Deutschlandradio: »Hatz am Weltenende«
Antonio Dal Masetto hat sich mit "Noch eine Nacht" nach eigenen Angaben
jahrzehntelang beschäftigt. Die Mühe hat sich gelohnt. Der Roman erzählt
von einer makabren Treibjagd auf Bankräuber in der argentinischen Provinz
und besticht durch seine kalte Geradlinigkeit. Außerdem durch die immer
eindrückliche Schönheit seiner Bilder und Szenen. Die Fortsetzung der
Geschichte, "Blut und Spiele", reicht nicht an den Vorgängerroman heran.
Von Uwe Stolzmann ... mehr
FAZ: »Haben Sie ein Gespür für Gott, Herr Høeg?«
Der Roman "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" machte ihn berühmt. Doch
dann, 1996, verschwand Peter Høeg plötzlich. Nun ist er wieder da: ein
Gespräch über den Schriftsteller als Bergführer und Høegs neuen Roman
"Das stille Mädchen".
Von Felicitas von Lovenberg ...
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FAZ: »Der Verschollene kehrt zurück«
Peter Høeg wurde berühmt durch den Roman "Fräulein Smillas Gespür für
Schnee". Doch dann wurde es plötzlich sehr still um den dänischen Schrift-
steller. Niemand wusste, wo er war, wie es ihm ging – und ob er jemals
wieder ein Buch schreiben würde. Nach zehn Jahren ist er jetzt wieder
aufgetaucht. Die Bilanz dieser Zeit zieht er im Roman "Das stille Mädchen".
Von Felicitas von Lovenberg ...
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FAZ: »Die schreibende Managerin«
Von sieben bis zwanzig Uhr ist Elizabeth Corley Europa-Chefin der Allianz-
Fondsgesellschaft. Danach schreibt sie Bestseller-Krimis. Die sind spannend ...
mehr
Der Spiegel: »Fräulein Plums Gespür für Familie«
Janet Evanovich ist süchtig nach Crackern der Marke "Cheese Doodle" und
ist gleich in zwei verschiedenen Literatur-Genres erfolgreich. Ihr
Stephanie-Plum-Krimi "Reine Glückssache" ist diese Woche der höchste
Neueinsteiger in der Taschenbuch-Bestsellerliste von SPIEGEL ONLINE ...
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Neue Zürcher: »Argumente statt Antworten«
Experten geben Statements ab, Intellektuelle schreiben Essays über die
"Schreckensmänner", und Schriftsteller geben dem Thema eine literarische
Form. Zu diesen Schriftstellern gesellt sich nun auch Yasmina Khadra mit
dem Roman "Die Attentäterin", den Regina Keil-Sagawe trefflich ins
Deutsche übertragen hat. Khadra ist besonders befugt, über die Motive für
ein Attentat zu schreiben.
Von Heinz Hug ... mehr
Adiós Comandante:
Der Schriftsteller Leonardo Padura über Kubas langen
Abschied von Fidel Castro und warum Padura Kuba nicht verlassen hat,
obwohl er ein materiell gesichertes Leben im Ausland hätte haben können.
Bei "ZDF/heute" ... mehr
Kalender
Seinen 77. Geburtstag feiert heute der Schriftsteller Friedhelm Werremeier
(* 30.1.1930 in Witten).
Friedhelm Werremeier arbeitete ab 1953 für mehrere große Zeitschriften
als Reporter mit dem Spezialgebiet Prozeß- und Kriminalberichterstattung
und schrieb neben zahlreichen Tatsachenberichten über Kriminalfälle,
Serien, Reportagen und Features für Illustrierte, Tageszeitungen und
Fachzeitschriften. Besonderes Aufsehen erregte seine Recherche zum
"Fall Heckenrose" (über einen Triebtäter in der DDR) und sein Buch
über Jürgen Bartsch. Mit Werremeiers Romanstoff "Taxi nach Leipzig"
startete 1970 die TATORT-Reihe der ARD, mit der Figur des Hamburger
Hauptkommissars Paul Trimmel schuf Werremeier eine der profiliertesten
Kommissarfiguren des deutschen Krimis.
Info:
Krimilexikon , Heike Postma , LWL.org
KrimiWelt-Bestenliste Februar 2007
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland.
Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den
Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste
von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte
Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der
Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser
wünschen.
Die Rangliste.:
1 (Vormonat 7) John Harvey: Schrei nicht so laut
2 (–) Reggie Nadelson: Rote Wasser
3 (1) Thomas Kastura: Der vierte Mörder
4 (9) Antonio dal Masetto: Blut und Spiele
5 (6) Merle Kröger: Kyai!
6 (2) Stefan Slupetzky: Das Schweigen des Lemming
7 (5) Pete Dexter: Train
8 (–) Olivier Mau: Myrtille am Strand
9 (–) Vikram Chandra: Der Gott von Bombay/Bombay Paradise
9 (–) Michael Crichton: Next
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Hier als schöne pdf-Datei:
Deutschlandfunk: »Aus dem literarischen Leben«:
Die am 26.01.2007 im Rahmen der Sendung "Büchermarkt" ausgestrahlte,
allseits beliebte und mit vielen Musikschnipseln unterlegte
KRIMIKOLUMNE von Andreas Ammer, die ist für alle verhinderten Hörer
auch als Radiostream zu hören. Ein wenig auf der Seite suchen
(rechts halten!) und dann anklicken und los gehts ...
mehr
mp3
Die Welt: »Peter Høegs Gespür für Stille«
Mit seinem Roman "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" war der
dänische Autor Peter Høeg weltweit auf den Bestsellerlisten
vertreten. Dann wurde es still um ihn. Zehn Jahre lang schrieb
er, unbemerkt von der Öffentlichkeit, an seinem neuesten Werk.
2000 Seiten überabeitete er wieder und wieder, bis 461 übrig
blieben und sein Roman "Das stille Mädchen" fertig war.
Von Wieland Freund ... mehr
Hamburger Abendblatt: »Wenn ein Albtraum droht Wirklichkeit
zu werden«
Dem britischen Autor John Harvey, Jahrgang 1938, ist mit "Schrei
nicht so laut" ein atmosphärisch dichter und eindringlich
erzählter Kriminalroman gelungen. Seinen Helden Frank Elder
schickt er auf eine Reise, während der sich Vergangenes und
Gegenwärtiges auf bedrohliche Weise verstricken.
Von Volker Albers ... mehr
Die Welt: »Meuterei im Moor«
Die Literaturwissenschaftlerin Jane Gresham ist überzeugt, dass
der britische Dichter William Wordsworth ein unbekanntes Manuskript
versteckt hat. Während sie danach sucht, wird eine Moorleiche
gefunden, die mit dem verschwundenen Text zu tun haben könnte.
Val McDermid erzählt in "Das Moor des Vergessens" eine literatur-
wissenschaftliche Kriminalgeschichte.
Von Birgit Warnhold ... mehr
Die Welt: »Rotwein statt Stockfisch«
Saint Emilion ist ein weltberühmter Weinbauort 35 Kilometer östlich
von Bordeaux. Er hat 2345 Einwohner und wurde von der Unesco zum
Weltkulturerbe erklärt. Das kleine Städtchen ist der Schauplatz
des ersten ins Deutsche übersetzten Kriminalromans "Der Honigkrug"
des Norwegers Gert Nygårdshaug. Diesen Schriftsteller kennt man in
Deutschland nicht.
Von Kerstin Strecker ... mehr
Mord, Unrecht und falsches Spiel:
Ein grausamer Mord bringt in Nancy Pickards "Schneeblüte" die heile Welt einer amerikanischen Kleinstadt
durcheinander. In "Georgia" von Doris Gercke untersucht Privatdetektivin
Bella Block einen neuen Fall. Und der unermütlich schuftende Kommissar
in "Die Algier-Romane" von Yasmina Khadra hat allen Glauben in sein
zerstörtes Land verloren. Von Silke Böttcher, Birgit Warnhold, Bettina
Göcmenerin in "Die Welt" ... mehr
Kalender
Theodor J. Reisdorf
Heute feiert Theodor J. Reisdorf, der Erfinder des Friesenkrimis seinen
72. Geburtstag.
Reisdorf, am 29. Januar 1935 in Neuss geboren, reiste quer durch Europa
und Nordafrika, arbeitete in vielen Berufen, machte in Wilhelmshaven das
Abitur, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg, Köln
und Mannheim und war Studienrat und Oberstudienrat in Aachen, Norden und
Emden. Er wohnt in Ostfriesland und schreibt als "Meister des Friesen-
krimis" spannende Romane über Land, Leute und Leichen.
Info:
NGZ online, Krimilexikon, Krimi-Couch, Lübbe Verlag
Deutschlandfunk: »Aus dem literarischen Leben«:
Heute um 16.10 Uhr sendet der "Deutschlandfunk" im Rahmen der Sendung
"Büchermarkt" die allseits beliebte und mit vielen Musikschnipseln
unterlegte KRIMIKOLUMNE von Andreas Ammer, die dann hoffentlich später
für alle verhinderten Hörer auch als Radiostream zu hören sein wird ...
mehr
Wörtches Crime Watch No. 117
Kriminalliteratur bewegt sich, sagt Thomas Wörtche in der 117. Ausgabe
seiner Krimikolumne "Crime Watch", derzeit allerdings in eine merkwürdige
Richtung. Es tummeln sich Horror und Science Fiction munter mit
historischem Roman und Fantasy. Der massive Trend komme jetzt erst richtig
ins Rollen. Zum Beispiel in den Harry-Dresden-Romane von Jim Butcher,
dessen neuester "Wolfsjagd" sich mit bösen und guten Werwölfen, dem FBI
und einer Straßengang schmücke. Das liefere zwar jede Menge Spaß & Frohsinn,
doch "das Böse" wandere dadurch schon in eine bedenkliche Richtung ...
Sie können die Kolumne bei
kaliber. 38 und im
"Freitag" 4/2007 lesen
Berliner Morgenpost: »Kommissar im Kampf gegen den Terror«
Yasmina Khadra warnte schon Jahre vor dem 11. September 2001 vor
Fundamentalismus und Terror. Der frühere Armeeoffizier tat dies in
seinen Krimis mit Kommissar Llob, die er in den neunziger Jahren unter
Pseudonym veröffentlichte. "Herbst der Chimären" beschließt die Trilogie
und zeigt eine mildere Seite des Kommissars, der wie Khadra Krimis
schreibt. Von göc ...
mehr
Der Standard: »Einer der größten Spionagethriller«
"Der Spion, der aus der Kälte kam" von John le Carré definierte ab 1963
den "Thriller noir" ebenso wie unsere Sichtweise auf das unglamouröse
Leben in den Schützengräben des Secret Service MI6 während des Kalten
Krieges. Sir Peter Jonas über Band 41 der "SZ-Kriminalbibliothek" ...
mehr
Watching the Detectives: »Krimijahrbuch 2007 – das Inhaltsverzeichnis«
Geschafft. 336 Seiten, 26 schreibende MitarbeiterInnen: das
"Krimijahrbuch 2007". Preisstabil: 20 €. Für Schnäppchenjäger: noch für
kurze Zeit zum Vorbestellpreis von 16 Euro. Dieter Paul Rudolph präsentiert
das Inhaltsverzeichnis ...
mehr
Rheinischer Merkur: »Bomben auf die Liebe«
Was tun, wenn der Selbstmordattentäter aus der eigenen Familie kommt?
Yasmina Khadras Roman "Die Attentäterin" weiß mehr über diesen Bürgerkrieg
und das Elend eines Volkes zu erzählen als viele Sachbücher zu diesem Thema.
