Auch 2007 gibt es ein Krimijahrbuch. 340 Seiten geballte Information! Bestellen das Jahrbuch jetzt für 20 Euro. Bestellen Sie hier:
Thomas Wörtches Crime Watch No. 119 ist erschienen: dass es bislang keine lesbare und gleichzeitig informierte Geschichte über das, was Kriminalität eigentlich aus- und bedrohlich macht: Über das Organisierte Verbrechen, gab, war zu beklagen. Diese Lücke schließt jetzt zumindest ansatzweise der britische Journalist David Southwell mit seinem Buch " Geschichte des organisierten Verbrechens."
Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
31. März 2007 um 11:45 mit dem Thema:
"Klaus Hübner erzählt von Emil Winkler und dem
KZ Columbia-Haus"
Ein Mensch, den es nicht mehr gibt:
Emil Winkler, Polizist, Sozialdemokrat, Sekretär der
demokratisch gesinnten RAG (Reichsarbeitsgemeinschaft
Deutscher Polizeiverbände) und der
Fédération Internationale des Fonctionnaires de Police,
am 1.September 1933 festgenommen und zur “Schutzhaft” ins
Columbia-Haus gebracht, am 17.September an den Folgen
der Torturen gestorben.
(Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45)
Die Zeit:
»Tödliches Italien«
Davide Longo ist niemand, der einen mit seinen Metaphern erschlüge. Seine Sprache ist nüchtern und von äußerster Präzision, sparsam an Gesten. Es ist die Sprache des Nordens. Longos Buch "Der Steingänger" gelingt die Balance. Es erzählt von einem ganz eigenen, archaischen Kosmos und handelt doch von der Gegenwart. Von Silja Ukena ... mehr
krimiblog:
»Krimipodcast Nr 8«
Der siebte Fall des ungleichen Ermittlerduos Rhyme und Sachs aus der Feder des US-amerikanischen Autors Jeffery Deaver ist einmal mehr purer Nervenkitzel. Wie der Autor seine Figuren entwickelt, wieso das Motiv des Uhrmachers in seinem aktuellen Roman auch etwas mit Deutschland zu tun hat und wie der Schriftstelleralltag aussieht, hat er Ludger Menke im Interview verraten. Zu hören als achter Krimiblog-Podcast ... mehr
Krimi-Forum:
»Ein weißer Elefant«
Im Gespräch mit Michaela Pelz enthüllt Nury Vittachi was ihn mit seinem Helden, einem immer etwas sauertöpfischen Endfünfziger verbindet, dessen Hauptlebensinhalt darin besteht, möglichst viel Geld zu verdienen. Lesen Sie hier was der Mann, den sie Mr. Jam nennen, über Deutschland denkt und über Essen, das auf dem Teller noch zuckt ... mehr
Druckfrisch:
»Terror und Gewalt«
In der Sendung "Druckfrisch" in der ARD am Sonntag, 1. April 2007 um 23.30 Uhr führt Denis Scheck ein Gespräch mit Petros Markaris, dem berühmtesten Krimiautor Griechenlands, dessen Kommissar Kostas Charitos oft in einem Atemzug mit Henning Mankells Wallander oder Donna Leons Brunetti genannt wird. Im neuesten Roman "Der Großaktionär" ermittelt Charitos in einem bedrückenden Klima von Terror und Gewalt ... mehr
Anklage wegen Fluchthilfe: Der Schriftstellerin Fred Vargas droht in Frankreich eine Anklage wegen Fluchthilfe. Ihr wird vorgeworfen, dem italienischen Ex-Terroristen und Krimiautor Cesare Battisti bei seiner Flucht geholfen zu haben. Eine Meldung der kulturzeit ...
Verarmter Adliger aus Venedig: Immer etwas Venezianisches im Titel: Die historische Krimi-Alternative von Nicolas Remin, mit Commissario Tron, verarmter Adel. Felicitas Schubert bei Weltexpress ...
Die Frauen der Waffe: Ermittlerinnen dominieren den TV-Krimi. Vorreiter der sexuellen Revolution des Genres waren ausgerechnet die öffentlich-rechtlichen Sender. Eine Motivsuche von Michael Schlieben in Die Zeit ...
Schon gesehen?: Filmproduzentin Regina Ziegler über Krimis, die man im Fernsehen sehen sollte. Ein Bericht der Wirtschaftswoche ...
Als Frau "enorm erfolgreich": Die Schriftstellerin Regula Venske hat die verstorbene Hamburger Schriftstellerin Geno Hartlaub gewürdigt. Hartlaub sei als Frau in ihrer Generation "enorm erfolgreich" gewesen. Sie habe sehr vielseitig geschrieben und ein großes Werk hinterlassen. Moderation: Karin Fischer in einer Sendung im Deutschlandfunk ...
Brown gewinnt auch Berufungsprozess: Der US-Schriftsteller Dan Brown hat sich auch im Berufungsverfahren mit Erfolg gegen Plagiatsvorwürfe um seinen Weltbestseller "Sakrileg" zur Wehr gesetzt. Eine Meldung der ZEIT ...
ORF:
»Boom ohne Ende?«
Der Krimi erlebt einen Boom, und ein Ende scheint nicht in Sicht. Die einen freut das, die anderen stimmt es skeptisch. Krimiexperte Thomas Wörtche spricht von einer Krimiblase und erwartet ihr baldiges Platzen. Sabine Thomas ist optimistischer. Solange die Verlage nicht Quantität mit Qualität verwechseln wird auch eine hohe Krimiproduktion den Markt nicht übersättigen. Die Leser sind neugierig: auf Stalker und Feng-Shui-Meister. Auf schwedische Krankenhäuser und römische Mithras-Tempel. Auf Schönbrunn und Shanghai. Wolfgang Seibel berichtet vom Münchner Krimifestival. Ein Beitrag, den Sie auch hören können (7:18 min) ... mehr
krimiblog:
»Krimipodcast Nr 7«
Wie schon in den Vorgängerromanen und -erzählungen geht es auch in dem neuen Roman "Shanghai Dinner" von Nury Vittachi sehr turbulent zu. Warum dem auf Sri Lanka geborenen Autor die Verständigung zwischen Ost und West so wichtig ist, wieso das Verspeisen von Meeresfrüchten tödlich enden kann und weshalb Chinesisch die neue Weltsprache wird, hat er Ludger Menke in einem launigen Gespräch erzählt. Zu hören als siebter Krimiblog-Podcast ... mehr
ORF:
»Der Horror hat seinen Kronprinzen«
Die Horrorliteratur hat einen neuen Shooting Star: Joe Hill. Der Debütroman des US-Amerikaners landete unmittelbar nach seiner Veröffentlichung in den Top Ten der "New York Times"-Bestsellerliste. Die Rechte an "Blind" wurden auf Anhieb in 20 Länder verkauft und Warner Bros. sicherte sich bereits vor dem Erscheinen des Buches die Filmrechte. ... mehr
FAZ:
»Die Sprache der Mörder«
Andres Veiel ist kein Ankläger, eher ein Chronist, der zur Verfügung stellt, was der Leser braucht, um sich ein Urteil bilden zu können. "Der Kick" ist ein hervorragendes Sachbuch zu einem schwierigen Thema, das nicht nur besticht, weil es ein entsetzliches Ereignis so genau und differenziert untersucht. Es kommt fast ohne Kommentare aus, doch entdeckt es dem Leser jene Leerstellen der Zivilität, die eine Katastrophe wie diese geschehen ließen. Von Regine Mönch ... mehr
Deutschlandradio:
»Der Abgrund hinter den Dingen«
Heldin des in den USA gefeierten Debüt-Romans von Marisha Pessl ist Blue, die Tochter eines unstet durch die Vereinigten Staaten reisenden Professors. Die 16-Jährige kommentiert mit viel Ironie ihre Erlebnisse mit Gleichaltrigen und mit ihrem Vater, der in jedem Semester eine neue Stelle an einer anderen drittklassigen Universität annimmt. Das Buch ist frisch geschrieben und strotzt – manchmal zu sehr – vor originellen Formulierungen. Von Gertrud Lehnert ... mehr
NDR:
»Auf Dauer ermüdend«
Ein klassischer Entwicklungsroman mit krimihaften Zügen – Marisha Pessel schreibt geistreich, oft brillant und dabei witzig. Beim Lesen wird ihr Roman auf die Dauer ermüdend und irgendwann nervtötend. Von Dörte Hansen ... mehr
Geno Hartlaub gestorben: Die Hamburger Schriftstellerin und Journalistin Geno Hartlaub ist tot. Sie starb am Sonntag im Alter von 91 Jahren. Das umfangreiche Werk Geno Hartlaubs umfasst Romane, Erzählungen, Krimis, Reiseberichte und Hörspiele. Eine Meldung der WAZ ...
In Krimis braucht man einen Übermenschen: Leif GW Persson ist einer der erfolgreichsten schwedischen Kriminalautoren, Bestsellerschreiber, Kriminologe, Millionär und Sozialdemokrat. Meinhard Buzas sprach mit ihm vor seiner Lesung in Linz für die OÖN ...
Klöße und Krimi: Die Krimianthologie "Mord zwischen Klüeß und Knölla, Hütes und Hebes", herausgegeben von Ruth Borcherding-Witzke und Silvija Hinzmann erreichte auf der
Leipziger Buchmesse Bestsellerrang eins. Der Sammelband, der beim Mitteldeutschen Verlag in der Reihe "Tatort Ost" vor kurzem erschienen ist, beschreibt thüringische Verbrechen garniert mit einer kulinarischen Spezialität aus der Region ... MDV
Kalender
Jürgen Lodemann
Am 28. März 1936 wird Jürgen Lodemann in Essen geboren.
Nach Studium, Staatsexamen und Promotion in Freiburg arbeitete er als Journalist in Essen und Berlin und Hamburg und als Redakteur beim SWF-Fernsehen in Baden-Baden.
Mit seinem Roman "Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr" veröffentlichte er 1975 einen der ersten (Kriminal)-Romane, die im Ruhrgebiet des Zechensterbens und der Kohlekrise spielen. Mit seinem Kommissar Langensiepen, den er auch in "Essen, Viehofer Platz" wieder aufgriff, gelang Lodemann eine unkonventionelle Polizistenfigur, der er in der Prostituierten Anita Drögemöller eine "echte Ruhrgebietspflanze" gegenüberstellte.
Mit dem Boom der Regionalkrimis, der Mitte der achziger Jahre auch das Ruhrgebiet ergriff, wurde "Anita Drögemöller" oftmals vereinfachend zum "Klassiker des Revierkrimis" ernannt. (Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Deutschlandradio
27. März 2007, 20.03 Uhr
SWR2 Literatur
Die Elixiere des Trivialen
Von Stephan Maus
Professor Zamorra, Harry Potter, Schulze und Lao Shi. Ein emeritierter Goethe-Kenner, ein Doktorrand der Medienwissenschaft, ein trivialliterarisch gebildeter Hausmeister und eine teuflisch gefährliche Kampfkünstlerin aus China. Das ist die Verschwörerbande, die im Keller unter einer Bibliothek sitzt und plant, die "große Käseglocke" zu sprengen. Diese Käseglocke des hiesigen Literaturbetriebs: eine miefige Masse, die in den eigenen Ausdünstungen vor sich hingärt – muffig, gilblich, zäh. Das muss sich ändern! Wie? Durch den massiven Einsatz von Trivialkultur. Pulp, Trash, Sex und Crime sollen den Beziehungs- und Generationenromankäse ebenso hinwegfegen wie Historienschinken und Betroffenheitssülze.
Ein furioses Pamphlet gegen eine selbstgefällige Hochliteratur, eine historische Revue der Kolportage, ein engagiertes Plädoyer fürs Triviale und nicht zuletzt: Pulp auf höchstem Radio-Niveau ...mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Auftragsmord bei Nobelpreis-Party: Nicht nur Henning Mankell schreibt gute Schwedenkrimis: Liza Marklunds neues Buch beginnt mit einem Mord bei der Nobelpreis-Gala.
Von Harry Luck ... mehr
krimiblog:
»Krimipodcast Nr 6«
Während des Krimifestivals in München hatte Ludger Menke die Gelegenheit mit John Katzenbach zu sprechen. Warum Liebe und Tod in der Literatur so oft beieinander liegen, was der Autor über Recherche denkt und wie er seine Figuren entwickelt – diese und andere Fragen hat er im Interview beantwortet. Zu hören als sechster Krimipodcast ... mehr
Der Standard:
»Eine Reise in den Albtraum«:
David Peace und seine furiose Höllenfahrt "1980": Der "Yorkshire-Ripper" beging bis dahin unsagbar brutale Morden an Prostituierten und Studentinnen. Mit"1980" erleben wir David Peace auf der Höhe seines Könnens. Ein noch grimmigerer, eben fertiggestellter Auftakt zu einer Tokio-Trilogie soll mit "Tokyo Year Zero" jetzt folgen. Von Christian Schachinger ... mehr
Der Standard: »Verschwunden, vernetzt, ... «
... versteckt, verrechnet. Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur, was nun ein neuer Standard ist. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
"Acht Stunden Angst". Von Nicci French
"Die Macht des Mr. Miller". Von Charles den Tex
"Memento". Von P. J. Tracyi.
"Die Farbe der Gier". Von Jeffrey Archer.
... mehr
Leiche im Rheinsberger See: Der Eigentlich sollte der jüngste Krimi des Stadtschreibers Tom Wolf bereits vor dem Weihnachtsfest 2006 erscheinen. Aber das hat nicht geklappt. Jetzt wurde das 272 Seiten starke Buch mit dem Titel "Muskatbraun" im Paperback-Format vom Berliner Bebra-Verlag veröffentlicht. Jürgen Rammelt in der Märkischen Allgemeinen ...
Später und unerwarteter Erfolg: Wo zum Kuckuck ist eigentlich "Tannöd"?
Der Nautilus-Verlag punktet mit einer Krimireihe aus der Provinz, meldet die Hamburger MoPo ...
Fahnden nach Sponsoren: Für den Herbst kündigt sich in Berlin ein Premium-Event im Literaturkalender der Stadt an: Die "Krimi-Tage-Berlin". Wie der Vorstand des Vereins Krimi-Tage e.V. in Berlin mitteilt, handelt es sich dabei um den ersten Krimi-Lesungen-Event der deutschen Hauptstadt, meldet Open PR ...
Ich frage die CIA nicht um Erlaubnis: Der ehemalige CIA-Agent Milton Bearden sprach mit Anke Westphal über Geheimdienste, Hollywood und Markus Wolf. In der Berliner Zeitung ...
Nachlese aus der Messestadt: Sie wächst und wächst: mehr Aussteller, mehr Fläche, mehr Lesungen und mehr Besucher als je zuvor: 127 000 Lesefans pilgerten nach Angaben der Veranstalter zur Buchmesse 2007. Trotzdem hat die Leipziger Buchmesse trotz zwischenzeitlichem Gedränge immer noch das Flair eines entspannten Familientreffens. Axel Bußmer bei der Berliner Literaturkritik ...
