
Lesen Sie das Krimijahrbuch!
Das Krimijahrbuch 2009.
360 Seiten geballte Information! Trends, Rezensionen, Interviews, Portraits.
Reportagen, Interviews, Provokationen und Fundstücke bieten einen Blick quer über Länder, Kontinente und Genres und machen dabei jede Menge unerwarteter Entdeckungen.
Ein Muß für jeden Krimifan!
Bestellen Sie das Jahrbuch jetzt für 12,90 Euro!
(Bestellen)
Mehr Informationen gibt es hier
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Fred Vargas: Der verbotene Ort
2 (2) Leif GW Persson: Sühne
3 (3) Don Winslow: Pacific Private
4 (5) Roger Smith: Kap der Finsternis
5 (–) P.D. James: Ein makelloser Tod
6 (4 Mai 2009) Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen
6 (4) Nick Stone: Der Totenmeister
7 (–) Michael Robotham: Dein Wille geschehe
8 (8) Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn
9 (–) Garry Disher: Beweiskette
Hier als schöne pdf-Datei
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt.
Aktuell hiermit:
heute lesen Sie: Thomas Wörtche über Jon J Muth, Uta-Maria Heims Kopfschuss N° 11, Dieter Paul Rudolph über Eric Ambler, Doris Wieser über Alonso Cueto, Thomas Wörtche über Stuart MacBride, Judith Hammer über Camilla Läckberg, Tina Manske über Antje Babendererde, Joachim Feldmann über Jo Powell und aus dem Volksmund über Hackebeilchen ...
Die Themen vom 27. Juni im Detail:
M – Ein Comic sucht seinen Roman
Jon J Muth hat Fritz Langs Filmklassiker von 1931, "M – Eine Stadt sucht einen Mörder", in eine graphic novel transformiert. Das ist eine kühne Idee und verspricht schöne Effekte für die Wahrnehmung beider Künste.
Thomas Wörtche hat sich das Projekt genauer angesehen ... mehr
KOPFSCHUSS N° 11: Free Hugs
"Betty died of a broken heart. Some people laugh when they hear that phrase, but that's because they don´t know anything about the world. People die of broken hearts. It happens every day, and it will go o n happening to the end of time."
Paul Auster: Man In The Dark
Von Uta-Maria Heim ... mehr
Die Inszenierung der Inszenierung
Am 28. Juni 2009 wurde Eric Ambler 100 Jahre alt. Gelegenheit zu einem Wiederlesen des 1972 erschienenen Romans "Der Levantiner". Klassikercheck. Denn ein Klassiker ist er zweifellos. Und will, wie es einem solchen frommt, so gar nicht in die Schablonen des Genres passen. Dieter Paul Rudolph folgt einem bewährten Ansatz (nachzulesen hier resp. hier) und fragt: Also – wie haben Sie’s gemacht, Mister Ambler? ...mehr
Peru: Leben nach dem Terror
Der Kriminalroman schaut in Peru auf eine ziemlich dünne Tradition zurück. Wie in vielen anderen lateinamerikanischen Ländern wurde das Thema Gewalt bis zu den 1990ern vorrangig in anderen Sparten des Romans verarbeitet, etwa im indigenistischen Roman, Revolutionsroman, Violencia-Roman oder Diktatorenroman. Mario Vargas Llosa, der sich schon früh für populäre Literaturformen interessierte, unternahm 1986 mit "¿Quién mató a Palomino Molero?" (Wer hat Palomino Molero umgebracht?) einen Ausflug ins Genre; 1993 folgte "Lituma en los Andes" (Tod in den Anden). Davon wissen wir. Aber danach kam aus Peru lange nichts literarisch Kriminelles oder Kriminales mehr in die deutschen Buchhandlungen, obwohl das Land seit fast 20 Jahren einen kleinen Krimi-Boom erlebt.
Doris Wieser hat sich für uns umgesehen ...mehr
Warte, warte ...
Stuart MacBride liebt es heftig, blutig und sehr, sehr komisch. Zum vierten Mal erfreut er uns in "Blut und Knochen" mit seinem durchgedrehten Personal, das durch die nordschottische Hafenstadt Aberdeen tobt. Aber MacBride ist durchaus nicht der ultrabrutale Frohgeist des Kriminalromans, sondern ein Schriftsteller mit einem sehr klugen Konzept.
Eine eindringliche Empfehlung von Thomas Wörtche ...mehr
Neues vom Krimitraumschiff
Judith Hammer über "Die Totgesagten", den zuletzt auf Deutsch erschienenen Roman der Auflagen-Krimikönigin Schwedens, Camilla Läckberg ...mehr
Peinliche Indianer
Ethno-Krimis waren mal schwer in Mode. Aus Deutschland kamen sie eher selten. Jetzt aber ist es soweit mit Antje Babendererdes "Starlight Blues" – und geht voll daneben.
Peinlich, findet Tina Manske ...mehr
Tu felix Britannia
Eine Gruselgeschichte mit Mutter: Jo Powells "Die Blutkammer"
Joachim Feldmann winkt ab ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Warte warte nur ein Weilchen ...
(Volksmund) ... mehr
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Malcolm Pryces "Aberystwyth Mon Amour" und "Der letzte Tango in Aberystwyth" gelesen ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Buchkultur, Sabine Hartmann-Rosien, Tatort Franken
...
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: findet es eine seltsame Mischung: Ken Bruen, der wortkarge Ire aus Galway und der leicht ins Geschwätzige abgleitende Jason Starr als Autorenpaar ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 197: Ulrich Hefner "Der Tod kommt in Schwarz-Lila" ...
Krimilady:
Henny Hidden fragt: Wie sollen wir es lesen? Und wie viele Fingerzeige uns Monika Geier in ihrem Krimi "Die Herzen aller Mädchen" auch geben mag, leicht ist es nicht, eine Antwort zu finden ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über "The Faithful Spy" von Alex Berenson: ein Buch, das man trotz seines üppigen Umfanges zügig durch hat.
Das Problem ist jedoch, dass Berenson zu viel will ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und altem Scheiß? John Godey: Abfahrt Pelham 1 Uhr 23. Und natürlich: das Cover der Woche (Day Keene) ...
Mord und Buch:
Kirsten Reimers über Krischan Koch: "Flucht übers Watt". Vor achtzehn Jahren stahl Harry Oldenburg vier Gemälde von Emil Nolde. Eines musste er auf seiner Flucht verstecken, nun kommt er zurück, um es zu holen. Ein erstaunlich munter geschriebenes Debüt, das aber letztlich schwarzen Humor mit Kaltschnäuzigkeit verwechselt ...
NuT:
Joachim Linder "Über die 'Wahlverwandtschaft' von Kloster und Fabrikdisziplin". Von Hubert Treiber und Heinz Steinert ...
Spannungsromane:
koldir über neue Titel in der Reihe HARD CASE CRIME / ROTBUCH VERLAG ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph blickt zurück: 2009 haben wir jetzt halbwegs und glücklich hinter uns gelassen, Zeit also für ein kleines Resümee. Wie waren sie denn kriminalliterarisch so, diese sechs Monate? ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
Deutschlandradio:
»Französischer Mord«
Ein frankophiler Krimi, der neben Mord und Totschlag auch Landschaften, gastronomische Besonderheiten und die Tücken der französischen Gesellschaft berücksischtigt. Martin Walker hat aus intimer Kenntnis der französischen Gesellschaft in Gegenwart und Vergangenheit in "Bruno, Chef de Police" (Diogenes Verlag) sehr umsichtig ein sensibles Thema aufgegriffen, das den Franzosen immer noch zu schaffen macht: Die Jahre der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg sowie der Algerienkrieg in den fünfziger Jahren.
Von Tilman Krause ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können ..
Die Welt: »Eric Ambler war der beste aller Thrillerautoren«
Er war ein Klassiker seines Fachs. Mit Werken wie "Dimitros" und "Die Angst reist mit" hat Eric Ambler das Thrillergenre erneuert. Schon in den Dreißigerjahren erkannte er: Nicht Nationen, sondern Konzerne und Banken sind die wahren Herren der Geschichte.
Dieses Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden.
Von Uwe Wittstock ...mehr
Telepolis: »Amblers Spione«
Eric Ambler, Verfasser mittlerweile klassischer britischer Spionage-Romane, schrieb sich seinen eigenen Grabstein, als er, noch zu Lebzeiten, seine Autobiographie veröffentlichte, unter dem Titel: "Here Lies - Eric Ambler". Zu Deutsch: "Hier liegt (oder lügt!) Eric Ambler". Ein vergnüglicher Autor also? In der Tat. Seine Bücher sind eminent strandtauglich. Da überrascht es dann kaum noch, dass auch sein hundertster Geburtstag mitten in den Hochsommer fällt.
Von Tom Appleton ...mehr
DLR: »Weg von den Provinzmorden«
Er wolle zeigen, wie es zugeht auf der Welt, hatte Eric Ambler einmal gesagt. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum sich der englische Schriftsteller thematisch früh von abenteurerlicher Unterhaltungsprosa abkehrte und die großen politischen Konflikte für sich entdeckte.
Von Christian Linder ...mehr
Esslinger Zeitung: »In dunklen Grenzbezirken«
Vor 100 Jahren, am 28. Juni 1909, wurde Eric Ambler - einer der großen Autoren des Genres - in London geboren. Er absolvierte eine Ingenieurausbildung (Maschinenbau), für viele Kritiker Quelle seines analytisch-nüchternen Stils. Seinen ersten Erfolg hatte er als Werbetexter. Für eine missglückte Glühlampenkonstruktion erfand er den Namen Mondscheinlicht. Der Absatz war enorm.
Eine Lüge? Seiner Autobiographie hatte er denn auch den Titel gegeben "Here lies Eric Ambler", ein Wortspiel: Hier liegt/lügt Eric Ambler.
Von Fred Keicher ...mehr
taz: »Crime Scene: Ein kalter Wind vom Gestern her«
Man kann wirklich froh sein über die Gnade der späten Geburt, über die man ja nicht oft nachdenkt. Manchmal aber kommt so ein eisiger Wind daher, direkt aus dem Vorvorgestern ins Unterbewusstsein, und dann schüttelt's einen kalt. Rudolf Lorenzens Roman "Bad Walden" (Verbrecher Verlag) ist so etwas wie ein steter polarer Luftstrom, der unbemerkt durch die Ritzen des wohlgeheizten Lesezimmers dringt, bis die Temperatur unter den Gefrierpunkt sinkt.
Katharina Granzin in ihrer Kolumne "Crime Scene" ... mehr
FAZ:
»Maigret-Marathon«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Sechzigste Folge: Der Clochard.
Am 25. März beginnt dieser Roman, und ein Hauch von Frühling verlässt Maigret die Ermittlungen hindurch nicht mehr. Trotz des üblen Mordversuches ist das Buch über viele Seiten hin fast irritierend heiter geraten ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
»Ein letzter Polizeiruf«
Der Schweriner "Polizeiruf" hat sich auserzählt, sagt der NDR. Doch Uwe Steimle ist überzeugt, dass er aus politischen Gründen und wegen Aufmüpfigkeit rausgeschmissen wurde. Am Sonntagabend ermittelte er ein letztes Mal als Fernsehkommissar Jens Hinrichs ... mehr
Kalender
Margery Allingham
Am 30. Juni 1966 starb die britische Schriftstellerin Margery Allingham in Colchester, Essex.
Allingham, geboren 1904 in London, veröffentlichte ihren ersten Roman im Alter von neunzehn Jahren. Vier Jahre später heiratete sie den Künstler Philip Youngman Carter, der den Umschlag ihres ersten Buches gestaltet hatte. Berühmt wurde sie mit ihren insgesamt 20 Kriminalromanen um den höflichen Detective Albert Campion, von dem manche behaupten, er sei eine Karikatur von Dorothy Sayers' Krimiheld Lord Peter Wimsey. Heute gilt Margery Allingham wegen ihrer subtilen Erzählkunst, ihrem Witz und ihrer ungewöhnlichen Erfindungsgabe zu den großen Autorinnen klassischer englischer Kriminalromane.
Info bei Hinternet , Random House, krimi-couch.de , wikipedia allingham.org (engl.) .
Mongo Beti
Am 30.Juni 1932 wird Mongo Beti als Alexandre Biyidi in Akométam bei Mbalmayo in Kamerun geboren. Er wird später den Namen seiner Ethnie Beti annehmen. Als Kind arbeitete er auf den Kakao-Plantagen und besuchte dann die katholische Missionsschule. Am Gymnasium in Yaoundé schloss er sich der kamerunischen Unabhängigkeitsbewegung an. Ein Stipendium führte ihn 1951 zum Studium der Altphilologie an die Pariser Sorbonne und in die antikolonialen Organisationen in Frankreich.
Nach Abschluß des Studiums kehrte er 1959 nach Kamerun zurück. Die politischen Umstände führen ihn in die Widerstandsbewegung, Verhaftungen, Exil und Rückkehr folgen und immer wieder versucht das Regime, ihn mundtot zu machen. In seiner Buchhandlung trafen sich junge Schriftsteller und oppositionelle Gruppen, Beti nahm für die Opposition an den Parlamentswahlen teil, wurde aber vom Regime unter einem Vorwand ausgeschlossen. Er engagierte sich für die Freilassung politischer Gefangener, gegen die Ausplünderung der ländlichen Gebiete und meldete sich regelmäßig mit leidenschaftlicher Polemik zu Wort. Mongo Beti starb am 8. Oktober 2001 in Yaoundé.
Info bei Unionsverlag , marabout.de , wikipedia , krimi-couch.de , baeng-2000.de , taz
Der Spiegel:
»Blutrausch auf Speed«
Auf die harmlosen Vampir-Bestseller von Stephenie Meyer folgen nun die wüsten aber höchst unterhaltsamen Blutsauger-Romane des gefeierten jungen Autors Charlie Huston. Dessen auf fünf Bände angelegte Serie um den Vampir-Privatdetektiv Joe Pitt ist so etwas wie ein Speed-Metal-Gegenentwurf zu den faszinierend blutleeren Vampir-Bestsellern der amerikanischen Mormonin Stephenie Meyer. "Das Blut von Brooklyn" (Heyne Verlag) hat der so euphorisch beklatschte Nachwuchs-Star seinen Idolen Bram Stoker und Raymond Chandler gewidmet und entschuldigt sich gleich für die "Freiheiten die ich mir genommen habe".
Von Christoph Dallach ... mehr

»Ein Gentleman mit geheimnisvoller Seite«
Zum 100. Geburtstag von Eric Ambler
Sonntag, 28. Juni 2009, | 20.03 bis 21.00 Uhr | DRS 1 | Hörbar - Literatur fürs Ohr
Eric Ambler, der akribisch genau recherchierte und sehr politische Krimis schrieb, ist zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren ist es um den englischen Thriller-Autor etwas ruhig geworden. Die Radio-Sednung "Hörbar" widmet ihm eine Sendung. Zu Eric Amblers 100. Geburtstag kommen zwei seiner bekanntesten Thriller, "Topkapi" und "Die Maske des Dimitrios", neu als Hörbuch auf den Markt.
Gast in der Sendung ist Stefan Howald, Autor der Eric-Ambler Biographie.
mehr

Die Telefonische Mord(s)beratung
Regionale und internationale Krimispezialitäten - auch als Tipps für den
Urlaub.
Welcher aktuelle Krimi ist empfehlenswert - welchen Thriller kann man
mit in den Urlaub nehmen? Wie entwickelt sich das Spannungsgenre derzeit
- hat der Regionalkrimi abgedankt? Geht der Trend zum harten Thriller?
Aber natürlich steht dahinter auch die Frage, was nach dem deutschen
Regionalkrimi folgen wird. Dessen Zeit ist eindeutig abgelaufen - eine
steigende Zahl von deutschen Psycho-, Action- und Polit-Thrillern und
auch eine Reihe von literarisch orientierten Krimis zeigen, wohin der
Trend sich wendet. Die WDR5-Krimiexperten Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv) und die Journalistin Ingrid Müller-Münch empfehlen nationale und internationale Spezialitäten und
beraten die Hörerinnen und Hörer bei kniffeligen Krimi-Fragen. Mit einem
Anruf oder einer E-Mail können die Hörer das Krimi- Kompetenzteam der
Mord(s)beratung mit der Lösung ihres Falles beauftragen. Moderation: Thomas Hackenberg
WDR 5 Hörerinnen und Hörer können sich unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800- 5678 555 oder per E-Mail: mordsberatung@wdr.de mit Fragen oder Anregungen an der Sendung beteiligen.
Ach ja, die Sendung! Sie kann gehört werden und zwar:
Sendung am Samstag, den 27. Juni, von 20:05 bis 22:00 Uhr auf WDR 5 ... hier
ARTE: »Simenon bietet mehr!«
Georges Simenon kennt man in Deutschland vor allem als Autor von fast 80 Krimis mit einem einzigen Helden: Kommissar Maigret. Doch darauf lässt sich der überaus fruchtbare Schriftsteller nicht reduzieren. Simenon hat noch viel mehr geschrieben: weitere 120 Romane, 150 Novellen und 25 autobiografische Texte.
Die Sendung "ARTE Kultur" am Freitag, den 26. Juni 2009 um 20 Uhr stellt den Autor vor ... mehr
Krimi-Couch: »TV-Interview mit Horst Eckert«

