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Archiv der Alligatorpapiere: November 2001
»Die harte Tour«
Ein Kommentar von Stefan Lichtblau
Nach der fristlosen Kündigung des Schriftstellers Gunter Haug durch den Südwestrundfunk haben populäre Schriftsteller wie Gaby Hauptmann, Ingrid Noll und Gerhard Raff den SWR für sein Vorgehen scharf kritisiert. "Das ist ein unglaublicher Vorgang", sagte Hauptmann.
Am 14. Dezember wird der Streit vor dem Arbeitsgericht Stuttgart verhandelt. Haugs Anwalt Götz ist auf Medien spezialisiert: 1999 vertrat er den umstrittenen SWR-3-Moderator Elmar Hörig im Rechtsstreit gegen den Sender und erstritt eine Abfindung von 100.000 DM.
Ähnliches ist auch im anhängenden Verfahren zu erwarten. Wird auch die Reaktion des SWR auf den kritischen Kriminalroman Haugs als überzogen betrachtet, so ist sie dennoch im Rahmen eines lange schwelenden "betriebsinternen" Gerangels im sogenannten "Spätzlesender" zu sehen. Die erwarteten Reaktionen des Intendanten in Form von Abmahnungen, betriebsinternen Versetzungen, Entzug der moderierten Sendung etc. hätte zu weiteren schwelenden Konflikten geführt. Mit seinem scheinbar zu wenig verdecktem Krimi hat Haug seinem Intimfeind die Möglichkeit gegeben, einen zwar teuren aber endgültigen Abschied zu provozieren. Da Haug die Empfindlichkeiten in der Rundfunkanstalt aus langjähriger Erfahrung kannte, konnte ihn die Reaktion des Senders eigentlich nur in seiner Härte überraschen. Die Proteste des SYNDIKATs und der oben angeführten "populären" Schriftsteller sind zwar verständlich und im Berufsinteresse auch notwendig, werden natürlich an der Maßnahme wenig ändern können: der Sender nutzt einen willkommenen Anlaß und zahlt lachend aus der Portokasse. Mit Spannung dürfte erwartet werden, wessen Umgang mit der Kriminalliteratur das Arbeitsgericht als zu leichtfertig bewertet.
»Syndikat fordert Rücknahme der Kündigung Gunter Haugs«
Das SYNDIKAT, die Vereinigung der deutschsprachigen Krimiautoren, fordert den
SWR- Intendanten Peter Voß auf, die Kündigung Gunter Haugs zurück zu nehmen.
Der Redaktionsleiter und TV-Moderator Gunter Haug hatte von seinem
Arbeitgeber, der ARD-Anstalt SWR, die fristlose Kündigung erhalten, da er mit seinem Roman "Höllenfahrt" den Betriebsfrieden gestört habe und für eine
Weiterbeschäftigung "charakterlich nicht geeignet" sei.
SYNDIKATS-Sprecher Horst Eckert: "Mit dieser Reaktion hat der Südwestrundfunk ein klassisches Eigentor geschossen. Indem sich die Sendeanstalt als 'eindeutig erkennbar' dargestellt bezeichnet, fühlt sie sich offenbar ertappt. Zudem offenbaren die Senderverantwortlichen ein gestörtes Verhältnis zur Literatur."
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Krimi-Tipp 21
Wenn es so etwas wie erfreuliche Fachinformationen gibt, dann sind das die Krimi-Tipps zur Sekundärliteratur von Thomas Przybilka. Besonders erfreulich ist es, wenn Herr Przybilka einen neuen Krimi-Tipp herausgibt. Und weil das so ist, freuen wir uns, Ihnen die 21. Folge aus dieser schönen Fortsetzungsfolge präsentieren zu können!
Wie immer danken die Alligatorpapiere mit tiefer Verbeugung gen Bonn!
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»Friedrich Ani«
"Wenn eine Krimiserie dauerhaft am Markt bestehen will, braucht sie Kommissare mit Kult-Charakter: In Gestalt von Tabor Süden, Protagonist aus dem Schreib-PC des Münchener Autors Friedrich Ani glaubt Knaur ein solches Schwergewicht gefunden zu haben..." meldet die Fachzeitschrift "Buchreport.Magazin" in Ihrer Novemberausgabe. Der in diesem Monat aufgelegte Roman "Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels" ist der erste Band einer Roman-Reihe mit Originalausgaben, dem noch weitere folgen sollen. Für April 2002 ist schon der nächste Krimi mit dem Titel "Süden und Straßenbahntrinker" angekündigt. "Mit dem Reihenstart will Knaur die Figur des lakonischen Kommisssars, der auf einer Vermisstenstelle arbeitet einem breiten Publikum bekannt machen." so das Branchenmagazin weiter.
