Krimineuerscheinungen des Monats bei Alligator, kaliber.38, krimi-couch & hammett

News – Mai 2009– Nachrichten


krimijahrbuch2009
Rettet das Krimijahrbuch!
Das Krimijahrbuch 2009.
360 Seiten geballte Information! Trends, Rezensionen, Interviews, Portraits.
Reportagen, Interviews, Provokationen und Fundstücke bieten einen Blick quer über Länder, Kontinente und Genres und machen dabei jede Menge unerwarteter Entdeckungen.
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Freitag, 29. Mai 2009

Radio-tipp

»Alle Arten von Verrat«
Unterwegs mit dem Spionageschriftsteller John Le Carré
Von Werner Köhne


Montag, 1. Juni 2009, | 15.04 bis 16.00 Uhr | WDR 3 | Literaturfeature
John Le Carré erfand den weltberühmten "Spion, der aus der Kälte kam", und hat inzwischen über zwanzig großartige Politthriller geschrieben. lecarre-john Immer wieder beschrieb er das aufregende Milieu von Agenten, gerne auch Maulwürfen, schließlich kennt er ihre Welt aus annähernd eigener Anschauung als junger Diplomat im Dienste der britischen Botschaft in Deutschland.
In Le Carrés Romanen sind Spione die Bewohner einer dantesken Unterwelt, die im Geheimen handeln, wo sich die politischen Hauptdarsteller in der Öffentlichkeit auf symbolische Aktionen beschränken. "Spionage ist etwas Ewiges", lässt der Autor seine berühmteste Romanfigur, George Smiley, sagen. Welche ungewöhnlichen Motive ihn zum Agentenroman verführten, erzählt John Le Carré auf einer Reise, bei der ihn der Journalist Werner Köhne an seine wichtigsten Lebensorte begleitete ...
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Zu dieser Sendung wird kein Manuskript im Internet veröffentlicht. Es empfiehlt sich, sie mit dem WDR-Radiorecorder aufzuzeichnen ...



kulturzeitkulturzeit: »Auf Verdacht: Krimitipps«:
Traditionell müssten heute in der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin, wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt werden. Im neuen Lay-out des Senders wird dies aber nicht angezeigt.
Deshalb bitte auf Verdacht heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
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Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 29. Mai 2009 ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: Die fast klassischen Konflikte zwischen einer eingesessenen Dorfbevölkerung und Zugezogenen, die noch dazu in einer Kommune leben, werden in "Kesseltreiben" (rororo) ein weiteres Mal exemplarisch durchgespielt. Das etablierte Autorentrio Hiltrud Leenders, Michael Bay und Arthur Leenders siedelt auch diesmal wieder die Schauplätze seines Krimis am Niederrhein an ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Mythen in Büchern bei Monika Geier und Thomas H. Cooks ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Fundstücken aus der internationalen Szene. Außredem: Besprechung des "Lexikons des internationalen Films – Filmjahr 2008" ...

NuT:
Joachim Linder mit Hinweisen zu Crime & Mystery & Media & Teaching ...

Spannungsromane:
Amer über Stephen King: COLORADO KID ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph beschäftigt sich heute ein wenig mit dem qua Profession in Verbrechen verstrickten – und zumeist verbeamteten – Personal, den Polizisten und der ihnen angemessenen Krimiform, dem Polizeiroman, auch "police procedural". ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



persson_suehne.jpgFrankfurter Rundschau: »Bäckström ermittelt«

Der Schwede Leif GW Persson ist einer der erstaunlichsten Kriminalroman-Autoren. Nicht nur ist er auch in der Verbrechensbekämpfungs-Praxis zugange, als Professor für Kriminologie und Sicherheitsberater, und kennt alle Rädchen im Polizeiapparat. Er hat außerdem einen ganz eigenen, so nüchternen wie staubtrocken ironischen Ton. Und sich den vielleicht unsympathischsten Kommissar der Weltliteratur ausgedacht, den misogynen, rassistischen, korrupten, versoffenen, verfressenen, aber leider auch schlauen Evert Bäckström. Dessen Gedanken dürfen wir im neuen Roman "Sühne" (btb Verlag) lesen - und sie sind so vorurteilsgesättigt, krude, ordinär, wie man es dieser Sorte Mann zutraut.
Von Sylvia Staude ... mehr


dorph-pasternak-der-deutsche-freund.jpgDer Standard: »Die verhängnisvolle Sauftour«

Das dänische Autorenduo Christian Dorph und Simon Pasternak ist unter den Pionieren, mit denen der Suhrkamp Verlag im Mai seine neue Krimireihe gestartet hat. "Der deutsche Freund" ist der Auftakt einer Serie, die sich dem letzten Viertel des 20.Jahrhunderts widmen soll. Warum man gerade diese zeitliche Begrenzung gewählt hat, erklärt der Verlag nicht. Im Übrigen ist der dicke Krimi, der in die Vergangenheit hineinreicht und einen Bund junger Männer beschreibt, die in Zeiten des Krieges ein homoerotisches Pathos miteinander verbindet, mit zahlreichen Nebenhandlungen befrachtet. Daraus hätte man leicht zwei weitere Bücher machen können
Von Ingeborg Sperl ... mehr


eckert-sprengkraft.jpgDer Westen: »Das kann überall passieren«

So aktuell war Horst Eckert noch nie. In seinem neusten Werk, viel sagend "Sprengkraft" (Grafit Verlag) betitelt, wird Düsseldorf von einer Bombenexplosion erschüttert. Spannend bis zur letzten Seite breitet Eckert ein Themenspektrum aus, das von Terrorismus über Fundamentalismus, rechtem Populismus und Fremdenfeindlichkeit bis hin zur Korruption in Polizeikreisen nichts auslässt. Fundiert recherchiert und mit einem Gespür für facettenreiche Charaktere, hat der Roman das Zeug zu einem echten Politthriller.
Claudia Hötzendorfer besuchte den Autor und sprach mit ihm über Inspiration, Terrorangst und offene Behördentüren ... mehr

eckert-sprengkraft.jpgeinseitig.info: »Grenzverletzungen und taube Ohre«

Um Grenzverletzungen unterschiedlicher Manier und um viele taube Ohren geht es in Horst Eckerts zehntem Kriminalroman "Sprengkraft" (Grafit Verlag). Er thematisiert Terrorgefahr, Hass, Rassismus, "the clash of civilizations", Islamkritik, Verführbarkeit, Korruption bei Gesetzesmachern und -hütern und die Bestechlichkeit der Medien. Ein weites Feld und zugleich die Krux des Romans. Keine Frage, hier hat jemand ausführlich recherchiert, sich mit Zusammenhängen auseinandergesetzt und versucht, dieses äußerst komplexe Thema im Rahmen eines Kriminalromans abzustecken. Kompliment!
Und dennoch lässt einen dieser Roman etwas lustlos zurück. Horst Eckert bedient sich typischer Hardboiled- und Noirelemente und versucht aus dem für den Kriminalroman so typischen Schwarz und Weiß respektive Gut gegen Böse ein mächtiges Grau zu fabrizieren.
Von Marie van Bilk ... mehr


Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Mai-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
drvenkar-sorry.jpgReinigungsunternehmen der mentalen Art
Zoran Drvenkars Roman "Sorry" wartet mit einer mörderischen Gründergeschichte auf
Von Walter Delabar

adair-Und-dann-gabs-keinen-mehr.jpg"Postmoderne? Was für ein Quatsch! Was für eine Farce!":
Gilbert Adairs Roman "Und dann gab's keinen mehr" befremdet den Leser mit einem vergnüglichen Verwirrspiel...
Von Manuel Bauer

wagner-im-winter-loewen.jpgPuppenspieler :
Jan Costin Wagners gelungenes finnisches Kammerspiel "Im Winter der Löwen"...
Von Walter Delabar



krimi-couch-podcast.jpgKrimi-Couch: »TV-Interview mit Jeffery Deaver«

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien.
Ein Video-Gespräch mit Lars Schafft ...mehr


Mai-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
Der deutsche Wahl-Triestiner Veit Heinichen über die Notwendigkeit des individuellen Engagements, seinen neuen Roman Die Ruhe des Stärkeren und über zerbrochenes Porzellan mit seinem Protagonisten.
Seit zwei Jahren gibt es nun den Krimi-Couch-Podcast (die Krimi-Couch nun schon sieben Jahre!), die Mai-Ausgabe ist bereits die 25. Folge. Und darin erwartet Sie dieses Mal ein Volltreffer aus Südafrika, Krimi-Tipps aus Italien, Kanada, Schottland und Irland, ein Interview mit Veit Heinichen - bekannt durch seine verfilmten Triest-Krimis - und ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Lesen wir bald alle digital?
Der Podcast (33:17 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr

Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!


Kalender

Gilbert K. Chesterton
chesterton-gk.jpg Am 29. Mai 1874 wird Gilbert K. Chesterton in in London geboren († 14. Juni 1936 in Beaconsfield).
Der heute vor allem durch seine Geschichten um Father Brown bekannte Schriftsteller war zu seiner Zeit ein berühmter Journalist, Kritiker und Schriftsteller. In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.

Durch die Verfilmung seiner Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 50ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 50er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft".
( wikipedia.de)
Infos:
krimi-couch.de, Thomas Wörtche/kaliber. 38, SWR, kathsurf.at, Perlentaucher, Freitag, Jungle World, BBC (engl.), chesterton.org (engl.)

Donnerstag, 28. Mai 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden berichtet aus den Medien: "Mörderischer Attersee", Wiesbadener Literaturtage, Tonia Bandel ...

krimiblog:
Ludger Menke ist ganz begeistert von der Doyle-Biographie "Sir Arthur Conan Doyle - Das Leben des Vaters von Sherlock Holmes" von Daniel Stashower ...

krimileser:
Bernd Kochanowski ist ganz begeistert von "Die Herzen aller Mädchen" von Monika Geier: Vielschichtig, realitätsnah, gute Unterhaltung ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp ...

Martin Compart: ist wenig begeistert vom deutschen Fernsehen: Es muss einen Grund dafür geben, das deutsche TV-Serien so erbärmlich sind ...

NuT:
Joachim Linder mit Ripperology XVI und mit Hinweis auf Laurence A. Rickels: The Devil Notebooks ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph beantwortet die Fragen der Leser: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "cozy", "Regiokrimi", "hardboiled" und "noir"? ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



adair-Und-dann-gabs-keinen-mehrWeltwoche:
»Pfeil im Herzen «

# Gilbert Adair ist ein literarischer Alleskönner. In seinem neusten Kriminalroman, der im Berner Oberland spielt, übertrifft der Zauberer sich selbst. Als sein Verleger nach dem Erfolg des ersten Krimi-Pastiches einen zweiten Band forderte, lehnte Adair ab. Es sei sein Prinzip, sich nicht zu wiederholen und etwas nie zweimal zu tun. Aber, fiel ihm auf dem Nachhauseweg ein: Er hatte noch nie eine Fortsetzung geschrieben – also war auch das ein erstes Mal. Es folgte der zweite Band,"Ein stilvoller Mord in Elstree", gespickt mit Anspielungen auf Alfred Hitchcock. Und jetzt also der dritte und letzte Band, "Und dann gab's keinen mehr" (C.H. Beck Verlag), der noch vor der englischen Fassung in deutscher Übersetzung erschien. Er ist etwas ganz anderes. Bei dieser Abschiedsvorstellung zaubert Adair nicht ein Kaninchen aus dem Hut, sondern einen weißen Elefanten.
Von Michael Maar ... mehr


vargas-der-verbotene-ort.jpgFrankfurter Rundschau: »Gedanken-Leinen los am Quai des Orfèvres«

Es kann kein Zufall sein, dass ausgerechnet eine Mittelalterarchäologin und Archäozoologin Motive, Topoi, Klischees des Kriminal- und des Gruselromans umsichtig ausgegraben, fein abgestaubt, neu arrangiert und mit einer eigenen Deutung versehen hat. Fred Vargas, von ihr ist hier die Rede, ist eine der erfolgreichsten und der scheuesten Krimiautorinnen. Sie erneuert den Mystery-Thriller (und ein wenig auch das Märchen), indem sie ihn auf sehr persönliche Art mit dem Polizeiroman verbindet. In "Bei Einbruch der Nacht" hat es Adamsberg mit einem Werwolf zu tun, in "Fliehe weit und schnell" mit der Pest und im neuen Roman "Der verbotene Ort" (Aufbau Verlag) nun mit Vampiren. Scheinbar.
Von Sylvia Staude ... mehr


slupetzky-Lemmings-ZornHamburger Abendblatt: »Leopold Wallisch und das Getöse der ganzen Welt«:

Als im Jahr 2003 der sechste und - wie man damals dachte - letzte Brenner-Roman "Das ewige Leben" von Wolf Haas erschienen war, tat sich eine Lücke auf in der Wiener Krimiszene: Wer sollte Haas' Platz einnehmen, dessen so fulminante wie sprachakrobatische Kriminalromane jeglichen Stellungskrieg verboten. Dann erschien im Jahr eins nach Haas der erste Kriminalroman eines anderen Wiener Autors. Stefan Slupetzky, 1962 geboren, betrat mit "Der Fall des Lemming" die kriminalliterarische Bühne - ein wuchtiger erster Akt für einen neuen Helden, Leopold Wallisch, genannt Lemming, frisch entlassen aus der Mordkommission der Wiener Polizei. Jüngst ist der vierte Roman herausgekommen, "Lemmings Zorn" (Rowohlt Verlag). Es ist Slupetzkys bislang stärkstes Buch - ein wunderbarer Kriminalroman, der still und geschliffen komponiert steht gegen das Getöse der ganzen Welt.
Von Volker Albers ...mehr


beckett-Leichenblaesse.jpgBücher: »Wir wollen wissen, was nach dem Tod passiert«:

Die Thriller um den forensischen Anthropologen David Hunter machten den britischen Journalisten Simon Beckett, 40, zum Bestseller-Autor. BÜCHER sprach mit ihm über die Faszination des Grauens, über den Namen seines Protagonisten, die Popularität der vielen Forensik-Thriller und die menschliche Natur. "Leichenblässe" (Rowohlt Verlag heißt sein neuer Roman, am nächsten schreibt er schon.
Von Jan Drees ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

constant-das-brautkleid.jpg Zwischen Verständnis und Abscheu:
Die preisgekrönte Autorin Paule Constant durchleuchtet in "Das Brautkleid" (DVA) psychische Verstrickungen und spielt auf packende Art mit den Gefühlen der Leser. Präzise und einfühlsam zeigt Constant die Sichtweisen der Angeklagten, Anwälte und Zeugen und lässt uns permanent schwanken zwischen Verständnis und Abscheu.
Von Horst Eckert ... mehr

gerritsen-grabkammer Mumien im Keller:
Es wird immer schwerer, abgebrühte, in allen möglichen Tötungsarten bewanderte Krimileser bei der Stange zu halten.
Tess Gerritsen präsentiert daher einen Serienkiller der raffinierteren Sorte. In "Grabkammer" (Limes Verlag) macht sie uns kenntnis- und detailreich mit allerhand grausigen Konservierungstraditionen bekannt.
Von Manuela Martini ... mehr


