Krimi, kriminelle
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»Shaft«
Im Herbst 2002 startet der "Pendragon Verlag" eine neue Krimi-Reihe im schönen und dennoch preisgünstigen Taschenbuchformat. Zunächst werden die sechs SHAFT-Kultkrimis von Ernest Tideyman ungekürzt und unzensiert als Neuübersetzungen erscheinen. Der erste Krimi "Shaft und das Drogenkartell" (mit einem Nachwort von Thomas Wörtche) wird im August erscheinen, übersetzt hat Emanuel Bergmann.
Die Shaft-Krimis von Tideyman (1928-1984), der einen Oscar für das beste Drehbuch zum Film "The French Connection" erhalten hat, gehören zu den abgebrühtesten und besten Detektivromanen der 70er Jahre. Vor Shaft waren schwarze Privatdetektive selten zu sehen, doch Shaft änderte das: er war nicht bloß schwarz. Er war auf eine trotzige Weise schwarz. Ein echter, wütender, schwarzer Privatdetektiv aus Harlen, so hart wie Mike Hammer. Raymond Chandler drückte es so aus. "Er ist ein Einzelgänger und sein Stolz ist so groß, daß man gezwungen ist, ihn auch als stolzen Mann zu behandeln oder es zu bereuen, ihn je kennengelernt zu haben."
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»Przybilkas Krimi-Tipp 25«
Die Tipps von Thomas Przybilka zur Sekundärliteratur sind seit langem ein Muss für den wirklichen Krimifan.
Deshalb ist es natürlich auch ein Muss, den neuesten, den 25. Krimi-Tipp gründlich zu studieren, zumal es diesmal nicht nur um Eifel-Krimis, Krimi-Kalender, und John le Carré geht, sondern auch um James Bond, Edgar Wallace und tödliche Lust.. mehr
»Krimi-Kiste«
Eine noch kleine und sehr persönliche Seite zum Krimi versteckt sich unter dem Namen "Krimi-Kiste". Deshalb erfährt man zur Begrüßung, dass die Seite noch im Aufbau sei, eine Struktur lässt sich aber schon erkennen: Aufbau nach Themen wie "Im hohen Norden" oder "Very british", sowie ein alphabetisches Gesamtverzeichnis der erfassten AutorInnen. Diese allerdings fast ausnahmslos mit Foto und Kurzbio- und chronologischer Bibliographie, diese mit jenen kurzen, den persönlichen Geschmack äussernden Besprechungen. Wie so oft ist auch schon der clevere Handelspartner "amazon" an Bord.
mehr
»Gohlis kompakt«
Auf die lesenswerten Krimi-Kolumnen von Tobis Gohlis in der "Zeit" weisen wir ja regelmäßig hin. Nun haben interessierte Leser und Leserinnen eine blitzschnelle Adresse, um alle Kolumnen unredigiert im Überblick zu sehen:
ToGos Kriminalkolumnen
»Krimi-Report 3«
Albert Savelkoul, Generalstaatsanwalt von Antwerpen, hält sich für einen der fünf wichtigsten Männer Belgiens und seine Position für unangreifbar. Viel zu spät muß er erkennen, dass eine frühere Zusammenarbeit mit der Unterwelt ihn zu einem erstklassigen Erpressungskandidaten macht...
Jef Geeraerts, nach Georges Simeon und Hugo Claus der bekannteste Schriftsteller Belgiens, gilt als Großmeister des belgischen Kriminalromans. Er benutzt eine spezielle Mischung aus Krimi, Polit-Thriller und True Crime, um seine provokanten Wahrheiten zu Papier und an den Mann zu bringen. Seit 1968 löst er damit immer wieder Skandale aus, die im Wahrheitsgehalt seiner Geschichten begründet sind.
Stefan Lichtblau stellt das Buch "Der Generalstaatsanwalt" von Jef Geeraerts vor.. mehr
»Miami Blues«
Der Berliner "Alexander Verlag" hat mit dem Roman "Miami Blues" die Neuauflage der vier Bücher von Charles Willeford gestartet, in deren Zentrum der Detective Sergeant Hoke Mosely steht und die in Deuschland jahrelang vergriffen waren. Sie werden jetzt in einer bearbeiteten Übersetzung und in halbjährlichem Abstand neu erscheinen.
Im "Schundroman" von Bodo Kirchhoff kann man übrigens in der Widmung einen Verweis auf Charles Willeford lesen: "Dem Frankfurter Antiquar Wolfgang Rüger verdanke ich die Bekanntschaft mit den Büchern von Charles Willeford; Willefords "Miami Blues" verdanke ich die Lust auf eine Gangsterstory mit der Variante eines zufälligen Anfangsopfers" ... mehr
»Beste Krimis«
Bis zum 15. August kann jeder Besucher von www.krimi-forum.de fünf Stimmen für die seiner Meinung nach besten deutschsprachigen Kriminalromane abgeben. Gleichzeitig stimmen die Experten des SYNDIKATs – allesamt aktive deutschsprachige Krimi-Schreiber und Schreiberinnen – über die ihrer Meinung nach besten internationalen Kriminalromane ab.
Wer sind die besten deutschsprachigen Krimi-Schreiber? Welche Romane stehen ganz oben in der Lesergunst? Welche Titel sind die Klassiker des deutschsprachigen Krimis? Welche Bücher muss man einfach gelesen haben? Ende der Stimmabgabe: 15. August 2002. ... mehr
»Mordlust«
Eine Site mit Schwerpunkten Noir- und hard-boiled-Literatur (Autorenprofile, Bibliographien, Essays), sowie eine Plattform für Online-Krimis (Kurzgeschichten,Romanauszüge, ...) hat Myron Bünnagel ins Netz gestellt. Porträts und Bibliographien von Autoren wie Cain, Chandler, Gardner, Hammett,Woolrich und anderen sind schon erstellt und viele weitere Porträts und Rezensionen zur Noir-Literatur sollen noch folgen. Schnell, übersichtlich und sehr ansprechend gestaltet, sollte sich diese neue Adresse ohne Schwierigkeiten im Netz etablieren können... mehr
»Megapark«
Im Frühjahr erschienen im Omnibus-Verlag die ersten drei Bände von MEGAPARK, der ersten "multikulturellen" Kinder
krimireihe des erfolgreichen deutschen Autorenehepaars Gerit Kopietz & Jörg Sommer.
Jetzt wurde von der Bavaria-Tochter Askania Media die Option für eine 13-teilige Fernsehreihe erworben.
Martin Hofmann, Produzent u.a. von "Marienhof" und "Schloss Einstein", Lehrbeauftragter an der Filmhochschule München plant gemeinsam mit den Autoren eine qualitativ hochwertige Umsetzung des Stoffes. Mehr über MEGAPARK .. hier
»Comeback«
Alan Furst wurde 1977 für sein Buch "Your Day in the Barrell" für den "Edgar" in der Sparte "Bestes erstes Buch" nominiert und genau 25 Jahre später nominierte man ihn für den "Hammett-Award 2002", für das Buch "Kingdom of Shadows".
