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Nachrichten Januar 2004
30. Januar 2004
Robert Harris
Noch einmal etwas Verpasstes. Diesmal "Pompeji" (Heyne) von Robert Harris. Der "WDR" nahm das Buch in der Sendung "WestArt" (TV) zum Anlaß, über das Thema zu sprechen und reichert die Internetseite mit Links zu Vulkanen und zur Geschichte des Römischen Reiches an, denn: "Über die letzten vier Tage Pompejis hat der britische Bestsellerautor Robert Harris einen brillant recherchierten historischen Thriller mit zeitkritischen Bezügen geschrieben" .... mehr
Wörtches Crime Watch
Interessant werden viele Dinge auch dadurch, wenn Sie für Überraschungen sorgen. Nicht im Sinne von Entertainmentwahn und Zirkusstückchen, sondern in Form nicht erwarteter Inhalte. So bietet zum Beispiel Thomas Wörtches Krimikolumne "Crime Watch" in ihrer 81. Ausgabe nichts, womit man hätte rechnen mögen. Kein Kommentar um den Deutschen Krimi-Preis, nichts über die geballten Frühjahrsnovitäten des Genres. Nein. Prohibitionismus. Das sitzt. Was es damit auf sich hat und aus welchen trüben ideologischen Wassern er sich speist und wieso er die Bedingungen für den heimlichen Protektionismus zum Beispiel im Drogenhandel schafft, das können Sie erahnen, wenn Sie die Kolumne lesen. Oder das Buch "Die CIA und das Heroin. Weltpolitik und Drogenhandel" (Zweitausendeins) von Alfred W. McCoy. Dieses Buch ist nämlich das Thema der Kolumne.
Sie finden "Crime-Watch" direkt zweimal im Netz:
a) bei ... kaliber. 38
b) beim Freitag 6/2003
Nicolas Michel
Wie in einem Kriminalroman verfolgt der Leser den Weg der Leiche zurück bis zur Lebensgeschichte Emilies und ist dabei immer auf der Hut, ihren Mörder zu entlarven. Nicolas Michel, ein junger französischer Autor, der mit "Emilies letzte Reise" (Klett-Cotta) seinen zweiten Roman vorlegt, erzählt die Geschichte der schönen Emilie rückwärts. Darüber hat Elke Biesel für den "Deutschlandfunk" vom 27.1.2004 mit dem Autor gesprochen ... mehr
Pat Barker
Eissplitter, das ist jene Distanz, die Bestandteil einer jeden Beziehung zwischen Therapeut und Patient ist. Ausgangspunkt in dem Buch "Der Eissplitter" von Pat Barker ist ein Mord, den ein 10-Jähriger begangen hat. Laut Psychiater konnte er die Tragweite seiner Tat sehr wohl abschätzen. Die Folgen? Ein Beitrag der Sendung "Ex libris" (jeden Sonntag 18:15 Uhr) bei "oe1/ORF" ... mehr
Patricia Highsmith
Die Autorin Patricia Highsmith führte in ihren Büchern immer gern schillernde Charaktere vor. Sie selbst bleibt jedoch das größte Geheimnis. Ihr Leben war so vielschichtig, dass ein Biograf seiner nicht Herr wird, urteilt Ulrich Baron im "Rheinischen Merkur" (Nr. 05, 29.01.2004). In angemessener Länge schreibt er über die Patricia Highsmith-Werkausgabe des "Diogenes Verlages" und die Biographie "Schöner Schatten" (Berlin Verlag) von Andrew Wilson ... mehr
Criminale
Die Vorbereitungen für Wesels Beteiligung an der "Criminale 2004" haken. Am Wochenende sollen zwecks konkreter Planung die Ermittlungen vorangetrieben werden, meldet die "NRZ" am 30.01.2004. Seit Duisburg zum Nabel der "Criminale"-Vorbereitungen wurde, sind zwei frühere Mitarbeiterinnen, die bei der Touristik-Agentur Niederrhein damit befasst waren, dorthin gewechselt. Nun gibt es Abstimmungsprobleme ... mehr
Zukunft des Lesens
Wird in 20 Jahren noch jemand lesen? Sicher. Fraglich ist allerdings: Wer liest - und was wird gelesen? Barbara Petsch hat sich für "Die Presse" vom 30.01.2004 ihre Gedanken gemacht ... mehr
Drehbuchautoren
Bei einer Veranstaltung des Drehbuchforums Wien und der Tatortgruppe IV der Polizei in der Reihe "profiline" versuchte das Forum bereits zum zweiten Mal, den Schreibern die kriminalistische Arbeit authentisch näher zu bringen. "Wiener Zeitung" vom 29.01.2004 ... mehr
29. Januar 2004
Amma Darko
Eigentlich handele es sich bei dem Roman "Die Gesichtslosen" (Schmetterling-Verlag) von Amma Darko um einen Kriminalroman, meint Heinz Hug in der "Neuen Zürcher" vom 29.01.2004. Doch andererseits seien es nicht die Strukturmerkmale des Kriminalromans, die das Buch lesenswert machten. Es gebe zwar die Leiche zu Beginn, die falschen Fährten und eine überraschende Klärung des Verbrechens am Schluss, doch der Sog, der von diesem Text ausgehe, komme von seiner Authentizität; Darko schreibe ihn nahe an der Realität, ohne allerdings den Plot vollends in die Katastrophe zu führen ... mehr
Daniel Silva
Autor des Monats im virtuellen Buchmagazin "buchtipp.de" ist der amerikanische Schriftsteller Daniel Silva, dessen neues Buch "Der Engländer" (Piper) in diesem eher dem Sponsoring, bzw. den Werbeabteilungen zugeneigten Medium natürlich begeistert aufgenommen wird: "Brillant verwebt Daniel Silva verbürgte Fakten aus der Geschichte mit hintergründigen Charakteren, kombiniert Fakten mit Fiktion" ... mehr
Agatha Christie und der Orient
Ein Zufallsfund im Internet ist immer wieder eine schöne Sach. Zum Beispiel der Aufsatz von Christina Dongowski bei "IASL" zum Buch "Agatha Christie und der Orient. Kriminalistik und Archäologie." Das Begleitbuch zur Ausstellung wird in wunderbarer Länge und verständlicher Sprache zerlegt. "Blättert man durch das Begleitbuch zur Ausstellung "Agatha Christie und der Orient. Kriminalistik und Archäologie", befällt einen die gleiche nostalgische Stimmung, die schon die Verfilmungen der beiden Hercule-Poirot-Krimis aus den 1970er Jahren durchzieht." ... mehr
Ridley Pearson
Er ist der erste Amerikaner, der den englischen "Raymond Chandler Award" erhielt und er biete in seinem neuen Roman "Ausser Kontrolle" (Bastei-Lübbe) grundsolide Unterhaltung in Form eines modernen amerikanischen Thrillers, der alles enthalte, was an Ingredienzien nötig sei. So die Feststellung von Elisabeth Jändl im "ZDF-Krimiportal" vom 28.01.2004. Ach ja, gemeint ist natürlich Ridley Pearson und sein neuer Fall für Detective Joe Dartelli ... mehr
Die Russen kommen
Bzw. - sie sind schon da, wie Udo Schüttpelz bei "ntv" am 28.01.2004 feststellte. Er hat die russische Front des "Aufbau Verlages" gesichtet und die Bücher "Der Tod des Achilles" von Boris Akunin, "Ein Püppchen für das Ungeheuer" von Viktoria Platowa, "Club Kalaschnikow" (alle Aufbau Taschenbuch) von Polina Daschkowa gelesen und ist schlichtweg begeistert: "Was uns da aus Russland erreicht hat, ist kein Geschwafel aus dem Schreibcomputer. Das sind atemberaubende Schilderungen, die unter die Haut gehen." ... mehr
Deadly Pleasure
Für die Originalsprachler unter unseren Lesern: die Winterausgabe des amerikanischen "Deadly Pleasures Mystery Magazine" hat die Nummer 40 und wird in den nächsten Tagen erscheinen, wie man der News-Seite entnehmen kann. Die Website des Unternehmens ist zwar etwas verwirrend, falls man Informationen über die HEfte bekommen will, aber bietet letztendlich einige interessante Fundstücke ... mehr
Mord am Hellweg
Die Literaturbüros des Landes NRW sind zwar ständig gefährdet, aber dennoch ziemlich aktiv. Das "Westfälische Literaturbüro" organisiert, wie dem "Hellweger Anzeiger" zu entnehmen ist, in diesem Jahr wieder das Festival "Mord am Hellweg", das im September mit dem Zusatz "Tatort Region" neu aufgelegt wird. Zahlreiche Kooperationspartner sorgen für interessante Aktionen ... mehr
Einbruch in Berlin
Vor 75 Jahren knackten die Brüder Sass den Safe der Diskonto-Gesellschaft am Wittenbergplatz - Ein Berliner Mythos. Eine Erinnerung von Uwe Dannenbaum in der "Berliner Morgenpost" vom 29.01.2004 ... mehr
Leenders/Bay/Leenders
Von einer sehr gut besuchten Lesung des Trios Leenders/Bay/Leenders in Emmerich berichtet die "NRZ" vom 28.01.2004 ... mehr
28. Januar 2004
Mark Haddon
Den mit 25.000,- Pfund ausgestatteten Preis "Whitbread Book of the Year Award 2003" erhält der Autor Mark Haddon für sein Buch "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" (Argon Verlag) meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 24.01.2004... mehr
Robert Harris
Die besten Passagen des Romans "Pompeji" (Heyne) von Robert Harris weisen einen doppelten Boden auf, der uns aus der fernen Antike in ein furchterregendes Heute katapultiert, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 24.01.2004 (S. 44) und als raffinierter Dramaturg der sogenannten Unterhaltungsliteratur stelle Harris dem Finale eine Handlung voran, die, in der Tradition eines Hitchcock oder Stephen King, den Leser zum atemlosen Zeugen eines Countdown mache ... mehr
Paule Constant
Der Titel des Romans "Sex und Geheimnis" (Frankfurter Verlagsanstalt) von Paule Constant, klinge wie die platteste Definition eines Thrillers. Tatsächlich liege darin eine Variante jenes Ausdrucks, mit der die Southern Belles, die schönsten der Schönen Virginias, charakterisiert werden, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 24.01.2004 (S. 44). Es mache den Reiz von Paule Constants Buch aus, daß seine Heldin eine recht unzuverlässige Zeugin mit zweifelhaftem Urteilsvermögen abgebe ... mehr
Michael Connelly
Krimis mit alten Knochen gibt es zur Genüge. Man kennt das Schema: Kluge Gerichtsmediziner können aus alten Gebeinen jede Menge herauslesen und schnell wird rund um diese Kunst ein Krimi gestrickt, in dem der Pathologe oder wahlweise der Archäologe der wahre Held ist. Auch in Michael Connellys achtem Harry-Bosch-Roman "Kein Engel so rein" (Heyne) spielen alte Knochen eine wichtige Rolle. ludger menke hat für "der bücherfreund" die Sache mit den Knochen untersucht und festgestellt: "Michael Connelly erweist sich hier einmal mehr als jemand, der einen realistischen und harten Polizeiroman mit ausgefeilten Psychogrammen verbinden kann "... mehr
Die telefonische Mord(s)beratung
Der "WDR" rüstet sein Internetangebot um und im Rahmen dieser Übung ist es ihnen auch gelungen, unsere meistverpassteste Sendung, nämlich die "Die telefonische Mord(s)beratung" von Manfred Sarrazin (Kölner Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv), und der Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch in enen festen Sendeplan einzubinden. Also für die Notizbücher: immer am letzten Samstag im Februar, April, Juni, Oktober und am Samstag vor Heilig Abend. Das schöne Logo scheint allerdings verschwunden zu sein, weshalb wir es hier ein letztes Mal zeigen ... mehr
27. Januar 2004
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Allerlei Verpasstes
