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Joseph Hansen

hansen-joseph.jpg Am 24. November 2004 stirbt Joseph Hansen im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach, Kalifornien. (*19. Juli 1923 in Aberdeen, South Dakota).
Hansen schuf den schwulen Versicherungsdetektiven Dave Brandstetter und zeichnete im Verlauf der Romane ein Bild der sich verändernden amerikanischen Gesellschaft weit über den sexuellen Aspekt hinaus.
Joseph Hansen gestand sich als Teenager ein, dass er Männer liebte, heiratete mit 20 Jane Bancroft, die bis zu seinem Tode seine Gefährtin war, und wurde im selben Jahr Vater und erstmals verlegt. Seiner Autobiografie zufolge prägten ihn schon als Kind die Schriftsteller Carl Sandburg, Mark Twain und später Walt Whitman. In den 40ern und 50ern schlug sich Hansen als Buchhändler, Maler, Folkmusiker, Lexikonvertreter und Sekretär durch, in den 60ern steckte er in Vorreiterprojekten selbstbewusst schwuler Presse, veröffentlichte Gedichte und konnte unter dem Pseudonym James Colton erste Romane lancieren. 1967 entstand mit "Fadeout" der erste Brandstetter, 1970 bei Harper verlegt, was Hansen den Durchbruch als Schriftsteller brachte.
Der Verfasser von knapp 30 Romanen, Dutzenden von Storys und zahllosen Gedichten nach dem Tod seiner Frau Jane 1994 und einer schweren Erkrankung seit 1995 verarmt bei Schulfreunden in Laguna Beach. Hoffnungen auf den Verkauf von Film- und Fernsehrechten für seine Dave-Brandstetter-Krimis blieben letztlich Illusion. Am 24. November 2004 starb Joseph Hansen an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach.
Infos bei:
Argument Verlag , Nachtbuch ,"Berliner Zeitung" , "Wikipedia" , "kaliber. 38" , "Toms Krimi-Treff" .

Wolf Haas

Biographie:
Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren. Nach seinem Linguistik-Studium war er zwei Jahre Unilektor in Swansea (Südwales), Anschließend Werbetexter. Für seine Romane wurde er mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Mehrere seiner Romane werden fürs Kino verfilmt, den Anfang macht «Komm, süßer Tod». Wolf Haas lebt als freier Autor in Wien.
(Info: Rowohlt Verlag)

Bibliographie:
Auferstehung der Toten.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, (rororo 3244) 1996.
Der Knochenmann.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt,(rororo 3258) 1997.
Komm, süßer Tod.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, (rororo 43287) 1998.
Ausgebremst.
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, (rororo 43325)1998.
Silentium!
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, (rororo 43346) 1999.
Wie die Tiere Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2001.
  • Gespräch:
    Es geschah einmal vor Weihnachten. In diesem Fall Weihnachten 2000 und wieder einmal gesteht ein deutschsprachiger Krimiautor, dass er sich mit Krimis schwertut. Mit dem Lesen derselben, wohlgemerkt. Wir sind in den Salzburger Nachrichten und erfahren, rückblickend sozusagen, vor dem weihnachtlichen Gänsebraten, wie Wolf Haas auf den Kriminalschriftsteller kam...mehr
  • Barbara Petsch schreibt am 8. Januar letzten Jahres in "Die Presse" über Wolf Haas, den österreichischen Krimi-Autor,"... über die vielen Väter seines Erfolges zwischen Wirtshaus und Konkreter Poesie. Ein Gespräch über die schwierige Verdichtung von Sprache zu Unterhaltungsliteratur..."mehr
  • Der österreichische "Kurier" vom 20. Juli 2001 beschäftigt sich mit seinem Buch „Wie die Tiere“. Dazu führte Veronika Franz auch ein kurzes Interview mit ihm...mehr
  • Im "Journal des Verschwindens" im Wiener "Standard" unterhält sich "Ilse Aichinger" mit dem Autor über das Schreiben mehr
  • Porträt/Rezension:
    "„Wie die Tiere“ heißt der neue, fünfte Brenner-Krimi des Österreichers Wolf Haas, der durch die Erfindung des schrulligen Schnüfflers zum Star der Literaturszene aufstieg. Ein Krimi? Irgendwie schon. Und doch wieder nicht. Klar gibt’s Tote und Übeltäter. Aber vor allem: Abgründiges, Merkwürdiges, Komisches. Die Lektüre ist amüsant und aufschlussreich wie ein Wirtshausbesuch, wo immer ein Besserwisser am Tresen sitzt, der ungefragt und pausenlos die Welt erklärt." Im "Stern" versucht Irmgard Hochreither dem eigenen Stil des österreichischen Schriftstellers auf die Spur zu kommen ...mehr
  • Interview
    Wolf Haas’ jüngster Krimi "Wie die Tiere" spielt unter Wiener Menschen- und Hundemördern. Der "Falter" sprach mit dem erfolgreichen Autor über dessen Vergangenheit als Werber, über eine Witzfigur der FPÖ, über das Ableben von Detektiv Simon Brenner und über die Sexyness von Zahnlücken..... mehr