»Post aus England«
Die bekannteste Krimiauszeichnung Großbritanniens, die "Macallan Daggers", wurden vergeben: Henning Mankell erhält den "Gold Dagger" für seinen Roman "Sidetracked" ("Die falsche Fährte", der am 28., 29. und 30. Dezember im ZDF ausgestrahlt wird. Mankell erhielt am Dienstagabend ( 20.11.01) auch den vom Verband Bayerischer Verlage und Buchhandlungen ins Leben gerufenen Preis "Corine" in der Sparte Blletristik.)
Der "Silber Dagger" geht an Giles Blunt für "Forty Words For Sorrow".
Nominiert waren auch: "Dancing with Virgins" von Stephen Booth; "Baby Love" von Denise Danks ; "Right as Rain" von George P. Pelecanos und "The Ice Harvest" von Scott Phillips.
»Post aus Australien«
Peter Temple, australischer Krimiautor, auch in Inez Baraney's Liste australischer Gumshoewriters enthalten, die wir letzten Monat ins Netz gestellt haben, schrieb uns, daß sein nächster Krimi "In the Evil Day" heißt und in Hamburg spielen wird. Erscheinen wird das Buch im Februar 2002 bei Bantam Books Australia.
»PIT II«
Nicola Vizioli kümmert sich mit Elan um das Werk von Paco Ignacio Taibo II. In diesem Zusammenhang erwähnt sie, daß in Spanien und Mexico sein neues Buch erschienen ist "Retornamos como sombras". Und weil wir einfach nicht in der Lage sind, sauber aus dem Spanischen zu übersetzen, hier die ganze Mitteilung im Original:
"...hace unas semanas salió en España (y después de unos días también en Mexico) una nueva novela de Paco Ignacio Taibo II: "Retornamos como sombras". Desde el titulo se puede intuir que es la continuacion de "Sombra de la sombra". Lo tengo aquí sobre la mesa y me mira: desde el numero de páginas, los titulos de los capitulos y el tiempo que PIT empleó para escribirlo puede ser una nueva "Bicicleta de Leonardo". Fruto accesorio de sus investigaciones son siete articulos que salieron sobre el diario mexicano "La Jornada". Estan aquí en el archivo adjunto." Saludos Nicola
»Fortsetzungsroman«
seit dem 21. Oktober erscheint auf der Homepage des Gretchen Verlages www.gretchenverlag.de
ein Internet-Fortsetzungsroman. "Für die einen eine heitere Tiergeschichte, für die anderen ein knallharter Politthriller, zeichnet der Roman das Bild einer vermutlich völlig fiktiven Großstadt und seiner unvergleichlichen BewohnerInnen getrieben von Gier, Größenwahn und Tierliebe. Der Autor des Romans, ist einem kleinen Kreis literarisch Interessierter bisher nur als Lyriker auf der Wahrheitsseite der taz bekannt. Dies ist sein erster Roman..." schreibt der Verlag dazu.
Zwölf Jahre lang erschien übrigens im "Gretchen Verlag" die interdisziplinäre
Wissenschaftszeitschrift FAUST, ein bescheidener Beitrag zur Kritik der herrschenden Verhältnisse mittels Kritischer Theorie, Poststrukturalismus und weiteren philosophischen Schikanen. Jetzt ist Schluß: Kein Geld, keine Zeit, keine Leute. Momentan wird darüber nachgedacht, ob und wie es mit FAUST im Internet weitergehen könnte.
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»Alles über Krimis«
...nennt sich die "Krimi-Ecke" von Joachim Dörr, der als Übersetzer und Rezensent die Krimiwelt "beackert". Er sagt selbst zu seiner Seite: "ich muß alle warnen, daß meine krimi-ecke ziemlich unsystematisch (planlos, mögen manche argwöhnen) entstanden ist, dennoch wage ich mich damit ans tageslicht, denn wer den auf diesen seiten enthaltenen spuren nachgeht, findet wirklich alles über krimis. ich wage es auch, weil ich seit mehr als zehn jahren krimibesprechungen schreibe, weil ich mehr als fünfzig mini-krimi-hörspiele gemacht habe..."
