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Vom Donnerstag, den 20. Mai bis Sonntag, den 23. Mai haben die Alligatorpapiere Pause! Aktualisierungen gibt es wieder ab Montag, den 24. Mai 2004.
Kalender
29. Mai
Am 29. Mai 1874 wird Gilbert K. Chsterton in in London geboren († 14. Juni 1936 in Beaconsfield). Der heute vor allem durch seine Geschichten um Father Brown bekannte Schriftsteller war zu seiner Zeit ein berühmter Journalist, Kritiker und Schriftsteller. In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.
Durch die Verfilmung seiner Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 50ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 50er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft".
( wikipedia.de)
Infos bei ... krimi-couch.de , Thomas Wörtche/kaliber. 38 bibliomaniac.de, beim "SWR2", , kathsurf.at , Freitag , Jungle World, oeko.net, Wiener Zeitung , Ulrich Greiner , BBC (engl.)
Aus schwedischen Krimis haben Rostocker Fans eine sehr erfolgreiche Internetseite gebastelt. Mit exklusiven Interviews, Rezensionen, Leseproben – und bis zu 2000 Besuchern pro Tag, meldet die "Ostsee-Zeitung" am 28.05.2004. Die Rede ist von "schwedenkrimi.de" und der Bericht von Axel Meyer geht bis in die Anfänge im Jahr 2001 zurück, als Sebastian Bielke auf die Idee kam, eine Webseite zur schwedischen Kriminalliteratur zu bauen ... mehr
Obskur sei das alles und absurd. Beide Attribute zeichnen Vladimir Sorokins Bücher aus, der in "Ljod. Das Eis." Science-Fiction, Krimi-Elemente und New-Age-Propaganda mische, gekonnt die Sprechweisen wechsele und sich auf verwirrende Weise der Parodie bediene, schreibt Carola Ebeling in der "taz" vom 27.05.2004 über eine Lesung des Autors ... mehr
In seinem Buch "Die blaue Liste. Denglers erster Fall" (Kiepenheuer & Witsch) habe Wolfgang Schorlau drei heiße Eisen der deutschen Geschichte angepackt, die er in diesem Rahmen in logischer Konsequenz zusammenschweiße, schreibt Nicole Rodriguez Cardenas in der Thrillerkolumne des "HR3". Das ergebe eine in sich schlüssige, spannende Kriminalgeschichte ... mehr
Aus dem Land, das die berüchtigten nordatlantischen Tiefausläufer am heftigsten plagen, kommen zur Zeit die schönsten skandinavischen Krimis. Das liegt an dem ehemaligen Journalisten und Filmkritiker Arnaldur Indrišason, der für seine Bücher mit dem renommiertesten nordeuropäischen Krimipreis ausgezeichnet wurde. Gleich zweimal in Folge. Das sei bislang einmalig, schreibt Nicole Rodriguez Cardenas in der Thrillerkolumne des "HR3", in der sie das Buch "Todeshauch" (Bastei Lübbe Verlag) vorstellt ... mehr
Im "Freitag" No. 23 findet sich Thomas Wörtches Krimi-Kolumne "Crime Watch" No. 85 und dort wird der allseits gelobte Roman "Ein allzu schönes Mädchen" (Wunderlich) von Jan Seghers analysiert, was bei einem bekannt unabhängigen Kritiker ja sehr neugierig auf das Urteil macht. "Selten lagen Glanz und Elend des Kriminalromans in einem Buch so nahe beieinander" beginnt die Kolumne und sie endet damit, daß der Plot des Romans ohne Zweifel spannend sei und das Figurenensemble souverän dirigiert. Das Elend des Romans sei sein Glanz, denn der sei der Abglanz eines an sich subversiven Genres. Aber lesen Sie, so sie den Roman schon gelesen haben, diese Kolumne bitte selbst, der Redaktör hat vor Schreck das Lesen einstellen müssen, da es so schien, als würde allzuviel von Handlung und Auflösung verraten und das geht ja nicht, weil der Redaktör das Buch ja gerade liest ... mehr
Jetzt startet die vom Fachmagazin "BuchMarkt" bereits im April-Heft gemeldete Kooperation zwischen dem Aufbau und dem Rotbuch Verlag, meldete der "Buchmarkt" am 27.05.2004: Der Auftritt von Rotbuch-Krimi-Titeln in der Aufbau Taschenbuch-Vorschau solle dazu führen, dass beide Reihen gemeinsam mehr Marktgeltung erlangen. Diese Form der Kooperation sei neu und für Independents zukunftsweisend, meint Dr. Sabine Groenewold, Verlegerin von Rotbuch, Europäischer Verlagsanstalt und Die Hanse. Bereits in diesem September liefert Aufbau eine Taschenbuchaktion mit sechs Rotbuch-Krimis aus, eine Mischung aus Krimi-Preisträgern und bestverkauften Titeln ... mehr
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Ian Fleming
Am 28. Mai 1908 wird Ian (Lancaster) Fleming in London geboren († 12. August 1964 in Canterbury). Der britische Schriftsteller schrieb u.a. zwölf James Bond-Romane, sowie ein Kinderbuch (Chitty Chitty Bang Bang), die alle verfilmt wurden.
Geboren in Mayfair, London, wuchs Ian Fleming als jüngerer Bruder des Reiseschriftstellers Peter Fleming auf. Er war Schüler des Eton College und der Royal Military Academy Sandhurst, danach studierte er Sprachen in diversen europäischen Universitäten. Vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Journalist und Börsenhändler. Zu Kriegsbeginn wurde er als persönlicher Assistent des Direktor der Marine-Nachrichtendienstes, John Godfrey, rekrutiert. Er gab ihm den Hintergrund und die Idee, Spionageromane zu verfassen. Nach dem Krieg zog es Fleming nach Jamaika, wo er auf seinem Winterwohnsitz Goldeneye einige jamaikanische Schauplätze in seine Romane aufnahm. (Info: wikipedia.de)
Infos bei ... krimi-couch.de , "ZDF", beim "BR3", , James Bond.de , James Bondfilme.de , Jochen Vogt Uni Essen, , Deutsche Welle
Alexander Heimann
Am 28. Mai 2003 stirbt Alexander Heimann nach langer Krankheit in Bern. (* 27. 6 1937 in Ferenberg bei Bern). Er war Buchhändler in London, Paris und Bern, wurde 1980 mit dem Roman "Lisi" auf einen Schlag bekannt. Es folgten die Romane "Die Glätterin", (1982), "Bellevue" (1984), "Nachtquartier" (1987), "Honolulu" (1990), "Wolfszeit" (1993) und "Dezemberföhn" (1996). "Lisi" wurde verfilmt ("Lisi und der General"), "Die Glätterin" ins Schwedische übersetzt. Für das Buch "Muttertag" (2001) wurde Alexander Heimann mit dem Deutschen Krimi-Preis 2002 ausgezeichnet. Diesen Preis durfte er schon für sein Buch "Dezemberföhn" im Jahre 1997 entgegennehmen. (Info: Cosmos Verlag
Infos bei ... krimi-couch.de , Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Neue Zürcher, Cosmos Verlag .
Jetzt gibt es den Saarlandkrimi "Stahlglatt" (Emons) von Martin Conrath, sagt Gerd Heger in der Sendung "Lesewelt" des "Saarländischen Rundfunks" – und es sei ein widerliches Buch geworden. Im Saarland werde geköpft, gesteinigt, verbrannt, gekreuzigt, geschächtet und das auf übelerregende Weise. Was als Lob zu verstehen ist, denn das Ganze sei glänzend und effektvoll geschrieben – gegen Ende in einen spektakulären Showdown einlaufend, mit Seitenüberspring-Effekt und nichts für schwache Nerven ... mehr
Neue Befragungen
Inzwischen ja bekannt bis berüchtigt sind die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka, die immer größere Resonanz finden, und das mit den wirklich unterschiedlichsten Stimmen. Daß jeder Fragebogen auch eine sehr informative Bio- und eine umfangreiche Bibliografie enthält, sei nur am Rand erwähnt. Erwähnen wir also erfreut zwei neue Beantwortungen der Befragungen:
Jan Eik ist am 16.8.1940 in Berlin geboren. Jan Eik publiziert seit 1961, ab 1987 als freiberuflicher Autor und Publizist. Er war Gründungsmitglied der Sektion Kriminalliteratur im Schriftstellerverband der DDR, ist Mitglied im SYNDIKAT, für das er von 1991 bis 1993 und von 1994 bis 1998 als Herausgeber und Redakteur des (internen) newsletter "Secret Service" tätig war. Für den Rundfunk schrieb er mehr als 20 Kriminalhörspiele und -features ...
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Richard Birkefeld, geboren 1951, ist verheiratet. Richard Birkefeld ist Historiker mit dem Schwerpunkt Kultur- und Sozialgeschichte im frühen 20. Jahrhundert. Nach verschiedenen Anstellungen lebt er heute als freier Autor in Hannover. Zusammen mit Göran Hachmeister (ebenfalls Historiker) schrieb er seinen Debütroman "Wer übrig bleibt, hat Recht", der 2003 mit dem "Friedrich-Glauser-Preis – Krimipreis der Autoren" in der Sparte Debüt ausgezeichnet wurde. ...
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Der millionenschwere Star-Schriftsteller Tom Clancy war lange der Bilderbuch-Patriot der amerikanischen Literatur. Jetzt zieht er neue Seiten auf: Regierungsschelte im neuen Roman, Prügelandrohung für Irakkriegsbefürworter. Ein Bericht von "Spiegel online" ... mehr
Job, Dissertation und Szene in Sydney: In ihrem zweiten Krimi "Die Sirenen von Coogee Beach" (ariadne krimi) schickt Katrin Kremmler ihre lesbische Heldin Gabriella Müller in das Land der Surfer und Kängurus – und schreibt ganz nebenbei eine Kritik über eine der modernsten Gesellschaften dieser Welt. Katrin Kremmler verknüpfe geschickt eigene biografische Stationen und Erfahrungen mit konkreten geografischen und sozialpolitischen Gegebenheiten und einem fiktiven Handlungsstrang, schreibt Kerstin Fritzsche in "Die Berliner Literaturkritik" vom 26.05.2004 ... mehr
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Dashiell Hammett
Am 27. Mai 1894 wird (Samuel) Dashiell Hammett im St. Mary's County an der Ostküste Marylands geboren, heute wäre sein 110. Geburtstag. († 10. Januar 1961 in New York mit 66 Jahren an einer Krebserkrankung). Seine Romane "Der Malteserfalke" und "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Er verließ die Schule mit 13 Jahren, und wurde nach einer Reihe von Aushilfsarbeiten Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Acht Jahre lang war er dort als recht erfolgreicher Detektiv tätig, ehe er 1922, gesundheitlich angegriffen, Kurzgeschichten für Black Mask und andere populäre Kriminalmagazine zu schreiben begann. Zwischen 1929 und 1934 verfaßte er fünf Romane, die ihn als Begründer der sogenannten hard boiled school, einer aktionsbetonten, eigenständig amerikanischen Traditionslinie des Detektivromans ausweisen. Bis heute gilt er mit Raymond Chandler als der bedeutendste amerikanische Kriminalschriftsteller. Nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor in Hollywood wurde er wegen seines sozialistischen Engagements vom Ausschuß für "unamerikanische Aktivitäten" verfolgt, 1951 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und fast aller Publikationsmöglichkeiten beraubt.
Infos bei ... krimi-couch.de , "mordlust.de", beim "ZDF", "wikipedia.org", , Jochen Vogt, Uni Essen, , Diogenes Verlag , Don Herrons Hammett-Tour (engl.), . Empfehlenswerte Links zu englischen Seiten bietet "der bücherfreund".
Tony Hillerman
79. Geburtstag von Tony Hillerman. Er wurde am 27. Mai 1925 als Sohn eines Farmers in Sacred Heart, Oklahoma geboren und besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den "Edgar Allan Poe Award" und den "Grandmaster Award". Für seine 2001 erschienenen Memoiren erhielt er ausserdem den "Agatha Award". Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebt mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico. (Rowohlt)
Infos bei ... kaliber. 38 , ZDF , bücherforum , Rowohlt , tonyhillermanbooks.com/ (engl.), Q & A (engl.), Audio Interview (engl.), unofficial homepage (engl.), Interview über Religion (engl.)
Die Münchner Krimi-Autorin Christa von Bernuth wolle mit ihren Romanen "die dunkle und brutale Seite" ihrer Heimatstadt zeigen, meldet "yahoo/ddp" am 26.05.2004. Die Isar-Metropole sei nicht nur ein "niedliches Vorderitalien", wie ihre Recherchen beim Morddezernat ergeben hätten. Auch ihre Romanvorlage für den am Dienstagabend mit hoher Quote ausgestrahlten RTL-Film "Untreu" spiele in München. Fest steht bereits, dass nach "Die Stimmen" und "Untreu" auch der dritte Roman verfilmt werden soll. Geplant sei künftig, zwei Mona-Seiler-Filme pro Jahr zu senden ... mehr
Der neue Roman "Live" (Diogenes) von Petros Markaris, der sich selbst als von einer linken Tradition herkommend bezeichne, sei ein bissiger Kommentar zum Werdegang eines Teils der "Generation des Polytechnikums", meint Thomas Plaul bei "hr2 mikado". Jenes Teils nämlich, der nach dem Ende der Obristen-Diktatur Machtpositionen in Politik und Wirtschaft erklommen und sich darin bequem eingerichtet habe. Zwar habe Petros Markaris das zentrale Thema seines neuen Romans auf dem konkreten Hintergrund der jüngeren griechischen Geschichte entfaltet, doch die Parallelen zu der Entwicklung linker Bewegungen und linken Gedankengutes andernorts und zu anderen Zeiten lägen auf der Hand. Verlinkt wird dort auch auf ein Interview des "mdr" (2002) mit dem Autor ... mehr
Für Axel zählen zwei lange nicht mehr gezeigte Filme zu den Höhepunkten der kommenden zwei Wochen: "Die zwölf Geschworenen" (Lumets Debüt) und "52 Pick-Up" (eine Leonard-Verfilmung von John Frankenheimer). Ebenfalls empfehlenswert sind die beiden Hitchcock-Filme
"Topas" und "Frenzy", die Simenon-Verfilmung "Der Uhrmacher von St. Paul" und "Kanak Attack" (Beckers Verfilmung des Buches von Zaimoglu).
Außerdem starten am Mittwoch, den 9. Juni, die neuen Folgen von "Without a trace". Davor läuft die ebenfalls von Jerry Bruckheimer produzierte Krimireihe "Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen" mit Kathryn Morris als Lilly Rush, die in Philadelphia alte, ungeklärte Mordfälle löst.
