WDR:
»Gegen jede Spielregel«
"Ganz die Deine" Unionsverlag von Claudia Pineiro wird als besonders gut konstruierter Kriminalroman gehandelt, und das ist er auch: Sehr knapp, auf hinterhältige Art und Weise unterhaltsam, erzählt Claudia Pineiro die Rachegeschichte einer Frau - eine
düstere Version der "Desperate Housewives".
Von Antje Deistler ...mehr.
Ein Beitrag, den Sie hören können ...
taz:
»Es musste passieren«
Wer die Tibet-Krise verstehen will, sollte Eliot Pattison lesen. In seiner fünfteiligen Krimiserie beschreibt der amerikanische Schriftsteller den Konflikt in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Statt locker-flockige Krimis abzuliefern, gestaltet der Asienkenner seine Romane um den politisch verfolgten chinesischen Ermittler Shan und den buddhistischen Mönch Lokesh so widerspenstig wie die Verhältnisse im Hochland Tibets.
Von Karin Henjes ...mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgt.
Am 29. März mit diesen Empfehlungen:
Allegorische Wirklichkeit
In Mikael Niemis Roman stirbt ein Mann wie ein Lachs, und eine Wirklichkeit erhebt sich aus den Leichen massengefertigter Realien.
Dieter Paul Rudolph über den Roman "Der Mann, der starb wie ein Lachs" ...
mehr
Deutschlandradio:
»Subtile virtuelle Welt«
Pädophilie, Bilder minderjähriger Mädchen im Internet und viel Action sind die Zutaten des Kriminalromans "Blaue Augen" (DuMont Verlag). Der Norweger Jan-Sverre Syvertsen geht mit dem bekannten Handlungsmuster aber unerwartet um. In seinem Buch lässt sich eine Mädchengang ihre erotischen Posen vor der Webcam teuer bezahlen und erpresst immer höhere Summen. Syvertsen hat für sein Prosadebüt nicht nur dieses komplizierte Thema gewählt, sondern bezeichnet "Blaue Augen" eindeutig als Kriminalroman. Damit scheint er sich bewusst auf einen Balanceakt zwischen Actionthriller und Psychodrama einzulassen.
Von Carola Wiemers ...
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Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Celil Okers "Dunkle Geschäfte am Bosporus" und Markus Rothschilds "Todsicher"gelesen ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 69 mit Jörg Juretzka "Bis zum Hals" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über POD und die Früchte einer marktbeherrschenden Stellung ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp: "Catwoman" ...
NuT:
Joachim Linder mit: "Law and Literature: Kunst, Fiktion und Realität" ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph wider die Logik. Notiz zu einer aktuellen Tendenz in der Kriminalliteratur ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
»Es geht um Fanatismus «:
Vor fünf Jahren hat der Journalist Daniel Glattauer mit seinem Kriminalroman "Darum" einen veritablen Bucherfolg erzielt. Jetzt hat sich "Hinterholz 8"-Regisseur Harald Sicheritz des Stoffes angenommen und daraus einen Film gemacht. Hans Langsteiner beim ORF. Ein Beitrag, den Sie hören können (2:40 min) ...
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten achtzehn, jetzt neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (2) Robert Littell: Die Söhne Abrahams
2 (3) Peter Temple: Shooting Star
3 (9) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
4 (–) David Peace: 1983
5 (1) Martin Cruz Smith: Stalins Geist
6 (–) Andrew McGahan: Last Drinks
7 (–) Lee Child: Sniper
8 (–) Lawrence Block: Verluste
9(–) Michael Collins: Der Bestseller-Mord
10 (–) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse
Hier als schöne pdf-Datei
Axel Bußmers TV & Buchtipps 29. März – 11. April 2008
Der 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo ist Anlass, zahlreiche seiner Filme wieder einmal zu zeigen.
Ausserdem gibt es wieder einige Klassiker, zahlreiche Wiederholungen und Verfilmungen von Jim Thompson, Graham Greene, John Godey, Elmore Leonard und vielen anderen ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Alle vier Wochen berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
28. März 2007 um 10:27 mit dem Thema:
"Mohamed Akkad - ein deutscher Beamter"
Seit 2001 leitet er ihn, den Untersuchungshaftbereich
Kieferngrund der Jugendstrafanstalt Berlin.
Mohamed Akkad, Palästinenser aus Hebron, kommt
über den Umweg Damaskus und DDR nach West-Berlin. Hier gibt man ihm eine Aufenthaltsgenehmigung, aber
keinen Studienplatz für Medizin. Numerus clausus.
In Bayern könnte er sein Fach studieren, aber da gibt
man Palästinensern 1972 keine Aufenthaltsgenehmigung.
Er wird Diplompsychologe in Berlin, spezialisiert ua. in
Verhaltens- und Traumatherapie insbesondere für
Kinder und Jugendliche, und arbeitet glücklich und
zufrieden in einem Legastheniezentrum.
Dann entdeckt ihn die Jugendjustiz, weil er einen Konflikt
mit einem nur Arabisch sprechenden Häftling lösen kann,
und lässt ihn fortan nicht mehr aus den Klauen.
Widerstand – zum Glück – zwecklos.Über seine Arbeit als Leiter der Jugenduntersuchungshaftanstalt Kieferngrund spricht Mohamed Akkad mit Pieke Biermann.
(Wiederholungen Sonntag 13:45 und 18:45 und Montag 04:45 auch als Podcast, Audio-Download, live via Internet und als Funkmanuskript
unter www.inforadio.de Suchfunktion: NAHAUFNAHME)
1898 hat der amerikanische Präsident William McKinley, keinen Friedensvertrag unterzeichnet, sondern ein Papier, das de facto Kuba zu einem US-amerikanischen Protektorat und Puerto Rico zu einer Kolonie macht, erläutert Thomas Wörtche in der 131. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch".
In seinem Buch "Putsch! Zur Geschichte des amerikanischen Imperialismus" kommt Stephen Kinzer zu dem Schluss, dass zwischen McKinley und George W. Bush zwar 110 Jahre und eine Menge politischer Sünden liegen, aber eine Kontinuität amerikanischer Außenpolitik ins Auge springt: Die Exekution politischer Macht durch die Entfernung unliebsamer Regierungen und die Einsetzung genehmer Regimes in anderen Ländern. Die Stärke von Kinzers Buch, das den Stoff von ungefähr 10.000 Polit-Thrillern birgt, liegt nicht in seiner Originalität. Es ist eine Dokumentation menschlichen Versagens, niederer Beweggründe, puren Unvermögens und zynischen Kalküls. Es ist aber auch Ausdruck einer Tugend: Die harscheste und kompetenteste Kritik an den USA leisten die Amerikaner immer noch selber. ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 13/2008 lesen.

»Im Zeichen des Thrillers«
Die dritte Kriminacht
Funkhaus Europa | 29. März 2008 | 20 bis 23 Uhr |
Mit Andrea Oster | Studiogast: Funkhaus-Europa-Krimi-Experte Ulrich Noller
Der Politthriller ist tot, so dachten Mitte der neunziger Jahre, nach dem Ende des Kalten Krieges, viele Krimiexperten. Heute erlebt das Genre des Thrillers eine neue Blüte. In den Zeiten der Globalisierung und des Kampfes gegen den Terror entdecken viele Autoren und Autorinnen das Genre des Spannungsromans wieder, um mit dramatischer Geste von der Kompliziertheit der Welt zu erzählen. Eine Tatsache, der die dritte Funkhaus Europa-Kriminacht ihren Tribut zollt.
Autoren des Spannungsromans werden am Samstag zwischen 20 und 23 Uhr den Hörern von Funkhaus Europa den Atem rauben.
Der Audio-Trailer fängt schon mal damit an .... mehr
Die Berliner Literaturkritik:
»Falsches Spiel unter falschen Freunden«
Was gab es nicht schon alles für Schauplätze, an denen Kommissare das erste Mal den Ursprüngen und Motiven des Meuchelns und Mordens nachgegangen sind, um dann eine unaufhaltsame Karriere im literarischen Genre der Kriminalromane zu beginnen. Matt Beynon Rees ist jedoch ein besonderes Wagnis eingegangen. Mit dem palästinensischen Bethlehem wählte er ein nicht einfach zu beschreibendes Terrain. Geschickt hat er in seinen Ermittlerroman "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) die palästinensischen Realitäten eingesponnen. Mit seinem literarischen Auftakt gelang Matt Beynon Rees nach Meinung der internationalen Kritik sogleich der Sprung in die Ehrenhalle der Krimiautoren.
Von Thomas Hummitzsch ...
mehr
»Die Krimi-Klage«:
Das Programm der "Criminale" klingt spannend wie eh und je. Wäre da nicht die Geschichte mit der hässlichen Klage des "Syndikats", so der mafiöse Name der Vereinigung. In ihr Fadenkreuz geraten ist das Niederrheinstädtchen Moers, das sich doch glatt anmaßt, ihr Grusel-Lesefest "KriMinale Moers" zu nennen. Eine Randnotiz von Gabriela Walde in der Berliner Morgenpost
krimiblog:
Ludger Menke bingt ein Interview mit der Herausgeberin und Lektorin Lisa Kuppler zum Start der "Hard Case Crime"-Reihe in deutscher Übersetzung ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht keine Pause: Folge 67 mit Minck & Minck "totgepflegt" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski zum Thema Autoren und Marketing ....
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den Crimespree-Preisträgern 2008 und Kurzmeldungen: Kuppler-Interview; Zwei geplante Verfilmungen ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit dem Geheimnis der malaiischen Nacktschnecke ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Jürgen Lodemann
Am 28. März 1936 wird Jürgen Lodemann in Essen geboren.
Nach Studium, Staatsexamen und Promotion in Freiburg arbeitete er als Journalist in Essen und Berlin und Hamburg und als Redakteur beim SWF-Fernsehen in Baden-Baden.
Mit seinem Roman "Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr" veröffentlichte er 1975 einen der ersten (Kriminal)-Romane, die im Ruhrgebiet des Zechensterbens und der Kohlekrise spielen. Mit seinem Kommissar Langensiepen, den er auch in "Essen, Viehofer Platz" wieder aufgriff, gelang Lodemann eine unkonventionelle Polizistenfigur, der er in der Prostituierten Anita Drögemöller eine "echte Ruhrgebietspflanze" gegenüberstellte.
Mit dem Boom der Regionalkrimis, der Mitte der achziger Jahre auch das Ruhrgebiet ergriff, wurde "Anita Drögemöller" oftmals vereinfachend zum "Klassiker des Revierkrimis" ernannt. (Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Krimi-Couch, Asso Verlag, Deutschlandradio
Neue Zürcher:
»Der Schlaf der Ungerechten«
Die Ambivalenz zwischen Treiben und Getriebensein, zwischen schuldhaftem Handeln und erlittener Qual prägt auch die Charaktere, die John Burnside in seinem Roman "Die Spur des Teufels" (Knaus Verlag) versammelt. Eine solche Verquickung von Teufel und Schicksalsmacht dürfte Lesern mit höheren literarischen Ansprüchen zunächst freilich wie Schwefel in die Nase stechen; desto bemerkenswerter ist in vieler Hinsicht, was der Schriftsteller aus dieser heiklen Konstellation herausholt – so dass man sich am Ende fragt, ob seine Erzählung des symbolträchtigen Unterbaus überhaupt bedurft hätte.
Von Angela Schader ...mehr
Frankfurter Rundschau:
»Brüder im Verbrechen«
Für eine Langnase ist er vor allem lehrreich, dieser zweite, 1991 im Original erschienene Band der Samejima-Reihe (in Japan sind es bereits neun). Mit "Rache auf Chinesisch" Cass-Verlag verankert der 1956 geborene Arimasa Osawa seine kühne, grausame Geschichte so penibel im Polizei- und gesellschaftlichen Alltag, dass sie nicht allzu unglaubwürdig erscheint. Und man begreift, wie eine Verbrecherorganisation funktioniert, welche Begriffe von Ehre dort herrschen, wie eine Hand die andere wäscht, auch länderübergreifend ...
Von Sylvia Staude... mehr
Die Berliner Literaturkritik:
»Die Erfinder von "Kommissar Kluftinger" auf Erfolgskurs«
Aus Spaß kam Volker Klüpfel und Michael Kobr die Idee, zusammen ein Buch zu schreiben. Ein Krimi sollte es sein. Die tragende Figur, der kauzige Kommissar Kluftinger, war schnell in den Köpfen der beiden Schulfreunde geboren. Damit begann eine ungewöhnliche Erfolgsgeschichte. Inzwischen haben sich die drei Allgäu-Krimis rund 700.000 Mal verkauft. Der vierte Kluftinger-Roman "Laienspiel" (Piper Verlag) wurde am 14. März auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt.
Von Birgit Klimke ...mehr
Die Zeit:
»Der Held bin ich«
Hunkeler, der oft grimmige und schroffe Ermittler ist Schneiders Alter Ego: Er hat seine Wut, seine Schmerzen, seinen Witz, seine Liebe und auch seine Trauer.
Hansjörg Schneider liebt die derbe Sprache, kleine Gauner und das Landleben. Wie sein Kommissar Hunkeler. Nun wird der Autor 70 Jahre alt. René Zipperlen machte einen Besuch beim Schriftsteller, dessen siebter Krimi gerade erschienen ist: "Hunkeler und die goldene Hand" (Ammann Verlag).
...mehr
Deutschlandradio:
»Literarische Ethnografien des Dreiländerecks«
Peter Hunkeler, Kommissar der Basler Kriminalpolizei, sollte eigentlich bei einem Kuraufenthalt seinen kaputten Rücken kurieren. Stattdessen muss er sich mit Kunstdieben, alemannischen Möchtegern-Indianern und entlassenen Klatschreportern herumschlagen. Der neue Hunkeler-Krimi "Hunkeler und die goldene Hand" (Ammann Verlag) von Hansjörg Schneider greift nach dem Leser mit kulturell-sozialen Hommagen an jene Gegend am Rhein, die Basel, das Elsass und ein bisschen Schwarzwald umfasst.
Von Sacha Verna ...mehr
Deutschlandradio:
»Eine aberwitzige Geschichte«
Nach vielen Jahren in Russland nimmt ein junger Kubaner das Angebot an, in Südspanien als Hauslehrer eines elfjährigen Jungen zu arbeiten. Schnell wird dem Kubaner allerdings klar, dass er hier keinerlei Kontakte zur Außenwelt haben kann und in einen Mafia-Haushalt geraten ist. Der Eindruck verstärkt sich, als er einen großen Diamanten auf der Wiese vor der Villa findet. Der Roman "Rex" (Suhrkamp Verlag) von José Manuel Prieto inszeniert nicht nur eine wilde Russenmafia-Geschichte, er reflektiert zugleich in kunstvoller Verschränkung die Möglichkeiten eines Schreibens auf der ästhetischen Höhe der Zeit.
Von Gregor Ziolkowski ...mehr
gumshoe News: Jiro Kimura meldet den Tod von Abby Mann ...
krimiblog:
Ludger Menke findet die Kriminalgeschichten in "Hell’s Bells" großenteils misslungen ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht keine Pause: Folge 66: Stella Blomkvist ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit der Kurzrezension: "Missing Witness" von Gordon Campbell, einem Interview mit mit Angela Henry und den Crimespree Awards ....
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit Verschiedenem: Widmark gestorben, Hinweise auf Interviews, verschiedene Überlegungen zum Schreiben ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über zwei Neuerscheiungen von Lawrence Block: Abzocker / Verluste ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
»Krimiland als Podcast «:
Die Bemühungen der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die weiten Moor- und Marschlande zwischen Oste und Elbe als "Krimiland Kehdingen - Oste" touristisch aufzuwerten, machen Riesenfortschritte. Am Ostersonntag, 23. März, berichtete nun auch die Deutsche Welle (DW), über die Region rund um die "Deutsche Krimistraße", den Rönndeich zwischen Osten/Oste, Großenwörden und Drochtersen-Hüll, wo mehr als 200 Krimis und Krimi-Drehbücher entstanden sind.
Der Beitrag von Jörn Freyenhagen kann jetzt auch als Podcast heruntergeladen werden ... mehr
Kalender
Hansjörg Schneider
Am 27. März 1938 wird Hansjörg Schneider in Aarau, Schweiz geboren.
Er wuchs in Zofingen auf und studierte an der Universität Basel Germanistik, Geschichte und Psychologie (Promotion zum Dr. phil. I 1966). Er arbeitete zunächst als Lehrer, Journalist sowie als Regieassistent am Theater Basel. Schneider lebt in Basel und gehört zu den meistgespielten deutschsprachigen Dramatikern. Er schrieb zahlreiche Romane und Erzählungen. Zum Krimi-Autor wurde Hansjörg Schneider nach einigen überlieferten Aussagen durch seine Arbeit am Drehbuch "Silberkiesel" für die Fernsehserie "Eurocops". Angesicht der Oberflächlichkeit der Verfilmung beschloss er, eine Romanfassung des Stoffes zu schreiben.
Mit der Figur des Basler Kommissärs Peter Hunkeler schuf Hansjörg Schneider eine zeitgemäße deutsch-schweizerische Synthese von Simenons Kommissar Maigret und Friedrich Glausers Wachtmeister Studer. 2005 wurde er mit dem Glauser-Krimipreis ausgezeichnet.
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Ammann Verlag, Die Zeit, Wikipedia, Krimi-Couch, BAZ, onlinereports, Neue Zürcher 1, Neue Zürcher 2
Charles Willeford
Am 27.März 1988 stirbt Charles Willeford in Miami. (* als Charles Ray III. Willeford am 2. Januar 1919 in Little Rock, Arkansas)
Er verlor 1921 kurz hintereinander seine Eltern und wuchs in Internaten und bei der Großmutter auf. Mit vierzehn zog er als Landstreicher durch die Gegend, mit sechzehn heuerte er bei der Army an, wo er mit kurzen Unterbrechungen die nächsten 25 Jahre verbrachte. 1961 studierte Willeford in Miami Englische Literatur und lehrte ab 1964 selbst. Er arbeitete als Literaturkritiker beim "Miami Herald", veröffentlichte zahlreiche Theaterstücke und Romane, bevor er mit seiner Hoke-Moseley-Reihe größere Bekanntheit erlangte.
Infos:
Alligatorpapiere, Alexander Verlag, Pulp Master, Wikipedia, Krimi-Couch, Mordlust, kaliber. 38, Netzeitung, Crime Corner
NDR:
»Das Monster unter uns«
Der schottische Autor John Burnside war in der Computerbranche tätig, ehe er seine nebenbei geschriebenen Gedichte einer größeren Öffentlichkeit präsentierte. Auch Romane hat Burnside veröffentlicht, oft mit Motiven der Gothic Novel, des Schauerromans. Daran lässt auch der Titel seines neuen Buches denken: "Die Spur des Teufels" (Knaus Verlag). In der schottischen Küstenstadt Coldhaven soll einst der Teufel nachts seine Spuren im Schnee hinterlassen haben. Für John Burnside ist diese Rahmenhandlung in seinem neuen Roman noch mehr: Eine Parabel für die Macht der Geschichten über unser Leben. Ständig schwingt in den einfachen, eleganten Sätzen ein untergründiges Grauen mit.
