
Die Telefonische Mord(s)beratung
Seit zehn Jahren im Krimi -Einsatz
Krimis aus der Kettenschmiede
Krimi-Tipps live von Europas größtem Krimifestival. Bei "Mord am Hellweg" ermitteln die Krimiexperten Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv), die Journalistin Ingrid Müller-Münch
mit Moderator Thomas Hackenberg live vor einer einmaligen industriegeschichtlichen Kulisse. Im Fröndenberger Kettenschmiedemuseum geht es zwischen Esse, Amboss und Pinnebiegemaschine um die spannendsten Krimis der Saison, die bemerkenswertesten Debüts und die ultrageheimsten Geheimtipps in Sache mörderischer Unterhaltung. Außerdem berät das Krimi-Kompetenzteam natürlich wieder alle Anrufer und Livegäste in allen kniffeligen Krimi-Fragen.
WDR 5 Hörerinnen und Hörer können sich unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800- 5678 555 oder per E-Mail: mordsberatung@wdr.de mit Fragen oder Anregungen an der Sendung beteiligen.
Ach ja, die Sendung! Sie kann gehört werden und zwar:
Sendung am Samstag, den 30. Oktober, von 21:05 bis 23:00 Uhr auf WDR 5 ... hier
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 29., 30. und 31. Oktober 2010 ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
PETER GODAZGAR - Video mit witziger Lesung zur langen Krimi-Nacht in Dortmund.
Und:
TATORT SCHREIBTISCH: Elke Schwab, Saarbrücken ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit DVD-Kritik: Es ist etwas faul in "Durham County" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Der Spiegel:
»Süße Schlampen«
Wenn das Ed Wood noch erlebt hätte! In Paul McEuens Nano-Thriller "Spiral" bedroht ein Killerpilz die USA. Bei Zoran Drvenkar lösen fünf Teenies eine Welle der Gewalt aus. Und Ross Thomas führt in die Abgründe der Siebziger. Alle vier Wochen bei SPIEGEL ONLINE: die wichtigsten Krimis des Monats.
In diesem Monat:
Die Familie ist ein höllischer Ort: Zoran Drvenkars "Du".
Killerpilz bedroht die USA! Paul McEuens "Spiral".
Keinerlei moralische Skrupel: Ross Thomas' "Der Yellow-Dog-Kontrakt".
Von Marcus Müntefering und Sebastian Hammelehle ... mehr
FAZ:
»Die Sünden der Väter«
Aus 9 mach Q: Haruki Murakamis neuer Roman "1Q84" (Dumont Verlag) erzählt aus einer Parallelwelt. Dort wollen Aomame und Tengo wieder zusammenfinden. Sie ist eine Auftragskillerin, er ein Schriftsteller.
Pro forma könnte man den Roman einen Krimi nennen, denn es geht darin um Mord, Betrug, Verschleppung, Kindesmissbrauch. Doch Murakami spielt mit den Genrekonventionen, und wenn er auch kein großer Sprachkünstler sein mag, so ist er in formaler Hinsicht zweifellos einer der gewieftesten Erzähler, den wir haben, und "1Q84" ist diesbezüglich sein Meisterwerk.
Von Andreas Platthaus ... mehr
Süddeutsche:
»Ein Gummibaum ist die ideale Verwandtschaft«
Japanische Literatur ist die rätselhafteste der Welt - doch Haruki Murakami spricht universelle Gefühle an: von keuschen Killermaschinen und mörderischen Märchengeschwistern. Der Leser mag sich natürlich fragen, wie viel davon der ihm fremden Kultur angehört. Aber dass solche Sprache funktioniert, dass sie nicht im Licht des Mangels, sondern der Schlichtheit und Frische erscheint, das ist allein Haruki Murakamis Verdienst. Merkwürdigerweise erregt dieses doch recht dickleibige Buch "1Q84" (Dumont Verlag) den Anschein, es sei sehr knapp geschrieben, ohne ein Gramm Fett zu viel.
Von Burkhard Müller ... mehr
Kölner Stadt-Anzeiger:
»Die Welt ist aus den Fugen geraten«
Haruki Murakami, Literaturstar aus Japan, erzählt im Gespräch mit Martin Oehlen und Sabine Vogel über sich und sein monumentales Werk "1Q84" (Dumont Verlag). Der Roman handelt von Menschen, die plötzlich eine parallele Welt wahrnehmen ... mehr
Die Zeit:
»Alles nur Glitzer und Zweifel«
Er hat also einen weiteren »kalifornischen« Roman geschrieben, einen leichteren, witzigen, der irgendwann auch wieder zu Ende ist. Thomas Pynchons neuestes Meisterwerk, "Natürliche Mängel" (Rowohlt Verlag), spielt an klar umrissenem Orte, in Los Angeles am Ende der Flower-Power-Zeit – und es kommt mit einer ebenso klar umrissenen, überaus identifikationsfähigen Hauptfigur aus, mit einem kiffenden Privatdetektiv namens Larry »Doc« Sportello. Es hat eine Handlung und hält sich weitgehend an das Muster der Detektivgeschichte.
Doc Sportellos Ahnen sind die Helden Hammetts und Chandlers sowie unzählige Seriendetektive nach ihnen, die alle auf der Grenze zwischen dem sonnenbeschienenen und dem dunklen L.A. balancierten.
Von Thomas E. Schmidt ... mehr
Kalender
Desmond Bagley
Am 29. Oktober 1923 wird Desmond Bagley in Kendal, Cumbria, England geboren († 12. April 1983 in Southampton).
Im Sommer 1935 zog seine Familie in den beliebten Erholungsort Blackpool und Bagley verließ die Schule ohne Abschluß und arbeitete mit 14 Jahren zunächst als Laufbursche in einer Druckerei, danach als Arbeiter in einer Elektrofirma und bei einer Flugzeugwerft. 1947 begann er eine abenteurliche Wanderung nach Südafrika, bei der er die Sahara durchquerte, in Bergwerken arbeitete und an Malaria erkrankte. 1951 erreichte er Natal und ließ sich dort nieder.
Seine erste, veröffentlichte Kurzgeschichte erschien 1957 im englischen Magazin "Argosy", sein erster Roman "The Golden Keel" 1962. Der ebenso überraschende, wie große Erfolg dieses Romans erlaubte ihm Mitte der 1960er Jahre, sich voll auf das Schreiben von Büchern zu konzentrieren. Bagley und seine Frau verließen Südafrika und kehrten nach England zurück.
Bagley schrieb 15 actionreiche Thriller, die in 20 Sprachen übersetzt wurden. 1983 erlag Bagley den Folgen eines Schlaganfalls. Die beiden letzten Werke, die unter seinem Namen erschienen, "Night of Error", (1983) und "Juggernaut" (1984) wurden von seiner Frau Joan Margaret fertiggestellt und posthum veröffentlicht.
Info:
Wikipedia, kirjasto.sci.fi (engl.), fantastic fiction (engl.), Crime Time (engl.), www.desmondbagley.co.uk (engl.),
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 28. Oktober 2010 ...
krimiblog:
Ludger Menke als krimiblogger aktiv bei Twitter und bei Facebook: Robert Crais wins SCIBA mystery award for The First Rule ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter. Folge 559: Sandra Lüpkes, Jürgen Kehrer (Hg.) – Mörderisches Münsterland (Besprochen von Jost Hindersmann und Kristine Greßhöner)...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
DER ERMITTLER - Verlosung der ersten Staffel auf DVD!.
Und:
EIN PERFEKTER FREUND - Krimi-Hörspiel nach Martin Suter. Und:
TASK FORCE HAMM- Krimi-Hörspiel mit Uwe Ochsenknecht
...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit einer Menge Kleinkram . Z.B.: die neue Ausgabe der Crime Factory ist online ...
Martin Compart: mit Beitrag: Grundsätzliches über Michael Moorcock 2. VON ALEXANDER MARTIN PFLEGER ...
NuT:
Joachim Linder über Brigitte Rath: Detecting Serial Killers. Some thoughts on the plot structure of detective novels featuring serial killers ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über ein Interview mit Kinky Friedman ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Jungle World:
»Einfach durchziehen«
Was haben sie nur mit Thomas Pynchon gemacht? Geschätzte 300 Figuren weniger als sonst, keine endlosen Exkurse über Technik oder Esoterik und der einzige Hund in "Natürliche Mängel" (Rowohlt Verlag) kann noch nicht einmal sprechen! Da steckt doch ein Komplott dahinter, das unser Lieblingsphantom zur Übersichtlichkeit gezwungen hat! Vielleicht haben sich Pynchon-Fans, von der allgegenwärtigen Paranoia im Werk des Autors infiziert, Fragen solcher Art tatsächlich gestellt. Denn »Natürliche Mängel«, dieser stromlinienförmig konzipierte Kriminalroman, könnte voreilig als Bruch im Werk gedeutet werden. Das Schlagwort "Pynchon light" machte vor Erscheinen der deutschen Ausgabe die Runde.
Von Oliver Koch ... mehr
Der Standard:
»Speedfreaks im Dutzendpack«
Scharf, witzig, cool und von Cannabisduft durchzogen: Thomas Pynchon taucht in seinem neuen Roman "Natürliche Mängel" (Rowohlt Verlag) tief in die "psychedelische" Ära ein. Der Roman bescheidet sich mit moderaten 480 Seiten; er ist um eine einzige Hauptperson herum konstruiert, den Hippiedetektiv Larry "Doc" Sportello und spielt fast ausschließlich in Los Angeles und ausschließlich 1969 und 1970, in der Zeit kurz nach den Mordorgien, mit denen Charlie Manson und seine "Family" dem letzten Rest schwelgerischer Hippie-Seligkeit den Garaus gemacht hatten.
Von Christoph Winder ... mehr
Titel:
»Verlorene Unschuld?«
Sie tanzten im Schlamm, berauschten sich an Alkohol und Drogen und zelebrierten ein Fest der Liebe. Woodstock 1969: Hippies, Frieden und Musik. Hunderttausende feierten friedlich einen neuen Lebensentwurf, der sich gegen das Establishment richtete. Peter Robinson erzählt im neuen Alan-Banks-Krimi "Im Sommer des Todes" (Ullstein Verlag), der jetzt als Taschenbuch erschienen ist, wie der Sommer der Liebe vor vierzig Jahren auch ins ländliche Yorkshire einzog und ein brutaler Mord an einem Hippie-Mädchen für Entsetzen sorgte.
Von Anna Veronica Wutschel ... mehr
Kalender
Foto: Georges Seguin
Peter Robinson
Am 28. Oktober 1950 wird Peter Robinson in Castleford, Yorkshire (Großbritannien)
Nach Erlangung eines B.A. in englischer Literatur an der University of Leeds, wanderte Peter Robinson nach Kanada aus. Peter Robinson ist verheiratet mit Sheila Halladay und lebt in Toronto.
Sein Serienheld Detective Chief Inspector Alan Banks begeistert seit seinem ersten Auftreten 1987 die Leser. Im (fiktiven) ländlichen Swainsdale ermittelt Alan Banks. Und auch in einigen der Kurzkrimis taucht Alan Banks als Ermittler auf. Für Musikfreunde unter den Fans von Peter Robinson resp. Alan Banks lohnt der Besuch von P. Robinson's homepage allein schon wegen der dort aufgeführten ausführlichen Liste der Musikstücke, die Alan Banks im Auto oder zu Hause hört.
Peter Robinson kann eine beachtliche List von Auszeichnungen und Preisen vorweisen. Seine Kriminalromane und Kurzkrimis wurden mit den renommiertesten Krimipreisen ausgezeichnet, die in Frankreich, Großbritannien, Kanada, Schweden und den USA vergeben werden.
Info:
wikipedia.de, official website, Die Befragung, Krimi-Couch,
Krimi-Forum, Ullstein Verlag.
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 39
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Rätselhafte Morde in Reykjavik, ein neuer Kommissar in Bonn und ein Komplott in Saudi-Arabien ...
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 40 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im September 2010 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 27. Oktober 2010 ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
NIEDERRHEIN-BLUES - Realistisch, treffsicher und von überzeugendem Sprachstil - Krimi-Rezension von Melanie Richter.