Vom deutschen Buchmarkt war Alan Furst nach der Veröffentlichung seines Buches "Soldaten der Nacht" (Ullstein 1989) verschwunden, nach über einem Jahrzehnt bringt der Knaus Verlag diesen hervorragenden Schriftsteller mit der Übersetzung von "Kingdom of Shadows" endlich wieder in deutsche Buchhandlungen. Die Leserschaft kann sich auf einen außergewöhnlichen Autor freuen! Stefan Lichtblau hat ein kleines Porträt und eine Bibiliographie für Sie erstellt ....
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»Betriebsferien«
Wieder einmal nimmt sich das Team der Alligatorpapiere eine Auszeit: Betriebsferien! Vom 29. Juni bis 17. Juli 2002 werden Sie leider auf Aktualisierungen und aktuelle Meldungen verzichten müssen, das Team hat mit zahlreichen Büchern das Weite gesucht. Vielleicht gelingt es uns dann im Juli, die schon lange geplanten Buchbesprechungen ins Netz zu hieven. Zum Schnuppern finden Sie schon einmal unter der Rubrik "Krimi-Report" zwei Beiträge von Stefan Lichtblau zu Krimis von Alan Furst und Roberto Estrada Bourgeois.
»Przybilkas Krimi-Tipp 24«
Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka die Sekundärliteratur zum Krimi und informiert mit seinem Krimi-Tipp über Neuerscheinungen. Wir freuen uns, Ihnen exklusiv den aktuellen Krimi-Tipp 24/2002 mit Informationen z. B. über eine weitere geplante deutsche Krimizeitschrift, die Eric Ambler-Biographie und "Baseball-Mysteries" anbieten zu können mehr
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Für die freundliche
Unterstützung mit Rezensionsexemplaren danken wir:
Grafit Verlag, Unionsverlag, Distel Verlag, Aufbau Verlag,
Emons Verlag, Strange Verlag, Gmeiner Verlag, Pulp Master/Maas
Verlag, Verlagsgruppe Random House, be.bra.
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»Morde, Medien, Lügen, Liebe und Illusionen «
Ralph Gotta hat mit seinem Erstlingsroman ein unterhaltendes und zugleich nachdenklich machendes Werk geschaffen. Operation Neonmerika ist seit kurzem auf dem Buchmarkt und besticht durch seine überraschenden Wendungen, die Kriminalgeschichte und Kriegskritik.
Beate Spindlerfür "Frankfurter Rundschau", 31. 07. 2002 ...
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»Vom Buchmarkt«
Product Placement findet jetzt auch in Romanen statt: Angesichts der Krise der Buchbranche suchen die deutschen Verlage nach neuen Möglichkeiten, ihre Programme zu finanzieren. Doch Sponsoring lohnt sich vor allem für die großen Häuser.
Jörg Sundermeierfür "taz", 31. 07. 2002 ...
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»Mord am Hellweg«
Ein Splitter des Bösen steckt in jedem: Beim "Mord am Hellweg" liegen die Leichen in der Region.
Das Krimi-Spektakel unter der Leitung der Stadt Unna und des Westfälischen Literaturbüros verspricht von September bis November "Mordsspaß" mit 50 Autoren, die sich an außergewöhnliche und unheimliche Tatorte trauen.
Simone Melenkfür "Westfälische Rundschau", 31. 07. 2002 ...
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»Im Ghetto wächst eine wilde Wut«
Es ist eine Mischung aus routiniertem Thriller, Psycho-Studie und gut recherchierter Reportage. "Der Nachbar", das neue Buch der Bestseller-Autorin Minette Walters bietet alles, was ein fesselnder Krimi braucht. Wenn nur der Schluss nicht wäre.
Walter Bau für "Westfälische Rundschau", 30. 07. 2002 ...
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»Wolfsburg-Krimi«
Die zehnjährige Julia verschwindet spurlos, unter anderem sucht der schwule Partner ihres Onkels nach der
Kleinen – so beginnt der Krimi von Marco Krüger. Einen großen Teil der Handlung hat der Wolfsburger in
seine Heimatstadt gelegt. „Der Apotheker“ heißt das erste Werk des Hobby-Schriftstellers aus Fallersleben,
das jetzt beim „buch.macher autoren verlag“ erscheint.
sytfür "Wolfsburger Allgemeine Zeitung", 30. 07. 2002 ...
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»Ende einer Idylle«
Der gewissenhafte Polizist Coffin ist der Held der britischen Autorin Gwendoline Butler. Sie schreibt klassische Whodunnits (Rätselkrimis) und würzt sie mit einer Detektivgestalt, die Nachdenklichkeit und Fähigkeit zum Mit-Leid in sich vereint. John Coffin, der in ihren Krimis vom einfachen Polizeidetektiv zum Polizeichef des Dockviertels aufsteigt, ist ein waschechter Londoner mit schwieriger Kindheit. Er ermittelt unprätentiös, tastend fast, ohne jede Attitüde des genialen Superhirns.
Mister Marplefür "Die Rheinpflaz", 12. 07. 2002 ...
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»Französische Krimis in deutschen Übersetzungen«
Eine kommentierte Bibliographie der aktuell lieferbaren Krimis in deutschen Übersetzungen, außerdem (soweit bekannt) der seit 1997 vergriffenen Bücher und der bis Winter 2002/2003 angekündigten
Verlagsneuheiten bietet
Robert Schekulin beim Freiburger "Ufo" jetzt als pdf-Datei an! Ausserdem wieder der Blick in Roberts Krimitagebuch, die Information über frisch ausgepackte Krimis und ein kleine Einführung in die Kunst fehlerhafter Veranstaltungsankündigungen....
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»Ende einer Idylle«
Wer hier ins Multi-Kulti-Schwärmen gerät, kennt die harte Realität dieser Stadt nicht; wer von Unbehagen gepackt wird, weiß ebenso wenig von Marseille. Man muss die Stadt lesen können - und sie dann beschreiben, wie in den Romanen von Joseph Roth, Anna Seghers, Walter Benjamin und Jean-Claude Izzo
Marko Martin für "Die Welt", 30. 07. 2002 ...
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»Kleine Leute, große Städte«
Norman Ohler hat ein Faible für Metropolen. Nach einem New-York-Roman (»Die Quotenmaschine«) und einem Abstecher nach Berlin (»Mitte«) ist Ohler mit »Stadt des Goldes« in Johannesburg gelandet. In den Feuilletons wird das gerne trivialpsychologisch darauf zurückgeführt, daß Norman Ohler, der auch als Journalist für Geo tätig war, im provinziellen Zweibrücken aufgewachsen ist. Aber vielleicht schärft ja gerade diese Herkunft den Blick für das Spezifische an Großstädten, für deren Kontraste, Intensität, aber auch Banalität.