Wer lang genug durchs deutschprachige Medienweb surft, findet eine Reihe verpasster Gelegenheiten. Zum Beispiel die "Krimitipps im Januar", die am 19.01.2004 auf "WDR 5" gelaufen sind. "Service Buch" bei "Neugier genügt" und wie sie alle heißen, die Untersparten im reichhaltigen Angebot des Radiogiganten "WDR". Wie der Rezensent der Krimitipps heißt? Erstaunlich - Ulrich Noller, der ja auch bei "Funkhaus Europa" im "WDR" Krimitipps anbietet. Dennoch - sie unterscheiden sich, die Krimitipps. Da wir auf die anderen von Funkhaus Europa schon hingewiesen haben (siehe im Januararchiv) hier die Bücher, auf die in der verpassten Sendung hingewiesen werden:
Marcus Starck: "SexDotCom" (Pulp Master 17/Maas Verlag)
Manuela Martini: "Barrier Reef. Shane O´Connors zweiter Fall" (Bastei Lübbe)
Heinrich Steinfest:"Ein sturer Hund" (Piper Verlag)
.... mehr
Patricia Highsmith
Sprich von langweiligen Dingen, aber mach es spannend: Niemand kann das so gut wie Patricia Highsmith. So beginnt Burkhard Müller in der "Süddeutschen Zeitung" vom 27.01.2004 seine ansprechend lange Würdigung zweier Romane aus der Neuedition des "Diogenes Verlages". Gleichzeitig mit "The Sweet Sickness" ("Der süße Wahn")ist in der auf 35 Bände angelegten Werkausgabe bei Diogenes "Die gläserne Zelle" erschienen, ebenfalls in den frühen Sechzigern verfasst. "Es sind starke Bücher. Nur der heitere, mindestens der ausgeglichene Leser hält ihnen stand. Sonst nämlich, wenn er für den Schatten empfänglich ist, werden sie ihn wie mit einem Hammer niederschlagen." ... mehr
Mark Haddon
Nicht nur einen Kriminalroman will Christopher, ein Junge mit Asperger-Syndrom, schreiben, sondern - vor allem - einen, den er selber gern lesen möchte. Das ist nicht einfach, denn der angehende Schriftsteller mag Romane - eigentliche Romane, wie er sie nennt - nicht, weil sie von Dingen berichten, die nicht wahr sind. Mark Haddons britischer Erfolgsroman "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" (Argon Verlag) in einer tiefsinnigen Besprechung von Eleonore Frey in der "Neuen Zürcher" vom 27.01.2004: "Dass Christophers Roman im Widerspruch zu dem, was man von der Gattung erwartet, wahr ist, liegt nicht nur daran, dass sich der Verfasser auf Dinge beschränkt, die es gibt, sondern auch an der Art der Darstellung." ... mehr
Detlef Blettenberg
Im Kern sei die Geschichte in Detlef Blettenbergs Roman "Berlin Fidschitown" (Pendragon) nahe an der Wirklichkeit, aber in der Umsetzung setze Blettenberg konsequent auf literarische Techniken, analysiert Ulrich Noller bei der "Deutschen Welle" und belegt das mit einigen Interviewzitaten. "Unterhaltung," zum Beispiel sagt Detlev Blettenberg, "hat vor allem anderen mit Haltung zu tun" ... mehr
Leonardo Sciascia
Höchst raffiniert mit historischen Analogien und detektivischen Spekulationen angereichert habe Leonardo Sciascia sein Buch "Das Verschwinden des Ettore Majorana" (Wagenbach Verlag), in dem es um jenen Ettore Majorana geht, einen italienischen Physiker, der seit dem 27. März 1938 spurlos verschwunden ist. Sciascia,der diesem Majorana nachspürte, alle verfügbaren Quellen noch einmal genau las, habe dazu eine Theorie, die er nicht beweisen, nur plausibel machen könne. Eine Besprechung von Roland H. Wiegenstein in "Die Berliner Literaturkritik" vom 23.01.2004: "Der Verlag hat recht daran getan, Sciascias Buch wieder zu veröffentlichen." ... mehr
Stephen Horn
Einen der spannendsten und originellsten Krimis der Saison habe Stephen Horn mit dem Roman "Im Namen der Macht"(dtv premium) geschrieben, findet Jutta Duhm-Heitzmann bei "NDR Kultur"(Sendetermin: 29. Januar, ca. 12.45 Uhr). Selten ist dieses perfide, brutale und verlogene Spiel der politischen Intrigen, dieses verquere Denken so durchsichtig geworden wie hier ... mehr
Wolfgang Schorlau
Wer Verschwörungstheorien und spannende Lektüre mag, sollte Wolfgang Schorlaus Roman "Die blaue Liste" (Kiepenheuer & Witsch) lesen, empfiehlt die "Heidenheimer Zeitung" vom 27.1.2004. "Denglers erster Fall" steht auf dem Cover, der zweite Fall soll im Frühjahr 2005 erscheinen, erfährt man im Gespräch, das Bettina Schröm mit dem Autor führte ... mehr
Johannes W. Betz
Halten Sie ein Buch, das fast komplett auf der Autobahn spielt, für eine gute Idee? Jan Karsten im Magazin "Titel" (25.01.2004) eher nicht. Johannes W. Betz hat es trotzdem geschrieben und sei damit voll gegen die Planke gefahren. Ungebremst von seiner Routine als Autor von Fernsehserien ("Die Cleveren") und -filmen ("Doppeltes Dreieck"). ... mehr
Jilliane Hoffman
Man hätte gedacht, dass die grausigsten Thriller längst geschrieben sind, aber dieser hier – das muss man der Autorin lassen – gefriert einem noch einmal ordentlich das Blut in den Adern, schreibt Ulrike Sárkány bei "NDR Kultur" (Sendetermin: 28. Januar, ca. 12.45 Uhr) nach der Lektüre des Romans "Cupido" (Wunderlich) der amerikanischen Autorin Jilliane Hoffman. Trotz expliziter Einzelheiten sei der Roman nicht voyeuristisch, auch weder geschwätzig noch langatmig, aber er sei eben absolut nichts für Zartbesaitete ... mehr
26. Januar 2004
Günter Ohnemus
Das neue Buch "Reise in die Angst" (Droemer) von Günter Ohnemus wage sich tief in die Gründe des Thrillers und halte sich dort unter schwierigsten Bedingungen, bemerkt Martin Amanshauser in "Der Standard" vom 24.01.2004. Ohnemus erzähle von Menschen, die vor Liebe und Melancholie brennen und er schreibe lesbare Bücher und sei damit einer der wenigen, die das tun ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Richtig angenommen worden ist er bei uns eigentlich nicht, der amerikanische Krimiautor Lawrence Block , obwohl sein Privatdetektiv Matthew Scudder das Zeug zu einem Klassiker hat. Im deutschsprachigen Raum findet man ihn derzeit nur in Anthologien und in dem "Zweitausendeins"-Buch "Krimis Schreiben. Ein Handbuch der Private Eye Writes of America". Aber: "The Crime Writers' Association of Britain" verleiht ihm in diesem Jahr ihren "Cartier Diamond Dagger 2004". Den haben bisher John Le Carre, P.D. James, Ruth Rendell und Colin Dexter erhalten. Zur Verleihung am 12. Mai wird Lawrence Block nach London kommen, um den Preis im "Savoy Hotel" entgegenzunehmen .... mehr
Robert Ludlum
Wer das "ZDF-Krimiportal" regelmäßig besucht, weiß, daß Frank Baloch ein ausgewiesener Robert Ludlum-Fan ist. Deshalb verwundert es nicht, daß er am 25.01.2004 den neuen Roman des Spannungsexperten vorstellt: "Der Janson-Befehl" (Heyne Verlag). Auf 750 Seiten halte Ludlum den Leser komplett in einem einzigen undurchdringbaren Story-Vorhang gefangen und es sei wieder ein echter Ludlum: "Bis ins Detail durchdachte Figuren, überraschende Wendungen, in denen aus weiß schwarz wird und dann wieder weiß" ... mehr
24./25. Januar 2004
Edgar Allen Poe
Seit über einem halben Jahrhundert, pünktlich zu Poes Geburtstag am 19. Januar, erscheint eine schwarz vermummte Gestalt am Grab des Dichters und legt Cognac und Blumen nieder. In diesem Jahr hinterließ sie allerdings auch eine Notiz. "Der Spiegel" vom 25.01.2004 ... mehr
Hakan Nesser
In seinem neuen Krimi "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" (btb) verstecke Hakan Nesser alle Erklärungen in einer knappen, melancholischen Rahmenhandlung, die den Mord aufklärt und das Doppelbödige jeder Existenz heraufbeschwöre, meint Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 24.01.2004 ... mehr
Madeleine Giese
Wegen des Kriminalromans "Das Spiel heißt Mord" (Rowohlt Verlag) von Madeleine Giese steht Esslingen Kopf, vermuten doch nicht wenige, einen Schlüsselroman hinter der Handlung zu erkennen. Ein Bericht von Martin Mezger in der "Esslinger Zeitung" vom 23.01.2004 ... mehr
Johannes W. Betz
Deutsche Krimis können jetzt also auch Tempo machen, ist Kolja Mensing in seiner Kolumne "Crime Scene" in der "taz" vom 24.01.2004 überzeugt. "Bundesautobahn" (Rowohlt) von Johannes W. Betz sei eine angemessen brutale Roadnovel mit ausufernden Auffahrunfällen, Hubschraubereinsätzen und Schießereien an Raststätten. ... mehr
Ian Rankin
Seine Bücher sind in 15 Sprachen übersetzt, er hat Millionenauflagen und diverse Auszeichnungen. Die Rede ist von Ian Rankin und seinem Roman "Die Tore der Finsternis" (Manhattan) und wie Peter Münder in "Die Welt" vom 24.01.2004 zu berichten weiß, spricht man wegen seiner grandiosen Auflagen schon von einer veritablen "Rankin-Industrie". Warum Rankin aber über seinen Rebus nörgelt und was als Lösung anzubieten wäre, lesen Sie ... hier
Carlo Schäfer
Der zweite Roman von Carlo Schäfer heißt "Der Keltenkreis" (Rowohlt Taschenbuch) und handelt wieder von einem eigenwilligen Ermittlerteam in Heidelberg. Immerhin bewege sich der Roman sprachlich und dramaturgisch auf einem so deutlich höherem Niveau als sein Vorgänger, so dass Volker Albers im "Hamburger Abendblatt" vom 24.01.2004 durchaus gewisse Hoffnungen in die Zukunft dieses Krimiautors setzt ... mehr
Christoph Peters
Der Alkoholiker Albin ist Zeuge eines Mordes. Aber niemand glaubt ihm. Christoph Peters beschreibe in seinem Roman "Ein Tuch aus Nacht" (btb) eine spannende Suche mit viel lokaler Farbe und auf mehreren Ebenen eine Liebesgeschichte, einen Krimi und den Niedergang eines Alkoholikers. So Irmgard Johanna Schäfer im "Hamburger Abendblatt" vom 24.01.2004 ... mehr
Friedrich Ani
Der Münchner Friedrich Ani macht weiter mit seinem Projekt, in schneller Folge Bücher um Tabor Süden auf den Markt zu bringen. Die siebte Folge "Süden und der glückliche Winkel" (Knaur) beginnt, wie Volker Albers im "Hamburger Abendblatt" vom 24.01.2004 meint, "recht schwergängig, allzu gemächlich" doch nach der Hälfte sei Ani wieder ein außerordentlicher Literat ... mehr
Jilliane Hoffman
Die meisten Männer, so heißt es gern, kaufen den "Playboy" ja wegen der Interviews. Da trifft es sich gut, daß im neuen "Playboy" ein Interview mit der amerikanischen Autorin Jilliane Hoffman zu lesen ist, deren erstes Buch "Cupido" (Wunderlich) direkt zu einem Weltbestseller werden soll. Nun ja, ehrlich gesagt, ein recht kurzes Interview, das ... mehr
Aber um so länger ist die Leseprobe, die Ihnen der Rowohlt Verlag hier anbietet.
Regionales
Von einem Pfarrer, der für das Krimifest "Mord am Hellweg" einen Fröndenberg-Krimi schreiben will, berichtet die "WAZ" vom 24.01.2004 ...