Von Pascal Fischer ...mehr
Tagblatt:
»Der Leutselige«
Morgen feiert Hansjörg Schneider den 70. Geburtstag. Zu feiern gibt es auch mit "Hunkeler und die goldene Hand" (Ammann Verlag) ein neues Buch und außerdem eine neue Verfilmung von Kommissär Hunkeler. "Hunkeler und die goldene Hand" ist Schneiders bisher bester Krimi. Nicht nur der komplexen Handlung und der vielen falschen Fährten wegen, sondern weil der Kommissär angesichts des drohenden Rentnerdaseins noch sarkastischer ist als sonst.
...mehr
Frankfurter Rundschau:
»Pippi Langstrumpf gegen die Mafia«
Die schwedische Krimi-Heldin Lisbeth Salander hat es Lesern in aller Welt angetan. In Deutsch ist jetzt unter dem Titel "Vergebung" (Heyne Verlag) auch der dritte und letzte Band von Stieg Larssons "Millennium"-Trilogie erschienen. Hier muss sich die kleine, zähe und selbst gewalttätige Schwedin einer ganzen Verschwörung der russischen Mafia mit Stockholmer Regierungskreisen erwehren. Mit seiner modernen und für manche vielleicht zu harten Krimi-Version von Pippi Langstrumpf hat Stieg Larsson im eigenen Land auch Harry Potter locker aus dem Feld geschlagen. 2,5 Millionen Exemplare der "Millennium"-Trilogie" sind in zweieinhalb Jahren über schwedische Ladentische gegangen.
mehr
Der Spiegel: »Im Land des Daten-Kraken«:
Alternde Rockstars, abtrünnige Spione und ein mysteriöser Container: In einer digitalen Welt voller Paranoia siedelt William Gibson sein Buch "Quellcode" (Klett-Cotta Verlag) an. Der Erfinder des Cyberpunk reist darin erstmals rückwärts in die Zeit - denn nichts ist futuristischer als das Gestern. Mit "Quellcode" begibt sich Gibson nun sogar in die unmittelbare Vergangenheit: Der Science-Fiction-Thriller in der Überwachungswelt nach dem 11. September 2001 spielt im Frühling 2006. Gibson zeigt, wie futuristisch schon das vorletzte Jahr war - und bemerkt selbstironisch, wie altmodisch das einstige Modewort "Virtual Reality" heute klingt.
Von Uh-Young Kim ... mehr
Der Standard:
»Das große Schweigen«
Drei Tote in einem Laden, drei Tote in einem Viertel von Göteborg, in dem fast nur Immigranten leben. "Rotes Meer" (Ullstein Verlag) von Ake Edwardson ist ein beklemmender Blick in eine Parallelgesellschaft, die ihre Stimme nur in inneren Monologen erhebt. Ake Edwardson begegnet dieser ihm sich verschließenden Welt nicht hochmütig, sondern mit Verständnis. Er generiert keine weiteren Vorurteile, sondern zeigt, woher diese Verweigerung kommt.
Von Ingeborg Sperl ...mehr
DLR:
»Apokalyptischer Western«
Der Roman "Kein Land für alte Männer" beginnt mit einem Blutbad nach einem gescheiterten Drogendeal. Erzählt wird aus der Sicht eines alten Sheriffs. Als Verfilmung ist McCarthys Werk bereits zu höchsten Ehren gelangt. Denn "No Country for Old Man", die Verfilmung des Buches durch die Coen-Brüder, wurde nicht nur bei der Berlinale gefeiert, sondern war auch der große Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung, weshalb die ursprünglich für Juni vorgesehene Veröffentlichung der deutschen Ausgabe nun auf den März vorgezogen wurde. Den im Original 2005 erschienenen Roman des großen Lakonikers der amerikanischen Literatur, "Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag), ließ dessen deutscher Verlag zunächst links liegen und wurde prompt von den Ereignissen überrollt.
Von Georg Schmidt ...mehr
»Bitterböser schwarzer Humor«:
Tom Sharpes Werke sind satirisch, skurril, grotesk und überzeichnet, verlieren aber nie den Blick auf die Wirklichkeit. Der britische Autor, der so gerne aneckt, feiert am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Eine Huldigung in der Frankfurter Rundschau
»Krimi oder Thriller?«:
Kriminalroman, Kriminalgeschichte, Detektivgeschichte, Thriller, Psychothriller - die verschiedensten Begriffe schwirren im Krimigenre herum und sorgen für Verwirrung. Der Kölner Kriminalschriftsteller Andreas Izquierdo ist erfolgreicher Autor von (Kriminal)Romanen, schreibt Drehbücher für das deutsche Fernsehen und ist designierter Sprecher des Syndikats, der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur. Schon seit vielen Jahren befasst er sich auch mit der Theorie von Kriminalliteratur. Ilona Mayer-Zach sprach mit ihm für die Krimiabteilung von suite101.de
»Allgäuer Autoren-Duo gewinnt die MIMI 2008«:
Der von der Buchwerbung der Neun GmbH ins Leben gerufene Krimi-Publikumspreis MIMI geht 2008 an das Allgäuer Autoren-Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr.
Am 7. März um 12 Uhr schloss das Wahllokal auf "Krimi. Das Magazin für Wort & Totschlag" endgültig. Davor hatte sich das Autoren-Duo Volker Klüpfel und Michael Kobr und sein Krimi Seegrund mit Wolfgang Schorlau und seinem Roman Fremde Wasser ein atemberaubendes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Die Preisträger Volker Klüpfel und Michael Kobr wurden im Rahmen des Krimifestivals München im Anschluss an die Lesung aus ihrem aktuellen Kriminalroman Laienspiel am 18.03.2008 im Literaturhaus München geehrt. Ausschnitte aus Lesung und Preisverleihung finden Sie hier
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht keine Pause: Folge 65: Kristin M. Baldursdottir "Möwengelächter" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski hat diesmal Kleinigkeiten im Angebot ....
Kriminalakte:
Axel Bußmer über Michael Goldmans Buch "24: Staffel 1 – 6 – Wettlauf gegen die Zeit" ...
NuT:
Joachim Linder über klassische Verbrecher-Texte ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph präsentiert das Cover seines Roman-Erstlings "Menschenfreunde". Dazu ein Kurz-Rate-Krimi und ein ausgefallenen Folk-Blogging ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Raymond Chandler
Am 26. März 1959 stirbt Raymond Chandler im Alter von 70 Jahren in La Jolla, Kalifornien (* 23.07.1888, Chicago).
Nach einer britischen Erziehung und Berufstätigkeit in Journalismus, Bankwesen und Ölgeschäft kam Chandler erst fast fünfzigjährig zum Schreiben. Neben lyrischen Versuchen verfaßte er, bewußt an die Tradition der "harten" amerikanischen Detektivgeschichten anknüpfend, zunächst Erzählungen für Black Mask und andere Magazine. Hier entwickelte er schon die Handlung der sieben Kriminalromane, die ihm Erfolg und den Rang des (neben Dashiell Hammett) bedeutendsten amerikanischen Kriminalautors eintrugen: The Big Sleep (1939); Farewell, My Lovely (1940); The High Window (1942); The Lady in the Lake (1943); The Little Sister (1949); The Long Goodbye (1954); Playback (1958) (Info: Jochen Vogt, Uni Essen )
Raymond Chandler erfand für seine Kriminalromane die Figur des melancholischen und letztlich moralischen Privatdetektivs Philip Marlowe.
Infos und Bibliographie: Chandler Web (engl.), Wikipedia, krimi-couch.de, Diogenes Verlag, kaliber. 38 (Log in erforderlich), mordlust.de, Der Standard, hinternet.de, physiologus.de, podster.de, Spannungswelten.
Wolfgang Mittmann
Am 26. März 1939 wird Wolfgang Mittmann in Trebnitz/Schlesien geboren († 12. Februar 2006 in Beiersdorf, Brandenburg). Er schrieb eine Reihe von Kriminalromanen und Kriminalerzählungen, die unter anderem in der BLAULICHT-REIHE des Verlags DAS NEUE BERLIN erschienen. Mittmanns Arbeiten zielen auf eine realistische Darstellung der kriminalpolizeilichen Praxis in der damaligen DDR ab. Als Sammler von Kriminalliteratur baute Mittmann seine Privatbibliothek zum KRIMI ARCHIV OST aus und veröffentlichte 1991 gemeinsam mit Reinhard Hillich eine Bibliographie zur Kriminalliteratur der DDR.
In den folgenden Jahren profilierte Mittmann sich als Dokumentarist des DDR-Krimis, schrieb True-Crime-Berichte und Reportagen und Rezensionen für Zeitungen und Rundfunk (Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Interview, Die Befragung, luise-berlin.de, Wolfgang Mittmann über Harri Kander.

Ulrich Kroegers Krimitipp 2/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
80 jährige Kommissare, ein Grenzen sprengendes Werk, Yakuza-Gangster und militante Islamisten und rechtsextreme Rabbis.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Georges Simenon, David Peace, Arimasa Osawa und Robert Littell ... mehr
Ulrich Kroegers erster Krimitipp erschien vor achteinhalb Jahren. Heute erscheint Ulrich Kroegers Krimitipp einmal im Monat im Sonntagsjournal der "Nordsee-Zeitung", dessen Redaktion wir für die Genehmigung zur Veröffentlichung und Archivierung bei den Alligatorpapieren danken. mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Wenn alle Werte zerbröseln:
In ihrem Roman "Ganz die Deine" verknüpft die argentinische Autorin Claudia Piñeiros geschickt Humor mit Tragödie.
Von Horst Eckkert ... mehr
litprom.de:
»Crime Global«
Die Zeitschrift "Literatur Nachrichten" hat sich für ihre 96. Ausgabe auf dem Mainzer Symposium zu afrikanischer Kriminalliteratur umgesehen und sich einmal ausführlicher dem Genre gewidmet.
"Crime Global" – unter diesem Titel bekommen Sie zunächst den Überblick von Thomas Wörtche, eines ausgewiesenen Experten über drei Kontinente, bevor verschiedene Regionen Afrikas etwas ausführlicher beleuchtet werden. Lesen Sie außerdem ein Interview mit dem "Mankell Südafrikas" Deon Meyer und lassen Sie sich viele überraschende und kundige Antworten geben auf die Frage: Krimis in Afrika - Gibt es die?
Die Zeitschrift kann sowohl in Papierform bestellt oder als pdf-Datei heruntergeladen werden...mehr
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Ein packender Politthriller. "Das beste Buch seit Jahren." Sydney Morning Herald Antje Kunstmann Verlag |
Der reine Suchtstoff
Privatdetektiv alter Schule
Seite 4:
»Mord in Rheinfelden«
Ebenso wie dereinst der grosse Belgier schreibt auch Hansjörg Schneider soziologische, als Kriminalromane getarnte Fallstudien, Bücher, die nicht allein Menschen und ihre Untaten taxieren, sondern sich vielmehr zu Expertisen einer in Schieflage geratenen Gesellschaft weiten.
Der sechste "Hunkeler" war der Jahresbestseller 2007 der Schweiz. Jetzt ermittelt der Basler Kommissär in "Hunkeler und die goldene Hand" (Ammann Verlag) in der Kunstszene.
...mehr
Titel:
»Prophet des Niedergangs von Amerika«
Im mächtigen Schatten des gerade vierfach Oscar-prämierten "No Country for Old Men" der Coen-Brüder erscheint jetzt endlich auch dessen gleichnamige literarische Vorlage auf Deutsch: "Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag). Sie stammt von keinem Geringeren als Pulitzer-Preisträger Cormac McCarthy und zeigt von der ersten Seite an, auf welch meisterlicher Grundlage der Filmerfolg beruht.
Von Karsten Herrmann ...mehr
Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Lienhard Wawrzyns "Rotbergs Lächeln" und Sabine Kornbichlers "Der gestohlene Engel" gelesen ...
gumshoe News: Jiro Kimura meldet die Tode von Andrew Britton und Arthur Lyons ...
krimiblog:
Ludger Menke über das Krimi-Projekt "The Lineup" und mit einem Interview mit dem Hamburger Autor Frank Göhre...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: jetzt schon mit Folge 64: Arnaldur Indridason "Nordermoor" + "Todeshauch" ...
Krimilady:
Henny Hidden gerät über Sabine Kornbichlers "Der gestohlene Engel" in die Krise ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Literatur und Realität und einen Autor, dessen Bücher sich intensiv mit Tibet auseinandersetzen: Eliot Pattison ....
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipps und dem Cover der Woche (Day Keene) ...
NuT:
Joachim Linder über Ästhetik der Gewalt, Fälscher (Gerstenbergk), Crime AND Literature und über Winckelmann, Haarmann, Mondrian ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Bernd Kochanowskis Besprechung von Michael Chabons "The Yiddish Policemen's Union" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 13
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur)
BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 13 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Feburar 2008 erreichten.
Gäste verschwinden plötzlich, die Psyche wird malträtiert, die Forensiker müssen ermitteln und die Kriminalfälle häufen sich: in der DDR, auf Baltrum, in Stony Run und dem Rest der Welt ...
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier
Berliner Zeitung:
»Die rohe Gewalt des Geldes«
Der 62-jährige Südafrikaner Peter Temple, der seit fast dreißig Jahren in Australien lebt, dort bereits acht Kriminalromane veröffentlicht und mehrere Preise eingeheimst hat, wird jetzt auch in Deutschland entdeckt. Das Random House-Imperium wirft kurz nacheinander zwei seiner früheren Romane auf den Markt, nachdem die Übersetzung seines bislang letzten, "Kalter August", bereits im Frühjahr 2007 erschienen war und vor allem von der Fachkritik einmütig gefeiert wurde.
Günther Grosser über die Romane "Vergessene Schuld" und "Shooting Star" ... mehr
Berliner Morgenpost:
»Ritt in den Sonnenuntergang«
"Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag) von Cormac McCarthy ist, flüchtig betrachtet, blankes Klischee, eine deftige Mixtur aus Thriller und Western. Zunächst hält der Plot nicht eine einzige Überraschung bereit. Zeilenweise liest sich der Roman wie ein Tarrantino-Skript, wie Landser-Prosa, wie ein getunter Tom Clancy. Aber: der Roman liest sich eben nur zeilenweise so, in Wahrheit betritt er schon in der Ausgangsszene metaphysisch vermintes Gelände.
Von Wieland Freund ...mehr
Kurier:
»Die Engelsflügel, sie wachsen schwarz«
Noch nie hat man im Kriminalroman so furios in die Hölle geschaut. David Peace revolutionierte mit vier (inzwischen preisgekrönten) Büchern das Krimigenre. Die Bücher, zuerst in Frankreich und Deutschland erfolgreich und preisgekrönt, machten ihn auch in England zum Kultautor. Als erster Krimischriftsteller wurde er sogar in die renommierte "Granta’s List of Young Best Novelists" aufgenommen. Sein viel bejubeltes "Red Riding Quartet" ist nun komplett auf Deutsch erschienen. Die Bücher heißen schlicht "1974", "1977", "1980", "1983" (Liebeskind Verlag) und sind großartige Krimis und Sittengemälde eines grimmigen Thatcher-Englands.
Von Veronika Franz ...mehr
WoZ:
»Spiel mit der Wahrheit«
Jürg Amanns "Kriminalnovelle" bietet eine Leiche und einen Täter, aber keine Auflösung. Eine kunstvolle Gratwanderung, die einerseits eine weitere Version entfaltet, sich aber andererseits ständig in Frage stellt. Zum Ende erscheint die Wahrheit entfernter denn je. Der letzte Satz lautet nicht zufällig: "Aber was ist schon Wahrheit?" In seiner Kriminalnovelle (Arche Verlag) erzählt Jürg Amann die Geschichte eines Mordes, der nie stattgefunden hat, aus unterschiedlichen Perspektiven - und bleibt dabei leider etwas vage.
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evolver:
»Roman-Recycling«
Eine kleine schottische Insel, stürmisches Wetter und eine übel zugerichtete Leiche - das sind die Hauptzutaten, die Simon Beckett für seinen zweiten Hunter-Roman verwendet hat.
Leider ist der weit weniger originell geraten als noch der erste. Hat man "Chemie des Todes" gelesen und nun zu "Kalte Asche" gegriffen, wird man ziemlich schnell feststellen, daß sich die Romane schon fast erschreckend ähneln.
Von Charlotte Streit ... mehr
evolver:
»Evil in Residence«
Trotz aller Widerstände lebt die düstere Phantastik auch in Österreich - wenngleich sie nach wie vor Seltenheitswert genießt. Der gebürtige Wiener Schriftsteller Andreas Gruber kann das vielleicht ändern ...
Die Stoßrichtung war von Anfang klar: Thriller, Science Fiction, Horror, Phantastik. Wobei wir es bei letzterem immer mit dunkler Phantastik zu tun haben. Am stärksten ist Andreas Gruber dann, wenn er die Leserschaft in der scheinbaren Sicherheit der Normalität wiegt, und - beinahe schleichend - die Düsternis, den Horror an den Rändern einsickern läßt, was wiederum zu völlig verfahrenen, ja hoffnungslosen Situationen führt, in denen sich die Protagonisten wiederfinden. In "Schwarze Dame" (Festa Verlag) reist der Wiener Versicherungsdetektiv Peter Hogart nach Prag, um dort in einem Kunstraub zu ermitteln. In der "Goldenen Stadt" gerät er - wie der klassische Hitchcock-Held - unversehens in eine Mordserie.
Von Thomas Fröhlich ... mehr
Ein Interview mit Andreas Gruber führte Alisha Bionda für die Seite "Litera" ...mehr
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzrezension: Stalin’s Ghost von Martin Cruz Smith ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit Neuem aus dem Kino: Juno, Ein tödlicher Anruf ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Renate Kampmann: "Fremder Schmerz" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Gabriele Fauser
Am 10. März starb nach schwerer Krankheit Gabriele Fauser, Gründerin der Kriminalbuchhandlung "glatteis" in München. Die Beisetzung fand am 17. März auf dem Ostfriedhof in München statt.
Das Fachmagazin "Buchmarkt" veröffentlicht aus diesem Anlass einen Nachruf des Schriftstellers Friedrich Ani, der zuerst in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist ... mehr
Neue Zürcher:
»Liebe in Zeiten der Gesundheitsreform«
Dirk Kurbjuweit nutzt geschickt die Perspektive des skeptischen Detektivs, für den die ganze Welt unter "ewigem Verdacht" steht. Hier der routinierte Detektiv, darauf geeicht, intime Details ans Tageslicht zu bringen, da die vorsichtigen Politiker, darin geübt, von sich und ihren Gefühlen möglichst wenig preiszugeben – das ist die auch erzählerisch sehr fruchtbare Grundkonstellation. Dirk Kurbjuweits "Nicht die ganze Wahrheit" (Nagel & Kimche Verlag) ist ein kluger, stilistisch brillanter Roman, der mit staunenswerter Nonchalance alle Fussangeln seines Themas umgeht.
