Axel Bußmers TV & Buchtipps 29. September – 12. Oktober 2007
Klasse statt Masse scheint die Parole der kommenden beiden Wochen zu sein.
Es gibt allerdings zwei Premieren und neben zahlreichen Wiederholungen noch den einen oder anderen Höhepunkt.
Es lohnt ausserdem, einmal bei Axel Bußmers Blog kriminalakte vorbeizuschauen, wo es nicht nur weitere Filmtipps, sondern auch immer interessante Besprechungen und Hinweise gibt ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier
SWR: »Commissario Brunetti lässt grüßen«:
Sie ist ein Opernfan, pflegt einen großen Garten und liebt Pastagerichte. Auch in ihren Kriminalromanen lässt Donna Leon jede Menge Platz für die schönen Seiten des Lebens. Seit 1993 ist sie mit den Fällen von "Commissario Brunetti" auf Erfolgskurs. Heute wird Donna Leon 65 Jahre alt.
Ein Beitrag in der Kultursendung "Nachtkultur" am Freitag, der 28. September, um 23.30 Uhr im SWR Fernsehen ...
mehr
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".
Sonnabend, den 9. September 2007 um 11:45
"Lichtenrader Vormärz"
Was haben der Einbruch brutaler Gewalt in eine Schulfete im Jahr 2007
und ein kultur- und sozialrevolutionärer Aufbruch vor fast 200 Jahren
miteinander zu tun?
Was bedeutet es, wenn in der gutbürgerlich-sanften Vorstadt plötzlich die Art
Gewaltexzess passiert, die angeblich in innerstädtische "Problem-Kieze" und
ihren "Unterschichten" gehören?
In Lichtenrade am südlichen Rand von Berlin will eine Horde aus
anderen Vierteln angereister Jungs mit Gewalt Zutritt zur Fete erzwingen.
Party-Breaking ist eine neue Spielart der Jugendgruppengewalt.
Als ein Vater dazwischengeht, schlagen sie ihn mit einer Gerüstbaustange fast tot.
Er hatte sich als Polizist zu erkennen gegeben. Er ist das schwerste, aber
nicht das einzige Opfer dieses Gewalteinbruchs. "Lichtenrade hat seine Unschuld verloren
– jetzt kann es überall passieren", fasst der Schulleiter den Schock zusammen.
"Den 19. Jänner ging etwas zu Bruch", könnte man einen berühmten
Anfangssatz paraphrasieren. LENZ. Von Georg Büchner.
In der Georg-Büchner-Oberschule in Lichtenrade kommt nach dem 19. Januar 2007
aber auch etwas in Bewegung. Vormärz-Geist im 21. Jahrhundert vielleicht.
Solidarität, soziale Verantwortung, Bürgertrotz.
"Ich werd mich durch so ein Geschehen nicht aus meinem Ich drängen lassen",
fasst der schwer verletzte Polizist seine Haltung zusammen.
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar. (Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45)
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
Gerade einmal 160 Seiten umfasst James Sallis’ Thriller "Driver", (Liebeskind Verlag) es ist ein Roman in Pillenform,
meint Tobis Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" Nr. 40 vom 27.09.2007.
Es ist der alte amerikanische Mythos vom lonesome rider, der sein eigenes Gesetz und Maß in sich trägt. Wäre in diesem Roman nicht alles in Bewegung, könnte man sagen: Sallis meißelt ein letztes Mal, und diesmal in Vollkommenheit, an einer Wiederbelebung des perfekten einsamen amerikanischen Helden. Doch die Splitter, die bei dieser Bildhauerei in Bewegung abfallen, sind Fragmente aus längst schon gesehenen Bildern.
Lesen Sie ... mehr
Stuttgarter Zeitung:
»Das Nichts, die Fußnoten und die vielen Gehirne«
Mark Z. Danielewskis Horrorroman und Wissenschaftssatire "Das Haus" (Klett-Cotta Verlag) ist eine der auffälligsten Neuerscheinungen des Bücherherbstes. Der Text bockt, rätselt und foppt, Anagramme und andere Verschlüsselungen unterminieren immer wieder unser Verständnis des Gelesenen. Wie beim Film "The Blair Witch Project" lädt das Pseudodokumentarische des Romans zur Mitarbeit ein, zur eigenen Erforschung des fiktiven Phänomens. Wer richtig hinschaut, wird irgendwo in seinem Leben eine Tür finden, die ins Dunkel führt. Von Thomas Klingenmaier ...
mehr
Im Quasi- Bezug zu "The Driver" von Walter Hill, dem Kult-Film für Aficionados, in lauter kleinen Momenten der Irritation stecke eine nette, produktiv-bösartige Pointe, meint Thomas Wörtche in der 125. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch".
Man könne James Sallis Roman "Driver" (Liebeskind Verlag) lesen als lakonisches, prägantes, temporeiches und radikal-ökonomisches Erzählen. Als bewussten Rückgriff auf die Erzähltraditionen des Genres, als es noch nicht von blutspritzenden, kiloschweren Märchenbüchern über Serialkiller und ähnliche Geisterbahnexistenzen dominiert wurde. Wieso das aber noch nicht alles ist, das können Sie in der ...
Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 39/2007 lesen.
Nun prasselts bei den Kollegen vom "Perlentaucher", die KrimiKolumne "Mord und Ratschlag" wird wieder mit Inhalt gefüllt. Wieder ein neuer Beitrag, wieder ein echter Knörer!
Mehr Lump als Advokat:
"Er wirkte glücklich wie ein erigierter Schwanz" - Joe Lansdales "Rumble Tumble" (Shayol Verlag) ist ein Fest für alle Freunde sprachlicher Drastik. Und Hannelore Cayre lässt in "Der Lumpenadvokat" (Unionsverlag) das französische Rechtssystem so schlecht aussehen, wie es womöglich sogar ist. Von Ekkehard Knörer ... mehr
DRS 1:
»Krimi mit Tiefgang«
Die 33-jährige Juli Zeh zählt zu den begabtesten und produktivsten deutschen Autorinnen. Bekannt geworden ist sie mit den Romanen "Adler und Engel" und "Spieltrieb" sowie mit Essays und politischen Interventionen.
Soeben ist ihr dritter Roman erschienen. (Schöffling & Co) ist ein Kriminalroman, aber kein konventioneller. Von Hans Ulrich Probst. Der Beitrag kann via Computer gehört werden ...
mehr
»Krimifestival Marburg startet heute«
Krimibegeisterte werden ab heute beim "5. Marburger Krimifestival" mörderisch gute Unterhaltung genießen können. Bis zum 09. Oktober 2007 gibt es Lesungen (im Original und auf Deutsch), kriminell-kulinarische Veranstaltungen, Spannendes im Kino sowie eine Lange-Sauna-Nacht. Interessierte, die sich selbst am Schreiben eines Krimis versuchen möchten, können dies in einer ehemaligen Gefängniszelle der Schreibwerkstatt ausprobieren.
Den Auftakt macht heute abend Stefan Slupetzky mit "Das Schweigen des Lemmings" . ... mehr
»Das andere Genre«
Cyber-Daddy bleibt am Boden: Vor über 20 Jahren erfand William Gibson den Cyberspace - Anlass für ein Gespräch, um zu fragen, was der Autor nun von 3D-Welten hält. Johannes Lau sprach mit ihm für ... Der Standard
»McOndo«
Die jungen, lateinamerikanischen Autoren thematisieren in ihren Werken den ökonomischen und kulturellen Einfluss der USA, Drogenkartelle, politische Krisen und Jugendszenen. Einige Autoren kreierten für diese real-aberwitzige Welt den Begriff McOndo. Ein Beitrag von Brigitte Voykowitsch im ... ORF
Kalender
Donna Leon
(Foto: Mariusz Kubik)
Am 28. September 1942 wird Donna Leon in New Jersey, feiert heute also ihren 65.Geburtstag.
Mit 23 verließ sie New Jersey, wo sie 1942 geboren worden war, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Sie blieb im Ausland, arbeitete als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Lehrerin an amerikanischen Schulen in Europa und Asien. Sie lehrte englische und amerikanische Literatur an einer Universität in der Nähe von Venedig, wo sie seit 1981 lebt. Zu ihrem Erstling kam Donna Leon über ihre Leidenschaft für die Oper. Während des Besuchs einer Probe im venezianischen Opernhaus ›La Fenice‹ ereiferte sich ihr Begleiter: »Ich könnte den Dirigenten umbringen!« – »Ich mach's für dich, aber in einem Roman«, beruhigte sie ihn. Beide kundschafteten das Haus aus, um mögliche Fluchtwege für einen möglichen Täter zu finden, und Donna Leon erfand Commissario Guido Brunetti, um jenen zu fassen. Das Resultat war ›Venezianisches Finale‹.
In Deutschland ist sie eine der erfolgreichsten Bestsellerautorinnen. Auf ihren Wunsch hin erscheinen ihre Bücher nicht auf italienisch, damit die Venezianer, von denen sie ihre Geschichten und Anregungen hat, weiter unvoreingenommen mit ihr umgehen.
Info:
Diogenes Verlag, wikipedia, Krimi-Couch, ARD, WDR, Stuttgarter Zeitung SZ-Magazin.

WDR:
»Festival rund ums HÖREN«
Ende September veranstaltet das "WDR Radio" die Hörwelten 2007 - ein
Festival rund ums HÖREN. Für Krimifreunde besonders interessant ist
ein Termin am Freitag, 28. September 2007 im WDR Funkhaus Köln:
Mitte der 80er Jahre erfand Gisbert Haefs mit seinem investigativen Altherren-Trio einen Klassiker des Krimihörspiels: Während ihrer wöchentlichen Skatrunde lösen drei muntere Honoratioren ganz nebenbei Mordfälle. Ein Kammerspiel ohne jede Geräuschklaubereien oder akustischen Effektzirkus, stattdessen mit scharfen Dialogen und Gedankengängen.
Nach rund 10 Jahren Pause hat Gisbert Haefs einen neuen Triumvirat-Krimi geschrieben: "Das Triumvirat hext". Neu besetzt mit Gert Haucke als Oberst,
Dietmar Mues in der Rolle des Pfarrers und Peter Fricke als Doktor Korff
wird es um 20.05 als Livehörspiel vor Publikum aufgeführt und zeitgleich
gesendet.
Ein Interview mit Gisbert Haefs über 'Das Triumvirat hext' können Sie hierhören.
Karten zur Veranstaltung gibt es bei Köln Ticket für 6,55 EURO im Vorverkauf. ...
mehr
3sat:
»Unscheinbare Demütigungen«
Er berichtet über den Niedergang politischer Institutionen und die Auflösung sozialer Milieus so präzise wie über den Reiz von PC-Spielen. Er ist ein Meister der Erforschung des bürgerlichen Alltags und all seiner unscheinbaren Demütigungen. Nun legt Burkhard Spinnen sein neues Buch "Mehrkampf"(Schöffling & Co) vor, einen Kriminalroman, der sich mit Männern beschäftigt, die Angst vorm Älterwerden haben. Das 3-sat-Magazin "kulturzeit" sprach mit dem Autor. Ein Video der Sendung (5:55min) können Sie via Computer sehen und hören ..
mehr
Süddeutsche/bücher.de:»Gift schmeckt nicht salzig, sondern bitter«
Rita Monaldi und Francesco Sorti sind zu einem Autorenduo fusioniert. Nichts liegt dem um die 40 Jahre alten Autorenpaar ferner als "Trash-Literatur". Der Musikwissenschaftler und die Altphilologin nehmen für sich in Anspruch, so genau wie Historiker zu arbeiten. Sie wühlen sich durch Archive in Rom, Paris oder Wien, sichten Jahrhunderte alte Briefwechsel, deuten geheime Depeschen, um so, Detail für Detail, ein exaktes Bild der Epoche vermitteln zu können. Ihre weltweit erfolgreichen historischen Thriller werden in Italien aber verschmäht
Stefan Ulrich über den Roman "Veritas" (Kindler Verlag) ...
mehr
evolver:
»Keine Hoffnung für die Lebenden«
Seite 4:
»Erfrischend wie bitter«
Atmosphärisches, die Geducktheit und die geistige Enge, und Sprachliches, das genau abgehörte Idiom aus dumpf kleinbürgerlicher Umgangssprache und Dialekt, zeichnen alle historischen Kriminalromane Robert Hültners aus, die er im München der 20-er Jahre ansiedelte. Jetzt hat er sich mit "Ende der Ermittlungen" an der pfiffigen Kurzkrimi-Reihe der Hamburger (Edition Nautilus) beteiligt. Und da ist er wieder, der Hültner-Sound. Von Alexander Kluy ...
mehr
»Horst Eckert wird „auteur-en-résidence“«
Das Kulturbüro des französischen Départements "Gironde IDDAC" hat den Düsseldorfer Kriminalschriftsteller Horst Eckert für Januar 2008 als "auteur-en-résidence" eingeladen. Der 48-jährige Marlowe- und Friedrich-Glauser-Preisträger, dessen Roman "Die Zwillingsfalle" (Grafit) auch ins Französische übersetzt wurde ("Coups Doubles", Gallimard), wird zahlreiche Veranstaltungen in Bibliotheken, Buchhandlungen und Schulen bestreiten, meldet das Fachmagazin ... Buchmarkt
»The Strong Silent Type«
Es gibt Familie und "die Familie": In den USA wurde die sechste und letzte Staffel der "Sopranos" längst ausgestrahlt und ist demnächst auf DVD erhältlich. Erfinder David Chase schrieb mit seiner Serie rund um die Probleme des Mafiabosses von New Jersey Fernsehgeschichte. Tina Glaser wäscht für den EVOLVER seine schmutzige Wäsche ... mehr

WDR:
»Festival rund ums HÖREN«
Ende September veranstaltet das "WDR Radio" die Hörwelten 2007 - ein
Festival rund ums HÖREN. Für Krimifreunde besonders interessant ist
ein Termin am Freitag, 28. September 2007 im WDR Funkhaus Köln:
Mitte der 80er Jahre erfand Gisbert Haefs mit seinem investigativen Altherren-Trio einen Klassiker des Krimihörspiels: Während ihrer wöchentlichen Skatrunde lösen drei muntere Honoratioren ganz nebenbei Mordfälle. Ein Kammerspiel ohne jede Geräuschklaubereien oder akustischen Effektzirkus, stattdessen mit scharfen Dialogen und Gedankengängen.
