Spurensuche.
Die Kolumne von Axel Bussmer
Agenten, Ex-Polizisten und Polizisten auf der Jagd nach der Wahrheit
Zu den neuen, spannenden Werken von Rankin, Littell, Padura und Disher
Mitten im Hochsommer sorgen die Verlage mit vier bekannt-beliebten Autoren für ausgezeichneten Nachschub. Es gibt ein Frühwerk von Ian Rankin, Robert Littell legt einen weiteren klugen Agententhriller vor, Leonardo Padura lässt seinen Ermittler Mario Conde einen Mord auf Ernest Hemingways Anwesen klären und Garry Dishers Polizisten aus Waterloo, Australien, müssen einen Mordfall aufklären.
Ian Rankin: Der diskrete Mr. Flint

Im Mai erschien der letzte noch ausstehende Rebus-Roman "Die Seelen der Toten" und bereits jetzt erscheint ein weiteres Buch von Ian Rankin. "Der diskrete Mr. Flint" ist ein spannender, erstmals 1988 veröffentlichter Agententhriller. Nach seinem ersten Rebus-Roman entschloss Rankin sich zu einem Genrewechsel. Zwar ist der Held wieder ein mittelalter Mann. Aber er ist kein Polizist, sondern ein Geheimagent.
Dabei ist Miles Flint keiner der großartigen, die Welt mit einer Frau in der einen und einem Drink in der anderen Hand, entspannt lächelnden 007-Typen, sondern ein kleiner, biederer, vorsichtig-paranoider MI5-Beamter, der seine Brötchen mit dem Beobachten von Personen verdient. Er ist inzwischen nicht mehr so glücklich mit Sheila verheiratet. Sein Sohn Jack besucht das College. Seine Arbeit ist meistens so spannend wie das Testbild. Auch von seinem neuesten Auftrag, dem Beobachten eines arabischen Bauingenieurs, erwartet er nur einige weitere ereignislose Tage. Denn bis jetzt verhält sich der angebliche Auftragskiller vollkommen normal. Nachdem er Flint in einem Restaurant entkommen kann und kurz darauf ein Mitarbeiter der israelischen Botschaft erdrosselt wird, weiß Flint, dass er unvorsichtig war. Er könnte die Sache vergessen, wenn der Killer ihm nicht unmittelbar vor seinem Verschwinden zugezwinkert und damit signalisiert hätte, dass sie einen Maulwurf beim MI5 haben.
Flint beginnt den Verräter in den eigenen Reihen zu suchen. Dass er dabei niemandem vertrauen und unauffällig vorgehen muss, stört ihn nicht weiter. Denn darauf baut sein gesamtes Leben auf. Allerdings hat Miles Flint keine Ahnung wer sein Gegner ist und was dieser gegen ihn unternehmen wird. Kurz darauf endet eine weitere Observation von Flint desaströs und Flint muss zuerst um seinen Job, später um sein Leben fürchten.
Ian Rankin schrieb nach seinem Debüt "Verborgene Muster", unter dem Einfluss von John le Carré und Graham Greene stehend, den Agententhriller "Der diskrete Mr. Flint". Er erschien erstmals 1988 und verschwand kurz darauf ziemlich unbemerkt vom Buchmarkt. 2003, nachdem Ian Rankin mit seinen Rebus-Romanen die Bestseller-Listen fest im Griff hatte, wurde "Der diskrete Mr. Flint" wiederveröffentlicht und liegt jetzt in einer deutschen Übersetzung vor. Es ist kein Buch für Rankin-Novizen. Denn dafür ist es zu weit weg von seinem normalen Schaffen und zu sehr ein, wenn auch ein sehr unterhaltsames, Frühwerk.
In seinem erhellenden und auch selbstkritischen Nachwort zur Neuauflage schreibt Rankin: "Als ich das Buch kürzlich erneut las, war ich erstaunt über das Tempo der Handlung, die raschen Szenenwechsel, den elliptischen, atemlosen Stil, typisch für einen jungen Autor, der fasziniert von den Möglichkeiten erzählender Literatur ist. Sonderbar ist auch, dass 'Der diskrete Mr. Flint' inzwischen an manchen Stellen wie ein historischer Roman wirkt. Niemand hat ein Handy, und Miles besitzt nicht einmal einen Computer." (Rankin: Der diskrete Mr. Flint, S. 350).