Martin Büsser für "Junge Welt", 27.07.2002 ...
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»Männer in Trenchcoats«
Robert Littells Spionageroman "Die Company" ist ein unterhaltsamer Schmöker, der süchtig macht.
Renée Zuckerfür "Berliner Zeitung", 29.07.2002 ...
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»Lady-Thriller«
Mit ihren spannenden Kriminalromanen hat die amerikanische Autorin schon früh auf sich aufmerksam gemacht. Echte Liebhaber ihrer Bücher kennen jeden einzelnen Buchtitel. Lesen Sie nun zum Start der Reihe »Lady-Thriller« im ZDF mit den Verfilmungen ihrer bekanntesten Krimis, ein Interview mit der Autorin Mary Higgins Clark.
"ZDF"...
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»Kleine Geschichte des Kriminalromans«
Der Kriminalroman zählt zu den beliebtesten und erfolgreichsten Genres der Literatur. Es gibt Liebhaber und echte Süchtige. Wie kam es dazu? Und wie hat sich der Krimi in der Geschichte der Literatur entwickelt?
Der erste Teil einer Einführung im "ZDF"...
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»Aldebaran«
«J''ai Marseille au cœur», sagte der vor zwei Jahren verstorbene Journalist, Antifaschist und Schriftsteller Jean-Claude Izzo über seine Heimatstadt und den Schauplatz seiner Krimi-Trilogie («Total Cheops», «Chourmo», «Solea»). Wie die Abenteuer des desillusionierten Ex-Flic Fabio Montale spielt auch dieser Seefahrerroman in den Bars, den Gassen und im Hafen von Marseille.
(rfr)für "Sonntagszeitung", 28.07.2002 ...
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»Männer in Trenchcoats«
Jean Echenoz ist ein begnadeter Bluffer, der im Leser durch sein Spiel mit den Genre-Mustern des Abenteuer- und Kriminalromans Erwartungshaltungen aufbaut, um sie dann zu unterlaufen. Man könnte auch sagen: Der Autor klopft das Reale nach seinen absurden Substanzen ab.
Christoph Vormwegfür "Deutschlandfunk", 26.07.2002 ...
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»Frustrationen an der Front der CIA«
Drastische Zitate kennzeichnen den Tenor von Robert Baers Buch über den «Niedergang» des amerikanischen Geheimdienstes. Hat die Central Intelligence Agency inzwischen wieder Tritt gefasst? Sind die Ziele der Nahostpolitik der USA nun vernünftig definiert, werden potenzielle Bedrohungen und die Interessen der Verbündeten richtig beurteilt?
Volker Foertschfür "Neue Zürcher", 29.07.2002 ...
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»Dichter in Bedrängnis«
Der gute alte Schauerroman feiert Auferstehung: Ein Mann namens Michael Schmid, sagt der Verlag, ist durch Erbschaft in den Besitz eines Manuskripts gekommen, das eine "um 1890 in Schlesien in der Nähe von Kattowitz" geborene Dame verfasst haben soll. Diese Dorothea Baltenstein ist dreißigjährig "durch irrtümlichen oder absichtlichen Tablettenkonsum" gestorben. Was an sich schon für eine Schauergeschichte gut wäre, ist bloß der reale (?) biografische Hintergrund für eine Gothic Novel nach allen Regeln der Kunst.
Ingeborg Sperlfür "Der Standard", 26.07.2002 ...
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»Meine Mission«
Alexander Dengler, der Top-Rezensent beim Online-Buchhändler amazon.de in einem Gespräch mit der
"FAZ-Sonntagszeitung", 28.07.2002 ...
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»Krimi-Empfehlungen«
Fallera: Alpenglühn / Ein Mann, der schläft: Ausgesetztes Leben / Auf der Spur des Wolfs: Offiziell tot / Der Inquisitor: Mutiger Pater / Kühler Grund: So schön altmodisch / Letzter Tanz: Irrwitzige Täuschungen
"Frankfurter Rundschau", 28.07.2002 ...
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»Es geschah im Wasserschloss«
Ein mysteriöser Mord geschieht in den Windischer Auen. Und nicht nur das: Genau 40 Jahre zuvor gab es schon einmal ein Verbrechen mit zahlreichen Ähnlichkeiten. Hans-Jürgen Wulf nennt sein Werk einen «Softkrimi». .
Petra Mühlhäuserfür "Zofinger Tagblatt", 29.07.2002 ...
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»Crime Watch No. 63«
Die Strukturverquickungen von Wissenschaftsprosa, Spionageroman, Kriminalroman und historischem Roman, die Jorge Volpi manch harsche Kritik für den neuen Roman eingebracht haben, sind bei dem älteren "Würgeengel" sozusagen in statu nascendi zu beobachten.
Thomas Wörtches "Crime Watch" für "Freitag", 31/2002 ...
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»Ausritt der Domkosaken«
Ältlicher Narzissmus: Peter-Paul Zahls neuer Roman scheitert am Begriff des Schelms.
Andrea Roedigfür "Freitag", 31/2002 ...
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»Jetstream Love«
Das Schöne am Trivialroman ist, dass sein Schöpfer ungeniert Gott spielen kann. Eine Personengruppe mit blühenden Phantasienamen wie Hagen Pallas und Vanilla Campus verliebt sich ineinander, schießt aufeinander, begegnet sich rund um den Globus in den unwahrscheinlichsten Konstellationen immer wieder. Am Ende finden die Überlebenden in Liebe zueinander, bei einem Nachtflug Frankfurt-Manila. Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff, Jahrgang 1948, spielt mit Leidenschaft den belletristischen Gottvater. Denn Kirchhoff leidet chronisch daran, dass ihn die Literaturkritik nicht genügend lobt.
Kathrin Hillgruberfür "Freitag", 31/2002 ...
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»Der tote Liebhaber«
Die Autorin heißt Ann-Christin Hensher, ist Schwedin und eigentlich Anwältin von Beruf. Das Buch "Der tote Liebhaber", das ich Ihnen heute vorstellen möchte, ist ihr erster Roman, aber mit ziemlicher Sicherheit nicht ihr letzter. Besonders die ungewöhnliche Hauptfigur, die sich die Autorin ausgedacht hat, bietet Facetten für jede Menge Fortsetzungen.
Sibylle Haseke für "WDR4", 03.07.02 ...
