Krimineuerscheinungen des Monats bei Alligator, kaliber.38, krimi-couch & hammett

News –Februar 2009– Nachrichten


Freitag, 27. Februar 2009

Axel Bußmers TV & Buchtipps 28. Februar – 13. März 2009

dereinsamemord.jpgIn den kommenden beiden Wochen Three_Days_of_the_Condor_poster.jpg gibt es einige selten gezeigte Krimiverfilmungen, eine Premiere mit Kommissar LaBréa und Kommissar Brunetti sorgt dafür, dass in Venedig kein Verbrecher seiner gerechten Strafe entkommt. Und natürlich werden wieder viele Wiederholungen gezeigt, aber auch einige interessante Verfilmungen ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier


Radio-tipp
Die Telefonische Mord(s)beratung


mordsberatung Welche heißen Thriller lassen im nahen Frühling die Spannung steigen?
Die WDR5-Krimiexperten Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv) und die Journalistim Ingrid Müller-Münch beraten die Hörer und geben ihre Empfehlungen für einen mörderischen März, spüren den aktuellen Trends nach und beraten die Hörer bei kniffligen Krimifragen. Außerdem würdigen sie Donald E. Westlake (alias Richard Stark), einen der ganz Großen des Genres, der am letzten Tag des letzten Jahres die Krimi-Szene für immer verlassen hat. Moderation: Claudia Wiese
WDR 5 Hörerinnen und Hörer können sich unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800- 5678 555 oder per E-Mail: mordsberatung@wdr.de mit Fragen oder Anregungen an der Sendung beteiligen.
Ach ja, die Sendung! Sie kann gehört werden und zwar:
Sendung am Samstag, den 28. Februar 2009, 20:05 bis 22:00 Uhr auf WDR 5 ... hier

wdr5-krimi.jpg


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden sortiert die Krimilesungen und hört Die telefonische Mord(s)beratung ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 163 mit Kate Atkinsons "Lebenslügen" ...

Krimilady:
Henny Hidden fragt: Wem nützt es? Eine Kernfrage für Kriminalisten und Kommunisten gleichermaßen und in Uta-Maria Heims Kriminalroman "Wespennest" wird sie ziemlich oft gestellt ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und den Nominierungen für den Agatha 2008 ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Surplus Matter | The Unofficial Resource for Tom McCarthy ...

Spannungsromane:
amer mit Richard Aleas: TOD EINER STRIPPERIN ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Die politisch korrekten Krimi-12...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (sie denkt aber über Rex Stout und die New York Times nach) und Giorgione (der aber auf Thomas Klingenmaier und seine Besprechung von "Bunker" hinweist) ...



kirino-Teufelskind.jpg
Die Welt:
»Natsuo Kirino hegt ein Teufelskind«

Sehr kranke Literatur, würden wohl deutsche Krimileser bescheiden.
"Teufelskind" (Goldmann Verlag) heißt, nach "Die Umarmung des Todes", der zweite Schocker der gelernten Juristin Natsuo Kirino, Jahrgang 1951, die zum Schauderwohle ihrer weltweit längst großen Verstörungsliteraturgemeinde zum Krimi-Genre konvertiert ist.Aiko Matsushima wiederum lautet der Name ihrer Protagonistin in einem kruden Zweitling, der dem Leser mehr zivilisatorische Tabus auftischt, als sich ein Fernost-Vielfraß an einem noch so schnellen Sushi-Band einverleiben kann.

Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
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Mord und Ratschlag

Bei den atkinson-Lebensluegen.jpg Kollegen vom "Perlentaucher" erscheint die KrimiKolumne "Mord und Ratschlag". In der aktuellen Ausgabe:
Der Tod ist ein Meister aus Schottland:
Kräfte des Widerspruchs messen sich in "Im Zeichen des Widders" (Aufbau Verlag), dem gemeinsamen Werk von Krimiautorin Fred Vargas und Comiczeichner Edmond Baudoin. Und Kommissar Adamsberg ist auch dabei. Kate Atkinson zeigt in "Lebenslügen" (DroemerKnaur Verlag) ihre schwarze Seele. Und Herr Knörer hat gleich den dringenden Rat an alle, die mit gutem Grund Bücher, die aussehen, wie die deutschen Atkinson-Übersetzungen, hassen: Lassen Sie sich davon nicht täuschen! Schwarz ist die Seele dieser Autorin, finster ihr Blick auf die Welt.
Von Ekkehard Knörer ... mehr


textweb18.jpgtext und web: »Kriminelle Entwicklungen«

Dietmar Jacobsen hat neue Rezensionen ins Netz gestellt:

Heinrichs-leibrenten.jpgEmilie Heinrichs: "Leibrenten" ( ... Mit Emilie Heinrichs' (1823 - 1901) Roman aus dem Jahr 1866 eröffnet die Edition Köln ihr auf 10 Bände angelegtes Projekt einer Criminalbibliothek 1850 - 1933. Relativ kompromisslos wird der Nährboden beschrieben, aus dem die Verbrechen des bürgerlichen Zeitalters aufstiegen.)
smith-kolyma.jpgTom Rob Smith: "Kolyma" ( ... Garniert mit jeder Menge Action macht sich Rob Smith' Roman gemeinsam mit seinem Helden auf in die Welt der Verbannten. Vor den Augen des Lesers entfaltet sich tatsächlich ein Bild jener Jahre, in denen Leben und Freiheit des Einzelnen übergeordneten Ideen zum Opfer fielen.)
kiesbye-nebenan-ein-maedchenStefan Kiesbye: "Nebenan ein Mädchen" ( ... baut von der ersten Seite an eine geradezu unheimliche Atmosphäre auf. Kiesbye ist es auf gerade einmal 111 Seiten gelungen, das atemberaubende Portrait einer Gesellschaft zu zeichnen, in der die Verrohungen des Weltkriegs noch nachwirken.)
drvenkar-sorryZoran Drvenkar: "Sorry" (... ein Roman, der Gewalt als Bestandteil unseres Alltags behandelt, das WIE des Ganzen macht dieses Buch erst zu dem aus der Masse der deutschen Thrillerliteratur herausragenden Ereignis) ...


kulturzeitkulturzeit:connelly-echo-park-heyne-tb.jpg »Krimitipps«:

In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar unter dem Motto "Auf den Spuren eines Polizistenmordes":
Michael Connelly: "Echo Park" (Heyne Verlag). Meisterhaft webt Michael Connelly ein Netz aus Korruption, Hass und Lügen...
Simon Beckett: "Leichenblässe" (Wunderlich Verlag). In diesem Thriller holt Simon Beckett den Leser bei ihrer diffusen Angst vor dem Tod und ihrer immerwährend nagenden Neugierde ab - und macht ihn zum Detektiv mit Skalpell. ...
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Außerdem können Sie eines von fünf "Kunststück"-Krimi-Kartenspielen gewinnen, wenn Sie heute mitraten: Einsendeschluss 27. Februar 2009!