Thriller auf höchstem Niveau: Der Chemiker Fidel hat seinen Boss, den kolumbianischen Drogendealer Salinas, an die Polizei verpfiffen und taucht, ausgestattet mit einem neuen Gesicht, in Prag unter. Nach Angaben des Haymon Verlags ist Jürgen Benvenutis Thriller "Big Deal" voller Tempo, Action und Witz. Eine Leseprobe findet sich in der Berliner Literaturkritik ...
Kalender
Charles Willeford
Am 27.März 1988 stirbt Charles Willeford in Miami. (* als Charles Ray III. Willeford am 2. Januar 1919 in Little Rock, Arkansas)
Er verlor 1921 kurz hintereinander seine Eltern und wuchs in Internaten und bei der Großmutter auf. Mit vierzehn zog er als Landstreicher durch die Gegend, mit sechzehn heuerte er bei der Army an, wo er mit kurzen Unterbrechungen die nächsten 25 Jahre verbrachte. 1961 studierte Willeford in Miami Englische Literatur und lehrte ab 1964 selbst. Er arbeitete als Literaturkritiker beim "Miami Herald", veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke und Romane, bevor er mit seiner Hoke-Moseley-Reihe größere Bekanntheit erlangte.
Infos:
Alligatorpapiere, Alexander Verlag, Pulp Master, Wikipedia, Krimi-Couch, Mordlust, kaliber. 38, Netzeitung, Crime Corner
Der Spiegel:
»US-Medien erfolgreich manipuliert«
Mit "Ruhelos" hat der Brite William Boyd einen packenden Spionagethriller über Medienmanipulation während des Zweiten Weltkriegs geschrieben. Welche Auswirkungen gezielte staatliche Desinformation haben kann, verriet er Cornelis Hähnel für SPIEGEL ONLINE im Interview ... mehr
Watching the Detectives:
»Krimi im Quartal«
"Schlechter Krimi Wirklichkeit" ist das Thema der Startnummer der Krimizeitschrift "makro scoop". Die Zeitschrift enthält jeweils EINEN Text, der viele sein kann. Der nicht danach strebt, Konventionen zu verletzen, sich aber auch nicht davor scheut. Die Zeitschrift erscheint einmal im Quartal, also erstmals irgendwann im zweiten dieses Jahres 2007. Es gibt sie nur im Abonnement (3 Ausgaben 2007, kann nach Ablauf eines Jahres formlos gekündigt werden), drei Hefte kosten 12 Euro inklusive Porto und Verpackung, die reine pdf-Ausgabe ist preiswerter ... mehr
Die Welt:
»Abgründe der menschlichen Seele«
Die britische Schriftstellerin Kate Atkinson raubt dem Leser alle Illusionen. Doch es macht Spaß, wie sie hinter die Kulissen schaut und Charaktere hinter all den Masken entlarvt. Mit Edinburgh hat sie einen fantastischen Ort der Handlung gewählt. Von Kerstin Strecker ... mehr
krimiblog:
»Krimipodcast Nr 5«
Andreas Hoh, der zusammen mit Sabine Thomas und Angela Eßer das Münchner Krimi-Festival organisiert, stand Ludger Menke Rede und Antwort. Wie seine Bilanz der bisherigen Veranstaltungen ausfällt, wieviel Zeit die Organisation in Anspruch nimmt und welche Autoren noch auf seiner Wunschliste stehen, hat er im Interview verraten. Zu hören als fünfter Krimipodcast des Krimiblogs ... mehr
taz:
»Ich will was von dir«
Am Ende ist natürlich nichts, wie es lange schien, doch wie es Marisha Pessl gelingt, in "Die alltägliche Physik des Unglücks" Collegeroman und Schauergeschichte, Verschwörungsroman und Coming-of-age-Erzählung zu verbinden, ist äußerst gelungen. Denn Pessl hält geschickt die Balance zwischen genuinem Interesse an ihren Charakteren und ihrem Talent, all diese Figuren gleichzeitig in ihrer vollen Pappkameradenhaftigkeit zu beschreiben. Von Tobias Rapp ... mehr
Compact Verlag:
»Kurzkrimi-Wettbewerb«
Zeigen Sie ihr schriftstellerisches Talent und schreiben Sie einen Kurzkrimi in den Sprachen Englisch, Spanisch, Französisch oder Italienisch!
Gesucht wird die beste Krimi-Story zum Thema "Schüsse im Nebel"!
Die Story umfasst dabei 5 DIN A4 Seiten mit max. 10.000 Anschlägen inkl. Leerzeichen und enthält einen abgeschlossenen Kriminalfall.
Einsendeschluss ist der 30. September 2007.
Natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen!
Die beste Kurzgeschichte gewinnt 1.000,- Euro ... mehr
Kalender
Raymond Chandler
Am 26. März 1959 stirbt Raymond Chandler im Alter von 70 Jahren in La Jolla, Kalifornien (* 23.07.1888, Chicago).
Nach einer britischen Erziehung und Berufstätigkeit in Journalismus, Bankwesen und Ölgeschäft kam Chandler erst fast fünfzigjährig zum Schreiben. Neben lyrischen Versuchen verfaßte er, bewußt an die Tradition der "harten" amerikanischen Detektivgeschichten anknüpfend, zunächst Erzählungen für Black Mask und andere Magazine. Hier entwickelte er schon die Handlung der sieben Kriminalromane, die ihm Erfolg und den Rang des (neben Dashiell Hammett) bedeutendsten amerikanischen Kriminalautors eintrugen: The Big Sleep (1939); Farewell, My Lovely (1940); The High Window (1942); The Lady in the Lake (1943); The Little Sister (1949); The Long Goodbye (1954); Playback (1958) (Info: Jochen Vogt, Uni Essen )
Raymond Chandler erfand für seine Kriminalromane die Figur des melancholischen und letztlich moralischen Privatdetektivs Philip Marlowe.
Infos und Bibliographie: Chandler Web (engl.), Wikipedia, krimi-couch.de, Diogenes Verlag, kaliber. 39 (Log in erforderlich), mordlust.de, Der Standard, hinternet.de, physiologus.de.
Wolfgang Mittmann
am 26.März 1939 wird Wolfgang Mittmann in Trebnitz/Schlesien geboren († 12. Februar 2006 in Beiersdorf, Brandenburg). Er schrieb eine Reihe von Kriminalromanen und Kriminalerzählungen, die unter anderem in der BLAULICHT-REIHE des Verlags DAS NEUE BERLIN erschienen. Mittmanns Arbeiten zielen auf eine realistische Darstellung der kriminalpolizeilichen Praxis in der damaligen DDR ab. Als Sammler von Kriminalliteratur baute Mittmann seine Privatbibliothek zum KRIMI ARCHIV OST aus und veröffentlichte 1991 gemeinsam mit Reinhard Hillich eine Bibliographie zur Kriminalliteratur der DDR.
In den folgenden Jahren profilierte Mittmann sich als Dokumentarist des DDR-Krimis, schrieb True-Crime-Berichte und Reportagen und Rezensionen für Zeitungen und Rundfunk (Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Interview, Die Befragung, luise-berlin.de, Wolfgang Mittmann über Harri Kander.
Info für unsere Newsletterempänger!
Nun ist es scheinbar um unseren Newsletterdienstleister geschehen. Seit gestern morgen ist der Host desselben (onetwomax) nicht immer erreichbar und damit besteht die Gefahr, das alle Daten verschwunden sind. Ursache bisher unbekannt, von Mailserverangriff bis Flucht ins nichtausliefernde Ausland ist alles möglich. Informationen gibt es bisher nicht.
Wir bemühen uns, einen neuen Anbieter zu finden und die Adressen aus der letzten Datensicherung dort einzubauen, was aber unter Umständen sehr langwierig sein kann, weil per Hand auszuführen.
Bis dahin finden Sie leider die umfangreichen Neuigkeiten aus dem Leben der Kriminalliterar immer auf den Seiten der Alligatorpapiere, nicht immer frei Haus in Ihrem virtuellen Briefkasten.
Mit Bedauern grüßt die Alligatorredaktion ...

Ulrich Kroegers Krimitipp 2/07
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Ein Krimi in Simbabwe, ein spätes Debut, Hard-boiled in Gran Canaria, eine frech-sympathische Serienfigur und ein feuriges Hardcover
Ulrich Kroeger zu Büchern von Paul Freeman, Alex Kava, José Luis Correa und Sara Paretsky ... mehr
Ulrich Kroegers erster Krimitipp erschien vor sechseinhalb Jahren. Heute erscheint Ulrich Kroegers Krimitipp einmal im Monat im Sonntagsjournal der "Nordsee-Zeitung", dessen Redaktion wir für die Genehmigung zur Veröffentlichung und Archivierung bei den Alligatorpapieren danken. mehr
Zum zweiten Mal präsentiert die KrimiWelt – Die Bestenliste
von WELT, ARTE und NordwestRadio ihre Auslese der Auslese: die zehn besten Krimis des Jahres 2006.
Und zwar dort, wo die KrimiWelt-Bestenliste im März 2005 das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat - auf der Leipziger Buchmesse.
Die Rangliste.:
1. Robert Littell: Die kalte Legende. Scherz
2. Oliver Bottini: Im Sommer der Mörder. Scherz
3. Andrea Maria Schenkel: Tannöd. Edition Nautilus
4. Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens. Deuticke
5. Pete Dexter: Train. Liebeskind
6. Michael Robotham: Amnesie. Goldmann
7. Arne Dahl: Rosenrot. Piper
8. John le Carré: Geheime Melodie. List
9. David Peace: 1977. Liebeskind
10. Friedrich Ani: Idylle der Hyänen. Zsolnay
Hier als schöne pdf-Datei
Berliner Morgenpost:
»Die vielen Gesichter des Todes«
Einige Varianten der Todesarten stellt Bettina Göcemer als dringende Leseempfehlung vor:
Todesart I: "Der Steingänger" von Davide Longo
Todesart II: "Dein bis in den Tod" von Gunnar Staalesen
Todesart III: "Eine Reise mit Alice" von Diane Broeckhoven
... mehr
Körners Blog:
»Ansichten und Meinungen«
Immer wieder Krimi ist im Blog des einzig wahren Übersetzers Wolfgang Körner enthalten. Diesmal schreibt er "Über den Gebrauchtbuchhandel, meinen Laserdrucker, die Inflation sowie einen höchst gelungenen Kriminalroman von Frank Göhre". Eines ist sicher: "Jedenfalls wird dieser eigenwillige Roman aus dem Pendragon Verlag niemals von mir auf einem der Marktplätze für Gebrauchtbücher angeboten werden." ... mehr
Die Welt:
»Wenn ein Monster menschlich wird«
Mit ihrem grandiosen Psychothriller "Hilflos", der uns mit der Gedankenwelt eines Pädophilen bekannt macht, erweist sich Barbara Gowdy als Meisterin in der Erkundung der Extreme. Dennoch lässt sie keinen Zweifel, dass die Tat des Mannes ein Verbrechen bleibt. Von Marco Stahlhut ... mehr
Freitag:
»Vom Terroristen zum Gastwirt«
Massimo Carlottos Roman " Arrivederci amore, ciao" ist ärgerlich, findet Thomas Wörtche. Natürlich hatte Carlottos literarische Agentur seit Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, ihn wie sauer Bier anpreisend, auf die deutsche Bühne zurückzubringen. Das ist legitim. Einen doofen, schlechten und langweiligen Roman aber semantisch leer in einen aktuellen Diskurs um Terrorismus, RAF etcetera hineinzuplatzieren, hat irgendwie etwas schweinchenschlauhaftes ... mehr
FAZ:
»Kartograph des Serienmords«
Stephan Harbort ist ein großartiger Erzähler. Er findet stets den perfekten Moment, um einen neuen Spannungsbogen zu entwerfen. Das verzerrte Bild des Serienmörders, das Kino- oder Fernsehproduktionen oft entwerfen, ärgert ihn. Melanie Mühl sprach mit ihm, auch über "Donna Roma", eine Krimiserie mit komödiantischen Zügen des ZDF, die Harbort begleitet hat ... mehr
Geisterspiegel:
»Geister und Farbbänder«
Die Heftromane, in denen der Geisterjäger John Sinclair gegen das Böse kämpft, sind die meistgelesenen der Welt. Am 10. April kommt der 1500ste Sinclair-Heftroman in den
Handel. Ihr Autor Jason Dark heißt mit bürgerlichem Namen Helmut Rellergerd und tippt in einem Reihenhaus im Bergischen Land jede Woche eine neue Geschichte. Wolfgang Brandt sprach mit dem Autor. (Das Interview ist auch als mp3-Datei verfügbar) ... mehr
Kalender
Bill S. Ballinger
Am 23. März 1980 stirbt Bill S. Ballinger (* 13. März 1912 in Oskaloosa, Iowa).
Ballinger studierte an der Universität von Wisconsin (B.A. 1934). Ab 1934 arbeitete er als
Texter für die Radio- und Fernsehwerbung. Nach langen Reisen durch Europa und den Nahen Osten wurde er Drehbuchautor für Film und Fernsehen (und erhielt 1960 den Edgar für seine Drehbucharbeit). 1948 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman. Die Bücher Ballingers, die er auch unter den Pseudonymen Frederic Freyer und BX Sanborn schrieb, sind in ca. dreißig Ländern gedruckt und in über dreizehn Sprachen übersetzt worden.
Infos:
kirjasto.sci.fi (engl.), krimisammlung.de.
