Krimi, kriminelle
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»Betriebsferien«
Wieder einmal nimmt sich das Team der Alligatorpapiere eine Auszeit: Betriebsferien! Vom 29. Juni bis 17. Juli 2002 werden Sie leider auf Aktualisierungen und aktuelle Meldungen verzichten müssen, das Team hat mit zahlreichen Büchern das Weite gesucht. Vielleicht gelingt es uns dann im Juli, die schon lange geplanten Buchbesprechungen ins Netz zu hieven. Zum Schnuppern finden Sie schon einmal unter der Rubrik "Krimi-Report" zwei Beiträge von Stefan Lichtblau zu Krimis von Alan Furst und Roberto Estrada Bourgeois.
»Shaft«
Im Herbst 2002 startet der "Pendragon Verlag" eine neue Krimi-Reihe im schönen und dennoch preisgünstigen Taschenbuchformat. Zunächst werden die sechs SHAFT-Kultkrimis von Ernest Tideyman ungekürzt und unzensiert als Neuübersetzungen erscheinen.
Die Shaft-Krimis von Tideyman (1928-1984), der einen Oscar für das beste Drehbuch zum Film "The French Connection" erhalten hat, gehören zu den abgebrühtesten und besten Detektivromanen der 70er Jahre. Vor Shaft waren schwarze Privatdetektive selten zu sehen, doch Shaft änderte das: er war nicht bloß schwarz. Er war auf eine trotzige Weise schwarz. Ein echter, wütender, schwarzer Privatdetektiv aus Harlen, so hart wie Mike Hammer. Raymond Chandler drückte es so aus. "Er ist ein Einzelgänger und sein Stolz ist so groß, daß man gezwungen ist, ihn auch als stolzen Mann zu behandeln oder es zu bereuen, ihn je kennengelernt zu haben."
»Comeback«
Alan Furst wurde 1977 für sein Buch "Your Day in the Barrell" für den "Edgar" in der Sparte "Bestes erstes Buch" nominiert und genau 25 Jahre später nominierte man ihn für den "Hammett-Award 2002", für das Buch "Kingdom of Shadows".
Vom deutschen Buchmarkt war Alan Furst nach der Veröffentlichung seines Buches "Soldaten der Nacht" (Ullstein 1989) verschwunden, nach über einem Jahrzehnt bringt der Knaus Verlag diesen hervorragenden Schriftsteller mit der Übersetzung von "Kingdom of Shadows" endlich wieder in deutsche Buchhandlungen. Die Leserschaft kann sich auf einen außergewöhnlichen Autor freuen! Stefan Lichtblau hat ein kleines Porträt und eine Bibiliographie für Sie erstellt ....
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»skandinavienkrimi.de«
Die Webseite "www.schwedenkrimi.de" hat die Konsequenzen gezogen: da sie sich inzwischen mit der gesamten Palette der skandinavischen Kriminalliteratur beschäftigt, ist sie jetzt zusätzlich auch unter "www.skandinavienkrimi.de" zu erreichen. Erreichbar bleibt sie aber weiterhin auch unter "www.schwedenkrimi.de" ...
»Born in Bärenstein - der Mann, der Jerry Cotton war«
Als im März 1954 als Band 68 der Reihe "Bastei-Kriminalromane" der Titel "Ich suchte den Gangster-Chef" von "Jerry Cotton" erschien, nahm damit nicht nur die Karriere eines der langlebigsten Serienhelden der deutschen Kriminalliteratur ihren Anfang. Ab 1956 ging die Reihe dann unter dem Titel "G-man Jerry Cotton" als eigene Serie an den Markt.
Einer der erfolgreichsten und produktivsten unter den zahlreichen Autoren war Heinz-Werner Höber (1931 - 1996), der 1990 für sein Lebenswerk mit dem Ehrenglauser ausgezeichnet wurde.
Zugleich erhielt er - bislang einmalig in der Geschichte des "Glauser" - im gleichen Jahr auch den mit 10.000 Mark dotierten Glauser für den besten Kriminalroman des Jahres ("Nun komm ich als Richter").
Für den Deutschlandsender Kultur (Berlin) interviewte Krimi-Autor Jan Eik seinen Kollegen Höber alias Cotton und auf den Seiten des "Syndikats" ist das Manuskript (die transkribierte Fassung verschiedener Interviews, die Jan Eik mit Heinz Werner Höber führte) freundlicherweise nachzulesen...
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»Krimi-Couch«
"Seit Ende Mai ist eine neue Krimiseite im Netz: Die Krimi-Couch lädt mit schön gestalteten Seiten und vielen Infos zum Verweilen ein. Einfach mal reinklicken..." schreibt Ludger Menke, der Bücherfreund in seinem Forum. Und was ist die Krimi-Couch? "Die Krimi-Couch ist weder ein Shop für ein spezielles Literaturgenre, noch eine reine, zusätzliche Werbeseite für die Verlage. krimi-couch.de ist eine nicht-kommerzielle Seite, die sich zur Aufgabe gemacht, interessante Romane und Autoren des Genres vorzustellen, Krimis auch kritisch zu rezensieren und eine Plattform zum Austausch über Krimis zu bieten..." schreibt Lars Schafft, der für die neue Krimiseite verantwortlich zeichnet... mehr
»Przybilkas Krimi-Tipp 24«
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka die Sekundärliteratur zum Krimi und informiert mit seinem Krimi-Tipp über Neuerscheinungen. Wir freuen uns, Ihnen exklusiv den aktuellen Krimi-Tipp 24/2002 mit Informationen z. B. über eine weitere geplante deutsche Krimizeitschrift, die Eric Ambler-Biographie und "Baseball-Mysteries" anbieten zu können mehr
»Krimihörspiele«
Wir sind, wie regelmäßige Besucher festgestellt haben, extrem buchlastig eingestellt. Manchmal können wir aber auch anders, indem wir zum Beispiel für die Freunde gesprochener Krimis auf Thomas' empfehlenswerte Seite www.hoerspielkrimi.de hinweisen. Worum es geht, sagt der Name ja einleuchtend und geboten werden neben der jeweiligen Hörspielkrimi-Monatsprogramm ein Archiv der Hörspiele, nach Titeln und/oder Autoren sortiert, sowie Senderinfos, Newsletter, Forum, Programmarchiv und Gästebuch. Das alles wird blitzschnell geladen und ist ausserordentlich klar aufgebaut, also eine wirkliche Freude!
»Entwicklung des Heft-Horrorromans«
Am 23. Juli 1968 erschien der allererste Heft-Horrorroman als „Silber Krimi Nr. 747“ (Zauberkreis) von Dan Shocker. Vergleicht man, wie lange es damals bereits SF- und Fantasy-Heftserien gab, so kann man sich nur wundern, wie lange die In diesen Bereich tätigen Verlagsgesellschaften (Bastei, Erber, Kelter, Marken, Neuzeit, Pabel, Zauberkreis) gebraucht hatten, bis dieses Genre für den Heftmarkt erschlossen wurde. ...
Walter Hofstetter erläutert die Entwicklung dieses Genres von 1968-2000 bei "Bastei.de". (1993, 1999, 2000)...
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»Mörder, Detektive und Kommissare«
Ob nun trivial oder nicht: Kriminalromane sind in. Auch und gerade bei Intellektuellen. Denn auch wenn der Krimi eindeutige Spannungsund Unterhaltungsabsichten verfolgt, so macht die mörderische Lektüre dennoch Spaß. Schon Bertolt Brecht wußte um des Krimis "Kraft der Variation" und Ernst Bloch fühlte sich von dessen "Rekonstruktion des Unerzählten" angezogen. Allein dem Vater des klassischen Detektivromans, Arthur Conan Doyle, machte seine eigene Erfindung wenig Freude, doch es dauerte einige Zeit, bis der amerikanische hard-boiled-Krimi endgültig Schluß mit den Denksportaufgaben á la Sherlock Holmes machte. Heute kann sich der geneigte Leser zwischen einer Unmenge von Kriminalromantypen entscheiden, denn andere Zeiten erfordern nun mal andere Krimis. ...
Marie-Luise Goerke zur Geschichte des Kriminalromans bei "Bayern2Radio". (31. Januar 1999)...
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»Der westdeutsche Fernsehkrimi:«
Kein Zweifel, der Fernsehkrimi ist beliebt - nicht nur bei ZuschauerInnen und ProgrammgestalterInnen,
sondern auch in Medienwissenschaft und Journalismus. Auf allen Kanälen wird unermüdlich gemordet, verfolgt und aufgeklärt. Meist in Serie. Bestimmte Fernsehkommissare gehören über Jahrzehnte zum festen Programminventar. Auf die tradierten Muster scheint Verlaß, Spannung und Entspannung garantiert. Nun ist das Krimigenre zwar wichtiger Programmbestandteil im west-(und gesamt-)deutschen Fernsehen, in der Medienwissenschaft aber noch weitgehend eine ‘Terra incognita’. ...
Ingrid Brück zur Forschungslage bei "medienkomm.uni-halle". (Sommer 1996)...
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»Aktuelle Populärkultur«
Hinweis in eigener Sache: wie Sie sicher bemerkt haben, lässt die Aktualität der "Alligatorpapiere" in letzter Zeit etwas zu wünschen übrig. Das liegt zugegebenermaßen an mangelnder Ein- und fehlerhafter Aufstellung. Wegen der aktuell stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft ist das Team der Alligatorpapiere, allesamt leidenschaftliche Anhänger des attraktiven Bewegungsspieles, nur stark eingegrenzt einsetzbar. Wir bitten dies zu entschuldigen und versprechen, spätestens zur Europameisterschaft in zwei Jahren eine akzeptable Lösung zu finden, die den Anhängern der Populärkultur "Krimi" eine ähnliche Befriedigung vermittelt, wie uns derzeit überraschende Aussenseitersiege und Offenbarungen auf dem Spielfeld....
»Karlsruher Krimitage«
Vom 12.-16. Juni finden die Karlsruher Krimitage statt. Gespräche, Lesungen, Rundfunkaufzeichnungen mit Ulrich Ritzel, Petra Hammesfahr, Birgit Utz, Lenna Lehtolainen, Horst Eckert, Wolfgang Burger u.a. mehr
Der Sommer beginnt spannend! Das sagen zumindest die Veranstalter der Krimi- und Thrillernacht, die am 21. Juni 2002 ab 18 Uhr in der Buchhandlung Ludwig im Kölner Hauptbahnhof stattfinden wird. Angesagt werden Steve Hamilton, Frank Schätzing, Horst Eckert, Andreas Izquierdo, Malachy Hyde, H.P. Karr, Wolfgang Burger, Reiner M. Sowa, Ralf Kramp und U.A.O. Heinlein.
