Krimineuerscheinungen des Monats bei "kaliber.38", "krimi-couch" & "hammett"
Krimitermine gibt es beim Krimikalender, bei Krimizeit & Krimi-Couch

News – Februar 2006 – Nachrichten

28. Februar 2006

Wörtches Leichenberg

somoza-die-elfenbeinschatulle Frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38". Eine kleine Reise durch die Welt derverissimo-meierhoffs-verschwoerung Neuerscheinungen, in der Carl Hiaasen eine rabenschwarze Komödie abliefert und José Carlos Somoza mit einer sehr gekonnten Wendung einen sehr gekonnten Roman geschrieben hat. Dazu gibt es auch endlich wieder kurze und gute Krimis, einen Bautz-Boing-Patsch-Roman und Geschichten aus einem nicht nur leuchtenden sondern auch stinkenden München von einem Erzähltalent ... mehr

Vermischtes

brown-sakrilegBerliner Morgenpost: »In den Kopf eingebrochen«:

Hat Dan Brown abgeschrieben? InLondon begann ein Prozeß gegen den Bestseller-Autor. Daß Brown seinen Thriller "Sakrileg" ohne Baigents und Leighs zusammen mit Henry Lincoln verfaßte antiklerikale Kampfschrift "Der Heilige Gral und seine Erben" nicht hätte schreiben können, war seit langem bekannt. Von Alan Witt ... mehr

hoppert-zug-um-zugGlaube aktuell: »Sozialrichter schreibt Kriminalromane über gescheiterten Juristen«:

Marc Hagen ist eine gescheiterte Existenz – und der Protagonist der vier Kriminalromane des Bielefelders Andreas Hoppert. Und der ist seit 16 Jahren Richter am Sozialgericht im lippischen Detmold. Von Regina Doblies ... mehr

gulik-richter-di-bei-der-arbeit-sz-krimiDie Welt: »Es knurren die Verräter«:

Nicht nur in der Wirtschaft: China hat auch im Kriminalroman Konjunktur. Dank der Kriminalromane Tony Hillermans sind wir über die Rechtsgewohnheiten der Navajo-Indianer besser informiert als über die der Chinesen. Von dort gelangten bisher nur aus zwei Krimi-Quellen einigermaßen authentische Informationen zu uns. Von Tobias Gohlis ... mehr

haas-wolf-silentiumDer Tagesspiegel: »Der Mann hinter ... Wolf Haas«:

Es muss ein magischer Moment gewesen sein für Wolfram Hämmerling, als er dieses Manuskript ausgepackt hat. Wir schreiben das Jahr 1995 und der Hamburger Lektor steht am Anfang seiner Karriere. Hämmerling betreut die Krimi-Reihe bei Rowohlt und das unverlangt eingesandte Manuskript ist ohne jedes Begleitschreiben auf seinem Schreibtisch gelandet ... mehr

horst-todesmusterVlothoer Anzeiger: »Kommissar Kirchenberg ermittelt erfolgreich«:

Blutspuren in Ingsen. In der alten Mine wurde jemand gefoltert und getötet. Die Leiche allerdings, die fehlt. Plötzlich ist in der ländlichen Idylle nichts mehr, wie es war. Und Kommissar Konstantin Kirchenberg ist gefordert. An ihm ist es, die Geheimnisse im Ort ans Tageslicht zu bringen. Zumindest im Kriminalroman "Todesmuster" von Norbert Horst. Von Nicole Sielermann ... mehr

mistretta-das-falsche-spiel-des-fischersFränkischer Tag: »Schreckliche Wahrheit und keine Lösung«:

Sie haben alle ihre Macken und Marotten. Das macht die karnickelhaft sich vermehrenden Kommissare wenigstens unverwechselbar. Zumal in Italien, das zunehmend auch Autoren aus dem Ausland als Tummelplatz ihrer kriminellen Fantasie nutzen. Aus der Schwemme italienischer Detektivromane: "Das falsche Spiel des Fischers" des sizilianischen Autors Roberto Mistretta. Von Winfried Schleyer ... mehr

taz: »Nachholbedarf bei Mord«:

Längst haben weibliche Ermittler den deutschen Fernseh-Krimi erobert. Nun ziehen die TV-Täterinnen nach – und morden auch gleich noch viel häufiger als im wahren Leben. Von Christiane Hautau ... mehr

korth-hant-affenschandePAssauer Neue Presse: »Der Bulle von Tölz und der Aff'«:

Die Autoren Claus Hant und Michael Korth bieten dem Lesepublikum nun mit dem ersten Bullen-Krimi "Affenschande" einen aktuellen Mordfall aus dem Tierschützermilieu, nachdem die TV-Serie "Der Bulle von Tölz" seit 1996 eine eingeschworene Fangemeinde bedient.
Von Claudia Püschel ... mehr

Persson-Eine-andere-Zeit-ein-anderes-LebenHamburger Abendblatt: »Grundlegende Fragen von Recht und Moral«:

Krimi aus Schweden. Leif GW Persson erzählt von der Suche nach Terrorhelfern - und rechnet mit einem System ab.
Von Frank Keil ... mehr

nabb-eine-japanerin-in-florenzkrimiblog: »Nostalgisches Krimihandwerk«:

Zwischen all den paranoiden Verschwörungsthrillern und den bluttriefenden Serienmörderschmökern nehmen sich die Kriminalromane von Magdalen Nabb wie kleine Oasen für gestreßte Leser aus. Wer ein wenig Ruhe, Abstand und vor allem Besinnung braucht, der sollte einen kurzen Leseurlaub in Florenz einlegen. Von Ludger Menke ... mehr

rubinstein-die-ballade-vom-whiskeyraeuberoe1/ORF: »Die Ballade vom Whiskeyräuber«:

Eine "wahre Geschichte über Eishockey, transsilvanischen Pelzschmuggel und Banküberfälle" verspricht Julian Rubinstein . Daran will man schnell zweifeln, doch so unglaublich und verrückt sie erscheinen mag, sie ist wahr, betont der Autor. Von Elisabeth Putz ... mehr

KrimiWelt-Bestenliste März 2006

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Eine Übersicht über die Jury finden Sie unter der Rubrik "Jury" bei "arte-tv.com/krimiwelt".
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.

Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat 4) Andrea Maria Schenkel: Tannöd
2 (1) Peter Robinson: Kein Rauch ohne Feuer
3 (–) Carl Hiaasen: Der Reinfall
4 (–) Batya Gur: Und Feuer fiel vom Himmel
5 (–) Ulrich Ritzel: Uferwald
6 (7) Joseph Kanon: Stadt ohne Gedächtnis
7 (–) Henning Mankell: Kennedys Hirn
8 (–) Magdalen Nabb: Eine Japanerin in Florenz
9 (–) Leif GW Persson: Eine andere Zeit, ein anderes Leben
9 (2) Charles Willeford: Die schwarze Messe

24. Februar 2006

Pieke Biermanns Kriminalreport


kriminalreport Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" .

Die Sendung am
Sonnabend, den 25. Februar 2006 um 11:45
im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Geld, Gier, Gewalt" ist auch per PC abrufbar. (Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45)
Jeden zweiten Tag wird in Berlin eine Filiale einer Discounterkette überfallen. Immer öfter mit Waffengewalt.
Die Opfer sind oft traumatisiert und lange krank, wenn sie überhaupt wieder normal leben können. Die Opfer sind fast immer Frauen, denn sie arbeiten in den Billigheimerläden. Oft allein. Das wissen die Täter. Deshalb suchen sie sich solche Läden gezielt aus. Das sagen sie bei der Polizei aus.
Wie Geld und Gewalt zusammenhängen:
Immer mehr Leute brauchen den schnellen Euro. Investititonen in die Sicherheit des Personal sind manchen Besitzern zu teuer. Daraus wird de facto eine Einladung zu Kriminalität.
Über die tägliche Lebensgefahr am Arbeitsplatz und die Ökonomie der Kriminalität.
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"

Wörtches Crime Watch No. 106

In der 106. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch" HiaasenReinfall führt uns Thomas Wörtche in das Universum des Carl Hiaasen und in das Thema seiner literarischen Arbeit: die Zerstörung und Ausplünderung von Floridas herrlicher Naturlandschaft. Vorgestellt in einem Panoptikum des fortlaufenden Wahnsinns, mit Porträts von Durchgeknallten, Spinnern, Exzentrikern, gewalttätigen Irren, skrupellosen Geschäftemachern und erstaunlich dummen Menschen. Das kommt bei Hiaasen immer wieder vor, aber in immer wieder neuen Variationen und Abweichungen ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 8/2006 lesen.

Mordsberatung

Vier Menschen treffen sich und diskutieren über Mord- und Totschlag, Profiler und Polizeipsychologen. Ungezählte Menschen aus ganz NRW rufen an, reden mit und alle unterhalten sich prächtig. das kriminalistische Trio Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv) und die Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch wieder seiner wichtigsten und liebsten Aufgabe nach: Krimis zu empfehlen. Aber: Sie haben die letzte Sendung genauso verpasst wie wir? Oder sogar die Sendungen davor? Macht nichts: Die Krimiliste der am 18.02.2006 besprochenen Bücher ist jetzt beim Sender abrufbar! (Die der anderen Sendungen auch) und zwar ... hier

bernuth-innere-sicherheitBerliner Morgenpost: »Die Frau aus dem Westen am Strand von Rügen«:

Deutsche Geschichte darf man nicht den Historikern überlassen. Deutsche Geschichte liefert großartiges Thrillerthriller. Christa Bernuth führt in ihrem neuen Krimi "Innere Sicherheit" die Leser zwischen die Fronten der Systeme. Von Elmar Krekeler ... mehr

camilleri-italienische-verhaeltnisseSZ-Mediathek: »Das letzte Kapitel«:

Während Andrea Camilleri gesellschaftskritische Perspektiven in seinen Romanen und Erzählungen weitgehend nur durchscheinen lässt, gehört die politische Dimension zum Vordergrund seiner Divertimenti. Klaus Wagenbach hat solche, manchmal nur wenige Seiten lange Divertimenti aus verschiedensten Quellen zusammen gesucht und sie mit älteren Texten angereichert. So ist ein kleines, freches Lesebuch mit Camilleri-Texten entstanden, das es in dieser Form im Italienischen gar nicht gibt. Von Henning Klüver ... mehr

brown-sakrilegDie Welt: » Das Rätsel von Rennes-le-Château«:

Welcher vergleichbare Thriller enthält denn schon eine Literaturliste? Doch Dan Brown soll für "Sakrileg" bei Wissenschaftlern abgeschrieben haben. Über die Hintergründe des Weltbestsellers. Von Klaus Fritz ... mehr

karahasan-der-naechtliche-ratoe1/ORF: » Zuflucht in einem Zwischenreich«:

"Der Nächtliche Rat" ist ein politischer Roman, ein Krimi und dazu ein Ausflug in jenseitige Welten. Wie schon in seinem vorhergehenden Roman, dem "Buch der Gärten" sucht Dzevad Karahasan einmal mehr nach den Berührungspunkten zwischen der westlichen, der orthodoxen und der islamischen Tradition. Von Kristina Pfoser (kann auch via Computer gehört werden) ... mehr

neate-Patrick-Stadt-der-kleinen-LichterRBB Inforadio: »Zeitgenössisch und fast ein bisschen unwahrscheinlich«:

Ein knallharter Krimi in Londons Popkultur- und Migrantenszene, und Patrick Neates "Stadt der kleinen Lichter" ist ganz eindeutig die zeitgenössische Fortsetzung dessen, was man früher den Hardboiled-Krimi nannte. Von Renée Zucker ... mehr

nippoldt-Gangster3-sat: »Portraits der üblichen Verdächtigen«:

Robert Nippoldt hat eine weitere popkulturelle Ehr-Erweisung zuteil kommen lassen und das Chicago der "Roaring Twenties" im wahrsten Sinne des Wortes nachgezeichnet. Dabei ist Betrachtung des Gangsters von Stereotypen geprägt, die Historie von Cosa Nostra und Mafia größtenteils Folklore und steht in dieser Hinsicht in der Tradition von Scorsese und Komplizen. Von Christoph Stockburger ... mehr

23. Februar 2006

Akunin-Die-Liebhaber-des-TodesNeues Deutschland: »Die Räuber und die Melker«:

Ohne ein Wörterbuch der Gaunersprache wird die Übersetzerin wohl nicht ausgekommen sein. Wer des Russischen mächtig ist, der weiß: Das ist ein sprachliches Universum für sich. Wieder einmal ist es Boris Akunin gelungen, heutige Probleme historisch zurückzuverfolgen und das Moskauer Gaunermilieu um 1900 von innen heraus darzustellen. Von Irmtraud Gutschke ... mehr

capote-in-cold-bloodWeltwoche: »Fledermaus in der Hölle«:

"Ich bin süchtig. Ich bin schwul. Ich bin ein Genie", sagte Truman Capote über sich. Der Tatsachenroman "Kaltblütig", der ihm vor vierzig Jahren zu grösstem Ruhm verhalf, war zugleich sein Niedergang. Porträt einer verdammten Seele. Von Julian Schütt ... mehr

isaksen-Endstation-Faeroerliterature.de: »Grottiges Geheimnis«:

In seinem ersten Färöer-Krimi beleuchtet Jógvan Isaksen die dunkle deutsche Vergangenheit. Bislang waren die Färöer-Inseln mehr für ihr mild-feuchtes Klima und raue Felsenformationen als für Mord und Totschlag bekannt. Doch der färöische Literaturdozent Jógvan Isaksen weiß auf fiktionaler Ebene anderes zu berichten. Von Jörg von Bilavsky ... mehr

schenkel-tannoed.jpgtextem: »Anonyme Vermutungen«:

"Tannöd" kommt dunkel daher. Und genau diese Stimmung schafft auch der Text. Die Aussagen winden sich in Spiralen, und immer enger werden die Kreise um ein nicht genanntes Verbrechen. Von Hubertus Wabnitz ... mehr

schenkel-tannoed.jpgDeutsche Welle: »Mentalität der Zeit«:

Ein unheimliches Buch, dieser Krimi von Andrea Maria Schenkel, weil man jeden Schritt des Mörders mit verfolgt, ihn beobachtet bei seinen alltäglichen Verrichtungen, ohne seine Identität zu kennen. Von Ulrich Noller ... mehr

burke-nacht-ueber-dem-bayouStern: »Wiederaufnahme des Verfahrens«:

Das Flimmern der Hitze werden Sie spüren, die Pracht Lousianas sehen, Schnaps und Schweiß der Bars riechen, Schüsse hören und das sanfte Eintauchen von Paddeln ins Wasser. Und Sie werden Dave Robicheaux lieben. Garantiert, meinen Schumann&Schlenz über Band 13 der "Stern"-Krimibibliothek (erscheint am 23.02.2006). James Lee Burke: "Nacht über dem Bayou" ... mehr

isaksen-Endstation-FaeroerWatching the Detectives: »Solide Krimiware«:

Von den umstürmten Inseln im Nordatlantik weiß man wenig. Wer mit dem Schiff nach Island fährt, hat dort ein paar Tage Zwangsaufenthalt, die man zum Lesen eines Krimis nutzen kann. Jetzt auch zum Lesen eines original färingischen Krimis. Dem in Kopenhagen wohnenden Jógvan Isaksen verdanken wir also diesen ersten Krimi von den Färöer. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr

Ehmke-im-schatten-der-gewaltBuchmarkt: »Wechsel zu be.bra«:

Horst Ehmke, seit einigen Jahren als Krimiautor tätiger ehemaliger Politiker, wechselt zu "be.bra", meldet das Fachmagazin "Buchmarkt". Im April 2006 wird sein Buch "Im Schatten der Gewalt" in der "Edition q" des Verlages erscheinen und jetzt schon mit dem Slogan "Der Politthriler zum WM-Jahr" beworden ... mehr

22. Februar 2006

king-cellDie Welt: »Bei Anruf Barbarei«:

Wann immer Stephen King, der König des Horrorromans, wirklich erfolgreich war, hat er von unseren geheimen Ängsten erzählt. Wie verderblich sind Mobiltelefone? Stephen Kings neuer Roman "Cell" verdammt das Handy. Von Wieland Freund ... mehr

buckley-Florence-von-ArabienFAZ: »Das Imperium lacht zurück«:

Der Amerikaner Christopher Buckley hat sich zwei Golfstaaten und eine halbseidene Spionagegeschichte ausgedacht, um einmal so richtig die Nahostpolitik seines Landes, den französischen Geheimdienst und den radikalen Islam auf den Arm zu nehmen. Von Ingeborg Harms ... mehr

rendell-der-duft-des-boesenTitel: »Kick it like Rendell!«:

Ruth Rendell, die große Meisterin des englischen Kriminalromans hat in "Der Duft des Bösen" ein elegantes und spannendes Spiel mit den Farben: Vorurteil, Schuld, Täuschung und Selbstbetrug aufgebaut. Von Maggie Thieme ... mehr

schoendorf-das-projektFrankfurter Rundschau: »Drei Karrieren«:

Einst war Erich Schöndorf als Staatsanwalt auf Umweltstrafrecht spezialisiert, heute lehrt der 58-Jährige an der FH und schreibt Krimis. Einen besonderen Krimi wollte er schreiben, ein Buch ohne die "ausgelutschten Tätertypen", ohne die alt bekannten Handlungsmuster. Von Georg Leppert ... mehr

simenon-maigret-und-die-junge-tote-sz-krimiSZ-mediathek: »Ein Mord ohne Täter«:

In schmucklosen Sätzen und scheinbar banalen Dialogen gelebtes Leben vors Auge rufen – diese Kunst dürfte kaum jemand souveräner beherrscht haben als Georges Simenon. Wie in anderen Maigret-Romanen werden auch in "Maigret und die junge Tote" ein paar Tage aus dem Leben des Kommissars nacherzählt. Gottfried Knapp über den sechsten Band der "SZ Kriminalbibliothek" ... mehr

hawks-travelerTitel: »Tabula rasant«:

Keine Frage, John Twelve Hawks' "Traveler" hat das Zeug zum Bestseller. Actionreiche Handlung mit gut choreographierten Kampfszenen, überzeugende Charaktere, ein fein gesponnener Spannungsbogen, alles routiniert verwoben zu einem Mix aus Science Fiction, Fantasy und Verschwörungsroman. Von Jan Karsten ... mehr

cunningham-Helle-TageDeutschlandradio: »Utopie mit Star-Wars-Einfluss«:

Michael Cunninghams neuester Roman "Helle Tage" besteht aus drei Teilen, die zu drei unterschiedlichen Zeiten spielen. Cunningham behandelt darin Themen wie die Ausbeutung und Zerstörung der natürlichen Umwelt und aller Lebewesen einschließlich des Menschen durch den Menschen. Von Gertrud Lehnert ... mehr

21. Februar 2006

Krimi-Forum

Krimi-Forum
Neu im Krimi-Forum:
Interessante Angebote liefert das Krimi-Forum:
Wahl zum "Bloody Cover 2006". Sie sollten mitwählen. Gesucht wird – bereits zum fünften Mal – das schönste Krimi-Cover eines deutschsprachigen Autors. Dazu haben die Juroren – die Ehrenwerte Gesellschaft München und das krimi-forum – aus mehr als 250 deutschsprachigen Neuerscheinungen des Jahres 2005 die zwölf Finalisten ausgewählt.
Ausserdem gibt es ein Interview mit Andreas Wilhelm. Ob der Geschichtsfan einer Loge angehört, was er von schwarzen Kapuzen und Schürzen hält und vieles mehr, verrät er im Gespräch mit Michaela Pelz und zwar ...hier

Vermischtes

rollins-feuermoencheBörsenblatt: »Mannheimer Buchhandlung Tatort gibt auf«:

Nach zehn Jahren schließt die Krimibuchhandlung "Tatort" in Mannheim zum 15. März ihre Türen. "Die Umsätze sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen", begründet Inhaberin Christa Gümpel ihre Entscheidung gegenüber BÖRSENBLATT online ... mehr

russell-Butadler.jpgHamburger Abendblatt: »Bestseller – der Held ist Hamburg«:

Die Vorbilder sind Henning Mankell und Raymond Chandler. Der erste Roman des schottischen Autors Craig Russell spielt in Hamburg – eine dunkle Story um einen Serienmörder. Von Volker Albers ... mehr

brown-sakrilegJesus.ch: »Erfindung, die nicht auf Fakten beruht«:

Eine gut erzählte Kriminalgeschichte, gewürzt mit etwas Mystik – mehr ist Dan Browns skandalumwitterter "Da Vinci Code" (Sakrileg) nicht, war die Auffassung von vier Professoren an einem von der Universität Luzern veranstalteten "Wissenschaftscafé" ... mehr

berndorf-ein-guter-MannWormser Zeitung: » Gute Tropfen, trinkfeste Detektive«:

Mit "Crime & Wine" und einer Nachtwanderung gingen die dritten Krimitage dieser Zeitung Samstagnacht zu Ende. Drei Tage wurde Hochspannung pur geboten. Ob Horror in der Krimi-Tram, Gruseln im alten Knast oder Mord und Totschlag bei einem guten Fläschchen Wein – für jeden Geschmack war etwas dabei. Von Natacha Olbrich ... mehr

camilleri-italienische-verhaeltnisseKölner Stadt-Anzeiger: »Amüsant, aber auch lehrreich«:

Italien hat eine einzigartige Geschichte. Lange litt das Land unter den Faschisten, jetzt unter einem eitlen Ministerpräsidenten. Andrea Camilleri hat sich der "Italienischen Verhältnisse" angenommen. Von Peter Seidel ... mehr

wark-Epizentrumbkz: » Sprachwitz und deutlich gezeichnete Charaktere«:

Backnang Mord und Totschlag, Okkultismus und als Randnotiz eine gescheiterte Beziehung. Autor und BKZ-Redakteur Peter Wark lässt in seinem neuesten Alb-Krimi "Epizentrum" seine beschauliche ExHeimat wieder einmal kräftig erzittern. Von Markus Stricker ... mehr

agatha-christie-krimipreisFischer Verlag: »Agatha Christie-Preis«:

Die große Preisverleihung des Agatha-Christie-Preises 2006 steht an. Aus den über 1600 Einsendungen für den Agatha-Christie-Krimipreis hat die Jury 25 Geschichten ausgewählt, aus denen schließlich die Sieger bestimmt werden. Die Beiträge dieser Wettbewerbsteilnehmer werden in der Fischer Taschenbuch Anthologie "Gefährliche Gefühle" veröffentlicht.
Nun geht es um die drei Sieger und den Sonderpreis der freundin-Redaktion. Die Gewinner werden beim Krimifestival München am Dienstag, 21. März 2006, um 20 Uhr im Literaturhaus München vorgestellt.
Die alphabetische Liste der 25 Autoren, die es in die letzte Runde geschafft haben, finden Sie ... hier

rollins-feuermoencheKölner Stadt-Anzeiger: »Kölner Dom in Flammen«:

Der US-Thrillerautor James Rollins lässt es krachen: "Feuermönche". Der Roman "Feuermönche" liefert rasante Unterhaltung, verbrämt mit mythologischem und technischem Brimborium. Von Emmanuel van Stein ... mehr

Swann-Glennkillbücher.de/FAZ: »Spürsinn für Erfolg«:

Schafe haben Leonie Swann schlagartig erfolgreich gemacht. Ihr Krimi "Glennkill" gehorcht dennoch nicht dem Herdentrieb. Eine ziemlich schlaue Idee, denn plötzlich stehen Schafe hervorragend da ...
Wie die Sache mit dem Schafskrimi "Glennkill" losging, hat Leonie Swann allerdings ein wenig anders in Erinnerung. Von Anna v. Münchhausen ... mehr

bourne-die-gerechten3sat: »Krimibuchtipps«:
Ach ja: bei 3sat wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats vorgestellt. Martin Schöne empfiehlt:
Sam Bournes Roman "Die Gerechten" ist ein Endzeit-Thriller im Setting von New YorkCity, dem modernen Sodom.
Durch die geschickte Montage der unterschiedlichen Handlungsstränge gelingt Wolfgang Schorlau mit "Das dunkle Schweigen" ein bemerkenswerter Kriminalroman, der an den Tabus unserer Gesellschaft rüttelt ...mehr<

20. Februar 2006

Feldmanns-schusswechsel Feldmanns Schusswechsel
Nr. 8

Ahmet Ümits im Herbst letzten Jahres uemit-nacht-und-nebelin der neuen Türkischen Bibliothek des Unionsverlags veröffentlichter Roman "Nacht und Nebel" verfügt über alle Ingredienzien eines literarisch ambitionierten Krimis. Fragt sich nur, in welcher Zeit die Handlung des Romans angesiedelt ist.
Rezensenten glauben, "Nacht und Nebel" enthalte keine Jahreszahl. Joachim Feldmann wundert sich. Er hat etwas sehr Konkretes im Buch gelesen ... mehr

Vermischtes

beckett-die-chemie-des-todeskrimiblog: »Der Doktor und die lieben Maden«:

Haben Sie es gemerkt? Am letzten Freitag gab es eine weltweite Buchpremiere. Noch vor der offiziellen Veröffentlichung in Großbritannien Anfang März ist seit dem 17. Februar das neue Buch von Simon Beckett "Die Chemie des Todes" in den deutschen Buchhandlungen lieferbar."Die Chemie des Todes" ist sein fünfter Roman und ein schönes Beispiel dafür, wie mit schlechtem Marketing ein schlechter Roman unter die Leserschaft gejubelt werden soll. Von Ludger Menke ... mehr

heim-dreckskind.jpgWatching the Detectives: »Deutschkrimi, wie er nicht sein sollte«:

Gescheitert. Aufgesteckt. Gerade mal die Hälfte geschafft von Uta-Maria Heims "Dreckskind", aber jetzt gehts nicht mehr. Schnell noch das Ende. Und dem Herrn auf Knien gedankt, dass ich für diese Auflösung nicht das ganze Buch lesen musste. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr

wolf-smaragdgruenMärkische Allgemeine: »Stadtschreiber ist angekommen«:

Der Schriftsteller Tom Wolf ist der 23. Stadtschreiber Rheinsbergs, der bis Ende Juni in der Wohnung im Südflügel des Marstalls leben und arbeiten wird. Vor allem das Schloss und der Boberowwald, auf den er von seiner Wohnung aus sehen kann, bilden die Kulisse für seinen Arbeitsplatz. Tom Wolf wird in Rheinsberg einen weiteren Krimi schreiben. Von Jürgen Rammelt ... mehr

Nygaard-MordlichtUetersener Nachrichten: »Geldwäsche in der Eulenstadt«:

Neuer Deichkrimi mit Handlung im Kreis Pinneberg.Im aktuellen Hinterm-Deich-Krimi "Mordlicht" von Hannes Nygaard wird es richtig spannend, wenn das Ermittlungsteam aus Nordfriesland den Kreis Pinneberg besucht. Von Michelle Kossel ... mehr

Börsenblatt: »100 Krimiautorinnen feiern in Köln«:

Zehn Jahre Sisters in Crime in Deutschland.
Vom 23. bis 26. März 2006 treffen sich rund 100 deutschsprachige Krimiautorinnen des Vereins "Sisters in Crime" und Krimifreundinnen zu einem Jubiläumsfestival in Köln. Das zehnjährige Bestehen ihres Vereins feiern die Autorinnen in Köln zunftgerecht mit Lesungen. Höhepunkt ist die Ladies Crime Night am Freitagabend bei Thalia mit den mehrfach preisgekrönten Autorinnen Anne Chaplet, Sabine Deitmer und Susanne Mischke ... mehr

NDR: »Hamburgs spektakulärste Kriminalfälle«:

Hamburg als Schauplatz krimineller Milieus: Wie war das damals mit dem Auftragskiller Werner Pinzner aus St. Pauli? Welche Taten legte die Polizei dem Gentleman-Verbrecher Julius Adolf Petersen alias "Lord von Barmbek" zur Last? Warum machte in den 60er Jahren die Presse um den Prozess der Mordverdächtigen Eva Mariotti soviel Wirbel? Ab Montag, dem 20. Februar, gibt die NDR 90,3 Hörspiel-Reihe "Das Kriminalmuseum" täglich um 8.20 und 17.40 Uhr Auskunft. ... mehr

demski-das-chinesische-dorfDie Welt: »Nicht U oder E, sondern D«:

Intelligent, unterhaltsam, furchtlos: Ein Besuch bei Eva Demski, die ihr Leben lang eigentlich immer nur Krimis geschrieben hat. Paßt also schon, daß sie ihren jüngsten Roman einen Kriminalroman nennt. Von Anne Chaplet ... mehr

schami-die-dunkle-seite-der-liebeQantara: »Wo sind die arabischen Krimis?«:

Der arabischen Krimiliteratur muss Raum für Abweichungen vom Patenmodell zugestanden werden, das die westlichen Gesellschaften vorgeben. Rafik Schami nennt die pluralistische Gesellschaft und den demokratischen Rechtsstaat Bedingungen für das Auftreten von Krimi-Literatur.Von Stefanie Gsell ... mehr

heim-dreckskind.jpgStuttgarter Zeitung: »Die Welt als Irrgarten«:

Wer von einer Kriminalgeschichte die allmähliche Aufhellung des Dunkels erwartet, die Schilderung der Beschaffung und Montage von Informationsbruchstückchen, deren finales Arrangement durch die Ermittler ein Bild der Wahrheit ergibt, eine Bestätigung der Hoffnung, die Wirklichkeit sei mit genügend Aufwand stets schlüssig erklärbar, der sollte "Dreckskind" lieber meiden. Von Thomas Klingenmaier ... mehr

bronski-sister-soxOMM: »Drugs and Sex and HipHop – und Gossec mittendrin«:

Ein dichtes Milieu-Bild aus der Münchner Halb- und Unterwelt hat der Ur-Münchner Max Bronski mit seinem Erstling "Sister Sox" hingelegt. Von Frank Becker ... mehr

schenkel-tannoedHamburger Abendblatt: »Wo die Mißgunst kümmerliche Blüten treibt«:

Krimi aus Deutschland. Die bayerische Autorin Andrea Maria Schenkel porträtiert in "Tannöd" eine verschworene Dorfgemeinschaft. Von Volker Albers ... mehr

indridason-kaeltezoneORF: » Kommissar Erlendur Sveinssons sechster Fall«:

Arnaldur Indrišason veröffentlicht praktisch jedes Jahr zwei neue Island-Krimis. "Kältezone", der neueste Roman des preisgekrönten isländischen Bestseller-Autors, ist seit kurzem in deutscher Übersetzung erhältlich. Von Barbara Belic ... mehr

17. Februar 2006

Axel Bußmers TV & Buchtipps 18. Februar – 3. März 2006

Smith - Ein einfacher Plan.jpgEmpfehlenswerte Verfilmungen sind William Friedkins "Leben und Sterben in L. A." (nach einem Buch von Gerald Petievich), Sam Raimis schwarze Komödie "Ein einfacher Plan" (Autor Scott B. Smith schrieb auch das Drehbuch), Robert Altmans illusionslose Anderson-Verfilmung "Diebe wie wir" , der hochgelobte, vielfach ausgezeichnete Fernsehfilm "Citizen X" über den Serienkiller Andreij thieves-like.us.jpg Chikatilo, das ebenfalls auf einem wahren Fall basierende Gangsterdrama "Donnie Brasco", die starbesetzte John Le Carré-Verfilmung "Das Rußland-Haus" und die nicht minder starbesetzte Umberto Eco-Verfilmung "Der Name der Rose" (ebenfalls mit Sir Sean Connery).
Und bei den TV-Serien: die Quoten für "24" entwickelten sich für RTL II nicht gerade glücklich (Welcher Trottel kam auf die Idee, "24" am Samstagabend auszustrahlen?) Wie man es besser machen kann zeigt Kabel 1 mit den beiden Serien "Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen" und "Spurlos verschwunden – Without a Trace".
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Vermischtes

kibler-madonnenkinderHR online: »Bezug zur Geschichte«:

Der erste Roman von Michael Kibler spielt mitten im Herzen von Darmstadt auf dem "Heinerfest": Ein Krimi, der die Folgen der Bombardierung 1944 zum Thema hat. Er erzählt die Geschichte der so genannten Darmstädter "Madonnenkinder". Von Elisabeth Weyer ... mehr

walters-des-teufels-werk-hoerbuchSWR: »Gänsehaut ist garantiert«:

Rache, bitte! Intensive Gefühle weckt dieser Thriller von Minette Walters. Eine Frau, im Irak entführt und mißhandelt, trifft ihren Peiniger - einen Psychopathen - erneut. Wieso nur ist die Audio-Fassung kürzer als der Roman? Von Lars Michael Storm ... mehr

isaksen-Endstation-FaeroerTitel: »Rauer Inselkrimi«:

Die Färöer sind abgelegen, aber von einem friedlichen Inselidyll kann zumindest bei Jógvan Isaksen keine Rede sein. Er hat vor 16 Jahren den ersten Kriminalroman der Färöer geschrieben. Jetzt ist er auf Deutsch erschienen. Von Frank Rumpel ... mehr

ellroy-l-a-confidential.jpgDer Standard: »Im Paralleluniversum des Los Angeles Police Department«:

Wenn man James Ellroys Krimi "L.A. Confidential" mit einem Satz beschreiben wollte, würde der lauten: Das, was die gesunde oder normale Gesellschaft sein könnte, kommt in diesem Buch nicht vor. Ijoma Mangold über den Band 4 der "Süddeutschen Kriminalbibliothek"... mehr

binder-glauser-nüüd"Buchjournal: »Meister des Schabkarton-Comics«:

Seit Jahren beschäftigt sich Hannes Binder mit Glauser. Jetzt ist seine Glauser-Kollektion in einem stattlichen Band zu haben, mit der neuen Erzählung "Dada", mit aufschlussreichen Texten von Peter Zeindler, Kurt Gloor und einem Werkstattgespräch von Frank Göhre. Von Franziska Schläpfer ... mehr

mankell-kennedys-hirnTitel: »Das wache Bewusstsein für erwartbare Katastrophen«:
Es ist nicht Henning Mankells erster Afrika- Roman, aber sein bislang sicherlich bester und außergewöhnlichster: Wut und Zorn ergießen sich, Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit bekommen eine eindringliche Stimme, ein Roman wird zum Ventil. Von Barbara Wegmann .... mehr


Kalender

Ruth Rendell
rendell Am 17. Februar 1932 wurde Ruth Rendell in London geboren. Auch unter dem Pseudonym Barbara Vine bekannt, wird sie in Großbritannien als Königin der Kriminalliteratur gefeiert, unbestreitbar eine der großen Autorinnen des modernen englischen Kriminalromans. Sie ging in London zur Schule, später arbeitete sie zunächst als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Kriminalromanen widmete. Ihr erstes Buch erschien 1964, seitdem hat sie über 30 Romane und 4 Bände mit Kriminalgeschichten verfaßt. Bekannt und beliebt wurde sie insbesondere durch ihre Kriminalromane um den Chief Inspector Wexford. Für ihre in 15 Sprachen übersetzten Bücher erhielt sie dreimal den Edgar-Allan-Poe-Preis, zweimal den "Golden Dagger Award"; 1997 wurde sie mit dem "Grand Masters Award" der Crime Writers Association of America ausgezeichnet und von Königin Elizabeth II in den Adelsstand erhoben.
Infos gibt es bei der "Krimi-Couch" , bei "Random House" , beim "Diogenes Verlag" , ein Porträt von Sacha Verna gibt es bei "Die Welt" .

Ronald Knox
knox-roland Am 17.Februar 1888 wird Ronald (Ronnie) Arbuthnott Knox in Kibworth Beauchamp,Leicester als jüngstes von 6 Kindern geboren († 24.8.1957 Mells,Somerset).
Der anglikanischen Pfarrer Edmund Arbuthnott Knox (später Bischof von Manchester) war der Vater des englischen Theologen, Literaten und Kriminalschriftstellers Ronald Knox. Als katholischer Studentenpfarrer in Oxford schrieb Knox zur Entspannung Detektivromane und hatte damit überraschend großen Erfolg. Seine Plots, die immer mit einer amsüsanten Nebenhandlung ausgestattet sind, gelten als erfindungsreich und komplex. Im Vorwort zu den von ihm mit herausgegebenen "Best Detective Stories" (1929) propagierte er in "A Detective Story Decalogue" Regeln zum Kriminalroman, deren fair-play-rules für Fairneß gegenüber dem Leser sorgen sollen. Angeblich gab Knox das Metier auf Wunsch kirchlicher Vorgesetzter wieder auf.
Info:
Biographisch-Biblisches Lexikon , ZDF , kirjasto.sci.fi (engl.)

16. Februar 2006

Am 12. Februar konnte Janwillem van de Wetering seinen 75. Geburtstag feiern. Wir freuen uns, daß Georg Patzer für uns aus diesem Anlaß eine Notiz zu diesem wichtigen Autor geschrieben hat:




Janwillem van de Wetering ist 75 geworden
wetering-Janwillem-van-de
Nicht vergessen werden sollte auch der 75. Geburtstag von Janwillem van de Wetering. Geboren am 12.2.1931 im niederländischen Rotterdam als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns, lebte er in den fünfziger Jahren in Südafrika, studierte 1958 für kurze Zeit Philosophie in London, bis er sich entschloss, für 18 Monate in das zen-buddhistische Kloster Daitoku-ji in Kyoto (Japan) zu gehen, wo er sich unter der Leitung des Zen-Meisters Oda Sesso der Zen-Lehre und -Meditation widmete. Ab 1960 arbeitete er als Kaufmann in Kolumbien, Peru und Australien.

1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er die Firma seines Vaters übernahm. Er setzte seine Zen-Studien fort und war eine bekannte Kontaktadresse für Zen-Adepten. Um der Einberufung zur Armee zu entgehen, arbeitete er in seiner Freizeit sieben Jahre lang abends und an den Wochenenden als Aushilfspolizist und legte die Prüfungen zum Sergeant und Lieutenant ab. Auch sein Zen-Studium ging weiter: in Amerika bei dem amerikanischen Zen-Meister Walter Nowick und in Schottland bei dem Tibeter Chögyam Trungpa Rinpoche. 1971 schrieb er "Der leere Spiegel", 1973 "Ein Blick ins Nichts", zwei (selbst)ironische, faktenreiche und sehr atmosphärische Berichte über seine Aufenthalte in Zen-Klöstern. 1974 las er, um französisch zu lernen, einige Bücher von Georges Simenon und dachte, das könne er auch: Er begann seine Reihe von weltweit äußerst erfolgreichen Kriminalromanen um die Polizeibeamten Grijpstra, de Gier und den namenlosen Commissaris, die zum großen Teil in Amsterdam spielen, teilweise auch in Amerika, Japan und Übersee. 1975 siedelte van de Wetering mit seiner Frau nach Amerika über, wo er an der Küste von Maine als Schriftsteller, Skulpturenkünstler und Übersetzer (u.a. von Emile Ajar, Charles M. Schulz, Alexandra David-Néel, Kenneth Grahame) lebt. Nach einer längeren Pause ist seit einigen Jahren seine Kreativität wieder gestiegen, wenn er sich seine Zeit auch gerne mit Angeln vertreibt: "Ich hoffe noch einige Bücher zu schreiben, aber der Hund will immer spazieren und aufs Wasser mit mir, es gibt ein nettes Boot."

