegen Bares einige Stunden bei ihrem Ehemann die zickige Frau zu spielen, während sie sich mit ihrem Lover vergnügt.
Dass das zu einigen Komplikationen der tödlichen Art führt, dürfte Krimifans nicht überraschen. Immerhin ist die Vorlage von Petra Hammesfahr und das ZDF bewirbt den Film auch als "Thriller", der sich fest in weiblicher Hand befindet.
Der Thriller bringt sich "durch einen sehr platten Realismus (...) um seine Glaubwürdigkeit" (Lexikon des internationalen Films - Filmjahr 2008)
Mit Natalia Wörner, Mark Waschke, Manfred Zapatka, Uwe Bohm
Wiederholung um 01.15 Uhr
ZDFneo, 21.00
Inspector Barnaby: Die Hexe von Setwale Wood
(R.: David Tucker)
Drehbuch: Michael Russell
LV: Charaktere von Caroline Graham
Farmesfrau Susan Bartlett stirbt. Anscheinend ein Selbstmord. Aber Inspector Barnaby sieht genauer hin und begibt sich auf Mörderjagd.
Ein weiterer Film der auf der Insel erfolgreichen Serie.
Mit John Nettles, Daniel Casey
Dienstag, 31. August
ZDFneo, 21.00
Die Seele eines Mörders
(D 2009, R.: Peter Keglevic)
Drehbuch: Wolfgang Stauch
LV: Batya Gur: Retsaòh be-Derekh Bet Leòhem, 2001 (Denn die Seele ist in deiner Hand)
Inspektor Ochajon sucht den Mörder der schönen Zohara. Die junge Tochter strenggläubiger Juden war schwanger und Ochajons Chef würden den Mord am liebsten den Arabern anhängen.
TV-Verfilmung eines Krimis von Batya Gur, der mit vielen deutschen Schauspielern vor Ort in Israel gedreht wurde.
Damit wird das zuletzt für Italien, Frankreich und Türkei erprobte Rezept auf ein weiteres Land ausgedehnt - und die ersten Kritiken lassen vermuten, dass die Batya-Gur-Verfilmung das Niveau der Donna-Leon-Verfilmungen hält. Das wäre schade, weil Batya Gur gute Krimis geschrieben hat.
Weitere Batya-Gur-Verfilmungen sind geplant.
Mit Heiner Lauterbach, Marie-Lou Sellem, Dvir Bendek, Nicole Heesters, Michael Degen
HR, 23.30
Wenn der Postmann zweimal klingelt
(USA 1981, R.: Bob Rafelson)
Drehbuch: David Mamet
LV: James M. Cain: The postman always rings twice, 1934

(Frank Chambers verliebt sich in Cora, die gelangweilte Frau des Tankstellenbesitzers Nick. Gemeinsam planen sie seinen Tod.
Düsteres Drama mit Jack Nicholson und Jessica Lange. – Das schmale Buch von Cain wurde fünfmal verfilmt und mindestens drei Verfilmungen sind Klassiker: "Ossione" (I 1942, R.: Lucino Visconti), "Die Rechnung ohne den Wirt" (USA 1946, R.: Tay Garnett) und "Wenn der Postmann zweimal klingelt".
Wiederholung um 00.40 Uhr
Hinweis:
Meine Besprechung von David Mamets "Bambi vs. Godzilla - Über Wesen, Zweck und Praxis des Filmbusiness" (Bambi vs. Godzilla – On the Nature, Purpose, and Practice of the Movie Business, 2007):
kriminalakte.2008/10/01/
ARD, 00.20
Cotton Club
(USA 1983, R.: Francis Ford Coppola)
Drehbuch: William Kennedy, Francis Ford Coppola, nach einer Story von William Kennedy, Francis Ford Coppola und Mario Puzo
Coppolas Liebeserklärung an den Cotton Club. Nicht schlecht, wie er hier Gangsterfilm mit Liebesfilm mit Tanzfilm mit einem halben Dutzend weiterer Genres verbindet. Aber auch weit von der Qualität seiner ersten beiden Paten-Filme entfernt.
Während der Dreharbeiten unterhielten die verschiedensten Skandalmeldungen (Drehbuch, Budget, künstlerische Auseinandersetzungen, um nur einige zu nennen) die Öffentlichkeit.
Mit Richard Gere, Gregory Hines, Diane Lane, Bob Hoskins, James Remar, Nicholas Cage, Larry Fishburne, Tom Waits, Joe Dallessandro, Woody Strode.
