Krimineuerscheinungen des Monats bei "kaliber.38", "hammett" & Krimi-Couch
Krimitermine gibt es bei
Krimizeit & Krimi-Couch



Left Coast Crime Pie Sein Debüt-Krimi "Geier" (Knaur) wurde für den "Friedrich-Glauser-Preis" 2004 in der Sparte "Debüt" nominiert. Zur "Criminale" kam er nach Deutschland an den Niederrhein, eine weite Reise, denn Peter J. Kraus lebt dort, wo "Geier" spielt: in Kalifornien. "Left Coast" sozusagen (der gängige Ausdruck für diese Küste; nicht nur die linke, wenn man auf die Karte schaut, sondern für viele "Patrioten" auch im politischen Sinn), und wir freuen uns, Ihnen "Left Coast Crime Pie" von Peter J. Kraus präsentieren zu können, Notizen von "The Other Side of the World", die natürlich irgend etwas mit dem Genre zu tun haben. Zum Beispiel wie man mit Spillane englisch lernen kann. Lesen Sie mehr

– News – Juni 2004

Reklamekrimikritik

30. Juni 2004

Alexander McCall Smith

Seine Serie um die "No. 1 Ladies' Detective Agency" in Botswana lasse moral- und rechtsphilosophische Interessen des Autors deutlich erkennen und sei doch alles andere als ein theoretisches Traktat: Bücher zum Lächeln und Mitgehen und Darin-Versinken, meint Hilal Sezgin im Porträt des Autors Alexander McCall Smith in der "Frankfurter Rundschau" vom 30.06.2004. Mit der zu Herzen gehenden Mma Ramotswe habe Alexander McCall Smith die erste Krimiheldin Botswanas erschaffen ... hier

Jan Seghers

seghers-allzuschoenesmaedchen.jpgMatthias Altenburg, der vor gut zehn Jahren mit provokanten Thesen zur deutschen Gegenwartsliteratur Aufsehen erregte und entgegen einer von ihm diagnostizierten belanglosen Egozentrik ein welthaltiges Erzählen forderte, wechselt das Fach und, fast so, als wolle er sich nicht an seinen Thesen in der literarischen Debatte messen lassen, auch den Namen. So beginnt Detlef Grumbach seinen mit Interviewstücken gespickten Beitrag über den Roman "Ein allzu schönes Mädchen" (Wunderlich) im "Deutschlandfunk" am 28.06.2004. Nach seinen ehrgeizigen, sehr unterschiedlich angelegten Romanen habe der 1958 geborene Altenburg einen Bruch vollzogen und – nach siebenjähriger Pause – einen dickleibigen Kriminalroman vorgelegt: Ein allzu schönes Mädchen. Der Krimi erscheint unter dem Pseudonym Jan Seghers ... mehr

Rebecca Gablé

Aus ihrem neuesten Roman "Die Siedler von Catan" las die Bestseller-Autorin Rebecca Gablé, und der ist wohl weit und breit der einzige Roman, der je zu einem Spiel geschrieben worden ist. Gablé-Fans jedenfalls können sich schon mal auf den Herbst 2005 freuen: Da wird ihr nächstes Werk erscheine: die Fortsetzung ihres ersten historischen Romans "Das Lächeln der Fortuna", weiß Marita Kasischke von der "hz-online" ... mehr

Thorsten Beck

Ein Richter, der sich Krimis ausdenkt. Die Rede ist von Thorsten Beck, den Volker Albers Im "Hamburger Abendblatt" vom 29.06.2004 vorstellt. Nicht ohne Grund. Thorsten Beck, der sein Geld am Arbeitsgericht Hamburg verdient, hat das 59. Heft der erfolgreichen Krimireihe "Schwarze Hefte" des Hamburger Abendblatts geschrieben: "Der chinesische Pfeil" . Ausserdem hat er kürzlich den Book-on-demand-Krimi "Ausgestempelt" veröffentlicht ... mehr

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Kalender
allingham Am 30. Juni 1966 starb die britische Schriftstellerin Margery Allingham in Colchester, Essex.
Allingham, geboren 1904 in London, veröffentlichte ihren ersten Roman im Alter von neunzehn Jahren. Vier Jahre später heiratete sie den Künstler Philip Youngman Carter, der den Umschlag ihres ersten Buches gestaltet hatte. Berühmt wurde sie mit ihren insgesamt 20 Kriminalromanen um den höflichen Detective Albert Campion, von dem manche behaupten, er sei eine Karikatur von Dorothy Sayers' Krimiheld Lord Peter Wimsey. Heute gilt Margery Allingham wegen ihrer subtilen Erzählkunst, ihrem Witz und ihrer ungewöhnlichen Erfindungsgabe zu den großen Autorinnen klassischer englischer Kriminalromane.
Info bei Hinternet , Random House, krimi-couch.de ,allingham.org (engl.) .

Mongo BetiAm 30.Juni 1932 wird Mongo Beti als Alexandre Biyidi in Akométam bei Mbalmayo in Kamerun geboren. Er wird später den Namen seiner Ethnie Beti annehmen. Als Kind arbeitete er auf den Kakao-Plantagen und besuchte dann die katholische Missionsschule. Am Gymnasium in Yaoundé schloss er sich der kamerunischen Unabhängigkeitsbewegung an. Ein Stipendium führte ihn 1951 zum Studium der Altphilologie an die Pariser Sorbonne und in die antikolonialen Organisationen in Frankreich.
Nach Abschluß des Studiums kehrte er 1959 nach Kamerun zurück. Die politischen Umstände führen ihn in die Widerstandsbewegung, Verhaftungen, Exil und Rückkehr folgen und immer wieder versucht das Regime, ihn mundtot zu machen. In seiner Buchhandlung trafen sich junge Schriftsteller und oppositionelle Gruppen, Beti nahm für die Opposition an den Parlamentswahlen teil, wurde aber vom Regime unter einem Vorwand ausgeschlossen. Er engagierte sich für die Freilassung politischer Gefangener, gegen die Ausplünderung der ländlichen Gebiete und meldete sich regelmäßig mit leidenschaftlicher Polemik zu Wort. Mongo Beti starb am 8. Oktober 2001 in Yaoundé.
Info bei Unionsverlag , marabout.de , krimi-couch.de , baeng-2000.de , taz


29. Juni 2004

Gretelise Holm

holm-robinsonmorde.jpg Einen raffinierten Krimi habe Gretelise Holm mit "Die Robinson-Morde" (List Verlag) geschrieben, lobt Nicole Rodriguez Cardenas beim "Hessischen Rundfunk" am 28.06.2004. Es gehe um Vorurteile, um die Verdächtigung von Personen, die nicht in die Norm passen. Es gehe um "Macht", darum, dass sich die "Mächtigen" Stimmungen zunutze machen, um ihre Machtposition zu festigen, ein machiavellistisches Grundprinzip, das auch auf der dänischen Insel mit ihren paar Hundert Einwohnern Geltung habe und von Gretelise Holm mit leichter, trotz allen Ernstes humorvoller Könnerschaft beschrieben werde ... mehr

Chantal Pelletier

pelletier-More is Less Der Roman "More is less" (DistelLiteraturVerlag) von Chantal Pelletier sei nicht leicht zu ertragen, meint Nicole Rodriguez Cardenas beim "Hessischen Rundfunk" am 25.06.2004. Er sei schwärzer als schwarz. Das Buch thematisiere die Ausweglosigkeit einer Gesellschaft, die an ihrer Armut, Interesselosigkeit, seelischen wie materiellen Verwahrlosung zugrunde gehe. Im 19. Arrondissement gebe es keine Hoffnung, keinen Ausweg. Ein Roman, der in einer äußerst harten Sprache eine nicht weniger harte Realität bescheibe, bis an die Schmerzgrenze ... mehr

Hansekrimis

Die Hanse als Schauplatz historischer Krimis. Der Hamburger Verlag "Die Hanse" nutze dies Flair für Hansekrimis, schreibt Michael Meyer in seinem Beitrag für die "Ostsee-Zeitung" vom 29.06.2004. Zwölf Bände seien erschienen. Den Auftakt bildete 2002 in Rostock und Lübeck "Balthazar Vrocklage ist verschwunden" von Frank Goyke. Dann folgen "Kapitäne sterben um Mitternacht", der düstere Roman "Die Söhne Satans" mit Schauplätzen Bremen und London oder "Der Tod lauert in Danzig". Im Juni erschienen die aktuellen Ausgaben: "Der falsche Abt" treibt sich in Wismar herum. Der "Tod im Weinkontor" wird in Köln aufgeklärt. Weitere Handlungen spielen in Rostock, Bergen, Memel, Lüneburg, Magdeburg, Berlin, Einbeck ... hier

Thomas Brezina

In China schlagen seine Bücher aus der interaktiven Buchserie "Ein Fall für dich und das Tiger-Team" momentan alle Verkaufsrekorde und wurde damit zur international erfolgreichsten Detektivreihe. Er selbst steckt mitten in den Dreharbeiten zu neuen Folgen des Forscherexpress und von Tom Turbo – nun präsentiert Erfolgsautor Thomas Brezina sein neues Buch und auch noch den größten Detektiv-Club der Welt. Nächste Woche erscheint das neue Buch aus der Tiger-Team- Serie, "Wer wird Wien-Detektiv?" 50.000 Gratisexemplare des Buches werden an kleine Hobby-Detektive verteilt. Das im "echomedia" und im "Schneider Verlag" erscheinende Buch führt kreuz und quer durch Wien und die Detektiv-AspirantInnen haben viele Rätsel zu lösen, meldet das "Österreich Journal" am 29.06.2004 ... hier

Buchkultur Special Krimi

buchkulturspezial.jpg Alles rund um das beliebteste Lesethema des Sommers bietet das "Krimi-Spezial" der Zeitschrift "Buchkultur" auch in diesem Jahr. Präsentiert werden u.a. einen Beitrag über "Krimis am Bosporus", Gespräche mit Krimiautoren (wie etwa dem Felidae-Erfinder Akif Pirincci). Eben im Internet veröffentlicht hat das Magazin das Ergebnis der Wahl der "Besten Krimis der Saison" , die von einer internationalen Jury exklusiv für Buchkultur bewertet wurden. Als besonderen Service gibt es ausserdem exklusiv im Internet ein Interview mit der schottische Autorin Louise Welsh, und zwar ... hier

Die drei ???

"Die drei ???" gehören zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendkrimiserien Deutschlands. Unter der Schirmherrschaft Alfred Hitchcocks besteht die Reihe seit 34 Jahren und erfreut sich generationenübergreifend großer Beliebtheit. Schön, daß sich jetzt eine Diplomarbeit von Kathrin Schmidt an der "Fachhochschule Stuttgart – Hochschule der Medien" damit beschäftigt und die Thematik wissenschaftlich beleuchtet. Und zwar geht es dabei um die Konzeption und medienübergreifende Vermarktung der populären Kriminalserie für Kinder. Die 109-seitige Arbeit findet sich als pdf-Datei auf den Seiten "ifak kindermedien.de" . Übrigens gibt es so etwas auch zur Serie "TKKG" ( pdf-Datei ) und zu "R.L. Stine" ( pdf-Datei ) ....



Kalender
Am 29.Juni 1927 wird Henry Jaeger (eigentlich: Karl-Heinz Jaeger) in Frankfurt geboren († 4.2.2000 in Ascona). Henry Jaeger, Sohn eines Kupferschmieds, besuchte die Volksschule und höhere Schule und wurde dort wegen "Aufsässigkeit" relegiert. Mit 15 wurde er zum Flakdienst eingezogen und als Fallschirmjäger eingesetzt. Nach Militärzeit und Kriegsgefangenschaft besuchte er Abendschulen, arbeitete tagsüber als Laborant und faßte den Entschluß, Arzt zu werden. Die Umstände aber verhinderten es – Jaeger rutschte in die Kriminalität ab. Nach einer Serie von Raubüberfällen, die er mit anderen beging, wurde er 1955 verhaftet und 1956 zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Freiburger Gefängnispfarrer erwirkte für ihn eine Schreiberlaubnis und betraute ihn mit der redaktionellen Leitung der Gefangenenzeitung.
Noch während seiner Haftzeit schrieb und veröffentlichte Jaeger seinen ersten Roman "Die Festung", der auch von der literarischen Kritik der frühen sechziger Jahre ernsthaft aufgenommen wurde. 1963 wurde Jaeger schließlich durch einen Gnadenerlaß aus der Haft entlassen.
In den nächsten Jahren schrieb er eine Reihe weiterer zeitkritischer Romane, die jedoch niemals wieder die gleiche positive Resonanz bei der Kritik erzielten wie sein Erstling. Zunehmend registrierte man in Jaegers Werk thematische und stilistische Stagnation und ein Abgleiten in triviale und populäre Muster.
Neben seinen Romanen veröffentlichte Jaeger, der mittlerweile im schweizerischen Ascona lebte, auch eine Reihe von Kurzkrimi-Sammlungen, deren einzelne Geschichten in den folgenden Jahren unter wechselnden Pseudonymen immer wieder in Publikumszeitschriften nachgedruckt wurden.
(Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)

Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren


28. Juni 2004


Krimi-Report 18

Proceedings of the XVI: AIEP/IACW Conference 2003
Proceedings.jpgHinter dem Akronym AIEP/IACW verbirgt sich die Asociación Internacional de Escritores Policiácos / International Association of Crime Writers, die weltweite Vereinigung von Krimiautoren. 2003 fand das jährliche Treffen der AIEP/IACW erstmals in Deutschland statt (natürlich in Deutschlands Krimiregion Nr. 1, der Eifel), und erstmals sind auch die Vorträge, die auf diesem Treffen gehalten wurden, in Buchform publiziert worden.
Jost Hindersmann stellt in der 18. Ausgabe des Krimi-Reports die Broschüre "Proceedings of the XVI: AIEP/IACW Conference 2003" vor ... mehr
Genre? Wozu? – Überlegungen zum Begriff

"Genre" ist ein Wort, das sich alltäglich massenhaften Gebrauchs erfreut, etwa bei Lesern (und Produzenten) von Science-Fiction-Literatur, von Abenteuer-Romanen, von fantastischen Texten und eben auch von kriminalliterarischen Texten. Welcher Erkenntnisfortschritt haftet heute überhaupt noch an dem Genre-Begriff? Sagt er etwas aus über die Einsortierbarkeit von Texten, über ihre Machart, ihren Sinn und ihre Bedeutung?
Auf der Konferenz "Phantastik – Okkultismus – (Neo-) Mystik" an der Palack-Universität in Olmütz im November 2003 hat Thomas Wörtche einen Vortrag zum Genre-Begriff am Beispiel der Fantastik und der Kriminalliteratur gehalten. Eine leicht überarbeite Druckfassung mit dem Titel "Genre? Wozu? – Überlegungen zum Begriff" ist jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38" zu lesen .... mehr

Dennis Lehanee

lehane-shutterisland.jpeg Nichts ist, wie es zu sein scheint, und am Ende dann noch einmal ganz anders. In seinem neuen Roman "Shutter Island" (Ullstein) verunsichert Dennis Lehane seine Leser und entzieht Ihnen den sicheren Boden der Gewissheit. Ein beeindruckendes und mutiges Buch, das j.c.schmidt bei "kaliber. 38" vorstellt .... mehr

Achille F. Ngoye

ngoye-schwarzesballett in chateau rouge Das Buch "Schwarzes Ballett in Chateau-Rouge" (Zebu Verlag) von Achille F. Ngoye sei ein präzise und intelligent inszenierter Kriminalroman, mit dem der neu gegründete "Zebu-Verlag" seine Krimireihe eröffne, meint Frank Rumpel im Onlinemagazin "Titel". Ngoyes Sprache und Rhythmus seien dicht und packend, der Blick zynisch, die Geschichte rabenschwarz. Das Tempo steige schnell an, und Ngoye halte den Takt mit Leichtigkeit bis zur letzten Seite .... mehr