Und: FREMDE MÄNNER VOR DEM HAUS - Grafenpaar verliert alles im Krimi-Hörspiel. Und:
MORDSBERATUNG in der Nacht vor Halloween / live in Fröndenberg ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und „Red“: Retired, extremely dangerous – auch im Comic. ...
Martin Compart: mit Beitrag: Grundsätzliches über Michael Moorcock – anlässlich einer Neuübersetzung seiner "Imitatio Christi" ...
NuT:
Joachim Linder über J. D. H. Temme bei Pendragon ...
text-und-web:
Dietmar Jacobsen über Thomas Raabs "Der Metzger holt den Teufel": jede Menge Lesespaß ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über J. D. H. Temme bei Pendragon ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Junge Welt:
»Gegen die Glastür«
Schauplatz ist Edinburgh, wo es noch uniformierte Polizisten gibt, die ohne Schußwaffen auf Patrouille gehen, was aber den Unterprivilegierten kaum weiterhilft, weil hier nicht etwa eine Revolution vor der Tür steht, sondern – zumindest bei Guthrie – ein Hund den anderen frißt. Krimi-Autor Allan Guthrie kennt keine Guten: In seinem Roman "Family Job" (Rotbuch Verlag) fließt viel Blut
Von Claudia Wangerin ... mehr
Junge Welt:
»Bestseller mit Bewußtsein«
Vor nunmehr 40 Jahren hat das Autorenpaar Maj Sjöwall und Per Wahlöö bewiesen, wie man im Krimi erfolgreich Sozialkritik thematisiert. Der Welterfolg von Stieg Larssons "Millennium-Trilogie" um den kritischen Journalisten Mikhael Blomkvist und die ausgeflippte Computerhackerin Lisbeth Salander kam dagegen etwas überraschend. Stieg Larsson hat seinen Erfolg nicht mehr erlebt: Jetzt liegt mit Jan-Erik Pettersons Buch "Stieg Larsson - Eine politische Biographie" (Aufbau Verlag) die erste Biographie über den schwedischen Autor vor.
Von Gerd Bedszent ... mehr
evolver:
»Mississippi Blues«
Für seine Justizthriller hat er viel Geld, aber auch viel Kritik bekommen. Nun versucht sich der Bestsellerautor John Grisham mit "Das Gesetz" (Heyne Verlag) an der anspruchsvollen literarischen Form der Short Story. Sieben davon finden sich in seinem neuesten Buch - sind sie lesenswert?
Von Marcel Feige ... mehr
Die Zeit:
»Lesung«
Jede Woche stellen Autoren auf ZEIT ONLINE ihre Werke vor.
Diese Woche liest Zoran Drvenkar aus seinem neuen Roman "Du" (Ullstein Verlag) ...
mehr
Kalender
Am 27. Oktober 1977 stirbt James M. Cain, eigentlich James Mallahan Cain in University Park in Maryland (*1. Juli 1892 in Annapolis in Maryland).
Er war ein US-amerikanischer Journalist und Autor von Kriminalromanen. Auch wenn sich Cain selbst immer gegen diese Etikettierung wehrte, wird er
gewöhnlich mit der so genannten "harten Schule" der amerikanischen Krimi-Kultur in Verbindung gebracht und gilt als einer der Schöpfer der "schwarzen" Romane (roman noir).
Seine Romane vereinen naturalistische Milieuschilderungen und überzeugende psychologischen Studien triebbestimmter, unmoralischer Charaktere, die in sich eine gewisse Logik besitzen. Ihre spannende, oft kriminalistische Handlung besitzt eine starke Wirkung auf die 'tough guy'-Schule moderner Romane und Filme. Der Nachwelt wird er als der Autor des berühmten Romans "Wenn der Postmann zweimal klingelt" (1934) in Erinnerung bleiben, der noch zu seinen Lebzeiten dreimal verfilmt werden sollte.
Info:
wikipedia.de, krimi-couch, Encarta, mordlust.de,
j.beilharz.
Rex Stout
Am 27. Oktober 1975 stirbt der amerikanische Krimiautor Rex Stout in Danbury, Connecticut (* 1. Dezember 1886 in Noblesville, Indiana).
1932 begann er Kriminalromane zu schreiben, in 46 davon stand der mittlerweile weltberühmte Privatdetektiv Nero Wolfe im Mittelpunkt, jener über hundert Kilo schwere Gourmet und Orchideenzüchter, der die anstrengende Fußarbeit seinem Assistenten Archie Goodwin überläßt. Die Figur des "Nero Wolfe" ist auch eine Parodie auf das Genre. Dieser Privatdetektiv tut alles das nicht, was Detektive üblicherweise so tun, also Verdächtige zu überwachen, am Tatort zu ermitteln, Spuren zu verfolgen usw. Mr. Wolfe lehnt es schlicht ab, sein gemütliches Heim zu verlassen, worin sein Schweizer Koch die leckersten Speisen zubereitet, im Dachgarten die Orchideen warten, um die er sich jeden Tag müht.
Rex Stout wurde für seine über fünfzig Romane mit dem Grand Masters Award ausgezeichnet.
Infos:
wikipedia.org, krimi-couch, Random House, Classic Crimes, Toms Krimitreff, kirjasto.sci.fi (engl.).

»Nebel, Regen, Tote«
Die Stadt Edinburgh im Kriminalroman
Von Paul Stänner
Dienstag, 26. Oktober 2010 | Deutschlandradio Kultur | 19:30 Uhr |
Seit Robert Louis Stevensons 'Dr. Jekyll und Mr. Hyde' gilt Schottland, insbesondere die Stadt Edinburgh, als ein Ort, an dem unter der Maske des gut bürgerlichen Anstands das Böse wohnt.
'Auld Reekie' hieß diese Stadt früher, als sich die Abgase der Kohleheizungen mit dem Nebel vom Meer zu einem unheilvollen Deckmantel für Untaten und Verbrechen mischten.
Heute ist das Klima besser, aber das (geschriebene Verbrechen) wütet noch immer in Edinburgh: Ian Rankins Inspector Rebus kennt nach über einem Dutzend Fällen die dunklen Seiten der Stadt.
Jetzt hat der Autor Rebus in den Ruhestand geschickt, sein neuer Held ermittelt in den Reihen der Polizei und hat so eine ganz andere Szene des Verbrechens entdeckt.
Wir haben Kate Atkinson mit ihrem hintergründigen Humor, Alanna Knight, die über den Stadtteil Newington im Süden Edinburghs gleich zwei Serien schreibt , Alexander McCall Smith, der Detektivinnen in Edinburgh (und Botswana!) beschäftigt und den schwarzgalligen Allan Guthrie ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 26. Oktober 2010 ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
WER HAT ANGST VORM WEIHNACHTSMANN - Krimi-Advents-Kalender-Buch - Krimi-Rezension von Nicole Glücklich.
Und:
HEXENJAGD - ARD Radiotatort Wiederholung ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit dem Cover der Woche (Frank Göhre) ...
NuT:
Joachim Linder über "Lust for Blood. Why We Are So Fascinated by Death, Murder, Horror, and Violence" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
BR:»blutrünstig und überraschend «
Da kommt ein Fremder mit Namen Greider in ein einsames Hochtal in den Alpen. Und so wie Greider langsam die Bewohner immer besser kennenlernt, so begreift auch der Leser, dass in diesem finsteren Tal nicht alles mit rechten Dingen zu geht.
Mit "Das finstere Tal" (Liebeskind Verlag) hat Thomas Willmann gerade ein neues Genre erfunden: Den Alpenwestern. Er besteht zum einen aus Elementen des dekonstruktivistischen Western in seiner Spätform, und zum andern aus Elementen des Ludwig-Ganghofer-Heimatromans des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Ein Beitrag von Daniela Weiland in der Sendung "LeseZeichen", die wederholt wird am
Di., 26.10.2010 um 23.00 Uhr und Sa., 30.10.2010 um 22.00 Uhr [BR-alpha] ... mehr
Badische Zeitung:»Dieselben Partys, dieselbe Paranoia«
Man kann es auch so sagen: Clay ist wieder da. Nach 25 Jahren. 1985 erschien Bret Easton Ellis’ Debütroman "Unter Null". Ein Kultbuch des Jahrzehnts damals. Und nun hat der Autor eine Fortsetzung geschrieben. Bret Easton Ellis, der Skandalautor, der Serienkiller-Porträtist, der Chronist der amerikanischen Jeunesse Dorée, der Wall-Street-Jungmillionäre und der Models – ein selbstreflexiver Literat bei der Erforschung des eigenen Werks? Beileibe nicht. "Imperial Bedrooms" (Random House), der neue, sein sechster Roman, ist ein Dokument des einfallslosen Scheiterns.
Von Thomas Steiner ... mehr
Der Standard:
»Reise in die Nacht«
Es sind seine bizarren Akteure, welche die Welt als einen Ort voller Psychopathen erscheinen lassen. Zum Beispiel die allererste Szene, in der der "Reisende" dutzende Autofahrer ermordet, die während eines Schneesturms auf der Autobahn in einen Stau geraten sind. Der in Berlin lebende, gebürtige Kroate Zoran Drvenkar gehört mit "Du" (Ullstein Verlag) zu den abgründigsten und auch formal interessantesten Autoren des Genres.
Von Ingeborg Sperl ... mehr
FOCUS:
»Allein gegen die Mafia«
In einem gewaltigen Roman erzählt der Amerikaner Don Winslow vom Drogenkrieg an der mexikanisch-amerikanischen Grenze.
"Tage der Toten" (Suhrkamp Verlag) ist eine Geschichte, die von Gier handelt und von Rache. Und von politischer Paranoia in Washington.
Von Jobst-Ulrich Brand ... mehr
Kalender
Tony Hillerman
Am 26. Oktober 2008 stirbt der amerikanische Schriftsteller Tony Hillerman in Albuquerque, New Mexico (* 27. Mai 1925 in Sacred Heart, Oklahoma).
Hillerman besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den "Edgar Allan Poe Award" und den "Grandmaster Award". Für seine 2001 erschienenen Memoiren erhielt er ausserdem den "Agatha Award". Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebte mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico. (Rowohlt)
Infos:
kaliber. 38, Krimi-Couch, Wikipedia, TOGO, bücherforum, Rowohlt, tonyhillermanbooks.com/ (engl.), Q & A (engl.), Audio Interview (engl.), unofficial homepage (engl.), Interview über Religion (engl.)
Carlo Lucarelli
Am 26. Oktober 1960 wird Carlo Lucarelli in Parma geboren. Er schreibt für verschiedene italienische Tageszeitungen, unterrichtet an der von Alessandro Baricco gegründeten Schule für kreatives Schreiben in Turin und ist Mitbegründer des literarischen Zirkels Gruppo 13. Seit 1990 veröffentlicht er Kriminalromane und Erzählungen und wurde für sein literarischen Werk mehrfach preisgekrönt. Carlo Lucarelli lebt in Mordano bei Bologna.
Seine "schwarzen" Thriller leuchten die Abgründe und Widersprüche der italienischen Gesellschaft der 90er Jahre aus. Das dichte Netz aus Intrigen und Obsessionen, das den Leser in Atem hält, ist in die labyrinthischen Gassen Bolognas, der emilianischen Megalopolis, eingeschrieben.
Info:
ARTE, wikipedia , Krimi-Couch, Toms Krimitreff
Krimi-Forum, Piper Verlag, Tobias Gohlis, Lesekost
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und bringt die Moabiter Gerichtstermine. Barbara Keller hat Wolfgang Kaes'
"Bitter Lemon" gelesen ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 25. Oktober 2010 und mit der Montags-Buchvorstellung: Ulrike Blatter - "Der Mann, der niemals töten wollte"
...
krimiblog:
Ludger Menke als krimiblogger aktiv bei Twitter und bei Facebook mit einem Tipp: So kommst Du auf die Krimi-Daily-Ausgabe: 1. Bei Twitter über Krimis schreiben ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter. Folge 558: Thriller von niederländischen Autorinnen (Vorgestellt von Jost Hindersmann und Kristine Greßhöner)
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
KREUTZER KOMMT - Stromberg als Kommissar - Krimi oder Klamotte? / Video.
SKI - CELIK & PELZER ein ungewöhnliches Ermittler-Team, von dem man nicht genug bekommt!