Mittwoch, 1. September
Kabel 1, 20.15
Das geheime Fenster
(USA 2004, R.: David Koepp)
Drehbuch: David Koepp
LV: Stephen King: Secret Window, Secret Garden, in Four Past Midnight, 1990 (Langoliers, Novelle)
Krimiautor Mort Rainey frönt in einer einsamen Hütte seine Schreibblokade. Da klopft ein geheimnisvoller Fremder an seine Tür und behauptet, Rainey habe seine Geschichte "Das geheime Fenster" gestohlen. Jetzt hätte er gerne seine Tantiemen.
Der langweilige Psychothriller ist eine der schlechteren Fortsetzungen der langlebigen Reihe "Stephen King-Verfilmungen, die man nicht gesehen haben muss". Immerhin hat er mit Johnny Depp einen gewaltigen Pluspunkt.
Mit Johnny Depp, John Turturro, Maria Bello, Timothy Hutton, Charles S. Dutton
Wiederholung um 00.40 Uhr
Hinweise:
Homepage von Stephen King:
http://stephenking.com/
Mein Porträt zu Stephen Kings sechzigstem Geburtstag:
kriminalakte/2007/09/20
Meine Besprechung von Stephen Kings/Richard Bachmans "Qual" (Blaze, 2007):
kriminalakte/2007/09/19/
Meine Besprechung von Stephen Kings "Nachgelassene Dinge" (The things they left behind) in Ed McBains "Die hohe Kunst des Mordens" (Transgressions, 2005):
http://kriminalakte.wordpress2007/06/12/
RBB, 23.15
Todesstille
(Aus 1989, R.: Philip Noyce)
Drehbuch: Terry Hayes
LV: Charles Williams: Dead calm, 1963 (Tödliche Flaute)
Das Ehepaar Ingram fischt einen Mörder aus dem Wasser. Aus Dankbarkeit will er sie umbringen.
Spannender Drei-Personen-Thriller mit Nicole Kidman, Sam Neill, Billy Zane .
Stellvertretend für die vielen euphorischen Stimmen: Todesstille "bewegt sich vielmehr auf der differenzierten, fast altmodischen Ebene einer Gattung von Filmen, die seit Jahren nahezu ausgestorben schien, jener kalkulierten Spannungsstücke, die mit einem Minimum an Konfliktstoff auskommen und deren Effekt sich vornehmlich aus der Machart ableitet." (film-dienst)
HR, 00.00
Lautlose Waffen
(D/F 1966, R.: Raoul Lévy)
Drehbuch: Peter Francke, Robert Guenette, Raoul Lévy, Montgomery Clift (ungenannt)
LV: Paul Thomas: The Spy
Ein US-Wissenschaftler soll einen Mikrofilm aus der DDR schmuggeln.
"Nur mäßig spannender Agentenfilm" urteilt das Lexikon des internationalen Films.
Auch Bosley Crowther war nur mäßig begeistert: "For a film with as much fine production as "The Defector" has - as much strong and striking scenic detail and as much excellent color camera work - it's a letdown to find it uneven and sometimes vapid in the story it has to tell, especially since that story is one of present-day espionage." (New York Times, 17. November 1966)
Am interessantesten sind aus heutiger Sich in Montgomery Clifts letztem Film sicher die Auftritte von Godard und Zacher (eine seiner ersten Rollen) und die deutschen Drehborte.
Mit Montgomery Clift, Hardy Krüger, Roddy McDowall, Macha Méril, David Opatoshu, Hannes Messemer, Karl Lieffen, Johannes Buzalski, Jean-Luc Godard, Rolf Zacher
Donnerstag, 2. September
Arte, 21.00
Die Axt
(F/B/E 2005, R.: Constantin Costa-Gavras)
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jean-Claude Grumberg
LV: Donald E. Westlake: The Ax, 1997 (Der Freisteller)
Der nicht mehr ganz junge Chemiker Bruno hat nach zwei Jahren erfolgloser Jobsuche die Faxen dicke. Er gibt eine Stellenanzeige auf und bringt seine Jobkonkurrenten um.
Bitterböse Satire auf den Kapitalismus, die von Jobsuchenden hoffentlich nicht als Vorbild genommen wird.
