"Gibt es eine friedfertigere, eine harmlosere Spezies als die Übersetzer? Wohl kaum. Und doch bevölkert Pablo De Santis einen Kongress dieser Berufssparte mit drei, vielleicht gar vier Toten." Martin Ebel macht neugierig in seiner Rezension für die "NZZ"vom 22. Februar 2001...mehr
In ihrem Beitrag ("Freitag", 10.8.2001) verstärkt Zsuzsanna Gahse das entstandene Interesse: "Übersetzen heißt vergessen« sagt Pablo de Santis, und diese Ansicht vertritt er in einem Roman, der gleich im Titel sein wichtigstes Thema klar ankündigt: Die Übersetzung." ...mehr
Bio-/Bibliographie:
kaliber. 38 führte ein ausführliches Gspräch mit Walter Satterthwait "...über Afrika, Europa und Santa Fe, und über die Faszination an kulturellen Unterschieden und kulturellen Missverständnissen..."mehr
Ekkehard Knörer hat ein ausgiebiges Special zu Walter Satterthwait zusammengestellt, daß alles enthält, was man braucht: Biographie, Bibliographie, Rezensionen. ein Interview und Links zu weiteren Informationen...mehr
Biographie
Giorgio Scerbanenco (1911 – 1969), Sohn eines ukrainischen Offiziers und einer Italienerin, wuchs in Kiew und Rom auf. Zeitlebens ein Heimatloser, versuchte er sich in allen möglichen Jobs und verdiente schließlich seinen Lebensunterhalt als Klatschreporter und Romanautor. In seinen letzten drei Lebensjahren schrieb er die vier Kriminalromane mit dem Helden Duca Lamberti, die seinen literarischen Ruhm begründeten.
Nach einer Renaissance in Italien stellt der österreichische "Kremayr & Scheriau Verlag" die Scerbanenco-Romane, beginnend mit „Das Mädchen aus Mailand“ (August 2001) in Neuübersetzungen einem breiten deutschsprachigen Publikum vor. (Info Kremayr & Scheriau)...
Der literarische Durchbruch gelang ihm jedoch erst in den letzten 3 Jahren seines Lebens, in denen er 4 Krimis mit Duca Lamberti als Protagonisten im "schwarzen Mailand" schrieb. Die Autorin und Kritikerin Gisela Lehmer-Kerkloh, die für uns schon Scerbanencos Duca-Lamberti-Krimi "Das Mädchen aus Mailand" besprochen hat, stellte uns freundlicherweise ein umfangreiches Scerbanenco-Porträt zur Verfügung, das wir Ihnen hiermit zur Lektüre dringendst empfehlen möchten.
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Krimiautor Carlo Lucarelli schreibt einen langen Brief an seinen Kollegen Giorgio Scerbanenco, zu sehen auf den Seiten des Bertelsmann Verl.., bzw. bei "Random House" "Wissen Sie, was mich an Ihren Romanen am meisten beeindruckt hat? Der Mut. Verschiedene Arten von Mut – hartnäckig, stumm und kalt, leicht selbstironisch – genau wie Sie auf den Fotos mit Ihrem schmalen Lächeln unter der schnabelförmig gebogenen Nase..." mehr
Artikel von Wolfram Knorr rezensierte in der "Sonntagszeitung" vom 02.09.2001 „Das Mädchen aus Mailand“: "Giorgio Scerbanencos Detektiv ist wieder da - in einem neu aufgelegten Roman...Giorgio wer? Der Mann schrieb über sechzig Romane und mehrere hundert exzellente Short Stories. In den Sechziger- und Siebzigerjahren - der Zeit der inflationären Krimireihen - wurden sie auch ins Deutsche übersetzt. Bald aber gerieten sie in Vergessenheit." ...mehr