Das alles wie immer schön illustriert und mit weiterführenden Links versehen ... hier
In den Niederlanden ist seit 1989 jedes Jahr der Monat Juni gleichzeitig auch der Monat des spannenden Buches ("Maand van het Spannende Boek"), der immer unter einem besonderen Motto läuft. In diesem Jahr lautet das Motto "In het spoor van de thriller – Van Amsterdam tot Veneti".
Mehrere Höhepunkte bietet diese von der Stiftung "CPNB" organisierte und vom 27. Mai bis 30. Juni laufende Aktion. Ein Geschenkbuch (ab einem Einkauf von 12,50 Euro), das extra für diese Aktion geschrieben wird. In den letzten Jahren haben dies z. B: Tomas Ross, Nicci French und Stephen King getan. In diesem Jahr wird Henning Mankell für den Renner des Jahres sorgen: "Het graf. Een zaak voor inspecteur Kurt Wallander"
heißt das 96seitige Buch, das in jeder Buchhandlung für die Leser bereit liegt. Auch die Bibliotheken haben ein Buch zu verschenken, die Broschüre "Plaatsen van misdaad. Fragmenten uit dertien topthrillers" (Tatorte. Fragmente aus 13 Topkrimis) mit Auszügen aus Büchern von Dan Brown, Jean-Claude Izzo, Ruth Rendell, Bob Mendes, Arnaldur Indridason, Donna Leon u.a. Zahlreiche Veranstaltungen werden die in den Niederlanden äußerst beliebte Veranstaltung begleiten.
Während dieses kriminell aufgeladenen Monats wird dann auch der Gewinner des niederländischen Krimipreises
"Gouden Strop" ausgezeichnet, ein Preis für den besten in niederländischer Sprache geschriebenen Kriminalroman. Bekanntgegeben hat die "Genootschap van Nederlandstalige Misdaadauteurs", die den Preis vergibt, jetzt die Nominierungen für den höchsten niederländischen Krimipreis: nominiert sind Elvin Post, Esther Verhoef, Patrick de Bruyn, René Appel und Saskia Noort. Verliehen wird der 17. "Gouden Strop" am 23. Juni 2004 in der Stadsschouwburg Amsterdam, übertragen in der Sendung "TV3", der täglichen Talkshow beim Sender "Nederland 3" ....mehr (nl)
Für die Ausgabe 6.2004 der Zeitschrift "Literaturen" hat Franz Schuh in seiner Kolumne "Das Kriminal" den Roman
"Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) des "Havanna-Quartetts" von Leonardo Padura in der ihm eigenen Art analysiert. Padura füge der Gattung Kriminalroman, in dem immer das Gleiche jeweils anders passieren solle, einen Akzent hinzu: War die Depression der klassischen Detektive larviert, im besten Fall hinter Ironie und Sprachwitz verborgen, so sei sie bei Mario Conde spruchreif. Und: Keineswegs wolle Padura dem anderen System hinten hineinkriechen, sonst wäre das Buch nicht auch Paco Taibo II. gewidmet, dem Kriminalschriftsteller, der Mexiko die Leviten gelesen habe ... mehr
Zehn Jahre schickte Andreas Franz Krimi-Manuskripte an alle nur erdenklichen Verlage, ehe 1996 sein Erstling "Jung, blond, tot" vom Lektorat des "Droemer Knaur Verlags" angenommen wurde. Mittlerweile finden sich die Franz-Werke auf den Bestsellerlisten. Sein neunter Taschenbuch-Krimi, ist der erste einer geplanten Serie, in der der beamtete Fahnder Brandt und sein geliebtes Offenbach Held und Schauplatz sind. Auch dieser Krimi verkaufe sich "außergewöhnlich gut". Die "Frankfurter Rundschau" vom 25.05.2004 berichtet ....mehr
Würde uns die Realität interessieren, müssten wir uns fragen, wie viele weibliche Kommissare es im wirklichen Leben eigentlich gibt. Doch an dieser Stelle interessiert uns die Realität nicht, wir wenden uns dem Fernsehen zu, und stellen glücklich fest: Die Gleichberechtigung im Berufsleben ist vollzogen. Ein Beitrag von Birgit Warnhold zur Verfilmung des Buches "Untreu" von Christa von Bernuth ...mehr
Der in Biel wohnhafte Schriftsteller Peter Staub legt mit "Hudere-Waser. Ein Thriller aus Olten" (Verlagsgenossenschaft edition8) ein spannendes Erstlingswerk vor. Hintergrund des Kriminalromans sei der "Schnüffelstaat" Schweiz, meldet das "St.Galler Tagblatt" am 24.05.2004...mehr
Die schriftstellerischen Qualitäten der Mendener Krimi-Autorin Kathrin Heinrichs hätten auch die Experten im Siegerland überzeugt: Mit Kajo Böhler teile sie sich den mit 5000 Euro dotierten Literaturpreis "vo pa" der Volksbank Siegerland, meldet die Mendener Ausgabe der "Westfalenpost" vom 24.05.2004. Ende September soll auch der neue SauerlandKrimi von Kathrin Heinrichs auf den Markt kommen ...mehr
Seine Fans verehren James Ellroy als den "Höllenhund der Kriminalliteratur",
und tatsächlich heult er auf manchen seiner Lesungen wie ein Kojote. Gerne erschreckt er das Publikum mit deftigen Bemerkungen. Ellroy liebt es, den Clown zu spielen. Humor andererseits ist nicht das Element, das seine Romane auszeichnet – im Gegenteil: Seine Prosa ist grimmig und albtraumhaft, erschreckend gewalttätig und delirant. Seine Figuren sind obsessiv wie Ellroys Schreibe selbst. Der Berliner Autor Matthias Penzel hat James Ellroy im Frühjahr 2002 in London getroffen und für "kaliber. 38" in seinem Artikel "Ein amerikanisches Missgeschick" porträtiert. Darüberhinaus gibt es nun auf der James-Ellroy-Seite bei den Kollegen von "kaliber. 38" in den Autoren-Infos eine frische bio-bibliographische Skizze mit dem Titel "Ein langer Weg nach Kansas City"
Er gehört nicht zu den sonntäglichen "Tatort"-Süchtigen, auch andere der zahlreichen, ja kaum noch überschaubaren Krimi-Serien in allen TV-Programmen haben sein Interesse nicht. Ebenso wenig kann er heute ein literarisches Vergnügen an der Lektüre von Kriminalromanen finden, und um neue Romane und Erzählungen macht er einen Bogen, wenn schon der Klappentext "kriminalistische Spannung" verspricht. Die Rede ist von Wolfram Schütte, der im Magazin "Titel" von einer wahrhaft kriminalen Geschichte erzählt: "Ich erwähne das alles nicht, um mich einer snobistischen Abneigung zu rühmen oder mich über Liebhaber des Kriminalromans, deren berühmte Autoren mir namentlich durchaus geläufig sind, naserümpfend zu erheben. Ganz im Gegenteil. Ich will eher von einem "Kriminalroman" berichten, der mich auf Anhieb elektrisiert hat – als hätte ich ihn gelesen und habe ihn doch nur selbst ausphantasiert." ...mehr
In der Osterstraße in Berlin liest Leonardo Padura aus den ersten beiden Teilen seiner Krimi-Tetralogie "Havanna-Quartett" (Unionsverlag metro), die ein eindrucksvolles, nicht-folkloristisches Psychogramm des postrevolutionären Kuba zeichne, meint Theo Bruns in der "taz" vom 24.05.2004. Der Krimi werde bei Padura zum Medium einer subtilen Gesellschaftskritik, die auf die Alltagsverhältnisse des postrevolutionären Kubas ziele und seismographisch die Erschütterungen des gesellschaftlichen Erdbebens registriere, das die 90er Jahre prägte ...mehr
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Am 25. Mai 1927 wird Robert Ludlum in New York City geboren
(†12. März 2001). Im Alter von 14 Jahren verließ er sein Zuhause und wollte zur Bühne gehen, wurde aber von seiner Mutter zurückgeholt. Drei Jahre später ging er dann zunächst zum Militär und begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Schauspielerkarriere. Trotz seines Erfolges am Theater und im Fernsehen und auch als Produzent, beschloß er mit vierzig, diese Karriere an den Nagel zu hängen und studierte Kunstgeschichte.
Im Alter von 44 Jahren veröffentlichte er nach 18 Monaten Arbeit das Buch "Das Scarlatti-Erbe" und katalputierte sich damit in die Bestsellerlisten, in die er mit fast jedem neuen Buch gelangte: er verkaufte (auch unter dem Pseudonym Jonathan Ryder) mehr als 20 Millionen Bücher, seine Romane wurde verfilmt und in über 40 Sprachen übersetzt. Den Höhepunkt seiner schriftstellerischen Leistung (die nie unumstritten war) erreichte er nach Meinung vieler Kritiker mit seiner Jason-Bourne-Trilogie. Bis zu seinem Tod lebte Robert Ludlum mit seiner Frau Mary und seinen Kindern in Florida und Connecticut.
Infos und Bibliographie bei krimi-couch.de, Heyne Verlag, wikipedia.de, Robert-Ludlum-Fan-Board, ZDF (Frank Baloch), www.filmrezension.de, krijasto.sci.fi. (engl.), ludlumbooks.com (engl.)
Ob sie der viktorianischen Enge überdrüssig geworden sei oder schlichtweg etwas Neues ausprobieren wolle – Anne Perry habe das 19. Jahrhundert verlassen, erkennt Petra Pluwatsch im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 22.05.2004. "Noch sind die Gräber leer" (Lübbe), der jüngste Roman der englischen Krimiautorin, spiele kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges und habe – außer seinem spannenden Plot – wenig gemeinsam mit den plüschigen Historienkrimis, die sie seit 25 Jahren in Serie produziert habe ...mehr
Er kopiere die Abenteuergeschichten der Groschenhefte, und der Stoff beherrsche seinen Schöpfer Nicholas Christopher zuweilen derart, dass sein eklektischer Roman "Franklin Flyer" (Klett-Cotta) kaum zu unterscheiden sei von den Kolportageromanen der dreißiger Jahre, meint Manuel Karasek in der "netzeitung" ...mehr
In "Die Zeit" No. 22 vom 19.05.2004 werden diverse kriminelle Leckereien offeriert. Empfohlen werden Bücher von Rafael Reig (Überall Blut), Hans Werner Kettenbach (Kleinstadtaffäre), Manuel Vázquez Montalbán (Der letzte Bolero) und Susanne Ayoub (Engelsgift) ...mehr
Offenbar wirke das Etikett "Krimi" immer noch so abschreckend, dass man zuweilen lieber darauf verzichte, meint Kolja Mensing in der Kolumne "crime scen" im "tazmag" vom 22.05.2004 . Der "Antje Kunstmann Verlag" habe dem Debütroman "Dunkelkammer" seiner schottischen Autorin Louise Welsh darum einen Klappentext verpasst, in dem erst einmal nur von einem "elegischen, eleganten und atmosphärischen Buch" die Rede sei. Wenn an versteckter Stelle doch das böse Wort falle, dann nur mit Einschränkung. "Dunkelkammer", erfahre man, sei ein "Thriller, dessen Faszination auf seiner literarischen Qualität gründet" ...mehr
Georges Simenon lernte Ian Fleming in Lausanne kennen. Jahre später, Fleming war schon verstorben, machte sich Frederick Sands auf, um Simenon zu dem Bond-Erfinder zu interviewen. Die beiden Schriftsteller hatten sich in einem Gespräch näher kennengelernt und über ihre Arbeit gesprochen. In dem Interview bekennt Simenon freimütig, dass er nichts von Fleming gelesen hätte, während Fleming schon in frühen Jahren Simenons Werke im französischen Original gelesen hatte. Ein Beitrag bei "maigret.de" ..mehr
"Wenn mich jemand verurteilen würde, einen Monat lang nur Krimis zu lesen, wäre dies heute für mich eine Tortur. Wenn Sie aber als Neun- oder Zehnjähriger Ihren ersten Agatha-Christie-Krimi lesen, dann geht für Sie eine neue Welt auf. Wenn Sie dann fünf oder sechs von den Schmökern hintereinander weggefressen haben, begreifen Sie langsam, wie der Hase läuft. Das ist ein Systemgenuss ganz besonderer Art.", sagte Georg Klein in einem Interview mit dem Magazin "Titel" auf die Fage, wie es käme, dass sich bei ihm die Gattungen vermischten ...mehr
Wo soll das nur enden? Wird es denn nie aufhören, dass aus diesem Land ein Krimi nach dem anderen zu uns kommt? So sind wir Henning-Mankell-Fans geworden und Fans von Hakan Nesser. Wir haben Ake Edwardson schätzen gelernt und danach Kjell Eriksson. Und nun steht Arne Dahl vor unserer Tür und verlangt, dass wir seine Bücher ins Regal stellen nachdem wir sie vorher verschlungen haben, selbstverständlich. Frank Keil-Behrens hat für das Magazin "Titel" den Roman "Falsche Opfer" (Piper) von Arne Dahl gelesen und macht auf einige wesentliche Unterschiede in den Romanen Dahls und Mankells aufmerksam ... mehr
Gibt es den perfekten Mord? Jeffrey Archer glaubt daran, und seine zwölf in dem Buch "Der perfekte Dreh" (Bastei Lübbe) aufgelisteten Kurzgeschichten sollen diese Überzeugung unterstützen. In fast allen seinen "Fällen" sollen mehr oder minder ausgeschmückte reale Geschichten den Anreiz geliefert haben, meint Claudia Sieckmann-Schimanski am 19.05.2004 im "ZDF". Dennoch, nicht alle in dieser Sammlung vereinten Kurzgeschichten scheinen in ihrer (theoretischen) Umsetzung am Ende schlüssig ... mehr
Martin Schüller gerät in Rage. "Ich kann nicht einsehen", sagt der Krimiautor empört, "dass ich an meinem Buch nichts verdiene". Für das letzte hat der Kölner ein Jahr gearbeitet – 10 000 Euro flossen dafür von dem kleinen Kölner "Emons Verlag" auf sein Konto. Und das, obwohl der Krimi mit 10 000 verkauften Exemplaren als Erfolg gelten kann. Als Nachttaxifahrer habe er dreimal mehr eingenomme. Ein Bericht zur Lage der Schriftstellerexistenz in der "Märkischen Allgemeinen" vom 22.05.2004 ...mehr
Oberstaatsanwältin Gabriele Wolff sitzt hinter ihrem Schreibtisch. Es ist ihr privates Arbeitszimmer unterm Dach ihres alten Hauses in Neuruppin.