Rankin schrieb die erste Fassung 1986 und überarbeitete es im folgenden Jahr. Den politischen Hintergrund bildeten die damaligen Attentate der IRA. Allerdings sind die IRA und der Nordirlandkonflikt nur eine austauschbare Kulisse, weil Rankin die politische Dimension ziemlich egal ist. Ihm geht es nur um eine spannende Geschichte, in der ein unauffälliger Mann mit der Zeit immer mehr über sich hinauswächst. Dann wird die Geschichte nach dem ruhigen, fast schon realistischen Anfang zunehmend actionlastiger und unglaubwürdiger.
"Der diskrete Mr. Flint" ist eine unterhaltsame Sommerlektüre für die zahlreichen Fans von Ian Rankin. Als gut zwanzig Jahre alter Agententhriller hat er das Problem der meisten tagesaktuellen Polit-Thriller, dass sie aus heutiger Sicht anachronistisch wirken. Denn damals hießen die gefährlichen Gegner KGB und IRA. Heute sind beide fast vergessen.
Robert Littell: Die kalte Legende

Gerne wird Robert Littell mit dem bekannten und im Hochfeuilleton akzeptierten John le Carré verglichen. Denn auch er schreibt eher realistische, hochliterarische Agentenromane und als Verkaufsanreiz ist ein bekannter Name, besonders wenn der Vergleich nicht vollkommen aus der Luft gegriffen ist, immer gut. In seinem neuesten Roman "Die kalte Legende" ist Littell allerdings viel besser als der Brite. Denn während le Carré in seinen letzten Werken immer öfter lange Predigten über die Schlechtigkeit der Welt einflocht, zeigt Robert Littell die Unmoral der Geheimdienste und ihre Paranoia mit einem sarkastischen Tonfall. Martin Oddums Suche nach seinem wahren Ich ist eine Tour de Force durch die verschiedensten Geheimdienstoperationen der CIA. Martin Oddum war für die CIA Dante Pippen, ein IRA-Kämpfer, der seine Talente als Sprengstoffexperte meistbietend anbot und den Palästinensern eine Bombentechnik lehrte, die unter anderem zum Tod des Sohnes eines befreundeten israelischen Geheimagenten führte. Er war auch Lincoln Dittmann, ein Waffenhändler, der dem jungen Osama bin Laden Waffen verkaufte, die dieser schon damals gegen die USA einsetzen wollte.
Aber dann geschieht etwas, was die glänzende Karriere von Martin Oddum als CIA-Undercover-Agenten beendet. Seine Psychologin Dr. Treffler diagnostiziert ein Trauma und vermutet, dass er eine seiner Legenden verdränge. Ihre Therapie endet ohne Ergebnis. Oddum wird entlassen und lebt als drittklassiger Privatdetektiv in Brooklyn. Sein Wissen über Detektive hat er aus Bogart-Filmen, seine Aufträge sind meist unbedeutend. Er treibt Mah-Jongg-Schulden ein, macht Fotos von Seitensprüngen und findet verschwundene Hunde. Als die junge und attraktive Russin Stella Kastner ihn bittet, ihren russischen Schwager Samat Ugor-Zhilov zu suchen und ihn zu überzeugen, einer jüdischen Scheidung zuzustimmen, lehnt Oddum ab. Denn er sieht keine Chance ihn zu finden. Erst ein Gespräch mit seinem früheren CIA-Führungsoffizier Crystal Quest und ihrer Bitte, den Fall nicht zu übernehmen, weckt Oddums Interesse. Er weiß allerdings nicht, dass er mit seinem Leben spielt.
In Oddums Suche nach dem verschwundenen Samat Ugor-Zhilov webt Robert Littell Episoden, in denen Oddums frühere Legenden von Dittmann und Pippen und ihre Einsätze für den amerikanischen Geheimdienst vorgestellt werden, ein. Ebenso trifft Oddum während seiner weltumspannenden Suche immer wieder Menschen, die ihn unter verschiedenen Legenden kannten und die auch selbst mehrere Identitäten haben. Überhaupt hat jede Person in "Die kalte Legende" mindestens eine weitere Identität. Und sie gehen alle spielerisch mit ihren wechselnden Identitäten um.