Bio-/Bibliographie:


Gisbert Haefs

haefs-gisbert.jpg Gisbert Haefs
Am 9. Januar 1950 wird der Autor Gisbert Haefs in Wachtendonk am Niederrhein geboren. Im Krimigenre wurde er vor allem durch seine skurrille Detektivfigur Balthasar Matzbach bekannt.
Gisbert Haefs studierte Sprachen an der Universität Bonn und finanzierte sein Studium zum Teil durch Übersetzungen für Botschaften und Zeitungen und zum Teil durch Musik. Seither arbeitet Haefs als freier Schriftsteller und Übersetzer, schrieb nicht nur einen Zyklus von SF-Romanen, sondern machte sich auch einen Namen als Übersetzer und Herausgeber der Werke von Jorge Luis Borges und Rudyard Kipling. Darüberhinaus übersetzte und betreute er die Neuausgabe der Sherlock Holmes-Geschichten von Conan Doyle.
Infos natürlich beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Krimi-Couch, Buchkritik, wikipedia, Stadtrallye Bonn, kaliber. 38

»Interview«
Ein längeres Interview mit Gisbert Haefs, zum Beispiel über Krimiautoren und wie man sich kennt: "Ich hab im Laufe der Jahre einige kennengelernt, nicht alle und nicht immer mit Vergnügen. Sagen wir mal, es gibt, wie bei allem, nette Autoren, mit denen trinke ich gerne Kaffee, aber mag ihre Bücher nicht lesen. Es gibt andere Autoren, die schreiben hervorragende Bücher, aber die möchte ich nicht zum Kaffee da haben. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber..." mehr


Dashiell Hammett

dasshiellhammett Am 27. Mai 1894 wird (Samuel) Dashiell Hammett im St. Mary's County an der Ostküste Marylands geboren, heute wäre sein 110. Geburtstag. († 10. Januar 1961 in New York mit 66 Jahren an einer Krebserkrankung). Seine Romane "Der Malteserfalke" dasshiellhammettund "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Er verließ die Schule mit 13 Jahren, und wurde nach einer Reihe von Aushilfsarbeiten Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Acht Jahre lang war er dort als recht erfolgreicher Detektiv tätig, ehe er 1922, gesundheitlich angegriffen, Kurzgeschichten für Black Mask und andere populäre Kriminalmagazine zu schreiben begann. Zwischen 1929 und 1934 verfaßte er fünf Romane, die ihn als Begründer der sogenannten hard boiled school, einer aktionsbetonten, eigenständig amerikanischen Traditionslinie des Detektivromans ausweisen. Bis heute gilt er mit Raymond Chandler als der bedeutendste amerikanische Kriminalschriftsteller. Nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor in Hollywood wurde er wegen seines sozialistischen Engagements vom Ausschuß für "unamerikanische Aktivitäten" verfolgt, 1951 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und fast aller Publikationsmöglichkeiten beraubt.
Infos bei ... krimi-couch.de , "mordlust.de", beim "ZDF", "wikipedia.org", , Jochen Vogt, Uni Essen, , Diogenes Verlag , Don Herrons Hammett-Tour (engl.), . Empfehlenswerte Links zu englischen Seiten bietet "der bücherfreund".