Die Homepage informiert übr das Programm informieren. Der Eintritt ist übrigens kostenlos!
»Przybilkas Krimi-Tipp 24«
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka die Sekundärliteratur zum Krimi und informiert mit seinem Krimi-Tipp über Neuerscheinungen. Wir freuen uns, Ihnen exklusiv den aktuellen Krimi-Tipp 24/2002 mit Informationen z. B. über eine weitere geplante deutsche Krimizeitschrift, die Eric Ambler-Biographie und "Baseball-Mysteries" anbieten zu können mehr
»Börsenblatt-Extra Krimi«
In der Ausgabe vom 14. Juni 2002 wird das "Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" wieder ein Krimi-Extra präsentieren. Geplant sind unter anderem folgende Themen:
Marketing für den Krimi
Soko Criminale: Gespräch über ein Genre, dessen Konturen verschwimmen
Deutsche Krimi-Ladies
Tatort Russland
Gehen Krimis im Hardcover leicht über die Buchtheke?...
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Für die freundliche
Unterstützung mit Rezensionsexemplaren danken wir:
Grafit Verlag, Unionsverlag, Distel Verlag, Aufbau Verlag,
Emons Verlag, Strange Verlag, Gmeiner Verlag, Pulp Master/Maas
Verlag, Verlagsgruppe Random House, be.bra.
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» Nostalgie der Revoluzzer«
«Rot, viel Rot.» Fängt ja gut an, dieser Krimi. «Ein Sonnenstreif auf dem Sand», ach so. Aber dann: «Rot wie das Blut aus der Vergangenheit», klar, denn wir sind im Chile der Gegenwart. Der Chilene Ramón Díaz Eterovic leckt sich die nie vernarbenden Wunden. Nein nein, lesbar bleibt dieser Roman des Chilenen Ramón Díaz Eterovic (Jahrgang 1956) gewiss nicht der Handlung wegen. Eher, weil Eterovic auf so wunderbar lakonische Weise erzählt.
Uwe Stolzmann für "Neue Zürcher Zeitung", 27.06.2002 ...
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»Unschuldiges Geld«
Schon vor der Finanzkrise gab es in Argentinien Probleme mit den Scheinen: "Brennender Zaster" von Ricardo Piglia. Die Geschichte ist unglaublich. Eine Gangsterbande überfällt in Buenos Aires einen Geldtransporter, flieht mit der Beute nach Uruguay und verschanzt sich in einer Wohnung in Montevideo, die sich als Falle entpuppt.
Brigitte Helbling für "Berliner Zeitung", 22.06.2002 ...
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»Königin des Verbrechens«
Schreckliche Morde, niederträchtige Komplotte und blutrünstige Verbrechen. Das ist die Welt von Mary Higgins Clark, der Königin der Spannung. In 25 Romanen lehrte sie ihre meist weiblichen Leser das Fürchten. 70 Millionen Bücher hat sie allein in den USA verkauft. Und ist damit eine der erfolgreichsten Krimiautorinnen der Welt.
Nadia Nasser für "ZDF", 26/2002 ...
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»"Walser TeK" gegen "Kirchhoff SR"«
Neu auf dem Markt: Hassantrieb mit Kritikermord - Zwei überraschende Gruselmodelle namhafter Produzenten im Leistungsvergleich. Das fast vergessene Genre der Literatursatire ist diesen Sommer gleich von zwei bekannten Produzenten überraschend wiederbelebt worden. Martin Walser hat den TeK (steht für Tod eines Kritikers), Bodo Kirchhoff den SR (Schundroman) ins Rennen geschickt.
Jens Jessen für "Die Zeit", 27/2002 ...
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» Schönes Sterben«
Die schwarzen Krimis des Franzosen Jean-Patrick Manchette werden neu übersetzt - die Arbeit der Killer als ästhetisches Erlebnis.
Urs Willmann für "Die Zeit", 26/2002 ...
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»Verfolgungsjagd im Süden Spaniens«
Von einer aufregenden Verfolgungsjagd im Süden Spaniens erzählt Éric Laurrent in seinem Roman "Was geschieht mit Artur Clein?". Mit trockenem Humor beschreibt der 1965 geborene und in Paris lebende Autor das nervenaufreibende Geschehen. Auf Deutsch ist von Laurrent bisher der Roman "Pariser Verhältnisse" erschienen.
"web.de/dpa", 26.06.2002 ...
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»Wahnsinn des Terrors«
Gegen den weiteren moralischen Verfall kämpft Kommissar Llob aus Algier mit seinen bescheidenen Mitteln und dem Mut der Verzweiflung. Denn im Prinzip sieht er so schwarz, dass nicht einmal zehn Sonnen seine Stimmung aufhellen könnten. «Doppelweiß» - wieder ein Yasmina-Khadra-Krimi, der viel über das Leben in Algerien und den täglichen Wahnsinn des Fundamentalismus verrät.
rem für "Berliner Morgenpost", 26.06.2002...
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»Huflattich im November«
Seit Stoker, Shelley, Poe und Radcliffe weiß die Literatur um die stimmungsvolle Atmosphäre der "gothic novel". Der Prager Milos Urban nimmt sich der gothischen Seite seiner Heimatstadt an und macht jene zur Protagonistin eines modernen Schauerromans.
kirstaetter für "e-salon", 22.02.2002...
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»Amok«
So können nur Kirchhoff-Romane anfangen! Sexy und frivol - so mag es der Autor, sexy und frivol - das sind die Adjektive, die Bodo Kirchhoffs Lesern seit "Dame und Schwein", "Die Einsamkeit der Haut" und zuletzt "Parlando" ohne Scham über die Lippen gehen. Aber dieses Mal knallen nicht nur bei den handelnden Figuren die Sicherungen durch, sondern auch beim Autor. Nicht nur die Figuren laufen Amok, der Autor tut es auch.
Hajo Steinert für "Deutschlandfunk", 26.06.2002...
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»Tote mögen keine Sushi«
Der Autor heißt Gert Anhalt. Er wurde 1963 geboren, studierte in Marburg und Tokio Japanologie und berichtet seit Jahren für das ZDF aus dem Fernen Osten. Nach einem Sachbuch über seine Zeit in Peking - es hieß "Chinas nackte Fallschirmspringer" - hat Gert Anhalt jetzt seinen ersten Kriminalroman geschrieben.
Sibylle Haseke für "WDR 4", 26.06.2002...
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»Horrorszenario«
Es geht gleich auf den ersten Seiten mit einem Horrorszenario los: Leichenteile hängen Bäumen in Kathy Reichs´ Roman "Durch Mark und Bein". Doch wer diesen Einstieg lesend übersteht, der kann sich auf einen spannenden Krimi freuen. Tempe Brennan, forensische Anthropologin (Rechtsmedizinerin), wird zum Schauplatz eines Flugzeugabsturzes mit 82 meist jugendlichen Toten in North Carolina gerufen.
Karl-Heinz Kalender für "Westfälische Rundschau", 25.06.2002...
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»War es Kristlein, war es Mahlke?«
Und nun noch einmal in aller Ruhe zum besseren Verständnis: Bodo Kirchhoffs Roman mit dem schönen Titel „Schundroman“ handelt tatsächlich vom Mord an einem Literaturkritiker, der hier Louis Freytag heißt und durchaus dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ähnelt. Ein Roman ist das, in dem die Kolportage bewusst in höchste Höhe getrieben und in dem jede Menge Sex and Drugs and Schießereien geboten wird.
Martin Oehlen für "Kölner Stadt-Anzeiger", 25.06.2002...
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»Serienmörder zwischen Mythos und Realität «
Seit sieben Jahren beschäftigt der Kriminaloberkommissar und Verhaltenswissenschaftler Stephan Harbort sich mit dem Phänomen Serienmord und recherchierte in den Ermittlungsakten von sämtlichen verurteilten Serientätern in Deutschland. In unzähligen Interviews mit Serienmördern hat Harbort sich auch direkt von den Tätern, ihrer Geschichte und Motivation ein Bild gemacht.
"3sat", 25.06.2002...
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»Über den Buchmarkt«
Ich zum Beispiel gebe eine Buchreihe heraus, die irgendwie was mit "Krimis" zu tun hat - aber, nachdem ich mich jetzt fast zwanzig Jahre lang mit dieser im literarischen Spektrum klitzekleinen Sorte von Texte befasst habe, weiß ich immer weniger, was ein "Krimi" ist. Das unterscheidet mich kategorial von einer 20jährigen Praktikantin, die genau weiß, was ein "Krimi" ist - und noch nicht einmal Probleme damit hat, mir das zu erklären
wie einem Idioten.
Thomas Wörtche über den krisengeschüttelten Buchhandel bei "Titel", 26/2002...
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»In den Schluchten Istriens«
In Veit Heinichens fesselndem Debut "Gib jedem seinen eigenen Tod" lachte noch die Sonne über Triest und mit seinem Comissario Laurenti tauchte der Leser tief ein in das mediterrane Azur von Himmel und Meer. Im zweiten Fall
von Laurenti fegt nun die ungemütliche Bora Nera über Triest und bringt Schnee und Schafskälte. Doch nicht alleine
das Wetter schlägt dem sympathischen Comissario schwer auf das Gemüt.
Karsten Herrmann bei "Titel", 26/2002...
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»Der Detektiv als Luftgeist«
Kriminalromane haben vieles, aber eines haben sie kaum: «Humor». Ironie, Sarkasmus ja – das passt zum Verbrechen und zur grundsätzlichen Unaufklärbarkeit der menschlichen Natur, bei der – so gut kann sie gar nicht durchschaut sein – immer ein Rest bleibt, der zur Quelle des nächsten Rätsels wird. «Inspektor Ali im Trinity College» von Driss Chraïbi (Unionsverlag, 7,90 Euro) ist ein Kriminalroman, obwohl das Buch Humor hat. Der Humor des Buches ist eine ernste Sache, und – damit ich auch einmal diese Phrase verwende – «besonders seit dem 11. September 2001».
Franz Schuhs "Kriminal" bei "Literaturen", 07/08.2002...
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»Der intelligenteste Klumpen Biomasse im Universum«
Wie in einem neuen Genre der Trivialliteratur die Kollateralschäden der Biotechnologie verhandelt werden: Man kann über die literarische Qualität der Romane von Autoren wie Robin Cook («Chromosome 6»), Charles Wilson («Embryo») oder Stephen J. Cannell («The Devil’s Workshop») geteilter Meinung sein, interessant ist es allemal, dass sich ausgerechnet die so genannte Trivialliteratur der gesellschaftlich brisantesten Probleme annimmt. Und das durchaus mit Tradition: Schon vor über 170 Jahren lief Mary Shelley mit ihrem Roman «Frankenstein» Goethe und seiner Version des biotechnisch verbesserten Menschen, dem Homunculus, in Sachen Popularität und Traditionstauglichkeit gnadenlos den Rang ab.
