Krimineuerscheinungen des Monats bei "kaliber.38", "krimi-couch" & "hammett"
Krimitermine gibt es bei
Krimizeit & Krimi-Couch

– News –Januar 2005

31. Januar 2005

Der Alligator kriecht wieder. Aber langsam

Ältere Alligatoren sollen zäh sein. Davon, daß sie auch anfällig sind, wird selten Alligatorpapieregesprochen. Nun. Die Viren sind noch nicht alle verschwunden, aber der Alligator kriecht wenigstens schon wieder. Aufgrund der leichten Schonkost und nicht gerader artgerechter Teemischungen aus deutschen Gesundheitsfibeln geht es wieder; alles aber vorerst nur schleppend und in kürzester Form. Aber: wir freuen uns, wieder am Wasser zu sein ...

Wiederkehr des Bösen?

Wenn der Verbrecher von heute im Unterschied zum Bürger lediglich der ungeduldigere Kapitalist sei, bleibe dem Detektiv nur noch die Flucht in den Alkohol.Ein Fall für die Wissenschaft: "Wiederkehr des Bösen? Der Kriminalroman auf neuen Wegen" lautete die Veranstaltung in der Evangelischen Akademie Iserlohn und versammelte gut drei Dutzend Wissenschaftler, Studenten, Autoren, Verleger, Fans und Leser. Ein Bericht von Carsten Würmann in der "taz" vom 29.01.2005 ...mehr

Tschechische Literatur seit 1989

Literatur der Tschechischen Republik zwischen Post-Dissidenz, Prä-Normalität und Neomystik, heißt der Vortrag, den Professor Holt Meyer im Erfurter Rathausfestsaal gehalten hat. In dem duchaus lesenswerten Referat über eine literarische und politische Entwicklung kommt auch Milos Urban und sein Krimi "Die Rache des Baumeisters" zur Sprache. Ein Beitrag in der "TLZ" vom 28.01.2005..mehr

Felicitas Mayall

Mayall-felicitas-wie-krahen-im-nebelDie bayrische Autorin Felicitas Mayall ist relativ neu im Geschäft: bislang hat sie einen Krimi geschrieben, der sich aber gleich zum Erfolg gemausert hat. Nun hat sie mit "Wie Krähen im Nebel" (Kindler) nachgelegt – auf noch besserem Niveau, meint Nicole Rodriguez im "Hessischen Rundfunk" am 25.01.2005 ...mehr

Wörtches Crime Watch No. 99

kertesz-detektivgeschichte "Detektivgeschichte" von Imre Kertész sei keine Detektivgeschichte, sondern eine schlanke Parabel, meint Thomas Wörtche in der 93. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch": Eine wirkliche Detektivgeschichte, wie immer wir die uns vorstellen mögen, würde anders verfahren. Sie könne dies allerdings nur in einer demokratischen Gesellschaft tun. Insofern sei Imre Kertész' Detektivgeschichte gerade weil sie keine "wirkliche" Detektivgeschichte sei, ein Beleg ex negativo für die demokratische Basis von Kriminalliteratur
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 4/2005 lesen

Arne Dahl

Mit zehn Krimis will Arne Dahl eine Chronologie Europas erzählen. Das fängt schon mal gut an, meint Iris Alanyali in "Die Welt" vom 29.01.2005. Die Idee zu seiner Krimi-Dekalogie kam Arne Dahl Mitte der neunziger Jahre, aus dem Gefühl eines "großen Umbruchs" heraus ...mehr

Tobias Gohlis' Krimikolumne

Auch die literarischen Verbrechen unterliegen Moden. Noch kaum bemerkt vollziehe coben-keine-zweite-chancesich ein Paradigmenwechsel im zeitgenössischen Kriminalroman. Der Serienkiller, der im zeitgenössischen Bewusstsein zur Inkarnation des modernen, diabolischen Verbrechers geworden sei, werde von einem neuen Teufel in Menschengestalt ersetzt: dem Kinderschänder und green-Total illegal Kindesentführer, meint Tobias Gohlis in seiner Krimikolumne für "Die Zeit" 05/2005.
Die Leiden des Opfers einer Kindesentführung stehen im Zentrum von Harlan Cobens Thriller "Keine zweite Chance" (Goldmann Taschenbuch) Eine herzergreifende Gegengeschichte zu Cobens technisch-kalt gelungener Spannungsschrauberei sei Norman Greens Roman "Total illegal" (Zebu Verlag) .... mehr

Ernest Tidyman

Politische Korrektheit, Anstand, Moral – für Detektiv John Shaft Fremdworte. Darum wurden die Shaft-Romane in den 70er Jahren zensiert. Jetzt legt "Pendragon" sie neu auf. Ungekürzt und unzensiert. Ein Bericht im "Stern" vom 27.01.2005 ...mehr

Gilbert Keith Chesterton

Gilbert Keith Chesterton (1874-1936) ist in Deutschland sozusagen falsch herum bekannt. Das Nebenwerk gilt als Hauptwerk, das Hauptwerk ist so gut wie unbekannt. Indes hat es auch das Nebenwerk in sich. 52 Pater-Brown-Geschichten gab es bisher, jetzt ist eine 53. Geschichte aufgetaucht, die zu Chestertons Lebzeiten nie veröffentlicht wurde: "Die Midasmaske", erläutert Hannes Stein in "Die Welt" vom 29.01.2005 ...mehr

Faye Kellerman

Wer ist eigentlich für diese seelenschmusigen, unerträglich gutmenschelnden, diese falsch-biblischen Titel verantwortlich, mit denen Faye Kellermans Krimis hierzulande unters Publikum geschleudert werden?, wundert sich Jakob Grün in "Die Welt" vom 29.01.2005 ...mehr

26. Januar 2005

Ausfall!

Durch den Angriff radikaler Killerviren ist die Redaktion der Alligatorpapiere von unzähligen Grippeerregern überwältixt worden. Sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden erschwischt. Nur durch den Einsatz hochwirksamer Antivirenmittel ist es mir als lexztem Mitglied der Redaktion gelungen, an die Computer zu kommen, um Xie über den geheimen Überfalx zu informieren und zu warnen. Ich werde vesuxen, Sie mit Infromaxionen zu vssssdorgen, sollte die Verbindung plötzlix abrexn, habn sie mix übrwältgt. Sie sind weiter, als allgmein angenomn. Es is Mitwox, 9.3x, in den ZEitung udn anssssser Mediexn ist über die Epidexi nur spärlix ber..,,.
Es ix vorba, sie habn. Ich mux fliehn. Abbrux der Vebindunns, weix nixht wie lanx, aber she Xie herain, ob ..--e, mehx

25. Januar 2005

Krimi als Roman-Form des 21. Jahrhunderts

In der Kultursendung "Scala" des "WDR" berichtet Ingrid Müller-Münch heute, am 25.01.2005 von der Krimi-Tagung in der Akademie Iserlohn zum Thema "Der Krimi als Roman-Form des 21. Jahrhunderts". Sendetermin: zwischen 12.05 – 13.00 Uhr und 21.05 – 22.00 Uhr ... mehr

1. Europäische Tagung zur Kriminalliteratur

images/barcelona-culturaBarcelona hat sich dieser Tage zur Hauptstadt des europäischen Krimis ausgerufen. 19 Autoren aus ganz Europa wollen bei diesem internationalen Treffen gemeinsam ergründen, was ihre Ermittler und Detektive europaweit eint. Die einmalige Veranstaltung ist eine Hommage an den verstorbenen Schriftsteller Manuel Vázquez Montalban, den Erfinder des kauzigen Privatdetektivs Pepe Carvalho. Ein Beitrag von Julia Macher im "Deutschlandfunk" vom 22.01.2005 mit vielen Original-Zitaten und Meinungen zur Kriminalliteratur. Sie sollten sich den Audiostream also unbedingt anhören ... mehr

Ake Edwardson

SpitzelEr wird – wie so viele, die aus Schweden stammen und Kriminalromane schreiben – von der deutschen Kritik gerne mit Henning Mankell verglichen. Er mache ihm, schreibt zum Beispiel der 'Spiegel', Konkurrenz. Ein unsinniges Lob, vergleicht man ein Skalpell mit einem Honigmesser? Ingrid Mylo im "Hessischen Rundfunk" über Ake Edwardson und seinen Roman "Der Jukebox-Mann" (Claassen) ...mehr

Mathias Christiansen

christiansen-der-falsche-feindDer neue Berlin-Krimi mit Kommissar Brodersen als ermittelnden Kriminal-Beamten sei jetzt schon der dritte Teil dieser Art. Den Fans und Lesern werde auf diese Weise die Möglichkeit gegeben, eine persönliche Beziehung zu diesem kodderigen Beamten aufzubauen. Sein neuer Fall sei fast einhundert Jahre alt. Aimo Jähnichen im Magazin "Extravagant" über Mathias Christiansens Roman "Der falsche Feind" (KBV) ...mehr

Philip Kerr

SpitzelEr ist ein Bestsellerautor und das zu Recht, denn wie kaum ein anderer versteht er es, intelligent Spannung aufzubauen und seine Leser immer wieder durch verblüffende Wendungen an der Nase herumzuführen. Johannes Kaiser im "Hessischen Rundfunk" über Philip Kerr und seinen Roman "Der Coup" (Wunderlich) ...mehr

Medizin im Film

"Medizinische Szenen gibt es in 90 Prozent aller Spielfilme", sagt der studierte Mediziner Jörg Meier (41) von "Flatliner". Benannt nach dem gleichnamigen US-Thriller haben sich Meier und sein Geschäftspartner Stefan Schröder (39) auf Medizin im Film spezialisiert und die zwei 12 000 Quadratmeter umfassenden Klinikgebäude angemietet. ein Bericht der "Ärzte-Zeitung" ...mehr

Vermischtes

Der Standard: "Bücherrundschau"
Krystyna Kuhn: Engelshaar – Katy Munger: Miststück – Berndt Schulz: Novembermord – Maeve Carels': Das Amulett des


Kalender

W. Somerset Maugham
maugham-somersetAm 25. Januar 1874 wird der der britische Autor W. Somerset Maugham in Paris geboren († am 16.12.1965 im französischen Cap Ferrat (Nizza) Seine geistreich-witzigen, manchmal auch zynischen Bücher machten ihn zum Millionär und zum meistgelesenen englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Mit dem Roman "Ashenden oder Der britische Geheimagent" (Diogenes) schrieb er einen "der ganz großen frühen Klassiker des Spionage-Genres. Gerühmt wird vor allem Maughams kühler Realismus; für diesen Episodenroman schöpfte er aus eigenen Erfahrungen beim Secret Service." (UFO) Mehr bei ... eratonet , wikipedia und natürlich bei Diogenes

24. Januar 2005

Spitzel.

SpitzelUndercover-Leute mit angeklebtem Schnurrbart sind nur eine Spitzelsorte unter vielen. Dominik Rigoll stellt bei "sattorg" den Sammelband "Spitzel. Eine kleine Sozialgeschichte" .(Assoziation A) von Markus Mohr/ Klaus Viehmann (Hrsg.) vor, der neben theoretischen Ansätzen zum Spitzelwesen auch viel Action und nackte Haut bietet ...mehr

William Gibson

Gibson-mustererkennungWilliam Gibsons Roman "Mustererkennung" (Klett-Cotta) sei Science-fiction, die eigentlich keine sei, meint Frank Schäfer in "Junge Welt" vom 24.01.2005 und erklärt: . "Mustererkennung" ist eine – einmal mehr im Cyberpunk-Modus und im Format eines Krimis durchexerzierte – Meditation über das alte Lederstrumpf-Problem des Spurenlesens: Ist die erkannte Spur nur zufällig entstanden, wurde sie absichtlich gelegt, um von der eigentlichen abzulenken, oder führt sie tatsächlich zum Ziel? Also zur Wahrheit? ...mehr

Mörderisches Sauerland

Hochsauerlandkreis. Mörderische Zeiten kommen auf das Sauerland zu. Vom 27. April bis zum 1. Mai 2005 treffen sich 160 Autoren zwischen den tausend Bergen zum größten deutschsprachigen Krimifestival, der Criminale, meldet die "Westfalenpost" vom 21.01.2005.
Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Jürgen Alberts, Sabine Deitmer, Horst Eckert, Jürgen Kehrer oder Jochen Senf machen für vier Tage die Region zum Tatort ...mehr

Lichtblaus Zielfahndung No. 6
Zielfahndung
Stefan Lichtblau hat einige Vorschauen gelesen und sieht zurück und voraus. Und meint, daß wieder heftig gewechselt wurde zwischen Autoren und Verlagen. Er feut sich auf eine Autorin, die fast verschwunden war und er fragt sich unter anderem, ob einige der neuen Autoren in den Lektoraten unbemerkt durchgerutscht seien. Oder schicken junge Autoren ihre Manuskripte nicht mehr an Krimiverlage, sondern verlegen sich direkt selbst? ... mehr

Franca Permezza

permezza-prosciutto-die-parma Franca Permezzas Venedig-Krimi mit dem handfesten Titel "Prosciutto di Parma" (Euopa Verlag) sei mehr als ein bloßer Verschnitt und enthalte doch alle Ingredienzien, die Donna Leons Venedig-Romane so populär machen, meint Regula Venske im "Hamburger Abendblatt" vom 22.01.2005. Einen italienischen Titel und einen italienischen Verlag nenne das Impressum nicht – so dürfe vermutet werden, daß sich Permezza eines Tages als deutscher Krimiautor entpuppe – was dann ein anderer Krimi wäre ...mehr

TV-Kommissarinnen

die-kommissarinnen Das Genre hat sich von den patriarchalen Wurzeln emanzipiert. "Der Alte", "Derrick", Erik-Ode-Refugien altbackener Verbrecherjagden, finden sich allenfalls noch bei den Motorradcops und anderen Explosionsorgien fürs Rückenmark. Ein Genre emanzipiere sich: Im Fernsehen ermitteln immer mehr TV-Kommissarinnen, meint Jan Feitag in der "Frankfurter Rundschau" vom 22.01.2005 ... mehr

Michael Crichton

crichton-welt-in-angst Michael Crichton versetzt die Welt in Angst vor Umweltschützern. Und raubt ihr mit Vorträgen den Nerv, meint Elmar Krekeler in seiner Besprechung des Buches "Welt in Angst"(Blessing) in "Die Welt" vom 22.01.2005. Jetzt kommt der Mann, der uns, wie kaum einer seiner Kollegen, Angst vor allen möglichen Auswüchsen der modernen Technologie gemacht hat, vor der Nano-Technologie, vor der Gentechnik, vor Seuchen und schlechten Ärzten, und ruft uns zu: "Fürchtet euch nicht." Es ist alles nicht so schlimm, und es wird alles nicht so schlimm. Die Welt ist im Wandel, aber die Zukunft ist golden ...mehr

Ist die Welt aus dem Gleichgewicht, oder sind wir hysterisch? Ein Pro und Contra über Michael Crichtons neuen Roman "Welt in Angst" brachte die "Süddeutsche Zeitung" vom 21.01.2005, präsentiert von "bücher.de" ...mehr

Wir haben die Erde nur geleast: Umweltschützer sind irre und kriminell, behauptet Michael Crichton in seinem Thriller "Welt in Angst". Ein Öko-Test von Andreas Maier in "Der Tagesspiegel" vom 22.01.2005 ...mehr

Kalender

Raoul Whitfield
whitfield-raoul Am 24. Januar 1945 stirbt Raoul Whitfield im Alter von 46 Jahren an einer Tuberkulose (* 22. November 1898 in New York City).
Mit seinem in US-Diensten stehenden Vater lebte er auf den Philippinen, in Japan und China, bevor er 1916 wegen einer Krankheit nach Amerika zurückkehrte. In Hollywood arbeitete er als Stummfilmschauspieler. Im 1. Weltkrieg flog er als Pilot Einsätze in Frankreich.
Nach dem Krieg schrieb er für die "Pittsburgh Post", heiratete eine Journalistin, kündigte und zog mit ihr nach Florida, um als Schriftsteller zu leben. Seine erste Story wurde 1926 im "Black Mask Magazine" veröffentlicht, er schrieb Flieger- und Kriminalgeschichten, wurde ein Trinkgenosse von Dashiell Hammett. Zwischen 1926 und 1933 veröffentlichte er 155 Stories.
1934 heiratete er seine zweite Frau , die New Yorker Intellektuelle Emily Vanderbilt Thayer und sein Leben änderte sich. Sie kauften eine Ranch in New Mexico, Whitfield schrieb nicht mehr. Doch die Ehe zerbrach 1935, schließlich nahm sich seine Frau das Leben. Auch Whitfields langsamer Niedergang begann. Er kränkelte, das geerbte Vermögen war 1944 aufgebraucht und schließlich erlag er 1945 in einem Militärhospital einer Tuberkolose.
Infos bei:
"mordlust.de", "Crime Corner", "Krimi-Forum" , William Marling (engl.), Black Mask Magazine (engl.).

