Die Alligatorpapiere



Spurensuche. No. 45
Die Kolumne von Axel Bußmer



105 Geschichten für schlaflose Nächte

Ein Überblick über neue Kurzgeschichten aus Deutschland und Amerika


Lee Child vergleicht Sammlungen von Kurzgeschichten mit den in seiner Jugend beliebten Samplern. Sie waren eine preiswerte und schnelle Möglichkeit, viele Bands kennen zu lernen. Wenn einem mehrere Bands gefielen, wurde die Angelegenheit allerdings teuer (Und das war auch die Absicht der Musikindustrie. Mit einem Angebot das Interesse wecken und einen Kaufrausch auslösen).
Das gleiche gilt für die heute hier vorgestellten Kurzgeschichtensammlungen und die neuen "Kaliber .64"-Bände. Preiswert und schnell können insgesamt über einhundert Autoren uns Lesern ihr Können in der kurzen Form beweisen. Dabei ist eine Kurzgeschichte nicht einfach nur ein schmaler Roman oder eine Szene aus einem Roman, sondern ein eigenständiges Werk. Gleichzeitig ist es eine Visitenkarte für die Romane des Autors. So betrachtet sind die Kurzgeschichtensammlungen sehr teure Werke. Denn die meisten Autoren schrieben Geschichten, die sie spätestens jetzt auf meiner Zu-Lesen-Liste beförderten.
Beginnen wir unsere Reise in der deutschen Provinz. Am Hellweg.

H. P. Karr/H. Knorr (Hrsg.): Mord am Hellweg IV


Mord-am-Hellweg-IV Der vierte Band der von H. P. Karr und H. Knorr herausgegebenen Reihe "Mord am Hellweg" erschien, wie die vorherigen Sammelbände, zu dem alle zwei Jahre stattfindendem gleichnamigen Krimifest. Die Autoren sind wieder größtenteils bekannte Krimiautoren. Außerdem schrieben für die aktuelle Ausgabe erstmals mit Maj Sjöwall, Peter James, Yrsa Sigurdartóttir und Michael Morley auch ausländische Autoren Geschichten für dem "Mord am Hellweg". Und ihre Geschichten sind nicht die schlechtesten. Michael Morley mit einer tödlichen Internetromanze und Peter James mit einer ebenso tödlichen Liebesgeschichte überzeugen. Maj Sjöwall, die nach dem Tod ihres Mannes Per Wahlöö bis auf einen Kriminalroman (zusammen mit Thomas Ross) in über dreißig Jahren nichts mehr veröffentlichte, schrieb zusammen mit Jürgen Alberts einen netten kleinen Krimi mit einem falschen Kommissar Martin Beck. Bei den deutschsprachigen Autoren sieht das Bild dann schon unschöner aus. Die bekannten Autoren, wie Sebastian Fitzek, Robert Hültner, Jörg Jureztka und Jürgen Kehrer (hier hätten einige Seiten mehr gut getan), von denen jedes neue Buch sowieso auf meiner Zu-Lesen-Liste steht, überzeugen auch in der kurzen Form. Frank Göhre schrieb einen kleinen Noir, der vor allem die bekannten Muster repetiert. Denn natürlich wird die Beziehung zwischen dem Professor und der wunderschön-verführerischen Stieftochter nicht gut enden. Bei anderen Geschichten ist dann die Pointe misslungen. Mal ist sie zu vorhersehbar (was, wenn alles andere und die letzte Zeile stimmt, nicht unbedingt schlecht ist), mal ist sie zu überraschend oder dehnt die Logik zu sehr.
Insgesamt tendiert daher die Zahl der Neuentdeckungen gegen null. "Mord im Hellweg IV" ist ein geldbeutelschonender Sampler.