Der Verlag "Kremayr & Scheriau", ein Mitglied der Bertelsmann-Gruppe, bietet Ihnen die Möglichkeit einen sehr sehr langen Text von Giorgio Scerbanenco zu lesen: eine lange Kurzautobiographie oder eine kurze Autobiographie, ganz wie Sie es sehen wollen. "Ich war schon über dreißig und hätte etwas lernen sollen aus dem, was ich erlebt hatte. Aber erst später lernte ich, dass man eigentlich fast nie etwas lernt. Wir bleiben immer dieselben. Unsere Lebenserfahrung und die Ratschläge noch so weiser Menschen bedecken uns ein wenig mit Staub, so als gingen wir auf einer alten Landstraße entlang, aber es reicht, dieses bisschen Staub wegzublasen, und wir werden wieder zu denen, die wir vor jeder lehrreichen Erfahrung waren. Und so machte auch ich weiter meine alten Fehler. Da ich glücklicherweise vierzehn, sechzehn Stunden am Tag arbeitete, vier, fünf Romane und Hunderte Erzählungen pro Jahr schrieb, hatte ich wenig Zeit, um Fehler zu begehen. Aber ich machte trotzdem noch welche..." mehr
In Giorgio Scerbanencos Kriminalroman «Die Verratenen», erstmals 1966 unter dem Titel «Traditori di tutti» im Verlag Garzanti erschienen, geht es nicht provinziell, sondern ganz international zu, fast schon wie in Marseille, Chicago oder Paris. Denn auch Mailand gehört zu den Hauptstädten des Verbrechens, die Metropole zieht in den sechziger Jahren Gangster aus der ganzen Welt an. Stefan Busz in "Der Landbote" vom 23. Februar 2002 ...
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"Seine Vita liest sich, als wäre sie die Vorlage zu einem seiner besten Romane: Voller unerwarteter Wendungen, geprägt von einem unbestechlichen Charakter, und mit einem Happy End, in dem sich Triumph und Bitternis die Waage halten." Albrecht Buschmann in "Die Welt" vom 16.02.2002 mehr
"Düsteres Sittengemälde: Mit «Selbs Mord» vollendet Bernhard Schlink seine Krimi-Trilogie über den in die Jahre gekommenen Ermittler Gerhard Selb - jetzt sollte er Inspektor Derrick in den Ruhestand folgen". Das meint jedenfalls Hendrik Werner in der "Berliner Morgenpost" vom 30. August 2001...mehr
Die härtere Moral: Der Autor Bernhard Schlink beendet mit seinem vielschichtigen Kriminalroman "Selbs Mord" seine Selb-Trilogie. Roland Mischke bespricht das Buch in der "Saarbrücker Zeitung" vom 27. September 2001)... mehr
Ausgewogen, schleimig: Bernhard Schlinks neuer Krimi "Selbs Mord" wird von Gustv Seibt in der "Zeit" (Nr. 40/2001) hart kritisiert: "Das Buch ist ausbalanciert wie eine Rede zum 8. Mai, überkonstruiert, ohne dass Atmosphäre diesen Mangel ausgliche, und von aufdringlicher Kultiviertheit."...mehr
Biographie
Adolf Schröder, geboren 1938 in Hamburg, wo er als Autor und Taxifahrer lebt und arbeitet; schreibt neben Hörspielen auch Romane und Drehbücher. Zuletzt erschien "Das Kartenspiel". (Info: Hessischer Rundfunk)
»Fluch der Rettung«
Eine KZ-Überlebende stirbt eines seltsamen Todes. "«Das Kartenspiel», ein aus verschiedenen, immer wieder unterbrochenen Handlungssträngen komponiertes Buch beschäftigt sich mit einem Problem, dem im Dritten Reich viele Juden ausgesetzt waren: Wie soll man damit leben, dass man selbst dem Unheil entkommen ist, aber die ganze Familie verloren hat?" Christiane Landgrebe bespricht in der "Berliner Morgenpost" vom 11.10.2001 den Kriminalroman von Adolf Schröder...mehr
Walter Serner |
Der Schriftsteller Walter Serner (Walter Eduard Seligmann) wird am 15. Januar 1899 in Karlsbad / Böhmen geboren. Bürgerschreck, literarisches Enfant terrible, Dada-Mitbegründer, brillanter sozialer Beobachter. In Leben und Werk von Walter Serner (1889-1942) spiegeln sich die zwanziger Jahre als Tanz auf dem Vulkan. Der Jurist jüdischer Herkunft schrieb früh in der von seinem Vater herausgegebenen "Karlbader Zeitung", gesellte sich mit seinem skandalumwitterten Manifest "Letzte Lockerung" zur Dada-Bewegung und durchstreifte beinahe ein Jahrzehnt schreibend Europa. Um 1928 verlor sich seine Spur für die Öffentlichkeit. "Der Maupassant der Kriminalliteratur" (Theodor Lessing) zog sich in die Anonymität zurück. Bis 1942 lebte er als Lehrer mit seiner Frau in Prag; von dort wurde er nach Theresienstadt deportiert und schließlich ermordet. (Random House)
