Der Einfluss von Lewis Carrolls "Alice"-Büchern auf die populäre Kultur ist kaum zu unterschätzen. So huldigt der größte Hit der Hippie-Rocker "Jefferson Airplane" dem weißen Kaninchen aus "Alice in Wonderland", und ein anderes, ebenfalls von der amerikanischen Westküste stammendes, heute allerdings nur noch Eingeweihten bekanntes, psychedelisches Ensemble nannte sich "The Frumious Bandersnatch" nach jener abscheulichen Kreatur, die Carroll mit seinem Gruselgedicht "Jabberwocky" in dem Folgeband "Through the Looking Glass" verewigt hat: "Beware the Jabberwock, my son! / The jaws that bite, the claws that catch! / Beware the Jubjub bird, and shun / The frumious bandersnatch!"
Aber, oh Wunder, der Meister scheint seine kreative Krise überwunden zu haben und zeigt sich in "The Frumious Bandersnatch" in ausgezeichneter Form. Zwar ist die Handlung nicht unbedingt originell, doch was Dialog und Charakterisierung betrifft ist McBain (neben dem großen Elmore Leonard) immer noch konkurrenzlos. Darüber hinaus ist ihm eine bissige Satire auf die nicht immer sauberen Praktiken im Geschäft mit der Popmusik gelungen. Am komischsten ist McBain allerdings, wenn er sich den Auswüchsen der "political correctness" widmet und zum Beispiel in einer Fernsehdiskussion den rassistisch-sexistischen Charakter des "Jabberwocky"-Gedichtes thematisieren lässt.
Ob auch deutschen Lesern der Spaß vergönnt sein wird, ist im Moment schwer zu sagen. Bislang hat noch jeder Verlag, der sich ernsthaft um eine akzeptable Eindeutschung von
McBains Werk bemüht hat, irgendwann aufgesteckt. Wahrscheinlich rechtfertigte der Verkaufserfolg nie den Aufwand. Dabei ist die Bedeutung der Romane um das 87. Polizeireviers für die Entwicklung des Genres kaum zu überschätzen. So waren z. B. die Schweden Maj Sjöwall und Per Wahlöö als McBain-Übersetzer tätig, bevor sie 1965 die "Tote im Götakanal" schwimmen ließen, ein Umstand, der ihre zehn berühmten Kriminalromane bis in Details geprägt hat. Aber während Sjöwall/Wahlöö problemlos ihren Weg in die Bücherregale linker studentischer Wohngemeinschaften fanden, galt McBain, dessen Bücher zu allem Übel auch noch in Verlagen wie Ullstein oder Moewig erschienen, als triviales Lesefutter. Und daran haben bis heute weder die Bemühungen der Krimikritik noch die von Verlagen und Übersetzern etwas geändert. 
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