23. Januar 2004
Inspektor Kajetan
Aus drei Kriminalromanen des Schriftstellers Robert Hültner, der seinen Inspektor Kajetan (neuer Titel bei btb (pdf) im Frühjahr 2004) im Oberbayern der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts auf Mördersuche schickt, hatte Udo Wachtveitl eine Textcollage zusammengestellt. Von der Veranstaltung war Sabine Näher sichtlich fasziniert, wie der "Süddeutschen Zeitung" vom 23.01.2004 zu entnehmen ist: "Vorschlag an die von Finanzkrisen gebeutelte ARD: Den nächsten Münchener "Tatort" gestaltet Wachtveitl alleine, liest alle Rollen, ist sein eigener Regisseur – und bringt zur Unterstützung nur sein bewährtes Team mit ..." mehr
Mord und Ratschlag
In Bernhard Sinkels Krimi "Bluff" (dtv) rächt sich ein zur Stasi gepresster IM an seinen Peinigern. Heinrich Steinfest erzählt in "Ein sturer Hund" (Piper) von der Jagd nach einer außer Kontrolle geratenen Serienmörderin. Vom Fach ist keiner der beiden Autoren. Aber das macht ja nichts - wenigstens in einem Fall. Ekkehard Knörer bespricht die beiden Krimis in der Kolumne "Mord und Ratschlag" bei den Kollegen vom "Perlentaucher" (21.01.2004) ... mehr
Regional-Krimis in NRW
Das Studio Essen des "WDR 5" bringt heute um 15:05 Uhr eine Sendung über den Boom der Regionalkrimis in NRW. Wie alles begann, wo alles hinführt, werden wohl die Themen sein. "Was sind die Gründe für den Erfolg der Krimis mit starker regionaler Einfärung? Bieten sie mehr als Spannungslektüre? Sind sie Werbe-Hilfen? Enthält das Bild der Region, das sie transportieren, mehr als Klischees?" mehr
Taschenbuchwoche
Als Bewohner Nordrhein-Westfalens haben die Macher der Alligatorpapiere natürlich mehr mit "Holland", wie man hier die Niederlande nennt, zu tun, als der größere Rest der Republik. Deshalb natürlich immer wieder Hinweise auf das Krimigeschehen dort und in den anderen Beneluxstaaten. Heute eine Meldung der hervorragend gestalteten Krimiseite "Crimezone.nl", in der auf die "Nationale Pocketweek" hingewiesen wird, was nichts anderes heißt, als "3 pockets voor de prijs van 2", was natürlich auch für Taschenbücher von Krimiautoren wie John Le Carré, Mo Hayder, Jef Geeraerts und Kathy Reichs gilt. Interessante Geschichte. Ginge bei uns doch gar nicht. Oder wie ist das mit Preisbindung und Autorenhonoraren zu handhaben? mehr
Gangster, Ganoven und Gaumenkitzel
In einer spannenden Mischung aus Spiel und Theater laden "Mystery Weekends", wie solche Veranstaltungen in den USA heißen, zum Mitmachen ein. Auch in Deutschland und in der Schweiz erfreuen sich solche Events großer Beliebtheit. Ob im verschneiten Interlaken, im gemütlichen Sauerland oder in der Einsamkeit der Eifel. "RTL" hat die spannendsten Events zusammengestellt ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Diesmal mit den Nominierungen für die "Lefty, Otter und Burce Alexander Awards". Ausserdem ist zu erfahren, daß Ruth Cavin und Thomas Dunne den "2004 Poirot Award" erhalten haben und der kanadische Autor John North am 12. Januar gestorben ist... hier
22. Januar 2004
Felix Thijssen
In den Niederlanden hat die Serie um Privatdetektiv Max Winter von Felix Thijssen Kultcharakter und mit der ersten Folge der Serie gewann er 1999 sofort den niederländischen Krimipreis "Gouden Strop". In Deutschland wird Thijssen durch den "Grafit Verlag" verlegt. Im "ZDF-Krimiportal" vom 21.01.2004 hat Sewa Schilling nun den Roman "Caroline" besprochen, was sich zwar stellenweise wie ein Testbericht einer bekannten Stiftung liest, aber doch zu dem Urteil führt, daß dies ein gut geschriebener, solider Krimi, sei, der besonders durch die beiden sympathischen Hauptfiguren und deren Humor und unkonventionelle Vorgehensweise sympathisch wirke mehr
Malachy Hyde
Kriminalgeschichten aus der Zeit der Cäsaren, des alten Roms, der Christenverfolgung - geht das eigentlich? Für alle, die sich seit "Gaius ist ein Dummkopf" und dem letzten Asterix nicht mehr mit der Antike beschäftigt haben, sprachen die Kollegen vom "SYNDIKAT" mit dem Autorenteam Malachy Hyde über Antik-Krimis, George W. Bush, Cicero, Bill Clinton und die Tatsache, dass die Welt eine Scheibe ist... ... mehr
Tobias Gohlis' Krimitipps
Kaum ein deutscher Krimiautor habe das Land verlassen, um seinen Roman im Ausland spielen zu lassen, moniert Tobias Gohlis in "Die Zeit" 05/2001 und stellt darum Ausnahmen vor. Bedauernd, daß kaum jemand 2000 das großartige Thrillerdebüt von Raul Zelik mit dem Roman "La Negra" (Edition Nautilus) bemerkt habe, und natürlich: " ... unser Mann in den Tropen: Detlef Blettenberg", dessen Romane "Berlin Fidschitown" (Pendragon Verlag) und "Farang" (Pendragon, Herbst 2004) er vorstellt. ... mehr
Berlin Krimi
Gestern versuchte nicht nur Pieke Biermann (siehe weiter unten), den Berlin-Krimi-Boom richtig einzuordnen, sondern auch Jörg Sundermeier kümmerte sich in der "taz" vom 21.01.2004 darum, die zwei Berlin-Krimis von Mathias Christiansen "Die dünne Linie" (KBV-Krimi) und Bernd Udo Schwenzfeier "Der Feind in meinem Haus"( Militzke Verlag) auf ihre Wertigkeit zu überprüfen. ... mehr
Rap Sheet
Wieder etwas für die englischsprachigen Fans: das immer wieder empfehlenswerte amerikanische Magazin "January" hat einen beeindruckenden Krimiteil, der von J. Kingston Pierce betreut wird. Regelmäßig
bringt er auch den "Crime Fiction Report" heraus, kurz "Rap Sheet" genannt. Die Januarausgabe ist jetzt da und berichtet über neue Bücher von Elmore Leonard, M.G. Kincaid, Ken Bruen, Jodi Compton,
Andrea Camilleri, P.J. Parrish. Außerdem gibt es Hinweise auf die mehr oder weniger stille Förderung schwarzer Krimiautoren durch Walter Mosley und die Empfehlung, kanadische Kriminalliteratur kennenzulernen und und und ... mehr
Kalender
Am 22. Januar 1937 wird der amerikanische Krimiautor Joseph Wambaugh in Pittsburgh geboren. Dienstzeit bei den Marines, Studium, 14 Jahre beim Los Angeles Police Department, seit 1975 freier Schriftsteller. Er Lebt in Rancho Santa Fé, Kalifornien. Joseph Wambaughs Romane aus dem Polizeialltag des Molochs Los Angeles haben die Genrekonventionen der Cop-Novel, bzw. des Police Procedurals gesprengt und weit in die Bereiche des Grotesken und der Satire geführt (Susanna Mende).
In Susanna Mendes "Berliner Krimisalon" gibt es sowohl biographische Daten, als auch ein
Interview , das Thomas Wörtche 1990 mit dem Autor führte.
Im "bookreporter" als Ergänzung ein Interview (engl.) aus dem Jahr 2002. Und hier noch ein kleines Feature (engl.) von William Marling.
21. Januar 2004
Pieke Biermann
In der "Berliner Morgenpost" vom 21.01.2004 sinniert Pieke Biermann über den eventuellen Umzug des "BKA" nach Berlin und meint :"Die Hauptstadt ist die Kapitale des Krimis, aber nicht des Verbrechens" und schafft es, in einer geschickten Argumentationskette den politischen Anlaß mit ihren Gedanken über den Berlin-Krimi, ein deutsches FBI, das Schicksal politischer Beamter und J. Edgar Hoover im Balletröckchen zu verknüpfen ... mehr
Dan Brown
Er sei die neue Märchenfigur der amerikanischen Unterhaltungsliteratur, jene Art von messianischem Thriller-Autor, dessen Auftauchen die Branche inständig herbeibete. Die Rede ist von Dan Brown und gehalten wird sie von Hannes Hintermeier in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 20.01.2004 (S. 38), freundlich präsentiert von "bücher.de". Und der Anlaß? Nicht, weil Dan Brown mit seinem vierten Roman "The Da Vinci Code" seit Wochen ein Abonnement auf Platz eins der "New York Times"-Hardcover-Bestseller innehabe, und derzeit dort mit zwei anderen Romanen noch vier weitere Listenplätze auf den Hardcover- und Paperback-Listen besetze, nein, eigentlich geht es um "Sakrileg" (Lübbe), ein Hörbuch in 4 Audio-CD, aber lesen Sie ... selbst
Ach ja, "Illuminati" (Bastei Lübbe), das zweite Buch des Autors wird derzeit als Buch des Monats Januar bei den Kollegen von der "krimi-couch" präsentiert ... mehr
Frédéric H. Fajardie
In der neuen Krimireihe des Berliner Verlages "Assoziation A" ist mit "Rote Frauen werden immer schöner" von Frédéric H. Fajardie der erste Band der neuen Reihe "noir" erschienen, in dem das Scheitern des Mai 68 in Frankreich als Krimi literarisch verarbeitet wird.
christoph villinger hat ihn für "Jungle World" Nummer 5 vom 21. Januar 2004 gelesen und bleibt skeptisch. Zwar lese sich der Krimi locker und spannend, auch wenn die Handlung an einigen Stellen unmotiviert schlingere. "Aber das macht guten Trash aus." (!) Insgesamt sei der Roman aber zu plakativ gehalten.
Trotzdem dürfe man auf die weiteren Werke in der Reihe "Noir" mit politischen Krimis aus Frankreich gespannt sein. ... mehr
Arthur Phillips
Viereinhalb Jahre habe Arthur Phillips an seinem 500-Seiten-Roman "Prag" (Schöffling Verlag) geschrieben, und man merke es ihm an: eine durchgearbeitete, oft witzige Education sentimentale, ein sanfter und subtiler Psychothriller, spöttisch und liebevoll. Von der Form her konventionell, aber viel zu interessiert an den Protagonisten, um je seicht zu werden, kommentiert Johann Kneihs beeindruckt in "Ex libris" beim "ORF1" (mit Hörprobe) ... mehr
Henning Mankell
Daß Henning Mankell ungemein spannende Krimis schreibe, steht für Klaus Pesch in der "Kölnischen Rundschau" vom 20.01.2004 außer Fage. Allerdings müsse der Zwang, den Leuten ständig etwas Neues vorsetzen zu müssen, immens sein. "Kein Bild ist Mankell mittlerweile zu grotesk, um beim Leser - und Hörer - wohligen Grusel zu erzeugen." Der Münchner "Hörverlag" hat zwei seiner neuen Krimis als fesselnde, unterschiedlich besetzte Hörspiele im Programm, die Klaus Pesch im Artikel bespricht ... mehr
George Orwell
Am 21. Januar 1950 stirbt George Orwell der englische Schriftsteller und Essayist in London. Sein im Juni 1949 veröffentlichtes Werk Nineteen Eighty-Four (1984) machte ihn weltberühmt. Dessen bedrückende dystopische Zukunftsvision hat die spätere Science Fiction tief geprägt. In dem Roman wurden viele Wörter geprägt, die auch in den allgemeinen Sprachgebrauch der westlichen Welt eingegangen sind ( wikipedia.de.)
Orwell starb im Alter von 46 Jahren an Tuberkulose.
Zum 100. Geburtstag Orwells im Juni 2003 sendete der "NDR" zahlreiche Specials, einen weiteren Überblick und Hörbeitrag gibt es bei der "ARD"
Vladimir Sorokin
Einen gekonnten, bitterbösen Genre-Mix aus Science Fiction-, Krimi- und Horror-Elementen; angereichert mit Verschwörungstheorien, dem Rassenwahn der Nazis und vielen satirischen Spitzen gegen die politische und gesellschaftliche Entwicklung Rußlands habe Vladimir Sorokin mit dem Roman " Ljod. Das Eis" (Berlin Verlag) geschrieben, schreibt Ralf Bosen beeindruckt bei der "Deutschen Welle" ... mehr
20. Januar 2004
Pierre Frei
Eine ungewöhnliche Geschichte sei "Onkel Toms Hütte, Berlin" (Blessing) von Pierre Frei. Das deutet zumindest Jutta Duhm-Heitzmann bei "NDR Kultur" an, wo der Beitrag am 22.01.2004 (ca. 12.45 Uhr) laufen wird. "Es geht um mehrere Frauenmorde im Berlin der Vierziger Jahre. Der erste Krimi eines betagten Autors, manchmal etwas betulich und altmodisch im Stil, aber selten ist das Leben in der Alliierten Stadt damals so genau, so atmosphärisch dicht und detailfreudig beschrieben worden" ... mehr
Hard-Boiled Style
Für unsere englischfesten Fans: In der neuen (Frühjahr) Ausgabe der Zeitschrift "World Literature Today" findet sich ein Aufsatz von J. Madison Davis mit dem Titel "Tough Guys with Long Legs", in dem es um die weltweite Popularität der "Hard Boiled" Literatur geht. Der Artikel beginnt auf der "Semana Negra" 1987 in Gijón und holt dann kräftig aus.
Jetzt überlegen Sie wahrscheinlich, wie Sie an den Artikel kommen. Bibliothek, Fernleihe, Postversand? Geht auch, aber freundlicherweise stellen die Macher der Zeitschrift die kompletten Texte als pdf-Datei ins Netz. Sie müssen also nur ... hier klicken und der Aufsatz erscheint!