Krimi-Rezension von Dagmar Werner. Und: Video der Krimi-Autorin Karin Slaughter anläßlich ihrer kürzlichen Lesereise durch Europa und über ihren neuen Thriller ENTSETZEN ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit "Criminal", die fünfte: wieder mit Tracy Lawless, wieder grandios ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph heute wieder mit Gesprächen über den Krimi -2- ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
DLR:
»Dokumentation mit literarischer Gestaltung«:
37 mal ist Rodolfo Walshs Bericht aus dem Jahr 1957 in Spanien und Argentinien bislang aufgelegt worden. "Das Massaker von San Martin" (Rotpunkt Verlag) ist ein Klassiker und verdankt seinen Rang und seine nachhaltige Wirkung zwei miteinander eng verbundenen Ursachen: Zum einen ist dieses Buch zum Zeitpunkt seines Erscheinens - Zeitschriftenartikel von Walsh waren die Grundlage - ein schriftstellerisches Experiment, weil darin intensive Recherche und Dokumentation mit literarischer Gestaltung verschmolzen sind.
Von Martin Schmitt ...mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Detektiv am Dribbeln
Nach dem Muster der Screwball-Comedy Hollywoods hat Klaus Stickelbroeck mit "Fischfutter" (KBV-Verlag) einen turbulenten, witzigen und zugleich spannenden Kriminalroman geschaffen.
Von Horst Eckert ... mehr
evolver:
»Allein gegen die Drogenmafia«
Der neue Roman des Kaliforniers Don Winslow liest sich wie eine Mischung aus "Der Pate", "Good Fellas" und "Donni Brasco", kurzum: wie ganz großes Kino!
"Tage der Toten" (Suhrkamp Verlag) ist ein opulentes, glänzend recherchiertes, ja, ein grandioses Buch.
Von Marcel Feige ... mehr
WDR:
»Katz- und Maus-Spiel«
1907 in Wisconsin: ein schwerreicher Industrieller "bestellt" eine sehr schöne Frau. Dass die den Ort möglichst schnell als wohlhabende Witwe wieder verlassen will, ist sofort klar. Die Geschichte besteht aus Geheimnissen, aus Lug und Trug, aus versteckten Trieben und Schuldgefühlen.
Antje Deistler bespricht den Roman "Eine verlässliche Frau" (btb Verlag) von Robert Goolrick auf WDR 2
Zum Nachlesen und Hören hier ...mehr
Sonntagszeitung:
»Die Obamas wollen keinen Koks«:
In seinem neuen Thriller "Cobra" (C. Bertelsmann Verlag) zieht Frederick Forsyth in den Drogenkrieg, nimmt zwei Milliarden Dollar in die Hand und richtet ein Blutbad an. Zugegeben, in den vier Jahrzehnten seit seinem Weltbestseller "Der Schakal" hat Frederick Forsyth, 72, schon plausiblere Szenarien entwickelt. Den Sachbuch-Autor Forsyth liest man hier mit angehaltenem Atem. Aber wenn der Thriller-Autor Forsyth ab der Romanmitte übernimmt, sieht das anders aus.
Von Sven Boedecker ...mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 23. Oktober – 5. November 2010
der Höhepunkt der kommenden beiden Krimiwochen sind die Jesse-Stone-Verfilmungen "Dünnes Eis" und "Ohne Reue", von Robert Harmon mit Tom Selleck in der Hauptrolle.
Wer danach noch nicht genug gute Filme gesehen hat, sollte sich einige der sehenswerten Wiederholungen ansehen und, als TV-Premiere, bei Urs Eggers Craig-Russell-Verfilmung "Wolfsfährte" einen Blick riskieren.
Oder ins Kino gehen. Dort laufen ab dem 4. November "Buried" (ein Mann in einem Sarg. 90 Minuten Hochspannung) und das Biopic "Carlos" über den Terroristen Carlos (trotz Schwächen lohnt sich der Besuch). Besprechungen erscheinen zum Filmstart in der Kriminalakte.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am Krimilesungen am 22., 23. und 24. Oktober 2010
...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
TATORT - Die ARD verlost zum 40. Geburtstag Karten zur Jubiläumsfeier. Und:
HÖLLENENGEL - Island von seiner düster grausamen Seite. Krimi-Rezension von Katja Volland ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit DVD-Kritik: "Vengeance" von Johnnie To mit Johnny Hallyday ...
NuT:
Joachim Linder über Migrantenschicksal ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Die Zeit:
»Mord in der Pampa«
13 Jahre lang haben Ricardo Piglias Leser auf seinen neuen Roman gewartet. "Ins Weiße zielen" ist eins der wichtigsten spanischsprachigen Bücher dieses Jahres.
Dass "Ins Weiße zielen" (Wagenbach Verlag) wieder einmal die Grenzen des Genres auslotet, dass man als Leser das Gefühl hat, einen Krimi und gleichzeitig die Parodie darauf zu lesen, dass Piglia sich im Grunde nicht dafür interessiert, was vor dem Verbrechen geschah, sondern auf das Danach abzielt, dass er sich auf allen möglichen Wegen verliert, die ihm seine Figuren vorgeben – all das macht ihn zu einem modernen, argentinischen Klassiker.
Von Leonie Meyer-Krentler ... mehr
DLR:
»Der eigensinnige Opa«:
"Ich selber mache mir überhaupt nichts aus Pudding", sagt die Kriminalautorin Ingrid Noll. Dem fast 90-jährigen Protagonisten ihres neuen Romans "Ehrenwort weckt ausgerechnet Vanillepudding die Lebensgeister. Mit ihrem neuen Roman "Ehrenwort" (Diogenes Verlag) ist Ingrid Noll wieder einmal ein unterhaltsamer Mix aus Krimi und Familiendrama gelungenen. Gewürzt mit einer kleinen Prise Erotik.
Von Christel Freitag ...mehr
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DLR:
»Mord im Hotel«:
In einer extravaganten Feriengesellschaft an der Atlantikküste geschieht ein Verbrechen. Mit der raffinierten Aufklärung bieten Silvina Ocampo und Adolfo Bioy Casares, ein Ehepaar aus der argentinischen Literaturavantgarde, Unterhaltung auf hohem Niveau. Ein Krimi also, und wie es zunächst scheint, von eher simpler Sorte. Doch der erste Augenschein trügt. Der Roman "Hass der Liebenden" (Manesse Verlag) stammt aus dem Jahre 1946 und liegt nun - dem Argentinien-Schwerpunkt der diesjährigen Buchmesse sei's gedankt - zum ersten Mal auf Deutsch vor
Von Edelgard Abenstein ...mehr
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DLR:
»Ich lebe in einem guten Gefängnis«:
Sein neues Buch, den Essayband "Die Schönheit und die Hölle", hat Roberto Saviano in einem Dutzend verschiedener Wohnungen geschrieben, ständig bewacht und beschützt von Leibwächtern der italienischen Polizei. Der italienische Bestseller-Autor Roberto Saviano bereut nach eigener Aussage, seinen Bestseller "Gomorrha" über die napolitanische Mafia geschrieben zu haben. Zugleich sei er aber stolz darauf.
Kirstin Hausen hat mit ihm gesprochen ...mehr
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ZDF:
»Dokumentarischer Thriller«
Wildhüter und Tiger stehen sich Auge in Auge gegenüber. Es kommt zum Showdown. Bei der anschließenden Untersuchung finden die Jäger dutzende Kugeln in dem Kadaver. Der Tiger war in seinem kurzen Leben bereits zuvor mehrmals angeschossen worden. Die Aggression des Tieres war vom Menschen gemacht. John Vaillants "Der Tiger" (Karl Blessing Verlag) ist spannend, glänzend recherchiert, ein leidenschaftliches Plädoyer für den Schutz dieser bedrohten Tierart.
Von Philipp Rimmele ...mehr
Der Beitrag der Kultursendung "Aspekte" ist noch in der ZDF-Mediathek als Video zu sehen: mehr
Kalender
Eric Ambler
Am 22. Oktober 1998 stirbt Eric Ambler in London. (*28. Juni 1909 in London).
Eric Ambler war der Sohn einer Schaustellerfamilie und unternahm seine ersten literarischen Versuche als Verfasser von Theaterstücken, denen wenig Erfolg beschieden war. Deshalb begann er 1924 an der Universität London eine Ausbildung zum Elektroingenieur. Diese brach er ab, um Schauspieler zu werden, arbeitete dann aber sehr erfolgreich in einer Werbeagentur. Es war in den Anfangszeiten der Glühbirnenproduktion. Eine Elektrofabrik hatte eine neue Birne auf den Markt gebracht, die eindeutig zu schwaches Licht gab. Ambler erfand den Namen Mondscheinlicht und löste damit einen solchen Run auf die Fehlkonstruktionen aus, dass die Firma ihre gesamten Lagerbestände loswurde. Obwohl erfolgreich, befriedigte ihn aber die Arbeit in der Werbung nicht weiter und er gab auch diesen Beruf auf, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Zu diesem Zweck ließ er sich in Frankreich nieder.
"Ich habe damals in einer Werbeagentur gearbeitet, wollte aber schließlich damit aufhören, immer nur Werbesprüche für Cornflakes herunterzuklopfen. Und da dachte ich, warum nicht den Thriller verändern, etwas Intelligentes daraus machen."
Er schrieb also 1936 seinen ersten Roman, "Der dunkle Grenzbezirk". Ambler hatte im Neben- wie im Hauptberuf Erfolg, ein Buch verkaufte sich, und er wurde Direktor der Werbeagentur. Nach zwei weiteren Romanen kündigte er und machte dann in der Armee als Oberst und als Produktionsleiter von britischen Lehr- und Propagandafilmen Karriere. Auch nach dem Krieg blieb Eric Ambler Produzent und Drehbuchautor und gewann mit "Der große Atlantik" sogar einen "Oscar".
In den späten fünfziger Jahren zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück und heiratete Joan Harrison. Die beiden ließen sich in Hollywood nieder, und Ambler konzentrierte sich auf das Schreiben von Thrillern, von denen zwei den Edgar-Allan-Poe-Preis gewannen. Anfang der achtziger Jahre kehrte er nach Europa zurück. (Info: Diogenes Verlag)
Info bei Diogenes Verlag, krimi-couch.de, wikipedia.de, Manager Magazin (Interview), Weltwoche Calit Review (engl.), kaliber. 38.de, Munzinger.
Jacques Berndorf
Am 22. Oktober 1936 wird Jacques Berndorf als Michael Preute in Duisburg geboren.
Michael Preute studierte zunächst Medizin, wandte sich dann aber dem Journalismus zu. Er arbeitete als Polizeireporter beim "Duisburger General-Anzeiger", wo er auch mit em Fortsetzungsroman "Mord am Kaiserberg" als Krimi-Autor debütierte. Er war als Redaktionsleiter, Chef vom Dienst und Chefredakteur bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen tätig.
Für den "Spiegel" und den "Stern" berichtete und reportierte er aus zahlreichen Krisengebieten. Seit 1968 ist er freier Autor und Journalist und veröffentlichte seither neben zahlreichen Reportagen auch populäre Serien in Publikumszeitschriften und Romane und Sachbücher.
1989 veröffentlichte Preute unter dem Pseudonym "Jacques Berndorf", das er nach dem Eifel-Ort wählte, in dem er sich niedergelassen hatte, den Roman "Eifel-Blues", den ersten Thriller um den Journalisten Siggi Baumeister. Es folgten bald weitere Stories um die zunächst meist im Bereich der Sicherheitspolitik und der Geheimdienste angesiedelten Abenteuer des Top-Journalisten. In den weiteren Titeln der "Eifel"-Reihe entwickelte Berndorf seine Hauptfigur zusammen mit ihren Helfern, dem pensionierten Kriminalrat Rodenstock und dessen Freundin Emma zu einem äußerst beliebten Ermittlerteam. Die "Eifel-Romane" haben inzwischen eine Auflage von mehr als zwei Millionen erreicht.
(Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autorene)
Weitere Infos:
Wikipedia, Webseite des Autors, Krimi-Couch, KBV Verlag, Grafit Verlag, Random House Verlag, NordPark Verlag,
em-Interview (pdf), em-Interview 2 (pdf), eifel-exclusive.de , SWR ,Die Welt

Ulrich Kroegers Krimitipp 9/10
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Folter, Mord und Terror, das Böse schlechthin und der abgebrühteste Berufsverbrecher
Ulrich Kroeger zu Büchern von Marcelo Figueras ("Der Spion der Zeit"), Derek Nikitas ("Scheiterhaufen"), Richard Starkr ("Irgendwann gibt jeder auf") und Ed Brubaker und Sean Phillips ("Sünder") ... mehr
europolar:
neu bei internationalen Portal: "The Millennium Trilogy" Stieg Larsson -
Geschrieben von Kate Coxon ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 21. Oktober 2010 ...
krimiblog:
Ludger Menke ist als krimiblogger aktiv bei Twitter z.B. hiermit: HardCaseCrime to return in 2011 in collab. with the amazing Titan Publishing ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
KNÖDEKURS bei DTV gewinnen!. Und:
AUF DER SPUR - Krimi-Hörspiel entführt ins Paris der 70er. Und: KRITIK DER MÖRDERISCHEN VERNUNFT - Krimi-Hörspiel Zweiteiler
...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit Adrian Monk: der hilft der Polizei ...
NuT:
Joachim Linder über Lesen im ‘Dritten Reich’ ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph präsentiert Gespräche über den Krimi -1- ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Der Tagesspiegel:
»Weiße Ernte«
Für mich ist Dashiell Hammetts "Rote Ernte" die ewige Nummer eins. Sie erinnern sich natürlich: Ein namenloser Privatdetektiv wird von einer Agentur in die Kleinstadt Peaceville geschickt. Zwei Tage später hat der Detektiv kaltblütig einen Polizisten erschossen und den gewaltsamen Tod von einem halben Dutzend weiterer Personen verschuldet. Ein anderes Buch: 1975 wird Art Keller von der amerikanischen Drogenbekämpfungsbehörde DEA als "Berater" nach Mexiko entsandt. Die Aufklärung eines Verbrechens ist immer selbst schon ein Verbrechen: Das ist die negative Dialektik des modernen Kriminalromans, die Dashiell Hammett 1929 mit "Rote Ernte" begründet hat. Nun verpasst ihr der amerikanische Schriftsteller Don Winslow mit seinem Mammutwerk "Tage der Toten" (Suhrkamp Verlag) ein Update. Und falls ich eine Liste machen müsste: der beste Krimi des Jahres.
Kolja Mensing in seiner Kolumne Verbrecher JAGD ... mehr
Bei den
Kollegen vom "Perlentaucher" ist wieder eine Ausgabe der KrimiKolumne "Mord und Ratschlag" erschienen.
In der aktuellen Ausgabe:
Literat und Leser:
Silvina Ocampos und Adolfo Bioy Casares' Krimi "Hass der Liebenden" (Manesse Verlag) dekliniert die verschiedensten Arten des Giftmords durch. Guillermo Orsi liefert mit "Im Morgengrauen" (Deutscher Taschenbuchverlag) einen aktuellen Politthriller, der wirr genug ist, dass man seinen Staatsstreich selbst planen muss.
Von Thekla Dannenberg ... mehr
Der Tagesspiegel:
»Politthriller«
Dem Western-Intro zum Trotz ist dieser Roman vor allem ein ausgezeichneter Krimi, der formal und inhaltlich viel bietet. Er erzählt von argentinischen Kleinkriminellen, der Militärdiktatur Jorge Rafael Videlas und ihrem Terror gegen Oppositionelle sowie von der Geschichte der argentinischen Einwanderungsgesellschaft. Raúl Argemís Politthriller "Und der Engel spielt dein Lied" (Unionsverlag ) ist ein Genrehybrid mit Überraschungen.
Von Steffen Richter ... mehr
Die Zeit:
»Helleres gegen dunkleres Amerika«
In seinen Romanen zeigt der Bestsellerautor Stephen L. Carter: Der Alltagsrassismus in der amerikanischen Oberschicht ist sogar in der Ära Obamas noch immer präsent. Ob sein Debüt "Schachmatt" von 2002, "Die schwarze Dame" (2007) oder "Schwarz und Weiß" (2008), sie alle spielen in eben jener Schicht. Seite für Seite seziert Carter ein Milieu, das sonst kaum in fiktionalen Stoffen – egal ob Roman, Film oder TV-Serie – auftaucht. Verpackt sind seine gesellschaftlichen Analysen in Krimihandlungen, mit Toten, Verschwörungen und Familiengeheimnissen. Diese Mörderplots und die umfangreichen Versuche, sie zu entwirren, machen zwar Laune, sind tatsächlich aber eher Nebensache. Gerade erschien "Vermächtnis" (Rowohlt Verlag) , Carters vierter Roman, auf Deutsch.
Von Anne Haeming ... mehr
Jungle World:
»Über Katholizismus und Mafia«
Anfang Oktober reiste Papst Benedikt XVI. nach Sizilien. Während eines Treffens mit Jugendlichen in Palermo warnte er vor der Mafia, ihre Machenschaften seien "unvereinbar mit dem Evangelium". Isaia Sales, Dozent für die Geschichte der organisierten Kriminalität in Neapel, hat das Verhältnis der katholischen Kirche zu den süditalienischen Mafias in den vergangenen 150 Jahren untersucht und kam zu einem anderen Ergebnis.
Catrin Dingler hat mit ihm gesprochen ... mehr
Kalender
Sabine Deitmer
Am 21.Oktober 1947 wird Sabine Deitmer in Jena/Thüringen geboren.
Sie wuchs in Düsseldorf auf und studierte an den Universitäten Bonn und Konstanz Anglistik, Romanistik und Literaturwissenschaft. Der Kriminalliteratur wandte sie sich bereits während ihres Studiums zu: In ihrer Magisterarbeit untersuchte sie die Darstellungsstrategie des Detektivromans. Ihre Lehr- und Wanderjahre verbrachte Sabine Deitmer in Brighton, Bristol, Berlin und am Bodensee.
Nach ersten Veröffentlichungen in "Frauenverlagen" erschien 1988 ihre Kurzkrimi-Sammlung "Bye, bye, Bruno", die überaus erfolgreich wurde. In ihren späteren Kriminalromanen schuf sie die Serienfigur der Kommissarin Beate Stein. Auch diese Kriminalromane waren so erfolgreich, daß Sabine Deitmer dafür mit Preisen ausgezeichnet wurde: 1995 erhielt sie den Deutschen Krimi Preis für "Dominante Damen" (1994) und 2005 den Frauen-Krimi-Preis Agathe für "Scharfe Stiche" (2004).
Neben ihren Kriminalromanen und Krimikurzgeschichten veröffentlichte Sabine Deitmer zahlreiche Aufsätze und Vorträge zur Kriminalliteratur.
Das Syndikat ehrte Sabine Deitmer 2008 in Wien mit dem "Ehrenglauser" des Friedrich-Glauser-Preis - Krimipreis der Autoren.
Infos:
Wikipedia, S. Fischer Verlag , Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Krimi-Couch
Krimi-ReportRezensionen |
Krimi-Report No. 33
Ein neuer Kriminalhauptkommissar für BonnJetzt hat das Bonner KK 11 endlich Verstärkung bekommen - ironischerweise aus Berlin. Möglich hat dies die Bonner Autorin Nadine Buranaseda in ihrem ersten in Bonn verorteten Krimi gemacht. Thomas Przybilka über den Roman "Seelengrab" von Nadine Buranaseda ... mehr |
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Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Nadine Buranaseda
Nadine Buranaseda wurde 1976 als Tochter einer deutschen Mutter und eines thailändischen Vaters in Köln geboren. Seit 2005 veröffentlichte sie regelmäßig Krimi-Heftromane für die Serien "Jerry Cotton" und "Chicago". Ihr Kurzkrimi "Und tot bist du" gehörte zu den Gewinner-Einsendungen für den "Agatha-Christie-Krimipreis 2007". Ihren Debütkrimi legte sie mit "Seelengrab" 2010 im Droste Verlag vor.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten und wurde dabie mit Gebackenem Kürbis und Joghurt-Minze-Dip versorgt ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 20. Oktober 2010 ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
TIBURN - Von Geschichtsprofessoren und Bankräubern / Krimi-Hörspiel. Und:
51° WEST - Mord auf einer Hochsee-Yacht / Krimi-Hörspiel nach wahrer Begenbenheit.
Und: SHERLOCK HOLMES MAGAZIN - in der 5. Ausgabe u.a. Infos zur neuen BBC-Serie
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Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit den Crimespree-Awards 2010 ...
NuT:
Joachim Linderüber Neurology and Literature, 1860-1920. Edited by Anne Stiles ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
DLR:
»Rachefeldzug im Drogenkrieg«
Extreme Gewalt und extreme politische Widerwärtigkeit - aus diesen nicht unproblematischen Komponenten hat der amerikanische Romancier Don Winslow 700 Seiten große Literatur gemacht. "Tage der Toten" (Suhrkamp Verlag) ist ein komplexen Thriller, der nicht von Genre-Gesetzen lebt, sondern sich seine wichtigsten Komponenten aus der Realität und der conditio humana holt.
Von Thomas Wörtche ...mehr
Ein Beitrag, den Sie hören können
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Opa Willy muss weg
Ingrid Noll ist die große alte Dame des deutschen Krimis. Mit ihrem aktuellen Roman "Ehrenwort" (Diogenes Verlag) beweist sie: keiner kann so gut die mörderischen Abgründe in uns allen ausloten.
Von Reinhard Jahn ... mehr
Tagesspiegel:
»Mafia: Deutschland als Paradies des Teufels«
Wer im Zentrum von Neapel die elegante Buchhandlung Feltrinelli betritt, stößt sofort auf Regalwände mit nichts als Mafia-Literatur. Und stellt fest, dass Deutschland als Mafiagebiet dort auch erwähnt wird. Zur Erhellung haben Francesco Forgione, Petra Reski, Roberto Saviano und Jürgen Roth haben neue Bücher über die Mafia geschrieben.
Peter von Becker stellt sie vor ...mehr
Eine Meldung zum Thema: Riemann Verlag bleibt hart: Aufforderung zur Unterlassung in "Mafia-Export" wird ignoriert:
Der Riemann Verlag hat ein Anwaltsschreiben bekommen, in dem sich zwei Protagonisten in dem kürzlich erschienenen Buch "Mafia-Export" über ihre Nennung im Buch beschweren und Unterlassung verlangen.
Zu lesen im Fachmagazin "Buchmarkt" ...mehr
satt.org:
»Da darf man beim Erzählen nicht lang fackeln«:
Seit 2006 erscheinen im Münchner Verlag Antje Kunstmann die Krimis von Max Bronski. Wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Jeder Kontakt zum Autor geht ausschließlich über den Verlag, der nicht das winzigste Bisschen Information herausgibt. Im März wurde mit dem vierten Krimi, "Nackige Engel", die Tetralogie um den schlagkräftigen Trödelhändler Wilhelm Gossec abgeschlossen, im September werden alle Bronski-Krimis gesammelt als Hörbuch veröffentlicht. Per E-Mail kamen folgende Antworten auf die Fragen, die
Kirsten Reimers für die vierundfünfzigste Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" stellte ... mehr
Moment:
»Alles Krimi, oder was?«:
Vierteljährlich stellt Dietmar Jacobsen im Kulturmagazin "Moment" kriminelle Lesetipps vor.
Krimis natürlich. Und welchen? Diesmal mit solchen von Frauen und diesen Titeln:
- Dominique Manotti: Letzte Schicht (Argument/ Ariadne)
- Elisabeth Herrmann: Lilienblut (cbt)
- Darja Donzowa: Den Letzten beißt der Hund (Aufbau-Verlag)
- Nora Miedler: Warten auf Poirot (Argument/ Ariadne)
...
mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 19. Oktober 2010 ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
DER TURM DER SEELEN - Spannende Mischung aus Krimi + Mystery
Krimi-Rezension von Tanja Werner. Und:
AUSGETANZT - Aromatisch leichter, sympathisch frischer Tee-Krimi
Krimi-Rezension von Chloé E. Cingöz. Und VERONA POOTH als Mörderin? Bei den ROSENHEIM-COPS vielleicht...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit dem Cover der Woche (James Lee Burke) ...
Spannungsromane:
amer über C.J. Box: WILDE FLUCHT ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph rezensiert heute das Buch "Die Hölle an der Ruhr" von Gaston Leroux nicht, weil er das Nachwort zum Buch geschrieben hat ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
evolver: »Frauenpower«
Die Damen lesen am liebsten Krimis und Thriller, wie wir spätestens seit Bill Ramseys "Mimi" wissen. Doch was, wenn sie auch selbst welche schreiben?