Kaliber .64
Länger, nämlich jeweils 64 Seiten, sind die neuen Geschichten der "Kaliber .64"-Reihe. Manfred Wieninger und das Ehepaar Alberts überzeugenden. Wolfgang Schorlau nicht.
alberts-Tod-in-der-QuizshowIn Marita und Jürgen Alberts Geschichte "Tod in der Quizshow" geht ein Drehbuchautor in eine erfolgreiche TV-Quizshow. Er will den Showmaster, weil dieser eine Sonderquizshow gegen sein letztes, von der Kritik hochgelobtes, vom Publikum ignoriertes Fernsehspiel ansetzte, umbringen. Bis zur Hälfte liefert das Ehepaar Alberts ein sarkastisches Sittengemälde der Fernsehschaffenden und Gäste während einer TV-Show. Die Langeweile vor dem Auftritt. Die schlechten Häppchen in einem unglamourösen Wartesaal (Hey, wenn es nicht auf dem Bildschirm zu sehen ist, muss es auch nicht gut aussehen.). Die hohlen Phrasen der Macher. Dann sitzt der Autor endlich dem Showmaster gegenüber. Er zieht die Waffe. Der Quizmaster jappst noch einmal und ist tot. Ab jetzt ist für die Macher Schadensbegrenzung angesagt.

wieninger-die-rueckseite-des-mondes.jpg In Manfred Wieningers "Die Rückseite des Mondes" hat Gruppeninspektor Franz Grassmann seinen letzten Arbeitstag in einem österreichischen Kaff am Ende der Welt. Nach seiner Pensionierung soll die Polizeidienststelle Laiden geschlossen werden. Denn Verbrechen, die eine eigene Polizeistation rechtfertigen, gibt es hier nicht. Doch wenige Stunden nach Grassmanns Pensionierung sucht eine Kriminalitätswelle Laiden heim.
Nach dem schön autoritätskritischem Auftakt mit einer Ladendiebin, die von den Security-Leuten des Giga-Marktes angeschleppt und von Grassmann, nach dem gemeinsamen Verzehr des Diebesgutes, laufen gelassen wird, weil er letztendlich keine Lust hat, ein Protokoll aufzunehmen und die Security-Leute nicht mag, dauert es einige Zeit, bis die verschiedenen, scheinbar zusammenhanglosen Erinnerungen, die Grassmann während seines letzten Arbeitstages hat, und die Ereignisse des Tages ein Bild ergeben. Aber dafür ist die Pointe umso gelungener. Und gut geschrieben ist es auch noch. Nachdem mir einer seiner Marek-Miert-Romane nicht gefiel, werde ich Manfred Wieninger nach dieser "Rückseite des Mondes" eine zweite Chance geben.
schorlau-Ein-perfekter-MordDas kann von Wolfgang Schorlaus "Ein perfekter Mord" nicht behauptet werden. Schorlau wird in dieser Geschichte von einem unbekannten Mann beauftragt, einen perfekten Mord in einem Museum zu planen. Weil Schorlau die Geschichte in der U-Haft niederschreibt, ist klar, dass bei dem Mord etwas schiefging. Dazu gehört vor allem die abenteuerliche Planung des Auftraggebers, der wie in einem schlechten Agententhriller von einigen sehr gewagten Annahmen und Zufällen ausging. So erkundigt Schorlau sich nicht nach dem Namen des Auftraggebers, fragt nicht nach einer Telefonnummer oder Adresse, und zahlt die erste Rate sofort auf seiner Bank ein.
Mehr kann, ohne den Mordplan zu verraten, nicht verraten werden.
Der von Schorlau erfundene "Perfekte Mord" ist so stümperhaft geplant, dass auch die nette Grundidee (der Autor als Held seiner eigenen Geschichte) nicht weiter hilft.