Falter:
»Auf nach Österreich!«
Das Magazin "Falter" aus Wien bringt regelmäßig Besprechungen. Wir weisen nun regelmäßig darauf hin. Heft Nr. 12 vom 21.3.2007:
Bücher aus dem Bunker: Der besessene Schnellschreiber David Peace verfasst drastische Romane über wahre Verbrechen, die den Menschen als Bestie zeigen. Auf Deutsch ist soeben "1980", der dritte Band seiner "Red Riding"-Tetralogie, erschienen. Von Sebastian Fasthuber ... mehr
Was ein Mann tun soll: In Julian Barnes' Roman "Arthur & George" spielt der Erfinder Sherlock Holmes' selbst Detektiv. Von Klaus Nüchtern ... mehr
Im Leben passiert das nie: John Banville hat unter dem Namen Benjamin Black einen Krimi geschrieben. Der "Falter" hat den irischen Schriftsteller gefragt, warum. Und wieso er von Kleist, Kafka und Bernhard besessen ist ... <mehr
Stern:
»Oberpfälzer Hausfrau wird zur Starautorin«
Überraschungserfolg für den Kleinverlag "Edition Nautilius": "Tannöd", der Krimi der bisher völlig unbekannten oberpfälzischen Hausfrau Andrea Maria Schenkel kletterte überraschend an die Spitze der Bestsellerlisten - und soll demnächst auch verfilmt werden. ... mehr
Neue Zürcher:
»Apokalypse der Bücher«
"Fahrenheit 451" von Ray Bradbury ist ein tief romantisches Buch. Der Horror, den der zukünftige Staat, seine Agenten, Maschinen, die Bürger, denen Geist und Seele ausgeschält wurde, die Atombomben-Apokalypse erzeugen, bildet dann doch nur den Hintergrund einer Apotheose der Bücher und des Lesens. Von Manfred Schneider ... mehr
Die Zeit:
»Spannungsromane«:
Im Messe-Special zur Leipziger Buchmesse wird wie üblich Kriminalliteratur vergessen. Doch halt, da ist ja doch etwas, für Junggebliebene:
Wenn Wahrheit den Falschen sucht: Der Jugendliteratur-Preisträger Kevin Brooks schreibt mit "Kissing the Rain" einen sprachmächtigen Thriller für Jugendliche. Von Ralf Schweikart ... mehr
Die dunklen Seiten des Schulhofs: Bestsellerautor Eoin Colfer schreibt auch hochvergnügliche Krimis für jüngere Leser, u. B. "Fletcher Moon – Privatdetektiv". Von Elisabeth Menzel mehr
Die Lust am Verbrechen: Das Magazin "Kulturzeit" berichtet vom 22. bis 25. März täglich live von der Leipziger Buchmesse 2007!
Auch das Gespräch mit Krimispezialist Tobias Gohlis in der
Moderation von Dieter Moor, sowie die Gespräche mit Andrea Maria Schenkel sowie Julian Barnes werden als Livestream bei 3-sat angeboten. mehr ...
Seit März 2005 empfiehlt die Jury der KrimiWelt-Bestenliste regelmäßig die zehn besten Krimis des Monats. Die KrimiWelt-Bestenliste ist damit für Leser, Buchhändler, Verlage und Feuilleton zu einer wichtigen (und viele sagen: unverzichtbaren) Informationsquelle und einem beachteten Ratgeber geworden. Dieser Erfolg soll auf der Leipziger Buchmesse gefeiert werden: wie bereits im letzten Jahr wird am 22.März um 14.00 Uhr am Stadt von ARTE (Glashalle) die Auswahl der Auswahl präsentiert:
Die zehn besten Krimis 2006
Zwei der zehn ausgezeichneten Autoren werden anwesend sein. Dr. Lore Kleinert von Radio Bremen stellt die Autoren und die Liste im Gespräch vor.
Ort: Leipziger Buchmesse, am Stand von ARTE in der Glashalle
Termin: Donnerstag, der 22. März, 14 Uhr
Kalender
Pieke Biermann
Am 22.März 1950 wird Pieke Biermann in Stolzenau an der Weser geboren.
Seit der frühesten Adoleszenz daran gewöhnt, sich ihr Geld selbst zu verdienen, arbeitete sie in den verschiedensten Berufen, unter anderem bei der Post, als Lektorin "eines mittleren deutschen Verlages", und als Hure "in der höheren Mittelklasse der Sexindustrie", zuerst in Hannover, dann in West-Berlin. Seit 1980 "im Ruhestand".
Seit 1976 arbeitet sie als Autorin "im freien Schreibwarenhandel" und veröffentlichte unter anderem Essays, Radiofeatures und feulletonistisch-journalistische Beiträge. Darüberhinaus ist sie als Übersetzerin tätig. Bekannt wurde sie durch ihre Romane um die Kriminalkommissarin Karin Lietze, von denen zuletzt "Vier, fünf sechs" erschien. (Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren). Seit langem wartet die Leserschaft auf neue Kriminalromane der Autorin, bis dahin veröffentlicht sie regelmäßig in "Der Tagesspiegel"
und "RBB infoRADIO" Kriminalgeschichten aus der Wirklichkeit.
Infos und Bibliographie beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Krimi-Couch", Galerie der Detektive, WDR, Hinternet.
Titel:
»Radio frisst Stille«:
Mit 1980 liegt der dritte Teil von David Peace' Red-Riding-Quartett auf Deutsch vor. Ein Sonderermittler macht sich auf die Suche nach dem Yorkshire-Ripper und deckt dabei ein durch und durch marodes Polizeisystem auf. Harter Stoff, eindringlich erzählt. Von Frank Rumpel ... mehr
Titel:
»Niemand hat von nix gewusst«:
Rainer Gross hat mit "Grafeneck" ein überzeugendes Krimidebüt vorgelegt. Es ist ein leiser, melancholischer, hoch spannender Roman, eine Spurensuche auf der Schwäbischen Alb, nahe Grafeneck, wo die Nationalsozialisten über 10.000 Menschen ermordeten. Von Frank Rumpel ... mehr
Jungle World:
»Sag mir, wer du bist / Exekution gefällig?«:
Die Zeitung "Jungle World" bringt ein Literatur-Dossier zum Bücherfrühling. Darunter:
Sag mir, wer du bist:
Wiliam Boyds Spionageroman "Ruhelos" erhellt ein unterbelichtetes Kapitel aus der Geschichte des antifaschistischen Kampfes. Von Kerstin Eschrich ... mehr
Exekution gefällig?
Massimo Carlotto präsentiert mit seinem Roman »Arrivederci amore, ciao« einen bösen und nihilistischen Pulp-Krimi. Von Thomas Blum ... mehr
Buchmarkt:
»Porträt von Anne Chaplet«:
Die "Deutsche Welle" sendete in "Euromaxx" ein TV Porträt von Anne Chaplet: This week euromaxx looks at some of Europe's best known women crime writers. Anne Chaplet is a pseudonym used by political scientist and historian Cora Stephan who has now published her eighth detective novel Doppelte Schuld or Double Guilt set in the little town of Blankenburg on the former border between East and West Germany ... mehr
Kalender
Am 21.März 1952 wird Gabriella Wollenhaupt in Neuwied am Rhein geboren.
Sie arbeitete bis 1985 als Journalistin bei einer westdeutschen Tageszeitung und schrieb während dieser Zeit unter dem Pseudonym "Pit Murad" ihren ersten Kriminalroman "Nächstenliebe zahlt sich aus". Anschließend wechselte sie 1985 als Redakteurin und Reporterin zum Westdeutschen Rundfunk nach Dortmund. Seit 1993 erscheinen ihre Krimis mit der Hauptfigur Maria Grappa in der fiktiven Ruhrgebietsmetropole "Bierstadt", für das unverkennbar Dortmund Pate gestanden hat. In ihren Romanen greift Gabrielle Wollenhaupt neben typischen Lokalintrigen auch allgemein diskutierte gesellschaftliche Themen wie Kindesmißbrauch oder Bauspekulation auf.
Info:
Webseite der Autorin,
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , wikipedia,
Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:

No. 46
Wer wirklich mehr über Kriminalliteratur wissen will, ist auf Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur zum Krimi angewiesen.
In der
nunmehr 46. Ausgabe erfahren Sie nicht nur, dass der Tipp geteilt wurde (Teil 1 (KT 46/I) berichtet über die Sekundärliteratur des Genres, Teil 2 (KT 46/II) weist auf die im Archiv eingetroffenen Kriminalromane und Thriller hin). Nein, mehr gibt es: zum Beispiel erzählt Dorothea Puschmann über Werden und Gedeihen von "criminalis", dem Magazin für KrimiLiteraturfreunde, Sie erfahren etwas über kriminalliterarische Reiseführer und das neue Krimijahrhuch, Jazz in Crime, über Verhören und Verhörtwerden um 1800, die Geschichte der Ruth Werner, Léo Malet und den Roman noir, die Kriminalgeschichte Österreichs und und und ...
Wo? Natürlich ... hier!!
FAZ:
»Die Alten erzählten, und sie hörte zu«
Jeder möchte die gescheite Frau kennenlernen, deren "Tannöd" es schaffte, mit hundertdreißigtausend verkauften oder vorbestellten Exemplaren Daniel Kehlmanns "Die Vermessung der Welt" von Platz eins der wöchentlich erstellten "Spiegel"-Bestsellerliste zu stoßen. hr Talent wurde im Deutschlandfunk und in der "Zeit" bejubelt, ihr Schreibstil von Elke Heidenreich in der Fernsehsendung "Lesen!" gerühmt. Von Martin Wittmann... mehr
Berliner Literaturkritik:
»Mörderjagd in Simbabwe«:
"Die Legenden von Ophir", Abenteuer- und Detektivroman um einen ehemaligen Polizisten führt in die Geschichte des südafrikanischen Landes. Autor Paul Freeman lässt sein Wissen um die koloniale Vergangenheit und die gegenwärtige Gesellschaft Simbabwes einfließen. Freeman klagt die Ungerechtigkeiten der simbabwischen Gesellschaft nicht lauthals an, sondern benutzt sie als Folie für eine spannende Abenteuergeschichte, die im besten Sinn an die große Tradition des Pulp anknüpft. Von Axel Bußmer ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Eiskalte Machenschaften: Entwickelt ein Züricher Professor biochemische Substanzen zur Folterung islamischer Terroristen? Michael Theurillats Roman "Eistod" ist der zweite Fall von Kommissar Eschenbach.
Von Manuela Martini ... mehr
Deutschlandradio:
»Referenzlos glücklich«
Viel Lob erhielt die US-Autorin Marisha Pessl für ihren Debütroman "Die alltägliche Physik des Unglücks" von Schriftstellerkollegen und Kritikern. Der Roman, der einen Mord im universitären Umfeld mit zahlreichen Verweisen und Querverbindungen in die Literatur abhandelt, erscheint jetzt auf Deutsch. Die 30-jährige Pessl ist derzeit auf Lesetour in Deutschland. Von Tobias Wenzel ... mehr
Berliner Morgenpost:
»Schurken sind genauso wichtig wie Helden«
Auch mit dem neuen Thriller "Der gehetzte Uhrmacher" raubt Jeffery Deaver seinen Lesern den Schlaf. Es sind auch der unsentimentale Humor, die Detailverliebtheit und der prägnante Stil, die Deavers Romane unverwechselbar machen. Von Ulrike Borowczyk ... mehr
Drachenblut und Satansbrut: Am Mittwoch beginnt die Leipziger Buchmesse. Die Deutschen lesen wieder massenhaft Fantasy-Bücher. Fremde Welten sind attraktiver als die hiesige, das Jenseits brummt. Mystery-Thriller aus der Provinz erhalten großen Zuspruch. Auch der Oberpfalz-Krimi "Tannöd" (Edition Nautilus) von Andrea Maria Schenkel, die zwar hyperrealistisch erzählt und doch unentwegt in die Trickkiste der fantastischen Literatur greift. Hendrik Werner in Die Welt ...
Über 100 Autoren auf Spurensuche: München im Würgegriff von Mord und Totschlag: Am Dienstag beginnt das Krimifestival in der bayerischen Metropole. Die Veranstalter erwarten über 100 Schriftsteller. Eine Meldung des FOCUS mit einem Hinweis auf Die FOCUS-Online-Kriminacht ...
Rekordbesuch bei der Lit.Cologne: Einen neuen Besucherrekord stellte die diesjährige "Lit.Cologne" auf. Warum da so ist, erfahren Sie vielleicht aus dem Angebot des "WDR", der nämlich von ausgewählten Veranstaltungen der lit.Cologne Mitschnitte als mp3-Dateien zum Anhören und Herunterladen päsenttiert. Darunter "In den dunklen Gassen von Barcelona" mit Alicia Giménez-Bartlett (1. Tag), "Paulus Hochgatterer sucht nach der Süße des Lebens" (3. Tag), "Die Romanfabrik von Edgar Wallace" (5. Tag), "Fred Vargas, Anna Thalbach und die dritte Jungfrau" (6. Tag), "Nury Vittachi: Verbrechensbekämpfung mit Fengshui" (10. Tag). Alles zu finden beim WDR ...

Krimizeit: Am 3sat Stand auf der Leipziger Buchmesse sorgt 2007 die von Dieter Moor moderierte "Krimizeit" für Spannung (Die Krimibuchtipps sollen nun übrigens jeden zweiten Freitag im Monat gesendet werden).
In Zusammenarbeit mit dem "Buchjournal" lädt 3sat "Weltklassekriminalisten" wie Liza Marklund, William Boyd und Petros Markaris ein. Auch die Gewinner des Deutschen Krimipreises 2006 und 2007 Norbert Horst und Andrea Maria Schenkel werden in die Ermittlungen eingreifen. Für Freunde der kriminalistischen Literatur wurde vorab ein paar Tipps zusammengestellt, nämlich hier ...
Ein Special wird am Donnerstag, 22.03.2007, um 12 Uhr stattfinden. Michael Gohlis, wahrscheinlich der Bruder des Krimispezialisten Tobias Gohlis, wird unter dem Motto "Die Lust am Verbrechen" mit Dieter Moor über die literarische Behandlung desselben sprechen
Ex-Terrorist und Krimi-Autor Battisti in Brasilien gefasst: Der frühere italienische Terrorist und Buchautor Cesare Battisti, der seit Jahren auf der Flucht vor der italienischen Justiz war, ist gestern in Brasilien festgenommen worden, meldet die Junge Welt ...
Der Tagesspiegel:
»VerbrecherJagd«:
"Der Tagesspiegel" hat die Krimi-Lücke geschlossen und bringt Kolja Mensing ins Spiel. Jener Mensing, der schon in der "taz" die Krimikolumne pflegte. Also. Mensings zweiter Fall bringt auch den neuen Titel der Krimikolumne: VerbrecherJagd. In der Kolja Mensing am italienischen Justizsystem zweifelt.
Gianrico Carofiglio müsse man wohl lesen. Aber spätestens wenn dann die Zwiebeln in "Öl mit Rosmarin" gedünstet würden, müsse man sich entscheiden, ob man Kochbücher mit Handlung möge oder nicht.
Auch der Schriftsteller Massimo Carlotto habe Erfahrungen mit dem italienischen Justizsystem gesammelt. Und beschreibe in seinem sprachlich abgerüsteten Thrillers, in dem es keine Guten, aber jede Menge "Scheißkerle" gebe, das Veneto im Nordosten von Italien ... mehr
Hamburger Abendblatt:
»Im Outback ist die Hölle los«:
Krimi aus Australien: Peter Temples Roman "Kalter August" überzeugt mit starken Charakteren und trockenen Dialogen. Es geht um Mord, Korruption und einen einsamen Wolf.
Von Peter Münder ... mehr
Der Standard: »Verschwunden, gestohlen ... «
... bestochen, rätselhaft. Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur, was wirklich ein neuer Standard wird. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
"Der Metzger muss nachsitzen". Von Thomas Raab
"München-Blues". Von Max Bronski.
"Nobels Testament". Von Liza Marklund.
"Tannöd". Von Andrea Maria Schenkel.