Im Krimi-Couch-TV spricht der Wahldüsseldorfer Horst Eckert über seinen neuen Roman "Sprengkraft", warum er eigentlich ein guter Terroist wäre -und warum nicht.
Ein Video-Gespräch mit Lars Schafft ...mehr
Juni-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
Es stehen Thriller im Vordergrund, die brandheiße aktuelle Themen aufgreifen: In Düsseldorf explodiert in einer Moschee eine Bombe, in den Niederlanden planen Tierschützer ein Attentat auf einen Spitzenpolitiker und in New York sind wir dabei, wie an 9/11 die Twin Towers zusammenstürzen. Dazu gibt es einen düsteren Volltreffer, der ins Florida der Miami-Vice-Jahre führt. Außerdem ein Blick auf die Neuerscheinungen der Herbst/Winter-Programme und ein Gespräch mit Horst Eckert über seinen neuen Roman.
Der Podcast (24:48 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr
Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!
Ein Glückwunsch dem Preisträger des Grimme Online Award KULTUR und UNTERHALTUNG!
Preis verliehen für Idee und Konzept
Vorsicht – wer es sich erst einmal auf der Krimi-Couch bequem gemacht hat, der kommt so schnell nicht mehr davon los! Die Website besticht durch umfassende, qualitativ hochwertige Informationen zu einer Vielzahl von Kriminalromanen und ihren Autoren. Neben Buchbesprechungen und Autorenporträts sind es insbesondere die professionell produzierten Video-Interviews und Podcasts mit ihren Krimi-Tipps, die voll ins Schwarze treffen.
Was die Jury ausgezeichnet findet:
Die Krimi-Couch ist nicht nur ein Fall für eingefleischte Krimi-Fans, sondern lädt mit ihren ideenreichen Zugangsmöglichkeiten auch solche Nutzer zum Verweilen ein, die das Genre bisher eher kalt gelassen hat. Multimedial aufbereitet widmet sich das Portal der Spannungsliteratur. Hier werden nicht nur fachkundige Rezensionen, sondern auch individuelle Suchfunktionen geliefert. So gibt Krimi-Berater Dr. Watson durch einen generierten Fragebogen, der die Lesevorlieben ermittelt, wertvolle Schmökertipps. In einer interaktiven Weltkarte können Krimis nach geografischen Regionen ermittelt werden, während die Wörterwolke über die Schlagwort-Suche einen assoziativen Zugang ermöglicht.
Mehr Informationen des Grimme-Instituts
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit den Krimilesungen am 26. Juni 2009 und der Frage: Wie bitter ist die "Bitterfotze"? (Teil 1) ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 196: John Katzenbach "Die Rache" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Frank Göhre. Er schrieb neben seinen Kriminalromanen immer auch über Kollegen. Die meisten dieser Texte erschienen in den vergangenen Jahrzehnten verstreut als Vor- und Nachworte bei verschiedenen Verlagen, sind oft nicht mehr erhältlich und jetzt, endlich gesammelt, in "Seelenlandschaften – Annäherungen, Rückblicke" erschienen ...
NuT:
Joachim Linder mit vielen Hinweisen zu den Orten des Verbrechens...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, Watching the Detectives und Giorgione (der aber etwas über ein sehr schönes Interview von Julia Schröder mit den Herren Schorlau und Steinfest in der Stuttgarter Zeitung weiß) ...
Cicero:
»Die beste deutsche Krimi-Autorin«:
Christine Grän ist seit langem die beste deutsche Krimi-Autorin. Ihre Bonner Klatsch-Kolumnistin Anna Marx gehört neben Werremeiers Kommissar Trimmel und Hubys Bienzle zu den herausragenden Helden des deutschsprachigen Kriminalromans unserer Zeit. Anders als diese beiden, die durch ideale Schauspieler in den "Tatort"-Filmen zusätzlich populär wurden, hatte Frau Grän das Pech, dass ihre Anna Marx für die Fernseh-Adaption gänzlich falsch besetzt wurde und so in diesem Medium sang- und klanglos unterging. Christine Grän hat mithin gut daran getan, sich etwas Neues auszudenken. Das kleine Bändchen aus dem Nautilus-Verlag "Jedermanns Gier" präsentiert eine kurze Erzählung, die zwar vom Verbrechen aber nicht von seiner Aufklärung handelt.
Von Jürgen Busche ...mehr
evolver:
»Eine Nutte kommt selten allein ...«:
Dem geneigten Pulp-Leser ist Fisher bereits wohlbekannt, nämlich aus "Flop", der 2008 in der Hard-Case-Crime-Reihe bei Rotbuch erschien.
Eines vorab: Zartbesaitete klicken bitte weg von dieser Seite. Ab jetzt geht´s nämlich nur noch um Silikontitten, Sex, Crack, Koks und Mord - und zwar in nicht unerheblichen Mengen. Alle anderen lesen weiter und haben garantiert viel Spaß.
Ich habe Sie gewarnt. "Crack" (Hard-Case-Crime) von Ken Bruen & Jason Starr ist keine schöngeistige Literatur. Es ist feinster, schräger Pulp-Spaß.
Von Marcel Feige ...mehr
Festival
Mörderischer Attersee
Zum dritten Mal bringen Krimiautoren aus Deutschland und Österreich ihre Kommissare, privaten Ermittler, Opfer und Täter an den Attersee.
In diesem Jahr findet das dritte Krimifestival "Mörderischer Attersee" gleich an zwei Wochenenden statt: Vom 25. bis 28. Juni 2009 und vom 9. bis 12. Juli 2009 werden sich wieder die Größen des blutrünstigen Genres rund um den Attersee tummeln. Den Abschluss bildet der Krimiherbst am 30. Oktober 2009.
.
Programm, Tickets und weitere Informationen unter ...
www.moerderischer-attersee
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 26
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.
Gewalttätige Zwillingsbrüder, ermordete Zwillingsschwester, verstümmelte Leichen und Ermittler mit Down-Syndrom ...
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) BoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 26 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Mai 2009 erreichten.
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit dem Festival "Mörderischer Attersee", Jutta Profijt im Interview mit Aveleen Avide und mit dem Grimme Online Award für die Krimi-Couch ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Scheinbar magische Welten: "Der verbotene Ort" von Fred Vargas ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und absolut nicht begeistert von "Die Strafverteidigerin – Erinnerungen" ...
NuT:
Joachim Linder über Clues. A Journal of Detection ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Maigret-Romane, Eric Ambler und seinen Roman "Der Levantiner" und die Krimi-Couch ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
Rheinischer Merkur:
»Wenn der Kinokiller kommt«:
Berlin, Februar 1930: Eine Filmdiva wird mitten in der Szene fast von einem Scheinwerfer erschlagen. Unfall oder Sabotage? Eine zweite Schauspielerin findet man tot in einem Kino, mit unterzuckertem Körper und herausgeschnittenen Stimmbändern, eine dritte wird vermisst. Zwei Jahre nach "Der nasse Fisch", dem furiosen Start der wohl ambitioniertesten deutschen Hardboiled-Reihe, legt Volker Kutscher nun die Fortsetzung vor: Mit "Der stumme Tod" (Kiepenheuer & Witsch) ist dem Kölner Autor erneut ein glänzend recherchierter, handwerklich solider, spannender Schmöker gelungen, aller Dialoglastigkeit und einigen Überlängen im letzten Drittel zum Trotz.
Von Oliver Pfohlmann ...mehr
text und web:
»Kriminelle Entwicklungen«
Dietmar Jacobsen hat neue Rezensionen ins Netz gestellt:
Tanguy Viel: Das absolut perfekte Verbrechen.
Elisabeth Herrmann: Die letzte Instanz
Edith Kneifl: Glücklich, wer vergisst
Horst Eckert: Sprengkraft ...
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Juni-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
Eichmann, Mengele und Co.
Philip Kerr kehrt mit seinem Roman "Das letzte Experiment" zu seinem Erfolgskonzept zurück
Von Walter Delabar
Achtung, Suchtgefahr:
Kathryn Miller Haines grandioser Schauspielroman ...
Von Walter Delabar
Der Kampf jeder gegen jeden:
Roger Smiths Krimi "Kap der Finsternis" ist eine fulminante Studie über eine Gesellschaft im Vorfeld der Zivilisation ...
Von Walter Delabar
Kinderschänder und Kollaborateure:
Christian Dorph und Simon Pasternak lassen den Nachkriegsthriller wiederaufleben ...
Von Walter Delabar
Heldenkitsch :
"Eishauch", John Farrows überzogener Montreal-Krimi ...
Von Walter Delabar
Die Welt:
»Wie Mohammed Hanif den Diktator verlacht«:
Hier ist nichts heilig: In seinem lustig-listig bösen Roman "Eine Kiste explodierender Mangos" (A1 Verlag) verlacht der pakistanische Schriftsteller Mohammed Hanif den mächtigsten Mann im Staat. Sein Diktator hängt am Hemdzipfel seines eisenharten Bodyguards und hat sich im Army House, dem Präsidentensitz, verschanzt.
Viel Stoff für Freunde des Thrillers und der Verschwörung, aber Hanif (der selbst Pilot der pakistanischen Luftwaffe war) ist nicht Tom Clancy. Er hat, wie er behauptet, einen „Thriller mit Witzen“ geschrieben – man könnte auch sagen eine Satire mit Plot oder einen abgründigen Gesellschaftsroman über eine Gesellschaft am Abgrund
Von Wieland Freund ...mehr
Buchkultur:
»Die besten Krimis der Saison«:
Jedes Jahr zum Sommerbeginn erscheint das vielbegehrte Buchkultur-Sonderheft "Krimi Spezial". Mit den besten Krimis der Saison, ausgewählt von einer fachkundigen Jury.
Gewonnen haben dieses Jahr die mehrfach preisgekrönten Autoren Carlotto/Abate mit ihrem brisanten Krimi rund um ein Gourmetlokal und die Machenschaften der Lebensmittelbranche.
Die Top Ten im Überblick:
1. Massimo Carlotto, Francesco Abate, Ich vertraue dir, C. Bertelsmann
2. Jo Nesbo, Der Schneemann, Ullstein
3. Roger Smith, Kap der Finsternis, Tropen
4. Fred Vargas, Der verbotene Ort, Aufbau
5. Richard Stark, Keiner rennt für immer, Zsolnay
6. John Farrow, Eishauch, Knaur
7. Petros Markaris, Die Kinderfrau, Diogenes
8. Joseph Wambaugh, Sunset Boulevard, Bastei Lübbe
9. Stefan Slupetzky, Lemmings Zorn, rororo
10. Matt Beynon Rees, Ein Grab in Gaza, Beck
...mehr
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: findet die Geschichte in jeder Hinsicht widerlich. Gekonnt geschrieben, spannend und aktuell ist Sprengkraft (grafit) von Horst Eckert jedenfalls. Widerlich, weil sie in die abstoßenden Denkwelten islamischer Fundamentalisten eintaucht, aber Einseitigkeit kann man dem Autor wahrlich nicht vorwerfen. Ein vielstimmiges, durch und durch pessimistisches Buch ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über eine Karte der Stadt New York und die Diskrepanz zwischen der Scheinwirklichkeit in Krimiserien die in New York spielen ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Kleinkram mit Lee Goldberg/Monk, Leigh Brackett, Lee Marvin, “Whiteout”, Paul Schrader, Alfred Hitchcock und Humphrey Bogart ...
NuT:
Joachim Linder über Fälschungen. Zu Autorschaft und Beweis in Wissenschaften und Künsten ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hält Dagmar Scharsichs "Der grüne Chinese" wegen des originellen Konzepts für eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen von der Regel ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
DLR: »Mordende Cops und gierige Gangster«
Die Polizei ist korrupt und übt Selbstjustiz, während der Drogenhandel auf den Straßen Miamis floriert: In diesem Milieu spielt Nick Stones Thriller "Der Totenmeister" (Goldmann Verlag). Im zweiten Band seiner Kriminalsaga um den Polizisten Max Mingus schreibt der britische Schriftsteller über die Verstrickungen zwischen großer Politik und organisiertem Verbrechen. Max Mingus - die Hauptfigur einer Saga, die der britische Autor Nick Stone gerade zu einem der spannendsten Projekte der zeitgenössischen Kriminalliteratur macht.
Von Thomas Wörtche ... mehr
Ein Beitrag, den man jetzt auch hören kann ...
FAZ:
»Maigret-Marathon«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Neunundfünfzigste Folge: Der Samstagsklient.
Unschön, sehr unschön, der Fall, in dem Maigret hier ermittelt: Ein Mann erscheint regelmäßig im Kommissariat, um Maigret mitzuteilen, dass er seine Frau umbringen werde. Was sich dahinter verbirgt, ist nur noch trostloser ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
Frankfurter Rundschau: »Beim Barte des Profis«
Alan ist so etwas wie ein "naturalborn killer". Nun sitzt er in einem fast leeren Appartement in Queens, samt einer Brieftasche voller Dollars, einem amerikanischen Mobiltelefon und einem Sprachführer "Englisch in sechs Tagen". In fünf Tagen soll er seinen Auftrag erledigt haben. Mit ironisch unterfütterter Lakonik beschreibt Irene Dische in "Ein Job" (Hoffmann und Campe Verlag) dieses Gewerbe als eines wie jedes andere auch. Der eine zählt Banknoten, der andere befördert Menschen ins Jenseits. Hauptsache effektiv. Ein geistvoll graziöses Buch voller hintergründiger Komik über die vielfältige Natur und die Absurditäten des Lebens. Ein amerikanischer Traum der herkömmlichen wie der ganz besonderen Art.
Von Barbara von Becker ... mehr
DLF:
»Serienmorde in Schanghai«
Wer mehr wissen will über die jüngste Geschichte Chinas und sich an detailverliebten Schilderungen von chinesischer Kulinarik nicht stört, ist gut bedient mit Qiu Xiaolong neuestem Roman "Blut und rote Seide" (Zsolnay Verlag). Verpackt ist das alles in einen konventionell, aber gut gestrickten Krimi aus dem heutigen Reich der Mitte. "Blut und rote Seide" ist ein Krimi aus dem China von heute, konstruiert gemäß den gemütlichen Gattungskonventionen von gestern und gespickt mit so vielen Konfuzius-Zitaten, dass die Weisheit bis übermorgen reicht.
Von Sacha Verna ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Bis der Anwalt Männchen macht
Mag noch jemand Anwaltskrimis lesen? Nach mehr als 80 Romanen hat auch Erle Stanley Gardners Oldtimer Perry Mason als Urvater aller Anwaltshelden seinen Reiz verloren. Gibt's da noch mehr? Gibt es. Und zwar – Überraschung – nicht aus Amerika, sondern ausgerechnet aus Norwegen. In seinem Debütroman "Frei von Schuld" (Knaur Taschenbuch)nimmt sich der Norweger Chris Tvedt des uramerikanischen Genres des Anwaltsromans an. Mit überraschender Qualität und ungeahnter Spannung
Von Reinhard Jahn ... mehr
Deutschlandfunk: Füße ohne Menschen ...
... stehen vor dem Friedhof. Ein Kommissar ermittelt in Sachen Vampiren. Ein Comiczeichner sucht zehn Jahre lang nach dem Urgrund des 20. Jahrhunderts und findet es bei Jack the Ripper!
Was der wiederum mit Adolf Hitler zu tun hat und wie man sich mit 89 Jahren den makellosen Tod vorstellt, all das und noch viel mehr wunderbare Bücher und Gedanken findet sich in der in der legendären Krimikolumne von Andreas Ammer im "Deutschlandfunk": immer schön zu lesen, aber noch besser mit der Möglichkeit, sie zu hören! (mp3) ...
Das Kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2009 aus.
Autorinnen und Autoren sind aufgefordert, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom "Leben in den großen Städten" – so das Motto des Preises – erzählt. Der Umfang der Geschichte soll sieben Seiten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 15. September 2009.
Der Preis ist in diesem Jahr mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen.
Einsendeschluß:15. September 2009
... mehr
Kalender
Ambros Bierce
Am 24. Juni 1842 wird Ambros Bierce im ländlichen Ohio geboren († 1914).
Der Sohn eines Farmers im US-Bundestaat Ohio lief mit 15 Jahren von daheim fort. Als Freiwilliger des Nordens im ausbrechenden Bürgerkrieg wurde er mehrfach verwundet und wegen Tapferkeit ausgezeichnet geriet in Gefangenschaft konnte sich selbst befreien. An einer Expedition durch Indianerterritorium 1866 nahm er als Landvermesser teil. Er wurde danach Journalist in San Francisco und stieg im Hearst -Pressekonzern bald zum national einflussreichen Hauptstadt- Korrespondenten zunächst in London (GB) dann im Washington D.C. auf. Als Siebzigjähriger unternahm Bierce eine Reise ohne Wiederkehr nach Mexiko wo seine Spur um die Jahreswende 1913/14 sich im dortigen Bürgerkrieg verlor.
"The Bitter Bierce" nannten ihn schon die Zeitgenossen, die seine zynischen Attacken liebten und fürchteten. Rabenschwarzer Sarkasmus - das war die Tonlage, in der Bierce wie kein Zweiter zu Hause war. Gemeinsam mit Edgar Allan Poe und H. P. Lovecraft gilt Bierce als Erfinder der modernen Horror-Literatur.
Info:
wikipedia, Die Zeit, perlentaucher tour-literatur, encarta, Zitatenschatz
Lawrence Block
Am 24. Juni 1938 wird Lawrence Block in Buffalo, N.Y. geboren.
Lawrence Block heiratete 1960 Loretta, 1973 Scheidung. 1983 heiratete Lawrence Block zum zweiten Mal. Lawrence Block und seine Frau Lynne leben in New York. Aus der ersten Ehe hat er drei Töchter.
Lawrence Block gehört mit zu den fleißigsten Kriminalschriftstellern der USA. Seine englischsprachige Titelliste umfaßt mehr als 60 Kriminalromane, 16 Anthologien und bisher 4 Sachbücher.
Lawrence Block schreibt nicht nur unter seinem Klarnamen, sondern auch unter den Pseudonymen William Ard, Jill Emerson, Chip Harrison, Paul Kavanaugh, Sheldon Lord und Andrew Shaw.
Lawrence "Larry" Block ist "Grand Master" der Mystery Writers of America (MWA) und war Präsident sowohl der MWA als auch der Private Eye Writers of America. Lawrence Block wurde mit zahlreichen amerikanischen und internationalen Preisen gewürdigt. Er erhielt jeweils 4 mal den "Edgar" und den "Shamus Award", 2 mal den "Japanese Maltese Falcon Award", gleichfalls wurde er mit den "Nero Wolfe Award" und dem "Philip Marlowe Award" ausgezeichnet. Kürzlich wurde Lawrence Block mit dem "Life Achievement Award" der Private Eye Writers of America geehrt. In Frankreich wurde er zum "Grand Maitre du Roman Noir" ernannt und bekam, ebenfalls in Frankreich, 2 mal den Preis der Vereinigung "813 – Les amis de la littérature policière". Und als wäre es der Ehrungen nicht genug, wurde ihm auch noch der Schlüssel der Stadt Muncie, Indiana anvertraut. (Info: Thomas Przybilka)
Info:
lawrenceblock.com, Wikipedia, krimi-couch, www.kaliber38.de, NordPark Verlag, ARTE, Shayol Verlag, hardcasecrime.de, january magazine, writerswrite.com, bookreporter.com

Ulrich Kroegers Krimitipp 5/09
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Auftragsmörder in Kriminalhörspielen, Trimmels Vergangenheit, eine halbtags arbeitende Kriminalkommissarin, eine Scheinfirma mit Extraprofit und ein Meisterwerk über die amerikanische Provinzgesellschaft
Ulrich Kroeger zu Hörspielen von Nikolai von Michalewsky und zu Büchern von Friedhelm Werremeier ("Trimmels letzter Fall"), Monika Geier ("Die Herzen aller Mädchen), Lawrence Block ("Falsches Herz") und Jim Thompson ("Zwölfhundertachtzig schwarze Seelen", Muttersöhnchen", "Getaway", "Der Mörder in mir") ... mehr
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 195: Martin W. Brock "Nachtnebel" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Alan Furst: Alan Fursts Bücher wirken immer etwas unzeitgemäß, wenig ist in ihnen zu spüren von der häufig aufgesetzten Dramatik vieler moderner Thriller. Für eine Weile wurden diese Bücher sogar ins Deutsche übertragen. Damit scheint es aber seit dem vorletzten Buch, "The Foreign Correspondent" wieder vorbei zu sein. Schade eigentlich, denn durch seine seidige Formulierungen und seinen unaufdringlichen Darstellungen qualifiziert sich der Autor für die Leser gediegener Lektüre – aber nicht nur für die. Sein neues Buch: "The Spies of Warsaw" ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und den Covers der Woche (3x Frank Göhre) ...
Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis berichtet von der Preisverleihung zum Deutsch-Polnischen Journalistenpreis ....
Spannungsromane:
amer über Christopher Hyde: DIE WEISHEIT DES TODES ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph berichtet von der Arbeit am Krimikulturblog und an der Eingangsfrage ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione (der aber im papiernen Spiegel etwas über Eric Ambler gelesen hat)...