kemmer-in-kuerze-verstorbenEtwas quer zu den anderen Kurzgeschichtensammlungen liegt der von Wolfgang Kemmer herausgegebene Band "In Kürze verstorben". Denn im Gegensatz zu den anderen Bänden sind diese Geschichten bereits auf der Internetseite des Buchhändlers Jokers veröffentlicht worden. Kemmer, der die Seite betreut, wählte für den Sammelband die zwanzig besten Geschichten aus. Einige wurden dabei von bekannten Autoren wie Jan Zweyer, H. P. Karr, Thomas Kastura, Jürgen Kehrer, Anne Chaplet und Christoph Güsken geschrieben. Andere von ausgewiesenen Kurzgeschichtenschreibern, die teilweise inzwischen ihr Romandebüt veröffentlicht haben, und zwei von Krimineulingen.
Das verspricht eine sehr bunte Mischung, aber bei allen Unterschieden steht doch erstaunlich oft und nach bewährtem Whodunit-Muster die Aufklärung eines Mordes im Mittelpunkt der Geschichte. Bei Friederike Schmöe, H. P. Karr, Thomas Kastura und Eva Karnofsky ist das so.
Andere, wie Alfred Bekkers "Eis in den Bergen", führen dank quasi-telepathischer Fähigkeiten der Polizei zur Aufklärung oder sind, wie Carsten Sebastian Henns "Blue Train", psychologisch vollkommen unglaubwürdig. Denn warum sollte ein Durchschnittsbürger nachts mit einem Einbrecher einen gemütlichen Plausch halten? In Elmore Leonards "Get Shorty" funktionierte das Plauderstündchen, weil Chili Palmer kein Durchschnittsbürger ist und der Einbrecher kein Einbrecher war.
Wolfgang Kemmers "Rosalie geht um" über eine Nacht im Altersheim, in der ein neugieriger Zivi sich für einige rätselhafte Sterbefälle interessiert und die verwirrte Rosalie durch die Gänge wandelt, geht, wie einige andere Geschichten, ins schwarzhumorige und ist dank der vielleicht schon etwas übertriebenen Pointe die beste Geschichte des Bandes. Auch Jürgen Ehlers "Die Sache mit den Rolltreppenstehern" über einen Gewohnheitsverbrecher, der nach dem Knastaufenthalt einen Nebenbuhler im Bett seiner Freundin entdeckt, überzeugt und F. G. Klimmeks "Der Kalte Fritz" über eine gefährliche Pokerpartei ist okay.
Insgesamt ist "In Kürze verstorben" eine nette Anthologie, die okay unterhält, aber letztendlich, weil kaum eine Geschichte länger im Gedächtnis bleibt, nichts wirklich Überragendes bietet. Insofern ist "In Kürze verstorben" (auch weil einige Autoren bis jetzt noch nicht viel veröffentlicht haben) ein geldbeutelschonender Sampler

James Patterson (Hrsg.): Thriller

patterson-thrillerDas kann von dem zweibändigen, von James Patterson herausgegebenen Sammelband "Thriller" nicht behauptet werden. Es ist der erste Sammelband der International Thriller Writers (ITW), einer, wie der Name sagt, Vereinigung von hauptsächlich amerikanischen Thriller-Autoren. Um etwas Geld in die Vereinskasse zu bekommen, schrieben Mitglieder eine Kurzgeschichte, James Patterson schrieb für jede Geschichte eine kundige Vorbemerkung und das Werk wurde veröffentlicht. ITW-Mitglieder und Autoren von "Thriller" sind Lee Child, James Grippando, Gregg Hurwitz, John Lescroart, Eric Van Lustbader, Dennis Lynds, Gayle Lynds, Chris Mooney, David Morrell, Michael Palmer, Heather Graham, James Rollins, James Siegel, F. Paul Wilson und noch einige andere, ähnlich patterson-thriller1.jpgprominente Namen.
Wie die Namen schon andeuten, ist "Thriller" kein x-beliebiger Sampler, sondern ein Greatest-Hits- oder Number-One-Hits-Sampler, bei dem sich ein grandioser Song an den nächsten reiht. Sogar ein Mixtape (Ältere dürften sich noch an die stundenlangen Sitzungen zum Herstellen einer Musikkassette mit den eigenen Lieblingsliedern erinnern.) könnte kaum besser sein. Denn obwohl nicht jede Geschichte grandios ist, sind sogar die schlechtesten gut genug, um die Autoren wenigstens auf die Zu-Beobachten-Liste setzen. Die anderen sind, falls sie nicht sowieso schon auf der Zu-Lesen-Liste stehen, jetzt auf dieser Liste.
Die 32 Thrillerautoren bieten in den dreißig Geschichten (28 neue, eine erschien nur in England und eine wurde bereits öfter publiziert) eine fulminante Tour de Force durch die verschiedenen Spielarten des Genres.Thriller, so sagt James Patterson im Vorwort, "erregen und nutzen Gefühle, insbesondere die von Vorahnungen und Vorfreude, von Aufregung und Spannung, um gemeinsam das Wichtigste zu erreichen: den Thrill, den wohligen Schauer, den Nervenkitzel. Denn wenn ein Thriller keinen Nervenkitzel bietet, dann ist etwas schiefgegangen.
Ebenso bekannt sind Thriller für ihr Tempo und den Sog, in den sie ihre Leser ziehen. Sie sind eine Art Hindernisrennen, bei dem das Ziel nur erreicht wird, indem die Helden Opfer bringen. Das Ziel kann ein persönliches sein (zum Beispiel, einen Geliebten oder eine verschollene Verwandte zu retten) oder ein globales (einen Weltkrieg verhindern), aber oft genug ist es beides. Vielleicht gibt es ein zeitliches Limit, vielleicht auch nicht. Manchmal entwickeln sie sich von einem mitreißenden Höhepunkt zum nächsten, um schließlich mit einem kathartischen Knall zu enden. Manchmal rasen sie mit Höchstgeschwindigkeit los und lasen keine Sekunde nach."
In "Thriller" gibt es historische Geschichten, Kalte-Kriegs-Geschichten, Agentengeschichten, Noir- und wilde Abenteuergeschichten. Teilweise sogar in einer Geschichte. Spannend ist es immer. Das Ende fast immer gelungen und einige, besonders die Beiträge von F. Paul Wilson und James Rollins, haben ein atemberaubendes Erzähltempo. Und die Fans der verschiedenen Thriller-Autoren begegnen vielen bekannten Charakteren.
"Thriller" ist eine wirklich teure Angelegenheit.