heinichen-die-ruhe-des-staerkeren 3sat: »Rufmord an einem Krimi-Autor«

In der norditalienischen Hafenstadt Triest lebt der deutsche Kriminalautor Veit Heinichen. Triest ist auch der Schauplatz seiner Kriminalromane. Sie mischen sich in die lokale Politik ein. Hat Veit Heinichen deshalb Feinde in Triest? In der Tageszeitung "Il Piccolo" ging Veit Heinichen am 21. Februar 2009 an die Öffentlichkeit. Der Kriminal-Autor steht im Mittelpunkt einer bizarren Rufmordkampagne.
Das Magazin "kulturzeit" hat mit ihm gesprochen ... mehr

heinichen-die-ruhe-des-staerkeren ORF: »Veit Heinichen im Gespräch«

Der deutsche Autor Veit Heinichen kam in den letzten Tagen in die Schlagzeilen. Er ist nämlich in die Öffentlichkeit gegangen, nachdem er seit mehr als einem Jahr das Ziel einer Rufmord-Kampagne ist. Seit 14 Monaten verfolgt ihn ein Unbekannter, der regelmäßig Verleumdungsbriefe an Behörden, Vereine, Geschäfte und Privatpersonen schreibt, um den Autor der Pädophilie zu bezichtigen. Vorwürfe, die von Behörden längst als haltlos bezeichnet wurden. Der Unbekannte macht anscheinend keine Fehler, bis jetzt fehlt jede Spur zu ihm. Veit Heinichen spricht von "enormen psychologischen Druck", der ihn daran hindere, zu schreiben. Trotzdem ist soeben sein neuester "Proteo Laurenti"- Roman "Die Ruhe des Stärkeren" (Zsolnay Verlag) erschienen.
In der Sendung "Kulturjournal" hat Wolfgang Popp hat mit ihm gesprochen ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können (9:44 min)


Kalender

John Dickson Carr
carr-john-dickson.jpg Am 27. Februar 1977 stirbt John Dickson Carr in Greenville, South Carolina (* 30. November 1906 in Uniontown, Pennsylvania).
In seinen über 80 Romanen nimmt Carr die Tradition seiner großen Vorbilder Conan Doyle und G. K. Chesterton anspielungsreich auf.
Bekannt machten ihn seine Romane um Verbrechen im verschlossenen Raum, die sogenannten "locked room mysteries". Er schrieb auch unter den Pseudonymen Carter Dickson, Carr Dickson und Roger Fairbairn.
Carr begeisterte sich seit seinen Aufenthalten in England und zahlreichen Reisen durch den Kontinent für das "alte" Europa, wo auch zahlreiche seiner Kriminalromane spielen.
Er studierte in Paris, lebte in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Marokko. Zeit seines Lebens war er ein starker Raucher und Trinker und in den letzten Jahren seines Lebens war er gesundheitlich stark angeschlagen und erkrankte schließlich an Lungenkrebs.
Infos:
wikipedia, krimi-couch, kaliber.38, kirjasto.sci.fi(engl.), jdcarr.com(engl.),

Donnerstag, 26. Februar 2009

Radio-tipp

»Zwischen Colt und Kochtopf«
Krimiautorinnen auf dem Vormarsch
Von Ingrid Müller-Münch


Donnerstag, 26. Januar 2009 | 12.05 bis 131.00 Uhr | WDR 5 Scala
Das waren noch Zeiten, als männliche Krimihelden von lasziven Frauen umgarnt wurden, einen kühlen Whisky in der Hand, die Füße lässig auf dem Schreibtisch. Schriftstellerinnen haben das Genre komplett umgekrempelt. Mit weiblichen Protagonisten, die mutig und unerschrocken sind, sorgen sie für Millionen Auflagen. Sara Paretzky, Liza Marklund oder Fred Vargas zählen längst zu den Klassikern des Genres. Auch Elizabeth George gehört dazu. Sie feiert heute ihren 60. Geburtstag. Die Krimis der Amerikanerin spielen allesamt in England und wurden mit unzähligen Preisen ausgezeichnet.
Scala forscht nach den Erfolgsrezepten und gratuliert Elizabeth George zum Geburtstag ... mehr
Die Sendung kann später auch als podcast gehört werden ...


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden teilt mit, dass Krimiautorin Elke Schwab morgen zum Litermont wandert ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl über die Rufmordattacke gegen Veit Heinichen, das rabenschwarze Drama "Kap der Finsternis" und Barry Eislers "Riskante Rückkehr" ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner hat diesmal Veranstaltungstipps im Angebot ...

krimileser:
Bernd Kochanowski findet es witzig, klug, visionär: "Nachtkrater" von Christine Lehmann ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und "Bunker" - Andrea Maria Schenkels drittem Streich...

NuT:
Joachim Linder über Homicide in Chicago 1870-1930: Am 25. Dezember 1925 verzeichnete die Polizei von Chicago drei Verkehrstote sowie ein Opfer einer Messerstecherei ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Qiu Xiaolong, der aus den bekannten Serienmörder-Mustern ein höchst gelungenes Stück Kriminalliteratur mache ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione (der was über die "Mörderischen Schwestern" weiß) ...



larsson-Bis-dein-Zorn-sich-legt Der Standard: »Das Wrack im See«

Asa Larssons Krimi "Bis dein Zorn sich legt" ist insofern originell, als sie den "Geist" des toten Mädchens die Ermittlungen beobachten lässt. Diese Einschübe sind jedoch knapp gehalten und verzichten auf esoterischen Klimbim.
Larsson macht auch beim Einfach-Schema von den ganz Guten und den ganz Bösen nicht mit; insgesamt ein interessanter Krimi, dessen zunächst seltsam klingender Titel aus dem Buch Hiob entliehen ist.
Von Ingeborg Sperl ... mehr



saviano-das-gegenteil-von-tod.jpgDie Zeit: »Die Kraft des Lebens«

Es wäre falsch, Roberto Saviano als Enthüllungsjournalisten zu bezeichnen. Nichts von dem, was er in Gomorrha geschrieben hat, musste enthüllt werden. Alles lag offen zutage. Savianos Bestseller hat unser Italienbild verändert. Wer "Gomorrha" gelesen hat, kann nicht mehr unbefangen von "bella Italia" schwärmen. "Das Gegenteil von Tod" (Hanser Verlag) heißt der schmale Band, den Saviano nun veröffentlicht hat. Zwei Erzählungen, 70 Seiten, mehr sind es nicht. Es ist in gewisser Weise die Fortschreibung von Gomorrha, dieselbe Düsternis, dieselbe Verwüstung, dieselbe Hoffnungslosigkeit, dieselbe blutige Rache – und doch ist in diesem Buch die Kraft des Lebens zu spüren, die auch unter den widrigsten Bedingungen nicht erlahmt.
Von Ulrich Ladurner ... mehr


schenkel-bunkerDie Zeit: »Amerikaner lieben es, wenn Blut fließt«

Andrea Maria Schenkel wurde bekannt durch ihre Bestseller "Tannöd" und "Kalteis". Ende Februar erscheint ihr neuer Roman. Schenkel hat das Buch in dieser Woche im Deutschen Haus der New York University vorgestellt.
Im Gespräch erzählt die Bestsellerautorin von Lesern in Deutschland und den USA
Die Fragen stellte Eva Schweitzer ... mehr