Von Thomas Kraft ...
mehr
Neue Zürcher:
»Postmoderne Spurensuche«
Die literarische Cluedo-Situation erinnert an Agatha Christies "Mord im Orientexpress". Tatsächlich leuchtet Gilbert Adair in "Mord auf ffolkes Manor" deren Welt neu aus, leiht sich Christies Erzählstil ebenso wie ihre zum Teil politisch unkorrekte Weltanschauung, um alles in postmoderner Optik zu spiegeln und zu drehen. Von Thomas Hermann ... mehr
krimiblog:
»Im Harlekinkostüm«
Gilbert Adair ist ein Meister in der Gradwanderung zwischen literarischer Parodie und Travestie. Eine Kunst, die bei (deutschen) Kritikern oft auf Unverständnis stößt. Anders sind die verhaltenen Reaktionen auf Adairs letzten Roman "Mord auf ffolkes Manor" kaum zu erklären. Da wird der Roman als 'Pastiche auf Agatha Christie' bezeichnet, was er eindeutig nicht ist. Von Ludger Menke ... mehr
Wer war's? Der Krimi ist tot,
ist die Überschrift in Tobis Gohlis' Krimikolumne in der "ZEIT" Nr. 5 vom 25.01.2007.
Die Preiträger und -innen des diesjährigen "Deutschen Krimipreises" werfen nämlich die Frage auf, was geschehen ist mit dem Genre. Längst habe sich nämlich aus der schmalbrüstigen Detektiverzählung eine literarische Artenvielfalt entwickelt, die nur im auch hier leicht verspäteten Deutschland ästhetisch nicht so recht wahrgenommen wurde. Lesen Sie ...mehr
Am 15.01.07 hat Tobias Gohlis das Thema in seinem Onlinetagebuch bei "ARTE" schon einmal angerissen und erklärt, dass sich der Krimi der Realität der literarischen Moderne angenommen hätte: Identitäts- und Normverlust, Zweifel am Augenschein, Gewalt in allen ihren Formen und Ursachen ...mehr
Hammett:
»Den Nerv der Menschen zu treffen«:
Die Einzeldarstellungen skandinavischer Krimiautoren bieten Einsichten in die Mechanismen des Literaturbetriebs und dem wohl eher zufälligen Erfolgsweg des skandinavischen Kriminalromans. Doch das Kompendium "Fjorde, Elche, Mörder", herausgegeben von Jost Hindersmann schwankt merklich zwischen dem akademischen Ernst der Wissenschaftlichkeit und dem Bemühen, dem populären Gegenstand der Untersuchung mit entsprechenden Motiven und Detailinformationen für Fans der erwähnten Autoren entgegenzukommen. Von hs ... mehr
NDR:
»Eisige Atmosphäre«:
Das Phänomen, das nur denjenigen bekannt ist, die schon einmal sibirischer Kälte ausgesetzt waren, das "Eisflüstern", dient in dem Roman von Bettina Balàka zugleich als Metapher für die eisige Atmosphäre, in der jeder jedem misstraut. Ihr Erzählstil schafft eine sinnlich-dichte Atmosphäre, und das liegt nicht nur an den aufzuklärenden Morden. Von Ulrike Sárkány ... mehr
Kalender
W. Somerset Maugham
Am 25. Januar 1874 wird W. Somerset Maugham in Paris geboren († am 16.12.1965 im französischen Cap Ferrat (Nizza) Seine geistreich-witzigen, manchmal auch zynischen Bücher machten den britischen Autor zum Millionär und zum meistgelesenen englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Mit dem Roman "Ashenden oder Der britische Geheimagent" (Diogenes) schrieb er einen "der ganz großen frühen Klassiker des Spionage-Genres. Gerühmt wird vor allem Maughams kühler Realismus; für diesen Episodenroman schöpfte er aus eigenen Erfahrungen beim Secret Service." (UFO) Mehr bei ... eratonet , wikipedia und natürlich bei Diogenes
Justo E. Vasco
Am 22. Januar 2006 starb der kubanische Autor Justo Vasco im Alter von 63 Jahren.
Justo E. Vasco wurde 1943 in La Habana/Kuba geboren. Er studierte in
Moskau Chemie und war Hochschullehrer in seinem Fach, bevor er zu schreiben begann, zunächst zwei Romane, die vierhändig gemeinsam mit Daniel Chavarría verfasst wurden, dann Erzählungen, die in zahlreichen Ländern erschienen. Bis zu seinem Tod lebte er an der spanischen Atlantikküste als Übersetzer aus dem Russischen und als Sekretär der "Semana Negra", dem größten Treffen von Kriminalautoren, das jeden Sommer in Gijón/Asturien stattfindet. In der Edition Köln ist sein Roman "Im Visier" veröffentlicht worden.
Info:
... Edition Köln, revistafusion (span.), lne (span.)
ORF:
»Die Perspektive des Täters«
ls eine der erfolgreichsten Krimi-Autorinnen gilt die Amerikanerin Elizabeth George. Schon knapp 20 Jahre lang löst ihr Held, der Scotland Yard-Inspektor Thomas Linley seine Fälle in und um London. In "What Came Before He Shot Her", also "Was geschah, bevor er sie erschoss", wählt Elizabeth George einen ganz neuen Zugang zu ihrem Genre. Von Wolfgang Popp. Ein Beitrag, der auch gehört werden kann (2:34 min) ... mehr
IASL:
»Den Krimi in seiner Pluralität erfassen«
Dass in der Lektüre von Kriminalromanen weit mehr zu finden sei, als 'nur' leichte Unterhaltung, bestätige das "Krimijahrbuch 2006", meint Stefan Tomasek. Insgesamt biete das KJB 2006 viele Anregungen sowohl zu einzelnen Autoren, deren Themen und zur Gattungsdiskussion. Dass es hierbei z.T. etwas unkohärent bleibe, sei sicher auch der diffusen Gattungssituation geschuldet ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Die Albträume bleiben: "Schrei nicht so laut" von John Harvey beweist, dass ein Krimi keine grellen Effekte und keine vordergründige Originalität braucht, um hochgradig spannend zu sein.
Von Horst Eckert ... mehr
Pfeifen, schießen, Halleluja singen: Allein schon die Titel der Italo-Western waren so einprägsam, dass sie bis zum heutigen Tag zuverlässig mit dem Genre verbunden werden. "Für ein paar Leichen mehr" von Ulrich Bruckner sei das definitive Lexikon der Italo-Western, meint uli krug in ... Jungle World
Kalender
Raoul Whitfield
Am 24. Januar 1945 stirbt Raoul Whitfield im Alter von 46 Jahren an einer Tuberkulose (* 22. November 1898 in New York City).
Mit seinem in US-Diensten stehenden Vater lebte er auf den Philippinen, in Japan und China, bevor er 1916 wegen einer Krankheit nach Amerika zurückkehrte. In Hollywood arbeitete er als Stummfilmschauspieler. Im 1. Weltkrieg flog er als Pilot Einsätze in Frankreich.
Nach dem Krieg schrieb er für die "Pittsburgh Post", heiratete eine Journalistin, kündigte und zog mit ihr nach Florida, um als Schriftsteller zu leben. Seine erste Story wurde 1926 im "Black Mask Magazine" veröffentlicht, er schrieb Flieger- und Kriminalgeschichten, wurde ein Trinkgenosse von Dashiell Hammett. Zwischen 1926 und 1933 veröffentlichte er 155 Stories.
1934 heiratete er seine zweite Frau , die New Yorker Intellektuelle Emily Vanderbilt Thayer und sein Leben änderte sich. Sie kauften eine Ranch in New Mexico, Whitfield schrieb nicht mehr. Doch die Ehe zerbrach 1935, schließlich nahm sich seine Frau das Leben. Auch Whitfields langsamer Niedergang begann. Er kränkelte, das geerbte Vermögen war 1944 aufgebraucht und schließlich erlag er 1945 in einem Militärhospital einer Tuberkolose.
Infos bei:
"mordlust.de", "Crime Corner", "Krimi-Forum" , William Marling (engl.), Black Mask Magazine (engl.).
Der Spiegel:
»Morden im Norden«
SPIEGEL ONLINE präsentiert ab sofort jede Woche die aktuelle Taschenbuch-Bestsellerliste. Diese Woche geht es in den Norden, wo eine mutige Kommissarin auf kaltblütige Killer trifft. Mit der Schwedin Helene Tursten hat der btb-Verlag eine Schreibtischtäterin aus dem hohen Norden in der Steckbriefkartei, die sich eine verlässliche Fangemeinde aufgebaut hat. Ein Beitrag von Buchreport ... mehr
FAZ:
»Darling, es wird sehr spät heute Abend«
Sind wir alle Spione? William Boyd im Gespräch mit Julia Encke über die Frage, wer eigentlich wem vertrauen kann, und seinen Roman "Ruhelos", für den der britische Autor gerade einen der wichtigsten englischen Literaturpreise erhalten hat ... mehr
FAZ:
»Ein Totschläger mit Handicap«
Brutale Mörder, korrupte Bullen, schmierige Journalisten und ein schwarzer Junge, der zum Golf-Ass wird: der amerikanische Schriftsteller Pete Dexter, den die "Los Angeles Times" zum "Faulkner unserer Tage" adelte, erzählt im Genre der "schwarzen" Kriminalgeschichte vom hässlichen Erbe Amerikas – dem Rassismus. Von Heinrich Wefing ... mehr
Der Standard:
»Liebe zum authentischen Detail«
Duffy ist die exzentrische Erfindung des englischen Schriftstellers Dan Kavanagh. "Kavanagh" wiederum ist jedoch lediglich ein Pseudonym des erfolgreichen englischen Autors Julian Barnes. Michael Krüger über den Roman "Duffy", den 40. Band der "Süddeutschen Kriminalbibliothek" ... mehr
Deutschlandradio:
»Kriminalistisches von einer Frauenrechtlerin«
Sophie Klingenmüller ist eine ziemlich unangenehme Person. Und eines Morgens nach einer Gewitternacht im heißen August liegt sie erwürgt in ihrer Vorstadtvilla, mit einem Taschentuch als Knebel im Mund. "Ein seltsamer Fall" ist kein üblicher Krimi, denn geschrieben hat den ab 1912 erschienenen Kriminalroman Jenny Hirsch, die als eine der wichtigsten Akteurinnen der Frauenbewegung gilt. Von Pieke Biermann ... mehr
Deutschlandradio:
»Zwangsprostitution, Medieninszenierungen, politisches Machtstreben«
Dass aus Skandinavien hervorragende Krimiautoren kommen, ist längst kein Geheimnis mehr. Das gilt auch für die Finnin Leena Lehtolainen. Ihr jüngstes Werk ist ein routiniert erzählter, mitunter etwas langatmiger Kriminalroman, der selten in Klischeefallen tritt, nicht zu stark auf die soziale Tränendrüse drückt und auf gediegene Weise Spannung erzeugt. Von Rainer Moritz ... mehr
Berliner Morgenpost:
»Unser Mann in Teheran«
Literaturgeschichtlich betrachtet, ist Holmes der erste Detektiv von Weltrang, aber die Frage, die die "Sherlockians" umtreibt, lautet: "Gab es Sherlock Holmes wirklich?" Sherlock Holmes - eine Erfindung? Nick Rennison hat die fiktive Biografie des Meisterdetektivs geschrieben. Von Wieland Freund ... mehr
Deutschlandradio:
»Ein Held aus der gesellschaftlichen Grauzone«
Die britische Bestseller-Autorin Martina Cole hat seit 1992 elf Romane veröffentlicht. Ihr Grundanliegen ist Sozialkritk, ihre Hauptfiguren sind meist Helden aus der Unterschicht und aus den Grauzonen der Gesellschaft. In ihrem Roman "Das Abbild" ist das nicht anders. Ihr Held darin heißt Tyrell. Er kommt aus dem Gangster-Milieu. Von Lutz Bunk ... mehr
Deutschlandradio:
»Gut gemeint und schlecht geschrieben«
Michael Crichton hat das literarische Potenzial der Genetik früh erkannt.In seinem neuen Roman "Next" beschäftigt sich der amerikanische Schriftsteller und promovierte Mediziner mit den eher realistischen Folgen der molekularbiologischen Forschung und ihrer aggressiven Vermarktung durch die angeschlossenen Industriezweige – und zeigt, dass der größte Feind des Menschen immer noch der Mensch selbst ist. Von Kolja Mensing ... mehr
Gangster, Swing und Melancholie: Der Rachethriller "Get Carter", bei dem er Kameramann war, hat längst Kultstatus – und nun erfährt auch seine Arbeit als Fotograf ein spätes Revival. Der in Wien geborene Fotograf Wolfgang Suschitzky hat auf ganz unterschiedliche Weise das Image der "swingenden" 60er und 70er in Großbritannien mitgeprägt. Ein Beitag im ... ORF
Der Schwede aus Afrika: Schriftsteller Henning Mankell zu Gast bei den Berliner Lektionen Ein Beitag von Tanja Dückers in der ... Berliner Morgenpost
Kalender
Joseph Wambaugh
Am 22. Januar 1937 wird der amerikanische Krimiautor Joseph Wambaugh in Pittsburgh geboren. Dienstzeit bei den Marines, Studium, 14 Jahre beim Los Angeles Police Department, seit 1975 freier Schriftsteller. Er Lebt in Rancho Santa Fé, Kalifornien. Joseph Wambaughs Romane aus dem Polizeialltag des Molochs Los Angeles haben die Genrekonventionen der Cop-Novel, bzw. des Police Procedurals gesprengt und weit in die Bereiche des Grotesken und der Satire geführt (Susanna Mende).
