
Das Krimijahrbuch 2008 ist erschienen.
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Vor ein paar Jahren sorgte der tschechische Schriftsteller Milo_ Urban bei uns für wohlwollende, wenn auch leicht verwunderte Aufmerksamkeit mit seinem Roman "Die Rache der Baumeister" erläutert Thomas Wörtche in der 133. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch".
Das zweite übersetzte Buch von Urban, der Roman "Im Dunkel der Kathedrale" (dtv) knüpft an die "Prague Gothic" an, bewegt sich aber schnell in eine andere Richtung, ohne das dominante Element, den Kriminalroman aufzugeben. Eine Effekt-Rumpelkammer voller Heiliger Leiber, allegorischer Figuren, Bauhüttengeheimnissen und Königsgräbern. Am Ende steht der Leser ratlos vor einem tschechischen Revival klerikalen Ferkelkrams mit Mord ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 12/2008 lesen.
taz: »Crime Scene: Patchwork von oben«
Ein landeskundlicher Thesenroman. Aber einer, wie er unbedingt einmal erfunden werden musste; der als bunter, mitreißender Bastard von Buch auftritt, sich mal als Kriminal-, dann als Liebesroman gibt, in Elementen des magischen Realismus schwelgt, um dann wieder stocknüchtern den Reiseführer zu spielen. In "Der Mann, der starb wie ein Lachs" (btb Verlag) verliert Mikael Niemi deb immer noch zu lösenden Kriminalfall Niemi aber nie völlig aus den Augen, hält die Handlung nur an recht lockerem Zügel und lässt sie hierhin und dorthin wandern, um die Stränge am Schluss in einer großen Volte recht überraschend wieder zusammenzuführen.
Von Katharina Granzin ... mehr
kaliber. 38:
»Chabon-Barock in einer verrückten kleinen Stadt«:
Spaß am Spiel mit der Geschichte hat angelsächsische Schriftsteller immer wieder zu bösartigen, komischen oder klugen Romanen inspiriert. Nun hat sich auch Michael Chabon an der literarischen "What-If?"-Spekulation probiert. Herausgekommen ist Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch). Der Plot kommt daher wie ein klassischer Noir: Leiche am Anfang, Aufklärung am Ende, dazwischen wimmelt es. Und genau das ist leider das Problem: Nach fünfzig Seiten merkt man, dass Chabon eben doch unbedingt "mehr als Krimi" will. Etwas Zähes legt sich über die perfekt konstruierten Spannungsbögen, und man muss entweder hartnäckiger Fan des legendären Chabon-Barocks oder neugierig auf das Innenleben drolliger jüdischer communities sein, um weiterzulesen.
Von Pieke Biermann ... mehr
text und web:
»Haas und Steinfest waren gestern ...«
Für seinen Krimierstling, "Der Metzger muss nachsitzen", hat Thomas Raab, gleich eine Nominierung für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte DEBUT bekommen. Und das vollkommen zu Recht. Denn er schlägt seinen Landsleuten Haas und Steinfest nicht bloß in der Skurrilität der Typen, die in seinen Romanen agieren, und der Fälle, die sich gegen Ende mehr auflösen denn lösen, nach, sondern hat durchaus eine ganz eigene Ton- und Stillage zu bieten, die nun in "Der Metzger sieht rot" (Leykam Verlag) glücklich wiedererkannt werden kann - mit Sprachwitz, herrlichen Vergleichen, skurrilen Freunden und einer Gegenspielerin mit trauriger Vergangenheit, erstklassiger Figur und raschem Ende ...
Von Dietmar Jacobsen ...
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Deutschlandradio:
»Von Liebe, Rache und Tod«
Geheimnisvolle Todesfälle in Buenos Aires sind Anlass für die Wiederbegegnung zwischen einem Schriftsteller und einer ehemals schönen Frau. Doch Guillermo Martínez' Roman "Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag) ist keine schlichte Kriminal- und Liebesgeschichte, sondern entwickelt sich zu einem Essay über Phantasie und Schuld. Willkommen daheim, im Spiegelkabinett argentinischer Literatur; für einen Moment erscheint Guillermo Martínez tatsächlich als Erbe der Idole ...
Von Uwe Stolzmann ...
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krimiblog:
Ludger Menke notiert: Aufbau-Verlag meldet Insolvenz an ...
Krimilady:
Henny Hidden hat ein Interview auf der Homepage von Nessa Altura ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit einigen internationalen Splittern, Kurzrezension: First Drop von Zoe Sharp und über Pisa und die Deutungsprobleme ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Film Noir Collection 2: Spiel mit dem Tode...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Axel Bußmers TV & Buchtipps 24. Mai – 6. Juni 2008
Urlaubsbedingt etwas verspätet, aber hier sind sie nun, Axels TV-Tipps.
In diesen zwei Wochen gibt es delikat angerichtete Leichen und weitere Straftaten. Besonders empfehlenswerte Deliktvarianten bereitet unter anderem Kommissar Trimmel zu ...
Und neben weiteren interessanten Verfilmungen und vielen Klassikern feiert Andreas Kleinerts Christine-Grän-Verfilmung "Hurenkinder" endlich seine TV-Premiere ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
FAZ:
»Rabenschwarzes New York«:
Im Jahr 1841 wurde die Leiche des Ladenmädchens Mary Rogers aus dem Hudson geborgen. Die Ermittlungen verliefen schleppend, und trotz einer großen Zahl von Verdächtigen und lebhafter öffentlicher Spekulationen konnte der wahre Täter nie gefasst werden. 1842 unterzog der dreiunddreißigjährige Edgar Allan Poe, der gerade zu einiger Bekanntheit gekommen war, die Umstände von Mary Rogers' Tod einer akribischen Prüfung.Auch Joel Rose hat sich fast zwanzig Jahre lang mit dem Mord an Mary Rogers beschäftigt - die gut fünfhundert Seiten des fertigen Buches "Kein Rabe so schwarz" (Pendo Verlag) von seien, so erklärt er nicht ohne Koketterie, nur ein Bruchteil dessen, was er im Lauf der Jahre über diesen Fall geschrieben hat. Rose kennt sich gut aus im Genre der Kriminalliteratur, hat er doch neben mehreren Romanen mit spannenden Sujets auch Drehbücher für die Fernsehserien "Miami Vice" und "Einsatz in Manhattan" verfasst.
Von Sabine Doering ... mehr
In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" vom ausgezeichneten Franz Schuh. In der Ausgabe Juni.08 beteuert Herr Schuh, dass ihn gewöhnlich die Regel erfreut, beim Besprechen von Kriminalromanen auf vielsagende Weise möglichst wenig zu sagen.
Bei "Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag) von Guillermo Martínez leidet er allerdings darunter, das Wesentliche nicht sagen zu dürfen,weil die Kenntnis der entscheidenden Pointe das Buch in den Augen eventueller Leser allzu schnell überflüssig machen würde.
Aber lesen Sie ... selbst
BR-online:
»Kompromisslose Suche nach dem Mörder«:
Der weitere Handlungsverlauf ist absurd. Genauso absurd wie die jüdische Alternativ-Geschichte, vor deren Hintergrund die Detektivstory spielt. Und trotzdem vergisst man schon nach wenigen Seiten den fiktiven Charakter der Welt, die Michael Chabon geschaffen hat. In Interviews betont er immer wieder, wie wichtig es ihm war, diese Geschichte entgegen der historischen Wahrheit zu erzählen. Eine Utopie, oder zumindest positive Alternativ-Geschichte hat er nicht entworfen. Trotz aller Fiktion betont und bestätigt Chabon mit "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch) also die Unfähigkeit der Menschheit, GUTE Geschichte zu schreiben. Und liefert gleichzeitig eine großartige gut geschriebene Geschichte ab.