»Die Zerstörung des dünnen Mannes«
Dashiell Hammett war nicht nur der wahrscheinlich bedeutendste "Hardboiled"-Autor des 20. Jahrhunderts, sondern auch eines der Opfer von Senator McCarthys antikommunistischer "Hexenjagd". Der Krimiexperte Martin Compart läßt in seinem Feature für das österreichische E-Zine EVOLVER die historischen Protokolle für sich sprechen. ... mehr

Tony Hillerman

hillerman Am 27. Mai 1925 wurde Tony Hillerman als Sohn eines Farmers in Sacred Heart, Oklahoma geboren und besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den "Edgar Allan Poe Award" und den "Grandmaster Award". Für seine 2001 erschienenen Memoiren erhielt er ausserdem den "Agatha Award". Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebt mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico. (Rowohlt)
Infos bei ... kaliber. 38 , ZDF , bücherforum , Rowohlt , tonyhillermanbooks.com/ (engl.), Q & A (engl.), Audio Interview (engl.), unofficial homepage (engl.), Interview über Religion (engl.)'

Joseph Hansen

hansen-joseph.jpg Am 24. November 2004 stirbt Joseph Hansen im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach, Kalifornien. (*19. Juli 1923 in Aberdeen, South Dakota).
Hansen schuf den schwulen Versicherungsdetektiven Dave Brandstetter und zeichnete im Verlauf der Romane ein Bild der sich verändernden amerikanischen Gesellschaft weit über den sexuellen Aspekt hinaus.
Joseph Hansen gestand sich als Teenager ein, dass er Männer liebte, heiratete mit 20 Jane Bancroft, die bis zu seinem Tode seine Gefährtin war, und wurde im selben Jahr Vater und erstmals verlegt. Seiner Autobiografie zufolge prägten ihn schon als Kind die Schriftsteller Carl Sandburg, Mark Twain und später Walt Whitman. In den 40ern und 50ern schlug sich Hansen als Buchhändler, Maler, Folkmusiker, Lexikonvertreter und Sekretär durch, in den 60ern steckte er in Vorreiterprojekten selbstbewusst schwuler Presse, veröffentlichte Gedichte und konnte unter dem Pseudonym James Colton erste Romane lancieren. 1967 entstand mit "Fadeout" der erste Brandstetter, 1970 bei Harper verlegt, was Hansen den Durchbruch als Schriftsteller brachte.
Der Verfasser von knapp 30 Romanen, Dutzenden von Storys und zahllosen Gedichten nach dem Tod seiner Frau Jane 1994 und einer schweren Erkrankung seit 1995 verarmt bei Schulfreunden in Laguna Beach. Hoffnungen auf den Verkauf von Film- und Fernsehrechten für seine Dave-Brandstetter-Krimis blieben letztlich Illusion. Am 24. November 2004 starb Joseph Hansen an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach.
Infos bei:
Argument Verlag , Nachtbuch ,"Berliner Zeitung" , "Wikipedia" , "kaliber. 38" , "Toms Krimi-Treff" .

Maarten 't Hart

  • Rezension:
    "Maarten't Hart weiß, dass er über Menschen nichts weiß. Aber er weiß, was er tut." In der "Zeit" Nr. 49/1999 schreibt Hermann Wallmann über das Buch "Die schwarzen Vögel"...mehr
  • Rezension:
    "Maarten ´t Hart hat einen sprachgewaltigen Kriminalroman geschrieben, der weit mehr als nur das ist. Das Wüten der ganzen Welt ist auch eine Entdeckungsreise durch die Musi" In der "Zeit" Nr. 49/1999 schreibt Christian Oelemann auf der Seite "Buchkultur.de" über das Buch "Das Wüten der ganzen Welt"...mehr
  • Porträt:
    Der niederländische Autor Maarten 't Hart ist ein Einzelgänger. Und schreibt in der Idylle eines Dorfes Bestseller, die Millionenauflagen erreichen. Noch einmal die Schweizer SonntagsZeitung, Diesmal mit einem Porträt des Bachliebhabers und Autors von etwas anderen Kriminalromanen Maarten 't Hart...mehr