Kalender

Ian Fleming
Fleming-Ian-Lancaster.jpg Am 28. Mai 1908 wird Ian (Lancaster) Fleming in London geboren († 12. August 1964 in Canterbury).
Der britische Schriftsteller schrieb u.a. zwölf James Bond-Romane, sowie ein Kinderbuch (Chitty Chitty Bang Bang), die alle verfilmt wurden.
Geboren in Mayfair, London, wuchs Ian Fleming als jüngerer Bruder des Reiseschriftstellers Peter Fleming auf. Er war Schüler des Eton College und der Royal Military Academy Sandhurst, danach studierte er Sprachen in diversen europäischen Universitäten. Vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Journalist und Börsenhändler. Zu Kriegsbeginn wurde er als persönlicher Assistent des Direktor der Marine-Nachrichtendienstes, John Godfrey, rekrutiert. Er gab ihm den Hintergrund und die Idee, Spionageromane zu verfassen. Nach dem Krieg zog es Fleming nach Jamaika, wo er auf seinem Winterwohnsitz Goldeneye einige jamaikanische Schauplätze in seine Romane aufnahm. (Info: wikipedia.de)
Infos:
Die Welt, Neue Zürcher, Die Welt, krimi-couch.de, "ZDF", BR3, James Bond.de, James Bondfilme.de, Jochen Vogt Uni Essen, 3sat 1, 3sat 2, Deutsche Welle , Google News


Alexander Heimann
Alexander Heimann Am 28. Mai 2003 stirbt Alexander Heimann nach langer Krankheit in Bern. (* 27. 6 1937 in Ferenberg bei Bern). Er war Buchhändler in London, Paris und Bern, wurde 1980 mit dem Roman "Lisi" auf einen Schlag bekannt. Es folgten die Romane "Die Glätterin", (1982), "Bellevue" (1984), "Nachtquartier" (1987), "Honolulu" (1990), "Wolfszeit" (1993) und "Dezemberföhn" (1996). "Lisi" wurde verfilmt ("Lisi und der General"), "Die Glätterin" ins Schwedische übersetzt. Für das Buch "Muttertag" (2001) wurde Alexander Heimann mit dem Deutschen Krimi-Preis 2002 ausgezeichnet. Diesen Preis durfte er schon für sein Buch "Dezemberföhn" im Jahre 1997 entgegennehmen. (Info: Cosmos Verlag
Infos bei ... krimi-couch.de , Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Neue Zürcher, Cosmos Verlag .

Mittwoch, 27. Mai 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden schreibt Nebenbei: Was sie nicht vorstellen wollte. Was sie aber vorstellt, sind Frauen in den Medien: Claudia Pineiro, Thea Dorn, Barbara Gantenbein, Eva Rossmann ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl meint, der Ich- Erzähler Frank Cassidy sei kein Guter und es sei die Kunst von Michael Collins, seine Figur dem Leser trotzdem sympathisch zu machen. "Nicht totzukriegen" (btb) fröne einem leichten Pessimismus, gebe aber doch dem mitfühlenden Individuum eine Chance ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 186: Tom Knox "Genesis Secret" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski teilt mit: Ab dem 22. September ist der dritte Band der American Underworld Trilogy von James Ellroy erhältlich ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer Menge Kleinkram mit/von/über Michael Connelly, Tom Piccirilli, Ken Bruen, John Harvey – und die Schweiz ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat einen neuen Vater des Kriminalromans entdeckt ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione (aber der liest: Dr. Siri sieht Gespenster) ...



ross_tod-des-kandiatenTagesspiegel: »Demagoge im weißen Anzug«:

Ein Teil der Geschichte ist natürlich frei erfunden. Zum Beispiel die Sache mit den Schimpansen. Der niederländische Schriftsteller Tomas Ross erzählt in seinem Kriminalroman "Der Tod des Kandidaten" (dtv) die Vorgeschichte eines Mordes. Das Opfer des geplanten Anschlags ist der rechtspopulistische Politiker Pim Fortuyn, der am 6. Mai 2002 erschossen wurde. Das Ergebnis ist ein politischer Thriller, der der Wirklichkeit stellenweise bedrohlich nahekommt. „Der Tod des Kandidaten“ ist also nicht nur ein Krimi, sondern zeichnet in erster Linie das Porträt einer zutiefst verunsicherten Gesellschaft.
Kolja Mensing in seiner Kolumne "VerbrecherJagd" ... mehr


connelly-echo-park taz: »Helden, die im Grab rotieren«

So mancher Held in der Kriminalliteratur trägt einen großen Namen. Denn mitunter nutzen ihre Schöpfer, vulgo Autoren, die Namensgebung dazu, bewunderten Genrekollegen zu huldigen. Doch was lässt sich von einem Autor sagen, der seine Hauptfigur Hieronymus (kurz: "Harry") Bosch nennt? Michael Connelly ist als mildernder Umstand anzurechnen, dass er Amerikaner ist, denn durch die Entfernung wird der unerschrockene Zugriff auf eine Ikone der europäischen Kunstgeschichte sicher erleichtert. In seinem neuesten Roman, "Echo Park" (Heyne Verlag), muss Bosch zum Abschluss in eine Höhle kriechen, die mit den stinkenden Leichen der weiblichen Opfer eines Serienmörders gefüllt ist.
Katharina Granzin in ihrer Kolumne "Crime Scene" ... mehr

Vermischtes


»Wallanders letzter Fall endet tragisch«

Der Fall wird "tragisch" enden. So viel verrät Erfolgsautor Henning Mankell bereits über seinen "definitiv" letzten Krimi mit Kommissar Kurt Wallander. Das Werk ist fast fertig und hat auch schon einen möglichen Titel. Das Magazin "Stern" über ein Interview des Autors mit dem Magazin "TV-Spielfilm" ... mehr




robotham-dein-wille-geschehe.jpgGlanz und Elend: Herzzerreißend gut

Michael Robotham weiß: "Viele Krimis haben das Problem, daß die Charaktere nicht stark genug sind und daß es mehr die Plots sind, die das Buch vorantreiben. Gute Romane brauchen starke Charaktere."
Nach drei Taschenbuchausgaben hat der Goldmann Verlag nun Robothams viertes Buch als Hardcover herausgebracht. Der frühere Journalist und Ghostwriter von Autobiographien schreibt herzzerreißend gute Romane. Daß es Thriller sind und Kriminalromane, akzeptierte er für sich zögerlich erst selbst, als er diese Benennung sogar in seinem Vertrag vorfand.
Von Alf Mayer ... mehr


hanif-Eine-Kiste-explodierender-Mangos.jpgBR: »Mohammed Hanifs Blick zurück in die Zukunft «:

1988 kam der pakistanische Diktator Zia ul-Haq bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Ein höchst aktueller Stoff für den ersten Roman des pakistanischen Autors, denn wie unter "Zia" findet gerade wieder eine bedrohliche Islamisierung des Landes statt. Die Ursache dieses Absturzes wurde nie offiziell geklärt, und das, obwohl auch andere hohe Militärs und ein amerikanischer Botschafter dabei ums Leben kamen. Das wiederum feuerte etliche Verschwörungstheorien an, viele von ihnen finden sich in Hanifs Debütroman wieder. Kollaboration von Regierung und Taliban, überhaupt die wachsende Islamisierung seines Heimatlandes sind aktueller Anlass für den historischen Stoff in Mohammed Hanifs Romandebüt "Eine Kiste explodierender Mangos" (A1 Verlag).
Die Sendung "Kulturwelt" sprach mit dem Autor ...mehr

Kalender

Dashiell Hammett
dasshiellhammett Am 27. Mai 1894 wird (Samuel) Dashiell Hammett im St. Mary's County an der Ostküste Marylands geboren († 10. Januar 1961 in New York mit 66 Jahren an einer Krebserkrankung).
Seine Romane "Der Malteserfalke" und "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Er verließ die Schule mit 13 Jahren, und wurde nach einer Reihe von Aushilfsarbeiten Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Acht Jahre lang war er dort als recht erfolgreicher Detektiv tätig, ehe er 1922, gesundheitlich angegriffen, Kurzgeschichten für Black Mask und andere populäre Kriminalmagazine zu schreiben begann. Zwischen 1929 und 1934 verfaßte er fünf Romane, die ihn als Begründer der sogenannten hard boiled school, einer aktionsbetonten, eigenständig amerikanischen Traditionslinie des Detektivromans ausweisen. Bis heute gilt er mit Raymond Chandler als der bedeutendste amerikanische Kriminalschriftsteller. Nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor in Hollywood wurde er wegen seines sozialistischen Engagements vom Ausschuß für "unamerikanische Aktivitäten" verfolgt, 1951 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und fast aller Publikationsmöglichkeiten beraubt.
Infos:
krimi-couch.de , "mordlust.de", , "wikipedia.org", , Jochen Vogt, Uni Essen, , Diogenes Verlag , January: Dashiell Hammett 75th-Anniversary Tribute (engl.), Don Herrons Hammett-Tour (engl.).

hillerman Tony Hillerman
Am 27. Mai 1925 wird Tony Hillerman als Sohn eines Farmers in Sacred Heart, Oklahoma geboren († 26. Oktober 2008 in Albuquerque, New Mexico)
Er besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den "Edgar Allan Poe Award" und den "Grandmaster Award". Für seine 2001 erschienenen Memoiren erhielt er ausserdem den "Agatha Award". Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebte mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico. (Rowohlt)
Infos:
kaliber. 38, Krimi-Couch, Wikipedia, TOGO, bücherforum, Rowohlt, tonyhillermanbooks.com/ (engl.), Q & A (engl.), Audio Interview (engl.), unofficial homepage (engl.), Interview über Religion (engl.)

Joseph Garber
garber-joseph Am 27. Mai 2005 stirbt der Thriller-Autor Joseph Garber in Woodside, Kalifornien an den Folgen eines Herzanfalls. Er wurde nur 61 Jahre alt (* 14. August 1943 in Philadelphia)
Joseph R. Garber wurde 1943 in Philadelphia geboren. Bis 1966 diente er in der U.S. Army, arbeitete dann für für verschiedene große Wirtschftsberatungsfirmen, erst in New York, dann in Kalifornien. Er lebte als Literaturkritiker und Kolumnist für das Magazin "Forbes" in Woodside/Kalifornien.
In deutschen Verlagen sind von ihm die Romane "Der Schacht" , "Im Auge des Wolfes" (beide Piper Verlag und "Milliarden-Poker" (Campus Verlag) erschienen ...
Info:
Nachruf beim "San Francisco Chronicle", Wikipedia

Dienstag, 26. Mai 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit den Krimilesungen am 26. Mai 2009 ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Donkey Punch" von Ray Banks. Banks ist einer der wilden jungen Briten, die sich vom getragenen Stil der Altvorderen entfernen und einen tüchtigen Schuss Realismus und Straßenschmutz in ihre Bücher packen. ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Richard Stark) ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Eisenmenger: "Quincy als Über-Ich - Medienbild und Realtität der Gerichtlichen Sektion" (PDF) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph glaubt an Vampire. Mit ihrem neuen Roman, "Der verbotene Ort" hat ihn Fred Vargas davon überzeugt, dass es diese Untoten gibt- jedenfalls in der Wirklichkeit des Textes ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-vor-dem-schwurgericht »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Fünfundfünfzigste Folge: Vor dem Schwurgericht.
Die letzten Fälle waren trübe, Maigret hat viel eingesteckt, irgendwie scheint ihm das alles zu reichen, und warum sollte ausgerechnet er nicht das Seine tun, um gegenzusteuern, wenn doch alle anderen nicht die geringsten Skrupel zu haben scheinen, die Welt immer ein bisschen düsterer zu machen? ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


Stashower-Sir-Arthur-Conan-Doyle.jpgFAZ: »Wir lösen Fälle auch mit Ektoplasma«:

Zum hundertfünfzigsten Geburtstag von Sir Arthur Conan Doyle – so lange musste es dauern! – ist nun auf Deutsch die erste (leider bildlose) Biographie erschienen. Auf dem englischsprachigen Markt gibt es viele, doch das Buch des amerikanischen Autors Daniel Stashower ist die beste Wahl. Der deutsche Untertitel "Das Leben des Vaters von Sherlock Holmes" (Baskerville Verlag) lässt jedoch den Detektiv wieder triumphieren, den Doyle zunehmend als lästigen Begleiter empfand.
Von Elmar Schenkel ... mehr


leon-das-maedchen-seiner-traeumeNDR:
»Kaum Spannung«

Die Schriftstellerin Donna Leon ist Amerikanerin, aber sie hat eine venezianische Kultfigur geschaffen: Commissario Guido Brunetti. Jetzt ist der 17. Fall erschienen:Der neue Fall des Commissario Brunetti "Das Mädchen seiner Träume" (Diogenes Verlag) ist nicht schlecht: differenziert und sehr nachdenklich. Aber Donna Leon hat schon bilderreicher den Geruch, Geschmack und Geräuschpegel Venedigs eingefangen. Und vor allem hat sie schon spannendere Krimis geschrieben.
Von Susanne Neumann ... mehr


Sherlock-holmesDie Welt: »Der Mann, der Sherlock Holmes erfand«:

Kein anderer Schriftsteller hat so oft versucht, sich seine bekannteste Schöpfung vom Hals zu schaffen. Zeitlebens hätte sich Arthur Conan Doyle lieber seinen wahren Steckenpferden gewidmet. Dann hätte er mit Herzblut schreiben können statt bloß mit Tinte. Nur zu gern hätte dieser dichtende Burenkriegskämpfer, der vom Rationalisten zum Esoteriker, vom Naturwissenschaftler zum Eskapisten mutierte, öfter politische Essays oder mystische Thesen, historische Abenteuer- oder Science-Fiction-Romane zu Papier gebracht als jene Detektivgeschichten, die er rasch satt hatte. Doch das Publikum schrie ausschließlich nach zwei Protagonisten: dem spleenigen, blasierten, nah an Opium und Kokain gebauten Kombinationskünstler Sherlock Holmes und dessen bieder-behäbigem Adlatus Dr. Watson. Zum 150. Geburtstag des schottischen Schriftstellers Arthur Conan Doyle.
Von Hendrik Werner ...mehr


viel-Das-absolut-perfekte-VerbrechenFAZ:
»Ballon mit kostbarer Fracht«

Wo Angst ist, wächst die Präzision: Aus dieser Weisheit hat der französische Autor Tanguy Viel einen feinen Gangsterroman über Verrat und Rache gezaubert. Man könnte "Das absolut perfekte Verbrechen" (Wagenbach Verlag) bequem aus dem Kinosessel erleben, Klassiker im Kopf, in denen lange nicht viel geschieht, außer dass ein Coup geplant wird, zur Rache oder nur aus Spaß. Und wenn dann kurz vor dem entscheidenden Moment die Scheinwerfer ausgehen und es so dunkel wird, dass man nur noch die Glut der Zigaretten und das Weiß des Kleides der begleitenden Frau sehen kann, geht auf einmal das Licht im Saal an und reißt einen aus der Versenkung, weil der Film gerissen ist oder die Maschine kaputt. Wie ginge es dann weiter?
Von Anja Hirsch ... mehr


katzenbach-die-rache.jpgDer Spiegel: »Reporter mit Racheplänen«:

Mit Verbrechen kennt er sich aus: John Katzenbach war Gerichtsreporter.
Jetzt kommt er selber mit dem Gesetz in Konflikt - aber nur zwischen den Buchdeckeln. Letzter Streich: der Krimi "Die Rache" (Knaur Taschenbuchverlag), in der aktuellen Bestsellerliste auf dem 16. Rang. Wer sich bislang gut aufgehoben fühlte in seiner Mitteklasse-Existenz, kann sich bei Katzenbachs Roman wohlig gruseln: Hier wird routiniert jenes Milieu demontiert, dem auch die meisten Krimileser angehören.
Von Ingo Schiweck, Buchreport ... mehr


winslow-pacific-private.jpgWDR: »Ein sehr ungleiches Autorenteam«

Schöner Schauplatz, coole Charaktere, der Autor ein Könner - macht den perfekten Sommerkrimi. Antje Deistler hat den Surferroman "Pacific Private" (Suhrkamp Verlag)von Don Winslow für sich entdeckt.
Der Ton ist witzig, ohne bemüht zu klingen, und Don Winslow weiss, wann er sich den Witz angesichts der Schattenseiten des kalifornischen Lifestyles sparen kann. Surfen, so lernen wir hier, kommt von "Surface", also Oberfläche. Dieses Buch taucht tiefer. Halten Sie die Luft an!
... mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden ...

Montag, 25. Mai 2009

Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 25


Hartmann-Darling.jpgThomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.


Ein Levantiner im Konflikt, ein toter Amerikaner in Island, eine Detektivin in London und ein Sternekoch mit Gift ...
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 25 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im April 2009 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Frank Göhres "Mo" und William Gay s "Nächtliche Vorkommnisse" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden weiß, dass Gabriella Wollenhaupt heute erstmals ihren Krimi "Grappas Gespür für Schnee" in Dortmund vorstellt ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl findet, dass "Warten auf Poirot" (Ariadne) von Nora Miedler für eine Debütantin nicht ungeschickt gemacht ist. Und die Boshaftigkeit der scheinbar schwachen und schutzbedürftigen Erzählerin trägt dazu bei, die dialogsichere Geschichte bis zuletzt am Kochen zu halten ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 185: Andreas Franz' "Mörderische Tage" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über eines der dunklen Kapitel der katholischen Kirche: ihr Umgang mit Frauen, insbesondere mit schwangeren Frauen, die ihre Schwangerschaft nicht kirchlich legitimiert erwarben. Besonders dunkel war es in Irland ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit einem Interview im Verhörzimmer: er sprach mit Horst Eckert über "Sprengkraft" ...

Martin Compart: Chandler war ein brillanter Analytiker der Filmsprache. Aber mit dem alten Ray war nicht gut auszukommen. Billy Wilder hasst ihn bis heute und erzählt gerne hämische Geschichten über ihn ...

NuT:
Joachim Linder mit Verweisen auf Artikel "Andernorts ..." ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph meldet, dass Anna Veronica zusammen mit dem jamaikanischen Zwangspraktikanten Bob den neuen Bestseller von Simon "Ich hab immer die coolsten Cover" Beckett gelesen hat ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
Betrachten Sie Ihren Picknickkorb lieber mit einiger Besorgnis: Fred A. Walterspiel veranstaltet für Sie ein kleines Bloody-Food-Special. Sie lernen von Dr. Lehmanns Sachkunde, Sie überlegen mit Doris Wieser anlässlich der Chandler-Jubelwochen, wie weit man mit seiner Poetik wirklich kommt, Sie betrachten mit Friedemann Sprenger einen noir-Comic, bekommen Schädelbrummen wie Anna Veronica Wutschel und raisonnieren mit Thomas Wörtche über Gebisse.Das jahreszeitlich abgestimmte Gedicht lassen wir uns heute von Georg Kreisler vorsingen ...

Die Themen vom 23. Mai im Detail:


mueller_kle.jpg Bloody-Food-Special
Kochen und Grimmis – ein glücklicherweise abgewickeltes Modethema, das nur noch in ein paar ganz abgelutschten Büchern eine Rolle spielt. All die Rioja-, Schafskäse- und Kochgrimmis, die ganzen albernen "mörderisches Dinner"-Events und der ganze einschlägige Marketing-Kombi-Unfug nerven seit Jahren höllisch. Höchste Zeit also, sich das Thema mal von einer anderen Warte aus anzusehen. Fred A. Walterspiel hat ein bisschen rumgelesen – quer durch Roman und Sachbuch ... mehr


lehmann_sac.jpg Dr. Lehmanns Sach- und Warenkunde, 10. Lieferung
Heutzutage weiß jeder Verbrecher und jede Krimischreiberin, dass man Handschuhe tragen sollte, um keine Fingerabdrücke zu hinterlassen. Aber auch Handschuhe selbst hinterlassen Spuren: Die Krux mit den Handschuhen ... mehr

chandler_sim.jpgWie simpel die Kunst des Mordes bei Chandler und in Lateinamerika (nicht) ist
Die vom Diogenes Verlag neu herausgegebene Sammlung von Briefen und Notizen Raymond Chandlers enthält auch seinen berühmten Essay Die simple Kunst des Mordes (The Simple Art of Murder, 1944). Der Essay stellt einen Meilenstein in der Theoriebildung dar, der durchaus auch Liebhabern zeitgenössischer Kriminalliteratur interessante Einsichten gewährt.
Doris Wieser hat sich Gedanken gemacht, wieso Chandler zwar oft zustimmend aufgerufen wird, aber dahinter nicht immer etwas Substantielles steckt ...mehr

brubaker_cri.jpgNoir ist noir ist noir ist noir ...
Noir hat zurzeit Konjunktur. Obwohl noir vielleicht doch nur ein zeitgebundenes, ein historisches Konzept ist. Szenarist Ed Brubaker und Zeichner Sean Phillips sind da mit dem 3. Band ihres "Criminal"-Projektes konsequent – sie beschwören die 1960er und 1970er Jahre herauf, in denen die Dinge anfingen, komplizierter zu werden, aber an manchen Punkten noch ganz einfach waren.
Friedemann Sprenger hat sich auf die Zeitreise begeben ...mehr

knox-genesis-secretErbarmen!
Irgendwo liegt das Geheimnis der Menschheit begraben. Tom Knox weiß wo und erklärt uns das in seinem ersten Thriller "Genesis Secret" mit einem waghalsigen Sprung in ein düsteres Allerlei. Doch – so viel Erbarmen sei uns vergönnt – kann die Welt am Ende aufatmen, niemanden wird’s aus den Fugen schlagen! Denn Knox erzählt wie ein böser Wüstendämon, der allerdings zu lange in der Sonne gesessen hat.
Anna Veronica Wutschel brummt der Schädel ...mehr

houston_blu.jpgKoschere Beißerchen
Früher war alles besser. Na ja, aber immerhin war der Clou beim klassischen Vampir-Roman eben, dass die Viecher ihre Geschlechtswerkzeuge im Gesicht trugen. Okay, das ist vielleicht über Jahrhunderte hinweg wenig abendfüllend, aber keusche Vampire mit Beißhemmung wie die von der Lady mit dem religiösen Hintergrund ---, neee, das muss nicht sein. Glücklicherweise gibt es derlei Unfug nicht bei Charlie Houston und seiner Hauptfigur Joe Pitt. Da wird noch zugebissen, dass das Blut fröhlich spritzt.
Recht so, findet Thomas Wörtche, der den dritten Teil der Saga gelesen hat ...mehr

Krimi-Gedicht der Woche:
Tauben vergiften
von Georg Kreisler ... mehr




Kalender
Am 25. Mai 1927 wird Robert Ludlum in New York City geboren ludlumrobert (†12. März 2001).
Im Alter von 14 Jahren verließ er sein Zuhause und wollte zur Bühne gehen, wurde aber von seiner Mutter zurückgeholt. Drei Jahre später ging er dann zunächst zum Militär und begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Schauspielerkarriere. Trotz seines Erfolges am Theater und im Fernsehen und auch als Produzent, beschloß er mit vierzig, diese Karriere an den Nagel zu hängen und studierte Kunstgeschichte.
Im Alter von 44 Jahren veröffentlichte er nach 18 Monaten Arbeit das Buch "Das Scarlatti-Erbe" und katalputierte sich damit in die Bestsellerlisten, in die er mit fast jedem neuen Buch gelangte: er verkaufte (auch unter dem Pseudonym Jonathan Ryder) mehr als 20 Millionen Bücher, seine Romane wurde verfilmt und in über 40 Sprachen übersetzt. Den Höhepunkt seiner schriftstellerischen Leistung (die nie unumstritten war) erreichte er nach Meinung vieler Kritiker mit seiner Jason-Bourne-Trilogie. Bis zu seinem Tod lebte Robert Ludlum mit seiner Frau Mary und seinen Kindern in Florida und Connecticut.
Info:
krimi-couch.de, Random House, wikipedia.de, Robert-Ludlum-Fan-Board, www.filmrezension.de, krijasto.sci.fi. (engl.), ludlumbooks.com (engl.)

Freitag, 22. Mai 2009

Axel Bußmers TV & Buchtipps 23. Mai – 5. Juni 2009

quai-des-brumes-zwei.jpg In den kommenden beiden Wochen dürfen Henning-Mankell-Fans sich auf die britische Version mit Kenneth Branagh als Kommissar Wallander freuen. Außerdem gibt es eine neue Folge von "Der Kommissar und das Meer", etliche Håkan-Nesser-Verfilmungen und Inspector Barnaby ermittelt emsig. Collinson-And-then-there-were-none.jpgIn der Klassikerabteilung gibt es Marcel Carnés "Hafen im Nebel" und Lt. Columbo hat noch eine Frage. Und natürlich werden wieder viele Wiederholungen (Zum Beispiel den ersten Auftritt der ersten deutschen TV-Kommissarin) und einige interessante Verfilmungen gezeigt.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier



Sherlock-holmesRBB Inforadio: »Die Nachfahren von Sherlock Holmes«:

Er hat das Ermittler-Gespann Sherlock Holmes und Dr. Watson erfunden und damit die Kriminalliteratur weltweit geprägt: der schottische Arzt und Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle. Am 22. Mai jährt sich sein 150. Geburtstag.
Ute Büsing sprach mit dem Literaturwissenschaftler und Krimi-Kenner Thomas Wörtche über die Bedeutung von Doyle und über die Faszination des Genres Krimi ...
Ein Beitrag, den Sie auch hören können ...mehr


vargas-der-verbotene-ort.jpgARTE: »Angst und Ängste«

Angst und Ängste und wie man mit ihnen umgeht, sind das Spezialgebiet von Fred Vargas. Sie kennt sich aus in den Albträumen unserer Geschichten. Aus den kollektiven Ängsten schafft Fred Vargas die Chiffren, aus denen ihre wundersamen Polars (französisches Kürzel für Krimi) entstehen. Soll man sie die beste lebende Kriminalschriftstellerin Europas nennen? Ich denke schon. Ihr ist gelungen, wovon jeder Autor träumt: Fred Vargas hat für ihren "polar poétique" eine ganz eigene, unverwechselbare Sprache gefunden. Soeben ist "Der verbotene Ort" (Aufbau Verlag), ihr neuer Roman mit Kommissar Adamsberg auf Deutsch erschienen. Darin geht es um Vampire, Väter und Vaterschaft, um die großen Plagen Europas.
Tobias Gohlis hat Fred Vargas zur Krimiautorin des Monats gewählt ... mehr


roslund-hellstroem-Blinder-Glanz.jpgWDR: »Ein sehr ungleiches Autorenteam«

Roslund & Hellströms Serie um den nicht wirklich sympathischen Kommissar Grens sei eine schöne Entdeckung, und zwar nicht nur für Fans schwedischer Schwermut. Sagt Antje Deistler, Krimiexpertin von WDR 2. "Blinder Glanz" (Fischer Taschenbuchverlag) sei ein hochmoderner Krimi, der die alten Fragen nach Recht und Gerechtigkeit, nach Opfern und Tätern ganz neu stellt. Roslund & Hellström haben sich auf dem heiss umkämpften schwedischen Krimimarkt längst ihren Platz erobert. In Deutschland sind sie noch nicht allzu bekannt, aber das wird sich ändern. Jedenfalls wenn der gute alte Satz stimmt, nach dem sich Qualität durchsetzt. ... mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden ...