Von Katja Huber ... mehr
Die Welt:
» 007 kämpft in Afghanistan«:
Großbritannien feiert den Schriftsteller Ian Fleming (1908-1964). Dass die Erben Ian Flemings die Marke Bond auch weiterhin melken möchten: Wen wundert’s? Vor zwei Jahren beauftragten sie den Briten damit, einen neuen Bond-Roman zu schreiben. Pünktlich zu Flemings Hundertstem erscheint jetzt ein neuer James-Bond-Roman, Sebastian Faulks hat "Der Tod ist nur der Anfang" (Heyne Verlag) geschrieben. Der Geheimagent sucht den Anschluss an unsere Gegenwart - und wirkt doch ziemlich altmodisch.
Von Wieland Freund ... mehr
Der Spiegel:
»Ein Buch ist nicht genug«:
Militär-Eskorte, Hubschrauber, Kriegsschiffe: Der neue James-Bond-Roman wurde filmreif präsentiert. "Devil May Care" heißt der 15. Agententhriller um den Geheimagenten 007, geschrieben von Sebastian Faulks. Mit dem Teufel müsste es auch zugehen, würde er nicht ein Bestseller.
... mehr
krimiblog:
Ludger Menke über den Fortsetzungskrimi bei FOCUS ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 90 mit Walter Laufenberg "Sarkophag" ...
Krimilady:
Henny Hidden hat Peter Temples Roman "Shooting Star" mit recht zwiespältigen Gefühlen gelesen ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Print-on-Demand ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Kino-Tipp (Remakes, oh Remakes!!!) und mit Hinweis auf die Besprechung zu "Endstation Kabul" ...
NuT:
Joachim Linder über Hans Land: Staatsanwalt Jordan und Adalbert Stifter: Turmalin ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Gilbert K. Chesterton
Am 29. Mai 1874 wird Gilbert K. Chesterton in in London geboren († 14. Juni 1936 in Beaconsfield).
Der heute vor allem durch seine Geschichten um Father Brown bekannte Schriftsteller war zu seiner Zeit ein berühmter Journalist, Kritiker und Schriftsteller. In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.
Durch die Verfilmung seiner Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 50ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 50er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft".
( wikipedia.de)
Infos:
krimi-couch.de , Thomas Wörtche/kaliber. 38 , "SWR", , kathsurf.at , Perlentaucher , Freitag , Jungle World, BBC (engl.) , chesterton.org (engl.)
Der Tagesspiegel:
»Arme Fixer, böse Russen«
Im Kalten Krieg war Finnland ein Knotenpunkt im Netz der internationalen Geheimdienste. John Le Carré arrangierte darum in seinen Spionagethrillern gerne konspirative Treffen in der Flughafenbar von Helsinki und schleuste seine Agenten über den blockfreien Staat in die Sowjetunion ein. Seitdem hat sich die Welt verändert, und die finnische Kriminalliteratur sucht ihre Vorbilder nicht mehr in britischen Klassikerausgaben. Mensings Favorit unter den Finnen ist allerdings Matti Rönkä, Jahrgang 1959, dessen Roman "Bruderland" (Grafit Verlag) soeben erschienen ist. Ausgangspunkt seiner Romane ist Karelien, ein Landstrich im Osten Finnlands, der während des Zweiten Weltkriegs größtenteils an die Sowjetunion gefallen war. So begeistert wie Matti Rönkä hat schon lange niemand mehr über die Welt der Schieber, Schmuggler und Schwarzhändler geschrieben.
Kolja Mensing in seiner Kolumne "Verbrecher JAGD" ...
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Die Welt:
» Commissario Tron und die Habsburger«
Die historischen Krimis von Nicolas Remin spielen in den frühen Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der Habsburger Herrschaft.
Deren allmähliches Bröckeln zeigt "Die Masken von San Marco" (Kindler), "Commissario Trons vierter Fall". Wie in den atmosphärisch stimmigen und dramaturgisch schlüssigen Vorgängern gelingt es Remin mit historiografischer Fantasie, krimineller Energie und ruchbarer Verachtung für die Besatzungsmacht, die Fährnisse der Stadt zu schildern.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
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Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Siebenfache Rache?:
Weitab von Blutbädern und Verfolgungsjagden erzeugt Guillermo Martínez in "Der langsame Tod der Luciana B." Spannung auf hohem Niveau.
Von Henrike Heiland ... mehr
kaliber. 38:
»Der Anti-Zeitgeist in Person«:
"Der österreichische Kriminalroman" besteht schnell aus ein paar literarischen Folklorismen, die ihn angeblich definieren: Er ist makaber, er grantelt, er hat stark parodistische Züge und ist a bisserl morbid. Was aber hieße das für die vier Marek-Miert-Romane von Manfred Wieninger? Insofern sie typisch österreichische Krimis seien? Manfred Wieninger macht Ernst mit den Erkenntnissen, die wir über die literarische Evolution des Kriminalromans schon haben ...
Thomas Wörtche über die Marek-Miert-Romane von Manfred Wieninger ... mehr
krimikiste:
Kristine Greßhöner hält durch: Folge 89 mit Beatrice und Philipp Beng "Kurz vor danach und gegenüber von immer" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Print-on-Demand ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit der Film Noir Collection 1: Die Blaue Dahlie ...
NuT:
Joachim Linder über Bulle und Psychiater: Friedhelm Werremeiers "Der Richter in Weiß" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Ian Fleming
Vor hundert Jahren, am 28. Mai 1908 wird Ian (Lancaster) Fleming in London geboren († 12. August 1964 in Canterbury).
Der britische Schriftsteller schrieb u.a. zwölf James Bond-Romane, sowie ein Kinderbuch (Chitty Chitty Bang Bang), die alle verfilmt wurden.
Geboren in Mayfair, London, wuchs Ian Fleming als jüngerer Bruder des Reiseschriftstellers Peter Fleming auf. Er war Schüler des Eton College und der Royal Military Academy Sandhurst, danach studierte er Sprachen in diversen europäischen Universitäten. Vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Journalist und Börsenhändler. Zu Kriegsbeginn wurde er als persönlicher Assistent des Direktor der Marine-Nachrichtendienstes, John Godfrey, rekrutiert. Er gab ihm den Hintergrund und die Idee, Spionageromane zu verfassen. Nach dem Krieg zog es Fleming nach Jamaika, wo er auf seinem Winterwohnsitz Goldeneye einige jamaikanische Schauplätze in seine Romane aufnahm. (Info: wikipedia.de)
Infos:
Die Welt, Neue Zürcher, Die Welt, krimi-couch.de, "ZDF", BR3, James Bond.de, James Bondfilme.de, Jochen Vogt Uni Essen, 3sat 1, 3sat 2, Deutsche Welle , Google News
Alexander Heimann
Am 28. Mai 2003 stirbt Alexander Heimann nach langer Krankheit in Bern. (* 27. 6 1937 in Ferenberg bei Bern). Er war Buchhändler in London, Paris und Bern, wurde 1980 mit dem Roman "Lisi" auf einen Schlag bekannt. Es folgten die Romane "Die Glätterin", (1982), "Bellevue" (1984), "Nachtquartier" (1987), "Honolulu" (1990), "Wolfszeit" (1993) und "Dezemberföhn" (1996). "Lisi" wurde verfilmt ("Lisi und der General"), "Die Glätterin" ins Schwedische übersetzt. Für das Buch "Muttertag" (2001) wurde Alexander Heimann mit dem Deutschen Krimi-Preis 2002 ausgezeichnet. Diesen Preis durfte er schon für sein Buch "Dezemberföhn" im Jahre 1997 entgegennehmen. (Info: Cosmos Verlag
Infos bei ... krimi-couch.de , Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Neue Zürcher, Cosmos Verlag .
