krimijahrbuch2008
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Krimineuerscheinungen des Monats bei Alligator, kaliber.38, krimi-couch & hammett

News – Juni 2008 – Nachrichten

Montag, 30. Juni 2008


nabb-Vita-Nuova.jpgDie Welt: »Mädchenhandel in Florenz«
Noch ein Mal ermittelt Maresciallo Guarnaccia in Florenz, Serienfigur der verstorbenen Magdalen Nabb. Knapp ein Jahr nach dem Tod der Autorin erscheint der Roman "Vita Nuova" (Diogenes Verlag) über illegale Einwanderer. Wie üblich äußert sie in ihren Texten soziale Kritik, ihre Kindheit verabeitete sie aber anders. Maigret-Erfinder Simenon schätzte an ihren Kriminalromanen, zu dessen drittem er eine Einleitung beisteuerte, eine sozialkritische Haltung, die mehr war als bloß übliche Betroffenheitspose.
Von Hendrik Werner ...
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brack-und-das-meer-gab-seine-toten-wieder.jpg Hamburger Abendblatt: »Wie kamen die beiden Kripo-Beamtinnen 1931 ums Leben?«

Ein skandalträchtiger Fall aus der Hamburger Polizeigeschichte inspirierte Autor Robert Brack zu seinem neuen Buch "Und das Meer gab seine Toten wieder" (Edition Nautilus). Er hat vorher viel Simenon gelesen, um sich auf einen knappen Stil einzustimmen und das ist ihm in bemerkenswerter und äußerst spannender Weise geglückt - mit pointiert charakterisierten Figuren, einem stringenten Handlungsverlauf und kurzen, erhellenden, atmosphärischen Schlaglichtern auf das Leben Anfang der 30er-Jahre in Hamburg. Und mit einer naheliegenden Lösung dieses Falles, die sinnvoll erscheint.
Von Volker Albers ....
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Koester-Loesche-Austernmoerder NDR: »Norddeutsche Krimis«

Ein guter Krimi gehört für viele auf jeden Fall ins Urlaubsgepäck. Und was wäre passender als ein Kommissar, der genau dort ermittelt, wo man selbst gerade die Füße ins Wasser hält? Wie zum Beispiel auf der Hallig Langeness, wo die historischen Krimis der Autorin Kari Köster-Lösche spielen. Diesen und weitere Kriminalromane aus verschiedenen Regionen Norddeutschlands stellt NDR Info vor....
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maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-und-das-schattenspiel.jpg »Maigret-Marathon 12«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Zwölfte Folge: "Das Schattenspiel".
Wenn einer tagaus tagein nur durchs Fenster zu schauen braucht, um immer wieder aufs neue zu sehen, was für ein Riesenidiot man doch war - sollte man darüber nicht wahnsinnig werden? Das sagt sich leicht. Aber Simenon zieht das in diesem bedrückenden Roman durch, mit furchtbarer Konsequenz.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Am 5. Juli geht es wieder richtig los, es gibt eine Menge zu lesen: Ein Stuart-MacBride-Porträt, eine Einschätzung der angeblichen "hardboiled"–Welle und andere vergnügliche Dinge mehr.
Bis es soweit ist, hier, am 28. Juni mit diesem Beitrag noch ein paar Überlegungen zu einem australischen Buch:

mcgahan-last-drinks.jpg
König Alkohol:

Dieser gelungene, durchaus moralisch zu nennende Roman "Last Drinks" (Antje Kunstmann Verlag) von Andrew McGahan ist nicht nur die Aufarbeitung eines unrühmlichen Kapitels jüngster australischer Vergangenheit (McGahan stammt selbst aus Queensland), sondern auch das stimmige Psychogramm eines Süchtigen. Daran kann auch die etwas enttäuschende, fast banale Auflösung am Ende nichts mehr ändern.
Von Beate Mainka ...
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Fernseh-Tipp


james-ellroy
» Durch die Nacht mit...
«
Donnerstag/Freitag, 3.4. Juni 2008 | ARTE | 00:45 Uhr |
Mit James Ellroy (60), einem der wichtigsten zeitgenössischen Krimiautoren, und Bruce Wagner (54), dem zynischen Hollywood-Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur, treffen zwei Schwergewichte der Autorenszene von Los Angeles aufeinander. Sie nehmen den Zuschauer mit auf einen dunklen Streifzug durch ihre Vergangenheit in der "Stadt der Engel"....
Die beiden Autoren James Ellroy (60) und Bruce Wagner (54) sind seit Jahren befreundet und verstehen die Obsessionen, Faszinationen und Neurosen des anderen. Sie fordern sich gegenseitig heraus, therapieren einander und machen die schwärzesten Witze über einander - ein Schlagabtausch zweier eng vertrauter und hoch komplizierter Autoren.
Für einen Abend haben sich der Krimiautor Ellroy und der Zyniker Wagner in der "Mother Los Angeles" verabredet. Sie wollen sich gegenzeitig Orte zeigen, die ihr Schicksal geprägt haben.
Ellroy bedient sich für seine düsteren Geschichten aus Polizeiberichten. Neben "Black Dahlia" und "L.A. Confidential" beruhen die Kriminalfilme "Cop", "Dark Blue", "Street Kings" auf Ellroys Romanen und Drehbüchern. Im Pacific Dining Steakhouse spülen die Polizisten oft ihre Erlebnisse der letzten Schicht mit einem Whisky runter. James Ellroy und Bruce Wagner lassen sich ihr blutiges Steak schmecken und freuen sich auf die folgende Pirsch. In Hancock Park stiegen die beiden schon früher gemeinsam schönen Frauen hinterher.
Auf ihrer Fahrt durch das nächtliche Los Angeles passieren die beiden immer wieder Schauplätze ihrer Romane und Filme oder auch reale Tatorte. Eine Nacht auf der dunklen Seite der Stadt, in der nichts Unmenschliches unmöglich ist... mehr


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Jochen Senfs "Knochenspiel" und Peter Oberdorfers "Kreuzigers Tod" gelesen ...

krimiblog:
Ludger Menke über die KrimiWelt-Bestenliste und ARTE ...

krimikrimi:
Margit Breuss zum Krimifestival Mörderischer Attersee ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner nimmt wieder Fahrt auf: Folge 100 mit Elsebeth Egholm "Tödliche Bürde" und Folge 101 mit Petra A. Bauer "“Wer zuletzt lacht, lebt noch"...

Krimilady:
Henny Hidden stellt fest: Die Krimiperlen kommen aus Argentinien. Was mit Guillermo Martinez Roman "Der langsame Tod der Luciana B." zu beweisen ist ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Serien und Serientitel ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit diesem hier: "Dunkle Geschäfte am Bosporus" ist ein kurzweiliger Privatdetektivkrimi, der sich hinter den US-amerikanischen Vorbildern nicht verstecken muss. Celil Oker hat es wieder einmal geschafft ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Uwe Nettelbeck 1967 über Pitavalgeschichten;, Karl von Holtei: Erzählende Schriften: Band 1-34 digitalisiert ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


» Camilleri weiß alles über Sex und Lügen«:
Der italienische Schiftsteller Andrea Camilleri ist Italiens Gewissen. Jetzt hat der 82-Jährige ein Buch über Sex verfasst. In seinem autobiografischen Roman "Die Pension Eva" erzählt der Sizilianer von ersten Erfahrungen und Bordellen. WELT ONLINE hat Camilleri in Rom besucht. Ein Beitrag von Hendrik Werner in der Welt.


»Neues im Fall "Tannöd"«:
Die Klage des Sachbuchautors Peter Leuschner gegen die Nautilus-Autorin Andrea Maria Schenkel wurde zurückgewiesen. Nun will Leuschner in Berufung gehen, meldet das Fachmagazin Buchmarkt.

KrimiWelt-Bestenliste Juli 2008

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Matti Rönkä: Bruderland
2 (3) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse
3 (9) Magdalen Nabb: Vita Nuova
4 (–) Jenny Siler: Portugiesische Eröffnung
5 (–) Colin Cotterill: Dr. Siri und seine Toten
6 (–) John Harvey: Schlaf nicht zu lange
7 (4) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem
8 (10) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut
9(–) Michael Chabon: Die Vereinigung jiddischer Polizisten
10 (–) Rex Miller: Fettsack

Hier als schöne pdf-Datei


Kalender

Margery Allingham
allingham Am 30. Juni 1966 starb die britische Schriftstellerin Margery Allingham in Colchester, Essex.
Allingham, geboren 1904 in London, veröffentlichte ihren ersten Roman im Alter von neunzehn Jahren. Vier Jahre später heiratete sie den Künstler Philip Youngman Carter, der den Umschlag ihres ersten Buches gestaltet hatte. Berühmt wurde sie mit ihren insgesamt 20 Kriminalromanen um den höflichen Detective Albert Campion, von dem manche behaupten, er sei eine Karikatur von Dorothy Sayers' Krimiheld Lord Peter Wimsey. Heute gilt Margery Allingham wegen ihrer subtilen Erzählkunst, ihrem Witz und ihrer ungewöhnlichen Erfindungsgabe zu den großen Autorinnen klassischer englischer Kriminalromane.
Info bei Hinternet , Random House, krimi-couch.de , wikipedia allingham.org (engl.) .

Mongo Beti
Mongo BetiAm 30.Juni 1932 wird Mongo Beti als Alexandre Biyidi in Akométam bei Mbalmayo in Kamerun geboren. Er wird später den Namen seiner Ethnie Beti annehmen. Als Kind arbeitete er auf den Kakao-Plantagen und besuchte dann die katholische Missionsschule. Am Gymnasium in Yaoundé schloss er sich der kamerunischen Unabhängigkeitsbewegung an. Ein Stipendium führte ihn 1951 zum Studium der Altphilologie an die Pariser Sorbonne und in die antikolonialen Organisationen in Frankreich.
Nach Abschluß des Studiums kehrte er 1959 nach Kamerun zurück. Die politischen Umstände führen ihn in die Widerstandsbewegung, Verhaftungen, Exil und Rückkehr folgen und immer wieder versucht das Regime, ihn mundtot zu machen. In seiner Buchhandlung trafen sich junge Schriftsteller und oppositionelle Gruppen, Beti nahm für die Opposition an den Parlamentswahlen teil, wurde aber vom Regime unter einem Vorwand ausgeschlossen. Er engagierte sich für die Freilassung politischer Gefangener, gegen die Ausplünderung der ländlichen Gebiete und meldete sich regelmäßig mit leidenschaftlicher Polemik zu Wort. Mongo Beti starb am 8. Oktober 2001 in Yaoundé.
Info bei Unionsverlag , marabout.de , wikipedia , krimi-couch.de , baeng-2000.de , taz


Freitag, 27. Juni 2008

Die Telefonische Mord(s)beratung

wdr5-krimi.jpg
mordsberatung Urlaubszeit - Lesezeit.
Damit die Auswahl stimmt, hat das kriminalistische Trio Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv) und die Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch wieder zahlreiche Tipps vorbereitet.
WDR 5 Hörerinnen und Hörer können sich unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800- 5678 555 oder per E-Mail: mordsberatung@wdr.de mit Fragen oder Anregungen an der Sendung beteiligen.
Ach ja, die Sendung! Sie kann gehört werden und zwar am:
Samstag, den 28. Juni 2008 um 20:05 Uhr auf WDR 5 ... hier


Wörtches Crime Watch No. 134

crime-watchEs ist von fast bezaubernder Ironie: Lange bevor der miller-fettsack.jpgzeitgeistige Blutstrom der Serial - Killer -Romane zu fließen begann, waren die besten schon geschrieben, meint Thomas Wörtche in der 134. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Derek Raymonds "I was Dora Suarez"(1990), Pieke Biermanns "Violetta" (1990), Andreu Martíns "El hombre de la navaja" (1993) etwa operierten schon weit komplexer als die damals aufkommenden Heroen des sich gerade formierenden Subgenres. Übersehen hatte man damals immer einen vierten Autor, der ungefähr zeitgleich, 1987, "Fettsack" vorlegte, ein Roman to end all serial-killer-novels: Rex Miller. Vermutlich ist Fettsack hierzulande unbemerkt geblieben, weil er unter "Splatterpunk" lief, eine im Weltbild des Feuilletons damals gar nicht existente Kategorie. Die Edition Phantasia macht jetzt auf diesen irren Text aufmerksam. ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 26/2008 lesen.



cain-grazie.jpg Die Welt: »Gretchen Lowell, Königin des Bösen«

Gretchen Lowell ist zurück. Wieder bibbern und beten, bangen und barmen die Menschen in Portland/Oregon. Denn Miss Lowell ist eine Serienkillerin mit einem Hang zum Sadismus.
Auch "Grazie" (Limes Verlag) der zweite Streich der Politologin Chelsea Cain, Jahrgang 1972, ist ein effekthascherischer Schocker. Dafür ist ihre martialische Mörder-Mär clever aufgebaut und packend geschrieben.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
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dorn-maedchenmoerder.jpgsueddeutsche/buecher.de: »Du schöner starker Löwe!«:

Man will sich das gar nicht vorstellen. Eine Autorin arbeitet an einem Roman über ein junges Mädchen, das von einem Mann entführt und gefangengehalten wird – und da taucht plötzlich ein junges Mädchen namens Natascha Kampusch auf, und einer der spektakulärsten Kriminalfälle ist in der Welt. Die Autorin Thea Dorn hat beim Schreiben des Buches "Mädchenmörder. Ein Liebesroman" (Manhattan Verlag) das einzig Richtige getan – sie hat die Flucht nach vorne angetreten.
Die Schaulust, mit der Dorn in "Mädchenmörder" so raffiniert spielt, verlangt ständig nach neuen, noch spektakuläreren Details. Dorn liefert dem Leser die Sensationen, nach denen er giert, und überführt ihn gleichzeitig seiner niedrigsten Instinkte.
Von Verene Mayer ... mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke mit Presseschau: Alibis No. 27, TagesSatz: Paradox und mit der Feststellung, dass man im fernen Shanghai man jetzt den deutschen Krimi kennenlernt ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splitter aus der internationalen Krimiszene, z. B. ein Interview mit Hakan Nesser und Locked Room Mysterys....

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Neuem im Kino: Ruinen ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker zu "War Making and State Making as Organized Crime" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit der ersten Ausgabe von "watching the detectives", der Krimizeitschrift im PDF-Format und - auf besonderen Wunsch - als geschütztes WORD-Dokument. Mit Aufsätzen über tödliches Lesen und die wahren Verbrechen, Rezensionen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Donnerstag, 26. Juni 2008


faulks-fleming-der-tod-ist-nur-der-Anfang.jpgNeue Zürcher: »James Bond, aufgewärmt«:

Als Ende Mai, hundert Jahre nach der Geburt Ian Flemings, erstmals ein Bond-Roman aus der Feder von Sebastian Faulks erschien, verkaufte der Penguin-Verlag davon in nur vier Tagen 44 093 Exemplare – mehr als bisher von irgendeinem anderen gebundenen Buch. Faulks ahmte Fleming gar nach, indem er das Buch "Der Tod ist nur der Anfang" (Heyne Verlag) in sechs Wochen schrieb. Doch Sebastian Faulks ist nicht Ian Fleming. Was ihm mit seinem "Recycling" von Flemings Ideen nur selten gelingt, ist das Erzeugen von Spannung.
Von Georges Waser ... mehr

faulks-DevilMayCare.jpgFAZ: »Gestoßen, nicht gemahlen«:

Spitzenreiter der Bestsellerliste in England, Top-Ten-Plazierungen in den Vereinigten Staaten: Zum hundertsten Geburtstag des James-Bond-Erfinders Ian Fleming haben dessen Erben den britischen Schriftsteller Sebastian Faulks gebeten, einen Roman im Geiste des Verblichenen zu schreiben. Faulks ist mit dem Roman "Gesang vom großen Feuer" hervorgetreten; nun gestattet er sich einen in sechs Wochen hingeschriebenen Ausflug ins Pantoffelkino des Jahres 1967. Hierzulande ist der Roman schwach gestartet und hat stark nachgelassen.
Von Hannes Hintermeier ... mehr


chabon-Die-Vereinigung-jiddischer-Polizisten.jpgFAZ: »Was machen die Juden in Alaska, Mr. Chabon?«:

Was wäre gewesen, wenn? Historiker verachten die Frage, Autoren lieben sie. Der Amerikaner Michael Chabon verlegt in seinem Roman "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch) den jüdischen Staat nach Alaska und macht dieses Schtetl on the Rocks zum Schauplatz eines Krimis. Chabons fabelhafter Trick besteht darin, diese hybride, jüdisch-subpolare Welt bis ins kleinste Detail so überzeugend auszugestalten, dass einem alles völlig realistisch erscheint. Ein heftiger Flirt mit der schwarzen Serie, ein Roman über eine Welt, in der es außer dem Exil keine Option gibt.
Peter Körte hat mit Michael Cahbon gesprochen ... mehr


adair-blindbandFAZ: »Blindes Vertrauen«

Der Verlust seiner Augen hat Sir Paul isoliert. Eine fremde Person im Haus bringt die akkurat geordnete Welt eines Blinden leicht durcheinander. Auch der Leser ahnt das wahre Geschehen erst, wenn "Blindband" sich bereits seinem Höhepunkt nähert. Ein Puzzle setzt sich aus Teilen zusammen, welche erst durch die Auflösung der Handlung sichtbar werden und die das Buch plötzlich als Kriminalroman entblößen. Umso beeindruckender ist es, dass Gilbert Adair dieses filigrane Werk fast ausschließlich aus Dialogen konstruiert ...
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ebertowski-hungerkralleBerliner Morgenpost: »Denkmal für den Willen zum Überleben«

Mai 1945 bis Mai 1949. Berlin gleicht einer scheinbar seelenlosen Steinwüste.Vor dem geschichtlichen Hintergrund der zunehmenden Spaltung der Stadt, Schwarzmarkt, Währungsreform und Luftbrücke entwickelt der Kreuzberger Autor Jürgen Ebertowskimit dem Roman "Hungerkralle" (Rotbuch Verlag) eine spannende Detektiv- und Liebesgeschichte um die sowjetische Blockade und die Luftbrücke der westlichen Alliierten.
Von Brigitte Schmiemann ...
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nygaard-todeskueste.jpgWestfälische Nachrichten: »Mord beim Volksfest«

Der Autor Hannes Nygaard hat mit "Todesküste" (Emons Verlag) den siebten seiner Krimis "hinterm Deich" vorgelegt – und gewiss einen seiner besten. Was mit einem merkwürdigen ersten Mord und mit weiteren Taten zusammenhängt, deren Zusammenhang für die Ermittler nur schwer zu enträtseln ist. Nicht zum ersten Mal legt Nygaard einem Fall große, dunkle Verschwörungen zugrunde – diese Neigung teilt er mit vielen seiner Kollegen. So stutzt man am Ende auch ein wenig, wenn es um die Zusammenhänge zwischen den Todesfällen geht.
Von Harald Suerland ...
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moerderischer-attersee-2008.jpg Mörderischer Attersee 2008
27. bis 30. Juni 2008

Unter dem Titel "Mörderischer Attersee" findet rund um den Attersee bis Monatsende ein Krimifestival statt, an dem sich 14 Autorinnen und Autoren mit Lesungen beteiligen.
Das Plätschern des Attersees wird ab Freitag von Serienkillern, tödlichen SMS und einem grausamen Schweinekrieg unterbrochen werden. Allerdings nur vier Tage lang und ganz friedlich innerhalb eines Festivals. Vor einem Jahr hat die Autorin Beate Maxian die viertägige Veranstaltung "Mörderischer Attersee" initiert. Sie versteht das Festival als Bindeglied zwischen Literatur, Tourismus und regionaler Landwirtschaft. vierzehn Autorinnen und Autoren aus Österreich, der Schweiz und Deutschland werden an den Attersee kommen.
Ein Beitrag von Ursula Hummel, den Sie auch hören können. Und zwar beim ORF



noll-kuckuckskindDie Berliner Literaturkritik: »Vaterschaftstest mit Todesfolge «
Ingrid Noll ist wieder da. In ihrem neuen Roman "Kuckuckskind" (Diogenes Verlag) schaut die 72-jährige Erfolgsautorin mit gewohnt scharfem Blick hinter spießbürgerliche Fassaden. Im Mittelpunkt: Ein unerfüllter Kinderwunsch, drei Vaterschaftstests, Beruhigungs-Sudokus und ein Baby im Waschkorb. Noll interessiert sich besonders für die Psyche kleiner Leute und die versteht sie trefflich zu charakterisieren.
Von Karolin Köcher ...
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Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski mit einem Humorkrimi: "Dirty Martini" von J.A. Konrath...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Sechzehn Treffern von Jeffery Deaver ("Gezinkt") ...