Walter Serner, Dadaist, Erzähler, Bonvivant, Reisender, hat alle seine Geschichten auf der Grenze von Eros, Kälte und Verbrechen situiert (Lutz Hagestedt bei "literaturkritik.de"). Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Letzte Lockerungen" und "Die Tigerin". Gegen Serner richtete sich eine massive Kritik, meistens unter dem Vorwand, er schreibe zu offenkundig sexuell. Alfred Döblin verteidigte den Autor: "Und das Thema ist von Serner abgewandelt worden, streng, ernst, hart, ohne Konzession an einen erschreckten Geschmack". Serners Bücher wurden 1933 verboten und verbrannt. (Bayerischer Rundfunk). Mehr bei ... "btb" , "Junge Welt" , "Greogr Arlt" , "literaturkritik.de" und bei "physiologus.de"
Georges Simenon
Am 13. Februar 1903 wird in Lüttich (Belgien) Georges Simenon geboren, der sich zu einem der produktivsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts entwickelte. Als berühmteste Figur seines Werks gilt der französische Kommissar Maigret, aber auch seine "Nicht-Krimis" erhielten im Laufe der Zeit die verdiente Anerkennung, viele, natürlich auch die Maigrets, wurden verfilmt.
Statt vieler Links genügt diemal einer: Informationen gibt es in großer Fülle bei www.maigret.de
Porträt
»Maigret ist erst der Anfang« Hannes Riffel hat bei "amazon" einen ausführlichen Beitrag zu Georges Simenon plaziert. "Doch wirklich beeindruckend ist nicht der Umfang von Simenons Werk, sondern seine gleichbleibend hohe Qualität..."mehr
Special
In der verdienten Buchhandlung UFO hat Hannes Riffel ein kleines Special zu Georges Simenon zusammengestellt, daß wie geschaffen für den Einsteiger ist...mehr
»Das Versagen der Kategorien« nennt Thomas Wörtche seinen ausführlichen Beitrag zu Georges Simenon. "Deswegen steht Georges Simenon an einem wichtigen Punkt der euopäischen Ästhetik. Er war zu einem frühen Zeitpunkt der (gar noch kommerziell erfolgreiche) Beleg dafür, daß Literatur sich außerhalb ästhetiktheoretischer, außerhalb institutionalisierter, außerhalb normativer Kategorien behauptet. Und dennoch selbst ästhetische Folgen haben kann...."mehr
Wie der geneigte Leser schon erahnt hat, sind die Alligatorpapiere außerordentlich buchlastig veranlagt. Das ist einerseits Neigungssache und andererseits würde z.B. das Thema "Krimi im Film" nicht nur den zeitlichen Rahmen dieses Projektes sprengen. Ab und an weisen wir aber doch auch auf diese Sparte hin. Zum Beispiel, wenn so eine interessante Zeitschrift wie "Schnitt" sich eines so raumsprengenden Themas annimmt: Die Romane Georges Simenons im Film...mehr
www.maigret.de
Wissenswertes vom Quai des Orfévres: die Internetseite zu Maigret und Simeon
»Das Mirakel«
«Das Mirakel» zählt zur grandiosen Serie jener Romane, die der 1925 geborene Josef Skvorecký um die Gestalt des unheldischen Saxophonisten, Liebesabenteurers und «Feiglings» Danny Smiick gebaut und in denen er die Tragödie Mitteleuropas in aberwitzigen Episoden eingefangen hat... schreibt Karl-Markus Gauss in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom 9. Oktober 2001 über diesen "politischen Krimi" ...