Kalender
Am 22. Mai 1859 wird Arthur Conan Doyle in Edinburgh geboren († 7. Juli 1930 in Crowborough, Sussex).
Er veröffentlichte die Abenteuer des Sherlock Holmes und dessen Freundes Dr. Watson. Bekannt ist auch sein Roman Lost World (Verlorene Welt). Doyle_Arthur_Conan_(1859-1930).jpg Doyles Vater, ein irischstämmiger Beamter aus Aristokratischem Hause, ließ ihn Medizin in Edinburgh studieren. Mit 28 Jahren (1859) veröffentlichte er die erste Geschichte des Detektivduos "A Study in Scarlet" (dt. Eine Studie in Scharlachrot). Mit dem Jahr 1891 kann er sich durch die Schriftstellerei finanzieren. Nunmehr veröffentlicht er Kurzgeschichten seiner beiden Protagonisten im "Strand Magazine". Obwohl er 1893 mit einem Sammelband namens "Sherlock Holmes' Memoires" (dt. Die Memoiren des Sherlock Holmes) den Helden beim Kampf gegen seinen Widersacher sterben lassen will, bewegt ihn die aufgregte Leserschaft zu weiteren Geschichten. (Info: Wikipedia)
Info bei krimicouch.de, epilog.de, Projekt Gutenberg, baskerville.de , Doyle Society (engl.) , sherlockian.net (engl.) , Doyle Literary Estate http://221bakerstreet.org/ (engl.) , bakerstreet.org (engl.) .

Dienstag/Mittwoch, Donnerstag 19.-21. Mai 2009

Ausfall!
Oh je.hirn Erst die Reise durch den Osten der Republik und nun schon wieder das Schicksal älterer Alligatoren: erst ans Bett gefesslt und dann die Reise durch die Arztpraxen der Region!
Ja, nach den Gelenken streikt nun der ganze Körper. Oder das Hirn im Kopf, das dem Körper die Signale gibt, zu verharren: totale Ermattung, das Kriechen als Dauerzustand.
Und da ältere Alligatoren gelernt haben, diese Signale zu verstehen und ihrem Körper zu gehorchen, geben wir uns der totalen Ermattung hin und hoffen auf baldige Genesung. Bis dahin ruhen leider auch die Nachrichten aus der Welt der kriminellen Literatur.
Herzliche Grüße
Die Redaktion


Montag, 18. Mai 2009

Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Ullrich Wegerichs "Berliner Blut" und "Berliner Macht" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 18. Mai 2008 ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 183: Bodo Dringenberg "Kleiner Tod im großen Garten" ...

Krimilady:
Henny Hidden hat nicht den blassesten Schimmer, warum die Suhrkampmitarbeiter ausgerechnet diesen Erstlingsroman von Kathryn Miller Haines "Miss Winters Hang zum Risiko" für ihren Einstieg in die Krimiwelt auswählten. Eines war es wohl nicht, das Herausfischen einer Perle aus dem internationalen Krimigeschehen und eines wird es wohl nicht werden, eine große Bereicherung des deutschen Krimimarktes ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Roger Smiths Absichten beim Schreiben seines Erstlings "Mixed Blood" (deutsch: Kap der Finsternis). Und das was er dort ankündigt, hat er erfolgreich umgesetzt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit einer Menge Kleinkram: Interviews mit Andreas Steinhöfel, Elmore Leonard und Harlan Coben, Neuigkeiten zu "Killshot", Filmbesprechungen von "Das Fenster zum Hof" und "Gewagtes Alibi" ...

NuT:
Joachim Linder verweist auf den Blog des anderen großen "alten" Krimimannes Martin Compart ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph meldet einen neuen Titel in der "Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts": Maxim Gorkis "Die Geschichte eines Verbrechens"!...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
diesmal stellt Ihnen Thomas Wörtche die Max-Mingus-Romane von Nick Stone vor, Uta-Maria Heim betrachtet in der 10. Folge ihrer Kopfschuss-Kolumne das Fragezeichen. Ulrich Deurer beschäftigt sich mit der neuen Krimi-Reihe des Suhrkamp Verlages. Elfriede Müller porträtiert den Schriftsteller Frank Göhre. Lena Blaudez hat den Afrika-Roman von Nick Brownlee gelesen. Und Shemekia Copeland erzählt im Gedicht, warum Memphis ein schlechtes Pflaster für sie ist. ...



maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigrets-gestaendnis »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Vierundfünfzigste Folge: Maigrets Geständnis.
Wieviel Möglichkeitssinn braucht ein Kommissar, und wieviel ist schon wieder schädlich? "Ist er schuldig?" fragt Madame Maigret ihren Mann. "Die Chancen stehen 50 zu 50", sagt der Kommissar ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission o-flynn-Was-mit-Kate-geschah.jpgermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Was mit Kate geschah:
Vom Überleben des Archaischen in einer rundum ausgeleuchteten Moderne: Catherine O’Flynns Debüt "Was mit Kate geschah" (Atrium Verlag) ist kein Kriminalroman im herkömmlichen Sinn.
Die komplexe, vielleicht manchmal sogar überfrachtete Geschichte handelt von den Vergangenheitsschichten, auf denen das Neue entsteht, ein saugendes, fressendes Monster, das Menschenblut trinkt. Sie handelt vom Verlust der Jugend und der Hoffnungen: Kate ist die einzige, die ein Leben voller Möglichkeiten noch vor sich hat, alle anderen haben in den vergangenen Jahren nur ihre Illusionen verloren. Von Anne Chaplet ... mehr



glynn-sieben-tage.jpgDeutschlandfunk: »Im Blutrausch«:

263 Seiten pure Abschlachterei, Mord, Vergewaltigung und Totschlag - der Debütroman "Sieben Tage" (S. Fischer Verlag) vom britischen Autoren Jonnny Glynn wird vor allem wegen seiner "Abscheulichkeitsdichte" gelobt. Die Schilderung eines Psychopathen im Blutrausch wurde in Großbritannien zum Hit, jetzt gibt es ihn auch in deutscher Übersetzung. Einer Menge Leute scheint jedoch dieser kurze Kick des Bizarren zu gefallen. Hervorgehoben wird, dass hier jemand noch radikaler, noch brutaler, noch rücksichtsloser Mord und Totschlag, Sadismus und die eigenen Körperflüssigkeiten bis zum Endloskotzen beschreibt als es Bret Easton Ellis "American Psycho" oder jüngst Charlotte Roche getan haben. Man glaubt es kaum, aber gelobt wird das Buch wegen seiner "Abscheulichkeitsdichte".
Von Martin Grzimek ... mehr

Montag, 11. Mai 2009

Ups!
Fast vergessen: Die Alligatorpapiere machen Pause!!
deutschland-karte.gif
Vom Montag, 11. Mai bis Freitag, den 15. Mai 2009 gibt es hier keine Aktualisierungen.

Wir gehen ins Detail!
Wir reisen durch Deutschland. Und beginnen im Osten.
Ab Montag, den 18. Mai sind wir wieder für Sie da!
Machen Sie es wie wir: lesen Sie während dieser Zeit wieder mehr in Krimis, als darüber. Und: vermissen Sie uns bitte ein wenig!
Eine gute Zeit wünscht die Alligator-Redaktion (nach Diktat verreist) ...



Glauser Preise 2009 verliehen

Die Glauser-Preise des Jahres 2009 sind vergeben. Am Abend des 9. Mai 2009 im Rahmen des "Tango Criminale", zum Abschluß der 23.Criminale, dem Jahrestreffen des SYNDIKATS wurden in Singen die PreisträgerInnen bekannt gegeben.
Wer war es denn nun? Wer hat gewonnen?

GLAUSER 2009

Kriminalroman:
Gisa Klönne: "Nacht ohne Schatten" (Ullstein Verlag)

Debut:
Lucie Klassen: "Der 13. Brief" (Grafit Verlag)

Krimikurzgeschichte:
Judith Merchant: "Monopoly" (Verlag Johannes Heyn, Anthologie "Geschichten von schönen Scheinen")

Martin:
Christian Linker: "Blitzlichtgewitter" (dtv Verlag)

Ehrenglauser:
Hans Werner Kettenbach
für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur.

Die Begründungen zu den einzelnen Preisen finden Sie bei hier



BOKAS-im-WDR
Mord und Totschlag im Archiv
30.000 echte Krimis, 10.000 Bücher über Krimis und 70.000 Artikel über Krimis stehen in Deutschlands einzigem Sekundär-Literatur-Krimi-Archiv in Bonn. Sein Besitzer, Buchhändler Thomas Przybilka, betreibt das Archiv in seiner Freizeit.
Ditmar Doerner hat ihn für den WDR besucht. Ein Beitrag, den Sie sich ansehen können ...mehr


Kalender
Rubem Fonseca
fonseca-rubem Am 11. Mai 1925 wird Rubem Fonseca in Rio de Janeiro als Sohn portugiesischer Einwanderer geboren.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Strafrecht war er zunächst als Dozent tätig. Später wurde er Verwaltungsbeamter in unterschiedlichen Positionen. Seine Verwaltungskarriere begann er am 31. Dezember 1952 als Kommissar im 16. Bezirk von São Cristóvão in Rio de Janeiro. Für kurze Zeit arbeitete er als Streifenpolizist, dann im Bürodienst. Zusammen mit anderen Beamten aus Rio de Janeiro wurde er 1953/54 in die USA geschickt, um sich dort weiterzubilden. Viele der in dieser Zeit von ihm wahrgenommenen Begebenheiten und Ereignisse fanden Eingang in seine Werke, während er sich verstärkt der Literatur widmete. Seine letzte Stellung in der Verwaltung war die des Direktors der Elektrizitätswerke in Rio de Janeiro.
Am 6. Februar 1958 schied er aus dem Verwaltungsdienst aus und wandte sich endgültig der Schriftstellerei zu. Als Journalist, Kritiker, Autor, Drehbuchautor und zeitweilig als Direktor der Abteilung Kultur des Erziehungsministeriums in Rio de Janeiro tätig.
Seine Werke behandeln die Ausschweifungen und die Gewalt in den Städten. Er erzählt in einem nüchternen und direkten Stil von einer Welt, in der Außenseiter, Mörder, Prostituierte etc. sich vermischen. Sein bekanntestes Werk ist „Mord im August“ (Originaltitel: Agosto), das die Verschwörungen nach dem Selbstmord von Getúlio Dornelles Vargas thematisiert. Fonseca schreibt sowohl Romane und Kurzgeschichten als auch Drehbücher fürs Kino. Arbeiten von ihm wurden ins Englische, Französische und Deutsche übersetzt. Der brasilianische Autor gehört zu der Generation von Schriftstellern, die Brasiliens Literatur über die Grenzen des Landes hinweg bekannt machten.
Inf:
Unionsverlag, Wikipedia, Krimi-Couch, Munzinger Biographie, DAAD

Louis Weinert-Wilton
Am 11. Mai 1875 wurde Louis Weinert-Wilton als Alois Weinert in Tepl/Tepla (Nordböhmen) oder Weseritz/Bedruzice geboren († 05.09.1945 in Prag ).
weinert-wilton-louis Geboren als Sohn einer gutbürgerlichen Familie der k.u.k. Monarchie besuchte Louis Weinert-Wilton die Militärschule in Pola (heute Pula, Jugoslawien) und nahm als Oberleutnant seinen Abschied aus gesundheitlichen Gründen. Er heiratete und arbeitete 1901 als hauptberuflicher Redakteur beim "Prager Tageblatt". Nebenher schrieb er einige Dramen. Später wurde er Chefredakteur des "Prager Abendblattes", und schließlich 1921 kaufmännischer Leiter des "Neuen deutschen Theaters" in Prag.
1929 veröffentlichte er unter seinem Autorennamen "Louis Weinert-Wilton" seine ersten beiden Kriminalromane, 1936 quittierte erweinert-wilton-weissespinne.gif seinen Dienst am Theater und lebte als freier Schriftsteller in Prag. Zwischen 1929 und 1939 erschienen insgesamt elf Kriminalromane von ihm im Leipziger Goldmann-Verlag. 1945 starb Louis Weinert-Wilton im Alter von 70 Jahren in einem tschechischen Lager für Deutsche in Prag.
Weinert-Wilton schrieb in der Tradition von Edgar Wallace mechanisch konstruierte Rätsel- und Geheimniskrimis im Londoner Milieu, die eine Auflage von über drei Millionen Exemplaren erreichten. Weinert-Wiltons Werke wurde auch in der Nachkriegszeit in Bearbeitungen vom Münchener Goldmann-Verlag weiter veröffentlicht und dienten in den sechziger Jahren im Lauf der Welle der Edgar-Wallace-Filme als Vorlage für einige Kriminalfilme, mit denen die Wallace-Filme kopiert wurden. (Text: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren – Internet-Edition)

Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, wikipedia , krimi-couch.de .

Im rororo-Thriller-Magazin "Schwarze Beute" No. 2/1987 (Hrsg. Klugmann/Mathews) ist ein 10-seitiger, lesenswerter Aufsatz von Dr. Norbert Menzel erschienen: "Die vergessenen Morde des Weinert-Wilton"

Freitag, 8. Mai 2009

Axel Bußmers TV & Buchtipps 9. – 22. Mai 2009

the-girl-in-black-stockings-drei.jpg Willkommen zugilda3.jpg einigen ruhigen Tagen voller Mord und Totschlag. Aber solange Barnaby, Bienzle, Wallander und der Wolf im Dienst der guten Sache unterwegs sind, haben Mörder letztendlich keine Chance.
Neben diesen spielfilmlangen TV-Krimis gibt es auch einige immer wieder sehenswerte Spielfilme. Dazu gehören Charles Vidors Noir "Gilda", Robert Moores Neil-Simon-Verfilmung "Eine Leiche zum Dessert", Gordon Parks Ernest-Tidyman-Verfilmung "Shaft", Lee Tamahoris Pete-Dexter-Verfilmung "Nach eigenen Regeln", Claude Chabrols selten gezeigte Jean-Marie-Fitère-Verfilmung "Violette Noizière", Curtis Hansons immer wieder sehenswerte James-Ellroy-Verfilmung "L. A. Confidential", Jacques Derays eher selten gezeigte Derek-Raymond-Verfilmung "Mörderischer Engel" und zur Vorbereitung für den nächsten Dan Brown gibt es "The Da Vinci Code - Sakrileg"..
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier


Radio-tipp

Samstag, 9. Mai 2009 von 19.04 Uhr im Kulturradio

Nicht nur Sherlock Holmes
Arthur Conan Doyle zum 150. Geburtstag
Eine Sendung von Inge Zenker-Baltes

(Leider keine weiteren Informationen vorhanden) ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden über eine Diskussion bei der Criminale: "Warum gewinnen Krimiautorinnen keine Preise?" und die Ladies Crime Night ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Spinetingler Awards und den Irish Book Award, die vergeben wurden. Und über Michael Robothams Lesereise durch Deutschland ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und auch mit den Spinetingler Awards ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers über Charles den Tex' Roman "Die Zelle": Datendiebstahl im Internet, Kontrollverlust, Terrorhysterie - dem Niederländer Charles den Tex ist ein ziemlich beklemmend-spannender Thriller vor einem wohl leider sehr realistischen Hintergrund gelungen. ...