David Lawrence

lawrence-geruchdestodes.jpg Das Buch "Der Geruch des Todes" (Droemer/Knaur), das Debüt des Londoner Drehbuchautoren David Lawrence, sei ein packender und gut geschriebener Krimi mit einem unerwarteten Ende, schreibt Swea Schilling am 27.06.2004 im "ZDF". Die Mordtaten allerdings seien sehr detailliert blutig und grausam beschrieben, nichts für zarte Seelen also. Der Thrill komme weniger durch das Indizien-Netz, das sich immer enger um die Opfer ziehe, sondern mehr aus der nüchternen Beschreibung der Tatorte und dem Wissen darüber, was dem nächsten Opfer drohe. .... mehr

crime scene

Kirchengeschichte trifft auf Verschwörungstheorie. Einen der erfolgreichsten Romane in diesem Thriller-Segment habe der US-Autor Dan Brown geschrieben. "Sakrileg" soll sich allein in den USA sechs Millionen Mal verkauft haben, sagt Kolja Mensing in der Krimikolumne "Crime Scene" im "tazmag" vom 26.06.2004. "Sakrileg" (Lübbe) sei kein Thriller, sondern nur die Imitation eines Thrillers. Auch Pablo de Santis spiele in seinem Roman "Voltaires Kalligraph" (Unionsverlag metro) mit den Lücken der Überlieferung und suche im Schatten der kulturgeschichtlichen Tradierung nach finsteren Geschichten und verborgenen Wahrheiten ... mehr

Das Kriminal

kriminal Für die Ausgabe 7/8.2004 der Zeitschrift "Literaturen" schildert Franz Schuh in seiner Kolumne "Das Kriminal" seinen Versuch, der "Mankellisierung" der Kriminalliteratur zu entkommen. Was das sei? "Das ist Mankellisierung – die Verquickung von spekulativer, genre-spezifischer Gewaltdarstellung und einem politisierenden Moralismus, der es sich bei den realen Katastrophen, die er anspricht, gut gehen lässt". Er probiert es mit einem spanischen Roman: "Piranhas im Paradies" (edition lübbe) von Alicia Giménez-Bartlett. Aber: "Nicht überall, wo Schweden nicht drauf steht, ist Schweden nicht drin. " ... mehr

Anne Holt

holt-die-wahrheit-dahinter.jpg Hanne Wilhelmsen ist Anne Holts Erfolgsgeheimnis – und ihre Crux zugleich. Mit ihr schuf Anne Holt einen Gegenpol zu all den übergewichtigen, versoffenen, von Leben und Liebe schwer gebeutelten Kettenraucher-Kommissaren mit dem goldenen Herzen. An Courage mangelt es ihr nicht. Sie war Anwältin, Polizeipräsidentin und Justizministerin. Dann stieg sie aus der Politik aus und heiratete ihre Lebensgefährtin. Jetzt ist sie Familienfrau – und Norwegens erfolgreichste Krimi-Autorin. Ein Porträt von Heike Gätjen im "Hamburger Abendblatt" vom 26.06.2004 .... mehr



Kalender
ambler-eric.jpeg Am 28.Juni 1909 wird Eric Ambler in London geboren († 22.10.1998). "Ich habe damals in einer Werbeagentur gearbeitet, wollte aber schließlich damit aufhören, immer nur Werbesprüche für Cornflakes herunterzuklopfen. Und da dachte ich, warum nicht den Thriller verändern, etwas Intelligentes daraus machen."
Der Sohn eines Entertainerehepaares, der überzeugte Sozialist, der Maschinenbau studiert, schrieb also 1936 seinen ersten Roman, "Der dunkle Grenzbezirk". Ambler hatte im Neben- wie im Hauptberuf Erfolg, ein Buch verkaufte sich, und er wurde Direktor der Werbeagentur. Nach zwei weiteren Romanen kündigte er und machte dann in der Armee als Oberst und als Produktionsleiter von britischen Lehr- und Propagandafilmen Karriere. Auch nach dem Krieg blieb Eric Ambler Produzent und Drehbuchautor und gewann mit "Der große Atlantik" sogar einen "Oscar".
In den späten fünfziger Jahren zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück und heiratete Joan Harrison. Die beiden ließen sich in Hollywood nieder, und Ambler konzentrierte sich auf das Schreiben von Thrillern, von denen zwei den Edgar-Allan-Poe-Preis gewannen. Anfang der achtziger Jahre kehrte er nach Europa zurück. (Info: Diogenes Verlag)

Info bei Diogenes Verlag, krimi-couch.de), wikipedia.de, Crime Corner, kaliber. 38.de.



25. Juni 2004

Crime Watch No. 86

Im "Freitag" No. 27 vom 25.06.2004 findet sich die Ausgabe No. 86 von Thomas Wörtches Krimi-Kolumne "Crime Watch", in der er diesmal "Verbrechen als Passion. Neue Untersuchungen zum Kriminalgenre." (Weidler Verlag/ Heft 37/38 des "JUNI-Magazins für Literatur und Politik") vorstellt. "Ach ja, die Akademe" ist sein Kommentar über die meisten dort veröffentlichten Aufsätze, doch zwei wirklich bemerkenswerte Aufsätze lassen ihn aufhorchen. "Sie stammen von den beiden Herausgebern und liefern wichtige Bausteinchen zu der immer noch nicht geschriebenen Geschichte des Genres." Herausgeber Carsten Würmann beschäftige sich mit der quantitativ erstaunlich massiv vorhandenen Kriminalliteratur im Nationalsozialismus, sein Kollege Bruno Franceschini behandele die Entstehung des italienischen Kriminalromans im Faschismus, der auf staatliche Vorgaben anders reagiert habe als der gehorsame deutsche Kollege. In beiden Aufsätzen stecke auf jeden Fall genügend Potential, das Vertiefung und Weiterdenken nötig mache. "Wissenschaft ist manchmal dann doch eine sehr sinnvolle Veranstaltung"... mehr


Michael Frayn

Der 1933 geborene Michael Frayn ist als Dramatiker ("Kopenhagen": Werner Heisenberg und die Atombombe) ebenso erfolgreich wie als Romancier (Whitbread Price). Jetzt hat er gleich zweimal das Thema Spionage angefasst: mit dem Theaterstück um Günther Guillaume "Demokratie" und mit einem autobiografisch gefärbten Kindheitsroman "Das Spionagespiel", einem subtilen Psychothriller aus der Zeit der Bombardierung Londons. Einer der Berichte im "Kulturjournal" am Sonntag, den 27.06.2004 um 22.30 Uhr im "NDR" ... mehr

Kennst du das Land, wo die Pistolen glühn?

Unsere Nachbarn haben etwas, was wir nicht haben: Es fehlt uns zum Mord aus Leidenschaft die Leidenschaft und das Cappuccino-Ambiente, meint Veronika Eckl im "Rheinischen Merkur" vom 24.06.2004 und versucht zu analysieren, "Warum die Deutschen die Detektive aus Italien so sehr lieben". In der Hauptsache geht es um deutsche Autoren, deren Krimis in Italien spielen und Frau Eckl vermutet, "dass das Genre nur ein Ventil ... für oftmals äußerst unreflektierte Italien-Sehnsüchte" sei. Dafür spreche auch die Tatsache, dass bis auf Heinichens Werke bisher keiner der deutschen Italien-Krimis jemals ins Italienische übersetzt wurde ... mehr

Kriminalliteratur und Event

Der Trend ist seit längerem erkennbar: Krimiliteratur ist vor allem Krimiveranstaltung. Da gibt es mörderische Dinners, mörderisches Haarewaschen, mörderische Tortenschlachten, Krimi-Lesungen im Dessous-Shop mit anschließendem Strip von Autoren, Krimis im Zoo, Krimis im Garten. Kathrin Fischer hat sich für "HR2" auf die Fährte begeben und einiges gefunden. DAs Manuskript der Sendung vom 08.06.2004 ist beim Sender aubrufbar ... mehr

Wo wir gerade beim Thema sind: auf eine Krimitour per Rad durch ganz Rheinhessen lädt Jean C. Becker am 27.06.2004 laut Meldung der "Allgemeinen Zeitung" vom 25.06.2004 ein. Per Rad führt der Autor zu Schauplätzen seiner Krimis "Leichentanz an Fassenacht"und "Haie im Mainzer Becken"... mehr

Anne Cuneo

Die Schweizer Autorin cuneo.lisa Anne Cuneo habe unzählige Werke veröffentlicht. In Paris geboren, in Italien und Lausanne aufgewachsen, lebe sie nun als Fernsehjournalistin und Regisseurin in Zürich, teilt Dorothee Fesel in der "Berliner Literaturkritik" vom 24.06.2004 mit. Fesels Krimi "Lisas Lächeln" (Limmat Verlag) sei in gängiger Sprache geschrieben, es gehe um den Plot, nicht um das Literarische. Die Erzählung komme zügig voran: leichte, aber spannende und gut strukturierte Kost, die man gerne mal schnell zur Unterhaltung herunterlese ... mehr

Benvenutis Bodycount

Perverse Schotten, Giftmörder in der französischen Provinz und Menschen, die sich für Vampire halten – Jürgen Benvenuti sichtet für die Onlineausgabe von "Volltext" am 16.06.2004 neue Krimis und Thriller von Louise Welsh, Pierre Magnan, James Patterson, Jean-Patrick Manchette und Charles Willeford ... mehr

Joseph Hansen

Die Brandstetter-Krimis haben Joseph Hansen bekannt, wenn auch nicht berühmt gemacht, schreibt ludger menke in seinem Mordsberatung Porträt beim "bücherfreund". Für die Anerkennung als Autor musste Hansen lange kämpfen, finanzielle Durststrecken überstehen und immer wieder, auch literarisch, Kompromisse eingehen. Jetzt, im Alter von 80 Jahren nutzt er, wie ludger menke mitteilte, auch das Medium Internet. Mit der weisen Koketterie eines erfahrenen Schriftstellers nennt er seinen webblog nach vierzig geschriebenen Büchern "Joseph Hansen: lastwords" und ein wenig (verständliche) Melancholie klingt aus seinen Sätzen ... mehr

Fred Breinersdorfer bei Pendragon

Der bisher letzte Anwalt Abel-Roman "Das Biest" des Autors Fred Breinersdorfer erscheint im August 2004 als Taschenbuch im "Pendragon Verlag", Bielefeld. Der Text wurde gründlich überarbeitet. (Breinersdorfers Roman "Der Dienstagsmann" wurde 1988 nach einem Drehbüchern des Autors mit Günther Maria Halmer in der Rolle des Rechtsanwaltes "Jean Abel" verfilmt und bildete den Auftakt zu einer zunächst lockeren, später regelmäßigen Reihe von insgesamt 19 (bzw wegen eines zweiteiligen Films 20) "Anwalt Abel"-Filmen, die Fred Breinersdorfer mit "Salut Abel" im Jahr 2001 beendete, schreibt das "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren" zur Serie).

Die telefonische Mord(s)beratung

Mordsberatung Die "telefonische Mord(s)beratung" des kriminalistischen Trios Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv) und Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch findet am letzten Samstag des Monats Juni, also am 26.06.2004 statt. Wie immer ab 20:05 Uhr auf "WDR 5". Thema diesmal laut Programmplan des Senders: "Rabenschwarz und trotzdem spannend? Über Humor im Krimi" ... mehr

24. Juni 2004

Fred Vargas

Bei Kriminalromanen lassen hohe Auflagen ja nicht unbedingt immer auch auf ein hohes literarisches Niveau schließen, meint der Kultursender "ARTE" am 15.06.2004. Die französische Autorin Fred Vargas sei da eine rühmliche Ausnahme. Ihre preisgekrönten Bücher haben auch in Deutschland viele Fans, wo sie in diesem Jahr den Deutschen Krimipreis erhalten hat. In ihrem neuesten Roman "Sous les vents de Neptune" – gerade erst in Frankreich erschienen – schickt sie ihren Kommissar Adamsberg auf die Jagd nach einem Serienmörder. Fred Vargas, normalerweise recht medienscheu, gab dem Sender ein Interview ... mehr

Carmen Korn

Korn-todeinesklavierspielers.jpgEin ungewöhnlicher Krimi sei der Roman "Tod eines Klavierspielers" (Fischer) der "Friedrich-Glauser-Preisträgerin" Carmen Korn, der nicht jedermanns Geschmack treffen wird, findet Swea Schilling am 23.06.2004 im "ZDF". Die Hauptfiguren seien fantasievoll beschrieben, mit einer pointierten, griffigen Sprache und einer gehörigen Portion Ironie, die vor allem die Leserinnen aus den Kolumnen großer Frauenzeitschriften kennen und lieben ... mehr

Ulrich Hefner

Er sehe sich als "Unterhaltungs-Handwerker" sagt Krimiautor Ulrich Hefner. Aus seinem Krimidebüt "Der Tod kommt in Schwarz-Lila" (Leda Verlag) las er in Lauda, wie die "Fränkischen Nachrichten" vom 24.06.2004 berichten. Sein Protagonist, Kommissar Trevisan von der Kripo Wilhelmshaven, soll weiterleben. Ulrich Hefner habe Material für zwölf weitere Bücher, der nächste Trevisan-Krimi wartet schon auf neugierig gewordene Leser .. mehr

Sybille Schrödter

Ein turbulenter Krimi sei Sybille Schrödter mit ihrem Roman "Fannis Filmriss" (Piper) gelungen: spannend, nachdenklich, amüsant, voller Aktion, solide und schnörkellos geschrieben, meint die "Saarbrücker Zeitung" vom 24.06.2004 in ihrer Kolumne "Krimi der Woche" .. mehr

Rap Sheet

Wieder etwas für die englischsprachigen Fans: das immer wieder empfehlenswerte amerikanische Magazin "January" hat einen beeindruckenden Krimiteil, der von J. Kingston Pierce betreut wird. Regelmäßig Rap Sheet bringt er auch den "Crime Fiction Report" heraus, kurz "Rap Sheet" genannt. Die Juniausgabe ist online und berichtet über neue Bücher von Edward Wright, Mo Hayder, J.A. Konrath, G.M. Ford, Julia Spencer-Fleming, Simon Kernick . Außerdem gibt es Informationen über die Gewinner verschiedener "Awards" und jede Menge Informationen, zum Beispiel Links zu interessanten Interviews... mehr

James Crumley

crumley Die schmutzigen Straßen des James Crumley heißt die Story, die Martin Compart für das Magazin "evolver" über den amerikanischen Krimiautor James Crumley geschrieben hat. Der Mann, der die wüstesten Privatdetektivromane verfasse, veröffentliche leider zu wenig, um wirklich der Superstar zu sein, der er sein könnte: nur sieben Romane in 33 Jahren. Aber die seien von solcher Qualität, daß man ihm das verzeihe ... mehr

Gouden Strop

maandvanhetspannende boek2004.gifIn den Niederlanden ist seit 1989 jedes Jahr der Monat Juni gleichzeitig auch der Monat des spannenden Buches ("Maand van het Spannende Boek").
Während dieses kriminell aufgeladenen Monats wird dann auch der Gewinner des niederländischen Krimipreises "Gouden Strop" ausgezeichnet, ein Preis für den besten in niederländischer Sprache geschriebenen Kriminalroman. Bekanntgegeben post-groenevrijdag hat die "Genootschap van Nederlandstalige Misdaadauteurs", die den Preis vergibt, jetzt den Gewinner. Zum ersten Mal in der Geschichte des "Gouden Strop" geht der Preis an einen Debütanten. Elvin Post wurde der 17. "Gouden Strop" für seinen Roman "Groene Vrijdag" (Ambo|Anthos) am 23. Juni 2004 in der Stadsschouwburg Amsterdam verliehen, live übertragen in der Sendung "TV3", der täglichen Talkshow beim Sender "Nederland 3", meldet das Onlinemagazin "Crimezone" ....mehr (nl)

Chantal Pelletier

pelletier-More is Less Mit ihrem Roman "More is less" habe Chantal Pelletier einen sprachlich und erzählerisch virtuosen Kriminalroman vorgelegt, der für ihren Serienhelden Maurice Laice leider keine Fortsetzung vorsehe, bedauert Frank Rumpel im Magazin "Titel". Pelletier sei das Kunststück gelungen, einen facettenreichen, zunächst ruhig dahin fließenden Krimi mit Hochdruck zu erzählen. Die Geschichte verdichte sich mehr und mehr und bleibe bissig bis zum bitteren Ende .... mehr

23. Juni 2004

Leseschnipsel

Zum Urlaubsbeginn in Berlin: Drei beliebte Schriftsteller aus drei beliebten Reiseländern erzählen in der "Berliner Morgenpost" vom 23.06.2004 unliebsame Erinnerungen. Mit dabei: Donna Leon und Esmahan Aykol ... mehr

Kalender

Boris Vian
Wallace Am 23. Juni 1959 stirbt Boris Vian während einer Filmvorführung einer Verfilmung seines Romans "J'irai crache sur vos tombes" an Herzversagen. Er wird 39 Jahre alt. Boris Vian, am 10. März 1920 in Ville d'Avray, einem mondänen Vorort von Paris als Sohn relativ vermögender, aber nach und nach verarmender Eltern geboren, war eine der schillerndsten Figuren im Paris der Nachkriegszeit: Er war Ingenieur, Schriftsteller, Jazztrompeter, Drehbuchautor, Schauspieler, Übersetzer, Chansonnier, Chronist der Existentialistenszene in den Cafés und Jazzkellern von Saint-Germain.
Als Vernon Sullivan schrieb er aufgedrehte Krimis: "Als todsicheren Erfolgstip riet man ihm zu einer Mischung aus Henry Miller, William Faulkner und Ernest Hemmingway, für den Inhalt einen Sex & Crime-Thriller nach Manier der "Schwarzen Reihe" mit einem Typ wie Robert Mitchum als Hauptfigur. Er hat sich ziemlich streng an die Erzähl- und Sprachform der o.a. Vorbilder und des Thriller-Genres gehalten. Nur hat er von allem jeweils die Superlative herausgegriffen: das Gröbste, Rohste, Derbste, Brutalste, Gemeinste und Durchtriebenste... (Michael O.R. Kröher)" .
Infos und Bibliographie bei Michael O.R. Kröher, Walther Nienburg, Frankreichexperte, Andreas Köster, ceryx.de. .