An allen Wänden stehen Bücherregale, überall alte Möbel. Modern wirkt in dem gemütlichen Raum nur der Flachbildschirm auf dem Schreibtisch. Hier schreibt Gabriele Wolff Kriminalromane – nachts, nach ihrer täglichen Arbeit als Beamtin in der Staatsanwaltschaft Neuruppin.Das Experiment Büro-Krimi sei gelungen, schreibt Jens Blankennagel in der "Berliner Zeitung" vom 24.05.2004. Gabriele Wolff habe mit "Das dritte Zimmer" (Haymon Verlag) einen packenden Polit-Thriller geschrieben – der auf die üblichen Effekte verzichte und seine Spannung aus der Glaubwürdigkeit der Story gewinne ...mehr
Seit jetzt 50 Jahren bringt der FBI-Mann Jerry Cotton die Gangster dieser Welt zur Strecke, meldet der "EXpress" am 21.05.2004. Zum Jubiläum gab es am 21. Mai (Freitag) beim Kauf eines EXPRESS in Köln oder Bonn einen kompletten Jerry-Cotton-Krimi gratis mit dazu. ...mehr
Kommissar Brunettis Fälle werden bald schneller verfilmt, als die Amerikanerin Donna Leon schreibt. Gut ist das nicht, findet Tilmann P. Gangloff in "Die Welt" vom 24.05.2004. Weil Donna Leon nur einen Brunetti-Roman pro Jahr schreibt, die ARD aber auch weiterhin zwei Filme pro Jahr drehen möchte, verhandelt Produzent Nico Hofmann zurzeit mit dem Zürcher "Diogenes-Verlag". Er will erreichen, dass sich deutsche Autoren eigene Fälle für Brunetti ausdenken dürfen ...mehr
Sie lebt seit gut 25 Jahren in der Lagunenstadt. Sie liebt Händel und bringt einmal im Jahr Menschen um. Literarisch. Und erfolgreich. Dabei ist Donna Leon nicht nur eine unverbesserliche Moralistin, sondern auch noch ein höchst friedlicher Mensch. Von einem Besuch bei Donna Leon in Venedig, der glücklichsten aller Krimiautorinnen, berichtet Elmar Krekeler in der "Berliner Morgenpost" vom 22.05.2004 ...mehr
22. Mai
Am 22. Mai 1859 wird Arthur Conan Doyle in Edinburgh geboren († 7. Juli 1930 in Crowborough, Sussex). Er veröffentlichte die Abenteuer des Sherlock Holmes und dessen Freundes Dr. Watson. Bekannt ist auch sein Roman Lost World (Verlorene Welt).
Doyles Vater, ein irischstämmiger Beamter aus Aristokratischem Hause, ließ ihn Medizin in Edinburgh studieren. Mit 28 Jahren (1859) veröffentlichte er die erste Geschichte des Detektivduos "A Study in Scarlet" (dt. Eine Studie in Scharlachrot). Mit dem Jahr 1891 kann er sich durch die Schriftstellerei finanzieren. Nunmehr veröffentlicht er Kurzgeschichten seiner beiden Protagonisten im "Strand Magazine". Obwohl er 1893 mit einem Sammelband namens "Sherlock Holmes' Memoires" (dt. Die Memoiren des Sherlock Holmes) den Helden beim Kampf gegen seinen Widersacher sterben lassen will, bewegt ihn die aufgregte Leserschaft zu weiteren Geschichten. (Info: Wikipedia)
Info bei krimicouch.de, epilog.de, Projekt Gutenberg, ORF.at, ZDF, baskerville.de , Doyle Society (engl.) , sherlockian.net (engl.) , Doyle Literary Estate http://221bakerstreet.org/ (engl.) , bakerstreet.org (engl.) .
20. Mai
Am 20. Mai 2004 wäre die englische Krimiautorin Margery Allingham
100 Jahre alt geworden. Sie veröffentlichte ihr erstes Buch, einen Abenteuerroman im Alter von neunzehn Jahren. Vier Jahre später heiratete sie den Künstler Philip Youngman Carter, der den Umschlag ihres ersten Buches gestaltet hatte (er vollendete nach ihrem Tod den Roman "Cargo of Eagles"). Berühmt wurde sie mit ihren insgesamt 20 Kriminalromanen um den höflichen Detective Albert Campion, von dem manche behaupten, er sei eine Karikatur von Dorothy Sayers' Krimiheld Lord Peter Wimsey. Heute gilt Margery Allingham wegen ihrer subtilen Erzählkunst, ihrem Witz und ihrer ungewöhnlichen Erfindungsgabe zu den großen Autorinnen klassischer englischer Kriminalromane. Margery Allingham starb am 30.6.1966 in Colchester, Essex. (Info: Random House)
Info bei hinternet.de, toms krimitreff, kaliber. 38, maigret.de, www.margeryallingham.org (engl.), allingham.archive .
Befragung Horst Eckert
Ihren inzwischen recht bekannten Fragebogen haben Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka diesmal nach Düsseldorf transportieren
lassen. Und Horst Eckert hat alle Fragen mit viel Lust und Laune beantwortet!
Er
debütierte 1995 mit "Annas Erbe" als Kriminalschriftsteller. In kurzer Abfolge erscheinen 6 weitere Krimis im Dortmunder Grafit Verlag mit Figuren wie Benedikt Engel, Ella Bach und Bruno Wegmann aus dem Düsseldorfer Polizeipräsidium ("Die Festung"). Eckerts Kriminalromane sind dem Genre police procedurals zuzurechnen und zeigen Korruption und Filz in Politik und vor allem bei der Polizei auf ... ... mehr
Bevor der Mai vorübergerauscht ist, sei noch auf das Special hingewiesen, das der Verlag "Random House" just in diesem Monat dem Buch "Die Nacht der Sirenen" (Blessing Verlag) von Alan Furst gewidmet hat. Da wir von den Alligatorpapieren ja ausgewiesene Anhänger dieses Autors sind, können wir bedenkenlos den Verlag zitieren und nur auffordern, sich diesem Autor zu nähern, der mit beeindruckender Konsequenz seinen Weg jenseits der Marktschreierei und billiger Effekte geht. "Halb Frankreich von den Deutschen besetzt, Polen versklavt, London in Flammen – so skizziert Alan Furst das Europa im Jahr 1940 mit wenigen, präzise geführten Strichen. Auch mit seinem neuesten Roman bleibt Furst seinem Credo treu, den Millionen Wörtern, die über den Zweiten Weltkrieg geschrieben wurden, nur die hinzuzufügen, die unbedingt notwendig sind, und stellt erneut einen historischen Spionagethriller von beispielloser Intensität vor." ... mehr
Nicht ganz aktuell sind die Krimitipps aus der "Stuttgarter Zeitung" vom 02.04.2004, aber wir sind ja froh, wenn wir die zwar kurzen, aber kenntnisreichen Empfehlungen von Thomas Klingenmaier überhaupt in der Stuttgarter finden. Besprochen werden Bücher von Stefan Slupetzky, Michael Dibdin, Giorgio Scerbanenco, Leo Malet und Philippe Segur ... mehr
Cora Stephan ist promovierte Politikwissenschaftlerin und Historikerin. Unter dem Pseudonym Anne Chaplet schreibt sie Kriminalromane. Sie wohnt in Frankfurt am Main und in Südfrankreich und veröffentlichte mit "Schneesterben" ihren fünften Roman mit Karen Stark und Paul Bremer. In der Sendung "Bilderbogen" des "Hessen Fernsehens" am 19.05.2004 wird die Autorin um 21:15 Uhr vorgestellt.. mehr
In seinen Brenner-Romanen habe Wolf Haas einen Stil geschaffen, den man spätestens nach zwei Sätzen als Haassche erkenne und die anfänglich durchaus gewöhnungsbedürftig seien, meint Andreas Wirthensohn im "Zofinger Tagblatt" vom 19.05.2004. Ohne dessen Abschweifungen wären die Brenner-Geschichten schnell erzählt und vor allem nicht das, was sie seien: ebenso komische wie todtraurige Erzählungen von Menschen, die trotz allem wild dazu entschlossen seien, aus ihrem nicht gerade berauschenden Leben das Beste zu machen ... mehr
Zwei Krimis ("Hard Cut", "Tiefenschärfe") hat Dolly Buster geschrieben, weshalb sie vor einem Jahr dem "Syndikat" beitrat. Mit dem Syndikat will Dolly jetzt aber nichts mehr zu tun haben: Sie hat ihre Mitgliedschaft gekündigt, meldet der Düsseldorfer "Express" am 17.5.2004. Mangelnde Rückmeldung, fehlende Termine seien die Gründe, im Verband herrsche Chaos, sagte sie der Boulevardzeitung, was Horst Eckert, der Sprecher zurückweist: Das "Syndikat" könne keine Plattform für eigene Werbezwecke sein und: Dass im "Syndikat" Chaos herrsche, weist er von sich: "Das dementiere ich." ... mehr
So heißt die Rubrik in der "taz" vom 18.05.2004, in der Kolja Mensing neue Bücher kurz bespricht. Wieder sind ein paar Bücher des Genres dabei, zum Beispiel "Kleinstadtaffäre" (Diogenes) von Hans Werner Kettenbach "das wie die meisten von Kettenbachs Büchern eher lose mit dem Genre der Kriminalliteratur verbunden ist."
Patrick Bomans Buch "Josephat Peabody geht fischen" (Zebu Verlag) bekommt Sonderlob: Die Ankündigung einer "literarischen Weltreise in Romanen, biografischen Texten und Reportagen" klinge zwar etwas bieder, aber dafür sei eines der beiden Bücher, die bereits in der Reihe "zebu crime" erschienen sind, ganz großartig ... mehr
Nicht, das wir die Grenzen des Genres unnötig erweitern wollen, um Paul Auster zu einem Autor dieser Gattung werden zu lassen. Lesen Sie einfach, was die "Neue Zürcher" mit ihm besprochen hat, wenn es Ihnen gefällt, ist es gut, wenn nicht auch. Mit seinen verschachtelten Romankonstruktionen sei Paul Auster zum Kultautor geworden, schreibt die "NZZ" als Einleitung. Im Gespräch mit Irene Binal äussert er sich über das Spiel mit Realität und Fiktion, über die Rolle Amerikas unter der Bush-Regierung in einer immer komplexeren Welt und über die Verantwortung des Autors, bei der Wahrheit zu bleiben ... mehr
Ein Plädoyer für das Niedrige und das Erhabene, für den Kulturkampf und für Wolf Haas hielt Franz Schuh in der Ausgabe 18 der Zeitschrift "Kolik", in der er die Frage "Was ist die Moral des Kriminalromans?" zu beantworten versucht und auch feststellt,daß der Kriminalroman eine der seltenen Gattungen sei, die als Kunst kommerziell und die als Kommerz Kunst sein könne ... mehr
In der Sendung "Russische Nacht" am 21. Mai 2004 um 00:15 bei "VOX" wird auch ein 24 minütiger Beitrag über Alexandra Marinina ausgestrahlt: "Eine Frau, die weiss wovon sie spricht" ... mehr
Ein Relaunch beim Onlineauftritt des "Hessischen Rundfunks" sorgt für mehr Überblick. Zum Beispiel über die Krimiabteilung mit Besprechungen: als Gesellschaftsporträt mittels Krimi wird Leonardo Paduras Roman "Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) empfohlen. Über Urs Schaubs Buch "Tanner" (Pendo) erfährt man, daß es eigentlich ein Krimi aus Versehen sei ... mehr
Ex-Porno-Star und Krimiautorin Dolly Buster hat "Das Syndikat", die Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, wieder verlassen, meldet die Nachrichtenagentur "ddp". "Syndikat"-Sprecher Horst Eckert sagte am Montag auf ddp-Anfrage in Düsseldorf, Buster sei ohne Begründung ausgetreten. Streit habe es aber nicht gegeben, betonte er ... mehr
Was wir über den sogenannten Schundroman noch nicht gewußt haben, oder: "Die schwere Kunst der leichten Unterhaltung." Der "Bastei Verlag" und die Ursula-Lübbe-Stiftung luden ins "Haus der Geschichte" nach Bonn zu dem Symposium "Die schwere Kunst der leichten Unterhaltung". In drei Podiumsdiskussionen, denen jeweils ein Walter-Benjamin-Zitat zugeordnet wurde, sollte dieses spezielle Genre der Volksliteratur beleuchtet werden. Stefan Becht war live dabei und berichtet im Onlinemagazin "evolver" über die Veranstaltung ... mehr
Mit einer Gefängnispastorin als Ermittlerin lege Helena von Zweigbergk ein bemerkenswertes Krimi-Debut vor, schreibt Barbara Wegmann im Magazin "Titel". Der Roman "Was Gott nicht sah" (Krüger Verlag) der Stockholmer Autorin, ihr erster Krimi mit der Gefängnispfarrerin Ingrid, sei genial angelegt: Thriller auf Psycho-Ebene, gleichzeitiges Aufarbeiten eigener Persönlichkeits-Defizite, dazu noch der eigene, ins Wanken geratende Glaube angesichts unbeschreiblicher Verbrechen und brutaler Gewalt... mehr
Natürlich arbeite Friedrich Dürrenmatt mit "Der Verdacht" (steinbach sprechende bücher) bewusst gegen die Stilmittel des Kriminalromans, habe er sich doch aus rein finanziellen Gründen für dieses Genre entschieden, meint Christoph Pollmann in seiner Besprechung der Hörbuchfassung des Kriminalromans. So sei eine gewisse Hassliebe, ein Verfremdungswunsch und ein Verfremdungswille durchaus zu verstehen. Dazu komme eine kantige Konzeption der Hörspielbearbeitung, die aber durch überragende Sprecher ausgeglichen worden sei ... mehr
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Die Sendung vom Sonnabend, 15. Mai 2004 im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Firmen-Bestatter" ist jetzt auch per PC abrufbar oder im "Tagesspiegel nachzulesen.
Arbeitsplätze vernichten, Firmen plattmachen kann man ganz legal,
sogar gesponsort von der Bundesagentur für Arbeit.
Oder in Form organisierter Kriminalität, der schwer beizukommen ist.