Titel-Magazin: »Facetten der Kriminalliteratur«
Das Online-Kulturmagazin TITEL präsentiert Ihnen in regelmäßiger Folge interessante Bücher, Hörspiele, Cds und Menschen. Das mitunter auch im gesprochenen Wort!
Hören Sie in der neuen Folge des TITEL-Podcast Eric Facon vom Schweizer Radio DRS im Gespräch mit dem Kritiker Thomas Wörtche über die vielen Facetten von Kriminalliteratur, ihre Form & Wirkung ... mehr
WDR: »Ein sehr ungleiches Autorenteam«
Carl Hiaasen ist in den USA einer der bekanntesten und erfolgreichsten Autoren satirischer Kriminalromane. In Florida geboren und aufgewachsen, arbeitet er als Reporter und Kolumnist beim "Miami Herald". All die Themen, die er für die Zeitung seriös recherchiert, greift er in seinen Büchern auf und treibt sie auf die Spitze: Umweltzerstörung, Touristennepp, Korruption und Unfähigkeit unter Politikern, Verbrechen jeder Art. Eigentlich hat er angefangen, Romane zu schreiben, um die Touristen von seiner Heimat fernzuhalten.
Antje Deistler freut sich kurz vor ihrem Urlaub über die Neuauflage von Carl Hiaasens lange vergriffenem Roman "Große Tiere" (Goldmann Verlag) ... mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden ...
dpj: »Deutsch-Polnischer Journalistenpreis«
Am 18. Juni 2009 wurden Tobias Gohlis und Martin Schöne während der 2. Deutsch-Polnischen Medientage in Stettin/Szczecin in Anwesenheit des ersten frei gewählten polnischen Ministerpräsidenten Tadeusz Mazowiecki für ihren Beitrag
"Marek Krajewski: Tod in Breslau" mit dem Deutsch-Polnischen Journalistenpreis für den besten Fernsehbeitrag aus dem Jahre 2008 ausgezeichnet. Der Beitrag "Marek Krajewski: Tod in Breslau" porträtiert in 15 Minuten den polnischen Kriminalschriftsteller Marek Krajewski und die Welt seines Ermittlers Eberhard Mock: Breslau zwischen 1910 und 1950. Das 15-minütige Porträt wurde in der Reihe "crime time" des ZDFinfokanals im November 2008 erstmals gesendet. Die diesjährigen Preisträger haben sich aus dem großen Teilnehmerfeld mit 145 Einsendungen bei der unabhängigen Jury durchgesetzt ... mehr
Die nominierten Arbeiten können Sie hier ansehen
Der Spiegel: »Die neue Ludlum-Identität«
Bei den Kritikern fiel Robert Ludlum wegen seines melodramatischen Stils und unglaubwürdiger Handlungsverläufe durch. Das Publikum hingegen kauft die Verschwörungsthriller des 2001 verstorbenen Autors bis heute wie geschnitten Brot: Weltweit konnten über 300 Millionen Exemplare seiner Bücher abgesetzt werden, die es in mehr als 32 Sprachen zu lesen gibt.
Seinen Roman "Der Arktis-Plan" (Heyne Verlag) konnte der Erfolgsautor nicht mehr selbst schreiben. Dennoch geht es in dem von James Cobb vollendeten Thriller um die Themen, die der verstorbene Ludlum perfekt beherrschte: Korruption, erbitterte Machtkämpfe und ein Held in tödlicher Gefahr.
Von Nicole Stöcker, buchreport ... mehr

ARTE:
»Boris Vian: Ein wildes Leben in Saint-Germain«:
ARTE präsentierte eine Musik-Revue, in der sich Vians biografische Stationen mit alten und neuen Interpretationen seiner Lieder abwechseln. Es ist die Geschichte eines Autors, der seiner Zeit voraus war. Boris Vian ist zu früh geboren. Er ist ein Mensch des 20. Jahrhunderts, der Ende der 40er-Jahre publizierte, als das 19. Jahrhundert endete.
Boris Vian - Ein wildes Leben in Saint-Germain:
Wiederholung am Dienstag 23. Juni um 01.45 Uhr, Samstag 27. Juni um 05.00 Uhr und Sonntag 5. Juli um 13.00 Uhr
(Frankreich, 2009, 59mn)
ARTE F ... mehr
DLF:
»Chloé und der Seerosentod«:
Er war der große Junge mit der Trompete und das gefeierte Multitalent in Saint-Germain-des-Près der Nachkriegszeit, das mit 39 Jahren starb: Ingenieur, Jazzmusiker, Schriftsteller, Chansonsänger und noch vieles mehr. Mit seinen Romanen erlebte er allerdings nur Enttäuschungen.
Ein Beitrag von Renate Maurer, den Sie heute um 19:30 Uhr hören können ... mehr
ARD:
»Herr Präsident, ich werde desertieren«:
Er war Schriftsteller, Jazz-Trompeter, Sänger und vor allem ein Provokateur. Mit seinem Chanson "Le Déserteur" sorgte er Anfang der fünfziger Jahre in Frankreich für einen Skandal: Die Regierung ließ das Lied verbieten. Heute vor 50 Jahren starb Boris Vian.
Von Christoph Wöß ... mehr
ARD:
»Der radikale Poet«:
Boris Vian lebte im Schnelldurchlauf. Der Franzose schrieb wie ein Besessener und dichtete gegen das eigene Verschwinden an.
Von Sascha Lehnartz ... mehr
Kalender
Boris Vian
Am 23. Juni 1959 stirbt Boris Vian während einer Filmvorführung einer Verfilmung seines Romans "J'irai crache sur vos tombes" an Herzversagen. Er wird 39 Jahre alt. Boris Vian, am 10. März 1920 in Ville d'Avray, einem mondänen Vorort von Paris als Sohn relativ vermögender, aber nach und nach verarmender Eltern geboren, war eine der schillerndsten Figuren im Paris der Nachkriegszeit: Er war Ingenieur, Schriftsteller, Jazztrompeter, Drehbuchautor, Schauspieler, Übersetzer, Chansonnier, Chronist der Existentialistenszene in den Cafés und Jazzkellern von Saint-Germain.
Als Vernon Sullivan schrieb er aufgedrehte Krimis: "Als todsicheren Erfolgstip riet man ihm zu einer Mischung aus Henry Miller, William Faulkner und Ernest Hemingway, für den Inhalt einen Sex & Crime-Thriller nach Manier der "Schwarzen Reihe" mit einem Typ wie Robert Mitchum als Hauptfigur. Er hat sich ziemlich streng an die Erzähl- und Sprachform der o.a. Vorbilder und des Thriller-Genres gehalten. Nur hat er von allem jeweils die Superlative herausgegriffen: das Gröbste, Rohste, Derbste, Brutalste, Gemeinste und Durchtriebenste... (Michael O.R. Kröher)" .
Infos:
Wams, Michael O.R. Kröher, Wikipedia, Der Spiegel, Der Spiegel 2, Wiener Zeitung,, Frankreichexperte, Andreas Köster, ceryx.de. .
Jonathan Wyatt Latimer
Am 23. Juni 1983 stirbt der amerikanische Krimiautor Jonathan Wyatt Latimer (* 1906 in Chicago). Er arbeitete als Reporter beim Chicagoer "Herald Examiner", bevor sein erstes Buch, "Headed For a Hearse" (1935) erschien, eine der ersten hardboiled "Screwballkomödien" auf den Spuren von Dashiell Hammetts "The Thin Man". Wie Hammett's Nick and Nora war Latimer Figur Bill Krane ein trinkender, scheinbar nicht sonderlich inspirierter Detektiv, dem es irgendwie immer gelang, trotz aller Eskapaden schwierige Fälle zu lösen. Fünf Romane schrieb er um William "Bill" Krane, begann aber Ende der 30er Jahre als Drehbuchautor sein Geld zu verdienen. Er war maßgeblich beteiligt an den Charlie Chan-Filmen und der Perry Mason-Serie und schrieb unter anderem das Drehbuch zu "The Glass Key", sowie eine Columbo-Folge.
Infos und Bibliographie bei Mordlust, kirjasto.scifi (engl.), maigret.de,
Per Wahlöö
Am 23. Juni 1983 stirbt der schwedische Krimiautor Per Wahlöö. Am 5. August 1926 in Lund in Schweden geboren, machte Wahlöö nach dem Studium der Geschichte als Journalist Karriere. Seit 1946 arbeitete er als Polizeireporter. In den Fünfzigerjahren ging er nach Spanien, wurde 1956 vom Franco-Regime ausgewiesen und ließ sich nach längeren Reisen, die ihn um die halbe Welt führten, in Schweden nieder und begann Bücher zu schreiben. Zusammen mit seiner Frau, Maj Sjöwall, schrieb er einen Zyklus von zehn Kriminalromanen, die zu Welterfolgen wurden. (Info: Rowohlt)
Infos und Bibliographie bei Wikipedia, krimi-couch.de, kaliber. 38, www.schweden-krimi.de, Rowohlt Verlag. lithist.
Axel Bußmers Spurensuche No. 48
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
PulpNoir für das 21. Jahrhundert
Eine Begegnung mit Charlie Huston
Charlie Huston ist der Autor der in Krimikreisen hochgelobten, Edgar-nominierten Hank-Thompson-Trilogie und der Crossover-Bücher mit dem Vampir-Detektiv Joe Pitt. "Killing Game" ist nach zwei Serien sein erstes Einzelwerk.
Axel Bußmer hat den Autor in Berlin getroffen und stellt ihn und sein Werk vor ... hier
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Regina Stürickows "Berlin - Kriminalfälle 1914-1933" und Barbara Gantenbeins "Todesspiel in Friedenau" gelesen ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Allgäu-Krimis, Petra Gabriel, Renate Behr
...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 194: Colin Cotterill "Dr. Siri sieht Gespenster" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit den Barry Awards 2009 – Die Nominierten ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer Film-Besprechung: Lee Marvin stirbt für Don Siegel den "Tod eines Killers" ...
NuT:
Joachim Linder über "Mecke macht alles" (Kriminalroman von Harry Kroll, Berlin 1935, den man vollständig als PDF lesen kann). ...
Spannungsromane:
koldir über Tom Rob Smith KIND 44, John Douglas / Johnny Dodd DAS PROFIL EINES MÖRDERS und Dean Koontz TODESREGEN ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat Dagmar Scharsichs "Der grüne Chinese" vergessen! Wird aber nachgeholt ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt.
Aktuell hiermit:
zum Sommeranfang startet die Rubrik "Übersetzungskritik", eingeleitet mit einer Glosse von Klaus Kamberger. Für nützliches Wissen sorgt einmal mehr Dr. Lehmanns beliebte Sachkunde, mittlerweile schon mit der 12. Lieferung. Thomas Wörtche hat sich den Comic zum Film angesehen: Waltz with Bashir. Nadja Israel hat Cinnamon Kiss von Walter Mosley eher skeptisch gelesen. Henrike Heiland bewundert Michael Robothams schriftstellerische Kunst, Anna Veronica Wutschel graust sich vor einem Roman von Jack Bailey und Jörg von Bilavsky ist begeistert von Jörg Juretzka. Das Gedicht beschwört einen angekündigten Tod. Den des Dichters ...
Die Themen vom 20. Juni im Detail:
Selten ein Ergötzen – vielmals ein Entsetzen – leidiges Übersetzen
Ohne Übersetzer keine Literatur aus aller Welt. Unterbezahlt, oft nicht wahrgenommen. Oft große Könner, hin und wieder Pfuscher. Und ganz sicher geht manche grauenhafte Übersetzung auf die Kappe eines übergriffigen oder schlicht inkompetenten Lektorats. Deswegen tut regelmäßige Übersetzungskritik not. Klaus Kamberger, jahrzehntelang ein Großmeister der Zunft, eröffnet die neue Rubrik mit einer historischen Reminiszenz ... mehr
Dr. Lehmanns Sach- und Warenkunde, 12. Lieferung: Kleine Kriminalistik für Krimis – Wie geht Profiling?
"Klar, da kommen zuerst die Profiler", erklärt mir eine Journalistin. "Nein!", sage ich. "Doch", widerspricht sie. "Ich glaube schon, dass die Profiler am Tatort Spuren sichern müssen, um ein Täterprofil zu erstellen." Na gut, wenn das Glaubenssache ist ... mehr
Waltz with Bashir – der Comic
Was ist authentischer? Ein Film oder ein Comic? Auch wenn beide versprechen dokumentarisch zu sein. Den Film hatte sich weiland Christian Lailach angeschaut, den Comic jetzt Thomas Wörtche ...mehr
Nimm mir alles, nur nicht meinen Unterschied!
Die Easy-Rawlins-Serie von Walter Mosley startete als Projekt, die Geschichte von Watts in einer Reihe von Kriminalromanen um einen schwarzen Weltkriegsveteranen seit 1948 bis heute zu erzählen.
"Cinnamon Kiss" spielt 1966, Nadja Israel hat sich die Entwicklung der Saga angesehen ...mehr
Das Geräusch zerbrechender Seelen
Michael Robothams Romane liefern Action und Thrill am Fließband. Aber beileibe keine Fließbandprosa.
Wie man das brillant machen kann, beschreibt uns Henrike Heiland ...mehr
Nix als dumme Faxen
Manch ein Buch ist gar nicht ein Buch, sondern viele. Der Autor streunt durch Motive und Stoffe, sammelt eine kleine Bibliothek, (er-)findet seine eigene Melodie und erzählt seine Geschichte. Frei nach T. S. Eliot: Unreife Dichter imitieren, reife Dichter stehlen. Postpostmodern nennt man das inzwischen auch und fürchtet doch die Werke, die kaum mehr als ein Labyrinth aus Zitaten, Anspielungen und bekannten Szenen zu bieten haben. Jack Baileys "Copkiller" gibt sich hardboiled noir als Horror-Teenie-Snuff- und Splatter-Spektakel, irritiert aber vornehmlich durch gräuliche Faxen.
Mit spitzen Fingern angefasst von Anna Veronica Wutschel ...mehr
Nepper, Schlepper, Bauernfänger
Alle wahnsinnig geworden, alle Maßstäbe in der Tonne? Ein biederer, mittlerer deutscher Autor wie Horst Eckert wird in der Nähe von Ross Thomas gesehen, Jörg Juretzka in die Gegend von Raymond Chandler gerückt. Hallo? Dabei kann man gerade Juretzka auch mit sinnvollen Gründen für großartig halten.
So wie das Jörg von Bilavsky tut ... ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Piedra Negra sobre una Piedra Blanca
von César Vallejo ... mehr
Sonntagszeitung: »Die verhängnisvolle Sauftour«
Suhrkamp bleibt eben Suhrkamp. Hochliterarisch soll es beim renommierten Frankfurter Verlag auch dann zugehen, wenn es «nur» um einen Krimi geht.
Im Roman "Der deutsche Freund" wird, ehe man zur Kinderleiche im Teich vordringt, erst einmal ein Karpfen kontempliert. Doch das tut dem Ganzen keinen Abbruch, im Gegenteil.
Der Roman des dänischen Autorenduos Christian Dorph und Simon Pasternak - ein Thriller über dänische Kinderschänder und schwule Nazi-Kollaborateure - ist ein ziemlich gutes, ziemlich düsteres und ziemlich selbstironisches Stück Genreliteratur. Und ragt damit aus den überwiegend seichten Romanen, mit denen der Suhrkamp Verlag diesen Sommer seine neue Krimireihe startet, heraus wie ein Leuchtturm aus dem Öresund.
Von Gunter Blank ... mehr
U-Magazin: »Ich bin ein Vandale«
Seine Romane voller Sex, Gewalt und Tabubrüche provozieren Diskussionen. Doch der norwegische Autor Matias Faldbakken will mit den Gefühlen seiner Leser gefälligst nicht belästigt werden.
Für den Inhalt seiner zwischen 1998 und 2008 verfassten Bücher (zuletzt "Unfun" Blumenbar Verlag) hätte Faldbakken glatt eine Auszeichnung als Tabubrecher des Jahrzehnts verdient: Da werden Beziehungen zwischen Zwölfjährigen und Erwachsenen gesellschaftlich nicht nur toleriert, sondern auch für cool befunden. Mit tatöwierten Nazisymbolen rebelliert der Underground gegen die Konsumwelt. Und Drillinge werden kurz nach ihrer Geburt gewaltsam zu Zwillingen minimiert, weil drei Nachkommen "die Symmetrie kaputt machen" würden. Allerdings: Faldbakken würde den Tabubrechertitel dankend ablehnen.
Von Juliane Rusche ... mehr
goon-Magazin: »Un coup de main«
Im Bielefelder Pendragon Verlag erscheinen seit 2008 die gesammelten Short Stories des Autors, Trommlers und Reisenden Hans Herbst. Kaum jemand in Deutschland beherrscht diese Literaturform so überzeugend wie der Hamburger. In den Stories von erfährt man genau den schmalen Grad, der es ausmacht, Gedanken in Taten umzusetzen, Emotionen und Erklärungen in die richtigen Worte zu fassen
Von Roland Oßwald ... mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 20. Juni – 3. Juli 2009
Traditionell werden die Sommermonate zum Abspielen lange nicht mehr gezeigter SW-Filme genutzt und nicht nur "King Kong und die weiße Frau" ist immer wieder einen Blick wert.
Die anderen sehenswerten Filme sind auch meistens Wiederholungen, darunter einige Sherlock-Holmes-Filme mit dem Team Rathbone/Bruce. Und George Gently ermittelt weiter in den Sechzigern ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Britt Reißmann ...
krimiblog:
Ludger Menke öffnet seit einiger Zeit sein Krimitagebuch: heute mit gleich zwei neuen "Soschial Netwörks" zum Thema Krimi ...
krimileser:
Bernd Kochanowski mit einem Nachtrag zur gestrigen Buchbesprechung: Ansonsten ist es mit der Realität und dem Krimi so eine Sache ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Neuem im Kino: State of Play ...
NuT:
Joachim Linder über einen Service der British Library: er hat einfach mal "Jack the Ripper" eingegeben. Das Ergebnis ist beeindruckend ...
Spannungsromane:
amer über Andrew Hutchinson: ROHYPNOL. Ein neuer Band aus der Heyne-Hardcore-Reihe. ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit einem neuen Titel in der Reihe "Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts": "Das Geheimnis des Wassers" von Robert Kohlrausch und mit Krimikultur: Zusammenfassung ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione (aber der weiß, wie's bei Astrid Paprotta aussieht) ...
Jüdische Allgemeine:
»Koscher mit Biss. Gibt es jüdische Vampire?«
Stephenie Meyers Vampirromane
belegen seit Monaten die Spitzenplätze
der Bestsellerlisten. Aber müssen es
deshalb gleich keusche Vampire mit Beißhemmung
sein?
Glücklicherweise gibt es derlei Unfug
nicht bei Charlie Huston und seiner Hauptfigur
Joe Pitt. Da wird noch zugebissen,
dass das Blut fröhlich spritzt. Pitt, der Vampir
mit Disziplinproblemen, der hilflos verstrickt
ist in die Kämpfe verschiedener Beißer-
Clans, die New York City unter sich
aufgeteilt haben, bekommt es in Hustons
neuem Buch "Das Blut von Brooklyn" (Heyne Verlag)
mit ein paar ganz hartgesottenen jiddischen
Vampirkollegen aus Brooklyn zu
tun.
Von Thomas Wörtche ... mehr (pdf-Datei)
Frankfurter Rundschau:
»Mangos, Generäle und eine Prise Zynismus«:
Pakistan ist ein junger Staat, eben mal sechzig Jahre alt geworden, gehört aber zu den krawalligsten Ländern der Welt. Der Putsch-General Zia ul-Haq, der Bhutto absetzen und 1979 hinrichten ließ, kam 1988 gemeinsam mit seinen Top-Generälen sowie dem amerikanischen Botschafter bei einem ungeklärten Flugzeugabsturz ums Leben. Und hier hakt der pakistanische Autor Mohammed Hanif mit seinem Debüt-Roman "Eine Kiste explodierender Mangos" (A1 Verlag) ein. Hanif konzentriert sich mit genüsslichem Hohn auf den Feinschliff am politischen Detail und auf die hinterhältige Ironie seiner Dialoge - dieser Autor ist ein Virtuose perfider, mehrdeutiger Tonfälle. Dem Großmeister John le Carré ist ein Konkurrent erwachsen.
Von Sigrid Löffler ...mehr
Der Standard:
»Auf der Welle reiten oder untertauchen«:
Im sonnigen Kalifornien gibt es erwachsene Männer, die nichts anderes im Kopf haben als die nächste große Welle. "Pacific Private" (Suhrkamp Verlag)von Don Winslow erzählt allerhand über die Gegenkultur der Surfer, legendäre Wasser-Haudegen, Spuren, die der Sport in der Musikszene hinterlassen hat und die wechselvolle Geschichte des Ortes Pacific Beach. Das gibt einen ungewöhnlichen Rahmen für einen eher schlichten Plot.
Von Ingeborg Sperl ... mehr