NuT:
Joachim Linder mit einem langen Beitrag zum Thema: "Ich bin ein Psychopath". Über Ian Walker und seine TV-Doku "I, Psychopath" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über seine bisherigen Favoriten des Jahres. Vier Frauen haben es auf die neue Liste dieser Sieben Glorreichen geschafft (u.a. Selma Mahlknecht) ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



breslin-Die-gute-Ratte.jpgStuttgarter Zeitung: »Sumpfausflüge, Ovid und Mafianostalgie«:

Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der Mai-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
Nick Stone ("Der Totenmeister "), Jimmy Breslin ("Die gute Ratte"), Bacher/Noller/Rudolph ("Krimijahrbuch 2009"), Carl Hiaasen ("Panther") und Monika Geier ("Die Herzen aller Mädchen") ... mehr


cappellani-habe-die-ehre.jpgDLR: »Munterer Mafia-Klamauk«:

Ottovio Cappellani liefert mit "Habe die Ehre" (Rowohlt Verlag) eine bitteböse Satire auf die Mafia- und Macho-Kultur seiner Heimat Siziliens ab. Gekonnt spielt er mit Klischees und Versatzstücken aus der Weltliteratur, zeigt verfeindete Clans, Korruption und Chaos. eine Mafia-Klamotte mit allem, was dazu gehört: tumben Bossen, nervtötenden Gattinnen im Dauerkaufrausch, frechen Geliebten, verzogenen Mafiosi-Töchtern, kaltblütigen Killern, Möchtegern-Künstlern, gekauften Politikern, verfeindeten Clans, Korruption und Chaos. Beste Unterhaltung, bei der das Lachen zuweilen im Halse stecken bleibt.
Von Maike Albath ...mehr


markaris-die-kinderfrauKölner Stadt-Anzeiger: »Grieche sucht Griechin«:

Der scharfzüngigste griechische Krimiautor hat sein sechstes Werk veröffentlicht: "Die Kinderfrau" (Diogenes Verlag) spielt in seinem Geburtsort Istanbul und handelt vom mörderischen Rachezug einer Seniorin - vor dem Hintergrund des schwierigen griechisch-türkischen Verhältnisses. Bis heute betrachtet Petros Markaris Istanbul als seine Heimat, als Hort einer in Frieden verbrachten Kindheit. Und genau diese Kindheitserinnerungen seien es gewesen, die ihm das Schreiben seines aktuellen Buches so schwer gemacht hätten.
Von Petra Pluwatsch ...mehr


markaris-bogdahn.jpgBR: »Griechischer Krimi-Autor«:

Sein Vater hatte sich ja was dabei gedacht, als er Petros Markaris zum Volkswirtschaftsstudium nach Wien schickte. Weit weg von zu Hause aber machte der "Student", was er wollte: Er begann zu schreiben. Seine von ihm erfundene Kommissar-Figur "Kostas Charitos" gilt als ebenbürtig zu seinen "literarischen Kollegen" Wallander und Brunetti.
In "Eins zu Eins. Der Talk" spricht er mit Moderator Achim Bogdahn über seine Liebe zu Istanbul, das er mindestens einmal im Jahr besuchen muss und das Niveau griechischer Fernsehsendungen.
Der Talk auf Bayern 2, den Sie als podcast nachhören können ... mehr


gay-naechliche-vorkommnisse.jpHR: »Kriminelle Dinge«

Am ersten Montag des Monats gibt es im Hessischen Rundfunk die hr2-Krimibesprechungen.
Am 4. Mai 2009 mit folgenden Titeln:
Renée Pleyter: "Tödlicher Hermannslauf", (Pendragon Verlag)
Robert Hültner: "Inspektor Kajetan kehrt zurück" (btb Verlag)
William Gay: "Nächtliche Vorkommnisse" (Arche Verlag)

Vogestellt von Ruth Fühner.
Die Sendung kann als podcast gehört werden (Länge: 7:49 Min) ... mehr


Termine

Criminale 2009
Jedes Jahr sucht das SYNDIKAT eine andere deutschsprachige Stadt heim. Mit seinen Hunderten Mitgliedern, die praktisch ununterbrochen an Mord und Totschlag denken, allesamt schon die ausgefeiltesten Tötungsrituale ersonnen und bereits Hunderttausenden, wenn nicht Millionen Menschen schlaflose Nächte bereitet haben, hält es heuer die Hegau-Region rund um die badische Stadt Singen/Hohentwiel bis hinein in die schweizerische Nachbarregion rund um Schaffhausen in Atem.
Stichwort "Gefährliche Nachbarn": Vom 6. bis 10. Mai 2009 steht die deutsch-schweizerische Bodensee-Region wieder einmal im Banne des Verbrechens - rein literarisch betrachtet natürlich. Die CRIMINALE findet statt.
Ein Bericht von Manfred Wieninger im Magazin ... Evolver


Donnerstag, 7. Mai 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Fred Vargas. Dazu die Krimilesungen am 7. Mai 2009 ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl hält "Die Totgesagten" nicht für den allerbesten Krimi der schwedischen Autorin Camilla Läckberg. Aber da sie sowieso weit über dem Durchschnitt angesiedelt ist, reicht das noch immer für ein gepflegtes Lesevergnügen ...

Krimilady:
Henny Hidden gefällt in Mirjam Kristensens "Ein Nachmittag im Herbst" als Erstes die einfache, schnörkellose Sprache, mit der es gelingt, so wunderbar in die Atmosphäre einzutauchen: allein, bindungslos in einer lauten, schrillen Stadt. Eine kleine Studie über die Menschen und - ein Kleinod ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Die Verführung der Intelligenz durch die Tat: "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" von Gianrico Carofiglio ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit ein wenig enttäuschtem Blick auf das Krimijahrbuch 2008 ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers über Minck & Minck: "umgenietet": Der dritte Fall für Maggie Abendroth, der chronisch vernörgelten, chaotischen Ermittlerin wider Willen, bietet wieder überdrehten Charme in einer skurrilen Handlung, immer knapp an der Grenze zur Albernheit, doch nie aus dem Gleichgewicht ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Irma Heldman steht auf Leons 18. Brunetti-Mystery. So do I. For different reasons, though. (Open Letters.) Und Lieske über die absurden Schockwellen des Suspense...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über "Warten auf Poirot": wärs von Gilbert Adair, könnten wir uns auf eine witzige Persiflage gefasst machen. Ist aber von Nora Miedler, gar nicht witzig – aber reichlich durchtrieben. Außerdem: Charlottenburg liest ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



hanif-Eine-Kiste-explodierender-Mangos.jpgNeue Zürcher: »Die Tode des Diktators«:

Für die Kollegen vom "Perlentaucher" ist Mohammed Hanifs Buch "Eine Kiste explodierender Mangos" (A1 Verlag) der Roman des Monats, der bisher nur von der NZZ sehr nachdrücklich empfohlen wurde. Nämlich so:
Wenn Hanif, wie er in einem Interview zu Protokoll gab, seine historische Rückblende in einen "Thriller mit Witz" verpacken wollte, dann ist ihm das gelungen – wobei der Witz nicht zuletzt in der Umkehr des klassischen Whodunnit-Schemas besteht. "A Case of Exploding Mangoes" in Ursula Gräfes temperamentvoller Übersetzung auf Deutsch erschienen – ist der erste Roman des 1965 in Okara nahe der pakistanischen Ostgrenze geborenen Autors. Dass das Buch für den letztjährigen Booker Prize nominiert wurde, verdankt es indes nicht nur der aktuellen Thematik, sondern auch einer im Detail wie in Dramaturgie und Aufbau der Handlung souveränen literarischen Leistung.
Angela Schader besprach Mohammed Hanifs furiose literarische Abrechnung mit Zia ul-Haq und Pakistan ...mehr


jaumann-die-augen-der-medusa.jpgBR: »Mord in Montesecco«:

Seine Verbrechen plant Bernhard Jaumann in Windhoek, Namibia. Ganz legal: Er ist Krimi-Autor. Sein aktueller Roman "Die Augen der Medusa" (Aufbau Verlag) wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2009 ausgezeichnet. Bevor er sich der Welt der Kriminalliteratur zuwandte, war Jaumann Lehrer in Bad Aibling. Seine erste Krimiserie schreibt Jaumann 1997: fünf Bände, die jeweils einen der fünf Sinne zum Thema haben. Jeder spielt in einer anderen Metropole: Wien, Mexico-Stadt, Sydney, Tokio und Rom. Für den letzten Band der Reihe, "Saltimbocca", wird Jaumann 2003 mit dem Friedrich Glauser Preis ausgezeichnet. 2005 verwandelt er das unscheinbare italienische Dorf Montesecco, in dem er selbst ein Haus besitzt, in seinem Krimi "Die Vipern von Montesecco" in eine Hochburg zeitgenössischen Verbrechens. Weitere Romane folgen, die ebenfalls in dem Dorf angesiedelt sind. So auch sein jüngstes Werk, "Die Augen der Medusa" ... mehr


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-und-die-widerspenstigen-zeugen.jpg »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Dreiundfünfzigste Folge: Die widerspenstigen Zeugen.
Was ist eigentlich mit Simenon los, in jenem Herbst 1958, in dem dieser Roman entstanden ist? Wieder ist alles grau, wieder fühlt Maigret sich alt (doch diesmal mischt sich darin nicht die Sorge um seine Frau), wieder sieht er überall seine Generation verschwinden und eine neue nachdrängen ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


heinichen-die-ruhe-des-staerkeren.jpgBR: »Zwei Wahl-Triestiner auf Verbrecherjagd «:

Veit Heinichen kann längst nicht mehr sagen, wer von beiden die Hosen anhat, er oder Laurenti. Der Kommissar ermittelt seit sechs Romanen in Triest, hat ein Eigenleben entwickelt und nicht nur Freunde gewonnen. Wie Heinichen selbst, dem zurzeit ein sehr realer Feind zusetzt.
Viel verbindet Veit Heinichen nicht mit seinem Commissario. Beide sind "Zugereiste": Kommissar Proteo Laurenti ist von Süditalien nach Triest gezogen, Heinichen wohnte zuvor in Berlin, pendelte dann einige Jahre zwischen beiden Städten und lebt jetzt seit fast 20 Jahren ausschließlich in der norditalienischen Hafenstadt.
Über die Rufmordkampagne spricht Veit Heinichen ebenso mit Moderator Stefan Parrisius wie über seine italienische Wahlheimat und seine Krimis - und hier vor allem über seinen neuesten Roman "Die Ruhe des Stärkeren" (Zsolnay Verlag).
In "Eins zu Eins. Der Talk" auf Bayern 2, den Sie als podcast nachhören können ... mehr

Ulrich Nollers Krimitipps Mai 2009

smith-kap-der-finsternis.jpgAuf der Flucht, so lautet das Grundthema der Krimitipps im Mai, hueltner-inspector-kajetan-kehrt-zurueck.jpg die Ulrich Noller bei FH Europa präsentiert:
Ein Gesellschaftsbild und ein illusionsloses noch dazu: wie Roger Smith in "Kap der Finsternis" (Tropen Verlag) dieses Bild anlegt und mit Dynamik versieht, das ist Krimikunst vom Feinsten: Die Spannung wird vielschichtig und intelligent aufgebaut, die Charakterzeichnungen beschränken sich aufs Wesentliche; die Logik der sich auseinander entwickelnden und aufeinander folgenden Ereignisse ist unerbittlich
Grandios, wie Robert Hültner in "Inspektor Kajetan kehrt zurück" (btb Verlag) die Stimmungen der Zeit vor der überschaubaren Kulisse eines kleinen Alpendorfes konzentriert. All dies geschieht vor allem mit Hilfe der Kraft des gesprochenen Wortes, das Hültners Geschichte mal antreibt, mal bremst, ihr Rahmen und Rhythmus verleiht. ... mehr


Termine

Criminale 2009
Vom 6. bis 10. Mai 2009 wird die Region um Singen am Hohentwiel und das benachbarte "Land am Rheinfall" rund um Schaffhausen zum flächendeckenden Tatort.
Über 260 Krimiautorinnen und Krimiautoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich treffen sich in dieser reizvollen Landschaft unmittelbar am internationalen Bodensee zur ersten länderübergreifenden CRIMINALE.
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Kalender
Horst Eckert
Am 7. Mai 1959 wird Horst Eckert in Weiden in der Oberpfalz geboren eckert-horst.jpg und feiert heute einen runden Geburtstag.
Er wuchs in Preeath auf und studierte in Erlangen und Berlin politischen Wissenschaften (Diplompolitiloge 1985). Seit 1987 lebt Horst Eckert in Düsseldorf. Als Tagesschau-Reporter des WDR, Chef vom Dienst bei VOX und freier Reporter für das RTL-Nachtjournal und den WDR schrieb Horst Eckert zahlreiche Fernsehfeatures.
1995 debütierte er mit "Annas Erbe" als Kriminalschriftsteller. In kurzer Abfolge erscheinen Krimis im Dortmunder Grafit Verlag mit Figuren wie Benedikt Engel, Ella Bach und Bruno Wegmann aus dem Düsseldorfer Polizeipräsidium ("Die Festung"). Eckerts Kriminalromane sind dem Genre police procedurals zuzurechnen und zeigen Korruption und Filz in Politik und vor allem bei der Polizei auf.
Er wurde mit dem "Marlowe"-Preis und mit dem Friedrich-Glauser Preis ausgezeichnet, seine Bücher wurden ins Tschechische, Niederländische und Französische übersetzt.
Ende Mai erscheint im Gafit Verlag sein neuer Roman "Sprengkraft"
Info:
Krimi-Couch, Autorenseite, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Alligatorpapiere, Grafit Verlag, Goethe-Institut, ARTE , NuT, planet-wissen.de.


Mittwoch, 6. Mai 2009

Befragungen

Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.