Wörtches Leichenberg

EDGARALLANPOESWELTDESSCHRECKENS_167 Es geht nicht immer schief, wenn ein "Hochliterat" sich an Kriminalliteratur versucht, meint Thomas Wörtche in seiner Kolumne "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", nachzulesen bei den Kollegen von "kaliber. 38". smith-kap-der-finsternis Bei dem kanadischen Schriftsteller Trevor Ferguson, der als John Farrow schon immerhin vor 10 Jahren mit "City of Ice" einen kapitalen Thriller geschrieben habe, sei es auch mit "Eishauch" (Knaur TB) sehr gut gegangen. Brutaler, niederträchtiger, scheußlicher gehe es dagegen in Roger Smiths Roman "Kap der Finsternis" (Tropen/Klett-Cotta) zu: ein Buch über Scheußlichkeiten. Beeindruckend! Beeindruckend sei auch der kriminalliterarische Drive argentinischer Autoren, wie im bitter-bizarren und grotesken Thriller "Der Venusmörder" (Piper) von Carlos Balmaceda oder im grandios beherrschten Roman "Zurück nach Lanús" (Suhrkamp) von Sergio Olguín. Und die bis dato schönste Hommage an Poe komme aus einer Ecke, über die er sich vermutlich doch gefreut hätte: Aus der Trash-Ecke: "Welt des Schreckens - Edgar Allan Poe", ein allerliebstes, blutriefendes Comic-Album, gezeichnet von Richard Corben, geplottet und getextet von Rich Margopoulos (Panini) ... hier


Kalender

Elizabeth George
Elizabeth George Am 26. Februar 1949 wird Elizabeth George in Warren, Ohio geboren und feiert heute ihren 60.Geburtstag.
Sie wuchs in Kalifornien auf, studierte Englisch, arbeitete als Englischlehrerin und machte nebenher noch einen Abschluss in Psychologie. Nach Lehrtätigkeiten an Universitäten in den USA, Kanada und Großbritannien, insbesondere zum Thema "Creative Writing", lebt sie mittlerweile auf einer Insel vor Seattle im US-Bundesstaat Washington.
Elizabeth George wurde durch ihre Inspector-Lynley-Romane, die um einen adeligen Kriminalkommissar und seine aus proletarischen Verhältnissen stammende Assistentin Barbara Havers kreisen, bekannt. Die Amerikanerin lässt ihre Romane in Großbritannien spielen und wählt hierfür vielfach "typisch englische" Schauplätze und Anknüpfungspunkte (traditionsreiches Elite-Internat, Universität Cambridge, Umfeld eines Cricket-Stars), ohne in die landläufig damit verbundenen Klischees abzugleiten.
Info:
Deutsche Webseite , Krimi-Couch , wikipedia, Der Spiegel, Random House , .youtube.com, youtube 2

Mittwoch, 25. Februar 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit einem Überblick über Interviews, die Andrea Maria Schenkel des neuen Krimis "Bunker" im Vorfeld gegeben hat ...

krimileser:
Bernd Kochanowski wiederum verweist auf ein Interview mit Georges Simenon ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und von wegem Altem Scheiß? Frank Göhres "Abwärts": als Film ist es einer der wenigen deutschen Genrefilme, die auch noch gelungen sind ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers hält den aktuell erschienene Roman von Ryu Murakami für ein alptraumhaftes Kammerspiel, kalt, steril und von verstörender Gewalt ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Surplus Matter | The Unofficial Resource for Tom McCarthy & Caligari: Jörg Hackfurth über Claudio Biedermann und Christian Stiegler (Hgg.): Horror und Ästhetik ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Binnenangebot an Interpretationsmöglichkeiten als das Hauptcharakteristikum herkömmlicher Kriminalliteratur ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (sie liest aber Tony Hillerman) und Giorgione ...




kadewe.jpg kaliber. 38: »Mission Possible im KaDeWe«

Komplizierte Einbrüche mit diversen technischen gadgets, wie jüngst der Klunker-Klau im Konsumtempel KaDeWe, sind sexy und elektrisieren die Öffentlichkeit. Das ist der Stoff, aus dem feine Bücher (und Filme) entstehen. Wie weit taugt der Berliner Coup tatsächlich für eine abgezockte urbane caper novel? Literarisch hieße das Subgenre "caper novel".
Von Thomas Wörtche ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung!In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Harvey-Verfuehrung-zum-tod.jpg Mörder sucht einsame Herzen:
"Verführung zum Tod" (dtv ) ist der Auftakt einer Romanserie um den sympathischen Ermittler Charlie Resnick, mit der sich John Harvey in die Spitze der britischen Kriminalliteratur geschrieben hat. Hierzulande waren die Resnick-Romane vergriffen und Harvey wurde erst durch seine neue Reihe um den Ex-Polizisten Frank Elder bekannt.
Von Horst Eckert ... mehr


wagner-im-winter-loewenWDR 2:
»Sie seien magisch«

Jan Costin Wagner hat bisher fünf Romane geschrieben. Drei davon sind Krimis um den finnischen Kommissar Kimmo Joentaa. "Im Winter der Löwen" (Eichborn Verlag) ist der dritte Krimi aus dieser Reihe. Und auch hier halte Wagner die Leser mit seiner feinen, vorsichtigen Art zu schreiben gefangen. Er gebe den Rhythmus vor und der bedeute: langsam lesen, damit die Feinheiten nicht verloren gehen.
Meint Christine Westermann, die eigentlich keine leidenschaftliche Krimileserin ist, aber sagt, dass der der Stil des Autors sie beeindruckt habe ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch anhören können ...


schorlau-brennende-Kaelte.jpgHR:
»Verschwörungsdetektiv«

Ein berühmter Kollege hatte Wolfgang Schorlau dringend abgeraten, einen Privatdetektiv zum Helden seiner Kriminalromane zu machen: das liefe in Deutschland nicht. Inzwischen ist Schorlaus Serienheld Georg Dengler, Privatermittler und ehemaliger BKA-Fahnder, eine der spannendsten Figuren der deutschen Krimiszene. Vor allem, weil er in Fällen ermittelt, die ganz nah dran sind an der globalisierten bundesrepublikanischen Wirklichkeit
Wie er zu seinen Stoffen kommt und warum das alles mit Westernheftchen anfing, erzählt Wolfgang Schorlau in der Sendung "Doppel-Kopf" mit Ruth Fühner ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch anhören können. Und zwar ... hier


heinichen-die-ruhe-des-staerkeren Die Welt: »Veit Heinichen wehrt sich gegen eine Kampagne«