Wieder zurück.
Erholt, aber müde. Wir lassen es langsam angehen, damit der Akku nicht so schnell alle wird. Bedanken uns. Und zwar herzlich bei den Kolleginnen und -legen von der Bloggerei, die immer die Augen auf das Genre gerichtet hatten. Sollten Sie wissen wollen, was in unserer Abwesenheit passiert ist, sehen sie hier - zum Beispiel:
krimiblog,
krimileser, Kriminalakte, NuT und Watching the Detectives ...
Die Welt:
»Mankell und sein Faible für China«
Der schwedische Bestseller-Autor hat mit "Der Chinese" (Zsolnay Verlag) einen neuen Thriller geschrieben. WELT ONLINE hat Henning Mankell getroffen und auch nach Kommissar Wallander gefragt. Und siehe da: Es gibt vielleicht keine neuen Romane mit der populären Figur, doch etwas anderes.
Von Hendrik Werner ... mehr
Hamburger Abendblatt:
»Erzählerische Pirouetten rund um einen jüdischen Helden«:
Er war ein 24-jähriger gebräunter Collegestudent, sah gut aus mit seiner Lockenpracht und bekam damals sensationelle 155 000 Dollar für die Geschichte "Die Geheimnisse von Pittsburgh". Aufgrund ernster Zweifel an der Qualität des neuen Romans zog seine Lektorin Courtney Hodell die Notbremse und schickte ihren Schützling zurück an den Schreibtisch. Der kürzte brav, ersann den Mord am Schachgenie, wechselte in die dritte Person und nannte den Roman nun "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch) Dies alles geschah zu des Lesers Glück ...
Von Reinhard Helling ... mehr
Deutschlandradio:
»Wahnsinn als Teil des Alltags«
Ein Hochsicherheitsgefängnis bei Las Vegas: Ein Arzt verhört Jane Charlotte, die sich als Mörderin bekennt. Sie erklärt, einer Geheimorganisation anzugehören, die das Böse bekämpfen will. Doch bald stellt sich heraus, dass es die meisten Morde gar nicht gegeben hat. Matt Ruff will in seinem vierten Roman "Bad Monkeys" (Hanser Verlag) zeigen, wie Wahrnehmung eine Welt hervorbringt.
Von Tobias Rapp ... mehr
Kurz und knapp, aber immer eindeutig kommen die Kritiken in der "Kleinen Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" daher, die erfreulicherweise niemanden verschonen. In der Ausgabe 35 ist eine
bunte Mischung auf zusammengerührt worden. Und zwar mit diesen Büchern:
Georges Simenon: "Pietr der Lette"
R. Scott Reiss: "Black Monday"
Robert Littell: "Die Söhne Abrahams"
Christian Gude: "Binärcode"
Andrea Camilleri: "Die dunkle Wahrheit des Mondes"
Jean-Christophe Rufin: "100 Stunden"
Jörg Juretzka: "Bis zum Hals"
Renate Niermann: "Der Graumacher"
Magdalen Nabb: "Vita Nuova"
mehr
Die Berliner Literaturkritik:
»Krimi um Babyhandel «
Was besonders an den Donna Leon-Romanen im Allgemeinen und am 16. Brunetti-Fall "Lasset die Kinder zu mir kommen" (Diogenes Verlag) im Besonderen gefällt, ist das Vermögen der Autorin, einen Kriminalroman allein durch Schilderung von Atmosphäre, Milieu und Charakterstudien spannend und unterhaltsam zu schreiben, ohne actiongeladen sein zu müssen. Verbrechen – ob Mord, Raub, Betrug oder Babyhandel – sind die Grundlagen eines Krimis, die Sprache der Leon und ihr Konstrukt drum herum aber machen ihn erst zum Roman.
Von Frauke Kaberka ... mehr
Das Anfangen ist jeden Tag eine Qual:
Die Kriminalromane des Stuttgarter Schriftstellers Wolfgang Schorlau sind scharfsinnig gemachte, gesellschaftskritische Politthriller, deren Authentizität für Gänsehaut sorgt. Gaby Weiß unterhielt sich mit dem Autor. Zu lesen in der Eßlinger Zeitung
krimiblog:
Ludger Menke mit John Williams: Into the Badlands - Reise durch den amerikanischen Alptraum ...
krimikrimi:
Margit Breuss stellt fest: Die Diskussion um Amstetten und dessen Deutung geht weiter. Außerdem: Warnung vor Alligatoren und wieder einmal Hirnforschung ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner dreht weiter an der Kurbel: Folge 88 mit Christian Hartung "Lass ruhn zu deinen Füßen" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über den Zusammenhang zwischen den Vorfällen in Österreich, der österreichischen "Volksmentalität" und historischer Literatur und mit Infos zu "The Outlander" von Gil Adamson ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, dem Cover der Woche (Len Deighton) und R. i. P. Sydney Pollack ...
NuT:
Joachim Linder mit Emergente Extremkontingenz, also Amstetten ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph, König der Alligatorvertretung, mit Bernd Kochanowskis Langrezension zu "The Outlander" von Gil Adamson. Und mit einem vorläufigen Ausstieg aus der Bloggerei? ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Dashiell Hammett
Am 27. Mai 1894 wird (Samuel) Dashiell Hammett im St. Mary's County an der Ostküste Marylands geboren († 10. Januar 1961 in New York mit 66 Jahren an einer Krebserkrankung).
Seine Romane "Der Malteserfalke" und "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Er verließ die Schule mit 13 Jahren, und wurde nach einer Reihe von Aushilfsarbeiten Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Acht Jahre lang war er dort als recht erfolgreicher Detektiv tätig, ehe er 1922, gesundheitlich angegriffen, Kurzgeschichten für Black Mask und andere populäre Kriminalmagazine zu schreiben begann. Zwischen 1929 und 1934 verfaßte er fünf Romane, die ihn als Begründer der sogenannten hard boiled school, einer aktionsbetonten, eigenständig amerikanischen Traditionslinie des Detektivromans ausweisen. Bis heute gilt er mit Raymond Chandler als der bedeutendste amerikanische Kriminalschriftsteller. Nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor in Hollywood wurde er wegen seines sozialistischen Engagements vom Ausschuß für "unamerikanische Aktivitäten" verfolgt, 1951 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und fast aller Publikationsmöglichkeiten beraubt.
Infos:
krimi-couch.de , "mordlust.de", , "wikipedia.org", , Jochen Vogt, Uni Essen, , Diogenes Verlag , January: Dashiell Hammett 75th-Anniversary Tribute (engl.), Don Herrons Hammett-Tour (engl.).