Von Rainer Moritz ...
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3sat:
»Wehe dem, der ihm begegnet«
Mit der Verfilmung von Cormac McCarthys "No Country For Old Men" holten die Coen-Brüder den Oscar. Jetzt gibt es das Buch auf Deutsch.
In "Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag)irrt das Böse in Gestalt des eiskalten Serienmörders Chigurh wie ein Wirbelsturm durch das Land - und wehe dem, der ihm begegnet.
In der Sendung "kulturzeit" spricht Literaturkritiker Denis Scheck über Cormac McCarthys Roman. Ausserdem gibt es ein Interview mit den Coen-Brüdern ... mehr
"Kulturzeit" bekommt ein neues Studiodesign. Während der zweiwöchigen Sendepause des 3sat-Magazins vom 25. März bis zum 4. April 2008 zeigt 3sat mit "Baustelle Kulturzeit" eine verkürzte Version der Sendung. Formal und inhaltlich als Loop konzipiert, läuft eine acht- beziehungsweise zwölfminütige Fassung zwischen 19.20 und 20.00 Uhr drei bis viermal in jeweils leicht veränderter Form hintereinander. Zeitgleich wird die Sendung live gestreamt und ist danach in der Mediathek abrufbar ...mehr
evolver:
»From Pullach with love. Mister Dynamit - der deutsche James Bond«
Er war der übliche Supermann der 60er Jahre und sah im Düsenjäger genausogut aus wie im Mercedes mit Flügeltüren. Wenn Bob Urban nicht gerade verbrecherisches Gesindel quer über den Globus jagte, rauchte er extra für ihn angefertigte Zigaretten oder legte flotte Bienen flach. Der BND führte ihn als Code-Agent Nr. 18, Freund und Feind war er hingegen als Mister Dynamit bekannt. Martin Compart würdigt C. H. Guenter und Bob Urban, die deutsche Antwort auf James Bond.
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Die Berliner Literaturkritik:
»Das Böse im Künstler und der geisterhafte Arm«
Was wäre, wenn der erfolgreichste Horrorschriftsteller der Welt einen Künstlerroman schriebe? Würde er ohne Gespenster auskommen – und bliebe das Buch noch ein Künstlerroman, wenn der Autor nicht auf seine Gruselstory verzichten mag? Erstaunlicherweise ist Stephen Kings neues Buch "Wahn" (Heyne Verlag) viel mehr ein Künstlerroman als eine Horrorgeschichte, auch wenn im letzten Drittel die Gespenster das Kommando übernehmen. Denn der Horror, der erst spät richtig zum Zug kommt, kann es mit der ausgefeilten und raffinierten Spannungssteigerung des ersten Teils nicht aufnehmen.
Von Thomas Strünkelnberg ...
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Deutschlandradio: »Das andere Genre: Der Erfinder des Cyberspace«:
Sein erstes Buch veröffentlichte er 1984 und es wurde ein Welterfolg. Mit dem Roman "Neuromancer" heimste der Autor im Alter von 36 Jahren nicht nur fast alle bedeutenden Preise für Science-Fiction-Literatur ein, sondern begründete gleich ein neues Genre: den sogenannten Cyberpunk. Sein Einfluss auf Science-Fiction-Literatur und -Film ist kaum zu überschätzen. Heute wird William Ford Gibson 60 Jahre alt und er wird in die Geschichte eingehen, als der Mann, der den Begriff "Cyberspace" geprägt hat.
Jochen Meißner zum 60. Geburtstag des Autors ... mehr
Arne Dahls Romane werden verfilmt:
Die Filmrechte zu Arne Dahls Kriminalromanen wurden verkauft. Gekauft hat sie die Firma "Filmlance", die schon die Serie mit Kommissar Beck produziert hat, melde das Fachmagazin ... Buchmarkt.
Im weißen Raum:
Am Mittwoch ist der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke im Alter von 90 Jahren in seiner Wahlheimat Sri Lanka gestorben. Clarke hat mehr als 100 Bücher geschrieben, das vielleicht bekannteste - "2001 - Odyssee im Weltraum" . Einen Nachruf gibt es in der "futurezone" des ... ORF.
krimiblog:
Ludger Menke gratuliert "Crime Space" zum Geburtstag ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über David Corbetts "Blood of Paradise" und Hell's Bell ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit R. i. P.: Arthur C. Clarke, Anthony Minghella ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt wieder das Folk bloggen, z. B. über die Internetauftritte unserer werten Krimischaffenden ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Gerhard Baumrucker
Der deutsche Übersetzer und Schriftsteller Gerhard Baumrucker wird am 19.03.1929 in Prag geboren († 14.7.1992). Er schrieb Hörspiele, Liedertexte für Funk, Film und Fernsehen und begann ab 1961 damit, Kriminalromane zu übersetzen. Durch Gerhard Baumruckers Initiative erschienen die ersten Romane des mexikanischen Autors Paco Ignacio Taibo II im Goldmann Verlag.
Außerdem schrieb Gerhard Baumrucker selbst eine Reihe von Kriminalromanen. Für "Die Weise von Liebe und Mord" erhielt er den Edgar Wallace-Preis 1980/81. (Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Infos und Bibliographie beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren.
Thomas Przybilka
Der deutsche Experte für Sekundärliteratur zum Krimi wird am 19.3.1950 in (Ost-)Berlin geboren und siedelte "ohne die entsprechenden Genehmigung der verantwortlichen Organe des Arbeiter- und Bauernstaates" in die Bundesrepublik über.
1989 gründete Thomas Przybilka das BoKAS (Bonner Krimi Archiv Sekundärliteratur). Das Archiv sammelt Publikationen in Buch- und Magazin-/Zeitschriftenform zum Genre Kriminalliteratur. Das non-profit Archiv unterstützt Magister- und Dissertationsarbeiten zur Kriminalliteratur im In- und Ausland. Er gibt regelmäßig die Tipps zur zur Sekundärliteratur zum Krimi heraus, schreibt Rezensionen, kriminelle Erzählungen und Artikel für deutsche und internationale Krimipublikationen.
Infos und Bibliographie bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Krimi-Forum, Kurzinfo Deutschlandfunk, NordPark Verlag.
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Meisterin der Verzögerung:
Vielleicht ist schriftstellerisches Talent doch erblich: Karin Alvtegen ist die Großnichte von Astrid Lindgren und, so behauptet ihr Verlag, derzeit Schwedens erfolgreichste Autorin.
Anne Chaplet über den Roman "Schatten" von Karin Alvtegen ... mehr
Die Welt:
»Roy Grace, Superintendent«
Schon als Schüler kam der britische Drehbuchautor und Kriminalromancier Peter James seinem Traum von Hollywood ziemlich nahe: Er ging in der Londoner Wohnung von Orson Welles ein und aus - allerdings nur als Putzhilfe. Später gab er dann als Filmproduzent gelegentlich den finanziellen Ausputzer.
Es ist nicht auszuschließen, dass James bei diesem literarischen Schulfall krimineller Energie auf den Geschmack kam: Nur ein Jahr später veröffentlichte er mit "Stirb ewig" seinen ersten Roman um Detective Superintendent Roy Grace - und um einen Mann, der ausgerechnet am Vorabend seiner Hochzeit lebendig begraben wird. Es folgten der Cyberspace-Splatter-Thriller "Stirb schön" (2006) und, soeben ausgeliefert "Nicht tot genug" (Scherz Verlag).
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
mehr
Der Standard:
»Das Elend der Literaten«
Sarkastisch zu Anfang, dann klirrend kalt und mitleidslos entwickelt sich der Krimi vom Michael Collins zu einem hochspannenden Psychodrama mit überraschendem Ausgang.
Rundum gelungen, mit einem manischen Ermittler, der sich in alte ungelöste Fälle verbeißt und von massiven psychischen Problemen heimgesucht wird, intelligent und viel aufregender als der langweilige Titel "Der Bestseller-Mord" (btb Verlag) es vermuten lässt.
Von Ingeborg Sperl ... mehr
krimiblog:
Ludger Menke mit den Lambda Awards-Nominierungen ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Literary Liposuction und mit einem Hinweis auf Vicki Hendricks' Roman "Cruel Poetry" ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit einem TV-Tipp und dem Cover der Woche (Tony Hillerman) ...
NuT:
Joachim Linder mit Feiertagsgedanken ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Bernd Kochanowskis Besprechung von Vicki Hendricks' Roman "Cruel Poetry" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Krimifestival München 7.-19. März 2008
Heute lesen: Wolfgang Burger.
Alle Infos und Termine
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
hier
Kalender
Leigh Brackett
Die amerikanische Schriftstellerin und Drehbuchautorin Leigh Brackett ("Tote schlafen fest", "Rio Bravo") stirbt am 18.März 1978 im Alter von 62 Jahren an Krebs (* 7. Dezember 1915 in Los Angeles). Sie hat für Film und Fernsehen geschrieben, für kleine und große Budgets. Sie hat Romane und Kurzgeschichten verfaßt, quer durch die Genres: Western, Science Fiction und Thriller. "Ihre über zweihundert Bücher lagen selten unter Niveau, aber öfters deutlich darüber" (superthriller.de).
Ihre größten Erfolge hatte sie jedoch als Drehbuchautorin ("Keine Drehbuchschule in der Welt könnte solch einen Dialog hervorbringen. Niemals." FAZ). Mit William Faulkner schrieb sie das Drehbuch für den Film "Tote schlafen fest" nach dem Roman von Raymond Chandler. Kurz vor ihrem Tod schrieb sie die erste Fassung des Drehbuchs zum zweiten Krieg der Sterne-Film, "Das Imperium schlägt zurück"( beendet von Lawrence Kasdan). Im "Unionsverlag" erschien ihr Roman "Raubtiere unter uns" (UT 152)
Infos und Bibliographie bei Unionsverlag, Darth sonic.de , superthriller.de, Wikipedia, phantastik-couch, Buchbesprechung, FAZ über New Hollywood.
Karl-Heinz Willschrei
Am 18. März 1939 wird Karl-Heinz Willschrei in Homberg/Niederrhein geboren.
Karl-Heinz Willschrei wuchs als Einzelkind nach dem Kriegstod seines Vaters in einem Essener Arbeiterviertel auf und studierte nach dem Abitur in München und Wien Theaterwissenschaft, Germanistik, Philosophie und Zeitungswissenschaft. Nach dem Studium arbeitete er als Drehbuchautor und Produzent bei der Münchener Bavaria.
1974 machte er sich als freier Schriftsteller selbständig
Willschrei, der völlig überraschend am 25.Mai 2003 in Altea/Alicante starb, galt als einer der produktivsten Autoren für das Krimi-Genre im Fernsehen, aus seiner Feder stammt nicht nur die Serie "Wolffs Revier" (aus der er wegen des Übergewichts von Actionanteilen schließlich ausschied), er schrieb für den "Tatort", "Der Alte" und war in hohem Maße für die Inhalte der Fernsehklassiker "Ein Fall für zwei" (aus Wilschreis Idee wurde das Konzept entwickelt), "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" und "Graf Yoster gibt sich die Ehre" verantwortlich.
Infos und Filmographie bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Deutsches Filmhaus, Munzinger Archiv, Odeon Film,
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar unter dem Motto "Verschwörung und Familiengeheimnisse":
Lee Child: "Sniper". Hier schildert Lee Child die Ohnmacht und die Angst der US-Amerikaner vor dem Tod aus dem Hinterhalt ...
Peter Temple: "Shooting Star". Zeichnet ein ganz und gar unbekanntes Australien: krank, kalt und düster.
mehr
Die Berliner Literaturkritik: »Die Kunst des Mordes«
Der argentinische Autor Guillermo Martinez hat seinen neuen Roman "Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag) mehrfach doppelbödig angelegt. Hier schreibt ein Krimi-Autor über einen sehr erfolgreichen fiktiven Kollegen, der des mehrfachen Mordes verdächtigt wird. Was zuerst einmal nach einem Gag aus der postmodernen Trickkiste klingt, hat Martínez raffiniert umgesetzt. Atmosphärisch dicht hat er eine spannende Geschichte komponiert – die für den Leser zugleich zu einem Vexierspiel wird. Dieser weiß schließlich nicht mehr, wer gut und böse ist. Realität und Fiktion bleiben offen – bis zur letzten Seite.
Von Thomas Maier ... mehr
3sat: »Allgäu-Krimi«
Volker Klüpfel ist Leiter der Kulturredaktion der "Memminger Zeitung". Mit seinem Co-Autor Michael Kobr ist er seit der Schulzeit befreundet.
In Leipzig stellen die beiden ihren neuen Allgäu-Krimi mit Kommissar Kluftinger vor: "Laienspiel".
Das Gespräch am Messestand bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse kann als Video (16:30min) angesehen werden ... mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgt.
Am 15. März mit diesen Empfehlungen:
Lakonische Wort- und Blutschwalle
Mit zehnjähriger Verspätung bringt die nette, kleine Funny-Crimes-Edition im netten, kleinen Shayol Verlag mit "Verluste" einen weiteren Roman aus Lawrence Blocks Matt-Scudder-Serie.
Von Thomas Wörtche ...mehr
Düsteres Puzzle
"1983" (Liebeskind Verlag) ist das Finale von David Peace' monströsem und unbequemen "Red Riding Quartett" – eine rabenschwarze Abrechnung mit seiner Heimat Yorkshire und die Zusammenführung der in den drei Vorgängerbänden ausgelegten Fäden.
Von Frank Rumpel ...mehr
Einstürzende Theoriebauten
Wie souveräne Erzählkunst analogienpralle Sinnhuberei letztlich in den Dreck der Wirklichkeit befördert. Oder warum eine gute Geschichte der Unschärfetheorie allemal überlegen ist.
Dieter Paul Rudolph über den Roman "Die Sehnsucht der Atome" (Eichborn Verlag) von Linus Reichlin ...mehr
Seite 4: »Mord im Sowjetparadies«
Ein Geheimdienstoffizier fahndet nach einem Serienkiller – das ist der Stoff, aus dem ein guter Thriller ist. Tom Rob Smiths Debütroman "Kind 44" (DuMont Verlag) ist aber mehr: eine beeindruckende Geschichte über ein Unrechtsregime. Smiths Debüt ist ein aussergewöhnliches, spannendes, dicht geschriebenes Buch, ein erfolgreiches zudem, das bisher in 25 Länder verkauft wurde.
Von va ... mehr
Mords-Multiplikatoren:
Es gab Zeiten, da mussten Krimi-Leser auf der Suche nach anspruchsvoller Kost lange durch Bücherregale irren. Seit drei Jahren aber gibt es die KrimiWelt-Bestenliste, ein Gemeinschaftsunternehmen von "Arte", Die Welt" und dem "Nordwestradio". Ob die KrimiWelt-Bestenliste die deutsche Krimilandschaft verändert habe? Aber ja, versichert Tobias Gohlis, sie sei ein "wichtiges Referenzmedium" geworden, das als Multiplikator fungiert. Steffen Richter in ... Der Westen.
Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Frank Göhres "Mo" gelesen ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 53 mit Petra Würth und Jürgen Kehrer "Todeszauber - Wilsberg trifft Pia Petry", Folge 54 mit Gabriele Wolff "Im Dickicht" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit dem Überblick zu US-Krimipreisen: Diesmal mit den erfolgreichsten Autoren ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit Kleinkram: ein Buchcover, ein Programm, eine Preisverleihung ...
Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis mit einem kurzen, aber intensiven Nachruf auf Gabriele Fauser ...
NuT:
Joachim Linder mit: "Als Krimilektüre noch lohnte ..." ...
Tatort Krimi:
mit der Besprechung zu Stieg Larssons "Verdammnis" ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Frank Göhres "Mo": ein Glücksfall ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Axel Bußmers TV & Buchtipps 15. – 28. März 2008
Über die Osterfeiertage lassen sich die Sender nicht lumpen und sie erfreuen den Krimifan mit zahlreichen Wiederholungen bekannter Ermittler.
Neben den üblichen Verdächtigen gibt es mit Gunnar Staalesens Varg Veum auch den Auftritt eines neuen Ermittlers. Und Michael Caines fünfundsiebzigster Geburtstag am 14. März bringt einige seiner inzwischen hundert Filme wieder.
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".
Freitag, den 14. März 2008 um 10:27 und 13:27
"Zwischenstopp für wilde Kerlchen"
Wer zur Zeit in Deutschland öffentlich über
Jugendgewalt und -kriminalität redet, tritt schnell auf
vermintes Gelände. Erst recht, wenn die jeweiligen
Täter aus einem "Migrationshintergrund" kommen
– oder genauer gesagt: aus dem nie rausgekommen sind.
Politiker und Publizisten mit Hang zum Ideologischen schreien dann gern nach mehr Härte ihre linken Pendants mit Hang zum bequemen, konfliktscheuen
Multi-Kulti-Kitsch greifen schnell zur Rassismus-Keule.
Desinformiert sind meistens beide, und solange ihre Stimmen dominieren,
bleibt auch der gewöhnliche Bürger desinformiert.
Experten der Realität, Praktiker in Jugendknästen zum Beispiel,
kommen selten zu Wort.
Wie sieht die Praxis wirklich aus? Was passiert wirklich mit denen,
die weggesperrt sind? In der U-Haft zum Beispiel? Und wer sind
die Leute, die dort arbeiten?
Kieferngrund ist so eine Jugenduntersuchungshaftanstalt. In diesem
ersten Teil geht es um das sozialpädagogische Konzept und
seine Umsetzung. Der zweite beschäftigt sich mit Erziehung und
(Aus)Bildung – oder genauer gesagt: Den Defiziten, die da
behoben werden müssen.
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar. (Wiederholungen Sonntag 13:45 und 18:45 und Montagnacht 04:45)
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
Rund 800 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Einmal im Jahr, immer während der Leipziger Buchmesse, präsentiert die Jury aus 19 Literaturkritikern ihre Auswahl der Auswahl:
DIE ZEHN BESTEN KRIMIS DES LETZTEN JAHRES.
Die Rangliste.:
1 James Sallis: Driver
2 Matti Rönkä: Der Grenzgänger
3 Fred Vargas: Die dritte Jungfrau
4 Peter Temple: Kalter August
5 Heinrich Steinfest: Die feine Nase der
Lilli Steinbeck
6 Astrid Paprotta: Feuertod
7 Massimo Carlotto: Arrivederci amore, ciao
8 John Harvey: Schrei nicht so laut
9 Ian Rankin: Im Namen der Toten
10 Andrea Maria Schenkel: Kalteis
Hier als schöne pdf-Datei
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung ...
mehr
Berliner Zeitung:
»Bernhard Schlink auf Schottisch«
Alexander McCall Smith ist das Bernhard-Schlink-Phänomen auf Schottisch. Nach Kindheit und Jugend im spätkolonialen Zimbabwe studierte er Jura, war Professor für Medizinrecht in Edinburgh, arbeitete in Kommissionen der Unesco. Seine ersten Bücher, berufsbegleitend, waren für Kinder geschrieben. Voran - und steil nach oben - führte ihn erst Mma Ramotswe, die gemütliche Dame im reizvoll-exotischen Botswana.