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»Katja und die Mafia«
An der negativen Haltung der Deutschen gegenüber Russland, so hieß es jüngst anlässlich des Putin-Besuchs, seien die deutschen Medien schuld. Nun, auch Polina Daschkowas neuer Roman – im Original »Ein Ort unter der Sonne« – scheint wenig geeignet, unser Russland-Bild wesentlich zu verbessern. Wie schon ihr erster bei Aufbau verlegter Krimi »Die leichten Schritte des Wahnsinns«, bietet auch dieses Buch neben der reich umrankten Krimihandlung beklemmende Einblicke in die gegenwärtige russische Gesellschaft.
Jan Eik für "Neues Deutschland", 26.07.02 ...
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»Krimi-Literatur«
Typisch für das aus manch runzliger Perspektive halbseidene Genre des Kriminalromans: Nicht die wohlbestallten Literaturwissenschaftler, sondern die Fans und die Autoren (die größten Fans ihrer selbst) erarbeiten die Sekundärliteratur.
Tobias Gohlis für "Die Zeit", 31/2002 über das "Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren", die "Horen", eine Bibliographie der Kriminalerzählungen, "KrimiKritik 1". ...
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»Mord ist ihr Hobby«
Stefan Beuses neuer Politthriller: Beuse weiß, dass jede vermeintliche Wirklichkeit eine Konstruktion ist. Entsprechend führt er seinen Helden durchs Leben und uns, seine Leser, aufs Glatteis. Das liest sich gut und hinterlässt am Ende eine erhebliche Irritation.
Martin Lüdke für "Die Zeit", 31/2002 ...
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»Familienkrieg am Rand der Negev«
Shulamit Lapid ist mit Batya Gur die hierzulande bekannteste israelische Krimiautorin. Doch wo Gur eher klassische Detektivgeschichten in geschlossenen Milieus gebildeter Kreise erzählt, greift Lapid, auch als Dramatikerin erfolgreich, gleichermaßen spannend, witzig und komödiantisch tief ins soziale Leben.
Tobias Gohlis für "Die Zeit", 31/2002 ...
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»Freakshow auf Tourettes Sündthron«
Lionel Essrog und sein Syndrom sind die Hauptdarsteller in Jonathan Lethems Roman Motherless Brooklyn. Als Krankheitsroman ist "Motherless Brooklyn" deshalb so interessant, weil das Buch gleichzeitig und darüber hinaus auch ein guter Kriminalroman ist.
Joachim Otte für "Frankfurter Rundschau",24.07.2002 ...
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»Bestatter sponsert Krimi«
Was bei Film und Fernsehen längst üblich ist, hält neuerdings Einzug in die Buchbranche: Schriftsteller lassen sich dafür bezahlen, dass sie Markennamen in ihren Büchern unterbringen. Die britische Krimiautorin Fay Weldon und ihre schottische Kollegin Val McDermid waren die ersten, die sich offen zum so genannten Product Placement bekannten. Mancher in der Buchbranche rümpft darüber die Nase. Verleger dagegen, die zwar viele Buch-Ideen, aber wenig Geld haben, sehen darin eine Chance – wenngleich befürchtet wird, dass langfristig nicht nur die Glaubwürdigkeit von Autoren, sondern auch der Ruf der Buchbranche bedroht ist.
Nicola Prietze für "Darmstädter Echo online", 23.07.2002 ...
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»Umstrittener Krimi«
Seit Klaus Nührigs Kriminalroman "Auge" auf dem Markt ist, muss der 43 Jahre alte Gymnasiallehrer mit Schmähungen leben. Denn bei einigen seiner Kollegen gilt er als Nestbeschmutzer. Seit Nührigs Kriminalroman "Auge" auf dem Markt ist, muss der 43 Jahre alte Gymnasiallehrer mit Schmähungen leben. Denn bei einigen seiner Kollegen gilt er als Nestbeschmutzer.
Ann Claire Richter für "Braunschweiger Zeitung", 23.07.2002 ...
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»Welt
in Unordnung«
Ein Krimi, der eigentlich gar keiner ist und viel Wind macht, um das zu verdecken. Obwohl alte Bekannte aus Fred-Vargas-Krimis, die drei Historiker Marc, Matthias und Lucien, (zum Teil) wieder mit von der Partie sind, fahndet der Leser nach den Qualitäten der wunderbaren Vorgängerbücher vergeblich.
"Donaukurier", 11.07.2002 ...
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»Sommer Krimi«
Die "taz" druckt einen Sommerkrimi in Fortsetzngen. Ein Vorabdruck aus Holger Biedermanns "Von Ratten und Menschen", der am 28.8. bei Edition Nautilus erscheint...
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»Nacht und Nebel«
Ahmet Ümit ist 1960 in Gaziantep, im Südosten der Türkei geboren. Seit 1996 veröffentlichte er vier Kriminalromane. Daneben schreibt er Beiträge für Tageszeitungen in den Bereichen Literatur und Philosophie. Seine Bücher werden zur Zeit ins Deutsche übersetzt und werden hoffentlich in Kürze auch einen Verlag finden. Ahmet Ümit ist ein irritierender Autor, dem es gelungen ist in voneinander sehr unterschiedlichen Büchern eine spannende Handlung mit vielfältigen Ereignissen und Realitäten des Lebens in der Türkei zu verbinden.
Stefan Hibbeler für "Istanbul Post", 20.12.2001 ...
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»Mord ist ihr Geschäft«
Horrende Mieten und massive Konkurrenz durch die Branchenriesen. Den unabhängigen New Yorker Buchhändlern steht das Wasser bis zum Hals. "Aufbau" stellt Buchläden jenseits von Barnes & Noble vor: Bei "Murder Ink" finden Krimi-Fans Neuerscheinungen und Sammlerstücke.
Katrin Mock für "Aufbau", 07.02.2002 ...
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»Heftemacher 1«
Frank Rehfeld hat sich insbesondere durch seine grösstenteils unter wechselnden Pseudonymen (Frank Thys, Frank Garrett, Jessica Atkins) erschienen Veröffentlichungen im Heftbereich hervorgetan. Als Mitinitiator der ABENTEURER verdiente er sich Meriten, zusammen mit Wolfgang Hohlbein schrieb er diverse Garth & Torian sowie Stargate Titel. Neben seiner Mitarbeit an den Heftserien Silber Grusel Krimi, Mitternachts-Roman, Melissa, Trucker-King, Der Hexer, Star-Gate, Dino-Land etc. hat er sich auch auf die Gefilde des Heimat-Romans begeben. Besonders am Herzen lag und liegt ihm sein kürzlich bei Bastei neu aufgelegter und erweiterter ARCANA Zyklus.
Carsten Kuhr für "phantastik.de" ...
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»Heftemacher 2«
Der Chefredakteur des Zauberkreis-Verlag aus Rastatt schilderte dem Krimi-Autoren Jürgen Grasmück seine Probleme mit der Reihe Silber-Krimi.
"Shockers Universum" ...
