krimiblog:
Ludger Menke über Dagmar Scharsich, die mit "Der grüne Chinese" ihren dritten Krimi vorgelegt hat. Nach und nach entdeckt die Kriminalliteratur ihrer Wurzeln, besinnt sich auf ihre Geschichte. Der deutsche Krimi, dessen Tradition längst noch noch nicht aufgearbeitet und erschlossen ist, hinkt wie so oft hinterher. Um so schöner ist es, dass sich jetzt eine Autorin der deutschen Groschenromane angenommen hat ...
krimikrimi:
Margit Breuss lässt Polizisten und Polizistinnen erzählen. Guckt Krimi-Couch-TV und recherchiert über die Steinlaus. ...
krimileser: Bernd Kochanowski meint, das dies möglicherweise die Folge davon sei, wenn Verlage versuchen statt Bücher Geld zu drucken: Diese Woche wurde bekannt, dass HMH einstweilen die Akquise von neuen Büchern eingestellt hat ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp. Und er findet, dass der Roman "Sterbezeit" von Norbert Horst den unsichtbaren Vertrag zwischen Erzähler und Publikum verneine ...
NuT:
Joachim Linder faustistisch: Das Böse ist eine Laune des Guten, weil das Böse der Modus ist, in dem sich das Gute selbst unterscheiden und beschreiben kann ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph präsentiert das Krimijahr 2008: ein Rückblick - 1. Der Mimikrymi. Außerdem reagiert er auf Axel Bußmers Vorwurf, dass Norbert Horst den unsichtbaren Vertrag zwischen Erzähler und Publikum verneine ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre.
Giorgione und auch anobella (aber sie empfiehlt die Literatur-Beilage in der ZEIT: auch wegen Le Carres Beitrag) ...
Es sei lange her, seit ein neuer Roman von John le Carré einen solchen Medienauftrieb erlebt habe - bis hinein ins "Heute Journal",
meint Thomas Wörtche in der 141. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Das sei besonders erfreulich, weil in den letzten Jahren oft zu lesen war, er wäre seit dem Ende des Kalten Krieges der abgehalfterte Großmeister des toten Subgenres Spionageroman. Oder, fast schlimmer noch: Er sei mit dem Furor der letzten Bücher - vor allem dem Ewigen Gärtner - endgültig der Gutmensch-Fraktion zuzuschlagen. Den kühlen, analytischen Blick und dessen Umsetzung in spannende Prosa traute man eher Frederick Forsyth zu. Was für ein Unfug! Umso paradoxer, dass jetzt, wo man le Carré als Doyen des Human-Moralisch-Werthaltigen breitenwirksam entdecke, sich Lob und Hudel über "Marionetten" (Ullstein Verlag) ergieße, den vermutlich langweiligsten, zahnlosesten und ausrechenbarsten aller le Carré-Romane der letzten fünfzehn Jahre. Und gleichzeitig in der Tat ein humaner, moralischer und werthaltiger Roman.
Was TW noch für und gegen das Buch sagt, können Sie nachlesen:
bei kaliber. 38 und im "Freitag" 48/2008 lesen.
Frankfurter Rundschau:
»Ein kühler Kopf unterm Zürcher Hochnebel«
Zu den Seltsamkeiten im großen Krimi-Garten gehört, dass bestimmte Böden bestimmte Schreibweisen hervorzubringen scheinen. Die Schweizer zum Beispiel, zu ihnen gehörte der früh verstorbene Ernst Solèr mit "Staub im Schnee" (Grafit Verlag), haben einen unaufgeregten, fast schon abgeklärten Ton: Ein Toter ist noch lange kein Grund, die Nerven zu verlieren. Verhaltenen Morde, so diskrete Untaten, so im mehrfachen Sinn nüchterne Ermittler, so eine zarte Erzählironie, das eben scheint typisch schweizerisch zu sein.
Von Sylvia Staude ...
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FAZ:
»Im Winkel der Toten«:
Der blutige Terror des Leuchtenden Pfades und die darauf folgende harte Repression hätten eines der großen Themen der zeitgenössischen Literatur Perus werden können, zumal die peruanischen Autoren sich immer in die Politik ihres Landes eingemischt haben. Doch der erwartete große Roman über den Pfad und Ayacucho ist bisher noch nicht erschienen. Die beiden literarisch anspruchsvollsten Romane "La hora azul" von Alonso Cueto und "Abril rojo" von Santiago Roncagliolo erschienen in der spanischen Originalversion 2005 und 2006, mehr als zwanzig Jahre nach dem Höhepunkt des Bürgerkrieges zwischen dem Leuchtenden Pfad und der peruanischen Regierung, der siebzigtausend Menschen das Leben kostete. Beide Bücher sind unter den Titeln "Die blaue Stunde" und "Roter April" (Suhrkamp Verlag) jetzt auch in deutscher Sprache erschienen. Die wegen ihres Lokalkolorits schwierige, doch sehr gelungene Übersetzung von "Roter April" stammt von Angelica Ammar. Santiago Roncagliolo hat in einem Interview gesagt, er habe schon immer einen Thriller schreiben wollen, einen "blutigen Krimi mit Serienmördern und monströsen Verbrechen". Er habe für den Roman "Roter April" die "notwendigen Elemente in der Geschichte seines Landes gefunden ...
Von Walter Haubrich ... mehr
Die Welt: »Das andere Genre: Wie die Bürokratie Stanislaw Lem zusetzte«:
Das Weltraum-Epos "Solaris" war sein größter Erfolg und wurde mit George Clooney verfilmt. Die Kosmologien Stanislaw Lems waren nicht nur Zuflucht in geistesfernen Zeiten, sondern auch der Rahmen, der einen solchen Spiegel halten sollte. Man darf vermuten, dass sich Lem, nachdem aller Humanismus nicht hatte verhindern können, dass seine Kindheit und Jugend gewaltsam beendet wurden, einen anderen Rückhalt gesucht hat. Betrachtet man die Lebensumstände von Stanislaw Lem, blieb ihm gar nichts anderes übrig, als Science -Fiction-Autor zu werden. Der jetzt erschienene Briefband "Der Widerstand der Materie" (Parthas Verlag) gibt Einblicke in seinen obsessiven Alltag.
Von Ulrich Baron ... mehr
ZDF:
»Comeback«
John Le Carré, der König der Spione, ist noch lange nicht im Ruhestand. Im Gegenteil, mit 77 Jahren packt der Literat unter den Thrillerautoren noch einmal all seine Wut zusammen und schreibt sich in seinem neuen Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag) den Ärger über die Paranoia des Westens nach dem 11. September von der Seele.
Ein Beitrag von Achim Zeilmann in der Kultursendung "Aspekte", den Sie in der ZDFMediathek sehen können (5:23 min) ...
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Die Zeit:
»Keine Liebe, viel Sex«
Mario Conde läuft durch Havanna und erkennt es nicht wieder – die Stadt, dessen literarische Wahrnehmung er wie keine andere Romanfigur geprägt hat. Leonardo Paduras Held in Der Nebel von gestern wurde schon in vorigen Romanen mit den Schattenseiten der kubanischen Gesellschaft konfrontiert. In Paduras neuem Roman "Der Nebel von gestern" (Unionsverlag) sind es eben diese Erinnerungen, die Conde darüber hinweghelfen, dass er sich in der ihn umgebenden Welt eskalierender Gewalttätigkeit, trister Prostitution und immer ausgefallenerer Drogen nicht mehr zurechtfindet.
Leonie Meyer-Krentler über die Romane "Der Nebel von Gestern" von Leonardo Padura und "Kein bisschen Liebe" von Pedro Juan Gutiérrez ... mehr
Berliner Zeitung:
»Saat der Gewalt in Südafrika«
Südafrika hat mit J. M. Coetzee einen der wenigen unumstrittenen Literaturnobelpreisträger der letzten Jahre hervorgebracht. Mit Deon Meyer verfügt das von Armut, Gewalt und den Spätfolgen der Apartheid geplagte Land am Südzipfel des afrikanischen Kontinents auch über einen der bedeutendsten Kriminalschriftsteller der Welt - und dieser Vergleich hinkt keinesfalls, denn was Coetzee für den postkolonialistischen Roman geleistet hat, leistet Meyer auch mit "Weißer Schatten" (Aufbau Verlag) für den zeitgenössischen Krimi: eine Re-Animierung des sozialen Romans, in Meyers Fall in der Hülle des rasanten Thrillers.
Von Günther Grosser .... mehr
Berliner Zeitung:
»Verschwörungstheorie in Schottland«
Weniger rasant, ja geradezu vergleichsweise behäbig entwickelt der Schotte Gilbert Adair seine postmodernistischen Rätselgeschichten, bislang zweimal als augenzwinkernder Erbe der guten alten Agatha Christie, im neuesten Fall "Und dann gab's keinen mehr" (C.H. Beck Verlag) als Epigone des großen Arthur Conan Doyle, und erneut mit der merkwürdigen Detektivin Evadne Mount. Der Roman wimmelt nur so von Anspielungen, ausgeklügelten Bezügen und Verweisen und Adair jongliert meisterlich mit den Grundfesten des Genres - und tatsächlich ohne dass das Ganze in sich zusammenklappt.
Von Günther Grosser ...
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»Zwei Jahre Schwarze Nächte«
Die Schwarzen Nächte (in der Sonnenseite) feiern am Freitag, 28. November ihr zweijähriger Jubiläum! In Hamburg sind sie längst kein Geheimtipp mehr. Seit November 2006 stellen Krimi-Autoren in der Sonnenseite an jedem letzten Freitag im Monat von 21 Uhr an ihre Geschichten über die nicht legalen Verbrechen vor.
Zum 2jährigen liest Regula Venske.
Es lohnt sich also auch an diesem "schwarzen Freitag" etwas früher in die "Sonnenseite" zu kommen, zumal, wie immer, kein Eintritt verlangt wird. Mehr dazu auf der neuen Internetseite des Projektes.
Mehr zum Programm
Kalender
Rita Mae Brown
Am 28. November 1944 wird Rita Mae Brown in Hanover, Pennsylvania geboren.
Sie wuchs in Florida auf und studierte Englisch an der New York University, Kinematographie an der School of the Visual Art und Politikwissenschaften am Institute for Policy Studies in Washington, wo sie auch ihre Dissertation abschloß. Sie ist "President of the American Artists" und erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Emmy. "The Long Summer" wurde ebenso ausgezeichnet wie "I Love Liberty" . 1970 war sie eine der Begründerinnen der Radicalesbians.
Berühmt wurde sie mit Rubinroter Dschungel und nicht zuletzt durch ihre Kriminalromane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Koautorin. Auf deutsch sind inzwischen zwölf Romane über die Abenteuer der Tigerkatze Mrs. Murphy, ihrer Freundin, der Hündin Tee Tucker, und ihr Frauchen Mary Minor Haristeen, genannt Harry, erschienen.
Rita Mae Brown lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin auf einer Farm in Charlottesville, Virginia.
Infos bei:
Homepage (engl.), wikipedia.org , lespress.de (Interview) , Toms Krimitreff, Krimi-Couch, Ullstein Verlag, Rowohlt Verlag, Aviva Berlin, Wiener Zeitung (Interview), Fantastic Fiction (engl.), eyeonbook (Interview) (engl.), youtube (Video-Interview) (engl.), wiredforbooks (Interview 33 min.) (engl.), bookreporter (Interview) (engl.).
krimiblog:
Ludger Menke liegen Literarische Gesellschaften am Herzen, daher bringt er folgender Hinweis: Die deutsche Sherlock-Holmes-Gesellschaft "Von Herder Airguns" veranstaltet einen Schreibwettbewerb. Das Thema ist der Meister selbst. Wer also etwas zu Sherlock Holmes auf's Papier bringen möchte, kann das noch bis zum 20. April 2009 tun ...
krimikrimi:
Margit Breuss hat soeben frisch gefunden bei der Krimicouch: Der neu erschienene Krimi "Die Zahl" von Daniela Larcher. Dazu gibt es ein Preisrätsel, das der Fischer-Taschenbuchverlag zur Feier des Buches veranstaltet ...
krimileser: Bernd Kochanowski meint, dass das zweite Buch, so laute es häufig, das schwerste sei. Hier müsse der Autor zeigen, ob er wirklich einer sei, oder ob es lediglich zum One-Book-Wonder reiche. Mit "The Dead Yard" setze Adrian McKinty seine Geschichte um Michael Forsythe fort ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Neuem im Kino: "Death Race" ...
NuT:
Joachim Linder über Law and Literature (z. B. Paula J. Reiters über "Doctors, Detectives, and the Professional Ideal: The Trial of Thomas Neill Cream and the Mastery of Sherlock Holmes"). Außerdem über "Totmacher" ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph bloggt heute nicht, arbeitet aber viel am neuen Krimijahrbuch ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre.
Giorgione (der aber etwas über die Zusammenarbeit von Montalbano und Hiaasen weiß) und auch anobella ...
schwedenkrimi.de: »Die isländische Kernschmelze«
Viele Leserinnen und Leser kaufen Kriminalromane, um auch etwas über das Land, die Menschen und die Gesellschaft herauszufinden, in dem der Kriminalroman spielt. Vor allem die Autorinnen und Autoren aus den skandinavischen Ländern sehen sich selbst in der Tradition von Sjöwall/Wahlöö, welche als Erneuerer des modernen skandinavischen Kriminalromans gelten. Sie schreiben Kriminalromane nicht nur der Spannung wegen, sondern auch um soziale Probleme aufzugreifen und diese in ihren Krimis zu beschreiben. Viele isländische Krimiautorinnen und -autoren schreiben in ihren Krimis deshalb über gesellschaftliche Fehlentwicklungen in ihrem Land Island. Was ist nun näher liegend, als diese Autorinnen und Autoren zu befragen, wie sie die gegenwärtige Situation nach dem Finanzkollaps in Island einschätzen und welche Konsequenzen aus ihrer Sicht aus diesem Geschehen gezogen werden müssen.
Viele Krimiautoren haben geantwortet und auch ihre persönliche Situation geschildert.
Von Jürgen Ruckh mehr
schwedenkrimi.de: »
Schlechte Politiker und eine tragisch brutale Geschichte«
Trotz der zuletzt demonstrierten Macht und Stärke im Konflikt mit Georgien glaubt der dänische Top-Autor und ehemalige Moskaukorrespondent des dänischen Fernsehens Leif Davidsen an eine Chance für die Demokratie in Russland. Der Autor des aktuell auf Deutsch vorliegenden Kriminalromans "Der Russe aus Nizza" (Zsolnay Verlag) sprach mit dem Literaturportal "schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien". Herausgekommen ist das wohl bis dato politischste Interview des Portals.
Von Alexandra Hagenguth ... mehr
Deutschlandradio:
»Reden und Schreiben unter Lebensgefahr«
Vor 20 Jahren hat der damalige iranische Ayatollah Khomeini eine Todesdrohung an die Adresse des britisch-indischen Schriftstellers Salman Rushdie wegen seines Buches "Satanische Verse" ausgesprochen. Auch der italienische Autor Roberto Saviano weiß, was Morddrohungen sind: Mit seinem Buch "Gomorra" hat er die Mafia verärgert. Beide Autoren haben nun in Stockholm, auf Einladung der Nobelpreisakademie über Redefreiheit und Morddrohungen gesprochen.
Über die Tagung "Das freie Wort und die gesetzlose Gewalt" mit Roberto Saviano und Salman Rushdie berichtet Albrecht Breitschuh
... mehr
NDR Info: »Achtung, Erstklässler: Bauplan für Briefbombe!«
Dieses Buch schaffen Sie nicht an einem Abend und auch nicht an einem Wochenende. Dafür enthalten die fast 500 Seiten zu viele Handlungstränge und für einen Schmöker ist dieser Roman inhaltlich zu dicht geschrieben. Immerhin: Der Auftakt ist rasant. Im Büro nebenan von Mathematik-Professor Lee geht eine Bombe hoch und tötet seinen jungen Kollegen und Konkurrenten Hendley. "Ah, wie gut", denkt Lee spontan, und wird sofort von dem Gefühl der Reue übermannt. Der Roman "Reue" (Aufbau Verlag) von Susan Choi ist ein spannendes und kluges Buch mit einem rasanten Auftakt. Allerdings wirkt die bildhafte Sprache und die sorgsam komponierte Handlung oft bemüht.
Von Sybille Hasenclever ... mehr
Deutschlandradio:
»Ein Polizist mit Abgründen«
Dies ist bereits der siebte Fall der von der schwedischen Krimi-Autorin Liza Marklund geschaffenen Figur Annika Bengtzon. In "Lebenslänglich" wird der Vorzeigepolizist David Lindholm ermordet aufgefunden. Hauptverdächtige ist seine psychisch verwirrte Frau. Doch Bengtzon recherchiert, dass sich hinter Lindholms glanzvoller Fassade Abgründe verbergen. Die 1962 geborene Liza Marklund, selbst Journalistin von Haus aus, hat mit Annika Bengtzon eine der erfolgreichsten Krimiheldinnen des letzten Jahrzehnts geschaffen - nicht zuletzt, weil in dieser Figur viele aktuelle Strömungen des Genres zusammenlaufen. Auch "Lebenslänglich" (Kindler Verlag) , Annikas siebter Fall, setzt diese Qualitäten ein und ihren Roman zum Anlass, ein gesellschaftlich virulentes Thema - die Diskussion über "lebenslängliche" Haftstrafen - in den Plot zu integrieren, ohne diesem dadurch traktathafte Züge zu geben
Von Rainer Moritz ... mehr
Die Berliner Literaturkritik: »Im Sprühnebel des Erbrochenen«
Nach seinem glänzend geschriebenen, skandalumwitterten Roman "Endstufe" von 2004 war es still geworden um Thor Kunkel. Eine "dauererigierte Männerphantasie" wollte Iris Radisch gelesen haben, und ihre Feuilletonkollegen fanden ähnlich eloquente Beleidigungen für das zwar reichlich geschmacklose, aber nichtsdestoweniger brillante Buch. Jetzt, vier Jahre später, ist Kunkel zurück. "Kuhls Kosmos" heißt der neue Roman, der beim kleinen Berliner Verlag Pulp Master – einer Heimat für Thriller und Trash – erschienen ist. Es ist letztlich ganz einfach: Thor Kunkel hat mit "Kuhls Kosmos" einen wunderbaren Mix aus Pulp und Thriller, aus Komödie und Tragödie zusammengeschrieben. Dieser Schriftsteller ist noch lange nicht an seinem Zenit angekommen, geschweige denn seinem Ende. Man kann sich nur darauf freuen, mehr von ihm zu lesen.
Von Martin Spieß ... mehr
Tagblatt:
»Unheimeliges aus dem Bündnerland«
Sabina Altermatt ist in Chur aufgewachsen, hat in St. Gallen Staatswissenschaften studiert und lebt heute in Zürich und im Glarnerland. Ein Hin und Her in der Biographie zwischen Bergen und Ebenen; zwischen Zürichsee und Engadin handelt denn ihr neuester Kriminalroman "Alpenrauschen" aus der Reihe "Tatort Schweiz" des Limmat Verlags. Ein Buch, in dem Städterin und Bergler, Idealistin und Karrieristen menschlich aufeinanderprallen und ihre Ideale aneinander reiben.
Von Sonja Lüthi Ihle ... mehr
Schweizer Fernsehen:
»Auf den Spuren eines unheimlichen Verbrechens«
Es geschah in einer Februarnacht 1903: Auf dem Friedhof der Waadtländer Gemeinde Ropraz wird das Grab einer jungen Frau geöffnet, die Leiche geschändet und zerstückelt. Aufgeklärt wurde die Tat nie. Bis heute Anlass für Gerüchte. Hütet das Dorf ein düsteres Geheimnis? Der Schriftsteller Jacques Chessex hat die Geschichte des «Vampirs von Ropraz» in seinem Roman "Der Vampir von Ropraz" (Nagel & Kimche Verlag) verarbeitet. Die Sendung «kulturplatz» begab sich mit ihm auf Spurensuche.
Ein Beitrag von Meili Dschen ...
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Das Video des Beitrages ist via Computer anzusehen (6:18' min)
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Rainer Gross
Rainer Gross wurde 1962 in Reutlingen (Baden-Württemberg) geboren. Er studierte in Tübingen Philosophie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, danach Studium an einem theologischen Seminar. Seit 2002 lebt er als freier Schriftsteller bei Hamburg und veröffentlichte im Pendragon Verlag die Romane "Grafeneck" und "Weiße Nächte".
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat ihn zur 'legendären' Befragung gebeten und wurde dafür mit gegrillter Maishähnchenbrust mit Vanille und Tomate belohnt ... mehr
krimileser: Bernd Kochanowski weist darauf hin, dass bei europolar der Beitrag über Janwillem van de Weterings Serie um De Gier und Grijpstra nun ins Deutsche übersetzt wurde. Außerdem: über Bücher bei Tchibo ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Greg Rucka: Der ist in den USA bereits seit über zehn Jahren ein in der Krimi- und Comicszene bekannter Name. In Deutschland dauerte es, obwohl der große Druchbruch immer noch nicht gekommen ist, etwas länger ...
NuT:
Joachim Linder über Kriminalisieren ... (Forschung) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Opulenz versus Askese. Dicke und dünne Bücher ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre.
Giorgione und auch anobella ...
Complete Review: »The P.I.-Brenner series«:
Wer dachte, dass dieser Autor nur im Deutschsprachigen Raum verbreitet sein, der wird sich wundern. Eine Menge Infos, Besprechungen und Links hat die englischsprachige Kulturseite zu den Büchern von Wolf Haas gesammelt.
... mehr
Ein Tipp von Joachim Linder
Der Tagesspiegel:
»Die amerikanische Epidemie«
Der amerikanische Schriftsteller Pete Dexter war in Deutschland bis vor kurzem kaum bekannt. "Paris Trout" war vor mehr als 15 Jahren gekürzt unter einem anderem Titel auf Deutsch erschienen, zwei Paperbacks aus den Neunzigern sind vergriffen, und für das übrige Werk hat sich bisher niemand interessiert. Mittlerweile hat sich Liebeskind der Sache angenommen. Jürgen Bürger hat nun den 1988 erschienenen "Paris Trout" sehr genau neu übersetzt. Das ist wichtig, denn die bedrohliche Wirkung dieses Roman geht vor allem von seiner heruntergekühlten Sprache aus. "Paris Trout" (Liebeskind Verlag) erzählt von Rassismus und Mord in Georgia. Dem Schriftsteller ist ein bitterer Thriller über die menschenfeindliche Krankheit gelungen.
Von Kolja Mensing ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Tee trinken und ein letztes Buch (nicht) lesen«
Auf dem Cover wird behauptet, Zoran Zivkovics "Das letzte Buch" sei ein "postmoderner Thriller" (Deutscher Taschenbuch Verlag dtv). Nun ist aber nicht jedes Buch (und sei es ein letztes), durch das ein Inspektor hüpft, einThriller, und nicht alles, was nicht traditionell erzählt ist, schon postmodern. Wie die Briten Gilbert Adair oder Jasper Fforde, der zum Gaudium seiner Leser Agenten in der Welt berühmter Romane ermitteln lässt, erlaubt der Serbe Zivkovic sich einen Scherz mit der Literatur.
Von Sylvia Staude ...
mehr
Frankfurter Rundschau:
»Lauri Hanhivaaras Uhr tickt anders«
1981 ist Pentti Kirstiläs Krimi "Den Göttern trotzt man nicht" (Grafit Verlag) im finnischen Original erschienen, und ein wenig klingt in ihm eine langsamere, behaglichere Zeit durch. Aber nicht so sehr, dass man keine Freude hätte am ermittlerischen Treiben des maulfaulen, exzentrischen, melancholischen Lauri Hanhivaara (man sieht ihn als einen Kaurismäki-Finnen vor sich) in Italien, wo ein Landsmann sich hat ermorden lassen.
Von Sylvia Staude ...
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Vorsicht, Spannung!In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Die Tote auf dem Opferstein:
Eine frische Leiche auf einem Opferstein aus der Bronzezeit, ein Geheimnis um das spurlose Verschwinden zweier Kinder, eine Freundschaft, die an der Liebe zerbricht – mit "Grabesgrün" (Scherz Verlag) von Tana French ist eine aufregende neue Autorin zu entdecken.
Von Anne Chaplet ... mehr
satt.org:
»Waschen, Schneiden, Morde klären«:
Eine erschlagene Beauty-Redakteurin und ein ertränkter Maler – zwei Fälle, zwei Bücher, ein Ermittler: Tomas Prinz, Frisör. Eher unabsichtlich rutscht der Mann mit dem unbeirrbaren Blick für Frisuren und Haarbeschaffenheiten in die Aufklärung der Todesfälle hinein. Zwei Whodunits zwischen Glätteisen und Kokosextrakt. "Der Frisör" (Diogenes Verlag) ist Schünemans Debüt, charmant und nett – doch auch mit den Kinderkrankheiten eines Erstlings befallen. Deutlich geschickter als im ersten Buch verwebt Schünemann Themen und Handlungen in "Der Bruder", auch Seitenstränge führen wieder zum Eigentlichen zurück. Doch obwohl die Romane solide Whodunits sind und eine bodenständige Spannung liefern – ein bisschen langweilig sind sie schon.