Jonathan Wyatt Latimer
latimer-john Am 23. Juni 1983 stirbt der amerikanische Krimiautor Jonathan Wyatt Latimer (* 1906 in Chicago). Er arbeitete als Reporter beim Chicagoer "Herald Examiner", bevor sein erstes Buch, "Headed For a Hearse" (1935) erschien, eine der ersten hardboiled "Screwballkomödien" auf den Spuren von Dashiell Hammetts "The Thin Man". Wie Hammett's Nick and Nora war Latimer Figur Bill Krane ein trinkender, scheinbar nicht sonderlich inspirierter Detektiv, dem es irgendwie immer gelang, trotz aller Eskapaden schwierige Fälle zu lösen. Fünf Romane schrieb er um William "Bill" Krane, begann aber Ende der 30er Jahre als Drehbuchautor sein Geld zu verdienen. Er war maßgeblich beteiligt an den Charlie Chan-Filmen und der Perry Mason-Serie und schrieb unter anderem das Drehbuch zu "The Glass Key", sowie eine Columbo-Folge.
Infos und Bibliographie bei Mordlust, kirjasto.scifi (engl.), maigret.de,



Per Wahlöö
Per Wahlöö Am 23. Juni 1983 stirbt der schwedische Krimiautor Per Wahlöö. Am 5. August 1926 in Lund in Schweden geboren, machte Wahlöö nach dem Studium der Geschichte als Journalist Karriere. Seit 1946 arbeitete er als Polizeireporter. In den Fünfzigerjahren ging er nach Spanien, wurde 1956 vom Franco-Regime ausgewiesen und ließ sich nach längeren Reisen, die ihn um die halbe Welt führten, in Schweden nieder und begann Bücher zu schreiben. Zusammen mit seiner Frau, Maj Sjöwall, schrieb er einen Zyklus von zehn Kriminalromanen, die zu Welterfolgen wurden. (Info: Rowohlt)
Infos und Bibliographie bei www.wir-stellen-vor.de, krimi-couch.de, kaliber. 38, www.schweden-krimis.de, Rowohlt Verlag. lithist.

22. Juni 2004

Die telefonische Mord(s)beratung
Mordsberatung Die "telefonische Mord(s)beratung" des kriminalistischen Trios Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv) und Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch findet am letzten Samstag des Monats Juni, also am 26.06.2004 statt. Wie immer ab 20:05 Uhr auf "WDR 5". Thema diesmal laut Programmplan des Senders: "Rabenschwarz und trotzdem spannend? Über Humor im Krimi" ... mehr

Susanna Mendes Berliner Krimisalon
Der 16. " Berliner Krimisalon" steht sozusagen vor der Tür. Krimi-Salon
An jedem letzten Montag im Monat stellt Susanna Mende in der Leibnizstr. 87, Berlin Charlottenburg, Autorinnen und Autoren der kriminellen Zunft vor (bisher u.a. Helen Zahavi, Jean-Patrick Manchette, Robert Littell, Patrícia Melo, Chester Himes).
Den 16. Salon bestreitet am 28. Juni 2004 ab 20:00 D.B. Blettenberg. Er wird aus dem Buch "Berlin Fidschitown" (Pendragon) lesen, für das er den diesjährigen "Deutschen Krimipreis" erhalten hat.
Mehr Informationen gibt es ... hier

Rafael Reig

reig-ueberallblut Die intelligenteste und wohl aberwitzigste Spielart neueren post-postmodernen Genre-Mixes liefere nun der 1963 in Asturien geborene Spanier Rafael Reig, dessen virtuose und überaus rasant angelegte Persiflage "Überall Blut" (Rogner&Bernhard) sich reihum bei den Genres bediene, um den eigenen Plot abzufedern und in Fahrt zu bringen. Eine begeisterte Besprechung von Peter Henning beim "Hessischen Rundfunk" ... mehr

Das Ende des Krimis über das Ende des Kanzlers

Der unter dem Pseudonym Reinhard Liebermann verfasste Roman "Das Ende des Kanzlers – Der finale Rettungsschuss" (Betzel Verlag) darf nicht mehr veröffentlicht und verbreitet werden, "so lange im Textteil die Planung und Ausführung der Tötung von Bundeskanzler Gerhard Schröder dargestellt wird", hat das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) in Hamburg entschieden. Eine Nachricht in den "Stuttgarter Nachrichten" vom 22.06.2004 und bei "Der Spiegel" vom 22.06.2004


DuMont Kriminalbibliothek

Im Forum bei "kaliber. 38" wurde befürchtet, daß die "DuMont Kriminalbibliothek" vor dem Aus stehen könnte. Das wurde vom "DuMont Verlag" dementiert. Allerdings ist der Verlag mit dem Zuspruch nicht zufrieden und hat die Titelzahl reduziert. Genaues finden Sie ... hier

John Le Carré

lecarre-absolutefreunde "Absolute Freunde" (List) heißt das neueste Werk des Meisters aller Spannung, John LeCarre. Die Geschichte eines Doppelspions und einer alten Freundschaft, wird als "Buch der Woche" im "Deutschlandfunk" rezensiert von Reiner Moritz. Dieser Beitrag ist beim Sender als Hördatei abrufbar ... mehr

Andreas Schmidt

Bei der Wuppertaler "TourCriminale" gehe es um die Verknüpfung von Fiktion und Wirklichkeit, meldet die "Westdeutsche Zeitung" am 21.06.2004. Eine erpresserische Stadtrundfahrt: Die "TourCriminale" fülle Andreas Schmidts Wuppertal-Krimi "Das Schwebebahn-Komplott" mit Leben. Nach dem "Schwebebahn-Komplott" und der "Wupper-Connection" (2003; alle KBV-Verlag) habe Andreas Schmidt seinen mittlerweile dritten Bergischen Krimi am Start: "Wuppertod" heiße der Roman, der erneut auf die Mischung aus Spannung, Humor und Lokalkolorit setze ... mehr

Gumshoe News

Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Eine Menge "Award Nominees" werden derzeit bekanntgegeben. Zum Beispiel der "Macavity Award" der "Mystery Readers International" oder der "Shamus Award" der "Private Eye Writers of America". Kollege Kimura hat alles gesammelt und zwar
hier


21. Juni 2004

Léo Malet

malet-diesonnescheintnichtfüruns Berühmt wurde Léo Malet durch seine Kriminalromane. Sie schildern wie nur wenige andere Bücher den Pariser Alltag der ersten Nachkriegsjahrzehnte – gewissermaßen flächendeckend, meint Nikolaus Wiesner in der Sendung "Lesezeichen" des "Bayerischen Fernsehens". Die Geschichten seien zugleich direkt und doppelbödig, wie es zu jemandem passe, der als Surrealist begann, diese Verbindung aber später abbrach. Spürbar werde diese surrealistische Seite gerade auch in Malets "Schwarzer Trilogie", der "Trilogie noire", die jetzt bei " Edition Nautilus" wieder komplett zu haben sei ... mehr

Rainer Cordts

cordts-leanderspassion Das Buch "Leanders Passion" (Wilhelm Heyne Verlag) von Rainer Cordts sei unter den vielen historischen Kriminalromanen, mit denen der Markt überschwemmt werde, einer, der auffalle: wegen der Fabulierfreude des Autors, den detaillierten Kulissen, den sinnenfrohen Schilderungen, vor allem aber den glaubwürdig geschilderten Charakteren, lobt Daniel Blum in der Sendung "Service Buch" des "WDR 5". Nur gelegentlich mogele sich ein Sprachklischee in den Text oder man denke manchmal man bei den verschwenderischen Bildern: hier wäre vielleicht einmal schlichter schöner gewesen, weniger mehr ... mehr

Mo Hayder

hayder-diebehandlung.jpg Der britischen Bestseller-Autorin Mo Hayder sei auch mit ihrem zweiten Roman ein großer Wurf gelungen, meint Claudia Sieckmann-Schimanski am 20.06.2004 im "ZDF". Unerschrocken wende sie sich in ihrem Buch "Die Behandlung" (Goldmann) einem Thema zu, das noch immer bewusst tabuisiert werde: dem Missbrauch von Kindern. Doch trotz der hochsensiblen Thematik, die die britische Autorin ebenso vorsichtig wie offen behandele, zähle ihr Roman zu den lesenswertesten Krimis ... mehr

Ein Fall für Fischer

Paretsky-Blacklist In ihrer Kolumne "Ein Fall für Fischer" im Berliner "Tagesspiegel" vom 20.06.2004 schreibt Andrea Fischer diesmal über eine kriminale Traumfrau: als sich im wahren Leben Frauen aufmachten, sich ein paar weitere Rollen zu suchen, folgte der Kriminalroman. Den Anfang machte Marcia Muller mit ihrer Sharon McCone 1977. Und auch Sara Paretsky hatte die Nase voll vom Klischee, dass in Krimis Frauen nur "ihren Körper benutzten, um gute Jungs zu bösen Dingen zu verführen". Paretsky habe zwar eine Haltung, aber sie schreibe keine Pamphlete. Es gehe ihr um die gute Geschichte. Auch ihr neuer Roman "Blacklist" (Goldmann) sei eine großartige Geschichte, erzählt von einer Meisterin ihres Fachs ... mehr

John Le Carré

lecarre-absolutefreunde Über die Zukunft des Agentenromans hatte John Le Carré bereits in der Tauwetterperiode der Achtzigerjahre nachgedacht. Auf die Auflösung der politischen Machtblöcke reagierte er in den Neunzigern mit einer Ausweitung der Kampfzone – in den Kaukasus, nach Mittelamerika und Ostafrika, schreibt Steffen Richter in "Der Tagesspiegel" vom 20.06.2004. Nun aber kehre der Großmeister der spy story mit seinem Roman "Absolute Freunde" (List) an seinen Lieblingsschauplatz zurück. Nach Berlin, in die ehemalige "Welthauptstadt des Kalten Krieges" ... mehr

Donna Leon

leon-verschwiegene kanaele Und dann gebe es Leute, denen sei ein Brunetti-Krimi pro Jahr immer noch nicht genug. Filmproduzent Nico Hoffmann etwa, schreibt Christina Böck in "Die Presse" am 19.06.2004 Er drehe für den deutschen Sender "ARD" die Venedig-Krimis. Der Film zu "Verschwiegene Kanäle", dem neuesten Band, der eben erst auf Deutsch erschienen ist, sei bereits fast fertig ... mehr

Carsten Sebastian Henn

Vier Wochen habe der Kölner Krimi-Autor Carsten Sebastian Henn an der Geschichte gefeilt, seine Protagonisten durch die Gemächer, herrschaftlichen Räume und die Außenanlagen begleitet. Jetzt sei er vollendet: Der Krimi "Hohenlimburg stirbt am besten", meldet die "Westfalenpost" am 18.06.2004. Im Rahmen des Krimi-Festivals "Mord am Hellweg – Tatort Region II", das vom 24. September bis 13. November stattfindet, wird Carsten Sebastian Henn den neuen Roman präsentieren ... mehr


Birgit C. Wolgarten

Der Roman "Und es wurde Nacht" sei der zweite Krimi der Kölnerin Birgit C. Wolgarten. Auch im Erstling "Land der Mädchen" (beide Prolibris Verlag) ermittelte Kommissarin Katja Sommer, weiß die "Ostsee-Zeitung" zu berichten. Allerdings breite Birgit C. Wolgarten ein Beziehungsgeflecht aus, dessen Maschen ein wenig zu weit seien, um die Charaktere der Handelnden wirklich tief gehend darzustellen ... mehr


Jasper Fforde

fforde-derfalljaneeyre Krimiabenteuer à la Monty Python: In Jasper Ffordes Paralleluniversum seien Romanfiguren ihres Lebens nicht mehr sicher, titelt Peter E. Müller in "Die Welt" vom 19.06.2004. Nach der Lektüre Jasper Ffordes "Der Fall Jane Eyre" (dtv) scheine nichts unmöglich. Der walisische Schriftsteller habe in seinem kruden Krimi eine zunächst höchste vertraut scheinende Parallelwelt erschaffen ... mehr


Donna Leon

leon-verschwiegene kanaele Es klinge vielversprechend, was die Klappentextdichter von "Diogenes" dem neuen Brunetti-Roman "Verschwiegene Kanäle" von Donna Leon mit auf den Erfolgsweg gegeben hätten, man könne gar denken, in diesem Buch liege Brisanz, es habe aktuelle Bezüge und sei deshalb praktisch mit Erscheinen Anfang Mai auf Platz eins der Belletristik-Charts gegangen, wo es sich seitdem stoisch halte, sinniert Gerrit Bartels im "taz Magazin" vom 19.6.2004. Doch der Fall liege einfacher: Bloß keine Überraschungen, auf den Inhalt komme es gar nicht so an ... mehr

Tipps der Schüler-Kritiker

In der "Berliner Morgenpost" vom 21.06.2004 empfehlen Schüler-Kritiker Krimis, Abenteuergeschichten und natürlich Fantasy-Romane. Denn am Mittwoch beginnen in Berlin die Sommerferien ... mehr

Chicano-Literatur

"Wir sind mehr als einfach nur halb Mexikaner und halb Amerikaner. Wir sind eine einzigartige Synthese aus beiden, eine Transformation, eine neue, dynamische Kultur." Seit etwa fünf Jahrzehnten lebt diese Idee in der Chicano-Literatur. Sie unterliegt interessanten Wandlungen. In Romanen der Chicanos kann man sie bestens verfolgen. Martin Zähringer gibt in der "Neuen Zürcher" vom 19.06.2004 einen Überblick (ein Blick über den Tellerrand – hat mit dem Genre nämlich relativ wenig zu tun) ... mehr

Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 11
kramp-spinner Der aktuelle KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, die No.11, der Sommer-Kurier ist soeben erschienen. Mit Besprechungen zu Büchern und Hörbüchern von Frank Schätzing, Horst Eckert, Gunter Gerlach, Peter Robinson, Ralf Kramp, Marshall Browne, Martin Suter, Jochen Senf und Hans Stempel, Martin Ripkens ... mehr
Von Gisela Lehmer-Kerkloh

18. Juni 2004

Frank Schätzing/Cornelia Funke

Das Fachmagazin "Buchmarkt" jubelt und präsentiert die heutige Folge der Nordtalkrunde "3nach9" als "Bücherfest", da mehrere Gäste der Sendung Bücher geschrieben haben. Neben Cornelia Funke, deren Roman "Tintenherz" bislang 250.000 mal verkauft wurde, wird auch Frank Schätzing, Autor des erfolgreichen Romans "Der Schwarm", Gast bei Teilzeitautorin Amelie Fried und dem neuen "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sein ... mehr


