Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Eine Übersicht über die Jury finden Sie unter der Rubrik "Jury" bei "arte-tv.com/krimiwelt".
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.
Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat –) Leonardo Padura: Adiós Hemingway
2 (–) Åsa Larsson: Weisse Nacht
3 (–) Michael Dibdin: Tod auf der Piazza
4 (1) Oliver Bottini: Im Sommer der Mörder
4 (4) Antonio Dal Masetto: Noch eine Nacht
5 (–) Joe R. Lansdale: Wilder Winter
5 (–) Robert Littell: Die kalte Legende
6 (2) Yasmina Khadra: Nacht über Algier
7 (–) Garry Disher: Schnappschuss
7 (–) Jenny Siler: Ticket nach Tanger
Hier als schöne pdf-Datei
Die Welt:
»Serienkiller-Komödiant«
Die literarische Welt Heinrich Steinfests ist so abschüssig wie Stuttgarts Hangstraßen. Als hätte ein Thomas Bernhard auf Speed, der den Barockprediger Abraham a Sancta Clara genauso gut kennt wie den Tristram Shandy und die Romane Doderers und Musils, sich mit Groucho Marx zum vierhändigen Schreiben zusammenspannen und das Ganze bei größter Sommerhitze von Samuel Beckett und W. C. Fields lektorieren lassen. Alexander Kluy stattete dem Autor, Krimipreisträger und Auslandswiener einen Besuch ab ... mehr
kaliber. 38:
»Der Geist der McCarthy-Ära «
Am 17. Juli 2006 ist der umstrittene Pulp-Autor Mickey Spillane im Alter von 88 Jahren gestorben. Mit zwei Beiträgen versuchen die Kollegen sich dem Phänomen Mickey Spillane zu nähern: In der Rubrik Autoren-Infos finden Sie ein Porträt und eine Bibliographie Spillanes. Ferner möchten wir Sie auf den Beitrag "Mickey Spillane und der Geist der McCarthy-Ära" von Lisa Kuppler hinweisen, der Spillanes Gedankenwelt etwas genauer seziert. Lisa Kuppler hat einige Spillane-Romane der Neuausgabe übersetzt, die ab Mitte der 90er Jahre im Rotbuch Verlag erschienen waren, und diesen Text als Nachwort zum Spillane-Roman "Regen in der Nacht" verfasst ... mehr
Deutsche Welle:
»Mit dem Fahrrad auf Recherche«
Avancierte Literatur und Kriminalstoffe, das geht auf keinen Fall zusammen. Heißt es. Einer, der dieses Dogma in den Wind geschlagen hat, ist der Kriminalschriftsteller Jan Seghers. Ein Porträt von Ulrich Noller ... mehr
Rheinischer Merkur:
»Untypisches aus Nahost«
Inzwischen 74 Jahre alt und seit seinem ersten "Rabbit"-Roman (1960) ein Titan der amerikanischen Literatur, ist John Updike als Romancier, Kritiker und Poet weiterhin enorm produktiv und experimentierfreudig. Mit dem Roman Mit "Terrorist" verlässt er sein vertrautes Terrain der weißen, angelsächsischen Mittelschicht und begibt sich in die von seinesgleichen verlassenen Innenstädte Amerikas. Bei dieser Expedition bedient er sich erstmals der Mittel des Thrillers. Von Andreas Mink ... mehr
Deutschlandradio:
»Schund, aber kein übler Schund«
Die Neuauflage des zuerst 1975 erschienenen Schauerromans "Brennen muss Salem" wird eingefleischten Kennern von Stephen King kaum Neues bringen. Und in Vor- und Nachwort wiederholt King lediglich Hintergründe zur Entstehung des Buchs, die innerhalb seiner Gemeinde sattsam bekannt sind. Aber was sagt der Roman denen, die von King noch nichts gelesen haben? Von Sabine Peters ... mehr
Auf Seminaren üben Laien, einen spannenden Krimi zu konstruieren. Krimis schreiben kann man lernen, behaupten jene, die damit Geld verdienen. Die "Stuttgarter Zeitung" wollten wissen, ob das auch für Menschen stimmt, die sich fürs kreative Schreiben unbegabt halten, und hat ihre Freiburger Kollegin hingeschickt. Ein Bericht von Ute Köhler.
Wir müssen wieder einmal einen gerade von uns selbst erfundenen Literaturpreis vergeben. Den für den größten Plottisten unter der Sonne. Er wird zum ersten Mal vergeben an (Pause): Arne Dahl. Ein Beitrag in der Welt.
Es entwickelt sich eine Story mit Elementen des Krimis, des Gruselromans, der Liebes- und Selbstfindungsgeschichte. Martin Suter zeigt sich in seinem neuen Roman als Meister des Ausgleichs. Ein Beitrag von Sebastian Hammelehle in der Welt am Sonntag.
Robert Littell, von dessen neuem Roman "Die kalte Legende" in der 111. Ausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Crime Watch" die Rede ist, gehört zu den ganz Großen des Polit-Thrillers. Littells Plots waren und sind hochintelligent, verwickelt, aber plausibel zu lesen, ironisch und von großer literarischer Qualität und sie erfordern den kompetenten, mitdenkenden und informierten Leser, der kaum etwas erklärt, aber viel erzählt bekommt. Littells Romane sind Gegenstimme zu offiziellen Sichtweisen von Politik; ihre intellektuelle Konzeption brillant. Und der Roman "Die kalte Legende" ist ein Meisterwerk ....
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 30/2006 lesen.
Titel:
»Gefährliche Fotos«
Mit "Schnappschuss" liegt jetzt der dritte Inspector-Challis-Roman des australischen Autors Garry Disher auf Deutsch vor. Auch dieser Challis-Roman beschreibt vor allem schnöden Polizeialltag, mühsame Spurensuche, Kompetenzgerangel, langwierige Befragungen, scheinbar aussichtsloses Stochern im Nebel und er erzählt eine Vielzahl kleiner Geschichten, die Disher elegant und fesselnd zu verknüpfen versteht. Von Frank Rumpel ... mehr
Am 17. Juli 2006 ist der Autor Günter Ebert im Alter von 81 Jahren in Berlin gestorben (* 19.2.1925 in Meerane/Sachsen).
Der Autor und Literaturkritiker Ebert galt als einer der besten Kenner der DDR-Kriminal- und Kinderbuchliteratur. Günter Ebert schrieb selbst neben seinen anderen belletristichen Veröffentlichungen nur einige wenige Kriminalromane und -erzählungen, machte sich aber als Kritiker – auch für Krimis – einen Namen. Unter anderem gab er eine Textsammlung mit "Ansichten zur Kriminalliteratur" unter dem Titel MÄNNER, DIE IM KELLER HUSTEN heraus, die lange Zeit als Standardwerk für den DDR-Kriminalroman galt. Der frühere SED-Parteisekretär soll als Stasi-Zuträger die Schrifstellerin Brigitte Reimann ausspioniert haben.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Der Standard, Die Welt.
Deutschlandradio:
»Untypisches aus Nahost«
Der letzte Roman der israelischen Autorin Batya Gur, die im vergangenen Jahr starb, ist schwächer als seine Vorgänger. Die vibrierende Spannung aus ihren früheren Werken ist trotzdem noch immer vorhanden. Gleichzeitig kann der Krimi als Selbstverständigungstext erwachsener Demokraten gelesen werden - eine Eigenschaft, die nicht gerade kennzeichnend für den Nahen Osten ist. Marko Martin über den Roman "Und Feuer fiel vom Himmel" ... mehr
Berliner Zeitung: »Holt mich hier raus!«
Sabine Vogel bespricht zwei Urlaubsromane über Kidnapping, darunter Ulrich Schmids Roman "Aschenmenschen". Erstaunlicherweise sei Schmid gerade da am besten, wo er unsachlich werde und mit den traurig durch die schwarze Wüste trabenden Aschemenschen abhebe ins romantisch Märchenhafte. Flott verpackt als "Politthriller" mit dezent misslingenden Sexeinlagen und mehreren exotischen Entführungsgeschichten ... mehr
Stuttgarter Zeitung:
»Der Mord vor der eigenen Haustür«
Regionalkrimis gelten als die neue Heimatliteratur – oft geht es weniger um Verbrechen als um die Schilderung skurriler Charaktere. Deutschlandweit schießt der Regionalkrimi empor wie einst Eisdielen oder Pizzabäckereien, werden noch die kleinsten Weiler vom Dorflehrer oder der Pfarrersfrau zum Schauplatz erdachter Verbrechen gemacht.
Von Thomas Klingenmaier ... mehr
Junge Welt: »Biografische Vexierspiele«:
Die Sehnsucht nach der Revolution zieht sich wie ein roter Faden durch Fernando Molicas Roman "Krieg in Mirandão" (Edition Nautilus). Basis der Bewegung ist Mirandão, eine fiktionale Favela im Stadtteil Leopoldina in Rio de Janeiro. Sehnsüchte erfüllen: Über Fernando Molicas Brasilien-Krimi: Clara Diaboli sprach mit dem Autor ... mehr
Watching the Detectives: »Was man nicht hat«:
Padura entwickelt sein Buch aus zwei Perspektiven. Die eine ist die des alternden und kranken Schriftstellers selbst, der sich durch die Tatnacht quält, mit der Knarre in der Hand sein Anwesen inspiziert, die andere die des rekonstruierenden Mario Conde, der den Ereignissen in jener Nacht des Jahres 1958 auf den Grund gehen will. Man nähert sich also der "Wahrheit" von zwei Seiten, von der scheinbar authentischen und der spekulativen, die Faktenwissen anhäuft und Schlüsse daraus zieht. Dieter Paul Rudolph über den Roman "Adios Hemingway" von Leonardo Padura ... mehr
Donnerstag, 27. Juli 2006, 23:05 Uhr
WDR 3: Wortlaut
Flugrausch
Garry Disher liest
Mitschnitt von der LitCologne 2006
Enid Blyton ist schuld. "Die fünf Freunde" und "Die schwarze Sieben" – ihretwegen
habe er irgendwann selbst angefangen, Bücher zu schreiben, sagt Garry Disher. Nicht ausschließlich Jugendliteratur, sondern auch Krimis. Hierzulande hat er
zweimal den Deutschen Krimipreis gewonnen.
Für ihn seien übrigens alle Romane Kriminalromane – "someone's always getting hurt". Mit knappen, präzisen Strichen skizziert Disher die Konflikte der australischen Vorstädte: Drogenhandel, Fremdenfeindlichkeit, Armut. Spinnennetzartig verwebt er zahlreiche Nebenfiguren und -handlungen miteinander.
"Flugrausch" ist nach "Drachenmann" der zweite Roman um Inspektor Hal Challis.
Auf der LitCologne im Frühjahr 2006 hat Garry Disher "Flugrausch" im Gespräch mit seinem deutschen Herausgeber Thomas Wörtche (Unionsverlag) vorgestellt ...mehr
FAZ: »Russisch über Kreuz«
Für Kriminalgeschichten gibt es eine Technik, die Quentin Tarantino in seinen Filmen perfektioniert hat. Polina Daschkowa hat sich dieses Systems bedient, die Klippe der Langeweile in ihrem achten, nun auf deutsch erschienenen Roman "Keiner wird weinen" aber umschifft. Das liegt insbesondere daran, daß ihre Figuren so interessant und detailliert charakterisiert sind, daß sie jeweils zum alleinigen Protagonisten taugen würden Von Julia Bähr ... mehr
Watching the Detectives:
»Trost und Balsam in düsteren Stunden«
Goldmanns abenteuerliche Übersetzungs- und Veröffentlichungspolitik würde ich mir gerne mal erklären lassen. Aber wahrscheinlich gibt’s da nichts zu erklären, denn die Beliebigkeit, in der die John Rebus Romane durcheinander gewürfelt werden, kann eigentlich keinem Plan folgen. Dabei zeigt "Die Sünden der Väter" wie wichtig eine chronologische Veröffentlichung ist. Jochen König über den Roman von Ian Rankin, in dem Samantha Rebus Unfall, der zu ihrer (vorübergehenden) Lähmung führt, einen wichtigen Handlungsstrang einnimmt ...