Nicolas Pethes für "Literaturen", 07/08.2002...
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»New-Jersey-Klopse in Tränenfonds«
Valerie Wilson Wesleys fadenscheiniges Klischee-Patchwork wird auch nicht dadurch aufgewertet, daß sie ihre Figuren immer wieder auf ihre eigene Banalität verweisen läßt: „Mein ganzes Leben ist ein Klischee.“ Die Autorin bleibt Allgemeinplatzwart...
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Stephan Maus und "Nichts als Worte". Die Homepage des Autors mit vielen, wunderbar polarisierenden Kritiken...
»Antihelden auf der Rutschpartie in den Abgrund«
Patricia Highsmith (1921-1995) hat der Mord selber nie interessiert. Sie schrieb keine Whodunits wie die ältere "Queen of Crime" Agatha Christie, sondern zeigte vor allem das Warum. Ihr Lieblingsautor in Jugendjahren war Dostojewskij, gleich mehrmals las sie "Schuld und Sühne". Und so leuchtet sie schon als kaum Zwanzigjährige das Seelen(un)heil des Großstadtmenschen, blind Liebenden und später Desillusionierten aus
"Saarbrücker Zeitung", 25.06.2002...
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»Deutsche Helden«
Das Problem ist ja nicht, dass man in Deutschland lange Zeit mit großem Eifer und größerer Entschiedenheit die Literatur zwischen E und U getrennt hat; diese Trennung gibt es, wenngleich man andernorts schon sehr viel länger Verständnis für Mischformen aller Art hat, mit mehr gutem als schlechtem Grund überall auf der Welt. Das Problem ist vielmehr, dass Feuilletonisten und Literaturwissenschaftler von den Stärken der Unterhaltungs-, der Spannungs- und eben auch der Kriminalliteratur nicht nur keine Ahnung haben, sondern auch keine haben wollen.
Ekkehard Knörer über Horst Eckert und Friedrich Ani bei "Perlentaucher/Mord und Ratschlag", 21.06.2002...
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»Klostermauern regten zusätzlich Fantasie an«
Mit dem spannenden Roman "Der Bastard von Berg" ist Edgar Noske als Autor von historischen Krimis bekannt geworden. Es folgte "Der Fall Hildegard von Bingen", der ein ebenso großer Erfolg wurde. "Lohengrins Grabgesang" war Mittelalterkrimi Nummer drei und ist jüngst auf dem Buchmarkt erschienen. Mit diesen Geschichten und einigen seiner Köln-Krimis im Gepäck war Noske jetzt zu Gast in Knechtsteden.
Silvia Fehse für "Neuss-Grevenbroicher Zeitung", 23.06.2002...
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»Tödlicher Nasenstüber«
Was das Personal angeht, gibt es hier nicht viel zu gründeln: "Schundroman" hat Bodo Kirchhoff sein neues Buch genannt, ein Titel, der in vielerlei Hinsicht wörtlich genommen werden kann. Viele Typen und Szenerien sind aus Groschenromanen und B-Movies vertraut: Der Privatdetektiv sieht aus wie Steve McQueen, der Mörder arbeitet augenscheinlich mit eiskalter Präzision, sorgt für spektakuläre Blutbäder und macht dennoch viele Fehler.
Armin Friedl für "Leonberger Kreiszeitung", 24.06.2002...
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»Bekenntnisse eines Spions«
Wie Großbritannien an die Schwelle zum Big-Brother-Staat geriet, lässt sich in Peter Wrights Autobiografie "Spycatcher" nachlesen. Er beschreibt - unter anderem - den Kulturwandel des britischen Inlandgeheimdienstes MI5 vom antisowjetischen Spionageabwehrdienst hin zur politischen Inlandsüberwachungsbehörde Anfang der 70er Jahre.
Christiane Schulzki-Haddouti für "telepolis", 23.06.2002 ...
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»Unter Ehrenmännern«
Andrea Camilleri hat das böse Wort über seine Heimat schon vor Jahren in eine Geschichte montiert, die jetzt erstmals in deutscher Sprache erschienen ist. Eigentlich ist Camilleri Fernsehregisseur, spät erst begann der heute Siebenundsiebzigjährige mit dem Schreiben. Sein Thema ist – Sizilien. Camilleris Romane und Kriminalgeschichten spielen meist in dem fiktiven Städtchen Vigàta, sein Commissario Salvo Montalbano hat auch in Deutschland eine große Fangemeinde. Das neue Bändchen bindet zwei ältere Texte zusammen, keine Romane, sondern „zwei wahre Geschichten“, wie ausdrücklich festgehalten wird.
Jens Kleindienst für "Echo online", 23.06.2002...
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»Leichen, Liebe, Happyend«
Wenn am kommenden Mittwoch Martin Walsers umstrittener Schlüsselroman auf den Literaturbetrieb, Tod eines Kritikers, in den Buchhandlungen liegt, wird Kante an Kante mit ihm ein zweiter Stapel die Kassenflächen der Buchläden zieren: Bodo Kirchhoffs Schundroman, dessen Veröffentlichung gleichfalls vorgezogen wurde, vom geplanten Erscheinungstermin im September just auf den 26. Juni: Das Angebot zum Kauf der Bücher im Doppelpack ist offensichtlich.
Cornelia Niedermeier für "Der Standard", 22.06.2002...
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»Höfliche Bitte um die kommissarielle Frührente«
Beharrlich verfertigt Donna Leon jährlich einen neuen Krimi. Das wäre gar nicht so schlimm - allerdings wird ihr Opus auch veröffentlicht, und zwar mit riesigem Erfolg. Deswegen lohnt es sich auch, sich mit ihrem zehnten Roman zu beschäftigen (der literarisch eine Durststrecke ist).
Erich Demmer für "Die Presse", 22.06.2002...
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»Zu brutal für ein zartes Mädchen«
Derart motiviert, schickte Frauke Schuster eine Leseprobe an acht Verlage und dann war alles "überraschenderweise relativ einfach". Einer der angeschriebenen Verlage - spezialisiert auf Krimis - biss gleich an und bat um das ganze Manuskript. Das war dann zwar zu lang und
musste um 100 Seiten gekürzt werden, aber Ralf Kramp vom KBV-Verlag nahm den Stoff gleich in sein Programm
mit auf.
Ina Lambach für "Alt-Neuöttinger Anzeiger", 22.06.2002...
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»Hart am Rand«
Das Element des Verbrechens ist notwendig, um Spannungsliteratur zu schreiben. Und es ist eine Möglichkeit, Figuren sehr direkt aufeinandertreffen zu lassen und sich auseinandersetzen zu lassen, ohne dass sie eine Möglichkeit haben, sich zu entziehen. Sie müssen reagieren. Und das tut die mittlerweile nicht nur Krimifreunden bekannte Personage Ralph Gerstenbergs in "Hart am Rand" ein weiteres Mal.
Matthias Eckold für "DeutschlandRadio", 20.6.2002...
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»Club Kalaschnikov«
Wie der Titel bereits vermuten lässt, wird in diesem Roman geschossen, und zwar gleich auf der Seite 12 der deutschen Luxusausgabe. Anders als in der Heimat, wo die Millionenauflagen von Polina Daschkova im billigsten Taschenformat erscheinen und als literarisches Fastfood in der Moskauer U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit verschlungen werden, erhebt die deutsche Übersetzung einen wesentlich höheren Anspruch. Und zwar: das aufregende Leben im sogenannten "neuen Russland" so packend zu beschreiben, wie niemand zuvor.
Elena Beier für "DeutschlandRadio", 20.6.2002...
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»Vom Buchmarkt«
Verbilligte Bücher, verstopfte Lager: Buchhandel und Verlage haben selbst die Probleme geschaffen, mit denen sie jetzt hadern. Unter anderem durch steten Verstoß gegen die Preisbindung.
Veit Heinichen für "Die Zeit", 26/2002...
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»Tiefgründig oder frech«
Zwei Autoren aus Buenos Aires: Borges und Feinmann: José Pablo Feinmann hat 1994 das spanischsprachige und nun das deutsche Publikum mit einem merkwürdigen Krimi schockiert: »Die Verbrechen des van Gogh«. Ein Filmfreak will das perfekte Thriller-Drehbuch schreiben. Damit es glaubwürdig wirkt, begeht er die zu beschreibenden Gewalttaten selbst, zufällige Morde, jeder vollendet mit »van Goghs« Signet – einem abgeschnittenen Ohr.
Benjamin Jakob für "Neues Deutschland", 21.06.2002...
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»Tiefgründig oder frech«
Der Liestaler Enrico Marini ist einer der wenigen Schweizer Comic-Zeichner, die international Erfolg haben. Nun lanciert er seine neue Serie: «Raubtiere», ein düsterer Grossstadt-Thriller.
Reto Baer für "facts", 06.06.02...
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»Tumult in Südtirol«
Andreas Maier hat einen Krimi ohne Fall und Verbrecher geschrieben, eine Sprachorgie des bloßen Gerüchts, das in der Rede über die Vorgänge die Tat und den Täter erst hervorbringt. Das Gerücht selbst lebt von dieser Verantwortungslosigkeit. Es wird nicht umsonst in Gestalt der Fama seit der Antike zu einer göttlichen Figur oder Stimme, weil es sich nicht kontrollieren lässt: "Ganz verschwindet es nie, das Gerede", schreibt Hesiod, "wenn es einmal viele Leute im Munde führen, es ist ja selbst eine Gottheit."
Steffen Martus für "Berliner Zeitung", 15.06.2002...
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»Lebenslange Liebe zum Wort und zum Buch«
Den Durchbruch schaffte er mit "Die Tote an der Waisenhausmauer". Der Autor hatte "sein Geheimrezept" gefunden: Er greift tatsächliche Kriminalfälle auf und durchleuchtet das seelische und soziale Befinden der Täter. Von dem Buch konnte er leben. 1986 wurde Harald Korall freier Schriftsteller. Krimiband folgte auf Krimiband. Bis zur Wende. Bis der Mitteldeutsche Verlag meinte, der neue Korall sei nicht zu verkaufen. Die Jobsuche führte den Autor zur MZ, für die er einige Jahre als Gerichtsreporter tätig war. Seit 1997 kommt wieder jedes Jahr ein neuer Korall, nun beim Leipziger Militzke-Verlag.
"Mitteldeutsche Zeitung", 18.06.2002...
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»Europa ist nicht Kuba«
Die Vielseitigkeit des kubanischen Alltags spiegelt sich naturgemäß in der literarischen Produktion wider. So auch in den folgenden Büchern, von denen zwei zudem von Reisen handeln. Bücher von Joaquín Baquero, Roberto Estrada Bourgeois und Carilda Oliver Labra bespricht Harald Neuber für "Junge Welt", 19.06.2002...