Kirsten Reimers in der dreizehnten Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" ... mehr
taz:
»Geheimdienstler sind auch nur Trottel«
Die Welt und ihre Wahrnehmung haben sich nicht erst mit den New Yorker Anschlägen verändert, diese waren nicht der Beginn, sondern der Ausdruck einer Entwicklung, die schon in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts ihren Anfang nahm und mit dem Schlagwort "Kampf der Kulturen" nie hinreichend beschrieben worden ist.
In genau jenes Feld dringt nun mit seinem neuesten Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag), der im Original wesentlich präziser "A most wanted man" heißt, der Starautor John le Carré ein. Le Carrés Thriller vermochten manchen Lesern den Kalten Krieg besser zu erklären als die tägliche Zeitungslektüre. Le Carré allerdings hat es anders als Don DeLillo, John Updike oder Philip Roth nie zu literarischen Weihen gebracht - in Deutschland, wo noch immer zwischen Unterhaltungsliteratur und Hochkultur geschieden wird, erst recht nicht.
Doch nun hat sich le Carré Hamburg als Spielort seines Romans ausgesucht und zugleich, wie die oben genannten Kollegen auch, seinen Beitrag zum 9/11-Komplex geleistet.
Von Jörg Sundermeier ...
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Frankfurter Rundschau:
»Der Jesus der Papierflieger«
John Le Carrés neuester Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag) ist dieser Tage erschienen, und der 1931 geborene, selbst einst für den britischen Geheimdienst MI 6 arbeitende Autor des "Spions, der aus der Kälte kam" lässt in seinem Genre immer noch die meisten Konkurrenten weit hinter sich - auch die, die wie er wissen, wovon sie reden. Sein Stil ist von mühelos wirkender Eleganz, in seinen Dialogen ficht er mit dem Florett. Seine Orts- und Sachkenntnis ist so profund wie seine Beherrschung des Handwerks. Und er schafft, anders als etwa John Grisham, Charaktere, die der Leser eben nicht in eine Schublade schieben und dort vergessen kann.
Von Sylvia Staude ...
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Der Westen:
»Atemberaubende Thriller«
"Keine Angst, sie haben nur einen Roman gelesen", beruhigt Sebastian Fitzek am Ende seines aktuellen Thrillers "Der Seelenbrecher" (Knaur TB Verlag) seine Leser. Viele können wahrscheinlich erst dann wieder durchatmen. Der 37 Jahre alte Berliner Autor schreibt atemberaubende Psycho-Schocker und zwar einen nach dem anderen: Vier Bücher in drei Jahren, die in Deutschland eine Auflage von 750 000 Exemplaren erreichen. Mit jeder umgeblätterten Seite eines "Fitzek-Thrillers" erhält der Leser neue Rätsel. Das absolvierte Jura-Studium hilft dem Autor nach eigenen Worten "Struktur" in seine vielschichtigen Handlungen zu bringen und Menschen zu "überzeugen".
Von Eva Hundemer ...
mehr
krimileser:
Was fängt man jetzt mit so einem Buch an, dass doch mit einigen Vorschusslorbeeren aus den USA zu uns nach Europa gekommen ist und dass uns das Pornogewerbe 'mal aus einer anderen, der weiblichen Sicht' präsentieren will. Da mutete es schon beinahe wie politische Unkorrektheit an, dieses Buch nicht bedingungslos zu preisen. Bernd Kochanowski findet es langweilig und banal: "Money Shot" von Christa Faust ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (James Hadley Chase) ...
NuT:
Joachim Linder Forschung zu Ernst Weiß. Z.B.: Cornelia Heering: Die Kultur des Kriminellen. Literarische Diskurse zwischen 1918 und 1933 ...
Spannungsromane:
amer über Scott Sigler: INFIZIERT ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph meldet einen neuen Titel in der "Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts": Ernst Mosers "Ein Verbrechergenie" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre.
Giorgione und auch anobella (aber sie packt Stieg Larsson aus) ...
ORF:
»In allen Geschäftsbereichen tätig«:
In ihrem Buch mit dem Titel "Mafia: Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern" (Droemer Knaur Verlag) liefert Petra Reski ein sehr persönliches, ein anschauliches und durchaus fesselndes Mosaik aus Erlebtem und Recherchiertem - einen Krimi mitten aus Europa. Sie führt uns in Kirchen, Justizpaläste und Trattorien, zu Hochzeiten, Prozessen und Prozessionen und versteht es, mit wenigen Worten einen lebendigen Lokalaugenschein zu vermitteln. Petra Reski beschreibt Strukturen, Rituale und Geschäftsfelder der Mafia, vor allem der sizilianischen Cosa Nostra und der kalabresischen 'Ndrangheta. Sie machen ihr Geld nicht nur mit Schutzgelderpressungen, sondern auch mit Waffen-, Drogen- und Menschenhandel, im Bau-, Gastronomie- und Gesundheitsbereich. Dabei sind diese Geschäfte keineswegs auf Italien beschränkt.
Von Wolfgang Seibel ... mehr
Süddeutsche Zeitung:
»Ihre eigenen Geschöpfe«
Terror-Paranoia und eine Politik, die mit der Angst spielt: John le Carré beweist in seinem neuen Roman, dass kaum einer so viel über Deutschland weiß, wie er.
"Marionetten" (Ullstein Verlag) heißt John le Carrés 21. Roman, und er spielt in Hamburg. Auf Englisch heißt das Buch "A Most Wanted man". Aber der deutsche Titel ist gar nicht schlecht. Im Grunde greift er ein altes Motiv auf. Zwar ist Deutschland mittlerweile ein souveränes Land. Wenn es aber um den Krieg gegen den Terror geht, wird es zum Vasallen Amerikas, und seinen Geheimdiensten bleibt auf ihrem eigenen Territorium nichts anderes übrig, als die transatlantischen Kollegen walten und schalten zu lassen.
Von Ijoma Mangold ...
mehr
FAZ:
»Maigret-Marathon 32«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Zweiunddreißigste Folge: "Maigret in Arizona".
Zwei Jahre nach Maigrets Abenteuer auf Porquerolles (siehe: Maigret-Marathon 31: Mein Freund Maigret) findet man ihn nun in der Wüste von Arizona. Dort wurde das Buch 1949 auch verfasst, zwanzig Jahre nach Simenons erstem "Maigret", und dass der Autor seiner Sache keineswegs müde ist, teilt sich sofort mit.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
FAZ:
»Im Namen von Sherlock Holmes und Miss Marple«
Täglich fahren an die tausend Züge vom Bahnhof Paddington im Westen Londons ab. Wer aber je in einen Zug gestiegen ist, der 16.50 Uhr ab Paddington fuhr, musste sich gewiss die bange Frage stellen, was es auf dieser Reise Schreckliches zu sehen geben wird. Denn Abfahrtszeit und -ort sind nun mal in einem der beliebtesten Mordfälle der Kriminalgeschichte verewigt, mit denen einst die unverwüstliche Miss Marple Licht ins Dämmern der feinen englischen Klassengesellschaft brachte. Denn Zufall kann es ja gewiss nicht sein, wenn sich Dinge derart zueinanderfügen - immerhin sind wir im Krimi und damit in einem dichten Zeichenkosmos, wo alles zum Indiz wird."Nun hasse ich Zufälle von ganzem Herzen", erklärt denn auch Evadne Mount, die Wiedergängerin Miss Marples in Gilbert Adairs aktueller Trilogie, in der nun als fulminanter dritter Fall für Evadne Mount "Und dann gab's keinen mehr" (C.H. Beck Verlag) erschienen ist. Deshalb muss es also mehr als Zufall sein, dass auch der Name dieses Autors passionierten Krimilesern längst bekannt ist: Adair hieß das Mordopfer, mit dem Sherlock Holmes im Jahre 1903 nach zehnjähriger Abwesenheit die Ermittlungsarbeit wiederaufnahm.
Von Tobias Döring ...
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FAZ:
»Selbstverliebt in einen Cowboy«
Es sind die Schwierigen, die Widersprüchlichen, die Anstrengenden, von denen es die meiste Freude macht zu erzählen. Leute wie der jüdische Cowboy, Country-Songwriter und Kriminalschriftsteller Kinky Friedman. "Greenwich Killing Time" hieß sein Debüt. Der Roman hängt an keiner Stelle durch. Hält man dagegen sein jetzt in deutscher Übersetzung erschienenes Spätwerk "Der Gefangene der Vandam Street" (Haffmanns bei Zeitausendeins) dagegen, muss man leider endgültig feststellen, was bereits in den vorangegangenen Kinky-Krimis durchschimmerte und stets eine Gefahr bei alternden Originalen darstellt: Kinky Friedman ist dem Kult um seine eigene Person aufgesessen. Abschreiben sollte man den texanischen Kauz wegen dieses allzu hingeworfenen Buchs dennoch nicht. Friedman ist bei aller Selbstverliebtheit als Stimme einer skeptischen Gegenöffentlichkeit nicht vollkommen überflüssig geworden. Allerdings ist er heute als Kolumnist wesentlich besser denn als Romanautor.
Von Eric Pfeil ...
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Tiamat Blog:
»Philosophische Funksprüche aus dem Gefängnis«
»Es ist keine Schande, aus Texas zu kommen, es ist nur eine Schande, dahin zurückzukehren«, lautet eine der schönen Sottisen, mit denen sich Kinky Friedman in "Der Gefangene der Vandam Street" (Haffmanns bei Zeitausendeins) selber zitiert, von den insgesamt 17 Krimis der vorletzte, der nun auch auf deutsch vorliegt. Kinkys Krimis entziehen sich dem Genre auf elegante Weise, es dient ihm nur noch als Folie, um eine Philosophie des Schwermuts und der Verzweiflung auszubreiten, und zwar mit so viel Poesie, daß ich nichts lieber tue als mit Kinky in eine andere Welt abzudriften, dorthin, »wo kein Nachtbus mehr fährt«. Kinkys Bücher können wie Antidepressiva gelesen werden ...
Von Klaus Bittermann ...
mehr
evolver:
»Was Männer bewegt«
Wer im Rollstuhl sitzt, kann keine großen Sprünge machen. Daß die zwei amerikanischen Autoren Paul Auster und Kinky Friedman es trotzdem schaffen, ihre immobilen Protagonisten durch packende Geschichten zu schleusen, ist nicht nur dem alten Hitchcock zu verdanken - sondern auch den bewährten Hausmitteln Alkohol, Zigarren und Phantasie.
Der 64jährige Exiltexaner und gelegentliche Wahl-New-Yorker Kinky Friedman, gescheiterter jüdischer Country-Sänger und unorthodoxer Privatdetektiv, darbt in "Der Gefangene der Vandam Street" (Haffmanns bei Zeitausendeins) in seinem zugigen Loft als Teilzeit-Rollstuhlpatient vor dem Küchenfenster vor sich hin, nachdem ihn die Malaria niedergestreckt hat. Friedman-Leser wissen, daß die Kinkster-Romane im Grunde Parodien auf das Genre der Asphalt-Dschungel-Krimis sind.
Von Emmerich Thürmer ...
mehr
»Messerscharf gesch(l)ossen. Freiburger Krimiherbst«
Vom 19. - 25. November 2008 findet der Freiburger Krimiherbst statt.
Mit der Vernissage der Ausstellung "Kriminal! Comic & Krimi" wurde das Festival am 19.11. eröffnet. Von den Comic-Strips in Zeitungen und Funnies über Autoren-Comics und "Graphic Novels" bis zu Mangas führt dieser Krimi-Spaziergang. Die Ausstellung ist während der ganzen Krimi-Woche zu den Öffnungszeiten des Cafés im Alten Wiehrebahnhof zu besichtigen.
Heute: Krimi-Couch am Dienstag, 25.11., ab 9:00 Uhr Text- und Schreibwerkstatt für Jugendliche ab 15 Jahren
Mehr zum Programm:
koki-freiburg.de
Ein Vorbericht in der Badischen Zeitung
Kalender
WR Burnett
Am 25 November 1899 wird William Ripley Burnett in Springfield, Ohio geboren († 25. April 1982 im Alter von 82 Jahren in Santa Monica, Kalifornien. Er schrieb 36 Romane, 60 Drehbücher, ausserdem Lieder und Theaterstücke.
Nach seinem Umzug vom beschaulichen Springfield ins brodelnde Chicago im Jahr 1927 fand er seinen Stoff und schuf mit "Little Caesar", "High Sierra" und "Asphaltdschungel" Klassiker der Kriminalliteratur.
Info:
mordlust.de, Krimi-Couch, Wikipedia, William Marling (engl.), Shots Magazine (engl.)
Francis Durbridge
Am 25. November 1912 wird Francis Durbridge in Hull, Yorkshire geboren († 11. April 1998 in London).
Durbridge arbeitete nach seinem Studium der englischen Sprache kurzfristig als Börsenmakler, publizierte aber bereits 1938 seinen ersten Kriminalroman. Er war 30 Jahre bei der BBC als Hörspiel-Autor tätig und publizierte 35 Romane, die meist die Stoffe der bereits von Radiosendernsendern ausgestrahlten Hörspiele verwerteten und zum Teil auch in Coproduktion mit anderen Autoren entstanden.
Sein bekanntester Held war der fiktive Kriminalschriftsteller und Hobbydetektiv Paul Temple, der in den in Deutschland erschienenen Radio-Hörspielen von Rene Deltgen gesprochen wurde.
Paul Temple ist der berühmteste Detektiv, der je für das Radio erfunden wurde. Erfunden wurde er in den 1930er Jahren für die BBC von Douglas Rutherford und Francis Durbrigde. Lange vor dem modernen Serienboom beherrschte Durbridge die Kunst der "Cliffhanger" meisterlich: indem er immer im spannendsten Moment aufhörte, ließ er sein Publikum der nächsten Folge entgegen fiebern. Was er im Hörspiel lernte, perfektionierte er später im Fernsehen: "Das Halstuch" (1962) und "Melissa" (1965) waren im deutschen Fernsehen absolute Straßenfeger.
Infos bei:
Die Welt, Krimi-Couch, Toms Krimi-Treff, WDR, wikipedia, "kirjasto.sci.fi" (engl.), Durbridge-Forum, youTube.
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und Barbara Keller hat Amir Valles "Die Türen der Nacht" und "Habana Babilonia" gelesen ...
krimiblog:
Ludger Menke erinnert an den Todestag von Joseph Hansen ...
krimikrimi:
Margit Breuss mit neuen Kriminachrichten aus Österreich ...
krimileser:
Bernd Kochanowski gibt bekannt, dass die MWA Grandmaster 2009 bekannt gegeben wurden. Und dass es bei Gerard Brennans Crime Scene NI eine kleine Themenwoche zu den Büchern von Hard Case Crime (HCC) gegeben hat ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer Menge Kleinkram: Interview mit "24"-Macher Howard Gordon, New York Times Magazine über Film, "Gran Torino"-Drehbuch (demnächst) online, Neue Jim-Thompson-Verfilmung geplant, Dick Adlers 2008er-Listen, Grafton und Burke sind die neuen MWA-Grandmaster ...
NuT:
Joachim Linder über Dissonanzen / Splitter und über Geständnis 11: Willibald Alexis ...
Spannungsromane:
amer Andy McDermott: DIE JAGD NACH ATLANTIS ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph ist mit seinem Krimi reich geworden. Unsagbar reich ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (obwohl sie etwas über den "Buddha der Kriminalisten" weiß) und Giorgione ...
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
noch keine Ende mit den Nachrufen – diesmal resümieren wir das Werk von Michael Crichton.
Dazu zwei klassische Rezensionen: Jo Nesbø aus Norwegen und José Maria Guelbenzu aus Spanien werden mit ihren Büchern vorgestellt. Und das Gedicht gibt uns Rätsel über Rätsel auf ...
Die Themen vom 22. November im Detail:
There is no enough
Am 4. November 2008 ist Michael Crichton in Los Angeles gestorben. Der Romancier, Film- und Fernsehautor, Regisseur und Produzent wurde 66 Jahre alt. Die schnellen Nachrufe sind geschrieben, die einlässlicheren Würdigungen stehen noch aus. Wenn sie denn überhaupt noch kommen, denn Crichton war zwar ein Monument der "Populären Kultur", aber auch wenig fassbar und trotz seiner Prominenz nur unscharf konturiert.
Eine Würdigung von Thomas Wörtche ... mehr
Mord nach Wetterbericht
In seinem neuen Roman "Schneemann" (Ullstein Verlag) lässt Jo Nesbø den Kriminalkommissar Harry Hole zum siebten Mal ermitteln. Kein Lügner entkommt ungestraft, das ist die Botschaft dieses Buches. Dabei bleibt auch den Lesern wenig erspart: grausame Serienmorde, unmögliche Liebe, tödliche Krankheiten, einsame Kinder und Trunksucht.
Eine Rezension von Judith Hammer ... mehr
Die Suche nach dem Motiv
José Maria Guelbenzu, spanischer Publizist und Autor (Jahrgang 1944), debütiert in Deutschland mit einer Übersetzung seines ersten Kriminalromans um die Richterin Mariana de Marco, zwei weitere sind in Vorbereitung. Was diesen Erstling "Stört den Mörder nicht" (Kunstmann Verlag), trotz einiger Mängel, erwähnenswert macht, ist die Umsetzung einer Mordgeschichte in der feinen Gesellschaft eines baskischen Ferienortes.
Leicht gelangweilt hat sich Beate Mainka ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Der serbische Olymp oder
der schlecht ermordete Detektiv
Simultangedicht von Hans Arp/Walter Serner
kerze schämt sich auf dem alpenkamm
herzen brechen gong kanal und lamm
platon holt noch mit dem kirchturm aus
blatt und ei und regen singen rund ...
mehr
Deutschlandradio Kultur:
»Jagd nach islamistischen Terroristen«
Der Tschetschene Issa taucht in Hamburg auf und will mit seinem ererbten Geld islamistische Projekte finanzieren. Diverse Geheimdienste heften sich an Issas Spur, um an Dr. Abdullah heranzukommen, der als Financier des Terrors gilt. John le Carré taucht mit seinem neuen Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag) wieder in die Welt des Terrors und der Geheimdienst ab, die Story aber ist zahnlos und berechenbar.
Von Thomas Wörtche ...
mehr
Neue Zürcher:
»Am Ende aller Hoffnung«:
In Palermo regiert heute eine Trias, die aus Vertrauten Marcello Dell'Utris besteht – des Senators und Europaparlamentariers Dell'Utri, des Freunds von Berlusconi, Siziliens grauer Eminenz. Nach den Akten der Anklage eines achtjährigen Prozesses, der mit der Verurteilung Dell'Utris wegen Mafia-Begünstigung endete, war er seit den siebziger Jahren als Vermittler der Cosa Nostra im Norden tätig, in erster Linie im Hause Berlusconis.
Dies weiss auf Sizilien jedes Kind, merkt Petra Reski einmal an. Nur dass auf der Insel kein Kind und kein Erwachsener auf die Idee käme, all das auf Papier zu bringen, was sie in ihrem Buch "Mafia: Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern" (Droemer Knaur Verlag) zusammengetragen hat. Schon ihrer Ohnmacht wegen – der Mafia und einem politischen System gegenüber, das sich einst der Mafias Süditaliens bediente, um Wählerstimmen zu fangen, und inzwischen selbst Mafia geworden ist.
Von Aureliana Sorrento ... mehr
Neue Zürcher:
»Die Faszination des Bösen«:
Kriminalfälle und Täterbiografien faszinieren die Menschen von jeher. Gerade wenn es um spektakuläre, besonders grausame oder enthüllende Informationen geht, wächst das Publikumsinteresse – und dringen Journalisten teilweise weit in die Privatsphäre der Betroffenen ein. Dies wirft rechtliche Fragen auf. "Der rechtskräftig verurteilte Straftäter und seine Persönlichkeitsrechte" (Schulthess Verlag), die Dissertation von Mirjam Teitler beleuchtet die Rechtsposition des abgeurteilten Straftäters im massenmedialen Umfeld.
... mehr
ORF:
»Ein fast unspektakulärer Fall«
Ein gutaussehender Polizist, der gerade von seiner Frau verlassen wurde, ein Filmausstatter, der in einer Geisterbahn spurlos verschwindet, eine rätselhafte Verdächtige und ihr übergewichtiger und hoffnungsloser Bruder: Das sind die Protagonisten in Judith Kuckarts neuem Roman, mit dem sich die Autorin ins Krimigenre vorgewagt hat. Krimi, Liebesgeschichte, literarische Innenschau - Judith Kuckarts Roman "Die Verdächtige" (DuMont Buchverlag) ist von allem etwas. Die Mischung ist gelungen: Nur selten droht der Text etwas langatmig zu werden, meist hält er das Tempo und zieht den Leser mit. Kuckarts Ausflug ins Krimigenre hat sich gelohnt, und sie nutzt die literarischen Möglichkeiten, die vor allem ein Kriminalroman einem Autor bieten kann.
Von Irene Binal ... mehr
Die Presse:
»In wilden Kleidern«
Hier erwartet uns nun das ganze Personal, das wir aus dem Antiheimatroman und seiner Mainstreamverarbeitung in diversen Fernsehserien kennen. Der korrupte Gemeindepräsident, der willfährige Bankdirektor, der skrupellose Bauunternehmer, ein "Ingenieur-Agronom" samt depressiver Gattin und ein Pfarrer, der es mit der Haushälterin treibt. Es geht um Dorfentwicklung, finstere Machenschaften, den Ausverkauf der Heimat, Großbauern, die überleben, und Kleinbauern, die draufgehen. Einer der Letzteren, Christian Stalder, ist soeben auf dubiose Weise gestorben, was die Mächtigen in verdächtige Aufregung versetzt. Da kommt auch schon ein Kriminalkommissar aus der Stadt, der unangenehme Fragen stellt.
Kriminal-, Antiheimat- und Entwicklungsroman, Mythen und Sagen: Sebastian Schinnerl bedient sich in "In hellen Nächten" (Residenz Verlag) souverän aus dem literarischen Fundus und verstößt dabei elegant gegen Konventionen.
Von Bettina Balàka ... mehr
»Messerscharf gesch(l)ossen. Freiburger Krimiherbst«
Vom 19. - 25. November 2008 findet der Freiburger Krimiherbst statt.
Mit der Vernissage der Ausstellung "Kriminal! Comic & Krimi" wurde das Festival am 19.11. eröffnet. Von den Comic-Strips in Zeitungen und Funnies über Autoren-Comics und "Graphic Novels" bis zu Mangas führt dieser Krimi-Spaziergang. Die Ausstellung ist während der ganzen Krimi-Woche zu den Öffnungszeiten des Cafés im Alten Wiehrebahnhof zu besichtigen.
Heute: HörBAR mit einem Kriminal-Hörspiel. Montag, 24.11, 20:00 Uhr CARTE BLANCHE MIT EINEM PROFI
Mehr zum Programm:
koki-freiburg.de
Ein Vorbericht in der Badischen Zeitung
Kalender
Harry Kemelman
Am 24. November 1909 wurde Harry Kemelman in Boston geboren. Kemelmann arbeitete nach einem Harvard-Studium als College-Dozent. Kemelman, Kind russisch-jüdischer Einwanderer (Eltern: Isaac Kemelman und Dora, geborene Prizer), eigentlich Professor für englische Literatur am State College in Boston, wurde berühmt durch die Reihe seiner Rabbi-Small-Krimis. Der Protagonist ist Rabbi in einer jüdischen Gemeinde an der amerikanischen Ostküste nicht weit von Boston entfernt. Seine Spezialität ist der "Pilpul", eine talmudische Methode, feinste Unterschiede zu treffen und so der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Weil er diese Methode hervorragend beherrscht, hilft der Rabbi immer wieder seinen Schäfchen aus der Patsche, ist aber dennoch nicht sonderlich beliebt, weil er sich weigert, irgendwelche Zugeständnisse an den Zeitgeist zu machen. Die Figur erinnert an den katholischen Priester-Detektiv Pater Brown von Chesterton, wobei Kemelman aber Wert auf die Feststellung legte, dass es die traditionelle Aufgabe des Rabbis – gerade im Gegensatz zum christlichen Seelsorger – ohnehin ist, eher Richter und Ausleger des Rechts zu sein denn religiöser Führer 1964 erschien sein erster Krimi "Am Freitag schlief der Rabbi lang", für den er den Edgar-Allan-Poe-Preis erhielt. Bis 1978 folgte für jeden Wochentag ein Krimi um den amerikanischen Rabbi David Small, der seine Fälle mit der Logik des Talmuds löst.
Kemelman starb am 15. Dezember 1996 mit 88 Jahren in seinem Wohnort Marblehead im Bundesstaat Massachusetts.
Infos und Bibliographie:
Wikipedia, krimi-couch.de, BR Kalenderblatt,. kirjasto sci.fi (engl.),
Joseph Hansen
Am 24. November 2004 stirbt Joseph Hansen im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach, Kalifornien. (*19. Juli 1923 in Aberdeen, South Dakota).
Hansen schuf den schwulen Versicherungsdetektiven Dave Brandstetter und zeichnete im Verlauf der Romane ein Bild der sich verändernden amerikanischen Gesellschaft weit über den sexuellen Aspekt hinaus.
Joseph Hansen gestand sich als Teenager ein, dass er Männer liebte, heiratete mit 20 Jane Bancroft, die bis zu seinem Tode seine Gefährtin war, und wurde im selben Jahr Vater und erstmals verlegt. Seiner Autobiografie zufolge prägten ihn schon als Kind die Schriftsteller Carl Sandburg, Mark Twain und später Walt Whitman. In den 40ern und 50ern schlug sich Hansen als Buchhändler, Maler, Folkmusiker, Lexikonvertreter und Sekretär durch, in den 60ern steckte er in Vorreiterprojekten selbstbewusst schwuler Presse, veröffentlichte Gedichte und konnte unter dem Pseudonym James Colton erste Romane lancieren. 1967 entstand mit "Fadeout" der erste Brandstetter, 1970 bei Harper verlegt, was Hansen den Durchbruch als Schriftsteller brachte.