Wie geht das, wer sahnt da ab, wer bleibt auf der Strecke? ... Inforadio/Archiv
Textarchiv im "Tagesspiegel"
Zugegeben, die Alligatorpapiere sind doch recht buchlastig ausgelegt. Doch manchmal muß man dieses favorisierte Medium verlassen und es gibt keinen besseren Anlaß als diesen: auf einen Artikel in der "Neuen Zürcher" von heute hinzuweisen, der einem ganz Großen seines Gewerbes gewidmet ist – Jean Gabin, dessen Geburtstag sich am 17. Mai nun zum 100. Mal jährt, jenem "Prototyp des kraftvollen und dabei melancholischen Kerls aus dem Volk". Michael Wenk würdigt ihn ... mehr
Mit ihrem Roman "Dunkelkammer" (Verlag Antje Kunstmann) habe Louise Welsh einen formidablen und zumeist kongenial übersetzten Krimi über die schrillen und dunklen Seiten von Glasgow geschrieben. Nur die finalen Enthüllungen kämen zu schnell und wirkten ein wenig glatt im Vergleich zum Rest des Romans, der genüsslich und langsam einen irritierenden Sog entfalte, meint Thomas Wegmann in "Der Tagesspiegel" vom 16.05.2004. Doch komponiert habe die Autorin das Ganze sehr fein und sie erkläre alles nur einmal, was in Krimis selten sei ...mehr
In Fragebögen kennen wir uns bei den Alligatorpapieren ja inzwischen aus (siehe die Befragungen). Die 25 Sonntagsfragen, die von der "Berliner Morgenpost" an Jan Seghers/Matthias Altenburg gestellt worden sind, erscheinen dennoch gewöhnungsbedürftig. Aber wir entnehmen dem Gespräch, das Matthias Altenburg als Jan Seghers am zweiten Fall von Hauptkommissar Robert Marthaler arbeitet und daß er sich derzeit sehr stark mit Marcel Proust beschäftigt. Ob das auch etwas mit Marthalers zweitem Fall zu tun hat, bleibt offen ... mehr
Krimi-Autor Peter Höner tanzt im Roman "Wiener Walzer" (Limmat Verlag) nicht im musikalisch reinen Dreivierteltakt, meint Susi Hofmann im "Zürcher Oberländer" vom 16.05.2004: Im Schlafwagenabteil des Euronight 467, mit Namen "Wiener Walzer", soll auf der Fahrt nach Österreich ein Mord passieren. Während eines exklusiven Dinners in der Villa Antique in Uster las der Schriftsteller Passagen aus seinem neusten Buch. ... mehr
Rund 1200 Nachwuchsstudenten besuchten am Samstag die Vorlesung der Literaturwissenschaftler der Uni Mainz, um zu lernen, wie ein Krimi geschrieben wird, meldet die "AZ" vom 17.05.2004. Um den Kindern die verschiedenen Elemente einer Kriminalgeschichte zu veranschaulichen, setzten Studenten des Deutschen Instituts einen Beispielkrimi (geschrieben von Theresa Kost) szenisch um ... mehr
Für die ersten 150.000 verkauften Exemplare seines Thrillers "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) erhielt Frank Schätzing eine goldene Ausgabe durch den Verlagsleiter Helge Malchow, meldete der "Buchmarkt" am 14.05.2004. Die Erfolgsgeschichte geht aber weiter: im August erscheint die vom Autor selbst gelesen Audioversion, über die Filmrechte wird verhandelt und Lizenzen sind in die USA, England, Italien, Spanien und die Niederlande verkauft worden ... mehr
Auch in seinem dritten Kriminalroman um den Pekinger Ex-Polizisten Shan sei es Autor Eliot Pattison meisterhaft geglückt, den Kampf der Tibeter um das, was ihnen heilig ist, mit einem spannenden Kriminalfall zu verknüpfen, schreibt Cornelia Schäfer in ihrer Besprechung für die "Deutschen Welle". Während er die Wahrheit hinter zwei Morden ergründen lasse, entfaltee er zugleich ein bewegendes Panorama der tibetischen Landschaft und der in ihr lebenden Bauern und Nomaden und deren Spiritualität ... mehr
Die "Berliner Morgenpost" vom 15.05.2004 bespricht den Roman "Schreiber und der Wolf" (Grafit) von Werner Schmitz . In einer Glosse der "taz" vom 17.05.2004 werden die ersten Zeilen des Krimis veöffentlicht, den Gerhard Schröder (SPD) mit dem Krimiautor Henning Mankell "über George Bush, die USA und den Irakkrieg" schreiben will, wie er am Samstag bei "Sandra Maischberger" gestand.
Die "Westfälische Rundschau" vom 16.05.2004 berichtet über eine Krimi-Schreibwerkstatt , die "Grafit"-Autor Reinhard Junge in der Kamener Realschule geleitet hat. Und die "AZ" in Mainz meldet einen Kinderkrimi-Vorlese-Vormittag , an dem Jo Hartwig und Ulrike Leistenschneider aus ihren Büchern vorlasen.
Montalbano weigert sich. In einer Welt der sadistischen, sinnlosen, rational nicht erfaßbaren Grausamkeit fühlt er sich fehl am Platz. Er geht zu einer Telefonzelle – »wundersamerweise« funktioniert der Apparat – und ruft den Autor an.
Eine pirandellianische Situation, im literaturgeschichtlichen Kontext vor hundert Jahren wohl avantgardistisch, heute nur noch ein netter Gag, meint Leopold Federmair in seinem Aufsatz "Und dann ist der Erzähler ding. Über die Sprache zeitgenössischer Kriminalromane", den wir Ihnen empfehlen dürfen. Andrea Camilleri und seine Verankerung in die sizilianische Volkskomödie ist eines der Themen und Wolf Haas, bei dem die Aufmerksamkeit für die Poetik der Umgangssprache einher gehe mit der Verwurzelung im Bereich der sprachbewußten Avantgarde. Ein anspruchsvoller und kenntnisreicher Beitrag eines sehr interessanten Autors ... mehr
Andrea Fischer hat sich in ihrer Kolumne "Ein Fall für Fischer" im Berliner "Tagesspiegel" vom 16.05.2004 mit "Wein und Schein" beschäftigt. Und bei solchen Themen landet man im Genre zwangsläufig in Österreich, und zwar im Weinviertel, wo Alfred Komarek einen gewissen Polt auf die Straße schickt. Andere Krimiautoren stilisieren ihren Ermittler zum frivolen Helden, weil er die Regeln missachte, die sich die Gesellschaft aus gutem Grund gegeben habe, meint Andrea Fischer. Komareks Simon Polt zweifele und suche und man spüre, dass Gerechtigkeit eine schwere, ernste Sache sei ... mehr
Bei der im Durchschnitt dürftigen Qualität der Bücher, die im Bereich Kriminalliteratur in den letzten Jahren erschienen sind, sei es kein Wunder, dass immer mehr junge Menschen meinen, selbst einen Krimi verfassen zu können respektive zu müssen, meint "kaliber.38". Nun zeigten sich viele dieser Autoren den Fakten gegenüber erschreckend gleichgültig und lieferten ausgerechnet in dem Genre, dass per definitionem nach einem realistischen Unterboden schreit, garantiert realitätsfreie Werke ab. Korrekturen durch ein sachkundiges Lektorat fänden nicht statt. "Ost Highway" (Rowohlt Berlin) ein schlanker Roman von Stefan Maelck, sei für diese Tendenz ein gutes Beispiel. Warum, fragt sich Thomas Wörtche in seinem Artikel "Der Fluch des Krimis", müsse ein Realitätsflüchtling wie Maelck ausgerechnet einen Kriminalroman schreiben? ... mehr
Kalender
15. Mai
Am 15. Mai 1926 wurde Richard Hey in Bonn geboren und wuchs in Greifswald/Pommern
und in Frankfurt/Main auf. Er lebt heute als freier Autor und Regisseur in Berlin. Nach dem Krieg studierte er zunächst Geschichte, Germanistik und Musik, brach dann aber das Studium ab und arbeitete als Film-Regieassistent, Musikkritiker und Journalist. Er schrieb Hörspiele, Theaterstücke, Filmdrehbücher und Prosa und verfaßte auch (Kriminal-)Romane. Als "Krimi-Erstling" von Richard Hey gilt - nach verschiedenen Hörspielen – der 1973 erschienene Roman "Ein Mord am Lietzensee", in dem Hey zum ersten Mal die Figur der Berliner Kommissarin Katharina Ledermacher ("die Ledermacherin") auftreten ließ.
1997 erhielt er den "Ehrenglauser" der Krimiautorenvereinigung DAS SYNDIKAT für seine Verdienste um den deutschen Kriminalroman.
Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Revonnah Verlag , Rede zum Ehrenglauser , Leseprobe "Engelmacher & Co." (pdf) , Zu den Hörspielen von Richard Hey
Am 15. Mai 1996 stirbt Heinz Werner Höber in Berlin (*1931 in Bärenstein/Fichtelgebirge).
Nach der Vorlage anderer Autoren schuf er die grundlegende Struktur der Heftroman-Serie "Jerry Cotton", als deren Erfinder er später oft bezeichnet wurde. Besonders die Detailgenauigkeit der Schilderungen von Örtlichkeiten und Polizeiarbeit gehörten zu den Errungenschaften, die Höber in die Serie einbrachte.
Neben zahlreichen Cotton-Heften schrieb Höber auch Western- und Liebesromane für die Heftproduktion, bis er sich wegen eines Streites um die Abgeltung der Rechte mit dem Verlag überwarf und einen Rechtsstreit begann. Ausführliche Schilderungen dazu finden sich in der Biographie "Der Mann, der Jerry Cotton war" von Jan Eik.
1990 wurde H.W. Höber für seinen Roman "Nun komm ich als Richter" (rororo) mit dem "Glauser" des SYNDIKATES ausgezeichnet.
Zugleich erhielt er den "Ehrenglauser" für langjährige Verdienste um die Kriminalliteratur – mit der Auszeichnung sollte besonders seine Arbeit im Romanheftbereich gewürdigt werden. (Text: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren – Internet-Edition)
Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Jan Eik über H.W. Höber , Wiener Zeitung über H.W. Höber , WDR über Jerry Cotton und H.W. Höber , H.W. Höber und Alkohol .
Am 15.Mai.1954 stirbt Norbert Jacques in einem Koblenzer Hotel an Herzversagen (* 06.06.1880 in Luxembourg-Eich). Er studierte in Bonn, wurde Journalist in Hamburg und später freier Schriftsteller.
Er schrieb Reise- und Abenteuerromane, Novellen und Reisereportagen und erlangte mit seiner Schöpfung des genial-wahnsinnigen Superverbrechers "Dr.Mabuse" in "Dr. Mabuse der Spieler" (1921) schlagartig Ruhm, zu dem besonders die Verfilmung des Stoffes durch Fritz Lang beitrug. Von den Tantiemen leistete er sich mit dem Adelinenhof ein großes Anwesen in Schlachters bei Lindau. Von dort aus unternimmt er fortan zahlreiche Reisen, über die er in mehreren Puplikationen berichtet.
Sein Verhalten im Dritten Reich bleibt umstritten. Die Redaktion von "deutscher tonfilm.de" sagt, im Dritten Reich sei Jacques zunehmend Anfeindungen seitens der Nationalsozialisten ausgesetzt, bleibe aber selbst nach der Emigration seiner Frau und seiner Töchter 1939 in Deutschland. Das Kriegsende erlebe Jacques in seinem Anwesen in Schlachters, wo er im Juni 1945 zum Bürgermeister gewählt werde. Dennoch werde er von der Französischen Militärregierung verhaftet, im März 1946 nach Luxemburg überstellt und im Juli des gleichen Jahres nach Deutschland ausgewiesen, wo er abwechselnd in Schlachters und Hamburg-Großflottbek lebte.
Anders liest sich das im Aufsatz "Reine Blut- und Bodenliteratur?". von Robert Thill. "Er wurde zum Nazi-Barden, nachdem man zuerst noch seine "Limmburger Flöte" in Leipzig verbrannt hatte. Auf Einladung der "Gedelit" unternahm er, nach der Besetzung Luxemburgs, drei Vortragstourneen durch unser Land, die ihn in 17 Ortschaften führten, wo er seine "Heim-ins-Reich"-Parolen verbreitete. Nach dem Krieg verbrachte er vier Monate im Luxemburger Staatsgefängnis, wurde dann ausgewiesen."
(Textauszüge: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren – Internet-Edition & deutscher tonfilm.de)
Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, deutscher tonfilm.de, Bibliographie Uni Saarland, e-salon, Michael Töteberg über das Phänomen Mabuse, Überlegungen zur Literatur in Luxemburg .
Geschaffen hat
er eines jener Massenphänomene, das jedes Kind kennt wie Jerry Cotton oder Nosferatu. Norbert Jacques schrieb "Dr. Mabuse". Eine Ausstellung in der "Saarländischen Universiäts- und Landesbibliothek" beschäftigt sich aus Anlass des 50. Todestages des Autors mit seinem Werk.
Der Romancier, Reise- und Drehbuchautor mit seinerzeit weltweitem Erfolg war einer der letzten in der Reihe jener kultivierten Globetrotter der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der uns durch sein literarisches Werk erst so recht verdeutlicht, welche Farbigkeit, Fülle und Lebensbejahung eine solche Existenz erreichen kann, und damit zugleich: was wir verloren haben.
Die Ausstellung orientiert sich an neun Schwerpunkten aus seinem Leben und Werk. Der Mabuse-Komplex gehört ebenso dazu wie zahlreiche Übersee-Reisen, sein Verhältnis zum Geburtsland Luxemburg oder spezifische Probleme des Berufsschriftstellers. Tonaufnahmen von 1950 und die digitale Wiedergabe eines großen Afrika-Fotoalbums komplettieren den Eindruck vom vielseitigen Weltenbummler.
Die Ausstellung läuft vom 18.5. bis zum 26.6.04 in der "SULB" ... mehr
In Teil 26 von Ilse Aichingers Artikelserie "Schattenspiele" in "Der Standard" vom 14.05.2004 fragt die Autorin: "Hat es Ihnen Spaß gemacht?" Und natürlich geht es bei einer solchen Fragestellung auch um Herrn Hitchcock und Suspense ...mehr
Nun ja, man sollte es ja wohl melden: Herr Bundeskanzler Gerhard Schröder trifft am 15. Mai im Berliner Hebbel-Theater den schwedischen Bestsellerautor Herrn Henning Mankell. Frau Sandra Maischberger moderiert. "ntv" sendet. Und es wird wohl nicht um Schwermut in skandinavischen Krimis gehen ...mehr
Wenn am 19. Mai der Nachlass des berühmten Krimiautors Arthur Conan Doyle versteigert wird, stockt so manchem der Atem: Gibt es ihn wirklich – den alten Fluch? Kurz vor Auktionsbeginn am 19. Mai bei Christie's in London, bei der ein verloren geglaubtes Conan-Doyle-Archiv unter den Hammer kommt, erschüttert ein neuerlicher mysteriöser Todesfall die Gazetten: Umgeben von seinen Plüschtieren, wurde der renommierte Sherlock-Holmes-Experte Richard Lancelyn Green tot in seinem Bett aufgefunden, stellt Andreas Öhler im "Rheinischen Merkur" vom 13.05.2004 fest. ...mehr
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" (um 9:25 und 11:25).
Die Sendung am Sonnabend, 15. Mai 2004 im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Firmen-Bestatter" wird auch per PC abrufbar sein.
Arbeitsplätze vernichten, Firmen plattmachen kann man ganz legal,
sogar gesponsort von der Bundesagentur für Arbeit.
Oder in Form organisierter Kriminalität, der schwer beizukommen ist.
