Die Alligatorpapiere



Spurensuche. No. 40
Die Kolumne von Axel Bußmer



Pack diese Krimis ein!

Einige Empfehlungen für die Reisetasche

Die ewiggleich-schreckliche Frage beim Kofferpacken: Welche Bücher soll ich in den Urlaub mitnehmen? Deshalb gibt es in alphabetischer Reihenfolge einige Empfehlungen:

Wolfgang Brenner: Bollinger und die Friseuse

brenner-Bollinger-und-die-FriseuseDas Buch hat mit zwei Nachteilen zu kämpfen: das nichtssagende Titelbild und die Wahl des Schauplatzes. Bei Wolfgang Brenner ist Schauren eine fiktive Stadt an der deutsch-französischen Grenze. Leider gibt es drei Orte, die Schauren heißen und ein Schauren ist nur wenige Kilometer entfernt von Brenners derzeitigem Wohnsitz. Doch beide Nachteile werden von der Geschichte mehr als aufgewogen.
Felix Bollinger wird, nachdem er irrtümlich einen Juwelier erschoss, nach Schauren strafversetzt. Das deutsch-französische Dorf hat seit Jahren eine Null-Kriminalität und die beiden diensthabenden Polizisten Louis Strasser und Alain Miller schieben eine ruhige Kugel. Das Polizeirevier ist eine Bruchbude. Strasser und Miller gehen ihrem Dienst am liebsten in verschiedenen Lokalen nach. Doch Bollinger will Schauren zu einem europäischen Vorzeigeprojekt machen und er sucht sich auch gleich Arbeit. Denn als er eintraf, wurde der Frisör Georges Niederbronn beerdigt und seine Vermieterin, die schöne Bürgermeistergattin Lotte Brück erzählt ihm, dass ihr Lieblingscousin Niederbronn vor zwanzig Jahren eine Affäre mit der minderjährigen Angestellten Lydia Lesquelles hatte und seitdem Alimente zahlte. Doch Niederbronn war nicht der Vater. Bollinger will jetzt die Wahrheit herausfinden.
"Bollinger und die Friseuse" ist der gelungene Auftakt einer neuen Serie. Der zweite Band "Bollinger und die Barbaren" erscheint im Februar 2008. Der erste Band ist eine leicht humoristische Geschichte aus dem deutsch-französischen Grenzland, den landestypischen Besonderheiten und einem sich, weil er etwas naiv ist, hoffnungslos in den Dorfgeheimnissen verstrickenden Helden. Denn Felix Bollinger glaubt an die Buchstaben des Gesetzes, bis er von seinen Untergebenen immer wieder vom Gegenteil überzeugt wird.
Wolfgang Brenner ist im positiven Sinne ein Handwerker. Er erzählt seine Geschichte spannend bis zum überraschenden Ende. Seit seinem ersten Roman "Welcome Ossi!" schreibt er immer gut geplottete Geschichten mit glaubwürdigen Charakteren und einem sorgfältig recherchierten, teils historischen Hintergrund. Doch zwischen schlechten Regionalkrimis und glücklosen Versuchen literarischer Kriminalromane wird er viel zu wenig beachtet. Denn "Bollinger und die Friseuse" ist einfach gute Unterhaltung.

James Crumley: Land der Lügen

crumley-land-der-luegenDie wirklichen Hardcore-Fans haben sich "The final Country" bereits 2001 im Original gekauft und gelästert, dass die deutschen Verlage von Deppen betrieben werden. Denn James Crumley ist einer der großen Autoren von literarisch hochwertigen Hardboiled-Privatdetektivromanen. Er schreibt pro Seite mindestens einen Satz oder Dialog, den sich Krimifans am liebsten eingerahmt an die Wand hängen würden. Da ist es kein Wunder, dass viele Autoren Crumley in den höchsten Tönen loben. Jetzt gibt es dank des Shayol-Verlages "The final Country" als "Land der Lügen" auf Deutsch.
In dem in Texas spielenden Roman erzählt Crumleys Held Milo Milodragovitch, wie er einen Mörder sucht und ziemlich schnell in eine unüberschaubare Familiengeschichte hineinstolpert. Milo bleibt auch mit Sechzig immer noch der blind drauflos prügelnde Säufer. Bei seiner Odyssee in das dunkle Herz von Texas stampft er durch einen Sumpf aus Drogen, Gewalt, Korruption, Sex und Verrat. Das alles ist für Milo vertrautes Terrain. Immerhin wurde er vor wenigen Jahren um eine Millionenerbschaft beschissen und jetzt wäscht er in seiner Bar, mit der Hilfe der Familie seiner Frau, Schwarzgeld. Nicht vertraut ist für ihn, mit welcher Finalität in Texas Familienprobleme gelöst werden. Besonders wenn ein Fremder etwas von ihnen erfahren könnte.
Mit "Land der Lügen" konnte der 1939 geborenen Texaner und seit Jahrzehnten in Montana lebende James Crumley etwas über die von ihm nicht sonderlich geschätzte texanische Mentalität sagen. Und diese Mentalität erklärt, obwohl das Buch vor 9/11 geschrieben wurde, einiges über die Handlungen des Texaners George Bush.