Der Verfasser von knapp 30 Romanen, Dutzenden von Storys und zahllosen Gedichten nach dem Tod seiner Frau Jane 1994 und einer schweren Erkrankung seit 1995 verarmt bei Schulfreunden in Laguna Beach. Hoffnungen auf den Verkauf von Film- und Fernsehrechten für seine Dave-Brandstetter-Krimis blieben letztlich Illusion. Am 24. November 2004 starb Joseph Hansen an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach.
Infos bei:
Argument Verlag , Nachtbuch ,"Berliner Zeitung" , "Wikipedia" , "kaliber. 38" , "Toms Krimi-Treff" .
Axel Bußmers TV & Buchtipps 22. November – 5. Dezember 2008
In den kommenden beiden Wochen leistet James Bond nicht nur im Kino Überstunden und von Alfred Hitchcock gibt es auch (wieder) einige Werke zu bestaunen. Außerdem wird die "Heißer Verdacht"-Reihe fortgesetzt. Als TV-Premiere flimmert die Friedrich-Ani-Verfilmung "Todsünde" über den Bildschirm. Und Lars Beckers "Rette deine Haut!" wird, wenn auch mitten in der Nacht, endlich wieder gezeigt. Und dann gibt es noch weitere empfehlenswerte Filme und natürlich Wiederholungen ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".
Freitag, den 21. November 2008 um 10:27 und 13:27
"Nutte! Hitler-Sau! Kartoffelkopf!"
Das zwischenmenschliche Klima in unserer Stadt ist rauer geworden. Die Grenzen zwischen normaler Großstadt-Rotzigkeit, Beleidigungen und handfester Aggression verschwimmen. Das erfahren Polizisten und Busfahrer zur Zeit besonders. Aber ziehen bestimmte Arbeitsplätze Gewalt womöglich an? Die öffentlichen Dienste? Weil man deren Mitarbeiter mit dem - als Feind empfundenen, verhassten – Staat identifiziert?
Oder wegen der Uniformen? Und die, die in Zivil arbeiten?
Eine kleine Erkundung beim Ordnungsamt, in der Vollstreckungsstelle
eines Finanzamts und in einem Jobcenter. Fazit - überall agiert
die Kundschaft nach dem Motto: "Ich hab was in den Sand gesetzt, aber du bist schuld!" Was daraus folgt, ist keineswegs nur verbale Gewalt. ...
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar.
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
ZDF:
»Der König der Spione«
John Le Carré, der König der Spione, ist noch lange nicht im Ruhestand. Im Gegenteil, mit 77 Jahren packt der Literat unter den Thrillerautoren noch einmal all seine Wut zusammen und schreibt sich in seinem neuen Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag) den Ärger über die Paranoia des Westens nach dem 11. September von der Seele.
Ein Beitrag von Achim Zeilmann, den Sie heute abend im ZDF sehen können:
Freitag, 21.11.2008 23:15 Uhr in der Kultursendung "Aspekte" ...
mehr
krimikrimi:
Margit Breuss über eine Studie zur sozialen Lage der Künstler und Künsterinnen in Österreich ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über One World Berlin - Die Eröffnung ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "Von Achilles zu Zidane. Eine Genealogie des Zorns": Tagung im Einsteinforum. ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Julian Barnes: "Arthur & George" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione (aber der weiß etwas über das nächste Boom-Genre und über Handfeuerwaffen) ...
Planet Interview:
»Ich teile die Welt nicht in Gut und Böse ein«
Friedrich Ani, geboren am 7. Januar 1959 in Kochel am See, zählt zu den wichtigsten deutschen Krimi-Autoren. Er hat zahlreiche Romane um seine Kommissare Tabor Süden, Polonius Fischer und Jonas Vogel geschrieben, außerdem mehrere Jugendbücher und Drehbücher für Fernsehserien wie "Tatort" und "Rosa Roth". 2008 erschienen die Krimis "Der verschwundene Gast" und "Wer tötet, handelt".
Im Interview mit Maren Schuster und Martin Paul sprach er über Vorzüge des Hotellebens, sein Krimi-Personal, produktive Neugier und das Kindsein als Autor .... mehr
Die Welt:
»Die Schrecken der Provinz«
Viele, mutmaßlich zu viele ausländische Thrillerautoren haben ihre Bücher in Italien angesiedelt, um ihre virtuelle kriminelle Energie mit einer diffusen Sehnsucht nach süßem mediterranem Leben in Einklang zu bringen. Es besteht Anlass zur Sorge, weil sich eines nicht so fernen Tages die von Nicht-Italienern ersonnenen Stiefel-Kommissare gegenseitig auf den Füßen stehen dürften. Und das könnte böses Blut geben.
Nicht nur in dieser Hinsicht sind die Romane des Glauser-Krimi-Preisträgers Bernhard Jaumann wohltuend anders und höchst löblich: Zum einen siedelt er seine packende, bewundernswert politisierte Prosa in einem winzigen italienischen Bergdorf an, in dem naturgemäß keine Ermittlerkonkurrenz droht. Zum anderen ist in dem abgeschieden in den Marken gelegenen Montesecco nicht irgendein spleeniger Kommissar der Star, sondern der Ort selbst. Seine markige Trilogie hat er jetzt mit dem grandiosen Thriller "Die Augen der Medusa" (Aufbau Verlag) abgeschlossen.
Florian Stark in der Kolumne "Mörder & Jäger", die regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vorstellt ...
mehr
Das Magazin:
»Keine Menschenseele«
Ein Mann begeht ein unvorstellbares Verbrechen und empfindet keinen Funken Reue. Der Täter ist bereit, jedes Risiko, das er darstellt, auszuschalten. Fragen und Antworten zu einer unvorstellbaren Tat. Die Geschichte des Mörders Rolf Hagen.
Ein Beitrag von Guido Mingels in drei Teilen ...
Teil 1, Teil 2, Teil 3
Der Walter-Serner-Preis 2008, vergeben von "RBB Kulturradio" und dem Literaturhaus Berlin, geht in diesem Jahr an Silke Schütze für ihre Geschichte "Vier Grad".
Silke Schütze, geboren 1961, lebt in Hamburg. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaft war sie Pressechefin bei einem Berliner Filmverleih, Chefredakteurin der Filmzeitschrift cinema und arbeitete mehrere Jahre im Auswahlgremium für die Berlinale. Silke Schütze hat bisher 5 Romane veröffentlicht; ihr aktueller Roman "Als Tom mir den Mond vom Himmel holte" ist im September 2008 erschienen.
Der mit 5.000 EURO dotierte Walter-Serner-Preis (Motto: "Vom Leben in den großen Städten") wird am 05.12.2008 um 20.00 Uhr im Literaturhaus Berlin verliehen ... mehr
»Petra Reskis "Mafia"-Buch muss geschwärzt werden«
Aufgrund einer Einstweiligen Verfügung soll der "Droemer Knaur Verlag" Passagen im Buch "Mafia: Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern" von Petra Reski schwärzen, meldet das Fachmagazin ...Buchmarkt
»Scarface ist ihre Ilias«
Roberto Saviano über die Hollywood-Besessenheit der Camorra.
Finn Canonica sprach mit dem Autor für die Zeitschrift ...Das Magazin
»Messerscharf gesch(l)ossen. Freiburger Krimiherbst«
Vom 19. - 25. November 2008 findet der Freiburger Krimiherbst statt.
Mit der Vernissage der Ausstellung "Kriminal! Comic & Krimi" wurde das Festival am 19.11. eröffnet. Von den Comic-Strips in Zeitungen und Funnies über Autoren-Comics und "Graphic Novels" bis zu Mangas führt dieser Krimi-Spaziergang. Die Ausstellung ist während der ganzen Krimi-Woche zu den Öffnungszeiten des Cafés im Alten Wiehrebahnhof zu besichtigen.
Wo kommen Krimis überhaupt her, wie haben sie sich entwickelt und – wozu brauchen wir sie überhaupt? Aufschluss darüber gibt am Freitag, den 21.11. um 20 Uhr der Vortrag "Krimi unter der Lupe" von Konstanze Lohmeyer-Kampe M.A. im Galerieraum.
Mehr zum Programm:
koki-freiburg.de
Ein Vorbericht in der Badischen Zeitung
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Programm: www.instytutksiazki.pl
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Peter Schrenk
Peter Schrenk wurde am 8. Juni 1943 in Berlin geboren. 1988 legte er seinen ersten Kriminalroman vor. In "Ein fremder Tod" führte er seine Serienfigur Hauptkommissar Vitus H. Benedict ein. Vitus H. Benedict war der "erste" Düsseldorfer (Roman-)Kommissar. Bis 1998 folgten vier weitere Kriminalromane mit dem unkonventionellen Düsseldorfer Ermittler. Dann hörte man nichts mehr von Peter Schrenk und von Vitus H. Benedict. Nach 10 Jahren, im August 2008, erschien dann der sechste Band einer auf insgesamt 13 Bände angelegten Serie um HK Benedict.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat ihn zur 'legendären' Befragung gebeten ... mehr

»Ganz normale Extreme«
Jan Costin Wagners unheimliche Realitäten
Von Torsten Feuerstein
Donnerstag, 20. Novermber 2008 | 23:05 Uhr | WDR 3 Open Wortlaut
Seine literarischen Thriller verkaufen sich in hohen Auflagen. Jan Costin Wagner, Jahrgang 1972, kann man als Bestseller unter den jungen Autoren bezeichnen. Seine Romane kennzeichnet eine ganz eigene Handschrift, sie demonstrieren unheimliche Präzision und Langsamkeit. Sein letzter Roman "Das Schweigen" erzählt die Geschichte von Schuld und Sühne eines pädophilen Täterduos und macht vor allem eines klar: wir alle leben in einer komplexen Welt, in der es keine kristalline Trennung von gut und böse gibt. Torsten Feuerstein geht mit Jan Costin Wagner auf Spurensuche ins Unterbewusste und erforscht die Abgründe und Lichtschimmer seiner Protagonisten ... mehr
Sie können die Sendung mit dem WDR-Radiorecorder auch aufnehmen
krimikrimi:
Margit Breuss weist auf Krimi-Wettbewerbe rund um den Rhein hin (HEidelber und Niederrhein) ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Adrian McKinty: der ist Nordire. Er lebte jahrelang in den USA und ist im Sommer nach Australien übergesiedelt. Sein Blog The Psychopathology of Everyday Life bietet ein breitgefächertes Themenspektum und zeigt McKintys intellektuelle Umstriebigkeit. Bernd hätte also vorbereitet sein können, auf das was da auf ihn zu kam und war doch von "Dead I Well May Be" überrascht. )Und dann hat er auch noch Probleme mit Hörbüchern im Auto) ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer Menge Kleinkram: Compart über Bond, Script Tease, "Plan B" im Angebot, One World Berlin ...
NuT:
Joachim Linder über Strafverfahren, Neurobiologie und Verbrecherbilder. Außerdem: Vestimentärer Code ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph heute mit einer mysteriösen Ankündigung ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (obwohl sie das zweite Buch von Sebastian Fitzek liest) und Giorgione ...
NDR:
»Ein listiges Verbrechen«
Elisabeth George ist die Lady des britischen Kriminalromans. Die Leser lieben ihr ungleiches Ermittlerduo: den blaublütigen Thomas Lynley und seine bürgerliche Assistentin Barbara Havers. Schon 13 Fälle haben Inspektor Lynley und seine kratzbürstige Assitentin Havers gelöst. Sie sind das ungleiche Ermittlerduo der spannenden Fälle von Elisabeth George, die stets eine Prise Gesellschaftskritik enthalten. Der neue Roman "Doch die Sünde ist scharlachrot" (Blanvalet Verlag) steht unter anderen Vorzeichen als die bisherigen Bücher.
Von Maren Ahring ...
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FAZ:
»Ist Deutschland in Gefahr, Mister le Carré?«
Für sein 1961 erschienenes Debüt "Schatten von gestern" erfindet er das Pseudonym John le Carré, unter dem er zwei Jahre später als Autor des "Spions, der aus der Kälte kam" zu Weltruhm gelangt. Er wäre lieber heute ein Deutscher als in den sechziger Jahren: Der Bestsellerautor John le Carré über den deutschen Nationalcharakter, den Hoffnungsträger Obama und seinen neuen Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag), der in Hamburg spielt.
Von Thomas David ...
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Der Stern:
»Südafrika ist ein sicheres Land«
Gerade ist Deon Meyers jüngster Krimi "Weißer Schatten" (Aufbau Verlag) in Deutschland erschienen. Die Reise eines latent aggressiven Bodyguards und einer reichen Erbin in eine verworrene Vergangenheit. Ökoterroristen, verbitterte schwarze Polizisten, kaltblütige Killer mit Zielfernrohr. Hinter der rasanten Handlung scheinen die Konflikte Südafrikas auf. Könnte man meinen. Meyer sieht das etwas anders.
In Wirklichkeit ist seine Heimat aber absolut friedlich, sagt der Schriftsteller - und fit für die WM 2010. Dass Spielverderber etwas anderes behaupten, macht ihn wütend, erzählt er im Gespräch.
Von Johannes Gernert .... mehr
Der Standard:
»In der Tiefe des Alpensees«
In Heinrich Steinfests neuem Krimi ist nichts, wie es scheint. Steinfests Unberechenbarkeit, was vorhersehbare Entwicklungen betrifft, die sich ins erwartbare Schema eines Krimis einpassen, macht die Lektüre amüsant. Zwar mag "Mariaschwarz" (Piper Verlag) weniger exzentrisch als die vorigen Romane erscheinen, es bleiben aber noch genug Haken und Fallen, um den Leser über seine eingefahrenen Denkmuster stolpern zu lassen.
Von Ingeborg Sperl ...
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Die Zeit: »Erlösung? Niemals«
Wenn Dostojewski mit Schuld und Sühne den großen Roman über die Metaphysik des Mordens für das 19. Jahrhundert geschrieben hat, dann entwirft der italienische Autor Massimo Carlotto in seinen Büchern eine Psychologie des Verbrechens für unsere Zeit. Carlotto geht es nicht mehr um eine mögliche philosophische Legitimation des Mordens, und es geht auch nicht mehr um eine mögliche Läuterung des Täters. In Massimo Carlottos neuem Roman "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" (Tropen Verlag) ist das Verbrechen nur ein dummer Zufall. Umso abgründiger und böser ist, was er über die Folgen erzählt.
Von Wiebke Porombka ... mehr
kaliber. 38:
»Nur ein bisschen ketzern...«
Als im Frühjahr Jan Philipp Reemtsmas kapitales Buch "Vertrauen und Gewalt" erschien, hätte dies eigentlich eine Debatte über Sinn und Funktion von Gewalt auslösen müssen.Das ist allerdings nicht passiert. Gewalt also scheint etwas zu sein, dass weg muss von uns. Alle Autorinnen und Autoren, die mit physischer Gewalt irgendwie in Berührung gekommen sind haben "anders" darüber geschrieben wie vor diesem Erlebnis oder wie Leute, die nie etwas damit zu tun hatten. Wenn man dergleichen aber nur aus dem Studium der Literatur, nur aus den eh wahrnehmungspräfigurierenden Medien kennt, wie möchte man dann über die angemessene oder eben nicht angemessene Repräsentation von Gewalt sprechen?
10 irritierende Spielbällchen zum Thema Gewalt und Kriminalliteratur beim Symposium
"Grenzenlose Gewalt? Gewalt als Medienprodukt, ästhetischer Kick
und Skandalon (nicht nur im Kriminalroman.)"
Von Thomas Wörtche ...
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telepolis:
»Der dritte Mann (Teil 2): Wie wirklich ist die Wirklichkeit?«
Kim Philby ist "der Spion des 20. Jahrhunderts". Wenn es ihn nicht gegeben hätte, hätten ihn die Geheimdienste erfinden müssen. Von seinen Kollegen ist er schon für alles verantwortlich gemacht worden, was seit 1934 schiefging. Man gewinnt aber zunehmend den Eindruck, dass Philby auf diesem Verschwörungs-Karussell, einmal in Gang gesetzt, bald überflüssig wurde.
Von Hans Schmid ...
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»Messerscharf gesch(l)ossen. Freiburger Krimiherbst«
Vom 19. - 25. November 2008 findet der Freiburger Krimiherbst statt.
Mit der Vernissage der Ausstellung "Kriminal! Comic & Krimi" wurde das Festival am 19.11. eröffnet. Von den Comic-Strips in Zeitungen und Funnies über Autoren-Comics und "Graphic Novels" bis zu Mangas führt dieser Krimi-Spaziergang. Die Ausstellung ist während der ganzen Krimi-Woche zu den Öffnungszeiten des Cafés im Alten Wiehrebahnhof zu besichtigen.
Heute um 19.30 Uhr mit der Podiumsdiskussion "Ermittlungen zum Krimi".
Moderiert von Bettina Schulte (BZ) werden der Literaturkritiker und Krimi-Experte Dr. Thomas Wörtche, die Krimi-Autorin und Filmemacherin Merle Kröger, die Hörspiel-Dramaturgin Uta-Maria Heim und (Computer-)Spiele-Experte Fabian Grossekemper sprechen.
Mehr zum Programm:
koki-freiburg.de
Ein Vorbericht in der Badischen Zeitung
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Programm: www.instytutksiazki.pl

Ulrich Kroegers Krimitipp 10/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Tatort Türkei & Genua, Blutspuren durchs weite Land, Fluchtautos und Berufskriminelle
Ulrich Kroeger zu Büchern von Christina Bacher, Bruno Morchio, James Sallis, Richard Stark und Andrew Vachss ... mehr
Krimilady:
Henny Hidden bleibt ratlos und meint, man könne es schon peinlich nennen, wenn man vier Monate eine Rezension ankündige und letztlich doch eingestehen müsse, dass es einem nicht gelingen wolle, eine Meinung zu dem Buch zu artikulieren.
Auch nach dem zweimaligem Lesen des Krimis "Gartenschläfer" von Gabriele Keiser kann sie mit dem Buch nichts anfangen. Sie weiß nicht, warum es geschrieben wurde und sie erkennt nicht, was ein Leser aus dem Buch mitnehmen könne ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Michael Forsythe und Goosey, Nordire bzw. Engländer die sich in die menschenarmen Höhen der Insel zurückziehen. Und über das Ende des Verlagswesens, wie wir es kennen ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über "The Spirit": Walter Simonson, Jimmy Palmiotti und Kyle Baker schrieben das im August 2007 veröffentlichte "Summer Special". Mit dem achten Heft übernahm Darwyn Cooke dann wieder das monatliche erscheinende Heft ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "Das Kapital – the manga version", Vorbericht in Timesonline. Und The Literary Gothic ...
Spannungsromane:
koldir mit Hinweisen zum neuen Krimi-Starautor, dem historischen Roman 2009 und zum magischen Bestseller ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über "Bastard". Ganz wie Jerry Cotton und Co. Bis auf den Inhalt. Über den schreibt Herausgeber Franz Dobler ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (obwohl sie Le Carre im Fernsehen gesehen hat) und Giorgione ...
telepolis:
»Der dritte Mann (Teil 1): Kim Philby, John le Carré und die Welt im Spiegel«
Jetzt leidet er wieder für uns: James Bond, der berühmteste Geheimagent Ihrer Majestät der Königin. Die Bond-Rolle scheint so viel Körpereinsatz zu verlangen, dass die PR-Industrie uns regelmäßig mit den neuesten Nachrichten darüber versorgen muss, bei welcher Kletterei, welchem Kampf oder welcher Verfolgungsjagd sich Daniel Craig gerade wieder was verletzt hat. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Aber wie wirklich ist die Wirklichkeit? Und wie fiktional sind erfundene Spionagegeschichten? Ein Blick hinter die Kulissen.
Von Hans Schmid ...
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ttt:
»Hamburger Marionetten-Spiel«
Er ist der Großmeister des Spionageromans: Der britische Bestsellerautor John le Carré – selbst ehemaliger Geheimdienstagent und dazu Deutschlandkenner, denn in den 60er Jahren war John le Carré britischer Vize-Konsul in Hamburg. Und in diese Stadt ist er jetzt in seinem neuen Roman "Marionetten" (Ullstein Verlag) zurückgekehrt: Hamburg, der Ort, an dem die mörderischen Anschläge des 11. September geplant wurden. Hier bewegen sich le Carrés Figuren in einem raffiniert gesponnenen Netz aus privaten und politischen Interessen.
Ein Beitrag von Anne Kathrin Thüringer in der Kultursendung "Titel Thesen Temperamente" vom Sonntag, 16. November 2008 ...
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Ein Video der Sendung ist via Computer abrufbar
Vorsicht, Spannung!In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Verbrechen vor der Haustür:
Ein entflohener Häftling wird im verschneiten Münsterland vermutet, wo prompt eine Leiche auftaucht. Und in Darmstadt muss die Polizei nach einer Massenkarambolage statt eines Unfalls einen Mordfall klären.
Henrike Heiland über Stefan Holtkötters Roman "Schneetreiben" (Piper Verlag) ... mehr
Ultimo:
»Die kleine Krimi-Rundschau«
Kurz und knapp, aber immer eindeutig kommen die Kritiken in der "Kleinen Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" daher, die niemanden verschonen. In der Ausgabe 38 mit dem Titel "Das Tier in dir" wurde wieder Tacheles geredet. Und zwar zu diesen Büchern:
Tim Davys: Amberville
Donn Cortez: Closer
Gilbert Adair: Und dann gab's keinen mehr
Guillermo Martinez: Der langsame Tod der Luciana B
Sam Bourne: Das letzte Testament
James Siegel: Lügenspiel
Alan Guthrie: Post Mortem
Robert Graf: Der Mann am Gartenzaun
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»Piper sucht den Krimistar«
Die TV-Zeitschrift "Gong" und der Münchner "Piper Verlag" suchen Deutschlands besten Krimiautor. Zum 60. Geburtstag der Fernsehzeitschrift wurde gemeinsam mit dem Piper Verlag der Wettbewerb ins Leben gerufen. Der Gewinner erhält einen Buchvertrag und ein Garantiehonorar von 10.000 Euro. Bewerben kann sich jeder Autor, der bisher noch keinen Kriminalroman veröffentlicht hat, meldet das Fachmagazin ...Buchmarkt
»Berliner Krimifuchs
Preisträger 2008: Günter Lamprecht«
Den diesjährigen Berliner Krimipreis "Krimifuchs" in der Kategorie "Medien" erhält Günter Lamprecht
Damit zeichnete der Bezirk Reinickendorf die Leistung "dieses herausragenden Schauspielers im Krimigenre, besonders seine unvergessene Rolle als erfolgreicher Berliner Tatort-Kommissar Franz Markowitz in Berlin-Kreuzberg." Lamprecht habe die Figur, die er von 1991 bis 1995 spielte, selbst mitentwickelt und damit Einfluss darauf genommen, von unangemessenen Gewalt- und Actiondarstellungen Abstand zu nehmen. Die diesjährige Preisverleihung fand am 15. November 2008 im Rahmen der 16. Reinickendorfer Kriminacht statt.
Seit 1995 verleiht der Bezirk Reinickendorf den Berliner Krimipreis "Krimifuchs" für herausragende Leistungen von Autoren und Medienschaffenden im Krimi-Genre ...
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Program: www.instytutksiazki.pl
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 5/2008:
Drei Typen: Was sagen türkische Krimis über die Türkei?

Krimis sind, in jeweils unterschiedlichem Grad, realistisch und unrealistisch. Türkische Krimis sind, wie andere auch, keine prinzipiell verlässlichen Spiegel der Wirklichkeit. Aber was sie enthalten, ist ihren Verfassern zu dem Land eingefallen, in dem sie leben.
Krimischreiber lesen international und schreiben auch so. Daher kann man türkische Krimis in drei Typen einteilen, die auch anderswo vorkommen: den Politkrimi, den Hardboiled-Krimi und den Frauenkrimi. Außer Konkurrenz läuft viertens der deutsche Krimi mit. Natürlich wäre diese Einteilung lächerlich, wenn man vergäße, dass die ersten drei Typen bloß gemischt existieren und dass es noch andere gibt. Sie soll nur andeuten, worum es in türkischen Krimis geht.
Michael Schweizer über die Bücher "Nacht und Nebel" von Ahmet Ümit, "Dunkle Geschäfte am Bosporus" von Celil Oker, "Scheidung auf Türkisch" von Esmahan Aykol und "Paragraf 301" von Wilfried Eggers ... mehr
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 140 mit Christa Fausts "Hardcore Angel" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über James Reasoner: er ist der Autor von rund zweihundert Büchern, die, kein Wunder vielleicht bei der Zahl, mehreren Genres zuzuordnen sind. Moderner Western sei "Dust Devils" von James Reasoner ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Mickey Spillane) ...
NuT:
Joachim Linder über Sin & Society. Und im Ticker: Stewart O'Nan über Richard Yates ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph ist gespannt: Platzt nach der IT-Blase und der Finanzblase bald auch die Krimiblase? Oder doch zuerst die Kreditkartenblase? Vom baldigen Ende des vielbeschworenen "Krimibooms" raune man in der Szene schon lange ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella
und Giorgione ...