Nach rund 10 Jahren Pause hat Gisbert Haefs einen neuen Triumvirat-Krimi geschrieben: "Das Triumvirat hext". Neu besetzt mit Gert Haucke als Oberst,
Dietmar Mues in der Rolle des Pfarrers und Peter Fricke als Doktor Korff
wird es um 20.05 als Livehörspiel vor Publikum aufgeführt und zeitgleich
gesendet.
Ein Interview mit Gisbert Haefs über 'Das Triumvirat hext' können Sie hierhören.
Karten zur Veranstaltung gibt es bei Köln Ticket für 6,55 EURO im Vorverkauf. ...
mehr
Kalender
Jim Thompson
Am 27. September 1906 wird Jim Thompson in einem Gefängnis in Anadarko, Oklahoma geboren († 7. April 1977 in Los Angeles). Sein Vater war der Sheriff des Ortes und Zocker und musste, nachdem er Geld unterschlagen hatte, fliehen und zog mit seiner Familie von einem Ölfeld zum anderen.
Jim Thompson hatte zahlreiche Berufe, veröffentlichte
aber auch schon als 15-Jähriger erste Short Stories. Er schrieb für Reiseführer und Magazine, bis er um 1940 Krimis schrieb, um Geld zu verdienen. In der McCarthy-Ära erhielt auch er Berufsverbot und kam in den 50ern über Stanley Kubrick als Drehbuchautor zum Film. In dieser Zeit schrieb er über 20 Romane, wurde aber auch zum Alkoholiker und war zeitlebens in Geldnot.
Seine Kriminalromane sind zutiefst pessimistisch. Der "Mythologe des Verbrechens", wie er genannt wird, zählt zu den herausragenden Autoren der "Schwarzen Ära". Als er starb, war keiner seiner Romane in Amerika mehr auf dem Markt, während er in Fankreich schon lange zu den ganz großen Autoren der Kriminalliteratur gezählt wurde. Viele seiner Romane wurden verfilmt.
Info:
mordlust.de, wikipedia
kirjasto.sci.fi (engl.), kaliber. 38, mockingbird.creighton.edu/NCW (engl.) .
FAZ/bücher.de: »Beim Schweigen zuhören«:
Sie schreibt, wie eine Verbrecherin mordet: Die derzeit wohl erfolgreichste französische Krimischriftstellerin Frédérique "Fred" Vargas signiert ihre Romane wie eine Mörderin, die am Ort des Verbrechens immer ein Markenzeichen hinterlässt. Ihr zehnter Kriminalfall, "Die dritte Jungfrau" (Aufbau-Verlag), trägt wie seine neun Vorgänger die sehr persönliche Handschrift der Autorin: eine rundweg unwahrscheinliche HandlungUnd sie liefert als "Archäozoologin" ihren Lesern ein Kompendium skurrilen Wissens. Von Franziska Bossy ...
mehr
Die Welt: » Die hübsche Riesin und ihr Gruselkabinett«:
Der katalanische Autor Albert Sanchez Pinol nimmt den Leser in "Pandora im Kongo" (S. Fischer Verlag) mit auf eine literarische Geisterbahnfahrt:Calvino, Conrad, Borges und Jules Verne steckt er in seinen Literaturmixer, packt Merkwürdigkeiten wie eine garstige, schildlose Schildkröte namens Marie-Antoinette mit hinein, gibt Geschichtsskizzen und Gerichtsthrillerelemente, philosophische Exkurse und Landsererzählungen dazu, würzt mit ordentlich Literaturtheorie und schmeckt das Ganze mit literweise Blut ab. Das ist klug, das macht einen Höllenspaß. Von Elmar Krekeler ...
mehr
Seite 4:
»Der Neue ermittelt«
Schicksal und Schuld des Einzelnen, Scham und Strafe, Verführung, Verzweiflung und Verhängnis, all das verwebt Håkan Nesser in "Mensch ohne Hund" (btb) sanft-ironisch mit mythologischen Motiven. Mit dem klugen, sensiblen Mittvierziger Gunnar Barbarotti hat Nesser eine sehr überzeugende neue Figur geschaffen. Von Alexander Kluy ...
mehr
Seite 4:
»Erstickendes Schweigen«
Mit diesem ungemein intelligent konstruierten, auch zutiefst menschlichen Kriminalroman "Das Schweigen" (Eichborn Verlag), seinem vierten Buch (auch eine Studie über Erinnerung, Schuld und Gefühlen), etabliert sich der abwechselnd in Hessen und Finnland lebende (und mit einer Finnin verheiratete) Jan Costin Wagner endgültig als einer der talentiertesten Erzähler Deutschlands, der Grauen und eingefrorenen Gefühlen eine feinsinnige Stimme gibt. Von Alexander Kluy ...
mehr
Tagblatt: »Vergiftete Kochshow ...«:
... zweimal ermordet. "Montagsmord" heißt die (leider und scheinbar) nur vierteljährlich erscheinende Krimikolumne von Sonja Lüthi Ihle im "St. Galler Tagblatt".
Frisch erschienen ist eine neue Ausgabe, in der folgende Titel besprochen werden:
Eva Rossmann: "Millionenkochen". "Folio Verlag"
Stephan Pörtner: "Köbi Santiago". "Bilgerverlag"
Paul Grote: Verschwörung beim Heurigen. "dtv"
...
mehr
»Mitratekrimi«
Der Mitratekrimi ist ein Podcast für Detektive und Rätselfreunde. Gemeinsam rätseln alle Hörer an der Aufklärung eines Verbrechens. Die Umstände der Tat erfährt man in den einzelnen Folgen des Podcasts. Wie kann man mitmachen?
Ganz einfach: auf der Website "mitratekrimi.de" umsehen, und sich mit dem Ermittlerteam und dem aktuellen Fall vertraut machen. Den Podcast kann man ganz einfach abonnieren, z.B. mit iTunes (oder jedem anderen podcastfähigen Programm). Und bekommt alle neuen Folgen ganz automatisch. Kosten fallen dafür natürlich keine an. Alles weitere findet sich ... hier
Leipziger Internet Zeitung »Neue Krimireihe«:
"Der Tote im Baum"ist der dritte Krimi von Henner Kotte, der eigentlich in eine Reihe mit dem Titel "Abriss Leipzig" gehört. Die Reihe startete vor zwei Jahren im Leipziger "Festa-Verlag". Der zweite Titel "Titelhelden" kam dann schon beim Rotbuch Verlag in Berlin heraus und nähert sich den klassischem Mustern des modernen, besonders in Skandinavien gepflegten Kriminalromans. Kottes Krimis leben von der Atmosphäre, den Hinter- und Untergründen der Stadt. Er benennt sie nicht nur. Seine Helden stecken mittendrin. Und bereichern die Mordstatistik der Messestadt.
Von Ralf Julke ... mehr
»Neue Krimireihe«:
Der "Oktober Verlag" in Münster startet eine neue Krimireihe: "Mord & Nachschlag" heißt sie und wird in diesem Jahr drei Titel präsentieren. Wie fast immer in Krimis geht es um Mord, aber die grausamen Taten werden hier mit "schwarzen" Delikatessen serviert: jedes Buch liefert mit tatortnahen Rezepten den Bezug zur Region. Der erste Band "Picasso sehen und sterben" von Jost Baum ist ein Krimi aus der Provence.
Die weiteren Romane: Ulrich Land "Spiel mit dem Feuer" (Norwegen-Krimi mit Rezepten) und Dieter Jandt "Rubine im Zwielicht" (Wuppertal-Krimi mit Rezepten)
... mehr
»Schwarze Nächte«
Es herbstet. Und zumindest in einer Nacht im Monat wird es wieder lang, dunkel – und aufregend. An jedem letzten Freitag geht es von jetzt an weiter mit den "Schwarzen Nächten" in der Sonnenseite. Die Fans wissen Bescheid, es geht um Lesungen im Hamburger "Sonnenseite Café". Die Autoren, die in den nächsten Monaten in der "Sonnenseite"
lesen, haben eine Fülle guter Krimis geschrieben. Start der neuen Saison ist am Freitag, 28. September 2007 mit dem Autor Jörn Ingwersen.
Das "Schwarze-Nächte-Programm" bis zum Jahresende gibt es als pdf-Datei ... hier

ZDFinfokanal: »Europäische Bestsellerautoren im Porträt«
Andrea Maria Schenkel, P.D. James, Fred Vargas, Arne Dahl, Ian Rankin, Arnaldur Indriadson und Petros Markaris:
Alle wurden sie mit den renommiertesten Krimipreisen ausgezeichnet. Und das zurecht. In der Reihe "crime time" stellt der ZDFinfokanal ab 8. September 2007 diese sieben europäischen Krimiautoren und -autorinnen vor, die für Spannung bürgen.
mehr
P.D. James "Queen of Crime"
Sie ist 87 Jahre alt, aber das Verbrechen lässt sie nicht los. Lady Phyllis Dorothy James, wie sie mit vollständigem Namen heißt, hat den Kriminalroman geadelt. 1920 in Oxford geboren und in Cambridge aufgewachsen, wollte sie schon immer Schriftstellerin werden. Krimi-Schriftstellerin - soviel stand für sie schon sehr früh fest. Doch erst mit 42 Jahren wird endlich ihr erster Roman veröffentlicht, der noch ein wenig nach Agatha Christie klingt, der "Mutter aller Krimiautorinnen".
Ein Beitrag von Benjamin Hensler ...mehr
Zu sehen im ZDFinfokanal:
Mittwoch, 26.09.07: 17.02 Uhr und 21.30 Uhr
Weitere Sendetermine
In der ZDF-Mediathek sind Videos der Sendung abrufbar
SWR: »Commissario Brunetti lässt grüßen«:
Sie ist ein Opernfan, pflegt einen großen Garten und liebt Pastagerichte. Auch in ihren Kriminalromanen lässt Donna Leon jede Menge Platz für die schönen Seiten des Lebens. Seit 1993 ist sie mit den Fällen von "Commissario Brunetti" auf Erfolgskurs. Am 28. September wird Donna Leon 65 Jahre alt.
Ein Beitrag in der Kultursendung "Nachtkultur" am Freitag, der 28. September, um 23.30 Uhr im SWR Fernsehen ...
mehr
FAZ:
»Alles aus Liebe«
Dieses Büchlein gewinnt seinen Charme auch daraus, dass es sich mit einem Plot tarnt, mit Spannungselementen des Krimis, dabei geht es eigentlich darum, abzurechnen und der Verachtung Ausdruck zu verleihen gegenüber dem Reichen, der schlechte Witze macht, sein Auto streichelt, impotent ist und hilflos und feige. Kunstvoll und humorvoll schraubt Tanguy Viel in "Unverdächtig" (Wagenbach Verlag) alles ineinander, den Rückblick in die Vorahnung, die Absicht ins Scheitern, die Wut in die Resignation, und zusammen ergibt das eine Romangegenwart, die flimmert wie ein gelber, heißer Horizont. Von Meike Hauck ...
mehr
Der Standard: »Apennin ...«
... und Weinkeller.
Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur, was nun ein neuer Standard ist. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
Valerio Varesi: "Die Schatten von Montelupo"
Silvia Roth: "Der Beutegänger"
Michael Böckler: "Tödlicher Tartufo"
Bernadette Calonego: "Unter dunklen Wassern"
... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Brutal und komisch: Durch Paul Cleaves Schreibstil wächst einem der brutale Serienmörder Joe beinahe ans Herz.