Lee Child (Hrsg.): Killer Year
child-Killer-Year.jpg"Billiger, allerdings nur, weil in "Killer Year" weniger Geschichten versammelt sind, die Autoren hauptsächlich Debütanten und deutsche Übersetzungen nicht immer erhältlich sind, wird es mit dem zweiten Buch der ITW. Lee Child gab es heraus und die Autoren haben alle 2007 ihr Kriminalromandebüt veröffentlicht. Brett Battles, Robert Gregory Browne, Bill Cameron, Toni McGee Causey, Sean Chercover, J. T. Ellison, Patry Francis, Marc Lecard, Derek Nikitas, Gregg Olsen, Jason Pinter, Marcus Sakey und Dave White sind die Debütanten. Bekannte Autoren, wie James Rollins, Gayle Lynds, Lee Child, Tess Gerritsen, Joe R. Lansdale, Jeffery Deaver und David Morrell, schrieben kurze Einleitungen zu den Geschichten.
Allison Brennan, Ken Bruen und Duane Swierczynski (in Deutschland bekannt als Duane Louis) steuerten neben einer Einleitung auch je eine neue Geschichte bei.
Bei diesen unterschiedlichen Autoren werden selbstverständlich, wie in "Thriller", alle Genrevarianten bedient und dass mir die düsteren Geschichten der Männer besser gefallen haben, hängt mit persönlichen Vorlieben zusammen. Brett Battles schreibt in "Perfect Gentleman" über einen Strip-Bar-Betreiber, der sich um seine Frauen kümmert. Sean Chercover in "One Serving of Bad Luck" über einen alltäglichen Auftrag für seinen Privatdetektiv Ray Dudgeon. Diese Geschichte war für mich der letzte Anstoß, endlich sein Debüt "Big City, Bad Blood" zu lesen. Bill Cameron erzählt in "Slice of Pie" eine kleine Geschichte über Vorurteile. Patry Francis in "The Only Word I Know in Spanish" ebenfalls eine Geschichte über Vorurteile und die Macht der Polizei gegenüber jugendlichen Straftätern. In Jason Pinters "The Point Guard" geht ein von zwei Jugendlichen geplanter Überfall schief. Marc Lecard lässt in "Teardown" einen Arbeiter, der von seinen Kollegen abends auf einer Baustelle schlafend zurückgelassen wird, in Teufels Küche geraten. Marcus Sakey erzählt in "Gravity and Need" eine Liebesgeschichte. Dave White in "Righteous Son" eine im Wilden Westen spielende Rachegeschichte. Gregg Olson hat in "The Crime of My Life" wahrscheinlich die gemeinste Pointe des Buches.
Soviel zu den Debütanten. Ken Bruens erzählt in "Time of the Green" eine knackige Gaunergeschichte. Duane Swierczynski berichtet in "Death Runs Faster" vom letzten Tag im Leben eines Habenichts. Und Allison Brennan schreibt in "Killing Justice" über die Verantwortung von Politikern für ihre Versprechen.
Damit ist "Killer Year" das zweite Buch der ITW, das glänzend unterhält und zum Kauf von weiteren Büchern der Debütanten verleitet.