Am 27. Mai 1925 wurde Tony Hillerman als Sohn eines Farmers in Sacred Heart, Oklahoma geboren und besuchte acht Jahre lang als Tagesschüler ein Internat für Indianer. Neben seinen Tätigkeiten als Journalist und Dozent an der University of New Mexico begann er Ende der sechziger Jahre Kriminalromane zu schreiben. Für seine Ethnothriller um die Navajo-Cops Jim Chee und Joe leaphorn erhielt er von der Vereinigung der amerikanischen Krimi-Autoren den "Edgar Allan Poe Award" und den "Grandmaster Award". Für seine 2001 erschienenen Memoiren erhielt er ausserdem den "Agatha Award". Hillermans Romane wurden in siebzehn Sprachen übersetzt. Der sechsfache Vater lebt mit seiner Frau in Albuquerque, New Mexico. (Rowohlt)
Infos:
kaliber. 38, Krimi-Couch, Wikipedia, TOGO, bücherforum, Rowohlt, tonyhillermanbooks.com/ (engl.), Q & A (engl.), Audio Interview (engl.), unofficial homepage (engl.), Interview über Religion (engl.)'
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Zwangsurlaub! Vom 8. - 26. Mai ist zu! |
Schlampig, nachlässig, unaufmerksam: Gestern haben wir Horst Eckert in unserem Kalender knapp 100 Jahre älter gemacht, und seinen Geburtstag ins Jahr 1868 transferiert. Klarer Fall: die Redaktion ist erschöpft, ausgebrannt, am Limit, hängt in den Seilen, taumelt ins Chaos! Die Leitung hat knallhart reagiert und die gesamte Redaktion ins Exil geschickt, verbannt, fortgejagt ins ferne Italien, in ein armseliges Bergdorf mit lausigem Meerblick, alten Olivenhainen und veraltetem Weinanbau. Von heute, 8. Mai bis 26. Mai 2008 gibt es hier also keine Aktualisierungen: die Alligatorpapiere machen Zwangsentspannung, müssen bei nativem Olivenöl, kalten Weiß- und alten Rotweinen für ihre Rechtschreibe- und Grammatikfehler, für schlechte Recherchen und schlampige Kalenderarbeit Buße tun. Gönnen Sie sich ohne uns statt Buße etwas Muße: lesen Sie während dieser Zeit wieder mehr in Krimis, als nur darüber. Dennoch: wir hoffen, daß Sie uns entsetzlich vermissen ... |
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Informationen zum kriminellen Geschehen sollten Sie aber auch ohne uns finden. Die Kollegen von der Bloggerei haben immer die Augen auf das Genre gerichtet. Sehen sie Ihnen dabei zu. Zum Beispiel: krimiblog, krimileser, Kriminalakte, NuT und Watching the Detectives ... |
Axel Bußmers TV & Buchtipps 10. April – 23. Mai 2008
Wir sind zwar weg, aber Axel hat gearbeitet und die Fernsehtipps noch schnell bereit gestellt!
In den kommenden zwei Wochen gibt es interessante TV-Erstaufführungen. Besonders freut sich Axel auf die TV-Premiere der Joe-Lansdale-Verfilmung "Bubba Ho-Tep". Unbedingt ansehen! Und es gibt feiertagsbedingt eine Menge Wiederholungen von Film- und TV-Klassikern und schwedischen Kriminalfällen ...
Oh, und die beiden Frank-Schätzing-Verfilmungen "Die dunkle Seite" und "Mordshunger" haben ebenfalls ihre TV-Premiere ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Krimi-ReportRezensionen |
Krimi-Report No. 30
Zwei wichtige wie auch gewichtige Nachschlagewerke zur Kriminalliteratur
aus den USA und aus Frankreich:Informativ und umfangreich liegt mit "Critical Survey of Mystery & Detective Fiction" auf 2080 Seiten in fünf Bänden ein neues Schwergewicht zur (internationalen) Kriminalliteratur vor. Das andere schwergewichtige Nachschlagewerk ""Dictionnaire des littératures policièrs", in Frankreich erschienen, stellt in zwei Bänden auf 2140 Seiten 2000 französische und internationale Kriminalschriftsteller/innen vor. Von Thomas Przybilka ... mehr |
Die Welt:
»Kriminelle Sitten und Gebräuche«
Deutlich mehr als 700 Neuerscheinungen verzeichnet die deutsche Krimiszene jährlich. Bei einer derart großen Gegenwärtigkeit des Genres gerät dessen Vergangenheit leicht aus dem Blick. Es ist daher löblich, dass sich die "Edition Köln in diesem Jahr mit gleich zwei historischen Reihen an einer Archäologie des deutschen Krimis versucht. Die Bände der "kriminellen Sittengeschichte" hat der Thrillerromancier, Friedrich-Glauser-Herausgeber und Drehbuchautor Frank Göhre zusammengestellt. In dieser verdienstvollen Reihe darf der deutsche Krimi mit seinem größten Potenzial prunken, indem er spannende Sozialreportagen mit politischem und historischem Index erzählt.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
mehr
FAZ
»Menschenfleisch aus Teufels Küche«
Es wird vermutlich eine Menge Leser geben, die Bücher von Ross Thomas kennen, ohne Ross Thomas wirklich gelesen zu haben. Wer von amerikanischen Autoren, die man dem Genre des Kriminalromans zuordnet, reden will, der muss in Deutschland wie ein Detektiv ermitteln, in welcher Fassung er sie gelesen hat. Nun hat der Berliner Alexander-Verlag die Sache in die Hand genommen. Seine Plots sind Labyrinthe, in denen man sich nach anfänglicher Irritation gut zurechtzufinden glaubt, bis man wieder vor einer Wand steht und den roten Faden wegschmeißt. Sie sind nicht sinnlos kompliziert, sondern angemessen komplex, weil die Vielfalt kollidierender Intrigen und Interessen - in "Teufels Küche" haben CIA, FBI, ein mittelamerikanischer Diktator, ein Drogenbaron aus Florida und Draper Haere sehr verschiedene Auffassungen - einfache Szenarien unmöglich macht.
Von Peter Körte ... mehr
Deutschlandradio:
»Krimi um eine Stradivari«
Eine echte Stradivari wird aus dem Heimatmuseum von Tejas Rojas gestohlen, ein 5000-Seelen-Ort in der chilenischen Provinz. Durch den nun auftauchenden Ermittler wirkt "Dantes Geige" (DVA) von Alejandra Rojas zunächst wie ein herkömmlicher Krimi, doch ein Roman im Roman sowie ein umfangreicher Anmerkungsapparat mit Parallelhandlung machen das Buch zu einer willkommenen Abwechslung.
Von Uwe Stolzmann ... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Mai-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
Literarischer Spätzünder":
Zum 80. Geburtstag des Schriftstellers Hans Werner Kettenbach ...
Von Peter Mohr
MO wie Morphium: Friedrich Glauser - Frank Göhres Biografie eines ungewöhnlichen Kriminalschriftstellers ...
Von Thomas Neumann
Zwei Blinde werden Brüder: Robert Littell schreibt über den Krieg zwischen den Israelis und den Palästinensern ...
Von Georg Patzer
Bio-Terroristen schauen Dich an: Jean-Christophe Rufin will den Thriller ins 21. Jahrhundert führen ...