Von Ralf Kramp ... mehr
DRS: »Ich schweige nicht!«:
Der Schriftsteller Carl Albert Loosli (1877-1959) aus Bümpliz bei Bern war einer der vielseitigsten und bedeutendsten schweizerischen Kulturschaffenden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Journalist, Publizist, Autor und Mundartautor hinterliess er ein äusserst vielfältiges Werk.
Loosli stammte aus armen Verhältnissen und kämpfte Zeit seines Lebens als streitbarer und furchtloser Kämpfer gegen Ungerechtigkeiten aller Art, sei es im Heimwesen, in der Politik, in der Rassendiskriminierung oder im Kunstbetrieb. Seine hochdeutschen Schriften, die ausserordentlich aktuell geblieben sind, werden zur Zeit in einer Werkausgabe neu aufgelegt. Von Christian Schmid ...
Mit zahlreichen Hörbeispielen und Links, auch zum "ersten Kriminalroman der Schweiz": "Die Schattmattbauern" ...
mehr
Deutschlandradio: »Kreuzritter in der Wüste«:
Die Kriminalgeschichten von Gabriel Trujillo Munoz spielen stets im Grenzland zwischen Mexiko und den USA. Sein Held, der Menschenrechtsanwalt Miguel Ángel Morgado, kämpft gegen Korruption und wirkt dabei wie ein moderner Don Quijote, denn sein Kampf scheint vergeblich. Die Grenzen zwischen Strafverfolgern und Kriminellen sind hier fließend.
Katharina Döbler über den Roman "Erinnerung an die Toten" (Unionsverlag) ...
mehr
»Die Kommissarinnen«
In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts betraten die Kommissarinnen die Bühne der Kriminalliteratur. Sie waren das Produkt einer feministischen Utopie und sie standen für eine neue Generation von Frauen, die sich gegen Unrecht zur Wehr setzten und den Mächtigen Widerstand leisteten. Ein Beitrag von Margarethe Engelhardt-Krajanek im ... ORF
»Funkelnd:«
Die deutsche Fernsehzunft hat einen ihrer Großen verloren. Peter Schulze-Rohr, der Miterfinder der „Tatort“-Reihe, hat dem deutschen Fernsehfilm Meilensteine gesetzt und zu hohem Rang verholfen. Ein Nachruf von Michael Hanfeld in der FAZ
Kalender
Am 25. September 1935 wird Maj Sjöwall in Stockholm geboren.
Bekannt wurde sie durch ihren zusammen mit Per Walhöö verfassten und zehn Bände umfassenden Romanzyklus "Roman über ein Verbrechen" um Kommissar Martin Beck.
Die Bücher des Schriftsteller-Ehepaares Sjöwall & Wahlöö aus Schweden wurden in diverse Sprachen übersetzt, für Kino und Fernsehen verfilmt und erhielten zahlreiche Preise.
Nach dem Tod von Per Wahlöö 1975 schrieb Maj Sjöwall nur noch einen weiteren Kriminalroman: "Eine Frau wie Greta Garbo" (1990, zusammen mit Tomas Ross). Heute arbeitet sie hauptsächlich als Übersetzerin für Kriminalliteratur.
Info:
wikipedia, Krimi-Couch, Neues Deutschland, schweden-krimi.de.
Am 25.9.1968 stirbt der amerikanische Schriftsteller Cornell Woolrich in New York (* 4.12.1903 in New York) und wird dort auf dem Ferncliff Cemetery begraben.
Das
Journalismusstudium an der Columbia
University brach er nach vier Semestern ab, um seinem Idol F. Scott Fitzgerald
nachzueifern. Als sein zweiter Roman verfilmt wurde, ging er als Drehbuchautor
nach Hollywood. Nach einer kurzen Ehe mit der Tochter eines Produzenten und ein
paar homosexuellen Episoden kehrte er nach New York zu seiner geschiedenen
Mutter zurück. Sein Erfolg als Schriftsteller ermöglichte beiden lange Reisen und ein
angenehmes Leben. In den Fünfzigern schwanden seine Popularität und sein
Arbeitswille. Nach dem Tod seiner Mutter verelendete er im Suff und wartete, durch
die Amputation eines Beines an den Rollstuhl gefesselt, in schäbigen Hotels auf den
Tod, der ihn 1968 erlöste. Seiner Universität vermachte er eine Million Dollar für
einen Stipendienfonds zugunsten angehender Schriftsteller – im Namen seiner Mutter. (Diogenes Verlag).
Info:
wikipedia, Mordlust, Krimi-Couch,Diogenes Verlag .
Am 25. September 1897 wird William Faulkner in New Albany im Staat Missisippi geboren († 6. Juli 1962). Er wuchs in der Nachbarstadt Oxford auf. Im I. Weltkrieg Kampfflieger, studierte er nach seiner Rückkehr Literatur, schlug sich danach in verschiedenen handwerklichen Berufen durch, arbeitete aber auch als Journalist. Schließlich ließ er sich in seiner Heimatstadt als Farmer nieder. 1949 erhielt er den Nobelpreis. Die Südstaaten Amerikas waren Stoff seiner Romane und Erzählungen. Er schrieb Drehbücher ("Der Tiefe Schlaf" nach Raymond Chandler) und auch Krimis (Z.B. "Der Springer greift an" vom Bochumer Krimiarchiv unter den 119 besten Kriminalromane aller Zeiten gelistet) ...
Info:
wikipedia, Die Zeit, Diogenes, Uni Essen
Am 25.9.1964 wird Rebecca Gablé in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Lehre als Bankkauffrau und arbeitete vier Jahr in diesem Beruf. 1990 schrieb sie ihren ersten Roman, gab ihren Beruf auf und begann ein Studium der Literatur an der Uni Düsseldorf. Schwerpunkt ihres Studiums wurde die Mediävistik. Seit Beendigung ihres Studiums ist Rebecca Gablé freie Schriftstellerin und Literaturübersetzerin.
In den letzten Jahren hat sich Rebecca Gablé einen Namen als Autorin historischer Romane gemacht und mit all diesen historischen Romanen einen furiosen Erfolg. Sie konnte sich, zum Teil bestplatziert, in den deutschen Bestseller-Listen wiederfinden.
Info:
Alligatorpapiere, Autorinnenhomepage, Wikipedia, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren
Die Welt: »Jürgen Roland gestorben«:
Im Alter von 81 Jahren ist der Film- und Fernsehregisseur Jürgen Roland gestorben. Roland gehörte zu den Männern der ersten Stunde in Deutschlands Fernsehgeschichte. Bekannt wurde er unter anderem mit den Krimiserien "Stahlnetz" und "Großstadtrevier". Wie der Norddeutsche Rundfunk am Sonntag mitteilte, starb der Journalist, Autor und Regisseur am Freitagabend im Alter von 81 Jahren nach langer, schwerer Krankheit in seiner Geburtsstadt Hamburg ...
mehr
Weitere Nachrufe: Spiegel, Hamburger Abendblatt, Süddeutsche Zeitung
ORF: »Von der Idee zum Buch«:
Neun Krimis hat Eva Rossmann in den letzten neun Jahren veröffentlicht. Ihr jüngstes Buch "Millionenkochen" ist soeben im "Folio Verlag" erschienen. Den vergangenen Sommer hat Rossmann freilich, planmäßig, bereits über Werk Nummer zehn verbracht. Eva Rossmann, gelernte Juristin, hat ihre berufliche Laufbahn als Journalistin im Innenpolitik-Ressort begonnen. Nun ist sie als Krimiautorin tätig. Rossmann schildert, wie beziehungsweise wo sie ihre Geschichten findet. ...
mehr
FAZ:
»Der Feind in meinem Taxi«
Warum nur zieht einen dieses Buch "Die Vergeltung" (Liebeskind Verlag) nicht direkt in seinen Bann? Gut geschrieben ist es ja. Und Bruno Preisendörfer weiß, wie man den Dreh für einen spannenden Roman findet, auch wenn sein letzter Roman "Die letzte Zigarette" ein eher gemischtes Vergnügen war.
Weil alles, was zwischen den beiden Angelpunkten der Erzählung geschieht, nicht immer der Erhellung, sondern zu häufig der Verwässerung dient. Die Spannung, die in der langen Eingangssequenz, an deren Ende sich Michael Stein doch nicht dazu durchringen kann abzudrücken, aufgebaut wird, kann nicht aufrechterhalten werden. Von Kilian Trotier ...
mehr
FAZ:
»Er: Stephen King«
Seine Monster sind die Monster unserer Kindheit: Stephen King hat das Seelen-Alltagsleben der letzten dreißig Jahre vielleicht mehr geprägt als irgendein anderer zeitgenössischer Schriftsteller. Die Diagnose der "New York Times", dass Leser in ihren "emotionalen Grundfesten erschüttert" werden könnten, hat damit zu tun, dass King den Leser über Seiten hinweg wirklich glücklich macht – bis dann eben etwas Schwarzes, Schleimiges und Böses aus der Kanalisation kommt und zu diesem pausbäckigen Glück sagt: "Ich sollte du sein." Von Frank Schirrmacher. ...
mehr
literature.de:
»Krimispecial«
Herbstzeit ist Krimizeit. "literature.de" lädt Sie zum großen Krimispecial ein und entführt Sie in die Welt von Mord und Totschlag. Das Literaturportal zeigt Ihnen die besten Krimis des Herbstes, lässt die Experten des Grauens sprechen und mit ein wenig Glück können Sie spannende Buchpakete gewinnen.
Zehlreiche Rezensionen gibt es zu lesen und außerdem gibt es Specials und Interviews mit der Krimiautorin Tess Gerritsen, dem Kriminalbiologen Mark Benecke und dem "Tatort"-Regisseur und Drehbuchautor Niki Stein ...
mehr
Krimiblog:
»Einblicke in seelische Abgründe«
Warum der Autor des Romans "Spider" Heyne nun von "True Crime" zu "Crime Fiction" gewechsel ist, wie schwierig es ist, sich in das Gemüt eines Serienmörders einzufühlen und welche Meinung er zum Thema Brutalität in Kriminalromanen hat, verriet Michael Morley in einem Gespräch mit Ludger Menke, das als neunter Krimiblog-Podcast zu hören ist. Natürlich in Englisch. ...
mehr
»Der beste Kaffee«
Zwei klassische Thriller von Ross Thomas und Martin Compart geben vor, was heute anliegt. Ein Beitrag in der ... Jungen Welt, der leider nur im Onlineabo zu lesen ist ...
»Brutal und korrupt«
In den Slums von Rio gehört Krieg zum Alltag: Tagtäglich bekämpfen einander hier Drogenbanden und die militärisch gedrillte Eliteeinheit BOPE mit schweren Waffen. Jetzt sorgt ein blutiger Thriller über die BOPE in Brasilien für Wirbel. In "Tropa de Elite" geht es um Korruption, gefolterte Kinder und staatlich sanktionierte Morde. Polizisten versuchten bisher erfolglos, die Aufführung des Films zu verhindern - und auf dem Schwarzmarkt finden. Ein Beitrag im ... ORF
Der Spiegel:
»Frankensteins Erbe«
Der New Yorker Gordon Dahlquist hat mit seinem Roman einen US-Hit gelandet, samt Millionen-Vertrag und Film-Deal. Blut und viktorianische Gepflogenheiten: Dieser Kontrast ist auch ein Hauptmotiv in Dahlquists Erstlingsroman "Die Glasbücher der Traumfresser" (Blanvalet Verlag). Das Buch, das heute in Deutschland erscheint, mischte schon voriges Jahr den US-Literaturmarkt auf ...
mehr
ORF:
»Mit Horror zum Multimillionär«
40 Romane, mehr als 100 Kurzgeschichten, ein Sachbuch über das Schreiben von Horrorromanen, dazu mehrere Novellen und Drehbücher flossen schon aus der Feder des Fließbandliteraten, der am Freitag seinen 60. Geburtstag feiert. Vor vier Jahren wurden King gar allerhöchste literarische Ehren zuteil. Dass ihm der National Book Award verliehen wurde, stieß nicht nur auf Begeisterung. Der ORF hat ein Special eingerichtet und bespricht auch den Roman "Qual" (Heyne Verlag) ...
mehr
Die Welt:
» Wie Stephen King lernte, den Horror zu lieben«
Der amerikanische Schriftsteller hat den Grusel zur Massenliteratur gemacht. 200 Millionen seiner Bücher wurden weltweit verkauft. Aus seinen Werken entstanden Dutzende von Filmen. An diesem Freitag wird Stephen King 60 Jahre alt. Noch immer macht er sich um die lesende Jugend verdient. Von Brigitte Helbing ...
mehr
ARTE:
»Sein Leben«
Sein Bestseller "Der Schwarm" machte den Autor Frank Schätzing einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Der packende Öko-Thriller löste ein weltweites Echo aus und soll demnächst für die Leinwand verfilmt werden.