Wie geht das, wer sahnt da ab, wer bleibt auf der Strecke? ... Inforadio/Archiv
Textarchiv im "Tagesspiegel"
Die Hörkrimis von Roger Graf bieten kurzweilige Unterhaltung mit einem skurrilen Typen als Hauptperson, schreibt Klaus Hübner im Onlinemagazin "Titel" in der Besprechung der 6. Folge des Hörbuches "Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney. Ausgabe 6 " (Tudor). Der Erfinder des Philip Maloney, der hartnäckige Vielschreiber Roger Graf, schrieb seit 1989 zweihundertfünfzig Kurzhörspiele, die er auch als Regisseur ununterbrochen für das schweizerische Radio "DRS 3" produzierte" ...mehr
Mit drei Pfeifen bewaffnet las Jacques Berndorf, Autor der bekannten Eifel-Krimis, im voll besetzen Café Wagner in Bad Schwalbach Auszüge aus seinem im November erschienenen Krimi "Die Raffkes" (Grafit), meldet der "Wiesbadener Kurier" am 14.0.5.2004. Von der gleichen Veranstaltung berichtet auch der "Aar-Bote"
Der Roman
"Der Protektor" (Heyne) von David Morrell kommt als Buch daher wie – sagen wir's mal vollmundig – der Film "Armageddon", meint Frank Baloch im "ZDF" am 12.05.2004. Handlung und Figuren seien auf ein Mindestmaß reduziert. Hauptsache, es knalle und krache von Anfang bis Ende. Die Protagonisten seien wie Pappfiguren – zweidimensional, ohne Seele und Hintergrund ...mehr
"Fragen Sie den Experten" empfiehlt das Filmmagazin "Schnitt" ihren ratsuchenden Lesern und leitet weiter zu "Dr. Film",
der dafür zuständig ist, Antworten auf diese Fragen zu finden. Schön, wenn man wieder auf einen Film aufmerksam gemacht wird, den man (ach) damals in dem Kino gesehen hat, das nun schon seit Jahrzehnten einem Tapetensupermarkt gewichen ist. Im Fall des hier schreibenden Redaktörs ist das "Der Gentleman-Zinker" mit Warren Beatty und der Redaktör wundert sich, was von diesem Streifen aus dem Jahr 1966 doch alles im Kopf hängen geblieben ist. Warum das bei den Alligatorpapieren erwähnt wird? Och, nur so, und weil es viele Fragen zu Filmen mit kriminellen Inhalten bei "Dr. Film" gibt ...mehr
Die Mischung aus lauernder Unterwürfigkeit, stets einschaltbereiter Häme und Distanz suchender Bildungsbürgerlichkeit, mit denen der Mensch im höheren Dienst die Aktivitäten seiner
Vorgesetzten belauere, sei selten so scharf ins Auge gefasst worden wie in dem Roman "Das dritte Zimmer" (Haymon Verlag) von Gabriele Wolff, schreibt Tobias Gohlis in "Die Zeit" No. 21 vom 13.05.2004. Das Spiel um die Macht, die Inszenierung von Verdächtigungen und Gerüchten, die Psychologie des mittleren Beamtentums und das omnipotente Gebaren der Vorgesetzten, auch das Los der Frauen dazwischen – das habe Gabriele Wolff glänzend geschildert. Zu Recht habe sie deshalb auf der "Criminale 2004" den "Glauser" für den besten Kriminalroman des Jahres und 5000 Euro in kleinen, nicht nummerierten Scheinen erhalten ...mehr
Die neu gestalteten, jetzt viel übersichtlicheren und extrem schnellen Seiten der Krimibuchhandlung "UFO" in Freiburg präsentieren neben "Roberts Krimitagebuch" (das leider seit dem 23. März beim Oktober 2003 festhängt) traditonell eine Überblick der Neuerscheinugen des Monats. Robert Schekulin fragt sich jeden Monat, welches denn wohl die besten Krimi-Neuheiten, die wichtigsten, interessantesten, vielversprechendsten sind und wählt dann aus dem Neuheiten-Berg, nach bestem Wissen und Unwissen, normalerweise fünf besondere Titel aus. Hier also seine 5 Krimi-Tipps für Mai 2004 ...mehr
Bekannt wurde Hansjörg Schneider als Dramatiker, schrieb dann Romane und nun Kriminalromane. Diese Entwicklung habe etwas mit dem Alter zu tun, sagt Schneider in einem Artiekl des "St. Galler Tagblatts" vom 13.05.2004. Während am Theater die "jungen Genies" das Sagen hätten, könne der Kriminalroman Persönliches aufgreifen, ohne dass dies auffalle. Den schrulligen Figuren des Kleinbasler Nachtlebens, IV-Bezügern, Rentnern, Frauen, die Schneiders Kriminalroman bevölkern, sei er selbst begegnet ...mehr
Der Kriminalroman "Als einer von uns Laura Salinas töten wollte" (Luchterhand) von Benjamín Prado führe nicht nur den Leser, sondern auch die eigenen Protagonisten an der Nase herum. Trotz einiger Schwächen gehöre dieses Buch zu den gelungenen seiner Art, meint Anja Haupt am 11.05.2004 in der "Berliner Literaturkritik" ... mehr
Der Nordische Bücher Bund e.V., ein in Greifswald gegründeter Verein, veranstaltet erstmals in diesem Jahr unter dem Titel "enterhaken" einen Literaturwettbewerb um die beste norddeutsche Kriminalerzählung, meldet die "Schweriner Volkszeitung" vom 13.05.2004. Der Sieger wird im Rahmen des "1. Vorpommerschen Krimifests" am 18. September in Gristow gekürt ...mehr
Kalender
13. Mai
Die englische Schriftstellerin Daphne du Maurier wird am 13. Mai 1907 in London geboren
(†19. April 1989 in Par, Cornwall). Sie wuchs in London und Paris auf, machte 1928 ihre ersten Veröffentlichungen, schrieb Romane und Erzählungen, die sich durch Spannung und psychologische Tiefe auszeichnen. Schauplatz der Handlung ist meist die Grafschaft Cornwall. Daphne du Maurier wurde durch die meisterhaften Verfilmungen von Alfred Hitchcock weltberühmt, sie selbst lebte recht zurückgezogen und schrieb ab 1977 nicht mehr. 1969 wurde ihr von der britischen Königin der Titel Dame erteilt. (Text: wikipedia.de)
Info bei wikipedia.de, cpw.de , Referat von Christian Ruschel / Georg Mannsperger , Wandern durch Cornwall auf den Spuren der Daphne du Maurier .
Der Schriftsteller Jerome Charyn wurde am 13. Mai 1937 in New York als Sohn jüdischer Einwanderer in der Bronx geboren.
1959 Bachelor of Arts cum laude am Columbia College, dann Professuren an verschiedenen Universitäten. Er begann 1973 nach sieben (in Deutschland nicht veröffentlichten) Romanen Kriminalgeschichten zu schreiben, die im jüdischen Emigrantenmilieu der Bronx angesiedelt sind. Mit seinen Romanen um den Cop Isaac Sidel, der es bis zum Vizepräsidenten der USA bringt, hat Charyn einen entscheidenden Beitrag zur Mythologisiserung geleistet. Ein weiterer Klassiker ist seine persönliche Geschichte von Hollywood, der Welterfolg "Movieland". Dazu kommen zahlreiche Romane, Comic-Szenarien, Song-Texte und Essays. Jerome Charyn pendelt zwischen Brüssel, Paris und New York. (Text: Unionsverlag)
Info bei krimi-couch.de.de, Charyn, Sidel und die Bronx-Connection. Von Pieke Biermann , Unionsverlag , www-gewi.kfunigraz Besprechung beim "Aufbau" , Interview centerforbookculture (engl.) , Interview booksense.com (engl.) http://jeromecharyn.com/ .
Auf der "Criminale Niederrhein" wurde Gabriele Wolff für ihren Kriminalroman "Das dritte Zimmer" (Haymon Verlag) mit dem "Friedrich Glauser-Preis" des SYNDIKATs ausgezeichnet. Mit der Preisträgerin sprach Reinhard Jahn über den Preis, das Genre und über die Schwierigkeiten für das "Dritte Zimmer" in einer an schnelldrehender und marktgängiger Ware interessierten Verlagslandschaft einen Verlag zu finden ...mehr
Nach einer kreativen Pause von knapp vier Monaten startet der Heilbronner
"DistelLiteraturVerlag" wieder durch. Und zwar im Mai mit den Krimis "More is less" von Chantal Pelletier und "In der Hitze von Nizza" von Patrick Raynal. ...
Krimivorschau (pdf)
Der Kölner "Emons Verlag" hat seinen Internetauftritt relauncht. Die neue Website ist ab sofort online – übersichtlicher, klarer, kompakter. Und die Startseite ist zugleich ein klares Bekenntnis für regionale Verortung: "Willkommen beim Verlag für neue deutsche Heimatliteratur". Regionalkrimi als Programm: in Kürze erscheint mit dem Titel "Verdammt lang tot" von Martin Schüller der 25. Köln Krimi ... mehr
Einen Aufsatz zum Thema "Sprachwitz bei Wolf Haas" hat Walter Ruprechter in der Nr. 23 der Zeitschrift für Literatur "Kolik" veröffentlicht, in dem er die These wagt, dass die Brennersche Methodologie nichts anderes sei als die Haassche Poetik selbst. Lesen Sie
mehr
Er gilt als eine der großen Ikonen der deutschen Populärkultur, klärt Hartmut Kasper im "Deutschlandfunk" am 07.05.2004 auf. Einer Ikone stehe ihrer Definition gemäß zwar keine Anbetung, wohl aber Verehrung zu, gelte sie doch als gnadenhaftes Abbild eines heiligen Urbildes. Die Ikonenmalerei selbst habe denn auch den Rang einer liturgischen Handlung und sei deshalb einer streng vorgeschriebenen, durch Malerbücher weitergegebenen Typisierung unterworfen. Das sei bei Jerry Cotton nicht anders. Die Jerry Cotton-Romane seien Ich-Erzählungen des Titelhelden ...
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In seinem Buch "Operativer Vorgang Bank Gesellschaft" (Wolbern Verlag) gelänge Hannes Schardow ein umfängliches Bild zum Sachstand Berliner Bankenaffäre. Soweit so etwas in einem solchen Band überhaupt möglich sei, meint Rainer Funke im "Neuen Deutschland" vom 12.05.2004. Und: Wie es sich für Autorennamen von Politthrillern gehöre, handele es sich um ein Pseudonym ...
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An Krimi-Experten, Hobby-Detektive und Nachwuchsautoren im Alter von acht bis zwölf Jahren richtet sich die zweite Vorlesung der Kinder-Uni Mainz. Anschaulich führen die Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Andreas Solbach, Dr. Matthias Bauer und Dr. Yvonne Wolf in die Grundlagen der Kriminalerzählung ein. Höhepunkt der Vorlesung ist ein Mini-Krimi-Schreibwettbewerb in Kooperation mit der "AZ" ...
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Die spanische Schriftstellerin Alicia Giménez Bartlett hat die weibliche Romanfigur Petra Delicado erfunden. Ein Novum in Spanien. Denn Petra Delicado ist in der spanischen Literatur die erste weibliche Polizeiinspektorin und ihre Erschafferin Alicia Giménez-Bartlett avanciert somit zur ersten spanischen Kriminalromanautorin. Und macht ihren männlichen und weitaus bekannteren Kollegen dieser Gattung, etwa Manuel Vázquez Montalbán (Detektiv Pepe Carvalho) oder Andreu Martín – beide in Barcelona ansässig – Konkurrenz. Doch so recht kann sich die Autorin dieses Phänomen nicht erklären. Ein Bericht von Gina Pellarini in der Zeitschrift "Matices" No. 37 ...
hier
In der "Jungen Welt" vom 11.05.2004 kritisiert Jürgen Elsässer den Krimizweiteiler "Heißer Veracht" um die Hauptkommissarin Jane Tennison als antirassistisch und feministisch verpackte Serbenhetze...
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Entsichern Sie schon mal ihren Kugelschreiber, wenn Sie in Landshut und Umgebung wohnen: usammen mit dem Kulturreferat der Stadt Landshut, dem "Literaturcafe im Röcklturm" und dem Schrifsteller Richard Dübell ("Der Tuchhändler" ) veranstaltet "idowa" einen multimedialen Krimi-Wettbewerb. Das heißt: Sie können Kurzgeschichten in Textform genauso erzählen wie als Kurzfilm oder mit Foto- bzw. Zeichen-Collagen. Lediglich die vier Begriffe "pfeifen", "borstig", "Röcklturm" und "Teralitur" müssen darin vorkommen ("Teralitur" ist ein Kunstwort – mal schauen, was Sie draus machen!). Einsendeschluß ist der 30. Juni 2004, die Arbeiten müssen persönlich abgegeben werden ....
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Eine schicke Vierzimmerwohnung im Münsteraner Kreuzviertel muss leider auch als Büro herhalten. Privatdetektiv Wilsberg ermittelt zwischen Dom und Uni, ohne das große Geld gemacht zu haben. Sein Erfinder, der Autor Jürgen Kehrer, führt zur Bewerbung Münsters als Kulturhauptstadt 2010 durch die Stadt seines Schnüfflers. Kai Clement hat ihn für den "WDR" begleitet ...
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Leider nur in der gedruckten Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Jazzthetik" quetscht Harald Justin in dem Artikel "Moodys Mood" den Jazzmusiker und Krimi-Autor Bill Moody über den Fall Chet Baker(s) aus ...
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Wer sich auf Stephan Harborts Statistiken einlässt, könne schnell das Grauen bekommen, meint Christian Ebner im Münchner "Merkur" vom 10.05.2004. Mindestens zehn aktive Serienmörder seien nach Schätzung des Düsseldorfer Hauptkommissars in Deutschland derzeit auf freiem Fuß und könnten jederzeit erneut zuschlagen. Der 40 Jahre alte Kriminalist und Buchautor beschäftigt sich bereits seit mehr als zehn Jahren auch wissenschaftlich mit dem Phänomen von Mordserien mit drei und mehr Opfern seit 1945 in Deutschland. Harborts neues Buch "Ich musste sie kaputt machen" (Droste) unterhalten ist der Anlass für den Artikel ...
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Der TV-Krimi "Flucht vor der Vergangenheit", ein englischer Thriller,der heute Abend an einem versteckten Ort (um 21.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen) gezeigt werde, sei so britisch wie ein Krimi nur sein könne: Dialoglastig, fein gesponnen, von einem Klavierklimperer untermalt, von Minute zu Minute spannender, einfach gut, lobt Joachim Schmitz in der "Osnabrücker Zeitung" vom 11.05.2004. Die Wertschätzung deutscher Sendeanstalten für solche Schmuckstücke bestehe allerdings darin, dass man den Film von Ben Bolt habe vier Jahre alt werden lassen, um ihn nun in einem dritten Programm den Zuschauern mit langem Atem zu servieren. Und den Videorekordern, die sich darüber freuen würden ...
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Vor einiger Zeit haben Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka ihren inzwischen berüchtigten Fragebogen ins Weinviertel geschickt. Und er hat geantwortet, Alfred Komarek, der Erfinder des Gendarmarieinspektors Simon Polt.