Horst Eckert: Königsallee

Einerseits bewegt sich "Königsallee" auf vertrautem Terrain, andererseits probiert Horst eckert-koenigsalleeEckert hier neues aus und dekliniert seine bekannten Themen an einem neuen Sujet durch. Denn "Königsallee" ist sein bislang politischster Roman. Einerseits erzählt er, wie Kommissar Jan Reuter von der Abteilung KK22 (Bekämpfung der Organisierten Kriminalität) die Diebe eines wertvollen Max Beckmann-Gemäldes fangen will, von seinen Vorgesetzten behindert wird und, nachdem sein Spitzel erschossen wird, immer mehr seine Karriere gefährdet. Andererseits erzählt er, wie der Ölmilliardär Vitali Karpow versucht, die korrupte Düsseldorfer Stadtspitze zu kaufen. Hilfreich ist für ihn der Ehrgeiz von Oberbürgermeister Dagobert Kroll sein finanziell gefährdetes Lieblingsprojekt zu verwirklichen. Woher das Geld kommt, ist dem Bürgermeister ziemlich egal. Schließlich geht es um sein Vermächtnis an die Stadt.
In "Königsallee" beschreibt Eckert treffend und ohne scheinheilige moralische Empörung das korrumptive Geflecht zwischen Politik, Wirtschaft, Justiz und Polizei. Alle schweigen und helfen mit, die Wahrheit zu vertuschen, weil sie letztendlich gut daran verdienen. Es ist der Teil der deutschen Realität, der viel zu selten treffend in deutschen Kriminalromanen beschrieben wird.
Gegen so ein Geflecht von Abhängigkeiten und Verbrechen ist ein einzelner Ermittler, wie Jan Reuter, solange er nicht den richtigen Zipfel zu fassen kriegt, machtlos. Deshalb ermittelt er gleichzeitig in mehreren Fällen und Horst Eckert erzählt souverän gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven mehrere Geschichten.
"Königsallee" ist ein gelungener Politthriller, weil Horst Eckert in ihm die Geschichten hinter den Schlagzeilen in eine packende Erzählung überführt. Mit seinem neuesten Buch bestätigte er wieder einmal seinen Ruf als einer von Deutschlands besten Kriminalromanautoren.

Gunter Gerlach: Engel in Esslingen

Kurz und knackig ist das neue Buch, eigentlich ein Büchlein, von Gunter Gerlach. Denn gerlach-engel-in-esslingen"Engel in Esslingen" erschien in der Reihe "Kaliber .64". Es hat 64 Seiten und ist etwas größer als ein Reclam-Buch. Gerlachs Geschichte ist eine stimmige Gaunerkomödie über zwei Typen, Ich-Erzähler Valerian und sein Kumpel Ebbe, die einfach keine fünf Sekunden in die Zukunft denken können. Die beiden Ex-Knackis und gerade gefeuerten Geldeintreiber fahren mit dem Zug nach Esslingen zu ihrem Kumpel Rolf. Der hat nämlich den Plan für ein ganz großes Ding. Bereits auf der Zugfahrt werden sie von einem falschen Schaffner bestohlen und Ebbe wird von einer Frau mit einer Lockenfrisur wie eine Mütze mit einer Gabel in die Hand gestochen. Es ging um eine Wurst. Kaum angekommen entdecken Valerian und Ebbe den Dieb, aber bevor sie etwas unternehmen können, schreit die Frau mit der Lockenfrisur, sie hätten sie bestohlen.
Die beiden Ex-Knackis suchen das Weite. Doch damit hat ihre Pechsträhne gerade begonnen. In Rolfs Wohnung entdecken sie seine Leiche und ihr Plan von dem großen Geld scheint sich in Luft aufzulösen. Aber so leicht geben die Beiden nicht auf.
"Engel in Esslingen" ist eine schwarzhumorige Gaunerkomödie mit absurden Wendungen und einer Handvoll Charaktere, die nicht gerade Geistesgrößen sind und absolut keinen Respekt vor fremdem Eigentum haben. Das ist die Art von Geschichten, die im kurzen "Kaliber .64"-Format ausgezeichnet funktionieren. Gleichzeitig macht "Engel in Esslingen" Lust auf die anderen Werke von Gunter Gerlach. Und auch das ist eines der Ziele der Reihe: für wenig Geld einen Autor vorstellen.