Die Welt:
»Stephen King schluckt jede Menge Staub«
Er erlebt gerade seinen dritten Frühling: und scheint mit sich ihm Reinen: Horror-Spezialist und Mega-Seller Stephen King findet in den 13 Geschichten seines neuen Buches "Sunset" (Heyne Verlag) zu alter Form zurück. Die Storys selbst: na ja, es sind halt Stephen-King-Storys - alle ein bisschen aufgeblasen und ein wenig verschwatzt. Im Gedächtnis werden ohnehin nicht die neuen Storys bleiben, sondern die Geste der Aussöhnung, mit der King sie serviert. Vom Neid auf die Literaten ist ihm die Liebe zur Literatur geblieben, aus dem "King of Horror" ist der Bruder Stephen geworden, der drei Sorten Schriftsteller kennt: gute und schlechte und ehrliche.
Von Wieland Freund ...
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Deutschlandradio:
»Schauerliche Schweiz«
Geschändete Mädchenleichen, klaustrophobische Gesellschaftsstrukturen, wahnwitzige Vampirgerüchte: Jacques Chessex rekonstruiert in seinem Schauerroman "Der Vampir von Ropraz" (Nagel & Kimche Verlag), wie ein bestialischer Leichenschänder in einem kleinen Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schweiz sein Umwesen trieb. Dieser Roman ist ein schmales schlaues Nachtstück - doch es steht zu befürchten, dass da einer der hintergründigsten Literaten der Gegenwart seinen schattigen Platz in der deutschen Literaturszene beibehalten wird.
Von Katrin Schumacher ...
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Krimi-Couch: »TV-Podcast mit Karin Slaughter«
Die amerikanische Bestseller-Autorin Karin Slaughter (13 Millionen verkaufte Exemplare weltweit) erzählt über ihren neuen Thriller "Verstummt" und darüber, warum Frauen brutalere Krimis schreiben ... mehr
November-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
Jetzt, wo die Tage kürzer, die Nächte länger und kühler werden, ist Lesezeit. Passenderweise wurde auch ein norwegischer Krimi, der "Schneemann" heißt, als unseren Volltreffer ausgesucht. Dazu hören Sie ein Interview mit Mark T. Sullivan über dessen neuen Thriller "Limit". Und eines mit der Schottin Val McDermid: Ihr lang ersehnter neuer Krimi um Tony Hill und Carol Jordan, "Schleichendes Gift", kommt in Bälde in die Buchhandlungen. .
Der Podcast (29:49 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr
Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!
text und web:
»Kriminelle Entwicklungen«
Dietmar Jacobsen hat neue Rezensionen ins Netz gestellt:
Finnen auf Sizilien:
Schön, wenn man mal Urlaub fern der Heimat machen kann. Ganz entspannt, anonym und unerreichbar. Noch schöner freilich hatte sich Pentti Kirstiläs Kriminalhauptwachtmeister Hanhivaara die Zeit auf Sizilien mit seiner neuen Freundin vorgestellt. "Den Göttern trotzt man nicht" (Grafit Verlag) ist der fünfte Fall um den kauzigen Ermittler aus dem finnischen Tampere. ... mehr
Tanners dritter Fall:
Urs Schaubs dritter Krimi "Wintertauber Tod" (Pendo-Verlag) um seinen eigenwilligen Protagonisten steht hinter den beiden ersten in nichts zurück. Wieder wird eine scheinbare Idylle entzaubert, entpuppen sich Biedermänner und ehrbare Frauen als berechnende Schurken und missgünstige Megären ... mehr
500 Pfund Gnadenlosigkeit:
Er ist der absolute Alptraum. Die Rede ist von Daniel Bunkowski. Rex Miller (1939 - 2004), Rundfunkmann und Popkultur-Verehrer, hat ihn erfunden. 1987 übrigens schon. In den Kindertagen des Serienkillerromans. Nun hat die Edition Phantasia das Buch in einer Neuübersetzung durch Joachim Körber herausgebracht ... mehr
... die Freundschaft, die Erinnerung und ein paar Bücher:
Mario Conde, Leonardo Paduras eigenwilliger Polizist aus dem Havanna-Quartett hat den Dienst quittiert. Paduras achter Roman "Der Nebel von gestern" (Unionsverlag)bewegt sich durch das Havanna kurz nach der Jahrtausendwende, in dem sich die Krisensymptome, die seine vorherigen Bücher hellwach registrierten, noch verschärft haben. Mangel ist zum Dauerzustand geworden. Kultur gilt nichts mehr und wird verscherbelt. Hunger führt dazu, dass soziale Beziehungen auseinanderbrechen und Dinge, die früher als Reliquien galten, plötzlich nichts mehr sind denn Waren ... mehr
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Program: www.instytutksiazki.pl
Die Krimikolumne von Peter Hiess.
Wir präsentieren Ihnen heuer die No. 19
So schön Skandinavien als Urlaubsziel ist, so langweilig sind die Krimis von dort. Peter Hiess hat es noch einmal versucht, ist wieder gescheitert und bleibt jetzt - zumindest literarisch - doch lieber in Berlin …
Peter Hiess zu Büchern von Lincoln Child
("Wächter der Tiefe"), Douglas Preston
("Credo"), Gert Nygårdshaug ("Der Fliegenfischer"), Marcel Feige ("Gier"), Cornell Woolrich ("Fright") und Robert Terrall ("Kill Now, Pay Later") ...
mehr
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und Barbara Keller hat Dieter Stamms "Amarie von Biel" und "Amarie von Biel" gelesen ...
krimikrimi:
Margit Breuss über Veränderungen der Psyche und mit frischen Kriminachrichten aus Österreich ...
Krimilady:
Henny Hidden mit Neuem: Man liest das Debüt einer Autorin ja immer mit einiger Spannung, weil man neugierig ist, ob sich in ihm eine neue Handschrift entdecken lässt oder ein ungewöhnlicher Plot verbirgt. Ich kann die Erwartung dämpfen und rate, sich entspannt zurückzulehnen, denn bei dem Krimi von Zoe Beck "Wenn es dämmert" kann man sich mehr oder weniger gut unterhalten ...
krimileser:
Bernd Kochanowski reagiert auf die Reaktionen auf anobellas Literatur und Krimi oder Krimi als Literatur. Das seien ja erst einmal unterschiedliche Sachen, Krimis können literarische Anspielungen enthalten, die sich auf die "klassische Hochkultur" beziehen. Diese können verdeckt sein oder offensichtlich, es können aber auch (offene oder verdeckte) Referenzen an die Popkultur sein ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Hinweisen auf Drehbücher, eine Max-Allan-Collins-Verfilmung und Peter W. Jansen ist gestorben ...
NuT:
Joachim Linder über Alfred Lichtenstein (Genregeschichte). Und im Ticker: (unliterarische?) Polizeiarbeit (Udo Vetters Law Blog) ...
Spannungsromane:
amer über Joe R. Lansdale: DER GOTT DER KLINGE, koldir über Kyle Mills DAS ABKOMMEN ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über einen Grundriß der Geschichte der frühen deutschen Kriminalliteratur und über die bekennende Pfalz-Hasserin Anobella ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (obwohl mit DA! Literarische Bezüge!) und Giorgione (obwohl er auf einiges verweist) ...
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
Sie lesen eine Würdigung des schon im September gestorbenen Gregory Mcdonald.
Wir schauen uns Lucie Klassen genauer an, die in den letzten Monaten ziemlich viel Aufmerksamkeit mit ihrem Debüt erregt hat.
Wir freuen uns daran, dass es den guten, alten Enthusiasmus für die guten, alten Zeiten noch gibt und feiern Raymond Chandler. Dass die guten, alten Zeiten nicht nur gut waren, merkt man bei der Lektüre von Mickey Spillane. Und wenn wir tot sind, ist noch längst nicht alles gut, wie ein Comic von Éric Liberge weiß. Und schließlich: Was wäre der Expressionismus ohne Mord? Auch im Gedicht ...
Die Themen vom 15. November im Detail:
Viel riskiert – viel gewonnen
Gregory Mcdonald, Verfasser sehr komischer, sehr schneller und sehr dialogischer Kriminalromane, hat mit seiner Intelligenz und seiner Dynamik manchen Verleger und manches Lektorat überfordert. Zu den ganz Großen gehört er dennoch. Eine verspätete Würdigung von Jan Christian Schmidt ... mehr
Leben und Schreiben in Bad Pyrmont
Lucie Klassen, geboren 1977, Reittherapeutin aus dem Weserbergland, landete mit ihrem Debütkrimi "Der 13. Brief" direkt einen Coup: einen leichten, luftigen, schnellen und vor allem witzigen Unterhaltungsroman, der zum Besten gehört, was in letzter Zeit an deutschsprachiger Kriminalliteratur veröffentlicht wurde.
Ein Interview von Ulrich Noller ... mehr
Der Gott des Kriminalromans
Wenn jemand niemals "The Big Sleep" oder "Farewell, My Lovely" gelesen hat, dann ist das tragisch. Jetzt können auch Lesefaule, sofern sie der englischen Sprache mächtig sind, das Versäumte nachholen – einfach durch Zuhören.
Ein enthusiastisches Plädoyer von Thomas Rothschild ...mehr
Seniorenheim für abgehalfterte Romanhelden
Mickey Spillanes Schwanengesang. Ein Buch, das alle anderen Bücher des Autors ins rechte Licht rückt. Eine unfreiwillige Selbstparodie.
Ein Fazit von Dieter Paul Rudolph ...mehr
Quecksilber-Cocktails
Im Reich der Toten pfeift man sich gerne ein paar Quecksilbermixgetränke rein. Wenn man nicht gerade versucht, für eine leicht angeknackste Rippe ein paar neue Speichenknochen zu kriegen. Ein beinharter Kosmos, den uns der französische Comic-Künstler Éric Liberge da entwirft. Vergnügt betrachtet von Thomas Wörtche ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Der Mord
Von Hans Kaltneker
Ein Bahndamm. Telegraphendrähte schwirren.
Lokomotivenpfiff. Gewölk. Grau. Drohend.
Fabriken. Rauchend. Hammerlaut. Zornlohend.
Rostrote Schwaden, die um Schlote irren. ...
mehr
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar unter dem Motto " Kleinkriminelle und Clan-Kriege":
Fred Vargas: "Das Zeichen des Widders" (Aufbau Verlag). Zeichner Edmond Baudoin illustriert das schwarze Märchen der französischen Krimiautorin Fred Vargas gekonnt im Stile japanischer Mangas ...
Leonard Schrader: "Der Yakuza" (Alexander Verlag). Für den Amerikaner Leonard Schrader war es ein langer Weg zu seinem ersten Roman. 1974 verfilmte Sidney Pollack den Stoff. Schrader transportiert großes Kino, verfeinert mit der Exaktheit des Schriftstellers ...
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Stadtrevue: »Schwarzlicht«
Was ist eigentlich Kriminalliteratur? Thomas Wörtche hinterfragt und sprengt gängige Kategorien der Rezeption von Kriminalliteratur, um statt unzutreffender Formalismen dynamische Näherungen zu wagen, und all das auf engstem, auf knappstem Raum: Reduced to the max. So könnte eine Hommage an den Literaturwissenschaftler Thomas Wörtche (in der Krimiszene: TW) enden, der in seinem Buch "Das Mörderische neben dem Leben. Ein Wegbegleiter durch die aktuelle Krimiwelt" (Libelle Verlag) ein gutes Dutzend seiner allerorten verstreuten, zum Teil bislang kaum zugänglichen Texte, Vorträge, Manuskripte zwischen zwei Buchdeckel hat pressen lassen.
Ulrich Noller in seiner Krimikolumne "Schwarzlicht" ... mehr
Der Stern:
»Wenn du nicht für uns bist, bist du gegen uns«
Seit 40 Jahren lebt der Mann, der als David Cornwell für den britischen Geheimdienst arbeitete und später unter dem Pseudonym John le Carré ein weltberühmter Schriftsteller wurde, den größten Teil des Jahres in der meerumspülten Einsamkeit seines Landsitzes in Cornwall, im Südwesten Großbritanniens. Gerade ist "Marionetten" (Ullstein Verlag), sein neuer Roman erschienen, und John le Carrés Augen blitzen. Er freut sich auf das Spiel, das jetzt beginnt: Einige wenige Journalisten dürfen ihn besuchen, zu einem ausgiebigen Gespräch in formvollendeter Gastfreundschaft.
Andrea Ritter gehörte dazu. Mit ihr sprach der Autor über die miesen Methoden der CIA, die Schwäche der Europäer und die Recherchen in Deutschland für sein neues Buch ...
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Deutschlandfunk:
»Ein komplizierter Fall«:
Handlung, Tempo und Dialoge kennzeichnen "Mordsfakultät" (Literaturca Verlag) von Pinar Kür, ein Roman aus bester amerikanischer Schule, aber sicherlich auch französisch beeinflusst, verschachtelt wie ein "nouveau roman" und hinterhältig wie ein "Film noir".
Im letzten Teil des Romans explodiert die Handlung zu einem aberwitzigen Psychothriller-Crescendo, das jede Dimension eines klassischen Kriminalromans sprengt.
Von Lutz Bunk ...
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FAZ:
»Maigret-Marathon 30«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Dreißigste Folge: "Maigrets erste Untersuchung".
Tief geht es hier in Maigrets Vergangenheit, und zwar nicht als Erinnerung des reifen Mannes, sondern als einfacher Zeitsprung im Maigret-Kosmos Simenons. Trotzdem hätte dieser Roman natürlich nicht zehn oder fünfzehn Jahre früher geschrieben werden können.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr

ZDFinfokanal: »Europäische Bestsellerautoren im Porträt«
In der Reihe "crime time" stellt der ZDFinfokanal seit September 2007 europäische Krimiautoren und -autorinnen vor, die für Spannung bürgen.
Die Jagd nach den Verbrechern geht in eine neue Runde. Der ZDFinfokanal porträtiert in der zweiten Staffel der Reihe "crime time" weitere Krimiautoren Europas. Sie kommen aus Großbritannien, Deutschland, Schweden und Polen mehr
Tod in Breslau
Der 1966 in Wroclaw geborene Altphilologe Marek Krajewski ist der Erneuerer des polnischen Kriminalromans nach der Wende 1989. Bis vor kurzem
war er der einzige zeitgenössische polnische Krimiautor, dessen Bücher ins Deutsche übersetzt waren. Seine Romane um den Kriminalisten Eberhard Mock spielen im Breslau der 20er Jahre bis zum Ende des Weltkriegs. Es ist eine fiebernde, dämonische Welt zwischen privater exzessiver Lustbefriedigung und religiösem Wahn, zwischen esoterischen Geheimbünden und den Nachtmahren des Nationalsozialismus, die Krajewski zeichnet.
Das fiktive und historische Breslau, in dem Eberhard Mock ermittelt, ist fest in der Topographie der Stadt verankert. Marek Krajewski spricht im Film über sein Werk, seine Liebe zu Wroclaw/Breslau und bewährt sich als Stadtführer zu den Schauplätzen des Romans "Festung Breslau", der während der Belagerung Breslaus im Frühjahr 1945 spielt.
Ein Beitrag von Tobias Gohlis und Martin Schöne ...mehr
Zu sehen im ZDFinfokanal:
Montag, den 17. November 2008 um 13.02 Uhr, 19.20 Uhr, 21.45 Uhr und 01.45 Uhr
Dienstag, den 18. November 2008: 01.30 Uhr
Weitere Sendetermine
In der ZDF-Mediathek ist dieser Beitrag demnächst abzurufen. Videos der ersten Staffel sind ebenfalls abspielbar.

ARTE:
»Tatort Südafrika - Der Thriller-Autor Deon Meyer«
Deon Meyer, 50 Jahre alt, ist einer der aufstrebenden Stars der internationalen Krimiszene. Geboren in Südafrika, Hautfarbe weiß. Vater
von vier Kindern, Motorradfan und Mozart-Liebhaber. Er schreibt in seiner Muttersprache Afrikaans. Alle seine Romane spielen in seiner Heimat. Meyers Mordfälle spiegeln die Widersprüchliche und die massiven Probleme im Post-Apartheidstaat Südafrika: Armut, Rassismus, Korruption. Vor allem aber sind die Kriminalromane grandios konstruiert und spannend erzählt. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis und dem französischen Grand Prix de littérature policière.
In "Metropolis" gewährt Deon Meyer einen Einblick in seine Arbeit als Kriminalschriftsteller, er hat aktuelles selbstgedrehtes Material sowie Super-8-Filme aus seiner Kindheit (!) zur Verfügung gestellt, nimmt uns mit in die Karoo, die Wüste nördlich von Kapstadt, wo sein Schreibtisch steht und zeigt uns den Tatort Südafrika aus eigener Sicht.
Ein Beitrag von Antje Deistler in der Kultursendung "Metropolis" (Der Beitrag ist diese Woche im Netz auf arte.tv abrufbar) ...mehr
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Program: www.instytutksiazki.pl

ARTE: Samstag, den 15. November 2008: 20.15 Uhr.
»Tatort Südafrika - Der Thriller-Autor Deon Meyer«
Deon Meyer, 50 Jahre alt, ist einer der aufstrebenden Stars der internationalen Krimiszene. Geboren in Südafrika, Hautfarbe weiß. Vater
von vier Kindern, Motorradfan und Mozart-Liebhaber. Er schreibt in seiner Muttersprache Afrikaans. Alle seine Romane spielen in seiner Heimat. Meyers Mordfälle spiegeln die Widersprüchliche und die massiven Probleme im Post-Apartheidstaat Südafrika: Armut, Rassismus, Korruption. Vor allem aber sind die Kriminalromane grandios konstruiert und spannend erzählt. Sie wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis und dem französischen Grand Prix de littérature policière.
In "Metropolis" gewährt Deon Meyer einen Einblick in seine Arbeit als Kriminalschriftsteller, er hat aktuelles selbstgedrehtes Material sowie Super-8-Filme aus seiner Kindheit (!) zur Verfügung gestellt, nimmt uns mit in die Karoo, die Wüste nördlich von Kapstadt, wo sein Schreibtisch steht und zeigt uns den Tatort Südafrika aus eigener Sicht.
Ein Beitrag von Antje Deistler in der Kultursendung "Metropolis" (Der Beitrag wird danach 7 Tage im Netz auf arte.tv abrufbar sein) ...mehr
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
mehr
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene, zum Beispiel Irland ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Zitat des Tages: David Mamet über die perfekte Szene ...
NuT:
Joachim Linder über Claudia Blümles "Wahrheitsfindung. Juridische Evidenz in der frühneuzeitlichen Malerei". Und im Ticker: "the creation of an evil mind is overcome by love and disappears" ....
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Amir Valle: "Habana Babilonia". Die Wirklichkeit ist ein seltsames Gebilde. Je intensiver man über sie nachdenkt, damit sie Konturen gewinne, desto hoffnungsloser verschwimmt sie unter der Last dieser Gedanken. Unantastbare Wirklichkeit gibt es nur für diejenigen, die nicht darüber nachdenken ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (obwohl sie übrigens die literarischen Anspielungen in Krimis überwältigend findet) und
Giorgione (aber der weist auf eine interessante Besprechung von Thomas Klingenmaier hin, die allerdings nicht frei verfügbar ist ...)
satt.org:
»Erinnerungen aus einer menschengemachten Hölle«
Der Outlaw ist eine Bedrohung nicht durch sein Tun, sondern durch die innere Freiheit, seine Losgelöstheit von Recht und Ordnung, die er verkörpert und muß deshalb erniedrigt und in seinen Grundfesten geschleift werden. "Der große Ausbruch aus Folsom Prison" (Killroy Media)von Jack Black erzählt nicht nur von den Zuständen und Begebenheiten in einem amerikanischen Gefängnis knapp nach der Jahrhundertwende, und damit von völlig irregulären Verhältnissen, jenen nicht unähnlich, wie sie die Amerikaner noch heute, nämlich in Guantànamo Bay, als legitim betrachten, sondern es ist auch eine Geschichte des Menschen, wie er sich seelisch organisiert in extremen Situationen, wie er fähig ist Ehre und Gesicht zu verlieren, aber auch heldisch für Werte wie Freundschaft einzustehen, wie er eine Fratze des Hasses wird oder eine stolze Leidensfigur, in der Demut vor dem Begriff der menschlichen Freiheit und Tragik sich die Hände reichen.
Von Frank Milautzcki ... mehr
Freitag:
»Genug ist nie genug«
Am 4. November ist Michael Crichton in Los Angeles gestorben. Der 1942 in Chicago geborene Romancier, Film- und Fernsehautor, Regisseur und Produzent wurde 66 Jahre alt. Die schnellen Nachrufe sind geschrieben, die einlässlicheren Würdigungen stehen noch aus. Wenn sie denn überhaupt noch kommen, denn Crichton war zwar ein Monument der "Populären Kultur", aber auch wenig fassbar und trotz seiner Prominenz nur unscharf konturiert.
Ein analytischer Nachruf von Thomas Wörtche ...
mehr
Die Welt:
»Warum Geheimdienste so notwendig sind«
Sein literarischer Durchbruch gelang ihm 1963 mit seinem dritten Roman "Der Spion, der aus der Kälte kam", der auch als Film mit Richard Burton in der Hauptrolle ein Welterfolg war. Soeben erschien sein jüngstes Buch "Marionetten" (Ullstein Verlag).
Der neue Thriller des Schriftstellers John le Carré erzählt vom islamischen Terrorismus und der Ohnmacht des Westens. Mit Tobias Gohlis spricht der Brite über seine Kindheit und seine schriftstellerische Entwicklung, über Geheimdienste und die Hoffnung, nach acht Jahren Neokonservatismus eine neue Weltordnung zu etablieren. Dabei spielt auch Barack Obama eine Rolle ...
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Neue Zürcher:
»Stadt unter Druck: Bethlehem als Krimi-Kulisse«
Jahrelang berichtete Matt Beynon Rees für die amerikanische Wochenzeitschrift "Time" über die mörderischen Verhältnisse im Nahen Osten. Aber nach den Ereignissen des Frühjahrs 2004 gab er die objektive Berichterstattung auf und suchte nach anderen Mitteln, um die Verquickung von Politik, Nationalismus und Religion darzustellen: Er schrieb mit "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) einen Krimi, der in Bethlehem spielt und mit einer dramatischen Szene in der Geburtskirche endet. Und es gelingt Beynon Rees, eine kriminalistische Handlung aufzubauen und sie mit einer unerwarteten Auflösung zu versehen, aber der besondere Reiz dieser Romane liegt in ihrem Lokalkolorit.
Von Stefana Sabin ...
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Der Stern:
»Inspector Rebus ist meine dunkle Seite«
Ian Rankin, 1960 in dem schottischen Bergarbeiterstädtchen Fife geboren, gilt als einer der führenden Krimiautoren Großbritanniens. Seine Serie um den eigenbrötlerischen Detective Inspector John Rebus wurde unter anderem mit dem Gold Dagger, dem Deutschen Krimipreis und dem British Book Awards ausgezeichnet. Der schottische Bestseller-Autor schickt seinen erfolgreichen Ermittler im (vorerst) letzten Roman "Ein Rest von Schuld" (Manhattan Verlag) in den gesetzlichen Ruhestand.
Im stern.de-Interview spricht der 48-Jährige darüber, wie es ist, Gott zu spielen - und welches Gerücht er über Harry-Potter-Autorin Joanne K. Rowling in die Welt setzte.
Das Gespräch führte Andrea Tholl ...
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Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 20
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.

Einzige Zeugen, Lebenslügen, alte Geschichten, tödliche Botschaften und tote Hühner ...
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 20 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Oktober 2008 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover, Schnellübersicht der Tatorte, der realen & fiktiven Orte & Regionen und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier
Fußball ist immer auch ein Anlass ...:
Ralf Koss war erstaunt: Als die noch zu lesenden Seiten von Heinrich Steinfests “Mariaschwarz” immer weniger wurden, beschlich ihn allmählich dieses bewundernde Erstaunen, das häufig auch Zaubervorführungen gelte. Dort erwarte man ja, dass das ein oder andere verschwände und irgendwo anders wieder auftauche und wäre doch immer wieder auch verblüfft, wenn die Illusion so perfekt funktioniere. Mit “Mariaschwarz” verhalte es sich ähnlich ....
krimikrimi:
Margit Breuss weiß einiges über Grippe und Google. Und sie hat ausführliche Kritiken und spezielle Blickwinkel in Blogs gesammelt. Und zwar zum neuen Bond ...
krimileser:
Bernd Kochanowski schreibt über handwerklich gelungene Dutzendware: "The Last Striptease" von Michael Wiley. Michael Wiley hat sich nicht nur mit Literatur beschäftigt, er kann auch selber schreiben. Die Fäden des mehrfach ineinander verknoteten Plots werden klar und ordentlich, nicht ohne Witz dargeboten ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und viel Kleinkram: Ken Bruen, Louise Ure, Alexandra Sokoloff (alle Murderati), Craig Holden, Noir of the Week, Dr. Who (aka Russell T. Davis) ...
NuT:
Joachim Linder über Forschung: Kriminologie, Polizei, Unterschicht ....
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über eine Menge Dinge, die kommen: Temme-Bändchen für die "Criminalbibliothek 1850 - 1933", "Krimijahrbuch 2009". Der erste Band der "Criminalbibliothek" erscheint. Er fürchtet aber, dass das keinen interessiert ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Tot im Straßengraben:
Ein Vater findet seine ermordete Tochter. Inspector Wexford, selbst Vater zweier Töchter, kann die unfassbaren Dimensionen, die der Fall annimmt, kaum glauben.