Alfred Komarek wurde 1945 in Bad Aussee in Österreich geboren. 1989 erschien Komareks erster Kriminalroman "Polt muß weinen" mit dem archaischen Gendarmarieinspektor Simon Polt und wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Drei weitere Krimis folgten und so runden die vier Polt-Romane mit den vier Jahreszeiten ein Jahr im Weinviertel unweit von Wien ab ... mehr
Hoch schlagen die Wellen im Forum des "bücherfreundes", wo es seit einiger Zeit eine Debatte um die Vergabe der diesjährigen Glauser-Preise und um die Einschätzung der "Criminale" geht. Eine wichtige, manchmal etwas heftige Diskussion findet dort statt, die ein wenig darunter leidet, daß sie von nicht einmal einer Handvoll am Genre interessierten Menschen geführt wird ... mehr
Das Fachmagazin "Buchmarkt" hat ein neues Layout für die Nachrichtenseite bekommen und gleichzeitig die Zugriffsbedingungen geändert. Aktuelle Nachrichten sind weiterhin frei zugänglich, das Archiv ist Abonnenten vorbehalten. Die Printausgabe des Magazins wird im Juni ein Krimi-Special enthalten ... mehr
Kalender
Am 11. Mai 1875 wurde Louis Weinert-Wilton als Alois Weinert in Tepl/Tepla (Nordböhmen) oder Weseritz/Bedruzice geboren († 05.09.1945 in Prag ). Geboren als Sohn einer gutbürgerlichen Familie der k.u.k. Monarchie besuchte Louis Weinert-Wilton die Militärschule in Pola (heute Pula, Jugoslawien) und nahm als Oberleutnant seinen Abschied aus gesundheitlichen Gründen. Er heiratete und arbeitete 1901 als hauptberuflicher Redakteur beim "Prager Tageblatt". Nebenher schrieb er einige Dramen. Später wurde er Chefredakteur des "Prager Abendblattes", und schließlich 1921 kaufmännischer Leiter des "Neuen deutschen Theaters" in Prag.
1929 veröffentlichte er unter seinem Autorennamen "Louis Weinert-Wilton" seine ersten beiden Kriminalromane, 1936 quittierte er
seinen Dienst am Theater und lebte als freier Schriftsteller in Prag. Zwischen 1929 und 1939 erschienen insgesamt elf Kriminalromane von ihm im Leipziger Goldmann-Verlag.
1945 starb Louis Weinert-Wilton im Alter von 70 Jahren in einem tschechischen Lager für Deutsche in Prag.
Weinert-Wilton schrieb in der Tradition von Edgar Wallace mechanisch konstruierte Rätsel- und Geheimniskrimis im Londoner Milieu, die eine Auflage von über drei Millionen Exemplaren erreichten. Weinert-Wiltons Werke wurde auch in der Nachkriegszeit in Bearbeitungen vom Münchener Goldmann-Verlag weiter veröffentlicht und dienten in den sechziger Jahren im Lauf der Welle der Edgar-Wallace-Filme als Vorlage für einige Kriminalfilme, mit denen die Wallace-Filme kopiert wurden. (Text: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren – Internet-Edition)
Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, krimi-couch.de .
Im rororo-Thriller-Magazin "Schwarze Beute" No. 2/1987 (Hrsg. Klugmann/Mathews) ist ein 10-seitiger, lesenswerter Aufsatz von Dr. Norbert Menzel erschienen: "Die vergessenen Morde des Weinert-Wilton"
"Crime sells." Das nutzen nicht nur kleine und mittlere Verlage, die neuerdings jährlich einen oder zwei Krimis produzieren, um die Krise abzufedern, schreibt Tobias Gohlis in einer Glosse für "Die Zeit" vom 06.05.2004, die uns leider durchgerutscht ist. Auch die Regionen, die Schlange stehen, um in den kommenden Jahren die Criminale mit noch mehr Autoren und noch mehr Lesungen veranstalten zu dürfen, erhoffen sich touristische Wertsteigerung. All das beweise, dass der Krimi nicht mehr verschüchtert am literarischen Tellerrand kratze. Aber: Die Mittel, mit denen die Syndikatsgründer den deutschen Krimi aus dem Schmollwinkel gebracht hätten, kehren sich nun gegen sie selbst ... mehr
Das Bild des Commissarios, seiner Arbeit und des Falles, es sei rund, die Geschichte fließe angenehm und atmosphärisch, stetig und konsequent ihrem unausweichlichen Ziel zu und hinterlasse einen bitteren Nachgeschmack: wenn auch fiktiv zugespitzt, unrealistisch sei der zwölfte Fall des Commissarios über weite Strecken nicht, meint Barbara Wegmann im Magazin "Titel". "Verschwiegene Kanäle" (Diogenes) sei nun schon der 12. Brunetti Fall, aber von literarischer Ermüdung in Sachen kniffliger venezianischer Polizeiarbeit könne bei Donna Leon nicht die Rede sein. ... mehr
Wirkliche Spannung, wie sie eigentlich in einem Krimi vorkommen sollte, suche man bei Helge Schneider vergebens. Die Alternative wäre ein richtig komischer Text, der die Absurditäten noch einmal auf den Kopf stelle und mehr als Humor nicht gestatte, meint Klaus Hübner im Magazin "Titel". Aber auch diese Variante sei nicht vorhanden. "Aprikose, Banane, Erdbeer – Die Satanskralle von Singapur" (Kiepenheuer & Witsch) bleibe daher ein unauffälliges Buch, das seine Bestimmung suche und sie selbst im fernen Singapur nicht finde ...mehr
Zunächst klang es nicht sonderlich aufregend. "Under Cover – Literarische Ermittlungen zum Thriller" lautete der Titel der Tagung am Potsdamer Einstein Forum, und als der Hausphilosoph Rüdiger Zill seinen Beitrag ausgerechnet mit einem Zitat von Vilém Flusser eröffnete, sah alles nach einem gepflegt langweiligen Gedankenaustausch und einigen gediegenen kulturwissenschaftlichen Pointen aus, schreibt Kolja Mensing in der "taz" vom 10.05.2004. Doch das änderte sich schnell ... mehr
Aus ihrer Krimi-Novelle "Der Tod ist ein langer, trüber Fluss" (Brandes & Apsel) wird Mischa Bach heute in Essen lesen und auch den Kurz-Krimi "Duisburger Stille". Es geht um eine Frau, die durch ein Trauma verstummt – und sich nur noch der Gebärdensprache bedient. Szenisch umgesetzt wird das alles in Gebärdensprache, weil Mischa Bach selbst die Gebärdensprache beherrscht. Aus "purer Neugierde" habe die 38-Jährige vor zwei Jahren angefangen, die Sprache zu lernen, nachdem sie sich im Zug mit Gehörlosen eher improvisiert unterhalten hatte, schreibt die "NRZ" vom 10.05.2004 .... mehr
Einen eigenen Sprach- und Erzählstil habe Jean-Christophe Grangé in seinem Roman "Das Imperium der Wölfe" (Ehrenwirth Verlag( entwickelt, der ob seiner Bildhaftigkeit und Schnelligkeit sofort mitreiße, lobt Claudia Sieckmann-Schimanski am 09.05.2004 im "ZDF". Dass die Suche nach der Wahrheit nicht an Spannung verliere, liege nicht zuletzt an zwei geschickt miteinander verwobenen Erzählsträngen, die erst beim Showdown zusammen fänden ...mehr
Von einer Lesung bei den "2. AZ-Krimitagen" berichtet Antje Kansok in der "AZ" vom 10.05.2004. Anne Chaplet und Horst Eckert lasen aus ihren Büchern ... mehr
Ein schillerndes Multitalent zwischen schwarzem Humor und traumhafter Eleganz – Die französische Autorin Chantal Pelletier wird bei der "Welt am Sonntag" (09.05.2004) von Helge Hopp vorgestellt. In ihrem Roman "More ist Less" (DistelLiteraturVerlag) sei sie, wie auch schon in den hoch gelobten Vorgänger-Romanen "Der Bocksgesang" (Grand Prix du Roman Noir) und "Eros und Thalasso", wenig zimperlich. Sie sei sprachgewandt und witzig, mutig und überraschend in ihren Bildern, geistreich in den Dialogen und brillant in der präzisen, ganz ungeschwätzigen Zeichnung ihres schräg schillernden Personals ...mehr
Mit Karin Alvtegen und Maj Sjöwall hat das Literaturportal "schwedenkrimi.de" zwei Autorinnen zum Interview getroffen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch überbordende Gewalt in ihren Krimis ist beiden ein Greuel. Und nicht nur das: Auch gegen die gegenwärtige Krimiinflation und ihre negativen Folgen ziehen sie gemeinsam zu Felde. Alexandra Hagenguth hat aber noch viel mehr erfahren ... mehr
In den Schneider-Krimis wird viel gemetzelt. Nicht zuletzt der Held selber ist ein rechter Schlagetot. Entsprechend filigran sind gerade die Splatter-Szenen gearbeitet, man merkt ihm den Spaß an, erklärt ein ungenannter Autor in einem herrlich langen Beitrag in der Wochenendbeilage der "Jungen Welt". Eine Unterhaltung mit Helge Schneider über seine Autobiographie, über "Belphegor" und "Pulp Fiction" und natürlich über seine Krimi-Persiflagen, die das Genre auf durchaus komische Weise mit surrealistischer Drogenprosa und Kasperletheater kreuzen. Im gerade erschienenen Band "Aprikose, Banane, Erdbeer – Die Satanskralle von Singapur" (Kiepenheuer & Witsch) ermittelt der schlechtgelaunte, sinnlos gewalttätige und alles in allem sehr eigene Kommissar Schneider nun schon zum fünften Mal ...mehr
Jeder zehnte "Tatort"-Fall spielt im Künstlermilieu. Warum eigentlich? fragt sich Uwe Sauerwein in "Die Welt" vom 08.05.2004. Klischees seien das Elixier in einem Gewerbe, das sein Publikum auf die falsche Fährte führen müsse. Und Maler, Mimen oder Musiker würden sich dank ihres exzentrischen Gebarens zudem automatisch verdächtig machen ... mehr
Das 57. "Schwarze Heft" des "Hamburger Abendblattes" ist erschienen. Arne Sommers Krimi "Schnee im Mai" sei eine in lakonische Sätze verpackte dramatische Story um Drogen und Missbrauch, die in Itzehoe und Hamburg spiele schreibt die Zeitung dazu. ... mehr
Mit einer falschen Nummer fing alles an. Paul Austers "Stadt aus Glas" sei bereits jetzt ein Klassiker der Kriminalliteratur des 20. Jahrhunderts, schreibt die "netzeitung" vom 06.05.2004 über die Neuauflage des Buches in der Bibliothek der "Süddeutschen Zeitung". Dass die SZ-Bibliothek den Roman in ihr Programm integriert habe, in dem sich ansonsten kanonisch gewordene Literaturklassiker des 20. Jahrhundert fänden, habe seinen Sinn. "Stadt aus Glas", im Unterschied zu Austers späteren Werken ein kürzerer und streng konzipierter Roman, der nur oberflächlich den Gesetzten des Genres Kriminalliteratur gehorche, sei hier gut aufgehoben ...mehr
Paul Austers Buch "Stadt aus Glas" sei kein Krimi, aber es habe einen kriminahen Drive. Vor allem sei es eine abgründige Studie über die realitätserzeugende Macht der Wörter und darüber, dass die Trennwand zwischen Fiktion und Wirklichkeit Löcher habe, schreibt Markus Schwering am 08.05.2004 im "Kölner Stadt-Anzeiger". Und beunruhigend sei die Frage, ob und wie man überhaupt wissen könne, wo die Grenze verlaufe ...mehr
Donna Leons zwölfter Krimi aus Venedig "Verschwiegene Kanäle" (Diogenes) lasse sich sehr gemächlich an und transportiere nebenher allerlei Seitenhiebe auf die gängige Politpraxis, meint Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 08.05.2004. Leons Text erscheine diesmal differenzierter, das Thema weniger aufgesetzt; der Bestseller sei ihr gewiss ... mehr
Donna Leons 12. Venedig-Krimi, "Verschwiegene Kanäle" sei geprägt von pessimistischer Grundstimmung und den inzwischen schon bekannten Klischees: Die Polizei sei gegen die Verflechtungen von Politik und Wirtschaft machtlos, meinen die "OÖ Nachrichten". Wenn sie will, sei Donna Leon scharfzüngig und kritisch. Viel mehr als routinierte Unterhaltung habe sie aber über weite Strecken nicht mehr zu bieten: Immer noch leicht lesbar, ziemlich vorhersehbar, mit Sicherheit erfolgreich ... mehr
Noch heute, vierundsiebzig Jahre nach seinem Tod, zählt Arthur Conan Doyle zu den beliebtesten Autoren der Neuzeit, und sein zelebrierter Detektiv Sherlock Holmes gilt als ein literarisches Monument. So war es denn voraussehbar, dass die Kunde von einem "verlorenen" Conan- Doyle-Archiv – vielmehr: von dessen Entdeckung und bevorstehender Versteigerung im Londoner Auktionshaus Christie's – weitherum Aufregung verursachen würde. Ein Bericht von Georges Waser in der "Neuen Zürcher" vom 07.05.2004 .... mehr
Der "Hochsauerlandkreis" stiftet zur Förderung, Würdigung und Sichtbarmachung kultureller Aktivitäten im Kreisgebiet einen Kulturpreis mit der Bezeichnung "Kulturpreis Hochsauerlandkreis". Im Jahr 2005 wird der Kulturpreis im Bereich Literatur / Kriminalroman (Kurzkrimi) vergeben, da der Hochsauerlandkreis in diesem Jahr auch das größte Krimi-Festival in Deutschland, die "Criminale", ausrichtet, und die Verleihung des Kulturpreises als eigenständiger Bestandteil dieser Veranstaltung eingebunden wird. Der Kulturpreis ist mit 5.000,00 € dotiert. Die Ausschreibungsunterlagen sowie der Anmeldebogen sind als Druckvorlagen im PDF-Format bei den Alligatorpapieren abrufbar. Anmeldeschluss für den Kulturpreis ist der 31.12.2004. Es wird beabsichtigt, bis zu zwanzig Kurzkrimis in einer Anthologie über den Kulturpreis Hochsauerlandkreis zu veröffentlichen. ... Auschreibungsunterlagen (pdf)
In der 84. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch" in der Wochenzeitung "Freitag" 20/2004 und bei "kaliber. 38" ist die intermediale Vernetzung der Kriminalliteratur Thema, Schwerpunkt Film und Fernsehen. Sebastian Hesses schön aufgemachtes und stupend kenntnisreiches Buch "Kamera-Auge und Spürnase. Der Detektiv im frühen deutschen Kino" (Stroemfeld/Roter Stern) könne nicht nur überzeugend nachweisen, dass eine mediale Spaltung von Text und Film schon sehr früh in der Geschichte des Genres stattgefunden habe, sondern ihm sei zudem eine wichtige, materialreiche und lesbare Studie gelungen, die das historische Material für eine immer noch und leider zunehmend kenntnislos geführte Diskussion um die Kriminalliteratur liefere ... Freitag 20/2004 & kaliber. 38
Sie war als Gymnasiallehrerin für Englisch und Französisch in Emmerich tätig, ehe sie sich ganz der Schriftstellerei verschrieb. Mit Erfolg. Rita Classens Erstlingswerk brachte es gleich auf eine Auflage von 15 000 Stück. Ihr neuer, vierter Roman "Ruhe sanft, mein Kind" (btb) ist soeben erschienen und der Anlass für die "NRZ" vom 06.05.2004 die Autorin vorzustellen ... mehr
Am 30. April, pünktlich zum Start der Criminale 2004 am
Niederrhein, hat der "Gmeiner-Verlag" die erste Ausgabe des "Krimijournals" vorgestellt.