ARTE:
»Boris Vian: Ein wildes Leben in Saint-Germain«:
ARTE präsentierte eine Musik-Revue, in der sich Vians biografische Stationen mit alten und neuen Interpretationen seiner Lieder abwechseln. Es ist die Geschichte eines Autors, der seiner Zeit voraus war. Boris Vian ist zu früh geboren. Er ist ein Mensch des 20. Jahrhunderts, der Ende der 40er-Jahre publizierte, als das 19. Jahrhundert endete.
Boris Vian - Ein wildes Leben in Saint-Germain:
Sonntag 21. Juni 2009 um 05.00 Uhr. Wiederholung am Dienstag 23. Juni um 01.45 Uhr, Samstag 27. Juni um 05.00 Uhr und Sonntag 5. Juli um 13.00 Uhr
(Frankreich, 2009, 59mn)
ARTE F ... mehr

SKI - Serie Krimi International
Samstag, 20. Juni 2009 von 20-21 Uhr bei Funkhaus Europa
SKI, die "Serie Krimi International", das ist ein echter Coup zum zehnten Geburtstag von Funkhaus Europa. Kino für die Ohren: Ein Setting, sechs Radiogeschichten von einigen der interessantesten Kriminalschriftstellern unserer Zeit.
Ein türkischer Expolizist kommt nach Deutschland - Çelik wird zum Detektiv wider Willen. Zusammen mit der Psychologin Pelzer und einer Gruppe von Autisten klärt er ungewöhnliche Fälle auf. Das ist das Setting, aus dem sieben AutorInnen ihre Geschichten entwickeln: Çelik und Pelzer jagen einen Terroristenmörder, ermitteln im deutsch-indischen Bollywood-Milieu. Sie kraxeln auf die Schweizer Alpen, treffen auf türkisch-kurdische Folteropfer. Sie gehen auf Nazischatz-Jagd in Köln und tauchen mit Berliner Polizeiveteranen in die Geschichte der 68er ein. Çelik und Pelzer werden zu einem unschlagbaren Team. Aber kommen sie auch hinter ihre eigenen Familiengeheimnisse?
Die Idee von Ulrich Noller und Gök Senin wird kompositorisch begleitet von Matthias Manzke und literarisch umgesetzt von folgenden AutorInnen: Sabina Altermatt, Pieke Biermann, Norbert Horst, Merle Kröger, Nathan Markov, Ulrich Noller und Gök Senin.
Live-Lesungen mit Krimi-Party finden zudem in Berlin, Köln und Mülheim statt ... mehr
Das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum und die Kriminalliteratur im Juni 2009
Seit 1971 ist das Wiener Pathologisch-anatomische Bundesmuseum im Narrenturm untergebracht. Zum 225jährigen Jubiläum des Narrenturms finden vom 20. Juni bis 6. August zahlreiche Veranstaltungen statt.
Z. B. am Sonntag, 21. Juni "KOMBINIERE, WATSON ..."
Die Sherlock-Holmes-Matinee
• Tobias Hierl/"Buchkultur"-Chefredakteur:
"Warum Sherlock Holmes noch heute ermittelt"
• Gerhard Tötschinger:
"Sherlock Holmes und das Geheimnis von Mayerling"
• Josef Preyer: "Sherlock Holmes und die Shakespeare-Verschwörung"
An den Donnerstagen u.a. Andreas Cwitkovits: "Kunstdiebe, Meisterfälscher & Co."; Jonathan Santlofer:
"Die Kate-McKinnon-Krimis"; Andreas Gruber: "Die Engelsmühle" oder Max Edelbacher & Christian Reiter: "CSI in Wien?"
..
Das Programm zur Information:
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 2/2009:
Bunker, Meeting-Raum, Mondstation
Drei Krimis spielen in der Enge