Seine Grijpstra&De Gier-Krimis sind skurrile Romane mit skurrilen, liebenswerten Charakteren, die ihre Fälle als zen-buddhistische Aufgaben sehen und auch so erledigen, die auch an Magie und Voodoo glauben und weniger an die übliche Moral, die Stücke von Bach mit Flöte und Schlagzeug spielen oder im Zustand der größten Entspannung plötzlich die Erleuchtung bekommen. Sein Roman "Ticket nach Tokio" kam bei einer Umfrage des BKA (Bochumer Krimi Archiv) auf Platz 16 der besten Krimis aller Zeiten. Eine Reihe von Erzählungen hat den japanischen Inspektor Saito als Helden. Außerdem hat sich Van de Wetering auch kritisch mit dem Zen-Buddhismus auseinandergesetzt, Kinderbücher und einen Comic geschrieben. Seine Krimis schreibt er meistens in zwei Fassungen, auf holländisch und englisch. Bemerkenswert ist auch eine sehr persönliche Hommage an sein großes Vorbild Robert van Gulik, die 1989 erschien.
(Eine Notiz von Georg Patzer)

Weitere Infos bei:
Rowohlt-Magazin, Rowohlt, krimi-couch, wikipedia, kaliber. 38, Henry Wessells (engl.).


Vermischtes

thomas-die-im-dunkelnBerliner Zeitung: »Major Edd Partain und die Politiker«:

"Machenschaften" ist der Begriff, mit dem sich die Sauereien der internationalen Geheimdienste etwas appetitlicher ausdrücken lassen. Man darf hoffen, dass der Alexander-Verlag nach der Neuausgabe des letzten, "Die im Dunkeln" (1994) in der exzellenten Übersetzung von Gisbert Haefs, auch einige der älteren Romane neu übertragen lässt ... mehr

duerrenmatt-das-verspechen-sueddeutsche.jpgSZ-Mediathek: »Zufälle gibt es nicht«:

Der Kriminalroman tat bis nach dem Zweiten Weltkrieg Dienst am seelischen Gleichgewicht des Lesers. Das Böse war vom Guten leicht zu unterscheiden, es wurde aufgedeckt und gerächt. In "Das Versprechen" hat Friedrich Dürrenmatt einen alten erbitterten Schweizer Polizeikommandanten die künstliche Teleologie des Kriminalromans bloßstellen lassen. Von Franziska Augstein ... mehr

cunningham-Helle-TageWeltwoche: »Wer hat Angst vor Walt Whitman?«:

"Helle Tage" ist Michael Cunninghams fünfter Roman und dem vorangegangenen Bestseller "Die Stunden" sehr ähnlich. Wieder hat das Buch drei Teile, von denen jeder in einer anderen Epoche spielt: Mitte des 19. Jahrhunderts, Gegenwart und Zukunft. "Helle Tage" besteht aus einer Gespenstergeschichte, einem Thriller und einem Stück apokalyptischer Science-Fiction. Jede Geschichte kreist um das Schicksal eines Jungen. Von Sacha Verna ... mehr

marshall-der-zweite-schoepferkrimiblog: »Psychokiller Remixed«:

Serienkillerromane sind eine Plage. Stapelweise breiten sie sich auf den Tischen mit Krimineuerscheinungen aus. Dieser hier zum Beispiel, "Der zweite Schöpfer" heißt er, der lockt mit "nervenzerreißender Spannung", einer umgreifenden Verschwörung, ist ein "Millionenseller" und laut Stephen King ein "Meisterwerk". Von Ludger Menke ... mehr

Daeninckx-statistenWatching the Detectives: »Kein Entkommen aus der Wirklichkeit«:

Und die Moral von der Geschicht: Du kannst aus diesem Leben flüchten, wohin du willst; es holt dich ein. Sagt Didier Daeninckx in seinem Krimi "Statisten". Eine bittere Erkenntnis? Eine tröstliche. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr

Swann-GlennkillFAZ: »Schafe im Schafspelz«:

Das Schaf hat ganz schön Karriere gemacht in den letzten Jahren. Warum das so ist, würde hier zu weit führen. Der Weg vom Unschuldslamm zum Selbstmordattentäter auf vier Hufen ist weit und das gewalttätige Schaf nach wie vor die Ausnahme. Trotzdem liegt Schäfer George Glenn in Leonie Swanns überaus erfolgreichem Krimi-Debüt "Glennkill" tot auf der irischen Wiese. Von Annette Zerpner ... mehr

dubbe-tropenfiebersatt.org: »Ab in die Tropen«:

Unter dem Titel steht: Kriminalroman. Den Fall, den der Privatdetektiv Richard C. Karter ans Tageslicht befördern soll, handelt vom Kultbuchautor Sergej Limonov, der irgendwo auf Madagaskar verschollen ist. Das ist Daniel Dubbes Welt: Er ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Reisejournalist. Natürlich ist "Tropenfieber" ein Kriminalroman. Von Hartmuth Malhorny ... mehr

haas-dasewigeleben-piper.jpgDeutsche Welle: »Der typische Haas-Sound«:

Sein Name ist Haas. Wolf Haas. Sein Alter: 43. Sein Status: Kult. 1996 hat der von der Werbebranche desillusionierte Reklametexter seinen ersten Roman herausgebracht, "Auferstehung der Toten". Vom vornehmen Feuilleton weitgehend unbeachtet erschien das Buch. Seither ist viel Wasser die Donau hinuntergeflossen, und Wolf Haas hat sich in dieser Zeit in lichte Auflagenhöhen emporgeschrieben. Von Günter Kaindlstorfer ... mehr

rausch-und-ewig-seid-ihr-meinFränkischer Tag: »Spiegelbild eines Täterprofils«:

Nach vier Würzburg-Krimis fahndet der Autor Roman Rausch jetzt in Deutschlands Norden. Sein neuer Krimi trägt den Titel "Und ewig seid ihr mein". Von Winfried Schleyer ... mehr

meister-rungholts-ehreGlaube aktuell: »Mörderjagd in Lübeck anno 1390«:

Eine schlichte Feststellung steht am Anfang von Derek Meisters historischem Kriminalroman "Rungholts Ehre". Meister entführt den Leser in seinem spannenden und originellen Debütroman in die Hochzeit der Hanse, in das Lübeck um 1390. Von Matthias Benirschke ... mehr


15. Februar 2006

Der Alligator kriecht wieder. Aber langsam

Ältere Alligatoren sollen zäh sein. Davon, daß sie auch anfällig sind, wird selten Alligatorpapieregesprochen. Nun. Die Viren sind noch nicht alle verschwunden, aber der Alligator kriecht wenigstens schon wieder. Aufgrund der leichten Schonkost und nicht gerader artgerechter Teemischungen aus deutschen Gesundheitsfibeln geht es wieder; alles aber vorerst nur schleppend und in kürzester Form. Aber: wir freuen uns, wieder am, bzw. im Wasser zu sein ...

Sterbewelle

In den letzten Februartagen sind bedauerlicherweise viele Sterbefälle zu beklagen. Via Ludger Menkes "krimiblog" ist zu erfahren, daß der britische Autor Ernest Dudley am 1. Februar 2006 in London und der britische Autor Michael Gilbert am 8. Februar 2006 in Luddesdown (Kent, Großbritannien) verstorben ist. Der US-amerikanische Autor Peter Benchley ist am 11. Februar 2006 in seinem Haus in Princeton gestorben.
Nach dem Ende Januar 2006 in Berlin gestorbenen Wolfgang Kienast ist nun mit Wolfgang Mittmann ein weiterer Krimiautor des Ostens und ein wichtiger Zeitzeuge verschieden. Er starb, wie der Autor Jan Eik mitteilte, am Sonntag, den 12. Februar 2006 im Alter von 66 Jahren in seinem Haus in Beiersdorf ...mehr

Vermischtes

cunningham-Helle-TageFrankfurter Rundschau: »Der Lückenschließer«:

Sein neuer Roman ist weniger eine Liebeserklärung an als eine Auseinandersetzung mit dem Leben und Sein in New York. Unter anderem. Michael Cunningham stellt seinen Grusel-Kriminal-Science-Fiction-Roman "Helle Tage" vor. Von Christoph Schröder ... mehr

ritzel-uferwaldDer Standard: »Von grauen Wölfen und explodierenden Autos«:

US-Autor James Siegel ist der Erfinder der neuen Sparte "Geriatrischer Krimi". Ingeborg Sperl über neue Romane von James Siegel, Karin Alvtegen, Ulrich Ritzel und Bernhard Salomon ... mehr

rossmann-Wein-und-Tod.jpgStabü Hamm: »Es ist angerichtet«:

Eine neue Krimikolumne von Gisela Lehmer-Kerkloh bei der Stadtbücherei Hamm: "Das Krimi-Menü" Kulinarisch–kriminalistische Highlights. Krimis und Rezepte zu Hühnersuppe, Veltliner Schwein, Apfelsinenkuchen, Eiswein, dazu eine äthiopische Kaffeezeremonie ... mehr

RP/Opinio: »Friedhof der Fernsehschnüffler«:

Die "globalisierte" Welt bietet täglich mehr Stoff für sex and crime auf höchstem Niveau und von Bayreuth-tauglichen Ausmaßen. Aber stattdessen: von "Rosa Roth" über "Stubbe" bis "Tatort": Ermittlungen im Mittelmaß des öffentlich-rechtlichen Gangsterjägerpools. Von Jens E. Gelbhaar ... mehr

willeford-Die-schwarze-MesseWAMS: »Abstieg zum Psychopathen«:

Der schleichende Übergang vom Normalbürger zum mordbereiten Psychopathen ist die Konstante im Werk von Charles Willeford. Sam Springer ist der Anti-Held in Willefords neu aufgelegtem Roman-Noir-Klassiker "Die Schwarze Messe" von 1958. Von Gunter Blank ... mehr

rampo-spiegelhoelleTaz Magazin: »Tokyo Decadence«:

Edogawa Rampo zählt bis heute zu den einflussreichsten Schriftstellern der japanischen Kriminalliteratur. Mit "Spiegelhölle" liegen erstmals Erzählungen des einflussreichen japanischen Kriminalschriftstellers Edogawa Rampos auf Deutsch vor. Von Kolja Mensing ... mehr

fanu-schachmattFAZ: »Bierfaß in der Katakombe«:

Auf den Nachtkommoden englischer Landhäuser konnte man zwischen 1860 und 1880 regelmäßig die Bestseller des irischen Autors Sheridan Le Fanu vorfinden, schrieb Henry James einmal, und sie taten dort vorzüglichen Dienst als unheimliche Lektüre für die Stunden nach Mitternacht. Ende des neunzehnten Jahrhunderts fiel dieser Name dem Vergessen anheim. Nicht jedoch dem Jenseits, denn in den zwanziger Jahren zeigte sich, daß er nur ein Scheintoter war. "Schachmatt", ein viktorianischer Kriminalroman von Sheridan Le Fanu ist jetzt in der "Achilla Presse" erschienen ... mehr

13./14. Februar 2006

Ausfall!