Info:
Susanna Mendes "Berliner Krimisalon: "Interview von Thomas Wörtche, Wikipedia, Krimi-Couch, "bookreporter": Interview (engl.), William Marling: Feature (engl.).
Auf diesem Wege bitten wir unsere zahlreichen Abonnenten des Newsletters um Entschuldigung. Der Server arbeitet derzeit nicht zuverlässig und wirft unsere Tagesnachrichten direkt ins virtuelle Nirvana.
Wir hoffen, Sie ab Montag wieder täglich über das aktuelle Geschehen auf dem Spannungssektor informieren zu können!
Die Alligatorredaktion
Axel Bußmers TV & Buchtipps 20. Januar – 2. Februar 2007
Nach dem Sturm locken geruhsame Tagen voller Mord und Totschlag, garniert mit einigen selten gezeigten Filmen.
Gleich los geht es mit einer Fritz – Lang – Filmnacht, dann gibt es Verfilmungen von Emile Zola, David Goodis, Robert Stone, Robert Daley, Pierre Lesou, Georges Arnaud, und dann der vierte Einsatz des von Lars Becker inszenierten Nachtschicht-Teams.
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".
Sonnabend, den 20. Januar 2007 um 11:45
"Die Schnüffler vom Dienst"
Hunde können riechen, was kein Mensch sehen kann:
Winzigste Reste von Blut, selbst wenn sie mit scharfen Putzmitteln
weggeschrubbt oder gar mit Farbe übermalt sind.
So halfen sie zum Beispiel, die Leiche der vermissten Frau
des “Todesfliegers vom Reichstag” doch da aufzusprüen, wo die
Mordermittler schon nicht mehr dachten, sie zu finden:
in ihrem Haus, vergraben unter einem Kohlenhaufen.
Blutspuren- und Leichensuchhunde können Mordermittlungen
beschleunigen, weil sie latente Spuren sofort finden oder
Prioritäten für die Kriminaltechniker setzen.
Sie an einen Tat- oder Fundort oder in die Wohnung
von Tatverdächtigen zu rufen, ist heute Standard.
Wie müssen die Hunde qualifiziert sein, wie werden sie ausgebildet,
wie trainieren sie, was können sie und vor allem: Wer sind ihre Menschen
und was müssen die alles können? Denn, wie ihr Chefausbilder sagt:
"Der Hund ist nur so gut wie der Mensch."
Die Sendung ist auch per PC abrufbar. (Wiederholungen um 16:45 und in der folgenden Nacht um 22:45 und 3:45)
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
kulturzeit: »Queen Of Crime«:
1962 erschien ihr erstes Buch, bis heute folgten 17 weitere: Phyllis Dorothy James erhielt im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Ihr Porträt hängt in der National Portrait Gallery. In ihren Kriminalromanen kommen ihre psychologischen Kenntnisse, ihre Freude am Recherchieren und ihre reichhaltige Lebenserfahrung zum Ausdruck. Die Redaktion der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin, besuchte die 86-Jährige P. D. James in ihrem Haus in London. Heute um 19:20 Uhr und morgen früh um 9:05 Uhr wird dies zu sehen sein ...
mehr
Berliner Morgenpost:
»Nur gut, dass Simenon so viele Bücher schrieb«
Simenon und sein Kommissar Maigret können süchtig machen, und das immer aufs Neue. Schon während meiner Abiturszeit verschlang ich einen Krimi nach dem andern des belgischen Schriftstellers. Jetzt, Jahre später, hat es mich wieder gepackt... mehr
Berliner Morgenpost:
»Der Abgrund als Normalfall«
Er führt seit langem eine Doppelexistenz. Paulus Hochgatterer, Jahrgang 1961, ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie an einer Wiener Klinik und Schriftsteller. Ein Autor von Rang, 2006 für den Deutschen Buchpreis nominiert.Für seinen Roman "Die Süße des Lebens" wurde Paulus Hochgatterer gerade der Deutsche Krimi Preis zugesprochen. Von Ulrich Weinzierl ... mehr
Der Spiegel:
»Geldhaie im Genpool«
Michael Crichton, zuletzt Hassfigur für Amerikas Linke und Umweltschützer, attackiert in seinem neuen Thriller "Next" die Biotech-Industrie: so krass, dass es Öko-Moralisten freuen muss. Von Wolfgang Höbel ... mehr
taz:
»Mein Körper, die Gengranate«
Was passiert, wenn man nicht mehr Eigentümer seines Körpers ist? "Next", der neue Roman des Bestsellerautors Michael Crichton, handelt vom "Gold des 21. Jahrhunderts" und der Jagd danach: beim Knochenklau und in Menschenversuchen. Von Ulrike Baureithel ... mehr
Das Erfolgsgeheimnis von James Bond: Auf Anhieb hat 007 nicht wirklich sympathische Züge: Einsam, ohne persönliche Geschichte und ohne Familie lernt er seine kurzfristigen Partner in Hotels und Kasinos kennen. Außerdem umgibt er sich mit dubiosen Luxusgegenständen wie Alkohol, Zigaretten, teuren Uhren und spektakulären Autos. Trotzdem gehört die Figur zu den größten Erfolgen der gesamten Kinogeschichte, schreibt ... Die Welt
Kalender
Edgar Allan Poe

Am 19.01.1809 wird Edgar Allan Poe in Boston als Sohn von Schauspielern geboren. Er verwaiste schon im Alter von 10 Jahren. Poe lebte in bitterer Armut und starb am 07.10.1849 in Baltimore unter nicht geklärten Umständen. Er hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Literatur-Genres Horror und Fantasy. Hier sind insbesondere "Der Untergang des Hauses Usher" (The Fall of the House of Usher) und "Die Abenteuer Gordon Pyms" (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) zu nennen. Mit "Der Doppelmord in der Rue Morgue" (The Murders in the Rue Morgue) gilt er als einer der Erfinder der Detektivgeschichte.
Info:
wikipedia.de .
Bei Gutenberg.de gibt es eine Reihe von Texten von ihm zu lesen, darunter natürlich auch der Klassiker aus dem Jahre 1841 "Der Doppelmord in der Rue Morgue". Eine Seite mit zahlreichen Animationen bietet edgarallanpoe.de
Patricia Highsmith
In Fort Worth (Texas) wird am 19.01.1921 Patricia Highsmith geboren († 4. Februar 1995 in Locarno, Schweiz). Patricia Highsmith schrieb vor allem anspruchsvolle, psychologisch tiefgründige Kriminalromane. Im Vordergrund ihrer Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen zum Verbrecher machen.
Highsmith galt als sehr zurückhaltende Persönlichkeit, die nur wenige Freunde hatte. Wohler schien sie sich in der Gesellschaft von Katzen zu fühlen. Auch an Schnecken hatte sie zeitlebens großes Interesse. Sie zog bereits in den fünziger Jahren nach Europa, wo sie es selten mehr als einige Jahre am gleichen Ort aushielt. Sie lebte zuerst in Großbritannien, dann in Frankreich und zuletzt wohnte sie in einem abgelegenen Haus in der Schweiz, wo sie 1995 an Krebs starb. In ihren späten Jahren soll sie zunehmend einsamer und misanthropischer geworden sein und sprach stark dem Alkohol zu. In den USA war sie trotz der frühen Erfolge nicht so geschätzt wie in Europa. Erst seit kurzem wird sie auch in den USA wieder von einem breiteren Publikum wiederentdeckt.
Info:
(wikipedia.de) , krimi-couch.de und natürlich beim Diogenes Verlag . Ein Feature von Hannes Riffel gibt es bei Amazon, ein Blick auf die Eremitin, Existenzialistin, Schneckenfreundin bei lesexpress.de .
Die Welt:
»Wenn der Orang-Utan Holländisch spricht«
Heute erscheint "Next", das neue Buch des Autors von Bestsellern wie "Jurassic Park". In bewährter Führerschein-Prüfungsprosa berichtet Michael Crichton von den Thriller-tauglichen Möglichkeiten der Gentechnologie - und gibt nebenbei noch die Ein-Mann-Ethikkomission. Neues vom Mann, dessen Nachworte besser sind als seine Romane. Von Wieland Freund ... mehr
Berliner Zeitung:
»Zelle um Zelle«
In seinem neuen Roman "Next" führt uns Michael Crichton in die Welt der Genmedizin – und ihrer industriellen Verwertung. Die ungeheuren Erkenntnisfortschritte der medizinischen Forschung haben sich mit einer noch nie da gewesenen Kommerzialisierung verschwistert. Crichton hat eine Menge interessanter und amüsanter Ideen aufzuweisen; leider führt er keine von ihnen konsequent aus. Von Jens Balzer ... mehr
Der Tagesspiegel:
»Blond macht doch schlau«
Dass Michael Crichton sich nicht mehr damit begnügt, Techno-Thriller mit einer Vorliebe für Worst-Case-Szenarios zu schreiben und lieber in Sachen moralischer bis demagogischer Aufklärung unterwegs ist, hatte er schon vor zwei Jahren mit seinem Roman "Welt in Angst" bewiesen. Sein neuer Roman "Next" ist mit seinen fast hundert Kapiteln auf fünfhundert Seiten tatsächlich mehr Materialsammlung als Roman. Von Gerrit Bartels ... mehr
Neues Deutschland:
»Wenn Gene verrückt spielen«
Die Geschichte in Michael Crichton jüngstem Werk "Next" fängt durchaus spannend an und wie so oft in Crichtons Büchern läuft die Geschichte bald heiß. In der Tat ist die Patentierung von Genmaterial ein überaus fragwürdiger Vorgang, gegen den Crichton mit allen Mitteln anschreiben will. Aber leider wird daraus kein gut zu lesendes Gesamtwerk. Von Hanno Harnisch ... mehr

schwedenkrimi.de:
»Schwedische Kriminalbibliothek«
Im Herbst 2006 startete der "Neue Europa Verlag" mit Romanen der schwedischen Krimiautoren Olov Svedelid und Stieg Trenterder die "Schwedische Kriminalbibliothek". Mit Erik Gloßmann, dem Herausgeber dieser Reihe, sprach Jürgen Ruckh über Planung und Verwirklichung dieses Projektes ... mehr
Die Mörder kommen wieder auf die Insel: Der Juister Buchhändler Thomas Koch hat in Zusammenarbeit mit der Inselkrimi-Autorin Sandra Lüpkes aus rund 40 Bewerbungen vier Schreibtischtäter ausgewählt, die in den nächsten Monaten das Stipendium "Tatort Töwerland" in Anspruch nehmen dürfen: Zwei Wochen schreiben zwischen Dünen und Deich, keine Autos und keine Hektik, dafür eine gesponserte Unterkunft in einer Pension oder Ferienwohnung, dazu Rundum-Verpflegung in einem Gastronomiebetrieb und eine bezahlte Lesung. Die einzige Gegenleistung, die von Seiten der Autoren gewünscht ist, soll eine Erwähnung der Gastgeber in dem auf Juist entstandenen Buch sein.