Paule Constant
Wenn Paule Constant mit ihrem neuen Roman "Sex und Geheimnis" (Frankfurter Verlagsanstalt) eines zeige, dann: wie das ist, wenn das Leben in die Literatur einbricht, erkennt Julia Encke in der "Süddeutschen Zeitung" vom 20.01.2004 nach der Lektüre des Buches und meint: " 'Sex und Geheimnis' ist ein großer Thriller: Um Sex geht es aber ehrlich gesagt nicht" ... mehr
Monika Geier
Ihr spielerischer und humorvoller Umgang mit dem Genre, ihre gezielten Seitenhiebe auf liebgewonnenen Gewohnheiten bringe Frische und Schwung in den deutschen Krimi, ohne intellektuelle Überheblichkeit, lobt ludger menke beim "bücherfreund" den Roman "Stein sei ewig" (Argument-Verlag/Ariadne Krimi) von Monika Geier, den den dritten Fall für Kommissarin Bettina Boll, den eine morbide Stimmung durchziehe ... mehr
Nederlandse beste thriller van 2003
Das niederländische Online-Krimimagazin "Crimezone" gibt die Ergebnisse der Abstimmung für den besten in den Niederlanden erschienenen Kriminalroman 2003 bekannt. Es siegte Nicci French mit ihrem Roman "De verborgen glimlach" (OT: the Secret Smile) ... mehr
Brutaler Tatort?
Ja, wird er denn immer härter, der gute, alte deutsche Tatort? "Bild" ist nach der Folge vom Sonntag ("Bitteres Brot") erschüttert und fragt den Medienexperten: "Was die Kamera nicht zeigt, ersetzt der Zuschauer mit Bildern im Kopf selbst." Er warnt vorm "Tatort": "Kinder sollten das nicht sehen." (!)
Aber die Tatort-Redaktion scheint auch nach dem "Ekel-Tatort: Der Tote hing am Fleischerhaken" der die "Bild"-Redaktion entsetzte, nicht einsichtig zu sein: "Im ARD-Krimi wurde gestern ein Mädchen bei lebendigem Leibe im Ofen verbrannt". Igitt. ... mehr
Guido Weiland
Herzerfrischend offen formuliert Guido Weiland sein Anliegen: "Ich bin kein Stephen King, und es gibt bessere Romanautoren," gibt er zu. "Aber die Idee und die Ausführung haben bisher jeden überzeugt." Es geht um sein Projekt "Dein Krimi" . Der Leser ist als Auftraggeber eines Kriminalromans auch Hauptdarsteller mit 20 weiteren Akteuren, die er bestimmen kann. Weiland schreibt ihm seinem eigenen Krimi. Ein Bericht der "Kölnischen Rundschau" vom 20.01.2001 ... mehr
Kurzkrimi-Nachwuchspreis
criminalis, Magazin für Krimifreunde ( www.criminalis.de ), und TextArt, Magazin für kreatives Schreiben (www.textartmagazin.de), vergeben Kurzkrimi-Nachwuchspreis.
Die Ausschreibung richtet sich an Verfasser/innen von Kurzkrimis (Altersgrenze 35 Jahre) und ist mit 500 Euro dotiert. 2. und 3. Preis sind 1 Abo TextArt sowie 1 Abo criminalis ... mehr
19. Januar 2004
Heinrich Eichenberger
In streckenweise recht zwingender Polit-Fiction treibe Heinrich Eichenberger seinen Helden so durch den Roman "Fluchtpunkt Monte Carlo" (Universitas-Verlag), dass sich unterwegs ein aufrüttelnder Einblick in die Verbreitung von Geldwäscherei, Kapitalflucht und anderen Wirtschaftsverbrechen biete. Ein Lob in der "Neuen Zürcher" vom 17.01.2004 ... mehr
Robert Ludlum
Einen Thriller nach bestem Muster habe Robert Ludlum mit dem Roman "Der Prometheus-Verrat" (Heyne) geschrieben, lobt Udo Schüttpelz begeistert bei "ntv". Was auf den 600 Seiten angeboten würde, sei ein Thriller-Spektakel, das seinesgleichen wohl noch nicht gefunden habe ... mehr
Robert Harris
Über die letzten vier Tage Pompejis hat jetzt der britische Bestsellerautor und Verfasser der Welterfolge "Vaterland" und "Enigma" Robert Harris einen literarisch ambitionierten und brillant recherchierten historischen Thriller mit zeitkritischen Bezügen geschrieben: "Pompeji" (Heyne Verlag). Wer zu nachtschlafender Sonntagszeit um 23 Uhr am 18.01.2004 nicht mehr in der Lage war, den Bericht von Joachim Gaertner im "kulturweltspiegel" der "ARD" zu sehen, kann zumindest nachlesen und zwar ... hier
Edgar Allan Poe
Am 19.01.1809 wird Edgar Allan Poe in Boston als Sohn von Schauspielern geboren. Er verwaiste schon im Alter von 10 Jahren. Poe lebte in bitterer Armut und starb am 07.10.1849 in Baltimore unter nicht geklärten Umständen. Er hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der Literatur-Genre Horror und Fantasy. Hier sind beispielsweise "Der Untergang des Hauses Usher" (The Fall of the House of Usher) und "Die Abenteuer Gordon Pyms" (The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket) zu nennen. Mit "Der Doppelmord in der Rue Morgue" (The Murders in the Rue Morgue) gilt er als einer der Erfinder der Detektivgeschichte. ( wikipedia.de
Bei Gutenberg.de gibt es eine Reihe von Texten von ihm zu lesen, darunter natürlich auch der Klassiker aus dem Jahre 1841 "Der Doppelmord in der Rue Morgue". Eine Seite mit zahlreichen Animationen bietet edgarallanpoe.de
Patricia Highsmith
In Fort Worth (Texas) wird am 19.01.1921 Patricia Highsmith geboren. Patricia Highsmith schrieb vor allem anspruchsvolle, psychologisch tiefgründige Kriminalromane. Im Vordergrund ihrer Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen zum Verbrecher machen. (wikipedia.de) .
Mehr bei krimi-couch.de , beim "bücherfreund" und natürlich beim Diogenes Verlag . Ein Feature von Hannes Riffel gibt es bei Amazon , ein Blick auf die Eremitin, Existenzialistin, Schneckenfreundin bei lesexpress.de , als "pdf-Datei" ein Blick auf die Diogenes-Neuedition bei lesen-leute.de
Jilliane Hoffman
Mit beispiellosem Aufwand wird derzeit Jilliane Hoffmans Thriller "Cupido" vom Rowohlt auf den Markt gebracht, erläuterte das Fachmagazin "buchreport" in der Januarausgabe. Nahezu zeitgleich erscheint der Roman in diesem Monat in den USA, Deutschland und Großbritannien. Maike Röttger hat ihn für das "Hamburger Abendblatt" vom 17.01.2004 gelesen und ist überzeugt: Die Autorin kenne die Szene des Verbrechens und beherrsche die Kunst des Schreibens ... mehr
Neu bei kaliber. 38
Einen kleinen Beitrag zur Gesundheitsreform steuern die Kollegen von "kaliber. 38" bei, indem sie die Bio-/Bibliographe von Robin Cook, Verfasser von rund zwanzig Medizin-Thrillern, auf den neuesten Stand bringen.
Robert Egelhofer hat eine umfassende Liste der Charlie Muffin- und aller anderen Romane Brian Freemantles erstellt. Da es zum Autor selbst keine brauchbaren Informationen gibt, müssen Sie sich vorerst mit einer Bibliographie begnügen. Die allerdings beseitigt einige Unschärfen, die zu Freemantles Werk im Netz zu finden sind.
Nicht gerade aufwändig zu bibliographieren ist dagegen das schmale Werk von Thomas Harris, aber selbstredend darf auch der Erfinder von Hannibal "the Cannibal" Lecter auf keiner Krimiseite fehlen. Zurück in die Fünfziger geht's mit dem Amerikaner William Krasner, den Claus Kerkhoff in seinem Artikel "Walk the Dark Streets" vorstellt.
Und schließlich haben die Kollegen noch versucht, die rund Achtzig Bücher des Schweden Olov Svedelid zu sortieren. ... mehr
Henning Mankell
Das Hörbuch "Die Rückkehr des Tanzlehrers" (DHV - Der Hörverlag )
von Henning Mankell ist der Krimi der Woche im "ZDF-Krimiportal". Michael Sahr schreibt am 18.01.2004 von einem spannenden Hörspielerlebnis der Sonderklasse. Es sei zwar Kein Ersatz fürs Buch, aber eine absolut würdige Ergänzung ... mehr
Michael Böckler
Krimi und Weinführer: Michael Böcklers "Sterben wie Gott in Frankreich" (Droemer) füllt eine neue Marktlücke. Ein Bericht von Volker Albers im "Hamburger Abendblatt" vom 17.01.2004 mit einer dem Sujet treffend entnommenen Bewertung am Schluß .... mehr
18. Januar 2004
Kritik am Deutschen Krimi Preis 2
Während die Diskussion um den "Deutschen Krimi Preis" im Forum des "bücherfreundes" noch nicht so recht in Gang kommen will, hat Jan C. Schmidt auf "Kaliber. 38" eine nicht minder deftige Gegenrede veröffentlicht. Die Erwiderung wurde mit "Die dunkle Seite der Macht" überschrieben, erhellt aber Hintergründe und Procedere der Preisvergabe ... mehr
16. Januar 2004
Kritik am Deutschen Krimi Preis
Harsche und grundsätzliche Kritik äußert Lars Schafft auf den Seiten der "Krimi-Couch" an dem in dieser Woche vergebenen "Deutschen Krimi Preis". Präsentation, fehlende Begründungen, undurchsichtige Auswahl bemängelt Lars Schafft und stellt die Frage: "Wer braucht diesen Krimi-Preis eigentlich?" ... mehr
Horacio Castellanos Moya
2000 in Spanien und 2001 in Mexico erschienen die beiden eng miteinander korrespondierenden Romane "La diabla en el espejo" (Die Spiegelbeichte) und "El arma en el hombre" (Der Waffengänger) von Horacio Castellanos Moya, die beide dieses Jahr in deutscher Übersetzung beim "Rotpunktverlag" in Zürich erschienen sind. Beide Bücher sind verbunden durch einen offenbar völlig sinnlosen Mord an einer Frau der salvadorianischen Oberschicht. Eva Massingue hat sie für das Rezensionsmagazin "Listen" besprochen ... mehr
Stefan Beuse
Familien liefern Stoff für Kriminalromane. Das gilt auch für Stefan Beuses gerade bei Piper erschienenen Roman "Meeres Stille", der das "Psychogramm einer Familie" zeichnet. Conny Lösch hat sich für das Rezensionsmagazin "Listen" auf die Spuren des Schriftstellers Stefa Beuse begeben ... mehr
Zoran Drvenkar
Zu schnell, wahnsinnig schnell hat man ihn ausgelesen, den neuen Roman"Du bist zu schnell" (Klett-Cotta Verlag) von Zoran Drvenkar, einen echten "Psycho"-Thriller, schreibt Andreas Christian Bernhard in seinem Beitrag für die Ausgabe Nr. 70 des Rezensionsmagazins "Listen". Und das spricht nach seiner Meinung nicht ganz für den Roman ...