NuT:
Joachim Linder mit "Aesthetic Style in Late-Victorian and Edwardian Detective Fiction" und Eva Horn: Der geheime Krieg. Verrat, Spionage und moderne Fiktion ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


»Ich will es richtig krachen lassen«:
"Kuckuckskind" heißt der neue Roman von Ingrid Noll. Ein Gespräch mit der Autorin über heimliche Vaterschaftstests, arglistige Frauen und die Rivalität zwischen Müttern und Nicht-Müttern.
Von Doris Anselm bei briggitte-online.


»Bester Krimi der Saison«:
Das Magazin "Buchkultur" hat wieder den besten Krimi der Saison wählen lassen. Peter Temples Roman "Shooting Star" wurde von der Jury dazu ernannt.
Eine Meldung beim Fachmagazin Buchmarkt.

Mittwoch, 25. Juni 2008


penzler-The-Black-Lizard-Big-Book-of-Pulps.jpgDeutschlandfunk: »Adreas Ammers Krimi - Kolumne«

Es ist Nacht im Münchner Osten. Ein blinder alter Mann geht die Straße hinunter, um dem Schlaf näher zu kommen. Da nimmt jemand eine nackte Geisel. Härter trifft es die schwedische Provinz: Da wird ein ganzes Dorf abgeschlachtet. In Venedig werden mit vorgehaltener Waffe Kinder geklaut - und zwar von der Polizei höchstpersönlich. Und an der finnisch-russischen Grenze fällt eine makellose Schneeflocke in das Auge eines Jugendlichen.
Der Gang der Welt - mit anderen Worten: die Krimi-Kolumne von Andreas Ammer, das immer spannende Hörerlebnis ... mehr

Die "Krimi-Kolumne" können Sie im Audio-on-demand-Angebot nachhören, oder als Text-Datei oder pdf-Datei lesen ...


serner-letzte-lockerung-manesse.jpgDie Presse: »Fiel ein Pflug vom Himmel?«

Seiner Definition "Zynismus: äußerster Mangel an Einseitigkeit" bleibt er auch in den kriminalistischen Kürzestgeschichten und Kurzromanen treu. Er war Dadaist und Krimiautor: Walter Serner.
Die Neuausgabe des Prosabands "Letzte Lockerung" (Manesse Verlag) richtet den Fokus öffentlichen Interesses auf einen radikalen und befreienden Durchlüfter des Denkens.
Von Evelyne Polt-Heinzl ...
mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Familiengeheimnisse:
Diane Wei Liang schildert in ihrem Roman "Das Jadeauge" (List Verlag) die Folgen der Kulturrevolution für das moderne China und seine Menschen.
Von Manuela Martini ... mehr


Agatha-Christie-Krimipreis 2009

agatha-christie-krimipreis
"Die Uhr läuft ab" - unter diesem Motto wird der Agatha-Christie-Preis 2009 ausgelobt.
Beim unerbittlichen Ultimatum, bei der perfiden Mordmaschinerie und auch bei jeder überstrapazierten Geduld. Nichts ist so unerbittlich wie vergehende Zeit und manchmal hilft sie, die besten Alibis zu basteln.
Machen Sie mit, schreiben Sie bis zum 22. August 2008 (Einsendeschluss) eine spannende Kurzgeschichte zum Thema "Die Uhr läuft ab".
Der Fischer Taschenbuch Verlag, Hugendubel, FOCUS Online und das Krimifestival München vergeben den Agatha-Christie-Krimipreis und suchen die besten Krimiautoren Deutschlands. Eine hochkarätige Jury wählt aus den Einsendungen die 25 besten Geschichten, die als Anthologie im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht werden. Beim Krimifestival München im März 2009 werden die Gewinner der Plätze 1 bis 3 gekürt.

Genaues erfahren Sie .... hier

Vermischtes


»Kernige Pfarrer, ängstliche Hausmädchen«:
Groschenhefte haben noch immer hohe Auflagen. Die Autoren kennt kaum jemand.
Ein Beitrag von Doris Anselm bei zeit-online.

Blogwärts

krimikrimi:
Margit Breuss über den Agatha Christie Krimipreis 2009 ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Macavity Awards 2008 - Die nominierten Bücher, Buchempfehlungen und mit einem Beitrag zu "Das meinen die Anderen"...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, einer Rezension zu G. M. Ford: "Die Spur des Blutes" und mit den Macavity Awards 2008 ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis hat die Kommentierung der Bestenliste für den Juli abgeschlossen: Diesmal werden die Grenzen ausgelotet ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Schund, beziehungsweise Trivialliteratur, kurz Unterhaltungsliteratur ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Dienstag, 24. Juni 2008

Befragungen

Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.


Heidi Rehn
rehn-heidi.jpg Heidi Rehn wurde in Koblenz geboren. In München studierte sie Germanistik, Geschichte, Betriebswirtschaftslehre und Kommunikationswissenschaften. Seit 1997 arbeitet sie als freie Journalistin und freie Autorin. In ihren Kriminalromanen thematisiert sie die Geschichte und der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Neben ihren Kriminalromanen liegen von ihr zahlreiche Artikel zu verschiedenen Themen der Kriminalliteratur vor.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten ... mehr



doyle-die-abenteuer-des-sherlock-holmesSZ-Mediathek: »Das Studium des Verbrechens«
Ist es vorstellbar, dass sich eine Dreizehnjährige, ein Vierzehnjähriger am Beginn seiner Ichwerdung statt für Gedichte von Hölderlin oder Emily Dickinson, statt für Erzählungen von Hemingway oder Katherine Mansfield, statt für Romane von T.C. Boyle oder Simone de Beauvoir für einen Kriminalroman entscheidet? Könnte ein Kriminalroman jedem anderen Roman ebenbürtig sein, dessen poetische Wucht ein für alle Mal das Tor zur Welt der Bücher sprengt, in der wir dann ein tröstendes Echo vernehmen wie nirgendwo sonst im alltäglichen Lärm? Warum denn nicht? Abenteuerromane schaffen das ja auch. Die Sammlung "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" (Insel Verlag) von Arthur Conan Doyle bietet den perfekten Einstieg auch für Leser, die Krimis allenfalls im Fernsehen ertragen und von Romanen grundsätzlich mehr erwarten als Zerstreuung.
Von Friedrich Ani ...
mehr


roslund-hellstroem-TodesfalleDer Standard:
»Zorniges Manifest gegen die Todesstrafe«

Das Autorenduo Roslund und Hellström beschäftigt sich auch im dritten Buch "Todesfalle" (S. Fischer Verlag) mit dem Thema Rache und Wiedergutmachung und wirft ethische Fragen von großer Tragweite auf. Ihre minuziöse und realistische Schilderung der Rituale, mit denen Menschen von Staats wegen zu Tode gebracht werden, ist schwer erträglich.Der Plot ist langatmig, der Schluss entschädigt dafür. Wer in Krimis nichts als Unterhaltung sucht, ist mit diesem zornigen, ausgesprochen widerwärtigen, aber notwendigen Buch falsch beraten.
Von Ingeborg Sperl ... mehr

Mord und Ratschlag

Bei den wieninger-rostige-fluegel.jpg Kollegen vom "Perlentaucher" erscheint regelmäßig die KrimiKolumne "Mord und Ratschlag". In der aktuellen Ausgabe vom 23.06.2008:
Slowakische Berggoralen:
In der ostösterreichischen Provinz kämpft Manfred Wieningers Diskont-Detektiv Marek Miert - ohne viel Schlag in der Damenwelt - mit seinen "Rostigen Flügeln" (Haymon Verlag) gegen das Unrecht der Welt und scheut dabei weder Kalauer noch Polizei.
Von Ekkehard Knörer ... mehr


nabb-Vita-Nuova.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Herrlich durchschnittlich«
Dreizehn Verbrechen durften die Leser bislang mit ihrem Romanhelden Maresciallo Guarnaccia aufklären. Sein vierzehnter, "Vita Nuova" (Diogenes Verlag), wird sein letzter sein, denn seine Schöpferin Magdalen Nabb starb im vergangenen Sommer mit 60 Jahren an einem Hirnschlag. Nabb hat auch in diesem Krimi das florentinische Alltagsleben von Beamten, Hausfrauen, verwöhnten Kindern und reichen Protzen unmittelbar eingefangen. Sie erweist sich einmal mehr als Spezialistin für Lebensstil und Ambiente einer Stadt, in die sie 1975 als Touristin gekommen war, um nie wieder weg zu gehen.
Von Susanna Gilbert-Sättele ...
mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke mit den Gewinnern der Lambda Awards ...

krimikrimi:
Margit Breuss über Schreibblockaden ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Big City, Bad Blood" von Sean Chercover und über schöne Cover...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, Cover der Woche (Blockmania aus gegebenem Anlass!) und Nominierungen für Theakstons Old Peculier Crime Novel of the Year Award und Nero Award ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph meldet: Die Schlussarbeiten an der ersten Ausgabe von "watching the detectives – die Zeitschrift" sind in vollem Gange ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender

Lawrence Block
block-lawrence2004.jpg Am 24. Juni 1938 wird Lawrence Block in Buffalo, N.Y. geboren.
Lawrence Block heiratete 1960 Loretta, 1973 Scheidung. 1983 heiratete Lawrence Block zum zweiten Mal. Lawrence Block und seine Frau Lynne leben in New York. Aus der ersten Ehe hat er drei Töchter.

Lawrence Block gehört mit zu den fleißigsten Kriminalschriftstellern der USA. Seine englischsprachige Titelliste umfaßt mehr als 60 Kriminalromane, 16 Anthologien und bisher 4 Sachbücher.

Lawrence Block schreibt nicht nur unter seinem Klarnamen, sondern auch unter den Pseudonymen William Ard, Jill Emerson, Chip Harrison, Paul Kavanaugh, Sheldon Lord und Andrew Shaw.
Lawrence "Larry" Block ist "Grand Master" der Mystery Writers of America (MWA) und war Präsident sowohl der MWA als auch der Private Eye Writers of America. Lawrence Block wurde mit zahlreichen amerikanischen und internationalen Preisen gewürdigt. Er erhielt jeweils 4 mal den "Edgar" und den "Shamus Award", 2 mal den "Japanese Maltese Falcon Award", gleichfalls wurde er mit den "Nero Wolfe Award" und dem "Philip Marlowe Award" ausgezeichnet. Kürzlich wurde Lawrence Block mit dem "Life Achievement Award" der Private Eye Writers of America geehrt. In Frankreich wurde er zum "Grand Maitre du Roman Noir" ernannt und bekam, ebenfalls in Frankreich, 2 mal den Preis der Vereinigung "813 – Les amis de la littérature policière". Und als wäre es der Ehrungen nicht genug, wurde ihm auch noch der Schlüssel der Stadt Muncie, Indiana anvertraut. (Info: Thomas Przybilka)
Info:
lawrenceblock.com, Wikipedia, krimi-couch, www.kaliber38.de, NordPark Verlag, ARTE, Shayol Verlag, hardcasecrime.de, january magazine, writerswrite.com, bookreporter.com


Montag, 23. Juni 2008


edwardson-rotes-meerDer Spiegel: »Nie wieder Krimi«

Ausgemordet: Der erfolgreiche schwedische Schriftsteller Åke Edwardson will künftig keine Kriminalromane mehr schreiben. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er über seine Trennung vom Krimi-Genre und den schweren Abschied von seinem Kommissar Erik Winter.
Von Irène Bluche ...
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rotbuch-pulp.jpgSonntagszeitung: »Hart statt zart«

Nach Katzen- und Sudoku-Krimis könnte "hart statt zart" ein neuer Krimi-Trend werden: Eine neue Krimi-Reihe knüpft an das goldene Zeitalter des Pulp an. Im Rotbuch-Verlag ist jetzt die Reihe "Hard Case Crime" gestartet. Sie ist ein US-Import und knüpft an das goldene Zeitalter der millionenfach verkauften billigen Pulp-Taschenbücher an. Hier findet man nun Wiederentdeckungen von Klassikern und neue Autoren.
Von Sven Boedecker ...
mehr


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Wegen Sommer- und Fußballpause derzeit etwas reduziert, nämlich mit einem Tipp der Woche ...
Am 21. Juni mit diesem Beitrag:

harvey-Schlaf-nicht-zu-lange.jpg
Lob des Handwerks:

John Harveys Buch "Schlaf nicht zu lange" (dtv), der letzte Teil der Frank-Elder-Trilogie lehrt noch einmal die Kunst des Kriminalromans. Ein Werk wider die Hightech-Perfektion, ein Beleg der These, dass Denken kein eingebautes Standardfeature literarischer Texte sein kann, sondern zum Lesen gehört wie ein klemmendes "e" zur Schreibmaschine.
Von Dieter Paul Rudolph ...
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schuenemann-der-bruderDeutschlandradio: »Lauter Klischeefallen«
Die Münchener Bussi-Gesellschaft, Moskauer Künstlerkreise und der Züricher Geldadel - das sind die Milieus, in denen sich der neue Krimi von Christian Schünemann "Der Bruder" (Diogenes Verlag) bewegt. Es ist ein Terrain, das nur so strotzt vor Klischeefallen. So verzwickt und dramaturgisch spannend sich der Fall bis zum Schluss auch entwickelt - Schünemann legt den Akzent auf die Zeichnung der Figuren und der Milieus. Und diese liebevolle, detailreiche Ausstattung macht den Charme des Buches aus.
Von Olga Hochweis ...
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noll-kuckuckskindNDR: »Frustrierter Rückzug«
Ingrid Noll ist eine der auflagenstärksten und erfolgreichsten Krimiautorinnen in Deutschland. Mit schwarzem Humor und einer gehörigen Prise böser Ironie hat sie in ihren bisherigen Büchern mörderische Auswege aus Lebens- und Liebeskrisen entwickelt. "Kuckuckskind" heißt ihr neuestes Buch - und von einem herkömmlichen Kriminalroman kann dabei wirklich keine Rede sein. Mit "Kuckuckskind" (Diogenes Verlag) ist Ingrid Noll ein äußerst unterhaltsames, auch spannendes Buch gelungen.
Von Christel Freitag ...
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Walter-Serner-Preis 2008

serner-preisDas Kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2008 aus.
Autorinnen und Autoren sind aufgefordert, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom "Leben in den großen Städten" – so das Motto des Preises – erzählt. Der Umfang der Geschichte soll sieben Seiten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 15. September 2008.
Der Preis ist in diesem Jahr mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen.

Einsendeschluß:15. September 20085
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Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Wolfgang Brenners "Bollinger und die Barbaren" udn Sobo Swobodniks"Balla Balla" gelesen ...

krimiblog:
Ludger Menke hat Schwedischen Schwurbel im Angebot und einen Streifzug: Festivals, fehlende Freizeit und viel Freude ...

krimikrimi:
Margit Breuss mit Krimi-Meldungen aus Österreich ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Serien und den großen innere Zusammenhalt und einer kurzen Liste für Theakstons Crime Novel of the Year Award...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Elders drittem Streich: John Harveys Buch "Schlaf nicht zu lange" ...

NuT:
Joachim Linder über Neoliberale Staatsdarstellung und Kolporteure ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender

Boris Vian
Boris Vian Am 23. Juni 1959 stirbt Boris Vian während einer Filmvorführung einer Verfilmung seines Romans "J'irai crache sur vos tombes" an Herzversagen. Er wird 39 Jahre alt. Boris Vian, am 10. März 1920 in Ville d'Avray, einem mondänen Vorort von Paris als Sohn relativ vermögender, aber nach und nach verarmender Eltern geboren, war eine der schillerndsten Figuren im Paris der Nachkriegszeit: Er war Ingenieur, Schriftsteller, Jazztrompeter, Drehbuchautor, Schauspieler, Übersetzer, Chansonnier, Chronist der Existentialistenszene in den Cafés und Jazzkellern von Saint-Germain.
Als Vernon Sullivan schrieb er aufgedrehte Krimis: "Als todsicheren Erfolgstip riet man ihm zu einer Mischung aus Henry Miller, William Faulkner und Ernest Hemmingway, für den Inhalt einen Sex & Crime-Thriller nach Manier der "Schwarzen Reihe" mit einem Typ wie Robert Mitchum als Hauptfigur. Er hat sich ziemlich streng an die Erzähl- und Sprachform der o.a. Vorbilder und des Thriller-Genres gehalten. Nur hat er von allem jeweils die Superlative herausgegriffen: das Gröbste, Rohste, Derbste, Brutalste, Gemeinste und Durchtriebenste... (Michael O.R. Kröher)" .
Infos und Bibliographie bei Michael O.R. Kröher, Wikipedia, Der Spiegel, Der Spiegel 2, Wiener Zeitung,, Frankreichexperte, Andreas Köster, ceryx.de. .



Jonathan Wyatt Latimer
latimer-john Am 23. Juni 1983 stirbt der amerikanische Krimiautor Jonathan Wyatt Latimer (* 1906 in Chicago). Er arbeitete als Reporter beim Chicagoer "Herald Examiner", bevor sein erstes Buch, "Headed For a Hearse" (1935) erschien, eine der ersten hardboiled "Screwballkomödien" auf den Spuren von Dashiell Hammetts "The Thin Man". Wie Hammett's Nick and Nora war Latimer Figur Bill Krane ein trinkender, scheinbar nicht sonderlich inspirierter Detektiv, dem es irgendwie immer gelang, trotz aller Eskapaden schwierige Fälle zu lösen. Fünf Romane schrieb er um William "Bill" Krane, begann aber Ende der 30er Jahre als Drehbuchautor sein Geld zu verdienen. Er war maßgeblich beteiligt an den Charlie Chan-Filmen und der Perry Mason-Serie und schrieb unter anderem das Drehbuch zu "The Glass Key", sowie eine Columbo-Folge.
Infos und Bibliographie bei Mordlust, kirjasto.scifi (engl.), maigret.de,



Per Wahlöö
Per Wahlöö Am 23. Juni 1983 stirbt der schwedische Krimiautor Per Wahlöö. Am 5. August 1926 in Lund in Schweden geboren, machte Wahlöö nach dem Studium der Geschichte als Journalist Karriere. Seit 1946 arbeitete er als Polizeireporter. In den Fünfzigerjahren ging er nach Spanien, wurde 1956 vom Franco-Regime ausgewiesen und ließ sich nach längeren Reisen, die ihn um die halbe Welt führten, in Schweden nieder und begann Bücher zu schreiben. Zusammen mit seiner Frau, Maj Sjöwall, schrieb er einen Zyklus von zehn Kriminalromanen, die zu Welterfolgen wurden. (Info: Rowohlt)
Infos und Bibliographie bei Wikipedia, krimi-couch.de, kaliber. 38, www.schweden-krimi.de, Rowohlt Verlag. lithist.