Von Brigitte Helbling ... mehr
Bei den Kollegen vom "Perlentaucher" erscheint nun wieder regelmäßig die KrimiKolumne "Mord und Ratschlag". In der aktuellen Ausgabe vom 12.03.2008:
Heil in der Flucht:
Von Brüssel nach Mexiko, vom Polizeialltag in Grenzbereiche des Absurden geht die wilde Jagd in Linus Reichlins Romandebüt "Die Sehnsucht der Atome" - erstaunlicherweise folgt man da gerne.
Die beste Gelegenheit, Bekanntschaft mit einer der erfolgreichsten japanischen Krimiserien zu schließen, bietet "Rache auf chinesich." der zweite Band um Arimasa Osawas "Hai von Shinjuku".
Von Ekkehard Knörer ... mehr
schwedenkrimi.de:
»Der Wald, das ist die totale Freiheit!«
Mit jugendlichem Elan, jungenhaftem Charme und großer Begeisterung plaudert Mikael Niemi mit dem Literaturportal schwedenkrimi.de über Pajala, das Tornedal’sche Trauma, im eigenen Land ausgeschlossen zu sein, und den schweren Weg zur eigenen Identität. Denn um nichts Geringeres geht es in Niemis erstem Krimi "Der Mann, der starb wie ein Lachs".
Alexandra Hagenguth hat mit dem Autor gesprochen ...
mehr
krimiblog:
Ludger Menke über Die zehn besten Krimis des Jahres 2007 und: Leselust ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer über sein Bevorzugen von US-amerikanischer und englischer Krimiware gegenüber deutscher ...
NuT:
Joachim Linder über Schlitzer im Krieg (1914) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Blog-Krimi-Preise, Thomas Wörtche und dies und das ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Krimi-Blase:
Schon vor Jahren wurde das Ende des Krimi-Booms - oder der "Krimi-Blase" - vorausgesagt, doch die Propheten haben geirrt. Krimis erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Vom anhaltenden Krimi-Boom profitieren auch zwei große Festivals: das Krimifestival München und die Criminale, die diesmal in Wien stattfindet. Ein Hörbeitrag (4:52 min) von Wolfgang Seibel im Kulturjournal des ... ORF.
Buchhändler im Gespräch:
Immer freitags um 15.33 Uhr spricht der DLF mit Buchhändlern aus ganz Deutschland. Von ihnen wollen sie wissen, wie sie Neuerscheinungen und aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt einschätzen. Von ihnen wollen wir wissen, wie sie Neuerscheinungen und aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt einschätzen. Heute mit Viola Taube von der Buchhandlung Viola Taube in Nordhorn über die Bücher "Der nasse Fisch" von Volker Kutscher, "Der Kunde ist weiblich" von Diana Jaffe, "Fünf Tage im Juli" von Franz Xaver Karl, "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Stan Nadolny ... mehr.
Kalender
Peter Paul Zahl
Am 14. März 1944 wird Peter Paul Zahl in Freiburg im Breisgau geboren.
Seine Jugend verbrachte er in Mecklenburg, ehe seine Familie mit ihm 1953 in die BRD floh und sich im Rheinland niederließ. Er wuchs in Ratingen bei Düsseldorf auf und setzte sich 1964 nach Berlin ab, um der Einberufung zur Bundeswehr zu entgehen. Dort war er politisch in der linken Szene aktiv, in den siebziger Jahren wurde nach ihm gefahndet, weil er in Berlin bei einer Fahrzeugkontrolle einen Polizisten angeschossen hatte. Nach seiner Verhaftung wurde er zunächst zu vier, später zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Während seiner Haft schrieb er den preisgekrönten Schelmenroman "Die Glücklichen", der 1979 erschien.
Nach seiner vorzeitigen Haftentlassung 1982 und längeren Aufenthalten in Grenada, auf den Seychellen und in Nicaragua ließ Peter Paul Zahl sich 1985 in Jamaika nieder, wo er unter anderem eine Reihe von Kriminalromanen um den ortsansässigen Schnüffler "Raffneck" schrieb.
Für seinen Kriminalroman "Der schöne Mann" wurde er 1995 mit dem Glauser-Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur des SYNDIKATS ausgezeichnet.
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, wikipedia, Homepage, dtv, Edition Köln, HR-online, Berliner Zimmer 1, Berliner Zimmer 2.

Demokratischer Krimirealismus.
Um den Film Hammett von Wim Wenders vor dem finalen Fiasko zu retten, wurde ein Scriptdoctor verpflichtet und mit Ross Thomas die bestmögliche Lösung gefunden. Spöttisch blickte der Schriftsteller auf seine Kollegen zurück, warf ihnen sowohl mangelnden Sachverstand als auch eine
Überforderung der Kinogeher durch den Hang, prätentiöse Botschaften zu verbreiten, vor.
Es ist das Urteil eines Schriftstellers, der sich als Lieferant von Unterhaltung verstand und dieser Selbsteinschätzung bescheiden wie ein Handwerker nachkam. Am Ende lag ein Werk von fünfundzwanzig Büchern vor; einige können als Beleg für die Diagnose der New York Times dienen, die noch zu Lebzeiten von Thomas davon sprach, der selbstbewußte Einzelkämpfer sei »Amerikas bester Geschichtenerzähler«
Gerd Schäfer zum Werk von Ross Thomas ... mehr
Ein Aufsatz aus der Zeitschrift Merkur, der wir für die Genehmigung zur Veröffentlichung danken.
Neue Zürcher:
»Verteidigung des Rechtsstaats«
Gianrico Carofiglio, bis vor kurzem Antimafia-Staatsanwalt in Bari und inzwischen Berater der italienischen Regierung für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität, hat mit Guido Guerrieri einen Protagonisten erfunden, der sich mit ganz normalen Problemen herumschlägt. Ein routiniert gebauter Plot, ordentliche Dialoge, Bezüge zum Zeitgeschehen, Einblicke in die italienische Gesellschaft, eine verhaltene Romanze – all das liefert Carofiglio. Carofiglio packt auch in "Das Gesetz der Ehre" (Goldmann Verlag) Elemente des Entwicklungsromans in eine klassische Krimistruktur, unterfüttert das Ganze mit Lokalkolorit und zeichnet ein leicht verdauliches Porträt seiner Generation.
Von Maike Albath ...
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Die Presse:
»Nicht genug Platz für alle auf Erden«
Er führt ein Leben jenseits des Elfenbeinturms, der französische Autor und Mittfünfziger Jean-Christophe Rufin: Entwicklungshelfer, politischer Berater in Menschenrechtsfragen, Vizepräsident für "Ärzte ohne Grenzen". Und doch bringt er auch eine spannende und dynamische Literatur hervor: einen Thriller, in dem es um nicht weniger als die Rettung der Menschheit und Welt geht.
Rufins Roman "100 Stunden" (S. Fischer Verlag) ist kein großes stilistisches Kunstwerk, gutes Handwerk aber allemal. Er versteht es, einen spektakulären Plot derart glaubwürdig anzugehen und umzusetzen, dass man sich als Leser mitunter mit der Vorstellung trösten möchte, nur einen Roman in Händen zu halten.
Von Manfred Rumpl ...
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Rheinischer Merkur:
»Welt als Gummizelle«
Das Jagen von Gesetzesbrechern kann verbrecherisch sein. Die düsteren Szenerien Matt Ruffs zeigen, wohin Rache führt. Eine rasante, radikale Abrechnung mit den USA.
Ruff schreibt derzeit etwa so, als hätte Thomas Pynchon einen Kurs für literarisches Schreiben bei den Schöpfern der Comicfigur "Batman" belegt. In "Bad Monkeys" (Hanser Verlag) folgt seine Geschichte den Prinzipien jeder guten Wahnvorstellung oder Verschwörungstheorie, die sich äußerlich nahtlos in die Wirklichkeit einfügen muss, auch wenn sie intern so verrückt ist wie ein Märzhase.
Von Ulrich Baron ... mehr
Die Welt: »Das andere Genre: William Gibsons digitale Monster in Los Angeles«:
Der Vater des Cyberspace, William Gibson, veröffentlicht mit "Quellcode" einen neuen Roman. Eine der Vision darin: Die Menschen können via eines speziellen Helms mit Datenbrille "Locative Art" im Stadtpark erleben: Doch die Reporterin, die darüber schreiben will, recherchiert bald nach einem ominösen Container.
Von Thomas Lindemann ... mehr
Wovon lebst du eigentlich?:
Brotlose Kunst: Sie werden in den Feuilletons gefeiert, für ihre Werke mit Preisen ausgezeichnet und können sich trotzdem nichts davon kaufen.
Wie Schriftsteller ihr Geld verdienen berichtet Angie Reinhardt in der ... Frankfurter Rundschau.
Die besten Krimis 2007
Heute um 14 Uhr präsentiert Lore Kleinert (Radio Bremen) die KrimiWelt-Bestenliste 2007. Mit den Autoren Andrea Maria Schenkel und John Harvey.
Gangster leisten Schwerstarbeit:
"Rififi" schlug 1955 auf den Filmfestspielen Cannes wie eine Bombe ein: Publikum und Kritik waren hingerissen, und die Jury verlieh ihm die Goldene Palme. François Truffaut hielt ihn für den "besten Film noir", den er je gesehen habe, und fügte hinzu, dass er auf der schlechtesten Novelle basiere, die er je gelesen habe. Noch heute, über fünfzig Jahre später, hat die Spannung dieses «revolutionären» Schwarzweissfilms nicht nachgelassen. "Rififi" in der Regie von Jules Dassin ist ein Meilenstein und endlich exzellent restauriert auf DVD erhältlich.
Ein Beitrag von Wolfram Knorr in der ... Weltwoche.
krimiblog:
Ludger Menke über den "Ripper-Award": Disput und eine unrühmliche Tradition ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 52 mit Paul Lascaux "Salztränen" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzrezension: "Down River" von John Hart ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit Neuem aus dem Kino: 13 Tzameti ...
NuT:
Joachim Linder über Massenmord (Wagner 1913) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph weint Tränen über Paul Lascaux: "Salztränen" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Krimifestival München 7.-17. März 2008
Heute lesen: Chelsea Cain, Francisco Casavella, Ronnith Neumann und Nicola Foerg.
Alle Infos und Termine
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
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Kalender
Bill S. Ballinger
Am 13. März 1912 wird Bill S. Ballinger in Oskaloosa, Iowa geboren(† 23. März 1980).
Ballinger studierte an der Universität von Wisconsin (B.A. 1934). Ab 1934 arbeitete er als
Texter für die Radio- und Fernsehwerbung. Nach langen Reisen durch Europa und den Nahen Osten wurde er Drehbuchautor für Film und Fernsehen (und erhielt 1960 den Edgar für seine Drehbucharbeit). 1948 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman. Die Bücher Ballingers, die er auch unter den Pseudonymen Frederic Freyer und BX Sanborn schrieb, sind in ca. dreißig Ländern gedruckt und in über dreizehn Sprachen übersetzt worden.
Info:
kirjasto.sci.fi (engl.), lit.web (engl.), krimisammlung.de.
Die Krimikolumne von Peter Hiess.
Wir präsentieren Ihnen heuer die No. 13
Achtung: Wer sich zu tief in die Emotionen anderer einfühlen kann, gefährdet damit nicht nur sich, sondern auch seine Umwelt. Dies und vieles mehr hat Peter Hiess aus den neuen Krimis gelernt …
Peter Hiess zu Büchern von Philip Kerr ("Das Janus-Projekt"), Adam Fawer ("Gnosis "), Pete Hamill ("The Guns of Heaven"), David Dodge ("The Last Match") und Monika Geier ("Schwarzwild") ...
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Gabriele Fauser †
Die Münchner Buchhändlerin Gabriele Fauser ist am Montagmorgen nach längerer Krankheit gestorben.
Mit Monika Dobler betrieb sie Münchens erste Kriminalbuchhandlung "Glatteis".
Gabriele Fauser, die Witwe von Jörg Fauser, starb an Leukämie.
In der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung ist heute ein Nachruf von Friedrich Ani zu lesen.
Frankfurter Rundschau:
»Die Miss Marple Botswanas«
Seine Heldin ist die erste und einzige Detektivin von Botswana. Weltweit hat er 25 Millionen Bücher verkauft, Oscar- Preisträger Anthony Minghella führt Regie bei der Verfilmung. Der Bestsellerautor Alexander McCall Smith ("The No. 1 Ladies' Detective Agency") ist bei uns noch relativ unbekannt. Das soll sich ändern: Diese Woche hat seine Charmeoffensive in Deutschland begonnen. Zum Ende seiner ersten hiesigen Lesereise ist McCall Smith bei der Buchmesse in Leipzig zu Gast.
Von Birgit Koß ...mehr
Der Standard:
»Das Dilemma des Unterhändlers«
In Peter Temples krimineller Welt gibt es keinen Weichzeichner, und von Happyends scheint der Star der australischen Krimiszene auch nicht viel zu halten.
Stattdessen: witzige, beißende Dialoge und ein wirklich gruseliger, brutaler Showdown.
Ingeborg Sperl über den Roman "Shooting Star" (C. Bertelsmann Verlag) ...
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DLR:
»Ein teuflischer Plan«
Es geht um Affären, Lügen, Eifersucht und Rache - kurz: das solide Grundrezept für einen guten Kriminalroman. Dabei folgt das Erstlingswerk "Ganz die Deine" Unionsverlag von Claudia Pineiro, die als neuer Star der argentinischen Literatur gilt, jedoch keineswegs ausgetretenen Pfaden. Damit die enthaltenen Monologe nicht langweilig werden, gibt es die Unterbrechungen durch Lalis Telefonate und kleine kriminalistische Aufsätze, die den Weg weisen zum unaufhaltsamen großen Knall am Ende - wie es sich für einen guten Krimi gehört.
Von Birgit Koß ...mehr
Die Berliner Literaturkritik:
»Glitzernde und dunkle Facetten in der Welt des Weine«
Zehn Kriminalgeschichten von zehn Autorinnen und Autoren haben die Herausgeberinnen Andrea C. Busch und Almuth Heuner in dem Buch "Mord im Weinkeller" (Gerstenberg Verlag) vereint. Zwei eigene haben sie hinzugefügt. Alle zwölf Kriminalgeschichten haben eines gemeinsam: Sie werden jeweils vor dem Hintergrund einer Rebsorte erzählt: Champagner, Rioja, Grüner Veltiner, Riesling, Marsala, Sherry, Chardonnay, Bordeaux, Chianti, Müller-Thurgau, Beaujolais und Lambrusco. "Mord im Weinkeller" sei ein Buch, das man in Ruhe lesen und für das man sich Zeit nehmen sollte.
Von Ralf Wege ...mehr
Finalist beim Los Angeles Times Book Prize:
Die amerikanische Ausgabe des Bestsellers "Eismond" von Jan Costin Wagner wurde für den Los Angeles Times Book Prize, meldet das Fachmagazin ... Buchmarkt.
Wie der Krimi-Autor Klaus-Peter Wolf Rüsselsheimer Realschüler in Angst und Schrecken versetzt:
Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Drehbuchautoren: der Schriftsteller Klaus-Peter Wolf. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden bereits verfilmt, darunter mehrere "Tatort"-Folgen. "Treffpunkt Tatort" heißt seine aktuelle Krimireihe. Ein Titel, der für die Schüler der Parkschule in Rüsselsheim plötzlich Realität werden sollte.
Die Fernsehsendung "Hauptsache Kultur" hat Klaus-Peter Wolf bei seiner ungewöhnlichen Aktion in Rüsselsheim begleitet. zu sehen am Donnerstag, 13. März 2008, um 22:45 Uhr in ... HR Fernsehen
krimikiste:
Kristine Greßhöner legt einen drauf: Folge 51 mit Birgit C. Wolgarten "Und es wurde Nacht" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über den Gumshoe Award ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit ausgewählten Frühjahrsmorden 2008: Viele Thriller und etwas Hardcore ...
NuT:
Joachim Linder mit Vergleichen zu: ein Exorzismus und Bernd Kochanowski bespricht Christiana Gregoriou: Deviance in Contemporary Crime Fiction. ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt wieder das Folk bloggen, z.B. über Verrisse ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Krimifestival München 7.-17. März 2008
Heute lesen: Heidi Rehn, Felicitas Mayall und Celil Oker.
Alle Infos und Termine
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
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Lesungen: 12. März 2008:
Volker Kutscher liest aus "Der nasse Fisch"
12.03.2008 | 19.30 Uhr | Eintritt: 8 ermäßigt: 6 €
Lindemanns Buchhandlung, Nadler Str. 4, 70173 Stuttgart
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Robert Ludlum
Am 12. März 2001 stirbt der amerikanische Schriftsteller Robert Ludlum an Herzversagen (geboren am 25. Mai 1927 in New York City).
Im Alter von 14 Jahren ging er von Zuhause fort und wollte zur Bühne gehen, wurde aber von seiner Mutter nach Hause zurückgeholt. Drei Jahre später ging er dann zunächst zum Militär und begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Schauspielerkarriere. Der Autor von unzähligen Spionageromanen kam erst spät zum Schreiben.
Mit 40 Jahren begann er ein Kunstgeschichtestudium. Im Alter von 44 Jahren veröffentlichte er nach 18 Monaten Arbeit das Buch "Das Scarlatti-Erbe" und katalputierte sich damit in die Bestsellerlisten, in die er mit fast jedem neuen Buch gelangte: er verkaufte (auch unter dem Pseudonym Jonathan Ryder) mehr als 20 Millionen Bücher, seine Romane wurde verfilmt und in über 40 Sprachen übersetzt. Den Höhepunkt seiner schriftstellerischen Leistung (die nie unumstritten war) erreichte er nach Meinung vieler Kritiker mit seiner Jason-Bourne-Trilogie. Bis zu seinem Tod lebte Robert Ludlum mit seiner Frau Mary und seinen Kindern in Florida und Connecticut.
Info:
krimi-couch.de, Random House, wikipedia.de, Robert-Ludlum-Fan-Board, www.filmrezension.de, krijasto.sci.fi. (engl.), ludlumbooks.com (engl.)
Carl Hiaasen
Am 12. März 1953 wird Carl Hiaasen in Plantation, Florida geboren.
Nach dem Highschool-Abschluß immatrikulierte er sich 1970 an der Emory University. Im Jahr 1972 wechselte er zur University of Florida und machte 1974 seinen Abschluss in Journalismus. Nach zwei Jahren als Reporter bei der Cocoa Today in Cocoa in Florida ging er 1976 zum Miami Herald, bei dem er auch heute noch arbeitet.
Er wandte sich 1979 dem investigativen Journalismus zu, konzentrierte sich auf das Baugewerbe und Grundstückserschließung und deckte profitorientierte Praktiken auf, die die Naturschönheiten Floridas zerstörten. Seit 1985 hat er eine Kolumne im Herald, die zuerst alle drei Wochen und nun wöchentlich erscheint.