Durch den Angriff radikaler Killerviren grippewelle.jpg ist die Redaktion der Alligatorpapiere von unzähligen Grippeerregern überwältixt worden. Sämtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wurden erschwischt. Nur durch den Einsax hochwirksamer Antivirenmittel ist es mir als lexztem Mitglied der Redaktion gelungen, an die Computer zu kommen, um Xie über den geheimen Überfalx zu informieren und zu warnen. Ich werde vesuxen, Sie mit Infromaxionen zu vssssdorgen, sollte die Verbindung plötzlix abrexn, habn sie mix übrwältgt. Sie sind weiter, als allgmein angenomn. Es is Dienxtax, 10.0x, in den ZEitung udn anssssser Mediexn ist über die Epidexi nur spärlix ber..,,.
Es ix vorba, sie habn. Ich mux fliehn. Abbrux der Vebindunns, weix nixht wie lanx, aber she Xie herain, ob ..--e, mehx

10. Februar 2006

schussloch3sat: »Krimibuchtipps«:
In der Sendung "kulturzeit" bei 3sat werden wieder die Krimibuchtipps des Monats vorgestellt. Heute um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung. Und demnächst sicher auch im Internet ...

martinez-der-tangosaengerNeues Deutschland: »Wunder, Wunden«:
Der argentische Literaturprofessor Tomás Eloy Martínez, Jahrgang 1934, mag thrillerartige, stilistisch anspruchsvolle Romane mit dokumentarischem Hintergrund. Am liebsten schreibt er sie selbst. Benjamin Jakob über "Der Tangosänger" und Buenos Aires: Kaum einer kenne die mysteriöse Stadt so gut wie er. Und kaum einer könne so eindringlich von ihr erzählen ... mehr

mankell-kennedys-hirnSüddeutsche Zeitung: »Das wache Bewusstsein für erwartbare Katastrophen«:
Ein Moralist mit Haut und Haaren: Der Krimiautor Henning Mankell über Gewinnsucht, das Gefühl der Wut und die Presse- und Meinungsfreiheit. Ein Interview von Thomas Steinfeld .... mehr

Serienmord-Kriminologische-und-kulturwissenschaftliche -Skizzierungen.jpgIASL: »Serienkiller und andere Barbaren«:
Eigentlich eine gute Idee, einmal Beiträge jener Disziplinen, die sich mit dem Phänomen Serienmord beschäftigen, in einem Sammelband zusammenzubringen, zeichnet sich doch die Thematisierung des Phänomens Serienmord durch einen strukturellen Kommunikations- und Darstellungsabgrund zwischen beiden Seiten aus, den bisher nur wacklige Hängebrücken überwunden haben; eine solide, begehbare Verbindung fehlt, und nur selten finden die Deutungen und Ergebnisse von der einen Seite sicher und unbeschädigt auf die andere. Thomas Kailer über: Frank J. Robertz / Alexandra Thomas [Hg.]: "Serienmord. Kriminologische und kulturwissenschaftliche Skizzierungen eines ungeheuerlichen Phänomens" ... mehr


criminalbibliothek-des-19-jhdts
Watching the Detectives:
»Der erste 'Noir'«:

Hier ist er: Der vielleicht erste "Noir" der Kriminalliteratur. Jodokus Donatus Hubertus Temme, "In einer Brautnacht", in der "Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts" ab sofort als PDF einseh- und downloadbar. Nebst einem Kapitel aus Temmes Autobiografie. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr

ritzel-uferwaldMedienmami: »Welt im Kopf«:
Via Ludger Menkes Krimiblog: Wie der erfolgreiche Krimibuchautor Ulrich Ritzel es schafft, ein Buch spannend zu gestalten. Er erzählt, wie er zum Schreiben kam, was dabei in seinem Kopf vorgeht und ... was das Thema seines neuesten Buches ist, in dem der Ulmer Oberbürgermeister auftauchen wird ... mehr

Kalender


Edgar Wallace
Am 10. Februar 1932 stirbt der britische Schriftsteller Edgar Wallace im Alter Wallacevon 56 Jahren.
Geboren am 1. April 1875 unter dem Namen Richard Horatio als unehelicher Sohn eines Schauspielers wurde Wallace unmittelbar nach seiner Geburt von einem Londoner Fischhändler adoptiert. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend – ohne abgeschlossene Schulausbildung – arbeitete er sich im Burenkrieg bis zum Kriegsberichterstatter in Südafrika hoch. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er als Journalist und Sonderberichterstatter (Er schrieb über die außergewöhnlichen Kriminalfälle der Zeit, wie etwa über den Fall Doktor Crippen. 1904 erschien sein erster Kriminalroman "Die vier Gerechten", der jedoch zunächst kein Publikumserfolg war. Bis zu seinem frühen Tod am 10. Februar 1932 im Alter von 56 Jahren entstanden weit über 150 Romane, Kurzgeschichten und Theaterstücke; daneben verfasste er noch einige Filmdrehbücher. Seine Romane wurden in vierundvierzig Sprachen übersetzt.
Info:
Ein Edgar Wallace-Special gibt es beim ZDF, Infos und Bibliographie bei Krimi-Couch, wikipedia, Deutschlandfunk, Infos und eine Filmographie bei deutscher-tonfilm.de, Infos und Filmmusik bei Sonde.de.

Uwe Friesel
Uwe FrieselAm 10. Februar 1939 wird Uwe Friesel in Braunschweig geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie und war Lektor, Hörspiel- und Theaterdramaturg, bis er sich 1972 entschloß, als freier Autor und Lektor zu arbeiten. Er lebt in Hamburg und Stockholm.
Zuächst in Kurzgeschichten, später in Hörspielen und dann in Romanen entwickelte Uwe Friesel seit 1970 die Figur des aus dem Polizeidienst ausgeschiedenen Guido Blankenhorn, der sich als freier Ermittler niedergelassen hat. "Sein erster freier Fall" ist der erste Roman um Guido Blankenhorn und erschien 1983. Blankenhorn ist eine nachdenklich-kritische Synthese von Dürrenmatts Kommissar Bärlach, Martin Walsers Thassilo S. Grübel und Simenons Kommissar Maigret. Blankenhorns Fälle sind in der Regel an der Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichen Verbrechen angesiedelt. Ironie und Selbstzweifel machen ihn zu einem Hindernis für die eigene Karriere. (Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Revonnah Verlag , Verlag der Criminale, P.E.N., Wikipedia, Munzinger .

9. Februar 2006

schenkel-tannoedWatching the Detectives: »Aufkeimende Hoffnung und bittere Rückschläge«:

"Tannöd", das Krimidebüt der Autorin Andrea Maria Schenkel, hat geerntet und wird ernten, was es verdient: Lob von allen Seiten. Aber wofür eigentlich? Für die dramaturgische Aufbereitung der Mordgeschichte? Den multiperspektivischen Blick? Die sehr knappe, aber präzise Sprache? Oder das topografische Gelände, die tiefländliche Oberpfalz der 50er Jahre? Von Dieter Paul Rudolph ... mehr

schenkel-tannoeddonau.de: »Oberpfälzer Autorin entzückt Krimi-Kritiker «:

Worte und Sätze sind für Andrea Maria Schenkel in "Tannöd" nicht nur Ausdruck, sie strahlen – richtig gewählt – auch Schönheit aus, sagt sie. Deshalb hat sie für „Tannöd“ eine besondere Erzählform gewählt. Von Isolde Stöcker-Gietl ... mehr

mankell-kennedys-hirnStern: »Aids, Armut, Afrika«:
Mit den Krimis um Kommissar Wallander hat Henning Mankell jahrelang die Bestsellerlisten angeführt. Für "Kennedys Hirn" schickt er seine neue Protagonistin Louise Cantor nach Afrika in einen Strudel aus Korruption und Drogenschmuggel. Von Ralf E. Krüger .... mehr

russell-ButadlerNDR: »Spannender Debüt-Roman«:
Der Titel klingt blutrünstig, der Umschlag wirkt reißerisch. Schade. Denn "Blutadler" das Debüt von Craig Russell ist ein äußerst gelungener Thriller mit überzeugenden Charakteren und einer intelligenten Geschichte. Im Mittelpunkt steht Jan Fabel, Hauptkommissar bei der Hamburger Mordkommission. Von Katharina Mahrenholtz .... mehr

james-stirb-ewigopenpr.de: »Tatort Frankfurt«:
Wie schon im vergangenen Jahr bat das Online-Magazin "Krimi-Couch.de" seine Leser an die Wahlurne: Welcher Titel war der beste Krimi 2005? Zwanzig Titel hat die Redaktion vornominiert Letztendlich hat jedoch ein Außenseiter das Rennen gemacht: Peter James, erfolgreicher Film-Produzent und bis dato eher als Autor von phantastischen Horror-Romanen in Erscheinung getreten, erhält den "Krimi-Blitz 2005" ... mehr

8. Februar 2006

SpurensucheAxel Bußmers Spurensuche No. 16
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

kojakmit-lolly-2.jpgEnttäuschendes von der Insel
Was an Literatur den Ärmelkanal duchschwimmt und in deutschen Verlagen landet, ist leider nicht immer den Kraftakt des Lesens wert. Nicht spannend und mit wenig interessanten Charakteren ausgestattet sind nicht nur ein viel zu dicker Krimi um einen Privatdetektiven, sondern leider auch die in Buchform gegossenen Eintragungen eines "intimen" Webblogs.
Axel Bußmer über Belle de Jours "Die intimen Aufzeichnungen eines Londoner Callgirls" und "Die Tote im Meer" von Robert Edric ... mehr


seghers-die-braut-im-schneeBad Vilbel: »Tatort Frankfurt«:
Eine Zahnärztin stirbt in Oberrad, ein Privatdetektiv streunt durch das Bahnhofsviertel: Nicht nur Jan Seghers und Jakob Arjouni lassen ihre erfolgreichen Kriminalromane bevorzugt in Frankfurt spielen. Die Großstadt mit Skyline und internationalem Ambiente ist offenbar ein attraktiver Schauplatz, um Mordgeschichten zu inszenieren. ... mehr

Mehr-Morde-am HellwegLiteraturcafe: »Finale in Holzwickede«:
In einer Kooperation bieten der "Grafit Verlag" und das "Literatur-Café" im Internet die Erzählung "Finale in Holzwickede" von Nessa Altura aus der Anthologie "Mehr Morde am Hellweg" im Internet zum Download an. Sie ist als Text und Hörbuch im MP3-Format kostenlos abzurufen. Gelesen wird die halbstündige Kriminalerzählung von Wolfgang Tischer ... mehr

Andreas Ammers Krimi-Kolumne

holteiGanz begeistert und überwänglich reagiert Andreas Ammer in seiner Krimikolumne auf ein kleines Buch aus dem Hamburger Nautilus-Verlag: "Tannöd". Aber davor gibt es in wie immer gekonnter radiophoner Form mehr schenkel-tannoedals ein halbes Dutzend Romane in wenig mehr Minuten mit exakter Buchstärkenangabe in Millimetern.
Und, aufmerksamer Ammer, der alte Arno-Schm.-Kenner: "Wer mich nach unserm besten deutschen Krimi fragt, dem entgegne ich immer: ›HOLTEI, Schwarzwaldau.‹ Deshalb hat sich jetzt ein begeisterter Krimi Aficionado namens Dieter Paul Rudolph ein Herz gefasst und ist wild entschlossen, den Roman als Privatdruck wieder zugänglich zu machen ..."
Schön zu lesen, aber noch besser mit der Möglichkeit, die Kolumne hier zu hören! ... mehr

Berliner Zeitung: »Zensurspiele«:
Was war eigentlich mit der Zensur noch los, wenn in den 80er-Jahren ungestraft eine "Frau Ändering" und ein "Herr Streicher" in einem Krimi herumgeistern durften? Galten die Zensurkriterien nicht mehr oder schaute man bei diesem Genre nicht so genau hin, fragt sich Simone Barck in ihrem Beitrag über die Zensurpraktiken in der DDR .... mehr

mankell-kennedys-hirnoe1/ORF: »Gespräch mit Henning Mankell«:
"Kennedys Hirn" spielt in Griechenland, Schweden, Australien und Spanien, vor allem aber in Afrika, genauer: in Mosambik, der Wahlheimat des Autors Henning Mankell, der dort seit 20 Jahren ein Theater leitet. "Kennedys Hirn", das ist nicht nur eine Recherche über einen mysteriösen Tod, es ist auch ein Aufschrei gegen das Geschäft mit dem Elend in Afrika; eine Mischung aus Spekulation, Verschwörungstheorie und realen Fakten. Das Gespräch mit Wolfgang Seibel kann via Computer auch gehört werden .... mehr

thielking-destinokrimiblog: »Filmreifer Ferienthriller«:
Vor vier Jahren überraschte der Bremer Autor Helge Thielking mit seinem Debüt "King of Pain", einem durchweg gelungenen Thriller über einen Serienkiller. Jetzt ist sein zweiter Roman "Destino – Tod in der Karibik" erschienen und Thielking hat klugerweise den Serienkiller begraben und einen Wirtschaftsthriller geschrieben, der in der internationalen Touristikbranche spielt. Auch diesmal ist ihm die Überraschung gelungen. Von Ludger Menke .... mehr

ellis-lunar-parkJungle World: »Wer ist mein Daddy?«:

Es gab einmal eine Zeit, in der der US-amerikanische Schriftsteller Bret Easton Ellis ein Kulturpessimist und ein sarkastischer Gesellschaftsanalytiker war. In "Lunar Park" zitiert sich der Autor nun selbst. Von Thomas Blum ... mehr

7. Februar 2006

Vermischtes

meyer-das-herz-des-jaegersTaz: »crime scene«:

Nein, vieles in seinen Romanen ist wirklich nicht schlecht. Zwischen den Zeilen erfährt man viel über südafrikanische Lebenswelten, politische und soziale Spannungen. Außerdem kann Meyer schreiben, aber ...
Frauenfeindlich und vernarrt in Motorräder: Zwei Romane des südafrikanischen BMW-PR-Managers Deon Meyer. Von Katharina Granzin ... mehr

opitz-der-buechermoerderJunge Welt: »Das kann kein Sieger«:

Detlef Opitz spricht in "Der Büchermörder" viele Sprachen, Dialekte und Stimmen, er springt vom Amts- und Kanzleideutsch zum Kneipengespräch der Gegenwart und eröffnet auf vielen Druckseiten mit Randbemerkungen zusätzliche Sprach- und Textebenen. Von Marc Degens ... mehr