Freitag, 20. Juni 2008

Axel Bußmers TV & Buchtipps 21. Juni – 4. Juli 2008

shane-2.jpg
westlake-pourquoi-moi.jpgDie nächsten beiden Wochen präsentieren sich mit einer TV-Premiere und vielen Wiederholungen. Die sehenswerte Premiere ist Detlev Bucks Gregor-Tressnow-Verfilmung "Knallhart". Unter den Wiederholungen darf James Bond nicht fehlen und neben einigen starken Western gibt es wieder interessante Klassiker ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Pieke Biermanns Radioserie

Kruppstrasse Jeden vierten Freitag berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
20. Juni 2007 um 10:27 und 13:27 Uhr mit dem Thema:
"Doris Zielatkiewicz – Musikmachen is it!"
Bei den Gewaltdelikten scheint unsere Jugend zuzulegen: an Brutalität und Rohheit.
Zuzulegen in Sachen Kriminalität und Gewalt scheint auch die Jugend, die man mit dem handlichen Kürzel ndH versieht – nicht-deutscher Herkunft. Auch Migrationshintergrund genannt.
Über probate Mittel dagegen streiten Theoretiker & Praktiker, probiert wird manches, selten sinnvoll koordiniert. Einig sind sich jedoch alle, die sich ernsthaft damit beschäftigen: Wenn die Jungs (und zunehmend Mädels) erstmal Jugendliche sind, ist es eigentlich schon zu spät – man muss früher ansetzen. Zum Beispiel in der Grundschule, bei den 5-13jährigen.
Die Humboldthain-Grundschule in Berlin-Wedding. Ein Kriminalitätsort? Alles sträubt sich dagegen. Und wir gewöhnen uns nur schwer an Begriffspaare wie Schule und Kriminalität, Jugend und Gewalt.
Pieke Biermann hat die Lehrerin Doris Zielatkiewicz getroffen.
Auch als Podcast, Audio-Download, live via Internet und als Funkmanuskript unter www.inforadio.de Suchfunktion: NAHAUFNAHME)



raab-der-metzger-sieht-rotWiener Zeitung: »Tödlicher Fußball«
Der Metzger tut's schon wieder – obwohl er weiß, dass er nicht sollte: Schnüffeln. Im zweiten Kriminalroman von Thomas Raab begibt sich der behäbige Wiener Möbelrestaurator auf die Spur eines mysteriösen Todesfalls, der sich – wie sollte es im Jahr der Euro anders sein – im Fußballermilieu zugetragen hat. Raab hat in "Der Metzger sieht rot" (Leykam Verlag) weitestgehend auf die ermüdenden retardierenden Elemente verzichtet. So ist ein vielschichtiger, gesellschaftskritischer Roman entstanden, in dem die Krimihandlung gleichsam als Zusatzzuckerl mitläuft.
Von Katharina Schmidt ...
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doenhoff-savoy-bluessattorg: »Perspektivenwechsel, Serienmord und Swing-Jugend. Drei Neuanfänge«

Erfahrung im Schreiben haben sie alle bereits gesammelt: Simone Buchholz hat Sachbücher und Ratgeber rund um Liebe, Beziehung und Sex verfasst; Friedrich Dönhoff hat mehrere Sachbücher mit historischem Hintergrund veröffentlicht; und Carlo Fruttero hat nach mehr als zwanzig Romanen längst Kultstatus als Autor erlangt. Und doch legen sie alle einen Debütroman vor – jeder auf seine Weise.
Kirsten Reimers in Folge 2 der Krimikolumne "Mordsmäßig" mit den Büchern "Revolverherz" (Simone Buchholz), "Savoy Blues" (Friedrich Dönhoff) und "Frauen die alles wissen" (Carlo Fruttero) ...
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Vermischtes


»Im großen Gangstertraum vereint«:
Von Melville bis Friedrich Ani: Im Krimigenre konkurriert französischer Fatalismus mit deutscher Ermittler-Melancholie - und ein wenig bayerischer Wilderer-Unbeugsamkeit. Rainer Gansera über das Münchner Filmfest, das sein Herz für das Genrekino entdeckt hat, für den policier, den Gangsterfilm. Ein Beitrag bei jetzt.de/sueddeutsche.

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner liest immer noch skandinavisch: Folge 98 mit Yrsa Sigurðardóttir "Das gefrorene Licht" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern über den internationalen Buch- und Krimimarkt ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Die FES-Studie zum Rechtsextremismus (s. TAZ) und: Steven Moore über William Gaddis ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und den 100 besten Filmplakaten ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kurz und schmerzlos

doctorow-upload.jpg
Schmutziger Bosporus
:
Einen schönen, lehrreichen Kontrast zu literarisierten Romanen und Erzählbänden vom Bosporus bildet die sehr lesenswerte Kriminalromanreihe Celil Okers um den Istanbuler Privatdetektiv Remzi Ünal, der hinderlicherweise etwas zu viel Gewissen für einen hartgesottenen Ermittler besitzt.
aky über den Roman "Dunkle Geschäfte am Bosporus" im Rheinischen Merkur

smith-kind-44.jpg
Überzeugend nicht nur über Regimepolitik
:
Einer der herausragenden Krimis dieses Genresemesters spielt in der Sowjetunion, Mitte der Fünfzigerjahre. Es ist ein ungemein finsteres Lehrstück über Verrat und Überwachung, das Tom Rob Smith dem historischen Fall des 53-fachen Massenmörders Andrej Tschikatilo sehr souverän und mit noch mehr Fantasie nachbuchstabiert.
DW über den Roman "Kind 44" in Die Welt

kaes-Das-Feuermal
Verworrene, blutige deutsche Zeitgeschichte
:
Die Zahl der Ermittlungen mit Nazi-Hintergrund wächst. Die Hitlerei liefert auch einen der modrigen Urgründe, aus denen der vierte Thriller von Wolfgang Kaes wächst. Windungsreicher Plot, weites Panorama, hohes Tempo - Kaes wird immer besser.
DW über den Roman "Das Feuermal" in Die Welt

Donnerstag, 19. Juni 2008


bala-amok.jpgDas Magazin: »Ein Mann, ein Buch, ein Mord«

Er begann intensiv an "Amok" zu arbeiten, dem Roman, der alle seine philosophischen Obsessionen enthalten sollte. Die Geschichte ist ein Spiegel von Dostojewskis "Verbrechen und Strafe", wo Raskolnikow, überzeugt, als "aussergewöhnlicher Mensch" über andere richten zu können, einen armen Pfandleiher ermordet. Wenn Raskolnikow das Monster der Moderne ist, so ist Chris, der Protagonist von "Amok", das Monster der Postmoderne.
Ein Mann, ein Buch, ein Mord. Ist der Autor der Täter? Wie ein Kommissar einen wahren Fall zu seiner Obsession macht.
Von David Grann ... mehr


markaris-Wiederholungstaeter.jpgDRS 2 »Krimiautor und Wiederholungstäter«

Der Autor Petros Markaris ist durch seine Kriminalromane um den in Athen ermittelnden Kommissar Kostas Charitos international bekannt geworden. Als einer der massgebenden Intellektuellen Griechenlands ist er ist aber auch vieles mehr: prominenter Linker, Drehbuchautor für Theo Angelopoulos, Übersetzer und Kulturvermittler. In vielerlei Sprachen und Kulturen zu Hause, blickt der gelernte Wirtschaftswissenschaftler auf ein abwechslungsreiches Leben zurück - in einem Erinnerungsband, der ausgerechnet den Titel "Wiederholungstäter" (Diogenes Verlag) trägt.
Von Felix Schneider.
Die Sendung "Reflexe" vom Dienstag, 17.6.2008, 11.03-11.35 Uhr auf DRS 2 kann via Computer gehört oder heruntergeladen werden ...
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mankell-der-chinese.jpgtext und web: »Think global - kill local«
Birgitta Roslin ist eine von jenen typischen Mankell-Figuren, denen Probleme privater, beruflicher und gesellschaftlicher Art die Tage lang und die Nächte kurz und schmerzvoll machen. Bei Hening Mankell ist das eben so - und nur weil es so ist, funktionieren seine Bücher, sind in ihren besten Momenten systemkritisch und spannend zugleich, verabschieden alle gewesenen Heilserwartungen und halten doch heimlich weiter an ihnen fest, zumindest an der einen und letzten des integren Einzelnen, so wie ihn Mankel selbst lebt in seinem leidenschaftlichen Einsatz für die Armen Afrikas. Indem Mankell zudem in "Der Chinese" (Zsolnay Verlag) das Schicksal dreier chinesischer Brüder, von denen am Ende nur einer überlebt, so realitätsnah wie krass beschreibt, weht fast so etwas wie ein Hauch von Upton Sinclair durch diesen Roman, dessen Schwächen allerdings zu sehr ins Gewicht fallen, als dass man ihn zu den besseren seines Autors zählen könnte.
Von Dietmar Jacobsen ... mehr


seghers-partitur-des-todes.jpgWiener Zeitung:
»Verhängnisvolles Unwissen«

Mit der bewährten Methode des Wissensgefälles arbeiten Krimis ähnlich gerne wie Dramen. Wenn der Kommissar weniger weiß als der Leser, doch mehr als einige der Figuren, der Autor hingegen mehr als beide, dann ist das Wasser auf die Mühlen einer gekonnten Dramaturgie. Jan Seghers begnügt sich in "Partitur des Todes" (Wunderlich Verlag), dem dritten Krimi seiner Marthaler-Reihe damit nicht, er steigert die Wissensfrage ins Politische und Individuelle hinein. Denn in der "Partitur des Todes" stellt er Fragen, die so drängend wie schwer zu beantworten sind. Nicht der einzige Grund dafür, dass dieser dritte Fall mit Spannung, Wendungsreichtum, falschen Spuren und Komplexität reinen Krimi-Genuss ermöglicht und gleichzeitig den Leser produktiv verunsichern kann.
Von Rolf-Bernhard Essig ... mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke über Magdalen Nabbs "Vita Nuova": Guarnaccias vierzehnter Fall ...

Krimilady:
Henny Hidden hat Andrea Vanoni "Im Herzen rein" gelesen und stellt fest: Serienmörder sind auch Menschen! ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Der Dieb und die Hunde" von Nagib Machfus ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Moritz' "Magazin" bei Google. Faksimile und: Zum Kotzen. ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, Neuem im Kino und Fünf Fragen an Alfred Hellmann ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis stellt fest: Peter James fördert die Polizei von Sussex ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph rezensiert die EM ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes/Regionales


Das Magazin: »Sie lebt nur zweimal«

Alle Welt feiert den 100. Geburtstag von Ian Fleming. Höchste Zeit, seine geheimnisvolle Schweizer Geliebte kennen zulernen – die Mutter von James Bond.
Von Michael Marti und Peter Waelty ... mehr


child-sniperSeite 4: »Besser als Rambo«

Er ist ein militaristischer Moralist, also einer jener Leute, vor denen uns der Himmel bewahren möge, die wir aber in Romanen lieben. Moralisch existieren für ihn ausschließlich rechte Winkel und zwei Farben – eine davon ist sehr hell und die andere sehr, sehr dunkel. Manche mögen's hart: Lee Childs Serienheld Jack Reacher ist ein echter Kerl – und Jörg Bartel bekennender Fan ... mehr


Borcherding-WitzkeNDR: »Delikatessen für Leib und Magen«

Ruth Borcherding-Witzke und Silvija Hinzmann servieren Ihnen ein paar schmackhafte Krimi-Happen, genauer gesagt "Tödliches von Haff und Hering". Im Mitteldeutschen Verlag sind nämlich gerade 18 köstliche Krimigeschichten von der Ostseeküste erschienen. Ja, schwarzer Humor kommt öfter vor in diesen Kurz-Krimis. Jede Geschichte ist zusammen mit einem Rezept abgedruckt, das in der Handlung eine Rolle spielt.
Von Bert Lingnau ... mehr


buslau-neandermord.jpgWDR: »Eine blutige Spur«

Privatdetektiv Remigius Rott ist keine große Nummer in seiner Branche. Seine Hauptaufgabe besteht darin, untreue Ehefrauen zu beschatten, und selbst dazu reicht es manchmal nicht. Diesmal jedoch ist der Detektiv froh, Kommissar Krüger einen Dienst erweisen zu können. Der Krimi "Neandermord" (Emons Verlag) von Oliver Buslau verbindet sympathisch gezeichnetes Bergisches Lokalkolorit mit der Figur eines geradezu vertraut wirkenden Mittvierzigers - vom Leben immer leicht überfordert, aber hartnäckig und dickköpfig für zehn.
Von Sibylle Haseke. Ein Beitrag, den Sie auch hören können... mehr


maxian-toedliche-smsWiener Zeitung: »Wiener Blutspuren«

Wien ist eine schöne Stadt. Freilich nur dann, wenn der geneigte Besucher nicht gerade auf Schritt und Tritt von einem nach Blut lechzenden Mörder verfolgt wird. Doch genau das passiert der Fotografin Andrea Reiter im neuen Roman der österreichisch-deutschen Autorin Beate Maxian. Maxian ist mit "Tödliche SMS" ( echomedia Verlagein Kriminalroman gelungen, der selbst hartgesottenen Thriller-Fans den Schlaf rauben wird. Der Suchteffekt des Buchs gründet aber nicht nur in der rasanten Handlung – es sind auch die detailgetreuen Schilderungen jener Seiten dieser Stadt, von denen man selbst als Wiener maximal glauben darf, sie zu kennen.
Von Katharina Schmidt ... mehr

Mittwoch, 18. Juni 2008

schmauchspuren-rot-246x339.gif Die Krimikolumne von Peter Hiess.
hiess-peter-smoke.jpg Wir präsentieren Ihnen heuer die No. 15

olsen-cruel.jpgSo viele Krimis, so wenig Zeit. Da Peter Hiess seit seiner letzten Kolumne fleißig gelesen hat, faßt er sich diesmal kurz, aber heftig. "Something happened, with electricity in it" - wie es in Lawrence Blocks "Lucky at Cards" so treffend heißt.
Peter Hiess zu Büchern von Monika Geier ("Wie könnt ihr schlafen/Neapel sehen/Stein sei ewig"), John Katzenbach ("Das Rätsel"), James Sallis ("Driver"), Gregg Olsen ("Cruel"), Richard S. Prather ("The Peddler"), Lawrence Block ("Lucky at Cards") und David Morrell ("Level 9") ... mehr



leon-Lasset-die-Kinder-zu-mir-kommen.jpgDer Standard:
»Viele widerliche Charaktere«

Um das Geschäft mit der menschlichen Reproduktion geht es in Donna Leons neuem Krimi "Lasset die Kinder zu mir kommen" (Diogenes Verlag), um Kinderwunsch und Kinderhandel und darum, wie an sich sinnvolle Gesetze menschlichem Empfinden zuwiderlaufen. Das alles könnte in wohlfeile Gefühligkeit ausarten, aber diesmal hat Leon substanziell wieder zugelegt und schafft es von den seichten in tiefere Gewässer der Reflexion.
Von Ingeborg Sperl ... mehr


stiks-die-archive-der-nacht.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Tragödie von Sarajevo«
Igor Stiks' Roman "Die Archive der Nacht" (Claassen Verlag) ist eine gelungene Mischung aus Politthriller, Liebesgeschichte und Familientragödie. Sein Held durchlebt eine Odyssee voller fast mythischer Schicksalsschläge. Dabei setzt sich Stiks rigoros mit der Haltung des Westens im Balkankrieg auseinander.
Von Irma Weinreich ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Menschenfleisch und Paranoia:
Ross Thomas erzählt seinen Roman "Teufels Küche" so glänzend, dass er sich nicht nur als Politthriller lesen lässt, sondern auch als Gute-Laune-Literatur.
Von Horst Eckert ... mehr


Vermischtes


Europas größtes internationales Krimifestival geht in die vierte Runde:
"Mord am Hellweg IV-Tatort Ruhr", Europas größtes internationales Krimifestival geht in die vierte Runde. Ab sofort ist das Programm auf der relaunchten website abrufbar.
Das Krimifestival "Mord am Hellweg" ist längst ein Treffpunkt deutscher und internationaler Top-Autoren. Von Mitte September an soll die Region wieder zum "mörderischsten Streifen Deutschlands" werden, meldet Barbara Allebrodt in Der Westen, Bestsellerautorin Val McDermid wird in in Begleitung von Tatortkommissar Boris Aljinovic ihre Texte vorstellen (Der Westen). Gewinner des "Ripper Award" bekommt 11.111 Euro (Der Westen).

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter auf skandinavisch: Folge 97 mit Inger Wolf "Spätsommermord" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Wer "darf" und wer will nicht rezensieren und über Tess Gerritsen: Ein Sensibelchen über Sensibelchen ...

NuT:
Joachim Linder über das Verbrechen als 'unbestimmter Rechtsbegriff' im Kriminalroman ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und reichlich Material zum "Master of Suspense" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Material aus der Krimiwerkstatt 17/06/08 ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Dienstag, 17. Juni 2008


buchholz-RevolverherzDer Spiegel: »Kiez mit Skalp«
Die Hamburger Autorin und Reeperbahn-Anwohnerin Simone Buchholz schickt ihre literarische Figur, die Staatsanwältin Chastity Riley, auf die Piste, um einen perversen Frauenmörder im Rotlichtbezirk zu ermitteln. Das Lektorat des Droemer Verlags hätte der Autorin ausreden sollen, im letzten Drittel des Bandes nochmals alle Hauptfiguren ausführlich vorzustellen, das nimmt dem Buch die Spannung. Als Reiseführer für den Hamburger Kiez taugt "Revolverherz" aber auf jeden Fall, vor allem für jene Generation der Feierer, die die Gegend zwischen Hafen und St.-Pauli-Stadion für sich entdeckt hat.
Von Carola Wiemers ... mehr


simenonpfeifeKurier: »Schnapsidee mit Pfeife und Hut«
Zwei, drei kleine Genever und ein Schuss Bitter – dann war er da: Pfeife "zwischen die Zähne genietet", 100 Kilo schwer, ein Hut, die Kleidung aus feinem Tuch, im Büro ein Kanonenofen. Der Pariser Kommissar Maigret wurde 1928 auf der Terrasse eines niederländischen Cafés geboren. Sein Vater, Simenon, war damals 26 – und Belgier. Bis 1973 schrieb er mehr als 200 Bücher, darunter 75 Maigret-Romane. Er hörte 1973 wegen unfreundlicher Kritiken mit dem Schreiben auf. Seine einfache Sprache war als Unfähigkeit hingestellt worden. Heute würde ihm das nicht passieren: Sein Maigret gilt als große Literatur. Vier Krimis pro Monat begleiten den erfolgreichsten Kommissar der Literaturgeschichte bis zu seinem 80. Geburtstag im nächsten Jahr ...
Von Peter Pisa ... mehr


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-und-der-spion.jpg »Maigret-Marathon 10«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Zehnte Folge: "Maigret und der Spion".
"Maigret" steht über dem Buch, die Leser sollen es ja kaufen, der Kommissar aber kommt erst spät offen ins Spiel, auch wenn er schon zuvor sein Wesen treibt. Es scheint, als hätte Simenon diesmal nur Augen für die armen, verwirrten Siebzehnjährigen, die, vielleicht allzu klug, ganz sicher aber allzu nervös, im beschaulichen Lüttich etwas erleben wollen. Können sie etwas dafür, dass sie bei ihren Eskapaden im Nachtklub an Menschen geraten, die unvermutet Ernst machen? Am Ende landet einer der Jungen im Kongo, der andere im Irrenhaus, und das ist für beide nicht schön.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


mankell-der-chinese.jpgDeutschlandradio: »Angelockt vom Blutgeruch«
Ein ausgehungerter Wolf entdeckt in einem schwedischen Dorf die Kadaver von 19 Menschen. Das ist die Einstiegsszene im neuen Roman von Henning Mankell "Der Chinese" (Zsolnay Verlag). Doch dabei bleibt es nicht: Der Autor konfrontiert den Leser mit einer Vielzahl menschlicher Tragödien. Der schwedische Bestseller-Autor ist dafür bekannt, dass er seinen Kommissar Wallander mit unerträglichen Grausamkeiten konfrontiert. Doch ein solches Blutbad passt nicht in die schwedische Landschaft. Die Unfassbarkeit des Vergehens an der menschlichen Natur nimmt biblische Dimensionen an. Mankell spricht von chinesischen Schachteln, um sein Erzählprinzip zu erläutern.
Von Carola Wiemers ... mehr