Im Februar wird Gisa Klönne aus Köln auf der Insel sein, Anfang März kommt Tatjana Kruse, kurz nach Ostern kommt die Münsteranerin Gisa Pauly zum Morden in den Norden. Den Abschluss der dritten "Tatort Töwerland"-Staffel macht im September die Krimientdeckung Marcel Feige.
Keine Verblödung, sondern neue Intelligenz: Eine Nacht mit Lara Croft weckt den Forscherdrang, und die Serie "24" ist komplizierter als ein Dostojewski-Roman: Ein Autor behauptet, dass Computerspiele und Fernsehen uns nicht dümmer, sondern klüger machen. Von Andreas Rosenfelder in der FAZ
Kalender
Ted Lewis
Am 18. Januar 1940 wird Ted Lewis in Manchester geboren († 15.05.1982).
Bereits mit vierzehn Jahren begann er zu trinken. Nach einem wüsten Leben starb der Kettenraucher und Alkoholiker Lewis 1982. Er schrieb acht Romane die sich durch die Härte des Tons und seine Originalität auszeichneten. "Jack rechnet ab" war sein erfolgreichster Roman und gilt als der Klassiker des britischen Noir-Genre. 1971 wurde danach der legendäre Film "Get Carter" mit Michael Caine gedreht.
Info bei:
mordlust.de ,
Strange Verlag, Wikipedia (engl.)
FAZ:
»Frau tot, Täter unbekannt«
Bevor sie Tamara Hayle losschickte, um in der mehrheitlich von Schwarzen bewohnten 300 000-Einwohner-Stadt Newark vor den Toren New Yorks Mördern nachzustellen, hat die amerikanische Journalistin Valerie Wilson Wesley drei kluge Entscheidungen getroffen. Reinhard Helling über die Autorin und ihren neuen Roman "Remember Celia Jones" ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Schlachtross Hieronymus«
Einen kleinen Spaß wollte Michael Connelly sich offenbar erlauben, als er vor Jahren Hieronymus Bosch erfand, meint Sylvia Staude in ihrer 14-tägigen Kolumne "zielfahnder". Im jüngsten Bosch-Roman setze er noch eins drauf, indem er Harry den Hartnäckigen aus der Rente hole.
Dazu drei Empfehlungen der "KrimiWelt"-Jury ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Zerfetzte Körper in den Gassen: In Anthony O´Neills Roman "Der Hüter der Finsternis" versetzen metaphysische Morde bei Gaslicht Edinburgh in Angst und Schrecken.
Von Ralf Kramp ... mehr
Die Presse:
»Handwerk eines Spions«
In William Boyds Thriller "Ruhelos" versucht eine ange-worbene britische Agentin, die USA in den Zweiten Weltkrieg zu verwickeln. Doch wie erklärt sie das gegen Ende des Lebens ihrer Tochter? Ein gelungener Schmöker, dem als Extra eine DVD beiliegt, die unter anderem ein unterhaltsames Interview mit dem Autor enthält. Von Bettina Balàka ... mehr
FAZ:
»Das Drama der verworfenen Kreatur«
Sie glauben, Mary Shelleys "Frankenstein" sei eine Monstergeschichte? Jetzt liegt auf deutsch erstmals die 1818 erschienene Urfassung vor. Und wer sie liest, wird darin einen Erziehungsroman über Einsamkeit und die Angst vor dem Verlust der Familie entdecken. Es ist eines der großen Werke der europäischen Literatur. Jürgen Kaube über die Urfassung und Alexander Pechmanns Shelley-Biographie... mehr
Die Presse:
»Angriff auf Gentech-Industrie«
Crichtons Welt ist eine düster-verkommene: Wissenschafter sind geldgierig und korrupt, Anwälte gewissenlos und geltungssüchtig und Ehemänner prinzipiell auf Seitensprünge aus. Der US-Autor Michael Crichton legt sich in "Next" mit der Gentech-Industrie an und verwischt einmal mehr die Grenze zwischen Fiktion und wissenschaftlicher Faktenlage ... mehr
FAZ:
»Der Ingenieur tut sich schwer«
Was ist bloß schiefgelaufen? Handelt es sich um einen Romanmutanten, der zu früh aus dem Labor entwischte? Schon dieser Titel, dieses barsche "Next", das wie der Ruf vom Immigration-Schalter bei der Einreise in die Vereinigten Staaten klingt: "Der Nächste"! Die alten Titel waren knackiger: "Beute", "Jurassic Park", "Welt in Angst". Von Peter Körte ... mehr
FAZ:
»Mehr geht genetisch nicht«
Biologismen, die die Wissenschaft bereits überholt hatte, kehren zurück. Wie es dazu gekommen ist, davon erzählt Michael Crichton in seinem neuen Roman auf eine Weise, die nichts zu wünschen übriglässt, wenn man sie strukturell auf die das Gerüst der Geschichte und Gegenwart der Genetik und Biotechnologie betreffenden Passagen und Literaturhinweise verkürzt. Von Cord Riechelmann ... mehr
Neue Zürcher:
»Gute Geister, schlechte Geister«
Er kann es einfach. Sechsmal hat er sich am Genre versucht, und sechsmal hat er es geschafft. Kaum eine Seite, auf der das Unheimliche nachlässt. Ständig lauert es irgendwo, hinter finsteren Ecken, von wo es jederzeit hervorstürzen könnte. Man muss sich hüten in dem Buch "Unheimliche Gesellschaft". Denn so, wie Carlos Fuentes die Dinge arrangiert, sind sie jederzeit bereit, das Unheil in die Welt zu bringen. Von Kersten Knipp ... mehr
FAZ:
»Wie es war, als mir Goebbels eine Märklin kaufte«
Er sagt: "Ich habe das Ungeheuerliche angefasst". Ein Besuch bei dem Filmemacher und Romanautor Thomas Harlan, ein Gespräch über seinen Vater, den Regisseur von "Jud Süß", über Joseph Goebbels und über sein Leben im Sanatorium. Von Edo Reents ... mehr
Krimipreis für Oberpfälzerin: In einem abgelegenen Winkel Bayerns ticken die Uhren noch so, dass eigentlich alles in bester Ordnung sein müsste. Doch dann tun sich plötzlich Abgründe auf. Andrea Maria Schenkel zeigt in ihrem Roman "Tannöd" die dunkle Seite der bayerischen Seele. Für ihren Roman hat die Autorin jetzt eine der wichtigsten Auszeichnungen für Kriminalliteratur bekommen: den Deutschen Krimipreis. Ein Beitrag des Bayerischen Rundfunks
LESEN!-Sendung am 19. Januar: In der buchhändler- und leserfreundlichen Sendung "Lesen!" mit Elke Heidenreich ist am 19. Januar Monica Bleibtreu zu Gast. Vorgestellt werden unter anderem Andrea Maria Schenkels Roman "Tannöd" und William Boyds "Ruhelos". Während wir die Druckpressen rattern hören, lesen wir das im Buchmarkt
Kässpatzen-Kommissar löst dritten Fall: Der kleine Bergsee glitzert in der Wintersonne. Nichts deutet auf den ersten Blick auf die Geheimnisse hin, die der etwas kauzige Kriminalhauptkommissar Kluftinger tief am Grund des Alatsee finden wird. Wie die beiden Vorgängerromane spielt auch der dritte "Klufti-Krimi" in der malerischen Umgebung des Ostallgäu, unweit der Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Ein Beitrag in der Freien Presse
Der neue Download-Renner: In den USA läuft gerade die neue Staffel mit Jack Bauer als Anti-Terror-Agent an. Vier Folgen der Serie standen schon vor Beginn im Netz. In den illegalen Tauschbörsen ist "24" der Liebling der Saison - eine Entwicklung, die die Produzenten der Serie provoziert haben. Von Holger Kreitling und Lars Winckler in Die Welt
Kalender
Jan Guillou
Am 17. Januar 1944 wird Jan Guillou in Södertälje/Schweden geboren.
Er lebt als einflußreicher Journalist und Autor in Stockholm. Weltbekannt wurde der ehemalige revolutionäre Linke mit seinen mehrfach verfilmten Thrillern um den adeligen Helden Coq Rouge, mit dem er die Liebe zu klassischer Musik, gutem Wein und zur Elchjagd teilt. Der Journalist und Fernsehmoderator wurde durch einen Artikel, den er für die Wochenzeitschrift "Folklet i Bild/Kulturfront" geschrieben hatte, wegen Spionage angeklagt und saß 1974/1975 für 10 Monate im Gefängnis.
Seine zehn Romane (Spionage-Thriller) über den schwedischen Geheimagenten Graf Carl Hamilton alias Coq Rouge wurden insgesamt rund 5 Millionen mal verkauft und in 15 Sprachen übersetzt.
In seinen letzten Romanen hat sich Guillou von zeitgenössischen Themen der Welt des Mittelalters zugewandt. Seine Trilogie über die Kreuzritter spielt im 13. Jahrhundert.
Info bei:
krimi-couch.de , wikipedia , kaliber.38,schweden-krimi.de, Piper Verlag, filmszene.de , schweden-krimis.de , kirjasto.sci.fi engl.
Der Deutsche Krimi Preis wird nunmehr zum 23. Mal verliehen. Mit dem Deutschen Krimi Preis werden seit 1985 alljährlich Autorinnen & Autoren gewürdigt, die literarisch gekonnt & inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben.
Unter der organisatorischen Obhut des Bochumer Krimi Archivs hat die Jury – der führende Krimi-Kritiker und Krimi-Buchhandlungen angehören – die Neuerscheinungen des Jahres 2006 kritisch und unabhängig geprüft.
Der Deutsche Krimi Preis 2007 geht an:
NATIONAL:
1. Platz:
Andrea Maria Schenkel: Tannöd (Edition Nautilus)
2. Platz:
Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens. (Deuticke-Verlag)
3. Platz:
Oliver Bottini: Im Sommer der Mörder. (Scherz-Verlag)
INTERNATIONAL:
1. Platz:
Robert Littell: Die kalte Legende
("Legends")
(Scherz-Verlag)
Deutsch von Klaus Timmermann und Ulrike Wasel.
2. Platz:
Pete Dexter: Train
("Train")
(Verlagsbuchhandlung Liebeskind)
Deutsch von Jürgen Bürger.