Burkhard Driest
DRIEST-BURKHARD-neu.jpg Burkhard Driest wurde am 28. April 1939 in Stettin geboren. Seit Abschluss seines Jurastudiums arbeitet er als freier Autor. Burkhard Driest verfasste zahlreiche Drehbücher, einige Kurzgeschichten, mehrere Romane, zwei Libretti und ein Theaterstück. Für seine bisher vier Kriminalromane hat er die Figur des Hauptkommissars Toni Costa erfunden, der auf der Baleareninsel Ibiza ermittelt.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat ihn zur 'legendären' Befragung gebeten, bei der es den ibizenkischen Salat "Ses tomatiges de Pardalet" gab, eine kulinarische Schnitzeljagd ... mehr



SommernachtsmordBR: »Bösewicht mit dem vernarbten Gesicht«:

"Früher war ich von wilder Lebensgier besessen. Heute habe ich gelernt, den einzelnen Tag in Heiterkeit und Neugierde zu genießen, ohne sich dafür groß anzustrengen". Das sagt einer, der es wissen muss. Burkhard Driest hat eine Menge Lebenserfahrung auf dem Buckel. Am 28. April feierte der Schriftsteller und Schauspieler auf seiner Lieblingsinsel Ibiza seinen 70. Geburtstag.
Einen Tag vor seinem runden Geburtstag blickte Burkhard Driest, der ewige "Bösewicht mit dem vernarbten Gesicht" mit Moderator Stefan Parrisius auf ein siebzigjähriges Leben zurück, in dem das Schreiben den größten Raum eingenommen hat. In "Eins zu Eins. Der Talk" auf Bayern 2, den Sie als podcast nachhören können ... mehr

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Uta- Maria Heim, Marlene Geselle. Außerdem: eine Menge Frauen bei der Criminale. Die Termine ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit den Agatha-Gewinnern und den Macavity-Nominierungen 2009 ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 181 mit Horst Bosetzky "Der Teufel von Köpenick" ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Hinweisen: The Big Thrill, Stichwort Drehbuch, Interview mit Horst Eckert, Joe-Gores-Porträt, Sean Chervover über seine Edgar-Jurorenarbeit ...

NuT:
Joachim Linder mit Murder, Justice, Media (Forschung): Raymond Rubles " Round Up the Usual Suspects: Criminal Investigation in Law & Order, Cold Case, and CSI." und Jody Enders: "Murder by Accident: Medieval Theater, Modern Media, Critical Intentions." ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über einen lezzen Satz von Burghard Driest und mit "Krimi anders lesen, bitte" (K.A.L.B.)...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...


Wörtches Leichenberg

zechner-tokio-im-Licht-der-Nacht Es gibt Projekte, auf deren Fortsetzung man sich richtig freut. Umso schöner, wenn diese Vorfreude belohnt wird. Wie im Fall des Mafia-Epos in Bildern "Cosa Nostra II - Der Spieler", gezeichnet und getextet von David Chaudel und Erwan Le Saëc, freut sich Thomas Wörtche in seiner Kolumne "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", nachzulesen bei den Kollegen von "kaliber. 38". chauvel-saec-cosa-nostra-II Die neue Suhrkamp-Reihe enttäuscht eher, "Der Deutsche Freund" der beiden Dänen Christian Dorph und Simon Pasternak ist geradezu peinlich.
"Ich vertraue dir" von Massimo Carlotto und Francesco Abate ist dagegen ein ein brillantes, böses Buch über eine große italienische Passion, also das Essen, geschrieben. Auch John Dickie hat mit "Delizia! Die Italiener und ihre Küche" wenig kuschelig, aber ungemein lehrreich und spannend die italienische Küche beschrieben. Ein richtig gutes Groß-Projekt scheint Nick Stones Saga um den Ex-Cop Max Mingus zu werden, Band 2, "Der Totenmeister" ist ein Epos im besten Sinn. Das schönste Buch aber ist "Tokio im Licht der Nacht" eisig fotografiert von Philipp Zechner ...
Lesen Sie mehr, und zwar ... hier


FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission viel-Das-absolut-perfekte-Verbrechen.jpgermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Vermächtnis und Verrat:
Ein Casino und ein fast perfekter Plan: In seinem zweiten Kriminalroman "Das absolut perfekte Verbrechen" (Wagenbach Verlag) stellt Tanguy Viel das Scheitern eines großen Coups ins Zentrum der Handlung. Tanguy Viels von Hinrich Schmidt-Henkel meisterlich ins Deutsche übersetzte Roman spricht eine extrem filmische Sprache.
Von Ralf Kramp ... mehr



bronski-schampanningerSüddeutsche »Ältere Ware: Für Verbrecher in Loden gibt es Nachholbedarf«:

Mit seinen für das saubere München erstaunlich schmuddeligen Krimis wie "München Blues" wurde Max Bronski über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Seine Bücher führen den Leser tief ins Schlachthofviertel. Aber auch das Versteckspiel um die Identität des Autors liest sich fast wie ein Krimi: Max Bronski ist ein Pseudonym, angeblich hat der Autor ein abgebrochenes Theologiestudium hinter sich und seine Heimatstadt nie verlassen - sonst ist kaum etwas über ihn bekannt. Auch beim Interview bleibt der Autor inkognito - die Fragen leitet ihm der "Kunstmann Verlag" schriftlich weiter, die Antworten kommen eines Morgens per Mail. Je persönlicher die Fragen, desto schmallippiger werden auch die Antworten.
Anna Fischhaber hat nachgefragt: Max Bronski über faule Autoren, bayerische Krimis, sein neues Buch "Schampanninger" und das Geheimnis um seine Identität ... ... mehr



eckert-sprengkraft.jpg »Anklänge an John le Carré und Ross Thomas ...«:

entdeckt Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv, WDR5-Mordsberatung) in "Sprengkraft" (Grafit Verlag) und nennt den neuen Roman von Horst Eckert "kraftvoller und vorwärtsdrängender als Ihre bisherigen Kriminalromane". Ein "Politthriller als Kommentar zur Zeit?"
Lesen Sie das Vorab-Interview Reinhard Jahns mit dem Friedrich-Glauser-Preisträger ... mehr


Termine

Criminale 2009
Vom 6. bis 10. Mai 2009 wird die Region um Singen am Hohentwiel und das benachbarte "Land am Rheinfall" rund um Schaffhausen zum flächendeckenden Tatort.
Über 260 Krimiautorinnen und Krimiautoren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich treffen sich in dieser reizvollen Landschaft unmittelbar am internationalen Bodensee zur ersten länderübergreifenden CRIMINALE.
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Kalender
Am 6. Mai 1868 wird Gaston Leroux in Paris geboren († 19. April 1927 in Nizza nach einer Operation an akuter Urämie).
Er sollte Jura studieren, konnte sich aber für eine juristische Karriere nicht begeistern und schrieb neben seinem Studium Kurzgeschichten und Lyrik, die in den "Rive-Gauche"-Magazinen veröffentlicht wurden. leroux-gaston.jpeg Durch den Tod seines Vaters 1889 erbte er eine Million Franc, die er auf Reisen und durch einen aufwendigen Lebenswandel und seine Spielleidenschaft durchbrachte. Er erhielt einen Posten bei "L'Echo de Paris", wo er zu einem berühmten Enthüllungsjournalisten wurde, was ihm eine Stellung bei "Le Matin" einbrachte. Als Auslandskorrespondent reiste er fast durch die ganze Welt
Heute hauptsächlich durch den vielbearbeiteten Roman "Das Phantom der Oper" bekannt, machte ihn 1907 sein Roman "Das Geheimnis des gelben Zimmers" berühmt und die folgenden etwa 50 Bücher reich. Zu seinen einprägsamten Figuren gehören "Chéri-Bibi" (5 Bücher), als der "gute Gangster" und "Rouletabille" (acht Bücher), der Reporterdetektiv, der auf eigene Faust Verbrechen aufklärt oder zumindest aufzuklären versucht.
Gaston Leroux wohnte und starb in einer Villa bei Nizza.
Info bei www.gastonleroux.com (frz.), freelibray (engl.) , kirjasto.sci.fi (engl.), wikipedia.com , dtv, Zauberspiegel, the-phantoms-underground.de .


Dienstag, 5. Mai 2009

Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 29
Zur Jahreszeit: Der FrühlingsKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, der 29.!
walter-Sherlock-Holmes-im-Reich-des-Cthulhu.jpgIntelligente Essays zur Kriminalliteratur, ein etwas anderer Holmes-Roman, Kriminelles im Alten Rom und im neuen Montenegro und im Rest der Welt ...
Mit Büchern von Wolfgang Brenner("Bollinger und die Barbaren"), John Griesemer (" Herzschlag", Chaim Noll ("Der Kithara-Spieler"), Ilka Remes ("Hochzeitsflug"), Richard Stark ("Fragen Sie den Papagei", "Keiner rennt für immer), Klaus-Peter Walter ("Sherlock Holmes im Reich des Cthulhu"), Thomas Wörtche ("Das Mörderische neben den Leben") und der CD "Mord ist mein Geschäft, Liebling".
Lesen Sie ...
mehr
Von Gisela Lehmer-Kerkloh

Fernseh-Tipp

Dienstag, den 5. Mai 2009 22.30 - 23.10 Uhr bei WDR Fernsehen
Krimi-Lady Gisa Klönne und ihre Morde

kloenne-gisa071.jpg

Mysteriöses Verschwinden, misshandelte Frauen, von Krähen zerfressene Männerleichen – seichte Themen sind nichts für die Autorin Gisa Klönne. Geschätzte 25 Morde gehen bereits auf ihr Konto – allesamt literarisch selbstverständlich. Jetzt ist sie für den Glauser, den wichtigsten deutschen Krimipreis nominiert. In der Kategorie "Bester Roman" ist Gisa Klönne die einzige Frau, die nominiert wurde. Wer ist die Crime-Lady wirklich?
Ein schöner Anlass für das Kulturmagazin "WestArt", die Kölner Krimiautorin näher kennenzulernen. Der Beitrag von Antje Deistler läuft in der Sendung am Dienstag, den 5.5.09, zwischen 22.30 und 23.15 Uhr im WDR-Fernsehen ... mehr


Radio-tipp

SKI - Serie Krimi International


Serie Krimi International Samstag, 16. Mai 2009 von 20-22 Uhr bei Funkhaus Europa
SKI, die "Serie Krimi International", das ist ein echter Coup zum zehnten Geburtstag von Funkhaus Europa. Kino für die Ohren: Ein Setting, sechs Radiogeschichten von einigen der interessantesten Kriminalschriftstellern unserer Zeit.
Ein türkischer Expolizist kommt nach Deutschland - Çelik wird zum Detektiv wider Willen. Zusammen mit der Psychologin Pelzer und einer Gruppe von Autisten klärt er ungewöhnliche Fälle auf. Das ist das Setting, aus dem sieben AutorInnen ihre Geschichten entwickeln: Çelik und Pelzer jagen einen Terroristenmörder, ermitteln im deutsch-indischen Bollywood-Milieu. Sie kraxeln auf die Schweizer Alpen, treffen auf türkisch-kurdische Folteropfer. Sie gehen auf Nazischatz-Jagd in Köln und tauchen mit Berliner Polizeiveteranen in die Geschichte der 68er ein. Çelik und Pelzer werden zu einem unschlagbaren Team. Aber kommen sie auch hinter ihre eigenen Familiengeheimnisse?
Die Idee von Ulrich Noller und Gök Senin wird kompositorisch begleitet von Matthias Manzke und literarisch umgesetzt von folgenden AutorInnen: Sabina Altermatt, Pieke Biermann, Norbert Horst, Merle Kröger, Nathan Markov, Ulrich Noller und Gök Senin.
Live-Lesungen mit Krimi-Party finden zudem in Berlin, Köln und Mülheim statt ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 5. Mai 2009 und Gisa Klönne im TV ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Adrian McKinty: Für Leser ein besonderer Glücksfall. Er findet es höchst beeindruckend, wie er in seinem neuesten Buch, "Fifty Grand" im Vergleich zu den früheren Büchern eine andere Art der Darstellung wählt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und den Edgar und Agatha-Gewinnern und den Macavity-Nominierungen 2009. Außerdem das Cover der Woche (Donald Goines) ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers hält trotz ekligem, blutreichem Mord, der nach 350 Seiten geklärt ist, das aktuelle Buch "Der Mann, der starb wie ein Lachs" von Mikael Niemi nicht für einen typischen Schwedenkrimi. In seinem Zentrum stehe ein anderer Tod: der von Sprache und Kultur der Tornedalfinnen im hohen Nordosten Schwedens ...

NuT:
Joachim Linder über Images of Crime III (& Satanismus): "Representations of Crime and the Criminal" ...

Spannungsromane:
Amer über Simon Kernick: DEADLINE ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Robert Hültner: "Inspektor Kajetan kehrt zurück" und über einen herrlichen Traum: 50.000 Euro! ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



tatort-feldkirch.jpgkaliber. 38: »Literarische Spurensuche von Watson bis Wallander«:

Die Feldkircher Literaturtage 2009 standen aus Anlass des 150. Geburtstages des Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle (1859-1930), der in Feldkirch ein paar Jahre die Schule besuchte, im Zeichen des Kriminalromans.
Der deutsche Krimikritiker Thomas Wörtche, der neben anderen namhaften Expertinnen und Experten im Rahmen der Feldkircher Literaturtage am Theater am Saumarkt zu Gast war, beschäftigt sich seit einem Vierteljahrhundert mit Kriminalliteratur. Seine Kolumnen "Leichenberg" und "Wörtches Crime Watch" sind die dienstältesten deutschen Krimi-Kolumnen.
Im folgenden Interview mit Frauke Kühn wirft er einen Blick auf die Anfänge, die Entwicklung und den Status Quo der Kriminalliteratur ... mehr


Das Kriminal

kriminal Laurenti, hilf!heinichen-die-ruhe-des-staerkeren.jpg
ruft, nein nicht der ausgezeichnete Franz Schuh in der Krimikolumne "Das Kriminal", die sich in der Ausgabe Mai 2009 der Zeitschrift "Literaturen" befindet.
Nein, Frauke Meyer-Gosau hat das Wort, und meint mit diesem Ausruf Proteo Laurenti, der in Veit Heinichens sechstem Triest-Krimi "Die Ruhe des Stärkeren" (Zsolnay Verlag) nicht nur mit einer Kampfhund-Attacke, der Ermordung eines Tierpräparators sowie einer scheinbar von Rechtsextremen inszenierten Plakat-Aktion zu tun hat. Doch hängt alles hier mit allem zusammen und führt dabei nicht nur in die Geschichte der Region zurück: Heinichen öffnet den Blick für den internationalen Kontext lokaler Verbrechen und lässt dabei weder die "Demokratiepiraten" à la Berlusconi noch die Geheimdienste, weder die Justiz noch die "TV-gepolsterte Diktatur" Italiens ungeschoren ...