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»Die verbesserte Frau«
Barbara Kirchner ist Naturwissenschaftlerin und als Autorin für spex oder de:bug bekannt. Ihr Roman "Die verbesserte Frau" ist ein Krimi mit Thriller- und Sci-Fi Elementen, der sich um Themen wie Privatisierung von Wissenschaft und Möglichkeiten biochemischer Forschung dreht. Fast wie nebenbei entwirft Kirchner aber auch Utopien von Sexualität und Freundschaft und gibt uns mit der lesbischen Studentin Bettina Ritter eine ganz alltägliche Laienermittlerin, der es irgendwann ganz normal reicht. Barbara Kirchner hat per E-Mail ein paar Fragen beantwortet.
Tine Plesch für "Raumzeit", 11/2001 ...
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»Schwärender Wundbrand«
Spätestens seit der Dutroux-Affäre hat Belgien nicht gerade den Ruf eines Landes der Saubermänner. Und der belgische Autor Jef Geeraerts tut aber auch schon gar nichts, das ramponierte Image seiner Heimat zu verbessern. Im Gegenteil. Als notorischer Nestbeschmutzer veröffentlicht er seit 1968 böse, höchst erfolgreiche Romane, die regelmäßig Skandale auslösen und die er anscheinend auch als eine Art Selbsttherapie verfasst.
Ingeborg Sperl für "Der Standard", 19.07.2002 ...
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»Der Generalstaatsanwalt«
In dieser Geschichte gibt es keine Guten. Auch der Held, der Generalstaatsanwalt, hat Dreck am Stecken. Seit dem Fall Dutroux hat nahezu jeder Zeitungsleser den Eindruck, dass in Belgien ein dichtes Flechtwerk aus miteinander verschwägerten, versippten, verfilzten Interessengruppen die Politik und die Justiz beherrschen.
Paul Stänner für "DeutschlandRadio", 12.07.2002 ...
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»Aufklärung in Italien«
Der neueste Streich auf diesem Gebiet kommt von der linken Kulturzeitschrift «Micro Mega», die ihre ganze letzte Nummer einer speziellen Art von Literatur widmet: Unter dem Motto «Krimi und Engagement» koppelt sie den Wunsch nach Gegenwart mit der allgemeinen Liebe der Italiener zum Kriminalroman und publiziert Geschichten vom Hier und Heute, von morgen und übermorgen, mit jeder Menge Verbrechen, vor allem aber mit zweierlei Ziel: Aufklärung für die fiktiven Kriminalfälle dieser Erzählungen und für den realen politischen Fall Italien.
Franz Haas für "Neue Zürcher", 22.07.2002 ...
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» Die Krimi-Kolumne«
Es ist Sommer. Es ist heiß. Es ist die Stadt. Es ist der Asphalt. Es regt sich kein Hauch. Und die Luft herum ist dick wie ein Panzer und kann nur Frauen mit schönen Beinen und Männern mit guten Krimis zur Heimat werden. Sehnsüchtig schauen sie sich hinterher: Die Männer den Frauen und die Frauen den Krimis.
Andreas Ammers legendäre Kolumne beim "DeutschlandRadio", 19.07.2002 mit Bemerkungen zu anonym. G-man Jerry Cotton, Veit Heinichen, Matti Y Joensuu, Leena Lehtolainen, Donna Leon, Sam Llewellyn, Jean-Patrick Manchette, Val McDermid, Jean-Barnard Pouy ...
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»Niemals nie sagen«
Im August erscheint der neue Kriminalroman von Dieter Bauer "Arsch auf Grundeis" im Verlag Edition Treves. Der gebürtige Isselburger, der seit langem in Bonn lebt im Interview.
Markus Balser für "Rheinische Post", 20.07.2002 ...
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»Auf den Spuren von Kommissar Maigret«
Ein Wetter wie in den Maigret-Krimis von Georges Simenon - eben richtige Regenmantelwitterung. Am Place Saint-Lambert erhebt sich der fürstbischöfliche Palast. Hinter seiner Fassade, im Stil der Gotik und Renaissance, sind die Beamten der Justiz und der Provinzialregierung untergebracht. Das Versagen der belgischen Rechtsbehörde und Politik im Fall des mutmaßlichen Kindermörders Dutroux hat hinter den grauen Mauern der Öffentlichkeit eine Welt offenbart, die noch "schlimmer als die Franz Kafkas" ist. "Es herrscht da eine köstliche Kakophonie", hatte Georges Simenon bereits vor 75 Jahren festgestellt.
"Rheinische Post", 22.07.2002 ...
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»Witz, komm raus«
Vielleicht ist „Der Domraub“ der Versuch, aus tragischen Verstrickungen eine Komödie zu basteln und sich so Erlittenes von der Seele zu schreiben. Das mag ein redliches Motiv sein. Verzeihen mag man Peter-Paul Zahl den dozierenden Kunsträuber mit seiner Attitüde zwischen Sponti und Chefredakteur dennoch nicht. Die wiederholten Darlegungen der richtigen Sicht der Dinge wirken penetrant, die Bezüge auf die deutsche Vergangenheit und den Holocaust obligatorisch.
Maike Albath für "Süddeutsche Zeitung", 21.07.2002 ...
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»Späte Berühmteit«
Zu Lebzeiten kosteten die meisten seiner Romane schlappe 25 Cents, und die Cover lockten das Publikum mit billigem Sex & Crime-Appeal. Nur einer kleinen Fangemeinde war Jim Thompson ein Begriff. Hollywood-Ikone Stanley Kubrick z.B., der dessen Fähigkeit pries, sich wie kein anderer in die Seele krimineller Psychopathen versetzen zu können. Großer Erfolg blieb ihm dennoch versagt: Als Jim Thompson 1977 starb, den Körper von Alkohol und Nikotin zerfressen, war in den USA keines seiner knapp dreißig Bücher lieferbar. Jim Thompson prognostizierte, dass er zehn Jahre nach seinem Tod berühmt sein würde. Und behielt damit recht.
"kaliber. 38", 07.2002 ...
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»Der Luftgeist unter den Detektiven«
Seit mehr als zwanzig Jahren lebt er in Kanada, doch die meisten seiner Romane spielen im ländlichen England. Peter Robinson braucht die Entfernung, um mit einem "völlig anderen Blick auf Großbritannien" seine Geschichten aus Yorkshire zu erzählen. Der Erfolg in seiner Wahlheimat sowie in England und in den USA geben im Recht. Seine bislang fünfzehn Kriminalromane haben ihm eine große Fangemeinde und viele Preis-Nominierungen eingebracht.
ludger menke für "der bücherfreund", 07.2002 ...