Stellvertretend für die vielen positiven Besprechungen: „Im Zeichen von Massenarbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit und Globalisierungsdruck drehte Costa-Gavras … eine rabenschwarze Farce, die die Gegenwart nicht gerade in freundliches Licht taucht, und bei der das Lachen mehr als einmal ihm Halse stecken bleibt. Erschreckend an dieser Moritat auf der Folie einer durch und durch sexistisch aufgeladenen Gesellschaft ist vor allem, dass hier ein wohlsituierter Kleinbürger unter dem Druck der Umstände nicht nur zum Verbrecher und Mörder wird, sondern unter dem scheinbaren Zwang, seine Familie schützen zu müssen, ohne weiteres faschistoides Gedankengut produziert.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit José Garcia, Karin Viard, Geordy Monfils, Christa Theret, Ulrich Tukur, - in Nebenrollen einige Autoren und Regisseure - Jean-Claude Grumberg, John Landis, Julie Gavras (Tochter von Constantin Costa-Gavras), Donald E. Westlake (Cameo als alter Mann im Arbeitsamt)
uch bekannt als "Jobkiller - Eine mörderische Karriere"
Hinweise:
Homepage von Donald Westlake:
www.donaldwestlake.com/
Nachruf auf Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/02
Covergalerie Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/06
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „What’s so funny?“ in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Besprechung des Dortmunder-Kurzromans „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions]):
kriminalakte2007/06/12
Meine Besprechung von Donald E. Westlakes "Mafiatod" (361, 1962):
kriminalakte/2008/11/05/
Donald E. Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Parker-Romans „Ask the Parrot“:
Spurensuche No. 36
Die Vorstellung der Parker-Serie:
Spurensuche No. 30
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen "Fragen Sie den Papagei" (Ask the Parrot) und "Dirty Money":
kriminalakte./2008/08/06/
ARD, 01.10
Psycho
(USA 1998, R.: Gus Van Sant)
Drehbuch: Joseph Stefano
LV: Robert Bloch: Psycho, 1959
Marion Crane stiehlt 400.000 Dollar. Auf ihrer Flucht übernachtet sie in Bates Motel. Das ist eine tödlicher Fehler. Denn die Mutter des netten Hotelbesitzers Norman Bates ist nicht ohne.
Blöde Idee: Gus Van Sant verfilmte in Farbe Hitchcocks Meisterwerk
"Psycho" einfach noch einmal Bild für Bild. Ein vollkommen überflüssiger
und langweiliger Film, bei dem viel Talent unsinnig verbraten wurde.
Mit Anne Heche, Viggo Mortensen, Vince Vaughn, Julianne Moore, William H. Macy, Robert Forster
Freitag, 3. September
Pro7, 20.15
JAMES BOND: Goldeneye
(GB 1995, R.: Martin Campbell)
Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine
LV: Figur von Ian Fleming
Buch zum Film: John Gardner: Goldeneye, 1995

Erster Auftritt von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten. Für Bond-Fans eine etwas lang geratene Tour durch die bisherigen Bond-Filme. Finanziell unglaublich erfolgreich, - obwohl Brosnan der stilloseste Bond aller Zeiten in diesem Film war: unrasiert (!) und schwitzend (!!!). DAS wäre den anderen niemals passiert.
Thriller-Autor John Gardner (u. a. einen Gegententwurf zu Bond: die Boysie Oakes-Serie über einen sehr unheldischen Geheimagenten) schrieb ab 1981 auf Wunsch der Fleming-Erben die Abenteuer von James Bond fort und hier das Buch zum Film.
Mit Sean Bean, Famke Jansen (die Bond in die Zange nimmt), Judi Dench (als M bezeichnet sie ihn als „Relikt aus dem Kalten Krieg“), Gottfried John, Joe Don Baker (mal wieder dabei, inzwischen auf der Seite der Guten), Robbie Coltrane
WDR, 23.15
Zeugin der Anklage
(USA 1957, R.: Billy Wilder)
Drehbuch: Larry Marcus, Billy Wilder, Harry Kurnitz
LV: Agatha Christie: The Witness for the Prosecution, 1933 (Kurzgeschichte, ursprünglich erschienen in "The Hound Of Death And Other Stories", Zeugin der Anklage)
Hat Leonard Vole eine reiche Witwe erschlagen? Für Staranwalt Sir Wilfried hängt alles von der Aussage von Voles Frau Christine ab.
