Das hervorragende Online-Magazin "January" hat eine
kompetente und beeindruckende Huldigung des Gesamtwerkes von Ross MacDonald
zusammengestellt. Eine mächtige Sammlung, die z. B. ein Gespräch mit dem Ross-MacDonald-Biographen
Tom Nolan beinhaltet, der in seiner Biographie auch ausführlich auf die schwierige Jugend MacDonalds, seine komplizierte Ehe mit der Schriftstellerin Margaret Millar und dessen
psychotherapeuthischer Behandlung eingeht, nach der sich MacDonalds Romane entscheidend verändert haben. Ausserdem lesen Sie Erinnerungen und Würdigungen von u.a. Sue Grafton, John Lutz und J. Kingston Pierce. Lernen Sie von Lew Archer oder folgen Sie J. Kingston Pierce bei seinen Erinnerungen an ein Treffen. "Er sagte mir nicht, dass er sterben würde.Vielleicht wusste er es auch nicht. Es war 1980
und Alzheimer, die Krankheit, der er drei Jahre später erlag, war noch ein medizinisches Rätsel ..."
der detailliert und kenntnisreich F. Scott Fitzgeralds Einfluss
auf MacDonalds Werk behandelt. MacDonald schätzte Fitzgerald sehr, bezeichnete ihn auch als seinen "dream writer" and "our finest novelist." Ein erstaunlich leicht lesbarer literaturwissenschaftlicher Text! "A troubled teenage girl. A dark night. A dead child. Investigating
the real-life tragedy that haunted Ross Macdonald."
Was ist hier los? Worum geht es? Ein Artikel von David Bowman über die Tragödie in Ross MacDonalds Leben. Etwas, das in Tom Nolans Biographie zwar angesprochen, aber nach Bowman's Meinung nicht
ausführlich behandelt wird - der Autounfall, den Ross MacDonalds betrunkene Tochter Linda Jane verursachte und bei dem ein elfjähriger Junge ums Leben kam. Zwar enthüllte Nolan, dass bei dem Unfall
drei Jungen angefahren wurden, von denen einer später starb. Aber, und das ist etwas, was Bowman stark irritiert, Nolan findet heraus, dass es einen Augenzeugen gab, der von einem Mann berichtete, der nach dem
Unfall auf der Fahrerseite aus dem Auto sprang, bevor es sich vom Unfallort entfernte und in ein anderes Auto fuhr. Nolan fragt hier nicht weiter nach, aber David Bowman öffnen sich hier ungeahnte Möglichkeiten, nicht nur die Veränderung in MacDonalds Werk nach dieser grausamen Episode zu interpretieren...
SALON March 16, 1999
Ein Tip des "Ross MacDonald-Veteranen" Karl-Erik Lindkvist: Ross MacDonalds erste Detektivgeschichte "Death by Water", 1945 geschrieben, mit MacDonalds erstem Privatdetektiv "Joe Rogers"
und zwei neuentdeckte, bisher nicht bekannte Fälle für Lew Archer ("Strangers in Town" und "The Angry Man", 1950 and 1955). Jetzt bei Crippen&Landru in Amerika. "Strangers in Town". Herausgegeben von Tom Nolan, dem Ross MacDonald-Biografen! Übrigens versteckt sich auf jedem Umschlag der Bücher
dieses Verlages ein Logo, das auf die hingerichteten Namensgeber desselben hinweist (Galgen). Viel Spaß beim Suchen (der Verlag hilft Ihnen aber großzügig dabei.) Ordern Sie bei Ihrem
lokalen Krimibuchladen oder natürlich bei den Läden im Netz! (Das January-Magazin hat gerade einen Artikel von Tom Nolan in das "Tribute to Ross MacDonald"-Special aufgenommen, in dem er berichtet, wie er diese Geschichten Ross MacDonalds entdeckt hat.Ausserdem schreibt J. Kingston Pierce ausführlich über "Strangers in Town").
Aus der Riesensammlung der "Thrilling-Detective.com". Eine schmucklose, dafür aber schnell ladende Vorstellung
dieses Schriftstellers und seiner Werke. Das heisst: eine ausführliche Biographie, eine Bibliographie, eine genaue Aufzählung der Verfilmungen für Kino und Fernsehen. Dazu gibt es natürlich Links, sowie eine
Sekundärbibliographie zu Ross MacDonald. Im Grunde genommen sind es zwei umfangreiche Seiten: eine Ross MacDonald und eine Lew Archer Seite! Die Ross MacDonald und Lew Archer-Seiten.