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»Der Luftgeist unter den Detektiven«
Kriminalromane haben vieles, aber eines haben sie kaum: „Humor“. Ironie, Sarkasmus ja - das passt zum Verbrechen und zur grundsätzlichen Unaufklärbarkeit der menschlichen Natur, bei der - so gut kann sie gar nicht durchschaut sein - immer ein Rest bleibt, der zur Quelle des nächsten Rätsels wird. „Humor“ ist aber auch entsetzlich. Mit dem Rest an Eigensinn, den der Humor bewahrt, kann man von neuem anfangen. „Inspektor Ali im Trinity College“ von Driss Chraïbi (Unionsverlag, 7,90 ¬) ist ein Kriminalroman, obwohl das Buch Humor hat.
Franz Schuh für "faz.net/das kriminal", 17.07.2002 ...
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» Krimi und Wirklichkeit«
Der Drehbuchautor Felix Huby äußert sich zur Auseinandersetzung um seinen jüngsten "Tatort". Das Familiendrama "Bienzle und der süße Tod" hatte bundesweite Kritik ausgelöst.
Ein Interview in "Der Spiegel", 21.07.2002 ...
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»Die Genreexperimente des Carlo Lucarelli«
Die einzige unerfreuliche Begleiterscheinung des neuen Krimibooms ist der stilistische Konservatismus. Grundsätzlich wird linear erzählt, bestenfalls wird zur Auflockerung mit Ironie gearbeitet. Einer der wenigen kühnen Erzähler ist der Italiener Carlo Lucarelli, der es sehr klug anfängt: Konservative Leser bedient er mit seiner Ende der 40er-Jahre spielenden Serie um den zwielichtigen Commissario De Luca, und ansonsten gönnt er sich zeitgemäße Romane.
Robert Brack für "schwarze taz", 09.07.2002 ...
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»Mord ist sein Hobby«
Treffen mit Gunter Gerlach (60), Hamburger Krimiautor, in seinem 120 Quadratmeter großen Haus in Tonndorf. Barfuß sitzt der Verfasser von Büchern wie "Kortison", "Falsche Flensburger" oder dem Abendblatt-Kurzkrimi "Pauli, Tod und Teufel" aus der Serie Schwarze Hefte am Esszimmertisch und erzählt von seinem ungewöhnlichen Weg.
Katja Lachnit für "Hamburger Abendblatt", 12.07.2002 ...
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»Die spannendsten Verbrechen geschehen in Hamburg«
Seit zehn Jahren vergibt die deutsche Raymond-Chandler-Gesellschaft in Ulm den angesehenen "Marlowe" als Preis für die beste deutschsprachige Krimi-Kurzgeschichte eines Jahres. Bereits zum dritten Mal ist jetzt ein Titel aus der Reihe "Schwarze Hefte" des Hamburger Abendblatts mit diesem Ehrentitel ausgezeichnet worden, Robert Lynns "Der Samurai im Elbberg", erschienen als Nummer 31 der Serie im vorigen Jahr.
Helmut Söring für "Hamburger Abendblatt", 06.07.2002 ...
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»Tod mit Zinsen«
Zum Kritikerliebling hat er es nie gebracht. Über den ersten Mike-Hammer-Roman «Ich, der Richter» (1947) schrieb ein entsetzter Kollege, er lese sich wie «die Pflichtlektüre einer Gestapo-Schule». Das war nicht ganz falsch, wusste aber die psychotische Vitalität dieses Knochenbrecher-Detektivs nicht zu würdigen.
"Sonntagszeitung", 14.07.2002 ...
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»Vom Buchmarkt«
Entwarnung im deutschen Buchhandel nach einer Katastrophenmeldung. Die Nachrichten könnten unterschiedlicher nicht sein: Noch Ende Mai wurde der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Dieter Schormann, in der Presse mit der Katastrophenmeldung zitiert, der deutsche Buchhandel erlebe die größte Krise seit vierzig Jahren.
Vor wenigen Tagen dann folgte die demonstrative Entwarnung: Schormann trat erneut vor die Journalisten - diesmal mit der großen Beruhigung: Maximal zwei Prozent werde der Umsatzrückgang des deutschen Buchhandels für 2002 voraussichtlich betragen.
Cornelia Niedermeier für "Der Standard", 16.07.2002 ...
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»In Vigàta regiert das pralle Leben«
Es ist nicht schwer, dem sizilianischen Autor Andrea Camilleri und seinem Kommissar Salvo Montalbano zu verfallen. Ein Roman genügt, und flugs entwickelt man ein gewisses Suchtverhalten: Ergeben betet man, dass dem 76-jährigen noch ein langes und produktives Leben beschieden sei, händeringend wartet man auf den nächsten Band - und wenn er dann erschienen ist, gibt es kein Zurück mehr: Soziale Kontakte werden kurzerhand auf Eis gelegt, begierig wird das Buch gelesen. Sogar dann, wenn es sich lediglich um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt.
Marcus Bäcker für "Kölner Stadt-Anzeiger", 12.07.2002 ...
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»Im Zweifel gegen den Angeklagten«
Astrid Wagner schrieb ein Buch über den als Serienmörder verurteilten Schriftsteller Jack Unterweger. Günther Frieß sprach für den "Kölner Stadt-Anzeiger" mit der Autorin (05.07.2002)
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»Die Sonne ist eine große Blondine«
Weibliche Schönheit als reine Oberfläche, das könnte die Definition von Blondinen sein. Deshalb spielen Blondinen im Film eine große Rolle, während sie in der Literatur mit ihrem Hang zur psychologischen Tiefenbohrung keine signifikante Größe darstellen. Jean Echenoz hat sich nun, in seinem achten Roman, verdienstvoller Weise dieses Themas angenommen. Er heißt – sehr verheißungsvoll – „Die großen Blondinen“. Aber weil gerade die glatte Oberfläche die abgründigsten Geheimnisse vermuten lässt, ist der Roman ein Krimi, der sich auf die Suche nach einer scheinbar vom Erdboden geschluckten Blondine macht und dabei den ein oder anderen Privatermittler an buchstäbliche Abgründe verliert.
Ijoma Mangold für "Süddeutsche Zeitung", 19.07.2002 ...
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»Krimis für den Urlaub«
Der Waliser Bill James ist in "Rivalen" (Rotbuch, 285 S., 19 Euro) hingegen weniger an albtraumhafter Gewalt als an sarkastischen Milieustudien interessiert. So fängt für seinen "Helden" Ralph Ember alles nicht gut an. Zwar will er nach dem Tod eines Drogenbarons den Rauschgifthandel gern selbst übernehmen.
Hartmut Wilmes für "Kölnische Rundschau", 19.07.2002 ...
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»Zweiter Bonn-Krimi«
"Skandal in Bonn oder Jeder will der Mörder sein" - so lautet der Titel des neuesten Bonn-Krimis. Das zweite Buch von Otto Maria Berding wurde jetzt vorgestellt. Gleichzeitig fand eine Signierstunde mit Lesung statt.