Lee Goldberg: Mr. Monk und die Feuerwehr
Lee Goldberg: Mr. Monk besucht Hawaii


Adrian Monk ist ein genialer Detektiv, der der Polizei von San Francisco immer wieder bei goldberg-Mr-Monk-und-die-Feuerwehrfür sie unlösbaren Fällen hilft. Für Monk sind die Fälle nicht unlösbar. Etliche sind sogar leicht lösbar. Allerdings hat er - das wissen die Zuschauer der Monk-Serie (dienstags auf RTL) - einige Auffälligkeiten. Er ist ein obsessiver Ordnungsfanatiker und Hypochonder. Wenn er auf die Toilette muss, muss ihn seine Sekretärin Natalie Teeger durch die gesamte Stadt zu seiner Wohnung fahren. Nachdem er jemand die Hand gegeben hat, muss sie ihm ein feuchtes Tuch zum Abwischen von Bakterien geben. Er trinkt nur Sierra Springs Wasser. Undsoweiter.
Für die unersättlichen Monk-Fans und die Freunde klassischer Privatdetektivgeschichten (ich sage nur Nero Wolfe) hat der Shamus-nominierte Lee Goldberg jetzt neue Fälle erfunden. In "Mr. Monk und die Feuerwehr" muss Monk für einige Tage aus seiner Wohnung ausziehen. Die von Monk entdeckten Termiten sollen ausgeräuchert werden. Die Suche nach einem Hotelzimmer endet genau so, wie Natalie Teeger (die die Monk-Geschichten erzählt) es sich gedacht hat. Kein Hotelzimmer erfüllt den Monk-Standard. Also erlaubt sie ihm, bei ihr zu übernachten. Bevor es zum Eklat zwischen ihnen kommt, bittet Natalies Tochter Monk den Tod des Feuerwehrhundes aufzuklären. Eigentlich kein Monk-Fall, aber immerhin eine Ablenkung von der fremden Umgebung. Kurz darauf findet Monk einen richtigen Mordfall: während eines Hausbrandes starb eine alte Frau. Auf den ersten Blick erkennt Monk, dass Esther Stoval ermordet wurde. Den Mörder kennt er auch schnell. Es ist der Bauunternehmer Lucas Breen. Dummerweise gibt es keine Beweise gegen ihn und Breen sitzt in der Polizeikomission.
Monk denkt sich 'noch nicht' und stürzt sich in größte Gefahren. Er verfolgt Müllautos und sucht auf der städtischen Mülldeponie nach Beweisen.
In "Mr. Monk besucht Hawaii" besteigt er ein Flugzeug. Natürlich nicht ganz freiwillig. goldberg-Mr-Monk-besucht-Hawaii.jpgDenn Natalie Teeger will für eine Woche nach Hawaii fliegen. Ihre beste Freundin heiratet und sie will sich dafür Urlaub nehmen. Monk kann das nicht verstehen. Aber alleine will er auch nicht zurückbleiben. Also wirft er eine von Dr. Kroger verschriebene Pille für Notfälle ein. Danach benimmt Monk sich wie ein normaler Mensch: er benutzt die Flugzeugtoilette, kauft sich schreiend-bunte Kleider und springt in einen Pool. Die Nebenwirkung ist, dass Monks detektivische Fähigkeiten verschwinden. Bereits kurz nach der Landung hört die Wirkung auf. Einerseits ist Natalie erleichtert, dass Monk sich wieder Normal-Monk benimmt, andererseits ist ihr Urlaub beendet. Denn als erstes enttarnt Monk, weil der Pfarrer die Gemeinde fragte, ob jemand Einwände gegen die Trauung habe, den Bräutigam als Lügner. Danach will Monk den prominenten TV-Hellseher Dylan Swift enttarnen. Das kann Natalie in letzter Sekunde verhindern. Dafür stürzt Monk sich auf den tödlichen Unfall der älteren Dame Helen Gruber. Sie wurde von einer Kokosnuss erschlagen. Jedenfalls glaubt das Lieutenant Ben Kealoha bis Monk auf der Bildfläche auftaucht und nach einem Blick auf den Tatort weiß, dass Helen Gruber ermordet wurde. Der Hauptverdächtige ist ihr wesentlich jüngerer Ehemann Lance Vaughan, der über ein bombensicheres Alibi verfügt. Er war zur Tatzeit auf einer Bootstour. Mehrere Zeugen und ein Video bestätigen das. Das Alibi ist natürlich zu gut um ihn als Mörder auszuschließen.
Die beiden ersten Monk-Bücher (Lee Goldberg hat bereits drei weitere geschrieben und plant derzeit das sechste Monk-Buch) sind in einem angenehmen Plauderton geschriebene Krimikomödien mit einem gut geplotteten Fall, pointierten Dialogen und zahlreichen Monkismen. Sie knüpfen an die ersten Monk-Filme, als Sharona Fleming seine Krankenschwester und Assistentin war, an. Auch bei ihr führten die Ticks von Monk zur Lösung des Falles. Seitdem im Fernsehen Natalie Teeger die Rolle von Monks Assistentin übernommen hat, wurden die Fälle dünner. Denn die Fälle könnten auch ohne die Hilfe des genialen Detektivs gelöst werden und seine Spleens werden immer mehr voyeuristisch ausgebeutet. Nicht so in den Monk-Büchern von Lee Goldberg.
Bei "Mr. Monk und die Feuerwehr" haben wir den seltenen, vielleicht sogar einmaligen Fall, dass ein auf einer Serie basierender Roman den Machern so gut gefiel, dass sie das Buch als reguläre Episode verfilmten. Sie heißt "Mr. Monk can't see a thing" (Mr. Monk sieht nichts mehr). Goldberg schrieb das Drehbuch und die Episode hat kaum etwas mit dem Buch zu tun.

Steve Hamilton: Blind River

Eine überraschende Wiederkehr auf dem deutschen Buchmarkt erlebte Steve Hamilton. Die hamilton-blind-river.jpgersten Alex McKnight-Romane wurden etwas unpassend in der inzwischen eingestellten Dumont-Krimireihe, die immer das Image hatte 'nette Häkelkrimis und Klassiker aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts', veröffentlicht. Denn Steve Hamilton schreibt sehr zeitgenössische Privatdetektiv-Romane. Für den ersten McKnight-Roman "Ein kalter Tag im Paradies" (A cold day in Paradise, 1998) erhielt er den Debüt-Edgar und den Debüt-Shamus. Seine späteren Romane mit dem Privatdetektiv wurden unter anderem für den Anthony und Shamus nominiert.
In "Blind River" stolpert der in dem Dorf Paradise, Michigan, lebende Alex McKnight aus Neugierde in seinen neuen Fall. Alles beginnt damit, dass er seine Freundin Natalie Reynaud, einem Constable der Ontario Provincial Police, nicht in seine Junggesellenbude einladen will. Er schlägt ein Hotel vor. In dem Hotel werden sie von einem alten Mann beobachtet. Am Abend legt er seinen mit Eis gefüllten Fedora-Hut vor die Tür von McKnight und Natalie. Am nächsten Tag ist er tot. Erfroren. Alex McKnight will herausfinden, was dieser ihm unbekannte Mann von ihm wollte. Doch das ist sein erster Irrtum. Der Mann legte den Hut für Natalie hin. Auf seiner Suche stößt er auf jahrzehntealte Familiengeheimnisse und eine unappetitliche Geschichte von Freundschaft und Verrat, die in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts an der Grenze zwischen Kanada und den USA begann und das Leben der Nachkommen bis heute beeinflusst.
Das sechste Abenteuer von Privatdetektiv Alex McKnight ist ein düsteres, ruhiges Familiendrama vor der winterlichen Kulisse von Michigan.
Die vorherigen McKnight-Abenteuer sind, bis auf "Himmel voll Blut" (Blood is the sky, 2003) derzeit nur im gut lesbaren Original oder antiquarisch erhältlich. Aber die Suche lohnt sich.