21. Januar 2005

Deutscher Krimi Preis 2005. Nachlese

Die Benennung der Preisträger des "Deutschen Krimi Preises" hat bisher ausser dpa-Zitaten wenig Reaktion gebracht. Bisher noch recht lustlos diskutiert wird lediglich im Krimiforum von "Toms Krimitreff" . Wieso Schätzings "Schwarm" als Krimi bewertet werde, wie sich die Jury zusammensetzt ...
Schätzing, der Krimipreis ist auch Thema im etwas unübersichtlicheren, aber aktiven Basteiforum "Spannungsromane". Interessant dort ein Hinweis auf einen Kommentar von Kai Meyer zum "Schätzing-Hype". Um Missverständnissen vorzubeugen: "Der Schwarm" sei ein hervorragend recherchierter Thriller mit einigen famosen Spannungssequenzen; und das Hörspiel, das Schätzing selbst co-inszeniert habe, sei vielleicht das gelungenste des vergangenen Jahres, merkt Meyer an, wundert und ärgert sich aber über die tsunamigeförderte Promotion durch Schätzing selbst ... mehr

Deutscher FernsehKrimi-Preis

"Der neue Preis passt genau in unsere Linie", so Wiesbadens Kulturdezernentin Rita Thies. Nach "Frauenkrimipreis" und "Krimiherbst Mainz-Wiesbaden" setze sich dieser Schwerpunkt nun mit dem "Deutschen FernsehKrimi-Preis" fort. Das "Wiesbadener Tagblatt" vom 21.01.2005 informiert über das Procedere der Veranstaltung ... mehr

Mord und Ratschlag

bottini-Mord-im-Zeichen-des-ZenGlaube mache radikal, deshalb sei er ein dankbares Thema für den Kriminalroman. Bei Oliver Bottini stehe ein buddhistischer Mönch im Mittelpunkt von "Mord im Zeichen des Zen". Björn Hellberg schildere in "Todesfolge" das Milieu protestantischer Sekten in Schweden. Das Verstörende der Religion, ihre Fähigkeit zum Inakzeptablen, zur fordernden hellberg-todesfolgeWahrheit, der andere fordernde Wahrheiten widersprächen – schließlich ließen sich eine Menge Religionen und Gottlosigkeiten plausibel begründen –, verhandelten wenige Krimis auf so hohem Niveau wie Oliver Bottini meint Michael Schweizer in der Kolumne "Mord und Ratschlag" bei den Kollegen vom "Perlentaucher". Wer dagegen am Beispiel studieren wolle, wie wenig andere Krimis mit der Religion anfingen, der sie viele Seiten widmeten, solle zu Björn Hellbergs "Todesfolge" greifen, der das Thema leider verfehlt habe ... mehr

Michael Crichton

crichton-welt-in-angst Michael Crichton greift mit seinem neuen Öko-Thriller "Welt in Angst"(Blessing) die allgemein anerkannte These von der Erd-Erwärmung direkt an. Das ist starker Tobak. Und er geht noch weiter, viel weiter: In seinem Buch lösen Öko-Terroristen Tsunami-Flutwellen aus. In der Sendung "Aspekte" im "ZDF" heute, am 21.01.2005 um 22:30 Uhr, nimmt die Redaktion den neuen Ökothriller unter der Lupe ...mehr

Weitere Sendung:
Crichtons Roman "Welt in Angst" wird heute auch im "NDR" Radio in der Sendung "Zum Lesen empfohlen" vorgestellt. Eine amerikanische Umweltschutzorganisation verbündet sich mit Ökoterroristen, um der Öffentlichkeit die Gefahren der globalen Erwärmung vor Augen zu führen, ein bedrohliches Szenario ...(Sendetermin: 21. Januar 2005, ca. 12.30 Uhr) mehr

Deutscher Krimi Preis 2005. Nachlese

Die Frankfurter Autorin Astrid Paprotta wird mit dem bedeutendsten Krimi-Kritikerpreise im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, meldet der "Hessische Rundfunk" und zitiert aus den Presseberichten mit Reinhard Jahn ... mehr

Antal Szerb

szerb-die-pendragon-legende.jpg Neben den parodistischen Schauerroman- und Krimielementen sorgen vor allem die Nebenfiguren für zusätzliche Komik im Roman "Die Pendragon-Legende" (dtv) von Antal Szerb. Ähnlich wie in "Reise im Mondlicht" handele Antal Szerb auch hier sein Lieblingsthema ab: die Sehnsucht nach dem Außergewöhnlichen im starken Kontrast zur Sicherheit der Normalität . Eine Sendung in der Reihe "Die Literatur-Miniatur" beim "ORF", Freitag, 21. Jänner 2005 16:55 Uhr und in der Sendung "Ex libris", Sonntag, 23. Jänner 2005 18:15 Uhr ... mehr

Krimis vorn im Verkauf

Bei den jetzt veröffentlichten Belletristik-Charts hat Frank Schätzings "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) den Roman "Sakrileg" (Lübbe) von Dan Brown an der Spitzenposition der "Focus"-Bestsellerliste Hardcover Belletristik abgelöst, meldet "Börsenblatt online" . Immer noch gut im Rennen die Allgäukrimi-Abteilung mit Volker Klüpfels und Michael Kobrs Roman "Erntedank. Kommissar Kluftingers zweiter Fall" (Dietrich Verlag), wie Sie der Veröffnetlichung der Kurzliste bei Yahoo entnehmen können ...

Andy Oakes

Carsten Wist und seine Besprechungen für robinson-ein-seltener-fall.jpg "Antenne Brandenburg" haben wir ja schon einmal erwähnt. In seinem aktuellen Buchtipp empfiehlt er den Roman "Drachenaugen" von Andy Oakes. Mit dem nachdenklichen, fast melancholischen Sun Piao habe Andy Oakes nicht nur einen großartigen Detektiv geschaffen, sondern einen Helden für unsere Zeit. Wie immer ist das nur zu hören und zwar ... hier

20. Januar 2005

Deutscher Krimi Preis 2005

Der Deutsche Krimi Preis wird nunmehr zum 21. Mal verliehen. Mit dem Deutschen Krimi Preis werden seit 1985 alljährlich Autorinnen & Autoren gewürdigt, die literarisch gekonnt & inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben.
Unter der organisatorischen Obhut des Bochumer Krimi Archivs hat die Jury die diesjährigen Gewinner ausgewählt.

paprotta-dieungeschminktewahrheit schaetzing-derschwarm.jpg bottini-Mord-im-Zeichen-des-Zen
Der Deutsche Krimi Preis 2005 geht in der nationalen Sparte an Astrid Paprotta für ihren Roman "Die ungeschminkte Wahrheit" (Piper). Der 2. Platz geht an Frank Schätzing für "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch). Den dritten Platz belegte Oliver Bottini mit "Mord im Zeichen des Zen" (Scherz).
In der internationalen Wertung hat Inspector Rebus die Nase vorn. Der Deutsche Krimi Preis 2005 geht hier an Ian Rankin für "Die Kinder des Todes" (Goldmann/Manhattan). Den 2. Platz belegt Arne Dahl mit "Falsche Opfer" (Piper), Petros Markaris belegt mit "Live" (Diogenes) den 3. Platz.
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Die Jury spricht ausserdem dem Unionsverlag, Zürich, dem Maas-Verlag, Berlin und dem Pendragon-Verlag, Bielefeld ihre Anerkennung für ihre Programmarbeit aus.
Der Deutsche Krimi Preis ist nicht dotiert. Auch in diesem Jahr findet eine öffentliche Preis-Verleihung statt. Weitere Informationen gibt es beim "Bochumer Krimi Archiv" und zwar ... hier

Charlotte MacLeod

MacLeod-freu-dich-des-lebensIm Zusammenhang MacLeod-ueber.stock-und-runensteinmit der Meldung vom Tod der kanadischen Schriftstellerin Charlotte MacLeod (wir berichteten) meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 20.01.2005, wie immer bestens informiert, daß im März 2005 im "DuMont Literatur und Kunst Verlag" zum Start einer Werkausgabe zwei ihrer Kriminalromane erscheinen: "Über Stock und Runenstein" und "Freu dich des Lebens" .... mehr

Edgar Wallace

Die kalten Nebel von London "Schriftsteller der Welt: Auf den Spuren von Edgar Wallace" heißt die Sendung von Wolfgang Lörcher heute bei "3sat" um 16.00 Uhr. Wolfgang Lörcher führt die Zuschauer zu den schaurigen Schauplätzen der Krimis: vom Tower bis zur Themse, über der Londons kalte Nebel aufsteigen .... mehr

Crimezone Magazine

crimezone
crimezone-magazine-januar05Die Januarausgabe des niederländischen Krimimagazins "Crimezone" ist in wie immer bester Qualität erschienen. Diesmal enthalten: die Niederlande entdecken Alex Kava, Simon de Waal geht solo, ein Interview mit Asa Larsson, und natürlich die festen Rubriken: "Van Overzee" & "Aldus" und die neue Rubrik "True Crime". Dazu alles über den "Zilveren Vingerafdruk 2004" ... mehr

Vermischtes

crichton-welt-in-angstBerliner Morgenpost: "Fürchtet Euch nicht"
In seinem Roman "Welt in Angst" attackiert Michael Crichton den Umweltschutz. Von Uwe Schmitt ....

Die Zeit: "Mörder in der Quantenwelt"
Das Wissenschaftsmagazin "Nature" eröffnet das Einsteinjahr mit einem Krimi in Agatha-Christie-Manier. Very British. Von Ulrich Bahnsen ....

crispin-mit-freuden-begrabenSüddeutsche Zeitung/bücher.de: "Der Charme des toten Schweins"
Nimmt man Skurrilität als besonders schätzenswerte Qualität eines englischen Kriminalromans, dann ist "Mit Freuden begraben" (DuMonts Kriminalbibliothek) vielleicht Edmund Crispins schönster ....

Neues Deutschland: "Borscht ermittelt am Endspieltag"
Horst Borscht ist irgendwie die zu Fleisch gewordene Verschwörungstheorie, ein Detektiv, der in trüben Zusammenhängen fischt und dabei auch Erfolg hat. Die Figur ist eine Erfindung der Berliner "safran films". Vom deutschen Krimi-Autor Norbert Klugmann soll noch in diesem Jahr ein Borscht-Buch erscheinen ...

19. Januar 2005

Axel Bußmers TV-Krimi-Buch-Tipps vom 22. Januar – 4. Februar 2005

In den kommenden beiden Wochen laufen einige gute Spielfilme und etliche vielversprechende Dokus.
Höhepunkte bei den Spielfilmen sind "Das Schweigen der Lämmer" (falls jemand den Film japrisot-le-passager-de-lapluie.jpgnoch nicht kennt ... ), "Der aus dem Regen kam" (toller französischer Film nach einem Drehbuch von Sébastien Japrisot), "Im Jahr des Drachen" (harter Cop-Thriller), "Unter Brüdern" (beindruckendes Ghetto-Drama von unserem Liebling Buddy Giovinazzo), "Donnie Brasco" (Mafia-Drama mit Al Pacino), "Kanak Attack" (Lars Becker unter türkischen Kleinganoven), "Haben und Nichthaben" (Bogart und Bacall – was will mensch mehr?), "Das Rußland-Haus" (eine der schönsten Le Carré-Verfilmungen), "Nur noch 72 Stunden" (falls sie den Film in den vergangenen Wochen verpasst haben) und – das beste zum Schluß – Alfred Hitchcocks Patricia Highsmith-Verfilmung "Der Femde im Zug" in der strangers-on-a-train.jpgungekürzten US-amerikanischen Kinoversion.
Und bei den Dokus sind "Von Superman zu Spiderman", "Hollywood und der Holocaust", "KZ Falkenau" (mit 16-mm-Aufnahmen von Samuel Fuller), "Im Winter werden die Tage länger" (über Joseph Bialots Erinnerungen an Auschwitz) und "Von Sex bis Simmel" für historisch und kulturell Interessierte absolut sehenswert. Sie laufen selbstverständlich alle auf unserem Lieblingssender arte.
Fans von "24"-Macher Joel Surnow können ab dem 28. Januar auf SRTL eines seiner früheren Werke, die Serie "Nowhere Man" von 1995, bewundern. Läuft so ungefähr ab 23.15 Uhr (die Sendezeiten bei SRTL sind halt ziemlich hypothetisch). Ansonsten läuft auf RTL II die dritte Staffel von "24" und sie ist – ich hab' sie schon ganz gesehen – wieder verdammt gut ...
Alles bunt bebildert wie immer hier

Ann Chaplet

Wenn künftig die DNA sofort den Mörder verrät – was wird dann aus dem Kriminalroman? fragt sich Anne Chaplet in "Die Welt" vom 19.01.2005. Und glaubt, daß das Genre selbst vom Triumph des genetischen Fingerabdrucks nichts zu befürchten habe. Schon längst hätte man es ja nicht mehr überwiegend mit "Whodunnits" zu tun, die um eine charismatische Ermittlerperson kreisten, die wie Sherlock Holmes oder Nero Wolfe weder DNA-Spuren noch Intuition brauchten, setzen sie doch rein auf die Logik der Tat, die ihr Supergehirn mit Leichtigkeit nachvollziehen könne ... mehr

Peter Zeindler

Bevor Peter Zeindler mit dem Schreiben von Agentenromanen und Politthrillern zeindler-toter-strand begann, arbeitete er als freier Journalist und Literaturedakteur unter anderem beim Schweizer Fernsehen. In dieser Zeit drehte er drei Filme über John Le Carré. Der Großmeister des englischen Spionageromans inspirierte den Schweizer Peter Zeindler vor allem durch seinen feinsinnigen Spion George Smiley.
Neues von der Spionagefront nennt Patrick van Odijck seinen Beitrag beim "Deutschlandfunk" vom 17.01.2005 über Peter Zeindler und dessen neuen Roman "Toter Strand" (Arche Verlag) ... mehr