3. Platz:
Leonardo Padura: Adiós Hemingway
("Adiós Hemingway")
(Unionsverlag)
Deutsch von Hans-Joachim Hartstein.
Eine öffentliche Preis-Verleihung findet in diesem Jahr nicht statt!
Mehr Informationen
Die Welt:
»Verschwörungstheorie«
Die Idee für ihre "Illuminatus!"-Trilogie, die später zur Mutter aller Verschwörungs-Thriller heranwuchs, hatten die beiden "Playboy"-Redakteure Robert Anton Wilson und Robert Shea beim Durchsehen von Leserbriefen. Per Post erhielten sie ständig verrückte Theorien über Zahlenmystik und Geheimgesellschaften. Am vergangenen Donnerstag ist Wilson in Kalifornien gestorben, kurz vor seinem 75. Geburtstag. Von Holger Kreitling ... mehr
Berliner Zeitung:
»Wie wohl die Welt zu retten wäre«
Als "meist beklauten Autor seiner Zeit" bezeichnet sich Robert Anton Wilson in einem Interview im Oktober 2005, und meinte damit nicht nur Bestseller-Autor Dan Brown. Brigitte Helbling zum Tode des Autors Robert A. Wilson... mehr
ZDF:
»Die Blonden sterben aus«
Natürlich ist es ein futuristischer Science-Schocker. Crichton bleibt sich treu. Es geht ihm diesmal um die Gene, um die Zukunft von "Genetic Engineering", um das, was wir uns heute noch unter menschlichem Erbgut vorstellen. Schockierende Prophezeiungen in Michael Crichtons neuem Buch "Next". Von Frank Vorpahl ... mehr
ARTE:
»Sherlock & Julian«
Nachdem er sich in "Flauberts Papagei" mit dem Leben des französischen Literaten beschäftigt hat, wendet sich der englische Schriftsteller Julian Barnes nun einem anderen Autor zu, Sir Arthur Conan Doyle, dem Schöpfer des legendären Sherlock Holmes. "Metropolis" hat den Schriftsteller und Gentleman Barnes in London getroffen, um zu verstehen, wie man in das Leben eines seiner berühmten Vorgänger einbricht. Die "Metropolis"-Sendung ist sieben Tage lang im Netz anzusehen ... mehr
NDR:
»Handwerk eines Spions«
Bei aller Liebe zu James Bond – es gibt auch Spionagegeschichten, die literarisch einiges zu bieten haben. Geschichten, die nachwirken und tiefere Frage stellen, als die, wer wann wen bespitzelt hat. Der Roman "Ruhelos" von William Boyd gehört zweifelsohne in diese Kategorie – und bietet zudem Geschichtsunterricht der äußerst spannenden Art. Von Sybilla Hasenclever ... mehr
Carl Albert Loosli war einer der herausragendsten Schweizer Schriftsteller und Intellektuellen der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Am 20. Januar 2007 findet eine öffentliche Fachtagung zu der heutigen Aktualität von C. A. Loosli statt, im Schweizerischen Literaturarchiv, wo auch der umfassende Nachlass C. A. Looslis archiviert ist. Eingehend werden an der Tagung die Themen der zwei ersten, bereits erschienenen Bände der Werkausgabe aus der heutigen Sicht der Fachleute diskutiert: Edgar Marsch, Professor für Germanistik an der Universität Freiburg analysiert Looslis Stellenwert in der Geschichte der Schweizer Kriminalliteratur und legt dar, wieso der Roman "Die Schattmattbauern" als erster moderner Schweizer Krimi gilt ... mehr
Kalender
Pierre Boileau
Am 16. Januar 1989 stirbt der französische Krimiautor Pierre Boileau in Beaulieu sur Mer. (* 28. April 1906 in Paris).
Als junger Mann richtete er sich auf eine Handelskarriere ein, doch sein schon in jungen Jahren ausgeprägtes Interesse für Kriminalliteratur bringt ihn dazu,
selbst zu schreiben. Er übt die unterschiedlichsten Berufe aus, schreibt Erzählungen und arbeitet journalistisch. 1938 gewinnt er einen Preis für den Abenteuerroman "Le Repos de Bacchus" und wendet sich fortan der Kriminalliteratur zu.
1948 lernt er Thomas Narcejac kennen, mit dem er seit 1950 zusammen schreibt und als das Duo Boileau/Narcejac in die Geschichte der Kriminalliteratur eingeht. Ihre raffinierten Plots wurden durch starke psychologische Zeichnung der Personen unterstützt, Erfolg einer Zusammenarbeit, in der Boileau für die Konstruktion und Narcejac für die Psychologie der Figuren zuständig war.
Boileau und Narcejac haben etwa vierzig Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden, z.B. "Les Diaboliques" (Clouzot), "Sueurs froides – Vertigo" (Hitchcock) etc. Ausserdem schrieben sie in einigen Romanen die Geschichten um Arsène Lupin fort.
Von den Büchern des Gespanns wird derzeit nur der Roman "Vertigo" im Rowohlt Verlag zum Kauf angeboten ...
Info bei wikipedia , lesekost , krimi-couch , P. Arguedas (fr.), livreenpoche (fr.) .
taz-mag:
»Willkommen, bienvenue, welcome«
Eigentlich ist Louise Welshs "Der Kugeltrick" kein Berlin-Krimi, sondern ein Thriller um einen Zauberkünstler, der sich durch sein beträchtliches berufliches Geschick allerhand Ärger einhandelt, ohne wirklich dafür zu können. Doch in diesem Roman, in dem die Schauplätze ein geheimnisvolles Eigenleben zu führen scheinen, übernimmt Berlin definitiv eine Starrolle. So morbide schillernd, reizvoll verdorben, düster und etwas unheimlich ist es schon lange nicht mehr porträtiert worden.Von Katharina Granzin ... mehr
Deutschlandradio:
»Sichere neue Welt«
Jakob Arjouni beschreibt in seinem Agentenroman "Chez Max" ein Jahr 2064, in dem der Kampf gegen den Terrorismus zwar noch nicht restlos gewonnen ist, aber die Lage unter Kontrolle scheint. Die neue Erste Welt, ein Zusammenschluss Europas und großer Teile Asiens, ist durch hohe Zäune und gefährliche Sperranlagen sorgfältig getrennt vom Rest der Welt und nach innen hin totalüberwacht von den Sicherheitsexperten der Eurosecurity. Von Walter van Rossum ... mehr
Hamburger Abendblatt:
»Der eisige Tod des alten Mannes«:
Er entwickelt die Spannung bedächtig, in klarer und souveräner Prosa. Ein eleganter Stilist, ein großer Erzähler. In seinem faszinierenden Kriminalroman "Die Süße des Lebens" erzählt der österreichische Autor Paulus Hochgatterer von einer bizarren Kleinstadtwelt – spannend bis zum Ende. Von Volker Albers ... mehr
Der Standard:
»Freundschaftsdienst«:
Kemal Kayankaya ist Privatdetektiv. Ein schnoddrig-lässiger, sarkastischer Charakter mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn und weichem Kern. "Kismet" von Jakob Arjouni ist ein rasanter, spannender Krimi mit liebevoll gezeichneten Charakteren und pointierten Dialogen. Zugleich ist er mehr. Cem Özdemir über Band 39 der "SZ-Kriminalbibliothek" ... mehr
Kalender
Walter Serner
Der Schriftsteller Walter Serner (Walter Eduard Seligmann) wird am 15. Januar 1899 in Karlsbad / Böhmen geboren. Bürgerschreck, literarisches Enfant terrible, Dada-Mitbegründer, brillanter sozialer Beobachter. In Leben und Werk von Walter Serner (1889-1942) spiegeln sich die zwanziger Jahre als Tanz auf dem Vulkan. Der Jurist jüdischer Herkunft schrieb früh in der von seinem Vater herausgegebenen "Karlbader Zeitung", gesellte sich mit seinem skandalumwitterten Manifest "Letzte Lockerung" zur Dada-Bewegung und durchstreifte beinahe ein Jahrzehnt schreibend Europa. Um 1928 verlor sich seine Spur für die Öffentlichkeit. "Der Maupassant der Kriminalliteratur" (Theodor Lessing) zog sich in die Anonymität zurück. Bis 1942 lebte er als Lehrer mit seiner Frau in Prag; Am 20. August 1942 werden Walter Serner und seine Frau Dorothea von den Nazis mit dem Transport "Bb" als Nummern 803 und 804 (von 1000 Personen) nach "Osten" mit unbekanntem Bestimmungsort deportiert. In Theresienstadt wurde er schließlich ermordet. (Random House)
Walter Serner, Dadaist, Erzähler, Bonvivant, Reisender, hat alle seine Geschichten auf der Grenze von Eros, Kälte und Verbrechen situiert (Lutz Hagestedt bei "literaturkritik.de"). Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Letzte Lockerungen" und "Die Tigerin". Gegen Serner richtete sich eine massive Kritik, meistens unter dem Vorwand, er schreibe zu offenkundig sexuell. Alfred Döblin verteidigte den Autor: "Und das Thema ist von Serner abgewandelt worden, streng, ernst, hart, ohne Konzession an einen erschreckten Geschmack". Serners Bücher wurden 1933 verboten und verbrannt. (Bayerischer Rundfunk).
Info bei:
"Societé Serneriste", "btb" , "Junge Welt" , "literaturkritik.de" , "literaturhaus.at" , "physiologus.de"
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-
-Kulturmagazin werden heute um 19:20 Uhr und morgen früh um 9:05 Uhr wieder die Krimibuchtipps von Martin Schöne vorgestellt, und zwar folgende:
"Creepers" von David Morrell ist ein düsterer, stimmungsvoller Thriller in ungewohnter Kulisse.
In dem Mysterythriller "Stadt der Schatten" gelingt Daniel Hecht die Gratwanderung zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen Wissenschaft und Spiritualität ...
mehr
ORF:
»Wird der Täter je gefasst?«
David Peace arbeitet an einer Krimi-Tetralogie, von der bislang zwei Bände auf Deutsch erschienen sind: zuerst "1974" und jetzt "1977". Der Autor ist in Yorkshire aufgewachsen, die Geschichte des so genannten Yorkshire-Rippers faszinierte ihn.
Von Gerhard Moser ... mehr
ORF:
»Wird der Täter je gefasst?«
30 Jahre ist es her, dass auf einem Mailänder Schrottplatz tote Kinder gefunden wurden. Jetzt recherchiert ein Journalist das damalige Geschehen. Wie Stefano Massaron die beiden Zeit- und auch psychologischen Ebenen verknüpft, ist absolut lesenswert.