HR-Thriller
Verbrechen, Mord, Totschlag: Krimi-Tipps bei HR-online:

doctorow-upload.jpg Zukunftsmusik zum Downloaden: Was wären Sie lieber: klug oder glücklich? Dies ist bedauerlicherweise keine Entscheidung, die Menschen für sich selbst treffen können. So spielt das Schicksal auch mit Art Berry.
Cory Doctorows Roman "Upload" vorgestellt von Nils Elbert ... mehr

littell-Die-Soehne-Abrahams Klug und informativ: Sein Sohn Jonathan hat mit dem Holocaust-Roman "Die Wohlgesinnten" in jüngster Zeit mehr Schlagzeilen gemacht als der "nur" Kriminalromane schreibender Vater Robert Littell. Und der gilt als einer der besten gegenwärtigen Autoren des Genres.
"Die Söhne Abrahams" vorgestellt von Gerhard Gericke ...
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tusset-im-namen-des-schweins Unkonventioneller Krimi: Eine Frau, die bestialisch ermordet wird, ein kauziger Kommissar und ein gewalttätiger Ermittler. Das könnte die Mischung für einen spannenden Krimi sein. Was Pablo Tusset daraus macht, hat wenig mit einem klassischen Krimi zu tun. Das macht aber nichts.
"Im Namen des Schweins" vorgestellt von Sonja Fouraté ... mehr

wolf-ostfriesenblut.jpg Jedem Landstrich seinen Krimi: Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Drehbuchautoren, schreibt Romane und Jugendbücher: Jetzt hat Klaus-Peter Wolf seinen dritten Ostfriesenkrimi herausgebracht.
"Ostfriesenblut" vorgestellt von Rochus Honold ... mehr

king-wahn Ein bisschen zu sehr Hollywood: Ein Mann verliert durch einen Unfall nicht nur seinen Arm, sondern auch sein bisheriges Leben. Doch er gewinnt ein neues Talent: das Malen. Der Altmeister des Horror Stephen King hat in "Wahn" eigene Erlebnisse verarbeitet.
Vorgestellt von Veit Ulrich ... mehr



ellis-transmetropolitan.jpg evolver: »Shit happens when you party naked«

Er zählt neben Frank Miller und Alan Moore zu den künstlerisch und erzählerisch einflußreichsten Comic-Autoren der Gegenwart. In den Comics von Warren Ellis sind zwei wesentliche Motive des Noir-Genres besonders deutlich auszumachen: der gebrochene (Anti-)Held und die anonyme, ebenso bedrohliche wie faszinierende Großstadt, die den idealen Rahmen für die Handlung abgibt. Sein kreativer Output ist dabei - gelinde ausgedrückt - epochal. Deshalb erzählen Ihnen Peter Hiess und Thomas Ballhausen "nur" etwas über die Noir-Comics des Warren Ellis ...
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Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke weist auf die Mord-am-Hellweg-Webseite hin und auf eine der "Listen, die die Welt nicht braucht" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Eiskalte Verbrecher: "Bruderland" von Matti Rönkä und über Die Entstehung eines Autoren-Videos ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, dem Cover der Woche (Veillot) und mit R. i. P. Stan Winston, R. i. P. Esbjörn Svensson, Noir of the Week, Kurzgeschichten online, Doomsday zensiert ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis hat Asa Larsson interviewt. "Der schwarze Steg", der Roman, um den es hauptsächlich in diesem Filmporträt geht, hat zwei Schauplätze: Kiruna und Södermanland ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat die EM gelesen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Montag, 16. Juni 2008

ulrich-kroegers-krimi-tipp
Ulrich Kroegers Krimitipp 5/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

deaver-Die-Menschenleserin.jpgDer berühmteste Agent Ihrer Majestät, ein Kommissar in Kalabrien, eine neue Expertin in Sachen Kriminalistik, ein pensionierter Detective und eine perfekte Inszenierung
Ulrich Kroeger zu James Bond und Ian Fleming und zu Büchern von Michael Dibdin, Jeffery Deaver, John Harvey und Guillermo Martínez ... mehr



fischer-und-verfuehre-uns-nicht-zum-boesen Die Welt: »Commissaris van Leeuwens Dämon«

Aus Platznot fällte Claus Cornelius Fischer seine Entscheidung. So zugepflastert schien dem deutschen Drehbuchautor die hiesige Krimi-Landkarte, dass er beschloss, einen Ermittler ins Ausland zu entsenden. Fischer wählte Amsterdam.
Sein zweiter Fall "Und verführe uns nicht zum Bösen" (Ehrenwirth Verlag) zeigt: Fischer hat sich die Lizenz zur Serie verdient. Die Figuren sind psychologisch schlüssig, die Handlungen anspruchsvoll und politisch brisant, die Dialoge realitätsnah.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
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mankell-der-chinese.jpgFrankfurter Rundschau: »Mehr als nur ein Krimi«
18 Tote sind der blutige Auftakt von Henning Mankells neuem Roman "Der Chinese" (Zsolnay Verlag). Die Spannung hält bis zum Schluss an und wieder zeigt sich: Der schwedische Autor ist kein Freund von plumpen Auflösungen. Die Phase, in der er fast ausschließlich Krimis schrieb, hat er hinter sich gelassen. Und auch "Der Chinese" ist mit "Krimi" nur unzureichend charakterisiert. Denn "Der Chinese" erzählt nur vordergründig die Aufklärung des Massenmordes. Dahinter steht die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Schuld die "erste Welt" gegenüber den einst kolonialisierten Ländern hat und was passiert, wenn einzelne Mächtige in wirtschaftlich aufstrebenden Ländern wie China anfangen, offene Rechnungen persönlich zu begleichen ... mehr


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Wegen Sommer- und Fußballpause derzeit etwas reduziert, nämlich mit einem Tipp der Woche ...
Am 14. Juni mit diesem Beitrag:

raab-der-metzger-sieht-rot
Möbel und Mörder:

In Thomas Raabs zweitem, gelungenen Roman ermittelt der behäbige Restaurator Willibald Adrian Metzger in der Fußballszene, wo es am Ende freilich weniger um Sport und Gesinnung, denn ums Geschäft geht. Raabs Humor ist eher leise und abgründig. Mit "Der Metzger sieht rot" (Leykam Verlag) schreibt er seine Saga fort, liefert eine gewiefte und unterhaltsame Kriminalgeschichte.
Von Frank Rumpel ...
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kaes-Das-Feuermalkulturzeit: »Krimitipps«:

In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Wolfgang Kaes: "Das Feuermal". Der Thriller beschreibt eine Familientragödie. Aus Verdrängung und Einsamkeit wird ein tödliches Gemisch aus Hass und Verzweiflung .....

Paul Eddy: "Grace Flint - Die 3. Mission". In einer eindringlichen Sprache wird das einsame Leben einer Agentin auf der Suche nach sich selbst beschrieben.
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Vermischtes


Morde und toter Beton:
Casal di Principe gilt als Hauptstadt der Camorra. Der Ort sieht unscheinbar aus, doch immer wieder sterben Menschen.
Eine Reportage von Julius Müller-Meiningen bei sueddeutsche.de

Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Fred Breinersdorfer "Noch Zweifel, Herr Verteidiger?" gelesen und David Ignatius "Der Mann, der niemals lebte" gehört ...

krimiblog:
Ludger Menke mit Streifzug: Freitag der 13. und eine grüne Fee in Australien und mit der Lösung für: Nie wieder schlechte Krimiplots! ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter auf skandinavisch: Folge 95 mit Ævar Örn Jósepsson "Dunkle Seelen", Folge 96 mit Daniel Scholten "Der zweite Tod" ...

krimikrimi:
Margit Breuss stellt trotz EM fest: es gibt ein kriminelles Leben abseits der Fanmeile ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Die Entwicklung polizeilicher Methoden und die Abbildung im Kriminalroman und mit Oriental noir ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis war auf Reisen: Stockholm Arlanda. Und hat Asa Larsson interviewt. Das kommt aber später ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einem Hinweis: auf Rap Sheet fargt Patrick Lennon sich, wie das Verbrechen sich im Überwachungsstaat ändert ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat die "Criminalbibliothek des 19. und frühen 20. Jahrhunderts" aufgefüllt: mit Hermine Frankenstein. Und er hat Hans Leberts "Die Wolfshaut" gelesen. Noch einmal: Krimistammtisch wird angekündigt ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Freitag, 13. Juni 2008


kulturzeitkulturzeit: »Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
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markaris-Wiederholungstaeter.jpgDeutschlandradio: »Autobiographie eines Wiederholungstäters«

Liebhaber von Kriminalromanen werden den griechischen Autor Petros Markaris kennen - und vor allem dessen Held, den Leiter des Athener Morddezernats, Kommissar Kostas Charitos mit seinen charakteristischen Macken. Wer mehr über Markaris selbst erfahren möchte, kann in der gerade erschienenen Autobiographie "Wiederholungstäter" (Diogenes Verlag) fündig werden. Petros Markaris erinnert sich darin an ein Leben zwischen Istanbul, Wien und Athen.
Von Agnes Hüfner ...
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fleming-ianBF: » Der Autor des James Bond«

"Mein Name ist Bond, James Bond" - So cool wie er rettet sonst keiner die Welt: James Bond, berühmtester Geheimagent aller Zeiten. Immer im Dienst ihrer Majestät. Was kaum einer weiß: Auch sein Schöpfer, der Schriftsteller Ian Fleming, arbeitete für den britischen Geheimdienst.
Ein Bericht in der Sendung "LeseZeichen" am So., 15.06.2008 um 9.45 Uhr [Bayerisches Fernsehen], wiederholt am Di., 17.06.2008 um 23:00 Uhr und Sa., 21.06.2008 um 22:00 Uhr [BR-alpha] ...
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archer-der-gefaelschte-koenig.jpgNDR: »Steile Aufstiege und ebenso tiefe Fälle«

Der britische Schriftsteller und Politiker Jeffrey Archer ist eine Figur, wie aus einem seiner eigenen Romane entstiegen: Bereits mit 29 Jahren ist er Abgeordneter im britischen Unterhaus. Hochverschuldet muss er zurücktreten - und schreibt den ersten seiner internationalen Bestseller. Er wird in den Adelsstand erhoben und Mitglied des britischen Oberhauses. Anfang 2000 wird Archer jedoch wegen Meineids zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Doch auch die Zeit nutzt er - zu einem neuen Buch. Auch wenn einiges ausgeschmückt wird: Die zwölf Kurzgeschichten in "Der gefälschte König" (Scherz Verlag) haben alle einen wahren Kern. Es sind skurrile Geschichten.
Von Tatjana Kruse ... mehr


mankell-der-chinese.jpgDer Spiegel: »Und was ist mit Wallander?«
Nun liegt er vor, der neue Mankell. In der vorvergangenen Woche kam er zeitgleich in sieben Ländern auf den Markt, auf der SPIEGEL-Bestsellerliste rangiert das Buch auf Rang vier. "Der Chinese" (Zsolnay Verlag) wird vom Verlag als "internationaler Thriller auf höchstem Niveau" und "Lesefutter vom Feinsten" gerühmt, bietet Spannungs-Literatur mit globalpolitischem Anspruch. Und alles ist fast wie immer. Aber eben nur fast. Krimi-Fan Manfred Ertel ist trotzdem erbost: Eigentlich wollte der schwedische Star-Autor doch seinen Kult-Kommissar reanimieren!
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buhl-375.jpgBücher Magazin »Das Gefängnis im Kopf«

Im Schwarzwald schießt sich ein Mann in die Schläfe. Als er aus dem Koma erwacht, wähnt er sich wieder in den Fängen der Stasi.
Marc Buhls "375" (Eichborn Verlag) ist ein Experiment mit deutscher Geschichte.
Ein Jahr lang recherchierte Marc Buhl, bevor er "375" schrieb. Immer wieder traf er sich mit ehemaligen Häftlingen, um sich ihre Geschichten erzählen zu lassen.
Von Heike Kunert ... mehr


fruttero-frauen-die-alles-wissen.jpgARTE:
»Mord und Ehe«

Der Vergleich drängt sich geradezu auf: Die Thematik ihrer jüngsten Romane ist beinahe identisch. nabb-Vita-Nuova In beiden Fällen geht es um Mord und um eine Ehe, die nicht als standesgemäß gilt, und um Frauen, die aus Nicht-Schengen-Ländern nach Italien eingewandert sind.
Carlo Fruttero hat nach dem Selbstmord seines Partners 2002 lange Zeit nichts geschrieben. Die Rückkehr des Autors ins Gewerbe wurde in Italien begeistert als "sensationelles Comeback" gefeiert.
Die Tonlage, in der der Achtzigjährige "Frauen, die alles wissen" (Piper Verlag) zur Sprache kommen lässt, unterscheidet sich wohltuend vom sportiven Promoting-Gedröhne seiner Vermarkter: Ein fein instrumentiertes Stimmenspiel, das der alte Meister komponiert hat – alles in Zimmerlautstärke, aber markant instrumentiert..
"Vita Nuova" (Diogenes Verlag) erzählt nicht von der überhöhenden Liebe zu einer schönen Frau. Magdalen Nabbs letzter Roman zeigt das Scheitern eines neuen Lebens auf, dessen Grundlagen Gier und Gewalt sind. Das haben wir schon gewusst, werden Sie sagen. Aber so haben Sie noch nie davon gelesen! Magdalen Nabb selber war kein neues Leben gegeben, sie starb 2007 sechzigjährig nach Fertigstellung dieses Romans. Es war der vierzehnte um Maresciallo Guarnaccia.
Tobias Gohlis stellt die beiden Romane als Krimis des Monats bei ARTE vor ... mehr

Kurz und schmerzlos


Nicht mutiger als Sie oder ich
:
ie Engländerin Magdalen Nabb ist im vergangenen Jahr gestorben, vermutlich ist dieses Buch eine Nachlese. Es ist von einer Kriminalroman-Art, die nicht mehr oft geschrieben wird: Fast ohne Action, mit einem durchschnittlichen Beamten als Hauptfigur, der nicht zu tollen Eingebungen neigt, und der noch nicht mal Trinker oder depressiv ist. Sylvia Staude über den Roman "Vita Nuova" in der Frankfurter Rundschau

Blogwärts

krimikrimi:
Margit Breuss mit Neuem zum Psychiatriekrimiprojekt. ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiwelt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp ...

NuT:
Joachim Linder mit: Ein Liebesroman ist ein Thriller ist ein Ermittlerroman ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph macht Krimis aus Brot und rezensiert die EM ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...




Kalender
13. Juni

sayers-dorothy.jpeg Am 13. Juni 1893 wird Dorothy Leigh Sayers in Oxford geboren. († 17. Dezember 1957 in Witham). Sie wurde am Sommerville College in Oxford ausgebildet und machte einen Abschluss mit einer erstklassigen Note in modernen Sprachen – sie war eine der ersten Frauen überhaupt, die an dieser Institution einen Abschluss machte. Sie arbeitete als Lehrerin und später als Werbetexterin in einer Werbeagentur (Bensons) in London. Das gab ihr einen wertvollen Einblick in die Werbebranche, den sie im Krimi "Mord braucht Reklame" (Murder Must Advertise) verwendete. Sie heiratet 1926 Captain Oswald Atherton Fleming, die Ehe verlief unglücklich. Ihren unehelichen Sohn ließ Dorothy L. Sayers bei einer Cousine versteckt aufwachsen.
Dorothy L. Sayers (sie bestand auf dem "L." und sprach ihren Namens wie "Ssährs" aus) ist vermutlich am bekanntesten für ihren Amateurdetektiv Lord Peter Wimsey. Dieser englische Aristokrat ist Held einer Reihe von Krimis, sowohl in Romanen als auch in Kurzgeschichten. In vier Geschichten kommt auch Harriet Vane vor, eine Kriminalschriftstellerin und Amateurdetektivin, die letztendlich Lady Peter Wimsey wird. Sayers schrieb auch eine Anzahl von Kurzgeschichten über die Figur Montague Egg, ein Weinverkäufer, der auch kriminalistische Rätsel löst.
Sayers selber befand ihre Übersetzung von Dantes "Göttlicher Komödie" ins englische als ihre beste Arbeit. Sie schrieb auch religiöse Essays und Schauspiele.
Als sie 1957 starb, hinterließ sie eine Reihe von Briefen und Fragmenten, die jetzt von der für den Booker-Preis nominierten Autorin Jill Paton Walsh kongenial zum letzten Fall von Lord Peter weitergesponnen wurden: "Mord in Mageren Zeiten".