Gerade ist Veit Heinichens neuer Kriminalroman ausgeliefert worden. "Die Ruhe des Stärkeren" (Zsolnay Verlag), der sechste Fall für Commissario Proteo Laurenti, handelt neuerlich von dunklen Machenschaften in der Grenzregion um die italienische Hafenstadt Triest.
Dass der Wahl-Triestiner Heinichen keine heißen Eisen scheut, hat ihm nicht nur Freunde eingetragen. Dass er sich regelrecht Feinde gemacht haben muss, belegt ein Beitrag, den er in der Triestiner Zeitung "Il Piccolo" veröffentlichte. Der Text, in dem Heinichen erstmals von einer Denunziationskampagne gegen ihn berichtet, legt den Schluss nahe, dass die Wirklichkeit des deutschen Romanciers seit Januar 2008 reicher an Angst und Bedrohungen gewesen sein muss als seine literarischen Fiktionen.
Nun sind die Behörden gemeinsam mit dem Autor in die Offensive gegangen und haben im Triestiner Lokalblatt "Il piccolo" den Albtraum eines Autors, der aus einem von Heinichens Büchern zu stammen scheint, öffentlich gemacht.
Von Hendrik Werner ... mehr

heinichen-die-ruhe-des-staerkeren Deutschlandradio: »Das Lachen verging mir dann relativ schnell«

Der in Triest lebende Autor Veit Heinichen wird seit gut einem Jahr von einem anonymen Briefeschreiber verleumdet. Er sei ein Pädophiler, der aus Deutschland nach Italien geflohen sei, so der Vorwurf. Wenn man so einen Brief bekomme, könne man sich zunächst nicht ausmalen, was da noch komme, sagt Heinichen, dessen Romane um Kommissar Laurenti Bestseller geworden sind ... mehr
Den vollständigen Beitrag können Sie mindestens bis zum 24. Juli 2009 im Audio-on-demand-Angebot des Senders nachhören ... mehr


beynon-rees-Ein-Grab-in-Gazaliterature.de:
»Schnipseljagd in Hamastan«

Die palästinensische Gesellschaft steht in einem permanenten Krieg mit sich selbst. Das ungeschriebene Gesetz dabei lautet, dass keine Untat für sich allein existiert. Dies muss auch Omar Jussuf in seinem zweiten Fall feststellen, in dem er sich durch den Filz der palästinensischen Schattenwelt kämpft.Matt Beynon Rees versetzt den Leser in seinem zweiten Nahostkrimi "Ein Grab in Gaza. Omar Jussufs zweiter Fall" (C.H.Beck Verlag) zurück in die Zeit dieses Bruderkampfes. Der Alltag Gazas ist geprägt von brutalen Milizionären, korrupten Polizisten und eigensinnigen Regierungsbeamten, von denen jeder einzelne sein eigenes Heil im Verbrechen sucht. Mitschwimmen heißt die Devise in den Fluten des Übels. Wer allerdings hofft, in Rees’ Roman etwas über das aktuelle Gaza lernen zu können, weiß nicht, wie schnell im Nahen Osten die Uhren ticken.
Von Thomas Hummitzsch .... mehr
Der Beitrag kann in einer gekürzten Form auch als podcast gehört werden .... mehr

Vermischtes


»Warte noch ein Weilchen«
Es ist sechs Jahre her, dass Dan Brown und "The Da Vinci Code" den internationalen Buchmarkt im Sturm erobert haben. Seither warten seine Verleger und die Fangemeinde auf den Nachfolger. Doch jetzt verdichten sich die Anzeichen auf einen neuen Roman des Bestseller-Autors, meldet das Fachmagazin. Buchreport


sallis-deine-augen-hat-der-tod.jpgsatt.org: »Kommen wird der Tod, und er wird deine Augen haben«:

Ein ungewöhnlicher Thriller: "Deine Augen hat der Tod" (Liebeskind Verlag) von James Sallis ist poetisch und rasant, fesselnd und beklemmend. Gleichzeitig auch eine Würdigung Cesare Paveses, eines seiner letzten Gedichte klingt im Titel an. Sallis' Sprache ist lakonisch, knapp, spröde, beinah brüchig, wie die Identitäten, wie der Zusammenhang von Gegenwart und Vergangenheit, den er formt.
Kirsten Reimers in der neunzehnten Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" ... mehr

slaughter-Verstummtsatt.org: »Gemetzel mit Mission?«:

"Verstummt" (Blanvalet Verlag): Vergewaltigte Mädchen, denen die Zunge herausgebissen wurde, eine ermordete Prostituierte, die in grotesker Stellung in einer Blutlache vor ihrer Haustür gefunden wird. Missbrauch, Drogen, von Gewalt gezeichnete und zerstörte Leiber und Leben – Karin Slaughter schreibt keine Thriller für Menschen mit schwachem Magen. Sie erhebt den Anspruch, mit ihren Büchern auf soziale Missstände hinzuweisen. Aber auf welche?
Kirsten Reimers in der zwanzigsten Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" ... mehr

woertche-Das-Moerderische-neben-dem-Leben.jpgsatt.org: »Gute Kriminalliteratur hat zu schmutzen, zu ätzen, zu spotten und zu speien«:

Kriminalliteratur ist weltweit die meistgelesene Literatur und gleichzeitig die Literatur, die am wenigsten ernst genommen wird – als Literatur. Doch zum Glück gibt es Thomas Wörtche. Seit Jahrzehnten reflektiert und urteilt der Krimipapst über Krimis und Kriminalliteratur. Nun sind mit "Das Mörderische neben dem Leben. Ein Wegbegleiter durch die aktuelle Krimiwelt" (Libelle Verlag) erstmals Aufsätze, Artikel, Vorträge aus rund fünfzehn Jahren erschienen.
Kirsten Reimers in der einundzwanzigsten Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" ... mehr

Dienstag, 24. Februar 2009

Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski über "The Colour of Blood" von Declan Hughes: die zweite Geschichte mit dem Privatdetektiv Ed Loy, der sein Handwerk in den USA erlernte und dessen Job in Irland so neu ist, dass er noch nicht einmal eine Lizenz erwerben kann, denn diese gibt es in im Hughes’ Irland nicht ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Robert Markham). Und mit der Erklärung für sich mehrende Fehler in Büchern ...