... mehr
Die Presse:
»Großaktionäre bestimmen, was gespielt wird«:
Petros Markaris sieht den Krimi als Fortsetzung des soziologischen Romans und behandelt "mundgerecht" satirisch und spannend heutige Probleme wie den durch Werbung erst ermöglichten Würgegriff der Medien auf die Bevölkerung, Verfilzung im Apparat der Exekutive und die Allgegenwart von Gewalt in Kriminalität und Alltag.
Erich Demmer über den turbulenten Athen-Krimi "Der Großaktionär" ... mehr
FAZ:
»Der Schwiegermuttermörder«
Hundert Jahre Rätselraten – so könnte das Motto für einen der größten Indizienprozesse des zwanzigsten Jahrhunderts lauten. Der Karlsruher Germanist Hansgeorg Schmidt-Bergmann hat nun die "Mordaffäre Molitor" von Rolf Avena wieder herausgegeben, eine frühe Bearbeitung dieses Stoffes. Der 1956 in Halle erstmals erschienene Roman erlebte in der damaligen DDR bis 1958 drei Auflagen und geriet dann in Vergessenheit. Von Beate Tröger ... mehr
taz:
»Unehrlich währt am längsten«
Wenn der italienische Autor Massimo Carlotto in "Arrivederci amore, ciao" eines zeigt, dann das: "Draußen" ist feindlich. Und zeichnet ein erhellend düsteres Bild der italienischen Gesellschaft. Wer sich dort behaupten will, muss kriminell sein. Von Maik Söhler ... mehr
taz:
»Magisches Denken für die Mittelklassen«
Peter Hoeg konstruiert seinen Roman "Das stille Mädchen" als ununterbrochene Folge von Großaufnahmen. Kurze, gern auch unvollständige und Einwortsätze. Als Lesezeichen ist eine Karte beigegeben. Die Liste soll Ihnen das Strampeln in diesem Erzählbrei erleichtern. Von Michael Rutschky ... mehr
Seit März 2005 empfiehlt die Jury der KrimiWelt-Bestenliste regelmäßig die zehn besten Krimis des Monats. Die KrimiWelt-Bestenliste ist damit für Leser, Buchhändler, Verlage und Feuilleton zu einer wichtigen (und viele sagen: unverzichtbaren) Informationsquelle und einem beachteten Ratgeber geworden. Dieser Erfolg soll auf der Leipziger Buchmesse gefeiert werden: wie bereits im letzten Jahr wird am 22.März um 14.00 Uhr am Stadt von ARTE (Glashalle) die Auswahl der Auswahl präsentiert:
Die zehn besten Krimis 2006
Zwei der zehn ausgezeichneten Autoren werden anwesend sein. Dr. Lore Kleinert von Radio Bremen stellt die Autoren und die Liste im Gespräch vor.
Ort: Leipziger Buchmesse, am Stand von ARTE in der Glashalle
Termin: Donnerstag, der 22. März, 14 Uhr
So knifflig ist das alte Hamburg: Wie schreibt man historische Hamburg-Romane? Petra Oelker und Maiken Nielsen wühlen in Archiven, testen Fußwege und sogar Korsetts. Irene Jung traf sie zum Werkstattgespräch für das... Hamburger Abendblatt
"Geheime" Beststeller: Nach seinem Debüt-Krimi "Die Therapie", der über 160.000 mal verkauft wurde, stellte Sebastian Fitzek seinen Zweitling "Amokspiel" vor. Von der Buchpremiere berichtet das Fachmagazin ... Buchmarkt
Kalender
Gerhard Baumrucker
Der deutsche Übersetzer und Schriftsteller Gerhard Baumrucker wird am 19.03.1929 in Prag geboren († 14.7.1992). Er schrieb Hörspiele, Liedertexte für Funk, Film und Fernsehen und begann ab 1961 damit, Kriminalromane zu übersetzen. Durch Gerhard Baumruckers Initiative erschienen die ersten Romane des mexikanischen Autors Paco Ignacio Taibo II im Goldmann Verlag.
Außerdem schrieb Gerhard Baumrucker selbst eine Reihe von Kriminalromanen. Für "Die Weise von Liebe und Mord" erhielt er den Edgar Wallace-Preis 1980/81. (Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Infos und Bibliographie beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren.
Thomas Przybilka
Der deutsche Experte für Sekundärliteratur zum Krimi wird am 19.3.1950 in (Ost-)Berlin geboren und siedelte "ohne die entsprechenden Genehmigung der verantwortlichen Organe des Arbeiter- und Bauernstaates" in die Bundesrepublik über. 1989 gründete Thomas Przybilka das BoKAS (Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur). Das Archiv sammelt Publikationen in Buch- und Magazin-/Zeitschriftenform zum Genre Kriminalliteratur. Das non-profit Archiv unterstützt Magister- und Dissertationsarbeiten zur Kriminalliteratur im In- und Ausland. Er gibt regelmäßig die Tipps zur zur Sekundärliteratur zum Krimi heraus, schreibt Rezensionen, kriminelle Erzählungen und Artikel für deutsche und internationale Krimipublikationen.
Infos und Bibliographie bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Kurzinfo Deutschlandfunk, NordPark Verlag.
Axel Bußmers TV & Buchtipps 17. – 30. März 2007
In den kommenden beiden TV-Wochen moonrakert James Bond weiter durch die dritten Programme.
Es gibt etwas für die Sammler von gescheiterten Projekten, dazu einen länger nicht mehr gezeigten Münchner Tatort, einen Romantikthriller, eine Noir-Liebeserklärung, ein interessantes Debüt und Verfilmungen von Kenneth Fearing, Nicholas Pileggi, Graham Greene, Patricia Highsmith, Alan M. Dershowitz ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Mit seinem neuesten Myron Bolitar-Roman "Ein verhängnisvolles
Versprechen" (Promise me) im Gepäck besucht der US-amerikanische Bestsellerautor Harlan Coben Deutschland. Nach einer sechsjährigen Pause, die er erfolgreich mit Einzelwerken füllte, kehrte der mit dem Anthony, Barry, Edgar und Shamus ausgezeichnete Krimi-Autor wieder zu seinem Seriencharakter Myron Bolitar und seinen Freunden – dem Millionärssohn und psychopathischen Killer Windsor 'Win' Horne Lockwood III, der Ex-Catcherin Esperanza Diaz (inzwischen stellvertretende Geschäftsführerin, Mutter und kurz vor der Hochzeit stehend) und Myrons Eltern (sie leben inzwischen in Florida und Myron wohnt deshalb nicht mehr bei seinen Eltern) – zurück.
Myron fährt die gerade achtzehnjährige Aimee Biel mitten in der Nacht von New York zum Haus einer Freundin. Am nächsten Tag ist Aimee verschwunden und Myron gerät in den Fokus polizeilicher Ermittlungen. Er verspricht den Biels, die er seit Ewigkeiten kennt, ihre Tochter zu finden. Und damit ist für Myron und seine Freunde das beschaulich-langweilige Leben der letzten sechs Jahre Vergangenheit.
Das achte Bolitar-Abenteuer „Ein verhängnisvolles Versprechen“ ist die gelungene Rückkehr eines vertrauten Charakters in einem spannenden Fall mit überraschenden Wendungen, witzig-trockenen Dialogen und einem überraschenden Ende. Krimifans schätzen Coben seit dem ersten Myron Bolitar-Roman „Das Spiel des Lebens“ (Deal breaker) als Geheimwaffe gegen Langeweile.
(Axel Bußmer)
Harlan Coben liest aus seinem fesselnden Thriller "Ein verhängnisvolles Versprechen" in Berlin am Montag, den 19. März, um 20.00 Uhr im Theater Zerbrochene Fenster (Schwiebusserstraße 16) und in Hannover am Dienstag, den 20. März, um 19.00 Uhr im Median Hotel (Zum blauen See 3).
Dominic Raacke liest die Übersetzung und NDR-Journalistin und KrimiweltBestenliste-Jurymitglied Margarete von Schwarzkopf moderiert.
Myron Bolitars neuestes Abenteuer:
Ein verhängnisvolles Versprechen (The Promise, 2006)
Goldmann, 2007, 448 Seiten, 8.95 Euro
Die beiden ersten Myron Bolitar-Romane:
Das Spiel seines Lebens (Deal Breaker, 1995)
Goldmann, 2007, 384 Seiten, 8.95 Euro
Schlag auf Schlag (Drop Shot, 1996)
Goldmann, 2007, 352 Seiten, 8.95 Euro
Alle Romane wurden von Gunnar Kwisinski übersetzt.
Auf Streife durchs literarische Verbrechen begibt sich das Webportal "Telepolis" mit der Kolumne "Telepolice". Im März gibt es unter dem Motto "Das Schauspiel Leben mit all seinen düsteren Facetten" Besprechungen zu diesen Krimis:
Nanni Balestrini – "Sandokan": Wie lebt es sich in einem Landstrich, den die Camorra kontrolliert? Nanni Balestrini zeigt die brutale Realität hinter dem Mythos von der "ehrenwerten Gesellschaft". Von Steffen Vogel ...
Titus Keller: – "Aussortiert": Ist im Hochsommer in Berlin ein Serienmörder unterwegs, der den biblischen Racheengel gibt? Oder ist alles viel simpler? Von Maik Söhler ...
Hansjörg Schneider – "Hunkeler und der Fall Livius": Im sechsten Hunkeler-Roman liefert sich die Basler Polizei und die französische Police Nationale einen bitteren Wettlauf mit der Schweizer Boulevardpresse.. Von Max Silberhorn ...
Ross Thomas – "Umweg zur Hölle": Die Möglichkeit, vor Lachen zu explodieren oder vom Entsetzen gepackt zu werden: Ross Thomas. Von Roland Oßwald ...
Tom Egeland –"Wolfsnacht": Ein gelungener Zeitgeist-Krimi, der sich auf der politischen Höhe hält und sorgfältig, Schablonen vermeidend mit dem Terrorismus umgeht. Von Florian Rötzer
José Luis Correa –"Tod im April": Schnelle Wechsel der Erzählperspektive und demonstrative Versuche, sämtliche Grenzen zwischen Phantasie, Klischee und Realität zu verwischen. Von Thorsten Stegemann ...
Ergänzt wird dieses schöne Angebot durch Krimi-Kurzempfehlungen der Münchner Krimibuchhandlung "Glatteis" ... mehr
Watching the Detectives:
»Krimi und Germanistik ...«
das ist schon eine traurige Beziehung. Zu sagen haben sich die beiden Partner wenig. Spricht der Krimi, versteht ihn die Germanistik nicht, kommt die Germanistik ins Plaudern, hält sich der Krimi entsetzt die Ohren zu. it Fruchtbarkeit ist eh kaum zu rechnen, wie das Winterheft 2006/07 der "Kritischen Ausgabe" mit dem Schwerpunkt "Verbrechen" abschreckend zeigt. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr
Vom Schluss habe ich immer nur eine Ahnung:Drei Monate lebte der Hamburger Schriftsteller Gunter Gerlach im vergangenen Jahr als Stipendiat im Bahnwärterhaus in Esslingen. Jetzt hat der Autor eine kleine Kriminalgeschichte veröffentlicht, die in Esslingen spielt. Gaby Weiß sprach mit ihm über "Engel in Esslingen" für die ... Esslinger Zeitung
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".
Sonnabend, den 17. März 2007 um 11:45
"Drogen am Lenker"
Dass einen ein benebeltes Hirn zur Gefahr für andere Leute
und sich selbst machen kann, ist auch zur Genüge und flächendeckend
geklärt – bei Gewalt- und Tötungsdelikten ist Alkohol ebenso im Spiel
wie bei Verkehrsunfällen mit Toten und Verletzten.
Alkohol ist die legale Droge unserer Zivilisation. Aber was ist eigentlich
mit den verbotenen Substanzen, die ja trotzdem konsumiert werden
- legal, illegal, scheißegal, Hauptsache dröhnt!
Auch sie werden – so die erst seit 2002 bundesweit erhobenen Zahlen -
immer mehr zum Problemstoff für die Verkehrssicherheit:
Kiffer, Kokser, Kids, die sich mit Druckbetankung oder XTC und Meth
fürs Kampf- & Koma-Raven in den Techno-Bunkern fit machen,
sind zu jeder Tages- und Nachtzeit auch on the road
- nicht nur im Auto, gern auch mit dem Fahrrad.
Ja, macht denn die Polizei da nix? Doch. Sie macht Prävention. Sie
kontrolliert. Sie zieht aus dem Verkehr.
Unterwegs mit dem Verkehrsüberwachungstrupp der
22. Einsatzhundertschaft der Berliner Bereitschaftspolizei.
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar. (Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45)
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
Nun prasselts wieder bei den Kollegen vom "Perlentaucher", die KrimiKolumne "Mord und Ratschlag" wird wieder mit Inhalt gefüllt. Wieder ein neuer Beitrag, wieder ein echter Knörer!