Neben längeren Leseproben aus den Novitäten des Verlages bilden Autoreninterviews und -porträts die Inhaltsschwerpunkte der neuen Zeitung, die sich an Endkunden, Buchhändler und die Medien richtet. Als besondere Überraschung präsentiert der Verlag in der Startausgabe ein Gewinnspiel zum neuen Weinkrimi "Schlüsselgewalt" von Norbert Klugmann, der im August erscheint. Die Heraususgabe der 8-seitigen Zeitung soll den Wachstumskurs des bisher durch seine Schwabenkrimis bekanntgewordenen Verlages unterstützen. Das Krimiprogramm wird im Herbst mit 9 Novitäten um 50% wachsen. Um den Wachstumsprozess auch weiterhin erfolgreich vorantreiben zu können, hatte sich das Gmeiner-Team um zwei Mitarbeiterinnen erweitert ... mehr
Die Handlung wirke durchweg skizzenhaft und bloß aneinandergereiht und die Fähigkeit des Autors, Konkretes in Allgemeines zu überführen, ohne dabei ins banale, lächerliche abzudriften bliebe leider Stückwerk, erklärt ein sichtlich unzufriedener Michael Sahr im "ZDF" am 05.05.2004 in seiner Rezension des Buches "Der sechste Passagier" (Zsolnay) von Theodor Kallifatides.
.... mehr
Der deutsche Fernsehkrimi wandert, meint Paul Barz in "Die Welt" vom 07.05.2004 anläßlich der Fortsetzung der "ZDF"-Serie "Der Ermittler". Und zwar immer mehr von München Richtung Hamburg, weil München lediglich für den "bürgerlichen" Krimi geeignet sei, Hamburg dagegen eine breitere Themenpalette bedienen könne.
Uwe Ebbinghaus hält aber in der "Frankfurter Rundschau" vom 07.08.2004 auch vom erneuerten "Ermittler" nicht sooo viel. Außer einigen nur angedeuteten Konflikten, außer wenigen hübschen Details wie einem Bücherfund vom Beginn rage der neue Fall kaum über das deutsche Krimiserien-Einerlei hinaus. Es werde versucht, routinierten Drehbuch-Texten Leben einzuhauchen, die für Schauspieler vom Format eines Oliver Stokowski oder einer Nele Rosetz nicht eben Erfüllung bedeuten ...
War Maria Magdalena die Geliebte von Jesus? Hat das Paar gar Kinder gezeugt? Der US-Autor Dan Brown nährt diese historischen Gerüchte in seinem Megaseller "Sakrileg" (Lübbe). Doch was ist dran am Verschwörungskrimi, fragt sich Christiane Binder im Magazin "Facts" und hat sich mit der kompletten Historie beschäftigt ... mehr
Der in Basel lebende Autor Werner Schmidli habe in seinem Krimi "Bergfest" (Cosmos) den klassischen "Whodunit" ins Gegenteil verkehrt, meint das Magazin "Facts". Das sei einer der Pluspunkte in diesem Krimi neben der akribisch geschilderten Vita der Figuren und der atmosphärisch dichten Zeichnung ...mehr
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die "The Crime Writers of Canada" haben die diesjährigen Nominees der "Arthur Ellis Awards" 2004 bekanntgegeben.
Außerdem gibt es die Sieger der "Agatha Awards" 2004 zu melden .
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Bei Louise Welsh lassen sich die Menschen von ihren Begierden ruinieren oder ruinieren andere. Ihr Thriller "Dunkelkammer" führe in die verwahrlosten, dreckigen, brutalen Winkel von Glasgow und
sei dabei doch höchst fein gesponnen, schreibt Michael Schweizer in der Krimikolumne "Mord und Ratschlag" unserer Kollegen vom "Perlentaucher". Geschrieben und komponiert habe die Autorin das Ganze sehr fein und sie erkläre alles nur einmal, was in Krimis selten sei ...mehr
Der ausgebürgerte Schriftsteller Peter Paul Zahl und seine Schwierigkeiten, die deutsche Staatsbürgerschaft zurückzuerhalten, heißt der Artikel von Gerrit Bartels in der "taz" vom 06.05.2004. Die Ausbürgerung bereitet Zahl inzwischen nämlich finanzielle Probleme, da in seinem jamaikanischen Pass steht: "Keine Arbeitserlaubnis in den Schengener Staaten". Bezahlte Lesereisen und Theaterarbeit lassen sich mit einem Touristenvisum nicht machen, und obwohl Zahl eine Pension auf Jamaika führt, kann er seinen Lebensunterhalt ohne hiesige Einkünfte nur schwer bestreiten ... mehr
Im vollständig überarbeiteten und aktualisierten "Lexikon der deutschen Gegenwartsliteratur" sind Autoren vertreten, deren Werke in der Zeit nach 1945 entstanden sind. Besonders berücksichtigt wurden Kinder- und Jugendbuchautoren, Dramatiker, Hörspiel- und Krimiautoren, schreibt "bücher.de". In der offerierten Rezension geht Hans-Albrecht Koch aber mehr darauf ein, was fehlt, bzw. wie und warum gegenüber der älteren Ausgabe geändert wurde ...mehr
Er habe Schuld gehabt an seinen ersten Kinoerlebnissen, sagt Autor Joachim Kramp über Wallace und sein Co- Autor Jürgen Wehnert ergänzt: "Sich in die große schwarzweiße Welt des Edgar Wallace ... hineinzubegeben, war ein spannendes Langzeitabenteuer." Das mag Barbara Wegmann im Magazin "Titel" angesichts der Fülle zusammengetragener Fakten, Daten und Informationen auch wirklich nicht bezweifeln. Über 1800 Stichwörter füllen das "Das Edgar Wallace Lexikon" (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) von A wie "Abenteuerroman", bis zu "Der Zinker" ...mehr
Sie heißen "Schloss Hohenfels", "Dr. Stefan Frank" und "Mami – geborgen in der Familie". Jeder ist ihnen schon mal begegnet, aber gelesen haben sie angeblich die wenigsten: Groschenromane. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten verkaufen sie sich besonders gut, obwohl oder gerade weil die Handlung absehbar, das Happy End garantiert ist. Das "WDR"-Magazin "Scala" vom 5. Mai 2004 blättert die Faszination der Groschenhefte auf und obwohl die Krimifrakton der Groschenhefte hier nicht auftaucht, ist der als pdf-Dokument herunterzuladende Beitrag von Amelie Ernst allemal interessant ...mehr (pdf)
Fotografien wie aus einem Film Noir. Verwischte Bereiche. Unschärfen. Der Fotograf Jonas Maron habe in seinem Buch "Chandlers Welt" (Nicolaische Verlagsbuchhandlung) Bilder geschaffen, die er dem Chandlerschen Kosmos verschreibe, schwärmt Kerstin Achenbach bei "3-sat" am 26.04.2004 von Bildern, die auf seltsame Weise den Schauplatz der "Marlowe"-Krimis in ein zeitloses Licht tauchen ...mehr
Der Tiroler Autor, der in Irland lebt, ist gefragt. Felix Mitterer spricht für die "Tiroler Tageszeitung" vom 05.05.2004 mit Alexandra Plank über seine Projekte, Anerkennung,sein Verhältnis zu Franz Xaver Kroetz und natürlich über die erfolgreichen "Mitterer-Tatorte"
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Regelmäßig bringt das Portal "Yahoo" in ihrer Rubrik "Literatur & Lesen" Rezensionen des Nachrichtendienstes "AP". Darunter sind, etwas versteckt, unter dem Stichwort "Vitrine Krimi" auch immer Rezensionen zur Kriminalliteratur zu finden ...
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Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers
Krimitipps für den Mai 2004 beim "WDR 5" (Funkhaus Europa) mit folgenden Empfehlungen:
Wieder zeichne Leonardo Padura in seinem Roman "Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) ein beispielhaftes Sittenbild Kubas, wobei er journalistische und erzählerische Elemente
geschickt verschmelze. Auch wenn manches arg sexualisiert und der Fall mitunter etwas dünn konstruiert wirke und "Handel der Gefühle" deshalb vielleicht kein herausragender Kriminalroman sei, handle es sich auf jeden Fall um ein wichtiges zeitgeschichtliches Dokument.
Achille F. Ngoyes brutaler, düsterer, sprachmächtiger Kriminalroman "Schwarzes Ballett in Chateau-Rouge" (Zebu Verlag) sei ein bitterer Kommentar zum Zusammenleben der Kulturen aus schwarzer Sicht und eine Parabel auf das aussichtslose Leben illegaler schwarzer Einwanderer, während das ebenfalls aus dem "Zebu Verlag" stammende Buch "Josephat Peabody geht fischen" von Patrick Boman ein kurioses, etwas abseitig anmutendes Produkt sei: Geschrieben von einem in Paris lebenden Schweden, der in der Schweiz aufgewachsen sei, angesiedelt im Indien der Kolonialzeit, mit verdächtigen Franzosen und Indern sowie mit einem britischen Ermittler in der Hauptrolle, voll grimmigen Humors und illusionsloser Weltsicht ...
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Gaston Leroux wurde am 6. Mai 1868 in Paris geboren († 19. April 1927 in Nizza nach einer Operation an akuter Urämie). Er sollte Jura studieren, konnte sich aber für eine juristische Karriere nicht begeistern und schrieb neben seinem Studium Kurzgeschichten und Lyrik, die in den "Rive-Gauche"-Magazinen veröffentlicht wurden.
Durch den Tod seines Vaters 1889 erbte er eine Million Franc, die er auf Reisen und durch einen aufwendigen Lebenswandel und seine Spielleidenschaft durchbrachte. Er erhielt einen Posten bei "L'Echo de Paris", wo er zu einem berühmten Enthüllungsjournalisten wurde, was ihm eine Stellung bei "Le Matin" einbrachte. Als Auslandskorrespondent reiste er fast durch die ganze Welt
Heute hauptsächlich durch den vielbearbeiteten Roman "Das Phantom der Oper" bekannt, machte ihn 1907 sein Roman "Das Geheimnis des gelben Zimmers" berühmt und die folgenden etwa 50 Bücher reich. Zu seinen einprägsamten Figuren gehören "Chéri-Bibi" (5 Bücher), als der "gute Gangster" und "Rouletabille" (acht Bücher), der Reporterdetektiv, der auf eigene Faust Verbrechen aufklärt oder zumindest aufzuklären versucht.
Gaston Leroux wohnte und starb in einer Villa bei Nizza.
Info bei www.gastonleroux.com (frz.), freelibray (engl.) , kirjasto.sci.fi (engl.), wikipedia.com (engl.), k-promotion, www.phantomsvoice.de .
Die Rostocker Universitätsbuchhandlung Thalia hatte zur "Skandinavischen Kriminacht" mit Maj Sjöwall und Karin Alvtegen geladen, und rund 80 Skandinavien- und Krimifans waren der Einladung am Walpurgisabend gefolgt. Leichen gab es zwar keine, doch humorvolle wie ernste Einblicke in die Arbeit der beiden Autorinnen, berichtet Alexandra Hagenguth bei "schwedenkrimi.de". Und sie hat zwei Damen gesehen, die unterschiedlicher kaum sein können ... mehr
Sie wurde als Tochter eines Arztes in Shanghai geboren und verbrachte ihre Kindheit in Nanking, bis die Familie 1949 zurück nach Deutschland flüchtete. Ihre ersten (heimlichen) Schreiberfahrungen machte Ingrid Noll schon während ihrer Kindheit in Nanking.