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Die Welt:
»Im Bentley gegen die Wand«
Mit dem Mord an einer ihrer weiblichen Hauptfiguren hat die amerikanische Bestellerautorin Elizabeth George in "Wo kein Zeuge ist" nicht nur ihrem britischen Helden einen schweren Schock versetzt, sondern auch dessen Fans. Aber: anders als bei den mit einem nur rudimentären oder nur angedeuteten Privatleben bedachten Marlowes der klassischen Krimiwelt zählt die Never ending homestory heute längst zur Grundausstattung erfolgreicher Serien. Von Ulrich Baron ... mehr
Tagesspiegel:
»Gefangen im Netz des Terrors«
Wenn Politiker Bücher schreiben, geht es meistens sachlich und, nun ja, ein bisschen langweilig zu. Horst Ehmke aber mag es spannend. Vier Kriminalromane hat der Bundesminister a.D. und stellvertretende Vorsitzende der SPD bereits veröffentlicht. Nun liegt unter dem Titel "Im Schatten der Gewalt" der fünfte vor. Fiktion ist immer dann gut, wenn sie reale Möglichkeiten spiegelt. Horst Ehmke zeigt nüchtern, wie sich die Spirale des Terrors weiterdrehen könnte. Von Hella Kaiser ... mehr
Jungle World:
»Weiber, Knarren und rohe Gewalt«
Frank Michael Morrison "Mickey" Spillane, geboren 1918 in Brooklyn, Autor vieler Hardboiled-Krimis, war, was die Raffinesse seines Schreibens angeht, nicht gerade der feinsinnigste und sensibelste seiner Zunft. Auch detailversessene Figurenkonstruktionen sind nicht die Spezialität Spillanes. Wozu auch? Ist doch auch in der vermeintlich seriösen Literatur das bis in seine feinsten psychologischen Nuancen geschilderte Individuum bereits abgemeldet und als Illusionskram enttarnt. thomas blum zum Tod von Mickey Spillane, dem Erfinder des Detektivs Mike Hammer ... mehr
Noch gibt es nur Prototypen, die Übertragung flackert und das Bild passt nicht zum Ton – trotzdem soll er bald auch für Otto-Normal-Verbraucher empfangbar sein: Ein Krimi für Handys feierte jetzt seine Uraufführung. Ein Bericht der Deutschen Welle.
Ein Cowboy für den kleinen Mann. Auf den Spuren von Arnold Schwarzenegger: der Ex-Country-Star Richard Friedman alias "Kinky" will Gouverneur von Texas werden. Reymer Klüver berichtet bei sueddeutsche.de.
Der Standard:
»Das Elend der Berufsschule«
Bei Tom Sharpe wird nicht lang geklagt, da jagt eine Zumutung die andere, je geschmackloser, desto besser. Wie er das anstellt, und zu welch subtilen Mitteln er seine Zuflucht nimmt, gehört aber nicht in eine Familienzeitung, das müssen Sie schon selber lesen, meint Willi Winkler zu "Puppenmord", dem 26. Band der "SZ-Kriminalbibliothek" ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Auf allen Tasten«
Zum dreizehnten Mal schickt Elizabeth George ihr Ermittlerduo Thomas Lynley und Barbara Havers derzeit auf Mördersuche. Der neue "Inspector-Lynley-Roman" ist in den vergangenen Wochen die Bestsellerliste hochgeschossen, als gäbe es keine anderen Bücher auf der Welt. Das Krimi-Rezept der Elizabeth George lohnt eine nähere Betrachtung Sylvia Staude in ihrer 14-tägigen Kolumne "zielfahnder" über den Roman "Wo kein Zeuge ist" und mit drei Empfehlungen der "KrimiWelt"-Jury ... mehr
Die Welt:
»Leichen zum Espresso«
Stille Tage im Klischee, das ist kein Buchtitel, sondern eine grausame Vorstellung. Zumal dann, wenn solche Tage bei der Lektüre eines Romans drohen. Brunetti, Laurenti, Guarnaccia: Italien-Krimis taumeln zwischen Hyperrealismus und Sehnsuchtsstereotypen. Von Hendrik Werner ... mehr
Der "Stegemann Verlag", spezialisiert auf nordische Literatur, macht erstmalig in Deutschland Werbung für ein Buch aus der Luft. Über dem Rhein-Main-Gebiet, dem Großraum Köln sowie dem Ruhrgebiet werden Bannerflüge durchgeführt, die den neuesten Krimi "Tango Negro" des finnischen Autors Reijo Mäki bewerben, meldet das Fachmagazin Buchmarkt.
Krimis besetzen seit Jahrzehnten Spitzenplätze in den Bestseller-Listen und sie sind derzeit das erfolgreichste Genre im deutschen Fernsehen. Die Zeitschrift "tv Hören und Sehen" sucht nun die besten Krimi-Geschichten aus der Feder von Medienjournalisten.
Beim Krimi-Literaturwettbewerb können alle Medienjournalisten mit selbst verfassten Kriminalgeschichten teilnehmen. Wer sich mit einem Krimi am Wettbewerb beteiligen möchte, kann sich bis zum 3. August 2006 anmelden. Info ...hier
Zum 100. Geburtstag des James-Bond-Schöpfers Ian Fleming soll im kommenden Jahr ein neuer 007-Roman erscheinen, meldet Der Standard. Der Name des "sehr bekannten und hoch geachteten" Autors diese Buches bleibt allerdings noch geheim ...
Autor Dan Brown will im Zuge seines neuen Romans über Exorzismus-Rituale und der Verfilmung von "Illuminati" mit dem afrikanischen Erzbischof Emanuel Milingo zusammen arbeiten, schreibt Die Presse am 21.07.2006 ...
Sonntag, 20. August 2006, 12:05 Uhr
WDR 3: Gutenbergs Welt
Mord Regional
Mit Gisela Corves
Es passiert am Niederrhein und in Stuttgart. In der Eifel und in der Bretagne. Die Verbrechen sind mit einem Stück Zeitgeschichte verknüpft, die Täter und die Kommissare sprechen die Sprache der Straße. Eine Krimi-Reise in deutsche Regionen und Landschaften, mit Exkursion in unser Nachbarland Frankreich, wo Autoren des Néo-Polar wie Jean-Patrick Manchette einen neuen Ton anschlagen: härter, kälter, ungemütlicher.
Im Studio ist das Trio Criminale Hiltrud und Artur Leenders und Michael Bay aus Kleve, deren Krimis am Niederrhein spielen. Die Gesamtauflage ihrer Bücher liegt inzwischen bei etwa einer Million ...mehr
Sonntag, 20. August 2006, 20:05 Uhr
DLF: Freistil
Fleisch durch den Wolf
Die "Néo-polar"-Thriller des Jean-Patrick Manchette
Von Jürgen M. Thie und Hein Bruehl
Reisen ans Ende der Nacht: Jean-Patrick Manchette schrieb Romane, die wie ein Requiem sind. Apotheosen des Todes und der Gewalt. Unsentimental, fatalistisch, illusionslos und tragisch. Wie ein Gangsterfilmklassiker von Jean-Pierre Melville. Cool und collected. Kino im Kopf. Das hat aus Manchette einen Kultautor gemacht.
Fast alle seine Thriller wurden verfilmt. "Der Kriminalroman ist die große moralische Literatur unserer Epoche", so der mit zweiundfünfzig Jahren verstorbene Jazz- und Filmfan Manchette über jenes Genre, das er mit dreißig zu erneuern begann. "Virtuos wusste er Bilder aus Alltag, Abenteuer und Sozialkritik mit den Klängen eines großen Roman noir zu verbinden", lobte dabei die Kritik.
Das Phänomen Manchette mit den Mitteln des Radios adäquat widerzuspiegeln, das avancierte zur Herausforderung für Jürgen M. Thie und Hein Bruehl, die eine Art "Hörstück noir" inszenierten ...mehr
Hamburger Abendblatt: »Das Rätsel des Dichters«
Der Kubaner Leonardo Padura erzählt in seinem Kriminalroman "Adios Hemingway" von einem Mord auf der Finca des Schriftstellers im Jahr 1958. Es ist ein Spiel mit Realität und Fiktion, das der kubanische Autor Leonardo Padura in seinem schmalen Roman "Adios Hemingway" in virtuos eleganter Weise vorführt. Dabei sind die Ereignisse der Oktobernacht reine Fiktion, die Schilderungen des seelisch und körperlich instabilen Zustands Hemingways jedoch der Wirklichkeit der Biographie entliehen. Von Volker Albers ... mehr
Welt am Sonntag:
»Tod eines Klatschreporters«
Die Schlaumeierei gehört zu diesem Autor wie der Witz und das Raffinement. Ohne reichhaltige Anspielungen kommt der Brite Gilbert Adair nicht aus. Wie gewohnt beginnt auch sein neuster Roman "Mord auf ffolkes Manor" mit einem Augenzwinkern. Von Andreas Schäfer ... mehr
Die Welt:
»Elende kleine Geheimnisse«
Gilbert Adair legt die Mechanik des Kriminalromans bloß: mit einem Kriminalroman. Vor allem Agatha Christi, die Queen Mum aller späteren Krimiköniginnen, hat hier, man muß wohl sagen: herkulische Vorarbeit geleistet, was man dem englischen Original von Adairs Roman "Mord auf ffolkes Manor" schon am Titel. Von Ulrich Baron ... mehr
taz-mag:
»Mehr eine originelle München-Hommage als ein ernst zu nehmender Krimi«
Es ist dieser grundentspannte Erzählsound, der einen so unwiderstehlichen Charme entwickelt, dass man gern weiter und weiter liest. Und irgendwie überträgt er dabei seine beseligende Weißbiergelassenheit auch auf die Leserin. Genau in so einem Zustand muss Max Bronski jene Vision von München vor dem inneren Auge erschienen sein, die er in seinem Krimi-Erstling "Sister Sox" so stimmungsvoll beschreibt. Katharina Granzin in der Kolumne "Ccrime scene" ... mehr
Kalender
John D. MacDonald
Am 24. Juli 1916 wird John D. MacDonald in Sharon, Pennsylvania geboren († 28. Dezember 1986 im St. Mary's Hospital in Milwaukee, Wisconsin). 
MacDonald studierte Betriebswirtschaftslehre an der Harvard University und schloss sein Studium mit dem MBA ab. Während des Zweiten Weltkriegs diente er im Fernen Osten für den amerikanischen Geheimdienst OSS. Nach dem Krieg schrieb er für Pulp-Magazine und gehörte zu den wenigen Autoren, die den Sprung vom Groschenheft in den Buchmarkt schafften. 1950 veröffentlichte er seinen ersten Krimi, dem bis zu seinem Tod im Jahr 1986 über siebzig weitere folgten. Er gilt als einer der kommerziell und literarisch erfolgreichsten Krimiautoren der sechziger und siebziger Jahre.
Mit seinem Helden Travis McGee schuf er einen lässig lebenden Freizeitdetektiv mit hohem moralischem Anspruch, der in 21 Romanen von 1964 bis 1985 ermittelte, Millionenauflagen erzielte und zugleich die Veränderungen der amerikanischen Gesellschaft am Beispiel Floridas spiegelte.
Infos und Bibliographie:
super-thriller.de, wikipedia , Buchwurm.info/M. Drewniok, Mordlust, kaliber. 38, Washington Post (engl.), Ed Gorman Interview (engl.), Hardluckstories (engl.)