Von Walter Delabar
Der Niedergang der Mafia: Gianrico Carofiglio schreibt an der Krimi-Geschichte der Mafia weiter ...
Von Walter Delabar
Tod eines Auftragskillers: Arimasa Osawa lässt ganz groß abrechnen ...
Von Walter Delabar
Kokosextrakt schließt die Schuppenschicht: Christian Schünemanns Starfrisör Tomas Prinz ermittelt wieder ...
Von Christina Langner
Die Tote kommt aus dem Ausland wieder: Jürg Amann lässt den Leser seiner "Pekinger Passion" etwas unbefriedigt zurück ...
Von Georg Patzer
Von "savoir vivre" zu "saarvoir mourir": Markus Walthers Anthologie "Letzte Grüße von der Saar" bietet erfreulich Kriminelles...
Von Torsten Mergen
Die Berliner Literaturkritik:
»Schmerzlich und köstlich vertraut«
Der Australier Andrew McGahan schafft mit seinem Roman "Last Drinks" (Antje Kunstmann Verlag) ein faszinierendes und mitreißendes Werk, das in die tiefsten Seelenabgründe und -qualen der Menschen Einblick gibt und den Leser in eine Welt voll von Süchten und Trieben, voll von innerer Zerrissenheit hineinführt. Eine spannende Lektüre bis zum letzten Satz.
Von Anna Wengel ... mehr
"Bruderland"
der neue Roman des besten finnischen Kriminalschriftstellers Matti Rönkä ist eine angenehm lakonisch daher kommende, klassische Detektivstory.
"Mo", die Glauser-Biographie von Frank Göhre - ein Gipfeltreffen zweier Klassiker, eine Geschichte, wie sie nur Frank Göhre, Meister des Noirs und der Montage, so verfassen konnte, meint Ulrich Noller in seinen Krimitipps im Monat Mai bei FH Europa ...
mehr
krimiblog:
Ludger Menke über Literaturpreise und hungernde Autoren ...
krimikrimi:
Margit Breuss mit der Frage: Gehirne bald auch in Deutschland vor Gericht? ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner droht: Folge 90 bis 100 werden nur skandinavische Krimis beinhalten ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit einem Preis für Michael Chabon und weiteren Krimipreisen: Bristol..
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit drei Titeln von Lee Child ...
NuT:
Joachim Linder mit Ripperology (XIII) — Forschung ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt wieder das Folk bloggen, z. B. über Krimis, bzw das Lesen derselben und warum das Ganze und so ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Horst Eckert
Am 7. Mai 1959 wird Horst Eckert in Weiden in der Oberpfalz geboren
Er wuchs in Preeath auf und studierte in Erlangen und Berlin politischen Wissenschaften (Diplompolitiloge 1985). Seit 1987 lebt Horst Eckert in Düsseldorf. Als Tagesschau-Reporter des WDR, Chef vom Dienst bei VOX und freier Reporter für das RTL-Nachtjournal und den WDR schrieb Horst Eckert zahlreiche Fernsehfeatures.
1995 debütierte er mit "Annas Erbe" als Kriminalschriftsteller. In kurzer Abfolge erscheinen Krimis im Dortmunder Grafit Verlag mit Figuren wie Benedikt Engel, Ella Bach und Bruno Wegmann aus dem Düsseldorfer Polizeipräsidium ("Die Festung"). Eckerts Kriminalromane sind dem Genre police procedurals zuzurechnen und zeigen Korruption und Filz in Politik und vor allem bei der Polizei auf.
Er wurde mit dem "Marlowe"-Preis und mit dem Friedrich-Glauser Preis ausgezeichnet, seine Bücher wurden ins Tschechische und Französische übersetzt.
Info:
Krimi-Couch, Autorenseite, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Alligatorpapiere, Grafit Verlag, Goethe-Institut, ARTE .

Ulrich Kroegers Krimitipp 4/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Ein perverser Serienmörder, die fiese Welt der Reichen und Mächtigen, Genrekritik vom Feinsten, packende Krimis mit Witz und ein literarischer Altmeister.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Peter Temple, Thea Dorn, Alfred Hellmann, Carlo Fruttero und zum Krimijarhbuch 2008 ... mehr
Die Rhetorik der Nobilitierung: Der Kriminalroman als Gesellschaftsroman, als Sozialpanorama, als Psychogramm einer Gesellschaft und so weiter und so fort. Thomas Wörtche zählt sie auf in seiner Kolumne "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", die jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38" erschienen ist.
Manchmal sei sogar was dran: Laura Lippman etwa habe sich mit "Das dritte Mädchen" spürbar Mühe gegeben, eine banale Alltagsgeschichte ganz und gar sorgfältig und genau zu erzählen. Teilweise grandios gemacht, teilweise pathetisch lächerlich sei Andrew McGahans "Last Drinks". Endgültig zum Großmeister devianter Opulenz aufgelaufen sei Marek Krajewski mit "Festung Breslau", originell und grosse Klasse sei Pablo Tusset mit "Im Namen des Schweins" und ebenso überzeugend sei, obwohl bescheiden daher kommend, "Tödliche Rechnung" von Michael Koryta.
Aber lesen Sie selbst und zwar ... hier
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Von Hunden und Mafiosi:
Eine Dogge, eine Anwältin und die Ndrangheta – Veronika Ruschs bemerkenswertes Debüt spielt in München und endet mit Happy End in einem kleinen Dorf in Kalabrien.
Anne Chaplet über den Roman "Das Gesetz" der Wölfe" ... mehr
NZZ:
»Terror, Trick und Trivialität«:
Vor eineinhalb Jahrzehnten, nach der Gefangennahme des Anführers der maoistischen Guerillabewegung "Leuchtender Pfad", erschienen zwei Romane, die den peruanischen Linksterrorismus zum Thema hatten. Santiago Roncagliolo, ein junger peruanischer Journalist und Autor, hat sich nun, nachdem der "Krieg gegen den Terrorismus" offiziell für beendet erklärt worden ist, obwohl die Gewalt nach wie vor aufflackert, in dem Roman "Roter April" (Suhrkamp Verlag) neuerlich das Thema "politische Gewalt" vorgenommen und das Thriller-Genre mit religionsphilosophischer Interpretation zu verbinden versucht.
Von Leopold Federmair ... mehr
FOCUS:
»Ein schmutziges Geschäft«
Der Jerusalemer Journalist Matt Beynon Rees erzählt in packenden Krimis unbequeme Wahrheiten über den Nahost-Konflikt. Sein erster Roman "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) war in den USA und Großbritannien ein Bestseller. Der zweite Roman mit dem Lehrer-Ermittler Omar Jussuf ist dort gerade erschienen.
Jobst-Ulrich Brand hat mit Matt Beynon Rees gesprochen...