Robert Harris

Der britische Autor Robert Harris sei ein guter Handwerker, er webe in den Anfang der Kapitel des Romans "Pompeji" (Heyne-Verlag) Zitate aus Werken der Vulkan-Forschung ein und habe sorgfältig historische Details in seinen Roman aufgenommen, meint Doreén Pick bei "ntv". Einen Großteil der Faszination beziehe das Buch jedoch aus der heraufziehenden Apokalypse ... mehr


Donna Leon

Die Zeitschrift "Bücher" bietet doch Material im Internet an. In der Ausgabe vom Mai zum Beispiel ein Porträt der Autorin Donna Leon: Unerkannt lebt Krimidiva Donna Leon in ihrer Lieblingsstadt Venedig. Gerade ist der 12. Fall ihres "Comissario Brunetti" erschienen und wird schon mit Uwe Kokisch verfilmt. "bücher" war in der Lagunenstadt ... mehr


Jens Hagen †

hagen.jpgDer Schriftsteller Jens Hagen ist tot. Er erlag am 12. Juni im Alter von 60 Jahren einer langen und schweren Krankheit, wie Angehörige und Freunde am Mittwoch in Köln mitteilten. Hagen schrieb zahlreiche Hörspiele für den WDR, darunter auch die mehrfach ausgezeichnete Reihe um den kleinen Ganoven "Brunx". Im Verlag "Landpresse" veröffentlichte er seine "Haiku Criminale" . Jens Hagen gehörte mit zu den ersten Mitgliedern der Autorengruppe "Das SYNDIKAT" ... mehr


Pieke Biermann

kriminalreport Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Die Sendung am Sonnabend, 19. Juni 2004 im "infoRADIO/RBB" mit dem Titel "1001 Nacht und mehr" morgen auf "RBB infoRADIO 93,1" und in der Zeitung "Der Tagesspiegel":
Der "Blumenhändlermord" in Berlin-Lichtenberg, April 2003, ging durch die Medien. Ein Toter, eine Schwerverletzte. Ein Mittäter ist inzwischen verurteilt, der Haupttäter flüchtig. Isy Michelis, heute 25, war Augenzeugin im wörtlichen Sinn: Sie wechselte mit dem Mörder einen Blick.Seitdem ist sie traumatisiert. Eine Beziehung ging darüber zu Bruch, ihr Körper und ihre Seele rebellieren, sie fängt an, Geschichten zu erfinden wie Sheherazade. Mithilfe vom "Weißen Ring", der einzigen bundesweiten Organisation für die Rechte und Bedürfnisse der Opfer von Kriminalität, und dessen Mitarbeiterin Regina Geis findet sie langsam wieder zurück ins normale Leben ...
Inforadio/Archiv
Samstag im "Tagesspiegel"


Berlin kriminell

Mit den kriminellen Tatsachen nicht nur Berlins beschäftigt sich die Webseite "berlin kriminell". Neben einer wöchentlichen Vorschau auf Kriminalhörspiele im Radio gibt es eine Rezensionskolumne zum Krimi im Buch und als Zentrum Berichte aus der Berliner Gerichtsbarkeit. Dazu ein paar wirklich dienbare Links ... mehr


hördat

Für den engagierten Hörspielfreund sollte die Webseite "hördat" eine feste Klickadresse sein. Informationen zu 25971 Hörspielen vom ersten aus dem Jahr 1924 bis zu Hörspielen, die erst in der Zukunft zu hören sein werden, sind hier per Datenbank nach allen möglichen Suchkriterien abrufbar. Beim Hörspiel-Hören kann Hördat allerdings nicht helfen: es gibt hier keine Sound-Dateien, stattdessen können Sie erfahren, wann wo welches Hörspiel im Radio gesendet wird ... mehr


17. Juni 2004

Ingrid Black

black-dersiebtetag Recht uninspiriert zeigen sich seit geraumer Zeit die Werke im Subgenre Serienkillerroman, meinen die Kollegen von "kaliber. 38". Vielleicht liege daran, dass der Stoff in fast allen erdenklichen Formen und (Gewalt-)Exzessen bereits durchdekliniert sei. Eine dunkle Ahnung, dass eigentlich nichts mehr zu sagen sei, präge auch das Debüt "Der siebte Tag" von Ingrid Black – ein Pseudonym, hinter dem sich ein irisches Autorenpaar verbirgt. Das Buch sei ein "Dokument über die Leere des Sujets", findet Gerd Friedrich Marenke in seiner Besprechung "Profil und Neurose" ... mehr

Chandlers Welt

images/chandlerswelt Philip Marlowe ist die Ikone des coolen Detektivs der schwarzen Serie. Raymond Chandlers Romane und ihre Verfilmungen haben zugleich ein bestimmtes Bild der amerikanischen Westküste entworfen, dem der Fotograf Jonas Maron nun in einem Bildband nachspürt. Eine Besprechung in der "netzeitung" vom 16.05.2004 ... mehr

Das Böse in der Kunst

Die Debatten über das Böse in der Kunst scheinen heute nicht mehr so aktuell wie noch vor zehn Jahren. Mit zwei Antworten auf die Frage, weshalb wir künstlerische Darstellungen des Bösen lieben, beschäftigt sich Tan Wälchli in der "WoZ" vom 17.06.2004 ... mehr

Literaturmarkt Nordamerika

Auf der Buchmesse von Chicago werden die neuesten Tendenzen des US-amerikanischen Literaturmarkts sichtbar, die auch für den deutschen Markt von einiger Bedeutung sind. Was ist für das laufende und das kommende Jahr an literarischen Entwicklungen zu erwarten? Darüber unterhält sich im "Büchermarkt" Denis Scheck im Deutschlandfunk mit Ann-Britt Gehricke, Heike Friesel und Rainer Schulte. Der Beitrag ist per "real audio" oder "mp3" zu hören ... mehr

Dorothy Sayers

Neuerdings entstehen in einer Art posthumer Resteverwertung neue Lord-Peter-Geschichten: Nachdem die englische Schriftstellerin Jill Paton Walsh schon ein fragmentarisches Sayers-Manuskript zum Roman ("In feiner Gesellschaft") ergänzte, machte sie nun aus Artikeln ein Buch. Dorothy Sayers' 1939/40 erschienene Zeitungsgeschichten über den Kriegsalltag der Wimseys werden zu einem "allerletzten" Fall aufgeblasen: "Mord in mageren Zeiten. Ein Fall für Lord und Lady Wimsey" (Rowohlt). Eine kurze Besprechung in der "Berliner Zeitung" vom 17.06.2004 ... mehr

Den Anfang der Wimsey-Reihe könne man im gerade als Taschenbuch erschienenen Sayers-Erstling nachlesen. In "Ein Toter zu wenig" (Rowohlt) sei alles da, wofür man Dorothy L. Sayers' Bücher liebe: Ein sorgfältig konstruierter Fall, eigenwillige Figuren und die Ironie einer in bester Romantradition englischen Autorin, die ihre Helden ernst nehme und dabei ausgesprochen unterhaltsam bleibe ... mehr

Nina George

Die Autorin Nina George George-West alias Anne West schreibe erfolgreiche Sex-Ratgeber und trete jetzt im Hamburger "Erotic Art Museum" auf, meldet Armgard Seegers für das "Hamburger Abendblatt" vom 17.06.2004. Knapp 400.000 ihrer fünf "Gebrauchsanweisungen für das andere Geschlecht" habe Anne West, die mit 21 Jahren ihren ersten Ratgeber dieser Art schrieb – lange bevor es "Sex and The City" gab – bereits verkauft. Deutlich mehr jedenfalls als von den Krimis, die sie als Nina George schreibe. Neuerdings veröffentliche sie als Anne West auch "Schmutzige Geschichten" (alle im Knaur Verlag) ... mehr

Bayerns Literaturlandschaft

Bayerns Literaturlandschaft sei eine der abwechslungsreichsten Europas, meint die "Süddeutsche Zeitung" am 16.06.2004. Die Palette erfolgreicher Bücher aus dem Freistaat enthalte Romane, Krimis, Lyrik-Bändchen, Science Fiction, Kinderbücher, aber auch historische Werke und große Reise-Erzählungen. Die Rede ist von der Sammlung "Stadt, Land, Ort", die der "Süddetusche Verlag" herausgegeben hat. Die Autoren und Fotografen der SZ haben Krimi-Autoren wie die Allgäuer Volker Klüpfel und Michael Kobr und den Münchner Robert Hültner porträtiert, aber auch bayerische Volksdichter und kritische Heimat-Autoren besucht ... mehr

Mark Costello

Costello-ParanoiaDie Krimikolunne von Tobias Gohlis in "Die Zeit" Nr.26 vom 17.06.2004 beschäftigt sich mit den Grenzgängern der Literatur, den Pendlern zwischen Genre und der "Literatur". Und er konzentriert sich auf das Buch "Paranoia" (Goldmann) von Mark Costello, der behauptet, es handle sich bei diesem Roman auf keinen Fall um eine "crime novel". Dennoch, meint Tobias Gohlis: nach der Lektüre von "Paranoia" frage man sich verblüfft, warum vor Costello niemand auf die geniale Idee gekommen sei, den wahnwitzigen und Wahn erzeugenden Berufsalltag von Sicherheitsbeamten als Metapher für den entseelten Zustand unserer Gesellschaften auszuleuchten ... mehr

Saskia Noort

noort-eetclub Die Niederlande, dieses relative kleine Land, bringt nicht nur regelmäßig aussergewöhnliche Fußballer hervor, es hat nicht nur eine fabelhafte Krimiseite wie crimezone-nl, jetzt hat es auch eine Krimiautorin, die vom Stand weg mit ihrem Krimi "De Eetclub" Platz 1 der holländischen Bestsellerliste belegt hat: Saskia Noort. 50.000 Exemplare sind seit dem Erscheinungstermin (18. Mai) verkauft und nicht nur das: auch die Rechte haben schon Abnehmer gefunden: ihre beiden Krimis "Terug naar de kust" und "De Eetclub" hat der "Rowohlt Verlag" für einen fünfstelligen Betrag gekauft, wie der niederländische Verleger Chris Herschdorfer vom Verlag "Ambo/Anthos" dem Internetportal "Crimezone" mitteilte.
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Dabei hatte es "De Eetclub" nicht leicht, Platz 1 der Bestsellerliste zu erreichen. Lange stand dort Karin Fossums Buch "Kijk niet achterom", das mit 3,98 Euro wesentlich preiswerter ist als "De Eetclub" mit seinen 18,50 Euro. Ein Riesenerfolg, zudem das Buch auch für den bedeutendsten niederländischen Krimipreis "Gouden Strop" nominiert worden ist, dessen Sieger im Rahmen des "Maand van het Spannende Boek" am 23. Juni 2004 bekanntgegeben wird ... ... mehr

16. Juni 2004

Peter O. Chotjewitz

Im engeren Sinne sei chotjewitz-urlaubaufdemland der Kriminalroman "Urlaub auf dem Land" (Verbrecher Verlag) von Peter O. Chotjewitz ein Detektivroman, schreibt Walter Hick in seiner Besprechung für die "F.A.Z" (präsentiert von bücher.de). Der gegen Ende der achtziger Jahre geschriebene Kriminalroman erscheint erst jetzt zum 70. Geburtstag des Autors. Der trotz der Parodie auf Klischees sprachlich nicht eben zimperliche Kriminalromane biete Spannung und leichtgeschürzte Unterhaltung. Langweilig geschrieben hätte Chotjewitz noch nie. Doch hier hängen die Trauben für den Leser wohl doch zu tief ... mehr

Marco Vichi

vicci-dasgeheimnisdersignora.jpg"Das Geheimnis der Signora" (Lübbe) von Marco Vichi sei ein vergnüglicher und kurzweiliger Krimi, obwohl der eigentliche Fall gar nicht im Vordergrund stehe, meint Ingo Frommer im "ZDF" am 16.06.2004. Marco Vichi mache aus seinem Helden Commissario Casini eine Charakter-Studie eines Italieners in den 60ern. Vichi fessele den Leser durch die intensive Beschäftigung mit Casini und seinen Gedanken und habe einen Humor, der sich schnell auf den Leser übertrage ... mehr

15. Juni 2004

Val McDermid

Millionen Menschen lesen ihre Krimis und auch das Fernsehen hat ihre raffinierten Geschichten inzwischen für sich entdeckt. Viele haben ja unsere Befragung mit Val McDermid gelesen. Val McDermid Auch die Zeitschrift "Brigitte" hat bei der Autorin nachgefragt: Ein Interview mit der schottischen Krimi-Autorin Val McDermid finden Sie beim Onlineauftritt der auflagenstarken Frauenzeitschrift und zwar .... hier

Alfred Komarek

komarek-dievillen.jpgVier Romane lang durften Alfred Komareks ’ Leser den gemütlichen Polizisten Simon Polt bei seinen Ermittlungen durchs österreichische Weinviertel begleiten, mit ihm durch die Weinkeller streichen, die Landschaft und die Leute kennen lernen. Die Hauptrolle aber hatte das Weinviertel und Simon Polt war so etwas wie die Personifizierung dieser kleinen Welt. Nun kommt Käfer, meint Frank Rumpel im Magazin "Titel". Mit seinem neuen Roman "Die Villen der Frau Hürsch" (Haymon-Verlag) habe sich Alfred Komarek nun dem steirischen Salzkammergut, genauer dem Ausseerland gewidmet. Der Ton sei ganz ähnlich wie in den Polt-Romanen ... mehr

Die neuen Stimmen des deutschen Krimis

Der Kriminalroman gewinne zunehmend an literarischer Achtung. In gewisser Weise liefere der Krimi heute mit modernen Mitteln die Fortsetzung des etwas aus der Mode gekommenen Gesellschaftsromans, erläuterte Jochen Vogt, Professor für Germanistik an der Universität Essen-Duisburg, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur "ddp". Der deutsche Kriminalroman der Gegenwart ist auch Thema des von Vogt geleiteten zweitägigen Workshops "Die neuen Stimmen des deutschen Krimis" , der vom 17. Juni – 18. Juni 2004 im "Kulturwissenschaftlichen Institut" in Essen stattfindet und zu einem Treffen von Experten der Gattung werden soll. Ob die im Internet veröffentlichten Referenten tatsächlich teilnehmen, bleibt aber fraglich (weder angefragt, noch eingeladen, somit auch nicht teilnehmend ist der auf der Liste stehende Thomas Wörtche) ... mehr

14. Juni 2004

Robert Hültner

hueltner-inspektorkatejanunddiebetruegerMeisterhaft mische sich in dem Roman "Inspektor Kajetan und die Betrüger" (btb) von Robert Hültner Erfundenes mit Wahrem, nicht nur die Gestalt des Betrügers Toussaint habe ein echtes Vorbild und es schleiche sich der Verdacht ein, dass Hültner die Vergangenheit nur deshalb dermaßen seziere, um den Verstrickungen der Gegenwart besser auf die Spur kommen zu können. Ein Beitrag von Elisabeth Jändl am 13.06.2004 im "ZDF" ... mehr

Thea Dorn

dorn-die brut Die Sängerin, Dramatikerin, Fernseh-Moderatorin, Philosophiedozentin für Ethik und Moral und die angeblich brutalste Krimiautorin Deutschlands mit einem offensichtlichen Faible für Pathologie und weibliche Gewalt Thea Dorn habe in ihrem neuen Buch "Die Brut" (Goldmann) drei Bücher in einem geliefert: "Die Brut" beginne als Gesellschaftssatire, drifte dann in einen Neue-Mutter-Frauenroman ab, um im letzten Teil als Krimi zu enden – ein Krimi allerdings, der eigentlich eine Gesellschaft- und neue-Mutter-Frauenromansatire sei, findet Barbara Garde am 13.06.2004 bei der "Deutschen Welle" ... mehr

Donna Leon

leon-verschwiegene kanaele Nun sei das Dutzend also voll, und die Fans des venezianischen Kriminalkommissars Brunetti könnten sich damit eigentlich auch zufrieden geben. Die aus Amerika stammende Wahlitalienerin Donna Leon habe ihnen jahrelang spannende Krimis mit kulturellem Flair, Charme und einer gehörigen Portion Unterhaltungswert geliefert, meint Hanno Murena bei der "Deutschen Welle". Nun aber, in Commissario Brunettis zwölftem Fall, wirken Sujets und Figuren ausgereizt. "Verschwiegene Kanäle" (Diogenes) , sowie der amerikanische Originaltitel "Uniform Justice", liessen zwar sofort eine spannende Story erwarten – doch könne die Autorin diesmal nicht alle Erwartungen erfüllen ... mehr

Neues von der Krimi-Couch

Neu bei den Kollegen von der Krimi-Couch:
Lars Schafft hat nicht nur die Verlagsvorschauen des Herbstes durchgeackert, sondern auch die Programmiermaschine angeworfen und präsentiert in der Rubrik "Krimi-Neuerscheinungen" nun eine an Sortiervariablen unglaublich reiche Suchmaschine für Krimititel bis zum April 2005!
Ausserdem: Zum "Krimi des Monats" Juni wählte die Redaktion den Roman "Der Tod kommt in Schwarz-Lila" (Leda Verlag) von Ulrich Hefner.
Und es gibt unter anderem Rezensionen zu
-Alicia Gimenez-Bartlett: "Piranhas im Paradies",
-Siegfried Strauch : "Die Unbekannte aus der Themse"
-Manuel Vazquez Montalban: "Der letzte Bolero"
-Frank Schätzing: "Der Schwarm"
...