Axel Bußmers TV & Buchtipps 22. Juli – 4. August 2006
Inzwischen sind runde Geburts- und Todestage für die Sender eine willkommene Gelegenheit, noch einmal die wichtigen Werke dieser Person zu zeigen. Dieses Mal sind es der hundertste Geburtstag von John Huston am 5. August und der dreißigste Todestag von Fritz Lang am 2. August. Ergänzend für Bogart-Fans wird "Nachts unterwegs" von Raoul Walsh gezeigt.
Sidney Lumets Gerichtsfilm "Die zwölf Geschworenen", Francis Ford Coppolas Liebeserklärung an den "Cotton Club" (bei dem Drehbuch schrieben William Kennedy und Mario Puzo mit), der grandiose Ford-Western "Der schwarze Falke" und der düstere Krimi "Geheimring 99" lohnen einen zweiten (oder auch dritten oder vierten) Blick.
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Berliner Morgenpost:
»Kommissar im Designeranzug«
Das "New York Times Magazine" bat Patricia Cornwell um einen Fortsetzungskrimi – und Cornwell erfand Win Garano. Denn es muß nicht immer Kay Scarpetta sein, alle Serienheldenerfinder freuen sich über ein wenig Abstand zu ihren Erfolgsfiguren. Iris Alanyali über den Roman "Gefahr" ... mehr
Berliner Morgenpost:
»Ein Auftragskiller kennt keine Freunde«
In "Der Verrat", dem jüngsten Fall in Barry Eislers Thriller-Serie, soll Rain auf Macao einen Waffenhändler, der islamische Fundamentalisten beliefert, diskret um die Ecke bringen. Der Reiz seiner Romane speist sich aus dem komplexen Seelenleben des "Tokio Killers". Von Uwe Sauerwein ... mehr
Kurz und knapp, aber immer eindeutig kommen die Kritiken in der "Kleinen Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" daher, die erfreulicherweise niemanden verschonen. Diesmal ist eine
bunte Mischung auf dem Sommerteller gelandet. Und zwar diese Bücher:
Marc Cohen: "Todessplitter",
Patricia MacDonald: "Das Mädchen von nebenan"
Manfred Bomm: "Schusslinie"
Jean-Christophe Grangé: "Das schwarze Blut"
Eva Reichmann: "Schönheitskorrekturen"
Sheila Quigley: "Ein Mörder in unserer Stadt"
Jürgen Siegmann: "Tote Träumer"
Garry Disher: "Schnappschuss"
Matthias Eßling: "Falsche Spuren"
Hans-Dieter Otto: "Im Namen des Irrtums"...
mehr
Watching the Detectives:
»Alle Klischees mediterranen Machismos «
Am Ende schaut der Held mit feuchten Augen auf seine Königin, seine Stadt, Marseille. Der Leser nimmt das perplex zur Kenntnis, denn eine solch tragende Rolle hat die Stadt vorher nicht gespielt. Statt dessen herrschte das Gehetze eines weltumspannenden Abenteuerromans vor, und eher wenig der urbane Thriller, womöglich noch tout noir. Nix da. Jochen König über den Roman "In der Höhle des Kraken" von Olivier Descosse ... mehr
Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
Sonnabend, den 22.Juli 2006 um 11:45 mit dem Thema:
"Manuela Brandt – Tatortbeamtin.
Was der Tatort im Westen, war der Ereignisort im Osten.
Beide sind nicht unbedingt identisch mit dem
Leichenfundort. Aber mit der Leiche beginnt die Arbeit vor Ort.
Tatortbearbeitung ist ein hochspezialisiertes kriminalpolizeiliches
Arbeitsgebiet, innerhalb der Mordkommissionen
und in der Abteilung KT – Kriminaltechnik.
Mit der glamourösen Crime Scene Investigation
der endlosen CSI-Serien hat wirkliche Tatortbearbeitung
nur eins gemeinsam: Die Präzision beim Finden und Interpretieren
winzigster Spuren.
Tatorte sind eine Herausforderung an alle Sinne – sie riechen nicht
immer gut, und manchmal sind sie bedrückend traurig.
Ein Gang mit der Kriminalkommissarin einer Berliner Mordkommission
durch ihren Arbeitsplatz.
(Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45)
Die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Sybille Schrödter
Ganz offensichtlich war der Beruf der Rechtsanwältin (Schwerpunkt Strafrecht) für die Hamburger Autorin Sybille Schrödter zu trocken und humorlos. Sybille Schrödter wechselte die Seiten und betrachtet nun das Anwaltsdasein als Kabarettistin und seit 2000 als freie Autorin. Ihr erster (geplanter) Kriminalroman "Fannis Filmriss" erschien 2004 ...
mehr
Hamburger Abendblatt:
»Rätselhafte Verlockung des Fremden«
Als vor zwei Jahren der Kriminalroman "Mord im Zeichen des Zen" erschien, kannte nahezu niemand den Namen des Autors.Oliver Bottini? Achselzucken. Das sollte sich schnell ändern. Der Roman erhielt den Deutschen Krimipreis und schaffte den Sprung auf die Krimiwelt-Bestenliste. Bottini avancierte nicht nur zum Liebling vieler Kritiker, sondern er verkaufte sich auch. Volker Albers über einen Hoffnungsträger des deutschen Kriminalromans ... mehr
Deutschlandradio:
»Literarische Abrechnung mit den USA«
Eduardo Belgrano-Rawsons subtiler Thriller "Rosas Stimme" aus Argentinien ist ein grandioser Roman. Im Mittelpunkt steht Rosa, die als die beste Prostituierte Floridas galt. Sie wird auch noch wegen ihrer erotischen Stimme als Ansagerin eines Radio-Senders in Honduras verehrt. Das Buch seziert die Politik der USA und alle von ihr verantworteten Putsche und politischen Morde. Von Lutz Bunk ... mehr
Wochen-Zeitung:
»Wider das Vergessen Carl Albert Looslis«
Im Jahre 1877 als Unehelicher geboren, lernte Carl Albert Loosli früh das Heim- und Anstaltsleben kennen, so insbesondere in der Jugendstrafanstalt Trachselwald. Das Schicksal des bevormundeten Verdingbuben liess ihn nie mehr los, doch diese bitteren Erfahrungen hinderten ihn nicht, das Emmental zu lieben. Seine Bindung zu diesem hielt zeitlebens. Und auch der erste Schweizer Kriminalroman, Looslis "Schattmattbauern", 1926 erschienen, spielt im Emmental, nämlich in der Region um Burgdorf. Von Jakob Salzmann ... mehr
WoZ:
»Lustvoll morden«
Im Krimischreibkurs lernen AutorInnen ihr künftiges Handwerk und vor allem eines: durchhalten. Seit einiger Zeit bietet ein Ehepaar literarische Schreibkurse in Zürich und neuerdings auch in Bern an. Von Isabelle Lüthy ... mehr
Kalender
Am 19. Juli 1923 wird Joseph Hansen in Aberdeen, South Dakota geboren († 24. November 2004 im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes in Laguna Beach, Kalifornien).
Hansen schuf den schwulen Versicherungsdetektiven Dave Brandstetter und zeichnete im Verlauf der Romane ein Bild der sich verändernden amerikanischen Gesellschaft weit über den sexuellen Aspekt hinaus.
Joseph Hansen, 1923 geboren, gestand sich als Teenager ein, dass er Männer liebte, heiratete mit 20 Jane Bancroft, die bis zu seinem Tode seine Gefährtin war, und wurde im selben Jahr Vater und erstmals verlegt. Seiner Autobiografie zufolge prägten ihn schon als Kind die Schriftsteller Carl Sandburg, Mark Twain und später Walt Whitman. In den 40ern und 50ern schlug sich Hansen als Buchhändler, Maler, Folkmusiker, Lexikonvertreter und Sekretär durch, in den 60ern steckte er in Vorreiterprojekten selbstbewusst schwuler Presse, veröffentlichte Gedichte und konnte unter dem Pseudonym James Colton erste Romane lancieren. 1967 entstand mit "Fadeout" der erste Brandstetter, 1970 bei Harper verlegt, was Hansen den Durchbruch als Schriftsteller brachte.
Der Verfasser von knapp 30 Romanen, Dutzenden von Storys und zahllosen Gedichten lebte bis zu seinem Tod mit seiner Gefährtin in einer kleinen Kate nahe Los Angeles.
Infos bei:
Argument Verlag , krimiblog ,"Berliner Zeitung" , "Wikipedia" , "kaliber. 38" (kostenpflichtig), "Toms Krimi-Treff" .
Nicolas Freeling
Weitgehend unbeachtet vom deutschen Feuilleton ist am 20. Juli 2003 der englische
Schriftsteller Nicolas Freeling, Schöpfer des legendären Piet van der Valk, in Schirmeck im Elsass, in der Nähe von Straßburg gestorben.
Freeling, eigentlich Nicolas Davidson, (*31. März 1927 in London) war ein britischer Schriftsteller, verbrachte aber den Großteil seines Lebens im kontinentalen Europa (Niederlande, Frankreich).
Nicolas Freelings Karriere als Schriftsteller begann, als er nach einer Verurteilung wegen Diebstahls eine Haftstrafe von drei Wochen absitzen musste. Vorher hatte er verschiedene Tätigkeiten (Militär, Gastronomie) ausgeübt.
Die Fernsehserie "Van der Valk", frei nach seinen Van-der-Valk-Kriminalromanen, haben ihn bekannt gemacht. Allerdings folgt die Fernsehserie weder den Handlungssträngen der Romane, noch wird sie dem Character Van der Valks gerecht.
Der Roman King of the Rainy Country wurde 1966 mit dem Edgar Allan Poe Award der Mystery Writers of America ausgezeichnet. Daneben gewann Nicolas Freeling 1964 den Golden Dagger der British Crime Writers Association und den Grand Prix de Roman Policier.
Derzeit ist auf dem deutschsprachigen Buchmarkt keines seiner Bücher lieferbar.
(Info wikipedia)
Weitere Informationen:
kaliber. 38 (kostenpflichtig), Toms Krimitreff, news.telepgraph.co.uk (engl.), fantasticfiction (engl.)