Marcel Feige hat drei Beispiele ausgewählt:
Carol O'Connell: Such mich!
Tania Carver: Entrissen
Gillian Flynn: Finstere Orte
... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt in der Oktober-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
Recht und Ordnung
Arne Dahl spielt mit Rächern, Tätern und Opfern und mit dem Missbrauchsthema.
Von Walter Delabar
"Nichts strahlt heller als Bacons Finsternis":
Wilfried Steiners gelungener Liebes-, Kunst- und Kriminalroman "Bacons Finsternis".
Von Anton Philipp Knittel
Antikenschmonz:
Will Adams’ Thriller "Wächter des Labyrinths" liest sich genau so, wie sein Titel klingt: kitschig.
Von Walter Delabar
Unbegrenzte Fabulierlust:
Über Heinrich Steinfests Kriminalroman "Ein dickes Fell".
Von Saskia Schulte
Tote Pferde und hübsche Frauen:
Commissario Montalbano wird in Andrea Camilleris Krimi "Die Spur des Fuches" rabiater ...
Von Georg Patzer
Das Richtige tun:
Malla Nunns Krimi taucht in die südafrikanische Nachkriegsgeschichte ein.
Von Walter Delabar
Irrlichter, Irrläufer ...:
Soti Triantafillous New York-Krimi treibt unschlüssig vor sich hin
Von Walter Delabar
Volle Breitseite:
John Farrow lässt im pharmazeutischen Gewerbe ermitteln.
Von Von Walter Delabar
Kalender
John le Carré
Am 19. Oktober 1931 wird John le Carré als David John Moore Cornwell in Poole,Großbritannien geboren.
Er studierte an den Universitäten Bern und Oxford, lehrte eine Weile am Eton College, arbeitete für das Außenministerium und war für den britischen Geheimdienst als Secret Service Agent tätig, bevor er Schriftsteller wurde.
Thema seiner Romane war bis in die achtziger Jahre der Ost-West-Gegensatz und der Kalte Krieg. Sie zeichnen sich durch differenzierte psychologische Zeichnung der handelnden Figuren aus und sind akribisch recherchiert. Le Carré brach mit der herkömmlichen Schwarz-Weiß-Sichtweise. Bei ihm ist alles grau, Halb-Engel kämpfen gegen Halb-Teufel. Der Westen greift im Kampf gegen den Kommunismus zu den Methoden des Ostens und verrät so die Ideale, für die er kämpft. Le Carré stellt in seinen Romanen wiederholt die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt und ob der Westen zu den Mitteln des Ostens greifen darf, um sich zu verteidigen und trotzdem eine Gesellschaft bleibt, die es wert ist, verteidigt zu werden. Auch nach Ende des Kalten Krieges ist le Carré seiner Thematik treu geblieben: Männer, die sich für das Individuum und gegen die Institution entscheiden, sowie Kritik an der Politik des Westens.
(Info: wikipedia.de)
Infos:
Wikipedia, Arte, Wiener Zeitung, NordPark Verlag, Homepage des Autors, amazon, Krimi-Couch, FAZ, DRS
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und bringt die Moabiter Gerichtstermine. Barbara Keller hat Carla Rots "Blutasche" gelesen ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 18. Oktober 2010 und mit Buchvorstellung: Nora Miedler - "Die Musenfalle" ...
krimiblog:
Ludger Menke feiert sich heute mal selbst: Zwei Jahre ist er als krimiblogger aktiv bei Twitter ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter. Folge 555: Dan Brown – Diabolus (Audio) (Besprochen von Christian Heinrich)
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
WEIHNACHTEN MIT MISS MARPLE UND HERCULE POIROT . Krimi-Kritik von Nicole Ludwig. Und:
KRIMI-AUTOR JOHN KATZENBACH + SIMON JÄGER persönlich treffen ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit DVD-Kritik: „Der Ghostwriter“ – Roman Polanski ist zurück ...
Martin Compart heute mit DER SCHLÄCHTER VOM USSURI – ATAMAN KALMYKOW 2/ ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph rezensiert nicht, stellt aber ein erfrischendes Buch vor: Peter J. Kraus' "Joint Adventure" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...


BR & DLR: Eine Rubrik feiert Jubiläum
Seit 20 Jahren wird im Büchermagazin auf Bayern 2 gelegentlich geschossen: Andreas Ammer stellt alle zwei bis drei Monate Neues aus der literarischen Sparte Verbrechen und Strafe vor. Die aktuelle Folge der Reihe widmet sich einem Meisterstück des Genres: dem Tod des Helden.
Diesmal stellt Ammer neue Romane von Autoren vor, die für Kenner keineswegs Unbekannte sind. Darunter ist der ehemalige Country-Musiker Kinky Friedman, außerdem der nach Meinung von Andreas Ammer "vielleicht beste Krimiautor der Welt", David Peace. Und - ja, auch der - Altmeister Georges Simenon. Nicht alle, aber einige der auftretenden Ermittler lösen ihren letzten Fall.
Mehr dazu und zu den Autoren in der legendären Krimikolumne von Andreas Ammer im Orginal vom "Bayerischen Rundfunk": immer schön zu lesen, aber noch besser mit der Möglichkeit, sie zu hören (im Podcast ziemlich weit hinten ... Jetzt hören! und zwar ... hier! und hier im DLR
DLR Wissen:
»Ruhm ist der beste Leibwächter«:
Die Mafia will ihn umlegen. Sein Vergehen: Roberto Saviano hat 2006 das Enthüllungsbuch "Gomorrha" über die italienische Camorra geschrieben. Seither muss er er durch TV-Shows tingeln, um sein Leben zu retten. Roberto Savianos Buch "Gomorrha" ist ein Bestseller, auch die Verfilmung wurde ein Riesenerfolg, der Saviano bis jetzt das Leben gerettet hat. Denn je größer das Medieninteresse, desto schwieriger ist es für die Mafia, ihn umzubringen.
Kirstin Hausen berichtet ...mehr
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden die Krimibuchtipps des Monats Oktober von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar unter dem Motto "Bestraft":
Raúl Argemí: "Und der Engel spielt dein Lied" (Unionsverlag ). Das Buch ist voll düsterer Poesie. Gerechtigkeit sucht man hier vergebens.
Frank Göhre: "Der Auserwählte" (Pendragon Verlag ). Im Buch stellt der Hamburger Krimiautor Frank Göhre die alte Frage nach Schuld und Sühne. Denn die Vergangenheit ist nie vorbei.
mehr
Bayerisches Fernsehen: Niederbayern-Krimi: Mord im Bayerwald
Düsterer Wald, eine Frauenleiche und eine neugierige Hausfrau - mit Jutta Mehlers "Honigmilch" um die Hobbyermittlerin Fanni Rot gibt es nun einen weiteren spannenden Krimi mit Lokalkolorit - nicht nur für Niederbayern lesenswert.
Als Video zu sehen ...
Bayerisches Fernsehen: Oberbayern-Krimi: Walburgisöl
Schon in seinem Erstlingswerk "Vogelwild" hat der Autor Richard Auer einen Krimi mit viel Eichstätter Lokalkolorit und einer Menge Tiefgang geschaffen. Ende September erschien jetzt mit "Walburgisöl" sein neues Buch. BR hat sich mit dem Autoren getroffen.
Als Video zu sehen ...
Kalender
Manuel Vázquez Montalbán
Am 18. Oktober 2003 stirbt Manuel Vázquez Montalbán in Barcelona (*14. Juni 1939).
Montalbán wurde international bekannt durch die Kriminalromane um den von ihm erfundenen Privatdetektiv, Ex-Kommunisten, Ex-CIA-Agenten und Feinschmecker Pepe Carvalho, in denen er sich auch kritisch mit der spanischen Gesellschaft nach der Franco-Diktatur auseinandersetzt.
Der äußerst produktive Schriftsteller verfasste neben Prosa auch Lyrik, Essays, Theaterstücke, politische und zeitgeschichtliche Bücher sowie Kochbücher. Er schrieb eine regelmäßige Kolumne für die bedeutendste spanische Tageszeitung El País sowie eine große Zahl von Artikeln für Zeitschriften.
Der italienische Schriftsteller Andrea Camilleri, ein großer Verehrer von Montalbán, benannte seinen eigenen Serienhelden, einen sizilianischen Kriminalkommissar, nach Montalbán: Commissario Salvo Mantalbano. (Text: wikipedia.de)
Infos:
Wikipedia , krimi-couch, Interview bei ARTE Die Welt, taz, FAZ, vespito.net
kulturzeit:
»Krimitipps«:
Aber jetzt, aber heute: In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 15., 16. und 17. Oktober 2010
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krimiblog:
Ludger Menke mit Mord in der Puppenstube: Die kleine, blutige Welt der Frances Glessner Lee. Als krimiblogger ist er aktiv bei Twitterund auch bei Facebook: Die Gewinner der MacAvity und Barry Awards ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
SCHÄNDUNG - Carl Mørk begeistert auch im Hörbuch. Exklusivinterview.
Und: BLACK STORIES 6 - noch mehr rabenschwarze Rätsel ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit Krimiautor Parnell Hall: der hat ein neues Musikvideo veröffentlicht ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Die Zeit:
»In Oslo lauert das Böse«:
In Deutschland wurde soeben sein neues Buch veröffentlicht, es heißt "Die Netzhaut" (Droemer Verlag), und der Verlag war so klug, auf die Rückseite des Buchumschlags eine Karte der norwegischen Hauptstadt zu drucken; dort sind alle Schauplätze des Thrillers verzeichnet. In den Krimis von Torkil Damhaug ist Oslo eine gefährliche Stadt. Ein Spaziergang mit dem Autor durch Szeneviertel und stille Gassen – ganz ohne Tote.
Von Björn Rosen ...mehr
ARTE: Ein Krimi über Stuttgart 21
Ein Wiener, der in Stuttgart lebt: Heinrich Steinfest zeigt sich als Kritiker der Bahnhofsverstümmelung. Er hält seine Eindrücke in dem Krimi "Stuttgart 21" fest, der nächstes Jahr erscheinen soll.
Denis Scheck hat mit ihm gesprochen ...
Süddeutsche:
»Andere würden dafür töten«:
Marcelo Figueras gehört zu den wichtigsten modernen Autoren Argentiniens. In seinen Romanen wie zuletzt in "Der Spion der Zeit" (Nagel und Kimche) hat er sich auf stilistisch sehr unterschiedliche Weise mit der Diktatur und ihren Folgen auseinandergesetzt. Ein Gespräch mit Marcelo Figueras, einem der wichtigsten modernen Schriftsteller Argentiniens über das Gastland der Frankfurter Buchmesse, Präsidentin Cristina Kirchner und unverzeihliche Sünden.
Von Sebastian Schoepp ...mehr
ttt:
»Morden wie im Norden – wie der dänische Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen die Bestsellerlisten stürmt«:
Wie kann das sein, dass schon wieder ein morddurstiger Skandinavier mit seinen leichengesättigten Thrillern seit Wochen die Bestsellerliste besetzt – haben wir nicht langsam genug davon? Anscheinend nicht: Der dänische Autor Jussi Adler-Olsen ist der neue Shootingstar der Krimiwelt.
ttt hat mit Jussi Adler-Olsen in seiner Heimat Kopenhagen über die menschlichen Abgründe gesprochen.mehr ...
Börsenblatt:
»Deutsche Krimileser im Visier«:
Ein Bad Homburger entdeckt Luxemburg – nicht nur für den Beruf: Hauke Schlüter alias Hughes Schlueter hat mit "Tod in Belval" seinen ersten Luxemburg-Krimi geschrieben und ihn bei den éditions saint-paul in Luxemburg verlegt. Eine Geschichte um den Fashion-Fotografen Lou Schleck, der während eines Shootings am Hochofen eine weibliche Leiche entdeckt. Nun hofft er auch auf deutsche Leser.
Von Michael Roesler-Graichen ...mehr
Kalender
Ed Mc Bain
Am 15. Oktober 1926 wird Ed Mc Bain in New York als Salvatore Lombino geboren. († 6. Juli 2005 in Weston, Connecticut an einem Krebsleiden). Als Autor der 1957 begonnenen Serie über das 87. Polizeirevier schuf er die Grundlage der sogenannten "police procedurals".