Außerdem übersetzt Dörr auch Krimis (z.B. John D. MacDonald, Jerry Kennealy, Benjamin M. Schutz etc.) hat Interviews mit Krimiautoren fürs Radio und Fotos für Verlage und Zeitungen von ihnen gemacht (und veröffentlicht). Von alldem ist auf diesen Seiten etwas zu sehen, es gibt Kommentare zum Krimigeschehen, Buchbesprechungen, Autorenporträts und eine gut kommentierte Linksammlung und natürlich die Spezialseiten zu "Shakespeare im Kriminalroman" (und eine Menge mehr den privaten Interessen zuzuordnende Seiten
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»Medical/Computer Thriller«
Eine Seite, die wir regelmäßig schlichtweg vergessen haben, sei hiermit endlich erwähnt:
»Medical Thriller« ist eine riesige Sammlung von Romanen, sowie einigen Filmen, die ausschließlich das Thema Medizin beinhalten. Romane über Viren, wie z.B. Ebola, Lassa, Hanta oder sonstige. Von Organdiebstahl, bis hin zu Krankenhausgeschichten, in denen die Patienten
auf vielfältige Weise um ihre Gesundheit oder gar um ihr Leben bangen müssen.
Geschichten über forensische Anthropologie, Pharmaka, Psychologie, Gentechnik oder
artverwandte Themen. Angeschlossen ist ein Forum mit News über Bücher, Autoren und Filmen, die auf www.medical-thriller.de dargestellt sind.
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Ausserdem weisen wir auf eine weitere spezialisierte Seite hin: computer-thriller.de
Magic Mirror
"Magic Mirror" heißt eine Seite, die sich so im Netz präsentiert: "Hier soll ein Archiv der Kriminal-Literatur entstehen, wie gehabt langsam, aber stetig. Wir hoffen, damit dein Interesse geweckt zu haben an einem der beliebtesten Genres der Unterhaltungsliteratur. Du findest hier eine ausführliche Biografie eines jeden vorgestellten Autors, seine Werke mit kurzen Inhaltsangaben - bei "Serientätern" auch die richtige Reihenfolge der Bände - und etliche Rezensionen." Aufgeteilt wird das in Sparten wie "Deutschsprachige Autoren", "Historische Szenarien", "Tierische Ermittler" und "Serienhelden". Ein Gesamtverzeichnis gibt den komplexen Überblick. Bisher sind 69 Krimis von 12 Autoren und 47 Rezensionen online. Schade, daß die abgedruckten Klappentexte der Verlage oft länger sind als das, was hier Rezension genannt wird.mehr
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»Dorfgeschichten«
Die Kolumne "Crime Watch" von Thomas Wörtche erscheint zum einen beim "Freitag" und etwas später bei den Kollegen von kaliber. 38. Die Ausgabe No. 54 im "Freitag" No. 48/2001 beschäftigt sich mit Alfred Komarek und wer diesen österreichischen Autor bisher übersehen haben sollte, wird nach Wörtches "Huldigung" zu seinen Büchern greifen müssen: "All das aber wäre graue Theorie, hätte Komarek nicht eine Erzählsprache entwickelt, die das Stoffliche poetisch machen kann. Obwohl die Romane schmal sind (maximal 204 Seiten) und obwohl in ihnen viel passiert, erzählt Komarek schon beinahe episch. Und das ist auf so engem Platz eine hohe Kunst ..."
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»Ganz nah, so fern« Orhan Pamuk über den schwierigen Dialog von Orient und Okzident. "Istanbul ist die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten gebaut ist, in der einen Brücke Europa mit Asien verbindet.Orhan Parmuk ist der Erzähler, der wie kein anderer diese Spannung in seinen Romanen einfängt." behauptet jedenfalls die Redaktion von "kulturzeit" auf 3Sat. mehr
- »Kulturkrieg mit Pinsel und Keule«
schreibt die "NZZ" vom 9. Oktober 2001 zum gleichen Buch von Orhan Pamuk. Man wird nicht müde, Pamuk zu lesen, denn wieder hat er ein sprachliches Kunstwerk geschaffen, schildert in tausendundein Farben ein Intrigenspiel um Liebe und Tod, um Tradition und den Aufbruch in die Moderne, das in vergangenen osmanischen Zeiten handelt und doch auf das Heute abzielt. mehr
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»Süchtig machend«
Barbara Frischmuth äussert sich im österreichischen "Profil" begeistert über den großen türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk und sein neues Buch, das sich der Frage des Individuums in der muslimischen Gesellschaft und der Auseinandersetzung mit dem Westen widmet. mehr
Über den Autor
Orhan Pamuk Geboren 1952 in Istanbul. Vertritt eine neue Schriftstellergeneration. Lange Aufenthalte in den USA zu Autorenlesungen und an die Universität von Iowa. Sein kultureller Hintergrund ist die Basis für ein im besten Sinne volkstümliches Werk, das ihm weit über die Grenzen der Türkei hinaus Anerkennung verschafft. Ein Intellektueller aus dem Großbürgertum, mit sensationellem internationalen Erfolg: seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt, seine Milieus, seine Mischungen aus philosophischem Untergrund, Berufung auf mystische Tradition, Krimielementen. Publiziert sind bisher vier Romane, alle in mehrere Sprachen übersetzt.