William S. Cohen

Die Chinesen greifen nach der Weltmacht, und der amerikanische Verteidigungsminister stirbt bei einem Anthrax-Attentat. William S. Cohen, der dieses Amt unter Bill Clinton selbst bekleidet hatte, habe mit dem Roman "Die Verschwörer" (Limes) einen beklemmenden Thriller geschrieben,meint die "netzeitung" ... mehr

Ulrich Knellwolf

Eine wilde Story von Seeräuberei, Wiedertäufern und Galeerenstrafen, dazu ein ausgesucht exquisites Essen und beides mit einer gewissen sympathischen Extravaganz serviert. Der Schriftsteller und Theologe Ulrich Knellwolf las vor und die Gästerunde genoss sowohl das literarische wie auch das kulinarische Menü. Ein Bericht von Bernadette Reichlin in "Der Zürcher Oberländer" vom 14.06.2004 ... mehr

Martin Prinz

Mit dem 2002 erschienenen Romanerstling "Die Räuber" habe Martin Prinz mehr als eine Talentprobe abgelegt, schreibt Friedrich Hahn in "Die Presse" vom 12.06.2004. Die Nagelprobe folge meist mit dem zweiten Buch. "Puppenstille" (Jung und Jung Verlag) lese sich wie ein Krimi, eine Genrebezeichnung fehle jedoch. Nur der Untertitel "Inspektor Starek geht zu weit" gebe einen schüchternen Hinweis ... mehr

Walter Passian

Mit seinen Kriminalromanen, die in bekannten Gefilden spielen und bis in die kleinsten Details hinein authentisch sind, habe sich Walter Passian vor einigen Jahren in ein neues Genre vorgewagt, meint Ulrike Schäfer in der "Wormser Zeitung" vom 12.06.2004. Sein Erstling "Mord am Geyersberg", der in der Region Oppenheim angesiedelt ist, erschien jetzt in dritter Auflage; der Nibelungen-Worms-Krimi "Tief im Rhein" wurde zum zweiten Mal aufgelegt; "Höhlengesänge", der nach Meinung vieler der bisher gelungenste Roman ist, stagniere indessen ein bisschen ... mehr

Kalender

14. Juni
chesterton-gk.jpg Am 14. Juni 1936 stirbt Gilbert K. Chesterton in in Beaconsfield (* 29. Mai 1874 in London). Der heute vor allem durch seine Geschichten um Father Brown bekannte Schriftsteller war zu seiner Zeit ein berühmter Journalist, Kritiker und Schriftsteller. In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.

Durch die Verfilmung seiner Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 50ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 50er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft".
( wikipedia.de)
Infos bei ... krimi-couch.de , Thomas Wörtche/kaliber. 38 bibliomaniac.de, beim "SWR2", , kathsurf.at , Freitag , Jungle World, oeko.net, Wiener Zeitung , Ulrich Greiner , BBC (engl.)



Manuel Vázquez Montalbán
Am 14. Juni 1939 wird Manuel Vázquez Montalbán in Barcelona geboren († 18. Oktober 2003 in Bangkok).
montalbanMontalbán wurde international bekannt durch die Kriminalromane um den von ihm erfundenen Privatdetektiv, Ex-Kommunisten, Ex-CIA-Agenten und Feinschmecker Pepe Carvalho, in denen er sich auch kritisch mit der spanischen Gesellschaft nach der Franco-Diktatur auseinandersetzt.
Der äußerst produktive Schriftsteller verfasste neben Prosa auch Lyrik, Essays, Theaterstücke, politische und zeitgeschichtliche Bücher sowie Kochbücher. Er schrieb eine regelmäßige Kolumne für die bedeutendste spanische Tageszeitung El País sowie eine große Zahl von Artikeln für Zeitschriften.
Der italienische Schriftsteller Andrea Camilleri, ein großer Verehrer von Montalbán, benannte seinen eigenen Serienhelden, einen sizilianischen Kriminalkommissar, nach Montalbán: Commissario Salvo Mantalbano. (Info: wikipedia.de)
Weitere Infos: Nachruf von Albrecht Buschmann in der "Neuen Zürcher" vom 20.10.2003; krimi-couch, Interview bei ARTE ,Die Welt , taz , FAZ

13. Juni 2004



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13. Juni

sayers-dorothy.jpeg Am 13. Juni 1893 wird Dorothy Leigh Sayers in Oxford geboren. († 17. Dezember 1957 in Witham). Sie wurde am Sommerville College in Oxford ausgebildet und machte einen Abschluss mit einer erstklassigen Note in modernen Sprachen – sie war eine der ersten Frauen überhaupt, die an dieser Institution einen Abschluss machte. Sie arbeitete als Lehrerin und später als Werbetexterin in einer Werbeagentur (Bensons) in London. Das gab ihr einen wertvollen Einblick in die Werbebranche, den sie im Krimi "Mord braucht Reklame" (Murder Must Advertise) verwendete. Sie heiratet 1926 Captain Oswald Atherton Fleming, die Ehe verlief unglücklich. Ihren unehelichen Sohn ließ Dorothy L. Sayers bei einer Cousine versteckt aufwachsen.
Dorothy L. Sayers (sie bestand auf dem "L." und sprach ihren Namens wie "Ssährs" aus) ist vermutlich am bekanntesten für ihren Amateurdetektiv Lord Peter Wimsey. Dieser englische Aristokrat ist Held einer Reihe von Krimis, sowohl in Romanen als auch in Kurzgeschichten. In vier Geschichten kommt auch Harriet Vane vor, eine Kriminalschriftstellerin und Amateurdetektivin, die letztendlich Lady Peter Wimsey wird. Sayers schrieb auch eine Anzahl von Kurzgeschichten über die Figur Montague Egg, ein Weinverkäufer, der auch kriminalistische Rätsel löst.
Sayers selber befand ihre Übersetzung von Dantes "Göttlicher Komödie" ins englische als ihre beste Arbeit. Sie schrieb auch religiöse Essays und Schauspiele.
Als sie 1957 starb, hinterließ sie eine Reihe von Briefen und Fragmenten, die jetzt von der für den Booker-Preis nominierten Autorin Jill Paton Walsh kongenial zum letzten Fall von Lord Peter weitergesponnen wurden: "Mord in Mageren Zeiten".

Info und Bibliographie bei wikipedia.de, www.sayers.de, www.wdr.de , krimi-couch.de, krimi-forum.de, Michael Dalock-Schmidts Krimiseite, www.schwarzaufweiss.de, www.sayers.org .

12. Juni 2004



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12.Juni

Am 12. Juni 1955 wurde Regula Venske Minden/Westfalen geboren. Venske_Regula Regula Venske studierte nach dem Abitur (1974) vier Semester Jura in Heidelberg und von 1976-1981 Germanistik und Anglistik in Hamburg. Nach dem 1. Staatsexamen (1981) lehrte sie von 1982 bis 1986 an der Universität Hamburg, der FU Berlin und als Lektorin an der University of London. 1987 promovierte sie zum Doktor phil und ließ sich als freie Autorin und Journalistin in Hamburg nieder.
1996 wurde sie für "Rent a Russian" mit dem Deutschen Krimipreis, 1997 für ihr Gesamtwerk mit dem Schriftstellerstipendium des Hamburger Lessing-Preises ausgezeichnet.
Infos und Bibliographie:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren.
Interview Criminale 2004, Schwarze Hefte, Interview Radio Bremen.




Henry Slesar
Wallace Am 12. Juni 1927 wird der amerikanische Schriftsteller Henry Slesar (eigentlich Schlosser) als Sohn russlanddeutscher Einwanderer in New York geboren. († 2. April 2002 im Alter von 74 Jahren in New York).
Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete.
Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Einen "friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Begabung (natürlich nur auf literarischem Gebiet)" nannte ihn Alfred Hitchcock, für den er über 50 Fernsehdrehbücher geschrieben hat. Dem Fernsehen verkaufte der junge Absolvent einer Design-Schule auch seine ersten Arbeiten, als er ab 1945 tagsüber in einer Werbeagentur für Klienten textete und abends für sich.
Die "Mystery Writers of America" verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den "Edgar Allan Poe Award", und 1974 erkannte die "National Academy of Television of Art & Sciences" ihm für die Krimiserie "The Edge of Night" den "Emmy" zu.
Info und Bibliographie bei Diogenes Verlag, epilog.de, Joachim Kalka in der "NZZ" (mit einigen abweichenden Daten) .

11. Juni 2004

Beckmanns Meinung

In der Kolumne "Beckmanns Meinung" im Fachmagazin "Buchmarkt" stellt Gerhard Beckmann die provokative Frage: "Warum erreichen gegenwärtig so viele Krimis und Thriller nicht einmal mehr die Qualität von billigem Dosenfisch? Ein Plädoyer an unsere Verlage, endlich originelle deutschsprachige Autoren aufzubauen und zu pflegen." Beckmann dehnt die Kritik von Wolfram Knorr in der "Weltwoche" Ausgabe 23/04 am Fernsehkrimi auf die Buchsparte aus ... mehr

Petros Markaris

markaris-live In dem Roman "Live" (Diogenes) des griechischen Erfolgsautors Petros Markaris erfahre man mehr über Athen als alle Reiseführer zusammen. In seinen gesellschaftskritischen Romanen schlüpfe Markaris in die Rolle seines Kommissars Haritos, mit dem er die Hassliebe zu Athen teile, meint Wolfgang Herles in seinem Bericht, der heute, Freitag, 11. Juni 2004 um 22.30 Uhr in der Kultursendung "aspekte" gesendet wird. ... mehr

Ulrich Ritzel

Ritzel-hunddespropheten Aus seinem vierten und neuen Berndorf-Krimi "Hund des Propheten" (Libelle) las der frühere Journalist Ulrich Ritzel in Esslingen und fesselte sein Publikum mit detailgenauen Beschreibungen, skurrilen Beobachtungen voll Situationskomik und Spannung. Ritzel, ein erfahrener Gerichtsreporter, wisse, wovon er schreibe, genaue Milieustudien, detaillierte Recherchen, präzise Darstellungen und ein mehrschichtiger, durchwobener Plot zeichnen das Buch aus, schreibt Elke Eberle in der "esslinger Zeitung" vom 10.06.2004 ... mehr

Wahre Kriminalfälle

Detective Sergeant Bob Peters ist eigentlich in einer komfortablen Lage. Der Kriminalkommissar von der australischen Bundespolizei untersucht einen Mordfall und weiß, wo der Täter zu finden ist. Vielleicht hat er ihn gar schon vernommen. Der Verdächtige ist jedenfalls namentlich bekannt. Er gehört zu den 2771 Frauen, Männern und Kindern, die zu jener Stunde auf Norfolk Island waren, in der Janelle Patton dort eines gewaltsamen Todes starb. Ein Bericht von Christoph Albrecht-Heider in der "Frankfurter Rundschau" vom 08.06.2004 ... mehr

Gumshoe News

Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die "Crime Writers of Canada (CWC)" haben am 9. Juni 2004 die Gewinner des "Arthur Ellis Awards 2004" bekanntgegeben. Für den besten Roman ausgezeichnet wird Giles Blunt – "The Delicate Storm" (Random House Canada). Die weiteren Preisträger erfahren Sie
hier


David Cronenberg

Mit der beklemmenden Psychostudie "Spider" meldet sich David Cronenberg, 61, nach längerer Pause im Kino zurück. SPIEGEL ONLINE sprach mit dem Kultregisseur ("Die Fliege", "Naked Lunch") über seinen Flirt mit Hollywood, den Reiz des Extremen und den Genre-Film als Deckmantel ... mehr

Crimezone Magazine

crimezone
Die wie immer vorbildlich gestaltete neue Ausgabe des niederländischen "Crimezone"-Magazins ist online. In der Juninummer finden Sie Interviews mit Mark Mills und Leslie Silbert, ein Dossier über Henning Mankell, eine Kurzgeschichte von Bavo Dhooge. Das alles ist natürlich in, wie wir Rheinländer sagen, holländisch, was uns aber recht gut von der Hand geht ... mehr

Georges Simenon

Thomas Wörtche ist bekennender Simenon-Fan – images/simenonpfeife.jpg geworden muss man ergänzen, denn Simenons Bücher haben ihn nicht gleich bei der ersten Lektüre gepackt, erfahren wir von "kaliber. 38", wo ein Aufsatz zu lesen ist, den Herr Wörtche anlässlich des 100. Geburtstages Georges Simenons im vergangenen Jahr in Bremen gehalten hat. In seinem Beitrag "Präzise zeittypisch und dennoch zeitlos präzise" untersucht er das Erfolgsrezept Simenons und versucht zu klären, warum Simenon süchtig macht.
In dem Zusammenhang sei auch auf Thomas Wörtches Simenon-Vortrag "Das Versagen der Kategorien" aus dem Jahre 1997 hingewiesen, der auch bei den Kollegen von "kaliber. 38" nachzulesen ist ...