Swann-GlennkillFAZ: »Spürsinn für Erfolg«:

Schafe haben Leonie Swann schlagartig erfolgreich gemacht. Ihr Krimi "Glennkill" gehorcht dennoch nicht dem Herdentrieb. Ausgerechnet Schafe? Eine ziemlich schlaue Idee, denn plötzlich stehen Schafe hervorragend da – in dieser Woche etwa auf Platz vier der Spiegel-Bestsellerliste. ... mehr

holmes-gesamtausgabeNDR: »In die Feder diktiert«:

Den Namen Sherlock Holmes hat wohl jeder schon einmal gehört, und auch der "Hund von Baskerville" dürfte den meisten bekannt sein. Im Zürcher "Kein & Aber Verlag" ist jetzt der gesamte Sherlock Holmes in neun Bänden erschienen, in ungekürzten Neuübersetzungen von Leslie Giger, Gisbert Haefs, Werner Schmitz und Hans Wolf. Von Regula Venske ... mehr

schorlau-Das-dunkle-SchweigenDeutsche Welle: »Gut gedacht – schlecht gemacht«:

Wolfang Schorlau ist mit seinem zweiten Roman "Das dunkle Schweigen" um den trinkfesten, an allem zweifelnden Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler der Überraschungssieger des Krimiwinters. Dennoch: die Charaktere bleiben blass und klischeehaft, die Dialoge sind vielfach hölzern und manche Szenen sind schon fast unfreiwillig komisch. Von Ulrich Noller ... mehr

ellis-line-of-visionWatching the Detectives: »Aufkeimende Hoffnung und bittere Rückschläge«:

Das Buch "Line of Vision" des Anwalts und Autors David Ellis feiert die amerikanischen Justiz nicht gerade ab. Dezent wird diese Justiz ins Lächerliche gezogen. Die Anwälte beider Seiten werden als Zyniker des Erfolgs darstellt, die Fakten hauptsächlich danach bewertet, ob sie der eigenen Seite helfen, nicht ob sie der Wahrheit dienlich sind.. Von Dr. Bernd Kochanowski ... mehr

mankell-kennedys-hirnDie Presse: »Afrika, Aids und 'Kennedys Hirn'«:
Der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell veranstaltet eine wenig schlüssige Schnitzeljagd der Weltverschwörung zwischen Australien, Europa und Afrika. Von Wolfgang Huber-Lang .... mehr

mankell-kennedys-hirnDie Presse: »Wohltäter und Lügner«:
Nicht recht zufrieden mit Henning Mankells Spiel um Verschwörungstheorien ist Ingeborg Sperl: So simpel die Botschaft, so anspruchsvoll die sprachliche Präsenz, mit der Mankell die Verzweiflung und die Verlorenheit Louises schildert: ein zwiespältiges Leseerlebnis..... mehr

Kalender

Doris Gercke
gercke-doris Am 7. Februar 1937 wird Doris Gercke in Greifswald geboren.
Sie lebt heute in Hamburg. Nach Jahren als Verwaltungsbeamtin, Hausfrau und Mutter absolvierte sie mit Anfang Vierzig das Begabtenabitur und studierte dann Rechtswissenschaften. Heute ist sie freie Roman-, Drehbuch- und Hörspielautorin.
Ihren ersten Roman schrieb sie 1988, ihre unkonventionelle Ermittlerin Bella Block, die 1989 in "Moskau, meine Liebe" erstmals auf Verbrecherjagd ging, wurde als Heldin der gleichnamigen ZDF-Serie (mit Darstellerin Hannelore Hoger) auch ein großer Fernseherfolg. Auf der Criminale 2000 erhielt Doris Gercke den Ehrenglauser für ihr Gesamtwerk.
Info: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Krimi-Forum, Radio Bremen, Krimi-Couch


6. Februar 2006

Europolar No. 4 erschienen

europolar_titre_rouge Die vierte Ausgabe der fünfsprachigen Internetzeitschrift (französisch, englisch, deutsch, italienisch, spanisch) zum europäischen Kriminalroman ist gerade erschienen.
Die Nummer 4 enthält 39 Artikel, davon 15 Rezensionen, zwei Essays, drei Erzählungen, eine Kurznachricht, sechs Festivalberichte bzw. -ankündigungen, ein Interview mit Friedrich Ani, einen Nachruf, sechs Beiträge zum Diskussionsthema dieser Ausgabe: Klassen und Kämpfe und eine Zeitschrift wird vorgestellt. Das unter Erzählungen veröffentlichte Fragment von Mariano Sanchez Soler ist ein Vorabdruck aus seinem Roman "Der Ceylonkompass", ein Roman über die spanische Studentenbewegung kurz vor und kurz nach Francos Tod, der dieses Jahr erscheinen wird.
Angesichts der vielen interessanten Beiträge und Projekte von europolar wird zudem ein Appell an die Leserinnen und Leser richten: ÜBERSETZER DRINGEND GESUCHT!:
Vielleicht habt Ihr selbst Lust, vielleicht habt Ihr Freunde und Bekannte, die hin und wieder bereit wären Texte vor allem aus dem Italienischen und Spanischen für europolar zu übersetzen.
Und hier die Beiträge zum Klicken:
Die 4. Ostfriesischen Krimitage. Von Christian v. Ditfurth

Zweiter Kongress des Schwarzen Krimis und Films in Salamanca: Vom 9. bis 12. Mai 2006. Von Àlex Martín Escribà und Javier Sánchez Zapatero
Krimis in Deutschland, Frankreich und Polen – Spiegel der Gesellschaft? Teil III – 10. und 11. November 2006 in Genshagen (nahe Berlin). Von Katrin Schielke

Confidencias de un detective privado (Enthüllungen eines Privatdetektivs) – Juan-Carlos Arias: Leibhaftiger Mythos. Von Javier Sánchez Zapatero
Crime Time (Britische Fachzeitschrift). Von Etienne Borgers
Das Luxemburg-Komplott – Christian v. Ditfurth. Von Elfriede Müller
Der Wald ist Schweigen – Gisa Klönne. Von Alexander Ruoff
L’esprit de la renarde (Der Geist des Fuchses) – Tran-Nhut. Von Jean-Marc Laherrère
Manual del Caníbal (Handbuch des Kannibalen) – Carlos Balmaceda: Guten Appetit. Von Àlex Martín Escribà
Statisten – Didier Daeninckx. Von Kerstin Schoof
Toiles de maître (Meisterwerke) – Hannelore Cayre. Von Jean-Marc Laherrère

Interview mit Friedrich Ani: Kriminalromane funktionieren nicht als Spielerei. Von Tobias Gohlis
Der Kriminalroman als Schachspiel. Von Moez Lahmédi
Hard Billard. Novelle von Denis Leduc
Auszug aus "Der Ceylonkompaß". Novelle von Mariano Sanchez Soler

Klassen und Kämpfe:
Titus Engelschall, Return of the Living Dead – Klassen und Kämpfe
Artur Górski, Ein kommerzielles Protestsymbol
Dominique Manotti, Streik und sozialer Tod
... mehr

Vermischtes

indridason-kaeltezonekulturjournal: »Island vereist – ein Krimi-Star im Land der Kälte«:

In der Fernsehsendung "Kulturjournal" heute, 6. Februar 2006 um 22.30 Uhr gibt es einen Beitrag über den isländischen Autor Arnaldur Indridason:
In Island gibt es ganze drei Morde im Jahr und kaum Kriminalität. Ausgerechnet hier spielen die Romane des isländischen Autors Arnaldur Indridason. Seine Krimis sind einzigartige Mixturen aus schroffer Landschaft, schroffen Menschen und brisanten politischen Hintergründen. Die Geschichten haben in Island schon lange sensationellen Erfolg und sind nun auch in Deutschland auf den Krimi-Bestseller-Listen ... mehr

krimiblogkrimiblog.de: »Genug ist genug ... «:

meint Ekkehard Knörer in seinem Blog Jumpcut zum Thema deutsches Feuilleton vs. Kriminalroman. Ludger Menke kann ihn nach dem langen Artikel "Was macht den Krimi so beliebt? Ein Genre im Zeitalter seiner Globalisierung – mit einem Blick auf die österreichische Szene " von Evelyn Polt-Heinzl in der "NZZ" gut verstehen ... mehr

o-donnel-Modesty-Blaise -Die-Klaue-des-DrachenHamburger Abendblatt : »Die Lady will es noch einmal wissen«:

Der Unionsverlag bringt die Krimis mit "Modesty Blaise" wieder auf den Markt. Ein skurriler, amüsanter Lesespaß: Die einfach erscheinende Sprache versteht es, mit den Klischees des Genres zu spielen, Charaktere knapp, aber treffend zu zeichnen sowie die Spannung immer am höchsten Level zu halten. Von Volker Albers ... mehr

schmoe-fratzenmondFränkischer Tag: »Mit einer gezogenen Knarre «:

Motivation und Selbstdisziplin sieht die Autorin Friederike Schmöe als entscheidende Voraussetzungen nicht nur ihres Schreibens an. Jetzt erscheint mit "Fratzenmond" bereits ihr dritter Krimi mit Tatort Bamberg innerhalb eines Jahres. Winfried Schleyer sprach mit der Autorin ... mehr

ellis-lunar-parkORF: »Vom angry young man zum Stephen-King-Epigonen«:

Er ist wieder da, aber doch ganz ein andrer. Bret Easton Ellis ist älter geworden und reflektiert die Jugend, in der er sich die Wut auf die Gesellschaft vom Leib geschrieben hat. Sein neuer Roman weist viele autobiografische Züge auf. Von Anna Katharina Laggner ... mehr

mettler-der-keilerDeutschlandradio:
»Eine moralische Achterbahnfahrt«:
Weil heute die Verfilmung von Felix Mettlers Roman gezeigt wird, noch einmal der Hinweis auf eine Besprechung des Romans:
Felix Mettlers Krimi "Der Keiler" war 1990 ein unerwartet großer Erfolg. Lange Zeit war das Buch vergriffen, da es jetzt verfilmt wird, gibt es eine Neuauflage. Mettlers Buch steht in bester schweizerischer Krimi-Tradition und nimmt einen zugleich mit auf eine moralische Achterbahnfahrt, denn der Leser entwickelt Sympathien für den Mörder. Von Andrea Fischer ... mehr


Kalender

James Hadley Chase
chase-james-hadley Am 6. Februar 1985 stirbt der britische Schriftsteller James Hadley Chase (eigentlich: René Brabazon Raymond) in Corseaux,Schweiz (* 24. Dezember 1906).
James Hadley Chase schrieb 1938, beeinflusst von der Lektüre von James M. Cains "The Postman Always Rings Twice", innerhalb weniger Wochen den Thriller-Roman "No Orchids for Miss Blandish". Das 1939 veröffentlichte Buch wurde ein Bestseller.
Im Laufe seines Lebens schrieb James Hadley Chase 96 weitere Romane. Die meisten von ihnen sind temporeiche Gangstergeschichten, die in den USA spielen. Das Wissen über die USA eignete sich James Hadley Chase durch die Lektüre von Sachbüchern über das Land an. Er lebte selbst nie in den USA.
Info: Wikipedia , mordlust.de, Crime Corner, kirjasto.scifi (engl.) , CRIME & MYSTERY FICTION (engl./NL) , CRIME Time (engl.) ,David Higham Associates (engl.)