Von Gerhard Moser ... mehr
ARTE:
»Der klare unverstellte Blick«
Harmsdorf/ Berlin/ Bombay/ Pune: Aus dem Überfall einiger Bundeswehr-Brutalos auf Matties Wanderkino an der Ostseeküste entwickelt sich ein Erzähl-Tsunami. Deutsch-indisches Liebes-, Familien- und Psychodrama mit einem satten Schuss Politik. Was wurde aus den Bhagwan-Jüngern der 80er? Turbulent, komisch, scharf beobachtet, toll gesponnen. Tobias Gohlis über den Roman "Kyai!" von Merle Kröger ... mehr
Kulturjournal:
»Zäune im Kopf sind die höchsten«
Im Restaurant "Chez Max" wird nicht nur gut gegessen, sondern auch belauscht. Der Wirt Max Schwarzwald ist Agent des staatlichen Geheimdienstes – in der düsteren Welt des Jahres 2064. Jakob Arjounis Roman ist kein Science-Fiction, sondern eine Zuspitzung unserer Gegenwart. Gegenseitige Bespitzelung, Misstrauen gegen alle und jeden – so lautet seine Prognose ... mehr
Die Welt:
»CSI ermittelt in einem über 500 Jahre alten Mordfall«
Der Schweizer Historiker Bernd Roeck untersucht einen mehr als 500 Jahre alten Mord. Oddantonio da Montefeltro, Herzog von Urbino, wurde in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 1444 erschlagen. Zur Spurensicherung und Aufklärung des Falls dient ein Gemäldes von Piero della Francesca. Von Ulrich Baron ... mehr
Stadtrevue:
»Schwarzlicht«:
Bücher, die man "zwischen den Jahren" gelesen haben sollte, hat Ulrich Noller in der neuen Ausgabe seiner Kolumne "Schwarzlicht" in der "Stadtrevue" als Thema. Geschichten aus den Alpen zum Beispiel, in denen man den Schnee unter den Stiefeln knirschen hört, durch die der Wind pfeift, bei denen Gedanken aufkommen an die Endlichkeit und Vergeblichkeit, aber auch die Großartigkeit des Lebens. "Die Süße des Lebens" von Paulus Hochgatterer ist so eine Geschichte ... mehr
Verbrechen, Mord, Totschlag: Krimi-Tipps bei HR-online:
Über die hohe Kunst des Scheiterns
: Thomas Kastura, 1966 geboren, ist ein neuer Stern am deutschen Krimihimmel. Er lebt in Bamberg, arbeitet – wenn er keine Bücher schreibt – als Journalist und gilt unter Kennern des literarischen Krimis schon länger als Geheimtipp. "Der vierte Mörder" spielt in der Weihnachtszeit. Vorgestellt von Kathrin Fischer ... mehr
Der Standard:
»Grundübelau ist überall«
Am Morgen des 26. Mai 1962 wird auf dem Friedhof von Opicina eine Grabschändung entdeckt. Die Leiche des SS-Majors Christian Wirth ist verschwunden, an seiner Stelle werden vierzehn andere Leichen in Gruben entdeckt, die anscheinend eigens für diese kollektive, nächtliche Selbsttötung ausgehoben wurden. In seinem Roman "Heldenfriedhof" versucht Thomas Harlan nicht weniger, als die Totalität der Verbrechen und ihrer unvollständigen Sühne zu erzählen. Von Bert Rebhandl ... mehr
Deutschlandradio:
»Ein Roman als Wunderkammer«
"Against the Day" von Thomas Pynchon ist ein Mix aus Science-Fiction, Fantasy, Abenteuer-, Horror-, Western- und Detektivroman. Letztlich erzählt er von den vier Kindern des amerikanischen Anarchisten Webb Traverse, der im Wilden Westen mit Dynamit für gerechtere Verteilung und Eigentumsverhältnisse sorgen möchte und von einem Auftragskiller beseitigt wird. Von Denis Scheck ... mehr
Pilotfolge zu Philip Marlowe Serie: US-Sender ABC hat grünes Licht für die Aufnahme der Produktionsarbeiten zu einer neuen Krimi-Serie um Philip Marlowe gegeben, meldet ... serienjunkies.de
Durch die Augen des Detectives: Es mag sich anhören wie die klassischen Versatzstücke eines ganz normalen Krimis, aber "Amnesie" von Michael Robotham ist mehr als das. Ein intelligent gemachter, zum Teil fast schon philosophischer Psychothriller. Antje Deistler in ... WDR 2 Der Sonntag
Kalender
Agatha Christie
Am 12. Januar 1976 stirbt die britische Autorin Agatha Christie im Alter von 85 Jahren in Wallingford, Oxfordshire (* 15. September 1890 in Torquay). Agatha Christie wuchs in der viktorianischen Villa Ashfield auf und wurde bis zu ihrem 16. Lebensjahr nicht in einer Schule, sondern von ihren Eltern (bzw. der Mutter) unterrichtet, die früh ihr schriftstellerisches Talent erkannten. Mit 11 Jahren veröffentlichte sie ein erstes Gedicht in einem Lokalblatt. Ihr zunächst begonnenes Musikstudium in Paris gab sie mit Beginn des 1. Weltkriegs auf und arbeitete als Krankenschwester beim Britischen Roten Kreuz.
1920 erschien ihr erster Krimi: "The Mysterious Affair at Styles" (dt.: "Das fehlende Glied in der Kette") mit dem belgischen Detektiv Hercule Poirot, zunächst in Amerika, 1921 dann in England.
In ihrer schriftstellerischen Tätigkeit hatte Agatha Christie schnell Erfolg, privat jedoch verliefen die zwanziger Jahre eher unglücklich. Der Tod der Mutter und eine Affäre ihres Mannes führten zu einem Zusammenbruch. Agatha Christie veschwand und wurde nach einer spektakulären Suchaktion zehn Tage später aufgefunden. Ein Gedächtnisschwund machten dieses Verschwinden zu einem dauerhaften Rätsel.
Mit mehr als 80 Kriminalromanen, dazu Kurzgeschichten und Theaterstücke, gilt sie mit einer Gesamtauflage von über 550 Millionen Exemplaren als erfolgreichste Krimiautorin der Welt. Ihr letzter Roman "Ruhe unsanft" (Sleeping Murder) erscheint 1976, im Jahr ihres Todes.
Info bei:
Christian Kirsch, S. Fischer Verlag, ZDF, wikipedia.org, krimi-couch, Dieter Wunderlich , www.agathachristie.com (engl.).
Jack London
Am 12. Januar 1876 wird Jack London, eigentlich John Griffith Chaney in San Francisco geboren († 22. November 1916 in Glen Ellen/Kalifornien).
Der US-amerikanische Schriftsteller Jack London zählt zu den wichtigsten amerikanischen Autoren von Abenteuerromanen. Er verfasste diese erfolgreichen Werke im naturalistisch-romantischen Stil, die oftmals in Alaska oder im Pazifik spielen. Seine Protagonisten sind Übermenschen, stilisierte Helden die eindrucksvoll einen gewaltigen Überlebenskampf ringen. London schrieb auch sozialistische Tendenzromane, in denen sein Mitgefühl für die Arbeiter zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus veröffentlichte er Tier- und Kurzgeschichten. Zerrissen zwischen dem Ideal einer besseren, sozialen Welt und dem "Recht des Stärkeren", brachte er sich am 2. November 1916 im kalifornischen Glenn Ellen um.
Info bei:
ZDF , Jack-London.org , wikipedia , Stefan Etzel , Projekt Gutenberg .
Horst Bieber
Am 12.Januar 1942 wird Horst Bieber in Essen geboren. Er studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik. Anschließend Volontariat und erster Redakteursjob. 1970 wechselte Bieber nach Hamburg zur ZEIT (Ressort Politik). Bis 1997 war er dort Chef vom Dienst.
Zunächst schrieb er neben seiner journalistischen Tätigkeit historische Sachbücher, dann veröffentlichte er 1982 mit "Sackgasse" seinen Krimi-Erstling. Für seinen Roman "Sein letzter Fehler" erhielt Horst Bieber 1987 den "Deutschen Krimi-Preis".
Neben Romanen und Hörspielen schreibt Bieber auch fürs Fernsehen, 1998 veröffentlichte er ausserdedm ein Krimi-Puzzle. Bieber gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Autorengruppe "Das Syndikat" im Jahre 1982.
Info bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Wikipedia, Grafit Verlag , Toms Krimitreff , Bußmers Spurensuche .
Berliner Zeitung:
»Nicht ohne meinen Trenchcoat«
Viel mehr als vergrummelte Seelensülze interessieren den britischen Schriftsteller William Boyd die fiesen Tricks der Fälschungen, die Täuschungsmanöver und Spurenverwischungs-Strategien der Spione. Sein Spionageroman "Ruhelos" erzählt Tricks aus der Fabrik der Falschmeldungen. Von Sabine Vogel ... mehr
Krimileser, die in den frühen Neunzigern die Augen offen gehalten haben, werden sich noch an die Romane John Harveys erinnern.
Von einem damaligen verlegerischen Fehlschlag in Deutschland berichtet Tobis Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" Nr. 3 vom 11.01.2007 und von der Ruinierung eines glänzenden Autors auf Raten.
Und er hofft, dass der Verlag "dtv", der Harveys Trilogie um den pensionierten Detective Inspector Frank Elder jetzt auf deutsch veröffentlicht, mehr Erfolg haben wird. Denn was der Kriminalroman als Gesellschaftsroman leisten könne, zeige Harvey hier genau beobachtend, vorurteilsfrei, auf hohem Niveau. Lesen Sie ...mehr
ORF:
»Trotz Banalitäten spannend«
Allen Erwartungen und Spekulationen zum Trotz hat Thomas Harris seinen Hannibal Lecter noch einmal in die Welt der Bücher und des Films geschickt. Thema von "Hannibal Rising" ist – wie der Titel schon verrät –- Lecters Kindheit.
Von Gerhard Moser ... mehr
Buchmarkt:
»Die dickleibigen Kriminalromane von heute«
Wie oft taucht nicht auf Klappentexten – ein Spezifikum deutscher Verlage – eine Wendung auf wie: Dieser Roman ist mehr als nur ein Krimi. Vielleicht ist er aber nur weniger als ein richtig guter Kriminalroman. Auch Gerhard Beckmann findet, die Kriminalromane heutzutage seien zu umfangreich und wundert sich: denn nach allem, was man hört, lesen die Leute heute eher weniger Romane. Und da bläst das Genre sich auf einmal auf? Was steckt hinter dem allen? Gerhard Beckmann freut sich über Antworten ... mehr
Deutschlandfunk:
»Wer erschoss den Agenten?«
Leonardo Padura lebt auf Kuba und will dort auch weiterhin leben – trotz des internationalen Erfolgs, den er mit seinem "Havanna-Quartett" erzielte. Der derzeit wohl bekannteste Autor Kubas versteht seine Romane nicht als politisch, sie jedoch unter Krimis zu subsumieren, wird ihnen ebenso wenig gerecht. In seinem jüngsten Roman vermischt Padura Fakt und Fiktion rund um Hemingways Kuba-Zeit auf raffinierte Art. Von Wera Reusch ... mehr
Stuttgarter Zeitung:
»Staubfänger, Sadisten und Superreiche«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von John Harvey ("Schrei nicht so laut"),
Robert Ludlum ("Die Ambler-Warnung"), Eric Ambler ("Das Intercom-Komplott"), Frederick Forsyth ("Der Afghane") und Olivier Mau (Myrtille am Strand) vor ... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Januar-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
Irgendwas fehlt immer: Über Wolf Haas' Meta-Roman "Das Wetter vor 15 Jahren" und seine Brenner-Krimis.
Von Philipp Steglich
Max im Glück:Jakob Arjounis neuester Held bringt ein schlechtes Gewissen auf mörderische Gedanken
Von Jörg von Bilavsky
Mutter Courage und Kommissar Charitos: Zum 70. Geburtstag des griechischen Erfolgsautors Petros Markaris ...
Von Peter Mohr
Verstörte Seelen, überforderte Helfer: Paulus Hochgatterers neuer Roman "Die Süße des Lebens" ...
Von Oliver Pfohlmann
Nur Tote kommen wieder: Antonio Dal Masetto braucht nur 267 Seiten, um vier Bankräuber um die Ecke zu bringen ...
Von Walter Delabar
Wer bin ich?: Robert Littell haucht dem arg darnieder liegenden Spionage-Thriller neues Leben ein ...
Von Walter Delabar
Kaltschnäuzige Rechthaberei: Michael Connelly weiß sich auf der rechten Seite ...
Von Walter Delabar
Second Source zu Donna Leon: Andreas Isari wagt sich in die italienische Wirtschaftskriminalität ...