Bio-/Bibliographie:

Uta-Maria Heim

  • Gespräch
    mit der Mitarbeiterin der "WELT", der Journalistin Nina Klein. Zum so genannten "Fräuleinwunder" in der deutschen Krimiszene hat Heim nur harsche Worte zu verlieren: "Was bleibt vom deutschen Frauen-Krimi, ist nichts weiter als ein riesiger Berg Remittenden."... mehr


Veit Heinichen

  • Rezension:
    Gib jedem seinen eigenen Tod. Zsolnay, Wien 2001
    "...was ist das schon, diese fast völlig literarisierte Morbidität der Lagunenstadt gegen das Pochen und Pulsieren einer Grenzmetropole des neuen, nicht länger vom Eisernen Vorhang zerschnittenen Europas, so wie es in Triest - genau: der Fall ist. Der Kriminalfall natürlich, in diesem Fall..." Wieland Freund schreibt in der "Welt" über "Gib jedem seinen eigenen Tod": Der erste Fall für Commissario Proteo Laurenti ..." mehr


Thomas Hettche

»Der Fall Abogast«
Thomas Hettche "hat den Kriminalroman zusammengestutzt, hat ihn zurückgeschnitten auf seine Wurzeln, um das Genre neu zu entwickeln. Der erste Roman des Autors von "Nox" und "Animationen" heißt "Der Fall Arbogast" und ist ein moderner Pitaval geworden. Die Geschichte erzählt im Tempo eines präzisen Gerichtsschreibers den gewaltsamen Tod einer jungen Frau, das Scheitern der Aufklärung und die Bestrafung des Verdächtigen". Eine Kritik von Peter Thomas in der "FAZ online" vom 3. Okt. 2001 mehr

»Mord, Totschlag oder Unfall«
"Der Fall Arbogast" - Thomas Hettche überrascht mit einem Kriminalroman.
Gunther Nickel äußert sich in der "Welt" vom 29.09.2001:"Das war nun wirklich nicht zu erwarten: Thomas Hettche schreibt einen Krimi! ...Erstmals prätendiert er nicht auf Teufel komm raus auf "Kunst", sondern erzählt in einfacher, schlichter, geschmeidiger Prosa von einer unerhörten Begebenheit, und zwar einer, die sich tatsächlich zugetragen und bundesdeutsche Gerichte in den fünfziger und sechziger Jahren in Atem gehalten hat."...mehr

George V. Higgins

higgins-george-v.jpg Am 13. November 1939 wird George V. Higgins in Brockton, Massachusetts geboren († 6. November 19993).
Nach seinem Jurastudium arbeitete er als Bezirksstaatsanwalt und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde. Im Alter von fünfzehn schrieb er seinen ersten Roman, 'Operation Cincinnatus' den er in den siebziger Jahren zerstörte. Bevor er "The Friends of Eddy Coyle" veröffentlichte, schrieb Higgins an die 10 Bücher, die er entweder vernichtete oder von den Verlegern zurückgewiesen wurden. Higgins war ein Stilist, der besonders für seinen realistischen Dialog und seine Kenntnis der kriminellen Unterwelt gelobt wurde. Sein Roman "The Friends of Eddy Coyle", machte "Furore, weil das Buch ausschließlich aus Dialogen besteht. Aus perfekten Dialogen wohlgemerkt, wie sie deutschsprachigen Autoren äußerst selten gelingen." (BNN) Der Roman wurde 1985 durch die britische Buchhändler-Verbindung als einer der zwanzig besten amerikanischen Romane seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet, H.R.F. Keating wählte ihn 1987 in seine Liste der hundert besten Kriminalromane.
Bis zu seinem Tod schrieb Higgins über 30 Romane, darunter die vierteilige Serie um Jerry Kennedy und eine Trilogie um Verbrechen in Boston. Sechs seiner Romane wurden ins Deutsche übersetzt (Der Fall Mandeville; Heisser Abriss; Ausgespielt; Der Anwalt; Die Freunde von Eddie Coyle; Hübscher Abend bis jetzt)
Info: Wikipedia (engl.), kirjasto.sci.fi (engl.), Fantastic Fiction (engl.), William Marling, Higgins Collection (engl.).