Langsam fügt sich aus den verschiedenen Legenden Oddums eine Biografie zusammen, der Grund für Oddums teilweisen Gedächtnisverlust, die Beziehung zwischen Ugor-Zhilov und Oddum und der Grund für Crystal Quest Bitte werden deutlich. Denn einerseits will sie Oddum schützen. Anderersets hat sie bereits den Befehl Oddum zu töten gegeben.
"Die kalte Legende" ist ein wundervoller Roman über die Suche nach Identität, gewürzt mit sarkastischem Humor, genauen Beobachtungen und pointierten Bemerkungen. Schade ist, dass der treffende Originaltitel "Legends – A Novel of Dissimulation" dem eine falsche Eindeutigkeit vorspiegelnden deutschen Titel "Die kalte Legende" geopfert wurde. Ärgerlich ist die teils schlampige Übersetzung. Da müssen Sätze zweimal gelesen werden, Worte fehlen und Artikel werden falsch verwandt. Das stört den Lesefluss dieses Meisterwerkes über die letzten Jahre des Kalten Krieges und die ersten Jahre danach immer wieder.
Mit "Die kalte Legende" schrieb Robert Littell einen würdigen Nachfolger für "Die Company – Die weltumspannende, faszinierende Saga über die CIA"(The Company – A Novel of the CIA). Das Opus über die CIA wird gerade von Ridley Scott für eine sechsteilige TV-Serie entwickelt. "Die kalte Legende" gewann den Buchpreis der Los Angeles Times in der Kategorie Thriller gegen die neuen Werke von Michael Connelly und Peter Robinson. Nach über dreißig Jahren als Schriftsteller und vierzehn von Kritikern und Kollegen hochgelobten Romanen scheint Robert Littell endlich auch der Durchbruch bei dem breiten Publikum zu gelingen.
Leonardo Padura: Adiós Hemingway

Ein Spiel zwischen Legende und Realität veranstaltet auch Leonardo Padura in "Adiós Hemingway". Nachdem Leonardo Padura sein hochgelobtes Havanna-Quartett mit Teniente Mario Conde abgeschlossen hatte, wurde er von seinem brasilianischen Verleger um eine Geschichte für die Serie "Literatur oder Tod" gebeten. In jeder Geschichte sollte ein Schriftsteller im Mittelpunkt stehen. Padura begeisterte sich schnell für das Projekt. Als Schriftsteller wählte er den jahrzehntelang auf Kuba lebenden Ernest Hemingway aus.
Nach einem Tropensturm wird auf der Finca Vigia, Hemingways Wohnsitz, ein vor über vierzig Jahren getöteter Mann gefunden. Die Gerichtsmediziner stellen fest, dass der etwa sechzigjährige Weiße zwischen 1957 und 1960 von zwei Kugeln tödlich getroffen wurde. Die kubanische Polizei ist zu überlastet, um sich um einen vierzig Jahre zurückliegenden Mord zu kümmern. Der frühere Polizist und jetzige Schriftsteller und Antiquar Mario Conde übernimmt den Fall. Denn er will wissen, was auf Hemingways Finca während seiner letzten Jahre geschah und warum in der Nähe der Leiche eine FBI-Dienstmarke gefunden wird.
Bei seinen Ermittlungen taucht Conde immer tiefer in Hemingways Leben ein. Hinter der gut inszenierten Maske des rauen, sich vor nichts fürchtendem Abenteurers, wird langsam ein fast sechzigjähriger Mann sichtbar, der mit seinem nachlassenden Gedächtnis, einem zunehmenden Verfolgungswahn und einem verfallenden Körper umgehen muss. Dabei weiss Hemingway, dass er diesen Kampf nicht gewinnen kann. In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1958 macht der 59-jährige Schriftsteller mit seinem Thompson-Maschinengewehr und dem Hund Black Dog seinen abendlichen Rundgang über sein Anwesen. Später wird auf seiner Finca ein Mann ermordet und die Leiche auf dem Platz für die Hahnenkämpfe vergraben. Hemingways ehemalige Angestellten, die ihn "Papa" nennen sollten, halten auch noch vier Jahrzehnte nach seinem Tod zu ihm und schweigen. Dennoch kommt Conde den Ereignissen dieser für Hemingways weiteres Leben entscheidenden Nacht auf die Spur.