Aber lesen Sie ... selbst


tsokos-dem-tod-auf-der-spurDLR: »Tote lügen nicht«:

Ein Skelett auf der Rückbank eines Wagens, eine Wasserleiche, gekleidet im Stil des 19. Jahrhunderts, ein Halbnackter, der bei eisiger Kälte tot aufgefunden wird. Rechtsmediziner Michael Tsokos erzählt in "Dem Tod auf der Spur. Zwölf spektakuläre Fälle aus der Rechtsmedizin" (Ullstein Verlag) von mysteriösen Todesfällen, die er selbst untersucht hat. Übrigens: Mord begegnet den Rechtsmedizinern nur in drei von zehn Fällen. Viel häufiger sind Suizide und Unfälle. Die zwölf beschriebenen Fälle im Buch sind dementsprechend ausgewählt. Das spektakuläre an ihnen ist nicht die Todesart, sondern den Blick, den Sie auf das menschliche Leben gewähren.
Von Susanne Nessler ... mehr


viel-Das-absolut-perfekte-VerbrechenNeue Zürcher:
»Film noir in Romanform«

Auf seine Weise tritt Tanguy Viel in die Fussstapfen des grossen französischen Filmemachers Jean-Pierre Melville. Dieser "Amerikaner in Paris", wie Melville genannt wurde, überführte in seinen Meisterwerken der fünfziger und sechziger Jahre den amerikanischen film noir in ein spezifisch französisches Ambiente und schuf dabei eine eindrucksvolle Kunstwelt, die den Zuschauer in höchste Spannung versetzt und zugleich den Gangsterfilm als Reservoir ästhetischer Bildformeln offenlegt, über die wiederum fast tragische Konstellationen menschlichen Schicksals vermittelt werden. Der Erfolg von "Unverdächtig" hat es dem Verlag Wagenbach ermöglicht, jetzt einen weiteren Roman dieses Autors herauszubringen, seinen dritten: "Das absolut perfekte Verbrechen". Aus der Sicht eines von vornherein skeptisch-lustlosen Ganoven vergegenwärtigt Tanguy Viel zunächst die modernen Mythen des Gangsterfilms als reizvoll schillernde Hohlkörper, als Zelluloid-Klischees, die einer unspektakulären, defizitären Realität aufgepfropft werden.
Von Franziska Meier ... mehr

Vermischtes


»Was "Tatort"-Kommissare lesen«

Für den ARD-"Tatort" sind sie regelmäßig als Kommissare unterwegs, und als wäre das nicht schon spannend genug, lesen sie in ihrer Freizeit auch noch Krimis. Fünf Schauspieler schwärmen von den Autoren, die sie auf angenehmste Weise um den Schlaf bringen.
Eine klickintensive Bild-Text-Strecke von Alexander Kühn im Magazin ... Stern





Kalender
Carter Brown
Am 5. Mai 1985 stirbt Carter Brown in in Sydney, Australien (* 1. August 1923 unter dem Namen Alan Geoffrey Yates in London). brown-carter-she-s-a-killer.jpg
Brown war einer der erfolgreichsten, jedoch heute weitgehend unbekannten Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. In den Jahren von 1953-1981 schrieb er etwa 200 Romane, von denen mehrere hundert Millionen Ausgaben weltweit verkauft wurden. Seine Bücher galten vielfach als Inbegriff von Sex & Crime, was in den damaligen besseren Kreisen und im damaligen Feuilleton mit Schmutz und Schund gleichgesetzt wurde.
1948 zieht Carter Brown nach Sydney, Australien, wo er direkt eingebürgert wird. Er arbeitet dort bei Qantas-Empire-Airways als Kaufmann und PR-Berater und als Redakteur für die firmeneigene Werbezeitung. Nebenbei fängt er an, Kurzgeschichten zu schreiben. Nach zahlreichen Absagen gelingt es ihm, zunächst mit Westernromanen in der Romanheftszene Fuß zu fassen. Angeregt durch den Erfolg der Romane von Mickey Spillane, beschließen er und sein neuer Arbeitgeber, der Horwitz-Verlag, es mit Krimis dieser Art zu versuchen. Diese Kurzromane erscheinen zunächst unter dem Namen Peter Carter Brown und erregen nicht zuletzt wegen ihrer für damalige Verhältnisse gewagten Titelbilder Aufsehen.
Infos und Bibliographie:
wikipedia , kirjasto.sci.fi (engl.), fantasticfiction.co.uk (engl.)


Montag, 4. Mai 2009

Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 24


Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.


sidor-Stadt-der-Knochen
Lebensgier und Verhängnis, eine schockierende Begegnung mit der Vergangenheit, ein Giftmord in London und die mächtigste Familie der Stadt ...
Im PKT 24 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv BoKAS im März 2009 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Patrick Lennons "Tod einer Strohpuppe" und Andreas Laudans "Pharmakos" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden hat ein Interview mit Christine Lehmann geführt: Über "Nachtkrater", Frauenkrimis und Regionalkrimis ...

krimiblog:
Ludger Menke auf Literarischer Spurensuche von Watson bis Wallander - Frauke Kühn interviewt Kritiker Thomas Wörtche. Daraus ein Zitat. Und die Krimi Edgar Awards 2009 ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 180 mit Gisbert Haefs "Und oben sitzt ein Rabe" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Gewinner der Edgar Awards 2009. Und zu Thomas Wörtches Kritik an "Der Deutsche Freund" von Christian Dorph und Simon Pasternak und Suhrkamps Krimireihe ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit "While she was out": Überlebenstricks von Kim Basinger. Und über die dritte deutschsprachige Hard-Case-Crime-Lieferung: Vier spannende Pulps, serviert mit einer gute Portion schwarzen Humor ...

NuT:
Joachim Linder über "Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen." Und über "Das literarische Leben des 19. Jahrhunderts im Spiegel der Zensur" ...

Spannungsromane:
koldir mit der MONATSVORSCHAU JUNI 2009 mit BASTEI LÜBBE, BLANVALET , GOLDMANN , HEYNE, DROEMER KNAUR, ULLSTEIN, FISCHER, ROWOHLT. Und über die Fantasytrilogie "Die Blutorks" und über Michael Tsokos DEM TOD AUF DER SPUR. Amer über Michael Peinkofer: DER SCHWUR DER ORKS ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat TV gesehen: Barnaby, gestern. Und ist nach der Lektüre von Fred Vargas' "Der verbotene Ort" unvermittelt zu "Pharmakos" von Andreas Laudan gewechselt. Mit Folgen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
am 19. April 2009 ist der große englische Schriftsteller James Graham Ballard gestorben – ein Nachruf von Peter Münder. Monika Geier gehört zu den eher stilleren Autorinnen, aber das sollte nicht von ihren Qualitäten ablenken – Frank Rumpel hat ihren neuen Roman gelesen, Christina Bacher hat sich mit ihr unterhalten. Nach dem "Wattestäbchen"-Skandal in der deutschen Polizei tut Dr. Lehmanns Sach- und Warenkunde mehr not denn je: voilà, die 8. Lieferung. Ansonsten ist Verriss-Tag: Dieter Paul Rudolph ist not amused about William Gay, Susanna Mende not about Stella Rimington, Judith Hammer not about Camilla Läckberg und Jörg von Bilavsky ganz und gar not about Oliver Bottini.Wo aber bleibt das Positive? Der Tod ist es, in Málaga – unser Gedicht von Federico García Lorca ...

Die Themen vom 2. Mai im Detail:


ballard-jg.jpgDie Realität ist ein fragiles, surrealistisches Bühnenbild
J.G. Ballard war mit bizarren experimentellen Romanen wie Crash und The Drowned World als fantasievoller Erneuerer der Science Fiction bekannt geworden. Doch das plumpe Schubladen-Klischee SF lehnte er ebenso ab wie dogmatische Ideologien oder oberlehrerhafte Bildungsbürger-Huberei. Ihm ging es um die grotesk-surrealistischen Aspekte einer entfremdeten Gesellschaft und deren brüchige Wertsysteme. Der 1930 in Shanghai geborene Ballard starb am 19. April in London.
Ein Nachruf von Peter Münder ... mehr

geier-die-herzen-aller-maedchen.jpgOvid in der Pfalz
"Die Herzen aller Mädchen" (Ariadne im Argument Verlag) ist Monika Geiers fünfter und bisher bester Kriminalroman. Komplex, witzig, wendungsreich.
Warum es fahrlässig wäre, Monika Geier zu unterschätzen, verrät uns Frank Rumpel ...mehr

geier_monika.jpgAufgemotzte Lebensäußerungen
Mit "Die Herzen aller Mädchen" (Ariadne im Argument Verlag) ist nun Monika Geiers fünfter Kriminalroman um die Kommissarin Bettina Boll erschienen. Monika Geier, geboren 1970, studierte zunächst Architektur, bevor sie sich dem Schreiben widmete.
Christina Bacher hat die in Kaiserslautern lebende Autorin in ein Gespräch verwickelt über Ovid im Speziellen und Miss Marple im Besonderen ...mehr

lehmann_sac.jpg Dr. Lehmanns Sach- und Warenkunde, 8. Lieferung
Kleine Kriminalistik für Krimis – Gentests, der Fluch des Krimis
Der im Krimi sehr oft so leicht dahin gesprochene Satz: "Wir haben den Fluchtwagen gefunden, aber er hat keine verwertbaren Spuren enthalten", ist im 21. Jahrhundert nicht mehr verwendbar. Da müssen Sie sich was anderes ausdenken, warum Sie und Ihre Ermittler Spuren ignorieren ... mehr

gay-naechliche-vorkommnisse.jpg"Buh, Buh!"
Wer robuste, sogar sehr robuste Romane schreiben möchte, die in den Südstaaten spielen, kommt vor allem nicht um Joe R. Lansdale herum. Auch wenn man William Gay heißt und sich in "Nächtliche Vorkommnisse" (Arche Verlag) große Mühe gibt. Denn da ist doch alles drin, oder? Szenen aus der Metzgerei und dem kleinen Perversitätenladen, dazu die Morbidität des Zerfalls in rauschender Wildnis (Southern Gothic!). Der Autor lebt zudem "in den Wäldern von Tennessee" und sieht auf dem Foto auch genauso aus. Schön.
Und warum hat sich Dieter Paul Rudolph bei der Lektüre dann dennoch so entsetzlich gelangweilt? ...mehr

rimington-beutezug.jpgBeutezug oder ein Fall von vornehmer Blässe
Stella Rimington, die mit "Beutezug" (Diana Verlag) ihren dritten Spionagethriller vorlegt, könnte man als jüngstes Mitglied im Club der "Schriftstellerspione" bezeichnen. Berühmte Vorgänger sind u.a. John le Carré und Graham Greene, die beide für den britischen Geheimdienst tätig waren und deren Erfahrungen mit der Welt der Dienste – besonders bei le Carré – in literarische Werke von Weltrang einflossen.
Da kommt Frau Rimington dann doch noch lange nicht mit – Susanna Mende hat ihr aber eine Chance gegeben ...mehr

laeckberg_toechter-der-kaelte.jpgFrauenroman mit Krimieinschlag
"Die Töchter der Kälte" ist ein Kriminalroman. So steht es auf dem Umschlag. Gut so. Sonst könnte man denken, es sei ein Frauenroman. Camilla Läckbergs viertes Buch spielt wieder im Touristenidyll Fjällbacka und behandelt neben Wochenbettdepressionen und Beziehungsproblemen auch ein paar Kriminalfälle.
Judith Hammer schäumt nicht gerade vor Begeisterung ...mehr

bottini-jaeger-in-der-nacht.jpgFrust und Lust
Der Mensch ist schlecht. Wieso also das Böse nicht auch bei den vermeintlich Guten suchen? Oliver Bottini spürt es in "Jäger in der Nacht" (Scherz Verlag) selbst in den Reihen der Kriminalpolizei auf und wundert sich auch noch.
Jörg von Bilavsky wundert sich nicht mehr – höchstens über den Hype um Bottini ...mehr

Krimi-Gedicht der Woche:
Malagueña
La muerte
entra y sale
de la taberna
von Federico García Lorca ... mehr



drvenkar-sorry.jpgDeutsche Welle: »Krimi made in Germany«

Zoran Drvenkar ist der Autor, der den literarischen Krimi-Frühling 2009 prägen wird: Drvenkar, den man eigentlich als Jugendbuchautor kennt, hat einen der besten deutschen Thriller der letzten Jahre vorgelegt.
Mit "Sorry" (Ullstein Verlag) ist ihm jetzt ein grandioser, ein bewegender Thriller gelungen. Eine Geschichte, die beweist, wie kreativ Krimi made in Germany sein kann, wenn ein kluger, eigenwilliger und ideenreicher Kopf dahinter steckt.
Von Ulrich Noller ... mehr


roth-mafialand-deutschlandARTE: »Mafiöses Deutschland«:

Duisburg, den 15. August 2007. Sechs Männer werden vor dem Restaurant Da Bruno erschossen. Opfer einer blutigen Mafia-Fehde der italienischen 'Ndrangheta, der mächtigsten kriminellen Organisation Europas. "Mafialand Deutschland" (Eichborn Verlag) betitelt Jürgen Roth, einer der hartnäckigsten investigativen deutschen Journalisten, sein Buch, dessen These lautet: Längst ist die Mafia kein regionales, kein nur italienisches Phänomen mehr. Längst sind die italienische, die russische, die albanische, die türkische Mafia und die chinesischen Triaden in Deutschland angekommen, vor allem auch in den Ländern der ehemaligen DDR. Und: Die Mafia verwandelt wirtschaftliche Macht und Einfluss in politische Macht.
Von Ariane Thomalla ... mehr

Kalender

Robert Brack
Robert Brack Am 4. Mai 1959 wird Robert Brack als Ronald Gutberlet in Fulda geboren.
Er lebt seit 1981 in Hamburg und entschied sich nach dem Studium der Soziologie freier Autor zu werden. Er begann mit sehr viel Journalismus, schreibt jetzt fast ausschließlich für Buchprojekte; neben Romanen und Erzählungen auch Sachbücher; Übersetzungen aus dem Englischen/Amerikanischen im Krimi-Bereich (u.a. Robert B. Parker und Jerry Oster), außerdem Krimi-Kritik und gelegentlich Anthologie-Projekte.
Als Virginia Doyle ist er wesentlich jünger und kommerziell erfolgreicher: Virginia Doyle, Mitte 30, ist das Pseudonym einer mehrfach ausgezeichneten Krimi-Autorin. Sie lebt nach einer Lehrzeit in einem Hotel an der Côte d'Azur und einer Ausbildung zur Sommelière in einem Londoner Restaurant mittlerweile in Maidstone (Grafschaft Kent), wo sie sich ganz dem Schreiben und der Corgi-Zucht hingibt.
Brack wurde mit dem "Deutschen Krimi Preis" und dem "Marlowe" ausgezeichnet.
Infos:
Das Gangsterbüro, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Krimi-Couch, abebooks Interview, Wikipedia