Bücher:
Rot ist mein Name
Hanser, 2001
Das neue Leben
Fischer-Taschenbuch-Verl., 2001
Das neue Leben
Hanser, 1998
Das schwarze Buch
Fischer-Taschenbuch-Verl., 1997
Die weisse Festung
Suhrkamp, 1995,
Das schwarze Buch
Hanser, 1995
Die weisse Festung
Insel-Verl., 1991,
»Provinzkrimi?«
Eine solche Einstufung in der "Süddeutschen Zeitung" klingt abstufend, aber ein Artikel über einen Bucherstling auf einer relativ langen Zeilenstrecke wiederum nicht. Kristina Maidt-Zinke über "Seegfrörne" von Christof Hamann:"...erzählt seine Geschichte, die zum beliebten Genre „Idylle mit Dreck am Stecken“ gehört, in einem anschaulich-lakonischen Präsens, mit sicherem Gefühl für Rhythmus und hintergründigem Humor. Es scheint, als habe er mit der Gegend, aus der er stammt, nachhaltig abrechnen wollen, ohne ihren Charme zu verleugnen..." mehr
»Die drei ???«
Von Sabine Hoffmann im "Spiegel-online"
Wenn er zur Feder greift, spuken Geister durch einsame Landhäuser. Mit 22 Jahren war André Marx Student und feierte nächtelang ???-Revival-Parties. Nun hat er das Studium an den Nagel gehängt und schreibt selbst Geschichten über das Detektivtrio "Die drei ???" - auch den Jubiläumsband....
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»Krimi-Plot mit Erlangen«
"Ab und an tun sich Abgründe auf hinter akademischen Fassaden; dann herrscht im ehrwürdigen Wissenschaftsbetrieb ein solches Zähnefletschen, staut sich eine dermaßen giftige Atmosphäre aus Neid, Vorteilsnahme und Angst auf, die sich dann nur in Mord und Totschlag entladen kann. Das ist dann so wie in jedem anderen Milieu auch, und Kriminalkommissarin Jeannette Dürer hat einen neuen Fall." In den "Erlanger Nachrichten" schreibt Manfred Koch über das Buch "Tiefe Schatten" von Tessa Korber ...
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»Falscher Schreibtisch«
Für die meisten Menschen eine Randnotiz, für Agatha-Christie-Forscher und -Verehrer vielleicht eine wichtige Entdeckung: "Wie erst jetzt bekannt wurde, schrieb die Krimi-Königin ihre größten Erfolge an einem anderen Ort als angenommen..." meldet das "Hamburger Abendblatt" in einer Kurznotiz am 6.11.2001. Schön, daß wir das Wochen später auch melden können...
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»Mark Twain vs. Jules Verne«
Eigentlich keinen Krimi, aber ein Buch voller Niedertracht präsentiert Alain Claude Sulzer in der "Welt" vom 24.11.2001. "Eine Bluttat, ein Betrug, und ein Bund fürs Leben". Mark Twain hatte die Geschichte 1876 für eine Zeitschrift konzipiert und einige Autoren dazu aufgefordert, einem von ihm vorgebenen erzählerischen Gerüst zu folgen und daraus eine je eigene Geschichte zu entwickeln. Daraus wurde nichts. "Nun also liegt diese Erzählung fast 150 Jahre nach ihrer Niederschrift endlich vor. Wir haben allen Grund, diesen Kurzkrimi ernster zu nehmen, als er sich gibt, zumal Twain uns mit dem überraschenden Ende seiner Geschichte eine Menge über sein schriftstellerisches Selbstverständnis und seine Ressentiments verrät." Daß es um Mark Twains Intimfeind Jules Verne geht, sei hier verraten..."