Fernsehkrimi 1

Der ARD-Film "Das Kommando" will's politisch: Wo muss Deutschlands Sicherheit verteidigt werden? Ein Frage, die sich Thomas Gehringer im "Tagesspiegel" vom 19.01.2005 stellt. Der ARD-Fernsehfilm biete seinem Publikum zu Beginn des Jahres eine geballte Ladung politisch relevanter Themen, was ausdrücklich zu loben sei. Nach dem Kanzleramts-Drama "Spiele der Macht" und dem Migranten-Epos "Zeit der Wünsche" greife auch "Das Kommando", das vorab schon bei Arte zu sehen war, wichtige Fragen auf, die nur vorübergehend wegen der verheerenden Flut in den Hintergrund gerückt seien ... mehr

Fernsehkrimi 2

Denn auch wenn wir uns, bevor wir am Fortschritt ganz verzweifeln, gelegentlich damit trösten, daß uns die Gegenwart mit "24" immerhin eine Fernsehserie gebracht hat, deren nagelharter Held auf dem Pfad der unbedingten Diesseitigkeit weiter gelangt ist als alle vor ihm. Dietmar Dath in der "FAZ" vom 18.01.2005 ... mehr

Vermischtes

reichs-totenmontag3sat. nano: "Strontium-Isotopenanalyse bestimmt Herkunft der Leiche"
Auch wenn sich die Autorin Kathy Reichs lange mit der Beschreibung Montreals und der Erklärung bekannter psychologischer Phänomene wie dem Stockholm-Syndrom aufhält, bleibt das Buch "Totenmontag" (Blessing) doch spannend bis zur letzten Minute. Besonders interessant war hier die Herkunftsbestimmung der Knochen anhand der Strontium-Isotopen-Analyse ....

knellwolf-tod-in-sils-maria.jpgWDR 2: "Tod in Sils Maria"
Was soll man von einem Pfarrer halten , der ständig an Mord und Totschlag denkt? Nur das Beste! Denn die Kurzkrimis, die dabei entstehen, sind erstklassig. Alle seine Minikrimis haben eines gemeinsam: Sie spielen in Sils Maria, einem Schweizer Wintersportort im Engadin ....

blettenberg-farangDeutsche Welle: "Farang, der Weiße"
Detlef Blettenberg sei der einzige deutsche Kriminalschriftsteller auf internationalem Niveau, so hörte und las man in den letzten Jahren immer wieder. Gut, dass man dies mit Hilfe des "Pendragon Verlages" jetzt auch überprüfen kann. Ein Klassiker der jüngeren deutschen Kriminalliteratur war sein Roman "Farang", trotzdem lange vergriffen, wie so viele Romane dieses Autors ....

asensi-waechter-des-kreuzesevolver: "Kreuzstück gefällig?"
Religiös angehauchte Thriller sind derzeit schwer in Mode. Die spanische Autorin Matilde Asensi ist jedoch alles andere als eine Trittbrettfahrerin, wie ihr dritter Roman "Wächter des Kreuzes" (dtv ) beweist ...

schulz-boxhagener-platzBerliner Literaturkritik: "Mord und Totschlag in der Hauptstadt der DDR"
Der an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg lehrende Professor Torsten Schulz hat einen spannend-heiteren Berliner Milieuroman veröffentlicht. In "Boxhagener Platz" erzählt er die Geschichte einer Oma, eines Enkels und eines schauerlichen Mordes unter liebeshungrigen Greisen ...


Kalender
Edgar Allan Poe
poe-edgar-allan.jpg
Am 19.01.1809 wird Edgar Allan Poe in Boston als Sohn von Schauspielern geboren. Er verwaiste schon im Alter von 10 Jahren. Poe lebte in bitterer Armut und starb am 07.10.1849 in Baltimore unter nicht geklärten Umständen. Er hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Literatur-Genres Horror und Fantasy. Hier sind insbesondere "Der Untergang des Hauses Usher" (The Fall of the House of Usher) und "Die Abenteuer Gordon Pyms" (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) zu nennen. Mit "Der Doppelmord in der Rue Morgue" (The Murders in the Rue Morgue) gilt er als einer der Erfinder der Detektivgeschichte.
Info:
wikipedia.de .
Bei Gutenberg.de gibt es eine Reihe von Texten von ihm zu lesen, darunter natürlich auch der Klassiker aus dem Jahre 1841 "Der Doppelmord in der Rue Morgue". Eine Seite mit zahlreichen Animationen bietet edgarallanpoe.de

highsmith-patricia.jpg Patricia Highsmith
In Fort Worth (Texas) wird am 19.01.1921 Patricia Highsmith geboren († 4. Februar 1995 in Locarno, Schweiz). Patricia Highsmith schrieb vor allem anspruchsvolle, psychologisch tiefgründige Kriminalromane. Im Vordergrund ihrer Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen zum Verbrecher machen.
Highsmith galt als sehr zurückhaltende Persönlichkeit, die nur wenige Freunde hatte. Wohler schien sie sich in der Gesellschaft von Katzen zu fühlen. Auch an Schnecken hatte sie zeitlebens großes Interesse. Sie zog bereits in den fünziger Jahren nach Europa, wo sie es selten mehr als einige Jahre am gleichen Ort aushielt. Sie lebte zuerst in Großbritannien, dann in Frankreich und zuletzt wohnte sie in einem abgelegenen Haus in der Schweiz, wo sie 1995 an Krebs starb. In ihren späten Jahren soll sie zunehmend einsamer und misanthropischer geworden sein und sprach stark dem Alkohol zu. In den USA war sie trotz der frühen Erfolge nicht so geschätzt wie in Europa. Erst seit kurzem wird sie auch in den USA wieder von einem breiteren Publikum wiederentdeckt.
Info:
(wikipedia.de) , krimi-couch.de und natürlich beim Diogenes Verlag . Ein Feature von Hannes Riffel gibt es bei Amazon, ein Blick auf die Eremitin, Existenzialistin, Schneckenfreundin bei lesexpress.de .

18. Januar 2005

Michael Crichton

crichton-welt-in-angst"Bedrohliches Szenario"
Mit seinem neuen Roman "Welt in Angst" (Blessing) verlässt der Bestsellerautor Michael Crichton das moralische Gefüge des Wissenschaftsthrillers. Anstatt vor den katastrophalen Folgen des zivilisatorischen Fortschritts zu warnen, fällt er über Umweltschützer, engagierte Politiker und andere selbsternannte Retter der Menschheit her, meint Kolja Mensing im "Deutschlandradio" ...mehr

"Aus Fiktion wird Wissenschaft"
Nachdem Michael Crichton das Genre des Wissenschaftsthrillers groß gemacht habe, gehe es ihm jetzt mit "Welt in Angst" vor allem darum, Recht zu haben. Der Spannung und literarischen Glaubwürdigkeit seines Buches sei das aber nicht zuträglich ergänzt Kolja Mensing in der "taz" ...mehr

"Skepsis ist Trumpf"
Mit seinem neuen Roman "Welt in Angst" (Blessing) zweifele Michael Crichton die These von der durch den Menschen verursachten Klimaerwärmung vehement an. Doch liegt die Forschung, die das belegt, so daneben? fragt Tim Bartels in seinem Kommentar für die "taz" ...mehr

Klima-Angst
"Das Buch soll klar machen, dass die westlichen Gesellschaften nur dadurch funktionieren, dass sie ihre Bevölkerung über immer neue Ängste unter Kontrolle halten und einen jeden in Schrecken versetzen", sagt Crichton. "Mein Punkt ist der, dass man sich während des Kalten Krieges auf die militärische Abschreckung verlassen konnte, aber nach dessen Ende mussten die Politiker im Westen etwas neues wirksames aufbauen, um sich zu legitimieren." Ein Beitrag bei "3sat" am 13.01.2004 zum neuen Roman ...mehr

Klimakatastrophe? Der Doktor weiß es besser
Der Bestsellerautor Michael Crichton erklärt in seinem neuen Buch den Treibhauseffekt zur Mär von Umweltterroristen. Wahrscheinlich sind die Räuber schuld. Vor gut zwei Jahren überfielen sie Michael Crichton und seine Tochter in dessen Haus in Los Angeles mit gezogener Waffe. Damals sei ihm aufgegangen, dass er sich über so viele Sachen in der Welt Sorgen gemacht habe, nur nicht über jene, die eine wirkliche Bedrohung sind, sagt der Erfolgsautor heute. Ein Beitrag von Matthias B. Krause in der "Stuttgarter Zeitung" vom 11.01.2005 ...mehr


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Roberts Krimitipps im Januar 2005

Welches sind denn die besten Krimi-Neuheiten, die wichtigsten, interessantesten, ADG-Kangouroad-Movie.JPGvielversprechendsten? – Das fragt sich Robert Schekulin jeden Monat aufs Neue, im Freiburger UFO. Und wählt dann aus dem Neuheiten-Berg, nach bestem Wissen und Unwissen, normalerweise fünf besondere Titel aus. Hier also seine 5 Krimi-Tipps für Januar 2005 und dann ein Rückblick auf die Krimi-Neuheiten, die im Dezember 2004 im UFO eintrudelten ...
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Das andere Genre

Der deutsche Schriftsteller Walter Ernsting ist tot. Der Autor galt als Pionier der deutschen Science-Fiction-Literatur. Der Erfinder der Perry-Rhodan-Reihe starb nach langer Krankheit im Alter von 84 Jahren in Salzburg, meldete "Der Spiegel" am 18.01.2005.
Walter Ernsting schuf die beliebte Science-Fiction-Reihe gemeinsam mit seinem Freund Karl-Herbert Scheer. Er schrieb unter dem angelsächsischen Pseudonym Clark Darlton, weil er hoffte, so besser einen Verlag finden zu können ...
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Gumshoe News

Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Todesfälle hat unser Kollege unter anderem zu vermelden. Daß Charlotte MacLeod gestorben ist, haben wir auch schon gemeldet, aber noch nicht den Tod von Bruce Cassiday, der am 12 Januar im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Er schrieb für zahlreiche Pulpmagazine und Groschenhefte und unter zahlreichen Pseudonymen.
Aber auch erfreuliche Dinge hat Herr Kimura zu melden. Zum Beispiel, daß "The Mystery Writers of America (MWA)" die Gewinner der "Special Edgars" bekanntgegeben haben, die so spezial sind, daß Sie sie bitte selbst nachlesen mögen ...
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Die Schriftstellerin Kerstin Ekman

In manchen Fernsehprogrammvorschauen ist für Dienstag, den 18. Januar 2005 bei "Phönix" die Dokumentation "Erzähltes Land" vorgesehen, in der von 18.30-19.15 Uhr der Beitrag "Im Norden Schwedens – Die Schriftstellerin Kerstin Ekman" laufen soll (Film lief am 01.02.2004 im ZDF). Der Fernsehsender selbst weist diesen Beitrag bisher nicht aus. Interessenten sollten das Prgramm beobachten ... mehr

Martina Borger & Maria E. Straub

images/Borger -Straub-im-gehegeSie treffen sich relativ selten, denn sie wohnen 1 000 km voneinander entfernt: Martina Borger und Maria Elisabeth Straub. Aber wenn sie sich treffen, haben sie sich viel zu erzählen. Zu zweit erfolgreiche Bücher zu schreiben, und das über die große Entfernung hinweg - die beiden verrieten in der Literatursendung "LeseZeichen" im Bayerischen Fernsehen am Sonntag, 16. Januar 2005, im Gespräch mit Antonio Pellegrino über ihr aktuelles Buch "Im Gehege" (Diogenes), wie das funktioniert ...
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Vermischtes

silbert-der-marlowe-codeZDF: "New Yorker Ermittlerin"
Ein ständiger Wechsel von Momentaufnahmen der "Ist-Zeit" in New York bis zurück zur Zeit Shakespeares und Marlowes bestimmt den Roman "Der Marlowe Code" (Blanvalet)von Leslie Silbert. Schier endlos aneinandergereihte Zeitfenster, die wichtig sind, um die ganze Abstraktheit des Plots zu verstehen. Zeitfenster, die – als Puzzleteile entdeckt und zu einem Ganzen zusammengefügt – das Geheimnis um die verschlüsselten historischen Spionageberichte preisgeben und die wahre Geschichte Marlowes aufdecken ...
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howard-ein-seeman-von-weltliterature.de: "Satirischer Hochseekrimi "
"Ein Seemann von Welt" (Elfenbein Verlag), der Hochseekrimi von P. Howard, ist kein gewöhnliches Werk der Gattung Kriminalroman. Es gibt keinen verschrobenen Detektiv und keine Ermittlung der Polizei. Stattdessen will Jimmy Reeperbahn, ein schlagkräftiger Gangster, den Mörder des Mr. Gould entlarven. P. Howard erzählt eine stark verschachtelte und wendungsreiche Geschichte über einen Mord an Bord des Luxusschiffes "Honolulu Star", das mit dem Ziel Singapur im indischen Ozean unterwegs ist ...
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WDR: "Der wohl längste Theatertitel der Welt"
Mord, Sex und mysteriöse Zufälle stehen im Mittelpunkt von Helge Schneiders neuem Theaterstück am Bochumer Schauspielhaus. Am Freitag (21.01.05) feiert "Aprikose, Banane, Erdbeer – Komissar Schneider und die Satanskralle von Singapur" Premiere ...