"Adiós Hemingway" ist ein bittersüßer Abschied von einem großen Schriftsteller, bei dem Leonardo Padura seine widersprüchlichen Gefühle gegenüber dem Nobelpreisträger auf Mario Conde übertrug. Er verabscheute den Macho, der immer wieder andere Menschen und Tiere wie Dreck behandelte, sich Dutzende williger Einheimischer als hochbezahlte Angestellte hielt, nichts von der kubanischen Mentalität verstand und andere Schriftsteller übelst beleidigte. Wahrscheinlich – diese Vermutung legt Padura nahe – weil Hemingway ein zutiefst unsicherer Mensch war, der dies mit einem Überschuss an Männlichkeit und Revierverhalten kompensierte. Aber während seiner letzten Jahre holte das Alter und seine Lebensweise Ernest Hemingway ein. Padura beschränkt sich in "Adiós Hemingway" auf seine letzten Jahre. Damals – Padura erzählt das sehr anschaulich – ließ Hemingways Gedächtnis zunehmend nach, er konnte "Tod am Nachmittag" nicht mehr überarbeiten, der Sex mit jüngeren Frauen wurde ihm zu anstrengend und er hatte die normalen Beschwerden des Alters. Das wäre der Moment gewesen, an dem Hemingway – dessen gesamtes Leben eine einzige Inszenierung war – sich hätte neu erfinden können. Aber dafür fehlte ihm die Kraft:
"Nicht mehr lieben, nicht mehr auf die Jagd gehen, nicht mehr trinken oder sich herumprügeln und kaum noch schreiben können – was war dieses Leben überhaupt noch wert?" (Padura: Adiós Hemingway, S. 63)
Genau dieser Hemingway wird in einen Mord auf seiner Finca verwickelt. Den Mord hat Padura erfunden. Aber viele Fakten über Hemingway stimmen und, genau wie Mario Conde, versöhnte sich Leonardo Padura mit "Adiós Hemingway" mit Ernest Hemingway. Die Suche nach dem Mörder diente Padura nur als vernachlässigbarer Vorwand für eine satte Portion kubanischen Sentiments.
Garry Disher: Schnappschuss

Überhaupt nicht sentimental ist Garry Disher, der auch in dem dritten Hal Challis-Polizeiroman keine Gnade mit seinen Charakteren kennt. "Schnappschuss" ist der auf den ersten Blick konventionellste und auch beste Challis-Roman.
An einem einsamen Ort wird Janine McQuarrie von einem Auftragskiller erschossen. Nur ihre siebenjährige Tochter Georgia kann flüchten. Sie ist die einzige Zeugin für Detective Inspector Hal Challis. Weil sie die Enkelin von Superintendent McQuarrie ist, hat Challis bei seinen Ermittlungen die vollste Unterstützung der gesamten Polizei. Allerdings wird Georgia von ihrem Großvater und Vater vor Befragungen geschützt. Der Ehemann der Toten, Robert McQuarrie, trauert kaum und scheint etwas zu verbergen. Der Superintendent fordert Hal Challis etwas zu energisch auf, die Spur einer Verwechslung zu verfolgen. Dabei ist bekannt, dass neun von zehn Morden von Familienmitgliedern begangen werden. Als Hal Challis auf Janines Handy Aufnahmen einer Swinger-Party entdeckt, hat er eine erste erfolgversprechende Spur.
Der dritte Hal-Challis-Roman des Australiers Garry Disher setzt die mit "Drachenmann" (The Dragon Man, 1999) und "Flugrausch" (Kittyhawk Down, 2003) begonnene Polizeiroman-Serie fort. Im Mittelpunkt steht – trotz der Serienbetitelung mit einem Personennamen – kein einzelner Held, sondern eine Gruppe von Polizisten, deren Ermittlungen an dem Hauptfall und an mehreren, meist kleineren Fällen, die oft nichts miteinander zu tun haben. So entsteht ein vielschichtiges, realistisches Bild der täglichen Polizeiarbeit im australischen Busch.
In "Schnappschuss" bringen die Jagd nach dem jungen Einbrecherpärchen Andy Asche und Natalie Cobb und der langweilig-idiotische Auftrag, höfliche Autofahrer mit einem Präsent für ihr Verhalten auszuzeichnen, wichtige Hinweise zur Lösung des Mordfalles Janine McQuarrie. Disher verbindet hier die Subplots in "Schnappschuss" stärker als in den beiden Vorgängerromanen mit dem Hauptplot.