Henrike Heiland über Ruth Rendells Roman "Ein Ende mit Tränen" (Blanvalet Verlag) ... mehr
literature.de:
»Krimi-Special«:
"Krimi" (oder Crime Novel im Englischen) bezeichnet Romane und Filme, die sich mit einem Verbrechen und dessen Aufklärung befassen. Meistens geht es dabei sogar um ein Kapitalverbrechen wie Mord. In der Regel findet die Tat recht bald zu Beginn des Romans statt, die eigentliche Handlung besteht darin, dass der Ermittler (Polizist, Detektiv, Journalist, Privatperson etc.) das Verbrechen aufklärt.
Im Krimi-Special des Online-Portals gibt es unter anderem auch Interviews mit Peter Tremayne (Peter Tremayne ist das Pseudonym des englischen Historikers Peter Berresford Ellis. Er ist Experte auf dem Gebiet der keltischen Geschichte und Kultur und schrieb unter dem Namen Peter Ellis mehrere Fachbücher zu dem Thema. Als er eine Rezension zu einem Krimi von Ellis Peters schreiben sollte, verfasste er diese - um Verwechslungen zu vermeiden - unter dem Pseudonym Peter Tremayne. Seit 1993 ist er unter diesem Namen auch selbst als Krimiautor bekannt.) und John Harvey (John Harvey gehört zu den beliebtesten Krimiautoren - und das nicht nur in England. Grund genug, ihn in einem kurzen Interview näher kennenzulernen und einen Ausblick auf seine aktuelle Arbeit zu werfen und welche Autoren in inspiriert haben).
... mehr
DLR:
»Kleine Theorie des Drogenhandels«:
Nachfragespitzen und Drive-by-Shootings: Der amerikanische Soziologe Sudhir Venkatesh fragt in "Underground Economy" (Econ Verlag), nach den Gemeinsamkeiten von Gangs und Unternehmen. Das Buch ist eine faszinierende Reportage aus einem Viertel, in dem mehr als 90 Prozent der Bewohner von Sozialhilfe leben. Venkateshs Erlebnisse sind spannend, ergreifend und komisch zugleich - ein Einblick in eine fremde und dennoch durch und durch menschliche Welt.
Von Kolja Mensing ... mehr
RBB:
»Kriminalpsychologie, Mord und Tod«:
In zehn Büchern ließ Hakan Nesser den Exkommissar Van Veeteren ganz unorthodox ermitteln und seinen jüngeren Kollegen helfen. Sechs Folgen strahlte die ARD im letzten Jahr aus und so wurde Van Veeteren auch in Deutschland beliebt und berühmt. Der Autor aus Uppsala ist Star der schwedischen Thrillerautoren. Seine TV–Krimis um Ex-Kommissar Van Veeteren sorgten im vergangenen Jahr in der ARD für Höchstquoten. Nun lässt Håkan Nesser in "Eine ganz andere Geschichte" (btb) einen neuen Kommissar, Inspektor Barbarotti, ermitteln, der mit subtilem Humor, Witz und Selbstironie seine Täter dingfest macht.
Ein Beitrag in der Kultursendung "Stilbruch". Ein Video des Beitrages ist abrufbar ... mehr
DLR:
»Geschlechtsumwandlung als sadistische Quälerei«:
Thierry Jonquet ist einer der erfolgreichsten Vertreter des französischen "roman noir". In seinem 1984 erschienenen Roman greift er das Thema der Transsexualität auf und verwebt sie in eine Krimihandlung. Thierry Jonquet erkundet in diesem hoch spannendem Roman das theoretisch Mögliche: die Geschlechtsumwandlung nicht als freier Wille, sondern als sadistische Quälerei. An Aktualität hat sein Roman "Die Haut, in der ich wohne" (Hoffmann und Campe) nichts eingebüßt. Er ist in doppeltem Sinne beklemmend.
Von Christoph Vormweg ... mehr
ORF:
»Mysteriöse Geschehnisse am Bergsee«
Der "Mariensee" ist ein tiefes Gewässer von dem die Einheimischen meinen, in ihm würde sich nicht nur das Weltall spiegeln, sondern auch ein Ungeheuer beheimatet sein. In Wirklichkeit birgt man ein Skelett aus dem dunklen Gewässer, das wiederum einen Kriminalinspektor aus Wien auf den Plan ruft.
Die Bücher von Heinrich Steinfest sind längst kein Geheimtipp mehr. Mit seinem sprachlich brillanten wie schrägen Krimi erweist sich der in Stuttgart lebende Autor als Galionsfigur einer heimischen Autorenriege, die das Genre erfrischend mit literarischem Mehrwert versieht. "Mariaschwarz" (Piper Verlag), sein neuer Krimi spielt an einem fiktiven Ort irgendwo in Österreich.
Ein Beitrag in der Sendung "a.viso", den Sie hören können (wmv, 02:30) ...
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ORF:
»Schlüssel und Schlösser«
Steffen Kopetzky hat eine unterhaltsame Liebeserklärung an Abenteurer, Einzelgänger und sympathische Verlierer geschrieben, bei der man nicht jedes Wort und nicht jeden Coup auf die Goldwaage legen sollte.
"Der letzte Dieb" (Luchterhand Literaturverlag), ein flott geschriebener, über weite Strecken spannend zu lesender Roman, ist ein wilder Genremix aus Familien-, Fantasy- und Agentenroman.
Kopetzky liebt Camouflagen und Koinzidenzen, Lügen und Täuschungen, Verwechslungen und zweite Identitäten, und er liebt das Mysteriöse, das Rätselhafte, das Gothic-Novel-Artige.
Von Wolfgang Seibel ... mehr
Burgdorf:
»Burgdorfer Krimitage 2008«
Die Burgdorfer Krimitage finden vom 8. bis 16. November 2008
in Burgdorf in der Schweiz statt. Mit dabei sind u. a. Gianrico Carofiglio, Arne Dahl, Lilian Faschinger, Franz Hohler, Beat Glogger, Stefan Slupetzky, Jan Seghers und "Philip Maloney" ...
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Das Programmheft des Festivals als pdf-Datei
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Program: www.instytutksiazki.pl
Kalender
George V. Higgins
Am 13. November 1939 wird George V. Higgins in Brockton, Massachusetts geboren († 6. November 1993).
Nach seinem Jurastudium arbeitete er als Bezirksstaatsanwalt und Journalist, bevor er Schriftsteller wurde.
Im Alter von fünfzehn schrieb er seinen ersten Roman, 'Operation Cincinnatus' den er in den siebziger Jahren zerstörte. Bevor er "The Friends of Eddy Coyle" veröffentlichte, schrieb Higgins an die 10 Bücher, die er entweder vernichtete oder von den Verlegern zurückgewiesen wurden. Higgins war ein Stilist, der besonders für seinen realistischen Dialog und seine Kenntnis der kriminellen Unterwelt gelobt wurde.
Sein Roman "The Friends of Eddy Coyle", machte "Furore, weil das Buch ausschließlich aus Dialogen besteht. Aus perfekten Dialogen wohlgemerkt, wie sie deutschsprachigen Autoren äußerst selten gelingen." (BNN) Der Roman wurde 1985 durch die britische Buchhändler-Verbindung als einer der zwanzig besten amerikanischen Romane seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet, H.R.F. Keating wählte ihn 1987 in seine Liste der hundert besten Kriminalromane. Das Buch wurde 1973 von Peter Yates mit Robert Mitchum verfilmt.
Bis zu seinem Tod schrieb Higgins über 30 Romane, darunter die vierteilige Serie um Jerry Kennedy und eine Trilogie um Verbrechen in Boston. Sechs seiner Romane wurden ins Deutsche übersetzt (Der Fall Mandeville; Heisser Abriss; Ausgespielt; Der Anwalt; Die Freunde von Eddie Coyle; Hübscher Abend bis jetzt)
Info: Wikipedia (engl.), kirjasto.sci.fi (engl.), Fantastic Fiction (engl.), William Marling, Higgins Collection (engl.).
Die Welt:
»Natur, Geschichte, Gewalts«
In den fünf Romanen Deon Meyers, die bisher ins Deutsche übersetzt sind, sind die Protagonisten Männer, deren Identität von Gewalt geprägt und gestört ist. Nicht von Gewalt, die ihnen angetan wurde, sondern von der Gewalt, die sie anderen angetan haben. Im Thriller geht es immer um Gewalt Mensch gegen Mensch. Bei Deon Meyer hat diese vom Genre geforderte Personalisierung politisch-didaktische Dimension. Immer wieder entwirft er Situationen, in denen Rache, Strafe und Gewalt gerechtfertigt scheinen. Die Männer, die er damit konfrontiert, kochen nicht nur vor Wut, sondern sind auch imstande, dank Ausbildung und körperlicher Fähigkeiten, zu kämpfen und zu töten. Wie schwach Justiz, Polizei und öffentliche Gewalt sind, macht die Ausgangskonstellation des neuen Romans "Weißer Schatten" (Aufbau Verlag) deutlich.
Von Tobias Gohlis .... mehr
Fußball ist immer auch ein Anlass ...:
Ralf Koss fühlt sich ein wenig blind für die Qualitäten des "besten Krimiautors Italiens". Er machte sich an die Lektüre von "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes", dem jüngst übersetzten Roman des - laut Klappentextzitat von "Il Manifesto" - "besten Krimiautoren Italiens". Und je länger er las, desto drängender stellte sich ihm die Frage, was macht dieser Roman in einem solchen verlegerischen Umfeld und wie kam es zu dem Klappentextzitat? Die anderen Romane? Solange er diesen Krimimarkt beobachte, habe er noch nie so wenig verstehen können, was andere in dem Buch entdecken ...
krimiblog:
Ludger Menke über seinen Lieblingskrimipreis: Der schwachsinnigste Krimipreis mit dem geschmacklosesten Titel, den das Krimimarketing zurzeit zu bieten hat, geht ins furiose Finale ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit der Frage: Noir, Deutschlands Geschenk an die Welt? Und er stellt fest: Joachim Linder versucht den Papierkonsum der Welt zu drosseln. Was hilft da besser, als Krimileser mit reizvollen Literaturempfehlungen zur zeitaufwändigen Lektüre von Sekundärliteratur zu verführen ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Straßenfeger, die Zweite: Für uns Jüngere ist es unvorstellbar. Aber im Januar 1962 stand an sechs Abenden das gesellschaftliche Leben still, weil im Fernsehen eine Kriminalserie lief, die sich nur um die Frage drehte, wer das Fotomodell Fay Collins mit einem Halstuch erwürgte. Nach der Tatwaffe hieß die dritte Francis-Durbridge-Verfilmung dann auch "Das Halstuch" und, wie die beiden vorherigen Durbridge-Verfilmungen "Der Andere" und "Es ist soweit", spielten die Deutschen einfach ein bereits im britischen Fernsehen ausgestrahltes Programm nach. Doch während in England die Durbridge-Verfilmungen nur beliebt waren, wurden sie hier zu Straßenfegern. Die letzte Folge von "Das Halstuch" hatte eine Sehbeteilung von neunzig Prozent ...
NuT:
Joachim Linder über Metabolismus der Populärkultur und über True Crime - Library of America: Harold Schechter ist bekanntlich einer der US-amerikanischen True-Crime-Päpste, trotzdem erscheint seine Anthologie zwar in der “Library of America”, aber nicht als "a part of the Library of America series" — soviel Distanz von den Schmuddelkindern möcht' schon sein ....
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lobt erst "Die Gauner" (1836) von Adelbert von Chamisso, eine erst 1989 zufällig wiederentdeckte Sammlung allerliebster Gaunerporträts des Romantikers, von Gerd Schäfer im Verlag Matthes & Seitz herausgegeben. Wo jetzt mit "Der wilde Europäer" von Beatrix Langner eine Biografie Chamissos veröffentlicht wurde. Und nun das: "Die Gauner" sind gar nicht von Chamisso! ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
FAZ: »Ein Lehrbuch für Ganoven und angehende Autoren«
Es gibt eine Schule, die behauptet, der amerikanische Kriminalroman sei ein Genre, in dem es um die Arbeiterklasse geht. Nun ist es nicht so, dass bei Donald E. Westlake, der seine legendären Parker-Fälle seit 1962 unter dem Pseudonym Richard Stark veröffentlicht, keine Arbeiter vorkommen. Ein befreundeter Regisseur, so Westlake, habe ihm allerdings vor Jahren bescheinigt: "Du schreibst wie ein Franzose!" Er meinte damit vor allem die Haltung der Schurken. Wer sich wie in "Fragen Sie den Papagei" (Zsolnay Verlag) mit Parker einlässt, der muss die Zügel fahren lassen. Parker-Romane kennen kein episches Ausgreifen, sind mehr Erzählung als Dichtung, mehr Reihung als Anschauung. Es ist gerade die Kargheit der Sprache, die einen langsam und konsequent wachsenden Thrill erzeugt. Was für eine Freude. Was für eine Chance: Hier erzählt einer nicht nur vom Weg des Verbrechens, sondern gibt uns die Möglichkeit, ihn gleich noch zu studieren.
Von Katharina Teutsch ... mehr
Der Spiegel:
»Gut so! John le Carré profitiert vom Terror«
Die Bücher des britische Großmeisters des Agenten-Romans wirkten zuletzt etwas fade. John le Carré kehrt nun mit seinem Buch "Marionetten" (Ullstein Verlag) ins Weltgeschehen zurück. Es geht um die Furcht vor dem islamischen Terror. Ein Mann gerät zwischen alle Fronten – und die Gefahr droht auch aus Hamburg.
Indem er das Undurchsichtige, Verknotete, Obskure der Welt nach 9/11 ins Zentrum seines neuen Romans stellt und damit die eigenen Schaffensprobleme thematisiert, hat er in einem gelungenen Befreiungsschlag Poetologie und Schreibtherapie miteinander verbunden..
Von Hendrik Werner ...
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Der Spiegel:
»Rebus geht, Rankin bleibt«
Im (vorerst) letzten Roman mit Inspektor John Rebus zieht Ian Rankin noch einmal alle Register seiner Erzählkunst. "Ein Rest von Schuld" (Manhattan Verlag) beschließt einen Kriminalromanzyklus, der seinesgleichen sucht.
Ian Rankins überragende Kunst besteht genau darin, seinen Lesern diese haarsträubende und immer paranoider werdende Konstruktion glaubhaft erscheinen zu lassen. Im Moment der überraschenden und unerwarteten Lösung, die hier natürlich nicht verraten werden kann, begreifen wir, warum wir diesen Rebus so lange geliebt haben und weiter lieben werden: wegen dieses unabwischbaren untilgbaren Quäntchens Schuld, an dem der alte Schotte heftiger leidet als alle anderen Menschen auf der Welt. Und das in Edinburgh, wo Robert Louis Stevenson nach einem lebenden schottischen Vorbild den modernen Archetyp Jekyll und Hyde erfunden hat. Rankin hat ihn modern und zeitgemäß fortgeschrieben. Das ist schon jetzt einen Eintrag ins Buch der europäischen Literaturgeschichte wert.
Von Tobias Gohlis ...
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Die Welt:
»Mo Hayder und ihre Grenzgänger«
Diese Frau muss wohl das haben, was man landläufig einen Hau nennt. Ihre beachtlichen Kriminalromane, seit ihrem verstörenden Debüt "Der Vogelmann" (2002) fünf an der Zahl, sind ungewöhnlich gewaltdrall, ihre Handlungen voller krimineller Energie, ihre Täter erschreckend krank. Und doch schaut die Autorin Mo Hayder auf handelsüblichen Bildern so unschuldig drein, als könne sie zumindest außerhalb ihrer Arbeitszeiten kein Wässerchen mit Blut oder anderen fragwürdigen Flüssigkeiten trüben. Dieser erste Augenschein trügt freilich: Die aparte Britin, Jahrgang 1962, hat schon in viele Abgründe gespäht. Ihre jüngste publizistische Zumutung heißt so schlicht wie programmatisch "Ritualmord" (Goldmann). Sie führt folgerichtig das fort, was Hayder in gründlich von zivilisatorischen Tabus gereinigten Thrillern wie "Die Behandlung" (2002) und "Tokio" (2005) sehr sorgsam kultiviert hat
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
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Burgdorf:
»Burgdorfer Krimitage 2008«
Die Burgdorfer Krimitage finden vom 8. bis 16. November 2008
in Burgdorf in der Schweiz statt. Mit dabei sind u. a. Gianrico Carofiglio, Arne Dahl, Lilian Faschinger, Franz Hohler, Beat Glogger, Stefan Slupetzky, Jan Seghers und "Philip Maloney" ...
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Das Programmheft des Festivals als pdf-Datei
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Program: www.instytutksiazki.pl
Kalender
Irene Rodrian
Am 12. November 1937 wird Irene Rodrian in Berlin geboren.
Zunächst arbeitete Irene Rodrian als Grafikerin und in der Werbebranche, später als Schaufensterdekorateurin und Verkäuferin.
Irene Rodrian gehört zum "Urgestein" der deutschen Kriminalliteratur. Bereits 1967 wurde sie mit dem Edgar-Wallace-Preis für "Tod in St. Pauli" ausgezeichnet. Ihre zahlreichen Kriminalromane erschienen vornehmlich in der renommierten Thriller-Reihe bei Rowohlt und in der Krimi-Reihe des Heyne Verlags. Neben Kriminalromanen schrieb Irene Rodrian auch Kinderbücher/-krimis und Drehbücher. Nach einer längeren Schreibpause liegen jetzt wieder neue Kriminalromane (die Serie um "Limona 5") vor.
Irene Rodrian wurde 2007 mit dem "Ehrenglauser - Krimipreis der Autoren" für ihre Verdienste um die deutsche Kriminalliteratur ausgezeichnet. Die Autorin lebt in München und Formentera. (Foto: Isolde Ohlbaum)
Info:
Homepage der Autorin, Die Befragung, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Bücher-Forum, Heyne Verlag, Hamburger Abendblatt
Chester Himes
In der Nacht des 12./13. November 1984 stirbt der amerikanische Schriftsteller Chester Himes in CheMoraira, Spanien. (* 29.Juli 1909 in Jefferson City, Missouri.
Mit seinem Harlem Zyklus um die schwarzen Polizisten Grave Digger und Coffin Ed erhielt die Kriminalliteratur einen neuen Ton, eine bitter-skurille Variante und eine radikale Sicht des Rassismus in den USA.
Für "All Shot Up" (1960, frz.: La Reine de pommes), erhielt er als erster US-amerikanischer Autor den renommierten französischen Krimipreis "Grand Prix de la Littérature Policière". Auch Himes wurde in seiner Heimat weitgehend ignoriert, während er in Europa zu einem angesehenen Autor und Klassiker der Kriminalliteratur wurde.
"Die Linken hassten meine Geschichten, die Rechten hassten sie, die Juden und die Schwarzen hassten sie ... Ich glaube, was die Amerikaner am meisten hassten, war die Tatsache, dass ich der Wahrheit zu nahe kam."
Infos bei:
Thomas Wörtches Aufsatz "It Does Make Sense!" bei kaliber. 38 (nur gegen Gebühr, aber Pflichtlektüre für jeden, der sich ernsthaft für Chester Himes interessiert!) Unionsverlag , wikipedia , krimi-couch , Mordlust , S. Mendes Krimisalon
krimikiste:
Kristine Greßhöner mit Anlauf: Folge 137 mit Hans-Peter Boers "Kuchentage", Folge 139 mit Kjell Erikssons "Nachtschwalbe" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Spiel mit dem Leser: "A Killer's Kiss" von William Lashner, das siebte und vorerst letzte Buch der Serie William Lashners um dem Anwalt Victor Carl ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Day Keene) ...
NuT:
Joachim Linder über "Law and Phrenology" und Neuerscheinungen der KL-Forschung....
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Gilbert Adair: "Und dann gab's keinen mehr". Über Autoren, die in ihre Bücher springen, Personen, die aus diesen Bücher heraushüpfen ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
WDR 2:
»Atmosphärisches Grauen«
Viele Krimiserien lassen mit der Zeit an Qualität nach. Bei Jo Nesbøs Serie um Harry Hole ist es genau umgekehrt. Die beiden werden immer besser. Alle Ansprüche an einen besonders guten Kriminalroman werden erfüllt. "Schneemann" (Ullstein Verlag), der 7. Krimi um den tragischen Hauptkommissar Harry Hole von der Polizei in Oslo, sei ein "Buch, das einem im Nacken sitzt wie der Blick eines Fremden.
Meisterhaft!" sagte die WDRKrimiexpertin Antje Deistler im Buchtipp auf WDR 2.
Zum Nachlesen und -hören ...hier
Eine Menge Hin- und Querverweise, dazu Lob & Tadel und natürlich viele Lesetipps gibt es in der dienstältesten Krimikolumne der Republik: Thomas Wörtches "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", nachzulesen bei den Kollegen von "kaliber. 38".
"Hardcore Angel" von Christa Faust (Rotbuch) sei ein richtig schlechtes Buch, das letztendlich richtig klasse sei. Dazu passend ein kiloschweres, 335seitiges potentielles Weihnachtsgeschenk - der Schau- und Prachtband "True Crime Detective Magazines 1924 - 1969". Ganz toll blamiert habe sich der Aufbau Verlag in der Einordnung von "Das Zeichen des Widders", der nun wirklich ein Comic von Vargas/Baudoin sei. Ebenfalls sehr vergnüglich, weil klug und genau recherchiert sie der Comic "Cosa Nostra" von David Chauvel/Erwan Le Saëc. Hoher Unterhaltungswert der Charlies Hustons "Killing Game" (Heyne) am Anfang leider fehle. Klasse hingegen sei der "Nachtkrater" von Christine Lehmann (Ariadne). Lesen können Sie dies alles ... hier
taz: »Crime Scene: Was schwer zu erzählen ist«
Die Norwegerin Karin Fossum hat eine gewisse Sonderstellung innerhalb des Krimigenres. Psychologisch ambitionierte Kriminalromane gibt es viele, doch kein anderer Autor, keine Autorin beschäftigt sich so intensiv mit den psychischen Verstörungen, die den gewalttätigen Übergriff eines Menschen auf andere begleiten. Ein Kriminalroman ist vermutlich nicht das richtige Instrument, mehrere hochkomplexe Fragen auf einmal zu schultern. Fossum ist eine zu gute Autorin, um einfache Antworten zu liefern, sie lässt die Fragen schmerzhaft offen klaffen. Abgesehen von einem auffälligen Bemühtsein um politische Korrektheit ist ihr Roman "Wer anders liebt" (Piper Verlag) auf bewährte Art spannend, was damit zu tun hat, dass manche ehernen Genregesetze eben auch für Karin Fossum gelten.
Von Katharina Granzin ... mehr
Der Standard:
»Anschlag im Busch«
Eine Frau wird in ihrem Haus überfallen. Sie kann entkommen und besorgt sich einen Bodyguard. Deon Meyers neuer Thriller wird aus der Sicht dieses Mannes erzählt. Meyer, zu Recht hochgepriesener Thrillerautor aus Südafrika, vermag sein Land mit all den Widersprüchen und Brüchen darzustellen. "Weißer Schatten" (Aufbau Verlag) gehört zu den aufregendsten Thrillern des Herbstes.
Von Ingeborg Sperl .... mehr
NDR Kultur:
»Keine gesellschaftliche Einbettung «
"Weißer Schatten" (Aufbau Verlag) heißt das neue Buch von Deon Meyer und es ist gleichzeitig als Hörbuch erschienen (Hörprobe). Der südafrikanische Thriller-Autor versteht es gekonnt, Spannung aufzubauen und sie dann so zu steigern, dass man gebannt zuhört. Im Unterschied zum Buch fehlen auf den vier CDs viele aufschlussreiche Nebenbemerkungen zu Südafrikas politischer Situation, zur Psyche der Protagonisten. So beschränkt sich die Auswahl leider auf die aufregendsten Höhepunkte, die Action-Elemente. Es fehlt die gesellschaftliche Einbettung der Geschichte. Merkwürdigerweise hat man jedoch einige aufschlussreiche Zitate auf die CD gedruckt, die in der Lesung ausgelassen wurden.
Von Johannes Kaiser .... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Präsidentschaftswahl mit Ratte(n)«
Das ist der Krimi zum gerade zu Ende gegangenen Präsidentschaftswahlkampf. Nein, eigentlich das kohlenkellerschwarze Märchen, um einem nun hurtig den Jubel wieder aus- und die sehr, sehr vorsichtige Erwartung einzutreiben. Isaac Sidel ist in diesem bereits 1999 auf Englisch erschienenen Roman Jerome Charyns aufgestiegen (aufgestiegen?) zum Vizepräsidentschaftskandidaten der Demokraten. Denn das Volk liebt "Citizen Sidel" (Rotbuch Verlag). Alle kämpfen hier um Einfluss, die meisten sind korrupt, viele mehr als das. Charyn erzählt das in äußerster Knappheit und Lakonik, trotzdem sind manche seiner Sätze herzzerreißend, Minikraftwerke des Gefühls.
Von Sylvia Staude ...
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FAZ:
»Der Wünschelrutengänger«
Michael Crichton hat in den neunziger Jahren vier Romane geschrieben. Sie vergrößern landläufige Sorgen zu existentiellen Bedrohungen und fügen Geschichten hinzu, die mehr recherchiert als erfunden sind. Nur die erste war noch unwahrscheinlich: "Jurassic Park".