In "Liebesdienste" führt Kate Atkinson mit viel Gusto die Sense durch die Edinburgher Gesellschaft. Benjamin H. Schutz lässt in "Unerbittlich" zum Ballett gegenseitiger Grausamkeiten aufspielen. Von Ekkehard Knörer ... mehr
WoZ:
»Als plädierte Cicero vor einem US-Gericht«
Die Spannung in den historischen Romanen von Robert Harris rührt wesentlich daher, dass die Fakten von den Figuren selbst herausgefunden werden müssen. Bisheriger Höhepunkt von Harris’ Schaffen ist sein neuestes, ambitioniertestes Werk "Imperium", der erste Band einer geplanten Trilogie zum Untergang der römischen Republik. Ein Roman über Macht, Herrschaft und Terror. Von Peter Kamber ... mehr
Berliner Zeitung:
»Anleitungen zum Verbrechen«
Massimo Carlotto ist in Italien ein bekannter Krimiautor; wie sein Held Giorgio im Roman "Arrivederci amore, ciao" war er einst in der linksradikalen Szene aktiv und saß jahrelang im Gefängnis, hatte jedoch - anders als sein Protagonist - den ihm angelasteten Mord nicht begangen. Sein Roman ist indes nicht nur das autobiografisch gefärbte Porträt eines verkommenen Subjekts, sondern auch ein gesellschaftskritisches Sittenbild Italiens. Von Brigitte Preissler ... mehr
Neues Deutschland:
»Unheil im Schrebergarten«
Ein Thema in des Textes Tiefe: der große und der kleine Krieg. Der große hallt noch nach, auch wenn viele wünschen, dass man die Toten ruhen lassen solle, damit endlich Frieden ist. Und der kleine Krieg wird unablässig fortgeführt. Anlässe finden sich immer. Ehrgeiz, Neid, Eifersucht, Rachegelüste. Irmtraud Gutschke über Hansjörg Schneider und seinen Kommissär im Roman "Hunkeler und der Fall Livius"... mehr
Mord im Premium-Segment: Um sich aus der "wachsenden Masse austauschbarer Krimis" abzuheben, will der "Grafit Verlag" ins "Premium-Segment vorstoßen". Und das bedeutet Hardcover. Eine Meldung der ... WAZ
Zum fünften Mal wird München zur Hochburg des Verbrechens:Mord zwischen Buchdeckeln heißt das Vergehen, das vom 20. bis 31. März mit Applaus geahndet wird. Dann kommen wieder mehr als 100 Krimiautoren zur Spurensuche an die Isar. Denn das Krimifestival München findet dann zum fünften Mal statt. Unter anderem stellt der Münchner Autor Friedrich Ani den ersten Band seiner neuen Krimi-Reihe "Der Seher" vor. Eine Meldung des ... Münchner Merkur
internationales krimifestival in hamburg: Vom 6. bis 11. November 2007 begibt sich Hamburg auf mörderisches Terrain und präsentiert etwa 20 internationale und nationale Autorinnen und Autoren, die die Gattung "Kriminalroman" und "Thriller" prägen.Die Organisatoren beabsichtigen, das Festival künftig jährlich auszurichten. Die Lesungen werden an unterschiedlichsten Orten in Hamburg stattfinden. Das detaillierte Programm liegt im Mai 2007 vor. Eine Meldung des ... Literaturhauses Hamburg
Der erfolgreichste Autor der Welt: James Patterson hat 130 Millionen Bücher verkauft. Rezensionen bekommt er keine. Was unzählige Leser lieben, halten die Kritiker für ihrer nicht würdig. Ein Beitrag von Alix Sharkey in der "Weltwoche". Allerdings: Der Artikel steht leider nur angemeldeten Benutzern offen und zwar ... hier
Axel Bußmers No. 36
Blutige Nächte mit Detektiven, Polizisten, Gangstern und ehrenwerten Richtern
Zehn Autoren, fast genauso so viele verschiedene Stile in den
verschiedensten Subgenres der Kriminalliteratur. Einige Einzelwerke, einige Fortsetzungen bestehender Serien und einige Romane zu TV-Serien. Bei all diesen Unterschieden haben die hier versammelten Autoren zwei Gemeinsamkeiten: sie sind Amerikaner und sie sehen ihre Arbeit in erster Linie als ein Handwerk an. Genau wie ein Handwerker liefern sie in regelmäßigen Abständen ihre Arbeit ab. Meistens ein Buch pro Jahr.
Axel Bußmer zu den neuen Büchern von Harlan Coben, Max Allan Collins, Cindy Gerard, Carl Hiaasen, Elmore Leonard, David Morrell, Sara Paretsky, Benjamin M. Schutz, Richard Stark und Ross Thomas ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Heldenrolle für die Kugel«
Einen wundersamen Menschenzoo habe sich Fred Vargas im Lauf ihrer inzwischen neun Krimis erschrieben, meint Sylvia Staude in ihrer 14-tägigen Kolumne "zielfahnder". Die Vargas habe in dem von Briten, Amerikanern und Skandinaviern dominierten Mordsgarten ein Pflänzchen gepflanzt, wie es bis dahin noch in keinem Botanik-Lehrbuch aufgeführt war.
Dazu drei Empfehlungen der "KrimiWelt"-Jury ... mehr
Der Standard: »Politik und Prostitution«
Provinz und Rassismus - Bytes und Bomben - Koks und Köpfe. Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur, was wohl wirklich ein neuer Standard wird. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
"Wer sich nicht fügen will". Von Leena Lehtolainen
"Kalter August". Von Peter Temple.
"Breakpoint". Von Richard. A. Clarke.
"Staub im Wasser". Von Ernst Solèr.
... mehr
Neue Zürcher:
»Die Eifersucht des Kommissars«
Es müsste eine Fotoserie geben, die Menschen beim Lesen von Kriminalromanen zeigt. Den Fred-Vargas-Leser würde man auf den ersten Blick erkennen - am zufriedenen Lächeln unter den vielen verkrampften Gesichtern. Georg Renöckl über den Roman "Die dritte Jungfrau" ... mehr
krimiblog:
»Australischer Stinkefinger«:
Die Psychologie im Kriminalroman spielt, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle, was zählt sind Fakten und Realismus. Dabei ist es gerade diese Überbetonung des Realismus, der die Schwächen von Peter Temples Roman "Kalter August" aufzeigt und die geradezu exemplarisch für viele Polizeiromane sind. Von Ludger Menke ... mehr
Kölner Stadt-Anzeiger:
»Stefan Wolf †«
Seit mehr als 25 Jahren gehören seine Bücher zu den Klassikern in deutschen Kinderzimmern. Mit den Abenteuern der jugendlichen Detektivbande "TKKG" schuf der Schriftsteller Rolf Kalmuczak unter dem Pseudonym Stefan Wolf eine der erfolgreichsten Kinderbuchreihen. Am vergangenen Samstag starb der erfolgreiche Autor im Alter von 68 Jahren. Er sei einer langen schweren Krankheit erlegen, teilte sein Münchner Verlag am Dienstag mit ... mehr
Der Spiegel:
»Jens Bahre †«
Sein ehrgeizigster Roman "Linie 19" über den Alltag in der DDR wurde nie gedruckt – erst verhinderte die Stasi die Veröffentlichung, und nach der Wende interessierte sich kein Verlag mehr dafür. Im westlichen Literaturbetrieb blieb er so gut wie unbekannt, obwohl einiges von ihm verfilmt wurde (Polizeiruf 110). Er schrieb Kinderbücher und Krimis. Am 2. März starb der an starkem Übergewicht leidende Schriftsteller Jens Bahre trotz einer aufsehenerregenden Rettungsaktion nach einem Herzinfarkt in Berlin ... mehr (pdf)
"Mord und Quote": Verbrechen lohnen sich. Jedenfalls im deutschen Fernsehen. Kaum ein Format beschert den Senderchefs, ganz gleich ob öffentlich-rechtlich oder privat, derart konstant hohe Quoten. Warum eigentlich? Michael Schlieben beginnt eine Serie über der Deutschen liebstes Genre. Und zwar in der "ZEIT"
"Filmproduktionsfirma kauft Rechte an Eifel-Krimis": Die Hamburger Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft hat die Rechte an zwölf Eifel-Krimis des Romanautors Jacques Berndorf erworben. Derzeit wird eine Präsentation für eine Fernsehreihe
erarbeitet, meldet "PR-inside"
Kalender
Peter Paul Zahl
Am 14. März 1944 wird Peter Paul Zahl in Freiburg im Breisgau geboren.
Seine Jugend verbrachte er in Mecklenburg, ehe seine Familie mit ihm 1953 in die BRD floh und sich im Rheinland niederließ. Er wuchs in Ratingen bei Düsseldorf auf und setzte sich 1964 nach Berlin ab, um der Einberufung zur Bundeswehr zu entgehen. Dort war er politisch in der linken Szene aktiv, in den siebziger Jahren wurde nach ihm gefahndet, weil er in Berlin bei einer Fahrzeugkontrolle einen Polizisten angeschossen hatte. Nach seiner Verhaftung wurde er zunächst zu vier, später zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Haft schrieb er den preisgekrönten Schelmenroman "Die Glücklichen", der 1979 erschien.
Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung 1982 und längeren Aufenthalten in Grenada, auf den Seychellen und in Nicaragua ließ Peter Paul Zahl sich 1985 in Jamaika nieder, wo er unter anderem eine Reihe von Kriminalromanen um den ortsansässigen Schnüffler "Raffneck" schrieb.
Für seinen Kriminalroman "Der schöne Mann" wurde er 1995 mit dem Glauser-Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur des SYNDIKATS ausgezeichnet.
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, wikipedia, Homepage, dtv, HR-online, Berliner Zimmer 1, Berliner Zimmer 2.
3sat:
»Das Ende des Ölzeitalters«
In seinem Ökothriller "Ausgebrannt" führt Andreas Eschbach vor, wie eine Welt ohne Öl aussehen würde – und zeigt auf, wie wir in nur 100 Jahren vom Erdöl abhängig geworden sind. Andreas Eschbach bietet einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Ölgeschäfts und der globalen Ölpolitik. Von Anselm Henkel ... mehr
Deutsche Welle:
»Vergessen geglaubte Welten«
Ein erstaunliches Buch – das neue Standardwerk zum Krimi in Deutschland. Mit Informationen über 10.000 Kriminal- und Detektivromane, die bis 1945 im deutschen Sprachraum erschienen sind. Die Bibliographie "Illustrierte Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum von 1796 bis 1945" ist ein sehr bemerkenswertes, ein höchst erstaunliches Werk, über das man minutenlang in Superlativen schwelgen könnte: Mirko Schädel hat all das gestemmt, auf eigene Initiative, auf eigenes Risiko, auf eigene Kosten. Respekt! Von Ulrich Noller ... mehr
Deutsche Welle:
»Grausame Morde in der Provinz«
Andrea Maria Schenkel legt mit ihrem Debüt "Tannöd" nicht nur einen dramatischen, literarisch reizvollen Kriminalroman vor. Sie erhält dafür gleich den Deutschen Krimipreis 2007. Ihr Erstlingswerk basiert auf einer wahren Begebenheit. Dem Buch liegt ein ungeklärter Mordfall an einer bayrischen Bauernfamilie zugrunde. Mit diesem Krimi entlarvt die 44-jährige die verlogene Idylle und Bigotterie einer dörflichen Gemeinschaft. Der Beirag der Sendung "kultur.21" steht als Video on demand zur Verfügung ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Starke Frauen und feige Männer: Dass Gianrico Carofiglios zweiter Kriminalroman "In freiem Fall" mit fesselnden Gerichtsszenen glänzt, ist kein Zufall. Der Autor ist ein Mafia-Jäger.
Von Anne Chaplet ... mehr
FAZ:
»Liebe, das ist Ansichtssache«
Sein neuestes Buch handelt von Sir Arthur Conan Doyle, dem Erfinder des größten Detektivs aller Zeiten: Sherlock Holmes. Er lügt wie ein Augenzeuge: Der englische Autor Julian Barnes und sein neuer Roman "Arthur und George". Von Tobias Rüther ... mehr
FAZ:
»Spion im Dienste ihrer Majestät, der Kunst«
Jeder Spionageroman ist daher selbst wie ein Trojanisches Pferd: Mit ihm schmuggelt die Literatur ihre ureigne Streitkraft in die Bollwerke der Wirklichkeit. William Boyd beweist mit seinem neuen Roman, dass Geheimdienst und Erzählhandwerk auch in ihren Methoden eng verwandt sind. Von Tobias Döring ... mehr
FAZ:
»Thriller mit Hang zur Raserei«
Zweimal "Blut" schon im Titel eines Romans, der sich im Untertitel als Thriller ausgibt? Durchschnittlich fließt, spritzt, färbt, sprudelt, gluckert Blut auf fast jeder zweiten Seite durch die Geschichte, in der sogar Stimmen "tiefrot" brüllen. Yasutaka Tsutsuis "Mein Blut ist das Blut eines anderen" ist Krimi, Liebesgeschichte und ständig ins Groteske kippende Horrorstory in einem. Von Irmela Hijiya-Kirschnereit ... mehr
Hamburger Abendblatt:
»Ein Pathologe bringt Licht ins Dunkel«
John Banville ist ein preisgekrönter irischer Schriftsteller. Unter dem Namen Benjamin Black schrieb er jetzt seinen ersten Kriminalroman. Clever konstruiert und gerade auch wegen der zahlreichen detailliert geschilderten Charaktere interessant, zeigt John Banville, dass der Ausflug in ein anderes literarisches Genre durchaus eine Bereicherung sein kann. Von Volker Behrens ... mehr
Titel:
»In die Höhe geschraubt«
Mit "Die sechste Laterne" hat sich der argentinische Autor Pablo de Santis der Idee des modernen Turmbaus angenommen. Bei ihm wird daraus eine verdichtete, irrwitzige Geschichte um Häuser, die nichts weiter sind als ummantelte Leere. Von Frank Rumpel ... mehr
Europolar: »Neue Artikel «:
"Europolar", das europäische Projekt eines internationen Krimiportals hat mit seiner vierteljährlichen Erscheinungsweise nun die achte Ausgabe erreicht. Nun ist auch der Beitrag der Diskussion "Der Regiokrimi" online abrufbar, in dem es um den "Noir Italiano" (pdf) geht, geschrieben von Massimo Carloni ...mehr
Kalender
Bill S. Ballinger
Am 13. März 1912 wird Bill S. Ballinger in Oskaloosa, Iowa geboren(† 23. März 1980).
Ballinger studierte an der Universität von Wisconsin (B.A. 1934). Ab 1934 arbeitete er als
Texter für die Radio- und Fernsehwerbung. Nach langen Reisen durch Europa und den Nahen Osten wurde er Drehbuchautor für Film und Fernsehen (und erhielt 1960 den Edgar für seine Drehbucharbeit). 1948 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman. Die Bücher Ballingers, die er auch unter den Pseudonymen Frederic Freyer und BX Sanborn schrieb, sind in ca. dreißig Ländern gedruckt und in über dreizehn Sprachen übersetzt worden.
Infos:
kirjasto.sci.fi (engl.), krimisammlung.de.
Sonntagszeitung:
»Der Wolkenschaufler weiss alles besser«
Überall im Kriminalroman werden Verbrecher von eigensinnigen Polizisten mit Intuition überführt. Derweil erzählt der TV-Krimi seinem Millionenpublikum ganz andere Geschichten und macht Wissenschaftler zu den neuen Helden. Der Fernsehkrimi wird von Wissenschaftsserien wie "CSI" dominiert. Intuition ist da nicht mehr gefragt. Wie kann der Kriminalroman damit konkurrieren? Die Französin Fred Vargas weiss Rat. Sven Boedecker über den Roman "Die dritte Jungfrau" ... mehr
FAZ:
»Haie über Las Vegas«
Richard Rayner lässt in "Das dunkle Herz der Wüste" nichts aus, weder Genreversatzstücke wie den tolpatschigen Privatdetektiv noch die Gelegenheit, seine feine Dialogkunst zur Charakterisierung einzusetzen. Über allem waltet eine erzählerische Ökonomie, die sich nur selten Durchhänger im Spannungsbogen gestattet. Von Hannes Hintermeier ... mehr
TAZ:
»crime scene«
Wenn ein neuer Sara-Paretsky-Roman erscheint, ist das immer noch ein Ereignis. Paretsky nimmt sich Zeit zum Schreiben, was zeigt, dass sie ihre Thriller, die immer auch Sozialstudie sind, sehr gewissenhaft recherchiert. Verschleißerscheinungen sind bei Fred Vargas absolut nicht zu bemerken. Wenn man wollte, könnte man unter rein krimitechnischem Aspekt wahrscheinlich auch dieser Autorin gewisse Schwächen unterstellen. Katharina Granzin über "Feuereifer" und "Die dritte Jungfrau" ... mehr
ORF:
»Übersinnliches und Transzendentes«
Nach zehn Jahre hat Peter Hoeg, der mit "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" einen Weltbestseller gelandet hatte, wieder ein neues Buch herausgebracht.