Nebenbei begann er in den 80ern eine Karriere als Schriftsteller. Er war Ko-Autor dreier Thrillern des befreundeten Journalisten Bill Montalbano. Nachdem Montalbano Auslandskorrespondent wurde, schrieb Hiaasen 1986 sein erstes Buch "Tourist Season". Hiaasens Bücher spiegeln seine Interessen als Journalist und Einwohner von Florida wider. Seine Romane wurden als Umweltthriller klassifiziert, obwohl sie auch als Mainstreamsatiren des zeitgenössischen Lebens aufgefaßt werden können.
Infos:
wikipedia, Krimi-couch, Toms Krimitreff, Random House, January (engl.), Homepage (engl.).
Die Kolumne von Markus Schnabel
Markus Schnabel arbeitet und lebt derzeit als Übersetzer in Krakau und schreibt an seiner
Abschlussarbeit über aktuelle Krimiliteratur in Polen. Also genau der richtige Mann, über die Entwicklungen in der polnischen Krimiszene zu berichten. Er wird uns nun regelmäßig seine Schwarze Post schicken. Hier ist die Nr. 3!
Leipzig liest - polnische Krimis!
Der Polnische Kriminalroman hat Aufwind. Dies hat man mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum vernommen. Unter dem Titel SPANNENDES POLEN werden bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse von dtv, Buchinstitut/Instytut Ksiazki und Polnischem Institut Leipzig polnische Autoren präsentiert, deren Bücher erst vor kurzem in deutscher Übersetzung veröffentlicht wurden.
Daneben wird es am Gemeinschaftsstand Polen eine vom Buchinstitut/Instytut Ksiazki gestaltete, der Entwicklung des polnischen Kriminalromans gewidmete, Ausstellung geben. ...
Markus Schnabel hat für Sie die interessantesten Termine im Messeprogramm gefunden ...
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Neue Zürcher:
»Im Land der reinen Gewalt«
Als Cormac McCarthys Thriller "No Country for Old Men" 2005 in den USA veröffentlicht wurde, wollten manche amerikanische Kritiker kaum mehr darin sehen als eine Vorlage für einen Film, ein besseres Drehbuch. Dieser äusserst reduzierte Roman setze so sehr auf die Handlung wie keines von McCarthys Büchern zuvor, hiess es. Cormac McCarthy hatte sieben Jahre lang kaum von sich hören lassen und dann diesen spröden Schocker abgeliefert.
"Kein Land für alte Männer" überzeuge auch als Lektüre, meint Michael Schmitt ... mehr
NDR:
»Ein rasantes Level«
Als Cormac McCarthy im letzten Jahr für seinen bewegenden Roman "Die Straße" den Pulitzerpreis erhielt, wurde er auch hierzulande einem breiteren Publikum bekannt. Nun erscheint sein Thriller "Kein Land für alte Männer". Und da der Rowohlt Verlag erst "The Road" ins Deutsche übersetzen und erscheinen ließ, anstatt den geschriebenen Vorläufer "No Country for Old Men", musste er sich jetzt ganz schön ranhalten.
Insgesamt ist Cormac McCarthys neuer Roman von der Anlage her weniger originell als sein Vorgängerroman "Die Straße". Aber ein brillanter, kühler Meta-Thriller ist es allemal, meint Arne Rautenberg ... mehr
FAZ:
»Die Masse macht's nicht«
Für David Peace, über dessen Nachnamen man nach Lektüre seiner Bücher schon ein wenig grübelt, war es der "Yorkshire Ripper", der von 1975 bis zu seiner Festnahme 1981 dreizehn Frauen umbrachte und in die populäre Mythologie einging. Peace, der heute vierzig ist und in Tokio lebt, ist in West Yorkshire aufgewachsen, und er lässt die Präsenz des Rippers auf eine sehr geschickte Weise in seinen Romanen spürbar werden "1983" (Liebeskind Verlag), der letzte Teil der Tetralogie, wirkt noch zerklüfteter als seine Vorgänger. Die Sprünge in der Zeit und zwischen den Perspektiven sind brachial.
Von Peter Körte ...mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag 2«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag versorgt Sie das TITEL-Magazin mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen.
Am 8. März mit diesen Empfehlungen:
Stalins sadistische Söhne
Tom Rob Smith beobachtet in "Kind 44" sowjetische Schergen und andere seelenlose Schufte bei ihrem brutalen Geschäft und braucht den Vergleich mit seinem Namensvetter Martin Cruz Smith nicht zu scheuen.
Von Jörg von Bilavsky ...mehr
Tod in den Anden
Santiago Roncagliolo verwischt in "Roter April" nicht nur die Spartengrenzen innerhalb eines Genres, auch im Bewusstsein seiner Figur verschwimmen die scheinbar stabilen Grenzen zwischen Recht und Unrecht.
Von Andreas Martin Widmann ...mehr
Die Zeit:
»Mit dem Rad zum Tatort«
Was dem Schweizer Hansjörg Schneider Basel ist und dem Franzosen Jean-Claude Izzo ehedem Marseille war, das ist Seghers Frankfurt – der fast mythische Raum der Großstadt, in der ein Mann sein Leben riskiert, um die Wahrheit zu erfahren.
Im neuen Roman von Jan Seghers jagt Kommissar Marthaler einen musikbegeisterten Mörder durch Frankfurts Schluchten:
"Partitur des Todes" (Wunderlich Verlag) ist ein Meisterstück des europäischen Kriminalromans, ein überdurchschnittliches Stück deutschsprachiger Kriminalliteratur, das beweist, dass die Meister dieses Genre nicht nur aus Amerika oder Nordeuropa stammen.
Von Peter Henning ... mehr
Süddeutsche Zeitung:
»Jetzt muss er den Fall allein lösen«
Auf dem Krimifestival in München stellt Friedrich Ani seinen neuen Krimi "Der verschwundene Gast" (Edition Nautilus) vor.
Der Autor über München als gefährliches Pflaster, Kommissar Tabor Süden und warum er gerne in einem Hotel wohnen würde.
Nora Große-Harmann hat sich mit dem Autor getroffen ... mehr
(Der Artikel wurde gefunden durch Ludger Menkes "krimiblog"
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Ein Polizist im Strafexil:
Die Ruine eines alten Industriegebäudes ist der Schandfleck im kleinen Örtchen Schauren – bis sie unerwartet in Flammen aufgeht. Dumm nur, dass man in den Trümmern einen Toten findet.
Ralf Kramp über den Roman "Bollinger und die Barbaren" von Wolfgang Brenner ... mehr
gumshoe News: Jiro Kimura meldet den Tod von W. T. Tyler ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner hat Jubiläum! Und verlost Rudolf Jaguschs "Leichen-Sabbat" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit kurzen einführenen Bemerkungen zu Davis Corbett: "Blood of Paradise"...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den Gumshoe-Nominierungen und dem Cover der Woche (Kurt Vonnegut) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Bernd Kochanowskis Besprechung von David Corbetts "Blood of Paradise" und einem (versteckten) Hinweis auf "Hell's Bells" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Krimifestival München 7.-17. März 2008
Heute lesen: Veronika Rusch, Henrike Heiland, Ralf Kramp, Reinhard Rohn, Thomas Raab, Daniel Scholten und Christian Böhm.
Alle Infos und Termine
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
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Kalender
Hansjörg Martin
Am 11. März 1999 stirbt Hansjörg Martin auf Mallorca nach einem Herzanfall (* 1.11.1920 Leipzig).
Martin bestritt sein Leben als Maler, Graphiker, Clown, Journalist, Bühnenbildner und Dramaturg. Von 1963 an arbeitete und lebte er schließlich als freier Schriftsteller in Schleswig-Holstein, wo er auch lange Jahre als SPD-Ratsherr in der Kommunalpolitik tätig war.
Hansjörg Martin veröffentlichte vorwiegend Kriminalromane und Jugendbücher, viele seiner Krimis dienten auch als Vorlage für Fernsehfilme.
Martins Romane trugen wesentlich zur Schaffung eines eigenständigen deutschen Kriminalromans bei. Seine ersten Arbeiten auf diesem Gebiet sind witzige und teilweise ironische Geschichten mit einem starken Rätselelement und liebenswerten Personen. In Martins späteren Büchern treten die exakte psychologische Zeichnung seiner Hauptcharaktere in den Vordergrund und in der Abwendung vom Rätsel- und Detektivspiel konzentrieren sich seine Geschichten immer deutlicher auf die Ausleuchtung psychologischer Hintergründe von Verbrechen. (Lexikon der deutschen Krimi-Autoren – Internet-Edition )
1986 erhielt er das Bundesverdienstkreuz als "Begründer des neuen deutschen Kriminalromans".
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Edition Köln
Erle Stanley Gardner
Am 11. März 1970 stirbt Erle Stanley Gardner im Alter von 80 Jahren auf seiner Farm in Temecula in Kalifornien (geboren 1889 in Malden, Massachusetts). Er arbeitete als Anwalt und seine erfolgreichste Figur wurde Perry Mason, ein Strafverteidiger in Los Angeles. Er schuf aber, auch unter Pseudonym, weitere Serienfiguren (Bertha Cool/Donald Lamp, Doug Selby D.A.) und er war, auch aufgund seines aufwendigen Lebensstiles, so produktiv, daß er seine Geschichten auf Band sprach und tippen ließ: mehr als 100 Kriminalromane, hunderte von Kurzgeschichten und Übersetzungen in über 32 Sprachen. 1962 erhielt er den Grandmaster der Mystery Writers of America.
Infos:
krimi-couch.de, wikipedia, Toms Krimitreff, mordlust.de, www.erlestanleygardner.com/, evolver.
Titel:
»Samstag ist Krimitag!«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag wird das TITEL-Magazin Sie in Zukunft mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgen.
Flucht in die Gegenwart
"Das schwarze Pulver von Meister Hou" (Unionsverlag), als Buchstaben kredenzt, erzählt uns in das Vietnam des siebzehnten Jahrhunderts, die Kunst der Schwestern Tran-Nhut lässt uns im Vietnam des zwanzigsten ernüchtern. Kriminalliteratur für beide Gehirnhälften. Wer sich im China des Richters Di verloren hat, findet im Vietnam des Mandarins Tân den Ausgang in die Wirklichkeit.
Von Dieter Paul Rudolph ...mehr
Auf den Seiten des Unionsverlages findet sich ein Interview mit den Schwestern Tran-Nhut
Die Welt:
» David Peace und die Hölle von Yorkshire«
Seine Bücher kommen ohne jede Hoffnung aus. Seine Bücher sind enorm düster, traurig und schlimm. Aber faszinierend.
Der britische Schriftsteller David Peace hat vier Werke über die berüchtigten Morde des Yorkshire-Rippers verfasst. Jetzt ist der letzte Band "1983" (Liebeskind Verlag) erschienen.
Holger Kreitling hat den Autor für WELT ONLINE in Hamburg getroffen ...mehr
Krimi-Thriller-Suite:
»Netzwerk der Autoren«
In der von Ilona Mayer-Zach betreuten Krimi-Thriller-Rubrik des Internetportals "suite101.de" dreht sich alles um das Thema Kriminalliteratur. Hier wird über Neuerscheinungen und Klassiker, über Bestseller und Spezielles berichtet. Mit Beiträgen über Hintergründe, Infos über Krimifestivals und andere "kriminelle" Veranstaltungen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der (deutschsprachigen) Kriminalliteratur soll hier von einem Netzwerk der Autoren ein Wissensportal zum Krimi aufgebaut werden.
In einem Expertengespräch informiert z.B. Dr. Richard Donnenberg über die Entwicklung des deutschsprachigen Krimis, ein Beitrag informiert über die Geschichte der deutschsprachigen Kriminalliteratur, Krimiautoren berichten über Schreibhemmungen, es gibt Rezensionen und Autorenportraits ... mehr
1000 Liter Wein:
Um seinen Alkoholvorrat muss sich Regisseur Matti Geschonneck keine Sorgen mehr machen. Seine ZDF-Produktion "Duell in der Nacht" gewann den Deutschen Fernsehkrimipreis 2008. Der Lohn: 1000 Liter Wein.
Ein Beitrag in der ... Frankfurter Rundschau.
Reichlich Kunstblut:
Neid, Hass, Wut und Gewalt gehören bedauernswerterweise zur Psyche des Menschen. Die Kunst kann zur Kartharsis beitragen: Sie muss nach der Berliner Autorin schonungslos, dreckig und befreiend sein. Denn mit verängstigten, braven oder trotzigen Bürgern ist einfach kein Staat zu machen.
Thea Dorn über die Gewaltgesellschaft in ... Die Welt.
Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Mari Jungstedts "Im Dunkeln der Tod" gelesen ...
krimiblog:
Ludger Menke hat einen depressiven Montag ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner hat Jubiläum! Die 50. Folge: Hannes Wildecker "Tatort Hunsrück - Milch, so weiß wie der Tod". Hören Sie gut ...
Krimilady:
Henny Hidden hält "Nacht ohne Schatten" für Gisa Klönnes bestes Buch ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit "Wir amüsieren uns zu Tode: Der Ripper Award - eine Nachlese" ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den Left Coast Crime-Preisen und dem unglaublichen Krimijahrbuch-Preis ...
NuT:
Joachim Linder über Literatur als Verbrechen ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat schwerste Depressionen, trotz des unglaublichen Krimijahrbuch-Preises ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Krimifestival München 7.-17. März 2008
Heute lesen: Alexander MCCall Smith, Ernst Solér, Frank Tallis und Robert Hültner, Gisa Klönne.
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Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
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Kalender
Boris Vian
Am 10. März 1920 wurde Boris Vian in Ville d'Avray, einem mondänen Vorort von Paris als Sohn relativ vermögender, aber nach und nach verarmender Eltern geboren († 23. Juni 1959).
Er war eine der schillerndsten Figuren im Paris der Nachkriegszeit, war Ingenieur, Schriftsteller, Jazztrompeter, Drehbuchautor, Schauspieler, Übersetzer, Chansonnier, Chronist der Existentialistenszene in den Cafés und Jazzkellern von Saint-Germain.
Als Vernon Sullivan schrieb er aufgedrehte Krimis, die ihm den Mißkredit der Kritiker einbrachten: "Als todsicheren Erfolgstip riet man ihm zu einer Mischung aus Henry Miller, William Faulkner und Ernest Hemmingway, für den Inhalt einen Sex & Crime-Thriller nach Manier der "Schwarzen Reihe" mit einem Typ wie Robert Mitchum als Hauptfigur. Er hat sich ziemlich streng an die Erzähl- und Sprachform der o.a. Vorbilder und des Thriller-Genres gehalten. Nur hat er von allem jeweils die Superlative herausgegriffen: das Gröbste, Rohste, Derbste, Brutalste, Gemeinste und Durchtriebenste... (Michael O.R. Kröher)".
Infos:
Michael O.R. Kröher, Wikipedia, Frankreichexperte, Andreas Köster, ceryx.de, graswurzel.net
Conny Lens
Am 10. März 1951 wurde Conny Lens in Essen geboren. Verheiratet, keine Kinder, keine Haustiere. Neben seiner Berufstätigkeit als Angestellter im Bereich EDV und Organisation schrieb er zahlreiche Romane (u. a. die erfolgreiche Krminalserie "Steeler Straße"), Drehbücher, Hörspiele und Kabarett-Texte. Mittlerweile lebt er als freier Autor in Datteln/Westfalen.
"Die Romane von Conny Lens und hier wiederum besonders die Serie "Steeler Straße" um ein marodes Privatdetektivbüro in Essen zeichnen sich durch die spielerische Leichtigkeit aus, mit der sie die traditionellen Elemente des Genres verwenden und in eine realistische Umgebung verlagern." schreibt das "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren".
"Autor Conny Lens erzählt lakonisch und mit einem scharfen Blick fürs garstige Detail, so daß sich zum einverständigen Grinsen des Lesers auch immer ein leises Grausen gesellt", meint Joachim Feldmann im Magazin "Am Erker".
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Grafit Verlag, Literaturkaffee, Toms Krimitreff, KBV Verlag, Wikipedia
Stuttgarter Zeitung:
»Kleine Teilchen, Clansmänner und Feindesnähe«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der März-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von Robert Littell ("Die Söhne Abrahams"), Eliot Pattison ("Das Ritual"), Linus Reichlin ("Die Sehnsucht der Atome") und David Peace ("1983") vor ... mehr
Der Standard:
»Jeder Landschaft ihre Verbrechen«
Dass in seinem Fall der mittlerweile nur noch im deutschsprachigen Raum abwertende Begriff "Krimiautor" nur äußerst unzureichend erklärt, was David Peace eigentlich literarisch antreibt, nimmt der seit zwölf Jahren mit japanischer Frau und zwei Kindern in Tokio lebende Brite gelassen. Der "Krimiautor" David Peace stellte in Wien seine düstere Yorkshire- Ripper- Tetralogie "Red-Riding Quartet" vor, die jetzt mit dem Band "1983" (Liebeskind Verlag) vollständig auf deutsch vorliegt. Christian Schachinger sprach mit dem in Tokio lebenden britischen Autor über das Böse und die Heimat ...mehr
Der Kurier:
»Dämonen in der Künstlerseele«
Kunst kann wehtun. Stephen King machte daraus einen Horrorroman und erntet seit längerer Zeit wieder Lob. Kürzlich ist Kings neuer Roman erschienen, "Wahn" (Heyne Verlag) und erstmals seit langer Zeit sind sich die Rezensenten einig darüber, dass es (endlich wieder) ein guter, weil unterhaltsamer King geworden ist.
Von Peter Pisa ...
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Krimifestival München 7.-17. März 2008
Das Krimifestival München ist eines der größten internationalen Literaturfestivals. Seit 2003 strömen jährlich rund 100 renommierte Krimi-Autoren aus aller Welt im Frühjahr zur Spurensuche an die Isar und präsentieren ihre neuesten Romane an spannenden "Tatorten" wie Polizeipräsidium, Sektionshörsaal oder im Schießstand des Landeskriminalamtes. Heute startet das Krimifestival mit der ausverkauften Lesung von Friedrich Ani und Helene Tursten ... mehr
Lesezeichen:
»Brighton Rock«
Peter James hat seinen Thriller "Nicht tot genug" (Scherz Verlag) solide konstruiert, es bleibt spannend, niemand kommt durch zu literarischen Ehrgeiz in Schwierigkeiten. Und doch blitzt immer wieder ein trockener Humor auf, mit dem der Autor sein Handwerk betrachtet, zum Beispiel die Frage, ab wie viel Toten ein Krimi überladen wäre.
Von Rudolf von Bitter ... mehr
Monsterblut und Aha-Effekte aus Weinfelden:
Sie leben in Weinfelden und schreiben Fantasy: die Zwillingsbrüder Suresh und Jyoti Guptara. Jetzt erscheint ihr Erstling "Calaspia" bei Rowohlt – Startauflage 100 000 Exemplare. Ein Beitrag von Christine Lötscher in ... tagblatt.ch.