In diesen Tagen erscheint Michael Crichtons neues Buch in Deutschland. Es ist ganz fiktiver Journalismus. Der Roman "Airframe" (Karl Blessing Verlag) berichtet von einem Unfall in der Luft. Crichton hat dieses Buch nicht geschrieben, um dem Protektionismus das Wort zu reden. Eher schon macht sich dieser Schriftsteller zum Wünschelrutengänger eines kollektiven Unbehagens, und ihm muß der Eskapismus der Unterhaltungsliteratur weichen. Crichton schildert den Kapitalismus als übermächtiges Problem. Die Wirtschaft treibt nur noch sich selbst voran, und der zivile Mensch ist am Ende ...
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Kalender
Maurice Leblanc
Am 11. November 1864 wird Maurice Leblanc in Rouen geboren († 6. November 1941 in Perpignan).
Der Sohn eines Reeders wuchs ohne Mutter auf. Entgegen den Wünschen seines Vaters geht er nach Paris um zu schreiben. Er arbeitete als Journalist und schrieb Kriminal- und Abenteuerromane, Theaterstücke und Kurzgeschichten. Seine bekannteste Figur ist der Meisterdieb Arsène Lupin. Inspirieren ließ sich LeBlanc hierfür von dem Anarchisten Marius Jacob, der mehr als 150 Einbrüche verübte und dafür zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.
1905 erschien die erste Geschichte mit Arsène Lupin als Fortsetzungsroman. Der Erfolg war so groß, dass Leblanc den weiteren Verlauf seiner Karriere fast völlig dem Meisterdieb widmete. Zwischen 1907 und 1935 erschienen 20 Romane, 2 Theaterstücke und etliche Kurzgeschichten rund um Arsène Lupin.
Maurice Leblanc erhielt den Orden der Legion d'honneur für seine Verdienste um die französische Literatur. Beerdigt wurde der Schriftsteller auf dem Cimetière Montparnasse in Paris.
Im Verlag "Matthes & Seitz", Berlin erscheinen in loser Folge die Romane mit den Erlebnissen des frechen Abenteurers Arsène Lupin.
Infos:
wikipedia, Krimi-Couch, Matthes & Seitz, Die Zeit.
Feldmanns Schusswechsel
Nr. 16
Erhöhter Mitteilungsdrang
Im Heizungskeller des Chemischen Labors der Universität Oxford liegt eine Leiche, in deren Brust ein antiker arabischer Dolch steckt. Ermittelt wird von einem Detective Chief Inspector, es mischen sich ein: ein untergetauchter Archäologe und dessen aufgetauchte Tochter, ein dilettierender Privatdetektiv, ein ehemaliger Polizeibeamter ein zwielichtiger Herr und ein früherer Stasi-Agent. Und das Ergebnis? Unter den vielen schlechten Krimis dieser Welt nimmt "Späte Seilschaften" von Jutta Motz eine ganz besondere Stellung ein, meint Joachim Feldmann .... mehr

ZDFinfokanal: »Europäische Bestsellerautoren im Porträt«
In der Reihe "crime time" stellt der ZDFinfokanal seit September 2007 europäische Krimiautoren und -autorinnen vor, die für Spannung bürgen.
Die Jagd nach den Verbrechern geht in eine neue Runde. Der ZDFinfokanal porträtiert in der zweiten Staffel der Reihe "crime time" weitere Krimiautoren Europas. Sie kommen aus Großbritannien, Deutschland, Schweden und Polen mehr
Verschwunden. Vermisst. Tot?
Einmal im Jahr macht sich der Münchner Stadtmensch auf nach Sylt. Dort tankt er
frische Luft und neue Ideen und fühlt sich als "Meermensch". Dort und an seinem Schreibtisch in München können Sie Friedrich Ani kennen lernen, bei der Arbeit an einem neuen Manuskript mit Kommissar Polonius Fischer. Hier ist er furchtlos - und hier kommen ihm neue Ideen. Einer der Höhepunkte des Films: Ani erzählt, wie ihm während einer Schreibkrise sein neuer Kommissar Polonius Fischer und elf weitere Figuren übers Watt entgegenkamen.
Der Krimi, mit dem Friedrich Ani 1996 debütierte, trug den Regionalkrimi-verdächtigen Titel "Killing Giesing". Im Münchner Stadtteil Giesing wohnt er immer noch. Regionalkrimis aber schreibt er nicht. Ani braucht zwar konkrete Orte, Straßen und Häuser, in denen seine Figuren leben, aber als Vorstellungsraum für seine schriftstellerische Imagination. Für ihn es ein biografischer Zufall, dass er seine Figuren in München ansiedelt.
Ein Beitrag von Tobias Gohlis und Martin Schöne ...mehr
Zu sehen im ZDFinfokanal:
Montag, den 10. November 2008: 13.02 Uhr, 19.20 Uhr und 01.45 Uhr
Dienstag, den 11. November 2008: 01.30 Uhr
Weitere Sendetermine
In der ZDF-Mediathek ist dieser Beitrag demnächst abzurufen. Videos der ersten Staffel sind ebenfalls abspielbar.
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und Barbara Keller hat
Tatjana Ustinowas "Dass du nicht mehr lebst" und Zoran Zivkovic' "Das letzte Buch" gelesen ...
krimiblog:
Ludger Menke mit Platzpatrone: Besinnliche Adventszeit mit dem Totmacher ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht mal was anderes: sie berichtet über (Late-)Liveblogging in Werl ...
krimikrimi:
Margit Breuss mit frischen Kriminachrichten aus Österreich ...
Krimilady:
Henny Hidden fiebert manchmal mit der Autorin mit, nein, nicht weil es so spannend ist, sondern weil sie es sich und ihr wünscht, dass es in die Gänge kommt. Bei Anne Chaplets neuestem Krimi musste sie lange warten. An die hundert Seiten. Aber es hat sich wohl gelohnt. Ihr Urteil: Eine Autorin, die uns etwas zu sagen hat ...
krimileser:
Bernd Kochanowski stellt verwundert fest: In der Tat kann man ein wenig an der sozialen Intelligenz von Menschen zweifeln, die glauben, Autoren freuten sich, wenn man ihnen erzählt, eines ihrer Bücher gebraucht kaufen zu wollen ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und ersten Eindrücken vom James-Sallis-Berlin-Besuch ...
NuT:
Joachim Linder über "Das Ende der Novelle" ....
Spannungsromane:
amer mit Damien Lewis: COBRA GOLD (Ende), Charlie Huston: KILLING GAME und Jack Ketchum: BLUT ROT. koldir mit Kyle Mills DAS ABKOMMEN. Und ein Cover: SHARPES FESTUNG ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph ultimativ: Was ist Krimi? Achtung! Jetzt folgt eine definitive Definition! ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella und Giorgione (obwohl er Vergessenes und Unvergessliches gesammelt hat) ...
Stuttgarter Zeitung:
»Familienmenschen, Forensikpioniere und Tatterschützen«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der November-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
R. Austin Freeman ("Das Auge des Osiris "), Christa Faust ("Hardcore Angel"), Fred Vargas/Edmond Baudoin ("Das Zeichen des Widders "), Donald E. Westlake ("Mafiatod") und Thor Kunkel ("Kuhls Kosmos") ... mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
Am 26. Oktober ist Tony Hillerman gestorben. Lesen Sie den Nachruf von Kaliber38-Macher Jan Christian Schmidt.
Zu den Ursprüngen der großen Verbrechersyndikate führt ein großes Comic-Projekt von David Chauvel und Erwan Le Saëc: Cosa Nostra.
Ein aktueller Roman zum Thema Neapel und Camorra, Viper von Robert Morley, ergeht sich dagegen nur in dumpfem Gemetzel.
Das Edgar-Allan-Poe-Jahr 2009 wird uns noch beschäftigen. Eine neue Biographie von Hans-Dieter Gelfert stimmt ein, wenn auch nicht perfekt.
Das Gedicht schließlich führt uns aufs Land. Dort ist es für Städter nicht immer nur schön ...
Die Themen vom 8. November im Detail:
Cops und Indianer
Tony Hillerman, 1925 – 2008. Ein wunderbarer Schriftsteller, der zwischen zwei Welten hin- und herwanderte und sowohl für die amerikanische Literatur als auch für die internationale Kriminalliteratur ein paar Fenster aufgemacht hat. Ein Nachruf von Jan Christian Schmidt ... mehr
Crime in the City
La Cosa Nostra – Blut und Entsetzen, cementa shoesa und Luca Brasi bei den Fischen. So stellt man sich das vor, und das ist auch völlig richtig. Aber es geht auch anders – und nicht minder spannend. Nämlich in einem Pracht-Comic von David Chauvel und Erwan Le Saëc, den sich Thomas Wörtche angesehen hat. Con mucho gusto ... mehr
Märchenstunde aus Neapel
Michael Morley konnte mit seinem ersten Roman "Spider" um den Profiler Jack King bereits einen veritablen Erfolg verbuchen, jetzt gibt es den Folgeband und wieder ist es das alte Thema, das Morley offenbar so am Herzen liegt, seit er während seiner journalistischen Arbeit einige von ihrer Spezies interviewen durfte – wie tickt ein Serienkiller? Allerdings sei die Frage gestattet, was in diesem Falle schlimmer ist – das Thema oder seine Umsetzung? Beate Mainka macht sich so ihre Gedanken...mehr
Mehr als Jux und Dollerei
Edgar Allan Poe hat bald Geburtstag. Einen richtig runden sogar.Höchste Zeit also, ihn kennenzulernen. Hans-Dieter Gelferts Biografie kann dabei höchstens der analytische Händedruck zur Begrüßung sein, findet Dieter Paul Rudolph ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Nacht im Dorfe
Von Alfred Wolfenstein
Vor der verschlungnen Finsternis stöhnt
Stöhnt mein Mund.
Ich, an Lärmen unruhig gewöhnt,
Starre suchend rund ...
mehr
FAZ:
»Maigret-Marathon 29«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Neunundzwanzigste Folge: "Maigret und seine Tochter".
Lauter alte Bekannte: Hinweise auf frühere Fälle, Anekdoten, die man sich im Polizeipräsidium erzählt, und als solche auch leicht entstellt - selbst der allererste "Maigret" wird dort zitiert, als staunenswertes Beispiel einer harten Recherche in Wind und Regen. Dass die Sache ihren Haken hat, liegt auf der Hand, und so würde man die auch hier auftretenden chronologischen Unstimmigkeiten gern dem Stille-Post-Effekt der mündlichen Überlieferung zuschreiben
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
HR-Fernsehen:
»Frau mit der Leidenschaft fürs Morden«
Sie schreibt Geschichten, in denen es kracht: kurz, schmerzlos, unvermeidlich.
Sie ist seit Jahren eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Kriminalautorinnen. Berühmt für Ihren trockenen Humor, ihre beiläufige Ironie und ihre gefährlich normalen Frauenfiguren. In "Kuckuckskind" (Diogenes Verlag), dem neuen Buch von Ingrid Noll, ist es der späte Kinderwunsch einer Enddreißigerin, der die Tragödie in Fahrt bringt.
Von Anke Schnackenberg ... mehr
DLR:
»Die amerikanische Krankheit«
Pete Dexter erzählt in seinem Roman "Paris Trout" (Liebeskind Verlag) von einem rassistischen Mord in einer Kleinstadt. Allerdings geht es um mehr als die Tat eines Einzelnen. Der Autor entwirft das Porträt eines Ortes, der vor dem Hintergrund des Korea-Krieges die Gewalttätigkeit der US-Gesellschaft widerspiegelt. Jürgen Bürger übersetzt sehr genau. Das ist wichtig, denn die bedrohliche Wirkung dieses Romans geht vor allem von der Sprache aus. Vor dem Hintergrund, den Pete Dexter nur mit wenigen Worten umreißt, gerät die fiktive Stadt Cotton Point zum Spiegelbild einer Gesellschaft, in der sich die Gewalt mit epidemischer Geschwindigkeit ausbreitet. Das ist die amerikanische Krankheit. Paris Trout ist nur ein Symptom.
Von Kolja Mensing ... mehr
BR-Fernsehen: »Der italienische Kultautor «
Wenn er auftaucht, sinkt der Illusionspegel schlagartig. Massimo Carlotto. Kriminalschriftsteller und Kultautor. Sein Arbeitsmotto: Geh in Italien bei Sonne vor die Tür und schon stolperst du über eine finstere Story. In seinen düsteren Kriminalromanzen ist der Tod allgegenwärtig. Selbst wenn Carlotto von Amore schreibt, geht es todsicher ums Sterben. Korrupte Polizisten und idealistische Revolutionäre, die zu Berufskillern mutieren: Scheinbar emotionslos blickt Carlotto auch in "Die dunkle Unermesslichkeit des Todes" (Tropen Verlag) in die vergitterten Abgründe einer Gesellschaft, die - wie er es sieht - vor dem organisierten Verbrechen kapituliert hat.
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Der Tagesspiegel:
»Schluss mit Schutzgeld«:
Die in Venedig lebende deutsche Journalistin Petra Reski hat ein Buch über die italienische Mafia vorgelegt. Es dürfte, wie "Gomorrha" auf seine Weise, das genaueste und informativste Werk sein, das derzeit zu diesem Thema auf dem deutschen Markt ist.
Von San Luca nach Duisburg: Petra Reskis Reportagen aus der Heimat der Mafia sind genau und informativ. Reski schreibt, mit lockerer Hand, eine Art Reisereportage. Das Buch "Mafia: Von Paten, Pizzerien und falschen Priestern" (Droemer Knaur Verlag) ist ein eindrucksvolles Mosaik aus zahllosen Details.
Von Paul Kreiner ... mehr
Berliner Zeitung:
»Weltreise durch das organisierte Verbrechen«
Die Frage "Die oder wir?" ist in Kroatien wie auf dem gesamten Balkan längst entschieden. Weil die durch die Fragestellung implizierte Trennung zwischen Staat und Unterwelt dort faktisch längst nicht mehr existiert. Der britische Autor Misha Glenny spricht in seinem brillanten Buch "McMafia" (DVA) denn auch von einer "Verbrechensfabrik" auf dem Balkan. Die Verquickung von Staat und Unterwelt ist aber kein balkanspezifisches Problem. Glenny unternimmt in seinem 500-Seiten-Werk eine ebenso informative wie spannende Weltreise in das organisierte Verbrechen.
Von Andreas Förster ... mehr
Burgdorf:
»Burgdorfer Krimitage 2008«
Die Burgdorfer Krimitage finden vom 8. bis 16. November 2008
in Burgdorf in der Schweiz statt. Mit dabei sind u. a. Gianrico Carofiglio, Arne Dahl, Lilian Faschinger, Franz Hohler, Beat Glogger, Stefan Slupetzky, Jan Seghers und "Philip Maloney" ...
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Das Programmheft des Festivals als pdf-Datei
»Mord am Hellweg: Größtes europäisches Krimifestival ging zu Ende«
Mit dem großen Final Criminal Act ging am 8. November Europas größtes internationales Krimifestival Mord am Hellweg IV – Tatort Ruhr in der Rohrmeisterei in Schwerte vor 550 Gästen zu Ende. Die Besucherzahlen stiegen gegenüber 2006 nochmals um ein Drittel. An der Abstimmung für den Europäischen Preis für Kriminalliteratur, der vom Festival 2008 erstmals ausgelobt wurde, beteiligten sich mehr als 10.000 Menschen aus über 20 Ländern. Das Ergebnis der Abstimmung wird im November bekannt gegeben, der Preis wird aller Voraussicht nach im März nächsten Jahres offiziell in Unna verliehen.
Der nächste Mord am Hellweg wird 2010 stattfinden ...mehr
»5. polnisches Krimifestival«
Das 5. polnische Krimifestival findet vom 19. bis 22. November 2008 in 12 Städten (Kraków, Lódz, Opole, Poznan, u.a.) statt, meldet unser Korrespondent Markus Schnabel aus Krakau.
Mit dabei ist das Aufgebot der wichtigsten polnischen Krimi-Autoren: Marek Krajewski, Kondrad T. Lewandowski, Zygmunt Miloszewski, Marcin Swietlicki, Tomasz Konatkowski, Krzysztof Mackowski, Marcin Wronski, Pawel Jaszczuk, Irek Grin u.a.
Ehrengast wird die russische Starautorin Tatiana Polakowa sein.
Am 22. November wird bereits zum fünften Mal der Krimipreis "Wielki Kaliber" für den besten polnischen Krimi des Jahres vergeben. Bisherige Preisträger waren Marek Krajewski, Pawel Jaszczuk, Marek Harny und Marcin Swietlicki.
Mehr zum Program: www.instytutksiazki.pl
Axel Bußmers TV & Buchtipps 8. – 21. November 2008
Während Daniel Craig im Kino 007 spielt, treten die anderen Bonds im heimatlichen Wohnzimmer auf. Auch Bienzle, Brunetti, Jack Ryan, Van Veeteren und Wallander dürfen böse Jungs jagen. DCI Tennison in den ersten beiden "Heißer Verdacht"-Folgen tut's ebenfalls. Und dann gibt es noch weitere empfehlenswerte Filme und natürlich Wiederholungen ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalens Szene ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp ...
Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis: Er ist ein bisschen dicker geworden, seit sie sich 2005 in München getroffen haben. Tobias auch. In der Hinterstube der Buchhandlung Heymann stehen 7 Pappbecher mit Wasser auf dem Tisch. Tobias Gohlis über Juan Bas, der in der Osterstraße "Skorpione im eigenen Saft" las ...
NuT:
Joachim Linder über Gefängnis- und Gefangenengeschichte. Im Ticker: Jesse Schlotterbeck über "Non-Urban Noirs" ....
Spannungsromane:
koldir mit dem Netzfundstück der Woche: Die Bestseller-Ente ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Pentti Kirstiläs "Den Göttern trotzt man nicht" ...
Die anderen Kollegen und -innen machen Pause vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella und Giorgione ...
Neue deutsche Krimis aus Bielefeld und München - mit Migrationshintergrund
präsentiert Ulrich Noller in seinen Krimitipps im Monat November bei FH Europa:
Wer über den deutschen Krimi spricht, der darf über Ayce nicht schweigen. Die Freundin des Kripokommissars Konstantin "Konni" Kirchenberg, Norbert Horsts Alter Ego und Ermittler, spielt in mittlerweile vier Romanen eine zwar zentrale, aber doch vom Fall-Geschehen der Kriminalgeschichte konsequent unabhängige Nebenrolle. Seit 2003 veröffentlicht Norbert Horst Kriminalromane, "Sterbezeit" (Goldmann Verlag) ist sein vierter.
Die Opfer von Gewaltverbrechen haben es meist besonders schwer, weil sie nicht nur das Erlebte verdauen und verarbeiten müssen, sondern meist auch noch damit allein gelassen werden. Friedrich Ani, der bayerische Kriminalschriftsteller mit schlesischer Mutter und syrischem Vater, hat für seinen neuen Roman "Wer tötet, handelt" (dtv) genau dieses Thema gewählt, sprachlich exakt und smart konstruiert. Ein (kleiner) Kriminalroman, der den Opfern von Gewaltverbrechen eine Geschichte gibt, und das ohne falsches Mitleid, ohne kitschiges Bedauern, dafür mit viel echtem Interesse am Seelenleben der Personen ... mehr
Rheinischer Merkur:
»Göttin des Gemetzels«
Mit einer schaurigen Szene beginnt das neue Buch von Karin Slaughter. Ein typischer Einstieg für die Bestsellerautorin aus dem amerikanischen Süden, die in den vergangenen Jahren zum neuen internationalen Star des Thrillers aufgestiegen ist – mit 13 Millionen verkauften Büchern und Übersetzungen in 24 Sprachen. Ihr Roman "Verstummt" ist gerade im Blanvalet Verlag erschienen.
Die Thriller der Südstaatlerin aus Atlanta erreichen Millionenauflagen, sind aber auch umstritten. Wie viel Gewalt ist in der Unterhaltungsliteratur erlaubt?
Fragt sich Katja Ridderbusch ...
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ARTE:
»Verschrobene Unschuld«
"Marionetten" (Ullstein Verlag) ist le Carré vom Allerfeinsten: eine Clownerie und ein Traktat (davon, dass auch der beste nicht unschuldig bleiben kann), eine Liebesgeschichte und ein Spionagekomplott, ein Märchen und eine Anklageschrift. Angeklagt, wie immer in den letzten Romanen, der blinde, selbstherrliche Imperialismus der USA. Ein großes, komisches, trauriges Buch über schwache, aufrechte, ohnmächtige Menschen..
Von Tobias Gohlis ...
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Der Spiegel:
»Marionettentheater der geheimen Dienste«
Nach etlichen Agenten, Doppel- und Tripleagenten hat der Großmeister des Spionage-Thrillers nunmehr in "Marionetten" (Ullstein Verlag) einen reinen Tor ins Feld geführt. Wie lässt sich in einer Welt, deren Raison d'être der Argwohn ist, Vertrauen schaffen? Das zu beschreiben, füllt über dreihundert Seiten. Um dieses Vertrauen zu enttäuschen, reichen die letzten sechs. Der große Moralist John Le Carré hat das Genre des Thrillers um eine moderne Heiligenlegende erweitert - Martyrium inklusive.
Von Ulrich Baron ...
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Die Zeit:
»Fett und eklig«
Die Kunst versteckt sich bisweilen hinter der Maske des Trivialen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Splatterkrimi "Fettsack" Edition Phantasia eines gewissen Rex Miller. Der erstmals 1987 im amerikanischen Original erschienene Roman ist eine literarische Hochleistung. Was der 1939 in Sikeston, Missouri, geborene und 2004 ebendort verstorbene Autor, der zunächst äußerst erfolgreich als Radio-DJ tätig war, mit seinem Erstlingswerk zustande brachte, ist von einer formalen wie inhaltlichen Kompromisslosigkeit.
Von Martin Brinkmann ...
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ARTE: »Ein Meister des Verrats«
Der Brite John Le Carré zählt zu den erfolgreichsten Verfassern von Spionage-Thrillern auf der Welt. Seine Lebensgeschichte liest sich selbst wie ein Roman. 1931 als David John Moore Cornwell geboren, wurde er im Alter von fünf Jahren von seiner Mutter verlassen. Sein Vater, ein Hochstapler und Betrüger, erzog David so gut es ging, bis der Junge mit 13 Jahren in ein Internat kam. Mit 16 entzog er sich den strengen und repressiven Internatsregeln und floh nach Bern. Dort studierte er ausgerechnet Germanistik, in der unmittelbaren Nachkriegszeit für seine Landsleute eine Provokation.
Er zählt zu den wichtigen Schriftstellern unserer Zeit, er ist radikal, bösartig, analytisch, witzig und intelligent.
Außerdem gilt er als sehr aufmerksamer Beobachter und Gesprächspartner in politischen und gesellschaftlichen Fragen, der sich seit jeher einmischt in die tagespolitische Diskussion.
ARTE porträtiert den Meister der Spionage in einer Dokumentation; zuvor ist ein Agententhriller aus der Feder le Carrés zu sehen.
Zu sehen bei
ARTE am Sonntag, den 9.November 2008 ab 20.40 Uhr ...mehr
»Hamburger Krimifestival«
Vom 2. bis zum 9. November 2008 gibt sich die internationale und nationale Krimielite ein Stelldichein an Alster und Elbe. Auf die von Denis Scheck moderierte Eröffnungsveranstaltung mit Liza Marklund, der erfolgreichsten skandinavischen Krimiautorin, folgt eine Vielzahl herausragender Lesungen – unter anderem mit Simon Beckett, Anne Holt, Ulrich Wickert, Anne Chaplet, Håkan Nesser und James Sallis, mit Schriftstellern, die gleichermaßen Hochspannung und literarische Qualität versprechen ...mehr
»Mord am Hellweg«
Und natürlich findet Europas größtes internationales Krimifestival immer noch statt, dauert es doch vom 13. September bis 8. November 2008. Schließlich sind für den sogenannten "Ripper Award" die Autoren John Harvey, Henning Mankell, Val McDermid, Håkan Nesser und Maj Sjöwall nominiert, für die Sie übrigens noch bis zum 8. November Ihre Stimme abgeben können. Und bei 150 Veranstaltungen mit 300 Lesungen und 600 Autoren, Künstlern, Special Guests und anderen Mitwirkenden dürfte auch für Sie etwas dabei sein ...mehr
Burgdorf:
»Burgdorfer Krimipreis 2008«
Die Burgdorfer Krimitage finden vom 8. bis 16. November 2008
in Burgdorf in der Schweiz statt. Mit dabei sind u. a. Gianrico Carofiglio, Arne Dahl, Lilian Faschinger, Franz Hohler, Beat Glogger, Stefan Slupetzky und "Philip Maloney" ...
Jan Seghers erhält in diesem Jahr den Burgdorfer Krimipreis, der ihm am Sonntag, den 9. November 2008 überreicht wird.
An den Burgdorfer Krimitagen wird jeweils der beste deutschsprachige Krimi ausgezeichnet, der zwischen den alle zwei Jahren stattfindenden Festivals erschienen ist. Der Krimipreis ist mit einer Preissumme von 5000 Franken dotiert. Bisherige Preisträger waren u. a. Roger Graf, Ulrich Ritzel, Stefan Slupetzky, Wolf Haas, Petra Hammesfahr. Der beste Krimi wird jeweils von einer Fachjury auserkoren.