Mit 18 Jahren trat er in die Navy ein. An Bord eines Zerstörers verfaßte er seine ersten Kurzgeschichten. Als er 1946 in die USA zurückkehrte, beschloß er, Schriftsteller zu werden. Er studierte am Hunter College und arbeitete anschließend als Berufsschullehrer und in einer Literaturagentur. 1952 veröffentlichte er unter dem Pseudonym Evan Hunter, unter dem er später auch das Drehbuch für Hitchcocks "Die Vögel" verfaßte, seine erste Kurzgeschichte und seinen ersten Roman. 1956 erschien sein erster Roman aus dem 87. Polizeirevier und bereits ein Jahr später erhielt McBain den "Edgar Allan Poe-Award". Er wurde aber auch mit dem "Grand Master-Award" und als einziger amerikanischer Autor mit dem "Diamond Dagger" der British Crime Writers Association ausgezeichnet.
Infos:
Horst Eckert über McBain , Porträt bei ARTE , wikipedia , Alligatorpapiere , Krimi-Couch , Die Zeit , evanhuntercom (engl.)
Mario Puzo
Am 15. Oktober 1920 wird Mario Puzo in New York City geboren († 2. Juli 1999 auf Long Island).
Puzo, als Kind armer italienischer Einwanderer geboren, schrieb schon in seiner Jugend, doch seine erste Kurzgeschichte erschien erst 1950; 1955 konnte er seinen ersten Roman "Die dunkle Arena" veröffentlichen. Mit "Mamma Lucia" gelang ihm 1965 der große Durchbruch, doch sein internationaler Bestseller "Der Pate", der 1969 erschien und von Francis Ford Coppola in zwei Teilen verfilmt wurde, machte ihn zur Legende und zum Vorreiter einer neuen Gattung: dem Mafiaroman.
Info bei kaliber. 38 , wikipedia.de , Krimi Couch, dieterwunderlich.de, Who's Who.
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 4/2010:
Familiengeschichten

Nach Gewalttaten ermittelt die Polizei auch gegen die nächsten Verwandten des Opfers. Oft zu Recht. Keimzelle des Verbrechens ist die Familie. In ihr beginnt aber auch das Gute. Wenn Kriminalromane das Privatleben von Polizisten und Detektiven einblenden, wirkt das manchmal wie ein geschwätziges Ausufern. Im Prinzip ist es jedoch angemessen.
Michael Schweizer über das wahre Wort von der Blutsverwandtschaft in den Büchern "Augen für den Fuchs" von Henner Kotte, "Hämatom" von Lucie Flebbe und "Finstere Orte" von Gillian Flynn ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 14. Oktober 2010 ...
krimiblog:
Ludger Menke ist als krimiblogger aktiv bei Twitterund auch bei Facebook: Belinda Bauer hat den diesjährigen CWA Gold Dagger für ihr Debüt "Blacklands" gewonnen ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter. Folge 553: Robert Harris – Ghost (Audio) (Besprochen von Christian Heinrich)...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
DETLEF BIERSTEDT - So sieht George Clooneys deutsche Stimme aus. Exklusivinterview.
SHAFT UND DIE GELDWÄSCHER - Krimi-Kassiker aus den 70er Jahren / Hörspiel ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit Kurzkritik: James Sallis „Dunkle Vergeltung“ ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
ARTE:
»Erfahrung einer persönlichen Kränkung«
Mehr als sechs Jahre lang hat Don Winslow, der selbst in San Diego an der Grenze zwischen den beiden Ländern lebt, die Geschichte der Drogenkartelle und des US-amerikanischen "Krieges gegen die Drogen" recherchiert. Bisher war Winslow deutschen Lesern eher als amüsanter und Szene-genauer Verfasser von Krimis aus dem südkalifornischen Surfer-Milieu bekannt. Jetzt hat er mit "Tage der Toten" (Suhrkamp Verlag) ein Opus Magnum vorgelegt, das von 1975 bis 2004 beinahe dreißig Jahre des "Krieges gegen die Drogen" umfasst.
Tobias Gohlis hat das Buch zum Krimi des Monats gewählt ... mehr
DLF: »Krimi mit Terrorverdacht«
Mihriban wird ihr bisher so vertrauter, so vernünftig scheinender Bruder unheimlich. Mitten in die Silvesternacht, mitten ins laue Animationsprogramm platzt die Nachricht, in Deutschland seien Sektflaschen vergiftet worden, einige Menschen seien bereits gestorben. Ist Mesut zum Terrorist geworden? Die Autorin Hilal Sezgin beherrscht in "Mihriban pfeift auf Gott", (Dumont Verlag) die Kunst, diese Frage über einige hundert Seiten unbeantwortet zu lassen, ohne dass die Spannung nachlässt. Das Buch ist auch eine Warnung vor allzu großer Macht des Staates.
Von Kersten Knipp ... mehr
DLF: »Mord an einer Edel-Prostituierten«
In seinem neuen Krimi greift der Autor einen lange zurückliegenden Fall auf: einen unaufgeklärten Mord an einer Prostituierten. Jan Seghers verwendete die Akte des Mordes als Sprungbrett für seine Fantasie und konstruierte daraus den Kriminalroman. Wie der Autor schon im letzten Roman - "Die Partitur des Todes" - ein reales historisches Ereignis zum Ausgangspunkt eines Krimis gewählt hat, hat es ihm nun "Die Akte Rosenherz" (Wunderlich Verlag) angetan.
Von Detlev Grumbach ... mehr
Die Ästhetik des Mordens: Wer herausstechen möchte im übervollen, internationalen Krimimarkt, der kann das zum Beispiel dadurch tun, dass er besonders kunstvoll drapierte, ästhetisch um die Ecken gebrachte Leichen präsentiert, meint Ulrich Noller im Oktober
in seinen Krimitipps bei FH Europa.
Marcelo Figueras, in Spanien lebender argentinischer Autor, beherrscht diesen Trick aus dem Effeff. Ein weiterer argentinischer Kriminalroman, der sich mit dem Irrsinn und der Aufarbeitung der Zeit der Militärjunta auseinander setzt. "Der Spion der Zeit" (Nagel und Kimche) ist anfangs ein starker Stoff.
Claudia Pineiro ist eine der wenigen Krimiautorinnen Südamerikas - und die einzige, die hierzulande bekannt ist. Sie schreibt Geschichten, die nicht einen nationalen, sondern einen globalen Bezugsrahmen haben, weil sie universell überall in modernen Gesellschaften handeln könnten. So auch "Die Donnerstagswitwen" (Unionsverlag): Eine kunstvoll arrangierte, intelligent erzählte, manchmal beißend komische Krimigroteske ... mehr
Rheinischer Merkur: »Bei Anruf Nord«
Die Mordrate ist niedrig, die Landschaft idyllisch, beste Bedingungen für eine rege Phantasie. Krimis aus Skandinavien sind weltweit erfolgreich. "Gewalt ist der skandinavischen Gesellschaft relativ fremd", sagt Frode Grytten, "doch in kleinen, geschlossenen Systemen wie dem unseren besteht die Angst davor, dass sie uns heimsuchen könnte." Eine Spurensuche an den Tatorten von Jo Nesbø und Co.
Von Peter Henning ... mehr
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Bohnet Pleitgen
Bohnet Pleitgen steht für das Autorengespann Ilja Bohnet und Ann-Monika Pleitgen. Er promovierter Physiker am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY, sie Schauspielerin und Managerin ihres Mannes Ulrich. Beide seit über vierzig Jahren Mutter und Sohn.
Nach dem großen Erfolg ihres Erstlings "Freitags isst man Fisch" erscheint in diesem Herbst der neue Roman "Kein Durchkommen".
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten und wurde mit ungiftigen Pilzen gefüttert ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 13. Oktober 2010 und mit ARD Radio Tatort "Sinti-Jazz" ...
krimiblog:
Ludger Menke ist als krimiblogger aktiv bei Twitter: Donnerstag startet das Krimifestival Bouchercon. In San Francisco. ...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
BUCHMESSE-RÜCKSCHAU: Hörbuch-Verlage
Messebericht von Melanie Richter. Und: ALPTRAUMSTADT - Krimi-Hörspiel nach Dashiel Hammet. Und:
MORD AM HELLWEG - Hellweg meets the world ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit DVD-Kritik: „Gegen jeden Zweifel“ ist überraschend gut ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "das Verbrechen ist eben niemals perfekt": Baudrillard beim ZDF ...
text-und-web:
Dietmar Jacobsen mit "Der letzte Jäger und die Gerechtigkeit": Ghana ist für den europäischen Leser auf der Weltkarte des Kriminalromans noch ein relativ unerforschtes Gebiet. Mit Nii Parkes' Roman "Die Spur des Bienenfressers", in dem Altes und Neues, Tradition und Moderne, Zauberei und Wissenschaft aufeinanderprallen, ohne dass sich die Fronten zwischen diesen Widersprüchen bis zum Schluss tatsächlich klären würden, ändert sich das nun ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über "19 Variationen über Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff" in dem Buch "So wie du mir" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Erfreulich, wenn aus einer guten Idee auch nach dem fünften Buch noch keine fahle Masche wird. Stuart
MacBrides makabre Polizeiromane über Aberdeen und um Detektive Sergeant Logan McRae halten ihr Niveau, auch "Blinde Zeugen" (Manhattan), erläutert Thomas Wörtche im aktuellen "Leichenberg". Auch "Die Seele in der Faust" von Patrick Rotman (Assoziation A Noir) ist ein schönes Beispiel dafür, wie man intelligent zeitgeschichtliche Kriminalromane schreiben kann.
Argentinien hat natürlich nicht nur erstklassige Kriminalromane zu bieten, sondern auch Routine-Kram wie die Polizei- & Gangsterromane von Ernesto Mallo. Eindrücklich und unbehaglich ist aber der 1976 von den Militärs flugs verbotene Roman "Der Boxer" von Enrique Medinas. Sehr behaglich hingegen ein anderer Klassiker der argentinischen Kriminalliteratur, der kurioserweise erst jetzt übersetzt wurde: "Der Hass der Liebenden" von Silvina Ocampo & Adolfo Bioy Casares (Manesse). Und am Ende noch ein brandneues, bärenstarkes Buch aus Argentinien: "Ins Weiße zielen" von Ricardo Piglia (Wagenbach).
Lesen Sie mehr, und zwar ... hier
BR: »Im Gefängnis der Fantasien und Erinnerungen«
Dieser Niederländer ist ein Erzähler mit langem Atem: A.F.Th. van der Heijden, Autor großer Prosazyklen und Erfinder höchst vitaler Romanfiguren. Im Mittelpunkt seines neuen Buchs "Das Scherbengericht" (Suhrkamp Verlag) steht einer der spektakulärsten Kriminalfälle der jüngeren US-Geschichte.
Martina Boette-Sonner im Gespräch mit Knut Cordsen über das neue Buch... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können
BR: »Die helle und die dunkle Seite einer Stadt«
Er gehört zu den Krimiautoren, deren Helden und Fälle eng mit einer Stadt oder Region verbunden sind: Bei Ian Rankin wird in Edinburgh ermittelt. Wie schön es dort ist, dafür haben Autor und Ermittler allerdings selten einen Blick, denn ihre Jobs lassen nun mal eher das Düstere sehen.
Michael Reißig ist mit Ian Rankin durch Edinburgh gegangen und hat mit dem Autor über seine Stadt, den Status des Krimis im Literaturbetrieb, die schottische Seele und darüber gesprochen, warum ein Romanautor immer ein bisschen Gott spielen kann ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Die falsche Spur des Fährtenlegers
Auf der Suche nach dem Mörder seiner Exfrau kämpft sich ein Krimiautor in L.C. Tylers Roman "Im Tweedkostüm auf Mörderjagd" (Goldmann Verlag) durch ein Gestrüpp von Lügen, falschen Alibis und verräterischer Spuren – und löst dabei einen Kriminalfall klassisch britischen Zuschnitts.
Von Ralf Kramp ... mehr

Die dunklen Seiten New Yorks
"Der sichere Tod" droht jedem, der sich mit der Freundin eines Gangster-Bosses einlässt.