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August Gottlieb Meißner
Gewiss, in August Gottlieb Meissners "Ausgewählte Kriminalgeschichten" (Röhrig Universitätsverlag) wird manche Aktenlücke spekulativ geschlossen, manches Faktum nach den Gesetzen gefälligen Erzählens überformt – und doch bekommt man hier Einblick in den Alltag des 18. Jahrhunderts, in den nicht selten düsteren Hintergrund der Projekte zur "Verbesserung der Strafen", ist das Credo der Besprechung von lmue in der "Süddeutschen Zeitung" vom 16.01.2004 ... mehr
Michael Böckler
"Eigentlich recherchiere ich jedes Mal zwei Bücher parallel: einen Krimi und einen Reiseführer. Anschließend verbinde ich beide Teile zu einem Roman", sagt Michael Böckler, der mit diesem einzigartigen Konzept erfolgreich eine Nische ausfüllt. Die Gesamtauflage seiner touristisch-kulinarischen Krimis beziffert der "Droemer Knaur Verlag" auf 130 000 Exemplare. Ein Bericht von Günter Keil in der "Süddeutschen Zeitung" vom 16.01.2004 .... mehr
Christoph Peters
Ein Schuss, ein Mord, ein Zeuge: In Christoph Peters neuem Roman "Ein Tuch aus Nacht" (Goldmann) ist der Steinbildhauer Albin Kranz der Einzige, der es gesehen hat. Hubert Winkels hat für die Sendung "kulturzeit" bei "3sat" mit dem Autor gesprochen .... mehr
Patricia Highsmith
Für Fans von Patricia Highsmith ist es ist immer ein kleines Fest, wenn wieder eine Staffel der Werkausgabe erscheint. Seit kurzem ist auch der Roman "Tiefe Wasser" (Diogenes) auf dem Markt. Gabriela Schaaf hat ihn für die "Deutsche Welle" gelesen ... mehr
555. "Tatort"
Am Sonntag ist es so weit – der 555. "Tatort" läuft. Zeit, fünf Feinde des guten medialen Mordens zu ermitteln, meint Robin Mishra im "Rheinischen Merkur" vom 15.01.2004. Zum Beispiel: "Besonders beliebt scheinen Drehbücher zu sein, in denen der Ermittler (noch besser: die Ermittlerin) sich unsterblich verliebt. Fazit: Liebe macht blind, meist auch für eine spannende Handlung." ... mehr
Skandinavische Kriminalhörspiele
Das Schweizer Radio "DRS" stellt von Mitte Januar bis Anfang April auf "DRS 1" unter dem Motto "Vom Morden im Norden" skandinavische Hörspiel-Krimis vor. Henning Mankell's Kommissar Wallander oder Peter Høeg's Fräulein Smilla sollen jeden Freitagabend ab 20 Uhr für akustisches Kribbelfutter aus dem Äther sorgen .... mehr
15. Januar 2004
Doris Gercke
Beim Auftakt der Reihe "Mord am Montag" im K 14, Oberhausen, gab Doris Gercke viel von ihrem Verhältnis zu ihren Romanfiguren preis. Ein Bericht von Michael Nicolas in der "NRZ" vom 14.01.2004 ... mehr
Jean-Claude Izzo
Der französische Journalist und bekennende Kommunist Jean-Claude Izzo, der mit seiner großartigen Marseille-Krimi-Trilogie "Total Cheops", "Chourmo" und "Soléa" bekannt wurde, ist ein politischer Autor. Stefan Worring schreibt im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 10.01.2004 über den letzten Roman "Die Sonne der Sterbenden" (Unionsverlag): "Jean-Claude Izzo hat im Angesicht des eigenen Todes - er starb im Januar 2000 - ein schönes, ein trauriges, aber auch ein sehr warmherziges Buch geschrieben." ... mehr
Schimanskis Geheimnis des Golem
Schimanskis "Das Geheimnis des Golem", Erstausstrahlung in der ARD am 11. Jänner 2004 um 20 Uhr 15, war ein gewisser Gegenpol zum stereotypen, mit Antisemitismus nur so gespickten, katholischen Tatort 5 Wochen zuvor, schreibt Clemens Heni in der Zeitung "die jüdische" vom 14.01.2004. Trotz fachfraulicher, jüdischer Beratung, die manchmal zu spät kommt, wären aber doch einige Dinge zu bemängeln ... mehr
Pendragon Verlag
Vor zwei Jahren erst ist der Bielefelder "Pendragon-Verlag" ins Krimi-Geschäft eingestiegen, jetzt hat einer seiner Autoren den "Deutschen Krimipreis" 2004 gewonnen, meldet die "Neue Westfälische" vom 14.01.2004 ... mehr
Forensic-TV
Gerichtsmediziner sind die neuen TV-Stars. In den teils umstrittenen Forensic-Krimis heisst die Frage nicht nur: Wer ist der Täter? Sondern: Wie wird er überführt? Ein Bericht von Serge Hediger in der "FACTS" 03/2004 vom 14.01.2004 ... mehr
Walter Serner
Der Schriftsteller Walter Serner (Walter Eduard Seligmann) wird am 15. Januar 1899 in Karlsbad / Böhmen geboren.
Bürgerschreck, literarisches Enfant terrible, Dada-Mitbegründer, brillanter sozialer Beobachter. In Leben und Werk von Walter Serner (1889-1942) spiegeln sich die zwanziger Jahre als Tanz auf dem Vulkan. Der Jurist jüdischer Herkunft schrieb früh in der von seinem Vater herausgegebenen "Karlbader Zeitung", gesellte sich mit seinem skandalumwitterten Manifest "Letzte Lockerung" zur Dada-Bewegung und durchstreifte beinahe ein Jahrzehnt schreibend Europa. Um 1928 verlor sich seine Spur für die Öffentlichkeit. "Der Maupassant der Kriminalliteratur" (Theodor Lessing) zog sich in die Anonymität zurück. Bis 1942 lebte er als Lehrer mit seiner Frau in Prag; von dort wurde er nach Theresienstadt deportiert und schließlich ermordet. (Random House)
Walter Serner, Dadaist, Erzähler, Bonvivant, Reisender, hat alle seine Geschichten auf der Grenze von Eros, Kälte und Verbrechen situiert (Lutz Hagestedt bei "literaturkritik.de"). Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Letzte Lockerungen" und "Die Tigerin". Gegen Serner richtete sich eine massive Kritik, meistens unter dem Vorwand, er schreibe zu offenkundig sexuell. Alfred Döblin verteidigte den Autor: "Und das Thema ist von Serner abgewandelt worden, streng, ernst, hart, ohne Konzession an einen erschreckten Geschmack". Serners Bücher wurden 1933 verboten und verbrannt. (Bayerischer Rundfunk). Mehr bei ... "btb" , "Junge Welt" , "Greogr Arlt" , "literaturkritik.de" und bei "physiologus.de"
14. Januar 2004
Klappentexte und Krimis
In seiner Kolumne im Fachmagazin "Buchmarkt" legt Gerhard Beckmann noch einmal nach. Bitter beklagt er die mangelnden Informationen über Inhalte und Autoren, die Leser und Buchhändler den Klappentexten von Büchern entnehmen können. "Gestatten Sie bitte, dass ich als konkrete Beispiele wieder Krimis anführe, weil ich mich mit diesem Genre in letzter Zeit sehr intensiv beschäftigt habe. Beginnen wir mit Titeln, die ich schon in der letzten Kolumne erwähnte." ... mehr
Münchner Krimifestival
Wer nur auf den Schatz, den "Deutschen Krimipreis", spekuliert, macht heuer vergeblich bei der Spurensuche an der Isar mit. Das "Münchner Krimifestival" findet in diesem Jahr ohne die Verleihung des Deutschen Krimipreises statt, meldet der "Bayerische Rundfunk" betrübt im Rahmen seiner Information über den diesjährigen Gewinner des Deutschen Krimipreises D. B. Blettenberg. "Leider möchten die Veranstalter jedes Jahr einen Wechsel haben", sagt Andreas Hoh, Mitveranstalter des Münchner Festivals. ... mehr
Hörspieltipps
14.01.04 um 19:05 bei BR2
"Maß für Maß" (55') von Bernd Grashoff.
Holtmann war einst ein erfolgreicher Fernsehregisseur, hat sich aber durch seinen starken Alkoholkonsum die Karriere ruiniert
mehr bei hörspielkrimi.de
Nachrichten Januar 2004
13. Januar 2004
Autorenduos
Manches rutscht halt immer durch. Am 11.01.2004 zum Beispiel im "DeutschlandRadio". Die Sendung "Autorenduos" von Renate Maurer beginnt so: "Mit dem Selbstmord Franco Lucentinis ist von der berühmten "Firma" Fruttero & Lucentini nunmehr Carlo Fruttero übrig geblieben ... Wie schafft man es, derart elegante, geistreiche und weise Romane gemeinsam zu schreiben?" Gefragt werden zahlreiche Autorenduos. Haben Sie auch die Sendung verpasst? Zum Glück bietet der Sender das Manuskript zum Download an. Greifen Sie beherzt zu! Und zwar ... hier
Simenon als Fotograf
Leider. Leider auch das verpasst: "Simenon als Fotograf" im "DeutschlandRadio" am 11.01.2004: "Nicht eine einzige Zeile aus seinen millionenfach verkauften Büchern ist in der Ausstellung zu sehen oder zu hören. Kein einziges Mal werden seine Romane zitiert." Siegfried Forster war in einer Ausstelllung in Paris: "Vor seiner Karriere als Krimi-Schriftsteller musste Georges Simenon in den 30er Jahren sein Geld als Journalist verdienen. Bei zahlreichen großen Reportagereisen entstanden neben Texten auch unzählige Fotos. Eine Auswahl dieser Fotografien ist nun in Paris zu sehen" ... mehr
Carlos Ruiz Zafón
In die Abteilung verpasster Sendungen passt auch der Beitrag von Evita Bauer im "Deutschlandfunk" vom 12.01.2004. Sie sprach mit Carlos Ruiz Zafón über den "Schatten des Windes" (Suhrkamp), seinen Roman, in dem "ihm ein süffiger Mix aus Detektiv und Abenteuergeschichte, Liebesmärchen und Schelmenroman gelungen" ist. Lesen Sie ... hier .
Aber - Sie können es auch hören! Wie, zeigt Ihnen der Sender hier .
Krimis in der DDR - Agitprop?
Auf den Seiten des "Syndikats" findet sich eine interessante Abhandlung von Wolfgang Mittmann, die sich mit der Kriminalliteratur der DDR beschäftigt. "Wer jedoch vom Krimi in der DDR spricht, sollte wissen, daß in der einundvierzigjährigen DDR-Geschichte 38 Verlagshäuser, die entweder in Parteienbesitz oder staatseigen waren, etwa 2.600 Krimititel gedruckt haben." Der Text basiert auf dem Vortrag "Krimis in der DDR - Agitprop?", gehalten auf der Tagung "Krimis in Deutschland und Frankreich - Spiegel der Gesellschaft?" vom 21. bis zum 23. November 2003 im BBI im Schloss Genshagen ... mehr
Schlechte deutsche Krimidebüts?
"Warum gibt es so wenige Krimi-Debüts von deutschen AutorInnen? Und unter ihnen selten Erstklassiges?" fragt sich Gerhard Beckmann in seiner Kolumne für den "Buchmarkt" am 13.01.2004. Und wenn das so sein sollte - woran liegt es? Autoren, Lektorate, Verlage? ... mehr
Deutscher Krimi-Preis 2004
Der Deutsche Krimi Preis wird nunmehr zum zwanzigsten Mal verliehen. Mit dem Deutschen Krimi Preis werden seit 1985 alljährlich Autorinnen & Autoren gewürdigt, die literarisch gekonnt & inhaltlich originell dem Genre neue Impulse geben.
Unter der organisatorischen Obhut des Bochumer Krimi Archivs hat die Jury - der führende Krimi-Kritiker und Krimi-Buchhandlungen angehören - die Neuerscheinungen des Jahres 2003 kritisch und unabhängig geprüft. Der Deutsche Krimi Preis 2004 geht an:
National
1. Platz:
D.B. Blettenberg: "Berlin, Fidschitown" (Pendragon-Verlag)
2. Platz:
Anne Chaplet: "Schneesterben" (Verlag Antje Kunstmann)
3. Platz:
Heinrich Steinfest: "Ein sturer Hund" (Piper Taschenbuch)
International
1. Platz:
Fred Vargas: "Fliehe weit und schnell" (Aufbau-Verlag)
("Pars vite et reviens tard") Übersetzt von Tobias Scheffel
2. Platz:
George P. Pelecanos: "Schuss ins Schwarze" (Rotbuch-Verlag)
("Right as Rain") Übersetzt von Bettina Zeller
&
George P. Pelecanos: "Eine süße Ewigkeit" (dumont-Verlag)
("The sweet forever") Übersetzt von Bernd W. Holzrichter
3. Platz:
Christopher G. Moore: "Stunde Null in Phnom Phen" (Unionsverlag)
("Cut out") Übersetzt von Peter Friedrich
Der Deutsche Krimi Preis ist nicht dotiert. Eine öffentliche Preis-Verleihung findet in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Krimifestival MORD AM HELLWEG im Oktober 2004 in Unna statt.
...
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Sponsoring
Ein ungewöhnliches Sponsorship hat Carl Merx, Geschäftsführer von "Ford Kuhn" in Krefeld, übernommen. Zusammen mit der örtlichen Stadtbücherei und der Krefelder Krimiautorin Ina Coelen veranstaltet er die "Krefelder Schrecksekunden". Ein Bericht der Zeitschrift "Autohaus online" vom 12.01.2004 ... mehr
Leenders-Bay-Leenders
Von der Premierenlesung des Autorentrios Leenders-Bay-Leenders aus ihrem neuen Roman "Die Schanz" (Rowohlt) in Moers berichtet die "WAZ" vom 12.01.2004 ... mehr
Mossad-Buch gestoppt
Der "Kindler-Verlag" hat die Auslieferung des Buches "Ich musste auch töten" von Nima Zamar nach Fälschungsvorwürfen gestoppt, meldet "pipeline.de" am 13.01.2004 ... mehr
Tom Wolf
Für tödliche Geschichten, die in Berlin und Brandenburg spielen, mache sich der "Berlin-Krimi-Verlag" stark, schreibt Karolina Fell in der "Märkischen Allgemeinen" vom 13.01.2004 und stellt die Preußen-Krimis von Tom Wolf vor. Zwar sei der Autor im fernen Bad Homburg geboren, "doch seine Plots überzeugen und er kennt das Berlin und Potsdam der friderizianischen Zeit mittlerweile bis in die Verästelungen vergessener Maße und Gewichtseinheiten" .... mehr
Bay Writers
Für unsere englischsprachigen Krimifans: die "Mystery News" von "Black Raven Press" verweisen auf einen Artikel im "San Francisco Chronicle", in dem sechs Krimiautorinnen der Bay Area vorgestellt werden: Gillian Roberts, Ayelet Waldman, Marcia Muller, Nadia Gordon, Cara Black und Jacqueline Winspear ... mehr
New Blood

Der britische Verlag "Orion" startet 2004 eine neue Krimireihe namens "New Blood", melden die Kollegen vom britischen "Crime & Mystery Fiction Journal" . Neun Debutromane auf einen Schlag kommen auf den Markt, die Kriminelles vom Yorkshire Moor über Los Angeles bis Buenos Aires zum Thema haben ... mehr
Allein gegen Barrracudas oder "Viva the Small Crime Press!"