Die Spannung beim Lesen des aus verschiedenen Perspektiven erzählten "Schnappschuss" erwächst im Gegensatz zu "Drachenmann" nicht aus der Frage, wer der Täter ist, sondern warum jemand die Psychologin Janine McQuarrie tot sehen will.
Ergänzt wird die spannende Krimihandlung durch kurze Einblicke in das Privatleben der Polizisten. Am meisten erzählt Garry Disher von Hal Challis. Nach dem Selbstmord seiner wegen eines Mordanschlags auf ihn verurteilten Frau Angie ist Hal Challises Beziehung zu Tessa Kane, der Chefredakteurin des "Waterloo Progress", in die Brüche gegangen und er empfindet mehr als kollegiale Gefühle für Detective Sergeant Ellen Destry. Auch die anderen Polizisten des Polizeireviers von Waterloo im Peninsula Districts sind voll ausgebildete, aus den vorherigen Romanen bekannte und liebgewonnene Charaktere, die versuchen, sich zwischen ihren Wünschen und der Realität einzurichten. Ellen Destry kann sich immer noch nicht von ihrem eifersüchtigen und gewalttätigen Mann Allan, einem Streifenpolizisten, trennen. Constable John Tankard, ein Macho und Rassist, muss die Erfahrung seines gezielten Todesschusses in "Flugrausch" verarbeiten. Scobie Sutton will der Einbrecherin Natalie Cobb und ihrer verarmten Familie helfen. Und Pam Murphy versucht eine gute Polizistin zu sein.
Das alles erzählt Garry Disher in einer wundervoll lakonisch-knappen Sprache. Im Gegensatz zu den ersten beiden Challis-Romanen konzentriert Disher sich in "Schnappschuss" stärker auf den Mordfall Janine McQuarrie und die Ermittlungen der Polizei. Auch die Subplots und privaten Geschichten forcieren eindeutig den Hauptplot. Damit bewegt "Schnappschuss" sich stärker als die vorherigen Hal Challis-Romane in den Konventionen des Polizeiromans und ist, obwohl der dritte Roman einer Serie, bestens als Einstieg in den kriminellen und in Deutschland gut dokumentierten Kosmos von Garry Disher geeignet.
Demnächst erscheint bei Pulp Master der langerwartete fünfte Roman mit dem Profi-Einbrecher Wyatt, "Port Vila Blues". Mit Wyatt wurde Disher in Deutschland bekannt. Für den ersten Hal Challis-Roman "Drachenmann" erhielt Garry Disher den Deutschen Krimipreis. Für "Schnappschuss" hätte er ihn auch verdient.
Links & Bibliographie:
Ian Rankin:
Der diskrete Mr. Flint
Originaltitel: Watchman
The Bodley Head Ltd., London 1988
Neuauflage (mit einem Nachwort von Ian Rankin):
Orion Books, London 2003
(übersetzt aus dem Englischen von Claus Varrelmann)
Goldmann – Manhattan Verlag
2006, 352 Seiten Seiten,14,95 Euro
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Homepage des Autors:
www.ianrankin.net/
Robert Littell:
Die kalte Legende
Originaltitel: Legends – A Novel of Dissimulation
The Overlook Press, New York 2005
(übersetzt aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann)
Scherz Verlag
2006, 448 Seiten, 19,90 Euro
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Interview mit Robert Littell bei January Magazin zu "Legends":
www.januarymagazine.com
Stark gekürzte Übersetzung des January-Magazine-Interviews:
http://www.fischerverlage.de
Interview mit Robert Littell bei Krimisalon Susanna Mende zu "Die Company":
www.susanna-mende.de
Interview mit Robert Littell bei Heise zu "Die Company":
www.heise.de
Leonardo Padura:
Adiós Hemingway
Originaltitel: Adiós Hemingway
Tusquets Editores, Barcelona 2006
(übersetzt aus dem kubanischen Spanisch von Hans-Joachim Hartstein)
Unionsverlag
2006, 192 Seiten, 17,90 Euro
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Leonardo Padura beim Unionsverlag:
www.unionsverlag.com
Garry Disher:
Schnappschuss
Originaltitel: Snapshot
Text Publishing, Melbourne 2005
(übersetzt aus dem Englischen von Peter Torberg)
Unionsverlag
2006, 384 Seiten, 19,90 Euro
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Garry Disher beim Unionsverlag:
www.unionsverlag.com