Die eine bleibt freiwillig in ihrem Gefängnis, die andere flieht nicht, obwohl sie es könnte, und kämpft mit fraulichen Waffen einen schmutzigen Kampf und die Dritte wird sogar auf den Mond entführt. Alle haben Angst. Drei Krimis handeln davon, dass Menschen sich zu nahe kommen.
Michael Schweizer über die Bücher "Bunker" von Andrea Maria Schenkel, "Und morgen bin ich dran" von Laurent Quintreau und "Nachtkrater" von Christine Lehmann ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen n den Medien: Judith Merchant, Verena Wyss ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über einen politischen Roman mit hoher Qualität: "Sprengkraft" von Horst Eckert. Es bestehe eine ausgeprägte Gemeinsamkeit von Horst Eckerts Buch mit Thomas Ross' Der Tod des Kandidaten. Beide Bücher zwingen den Leser sich damit auseinander zu setzen, was passiert, wenn mit den zahlreichen islamischen Einwanderern auch die zeitgenössischen Ansätze zur Lösung von Konflikten aus der islamischen Welt importiert werden ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Crime in Comics: "Criminal" und "100 Bullets".DAzu die Stoker-Preise 2009. Außerdem beantworten Joe R. Lansdale, Laura Lippman, Katy Munger und Alan Dean Foster einige Fragen ...
Martin Compart: mit DER FLUG DES MALTESER FALKEN-zu DASHIELL HAMMETT /2. Kurz nach Ende des zweiten Krieges begann in den USA eine Hexenjagd auf Künstler und Intellektuelle, die im Verdacht standen linker Ideologie nahezustehen ...
NuT:
Joachim Linder über ein pdf-Dokument zu Polizeidirektor Duncker ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über den grünen Tunnel zur wahren Krimikultur. Außerdem: Unspektakulär und nüchtern. So, in seiner kürzesten Form, der Gesamteindruck von Mechtild Borrmanns neuem Roman ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
DLR:
»Ein seltsamer Fall«
Mord und Kindsmord stehen im Mittelpunkt dieses Kriminalromans. Es gibt zwei Verdächtige, zwei Versionen einer Geschichte und eine Vielzahl von Möglichkeiten.
Die französische Schriftstellerin Paule Constant stellt in "Das Brautkleid" (DVA Deutsche Verlagsanstalt)) die Frage nach Recht und Gerechtigkeit, nach Ursache und Wirkung eines grausamen Verbrechens.
Von Manuela Reichart ... mehr
Tagblatt: »Ausgegrenzt, abgedrängt«
"Stunde der Buße" (Heyne Verlag) der jungen Südafrikanerin Tracy Gilpin hat alles, was einen guten Thriller ausmacht: Mord, Überfälle im Dunklen, fiese Typen, sympathische Helden, Geheimdienst und überraschende Wendungen. Und er schildert sehr realistisch das Südafrika unserer Tage. Mit dem Thema Familienplanung schreibt Gilpin gegen konservative Politiker an. Zugleich aber wendet sie sich gegen den Fanatismus von emanzipierten Frauen und dürfte damit zu einer nicht nur in Südafrika wichtigen Diskussion beitragen.
Von Frank Räther ... mehr
DLR:
»Zeit für das ganz große Ding«
Dieses Verbrechen ist nicht nur perfekt. Es ist "absolut perfekt", wie es im Titel heißt. Eine Gruppe von Provinzmafiosi will in einer französischen Küstenstädt das Casino ausrauben. Der Ich-Erzähler, ein Mittäter, erweist sich in dieser Geschichte über Rache und Verrat bald als wenig zuverlässiger Auskunftgeber. Der junge bretonische Schriftsteller Tanguy Viel experimentiert in "Das absolut perfekte Verbrechen" (Wagenbach Verlag) mit dem Genre des Krimi.
Von Maike Albath ... mehr
DLF: »Schmerzhaft aktuell«
"Piercing" - eindringend, durchbohrend, durchstechend, heißt es im Wörterbuch. In Ryu Murakamis Roman "Piercing" (Liebeskind Verlag) steht "Piercing" für gewalttätige körperliche Eingriffe, für Selbstverstümmelung, für schreienden Schmerz. Es ist die verstörende Geschichte zweier gespaltener Persönlichkeiten, deren Schicksale Murakami für die kurze Zeitspanne einer Nacht miteinander verschlingt, um ihren Gewalt- und Sexualphantasien auf den Grund zu gehen: ungeschminkt, kaltblütig, detailversessen und lakonisch.
Von Imogen Reisner ... mehr
NZZ am Sonntag:
»Mr. Blacks Zaubertricks«
Klassische Krimis sind kathartische Angelegenheiten. Täter tötet, Detektiv denkt, Täter wird gehenkt. Oder so ähnlich. Jedenfalls sind die Dinge am Schluss wieder im Lot. Auch zeitgenössische Krimis sind kathartisch. Auch Benjamin Blacks Krimis sind so. Zum Glück jedoch für Autor und Leser gleichermassen. Für den Autor, weil ihm
die Sache offensichtlich Spass macht. Für den Leser auch des neuen Romans "Der silberne Schwan" (Kiepenheuer & Witsch), weil es gut tut, sich gelegentlich davon überzeugen zu können, dass "gelungene Unterhaltung" nicht
nur als Nullsinn in enthusiastischen Ergüssen von Rezensenten existiert.
Von Sascha Verna ... mehr
Der Beitag ist auf Seite 8 der pdf-Ausgabe der NZZaS zu finden ...
»Krimis schreiben wie ein Profi«
Robert Hültner kennen Krimi-Fans als Autor der "Inspektor-Kajetan-Reihe" und Drehbuchschreiber, unter anderem für den Münchner Tatort. Mit krachlederner Rhetorik und bayrischem Lokalkolorit kennt er sich aus. Seine Figuren sind so wahrhaft, weil der Autor im echten Leben ganz genau hinsieht - das ist für einen guten Krimi essentiell, sagt er. Im Juni gibt er praktischen Schreibunterricht in dem idyllischen Dorf Farnese in der südlichen Toskana.
BRIGITTE.de hat er vorab verraten, wie das Krimischreiben funktioniert ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 17. Juni 2009 und dem Radio-Tatort ...
krimiblog:
Ludger Menke öffnet seit einiger Zeit sein Krimitagebuch: heute mit Ludwig Rubiners "Kriminalsonette" ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 193: Scott McBain "Der Mastercode" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über ein Interview, das Sarah Weinman mit Jame Ellroy führte ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Kleinkram: Jörg Fauser wird 65; Jan Costin Wagners "Das Schweigen" wird verfilmt; Jürgen Roth wird befragt; "Der gläserne Schlüssel" wird ... und Charlie Mariano ist gestorben ...
Martin Compart: mit DER FLUG DES MALTESER FALKEN-zu DASHIELL HAMMETT. Vo 79 Jahren erschien eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts ...
NuT:
Joachim Linder über ein Faksimile des 'Magazins zur Erfahrungsseelenkunde' und einen ehrbaren Mörder ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über die kleine Betrachtung der Genres von Blogger molosovsky ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione (doch der weiß etwas über die Hobby-Detektivin Rita Ratzenböck) ...
ARD: »Im Fadenkreuz der Mafia«
Wie Roberto Saviano im Untergrund weiterschreibt.
Es gibt, wenigstens in Italien, eine beträchtliche Menge Leute, die ihn lieber heute als morgen tot in seinem Blut liegen sehen will: Seit der enormen Aufmerksamkeit, die sein Mafia-Bestseller "Gomorrha" bekam, steht Roberto Saviano auf der Todesliste der 'ehrenwerten Gesellschaft' und kann sich in seiner Heimatstadt Neapel nicht mehr blicken lassen. In seinem neuen Buch "Das Gegenteil von Tod" (Hanser Verlag) erzählt er nun von denen, die sich dem Ruf der Camorra entziehen.
Denis Scheck sprach mit dem Autor in seiner Sendung "Druckfrisch" am 15. Juni 2009 ... mehr
Der Beitrag kann via Computer auch als Video gesehen werden
FAZ: Dreißig Millionen Russen am Strand
Rafael Chirbes, neunundfünfzig Jahre alt, hat das Bewusstsein des neuen, materialistischen Spanien in seinem fulminanten Roman "Krematorium" (Verlag Antje Kunstmann) beschrieben. Im Mittelpunkt steht der über siebzigjährige Rubén Bertomeu, der als idealistischer Architekt beginnt und später mit kriminellen Methoden und der Hilfe bestechlicher Lokalpolitiker ein saftiges Stück der spanischen Mittelmeerküste zubetoniert. Chirbes lebt an einem dieser Orte, der für den Schauplatz des Romans Modell gestanden hat. Bertomeus rasende Monologe, die zwanghaften Ich-Erzählungen seiner Angehörigen, Mitarbeiter und Untergebenen kulminieren an einem Vormittag, da die Familie sich bereitmacht, die Leiche von Rubéns Bruder ins Krematorium zu überführen. Doch es geht nicht um die sterblichen Überreste eines Angehörigen, sondern um ein Gesellschaftsprojekt, das sich selbst begräbt.
Paul Ingendaay hat mit dem Autor gesprochen ... mehr
NDR: »Knallharter Debütroman«
Kapstadt ist eine faszinierende wie gefährliche Metropole, zugleich die drittgrößte Stadt Südafrikas mit 2,4 Millionen Einwohnern. Den Namen bekam die Stadt nach dem Kap der Guten Hoffnung. Davon allerdings spürt man wenig im knallharten Debütroman des Südafrikaners Roger Smith, der den Namen der Stadt variiert: "Kap der Finsternis" (Tropen Verlag).
Smith kann nicht verbergen, dass er Drehbuchautor ist. Das Buch liest sich wie ein Film: Schuss, Gegenschuss, Tempo, Verfolgung, Spannung, Hitze, Angst. Hier schenkt keiner keinem etwas. Allein der Autor schenkt seinem Leser einen der besten Krimis des Jahres. Übersetzt wurde das Buch übrigens von zwei Stars ihres Fachs: Peter Torberg und Jürgen Bürger - ein weiteres Argument für "Kap der Finsternis".
Von Stefan Maelck ... mehr
Glanz und Elend: Der Stadtschreiber Bruno Morchio
Zum Reiz des Lesens gehört es, fremde Orte zu entdecken, von einer kundigen Hand durch unbekannte Gassen und Winkel geführt zu werden, in eine andere Welt einzutauchen. Manche Städte haben das Glück, in ihren Mauern Freiwillige für diese Aufgabe haben. Der Italiener Bruno Morchio ist einer von ihnen. Morchios Hauptfigur in den im Unionsverlag auf deutsch erschienenen Romanen ist der anarchistisch angehauchte Privatdetektiv Bacci Paganao, der auf einer roten Vespa durch die alte Hafenstadt flitzt. Die Stadt selbst, die Gassen, Farben, Gerüche, Menschen und Geschichten, sind Morchios eigentliches Thema. Wer Genua, wer ein Stück Italien schmecken will, ist bei ihm gut aufgehoben.
Von Alf Mayer ... mehr
satt.org:
»Shakespeare auf kleiner Flamme«:
Zufällig gefundene Briefe aus dem 17. Jahrhundert legen die Vermutung nah, dass es ein unentdecktes Drama von William Shakespeare gibt, womöglich gar in seiner eigenen Handschrift. Eine Sensation. In Kürze jagen zahlreiche Menschen hinter dem Manuskript her. Das hätte der Auftakt zu einer aufregenden Suche werden können. Doch statt intelligenter Spannung gebiert die Geschichte "Shakespeares Labyrinth" (Aufbau Verlag) von Michael Gruber nur gepflegte Banalität.
Kirsten Reimers in der siebenundzwanzigsten Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Whodunit der besonderen Art:
Beim Sherlock-Holmes-Festival im schweizerischen Meiringen wird ein erfolgreicher Schriftsteller gemeuchelt. Ein schräger Fall für Gilbert Adairs Detektivin Evadne Mount in "Und dann gab's keinen mehr" (C.H. Beck Verlag). Der Autor trifft seine Kunstfigur? Nicht ganz. Gilbert Adair erklärt es uns. So, wie er alles und jeden erklärt, so, wie er "Evadne Mounts dritten Fall" dazu benutzt, die kleinen Geheimnisse seines Krimigebäudes und auch die der großen Krimiwelt zu erklären.
Von Ralf Kramp ... mehr
Zombies gesucht
EVOLVER-Literaturwettbewerb 2009
Treiben sich im deutschen Sprachraum nach Menschenfleisch gierende Untote herum - wenigstens literarische? Gibt es Autoren, die populäre Genres wie Horror oder Science Fiction lieben und schreiberisch beherrschen? Der EVOLVER ist dazu angetreten, diese Fragen zu beantworten. Im ersten Literaturwettbewerb für blutige Anfänger und faulige Fortgeschrittene geht es um Zombies. Natürlich. Wie und warum, das erfahren Sie hier.
Schicken Sie Ihre Elaborate bitte an: Literaturwettbewerb@evolver.at
Teilnahmeberechtigt ist jede(r) aus dem deutschen Sprachraum. Einsendeschluß ist der 31. August 2009 ...
mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 16. Juni 2009: z. B. Ladies' Crime Night in A- 9500 Villach ...
krimiblog:
Ludger Menke öffnet seit einiger Zeit sein Krimitagebuch: heute "Die Anne und ich" ...
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: heute schlank und schnell zu McDowalls "Gefährliches Wiedersehen" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski kann ihn nur schwer einordnen: "Der Tod des Kandidaten" von Thomas Ross ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Rex Stout) ...
NuT:
Joachim Linder Verbrechensgeschichten in der Weimarer Republik ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Krimikultur! Und was es da alles zu holen gibt ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
Die Welt:
»Oberinspektor Chen befasst sich mit Mode«
Eine der wenigen halbwegs authentischen Stimmen aus China, die es bisher zu kriminalliterarischem Weltruhm gebracht haben, ist Qiu Xiaolong, 1953 in Shanghai geboren. Halbwegs deshalb, weil der 1988 in die USA emigrierte Autor nach dem Tiananmen-Massaker eine Rückkehr ins Land seiner Geburt letztgültig verwarf. Obwohl es ihm an unmittelbarer Gegenwartsanschauung mangelt, zeichnet Qiu ein realitätsnahes Bild zumindest seiner Geburtsstadt. Das Shanghai, in dem sein Oberinspektor Chen Cao, ein dichtender und übersetzender Feingeist, in "Blut und rote Seide" (Zsolnay Verlag) nunmehr zum fünften Mal ermittelt, wird von den Triaden kontrolliert und ist von sozialen Verwerfungen dominiert.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ... mehr
europolar: »Genreliteratur in Argentinien«
Pablo De Santis’ Literatur spiegelt die starke Präsenz der verschiedenen literarischen Genres im Panorama der argentinischen Literatur wider. Die größten Namen des argentinischen Literaturpantheons, Jorge Luis Borges, Adolfo Bioy Casares und Julio Cortázar, pflegten die verschiedenen Genres und nahmen sie mit in die höheren Gefilde der Literatur. Auch in "Die sechste Laterne" (Unionsverlag) fühlt sich Pablo De Santis in dieser Tradition verankert. Wenn Pablo De Santis von Kriminalromanen spricht, denkt er in erster Linie an Detektiv- und Rätselromane. Dieser Bereich des Genres ist für ihn der interessanteste. Auch Borges und Bioy Casares hielten Detektivromane für die hochwertigeren Werke im Vergleich zu den sensationalistischen mit Sex & Crime durchsetzten Thrillern. Detektivromane galten ihnen aufgrund ihrer Ordnung, Konstruiertheit und Formstrenge als hohe Kunst, von der die Literatur im Allgemeinen etwas lernen konnte.
Von Doris Wieser ... mehr.
europolar: »Das Mörderische und das Komische«
Die Kriminalliteratur ist ein Genre des 20. Jahrhunderts. Also des Jahrhunderts der furchtbarsten Kriege, der globalen Genozide, des Holocaust und einer gewaltigen, menschen- und interesseninduzierten Mortalität. Und diese Blutorgien, dieses maschinelle Töten, all dieses flächendeckende Vernichten soll nicht auf eine Literatur abfärben, die Mord & Verbrechen explizit als Programm hat? Nein, Kriminalliteratur ist, selbst noch in ihren ekelhaftesten und flachsten Produkten und, wo nötig, hoch vermittelt, ein Reflex auf dieses schauderhafte Jahrhundert. Sie thematisiert expressis verbis den gewaltsamen Tod in allen seinen Facetten. Dieses entsetzliche Jahrhundert aber war eigentlich nicht recht zum Lachen, geschweige denn komisch.
Und wenn tatsächlich Kriminalliteratur dieses Jahrhundert spezifisch verarbeitet, sollte auch sie nicht zu Heiterkeit Anlass geben - möchte man vermuten. Dennoch lachen wir: Über Kriminalromane, die komisch sind.
Von Thomas Wörtche ... mehr.
DLR: »Überfall unter erschwerten Bedingungen«
Aus der von Donald E. Westlake alias Richard Stark stammenden Krimireihe um den kaltblütigen Gangster Parker ist ein weiterer Roman ins Deutsche übersetzt worden. In "Keiner rennt für immer " (Zsolnay Verlag) - der Vorgeschichte zum Roman "Fragen Sie den Papagei" - will Parker mit unliebsamen Amateuren einen Geldtransport überfallen.
Die Souveränität des Autors verbürgt Lesegenuss. Er hat seine Figuren und den Plot ebenso sicher in der Hand wie die Sprache. Sie ist trocken und lakonisch, ohne durch Manieriertheiten und forcierte Coolness zu nerven.
Von Wolfgang Schneider ... mehr.
»Chandler in the Box«
Aus ihrer Serie Schriftsteller in der Box präsentier alinea hier:
Raymond Chandler (1888 - 1959)
Sein Kopf ist in der Streichholzschachtel versteckt und er schaut so weit heraus, wie ihr ihn laßt! mehr
Festival
Krimitage Heidelberg: "Tödliche Wasser"
Vom 2. bis 4. Juli 2009 findet das zweite Heidelberger Krimifestival statt. Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr dreht sich diesmal alles ums Thema Wasser. Krimiautoren wie Sandra Lüpkes, Wolfgang Schorlau, Karin Schickinger, Roland Voggenauer und die aktuellen Deutschen Krimipreisträger Klüpfel/Kobr stellen ihre Romane an ausgewählten Orten der Heidelberger Altstadt vor. Am Freitagabend diskutieren Autoren und Fachleute über die Privatisierung von Wasser als Krimithema. Das große Finale mit der Preisverleihung an die Sieger des Kurzkrimiwettbewerbs "Tödliche Wasser" findet am Samstag im Karlstorbahnhof statt. Außerdem ist die gleichnamige Anthologie zu den Krimitagen, mit Wasserkrimis nicht nur aus Heidelberg erschienen.
Programm, Tickets und weitere Informationen unter ...
www.krimitage-heidelberg.de
Das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum und die Kriminalliteratur im Juni 2009
Seit 1971 ist das Wiener Pathologisch-anatomische Bundesmuseum im Narrenturm untergebracht. Zum 225jährigen Jubiläum des Narrenturms finden vom 20. Juni bis 6. August zahlreiche Veranstaltungen statt.
Z. B. am Sonntag, 21. Juni "KOMBINIERE, WATSON ..."
Die Sherlock-Holmes-Matinee
• Tobias Hierl/"Buchkultur"-Chefredakteur:
"Warum Sherlock Holmes noch heute ermittelt"
• Gerhard Tötschinger:
"Sherlock Holmes und das Geheimnis von Mayerling"
• Josef Preyer: "Sherlock Holmes und die Shakespeare-Verschwörung"
An den Donnerstagen u.a. Andreas Cwitkovits: "Kunstdiebe, Meisterfälscher & Co."; Jonathan Santlofer:
"Die Kate-McKinnon-Krimis"; Andreas Gruber: "Die Engelsmühle" oder Max Edelbacher & Christian Reiter: "CSI in Wien?"
..
Das Programm zur Information:
Die Krimikolumne von Peter Hiess.
Wir präsentieren Ihnen heuer die No. 22
Krimis müssen keine Kunst sein - meistens lesen sie sich sogar besser, wenn sie es nicht sind. Daß sie aber im Künstlermilieu so gut funktionieren können wie im Porno- oder Polizeigewerbe, freut unseren Genre-Experten Peter Hiess …
Peter Hiess zu Büchern von Jonathan Santlofer ("Der Todeskünstler/Farbfehler/Tödliche Kunst"), Stefan Brijs ("Der Engelmacher"), Christa Faust ("Money Shot"), John Lange ("Zero Cool"), George Pelecanos ("Der Totengarten"), Friedrich Glauser ("Studer ermittelt/Wachtmeister Studer") und Léo Malet ("Paris des Verbrechens") ...
mehr
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Udo Schulzes "Die Abrechnung" und "Im Fadenkreuz der Ermittlungen" gelesen ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Thea Dorn, Morden im Norden, Angela Kovács ...
krimiblog:
Ludger Menke öffnet seit einiger Zeit sein Krimitagebuch ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 191: Kathy Reichs "Knochen zu Asche", Folge 192: Robert Littell "Die kalte Legende" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über ein übersehenes Buch und eine Sprachwolke ...
Mord und Buch:
Kirsten Reimers über Jochen Rauschs Roman "Restlicht": Vor dreißig Jahren verschwand seine Freundin ohne ein Wort. Seitdem ist Peter Bloom besessen: von Astrid, von ihrem Verschwinden, von der Vergangenheit. Ein Roman über das unbewegliche Verharren im Niemandsland der Verdrängung und Verklärung ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über ein gelungenes Debüt: "Kap der Finsternis" ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Zu Müll wird's in der Tonne: RTL Crime kündigt die Ausstrahlung des Stampf-Interviews mit dem Kannibalen an "ungekürzt und unzensiert". ...
Spannungsromane:
amer über Gerard Donovan: WINTER IN MAINE ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Horst Eckerts Roman "Sprengkraft", der die krimigewordene Nachrichtenlage der Republik sein soll ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, und Giorgione ...
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt.
Aktuell hiermit:
ein Porträt des pakistanischen Autors Mohammed Hanif von Thomas Wörtche, kritische Überlegungen zu Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes von Doris Wieser; ein Gespräch unter Kollegen, das Henrike Heiland mit Håkan Nesser geführt hat. Agis Sideras bespricht Martín Kohan, Eva Karnofsky einen Doppelband von Justo E. Vasco und Roberto Estrada Bourgeois. Frank Göhre amüsiert sich mit Bruen/Starr, und Frank Rumpel surft mit Don Winslow. Heiter mitsingen können sie auch unsere heutigen Verse zum Thema, die beginnen mit "Bang, bang ..." ...
Die Themen vom 13. Juni im Detail:
Der Diktator, der vom Himmel fiel ...
Ach, wehrte sich Mohammed Hanif in einem Interview, das sei ja alles "lächerlich generös", all die artigen Komplimente und die Vergleiche mit Joseph Heller, Gabriel García Márquez und John le Carré. Drunter wollte man es nämlich nicht tun, bei dem Erstlingsroman des pakistanischen Ex-Militärs und Journalisten Mohammed Hanif: Eine Kiste explodierender Mangos. Thomas Wörtche hat sich Buch und Autor genauer angesehen. Ein Porträt ... mehr
Was war Sherlock Holmes und was bleibt von ihm übrig?
Der Kriminalroman, wie wir ihn heute kennen, hat erstaunlich wenig mit Sherlock Holmes zu tun und trotzdem ist und bleibt der Brite mit der Meerschaumpfeife sein Urahn. Poes Erzählungen um Auguste Dupin sowie Émile Gaboriaus Feuilletonromane wären ohne Conan Doyles Reaktion darauf wohl genauso folgenlos geblieben wie andere Quasi-Vorläufer des Genres (Schiller, E.T.A. Hoffmann). Erst die Sherlock-Holmes-Geschichten erzeugten eine Lawine von Kindern, Kindeskindern und Bastarden. Aber erkennt man in ihren Gesichtszügen den Urahn wieder? Ein weiterer Beitrag zu den Conan–Doyle-Festwochen, eine kritische Perspektive von Doris Wiese ... mehr
"Ich will nur gute Geschichten schreiben"
Wem trotz dem turbo-melancholischen Kenneth Branagh die ganze Wallanderei und das Gemankelle inzwischen allzu sehr auf den Senkel geht, von Schweden aber nicht lassen will, kann hier Håkan Nesser besser kennenlernen.
Im Gespräch mit seiner Kollegin Henrike Heiland ...mehr
Spektakel und Sadismus
Gegenwartsliteratur und Kriminalliteratur sind in Lateinamerika systematisch kaum zu trennen. Ihre Schnittmenge ist zu groß – das liegt natürlich auch an den Verhältnissen auf dem Halbkontinent. Martín Kohan ist ein blendendes Beispiel dafür, sein Roman "Zweimal Juni" hat ihn deswegen auch sofort auf die aktuelle "Weltempfänger"-Bestenliste geführt.
Agis Sideras hat den Roman gelesen ...mehr
Blutrotes Havanna
Die Vermutung, Inspektor Larry Holt könnte wieder auferstanden und von London nach Havanna umgezogen sein, ist falsch. Der Titel "Die toten Augen von Havanna" stammt nicht aus dem Nachlass von Edgar Wallace. Vielmehr verbergen sich dahinter zwei Krimis kubanischer Autoren, die dies Genre nutzen, um die dunklen Seiten des Alltags hinter den charmant-morbiden Fassaden Havannas ans Licht zu bringen.
Eine spannende Lektüre nicht nur für Kuba-Reisende, findet Eva Karnofsky ... ...mehr
Business mit Dumpfdödel
Jeder für sich sind Ken Bruen und Jason Starr außerhalb ihres sie anhimmelnden Fandoms eher für die schwankende Qualität ihrer Romane notorisch. Wenn sie allerdings zusammen die Clowns geben, kommen sogar richtige lustige Bücher heraus.
Frank Göhre auf jeden Fall hat sich prächtig amüsiert ...mehr
Warten auf die Welle
Der US-amerikanische Autor Don Winslow liefert uns mit Boone Daniels einen surfenden Detektiv, der im sonnigen Kalifornien einem Menschenhändlerring auf die Spur kommt. Ein leichtfüßig daherkommender, schnittiger Kriminalroman.
Frank Rumpel steigt mit aufs Brett ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Maxwell's Silver Hammer
von Paul McCartney ... mehr
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar unter dem Motto "Gammelfleisch und Mörder gesucht":
Massimo Carlotto, Francesco Abate: "Ich vertraue dir" (C. Bertelsmann Verlag). Francesco Abate und Massimo Carlotto rechnen mit der Lebensmittelindustrie ab - lakonisch und zynisch, jenseits des guten Geschmacks ...
Jon J. Muth: "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (Cross Cult Verlag). Jon J. Muth lässt Grenzen verschwimmen. Comic, Gemälde, Fotografie, Film: Scheinbar selbständige Disziplinen verschmelzen zu einer Einheit ...
mehr
Der Spiegel: »Wacker an die "Stahlfront"«
Afrikaner werden mit Affen gekreuzt - und in Polen wird wieder einmarschiert: In den haarsträubenden Science-Fiction-Romanen des Unitall-Verlags finden Verschwörungsphantasien und rechtes Gedankengut zusammen. Mit wachsendem Erfolg.
"Sonderlich großen Hunger verspürte er nicht, Dr. Krings' Leiche lag ihm immer noch im Magen." Das stammt nicht aus einem Kannibalenroman. "Engel der Schwarzen Sonne" heißt das Buch, erschienen Ende 2008 im Schweizer Verlag Unitall. Angepriesen wird es als "okkulter Thriller". Eigentlich aber ist es ein ganz anderes Genre - rechte Phantastik.
Von Emanuell Möbius ... mehr.
kulturzeit:
»Krimitipps«:
Aber jetzt, aber heute: In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
mehr
ARTE: »Wein der Engel«
"Kirchenkrimis (...) Das war mir alles zu kuschelig, zu vorhersehbar und zu ... na ja, zu religiös eben."
Gerissener kann ein Rattenfänger nicht zu Werke gehen. Der Brite Phil Rickman, der diesen "Gruß an seine deutschen Leser" dem ersten Band einer Reihe von bisher zehn Krimis voranstellt, weiß demnach, mit welchem Speck man Mäuse fängt. Er schreibt Kirchenkrimis und prätendiert: von anderer Art. Erstens muss man mal den Rowohlt-Verlag loben. Nicht, weil sein Taschenbuch-Lektorat per se so gut wäre, sondern weil dort anständig geplant wird, in diesem Fall zumindest. Ein neuer Autor wird eingeführt, der in England schon ziemlich bekannt ist, und trotzdem publiziert man nicht wie üblich dessen letzten aktuellsten Titel, sondern beginnt hübsch der Reihe nach mit dem ersten, auch wenn der schon vor 11 Jahren erschienen ist. „Frucht der Sünde“ ist der Beginn der weniger kuscheligen, weniger vorhersehbaren, weniger religiösen Kirchenserie um Merrily Watkins, ihre Tochter Jane und den pensionierten Agrarunternehmer Gomer Parry, die Phil Rickman 1998 gestartet hat, weil er keine Lust mehr hatte, als der kommende Stephen King des UK gehandelt zu werden.
Tobias Gohlis hat das Buch zum Krimi des Monats gewählt ... mehr
Kalender
Regula Venske
Am 12. Juni 1955 wird Regula Venske Minden/Westfalen geboren.
Regula Venske studierte nach dem Abitur (1974) vier Semester Jura in Heidelberg und von 1976-1981 Germanistik und Anglistik in Hamburg. Nach dem 1. Staatsexamen (1981) lehrte sie von 1982 bis 1986 an der Universität Hamburg, der FU Berlin und als Lektorin an der University of London. 1987 promovierte sie zum Doktor phil und ließ sich als freie Autorin und Journalistin in Hamburg nieder.
1996 wurde sie für "Rent a Russian" mit dem Deutschen Krimipreis, 1997 für ihr Gesamtwerk mit dem Schriftstellerstipendium des Hamburger Lessing-Preises ausgezeichnet.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Autorinseite, Die Zeit Interview.
Henry Slesar
Am 12. Juni 1927 wird der amerikanische Schriftsteller Henry Slesar (eigentlich Schlosser) als Sohn russlanddeutscher Einwanderer in New York geboren. († 2. April 2002 im Alter von 74 Jahren in New York).
Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete.
Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Einen "friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Begabung (natürlich nur auf literarischem Gebiet)" nannte ihn Alfred Hitchcock, für den er über 50 Fernsehdrehbücher geschrieben hat. Dem Fernsehen verkaufte der junge Absolvent einer Design-Schule auch seine ersten Arbeiten, als er ab 1945 tagsüber in einer Werbeagentur für Klienten textete und abends für sich.
Die "Mystery Writers of America" verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den "Edgar Allan Poe Award", und 1974 erkannte die "National Academy of Television of Art & Sciences" ihm für die Krimiserie "The Edge of Night" den "Emmy" zu.
Info und Bibliographie bei Diogenes Verlag, Wikipedia, epilog.de, Joachim Kalka in der "NZZ" (mit einigen abweichenden Daten) .
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Cäcilia Balandet, Kathrin Heinrichs, Beate Maxian, Regionalkrimis-Gewinnspiel, ARD-Radio-Tatort ...
Krimilady:
Henny Hidden fragt: Von Anfang an wissen wir Bescheid. Oder doch nicht? Eine Frau ist angeklagt und steht vor ihrer Richterin und da sind wir schon am Ausgang der Geschichte. Oder am Beginn. Es geht um Paule Constants Roman "Das Brautkleid". Und nebenbei findet Henny Hidden es unverschämt vom Verlag, im Klappentext des Buches die Taten zu verraten ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Bilaterale Krimikultur. Über dpr's Vorhaben und Ludger Menkes Konter und warum ihm da so manches nicht gefällt ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer MEnge Kleinkram mit Elmore Leonard, Lawrence Block, Lee Child, Agatha Christie, John Wayne – und drei Drehbücher ...
NuT:
Joachim Linder über Justiz im Fernsehen: Jetzt ist er endlich erschienen, der von Michael Asimow herausgegebene Sammelband Lawyers in Your Living Room! Lawyers on TV ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über ein unverhofft eintrudelndes Päckchen mit vier Simenon-Neuausgaben und den runden Geburtstag von Mister Ambler ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
Schade, dass es der amerikanische Autor Don Winslow in Deutschland trotz mehrerer Anläufe nicht geschafft hat. Aber vielleicht jetzt bei Suhrkamp, wo gerade "Pacific Private" erschienen ist. Obwohl er viel bessere Bücher schreiben kann als dieses.
Entschieden erfreulicher ist Stuart MacBrides vierter Roman aus Aberdeen: "Blut und Knochen". Leif GW Persson entwirft auch in "Sühne" ein scharf beobachtetes, kitschfreies und aberwitziges Bild der schwedischen Gegenwart, das mit melancholischer, skandinavischer Noblesse wenig zu tun hat. Kein bisschen vergnüglich, aber entschieden brillant ist "Gezeichnet" von Francesco de Filippo. Dieser Roman ist wuchtig, dynamisch, bestens informiert und deswegen auch sehr unbehaglich. Wichtig und extrem nützlich, weil proppevoll mit Material ist auch "Verhandlungssache Mexiko Stadt. Umkämpfte Räume, Stadtaneignungen, imginarios urbanos" von Anne Becker u.a.. Und bei Baskerville Bücher gibt es endlich eine deutsche Übersetzung der großen Biographie von Daniel Stashower: "Sir Arthur Conan Doyle. Das Leben des Vaters von Sherlock Holmes" ...
Lesen Sie mehr, und zwar ... hier
Münster-Echo:
»Zeckenbisse und Virusinfektionen«:
Jürgen Kehrer geht fremd: Nach 18 Wilsberg-Romanen entfernt sich der Erfolgsautor vom Krimi-Genre und begibt sich in neue Gefilde. "Fürchte dich nicht!" (Grafit Verlag) heißt sein erster Wissenschaftsthriller. Das jüngst erschienene Werk vereint alle Zutaten, die einen packenden Thriller ausmachen: Merkwürdige Todesfälle, einen Polizisten mit problematischer Personalakte und eine Wissenschaftlerin, deren Entdeckungen nicht ernst genommen werden. Hauptort des Geschehens ist die Nordseeinsel Norderney, auf der ein internationales Gipfeltreffen stattfinden soll.
Von Caroline Kern ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Ruhrgebiet-Thriller:
Jörg Juretzka wird dank seines beißend komischen Humors bereits als der deutsche Raymond Chandler gehandelt. Warum eigentlich? "The Times Are A-Changing", und jede Zeit hat ihre eigene Sprache und ihren eigenen Jargon. Als einer der besten deutschen Krimi-Autoren nimmt Jörg Juretzka sich nicht nur das Recht, sondern stellt sich auch in "Alles total groovy hier" Rotbuch Verlag) der Pflicht, den alten Chandler-Marlowe weiterzudenken.
Von Reinhard Jahn ... mehr
BR:
»Krimischreiber aus dem Altmühltal«:
Wer die bezaubernde Landschaft des Altmühltals kennt, denkt dabei wohl kaum an Mord und Totschlag. Eher an Fossilien des Urvogels "Archeopteryx", die dort immer wieder in Steinbrüchen gefunden werden. Richard Auer hatte die Idee, genau diese Funde zum Gegenstand einer Kriminalgeschichte zu machen: in "Vogelwild" (Emons Verlag).
In der Sendung "Eins zu Eins - Der Talk" ist heute Richard Auer zu Gast:
Do. 10.06.2009 um 16.05 Uhr bei Bayern 2 ... mehr
FAZ:
»Maigret-Marathon«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Achtundfünfzigste Folge: Die braven Leute.
Jetzt also hat die Tochter der Pardons, der Freunde des Ehepaars Maigret, geheiratet, und das Kind ist im vergangenen Jahr zur Welt gekommen. Jetzt ist es Herbst geworden ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 9. Juni 2009 ...
krimileser:
Bernd Kochanowski hält Laurie R. King für eine außergewöhnlich interessante und intelligente Autorin. Und ihr Roman "The Art of Detection" sei im Grunde ein Klassiker der Moderne ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (John D. MacDonald) ...
Martin Compart: mit RAYMOND CHANDLER IN HOLLYWOOD /8: Einmal jedoch kehrte Ray noch ins Filmgeschäft zurück: Im Juli 1950 bot ihm Warner Brothers 2500 Dollar pro Woche ...
NuT:
Joachim Linder über "Der Polizei-Direktor Duncker und der ahsolute Polizeistaat" ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über John Harveys Roman "Tiefer Schnitt" ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione (der schon am Samstag auf das Porträt von dpr in der Stgt. Ztg. hingewiesen hat) ...
HR: »Kriminelle Dinge«
Am ersten Montag des Monats gibt es im Hessischen Rundfunk die hr2-Krimibesprechungen.
Am 8. Juni 2009 mit folgenden Titeln:
Moritz Wulf Lange: "Kleine Aster: Dallingers erster Fall", Berlin Verlag
Tanguy Viel: "Das absolut perfekte Verbrechen", Wagenbach Verlag
Horst Eckert: "Sprengkraft", Grafit Verlag
Vogestellt von Alf Mentzer.
Die Sendung kann als podcast gehört werden (Länge: 7:39 Min) ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Gottgegebener Lärm«:
Stefan Slupetzky, geboren 1962 in Wien, hat Kunst studiert und arbeitete als Musiker, ehe er mit dem Schreiben begann. "Der Fall des Lemming" war 2005 sein erster Krimi, für den er den Glauser-Preis erhielt. "Lemmings Zorn" (Rowohlt Verlag) ist sein vierter Lemming-Roman und soll auch sein letzter sein.
Sylvia Staude ist nach Wien geflogen und sprach mit Stefan Slupetzky über Kultursnobismus, Krimi-Schubladen, Kommissar Lemming und natürlich über Lärm ...mehr
Der Standard:
»Venedigs hässliches Hinterland«
Im neuen Roman "Das Mädchen seiner Träume" (Diogenes Verlag) von Donna Leon wird der Leser gleich zu Beginn auf Moll eingestimmt. Das Begräbnis von Commissario Brunettis Mutter bildet die Brücke zu den weiteren Geschehnissen.
Ambivalenz ist eine Art Leitthema des mittlerweile siebzehnten Venedig-Krimis mit Commissario Brunetti.
Von Ingeborg Sperl ... mehr
filmblog.de: »Grundannahme: dass alle Gesellschaften auf Verbrechen fußen«
Dieter Paul Rudolph ist Krimiblogger, Krimikritiker, Krimihistoriker und Krimiautor. Im Netz schreibt er auf Watching the detectives fast lückenlos werktäglich über seine Lektüre, sein Schreiben und gegen den seiner Meinung nach allzu oberflächlichen Umgang mit Kriminalliteratur. Auf der Seite Alte Krimis stellt er regelmäßig Texte aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert online. Dieter Paul Rudolph ist Anstoßgeber und auch im vierten Jahr Mitherausgeber des Krimijahrbuches, und nun ist er am Grübeln, ob und in welcher Form ein regelmäßiges Krimimagazin stemmbar wäre. Anlässlich dieser Initiative hat Thomas Klingenmaier ihn für die Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung porträtiert. Statt diesen Artikel ins Blog zu lupfen, stell er lieber in voller Länge ein Interview ein, das er mit Dieter Paul Rudolph geführt hat ... mehr ...
Moment:
»Alles Krimi, oder was?«:
Vierteljährlich stellt Dietmar Jacobsen im Kulturmagazin "Moment" kriminelle Lesetipps vor. Aktuell mit diesen Titeln:
John le Carre: "Marionetten" ("herrlich beißende Satire auf die Zeiten des globalen Sicherheitswahns")
Jonathan Santlofer: "Tödliche Kunst" ("gute und spannende Unterhaltung")
Reginald Hill: "Der Wald des Vergessens" ("Großartig wie hier Vergangenheit und Gegenwart verknüpft werden")
Stieg Larsson: "Verdammnis" ("überaus spannend, raubt den Schlaf")
...
mehr
Ambros Waibel: »Ratlos, rätsellos, geschwätzig«
Wenn einen das neue Buch eines Autors, in dem man einst schwer begeistert eine befreiende, witzige und engagierte Literatur sich manifestieren sah, ratlos und gelangweilt zurück läßt - dann spricht einiges dafür, daß vielleicht weniger der Autor als man selbst sich verändert hat. Es ist dies aber vielleicht auch schlicht eine notwendige Vorbemerkung, wenn versucht werden soll, zu zeigen, warum Jakob Arjounis "Der heilige Eddy" (Diogenes Verlag) der Tiefpunkt in Arjounis Werk ist. Dass nämlich Arjounis Alter ego, das ihn all die Jahre begleitet hat- Kayankaya, Hoffmann u. a. - als literarische Figur nicht mehr funktioniert? Wahrscheinlich: Die 1980er Jahre, die diesen Helden hervorbrachten, sind endgültig vorbei, wo früher beredter Zynismus war, ist nur Geschwätzigkeit geblieben.
Von Ambros Waibel ... mehr ...
»Zwei unbekannte Hercule-Poirot-Geschichten«
Wofür ein Sabbatical doch gut sein kann: Ein leidenschaftlicher Krimifan hat 73 Notizbücher von Agatha Christie ausgewertet, darin zwei bislang nicht bekannte Kurzgeschichten gefunden - und schließlich sogar entziffert. Ein Beitag im ... Spiegel
»Das Ende«
Das Magazin "criminalis" (Magazin für KrimiLiteraturfreunde) wird zum Sommer eingestellt, teilt die Herausgeberin Dorothea Puschmann mit ... mehr
Kalender
Patricia Cornwell
Am 9. Juni 1956 wird Patricia Cornwell in Miami / Floria geboren.
Ihre Kindheit erlebte sie traumatisch, studierte am Davidson College in North Carolina.
Während des Studiums begann sie praktisch als "Therapie" zur Auf- und Verarbeitung ihrer Kindheit mit dem Schreiben: Patricia Cornwell fing beim "Charlotte Observer" als Polizeireporterin an (Info: krimi-couch.de). Sie arbeitete als Gerichtsreporterin und Computerspezialistin in der forensischen Medizin, bevor sie für ihre Thriller um Kay Scarpetta in den USA, in Großbritannien und Frankreich mit hohen literarischen Auszeichnungen bedacht wurde. Seit 2000 forschte Patricia Cornwell nach der wahren Identität von Jack the Ripper und investierte mehrere Millionen Dollar ihres Privatvermögens in die Recherche. Die Autorin lebt in Richmond, Virginia, und Malibu.
Infos und Bibliographie:
Homepage der Autorin, krimi-couch.de, geo.de, Random House, IASL online.de, wikipedia, Fanseite, you tube, ARTE.
Martin Compart
Am 9. Juni 1954 wird Martin Compart in Witten/Ruhr geboren.
Er studierte Politikwissenschaften und beschäftigte sich schon früh mit populärkulturellen Themen, schrieb u.a. für die heute legendären Magazine Comixene und Science Fiction Times.
Ab 1982 war er Herausgeber "gelben Ullstein-Krimis" – die er erneuerte und zu einer der wichtigsten Krimi-Reihen der 80er Jahren entwickelte – und konzipierte die Reihen "Populäre Kultur" und "Ullstein-Abenteuer" (die sogenannten Flashman-Romane).
Im Verlag Bastei-Lübbe entwickelte er ab 1996 drei Reihen für das kriminalliterarische Programm, u.a. die "Schwarze Serie".
1999 konzipierte und betreute er als Herausgeber die Kriminalliteraturreihe "DuMont Noir". Er schrieb Drehbücher, einen Roman, realisierte TV-, Buch- und Kino-Projekte und arbeitete weiterhin journalistisch, u.a. für die Züricher Weltwoche, Lui, TransAtlantik, Spiegel, Esquire, taz, Musik-Express, TV-Spielfilm.
Info:
evolver , Alexander Verlag, Mordlust, Der Spiegel, Bertz + Fischer
Kalender
Sara Paretsky
Am 8. Juni 1947 wird Sara Paretsky in Ames, Iowa geboren. Sie studierte an der University of Kansas und promovierte 1977
in Geschichte. Weil Stellen für Historiker knapp waren, machte sie anschliessend an der Universität von Chicago das MBA. Während den folgenden 10 Jahren arbeitete sie als Marketing Manager einer Chicagoer Versicherungsgesellschaft.
Schon mit 11 Jahren veröffentlichte sie ihre erste Geschichte.
Schon als Kind wollte Sara Paretsky Schriftstellerin werden. Aber erst als sie um die Dreissig war, beschloss sie, selber ein Buch zu schreiben:
"I loved detective fiction, but I was troubled by the way women were traditionally portrayed in that genre — they always seemed to be either evil or powerless. I thought it was time for a tough, smart, likable female private investigator, and that’s how VI came to life."
(Ich liebte Detektivgeschichten, aber es gefiel mir nicht, wie Frauen in diesem Genre traditionellerweise dargestellt wurden - sie schienen immer entweder böse oder ohnmächtig zu sein. Ich dachte die Zeit sei reif für eine toughe, schlaue und liebenswerte Privatdetektivin und so wurde V.I. geboren.)
Die ersten drei Kurzgeschichten mit V.I. Warshawski schrieb Paretsky, während sie noch Vollzeit arbeitete.
1986 gründete Paretsky "Sisters in Crime".
Paretsky ist mit ihren V. I. Warshawski-Krimis bekannt geworden. 1991 wurde ihr Krimi Deadlock (1984) mit Kathleen Turner in der Hauptrolle verfilmt. Der Verkauf der Filmrechte ermöglichte es Paretsky, ihre Stelle aufzugeben. Seitdem widmet sie sich ganz dem Schreiben.
Paretsky lebt in Chicago
Infos und Bibliographie: krimi-couch.de, wikipedia.de, Pieke Biermann, Rezension, Pieke Biermann, Interview 1, Pieke Biermann, Interview 2 1, Kalenderblatt BR online, Homepage Sara Paretsky.
Axel Bußmers TV & Buchtipps 6. – 19. Juni 2009
mit nur einer TV-Premiere wirft der Sommer seine Schatten voraus. Aber dafür scheint die Alan-Hunter-Verfilmung "George Gently - Der Unbestechliche" (mit "Profi" Martin Shaw in der Hauptrolle) wirklich etwas für die Freunde des härteren britischen Krimis zu sein.
In der Kategorie "sehenswerte Wiederholungen" fallen dennoch einige interessante Verfilmungen an und ansonsten greifen die Fernsehanstalten zwischendurch natürlich immer zu den üblichen Verdächtigen ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier
Samstag, den 6. Juni 2009 22.30 Uhr bei ARTE
Der Autor der Transen-Thriller: Mehmet Murat Somer