Charlaine Harris/Toni L. P. Kelner (Hrsg.): Happy Bissday!

harrisHappy-Bissday Vampirgeschichtensteht auf dem Cover und für gestandene Krimileser ist das ähnlich attraktiv wie ein Buch mit Liebesgeschichten. Ein Blick auf die Autorenbiographien sorgt dann für Stirnrunzeln. Denn einige, wie Jim Butcher und Bill Crider, sind bekannte Krimiautoren, andere, wie Toni L. P. Kelner und Elaine Viets, haben (auch wenn sie in Deutschland unbekannt sind) bis jetzt Krimis geschrieben, und viele, wie Kelley Armstrong und P. N. Elrod, schreiben einen Mix aus Thriller und Horror.
Diesen Autoren machten die Herausgeberinnen Charlaine Harris und Toni L. P. Kelner nur zwei Vorgaben: die Geschichte muss an einem Geburtstag spielen und ein Vampir muss drin vorkommen.
Daraus haben die dreizehn Autoren dann auch genau so viele vollkommen unterschiedliche Geschichten gemacht. In Jim Butchers "Aus der Rolle gefallen" demoliert sein Magier und Privatdetektiv Harry Dresden ein Kaufhaus. Charlaine Harris lädt uns in "Draculas Geburtstag" zu einer Geburtstagsfeier ein, bei der die Vampire auf Dracula warten. Öfters, zum Beispiel bei Bill Crider, Rachel Caine, Carolyn Haines, Elaine Viets und Jeanne C. Stein, geht es, ohne dass sich die Geschichten ähneln, um die Verwandlung eines Menschen in einen Vampir.
Und es gibt mehrere Kriminalgeschichten. In P. N. Elrods "Grabraub" hilft der Vampir und Privatdetektiv Fleming 1937 einem Mädchen einen Schwindler, der mit Séancen sein Geld verdient, aus dem herrschaftlichen Anwesen der Schwester zu vertreiben. In Tanya Huffs "Ein perfektes Geburtstagsgeschenk" suchen die Vampire Henry und Tony im kanadischen Wald nach einem verschwundenen vierjährigen Kind. Und in Toni L. P. Kelners Anthony-nominierter Geschichte "Wie Stella ihr Grab zurückbekam" jagen die Vampire Stella und Mark den Mörder einer unbekannten Frau.
"Happy Bissday!" ist eine insgesamt überzeugende Sammlung unterhaltsamer Kurzgeschichten. Da können Krimifans auch einen Blick riskieren.
Oh, und bei diesem Sammelbund ist sogar der deutsche Titel "Happy Bissday!" wesentlich aussagekräftiger als der doch ziemlich lahme Originaltitel "Many Bloody Returns".

Links & Bibliographie:

Mord-am-Hellweg-IV.jpg H. P. Karr/H. Knorr (Hrsg.):
Mord am Hellweg IV

Grafit, 2008
384 Seiten
9.95 Euro

enthält:
Niklaus Schmid: Railway to hell: RB 59, Hellweg Bahn Dortmund - Unna - Soest
Ralf Kramp: On the road am Hellweg: Wenn möglich, bitte wenden
Tatjana Kruse: Ahlen muss sauber bleiben!
Raimon Weber: Aschermittwoch, Magnum und der Tod in Beckum
Sebastian Fitzek: Alles für Bergkamen
Bernhard Jaumann: Kein Märchen für Bönen
Robert Hültner: Die Legende von Cappenberg
Norbert Horst: Ausgleich in Dortmund
Maj Sjöwall/Jürgen Alberts: Fröndenberger Trichtertod
Peter James: Meet Me At The Crematorium - Ein neues Leben in Hagen
Jörg Juretzka: Tatort Hamm - Die Matratze von Uentrop
Jürgen Ehlers: Weekend mit Leichen: Holzwickede spezial
Christa Bernuth: Dunkle Straße, Kamen
Henrike Heiland: Leaving Lüdenscheid, oder: Opa muss weg
Leo P. Ard: Sühnen in Lünen
Theo Pointner: Mendener Vergebung
Michael Theurillat: Sturm über Schwerte
Sabine Naber: Blutrache - eine Soester Märchenstunde
Yrsa Sigurdartóttir: Great Oaks from Little Grow, oder: Die Bluteiche von Oelde
Michael Morley: Virtually Lost - Leben und Sterben in Unna
Sandra Lüpkes: Das Gewissen von Werl
Frank Göhre: In Werne hoch zu Pferde
Wolfgang Kaes: Wickede, Sommerzeit, 2048
Jürgen Kehrer: Wilsberg am Hellweg: Chronik eines annoncierten Todes
Homepage "Mord am Hellweg":
http://www.mordamhellweg.de/