Sicher ist, dass die Mixtur von Crimestory und Übersinnlichem schon in "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" zum Tragen kam. In "Das stille Mädchen" wird dies aber zum entscheidenden Faktor des Erzählten. Von Andreas Puff-Trojan ... mehr
HR-online:
»Kampf mit Pfahl und Knoblauch«
Stephen King gehört ohne Zweifel zu den ganz Großen der Horrorliteratur. Bedenkt man seinen jährlichen literarischen Output, erscheint es um so erstaunlicher, dass einer seiner Klassiker nun in einer Neuauflage erscheint. Veit Ulrich über den Roman "Brennen muß Salem" ... mehr
WZ:
»Psychoanalyse und der Stadtgeschichte«
Das jüngste Sachbuch des amerikanischen Verfassungsrechtlers Jed Rubenfeld war nicht unbedingt ein kommerzieller Erfolg. Sechs Exemplare hat der Yale-Professor davon verkauft.
Mit seinem ersten Roman "Morddeutung" hat Rubenfeld aber nun weitaus mehr Erfolg. Der Psychoanalyse-Thriller über die einzige Amerika-Reise von Sigmund Freud wurde in den USA und Großbritannien zum Bestseller. Von Christoph Sator ... mehr
histo-couch:
»Ordentlicher Krimiplot mit diskussionswürdigem Ausgang«
Wir sind hier zwar nicht auf der "Krimi-Couch", aber wie sieht es denn nun eigentlich mit dem Krimi "Morddeutung" aus? Der findet ebenfalls statt, eingebettet in die oben dargestellte Themenbandbreite und ist durchaus solide aufgebaut. "Morddeutung" ist kein Pageturner, aber dennoch flüssig lesbar. Das Ende beziehungsweise die Auflösung ist allerdings diskussionswürdig. Von Jörg Kijanski ... mehr

Robert Ludlum
Am 12. März 2001 stirbt der amerikanische Schriftsteller Robert Ludlum an Herzversagen (geboren am 25. Mai 1927 in New York City).
Im Alter von 14 Jahren ging er von Zuhause fort und wollte zur Bühne gehen, wurde aber von seiner Mutter nach Hause zurückgeholt. Drei Jahre später ging er dann zunächst zum Militär und begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Schauspielerkarriere. Der Autor von unzähligen Spionageromanen kam erst spät zum Schreiben.
Mit 40 Jahren begann er ein Kunstgeschichtestudium. Im Alter von 44 Jahren veröffentlichte er nach 18 Monaten Arbeit das Buch "Das Scarlatti-Erbe" und katalputierte sich damit in die Bestsellerlisten, in die er mit fast jedem neuen Buch gelangte: er verkaufte (auch unter dem Pseudonym Jonathan Ryder) mehr als 20 Millionen Bücher, seine Romane wurde verfilmt und in über 40 Sprachen übersetzt. Den Höhepunkt seiner schriftstellerischen Leistung (die nie unumstritten war) erreichte er nach Meinung vieler Kritiker mit seiner Jason-Bourne-Trilogie. Bis zu seinem Tod lebte Robert Ludlum mit seiner Frau Mary und seinen Kindern in Florida und Connecticut.
Infos und Bibliographie bei krimi-couch.de, Heyne Verlag, ZDF (Frank Baloch), www.filmrezension.de.
Carl Hiaasen
Am 12. März 1953 wird Carl Hiaasen in Plantation, Florida geboren.
Nach dem Highschool-Abschluß immatrikulierte er sich 1970 an der Emory University. Im Jahr 1972 wechselte er zur University of Florida und machte 1974 seinen Abschluss in Journalismus. Nach zwei Jahren als Reporter bei der Cocoa Today in Cocoa in Florida ging er 1976 zum Miami Herald, bei dem er auch heute noch arbeitet.
Er wandte sich 1979 dem investigativen Journalismus zu, konzentrierte sich auf das Baugewerbe und Grundstückserschließung und deckte profitorientierte Praktiken auf, die die Naturschönheiten Floridas zerstörten. Seit 1985 hat er eine Kolumne im Herald, die zuerst alle drei Wochen und nun wöchentlich erscheint.
Nebenbei begann er in den 80ern eine Karriere als Schriftsteller. Er war Ko-Autor dreier Thrillern des befreundeten Journalisten Bill Montalbano. Nachdem Montalbano Auslandskorrespondent wurde, schrieb Hiaasen 1986 sein erstes Buch "Tourist Season". Hiaasens Bücher spiegeln seine Interessen als Journalist und Einwohner von Florida wider. Seine Romane wurden als Umweltthriller klassifiziert, obwohl sie auch als Mainstreamsatiren des zeitgenössischen Lebens aufgefaßt werden können.
Infos:
wikipedia, Krimi-couch, Toms Krimitreff, Random House, January (engl.), Homepage (engl.).
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-
Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Heute um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung. Sehen werden Sie folgende:
"Die Legenden von Ophir" von Paul Freeman ist eine abenteuerliche Reise in ein afrikanisches Land, zu einer Zeit, in der die Hoffnungen groß waren.
"München Blues" von Max Bronski ist ein wirklich schräges Krimivergnügen – und das nicht nur für Mieter. ...
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Berliner Morgenpost:
»Annie und Alan ermitteln getrennt«
Im neuesten Fall aus Peter Robinsons erfolgreicher Alan-Banks-Reihe, dem Roman "Eine seltsame Affäre" gelingt dem Wahlkanadier wiederum eine spannende Mischung aus Krimi und biografischen Splittern seiner Hauptperson. Von sfk ... mehr
Der Standard:
»Annie und Alan ermitteln getrennt«
Berlin zur Zeit des Kalten Krieges, Mitte der Fünfzigerjahre: Kaum eine Metropole bietet für dieses Theater bessere Kulissen als die Viersektorenstadt. Bei McEwan ist es eine Liebesgeschichte, die ganz nebenbei die Passage eines Spionagethrillers durchlaufen muss, um in ein "(un)happy ending" zu münden. Hanns Zischler über den 44. Band der "SZ-Kriminalbibliothek" ...
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Die drei Leben der Fred Vargas :
Sie nennt sich Fred Vargas. Fred ist die Abkürzung ihres Vornamens Frédérique, Vargas ist ein Künstlername, den sie mit ihrer Zwillingschwester Jo teilt. Vargas, das war die Rolle Ava Gardners in dem Film "Die barfüßige Gräfin". Fred Vargas ist die bedeutendste, literarisch aufregendste und spannendste Kriminalschriftstellerin Frankreichs.
Das TV-Porträt der Fred Vargas (u.a. zu ihrem neuen Buch "Die dritte Jungfrau") von Martin Schöne und Tobias Gohlis zu ist ab 10. März 2007 im digitalen "ZDF-Infokanal" zu sehen. Sendezeiten: 10.3.: 06.15 Uhr ; 18.15 Uhr; 11.3.: 20.45 Uhr ... mehr
Kalender
Mickey Spillane
Am 9. März 1918 wird Mickey Spillane als Frank Morrison Spillane in Brooklyn, New York, geboren († 17. Juli 2006 in South Carolina). Er war im Zweiten Weltkrieg hochdekorierter Kampfflieger, arbeitete danach als Comic-Texter und Kaufhausverkäufer. Mit dem Krimi "I, the Jury" (1948) gelang ihm und seinem Privatedetektiven Mike Hammer der Durchbruch. Nach dem Erfolg seiner Krimis fuhr er Autorennen, war Zirkusartist und drehte Filme. Seine Romane, die sich millionenfach verkauften, galten als Inbegriff des "Sex and Crime", wurden als Schund verschrieen und in der Bundesrepublik Deutschland auf den Index jugendgefährdender Schriften gesetzt. Erst spät erhielt er auch in der Kritik die Anerkennung als einer härtesten Autoren der Kriminalliteratur ...
Die deutschsprachige Neuauflage seiner Krimis erscheint beim "Rotbuch Verlag".
Infos gibt es bei "krimi-couch.de", "jungle world", "kaliber. 38", "mordlust.de", "3.sat", Unofficial Mickey Spillane Mike Hammer Site, Spillane als Zeuge Jehovas, Interview "Crime Time"(engl.) und "Tomorrows.com"(engl.)
Frank Arnau
Am 9.März 1894 wird Frank Arnau in Wien als Heinrich Schmitt geboren († 11.Februar 1976 in München).
Er studierte Jura, Kriminalistik, Psychiatrie, Gerichtsmedizin und Kunstgeschichte als freier Hörer an den Universitäten Wien und Würzburg, arbeitete ab 1912 als Reporter,
Korrespondent, Polizei- und Gerichtsberichterstatter. Er verfügte über ein ausserordentliches kriminalistisches Gespür und deckte nicht nur manchen Justizirrtum, sondern auch
zahlreiche Verfahrensfehler in Ermittlungen auf. 1933 emigrierte Arnau zunächst nach Frankreich, dann nach Brasilien. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1952 arbeitete er eine Zeitlang für den "Stern", bevor er selbständiger Journlaist wurde.Er schrieb in den folgenden Jahren zahlreiche Sachbücher und mehr als zwei Dutzend Kriminalromane und gilt laut dem "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren" als einer der ersten eigenständigen deutschen Krimiautoren der Nachkriegszeit ...
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, wikipedia Munzinger Archiv , students.uni.mainz
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 1/2007:
Das Private und die Gesellschaft. Ein Blick nach Holland

Holländische Nicht-Kriminalromane, die mit Krimielementen spielen, sind in Deutschland populär. Wer aber nach klassischen Krimis sucht, und kein Niederländisch kann, der wird merken, dass für einen richtigen Überblick zu wenig übersetzt ist. Welt in die Moderne, vom Langsamen ins Schnelle, zu anderen Zwängen, anderen Verbrechen. Der immerhin mögliche vertiefte Einblick ist vor allem dem Grafit Verlag und Stefanie Schäfer zu verdanken, die jeden guten Text so gekonnt ins Deutsche bringt, dass er sich auch dort wie ein Original liest.
Michael Schweizer zu den Büchern "Rebecca" von Felix Thijssen, "Der freie Mann" von Jac. Toesa und "Rastlos" von Esther Verhoef ... mehr
Der Australier Peter Temple überrasche mit einem der besten Krimis der Saison
schreibt Tobis Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" Nr. 11 vom 08.03.2007.
2006 wurde "Kalter August" in Australien als bester Krimi, als bester Roman und als bestes Buch über Australien ausgezeichnet. Seit März stehe er auch auf der KrimiWelt-Bestenliste der zehn besten Krimis des Monats. Temple sei uns zu lange vorenthalten worden. Lesen Sie ...mehr
Frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38".
Die Kombi-Welle rolle und rolle, meint Herr Wörtche und meint damit wirklich nicht klimakastastrophen mitverantwortende Automobile. Sondern Romane, die besonders viel mit- und ineinander kombinieren, wie z.B. in David Hosps Debüt-Roman "Die Tote im Wasser", trotz einer serial-killer-, Mafia-, cop-novel-, legal-thriller- und Polit-Thriller – Story-Verknüpfung ein sehr vorhersehbares Buch. Zwanghaft politisch unkorrrekt und zwanghaft provokant und langweilig sei "Arrivederci amore, ciao" von Massimo Carlotto und auch Carl Hiaasens neuer Roman "Sumpfblüten" gerate ein wenig bieder und brav. Ein wenig zu lang, aber dennoch witzig, sarkastisch, bösartig sei "Mörderische Idylle" von Leif GW Persson und wirklich grandios: "Kalter August" von Peter Temple ... mehr
Deutschlandradio:
»Nichts für Zartbesaitete«
Mit dem Thriller "1980" legt der preisgekrönte britische Schriftsteller David Peace den dritten Teil seines "Red Riding Quartetts" vor. Im Mittelpunkt dieses Werkes steht der authentische Fall des Serienmörders Peter Sutcliff, der im Norden Englands dreizehn Frauen ermordete. Dabei recherchiert Peace genau und schreckt vor blutigen Details nicht zurück. Von Kolja Mensing ... mehr
ARTE:
»Nutzen, Schaden und Unrechtmäßigkeit«
Qiu Xiaolong etabliert sich mit seinem vierten Roman um den dichtenden Inspektor Chen endgültig als der zeitgenössische chinesische Krimiautor. Er durchwebt seinen wie immer durch Alltagsnähe faszinierenden Roman "Rote Ratten" mit Diskursen über Nutzen, Schaden und Unrechtmäßigkeit der Korruption und rückt nach drei Romanen noch dichter an die chinesische Realität heran. Von Tobias Gohlis ... mehr
Der Stern:
»Gespenstisch rasanter Lesestoff«
Sein Name ist Joe Hill. Er hat einen Horror-Roman geschrieben. Sein Vater ist Stephen King, Meister dieses Genres. Das macht für den Sohn die Sache nicht leichter. Umso bemerkenswerter ist sein Debüt ausgefallen. Von Michael Streck ... mehr
Berliner Zeitung:
»Widerstand ist telegen«
Das hatte ja mal kommen müssen: Eine pfiffige Autorin schreibt einen Unterhaltunsgsroman darüber, dass ein kommerzieller Fernsehsender den Holocaust als Reality-Show inszeniert.Amélie Nothombs Roman "Reality Show" macht ein Spielchen mit dem Schrecken. Von Sabine Vogel ... mehr
Messe: Lit.Cologne mit Stars der Literaturszene: Mit international bekannten Autoren wie Donna Leon, Liza Marklund, Jonathan Franzen und Ingo Schulze präsentiert sich die Lit.Cologne von diesem Freitag an ihren Besuchern, berichtet ... Die Zeit
In weit entfernte Gefilde entführen Ulrich Nollers März-Krimitipps bei Funkhaus Europa:
Peter Temple hat seine Geschichte an der Küste Australiens angesiedelt und Paul Freemann seine mitten in Simbabwe. So verschieden die Orte sind, so sehr gleichen sich die Themen der beiden Romane: In einem von Rassismus geprägten Umfeld ermitteln eigentlich schon kalt gestellte Polizisten auf dem Schauplatz des Kampfes der Kulturen ... mehr
Kurz und knapp, aber immer eindeutig kommen die Kritiken in der "Kleinen Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" daher, die erfreulicherweise niemanden verschonen. Gottessuche auf dem Polizei-Revier
ist die aktuelle, nämlich 31. Ausgabe getitelt. Und bietet einen Überblick über diese Bücher:
Nick Rennison: "Sherlock Holmes – eine unautorisierte Biographie",
Greg Bear: "Quantico"
Jost Hindersmann: "Fjorde, Elche, Mörder"
Susanne Goga: "Tod in Blau"
Eric Ambler: "Eine Art von Zorn"
D.B. Blettenberg: "Land der guten Hoffnung"
Friedrich Ani: "Idylle der Hyänen"
Jens Henrik Jensen: "Das Axtschiff "
Andrea Camilleri: "Die Passion des stillen Rächers"
Richard Rayner: "Das dunkle Herz der Wüste"
Nury Vittachi: "Shanghai Dinner"
Edgar Wallace: "Crime Classics"
mehr
Frankfurter Rundschau: »Augenklappernde Schicklichkeit«
Der klassische Kriminalroman ist mittlerweile schon so lange tot, dass er nunmehr reif für eine glanzvoll postmoderne Auferstehung geworden ist. Der Engländer Gilbert Adair beweist in "Mord auf ffolkes Manor", dass er seine Klassiker sorgfältig und mit Erfolg studiert hat, zumindest Agatha Christie. Von Yaak Karsunke ... mehr
Der Standard: »Nonnen und Mörderinnen
...Terroristen und Spießbürger, Enterbte und Entführte, Stalker und Anwälte«
Die "Krimischiene" nennt "Der Standard" seine Rezensionsrubrik für Kriminalliteratur. Mal sehen, ob das ein neuer Standard ist. Besprochen werden von Ingeborg Sperl:
"Die dritte Jungfrau". Von Fred Vargas
"Arrivederci amore, ciao". Von Massimo Carlotto.