Noch ein Abstecher ins fremdsprachliche Ausland: das australische Magazin "Crime Factory" sprach mit den beiden Kleinverlagen "The Do-Not Press" (Großbritannien) und "Uglytown" (USA) über die Höhen und Tiefen des kleinverlegerischen Daseins, oder: wie ist es ein kleiner Fisch zu sein, umgeben von Barracudas? ...
12. Januar 2004
Wolf Haas
In seinen bisher sieben Romanen treibt der gebürtige Salzburger Wolf Haas ein doppeltes Spiel, eröffnet Franz Haas (!) seinen Beitrag in der "Neuen Zürcher" vom 10.01.2004: "Haas schaut auf das Maul und die Sitten seiner Landsleute, er ist treuer Chronist und zugleich Sprachartist in bester satirischer Tradition." ... mehr
Heinrich Steinfest
Kritikerlob am Stück erhält Heinrich Steinfest derzeit mit seinem neuen Roman "Ein sturer Hund" (Piper). "In seinem sechsten Kriminalroman erzählt Heinrich Steinfest eine knappe Geschichte so präzise, ausufernd und komisch, dass es eine wahre Freude ist", schreibt Frank Rumpel im Magazin "Titel" vom 10.01.2004 ... mehr
Anne Chaplet
Angesichts der positiven Aufnahme ihres Romans "Schneesterben" (Antje Kunstmann Verlag) muss sich auch Anne Chaplet derzeit nicht vor vernichtenden Urteilen fürchten. Auch Andrea Fischer zeigt sich in ihrer Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel" vom 11.01.2004 erfreut: ": Obwohl es eine wirklich komplizierte Geschichte ist, mit Wurzeln in einer fernen Vergangenheit, mit großen menschlichen Tragödien und vielen überraschenden Wendungen - am Ende ist sie stimmig, nicht nur aufgeklärt sondern auch einsichtig." ... mehr
Horst Eckert
Ende April trifft sich die deutsche Krimiszene auf der "Criminale 2004" am Niederrhein. Die "NRZ" nahm den Sprecher Horst Eckert am 09.01.2004 ins Kreuzverhör. Der Wahl-Düsseldorfer (Jahrgang 1959) hat gerade seinen siebten Krimi "Purpurland" (Grafit) veröffentlicht und spricht für die rund 200 Krimiautoren im "Syndikat". ... mehr
Das Syndikat und Ulrich Wickert
Auch wir meldeten, daß Ulrich Wickert nun Mitglied in der Vereinigung "Das Syndikat" sei. Das stimmt nicht, versichert der Sprecher Horst Eckert. Natürlich könne er es gern werden, da er nach Erscheinen seines Romans die Aufnahmekriterien erfülle. Aber ein Mitgliedsantrag sei bislang nicht eingetroffen. Richtig ist dagegen, dass er seine Teilnahme an der Eröffmungsgala zugesagt hat.
Ausserdem sei sein Roman wie jeder 2004 erschienene Kriminalroman in der Auswahl für den Friedrich-Glauser-Preis. Dafür müsse man weder Mitglied sein, noch müsse der Roman "vorgeschlagen" werden, wie der Wiener "Standard" geschrieben hat ...
Håkan Nesser
"An diesem irgendwie genialen Buch scheiden sich die Geister." ist sich Michael Sahr am 11.01.2004 im "ZDF-Krimiportal" sicher. Die Rede ist von Håkan Nessers Roman "Barins Dreieck" (btb/Goldmann). Denn "Dieses Buch ist anders, reifer und subtiler als alles, was er zuvor geschrieben hat" ... mehr
Léo Malet
Trotz eines Relaunch des Internetauftrittes arbeitet das Magazin "Titel" weiter. Schön, denn am 10.01.2004 bespricht Christoph Pollmann die schwarze Trilogie Léo Malets:"Das Leben ist zum Kotzen" (Der Audio Verlag): " ... kommt in der Hörspielbearbeitung unwahrscheinlich stimmungsreich, wechselvoll und dennoch klar rüber und bietet feinste Ohrenkost." ... mehr
Agatha Christie +
Am 12. Januar 1976 stirbt die britische Autorin Agatha Christie im Alter von 85 Jahren in Wallingford, Oxfordshire. Noch im gleichen Jahr erscheint ihr letzter Roman, "Ruhe unsanft" (Sleeping Murder). (Info "www.christie-web.de"). Mit mehr als 70 Kriminalromanen, dazu Kurzgeschichten und Theaterstücke, gilt sie mit einer Gesamtauflage von über 550 Millionen Exemplaren als erfolgreichste Krimiautorin der Welt.
Mehr bei ... christie-web.de , "Christian Kirsch", beim "ZDF", "wikipedia.org", und bei Herbert Maerkle .
Ende eines Markenartikels?
Ein Kommentar von Stefan Lichtblau.
Hier hätten wir auch gern einen Link zu dem Verlag mit den Streifen gesetzt, der Agatha Christie im deutschsprachigen Raum über Jahrzehnte begleitet hat - den "Scherz Verlag". Auf der Internetseite dieses Verlages lesen wir nun, das der Verlag seit 1. Januar 2003 zu den S.Fischer Verlagen, Frankfurt a.M. gehört. "Der Internet-Auftritt der S.Fischer Verlage wird noch in diesem Jahr komplett neu gestaltet. Bis es soweit ist, geben wir Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Titel des aktuellen Programms."
Agatha Christie gehört nicht zu den dort vorgestellten Autoren. Beim S.Fischer Verlag ist es seit dem 1. Januar 2003 nicht gelungen (oder nicht gewollt), eine eigene Plattform für den Scherz Verlag zu gestalten, es gibt keine biografische Notiz zur erfolgreichsten Krimiautorin der Welt, und bei der Büchersuche sind nur 19 Titel Agatha Christies aufgeführt.
Das Fachmagazin "Buchreport" meldete vor einiger Zeit, dass die Titel von Agatha Christie aus dem Scherz Verlag ausgegliedert und in den Fischer Verlag integriert werden sollen. Schön, wenn das besser klappen sollte, als die Gestaltung eines eigenen Internetauftrittes für den Scherz Verlag. Schade allerdings und auch nicht so recht nachvollziehbar, daß ein Markenartikel, den Scherz mit seinen charakterischen Streifen geschaffen hat, leichtfertig abgewickelt wird.
Wallanders Heimat
Von einem Besuch im schwedischen Ystad, der Heimat des Krimi-Kommissars Kurt Wallander berichtet Frederik Bombosch in der "Berliner Zeitung" vom 12.01.2004 ... mehr
Robert Harris
Auch "Der Spiegel" hat (nach dem "Stern") und ebenso nur in der papiernen Ausgabe einen Bericht über Robert Harris. Seite 134 Autoren: "In seinem historischen Roman "Pompeji" schildert Robert Harris den Untergang der Stadt am Vesuv" ... mehr
Hörspieltipps
12.01.04 um 19:05 bei DeutschlandRadio Berlin
"Bellende Hunde beißen" (54') von Maud Tabachnik
Im Südwesten Frankreichs wird der Dorfschullehrer Bernard Lenterne brutal ermordet. Ein Freund des Lehrers vermutet die Täter unter den extrem rechten Einheimischen.
mehr bei hörspielkrimi.de
10. Januar 2004
Dashiell Hammett +
Am 10. Januar 1961 erliegt der amerikanische Krimiautor (Samuel) Dashiell Hammett (* 27. Mai 1894) in New York mit 66 Jahren einer Krebserkrankung. Romane wie "Der Malteserfalke", "Der dünne Mann" gehören zu den Klassikern der Kriminalliteratur.
Infos bei ... krimi-couch.de , "mordlust.de", beim "ZDF", "wikipedia.org", und natürlich bei Diogenes . Empfehlenswerte Links zu englischen Seiten bietet "der bücherfreund".
Leonardo Sciascia
Die Werke Leonardo Sciascia seien keine Genreliteratur, sondern die Schöpfungen eines bedeutenden Erzählers mit großem Horizont, erklärt Leopold Federmair in seinem angenehm und unbedingt zu lesenden Beitrag "Das "untersuchende Erzählen" Leonardo Sciascias" in "Der Standard" vom 10.01.2004. Eine Kostprobe? "Sciascia war beides, ein echter Krimiautor insofern, als er sich die idealtypische Rationalität dieses Genres zur strengen Maxime machte, und mehr als ein Krimiautor, weil ihn Kriminalfälle immer nur interessierten, wenn sie über Tageschronik und Nervenkitzel hinauswiesen." ... mehr
Kriminalgeschichten der Aufklärung
In seinem Essay in "Die Welt" vom 10.01.2004 erklärt Alexander Kosenina daß "Kriminalgeschichten der Aufklärung Leser zu Sachverständigen erzogen". Populär gemacht, wenn nicht sogar erfunden habe dieses Genre der Jurist und psychologische Schriftsteller August Gottlieb Meißner ... mehr
Patrick McCabe
"Die Erinnerung daran, dem eigenen Kaff entronnen zu sein, ist lange verblasst. Sie wissen also nicht genau, was Sie erwartet. In solchen Fällen empfiehlt sich die Lektüre von Patrick McCabe. Oder besser: gleich ein Besuch." Jochen Förster hat dies für "Die Welt" vom 10.01.2004 getan und einen interessanten Bericht abgeliefert ... mehr
Jörg Fauser
Daß wir von den Alligatorpapieren große Anhänger des leider so früh verstorbenen Autors und Journalisten Jörg Fauser sind, haben regelmäßige Besucher dieser Seiten sicher schon gemerkt. Deshalb weisen wir natürlich begeistert auf eine weitere Besprechung seiner versammelten Essays "Lese-Stoff" (Verlag Neue Kritik) hin, die Andreas Hartmann im "taz-Magazin" am 10.01.2004 veröffentlicht hat ... mehr
Büchermarkt
Den Kölner "Tropenverlag" stellt der "Büchermarkt" des "Deutschlandfunks" am 09.01.2004 vor, das Sonderheft "Popliteratur"der Zeitschrift "Text und Kritik" sowie Christian Demand, "Die Beschämung der Philister". Notwendig ist eine Audiomöglichkeit auf dem PC (mp3) oder (real) ... mehr
Joan Aiken ist tot
Die britische Autorin Joan Aiken war geschmäht und geliebt zugleich. Ein Nachruf auf die am 4. Januar verstorbene Autorin in "Der Standard" vom 09.01.2004 ... mehr
Criminale 2004
Duisburg organisiert die Criminale 2004, 160 Krimiautoren lesen am Niederrhein, meldet der "Buchmarkt" am 09.01.2004. Mit dem Buch "Mord am Niederrhein" werden zudem Krimikurzgeschichten präsentiert, die extra für die Criminale geschrieben worden sind ... mehr
Ulrich Wickert
Der Nachrichtenmoderator und Neo-Schriftsteller Ulrich Wickert gehört zum "Syndikat". Mit seinem Erstling "Der Richter aus Paris" (Hoffmann und Campe Verlag) wurde der Autor in die Gilde deutscher Krimiautoren, die Vereinigung "Das Syndikat" aufgenommen, meldet "Der Standard" am 10.01.2004 mehr
Karin Fossum
Die ersten Kriminalromane von Karin Fossum waren nicht so gut. Und doch schimmerte von Anfang an etwas durch, das ahnen ließ, hier ist eine ganz große Erzählerin am Werke, schreibt Frank Keil im Hamburger Abendblatt vom 10.01.2004. Ihr sechster Krimi "Schwarze Sekunden" (Piper), fährt er fort, "nimmt einem schlicht den Atem." ... mehr
Michael Schulte
Das Buch "Krumm gelaufen! Genies, Dilettanten, Versager - Die schönsten mißlungenen Verbrechen" (kontrapunkt oesch verlag) erhält durch Ludwig Lugmeier in der "jungen welt" vom 10.01.2004 hohes Lob. Mit dem Buch habe er "eine "Minimia Moralia" der Kriminalgeschichte geschrieben, die tiefer gründet, als man bei erbaulichen Raub- und Mordgeschichten für möglich hält." ... mehr
Hörspieltipps
10.01.04 um 21:05 bei "NDR Info"
"Die dunkle Stunde der Serenissima - Teil 2 von 2" (55') von Donna Leon
Claudia Leonardo, eine junge Studentin, bittet Commissario Brunetti um Hilfe. Ihr Großvater Luca Guzzardi wurde nach dem Zweiten Weltkrieg beschuldigt, sich während der Kriegszeit an ehrenrührigen Geschäften beteiligt und unrechtmäßig Kunstschätze angeeignet zu haben.