Der Istanbuler Schriftsteller Mehmet Murat Somer
publiziert seit 2003 eine nicht nur in der Türkei überaus erfolgreiche Transen-Thriller-Serie.
Die Transsexuellen in Istanbul werden stark diskriminiert und verfolgt, Mitte März wurde wieder eine Transsexuelle in ihrer Wohnung erstochen. Solche Morde greift Mehmet Murat Somer in seinen Romanen auf. Die "Hop-Ciki-Yaya"-Reihe spielt im ausgeprägten Istanbuler Transvestiten- und Transsexuellen Milieu. Somers neuer Roman "Die Prophetenmorde" (Tropen Verlag) ist jetzt auch auf deutsch erschienen.
Thomas Büsch und Sabine Küper-Büsch haben den Autor getroffen.
Zu sehen in der Sendung "Metropolis" am Samstag, den 6. Juni 2009, um 22.30 Uhr bei ARTE ... mehr
Stuttgarter Zeitung:
»Coole Surfer, alte Nazis und flotte, flapsige Mädels«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der Juni-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
Kathryn Miller Haines ("Miss Winters Hang zum Risiko"), Don Winslow ("Pacific Private"), Michael Theurillat ("Sechseläuten"), Christian Dorph und Simon Pasternak ("Der deutsche Freund") und Daniel Stashower ("Sir Arthur Conan Doyle") ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden über das "Literarische Picknick" unter dem Motto "Mord im Grünen" auf dem Rittergut Rosenthal ...
krimiblog:
Ludger Menke meldet viele Funde im Netz. Unter anderem diesen: Rückkehrer: Der Brenner ist wieder da. Heißt es. Wolf Haas hat - ob nun unerwartet oder nicht - einen neuen Brenner-Roman geschrieben ...
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: Brent Ghelfi will in seinen Thriller "Im Schatten des Kreml" (Heyne) einfach zu viel hineineinpacken. Die geheimen Kämpfe der USA, Rußland und Chinas um die Ölreserven und ihre Transportwege, die logischerweise in die Fehden gegen die Kaukasusvölker münden, bilden den Hintergrund für die Jagd nach einem Video ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge189: Elisabeth Herrmann "Die letzte Instanz" ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und R. i. P. Koko Taylor, David Carradine. Außerdem: Miss Winter und die Suhrkamp-Krimis: Bei der jetzt gestarteten Suhrkamp Krimireihe ist dieses Profil, je nach Perspektive, entweder undogmatisch breit oder schlichtweg beliebig ...
Martin Compart: mit RAYMOND CHANDLER IN HOLLYWOOD /5: Nach elf Jahren, in denen er als Schriftsteller jeden Penny fünfmal hatte umdrehen müssen, war er jetzt ein unterforderter aber überbezahlter Angestellter eines Hollywood-Studios. Vertrag lief im September 1944 aus. Chandler hatte genug verdient, um einen Teil des Geldes in Staatsanleihen anzulegen ...
Spannungsromane:
amer über Stephen Baxter: DIE LETZTE FLUT ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über "Maigret und die braven Leute". Und: Also, noch einmal: Es werden Sympathisanten gesucht, die einer Vereinigung namens "Krimikultur e.V." auf die Sprünge helfen wollen ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, krimileser, NuT und Giorgione ...
FAZ:
»Seine Erzählqualitäten dulden keine Zweifel«:
Was er schreibt, ist massengängige Unterhaltungsliteratur. Aber wie er dieser Arbeit nachgeht, gebietet Respekt und erlaubt Bewunderung. Ken Follett, der Weltautor aus Wales, wird sechzig.
Mit dem Feierabend- und Wochenenddichten hat der Steuerbeamtensohn Ken Follett aus Cardiff begonnen, als er zu Anfang der siebziger Jahre sein Journalistenbrot zunächst mit Reportagen verdiente. Zwischen 1974 und 1978 arbeitete er im kleinen Londoner Verlag "Everest Books" und publizierte in dieser Zeit unter wechselnden Pseudonymen eine Reihe von Romanen, die allesamt erfolglos blieben.
Jochen Hieber gratuliert Ken Follett zum Sechzigsten ... mehr
Buchreport:
»Hetzjagd um Frieden und Liebe«:
Am 5. Juni vor 60 Jahren wurde Ken Follett geboren. Zum Jahrestag erinnert buchreport in Kooperation mit dem Verlag J.B. Metzler an den in nur drei Monaten geschriebenen Spionagethriller "Die Nadel". Ein Auszug aus dem neuen Kindlers Literatur Lexikon, das am 4. September 2009 erscheint ... mehr
Ans Meer entführen die Kriminalromane von Jörg Juretzka und Nick Brownlee. An der spanischen Atlantikküste und in Kenia ist es letztlich weitaus nicht so idyllisch, wie es anfangs schien,
meint Ulrich Noller in seinen Krimitipps bei FH Europa:
Bemerkenswert, wie gewitzt Jörg Juretzka es in "Alles total groovy hier" Rotbuch Verlag) schafft, bissig-witzige, mitunter richtig lustige Elemente seiner Milieubeschreibungen aus Kryszinskis Sicht mit den so bitteren wie hoch dramatischen Ereignissen rund um die lebensgefährliche Migration von Afrika nach Europa zu verbinden - und zwar so, dass in der Summe ein Ganzes entsteht.
"Mord in Mombasa" (Knaur Taschenbuchverlag) ist ein sehr unterhaltsamer, kleiner, schneller Genreroman, der ein bemerkenswertes Ermittlerduo installiert: den Engländer Jake Moore und den Kenianer Daniel Jouma, auf deren weitere Abenteuer man durchaus gespannt sein darf. Toll, wie Krimidebütant Nick Brownlee mit den verschiedenen Ideen seiner Geschichte jongliert; wie er die Erzählstränge kreisen und rotieren lässt ... mehr
Litprom:
»Die Tode des Diktators«:
Ach, wehrte sich Mohammed Hanif in einem Interview, das sei ja alles "lächerlich generös", all die artigen Komplimente und die Vergleiche mit Joseph Heller, Gabriel García Márquez und John le Carré. Drunter wollte man es nämlich nicht tun, bei dem Erstlingsroman des pakistanischen Ex-Militärs und Journalisten Mohammed Hanif: "Eine Kiste explodierender Mangos" (A1 Verlag). Zwei Dinge sprechen dabei deutlich für diesen Autor: Dass er diese Vergleichsgrößen relativ unkokett von sich weist. Und zweitens, dass diese big names durchaus zu Recht ins Feld geführt werden, wenn von Hanifs erstem großen Roman die Rede ist. Denn "Eine Kiste explodierender Mangos" ist in der Tat eine gelunge Melange aus Militärsatire, lateinamerikanischem Generalsroman und Polit-Thriller.
Von Thomas Wörtche ...mehr
ZDF:
»Bookerprize-Nominee«:
In Pakistan weiß jeder, was gemeint ist, wenn man von einer 'Kiste explodierender Mangos' spricht: Es geht um den mysteriösen Tod von Ex-Diktator Zia ul-Haq. Der pakistanische Autor Mohammed Hanif machte daraus eine grandiose Polit-Satire.
Gerald Giesecke stellt Buch und Autor in einem Video für die Kultursendung "Aspekte" vor ...mehr
»Andreas Ammers Krimikolumne«
Die neue Folge von Andreas Ammers legendärer Krimikoumne läuft morgen im Bayerischen Rundfunk. Wer also nicht warten will, bis die Sendung im Deutschlandfunk läuft, wer wissen will, was dort zum neuen Fred-Vargas-Roman gesagt wird und welche andere Empfehlungen es gibt, sollte morgen die Sendung "Diwan" einschalten (Diwan, Samstag, 6. Juni2009 14.05 - 15.00 Uhr, Bayern 2 22.05 - 23.00 Uhr, WH) im ... Bayerischen Rundfunk
»Neues vom Buchmarkt«
Einen Überblick über die neuesten Bücher bekannter Autoren geben Sabine Zaplin, Knut Cordsen und Roana Brogsitter jeden Mittwoch in B5 aktuell.
Am 29. April 2009 ging es um diese Kriminalromane:
Francesco Abate/Massimo Carlotto: Ich vertraue Dir
John Banville alias Benjamin Black: Der silberne Schwan
Martin Walker: Bruno, Chef de Police
Sie können die Sendung als podcast nachhören beim ... Bayerischen Rundfunk
Kalender
C.H. Guenter
Am 5.Juni 2005 stirbt der Schriftsteller C.H. Guenter in Herrsching am Ammersee (* 24.3.1924).
Guenter entwarf 1959 für den Pabel-Verlag die Figur des New Yorker Privatdetektivs Jo Walker alias KOMMISSAR X für eine Romanheftserie, die als Konkurrenz zu "Jerry Cotton" aufgebaut werden sollte. Zwischen 1959 und 1964 verfasste er achtundfünfzig Heftromane und einundfünfzig Taschenbücher dieser Serie. Als deutsches Pendant zum Superagenten James Bond kreierte Guenter 1965 MISTER DYNAMIT, den Agenten Robert "Bob" Urban des Bundesnachrichtendienstes. 329 Romane dieser Agentenreihe legte Guenter in den Jahren 1964 bis 1992 vor.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Oerindur Verlag, Martin Compart bei evolver, Wikipedia
Frauenkrimis:
Henny Hidden über Regionalkrimis und über Krimi-Autoren, die in Bonn lesen: rund ums Thema 60 Jahre: Wolfgang Kaes, Ulrich Wickert u.a. ...
krimiblog:
Ludger Menke meldet geheimnisvolle Dinge im Untergrund der deuschen Krimiszene. Kriminelle Elemente - so das Gerücht - sollen sich zu einer radikalen Zelle zusammengerottet haben ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Borderlands, das Niemandsland zwischen Nordirland und der Republik Irland. Und über "Borderlands", den Roman von Brian McGilloway ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über den Film "Shuttle": Edward Andersons Regiedebüt "Shuttle" ist einer dieser kleinen Thriller, die auf einem sehr begrenzten Raum (die meiste Zeit in einem Kleinbus) innerhalb weniger Stunden spielen und sich vor allem auf die Dynamik zwischen einer Handvoll Personen verlassen ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "Gewalt im Film, Gewalt des Films": Vortragsmanuskripte bei Medienobservationen ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Monika Geiers "Die Herzen aller Mädchen" und über Planungen: Ein Verein, der "Krimikultur e.V." heißen könnte und dessen Ziel und Zweck die Förderung publizistischer Plattformen für die kritische Erforschung von Kriminalliteratur und den Gedankenaustausch zwischen AutorInnen und LeserInnen sein sollte ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
ORF:
»Jede Menge Lärm«:
Er ist wieder da: Stefan Slupetzkys Lemming, der im eben erschienen vierten und letzten Fall einen mysteriösen Mord in Wien zu klären hat. Mit Wortwitz, rasanten Spannungsbögen und jeder Menge Gesellschaftskritik widmet sich Stefan Slupetzky in "Lemmings Zorn" (Rowohlt Verlag) dem brisanten Thema Lärmbelästigung und setzt damit ein gelungenes Ende seiner von Publikum und Kritik hoch gelobten Krimi-Reihe.
Ein Beitrag in der Sendung "aviso", den Sie hören können (wmv, 02:09) ...mehr
DLR:
»Showdown im Schlachthof«
Ein Serienmörder, der seine Opfer in Stücke zerlegt und als Gefrier- und Frischfleisch in Umlauf bringt, läuft im schottischen Aberdeen frei herum - und die Polizei ist machtlos. In seinem Roman "Blut und Knochen" bringt der Autor Stuart MacBride inkompetente Polizisten, schrille Exzentriker und finstere Gestalten in einer Geschichte zusammen. "Blut und Knochen" (Goldmann Verlag) benutzt sämtliche Klischees und Topoi des Genres und der Nachbargenres Horror und Splatter, um daraus Realismus, Trennschärfe, Komik und Tragik zu destillieren. Denn echte Tragik kommt immer dann ins Spiel, wenn der fürwitzige Leser endlich meint, kapiert zu haben, wie der Hase läuft.
Von Thomas Wörtche ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Von der Anziehungskraft sanfter Männer«
2005 erhielt John Banville den Booker-Preis für seinen Roman "Die See", 2006 legte er unter dem sogleich gelüfteten Pseudonym Benjamin Black seinen ersten Krimi vor, jetzt folgt "Der silberne Schwan" (Kiepenheuer & Witsch). Wieder kommt der Pathologe Quirke einem Verbrechen auf die Spur - aber nur so halb. Und eigentlich interessiert es Banville/Black nicht, ob er irgendwelche Genreregeln befolgt. Sein Dublin der 50er kann man schmecken, riechen (Zigaretten allüberall!), hören, fühlen. Die Charaktere runden sich unter seiner Hand geschwind, wie sie da im Pub sitzen oder am Couchtisch. Sie haben Ticks, Ängste, Sehnsüchte - letzteres vor allem, und das wird einige von ihnen in Schwierigkeiten bringen.
Von Sylvia Staude ... mehr
WDR:
»Von der Anziehungskraft sanfter Männer«
John Banville / Benjamin Black, 1945 geboren, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Irlands. Sein umfangreiches literarisches Werk wurde mehrfach, auch international, ausgezeichnet. John Banville lebt und arbeitet in Dublin und schreibt unter dem Pseudonym Benjamin Black Krimis und Thriller. In Blacks neuem Buch "Der silberne Schwan" (Kiepenheuer & Witsch) kehrt nun die Figur des unnachahmlichen Quirke zurück. Hier gerät der Pathologe durch einen dubiosen Selbstmord in einen Strudel von Gefahren und Täuschungen.
Von Tobias Wenzel ... mehr
Den ganzen Beitrag können Sie als Manuskript lesen oder via Computer hören ...
DLF:
»Spuren des amerikanischen Lebens«
Stewart O'Nans Roman "Alle, alle lieben dich" (Rowohlt Verlag) spielt in den Scheinidylle der amerikanischen Kleinstädte, wo es sich in mehr oder minder gepflegten Einfamilienhäusern die Mittelschicht gemütlich macht. Doch von einer Sekunde auf die andere ist für eine dieser Familien nichts mehr wie zuvor: Die Tochter Kim ist spurlos vorschwunden - ohne erkennbares Motiv. Der Klappentext preist das Buch als Thriller an, doch dürften Freunde des Genres, die sich rasante Handlungsabläufe und Gänsehauteffekte erhoffen, herb enttäuscht werden. "Alle, alle lieben dich" ist ein leises, fast introvertiertes, atmosphärisch dichtes, gelegentlich auch etwas langatmiges Buch, in dem subtile Psychogramme einer Familie und derer Freunde und Nachbarn entworfen werden. Zusammengesetzt ergeben diese Psychogramme ein tiefenscharfes Panorama des amerikanischen Alltags.
Von Thomas Gunkel ... mehr
Die Welt:
»Schlimmer geht's immer«:
Tatsächlich dürfte es sich so verhalten, dass der amerikanische Romancier Jason Starr, dieser vermeintliche Ausbund an Nettigkeit, über einen rabenschwarzen Kern und eine starke Affinität zum Bösen und Ausweglosen gebietet. Das jedenfalls legen jene düsteren Thriller nahe, die ihr im New Yorker Stadtteil Brooklyn lebender Urheber, Jahrgang 1968, in die bewährte Tradition des Hard-boiled-Genres stellt. Mit "Stalking" (Diogenes Verlag), diesem in seiner düsteren Konsequenz bisweilen an Patricia Highsmiths psychologische "Noir"-Thriller gemahnenden Roman, schreibt Jason Starr seine maliziöse Reihe um leidende Angestellte weiter. Seine neuerlich im Herzen des Mittelstands situierte Allegorie des Scheiterns entwirft wie nebenbei ein horrendes Psychogramm der modernen Dienstleistungsgesellschaft.
Von Hendrik Werner ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Ein Biedermann bricht aus:
Der biedere Detektiv Max Baum will in "Die Krabbe" (Pendragon Verlag) eigentlich nur einen lukrativen Nebenjob. Doch statt seinen Fall aufzuklären, gerät er auf die schiefe Bahn und wird vom Provinzschnüffler zum brutalen Killer. Was wie eine schrullige Räuberpistole beginnt, eskaliert nach und nach zu einer brutalen Serie von blutigen Verbrechen, mit denen Baum Zeugen beseitigen und Spuren verwischen will.
Von Harry Luck ... mehr
FAZ:
»Maigret-Marathon«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Siebenundfünfzigste Folge: Der faule Dieb.
Dass er mit den Dingen, wie sie seit einiger Zeit in Verbrechensangelegenheiten laufen, nicht recht zufrieden ist, daraus macht Maigret kein Hehl. Der Dienstweg, puh! Die schnöseligen jungen Staatsanwälte, bloß nicht!
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Petra Ivanov, Judith Merchant ...
krimiblog:
Ludger Menke meldet den Blog von Joe Lansdale ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über die möglichen Nominierungen für den CWA International Dagger 2009 und was Hans Fallada damit zu tun hat ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über "Diese Zukunft kenne ich nicht" – Die Reboots von "Star Trek" und "Terminator" ...
Martin Compart: mit RAYMOND CHANDLER IN HOLLYWOOD /4: 1944 lief Billy Wilders James M.Cain-Verfilmung DOUBLE INDEMNITY an. Das gemeinsam erarbeitete Drehbuch wurde für den Oscar nominiert und über Nacht galt Chandler als einer der heißesten Autoren Hollywoods ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "At the beginning of every story of murder there is always a body": Steffen Hantke in Caligari ...
Spannungsromane:
amer über Dean Koontz: BLUTVERTRAG ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat die Herbstvorschauen gelesen: Was versprechen die kleinen oder zumindest kleineren Verlage für die zweite Hälfte des Jahres? Einige Hervorhebungen ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
Hey, mighty Brontosaurus
ruft Frauke Meyer-Gosau in der Krimikolumne "Das Kriminal", die sich in der Ausgabe Juni 2009 der Zeitschrift "Literaturen" befindet.
Und sie nennt ihn den Meister: Arne Dahl. Und wenn der Meister sich vornimmt, in seinem siebten Kriminalroman einen Stoff auszubreiten, der sich von der Schlacht um Stalingrad im Jahr 1942 bis ins (jedenfalls äußerlich) sonnige Stockholm der Gegenwart erstreckt, dann funktioniert das auch. Was ein globaler Kriminalroman ist und kann, in der "Totenmesse" (Piper Verlag) sieht man es beispielhaft. Und muss bei allem Grauen und allen Tragödien um das Grundprinzip der Humanität dennoch nicht fürchten. Denn darin liegt Dahls größtes Kunststück: Er beschönigt nichts und gibt dabei das Humanum dennoch nicht auf...
Aber lesen Sie ... selbst
Auch wenn Joachim Feldmann bei den Alligatorpapieren ab und zu in seiner Kolumne "Schusswechsel" über Kriminalliteratur schreibt: das Warten auf seine Kolumne "Mord und Totschlag" im Literaturmagazin "Am Erker" kann doch recht lang sein.
Aber jetzt ist sie ja da, die Ausgabe 57 der verdienten Literaturzeitschrift und mit ihr zugleich "Mord und Totschlag", die ebenso verdiente Kolumne um den Krimi.
Diesmal mit Meinungen zu Richard Stark ("Keiner rennt für immer"), Garry Disher "Niederschlag" und Edward Bunker "Lockruf der Nacht" ... mehr
WDR: »Ein sehr ungleiches Autorenteam«
Irene Disches Buch "Ein Job" (Hoffmann und Campe Verlag) ist auch, aber nicht nur ein Kriminalroman. Eher die Geschichte eines Arbeitsmigranten, der zufällig nicht Klempner, Gerüstbauer oder Genetikprofessor ist, sondern Auftragskiller. Und dessen Job ihm von den Stolpersteinen aller Einwanderer schwergemacht wird: Sprachlosigkeit, Kulturschock, Einsamkeit. Was in diesem Fall ziemlich komisch ist. Natürlich können Sie das Buch auch als Kriminalroman lesen, sollten aber wissen, dass Irene Dische die Regeln des Genres herzlich egal sind. Am Ende kippt die Geschichte sogar ins Märchenhafte.
Antje Deistler über Irene Disches neu aufgelegten Roman ... mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden ...
DLR: »Biblische Rätsel«
Die "Sunday Times" wählte ihn vor zwei Jahren zum Reisejournalisten des Jahres. Jetzt legt der englische Schriftsteller und Journalist Sean Thomas - alias Tom Knox - seinen ersten Thriller vor. Inspektor Forrester begibt sich auf die Spur von religiösen Fanatikern, die bestialische Taten begehen, um ein Geheimnis zu bewahren.
Irgendwo liegt das Geheimnis der Menschheit begraben. "Genesis Secret" (Hoffmann und Campe Verlag) ist eine äußerst spannende und gelungene Verknüpfung historischer Fakten mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und biblischen Rätseln. Man braucht aber schon ein dickes Fell, wenn man Tom Knox' überaus spannenden Thriller liest. Die Beschreibungen der bestialisch zugerichteten Leichen sind nicht jedermanns Sache.
Von Roland Krüger ...mehr
Ein Beitrag, den Sie via Computer auch hören können.