Prototyp aller Gerichtsfilme und immer noch weitaus spannender als die aktuellen Gerichtsthriller (obwohl die Pointe bekannt sein dürfte), mit – in glänzender Spiellaune – Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power
Offizielle Agatha Christie-Homepage:
uk.agathachristie.com
MDR, 00.02
Kommissar Wallander: Die falsche Fährte
(S/GB/D 2008, R.: Philip Martin)
Drehbuch: Richard Cottan
LV: Henning Mankell: Villospår, 1995 (Die falsche Fährte)
Kommissar Wallander will herausfinden, warum sich ein 15-jähriges Mädchen vor seinen Augen verbrannte. Außerdem jagt er einen Serienmörder, der seine Opfer skalpiert.
Mit dem dritten Wallander-Darsteller ist den Briten natürlich ein Coup gelungen: Kenneth Branagh spielt ihn. Ansonsten sollen die drei BBC-Krimis sich an Mankells Bücher halten und spannend sein.
Mit Kenneth Branagh, Sarah Smart, Sadie Shimmin, Tom Beard, Tom Hiddleston
ARD, 00.20
Håkan Nesser: Das vierte Opfer
(S 2005, Erik Leijonborg)
Drehbuch: Håkan Nesser, Niklas Rockström
LV: Håkan Nesser: Borkmanns Punkt, 1994 (Das vierte Opfer)
Der gerade pensionierte Kommissar Van Veeteren jagt einen Axtmörder.
Ruhiger Auftakt der sechsteiligen Van Veeteren-TV-Serie.
Mit Sven Wollter
Einige Informationen über die TV-Serie:
www.hr-online.de
ARD, 01.50
Håkan Nesser: Münsters Fall
(S 2005, R.: Rickard Petrelius)
Drehbuch: Björn Carlström, Mårten Skogman, Stefan Thunberg
LV: Håkan Nesser: Münsters Fall, 1998 (Münsters Fall)
Van Veeterens Nachfolger Münster darf seinen ersten eigenen Mordfall klären. Doch alleine kann Münster den Fall des ermordeten Weinhändlers nicht klären. Also beginnt Van Veeteren im Hintergrund zu helfen.
Zweiter Van Veeteren-Krimi. Netter, in dunklen Farben gehaltener, langsam erzählter Whodunit.
Mit Sven Wollter
Ein Überblick über die TV-Serie:
www.hr-online.de
Samstag, 4. September
Pro7, 00.05
JAMES BOND: Goldeneye
(GB 1995, R.: Martin Campbell)
Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine
LV: Figur von Ian Fleming
Buch zum Film: John Gardner: Goldeneye, 1995

Erster Auftritt von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten. Für Bond-Fans eine etwas lang geratene Tour durch die bisherigen Bond-Filme. Finanziell unglaublich erfolgreich, - obwohl Brosnan der stilloseste Bond aller Zeiten in diesem Film war: unrasiert (!) und schwitzend (!!!). DAS wäre den anderen niemals passiert.
Thriller-Autor John Gardner (u. a. einen Gegententwurf zu Bond: die Boysie Oakes-Serie über einen sehr unheldischen Geheimagenten) schrieb ab 1981 auf Wunsch der Fleming-Erben die Abenteuer von James Bond fort und hier das Buch zum Film.
Mit Sean Bean, Famke Jansen (die Bond in die Zange nimmt), Judi Dench (als M bezeichnet sie ihn als „Relikt aus dem Kalten Krieg“), Gottfried John, Joe Don Baker (mal wieder dabei, inzwischen auf der Seite der Guten), Robbie Coltrane
MDR, 00.15
Blade Runner - Der Final Cut
(USA 1982, R.: Ridley Scott)
Drehbuch: Hampton Fancher, David Peoples
LV: Philip K. Dick: Do Androids dream of Electric Sheep?;
Blade Runner, 1968 (Träumen Roboter von elektrischen Schafen; Blade Runner)
LA, 2019: Rick Deckard soll vier Replikanten finden.
Damals kam er bei der Kritik solala an und im Kino lief er auch nicht so toll. Aber seitdem entwickelte "Blade Runner" sich zu einem der stilbildenden Science-Fiction-Filme und Lieblingsobjekte von Wissenschaftlern für Interpretationen.
"Der Final Cut" ist die von Ridley Scott ursprünglich geplante Version, die sich nur in Details von früheren Versionen (Off-Sprecher, Ende, einige Effekte und minimal andere Schnittfolgen) unterscheidet.