Kalender
Ted Lewis
lewis-ted.jpg Am 18. Januar 1940 wird Ted Lewis in Manchester geboren († 15.05.1982).
Bereits mit vierzehn Jahren begann er zu trinken. Nach einem wüsten Leben starb der Kettenraucher und Alkoholiker Lewis 1982. Er schrieb acht Romane die sich durch die Härte des Tons und seine Originalität auszeichneten. "Jack rechnet ab" war sein erfolgreichster Roman und gilt als der Klassiker des britischen Noir-Genre. 1971 wurde danach der legendäre Film "Get Carter" mit Michael Caine gedreht.
Info bei:
mordlust.de , Strange Verlag

17. Januar 2005

Das Schreckmümpfeli

"Das Schreckmümpfeli". Während vierzehn Jahren gingen gegen tausend von diesen ironischen Mini-Krimis über den Sender "DRS". Nun gibt es sie wieder: immer am Montag auf DRS 1, jeweils nach den 23 Uhr Nachrichten. In Deutschland ist der Sender aber kaum zu empfangen. Gut, daß der Sender diese kurzen Krimis für Internetnutzer hörbar macht. Krimis von Henry Slesar, Woody Allen, Cyril Hare, Wolfgang Burger u.v.a. ... mehr

Javier Marías

Anstelle eines Spionageromans habe Javier Marías mit seinem Roman "Dein Gesicht morgen. marias-Dein-Gesicht-morgenFieber und Lanze." (Klett-Cotta) eine Philosophie des Geheimdienstes verfasst. Indem er mehrere disparate Erzählstränge und -situationen verknote, gebe er sich Gelegenheit, seine Lieblingsthemen quer durch die Geschichte zu verfolgen. Mit seinem neuen Roman – eigentlich der erste Teil eines zweibändigen Werkes – sei Marías seinem Ruf als Meister der Arabeske mehr als gerecht geworden, man könnte aber auch sagen: Er habe ihn über Gebühr strapaziert ... mehr
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Charlotte MacLeod †

macleod-charlotteDie kanadische Schriftstellerin Charlotte MacLeod ist am Freitag, den 14. Januar 2005 im Alter von 82 Jahren in einem Pflegeheim in Lewiston im US-Staat Maine gestorben. Sie schrieb mehr als 30 Bücher, die ihrer Wahlheimat USA weit über eine Million Mal verkauft wurden.
Charlotte Matilde MacLeod wurde 1922 in Kanada geboren und wuchs in Massachusetts, USA auf. Sie studierte am Boston Art Institute und arbeitete danach kurze Zeit als Bibliothekarin und Werbetexterin. 1964 begann sie, Detektivromane für Jugendliche zu veröffentlichen, 1978 erschien der erste "Balaclava"-Band, 1979 der erste aus der "Boston"-Serie, die begeisterte Zustimmung fanden und ihren Ruf als zeitgenössische große Dame des Kriminalromans festigten. Die Autorin gehört zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigung "Sisters in Crime"
Info bei:
oö-Nachrichten , Hebisch, Krimi-Couch, Krimi-Forum, Toms Krimitreff

Bücher von Charlotte MacLeod bei amazon


Paco Ignacio Taibo II/Subcomandante Marcos

Der mexikanische Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II und der geheimnisumwobene Subcomandante Marcos haben gemeinsam einen Krimi geschrieben. Der literarische Schlagabtausch verbindet einen Detektiv aus Mexiko-Stadt mit einem Maya-Kollegen und verwebt in seinem Plot aktuelle Themen, erläutert Anne Huffschmid in der "taz" vom 17.01.2005.
Internationale Verlage hätten sich die Rechte für die "Unbequemen Toten", so der Titel des Gemeinschaftswerks, bereits gesichert. Auf Deutsch werde der Roman im Sommer beim Berliner Verlag "Assoziation A", der schon diverse Taibo-Krimis veröffentlicht habe, erscheinen ... mehr

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Vermischtes

steinfest-Nervoese FischeTitel: "Ein Philosoph ermittelt"
Heinrich Steinfest, der drittplatzierte Preisträger des Deutschen Krimipreises 2004, überzeugt erneut durch einen Krimi mit skurrilem Ermittler und origineller Geschichte. Die sprachliche Geschmeidigkeit seiner Erzählweise mit ihren treffenden Vergleichen und Metaphern sucht zumindest unter deutschen Krimiautoren ihresgleichen ...
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demouzon-der-tote-detektivTitel: "Ein neuer Fall für Kommissar Melchior"
Der französische Krimiautor Alain Demouzon setzt erneut seinen Kommissar Melchior in Szene. Zu dem ruhigen Typen mit Dufflecoat und Tweedhut, der stets eine große Beharrlichkeit an den Tag legt, passt die unaufgeregte Prosa, mit welcher der fein gesponnene Plot gefüllt wird ...
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Der Standard: "Bücherrundschau: Verliese, Vergessen, Verwirrend, Verwegen"
Kathy Reichs: "Totenmontag", Arne Dahl: "Tiefer Schmerz", Ingvar Ambjörnsen: "Die Puppe an der Decke", Richard Bausch: "Die Kannibalen" ...

simenon-bellas-todberlin kriminell: "Die Erblast"
Nach dem Krieg lebte Krimivielschreiber Georges Simenon (1903-1989) – Schöpfer des weltbekannten Kommissar Maigret – mit seiner Familie zehn Jahre in den USA. 1951 entstehen dort vier weitere seiner unzähligen Maigret-Romane und "Bellas Tod". Simenon Krimis zeichnen sich nicht unbedingt durch sprachliche Brillanz oder die Verwendung überraschend prägnanter Bilder aus. Und manchem mögen die Maigret-Krimis auch zu konservativ dröge sein. "Bellas Tod" (Diogenes), 1979 ZDF-verfilmt, aber ist eine Ausnahme. ...
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FAZ: "Wie wäre es ohne die ständigen Sorgen im Hinterkopf?"
"Welt in Angst" heißt der neue Roman Michael Crichtons, der am 24. Januar im Blessing Verlag erscheinen wird. Immer wieder hat sich der amerikanische Bestseller-Autor in seinen Büchern mit dem wissenschaftlich Vorstellbaren und dessen katastrophalen Folgen beschäftigt ...

Uniprotokolle: "Ermittlungen über den Krimi"
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Iserlohn hat der Essener Germanistik-Professor Dr. Jochen Vogt für Samstag und Sonntag, 22. und 23. Januar, eine Tagung vorbereitet, die unter dem Titel "Wiederkehr des Bösen?" den Kriminalroman in den Mittelpunkt verschiedener Vorträge und Workshops stellt. Neben Referenten aus dem eigenen Fachbereich konnte Vogt im Zusammenwirken mit seinem Partner von der Akademie, Dr. Rüdiger Sareika, auch prominente Vortragende und Diskussionsteilnehmer gewinnen ...

schneider-Hunkeler-macht-SachenHamburger Abendblatt: "Wenn die Idylle zur brüchigen Illusion wird"
Krimi aus der Schweiz: Hansjörg Schneider erzählt in "Hunkeler macht Sachen" von einem dunklen Kapitel der Schweizer Geschichte ...
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Berliner Kurier: "Das Geheimnis des Jeremias Baumwolle"
"HERR K." Endlich enttarnt: Wer war der Mann, der Jerry Cotton erfand?...


Kalender
Jan Guillou
guillou-jan.jpeg Am 17. Januar 1944 wird Jan Guillou in Södertälje/Schweden geboren.
Er lebt als einflußreicher Journalist und Autor in Stockholm. Weltbekannt wurde der ehemalige revolutionäre Linke mit seinen mehrfach verfilmten Thrillern um den adeligen Helden Coq Rouge, mit dem er die Liebe zu klassischer Musik, gutem Wein und zur Elchjagd teilt. Der Journalist und Fernsehmoderator wurde durch einen Artikel, den er für die Wochenzeitschrift "Folklet i Bild/Kulturfront" geschrieben hatte, wegen Spionage angeklagt und saß 1974/1975 für 10 Monate im Gefängnis. Seine zehn Romane (Spionage-Thriller) über den schwedischen Geheimagenten Graf Carl Hamilton alias Coq Rouge wurden insgesamt rund 5 Millionen mal verkauft und in 15 Sprachen übersetzt.
In seinen letzten Romanen hat sich Guillou von zeitgenössischen Themen der Welt des Mittelalters zugewandt. Seine Trilogie über die Kreuzritter spielt im 13. Jahrhundert. Info bei:
krimi-couch.de , kaliber.38,schweden-krimi.de, Piper Verlag, filmszene.de , schweden-krimis.de , kirjasto.sci.fi engl.

14. Januar 2005

1. Europäische Tagung zur Kriminalliteratur

Jakob Arjouni, Donna Leon und Petros Markaris nehmen an der 1. Europäischen Tagung zur Kriminalliteratur teil, die als Hommage an Manuel Vázquez Montalbán vom 20. bis 22. Januar 2005 in Barcelona stattfindet.
Nach der Eröffnung der Tagung durch Sergio Vila-Sanjuán im "Centre for Contemporary Culture of Barcelona (CCCB)" sind für Donnerstag und Freitag verschiedenen Podiumsdiskussionen mit den images/barcelona-culturaAutoren geplant.
Der Freitag abend ist Manuel Vázquez Montalbán gewidmet. Nach einem Spaziergang durch Barcelona findet eine Lesung europäischer Krimischriftsteller statt. Andrea Camilleri, Petros Markaris, Donna Leon, Francisco González Ledesma und Henning Mankell lesen Texte zu Ehren Manuel Vázquez Montalbáns und seiner Detektivfigur Carvalho.
Am Samstag finden in mehreren Stadtbüchereien Gespräche mit Autoren statt. So sind Donna Leon und Henning Mankell in der Francesca Bonnemaison Bücherei im Gespräch (Moderation: Ricard Ruiz Garzón), und Petros Markaris und Jakob Arjouni unterhalten sich in der Fort Pienc Bücherei mit Antonio Lozao (Moderation Sergio Álvarez).
Die Tagung schließt am Samstag abend mit einer dramatisierten Lesung aus 'Antes de que el milenio nos separe' ('Before the Millenium keeps us apart') von Manuel Vázquez Montalbán im CCCB
Eine Information des Diogenes Verlages ... mehr
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Als pdf-Datei gibt es im Netz das Heft "Barcelona Cultura" in dem die Veranstaltung auf Seite 12 angezeigt wird ...hier (pdf)
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Compact Krimi-Schreibwettbewerb

Mit Aktionswochen für den Buchhandel bereite der "Compact Verlag" seinen Krimi-Schreibwettbewerb vor. Der beste fremdsprachige Krimi-Entwurf werde prämiert und bei Compact veröffentlicht, meldet "börsenblatt-online" ...mehr
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Martina Borger & Maria E. Straub

images/Borger -Straub-im-gehegeIn der Literatursendung "LeseZeichen" im Bayerischen Fernsehen ist am Sonntag, 16. Januar 2005, um 11.45 Uhr ein Beitrag mit Martina Borger & Maria Elisabeth Straub im Gespräch mit Antonio Pellegrino zu ihrem aktuellen Buch "Im Gehege" (Diogenes) zu sehen ...
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Georges Simenon ohne Maigret

(Sendetermin: 17. Januar bis 1. Februar 2005, 8.30 bis 9.00 Uhr) im "NDR":
Der Roman "Sonntag", der 1958 entstand, gehört zu Georges Simenons Büchern ohne Kommissar Georges SimenonGelesen von Dieter Mann in 11 Folgen. Mit einem Essay von Hanjo Kesting:"Das Rätsel Simenon" (als Folge 12)
Maigret – in Frankreich werden sie im Unterschied zu den Krimis "Psycho" genannt. Dieter Mann hat Simenons Roman im August 2004 im NDR Hannover in der Regie von Ingo Colbow aufgenommen. Die Lesung wird ergänzt durch einen Essay von Hanjo Kesting über "Das Rätsel Simenon".Mit seinen über 250 Romanen wurde er zum meistgelesenen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und als simenon-sonntagErfinder des Kommissars Maigret auch zu einem der berühmtesten. Doch hat solche Popularität dem literarischen Ansehen von Georges Simenon eher geschadet. Dabei hatte er von je illustre Bewunderer: William Faulkner und André Gide, Jean Cocteau und Federico Fellini, Walter Benjamin und Alfred Andersch. In Wahrheit war Simenon, der 1989 im Alter von 86 Jahren starb, ein Gigant der Literatur oder, wie Patricia Highsmith gesagt hat, "der größte Schriftsteller seiner Zeit". Diese Sichtweise beginnt sich erst heute allmählich durchzusetzen. Simenons immense Produktivität erscheint nicht nur überwältigend, sondern auch rätselhaft. Er selber sprach von der Notwendigkeit, "im Stand der Gnade" zu schreiben. Seine Maxime als Schriftsteller lautete: "Alles verstehen und nicht urteilen" ... mehr.
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Vermischtes

europa-mordetBerliner Morgenpost: "Krimi in Variationen"
"Europa mordet" – Anthologie mit 14 Autoren. Vierzehn bekannte europäische Krimiautoren haben in der Anthologie "Europa mordet" (Ullstein Taschenbuchverlag) fantasievolle Variationen eines Verbrechens aufgeschrieben. Es geht um den Mord am Vorabend einer Literaturpreisverleihung ...
"Europa mordet" bestellen bei amazon

ditfurth-Mit-Blindheit-geschlagen.jpgBerlin kriminell: " Den Tod im Gepäck"
Stachelmann, die Zweite. "Mit Blindheit geschlagen" (Kiepenheuer & Witsch) – Ein Buch über deutsche Vor- und Nachwendewirklichkeit, Gewissenlosigkeiten, über die Chancenlosigkeit eines Unschuldigen vor der hiesigen Justitia und behäbige Forschersitten an deutschen Unis. – Spannend, kritisch, humorvoll. Was in keine historische Abhandlung passt und ohnehin nur einen Spezialistenkreis von einigen Hundert Kollegen erreicht: schreib es in einen Krimi und mach's populär. Letzteres ist Christian v. Ditfurth bereits mit seinem ersten Stachelmann-Krimi "Mann ohne Makel" gelungen, in dem es um die späte Rache eines schwerkranken, alten Juden an einem Hamburger Kriegsgewinnler ging ...
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Börsenblatt: "Belletristik hoch im Kurs"
Das umsatzstärkste Segment der Warengruppe Belletristik ist mit 49,3 Prozent der Roman. Noch besser verkauften sich 2004 die Kriminalromane: Der Umsatz dieses Segments (21,7 Prozent Umsatzanteil) steigerte sich um 6,9 Prozent ...

ZD net: "Mit Computerforensik dem Täter auf der Spur"
Der Krimi-gebriefte Leser weiß es: Forensik hat etwas mit Insektenfunden auf Leichen zu tun. Doch bezeichnet der Begriff auch eine spezielle Art der Sachbeweisführung, wenn Informations- und Kommunikationstechniken als Tatwerkzeug zum Begehen von Straftaten im Spiel sind ...

13. Januar 2005

Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher der Alligatorpapiere. Auch darüber, daß wir im Laufe der Jahre eine enorme Menge von Meldungen zur Kriminalliteratur veröffentlichen konnten. Leider frisst das eine Menge Speicher auf unserem angemieteten Server, so daß wir ein wenig aufstocken mußten.
Wie immer gibt es das nicht umsonst, und so führen wir dann doch versuchsweise Direktlinks zum Bücherkauf ein. Sollten Sie über diesen Link etwas einkaufen, fließt uns eine kleine Provision zu. Wenn nicht, dann nicht. Aber Sie müssen ja auch nicht. Deshalb betrachten wir es einfach als benutzerfreundlichen Service, mit dem Sie machen können, was Sie wollen. So. Das wars. (Ach ja, existenzgefährdet sind wir nicht, falls Sie Angst haben sollten, daß wir einfach verschwinden, wenn Sie nicht klicken. So werden Sie uns nicht los!)

Ein 68er in der Polizei

Martin Textor, frisch pensionierter Chef des LKA 6, im Gespräch mit Pieke Biermann: Spezialeinsatzkommandos gelten als Elitepolizisten. Das SEK wird gerufen, wenn "normale Polizisten" nicht weiter können oder dürfen. Und immer da, wo es um Schwerstkriminalität geht, Geiselnahme, Entführung, terroristische Anschläge.
Zu den spektakulären Einsätzen der Berliner Spezialpolizisten zählen der Banküberfall der "Tunnelgangster" 1995, die Besetzung der irakischen Botschaft 2002, die Busentführung 2003, bei der auch ein Kollege des RBB stundenlang in der Hand des Geiselnehmers war.
Martin Textor ist von Anfang an dabei, zuerst in einem SEK-Team, zuletzt als Chef aller Berliner Spezialkräfte. Jetzt wird er pensioniert. Mit ihm sprach Pieke Biermann für das "Info-Radio. Heute Do, 13.01.2005 10:45 – 11:00 – Vis a vis – (als radiostream zu hören) .... mehr.