Ulrich Kroegers Krimitipp 4/09
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Über den Krimistandort Deutschland, eine Entführung, weibliches Aggressionspotenzial, ein historisches Tableau und meisterhafte Erzählungen.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Bacher/Noller/Rudolph (Krimijahrbuch 2009), Andrea Maria Schenkel (Bunker), Natsuo Kirino (Teufelskind), Philip Kerr (Das letzte Experiment) und Raymond Chandler (Meistererzählungen) ... mehr
Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Sandra Lüpkes' "Das Sonnentau-Kind" und "Die Inselvogtin" gelesen ...
Frauenkrimis:
Henny Hidden hat einige Infos aus dem Netz gefischt ...
krimiblog:
Ludger Menke mit den Lambda Literary Awards 2009: Die ausgezeichneten Krimis und mit Neuem aus der Krimiblogsphäre: Anfang Juli soll der Krimi "Aktion Störtebeker" von Klaus Scheld erscheinen. Die Entstehung des Romans konnte und kann auf dem gleichnamigen Blog verfolgt werden ...
krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 187: Karl Olsberg "Das System" und Folge 188: Nick Brownlee "Mord in Mombasa" ...
krimileser:
Bernd Kochanowski meint, dass nicht nur Irland sondern auch Nordirland scheint, bezogen auf seine Größe, ein beeindruckendes Potential an Krimiautoren zu haben. Eigenständig in Belfast: "Bloodstorm" von Sam Millar ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Kleinkram: Lesungen, Filme und T-Shirts. Außerdem das Cover der Woche (Nick Carter) ...
Martin Compart: mit RAYMOND CHANDLER IN HOLLYWOOD /3: Chandler war kein junger Mann mehr, als er Drehbuchautor wurde. Er konnte sich nie mit dem Studiosystem anfreunden, in dem Autoren zusammengepfercht in einem Bürohaus gemeinsam Drehbücher ausheckten ...
NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Crime Broadsides Project. Harvard LS, via criminologia ...
Spannungsromane:
koldir wieder mit dem Überblick über die MONATSVORSCHAUEN JULI 2009:
Ein typischer Sommermonat: Die Anzahl nennenswerter Titel hält sich in überschaubaren Grenzen – und wirklich viele Titel, die evtl. einen zweiten Blick wert sind, finden sich leider auch nicht darunter ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella, Watching the Detectives und Giorgione ...
Titel:
»Samstag ist Krimitag«
Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
im Zuge der Conan Doyle-Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag – heute ein Klassiker-Check zu Sherlock Holmes. Freundliche Worte zu Büchern von Christine Grän, Christian von Ditfurth und Ingvar Ambjørnsen, sowie eine leise Warnung vor Jonathan Barnes. Das Gedicht aber ist eine "Mutter" aller Kriminalgedichte, ein Kriminal-Sonett ...
Die Themen vom 30. Mai im Detail:
Sherlock Holmes oder Ist Conan Doyle noch zeitgemäß?
Wirkt Sherlock Holmes nicht meistens wie ein autoritärer, oberschlauer, selbstgefälliger wilhelminischer Oberlehrer?
Überlegungen anlässlich des 150. Geburtstags -
Ein Essay von Peter Münder ... mehr
Von eitlen Männern und bösen Frauen
Geld macht schön, sexy und jung und überhaupt ist alles käuflich. Sogar die Liebe. Wer dem noch Glauben schenkt, sollte schleunigst zu "Jedermanns Gier" greifen, dem neuesten Werk von Krimi-Lady Christine Grän, empfiehlt zumindest Eva Karnofsky ... mehr
Recht und Gerechtigkeit
In Christian von Ditfurths Krimi "Labyrinth des Zorns" hagelt es Terror von allen Seiten. Und nicht nur Stachelmann bekommt ihn am eigenen Leib zu spüren.
Auch Jörg von Bilavsky, der's aber freudig wegsteckt ...mehr
Reduzierte Existenzen
Ingvar Ambjørnsen ist ein produktiver Autor. Neben fast 30 Romanen, Kinder- und Jugendbüchern hat er in recht großen Abständen immer wieder Bände mit Erzählungen veröffentlicht, zuletzt 1999. Nach zehn Jahren ist nun Teilweise abwesend erschienen, ein Band mit virtuos erzählten, mal düsteren, mal skurrilen Geschichten.
Angepriesen von Frank Rumpel ...mehr
Die Leiden des Thronfolgers
Vor gut einem Jahr amüsierte Jonathan Barnes alle anglophilen Liebhaber schräger britischer Literatur mit seiner wunderbar skurrilen Story über "Das Albtraumreich des Edward Moon". Mit seiner unabhängig zu lesenden Fortsetzung "Das Königshaus der Monster", an die die Erwartungen naturgemäß hoch waren, verbreitet er vor allem eins – gepflegte Langeweile, die allerdings gekonnt erzählt und schön blutrünstig garniert ist.
Sie hören Beate Mainka gähnen ... ...mehr
Krimi-Gedicht der Woche:
Das Kriminal-Sonett
von Ludwig Rubiner/Friedrich Eisenlohr/Livingston Hahn ... mehr
Vermutlich hält homo sapiens die Welt, so wie sie ist, nur aus, weil die Spezies dankbar von ihrer Überlebensstrategie der Verdrängung Gebrauch machen, meint
Thomas Wörtche in seiner Krimikolumne "Crime Watch". Denn es ist ja wahr: "Wir brandschatzten, erpreßten sie, ließen sie in Reih und Glied aufmarschieren, vergifteten sie tagtäglich, ließen sie Dioxin fressen, müllten sie mit Bergen von Abfall zu und zwangen sie, zu uns zu kommen und die Rechnung nicht ohne den Wirt zu machen ..." Es spricht hier die Stimme der Camorra, die Struktur des Organisierten Verbrechens, die Neapel fest im Griff hat. Aber wenn man nicht mehr verdrängen kann, dann kann man immer noch erzählen. Francesco de Filippo, Journalist und Sachbuchautor aus Neapel, hat das jetzt in seinem Erstlingsroman "Gezeichnet" (Edition Lübbe) getan. De Filippo hat sich von der Illusion verabschiedet, der Hölle, die er uns zeigen will, mit den klassischen Mitteln der Reportage oder eines artig geplotteten Krimis zu begegnen.Er hat mit einem klugen literarischen Konzept ein sehr kühnes und sehr beeindruckendes Buch geschrieben.
Was TW noch für und gegen das Buch sagt, können Sie nachlesen:
bei kaliber. 38 und in der Printausgabe des neu gestalteten "Freitag"
FAZ:
»Maigret-Marathon«
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Sechsundfünfzigste Folge: Die alten Leute.
Zwei Paare (vielleicht, rechnet man die Haushälterin mit, zweieinhalb) zeigt uns dieser Roman, der offensichtlich 1960 spielen soll. Der Roman erzählt also von Paaren, die über 20 Jahre Liebe nur altersmilde schmunzeln könnten, hängen sie doch viel länger aneinander ...
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (–) Fred Vargas: Der verbotene Ort
2 (–) Leif GW Persson: Sühne
3 (–) Don Winslow: Pacific Private
4 (–) Nick Stone: Der Totenmeister
5 (1) Roger Smith: Kap der Finsternis
6 (–) Thomas Ross: Der Tod des Kandidaten
7 (9) Robert Hültner: Inspektor Kajetan kehrt zurück
8 (–) Stefan Slupetzky: Lemmings Zorn
9 (–) William Gay: Nächtliche Vorkommnisse
10 (5) Oliver Bottini: Jäger in der Nacht
Hier als schöne pdf-Datei