"Die Drachen von Montesecco". Von Bernhard Jaumann.
"In freiem Fall". Von Gianrico Carofiglio.
... mehr
Europolar: »Neue Artikel «:
"Europolar", das europäische Projekt eines internationen Krimiportals hat mit seiner vierteljährlichen Erscheinungsweise nun die achte Ausgabe erreicht. Eine eindeutige Menüführung würde dem Auffinden nicht nur dieser Ausgabe aber sicher gut tun.
Wsa ist bisher drin?
Cronache di Bassavilla (Nachrichten aus Bassavilla) – Danilo Arona Von Giovanni Zucca
Deutsche
Meisterschaft – Richard Birkefeld und Göran Hachmeister Von Alexander Ruoff
Funerarium (Schneewittchens Tod) – Brigitte Aubert Von Giuseppina La Ciura
Kalte Monde – Manfred Wieninger: Nazis in ÖsterreichVon Elfriede Müller
La nuit du pigeon (Die Nacht der Taube) – Jean-Baptiste Baronian Von Etienne Borgers.
Rue des absents (Straße der Abwesenden) – Mouloud Akkouche Von Jean-Marc Laherrère
Krimibuchhandlungen: Hammett. Von Alexander Ruoff
Mémoires (Sur les chemins qui marchent). Erinnerungen (Auf den gehenden Wegen) – Francis Lacassin: Es war einmal die verständliche Kritik. Von Sophie Colpaert
Fotografie in den Kriminalromanen von Jean-François Vilar.(PDF). Von Kerstin Schoof
D i s k u s s i o n: Der Regiokrimi (Noch nicht freigegeben – kommt noch was?)

Mörderisches Flimmern in Wiesbaden: Das FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden geht in die dritte Runde: Neun Krimi-Produktionen des letzten Jahres stellen sich dem Wettbewerb um den Deutschen FernsehKrimi-Preis. Zum Start wird eine Vielzahl hochkarätiger Gäste erwartet, meldet der ... Hessische Rundfunk
Zu Gast bei Freunden: Die Idylle war perfekt, allerdings nicht mörderisch, als sich Lehmanns Buchhandlung mit interessierten Lesern des Kriminologen und Autors Leif GW Persson füllte. Eva Togge-Seidel bei der ... Berliner Literaturkritik
Kalender
Léo Malet
Am 7. März 1909 wird Léo Malet in Montpellier geboren († 3. März 1996 ). Der Anarchist, Surrealist, Chansonnier, Verfasser von 50 Kriminalromane, veröffentlichte 1943 "120, rue de la Gare" als ersten der berühmten Nestor-Burma-Krimis. Malet erhielt für seine Kriminalgeschichten drei Preise, vier seiner Bücher wurden verfilmt.
1947/1948 schrieb Malet die "Schwarze Trilogie" (deutsch bei "edition nautilus"), die mit ihren surrealistischen Einflüssen eine Sonderstellung in der Krimi-Literatur einnimmt.
Infos:
"mordlust.de", "krimi-couch.de", "Galerie der Detektive", "hinternet.de", "BR-online", Interview (frz.), Thrilling Detective (engl.)
Milo Dor
Am 7. März 1923 wird Milo Dor als Milutin Doroslovac in Budapest / Ungarn geboren († 5. Dezember 2005). Er wuchs in Groß-Betschkerek und in verschiedenen Dörfern des Banats und der Batschka auf.
Dor war auch als Krimiautor erfolgreich: Mit Reinhard Federmann bildete er ein Krimi-Duo, das 1953 mit "Und einer folgt dem anderen" debütierte und diesem Genre zehn Jahre lang treu geblieben ist. Weitere Krimis waren "Internationale Zone", "Und wenn sie nicht gestorben sind" (alle in den 90er Jahren im "Picus Verlag" neu aufgelegt – inzwischen vergriffen). Handlungsorte waren jeweils Wien und das südöstliche Europa im Spannungsfeld der alliierten Besatzung und des aufkommenden Kalten Krieges. Dennoch war die Kriminalliteratur nur eine Episode seines schriftstellerischen Lebens, das in den Würdigungen seiner Karriere selten zur Sprache kommt.
Infos gibt es bei wikipedia, Titel, "egotrip.de", "ifa", "kommune", "(Literaturlandschaft)".
Deutschlandradio:
»Misstrauen als Lebensretter«
William Boyd genießt in seinem Roman "Ruhelos" das Spiel mit den Versatzstücken des Spionageromans. Den Leser lässt es nicht ruhen, bis er die ganze Wahrheit kennt. Ein herrlicher Schmöker, schnörkellos auf den Punkt gebracht. Von Johannes Kaiser ... mehr
Deutsche Welle:
»Rondo Veneziano«
Sie ist eine der erfolgreichsten Krimi-Autorinnen: Donna Leon. Eine amerikanische Venezianerin, die es bewusst darauf anlegt, ihren Bekanntheitsgrad in der Lagunenstadt gering zu halten. Maike Albath war zu Besuch bei Donna Leon ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Tresor voller Intrigen: Altmeister Horst Bieber erzählt mit feinem Humor die Geschichte eines Kleinkriminellen, der glaubt, in einem großen Ding die Oberhand behalten zu können.
Von Horst Eckert ... mehr
Der Spiegel:
»Anne Holt und der biblische Rächer«
Anne Holt kann es sich leisten, nur noch sechs Monate im Jahr zu arbeiten. So lange braucht die Norwegerin, um einen neuen Kriminalroman fertig zu stellen. Der jüngste, "Was niemals geschah" ist der höchste Neueinstieg in der Taschenbuch-Bestsellerliste von SPIEGEL ONLINE ... mehr
Volksstimme:
»Tee mit Kate Atkinson in Edinburgh«
In Edinburgh lässt auch Kate Atkinson morden. Die preisgekrönte Autorin führt einige bereits aus "Die vierte Schwester" (2004) vertraute Gestalten in der Kapitale am Firth of Forth zusammen. In ihrem neuen literarischen Krimi "Liebesdienste" weiß sie erneut Mord und Verrat, Familienelend und Einsamkeit mit wachem Witz zu kredenzen. Von Ulrike Cordes ... mehr

Ulrich Kroegers Krimitipp 1/07
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Ein furioser Erstlingsroman, der erste Band einer Trilogie, eine frech-sympathische Serienfigur und Leute, die Grund haben zu morden
Ulrich Kroeger zu Büchern von Andrea Maria Schenkel, John Harvey, Gabriella Wollenhaupt und Dashiell Hammett ... mehr
Ulrich Kroegers erster Krimitipp erschien vor sechseinhalb Jahren. Heute erscheint Ulrich Kroegers Krimitipp einmal im Monat im Sonntagsjournal der "Nordsee-Zeitung", dessen Redaktion wir für die Genehmigung zur Veröffentlichung und Archivierung bei den Alligatorpapieren danken. mehr
Berliner Literaturkritik:
»Männerleichen in Dessous«
Ricardo Blanco verdient auf Gran Canaria seine Brötchen als Privatdetektiv. Aber seine Welt sind nicht die von Touristen gesäumten Promenaden, sondern die schmutzigen Hinterhöfe der Insel. Seine Kunden sind Inselbewohner wie er. Im Winterhalbjahr können die Einheimischen ihren eigenen Trieben nachgehen. Zu diesen gehört, wenn wir dem Autor José Luis Correa in "Tod im Apri" glauben wollen, das Umbringen von Männern. Von Axel Bußmer ... mehr
Deutschlandradio:
»Lebensgeschichte einer literarischen Erfindung«
Alle Krimifans, die schon immer unzufrieden waren, mit den von Arthur Conan Doyle und Dr. Watson überlieferten Details über den wohl berühmtesten Detektivs aller Zeiten, sollten bei Nick Rennisons – wenn auch unautorisierten – Biographie von Sherlock Holmes hellhörig werden. Ein Lesegenuss, bei dem man sich so manches Mal vergegenwärtigen muss, dass es sich nur um die Lebensgeschichte einer fiktiven Figur handelt. Von Pieke Biermann ... mehr
ORF:
»Ein Fall für Doyle«
Ein erfundener Detektiv, der bis heute weltweit für zahllose Leser sehr real ist, sein Schöpfer, der sich von ihm Zeit seines Lebens verfolgt fühlte, und der doch einmal selbst zum Detektiv wird, um einen Justizirrtum aufzuklären. Wahrheit gibt es nur in der Fiktion: "Arthur & George" von Julian Barnes. Von Sebastian Domsch ... mehr
taz:
»Wann ist Havers dran?«
Lady Helen ist tot und Inspektor Lynley seinen Job los. Aber Elizabeth George schreibt weiter. Georges Krimis nehmen den Leser in eine andere Welt mit. In die Akademikertürme nach Cambridge oder die bigotte Welt des Kindesmissbrauchs. Der Prostitution. Keine Abgründe sind dieser Frau zu tief, keine Grausamkeit ist ihr fremd. Ein Treffen mit der Queen of Crime. Von Susanne Stiefel ... mehr
Neue Zürcher:
»Das Wissen in den Trümmern der Liebe«
"Der Fall Hamilton" von Michelle de Kretsers geht auf ein historisches Ereignis in den 1930er Jahren zurück. Er ist hier allerdings weniger das Thema einer Kriminalgeschichte als das Ausgangsmotiv in einem Epochenroman über den Niedergang der kolonialen Ordnung. Hinter einem kunstvoll arrangierten Spiel mit literarischen Konventionen und drei Manuskripten – Wer ist der Erzähler? – und dem subtilen Plot um die Frage: Wer ist der Mörder? versteckt sich auch eine zentrale Frage der Literatur des Commonwealth. Von Martin Zähringer ... mehr
Sonntagszeitung:
»Die Frau schreibt wie der Teufel«
Erst ist es ein Highschool-Roman. Doch sobald der Kriminalfall einsetzt, dreht Marisha Pessl mächtig auf, und es wird atemlos spannend. Plötzlich gibt es doppelte Identitäten und Todesfälle, die wie Unfälle aussehen. Ausserdem stösst Blue auf die Geschichte einer linksradikalen US-Terrorgruppe. Aber der Inhalt ist nur die eine Seite des Romans. Die andere ist seine Struktur und sein Stil. Sven Boedecker über "Die alltägliche Physik des Unglücks" ... mehr
FAZ:
»Das alltägliche Unglück der Perfektion«
Die "New York Times" wählte ihr Buch unter die zehn besten des letzten Jahres, man verglich sie mit Nabokov: Marisha Pessl, eine Jungautorin ohne menschlichen Makel. Beinahe jedenfalls. Von Johanna Adorján ... mehr

Krimi-Tagung: Die Stiftung Genshagen (nahe Berlin) organisiert die Tagung "Krimis in Deutschland, Frankreich und Polen. Spiegel der Gesellschaft? – 3. Begegnung" am 9. und 10. März 2007 im Schloss Genshagen.
Ausgehend von den Erfahrungen der letzten deutsch-französisch-polnischen Krimitagung 2004 werden die vorangegangenen Diskussionen zur Bedeutung des Kriminalromans in der Gesellschaft und aktuellen Tendenzen in Polen, Frankreich und Deutschland vertieft. Es wird spezielle Diskussionsrunden und Arbeitsgruppen geben zu den Themen Krimis in der Kritik Europas, Kriege des 20. Jahrhunderts im Kriminalroman, Krimi – Roman der kleinen Leute? Deutschen, französischen und polnischen Autoren, Übersetzern, Literaturwissenschaftlern, Verlegern und Multiplikatoren wird Gelegenheit gegeben, Kontakte aufzubauen und länger dauernde Kooperationen vorzubereiten. Angesprochen werden nicht nur Krimi-Experten, sondern auch Lehrer, Schüler, Studenten, Bibliothekare und interessierte Krimileser. Als Referenten eingeladen wurden Tobias Gohlis, Thomas Wörtche, Wolfgang Schorlau, Christian v. Ditfurth, Jean-Bernard Pouy, Jochen Vogt, Irek Grin, Michael Quint, Claude Mesplède, Birkefeld/Hachmeister u.a.
Die Teilnahme ist kostenlos,Anmeldung aber erforderlich. Nähere Informationen zur Veranstaltung und Anmeldeformulare erhalten Sie auf Anfrage bei Katrin Schielke: schielke@stiftung-genshagen.de
Das Programm als pdf-Datei
Axel Bußmers TV & Buchtipps 3. – 16. März 2007
In den kommenden Wochen gibt es einige alte Bienzle-Fälle, James Bond fliegt dreimal in den Weltraum, taucht einmal im Mittelmeer ab und Kabel 1 lässt uns zwischen großartigen Filmen wählen!
Es gibt eine Donald E. Westlake- als und eine Horst Bieber-Verfilmung als TV-Premiere, dazu Verfilmungen von Robert Daley, James Ellroy, José Giovanni, Elmore Leonard, Charles Willeford, Eric Ambler.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
Sonnabend, den 3. März 2007 um 11:45 mit dem Thema:
"Politisch wache PolizistInnen"
Zweieinhalb Jahre dauert die Grundausbildung zum Schutzpolizisten
und zur Schutzpolizistin an der Berliner Landespolizeischule LPS.
Politische Bildung gehört dazu: “Und das ist kein Nebenfach, das
ist ein K.O.-Fach,”, sagt Harold Selowski. Er hat 1968 selbst dort
als Azubi angefangen und gelitten unter Ausbildern, die aus der
Wehrmacht kamen und die fatale militärische Ausrichtung
der Polizei in den Knochen hatten und weitergaben.
Die Krise, in die andere 68er die Stadt (West-Berlin) und ihre
Polizei gestürzt hatten, und die daraus resultierende
Polizeireform von 1974 brachten ihn nach ein paar Jahren
(damals noch) Kaserne und Revier zurück an die LPS.