Akira Kuroda

Brutal moralisch findet Patricia Wedler in der WoZ vom 13.01.2005. den Roman "Made in Japan" (JBook Maas Verlag) von Akira Kuroda. Das Skaten, der Sex, das Abschlachten, der Kannibalismus, das alles geschehe seltsam emotionslos. Die junge Autorin versuche mit ihrem erfolgreichen, skandalträchtigen Debütroman eine Art Übersetzung von "American Psycho" ins Japan der Jetztzeit. kuroda-made-in-japan Und wirke bei all den expliziten Gewalt- und Sexszenen doch zutiefst moralisch.
Die gelangweilt gereizte Jugendgang um Tarkashi habe Autorin Akira Kuroda sehr lebendig beschrieben, findet Barbara Keller bei "berlin kriminell". Die inneren Dialoge seien mehr als glaubhaft. Dem triefend bildlichen Massaker möge man dann allerdings irgendwann nicht mehr folgen. Es sei Trance, es sei Wahnsinn. Und vermutlich etwas überzogen. Auf diesen Auswuchs sozialer Fehlleistung habe Akira Kuroda den Stempel "Made in Japane" gedrückt und habe damit eine Lawine an Widerspruch und Diskussionen ausgelöst.
In ihrem schockierenden Debütroman "Made in Japan" (JBook Maas Verlag), der sich in ihrem Heimatland mehr als 120.000 Mal verkauft habe, erzähle die junge Autorin Akira Kuroda, wie das Gefühl der Verlorenheit in Selbsthass und Gewaltexzesse umschlägt. Das sei "American Psycho" in den Suburbs von Tokio, meint Kolja Mensing im "DeutschlandRadio" am 30.12.2004.
Das Problem des Romans sei, dass "leisere Anklänge" kaum sichtbar würden, da die expliziten Gewaltdarstellungen jegliche etwaigen subtilen Andeutungen vollkommen überlagerten, moniert Maik Bierwirth auf "3sat" am 10.12.2004. Der Roman sei tatsächlich nicht schlecht geschrieben. Aber man brauche nur Zeitung zu lesen, über die toten Zeugen im Dutroux-Prozess, über Kannibalismus im Internet, um zu wissen, dass es eine unbegrenzte Vielzahl an möglichen Perversionen gebe. Von einem Roman erwarte sie zwar gerade keine moralisierende Sichtweise, aber zumindest eine gewisse Palette möglicher Lesarten. Bei "Made in Japan" sei dies irgendwo zwischen den zerstückelten Leichenteilen verschütt gegangen. Leider, denn damit verschenke der Roman sein literarisches Potential.

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Reginald Hill

hill-reginald-die-raetselhaften-worteZum 18. Mal stürzen sich Peter Pascoe, der unvergleichliche Andy Dalziel und der unerschütterliche Sergeant Wield in ein neues kriminalistisches Abenteuer. Wie eigentlich immer gelinge Reginald Hill ein einmaliger Thriller, dessen Qualität einmal mehr wundern macht, wieso dieser Autor hierzulande immer noch als Geheimtipp gelte. Vor einem Ian Rankin oder einem Henning Mankell müsse er sich ganz sicher nicht verstecken, meint Michael Drewniok in seiner wie immer ausführlichen Besprechung des Buches "Die rätselhaften Worte" (Knaur) bei den Kollegen vom "Buchwurm" und der "krimi-couch"


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Stona Fitch

Der Roman "Senseless" von Stona Fitch ist der erste in der Reihe "friktion" fitch-senseless.jpgdes Verlags "Matthes & Seitz Berlin" , der seit Februar 2004 unter neuer Führung steht. Es rieselt, fließt, strömt viel Blut in diesem Buch, und zahllos sind die Schmerzen. Ausgestanden jedoch sei Stona Fitchs Buhlen um Brisanz damit noch nicht, meint Katrin Schuster in der "Berliner Zeitung" vom 12.01.2005 und ist überhaupt nicht zufrieden. Der Roman sei ziemlich geschmacklos. Und ohne jeden tieferen Sinn ... mehr

Nerven wie Drahtseile brauche man für dieses Buch, meint Carsten Wist in seiner Besprechung für die "Kulturszene" bei "Antenne Brandenburg". Schriftstellerische Kraft erfordere es, dieses barbarische Spiel glaubhaft zu darzustellen, eine Kraft, über die Fitch mit Sicherheit verfüge. Literatur, die härter, unerbittlicher und unerträglicher sei, als alles, was die Bilderwelten der visuellen Medien uns biete. Das Buch verstehe sich auch als Medienkritik, er funktioniere selbstreferentiell. Ein Roman, der gleichzeitig anziehe und abstoße. Die Kritik ist nur zu hören, nicht zu lesen und zwar hier
Eine Leseprobe des Romans gibt es hier


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Peter Robinson

Bleiben wir bei Carsten Wist und seinen Besprechungen für robinson-ein-seltener-fall.jpg "Antenne Brandenburg". Besprechungen im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit seiner angenehmen sonoren Stimme spricht er über Bücher und man kann sich dran gewöhnen, sich auf diese Art etwas erzählen zu lassen. Zum Beispiel über Peter Robinsons Roman "Ein seltener Fall" (Ullstein Verlag), der 13. um Inspektor Alan Banks, eine Serie die Stephen King als derzeit beste auf dem Markt gelobt haben soll. Aber hören Sie, was diese Stimme dazu sagt ... mehr


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Vermischtes

Berliner Zeitung: "Das wilde Drucken ist vorbei"
Fernab des üblichen Literaturbetriebs, der zum Alltagsgeschäft zurückgekehrt ist, bieten neue Netzwerke, Onlineforen und Verlage für unbekannte junge Schreiber Plattformen. Verleger wie Autoren sind dort oft um die dreißig ...

Berliner Zeitung: "Die reale Tristesse des Detektivs"
pelecanos-wut-im-bauch"Wut im Bauch" (Rotbuch ) von George P. Pelecanos zelebriert die hohe Kunst und explosive Mischung des realistischen Krimis mit dem rechten Maß an harter Action, einem handverlesenen Arsenal grusliger Spitzbuben und jenem sozialen Pathos, das Leute dazu bringt, McDonald's-Tüten tatsächlich in Papierkörbe zu werfen ..."Wut im Bauch" bestellen bei amazon

Berliner Zeitung: "Hollywoodkompatibles Schauerzeugs"
blanchard-sturmfieberEs wimmelt hier nur so von Stereotypen und abgedroschenen Familienszenarien, und wäre Alice Blanchard nicht eine exzellente Atmosphärendrechslerin und begabte Handwerkerin, die leider ihr großes Talent an hollywoodkompatibles Schauerzeugs verschwendet, müßten wir von diesem Monster "Sturmfieber" eher abraten ..."Sturmmfieber" bestellen bei amazon

Der Spiegel: "Ron McLartys Odyssee"
Wer schreibt, der bleibt – manchmal einfach nur erfolglos. Ron McLarty hatte nach 30 Jahren die Hoffnung auf eine Veröffentlichung eines seiner zahlreichen Werke beinahe aufgegeben. Doch dann kam Bestseller-Autor Stephen King und machte dem Horror des Wartens ein Ende.

christie-mord-im-orientexpress-bild-bibliothekBild-Zeitung: "Nur Gott und Shakespeare haben mehr Bücher verkauft."
Ein Krimi war in 6 Wochen fertig: "Ich bin eine literarische Wurstfabrik!" Wer noch keinen Agatha-Christie-Krimi gelesen hat, hat nicht wirklich gelebt. "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie ; der BILD-Bestseller für 4,99 Euro
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NGZ: " Einstieg über Krimis"
Der gebürtige Neusser Christian Schnalke hat das Drehbuch für den ZDF-Dreiteiler "Die Patriarchin" geschrieben, in dem Iris Berben die Titelrolle spielte und der rund 9,4 Millionen Zuschauer hatte. Und seine Gedanken zu Neuss?Ich schreibe ja gerne Geschichten mit sehr persönlichem Hintergrund. Warum sollte es nicht einmal einen literarischen Mord in Neuss geben?

12. Januar 2005

Auch für die Augen

"Apokalypse Wow!" Die Wissenschaftsthriller des 21. Jahrhunderts erzählen vom Ende der Menschheit.
Ein Feature von Kolja Mensing. Gesendet am 11.01.2005 um 19:05 im DeutschlandRadio Berlin
Amerikanische Schriftsteller wie Michael Crichton haben das Genre des Wissenschaftsthrillers bekannt gemacht. In Deutschland verbindet es sich mit Namen wie Andreas Eschbach und neuerdings Frank Schätzing.
Während die Wissenschaftler die Welt von Morgen schaffen, erzählen die Autoren der Wissenschaftsthriller bereits vom Tag danach.
Nun ist für all diejenigen, die den Beitrag nicht hören konnten, das Manuskript zugänglich und zwar ... hier

Stephan Pörtner

Für das "Tagblatt der Stadt Zürich" hat Stephan Pörtner einen Fortsetzungsroman geschrieben: "Der Erzengel von Albisrieden". Von Montag 03. Januar -Freitag 29. April erscheint der Roman jeweils Montag, Mittwoch und Freitag im Tagblatt poertner-stefan Alle, die deshalb nicht extra nach Zürich zügeln wollen, können den Roman ab Freitag 7. Januar im Internet verfolgen. poertner-koebi-der-HeldUnd so fängt es an: "Tatort Plaza-Bar, vis-à-vis Bezirksgericht, 14 Uhr Ortszeit: Ein langer Mann in dunkelblauer Seemannsjacke ..."
1998 veröffentlichte Pörtner seinen ersten "Köbi-Krimi", wie sie bei seinen Fans heissen. Eine Hommage an Zürich und sein Quartier, den Kreis 4, wo er seit zwanzig Jahren lebt. Mit unkorrumpierbarem Blick schildere er von seiner Wohnung bei der Langstrassenunterführung aus die urbane Szene, das Milieu und die Mentalitäten des dazugehörigen Personals. Aus diesem Wiedererkennungseffekt bezögen die Geschichten ihren Reiz, so die Zeitung als Einführung. Drei Köbi-Krimis sind bisher im Krösus Verlag erschienen, im Dezember 2004 erschien "Köbi, der Held" als Taschenbuch im "Goldmann Verlag.
2001 wurde Pörtner für den Glauser Kurzkrimipreis nominiert ... mehr


"Köbi der Held" von Stephan Pörtner bestellen bei amazon

Nachlese Burgdorfer Krimitage 2004

zeindler03 Wo wir schon einmal in der Schweiz sind: was für ein freundliches Spektakel die Burgdorfer Krimitage 2004 waren, läßt sich bestens aus den Fotos zum Festival herauslesen, die im Netz zu sehen sind. Es sind nicht nur vortreffliche Schnappschüsse, sondern regelrechte Appetithappen auf das nächste kriminelle Fest in Burgdorf. Seit 1993 treibt der Verein Burgdorfer Krimitage in einer Kleinstadt im Berner Mittelland sein Unwesen. Alle zwei Jahre verwandelt der Verein die Stadt Burgdorf in eine Mördergrube. Auch das 2004er-Ereignis war schon ein voller Erfolg: Sieh, das Böse geht vorüber. Die sechste Auflage der Burgdorfer Krimitage: Gegen 10.000 verkaufte Eintritte, über 75 kriminelle, gut besuchte oder ausverkaufte Anlässe, begeisterte Gäste und zufriedene Veranstalter. Während 10 Tagen lag in Burgdorf das Böse näher als man dachte, doch auch das gute Böse geht einmal vorbei. Nun heißt es warten bis 2006; und die Bilder angucken ... mehr

Wo war das noch mal in Venedig?

brunettis-venedig Wie das Fachmagazin "Buchmarkt" meldet, stellt der Buchmarkt-Mitarbeiter Jan Scherping heute im SAT 1 Frühstücksfernsehen sein Krimiposter vor. Gut, stellen wir einen Stadtplan vor. Damit nicht hunderttausende Leser und -innen der Donna Leon-Krimis durch Venedig irren, gibt es jetzt einen Stadtplan, mit dem sie auf Brunettis Spuren wandeln können. Wie geht das: Stadtplan der Innenstadt von Venedig im Format DIN A3, Beschreibung der Hauptschauplätze der Romane mit möglichst exakter Annäherung an das reale Stadtbild, durch die angegebenen Planquadrate leicht auffindbar. Informationen und Bezugsadressen gibt es ... hier

Vermischtes

tatort-wienMilena Verlag: "Es läuft"
Die von Edith Kneifl herausgegebene Krimi-Anthologie "Tatort Wien" erscheint bereits in der dritten Auflage, meldet der "Milena Verlag"...
"Tatort Wien" bestellen bei amazon

aykol-hotelbosporusWDR 4: "Klischees"
Deutsche trinken Bier und Türken essen Kebab; Südländer sind temperamentvoll und Nordeuropäer reserviert. Diesen Klischees begegnet die Heldin des Buches beinahe jeden Tag. Wie überflüssig und wie lächerlich bestimmte Vorurteile sind, und wie angenehm und vergnüglich das Leben in Istanbul ist, erfahren Sie im "Hotel Bosporus" (Diogenes) von Esmahan Aykol. Ein Buchtipp von Sibylle Haseke (auch als Beitrag zum Anhören) ...

taz: "Eine linke Geschichte"
Einst ging der Rotbuch Verlag aus dem Wagenbach Verlag hervor. Nun verlangt der Verleger Klaus Wagenbach den Namen zurück – und verweist damit auf ein Problem ...