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»Vom Buchmarkt«
Eigentlich hätten die Buchhändler jubeln müssen: Seit dem 14. Juni ist die Buchpreisbindung Gesetz. Jahrelang hatte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen Kampf gegen die Wettbewerbshüter der EU geführt. Die österreichische Kette Librodisk hatte die traditionelle Preisbindung im hiesigen Buchhandel angegriffen und in Brüssel gegen die grenzüberschreitende Praxis geklagt. Doch in den letzten Wochen sind die Probleme der Buchbranche so offensichtlich geworden, dass der Börsenverein von der »größten Krise der Nachkriegszeit« spricht. In der Vergangenheit war immer gern übersehen worden, dass die Umsätze zwar wuchsen, aber nicht mit der Erweiterung der Verkaufsflächen Schritt hielten. Elaine Sandels für "Neues Deutschland", 19.06.2002...
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»Premiere für die "Eifel-Liebe"«
"Im Moment laufen die Drähte heiß", berichtet Josef Zierden über den geplanten Coup, gemeinsam eingefädelt mit der Dauner Kreisverwaltung und dem Dortmunder Grafit-Verlag. Denn Michael Preute alias Jacques Berndorf soll auf dem Fest seinen neuen Roman präsentieren unter dem Doppel-Logo von "Tatort Eifel" und Eifel-Literaturfestival. Das Buch geht wenige Tage vorher in Produktion und soll druckfrisch nach Prüm geliefert werden wenn alles klappt. Aber soviel Spannung darf sein bei einem echten "Berndorf".
FRITZ-PETER LINDEN für "Trierischer Volksfreund", 18.06.2002...
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»Unterhaltung und Anspruch«
Das Programm des Diogenes-Verlages steht auf fünf Säulen: der Belletristik mit den Stars Donna Leon, Ingrid Noll oder Paolo Coelho; den Krimis, die seit Mitte der 70er Jahre in der schwarz-gelben Reihe erscheinen (Highsmith, Simenon und andere), die dritte Säule sind Bücher aus dem Bereich Komik, Bildende Kunst und Film (Woody Allen, Fellini, Sempé, Loriot oder Tomi Ungerer), dann gibt es die Bücher schreibender Philosophen wie die von Schopenhauer oder von Montaigne, und man staune: Diogenes macht auch Kinderbücher!
Oliver Seppelfricke für "Deutsche Welle", 18.06.2002...
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»Kriminacht mit -ky, Jan Eik und Till Bastian«
Nervenkitzel und Gänsehaut versprechen die Organisatoren der 10. Reinickendorfer Kriminacht den Besuchern am Sonnabend, 29. Juni. Aus ihren Werken lesen unter anderem Jan Eik, Horst Bosetzky sowie der Arzt und Schriftsteller Till Bastian. Der Sohn des Mitbegründers der «Grünen», Gerd Bastian, hat sich nach vielen erfolgreichen Sachbüchern nun dem Kriminalroman zugewandt.
"Berliner Morgenpost", 18.06.2002...
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»Wer fälschte den Totenschein?«
Jüdisches Leid und eisiger Geschäftssinn, recht komplizierte menschliche Beziehungen und unausgesprochene Geheimnisse, Small talk gehobener Kreise in Chicago und beinharte Recherchearbeit, Tragisches neben intelligenter Komik, die Schilderung origineller Menschen und die sympathische Detektivin machen aus Sara Paretskys Roman "Ihr wahrer Name" ein faszinierendes, wenn auch nicht unkompliziertes Buch, das ganz und gar nichts mit Detektivromanen der herkömmlichen Sorte zu tun hat.
Duglore Pizzini für die "Presse", 15.06.2002...
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»Verstörend«
Wie mag es wohl im viel beschworenen alten Rom gewesen sein, wenn einmal nicht von den großen Kaisern und Feldherren der ersten europäischen Großmacht die Rede ist? Wie, wenn alle Protagonisten auf einmal die Sprache der Heutigen sprächen? Wie liest es sich, wenn sie zu leben beginnen, mit ihren Sorgen, Nöten, Lüsten und Witzen, wenn Sesterzen das Zahlungsmittel des Alltags sind? Genau diese Fragen beantwortet Gisbert Haefs in seinem historischen Kriminalroman "Roma".
Detlev Karg für die "Deutsche Welle"...
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»Verstörend«
Die Behandlung: Was ist das für ein Buch? Antwort: Mo Hayder`s neuester Thriller, entstanden aufgrund von Recherchen bei diversen Polizeispezialisten, Ärzten und sogar Studenten der geisteswissenschaftlichen Fakultät. Es handelt sich bei dem Roman um keinen gewöhnlichen Thriller, sondern um den verstörendsten der Saison. Das Buch knüpft mit losen Fäden an Mo Hayders letzten Thriller "Der Vogelmann" an, den vielgelobten Debutroman der Britin.
Gert Scobel für "WDR2", 14.06.2002...
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»Todesfälle unter den Muschelfischern von Venedig«
...das folgt, bei strenger Auslegung, dem Regelwerk des Trivialen, doch es gehört zum Können der Autorin Donna Leon , dass sie uns das nicht empfinden lässt und die Aufklärung der „Fälle“ von Anfang an mit Aufklärung im eigentlichen und allgemeineren Sinne verbunden hat. Wenn sich zur Genese der Brunetti-Saga etwas sagen lässt, dann, dass die Integration ihrer Beobachtungen,
Michael Bengel für "Kölner Stadt-Anzeiger", 14.06.2002...
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»Ich dachte: Wieso nicht?«
Walser? Kirchhoff? Lange vor den deutschen Schriftstellern hat der Zürcher Autor Peter Zeindler, 68, einen literarischen Mordanschlag auf Marcel Reich-Ranicki verübt. In seiner im Januar 2001 veröffentlichten Kurzgeschichte «Doppelt genäht hält besser» schiesst ein verkannter Krimiautor auf einen Grosskritiker. Wie bei Walser misslingt das Attentat. Anders als beim Schriftsteller vom Bodensee trägt Zeindlers Kritiker - noch verschärft durch die Illustration von Hannes Binder - die Züge von Reich- Ranicki; er ist aber kein Jude.
Matthias Lerf sprach für die "Sonntagszeitung" mit dem Autor
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»Krimis für die Revolution«
Was kann der Kriminalroman im Jahr 2001 noch leisten? Seit dem Boom in den achtziger und frühen neunziger Jahren ist das Angebot unüberblickbar, unglaublich diversifiziert – und grösstenteils langweilig. Bevor der Kriminalroman aber zur Lieblingsliteraturform eines halbgebildeten Mittelstandes avancierte, galt er einmal als trivial, roh, vulgär. Antiliteratur. Und genau dies machte ihn für AutorInnen interessant, die in der Nachfolge von 1968 versuchten, das Publikum mit gleichzeitig realistischen, sozialkritischen und unterhaltenden Texten zu erreichen
und zu politisieren. Der Franzose Jean-Patrick Manchette war einer von ihnen, ein emphatischer Streiter, überzeugt von der Relevanz politisch engagierten Schreibens.
Hans Schill für "WoZ" Nr. 40 vom 04.10.2001...
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- »Schal schimmert die Hoffnung«
Und es gibt doch ein Publikum für Spannung inklusive Sozialkritik, lautete die Losung im Krimiverlagsgeschäft der vergangenen Jahre. Nach den überraschenden Erfolgen von Henning Mankell und Liza Marklund war der Weg nicht mehr weit zur Wiederentdeckung von Jean-Patrick Manchette, Leitfigur des "néo polar" und wohl bester französischer Krimiautor seiner Zeit. Jean-Patrick Manchette ist der bessere Mankell, "Blutprinzessin" sein unvollendetes Glanzstück.... Jochen Förster für "Die Welt" vom 06. 10. 2001... mehr
»Krimis in der Sackgasse?«
Was wird aus den Krimis? Sie tarnen sich wieder, die Cover sind möglichst unauffällig. Thomas Wörtche sieht auf der Homepage des Krimiautors Roger M. Fiedler im gesellschaftlichen Rollback auch ein ästhtisches Rollback heraufziehen. Eine Analyse mit erstaunlichen Befunden ....
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»Krieg und Krimi«
Der 1946 in Valence geborene Franzose Jaques Tardi zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den bedeutendsten Comicmachern der Gegenwart. Mit den surreal-fiebrigen Abenteuern der in Paris der Belle Epoque lebenden Kolportageschriftstellerin Adèle Blanc-Sec und den kongenialen Literaturadaptionen der Kriminalromane von Léo Malet (Nestor Burma) und Jean-Pierre Manchette lotet er die Grenzen des Comicmediums Album für Album neu aus. So entwickelte Tardi Anfang der 80er Jahre eine eigene Technik zur variablen Grauabtönung, die seinen atmosphärischen Schwarzweiß-Zeichungen zusätzliche Tiefe und Raum verleihen und seine gemalten Bildgeschichten unverwechselbar machten.
Marc Degens für "satt.org"
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»Geborener Geschichtenerzähler«
Jeder Australienfan, der einmal einen Arthur W. Upfield Krimi gelesen hat, wird süchtig nach einem weiteren.
Die “Times” schrieb über ihn: “Arthur W. Upfield war ein geborener Geschichtenerzähler. Kaum ein anderer Autor hat es wie er verstanden, eine scheinbar tote Wüste mit buntem Leben zu füllen, und keinem ist es wie ihm gelungen, die unerwartete Schönheit der australischen Hügel und Wälder und Felsenküsten mitzuteilen.” ....
Sabine Hopf für "reisebine.de" 03/2002...
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»Die Horen«
Wenn ich in eine x-beliebige Buchhandlung gehe und unschuldig nach Literaturzeitschriften frage, wird man mir weder die Krachkultur, noch den Sprung, gar den Störer oder die Ventile zur Auswahl vorlegen. Man wird auf ein kleines Fach in einem Regal deuten und da werde ich - neben bekannteren regionalen Magazinen - ganz sicher die horen finden. n der mir vorliegenden Nummer 182 mit dem Titel "Saubermänner und schmutzige Hände" ist die Kriminalliteratur ins Fadenkreuz geraten, die Faszination des Verbrechens, eines der ältesten und gängigsten literarischen Themen überhaupt....
MW in "rheinzeitung.de" 06/2002...
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»Los Angeles, made in Vienna«
In jener Zeit, da ich noch Lektor war, schwappte nach Wien das Gerücht über, dass in Vorarlberg, dem, wie man sagt „westlichsten“ Bundesland Österreichs, ein junger Mann lebt, der in der Lage wäre, Kriminalromane zu schreiben: Jürgen Benvenuti. Ich lernte Jürgen Benvenuti kennen und stellte gleich fest, der junge, hagere Mann war ein außerordentlicher Kenner amerikanischer Krimis - ein besserer als ich; er zitierte Autoren und Bücher mit einer Leidenschaft, ja, mit einem eleganten Fanatismus, der mich darauf neugierig machte, ob seine eigenen Bücher nur im Geringsten mit seinen erlesenen Ansprüchen mithalten würden ...