Info:
Deutschlandradio, wikipedia.de, www.sayers.de, krimi-couch.de, krimi-forum.de, (Brendow Verlag), Michael Dalockde, www.schwarzaufweiss.de, www.sayers.org.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Untaten und Orte Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne

Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 2/2008:

Morde an Frauen.
Zwei isländische Krimis und ein ganz anderer englischer
bertelsson-walkueren
Glaubt man isländischen Krimis, dann breiten sich seit dem Fall des eisernen Vorhangs auf der Insel organisierte Kriminalität, Drogen- und Menschenhandel aus. Autoren, die wie der 1944 geborene Bertelsson das Land schon lange kennen, sind sich sicher, dass das vorher anders war. Ihre Figuren reden darüber. Atmosphärisch sind manche dieser Romane stärker vom alten Guten geprägt und wirken gemütlicher, als ihren Autoren wohl bewusst ist.
Für die Gattung Thriller ist eine literarische Anstandsregel des "Krimis" offenbar außer Kraft gesetzt: Du sollst nie als mörderischen Doppelgänger einen eineiigen Zwilling aus dem Hut zaubern. Das Faszinosum bei Peter James ist nun: Wie kann ein Buch, das auf so einer Schnapsidee beruht, den Leser so fesseln?
Michael Schweizer zu den Büchern "Walküren" von Thrainn Bertelsson, "Das gefrorene Licht" von Yrsa Sigurdardottir und "Nicht tot genug" von Peter James ... mehr



bertelsson-walkuerenschwedenkrimi: »Ehemaliger Theologe als Kriminalkommissar«

Þráinn Bertelsson, 1944 in Reykjavik geboren, ist ein Mann mit sehr vielseitigen Begabungen. Er ist ein sehr erfolgreicher Filmregisseur, Drehbuchschreiber und Schriftsteller. Er schrieb eine sehr erfolgreiche Autobiographie "Einhvers konar ég" und ist in Island einer der bekanntesten Zeitungskolumnisten. Die letzten drei Bücher, die Þráinn veröffentlicht hat, sind seine Trilogie um den Kommissar Víkingur und sein Team. Bei dtv ist nun der zweite Teil dieser Trilogie unter dem Titel "Walküren" erschienen. Das Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien nahm dies zum Anlass, ein ausführliches Interview mit Þráinn zu führen. Die Gelegenheit, mit ihm über seine Filme, seine Bücher und seine Kriminalromane zu sprechen, nutzte Jürgen Ruckh ...
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ani-Sueden-und-der-Strassenbahntrinker-sz-bibliothek.jpgsueddeutsche: »Vom Davonschleichen«

Wahrscheinlich ist Friedrich Anis Buch "Süden und der Straßenbahntrinker" (SZ-Bibliothek) so weit von einem ordentlichen Kriminalroman entfernt wie die Hauptfigur vom Abbild eines ordentlichen Münchner Kommissars. Das München, das Ani beschreibt, ist nicht schön. Die Stadt sieht so aus, wie die Gegend rund um den Hauptbahnhof vor der Sanierung aussah. Wundervoll menschlich sind die Figuren gezeichnet: Die Polizisten sind weder Berufszyniker noch Helden. Sie sprechen nicht die coole Kunstsprache vieler Fernsehkommissare, sondern dürfen auch mal den Mund halten. Wenn die Frau eines Kollegen stirbt, versammeln sie sich in stummer Trauer, weil ihnen die richtigen Worte sowieso nicht einfallen. Glücklicherweise hat der Autor solche Probleme nicht. Dass er seinen Tabor Süden, dem er eine ganze Romanreihe gewidmet hat, aufrichtig liebt, spürt man auf jeder Seite.
Von Christian Mayer ...
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harvey-Schlaf-nicht-zu-langeDeutschlandradio: »England unter der Oberfläche«

Der britische Autor John Harvey vermischt in seinen Krimis geschickt das Privatleben seiner Helden mit der eigentlichen "crime story" und mit einem unaufgeregten, aber umso tieferen Blick in ein Stück England heute. Auch in "Schlaf nicht zu lange" (dtv): Anhand von Figuren mit Bodenhaftung, die mit jedem Detail dichter werden, anhand des mit großer Kunst geknüpften Plots und anhand des Bodens, in dem alles wurzelt: Die Stadt, die jemand, wie Elder sich erinnert, "als dreckiges Loch, trübe und trist geschildert hatte. Aber trotzdem hatte sie etwas an sich. Etwas, das einen nie ganz losließ, wenn man einmal dort gelebt hatte." ...
Von Pieke Biermann ...
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rotbuch-pulp.jpgsattorg: »Allerfeinster Schund!«

Seit 2004 geben Charles Ardai und Max Phillips in ihrer viel beachteten Reihe "Hard Case Crime" hard-boiled Romane heraus. Darunter finden sich alte Schätze aus den 60er oder 70er Jahren, aber auch aktuelle Neuerscheinungen, alle hübsch als Taschenbuch mit grellen Schundliteraturcover. "Rotbuch" hat die deutschsprachigen Rechte erworben und bringt (hoffentlich) alle Romane der Reihe heraus – inzwischen immerhin mehr als vierzig.
Den Auftakt machen drei Bücher von vier Autoren, die im angloamerikanischen Raum zum Teil sehr populär, hierzulande aber nur wenig bekannt sind: "Abzocker" von Lawrence Block, "Flop" von Ken Bruen und Jason Starr sowie "Abschied ohne Küsse" von Allan Guthrie ...
Kirsten Reimers in Folge 1 der neuen Krimikolumne "Mordsmäßig" ...
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Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke mit wieder eine dieser unsinnigen und doch so schönen Listen und: "Tannöd" kommt erneut auf die Bühne...

krimikrimi:
Margit Breuss meldet Graf Dracula auf Schloss Ambras ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Prolltoll in Mangel: "King of the Road" von Charlie Williams und mit einer kleinen netten Geschichte erzählt Kevon Wignall ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Neuem im Kino: You kill me ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph freut sich auf Pieke Biermanns Buch "Der Asphalt unter Berlin" und rezensiert das Spiel Tschechien - Portugal ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


Radio:
Aus dem literarischen Leben:
Petros Markaris: "Wiederholungstäter. Ein Leben zwischen Istanbul, Wien und Athen"
Elliot Perlman: "Sieben Seiten der Wahrheit"
Heute,12.06.2008 um 16:10 Uhr in der Sendung "Büchermarkt" im Deutschlandfunk



Kalender
Regula Venske

Am 12. Juni 1955 wird Regula Venske Minden/Westfalen geboren. Venske_Regula Regula Venske studierte nach dem Abitur (1974) vier Semester Jura in Heidelberg und von 1976-1981 Germanistik und Anglistik in Hamburg. Nach dem 1. Staatsexamen (1981) lehrte sie von 1982 bis 1986 an der Universität Hamburg, der FU Berlin und als Lektorin an der University of London. 1987 promovierte sie zum Doktor phil und ließ sich als freie Autorin und Journalistin in Hamburg nieder.
1996 wurde sie für "Rent a Russian" mit dem Deutschen Krimipreis, 1997 für ihr Gesamtwerk mit dem Schriftstellerstipendium des Hamburger Lessing-Preises ausgezeichnet.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Autorinseite, Die Zeit Interview.

Henry Slesar
Wallace Am 12. Juni 1927 wird der amerikanische Schriftsteller Henry Slesar (eigentlich Schlosser) als Sohn russlanddeutscher Einwanderer in New York geboren. († 2. April 2002 im Alter von 74 Jahren in New York).
Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete.
Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Einen "friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Begabung (natürlich nur auf literarischem Gebiet)" nannte ihn Alfred Hitchcock, für den er über 50 Fernsehdrehbücher geschrieben hat. Dem Fernsehen verkaufte der junge Absolvent einer Design-Schule auch seine ersten Arbeiten, als er ab 1945 tagsüber in einer Werbeagentur für Klienten textete und abends für sich.
Die "Mystery Writers of America" verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den "Edgar Allan Poe Award", und 1974 erkannte die "National Academy of Television of Art & Sciences" ihm für die Krimiserie "The Edge of Night" den "Emmy" zu.
Info und Bibliographie bei Diogenes Verlag, Wikipedia, epilog.de, Joachim Kalka in der "NZZ" (mit einigen abweichenden Daten) .

Mittwoch, 11. Juni 2008


zier-tote-saison.jpgNeue Zürcher: »Das Aroma der Provinz«:

Der 1954 geborene, in St. Johann / Pongau lebende österreichische Autor O. P. Zier schickt in "Tote Saison" (Residenz Verlag) mit seinem Alter Ego Gruber einen Ermittler wider Willen in ein politisch verfilztes Salzburger Land – und lässt ihn fast darin zugrunde gehen.
Zier ist ein engagierter Autor. Sein grosses Thema ist die Region; sein Ziel offenbar, "Geschichte(n) von unten" zu erzählen. Dem ist er letztlich auch in "Tote Saison", wo es um eine Anatomie der Macht im Gewande der Lokalpolitik geht, treu geblieben. "Schonzeit" ist mit seinem durchgängigen psychologischen Realismus das ästhetisch geschlossenere Buch, "Tote Saison" das gewagtere und komplexere. Lesenswert sind beide. Gross und unerschöpflich ist die Provinz. Möge O. P. Zier noch viel darüber schreiben.
Von Judith Leister ... mehr


battaglia-passion-justice-freedom.jpgFrankfurter Rundschau: »Der retouchierte Krake«:

Letizia Battaglia wird in Italien totgeschwiegen. Keine Zeitung gibt ihr Aufträge mehr, kein Verlag veröffentlicht ihre Fotos. Sie ist mit den Toten bekannt geworden, die sie fotografiert hat. Mafia-Tote, gerade Ermordete auf den Straßen Siziliens, in ihren Blutlachen oder in durchschossenen Wagen. Die Bilder haben die Welt durchwandert. Für sie wurde Letizia Battaglia vergangenes Jahr der Erich-Salomon-Preis für Fotografie verliehen. Jetzt bedenkt sie das Willy-Brandt-Haus in Berlin mit einer kleinen Ausstellung, 78 Fotos, ein Abriss ihres Gesamtwerks "Im Kampf gegen die Mafia". Eine Begegnung mit der italienischen Mafia-Fotografin Letizia Battaglia.
Von Aureliana Sorrento ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Tot, aber doch lebendig:
Vor 70 Jahren starb Friedrich Glauser, der Schöpfer von "Wachtmeister Studer". Frank Göhre setzt dem Urvater des deutschsprachigen Krimis mit "MO – Der Lebensroman des Friedrich Glauser" ein lesenswertes Lebensdenkmal.
Von Reinhard Jahn ... mehr


Ultimo

Kurz und knapp, aber immer eindeutig kommen die Kritiken in der "Kleinen Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" daher, die niemanden verschonen. In der Ausgabe 36 mit dem Titel "Juden in Alaska" twining-die-schwarze-sonnewurde wieder Tacheles geredet. Und zwar zu diesen Büchern:
Michael Chabon: "Die Vereinigung jiddischer Polizisten"
James Twining: "Die schwarze Sonne"
Lucie Klassen: Der 13. Brief
Jürgen Siegmann: Am Abgrund
Joseph Wambaugh: Hollywood Station
Cornelia Reed: Schneeweißchen und Rosenrot
Simone Bucholz: Revolverherz
Bacher, Noller, Rudolph (Hrg.): Krimijahrbuch 2008
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roenkae-bruderland.jpgtext und web: »Viktor Kärppä ist zurück«

Mit "Bruderland" (Grafit Verlag) knüpft Matti Rönkä, Jahrgang 1959 und hauptberuflich als Nachrichtensprecher beim finnischen Fernsehen beschäftigt, nahtlos an den Erfolg seines Erstlings "Der Grenzgänger" (inzwischen auch als Taschenbuch bei GRAFIT) an. Rönkä hat den schnörkellosen Ton der klassischen amerikanischen Hard-boiled-Geschichten ins moderne Finnland übertragen. Coolness, Understatement und ein Ton, der noch die ungeheuerlichsten Dinge voller Ruhe und Lakonie, so scheinbar emotions- wie sprachlich schmucklos, gerade deshalb aber mehr als wirkungsvoll vor dem Leser ausbreitet ...
Von Dietmar Jacobsen ...
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Vermischtes/Interviews


leon-Lasset-die-Kinder-zu-mir-kommen.jpg Donna Leon schaltet bei Brunetti den Ton ab:
Mit der Erfindung des Commissario Brunetti traf die Amerikanerin Donna Leon ins Schwarze. Die Bestseller-Autorin mit Wohnsitz in Venedig liebt die Stille und klassische Musik. Im Gespräch mit WELT ONLINE erzählt Leon, was sie gegen den iPod hat und warum sie mittlerweile Babysachen kauft. Kirsten Liese sprach mit der Autorin für die Welt


Vampire sind attraktiv, klug und cool:
In den Bestsellerlisten ist sie daheim, längst wird Stephenie Meyer als legitime Nachfolgerin von Harry-Potter-Mutter Joanne K. Rowling betrachtet. Ihr Sujet: Vampire. Im Interview outet sich die 34-jährige Gruselautorin jedoch als dünnhäutiger Angsthase. Christoph Dallach sprach mit der Autorin für den Spiegel


Delia 2008:
Die Autorin Michaela Rabe hat den "DeLiA-Literaturpreis 2007" für Ihren Krimi "Perfektion" (fredeboldundfischer Verlag)erhalten. Michaela Rabe verbinde eine romantische Liebesgeschichte im klassischen Stil mit einer knallharten Mordserie, deren Beschreibung selbst eingefleischten Krimi- und Thrillerlesern und Leserinnen einen kalten Schauer nach dem anderen über den Rücken jage, meint die Jury. Zu lesen im Fachmagazin Buchmarkt


"Mord auf der Schwebefähre":
Das ist das Thema eines hoch dotierten Kurzkrimi-Wettbewerbs für Autorinnen und Autoren aus dem gesamten deutschen Sprachraum. Gesucht werden Beiträge, die am nationalen Baudenkmal Schwebefähre Osten - Hemmoor (Landkreis Cuxhaven) spielen, das im kommenden Jahr sein hundertjähriges Bestehen feiert.
Die Schwebefähre, wegen ihrer filigranen Stahlfachwerk-Konstruktion auch "Eiffelturm des Nordens" genannt, ist das überragende Wahrzeichen der Oste, des längsten niedersächsischen Nebenflusses der Elbe. Außer durch seine historischen Fähren ist das Osteland auch als "Krimiland Kehdingen - Oste" bekannt geworden, in dem viele Thriller-Autoren leben und viele fiktive Tatorte liegen. Fähren plus Krimis - da lag es für die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft Osteland e. V., die "Lobby für die Oste", nur nahe, beide Elemente zu einem überregional ausgeschriebenen Fährenkrimi-Wettbewerb zu verbinden. Die zwanzig besten Kurzkrimis sollen in einem Taschenbuch mit dem Titel "Mord auf der Schwebefähre" erscheinen ... mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke über Andrea Fazioli: "Das Collier" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Krimischwestern und der Buchmarkt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und internationalen Splittern ...

NuT:
Joachim Linder über Hermann Kurz: "Die blasse Apollonia" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit EM-Splittern und Jochen Königs Rezension von Ken Bruen / Jason Starr: "Flop" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...




Kalender
George Baxt

Baxt-George.jpgAm 11. Juni 1923 wird George Baxt in New York City geboren († 28. Juni 2003 ebenda)
George Baxt war erst Autor für die Bühne, für den Film und für das Fernsehen. Bereits 1932 wurde eine erste, von ihm verfasste Geschichte veröffentlicht. In den fünfziger Jahren hielt er sich in Großbritannien auf und verfasste Drehbücher für Horrorfilme.
Baxt schrieb aber auch Kriminalromane und förderte mit seiner Kriminalromanproduktion entscheidend zwei Strömungen der modernen Kriminalliteratur:
1966 erschien sein erster Kriminalroman überhaupt ("A Queer Kind of Death"; auf Deutsch veröffentlicht unter dem Titel: "Pharoah Love und die Badewanne des Todes"“). Mit diesem Roman begründete Baxt die Krimi-Schule mit einem schwulen Serienhelden. Mr. Love ist nämlich genau das, der erste offen schwule Detektiv der Kriminalliteratur. Als Begründer dieser Schule der Kriminalliteratur wird gewöhnlich Joseph Hansen genannt, was insofern richtig ist, als dass Hansen eine ganze Serie um seinen Helden, David Brandstetter, schrieb und die Darstellung realistischer war als die, die Baxt wählte. Unabhängig vom Erfolg und von der Qualität der Bücher bleibt aber festzuhalten: George Baxt war der erste Autor, der sich auf dieses Terrain wagte.
Mit der Murder Case-Serie um den Protagonisten Jacob Singer, die 1984 begann, verbreiterte Baxt den breiten Strom an historischen Kriminalromanen, die seit rund 30 Jahren gehäuft geschrieben werden und nahezu alle Epochen der Weltgeschichte umfassen. (Wikipedia)
Infos:
Wikipedia, krimi-couch.de, Toms Krimitreff, fantasticfiction (engl.), The Independent (engl.), circa-club (engl.), .

Dienstag, 10. Juni 2008

Befragungen

Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.


Celil Oker
Oker-Celil Celil Oker wurde 1952 in Kayseri geboren. Nach dem Besuch des Amerikanischen Gymnasiums in Tarsus studierte er Englische Sprache und Literatur an der Bosporus Universität von Istanbul. Er arbeitete als Journalist, Übersetzer, als Werbetexter und unterrichtete an der Fakultät für Kommunikation an der Bilgi-Universität in Istanbul. 1999 erschien sein erster Kriminalroman um den Privatermittler Remzi Ünal. Für diesen Kriminalroman (Schnee am Bosporus) erhielt er den "Kaktus", die 1999 ins Leben gerufene Auszeichnung für türkische Kriminalliteratur.
Das Duo Lehmer- Kerkloh & Przybilka hat Celil Oker zur 'berüchtigten' Befragung gebeten, in der passend zur EM auch Fußball zur Sprache kommt ... mehr



rees-Der-Verraeter-von-Bethlehem.jpgFAZ: »Jesus kam nicht bis Bethlehem«

Je aufgeklärter und kommoder die Verhältnisse, desto spektakulärer kann der Aufklärer Schmutz unter dem demokratischen Teppich hervorkehren. Insofern ist es schon ziemlich mutig, Bethlehem zum Schauplatz eines Kriminalromans zu machen: Es gibt im Westjordanland genug öffentliche, politisch motivierte Gewalt, als dass wir noch gewöhnlichen Mord und Totschlag brauchten. Aber Omar Jussuf, der "erste palästinensische Ermittler in der Literatur", ist ja auch kein normaler Privatdetektiv und "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) kein genretypischer Krimi. In den Stärken des Romans liegt freilich auch der Keim seiner Schwächen. Rees sortiert die unübersichtlichen Fronten, bringt Ordnung in die Hölle, aus der einst der Erlöser hervorging - aber nur um den Preis von Schwarzweißzeichnungen.
Von Martin Halter ...
mehr


Wörtches Leichenberg

roenkae-bruderland.jpg Am Kultur- und Verbrechenssraum Baltikum fehlt kriminalliterarisch gesehen noch der deutsche Ostsee-Anteil, geschrieben von ernstzunehmenden Autorinnen und Autoren, meint Thomas Wörtche in seiner Kolumne "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", die jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38" erschienen ist. markaris-Wiederholungstaeter.jpgBis es soweit sei, könne man sich an Finnen wie Matti Rönkä halten, dessen Roman "Bruderland" (Grafit) zwischen Gangsterroman und Privatdetektivroman tanze, sich weiterer Schubladisierung aber entziehe. Taavi Soininvaara enttäusche dagegen mit "Finnischer Tango" (Aufbau). "Wiederholungstäter" (Diogenes) von Petros Markaris sei dringend zu empfehlen, Allan Guthries "Abschied ohne Küsse" (HardCase Crime bei Rotbuch) wegen bemühter hardboiled-Haltung eher weniger. Und "Im Dunkel der Kathedrale" von Miloš Urban (dtv) sei misslungener Ferkelkram auch aus Tschechien.
Aber lesen Sie selbst und zwar ... hier


leon-Lasset-die-Kinder-zu-mir-kommen.jpgDeutschlandradio:
»Ich könnte nirgendwo anders leben«

Die amerikanische Schriftstellerin Donna Leon weiß die Vorzüge zu schätzen, die ein Leben als Amerikanerin in Venedig bietet: "Wenn man selbst nicht Italiener ist, ist das Leben dort sehr gut und angenehm." Gerade ist ihr neuester Krimi "Lasset die Kinder zu mir kommen" (Diogenes Verlag) mit dem beliebten Commissario Brunetti erschienen. Darin geht es um illegale Kinderadoption.
Jürgen König sprach mit ihr über den neuen Roman und über ihre Liebe zu Venedig... mehr


picoult-19-minuten.jpgDeutschlandradio:
»Amoklauf in einer Schule«

"In neunzehn Minuten kann man den Rasen vor dem Haus mähen, sich die Haare färben, Brötchen backen, sich vom Zahnarzt eine Füllung machen lassen oder die Wäsche für eine fünfköpfige Familie zusammenlegen." So beginnt Jodi Picoults eindrucksvolles Buch "19 Minuten" (Piper Verlag). Doch die Romanfigur macht etwas anderes. Peter Houghton tötet Mitschüler.
Von Roland Krüger ... mehr


burnside-die-spur-des-teufels.jpgDeutschlandradio:
»Verhängnisvolles Einsiedlerdasein«