Donnerstag, 30. April 2009

KrimiWelt-Bestenliste Mai 2009

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (4) Roger Smith:Kap der Finsternis
2 (3) Jörg Juretzka: Alles total groovy hier
3 (5) John Farrow: Eishauch
4 (–) Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen
5 (6) Oliver Bottini: Jäger in der Nacht
6 (–) Gianrico Carofiglio: Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land
7 (10) Uta-Maria Heim: Wespennest
8 (1) Richard Stark: Keiner rennt für immer
9 (–) Robert Hültner: Inspektor Kajetan kehrt zurück
10 (2)Jan Costin Wagner: Im Winter der Löwen

Hier als schöne pdf-Datei


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Andrea Maria Schenkel, Beate Maxian, Ilona Mayer-Zach, Claudia Rossbacher ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 179 mit Andreas Wagners "Herbstblut" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Alles total groovy hier" von Jörg Juretzka: Befriedigt die Erwartungen ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und diesem hier: Charlie Stross über Ideen; Allison Brennan übers Verkaufen, James Ellroy über den ganzen Rest ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph stellt klar, Wie und warum man Leser beschimpft (über Klappentexte u.a.). Und über Michael Gruber: "Shakespeares Labyrinth" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (aber sie hat eine englische Krimiserie verpasst)...



persson_suehne.jpgDer Standard: »Es gibt keine Guten«:

Evert Bäckström ist ein Sexist und Rassist, homophob, bestechlich, fett und Alkoholiker...
Außerdem ist er Kriminalkommissar in Stockholm - eine unsägliche Kombination, die einem der schwedische Autor Leif GW Persson da zumutet. Perssons Krimi "Sühne" (btb Verlag) hat Längen, die allenfalls durch die zynischen inneren Monologe Bäckströms gemildert werden. Diesbezüglich ist seine Taktik wirklich frappierend: Nach und nach zeigt sich, es gibt keine Guten, nur Böse und etwas weniger Böse.
Von Ingeborg Sperl ... mehr


theurillat-sechselaeutenSF: »Tod am Sechseläuten – wie ein Ex-Banker erfolgreich Krimis schreibt«:

Gibt es ein Leben nach der UBS? Das fragte sich einst der Banker und Ökonom Michael Theurillat – und fing an zu schreiben. Inzwischen arbeitet der Basler Ökonom als freier Berater und ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren der Schweiz. In seinem dritten Kriminalfall "Sechseläuten" (Ullstein Verlag) lässt er am Zürcher Sechseläuten morden. Eine Fifa-Mitarbeiterin kommt ums Leben – die Spuren führen in die höchsten Kreise der Zürcher Gesellschaft und zurück in ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte.
Ein Bericht von Christian Walther in der Sendung "kulturplatz" vom 29.04.2009. Die Sendung wird am Samstag, den 2. Mai 2009 um 9:05 Uhr auf 3sat wiederholt, kann aber auch auf der Internetseite angesehen werden ...
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schenkel-bunkerDLF: »Gefangene mit Vergangenheit«

Nach "Tannöd" und "Kalteis" ist "Bunker" (Edition Nautilus) der erste Kriminalroman von Andrea Maria Schenkel, der nicht auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Autorin experimentiert in diesem Buch: Die Tatebene tritt hinter dem Spiel mit den Techniken und Kniffen des Krimigenres zurück. Und dann lässt Schenkel auch noch die Grenzen zwischen Opfer und Täter verschwimmen. Die Autorin hat sich das Terrain der Fiktion erobert, und es scheint, als wolle sie ausprobieren, was alles geht. Sie nimmt deutliche Anleihen am absurden Drama eines Samuel Beckett, sie erzeugt Schockwellen wie ein David Lynch, sie bewirkt Suspense wie Hitchcock. Ihre Leser hat sie auch noch im Blick, vor allem die Gefahr, dass diese so viel Verwirrung am Tatort nicht mitmachen wollen.
Von Tanya Lieske ... mehr


slupetzky-Lemmings-ZornORF: »Brisantes Thema Lärmbelästigung«:

Er ist wieder da: Stefan Slupetzkys Lemming, der im eben erschienen vierten und letzten Fall "Lemmings Zorn" (Rowohlt Verlag) einen mysteriösen Mord in Wien zu klären hat. Dabei stößt der zum Vater gewordene Ermittler nicht nur auf jede Menge Lärm, sondern auch auf die Abgründe der menschlichen Seele und deren manchmal sogar tödliche Folgen. Mit Wortwitz, rasanten Spannungsbögen und jeder Menge Gesellschaftskritik widmet sich Stefan Slupetzky dem brisanten Thema Lärmbelästigung und setzt damit ein gelungenes Ende seiner von Publikum und Kritik hoch gelobten Krimi-Reihe.
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Ein Beitrag, den Sie auch hören können (wmv, 02:09)


Zeindler-Die-MeisterpartieNeue Zürcher: »Mit Witz und Ironie«:

Gerade erst hat er seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag gefeiert: Peter Zeindler ist gewiss ein alter Hase und mit allen Wassern gewaschen. Er beherrscht sein Metier wie wenige. Sich selber und seinen Lesern hat er ein Geburtstagsgeschenk gemacht, das ebenso demonstrativ wie gekonnt alle Register des Genres zieht. Er spielt auf den leisen und subtilen Tönen: Eine gespenstische Geschichte eröffnet den Geschichtenband "Die Meisterpartie" (Pendragon Verlag). Peter Zeindler weiss in diesen Geschichten das Genre wie die Sprache virtuos zu variieren. "Die Meisterpartie" ist voll kleiner Meisterstücke.
Von Roman Bucheli ... mehr


tinti-die-linke-handNDR: »Zwischen Lüge, Lagerfeuer und Literatur«:

Einen gewissen Hang zum makabren Grusel hat die junge Autorin Hannah Tinti, die in Salem in Massachusetts aufgewachsen ist, schon in ihrer Kurzgeschichten-Sammlung "Tanz der Tiere" offenbart. Nun hat Tinti mit "Die linke Hand" (Luchterhand Literaturverlag) ihren Debütroman vorgelegt, eine streckenweise komische Mischung aus Gothic Novel und Coming-of-age-Erzählung im Amerika des 19. Jahrhunderts. Spannende Verfolgungsjagden, witzige Dialoge, Schreckmomente - das alles findet der Leser beim begierigen Umblättern in dieser Mixtur aus Schelmenroman, Bildungsroman und düsterer Gothic Novel.
Von Pascal Fischer ... mehr


danz-kochwutNDR: »Die Fährte des Verbrechers«:

Die aus Coburg stammende und in Berlin lebende Autorin, die sich das Pseudonym Ella Danz ausgesucht hat - wahrscheinlich damals nicht ahnend, wie erfolgreich sie mit ihrem Lübecker Kommissar Angermüller einst sein würde - hat sich mittlerweile zu einer Agatha Christie des Gourmetkrimis gemausert. "Kochwut" heißt ihr vierter Roman, der - jetzt auch in deutlich verbesserter Ausstattung - beim Gmeiner Verlag erschienen ist.
Kommissar Angermüller bekommt die Gelegenheit, lauter elsässische Gerichte zu probieren - und den Fall löst er zuguterletzt natürlich auch.
Von Ulrike Sárkány ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können ...

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Krimi in TV & Radio | Kalender

Mai: Neu bei den Alligatorpapieren




Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 25/09

Ein Provinzdetektiv trinkt Brunello, Menschenjäger sind unterwegs, die Zukunft der Menschheit wird bedroht und ein rekordverdächtiger Serienkiller ist auf Tour ...
Im PKT 25 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im April 2009 erreichten.

Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier


Die Befragungen
Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.

Burkhard Driest
DRIEST-BURKHARD-neu.jpg
Burkhard Driest wurde am 28.04.1939 in Stettin geboren und arbeitet seit Abschluss seines Jurastudiums als freier Autor. Für seine bisher vier Kriminalromane hat er die Figur des Hauptkommissars Toni Costa erfunden, der auf der Baleareninsel Ibiza ermittelt ... mehr

Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 29
Der Frühlings-KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, der 29.!
Mit Büchern von Wolfgang Brenner("Bollinger und die Barbaren"), John Griesemer (" Herzschlag", Chaim Noll ("Der Kithara-Spieler"), Ilka Remes ("Hochzeitsflug"), Richard Stark ("Fragen Sie den Papagei", "Keiner rennt für immer), Klaus-Peter Walter ("Sherlock Holmes im Reich des Cthulhu"), Thomas Wörtche ("Das Mörderische neben den Leben") und der CD "Mord ist mein Geschäft, Liebling".
Lesen Sie ...
mehr
Von Gisela Lehmer-Kerkloh


Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 24/09

Ein Levantiner im Konflikt, ein toter Amerikaner in Island, eine Detektivin in London und ein Sternekoch mit Gift ...
Im PKT 24 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im April 2009 erreichten.

Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier





krimiwelt


Unsere Hörspieltipps

Freitag, 22. Mai 2009 um 22.05 Uhr bei RB Nordwestradio
"Dickie Dick Dickens. Folge 1 und 2 von 12" (51') Hörspiel von Rolf und Alexandra Becker.

1960 und 1961 war "Dickie Dick Dickens" erstmals im Programm von Radio Bremen zu hören. Insgesamt wurden 37 Episoden in drei Staffeln gesendet. "Dickie Dick Dickens" wurde zum Straßenfeger. Das Autorenehepaar Rolf und Alexandra Becker hatte sich die Abenteuergeschichten um den Chikagoer Taschendieb Dickie Dick Dickens ausgedacht. Ihre Satire auf das Krimigenre ist auch mehr als 45 Jahre nach der Ursendung immer noch eine der bekanntesten und beliebtesten Hörspielserien des Radios. Leider waren die Original-Tonbänder der Radio Bremen Produktion dieser Serie nicht erhalten geblieben. Im Sommer 2003 gab es einen Aufruf der Bremer Hörspielredaktion: "Radio Bremen fahndet nach Dickie Dick Dickens'!" Viele Hörspielfans schickten daraufhin Ihre alten Tonbänder mit privaten Radiomitschnitten der Radio Bremen Sendungen. Dank ihrer Hilfe konnte die zweite und dritte Staffel erfolgreich restauriert und gesendet werden. Doch die Folgen der ersten Staffel blieben weiterhin verschollen. Nun gibt es eine Nachproduktion der ersten 12 Episoden.

Freitag/Samstag, 22./23. Mai 2009 um 00.05 Uhr bei DLF
"Auf dem Schulweg" (52') Hörspiel von Mary McCabe.

Susan Wheaterby, ein elf-jähriges Mädchen aus der englischen Upperclass, wird mit gebrochenem Genick in einem Park gefunden. Jenny Morrison, eine Freundin von Susan, lenkt den Verdacht auf den alten Junggesellen Willi Karpinski. Aber macht es ihn gleich verdächtig, dass er die Kinder der Nachbarschaft gerne um sich hat und sie mit Schokolade und Geld beschenkt? Die Bürger der Stadt sind sich sicher: Der arme Rentner hat das unschuldige Mädchen auf dem Gewissen. Zunächst werden Karpinskis Fenster eingeworfen, dann steht sein Haus in Flammen und er entkommt nur knapp dem Tod. - Inspector Murgatroyd ermittelt zwischen den sozialen Fronten.

Maloney! Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney. Der Meisterdetektiv ermittelt immer sonntags von 11 bis 12 Uhr im DRS 1
"Maloneys neuester Fall: Klopfzeichen" (30') von Roger Graf

Frau Fischer erscheint zusammen mit Herrn Sprecher in Maloneys Büro. Herr Sprecher schweigt aus Solidarität mit dem Regenwald, während Frau Fischer sich davor fürchtet, ihren Ex-Freund zu besuchen. Maloney soll ihr schützend zur Seite stehen ...

Alles zum Nachhören!

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

Besuchen Sie auch hördat.de

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 23. Mai – 5. Juni 2009
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Viele interessante Filme, natürlich zahlreiche Wiederholungen und gute Serien.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier




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Axels TV-Tipp des Tages:

Freitag, 22. Mai 2009

HR, 00.00

Der Wolf: Gefallene Engel

(DK/N/D 2008, R.: Morten Tyldum)
Drehbuch: Thomas Moldestad
LV: Gunnar Staalesen: Falne engler, 1989 (Gefallene Engel)
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Rockmusiker Jakob Asen beauftragt seinen Freund Privatdetektiv Varg Veum herauszufinden, ob seine Frau ihn betrügt. Veum beobachtet, wie sie ermordet und anschließend aufgehängt wird. Genau wie wenige Tage vorher eine 14-jährige Polizistentochter.
Gewohnt werkferne Verfilmung eines 1990 als Bester Kriminalroman Dänemarks und 1991 als Bester Kriminalroman Schwedens ausgezeichneten Krimis.
Mit Trond Espen Seim, Per Kjerstad Andersen, Bjørn Floberg, Pia Tjelta, Fridtjov Såheim

ZDF, 00.15

Die Abenteuer des Sherlock Holmes

(USA 1939, R.: Alfred Werker)
Drehbuch: Edwin Harvey Blum, William A. Drake
LV: Bühnenstück von William Gillette,
Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle
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Wo sind die Kronjuwelen?
Hat Professor Moriarty sie geklaut?
Sherlock Holmes sucht sie.
Zweiter Einsatz von Basil Rathbone als Sherlock Holmes und Nigel Bruce als Dr. Watson.
Ida Lupino ist bei diesem klassischen Detektivfilm auch dabei.

ZDF, 01.35

Sherlock Holmes: Der Hund von Baskerville

(USA 1939, R.: Sidney Lanfield)
LV: Arthur Conan Doyle: The hound of the Baskervilles, 1902 (Der Hund von Baskerville)
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1889, Baskerville Hall: Sir Henry fürchtet um sein Leben und bittet Sherlock Holmes um Hilfe.
Kann Sherlock Holmes den auf den Baskervilles lastenden Fluch bannen?
Der amüsante Oldie ist der erste Film der überaus erfolgreichen Sherlock-Holmes-Reihe von 20th Century Fox mit Basil Rathbone und Nigel Bruce.
Die Reihe lief acht Jahre.

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... Empfehlung der Alligatorpapiere.....
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