Buchhändler im Gespräch:
Immer freitags um 15.33 Uhr spricht der DLF mit Buchhändlern aus ganz Deutschland. Von ihnen wollen sie wissen, wie sie Neuerscheinungen und aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt einschätzen. Heute mit Steffen Alkämper von der Buchhandlung Hugendubel in Erfurt über die Bücher "Driver" von James Sallis, "Ein Meer von Luft" von Gabrielle Walker, "Schwarzes Meer" von Vanessa Winship und "Joseph und seine Brüder" von Thomas Mann ... mehr.
krimiblog:
Ludger Menke über Krimi-Nostalgie und nackte Zahlen des Gewerbes ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht eine kleine Pause wg. Jubiläum! Die Leser können das nächste zu besprechende Buch wählen ...
krimileser:
Bernd Kochanowskimit der Fortsetzung zu "US-amerikanische Krimipreise" ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit ausgewählten Frühjahrsmorden 2008: Hardcovers und Hard Case Crime ...
NuT:
Joachim Linder mit Ripperology (XI) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat die Geschichten von Ludwig Habicht in die "Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts" gestellt ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Krimifestival München 7.-17. März 2008
Eine riesige Menge von Lesungen ...
alle Infos und Termine
Karlsruher Krimitage 29.02.-08.03.2008
Das Programm
Kriminale Moers 17.02.-09.03.2008
Das Programm als PDF-Datei:
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Lesungen:
7. März 2008
Friedrich Ani und Helene Tursten lesen
07.03.2008 | 20.00 Uhr | Ausverkauft!
Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, Saal, 3.Stock, München
Åke Edwardson liest aus "Rotes Meer"
07.03.2008 | 20.15 Uhr | Dt. Text: Oliver Mommsen | Moderation: Margarete von Schwarzkopf (NDR)
Buchhandlung Wittwer, Am Schlosplatz, 70173 Stuttgart
Jörg Juretzka liest aus "Bis zum Hals"
07.03.2008 | 20.00 Uhr | Eintritt 7 Euro | Im Rahmen der Kriminale Moers
Röhre, Weygoldstraße 10, 47441 Moers
Karl Olsberg liest aus "Das System".
07.03.2008 | 20:10 Uhr |
Buchhandlung Graff, Sack 15, 38100 Braunschweig
David Peace liest "1983"
07.03.2008 | 20.00 Uhr | Moderation/Lesung: Tim Schomacker
Buchhandlung Thalia , Obernstr. 44-54, 28195 Bremen
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
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Kalender
Léo Malet
Am 7. März 1909 wird Léo Malet in Montpellier geboren († 3. März 1996).
Er machte eine Lehre zum Bankangestellten und ging 1925 als Waise nach Paris unter der Obhut des Redakteurs André Colomer, der ihm die Familie ersetzte und in seinem Leben eine wichtige Rolle spielte (ein zweiter war André Breton). In Paris war er Clochard und schlug sich unter dem Einfluss der Surrealisten als Chansonnier im Kabarett Vache Enragée durch. Danach begann er mit dem Schreiben und arbeitete als Büroangestellter, Filmstatist, Journalist, Herausgeber einer Modezeitschrift oder Ghostwriter eines analphabetischen Erpressers. 1940 heiratete er Paulette Doucet, die seit 1928 seine Gefährtin gewesen war; Trauzeugen waren Jacques Prévert und Oscar Dominguez. Von 1940–1941 wurde er von den Deutschen im Stalag XB bei Sandbostel interniert.
Der Anarchist, Surrealist, Chansonnier, Verfasser von 50 Kriminalromanen, veröffentlichte 1943 "120, rue de la Gare" als ersten der berühmten Nestor-Burma-Krimis, 15 Kriminalromane, die den Zyklus "Die neuen Geheimnisse von Paris" bilden. Jeder dieser Romane spielt in einem anderen Pariser Arrondissement. Malet erhielt für seine Kriminalgeschichten drei Preise, vier seiner Bücher wurden verfilmt.
1947/1948 schrieb Malet die "Schwarze Trilogie" (deutsch bei "edition nautilus"), die mit ihren surrealistischen Einflüssen eine Sonderstellung in der Krimi-Literatur einnimmt.
Infos:
"mordlust.de", "krimi-couch.de", "Galerie der Detektive", wikipedia, "tardi.de", "hinternet.de", "BR-online", Interview (frz.), Thrilling Detective (engl.)
Milo Dor
Am 7. März 1923 wird Milo Dor als Milutin Doroslovac in Budapest / Ungarn geboren († 5. Dezember 2005). Er wuchs in Groß-Betschkerek und in verschiedenen Dörfern des Banats und der Batschka auf.
Dor war auch als Krimiautor erfolgreich: Mit Reinhard Federmann bildete er ein Krimi-Duo, das 1953 mit "Und einer folgt dem anderen" debütierte und diesem Genre zehn Jahre lang treu geblieben ist. Weitere Krimis waren "Internationale Zone", "Und wenn sie nicht gestorben sind" (alle in den 90er Jahren im "Picus Verlag" neu aufgelegt und noch erhältlich). Handlungsorte waren jeweils Wien und das südöstliche Europa im Spannungsfeld der alliierten Besatzung und des aufkommenden Kalten Krieges. Dennoch war die Kriminalliteratur nur eine Episode seines schriftstellerischen Lebens, das in den Würdigungen seiner Karriere selten zur Sprache kommt.
Info:
wikipedia, Picus Verlag, Titel, "egotrip.de", "ifa", "kommune", Dickinson, Literaturhaus.at, Die Presse.
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Esmahan Aykol
Ihr Jurastudium absolvierte sie an der Universität von Istanbul und an der Berliner Humboldt Universität. Angeblich soll es ein Berliner Juraprofessor gewesen sein, der Esmahan Aykol ermunterte, einen Kriminalroman zu schreiben. "Hotel Bosporus", ihr Debütkrimi, "spottet erfrischend über Deutsche und Türken", wie Der Spiegel meinte.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten, und dabei die Vorzüge von Auberginenpuree kennengelernt ...
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Literaturkritik:
»Maritimer Nachhilfeunterricht«
Seit Frank Schätzings "Der Schwarm" ist der Ökothriller ein gängiges Genre, das zudem auf ein unerschöpfliches Reservoir von Mythen und Seeräuberpistolen zurückgreifen kann. Mit Bernhard Kegels Roman "Der Rote" (marebuchverlag) scheint der Verlag nun an Schätzings Erfolg anknüpfen zu wollen. Es ist festzuhalten, dass Kegel weit weg ist vom Thriller- und Weltuntergangsszenario Schätzings. Nicht der Untergang der Welt, sondern der Umgang mit seltenen Tieren steht hier zur Debatte. Zwar deutet anfangs alles auf ein Schätzing-Szenario hin, aber Kegel lässt diese Entwicklungslinie aus und beschränkt sich auf die kleine Katastrophe und den zivilen Ungehorsam eines Mittfünfzigers mit abseitigem Spezialgebiet.
Von Walter Delabar ...
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Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der März-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
Was wirklich geschah:
John S. Cooper inszeniert 9/11 als normales Verschwörungsdrama ...
Von Walter Delabar
In einem fernen Land, in einer vergangenen Zeit: Charles Todd entführt uns in ein England nach dem Großen Krieg...
Von Walter Delabar
Bericht aus dem Geisterhaus: Martin Cruz Smiths neuer Russlandkrimi ...
Von Walter Delabar
Langweilig und vorhersehbar: Peter James bietet mit "Nicht tot genug" einen Dutzendkrimi ohne Widerhaken ...
Von Georg Patzer
Der Standard: »Von der Schönheit des Hinterhofes«
Ex-Polizist Marek Miert, sattsam bekannter Diskont-Detektiv mit leichtem Hang zum Autismus bekommt den Auftrag, einen eigenbrötlerischen Buchhändler zu beschatten und zu beschützen. Manfred Wieningers Plot in "Rostige Flügel" (Haymon Verlag) ist überschaubar und fern von artifizieller Überfrachtung. Seine eigentliche Stärke liegt wieder einmal in der Schilderung der Milieus, der halbverrückten Außenseiter und der hinterfotzigen, pessimistischen Alltagsphilosophie des beleibten Detektivs
Von Ingeborg Sperl ... mehr
4. FernsehKrimi-Festival:
Vom 5. bis 8. März 2008 zeigt das 4. FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden die besten Fernsehkrimis des Jahres. Die für den Deutschen FernsehKrimi-Preis nominierten Krimis konkurrieren auch in diesem Jahr um die Auszeichnung, die mit 1.000 Litern Rheingauer Wein dotiert ist. Die prominent besetzte Festivaljury wird am Samstag, 8. März, ihre Entscheidung bekannt geben und die Preisträger auszeichnen ... mehr.
Böse Affen und andere Rabauken:
Mit fünf Jahren beschloss Matt Ruff, Schriftsteller zu werden. Nun ist er 42 und hat bisher vier Bücher veröffentlicht. Ein Gespräch über Musik, Faulheit und die Fantasie in ... Die Zeit.
krimiblog:
Ludger Menke zum Ripper-Award: Die Halbherzigkeit der Organisatoren ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht keine Pause: Folge 48: Jochen Senf "Knochenspiel". Hören Sie zu! ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzrezension: "The Dying Ground" von Nichelle D. Tramble ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer hat Meldungen auf den Stand gebracht und Neues zum Kino ...
NuT:
Joachim Linder zu Kleists Theorie irrationaler Kommunikation ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph zu Matt Beynon Rees: "Der Verräter von Bethlehem" und zur Preisschlacht um das Krimijahrbuch 2008 ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Karlsruher Krimitage 29.02.-08.03.2008
Mit Volker Klüpfel und Michael Kobr, Uta-Maria Heim, Stephan Peters, Marlene Bach, Angela Esser, Adolf Gallwitz, Doris Gercke, Bernd Leix, Eva Klingler, Rita Hampps,
Ingrid Noll, Martina Fiess, Christian Schünemannn, Wolfgang Burger, Oliver Bottini, Eva Erdmann, Sascha Pranschke ...
Das Programm
Kriminale Moers 17.02.-09.03.2008
Mit Leenders/Bay/Leenders, Susanne Goga,
Norbert Horst, Andreas Hoppert, Mark Benecke, Carsten Henn, Gisa Klönne,
Jörg Juretzka, Doris Maurer, Hülya Özkan, Anna Thalbach ..
Das Programm als PDF-Datei:
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Lesungen:
6. März 2008
Åke Edwardson liest aus "Rotes Meer"
06.03.2008 | 20.15 Uhr | Dt. Text: Oliver Mommsen | Moderation: Margarete von Schwarzkopf (NDR)
Thalia Buchhandlung, Breite Str. 15-17, 18055 Rostock
Monika Geier liest aus "Schwarzwild"
06.03.2008 | 19:30 Uhr | Eintritt 9,50 Euro erm. 7,50 Euro
Darmstädter Schloss, Künstlerkeller, Marktplatz 15
64283 Darmstadt
Thomas Hoeps und Jac. Toes lesen aus "Nach allen Regeln der Kunst"
06.03.2008 | 20:00 Uhr | Eintritt 10,– EUR (inkl. einem Glas Wein)
Stadtbibliothek, Wilhelm-Pohlmann-Platz 1, Herne
Gisa Klönne stellt ihren neuen Kriminalroman "Nacht ohne Schatten" vor.
06.03.2008 | 20.00 Uhr | Eintritt 7 € | Im Rahmen der KriMinale Moers.
Zentralbibliothek Moers, Unterwallstraße 15, 47441 Moers
Ingrid Noll liest aus "Ladylike"
06.03.2008 | 19:30 Uhr |
Badische Gemeinde Versicherung, Durlacher Allee 56, Karlsruhe
David Peace liest "1983"
06.03.2008 | 20.00 Uhr | Eintritt 8,-/6,-/4,- € | Moderation: Tobias Gohlis | Lesung: Sebastian Dunkelberg
Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
hier
Krimi-ReportRezensionen |
Krimi-Report No. 29
"Februarblut", der Debutkrimi von Bernd Schumacher, spielt Anfang der 50er Jahre in der Provinzstadt Rheinbach. Rheinbach, noch stark von den alliierten Bombenangriffen gezeichnet, erlebt einen strengen Winter. Die Bevölkerung versucht, dem täglichen Leben wieder eine Normalität zu geben. In der Karnevalszeit will sich die Bevölkerung beweisen, dass sie sich von den Entbehrungen, die auch noch zu Anfang der 50er herrschen, nicht unterkriegen läßt. Doch pötzlich zerstören Serienmorde und der Fund der Skelette ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter die gerade beginnende Fröhlichkeit. Thomas Przybilka bespricht den "historischen" Lokalkrimi und stellt auch einige Recherchefehler fest ... mehr |
| Von Thomas Przybilka |
Zwei Debütanten, die die Kunst des Krimis aber perfekt beherrschen, sind zu Gast in Ulrich Nollers Krimitipps im Monat März bei FH Europa:
Linus Reichlin, der in der Schweiz und in Berlin lebt und mit "Die Sehnsucht der Atome" (Eichborn Verlag) einen belgisch-mexikanischen Kriminalroman geschrieben hat. Und der in Jerusalem lebende Waliser Matt Beynon Rees, der für "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) den ersten palästinensischen Ermittler erfunden hat ...
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FAZ:
Frisch erschienen ist Thomas Wörtches "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", bei den Kollegen von "kaliber. 38".
"Roter April", der Roman von Santiago Roncagliolo aus Peru sei ein politischer Kriminalroman auf hohem literarischen Niveau und meilenweit vom didaktisch wertvollen Schulfunk entfernt, zu der die global-crime Welle allmählich zu verkommen drohe. Ein betrübliches Beispiel dafür sei "Der Verräter von Bethlehem" von Matt Beynon Rees.
Mit "Hollywood Station" beweise Joseph Wambaugh,dass er inzwischen zu einem engstirnigen Reaktionär geworden sei, während Peter Temple in "Shooting Star" mit kaltem Blick und prägnanter Prosa die australische Gesellschaft seziere. Durchtrieben, abgezockt, intelligent und spielmatzig sei Gisbert Haefs' "Die Reisen des Mungo Carteret" und den Fotografen Weegee müsse man kennen, was man, wenn nicht, mit "Unknown Weegee" nachholen könne ...
Aber lesen Sie selbst und zwar ... hier
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Wenn Tote zurückkehren:
Vier Jugendliche verschwinden eines Nachts, zwei von ihnen werden tot aufgefunden. Wurden alle vier ermordet? 20 Jahre später taucht einer von ihnen wieder auf.
Von Henrike Heiland ... mehr
Der Spiegel:
»Krimi-König der Provinz«
Jacques Berndorf hatte als Journalist die ganze Welt bereist, bevor er sich Ende der Achtziger in einem Mittelgebirgs-Dorf niederließ und sich der Kriminal-Literatur widmete.
Sein neuer Roman "Eifel-Kreuz" ist soeben in die Taschenbuch-Bestsellerliste von SPIEGEL ONLINE eingestiegen ...
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Als man Anzüge noch wendete:
In der Edition Köln gibt der Krimiautor Frank Göhre jetzt eine zehnbändige Reihe heraus, die sich "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands" nennt - und genau das ist. In eine bereits erstaunlich ferne, erstaunlich andere Gesellschaft führt, zum Reihenstart, der 1957 erschienene Roman "Duell im Dunkel" von Egon Eis.
Sylvia Staude in der ... Frankfurter Rundschau.
Nach 9/11 sagten
viele: Das kennen wir ja aus dem Kino!:
Spionagefälle und Geheimdienste beflügeln die Phantasie von Schriftstellern
und Regisseuren. Eva Horn hat die Wechselwirkung
von Fiktion und Realität untersucht. Regula Freuler hat mit Eva Horn gesprochen. Zu finden in der pdf-Bücher-Ausgabe der ... NZZaS.
krimikiste:
Kristine Greßhöner schlägt wieder zu: Folge 47: Ernst Solèr "Staub im Schnee" Hören Sie zu! ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über erste Erfahrungen mit Amazons "Kindle" ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer hat James Pattersons/Michael Ledwidges "Im Affekt" gelesen: Gute Idee, schlechte Ausführung ...
NuT:
Joachim Linder mit Ripperology (X) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt heute wieder das Folk bloggen, heute über die Preishöhe eines Krimijahrbuch ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Karlsruher Krimitage 29.02.-08.03.2008
Mit Volker Klüpfel und Michael Kobr, Uta-Maria Heim, Stephan Peters, Marlene Bach, Angela Esser, Adolf Gallwitz, Doris Gercke, Bernd Leix, Eva Klingler, Rita Hampps,
Ingrid Noll, Martina Fiess, Christian Schünemannn, Wolfgang Burger, Oliver Bottini, Eva Erdmann, Sascha Pranschke ...
Das Programm
Kriminale Moers 17.02.-09.03.2008
Mit Leenders/Bay/Leenders, Susanne Goga,
Norbert Horst, Andreas Hoppert, Mark Benecke, Carsten Henn, Gisa Klönne,
Jörg Juretzka, Doris Maurer, Hülya Özkan, Anna Thalbach ..
Das Programm als PDF-Datei:
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Lesungen:
5. März 2008
Åke Edwardson liest aus "Rotes Meer"
05.03.2008 | 20.15 Uhr | Dt. Text: Oliver Mommsen | Moderation: Margarete von Schwarzkopf (NDR)
Lehmanns Buchhandlung, Hardenbergstr. 5, 10623 Berlin
Carsten Henn liest aus "Henkerstropfen"
05.03.2008 | 20.00 Uhr | Im Rahmen der Kriminale Moers | Die Veranstaltung ist ausverkauft!
Altstadttreff (AT), Hanns-Dieter-Hüsch-Platz 3, 47441 Moers
Krystyna Kuhn liest aus "Die Signatur des Mörders"
05.03.2008 | 20.00 Uhr | Eintritt: 2,- €
Altes Rathaus, 97816 Lohr am Main
Paul Lascaux liest aus "Salztränen"
05.03.2008 | 19:30 Uhr
"Auf ein Wort" Lesebuehne, Ecke Ruetlistr. / Attinghausenstr. 20, CH-3014 Bern - Breitenrain
Petra Oelker liest aus "Tod auf dem Jakobsweg"
05.03.2008 | 20:00 Uhr
Buchhandlung Reichel, Schiffbrückenplatz 17, Rendsburg
David Peace liest aus "1983"
05.03.2008 | 20.00 Uhr | Moderation: Sebastian Fasthuber | Lesung: N.N.
Hauptbücherei Am Gürtel , Urban-Loritz-Platz 2a, A-1070 Wien
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
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Kalender
Hartmut Mechtel
Am 5. März 1949 wird Hartmut Mechtel in Potsdam geboren.