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Biographie
Josef Skvorecky, geboren 1925 in Náchod/Ostböhmen, ging 1968 nach dem sowjetischen Einmarsch ins Exil. Heute lebt er in Kanada, wo er lange Jahre Professor für Englisch und Film an der Universität Toronto war. Dort gründete er gemeinsam mit seiner Frau den Exilverlag Sixty-eight Publishers für tschechoslowakische Literatur. 1999 erhielt er den tschechischen Staatspreis für Literatur.
Bei Deuticke erschienen:
Der Seeleningenieur (Üs. v. Marcela Euler)
Feiglinge (Üs. v. Karl-Heinz Jähn)
Eine prima Saison (1997) (Üs. v. Marcela Euler)
Das Mirakel (2001) (Üs. v. Johanna Posset und Hanna Vintr)
(Info: Deuticke Verlag)
"Staub im Wasser"
Fred Staub, Hauptmann der Zürcher Kantonspolizei, bekommt es mit einer ungewöhnlich brutalen Mordserie zu tun: Binnen kürzester Zeit werden die Leichen von drei Schweizer Treuhändern gefunden – allen fehlt der Kopf. Auffällig an den Tatorten sind rätselhafte orangefarbene Graffiti, deren Bedeutung sich den Ermittlern aber nicht erschließt. Im Umfeld der drei Ermordeten gibt es einen weiteren Finanzakrobaten – und der trägt seinen Kopf noch fest auf den Schultern. Staub wird klar, dass er den Mann nur retten kann, wenn es ihm gelingt, die Graffiti-Botschaften zu entschlüsseln. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt ... (Grafit Verlag)
Mickey Spillane
Am 9. März 1918 wird Mickey Spillane als Frank Morrison Spillane in Brooklyn, New York, geboren. Er war im Zweiten Weltkrieg hochdekorierter Kampfflieger, arbeitete danach als Comic-Texter und Kaufhausverkäufer. Mit dem Krimi "I, the Jury" (1948) gelang ihm und seinem Privatedetektiven Mike Hammer der Durchbruch. Nach dem Erfolg seiner Krimis fuhr er Autorennen, war Zirkusartist und drehte Filme. Er lebt heute in einem kleinen Badeort in South Carolina. Seine Romane, die sich millionenfach verkauften, galten als Inbegriff des "Sex and Crime", wurden als Schund verschrieen und in der Bundesrepublik Deutschland auf den Index jugendgefährdender Schriften gesetzt. Erst spät erhielt er auch in der Kritik die Anerkennung als einer härtesten Autoren der Kriminalliteratur ...
Infos gibt es bei "krimi-couch.de", "mordlust.de", Unofficial
Mickey Spillane Mike Hammer Site, Spillane als Zeuge Jehovas, Interview "Crime Time"(engl.) und "Tomorrows.com"(engl.)
Rezension
Ekkehard Knörer hat bei "Crime Corner" das Buch »Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte« auf seine unnachahmlich dichte Art besprochen ...mehr
Rezension
Michaela Grom in "SWR 1" über »Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte«. Mit Informationen zum Autor ...mehr
»Kurzporträt«
Etwas mehr ins Regionale geht der Beitrag von Nina Blazon in der "Stuttgarter Zeitung". Ein Wiener, nämlich Heinrich Steinfest, liest im Schwäbischen aus einem Krimi: "In Stuttgart spielt er diesmal, denn »Stuttgart ist die Falle, in die sie alle tappen.«" ...leider gelöscht
Bio-/Bibliographie:
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