NuT:
Joachim Linder über "The Lincoln Myth". Im Ticker: Horror und Ästhetik (2008) und "The Top 50 Detective Blogs" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph fragt sich, Die Krise auch bei den Käufern und Lesern von Kriminalromanen angekommen sei ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...




maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-und-die-schrecklichen-Kinder »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Vierundvierzigste Folge: "Maigret und die Kinder".
Kinder, natürlich wieder Kinder, und hier machen sie sich sogar im Titel breit. Dies allerdings ist eine Zugabe der Übersetzer. Im Original heißt das Buch schön doppeldeutig "Maigret à l'école". Und das trifft die Sache eigentlich sehr gut.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


heinichen-die-ruhe-des-staerkeren FAZ: »Ein Triester Krimi: Rufmord«

Der deutsche Schriftsteller Veit Heinichen ist an seinem Wohnort Triest zum Opfer einer Rufmordkampagne geworden. Heinichen hat mit seinen Proteo-Laurenti-Krimis, die auch fürs Fernsehen verfilmt wurden, in Deutschland und Italien Bestseller geschrieben. Im Auftrag der Polizei hatte der Autor über viele Dutzende von anonymen Briefen schweigen müssen, die ihn seit Januar vergangenen Jahres in Triest bei Behörden, Vereinen, Geschäfts- und Privatleuten als vermeintlichen Päderasten verleumdeten.
Nun sind die Behörden gemeinsam mit dem Autor in die Offensive gegangen und haben im Triestiner Lokalblatt "Il piccolo" den Albtraum eines Autors, der aus einem von Heinichens Büchern zu stammen scheint, öffentlich gemacht.
Von Dirk Schümer ... mehr



martinez-der-langsame-tod-der-luciana-b.jpgNeue Zürcher: »Betrug, Verachtung, Hass und Mord«

Buenos Aires, der Moloch am Silberfluss, scheint günstiger Nährboden für eine besondere Art Belletristik: wild und phantastisch wie die Stadt, wobei das Phantastische, das bedrückend Wunderbare unmerklich aus dem Alltäglichen wächst. Eigensinnige Autoren haben die Art Literatur zu einem Markenzeichen der Metropole werden lassen: Borges, Cortázar und Bioy Casares, Roberto Arlt, César Aira, Ricardo Piglia . . . Guillermo Martínez – geboren 1962, seit 1985 in Buenos Aires daheim – geht in ihrer Spur. Mit "Der langsame Tod der Luciana B." (Eichborn Verlag) schrieb er einen sehr argentinischen Krimi.
Von Uwe Stolzmann ...
mehr


Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Februar-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
rankin-ein-rest-von-schuldRätsel abgelöst: Ian Rankin lässt John Rebus im Krimi "Ein Rest von Schuld" seinen letzten Fall lösen
Von Walter Delabar

Rausch-Meet-the-MonsterTod im Wedding:Roman Rausch schickt den "Türken-Schlitzer" in den Berliner Wedding ...
Von Peter Delabar

ani-der-verschwundene-gastIn Beiläufigkeiten verzettelt: In seinem Krimi "Der verschwundene Gast" lässt Friedrich Ani lässt einen Verschwundenen suchen ...
Von Peter Delabar

jaumann-Geiers-MahlzeitGeiers Mahlzeit: Bernhard Jaumann seziert den "Ich"-Begriff und stellt fest: Niemand ist unersetzlich ...
Von Peter Delabar

kabelka-duenne-haut.jpgMorbide Randexistenz: Franz Kabelka schickt seinen dünnhäutigen Ermittler auf einen gefährlichen Psychotrip ...
Von Jörg von Bilavsky

harvey-Schlaf-nicht-zu-lange.jpgMamas Liebling: John Harveys Thriller "Schlaf nicht zu lange" handelt von einem, den seine Mami zu sehr lieb hatte ...
Von Walter Delabar

collins-der-bestseller-mord.jpgDer Autor als Mörder: Michael Collins bewegt sich im akademischen Milieu ...
Von Walter Delabar

steinfest-mariaschwarz.jpgVon Löchern in der Wand: Heinrich Steinfests Krimi "Mariaschwarz" sorgt sich um den Zusammenhalt der Welt ...
Von Walter Delabar


Montag, 23. Februar 2009

Tärä!

karneval.jpeg Da heute ein großer rheinischer Feiertag vollzogen wird, sieht sich die ausschließlich rheinisch besetzte Redaktion der Alligatorpapiere gezwungen, aus Solidarität mit hunderttausenden aufopferungsvoll feiernden Mitmenschen ihre Tätigkeit einzustellen und die Arbeit niederzulegen. Die Redaktion ist nach Niederschrift dieser Zeilen konfettibewaffnet auf den Straßen unterwegs und nicht in der Lage, die kriminellen Nachrichten aus den ernsthafteren Gegenden des Landes und der Nachbarländer zu filtern ...

Ein wenig lassen wir Ihnen zum Lesen da, alles andere folgt, wie der unvemeidliche Kater, morgen früh ...


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht und Barbara Keller hat Ilkka Remes' "Das Erbe des Bösen" und "Hochzeitsflug" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit einem Überblick über die Krimifestivals des Jahres ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: mit einem Geburtstagsvideopodcast ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über britische Bestenlisten im Krimibereich ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einem neuen Titel von Lawrence Block bei Hard Case Crime. Für Lawrence-Block-Fans sei "Killing Castro" natürlich eine willkommene Ergänzung. Aber übersetzt werden müsse "Killing Castro" wirklich nicht....

NuT:
Joachim Linder über le journal, la muraille, le visage: die Medien des Verbrechens ...

Spannungsromane:
amer mit Ken Bruen: ABGEBRANNT ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph findet eine CD mit acht klassischen Kriminalreportagen von Pieke Biermann! Und einen Karnevalskiller. Aus den Abgründen eines alten Kriminalisten ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...




posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:

Tobias Gohlis' mit einem Klassikercheck zu E.A. Poe, der ein Meister des Effekts war, dem die einheitliche Wirkung eines Kunstwerks alles war. Genie, darin wurde man sich immer einiger. Ein Genie. Worin aber seine Genialität bestand, wird immer wieder neu gedeutet werden.
mehr.

In der Reihe der persönlicher Einschätzungen des Jubilars, die sich bis zum Ende des Poe-Jahres im Oktober erstrecken wird, stellt Dieter Paul Rudolph seinen E.A. Poe vor, den Erfinder der Detektivgeschichte. Ja, aber anders. Erfinder des 19. Jahrhunderts? Das vor allem.
mehr.

Tina Manske antwortet auf den letzten Kopfschuss von Uta-Maria Heim über Oliver Maria Schmitts Buch "Der beste Roman aller Zeiten". Wird es ein anderes Buch, wenn man es anders liest? ...
mehr

Christine Lehmann liefert ein explosives Stück Sach- und Warenkunde: 4. Lieferung - Kleine Kriminalistik für Krimis: Wie sprengt man einen Gastank?
mehr.