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Agatha Christie
Christie-agatha.jpg Am 12. Januar 1976 stirbt die britische Autorin Agatha Christie im Alter von 85 Jahren in Wallingford, Oxfordshire (* 15. September 1890 in Torquay). Agatha Christie wuchs in der viktorianischen Villa Ashfield auf und wurde bis zu ihrem 16. Lebensjahr nicht in einer Schule, sondern von ihren Eltern (bzw. der Mutter) unterrichtet, die früh ihr schriftstellerisches Talent erkannten. Mit 11 Jahren veröffentlichte sie ein erstes Gedicht in einem Lokalblatt. Ihr zunächst begonnenes Musikstudium in Paris gab sie mit Beginn des 1. Weltkriegs auf und arbeitete als Krankenschwester beim Britischen Roten Kreuz.
1920 erschien ihr erster Krimi: "The Mysterious Affair at Styles" (dt.: "Das fehlende Glied in der Kette") mit dem belgischen Detektiv Hercule Poirot, zunächst in Amerika, 1921 dann in England.
In ihrer schriftstellerischen Tätigkeit hatte Agatha Christie schnell Erfolg, privat jedoch verliefen die zwanziger Jahre eher unglücklich. Der Tod der Mutter und eine Affäre ihres Mannes führten zu einem Zusammenbruch. Agatha Christie veschwand und wurde nach einer spektakulären Suchaktion zehn Tage später aufgefunden. Ein Gedächtnisschwund machten dieses Verschwinden zu einem dauerhaften Rätsel.
Mit mehr als 80 Kriminalromanen, dazu Kurzgeschichten und Theaterstücke, gilt sie mit einer Gesamtauflage von über 550 Millionen Exemplaren als erfolgreichste Krimiautorin der Welt. Ihr letzter Roman "Ruhe unsanft" (Sleeping Murder) erscheint 1976, im Jahr ihres Todes.
Info bei:
christie-web.de , "Christian Kirsch", "S. Fischer VErlag", "ZDF", "wikipedia.org", , Herbert Maerkle , krimi-couch , www.agathachristie.com (engl.) .

london-jack.jpgAm 12. Januar 1876 wird Jack London, eigentlich John Griffith Chaney in San Francisco geboren († 22. November 1916 in Glen Ellen/Kalifornien).
Der US-amerikanische Schriftsteller Jack London zählt zu den wichtigsten amerikanischen Autoren von Abenteuerromanen. Er verfasste diese erfolgreichen Werke im naturalistisch-romantischen Stil, die oftmals in Alaska oder im Pazifik spielen. Seine Protagonisten sind Übermenschen, stilisierte Helden die eindrucksvoll einen gewaltigen Überlebenskampf ringen. London schrieb auch sozialistische Tendenzromane, in denen sein Mitgefühl für die Arbeiter zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus veröffentlichte er Tier- und Kurzgeschichten. Zerrissen zwischen dem Ideal einer besseren, sozialen Welt und dem "Recht des Stärkeren", brachte er sich am 2. November 1916 im kalifornischen Glenn Ellen um.
Info bei:
ZDF , Jack-London.org , wikipedia , Stefan Etzel , Projekt Gutenberg .

bieber-horst.gifAm 12.Januar 1942 wird Horst Bieber in Essen geboren. Er studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik. Anschließend Volontariat und erster Redakteursjob. 1970 wechselte Bieber nach Hamburg zur ZEIT (Ressort Politik). Bis 1997 war er dort Chef vom Dienst.
Zunächst schrieb er neben seiner journalistischen Tätigkeit historische Sachbücher, dann veröffentlichte er 1982 mit "Sackgasse" seinen Krimi-Erstling. Für seinen Roman "Sein letzter Fehler" erhielt Horst Bieber 1987 den "Deutschen Krimi-Preis".
Neben Romanen und Hörspielen schreibt Bieber auch fürs Fernsehen, 1998 veröffentlichte er ausserdedm ein Krimi-Puzzle. Bieber gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Autorengruppe "Das Syndikat" im Jahre 1982.
Info bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Grafit Verlag , Toms Krimitreff , Hamburger Abendblatt .

11. Januar 2005

Dokumentation

"Maske des Bösen": Profiler auf der Spur von Sexualstraftätern
Erstmals im Deutschen Fernsehen zeigt die Dokumentationsreihe auf differenzierte Weise, was Täter antreibt und wie Ermittler ihnen auf die Spur kommen. Und sie schildert die Verantwortung derer, die mit Tätern umgehen müssen, die oft als "menschliche Bestien" bezeichnet werden. Die Dokumentation zeigt das "ZDF" am 11. und 12. Januar um 22.45 Uhr, am 13. Januar um 23.00 Uhr ... mehr

Nur fürs Ohr 1

In der Kultursendung "Scala" auf "WDR 5" werden heute zwei Krimis vorgestellt:
Service Krimi:
"Die kalte Gier" Ullstein Verlag)von T.Jefferson Parker
"Boten der Finsternis" (Lübbe Verlag) von Alicia Gimenez-Bartlett
Sendezeiten: 12.05-13.00 und 21.05-22.00 Uhr ... mehr

Nur fürs Ohr 2

Programmtipp:
"Apokalypse Wow!" Die Wissenschaftsthriller des 21. Jahrhunderts erzählen vom Ende der Menschheit.
Ein Feature von Kolja Mensing. 11.01.2005 • 19:05 • WortSpiel – WerkStatt. DeutschlandRadio Berlin
Amerikanische Schriftsteller wie Michael Crichton haben das Genre des Wissenschaftsthrillers bekannt gemacht. In Deutschland verbindet es sich mit Namen wie Andreas Eschbach und neuerdings Frank Schätzing.
Die Klimakatastrophe ist nur einer der "special effects" in den sorgfältig recherchierten Romanen. Es geht um außer Kontrolle geratene Experimente mit Stammzellen, um Menschen, die zu Maschinen werden, und Maschinen, die sich allzu menschlich aufführen: Die diffusen Ängste, die sich mit der Genforschung oder der Nanotechnik verbinden, schlagen sich in filmreifen Horrorszenarios nieder.
Während die Wissenschaftler die Welt von Morgen schaffen, erzählen die Autoren der Wissenschaftsthriller bereits vom Tag danach ... mehr

Vermischtes

news.de: "Eine Erfolgsstory"
Als Siegertyp wird man geboren, will uns Jeffrey Archer in seinem neuen Familienroman "Die Kandidaten" nachweisen. Egal, ob man in Eliteschulen auf den künftigen Top-Job vorbereitet wird, oder sich aus einfachsten Verhältnissen hoch boxen muss: Die Erfolgsgene setzen sich durch. ...

news.de: "Felix Huby macht Theater"
Große Kunst hat Felix Huby nicht im Sinn, wenn er schreibt. Der Krimi-, Theater- und Drehbuchautor sieht sich selbst als "bekennenden Unterhaltungsschriftsteller", für den Heimatroman kein Schimpfwort und Nachruhm kein Lebensziel ist ...

szerb-die-pendragon-legendeNeue Zürcher: "Zauber und ein wenig Schauer"
Deutlich merkt man Antal Szerb das Vergnügen an, mit den Elementen des englischen Schauer- und Kriminalromans zu spielen. So gesehen hat Szerb mit der "Pendragon-Legende" (dtv) einen postmodernen Roman avant la lettre geschrieben ...

johler-stahl-Das-falsche-Rot-der-RoseRadio Bremen: "Mind Control als Schreckensvision"
"Das falsche Rot der Rose" heißt der beunruhigende Thriller von Jens Johler und Christian Stahl, der in ganz naher Zukunft spielt. Ein spannendes und beunruhigendes Buch, in dem Fakten und Fiktion bedrohlich vernetzt sind ...

kaes-todfreunde.jpgabebooks: "Debüt eines Perfektionisten"
Wolfgang Kaes hat einen Krimi geschrieben. "Todfreunde" ist im Februar 2004 bei Rowohlt erschienen und erhielt sehr gute Kritiken. Ein gelungener Debütroman, der eigentlich als Reportage über Kindesmissbrauch geplant war. Doch schon früh sprengte der Stoff jedes journalistische Format. ...

abebooks: "Reinhard Klimmts 49. Kolumne"
Über Bücher, Antiquariate und Persönliches rund ums Lesen. In seiner 49. Kolumne schreibt Reinhard Klimmt über "Kinky Friedman for Governor" ...

camilleri-das-kalte-laecheln-des-meeres.jpgKölner Stadt-Anzeiger: "Ein Fest mit Montalbano"
Andrea Camilleri, fast 80-jähriger Erfolgsschriftsteller mit Wurzeln in Südsizilien, mutet seinem Commissario Montalbano in "Das kalte Lächeln des Meeres" (edition Lübbe) so einiges zu: aufdringliche Leichen, körperliche Unbill und sogar Rücktrittsgedanken ...

nesser-sein-letzter-fallKölner Stadt-Anzeiger: "Mordfall aus alten Zeiten"
Der schwedische Kriminalautor Hakan Nesser schließt mit dem Roman "Sein letzter Fall" (btb) seine auf zehn Folgen angelegten Krimiserie um den knurrigen Van Veeteren ab. Zehn Jahre lang, seit 1993, ist jedes Jahr mit schöner Regelmäßigkeit ein neuer Band auf den Markt gekommen. ...

Frankfurter Rundschau: "Wirrwarr im Kopf"
Verbrechen am Zuschauer: der neue Bodensee-"Tatort". Seit 30 Jahren habe der Regisseur Michael Verhoeven keinen Tatort mehr inszeniert, lässt der SWR verlautbaren – Anerkennung heischend dafür, dass es der Sender geschafft hat, Verhoeven aus dieser Krimi-Agonie zu wecken. Dabei hätte man ihn lieber darin lassen sollen, denn sein neuestes Werk wirkt, als habe Verhoeven in diesen drei Jahrzehnten eine Überdosis alter Derrick-Folgen zu sich genommen, ...


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Brian Moore
moore-brian In der Nacht vom 10. zum 11. Januar 1999 stirbt Brian Moore in in Malibu, Kalifornien (* 25. August 1921 in Belfast)
Er wollte nicht in einem Büro in Belfast alt werden und wanderte 1948 aus. In Montreal fing er als Büroangestellter an und arbeitete sich zum Korrektor und Reporter der "Gazette" hoch, publizierte gleichzeitig unter dem Pseudonym Michael Bryan Thriller. In den Augen seines Vaters, eines katholisch-irischen Chirurgen, hatte Brian Moore doppelt versagt: In seinem Medizinstudium brachte er es zu nichts, und im Zweiten Weltkrieg trug er die Uniform des englischen Ministry of War Transport. Sein erster Roman, "Die einsame Passion der Judith Hearne", brachte ihm ein Guggenheim-Stipendium in New York ein, sein Thema, der Einbruch des Unheimlichen ins Alltagsleben, Alfred Hitchcocks Ruf nach Hollywood. Moore schrieb das Drehbuch zu "Der zerrissene Vorhang" und ließ sich in Kalifornien nieder. Das Werk von Brian Moore erscheint auf deutsch im Diogenes Verlag.
"Obwohl Moore manchen als Agnostiker galt, lässt sich seine Position zum Christentum, geprägt von irischen Zuständen, als kritischer Katholizismus betrachten, der sich der modernen Welt stellt." (wikipedia.de)
Infos bei:
"Diogenes" , wikipedia.org , Robert Fulford (engl.) , University Calgary (engl.) , Fantastic Fiction (engl.) .

Am 11. Januar 1949 wird Paco Ignacio Taib II in Gijon (Spanien) als Sohn des taibo-paco.jpgSchriftstellers und Intellektuellen Paco Ignacio Taibo geboren und kam im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern nach Mexiko. Er studierte Literatur, Soziologie und Geschichte ohne Abschlüsse, arbeitete als Journalist, Universitätsdozent und Sachautor, bevor der Erfolg seiner Bücher es ihm ermöglichte, als freier Schriftsteller leben zu können. Als Kriminalschriftsteller weltweit bekannt und erfolgreich wurde er durch seinen "unabhängigen" Detektiv Hector Belascoarán Shayne, der im DF, Distrito Federal (Bundesdistrikt), der Bundeshauptstadt Mexico City seine Fälle bearbeitet.
PIT II ist Mitbegründer der Internationalen Vereinigung der Krimischriftsteller (Asociación Internacional de Escritores Policiaeas/AIEP) und Organisator der "Semana Negra", einem jährlichen Treffen internationaler Krimiautoren in Gijon, mit Lesungen, Kulturprogramm und hunderttausenden Besuchern ... Infos bei:
krimi-couch , alligatorpapiere , Unionsverlag , Edition Nautilus , telepolis .

10. Januar 2005

Nordisch by nature

jones-schamanenpass"Schamanenpass" (Unionsverlag metro) sei bereits Stan Jones dritter Nathan-Active-Krimi. Stan Jones sei niemand, der die Vergangenheit idealisiere, erklärt Kolja Mensing in der "crime scene" der "taz" vom 08.01.2005. Ähnlich wie Arnaldur Indridason, clausen-Als-die-Zeit-im-Sterben-lag.jpg dessen Romane in Island angesiedelt seien, also auch nur ein paar Kilometer südlich vom Polarkreis, der liefere aber leider mit seinem Roman "Engelsstimme" (Edition Lübbe) nur Durchschnittsware. Bliebe noch, auf einen deutschen "nordic crime writer" hinzuweisen. Robert Clausen, der sich mit seinem Debüt "Als die Zeit im Sterben lag" (Fischer TB) bis zum 55 Breitengrad vorgewagt habe: Nach und nach verwandele sich diese zunächst aufgesetzt wirkende Geschichte in eine leise Tragödie ... mehr

Frank Schätzing

schaetzing-derschwarmFrank Schätzing hätte sich sicher schöneres gewünscht, als durch den südostasiatischen Tsunami zum Propheten erklärt zu werden, scheint aber die Rolle dennoch anzunehmen: "Frank Schätzings Roman hat die Welle vorweggenommen – und proklamiert eine apokalyptische Naturphilosophie" schreibt Bert Rebhandl in "Der Standard" vom 09.01.2005 und zitiert Schätzings Aussagen in Talkshowsz um Thema. Rebhandl geht aber auch auf den Roman "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) ein ... mehr

Vom bergischen Krimi zum Blockbuster

Der Dreiteiler "Die Patriarchin" hat mit seinen Einschaltquoten nicht nur das ZDF und das Produktionsteam um Oliver Berben glücklich gemacht.Auch Christian kutscher-schnalke-bullenmord.jpg Schnalke, der Drehbuchautor des Films dürfte hochzufrieden sein. Christian Schnalke? Beim Krimikenner, der bis in die Tiefen des Regionalkrimis recherchiert, klingelts: zwei bergische Krimis liegen vor, die Schnalke mit Volker Kutscher geschrieben hat: "Bullenmord" und "Vater unser", beide bei "Emons" erschienen. Nicht die Alligatorpapiere haben das schnell erkannt, sondern Stefan Seitz, Redakteur der "Wuppertaler Rundschau", dessen Bericht leider nicht im Netz einzusehen ist. Er weiß von jenen beiden Krimis zu berichten, von zwei Drehbüchern Schnalkes für die Krimiserie "Rosa Roth" und von jenem Blockbuster "Die Patriarchin", an dem Schnalke ein Jahr und drei Monate gearbeitet hat und selbst einen Hörsturz wegzustecken hatte. Im Netz beim "ZDF" findet sich aber ein Beitrag des Autors Christian Schnalke über "Die Patriarchin": "Wie entstand die Idee zu dieser vielschichtigen Familiensaga?" mehr

Vermischtes

Der Standard: "Bücherrundschau"
Carlo Schäfer: Das Opferlamm, Pieter Aspe: "Das Quadrat der Rache", Eva Almstädt: "Kalter Grund", Liz Bradys: "Tod in Toronto" ...

Der Standard: "Bücherrundschau"
Carlo Schäfer: Das Opferlamm, Pieter Aspe: "Das Quadrat der Rache", Eva Almstädt: "Kalter Grund", Liz Bradys: "Tod in Toronto" ...

Hamburger Abendblatt: "Staatsgeheimnisse für eine Flasche Whisky"
China-Krimi: Andy Oakes entlarvt in seinem Shanghai-Thriller den schönen Schein der asiatischen Boomtown als brüchige Illusion.

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Dashiell Hammett
dasshiellhammett Am 10. Januar 1961 stirbt Dashiell Hammett in New York mit 66 Jahren an einer Krebserkrankung (* 27. Mai 1894 im St. Mary's County an der Ostküste Marylands). Seine Romane "Der Malteserfalke" und "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Er verließ die Schule mit 13 Jahren, und wurde nach einer Reihe von Aushilfsarbeiten Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Acht Jahre lang war er dort als recht erfolgreicher Detektiv tätig, ehe er 1922, gesundheitlich angegriffen, Kurzgeschichten für Black Mask und andere populäre Kriminalmagazine zu schreiben begann. Zwischen 1929 und 1934 verfaßte er fünf Romane, die ihn als Begründer der sogenannten hard boiled school, einer aktionsbetonten, eigenständig amerikanischen Traditionslinie des Detektivromans ausweisen. Bis heute gilt er mit Raymond Chandler als der bedeutendste amerikanische Kriminalschriftsteller. Nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautor in Hollywood wurde er wegen seines sozialistischen Engagements vom Ausschuß für "unamerikanische Aktivitäten" verfolgt, 1951 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und fast aller Publikationsmöglichkeiten beraubt.
Infos bei ... krimi-couch.de , "mordlust.de", beim "ZDF", "wikipedia.org", , Jochen Vogt, Uni Essen, , Diogenes Verlag , Don Herrons Hammett-Tour (engl.).