alberts-Tod-in-der-Quizshow.jpg Marita und Jürgen Alberts:
Tod in der Quizshow

Edition Nautilus (Kaliber .64) 2008,
64 S., 4,90 Euro
wieninger-die-rueckseite-des-mondes.jpg Manfred Wieninger:
Die Rückseite des Mondes

Edition Nautilus (Kaliber .64) 2008,
64 S., 4,90 Euro
schorlau-Ein-perfekter-Mord.jpg Wolfgang Schorlau:
Ein perfekter Mord

Edition Nautilus (Kaliber .64) 2008,
64 S., 4,90 Euro

kemmer-in-kuerze-verstorben.jpg Wolfgang Kemmer (Hrsg.):
In Kürze verstorben - Mörderische Stories

KBV, 2008
240 Seiten
8,90 Euro

Enthält:
Wolfgang Kemmer: Rosalie geht um
Jan Zweyer: Die lieben Kleinen
Friederike Schmöe: Zigarettenpause
Frauke Schuster: Wohnungsnot
H. P. Karr: Die Kammern der Qual
Alfred Bekker: Eis in den Bergen
Carsten Sebastian Henn: Blue Train
Ralf Ströcker: Arnsberger Sonntag
Thomas Kastura: Winterlicht
Sandra Lüpkes/Jürgen Kehrer: Endlich allein
F. G. Klimmek: Der Kalte Fritz
Anne Grießer: Der Hammer des Thor
Anne Chaplet: Freundinnen
Martin Schüller: JEFF
Eva Karnofsky: Tropische Hitze
Christoph Güsken: Zuckerbiene
Richard Lifka: Die geteilte Frau
Martin Spiegelberg: Herbschde
Michaela Küpper: MM
Jürgen Ehlers: Die Sache mit den Rollstreppenstehern


patterson-thriller1.jpg James Patterson (Hrsg.):
Thriller - Band 1
(aus dem Englischen von Bernd Ingmar Gutberlet)

Mira Taschenbuch Verlag, 2008
352 Seiten
7,95 Euro
Originalausgabe (enthält beide deutsche Ausgaben)
James Patterson (Hrsg.): Thriller - Stories to keep you up all night
Harlequin Enterprises, 2006

Enthält:
Lee Child: James Penneys neue Identität (James Penney's new identity - Erstveröffentlichung 1999 in "Fresh Blood 3")
James Grippando: Operation Northwoods (Operation Northwoods)
J. A. Konrath: Nachruf (Epitaph)
Heather Graham: Ein Gesicht am Fenster (The face in the window)
James Siegel: Empathie (Empathy)
James Rollins: Kowalski verliebt sich (Kowalski's in love)
Gayle Lynds: Die Jagd nach Dmitri (The hunt for Dmitri)
Michael Palmer & Daniel Palmer: Entstellt (Disfigured)
David Morrell: Der Abelard-Vertrag (The Abelard sanction)
Chris Mooney: Fallen (Falling)
Dennis Lynds: Erfolg einer Mission (Success of a mission - Erstveröffentlichung 1968 in "Argosy" als William Arden)
John Lescroart & M. J. Rose: Das Portal (The portal)
David Liss: Falsches Spiel (The double dealer)
Gregg Hurwitz: Dreckswetter (Dirty Weather)
David Dun: Spirit Walker (Spirit walker)

patterson-thriller.jpg James Patterson (Hrsg.):
Thriller - Band 2
(aus dem Englischen von Bernd Ingmar Gutberlet)