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Das Programmheft des Festivals als pdf-Datei
Vorbericht der Neuen Zürcher
Michael Crichton †
Der amerikanische Schriftsteller Michael Crichton ist am 4. November 2008 einem Krebleiden erlegen. Er starb im Alter von 66 Jahren in Los Angeles. (* 23. Oktober 1942 in Chicago)
Crichton studierte Medizin an der Harvard Medical School und begann zu dieser Zeit unter verschiedenen Pseudonymen erste Romane zu veröffentlichen und wurde 1969 mit dem Thriller "Andromeda" schlagartig berühmt. Er giff immer wieder neueste naturwissenschaftliche und technische Forschungen auf. Viele seiner Romane (z. B. "Jurassic Park", "Enthüllung", "Die Wiege der Sonne") wurden auch als Filme weltweite Erfolge. Für die international erfolgreiche Serie "Emergency Room" schrieb er das Drehbuch und übernahm bei vielen eigenen, aber auch fremden Stoffen die Regiearbeit ("Westworld", "Der erste große Eisenbahnraub", "Coma").
Infos:
Die Welt, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher, Der Spiegel, Die Zeit, FAZ, news.google.de, Wikipedia
Paul Henricks †
Wie die Kieler Nachrichten melden
ist am vergangenen Mittwoch der Krimi-Autor Paul
Henricks aus Büdelsdorf gestorben (* 19.5.1925 in Rendsburg-Büdelsdorf).
Paul Henricks" war der Autorenname, unter dem Dr. Edward Hoop zwischen 1966 und 1996 in der Reihe der rororo-thriller sieben Kriminalromane veröffentlichte. Paul Henricks' Romane, die häufig im Schulmilieu spielten, erschienen zwar gemeinsam mit den Vertretern der Sozio-Krimi-Schule von Richard K. Fleschs rororo-thrillern, haben aber mit ihnen nur auf den ersten Blick die sozialwissenschaftlich-analytische Herleitung
eines Verbrechens gemein. Henricks' Schwerpunkt
liegt mehr im psychologischen Bereich. Außerdem sind seine ersten Bücher erzählerisch
ambitionierter als die Werke des Sozio-Krimis, wie die schockierende Einleitungsszene in DER AMEISENHAUFEN eindrucksvoll unter Beweis stellt. 1969 verfilmte Alfred Vohrer Henricks Roman "Sieben Tage Frist für Schramm" als "Sieben Tage Frist" mit Joachim Fuchsberger in der Hauptrolle fürs Kino. (Text: Reinhard Jahn, Lexikon der deutschen
Krimi-Autoren
Infos:
Kieler Nachrichten, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren.
»Fernseh-Coup«
Sein Kommissar Wallander begeisterte Millionen von Fans - auch im Fernsehen. Doch für den "Tatort" schreiben wollte Bestsellerautor Henning Mankell nie. Bis ihn Schauspieler Axel Milberg mit seinen Lesekünsten überzeugte. Krimi-König Mankell schreibt für "Tatort", meldet ...Der Spiegel
krimikrimi:
Margit Breuss präsentiert, was bei ihr wieder alles gesucht wird in Sachen Krimi ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über professionalität, perfekt vorgetragen: "Sterbezeit" von Norbert Horst: Es mute schon fast wie eine Provokation an, mit welcher Beiläufigkeit Norbert Horst in Sterbezeit vom Polizeialltag erzähle ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einem Nachruf zum Tod von Michael Crichton. Außerdem mit Neuem aus dem Kino: The Chaser, James Bond 007 - Ein Quantum Trost ...
NuT:
Joachim Linder mit dem Ripper Award (Schließlich gelte der Krimi als Instrument zur "Vivisektion" einer Gesellschaft (Gohlis, Wörtche) oder, mit Schiller zu sprechen, zur "Leichenöffnung" ihrer Laster) ....
Spannungsromane:
amer über Damien Lewis: "Cobra Gold" ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph macht jetzt auch mal Pause. So wie die ...
anderen Kollegen und -innen, die Pause machen vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella und Giorgione (der sich allerdings über viele Rechtschreibfehler in Krimirezensionen ärgert) ...
Geiseln der Zeit :
Tausendeinundzwanzig Tage waren Victor B. und Alex Katz Geiseln einer ominösen Guerillaorganisation in lateinamerikanischen Wäldern. Befreit zurück in Paris, immer
noch rätselnd, wer ihnen warum das angetan hat, verabreden sich die beiden Zwangskameraden. Doch bevor sie zusammenkommen, wird Victors Geiselfreund beim Zusammenprall mit einem LKW aufgespießt. Verbrechen oder Zufall oder Verstrickung?
Was bedeutet ein Verbrechen in einer Welt von Verbrechen? Jean-François Vilar, Jahrgang 1947, gibt in seinem komplexen und raffiniert die Zeiten wechselnden Roman Noir "Die Verschwundenen" (Assoziation A) eine faszinierende Antwort. Sein Protagonist ist nicht zu fällig Fotograf. Das fertige, scheinbar unumstößlich für sich stehende Bild fixiert nur eine willkürliche Interpretation der Wirklichkeit. Der Roman geht erzählend zurück ins Labor: je nach Belichtungsdauer und Einwirkung des Entwicklers treten ganz verschiedene Bildaspekte des Negativs zum Vorschein. Ein großes Buch, von radikaler Wahrhaftigkeit und Kunst.
Von Tobias Gohlis (Veröffentlicht auf Papier in DIE ZEIT Nr. 44 vom 23.10.08. In der virtuellen Welt lesen Sie es als unredigiertes Manuskript ... hier
Kalender
Raymond Postgate
Am 6. November 1896 wird Raymond W. Postgate in Cambridge, England geboren († 29. März 1971).
Postgate studierte in Oxford und versuchte während des 1. Weltkrieges aus politisch-ethischen Gründen den Militärdienst zu verweigern, was ihm zwei Wochen Gefängnis einbrachte. Nach dem Krieg heiratete er Daisy Lansbury, die Tochter des linken Jouralisten und Politikers George Lansbury, wofür sein konservativer Vater ihm Hausverbot erteilte (jedoch nicht enterbte). Zu dieser Zeit arbeitete Postgate als Journalist, war Mitbegründer der kommunistischen Partei Englands, die er jedoch 1922 verliess, da er die moskautreue Linie der Partei nicht unterstützen wollte. Auch die Partei verstieß ihn wegen seiner Ansichten. Neben seiner journalistischen Arbeit veröffentlichte er in den 20er Jahren Biographien und 1932 seinen ersten Roman "No Epitaph".
Postgate wurde ein angesehener linker Journalist, Autor, Repräsentant, Publizist und nach dem 2. Weltkrieg sogar Gourmetfeuilletonist. Er vollendete einige Geschichten von H.G. Wells, schrieb Wein- und Restaurantführer, Biographien, Studien zur Entwicklung Russlands und schließlich mehrere Krimis, die Verbrechen in Zusammenhang mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zuständen brachten.
Sein bekanntester Roman ist sicherlich "Das Urteil der 12", der als "Die 12 Geschworenen" mit Henry Fonda verfilmt und ein weltweiter Erfolg wurde.
Infos:
wikipedia (engl.), kirjasto.sci.fi (engl.), BBC (engl.)
Maurice Leblanc
Am 6. November 1941 stirbt der franzöische Schriftsteller Maurice Leblanc in Perpignan. (* 11. November 1864 in Rouen).
Der Sohn eines Reeders wuchs ohne Mutter auf. Entgegen den Wünschen seines Vaters geht er nach Paris um zu schreiben. Er arbeitete als Journalist und schrieb Kriminal- und Abenteuerromane, Theaterstücke und Kurzgeschichten. Seine bekannteste Figur ist der Meisterdieb Arsène Lupin. Inspirieren ließ sich LeBlanc hierfür von dem Anarchisten Marius Jacob, der mehr als 150 Einbrüche verübte und dafür zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.
1905 erschien die erste Geschichte mit Arsène Lupin als Fortsetzungsroman. Der Erfolg war so groß, dass Leblanc den weiteren Verlauf seiner Karriere fast völlig dem Meisterdieb widmete. Zwischen 1907 und 1935 erschienen 20 Romane, 2 Theaterstücke und etliche Kurzgeschichten rund um Arsène Lupin.
Maurice Leblanc erhielt den Orden der Legion d'honneur für seine Verdienste um die französische Literatur. Beerdigt wurde der Schriftsteller auf dem Cimetière Montparnasse in Paris.
Im Verlag "Matthes & Seitz", Berlin erscheinen in loser Folge die Romane mit den Erlebnissen des frechen Abenteurers Arsène Lupin.
Infos:
wikipedia, Krimi-Couch, Matthes & Seitz, Die Zeit.
Karin Fossum
Am 6. November 1954 wird Karin Fossum in Sandeford/Norwegen geboren, wo sie auch heute mit ihren beiden Töchtern lebt.
Sie veröffentlicht seit 1974, damals noch unter dem Namen Karin Mathiesen. Ihr literarisches Werk begann sie mit Gedichten und Erzählungen. Sie erfand den charismatischen, wortkagen Kommissar Sejer und wurde in Norwegen über Nacht zur Bestsellerautorin. Ihr erster Kriminalroman "Evas Auge" erschien 1995, es folgten "Fremde Blicke" und "Wer hat Angst vorm bösen Wolf". Das Werk "Fremde Blicke" wurde in Norwegen mit dem Rivertonpreis ausgezeichnet. Für "Wer hat Angst vorm bösen Wolf" erhielt sie 1997 den Buchhändlerpreis. Karin Fossums Romane wurden in zwölf Sprachen übersetzt.
Info:
Wikipedia, Krimi-Couch, schwedenkrimi.de, toms-krimitreff.de, Piper Verlag, Aufbau Verlag
kaliber. 38:
»Viel riskiert - viel gewonnen. Zum Schluss verloren ...«:
Gregory Mcdonald, zweimal mit dem Edgar-Award ausgezeichneter amerikanischer Krimiautor, erlag am 7. September 2008 im Alter von 71 Jahren einem Krebsleiden. Mcdonald wurde vor allem durch seine Krimi-Serie um den Reporter Irwin Maurice Fletcher bekannt, deren neun Bände zwischen 1974 und 1985 erschienen sind. Fletch avancierte zum Krimihelden der Gegenkultur der Siebziger und frühen Achtziger Jahre.
Jan Christian Schmidt fasst Leben und Werk des Autors zusammen ... mehr
kaliber. 38:
»Celil Oker und der "Verbrechensraum" Mittelmeer«:
In der Reihe der türkischen Kriminalliteratur hat Celil Oker eine bemerkenswerte Stellung. Der Innovationsschub, den Oker für den türkischen Kriminalroman markierte, war vielleicht kein großer Schritt für die Ästhetik und Poetik des Kriminalromans in seiner Spitzenklasse, aber auch nicht nur relativ für den türkischen Kriminalroman. Oker, der mit dem ersten Roman um seine künftige Serienfigur, den Privatdetektiv Remzi Ünal, einen Wettbewerb des berühmten literarischen Café Kaktus für den besten neuen türkischen Kriminalroman gewann, transponierte die bis dato eher rein literarische Tradition des türkischen Krimis ins kontextuelle Hier und Heute.
Thomas Wörtche über den Zusammenhang von Istanbul mit den Romanen von Celil Oker, die in Istanbul spielen und Kriminalromane sind und diese wiederum in Verbindung bringen mit dem gesamten Mittelmeerraum. Ein Vortrag, gehalten anläßlich der Ringvorlesung "Europa im Krimi" an der TU Darmstadt ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Nicht alle Schweden sind Mörder«
Deon Meyer ist der bekannteste Thrillerautor Südafrikas.
Er erhielt unter anderem den französischen Prix mystèrede la critique und kam 2006 beim Deutschen Krimipreis auf den zweiten Platz. Er schreibt nicht in Englisch, sondern Afrikaans, um etwas für diese kleine Sprache zu tun.
"Weißer Schatten" (Aufbau Verlag), sein jüngster Roman, handelt auch von der Konkurrenz zwischen Naturschützern und armen Landbewohnern, die auf die Jagd angewiesen sind.
Sylvia Staude sprach mit ihm über Klischees, Tradition und Optimismus .... mehr
krimileser:
Bernd Kochanowski meint, von einer neuen Seuche könne man noch nicht sprechen, aber es soll eine werden: das virale Marketing. Hierbei soll sich eine Botschaft "von Mund zu Mund wie ein Virus" verbreiten werden ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer langen Besprechung: Vier Volltreffer für die Hardboiled-Fans. Die zweite deutschsprachige Lieferung von Hard Case Crime enthält zwei bekannten Namen, zwei Debüts, drei neue Krimis und eine Wiederveröffentlichung ...
NuT:
Joachim Linder meint: Selbst aus dem "Vorhof der Kunst" bleibe die Kriminalliteratur des 19. Jahrhunderts ausgesperrt. Außerdem: Der Feind im eigenen Haus. Über Ricarda Huchs Erzählung "Der letzte Sommer" ....
Spannungsromane:
amer über Jason Pinter: 72 STUNDEN ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph macht jetzt auch mal Pause. So wie die ...
anderen Kollegen und -innen, die Pause machen vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella und Giorgione (stimmt gar nicht, er weist ja auf die ARD-Hörspieltage inklusive Tatort-Premieren hin! Und zwar schon um 5.02 Uhr!) ...
Vorsicht, Spannung!
In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Blutiges Schottland:
John Rebus hört in Edinburgh nach 14 Fällen auf zu ermitteln. Logan McRae fängt in Aberdeen gerade erst an und besteht sein drittes Abenteuer. Gibt es da etwa Hoffnung für Rebus-Fans auf eine Ersatzdroge?
Henrike Heiland in einer Doppelrezension über die Romane "Ein Rest von Schuld" von Ian Rankin und "Der erste Tropfen Blut" von Stuart MacBride ... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der November-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller, allerdings wenige:
Kunstvolle Morde am Neckarstrand:
Lilo Beils missglückter Regionalkrimi "Das Licht unterm Scheffel" ...
Von Holger Dauer
Gähn - oder die Kunst, einen zweiten Krimi zu schreiben: Rainer Gross spannt seine Leser in "Weiße Nächte" auf die Folter ...
Von Walter Delabar
Machtspiel:
Tana Frenchs ungemein dichter Krimi über ein Ermittlerpärchen ...
Von Walter Delabar

ZDFinfokanal: »Europäische Bestsellerautoren im Porträt«
In der Reihe "crime time" stellt der ZDFinfokanal seit September 2007 europäische Krimiautoren und -autorinnen vor, die für Spannung bürgen.
Die Jagd nach den Verbrechern geht in eine neue Runde. Der ZDFinfokanal porträtiert in der zweiten Staffel der Reihe "crime time" weitere Krimiautoren Europas. Sie kommen aus Großbritannien, Deutschland, Schweden und Polen mehr
Die Seelenforscherin: Ruth Rendell
Über Ruth Rendells Leben ist nicht viel bekannt, und die 1930 als Ruth Grasemann in London geborene, äußerst sportliche Dame spricht auch nicht gerne darüber. Doch man kann sich vorstellen, dass eine Jugend in den Vororten Londons während der Bombardierung, mit Eltern, deren Ehe nicht gut lief, nicht gerade glücklich war.
Für ihre Verdienste wurde Ruth Rendell 1997 als Baroness Rendell of Babergh in den persönlichen Adelsstand erhoben und ist seitdem aktives Mitglied der Labourfraktion im House of Lords. Besuchen Sie mit uns Ruth Rendell in London und folgen Sie uns in die kleine südenglische Stadt Midhurst, Millionen Lesern in der Welt bekannt als der fiktive Ort Kingsmarkham, in dem Detective Chief Inspector Wexford seit mehr als vierzig Jahren ermittelt.
Ein Beitrag von Tobias Gohlis und Martin Schöne ...mehr
Zu sehen im ZDFinfokanal:
Mittwoch, den 05. November 2008: 17.15 Uhr,
Donnerstag, den 06. November 2008: 12.30 Uhr
Weitere Sendetermine
In der ZDF-Mediathek ist dieser Beitrag abzurufen. Videos der ersten Staffel sind ebenfalls abrufbar
»Hamburger Krimifestival«
Vom 2. bis zum 9. November 2008 gibt sich die internationale und nationale Krimielite ein Stelldichein an Alster und Elbe. Auf die von Denis Scheck moderierte Eröffnungsveranstaltung mit Liza Marklund, der erfolgreichsten skandinavischen Krimiautorin, folgt eine Vielzahl herausragender Lesungen – unter anderem mit Simon Beckett, Anne Holt, Ulrich Wickert, Anne Chaplet, Håkan Nesser und James Sallis, mit Schriftstellern, die gleichermaßen Hochspannung und literarische Qualität versprechen ...mehr
»Mord am Hellweg«
Und natürlich findet Europas größtes internationales Krimifestival immer noch statt, dauert es doch vom 13. September bis 8. November 2008. Schließlich sind für den sogenannten "Ripper Award" die Autoren John Harvey, Henning Mankell, Val McDermid, Håkan Nesser und Maj Sjöwall nominiert, für die Sie übrigens noch bis zum 8. November Ihre Stimme abgeben können. Und bei 150 Veranstaltungen mit 300 Lesungen und 600 Autoren, Künstlern, Special Guests und anderen Mitwirkenden dürfte auch für Sie etwas dabei sein ...mehr
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Der KrimiKurier Rezensionen |
KrimiKurier 27
Die Zeit wird umgestellt, die Blätter fallen von den Bäumen, die Leselampen leuchten: es ist Zeit für den aktuellen Krimi-Kurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, den 27., den äußeren Umständen entsprechend der Herbstkurier. Diesmal ermitteln Kunsthistoriker, Gruppeninspektoren, Lifestyle-Reporterinnen, die Knickerbocker-Bande, ein Biologe und Brahms ... Mit den Büchern "Liebe und Tod in Hamburg" (Gunter Gerlach), "Das Erbe des Bösen" (Ilka Remes), "Der Schrei der goldenen Schlange" (Thomas Brezina), "Was im Dunkeln bleibt" (Barbara Krohn) und "Die Rückseite des Mondes" (Manfred Wieninger). Lesen Sie ... hier |
| Von Gisela Lehmer-Kerkloh |
krimiblog:
Ludger Menke berichtet über einen Mord nach Drehbuch ...
krimikrimi:
Margit Breuss stellt fest: Sebastian Fitzek inszeniert sich neuerdings - um sein neues Buch "der Seelenbrecher" zu promoten -, als "geistesgestört" und "gefährlich". Dazu wirft er sich medienwirksam in eine Hannibal-Lecter-Kostüm ...
krimileser:
Bernd Kochanowski findet es Mal anders: "Exit Strategy" von Kelley Armstrong ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Charles Williams) ...
NuT:
Joachim Linder über "Forensic procedure". Und im Ticker: Perry-Mason-Episoden bei CBS online ....
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit der Zweiten Vorlesung im "Crime Camp": Noch einmal über den Lesefluss, unter besonderer Berücksichtigung von Bildern ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella und Giorgione ...
»Libreka und der Krimi«
Nun schwelt es bei den Krimiautoren, deren Titel beim Volltext-Finder "libreka!" verfügbar sind: Teile ihrer Romane seien von libreka! online gestellt worden, ohne dass dies von den Verlagen rechtlich mit den Autoren abgeklärt gewesen sei, meldet das Fachmagazin ...Buchmarkt
sattorg: »Wenn blutige Thriller wahr werden«
Margwelaschwili geht in seinen Büchern, sowohl in den Romanen, dem Erzählwerk als auch in einem jüngst veröffentlichten Lesedrama einer konsequenten Frage nach: Was passiert, wenn Buchinhalte in die Realwelt eingehen? Besitzen die Figuren aus literarischen Texten auch eine Existenzberechtigung außerhalb der Buchseiten? Im Roman "Officer Pembry" (Verbrecher Verlag) nimmt die krimibibliologische Handlung des Kriminal-Bestsellers "Das Schweigen der Lämmer" von Thomas Harris erschreckende realweltliche Konturen an.
Ein Porträt des Autors Giwi Margwelaschwili von Dominik Irtenkauf ... mehr
Der Spiegel:
»Morde, die die Welt verbessern«:
Die Welt mit Kriminalromanen verändern: Wie geht das denn? Liza Marklund ist optimistisch. Jeder könne seinen Beitrag leisten, sagte die schwedische Autorin auf der Eröffnung des Hamburger Krimifestivals - ihrer ist definitiv einer der spannendsten. Liza Marklunds Beitrag sind Bücher, ganz besonders Kriminalromane. Sie gehört zu den bestverkauften Autoren auf dem anhaltend boomenden Markt der skandinavischen Polizei- und Detektivgeschichten: Auf der Welle der Schweden-Krimis surft sie neben Henning Mankell und wenigen anderen ganz oben. "Lebenslänglich" (Kindler Verlag) – so heißt auch Marklunds neuester Roman.
Von Manfred Ertel ... mehr

»Norbert Horst, krimischreibender Kriminalkommissar«
Eins zu Eins. Der Talk
Gespräche unter vier Augen
Dienstag, 4. November 2008 | 16.05 Uhr | Bayerischer Rundfunk BR 2
Erfahrungen und Einsichten, einschneidende Erlebnisse und große Erfolge: Biografische Gespräche mit Menschen, die eine spannende Lebensgeschichte oder einen außergewöhnlichen Beruf haben. Menschen, die etwas bewegen - aus persönlichem Engagement heraus oder durch ihre Position in Politik, Kultur und Wissenschaft.
Heute mit Norbert Horst, dem krimischreibenden Kriminalkommissar .... mehr
Er könne nicht sagen, dass ihm die Figur des Inspektor Barbarotti ans Herz gewachsen wäre, konstatiert der ausgezeichnete Franz Schuh in seiner Krimikolumne "Das Kriminal", die sich in der Ausgabe November.08 der Zeitschrift "Literaturen" befindet.
. Dieser Inspektor Barbarotti befindet sich wiederum in dem Roman "Eine ganz andere Geschichte" (btb) von Hakan Nesser. Ein Roman, der Herrn Schuh doch ins Sinnieren bringt. Der Schluss zum Beispiel, nämlich die Auflösung des Falles, verdiene es, zum Seminarthema von Kriminalroman-Gelehrten zu werden. Aber nicht nur das: nach diesem Sechshundert-Seiten-Buch von Nesser sitzt Herr Schuh nun da und fragt sich, ob weniger vielleicht mehr gewesen wäre ...
Aber lesen Sie ... selbst
Literaturen:
»Schlachtfest mit echten Prominenten«:
Die Thriller-Autoren haben erkannt, dass sich die versnobte Kunstbetriebs-Fauna, das mondäne "Art Fair"- Biotop des Maler- und Scheck-Adels, als modische Verbrecherszene glänzend eignet. So kommt's, dass die Kunstszene heute Kriminelle ebenso anzieht wie Kriminalautoren. "Kunstkrimis" sind
ein florierendes Subunternehmen auf dem ohnehin boomenden Krimi-Markt. Wobei beim Kunstkrimi die traditionellen Regeln des Genres subtil verändert werden, vor allem hinsichtlich des Personals. Nicht länger sind es die biederen Cops des NYPD, des NewYork Police Department, denen die Jagd auf kunst-affine Serienkiller, malende Psychopathen oder selbsternannte Rächer der Kunstszene in erster Linie anvertraut ist; auch die arroganten Schnösel vom FBI mit ihren hochgestochenen Fahndungsmethoden wären ziemlich aufgeschmissen – gäbe es da nicht Kate McKinnon Rothstein. Diese Dame aus der New Yorker Kunst-Schickeria ist das Geschöpf des amerikanischen Malers Jonathan Santlofer, eines abstrakten Expressionisten, der die Staffelei beiseite gerückt und seit einigen Jahren aufs Schreiben von Kriminalromanen über die Kunstwelt umgesattelt hat. Bei seinen Krimis – "Der Todeskünstler", "Farbfehler" und "Tödliche Kunst" (alle im Parthas Verlag) liegen inzwischen auch auf Deutsch vor – kommen Santlofer seine Insider- Kenntnisse sehr zugute: Erweiß, wie Künstler ticken,wie der Kunstmarkt funktioniert und worauf die Klientel abfährt.
Eine ähnlich verbitterte Gestalt hat sich auch der australischeAutor Peter Carey zum Helden seines sarkastischen Kunstmarkt-Thrillers erkoren, dessen deutscher Titel sogar besser ist als das Original. "Theft. A Love Story" heißt nun, ein wahrer Geistesblitz, "Liebe. Eine Diebesgeschichte" ...
Von Sigrid Löffler ... mehr
Deutschlandradio:
»Atemberaubende Spannung«:
Der US-amerikanische Maler Jonathan Santlofer begann nach einem Brand seines Ateliers, bei dem alle Werke vernichtet wurden, zu schreiben: anspruchsvolle und umfangreiche Kunstkrimis. Er schickt seine Titelheldin Kate McKinnon in "Tödliche Kunst" (Parthas Verlag) wieder einmal auf Mörderjagd in die New Yorker Kunstszene, in der es oft weniger um Kunst als um Besitz, Konkurrenz und Renommé geht: Bilder werden zerstört und Menschen in ihrem Umkreis auf bestialische Art ermordet. Das Besondere an diesen Krimis liegt in den Beschreibungen der New Yorker Kunstszene, in der es oft weniger um Kunst als um Besitz, Konkurrenz und Renommé geht, sowie um den strategischen Einsatz von Kunst, die nicht nur Vorwand oder äußerliche Zutat, sondern zentrales Element in allen Verbrechen ist....