"Das Kriminal" von Franz Schuh in "FAZ.net/Literaturen" 06/2002...
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»Wall in «Wallander-Land»«
Sten Wall heisst der Held einer Serie von Kriminalgeschichten des schwedischen Autors und Journalisten Björn Hellberg, der in Schweden neben Henning Mankell und Håkan Nesser zu den beliebtesten Krimiautoren zählt. «Ehrenmord» lautet der Titel des jetzt erstmals auf Deutsch vorliegenden Romans ...
akd. für "Neue Zürcher" 15.06.2002...
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»Helden wollen alle nur das Eine: Gripschen«
Die Gleichung ist logisch: Die Straßenbahn als täglicher Leseort plus der Bücherbummel auf der Kö ergeben eine Autorenlesung in der Rheinbahn. Klug gedacht und wundervoll genutzt von Hen Hermanns. Die meisten Krimis spielen an unwirklichen Orten, die nebulös und unerkennbar bleiben. Nicht so beim gebürtigen Düsseldorfer Hermanns. ...
Valeska von Dolega für "Westdeutsche Zeitung" 17.06.2002...
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»Schwache Geschichte spannend«
Annika Bengtzon ist ein klassischer Single: Die junge Frau hat immer Pech mit den Männern, sie lebt allein in einer herunter gekommenen Wohnung, und wenn sie Angst hat, dann vor allem vor den eigenen Gefühlen. Annika Bengtzon ist die gebrochene Heldin in Liza Marklunds Krimis, deren Fangemeinde mit jedem neuen Buch wächst. Jetzt liegt ein neuer Band der schwedischen Autorin vor, und sicher wird auch «Paradies» - so der Titel - ein Bestseller....
Susanna Gilbert-Sättele (dpa) für "Trierischer Volksfreund" 16.6.2002...
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»Die innere Logik der Biografien«
Alles beginnt wie ein richtiger Krimi: mit einer Wasserleiche. Die Frau, die da Mitte der 90er Jahre in Berlin tot aufgefunden wird, ist eine Banater Schwäbin aus Rumänien. Also Landsfrau von Dino Schullerus, Privatdetektiv, vormals Securitate-Spitzel. Er berichtet von seinen Ermittlungen. Zu tun bekommen mit dem Fall auch Klaus Richartz, rumäniendeutscher Schriftsteller, und Dinos Sohn Christian, der in Frankfurt am Main lebt. Das ist, in Kürze, das Grundgerüst des Romans "Miss Bukarest"des rumäniendeutschen Autors Richard Wagner ...
Tomas Gärtner für "Dresdner Neueste Nachrichten" 16.06.2002...
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»Angelesen, halb gelesen, ganz gelesen«
Roberts ganz persönliche Krimilektüre im Monat April 2002 - jetzt endlich komplett! Kommentare zu Booth, Robinson, Lehane, Ayres, Pattison, Moody und vielen anderen....
Robert Schekulins "Krimitagebuch Mai 2002" bei "UFO Krimis" 06/2002...
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» Neuer Regional-Krimin«
Zu den vielen Hinterlassenschaften der US-Amerikaner im Rhein-Main-Gebiet zählt das Halloween-Fest auf der Burg Frankenstein bei Darmstadt. Alljährlich gruseln sich dort lustvoll tausende Gäste als Vampire, Untote oder Werwölfe in den November: Eine ideale Bühne für einen Darmstädter Regionalkrimi, geschrieben von Walter Scheele, langjähriger Polizeireporter aus Frankfurt. ...
"Frankfurter Neue Presse" 16.06.2002...
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»Auf den Spuren von Heribert Faßbender hat Martin Walser einen Krimi geschrieben«
Der Literaturbetrieb in Deutschland hat es schwer. Grass und Walser heißen Deutschlands Topautoren, zwei Langeweiler von Format. Doch hat es der Literaturbetrieb bislang verläßlich geschafft, das öde Zeugs in der Öffentlichkeit zu lancieren, indem man eine hochbedeutende Debatte ankurbelt, die sich bei näherer Begutachtung als alter Hut entpuppt. Grass habe mit seinem letzten Buch »Im Krebsgang« ein Tabu gebrochen, indem er beschrieb, wie übel den deutschen Vertriebenen mitgespielt worden sei, als ob man nicht schon immer von den Vertriebenenverbänden damit belästigt worden wäre. Nun hat Frank Schirrmacher noch eine Literaturdebatte vom Jägerzaun gebrochen. Im neuen Roman von Walser »Tod eines Kritikers« hat er »zu meiner eigenen Überraschung« antisemitische Klischees entdeckt....
Klaus Bittermann für "Junge Welt" 17.6.2002...
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» Wallanders Welt«
Weit geschwungene Hügel prägen die Landschaft von Schonen, der südlichsten Region Schwedens. Hier, zwischen Lupinenfeldern, Ferienhäusern und Dünen, wird skalpiert, geschossen und gemordet - jedenfalls in den Krimis von Henning Mankell. In der Hafenstadt Ystad ermittelt die Hauptfigur, Kurt Wallander ...
"Der Spiegel" 14.06.2002...
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»Verpackt als ein Krimi«
Eine abenteuerliche Reise durch die Fabelwelten des Mittelalters, randvoll von Märchen und wundersamen Wesen, gewürzt mit einer Liebesgeschichte und verpackt als ein Krimi - das ist der neue Roman von Umberto Eco (Der Name der Rose) über das Leben und die Taten des Ziehsohnes von Friedrich Barbarossa. ....
Klaus Bittermann für "Jesus online" 14.05.2002...
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»Vom Buchmarkt«
Der Buchhandel leidet unter seiner schwersten Krise seit Jahren: Wenn Vertreter der Buchbranche melancholisch werden – und sie sind zarte Gemüter und werden oft melancholisch –, erinnern sie gerne daran, dass die ganze Buchbranche in Deutschland nicht mehr Umsatz mache als Aldi-Süd. (Wobei das Suffix „Süd“ hervorgestoßen wird, als liege in dieser geografischen Einschränkung das ganze Gewicht der eigenen Marginalisierung.) Die Buchbranche sei, das will der Vergleich sagen, keine volkswirtschaftlich relevante Größe. Wer hier mitmische, tue dies nicht, weil ihn der Gewinn locke...
IJOMA MANGOLD für "Süddeutsche Zeitung" 14.6.2002...
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»Das Weiß der Zehenknochen«
Fred Vargas - Fred wie Frédérique, Vargas wie die spanische Tänzerin, die Ava Gardner 1954 in "Die barfüßige Gräfin" spielte - ist Archäologin. Ihre rompols, wie sie die Krimis nach dem französischen roman policier nennt, schreibt sie in der Freizeit - um der Gefahr zu entgehen, sich zu sehr auf die Archäologie zu versteifen und dabei zu einseitig zu werden, wie sie sagt.
Anne Kraume für "taz" 14.6.2002...
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»Mister Marples Krimi-tipp«
In ihrem Roman "Erfinder des Todes", erschienen bei Droemer, hat sich Val McDermid den Autoren, den Ausgestoßenen, auf besondere Weise zugewandt: Sie lässt sie ermorden. Von einem Täter, der bei seinen Verbrechen stets so vorgeht wie der Täter im jüngsten Roman der jeweiligen Opfer. Allerdings mit einer winzigen Abweichung, die das Verbrechen unvorhersehbar macht. Das heißt: Die Morde sind extrem grausam; eben so, wie sie das Publikum liebt. "Ich werde sie abschreiben, werde ihre Namen mit Blut schreiben und laut und klar meine Botschaft hören lassen: Sie sind selbst verantwortlich für ihr Unglück", kündigt der Täter sein Werk in Drohbriefen an.
Mister Marple für "Die Rheinpfalz" 14.6.2002...
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»Lust am Männermord«
Selbst Kerstin Cantz und Brigitte Riebe schlagen während der Präsentation ihres gemeinsamen Kriminalromans „Schöne Männer sterben schneller“ immer wieder ungläubig die Hände vors Gesicht, als wollten sie sich fragen: „Haben das wirklich wir geschrieben?“
Carolin Ströbele für "Süddeutsche Zeitung" 14.6.2002...
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»Torten mit Biss«
"Wir trinken zu viel, rauchen zu viel, ziehen uns extrem gut an und haben unseren Eltern nicht gesagt, wann wir heute nacht zu hause sein werden." So stellen sich die Damen von "tart city" auf ihrer Homepage vor. Sie bezeichnen sich selber als neofeministisch und sind stolz darauf, neue Standards für schlechtes Benehmen auf vier Kontinenten gesetzt zu haben. Die meisten von ihnen sind Krimi-Schreiberinnen, die zutiefst gelangweilt sind von der Regel, dass Frauen, um in diesem Genre ernst genommen zu werden entweder a) Männer sein, b) den Humor weglassen, c) ihre Bücher mit Beschreibungen von nackten Frauenkörpern füllen oder d) eine Kombination der genannten Möglichkeiten anwenden sollten.“
Andrea Fischer für "Tagesspiegel" 24.03.2002...
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- »Von Göttern, Genen und Gelehrten«
Heute soll von einem beklagenswerten Versagen der deutschen Kriminalliteratur die Rede sein - und von zwei ernsthaften Versuchen, diesem Missstand abzuhelfen. Sicher, die Angelsachsen sind in Sachen politischer Krimi unerreicht und vielleicht auch unerreichbar. Aber musste aus Respekt vor Namen wie Ambler, Somerset Maugham, Le Carré, Deighton, Follett gleich niemand in Deutschland zur Feder greifen? Die Erklärung kann nicht darin liegen, dass hier nichts Aufregendes passiert. Gerade in der Hochzeit des Kalten Krieges war Deutschland ein bevorzugter Schauplatz für die Großmeister des Spionageromans, und heute kann keine Rede davon sein, das internationale Verbrechen mache einen Bogen um unser schönes Land. Andrea Fischer für "Tagesspiegel" 17.02.2002... mehr
»Ein Fall für Fischer« Zwei "Fälle für Fischer" aus dem "Tagesspiegel" haben Sie oben gefunden. Wer sich für weitere Fälle der Reihe interessiert, findet sie hier auf der Webseite der sachkundigen Politikerin...