Ed McBain (Hrsg.): Die hohe Kunst des Mordens

Für ganz unentschlossene oder extrem sparsame Menschen gibt es diesen Sommer nur ein Buch: "Die hohe Kunst des Mordens". Denn wo findet man zehn neue Geschichten von weltbekannten mcbain-Die-hohe-Kunst-des-MordenAutoren? Und das schöne bei diesen Kurzromanen (zwei könnten mit jeweils 160 engbedruckten Seiten auch ohne Probleme als eigenständige Romane erscheinen) ist, dass die guten Geschichten, in denen nicht immer unbedingt jemand ermordet wird, eindeutig in der Mehrzahl sind. Eigentlich ist nur "Das Maismädchen. Eine Liebesgeschichte" von Joyce Carol Oates eine komplette Enttäuschung. Auch Walter Mosleys "Archibald Lawless, Freier Anarchist" unterhält, obwohl letztendlich nicht vollkommen überzeugend, prächtig. In dieser Geschichte soll der junge Student Felix Orlean für den seltsamen Lebemann und Anarchist Archibald seltsame Aufträge ausführen. Orlean weiß dabei nicht, ob er noch auf der richtigen Seite des Gesetzes steht. Eindeutig auf der falschen Seite des Gesetzes steht Grandison Harris. In "Der Leichenräuber" erzählt Sharyn McCrumb die wahre Lebensgeschichte des Sklaven Harris, der ab 1852 über fünfzig Jahre die Leichen für die medizinische Hochschule in Augusta, Georgia, beschaffte. Damals durften Ärzte keine Obduktionen vornehmen. Aber der Forscherdrang war stärker.
Etliche Autoren des Sammelbandes beschäftigen sich in ihren Geschichten mit den Folgen des 11. Septembers. Als klassischer Polizeiroman in Ed McBains "Einfach nur Hass". In Isola bringt jemand Taxifahrer um und malt einen Davidstern auf die Windschutzscheibe. Steve Carella und seine Kollegen fragen sich, ob ein fanatischer Moslem Juden umbringt. In Stephen Kings "Nachgelassene Dinge" tauchen Besitztümer von im World Trade Center Gestorbenen bei einem überlebenden Kollegen auf. Und in Lawrence Blocks Geschichte "Kellers Umstellung" steht der Killer Keller vor der Entscheidung, ob er nach 9/11 weiterarbeiten oder seinen Beruf aufgeben soll. Lawrence Block gibt in dieser Keller-Geschichte die pragmatische New Yorker-Antwort. Auf den ersten Blick beschäftigt sich Anne Perry in ihrer grandiosen Geschichte "Geiseln" nicht mit dem 11. September. Doch natürlich ist "Geiseln" auch eine hellsichtige Allegorie auf die US-amerikanische Politik der vergangenen Jahre. In Perrys Geschichte werden in einem einsamen Landhaus der irische Hardliner Connor O'Malley und seine Frau Bridget als Geiseln genommen. Während er zu keinem Kompromiss mit den Gegnern bereit ist, denkt seine Frau an die Familie. Donald E. Westlake lässt in "Die Geldmacher" seinen glücklosen Einbrecher John Dortmunder und seine Freunde auftreten. Der resozialisierte Verbrecher Kirby schlägt ein totsicheres Ding vor. Doch mit der Resozialisierung von Kirby ist es nicht so weit her.
Die beiden längsten Geschichten sind von John Farris und Jeffery Deaver. Farris erzählt in "Die Modelle des Malers" von dem genialen Frauenmaler John Ransome und dem Schicksal seiner Modelle. Jetzt hat er Echo Halloran als Modell auserwählt. Ihr Freund, der Großstadtpolizist Peter O'Neill, versucht seine Freundin aus den Fängen des Malers zu befreien. Und Jeffery Deaver hat in "Auf ewig" mit dem Polizeistatistiker Talbot Simms einen potentiellen neuen Serienhelden erschaffen. Simms glaubt, dass alles mit Zahlen erklärt werden kann. Als in dem beschaulichen Suburb Westbrook, New York, zwei reiche, ältere Ehepaare Selbstmord begehen, schrillen seine statistischen Alarmglocken und er initiiert seine erste Ermittlung. Denn statistisch gesehen muss es sich hier um Mord handeln.
Der von Ed McBain herausgegebene tausendseitige Wälzer "Die hohe Kunst des Mordens" ist ein Festmahl für Krimifans.