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»Jagd auf Joyce «
Fünfzehn irische Autoren schreiben einen Erfolgskrimi. In der "Süddeutschen Zeitung" vom 23.11.2001 stellt H.G.Pflaum einen ungwöhnlichen irischen Roman vor: „Yeats ist tot“: "Nach „Finbars Hotel“ und „Ladies Night in Finbars Hotel“ bereits die dritte Gemeinschaftsarbeit irischer Schriftsteller. Das erste Kapitel des von Joseph O'Connor herausgegebenen Buchs stammt von Roddy Doyle, das letzte von Frank McCourt, insgesamt fünfzehn Autoren haben an dem Projekt mitgeschrieben." Und sein Urteil? "„Yeats ist tot“ betreibt ein hinreißendes Spiel mit Literatur, lässt sie zum Spekulationsobjekt werden und zwischendurch auch mal bei den Ratten auf einer Müllkippe landen..."
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»Intimes aus dem Spätzlesender«
Der SWR hat den Hobby-Autor Gunter Haug fristlos gefeuert. Die "Stuttgarter Nachrichten" vom 23.11.2001 kommentieren die hie und da verbreitete Kurzmeldung, einem SWR-Mitarbeiter sei wegen diffamierender Zeilen in seinem Kriminalroman gekündigt worden, etwas ausführlicher. ..
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»Texte und Jingles«
Wieder einmal möchten wir Ihnen das Abenteuer bieten, Radio zu "lesen". 1997 brachte das "DeutschlandRadio Berlin" einen Beitrag von Viktor Pavel über Peter-Paul Zahl und dessen Krimi "Lauf um dein Leben": "Der Alt-Rebell führt heute seinen Kampf gegen soziale Mißstände meist von der Schreibmaschine aus. In einer auf 14 Bände konzipierten Krimireihe, der 4. erschien jüngst (1997) im Verlag "Das Neue Berlin", blickt Zahl hinter die Jamaika-Klischees von Rum, Reggae und Rasta...
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»Didier Daeninckx«
Didier Daeninckx, 1949 in Saint Denis geboren, gelernter Drucker. Er zählt zu den erfolgreichsten (Kriminal) Autoren Frankreichs. Seine Romane haben häufig gesellschaftspolitische Themen. Auf Deutsch erschien u.a.: "Pulp und die alte Linke" (98), "La page cornée/Das Eselsohr" (00)
- »Französische Zustände«
.In "Nazis in der Métro" läßt Didier Daeninckx den literarisch interessierten und gebildeten Privatdetektiv von dem Schriftsteller Sloga sagen: "Nach dem Krieg hat Gallimard ein halbes Dutzend Titel von Sloga rausgebracht, bis zu dem Tag, an dem sie einen abgelehnt haben... In diesem Buch sprach er zu offen über die Guillotine, die mit Volldampf in den algerischen Gefängnissen eingesetzt wurde, über die Gestapomethoden, mit denen sich die französische Armee bei den Berbern hervortat. Das war 1955. Daraufhin hat er sich von Gallimard verabschiedet. Zwanzig Jahre später hätte seine Entrüstung für Aufsehen gesorgt, aber Sloga machte den Fehler, immer von den aktuellen Ereignissen zu sprechen. Danach ist er von Verleger zu Verleger geirrt." Mit diesem Sloga könnte Daeninckx einiges gemeinsam haben. Er gehörte zu den Stammautoren der "Série noire" bei Gallimard, seine beiden zuletzt auf Deutsch erschienenen Romane, Das Schloß in Prag und eben Nazis in der Métro, sind bei Editions Denoel (1994), beziehungsweise bei Editions Balaine (1995) erschienen... schrieb Joscha Schmierer 1996 in der Zeitschrift "Kommune" und führt ein wenig in die bis dahin erschienenen vier Bücher Daeninckx' ein... mehr
- »Interview«
Über Detektive und Anarchisten, braune Kommunisten und eitle Literaten sprach Marko Martin mit Didier Daeninckx und die Zeitschrift "Kommune" veröffentlichte das Gespräch in Heft 12/1996...mehr
- »Der neue französische Kriminalroman«
Erwähnung findet Daeninckx natürlich auch in einem Beitrag von Günther Grosser in der "taz" vom 02.12.1989 (!), in dem er den damaligen neuen französischen Kriminalroman vorstellte...mehr
- »Pulp«