»Plattdeutsche Krimis«
Der schwedische Erfolgsautor Henning Mankell verkauft seine Kriminalromane in Millionenauflage rund um den Globus. Davon kann Gottlieb Leckband nur träumen. Doch der Wahl-Malenter hat seine Figuren und Geschichten ebenfalls fest im Griff, schöpft er als ehemaliger Leiter der Mordkommission doch aus einem sehr reichen Erfahrungsschatz, dem der Bestsellerautor eigentlich nur die Fantasie entgegen zu setzen hat.
Harald Voss für "Lübecker Nachrichten" 14.6.2002...
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»Ahr Krimis«
"Es gibt Gerüchte über ein lohnenswertes Restaurant in Heppingen mit einem pfiffigen Koch . . .", gibt der Autor Carsten Sebastian Henn einen Tipp im Anhang des Eifel-Krimis "In Vino Veritas".
Rainer Schanno für "Bonner General-Anzeiger" 14.6.2002...
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»Im dunklen Königreich der Kindheit«
Am 13. Mai dieses Jahres wurde er 65, ein ruheloser Mann, der tausend Namen erdacht hat. Seiner bedeutet „Grau“. Jerome Charyn, Jude, Sohn eines Polen und einer Weißrussin, hat nach 55 Büchern den Rückweg angetreten und in „zwei autobiographischen Reisen durch die Bronx“ seine Kindheitsgeschichte erzählt, erfunden, erträumt: „1942 war ich erst fünf, ein nervöser Junge, der nicht einmal seinen eigenen Namen buchstabieren konnte.“
Dorothea Dieckmann für "Die Zeit" 06/2002...
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»Freie Freakshow«
Es gibt mindestens drei Sorten von Schriftstellern: Es gibt die, die hoffen, mit ihren Werken die Gesellschaft zu verändern. Dann gibt es die, die Schreiben als Selbsttherapie betrachten und in jedem Buch ihr Innerstes nach außen kehren. Und schließlich gibt es Schriftsteller wie den Amerikaner Jonathan Lethem, die die Gesellschaft verändern wollen und trotzdem lesbare, ja geistreiche Literatur produzieren. Lethems Roman Motherless Brooklyn ist eine geniale Mischung aus Spannung, Intelligenz und Kunstfertigkeit. Es ist eine Hymne auf Brooklyn, eine Liebesgeschichte ohne Happy End und ein sprachliches Feuerwerk. Außerdem ein Krimi, der seiner Gattung alle Ehre macht. “
Sacha Verna für "Die Zeit" 06/2000...
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- »Natürlich schmeckt der Wortsalat«
Es ist heiss in Brooklyn, sehr heiss, und wer eine Klimaanlage besitzt, dankt es dem stahlblauen Himmel. Jonathan Lethem besitzt keine Klimaanlage und vom Himmel sieht er in seiner kleinen Dachwohnung nicht allzuviel, weil Büchertürme, die bis unter die Decke reichen, die Sicht nach draussen auf ein Minimum beschränken. Die Bücher, die sich da türmen, sind höchst unterschiedlicher Natur. Es gibt zerfledderte Taschenbücher der Sorte Kioskliteratur, es gibt Raritäten wie eine Erstausgabe von Thomas Pynchons "V." und es gibt ziemlich alles, was in Buchhandlungen derzeit an neuer und neuster amerikanischer Literatur angeboten wird: Romane und Erzählungen von Don DeLillo bis Bret Easton Ellis, solche von Denis Johnson bis David Foster Wallace. Sacha Verna für "Tagesspiegel" 12.05.2002...mehr
»Wir kennen uns doch vom Fernsehen!«
Günter Seuren schreibt über Steffi Graf einen amüanten Roman, der sich unversehens zu einem Kriminalfall entwickelt.
Dieter Hildebrandt für "Die Zeit" 06/2000...
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»Globalisierung des Krimis«
Seit zwei bis drei Jahren gibt es vermehrt deutsche Übersetzungen von Kriminalromanen aus der Dritten Welt, besonders aus Lateinamerika. Wenn man die Veröffentlichungen zusammenzählt, kommt man auf vielleicht 30 Titel, vielleicht deswegen, weil bei vielen Romanen die Genrezuordnung schwierig ist, sich die Grenzen zwischen ?hoher ? und populärer Literatur verwischen. Etwa 20 dieser Bücher werden hier behandelt, die empfehlens- und lesenswerten. Neuerdings häufen sich die Bücher zumindest zu einem Minitrend. Auf die Dritte Welt spezialisierte Verlage wie der Unionsverlag in Zürich schaffen sich damit ein zweites Standbein : Die Krimis werden sowohl über das Interesse an der Dritten Welt wie am Genre Kriminalroman vermarktet bzw. rezipiert.
Wilhelm Roth für "ASTM/epd-entwicklungspolitik 18/2001"...
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»Eine Entdeckung wert«
Die Schauspielerin, Psychologin und Kriminalschriftstellerin Chantal Pelletier ist in Frankreich bekannt und preisgekrönt. Hierzulande harrt sie dagegen weiter ihrer Entdeckung. Und eine Entdeckung ist diese Autorin wert, das zeigt ihr zweiter Roman "Der Bocksgesang", der vor kurzem auf Deutsch veröffentlicht wurde.
Martin Suter gilt zur Zeit als einer der interessantesten erzählenden Schriftsteller des deutschsprachigen Raumes; manche Kritiker vergleichen ihn gar mit den Großmeistern der Kriminalgeschichte, Patricia Highsmith und Georges Simenon. "Ein perfekter Freund", Martin Suters neuer Roman, der zur Zeit in den Bestsellerlisten ganz oben rangiert, zeigt tatsächlich einmal mehr, über welch großes Erzähltalent dieser Autor verfügt.
Ulrich Noller Krimitipps Juni für "WDR 5" (06.2002)...
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»Blick zurück im Leben eines Kommissars«
Doch Henning Mankell scheint zu festgefahren in seinen Vorstellungen und in seinem Stil, als dass diese Kurzprosa neue Akzente setzen, neue Erkenntisse bringen würde. Selbst als junger Mann ist dieser Wallander uns kein Unbekannter mehr, wirkt er charakterlich bereits derart ausgereift, dass er nahtlos auch in "Mörder ohne Gesicht" überwechseln könnte.
Arnold Hohmann für "Westfälische Rundschau" (12.06.2002)...
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- »Ein harter Hund«
Auch wenn der junge Ermittler dem "Mann mit der Maske" begegnet oder den mysteriösen "Tod des Fotografen" aufklärt, hält sich die Spannung in Grenzen. Nicht nur, weil sich Wallander in diesen grob konstruierten Fällen auf sattsam bekanntem Terrain bewegt. Es fehlt auch der große epische Sog, der die späteren Mankell-Klassiker auszeichnete. Annette Schroeder für "Kölnische Rundschau" (12.06.2002)... mehr
»Im Sog der Muschelbänke«
Gute Krimis sind schnelle Läufer auf der Bestseller-Rennbahn. Hat ein Autor erst mal das Vertrauen der Leser, geht es rasant. Ungebremster Sympathie erfreut sich der italienische Commissario Brunetti. Sein Jubiläum ist auch eines nach Jahren. 1992 hat die Amerikanerin Donna Leon den venezianischen Polizisten "erfunden" und ihm jedes Jahr einen Fall zwischen die Buchdeckel geklemmt.
Lilo Plaschke für "Thüringer Allgemeine" (11.06.2002)...
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»Von Jerry Cotton zum Jugendroman«
Die Erstlingswerke Werner J. Eglis sind Kioskromane: Western, Krimis, Jerry Cotton. Eher durch Zufall findet sein erster Bestseller, "Im Sommer, als der Büffel starb", den Weg zu einem Verlagsleiter. Mehr als 35 Bücher folgen. Der USA bleibt der Schriftsteller in vielen seiner Werke treu, wie auch dem Thema Jugend.
"Schwarzwälder Bote" (12.06.2002)...
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»Krimis für die Ferienzeit«
Jedes 20. der rund 7500 belletristischen Werke, die im Jahr auf den deutschsprachigen Büchermarkt kommen, ist nach Angaben des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Frankfurt ein Krimi.
Susanna Gilbert-Sättele (dpa) stellt für "Bieler Tagblatt" (12.06.2002) einige Krimis vor...
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»War er pathologisch?«
Als Neunjähriger hat Jerome „Baby“ Charyn einen kleinen Bruder bekommen und einen Hund verloren. „Habt ihr Beauty weggegeben?“ fragt er seinen Vater. „Nein“, lautet die Antwort. „Wir haben ihn vergasen lassen.“ Zwei Jahre später schreibt man das Jahr 1949 in der New Yorker Bronx, und Jerome Charyn setzt nun fort, was er mit seinem Erinnerungsbuch „Die dunkle Schöne aus Rußland“ begonnen hat.
Ulrich Baron für "Süddeutsche Zeitung" (11.06.2002)...
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»Der Mann, der keine Frau war«
«Die Dame ist schon abgereist!», heisst es an der Frankfurter Hotelreception - doch «die Dame» ist keine Dame, ihr Name Hommage an die Courage der algerischen Frauen in finsterer Zeit. «Die Dame» war Star jener Frankfurter Buchmesse, über welche die Schatten des 11. September fielen: Yasmina Khadra - mit richtigem Namen Mohammed Moulessehoul -, der algerische Ex-Offizier, welcher auszog, das Schreiben zu lernen, wird derzeit primär als Experte für den Umgang mit Terror und Tod gehandelt: ein Autor, der so bekannt wie verkannt ist.
Regina Keil-Sagawe für "Neue Zürcher" (11.06.2002)...
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»im Stillen böse sein«
Hier ringt einmal nicht die Autorin, hier ringen ihre Figuren um Worte. Wie nach Worten gesucht wird, begleitet von der Panik, doch wieder etwas Falsches zu sagen, wie Unsicherheit den Schweiß auf die Handflächen treibt, wenn ein Mensch sich nähert, das kann niemand so beschreiben wie Patricia Highsmith. Dass sie als Kriminalromanautorin berühmt wurde, beruht zum Teil auf einem Missverständnis. Tatsächlich geschehen in ihren Büchern Verbrechen. Doch die 1995 verstorbene Highsmith hatte in Interviews immer wieder gesagt: "Ich bin keine Kriminalschriftstellerin, weil mich weder Spannung noch Geheimnis interessieren..."
Andrea Gerk für "Berliner Zeitung" (08.06.2002)...
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»im Stillen böse sein«
...unter diesem Aspekt betrachtet, ist "Tod eines Kritikers" von Martin Walser ein Desaster. Man braucht nicht Marcel Reich-Ranicki, seine lächerlichen ästhetischen Kategorien und sein albernes Gehabe zu mögen, um in diesem Fall das Verdikt über den Walserschen Text voll zu teilen: 6, setzen. Das betrifft nicht nur den hanebüchenen Plot, die jämmerlichen multiplen Selbststilisierungen des Autors und die randalierende Häme, die sich hier als Satire tarnt, sondern vor allem das sprachliche Niveau.