"Bonner General-Anzeiger", 11.07.2002 ...
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»Das Leichtgewicht«
Kurzum: Ein Nouveau romancier hätte heutzutage kaum eine Chance. Es sei denn, er wäre so unanstrengend wie Jean Echenoz.
Der Schriftsteller Jean Echenoz ist nicht leicht zu finden. In Buchhandlungen stehen seine bislang neun Romane gerne im Krimiregal; in Paris bewohnt er eine unauffällige Vier-Zimmer-Wohnung im verwinkelten Viertel Jourdin. Die Böden sind mit Sisalteppich ausgelegt, im Wohnzimmer stehen ein Kamin, zwei Schreibtische, ein paar Bücherregale sowie ein Stapel Schallplatten. Jean Echenoz ist 55. Er trägt ein schwarzes Polo-Hemd, schwarze Jeans, schwarze Slipper und Seitenscheitel, sein Händedruck ist weich und verschwitzt. Er raucht täglich zwei Päckchen. Er spricht leise, seine Sätze beginnt er meist mit "Für mich persönlich" oder "meiner Ansicht nach". Soll hier niemand auf den Gedanken kommen, Jean Echenoz wolle irgendwie verallgemeinern.
Jochen Förster für "Die Welt", 13.07.2002 ...
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»Melancholischer Mörder, perfekter Mord«
Leonard Gründ, der melancholische Mörder des Titels, ist nicht das, was man sich unter einem Auftragskiller vorstellt. Das sieht er selbst nicht anders: "Menschen umzubringen, ist nie meine große Stärke gewesen", so lautet schon der erste Satz des Romans. Dann berichtet Ich-Erzähler Gründ erst einmal, wie alles kam: Auf der Suche nach einem Job hat er sich auf die Ausschreibung einer Detektei gemeldet und die Stelle als Privatsekretär des Chefs prompt bekommen. Für nichts möchte man dem Autor, Francois Emmanuel mehr danken als für seinen Verzicht auf Deutungsvorgaben. Vieles, das er erzählt, bleibt rätselhaft und wahrt die Faszination gerade dadurch, dass er dem Leser keinen Schlüssel in die Hand drückt, es aufzuschließen.
Ekkehard Knörer für "Mord und Ratschlag" beim "Perlentaucher", 17.07.2002 ...
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»Bildernarr und Geschichtenerzähler«
Jerome Charyn wird am 13. Mai 1937 in der Bronx geboren. Witz und rohe Intelligenz erwirbt er sich auf ihren Strassen, doch dem Grau will auch er entkommen. «Dead space» war die Gegend für ihn, «wo es so wenig fürs Auge zu sehen gab, so wenig für das Herz zu fassen». Die Figuren dieses zweiten prononciert autobiographischen Romans (der erste, «Die dunkle Schöne aus Weissrussland», erschien vor zwei Jahren) könnten dem Melodram, Abenteuerfilm oder Film noir der vierziger und fünfziger Jahre entsprungen sein. Die Charaktere sind eindeutig, ihre Dialoge knapp und pointiert, die Sprache ist rau mit Gefühl, die Gesten sind klassisch.
Carsten Hueck für "Neue Zürcher", 17.07.2002 ...
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»Krimi aus Russland mit ausführlichen Milieuschilderungen«
Helden pflegen gemeinhin nicht zu sterben. Das nimmt Krimis etwas die Spannung: Die Rettung kommt bestimmt. Bei der russischen Krimiautorin Polina Daschkowa kann man da nicht so sicher sein. Ihre Weltsicht, genauer ihre Sicht auf das heutige Russland, ist so unromantisch, dass selbst die Helden untergehen können.
"Donaukurier", 11.07.2002 ...
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»Crime Watch N°61«
Originalanthologien sind sehr begrüßenswerte Veranstaltungen, vor allem wenn sie so liebevoll zusammengestellt sind wie Queer Crime. Lesbisch-schwule Krimigeschichten von der Herausgeberin Lisa Kuppler. Denn short stories sind sehr lesefreundlich, weil häppchenweise zu konsumieren, aber auch ästhetischer Ausweis dessen, was Autoren und -innen wirklich drauf haben, weil konzentriertes, pointiertes Schreiben besonders gekonnt sein will.
Thomas Wörtches "Crime Watch" für "Freitag", 27/2002 ...
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»Varg Veum«
Der Norweger Gunnar Staalesen hat Literaturwissenschaften studiert. Pluspunkt für ihn. Er arbeitet ab und an als Dramaturg am Theater in Bergen. Noch ein Pluspunkt. Staalesens Held ist der wortkarge Privatdetektiv Varg Veum; den Namen für seinen Ermittler hat der Autor - noch ein Pluspunkt? - in der norwegischen Mythologie gefunden: "varg i veum" ist ein Wolf auf heiligem Boden, ein Gesetzloser.
Mister Marple für "Rheinpfalz Online", 28.06.2002 ...
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» Ein Mann, den man nicht einordnen kann«
Eine überschaubare Runde hatte sich in der Neusser Stadtbibliothek eingefunden, um Richard Wagners Lesung zu lauschen. Etwas schwierig sei es, so stellte der Autor zu Beginn fest, eine Lesung aus einem Roman zu machen, der unterschiedliche Erzähler und eine verzwickte Handlung habe.
Janine Oswald für "Neuss-Grevenbroicher Zeitung", 27.06.2002 ...
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»Unschuldiges Geld«
Schon vor der Finanzkrise gab es in Argentinien Probleme mit den Scheinen: "Brennender Zaster" von Ricardo Piglia. Die Geschichte ist unglaublich. Eine Gangsterbande überfällt in Buenos Aires einen Geldtransporter, flieht mit der Beute nach Uruguay und verschanzt sich in einer Wohnung in Montevideo, die sich als Falle entpuppt.
Brigitte Helbling für "Berliner Zeitung", 22.06.2002 ...
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»Königin des Verbrechens«
Schreckliche Morde, niederträchtige Komplotte und blutrünstige Verbrechen. Das ist die Welt von Mary Higgins Clark, der Königin der Spannung. In 25 Romanen lehrte sie ihre meist weiblichen Leser das Fürchten. 70 Millionen Bücher hat sie allein in den USA verkauft. Und ist damit eine der erfolgreichsten Krimiautorinnen der Welt.
Nadia Nasser für "ZDF", 26/2002 ...
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»"Walser TeK" gegen "Kirchhoff SR"«
Neu auf dem Markt: Hassantrieb mit Kritikermord - Zwei überraschende Gruselmodelle namhafter Produzenten im Leistungsvergleich. Das fast vergessene Genre der Literatursatire ist diesen Sommer gleich von zwei bekannten Produzenten überraschend wiederbelebt worden. Martin Walser hat den TeK (steht für Tod eines Kritikers), Bodo Kirchhoff den SR (Schundroman) ins Rennen geschickt.