Es ist eine düstere Geschichte, die John Burnside in seinem Roman "Die Spur des Teufels" (Knaus Verlag) präsentiert. Es ist beeindruckend, wie überzeugend John Burnside die Zeitschichten miteinander verschränkt und so verdeutlicht, dass Gegenwärtiges und Vergangenes eine Einheit bilden. Schuld, Tod, Verlust - das sind zentrale Themen dieses beglückend verstörenden Buches.
Von Rainer Moritz ...mehr


john-sinclair-schnitt-small.jpgSWR: »Dann lass ich die Monster tanzen«

Er ist Deutschlands meistgekaufter Autor und schuf mit seinem Romanhelden John Sinclair eine Kultfigur des Gruselromans. Seit 35 Jahren schickt Helmut Rellergerd alias Jason Dark seinen Romanhelden John Sinclair auf Geisterjagd. Im Interview erzählt der Autor von seinen frühen Grusel-Erfahrungen, und woher seine Titelfigur ihren Namen hat. Das Gespräch führte Marion Mühlenkamp und kann auch gehört werden (28:18 min) .... mehr



huston-blutrausch.jpgevolver:
»Von denen Vampyren auf Drogen«

In "Blutrausch" (Heyne Verlag), dem zweiten Teil seiner Blutsauger-Reihe begibt sich der amerikanische Noir-Autor Charlie Huston mit Joe Pitt in ein neues Territorium der nächtlichen Parallelwelt New Yorks. Charlie Huston kennt auch in der Fortsetzung von "Stadt aus Blut" kein Erbarmen, wenn es um Schilderungen von Gewalt, kurze und prägnante Dialoge oder skurrile Figuren geht. Der Autor der "Prügelknabe"-Trilogie versteht es erneut, einen fertig geschnittenen Film im Hirn seiner Leser ablaufen zu lassen: spannend, rasant und voller Blut.
Von Nikolaus Triantafyllidis ...mehr


mankell-der-chinese.jpgmdr: »Reise über die Kontinente, in die Geschichte.«
In sieben Kriminalromanen von Henning Mankell agierte Kommissar Kurt Wallander als Detektiv mit untrüglicher Spürnase in der Unterwelt. Der Ermittler wurde nicht zuletzt dank filmischer Umsetzung der literarischen Vorlagen zur Kultfigur. Offenbar fand der schwedische Bestellerautor trotz aller Welterfolge keine rechte Freude mehr an seinem Geschöpf, denn er verabschiedete sich von Wallander, ohne allerdings vom Kriminalroman die Finger zu lassen. Um seiner Leidenschaft weiter frönen zu können, verlegte er sich auf Thriller mit internationalem Kolorit. In seinem gerade erschienenen Roman ""Der Chinese" (Zsolnay Verlag) lädt er seine Fangemeinde zu einer Tour de force quer über vier Kontinente ein.
Von Ulf Heise. Ein Beitrag, den Sie hören können (5:51 min.) ... mehr

Vermischtes


Kein Verlierer ist so cool wie Scarface: 1983 spielte Al Pacino den Gangster Scarface. Der Film war sehr brutal, sehr lang, sehr aufregend. Mittlerweile ist Scarface eine echte Pop-Ikone, die im HipHop genauso verehrt wird wie von Oliver Kahn und echten italienischen Gangstern. Ein Mafioso hat sich sogar die Villa des Helden nachbauen lassen. Thomas Lindemann in der Welt

Blogwärts

Krimilady:
Henny Hidden hat Jan-Sverre Syvertsens "Blaue Augen" gelesen und war auch wegen des Berufes des Autors nicht zufrieden ...

krimikrimi:
Margit Breuss folgt einer Anregung: krimi schreiben mit 5 wörtern ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Besprechung: Getrieben vom guten Willen: "The Collaborator of Bethlehem" von Matt Beynon Rees ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Krieg der Sterne) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit neuem Vorschlag zum neuen Stammtisch ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Montag, 9. Juni 2008


mccarthy-kein-land-fuer-altemaenner.jpgFAZ:
»Das dunkle Zentrum der Welt«

"Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag) , in diesem Frühjahr in der souveränen Übersetzung von Nikolaus Stingl erschienen, stammt aus dem Jahr 2005. "Kein Land für alte Männer" ist als Film beeindruckend, der Roman gehört nicht jedoch nicht zu Cormac McCarthys stärksten Büchern. Chigurh ist das dunkle Zentrum des Romans, den die Coen-Brüder kongenial verfilmt haben. Wer den Film mit dem Buch vergleicht, wird feststellen, dass die Kürzungen die Stärken des Buches hervorheben und die wesentliche Schwäche verdecken.
Von Hubert Spiegel ...mehr


leon-Lasset-die-Kinder-zu-mir-kommen.jpgBerliner Morgenpost:
»Ein Treffen mit Donna Leon«

Sie schuf den Commissario Brunetti - Donna Leon hat in Berlin mit "Lasset die Kinder zu mir kommen" (Diogenes Verlag) den mittlerweile 16. Fall des venezianischen Ermittlers vorgestellt.
Kirsten Liese sprach mit der Bestseller-Autorin über Singlefrauen und ihren Commissario Brunetti ... mehr


jonquet-Die-Haut-in-der-ich-wohne.jpgORF: »Im Spinnennetz«
Thierry Jonquets Roman ist im Original bereits 1984 erschienen. Dieser Hinweis ist deshalb wichtig, weil man sonst annehmen könnte, der Text beziehe sich auf aktuelle Ereignisse, die Österreich in den letzten Jahren erschüttert haben. "Die Haut, in der ich wohne" (Hoffmann und Campe) ist ein Kriminalroman. Das bedeutet, dass der Autor am Schluss die offenen Fragen und Verstrickungen auflöst. Warum der Chirurg Leute gefangen hält, warum er gerade diese Personen gefangen hält und was es mit der irren jungen Frau im Sanatorium auf sich hat. Am Ende fügt sich alles zu einer logischen Erklärung.
Von Gerhard Pretting ... mehr


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt, sozusagen mit einem kleinen wöchentlichen KrimiMagazin. Dazu der Beginn einer personellen und inhaltlichen Kooperation mit den den "LiteraturNachrichten", der einzigen Zeitschrift im deutschsprachigen Raum, die kontinuierlich über außereuropäische Literaturen informiert ...
Am 7. Juni mit diesen Beiträgen:

roncagliolo-roter-april.jpg
Gegrillte Meerschweinchen?

Santiago Roncagliolo gehört zu den neuen, interessanten Namen aus Lateinamerika. Es mag mit den politischen und sozialen Verhältnissen und den ästhetischen Konsequenzen zu tun haben, dass gerade der lateinamerikanische Kriminalroman und der zeitgenössische Roman en general oft deckungsgleich sind.
Ein Porträt von Andreas Martin Widmann ...
mehr

berlinoir_3.jpg Ästhetische Wucht
Berlinoir sieht aus wie Berlin. Beinahe wenigstens. In Berlinoir geht es zu wie in Berlin, damals und heute. Beinahe wenigstens. In Berlinoir gibt es Mächtige und Ohmächtige. Beinahe wie im richtigen Leben. Berlinoir ist aber noch mehr viel: Ein grandioser Vampir-Thriller-Polit-und- Serialkiller-Comic von Reinhard Kleist und Tobias O. Meissner.
Von Thomas Wörtche ... mehr

verasani-Briefe-einer-Toten Sam Spades kleine italienische Schwester
Grazia Verasani, Norditalienerin aus Bologna, Jahrgang 1963, Schauspielerin, Liedermacherin, Dramatikerin, hob 2004 in Bella Italia eine Serienheldin aus der Taufe, deren Debüt bereits ein Jahr später unter dem Originaltitel "Quo vadis, Baby?" von Gabriele Salvatores verfilmt wurde.
Beate Mainka über den Roman "Briefe einer Toten" ... mehr

jonquet-Die-Haut-in-der-ich-wohne.jpg Nackt, ohne Wasser
Thierry Jonquet ist hierzulande beinahe unbekannt. In Frankreich gehört er zu den großen Kriminalautoren. Seit 1982 veröffentlichte er über 15 Kriminalromane, von denen mehrere ausgezeichnet wurden. In "Die Haut, in der ich wohne" webt er ein bedrohliches, alptraumhaftes Netz, in dem sich die präzise gezeichneten Figuren nach und nach verfangen.
Von Claus Kerkhoff ... mehr


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und Matti Rönkäs "Bruderland" und Wolfgang Kaes' "Das Feuermal" gelesen ...

gumshoe News:
Jiro Kimura meldet "Gil Adamson Wins Hammett" und leider auch den Tod von Jack Lynch ...

krimiblog:
Ludger Menke über Peter Oberdorfers Debütkrimi "Kreuzigers Tod" ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter auf skandinavisch: Folge 93 mit Anne Holt "Das letzte Mahl", Folge 94 mit Karin Alvtegen "Die Flüchtige" ...

krimikrimi:
Margit Breuss über "The Murder Farm", die englische Version von Andrea Maria Schenkels "Tannöd" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski informiert, dass Last Laugh Award 2008 und Hammett Prize vergeben sind, fragt sich nach dem Gespräch mit Otto Penzler auch, wie man ein Interview lenkt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einem weiteren Helden der Popkultur: Indiana Jones in buch und Film ...

NuT:
Joachim Linder über Berthold Auerbach: Der Kindesmord und David Markson: The Ballad of Dingus Magee ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat sich als Lektüre Jean-Christophe Grangés "Das Herz der Hölle" eingepackt, sitzt aber meist man auf einem französischen Felsen und hört dem Meer zu, wenn er nicht EM guckt ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...




Kalender
Patricia Cornwell

Am 9. Juni 1956 wird Patricia Cornwell in Miami / Floria geboren.
Ihre Kindheit erlebte sie traumatisch, studierte am Davidson College in North Carolina. cornwell-patricia.jpeg Während des Studiums begann sie praktisch als "Therapie" zur Auf- und Verarbeitung ihrer Kindheit mit dem Schreiben: Patricia Cornwell fing beim "Charlotte Observer" als Polizeireporterin an (Info: krimi-couch.de). Sie arbeitete als Gerichtsreporterin und Computerspezialistin in der forensischen Medizin, bevor sie für ihre Thriller um Kay Scarpetta in den USA, in Großbritannien und Frankreich mit hohen literarischen Auszeichnungen bedacht wurde. Seit 2000 forschte Patricia Cornwell nach der wahren Identität von Jack the Ripper und investierte mehrere Millionen Dollar ihres Privatvermögens in die Recherche. Die Autorin lebt in Richmond, Virginia, und Malibu.
Infos und Bibliographie:
Homepage der Autorin, krimi-couch.de, geo.de, abebooks.de, Random House, IASL online.de, wikipedia, Fanseite, perlentaucher.de, Kolja Mensing/taz, ARTE.


Martin Compart
compart-martinAm 9. Juni 1954 wird Martin Compart in Witten/Ruhr geboren.
Er studierte Politikwissenschaften und beschäftigte sich schon früh mit populärkulturellen Themen, schrieb u.a. für die heute legendären Magazine Comixene und Science Fiction Times. Ab 1982 war er Herausgeber "gelben Ullstein-Krimis" – die er erneuerte und zu einer der wichtigsten Krimi-Reihen der 80er Jahren entwickelte – und konzipierte die Reihen "Populäre Kultur" und "Ullstein-Abenteuer" (die sogenannten Flashman-Romane). Im Verlag Bastei-Lübbe entwickelte er ab 1996 drei Reihen für das kriminalliterarische Programm, u.a. die "Schwarze Serie". 1999 konzipierte und betreute er als Herausgeber die Kriminalliteraturreihe "DuMont Noir". Er schrieb Drehbücher, einen Roman, realisierte TV-, Buch- und Kino-Projekte und arbeitete weiterhin journalistisch, u.a. für die Züricher Weltwoche, Lui, TransAtlantik, Spiegel, Esquire, taz, Musik-Express, TV-Spielfilm.
Info:
evolver , Alexander Verlag, Mordlust, Der Spiegel, Bert + Fischer


Freitag, 6. Juni 2008

Axel Bußmers TV & Buchtipps 7. – 20. Juni 2008

der_dritte_mann.jpg
wallace-dergruenebogenschuetze.jpgWillkommen zu den ersten TV-Krimi-Buch-Tipps des Sommers. Denn, egal was das Thermometer sagt: erst wenn die Edgar - Wallace - Verfilmungen gezeigt werden ist Sommer!
Neben Edgar Wallace verschönern einige, teils selten gezeigten Filme die heißen EM-Tage.
Große Regisseure päsentieren die Verfilmungen großartiger Bücher ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Pieke Biermanns Kriminalreportage


kriminalreport Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".

Freitag, den 6. Juni 2008 um 10:27 und 13:27
"Organhandel für Luxuskutschen"
Berlin gilt als "Hauptstadt des Autodiebstahls". Besonders beliebt: teure Schlitten mit raffinierten Wegfahrsperren werden gestohlen und zerlegt, denn Einzelteile sind viel leichter zu schmuggeln als ganze Autos. Die kriminelle Ökonomie funktioniert nach klassischen Prinzipien der legalen Marktwirtschaft – Zielgruppenorientierung, Arbeitsteilung und hocheffiziente Logistik. Pieke Biermann war für ihre neue Kriminalreportage in einer Brandenburger "Zerlegehalle", die die Polizei gerade ausgehoben hatte.
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar.
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"



mankell-der-chinese.jpgBerliner Morgenpost: »Rote Seide, rotes Blut «
Dass im neuen China alles eine Nummer größer, brutaler und abgefahrener sein muss als anderswo, das ist auch eines dieser merkwürdigen globalen Klischees. In ""Der Chinese" (Zsolnay Verlag) kommt einem wieder vieles vertraut vor: Henning Mankells Ermittler sind überlastet und zu verschwitzt, um auf die richtige Spur zu kommen. Vor den kleinen idealistischen Idealen baut Mankell die große Kulisse der Globalisierung auf. Denn in unserer materialistischen, sprich geldhungrigen Welt, will uns der Thriller Glauben machen, hängt irgendwie alles zusammen.
Von Volker Blech ... mehr


chesterton-father-browns-einfalt.jpgStuttgarter Zeitung: »Stammeskriege, Beweisfragen und Häuserkämpfe«:

Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der Mai-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
Thomas Raab ("Der Metzger sieht rot"), Lucie Klassen ("Der 13. Brief"), Scott Turow ("Befangen"), Magdalen Nabb ("Vita Nuova") und G.K. Chesterton ("Father Browns Einfalt") ... mehr


mischke-der-tote-vom-maschsee.jpgNDR: »Die finsteren Abgründe von London«
Susanne Mischkes Lebensstationen lassen sich an ihren Büchern ablesen. Sie hat sie stets in ihrem näheren Umfeld spielen lassen. Das ist, nach Berlin und Darmstadt, seit einigen Jahren Hannover. Nun hat sie ihren ersten Krimi geschrieben, in dem die Kripo der niedersächsischen Landeshauptstadt eine Hauptrolle spielt. Mischke, die schon als "Krimikönigin" bezeichnet wurde und mehrere Jahre Vorsitzende der "Sisters in Crime" war, legt mit "Der Tote vom Maschsee" (Piper Verlag) zugleich den ersten Band einer geplanten Serie von Krimis mit einem hannoverschen Ermittlerteam vor.
Von Claudia Toll ... mehr


brown-The-Solomon-Key.jpgDie Presse: »Washingtons geheime Loge«
Der neue Roman des "Sakrileg"-Autors Dan Brown soll in Kürze erscheinen. Es war eine schwere Geburt.
Der Titel des "Sakrileg"-Nachfolgers soll "The Solomon Key" lauten. Die Handlung spielt in Washington und involviert den ältesten Geheimbund der Welt, die Freimaurer. Mittlerweile gibt es in den USA schon mehrere Bücher, die sich in Erwartung des neuen Brown-Bestsellers mit dem "Solomon Key" beschäftigen. Im Gegensatz zu Dan Brown haben die Autoren dieser Werke offensichtlich nicht unter Writer's Block, unter Schreibblockaden, gelitten.
Von Norbert Rief ... mehr

Außerdem Krimi-Meldungen bei "Die Presse":
Mafia-Experte Roberto Saviano plant neues Buch
Mit seinem Roman "Gomorrha" geriet der Schriftsteller in die Schusslinie des organisierten Verbrechens. Nun will er über Gesundheits-Schäden durch den giftigen Müll in Neapel schreiben.

Verkaufsrekorde für neues James-Bond-Buch
Zum 100. Geburtstag von Ian Fleming schrieb Sebastian Faulks "Devil may care" - ein Krimi in bester Bond-Manier. 44.000 Mal ging dieser in Großbritannien bereits über den Ladentisch.


penzler-otto_sm.jpgZauberspiegel: »Pulp und Krimi«
Otto Penzler ist einer der Koryphäen nicht nur unter den US-Krimiexperten. Er ist nicht nur Krimi-Fan, sondern hat auch als Verleger, Herausgeber und Händler (er betreibt mit THE MYSTERIOUS BOOKSHOP die wohl größte Krimi-Buchhandlung der Welt, die er am Freitag, den 13. Juni 1979 eröffnete) gewirkt. Er gewann den "EDGAR" "The Encyclopedia of Mystery and Detection".
Das Magazin "Zauberspiegel" sprach mit ihm über Krimis gestern und heute in den USA und der Welt. Das Interview steht jetzt in zwei Teilen zur Verfügung:
Erster Teil
Und zweiter Teil:

(Ein Linktipp von Reinhard Jahn)


Blogwärts

gumshoe News:
Jiro Kimura meldet die Arthur Ellis Award Winners und leider auch einen weiterem Todesfall (Matthew J. Bruccoli) ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp einigen sachdienlichen Hinweisen mit Links ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Ostermaier über den Fall Cantat/Trintignant. True Crime als Roman. "DLF". Und mit Michael Connelly: Introduction to Mystery Writers of America Presents The Blue Religion ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Donnerstag, 5. Juni 2008

Ulrich Nollers Krimitipps Juni 2008

laurie-bockmist.jpgklassen-der-13te-brief.jpg Krimi ist Unterhaltung. Und zwar manchmal richtig gute Unterhaltung. Das beweisen einmal mehr zwei ganz unterschiedliche Newcomer der Krimiszene: "Dr. House" Hugh Laurie mit seinem Roman "Bockmist". Und das deutsche Nachwuchstalent Lucie Klassen mit "Der 13. Brief". Ulrich Noller in seinen Krimitipps im Monat Juni bei FH Europa ...
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mankell-der-chinese.jpgTagesspiegel: »Rote Seide, rotes Blut «
Kaum zu glauben: Man kann auch mit Moral Quote machen. Seit Jahren schreibt Henning Mankell Bestseller, in denen er politische und gesellschaftliche Abgründe erhellt, und beweist damit, dass die Verbindung von Unterhaltung und Engagement funktionieren kann. Henning Mankell erforscht in seinem Thriller "Der Chinese" (Zsolnay Verlag) den neuen Kolonialismus.Dass Mankell dabei nicht viel mehr an Tiefenschärfe gewinnt, als es seinem Unterhaltungsformat entspricht – geschenkt. Schwerlich aber kann man sich des Eindrucks erwehren, dass Mankell von der Aufmerksamkeit für die Olympischen Spiele profitieren will. Sein Roman erscheint in sieben Ländern gleichzeitig. Reiner Zufall, behauptet er.
Von Wiebke Porombka ... mehr


barnes-Das-Albtraumreich-des-Edward-Moon.jpgDeutschlandradio: »Die finsteren Abgründe von London«
Der englische Schriftsteller Jonathan Barnes hat für sein Buch "Das Albtraumreich des Edward Moon" (Piper Verlag) die Ingredienzen des Schauer- und Gruselromans mit moderneren Einflüssen gewürzt. In der Geschichte erschüttert eine Reihe ungewöhnlicher Morde das von Rußnebel verhangene London. Scotland Yard steht vor einem Rätsel. "Das Albtraumreich des Edward Moon" ist ein faszinierendes Buch, geistreich und gespenstisch, aberwitzig komisch und schaurig zugleich, verspielt und mitunter auch unverschämt großmäulig.
Von Georg Schmidt ... mehr


ivanov-kalte-schuesse.jpgWDR: »Fußball-Krimi«

"Der Krimi zum Fussballkrimi" hiess die Aktion bei WDR 2, in der Krimis aus Österreich und der Schweiz gesucht wurden. WDR 2-Krimiexpertin Antje Deistler empfahl den Glauser-gekrönten Roman "Stadt der Verlierer" der Österreicherin Lilian Faschinger ("Ein böses Buch. Das ist ja gerade das Gute!") und machte aufmerksam auf die hierzulande so gut wie unbekannte Schweizerin Petra Ivanov und "Fremde Hände" ("Nichts Hochliterarisches, aber spannend").
Diese Tipps und welche Bücher die WDR 2-Hörer empfehlen finden Sie ...hier. Ein Beitrag, den Sie auch hören können


Krimijahrbuch08.jpgtext und web: »Alles Krimi oder was?«

Eine mehr als stattliche Phalanx von Kennern und Enthusiasten - geschart um ein Herausgebertrio, dem erneut der ebenso emsige wie ideenreiche Dieter Paul Rudolph präsidierte, und betreut vom Wuppertaler NordPark Verlag - hat zum dritten Mal in Folge einen repräsentativen Almanach für alle Freunde der Kriminalliteratur auf den Markt gebracht. Kleinere Redundanzen, mehrere über das Buch verstreute verrätselte Sätze stören. Dennoch, das "Krimijahrbuch 2008" ist Infotainment auf bemerkenswertem Niveau ...
Von Dietmar Jacobsen ...
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krimi-couch-podcast.jpgKrimi-Couch: »Krimi-Couch-Podcast: Der Krimi in China«

Die Juni-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
china-podcast.jpgDas "Reich der Mitte" beherrschte im vergangenen Monat die Schlagzeilen – keine Rede mehr vom rasendem Wirtschaftswachstum, von florierenden Boomtowns und der Öffnung gen Westen. Stattdessen: Börsen-Crash, Olympia-Boykott, Tibet-Krise. Ob der Kriminalroman auch in Chinas Fall eine Art Türöffner darstellt? Ein Türöffner, der einem Einblicke in die nicht ganz triviale Kultur der Chinesen ermöglicht?.
Der Podcast (34:55 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr
Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!


Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Juni-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
block-abzocker.jpgFausers Block:: Ein wiederaufgelegter Pulp-Roman war Inspiration für Jörg Fausers "Der Schneemann" ...
Von Ambros Waibel

dorn-maedchenmoerder.jpgDie Wahrheit liegt jenseits: Thea Dorn lässt ein entführtes Mädchen erzählen und Liebesbriefe schreiben ...
Von Rolf Löchel

peace-1983Friede auf Erden: David Peace evoziert die Sehnsucht nach einer anderen Welt ...
Von Walter Delabar

mankell-der-chinese.jpgStreunender Wolf und rotes Seidentuch: Henning Mankells Roman "Der Chinese" ...
Von Peter Mohr

mcgahan-last-drinks.jpgWenn dich die Vergangenheit einholt: Andrew McGahan präsentiert einen kunstvoll gewobenen Krimi aus Fakten und Fiktion ...
Von Christina Langner

block-verlusteGut und Böse: Lawrence Block nimmt sich in seiner Erzählung "Verluste" jede Menge Zeit ...
Von Walter Delabar

wieninger-rostige-fluegel.jpgVon Winnetou gelernt: In Manfred Wieningers neuem Krimi regiert die gutbürgerliche Verwüstung ...
Von Martin A. Hainz

reichlin-die-sehnsucht-der-atome.jpgMexikoexkurse: Linus Reichlins misslungene Premiere ...
Von Walter Delabar

child-sniper.jpgSuper-Jack rettet die Welt: Lee Childs Krimi vom Reißbrett...
Von Walter Delabar


Blogwärts

krimikrimi:
Margit Breuss fragt sich: warum schreiben die Leute in Zeiten wie diesen über Krimis statt über Fußbälle? Und hat einige Linktipps parat ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit den Dagger Awards: Preise aus UK ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und : Neu im Kino: Cassandras Traum ...

NuT:
Joachim Linder über Identitätsverlust in der Restaurationszeit und Law and Literature (Melville's Leadership Training) ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender

C.H. Guenter C.H. GuenterAm 5.Juni 2005 stirbt der Schriftsteller C.H. Guenter in Herrsching am Ammersee (* 24.3.1924).
Guenter entwarf 1959 für den Pabel-Verlag die Figur des New Yorker Privatdetektivs Jo Walker alias KOMMISSAR X für eine Romanheftserie, die als Konkurrenz zu "Jerry Cotton" aufgebaut werden sollte. Zwischen 1959 und 1964 verfasste er achtundfünfzig Heftromane und einundfünfzig Taschenbücher dieser Serie. Als deutsches Pendant zum Superagenten James Bond kreierte Guenter 1965 MISTER DYNAMIT, den Agenten Robert "Bob" Urban des Bundesnachrichtendienstes. 329 Romane dieser Agentenreihe legte Guenter in den Jahren 1964 bis 1992 vor.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Oerindur Verlag, Martin Compart bei evolver, Wikipedia

Mittwoch, 4. Juni 2008

SpurensucheAxel Bußmers Spurensuche No. 44
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Mordsmäßige Krimireihen
rotbuch-pulp.jpgWer bei der Schwarzen Serie von Bastei-Lübbe, oder bei Dumonts Kriminalbibliothek oder bei Heynes Classic-Crime-Serie zugriff, wusste, was er erhielt, auch wenn er den Autor nicht kannte. Doch in den Neunzigern stellten die Verlage ihre erfolgreichen Krimiserien ein und ließen die Kriminalromane in das allgemeine Programm wandern. Da tummelte sich plötzlich ein Joe R. Lansdale neben Robert Stone, ein Stephen Frey neben Elfriede Jelinek und Autoren, die sich innerhalb der Serien gut verkauften wurden einfach nicht mehr übersetzt.
Inzwischen pflegen mehrere kleine Verlage wieder Reihen.
Axel Bußmer über die Reihen "Funny Crimes", "Hard Case Crime", "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands" und "Kaliber .64" ... mehr



klassen-der-13te-briefStadtrevue: »Schwarzlicht«

Die schönsten Überraschungen kommen meist dann, wenn man sie am wenigsten erwartet. Im Frühjahr 2007 – eine kreative junge Kriminalliteratur in Deutschland ist im Prinzip nicht vorhanden – hat die 1977 geborene Luci Klassen aus dem Heilkurort Bad Pyrmont ihren ersten Kriminalroman "Der 13. Brief" (Grafit Verlag) geschrieben: ein intelligenter, witziger, authentischer Kriminalroman, dem es mühelos gelingt, die verschiedenen Welten der 18-Jährigen und der 40-Jährigen miteinander zu verbinden.
Ulrich Noller in seiner Krimikolumne "Schwarzlicht" ... mehr


mankell-der-chinese.jpgsueddeutsche/buecher.de: »Der Weltgesellschaftsbeobachter«
Wem letzte Zweifel die apokalyptische Sicht auf den Zustand der Welt noch verstellen sollten, dem dürfte Hennig Mankells jüngste Veröffentlichung mit einer nachdrücklichen Lektion aufhelfen. Unter dem Tarnanstrich eines Kriminalromans ist seine 600 Seiten umfassende politische Streitschrift am vergangenen Wochenende in sieben Ländern gleichzeitig herausgekommen. "Der Chinese" (Zsolnay Verlag) wird verlagsseitig als "internationaler Thriller" beworben.
Um die Apokalypse abzuwenden und dem Egoismus der Individuen zu trotzen, plädiert Henning Mankells globalisierungskritisches Manifest für einen Pakt mit dem kältesten Ungeheuer der Moderne, dem Staat. "Der Chinese" ist ein unheimliches Buch.
Von Martin Bauer ... mehr

mankell-der-chinese.jpgNDR: »Psychogramm seiner Hauptfiguren «
"Der Chinese" beginnt wie ein klassischer Krimi mit einem Mord, genauer gesagt einem Massenmord. Henning Mankell ist ein Suchender, der durch die Fragen, die er aufwirft, viel beantwortet. Das tut er mit scharfer Beobachtungsgabe, fern jeder Oberflächlichkeit und Klischees und mit großer Bescheidenheit. Stellenweise hat das Buch essayistische Züge, wenn Mankell versucht zu erklären, wie die Dinge zusammenhängen - über Zeiten und Kontinente hinweg.
Von Ariane Wälzer ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Einer spielt falsch:
Ein einsames Landhaus und zwei Duellanten: Mit "Blindband" erscheint eine beeindruckende Neuauflage von Gilbert Adairs trickreichem Kammerspiel.
Von Ralf Kramp ... mehr


Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Hammett Prize 2007: Eine Beurteilung der Kandidaten ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis meldet: Schluss mit Ferienglück - wieder zu Hause. Und dann direkt die Aufbau-Krise ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit Film Noir Collection 3: Schwarzer Engel ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker-Info: "Böses Blut": Jack the Ripper und Fritz Haarman - im Namen der Gesellschaft. Im August beim DLF ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...



Kalender
Ernest Borneman

Am 4.Juni 1995 nimmt sich der österreichische Sexualforscher, Publizist und Schriftsteller Ernest Borneman in Scharten das Leben (* am 12. April 1915 als Ernst Bornemann in Berlin). Pseudonym: Cameron McCabe.
1933 emigrierte er nach England ("Ernest Borneman"), später ging er nach Canada und in die USA. Dort hat er studiert, gearbeitet, war interniert, hat einige Jahre ethnologische Feldforschungen betrieben, Filme gedreht. 30 Bücher zur Sexualwissenschaft ließen ihn beinahe selbst vergessen, daß er einmal zu den wichtigsten internationalen Jazzforschern gehörte. Nicht nur das: Ernest Borneman war ebenso erfolgreich als Romanautor, Kameramann, Dokumentarfilmer, Drehbuchschreiber, Filmproduzent. Das Geheimnis, wie man in einem einzigen Leben so oft Karriere macht, nahm er 1995 mit in den Freitod. (hjs jazz.de)
Um sein Studium zu finanzieren, kam Borneman auf die Idee, in den Semesterferien einen Roman zu schreiben, auf englisch. "The Face on the Cutting-Room Floor" (1937) wurde in 12 Sprachen übersetzt, erntete Kritiker-Preise und gilt heute als Klassiker des Krimi-Genres. Sechs Weitere Krimis folgten, von denen einige auch im Scherz Verlag erschienen sind.
Infos;
wikipedia, hjs jazz.de, Jazz-Zeitung

Dienstag, 3. Juni 2008


faulks-fleming-der-tod-ist-nur-der-Anfang.jpgStern: » 007 kämpft in Afghanistan«:

Normalerweise schreibt der englische Autor Sebastian Faulks nur Hochliteratur. Aber zum 100. Geburtstag des James-Bond-Erfinders Ian Fleming hat er mit "Der Tod ist nur der Anfang" (Heyne Verlag) einen neuen Bond-Roman geschrieben. Im Gespräch mit stern-Redakteur Stephan Maus erklärt er den Mythos 007 und verrät, wie er sich den Aston-Martin-Stil angeeignet hat ... mehr

faulks-DevilMayCare.jpgFAZ: »Der neue Bond«:

Zu Beginn von "Devil May Care", zu Deutsch "Der Tod ist nur der Anfang", steht 007 auf dem Scheideweg zwischen resignierter Schreibtischarbeit in der Londoner Zentrale oder einer neuen Mission. Der britische Schriftsteller Sebastian Faulks, der von den Erben des Bond-Schöpfers den Auftrag erhielt, zu dessen hundertstem Geburtstag am 28. Mai ein neues Abenteuer zu schreiben, greift die Geschichte mehr oder weniger dort auf, wo sie im letzten, postum veröffentlichen Roman Ian Flemings abbrach.
Von Gina Thomas ... mehr

faulks-fleming-der-tod-ist-nur-der-Anfang.jpgFrankfurter Rundschau: »Ganz der alte Bond«:

"Der Tod ist nur der Anfang", das ist ein Titel, wie es sich für einen Roman über Bond, James Bond, gehört. Den Unkaputtbaren, den Über-Agenten ihrer Majestät.
Auch sonst hat der britische Schriftsteller Sebastian Faulks den Ton, die Vorlieben Ian Flemings - der die Figur 1953 erfand und 1964 starb - bewundernswert getroffen. Sebastian Faulks schreibt wie einst Ian Fleming. Aber warum sollte man das lesen?
Von Sylvia Staude ... mehr

Mord und Totschlag

erker-no-55Auch wenn Joachim Feldmann bei den Alligatorpapieren ab und zu in seiner Kolumne "Schusswechsel" über Kriminalliteratur schreibt: das Warten auf seine Kolumne "Mord und Totschlag" im Literaturmagazin "Am Erker" kann doch recht lang sein.
Aber jetzt ist sie ja da, die Ausgabe 55 der verdienten Literaturzeitschrift und mit ihr zugleich "Mord und Totschlag", die ebenso verdiente Kolumne um den Krimi.
Diesmal mit Meinungen zu Hansjörg Schneider ("Hunkeler und die goldene Hand"), Celil Oker "Dunkle Geschäfte am Bosporus", Andreas Hoppert "Menschenraub" und Christine Geldmacher ("Hell’s Bells) ... mehr


chesterton-father-browns-skandal.jpg Die Welt: »Die Sünden des Father Brown«

Dass die Figur im deutschen Sprachraum notorisch als Pater bekannt wurde (kirchenhierarchisch korrekt wäre der Ausdruck Vater), rückt die überzeugende Übersetzung von Hanswilhelm Haefs zurecht, die nahe am englischen Original bleibt. Fünf Erzählungsbände um "Father Brown" sind gerade im "Insel Verlag" erschienen. Die Untertitel der Bücher mit Liebhaberwert weisen der nur vermeintlich integren Figur Eigenschaften wie Einfalt, Ungläubigkeit und Skandal zu.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
mehr

Vermischtes


Griechen sitzen gerne im Freien:
Petros Markaris ist einer der bekanntesten griechischen Krimi-Schriftsteller. Sein Kommissar ermittelt jetzt an der Seite eines deutschtürkischen Ermittlers.
Andreas Fanizadeh sprach mit dem Autor. Zu lesen in der taz

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke meldet Neues vom Aufbau-Verlag und macht einen Blog-Streifzug von Italien bis Chicago ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter auf skandinavisch: Folge 92 mit Jarkko Sipilä "Im Dämmer des Zweifels" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit der Rezension zu Marcia Muller: "Vanishing Point" ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, dem Cover der Woche (Kingsley Amis) und James Bonds nicht so glorreicher Rückkehr: Sebastian Faulks "Der Tod ist nur der Anfang" ...

NuT:
Joachim Linder mit Thomas-Theorem (+ Referenzfall) ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Montag, 2. Juni 2008

Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:
Przybilkas Tipps
No. 50

Wer sich wirklich für Kriminalliteratur interessiert, kommt an Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur zum Krimi nicht vorbei. server-Encyclopedia-of-Pulp-Fiction-Writers.jpg rollyson-Critical-Survey-of-Mystery-and-Detective-Fiction.jpg Aktuell: die 50. Ausgabe dieser einmaligen Sammlung!
Diesmal mit Jean Amila, ausgestellt, den spannendsten Fällen aus Kripo-live, Crime Global, den US-Geheimdiensten in Deutschland, dem Detektiven im frühen deutschen Kino, einem neuen Schwergewicht zur (internationalen) Kriminalliteratur und einem Handbuch und einem Jahrbuch zur Kriminalliteratur. Dazu Reinhard Jahns unbedingt zu lesender Vortrag: "Böse ist wer Böses tut. Warum im Kriminalroman immer die Guten gewinnen."
...
Wo? Natürlich ... hier!!



roenkae-bruderland.jpg taz: »Crime Scene: Gefährliche Grauzone«

Die Romane des Finnen Matti Rönkä - "Bruderland" (Grafit Verlag) ist der zweite nach dem gefeierten Debüt "Der Grenzgänger" - spielen in einer Grauzone; jener zwischen der reichen finnischen Eurowelt und dem Land, in dem der Rubel nur für jene rollt, die ihm auf die Sprünge zu helfen wissen. Die Geschäfte, denen Viktor Kärppä dort nachgeht, sind oft zwielichtig. Manchmal aber eskalieren die Dinge, und die Erwartungen des Genres werden gleichzeitig überbedient und ironisch unterwandert. Finnisches Understatement vom Feinsten.
Von Katharina Granzin ... mehr


ani-Wer-toetet- handelt.jpgDer Standard: »Der Blinde sieht tief«:

Ein Blinder erscheint weniger bedrohlich, es fällt leichter, ihm Dinge anzuvertrauen, die man noch nie jemandem erzählt hat. Einer, der nicht sehen kann, sieht tiefer. Friedrich Ani ist zu Recht ein bewunderter Star der deutschsprachigen Krimiszene – sein neues Opus ist zwar eher ein Psychothriller als ein Krimi, doch Ani schreibt so spannungsgeladen, dass man auf das vertraute Schema "Opfer – Täter – Aufklärung" ohnehin leicht verzichten kann.
Von Ingeborg Sperl ... mehr

ToGos Kriminalkolumne
zeit-belletristik.gif

Was wäre, wenn die Studentenrevolte von 1968 Erfolg gehabt hätte? Das fragt sich nicht nur alef-Das-magische-Jahr Tobis Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" 23/2008 vom 29.05.2008.
Sie wäre eine Revolution geworden mit allem Drum und Dran: mit Staatsverfassung, Museum und Revolutionsfeiertag. Diese nahe liegende Idee spielt Rob Alef in seinem witzigen Krimi "Das magische Jahr" amüsant und spannend durch. Ernsthafter und fröhlicher ist die magische 68er-Epoche bisher kaum durch den Kakao gezogen worden.
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Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt, sozusagen mit einem kleinen wöchentlichen KrimiMagazin.
Am 31. Mai mit diesen Beiträgen:

melo-wer-luegt-gewinnt.jpg
Facettenreiche Gesellschaftsbilder

Die brasilianische Autorin Patrícia Melo gehört zu den interessantesten Autorinnen der Kriminalliteratur und insofern von Gegenwartsliteratur. Nicht nur in Brasilien, nicht nur in Südamerika. In Deutschland wird Pátricia Melo hoch geschätzt – und wenig verkauft. Das ist skandalös, kann aber nicht über die wirklichen Relevanzen hinwegtäuschen. Deswegen bringt der "Krimi-Samstag" ein Porträt Pátricia Melos von Doris Wieser ...
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nabb-Vita-Nuova.jpg Klasse? Klassen!
Die Krimibestenliste Juni 2008 dokumentiert es schwarz auf weiß: Deutschlands Krimi-Kritiker lesen nicht gerne Kriminalromane von Frauen. Wie schon so oft stammt auch diesmal nur einer der empfohlenen Romane aus weiblicher Feder. Ulrike Nollermeldet sich jetzt zu Wort: Das Ungleichgewicht zwischen Weib und Mann in der KrimiWelt, sagt sie, müsse beseitigt werden. Auch wenn sie das den Familienfrieden koste ... mehr

goodwin-Die-Weisheit-des-Eunuchen Eine Stadt brodelt, ein Eunuch ermittelt
Jason Goodwin, im englischen Dorset lebender Historiker und Autor von zwei Kriminalromanen, erhielt für "Die Weisheit des Eunuchen" 2007 den Edgar-Allan-Poe-Award. - Ein Kauftipp von "Hammett"-Buchhändler Christian Koch ... mehr

mankell-der-chinese Maoismus für Anfänger
Der erste Mankell-Fan, dem ich je begegnet bin, war unser Praktikant. Er ist Sozialpädagoge. Ich kann mir inzwischen vorstellen, was ihm an den Büchern gefallen hat. Ich weiß ganz sicher, was mir an "Der Chinese", dem neuesten Mankell, nicht gefällt.
Von Sabina Schutter ... mehr

wieninger-rostige-fluegel Stets im Dienst, oft zu Tisch
Der im niederösterreichischen St. Pölten lebende Manfred Wieninger liefert mit den Fällen seines selbst ernannten "Diskont-Detektivs" Marek Miert eine wohltuende Ausnahme zu sonstigen Serien. Mit " Rostige Flügel" liegt bereits der fünfte Miert-Band vor: Man muss nicht alle Bände gelesen haben, auch ohne Vorkenntnisse erschließt sich das Universum schnell.
Von Stefan Heuer ... mehr


Vermischtes


Ich kann kein Auto reparieren: Die Krimiautorin Leena Lehtolainen hat die erste finnische Hauptkommissarin erfunden. Die erste? Ja, auch in Skandinavien leben Frauen nicht im Paradies der Gleichberechtigung. Hanna Gersmann hat mit der Autorin gesprochen.
Zu lesen in der taz


Multikulturell aufgewachsen: Er wäre nie zum Romanschreiben gekommen, wäre da nicht Kommissar Kostas Charitos vor ihm aufgetaucht, erklärt Petros Markaris gleich am Beginn seiner Erinnerungen. Markaris hat ihm nicht nur die Aufgabe zugedacht, Mord, Korruption und Subventionsbetrug aufzuklären, er hat auch die gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Hintergründe auszuleuchten. Kristina Pfoser über die Autobiografie von Petros Markaris. Zu hören (2:24 min) beim ORF

Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und hat eine Lesung verpasst und kaliber .64 auf Nautilus gelesen ...

crimepod.de:
Simone Ehrhardt mit ersten Episoden und frischem Auftritt ...

gumshoe News:
Jiro Kimura meldet jede Menge Nominierungen und leider auch zahlreiche Todesfälle ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht auf skandinavisch: Folge 91 mit Åke Edwardson "Rotes Meer" ...

krimikrimi:
Österreich am Wochenende: sonnig, voller Fußbälle und arm an Krimimeldungen. Ein paar hat Margit Breuss aber noch unter den Fußballbergen ausgegraben ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit den Anthony- und Barry-Nominierungen 2008. DAzu noch Dagger Award 2008 - Die Nominierten ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und auch mit den Anthony- und Barry-Nominierungen 2008 ...