ARTE zeigt einen Film, der den Kölner durch sein turbulentes Leben Film begleitet und einen viel beschäftigten Menschen mit zahlreichen Facetten zeigt. Frank Schätzing stellt besondere Orte und Inspirationsquellen seiner Stadt Köln vor und lässt den Zuschauer an seinem rasanten Alltag teilnehmen: Das Multitalent ist immer unterwegs, ob zum Bühnenauftritt, ins Lieblingsrestaurant, zur Buchmesse oder ins Musikstudio
ARTE, Samstag, 22. September 2007 um 17.30 Uhr ...
mehr
BR:
»Spurensuche und Kriminalstory«
Mit ihrem Erstling "Tannöd", einem schmalen Werk zwischen Spurensuche und Kriminalstory, hat Andrea Maria Schenkel vor eineinhalb Jahren einen enormen Überraschungserfolg gehabt. Ihr zweites Buch, noch mehr dokumentarisch angelegt als das erste, hat das Zeug, noch mal so erfolgreich zu sein. "Kalteis" heißt der neue Roman, geschrieben nach einem Kriminalfall der 1930er-Jahre, der längst vergessen war. Antonio Pellegrino die Autorin dort getroffen, wo der historische Täter gelebt hat, in Aubing bei München. Ein Beitrag in der Sendung "Lesezeichen". Die Wiederholung läuft auf BR-alpha am 22. September um 22.00 Uhr ...
mehr
BR:
»Spurensuche und Kriminalstory«
Das hat es noch nicht gegeben: eine deutsche Autorin steht gleich mit zwei Titeln unter den Top Five der Bestsellerliste. Andrea Maria Schenkel ist dies gelungen. Nach dem sensationellen Erfolg ihres ersten Krimis "Tannöd" legt sie nun mit "Kalteis" nach. Ein Beitrag in der Sendung "Druckfrisch". Das Video "Denis Scheck empfiehlt 'Kalteis'" kann via PC gesehen werden ...
mehr
Kalender
Stephen King
Am 21. September 1947 wurde Stephen (Edwin) King in Portland, Maine, USA geboren, feiert also heute seinen 60. Geburtstag. Der US-amerikanische Schriftsteller wurde berühmt durch seine Horror-Romane, die ihn zu einem der kommerziell erfolgreichsten Schriftsteller des ausgehenden 20. Jahrhunderts machten. Neben den Horror-Romanen schrieb King allerdings auch Werke, die keinerlei oder nur wenige übernatürliche Elemente enthalten, zum Beispiel die Novellen "The Body" und "Rita Hayworth and Shawshank Redemption". Die Verfilmungen "The Shawshank Redemption" und "The Green Mile" waren als beste Filme für den Oscar nominiert.
Stephen King schrieb schon im Alter von sieben Jahren seine ersten Geschichten. Mit dreizehn fand er einen Karton mit alten Büchern seines Vaters. Dies waren hauptsächlich Horror- und Science-Fiction-Bücher. King schreibt in seinem autobiographischen Werk "On Writing: A Memoir of the Craft", dass dies für ihn ein prägendes Erlebnis war. (wikipedia.org)
Info bei:
Wikipedia, KingWiki, Heyne Verlag, ARTE, Playboy Interview, www.stephen-king.de, www.kirjasto.sci.fi (engl.) .

»Regionalkrimis. Die Entdeckung des Heimatlichen im Verbrechen«
SWR 2 Forum: Donnerstag, 20.09.2007, 17.05 bis 17.50 Uhr
Die Regio-Krimis boomen seit Jahren in Deutschland. Selbst renommierte Verlage kommen am Genre des "Heimatkrimis" nicht vorbei. Andrea Maria Schenkel stürmte mit „Tannöd“ wie jetzt mit "Kalteis" die Bestsellerlisten. Ein Erfolg, den zuerst Jacques Berndorf mit seinen Eifel-Krimis hatte. Auch TV-Krimiserien wie "Tatort" in der ARD nutzen verstärkt Landschaft und Landsmannschaft als Spielelemente. Geraten sie damit zu Kulissen und Versatzstücken? In TV-Krimis scheinen die Fälle häufig in den "Locus Amoenus", in die Heimatidylle, eingepflanzt.
Sie verändern dieses scheinbar geschlossene Bild eines glücklichen Ortes und damit auch das Heimatbild. In diesem Spannungsfeld werden die "Fälle" eher zur Nebensache. In den Vordergrund rücken dörfliche und kleinstädtische Milieus, selbst wenn die Akteure Kommissar und Verbrecher von außen kommen. Das dramaturgische Element des Unheimlichen, typisch für die Romantik, erfährt eine Neubelebung. Sind Regio-Krimis nicht längst auch Heimatromane? Und welcher Heimatbegriff stellt sich heute?
Es diskutieren: Michael Preute / Jacques Berndorf, Krimi-Autor und Journalist,
Jürgen Starbatty, Drehbuchautor ("Tatort", "SOKO Leipzig", "Ein Fall für Zwei")
Prof. Dr. Karl Prümm, Literatur- und Medienwissenschaftler, Universität Marburg.
Moderation: Gerald Keßler ... mehr
Seite 4:
»Die Lumpen von Paris«
Gerichtsthriller sind bekanntlich eine ureigene amerikanische Spezialität. Dass man aber über diesen abgründigen Kosmos organisierter Kriminalität, besser gesagt: der Gesetze, auch ganz anders schreiben kann, locker, elegant, spritzig und ganz und gar unpathetisch und mit fulminanter Bissigkeit, das demonstriert die französische Autorin und Juristin Hannelore Cayre mit ihrem Roman "Der Lumpenadvokat" (Unionsverlag). Dieses Buch, Auftakt einer auf vier Bände ausgelegten Serie um den Winkeladvokaten Leibowitz, ist ein abgefeimter Thriller aus der juristischen Unterwelt, aber auch eine einfühlsame Charakterstudie, menschlich präzis beobachtet, voller Humor und intelligent konstruiert.
Von Alexander Kluy ...
mehr
Lesen Sie auch die älteren Besprechungen dieses interessanten Projektes für aktuelle Buchnachrichten, und zwar hier
Neues Deutschland:
»Ein Road-Movie zum Lesen«
Sein Buch war Anfang der Neunziger ein Paukenschlag: "Fräulein Smillas Gespür für Schnee", ein Welt-Bestseller. Dann verschwand der Erzähler, zehn Jahre lang. Nun hat er sich zurückgemeldet – mit dem 460 Seiten langen Roman "Das stille Mädchen" (Hanser Verlag). Eine Mischung aus Fantasy-Thriller und Krimi, Kitsch und Pathos, Bildungsroman und Erbauungsbuch, gewürzt mit reichlich Kulturkritik aus der dunklen Ecke des Aberglaubens. Von Benjamin Jakob ...
mehr
WDR:
» Krimis immer brutaler?«
Ein guter Krimi muss überraschen - da sind sich Krimi-Fans weitgehend einig. Aber die Entwicklung im Krimi-Genre geht hin zu mehr Brutalität und blutiger Rasanz, wusste Thomas Wenkert in seinem Beitrag über das Krimifestival in der Eifel bei "WDR 2. Zwischen Rhein und Weser" zu berichten.
Der Beitrag kann via PC gehört werden (Länge: 2'30") ...
mehr
Deutschlandradio: »Büchermarkt«
In der Sendung "Aus dem literarischen Leben - Das Kritikergespräch" am Dienstag, den 18.09.2007 mit Hubert Spiegel und Julia Schröder ging es um folgende Romane:
Andrea M. Schenkel: "Kalteis"
Heinrich Steinfest: "Die feine Nase der Lilli Steinbeck".
Das Gespräch kann jetzt via Computer gehört werden:
als mp3 oder Flash
Krimileser:
»Amerikanische Krimipreise und wie sie zu werten sind«
"Die USA haben fünf große Krimipreise - Julia Spencer-Fleming gewann sie alle!" schreibt der Verlag Droemer Knaur zum Buch "Das weiße Kleid des Todes" von Julia Spencer-Fleming.
Fünf große Krimipreise? fragte sich Bernd Kochanowski und begab sich auf die Suche nach Beweisen. Und kam zu einem ganz anderen Tatbestand ...
mehr

WDR:
» Verbrechensspur im Sherlock Café«
Ein guter Krimi muss überraschen - da sind sich Krimi-Fans weitgehend einig. Aber die Entwicklung im Krimi-Genre geht hin zu mehr Brutalität und blutiger Rasanz, wusste Thomas Wenkert in seinem Beitrag über das Krimifestival in der Eifel bei "WDR 2. Zwischen Rhein und Weser" zu berichten.
Der Beitrag kann via PC gehört werden (Länge: 2'30").
Mehr zum Krimifestival.
»Ein Haus der Leidenschaft für den Krimi«
Zum Auftakt des Kriminalfestivals "Tatort Eifel", zu dem sich am Wochenende wieder zahlreiche "Krimischaffende" zu Veranstaltungen in der Eifel versammeln, wurde gestern das "Kriminalhaus" des Ehepaars Kramp in Hillesheim bei Daun eröffnet. Neben dem "Deutschen Krimi-Archiv", der mit insgesamt 26 000 Bänden größten deutschsprachigen Kriminalbibliothek, steht den Fans des erzählten Verbrechens nun auch das "Café Sherlock" offen. Ein Beitrag von Bernhard Romanowski im ... Kölner Stadt-Anzeiger
»Bibliothek für mörderische Eifel«
Eineinhalb Jahre ist es nun her, dass Ralf Kramps Schriftsteller-Kollege Thomas Przybilka einen Käufer für seine private Krimisammlung suchte. Zunächst lagerte ein Teil der Bücher bei den Kramps in Kisten, bis ihnen im Januar dieses Jahres eine Idee kam. Aus der ehemealigen "Alten Gerberei" wurde das "Kriminalhaus" mit Kramps Krimi-Verlag KBV, ihrer Krimi-Buchhandlung, einem Krimi-Café und der Kriminalbibliothek. Ein Vorbericht von Daniel Staffen-Quandt in der ... Netzeitung (1. September 2007)
»Krimifestival "Tatort Eifel" gestartet«
In der Vulkaneifel ist der Startschuss für das Festival "Tatort Eifel" gefallen. Zum Auftakt des bundesweiten Treffens der Krimi- und Filmszene wurde in Hillesheim das "Krimihaus" eröffnet, in dem die größte deutsche Kriminalbibliothek mit gut 26.000 Bänden untergebracht ist, meldet der Radiosender ... SWR.
»Auszeichnung für Drehbuchautor Rolf Basedow«
Am Samstagabend wird Drehbuchautor Rolf Basedow mit dem "Roland" ausgezeichnet. Er erhält diesen Ehrenpreis im Rahmen des Krimifestivals "Tatort Eifel" für seine innovativen Impulse für das Krimi-Genre. Der 59-jährige Münchener hat unter anderem die Drehbücher für den Doris-Dörrie-Film "Bin ich schön?" und die Dominik-Graf-Streifen "Hotte im Paradies" und "Eine Stadt wird erpresst" geschrieben. Der SWR hat mit ihm kurz vor dem Festival gesprochen ... mehr.
Kalender
Am 20. September 1941 wird Philipp Vandenberg als Hans Dietrich Hartel in Breslau geboren.
Er wuchs nach dem Zeiten Weltkrieg bei einer Pflegemutter und im Waisenhaus auf und kam 1952 ins oberbayrische Burghausen. Er besuchte dort dasselbe Gymnasium wie Ludwig Thoma und flog, eigenem Bekunden zufolge, wie dieser von der Schule. Er kehrte "reumütig" zurück und konnte in der Folge die mangelhaften Leistungen in Griechisch sowie Mathematik durch hervorragende Leistungen in Deutsch und Kunst ausgleichen.
Er wurde Nachrichtenredakteur bei der Münchener "Abendzeitung", arbeitete für die Illustrierte "Quick" und war bis 1976 als Literaturredakteur für das Magazin "Playboy" beschäftigt.
Vandenbergs Karriere als Sachbuchautor begann 1973, als er seinen Jahresurlaub nahm und begann, über den "Fluch des Pharao" zu recherchieren. Über den rätselhaften Tod von dreißig Archäologen veröffentlichte er das Buch "Der Fluch der Pharaonen" (1973), das ein Weltbestseller wurde. "Quick" hatte das Manuskript als Serie abgelehnt. Vandenbergs 29 Bücher, deren Auflage 2006 mit über 21 Millionen angegeben wurde, erschienen bisher in 33 Sprachen, darunter, neben allen Weltsprachen, die Türkische, Bulgarische, Mazedonische und Rumänische.
Er lebt abwechselnd in Baiernrain und im Folterturm von Deutschlands längster Burg in Burghausen. Sein Hobby ist das Sammeln von Oldtimern und Phonographen.
Info:
Wikipedia, Krimi-Couch, Munzinger Archiv, Lübbe Verlag , Welt am Sonntag .
Radio Bremen:
»Der Radio-Bremen-Krimipreis 2007«
Im Rahmen des 10. Krimifestivals "Prime Time Crime Time" wird heute der Radio-Bremen-Krimipreis 2007 verliehen. Der diesjährige Preisträger wurde in München aufgestöbert. Sein Name: Oliver Bottini.