3sat:
»Hart wie Hammer«:
Er flirtete mit Marlene Dietrich und Hedy Lamarr, tippte selten länger als drei Wochen an einem Buch und verfasste sieben der 25 erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts in den USA: 1947 erfand Frank Morrison, alias Mickey Spillane, den Brutalo-Privatdetektiv Mike Hammer und wurde zum Großmeister der Pulp Fiction. Die Kritiker zerfetzten ihn, die Leser konnten nicht genug bekommen ... mehr
Hamburger Abendblatt:»Der Richter schweigt«:
Er benötigte gerade einmal neun Tage, um seinen ersten Kriminalroman zu schreiben. 1946 war das, und Mickey Spillane, damals 28 Jahre alt, nannte sein Buch "I, The Jury" – "Ich, der Richter". Wenn man so will, ein durchaus programmatischer Titel für den Autor, der in den folgenden Jahren zum weltweit wohl erfolgreichsten Kriminalschriftsteller avancieren sollte. Von Volker Albers ... mehr
Berliner Zeitung:»Mike Hammers Erfinder«:
Der Feind ist die rote Gefahr, die Großstadt, schlechtes Wetter. Der Held schießt lieber, als dass er redet. Und am Ende steckt hinter dem Schlamassel ein Flittchen. Die Rede ist von Mike Hammer, die berühmteste Erfindung des Krimiautors Mickey Spillane, der nach langer Krankheit im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in Murrells Inlet, South Carolina, verstorben ist. Von Brigitte Helbling ... mehr
taz:»Immer in die Fresse«:
Schaut man sich an, was Mickey Spillane im Lauf seines Lebens so getrieben hat, beruflich und aus reinem Zeitvertreib, kommt man leicht auf den Gedanken, dass hier einer viel tollen Romanstoff gehabt hätte. Alexander Leopold zum Tod des Hard-Boiled-Krimi-Autors und Mike-Hammer-Erfinders Mickey Spillane ... mehr
Die Welt:»Gute Methode, Geld zu verdienen«:
Er arbeitete als Trampolinartist, vielleicht auch für das FBI. Und er schuf den Haudrauf-Detektiv Mike Hammer. Zum Tod des Krimischriftstellers Mickey Spillane. Von Hendrik Werner ... mehr
Die Presse:»Wenn man dich mag, bist du gut«:
Jahrzehntelang galt der am Montag in seinem Haus in South Carolina verstorbene, vielfach verfilmte Krimiautor (er selbst nannte sich lieber "kommerzieller Schreiber") als König der "Pulp Fiction". Freimütig bekannte er sich zur "Schundliteratur", sein Credo war denkbar einfach: "Wenn das Publikum dich mag, bist du gut." ... mehr
Der Standard:»Verfechter des Trash«:
Gegen seine grimmigen Romane wirkten selbst Arbeiten von stilprägenden US-Kollegen wie Raymond Chandler oder Dashiell Hammett vergleichbar milde und voller Optimismus. Zum Tod des umstrittenen US-Krimiautors und Schöpfer der Serie um Private Eye Mike Hammer ... mehr
WDR 4:
»Quälende Phantasien«:
Der britische Autor Peter Robinson ist hier in Deutschland vor allem durch seine wirklich lesenswerte Krimireihe um den sympathischen Inspector Alan Banks bekannt. "Das stumme Lied" ist ein eher psychologischer Thriller, der tiefgründig das Schicksal zweier Frauen beleuchtet und deren quälende Phantasien geschickt in eine atemberaubende Krimihandlung einbettet. Von Sibylle Haseke (Der Beitrag kann via Computer auch gehört werden) ... mehr
netzeitung:
»Meister der Spannungsliteratur«:
Hap Collins und Leonard Pine sind ein Paar, wie es ungleicher kaum sein könnte. "Wilder Winter" ist der erste in einer Reihe von Romanen um Hap und Leonard. Der Autor Joe R. Lansdale gilt als Meister der Spannungsliteratur ... mehr
Unionsverlag: »Premio Hammett für Leonardo Padura«:
Der kubanische Schriftsteller Leonardo Padura hat den renommierten "Premio Hammett" der "Semana Negra" in Gijón für den besten spanischsprachigen Kriminalroman des Jahres 2005 gewonnen. Die Auszeichnung gilt für "La neblina del ayer" (deutsch: "Der Nebel von
gestern") mit dem kubanischen Ermittler Mario Conde als Hauptfigur. Es wird 2007 beim Zürcher Unionsverlag in der Reihe metro in deutscher Übersetzung erscheinen.
Nach dem Premio Hammett 1998 für den Roman "Labyrinth der Masken" und 1999 für "Das Meer der Illusionen" zeigte sich Leonardo Padura über die dritte Auszeichnung seines Werkes überrascht und erfreut. In Spanien ist der Roman "La neblina del ayer" inzwischen in der dritten Auflage.
Auf deutscher Sprache ist das Werk von Leonardo Padura beim Unionsverlag lieferbar. Am 24. Juli 2006 kommt das fünfte Buch "Adìos Hemingway" in den Handel ...
SZ-Mediathek:
»In den Scherben der Vergangenheit«:
"Tod in Florenz" begeistert mit seiner atmosphärischen Dichte; in einfachen und lakonischen Dialogen werden die Charaktere erlebbar. Magdalen Nabb braucht keine Verfolgungsjagden oder Angst-Szenarien, um spannend zu erzählen. Die Zahl der Opfer – eins – bleibt überschaubar, das schlimmste Grauen scheint nach dem Fund der Leiche abgehakt. Anne-Sophie Mutter über Band 27 der SZ-Kriminalbibliothek ... mehr
Kalender
Edward Bunker
Am 19. Juli 2005 stirbt der Schriftsteller Edward Bunker an den Folgen einer Operation im Alter von 71 Jahren (* 31.12.1933 in Hollywood, California).
Edward Bunker kannte das Leben im Gefängnis aus eigener Erfahrung. Er hatte mehrere Aufenthalte in Heimen und Besserungsanstalten hinter sich, als er im Gefängnis anfing, Bücher zu lesen und zu schreiben. "Wilder als ein Tier" erschien 1973 in Amerika. Die Verfilmung des Stoffes ("Stunde der Bewährung") mit Dustin Hoffman wurde ein großer Erfolg. 1975 wurde Bunker auf Bewährung entlassen. Mehr als fünfzehn Jahre hat er hinter Gittern verbracht. Bis zu seinem Tod lebte er als Drehbuchautor in Los Angeles.
Info über Edward Bunker: Weltwoche, servus.at, twbooks (engl.)
Mickey Spillane †
Am 17. Juli 2006 ist Mickey Spillane nach langer Krankheit in Murrells Inlet, South Carolina im Alter von 88 Jahren gestorben.
(* als Frank Morrison Spillane in Brooklyn, New York).
Er war im Zweiten Weltkrieg hochdekorierter Kampfflieger, arbeitete danach als Comic-Texter und Kaufhausverkäufer. Mit dem Krimi "I, the Jury" (1948) gelang ihm und seinem Privatdetektiven Mike Hammer der Durchbruch. Nach dem Erfolg seiner Krimis fuhr er Autorennen, war Zirkusartist und drehte Filme. Er lebte bis zu seinem Tod im kleinen Badeort in South Carolina. Seine Romane, die sich millionenfach verkauften, galten als Inbegriff des "Sex and Crime", wurden als Schund verschrieen und in der Bundesrepublik Deutschland auf den Index jugendgefährdender Schriften gesetzt. Erst spät erhielt er auch in der Kritik die Anerkennung als einer härtesten Autoren der Kriminalliteratur ...
Die deutschsprachige Neuauflage seiner Krimis erscheint beim "Rotbuch Verlag".
Nachrufe:
Der Spiegel,
ntv,
New York Times, Fox News, USA Today, L. A. Times, The State.
Weitere Infos:
"krimi-couch.de", "mordlust.de", "3.sat", Unofficial Mickey Spillane Mike Hammer Site, Spillane als Zeuge Jehovas, Interview "Crime Time"(engl.) und "Tomorrows.com"(engl.)
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte". Es gibt nicht viele Kolumnen zur Kriminalliteratur, die so fundiert sind wie diese und wir danken Michael Schweizer und der Zeitschrift "Kommune" für die Genehmigung, diese wichtigen Beiträge bei den Alligatorpapieren veröffentlichen und archivieren zu dürfen.
Wir beginnen mit den beiden Kolumnen 2/2006 und 3/2006 und werden mit der Zeit auch die älteren Kolumnen Michael Schweizers ins Netz stellen.
3/2006
Inseln in kaltem Wasser
Alte Nazis, alter Fußball: Färöer, Föhr, England
Zu den Büchern "Endstation Färöer" von Jógvan Isaksen, "Friesenblut" von Olaf Schmidt und "Der Mörder saß im Wembley-Stadion" von Erich Loest ... mehr
2/2006
Bayern: Einmal lustig, zweimal nicht
Zu den Büchern "Freitagsflug" von Martin W. Brock, "Sister Sox" von Max Bronski und "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel ... mehr
taz:
»Das Leben ist hart, dann stirbt man«:
Wie ein junger Mann aus einer beschaulichen britischen Familienszenerie in eine brutale osteuropäische Diktatur gerät, wo ganz andere Gesetze
des Lebens herrschen: William Nicholson hat mit "Die Gesellschaft der Anderen" einen klassischen Entwicklungsroman als Psychothriller geschrieben. Von Jörg Magenau ... mehr
Deutschlandradio:
»Auf den Spuren von Miss Marple«:
Gilbert Adair hat sich einen literarischen Spaß erlaubt und alle Motive und Klischees des klassischen englischen "Whodunit"-Romans versammelt. Die Anspielung auf die Welt einer Agatha Christie ist offensichtlich und gewollt: Souverän arrangiert Adair das entsprechende Setting und Personal, pfiffige Dialoge und einen rätselhaften Mord, dessen Auflösung so verblüffend wie zugleich einfach ist. Joachim Scholl über Gilbert Adairs launigen Krimi "Mord auf ffolkes Manor" ... mehr
Schweriner Volkszeitung:
»Späte Rache an der Warnow«:
Späte Rache – Verdeckte Ermittlungen" heißt ein Krimi, der im Juni im Verlag Lübbe erschienen ist. Der Ort des Geschehens: Rostock. Eine Stadt, mit der die Autorin Henrike Heiland vorher eigentlich gar nichts zu tun hatte. Von Thomas Niebuhr ... mehr
Kölnische Rundschau:
»Der Mann hinter John Sinclair«:
Er gilt als der erfolgreichste deutsche Autor – und doch kennt ihn fast niemand. Seine Romanhefte und Taschenbücher, in denen Geisterjäger John Sinclair von Scotland Yard das Böse bekämpft, wurden gut 270 Millionen Mal verkauft. Der Gruselspezialist Helmut Rellergerd schreibt seit gut 30 Jahren unter dem Pseudonym Jason Dark ... mehr
netzeitung:
»Schöne kleine langsame Welt«:
Alexander Wewerka verlegt seit zwanzig Jahren Bücher über Theater und Film und neuerdings auch Krimis: 2002 hat Wewerka eine Krimireihe eingeführt und 2004 erschienen die ersten einer auf acht Bände angelegten Jörg-Fauser-Werkausgabe. Andreas Schäfer hat den Verleger besucht .. mehr
netzeitung:
»Tod durch Fingerbruch«:
Charles Willefords lakonische Kriminalromane inspirierten Quentin Tarantino und sind vielleicht besser als dessen Filme. In "Miami Blues" tritt Detective Moseley erstmals auf den Plan. Es handelt sich dabei, wie hier dringend nahe gelegt werden soll, um Charles Willefords "Miami Blues" aus dem Jahr 1984, kürzlich und zu einem minimalen Preis in der Kriminalbibliothek der "Süddeutschen Zeitung" wiedererschienen. Keine allzu schwere Kost und doch ein Krimi, der völlig zu Recht in diesen Kanon der wichtigsten Genrebücher aufgenommen wurde. Von Ronald Düker .. mehr
Axel Bußmers Spurensuche No. 25
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Mord & Totschlag für den Strandkorb
Sie wollen sich die Zeit des Bräunens mit einigen spannenden Krimis verkürzen, wissen aber noch nicht, welche Bücher sie einpacken sollen?
Dann gibt es hier einige Empfehlungen und – ganz im Gegensatz zum ursprünglichen Plan – einige Warnungen. Denn die neuen Werke von Michael Didbin, Felix Thijssen, Linda Fairstain und Cindy Gerard sind überraschend schlecht. Überhaupt nicht schlecht sind dagegen die Bücher von Jenny Siler, T. Jefferson Parker, Joe R. Lansdale und, für die Klassiker-Freunde, Rex Stout.
Axel Bußmer mit vier Warnungen und vier Empfehlungen für die heißen Tage ... mehr
bücher.de/FAZ:
»Elektra in Havanna«:
Die Revolution ist die Maske des Todes, der Tod ist die Maske der Revolution - nach einem Beleg für die finster lautende Losung aus Heiner Müllers "Auftrag" muß man im Zeitalter der aussterbenden Revolutionen lange suchen. Begibt man sich in eines der letzten revolutionären Dinosaurierreiche, das sozialistische Kuba, wird man jedoch bald fündig. Bis in den Titel hinein wie eine Etüde über die Sentenz aus Müllers Stück liest sich ein nun auch auf deutsch erschienener Roman von Kubas erfolgreichstem Kriminalautor Leonardo Padura: "Labyrinth der Masken". Von Florian Borchmeyer ... mehr
kaliber. 38:
»Kunst und Verbrechen«:
Eine ausführliche Kostprobe von ART IN CRIME, dem für August angekündigten
Kalender zur Kriminalliteratur 2007 des Daedalus Verlags, liefern seit
diesem Wochenende die Kollegen von "kaliber38".