Der gute "Robert Schekulin" vom Freiburger "UFO" besprach zwei Bände der "PULP" Serie des Wunderlich Verlages, die Daeninckx verfasst hat mehr und begüßte den Beginn der Serie im Rowohlt Imprint "Wunderlich" mehr. Das bedauerliche Sterben der Serie kommentierte er natürlich auch, nicht ohne den zu bejammernden Umgang des Verlages mit seinen guten Titeln und Rechten zu kritisieren.mehr
- »Tardi/Daeninckx«
Der französische Zeichner Jacques Tardi und sein Buch "Den Letzten beissen die Hunde" kommentiert der schweizer "Tagesanzeiger" vom 13.02.99: "Harte Kontraste dafür, passend zum Szenario, das ebenfalls sehr hart und kontrastreich ist. Es basiert auf einer Geschichte von Didier Daeninckx, einem Autor, der in den Siebzigerjahren mit Büchern wie "Nazis dans le métro" frischen Wind in die französische Krimiszene gebracht hat."... mehr
Manche Dinge passieren zwangsläufig: So mußten eines Tages der Comic-Künstler
Jacques Tardi und der Romancier Didier Daeninckx zusammenkommen. Besprochen von Thomas Wörtche in "Cream of Crime" 12/1998: "Der Comic als ästhetisch opulenter, spannender Krimi und damit als funktonierendes Geschichts-Korrektiv. Was will man mehr?" mehr
- »Magisterarbeit«
"Die Kriminalromane von Didier Daeninckx. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Gattung und ihrer Geschichte." Eine Magisterarbeit von Thomas Brunner zum Thema. Angezeigt wird Sie in einer Liste der von Professor Joseph Jurt betreuten Arbeiten des Romanischen Seminars der Universität Freiburg (Wintersemester 1992/93), den Interessenten kontaktieren sollten.
- »Artikel«
Im "Frankreich Jahrbuch 2001 " des "dfi - Deutsch-Französisches Institut" erscheint dieser vielversprechende Aufsatz von
Dietmar Fricke: "Morde zum Gedächtnis" • Didier Daeninckx’ Schreiben gegen Vergessen und Verdrängen • Gesprächsaufzeichnungen mit dem Autor. Bitte vormerken, das Jahrbuch soll im Dezember 2001 erscheinen. mehr
- »Anekdote am Rande«
Als der französische Nationalspieler Christian Karembeu Weltweister wurde, ahnte er noch nichts von der Geschichte seiner Ahnen" Erst eine Dokumentation des Historikers Joel Dauphiné sowie der soeben erschienene Roman "Cannibale" des Schriftstellers Didier Daeninckx deckten die traurige Episode der "Kanaken" wie sich die Ureinwohner selbst nennen und was in ihrer Sprache nichts anderes bedeutet als Mensch nun wieder auf:" 67 Jahre zuvor waren zwei Urgroßväter des 28jährigen Fußballers zu einer eher traurigen Berühmtheit gelangt: Als Mitglieder einer Gruppe von "Kannibalen" wurden sie im Pariser Zoo ausgestellt. Ein Bericht der "Berliner Zeitung" vom 15.12.1998...mehr
»Chandler verschandelt«
Im Forum der Kollegen, nämlich in "Toms Krimitreff" findet sich ein schöner Hinweis von Max auf eine Seite, die Helmut Karaseks Übersetzung von Raymond Chandlers "The Lady in the Lake" (Die Tote im See) einer kritischen Prüfung unterzieht. "Setzen, sechs!" kann man aus den Bemerkungen schließen, die Rudolf Hermstein zuerst in der Zeitschrift "Der Übersetzer (22. Jahrgang,
Nr. 1/2) veröffentlicht hat...
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»Ein blendender Erzähler«
Am 19. Oktober feierte John le Carré seinen 70. Geburtstag. Dies nahm "amazon.de" zum Anlass, Autor und Werk vorstellen zu lassen und fand einen würdigen Laudator: Hannes Riffel, dem der Buchversender schon blendende Artikel zur französischen Krimiszene verdankte.
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»Retrodieb überlebt in Stuttgart«
Wer die Herbst-Literaturbeilage der "Zeit" nicht bekommen hat, kennt wahrscheinlich auch nicht die nachgerade euphorische Besprechung von Tobias Gohlis zu Heinrich Steinfests Roman "Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte". Es fehlte nur noch der Vergleich mit Boris Vian, aber das hier ist Ausdruck genug: "Herrlich! Göttlich! Steinfest!"