David Peace: 1974
David Peace: 1977
David Peace: 1980


peace-1974-TB.jpg peace-1977-TB.jpg peace-1980
Bevor 2008 der letzte Band des "Red Riding Quartetts" auf Deutsch erscheint, kann jetzt in einem Rutsch der Anfang gelesen werden. Dabei sind die ersten drei Bände des "Red Riding Quaretts" als düstere Charakterstudien von nicht sonderlich liebenswerten Männern gelungener als als Kriminalromane mit einer nachvollziehbaren Geschichte. Der rote Faden von "1974" über "1977" und "1980" hin zu "1983" bildet die Jagd nach dem Yorkshire Ripper. Für jeden Band wählte David Peace einen anderen Ich-Erzähler. Trotzdem ähneln sich die Stimmen der Erzähler und ihre Sicht auf die Realität sehr.
In "1974" hat Ed Dunford seinen Traumjob ergattert. Er ist Kriminalreporter der Evening Post. Als ein Mädchen verschwindet und kurz darauf ermordet gefunden wird, glaubt Dunford, dass ihr Tod mit früheren Morden zusammenhängt. Er recherchiert und stößt bei den Oberen Zehntausend in ein Wespennest.
"1977" wird aus der Perspektive von Polizeisergeant Robert Fraser und Evening Post-Starreporter Jack Whitehead erzählt. Der Yorkshire Ripper bringt Prostituierte um und verbreitet Angst und Schrecken unter den jungen Frauen von Yorkshire. Fraser und Whitehead suchen ihn. Gleichzeitig haben sie zu intime Beziehungen zu Prostituierten.
"1980" ist der Yorkshire Ripper immer noch nicht geschnappt. Dreizehn Morde gehen inzwischen auf sein Konto. Die Angst in der Bevölkerung nimmt zu. Die Polizei wird zunehmend als inkompetent angesehen. Da soll Peter Hunter die Arbeit der Polizei überprüfen.
In seinen drei bislang auf Deutsch erschienenen Romanen zeichnet David Peace ein sehr düsteres Bild von Großbritannien in den Siebzigern. Es gibt keine sympathischen Charaktere. Es fällt auch schwer an dem Schicksal der vier Ich-Erzähler Anteil zu nehmen. Dafür erzählt Peace zu wenig von ihnen. Er lässt sie in einem Strom kurzer, abgehackter Sätze durch die Geschichte taumeln. Am Ende verschwinden sie auf die eine oder andere Art. Dunford fährt weg. Fraser, Whitehead und Hunter sterben. Auch wenn sie, wie Whitehead, im nächsten Roman wieder auftauchen. In "1980" sitzt Whitehead in einer Irrenanstalt.
In "1980" fällt stärker als in den beiden vorherigen Büchern "1974" und "1977" auf, dass Peace seinen Text wie ein Musikstück mit immer wiederkehrenden Themen und Fragmenten komponiert. Ganze Abschnitte werden wortwörtlich immer wieder wiederholt. So entwickelt besonders "1980" einen ganz eigentümlichen Sog.
Die drei Romane sind als Kriminalromane, gemessen an den üblichen Standards, misslungen. Als düstere Fantasien über getriebene Seelen sind sie gelungen. Es sind brutale Charakterstudien über vier Männer, die letztendlich mehr gemeinsam haben, als sie glauben.

Ross Thomas: Umweg zur Hölle

Für alle, die sich fragen, ob Kriminalromane mehr sein können als lauschige Unterhaltung Thomas-Umweg zur-Hoelleempfiehlt sich immer wieder ein Griff zu den Werken von Ross Thomas. Kürzlich wurde das erste Artie Wu/Quincy Durant-Abenteuer "Umweg zur Hölle" in einer überarbeiteten Übersetzung mit einem Essay von Jörg Fauser und einem Nachwort von Martin Compart wiederveröffentlicht und, obwohl es unüberlesbar in den Siebzigern spielt, und erstmals 1978 in den USA erschien, ist es immer noch aktuell und hellsichtig wie am ersten Tag.
Auf der ersten Seite fällt Artie Wu, der Anwärter auf den chinesischen Kaiserthron, bei seinem morgendlichen Jogging am Strand von Malibu über einen toten Pelikan. So gerät er in Kontakt mit Randall Piers, der dort immer seine Windhunde ausführt. Piers hilft dem verletzten Wu, lernt dessen Freund Quincy Durant kennen und ist von ihnen fasziniert. Er zieht einige Erkundigungen über die Glücksritter ein und bittet sie anschließend, ihm zu helfen. Sie sollen Piers verschwundene Schwägerin Silk suchen. Sie tauchte nach dem Tod eines Lokalpolitikers von Paradise Bay unter. Offiziell war es ein Selbstmord. Aber in Wirklichkeit wurde er ermordet. Silk fürchtet zu Recht um ihr Leben. Allerdings war auch die Begegnung zwischen Wu und Piers nicht zufällig. Wu und Durant platzierten den toten Pelikan am Strand, weil sie keinen anderen Weg sahen, unauffällig mit Piers in Kontakt zu geraten.
Schnell entspinnt sich ein abenteuerliches Spiel zwischen zahlreichen eher halbseidenen Charakteren, die alle denken, dass das Bürgerliche Gesetzbuch für sie nicht gilt. Sie sind Mafiosi, Geheimdienstler und Glücksritter jeglicher Coleur.
Am Ende meint Piers, er würde gerne wissen was mit Wu und Durant weiter geschieht.
Ross Thomas erfüllte uns in den folgenden Jahren mit den ebensoguten Artie Wu/Quincy Durant-Abenteuer "Am Rand der Welt" (Out on the rim, 1987) und "Voodoo & Co." (Voodoo, Ltd. 1992) diesen Wunsch.
"Umweg zur Hölle" ist in einer glasklaren Prosa geschriebener ätzender Kommentar zur politischen Lage in den USA um 1977. Gleichzeitig ist er eine scharfsinnige und hundsgemeine Analyse wie Politik funktioniert, wenn die moralischen Standards der Akteure zur Ramschware werden.