Von Gertrud Lehnert ... mehr
BR 2:
»Der bessere Sherlock Holmes«:
Conan Doyles "Der Hund der Baskervilles" ist ein Krimi-Klassiker. Ein Schauerroman mit allen Ingredenzien, die wir von derartiger Literatur erwarten dürfen: spannungsreiche, vergnügliche Lesestunden – ideal für nebliges Oktober/November-Wetter! Die monströse Bestie vom Moor wurde zur Legende. Angeblich hat sie wieder fürchterlich zugeschlagen ... Sherlock Holmes und sein Partner Dr. Watson setzen sich auf seine Fährte und lüften in bewährter Manier das Geheimnis. Doch Pierre Bayard glaubt ihnen nicht. Der französische Literaturwissenschaftler und Psychoanalytiker hat deshalb mit "Freispruch für den Hund der Baskervilles. Hier irrte Sherlock Holmes" (Kunstmann Verlag) ein Buch über diese Schauergeschichte geschrieben und fordert einen Freispruch für den Hund der Baskervilles.
Denn: Sherlock Holmes irrt! (Und das nicht zum ersten Mal): Nicht das Untier ist der Mörder und nicht der von Holmes überführte Mann im Hintergrund ist für das schreckliche Verbrechen verantwortlich, sondern ...
Von Rüdiger Dingemann ... mehr
»Hamburger Krimifestival«
Vom 2. bis zum 9. November 2008 gibt sich die internationale und nationale Krimielite ein Stelldichein an Alster und Elbe. Auf die von Denis Scheck moderierte Eröffnungsveranstaltung mit Liza Marklund, der erfolgreichsten skandinavischen Krimiautorin, folgt eine Vielzahl herausragender Lesungen – unter anderem mit Simon Beckett, Anne Holt, Ulrich Wickert, Anne Chaplet, Håkan Nesser und James Sallis, mit Schriftstellern, die gleichermaßen Hochspannung und literarische Qualität versprechen ...mehr
»Mord am Hellweg«
Und natürlich findet Europas größtes internationales Krimifestival immer noch statt, dauert es doch vom 13. September bis 8. November 2008. Schließlich sind für den sogenannten "Ripper Award" die Autoren John Harvey, Henning Mankell, Val McDermid, Håkan Nesser und Maj Sjöwall nominiert, für die Sie übrigens noch bis zum 8. November Ihre Stimme abgeben können. Und bei 150 Veranstaltungen mit 300 Lesungen und 600 Autoren, Künstlern, Special Guests und anderen Mitwirkenden dürfte auch für Sie etwas dabei sein ...mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
diesmal verabschiedet Tobias Gohlis, der Sprecher der KrimiWelt-Bestenliste, Ian Rankins Edinburgh-Ikone Inspector Rebus in den Ruhestand. Lena Blaudez hat sich zum Kinostart am 30. Oktober den ultimativen Makrokriminalitäts-Film angesehen: "Let’s Make Money" von Erwin Wagenhofer. Der Kauftipp – wie immer von Christian Koch, dem Krimibuchhändler unseres Vertrauens. Und Frank Rumpel kümmert sich um Pentti Kirstilä aus Finnland. Das Gedicht kommt heute in Prosa daher, die aber ist ein Gedicht und von Daniil Charms ...
Die Themen vom 2. November im Detail:
Bye, bye, Rebus!
Aus dem Dienst geschieden nach 17 Romanen. Und letztlich bleibt unaufgelöst, weil immer nur von Buch zu Buch neu einlösbar, der große Plan Rankins, Edinburgh ein neues literarisches Gesicht zu geben. Ein wehmütiger und tapferer Rückblick, auch auf lose Enden von Tobias Gohlis ... mehr
Lassen Sie arbeiten!
"Finanzkrise" und ähnliche Worte hören sich immer so putzig nach Naturkatastrophe an. Dabei geht es um Kriminalität sui generis. Im ganz großen Stil. "Let's Make Money", der Film zum Thema von Erwin Wagenhofer, war schon vor der "Finanzkrise". Warum wohl? Für uns angeschaut von Lena Blaudez ... mehr
Eine Liebesgeschichte, angereichert mit Dieben und Fälschern
Wie unterschiedlich man diesen Roman lesen und auch verstehen kann, macht die verdrehte deutsche Namensgebung sicherlich am besten deutlich. Dabei rückt Peter Carey sein Werk in die oberste Liga exzellenter Bücher. Ein Kauftipp von Christian Koch ...mehr
Nordisch trocken
Langsam arbeitet sich der Grafit-Verlag mit den Büchern von Pentti Kirstilä in die Gegenwart. "Den Göttern trotzt man nicht" erschien im Original 1981. Die lange Lagerzeit merkt man ihm kaum an. Findet Frank Rumpel ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Maschkin hat Koschkin erschlagen
...
Von Daniil Charms
Genosse Koschkin tanzt um den Genossen Maschkin
herum.
Genosse Maschkin beobachtet den Genossen Koschkin.
Genosse Koschkin fuchtelt beleidigend mit den Armen und verrenkt widerwärtig die Beine ...
mehr
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und Barbara Keller hat
Joe R. Lansdales "Rumble Tumble" und Olivier Maus "Myrtille am Strand" gelesen ...
krimiblog:
Ludger Menke mit Bildern und li von der Eröffnung des 2. Hamburger Krimifestivals ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 137 mit Bernd Franzinger "Kindspech" ...
krimikrimi:
Margit Breuss sitzt um halb zwei in der Nacht und brütet über wohlgesetzten Zeilen zum Werk von Manfred Wieninger. Und muss feststellen, dass es langsam ihre Konzentration übersteigt. ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über den auch international unterschätzten Deutschen Krimipreis ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einigen sachdienlichen Hinweisen aus der interantionalen Krimiszene ...
Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis über die Reihe "crime time" des ZDF, in der seit 1.11.08 die Ausstrahlung des Films "Die Seelenforscherin" begonnen hat, den Martin Schöne und er über Ruth Rendell gemacht haben ...
NuT:
Joachim Linder über Hysterie der Erkenntnis und Donna Leon als Vordenkerin? ....
Spannungsromane:
koldir mit der Monatsvorschau Dezember von BASTEI LÜBBE. Darauf gibt es Reaktionen ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph reagiert auf neueste Trendes: Liveblogging! ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella (obwohl sie Gründe aufführt, warum sie in Krimis nicht reinkommt) und Giorgione (obwohl er auf den Krimisonnabend bei TITEL reagiert) ...
»Hamburger Krimifestival«
Vom 2. bis zum 9. November 2008 gibt sich die internationale und nationale Krimielite ein Stelldichein an Alster und Elbe. Auf die von Denis Scheck moderierte Eröffnungsveranstaltung mit Liza Marklund, der erfolgreichsten skandinavischen Krimiautorin, folgt eine Vielzahl herausragender Lesungen – unter anderem mit Simon Beckett, Anne Holt, Ulrich Wickert, Anne Chaplet, Håkan Nesser und James Sallis, mit Schriftstellern, die gleichermaßen Hochspannung und literarische Qualität versprechen ...mehr
»Mord am Hellweg«
Und natürlich findet Europas größtes internationales Krimifestival immer noch statt, dauert es doch vom 13. September bis 8. November 2008. Schließlich sind für den sogenannten "Ripper Award" die Autoren John Harvey, Henning Mankell, Val McDermid, Håkan Nesser und Maj Sjöwall nominiert, für die Sie übrigens noch bis zum 8. November Ihre Stimme abgeben können. Und bei 150 Veranstaltungen mit 300 Lesungen und 600 Autoren, Künstlern, Special Guests und anderen Mitwirkenden dürfte auch für Sie etwas dabei sein ...mehr
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Heinrich Steinfest: Mariaschwarz
2 (3) Jean-François Vilar: Die Verschwundenen
3 (–) Jerome Charyn: Citizen Sidel
4 (–) Norbert Horst: Sterbezeit
5 (4) Deon Meyer: Weißer Schatten
6 (6) Leonardo Padura: Der Nebel von gestern
7 (–) Allan Guthrie: Post Mortem
8 (9) Bernhard Jaumann: Die Augen der Medusa
9 (2) Richard Stark: Fragen Sie den Papagei
9 (–)Fred Vargas/Baudoin: Das Zeichen des Widders
Hier als schöne pdf-Datei
krimiblog:
Ludger Menke über das das Hamburger Krimifestival. ...
krimikrimi:
Margit Breuss über Amerikanischen Fleiß - National Novel Writing Month ...
krimileser:
Bernd Kochanowski findet es einklein wenig naiv, was Christa Faust, Autorin von Money Shot (deutsch: Hardcore Angel) zum Krimiverständnis der Deutschen schreibt. Außerdem Kritisches zu einer Umfrage zum Krimikaufverhalten der Deutschen ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit Infos zu Lesereise von James Sallis in Deutschland ...
Spannungsromane:
max empfiehlt James Patterson (Hrsg.): Thriller - Band 1 ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph sinniert an trüben Oktobertagen über die Tätigkeit als in Theorie und Praxis der Kriminalliteratur Tätiger ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Jürgen Albertsen, anobella und Giorgione (der aber auf ein interessantes Interview mit Yasmina Khadra verweist) ...
kaliber. 38:
»Im Grunde haben wir unsere eigenen Mörder beauftragt«:
Der Peruaner Santiago Roncagliolo ist Autor mehrerer Kinder- und Jugendbücher, Drehbücher für Telenovelas, eines blog im Internet, eines Theaterstücks und einer Musicaladaptation von »Animal Farm«. Sein bisher bestes Werk ist jedoch der Kriminalroman "Roter April" (Suhrkamp Verlag), der 2006 den hochdotierten "Premio Alfaguara de novela" in Spanien gewonnen hat und dieses Jahr bei Suhrkamp erschienen ist. In dem Roman ermittelt der stellvertretende Staatsanwalt Felix Chacaltana in der Andenstadt Ayacucho im Fall eines Serienmörders, der seinen Opfern auf bedeutungsvolle Weise ihre Gliedmaßen abtrennt. Chacaltana glaubt, einen Zusammenhang zu der früheren Terrororganisation "Der Leuchtende Pfad" zu erkennen.
Doris Wieser, Kennerin der lateinamerikanischen Kriminalliteratur, hat Santiago Roncagliolo in Augsburg getroffen und mit ihm ein ausführliches Interview über "Roter April", sein persönliches Verhältnis zur Kriminalliteratur und über die peruanische Wirklichkeit geführt ... mehr
NDR:
»Ein folgenschwerer Fehler«
Anker und Schlüssel - das sind die Zeichen des Norddeutschen Lloyd. Und mit diesen Zeichen beginnt und endet der neue Roman von Kopetzky. "Der letzte Dieb" (Luchterhand Literaturverlag), das ist Alexander Salem, der seine Gabe, Schlösser ohne Schlüssel öffnen zu können, zu seinem Beruf gemacht hat und als gut bezahlter Auftragsdieb für exklusive Kunden arbeitet. Es gibt einen Auftraggeber: einen amerikanischen Heftchenautor mit Schreibkrise, der von dem Schatz der Atlanter infiziert ist, seit er in seiner Kindheit die Romane von Walter Gipson gelesen hat. Das ist übrigens nur eines der vielen Schlüsselwörter in diesem so spannenden wie raffiniertem Roman von Steffen Kopetzky, der - angelegt wie ein Thriller - das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit als schnöde Illusion illuminiert. Hier haben alle eine doppelte Identität und jeder jagt letztlich jeden - bis hin zum gnadenlosen Showdown. Anspielungsreich, klug komponiert und so witzig wie wortreich erzählt - "Der letzte Dieb" hat alles, was ein gelungener Roman braucht.
Von Claudia Kramatschek ... mehr
Der komplette Beitrag zum Nachhören. (3:57 Minuten)
An Christa Fausts Roman "Hardcore Angel" (Rotbuch Verlag/Hard Case Crime) stimmt gar nichts. In ihm beschreibt sie hanebüchenen Unfug wie die Szene von einer im Kofferraum eines winzigen Hondas eingesperrten Lady, auf die durch den Deckel geschossen wird und die mit einem Streifschuss davon kommt, meutert
Thomas Wörtche in der 140. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Außerdem sei es handwerklich nicht gerade ein Prunkstück. Dazu sperma- und bluttropfend, mit wüster Sprache und unerfreulichen Figuren, komme also daher wie ein blöder, dumpfer, schlecht gemachter Noir-Klon aus der Retro-Fabrik des Zeitgeistes.
Dennoch: Hardcore Angel sei ein beeindruckendes Buch. Das habe einerseits mit dem Charme des Nicht-Perfekten zu tun, mit dem Tempo und der Energie, mit der es ins Keyboard gehämmert scheint. Da war kein production design am Werk, das das Teil für die internationalen Bestseller-Listen fit gestrählt und gestählt hätte. Da schimmere durch jede Beschreibung das Elend einer Plastik-Gesellschaft durch, in der nicht nur Wohnungsinterieurs, Sexspielzeug und Körperteile aus Kunststoff sind ...
Nun wundern Sie sich? Was TW noch für und gegen das Buch sagt, können Sie nachlesen:
bei kaliber. 38 und im "Freitag" 44/2008 lesen.
Die Berliner Literaturkritik:
»Zwischen Weißwurst und Bussigesellschaft «
Aus Berliner Sicht kann ein Münchner Setting exotischer scheinen als eine Karibikinsel. "Schampanninger" (Verlag Antje Kunstmann) ist der dritte Krimi von Max Bronski um den Antiquitätenhändler Gossec, der auf eigene Faust in Kriminalfällen ermittelt – nur aus Neugier und einem fast altmodisch erscheinenden Gerechtigkeitssinn. Mehr noch als Action steht hier das Milieu der Münchner Schickeria im Mittelpunkt. "Schampanninger" ist ein ungewöhnlicher Krimi, der ohne blutige Gewalttaten auskommt und dennoch bis zum Ende spannend bleibt. Besonders die Figurenzeichnung sticht aus der Massenware heraus, alle Figuren sind realitätsnah und fein dargestellt. Das Münchner Lokalkolorit macht den Roman erst recht zu einer besonderen Lektüre.
Von Claire Horst ...
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Grenzenlose Gewalt?
Gewalt als Produkt, ästhetischer Kick und Skandalon (nicht nur im Kriminalroman)
1. und 2. November 2008. Katholische Akademie Schwerte
Mit Ekkehard Knörer, Rüdiger Sareika, James Sallis, Jochen Vogt, Thomas Wörtche
"Gewalt" hat in den Urszenen der Mythen, Religionen und der Künste ihren festen Platz – beginnend mit Kain und
Abel, Prometheus und Ödipus. Über Form und Wirkung
von Gewaltdarstellungen wird fast ebenso lang schon
philosophiert – von Aristoteles über Lessing bis Adorno und
Reemtsma. Diese Eskalation der Gewalt
führt zu Fragen wie den folgenden:Lassen sich soziale, ethische und ästhetische
Grenzen bei der künstlerischen Gestaltung von Gewalt bestimmen? Spiegelt der "Krimi" nur eine Entwicklung in der Gesellschaft wieder oder dreht er mit an der Spirale der Eskalation?
Tagungsort und Anmeldeadresse:
Katholische Akademie Schwerte, Bergerhofweg 24
58239 Schwerte, Tel. 02304/477-0
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Progamm als pdf-Datei
»Hamburger Krimifestival«
Vom 2. bis zum 9. November 2008 gibt sich die internationale und nationale Krimielite ein Stelldichein an Alster und Elbe. Auf die von Denis Scheck moderierte Eröffnungsveranstaltung mit Liza Marklund, der erfolgreichsten skandinavischen Krimiautorin, folgt eine Vielzahl herausragender Lesungen – unter anderem mit Simon Beckett, Anne Holt, Ulrich Wickert, Anne Chaplet, Håkan Nesser und James Sallis, mit Schriftstellern, die gleichermaßen Hochspannung und literarische Qualität versprechen ...mehr
»Mord am Hellweg«
Und natürlich findet Europas größtes internationales Krimifestival immer noch statt, dauert es doch vom 13. September bis 8. November 2008. Schließlich sind für den sogenannten "Ripper Award" die Autoren John Harvey, Henning Mankell, Val McDermid, Håkan Nesser und Maj Sjöwall nominiert, für die Sie übrigens noch bis zum 8. November Ihre Stimme abgeben können. Und bei 150 Veranstaltungen mit 300 Lesungen und 600 Autoren, Künstlern, Special Guests und anderen Mitwirkenden dürfte auch für Sie etwas dabei sein ...mehr
Kalender
Am 31. Oktober 1920 wird Dick Francis in Lawrenny, Wales geboren.
In seiner Karriere als Jockey gewann Francis über 350 Rennen. Von 1953 bis 1957 startete er für den Stall der "Queen Mum". Nach einem schweren Sturz 1957 musste er das Rennreiten aufgeben. Seinen berühmtesten Augenblick als Jockey erlebte er, als er im Grand National von 1956 das Pferd der Queen Mum, Devon Loch, ritt und in der Führungsposition kurz vor dem Ziel unerklärlicherweise stürzte.
Sein erstes Buch war seine Autobiographie, The Sport of Queens (1957), die ihn zum Rennkorrespondenten für den London Sunday Express empfahl, eine Stellung, die er sechzehn Jahre lang inne hatte. 1962 veröffentlichte er seinen ersten Krimi, Dead Cert (deutsch: Todsicher), der in der Welt der Pferderennen spielt. Seit damals hat er mehr als dreißig Bücher geschrieben. Obwohl alle seine Romane vor dem Hintergrund des Rennsports spielen, arbeiten seine Helden in höchst unterschiedlichen Berufen.
Für seine Bücher bekam er drei Edgar Awards und einen Gold Dagger. Seine literarische Bedeutung wurde sowohl in England (Diamond Dagger 1989) als auch in den USA (Grand Master Award 1996) von den jeweiligen Vereinigungen der Krimi-Autoren gewürdigt..
(Info: wikipedia.de )
Info bei wikipedia.de , krimi-couch , Diogenes Verlag, Fanseite, Krimi-Forum, Alligatorpapiere, Fanseite, Toms Krimitreff, Website (engl.), Reading Group (engl.).
Die Oktober-Meldungen gibt es hier
Die September-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
November: Neu bei den Alligatorpapieren
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Rainer Gross
Rainer Gross wurde 1962 in Reutlingen (Baden-Württemberg) geboren. Seit 2002 lebt er als freier Schriftsteller bei Hamburg und veröffentlichte die Romane "Grafeneck" und "Weiße Nächte" ... mehr
Peter Schrenk
1988 legte Peter Schrenk mit "Ein fremder Tod" seinen ersten Kriminalroman vor, in dem er seine Serienfigur, Hauptkommissar Vitus H. Benedict einführte. Bis 1998 folgten vier weitere Kriminalromane. Nach 10 Jahren, im August 2008, erschien der sechste Band einer auf insgesamt 13 Bände angelegten Serie um HK Benedict ...
mehr

Ulrich Kroegers Krimitipp 10/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Tatort Türkei & Genua, Blutspuren durchs weite Land, Fluchtautos und Berufskriminelle
Ulrich Kroeger zu Büchern von Christina Bacher, Bruno Morchio, James Sallis, Richard Stark und Andrew Vachss ... mehr
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Aus der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur".
5/2008
Was sagen türkische Krimis über die Türkei?
Michael Schweizer über die Bücher "Nacht und Nebel" von Ahmet Ümit, "Dunkle Geschäfte am Bosporus" von Celil Oker, "Scheidung auf Türkisch" von Esmahan Aykol und "Paragraf 301" von Wilfried Eggers ... mehr
SCHMAUCHSPUREN
Die Krimikolumne von Peter Hiess.
No. 19
So schön Skandinavien als Urlaubsziel ist, so langweilig sind die Krimis von dort. Peter Hiess hat es noch einmal versucht, ist wieder gescheitert und bleibt jetzt - zumindest literarisch - doch lieber in Berlin …
Peter Hiess zu Büchern von Lincoln Child
("Wächter der Tiefe"), Douglas Preston
("Credo"), Gert Nygårdshaug ("Der Fliegenfischer"), Marcel Feige ("Gier"), Cornell Woolrich ("Fright") und Robert Terrall ("Kill Now, Pay Later") ...
mehr
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 20/08
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Einzige Zeugen, Lebenslügen, alte Geschichten, tödliche Botschaften und tote Hühner
Im PKT 209 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Oktober 2008 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier

Feldmanns Schusswechsel
Nr. 16
Mitteilungsdrang
Im Heizungskeller des Chemischen Labors der Universität Oxford liegt eine Leiche, in deren Brust ein antiker arabischer Dolch steckt. Ermittelt wird von einem Detective Chief Inspector und es mischen sich viele Personen ein.
Unter den vielen schlechten Krimis dieser Welt nimmt "Späte Seilschaften" von Jutta Motz eine ganz besondere Stellung ein, meint Joachim Feldmann .... mehr
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Der KrimiKurier Rezensionen |
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KrimiKurier 27 Der Herbst-KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, der 27.! Diesmal ermitteln Kunsthistoriker, Gruppeninspektoren, Lifestyle-Reporterinnen, die Knickerbocker-Bande, ein Biologe und Brahms ... Mit den Büchern "Liebe und Tod in Hamburg" (Gunter Gerlach), "Das Erbe des Bösen" (Ilka Remes), "Der Schrei der goldenen Schlange" (Thomas Brezina), "Was im Dunkeln bleibt" (Barbara Krohn) und "Die Rückseite des Mondes" (Manfred Wieninger). Lesen Sie ... mehr |
| Von Gisela Lehmer-Kerkloh |
... Empfehlung der Alligatorpapiere.....
...Empfehlung der Alligatorpapiere...
Die Literaturbeilage der
NZZ am Sonntag
Schön ist es auf der Welt zu sein ...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.
Stadtkultur und Politik im Doppelspiel: Der Kulturdezernent gibt ein Theaterstück in Auftrag. Damit will er nicht nur sich selbst ein "bescheidenes" Denkmal setzen, sondern gleichzeitig die Korruption in seiner Stadt aufdecken.
Folgerichtig sind die Figuren nach dem Leben gezeichnet und wiedererkennbar: die korrumpierbare Oberbürgermeisterin, die zickige Kunstvereinsvorsitzende, der eisig-wortkarge Geschäftsführer einer Immobilien-Holding und viele andere. Es geht um den Bau einer neuen Kunsthalle, es ist also viel Geld im Spiel - aus dem plötzlich bitterer Ernst wird: In der Tiefgarage unter der Stadtverwaltung liegt ein Toter. Im richtigen Leben könnten viele ein Interesse daran gehabt haben, das Stück um Macht und Geld in letzter Sekunde zu verhindern.
Die TV-Tipps 25. Oktober – 7. November 2008

In den kommenden beiden Wochen gibt es eine tröstliche Menge alter Bond-Abenteuer. Und Miss Marple löst, geplagt von Schlaflosigkeit, in einer Nacht zwei Fälle ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
ARD, 10.30
(D 1960, R.: Helmut Ashley)
Drehbuch: István Békeffy, Hans Jacoby
LV: G. K. Chesterton (verschiedene, nicht genannte Kurzgeschichten)
Pater Brown predigt und löst Morde unter seinen Schäfchen – sehr zum Ärger seiner Vorgesetzten. Warum nur?
Die Pater-Brown-Geschichten waren die Grundlage dieses überaus erfolgreichen Heinz-Rühmann-Films, der kräftig Patina angesetzt hat.
Mit Heinz Rühmann, Siegfried Lowitz, Lina Carstens, Fritz Rasp
Pro 7, 20.15
(USA/GB 1999, R.: Michael Apted)
Drehbuch: Bruce Feirstein, Neal Purvis, Robert Wade
LV: Figur von Ian Fleming
Buch zum Film: Raymond Benson: The World is not enough, 1999 (Die Welt ist nicht genug)
Nachdem der Öl-Mogul King im Hauptquartier von MI-6 in die Luft
gesprengt wurde, wird Bond als Bodyguard für dessen schöne Tochter
Elektra abgestellt.
Mit Michael Apted engagierten die Bond-Macher einen renomierten
Regisseur (u. a. Gorky Park, Gorillas im Nebel, Halbblut, Nell), der bis
dahin nicht durch Action-Filme aufgefallen war. Im Rahmen dieser
Produktion wurde er zum willigen Erfüllungsgehilfen einer wie üblich
haarsträubenden Geschichte.
Mit Pierce Brosnan, Sophie Marceau, Robert Carlyle, Denise Richards
(trotz eines Razzie die beste Werbung für den unbeliebten Job eines Atomphysikers), Robbie Coltrane, Claude Oliver Rudolph, John Cleese, Serena Scott Thomas, Goldie
HR, 00.00
(S 2005, R.: Rickard Petrelius)
Drehbuch: Björn Carlström, Stefan Thunberg
LV: Håkan Nesser: Fallet G, 2003 (Sein letzter Fall)
Van Veeteren will einen alten Mordfall aufklären.
Sechster und, wenigstens vorläufig, letzter Van Veeteren-Krimi. Denn dass im Fernsehen, wenn die Quote stimmt, so einfach Schluss ist, das glaubt doch niemand ernsthaft.
Mit "Sein letzter Fall" beendete Nesser seine zehnteilige Van Veeteren-Reihe.
Mit Sven Wollter.