Marcus Hammerschmitt für "telepolis" (09.06.2002 )...
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»Seele eines Cops«
Der erste Krimi des Washingtoner Journalisten Jess Walter stellt die kriminale Action eher in den Hintergrund, obschon die Handlung an sich gut konstruiert ist, die Spannung durchhält und ein starkes Finale aufweist. Mehr aber konzentriert sich der Autor auf die Figuren, namentlich diejenige der Heldin.
"Neue Luzerner" (11.06.2002)...mehr

»Vom Buchmarkt«
Kettenlädenmassaker - Unabhängige Buchhandlungen in Gefahr. Was die Verlage seit einigen Jahren schon hinter sich haben, ist beim Sortimentsbuchhandel derzeit in vollem Gange und hat, das ist neu, die klassischen Züge eines Verdrängungswettbewerbs angenommen. Unabhängige Buchhandlungen sehen sich vor die Entscheidung gestellt, sich dem entweder auszusetzen oder selbst unter das Dach eines der Großen zu schlüpfen - sofern einer von denen will.
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»Der raue Hinterhof Venedigs«
Donna Leon verlässt das glamouröse, schillernde und morbide Zentrum Venedigs und begibt sich an die Peripherie. In Pellestrina, einem winzigen Dorf knapp vor Chioggia wohnen nur Fischer. Es gibt keine Touristen und schicken Lokale, keine protzigen Palazzi und Souvenierläden.
Ingeborg Sperl für "Der Standard" (08. 06. 2002)...
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»Kinder sind keine kleinen Deppen«
Bis zur 250. Folge seines Kinderfernseh-Knüllers "Tom Turbo" ist es nicht mehr weit, und was das Arbeiten betrifft, scheint Thomas Brezina immer auf Turbo geschaltet zu sein. Dem fleißigsten Schreiber Österreichs flossen schon 58 Bände seiner "Knickerbocker-bande" aus den tippenden Fingern, sein erster Jugendroman erscheint demnächst.
Bernhard Lichtenbergersprach für "OÖNachrichten" (10. 06. 2002) mit dem Autor...
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»Gespenstische Parallel-Aktion«
Diesmal stirbt der Kritiker wirklich. Er heißt Louis Freytag. Jeder Leser wird in ihm Marcel Reich-Ranicki erkennen. Er wird aus Versehen umgebracht. Es ist eher ein Unfall. Tod eines Kritikers II: Bodo Kirchhoffs «Schundroman» erweitert die Walser-Debatte zur literarischen Posse. Eckhard Fuhr für "Berliner Morgenpost" (10.06.2002)...
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- »Letzte Schlacht vor dem Nachruhm«
Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff schreibt iim "Spiegel" über sein Verhältnis zu Martin Walser und eine verblüffende Parallel-Aktion... (10.06.2002)...mehr
»Der Stärkere wird sich erinnern«
Entgleisungen und Kollisionen, die allerdings nur fast stattfinden, sind die Spezialität von Stefan Beuse, der mit seinem ersten Roman Kometen (2000), ein polyphones Verwirrspiel mit vielen Figuren und einigen Überschneidungen konstruiert hat. Poetologisch formuliert Beuse, Jahrgang 1967, sein literarische Credo sehr augenblicksorientiert: "Schreiben hat für mich etwas extrem Fotografisches, denn auch da hängt alles davon ab, den rechten Moment zu erwischen...
Karin Cerny für "Der Standard" (08. 06. 2002)...
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»Pippi spürt den Mördern nach«
Die Krimi-Kommissarin Maria Kallio hat grüne Augen, rot gefärbte Zottelhaare, einen sinnlichen Mund, ist – zumindest jetzt noch–- Single und in Finnland wesentlich bekannter als hierzulande Bella Block, Kurt Wallander, Martin Beck oder auch Miss Marple. Als Polizistin lebt sie in einer Männerwelt und reagiert folglich hochsensibel auf geschlechtsspezifische Diskriminierungen jeder Art. Ihre Erfinderin Leena Lehtolainen, Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin, wurde für die Romane rund um diese so menschliche Heldin mit dem finnischen Krimipreis geehrt, ja, das Erscheinen ihrer Bücher wird von der Presse als „Höhepunkt jeden Herbstes“ gefeiert.
Inge Zenker-Baltes für "Weserkurier" (10. 06. 2002) ...
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»An Gespenster zu glauben«
"Doruntinas Heimkehr" von Ismail Kadare ist eine faszinierende Mischung aus Kriminal- und Gespenstergeschichte, zu der, wie Kadare kürzlich bei einer Lesung preisgab, Gottfried August Bürgers berühmte Ballade "Lenore" Pate stand. Wer hat Doruntina zurückgebracht? Das ist der Originaltitel des Buchs und die Frage, vor die der Polizist, der sich gegen seine inneren Stimmen weigert, an Gespenster zu glauben, beantworten muß.
Michael Kleeberg für "Die Welt" (08. 06. 2002) ...
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»Jeder Mensch ein Abgrund«
Als wollte Veit Heinichen gleich am Anfang klar stellen, dass nicht einmal der friedliche Familienhafen, von dem aus Laurenti im ersten Kriminalroman, «Gib jedem seinen eigenen Tod», in die wilden Gewässer von Menschenhandel, Mord und Prostitution starten konnte, eine verlässliche Sache ist, richtet er Laurenti und Sohn diesmal einen frauenlosen Haushalt mit allen dramatischen Konsequenzen her.
Bernadette Conrad für "Der Landbote" (08. 06. 2002) ...
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»Ich bin wirklich nicht tough« Schon beim ersten, „Zeit zu sterben“, waren die Kritiker des Lobes voll. Nun ist „Alle singen im Chor“ erschienen, in Leena Lehtolainens Heimat der erste von bislang sieben Krimis um die smarte, rothaarige Ermittlerin Maria Kallio? Kirsten Schmidt sprach für "Hamburger Morgenpost" (08. 06. 2002)mit der Autorin ... mehr
- »Leena Lehtolainen im Gespräch«
Sie mag Punk, starke Frauen und klassische Chormusik – und all das kommt auch in ihren Kriminalromanen vor: Leena Lehtolainen, Autorin und Kritikerin aus Helsinki, hat der finnischen Kriminalliteratur die erste weibliche Heldin beschert. Seit 1994 ist die Polizistin Maria Kallio in Helsinki im Dienst; 1997 heimste deren heute 38-jährige Erfinderin für ihre sozio-psychologisch gefärbten Romane mit der nüchternen Sprache den finnischen Krimipreis ein. Ruth Bender sprach für "Kieler Nachrichten" (08. 06. 2002)mit der Autorin ... mehr
»Lukes großer Traum«
Was ist mit John Grisham passiert? Wo ist seine Dynamik als Thriller-, sprich: Krimiautor geblieben? Und dann doch wieder: Ist nicht das, was er in den letzten beiden Jahren produziert hat, ein ganz anderer Grisham geworden, ein neuer, ein noch besserer?
Thomas Chorherr für "Die Presse" (08. 06. 2002) ...
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»Spiel mit Schein und Sein«
Stefan Beuses Roman „Die Nacht der Könige“ wird zwar überall als Thriller bezeichnet, ein Krimi im klassischen Sinne ist es aber nicht. Intuitiv solle man sich seiner Geschichte nähern, empfiehlt Beuse, und sein Rat ist gut. Weg mit dem Kopf, her mit dem Gefühl.
Angelika Sinn für "Weserkurier" (08. 06. 2002) ...
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»Noch eine Mordphantasie«
Im neuen Bodo-Kirchhoff-Roman wird ein Großkritiker umgebracht. Unter Verdacht: zwei Dichter.
Tilman Krause für "Die Welt" (08. 06. 2002) ...
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- »Kritikermord als literarisches Sujet«
Tod eines Kritikers, die Zweite: Kurz nach Martin Walsers umstrittenem Suhrkamp-Roman wird in der Frankfurter Verlagsanstalt Bodo Kirchhoffs Buch „Schundroman“ erscheinen, in dem ein „Großkritiker“ ums Leben kommt. Nach Angaben des Verlags ist mit der Nebenfigur „Louis Freytag“ wie in Walsers Buch „Tod eines Kritikers“ Marcel Reich-Ranicki gemeint. "FAZ" (08. 06. 2002) ... mehr

»Das Rätsel Rebus«
Nein, er ist kein Highlander, kein unsterblicher Kämpfer im Schottenrock. John Rebus ist einer aus den Lowlands, ein waschechter Sterblicher voller Fehler und Verfehlungen. Sein geistiger Vater, der Schotte Ian Rankin, der schon seit Mitte der Achtziger zu Recht als einer der besten (Kriminal-)Schriftsteller Großbritanniens gefeiert wird, kommt nun endlich auch in Deutschland zu Ehren. Seit 2000 dürfen auch wir teilhaben an den großartigen Romanen um den Antihelden Rebus.
Bianca Reineke für "Wortlaut" (29.3.2002) ...
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»Wie man einen Bestseller bastelt«
Über Nacht wird im Land der unbegrenzten Möglichkeiten der Tellerwäscher zum Bestseller. Und das ist eigentlich ganz easy, liest man in der New York Times. Man braucht nur die richtige Computer-Software, wie beispielsweise die des amerikanischen Schriftstellers, Verlegers und Lektors Sol Stein. Ein Rundreise durch Schreibratgeber mit
Elke Heinemann für "Deutschlandfunk" (07.06.2002) ...
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» Karriere-Beginn eines kauzigen Kommissars«
Dass die fünf Geschichten vor 1990 angesiedelt sind, als die eigentliche Wallander-Reihe mit „Mörder ohne Gesicht“ begann, erschließt sich bei der Lektüre kaum. Datumsangaben im Text sind hilfreich, der Text selbst versprüht indes keinen Zeitgeist. Handwerklich eindeutig zu routiniert schildert Henning Mankell das kriminelle Geschehen – und begeht literarisch gesehen beinahe ein Verbrechen. In vier uninspirierten, undramatischen Fällen verrät er seinen Kommissar nicht nur, er meuchelt ihn sogar ein ums andere Mal. So gut wie nichts ist vom typischen lakonisch-präzisen Mankell-Stil zu finden. Geradezu lust- und lieblos hat der Schwede die Erzählungen notiert.
Kerstin Buttkus für "Nordwest Zeitung" (06.06.2002) ...
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»Krimirezensionen«
Neue Krimis: Brunetti, wie er leibt und lebt.
McDermid: "Abgekupfert" - Kurze Geschichten mit alten Bekannten.
Ani: "Süden und der Straßenbahntrinker" - melancholisch, aber charmant.