Und für Menschen, die Bücher im Original lesen wollen, gibt es noch drei Tipps:


Elmore Leonard: Up in Honey's Room

leonard-Up-in-Honeys-RoomIn Elmore Leonards vorherigem Roman "The Hot Kid" jagte US Marshall Carl Webster in den Dreißigern den Bankräuber Jack Belmont. In "Up in Honey's Room" jagt er in den letzten Kriegstagen zwei aus dem Kriegsgefangenenlager geflohene Deutsche. Webster glaubt, dass Jurgen Schrenk und Otto Penzler in Chicago bei dem Metzger Walter Schoen sind. Webster will von Schoens Ex-Frau Honey Deal Informationen erhalten, die ihn näher zu den Gesuchten bringen. Doch Honey Deal glaubt, mit den Nazis und dem Marshall ihren Spaß haben zu können.
"Up in Honey's Room" ist ein typischer Leonard mit eindrucksvollen Charakteren und grandiosen Dialogen. Denn eigentlich reden Carl Webster, Honey Deal, Jurgen Schrenk und die Nazis fast ständig. Die Geschichte selbst ist ein verkappter Western, bei dem alles auf die letzte Konfrontation zwischen Webster und Schrenk hinausläuft. Viel mehr passiert nicht in "Up in Honey's Room".
Und das zeigt auch wieder das große Können von Elmore Leonard: er kann mit einem leichtgewichtigen, eher unplausiblen Plot dank eines gut recherchierten historischen Hintergrundes und seiner Dialoge gut unterhalten.

Donald E. Westlake: What's so funny?

Im Moment scheinen Donald E. Westlake unter seinem richtigen Namen nur Dortmunder-westlake-Whats-so-funnyGeschichten einzufallen. Jedenfalls ist "What's so funny?" nach "The Road to Ruin", der Dortmunder-Kurzgeschichtensammlung "Thieves Dozen" (gut, eigentlich keine neuen, sondern nur ältere Dortmunder-Abenteuer), "Watch your back!" und dem schon erwähnten Beitrag "Die Geldmacher" in Ed McBains "Die hohe Kunst des Morden" (Transgressions) ein weiteres Abenteuer mit dem sympathischen Einbrecher und seinem Kampf gegen die Tücke des Objekts.
In "What's so funny?" wird John Dortmunder von dem ehemaligen Polizisten und jetzigen Privatdetektiv Johnny Eppick erpresst. Er hat Dortmunder bei einem Einbruch fotografiert. Wenn die Bilder nicht in die richtigen Hände (aus Dortmunders Sicht die falschen Hände) gelangen sollen, muss Dortmunder für den steinalten und kranken Millionär Hemlow ein wertvolles Schachspiel stehlen. Nach dem ersten Weltkrieg hatte Hemlow es mit einigen Kriegskameraden aus Russland geschmuggelt. In Amerika gaben sie es Sergeant Northwood. Er sollte es verkaufen. Aber er verschwand mit dem Schachspiel. Hemlow suchte es in den vergangenen Jahrzehnten. Jetzt hat es zufällig seine Enkelin Fiona Hemlow in dem gut gesicherten Keller der renommierten Anwaltskanzlei, bei der sie als kleine Angestellte arbeitet, entdeckt. Dortmunder soll das Schachspiel stehlen. Dass das unmöglich ist, stört Eppick und Hemlow nicht. Immerhin ist Dortmunder doch durch und durch ein Dieb und daher werde ihm, wenn er nicht ins Gefängnis will, schon etwas einfallen.
Der dreizehnte Dortmunder-Roman "What's so funny?" ist wieder einmal eine abgedrehte Krimikomödie mit dem vertrauten Ensemble (nur Hehler Arnie Albright fehlt), einigen neuen, ziemlich bizarren Charakteren, viel Situationskomik und einem chancenlosen Spiel gegen die Tücke des Objekts.

Daniel Woodrell: Winter's Bone

woodrell-Winters-BoneAm bekanntesten dürfte der Poet der Trailer-Parks und der Ozarks für seinen Roman "Woe to live" sein. Denn dieser Western wurde von Ang Lee mit einer hochkarätigen Besetzung als "Ride with the Devil" verfilmt.
In seinem achten Roman "Winter's Bone" erzählt Daniel Woodrell wieder eine zeitlose Geschichte aus den Ozarks. Denn die Gegenwart mit Computer, Internet und Handy ist beim White Trash noch nicht angekommen. Im Mittelpunkt steht die sechzehnjährige Ree Dolly. Als älteste Tochter muss sie ihre beiden jüngeren Brüder großziehen und ihre mit Medikamenten ruhiggestellte Mutter bemuttern. Sie haben sogar ein eigenes Haus. Aber genau dieses Haus hat Rees Vater Jessup jetzt als Sicherheit für seine Kaution genannt. Er ist verschwunden. Der Deputy sagt Ree, dass sie das Haus verlassen müssen, wenn Jessup nicht zur Gerichtsverhandlung erscheint. Ree Dolly beginnt ihn zu suchen. Ihre weitverzweigte, verbrecherische Verwandschaft ist ihr dabei keine große Hilfe.
Der Südstaaten-Noir "Winter's Bone" ist eine einfache Entwicklungsgeschichte, die von Daniel Woodrell auch geradlinig und mit poetischer Kraft erzählt wird. Dabei hat er wie in seinem vorherigen Roman "The death of Sweet Mister" wider einen jugendlichen Protagonisten zur Identifikationsfigur (soweit in Woodrells düsterem Kosmos von so etwas gesprochen werden kann) gewählt. Aber "Winter's Bone" ist nicht so düster wie die vorherigen Werke von Woodrell. Am Ende gibt es für Ree Dolly sogar eine weit geöffnete Tür in eine bessere Welt.