Am Sonntag, 11.01.2004 gibt es Hörspiele von Uwe Erichsen/ Jens Hagen ("Das 52. Wochenende" (54') 22:00, "MDR Figaro"), Ruth Rendell ("So was tut man doch nicht" (50') 22:00, "88acht"), Wolfgang Zander ("Plastinat. Schön" (56') 22:00 "HR 2") und Graham Greene (1. Teil von 6: "Unser Mann in Havanna" (45') 23:03"SWR 1") ! ...
mehr bei hörspielkrimi.de
9. Januar 2004
Imre Kertész
Der jüngste Roman "Liquidation" (Suhrkamp-Verlag) von Imre Kertész sei ein Krimi, schrieb Charles Linsmayer in der Zeitung "Der Bund"
am 07.01.2004.
In der "Stuttgarter Zeitung" vom 09.01.2004 gibt es ein Gespräch mit dem Literaturnobelpreisträger zu lesen, in dem auch das neue Buch angesprochen wird. Von einem Genreroman ist allerdings nicht die Rede ... mehr
Nima Zamar
Das Mossad-Buch "Ich musste auch töten" (Kindler) von Nima Zamar sei kein Tatsachenbericht, sondern ein Roman - und leider kein guter, behauptet Jörg von Uthmann in "Die Welt" vom 09.01.2004 ... hier
Jon Krakauer
Ein Abstecher ins Sachbuchsegment: "Der Schriftsteller und Extrembergsteiger Jon Krakauer reist in seinem neuesten Buch "Mord im Auftrag Gottes. Eine Reportage über religiösen Fundamentalismus" (Piper) ins mormonische Utah und in die Abgründe extremen religiösen Glaubens", titelt "Die Presse" vom 10.01.2004 einen Beitrag von Kurt Remele ... hier
Amazon und Verlage
Eine durchaus zwiespältige Meinung zur "Amazonisierung" des Internets haben die Alligatorpapiere Deshalb halten wir uns mit Kommentaren zurück und weisen auf einen Beitrag von Wolf-Dieter Roth vom 09.01.2004 bei "telepolis" hin, der sich mit dem neuen Provisionssystem bei "amazon" beschäftigt: "Auch beim Dotcom-König Amazon wird rationalisiert - die Kleinen sind die Verlierer" ... hier
Diana Gabaldon/Gerhard Beckmann
In seiner Kolumne im Fachmagazin "Buchmarkt" erzählt Gerhard Beckmann vom Entsetzen der Autorin Diana Gabaldon, als sie ihren Roman "Lord John and the Private Matter" ("Das Meer der Lügen" bei "Blanvalet"), ein echter Krimi, wie sie meint, "in Denver bei der dortigen Fililale von Barnes & Noble in der Abteilung "Romances" einsortiert fand – unter "Liebesroman" also". Wie sie damit umgegangen ist und welche Schlüsse Herr Beckmann daraus zieht, erfahren Sie ... hier
T.C. Boyle
Man sollte ja nicht nur Krimis lesen. Nach unserem Dezember-Hinweis auf das Interview in der Kölner "Stadtrevue" (Januarausgabe 2004) mit T.C. Boyle, nun der Tipp zur Besprechung seines Romans "Drop City" (Hanser) im "Rheinischen Merkur" Nr. 02 vom 08.01.2004 durch den von uns hochgeschätzten Autor Daniel Dubbe: "«Drop City» ist ein witziger und subtiler Roman über den Niedergang der Hippie-Bewegung, ein grellbunter Bilderbogen, filmreif inszeniert und mit sarkastischem Humor erzählt." ... mehr
Hörspieltipps
9.01.04 um 19:05 bei "DeutschlandRadio Berlin"
"Wenn mir die Möwe auf den Kopf scheißt, bin ich tot" (40') von Adolf Schröder
Ein zehnjähriger Junge ist verschwunden. Die Polizei vermutet ein Verbrechen und geht die Liste der bekannten Sexualverbrecher durch.
9.01.04 um 20:05 auf "WDR 5"
"Der Hahn ist tot" (54') von Ingrid Noll.
Endlich hat Rosemarie den Mann ihrer Träume ganz für sich. Rosemaries größter Wunsch in Erfüllung gegangen, Witold ist ganz nah bei ihr - solange der dunkle Vorhang über seiner Erinnerung nicht aufgeht. ...
Und schon mal merken für Nachteulen: Morgen, am 10.01.2004 um 00:05 (!) sendet der "Deutschlandfunk" das Hörspiel "Auch die Toten dürfen hoffen" von Charles Willeford ...
mehr bei hörspielkrimi.de
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die Autorin Joan Aiken ist am 4. Januar 2003 im Alter von 79 Jahren gestorben. Für ihren Roman "Night FAll" (Holt, 1971) gewann sie einen "Edgar". ... mehr (natürlich in englisch)
Eine Bio-/Bibliographie gibt es bei Toms Krimitreff und natürlich beim Diogenes Verlag
Die "FAZ" vom 08.01.2004 bringt einen Nachruf zum Tod der Autorin: "Ihre bevorzugte Welt war das frühe neunzehnte Jahrhundert, das sie nach Herzenslust mit verwegenen Plots und kuriosem Personal auszustaffieren wußte." (Lesbar für Abonnenten oder zum Preis von 1,50 Euro) ... hier
Geburtstag
Am 9. Januar 1950 wird der Autor Gisbert Haefs in Wachtendonk am Niederrhein geboren. Im Krimegenre wurde er vor allem durch seine skurrille Detektivfigur Balthasar Matzbach bekannt. Infos natürlich beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren zu lesen
Nachrichten Januar 2004
8. Januar 2004
Wilkie Collins
Am 08.01.1824 wird (William) Wilkie Collins im Bezirk Marylebone in London geboren. Collins gilt als Vater des englischen Kriminalromans und als Erfinder der eigentlichen Detektivgeschichte. Seine bekanntesten Werke sind "Die Frau in Weiß" (The Woman in White, 1860) und "Der Mondstein" (The Moonstone, 1868). ... mehr bei "gutenberg 2000" (inclusive Leseprobe), wikipedia.org und natürlich bei wilkiecollins.de
Krimihörspieltipps
Am 08.01.2004 um 15:00 auf BR 2: "Fingerübungen" (52') von May B. Lund.
Lillemor Johansen, die übergewichtige Sekretärin des Krankenhauses ist in Doktor Reiersen verliebt. Das hat für so manchen lebensgefährliche Folgen.
Am 08.01.2004 um 23:00 auf "Eins live": "Die vier Söhne des Doktor March" (55') von Brigitte Aubert.
In den Aufzeichungen, die Hausmädchen Jeanie in die Hände geraten, werden Morde geschildert, die jemand seit seiner frühesten Kindheit begangen hat. Ihre Neugier bringt das Hausmädchen in Gefahr ...
mehr bei www.hörpielkrimi.de
Krimitipps
Immer wieder bringt das österreichische E-Zine "evolver" Besprechungen neuerer Kriminalliteratur, jetzt leicht nachzulesen in der Rubrik "Print". Aktuell zum Beispiel sind Susy Schmids Roman "Himmelskönigin" ( Cosmos-Verlag) und Anna Malyschewas "Tod in der Datscha" (btb/Goldmann) geprüft worden ... mehr
7. Januar 2004
Criminale 2004
Nach den von uns schon gemeldeten Turbulenzen um den Veranstalter der "Criminale" 2004, die am Niederrhein stattfinden wird, scheint nun Ruhe im Fahrwasser zu sein. Das Buchhandelsfachmagazin "Buchmarkt" meldet, daß nun die "Duisburg Marketing GmbH" für die Veranstaltung zuständig ist. Näheres wird am 9. Januar 2004 in einer Pressekonferenz verkündet ... mehr
Adolph Müllner
Der Zweifel daran, ob Form und Methode des damals herrschenden Rechtssystems immer dazu geeignet sind, die diffizile Frage nach Schuld und Unschuld eines Menschen zu beurteilen, sei vielleicht der Kern der frühen "Detektiv-Novelle" von Adolph Müllner: "Der Kaliber - Aus den Papieren eines Criminalbeamten" (Liliom Verlag), konstatiert Nina Warnecke in der Januarauugabe 2004 der "Litertaturkritik". 13 Jahre bevor Edgar Allen Poe 1841 die Tradition der 'Detective story' begründet, habe Müllner schon wesentliche Strukturelemente dieser Gattung realisiert ... mehr
Krimihörspieltipp
Am 07.01.2004 um 20:30 auf BR 2: "Maß für Maß" (55') von Bernd Grashoff.
Holtmann war einst ein erfolgreicher Fernsehregisseur, hat sich aber durch seinen starken Alkoholkonsum die Karriere ruiniert ... mehr bei www.hörpielkrimi.de
Imre Kertész
In seinem jüngsten Roman "Liquidation" (Suhrkamp-Verlag) verschreibt sich Imre Kertész dem Genre des Krimis, schreibt Charles Linsmayer in der Zeitung "Der Bund" vom 07.01.2004. Wenn der Nobelpreisträger von 2002 sich für die Gattung Krimi entscheidet, hat das einen ganz bestimmten, hintergründig-vertrackten Grund ... mehr
Nachrichten Januar 2004
6. Januar 2004
Giles Foden
Mit seinem zweiten Roman "Sansibar" (Aufbau) erweise sich der Londoner Autor Giles Foden einmal mehr als Spezialist für spannende Geschichten mit handfestem politischen Hintergrund, meldet "dpa" am 06.01.2004 bei "Web.de". Obwohl das Buch die Tiefe seines ersten Romanes "Der letzte König von Schottland" nicht erreiche, gelinge es Foden, "den exotisch anmutenden Hintergrund nicht als Kulisse zu missbrauchen, sondern eine spannende Story zu erzählen, die auf Fakten beruht" ... mehr
Sherlock-Holmes-Gesellschaft
Wie wir einer laaaang zurückliegenden Meldung bei den Kollegen der "krimizeit.de" entnehmen können, hat die deutsche "Sherlock-Holmes-Gesellschaft" nun einen Internetauftritt. "Der Sherlock-Holmes-Kurier" ist unverkennbar holmisch gestaltet und bietet neben vielen redaktionellen Themen das "Neueste aus der Welt des Sherlock Holmes. Kurz und bündig - immer aktuell." ... mehr
Gary Shteyngart
Den Roman "Handbuch für den russischen Debütanten" (Berlin Verlag) von Gary Shteyngart bezeichnet Brigitte Neumann in der Sendung "Ex libris" bei "oe1.ORF" als einen anarchischen Lesespaß, ein gnadenlos boshaftes Feuerwerk an Sprüchen und Pointen, Einfällen und Einsichten. "Manchmal übertreibt's der junge Autor" zwar "und galoppiert im Gagfieber davon." Weniger die Kalauerqualitäten seines Texts als die zarten Ideen von umwerfender Originalität hielten den Leser bei der Stange. Als Zuckerle hat der Sender einen Audio-Beitrag ins Netz gestellt, in dem Gary Shteyngart über seine alte Heimat plaudert (Länge: 1:09 min) mehr
Hörspieltipp
Am 06.01.2004 um 20:05 auf WDR 5: " Der fremde Tibeter" von Eliot Pattison. Teil 4 von 4 Teilen (53') ... mehr bei www.hörpielkrimi.de
Wörtches Leichenberg
Vieles soll sich ändern in diesem Jahr. Glücklicherweise haben einige Dinge aber Bestand - zum Beispiel Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg", die im Nürnberger "Plärrer" erscheint. Bei den Kollegen von "kalber. 38" ist jetzt die Ausgabe 1/2004 zu lesen, mit wohlwollenden, aber auch kritischen Worten zu Büchern von Stefan Maelck, Roger Graf, Reginald Hill und Frédéric H. Fajardie ... mehr
5. Januar 2004
Heimat, mörderisch
Das Genre der Regionalkrimis in Schwaben und im Allgäu behandelt ein Artikel in der "Badischen Zeitung" vom 02.01.2004, der leider nur Abonnenten zugänglich ist. Fans dieser Gattung sollten sich an die Zeitung wenden ... mehr
Monika Geier
Kleiner Scherz der Autorin Monika Geier: Sie erfindet für ihren Krimi "Stein sei ewig" (Argument-Verlag/Ariadne Krimi) eine neue Landschaft - die Hinterpfalz, stellt Christine Schaich amüsiert am 05.01.2004 beim Radiosender "SWR3/RP" fest. Und tatsächlich: "Hinterpfälzische Provinz kann ungemein spannend sein." ... mehr
Jonathan Franzen
In seinem Erstlingsroman "Die 27ste Stadt" (Rowohlt Verlag) lasse der amerikanische Autor Jonathan Franzen eine Verschwörung ablaufen, die den schlimmsten Albträumen professioneller Paranoiker entsprungen sein könnte, findet Samo Kobenter in "Der Standard" vom 04.01.2004. Interesant sei besonders die Rezeptionsgeschichte des Romans, denn " ...unter dem Eindruck des Terroranschlages auf das World Trade Center neu gelesen, avancierte der 1988 geschriebene Roman im Nachhinein zur prophetischen Analyse eines bisher unbekannten, global denkenden und handelnden Terrors" ... mehr
hauptsache kultur
Die Sendung "hauptsache kultur" des "Hessen Fernsehens" hat ab 2004 einen neuen Sendeplatz: Sie können das Kulturmagazin jetzt immer am Samstag Abend sehen.