Herausgeberin Christina Bacher spricht mit Thomas Wörtche über
das Thema Kunst und Verbrechen im Besonderen, Walter Sickert, Thomas Ripley
und Patricia Cornwell im Speziellen. Das ausführliche Interview, das im
August in gekürzter Form im Kalender erscheint, finden Sie .. hier
NZZ:
»Im Zentrum der Peripherie«:
Gabriel Trujillo Muñoz hat sich entschieden, sich ganz auf die lokalen Gegebenheiten zu verlassen bei dem Versuch, den so schwer fassbaren Stoff "Literatur" zu gewinnen. Und zwar dort, wo er lebt und schreibt, wo er 1958 geboren wurde, in der nordmexikanischen Grenzstadt Mexicali. Auch Trujillo Muñoz' Hauptfigur, der auf Menschenrechtsfragen spezialisierte Anwalt Miguel Ángel Morgado, ist in Mexicali aufgewachsen. Das Buch "Tijuana Blues" schildert insgesamt vier freiwillig-unfreiwillige Exkursionen in die extrem heisse, dürre und grausame Welt der frontera. Von Peter Kultzen ... mehr
Readers Edition:
»Ein bisschen Thriller, ein bisschen mehr Sozialkritik«:
Sheila Quigleys neuer Krimi "Ein Mörder in unserer Stadt" handelt wie ihr Erstling von Underdogs im englischen Kleinstadtmilieu. Bei der empathischen Beschreibung derselben sind ihr allerdings die Krimizügel ein wenig aus der Hand geglitten. Von de_sutton ... mehr
Hamburger Abendblatt:
»Von Pygmäen, Morden und einem Schloß in Mecklenburg«:
Neben dem Regional- (oder sagen wir ruhig: Heimat-)Krimi ist ein neuer Trend zu verzeichnen: der Auslandskrimi made in Germany. Bei Lena Blaudez wird einem die Heimat fremd, während Afrika näher rückt. Sind wir doch in die Geschichten, die dort spielen, verstrickt; weit mehr, als uns lieb ist. Mit "Farbfilter" ist ihr erneut ein spannender Kriminalroman gelungen, temporeich und auch humorvoll erzählt in einer gepflegten, lebensprallen Sprache, die auf Anhieb in den Bann zu ziehen versteht. Von Regula Venske ... mehr
Die Presse: »Der tiefe Hass des ungeliebten Kindes«:
Was Daschkowas Buch über die Qualität einer soziologischen Studie hinaus interessant macht, ist ihr psychologischer Blick. Ihre Figuren sind nicht schemenhaft, sondern aus Fleisch und Blut. Polina Daschkowa gilt als Bestseller-Autorin. "Keiner wird weinen" könnte ein solcher werden. Daschkowa beherrscht die Kunst des spannenden Erzählens. Von Gudrun Braunsperger ... mehr
oe1/ORF:
»Urlaubsreisen zu Krimi-Tatorten«:
Krimis haben Hochsaison. Nicht nur ein spannender Plot macht sie einzigartig, ihre im Trend liegenden Schilderungen landschaftlicher Besonderheiten machen sie auch für den Fremdenverkehr interessant. Jetzt entsteht gar eine eigene Krimi-Landkarte. ... mehr
In ihrer Krimi-Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel"
vom 16. Juli 2006 berichtet Andrea Fischer über die Schattenseiten des schwedischen Traums. "Schwedischer Krimi" – Verlage nutzen diese Bezeichnung gerne als Prädikat. Ob es sich dabei wirklich immer um eine Auszeichnung handele, dürfe bezweifelt werden. Dennoch habe das Ansehen des schwedischen Krimis eine lange Geschichte. Jüngere Autoren interessierten sich mehr für die Abgründe, die eine moderne Gesellschaft hervorbringe. In dieser Reihe stehe auch eine neue Entdeckung unter den vielen schwedischen Autoren: Åsa Larsson, deren zweiter Roman "Weiße Nacht"soeben auf Deutsch erschienen sei ... mehr
Hamburger Abendblatt:
»Mord hinter verschlossenen Türen«:
Manuel Vázquez Montalbán ist tot, es lebe Irene Rodrian, die mit "Eisiges Schweigen" ihren dritten in Barcelona spielenden Krimi vorlegt. Irene Rodrian erzählt in ihrem neuen Krimi von einem raffinierten Verbrechen. Inmitten der Metropole Barcelona stirbt eine Wissenschaftlerin. Von Regula Venske .... mehr
Hamburger Morgenpost:
»Meine Krimis sind politisch«:
Eigentlich will Bella Block nicht mehr ermitteln. Doch ebenso wenig wie ihre Schöpferin Doris Gercke kann Bella Block die Hände in den Schoß legen. "Georgia" ist der 13. Bella-Block-Roman der Hamburger Autorin Doris Gercke. Die MOPO sprach mit der 69-Jährigen über ihren neuesten Krimi. Von Swantje Dake .... mehr
Am 8. Juli 2006 ist die Autorin Dorothy Uhnak im Alter von 76 Jahren in Greenpoint, New York durch eine Medikamenten-Überdosis freiwillig aus dem Leben geschieden.
Sie war eine der ersten weiblichen Detectives in New York und eine der ersten Autorinnen, die ihre Polizeierfahrungen in ihren Romanen reflektierte. Für ihren ersten Roman "The Bait" (1968) mit der Serienheldin Christie Opara erhielt sie 1969 den "Debut-Edgar".
Info:
Toms Krimitreff, Gumshoe site, New York Times, mysteryfile.com Interview.
Berliner Morgenpost:
»Auf die Fresse«:
Zu mörderischen Mitteln hat jetzt auch Elizabeth George gegriffen, als sie ihrem adligen Helden seine private Lebensperspektive genommen hat, doch hat sie es wohl getan, um seine berufliche zu retten. Lynley ist nicht am Ende, sondern tief unten – dort, wo viele Gestalten in "Wo kein Zeuge ist" schon ihr Leben lang gewesen sind. Von Ulrich Baron ... mehr
kulturnews:
»Auf die Fresse«:
Hemmungslos wird in Kriminalromanen gequält, gemordet, massakriert – und die Leser finden's klasse. Die Autorin Anne Chaplet allerdings verzichtet auch in ihrem neuen Krimi "Sauberer Abgang" auf blutrünstige Mordszenen. Dabei hat sie sich intensiv mit dem Thema Gewalt beschäftigt. Juliane Rusche sprach mit der Autorin ... mehr
Rheinischer Merkur:
»Stilvoller Giftmord«:
Sie ist die Grande Dame des gehobenen Nervenkitzels. Ingrid Noll ist darauf spezialisiert, andere fiktiv ins Jenseits zu befördern. Ihre Krimis sind eine Mixtur realistischer Menschen und stark übertriebener Handlungen. Eine Mischung, ähnlich den hoch giftigen Cocktails, die sie in ihren Krimis den Opfern einflößt. Zur Ruhe setzen will sich die Kriminalschriftstellerin noch lange nicht. Katrin Czerwinkahat sich mit der Autorin getroffen ... mehr
kulturnews:
»Der Mörder in dir«:
Ein Kommissar am Tiefpunkt seiner Karriere – dieser Satz ziert den Einband vieler Kriminalromane. Auch Jo Nesbø lässt die Hauptfigur seiner Krimis, den Osloer Ermittler Harry Hole, in seinem neuen Buch "Das fünfte Zeichen" scheitern. Warum, erklärt der norwegische Autor im kulturnews-Interview. Juliane Rusche sprach mit dem Autor ... mehr
Kalender
Ernest Tidyman
Am 14. Juli 1984 stirbt der Schriftsteller Ernest Tidyman an Nierenversagen (* 31. Dezember 1928 in Cleveland).
Oder, wie es sein Sohn Nathaniel Rayle treffend beschrieben hat: "Die offizielle Todesursache war Nierenversagen, obwohl dies nur ein "knapper" Sieg des ersten lebenswichtigen Organs war, das versagte. Er rauchte und trank sein ganzes Leben."
Ernest Tidyman, der einen Oscar für das beste Drehbuch zum Film "The French Connection" erhalten hat, erfand den schwarzen Privatdetektiven Shaft. Seine 6 Shaft-Krimis gehören zu den abgebrühtesten Detektivromanen der 70er Jahre. Die Shaft-Krimis sind Wegbereiter der BLAXPLOITATION-Welle im Film und in der Musik.
Ernest Tidyman wurde am 31. Dezember 1928 als Sohn einer ungarischen Mutter und eines Vaters mit britischen Wurzeln in Cleveland geboren. Der Name Tidyman stammt aus der Arbeiterklasse in der Gegend um Blackpool, England.
Von 1945-1946 leistete er Dienst in der U.S. Army.
1954 folgte er dann seinem Vater Ben Tidyman in dessen journalistische Fußstapfen und wurde Reporter bei der Zeitung The Cleveland News.
Tidyman war ein Journalist, der seinen Beruf von der Pike auf erlernt hatte. Er war Gerichtsreporter für The Cleveland News und arbeitete ab 1957 für The New York Post und später für The New York Times. Bei der New York Times war er von 1960 an als Redakteur tätig, bis er diesen Job aufgab, um sich ganz dem Schreiben von Romanen und Drehbüchern zu widmen.
Ab Mitte der 60er Jahre arbeitete er auch als freier Redakteur für verschiedene Magazine, darunter für das New York Time Magazine.
Links:
Shaft beim Pendragon Verlag, Thomas Wörtche: Er ging zu Boden, Alligatorpapiere, Bio-/Bibliographie bei Krimi-Couch, Blaxploitation bei Splatting Image,
Blaxploitation.com (engl.).
ARTE:
»Reise durch die Höllen der Geheimdienste«:
Gespaltene Persönlichkeiten sind gerade in. Ist das noch Zufall der Krimiproduktion oder schon Zeitzeichen? In Robert Littells Roman "Die kalte Legende" ist die Persönlichkeitsspaltung Zeitzeichen. In unterkühlt-ironischer Distanz begleitet Littel sein Chamäleon Odum durch das Netz einer wüsten Doppel-Intrige. Mit Humor, Eleganz und Raffinesse wirft er einen bösen Blick auf die Spionagewelt. Von Tobias Gohlis ... mehr
schwedenkrimi.de:
»Ich erfinde keine spektakulären Geschichten, ich sorge mich nur um meine Figuren«:
Mit Frode Grytten bereicherte der Zürcher Verlag Nagel & Kimche kürzlich den Markt skandinavischer Krimiautoren um einen spannenden Autor, dessen Roman "Die Raubmöwen besorgen den Rest" sich den herkömmlichen Lesemustern verweigert. Für das Literaturportal "schwedenkrimi.de" sprach Alexandra Hagenguth mit dem norwegischen Autor darüber ... mehr
Watching the Detectives:
»Wie ein Teppich aus Zeichen«:
Ein exklusives Altersheim nahe Dover, "an der Straße nach Paris", und das in einem Krimi einer englischen Autorin. Na servus. Sitzt da nicht Miss Marple schon kombinierend im Plüschsessel? Wird das nicht alles von sehr sehr britisch-skurriler Landhausluft umweht? Kommen wir zu etwas ganz anderem: Bernice Rubens' "Das Wartespiel. Nein, das ist kein Kriminalroman der üblichen Sorte. Er ist viel besser, auch weil Rubens' das verblüffende Kunststück gelingt, die anfängliche Klarheit der Verhältnisse und Personen bis zur Kenntlichkeit zu verwischen. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr
Die Zeit:
» Das Krimi-Gen sitzt in Kiruna«:
Nach Schweden führt uns Tobias Gohlis diesmal in seiner Krimikolumne.