7. Januar 2005

Le polar allemand

polar-allemandDas französische Goetheinstitut hatte unter dem Motto "Tatort – Kriminalromane deutscher Autoren" oder noch schöner klingend "Le polar allemand" eine Ausstellung zusammengestellt, die unseren Nachbarn die erfreuliche Entwicklung des deutschen Krimis näherbringen soll. Wie schreibt Olivier Mannoni zur Einführung?:
"Sollte der Kriminalroman ein deutsches Phänomen geworden sein? Nachdem er in Europa lange als minderwertige Gattung angesehen worden ist, hat er sich in Frankreich seit Jahrzehnten seine Sporen mit der "Série Noire" verdient, die die bedeutendsten amerikanischen und französischen Autoren in den legendären ‘Krimistand’ erhoben hat."
Sowohl über den Krimi für Kinder und Jugendliche und für Erwachsene wird informiert, eine Linkliste ist vorhanden und das Ganze ist als Wanderausstellung konzipiert, die mit einem Begleitbuch ausgestattet ist. Leider gibt es keine Angabe, wann das alles konzipiert worden ist, es dürfte aber etwas älteren Datums sein, da aktuelle Entwicklungen noch nicht aufgenommen sind. Dennoch: ein interessantes Projekt, das ruhig auch durch Deutschland touren könnte ... mehr


Frank Klötgen

kloetgen-spaetwinterhitze.jpg "Spätwinterhitze" von Frank Klötgen sei ein interaktiver Krimi und Meilenstein der digitalen Literatur. So der Verlag "Voland & Quist" zu seiner Neuerscheinung in der Reihe "editon cyberfiction". Deshalb erhält man natürlich kein Buch, sondern eine CD-Rom: Frank Klötgen sprengt die Grenzen zwischen Buch, Comic und Computerspiel und verbindet Leseerlebnis und literarische Qualität eines atmosphärischen Krimis mit den multimedialen Möglichkeiten des Computerzeitalters. Das Experiment Hyperfiction & Internetkrimi "Spätwinterhitze" ist seit 1999 in Arbeit und endlich am 6. Dezember 2004 mit mehr als 2.000 HTML-Seiten als CD-Rom erschienen.
Worum gehts? Der Leser schlüpft in die Rolle des Ich-Erzählers und steuert sich als Mitarbeiter einer Headhunter-Agentur durch den Roman. Dabei kommt er hinter die Machenschaften eines Weltkonzerns, der zuhause Politiker schmiert, Mitwisser unschädlich macht und im Ausland unter dem Schutzschild von Diktaturen menschenverachtende humangenetische Experimente betreiben lässt. Ein mysteriöser Todesfall und ein todgeglaubter Störenfried geben Rätsel auf, und der Leser wird mehr und mehr in ein bedrohliches Spiel verwickelt. Ob er da heil rauskommt, hängt nicht zuletzt von seinem kriminalistischen Gespür ab...
Eine Demoversion ist im Internet abrufbar und zwar hier. Ein interesantes Experiment, das anzusehen sich lohnt, denn Frank Klötgen, Slampoet und seit über 15 Jahren und 12 Platten Sänger und Texter der Band "Marilyn's Arm", hat Erfahrung: 1998 erhielt er von der ZEIT für seine Hyperfiction-Kurzgeschichte "Aaleskorte der Ölig" den "Pegasus", Preis für Internet-Literatur ... mehr

Vermischtes

Schwarzwälder Bote: "Nordisch"
Mit einem wahren nordischen Krimi meldet sich der Schriftsteller Ingvar Ambjörnsen nach seinem Erfolgsroman "Elling" zurück ... mehr

oe1/orf: "Manuel Vázquez Montalbáns Vermächtnis"
"Hof der Lust", im spanischen Original vor gut einem Jahr erschienen, ist so etwas wie ein Vermächtnis. In diesem Roman zeigt Manuel Vázquez Montalbán einmal mehr, warum er als einer der fabulierfreudigsten Chronisten des postfrankistischen Spanien gefeiert wurde. ...

DRS: "Irgendwo, irgendwann in Lateinamerika"
Imre Kertesz hat seine "Detektivgeschichte" (Rowohlt) bereits in den Siebziger Jahren geschrieben. Hat der ungarische Literaturpreisträger sich tatsächlich in die Niederungen des Krimi-Genres begeben, mit Mord etc.? ... mehr

rathbone-der-spitzel-von-waterlooDeutsche Welle: "Oskar Matzerath des Geheimdienstes"
Ein furioses Buch. Ein verrücktes Buch. Ein hinreißendes Buch. Spannend, witzig, ironisch, unterhaltsam, gebildet, bösartig, manchmal sogar heimtückisch. Es ist ein historischer Roman – Fakten- und kenntnisreich – und doch: aktuell bis zur historischen Verfremdung. Es ist ein Thriller – und manchmal die Parodie eines Thrillers. Alexander Kudascheff ist hellauf begeistert von Julian Rathbones Roman "Der Spitzel von Waterloo" (Europa Verlag) ...

silbert-der-marlowe-codeyahoo: "Geheimnisvoll"
Die amerikanische Autorin Leslie Silbert wird ihren neuen Roman "Der Marlowe Code" (Blanvalet) an unbekanntem Ort in Hamburg vorstellen ...
Eine Besprechung von Michael Matzer zum Roman ""Der Marlowe Code" findet sich bei den Kollegen vom "buchwurm": "Auch wenn der Verlag mit dem Titel "Der Marlowe-Code" (Originaltitel: The Intelligencer) auf den Megaseller-Zug von Dan Browns "The da Vinci Code" aufspringen will, so reicht es doch zu dessen rasantem Tempo nicht ganz." ... mehr



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Aiken-joan Helmut Zenker
Am 7. Januar 2003 starb der österreichische Schriftsteller Helmut Zenker nach langer Krankheit. Seinen Durchbruch schaffte der Autor mit den legendären skurillen Kottan-Krimis. Über viele Jahre hinweg ließ Zenker den Major der Kriminalpolizei Adolf Kottan in den abstrusesten Kriminalfällen mit nicht weniger abstrusen polizeilichen Aktionen ermitteln. Zuerst im Buch, danach – höchst erfolgreich – im TV. Der politisch äußerst engagierte Autor polarisierte die österreichische Öffentlichkeit und war stets jener speziellen zuweilen heftigen österreichischen Schmäh ausgesetzt.
Zum Todestag von Helmut Zenker zeigt "3sat" noch einmal die Fälle seines Fernsehhelden (Kottan ermittelt in einem ersten Fall am 6. Januar 2005, um 15 Uhr. Danach immer sonntags um 15.00 Uhr. Zwölf Folgen lang). Info:
3sat-Special zur Kottan-Wiederholung, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, ORF-Special, Erinnerungen an Kottan von Wolf Haas, kottan-ermittelt.at.

Friedrich Ani
Friedrich AniFriedrich Ani wurde am 7. Januar 1959 in Kochel am See geboren und lebt heute als Schriftsteller in München. Er ist Kulturjournalist, Polizeireporter und Drehbuchautor (Tatort) und erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Deutschen Krimipreis 2002 für den ersten Band der Romanreihe um Hauptkommissar Tabor Süden und den Deutschen Krimipreis 2003 für die folgenden drei Bände.
Sein erster Kriminalroman "Killing Giesing" kam 1996 im Kölner Emons Verlag heraus. Für den Droemer Knaur Verlag entwickelte er seine Serie um den Kriminalkommissar Tabor Süden, der Spezialist für Vermisstenfälle ist. Diese Serie wurde bereits zweimal mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet und bisher ins Französische, Koreanische und Chinesische übersetzt. Info:
Die Befragung, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren

David Goodis
Am 7.Januar 1967 starb der amerikanische Schriftsteller David Goodis David Goodis im Alter von 49 Jahren (* 2. März 1917 in Philadelphia). Goodis verdiente sein Geld als Texter in einer Werbeagentur und als Drehbuchautor. Zahlreiche seiner Romane wurden verfilmt. Er gehört mit Chester Himes und Mickey Spillane zu den Vätern der Hardboiled Krimis und auch er wird wie viele anders Noir-Autoren mehr in Frankreich als in seinem Heimatland vereehrt. Er galt als exzentrisch und kehrte Hollywood nach kurzer Zeit den Rücken, um sich seiner Familie zu widmen. Er schrieb 18 Romane, wovon 11 verfilmt wurden.
Info:
Mordlust , Unionsverlag , David Goodis und Chester Himes im Vergleich (engl., Strangers and Outcasts (engl.)

Am 7. Januar 1998 stirbt der amerikanische Schriftsteller Lawrence Treat in Oak Bluffs, Massachussetts(* 21. Dezember 1903 New York). Treat gilt als einer der Väter des modernen Polizeiromans (Police Procedural), da er nicht einen einzelnen Detektiven Treatoder Ermittler in den Mittelpunkt seiner Geschichten stellte, sondern die Arbeit eines Polizeiteams und die vielfältigen Konflikte in ihrem Revier. Ausserdem schrieb er mehrere sogenannte "Detect-O-Grams", eine Art Krimirätsel-Puzzle.
1965 erhielt er den "Edgar-Preis" für die beste Kriminal-Kurzgeschichte, 1978 den "Special Edgar".
Treat gehörte 1945 zu den Gründern der "Mystery Writers of America" , war schließlich auch Präsident und Direktor der Organisation.
Mehrere Bücher von ihm erschienen auf deutsch bei Verlagen wie Scherz, Gerstenberg, DuMont, Goldmann. Infos bei:
www.kirjasto.sci.fi (engl.), Krimi-Forum, biblion.com (engl.).

6. Januar 2005

Nury Vittachi

Erlösende Meldung aus dem Unionsverlag: der Autor Nury Vittachi hat sich inzwischen gemeldet. Zurück von seiner Reise sitzt er unbeschadet von der Tsunami-Welle wieder am Schreibtisch und freut sich auf seinen Deutschland-Trip ... mehr

Axel Bußmers TV-Tipps

Nach einem feuchten Jahresauftakt (Äußerlich. Nur äußerlich.) gibt es jetzt die ersten TV-Tipps burnett-high-sierra für das neue Jahr. Dabei dürfen – wie schon im vergangenen Jahr – ein Geheimagent, ein in Venedig arbeitender burnett-high-sierraPolizist und ein Mann Gottes Überstunden für die Gute Sache machen. Filmfans mit einer Vorliebe für Western lege ich Raoul Walsh "Vogelfrei" ans Herzen. Er verlegte den Gangsterroman von Burnett einfach in den Wilden Westen. Pferde statt Autos. Und es gibt in den kommenden beien Wochen neben vielen Wiederholungen noch einige Filme, die immer wieder schön sind ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier

Dan Brown & Co.

Die Helden der neuen Thriller-Generation sind Kunsthistoriker oder Ordensschwestern. Mühelos knacken die Drachentöter der Informationsgesellschaft alle Codes. Und die Lösung des Weltenrätsels liegt im Internet, dem Dorado moderner Paranoiker. "Im Zeichen der Angst" heißt der Artikel von Wieland Freund in der "Berliner Morgenpost", in dem er analysiert wie Dan Brown einer neuen Generation von Verschwörungsthrillern den Weg bereitet ... mehr

Wörtches Leichenberg

Die Januarausgabe von Thomas Wörtches Krimikoumne "Leichenberg" ist bei den Kollegen von "kaliber. 38" und verspricht Gutes: 2005 könnte ein gutes Jahr werden!
Gleich das erste Buch, das Wörtche gelesen habe, sei sensationell gut: "Total illegal" von Norman Green (zebu crime). green-Total illegal Der extrem hohe Spannungsquotient kommt aus den intelligenten und überraschenden Beobachtungen und aus der Interaktion eines ausgefeilt aufgebauten Figurenensembles.
robinson-ein-seltener-fall.jpg In seinem dreizehnten Roman "Ein seltener Fall" (Ullstein)um Inspector Alan Banks aus Yorkshire habe Peter Robinson sein Projekt, große Panoramen in Kriminalromane zu packen, noch perfektioniert (siehe auch unsere Befragung ).
Putzig sei dagegen das Bemühen von Harri Nykänen mit "Raid und der Legionär" (Grafit) um einen finnischen Noir. Und zumindest sehr interessant sei das von Stefan Ummenhöfer und Michael Thaidigsmann herausgegebene Kompendium zu "Aktenzeichen XY ... ungelöst. Kriminalität, Kontroverse, Kult" (Romäus Verlag) ... mehr

Neues von der Krimi-Couch

Neu bei den Kollegen von der Krimi-Couch:
Der "Krimi-Couch-Volltreffer" im Januar ist "Nervöse Fische" von Heinrich Steinfest.
steinfest-Nervoese Fische Und es gibt unter anderem Rezensionen zu
Andy Oakes: "Drachenaugen"
Andrea Camilleri: "Das kalte Lächeln des Meeres",
Dick Francis: "Versteck",
Nury Vittachi: "Der Fengshui-Detektiv und der Geistheiler"
Natürlich gibt es weitere neue Rezensionen zu Büchern aus Asien, Australien, Australien, Großbritannien und dem Rest der Welt (Deuschland inbegriffen) ...

Gumshoe News

Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site":
Die amerikanische Schriftstellerin Lucy Freeman ist am 29. Dezember 2004 infolge ihrer Alzheimer-Erkrankung im Alter von 88 Jahren in New York gestorben. Lucy Freeman, die auch als Reporterin in den Spezialgebieten Psychiatrie und Gesundheit für die "New York Times" gearbeitet hat, schrieb in den 70er Jahren drei Dr. William Ames-Krimis und war ausserdem bekannt für ihre legendären Parties nach Edgar-Verleihungen ... mehr

Das andere Genre

Die Raumfahrt sei nicht länger die Angelegenheit einer glänzend vorgestellten Zukunft, schrieb der britische Autor und Literaturwissenschaftler Adam Roberts, sie sei zur Realität und damit zu einer Sache der Vergangenheit geworden. Damit müssten eigentlich auch die Raumschiffe, die Ikonen der Science Fiction schlechthin, an Attraktion und Symbolkraft eingebüßt haben. Doch seit Anfang der neunziger Jahre ist eine erfolgreiche Wiederkehr der Space Opera in der SF-Literatur zu beobachten, in der gewaltige Raumkreuzer das All durchpflügen und zumeist in kriegerische Aktivitäten verstrickt sind. Ein Beitrag von Wolfgang Neuhaus am 06.01.2005 bei "telepolis" über das "Science Fiction Jahr 2004" ... mehr

yahoo: "Comic-Pionier Will Eisner gestorben "
Mit der Comic-Serie "The Spirit" verschaffte er dem Genre Geltung und gab später den ersten Comic-Roman heraus. ...

taz: "Die wohltemperierten Bürger "
Altersmild und altersweise: "Die Brautjungfer" von Claude Chabrol ist zwar ein Krimi, bezieht die Spannung aber vor allem aus der Verweigerung von Suspense ...

sattorg: "Berlinoir "
Reinhard Kleist und Tobias O. Meissner haben den zweiten Band der (geplanten) Trilogie vorgelegt. In "Berlinoir 2 - Mord!" treibt neben den Vampiren ein weiteres Monster sein Unwesen. ...

literature.de: "Autor des Monats"
Michael Crichton : Das schreibende Gewissen ...