Eine zeitgenössische Kritik: "'Blade Runner' ist ein Film des Dekors (...) Technische Phantasie und die Story, soweit sie erkennbar wird, liegen weit über dem Standard heutiger Science-fiction-Filme. Dennoch ist auch 'Blade Runner' ein eher unerfreulicher Film: Er kokettiert nicht nur mit der Gewalt, er schlachtet sie genussvoll aus, menschliche Werte behauptet er nur zu retten, tatsächlich aber versenkt er sie in einem Meer von Zynismus." (Fischer Film Almanach 1983)
Ähnlich Ronald M. Hahn/Volker Jansen in "Lexikon des Science Fiction Films" (1983): "Mehr jedoch als die zum großen Teil unbekannten Schauspieler sind die Trickspezialisten die wahren Stars dieses Films."
Heute wird's anders gesehen: "Der Film, der auf der Handlungsebene einem eher einfachen und klar strukturierten Muster folgt (...), eröffnet bei genauerer Betrachtung vielschichtige Bedeutungsebenen, die vor allem zahlreiche Reflexionen über die neuzeitliche Realitätsauffassung und den damit verbundenen Humanitätsbegriff zulassen." (Fabienne Will in Thomas Koebner, Hrsg.: Filmgenres Science Fiction, 2003)
"Twenty-five years after its first release Blade Runner is still the benchmark film in tech noir or future noir - a bleak fusion of sci-fi and noir." (Alexander Ballinger, Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)
Mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, Daryl Hannah, Joanna Cassidy
Hinweise
Homepage zum Film:
bladerunnerthemovie
Schnittberichte: Vergleich Director's Cut - Final Cut:
schnittberichte.com
Homepage von Philip K. Dick:
www.philipkdick
ARD, 01.20
Fletch – Der Troublemaker
(USA 1985, R.: Michael Ritchie)
Drehbuch: Andrew Bergman
LV: Gregory Mcdonald: Fletch , 1974
Journalist Fletch recherchiert undercover im Penner-Milieu. Da erhält er von einem reichen Pinkel den Auftrag, ihn umzubringen. Fletch wittert, neben viel Geld, eine gute Story.
Der kurzweilige Roman erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis und sollte unbedingt gelesen werden. Der Film ist dagegen eine schwache Angelegenheit.
Alle Fletch-Romane sind bei Vintage Crime/Black Lizard im Original erhältlich. Die deutschen Übersetzungen gibt's im Antiquariat ihres Vertrauens.
Mit Chevy Chase, Joe Don Baker, Geena Davis (in einer Nebenrolle)
Homepage von Gregory Mcdonald:
gregorymcdonald.com/
Kabel 1, 02.10
Das vierte Protokoll
(GB 1986, R.: John Mackenzie)
Drehbuch: Frederik Forsyth
LV: Frederik Forsyth: The fourth protocol, 1984
Petrofsky soll bei einem US-Atomwaffenstützpunkt eine Nuklerarexplosion herbeiführen. Der britische Antiterrorexperte Preston ist ihm auf der Spur.
"Vollgequasselter Action-Film" (Michael Caine), der zeigt, daß
Buchautoren keine guten Drehbücher schreiben, mit Michael Caine und
Pierce "James Bond" Brosnan als bösem Sowjet-Spion.
ARD, 02.55
Fletch II – Der Troublemaker kehrt zurück
(USA 1988, R.: Michael Ritchie)
Drehbuch: Leon Capetanos
LV: Fletch-Figur von Gregory Mcdonald
Fletch erbt eine Plantage in Louisiana. Dort gerät er in einen
Umweltskandal.
Der zweite Fletch-Film hat nichts mehr mit Gregory Mcdonalds Büchern zu
tun.
Mit Chevy Chase, Hal Holbrook
auch bekannt als "Fletch, der Tausendsassa"
ZDF, 03.50
Die Brautjungfer
(F/D 2004, R.: Claude Chabrol)
Drehbuch: Pierre Leccia, Claude Chabrol
LV: Ruth Rendell: The Briedesmaid, 1989 (Die Brautjungfer)

Auf der Hochzeitsfeier seiner Schwester verliebt sich Philippe in die Brautjungfer Senta. Ein böser Fehler, denn sie fordert von ihrem Liebhaber als Beweis seiner Liebe einen Mord.
Wie gewohnt seziert Chabrol auch in „Die Brautjungfer“ das Bürgertum. Hier konzentriert er sich auf eine fatale Liebesbeziehung und zeigt wieder einmal, wie schnell ganz normale Menschen bereit sind andere umzubringen. Natürlich ist „Die Brautjungfer“, trotz einer unglaubwürdigen Liebesbeziehung und der Konzentration auf zwei Personen, auf dem gewohnt hohen Standard seiner letzten Filme.