Patricia Highsmith

highsmith-patricia.jpgIn Fort Worth (Texas) wird am 19.01.1921 Patricia Highsmith geboren († 4. Februar 1995 in Locarno, Schweiz). Patricia Highsmith schrieb vor allem anspruchsvolle, psychologisch tiefgründige Kriminalromane. Im Vordergrund ihrer Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen zum Verbrecher machen.
Info:
(wikipedia.de) , krimi-couch.de und natürlich beim Diogenes Verlag . Ein Feature von Hannes Riffel gibt es bei Amazon, ein Blick auf die Eremitin, Existenzialistin, Schneckenfreundin bei lesexpress.de , als "pdf-Datei" ein Blick auf die Diogenes-Neuedition bei lesen-leute.de

»Neue Ausgabe der Patricia Highsmith Krimis«

Der Diogenes Verlag startet eine neue Ausgabe der Werke von der Krimi-Autorin Patricia Highsmith. Im März werden zwei Bände erscheinen, die auch unveröffentlichte Werke enthalten. Die Sammlung mit dem Titel " Die stille Mitte der Welt" enthält 14 Erzählungen. Dann wird noch der von Alfred Hitchcock verfilmte Roman "Zwei Fremde im Zug" in einer neuen Übersetzung erscheinen. Die Autorin verfasste unter anderem die Werke "Das Zittern des Fälschers" und "Roman einer ungewöhnlichen Liebe". Die Edition von Diogenes soll bis 2005 erschienen sein und bietet z.B. Aufzeichnungen der Autorin zur Entstehungsgeschichte einzelner Werke und berichtet über den schöpferischen Prozess während des Schreibens.(mz)

  • »Schreiben aus Neugier auf das Andere im Menschen«
    Mit 20 war sie eine Schönheit. Es gibt genügend Fotos, die das zeigen. Auf einem ist sie eine klassisch-herbe Gina Lollobrigida, schon mit einer Katze auf dem Arm. Mit Katzen kannte man sie bis zuletzt, als die Spuren eines harten Arbeitslebens die alte Schönheit kaum noch ahnen ließen. Katzen mochte sie in ihrer Nähe leiden. Mit Menschen war ihr das nicht oft gelungen. Und wenn sie es auch oft versucht hat: Schon mit 20 suchte sie nach anderem. „Ich wünsche mir, mich ganz allein in einem Zimmer an meine Schreibmaschine setzen zu können, und ich wünsche mir viele lange Tage, um Geschichten auszuspinnen so zart wie Rauchschwaden“, das schrieb Patricia Highsmith 1941. ("Kölner Stadt-Anzeiger" vom 18.01.2002)...mehr