Von Walter Delabar
Mürrischer Marlowe: Marek Miert blickt zu "kalten Monden" auf und stolpert ohne Fortune von Fall zu Fall ...
Von Jörg von Bilavsky
Auf neuen Pfaden: T. C. Boyle versucht sich mit seinem neuen Roman "Talk Talk" als Thrillerautor ...
Von Horst Schmidt
"Tannöd" soll verfilmt werden: Vor drei Tagen hat Andrea Maria Schenkel den Schlusspunkt unter ihren zweiten Roman gesetzt. Ihr Erstling "Tannöd" soll nun verfilmt werden. Die Filmproduktion "Wüste Film" hat sich inzwischen die Rechte an dem Roman gesichert, der auf dem wahren Kriminalfall "Hinterkaifeck" basiert, meldet Isolde Stöcker-Gietl für die ... Mittelbayerische Zeitung
Überraschende Wende im Streit um "Die drei ???": Die Verwirrung um eine der beliebtesten Hörspielreihen Deutschlands nimmt kein Ende. Erst musste die Serie umbenannt werden, dann stritten sich die Verlage um den Vertrieb. Doch jetzt tauchte ein Testament auf - und könnte Klarheit bringen, meldet ... Die Welt
Zum Thema auch in Beitrag den ... Stuttgarter Nachrichten
Und noch ein Beitrag in ... Der Tagesspiegel
Und noch ein Beitrag in ... FAZ
Kalender
Brian Moore
In der Nacht vom 10. zum 11. Januar 1999 stirbt Brian Moore in in Malibu, Kalifornien (* 25. August 1921 in Belfast)
Er wollte nicht in einem Büro in Belfast alt werden und wanderte 1948 aus. In Montreal fing er als Büroangestellter an und arbeitete sich zum Korrektor und Reporter der "Gazette" hoch, publizierte gleichzeitig unter dem Pseudonym Michael Bryan Thriller. In den Augen seines Vaters, eines katholisch-irischen Chirurgen, hatte Brian Moore doppelt versagt: In seinem Medizinstudium brachte er es zu nichts, und im Zweiten Weltkrieg trug er die Uniform des englischen Ministry of War Transport. Sein erster Roman, "Die einsame Passion der Judith Hearne", brachte ihm ein Guggenheim-Stipendium in New York ein, sein Thema, der Einbruch des Unheimlichen ins Alltagsleben, Alfred Hitchcocks Ruf nach Hollywood. Moore schrieb das Drehbuch zu "Der zerrissene Vorhang" und ließ sich in Kalifornien nieder. Das Werk von Brian Moore erscheint auf deutsch im Diogenes Verlag.
"Obwohl Moore manchen als Agnostiker galt, lässt sich seine Position zum Christentum, geprägt von irischen Zuständen, als kritischer Katholizismus betrachten, der sich der modernen Welt stellt." (wikipedia.de)
Infos bei:
"Diogenes" , wikipedia.org , Robert Fulford (engl.) , SZ-Krimiblog , Fantastic Fiction (engl.) .
Am 11. Januar 1949 wird Paco Ignacio Taibo II in Gijon (Spanien) als Sohn des
Schriftstellers und Intellektuellen Paco Ignacio Taibo geboren und kam im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern nach Mexiko. Er studierte Literatur, Soziologie und Geschichte ohne Abschlüsse, arbeitete als Journalist, Universitätsdozent und Sachautor, bevor der Erfolg seiner Bücher es ihm ermöglichte, als freier Schriftsteller leben zu können. Als Kriminalschriftsteller weltweit bekannt und erfolgreich wurde er durch seinen "unabhängigen" Detektiv Hector Belascoarán Shayne, der im DF, Distrito Federal (Bundesdistrikt), der Bundeshauptstadt Mexico City seine Fälle bearbeitet.
PIT II ist Mitbegründer der Internationalen Vereinigung der Krimischriftsteller (Asociación Internacional de Escritores Policiaeas/AIEP) und Organisator der "Semana Negra", einem jährlichen Treffen internationaler Krimiautoren in Gijon, mit Lesungen, Kulturprogramm und hunderttausenden Besuchern ...
Infos bei:
krimi-couch , alligatorpapiere , Unionsverlag , Edition Nautilus , telepolis .
Am 11.Januar 1949 wird Helmut Zenker in St. Valentin / Niederösterreich geboren († 7.1.2003 in Wien).
Helmut Zenker war ausgebildeter Lehrer und arbeitete an Haupt- und Sonderschulen in Wien und Tirol, war aber auch als Lastwagenfahrer und Filmvorführer tätig. Seit 1973 war er freier Schriftsteller und lebte lange Zeit in Klosterneuburg bei Wien.
1974 schrieb Helmut Zenker, der sich bis dahin durchaus einen Namen als literarischer Autor gemacht hatte, die erste Geschichte um den Wiener Polizeimajor Adolf Kottan – sie wurde nicht veröffentlicht. Unbeirrt verwandelte der Autor das Manuskript in ein Hörspiel, das schließlich 1975 vom SWF produziert wurde. 1976 erlebte Major Kottan schließlich seine Bildschirmpremiere in einem 90minütigen Fernsehfilm des ORF. Die Regie führte Peter Patzak, der auch alle weiteren Kottan-Folgen für das ORF inszenierte.
Infos bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, wikipedia, skug,
GAV, Munzinger,
Frankfurter Rundschau:
»Zeit der Verbrecher«
Dem Ruf des Krimis schadet immer noch, was dem – einst auch nicht gerade gut beleumundeten – Roman nichts mehr ausmacht: Es gibt viele, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt werden. Sylvia Staude über den Krimi-Boom in deutschen Landen ... mehr
Neue Zürcher:
»Moment der Stille«
T. C. Boyle begibt sich in seinem Roman "Talk Talk" auf ein ganz neues Terrain. Dieses Buch ist vielschichtiger und abgründiger als frühere Werke. "Identitätsübernahme", ihre Identität wurde der gehörlosen Dana gestohlen. Dass sich ausgerechnet der für seine geschwätzige Prosa bekannte T. C. Boyle nun die Welt der Lautlosigkeit vorgenommen hat, mutet auf den ersten Blick fast ironisch an. Von Irene Binal ... mehr
Der Spiegel: »Bombiges Verschwörungs – Chaos«
Lust auf einen richtig düsteren Jahresausblick? Thriller-Autor Greg Bear malt in seinem neuen Buch "Quantico" eine Zukunft aus, in der die USA in politischem Chaos versinken. Selten war Anti-Amerikanismus unterhaltender. Von Tobias Gohlis ... mehr
Frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38".
Die Leidtragenden von "Wellen" sind nicht selten gute Autoren. Begraben worden sei Pentti Kirstiläs 1979 erschienener "Schwarzer Frühling" im Schrott & Schotter des Skandinavien-Tsunami. Feinste kondensierte Prosa, mit unendlich malizösen kleinen Nebensätzen; kluger Plot, gute Figuren, die hoffentlich heute richtig zur Geltung kommen. Kunstvoll erzählt, bevölkert von richtigen Menschen mit richtigen Problemen, richtigen Pannen und einer ganz präzisen Schilderung sei die neue Serie um den früh-pensionierten DI Frank Elder von John Harvey, der zur allerersten Garnitur des "neuen" britischen Polizeiromans gehöre und nun endlich auf dem deutschen Markt durchzusetzen sei. Ganz präzise getroffen hätten die Historiker Birkefeld & Hachmeister mit "Deutsche Meisterschaft" die Weimarer Republik, obwohl die Handlung leider ein bisschen arg wirr geraten sei. Böser Plot, rasant geschrieben, intelligent gedacht sei dagegen "Der Janusmann" von Lee Child, der als Taschenbuch eine neue Chance erhalte, David Morrells "Creepers" wiederum ist als "thrill as usual" gute Hausmannskost für zwischendurch ... mehr
Tagesspiegel:
»Vertont, verfilmt, verarmt«
Im Oktober 1899 erschießt in St. Louis eine Prostituierte ihren Geliebten. Sänger wie Bob Dylan und Stevie Wonder machen "Frankie und Johnny" zur Ballade des Jahrhunderts. Von Falko Hennig ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Rache unter dem Atompilz: Richard Rayners "Das dunkle Herz der Wüste" spielt mit den Traditionen des klassischen Noir-Thrillers.
Von Oliver Bottini ... mehr
Holmes und die Monsterratte: Kann es ein furchtbareres Monster geben als den Hund von Baskerville? Es ist die Riesenratte von Sumatra.
Von Harry Luck ... mehr
Deutschlandradio:
»Agentin im Kampf gegen Hitler-Deutschland«
Boyd, 1952 im westafrikanischen Accra geboren, hat sich darauf spezialisiert, Fiktion und Realgeschichte kunstvoll miteinander zu verschränken. William Boyds Roman "Ruhelos" entpuppt sich als ein spannender Spionage-Roman, dem allerdings der Brückenschlag in die Gegenwart misslingt. Von Jörg Magenau ... mehr
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
John Harvey, dessen Roman "Schrei nicht so laut" im Januar in der KrimiWelt-Bestenliste gelistet ist, erhält den "Cartier Diamond Dagger Award 2007" der Crime Writers' Association of Britain.
Gestorben sind: A. I. Bezzerides am 1. Januar im Alter von 98 Jahren und Terrell Hansen am 2. Januar im Alter von 62 Jahren ... mehr
Kalender
Dashiell Hammett
Am 10. Januar 1961 stirbt Dashiell Hammett in New York mit 66 Jahren an einer Krebserkrankung (* 27. Mai 1894 im St. Mary's County an der Ostküste Marylands). Seine Romane "Der Malteserfalke" und "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Er verließ die Schule mit 13 Jahren und wurde nach einer Reihe von Aushilfsarbeiten Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Acht Jahre lang war er dort als recht erfolgreicher Detektiv tätig, ehe er 1922, gesundheitlich angegriffen, Kurzgeschichten für Black Mask und andere populäre Kriminalmagazine zu schreiben begann. Zwischen 1929 und 1934 verfaßte er fünf Romane, die ihn als Begründer der sogenannten hard boiled school, einer aktionsbetonten, eigenständig amerikanischen Traditionslinie des Detektivromans ausweisen. Bis heute gilt er mit Raymond Chandler als der bedeutendste amerikanische Kriminalschriftsteller. Nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor in Hollywood wurde er wegen seines sozialistischen Engagements vom Ausschuß für "unamerikanische Aktivitäten" verfolgt, 1951 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und fast aller Publikationsmöglichkeiten beraubt.
Infos bei ... krimi-couch.de , "mordlust.de", beim "ZDF", "wikipedia.org", , Jochen Vogt, Uni Essen, , Diogenes Verlag , January: Dashiell Hammett 75th-Anniversary Tribute (engl.), Don Herrons Hammett-Tour (engl.).
Axel Bußmers TV & Buchtipps 6. – 19. Januar 2007
Nach den prall gefüllten Weihnachtstagen wird es jetzt ruhiger. Es werden nur wenige auf Kriminalromanen basierende Filme gezeigt. Dafür starten mehrere Serien. Bei den Filmen gibt es wieder einige Klassiker und Verfilmungen von Robert Daley, Edward Anderson, John Godey, Patricia Highsmith, Graham Greene und Leonardo Sciascia ...
Treffend beschrieben, bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Frankfurter Rundschau:
»Warum Torp tötet«
Die Norwegerin Karin Fossum schreibe schon immer etwas andere Kriminalromane, doch so sehr auf das Innenleben eines Mörders konzentriert habe sie sich noch nie, meint Sylvia Staude in ihrer 14-tägigen Kolumne "zielfahnder". "Der Mord an Harriet Krohn" sei ein außergewöhnlicher Kriminalroman.