Der junge Nord-Ire in Adrian McKintys rasantem Anti-Helden-Krimi (Suhrkamp Verlag) weiß dies jedoch zu verhindern.
Von Henrike Heiland ... mehr
Kalender
Am 13. Oktober 1949 wird Detlef Blettenberg im Westerwald geboren.

Er absolvierte nach einigen Jahren Gymansium eine Industrielehre als Technischer Zeichner, leistete Wehrdienst als Bordfunker bei der Marine und arbeitete danach als Konstruktur in der Industrie, bevor er 1972 zur Entwicklungshilfe stieß.
Bis 1994 war er in verschiedenen Funktionen für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) tätig.
Als Schriftsteller befaßte er sich seit 1972 mit Kurzgeschichten und Romanen, daneben schreibt er Reportagen und Drehbücher.
Detlef Blettenbergs Romane sind nicht nur stets faktenreiche und atmosphärisch dicht erzählte Studien aus Lateinamerika oder Fernost, sondern darüberhinaus in allerbester Thriller-Manier entwickelte Geschichten über die Zusammenhänge von Geschäft, Politik und Verbrechen. (Text: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Er lebte in Ecuador, Thailand und Nicaragua, bereiste Afrika, den Nahen Osten und Asien. Er wurde für seine Romane mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Edgar-Wallace-Preis 1981 und dem Deutschen Krimi-Preis 1989, 1995 und 2004.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Pendragon Verlag, Die Zeit
Bernice Rubens
Am 13. Oktober 2004 starb in London die walisische Autorin Bernice Rubens im Alter von 80 Jahren. Bernice Rubens wurde 1928 in einer russisch-jüdischen Familie im walisischen Cardiff geboren. Zunächst war sie als Lehrerin tätig und arbeitete parallel zum Schuldienst in der Filmindustrie. Für ihren Film "Stress" erhielt sie den Oskar der Dokumentarfilme ("American Blue Ribon Award for Documentary"). Seit 1960 hat Bernice Rubens 21 Romane veröffentlicht. Für viele ihrer Bücher erhielt sie Preise, u.a. auch den begehrten Booker Prize für "Es geschah in einer Seitenstraße". Auf Deutsch
erschienen ihre Bücher im Hardcover bei Pendragon und als Taschenbücher bei
Piper.
Infos
Krimi-Couch, Literaturschock, wikipedia.org (engl.), Interview (engl.), Something Jewish (engl.)
Axel Bußmers TV & Buchtipps 25. Oktober – 7. November 2008
Mit einer Orson-Welles-Nacht ("Der dritte Mann" und "Im Zeichen des Bösen") beginnt die Woche vielversprechend. Weiter geht's mit Buddy Giovinazzos Wilsberg-Filmen "Schuld und Sühne" und "Todesengel", Philip Noyces Charles-Williams-Verfilmung "Todesstille", Roger Donaldsons Kenneth-Fearing-Verfilmung "No way out- Es gibt kein zurück", Friedemann Fromms sehr freie Horst-Bieber-Verfilmung "Vom Ende der Eiszeit", Martin Scorseses John-D.-MacDonald-Verfilmung "Kap der Angst" und, als TV-Premiere, Robert Harmons Robert-B.-Parker-Verfilmung "Jesse Stone: Alte Wunden" (nachdem die Erstausstrahlung im ZDF nach Mitternacht ist, zeigt ZDFneo den Film wenige Tage später zu einer vernünftigen Uhrzeit) ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 12. Oktober 2010
...
krimiblog:
Ludger Menke ist als krimiblogger aktiv bei Twitter: Belinda Bauer hat den diesjährigen CWA Gold Dagger für ihr Debüt "Blacklands" gewonnen ...
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl über Alkoholiker in der Wüste: Die Story, die Paul Freeman in Laster und Tugend (pulp master) entwickelt, ist insofern packend, weil der Autor, der selbst in Saudiarabien als Journalist arbeitet, einen Einblick in das Alltagsleben gibt ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter. Folge 552: Jedediah Berry – Handbuch für Detektive (Besprochen von Carola Kruse)...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
BUCHMESSE- RÜCKSCHAU: Interview mit OKTOBERFEST-Autor Christoph Scholder:
Interview geführt von Melanie Richter. Und: DER BARFÜßIGE POLIZIST VON DER CALLE SAN MARTIN - Comisario Lascanos 2. Fall. Krimi-Rezension von Jörg Völker ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit der Rubrik "Neu im Kino/Filmkritik": "Im Schatten". Und natürlich mit dem Cover der Woche (Sebastien Japrisot) ...
Martin Compart: mit TV-Kritik: EINE PERFEKTE ACTION-SERIE: HUMAN TARGET ...
Mord und Buch:
Kirsten Reimers mit Hinweis auf Besprechungen beim Buchmessespecial des HR. Und mit Thomas Willmann: Das finstere Tal - Interview im Buchmessen-Special von hr-online ...
NuT:
Joachim Linder mit “Gothic Criminology”: Call for Papers
Re-thinking the Monstrous: Violence and Criminality in Society ...
Spannungsromane:
koldir mit den Verlagsvorschauen für November 2010:
November, düsternis – dunkle Pfade werden beschritten, Serienkiller geben sich die Klinke in die Hand, Killerviren tauchen auf, ein grausames Ding aus Müll verbreitet Angst und Schrecken, ehe das Ende der Zeit und die Apokalypse über uns kommen.
So in etwa läßt sich die Verlagsvorschau grob umreißen. Dazwischen tumelt sich noch der eine oder andere Fantasyroman, Grishams erstes Jugendbuch und die unvermeintlichen Krimianthologien rund um das Thema Weihnachten. ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Matthias P. Gibert: Schmuddelkinder. "Ungemein tiefgründig, sensibel und topaktuell" sei Giberts Buch, so verspricht es uns die Verlagswerbung. Und was ist es wirklich? Das genaue Gegenteil ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Literaturnachrichten:
»Krimis mit realistischen Inhalten«
Die generelle Zweigleisigkeit der argentinischen Kriminalliteratur aber
lässt sich bis heute deutlich sehen: Auf der einen Seite die durchaus den
Borges-Parametern verpflichteten Guillermo Martínez oder Pablo de Santis,
auf der anderen die offen die gesellschaftskritische Linie fortschreibenden
Autoren wie Raúl Argemí. Dazwischen die Autoren und Autorinnen,
bei den beide Traditionen sich echo-mäßig bedingen: Juan José Saer
etwa oder Ricardo Piglia, die sich auf Borges berufen, aber realitätstüchtige
Themen bearbeiten.
Thomas Wörtche über argentinische Krimis in der aktuellen No. 106 der "LiteraturNachrichten" ...mehr (pdf-Datei)
WDR:
»Dokumentarischer Thriller«
Das ist doch mal eine andere Sorte von "True Crime"! Tatort: Die russische Taiga. Das Opfer: Ein Wilderer. Der Täter: Ein Tiger.
Die wahre Geschichte eines Raubtiers, das scheinbar überlegt und geplant handelte, um einen bestimmten Menschen zur Strecke zu bringen, den Wilderer Wladimir Markow. Und die von Juri Trusch, dem Wildhüter, der den vier Meter langen, 300 Kilo schweren, aber blitzschnellen Menschenjäger schließlich zur Strecke brachte.
Antje Deistler bespricht den Roman "Der Tiger" (Karl Blessing Verlag) von John Vaillant auf WDR 2
Zum Nachlesen und Hören hier ...mehr
Der Spiegel:
»Spiderwoman auf Mafia-Jagd«
Jedes Buch gegen die Mafia ist ein gutes Buch. Doch die Journalistin Petra Reski stilisiert sich in ihrem neuen Werk "Von Kamen nach Corleone" (Hoffmann und Campe) zur Ikone der Mafiajäger - und das geht ziemlich daneben. Doch auch, wenn die Autorin sich immer wieder in feuilletonistische Betrachtungen von Menschen, Landschaften und Wetterphänomenen verliert, ist es mitunter wirklich schön geschrieben. Es ist leicht lesbarer und unterhaltsamer Stoff.
Von Andreas Ulrich ...mehr
ntv:
»Im Kampf gegen die Mafia«
Petra Reski zeigt wieder Mut und Flagge. Die Autorin, die seit mehr als 20 Jahren in Venedig lebt, veröffentlicht ihr zweites Buch gegen die Mafia.
"Von Kamen nach Corleone" (Hoffmann und Campe) ist ein Aufruf an die Deutschen, diese "Krake" endlich ernst zu nehmen.
Von Hanns-Jochen Kaffsack ...mehr
Kalender
James Crumley

Am 12. Oktober 1939 wird James Arthur Crumley in Three Rivers, Texas) geboren († 17. September 2008 in einem Krankenhaus in Missoula, Montana) .
James Crumley, bekennender Redneck und gleichzeitig ein brillanter Intellektueller war ein writer's writer der besonders verehrten Art. Der seit den sechziger Jahren im Schriftsteller-Paradies Missoula/ Montana lebende Autor gehörte zu den großen Amerikanern. Nach drei Jahren in der U.S. Army veröffentlichte er 1969 seinen ersten Roman "One to Count Cadence". Crumley lehrte unter anderem an der University of Montana, der University of Texas in El Paso und an der Carnegie Mellon University. Zwei Serienhelden hat er geschaffen: die Privatdetektive Milo und Sughrue, beide kaputt, versoffen, auf der Suche nach dem eigenen Gesetz.
Info:
Golkonda Verlag, kaliber. 38, evolver, mordlust, krimi-couch, krimikulturarchiv, sarahweinman.com (engl.)
Anne Perry
Am 12. Oktober 1938 wird Anne Perry als Juliet Marion Hulme in London geboren.

Sie wuchs in England, den Bahamas und Neuseeland auf. 1954 tötete sie zusammen mit einer Freundin deren Mutter. Der Mordfall, der großes Aufsehen erregte, wurde 1994 von Peter Jackson unter dem Titel Heavenly Creatures verfilmt.
Heute schreibt Perry unter anderem Kriminalromane, die im viktorianischen England spielen. Zu ihren literarischen Hauptpersonen gehören der Polizist Thomas Pitt, seine Ehefrau Charlotte und außerdem der Privatdetektiv William Monk.
Anne Perry lebt in Schottland. (Text: wikipedia.org)
Info:
Wikipedia, Krimi-Couch, Random House, youtube-KrimiKiosk-Spurensuche 1 (Video), KrimiKiosk-Spurensuche 1 (mp3), Krimi-Forum, kaliber. 38, spiegel.de anne-perry-interiors.com, anneperry.net/
Betriebsurlaub!
Ups!
Fast vergessen: Die Alligatorpapiere machen schon wieder Pause!!

Von heute früh, Montag, 4. Oktober 2010 bis Montag, den 11. Oktober 2010 gibt es hier keine Aktualisierungen.
Wir erobern den Goldenen Oktober.
Ab Dienstag, den 12. Oktober sind wir wieder für Sie da!
Machen Sie es wie wir: lesen Sie während dieser Zeit wieder mehr in Krimis, als darüber. Und: vermissen Sie uns bitte ein wenig!
Und wenn Sie trotzdem wissen wollen, was so im kriminellen Bereich passiert, besuchen Sie die bloggenden Kolleginnen- und-legen (siehe bei Blogwärts)
Eine gute Zeit wünscht die Alligator-Redaktion (nach Diktat verreist) ...
Kalender
Damon Runyon
Am 4. Oktober 1884 wird Damon Runyon als Alfred Damon Runyan in Manhattan, Kansas geboren († 10. Dezember 1946 in New York City an Kehlkopfkrebs).