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Stadtrevue: »Schwarzlicht«
Immer spannend, weil alles und nichts sagend zugleich: Koinzidenzen, also unvermutete Parallelen bei Themen und in Geschichten. Zum Beispiel tödliche Durchfallerkrankungen und die Stadt Wroclaw (zu Deutsch: Breslau) als Krimi-Koinzidenz des Frühjahrs 2008, konstatiert Ulrich Noller in seiner Krimi-Kolumne "Schwarzlicht" in der Kölner "Stadtrevue". Mit den Romanen "Festung Breslau" von Marek Krajewski und "100 Stunden" von Jean Christophe Rufin ... mehr
Cicero: »Älteste Vorbilder«
Die Deutschen haben Schwierigkeiten mit dem Kriminalroman. Das liegt nicht nur an den Autoren, es liegt vielleicht mehr noch am Publikum. So gibt es in Deutschland gute Autoren, aber keine sehr guten. Manches deutet darauf hin , dass die sehr guten wenig gelesen würden. Dieter Bromund, Jahrgang 38, hat schon etliche Krimis geschrieben, dass er sie immer noch schreibt und veröffentlich, kann schon als Erfolg angesehen werden. Den Vorteil davon hat der Krimi-Leser. Bromund gelingt in "Stirb nicht in Schottland" (Leda Verlag) die Verknüpfung einer ausführlich geschilderten Segeltour in den Gewässern östlich von Schottland mit jener Unruhe, die von etwas Bedrohlichem herrührt, das sich mit einer schlimmen Untat schon eingestellt hat. Das ist bei Bromund gegenwärtig. Mehr bedarfs nicht.
Von Jürgen Busche ... mehr
krimiblog:
Ludger Menke hat wieder einmal ein Highlight im Angebot: Ein Interview mit dem britschen Autor Andrew Taylor ...
krimikrimi:
Margit Breuss wundert sich über Assoziationen, die WordPress zu "Krimi" hat, ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 81 mit Ina Coelen, Ulrike Renk "Killer, Küche, Knast" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit legendären Umschlägen zu Romanen von Carter Brown und mit Kurzhinweis zu "Piece of my Heart" von Peter Robinson...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche: Richard Starks "Zunder, Zaster und Zitronen" ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit DIE GLORREICHEN SIEBEN, des Rezensenten Jahresfavoriten und mit Bernd Kochanowskis Besprechung von "Piece of my Heart" von Peter Robinson ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Am 6. Mai 1868 wird Gaston Leroux in Paris geboren († 19. April 1927 in Nizza nach einer Operation an akuter Urämie).
Er sollte Jura studieren, konnte sich aber für eine juristische Karriere nicht begeistern und schrieb neben seinem Studium Kurzgeschichten und Lyrik, die in den "Rive-Gauche"-Magazinen veröffentlicht wurden.
Durch den Tod seines Vaters 1889 erbte er eine Million Franc, die er auf Reisen und durch einen aufwendigen Lebenswandel und seine Spielleidenschaft durchbrachte. Er erhielt einen Posten bei "L'Echo de Paris", wo er zu einem berühmten Enthüllungsjournalisten wurde, was ihm eine Stellung bei "Le Matin" einbrachte. Als Auslandskorrespondent reiste er fast durch die ganze Welt
Heute hauptsächlich durch den vielbearbeiteten Roman "Das Phantom der Oper" bekannt, machte ihn 1907 sein Roman "Das Geheimnis des gelben Zimmers" berühmt und die folgenden etwa 50 Bücher reich. Zu seinen einprägsamten Figuren gehören "Chéri-Bibi" (5 Bücher), als der "gute Gangster" und "Rouletabille" (acht Bücher), der Reporterdetektiv, der auf eigene Faust Verbrechen aufklärt oder zumindest aufzuklären versucht.
Gaston Leroux wohnte und starb in einer Villa bei Nizza.
Info bei www.gastonleroux.com (frz.), freelibray (engl.) , kirjasto.sci.fi (engl.), wikipedia.com , dtv, Zauberspiegel, the-phantoms-underground.de .
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 15
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.

Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 15 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im April 2008 erreichten.
Morde in China, im Chiemgau und in der Heide, Ermittlungen von Friseuren, Brandexperten, Detektiven und natürlich Polizisten ...
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier
taz: »Crime Scene: Futter für die Schadenfreude«
Was hindert einen normalen Menschen daran, zum Verbrecher zu werden? Im Grunde sehr wenig, wenn man zur Beantwortung dieser Frage zwei argentinische Romane heranzieht, die kürzlich auf Deutsch erschienen sind. Das Spannungsfeld zwischen Literatur und Verbrechen lotet Guillermo Martínez in "Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag) genussvoll aus. Martínez zelebriert ein kunstvolles literarisches Vexierspiel, in dem die Wahrheit nichts weiter ist als eine, so scheint es schließlich, ziemlich irrelevante außerliterarische Kategorie. Wie als Gegenkonzept dazu setzt Claudia Piñeiro in "Ganz die Deine" Unionsverlag darauf, dass die Wahrheit früher oder später zwangsläufig zum Vorschein kommen muss. Piñeiro spielt in einer anderen literarischen Liga als Martínez, steht der Unterhaltungsliteratur deutlich näher. Doch ihr Blick auf die unerschöpflichen Fähigkeiten des Menschen, anderen Menschen Böses zu wollen, ist nicht minder unbestechlich.
Von Katharina Granzin ... mehr
FAZ:
»Maigret-Marathon 4«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Vierte Folge: "Maigret und der Treidler der 'Providence'".Vier Romane, null Festnahmen, so die Bilanz nach einem Monat Maigret
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt.
Am 2. Mai mit diesen Beiträgen:

Kapriziöse Göttin Justitia
Auch Scott Turows Justizroman "Befangen" (Blessing Verlag) bezieht seine wirkliche Spannung nicht so sehr aus der Eloquenz und dem Charisma eines Verteidigers, sondern aus einem philosophischen Problem: Der Differenz von Recht und Gerechtigkeit. In mittlerweile fast zehn Romanen, die alle im fiktiven Kindle County in Illinois spielen, einem Mikrokosmos der amerikanischen Gesellschaft, erzählt der selbst erfolgreich als Jurist tätige Turow seine Kriminalromane als Parabeln auf den Zustand der amerikanischen Gesellschaft.
Von H.R. Brittnacher ...
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Kontingenz und Ironie
Seit seiner ersten großen Veröffentlichung, also seit den Tales of Error (1989), gehört der Zürcher Thomas Ott zu den ganz Großen der graphic novel. Ohne ein einziges Wort und diesmal sehr wohl eine "konventionelle" Geschichte erzählend, ist "The Number 73304-23-4153-6-96-8" (Edition Moderne) ein wahrlich beklemmend grusliges Werk.
Von Thomas Wörtche ...
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Die Berliner Literaturkritik:
»Entführt in Australien«
Innerhalb eines Jahres veröffentlicht der Australier Peter Temple in Deutschland seinen dritten Kriminalroman. Das ist kein Zeichen übergroßer Produktivität, sondern eines immensen Nachholbedarfs bei uns.
Dabei bewegen sich die Geschichten von Peter Temple immer innerhalb der bekannten Genrekonventionen. Nur die düstere Weltsicht und die knappe Sprache unterscheiden Temples Werke von den Werken anderer Autoren.
Auch sein neuester in Deutschland erschienener Roman "Shooting Star" (C. Bertelsmann Verlag),, in Australien bereits 1999 erschienen und mit einem Ned-Kelly-Preis ausgezeichnet, bestellt vertrautes Terrain.
Von Axel Bussmer ... mehr
Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Mari Jungstedts "Im Dunkeln der Tod" und Ilkka Remes' "Das Erbe des Bösen" gelesen ...
krimikiste:
Margit Breuss mit "Das Gehirn vor Gericht - Teil 2": Neue Technologien machen es möglich, dass Gefühlen, Gedanken und Handlungen Stoffwechselveränderungen im Gehirn zugeordnet werden ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 79 mit H. C. Boginski "Herzfrost", Folge 80 mit Peter Hardcastle "Fitzmorton und der reisende Tote", "Brennen sollst Du" ...