Die Jury zeichnet den deutschen Krimischriftsteller für seine besondere Fähigkeit aus, raffinierte Plots mit unkonventionellen Figuren zu einem atmosphärisch dichten Netz zu verknüpfen. Die Ermittlungen spüren dabei in einer Weise den Kontext weltpolitischer Krisen auf, dass sich die badische Provinz als globales Dorf erweist.
Mit dabei in der Bremer Schauburg sind im Rahmen der "Großen Radio Bremen Kriminacht" die Autorinnen und Autoren Pieke Biermann, Sandra Lüpkes, Friedrich Ani (Radio-Bremen-Krimipreisträger 2001) und Gunter Gerlach. Moderation Lore Kleinert und Jürgen Alberts ...
mehr
Berliner Literaturkritik:
»Ein Road-Movie zum Lesen«
Truman Capotes einziges Werk, welches er beendet hat, ist der Kriminalroman "Kaltblütig" (Kein & Aber Verlag) . Dieses Buch ist jedoch nicht nur Roman, sondern gleichzeitig Sachbuch und journalistische Reportageschrift, mit der der damals 41jährige Capote dem vierfachen Mord an der Farmerfamilie Clutter auf den Grund geht. Truman Capote ist es mit diesem kriminalistischen Tatsachenroman gelungen, den Leser durch die schlichte Anordnung sachlicher Informationen in die Geschichte einzubeziehen, so dass dieser sich nicht mehr herauswinden kann. Von Thomas Hummitzsch ...
mehr
Titel:
»Knallhart und kompromisslos«
In extrem reduzierten und atmosphärisch verdichteten Miniatur-Kapiteln und Schnappschüssen lässt der amerikanische Drehbuchautor und Kriminalschriftsteller James Sallis ein Leben Revue passieren und kultiviert in "Driver" (Liebeskind Verlag) eine rabenschwarze Lakonie ohne Hoffnung, ohne Erklärung ohne ein Gefühl zu viel. Von Karsten Herrmann ...
mehr
schwedenkrimi.de:
»In den literarischen Kreisen nahezu verachtet«
Mit der Kurzgeschichte "Enginn engill" gewann er im Jahre 2004 einen Wettbewerb für die beste Krimikurzgeschichte in Island. In Island wird er als "Kronprinz" der isländischen Kriminalliteratur bezeichnet. Im August 2007 ist Jón Hallur Stefánssons neuer Roman "Eiskalte Stille" (List Verlag) erschienen.
Für "schwedenkrimi.de" sprach Jürgen Ruckh mit dem Autor ...
mehr
Titel:
»Axtmörder in der Verwandtschaft«
Einige Dialogpassagen sind im Dialekt gehalten. Das erklärt wohl auch, warum sich der Verlag für die Regionalkrimi-Schiene entschied und "Chiemgau-Krimi" aufs Cover druckte. In Roland Voggenauers Debüt "Blut und Wasser" (Pendragon Verlag) geht der Protagonist den Spuren eines historischen Mordes am Chiemsee nach. Die Geschichte ist spannend, aber sehr spröde erzählt. Von Karsten Herrmann ...
mehr
Süddeutsche Zeitung/ bücher.de:
»Ein Lied für die Tauben«
Dieser Gegenwart, der Gleichzeitigkeit verschiedenster Momente, der Schnelligkeit der Wahrnehmung ist Ulrich Peltzers Stil geschuldet. Diesem Autor ist es schon immer um das zeitgenössische Bewusstsein gegangen, um die politische wie auch ästhetische Reflexion – das heißt aber nicht, dass er nicht auch spannend erzählen und raffinierte Plots bauen könnte. Ulrich Peltzers neuer Roman "Teil der Lösung" (Ammann Verlag) ist ein großer Zeitroman, auf der Höhe der theoretischen Diskurse, gleichzeitig eine packende Krimi- und Liebesgeschichte.
Von Helmut Böttiger ...
mehr
Der Spiegel:
»Herr Peltzers Gespür für Weh«
Ulrich Peltzers neuer Roman "Teil der Lösung" (Ammann Verlag) ist ein kompaktes Psychogramm des Protests und des prekären Großstadtlebens. Heimlicher Held des Buchs: Berlin, dessen Zerrissenheit der Autor pointenreich schildert. Peltzer gelingt es, das Thema Terrorismus gut recherchiert über 450 spannend zu lesende Seiten zu präsentieren. Dabei seziert er die Dialektik des Terrorkampfs, bei dem beide Seiten jene Geister schaffen, gegen die sie zu Felde ziehen.
Von Andreas Merkel ...
mehr
Watching the Detectives:
»Happyend«
Dass auch im harten Krimigeschäft etwas ein gutes Ende nehmen kann, ist gern zu berichten. Der bei "Watching the Detectives" freudig begrüßte Roman "Tod in Arkadien" von Jens Luckwaldt, letztes Jahr als "book on demand" erschienen, kann ab sofort als Buch in einem "richtigen Verlag" erworben werden. Schön so. Da verzeiht man dem Bebra Verlag auch die etwas euphorische Werbung, Luckwaldt sei "der neue Stern am Himmel des historischen Kriminalromans". Von Dieter Paul Rudolph ...
mehr
Kriminalakte:
»Frühes Werk eines Königs«
Das Gebaren der Verlage ist schon seltsam. Bei "Colorado Kid" wurde das Nachwort von Stephen King nicht übersetzt. Bei seinem neuesten Roman "Qual" (Heyne Verlag) wurde aus dem Vorwort ein irgendwo hinten verstecktes Nachwort. Denn nach den amüsant-selbstkritischen Erklärungen von Stephen King gibt es noch die neuere Kurzgeschichte "Erinnerung". "Dies ist (...) ein alter Roman, aber ich glaube, ich habe mich geirrt, was mein anfängliches Urteil betrifft, dass es ein schlechter Roman sei.", sagt King über seinen Ende 1972/Anfang 1973 geschriebenen Schubladenroman. Von Axel Bußmer ...
mehr
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 7/07
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur)
BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv. Im PKT 7 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im August 2007 erreichten.
Es geht nach Island, Moskau und in vertrautere Regionen. Und es geht um Winkeladvokaten, Provinzdetektive, düstere Geheimnisse und üble Machenschaften mit Polizisten, Detektiven, Jockeys, Serienmördern und Pater Brown ...
Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier

WDR:
»Festival rund ums HÖREN«
Ende September veranstaltet das "WDR Radio" die Hörwelten 2007 - ein
Festival rund ums HÖREN. Für Krimifreunde besonders interessant ist
ein Termin am Freitag, 28. September 2007 im WDR Funkhaus Köln:
Mitte der 80er Jahre erfand Gisbert Haefs mit seinem investigativen Altherren-Trio einen Klassiker des Krimihörspiels: Während ihrer wöchentlichen Skatrunde lösen drei muntere Honoratioren ganz nebenbei Mordfälle. Ein Kammerspiel ohne jede Geräuschklaubereien oder akustischen Effektzirkus, stattdessen mit scharfen Dialogen und Gedankengängen.
Nach rund 10 Jahren Pause hat Gisbert Haefs einen neuen Triumvirat-Krimi geschrieben: "Das Triumvirat hext". Neu besetzt mit Gert Haucke als Oberst,
Dietmar Mues in der Rolle des Pfarrers und Peter Fricke als Doktor Korff
wird es um 20.05 als Livehörspiel vor Publikum aufgeführt und zeitgleich
gesendet.
Ein Interview mit Gisbert Haefs über 'Das Triumvirat hext' können Sie hierhören.
Karten zur Veranstaltung gibt es bei Köln Ticket für 6,55 EURO im Vorverkauf. ...
mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Lebendig begraben: "Gottlos" ist nichts für Leute mit schwachen Nerven oder empfindlichem Magen. Aber das wissen die Fans von Karin Slaughter.
Von Harry Luck ... mehr
Deutschlandradio: »Büchermarkt«
In der Sendung "Aus dem literarischen Leben - Das Kritikergespräch":
Heute mit Hubert Spiegel und Julia Schröder über:
Andrea M. Schenkel: "Kalteis"
Heinrich Steinfest: "Die feine Nase der Lilli Steinbeck".
Heute, Dienstag, den 18.09.2007 um 16:10 Uhr ...
mehr
ORF:
»Papst-Krimi«
"Veritas", (Kindler Verlag) das neue Buch von Rita Monaldi und Francesco Sorti könnte einen ähnlichen Hype verursachen wie Browns "Da Vinci Code". Die beiden italienischen Autoren sind berühmt für ihre ebenso spannenden wie historisch profunden Spionage- und Kriminalgeschichten. Durch die Brisanz ihrer Romane wurden sie selbst Opfer einer politischen Intrige.
Ein Beitrag von Clarissa Stadler in der Sendung "LEBENS.ART" am 17.9.07 (Wiederholung heute, 19.09.2007 um 02:45 und auf 3 Sat: Sonntag, 22.9., 00.15 Uhr) ...
mehr
Monsters and Critics:
»Krimifestival in der Eifel«
Mit dem filmnahen Konzept hat
"Tatort Eifel" eine Nische besetzt, die es bisher noch nicht gab. "Wir heben uns von anderen Krimitagen ab, die in der Regel literarisch ausgerichtet sind", sagt der Cheforganisator. Die Resonanz scheint enorm: 2007 haben rund 900 Autoren, Filmemacher und junge Krimifans ihre Beiträge bei den im Rahmen des Festivals ausgeschriebenen Wettbewerben eingereicht - drei Mal so viel wie 2005. Die Stoffe kamen aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland.
Ab dem 18. September bietet das Krimifestival Tatort Eifel dem "deutschen Genreliebling Nummer Eins" volle sechs Tage lang ein facettenreiches Forum ...
mehr
stimme.de:
»In den Gassen von Juist lauert das Verbrechen«
Nur Möwengeschrei unterbricht ab und zu die friedliche Stille.
Doch die Idylle trügt, denn in den gepflasterten Gässchen der Nordseeinsel Juist lauert bereits das - literarische - Verbrechen. Die Kriminalautoren Petra Hammesfahr, Jürgen Ehlers, Nina George, Marcel Feige und Oliver Bottini kommen vom 21. bis 23. September zum zweiten Krimifestival "Tatort Töwerland". Von Manuela Ellmers ...
mehr
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-
Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps
des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar:
Arne Dahl: "Ungeschoren". "Ungeschoren" ist der sechste Band in seiner Zehnerserie. Dahl beweist: Gute Literatur und Krimi - das geht. Ein schwedischer Sommernachtsalptraum.
Jörg Juretzka: "Bis zum Hals". Ein rasantes Roadmovie aus den dunkelsten Ecken des Ruhrpotts. Kryszinski bekommt den Hals nie voll ...
mehr
Der Standard:
»Rotkäppchen im Luftschutzbunker«
Chuck Palahniuk berichtet in seinem neuen Roman "Das Kainsmal" (Manhattan) einmal mehr über die dunklen Ränder der Zivilisation. Dieses Mal stehen desillusionierte "Party-Crasher" im Mittelpunkt. Die gehen nachts mit ihren Fahrzeugen auf Kollisionskurs. Und deren Anführer verheert nebenbei als Virenträger die USA mit einer Seuche. Neben der physischen Erfahrung von Literatur im Zeichen des Tabubruchs geht es auch um Notgemeinschaften von Außenseitern. Der mit "Fight Club" bekannt gewordene US-Autor und Horror-Großmeister Chuck Palahniuk im Gespräch mit Christian Schachinger ...
mehr
NDR:
»Ein Pakt mit dem Teufel«
Die Kriminalromane der amerikanischen Autorin Elizabeth George zählen längst zu den modernen Klassikern des Genres. Akribische Recherche, präziser Spannungsaufbau und psychologische Raffinesse kennzeichnet ihre in England spielende Serie um den aristokratischen Chief Inspector Thomas Lynley und seine "prollige" Assistentin Barbara Havers. Mit ihrem neuen Roman "Am Ende war die Tat" (Blanvalet Verlag) verlässt sie das altbewährte Krimischema und erzählt die Innenansicht eines Mordes aus der Perspektive des mutmaßlichen Täters. Von Regula Venske ...
mehr
Kalender
Robert B. Parker
Am 17. September 1932 wird Robert B. Parker in Springfield, Massachusetts, geboren. Er promovierte in Boston in englischsprachiger Literatur über Raymond Chandler, Dashiell Hammett und Ross MacDonald und absolvierte 17 Jahre in der akademischen Laufbahn. 1976 wurde Parker ordentlicher Professor an der "Northeastern University of Boston", quittierte aber drei Jahre später den Dienst, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. 1973 führte er in seinem Krimi "The Godwulf Manuscript" den toughen Privatdetektiv Spenser ein, den er im Laufe der Serie im Zusammenspiel des harten Hawk und der einfühlsamen Susan Silverman, älter, sensibler und weiser werden ließ. Fast unmerklich, aber bewußt läßt Parker auch die Veränderungen in der amerikanischen Gesellschaft in seine, wegen ihrer oft recht robust handelnden Personen nicht unumstrittenen Spenser-Serie einfließen. Neben der Spenser-Serie schrieb und schreibt er auch Krimis um den alkoholabhängigen Polizisten Jesse Stone, sowie eine Serie um die Privatdetektivin Sunny Randall.