In der ersten Sendung im neuen Jahr am 10. Januar 2004 um 21.45 Uhr: Die Frankfurt Connection - Bodo Kirchhoff als Gast im "Frankfurter Kreuz". Bodo Kirchhoff schreibt gerade an einem neuen Kriminalroman, dessen Schauplatz ein Frankfurter Gymnasium im Stadtteil Sachsenhausen ist. Philipp Engel hat Bodo Kirchhoff besucht ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die amerikanische Autorin Mercedes Lambert ist am 22. Dezember 2003 im Alter von 54 Jahren ihrer Krebserkrankung erlegen. Im "Argument Verlag" erschien 1997 ihr Roman "Die dunkle Seite der Lichterstadt" in der Reihe "Ariadne Krimi" (Nr.1092) ... mehr (natürlich in englisch)
3./4. Januar 2004
Wolfgang Schorlau
Das Buch "Die blaue Liste" (Kiepenheuer und Witsch) von Wolfgang Schorlau sei ein klassischer Kriminalroman, sagt Alexander Scheibe bei der "Deutschen Welle", ein Roman der in der jüngeren deutschen Geschichte spielt: ein brisanter Fall aus der Zeit der Wende. Obwohl das Ende etwas flach und absehbar daher komme, mache das Erstlingswerk von Wolfgang Schorlau gespannt auf mehr Lesestoff des Autors ... mehr
Schreibtischtäter
Unter dem Motto "Alles Schreibtischtäter" machte "Der Stern" Hausbesuche bei deutschen Krimi-Schriftstellern. Das gibt es leider nicht im Netz, aber in der Papierausgabe No. 2 vom 02.01.2004 ...
Christian von Ditfurth
Mit seinem Roman "Mann ohne Makel" (Kiepenheuer & Witsch) habe der Historiker Christian von Ditfurth eine spannende Geschichte über einen Hamburger Immobilienmakler mit Nazi-Vergangenheit verfasst, schreibt Dieter Aulerich im "Hamburger Abendblatt" vom 03.01.2004. Es sei eine jederzeit spannende Kriminalgeschichte entstanden, verwoben in verbürgte historische Begebenheiten, akribisch im Detail ...
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Verbrecher Verlag
In Kreuzberg brüten sie Mord und Totschlag aus: von einem Besuch beim "Verbrecher Verlag", der eigentlich eher zufällig gegründet wurde, berichtet Brigitte Preissler in der "Berliner Morgenpost" vom 03.01.2004 ...
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Stefan Beuse
Bis zuletzt hoffe man, dass sich die hohl aneinander klappernden Figurenperspektiven, die hanebüchene Handlung und der Genre-Schwindel mit Gothic-novel-Elementen in dem Roman "Meeres Stille" (Piper Verlag) von Stefan Beuse als kalkuliertes literarisches Understatement erweisen könnten, beteuert Ulrich Baron in seiner Besprechung in der "Süddeutschen Zeitung" vom 03.01.2004, aber die Enttäuschung, daß es wohl nicht so ist, scheint ihm die Hand geführt zu haben in seinem ungewohnt ironischen Artikel ...
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2. Januar 2004
Zoran Drvenkar
Die Geschichte sei so haarsträubend, dass es keineswegs selbstverständlich sei, ihr bereitwillig bis zur letzten von fast 300 Seiten zu folgen, schreibt Karl-Markus Gauss in der "Süddeutschen Zeitung" vom 02.01.2004 zu dem Roman "Du bist zu schnell" (Klett-Cotta Verlag) von Zoran Drvenkar. Doch er endet mit einem feinen Lob: "Eine Warnung: Wer die Tür in die Welt dieses Romans einmal aufgestoßen hat, wird sie erst wieder schließen, wenn er mit dem ungemein blutigen Horror-Trip bis ans Ende gekommen ist." ...
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Ulrich Nollers Krimitipps Januar 2004
Pünktlich zum Jahresbeginn sind Ulrich Nollers Krimitipps für den Januar 2004 beim "WDR 5" online gegangen. Er berichtet von einem Buch, das vor fast fünfzehn Jahren als kleiner, unauffälliger Band in der Reihe rororo-thriller erschienen war. Fast zehn Jahre war es nicht mehr lieferbar - jetzt, neu aufgeschlagen, liest es sich genau so frisch, relevant und wegweisend wie zuvor: "Sündenbock im Bücherdschungel" (Kiepenheuer & Witsch) von Daniel Pennac.
Die zweite Besprechung dreht sich um "Grenzenlose Gefühle, unvollendete Gedanken" (UT metro): "In Lateinamerika gab es in den letzten Jahrzehnten eine sehr lebendige Entwicklung der Kriminalliteratur, und einer der wichtigsten und bekanntesten Vertreter dieser Entwicklung ist der Brasilianer Rubem Fonseca." ...
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Pat Barker
Darf man einem jungen Mann, der als Kind einen Mord begangen hat, die Chance verwehren, in diese Gesellschaft zurückzukehren? Das fragt sich Evelyn Schlag am 03.01.2004 in der Sparte "Spectrum" der Zeitung "Die Presse" in der wunderbar langen Besprechung zu Pat Barkers Psychothriller "Eissplitter": lakonisch, ohne Manierismen. ...
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Bernhard Sinkel
Man spüre beim Lesen die Handschrift des Filmemachers - schnelle Schnitte, Rückblenden, Bilder, Dialoge. So beschreibt Thomas Leinkauf in der "Berliner Zeitung" vom 02.01.2004 seine Eindrücke zu Bernhard Sinkels Krimi "Bluff" (dtv). Manches bemängelt er, aber: "Es spricht für Sinkel und sein Buch, dass man es dennoch nicht weglegen will." ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Der amerikanische Autor John Gregory Dunne ist am 30. Dezember 2003 im Alter von 71 Jahren gestorben. ... mehr (natürlich in englisch)
1. Januar 2004
Edgar Hilsenrath
Auch im Neuen Jahr bleiben wir unserer Tradition treu, Ihnen hier und da Schriftsteller unterzujubeln, die wenig bis gar nichts mit Kriminalliteratur zu tun haben. Warum? Weil es Spaß macht und manche Feuilletons zu schön sind, um an ihnen vorbeizugehen...
Der "Rheinische Merkur" z.B. hat in der 1. Ausgabe des Jahres 2004 ein Porträt des jüdischen Autors Edgar Hilsenrath veröffentlicht, weil dessen neues Buch "Bronskys Geständnis" die geplante Neuausgabe der Romane Edgar Hilsenraths im Kölner "Dittrich Verlag" einleitet. Ein schönes Unterfangen, denn "Bis heute passt der in Berlin lebende Autor in keine Schublade. Sein Œuvre ist ätzend, und es bricht Tabus. Doch es lohnt, ihn zu lesen!", wie Cornelia Staudacher dazu schreibt ... mehr
Donna Tartt
Der Roman "Der kleine Freund" (Goldmann-Verlag) von Donna Tartt ist ein Südstaatenroman, in dem das Porträt einer ganzen Familie gezeichnet wird, erklärt Swea Schilling im "ZDF-Krimiportal" vom 31.12.2003. Und sie äußerst sich enttäuscht: "Ist "der kleine Freund" ein Gesellschaftsroman? Eine Geschichte über das Erwachsenwerden? Ein Familienroman? Die Antwort weiß nur die Autorin selbst. Nur eins ist gewiss: ein Krimi ist es nicht. Und wer einen Krimi erwartet, wird sehr enttäuscht." ...
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Hörspielkrimi
Die aufwendig recherchierte und ausführlich dokumentierte Seite für Hörspielkrimis heißt - "hörspielkrimi.de" und ist immer einen Besuch wert. Umsomehr, da ab sofort das Januarprogramm 2004 online geschaltet wurde! ....
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Gänsehaut auf Tastendruck
Krimifans organisieren sich online. Sie schreiben gemeinsam Drehbücher, lösen am Bildschirm Fälle und füllen Seiten mit eigenen Kurzgeschichten. Frank Lehmkuhl berichtet im "Focus" 1/2004 über Krimiseiten im Internet
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Webseite für deutsche Krimiautoren
Spezialisiert auf deutsche Krimiautoren hat sich Caren Löwner. Bisher sind über 130 recht persönlich gehaltene Rezensionen auf ihrer Webseite gesammelt, es gibt ein Forum für deutsche Krimis, schnell überblickbare Buchbewertungen und eine Vorschau auf Neuerscheinungen
... mehr
Neu im Krimi-Forum: |
| Vorabdruck des Monats
Januar 2004: Charlaine Harris: "Tod in Shakespeare" (Rotbuch Verlag). Buch der Woche 29.12.2003-4.1.2004 Darja Donzowa: "Der unschuldige Mörder". |
30. Dezember 2003
Deutscher Krimipreis 2004
2003 wurde der "Deutsche Krimipreis" erstmals öffentlich in München vergeben - und 2004 in Unna! Reinhard Jahn vom Bochumer Krimi-Archiv: "Die Entscheidung, den Deutschen Krimi Preis 2004 diesmal am Hellweg zu verleihen, war schnell und einfach zu treffen. Weil das Westfälische Literaturbüro und der Bereich Kultur der Stadt Unna ein Angebot gemacht haben, das man einfach nicht ablehnen konnte." Ein Bericht des "Hellweger Anzeigers" vom 30.12.2003 ... mehr
Die telefonische Mord(s)beratung
Tja, die sagenhafte "telefonische Mord(s)beratung" von Reinhard Jahn und Manfred Sarrazin hat leider am 20. Dezember bei "WDR 5" stattgefunden - manches rutscht halt immer durch (auch weil der WDR es nicht schafft, die Sendung in der eigens angefertigten Internetseite anzukündigen! - Was sinnvoll wäre bei diesen Streuterminen ...) Immerhin kann man dort jetzt nachlesen, was man alles verpasst hat und das ist soviel, daß es diesen Rahmen sprengt. Also klicken Sie bitte ... hier
Krimitipps der ARD
Mord und Intrigen haben Konjunktur. Zahlreiche neue Krimis sorgen für schaurige Lesefreuden. Darunter sind viele deutsche Autoren, meint die "ARD" am 30.12.2003 und stellt ein paar Krimitipps zusammen: Jan Costin Wagner, Till R. Lohmeyer, Anne Chaplet, Henning Mankell und Liza Cody. Dazu viele Links zu leider nicht immer aktuellen Seiten ... mehr
Mord und Totschlag
Eigentlich gibt es die Kolumne "Mord und Totschlag" von Joachim Feldmann viel zu selten. Nämlich leider immer nur dann, wenn eine neue Ausgabe der Literaturzeitschrift "Am Erker" erschienen ist. Jetzt ist die Nr. 46 auf dem Markt und darin findet sich Feldmanns wie immer fein formulierte Krimikolumne. Im Schwerpunkt geht es diesmal ums Handwerkliche, was in diesem Fall ein Lob ist, weil quasi das Gegenteil von gekünsteltem, verschrobenem und verziertem Schreibgut. Als positive Beispiele werden Andrew Taylor, Ann Chaplet und Horst Bieber erwähnt, weniger gut kommt Jan Costin Wagner weg ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Der amerikanische Autor Robert Ross ist am 23. Dezember 2003 im Alter von 85 Jahren gestorben Er gewann 1977 den "Edgar" für den besten Debütroman (THE FRENCH FINISH). ... mehr (natürlich in englisch)
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Krimi-Report 15 SexDotCom Marcus Starck |
Man mag darüber diskutieren, ob Starcks deftiger und harter Plot näher am Asphalt der Wirklichkeit ist, als die feiner gestrickten Romane manch talentierterer Autoren, die das Feuilleton favorisiert."SexDotCom" ist jedoch endlich wieder ein Roman, der nachvollziehen läßt, wieso das Genre über Jahrzehnte mit dem Vorwurf "Schmutz und Schund" oder dem Etikett "Sex and Crime" leben mußte und tritt damit in die gewaltigen Fußstapfen eines Mickey Spillane oder Carter Brown ... Stefan Lichtblau stellt das Buch "SexDotCom" von Marcus Starck vor ... mehr |
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