Nach gut 20 Jahren Erziehung ihrer drei Kinder und der Mitarbeit in der Praxis ihres Mannes erschien ihr erster Kriminalroman, der auf Anhieb ein großer Publikumserfolg wurde. Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka haben anhand des inzwischen bekannten Befragungsbogens nachgehakt und interessante Antworten bekommen ... mehr
Das Festival europäischer Krimiautoren "Spuren lesen" in Köln geht in die Schlußphase. Und da wartet noch einmal ein Highlight auf interessierte Besucher. In der "StadtBibliothek" Köln (Josef-Haubrich-Hof 1, 50676 Köln) gibt es heute, Mittwoch 5. Mai ein Gipfeltreffen europäischer Autoren. Zum Autorengespräch treffen sich Joolz Denby, Chantal Pelletier, Viktoria Platowa,
Helene Tursten, Jan Costin Wagner ... mehr
An der nach italienischem Vorbild gebauten und ebenso erfolgreichen Bibliothek der "Süddeutschen Zeitung" reiben sich diverse Experten. Im Fachmagazin "Buchmarkt" reagiert Gerhard Beckmann auf ein Interview von Helge Malchow, Chef von "Kiepenheuer & Witsch", im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" von letzter Woche ... mehr
Beim "Literatur-Café" fasst Nessa Altura wieder zusammen, was beim Jahrestreffen der Kriminalschriftsteller am Niederrhein so alles los war ... mehr
Die Bücherliste für die nächste "Lesen!"-Sendung mit Elke Heidenreich am 11. Mai, 22.15 – 22.45 Uhr hat das Fachmagazin "Buchmarkt" online gestellt. Hoffnungen, das nach der Präsentation des "UT metro" Autoren Jean Claude Izzo endlich auch die Kriminaliteratur auf Dauer Einzug in die Sendung halten wird, werden leider enttäuscht ... mehr
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Die wie immer vorbildlich gestaltete neue Ausgabe des niederländischen "Crimezone"-Magazins ist online. In der Mainummer finden Sie Interviews mit Mo Hayder und James Patterson ein Dossier über Val McDermid, eine Kurzgeschichte von Karin Slaughter und "eFiction" – die neue Kolumne von Crimezone, eine Plattform zur Veröffentlichung kurzer Geschichten für (beginnende) Schriftsteller. Das alles ist natürlich in, wie wir Rheinländer sagen, holländisch, was uns aber recht gut von der Hand geht ... mehr
Lernen von den Profis: Die Krimi-Experten Georg Feil und Werner Kließ haben das perfekte Handbuch geschrieben. Sie erläutern anschaulich und beispielhaft, wie man das Drehbuch zu einem spannenden Krimi entwickelt, meldet der "Bayerische Rundfunk". Weder Fragen noch Wünsche blieben offen. Ein besseres Handbuch könne man sich wirklich nicht wünschen. Hier finde man kondensiertes Praxiswissen, auf über 300 Seiten verständlich und doch differenziert dargestellt ...mehr
Das "Münchner Krimifestival" hat's gezeigt. Allen Flauten zum Trotz: Krimifestivals und -romane haben Hochkonjunktur, TV-Krimis und fiktive Gerichts-Shows auch. Woran liegt das, fragt sich der "Bayerische Rundfunk". Lieben die Leute so sehr das blutige Bad in der Schlachtschüssel? Oder die Gerechtigkeit, die mit dem Sieg des Guten wieder hergestellt wird? Krimiautoren und TV-Kommissare lösten das Rätsel in einer Sendung, die leider schon vorbei ist ... mehr
Die Criminale 2004 am Niederrhein ist zu Ende gegangen – mit der Lesung von Horst Eckert und Jacques Berndorf in Rees schloss die Krimi-Woche am Niederrhein. Über 50 Zuhörer waren ins Rheinpark Hotel gekommen, um Eckert, den Sprecher des Syndikats, und den Eifel-Krimi-Autor Berndorf live zu erleben, schreibt Elisabeth Hanf für die "NRZ" vom 03.05.2004 ... mehr
Wer bei diesem mittlerweile schon fünften Kommissar Schneider-Buch einen klassischen Kriminalroman erwartet, sehe sich natürlich getäuscht, stellt Martin Richling inder Maiausgabe der "literaturkritik" fest. Wie nicht anders zu erwarten war, sprenge das Multitalent Helge Schneider alle Gesetze dieser Gattung auch in seinem neuen Buch "Aprikose, Banane, Erdbeer" (Gustav Kiepenheuer Verlag) mit der ihm eigenen absurden, drastischen Komik. Doch die Mittel zum Zweck verschieben sich hier zu einem anderen Schwerpunkt als noch zuvor ...mehr
Umgebracht wurde niemand. Aber auch ohne literarischen Meuchelmord war es eine Kriminacht, die es in sich hatte, meint die "Ostsee-Zeitung" vom 03.05.2004 . Die Thalia-Buchhandlung hatte am Freitagabend zwei schwedische Autorinnen eingeladen: Karin Alvtegen, eine Strickerin ausgefeilter Psychodramen, und eine Persönlichkeit des schwedischen, ja internationalen Kriminalromans – Maj Sjöwall. Kam barfuß, war ein wenig schüchtern und erklärte warum ... mehr
Ein schöner Stapel Kurzbesprechungen wird bei "kaliber. 38" präsentiert. In der druckfrischen Ausgabe seines "Leichenbergs" stellt Ihnen Thomas Wörtche Romane von Reginald Hill, Achille F. Ngoye und Marek Krajewski, eine Graphic Novel von Bruno Moser, Reto Gloor und Massimo Milano und ein Sachbuch über Detektive im frühen deutschen Kino vor und in der aktuellen Ausgabe der "Krimi-Auslese" finden Sie eine Sammelbesprechung zu neuen Büchern von Theodor Kallifatides, Arne Dahl, Harlan Coben und T. Jefferson Parker ... mehr
Die Stadt des Rechts wird für fünf Tage die "Stadt des Verbrechens": Zusammen mit Wolfgang Burger, dem Erfinder des Kalrsruhe-Krimis, veranstaltet das städtische Kulturamt vom Freitag, 12. Mai, bis 17. Mai die "2. Karlsruher Krimitage" mit dem Titel "Tatort Karlsruhe", meldet "ka-news.de" am 04.05.2004. Renommierte Krimiautoren, darunter Horst Eckert, Susanne Mischke, Martin Schüller, Gabriele Wolff, Jürgen Kehrer und etliche Krimi-Newcomer und ein schreibender Tatort-Kommissar werden an Orten auftreten, an denen üblicherweise keine Lesungen stattfinden ... mehr
In der Ausgabe 5.2004 der Zeitschrift "Literaturen" folgt Franz Schuh in seiner Kolumne
"Das Kriminal" einem griechischen Kommissar durch das Verkehrschaos von Athen. "Hallo, hier spricht Athen und Kommissar Kostas Charitos. Er ist in einer heiklen Angelegenheit unterwegs und überhaupt in einer heiklen Lage." In der eigenwilligen Besprechung des Romans "Live" (Diogenes)von Petros Markaris stecken wieder viele kluge Gedanken und ein ganz eigener Blickwinkel lässt manches anders leuchten ... mehr
Mord, unschuldig Schuldige und ein böses Geheimnis aus der Vergangenheit, dazu die allmähliche Demaskierung der Dorfgemeinschaft – was in dem Roman "Schneesterben" (Antje Kunstmann Verlag) von Anne Chaplet als bundesdeutsche Krimikunst verkauft werde, sei nichts anderes als die Transformation und leichte Anpassung bekannter Muster aus dem englischen Landhauskrimi, meint ludger menke in seiner Besprechung bei "der bücherfreund". Chaplet schaffe zwar eine moderne, deutsche Spielart dieser ausgefransten Schablone, angereichert mit ein wenig Spannung und breit ausgestreutem Innenleben der Figuren, doch das sei weder originell noch innovativ und schon gar nicht kunstvoll ... mehr
Wer die Längen zu Beginn des Buches durchhalte und sich weder an der ständig durchschimmernden amerikanisch-republikanischen Gesinnung des Autors noch an dessen etwas einseitigem Deutschland-Bild störe, werde spätestens nach 200 Seiten Gefallen an der Story finden, meint Frank Baloch im "ZDF" am 02.05.2004 in der Besprechung des Romans "Red Rabbit" (Heyne) von Tom Clancy. Denn Clancy verstehe es sehr geschickt, Realität und Fiktion so dicht miteinander zu verstricken, dass auch die fiktiven Charaktere so fassbar würden, dass man fast an ihre tatsächliche Existenz glaube ... mehr
"Im Schattenreich" (Kindler) heißt das neue Buch von Renate Kampmann, das dem Krimi-Erstling "Im Namen des Vaters" dramaturgisch ähnelt, schreibt die "Berliner Morgenpost" vom 04.05.2004. Renate Kampmann geselle einer persönlich motivierten Spurensuche noch ein paar aktuelle Morde hinzu und verknüpfe die beiden Handlungsstränge am Ende so raffiniert, dass Leonies neuer Fall ungleich mehr fessele als der relativ durchschaubare Plot im ersten Buch ... mehr
Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur
Sie sind erschienen, die Krimi-Tipps zur Sekundärliteratur! Die 34. Folge hat der Experte Thomas Przybilka mit vielen interessanten Hinweisen versehen, die Ihnen helfen, zu erfahren, wie es z.B. ist, wenn Frauen morden oder zu wissen, wer der "nette Nachbar" war, der wohl für das düsterste Kapitel der deutschen Nachkriegs-Kriminalgeschichte steht. Ausserdem gibt es etwas über "Sherlock's Sisters", und über "indianische" Identität im Kriminalroman und eine umfassende, bebilderte Geschichte des Verbrechens und es gibt noch viel
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" .. ich glaube, wenn Künstler zuviel Lob zuteil wird, wenn sie zu sehr in den Mainstream der Kultur integriert werden, dann werden sie ein bißchen faul und korrupt. " antwortet Paul Auster im "Deutschlandfunk" vom 30.04.2004 auf die Frage von Denis Scheck über die erstaunliche Blüte der amerikanischen Literatur, während die amerikanische Öffentlichkeit der Literatur immer weniger Beachtung zu schenken scheine ...
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Wie schon im ersten Band des "Havanna-Quartetts" blicke Leonardo Padura in seinem Roman "Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) schonungslos hinter die Fassade des real existierenden Sozialismus und spüre die Brüche und Veränderungen der kubanischen Gesellschaft auf, meint ludger menke bei "der bücherfreund". Padura sei ein Skeptiker, dessen schärfste Waffe die Sprache sei ... mehr
Der Isländer Arnaldur Indridason sei auf dem besten Wege, sich als Großmeister des polaren Krimis zu etablieren, meint Dieter Paul Rudolph in seiner Besprechung des Romans "Todeshauch" (Bastei Lübbe) für das Magazin "Titel". Vieles ähnele Mankell, die Welt sei düster und trostlos, die Gesellschaft hoffnungslos zerbrochen, und der sich da auf den Weg gemacht habe, die Dinge zu ordnen, verzettele sich in permanenter Depression. In der Verflechtung der Handlungsstränge liege Indridasons Meisterschaft. Er brilliere als souveräner Konstrukteur und kenne alle Tricks, seine Leser bei der Stange zu halten ... mehr
Seine populärwissenschaftlichen Bücher "Das Hannibal-Syndrom. Phänomen Serienmord" und "Mörderisches Profil. Phänomen Serientäter" haben ihm den Ruf eines Experten im Bereich "Serienkiller" eingebracht. Als Fachmann übt er beratende Tätigkeiten bei TV-Dokumentationen aus. Mit dem Kriminalisten und Autor Stephan Harbort hat sich Lars Schafft von der "krimi-couch" über den Serienmörder Joachim Kroll und Harborts neues Buch "Ich musste sie kaputt machen" (Droste) unterhalten ...
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Wenn die Alligatorpapiere sich den Luxus leisten, am Wochenende auszuspannen, hat das leider machmal zur Folge, daß wir auf einige Berichte der Medien dementsprechend zu spät hinweisen. Zum Beispiel auf den Beitrag von von Helge Hopp in der "Welt am Sonntag", in dem sie über die britische Kriminalfernsehserie "Prime Suspect" informiert, die in der ARD bis 1996 unter dem auch jetzt reaktivierten Titel "Heißer Verdacht" gezeigt wurde und gestern abend mit dem ersten Teil des Zweiteilers "Die letzten Zeugen" eine beachtliche Fortsetzung fand. "Als Kommissarin Jane Tennison revolutionierte Helen Mirren das Krimi-Genre – nun ermittelt sie wieder" schreibt die "WamS" dazu ...
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Wer Krimis schreibt, liebt und hoffentlich nicht nachmacht, tummelt sich derzeit am idyllischen Niederrhein, berichtet Nicola Kuhrt für "Spiegel online" am 02.05.2004. In der harmlos wirkenden Region ziehe die ehrenwerte Gesellschaft der Mords-Literaten, das Syndikat, ihre jährliche Bilanz und plane genüsslich neue Schandtaten ... hier
Während der fünf "Criminale"-Tage waren am Niederrhein laut Mitveranstalter "NRZ" bei 155 Lesungen, Workshops und Diskusssionen insgesamt etwa 12 000 Krimifans unterwegs. Über die rund um die "Criminale" stattfindenden Veranstaltungen hat die lokale Presse umfassend vor- und nachberichtet. Die "NRZ" zum Beispiel spricht im Bericht "TSCHÜSS, CRIMINALE" von Glauser-Preisträgerin Gabriele Wollf, – mit sieben veröffentlichten Romanen eine der Koryphäen des Krimifachs in Deutschland – als eine gestandene Autorin, die sich bei der Preisvergabe Bitterkeit von der Seele redete. Weiter kommentierte die "NRZ" Lesungen mit Carsten Sebastian Henn und Malachy Hyde , die "WAZ" berichtet über eine "grandiose Abschlussveranstaltung des Krimi-Festivals Criminale 2004 am Niederrhein", den "Tango Criminale" , "dpa" informierte bundesweit über die Aufnahme Helge Schneiders in das "Syndikat" und die "Welt am Sonntag" brachte einen launigen Beitrag über die Aufnahme Ulrich Wickerts in selbige ehrenwerte Gesellschaft ...
Einen kleinen Überblick über die Berichterstattung erhält, wer auf der Suchseite der "NRZ" den Begriff "Criminale" eingibt ...
Der Dozent an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Soziale Arbeit St. Gallen, Peter Faesi, sei fasziniert von Krimis. An der Uni tauche er in seinen Vorträgen ein in das Hirn der Akteure: der Betrüger und Mörder, berichtete das "St. Galler Tagblatt" am 30.04.2004. Was ihn nicht nur an seinem Hobby, der Zauberei, sondern auch am Kriminalroman oder Thriller interessiere, seien die Bereiche zwischen der Planung und der Ausführung einer Tat. Der Kunstgriff der Täuschung sowohl in der konstruierten Geschichte eines Krimis als auch in der Magie von Zaubertricks als Kombination von Hirn und Händen. ...
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Seit 26. April und bis 28. Mai 2004 laufen in München die Dreharbeiten zum 65. BR-TATORT, Arbeitstitel: "Vorstadtballade" (Sendetermin: So., 12.12.2004,), meldet der "Bayerische Rundfunk". Das Drehbuch schrieb Robert Hültner, dessen Romane um "Inspektor Kajetan" preisgekrönt sind. "Vorstadtballade" (AT) porträtiert das Münchner Schlachthofviertel im Südwesten der Stadt mit seinen Traditionsgaststätten und seiner
Altmünchner Atmosphäre ...
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Die Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
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Dickie Dick Dickens, der Einmaligste unter den Einmaligen, der Tolldreisteste unter den Tolldreisten und der Kriminellste aller Kriminellen will mal etwas kürzer treten. Die Geschäfte laufen gut und seinen ewigen Rivalen Jim Cooper wähnt er im Gefängnis. Sein inzwischen bester Mitarbeiter Josua Benedikt Streubenguss hat ihm eine Villa am Rande der Stadt gemietet, wo Dickens mit seiner Braut Effie Marconi und mit Opa Crackle endlich ausspannen will – zu den Klängen seiner Lieblingsmusik: Wiener Walzer.
Er ahnt nicht, dass sich Jim Cooper mit dreizehn seiner Kumpane wieder auf freiem Fuß befindet ...
Kabel 1, 23.15
(USA 1979, R.: Walter Hill)
Drehbuch: David Shaber, Walter Hill
LV: Sol Yurick: The Warriors, 1965
Nach einem Treffen will eine Jugendgang von der Bronx zurück auf's
heimische Coney Island. Konkurrierende Banden und die Polizei haben
andere Pläne.
Harter und effektvoller Thriller, der den Ruf von Walter Hill als
Action-Regisseur begründete. Sol Yurick gefiel der Film nicht: "I was
very disappointed with what they did to my novel. They sentimentalized
it, cut out a lot of the violence and changed the hero."
Und Kabel 1 kürzt weiter. Der Sender zeigt die FSK-16-Version (78
Minuten Sendelänge, 82 Minuten im Kino), nicht die FSK-18-Version
(Kinolänge 93 Minuten).
Mit Michael Beck, James Remar
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