Mit Benoit Magimel, Laura Smet, Aurore Clément
Sonntag, 5. September
ZDF, 14.05
Didi auf vollen Touren
(D 1986, R.: Wigbert Wickert, Robert Menegoz
[Action-Regie])
Drehbuch: Felix Huby, Christoph Treutwein, Dieter Hallervorden
Didi soll Altölfässer auf eine Deponie in Frankreich bringen. Natürlich geht dabei so einiges schief und irgendwann kapiert Didi, dass er eine Umweltschweinerei vertuschen soll.
Kein guter Film, aber einer der besseren Didi-Filme, in denen er sich neben dem Klamauk auch um eine Botschaft bemühte. Immerhin kommt Dieter Hallervorden vom politischen Kaberett.
Mit Dieter Hallervorden, Bernard Menez, Pierre Tornade, Hans Peter Hallwachs, Gert Haucke, Günther Ungeheuer
Hinweise:
Homepage von Felix Huby:
http://www.felixhuby.de/
Meine Besprechung von Felix Hubys "Fast wie von selbst - Ein Gespräch mit Dieter de Lazzer" (2008):
kriminalakte/2009/03/17/
Meine Besprechung von Felix Hubys "Null Chance":
kriminalakte2009/12/03/
Meine Besprechung von Felix Hubys "Bienzle und das ewige Kind":
kriminalakte2009/12/03
Eins Festival, 20.15
Die Rückkehr des Tanzlehrers - Teil 1
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)

Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Den zweiten Teil gibt's am Sonntag, den 12. September.
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
SWR, 23.50
Exit - Lauf um dein Leben
(S 2006, R.: Peter Lindmark)
Drehbuch: Peter Lindmark
LV: Jesper Kärrbrink/Håkan Ramsin: Dödlig exit, 2002
Der Ziehsohn eines ermordeten Finanzmoguls gerät in Mordverdacht. Außerdem wird er erpresst. Also versucht er seine Probleme auf eigene Faust zu lösen.
"spannende Unterhaltung" (Lexikon des internationalen Films)
mit Mads Mikkelsen, Alexander Skarsgärd, Samuel Fröler
Montag, 6. September
Arte, 20.15
Lautlos wie die Nacht
(F/I 1962, R.: Henri Verneuil)
Drehbuch: Albert Simonin
LV: John Trinian: Mélodie en sous-sol, 1961 (Lautlos wie die Nacht)
Jean Gabin plant zusammen mit Alain Delon seinen letzten Coup:
ein Einbruch in das Casino von Cannes. Ein perfekter fast Plan. Spannender
Gangsterfilm.
ZDFneo, 21.00
Inspector Barnaby: Das Haus des Satans
(GB 2002, R.: Peter Smith)
Drehbuch: Alan Plater
LV: Charaktere von Caroline Graham
Bei der Eröffnung des Horror-Themenparks "Haus des Satans" wird der Hauptdarsteller Larry Smith von einer Bombe zerfetzt. Inspector Barnaby ermittelt.
Britenkrimi der netten Art.
Mit John Nettles, Daniel Casey
Eins Festival, 00.20
Die Rückkehr des Tanzlehrers - Teil 1
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)

Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Den zweiten Teil gibt's am Sonntag, den 12. September.
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
Arte, 03.00
Die Axt
(F/B/E 2005, R.: Constantin Costa-Gavras)
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jean-Claude Grumberg
LV: Donald E. Westlake: The Ax, 1997 (Der Freisteller)
Der nicht mehr ganz junge Chemiker Bruno hat nach zwei Jahren erfolgloser Jobsuche die Faxen dicke. Er gibt eine Stellenanzeige auf und bringt seine Jobkonkurrenten um.
Bitterböse Satire auf den Kapitalismus, die von Jobsuchenden hoffentlich nicht als Vorbild genommen wird.