5. Januar 2005

Ulrich Nollers Krimitipps Januar 2005

Ulrich Noller Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den Januar 2005 beim "WDR 5" (Funkhaus Europa).
pouy-H4BluesEr schreibe superwitzig und beeindruckend sprachmächtig; er beweise immer wieder aufs Neue ein ungeheures Gespür für Charaktere und Konflikte. Treffsicher und provokant verpacke er in seinen Geschichten genau die Themen, die die Gesellschaft eigentlich überhaupt nicht diskutieren möchte: Jean Bernard Pouy, der Spiritus Rector des subversiven Kriminalromans, einer der besten Kriminalschriftsteller Europas . Erfreulich sei, dass der Distel Literatur Verlag immer wieder das Wagnis eingeht, den Deutschen einen neuen Pouy zuzumuten; so wie jetzt den Roman "H4 Blues", ein aktuelles Werk des Meisters, erstmals veröffentlicht im Jahr 2003 ...
ADG-Kangouroad-Movie Er sei eine der interessantesten Figuren des französischen Kriminalromans: A.D.G., bürgerlich Alain Fournier, der im vergangen November an Krebs verstarb – und dessen literarisches Vermächtnis, der grandiose Spannungsroman "Kanguroad Movie" (Zebu Verlag), jetzt auch in Deutschland erschienen sei. Intime Kenntnisse über die Kultur der Aborigines, sprachliche Brillanz und süffisanter Witz: Ohne Frage ein herausragendes Buch, das einmal mehr beweise, dass in Frankreich, egal ob links oder rechts, zur Zeit die besten Kriminalromane überhaupt geschrieben würden ... mehr

Anne Chaplet

http://www.f-r.de/ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=613579 Die Frankfurter Autorin Cora Stephan alias Anne Chaplet über die Vorzüge von Dorfkrimis, das Ärgernis von Wegschmeißkrimis und ihren neuen Roman "Russisch Blut" . Anne Chaplet ist der Name einer Krimiautorin, die sich 1998 erstmals zu Wort meldete und laut Klappentext zuvor Barfrau, Fitnesstrainerin, Börsenbrokerin gewesen war. Eine hübsch erfundene Biografie, wie sich erst dreieinhalb Jahre später herausstellte, als in Wiesbaden zum zweiten Mal der Frauenkrimipreis vergeben wurde - und sich die Frankfurter Journalistin Cora Stephan outete. Ein Interview in der "Frankfurter Rundschau" vom 05.01.2005 ... mehr

Vermischtes

ZDF: "Aufregender Spionage-Thriller aus der Zeit Elisabeth I. "
So ist "Glorianas Fackel" (btb) einerseits ein ziemlich aufregender Spionage-Thriller, der bis zum Schluss in Atem hält. Gleichzeitig aber ist es auch ein lebenssprühendes vergnüglich-pralles Sittengemälde ...

Netzeitung: "Wort für Wort"
Schreiben kann man lernen. Die Bestsellerautorin Elizabeth George erläutert das Handwerk der literarischen Produktion ...

Netzeitung: "Das Ende jeder Gewissheit"
Die dritte Staffel der Fernsehserie "24" macht aus der Not eine Tugend, dass es unmöglich war, die Qualität der ersten 48 Folgen zu übertreffen. ...

Yahoo news: "Kottan ermittelt wieder"
Zum Todestag von Drehbuchautor Helmut Zenker zeigt 3sat noch einmal die Fälle seines Fernsehhelden ...

Berliner Morgenpost: "Geierwally"
TV-Serien-Autor Felix Huby verpaßt der "Geierwally" ein neues Kleid ...

Handelsblatt: "Fluch des "24"-Erfolgs"
Heute Abend kurz nach zehn Uhr startet die dritte Staffel einer Serie, die süchtig macht, wie kaum eine andere – und die der TV-Branche gerade deshalb riesige Probleme bereitet ...

MV-Regio: "Autoren-Verlag veröffentlicht Krimi-Band aus Vorpommern"
Kriminalerzählungen von zehn Autoren aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg veröffentlicht in diesem Frühjahr der buch.macher.autoren.verlag. ...

Vorwärts: "Der Spion, der in die Vollen ging "
Wenn es tatsächlich noch Leute gibt, die behaupten, dass Fiktion spannender sei als die Realität, dann haben sie Juretzkos Buch "Bedingt dienstbereit" noch nicht gelesen ...


Kalender
duerrenmatt-friedrich Friedrich Dürrenmatt
am 5.Januar 1921 wird Friedrich Dürrenmatt in Konolfingen (Kanton Bern) geboren († 14.12.1990 in Neuchatel).
Dürrenmatt war der Sohn eines Pfarrers. Er besuchte in Bern das Gymnasium, dann studierte er in Zürich und Bern Theologie, Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften. Er wollte Maler werden. Er schrieb aber schon in den 40er Jahren Erzählungen, und 1947 brachte sein Drama Es steht geschrieben ein Theaterskandal.
Ab 1952 lebte Dürrenmatt in Neuchatel. Mit dem Drama Der Besuch der alten Dame (1956) hatte er einen Welterfolg. Das Drama Die Physiker (1962) behandelte Fragen des Atomzeitalters. 1968/9 wurde er Theaterdirektor in Basel. In dieser Zeit schrieb er viele Neufassungen seiner älteren Werke.
Seine erzählerischen Werke sind oft Detektivgeschichten, und seine Dramen sind oft Tragikomödien, in denen es Elemente von Satire, Farce, und schwarzem Humor gibt. Er wurde von den Dramen und Ideen Bertolt Brechts beeinflußt. Ein zentrales Thema seiner Werke ist die Macht und die Frage der Verantwortung in einer scheinbar chaotischen Welt.
Infos:
Oregost State, Raffiniert.ch, Centre Dürrenmatt, wikipedia und natürlich beim Diogenes Verlag

4. Januar 2005

Die Befragung: Christoph Spielberg
spielberg-christoph.jpgDer Fragebogen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka kursiert weiter. Diesmal kommt die Antwort aus Berlin, von einem Experten für klinisches Morden.
Lesen sie mehr:
Christoph Spielberg wurde 1947 in Berlin geboren und ist Facharzt für Innere Medizin und Herzspezialist. Er war Oberarzt in einem Berliner Klinikum, heute niedergelassener Kardiologe in Berlin. Sein erster Krimi "Die russische Spende" wurde 2001 veröffentlicht und mit dem Friedrich-Glauser-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet. Es folgten "Denn wer zuletzt stirbt" (Piper 2002), "Hundertundeine Nacht" (Piper 2003) und "Der vierte Tag" (Piper 2004). mehr

Krimi-Blitz an Frank Schätzing

krimi-blitz-2004.png 20 Tage im Dezember, 20 nominierte Krimis. Über 1200 Leser haben gewählt. Die Wahl zum besten Krimi des Jahres, den die "Krimi-Couch" erstmals mit dem "Krimi-Blitz" auszeichnet, war ein spannendes Ereignis: Die fünf Bestplatzierten lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen von Anfang nur wenige Prozentpunkte voneinander entfernt. schaetzing-derschwarm.jpg Den beliebesten Krimi 2004 (oder passender: Spannungsroman) hat ein 47-jähriger Kölner Werbefachmann geschrieben, dessen Buch im Nachhinein durch die Tsunamis in Südostasien eine erschreckende Realität aufweist: "Der Schwarm" (Kiepenheur & Witsch) von Frank Schätzing.
Die weiteren Plätz belegten Arnaldur Indridason (Platz 2 für "Todeshauch"), Hakan Nesser (Platz 3 für "Sein letzter Fall") sowie Jilliane Hoffman (Platz 4 für ihr Debüt "Cupido") und Elizabeth George (Platz 5 für "Wer die Wahrheit sucht") ... mehr

Christopher Moore/Nury Vittachi

Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien fragten wir uns, ob der Autor Christopher Moore alles wohl gut überstanden habe. Der Unionsverlag antwortete uns: "Thomas Wörtche hat natürlich gleich Kontakt aufgenommen mit Christopher Moore. Er war zu der Zeit in Bangkok, die Stadt war von der Flutwelle ja nicht betroffen. Nun hoffen wir, dass es auch Nury Vittachi gut geht ... Er ist auf Reisen, wir haben noch keine Nachricht von ihm." Ein banges Warten also auch bei uns ...

Franca Permezza

permezza-prosciutto-die-parma.jpg Noch ist das Buch nicht erschienen und schon verbreitet es Unruhe in den Medien: "Prosciutto di Parma. Commissario Trattonis tiefster Fall" heißt der Roman von Franca Permezza, aus dem Veneziano übersetzt von dem einschlägig bekannten Wolfgang Körner und soll am 27.01.2005 im Europa Verlag erscheinen. Das Fachmagazin "Buchmarkt" vom 03.01.205 berichtet von einem aufgeregten Bericht im Magazin "Focus", in dem von einem Plagiat, einer Travestie oder einer Parodie gesprochen wird. Gespannt ist man auf jeden Fall, wie sich eventuell der Diogenes Verlag verhalten wird, sollten die Vermutungen stimmen ... mehr

Vermischtes

Berliner Zeitung:"Die zwei Wallander"
Bei Henning-Mankell-Verfilmungen hält das ZDF die Rechte an den Romanen, die ARD an den Figuren ...

Berliner Zeitung:"Der Quark der Weisen"
"Die Pendragon-Legende" von Antal Szerb soll Verlegererfolge fortsetzen ...

Soester Anzeiger:"Das Gift des Scheltopusik"
Maarten t'Harts neuer Roman "In unnütz toller Wut": Wie eine Fotografin ein Dorf in den Niederlanden durcheinander wirbelt ...



Kalender
Aiken-joan Joan Aiken
Am 4. Januar 2004 starb die Autorin Joan Aiken im Alter von 79 Jahren (*4. September 1924 in Rye, Sussex, England). Tochter des US-amerikanischen Poeten, Schriftstellers und Pulitzer-Preisträger Conrad Aiken und der kanadischen Schriftstellerin Jessie McDonald-Aiken, begann ihre literarische Karriere bereits mit fünf Jahren. Als sie sechzehn war, wurde ihr erstes Gedicht veröffentlicht, zwei Jahre später ihre erste Geschichte. Für ihren Roman "Night Fall" (Holt, 1971) gewann sie einen "Edgar". Sie schrieb Fantasy- und Mystery-Romane sowie Fantasy-Geschichten für Kinder. Eine Bio-/Bibliographie gibt es bei Toms Krimitreff, wikipedia, Random House, und natürlich beim Diogenes Verlag

3. Januar 2005

Einen guten Neuen Tag
Ein gutes Neues Jahr wünschen wir allen Besuchern der Alligatorpapiere!
Eigentlich wollten wir ja erst am 4. Januar beginnen, aber was uns zwischen Sektgelagen, Fonduefett und Katerstimmung aufgefallen ist, wollten wir Ihnen als Einstieg ins neue Krimijahr nicht vorenthalten. Kostproben sozusagen, richtig los geht es erst morgen ....

Ein Fall für Fischer

carlon-die-fluesternde-wand.JPGIn ihrer monatlichen Krimikolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel" schwärmt Andrea Fischer für die großen kleinen Krimiverlage, im speziellen Fall für "ariadne", gegründet vom traditionsreichen linken Argument-Verlag vor 15 Jahren mit dem Anspruch, unterhaltsame Kriminalliteratur zu fördern, in deren Mittelpunkt Frauen stehen. Dass sich ein linker Verlag so etablieren konnte, auch in Zeiten, in denen die alten politischen Muster nicht mehr tragen wie ehedem, spricht für den Geschmack der ariadne-Herausgeberinnen, denn gute Krimis folgen keiner Ideologie. Dafür spreche auch ein kürzlich in dieser Reihe erschienener Roman, eine Neuauflage eines 25 Jahre alten Buches: "Die flüsternde Wand" von Patricia Carlon, in Kammerspiel in der alten Tradition britischer Spannungsromane ... mehr

Subcomandante Marcos/Paco Ignacio Taibo II

"Unbequeme Tote" – so soll der Krimi heißen, an dem der legendäre Sprecher der zapatistischen Befreiungsarmee EZLN, Subcomandante Marcos, und der bekannteste mexikanische Kriminalautor Paco Ignacio Taibo II derzeit vierhändig arbeiten – ohne sich dabei über Plot und Inhalte direkt verständigen zu können. Ein Beitrag von Miriam Lang bei "telepolis" vom 02.01.2005 ... mehr

Vermischtes

Die Welt:"Tätern auf der Spur"
Achtung, von hier an wird es mörderisch. Willi Keinhorst über das Krimimagazin "Criminalis" und den beunruhigendsten Kriminalroman des Jahres 2004: "Die ungeschminkte Wahrheit" (Piper) von Astrid Paprotta ...

Die Welt:"Leidenschaft für Krimis"
Paul Barz über den Krimiautor und Wahl-Hamburger Frank Göhre ...

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Neu im Januar

Lichtblaus Zielfahndung No. 6
Zielfahndung Stefan Lichtblau hat einige Vorschauen gelesen und sieht zurück und voraus. Und meint, daß wieder heftig gewechselt wurde zwischen Autoren und Verlagen. Und er fragt sich unter anderem, ob einige der Autoren in den Lektoraten unbemerkt durchgerutscht seien. Oder schicken junge Autoren ihre Manuskripte nicht mehr an Krimiverlage, sondern verlegen sich direkt selbst? ... mehr

Axel Bußmers Spurensuche
Spurensuche No. 4 Axel Bußmer stellt seine Topps und Flopps des Jahres 2004 in den Sparten Bücher, Sachbücher, Film, TV-Serien und TV-Filme vor ... mehr

Die Befragungen Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.
Christoph Spielberg beantwortet die legendären Fragen ... mehr

 Krimi in TV & Radio

www.hoerspielkrimi.de

Hörspieltipps

31. Januar 2005 um 19:05 bei DLRB
" Venezianisches Finale 1" (54') Krimi in zwei Teilen von Donna Leon

Venedig. Das Theatro La Fenice. Der Dirigent Helmut Wellauer liegt tot in der Künstlergarderobe. Nicht nur für seine musikalische Unerbittlichkeit und sein absolutes Gehör war Wellauer berühmt. Schlagzeilen machte auch sein rüder Umgang mit Kollegen, Sängern und vor allem mit Sängerinnen. Die herbeigerufene Ärztin stellt fest, dass Wellauer mit Zyankali vergiftet wurde ...

Mehr Informationen und das Monatsprogramm bei hörspielkrimi.de

www.hoerspielkrimi.de
Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 22. Januar – 4. Februar 2005.
christie-abcmurders.jpg ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier


Axels Tipp des Tages:

Montag, 31. Januar

Heute keine empfehlenswerten Filme. Aber es gibt ja gute Kriminalromane (siehe links) und Radio (siehe oben)

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

Axel Bußmers
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