3. Februar 2006

eik-Die-schwarze-DorotheaNeues Deutschland:
»Das Geheimnis der Mühle«:
Wer sich für Geschichte interessiert, gar noch für preußische, und wohlige Krimispannung mag, der ist hier richtig. Jan Eik führt mit seinem Roman "Die schwarze Dorothea" in die Jahre 1687/88, als Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, schon krank darniederlag und es Unsicherheiten um seine Nachfolge gab. Von Irmtraud Gutschke ... mehr

Swann-GlennkillBerliner Zeitung:
»Erfolgreiche Geheimniskrämerin«:
Leonie Swann hatte das Glück, auf das alle Jungautoren hoffen. Sie reichte ihr Manuskript bei verschiedenen Literaturagenten ein, und "relativ viele, wollten es relativ schnell nehmen", erzählt sie. Mit ihrem Tier-Krimi "Glennkill" hat sie einen Bestseller geschrieben – Fortsetzung folgt. Von Iris Brennberger ... mehr

Wörtches Crime Watch No. 105

Eine andere schenkel-tannoedSicht auf die vielgeschmähte "regionale" Kriminalliteratur bringt Thomas Wörtche in der 105. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Eine List der Vernunft könne es gewesen sein, die zum Beispiel darin bestehe, die deutsche Provinz zum ernsthaften Thema von Kriminalliteratur zu machen, wie es in der französischen Literatur selbstverständlich sei. So könnte selbst aus einem Bauernhof irgendwo in der Oberpfalz ein natürlicher Schauplatz von Kriminalliteratur werden, was im Erstling von Andrea Maria Schenkel prächtig funktioniere ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 5/2006 lesen.

donzowa-Nichts-waescht-weisser-als-der-TodMoskauer Deutsche Zeitung:
»Schurkenjagd im Krankenbett«:
Sie wurde 1952 als Agrippina Arkadjewna Wasiljewa geboren und ist heute eine von Russlands populärsten Krimiautorinnen. In Russland hat sie 77 Bücher veröffentlicht, mehr als 62 Millionen gingen über den Ladentisch. Auch in Deutschland sind ihre Geschichten ein Renner. Ivo Pertijs sprach mit der preisgekrönten Autorin Darja Donzowa über ihre Anfänge als Autorin, Humor im Krimi und Hunde als Sammelobjekte. ... mehr

Neue Serie von Pieke Biermann

Kruppstrasse Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO . Die Sendung am
Sonnabend, den 4.Februar 2006 um 11.45 Uhr mit dem Thema:
"Martina Junitz, 1.BPA, Kruppstraße Die erste Frau, die eine Berliner Einsatzhundertschaft führt".
Martina Junitz ist Polizeihauptkommissarin und die erste Frau, die eine Berliner Einsatzhundertschaft führt.
Eine Frau? In den geschlossenen Einheiten? Sind das nicht diese "Prügelknaben", berüchtigt im ganzen Bundesgebiet?
Wie falsch das Klischee ist, was die geschlossenen Einheiten tatsächlich können müssen, wo sie überall eingesetzt werden: Davon erzählt sie bei einem Rundgang durch ihr Terrain, das Gelände an der Moabiter Kruppstraße.
Ein auch historisch bedeutender Ort: Bekannt beim "polizeilichen Gegenüber" vor allem in den 70er und 80erJahren, erbaut für ein Garderegiment im 19.Jahrhundert, in der Nachbarschaft des gerade entstehenden neuen Zentralbahnhofs "Lehrter Bahnhof".

rendell-der-duft-des-boesenkrimiblog:
»Gepflegte Langeweile«:
Vielschreiberin Ruth Rendell, hat in 42 Jahren über 40 Romane verfasst und dabei sind die 12 Romane, die sie unter ihrem Pseudonym Barbara Vine veröffentlicht hat, noch nicht mitgezählt. Mit ihrem Roman "Der Duft des Bösen", der seit Anfang des Jahres in deutscher Übersetzung vorliegt, zeigt sie, dass ihre Krimi-Krone nicht ohne Kratzer ist. Von Ludger Menke ... mehr

Lob, Ehre, Erfolg etc.
heim-dreckskind

Im Vergleich zum Vorjahr konnte der "Gmeiner Verlag" den Umsatz des Krimi-Segments im Jahr 2005 mehr als verdoppeln. Im Frühjahr 2006 erscheinen 18 neue Titel, das Gesamtkrimiprogramm umfasst dann über 90 Titel. Im neuen Programm findet sich auch ein neuer Roman von Uta-Maria Heim: "Dreckskind" heißt das Buch der Autorin, die 1992 und 1994 den Deutschen Krimi Preis erhielt und 2000 mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman ("Engelchens Ende") ausgezeichnet wurde ... Gmeiner Verlag.

2. Februar 2006

Axel Bußmers TV & Buchtipps 4. – 17. Februar 2006

gilda3.jpgKriminalfilmische Höhepunkte der kommenden beiden Wochen (immerhin gibt es auch die olympischen Winterspiele) sind die Gangsterballade "Der Panther wird gehetzt" (nach einem Buch von José Giovanni, mit Lino Ventura und Jean-Paul Belmondo), José Giovannis Classe-tous-risques.jpg autobiographisches Kammerspiel "Mein Vater", Hitchcocks Echtzeit-Experiment "Cocktail für eine Leiche", Sam Peckinpahs kommerziell erfolgreiche Jim Thompson-Verfilmung "Getaway" und der düstere "Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia", Bruce Willis feiert Weihnachten in der Roderick Thorp-Verfilmung "Stirb langsam", Richard Collas annehmbare Ed McBain-Verfilmung "Auf leisen Sohlen kommt der Tod", Robert Altmans Anti-Action-Film "Diebe wie wir" (basierend auf dem Roman von Edward Anderson), die köstliche Elmore Leonard-Verfilmung "Out of sight" und auf Arte zieht Rita Hayworth ihre Handschuhe aus in "Gilda".
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


zORF:
»Brodelndes Griechenland«:
Es hat sich viel getan in der griechischen Krimi-Szene, seit "die Mutter" aller griechischen Thriller erschienen ist: "Z" von Vassilis Vassilikos. Letzter Höhepunkt: die Fahndungserfolge des von Petros Markaris erfundenen Kommissars Charitos. Von Friederike C. Raderer ... mehr

fuentes-die-haende-des-pianistenWatching the Detectives:
»Brodelndes Griechenland«:
Die Hände des Pianisten traktieren die quänkelnde Orgel in einer Tanzcombo. Sie töten, im Nebenberuf, sieche und lästig gewordene Haustiere. Davon lebt man, wenn es zur großen Kunst nicht gereicht hat. Aber können diese Hände auch Menschen ermorden? Diese Frage beantwortet Eugenio Fuentes in seinem neuen Roman. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr

mankell-kennedys-hirntaz: »Bekannte Verschwörungstheorien«:
Mit "Kennedys Hirn" habe Henning Mankell einen spannenden Roman geschrieben. Allerdings kranke dieser daran, dass Mankell Afrika zu wenig Aufmerksamkeit schenke, bekannten Verschwörungstheorien dafür umso mehr; etwa der Stasi-Legende, Aids sei eine Erfindung des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes, meint WBG in einem Kommentar der "taz" .... mehr

mankell-kennedys-hirntaz: »Die Welt macht mich zornig«:
Wie die Pharmaindustrie mit der Aids-Krise in Afrika Profite macht und sich längst nicht mehr von staatlichen Institutionen kontrollieren lässt: Brigitte Werneburg führte ein Gespräch mit dem schwedischen Schriftsteller Henning Mankell über seinen Roman "Kennedys Hirn" .... mehr

friedman-greenwich-killing-timeDer Spiegel: »Der gute Kauz von Texas«:

Texas ist die letzte Bullshit-freie Zone Amerikas, findet der für seinen Brachial-Humor bekannte Country-Sänger und Krimi-Autor Kinky Friedman. Mit gesundem Hass auf Politiker und dem festen Willen, Texas vor ihnen zu retten, will er nun Gouverneur seines Heimatstaates werden. Von Sebastian Moll .... mehr

Literaturkritik: »Krimi-Special«:

herrmann-das-kindermaedchen.jpg james-stirb-ewig chabon-das_letzte_raetsel stashower-Sherlock-Holmes-und-der-Fall-Houdini
wilson-Die-Toten-von-Santa-Clara Stabenow-Das-verleugnete-Grab fawer-null
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Februarausgabe so etwas wie ein "Krimi-Special" und bespricht wieder 6 Krimis. Und zwar diese hier:
Elisabeth Herrmann betreibt Vergangenheitsbewältigung
Von Walter Delabar
Peter James erzählt eine schaurige Geschichte
Von Georg Patzer
Elementar, mein lieber Watson: Zwei neue Sherlock Holmes-Romane
Von Georg Patzer
Robert Wilson erzählt ein zweites Mal von seinem Inspector Javier Falcón in Sevilla
Von Georg Patzer
Ein spannender, lebendiger Kriminalroman von Dana Stabenow
Von Georg Patzer
Adam Fawer war viel krank, liebt die Literatur, dankt einer Menge Leute und ist auch sonst sehr mitteilsam
Von Walter Delabar ...

robinson-kein-rauch-ohne-feuerKrimi-Forum:
»Interview mit Peter Robinson«:
Es ist der erste Deutschlandbesuch des sympathischen Mittfünfzigers, weswegen er gleich bei klirrender Kälte und strahlendem Sonnenschein zu einer dreistündigen Sightseeing-Tour quer durch München aufbrechen wird. Mit Chefredakteurin Michaela Pelz sprach Peter Robinson vorher aber über den eigenen Herzinfarkt und die Herzensangelegenheiten seines Helden ... mehr

mettler-der-keilerDeutschlandradio:
»Eine moralische Achterbahnfahrt«:
Felix Mettlers Krimi "Der Keiler" war 1990 ein unerwartet großer Erfolg. Lange Zeit war das Buch vergriffen, da es jetzt verfilmt wird, gibt es eine Neuauflage. Mettlers Buch steht in bester schweizerischer Krimi-Tradition und nimmt einen zugleich mit auf eine moralische Achterbahnfahrt, denn der Leser entwickelt Sympathien für den Mörder. Von Andrea Fischer ... mehr

Kalender

Gerhard Neumann
neumann-gerhardAm 2.Februar 1930 wird Gerhard Neumann in Köthen/Anhalt geboren († am 24.9.2002 in Halle)
Als Gerhard Neumann nach dem Abitur Schauspieler wurde, lag die schlimmste Zeit seines Lebens schon hinter ihm: Als 15jähriger Volkssturmmann war er dazu ausersehen, mit fünf Schuß Munition und einer Panzerfaust den Endsieg an der Elbe zu erringen.
Mit 22 Jahren war er Theater-Intendant, ging dann zur DEFA, schrieb seinen ersten Kriminal-Film und mit Hans-Albert Pederzani als A.G. Petermann erste Kriminalromane.
2002 wurde er für sein Lebenswerk als Kriminalautor mit dem "Ehrenglauser" der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT ausgezeichnet.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Luise Berlin

1. Februar 2006

Mord und Ratschlag

opitz-der-buechermoerder Lange Zeit ist vergangen seit dem letzten Erscheinen dersolstad-Professor-Andersens-Nacht KrimiKolumne "Mord und Ratschlag" bei den Kollegen vom "Perlentaucher". Aber jetzt! Und zwar das: Ein Professor beobachtet einen Mord und greift nicht ein. Ein Büchernarr mordet, um seine Bibliothek finanzieren zu können. Dag Solstad und Detlef Opitz erzählen in ihren Romanen von Männern, denen die Liebe zu Büchern zum Verhängnis wurde. Von Michael Schweizer ... mehr

Wörtches Leichenberg

altermatt-verrat_in_zuerich.gif Ganz frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38". Und bietet diesmal in geschickter Steigerung Höhepunkte unter den Neuerscheinungen. Aber Achtung! Es geht manchmal auch um Höhepunkte unfreiwilliger Komik wegen mißlungener Arbeit am Thema. Allerdings auch um Talentsichtung und schenkel-tannoed ausgereifte Debuts, off-off-Klassiker und um ein letztlich mißlungenes, aber seltsam faszinierendes Buch. Neugierig? Wenn Sie mehr über Michael Marshalls "Der Zweite Schöpfer", "Infamità" von Claudio Michele, "Verrat in Zürich West" von Sabina Altermatt, Andrea Maria Schenkels "Tannöd" und "Sturmwarnung" von Joe R. Lansdale und um deren Einschätzung wissen wollen, sind Sie hier richtig ...

Ulrich Nollers Krimitipps Februar 2006

Ulrich Noller Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den Februar 2006. amila-Mond-ueber-Omaha bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
Mit Freude stellt er fest, daß die Renaissance französischer Kriminalromane in Deutschland weiter geht. Was zwei aktuelle Neuübersetzungen von Jean Amila und Didier Daeninckx beweisen. Beide entführen letztlich in die Zeit der deutschen Besatzung bzw. der Befreiung durch die Alliierten ... mehr


Lob, Ehre, Erfolg etc.
Zur Autorin des Jahres 2005 wurde die schwedische Krimiautorin Camilla Läckberg gewählt, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt".
Die erste Auflage verkaufte sich in nur einem Monat, in Kürze erscheint die dritte Auflage: Rund 10.000 Exemplare des Mittelalter-Krimis "Tod des Königs" von Carl Dietmar gingen in drei Monaten über den Ladentisch, berichtet erfreut der "Emons Verlag".