Mord und Totschlag

baycitybluesg Auf der komplett neu gestalteten Website der Literaturzeitschrift "Am Erker" findet sich jetzt schon die neue Ausgabe von "Mord & Totschlag" und auch weitere Textproben aus der Nr. 47, die in einer Woche gedruckt vorliegen wird. Joachim Feldmann hat sich diesmal auf drei Bücher und ein Hörbuch konzentriert, was ihm mehr Raum für seine prägnanten Bewertungen lässt. Und auf diese Bewertungen freuen wir uns von den Alligatorpapieren jedes Mal! Ach ja: besprochen werden Andrew Wilsons Highsmith-Biographie "Schöner Schatten", der Bankenskandalkrimi "Die Raffkes" von Jacques Berndorf, Petros Markaris Roman "Live! Ein Fall für Kostas Charitos" und das Hörbuch von Raymond Chandler "Bay City Blues", gelesen von Christian Brückner . ... mehr

Leonardo Padura

padura-handeldergefuehle Auch kritische Stimmen gibt es zum Roman "Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) von Leonardo Padura, dessen Havanna-Trilogie in fast allen Medienberichten hoch gelobt wird. Der zweite Teil ("Handel der Gefühle") des Havanna-Quartetts bleibe deutlich hinter dem ersten überaus überzeugenden Teil ("Ein perfektes Leben") zurück, findet Anselm Brakhage im Magazin "Titel". Ihm fehle über weite Strecken die unmittelbare Inspiriertheit, die einem die Figur des Conde im ersten Buch noch so sympathisch nahe gebracht habe ... mehr

9. Juni 2004

Martin Compart

Gut, daß es aufmerksame Fachmagazine gibt. Ohne den "Buchmarkt" hätten wir sonst nicht erfahren, daß Martin Compart , den manche schon seit über vierzig Jahren im Geschäft vermuten (Ullstein, Bastei, Dumont etc.) heute erst 50 wird! Die Alligatorpapiere gratulieren dem streitbaren Krimi-Aficionado herzlich ... mehr

US-Krimiserie "Cold Case"

Die von Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik") und Jonathan Littman produzierte und von Meredith Stiehm ("Emergency Room") geschriebene US-Krimiserie "Cold Case" befasse sich auf für US-Serien neue Art mit dem Krimi-Genre, schreibt Silke Böttcher in der "Berliner Morgenpost" vom 09.06.2004. Nicht die gerade in amerikanischen Fernseh-Krimis so häufige wilde Action erzeuge die Spannung in "Cold Case". Es gebe weder Verfolgungsjagden noch Schusswechsel. Allein die Protagonisten tragen die Handlung ... mehr

Jeffrey Eugenides

Nach seinem Romanerfolg "Middlesex" gehört Jeffrey Eugenides zu den bekanntesten amerikanischen Schriftststellern in Deutschland. Markus Reiter hat sich für die "Stuttgarter Zeitung" vom 09.06.2004 mit ihm über den Erfolg der jüngeren US-Autoren und über die Unterschiede seiner Geschichten zur und seine Meinung über Genreliteratur unterhalten ... mehr

Jerry Cotton und kein Ende

Vor 50 Jahren trat Jerry Cotton als FBI-Agent in New York seinen Dienst an. Sehr lange auch schreibt Horst Friedrichs für die Serie: Über 350 Cotton-Romane hat er in 36 Dienstjahren verfasst und dabei erstaunliche moralische Standfestigkeit bewiesen. Doch der Heftroman habe, trotz gigantischer Auflage, noch immer ein Imageproblem, meint Frank Schäfer in der "Neuen Zürcher" vom 09.06.2004 ... mehr

Der Historienroman als Geldmaschine

Das Mittelalter boomt: Historische Romane beherrschen die Bestsellerlisten. Johanna Krauskopf versucht sich für die "Passauer Neue Presse" vom 09.06.2004 an einer Analyse ... mehr

Kirche und Krimis

Etwas abseits vom Getriebe des Kirchentages wird am Sonnabend, dem 19. Juni, in Emden ein Thema angeboten, das sich mit "Schuld und Sühne im Kriminalroman" befasst. Entwickelt habe das Thema ein leidenschaftlicher Fan zeitgenössischer Krimis, der lutherische Pastor Christoph Jebens, meldet die "Emder Zeitung" vom 09.06.2004 ... mehr

Krimitipps

Ulrich Noller hat bei "WDR 5" am 07.06.2004 in der Sendung "Neugier genügt" seine Krimitipps für den Juni gesendet. Das Manuskript bietet der WDR im Netz an und so können Sie lesen was Ulrich Noller von folgenden Büchern hält: "Tödliche Wasser" von Mathias Körner, Stefan Beuses "Lautlos" und "Ein allzu schönes Mädchen" von Jan Seghers ... mehr



Kalender
9.Juni

Am 9. Juni 1956 wurde Patricia Cornwell in Miami / Floria geboren. Ihre Kindheit erlebte sie traumatisch, studierte am Davidson College in North Carolina. cornwell-patricia.jpeg Während des Studiums begann sie praktisch als "Therapie" zur Auf- und Verarbeitung ihrer Kindheit mit dem Schreiben: Patricia Cornwell fing beim "Charlotte Observer" als Polizeireporterin an (Info: krimi-couch.de). Sie arbeitete als Gerichtsreporterin und Computerspezialistin in der forensischen Medizin, bevor sie für ihre Thriller um Kay Scarpetta in den USA, in Großbritannien und Frankreich mit hohen literarischen Auszeichnungen bedacht wurde. Seit 2000 forschte Patricia Cornwell nach der wahren Identität von Jack the Ripper und investierte mehrere Millionen Dollar ihres Privatvermögens in die Recherche. Die Autorin lebt in Richmond, Virginia, und Malibu.
Infos und Bibliographie:
Homepage der Autorin.
krimi-couch.de, geo.de, abebooks.de, Random House, thomas hettche.de , dykeworld.de,Mark Benecke, medical-thriller.de, IASL online.de, ZDF.de, Fanseite, perlentaucher.de, Kolja Mensing/taz, kulturreport/ARD.


8. Juni 2004

Adel & Nazis

Spion im Hause Habsburg. Die Geschichte wirkt, als wäre sie einem Agentenfilm entnommen. Die Handlung: erfüllt vom Irrationalen und Realen, das im Verhältnis zwischen Adel und Nationalsozialismus möglich war. Orte der Handlung: Wien, Paris, Berlin, Moskau. Handelnde Charaktere: vom opportunistischen Kollaborateur bis zum NS-Gegner, vom Spitzenmann der Gestapo bis zum Enthüller. Der Fall: bis heute vollkommen unbekannt. Die Zeitschrift "Profil" behandelt im 3. Teil der Reihe "Adel & Nazis" den Fall Leopold Salvator. Seine Erben wollen NS-Opfer-Entschädigung. Was bis heute niemand weiß: Der Habsburger war Spion des Dritten Reichs ... mehr

Anne Rice

rice-blutundgold.jpg In ihrem Buch "Blut und Gold. Aus der Chronik der Vampire." (Hoffmann und Campe) führe Anne Rice den Leser gewandt, ohne sich jedoch in geschichtlichen Einzelheiten zu verlieren, durch die Geschichte der Menschheit vom römischen Imperium bis an eine unbestimmte Stelle des letzten Jahrtausends, schreibt Karin Ebeling in der "Berliner Literaturkritik" am 07.06.2004. Sie erzähle dem Leser eine märchenhafte Geschichte mit liebens- und hassenswerten Charakteren, die stets spannend und fesselnd geschrieben sei. Zwar hätten "Blut und Gold" auch rund 100 bis 200 Seiten weniger gut getan, doch das eigentliche Manko seien die letzten zehn Seiten ... mehr

Bergischer Krimiwettbewerb

bergischerkrimiwettbewerb.jpgWenn Miss Marple und Co. vor der Haustür des Lesers ermitteln, dann gibt das einem Krimi einen besonderen Reiz. So existieren mittlerweile verschiedene Krimireihen mit regionalem Bezug. Auch im Bergischen Land wird bereits ermittelt. Was es aber noch nicht gibt, ist eine Sammlung mit bergischen Kurzkrimis. Das soll sich jetzt ändern: Der RGA-Buchverlag in Remscheid schreibt gemeinsam mit den Thalia-Buchhandlungen in Remscheid, Solingen und Wuppertal den ersten "Bergischen Krimiwettbewerb" aus. Andrea Kargus berichtet für den "Remscheider General-Anzeiger" vom 08.06.2004 ...
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Roger Graf

Die Stimme Philip Maloneys, des Sonntagdetektivs von DRS 3, kennt die halbe Schweiz. Den Mann hinter der Stimme und den Schöpfer Maloneys erlebten die Seeländer an der Kriminacht auf dem Bielersee hautnah: Roger Graf, sein Erfinder, und Michael Schacht, der ihm die unverkennbare Stimme leiht, berichtet Barbara Siegrist im "Bieler Tagblatt" vom 08.06.2004 ...
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Jacques Berndorf

Seine "Eifel-Krimis" sind auf jeder Bestsellerliste zu finden. Auf Einladung der Buchhandlung Röber am Marktplatz las Autor Jacques Berndorf alias Michael Preute im Theaterkeller aus seinen Werken. Ein Bericht von Achim Schiff für die "AZ" vom 08.06.2004 ...
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1. Mordsommernacht auf Burg Nideggen

Am Samstag, 19. Juni 2004 findet auf der Burg Nideggen die 1. Mordsommernacht statt, meldet die "Aachener Zeitung" vom 08.06.2004. Der Kabarettist Achim Konejung und die Autoren Jacques Berndorf, Carola Clasen, Ralf Kramp und Hubert vom Venn werden im historischen Gemäuer vom Dach des Burgfrieds, über den Burggraben bis hin zum Verließ lesen ...
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Gumshoe News

Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Sue Grafton erhält am 18. September den "Ross Macdonald Award" des "Santa Barbara Book Festival".
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Kalender
8.Juni

Am 8. Juni 1947 wurde Sara Paretsky in Ames, Iowa geboren. Sie studierte an der University of Kansas und promovierte 1977 paretsky-sara.jpg in Geschichte. Weil Stellen für Historiker knapp waren, machte sie anschliessend an der Universität von Chicago das MBA. Während den folgenden 10 Jahren arbeitete sie als Marketing Manager einer Chicagoer Versicherungsgesellschaft.
Schon mit 11 Jahren veröffentlichte sie ihre erste Geschichte.
Schon als Kind wollte Sara Paretsky Schriftstellerin werden. Aber erst als sie um die Dreissig war, beschloss sie, selber ein Buch zu schreiben:
"I loved detective fiction, but I was troubled by the way women were traditionally portrayed in that genre — they always seemed to be either evil or powerless. I thought it was time for a tough, smart, likable female private investigator, and that’s how VI came to life."
(Ich liebte Detektivgeschichten, aber es gefiel mir nicht, wie Frauen in diesem Genre traditionellerweise dargestellt wurden - sie schienen immer entweder böse oder ohnmächtig zu sein. Ich dachte die Zeit sei reif für eine toughe, schlaue und liebenswerte Privatdetektivin und so wurde V.I. geboren.)
Die ersten drei Kurzgeschichten mit V.I. Warshawski schrieb Paretsky, während sie noch Vollzeit arbeitete. 1986 gründete Paretsky "Sisters in Crime".
Paretsky ist mit ihren V. I. Warshawski-Krimis bekannt geworden. 1991 wurde ihr Krimi Deadlock (1984) mit Kathleen Turner in der Hauptrolle verfilmt. Der Verkauf der Filmrechte ermöglichte es Paretsky, ihre Stelle aufzugeben. Seitdem widmet sie sich ganz dem Schreiben. Paretsky lebt in Chicago
Infos und Bibliographie: krimi-couch.de, wikipedia.de, Pieke Biermann, Rezension, Pieke Biermann, Interview 1, Pieke Biermann, Interview 2 1, Kalenderblatt BR online, Homepage Sara Paretsky.

7. Juni 2004

Buchkultur "Krimi-Spezial"

Alles rund um das beliebteste Lesethema des Sommers – Spannung, Krimi, Abenteuer – bietet das Buchkultur "Krimi-Spezial", das am 28. Juni erscheinen wird. Präsentiert wird u.a. einen Beitrag über "Krimis am Bosporus", Gespräche mit Krimiautoren (wie etwa dem Felidae-Erfinder Akif Pirincci) und natürlich "Die besten Krimis der Saison", die von einer internationalen Jury exklusiv für Buchkultur bewertet wurden. Auf den neu gestalteten Internetseiten der "Buchkultur" werden alle Titel aufgelistet, die von der Jury für den besten Krimi der Saison genannt wurden ...

Patrick Boman

bomanjosaphatpeabody Ein schwergewichtiger Inspektor auf Mördersuche im kolonialen Indien. Der junge Frankfurter "Zebu Verlag" veröffentlicht den aktuellsten Krimi einer vielversprechenden Reihe aus Frankreich: "Josaphat Peabody geht fischen" von Patrick Boman. Boman zeichne ein detailreiches und farbiges Bild des kolonialen Indien, wenngleich er die Handlung auf wenige Schauplätze reduziere. Die Geschichte sei spannend, pointiert und höchst unterhaltsam erzählt, meint Frank Rumpel im Magazin "Titel" ... mehr

Alain Demouzon

Die Art und Weise, wie Alain Demouzon seinen Kommissar Melchior im Roman "Der ungeklärte Mord. Ein Fall für Kommissar Melchior" (Goldmann) in Szene setze, begeistere, denn der sympathische Typ im zu großen Dufflecoat und Tweedhut habe nur eins im Sinn: Wahrheit und Gerechtigkeit trotz aller Widerstände. Es handele sich um ausgefeilte Prosa, psychologisch tiefgründig und gut konstruiert, schreibt Frank Kaufmann im Magazin "Titel" ... mehr

Jan Seghers

seghers Es gebe einen neuen Ermittler in der deutschen Kriminalliteratur. Schon wieder einen, möchte aufstöhnen, wer als Flaneur durch die Buchhandlungen streift und die mit dicken Krimischmökern vollgepackten Novitätentische sich anschaut, schreibt Jürgen Lentes in der "Jungen Welt" vom 07.06.2004. Doch diesmal läge der Fall anders. Aus zwei Gründen. Hinter dem Autor Jan Seghers verberge sich niemand anderes als der Frankfurter Schriftsteller, Essayist und Kritiker Matthias Altenburg. Das habe im Vorfeld für gehörig Aufsehen gesorgt. Altenburg, der "Ballermann aus Bornheim", so der Spitzname des scharfsinnigen und provokativen Beobachters des Zeitgeists, habe einen Kriminalroman geschrieben! – "Geht das denn zusammen? Es geht" ... ... mehr

Julie Parsons

Neues von Julie Parsons, der derzeit einzigen renommierten Krimiautorin Irlands. "Sündenherz" (Droemer) heiße ihr jüngstes Buch, und wieder gehe es um Schuld und Sühne und ein lange zurückliegendes Verbrechen, meint Petra Pluwatsch im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 05.06.2004. Manche Passage hätte man sich straffer gewünscht, manche Nebenhandlung erweise sich als überflüssig und hemmt unnötig den Erzählfluss. Dennoch spannendes Lesefutter, das unter die Haut gehe ... ... mehr

Anke Cibach

Die Autorin Anke Cibach habe mit ihrem Schwarzen Heft "Das Phantom vom Fischmarkt" eine das Milieu dicht und humorvoll zeichnende Kriminalgeschichte geschrieben. Unterhaltung und Spannung, an einem touristischen Fixpunkt der Hansestadt, meldet das "Hamburger Abendblatt" vom 05.06.2004 und weist somit auf das soeben erschienene 58. Heft der legendären "Schwarzen Hefte" hin ... mehr

Die Befragungen


Peter Robinson
Peter RobinsonGisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka haben nachgelegt und in ihrer neuen Befragung einen international erfolgreichen Autor zu interessanten Antworten bewegen können: Peter Robinson. Geboren 1950 in Castleford, Yorkshire (Großbritannien). Nach Erlangung eines B.A. in englischer Literatur an der University of Leeds, wanderte Peter Robinson nach Kanada aus. Sein Serienheld Detective Chief Inspector Alan Banks begeistert seit seinem ersten Auftreten 1987 die Leser. Im (fiktiven) ländlichen Swainsdale ermittelt Alan Banks – bereits zum 14. Mal. mehr

Ken Follett

follett-dieleopardin.jpg Pünktlich zum 60. Jahrestag der alliierten Invasion in der Normandie ist Ken Folletts Roman "Die Leopardin" (Bastei Lübbe) um eine britische Spionin als Taschenbuch erschienen, meldet Frank Baloch am 06.06.2004 im "ZDF". In den ersten Juni-Tagen vor der Invasion soll sie einen wichtigen Fernmeldestützpunkt der Nazis zerstören. Folletts dichte und detaillierte Erzählweise erwecke die Phantasiegeschichte, die es ja letztlich sei, zum Leben und lasse den Leser gänzlich eintauchen in ein Geschehen, als sei dies tatsächlich passiert ... mehr

Helena von Zweigbergk

Die Schwedin Helena von Zweigbergk biete mit ihrem ersten Krimi "Was Gott nicht sah" (Krüger Verlag) um die Pastorin Ingrid keine traditionelle Kost. Vielmehr entwerfe sie das spannende wie lakonische Porträt eines grundeinsamen Menschen, der einen noch einsameren Menschen kennen lerne – und immer mehr in Abgründe blicke, die ihn faszinieren wie erschrecken. Ein Besprechung von Frank Keil im "Hamburger Abendblatt" vom 05.06.2004 ... mehr

Mit Kramer und Gefühl

Es gibt Commissario Brunetti in Venedig, Sherlock Holmes in London, und jetzt gibt es auch Kommissar Kramer in Konstanz. Der sympathische 42-jährige Hauptkommissar und allein erziehende Vater könnte der Schwarm aller weiblichen Krimifans werden, meint die NAchrichtenagentur "ddp" bei "yahoo.de". Das jedenfalls erhoffe sich der "Egmont Horizont Verlag" aus Filderstadt, der eine neue Bodensee-Krimireihe startet. Die erste Folge erscheint in diesen Tagen. Und auch der Reihen-Titel sagt viel über den Inhalt aus: "Mit Kramer und Gefühl." ... mehr

6. Juni 2004



Kalender
6.Juni

Am 6.Juni 1927 wird Herbert Lichtenfeld in Leipzig geboren († 11.12.2001 in Hamburg). lichtenfeld-herbert
Herbert Lichtenfeld begann nach dem Notabitur gegen Kriegsende in seiner Heimatstadt ein Musikstudium, das er 1950 in der Bundesrepublik allerdings nicht fortsetzen konnte. Er schlug sich mit Gelegenheitsrabeiten durch begann als Lokal- und Gerichtsreporter für das "Badische Tagesblatt" zu schreiben, später arbeitete in Köln für die "Neue Rhein Zeitung" und wurde schließlich Ressortleiter Fernsehen bei der "Hör zu" in Hamburg. In dieser Zeit begann Lichtenfeld verstärkt schriftstellerisch zu arbeiten und kündigte schließlich seine Stellung, und machte sich als freier Autor selbständig. Er schrieb Hörspiele und Kriminalstorys und fand schon bald Zugang zum Fernsehen. Er verfaßte die Bücher zu einigen der besten TATORT-Filme des NDR, darunter "Nachtfrost", "Jagdrevier" und auch die Episode "Reifezeugnis", mit der der Regisseur Wolfgang Petersen und die Schauspielerin Nastassja Kinski ihre Karriere begannen.
Herbert Lichtenfeld entwarf seine lebensnahen Geschichten routiniert, arbeitete jedoch auch aus Klischee-Konflikten mitunter ungewöhnliche und spannende Konstellationen heraus. Darüberhinaus war er einer der wenigen Serienautoren, der sich aufs Dialogschreiben verstand. Für sein Fernsehspiel DEUTSCHLANDREISE erhielt Lichtenfeld einen Adolf-Grimme-Preis, sein Hörspiel DIE VERBÄNDE DISTANZIEREN SICH wurde mit dem Preis der Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, ausgezeichnet. (Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Infos und Bibliographie bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Jörn Lauterbach in "Die Welt".