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»Im scheinheiligen Gewand eines Actionthrillers«
Die "Schwarze TAZ" des Robert Brack berichtet über: "Blutprinzessin": den letzten Roman des französischen Krimistars Jean-Patrick Manchette. "Nichts in dieser Geschichte ist, was es zunächst zu sein scheint. Alle Charaktere sind doppelbödig, alle Motivationen fadenscheinig, Gründe nur vorgeschoben, Verwicklungen doppelt und dreifach kompliziert. Kurzum: Es handelt sich um einen perfekt konstruierten politischen Roman. Nur merkt man das zunächst nicht."
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»Mary weiß, was Frauen wünschen«
... und deshalb ist Mary Higgins Clark mit ihren Wellness-Krimis eine der erfolgreichsten Thrillerautorinnen der Welt... findet zumindest Iris Alanyali in der "Welt" vom 20.11.01.: "Es ist eine Welt, die bis auf die Frage nach dem Mörder ohne Geheimnisse ist und deshalb so wunderbar beruhigend. Wellness zum Lesen. Wie die Krimis ihrer Kolleginnen Elisabeth George oder Martha Grimes ("Ich liebe Martha Grimes!") das Richtige für Wannenbäder und Zugfahrten - wenn das Hirn sich räkeln und die Seele baumeln möchte."
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»Weiße Flecken auf düsterer Seele«
"In Emmanuel Carrères erstem auf Deutsch erschienen Roman mit dem freundlich klingenden Titel "Der Schnurrbart" steht folgender Halbsatz: "Was nützt es, die Tatwaffen zu säubern, wenn das Opfer so leicht zu identifizieren ist". Bei der Lektüre seines neuesten Buchs Amok wird man an dieses Satzfragment erinnert." Klaus Siblewski beschäftigte sich in der "Frankfurter Rundschau" vom 01.11.2001 mit einem "Schwierigen Verbrechen: "Amok" von Emmanuel Carrère."
...
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- Im "Spiegel 11/2000" geht Urs Jenny den tatsächlichen Begebenheiten und den Recherchen Carrères zu diesem aus Tatsachen beruhenden Buch nach:"Ein spektakulärer Familienmord verstörte vor sieben Jahren die französische Provinz. Nun porträtiert ein passionierter Biograf den Täter - und schildert ein Leben als Lügengebäude"
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Über den Autor
Emmanuel Carrère, Jahrgang 1957, lebt in Paris, wo er als Schriftsteller und Drehbuchschreiber für Film und Fernsehen arbeitet. Er veröffentlichte mehrere Romane.
(Info: Fischer Verlag)
»Das Mirakel«
«Das Mirakel» zählt zur grandiosen Serie jener Romane, die der 1925 geborene Josef Skvorecký um die Gestalt des unheldischen Saxophonisten, Liebesabenteurers und «Feiglings» Danny Smiick gebaut und in denen er die Tragödie Mitteleuropas in aberwitzigen Episoden eingefangen hat... schreibt Karl-Markus Gauss in der "Neuen Zürcher Zeitung" vom 9. Oktober 2001 über diesen "politischen Krimi" ...
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- Über "Feiglinge" schrieb Andreas Breitenstein: "Warum der seit 1968 im kanadischen Exil lebende, mittlerweile 75-jährige Josef Škvorecký noch immer so gut wie unbekannt ist, verstehe, wer kann. Bei seinem Erstling «Feiglinge» aus dem Jahr 1948 über die letzten Tage des «Protektorats Böhmen und Mähren» handelt es sich um einen epochalen Wurf."
mehr (lange Ladezeit)
Über den Autor
Josef Skvorecky, geboren 1925 in Náchod/Ostböhmen, ging 1968 nach dem sowjetischen Einmarsch ins Exil. Heute lebt er in Kanada, wo er lange Jahre Professor für Englisch und Film an der Universität Toronto war. Dort gründete er gemeinsam mit seiner Frau den Exilverlag Sixty-eight Publishers für tschechoslowakische Literatur. 1999 erhielt er den tschechischen Staatspreis für Literatur.
Bei Deuticke erschienen:
Der Seeleningenieur (Üs. v. Marcela Euler)
Feiglinge (Üs. v. Karl-Heinz Jähn)
Eine prima Saison (1997) (Üs. v. Marcela Euler)
Das Mirakel (2001) (Üs. v. Johanna Posset und Hanna Vintr)
(Info: Deuticke Verlag)
»Nichts als Ärger mit den Spontis«
Ulrich Ritzel hat sein drittes Buch vorgelegt und Hans-Peter Junker stellt den Autor und das Buch im "Stern" lobend vor:"Ulrich Ritzel war oft im Gerichtssaal, wenn auch immer jenseits von Richtertisch und Anklagebank. Als Gerichtsreporter hatte der 61-Jährige unzählige Male mit ansehen müssen, wie sich einer Gerechtigkeit erhoffte und nur ein Urteil bekam. So etwas prägt. Zum Glück auch seine Krimis." ...