Nach Kiruna nämlich, weit nördlich des Polarkreises. Kiruna – das ist Weite, Leere, Nordlicht, Mittsommerhelle. In Åsa Larssons gerade erschienenem Buch "Weiße Nacht" entspringen ihrer intimen Kenntnis des Nordens und der Sektenwelt nicht nur eindrücklich gezeichnete Charaktere. Die Bücher von Larsson sind kleine Wunder: Genau, einfühlsam und ohne Häme zeichnet sie die innere Enge, die Lebenssuche ihrer Nordleute ...mehr
satt.org:
»Kriminalistische Logik made in USA und thailändische Ermittlungsmethoden«:
John Burdett's Krimi "Der Jadereiter" ist eine charakteristische Schilderung der Prostitution, der Korruption, des Drogenhandels und der buddhistischen Religion der Thailänder. Das Buch, das mehr einer Milieustudie gleicht, um kulturelle Unterschiede und den Glauben zum Buddhismus zu erklären, folgt weniger dem gewohnten Genre eines Thrillers, es schildert interessant den organisierten Jadehandel, blickt hinter die Mauern des berüchtigten Bangkoker Knast Bang Kwan. Von Hartmuth Malorny ... mehr
Kalender
Ulf Miehe
Am 13. Juli 1989 stirbt der Schriftsteller und Filmemacher Ulf Miehe in München (*1940 in Wusterhausen / Brandenburg).
Mit seinen Kriminalromanen "Ich hab noch einen Toten in Berlin" und "Puma" gelangen ihm herausragende Werke der deutschen Kriminalliteratur. Seinen ersten Kriminalroman ICH HAB NOCH EINEN TOTEN IN BERLIN (1973) lobte Günter Herburger (im "Spiegel") als "seltenes Glück in deutscher Sprache". Und auch mit PUMA (1976) erwies sich Miehe, wiederum laut "Spiegel" als "eine Rarität: ein deutscher Krimi-Schreiber, handwerklich so sicher und stilistisch so versiert, daß er bei den Kollegen aus der sogenannten ernsten Literatur Anerkennung und auch im Ausland Leser fand." (Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Miehe starb während der Vorbereitungen zu seinem Filmprojekt "Der Unsichtbare".
Infos und Bibliographie: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, artechock, Deutsches Filmhaus, Der Standard , evolver
Berliner Literaturkritik:
»Mafia-Legenden«:
Sizilien und die Mafia. Man meint, sie zu kennen. Schließlich hat man den "Paten" dreimal gesehen. Aber kennt man sie wirklich? John Dickie hat die Geschichte der "ehrenwerten Männer" geschrieben und bringt darin einige Legenden zu Fall. Von Herbert Späth ... mehr
ORF: »Killer in einer zerfallenen Gesellschaft«:
Mit "Adios Hemingway" ist Leonardo Padura etwas Seltenes gelungen: ein spannender Krimi, die Verknüpfung von Anspruch und Unterhaltung, sowie das Kunststück, ein gehöriges Interesse an Leben und Werk Hemingways wieder zu wecken. Von Gerhard Moser ... mehr
Deutschlandradio: »Killer in einer zerfallenen Gesellschaft«:
Polina Daschkowa ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Krimi-Autorinnen Russlands. In "Keiner wird weinen" liefert der Zerfall der russischen Gesellschaft nach der Wende den Hintergrund für einen Thriller, in dem zwei Killer aufeinander losgehen. Dabei wird auch einiges über die Mafia-Strukturen in Russland deutlich. Von Martin Sander ... mehr
Kalender
Donald E. Westlake

Am 12. Juli 1933 wird Donald E. Westlake in Brooklyn, New York, als Sohn irischstämmiger Eltern geboren.
Er schrieb unter zahllosen Pseudonymen (u.a. John B. Allen, Curt Clark, Tucker Coe, Timothy J. Culver, Morgan J. Cunningham, Richard Stark) über 100 Romane, die oft in New York spielen. Er schuf mehrere Serienfiguren wie John Archibald Dortmunder (als Donald Westlake) oder Mitch Tobin (als Tucker Coe), wurde zum "Grand Master of the Mystery Writers of America" ernannt und erhielt dreimal den "Edgar".
Das deutsche Lesepublikum und schließlich auch die deutschen Verlage ignorieren ihn seit mehr als zwanzig Jahren konsequent, dennoch erschien 2003 der Roman "Der Freisteller" bei "Droemer Knaur", ein böses, mörderisch ironisches Buch, wie geschrieben für eine Zeit mit Hartz IV ...
Infos:
krimi-couch, Amazon, kaliber. 38 (kostenpflichtig), bookreporter (engl.), www.donaldwestlake.com (engl.)
Radio Bremen:
Der Radio Bremen Krimipreis geht in diesem Jahr an die russische Schriftstellerin Polina Daschkowa. Der Preis wird im Wechsel an deutsche und ausländische Krimischreiber vergeben und ist mit 2.500 Euro dotiert. Die Jury zeichnet Polina Daschkowa aus für ihre präzisen und spannenden Psychogramme von Russen alten und neuen Schlags. Ihre einfühlsamen Schilderungen von Menschen, Milieus und Motiven enthüllen Moskau als einer der Welthauptstädte des Verbrechens.
Am Mittwoch, den 20.9.2006 wird der mit 2.500 Euro dotierte Preis im Rahmen von "Morden im Norden – Serientäter on Tour" und des Bremer Krimifestivals "PrimeTimeCrimeTime" in der Bremer Schauburg verliehen.
Polina Daschkowa, 1960 in Moskau geboren, ist zur Zeit mit einer Gesamtauflage von 18 Millionen Büchern die erfolgreichste Krimiautorin Rußlands. Sie hat das renommierte Gorki-Literaturinstitut absolviert und sich zunächst der Lyrik zugewandt. Daneben hat sie als Journalistin für Rundfunk und Presse sowie als Parlamentsberichterstatterin gearbeitet. Bevor ihr erster Roman herauskam, übersetzte sie auch Bücher aus dem Englischen. Auf deutsch liegen mittlerweile drei Romane von ihr vor. Polina Daschkowa lebt mit ihrem Mann, einem Dokumentarfilmer, und ihren zwei Töchtern in Moskau. Mittlerweile sind ihre Bücher auch in Frankreich und den Niederlanden erschienen. (alle Informationen Aufbau Verlag).
mehr
RBB:
»Walter-Serner-Preis 2006«:
Das Kulturradio des RBB und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2006 aus. Autoren werden eingeladen, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom "Leben in den großen Städten" erzählt und nicht länger als 7 Seiten ist. Der Name des Autors sollte nicht auf dem Manuskript vermerkt werden, sondern auf einem beigefügten Blatt. Die eingereichten Manuskripte werden nicht zurückgeschickt, sondern unter Berücksichtigung des Datenschutzes nach Beendigung des Wettbewerbs vernichtet.
Der Preis ist mit 3.000,00 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen.
Einsendeschluß: 15. September 2006.
Einsendungen an: Kulturradio des RBB
Stichwort: Walter-Serner-Preis
Masurenallee 8 - 14
14057 Berlin
mehr
Frankfurter Rundschau:
»Zielfahndung«:
In Schweden ist kein Winkel mehr vor Krimiautoren sicher.
Wenn sie so gut sind wie Åsa Larsson, ist das auch in Ordnung. Larsson, geboren 1960 in Kiruna, schreibt ungewöhnlich plausibel klingende Dialoge für ungewöhnlich lebensnah wirkende Charaktere. Sylvia Staude über den Roman "Weiße Nacht" und drei Empfehlungen der KrimiWelt-Jury ... mehr
NDR-Info:
»Im Visier der Ermittlungsbehörden.«:
Krimis müssen nicht spannend sein, um anzukommen. Wichtig ist die Figur des Ermittlers, sind die Geschichten drum herum, die Atmosphäre und und der Erzählton. Auch Anne Chaplets Krimis leben von den kleinen Geschichten nebenbei, vom Zeitkolorit und ihrem Gespür für die einfachen, banalen Dinge des Alltags, wie zum Beispiel die Sauberkeit in Büros. Heide Soltau über den Roman "Sauberer Abgang"... mehr
ORF:
»Architektur des Verbrechens«:
Der englische Historiker und Journalist John Dickie hat eine Geschichte der Mafia geschrieben, was zuerst einmal seltsam anmutet, denn die Mafia hinterließ außer Leichen wenig Spuren. Doch Dickie gelingt es, die verstreuten Informationen zu verknüpfen und damit eine Architektur des Verbrechens transparent zu machen, die bis zum heutigen Tag einzigartig ist. Von Peter Zimmermann ... mehr
ORF:
»Krimi-Tipps für den Sommer«:
Die Ex-Libris-Redaktion stellt Krimis für den Urlaub vor. Und zwar folgende:
George P. Pelecanos, "Washington-Trilogie"
Gabriel Trujillo Munoz, "Tijuana Blues"
Lorenzo Lunar Cardedo, "Ein Bolero für den Kommissar"
Gaetano Savatteri, "In der Sache Maddalena Paniamo"
John Dickie, "Cosa Nostra. Die Geschichte der Mafia"
Erich Loest, "Der Mörder saß im Wembley-Stadion"
Jörg von Uthmann, "Killer, Krimis, Kommissare. Kleine Kulturgeschichte des Mordes"
Leif Davidsen, "Der Feind im Spiegel"
mehr
Kalender
Ross Macdonald

Am 11. Juli 1983 stirbt Ross Macdonald in Santa Barbara (*13. Dezember 1915 als Kenneth Millar in Los Gatos, California). Er gilt als Nachfolger von Raymond Chandler und Dashiell Hammett und brachte die hardboiled Detektivstory mit seinem Private Eye Lew Archer zu neuem Ruhm.
Infos:
bei den "Alligatorpapieren ", "Diogenes Verlag", "Mordlust.de", "krimicouch", "wikipedia", "kaliber.38", "SZ-Mediathek", "Thrilling Detective" (engl.), "January.com" (engl.)
ORF:
»Ein Fall pro Jahr«:
Sie ist eine der erfolgreichsten Krimiautorinnen der Gegenwart: Donna Leon. Ihre Popularität verdanken ihre Bücher dem Commissario Brunetti, einem zwar nicht außergewöhnlichen, aber ziemlich sympathischen Ermittler, der den Leser gern teilhaben lässt an seinen häuslichen Problemen und gastronomischen Vorlieben. Im Kulturjournal sprch Wolfgang Seibel mit der Autorin. Das Gespräch kann via Computer gehört werden (5:50 min) ... mehr
Der Standard:
»Sümpfe, Wälder, Terroristen«:
PJ. ist die Mutter, Tracy die Tochter: ein Duo, das mit seinen Thrillern Spiel unter Freunden und Der Köder einen Blitzstart auf die Krimibestenlisten hingelegt hat."Mortifer" ist ein klassischer Thriller mit gesellschaftspolitischem Hintergrund, bei dem die Autorinnen in atmosphärischer Hinsicht manchmal ein wenig an den Großmeister Stephen King herankommen. Sie selbst allerdings bevorzugen Edgar Allan Poe, Mark Twain oder John Steinbeck. Ein Besuch beim Krimi-Autorinnenduo P.J. Tracy in den USA ... mehr
Der Stern:
»Hochspannung im Watt«:
Wer Nordseeinseln liebt und dem Sylter Zirkus nichts abgewinnen kann, ist auf Juist bestens aufgehoben. Obwohl die Mordrate dort echt hoch ist – natürlich nur literarisch. Werner Mathes über die Insel, die dort angesiedelten Krimis und die Autorin Sandra Lüpkes ... mehr
Hammett:
»Überblick über das Block'sche Oeuvre«:
"Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors" ist das weltweit erste Buch, in dem Lawrence Blocks Werk umfassend gewürdigt wird. Selten wurden Werk und Leben eines zeitgenössischen Krimiautoren in Deutschland so penibel und ausführlich dokumentiert wie in diesem Buch. Einige "Auslassungen" sind ein gewisses Indiz dafür, daß das Buch von kenntnisreichen Idealisten und Fans gemacht ist, die bei einem solchen Projekt zwangsläufig an ihre Grenzen stoßen müssen. als Logbuch zu Blocks Werk dient das Buch allemal, denn über seine ausführliche Systematik und detaillierten Inhaltsangaben bietet es eine vorzügliche Orientierung und Erinnerungsstützen zu Blocks genauso zahlreichen wie ausgedehnten Krimiserien ... mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 8. – 21 Juli 2006 2006
Solle keiner sagen, im Sommer sei im Fernsehen nichts los. Denn gerade für die Freunde von Schwarzweiß- und Noir-Filmen gibt es in den kommenden beiden Wochen etliche wichtige Ausstrahlungen von teils selten gezeigten
Filmen. Von Fritz Lang, John Sturges,Orson Welles, und zur Entspannung eine Liebeserklärung an die Schwarze Serie "Tote tragen keine Karos".