4. Juni 2004

Mickey Spillane

Mickey Spillane schlägt wieder zu! Hart wie Hammer: Der Schöpfer des hyperbrutalen Detektivs Mike Hammer war der Schrecken aller Kulturkritiker – und hat mehr Bücher verkauft als jeder andere lebende Autor. Einen letzten Mike Hammer-Roman möchte Spillane noch schreiben. Er tippt immer noch im Zwei-Finger-System auf seiner alten Smith Corona Schreibmaschine. Stellen Sie sich dieses wunderbare literarische Geräusch vor, während Sie den Bericht vom 03.06.2004 bei "kulturzeit" auf "3sat" lesen ... mehr

Yaak Karsunke

Zur literarischen Fauna der Stadt Berlin gehöre er wie die Currywurst an den Kudamm und der Döner nach Neukölln. Die "Berliner Morgenpost" gratuliert dem Autor Yaak Karsunke zum 70. Geburtstag. Dabei habe Yaak Karsunke, der am heutigen Freitag 70 Jahre alt wird, seine wilden Jahre hinter sich gelassen. Ist vielmehr, wie so viele in seiner Generation, eingeschwenkt auf freundliche Publikumsliteratur, mit Schwerpunkt Dreh-, Kinderbuch und Krimi ... mehr

Leonardo Padura bei "Aspekte" im ZDF

padura-handeldergefuehle Mit seinem Kriminalroman "Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) dringe der kubanische Schriftsteller Leonardo Padura hinter die Fassaden der Macht im sozialistischen Kuba. Die Kultursendung "aspekte" traf den Schriftsteller und Journalisten Padura an Originalschauplätzen von "Handel der Gefühle" in Havanna. Seine eigene Sicht auf sein Buch zeige, wie sehr das Krimigenre dem Autor auch den Vorwand für ein breit angelegtes Gesellschaftsporträt liefere. Heute, Freitag, den 04.06.2004, 22.30 – 22.59 im "ZDF"... mehr

Ulrich Nollers Krimitipps Juni 2004

Ulrich Noller Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den Juni 2004 beim "WDR 5" (Funkhaus Europa) mit folgenden Empfehlungen:
Der Autor Patrick Raynal raynal-In der Hitze von Nizza.jpg könne auf eine illustre Vergangenheit im linksradikalen Milieu zurückblicken und das merke man dem Roman "In der Hitze von Nizza" (DistelLiteraturVerlag) an, der die typische Handschrift der "Serie Noire" trage: Er räume der Lust am Erzählen auf eine absolute, unbedingte Weise Vorrang ein gegenüber Inhalt, Thema und Botschaft. Und das mache diese radikale unterhaltsame Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte für seine Leser zu einem solchen Vergnügen.
pelletier-More is LessChantal Pelletier sei in ihrer Schreibweise von ihrem berühmten Kollegen Daniel Pennac beeinflusst, dessen witzigen Kriminalromane sie zwar immer wieder ihre Reverenz erweise, ihnen dabei aber ganz eigene Entwürfe zum selben Thema, dem Zusammenleben der Kulturen, gegenüberstelle. Maurice Leice – gesprochen wie das Englische "More is less" – sei der Ermittler der französischen Krimiautorin Chantal Pelletier. Die Serie um den tapsig-sympathischen Kommissar neige sich mit dem Roman "More is less" (DistelLiteraturVerlag)ihrem Ende zu, so scheint es, und ein Happy End ist dabei nicht in Sicht.... mehr

The Dorn

dorn-die brut Nach der blutrünstigen "Hirnkönigin" lege Thea Dorn nun einen Psychothriller vor, der zwar ganz ohne Blut auskommt, aber über nicht weniger Spannung verfügt. "Die Brut" (Goldmann) zeige mit subtilem Horror, wie Kind und Karriere im Medienbetrieb zusammengehen können. Ein Beirag von Simona Ryser bei "DRS 1" (zum Hören) ...mehr



Kalender
4.Juni

Am 4.Juni 1995 nimmt sich der österreichische Sexualforscher, Publizist und Schriftsteller Ernest Borneman in Scharten das Leben (* am 12. April 1915 als Ernst Bornemann in Berlin). Pseudonym: Cameron McCabe.
1933 emigrierte er nach England ("Ernest Borneman"), später ging er nach Canada und in die USA. Dort hat er studiert, gearbeitet, war interniert, hat einige Jahre ethnologische Feldforschungen betrieben, Filme gedreht. 30 Bücher zur Sexualwissenschaft ließen ihn beinahe selbst vergessen, daß er einmal zu den wichtigsten internationalen Jazzforschern gehörte. Nicht nur das: Ernest Borneman war ebenso erfolgreich als Romanautor, Kameramann, Dokumentarfilmer, Drehbuchschreiber, Filmproduzent. Das Geheimnis, wie man in einem einzigen Leben so oft Karriere macht, nahm er 1995 mit in den Freitod. (hjs jazz.de)
Um sein Studium zu finanzieren, kam Borneman auf die Idee, in den Semesterferien einen Roman zu schreiben, auf englisch. "The Face on the Cutting-Room Floor" (1937) wurde in 12 Sprachen übersetzt, erntete Kritiker-Preise und gilt heute als Klassiker des Krimi-Genres. Sechs Weitere Krimis folgten, von denen einige auch im Scherz Verlag erschienen sind.
Infos und Bibliographie bei hjs jazz.de, Jazz-Zeitung.

3. Juni 2004

Fernsehkrimis

In Krimis sterben zuerst die Nerven der Zuschauer. Sie fallen dem Handlungsstrang zum Opfer oder werden von Dialogen vergiftet. Und die Täter zeigen keine Reue, sondern neue Folgen. Wolfram Knorr schreibt in der "Weltwoche" Ausgabe 23/04 kritisch über eine weichgespüle Gattung ...mehr

literaturkritik

In der Juni-Ausgabe der "literaturkritik" werden auch Bücher aus dem Genre besprochen:
Im Nachkriegskrimi "Onkel Toms Hütte, Berlin" (Karl Blessing Verlag) überziehe Pierre Frei eine atmosphärisch dichte Geschichte mit Kitsch, meint Bettina Laude mehr.
Hanna Jansky befasst sich unter dem Titel "Blutschänder, Feueranleger und Mörder zugleich" mit dem Buch "Ausgewählte Kriminalgeschichten" (Röhrig Universitätsverlag) von A. G. Meißner ... mehr. Rebeca Castellano Alonso findet, daß sich mit dem Buch "Undercover in Madrid" (Piper) von Manuel Vazquez-Montalban ein Kreis schließe ... mehr

Pieke Biermann

Von einem Berliner Polizisten, der nach Israel auswanderte und jetzt wieder zurückgekehrt ist: Siegbert "Mickey" Aron, Jahrgang 1929, flieht 1938 mit seinem Vater aus Berlin nach Shanghai, geht über Südfrankreich nach Israel, erst zur Luftwaffe, dann zur Polizei und kehrt 1980 in seine Heimatstadt zurück und – zur Berliner Polizei.
Siegbert Aron im Gespräch mit Pieke Biermann bei "INFOradio/RBB", heute, Donnerstag, 3.Juni 2004, 11:45 und 14:45 je 15' ...mehr

Brigitte Lesetipps

Das Fachmagazin "Buchmarkt" hat die Liste der "BRIGITTE"-Taschenbuch-Tipps für den Urlaub ins Netz gestellt, auf der glücklicherweise (für Leser und Verlage) auch Krimis zu finden sind. Unter anderem Werner Schmitz "Schreiber und der Wolf" (Grafit) und Nury Vittachi "Der Fengshui-Detektiv und der Geistheiler" (UT metro/Unionsverlag) ...mehr

Alan Furst

furst-nachtdersirenen Seine Romane bezeichnet Alan Furst als "historische Spionagegeschichten". Doch sie seien weit mehr, als diese schlichte Genrezuordnung vermuten lasse, schreibt Tobias Gohlis in seiner Besprechung des Roman "Nacht der Sirenen" (Blessing Verlag) für "Die Zeit" Nr. 24 vom 03.06.2004. Furst erzeuge mit einer meisterhaft verknappten Sprache der Andeutungen eine Stimmung allgemeiner Angst und Unsicherheit. Furst erinnere in seinen glänzenden Porträts einer für immer untergegangenen Epoche an ein Europa, in dem es viele Menschen gab, die keinen anderen Ausweg sahen, als das Richtige zu tun ...mehr

Mord am Hellweg
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Der Düsseldorfer Krimi-Autor Horst Eckert spricht von einem "bundesweit sehr herausragenden Ereignis", die Veranstalter des Westfälischen Literaturbüros Unna nennen es eine "Biennale im großen Stil". Gestern stellten Literaturbüro-Chef Dr. Herbert Knorr und Projektleiterin Sigrun Krauß (Stadt Unna) die Eckdaten zu "Mord am Hellweg II" vor, das vom 24. September bis 13. November ein kriminalistisches Netz über die Region spannt. Ein Bericht des "Soester Anzeigers" vom 03.06.2004 ...mehr

Udo Röbel

Reichlich handgesägt komme der zweite Thriller "Schattenbrüder" (Ullstein) von Udo Röbel daher, meint "dpa" bei "news.de". Die Dialoge seien hölzern und ächzten unter der Last der Exkurse, in denen Röbel eifrig die Theorien Freuds und Jungs ausbreite. Immerhin schaffe es Röbel, seine Handlungsstränge genreüblich zu verknoten und die Wichtigsten am Ende wieder zu entwirren ...mehr

Christa von Bernuth

"Damals warst du still" (Goldmann) heißt der neue Krimi von Christa von Bernuth, und die Verbrechen, mit denen das Buch beginne, zeugen von psychopathologischer Energie, meint bix in der "Berliner Morgenpost" vom 03.06.2004. Ein Krimi mit sehr vielen Fäden und Querverbindungen. Manches davon mag unwahrscheinlich sein, spannend aber sei es ...mehr

Frank Demant

Sein literarisches Hobby zum Beruf zu machen, sei Frank Demants großer Traum, schreibt die "Frankfurter Neue Presse" vom 03.06.2004. Mit der Veröffentlichung seines dritten Werkes, "Das Geiseldrama von Dribbdebach" (Selbstverlag), sei er ihm einen Schritt näher gekommen. Die Simon-Schweitzer-Reihe, zu der der Autor künftig jedes Jahr eine neue Episode veröffentlichen möchte, erscheint im Eigenverlag, sozusagen "Book on Demant" und verkauft sich in der Frankfurter Region recht gut. Pressereaktionen gibt es auch. Ein Porträt erschien in der regionalen ..."FAZ" am 17.05.2004

Carin Chilvers

Mit dem Roman "Irezumi" (Betzel) habe Carin Chilvers einen lesenswerten Thriller geschaffen, der aus der Masse der Mainstream-Krimis erfreulich hervortrete und bei den Lesern gewiss nicht so schnell in Vergessenheit gerate, zitiert das "Stuttgarter Wochenblatt" aus einer Rezension und befragte die Autorin zu ihren Themen ...mehr

2. Juni 2004

Semana Negra

semana negra Das berühmte Krimifestival "Semana Negra" in Gijon findet dieses Jahr vom 9.-18. Juli 2004 statt. Die offizielle Website offizielle Webseite zeigt zwar noch die eindrucksvollen Motive des letzten Jahres an, aber dafür gibt es reichliche, allerdings spanische Informationen zum Ablauf der 17. kriminellen Woche auf der inoffiziellen Website.
Interessante Namen tauchen auf der Teilnehmerliste auf: von in Deutschland veröffentlichten Autoren werden Alan Furst, Robert Wilson, Petros Markaris, Rafael Reig zum Beispiel dabei sein und auch ein deutscher Autor freut sich über die Einladung zum internationalen Festival: Andreas Eschbach . Dessen Roman "Die Haarteppichknüpfer" ist soeben auf spanisch erschienen (Los tejedores de cabellos) ...

Die Drehbuchstory

Über kaum einen Bereich aus der Film- und Fernsehwelt ist so wenig bekannt wie über das Drehbuch. Und kaum ein Berufstand führt ein so großes Schattendasein in den Medien und in der Filmindustrie wie der Drehbuchautor.
Die Zuschauer, die Filmkritik und sogar viele Filmschaffende sehen oft im Regisseur den Urheber des Films. Doch ob es nun die spannende Handlung ist, der geistreiche Dialog oder die überraschende Wende am Filmschluss – das alles wurde lange vorher von einem Drehbuchautor erdacht und zu Papier gebracht.
Der "Bayerische Rundfunk" versucht mit reichlichem Infomaterial die Ehrenrettung der Autoren ...mehr

1. Juni 2004

Zombies und Digitalthriller

Diesmal lesenswert bei "evolver": Jürgen Fichtinger & Peter Hiess stellen Bücher voller Verschwörungen und Geschichtslügen, Zombies und Digitalthriller, Spukhäuser und Hollywood-"Geschlechtsrepräsentionen" vor. Mit dabei u.a. Lawrence Block, Dan Brown in den Originalausgaben ...mehr

Jilliane Hoffman

hoffman-cupido Das Buch "Cupido" (Wunderlich) von Jilliane Hoffman habe schon so viel Kritiker-Lorbeeren erhalten, dass es dazu eigentlich nicht mehr zu sagen gäbe, außer – dass das Lob vollkommen berechtigt sei, meint Elisabeth Jändl am 30.05.2004 beim "ZDF". Jilliane Hoffmans Debütroman sei hochspannend, raffiniert und psychologisch ausgefeilt bis ins kleinste Detail ...mehr

Holmes und das Rätsel der Auktion

Schließlich treffen sie doch noch alle zusammen in diesem mit roter Seidentapete ausgeschlagenen Raum des Auktionshauses "Christie's" in Londons King Street. Die Bewunderer Sir Arthur Conan Doyles (1859 bis 1930). Sammler-Profis und -Amateure, kühle Sucher und fiebernde Schatzjäger. Und natürlich: Die Träumer, Tüftler und Exzentriker, die Sherlock-Holmes-Aficionados. Matthias Matussek berichtet im "Spiegel" Nr. 23/2004 über einen mysteriösen Todesfall und die Versteigerung des Nachlasses von Sir Arthur Conan Doyle, des Schöpfers von Sherlock Holmes ...mehr

Wolfgang Mittmann

Als Sammler von Kriminalliteratur baute Wolfgang Mittmann seine Privatbibliothek zum KRIMI ARCHIV OST aus und veröffentlicht 1991 mit Reinhard Hillich eine Bibliographie zur Kriminalliteratur der DDR. Seit den 90er Jahren konzentriert sich Mittmann auf True-Crime-Berichte über die Arbeit der Volkspolizei. Für das Onlineportal "satt.org" interviewte Frank Willmann den True-Crime Autor Wolfgang Mittmann ...mehr