1967 machte er sein Abitur und absolvierte anschließend ein Redaktionsvolontariat bei der "Märkischen Volksstimme" in Potsdam. Von 1970 bis 1974 studierte er Journalistik an der Karl- Marx-Universität Leipzig mit dem Abschluß als Diplom-Journalist. Bis Ende 1977 arbeitete er als Lokalredakteur in Altentreptow bei der "Freien Erde Neubrandenburg/Mecklenburg" und veröffentliche 1986 und 1987 seine ersten Kriminalromane.
Seit 1994 schreibt Mechtel vornehmlich Thriller, in denen Normalbürger den nicht völlig unberechtigten Eindruck bekommen, die ganze Welt habe sich gegen sie verschworen, und sich gegen einen überlegenen Apparat – meist Geheimdienste – zur Wehr setzen müssen.
Für den ersten Roman seiner "Martin Parr"-Trilogie "Der unsichtbare Zweite" wurde Mechtel 1997 mit dem GLAUSER / Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur ausgezeichnet. Für die gesamte Parr-Trilogie erhielt er 2001 den Berliner KRIMIFUCHS. Für seine Science-Fiction-Erzählung "Sifrit" wurde er 1990 mit dem "Traumfabrikant", einem Preis der Science-Fiction-Fans ausgezeichnet.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Webseite des Autors, Literatur-Cafe, Die Zeit, Hanse Krimi
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 1/2008:
Verschneite Landschaften.
Fremdheit in England und Deutschland

Wer raten müsste, würde wahrscheinlich glauben, dass Mord auf ffolkes Manor von Agatha Christie stammt. Der Schotte Gilbert Adair hat nicht nur die Atmosphäre und das Milieu vieler Christie-Romane anspielungsreich imitiert, sondern auch, was schwieriger gewesen sein dürfte, ihre Technik. Carlo Schäfer wiederum beweist, dass man Schwieriges einfach ausdrücken und auf seinen Sitz im Leben zurückführen kann. Und Monika Geier hat einen schönen, auch lustigen normalen Roman geschrieben und dem Leser eine Krimihandlung dazugeschenkt.
Michael Schweizer zu den Büchern "Mord auf ffolkes Manor und "Ein stilvoller Mord in Elstree"" von Gilbert Adair, "Kinder und Wölfe" von Carlo Schäfer und "Schwarzwild" von Monika Geier ... mehr

»Mord auf der Insel der Geysire: Island-Krimis«
Vorgestellt von Tobias Wenzel
DEUTSCHLANDRADIO KULTUR | 4. März 2008 | 19:30 Uhr|
1997 erschienen die ersten beiden modernen Kriminalromane Islands, der eine von Arnaldur Indridason, der andere von Stella Blómkvist. Als der Chef des größten isländischen Verlags "Edda", Halldór Gudmundson, nach Deutschland reiste, um die Übersetzungsrechte für die Krimis aus Island zu verkaufen, wurde er belächelt: Welcher deutscher Leser würde sich für Mordfälle interessieren, die sich auf einer Insel fernab vom europäischen Festland ereignen?
Heute, zehn Jahre später, ist der Island-Krimi zur Marke und zum weltweiten Exportschlager geworden, besonders in Deutschland. Und in Island, in dem so viele Menschen leben wie in Wuppertal, sprießen neue Krimiautoren wie Pilze aus dem Boden.
Was aber macht den Island-Krimi so faszinierend?
Erklärt sich der Erfolg der Romane damit, dass Island seit den ersten Krimis 1997 einen außerordentlichen gesellschaftlichen Wandel erfahren hat und plötzlich Drogen und Kriminalität auch für Isländer keine Fremdwörter mehr sind? ... mehr
taz: »Crime Scene: Held der Geheimpolizei«
Viel ist schon getan worden, um der klassischen Grundsituation des Polizeiromans originelle Züge abzugewinnen. Aber das alles ist nichts im Vergleich mit den Schwierigkeiten, gegen die dieser Held zu kämpfen hat. "Kind 44" (DuMont Verlag), der Erstlingsroman des jungen Briten Tom Rob Smith, spielt in der stalinistischen Sowjetunion. Doch trotz sehr interessanter Grundkonstellation kommt "Kind 44" in historischer Hinsicht nicht über das Niveau einer reißerischen Kolportage hinaus. Aber das muss ein Spannungsroman auch nicht. Spannend ist er ja.
Von Katharina Granzin ... mehr
NDR: »Nur noch ein Schatten«
"Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag)von Guillermo Martinez ist kein Krimi im klassischen Sinn, obwohl es Martinez immer wieder gelingt, die Spannung hochzuhalten. Besonders am Anfang, wenn Luciana ihre traurige Geschichte erzählt, ist man gefesselt. Doch Martinez geht es nicht um das Wer-hats-getan-Schema. Sein Anliegen ist fast philosophischer Natur. Er stellt die Frage nach unverschuldeter Schuld und Sühne.
Von Katja Essbach ... mehr
Der Spiegel: »Gretchen, das bildschöne Monster«
Chelsea Cain weiß, warum es nicht mehr Mörderinnen gibt: "Wahrscheinlich sind wir Frauen schlauer und lassen uns nicht erwischen." Die Amerikanerin schreibt erfolgreiche Grusel-Krimis über eine brutale Serienkillerin. Heute erscheint ihr neuer Roman "Grazie" (Limes Verlag). Im Mittelpunkt von "Grazie" und seinem Vorläuferband "Furie" steht die Beziehung zwischen Gretchen und dem Detektiv Archie Sheridan, der sie erst jagt und ihr dann verfällt. Eine unwiderstehliche Serienkillerin - ein Thriller-Novum.
Von Marc Pitzke ... mehr
WDR: »Anschläge in letzter Minute«
Kurz vor der Unterzeichnung eines Friedensvertrages für den Nahen Osten wird der extremistische Rabbi Isaac Apfulbaum von Dr. Ishmael al-Shaath, dem Kopf einer Unterorganisation der Hamas, entführt. Im Versteck der Entführer führen die beiden stundenlange Rededuelle.
Der Spionageroman "Die Söhne Abrahams" (Scherz Verlag) von Robert Littell hat viele Ebenen und Erzählstränge, alle genial miteinander verwoben und brilliant geschrieben. Das ist grotesk und logisch zugleich und führt einem die ganze Tragik und die Aussichtslosigkeit des Nahostkonflikts vor Augen, findet Antje Deistler im WDR 2-Buchtipp vom vergangenen Sonntag ...
Zum nachlesen und -hören bei...
wdr2.de
Stadtrevue: »Schwarzlicht«
In der Krimi-Kolumne "Schwarzlicht" in der Kölner "Stadtrevue" ruft Ulrich Noller den möglichen Beginn einer Kölner Krimischule aus. Der zweite Krimi des Lit.Cologne-Machers Werner Köhler heißt "Crinellis kalter Schatten" (Kiepenheuer & Witsch) heftet sich thematisch zunächst an die Fersen der Kofferbomber, sei aber ein zwiespältiges Buch; voller überflüssiger Krimiplattitüden, andererseits mit Sequenzen großer, vor allem szenischer Qualität. Und es sei erstaunlich, wie wesensverwandt "Crinellis kalter Schatten" dem 2007 erschienenen Roman "Der vierte Mörder" von Thomas Kastura sei ... mehr
gumshoe News: Jiro Kimura meldet den Tod von Julian Rathbone (28. Februar 2008) ...
krimiblog:
Ludger Menke hat Frank Göhres "MO - Der Lebensroman des Friedrich Glauser" gelesen ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner hört nicht auf: Folge 46: Rudolf Jagusch "Leichen-Sabbat". Hören Sie gut ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Die prinzipielle Unterlegenheit des Mediums Film? ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer meldet den 60. Geburtstag von Max Allan Collins, dazu ein Cover desselben und zusätzlich ein Cover der Woche (Westlake) ...
NuT:
Joachim Linder über Juristen in Anwaltskrimis ...
reading ease:
Jost Renner hat einen Nachruf auf Julian Rathbone verfasst ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über den Kurzkrimiband "Hells Bells" und mit Bernd Kochanowskis Rezension zu Reed Farrel Colemans "Soul Patch" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Festival
Karlsruher Krimitage 29.02.-08.03.2008
Mit Volker Klüpfel und Michael Kobr, Uta-Maria Heim, Stephan Peters, Marlene Bach, Angela Esser, Adolf Gallwitz, Doris Gercke, Bernd Leix, Eva Klingler, Rita Hampps,
Ingrid Noll, Martina Fiess, Christian Schünemannn, Wolfgang Burger, Oliver Bottini, Eva Erdmann, Sascha Pranschke ...
Das Programm
Kriminale Moers 17.02.-09.03.2008
Mit Leenders/Bay/Leenders, Susanne Goga,
Norbert Horst, Andreas Hoppert, Mark Benecke, Carsten Henn, Gisa Klönne,
Jörg Juretzka, Doris Maurer, Hülya Özkan, Anna Thalbach ..
Das Programm als PDF-Datei:
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Lesungen:
4. März 2008
Åke Edwardson liest aus "Rotes Meer"
04.03.2008 | 20.00 Uhr | 10,-/8,-/6,- EUR | Dt. Text: Oliver Mommsen | Moderation: Margarete von Schwarzkopf (NDR)
Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Bernd Leix liest aus "Waldstadt"
04.03.2008 | 19:30 Uhr |
Staatliches Museum für Naturkunde, Afrikasaal, Karlsruhe
Ingrid Noll liest aus "Ladylike"
04.03.2008 | 19:30 Uhr |
Stadtbibliothek Schwetzingen, Kronenstraße, 68723 Schwetzingen
Jan Seghers liest aus "Partitur des Todes"
04.03.2008 | 20:00 Uhr
Stadtbücherei, Institur Garnier, Friedrichsdorf
Frank Tallis liest aus "Wiener Tod"
04.03.2008 | 19.30 Uhr | VVk 9 EUR | Abenkasse 10 EUR | Dt. Text: August Zirner | Moderation: Angela Spizig
Polizeipräsidium, Walter-Pauli-Ring 2–4, Köln-Kalk
Minette Walters und Suzanne von Borsody suchen den "Schatten des Chamäleons"
04.03.2008 | 20.00 Uhr |VVK € 10–15 EUR | Abenkasse 13–18,50 EUR | Dt. Text: Suzanne von Borsody | Moderation: Denis Scheck
Theater am Tanzbrunnen,Rheinparkweg 1, Deutz, Köln-Deutz
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
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Kalender
James Ellroy
Am 4. März 1949 wird James Ellroy in Los Angeles geboren. Als er zehn Jahre alt war, wurde seine Mutter ermordet. "Als 1958 seine Mutter das Opfer eines Sexualmordes wurde, warf das den jungen Ellroy völlig aus der Bahn. Jahrelang trieb er sich herum, frönte dem Suff, nahm Drogen und hielt sich als Kleinkrimineller über Wasser. In dieser Zeit las er Unmengen von Kriminalromanen. Langsam reifte in ihm der Ehrgeiz und Vorsatz heran, auch Schriftsteller zu werden, und zwar nicht irgendeiner, sondern "der beste Krimi-Autor aller Zeiten"." (prisma) Er wurde mit dem Roman "Die schwarze Dahlie" international bekannt. Ellroy hat über ein Dutzend Kriminalromane veröffentlicht und genießt weltweit Kultstatus. Die Adaption seines Romans "L.A. Confidential)" gilt als einer der atmosphärisch dichtesten, brillant gespielten und gnadenlos zupackenden, kurz: besten Krimis, die die Traumfabrik je produziert hat ("filmszene.de").
Infos gibt es bei "prisma-online.de", ARTE,
"wikipedia.de", "krimi-couch.de", Die Welt, Tobias Gohlis, Christian Kessler, kaliber. 38, ORF, und "selfspecial"
Am 4. März 2003 stirbt Sébastian Japrisot in Vichy (* 4. Juli 1931 in Marseille).
Sébastien Japrisot (mit wirklichem Namen Jean Baptiste Rossi) wuchs als Sohn italienischer Immigranten in Marseille auf. Lewis Carroll, später Hemingway, Faulkner, der amerikanische Roman und der amerikanische Film prägten früh seine literarische Orientierung. Mit Zwanzig übersetzt er Salinger. Mit Dreißig veröffentlicht er seine ersten Kriminalgeschichten. Es folgen weitere Kriminalromane mit zunehmend psychologischer Profilierung der Figuren: "Mord im Fahrpreis inbegriffen" (1962), "Die Dame im Auto mit Sonnenbrille und Gewehr" (1966), internationaler Erfolg 1977 mit "Blutiger Sommer". "Un long dimanche"de fiançailles" (1991). Für den Roman "La dame dans l'auto avec des lunettes et un fusil" erhielt er in Frankreich den Prix d´Honneur und in England die Auszeichnung Best Crime Novel.
Infos:
Toms Krimitreff, Crime Corner, Aufbau Verlag, Wikipedia figurestyle (frz.)
Um den Spionageroman geht es in Tobis Gohlis' Krimikolumne in der "ZEIT" 20/2008 vom 28.02.2008.
Dessen Glaubwürdigkeit gesteigert wird wenn uns die Autoren derselben als Überläufer begegnen. Die Vorstellung, sie schrieben hart an der Grenze zum Geheimnisverrat, umweht deren Romane wie Pulverdampf. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn sich der Autor des ersten Politthrillers, der in Nordkorea spielt, ebenfalls mit Schlapphut tarnt. "John Church" sei das Pseudonym eines Geheimdienstlers, der viele Jahre in Nordkorea und Umgebung tätig gewesen sein soll. Doch diesseits von Doppelbödigkeit sei James Churchs Thriller "Inspektor O" (Heyne Verlag) ein tolles Stück Spannungsliteratur.
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Sonntagszeitung:
»Die Polizei, dein Feind und Henker«
Nach "1974", "1977" und "1980" bildet "1983" den Abschluss seines preisgekrönten Roman-Quartetts. Die deutsche Übersetzung ist gerade im Liebeskind Verlag erschienen.
Man kann diese Romane grausam nennen. Auch ekelhaft und abstossend. Aber man kann David Peace nicht absprechen, dass er auf höchstem literarischem Niveau den Verfall moralischer Werte darstellt. Denn der Engländer David Peace entwickelt vor dem Hintergrund des realen Yorkshire Rippers ein fiktionales Gesellschaftsporträt, das bis ins Mark erschüttert ...
Von Sven Boedecker ...mehr
Der Tagesspiegel:
»Ein Lehrer spielt Detektiv«
Matt Beynon Rees' Kriminalroman "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) beginnt inmitten der komplizierten Frontlinien der zweiten Intifada.
Das Schema ist bekannt. Der "Der Verräter von Bethlehem" ist zunächst ein klassischer Middle-East-Whodunnit in der Nachfolge Agatha Christies – nur spielt die Handlung im hermetisch abgeriegelten Westjordanland. Und hier explodiert die Gewalt. Er bleibt dabei allerdings nahe an der Wirklichkeit, einer Wirklichkeit, die aus Folter, Selbstmordattentaten und Lynchjustiz besteht und mit ihrem body count den Rahmen jedes herkömmlichen Krimis sprengt.
Kolja Mensing in seiner Kolumne "Verbrecher JAGD" ...
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Titel:
»Weegee, The Famous«
Richtig weltberühmt machten ihn seine Fotos von Katastrophen: von Hausbränden, von Unfällen, von in Panik totgetrampelten Menschen, von Schicksalen, Verbrechensopfern, Zeugen, Angehörigen, Kriminellen, Verwahrlosten, Diskriminierten. Darin zelebriert er natürlich unser aller Voyeurismus, unsere Angstlust vor Mord und Gewalt, unsere sabbernde Neugier und Bedürfnis nach Sensation.
Das "International Center of Photography" in New York hat unbekannte und viele bekannte Fotos zu dem Band "Unknown Weegee" versammelt. "Unbekannt" dabei sind allerdings nur die Bilder, die erstmals veröffentlicht selbst guten Weegee-Kennern noch nicht vertraut sind. Eine "unbekannte" Seite, eine "unbekannte" Akzentuierung sucht man vergebens. ...
Von Thomas Wörtche ...mehr
Titel:
»Samstag ist Krimitag!«
Die Redaktion des TITEL-Magazins freut sich über prominente Verstärkung: Ab sofort wird der renommierte Kritiker Thomas Wörtche das Krimi-Ressort redaktionell betreuen. An jedem Samstag wird das TITEL-Magazin Sie in Zukunft mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgen.
Zerbröselndes Familienidyll
Claudia Piñeiro gilt in ihrer argentinischen Heimat als literarischer Shootingstar. Mit "Ganz die Deine" legt der Züricher Unionsverlag nun ihr Debüt in deutscher Übersetzung vor: eine bitterböse Liebesgeschichte, ein raffiniert und stilistisch gekonnt erzählter Kriminalroman, in dem sich Opfer- und Täterrollen fast gänzlich auflösen. Sämtliche Protagonisten sind Getriebene – jeder freilich von einem eigenen Motiv ...
Von Frank Rumpel ...mehr
sueddeutsche/bücher.de:
»Schneller Puzzler«
Mit Spionen und der zuweilen zweifelhaften Staatsmacht kennt sich Ulrich Magnus Hammer aus. 1970 wurde er in Berlin von Soldaten der DDR-Volksarmee verhaftet und von einem Stasi-Offizier verhört. Bei seiner Recherche verließ er sich indessen auf die Erfahrung befreundeter Experten: Ein ehemaliger BND-Agent, der Chef eines Moskauer Nachrichtenmagazins, ein niederländischer Spion und ein Strafverteidiger versorgten ihn mit den notwendigen Informationen. Zwei Monate lang schrieb er am Plot, feilte am Konzept seines Thrillers. Was seine Bearbeitung von anderen Genre-Erzeugnissen abhebt, ist weniger die übliche Vermengung von Fakten und Fiktion, sondern die Konstruktion des Buches: Der Autor setzt aus hunderten Kurztexten ein fesselndes Puzzle zusammen. Die täuschend echt wirkenden Vernehmungsprotokolle, E-Mails, Abhörmitschnitte, Medienberichte und Aktennotizen machen "Die Akte Serkassow" (fredeboldundfischer Verlag) abwechslungsreicher und schneller als traditionelle Polit-Thriller.
Von Günter Keil ... mehr

Das kriminalistische Trio Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv) und die Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch haben die neuesten Thriller gelesen und am Samstag, den 23.02.2008 um 20:05 Uhr auf WDR 5 vorgestellt.
Die Sendung ist nun nicht nur via Computer nachhörbar, inzwischen gibt es auch das Manuskript zu Sendung. Und zwar .... hier ...
Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Stephen Kings "Wahn" und Renate Niemanns
"Der Graumacher" gelesen ...
gumshoe News: Jiro Kimura meldet die LA Times Book Prize Nominees ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner hat wieder was: Folge 45: Rudolf Jaguschs "Leichen-Sabbat". Hören Sie gut ...
krimileser:
Bernd Kochanowski meldet auch die LA Times Book Prize Nominees und kommentiert ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit visuell unterlegten TV-Tipps ...