31. Januar 2006

highsmith-venedig-kann-sehr-kalt-sein-szSZ-Mediathek: »Ein Atemhauch am Markusplatz«:
Die Topografie der Stadt erscheint, im Kontrast zu ihrem beflügelnden oder schmalzigen Image, rigoros als das, was Patricia Highsmith an ihr interessiert: ein verbürgtes, objektiv stabiles System, in dem sich zwei zur wechselseitigen Ermordung entschlossene Männer nach den Gesetzen einer wahnhaften Choreografie bespitzeln. Brigitte Kronauer über Band 3 der Kriminalbibliothek ... mehr

leon_venedigDeutschlandradio: »Berühmtheit ist undemokratisch«:
Berühmt geworden ist die amerikanische Schriftstellerin Donna Leon mit ihren Venedig-Krimis um Commissario Brunetti. Nun hat sie einen Band mit kurzen literarischen und journalistischen Texten herausgebracht. Hier erweist sie sich als humorvolle, bisweilen amüsant-ironische Beobachterin ihrer Umgebung und Mitmenschen. Von Johannes Kaiser ... mehr

rampo-spiegelhoelleDeutschlandradio: »Bösartige Liebe zum Detail«:
Edogawa Rampo gilt als "Vater der japanischen Detektivgeschichte". Dennoch ist er hierzulande beinahe unbekannt. Rampo erschuf zutiefst abgründige Szenarien mit düsteren sexuellen Untertönen, die heute Anklänge in modernen Mangas finden. Wer sich durch Rampos "Spiegelhöllen" gelesen hat, den können aktuelle Horrorfilme nicht mehr erschüttern. Von Kolja Mensing ... mehr

rendellARTE: »Aussergewöhnliches Leben«:
Tja, leider verpasst: am 27. Januar lief auf ARTE in der Reihe "Denken erlaubt" ein Gespräch mit Ruth Rendell. Die "Königin der Kriminal-Literatur" sprach mit Laure Adler über ihr Werk und ihr aussergewöhnliches Leben. Glücklichweise bietet ARTE Videoausschnitte der 58minütigen Beitrags, eine schnelle Wiederholung wäre uns natürlich lieber ... mehr

markaris-balkan-bluesTitel: »Dichte Momentaufnahmen«:
In lakonischen Kriminalgeschichten zeigt Petros Markaris durch Globalisierung und Migration geprägte Menschen und Schicksale in Griechenland und beweise, dass er, literarisch in vielen Gattungen unterwegs, ebenso im richtigen Leben wie in seinen vermeintlichen Parallelen zu Hause sei. Maggie Thieme über "Balkan Blues" ... mehr

robinson-kein-rauch-ohne-feuerkrimiblog: »Interview mit Peter Robinson«:
Während der Lesereise des Autors Peter Robinson hatte Ludger Menke die Gelegenheit mit dem Krimiautor ein Interview zu führen. Darin erzählt er – natürlich auf Englisch – über seine letzten Bücher, erklärt die Bedeutung von Schauplätzen und wie er als Autor damit umgeht und verdeutlicht seine Auffassung von Kriminalliteratur. Das Interview liegt als "podcast" vor ... mehr

Wolfgang Kienast †
kienast-wolfgangEnde Januar ist der Krimiautor Wolfgang Kienast in Berlin im Alter von 67 Jahren gestorben (* 11. 1. 1939).
Wolfgang Kienast ist in Berlin geboren, wo er bis zu seinem Tod wieder lebte. Er war Dolmetscher, Übersetzer für nordische Sprachen, Schriftsteller, Regieassistent und Literaturkritiker. Er schrieb Kriminalromane und -erzählungen, Feuilletons und Funksendungen. In den achtziger Jahren war der Autor politisch kaltgestellt und konnte nur noch unter großen Schwierigkeiten publizieren.
Info:
Syndikat, Krimilexikon, Criminale Verlag, Luise Berlin

30. Januar 2006

Kalender

Friedhelm Werremeier
werremeier-friedrichSeinen 76. Geburtstag feiert heute der Schriftsteller Friedhelm Werremeier (* 30.1.1930 in Witten).
Friedhelm Werremeier arbeitete ab 1953 für mehrere große Zeitschriften als Reporter mit dem Spezialgebiet Prozeß- und Kriminalberichterstattung und schrieb neben zahlreichen Tatsachenberichten über Kriminalfälle, Serien, Reportagen und Features für Illustrierte, Tageszeitungen und Fachzeitschriften. Besonderes Aufsehen erregte seine Recherche zum "Fall Heckenrose" (über einen Triebtäter in der DDR) und sein Buch über Jürgen Bartsch. Mit Werremeiers Romanstoff "Taxi nach Leipzig" startete 1970 die TATORT-Reihe der ARD, mit der Figur des Hamburger Hauptkommissars Paul Trimmel schuf Werremeier eine der profiliertesten Kommissarsfiguren des deutschen Krimis.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Galerie der Detektive , Radio Bremen Kreuzverhör

Ein Fall für Fischer

Fischer-FaelleIn ihrer Krimi-Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel" images/goodman-wenn-alles-schlaeft vom 29. Januar 2006 fragt Andrea Fischer nach der weiblichen Ader fürs Kriminelle. Und sie meint: In der Vielfalt der heutigen Kriminalliteratur stimmen auch Klischees über männliche und weibliche Leser längst nicht mehr. Und doch ist man ganz sicher, dass nur Frauen den neuen Roman "Wenn alles schläft" von Carol Goodman gerne lesen werden ... mehr

buckley-Florence-von-ArabienDie Welt: »Sprengt das Kamel«:
Der Amerikaner Christopher Buckley ist ein Meister des politisch unkorrekten Polit-Thrillers. Mehr noch, er ist ein Satiriker mit einem Sinn für überaus bissige, grimmige, sarkastische Pointen, meint Uwe Wittstock in seinem Beitrag über Christopher Buckleys satirischen Polit-Thriller "Florence von Arabien" (Zweitausendeins) zur Lösung sämtlicher Nahost-Konflikte ... mehr

mankell-kennedys-hirnKurier: »Schwarz-weiße Platitüden«:
Der schwedische Bestseller-Autor und Theatermann Henning Mankell lebt teilweise in Mosambik. Dorthin führt auch eine Spur seines soeben erschienen Romans "Kennedys Hirn". Wenn Krimi-Autoren ihr Gewerbe fad wird – dann suchen sie ein neues Revier, meint Anita Pollak in ihrer Besprechung .... mehr

holmberg-schneegrabDie Welt: »Der Schnee liegt hoch im Angermanland«:
Es ist ein Krimi aus Schweden, und es gibt einen melancholischen Kommissar, der seine Fälle ruhig und bedächtig löst. Aber der Kommissar heißt hier Länsman. Iris Alanyali über den Roman "Schneegrab" von Bo R. Holmberg ... mehr

Theodor J. Reisdorf
reisdorf-theodorAm Sonntag feierte Theodor J. Reisdorf, der Erfinder des Friesenkrimis seinen 71. Geburtstag.
Reisdorf, geboren 1935 in Neuss, reiste quer durch Europa und Nordafrika, arbeitete in vielen Berufen, machte in Wilhelmshaven das Abitur, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg, Köln und Mannheim und war Studienrat und Oberstudienrat in Aachen, Norden und Emden. Er wohnt in Ostfriesland und schreibt als "Meister des Friesenkrimis" spannende Romane über Land, Leute und Leichen.
Info:
"Tee und Kluntjes zu jedem Mord" (NGZ), Krimilexikon, Lübbe Verlag, Krimi-Couch, Krimi-Forum

herrmann-das-kindermaedchenStadtRevue Köln: »Schwarzlicht«:
Von zwei Krimis, die die Geschichte der BRD in ganz unterschiedlicher Weise und zudem in höchst unterschiedlicher Qualität durchmessen und durchforsten berichtet Ulrich Noller in seiner Kolumne "Schwarzlicht" in der Kölner "Stadtrevue": Wolfgang Schorlaus "Das dunkle Schweigen" und "Das Kindermädchen" von Elisabeth Herrmann ...

KrimiWelt-Bestenliste Februar 2006

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Eine Übersicht über die Jury finden Sie unter der Rubrik "Jury" bei "arte-tv.com/krimiwelt".
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.

Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat –) Peter Robinson: Kein Rauch ohne Feuer
2 (3) Wolfgang Schorlau: Das dunkle Schweigen
2 (1) Charles Willeford: Die schwarze Messe
3 (2) Reggie Nadelson: Russische Verwandte
4 (–) Loriano Macchiavelli: Tödliches Gedenken
4 (–) Andrea Maria Schenkel: Tannöd
5 (–) Didier Daeninckx: Statisten
6 (4) Anne Holt: Was niemals geschah
7 (–) Joseph Kanon: Stadt ohne Gedächtnis
7 (–) Michael Marshall: Der zweite Schöpfer

Die Januar-Meldungen gibt es
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Kolumnen


Neu im Februar

Krimi in TV & Radio | Kalender

krimiwelt

Feldmanns-schusswechsel
Feldmanns Schusswechsel
Nr. 8

Ahmet Ümits im Herbst letzten Jahres in der neuen Türkischen Bibliothek des Unionsverlags veröffentlichter Roman "Nacht und Nebel" verfügt über alle Ingredienzien eines literarisch ambitionierten Krimis. Fragt sich nur, in welcher Zeit die Handlung des Romans angesiedelt ist.
Rezensenten glauben, "Nacht und Nebel" enthalte keine Jahreszahl. Joachim Feldmann wundert sich. Er hat etwas sehr Konkretes im Buch gelesen ... mehr

Axel Bußmers Spurensuche
Spurensuche No. 16
Was an Literatur den Ärmelkanal duchschwimmt und in deutschen Verlagen landet, ist leider nicht immer den Kraftakt des Lesens wert. Nicht spannend und mit wenig interessanten Charakteren ausgestattet sind nicht nur ein viel zu dicker Krimi um einen Privatdetektiven, sondern leider auch die in Buchform gegossenen Eintragungen eines "intimen" Webblogs.
Axel Bußmer über Belle de Jours "Die intimen Aufzeichnungen eines Londoner Callgirls" und "Die Tote im Meer" von Robert Edric ... mehr

schusslochFrisch eingetroffen.
Bücher, die uns erreichten.


Die Neueingänge:
Gerade in die Krimwelt-Bestenliste aufgestiegen und erst ein paar Stunden auf dem Buchmarkt: der düstere Dorfroman "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel.
mehr

 Krimi in TV & Radio

Unsere Hörspieltipps

Freitag, 3. Februar 2006 um 20:05 Uhr bei WDR 5
"Heimerans Höhle " (54') von Joy Markert

"Witwe Zürns Katze", "Pfarrer Kerns Koffer" und "Bauer Pärts Geige" galt bislang das Hauptaugenmerk des schwäbischen Kommissars Aufenanger. Fälschern, Schmugglern und weiteren Brunnenvergiftern aller Art kam er nicht nur auf die Spur, sondern auch hinter die Schliche - und ab mit ihnen in den Knast. Ohne drei Ravensburger Diakonissen hätte Aufenanger allerdings ganz schön alt ausgesehen. Dabei ist er noch jung genug, sich in die Diakonisse Sabine zu verlieben, was gottgefällig umgehend auf Heirat hinausläuft. Und dies bedeutet leider, dass Verbrechen in den Höhlen des slowenischen Karsts und auf dem nahe gelegenen Gestüt Lipica fast nicht hätten aufgeklärt werden können.

Freitag/Samstag, 2./3. Februar 2006 um 0:05 Uhr bei DLF
"Das Ehrenwort des Henkers" (45') von Christina Calvo

Landau, 1777. Scharfrichter Hieronymus Menges wird angeklagt, eine Exekution ohne ordentliches Gericht durchgeführt zu haben. Beim Verhör berichtet Menges von seiner Anwerbung durch zwei fremde Männer, einer zweitägigen Kutschfahrt und einem Geheimgericht. Über den Grund der Hinrichtung an der ihm unbekannten Frau jedoch schweigt er sich aus.

Montag, 6. Februar 2006 von 23.04-23.10 Uhr bei DRS 1
"Rache mit Zinsen" von Michael Zuroy

Was bleibt ist ein bitterer Nachgeschmack.
Ein Kurzhörspiel aus der legendären Reihe "Schreckmümpfeli des Schweizer Radios. Ältere Beiträge können via Computer gehört werden ...

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

Besuchen Sie auch hördat.de

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 4. – 17. Februar 2006
Kriminalfilmische Höhepunkte reichlich in den kommenden beiden Wochen: eine Gangsterballade nach einem Buch von José Giovanni, dazu sein Bring.me-the-head-of-alfreo-garcia.gifautobiographisches Kammerspiel, Hitchcocks Echtzeit – Experiment, Sam Peckinpahs Jim Thompson – Verfilmung, eine Roderick Thorp-, eine Ed McBain- und eine Elmore Leonard-Verfilmung und auf Arte zieht Rita Hayworth ihre Handschuhe aus in "Gilda".
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer: hier



Axels Tipp des Tages:
Freitag, 3. Februar

SWR, 12.30

Sittenpolizei (Vice Squad)

(USA 1953, R.: Arnold Laven)
Drehbuch: Lawrence Roman
LV: Leslie T. White: Harness Bull

vice-squad
Polizist Barnaby jagt zwei Polizistenmörder. Polizeikrimi, der sich um eine realistische Schilderung des Polizeialltags bemüht.
Mit Edward G. Robinson, Paulette Goddard, Lee Van Cleef.
Auch bekannt unter dem Titel "Polizeichef B"

Pro 7, 22.00

Get Carter – Die Wahrheit tut weh

(USA 2000, R.: Stephen T. Kay)
Drehbuch: David McKenna
LV: Ted Lewis: Jack's return home, 1970 (Jack rechnet ab, Jack Carters Heimkehr)

Get Carter
Jack Carter, Angestellter der Mafia, will herausbekommen, weshalb sein Bruder starb. Denn er glaubt nicht an einen Unfall.
Dieser Film tut weh. – Einfach nur edel gestylter filmischer Schrott, der nichts mit "Get Carter" (GB 1970, R.: Mike Hodges) zu tun hat.
Mit Sylvester Stallone, Miranda Richardson, Mickey Rourke, Alan Cumming, Michael Caine.

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

Axel Bußmers
TV-Krimi & Buch-Tipps