Krimilady:
Henny Hidden fragt sich mit Susanne Mischkes Roman "Der Tote vom Maschsee" wie spannend ein Krimi geschrieben sein müsse. Und Sie denkt leider über eine Pause nach ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Krimipreise Update I - Arthurs Ellis Awards und außerdem ab nun zeitweise in Englisch...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit Kleinkram: The Big Thrill Mai, Criminale-Nachlese, Noir of the Week, Zwei Drehbücher ...
NuT:
Joachim Linder mit Poe Companions und einem Geständnis: Lawrence Blocks Roman "Grifter's Game" ist langweilig ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph blickt zurück: Vier Monate 2008. Zeit und Gelegenheit, die gelesenen Bücher zwischen Januar und April noch einmal zu begutachten. Aber nicht Stück für Stück ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Carter Brown
Am 5. Mai 1985 stirbt Carter Brown in in Sydney, Australien (* 1. August 1923 unter dem Namen Alan Geoffrey Yates in London). 
Brown war einer der erfolgreichsten, jedoch heute weitgehend unbekannten Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. In den Jahren von 1953-1981 schrieb er etwa 200 Romane, von denen mehrere hundert Millionen Ausgaben weltweit verkauft wurden. Seine Bücher galten vielfach als Inbegriff von Sex & Crime, was in den damaligen besseren Kreisen und im damaligen Feuilleton mit Schmutz und Schund gleichgesetzt wurde.
1948 zieht Carter Brown nach Sydney, Australien, wo er direkt eingebürgert wird. Er arbeitet dort bei Qantas-Empire-Airways als Kaufmann und PR-Berater und als Redakteur für die firmeneigene Werbezeitung. Nebenbei fängt er an, Kurzgeschichten zu schreiben. Nach zahlreichen Absagen gelingt es ihm, zunächst mit Westernromanen in der Romanheftszene Fuß zu fassen. Angeregt durch den Erfolg der Romane von Mickey Spillane, beschließen er und sein neuer Arbeitgeber, der Horwitz-Verlag, es mit Krimis dieser Art zu versuchen. Diese Kurzromane erscheinen zunächst unter dem Namen Peter Carter Brown und erregen nicht zuletzt wegen ihrer für damalige Verhältnisse gewagten Titelbilder Aufsehen.
Infos und Bibliographie:
wikipedia ,kirjasto.sci.fi (engl.)
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten achtzehn, jetzt neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Robert Littell: Die Söhne Abrahams
2 (7) Lee Child: Sniper
3 (9) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
4 (8) Lawrence Block: Verluste
5 (4) David Peace: 1983
6 (2) Peter Temple: Shooting Star
7 (–) Marek Krajewski: Festung Breslau
8 (–) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem
9(6) Andrew McGahan: Last Drinks
10 (–) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut
Hier als schöne pdf-Datei
Der Standard:
»Sex, Video und schlechtes Karma«:
John Burdett thematisiert in "Der buddhistische Mönch" (Piper Verlag) die kulturellen Differenzen, die durch den Wirtschaftsboom und die Globalisierung nur oberflächlich zugedeckt erscheinen, lässt Platz für beängstigende Seelenwanderungen und schlechtes Karma und erzählt über das belastete Verhältnis zwischen Thais und Khmer. Spannend, kenntnisreich und witzig - eine gute Mischung!
Von Ingeborg Sperl ... mehr
Die Zeit:
»Zion auf Eis gelegt«:
Meyer Landsman ist höchst eigene Version von Philip Marlowe, Sam Spade oder Lew Archer. So wie Es ist nun schwer zu sagen, was in Michael Chabons Kopf und in seiner Imagination alles stattfindet, einen gewissen Eindruck von seiner fulminanten Fabulierfähigkeit bekommt man aber, wenn man seinen neuen Roman "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch) liest, der wirkt, als spiele diese ganze Geschichte in einer dieser Glaskugeln, die man schüttelt, dann purzelt alles durcheinander, dann schneit es – nur dass die Glaskugel in diesem Fall Alaska ist, durch das der Polizist Meyer Landsman stolpert, auf der Suche nach Gerechtigkeit oder wenigstens einer Faust, die ihn ins Gesicht schlägt und weckt.
Von Georg Diez ... mehr
Berliner Morgenpost:
»Kriminelles«:
In der heutigen Ausgabe finden sich folgende kriminelle Themen:
"Ich hab das nicht in der Hand":
Barnaby Metschurat über die zweite Staffel der TV-Serie "KDD - Kriminaldauerdienst".
Ein Richter erinnert sich an die eigene Tat. Scott Turow: Befangen
Kommissar Ferrara ermittelt wieder in Florenz. Michele Guatari: Rachefeuer.
... mehr
In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" vom ausgezeichneten Franz Schuh. In der Ausgabe Mai.08 analysiert Herr Schuh, worum es bei kriminologischen und auch ärztlichen Zugriffen gehen kann: nämlich darum, wer die Oberhand behält.
Ein diesbezüglicher Wahnwitz sei der Psycho-Thriller "Hinterhältig" von Roderick Anscombe (Knaur Verlag). Sein Buch sei, verglichen mit fast allem, was Herr Schuh hier sonst präsentiere, absolut an der Spitze, obwohl es in einen unschlagbar genialen Teil und in einen ziemlich trivialen,oft schon gelesenen zerfalle.
Aber lesen Sie ... selbst
Stuttgarter Zeitung:
»Mandarine, Morphinisten und Gschaftlhuber«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der Mai-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
Tran-Nhut ("Das schwarze Pulver von Meister Hou"), Friedrich Ani ("Wer tötet, handelt"), Matti Rönkä ("Bruderland"), Bacher, Noller, Rudolph (Hrsg.) ("Krimijahrbuch 2008") und Frank Göhre ("Mo - Der Lebensroman des Friedrich Glauser") ... mehr
Die Berliner Literaturkritik: »Eklig, blutig, kaltherzig«:
Ein "Liebesroman", wie es im Untertitel heißt, ist das neue Buch "Mädchenmörder" (Manhattan Verlag) von Thea Dorn eher nicht. Diese Bezeichnung führt auf die falsche Fährte, denn das neue Werk der Spezialistin für Kriminalistik und menschliche Abgründe ist weniger spannend als vielmehr ein ekliges, blutiges und äußerst kaltherzig geschriebenes psychologisches Essay.
Von Claudia Utermann ... mehr
Die Welt: » Thea Dorns Mädchenmörder und falsche Fährten«:
Ein packendes, bitterböses Spiel mit dem Leser wagt die Schriftstellerin Thea Dorn in ihrem raffinierten Thriller "Mädchenmörder" (Manhattan Verlag) von Thea Dorn. Darin bleibt nichts so, wie es anfangs scheint: Psycho-David hat Frauen umgebracht, und Julia entgeht seinem Mordversuch. Doch dann entstehen im Bild von ihr kleine Risse.
Von Hendrik Werner ... mehr
krimiblog:
Ludger Menke über Alibis No. 26 und den Karneval der kriminellen Geister ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 78 mit Ulrike Renk "Seidenstadt-Sumpf" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski berichtet, dass die Edgar Awards vergeben seien und hat Carnival of the Criminal Minds zu Gast ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den Edgars am Stück ...