Stellvertretend für die vielen positiven Besprechungen: „Im Zeichen von Massenarbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit und Globalisierungsdruck drehte Costa-Gavras … eine rabenschwarze Farce, die die Gegenwart nicht gerade in freundliches Licht taucht, und bei der das Lachen mehr als einmal ihm Halse stecken bleibt. Erschreckend an dieser Moritat auf der Folie einer durch und durch sexistisch aufgeladenen Gesellschaft ist vor allem, dass hier ein wohlsituierter Kleinbürger unter dem Druck der Umstände nicht nur zum Verbrecher und Mörder wird, sondern unter dem scheinbaren Zwang, seine Familie schützen zu müssen, ohne weiteres faschistoides Gedankengut produziert.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit José Garcia, Karin Viard, Geordy Monfils, Christa Theret, Ulrich Tukur, - in Nebenrollen einige Autoren und Regisseure - Jean-Claude Grumberg, John Landis, Julie Gavras (Tochter von Constantin Costa-Gavras), Donald E. Westlake (Cameo als alter Mann im Arbeitsamt)
uch bekannt als "Jobkiller - Eine mörderische Karriere"
Hinweise:
Homepage von Donald Westlake:
www.donaldwestlake.com/
Nachruf auf Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/02
Covergalerie Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/06
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „What’s so funny?“ in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Besprechung des Dortmunder-Kurzromans „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions]):
kriminalakte2007/06/12
Meine Besprechung von Donald E. Westlakes "Mafiatod" (361, 1962):
kriminalakte/2008/11/05/
Donald E. Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Parker-Romans „Ask the Parrot“:
Spurensuche No. 36
Die Vorstellung der Parker-Serie:
Spurensuche No. 30
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen "Fragen Sie den Papagei" (Ask the Parrot) und "Dirty Money":
kriminalakte./2008/08/06/
Dienstag, 7. September
BR, 21.45
Kommissar LaBréa: Todesträume am Montparnasse
(D 2010, Dennis Satin)
Drehbuch: Thomas Stiller
LV: Alexandra von Grote: Todesträume, Todesträume am Montparnasse, 2007
Ein Ex-Sträfling wurde kastrier und ermordet. Kommissar LaBréa sucht den Mörder.
TV-Krimi
Mit Francis Fulton-Smith, Bruno Bruni, Gudrun Landgrebe, Anja Knauer, Daniel Friedrich, Valerie Niehaus, Oliver Bootz, Natalia Avelon
Hinweis
Homepage von Alexandra von Grote:
avongrote.net-fit.de/
HR, 23.30
Alphamann: Amok
(D 1999, R.: Thomas Jauch)
Drehbuch: Fred Breinersdorfer
Nachdem er das Sorgerecht für seine Tochter verliert, dreht ein SEK-Mann durch. Erst läuft er Amok. Dann verschanzt er sich mit seiner Tochter in einem Supermarkt. Da kann nur noch der "Alphamann", ein blinder Verhandlungsexperte, helfen.
Ist wohl ein ziemlich spannender TV-Thriller.
Mit Hannes Jaenicke, Renée Soutendijk, Tobias Moretti, André Hennicke.
Hinweise:
Homepage von Fred Breinersdorfer:
www.breinersdorfer.com/
Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers "Das Hurenspiel - Ein Fall für Abel" (2006):
Spurensuche No. 34
Mittwoch, 8. September
SWR, 00.45
Das Mädchen und der Kommissar
(F/I 1971, R.: Claude Sautet)
Drehbuch: Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie, Claude Néron
LV: Claude Néron: Max et les ferrailleurs, 1968
Ein ehrgeiziger Polizist animiert, mit Hilfe einer Prostituierten, eine Gruppe von Kleingangstern zu einem Banküberfall. Er will sie auf frischer Tat ertappen.
Der vorzügliche französische Kriminalfilm mit Starbesetzung ist eine beklemmende Charakterstudie über einen ehrgeizigen Polizisten und die Annahme, dass der Zweck die Mittel heilige.
Mit Romy Schneider, Michel Piccoli, Bernard Fresson
Donnerstag, 9. September
3sat, 22.55
Ich habe keine Angst
(I/E/GB 2003, R.: Gabriele Salvatores)
Drehbuch: Niccolò Ammaniti, Francesca Marciano
LV: Niccolò Ammaniti: Io non ho paura, 2001 (Die Herren des Hügels, Ich habe keine Angst)
Süditalien 1978: Der neunjährige Michele entdeckt in einem Erdloch einen verwahrlosten Jungen. Er gibt ihm zu essen. Aber er erzählt seinen Eltern nichts davon. Irgendwann fragt er sich, ob der Junge von der Dorfgemeinschaft entführt wurde.
"In überwältigend poetischen Bildern fängt Salvatores atmosphärisches Drama Micheles Weg von kindlicher Naivität über Ohnmacht hin zur erwachsenen Desillusion ein. Bei aller Grausamkeit ein irrsinnig schöner Film." (Danja Schilling, Zitty 26/2003)
Das Drehbuch war für den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.