»Alle Arten von Verrat«
Unterwegs mit dem Spionageschriftsteller John Le Carré
Von Werner Köhne
Montag, 1. Juni 2009, | 15.04 bis 16.00 Uhr | WDR 3 | Literaturfeature
John Le Carré erfand den weltberühmten "Spion, der aus der Kälte kam", und hat inzwischen über zwanzig großartige Politthriller geschrieben.
Immer wieder beschrieb er das aufregende Milieu von Agenten, gerne auch Maulwürfen, schließlich kennt er ihre Welt aus annähernd eigener Anschauung als junger Diplomat im Dienste der britischen Botschaft in Deutschland.
In Le Carrés Romanen sind Spione die Bewohner einer dantesken Unterwelt, die im Geheimen handeln, wo sich die politischen Hauptdarsteller in der Öffentlichkeit auf symbolische Aktionen beschränken. "Spionage ist etwas Ewiges", lässt der Autor seine berühmteste Romanfigur, George Smiley, sagen. Welche ungewöhnlichen Motive ihn zum Agentenroman verführten, erzählt John Le Carré auf einer Reise, bei der ihn der Journalist Werner Köhne an seine wichtigsten Lebensorte begleitete ...
mehr
Zu dieser Sendung wird kein Manuskript im Internet veröffentlicht. Es empfiehlt sich, sie mit dem WDR-Radiorecorder aufzuzeichnen ...
kulturzeit:
»Auf Verdacht: Krimitipps«:
Traditionell müssten heute in der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin, wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt werden. Im neuen Lay-out des Senders wird dies aber nicht angezeigt.
Deshalb bitte auf Verdacht heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
mehr
Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Krimilesungen am 29. Mai 2009 ...
krimiblog.at:
Ingeborg Sperl: Die fast klassischen Konflikte zwischen einer eingesessenen Dorfbevölkerung und Zugezogenen, die noch dazu in einer Kommune leben, werden in "Kesseltreiben" (rororo) ein weiteres Mal exemplarisch durchgespielt. Das etablierte Autorentrio Hiltrud Leenders, Michael Bay und Arthur Leenders siedelt auch diesmal wieder die Schauplätze seines Krimis am Niederrhein an ...
krimileser:
Bernd Kochanowski über Mythen in Büchern bei Monika Geier und Thomas H. Cooks ...
Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Fundstücken aus der internationalen Szene. Außredem: Besprechung des "Lexikons des internationalen Films – Filmjahr 2008" ...
NuT:
Joachim Linder mit Hinweisen zu Crime & Mystery & Media & Teaching ...
Spannungsromane:
Amer über Stephen King: COLORADO KID ...
Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph beschäftigt sich heute ein wenig mit dem qua Profession in Verbrechen verstrickten – und zumeist verbeamteten – Personal, den Polizisten und der ihnen angemessenen Krimiform, dem Polizeiroman, auch "police procedural". ...
Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...
Frankfurter Rundschau: »Bäckström ermittelt«
Der Schwede Leif GW Persson ist einer der erstaunlichsten Kriminalroman-Autoren. Nicht nur ist er auch in der Verbrechensbekämpfungs-Praxis zugange, als Professor für Kriminologie und Sicherheitsberater, und kennt alle Rädchen im Polizeiapparat. Er hat außerdem einen ganz eigenen, so nüchternen wie staubtrocken ironischen Ton. Und sich den vielleicht unsympathischsten Kommissar der Weltliteratur ausgedacht, den misogynen, rassistischen, korrupten, versoffenen, verfressenen, aber leider auch schlauen Evert Bäckström. Dessen Gedanken dürfen wir im neuen Roman "Sühne" (btb Verlag) lesen - und sie sind so vorurteilsgesättigt, krude, ordinär, wie man es dieser Sorte Mann zutraut.
Von Sylvia Staude ... mehr
Der Standard: »Die verhängnisvolle Sauftour«
Das dänische Autorenduo Christian Dorph und Simon Pasternak ist unter den Pionieren, mit denen der Suhrkamp Verlag im Mai seine neue Krimireihe gestartet hat. "Der deutsche Freund" ist der Auftakt einer Serie, die sich dem letzten Viertel des 20.Jahrhunderts widmen soll. Warum man gerade diese zeitliche Begrenzung gewählt hat, erklärt der Verlag nicht. Im Übrigen ist der dicke Krimi, der in die Vergangenheit hineinreicht und einen Bund junger Männer beschreibt, die in Zeiten des Krieges ein homoerotisches Pathos miteinander verbindet, mit zahlreichen Nebenhandlungen befrachtet. Daraus hätte man leicht zwei weitere Bücher machen können
Von Ingeborg Sperl ... mehr
Der Westen: »Das kann überall passieren«
So aktuell war Horst Eckert noch nie. In seinem neusten Werk, viel sagend "Sprengkraft" (Grafit Verlag) betitelt, wird Düsseldorf von einer Bombenexplosion erschüttert. Spannend bis zur letzten Seite breitet Eckert ein Themenspektrum aus, das von Terrorismus über Fundamentalismus, rechtem Populismus und Fremdenfeindlichkeit bis hin zur Korruption in Polizeikreisen nichts auslässt.
Fundiert recherchiert und mit einem Gespür für facettenreiche Charaktere, hat der Roman das Zeug zu einem echten Politthriller.
Claudia Hötzendorfer besuchte den Autor und sprach mit ihm über Inspiration, Terrorangst und offene Behördentüren ... mehr
einseitig.info: »Grenzverletzungen und taube Ohre«
Um Grenzverletzungen unterschiedlicher Manier und um viele taube Ohren geht es in Horst Eckerts zehntem Kriminalroman "Sprengkraft" (Grafit Verlag). Er thematisiert Terrorgefahr, Hass, Rassismus, "the clash of civilizations", Islamkritik, Verführbarkeit, Korruption bei Gesetzesmachern und -hütern und die Bestechlichkeit der Medien. Ein weites Feld und zugleich die Krux des Romans. Keine Frage, hier hat jemand ausführlich recherchiert, sich mit Zusammenhängen auseinandergesetzt und versucht, dieses äußerst komplexe Thema im Rahmen eines Kriminalromans abzustecken. Kompliment!
Und dennoch lässt einen dieser Roman etwas lustlos zurück. Horst Eckert bedient sich typischer Hardboiled- und Noirelemente und versucht aus dem für den Kriminalroman so typischen Schwarz und Weiß respektive Gut gegen Böse ein mächtiges Grau zu fabrizieren.
Von Marie van Bilk ... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Mai-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
Reinigungsunternehmen der mentalen Art
Zoran Drvenkars Roman "Sorry" wartet mit einer mörderischen Gründergeschichte auf
Von Walter Delabar
"Postmoderne? Was für ein Quatsch! Was für eine Farce!":
Gilbert Adairs Roman "Und dann gab's keinen mehr" befremdet den Leser mit einem vergnüglichen Verwirrspiel...
Von Manuel Bauer
Puppenspieler :
Jan Costin Wagners gelungenes finnisches Kammerspiel "Im Winter der Löwen"...
Von Walter Delabar
Krimi-Couch: »TV-Interview mit Jeffery Deaver«

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien.
Ein Video-Gespräch mit Lars Schafft ...mehr
Mai-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
Der deutsche Wahl-Triestiner Veit Heinichen über die Notwendigkeit des individuellen Engagements, seinen neuen Roman Die Ruhe des Stärkeren und über zerbrochenes Porzellan mit seinem Protagonisten.
Seit zwei Jahren gibt es nun den Krimi-Couch-Podcast (die Krimi-Couch nun schon sieben Jahre!), die Mai-Ausgabe ist bereits die 25. Folge. Und darin erwartet Sie dieses Mal ein Volltreffer aus Südafrika, Krimi-Tipps aus Italien, Kanada, Schottland und Irland, ein Interview mit Veit Heinichen - bekannt durch seine verfilmten Triest-Krimis - und ein kleiner Ausblick in die Zukunft: Lesen wir bald alle digital?
Der Podcast (33:17 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr
Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!
Kalender
Gilbert K. Chesterton
Am 29. Mai 1874 wird Gilbert K. Chesterton in in London geboren († 14. Juni 1936 in Beaconsfield).
Der heute vor allem durch seine Geschichten um Father Brown bekannte Schriftsteller war zu seiner Zeit ein berühmter Journalist, Kritiker und Schriftsteller. In seinen Romanen, Essays und Kurzgeschichten setzte er sich intensiv mit modernen Philosophien und Denkrichtungen auseinander. Bekannt sind seine oft gewagten, aber selten misslungenen Gedankensprünge und sein Zusammenbringen scheinbar ganz verschiedener Ideen, oft mit überraschenden Ergebnissen. Seine typische Argumentationsweise ist als "geistiger Husarenritt" beschrieben worden.
Durch die Verfilmung seiner Pater Brown-Kriminalkurzgeschichten mit Heinz Rühmann ist Chestertons Werk in den 50ern auch in Deutschland bekannt geworden. Allerdings sind die Filme in vieler Hinsicht gegenüber den oft grotesk-bizarren Buchvorlagen "entschärft" und dem betulichen Geschmack der deutschen 50er angepasst worden. Leider sind auch die deutschen Übersetzungen der Bücher teilweise merklich "entschärft".
( wikipedia.de)
Infos:
krimi-couch.de, Thomas Wörtche/kaliber. 38, SWR, kathsurf.at, Perlentaucher, Freitag, Jungle World, BBC (engl.), chesterton.org (engl.)
Die Mai-Meldungen gibt es hier
Die April-Meldungen gibt es hier
Die März-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
Juni: Neu bei den Alligatorpapieren
Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 26/09
Gewalttätige Zwillingsbrüder, ermordete Zwillingsschwester, verstümmelte Leichen und Ermittler mit Down-Syndrom ...
Im PKT 26 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Mai 2009 erreichten.
hier

Ulrich Kroegers Krimitipp 5/09
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Auftragsmörder in Kriminalhörspielen, Trimmels Vergangenheit, eine halbtags arbeitende Kriminalkommissarin, eine Scheinfirma mit Extraprofit und ein Meisterwerk über die amerikanische Provinzgesellschaft
Ulrich Kroeger zu Hörspielen von Nikolai von Michalewsky und zu Büchern von Friedhelm Werremeier ("Trimmels letzter Fall"), Monika Geier ("Die Herzen aller Mädchen), Lawrence Block ("Falsches Herz") und Jim Thompson ("Zwölfhundertachtzig schwarze Seelen", Muttersöhnchen", "Getaway", "Der Mörder in mir") ... mehr
Axel Bußmers Spurensuche
No. 48
PulpNoir für das 21. Jahrhundert
Eine Begegnung mit Charlie Huston
Charlie Huston ist der Autor der in Krimikreisen hochgelobten, Edgar-nominierten Hank-Thompson-Trilogie und der Crossover-Bücher mit dem Vampir-Detektiv Joe Pitt. "Killing Game" ist nach zwei Serien sein erstes Einzelwerk.
Axel Bußmer hat den Autor in Berlin getroffen und stellt ihn und sein Werk vor ... hier
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Aus der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur".
2/2009
Bunker, Meeting-Raum, Mondstation
Drei Krimis spielen in der Enge
Michael Schweizer über die Bücher "Bunker" von Andrea Maria Schenkel, "Und morgen bin ich dran" von Laurent Quintreau und "Nachtkrater" von Christine Lehmann ... mehr
SCHMAUCHSPUREN
Die Krimikolumne von Peter Hiess.
No. 22
Krimis müssen keine Kunst sein - meistens lesen sie sich sogar besser, wenn sie es nicht sind. Daß sie aber im Künstlermilieu so gut funktionieren können wie im Porno- oder Polizeigewerbe, freut unseren Genre-Experten Peter Hiess …
Peter Hiess zu Büchern von Jonathan Santlofer, Stefan Brijs , Christa Faust, John Lange, George Pelecanos, Friedrich Glauser und Léo Malet ...
mehr

Ulrich Kroegers Krimitipp 4/09
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Über den Krimistandort Deutschland, eine Entführung, weibliches Aggressionspotenzial, ein historisches Tableau und meisterhafte Erzählungen.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Bacher/Noller/Rudolph (Krimijahrbuch 2009), Andrea Maria Schenkel (Bunker), Natsuo Kirino (Teufelskind), Philip Kerr (Das letzte Experiment) und Raymond Chandler (Meistererzählungen) ... mehr
Der Immobilienspekulant Luis Bakker hoffte in Antalya das große Geld zu machen. Mit ein paar hinterlistigen Tricks war es ihm zwar gelungen, große Summen einzunehmen, aber der Schwindel blieb nicht unentdeckt. Kaum flüchtete er aus der Türkei, schon heftete sich der Sohn des Betrogenen an seine Fersen. Der junge Türke Metin ist aufgebrochen, um die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. Eine Verfolgungsjagd quer durch Europa beginnt. Sowohl der Jäger, als auch der Gejagte drohen in den Wirren der Großstädte unterzugehen. Am Ende seiner Kräfte angelangt, entschließt sich Bakker zur Rückkehr in die Türkei. Doch sein Verfolger erwartet ihn bereits.
Dr. Bellheimer, Direktor des von Schließung bedrohten Künstlerschlosses Viperngrund, fürchtet um sein Leben und sucht Hilfe bei Privatdetektiv Gass. Der mietet sich in Viperngrund ein und mischt sich als angeblicher Schriftsteller unter die Künstlerkollegen.
Hier begegnen ihm allerlei Sonderlinge und sogar Gespenster, aber auch verdächtige Alteigentümer und natürlich ein handfester Gärtner. Nur der angekündigte Mord kommt völlig überraschend, denn das Opfer ist gar nicht Dr. Bellheimer, sondern eine gewisse Inge Lattmann-Wulff. Da kommt Gass ohne die Hilfe von Hauptkommissar Proll wohl nicht so recht weiter.
Dieses Jahr ist der Sommer auf Hiddensee nicht wie sonst. Zuerst stirbt der alte Fischer Karl Loens. Seine Witwe versucht, ihre leichtlebige Schwiegertochter Marianne aus der Ehe mit ihrem Sohn Andreas aus der Familie und von der Insel zu vertreiben. Dann wird die Leiche eines Urlaubers gefunden, mit dem Marianne eine Liaison hatte.
Und auch der Kriminalist Ole Plessow aus Stralsund, der nur zum Urlaub auf die Insel gekommen ist, gerät der schönen Marianne ins Netz.
Selbst Bänker haben ein Gewissen ...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.
Frau Fleckmeier befürchtet, dass ihr Sohn, seines Zeichens Chef eines Spielwarenkonzerns, die Nachmittage mit einer Geliebten verplempert, anstatt sich um die Umsatzzahlen seiner Firma zu kümmern. Maloney lässt sich einen Nachmittag lang mit einem Taxi durch die Stadt chauffieren und beobachtet Fleckmeier, der seinen Wagen vor einem Kino parkiert und dieses prompt auch betritt ...
Alles zum Nachhören!
Die TV-Tipps 6. – 19. Juni 2009

Viele interessante Filme, natürlich zahlreiche Wiederholungen und gute Serien.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
Arte, 14.45
(F 1938, R.: Marcel Carné)
Drehbuch: Jacques Prévert
LV: Pierre Mac Orlan (geboren als Pierre Dumarchais): Quai des brumes, 1938 (Hafen im Nebel)
In Le Havre wartet der Deserteur auf sein Schiff in die Freiheit. Da verliebt er sich in die schöne Nelly, die allerdings auch von einem Gauner und ihrem Vormund begehrt wird.
Ein auch heute noch absolut sehenwerter Filmklassiker, ein Welterfolg des "poetischen Realismus" und manchmal wird "Hafen im Nebel" auch in den Noir-Kanon aufgenommen. Raten Sie mal warum.
Mit Jean Gabin, Michèle Morgan, Michel Simon
Kabel 1, 20.15
(USA 1990, R.: John McTiernan)
Drehbuch: Larry Ferguson, Donald Stewart
LV: Tom Clancy: The hunt for Red October, 1984 (Jagd auf Roter Oktober)
Kapitän Ramius steuert sein Atom-U-Boot auf die us-amerikaniche Ostküste
zu. Was hat er vor? fragen sich – unabhängig voneinander – die
Geheimdienste der USA und der Sowjetunion. CIA-Analytiker Jack Ryan weiß
(nach Lektüre des Drehbuchs), dass Ramius überlaufen will. Aber niemand
glaubt seiner Analyse. Also muß der brave Analytiker tun, was ein Mann
tun muß.
Erster Buch- und Filmauftritt von Jack Ryan, der damals von Alec Baldwin
gespielt wurde. Dann übernahm Harrison Ford die Rolle für zwei Filme und
jüngst Ben Affleck.
Für den Film wurde Clancys Techno-Thriller von Kalter Krieg- auf
Glasnost-Mentalität umgeschrieben und ein weltweiter Kassenerfolg.
Trotzdem war das langatmige Unterwasser-Abenteuer schon damals
hoffnungslos veraltet.
Mit Alex Baldwin, Sean Connery, Scott Glenn, James Earl Jones, Sam Neill, Richard Jordan, Peter Firth, Tim Curry, Courtney B. Vance, Stellan Skarsgård, Larry Ferguson (Kapitän USS Dallas)
Hinweise:
Amerikanische Tom Clancy-Fanseite: www.clancyfaq.com/ (letzes Update: 22. Oktober 2006)
Deutsche Tom Clancy-Fanseite: www.ambassadore.net (letztes Update: 2002)
HR, 02.30
(F/I 1967, R.: Georges Lautner)
Drehbuch: Georges Lautner, Albert Simonin, Michel Audiard
LV: Jean Laborde: Pouce
Kommissar Joss räumt wenig zimperlich in der Unterwelt auf. Er sucht den
Mörder seines Freundes.
Lautners Film beginnt als typisch französischer Unterweltfilm, der dann
zu einem Hohelied auf die Selbstjustiz abdriftet. Ist insgesamt eine ziemlich träge Angelegenheit.
Mit Jean Gabin.