NuT:
Joachim Linder mit "Criminologia" — eben entdeckt, etwas zur Forschung Kriminalliteratur und mit Zeitschriften (Ordnung und Verbrechen und Kultur ...) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph meldet sich kurz aus dem Exil und weiß, dass Thomas Wörtche bei Libelle ein Buch plant. Und andere bei anderen auch ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


KrimiWelt-Bestenliste Juni 2008

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten achtzehn, jetzt neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (–) Matti Rönkä: Bruderland
2 (1) Robert Littell: Die Söhne Abrahams
3 (–) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse
4 (8) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem
5 (4) David Peace: 1983
6 (–) Lawrence Block: Verluste
7 (2) Lee Child: Sniper
8 (7) Marek Krajewski: Festung Breslau
9(–) Magdalen Nabb: Vita Nuova
10 (–) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

Hier als schöne pdf-Datei


Freitag, 30. Mai 2008

Wörtches Crime Watch No. 133

crime-watchVor ein paar Jahren sorgte der tschechische Schriftsteller Milo_ Urban bei uns für wohlwollende, wenn auch leicht verwunderte Aufmerksamkeit mit seinem Roman "Die Rache der Baumeister" erläutert Thomas Wörtche in der 133. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". urban-Im-Dunkel-der-Kathedrale.jpgDas zweite übersetzte Buch von Urban, der Roman "Im Dunkel der Kathedrale" (dtv) knüpft an die "Prague Gothic" an, bewegt sich aber schnell in eine andere Richtung, ohne das dominante Element, den Kriminalroman aufzugeben. Eine Effekt-Rumpelkammer voller Heiliger Leiber, allegorischer Figuren, Bauhüttengeheimnissen und Königsgräbern. Am Ende steht der Leser ratlos vor einem tschechischen Revival klerikalen Ferkelkrams mit Mord ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 12/2008 lesen.



niemi-der-mann-der-starb-wie-ein-lachs.jpg taz: »Crime Scene: Patchwork von oben«

Ein landeskundlicher Thesenroman. Aber einer, wie er unbedingt einmal erfunden werden musste; der als bunter, mitreißender Bastard von Buch auftritt, sich mal als Kriminal-, dann als Liebesroman gibt, in Elementen des magischen Realismus schwelgt, um dann wieder stocknüchtern den Reiseführer zu spielen. In "Der Mann, der starb wie ein Lachs" (btb Verlag) verliert Mikael Niemi deb immer noch zu lösenden Kriminalfall Niemi aber nie völlig aus den Augen, hält die Handlung nur an recht lockerem Zügel und lässt sie hierhin und dorthin wandern, um die Stränge am Schluss in einer großen Volte recht überraschend wieder zusammenzuführen.
Von Katharina Granzin ... mehr


chabon-Die-Vereinigung-jiddischer-Polizisten.jpgkaliber. 38: »Chabon-Barock in einer verrückten kleinen Stadt«:

Spaß am Spiel mit der Geschichte hat angelsächsische Schriftsteller immer wieder zu bösartigen, komischen oder klugen Romanen inspiriert. Nun hat sich auch Michael Chabon an der literarischen "What-If?"-Spekulation probiert. Herausgekommen ist Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch). Der Plot kommt daher wie ein klassischer Noir: Leiche am Anfang, Aufklärung am Ende, dazwischen wimmelt es. Und genau das ist leider das Problem: Nach fünfzig Seiten merkt man, dass Chabon eben doch unbedingt "mehr als Krimi" will. Etwas Zähes legt sich über die perfekt konstruierten Spannungsbögen, und man muss entweder hartnäckiger Fan des legendären Chabon-Barocks oder neugierig auf das Innenleben drolliger jüdischer communities sein, um weiterzulesen.
Von Pieke Biermann ... mehr


raab-der-metzger-sieht-rottext und web: »Haas und Steinfest waren gestern ...«

Für seinen Krimierstling, "Der Metzger muss nachsitzen", hat Thomas Raab, gleich eine Nominierung für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte DEBUT bekommen. Und das vollkommen zu Recht. Denn er schlägt seinen Landsleuten Haas und Steinfest nicht bloß in der Skurrilität der Typen, die in seinen Romanen agieren, und der Fälle, die sich gegen Ende mehr auflösen denn lösen, nach, sondern hat durchaus eine ganz eigene Ton- und Stillage zu bieten, die nun in "Der Metzger sieht rot" (Leykam Verlag) glücklich wiedererkannt werden kann - mit Sprachwitz, herrlichen Vergleichen, skurrilen Freunden und einer Gegenspielerin mit trauriger Vergangenheit, erstklassiger Figur und raschem Ende ...
Von Dietmar Jacobsen ...
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martinez-der-langsame-tod-der-luciana-b.jpgDeutschlandradio: »Von Liebe, Rache und Tod«

Geheimnisvolle Todesfälle in Buenos Aires sind Anlass für die Wiederbegegnung zwischen einem Schriftsteller und einer ehemals schönen Frau. Doch Guillermo Martínez' Roman "Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag) ist keine schlichte Kriminal- und Liebesgeschichte, sondern entwickelt sich zu einem Essay über Phantasie und Schuld. Willkommen daheim, im Spiegelkabinett argentinischer Literatur; für einen Moment erscheint Guillermo Martínez tatsächlich als Erbe der Idole ...
Von Uwe Stolzmann ...
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Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke notiert: Aufbau-Verlag meldet Insolvenz an ...

Krimilady:
Henny Hidden hat ein Interview auf der Homepage von Nessa Altura ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit einigen internationalen Splittern, Kurzrezension: First Drop von Zoe Sharp und über Pisa und die Deutungsprobleme ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Film Noir Collection 2: Spiel mit dem Tode...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


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Meldungen vergangener Monate
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Krimi in TV & Radio | Kalender

Juni: Neu bei den Alligatorpapieren

Die Befragungen Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.

Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.


Heidi Rehn
rehn-heidi.jpg Heidi Rehn wurde in Koblenz geboren. In München studierte sie Germanistik, Geschichte, Betriebswirt- schaftslehre und Kommuni- kations wissenschaften. Seit 1997 arbeitet sie als freie Journalistin und freie Autorin. In ihren Kriminalromanen thematisiert sie die Geschichte und der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. mehr


schmauchspuren SCHMAUCHSPUREN
Die Krimikolumne von Peter Hiess.


No. 15
So viele Krimis, so wenig Zeit. Da Peter Hiess seit seiner letzten Kolumne fleißig gelesen hat, faßt er sich diesmal kurz, aber heftig. "Something happened, with electricity in it" - wie es in Lawrence Blocks "Lucky at Cards" so treffend heiß.
Peter Hiess zu Büchern von Monika Geier ("Wie könnt ihr schlafen/Neapel sehen/Stein sei ewig"), John Katzenbach ("Das Rätsel"), James Sallis ("Driver"), Gregg Olsen ("Cruel"), Richard S. Prather ("The Peddler"), Lawrence Block ("Lucky at Cards") und David Morrell ("Level 9") ... mehr

ulrich-kroegers-krimi-tipp
Ulrich Kroegers Krimitipp 5/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Der berühmteste Agent Ihrer Majestät, ein Kommissar in Kalabrien, eine neue Expertin in Sachen Kriminalistik, ein pensionierter Detective und eine perfekte Inszenierung
Ulrich Kroeger zu James Bond und Ian Fleming und zu Büchern von Michael Dibdin, Jeffery Deaver, John Harvey und Guillermo Martínez ... mehr


Untaten und Orte

Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne

Aus der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur".

2/2008
Morde an Frauen
Zwei isländische Krimis und ein ganz anderer englischer.

Zu den Büchern "Walküren" von Thrainn Bertelsson, "Das gefrorene Licht" von Yrsa Sigurdardottir und "Nicht tot genug" von Peter James ... mehr


Die Befragungen Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Celil Oker
Oker-Celil.jpg Celil Oker wurde 1952 in Kayseri geboren.Er arbeitete als Journalist, Übersetzer und als Werbetexter. 1999 erschien sein erster Kriminalroman um den Privatermittler Remzi Ünal.
Das Duo Lehmer- Kerkloh & Przybilka hat Celil Oker zur 'berüchtigten' Befragung gebeten, in der passend zur EM auch Fußball zur Sprache kommt ... mehr


Axel Bußmers Spurensuche
Spurensuche No. 44
»Mordsmäßige Krimireihen«
Wer früher bei den Krimireihen der Taschenbuchverlage zugriff, wußte, was er erhielt. Doch in den Neunzigern stellten die Verlage ihre erfolgreichen Krimiserien ein und Autoren, die sich innerhalb der Serien gut verkauften wurden nicht mehr übersetzt.
Inzwischen pflegen mehrere kleine Verlage wieder Reihen.
Axel Bußmer über die Reihen "Funny Crimes", "Hard Case Crime", "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands" und "Kaliber .64" ... mehr


Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:
Przybilkas Tipps
No. 50


Wer sich ernsthaft mit Kriminalliteratur beschäftigt, wartet mit Spannung auf Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur. Hier ist die Ausgabe No. 50, mit äußerst wertvollen Informationen zur Sekundärliteratur, dazu Aufsätze und Linktipps, und und und ...
Wo? Natürlich ... hier!!


krimiwelt


... Empfehlung der Alligatorpapiere.....
glanz-und-elend ...Empfehlung der Alligatorpapiere...


Krimikalender

Unsere Hörspieltipps

Freitag, 6. Juni 2008 um 20.03 Uhr bei DRS 1
"Der Stumme" (44') von Otto F. Walter

Ein Bauarbeiter kommt bei einem Sprengunglück ums Leben. Der Sohn des Verunglückten, ein Stummer, wird vom Polizeiarzt verhört. Langsam kommt die tragische Geschichte des Stummen zum Vorschein: der durch den Vater verschuldete gewaltsame Tod der Mutter, den der Knabe mit ansehen musste und bei dem er die Sprache verliert; die Flucht des Vaters; die späte Rache des Sohnes. Der Tod des Vaters gibt dem Sohn die Sprache zurück.

Freitag, 6. Juni 2008 um 20.05 Uhr bei WDR 5
"Die Tote im Götakanal" (54') von Maj Sjöwall und Per Wahlöö

Martin Beck von der Riksmordkommission Stockholm wird nach Motala am Götakanal gerufen. Er soll der dortigen Polizei bei der Aufklärung eines Mordfalles helfen. Einziger Anhaltspunkt sind ein paar Fotos der Toten. Man kennt nicht einmal ihren Namen. Doch auch Martin Beck, der erfolgreiche und bescheidene Kommissar aus Stockholm, kommt keinen Schritt weiter. Die Mühe, die sich das ganze Team beim Verfolgen von Spuren und Hinweisen macht, scheint vergebens. Es vergeht sehr viel Zeit, bis man endlich den Namen der Toten herausfindet. Von dem Mörder fehlt jede Spur, bis Beck aus Amerika ein Amateurfilm zugeschickt wird. Er wurde von Touristen auf dem Passagierschiff gemacht, auf dem auch die Tote gefahren war. In mehreren Einstellungen dieses Films ist ein Mann mit einer Schirmmütze zu sehen. Aber beweisen kann Beck nichts. Um weiterzukommen, fällt er eine Entscheidung, die ihn zwar weiterbringt, auf die er aber am Ende alles andere als stolz ist.

Freitag, 6. Juni 2008 um 22.04 Uhr bei RBB Kultur
"Horváths Ast" (54') von Ulrich Land

Am 1. Juni 1938 fährt der Blitz in einen Baum an der Champs-Elysées – ein Ast erschlägt Ödön von Horváth. Wenige Monate zuvor war er aus Wien geflüchtet, einen Tag nach der Annektierung Österreichs. Sein Verhältnis zu den Nationalsozialisten war zwiespältig. Seine Literatur und seine offen erklärte Gegnerschaft passten nicht in die politische Linie, dennoch wurde er in den "Reichsverband deutscher Schriftsteller" aufgenommen.
Der Blitz: ein Schicksalsschlag, wie ihn Horváth in seinem Tagebuch vorausgesagt hatte, oder ein von der Gestapo geplanter Mord? Horváths Freund Ulrich Becher reist nach Paris. Er glaubt nicht an Zufälle.

Montag, 16. Juni 2008 um 23.04 Uhr bei DRS 1
"Rauschen im Elefantengras" (9') von Peter J. Betts

Wir retten die Welt, und wer rettet uns?
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

Besuchen Sie auch hördat.de

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 7. – 20. Juni 2008
wallace-dergruenebogenschuetze.jpg
Willkommen zu den ersten TV-Krimi-Buch-Tipps des Sommers. Denn, egal was das Thermometer sagt: erst wenn die Edgar - Wallace - Verfilmungen gezeigt werden ist Sommer!

Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier




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Axels TV-Tipp des Tages:

Freitag, 6. Juni 2008
Tele 5, 20.15

Johnny Handsome – Der schöne Johnny

(USA 1989, R.: Walter Hill)
Drehbuch: Ken Friedman
LV: John Godey: The three worlds of Johnny Handsome, 1972 (Die drei Gesichter des Johnny Handsome)
johnny-handsome.jpg
Nachdem Johnny Handsome aus dem Knast entlassen wird, beginnt er sich an seinen früheren Komplizen zu rächen.
Ein geradliniger, unsentimentaler, düsterer Gangsterfilm mit der Musik von Ry Cooder.
Mit Mickey Rourke, Ellen Barkin, Elizabeth McGovern, Morgan Freeman, Lance Henrikson, Forest Whitaker

Tele 5, 22.05

Auf den Schwingen des Todes

(GB 1987, R.: Mike Hodges)
LV: Jack Higgins: A prayer for the dying, 1973 (Die Mordbeichte, Auf den Schwingen des Todes)
higgins-aufdenschwingendestodes.jpg
Fallon will sich von der IRA absetzen. Bei seinem letzten Auftrag, einem Mord, wird er von einem Priester beobachtet. Als er auch den Priester umbringen soll, nagt das Gewissen. Besonders, weil sich Fallon in die blinde Nichte des Priesters verknallt.
Ziemlich mißlungener Polit-Thriller mit Starbesetzung und Distanzierungen von allen Beteiligten. Die katholische Filmkritik nimmt hier eine Minderheitenmeinung ein: "Der hervorragend gespielte und eigenwillig inszenierte Thriller überrascht durch seine ungewohnte Fragestellung; die interessante Thematik um Schuld und Sühne krankt jedoch an manchen kolportagehaften Effekten und büßt durch die eher aufgesetzte Bedeutungsschwere an politischer wie ethischer Glaubwürdigkeit ein." (Lexikon des internationalen Films). Äh, Bob Hoskins spielt einen katholischen Priester und Mickey Rourke fährt am Filmende, an ein Kreuz geklammert, von der Decke der Kirche auf den Boden, in den Boden, durch den Boden, in die Hölle? – Interpreten, übernehmen Sie!
Mit Mickey Rourke, Bob Hoskins, Alan Bates, Alison Doody, Liam Neeson.

RTL II, 23.55

Todesstille

(Aus 1989, R.: Philip Noyce)
Drehbuch: Terry Hayes
LV: Charles Williams: Dead calm, 1963 (Tödliche Flaute)
dead-calm.jpg
Das Ehepaar Ingram fischt einen Mörder aus dem Wasser. Aus Dankbarkeit will er sie umbringen.
Spannender Drei-Personen-Thriller mit Nicole Kidman, Sam Neill, Billy Zane .
Stellvertretend für die vielen euphorischen Stimmen: Todesstille "bewegt sich vielmehr auf der differenzierten, fast altmodischen Ebene einer Gattung von Filmen, die seit Jahren nahezu ausgestorben schien, jener kalkulierten Spannungsstücke, die mit einem Minimum an Konfliktstoff auskommen und deren Effekt sich vornehmlich aus der Machart ableitet." (film-dienst)

MDR, 00.00

Håkan Nesser: Moreno und das Schweigen

(S 2005, R.: Erik Leijonborg)
Drehbuch: Björn Carlström, Stefan Thunberg
LV: Håkan Nesser: Kommissarien och tystnaden, 1997 (Der Kommissar und das Schweigen)
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Kommissarin Moreno findet bei einer weiblichen Leiche ein Kruzifix. Kurz darauf wird eine weitere Mädchenleiche entdeckt. Eine Spur führt zur Sekte „Das reine Leben“. Moreno bittet den Pensionär Van Veeteren um Hilfe.
Der dritte Van Veeteren-Krimi hat wohl wenig mit dem Buch zu tun.
Mit Sven Wollter

RBB, 00.30

Ich – Die Nummer eins

(F/I 1972, R.: Claude Pinoteau)
Drehbuch: Claude Pinoteau, Jean-Loup Dabadie
LV: Francis Ryck: Drôle de pistolet, 1968 (später nach dem Film "Le Silencieux")
le-silencieux.jpg
Ein sowjetischer Kernforscher gerät in London zwischen die Fronten der Geheimdienste.
Spannender, ungewöhnliche Spionagethriller mit einem schweigsamen Helden, der das Opfer von Strukturen wird, und einem Finale in den Alpen.
Damals und heute gelobt: „Brillant inszeniert und gespielt, mit unterschwelliger Ironie und menschlichen Momenten, bietet dieser Erstlingfilm spannende Unterhaltung.“ (Katholischer Filmdienst);
„Spannender kleine Thriller“ (TV Spielfilm: Das große Filmlexikon)
Der Roman erhielt 1969 den „Grand prix de littérature policière“.
Mit Lino Ventura, Léa Massari, Leo Genn, Robert Hardy
Videotitel: Wettlauf mit dem Tod

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

Axel Bußmers Blog:
Kriminalakte
mit aktuellen Filmkritiken!

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Die Alligatorpapiere

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