Weitere empfehlenswerte Filmen steuern Nico Hofmann, Brian De Palma, Jean Becker, Sidney Lumets und John Ford bei, und es gibt eine Dokumentation über Jörg Fauser.
Fans von Cop-Serien dürfen sich auf die fünfte Staffel von "New York Cops - NYPD Blue" freuen.
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Berliner Morgenpost:
»Mittsommers in Jukkasjärvi«:
Asa Larsson läßt im Mordfall an einer schwedischen Pastorin ermitteln. Die Frauenzeitschrift "Elle" sieht sie bereits als "neuen Krimikometen", ihr erstes Buch "Sonnensturm" wurde in Schweden 2003 als "Bestes Krimidebüt" ausgezeichnet und verdrängte mühelos Liza Marklund von den Spitzenplätzen der Bestsellerlisten. Kerstin Strecker über den Roman "Weiße Nacht" ... mehr
Stuttgarter Zeitung:
»Scharfe Sensen und die Grenzen der Postmoderne«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von Yasmina Khadra ("Nacht über Algier"),
Joe R. Lansdale ("Wilder Winter."), Michael Dibdin ("Tod auf der Piazza"), Volker Klüpfel/Michael Kobr ("Erntedank") und Reijo Mäki vor ... mehr
WDR:
»Krimitipps«:
Nun sei einmal darauf aufmerksam zu machen, dass es auch bei WDR 2 im "Buchtipp" Krimitipps gibt (oft von Antje Deistler), ebenso wie kommenden Samstag auf "Venus_FM" (über P.J. Tracy: Mortifer; Asa Larsson: Weiße Nacht) bei WDR 5 und jeden Monat bei "daheim und unterwegs" im WDR-Fernsehen.
Hier können Sie reinhören, was Antje Deistler vergangenen Sonntag auf WDR 2 zu G.M. Fords Roman erzählt hat: "Killerinstinkt"
Sie können auch weiterklicken zu "Sämtliche Buchtipps": vor zwei Wochen wurden "Urlaubskrimis" empfohlen, samt Liste ...
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" .
Die Sendung am
Sonnabend, den 8. Juli 2006 um 11:45
im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Respekt! Respekt!" ist auch per PC abrufbar. (Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45)
Jugend, Gewalt, Migrationshintergrund –
eine Art siamesischer Drilling, ein medialer Dauerbrenner.
Gut für politische Tüten-Süppchen und fette Schlagzeilen.
Die Realität sieht anders aus. In Berlin gibt es 413 Intensivtäter,
um die sich Polizei und Justiz auch intensiv kümmern.
Eine winzige Minderheit.
Jugendliche Delinquenz insgesamt nimmt bundesweit ab.
Und auch Schulen sind kein "Kriminalitätsbrennpunkt".
Ein paar Einblicke in das, was real los ist, geben PolizistInnen,
die seit Jahren daran arbeiten, eine Jugendbewährungshelferin
aus Neukölln und ein junger Türk-Deutscher, der aus heiterem Himmel
auf dem Schulweg von arabischen Jugendlichen
zusammengetreten wurde.
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
kiwi:
»Meine Spürnase und ich«:
Sie heißen Stachelmann, Dengler, Crinelli und Schneider. Sie sind ehemalige BKA-Zielfahnder, eigentlich Historiker, mitunter unfreiwillige Privatdetektive und – scheinbar – klassische Kommissare. Und es sind Schöpungen der Kiepenheuer & Witsch-Autoren Christian v. Ditfurth, Wolfgang Schorlau, Werner Köhler und Helge Schneider. Im "Revolverblatt" berichten die Autoren in monatlicher Folge über die Hintergründe zu ihren kriminalistischen Aktivitäten. Den Anfang macht Christian v. Ditfurth. Er erzählt, wie der Historiker und Amateurdetektiv Josef Maria Stachelmann seinen Teppich ruiniert hat und warum Stachelmann wahrscheinlich in der Klapsmühle landet.
Ergänzt wird das Revolverblatt durch einen Mini-Krimi-Wettbewerb: Jeweils zum Monatsbeginn liefert die KiWi-Extrablatt-Redaktion die ersten Zeilen einer Krimikurzgeschichte, die zu Ende geschrieben werden soll .... mehr
tour-literatur:
»Wer zählt die Opfer, nennt die Namen?«:
Noch mehr Überblick geht eigentlich nicht: Das "Krimijahrbuch 2006". Wer Krimis nicht nur verschlingen, sondern auch besser verstehen, einordnen und zueinander in Beziehung setzen möchte, für den dürfte es sogar ein veritables Muss darstellen, eine Orientierungshilfe, wie man sie sich nicht besser wünschen kann. Von Dietmar Jacobsen .... mehr
Deutschlandradio: »Dämonenjäger in eigener Sache«:
Seit dem Erscheinen seines Romans "American Psycho" im Jahr 1991 galt der US-amerikanische Schriftsteller Bret Easton Ellis als ausgemachter Rüpel der Literaturszene. Die geschilderten Gewalt-, Drogen- und Sexorgien eines New Yorker Börsenmaklers führten dazu, dass er zum meistgehassten amerikanischen Schriftsteller avancierte. Eine Begegnung mit dem US-Autor Bret Easton Ellis. Von Michael Reitz. Das Manuskript zur Sendung kann heruntergeladen werden ... mehr
Kalender
Am 7. Juli 1930 stirbt Arthur Conan Doyle in Crowborough, Sussex (* 22. Mai 1859 in Edinburgh).
Er veröffentlichte die Abenteuer des Sherlock Holmes und dessen Freundes Dr. Watson. Bekannt ist auch sein Roman Lost World (Verlorene Welt).
Doyles Vater, ein irischstämmiger Beamter aus Aristokratischem Hause, ließ ihn Medizin in Edinburgh studieren. Mit 28 Jahren (1859) veröffentlichte er die erste Geschichte des Detektivduos "A Study in Scarlet" (dt. Eine Studie in Scharlachrot). Mit dem Jahr 1891 kann er sich durch die Schriftstellerei finanzieren. Nunmehr veröffentlicht er Kurzgeschichten seiner beiden Protagonisten im "Strand Magazine". Obwohl er 1893 mit einem Sammelband namens "Sherlock Holmes' Memoires" (dt. Die Memoiren des Sherlock Holmes) den Helden beim Kampf gegen seinen Widersacher sterben lassen will, bewegt ihn die aufgregte Leserschaft zu weiteren Geschichten. (Info: Wikipedia)
Info bei krimicouch.de, epilog.de, Projekt Gutenberg, ORF.at, ZDF, baskerville.de , Doyle Society (engl.) , sherlockian.net (engl.) , Doyle Literary Estate http://221bakerstreet.org/ (engl.) , bakerstreet.org (engl.) .
Deutschlandradio:
»Zwei Damen vom Grill«:
Dieser Roman hat durchaus rührende Momente. Und Ingrid Nolls Stil? Perfekt. Vielleicht ist "perfekt" nicht unbedingt ein eindeutiges Kompliment in der Literatur. Ihr Buch wirkt, als hätte sie es beim Schreiben durch eine Literatur-Software gejagt. Wo dabei die literarische Seele bleibt, ist schnuppe. Vladimir Balzer über Ingrid Nolls Roman "Ladylike" .... mehr
Der Standard:
»Zum Sterben schöne Orte«:
Die Literaturwissenschaftlerin Eva Erdmann widmet dem Phänomen Regionalkrimi eine Forschungsarbeit und erstellt gemeinsam mit der Professorin Immacolata Amodeo von der Internationalen Universität Bremen einen Krimi-Weltatlas im Internet. Die Karte mit den Literatur-Tatorten dieser Welt wird einmal 1000 bis 2000 Einträge umfassen, schätzt Erdmann ... mehr
Frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38".
Voller Lob für Robert Littell und dessen Roman "Die kalte Legende": Littell sei ein unglaublich gutes Buch gelungen, ein wahres Meisterwerk, obwohl man mit solchen Prädikaten wahrlich vorsichtig umgehen solle. Und es gibt auch einen Parallel-Roman: "Ticket nach Tanger" von Jenny Siler: Stil- und timingsicher, ökonomisch, unaufgeregt. Weiteres Lob gibt es für einen Texas noir: "Wilder Winter" von Joe R. Lansdale, und eine kritische Gegenstimme zum vielfältigen Lob über Jörg von Uthmanns kleiner Kulturgeschichte des Mordes "Killer, Krimis, Kommissare": eine der üblichen ahnungslosen Kompilationen auf dem Kenntnis-, Erkenntnis- und Reflexionsstand von 1950 ... mehr
WoZ:
»Schlechte Menschen«:
Mit zwölf Jahren kam Antonio Dal Masetto nach Argentinien. Ihn beschäftigt, welche Verwerfungen die Auswanderung in einem Menschen auslösen kann. In anderen Büchern konzentriert er sich ganz auf Argentinien – so auch in "Noch eine Nacht", dem ersten, das in deutscher Übersetzung vorliegt, einer vielfältig lesbaren Parabel über Eindringen und Ausweisen, über Wissen und Vorurteile, über Gewohnheiten und aussergewöhnliche Vorkommnisse. Von Valentin Schönherr ... mehr
Kalender
Der unter zahlreichen Pseudonymen schreibende Autor Ed Mc Bain erlag am 6. Juli 2005 einem Krebsleiden. Als Autor der 1957 begonnenen Serie über das 87. Polizeirevier schuf er die Grundlage der sogenannten "police procedurals".
Salvatore A. Lombino alias Ed McBain wurde 1926 in New York geboren. Mit 18 Jahren trat er in die Navy ein. An Bord eines Zerstörers verfaßte er seine ersten Kurzgeschichten. Als er 1946 in die USA zurückkehrte, beschloß er, Schriftsteller zu werden. Er studierte am Hunter College und arbeitete anschließend als Berufsschullehrer und in einer Literaturagentur. 1952 veröffentlichte er unter dem Pseudonym Evan Hunter, unter dem er später auch das Drehbuch für Hitchcocks "Die Vögel" verfaßte, seine erste Kurzgeschichte und seinen ersten Roman. 1956 erschien sein erster Roman aus dem 87. Polizeirevier und bereits ein Jahr später erhielt McBain den "Edgar Allan Poe-Award". Er wurde aber auch mit dem "Grand Master-Award" und als einziger amerikanischer Autor mit dem "Diamond Dagger" der British Crime Writers Association ausgezeichnet.
Infos:
Horst Eckert über McBain , Porträt bei ARTE , krimiblog , Die Zeit , Alligatorpapiere , Der Stern, evanhuntercom (engl.)
Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den Juli 2006. bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
Der Nordosten Europas im Visier der Krimitipps: Reijo Mäki ist einer der erfolgreichsten Kriminalschriftsteller Finnlands; in seinem neuen Roman nimmt er sich des finnischen Tangos an. Und Marek Krajewski aus Polen arbeitet die deutsch-polnische Vergangenheit seiner Heimatstadt Wroclaw, früher Breslau auf. ... mehr
Buchmarkt:
»Krimireihen, nach ihren Handlungszeiträumen chronologisch geordnet«:
In der Rubrik "Brancheninfos" des Fachmagazins finden Sie nun unter der Sparte "Krimireihen" ausgewählte bekannte Krimis, die nach ihren Handlungszeiträumen chronologisch geordnet sind. Das besondere an diesen Reihenfolgen ist nicht das Erscheinungsdatum oder die Unterscheidung nach Hardcover oder Taschenbuch. Es kann sein, dass ein bestimmter Titel erst nach Band 1 erschienen ist und doch zeitlich früher spielt. Wer die Entwicklung bestimmter Charaktere nachvollziehen möchte, sollte mal versuchen, die Bücher in dieser Reihenfolge zu lesen ... mehr
Titel:
»Morden bis die Alpen glühen«:
Die meisten am Kriminalroman Interessierten, ordnen das Genre nach ihren Regeln. Spionage, Thriller, Noir, Neo-Noir kennt man, aber was versteht man unter dem Schweizer Kriminalroman? Gibt es da etwas Alpen spezifisches? Und wer genau gehört zur Riege der schweizer AutorInnen? Maggie Thieme über das Buch "Mord im Alpenglühen" von Paul Ott ...mehr
Deutschlandfunk:
»Politthriller aus der Wirklichkeit«:
"Aschemenschen" ist ein Politthriller, ein exotisches Panorama, ein psychologisches Portrait von der Banalität des Bösen. An allen Ecken und Enden des Buches bleckt uns die Bestie Mensch mit aufgesetzter Unschuldmiene entgegen. Dabei beruht Ulrich Schmids Roman um einen Stasi-Folterer teilweise auf der Wirklichkeit. Der Auslandskorrespondent der Neuen Zürcher Zeitung wagt einen Blick auf die DDR, den sich ein deutscher Autor wohl nicht erlauben würde. Von Florian Felix Weyh ... mehr
Watching the Detectives/NZZ Folio:
»Wer Schottland verstehen will, muss Krimis lesen«:
Na, was kann denn schon in einer Schweizer Zeitung stehen? Etwa ein Porträt der schottischen Krimiautorin Louise Welsh? Unmöglich! Der Alligator blättere gelangweilt im Internet, meinen die Detective da unten, wo es keinen richtigen Fußball gibt, frotzeln herum. Mallorca wäre schöner, Sangria etwas anderes als "Wuppertaler Edelpils". Aber, eh, es steht wirklich was in einer Schweizer Zeitung. Der "Neuen Züricher", dem dortigen Folio. Über Louise Welsh und Glasgow und also auch ein bisschen über Rankin. Doch, doch, habs jetzt auch gesehen! ... hier
Deutschlandradio:
»Polit-Krimi aus dem Ruhrgebiet«:
Jürgen Lodemanns Roman "Nora und die Gewalt- und Liebessachen" ist ein wütender politischer Rundumschlag, global, europäisch und vor allem besonders, was die deutsche Geschichte und deren Verdrängung betrifft. Dennoch auch eine Art Krimi, schließlich soll die Queen entführt werden. Von Lutz Bunk ... hier
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Juli-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis. Und zwar diese hier:
Verwickelte Handlung, gebrochene Charaktere: Carl von Holteis Krimi "Schwarzwaldau" ist nach 150 Jahren neu aufgelegt worden und überzeugt immer noch
Von Georg Patzer
Monströse Leidenschaften: David Peace lässt die Moral hinter sich.
Von Walter Delabar
Sigmund Freud als Scharlatan: Catherine Gildiner schreibt einen spannenden und witzigen Freud-Krimi.
Von Georg Patzer
Das Richtige tun: Lee Childs Army-Krimi hat erstaunliche Qualitäten ...
Von Walter Delabar
Mord stört die Ruhe: Der faule und bestechliche Peabody ermittelt in Patrick Bomans Krimi "Peabody geht fischen"
Von Georg Patzer
Bibel, Blut und Leichenwürmer: Arne Dahls neuer Kriminalroman "Rosenrot".
Von Christina Scholz ...
Crimetime in Mexicali: Gabriel Trujillo Muñoz' neuer Roman "Tijuana Blues"
Von Thomas Neumann ...
Folgen einer lauschigen Liebesnacht: Die erste Ausgabe eines neuen Krimi-Jahrbuchs ist erschienen
Von Georg Patzer ...
Die Gangs von Sizilien: Geheimorganisation, Pseudoreligion und Schattenstaat: John Dickie erzählt die Geschichte der "Cosa Nostra"
Von Oliver Pfohlmann ...
In der Zeitschrift "Literaturen"
findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" vom ausgezeichneten Franz Schuh. In der Ausgabe 07/08.2006 genießt Herr Schuh Steaks im Wembley-Stadion. Das hat viel mit Erich Loest und dessen Ausflügen in die Kriminalliteratur zu tun und noch mehr mit den deutschen Edgar Wallace-Filmen. Und natürlich mit dem Wembley-Stadion. Auch die Beatles kommen am Rande vor ... aber lesen Sie ... selbst
Der Standard:
»Es lebe der Tod!«:
Mit seinem an Gustave Flaubert und Dashiell Hammett geschulten "behavioristischen" Stil hat Manchette für den Kriminalroman geleistet, was Brecht für das Theater tat. Tobias Gohlis über den 23. Band der SZ-Kriminalbibliothek: Jean-Patrick Manchettes Roman "Nada"... hier
Deutsche Kriminalliteratur hat keine Tradition?
fragt Thomas Wörtche in der 110. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Und liefert die Antwort direkt mit: Falsch! Der deutsche Kriminalroman habe durchaus eine Tradition und eine demnächst erscheinende, von Mirko Schädels Achilla-Press
veranstaltete Bibliographie solle die nötigen Grundlagen und Quellen dafür zur Verfügung stellen. Noch weiter zurück, ins vorletzte Jahrhundert gehe die "Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts", herausgegeben von Dieter Paul Rudolph ....
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 26/2006 lesen.
Die Welt:
»Schloß im Wald«:
Der wahre Horror spielt sich im Kopf ab. Um dieses Geheimnis wahrer "suspense" weiß – natürlich – auch Åke Edwardson. Wie schon in seinen Kriminalromanen für Erwachsene macht es sich der Schwede in seinem ersten Kinderbuch zu eigen. Vieles bleibt im "Samuraisommer", den der zwölfjährige Kenny in einem Ferienlager in Südschweden durchlebt und erleidet, Andeutung, vieles in der Schwebe. Ein Mädchen verschwindet. Und es scheint, als habe der Sohn der sadistischen Lagerleiterin seine Hände im bösen Spiel. Von Andrea Huber ... hier
Auf Streife durchs literarische Verbrechen begibt sich das Webportal "Telepolis" mit der Kolumne "Telepolice". Im Juni gab es Besprechungen zu diesen Krimis:
Exakt 64 Seiten: Mit "Kaliber .64" startet eine neue Krimireihe im Kurzformat
Ein neuer Fall für John Rebus: Der 15. Band der Inspector-Rebus-Romane ist jetzt auf Deutsch erschienen
Es ist ein langer Weg nach unten... Michael Dibdin schickt in seinem zehnten Aurelio-Zen-Krimi den melancholischen Kommissar zur Lösung eines grotesken Falles nach Bologna
Der hyperreale Mord Mehrwert Authentizität: "True Crime"
"Hart zu sich, hart zu den Seinen" Der Alltag auf dem Lande mit all seinem Neid, Hass und sexuellem Missbrauch: "Tannöd"
Ergänzt wird dieses schöne Angebot durch Krimi-Kurzempfehlungen der Münchner Krimibuchhandlung "Glatteis" ... mehr
Rheinischer Merkur:
»Bei James Bond und Eric Ambler steht mehr als im Ploetz«:
Es kommt selten vor, dass ein Wissenschaftler die ausgetretenen Pfade seiner eigenen Zunft verlässt. Und vielleicht braucht es dazu die Gelassenheit eines Emeritus, der auf ein eigenes großes wissenschaftliches Lebenswerk zurück blicken kann, um sich im Alter augenzwinkernd zu einer heimlichen Leidenschaft zu bekennen. Der frühere Bonner Politikwissenschaftler und renommierte Zeithistoriker Hans-Peter Schwarz hat dies getan und sich als ungemein eifriger Leser von Spionage- und Agentenromanen enttarnt. Von Christoph Birnbaum ... hier
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Eine Übersicht über die Jury finden Sie unter der Rubrik "Jury" bei "arte-tv.com/krimiwelt".
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.
Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat 1) Oliver Bottini: Im Sommer der Mörder
2 (–) Yasmina Khadra: Nacht über Algier
3 (4) P. J. Tracy: Mortifer
4 (–) Antonio Dal Masetto: Noch eine Nacht
5 (9) Ian Rankin: Die Seelen der Toten
6 (3) Arne Dahl: Rosenrot
7 (–) Marek Krajewski: Der Kalenderblattmörder
8 (–) Barry Eisler: Tokio Killer – Der Verrat
8 (–) Camilla Läckberg: Der Prediger von Fjällbacka
9 (6) Magdalen Nabb: Eine Japanerin in Florenz
Hier als schöne pdf-Datei
Wieder da und doch noch nicht da.
Wie das nach so einer langen Auszeit und nach sovielen WM-Spielen halt ist.
Der Körper ist da, doch der Geist braucht etwas länger. Deshalb geht es bei den Alligatorpapieren erst einmal, dem Wetter angepasst, langsam wieder los.
Mit langem Anlauf und spärlichen Meldungen.
Die Alligator-Redaktion grüßt aus dem hektischen Büroalltag ...
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Sybille Schrödter
Ganz offensichtlich war der Beruf der Rechtsanwältin (Schwerpunkt Strafrecht) für die Hamburger Autorin Sybille Schrödter zu trocken und humorlos. Sybille Schrödter wechselte die Seiten und betrachtet nun das Anwaltsdasein als Kabarettistin und seit 2000 als freie Autorin. Ihr erster (geplanter) Kriminalroman "Fannis Filmriss" erschien 2004 ... mehr
Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne
Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte". Wir danken Michael Schweizer und der Zeitschrift "Kommune" für die Genehmigung, diese wichtigen Beiträge bei den Alligatorpapieren veröffentlichen und archivieren zu dürfen.
3/2006
Inseln in kaltem Wasser
Alte Nazis, alter Fußball: Färöer, Föhr, England
Zu den Büchern "Endstation Färöer" von Jógvan Isaksen, "Friesenblut" von Olaf Schmidt und "Der Mörder saß im Wembley-Stadion" von Erich Loest ... mehr
2/2006
Bayern: Einmal lustig, zweimal nicht
Zu den Büchern "Freitagsflug" von Martin W. Brock, "Sister Sox" von Max Bronski und "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel ... mehr
Axel Bußmers Spurensuche
No. 25
Sie wollen sich die Zeit des Bräunens mit einigen spannenden Krimis verkürzen, wissen aber noch nicht, welche Bücher sie einpacken sollen?
Dann gibt es hier einige Empfehlungen und – ganz im Gegensatz zum ursprünglichen Plan – einige Warnungen.
Axel Bußmer über BÜcher von Michael Didbin, Felix Thijssen, Linda Fairstain, Cindy Gerard, Jenny Siler, T. Jefferson Parker, Joe R. Lansdale und, für die Klassiker-Freunde, Rex Stout ... mehr
Träume sind Schäume ...
Ein Beitrag in der legendären Kurzkrimireihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ältere Beiträge können via Computer auch gehört werden.
3sat, 22.30
(D 2001, R.: Christian Görlitz)
Drehbuch: Fred Breinersdorfer
Abel glaubt seinem Mandanten, dass er nicht der gesuchte Millionenerpreser ist. Aber dann gesteht dieser alles.
Der vorletzte Abel-Krimi, der wie fast alle Abel-Krimis keine Romanverfilmung ist, sondern auf einem Originaldrehbuch von Breinersdorfer basiert.
Mit Günther Maria Halmer, Jörg Schüttauf