Info bei:
Wikipedia , Krimi-Couch, Toms Krimitreff , Der Tagesspiegel, kaliber. 38, robertbparker.de .
John Creasey
Am 17. September 1908 wird John Creasey in Southfields, Surrey (GB) als siebtes von neun Kindern geboren. Nach zwölfjährigen harten Versuchen, neben seinen "Brotjobs" als Angestellter und Verkäufer
literarisch Erfolg zu haben, gelang ihm nach seinem ersten, 1930 veröffentlichten Roman allmählich der Durchbruch und ab 1935 lebte er ausschließlich vom Schreiben. In seiner vierzigjährigen Laufbahn schrieb er 562 Bücher unter 28 Pseudonymen. Er gab kurze Zeit ein eigenes Krimimagazin heraus, und gewann nicht nur den Edgar Allan Poe Award, nach ihm wurde ein großer britischer Krimipreis benannt, der "John Creasey Award".
Info bei:
www.kirjasto.sci.fi (engl.) , Wikipedia (engl.)
Axel Bußmers TV & Buchtipps 15. – 28. September 2007
In den kommenden beiden Wochen gibt es sehr sehenswerte Erstausstrahlungen und selten gezeigte Wiederholungen
von Krimiklassikern. Bei einem Themenabend glänzt ARTE mit einem "Tatort Marseille" mit einer Doku und Jean-Claude Izzo – und Mickey Spillane ist bei Columbo als Gaststar zu sehen.
Es lohnt ausserdem, einmal bei Axel Bußmers Blog kriminalakte vorbeizuschauen, wo es nicht nur weitere Filmtipps, sondern auch immer interessante Besprechungen und Hinweise gibt ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, 14.September um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung ...
mehr
ARTE:
»Tatort Marseille«:
Wohl kaum eine Szenerie ist typischer für Krimi-Geschichten aus Frankreich als das zwielichtige Milieu der Hafenstadt am Mittelmeer. Marseille ist Schauplatz vieler Kriminalgeschichten, ob in Filmen oder Romanen.
ARTE zeigt einen Themenabend über dieses Genre in allen seinen Formen, ob als Roman oder Film, als Klassiker oder moderne Variante mit überraschender Wende. John Frankenheimers "French Connection" steht für die pure Krimi-Tradition und das Gangstermilieu von Marseille, das auch heute noch regelmäßig mit blutigen Abrechnungen zwischen rivalisierenden Banden Schlagzeilen macht. Der Doku-Krimi "Franck Burns verzweifelt gesucht" zeigt neben der eigentlichen Kriminalstory eine weniger bekannte, weil ungern präsentierte Facette der Stadt Marseille: die Welt der Ausgeschlossenen, Namenlosen, Obdachlosen. Die Dokumentation über Jean-Claude Izzo geht den Ursprüngen des Marseille-Krimis nach und porträtiert den Erfinder dieses Krimi-Genres. Hier zeigt sich das Marseille jenseits der Mittelmeerklischees von Pétanque, Pastis und sonniger Urlaubsidylle.
Sonntag, 16. September 2007 um 20.40 Uhr ((334min.)
...
mehr
Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
15. September 2007 um 11:45 mit dem Thema:
"Hans Sedlmair – ein Mann für die Sicherheit im Haus des Rundfunks"
Das HAUS DES RUNDFUNKS ist auf Sendung seit seiner Einweihung 1932.
Der Poelzig-Bau steht unter Denkmalschutz und ist eine architektonische und
ingenieurtechnische Pionierleistung auch dank seines genialen Grundrisses.
Ein gleichschenkliges Dreieck aus Büroetagen schirmt die empfindlichen
Teile aller Sender – Studios und Aufnahmeanlagen – ab: schlicht physikalisch gegen Straßenlärm und psychologisch gegen unbefugtes Eindringen.
Im HdR sind heute vier Radiosender des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB)
untergebracht, auch Inforadio. Die Zahl der festen und freien MitarbeiterInnen
ist vierstellig. Fast täglich lassen sich Besucher durch "ihren Sender" führen.
Bei Veranstaltungen sind oft über 1000 Gäste und zig Sitzreihenaufsteller
und Caterer im Haus. Und gebaut wird eigentlich immer.
Dass es "ein offenes Haus und kein Hochsicherheitstrakt" (Intendantin Dagmar Reim)
ist und bleibt und dennoch nicht jeder einfach ein- und ausgehen kann, dafür sorgt
seit 2005 auch eine große private Sicherheitsfirma.
Hans Sedlmair ist einer der Mitarbeiter, die rund um die Uhr in der Pförtnerloge
sitzen, Monitore überwachen und durchs Haus streifen.
(Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45)
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar.
Kriminalakte:
»Umfangreiche Einkaufsliste«
Einen ausgezeichneten Überblick über die Kriminalliteratur liefert die von Barry Forshaw geschriebene "The Rough Guide to Crime Fiction". Der "Crime Time"-Herausgeber hat seinen Wegweiser in fünfzehn sinnvolle Kapitel unterteilt. In ihnen stellt er wichtige Romane und Autoren vor. Axel Bußmer hat das Buch gelesen und stellte zudem für alle, die die vorgestellten Bücher auf Deutsch lesen wollen, eine Liste der besprochenen Romane mit den deutschen Titeln zusammen ...
mehr
ARTE:
»Der fanatische Bruder«
Mittsommernacht: Helle Zeit der Liebe und Verwirrungen, der Morde und des Zwielichts. Auch Arne Dahl folgt der nordischen Krimitradition und mordet im Mittsommer: im sechsten Band seiner zehnbändigen Reihe um die A-Gruppe, aber auf seine Weise. Arne Dahl betrachtet sein Buch "Ungeschoren" (Piper Verlag) als den Roman, in dem er die Regeln des Genres, die er sonst als kreative Begrenzung schätzt, bis zum Zerreißen strapaziert.
Tobias Gohlis wählt den Roman bei ARTE zum "Krimi des Monats" ...
mehr
Der Standard: »Taxifahrt ...«
... und Todeszelle.
Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur, was nun ein neuer Standard ist. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
John Grisham: "Der Gefangene"
Bruno Preisendörfer: "Die Vergeltung"
W. Zdral: "Tartufo"
Cynthia Harrod-Eagles: "Lügen, verdammte Lügen"
... mehr
FAZ:
»Deutschland lässt die Mafia gewähren«
Roberto Savianos Erfolgsbuch über die neapolitanische Mafia, "Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra" (Hanser) , kommt jetzt nach Deutschland. Die ehrenwerte Gesellschaft ist schon lange da. Ein Gespräch mit dem bestbewachten italienischen Autor über das neue organisierte Verbrechen, die Vorfälle in Duisburg und die Wahrheit der Mafia-Filme.
Das Gespräch führte Andreas Kilb ...
mehr
Deutschlandradio:
»Horror und Heidegger«
Horrorgeschichte, wissenschaftliche Abhandlung und Parodie auf die "Cultural Studies". Das passt nicht zusammen, könnte man meinen - und schon gar nicht in einen einzigen Roman.
In seinem neuen Roman "Das Haus" Klett-Cotta Verlag führt der amerikanische Autor Mark Z. Danielewski vor, dass es doch funktioniert. Von Kolja Mensing ...
mehr
Süddeutsche Zeitung:
»Das Grauen und die Maschine«
Mark Z. Danielewskis Roman "Das Haus" Klett-Cotta Verlag ist nicht nur dick, sondern auch kompliziert. Dabei gibt es einen zentralen Plot, der alle Voraussetzungen für ein zügiges Wegschmökern mitbringt. Die Idee, das Kernstück des Plots, die eigentliche Horrorhandlung, als Abriss eines Dokumentarfilms zu erzählen, geht verblüffend gut auf. Mehr noch als ein Horror-Roman erscheint mir "House of the Leaves" ein Künstlerroman.
Von Georg Klein ...
mehr
Der Spiegel:
»Nur Plot ist wie Popcorn«
Entsorgt Elizabeth George demnächst ihre Helden? Krimi-Fans bangen um ihre liebsten Romanbegleiter. Im Interview gibt die Star-Autorin Entwarnung. Und schwärmt von England als "Zentrum des Universums". Sie spricht über ihren neuen Roman "Am Ende war die Tat" (Blanvalet Verlag) und über die Angst, eines Tages keine Ideen mehr zu haben ...
mehr
FAZ:
»Seelenhaushalt in finnischem Design«
In die traumhafte Seenlandschaft Südfinnlands, seine zweite Heimat, hat der junge Autor Jan Costin Wagner bereits die Handlung seines Romans "Eismond" (2003) verlegt, was in erster Linie zu ulkigen Figurennamen führte. An die Handlung jenes Buchs schließt Wagner nun mit seinem vierten Roman an. "Das Schweigen" (Eichborn Verlag) hat alle Ingredienzien einer guten Kriminalgeschichte, doch schnell wird deutlich, dass der Roman zugleich einem anderen Genre verbunden ist: dem psychologischen Roman ...
mehr
Süddeutsche Zeitung/bücher.de:
»Aus der Trostlosigkeit erlöst nur die Rache«
Bruno Preisendörfer hat mit "Die Vergeltung" (Liebeskind Verlag) einen fein gearbeiteten Roman über die Freundschaft zweier Feinde geschrieben. Der Autor erzählt lapidar, im ein wenig schematischen Wechsel der Perspektive bald dem einen, bald dem anderen folgend, und er weiß Spannung aufzubauen, aber diese auch wieder zurückzunehmen, um gewissermaßen die nächste Runde einzuläuten und die Handlung so zu einer neuen Klimax zu führen. Von Karl-Markus Gauss ...
mehr
FAZ:
»Paare, Paranoia«
In seinem Roman "Teil der Lösung" (Ammann Verlag) beobachtet Ulrich Peltzer kühl. Er schwenkt mit seiner Erzählkamera hin und her, harte Schnitte, immer wieder ist man verwirrt. Aber die Präzision der Beobachtungen, die genaue Stimmigkeit der Anschlüsse, die exakte Kenntnis des Autors über sein Personal führen den Leser immer wieder in die Spur zurück. Es ist also selbst eine Gefrierschnitttechnik, mit der der Autor operiert. Hinein in dieses Leben, dann in das andere. Die beste Überwachungskamera in dieser überwachten Welt bin ich.
Von Volker Weidermann ...
mehr
Verbrechen, Mord, Totschlag: Krimi-Tipps bei HR-online:
Buddhistischer Hercule Poirot: In "Der Berg der toten Tibeter" (Rütten & Loening), dem fünften Tibet-Roman des US-amerikanischen Journalisten und Rechtsanwalts Eliot Pattison muss der chinesische Ex-Ermittler Shan ein seltsames Verbrechen aufklären. Was wie ein einfacher Fall anfängt, entpuppt sich bald als verworrenes Machtspiel. Vorgestellt von Karsten Leckebusch ... mehr
»Die Pflege von Autoren, oder: Wie Verlage Geld verdienen«
Jim Huang ist Buchhändler in Carmel, Indiana, USA und macht sich Gedanken über die Arbeitsweise der großen Verlagshäuser. Diese ziehen sich vom Geschäft mit "midlist"-Autoren zurück. Bernd Kochanowski verlinkt und kommentiert den Beitrag in seinem auf englischsprachige Literatur spezialisierten Blog ... krimileser
»Schwarzer Tod aus der Eifel«
Der Liebhaber spannender Unterhaltungsliteratur weiß, dass die Eifel zu den kriminalliterarischen Hochburgen Deutschlands gehört. Seit vielen Jahren schon ermittelt hier der Journalist Siggi Baumeister, Protagonist der Eifel-Krimis von Jacques Berndorf, und im beschaulichen Vulkaneifel-Städtchen Hillesheim residiert der KBV Verlag. Ralf Kramp ist Autor und der Verlagsleiter. Von Richard Lifka. Zu lesen im ... Wiesbadener Kurier
»Mord ist ihr Hobby«
Im Roman "Feuertod" von Astrid Paprotta machen Feuerteufel und Randalierer das Frankfurter Nordend unsicher. Die bekannte Krimiautorin wohnt selbst aber sehr gerne in diesem Stadtteil. Zu lesen in der ... Frankfurter Neuen Presse
Der Sohn norwegischer Eltern war nach eigener Aussage nicht gerade ein Musterschüler, sondern interessierte sich mehr für Abenteuer als für Buchwissen. Bereits mit 18 Jahren zog es ihn in die Ferne: als Firmenrepräsentant von Shell Oil ging er nach Tansania in Ostafrika. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Kampfpilot in der britischen Royal Air Force. Ein Drittel seiner Werke diente als Vorlage für Filmwerke. Er schrieb auch selbst einige Drehbücher u. a. zu Ian-Fleming-Verfilmungen. 