Diesmal als Fachlehrer für politische Bildung. Seit 1988 ist er
Leiter der Abteilung – ein Mann mit klaren Vorstellungen über das
friedliche Zusammenleben in einer Demokratie und die dafür
nötige Polizei auf einem Posten, in dem die Weichen dafür gestellt
werden. Für die nächsten Generationen.
(Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45)
Stuttgarter Zeitung:
»Basler Gärten, Yorkshires Schleier, Rote Zellen«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der März-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von Gianrico Carofiglio ("In freiem Fall"), Hansjörg Schneider ("Hunkeler und der Fall Livius"), Peter Temple ("Kalter August"), David Peace ("1980") und Massimo Carlotto ("Arrivederci amore, ciao") vor ... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der März-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller und ehrt eine Autorin:
Chandler hat ihr Mut gemacht:Zum 70. Geburtstag der Bella-Block-Schöpferin Doris Gercke
Von Peter Mohr
Wie ein Menschenfresser entsteht:Thomas Harris teilt mit, woher Hannibal Lecters eigentümliche Vorlieben stammen.
Von Walter Delabar
Die Geburt von Monstren: John Harvey arbeitet Geschichten auf.
Von Walter Delabar
Schlachthof-Fantasien: Max Bronski spielt den "München Blues" in einer Mischung aus Dur und Moll ...
Von Jörg von Bilavsky
Gewaltspiele: Antonio Dal Masetto zeigt, wozu Dorfbewohner fähig sind ...
Von Walter Delabar
Die Buchtipps im März 2007, die natürlich auch alle via Computer gehört werden können ...
Reinhard Jahn empfiehlt: "Titelhelden":
Und schaut auf Autoren, über die er einmal geschrieben hat und wie sie ihre Geschichten weiterentwickelt haben. Deswegen geht es heute zurück in den deutschen Osten, zurück zu Henner Kotte, dessen Krimi "Abriss Leipzig" er vor ein paar Monaten hier vorgestellt hat ...
Ingrid Müller-Münch empfiehlt: "Die dritte Jungfrau"
Die abenteuerliche Geschichte, die mit dem Tod der beiden Penner an der Porte de la Chapelle beginnt, ist – wie immer bei Fred Vargas – querschräg konstruiert ...
Manfred Sarrazin empfiehlt: "Die dunklen Wasser von Aberdeen" ...
Der Winter im Norden Schottlands ist gnadenlos kalt und gnadenlos nass. In Aberdeen schüttet es Stunde um Stunde, bis die Gullys überlaufen. Ein ungemütlicher Tag, an dem Detective Sergeant Logan McRae nach neunmonatiger Verletzungspause wieder zum Dienst antreten muss.
Ulrich Noller empfiehlt: "München Blues"
Bronski unterhält auch in seinem zweiten Roman mit brachialer Situationskomik, mit fundamentaler Respektlosigkeit, mit gnadenlosem Witz ...
Lilipuz empfiehlt: "Was geschah in Echo Falls?"
Alles dreht sich um Schuhe. Rote Fußballschuhe, goldene Stilettos, mit grüner Farbe beschmierte Turnschuhe. Sie werden verloren, vergessen, gestohlen, gefunden, versteckt und wieder ausgegraben. ...
mehr ...
Vermisste Frauen sorgen für Nervenkitzel: Lesetipps für Krimifreunde. 1. Es gibt kein zweites Autoren-Duo, das so spannende Thriller schreibt wie die Londoner Journalisten Nicci Gerrard und Sean French.
2. Noch eine Vermisste: Melanie Jacobs, Kamerafrau bei einem Fernsehsender.
3. Eher ins Marschland führt der neue Krimi von Boris Meyn.
...
mehr
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (Vormonat 1) John Harvey: Schrei nicht so laut
2 (2) Reggie Nadelson: Rote Wasser
3 (–) Gianrico Carofiglio: In freiem Fall
4 (–) Benjamin Black: Nicht frei von Sünde
5 (–) Fred Vargas: Die dritte Jungfrau
6 (–) David Peace: 1980
7 (–) Max Bronski: München Blues
8 (–) Peter Temple: Kalter August
9 (8) Olivier Mau: Myrtille am Strand
9 (–) Qiu Xiaolong: Rote Ratten
Hier als schöne pdf-Datei
Axel Bußmers Spurensuche No. 35
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Skandinavier, Spielfilme, Storys
Das schöne Feld der Sekundärliteratur wird dieses
beackert mit einem Buch über skandinavische Krimis, einem Filmlexikon und einem Schreibratgeber. Das von Jost Hindermann herausgegebene Buch "Fjorde, Elche, Mörder" bietet einen lesenswerten Überblick über die skandinavische Krimiszene.
Das von der Programmzeitschrift TV Spielfilm herausgegebene "Große Filmlexikon" ist ein zuverlässiger Führer durch die Filmgeschichte mit einem Schwerpunkt auf aktuelle und Mainstream-Filmen.
Aber auch die Klassiker werden gebührend gewürdigt. Und Ron Kellermanns "Fiktionales Schreiben" ist ein weiterer Ratgeber für angehende Autoren. Allerdings kein guter.
Axel Bußmer zu den Büchern von Jost Hindersmann, TV Spielfilm und Ron Kellermann ... mehr
Die Zeit:
»Sturz des Nachmittags in die Nacht«
Der neue Roman nun ist ein Liebesroman, ein Gesellschaftsroman, ein Kriminalroman. Er ist romantisch, mit einem vorangestellten Motto von Lord Byron, und er ist zeitkritisch, mit einem weiteren Motto von D. H. Lawrence. Er hat vieles, was sich heutzutage literarisch gut verkauft. Und spielt noch dazu in Schweden. Und doch ist alles ganz anders. Gesellschaftskritisch und mit großen Gefühlen – Antje Ravic Strubel ist der zeitgenössische Roman gelungen. Von Katharina Döbler ... mehr
ORF:
»Spion oder nicht Spion?«
Harry Mathews' 2005 veröffentlichter autobiografischer Roman "My life in CIA" schlug wie eine Bombe ein. Ist die Geschichte echt oder erfunden? Doch wie es auch immer mit der Wahrheit bestellt sein mag: "Mein Leben als CIA" ist ein wirkliches Lesevergnügen und ist um vieles intelligenter als so mancher Schmöker, der als hipper Agenten-Thriller angepriesen wird. Von Andreas Puff-Trojan ... mehr
Stadtrevue:
»Schwarzlicht«:
Was wären wir ohne die Noirs. Seit Jahrzehnten schon versorgen uns die Franzosen mit dem Aufregendsten, was an Literatur überhaupt zu bekommen ist, erläutert Ulrich Noller in der neuen Ausgabe seiner Kolumne "Schwarzlicht" in der "Stadtrevue". Und lobt den knallig schwarz-bunten Noir-Krimi-Pulp von Oliver Mau, den der Berliner Shayol-Kleinstverlag gerade eben ins Deutsche hat übersetzen lassen: "Myrtille am Strand" ... mehr
NDR:
»Selbstmord oder Mord?«
Die Amerikanerin Sandra Brown ist das, was man eine Bestseller-Autorin nennt. Sie schreibt jedes Jahr einen neuen Roman und landet damit immer ganz weit oben auf den Verkaufslisten. Zuerst schrieb sie Liebesromane und war damit sehr schnell sehr erfolgreich. Der richtige Durchbruch gelang ihr dann mit Krimis - ganz besondere Thriller, in denen immer selbstbewusste Frauen im Mittelpunkt stehen. So auch in "Weißglut". Von Katharina Mahrenholtz ... mehr
NDR:
»Stadtrevue«
Man wünscht sich, Massimo Carlotto hätte sich in "Arrivederci amore, ciao" hundert Seiten mehr Platz genommen, um sein Sittenbild des desillusionierten Italiens noch auszuschmücken. Sein Roman ist aber ein Genre-Thriller, brutal lakonisch und kurz angebunden geht es zu. Den Gefallen, diese Gesellschaft in epischer Breite prall zu porträtieren, tut Carlotto ihr nicht. Von Felix Klopotek ... mehr
Der Bestattungsvirtuose: Wenn ein Cellist Krimis schreibt, kann dies so manchem Mitglied des Musikbetriebs das Leben kosten. Rupert Schöttle, Meister des Genres "Musikkrimi", präsentiert sein neues, bei "Molden" erschienenes Buch, das mit allerhand amourösen wie tödlichen Verstrickungen rund um ein Stradivari-Cello aufwartet. Der Livestream aus dem RadioKulturhaus ist am 7. März 2007 ab 19:30 Uhr aktiv ...
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Haftungsausschluss und Urheberrecht
März: Neu bei den Alligatorpapieren

Ulrich Kroegers Krimitipp 2/07
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Ein Krimi in Simbabwe, ein spätes Debut, Hard-boiled in Gran Canaria, eine frech-sympathische Serienfigur und ein feuriges Hardcover
Ulrich Kroeger zu Büchern von Paul Freeman, Alex Kava, José Luis Correa und Sara Paretsky ... mehr
Ulrich Kroegers Krimitipp 1/07
Ein furioser Erstlingsroman, der erste Band einer Trilogie, eine frech-sympathische Serienfigur und Leute, die Grund haben zu morden
Ulrich Kroeger zu Büchern von Andrea Maria Schenkel, John Harvey, Gabriella Wollenhaupt und Dashiell Hammett ... mehr
Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:

No. 46
Wer sich ernsthaft mit Kriminalliteratur beschäftigt, wartet mit Spannung auf Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur. Hier ist die zweigeteilte Ausgabe No. 46, mit äußerst wertvollen Informationen zur Sekundärliteratur, dazu Hinweise auf Hörbücher, eine lange Liste neuer Kriminalromane und und und ...
Wo? Natürlich ... hier!!
Axel Bußmers Spurensuche
No. 36
Blutige Nächte mit Detektiven, Polizisten, Gangstern und ehrenwerten Richtern
Zehn amerikanische Autoren, fast genauso so viele verschiedene Stile in den verschiedensten Subgenres der Kriminalliteratur.
Axel Bußmer zu den Büchern von Harlan Coben, Max Allan Collins, Cindy Gerard, Carl Hiaasen, Elmore Leonard, David Morrell, Sara Paretsky, Benjamin M. Schutz, Richard Stark und Ross Thomas ... mehr
No. 35
Skandinavier, Spielfilme, Storys
Das schöne Feld der Sekundärliteratur wird dieses Mal beackert mit einem Buch über skandinavische Krimis, einem Filmlexikon und einem Schreibratgeber.
Axel Bußmer zu den Büchern von Jost Hindersmann, TV Spielfilm und Ron Kellermann ... mehr
Lass Blumen sprechen.
Ein Beitrag aus der legendären Kurzhörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ältere Beiträge können via Computer auch gehört werden ...
Die TV-Tipps 3. – 16. März 2007
In den kommenden Wochen gibt es einige alte Bienzle-Fälle, James Bond fliegt dreimal in den Weltraum, taucht einmal im Mittelmeer ab und Kabel 1 lässt uns zwischen drei großen Filmen wählen....
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
Arte, 15.00
(F/I 1967, R.: Robert Enrico)
Drehbuch: Robert Enrico, José Giovanni, Pierre Pelegri
LV: José Giovanni: Les Aventuriers, 1960
Drei Abenteurer suchen vor der westafrikanischen Küste einen Schatz.
Das damalige Dreamteam des französichen Films in einem wunderschön-zeitlosen Abenteuerfilm.
„Enricos melancholische Abenteuer-Ballade hat sich im Laufe der Zeit zu einem regelrechten Kultfilm des Genres entwickelt.“ (TV Spielfilm: Das große Filmelexikon)
Regisseur Adolf Winkelmann sagte im „tip" zur Wiederaufführung: „’Die Abenteurer’, einer der vielen Filme, die wir damals gesehen haben, und einer der wenigen, an die wir uns bis heute erinnern. Es ist Zeit, endlich mal zuzugeben, dass uns ‚Die Abenteurer’ damals richtig gut, viel besser gefallen hat als: Es/Mahlzeiten/Die Tätorwierung/Wilde Reiter GmbH/Persona/Man lebt nur zweimlal/Kuckucksjahre und Fahrenheit 451. (…) Die Routiniers des französischen Gangsterfilms hatten ein einziges Ziel: die Leute ins Kino zu bringen. Der Film ist stilistisch perfekt (dramaturgisch nicht ganz: erzählt zu viele Geschichten und findet kein Ende). Jede Geste der Schauspieler, jede Einstellungsfolge scheint in der Wirkung auf uns genau kalkuliert. Keine filmischen Experimente, richtige Kino, effektvolles Kunst-Handwerk.“
Mit Alain Delon, Lino Ventura, Joanna Shimkus, Serge Reggiani, Hans Meyer
Tele 5, 20.15
(USA 2001, R.: Arthur Allan Seidelman)
Drehbuch: Paul Eric Myers
LV: Adrian Havill: The Mother, the Son, and the Socialite, 1999
TV-Krimidrama über den wahren Fall Kimes. Sante Kimes ist eine Trickbetrügerin, die ihren Sohn Kenny vollkommen beherrscht. Ihr letztes Verbrechen ist im Juli 1998 der Mord an der 83-jährigen Millionärin Irene Silverman. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Für diesen, weitere Morde und zahlreiche andere Verbrechen wurde das Mutter-Sohn-Pärchen zu jeweils einer über hundertjährigen Haft verureilt.
Mit Mary Tyler Moore, Robert Forster, Gabriel Olds, Jean Stapleton
Artikel über den Fall bei LegalZoom:
www.legalzoom.com
Textsammlung über den Kimes-Fall bei CourtTV:
www.courttv.com
Wiederholung um 01.50 Uhr
Arte, 01.05
(F/E 2003, R.: Rafael Moleon Gavilanes)
Drehbuch: Pedro Molina Temboury
LV: Manuel Vásquez Montálban: La Rosa de Alejandria, 1984 (Die Rose von Alexandria)
Die Cousine von Pepe Carvalhos Freundin Charo wird ermordet aufgefunden. Auf Charos Bitte beginnt Pepe den Mörder zu suchen.
Regisseur Rafael Moleon Gavilanes zu den Schwierigkeiten bei der Verfilmung dieses Romanes: "In diesem Roman von Montalbán erfährt der Leser bereits auf den allerersten Seiten den Namen des Mörders. Der ganze Reiz des Buchs liegt in der Erklärung seiner psychologischen Motive. Dieser Blickwinkel lässt sich natürlich im Kino oder Fernsehen nur schwer umsetzen. Hinzu kommt, dass der Roman in seiner Erzählstruktur, aber auch zeitlich und räumlich sehr komplex strukturiert ist. Mit diesen Schwierigkeiten musste der Drehbuchautor zurecht kommen, und ich finde, es ist ihm bemerkenswert gut gelungen."