Die Chen-Saga von Qiu Xiaolong wird immer üppiger. Aber im Gegensatz zu dem modischen Trend, noch die letzte Ecke der Welt mit überflüssigen Kriminalhandlungen zu quälen, weiß Qiu Xiaolong auch in "Blut und rote Seide" , wovon er erzählt, meint Frank Barsch.
mehr.

Nicht alle Kriminalromane, die "in-locations" haben, taugen etwas.
Susanna Mende ist mit Angela Savages "Nachtmarktauf" so eines gestoßen.
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Mit Kevin Lewis' "Jagd auf Frankie" sind wir mittendrin in einer Story, die vor Klischees nur so strotzt, aber auch ihre durchaus anrührenden bis zutiefst trivialen Momente hat. Das liest sich zwar nett, aber so wirklich spannend ist es dann auch nicht, findet Beate Mainka.
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Das Gedicht ist heute nicht ganz exakt eines, aber ein Juwel erzählerischer und moralischer Lakonie:
"Tawast-Bauer" von Carl von Linné.
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krimi-couch-podcast.jpgKrimi-Couch: »Wie er schreibt ist nicht normal: TV-Podcast mit Simon Beckett«

Simon Beckett (geb. 1968) versuchte sich nach Abschluss eines Englischstudiums als Immobilienhändler, lehrte Spanisch und war Schlagzeuger. Der Brite über seine David-Hunter-Romane wie "Leichenblässe", die Mixtur amerikanischer wie britischer Krimitradition und darüber, warum das Autorendasein alles andere als eine normale Beschäftigung ist. Ein Gespräch mit Lars Schafft ...mehr


Februar-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
Peter James im Gespräch
Die "fünften Jahreszeit", der Karneval. Krimi-Couch hat sich umgeschaut, ob es nicht den ein oder anderen Jeck gibt, der das bunte Treiben im Krimi thematisiert hat. Außerdem die Gewinner des Deutschen Krimi Preises und die Jahresauswertung der KrimiWelt-Bestenliste. Last but not least stand Peter James, Autor von Thrillern wie "Stirb ewig" oder "Stirb schön", Rede und Antwort zu seinem neuesten Roman.
Der Podcast (32:48 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr

Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!


Freitag, 20. Februar 2009

Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Barry Eisler: Der eiskalte Killer John Rain entwickelt in Barry Eislers neuem Roman "Riskante Rückkehr" Vatergefühle. ...

NuT:
Joachim Linder ist zur Zeit nicht erreichbar ...

Spannungsromane:
amer über Donald Westlake: MAFIATOD und DER STEIN DER PHARAONEN von William Dietrich ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat Pause ...

Auch die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella ...



kirino-TeufelskindTagesspiegel: »Durchgeknallte Serienmörderin«:

Die japanische Schrifstellerin Natsuo Kirino kennt kein Erbarmen mehr. In ihrem Roman "Die Umarmung des Todes" hatte sie bereits genüsslich beschrieben, wie eine frustrierte Fabrikarbeiterin ihren Mann erwürgt und die Leiche mit einigen Kolleginnen fein säuberlich zerlegt und in einem Müllsack entsorgt. In "Teufelskind" (Goldmann Verlag) lässt sie nun gleich zu Beginn eine ältere Dame und zwei weitere Menschen in Flammen aufgehen und verbigt unter der grausamen Oberfläche dieses vermeintlichen Psychothrillers einen düsteren Bericht aus der Mitte der japanischen Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts.
Kolja Mensing in seiner Kolumne "VerbrecherJagd" ... mehr


saviano-das-gegenteil-von-tod.jpgSZ Mediathek: »Neapel trägt Schwarz«

"Das Gegenteil von Tod", Il contrario della morte: Der Titel des neuen Buchs von Roberto Saviano ist ein Vers aus einer neapolitanischen Kanzone, einer jener ans Herz rührenden Lieder im schmelzend-melancholischen Saudade-Ton, wie er charakteristisch ist für das Lebensgefühl in der Stadt. Um Liebe und Tod geht es, und von Liebe und Tod handelt auch das neue Buch von Roberto Saviano: "Das Gegenteil von Tod" (Hanser Verlag). Vor allem aber handelt es von jener irrationalen Hoffnung auf ein Morgen, von der nicht nur der ungestüme Liebhaber der Kanzone weiß, dass sie trügerisch ist. Morgen: das ist nicht Chance, das ist Illusion.
Von Dieter Richter ... mehr

saviano-das-gegenteil-von-tod.jpgORF: »Italienisches Sittengemälde«

Gerade einmal 70 groß bedruckte Seiten umfasst Roberto Savianos neues Buch "Das Gegenteil von Tod" (Hanser Verlag). Zwei kurze Texte über den Süden Italiens beinhaltet es, die das Leben derer beschreiben, die dem Elend, in das sie hineingeboren wurden, auf legale Weise zu entgehen versuchen. Irgendwo zwischen Reportage, Essay und Kurzgeschichte hat Saviano seine Texte angesiedelt. Vor allem in der zweiten Geschichte verbindet er journalistische Recherche und handwerkliche Präzision mit ungeheurem literarischen Talent. So dünn dieses Buch auch ist, der Eindruck, den es hinterlässt, ist groß.
Von Gerhard Pretting ... mehr

saviano-das-gegenteil-von-tod.jpgARD: »Im Fadenkreuz der Mafia«

Er ist noch keine 30 Jahre alt und muss täglich um sein Leben fürchten: Mit seinem ersten Buch "Gomorrha" hat er sich die Mafia zum Feind gemacht. Jetzt legt Roberto Saviano nach und schreibt über die Jugend in Süditalien, die versucht, ohne Mafia zu überleben. Mit "Das Gegenteil von Tod" (Hanser Verlag) bohrt er erneut in Italiens Wunden, erzählt von der unterentwickelten Welt des Südens. Aber diesmal geht es nicht um die Camorra selbst, sondern um die jungen Männer, die ohne Mafia versuchen zu überleben. Doch gerade deshalb riskieren sie auch ihr Leben, weil ihr Ausweg heißt: als Soldat in die Krisengebiete.
Andreas Lueg sprach mit dem Autor für das Kulturmagazin "titel thesen temperamente" ... mehr
Ein Beitrag, den Sie in der ARD-Mediathek auch sehen können (4.44 min)