Muller: "Gefährliche Stille" - Auf der Spur der eigenen Vergangenheit.
"Mainz online" (07.06.2002) ...
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»Minutenrezension«
Jean-Bernard Pouy, «Papas Kino». "Der Autor mixt aus wirklichem historischen Geschehen und seiner Fantasie einen äusserst süffigen Krimi-Cocktail." "20min.ch" (04.06.2002) ...
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»In der Falle der Rechtschaffenheit«
Ähnlich wie der Australier Gary Disher (ZEIT Nr. 6/01) mit seinem Helden Wyatt schreibt Jon Ewo Jugendromane und parallel Gangsterballaden. Er selbst bezeichnet sie als "kriminelle Romane", weil ihm die übliche Abfolge Mord - Ermittlung - Aufklärung "albern" vorkommt
Tobias Gohlis für "Die Zeit" (24/2002) ...
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»Problem Leiche«
Die Hamburger Autorin Carmen Korn läßt eigentlich nurungern Tote in ihren Krimis auftauchen.
Sie wurde 1952 in Düsseldorf geboren, wuchs in Köln auf, ging freiwillig nach München, mag Bremen und schreibt Hamburger Krimis. Gleich für ihre erste Geschichte "Der Tod in Harvesterhude" bekam sie den Krimipreis "Marlowe". "taz" (06.06.2002) ...
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»Vom Buchmarkt«
Über den Status zeitgenössicher englischer Literatur in Deutschland und den Buchmarkt in England berichtet Anette Müller in der Juni-Ausgabe von "literaturkritik.de": An Material mangelt es also nicht. Der englische Buchmarkt ist in den letzten zwanzig Jahren stetig gewachsen; wurden 1980 noch rund 48.000 neue Titel verlegt, waren es 1994 bereits über 88.000 und im Jahr 2000 über 116.000 (Zahlen: The Guardian) - wobei die Quantität natürlich nichts über die Qualität auszusagen vermag ...
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»Ein Wiedergänger«
"Der Domraub" ist P. P. Zahls zweiter "Schelmenroman", der erste war 1979 "Die Glücklichen". Er wurde in den großen Feuilletons besprochen, Fritz J. Raddatz nannte den 1944 geborenen Zahl in der Zeit einen "Schriftsteller von behutsamer Menschenfreundlichkeit". Mit einer Reihe späterer Bücher musste Zahl jedoch in kleine und kleinste Verlage ausweichen, die Tonangeber ignorierten ihn nun. Aufstiegswillige Kritiker urteilen eben nicht literarisch, sondern politisch.
Michael Schweizer für "Mord & Ratschlag/Perlentaucher" (05.06.2002) ...
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»Die Kommissarin auf dem Dorfe«
Peter H. Jamins Kriminalroman "Der Sieg der Taube". Eine Besprechung bei "literaturkritik.de" (6.2002) ...
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»Blick nach vorn ohne Zorn«
Aus „Reise in die Angst“, seinem zweiten Roman, wird Günter Ohnemus lesen. Ein Krimi, obwohl er doch viel lieber Kurzgeschichten schreibt und seinem Ruf als brillanter Erzähler gerecht werden will. „Verlage und Leser verlangen nach Romanen. Also formt der Markt die Kunst!“ hat Ohnemus gelernt und entwirft Spannung im Stil eines Road-Movies.
Günter Keil für "Süddeutsche Zeitung" ( 06.06.2002) ...
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»Maj Sjöwall kommt zur Berliner Kriminacht«
Ob das wohl ein gutes Ende nimmt? Der berlin.krimi.verlag lädt zum «Mörderischen Treffen», auf dem Krimiautoren aus Schweden und Deutschland ihre Bücher vorstellen und signieren werden. Und mit der Schwedin Maj Sjöwall ist eine der wichtigsten Krimi-Autorinnen Europas dabei.
Die «1. Berliner Krimi Nacht» findet am 9. Juni um 20.05 Uhr im Tränenpalast statt.
"Berliner Morgenpost" ( 05.06.2002) ...
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»Psychogramm eines liebenswürdigen Mörders«
Es gibt Bücher, die klingen noch lange nach im Leser - auch wenn sie zunächst scheinbar keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Der Roman «Unauslöschlich» des Japaners Akira Yoshimura gehört zu diesen Werken. Es ist die Geschichte eines liebenswürdigen Mörders, der den Frieden sucht und dennoch neue Schuld auf sich lädt. Eine gleichförmig, fast monoton erzählte Geschichte, die einzig auf den letzten Seiten einen atemberaubenden Höhepunkt findet. "Der Stern", 06.06.2002
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» Auf Mörderjagd«
Im Web herrscht Krimifieber. Fans des Nervenkitzels lösen Fälle und schreiben gar eigene Drehbücher
„Rund fünf Millionen deutsche Krimifans tummeln sich im Web“, schätzt Michaela Pelz, die mit ihrem Ehemann Georg eine der bestbesuchten Krimi-Homepages der Republik betreibt: www.krimi-forum.de. "Focus" ( 23/2002) (Nicht leicht zu finden - ganz nach unten "scrollen")...
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»Schule des Verschwindens«
Was in ihrem jungen grollenden Hirn vorgeht, bleibt so weit verborgen, dass dieses Buch auch als veritabler Krimi gelten kann. Heimlich denkt sie sich Todesarten für alle möglichen Leute aus: Paulus Hochgatterers vortrefflicher Roman «Über Raben».
Franz Haas für "NZZ" ( 05.06.2002) ...
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»Theologie im Kriminalroman«
war eine Reihe von Lutz Lemhöfer in der Zeitschrift "Imprimatur". Eine Auswahl vergangener Jahre hier zur Kenntnisnahme:
»Krimitipps bei Titel«
Die neue Ausgabe der Krimitipps von j.c.schmidt beim Onlinemagazin "Titel":
-Jörg Juretzka: Fallera
-Garry Disher: Hinterhalt
-David Benioff: 25 Stunden
-Jenny Siler: Auf dünnem Eis
-Peter Robinson: Das verschwundene Lächeln
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»Möllemänner«
Noch vor seinem Erscheinen hat Martin Walsers neuer Roman einen Skandal provoziert. Die Literatur bleibt dabei wie üblich auf der Strecke.
Willi Winkler für "Profil" (03.06.2002) ...
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»Crime Watch No. 60«
Literatur ist immer Fiktion. Das gilt auch für Kriminalliteratur, obwohl gerade die gerne an diesem Status kratzt. "True Crime" heißt die Textsorte, in der das am energischsten passiert. Reale Kriminalfälle werden als Erzählung inszeniert und dadurch kohärent gemacht, zumindest interpretationswürdig. Dadurch sind sie aber schon fiktionalisiert, denn ein Verbrechen ist keine Narration; nur die Rede darüber kann erzählend sein. Was auch sonst?
Thomas Wörtche für "Freitag" (23/2002) ...
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»Die große Blonde mit dem Schutzengel«
Wie ein Krimi beginnt "Die großen Blondinen", ein Roman des Franzosen Jean Echenoz. Vor zwei Jahren ist er hier zu Lande bekannt geworden, weil er für das Buch "Ich gehe jetzt" erst den höchst renommierten Prix Goncourt erhielt, dann aber im "Literarischen Quartett" als Symptom für die "Krise" der linksrheinischen Literatur herhalten musste. Dass "Ich gehe jetzt" nicht so leicht einem Genre zuzuordnen war, hatte das Quartett so verwirrt, dass es diesen Witz des Buches nicht kapierte.
Thomas Steiner für "Badische Zeitung" (01.06.2002) ...
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»Leser auf der Schatzsuche«
Autor Ronald Gutberlet (bekannt unter seinem Krimi-Pseudonym Robert Brack) hat dem Leser in den historischen Ortsbeschreibungen Hinweise versteckt. Wer sie zu deuten versteht, kann sich vor Ort auf die Suche machen. Denn die Kogge gibt es tatsächlich. Der Autor und Goldschmied Henning Boetius hat sie angefertigt und nun liegen die drei Teile des Unikats im Wert von rund 5000 Euro verborgen – vielleicht unter einem Stein, hinter einer Mauer?
Sandra Schäfer für "Hamburger Morgenpost" (01.06.2002) ...
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»Kampfhund im Internet«
Man wird nicht als Kampfhund geboren, man wird dazu gemacht. Ohne zu viel zu verraten: Am Ende ist es die Erziehung und nicht die Veranlagung, die für Vittorio, den Berufskiller mit dem Decknamen „Pitbull“, zum entscheidenden Karrierefaktor wurde. Wie bereits in seinem Roman „Der grüne Leguan“ beobachtet Carlo Lucarelli auch in „Der Kampfhund“ das seelische Innenleben eines Killers, der irgendwann zur menschlichen Bestie mutiert zu sein scheint.
Jutta Person für "Süddeutsche Zeitung" (01.06.2002) ...
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»Geografie verrät Täter«
Der kanadische Kriminologe Kim Rossmo las in einem Buch über das Jagdverhalten von Löwen. Und sah sich plötzlich erstaunliche Parallelen ziehen: Haben nicht auch Verbrecher so etwas wie "Jagdgründe"? Begehen Kriminelle wie Serienmörder ihre Taten nicht oft unweit ihres Wohn- oder Arbeitsortes? Kim Rossmo, auch ein studierter Mathematiker, entwickelte nun jahrelang das Suchsystem "Geographic Profiling". "Der Standard" (01.06.2002) ...
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»Kurzrezensionen«
Tanz mit dem ungebetenen Gast, von J. Wallis Martin
Der Schwarze Schwan - Eine Erinnerung an die Bronx, von Jerome Charyn
Die Toten vom Karst, von Veit Heinichen.
"Frankfurter Rundschau" (01.06.2002) ...
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»Warum Erlkönig?«
Warum nennt Martin Walser sein Reich-Ranicki-Double in „Tod eines Kritikers“ Ehrl-König? Schon in Walsers Roman „Ohne einander“ von 1993 hieß ein jüdischer Kritiker „König“, und seine Kollegen nannten ihn „Erlkönig“, weil in seinen Umarmungen die Dichter und ihre Werke „erlöschen“, also sterben. Gustav Seibt für "Süddeutsche Zeitung" (01.06.2002) ...
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»Ein Königreich für Leser«
Die Kunst, zurückzutreten und damit Erfolg zu haben: Diogenes ist der größte belletristische Verlag Europas - Jetzt feiert er seinen 50. Geburtstag. Elmar Krekeler für "Berliner Morgenpost" (01.06.2002) ...
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»Morde aus der Eifel machen einfach süchtig«
Der Autor der Kultkrimis Michael Preute alias Jaques Berndorf zog die Besucher wie ein Magnet in die Stummsche Reithalle.
"Saarbrücker Zeitung" (01.06.2002) ...
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