Immer noch Platz in der Tasche?

connelly-der-mandantNun, die deutsche Übersetzung von Michael Connellys letztem Einzelwerk "The Lincoln Lawyer" ist auf Deutsch als "Der Mandant" erschienen. Connelly schließt inzwischen weitere Michael Haller-Romane nicht aus. Das Buch war unter anderem für den Edgar nominiert und erhielt den Shamus und den Macavity. Das dürfte als Empfehlung ausreichen. Den "Lincoln Lawyer" habe ich bereits vor längerem an diesem Ort abgefeiert: Spurensuche No. 19

Links & Bibliographie:

brenner-Bollinger-und-die-Friseuse Wolfgang Brenner:
Bollinger und die Friseuse

dtv, 2007
240 Seiten, 12 Euro
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Quasi-Homepage von Wolfgang Brenner:
www.brennerhome.de/

crumley-land-der-luegen James Crumley:
Land der Lügen

Originalausgabe:
The Final Country
Warner Books, 2001, 320 Seiten
(übersetzt von Katrin Mrugalla)
Shayol, 2007
344 Seiten, 14.90 Euro
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Meine längere Besprechung von "Land der Lügen":
www.berlinerliteraturkritik.de/

eckert-koenigsallee Horst Eckert:
Königsallee

Grafit 2007
416 Seiten, 18.90 Euro
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Homepage des Autors:
www.horsteckert.de

Meine lange Besprechung des Buches:
Kriminalakte

Meine Besprechung von "Der Absprung":
Spurensuche No. 29


Meine Besprechung von "617 Grad Celsius":
Spurensuche No. 6

gerlach-engel-in-esslingen Gunter Gerlach:
Engel in Esslingen

Edition Nautilus, Kaliber .64, 2007
64 Seiten, 4,90 Euro
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Homepage des Autors:
www.gunter-gerlach.de/

Meine Besprechung der drei letzten "Kaliber .64"-Bücher:
Kriminalakte

klugmann-Kabinettstueck Lee Goldberg:
Mr. Monk und die Feuerwehr

Originalausgabe:
Mr. Monk goes to the Firehouse
Signet, 2006, 304 Seiten
(übersetzt von Ralph Sander)
Panini Books, 2007
336 Seiten, 9.95 Euro
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goldberg-Mr-Monk-besucht-Hawaii Lee Goldberg:
Mr. Monk besucht Hawaii

Originalausgabe:
Mr. Monk goes to Hawaii
Signet, 2006, 304 Seiten
(übersetzt von Ralph Sander)
Panini Books, 2007
336 Seiten, 9.95 Euro
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Homepage von Lee Goldberg:
www.leegoldberg.com

Lee Goldberg über das Schreiben des ersten Monk-Buches und die Verfilmung:
www.usanetwork.com

hamilton-blind-river Steve Hamilton:
Blind River

Originalausgabe:
Ice Run
St. Martin's Minotaur, New York, 2004, 320 Seiten
(übersetzt von Volker Neuhaus und Monika Schurr)
Dumont, 2007
384 Seiten, 19,90 Euro
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Homepage von Steve Hamilton:
www.authorstevehamilton.com/


mcbain-Die-hohe-Kunst-des-Mordens Ed McBain (Hrsg.):
Die hohe Kunst des Mordens

Goldmann, 2006,
1056 Seiten, 13 Euro
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Originalausgabe:
Ed McBain (Hrsg.):
Transgressions*
Forge, 2005, 784 Seiten
*(Für die amerikanische Taschenbuchausgabe wurden die Geschichten auf vier Bücher verteilt -was lesefreundlicher, aber nicht billiger ist):
Transgressions Vol. 1: Lawrence Block, Jeffery Deaver
Transgressions Vol. 2: John Farris, Stephen King
Transgressions Vol. 3: Ed McBain, Walter Mosley, Donald E. Westlake
Transgressions Vol. 4: Sharyn McCrumb, Joyce Carol Oates, Anne Perry

"Die hohe Kunst des Mordens" enthält:
Lawrence Block:
Kellers Umstellung (Keller's adjustment, übersetzt von Stefan Lux)
Jeffery Deaver: Auf ewig (Forever, übersetzt von Hans-Peter Kraft)
John Farris:
Die Modelle des Malers (The Ransome women, übersetzt von Peter Beyer)
Stephen King:
Nachgelassene Dinge (The things they left behind, übersetzt von Wulf Bergner)
Ed McBain:
Einfach nur Hass (Merely hate, übersetzt von Marie-Luise Bezzenberger)
Sharyn McCrumb:
Der Leichenräuber (The resurrection man, übersetzt von Peter Beyer)
Walter Mosley:
Archibald Lawless: Freier Anarchist (Archibald Lawless, Anarchist at large: Walking the line, übersetzt von Rainer Schmidt)
Joyce Carol Oates:
Das Maismädchen: Eine Liebesgeschichte (The corn maiden: A love story, übersetzt von Silvia Morawetz)
Anne Perry:
Geiseln (Hostages, übersetzt von Peter Pfaffinger)
Donald E. Westlake:
Die Geldmacher (Walking around money, übersetzt von Stefan Lux)

Eine ausführliche Besprechung des Buches:
kriminalakte

Weitere Informationen zu den Autoren:

Homepage von Lawrence Block:
www.lawrenceblock.com

Lawrence Block in der Spurensuche:
Besprechung von "Telling Lies for Fun and Profit" und "Spider, spin me a web:
Spurensuche No. 32