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»Pfälzer Zwielichtzonen«
Lektüreempfehlungen? Tobias Gohlis rät in der "ZEIT" (39/2001) grundsätzlich davon ab und findet doch den Weg, die Krimis von Monika Geier wärmstens zu empfehlen: "Monika Geier verfügt über die Bösartigkeit aller guten Krimiautorinnen, über Witz und die Raffinesse für wirklich subtile Plots. Ihre Bücher sind mehr als eine Entdeckung, sie sind eine Befreiung von schlecht gewordener Konvention." ...
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»Lexikon der Knastsprache«
"Aus dem Alltag deutscher Gefängnisse. Von A bis Z listet Klaus Laubenthal die skurrilsten, interessantesten und wichtigsten Begriffe aus dem Alltag deutscher Gefängnisse auf. Herausgekommen ist laut Verlag ein Wörterbuch, mit dem erstmals eine möglichst umfassende, allgemein zugängliche und aktuelle Wortsammlung zum Jargon von Gefangenen vorliegt." berichtet Wilfried Mommert im "Stern"...
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»Mord im Kaufhaus«
Schreiber lesen anders als Leser. Oder doch nicht? Im "Rheinischen Merkur" begutachten in loser Folge Autoren ein Werk der lieben Kollegen:DICHTUNG WARENTEST / Die Schriftstellerin Judith Kuckart prüft den Kultautor Daniel Pennac. (Nr. 45, 09.11.2001) ...
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»Die Zerstörung des dünnen Mannes«
Dashiell Hammett war nicht nur der wahrscheinlich bedeutendste "Hardboiled"-Autor des 20. Jahrhunderts, sondern auch eines der Opfer von Senator McCarthys antikommunistischer "Hexenjagd". Der Krimiexperte Martin Compart läßt in seinem Feature für das österreichische E-Zine EVOLVER die historischen Protokolle für sich sprechen. ...
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»Blaubarts Handy«
Katrin Kremmler untersucht in ihrem Krimi "Blaubarts Handy" Kommunikationsformen und Doro Wiese stellt sie in der "taz" vom 10.11.01 vor: "Katrin Kremmlers Heldin heißt Gabi und wohnt in Budapest. Dort schreibt sie ihre Dissertation über subversive Kommunikationsformen. Beforschtes Umfeld: Die Budapester Lesbenszene....
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»Der Aufräumer«
Joe Adonis und Frank Costello besitzen eine Spielhölle. Der New Yorker Bürgermeister hetzt einen Staatsanwalt auf die beiden. Wer wird gewinnen? – Ein Streifzug durch die New Yorker Mafia der Vierziger Jahre. Oliver Weiss beschreibt dies bei "LEGAmedia"...
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»Das Schachspiel der Securitate«
Ehebruch, Misstrauen, Denunziation: In seinem Detektivroman "Miss Bukarest" schreibt der Schriftsteller Richard Wagner über das lang wirkende und emotional zersetzende Gift des rumänischen Geheimdienstes - und wie die Vergangenheit die Emigranten in Deutschland nach Jahren einholt. (Anita Kugler in der "taz" vom 23.10.01)...
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»Mit beiden Beinen im Grab«
"Ein Offizier der algerischen Armee, nebenbei ernst zu nehmender Schriftsteller, entschließt sich, Kriminalromane zu schreiben und diese unter einem weiblichen Pseudonym zu veröffentlichen. Seine Bücher beschreiben die gegenwärtigen Zustände in Algerien, einem Land, in dem die schlimmsten Plagen des 21. Jahrhunderts um die Vorherrschaft kämpfen: Religiöser Fundamentalismus, autoritärer Staat und gut situierte Kriegsgewinnler. Dann deckt er sein Pseudonym auf - und muss ins französische Exil ausreisen." Robert Brack schreibt in der "taz" vom 23.10.2001 über Yasmina Khadra...
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»Das ist der wahre Dschihad«
Es geht darum, den Islam gegen den Islamismus zu verteidigen. Katharina Döbler sprach für die "Zeit" mit Yasmina Khadra...
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