Dazu drei Empfehlungen der "KrimiWelt"-Jury ... mehr
Die Welt:
»Die unglaubliche Geschichte von Sally alias Lily alias Margery alias Eve«
Der britische Romancier William Boyd erfindet hinreißende Lügengeschichten. Fälscher und Fälschungen liegen ihm am Herzen. Sei neuer Roman "Ruhelos" handelt von einer Spionin und Propagandistin im Zweiten Weltkrieg - und erzählt großartig vom Jahrhundert des Verrats. Von Elmar Krekeler ... mehr
taz:
»Wie man Desinformation produziert«
Der britische Autor William Boyd vermischt Fiktion und Fakten und vergegenwärtigt in seinem heute erscheinenden Roman "Ruhelos" einen interessanten Aspekt der Spionagegeschichte des Zweiten Weltkriegs. Von Jörg Magenau ... mehr
Facts:
»Allein gegen das Monster«
In seinen Zeiten als Chef der Florentiner Mordkommission Squadro Mobile gingen schwere Mafia-Jungs vor ihm in die Knie. Heute kehrt er als Autor an den Tatort zurück: Mafia-Jäger Michele Giuttari legt einen gefährlich realistischen Thriller vor. Von Christiane Binder ... mehr
FAZ:
»Berserker der Gerechtigkeit«
So besessen wie Thomas Harlan haben sich nur wenige an die Aufarbeitung der Greuel des Zweiten Weltkriegs gewagt. Harlan, Jahrgang 1929, Filmemacher, Lyriker und Dramatiker, kämpft in seinem zweiten Roman "Heldenfriedhof" einen sehr persönlichen Kampf. Und er kämpft ihn nicht zum ersten Mal. Seit Jahrzehnten verfolgt Harlan eine Mission, zu der ihn seine familiäre Herkunft getrieben hat. Von Leonie Wild ... mehr
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (Vormonat 2) Thomas Kastura: Der vierte Mörder
2 (5) Stefan Slupetzky: Das Schweigen des Lemming
3 (1) Richard Rayner: Das dunkle Herz der Wüste
4 (4) Frank Göhre: Zappas letzter Hit
5 (6) Pete Dexter: Train
6 (–) Merle Kröger: Kyai!
7 (–) John Harvey: Schrei nicht so laut
8 (Wiedereinsteiger, Nov. 2) Robert Littell: Die kalte Legende
9 (7) Antonio dal Masetto: Blut und Spiele
8 (Wiedereinsteiger, Nov. 1) Paulus Hochgatterer: Die Süße des Lebens
Hier als schöne pdf-Datei
In der letzten Folge ihrer Krimi-Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel"
vom 31. Dezember 2006 findet Andrea Fischer mit "Der zweite Blick. Tod in Nahaufnahme" einen guten Krimi in einem kleinen Verlag, solide Krimikunst, mit der die Autorin Claudia Platz das Genre "Regionalkrimi" deutlich hinter sich lasse. Wäre der Ort nicht etwas Besonderes, so gälte vielleicht auch Reggie Nadelson als regionale Autorin, ihre Geschichten sind so nur in New York denkbar. Mit "Rote Wasser" zeichne sie das dichte Porträt einer traumatisierten Stadt nach der Katastrophe des 11. September.
Mit diesen Tipps verabschiedet sich Andrea Fischer leider von dieser Kolumne und es wird wieder schwieriger, interessante Entdeckungen zu machen (allerdings: das Archiv aller Fälle bleibt bestehen) ... mehr
In der Zeitschrift "Literaturen"
findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" vom ausgezeichneten Franz Schuh. In der Ausgabe 1.2007 huldigt Herr Schuh dem 189-Seiten-Thriller und einer Zeit, "als der Krimi noch in Ordnung war". Er vermutet, daß vielleicht die Überlänge der Schmöker auch das Resultat einer Literarisierung der Gattung sei: Das Gutdünken der Autoren ersetze die erprobten, publikumswirksamen Schemata. Und lobt die gehaltvolle Kürze der Romane von Georges Simenon ... hier
Pünktlich, schon
vor Monatsanfang waren sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den Januar 2007 bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
Mit Anlauf haben es die beiden britischen Autoren auf den deutschen Markt geschafft, die im Januar bei den Funkhaus Europa-Krimitipps Thema sind: John Harvey ist so etwas wie ein Klassiker der Gegenwartsliteratur; mit "Schrei nicht so laut" bekommt er nach zehn Jahren Abstinenz eine neue Chance in Deutschland. Und der schottische Erfolgsautor Ian Rankin überzeugt mit einem "Nebenwerk": Ein Spionageroman, der schon fast 20 Jahre alt ist, sich aber trotzdem sehr zeitgemäß liest. ... mehr
Die Buchtipps im Januar 2007, die natürlich auch alle via Computer gehört werden können ...
Reinhard Jahn empfiehlt: "Der Patient":
Mehr als zwei Dutzend Krimis haben die Meister des Psycho-Thrillers, der verdrehten Seelenstudien, geschrieben – das Autoren-Team Pierre Boileau und Thomas Narcejac ...
Ingrid Müller-Münch empfiehlt: "Total Cheops"
Stakkatosätze. Knappe Gesten. Den RAP der Vorstadtghettos im Ohr. Und Fabio Montale, ein Polizist, der im Viertel der Huren und Seeleute als "...halb Italiener, halb Spanier mit arabischem Blut und Oliven von beiden Seiten", geboren wurde. Allein der Titel verrät schon, wo es langgeht, in diesem Krimi des Marseiller Autors Jean-Claude Izzo "Total Cheops" ...
Manfred Sarrazin empfiehlt: "Eine Art Held"
Der Urahn des britischen Spions ist Kim. Der jugendliche Held des gleichnamigen Romans von Kipling deckt in der Kronkolonie Indien die Machenschaften von Agenten des Zaren auf. Und Kim ist sozusagen das Stichwort, mit dem in Carrés Meisterwerk "Eine Art Held" der britische Geheimdienst eine subtile Täuschungskampagne startet ...
Ulrich Noller empfiehlt: "Die Raubmöwen besorgen den Rest"
Mit den Skandinaviern ist es im Krimimetier manchmal so eine Sache. Sie sind erfolgreich, sie schreiben häufig auf gutem Niveau. Trotzdem kann man sich manchmal des Eindrucks nicht erwehren, sie hätten ihren Zenit überschritten. Umso erstaunter ist man dann, wenn plötzlich doch einer auftaucht, der mit genau denselben Voraussetzungen alles anders macht als seine Kollegen ...
Lilipuz empfiehlt: "Beschützer der Diebe"
Ein weißer Zettel mit Buchstaben und Zahlen: KEM 5018. Darunter eine unregelmäßige Zickzacklinie. Das ist alles, was Guddie, Olaf und Dags in den Händen haben, um eine zufällig beobachtete Entführung aufzuklären. Und deshalb glaubt ihnen auch niemand ihre verrückte Geschichte. Also beschließen die Drei, den mysteriösen Fall selbst zu lösen. ...
mehr ...
Kalender
Gisbert Haefs
Am 9. Januar 1950 wird der Autor Gisbert Haefs in Wachtendonk am Niederrhein geboren. Im Krimigenre wurde er vor allem durch seine skurrille Detektivfigur Balthasar Matzbach bekannt.
Gisbert Haefs studierte Sprachen an der Universität Bonn und finanzierte sein Studium zum Teil durch Übersetzungen für Botschaften und Zeitungen und zum Teil durch Musik. Seither arbeitet Haefs als freier Schriftsteller und Übersetzer, schrieb nicht nur einen Zyklus von SF-Romanen, sondern machte sich auch einen Namen als Übersetzer und Herausgeber der Werke von Jorge Luis Borges und Rudyard Kipling. Darüberhinaus übersetzte und betreute er die Neuausgabe der Sherlock Holmes-Geschichten von Conan Doyle.
Infos natürlich beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Krimi-Couch, Buchkritik, wikipedia, Stadtrallye Bonn, kaliber. 38
Die Dezember-Meldungen gibt es
hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
Januar: Neu bei den Alligatorpapieren
Axel Bußmers Spurensuche
No. 33
Axel Bußmer stellt seine Topps und Flopps des Jahres 2006
in den Sparten Bücher, Film, TV-Serien und
TV-Filme vor ... mehr
Eigentlich wollte die Kripobeamtin Anastasija Kamenskaja heute endlich ihren Freund Ljoscha heiraten. Aber aus dem Standesamtsbüro nebenan kommt ein ohrenbetäubender Schrei. Die Braut dort wurde erschossen, darum muss Ljoscha wieder einmal zurückstehen. Anastasija stürzt sich vehement in ihren neuen Fall, der noch brisanter wird, als sie erfährt, dass in einem anderen Moskauer-Standesamt ebenfalls eine Braut erschossen wurde.
Den vier jungen Leuten Pat, Jimmy, Mildred und Donovan widerfährt die beinahe alltäglichste Sache der Welt: Sie stehen vor der Wohnungstür und müssen feststellen, dass der Schlüssel unauffindbar ist. Um in die Wohnung zu gelangen, beschließen sie, über den Kohlenaufzug einzusteigen, irren sich jedoch in der Etage und landen prompt in einer fremden, stockdunklen Wohnung. Zu ihrem Entsetzen finden sie eine Tote hinter den roten Vorhängen des Wohnzimmers. Gut, dass plötzlich ihr berühmter Nachbar im Treppenflur erscheint und seine Hilfe anbietet: Hercule Poirot mit seinem Riesenschnurrbart ist der einzige Detektiv, der diesen mysteriösen Fall aufklären kann.
Zwei unmenschlich zugerichtete Leichen, ein verschlossener Raum, viele Spuren, widersprüchliche Zeugenaussagen, ein unbekannter Täter - das sind die Zutaten des bizarren Falls, mit dem die Geburtsstunde der klassischen Detektivgeschichte schlägt. Der verarmte Adlige Auguste Dupin sowie der Kriminal- und Reiseschriftsteller Allan erweisen sich in der gemeinsamen Analyse der grausigen Ereignisse als effektives Gespann.
Die TV-Tipps 6. – 19. Januar
Nach den prall gefüllten Weihnachtstagen wird es jetzt ruhiger. Es werden nur wenige auf Kriminalromanen basierende Filme gezeigt. Dafür starten mehrere Serien ...

Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Axels TV-Tipp des Tages:
MDR, 00.00
(GB 2004, R.: Charles Palmer)
Drehbuch: Stephen Churchett
LV: Agatha Christie: The murder at the vicarage, 1930 (Mord im Pfarrhaus)
Der allgemein verhasste Colonoel Protheroe wird im Pfarrhaus erschossen. Miss Marple sucht unter den zahlreichen Verdächtigen den Mörder.
TV-Verfilmung des ersten Miss Marple-Romans mit einer Mördersuche nach bewährt-altmodischem Strickmuster.
Mit Geraldine McEwan
ZDF, 02.20
(USA 1981, R.: Matt Cimber)
Drehbuch: John Goff, Matt Cimber
LV: James M. Cain: The butterfly, 1947 (Blutiger Schmetterling)
Irgendwie geht's um Liebe in der Wüste zwischen Vater und Tochter, einige Verbrechen und ein Richter hat auch noch ein Wort mitzureden.
Grottig, einfach nur grottig, aber Pia Zadoras Mann wollte dem Pop-Sternchen ein Geschenk machen und Stacy Keach und Orson Welles hatten anscheinend gerade ein Loch im Geldbeutel.
Mit Pia Zadora, Stacy Keach, Orson Welles