Jens Jessen für "Die Zeit", 27/2002 ...
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» Schönes Sterben«
Die schwarzen Krimis des Franzosen Jean-Patrick Manchette werden neu übersetzt - die Arbeit der Killer als ästhetisches Erlebnis.
Urs Willmann für "Die Zeit", 26/2002 ...
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»Verfolgungsjagd im Süden Spaniens«
Von einer aufregenden Verfolgungsjagd im Süden Spaniens erzählt Éric Laurrent in seinem Roman "Was geschieht mit Artur Clein?". Mit trockenem Humor beschreibt der 1965 geborene und in Paris lebende Autor das nervenaufreibende Geschehen. Auf Deutsch ist von Laurrent bisher der Roman "Pariser Verhältnisse" erschienen.
"web.de/dpa", 26.06.2002 ...
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»Wahnsinn des Terrors«
Gegen den weiteren moralischen Verfall kämpft Kommissar Llob aus Algier mit seinen bescheidenen Mitteln und dem Mut der Verzweiflung. Denn im Prinzip sieht er so schwarz, dass nicht einmal zehn Sonnen seine Stimmung aufhellen könnten. «Doppelweiß» - wieder ein Yasmina-Khadra-Krimi, der viel über das Leben in Algerien und den täglichen Wahnsinn des Fundamentalismus verrät.
rem für "Berliner Morgenpost", 26.06.2002...
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»Huflattich im November«
Seit Stoker, Shelley, Poe und Radcliffe weiß die Literatur um die stimmungsvolle Atmosphäre der "gothic novel". Der Prager Milos Urban nimmt sich der gothischen Seite seiner Heimatstadt an und macht jene zur Protagonistin eines modernen Schauerromans.
kirstaetter für "e-salon", 22.02.2002...
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»Amok«
So können nur Kirchhoff-Romane anfangen! Sexy und frivol - so mag es der Autor, sexy und frivol - das sind die Adjektive, die Bodo Kirchhoffs Lesern seit "Dame und Schwein", "Die Einsamkeit der Haut" und zuletzt "Parlando" ohne Scham über die Lippen gehen. Aber dieses Mal knallen nicht nur bei den handelnden Figuren die Sicherungen durch, sondern auch beim Autor. Nicht nur die Figuren laufen Amok, der Autor tut es auch.
Hajo Steinert für "Deutschlandfunk", 26.06.2002...
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»Tote mögen keine Sushi«
Der Autor heißt Gert Anhalt. Er wurde 1963 geboren, studierte in Marburg und Tokio Japanologie und berichtet seit Jahren für das ZDF aus dem Fernen Osten. Nach einem Sachbuch über seine Zeit in Peking - es hieß "Chinas nackte Fallschirmspringer" - hat Gert Anhalt jetzt seinen ersten Kriminalroman geschrieben.
Sibylle Haseke für "WDR 4", 26.06.2002...
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»Horrorszenario«
Es geht gleich auf den ersten Seiten mit einem Horrorszenario los: Leichenteile hängen Bäumen in Kathy Reichs´ Roman "Durch Mark und Bein". Doch wer diesen Einstieg lesend übersteht, der kann sich auf einen spannenden Krimi freuen. Tempe Brennan, forensische Anthropologin (Rechtsmedizinerin), wird zum Schauplatz eines Flugzeugabsturzes mit 82 meist jugendlichen Toten in North Carolina gerufen.
Karl-Heinz Kalender für "Westfälische Rundschau", 25.06.2002...
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»War es Kristlein, war es Mahlke?«
Und nun noch einmal in aller Ruhe zum besseren Verständnis: Bodo Kirchhoffs Roman mit dem schönen Titel „Schundroman“ handelt tatsächlich vom Mord an einem Literaturkritiker, der hier Louis Freytag heißt und durchaus dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ähnelt. Ein Roman ist das, in dem die Kolportage bewusst in höchste Höhe getrieben und in dem jede Menge Sex and Drugs and Schießereien geboten wird.
Martin Oehlen für "Kölner Stadt-Anzeiger", 25.06.2002...
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»Serienmörder zwischen Mythos und Realität «
Seit sieben Jahren beschäftigt der Kriminaloberkommissar und Verhaltenswissenschaftler Stephan Harbort sich mit dem Phänomen Serienmord und recherchierte in den Ermittlungsakten von sämtlichen verurteilten Serientätern in Deutschland. In unzähligen Interviews mit Serienmördern hat Harbort sich auch direkt von den Tätern, ihrer Geschichte und Motivation ein Bild gemacht.
"3sat", 25.06.2002...
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»Über den Buchmarkt«
Ich zum Beispiel gebe eine Buchreihe heraus, die irgendwie was mit "Krimis" zu tun hat - aber, nachdem ich mich jetzt fast zwanzig Jahre lang mit dieser im literarischen Spektrum klitzekleinen Sorte von Texte befasst habe, weiß ich immer weniger, was ein "Krimi" ist. Das unterscheidet mich kategorial von einer 20jährigen Praktikantin, die genau weiß, was ein "Krimi" ist - und noch nicht einmal Probleme damit hat, mir das zu erklären
wie einem Idioten.
Thomas Wörtche über den krisengeschüttelten Buchhandel bei "Titel", 26/2002...
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»In den Schluchten Istriens«
In Veit Heinichens fesselndem Debut "Gib jedem seinen eigenen Tod" lachte noch die Sonne über Triest und mit seinem Comissario Laurenti tauchte der Leser tief ein in das mediterrane Azur von Himmel und Meer. Im zweiten Fall
von Laurenti fegt nun die ungemütliche Bora Nera über Triest und bringt Schnee und Schafskälte. Doch nicht alleine
das Wetter schlägt dem sympathischen Comissario schwer auf das Gemüt.
Karsten Herrmann bei "Titel", 26/2002...
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»Der Detektiv als Luftgeist«
Kriminalromane haben vieles, aber eines haben sie kaum: «Humor». Ironie, Sarkasmus ja – das passt zum Verbrechen und zur grundsätzlichen Unaufklärbarkeit der menschlichen Natur, bei der – so gut kann sie gar nicht durchschaut sein – immer ein Rest bleibt, der zur Quelle des nächsten Rätsels wird. «Inspektor Ali im Trinity College» von Driss Chraïbi (Unionsverlag, 7,90 Euro) ist ein Kriminalroman, obwohl das Buch Humor hat. Der Humor des Buches ist eine ernste Sache, und – damit ich auch einmal diese Phrase verwende – «besonders seit dem 11. September 2001».
Franz Schuhs "Kriminal" bei "Literaturen", 07/08.2002...
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