heinichen-die-ruhe-des-staerkeren ORF: »Dinge, die man gar nicht wissen will «

Veit Heinichen zählt zu den erfolgreichsten deutschen Krimiautoren. Seine Proteo Laurenti - Bücher wurden mittlerweile auch mit Henry Hübchen in der Hauptrolle fürs Fernsehen verfilmt. Jetzt ist der mittlerweile sechste Fall seines Triestiner Commissarios erschienen. Der Titel: "Die Ruhe des Stärkeren" (Zsolnay Verlag).
Heinichen folgt nicht dem herkömmlichen Strickmuster der Kriminalliteratur. Er klebt nicht an seinem Commissario, sondern wechselt immer wieder die Seiten und Perspektiven. Da dürfen auch die Übeltäter sympathische Hobbys und Spleens haben. An Schwarz-Weiß-Malerei glaubt er, bei den Erfahrungen, die er gemacht hat, schon lange nicht mehr. Eher geht es ihm darum, die Grauzonen der menschlichen Psyche auszuleuchten.
Von Wolfgang Popp ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können (2.19 min)



kabelka-duenne-haut.jpgORF: »Unliebsame Überraschungen«

Major Ender beschließt, seinem besten Ermittler eine Auszeit nahezulegen. Am besten in einer psychosomatischen Klinik. Wenn's sein muss, sogar in Bayern, wo nicht jeder den depressiven Hagen gleich erkennt. Doch hinter der wohlgeformten Fassade der Klinik lauern Erpressung und Vergewaltigung. Franz Kabelkas Roman "Dünne Haut" (Haymon Verlag) ist mehr als ein konventioneller Krimi. Kabelka liefert genauso gut einen kritischen Heimatroman, ein Psychodrama, ein Panorama Vorarlberger Befindlichkeiten – und das mit reichlich trockenem Humor.
Von Ingrid Bertel ...
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zeindler-das-sargbukett.jpgStuttgarter Zeitung: »Freiberufler, Schnüffelomas und Ferienhausgräber«:

Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der Februar-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
David Hewson ("Das zweite Leben"), Richard Stark ("Keiner rennt für immer"), Sabine Thiesler ("Die Totengräberin"), Dan Kavanagh ("Duffy") und Peter Zeindler ("Das Sargbukett") ... mehr


cushing-holmes BR: »Mit Köpfchen und Kinnhaken: Meisterdetektive«

Sherlock Holmes, Miss Marple, Philip Marlowe, Nick Charles: vier verschiedene Charaktere, die alle völlig unterschiedlich ermitteln. So verschieden auch die Methodik, eines haben diese drei trotzdem gemeinsam: Wo sie sich ans Werk machen, bleibt kein Verbrecher ungestraft.
Als Edgar Allan Poe seinen Auguste Dupin 1841 "Die Morde in der Rue Morgue" aufklären ließ, legte er den Grundstein für ein ganzes literarisches Genre: den Kriminalroman. Und er lieferte auch gleich eine Art Vorlage für den Helden dieses Genres mit, nämlich den Detektiv.
Ein Beitrag über Meisterdetektive mit Links, Bildern, Sendungsvorschauen ... mehr


xialong-Blut-und -rote-Seide.jpg Musenblätter: »Die Schatten der Vergangenheit«

Das Krimi-Genre boomt. Dabei läßt sich der deutsche Krimi-Liebhaber offenbar gerne gedanklich in fremde Länder entführen, in denen das Verbrechen von charismatischen Kommissaren bekämpft wird. Auch ein Chinese hat die Szene betreten, nämlich Oberinspektor Chen Cao aus Shanghai, der bereits seinen fünften Fall auf dem deutschsprachigen Büchermarkt lösen darf. Da zeigen manche anderen Kommissare bereits Abnutzungserscheinungen; "Blut und rote Seide" (Zsolnay Verlag) aber ist ein ebenso raffinierter wie lesenswerter Fall.
Von Stefan Schmöe ... mehr


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-hat-angst.jpg »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Zweiundvierzigste Folge: "Maigret hat Angst".
Nein, ich will gar nicht wissen, wie Simenon es mit der Ehe hielt (seine Biographie lese ich dann, wenn der Marathon zu Ende ist), aber wollte man nur von diesem Buch aus eine Meinung des Autors vermuten, dann ergäbe sich ein finsteres Bild.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr

simenon-hier-irrt-maigret.jpg Dreiundvierzigste Folge: "Hier irrt Maigret".
e nun, warum sollte ausgerechnet Maigret nicht einen kleinen Aberglauben pflegen, wenn er ans Ermitteln geht. Seiner ist wenigstens originell - wenn auch andererseits nicht schrecklich überraschend, wenn man den Kommissar etwas besser kennt
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


Im karnevalistischen Trubel gestern vergessen, heute nachgereicht: die Erinnerung an einen großen amerikanischen Schriftsteller:


Ross Thomas
thomas-ross.jpg
Am 19. Februar 1926 wird Ross Thomas in Oklahoma City geboren († 18. Dezember 1995 in Santa Monica, Kalifornien).
Ross Thomas beginnt seine Laufbahn als Journalist und Reporter, ist später politischer Berater und Mitorganisator von Wahlkämpfen. In den fünfziger Jahren baut er in Bonn das deutsche AFN-Büro auf, arbeitete danach für verschiedene Organisationen. Mit 40 schreibt er seinen ersten Roman "The Cold War Swap", für den er den Edgar-Allan-Poe-Preis erhält. 1986, 1987, 1990 und 1996 erhält er den Deutschen Krimi-Preis. Bis zu seinem Tod 1995 entstehen, auch unter seinem Pseudonym Oliver Bleeck, insgesamt 25, meist politische Kriminalromane, die neben den Werken von Eric Ambler, Graham Greene und John le Carré zum Besten des Genres zählen.
Infos:
wikipedia, kaliber.38, krimi-couch, Gerd Schäfer, Alexander Verlag, Telepolis, Roger L. Simon (engl., pdf), Fantastic Fiction (engl.), Boston Globe (engl.), Mystery News (engl.), Mystery Ink (engl.)



Donnerstag, 19. Februar 2009

schmauchspuren-rot-246x339.gif Die Krimikolumne von Peter Hiess.
hiess-peter-smoke.jpg Wir präsentieren Ihnen heuer die No. 21

thomas-am-rand-der-welt.jpgKluge Krimis, noch klügere Bücher über Krimis, weniger kluge Übersetzungsfehler - und natürlich das geliebte Pulp-Programm: Peter Hiess präsentiert neue Spannungsliteratur …
Peter Hiess zu Büchern von Max Allan Collins ("Deadly Beloved"), Lawrence Block ("A Diet of Treacle"), Ross Thomas ("Am Rand der Welt"), Thomas Wörtche ("Das Mörderische neben dem Leben "), James Sallis ("Deine Augen hat der Tod") und Mark T. Sullivan ("Limit") ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden teilt mit, dass Frauen vornehmlich ihren Intimpartner töten. Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte weiss, wie und warum Frauen zu Mörderinnen werden ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Die Flüchtige" von Karin Alvtegen. Im Jahr 2000 erschien "Die Flüchtige" in Schweden, 2001 kam die deutsche Übersetzung und letztes Jahr wurde das Buch auch in den USA auf dem Markt gebracht. Offenbar mit Erfolg, während bei uns das Buch derzeit neu nicht mehr verfügbar ist, ist es dieses Jahr in den USA für den Edgar nominiert. ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Duane Swierczynskis "Cable" oder Der Einzelkämpfer als Babysitter ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "From Jack the Ripper to Jack the Stripper": truecrimelibrary (via Laura James) ...