NuT:
Joachim Linder zur Zur Geschichte von Inzest, seiner Strafbarkeit und der Inzestdiskurse und Zur Literaturkritik im 19. Jahrhundert ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit der Besprechung von Amir Valles "Freistatt der Schatten" und einem neuen Titel in der "Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts": A.K. Green mit "Eine geheimnisvolle Entführung" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Eine fantastische Kampagne:
Seit Anfang April bringt Diogenes den ganzen Simenon neu heraus. Das ist schon mal eine große Sache. Und es läuft eine phänomenale Medien- und Öffentlichkeitskampagne. Gerhard Beckmann hat Buchhandlungen besucht und fast nirgendwo eine Sonderauslage, ein Plakat oder sonst welchen Hinweis auf die Sonderausgaben gefunden. Und Beckmann fürchtet, dass der Buchhandel sein Geschäft verschlafen hat. Zu lesen im Fachmagazin Buchmarkt
Peter Zingler ist Autor des Monats:
Peter Zingler, einer der produktivesten deutschen Krimi-Autoren wurde zum Autor des Monats der Website "www.literaturstadt-frankfurt.de", meldet das Fachmagazin Buchmarkt
Ältere April-Meldungen gibt es hier
Die Maerz-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
Mai: Neu bei den Alligatorpapieren
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Krimi-Report Rezensionen |
| Krimi-Report No. 30 Mit "Critical Survey of Mystery & Detective Fiction" auf 2080 Seiten in fünf Bänden und mit "Dictionnaire des littératures policièrs" auf 2140 Seiten liegen zwei wichtige wie auch gewichtige Nachschlagewerke zur Kriminalliteratur aus den USA und aus Frankreich vor. Von Thomas Przybilka ... mehr |
| Von Thomas Przybilka |

Ulrich Kroegers Krimitipp 4/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Ein perverser Serienmörder, die fiese Welt der Reichen und Mächtigen, Genrekritik vom Feinsten, packende Krimis mit Witz und ein literarischer Altmeister.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Peter Temple, Thea Dorn, Alfred Hellmann, Carlo Fruttero und zum Krimijahrbuch 2008 ... mehr
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 15/08
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Im PKT 15 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im April 2008 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier
... Empfehlung der Alligatorpapiere.....
...Empfehlung der Alligatorpapiere...
Mysteriöse Autoschiebereien, geheimnisvolle Besuche von Außerirdischen und halbe Hähnchen mit zwei Schlegeln – immer wenn Kommissar Burgmüller nicht mehr weiter weiß, wendet er sich an seine alte Freundin und freischaffende Ermittlerin Helga. "Würd' sogar in 'ner stockfinsteren Nacht ins Schwarze treffen" meint Helga und ist schon unterwegs. Schlagfertig und immer mit dem Herzen am rechten Fleck stemmt sie sich der Welt des Verbrechens mit aller Macht entgegen. Was - angesichts der Absurdität des Daseins - nicht immer ganz einfach ist.
Benni zittert nie vor seinen Lehrern, nicht einmal wenn die ihn entführen. Er hat keine Ahnung, was Schäfer und Lorenz ihm antun könnten, hier in dieser abgelegenen Gegend. Aber er riskiert eine Lippe, sobald ihm Herr Schäfer den Knebel aus dem Mund nimmt. "Bringt ihr uns bei, wie man einen Job findet oder Arbeitslosengeld beantragt? Oder wie man sonst zu Geld kommt? Oder Mädchen aufreißt? Oder irgendwas anderes einigermaßen Wichtiges? Nein. Kann mir mal jemand sagen, wozu Lehrer überhaupt etwas taugen? Ihr steht so schief rum, wie der Turm von Pisa." Benni ist der Sohn des Bildungsministers und glaubt zu wissen, warum seine Lehrer ausgerechnet ihn entführt haben. "Also, wie viel Knete wollt ihr haben?" Aber es geht nicht um Geld.
Tom Felski schuldet dem Land Berlin knapp 10 000 Euro für einen Rettungseinsatz, den er nicht bestellt hat. Er hatte nach einem Streit mit seiner Freundin lediglich ein paar Rosen vom Dach eines Hochhauses in Berlin-Friedrichshain geworfen. Nun hat er nichts mehr, nicht einmal eine Wohnung, denn seine Freundin hat ihn rausgeworfen. Aber Felski kann auch anders. In seinem chaotischen Wesen liegen kriminelle Energie, schauspielerisches Talent, Überzeugungskraft und glückliche Fügung dicht beieinander. So rutscht er in einen Erpressungsfall: Die Stadt Berlin kann angesichts bevorstehender Großereignisse im Olympiastadion kein Sicherheitsrisiko eingehen. Felski ist der richtige Mann zur richtigen Zeit. Er klärt auf, was er sich recht dilettantisch selbst eingebrockt hat
Mit einem Freundschaftsdienst fängt alles an. Eigentlich wollen Kayankaya und Slibulsky dem Gastwirt Romario nur helfen, zwei Schutzgelderpresser zu vertreiben. Doch dann liegen auf einmal zwei merkwürdig weiß gepuderte Leichen in Romarios Restaurant. Die Toten lassen Kayankaya keine Ruhe, und er macht sich auf die Suche nach ihrer Identität - bis er selbst gesucht wird. Von einer Mafia, von der niemand weiß, woher sie kommt und wer ihr Chef ist. Und schließlich bekommt Kayankaya noch einen richtigen, das heißt: bezahlten Auftrag. Er soll eine Frau finden, die er in einem Videofilm sieht. Und die ihn, wie er glaubt, vom Bildschirm aus anblickt. »Kismet« handelt von organisiertem Verbrechen und Kriegsgewinnlern, vom Unsinn des Nationalismus und vom Wahnsinn des Jugoslawienkriegs, von Heimat im besten wie im schlechtesten Sinne. Und von der Sehnsucht nach einer großen Liebe.
Die TV-Tipps 24. Mai – 6. Juni 2008

In diesen zwei Wochen gibt es delikat angerichtete Leichen und weitere Straftaten. ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
3sat, 03.05
(GB 1963, R.: George Pollock)
Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon
LV: Agatha Christie: Mrs. McGinty's Dead, Mistress Mac Ginty's Dead, 1951 (Vier Frauen und ein Mord)
Miss Marple ist Schöffin und überschreitet – zu unserem Vergnügen – ihre
Kompetenzen gewaltig. Denn nur wenn sie den wirklichen Mörder überführt,
kann sie einen Justizirrtum verhindern.
Im Filmbeobachter stand zum dritten Miss Marple-Film mit Margaret
Rutherford: "Der schwarze Humor treibt makabre Blüten. Handwerklich gute
Regie, einwandfreie Synchronisation und die Rutherford brachten einen
behaglichen Krimi zustande."
Hercule Poirot ist der Held der Romanvorlage.
3sat, 04.30
(GB 1964, R.: George Pollock)
Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon
LV: Figur von Agatha Christie
Eine Seefahrt, die ist – – – mörderisch, zumindest wenn Miss Marple an Bord ist.
Mit der Einwilligung von Agatha Christie erfanden David Pursall und Jack
Seddon, die Autoren der vorherigen drei Miss Marple-Filme, eine eigene Geschichte.
Mit Margaret Rutherford