Mit Aitana Sanchez, Dino abbrescia, Giorgio Careccia
ZDF, 00.35
Jesse Stone - Knallhart
(USA 2006, R.: Robert Harmon)
Drehbuch: Tom Epperson
LV: Robert B. Parker: Night Passage, 1997 (Das dunkle Paradies)
Der zweite Jesse-Stone-Film erzählt die Vorgeschichte: in ihr tritt Jesse Stone seinen Job in Paradise an und muss zuerst den Kleinstadtsumpf ausmisten. Denn - Überraschung! - Stone hat den Job nur wegen seines Lebenslaufs (und dem Fazit: kaputter Verlierer) bekommen.
Im Buch endet die Ankunft von Jesse Stone in Paradise in einem Western-Showdown.
"No fools over at CBS, the net quickly followed one of last year's best TV movies, "Stone Cold," with this equally first-rate prequel." (Variety)
Mit Tom Selleck, Stephanie March, Stephen Baldwin
Hinweise
Homepage von Robert B. Parker:
www.robertbparker.net/
Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker:
Spurensuche No. 27
Meine Besprechung von Robert B. Parkers "Die blonde Witwe" (Widow's walk, 2002):
Spurensuche No. 27
Meine Besprechung von Robert B. Parkers "Der stille Schüler" (School Days, 2005):
kriminalakte/2007/07/24
Meine Besprechung von Robert B. Parkers "Der gute Terrorist" (Now & Then, 2007):
kriminalakte/2008/08/29/
Meine Besprechung von Robert B. Parkers
"Hundert Dollar Baby" (Hundred Dollar Baby, 2006)
Freitag, 10. September
Pro 7, 20.15
James Bond: Der Morgen stirbt nie
(GB/USA 1997, R.: Roger Spottiswoode)
LV: Figur von Ian Fleming
Drehbuch: Bruce Feirstein
Buch zum Film: Raymond Benson: Tomorrow never dies, 1997 (Der MORGEN stirbt nie)
Die Zeiten ändern sich: Bonds Gegner ist ein Pressezar, der für eine
Schlagzeile einen Weltkrieg riskiert.
Brosnans zweiter Einsatz war an der Kinokasse selbstverständlich ein
Erfolg. Der Rest war auch wie gewohnt; – auch die zahlreichen
Drehbuchentwürfe und Veränderungen während der Dreharbeiten. Da
arbeitete ein Team von vier Autoren in einem Londoner Hotel an neuen
Ideen und den Wünschen von Spottiswoode... Entsprechend zerfällt der Film
immer wieder in Einzelteile. Es gibt dazu einen bissigen Artikel von
Feirstein.
Mit Pierce Brosnan, Michelle Yeoh, Jonathan Pryce, Götz Otto, Teri
Hatcher, Judi Dench, Samantha Bond, Desmond Llewelyn.
Besetzung etc. bei james-bond007.de
Interview mit Feirstein (engl.)
Eins Festival, 23.50
Die Rückkehr des Tanzlehrers - Teil 1
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)

Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Den zweiten Teil gibt's am Sonntag, den 12. September.
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
ARD, 01.20
Håkan Nesser: Moreno und das Schweigen
(S 2005, R.: Erik Leijonborg)
Drehbuch: Björn Carlström, Stefan Thunberg
LV: Håkan Nesser: Kommissarien och tystnaden, 1997 (Der Kommissar und das Schweigen)
Kommissarin Moreno findet bei einer weiblichen Leiche ein Kruzifix. Kurz darauf wird eine weitere Mädchenleiche entdeckt. Eine Spur führt zur Sekte „Das reine Leben“. Moreno bittet den Pensionär Van Veeteren um Hilfe.
Der dritte Van Veeteren-Krimi hat wohl wenig mit dem Buch zu tun.
Mit Sven Wollter
ARD, 02.50
Håkan Nesser: Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod
(S 2005, R.: Daniel Lind Lagerlöf)
Drehbuch: Niklas Rockström, Björn Carlström (Entwurf), Stefan Thunberg (Entwurf)
LV: Håkan Nesser: Svalan, Katten, Rosen, Döden, 2001 (Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod)
Kommissar Münster sucht den Mörder einer Frau. Van Veeteren ermittelt ebenfalls in dem Mordfall. Denn der Mörder hat am Tatort eine kostbare Baudelaire-Erstausgabe zurückgelassen.
Vierter Film der Van Veeteren-Reihe.
Mit Sven Wollter
Die TV- & Buchtipps. Ein Service der Alligatorpapiere im
NordPark Verlag
Klingelholl 53
42281 Wuppertal
Tel.:0202/51 10 89