Runyon war Autor und Journalist und wurde als Schriftsteller bekannt durch seine Stories, die in der New Yorker Unterwelt der Schieber und Gangster, Spieler und Kleinganoven, Trinker, Lebenskünstler und Huren spielten. Sein Tonfall aus Überspitzung, Witz, Schnoddrigkeit und Nonchalance war unverwechselbar und beschrieb, oftmals im Slang, eine Welt, in der Runyon sich bestens auskannte. Er war in seiner Jugend ein schwerer Trinker, sein bester Freund, der Buchhalter des Mafiabosses Dutch Schulz, starb bei einem Anschlag auf Dutch Schulz, und Runyon schrieb über Baseball und Boxen und kannte das gesamte Umfeld dieser immer wieder korrumpierten Sportarten. Runyon war zudem begeisterter Wetter und Spieler. Seine Geschichten beschreiben eine inzwischen untergegangene Welt, in der archaische Ehrbegriffe und brutale Gewalt den Aufstieg der organisierten Kriminalität begleiten, begünstigt durch Prohibition, Korruption und Doppelmoral. Dennoch war das Leben darin berechenbar und Runyons Darstellung wirkt heute wie die romantische Darstellung einer kriminellen Boheme im aufstrebenden Geschäftsleben Amerikas nach dem Börsencrash und zwischen den Kriegen. Zahlreiche seiner Geschichten wurden verfilmt oder auf den Theaterbühnen gespielt. In Deutschland erzielten seine Geschichten nach den Erstauflagen im Krüger Verlag (1953-1957) in den sechziger Jahren hohe Auflagen als rororo Taschenbuch bei Rowohlt und erlebte Neuauflagen im inzwischen untergegangenen Haffmanns Verlag (1999).
Info:
wikipedia (engl.), DR-Cancer-Research-Foundation (engl.), kirjasto.sci.fi., todayinliterature.com (engl.), Encyclopaedia Britannica (engl.).
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (–) Don Winslow: Tage der Toten
2 (1) Richard Price: Cash
3 (3) Jenny Siler: Verschärftes Verhör
4 (–) Nii Parkes: Die Spur des Bienenfressers
5 (–) David Peace: Tokio, besetzte Stadt
6 (9) Frank Göhre: Der Auserwählte
7 (8) Derek Nikitas: Scheiterhaufen
8 (5) Garry Disher: Rostmond
9 (–) Thomas Willmann: Das finstere Tal
10 (5)Jo Nesbø: Headhunter
Hier als schöne pdf-Datei
Frauenkrimis:
Henny Hidden mitKrimilesungen am 1., 2. und 3. Oktober 2010
...
krimiblog:
Ludger Menke ist als krimiblogger endlich wieder aktiv bei Twitter: Krimiautor Wolfgang Burger im Interview beim heddesheimblog ...
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: Der Mädchenfänger von Jilliane Hoffman (Wunderlich) ist nicht nur ein Krimi mit dem üblichen Serienmörder, sondern auch ein pädagogisches Unterfangen ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter. Folge 543: D.B. Blettenberg – Berlin Fidschitown (Besprochen von Kristine Greßhöner)...
krimikiosk:
Petra Weber weist hin auf:
DER WOLKENTEMPEL - Interessantes Thema, leider nur mäßig spannend. Krimi-Rezension von Katrin Schweizer. Und:
TATORT SCHREIBTISCH: Jutta Profijt, Mönchengladbach ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und mit R. i. P. Tony Curtis, Arthur Penn, Alain Corneau ...
Mord und Buch:
Kirsten Reimers mit Hinweis auf Besprechungen beim Buchmessespecial des HR ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre ...
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frankensteins Erben in der Oberpfalz
Auf den Spuren von Sebastian Fitzek bewegt sich Arno Strobel mit seinem Thriller "Der Trakt" (Fischerverlage). Es geht um die Suche nach dem eigenen Ich und verbrecherische Menschenversuche.
Von Harry Luck ... mehr
Der Spiegel:
»Kokser, Kommies und der Drogenkrieg«
Superlativalarm! "Einer der besten Thriller aller Zeiten" sei Don Winslows "Tage der Toten"- behauptet der Verlag. Außerdem: ein Giftmord im Strandhotel. Und eine Amerikanerin, die sich freiwillig verschleiert. Ab sofort alle vier Wochen bei SPIEGEL ONLINE: die wichtigsten Krimis des Monats.
In diesem Monat:
Der mächtigste Verbrecher ist der Staat: Don Winslows Drogenverschwörungs-Epos "Tage der Toten"
Strychnin im Strandhotel: Silvina Ocampos und Adolfo Bioy Casares' Meta-Krimi "Der Hass der Liebenden"
Die Welt ist ein Minenfeld: Jenny Silers Terrorkriegs-Puzzle "Verschärftes Verhör"
Von Sebastian Hammelehle, Ulrich Baron und ... mehr
FAZ:
»Kein echter Theologe greift die Vernunft an«
Vor hundert Jahren erschien die erste Erzählung über Father Brown. Der englische Schriftsteller Gilbert K. Chesterton schuf mit dem katholischen Geistlichen einen Ermittler, der weiß, dass im Himmel und auf Erden Vernunft regiert.
Von Josef Hoffmann ... mehr
DLR:
»Eine unsaubere Aktion«
Politthriller sind eine Spezialität der amerikanischen Autorin Jenny Siler. In "Verschärftes Verhör" (Fischer Taschenbuch) erzählt sie von einem obskuren Geheimdienst und einer Hetzjagd, die durch die halbe Welt und zurück bis zum Vietnamkrieg führt.
Von Thomas Wörtche ...mehr
Ein Beitrag, den Sie hören können
WDR:
»Ein düsteres Meisterwerk«
Don Winslow entwirft ein ausuferndes, schmutziges Panorama des mexikanischen Drogenkrieges.
"Tage der Toten" (Suhrkamp Verlag) trifft voll zwischen die Augen. Die beinahe 700 Seiten funktionieren wie das Kokain, der Crack, das Heroin: Süchtigmachend. So abstoßend und widerlich das Ganze auch wird.
Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!
Antje Deistler bespricht den Roman auf WDR 2
Zum Nachlesen und Hören hier ...mehr
Weitere September-Meldungen gibt es hier
Die August-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
Im Raum Stuttgart werden zwei kleine Mädchen vermisst. Als bei einem vorbestraften Sexualstraftäter eine entsprechende DVD auftaucht, wird klar: Hier handelt es sich um Snuff. Sowohl Eleonora als auch Pia wurden missbraucht und getötet, um das Tatgeschehen minutiös mit der Kamera zu dokumentieren und die Snuff-Filme in einschlägigen Kreisen zu verbreiten. An die Täter ist schwer heranzukommen, die SoKo tritt auf der Stelle. Tatsächlich verschwindet kurz darauf die achtjährige Lea. Und dann taucht die nächste DVD auf: Sie zeigt Lea - lebend. Kriminaloberrat Finkbeiner und seine Kollegin Nina Brändle befinden sich in einem Wettlauf mit der Zeit.
Ein türkischer Expolizist kommt nach Deutschland - Çelik wird zum Detektiv wider Willen. Zusammen mit der Psychologin Pelzer und einer Gruppe von Autisten klärt er ungewöhnliche Fälle auf. Das ist das Setting, aus dem sieben AutorInnen ihre Geschichten entwickeln: Çelik und Pelzer jagen einen Terroristenmörder, ermitteln im deutsch-indischen Bollywood-Milieu. Sie kraxeln auf die Schweizer Alpen, treffen auf türkisch-kurdische Folteropfer. Sie gehen auf Nazischatz-Jagd in Köln und tauchen mit Berliner Polizeiveteranen in die Geschichte der 68er ein. Çelik und Pelzer werden zu einem unschlagbaren Team. Aber kommen sie auch hinter ihre eigenen Familiengeheimnisse?
Hände weg von alten Teppichen!
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.
Frau. Mann. Mord ...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.
Frau Wipf ist es peinlich, dass sie sich an der Wohnungstüre überrumpeln liess und mehrere Tausend Franken an eine junge Frau los wurde, die ihr erzählte, dass ein Fluch auf Frau Wipf laste. Sie möchte nicht, dass ihr Sohn, der Polizist ist, davon erfährt und bittet Maloney, die Trickdiebin zu überführen. ...
Axels TV-Tipp des Tages:
ARD, 10.20
(USA 1959, R.: Michael Anderson)
Drehbuch: Eric Ambler
LV: Hammond Innes: The wreck of the Mary Deare, The 'Mary Deare', 1956 (Der Schiffbruch der Mary Deare)
Was geschah auf der Mary Deare? Und warum schweigt der Erste Offizier
Gideon Patch?
Spannendes Krimidrama mit Gary Cooper, Charlton Heston, Michael
Redgrave, Richard Harris.
NDR, 21.00
(D 2006, R.: Jochen Nitsch)
Drehbuch: Felix Huby, Dieter de Lazzer
LV: Figur von Felix Huby
Mike Dippon macht über die Balkonbrüstung einen tödlichen Abgang. Kommissar Bienzle sucht unter Dippons zahlreichen Feinden den Mörder. Wenn es denn kein Unfall war.
Klingt nach einem typischen Whodunit.
Mit Dietz Werner Steck, Rita Russek, Rüdiger Wandel
Hinweise:
Homepage von Felix Huby:
http://www.felixhuby.de/
Besprechung von Felix Hubys "Fast wie von selbst - Ein Gespräch mit Dieter de Lazzer" (2008):
kriminalakte/2009/03/17/
ZDFneo, 21.00
(GB 2002, R.: Richard Laxton)
Drehbuch: Elizabeth Mickery
LV: Elizabeth George: Missing Joseph, 1993 (Denn keiner ist ohne Schuld)
Wurde der Dorfpfarrer umgebracht? Oder starb er durch einen Unfall? Lynley und Havers suchen nach der Wahrheit.
NDR, 23.00
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)
Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
Oktober: Neu bei den Alligatorpapieren
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 40/10
Rätselhafte Morde in Reykjavik, ein neuer Kommissar in Bonn und ein Komplott in Saudi-Arabien ...
Im PKT 40 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im September 2010 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier

Ulrich Kroegers Krimitipp 9/10
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren
Folter, Mord und Terror, das Böse schlechthin und der abgebrühteste Berufsverbrecher
Ulrich Kroeger zu Büchern von Marcelo Figueras ("Der Spion der Zeit"), Derek Nikitas ("Scheiterhaufen"), Richard Starkr ("Irgendwann gibt jeder auf") und Ed Brubaker und Sean Phillips ("Sünder") ... mehr
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Krimi-Report Rezensionen |
| Krimi-Report No. 33 Ein neuer Kriminalhauptkommissar für Bonn Jetzt hat das Bonner KK 11 endlich Verstärkung bekommen - ironischerweise aus Berlin. Möglich hat dies die Bonner Autorin Nadine Buranaseda in ihrem ersten in Bonn verorteten Krimi gemacht. Thomas Przybilka über den Roman "Seelengrab" von Nadine Buranaseda ... mehr ... mehr |
| Von Thomas Przybilka |
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Aus der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur".
4/2010
Familiengeschichten
Kämpfe im Polizeiapparat um die guten Plätze nach der Apartheid, Spannungen zwischen den Polizeibeamten verschiedener Rassen und Ghettos, die all ihren Hass und ihre Angst gegen sich selbst richten.
Nach Gewalttaten ermittelt die Polizei auch gegen die nächsten Verwandten des Opfers. Oft zu Recht. Keimzelle des Verbrechens ist die Familie. In ihr beginnt aber auch das Gute. Wenn Kriminalromane das Privatleben von Polizisten und Detektiven einblenden, wirkt das manchmal wie ein geschwätziges Ausufern. Im Prinzip ist es jedoch angemessen.
Michael Schweizer über das wahre Wort von der Blutsverwandtschaft in den Büchern "Augen für den Fuchs" von Henner Kotte, "Hämatom" von Lucie Flebbe und "Finstere Orte" von Gillian Flynn ... mehr
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Nadine Buranaseda
veröffentlichte seit 2005 regelmäßig Krimi-Heftromane für die Serien "Jerry Cotton" und "Chicago". Ihren Debütkrimi legte sie mit "Seelengrab" 2010 im Droste Verlag vor.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten und wurde dabie mit Gebackenem Kürbis und Joghurt-Minze-Dip versorgt ... mehr
Bohnet Pleitgen
Bohnet Pleitgen steht für das Autorengespann Ilja Bohnet und Ann-Monika Pleitgen. Er promovierter Physiker am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY, sie Schauspielerin und Managerin ihres Mannes Ulrich. Beide seit über vierzig Jahren Mutter und Sohn.
Nach dem großen Erfolg ihres Erstlings "Freitags isst man Fisch" erscheint in diesem Herbst der neue Roman "Kein Durchkommen".
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten und wurde mit ungiftigen Pilzen gefüttert ... mehr