ZDFinfokanal: »Europäische Bestsellerautoren im Porträt«
Andrea Maria Schenkel, P.D. James, Fred Vargas, Arne Dahl, Ian Rankin, Arnaldur Indriadson und Petros Markaris:
Alle wurden sie mit den renommiertesten Krimipreisen ausgezeichnet. Und das zurecht. In der Reihe "crime time" stellt der ZDFinfokanal ab 8. September 2007 diese sieben europäischen Krimiautoren und -autorinnen vor, die für Spannung bürgen.
mehr
"Den Opfern ein Gesicht geben"
Die Krimi-Schriftstellerin Andrea Maria Schenkel im Porträt
Den Auftakt der Reihe bildet die Kriminalautorin Andrea Maria Schenkel. Mit ihrem Debütroman "Tannöd" hat sie in sensationeller Geschwindigkeit die Bestsellerlisten erobert. "Tannöd" wurde über 250.000 Mal verkauft. Im August 2007 wurde Andrea Maria Schenkels zweiter Roman "Kalteis" veröffentlicht. Ein Beitrag von Tobias Gohlis ...mehr
Zu sehen im ZDFinfokanal:
Mittwoch, 12.9.07: 17.02 und 19.45 Uhr
Donnerstag, 13.09.07: 19.45 Uhr
Weitere Sendetermine
In der ZDF-Mediathek ist das Video der Sendung abrufbar
Krimi-Couch:
»Krimi-Couch-Podcast: Unsere Dealer«
Der Podcast von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce-Brosnan-Synchronstimme!
Sie sind Afficionados. Sie leben von Mord und Totschlag. Sie sind rein zahlenmäßig ein ganz elitärer Zirkel. Sie sind die Dealer, die ihre Kunden regelmäßig mit neuem Stoff versorgen. Und sie sind ganz normale, sympathische Menschen, die das zu ihrem Beruf gemacht haben, wovon viele Leser träumen: Sie sind Buchhändler. Spezialisiert auf Spannungsromane, Thriller und Kriminalliteratur. Gerade ein knappes Dutzend hat sich in Deutschland etablieren können. Krimi-Couch.de hat mit ihnen gesprochen. Wie sie ticken, wie sie lesen und wie sie sich unermüdlich gegen die starke Konkurrenz der großen Filialisten über Wasser halten können. Eine Reportage in zwei Teilen.(incl. Gewinnspielfrage ) mehr ...
Zu lesen gibt es im September Besprechungen zu "Ciao Papá" von Juan Damonte, Robert Wilson: "Die Maske des Bösen", "Der 50/50-Killer" von Steve Mosby, "Totentanz" von Veit Heinichen, "Die feine Nase der Lilli Steinbeck" von Heinrich Steinfest und "Kalte Asche" von Simon Beckett.
Natürlich gibt es weitere neue Rezensionen zu Büchern aus Asien,
Australien, Australien, Großbritannien und dem Rest der Welt (Deuschland
inbegriffen)... mehr
Stern:
»Horror im Haus:«
Mark Z. Danielewski kleidet seinen Schauerroman in einen akademischen Forschungsbericht. Es bewegt sich. Wächst nach innen. Verschlingt Menschen. "Das Haus" Klett-Cotta Verlag in Mark Z. Danielewskis gleichnamigem Roman ist ein Albtraum. Und ein Verwirrspiel für den Leser. Zehn Jahre arbeitete Danielewski an seinem mehr als 700 Seiten starken Schreckensstück. Drei Jahre brauchte dann der Verlag, um das Buch zu setzen:Das Buch ist sperrig, zum Teil sogar unlesbar - doch genau das gehört zum Experiment.
Von Christine Kruttschnitt und Andrea Ritter ...
mehr
Stern:
»Die Radikalisierung wächst«
Der Brite Robert Wilson gilt als Meister des literarischen Thrillers. Sein neuer Krimi "Die Maske des Bösen" (Verlag Page & Turner) handelt von einem terroristischen Anschlag in Sevilla. Der Roman verlässt das klassische Krimigenre und ist eine Mischung aus Krimi und Verschwörungsthriller. Im stern.de-Interview spricht der 50-Jährige mit Andrea Tholl über den Umgang mit der Terrorgefahr.
mehr
WDR:
Komplizierte Verhältnisse:
Deon Meyer ist nicht nur "Der beste Thrillerautor Südafrikas", wie der Verlag verspricht, sondern einer der besten weltweit, stellte Antje Deistler im Sonntags-Buchtipp auf WDR 2 klar. "Der Atem des Jägers" Rütten & Loening sei ein ebenso atemberaubendes wie todtrauriges Buch, das die komplizierten Verhältnisse am Kap wiederspiegelt und ausserdem Einblicke in geschundene Männerseelen erlaubt.
Zum Nachlesen und Nachhören: ...
mehr
Berliner Literaturkritik:
»Statt Krimi eine Sozialstudie«
Auf erneut sehr vielen Seiten bis zu dieser Tat zelebriert die anglophile amerikanische Bestseller-Autorin Elizabeth George in ihrem neuen Werk "Am Ende war die Tat" (Blanvalet Verlag) so etwas wie Dickens pur, allerdings ohne gutes Ende und übertragen ins 21. Jahrhundert: Komplex, detailfreudig und wieder sorgfältig vor Ort recherchiert.
Von Ulrike Cordes ...
mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Wenn Kinder sterben: Als ein kleiner Junge auf seinem Schulweg verschwindet, gerät eine englische Kleinstadt in den Ausnahmezustand. Und Susan Hills DCI Simon Serrailler stößt mit dem Fall an seine Grenzen.
Von Henrike Heiland ... mehr
Frisch erschienen:
Bombe in Sevilla: Am Tatort eines Anschlags wird ein Koran gefunden. Alle glauben an islamistischen Terror – nur Inspector Falcón denkt anders.
Von Manuela Martini ... mehr
Die Alligatorpapiere sind (leider) wieder im Dienst:
Und stellen fest, daß nicht nur die Detektive gut beobachtet haben: mit Unterstützung zahlreicher Leser und Surfer ist unsere Abwesenheit nicht zu einem Nachrichtenloch geworden! Falls Sie also Nachholbedarf haben und wissen wollen, was in den letzten Wochen im Genre so passiert ist, dann können Sie das nachlesen, und zwar bei Dieter Paul Rudolphs Watching the Detectives, bei Joachim Linders NuT, Bernd Kochanowskis Krimileser, Axel Bußmers Kriminalakte und Ludger Menkes Krimiblog
Wir danken den Mitstreiterinnen und -streitern!
Wir versuchen nun wieder, alles Interessante für Sie zu sammeln. Manches geht uns dennoch durch die Lappen. Sollten Sie online Berichte finden, die wir übersehen haben, melden Sie es uns. Wir geben Ihre Fundstücke gern weiter ...
Stuttgarter Zeitung:
»Schneemänner, Luxusliner und der Kopf in der Tasche«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der September-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von Ulrich Ritzel: ("Forellenquintett"), Friedrich Ani: ("Hinter blinden Fenstern"), Sean Rowe ("Traumschiff"), Bruno Morchio ("Kalter Wind in Genua") und John Harvey ("Schau nicht zurück") vor ... mehr
Der Spiegel:
»Ein Killer, wie er im Buche steht«
Ein polnischer Schriftsteller ist als Verantwortlicher für einen Mord verurteilt worden. Den entscheidenden Hinweis für seine Schuld lieferte er der Polizei selbst: In einem seiner Bücher ("Amok") beschreibt er Tat und Tatmotiv. Das Gericht in Breslau befand, dass Krystian Bala den Mord an dem Geschäftsmann Dariusz Janiszewski geplant und seine Ausführung geleitet hat.
Von Ryan Lucas ...
mehr
In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" vom ausgezeichneten Franz Schuh.. Jetzt die Ausgabe 09.2007, in der Herr Schuh
einen Wiener Chinesen kennenlernt und feststellt, dass Heinrich Steinfest, von dem er endlich ein Buch gelesen hat, in der Tat einer der besten Kriminalschriftsteller sei, auch weil er gar nichts verdrängt. Die Kriminalhandlung sei hart, grausam und absurd wie das Leben selbst und Steinfest beherrsche nicht nur die Übertreibung, auch in der Verleumdung habe er Format. Aber lesen Sie ... selbst
Ausserdem im Heft (nur Print) die Serie: Tatort Europa:
König der Schmerzen
Der Schwede Arne Dahl ist der literarische Kopf unter den
europäischen Kriminalautoren – in einer raffinierten
Mischung von Unterhaltung und Hochkultur schreibt er Thriller neuen Typs. Von Frauke Meyer-Gosau ...
Deutschlandradio:
»Vorliebe für Außenseiter, Gestörte und Verwirrte«
Ein Schreiber jenseits der Ekelschwelle, so urteilte einst eine Kritikerin über Chuck Palahniuk. Der amerikanische Autor dürfte das als Lob aufgefasst haben: In Chuck Palahniuks Romanen geht es um Leute, die sich gegenseitig verprügeln, verstümmeln, töten, manchmal auch fressen. Der US-Autor hat unter anderem "Fight Club" geschrieben, der Roman wurde mit Brad Pitt in der Hauptrolle verfilmt. Bei Lesungen Palahhniuks sollen regelmäßig Leute in Ohnmacht gefallen sein ...
mehr
Der komplette Beitrag "Autor Chuck Palahniuk schildert die Nachtseiten Amerikas" ist via Computer hörbar:
mp3
Flash
ARTE:
»Alfred Hitchcock schaut zu«
Sie sind zu viert. Um sie herum nichts als Meer und Wind. Und doch drohen sie zu ersticken. "Unverdächtig" (Wagenbach Verlag) des jungen Schriftstellers Tanguy Viel ist ein Huis clos unter freiem Himmel, ein Ausgang ist nicht vorgesehen. "Unverdächtig" versucht sich nun an einer echten vorgetäuschten Entführung. Ein poetisches Verfolgungsrennen unter Geschwistern, atemberaubend und effizient wie ein Drehbuch von Hitchcock. Von Christine Lecerf ...
mehr
Die Welt:
» Der rote Killer aus den Tiefen der See«
Der Biologe Bernhard Kegel hat schon mit Romanen wie "Wenzels Pilz" und "Das Ölschieferskelett" bewiesen, dass er der deutsche Michael Crichton ist, der die neuesten Entdeckungen der Wissenschaft mit spannenden und humorvollen Geschichten zu verbinden weiß. Sein Roman "Der Rote" (marebuchverlag) ist sein Meisterwerk, denn Kegel versteht es hier besonders gut die Erwartungen der Leser zu befriedigen, Fakt und Fiktion zu mischen, ohne die Wissenschaft zu verraten. Von Ulrich Baron ...
mehr
Deutschlandfunk:
»Unter der Oberfläche schlummert das Verdrängte«
Der 1972 geborene Autor Jan Costin Wagner hat sich mit Romanen , die eine Nähe zum Kriminalroman nicht leugnen können, ohne sich auf die Grenzen des Genre zu beschränken, einen Namen gemacht. Zu "Eismond", der dem bei Frankfurt lebenden Autor auch international zum Durchbruch verhalf, gibt es nun eine Fortsetzung. "Das Schweigen" (Eichborn Verlag) heißt das Buch, das wie sein Vorgänger Finnland spielt und auf ganz eigene Weise von verdrängter Schuld und Verbrechen erzählt. Von Ralph Gerstenberg ...
mehr
Kalender
Joseph Hayes
Am 11. September 2006 starb der amerikanische Schriftsteller Joseph Hayes in St. Augustine, Florida, an den Folgen seiner Alzheimer-Erkrankung im Alter von 88 Jahren. (* 2. August 1918 in Indianapolis, Indiana (USA).
Hayes studierte von 1938-1942 an der Indiana University und wurde dann Bühnenautor und Romanschriftsteller.
1948 erhielt er den Charles H. Sergel Drama Prize von der University of Chicago und gewann 1955 den Indiana Authors Day Award und 1956 den "Grand prix de littérature policière" für "The Desperate Hours", der mit Humphrey Bogart verfilmt wurde("An einem Tag wie jeder andere").
Für das Drehbuch bekam er außerdem 1956 den Antoinette Perry Award sowie 1965 den Edgar Allen Poe Award.
Info:
krimiblog, Krimi-Couch, New York Times (engl.)
Die Alligatorpapiere machen Ferien:
Nun, es ist einfach zu frisch da draußen für ältere Echsen.
Deshalb begeben wir uns in mildere Gegenden und lassen Sie mit diesem Septemberanfang allein.
Vom 1. September bis 10. September 2007 gibt es hier keine Aktualisierungen: lange schlafen, gemäßigte Wanderungen, lesen aus dem Koffer. Ab 11. September sind wir wieder für Sie da.