Anne Holt

  • »Anne Holt: Das achte Gebot«
    "Henning Mankell hat die Latte hoch gesteckt, was Krimis angeht. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass seine Sprache und seine Beobachtungsgabe sich abheben von dem, was amerikanischer Thrillerdurchschnitt bietet. Wenn man nun fragt, ob es ein weibliches Pendant zu Henning Mankell gibt und wie ihr Name lautet, ist für mich die Antwort klar: Anne Holt. Die studierte Juristin und Fernsehjournalistin weiß aus eigener Erfahrung sehr genau, worüber sie schreibt: Denn sie war im richtigen Leben stellvertretende Polizeichefin in Oslo und norwegische Justizministerin. Eine schillernde Autorin – genau wie ihre Heldin, Hauptkommissarin Hanne Wilhelmsen." Ein Buchtipp vom 20.04.2001 auf "WDR 2"...mehr
  • »Grundregel Mord«
    Thomas Fechner-Smarsly beschäftigt sich mit den Regeln des Genres und stellt zwei norwegische Kriminalschriftsteller vor, die diese Regeln recht unterschiedlich interpretieren: Anne Holt und Ragnar Hovland. Etwas über die "Gesellschaftsfähigkeit" des Genres sagt wohl aus, daß dieser Aufsatz auf den Seiten der Königlich Norwegischen Botschaft zu finden ist, mag man diese Gesellschaftsfähigkeit mögen oder nicht: solche Aufsätze liest man gern...mehr
  • »Auf den Spuren einer Ministerin«
    Ein alter Bericht des "Tagesanzeigers" vom 28.10.1996 informiert ein wenig über den Beginn der politische Karriere der Schriftstellerin, Ex-Polizistin und Ex-Moderatorin der norwegischen "Tagesschau"...mehr
  • »Heirat«
    Wie verklemmt die Bundesrepublik noch ist, erkennt man an dem "Toleranzvorsprung" Skandinaviens und an Meldungen wie dieser, die zufällig eine Kriminalschriftstellerin und ehemalige Justizministerin betrifft...mehr


Ragnar Hovland

  • Biographie:
    Ragnar Hovland, geboren 1952 in Bergen, Norwegen, studierte u.a. in Paris Französisch und Kunst. 1979 veröffentlichte er sein erstes Buch, dem heute rund 30 gefolgt sind. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Oslo und schreibt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.
    " Was den Stil Ragnar Hovlands so prägnant und eigenständig macht - und das gilt sowohl für das Kinderbuch als auch für den Kriminalroman - das ist der Tonfall zwischen Lakonie und Ironie. Zusammen erzeugen sie beim Leser eine recht melancholische Stimmung, die wegen fortgesetzter Ausbrüche von Heiterkeit aber selten andauert." (Thomas Fechner-Smarsly)
  • »Grundregel Mord«
    Thomas Fechner-Smarsly beschäftigt sich mit den Regeln des Genres und stellt zwei norwegische Kriminalschriftsteller vor, die diese Regeln recht unterschiedlich interpretieren: Anne Holt und Ragnar Hovland...mehr


Richard Hoyt

Biographie:
Richard Hoyt Jahrgang 1941 war Geheimdienstmann. Journalist und Universitätsprofessor. Er begann seine Krimikariere 1981 mit der Serienfigur Denson, einem ironisch angelegten Privatdetektiven, der sich einen ausgestopften Bullterrier und selbstgeschnitzte Holzenten hielt und wie Hoyt aus Oregon stammte. Als ihn die Figur langweilte, wechselte Hoyt ins Politthrillerfach und schrieb sarkastisch-zynische Romane, in denen er immer wieder überraschende Haltungeneinnimmt: mal "krude antikommunistisch, mal erweckt er den Eindruck, das Gefüge der USA aus den Angeln heben zu wollen." (aus dem Nachwort zu "Cool Runnings" von Hannes Goebel) ...

  • »Bibliographie«
    Spielen und töten
    Rowohlt (rororo 3150) 1994,

    Marimba
    Rowohlt (rororo 3095), 1993,

    Der Affenfelsen
    Ullstein, 1990.

    Fischzug
    Ullstein (Krimi 10469), 1987

    Cool runnings
    Ullstein (Krimi 10456) 1987.

    Drachengold
    Ullstein, 1987

    Trotzkis Rückkehr
    Ullstein (Krimi 10339), 1987.

    Denson
    Ullstein (Krimi 10347), 1986.

    Castros Coup
    Ullstein (Krimi 10205), 1983.

    Schweigegeld für Harry
    Ullstein (Krimi 10189) 1983.

    Lockente
    Ullstein (Krimi 10145), 1981.

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