NuT:
Joachim Linder mit Serienmord seriell (1842) und The First Private Investigator...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Frank Göhres ehrgeiziges Unterfangen einer "Kriminellen Sittengeschichte Deutschlands" in zehn Bänden ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Philip Maloney:
Immer wieder sonntags auf DRS: Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney.
Die Hörspielreihe begann 1989, als Roger Graf beauftragt wurde, für das Sonntagvormittagsprogramm von DRS 3 Sketche zu schreiben. Was er schuf, waren aber mehrteilige Kurzhörspiele, welche diverse Genres parodierten. Eines davon lehnte sich an das Genre des klassischen Detektivromans an, und als Parodie auf Philip Marlowe entstand Philip Maloney. Bald wurde Maloney zum Publikumsliebling und zur Kultfigur und nahm den Sendeplatz (Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr) für sich allein in Anspruch.
Maloney gibt es als Buch, CD und: als podcast! Einige Fälle hören Sie ... hier.
Festival
Karlsruher Krimitage 29.02.-08.03.2008
Mit Volker Klüpfel und Michael Kobr, Uta-Maria Heim, Stephan Peters, Marlene Bach, Angela Esser, Adolf Gallwitz, Doris Gercke, Bernd Leix, Eva Klingler, Rita Hampps,
Ingrid Noll, Martina Fiess, Christian Schünemannn, Wolfgang Burger, Oliver Bottini, Eva Erdmann, Sascha Pranschke ...
Das Programm
Kriminale Moers 17.02.-09.03.2008
Mit Leenders/Bay/Leenders, Susanne Goga,
Norbert Horst, Andreas Hoppert, Mark Benecke, Carsten Henn, Gisa Klönne,
Jörg Juretzka, Doris Maurer, Hülya Özkan, Anna Thalbach ..
Das Programm als PDF-Datei:
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Lesungen:
3. März 2008
Åke Edwardson liest aus "Rotes Meer"
03.03.2008 | 20.00 Uhr | Dt. Text: Oliver Mommsen | Moderation: Margarete von Schwarzkopf (NDR)
Polizeipräsidium, Walter-Pauli-Ring 2-4, Köln-Kalk
Eine Veranstaltung der lit.cologne
Petra Ivanov liest aus "Kalte Schüsse"
03.03.2008 | 20.00 Uhr |
Bibliothek Ägerital, Zugerstrasse 6, CH-6314 Unterägeri
Petra Oelker liest aus "Tod auf dem Jakobsweg"
03.03.2008 | 20:00 Uhr
Buchhandlung Weiland, Marktplatz 2, 17033 Neubrandenburg
Jan Seghers liest aus "Partitur des Todes"
03.03.2008 | 19:00 Uhr
Gerberhaus, Löherplatz, 65510 Idstein
Ernst Solèr liest aus "Staub im Wasser"
03.03.2008 | 19.30 Uhr | Mit Krimidinner
Hotel Rothaus, Sihlhallenstr. 1, CH-8004 Zürich
Mehr Infos auf der Seite zu Terminen und Veranstaltungen bei den Alligatorpapieren:
hier
Kalender
Léo Malet
Am 3. März 1996 stirbt der Schriftsteller Léo Malet im Alter von 86 Jahren (* 7. März 1909 in Montpellier).
Er machte eine Lehre zum Bankangestellten und ging 1925 als Waise nach Paris unter der Obhut des Redakteurs André Colomer, der ihm die Familie ersetzte und in seinem Leben eine wichtige Rolle spielte (ein zweiter war André Breton). In Paris war er Clochard und schlug sich unter dem Einfluss der Surrealisten als Chansonnier im Kabarett Vache Enragée durch. Danach begann er mit dem Schreiben und arbeitete als Büroangestellter, Filmstatist, Journalist, Herausgeber einer Modezeitschrift oder Ghostwriter eines analphabetischen Erpressers. 1940 heiratete er Paulette Doucet, die seit 1928 seine Gefährtin gewesen war; Trauzeugen waren Jacques Prévert und Oscar Dominguez. Von 1940–1941 wurde er von den Deutschen im Stalag XB bei Sandbostel interniert.
Der Anarchist, Surrealist, Chansonnier, Verfasser von 50 Kriminalromanen, veröffentlichte 1943 "120, rue de la Gare" als ersten der berühmten Nestor-Burma-Krimis, 15 Kriminalromane, die den Zyklus "Die neuen Geheimnisse von Paris" bilden. Jeder dieser Romane spielt in einem anderen Pariser Arrondissement. Malet erhielt für seine Kriminalgeschichten drei Preise, vier seiner Bücher wurden verfilmt.
1947/1948 schrieb Malet die "Schwarze Trilogie" (deutsch bei "edition nautilus"), die mit ihren surrealistischen Einflüssen eine Sonderstellung in der Krimi-Literatur einnimmt.
Infos:
"mordlust.de", "krimi-couch.de", "Galerie der Detektive", wikipedia, "tardi.de", "hinternet.de", "BR-online", Interview (frz.), Thrilling Detective (engl.)
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten achtzehn, jetzt neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Martin Cruz Smith: Stalins Geist
2 (–) Robert Littell: Die Söhne Abrahams
3 (–) Peter Temple: Shooting Star
4 (6) Arimasa Osawa: Der Hai von Shinjuku - Rache auf Chinesisch
5 (2) Gianrico Carofiglio: Das Gesetz der Ehre
6 (4) Tom Rob Smith: Kind 44
7 (–) Åke Edwardson: Rotes Meer
8 (–) Xavier-Marie Bonnot: Der große Jäger
9(–) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
10 (–) Jean-Christophe Rufin: 100 Stunden
Hier als schöne pdf-Datei
Axel Bußmers TV & Buchtipps 1. – 14. März 2008
Die kommenden beiden Fernsehwochen kann man krimitechnisch als sehr ruhig bezeichnen.
Immerhin werden zwei TV-Premieren präsentiert (Charles den Tex und Ross Macdonald) und für die trauernden Roy-Scheider-Fans gibt es auch etwas zu sehen.
Außerdem gibt es ein paar sehenwerte Verfilmungen und natürlich die klassischen Wiederholungen.
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Alle vier Wochen berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
29. Feburar 2007 um 10:27 mit dem Thema:
"Andreas Vogt. Geisel beim Banküberfall der "Tunnelgangster" 1995"
Vor knapp 13 Jahren geschah in Berlin einer der spektakulärsten Banküberfälle. Die "Tunnelgangster" gingen ein in die kriminalistischen Lehrbücher, auch international. Sie hatten 17 Stunden lang die Polizei genarrt, bevor sie - kurz vor der Erstürmung - verschwanden. In einem Tunnel, mit über fünf Millionen Lösegeld und dem Inhalt der Schließfächer. Dessen Wert ist bis heute nicht bekannt. Die Räuber konnten schnell gefasst werden - ein glückliches Ende für Polizei und Justiz. Aber nicht unbedingt für die 16 Geiseln. Mit Andreas Vogt, Geisel beim Banküberfall, hat Pieke Biermann für ihre Reportage gesprochen.
(Wiederholungen Sonntag 13:45 und 18:45 und Montag 04:45 auch als Podcast, Audio-Download, live via Internet und als Funkmanuskript
unter www.inforadio.de Suchfunktion: NAHAUFNAHME)
"Voodoo" von Nick Stone sei ein klassischer Privatdetektivroman beginnt Thomas Wörtche ohne Umschweife die 130. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch" und
bringt dies in Zusammenhang mit Beispielen von J.W. Rider oder Robert W. Campbell aus den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. "Voodoo" Goldmann Verlag sei aber nicht nur ein aus der Zeit gefallener klassischer Privatdetektiv-Roman, sondern ganz und gar ein Buch unserer Zeit. Denn es sei ein grimmiges, böses, unschönes Buch darüber, was reiche Leute mit armen Ländern machen und Ausdruck einer Ambiguität, die den Kriminalroman zu einem ästhetisch definierten Diskussionsfeld von Konfliktlagen macht ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 9/2008 lesen.
Große Brüste sind genauso gut wie kleine:
Fast vier Millionen Bücher sind allein auf deutsch vom Mittelalter-Buch "Die Säulen der Erde" verkauft worden. Jetzt hat der britische Bestsellerautor Ken Follett eine Fortsetzung geschrieben. Mit Holger Kreitling von WELT ONLINE spricht er über Kathedralen, Tony Blairs Katholizismus und die Häufigkeit seiner Sexszenen ... mehr.
2. Ausschreibung zum Novela-Negra-Preis:
Der "Premio Internacional de Novela Negra RBA 2008" wird erneut ausgeschrieben. Der erste Premio Internacional de Novela Negra im Wert von 125.000 Euro wurde im September an Francisco González Ledesma für sein Manuskript "Una novela de barrio" verliehen. Die Ausschreibungsunterlagen gibt es als doc-Datei hier und bei rba.es.
Spanischkenntnisse sind natürlich Voraussetzung ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipps ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner hat wieder was: Folge 45: Sandra Lüpkes “Das Hagebutten-Mädchen”. Hören Sie gut ...
gumshoe News: Jiro Kimura meldet den Tod von William F. Buckley (82) ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit der Fortsetzung über US-amerikanische Krimipreise ...
NuT:
Joachim Linder mit Koevolution von Menschenrechten und Bildungsroman und mit Ripperology (IX) ...
krimiblog:
Ludger Menke reagiert auf Ripperology (IX) ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit einer These: Wer bringt den Deutschkrimi nach vorn?
Juli Zeh und Thea Dorn. Wer bringt ihn wieder runter, ey? Thea Dorn und Juli Zeh ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...
Kalender
Martin Suter
Die Wahrscheinlichkeit, an einem 29. Februar geboren zu werden, liegt bei 1:1461.
Bei Martin Suter hat es geklappt. Er wurde am 29. Februar 1948 in Zürich geboren und wird somit zu seiner eigenen Überraschung heute 60 Jahre alt.
Suter lebt abwechselnd auf Ibiza und in Guatemala, war Werbetexter und erfolgreicher Werber, hat parallel dazu immer auch geschrieben, unter anderem Reportagen, zahlreiche Drehbücher, Kolumnen und: Bücher.
Seine Romane "Small World", "Die dunkle Seite des Mondes2 und "Ein perfekter Freund" verbinden eine Krimihandlung, die eine eher untergeordnete Rolle spielt, mit gesellschafts- und medizinkritischen Ansätzen. Für "Small World" wurde Suter 1997 mit der Ehrengabe des Kantons Zürich und 1998 mit dem französischen Literaturpreis "Prix du premier roman étranger" ausgezeichnet.Den Deutschen Krimipreis (National 2) erhielt er 2003 für "Ein perfekter Freund".
2007 wurde Suter für seinen Roman "Der Teufel von Mailand" mit dem "Friedrich-Glauser-Preis" ausgezeichnet.
Infos:
wikipedia, krimi-couch, Diogenes Verlag.
Festival
Karlsruher Krimitage 29.02.-08.03.2008
Mit Volker Klüpfel und Michael Kobr, Uta-Maria Heim, Stephan Peters, Marlene Bach, Angela Esser, Adolf Gallwitz, Doris Gercke, Bernd Leix, Eva Klingler, Rita Hampps,
Ingrid Noll, Martina Fiess, Christian Schünemannn, Wolfgang Burger, Oliver Bottini, Eva Erdmann, Sascha Pranschke ...
Das Programm
Kriminale Moers 17.02.-09.03.2008
Mit Leenders/Bay/Leenders, Susanne Goga,
Norbert Horst, Andreas Hoppert, Mark Benecke, Carsten Henn, Gisa Klönne,
Jörg Juretzka, Doris Maurer, Hülya Özkan, Anna Thalbach ..
Das Programm als PDF-Datei:
Ausstellung:
kriminell - Verbrechen in Zürich als Spiegel ihrer Zeit
23. Januar bis 9. Mai 2008
Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17, CH-8001 Zürich
Mehr Informationen
Weitere Februar-Meldungen gibt es hier
Die Januar-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
März: Neu bei den Alligatorpapieren

Ulrich Kroegers Krimitipp 2/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
80 jährige Kommissare, ein Grenzen sprengendes Werk, Yakuza-Gangster und militante Islamisten und rechtsextreme Rabbis.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Georges Simenon, David Peace, Arimasa Osawa und Robert Littell ... mehr

Demokratischer Krimirealismus.
Er war ein Schriftsteller, der sich als Lieferant von Unterhaltung verstand und dieser Selbsteinschätzung bescheiden wie ein Handwerker nachkam. Am Ende lag ein Werk von fünfundzwanzig Büchern vor; einige können als Beleg für die Diagnose der New York Times dienen, die noch zu Lebzeiten von Thomas davon sprach, der selbstbewußte Einzelkämpfer sei »Amerikas bester Geschichtenerzähler«
Gerd Schäfer zum Werk von Ross Thomas ... mehr
SCHMAUCHSPUREN
Die Krimikolumne von Peter Hiess.
No. 13
Achtung: Wer sich zu tief in die Emotionen anderer einfühlen kann, gefährdet damit nicht nur sich, sondern auch seine Umwelt. Dies und vieles mehr hat Peter Hiess aus den neuen Krimis gelernt …
Peter Hiess zu Büchern von Philip Kerr ("Das Janus-Projekt"), Adam Fawer ("Gnosis "), Pete Hamill ("The Guns of Heaven"), David Dodge ("The Last Match") und Monika Geier ("Schwarzwild") ...
mehr
Schwarze Post aus Krakau:
Die Kolumne von Markus Schnabel.
Nr. 3
Der Polnische Kriminalroman hat Aufwind. Dies hat man mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum vernommen. Unter dem Titel SPANNENDES POLEN werden bei der diesjährigen Leipziger Buchmesse polnische Autoren präsentiert.
Markus Schnabel hat die interessantesten Termine im Messeprogramm gefunden ... mehr
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Esmahan Aykol
Ihr Jurastudium absolvierte sie an der Universität von Istanbul und an der Berliner Humboldt Universität. Angeblich soll es ein Berliner Juraprofessor gewesen sein, der Esmahan Aykol ermunterte, einen Kriminalroman zu schreiben. Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten, und dabei die Vorzüge von Auberginenpuree kennengelernt ...
mehr
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Krimi-Report Rezensionen |
| Krimi-Report No. 29 "Februarblut", der Debutkrimi von Bernd Schumacher, spielt Anfang der 50er Jahre in der Provinzstadt Rheinbach. Doch pötzlich zerstören Serienmorde und der Fund der Skelette ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter die gerade beginnende Fröhlichkeit. Thomas Przybilka bespricht den "historischen" Lokalkrimi und stellt auch einige Recherchefehler fest ... mehr |
| Von Thomas Przybilka |
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Aus der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur".
1/2008
Verschneite Landschaften.
zu den Büchern "Mord auf ffolkes Manor und "Ein stilvoller Mord in Elstree"" von Gilbert Adair, "Kinder und Wölfe" von Carlo Schäfer und "Schwarzwild" von Monika Geier ... mehr
Berlin, 2013. Stararchitekt Phillip Del Ponte hat in der Hauptstadt das höchste Wohnhaus Europas errichtet. Hier will er seine Vision einer Neo-Kommune verwirklichen. Begeistert kaufen Berlins kreativer Mittelstand und einige Medien-Prominente Eigentumswohnungen in dem schwellenfreien Bauwerk. Es fehlt an nichts in diesem autarken, komplett in sich geschlossenen Gesellschaftssystem. Ein isolierter Mikrokosmos mit vermeintlich besten Vorsätzen.
Bis ein gellender Schrei und der Aufprall eines Körpers die Idylle der Gated Community zerreißt.
Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner, ein wortkarger Südbadener, baut im Stuttgarter LKA als Profiler eine neue Abteilung auf. Während sich im Büro noch die Umzugskisten stapeln, besucht er in der alten Heimat, dem Südschwarzwald, seinen Jugendfreund Goll. Bei einer Wanderung stellt sich heraus: Tierarzt Goll steckt in einer schweren Krise. Seine 13-jährige Tochter ist sterbenskrank, seine Ehe ist am Ende und einige Tage zuvor hat er an einem Wanderweg einen Toten gefunden. Herbert Wanner, ein Fleischfabrikant, musste sterben, weil er Pferde- als Hirschfleisch verkauft hat. Aber ist das wirklich ein Motiv für einen Mord? Als in einem Kühlhaus eine zweite Leiche auftaucht, wird Finkbeiner klar: In Himmelreich im Höllental ist nichts, wie es scheint. Die Idylle ist tödlich, beinahe auch für ihn; wäre da nicht seine Assistentin Nina Brändle, eine raubeinige schwäbische Blondine, die nach einem schweren Motorradunfall eigentlich nicht mehr im Außendienst arbeiten darf. Nina Brändle ist als sympathische Nervensäge so etwas wie Finkbeiners unwillkommener Schutzengel. Doch als es ihm ernsthaft an den Kragen geht, lernt er die geschwätzige Kollegin zu schätzen ...
"Ach wie gut das niemand weiss...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.
Die TV-Tipps 1. – 14. März 2008

Die kommenden beiden Fernsehwochen kann man krimitechnisch als sehr ruhig bezeichnen ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
Tele 5, 22.15
(USA 1998, R.: Peter O’Fallon)
Drehbuch: Josh McKinney, Gina Goldman, Wayne Allan Rice
LV: Don Stanford: The Hostage (Cosmopolitan, August 1953, später Alfred Hitchcock Presents: Stories My Mother Never Told Me, 1963/1966/1967, Kurzgeschichte)
IDiese vier reichen New Yorker Bengel haben eine Superidee. Um die entführte Schwester des einen freizupressen, entführen sie einen Mafiaboss. Der hält natürlich nichts davon.
„Dichte Atmosphäre, differenzierte Charakterzeichnungen und sehr gute Darstellerleistungen lassen den insgesamt nicht überragenden Streifen zum fesselnden Kinoerlebnis werden.“ meint Multimedia über diesen als Kammerspiel angelegten Psychothriller.
Mit Christopher Walken, Denis Leary, Henry Thomas
Wiederholung um 02.30 Uhr
MDR, 00.00
(GB 2006, R.: Edward Hall)
Drehbuch: Stephen Churchett
LV: Agatha Christie: Sleeping murder – Miss Marples last case, 1976 (Ruhe Unsanft)
Die in den indischen Kolonien lebende Miss Halliday besucht erstmals England. Kaum hat sie sich in Hillside House eingerichtet, plagen sie die Visionen eines Mordes. Miss Marple soll die junge Frau beruhigen.
Ist anscheinend ein ganz netter Miss Marple-Film für die Freunde des gemütlichen Whodunit.
Mit Geraldine McEwan, Russ Abbot, Geraldine Chaplin, Martin Kemp, Sophia Myles
Tele 5, 00.25
(USA 1979, R.: Jonathan Demme)
Drehbuch: David Shaber
LV: Murray Teigh Bloom: The 13th Man, 1977
Geheimagent Harry Hannan steht auf mehreren Abschusslisten.
Unterhaltsames Frühwerk des "Schweigen der Lämmer"-Regisseurs, mit Roy
Scheider, Christopher Walken und den Niagara-Fällen.