Machen Sie es wie wir: lesen Sie während dieser Zeit wieder mehr in Krimis, als darüber. Und: vermissen Sie uns bitte ein wenig, auch wenn wir Ihnen etwas dagelassen haben (siehe unten)!
Eine gute Zeit wünscht die Alligator-Redaktion (nach Diktat verreist) ...
Feldmanns Schusswechsel
Nr. 12
Das Privatleben der Ermittler
Gewöhnt hat man sich als Krimileser ja
mittlerweile an die ausführlichen Schilderungen des Privatlebens der Ermittler.
Relativ neu hingegen ist die Masche, den Leser ausgiebig am Privatleben von Nebenfiguren teilhaben zu lassen. Eine dürftige Handlung lässt sich so mühelos zu einem 500-Seiten-Roman aufblähen.
Joachim Feldmann hat mit Bruno Morchios "Kalter Wind in Genua" und Silvia Roths "Der Beutegänger" ein atmosphärisch dichtes und ein abschreckendes Beispiel gefunden ... mehr

Ulrich Kroegers Krimitipp 8/07
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Brutale Lesben, Authentizität, Finanzmilieus und wunderbare Verwirrspiele
Ulrich Kroeger über ein umstrittenes Interview von Ian Rankin und zu Büchern von Andrea Maria Schenkel, Astrid Paprotta, Pennti Kirstilä und Joe R. Lansdale
... mehr
Ulrich Kroegers erster Krimitipp erschien vor sechseinhalb Jahren. Heute erscheint Ulrich Kroegers Krimitipp einmal im Monat im Sonntagsjournal der "Nordsee-Zeitung", dessen Redaktion wir für die Genehmigung zur Veröffentlichung und Archivierung bei den Alligatorpapieren danken. mehr
Cicero:
»Hochnäsiger Norden oder armer Süden«
Der italienische Kommissar der Krimi-Szene gehört allen Autoren. Donna Leon, Michael Dibdin, Magdalena Nabb bedeuten eine Macht, gegen die sich Andrea Camillieri von Sizilien her zwar glanzvoll aber trotzdem nur schwer behauptet. Seit einigen Jahren ist nun auch Veit Heinichen von Triest her in den Wettkampf eingetreten. Sein Commissario Proteo Laurenti ist so unverwechselbar wie die Stadt, in der er und sein Erfinder leben. Jürgen Busche über den Roman "Totentanz" (Zsolnay Verlag) ...
mehr
Neon:
»Im Triebkäfig«
Ein pensionierter Kommissar, ein nachdenklicher Pädophiler. Mit "Das Schweigen" (Eichborn Verlag) gelingt Jan Costin Wagner ein grandioses Buch. "Das Schweigen" st eine meisterhaft komponierte, sprachlich hochökonomische, fast lyrische Meditation über Schuld und Schuldfähigkeit. Und eine Reise in verbotene, in tödliche Triebwelten ...
mehr
Der Standard: »Die Reichen und die Unschuldigen ...«
... die Schläger und der Detektiv, die Reichen und die Unschuldigen, der Brand und die Rache.
Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur, was nun ein neuer Standard ist. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
Bruno Morchio: "Kalter Wind in Genua"
Michael Connelly: "Der Mandant"
Kathy Reich: "Knochen zu Asche"
Mechtild Borrmann: "Morgen ist der Tag nach Gestern"
... mehr
Weltexpress:
»Wessen ist der Mensch fähig«
Ulrike A. Kucera hat mit "caput mortuum" (Societäts Verlag) einen beunruhigenden Frankfurt Roman geschrieben, der auch ein spannender Krimi ist. Kucera bringt Schlagworte, die soziologisch fundiert sind, in ein Miteinander im erzählerischen Ablauf, der sinnhaft ist und an keiner Stelle Menschen desavouiert.
Von Claudia Schulmerich ...
mehr
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (3) Andrea Maria Schenkel: Kalteis
2 (–) Heinrich Steinfest: Die feine Nase der Lilli Steinbeck
3 (10) Walter Mosley: Little Scarlet
4 (2) Astrid Paprotta: Feuertod
5 (–) Deon Meyer: Der Atem des Jägers
6 (4) Juan Damonte: Ciao Papál
7 (5) Robert B. Parker: Der stille Schüler
8 (8) Jan Costin Wagner: Das Schweigen
9 (–) Sergej Kusnezow: Die Hülle des Schmetterlings
10(–) Michael Connelly: Der Mandant
Hier als schöne pdf-Datei
Die August-Meldungen gibt es
hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
September: Neu bei den Alligatorpapieren
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 7/07
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Im PKT 7 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im August 2007 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier

Ulrich Kroegers Krimitipp 8/07
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Brutale Lesben, Authentizität, Finanzmilieus und wunderbare Verwirrspiele
Ulrich Kroeger über ein umstrittenes Interview von Ian Rankin und zu Büchern von Andrea Maria Schenkel, Astrid Paprotta, Pennti Kirstilä und Joe R. Lansdale
... mehr

Feldmanns Schusswechsel
Nr. 12
Das Privatleben der Ermittler
Gewöhnt hat man sich mittlerweile an die ausführlichen Schilderungen des Privatlebens der Ermittler.
Relativ neu hingegen ist die Masche, den Leser ausgiebig am Privatleben von Nebenfiguren teilhaben zu lassen.
Joachim Feldmann hat mit Bruno Morchios "Kalter Wind in Genua" und Silvia Roths "Der Beutegänger" ein atmosphärisch dichtes und ein abschreckendes Beispiel gefunden ... mehr
"Ach wie gut das niemand weiss...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ältere Beiträge können via Computer gehört werden ...
Seit fünf Monaten taucht Amanzio Berzaghi Woche für Woche im Polizeipräsidium auf und fleht die dortigen Beamten an, das spurlose Verschwinden seiner Tochter Donatella aufzuklären. Schließlich wendet er sich an Polizeikommissar Duca Lamberti. Anfangs belächelt Lamberti den verwitweten Vater, der auf der Suche nach seiner 28-jährigen Tochter Donatella ist, die bei ihm lebt und niemals allein die Wohnung verlassen darf. Doch dann beginnt er sich für den Fall zu interessieren: Donatella ist von besonderer Schönheit, ihre Statur auffällig groß, doch besitzt sie den Verstand einer Zehnjährigen. Aber wie kann ein Mädchen von so auffälliger Erscheinung am helllichten Tag aus einer verschlossenen Wohnung entführt werden, ohne Aufsehen zu erregen? Als Donatella tot aufgefunden wird, führen Ducas Ermittlungen in das Mailänder Rotlichtmilieu. Doch auch Amanzio Berzaghi kennt nur noch einen Gedanken: Dem Mörder seiner Tochter in die Augen zu blicken. Ein gnadenloser Wettlauf beginnt, an dessen Ende nur einer zuerst am Ziel sein kann ...
Gisela Lehmer-Kerklohs Porträt des Autors Giorgio Scerbanenco finden Sie hier:
Giorgio Scerbanenco
Die Französische Kammer hat nach vielen Debatten den Bau eines Sanatoriums für minderbemittelte Kinder bewilligt. Plötzlich stürzt das Sanatorium ein, Kinder finden den Tod. Das Gutachten eines Experten hatte die Regierung vor dem Bau auf diesem Gelände gewarnt.
Dieses Gutachten ist verschwunden, aber eine Kopie wird an den Minister für Öffentliche Arbeiten geschickt. Dort wird sie gestohlen. Die über die Tragik des Falles erregte Öffentlichkeit verdächtigt den Minister, er habe das belastende Dokument verschwinden lassen, um seine kompromittierten Kollegen zu schützen. Der Minister sucht seine Zuflucht bei Maigret. Dieser versucht die Ehre des Ministers wieder herzustellen ...
Nach 17 Ehejahren hat Martha Böhler ihren korpulenten Mann und seine geliebten Zierfische satt. Klaus, ihr arbeitsloser Geliebter, soll Gerd diskret beiseite schaffen. Schließlich fügt sich Klaus in seine Mission, versagt aber schon beim Beschaffen der Waffe.
Martha schickt Gerd zum Abspecken zur Kur und probt unterdessen den Ernstfall mit Küchenmessern. Bei einem Überraschungsbesuch in Bad Kernau findet sie den alten "Eheschluffen" sichtlich verjüngt vor, verschlankt und mit Kurschatten Susanne. Während Klaus allmählich in seine Killer-Rolle hineinwächst, ist sich Martha ihrer Sache gar nicht mehr so sicher ...
Die TV-Tipps 1. – 14. September 2007
in den kommenden beiden Wochen zeigen die Sender neben der üblichen Portion Brunetti und Bond auch einige lange nicht mehr gezeigte Verfilmungen, Dazu interessante Themenabende und neue Folgen einer guten Serie ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
Das Vierte, 20.15
(F/I 1971, R.: Henri Verneuil)
Drehbuch: Henry Verneuil, Vahé Katcha
LV: David Goodis: The Burglar, 1953
Azad und seine Gang stehlen eine millionenschwere Smaragdsammlung. Weil ihr Fluchtschiff einen Motorschaden hat, müssen sie einige Tage in Athen verbringen. Kommissar Zacharia nimmt ihre Fährte auf. Er will die Beute für sich selbst haben.
Belmondo-Vehikel, das wahrscheinlich kaum etwas mit dem Roman zu tun hat, aber mit einigen hübschen Szenen (besonders beim Essen), etwas Aktion und Touristen-Aufnahmen von Athen ganz nett unterhält.
Mit Jean-Paul Belmondo, Omar Sharif, Robert Hossein, Renato Salvatori, Dyan Cannon
Tele 5, 20.15
(USA 1994, R.: Joel Schumacher)
Drehbuch: Robert Getchell, Akiva Goldsman
LV: John Grisham: The Client, 1993 (Der Klient)
Die Mafia jagt einen kleinen Jungen und auch die Polizei hätte ihn
ganz gerne. Die dritte Grisham-Verfilmung ist wie die anderen solide
und sauber inszeniert mit einer hochkarätigen Besetzung vor und hinter
der Kamera. Und schnell vergessen.
Mit Susan Sarandon, Tommy Lee Jones, Mary-Louise Parker, Anthony
LaPaglia, J. T. Walsh
Homepage von John Grisham:
www.randomhouse.com
3sat, 22.25
(F/D 2000, R.: Jean-Jacques Beineix)
Drehbuch: Jean-Jacques Beineix
LV: Jean-Pierre Gattégno: Mortel transfert, 1997 (Schnee auf den Gräbern)
Während einer Sitzung schläft der Psychoanalytiker Michel Durand ein. Danach ist seine Patientin tot und er will ihre Leiche verschwinden lassen. Denn vielleicht hat er sie umgebracht.
Die ersten Minuten sind gleichzeitig eine grandiose Noir-Hommage und eine Noir-Parodie. Aber danach zerfällt "Mortel transfert – Tödliches Rätsel" zunehmend in eine Nummernrevue, die beliebig, nicht immer geschmacksicher, verschiedene Stile aneinanderreiht, zahlreiche hübsche Vorlagen für vollkommen durchgeknallte Auftritte (besonders bei den Patienten) liefert und ein vollkommen abstruses Ende hat. Aber da hat auch der gutwilligste Zuschauer die Suche nach einer Logik in diesem hoffnungslos verworrenen Film bereits lange aufgegeben.
Trotzdem: Diesen Ausstrahlungstermin hat der Film bei seiner TV-Premiere nicht verdient.
Mit Jean-Hughes Anglade.
Kinotitel war "Mortal Transfer – Mord im Schlaf"
Über Jean-Pierre Gattégno:
www.planetexpo.fr
Gisela Lehmer-Kerklohs Besprechung des Buches:
Krimikurier No. 5 .
Das Vierte, 22.40
(USA 1974, R.: Joseph Sargent)
Drehbuch: Peter Stone
LV: John Godey: The taking of Pelham One Two Three, 1973
Spannender Thriller über die Entführung einer New Yorker U-Bahn mit
Walter Matthau, Robert Shaw.
ZDF, 01.00
(D 1965, R.: Jürgen Roland)
Drehbuch: Max Pierre Schaeffer, Thomas Keck
LV: Max Pierre Schaeffer: Vier Schlüssel, Die vier Schlüssel, 1962
Der Tresor einer Bank ist mit vier Schlüsseln gesichert, die in den Händen von vier vertrauenswürdigen Führungskräften der Bank sind. Einige Gangster wollen dennoch an die Kohle ran und nehmen während eines Wochenendes die Banker als Geisel.
Spannender, im Reportage-Stil gedrehter SW-Gangsterfilm über einen Banküberfall der anderen Art. Der Atlas-Verleih bewarb Rolands Werk als "der erste deutsche Gangsterfilm".
"Ein genießbarer Jürgen Roland-Film." (Robert Fischer/Joe Hembus: Der Neue Deutsche Fim 1960 – 1980, 1981)
Mit Günther Ungeheuer, Hanns Lothar, Walter Rilla, Hellmut Lange.