Mira Taschenbuch Verlag, 2008
336 Seiten
7,95 Euro
Originalausgabe (enthält beide deutsche Ausgaben)
James Patterson (Hrsg.): Thriller - Stories to keep you up all night
Harlequin Enterprises, 2006

Enthält:
Denise Hamilton: Die fallende Stecknadel (At the drop of a hat)
Eric van Lustbader: Die Kehrseite des Spiegels (The other side of the mirror)
Christopher Rice: Man Catch (Man catch)
Alex Kava: Gute Nacht, liebste Mutter (Goodnight, sweet mother)
Grant Blackwood: Das Löwenopfer (Sacrifial lion)
F. Paul Wilson: Intermezzo bei Duane (Interlude at Duane's)
Tedd Bell: Der Pulverjunge (The powder monkey)
M. Diane Vogt: Toronto überleben (Surviving Toronto)
Christopher Reich: Auftragsmörder unter sich (Assassins)
Brad Thor: Die athenische Lösung (The Athens solution)
Raelynn Hillhouse: Angespannte Beziehungen (Diplomatic constraints)
Robert Liparulo: Kill Zone (Kill zone)
Steve Berry: Jedem das Seine (The devils' due)
Katherine Neville: Der Dienstagsclub (The Tuesday club)
Douglas Preston & Lincoln Child: Angelausflug (Gone fishing)

Homepage der ITW:
http://www.thrillerwriters.org/

child-Killer-Year.jpg Lee Child (Hrsg.):
Killer Year - Stories to die for ... from the hottest new crime writers

Minotaur Books, 2008
304 Seiten
14,95 Dollar

Homepage zum Buch:
http://killeryear.com/
Enthält:
Brett Battles: Perfect Gentleman
Allison Brennan: Killing Justice
Robert Gregory Browne: Bottom Deal
Ken Bruen: Time of the Green
Bill Cameron: Slice of Pie
Toni McGee Causey: A Failure to Communicate
Sean Chercover: One Serving of Bad Luck
J. T. Ellison: Prodigal Me
Patry Francis: The only Word I know in Spanish
Marc Lecard: Teardown
Derek Nikitas: Runaway
Gregg Olsen: The Crime of My Life
Jason Pinter: The Point Guard
Marcus Sakey: Gravity and Need
Duane Swierczynski: Death Runs Faster
Dave White: Righteous Son

harrisHappy-Bissday.jpg Charlaine Harris/Toni L. P. Kelner (Hrsg.):
Happy Bissday! - Vampirgeschichten


(übersetzt von Christine Gaspard, Jürgen Langowski, Jutta Swietlinski, Britta Mümmler, Christine Blum, Katharina Volk)
dtv, 2008
464 Seiten
9,95 Euro

Originalausgabe
Many Bloody Returns
Berkley, 2007

Enthält:
Charlaine Harris: Draculas Geburtstag (Dracula night)
Christopher Golden: Der Schrei der Eulen (The mournful cry of owls)
Bill Crider: Mein Leben als Vampir-Teenager (I was a teenage vampire)
Kelley Armstrong: Vampirdämmerung (Twilight)
Jim Butcher: Aus der Rolle gefallen (It's my birthday, too)
P. N. Elrod: Grabraub (Grave-robbed)
Rachel Caine: Der erste Tag vom Rest deines Lebens (The first day of the rest of your life)
Jeanne C. Stein: Die Hexe und der Vampir (The witch and the wicked)
Tanya Huff: Ein perfektes Geburtstagsgeschenk (Blood wrapped)
Carolyn Haines: Der Wunsch (The wish)
Tate Hallaway: Feuer und Eis und Linguine für zwei (Fire and ice and Linguine for two)
Elaine Viets: Nachtschwärmer (Vampire hours)
Toni L. P. Kelner: Wie Stella ihr Grab zurückbekam (How Stella got her grave back)


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Axel Bußmer
Axel Bußmer, Studium der Politologie, Philosophie und Soziologie in Konstanz, lebt derzeit in Berlin und arbeitet an verschiedenen Drehbuchprojekten (u. a. ein Gangsterthriller). Neben Noir-Krimis liebt er Jazz, über den er auch Artikel schreibt.
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