Amazon vs. Diogenes

Mit wachsendem Marktanteil zieht der Online-Buchhändler "Amazon" die Schraube gegenüber seinen Lieferanten fester an: Der Schweizer Verlag "Diogenes" wurde jetzt von den Münchnern ausgelistet, weil beide Seiten sich nicht über die Konditionen einig werden konnten. "Das tut uns zwar weh, aber wir können auch nicht auf jede Rabatt-Forderung eingehen – unsere Grenze ist erreicht", erläutert Diogenes-Geschäftsführer Stefan Fritsch im Fachmagazin "buchreport.express" ... mehr (pdf)

Der Internetanbieter "Amazon" gewähre dieser Tage wieder einen Blick in die Zukunft des Buchhandels, schreibt Hannes Hintermeier am 30.05.2004 in der "FAZ" zu diesem Thema. Ein Verlag habe jetzt den Mut, wachsenden Forderungen des Onlinebuchhändlers nach immer mehr Nachlaß – man sei bei einem Kunden wie Amazon üblicherweise im Bereich von fünfzig Prozent des Ladenpreises – nicht mehr nachzukommen: der Zürcher "Diogenes Verlag", der wie wenige andere zu den absoluten Lieblingen der Buchhändler gehöre ... mehr

Bonnier Verlagsgruppe

Auch nach dem Bonnier-Wachstums-Schub denkt Viktor Niemann mittelständisch. Am neuen Sitz der "Ullstein Buchverlage" wirbt der Verleger für Dezentralität. Im "buchreport.interview" erklärt der Berliner, wie die Verlage saniert werden sollen ...mehr (pdf)

Friedrich Jakuba

james-imsaaldermoerder.jpg Er ist selbst Cotton-Autor, er kennt die Serie aus dem Effeff. Gewürzt mit Randnotizen und Anekdoten, fasste Friedrich Jakuba in seinem Buch "G-Man Jerry Cotton" (Lübbe) alles Wissenswerte über die Serie zusammen; ergänzt durch Portraits der entscheidenden Jerry Cotton-Macher. Wer in 50 Jahren Jerry Cotton-Historie schwelgen, wer sich von Jeremias Baumwolle begeistern lassen will, der sei bei diesem Buch garantiert an der richtigen Adresse, empfiehlt Ulrich Noller in der "Deutschen Welle" am 28.05.2004. ...mehr

Nachwuchsforscher sind Mörder auf der Spur

Im Hörsaal der Gutenberg-Universiät gilt es einen kniffligen Fall zu lösen: Wer ermordete Hannah? Dem Täter sind am kommenden Samstag die Detektive der Kinder-Uni auf der Spur. Das könnte übrigens auch ein interessanter Krimi-Stoff für einige Nachwuchsautoren sein, die das Handwerkszeug des Krimischreibens bereits bei den Literaturwissenschaftlern erlernt haben. Susanne Einhäuser berichtet für die "AZ" vom 01.06.2004...mehr

Frauenkrimi?

Frauen morden, Frauen schlagen, und Frauen schreiben Krimis "Frauenkrimis", sagt frauenkrimi.jpg der Bürokollege von Karin Oehmigen in der "Sonntagszeitung" vom 30.05.2004 und meint den Stapel mit 14 Neuerscheinungen zum Thema Mord und Totschlag, ausnahmslos von Autorinnen verfasst. Bekannte Namen wie P. D. James, Ruth Rendell und Frances Fyfield reihen sich an Newcomerinnen wie Susanne Ayoub, Ingrid Black und Mari Jungstedt, Detektivromane an Psychothriller, Serienkillerknüller an Krimis für Fans der forensischen Medizin. Höchste Zeit, diese Werke zu prüfen und das Genre einer Bestandesaufnahme zu unterziehen, meint der Kollege: der Frauenkrimi gestern, heute, morgen ....mehr

Andreas Franz

Bei einer Lesung in der Albert-Einstein-Schule ist Andreas Franz Andreas Franz-Tod eines Lehrers ins Wespennest geraten und beim Missbrauchs-Thema endeten Jux und Jokus, schreibt Peter Holled in der "Frankfurter Rundschau" vom 29.05.2004. Schon auf dem Hof der Albert-Einstein-Schule musste Andreas Franz beteuern, er habe sich Langen als Tatort und Location für seinen Mord-Krimi "Tod eines Lehrers" wirklich nur wahllos ausgesucht. "Ich habe mit dem Buch offensichtlich bei Ihnen in ein Wespennest gestochen", seufzt er zu Beginn der Lesung ....mehr

P.D. James

Hast sei unziemlich: 158 Seiten bis zur ersten Leiche müsse man bei diesem durch und durch britischen Krimi von Phyllis Dorothy James, Baroness of Holland Park, kurz P.D. James warten, schreibt Ingebor Sperl in ihrer Besprechung für "Der Standard" vom 28.05.2004 james-imsaaldermoerder.jpg So dicht die Reminiszenzen an die gute britische Lebensart auch seien, hindere das James nicht daran, ein waches Auge auf die heutigen Zustände zu haben. Der freundlich blickenden älteren Dame mit grauem Haar und Haarreif auf dem Cover sei jedenfalls nicht zu trauen: Höchstwahrscheinlich verstehe sie sich nicht nur aufs Schreiben, sondern auch auf die Zubereitung vergifteter Gurkensandwiches ....mehr

Jugendkrimis

Einen Blick auf Krimis für die Jugend hat Angelika Ohland im "tazmag" vom 29.05.2004 geworfen. Ausgwählt hat sie Mats Wahl "Kaltes Schweigen" (Hanser), Angela Gerrits "Foulspiel" (Thienemann Verlag) und Thomas Feibl "Black Mail" (Sauerländer Verlag) ... mehr

Leonardo Padura

padura-handeldergefuehle In seinem vierbändigen Krimi-Epos gehe Leonardo Padura mit dem Modellstaat der Karibik hart ins Gericht. Die Fälle des Kommissars seien dabei Nebensache, meint Frank Göhre im Hamburger Abendblatt vom 29.04.2004. Auch in "Handel der Gefühle" (Unionsverlag metro) baue sich vor allem das Mosaik der Mythenstadt Havanna auf, spaziere der Leser mit dem melancholischen Kommissar durch die Altstadt und den am Meer entlang führenden Maleco'n entlang - so vermittele sich ein Bild, das farbig sei und elend zugleich ... mehr

Das Parfüm

Die von Bernd Eichinger und Constantin Film geplante Verfilmung von Patrick Süskinds Bestseller "Das Parfum" werde entgegen bisheriger Pläne wohl nicht mehr dieses Jahr beginnen, meldet "Spiegel online". Bisher sei keine der Hauptrollen besetzt ... mehr

Kathy Reichs

Der Roman "Mit Haut und Haar", der fünfte Roman der amerikanischen Anthropologieprofessorin und Krimiautorin Kathy Reichs sei ein spannender, routiniert erzählter Kriminalroman von einer Autorin, die etwas von ihrem Handwerk verstehe, erkennt Petra Pluwatsch am 29.05.2004 im "Kölner Stadt-Anzeiger" reichs-mithautundhaar.jpg Reichs, selber als forensische Anthropologin für den Staat North Carolina tätig, habe sich in der Figur der Tempe Brennan ein pfiffiges Alter Ego geschaffen. Manche ihrer eigenen Fälle fänden ihren Niederschlag in Reichs Büchern, was den Romanen einen mitunter erschreckenden realistischen Anstrich gäbe ...mehr

Emile Zola

zola-ranquin.jpg Emile Zolas "Thérèse Raquin" ( Der Hörverlag) sei ein Kriminalhörspiel im alten Stil des realistischen Theaters, meint Günther Birkenstock am 28.05.2004 bei der "Deutschen Welle". 1956 wurde dieser Klassiker aufgenommen. Die Geschichte: Krimi und soziale Tragödie zugleich, habe nichts an Spannung verloren. Zwar müsseg egenüber der feinsinnigen psychologischen Analyse des Buches die Hörfassung zurückstehen, doch die Dramatik des Geschehens in den Personen sei ergreifender als in vielen modernen Krimis ...mehr

Kalender

29. Mai
chesterton-gk.jpg Am 29. Mai 1874 wird Gilbert K. Chesterton in in London geboren († 14. Juni 1936 in Beaconsfield). Der heute vor allem durch seine Geschichten um Father Brown bekannte Schriftsteller war zu seiner Zeit ein berühmter Journalist, Kritiker und Schriftsteller. In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.

Durch die Verfilmung seiner Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 50ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 50er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft".
( wikipedia.de)
Infos bei ... krimi-couch.de , Thomas Wörtche/kaliber. 38 bibliomaniac.de, beim "SWR2", , kathsurf.at , Freitag , Jungle World, oeko.net, Wiener Zeitung , Ulrich Greiner , BBC (engl.)

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Von Gisela Lehmer-Kerkloh

Lichtblau. Notizen über Krimis

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Hörspieltipps

02.06.04 um 20:30 bei BR 2
"Schweres Geschütz" (47’06 ) von Liza Cody.

Eva Wylie ist eine große und kräftige Frau und nicht auf den Mund gefallen. Sie ist Catcherin und kann es mit jedem Typen aufnehmen. Evas schwacher Punkt ist ihre Schwester. Seit ihrer gemeinsamen Kindheit in Heimen, die Mutter war alkoholsüchtig, der Vater unbekannt, hat sie von ihr nichts mehr gehört. Deshalb will sie ihre Schwester suchen. In ernsthafte Schwierigkeiten gerät Eva Wylie aber, als sie für den schlitzohrigen Cheng, ohne es zu wissen, eine hochexplosive Sendung überbringt ...

Mehr Informationen und das Monatsprogramm bei hörspielkrimi.de


Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Axels Tipp des Tages:

Mittwoch, 2. Juni

WDR, 20.15

16 Uhr 50 ab Paddington

(GB 1961, R.: George Pollock)
Drehbuch: David Pursall, Jack Seddon
LV: Agatha Christie: 4.50 from Paddington, 1957


Miss Marple beobachtet in einem vorüberfahrenden Zug einen Mord. Die Polizei glaubt der schrulligen alten Frau nicht. Deshalb klärt sie den Fall alleine auf.
Erster Miss Marple-Film mit Margaret Rutherford, der den Plot mit reichlich britischem Humor würzte.

Axel Bußmers
TV-Krimi & Buch-Tipps

Über die Sprache zeitgenössischer Kriminalromane
Interviewaufsaetzemini
"Und dann ist der Erzähler ding. Über die Sprache zeitgenössischer Kriminalromane". Ein Aufsatz von Leopold Federmair über Andrea Camilleri und seine Verankerung in die sizilianische Volkskomödie und warum bei Wolf Haas die Aufmerksamkeit für die Poetik der Umgangssprache einher gehe mit der Verwurzelung im Bereich der sprachbewußten Avantgarde. Ein anspruchsvoller und kenntnisreicher Beitrag eines sehr interessanten Autors ... mehr



Die Befragungen
Die Befragungen
Spexial 1

Reklame krimikritik
Neu im Juni:

Das Plakat
Eine kleine Bemerkung zum neuen Roman von John Le Carré

Interviewaufsaetzemini Die Kritik ist des Lobes voll über John Le Carrés lecarre-absolutefreunde neuen Roman "Absolute Friends" (dt. Absolute Freunde. List 2004), und sie hat natürlich recht, meint Joachim Feldmann in seinem Beitrag für die Alligatorpapiere. Doch bei der Lektüre sind ihm ein paar historische Merkwürdigkeiten dieses Romans aufgefallen und er fragt sich, ob er wirklich der einzige Leser ist, dem das seltsam vorkommt ... mehr


Krimi-Report 18

Proceedings of the XVI: AIEP/IACW Conference 2003
Proceedings.jpgHinter dem Akronym AIEP/IACW verbirgt sich die Asociación Internacional de Escritores Policiácos / International Association of Crime Writers, die weltweite Vereinigung von Krimiautoren. 2003 fand das jährliche Treffen der AIEP/IACW erstmals in Deutschland statt (natürlich in Deutschlands Krimiregion Nr. 1, der Eifel), und erstmals sind auch die Vorträge, die auf diesem Treffen gehalten wurden, in Buchform publiziert worden.
Jost Hindersmann stellt in der 18. Ausgabe des Krimi-Reports die Broschüre "Proceedings of the XVI: AIEP/IACW Conference 2003" vor ... mehr


Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 11
kramp-spinner
Der aktuelle KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, die No.11, der Sommer-Kurier ist soeben erschienen. Mit Besprechungen zu Büchern und Hörbüchern von Frank Schätzing, Horst Eckert, Gunter Gerlach, Peter Robinson, Ralf Kramp, Marshall Browne, Martin Suter, Jochen Senf und Hans Stempel, Martin Ripkens ... mehr
Von Gisela Lehmer-Kerkloh

Left Coast Crime Pie Peter J. Kraus
Left Coast Crime Pie No. 2
alcatraz
Die Gangway des Oberdecks war feucht und leer. Mich fror, als ich in das kaltgrüne Wasser schaute. Hier muß es gewesen sein, ganz in der Nähe. Er hatte immer vom Rauschen der Alcatrazbrandung gesprochen, das sich, wie Tinnitus, als Dauererinnerung breitgemacht hatte und mit dem er nun leben mußte.
Er hatte mir seine Geschichte erzählt. Benutzte dazu ein geborgtes Haus im südkalifornischen Ghetto von Burbank, eine unmöblierte Hütte im übelsten Viertel der Stadt, und erst, als ich eintrat und mich in die Ecke hockte, kam er von seinem Beobachtungsposten gegenüber hinein. Ließ die Tür offen, vermutlich, damit irgendjemand da draußen hören konnte, wenn etwas schief lief ...
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Crime Pie No. 1
Sein Debüt-Krimi "Geier" (Knaur) wurde für den "Friedrich-Glauser-Preis" 2004 in der Sparte "Debüt" nominiert. Zur "Criminale" kam er nach Deutschland an den Niederrhein, eine weite Reise, denn Peter J. Kraus lebt dort, wo "Geier" spielt: in Kalifornien. "Left Coast" sozusagen (der gängige Ausdruck für diese Küste; nicht nur die linke, wenn man auf die Karte schaut, Peter J. Kraus sondern für viele "Patrioten" auch im politischen Sinn), und wir freuen uns, Ihnen "Left Coast Crime Pie" von Peter J. Kraus präsentieren zu können, Notizen von "The Other Side of the World", die natürlich immer etwas mit dem Genre zu tun haben. Zum Beispiel wie man mit Spillane englisch lernen kann. Lesen Sie mehr

Befragungen
Christian Uecker
Unermüdlich wandert der Fragebogen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka durch die Republik. Diesmal kommt die Antwort aus Klein Wesenberg, von einem Autor, der oft, wenn man es wirklich eingrenzen will, in der Untergattung Christian Uecker "Kirchenkrimi" angesiedelt wird: Christian Uecker. Geboren 1956 in Rostock, aufgewachsen in Neumünster, studierte Christian Uecker Theologie und war zwei Jahre in der dritten Welt tätig. Er ist seit 1984 Pastor und veröffentlichte 1993 seinen ersten Kriminalroman "Wenn der Tod tanzt" mit Pastor Frank Falke, dem bislang 5 weitere Krimis folgten ... mehr

Peter Robinson
Geboren 1950 in Castleford, Yorkshire (Großbritannien). Nach Erlangung eines B.A. in englischer Peter Robinson Literatur an der University of Leeds, wanderte Peter Robinson nach Kanada aus. Sein Serienheld Detective Chief Inspector Alan Banks begeistert seit seinem ersten Auftreten 1987 die Leser. Im (fiktiven) ländlichen Swainsdale ermittelt Alan Banks – bereits zum 14. Mal ...
mehr



jacques-ausstellung
Mit Lust gelebt.
"Dr. Mabuse" und weitere Stationen des Schriftstellers Norbert Jacques
Vom 18.5. bis zum 26.6.04
in der SULB Saarbrücken


Festival du Roman Noir
Festival du Roman Noir.
1.-6. Juni 2004
Frontignan, Frankreich
Reklamekrimikritik