Besprechung von "All the Flowers are dying" (ein Matthew Scudder-Roman):
Spurensuche No. 5

Das von mir herausgegebene Werk "Lawrence Block - Werkschau eines New Yorker Autors":
NordPark Verlag, Krimikritik Nr. 5

Homepage von Jeffery Deaver:
www.jefferydeaver.com/

Homepage von John Farris:
earthlink.net

Homepage von Stephen King:
http://www.stephenking.com/

Homepage von Ed McBain:
www.edmcbain.com/

Homepage von Sharyn McCrumb:
www.sharynmccrumb.com

Homepage von Walter Mosley:
www.hachettebookgroupusa.com

Homepage von Joyce Carol Oates: -

Homepage von Anne Perry:
http://www.anneperry.net/

Homepage von Donald E. Westlake:
www.donaldwestlake.com/

Donald E. Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark in der Spurensuche: Besprechung von "Ask the Parrot":
Spurensuche No. 36

Vorstellung der Parker-Serie:
Spurensuche No. 30

peace-1974-TB.jpg David Peace:
1974

Originalausgabe:
Nineteen Seventy Four
Serpent's Tail, 1999, 304 Seiten
(übersetzt von Peter Torberg)
Heyne, 2006
384 Seiten, 8.95 Euro
Deutsche Erstausgabe:
Liebeskind, 2005
22 Euro
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peace-1977-TB.jpg David Peace:
1977

Originalausgabe:
Nineteen Seventy Seven
Serpent's Tail, 2000
(übersetzt von Peter Torberg)
Heyne, 2007
400 Seiten, 8.95 Euro
Deutsche Erstausgabe:
Liebeskind, 2006
22 Euro
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peace-1980.jpg David Peace:
1980

Originalausgabe:
Nineteen Eighty
Serpent's Tail, 2001
(übersetzt von Peter Torberg)
Liebeskind, 2007
464 Seiten, 22 Euro
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Krimiblog interviewt David Peace:
www.krimiblog.de

Thomas-Umweg zur-Hoelle.jpg Ross Thomas:
Umweg zur Hölle

Originalausgabe:
Chinaman's Chanc
e Simon and Schuster, 1978
Alexander Verlag, 2007
424 Seiten, 12.90 Euro
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Meine Besprechung von "Gottes vergessene Stadt" (The Fourth Durango, 1989):
Spurensuche No. 36


leonard-Up-in-Honeys-Room.gif Elmore Leonard:
Up in Honey's Room

William Morrow, 2007
304 Seiten, ca. 19,95 Euro
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Homepage von Elmore Leonard:
www.elmoreleonard.com/

Meine Besprechung von "Callgirls" (Mr. Paradise, 2004):
Spurensuche No. 36

Mein Porträt "Man nennt ihn Dutch - Elmore Leonard zum Achtzigsten" erschien im "Krimijahrbuch 2006":
NordPark Verlag

westlake-Whats-so-funny Donald E. Westlake:
What's so funny?

Warner Books, 2007
368 Seiten
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Homepage von Donald E. Westlake:
www.donaldwestlake.com/

Donald E. Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark in der Spurensuche:
Besprechung von "Ask the Parrot":
Spurensuche No. 36

Vorstellung der Parker-Serie:
Spurensuche No. 30l

Meine Besprechung des Dortmunder-Romans "Watch your back!":
Krimijiahrbuch 2006

woodrell-Winters-Bone Daniel Woodrell:
Winter's Bone

Spectre, 2007
208 Seiten, 8.70 Euro
Originalausgabe:
Little, Brown and Company, 2006
208 Seiten, 19,50 Euro
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Daniel Woodrell beantwortet einige Fragen zu "Winter's Bone":
www.hachettebookgroupusa.com

Die Werke von Daniel Woodrell:
Under The bright Lights, 1986 (Cajun Blues)
Woe to Live On, 1987 (später wegen des Films "Ride with the Devil", Zum Leben verdammt) Muscle For The Wing, 1988 (Zoff für die Bosse)
The Ones You Do, 1992 (John X.)
Give Us a Kiss: A Country Noir, 1996 (Stoff ohne Ende)
Tomato Red, 1998 (Tomato Red)
The Death of Sweet Mister, 2001
Winter's Bone, 2006

Die deutschen Ausgaben sind vergriffen, die Originalausgaben sind derzeit fast alle erhältlich.

connelly-der-mandant.jpg Michael Connelly:
Der Mandant

Originalausgabe:
The Lincoln Lawyer Little, Brown and Company, 2005
(übersetzt von Sepp Leeb)
Heyne, 2007
528 Seiten, 19.95 Euro
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Homepage des Autors:
www.michaelconnelly.com

Meine Besprechung von "The Lincoln Lawyer":
Spurensuche No. 19
Meine Besprechung des Harry Bosch-Romans "Vergessene Stimmen" (The Closers, 2005): Spurensuch No. 31

Die Doppelbesprechung von "Vergessene Stimmen" (The Closers) und "The Lincoln Lawyer":
Krimijahrbuch 2007

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Bußmers Spurensuche
Ein Service der Alligatorpapiere
im
NordPark Verlag
Alfred Miersch
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Tel.:0202/51 10 89

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Erstellt am 12.07.2007
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Axel Bußmer
Axel Bußmer, Studium der Politologie, Philosophie und Soziologie in Konstanz, lebt derzeit in Berlin und arbeitet an verschiedenen Drehbuchprojekten (u. a. ein Gangsterthriller). Neben Noir-Krimis liebt er Jazz, über den er auch Artikel schreibt. Bei den Alligatorpapieren erscheinen regelmäßig seine TV-Krimi-Buch-Tipps.

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