Spannungsromane:
amer über Klosett Room Story (Das erste Tief-Ost Hörbuch) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Tracy Gilpin: "Stunde der Buße" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella ...



murakami-piercing taz: »Crime Scene: Literatur der großen Schmerzen«

Die einprägsamste Szene ist wahrscheinlich jene, in der die Frau, die Hände mit dem Kabel der Espressomaschine gefesselt, Letztere hinter sich herschleift, während sie sich über den Boden wälzt, um dem Mann zu entkommen. Dazu muss gesagt werden: Ryu Murakami ist kein Splatter-Autor, auch wenn er - als Schriftsteller und als Filmemacher - hemmungslos Bilder der Gewalt benutzt, um psychische Verwundungen kenntlich zu machen. Wie jetzt in "Piercing" (Liebeskind Verlag) spielen extreme S/M-Praktiken eine Hauptrolle in der Handlung.
Murakami inszeniert Gewalt nicht um ihrer selbst willen, sondern als Bild für den Horror des Lebens an sich.
Von Katharina Granzin ... mehr


arjouni-der-heilige-eddy Die Zeit: »Früher der Mord, jetzt das Leben«

Eine inzwischen ziemlich imposante Liste von Veröffentlichungen seit dem Jahr 1985, in dem sein erster Krimi "Happy Birthday, Türke" erschien, hat der wahlweise in Berlin und Südfrankreich lebende Schriftsteller Jakob Arjouni vorzuweisen. Nun ist wieder etwas Neues da, der Roman "Der heilige Eddy" (Diogenes Verlag), Arjounis neuntes Buch. 246 schwebend leicht inszenierte Seiten deutscher Screwball-Prosa, die sich lesen wie ein Film in Worten: temporeich und lustig. Arjouni entrollt die Geschichte des Berliner Kleinkriminellen Eddy Stein, der sich mit seinem begrenzten Repertoire kleinerer Trickbetrügereien mehr schlecht als recht über Wasser hält. Liebesgeschichte, Räuberpistole, Berlinroman: ein hinreißendes Gaunerbuch. Von Peter Henning ... mehr

arjouni-der-heilige-eddy Tagesspiegel: »Dumm von der Seite«

Leichen sind eigentlich nicht seine Liga. Ein gepflegter Trickdiebstahl oder ein hübscher Kreditkartenmissbrauch – immer gerne. Doch für mehr ist Eddy Stein nicht zu haben. Wie es Stein in einer aberwitzigen Aktion gelingt, den toten Unternehmer an seinen vor dem Haus postierten Bodyguards vorbeizuschmuggeln, ist einer der Höhepunkte von Jakob Arjounis neuem Roman. Der mit seinen in Frankfurt spielenden Kemal-Kayankaya-Krimis bekannt gewordene Autor hat das Talent, solchen Szenen eine geradezu filmische Anschaulichkeit zu geben.
Jakob Arjounis Kreuzberg-Krimi "Der heilige Eddy" (Diogenes Verlag) - Der mit seinen in Frankfurt spielenden Kemal-Kayankaya-Krimis bekannt gewordene Autor hat das Talent, aberwitzigen Szenen eine geradezu filmische Anschaulichkeit zu geben. Doch ganz kriegt er die erzählerische Kurve nicht hin.
Von Nadine Lange ... mehr


beckett-Leichenblaesse.jpgStern: »Literatur mit Leichensezierung«:

Seine Thriller-Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter verkaufte sich über zwei Millionen Mal. Auch in seinem neuen Thriller "Leichenblässe" (Rowohlt Verlag gibt Simon Beckett seinem Ermittler Dr. David Hunter wieder Rätsel auf. Was ist eigentlich dran an Simon Becketts Krimis, die auf den ersten Blick nach dem klassischen "Whodunit"-Prinzip zu funktionieren scheinen? stern.de seziert "Leichenblässe", "Kalte Asche" und "Die Chemie des Todes".
Von Julia Windhövel ... mehr

Cordula Stratmann warnt! Folge 4: DER KRIMINALROMAN

Cordula Stratmann liebt Bücher. Aber nicht blind und bedingungslos. Ihr Instinkt für die Tücken des bedruckten Papiers ist legendär. Wachen Auges durchstreift sie die Genres der Weltliteratur. Und warnt nun ausdrücklich vor dem Kriminlroman.
Weiterlesen bei lit.colony ...





kaes-Das-FeuermalSWR: »Stalkin etc.«:

Er gilt als eine der Nachwuchshoffnungen im deutschen Krimi-Genre: Der 1958 in Mayen in der Eifel geborene Journalist Wolfgang Kaes. 2008 hat er mit "Das Feuermal" seinen vierten Thriller um Kommissar Josef Morian aus Bonn veröffentlicht. In seinen Krimis thematisiert Kaes aktuelle gesellschaftliche Themen wie Kindesmissbrauch, die Auswirkungen des 11. Septembers 2001 oder Stalking.
In "Das Feuermal" geht es um die Odyssee eines Gemäldes seit dem Spanischen Bürgerkrieg und um ein düsteres Familiengeheimnis in einem Eifeldorf. Ein Portrait über den Autor soll aufdecken, wie Kaes die Ideen zu seinen Geschichten findet und entwickelt und wo er sich für sie inspirieren lässt.
Der Beitrag aus dem Jahr 2008 kann als Video via Computer gesehen werden ... mehr

Mittwoch, 18. Februar 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden meldet, dass Eva Rossmann in der Jury des Fernseh-Krimi-Festivals sitzt. Außerdem: Professor Wolfgang Eisenmenger, Chef des Rechtsmedizinischen Instituts in München, ist überzeugt, dass auf ein aufgeklärtes Tötungsdelikt mindestens ein ungeklärtes kommt ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 162 mit Chris Tvedts "Frei von Schuld" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über erste aufgeregte Reaktionen zur Vorlesefunktion des Kindles ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einem Angebot von Agent Graves, das Sie ablehnen sollten. Über die von Autor Brian Azzarello und Zeichner Eduardo Risso erfundene Serie "100 Bullets" ...

NuT:
Joachim Linder über "Giftmischerinnen, Vagabundinnen und Erotomaninnen": Forschung ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph stellt fest: Die Liste der "Glorreichen Sieben" ist schon lange nicht mehr aktualisiert worden ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (aber sie liebt diese Tony-Hillerman-Krimis mit Lieutnant Joe Leaphorn und Officer Jim Chee) ...



drvenkar-sorry.jpg Börsenblatt: »Ich schwitzte Blut und Wasser«

Zoran Drvenkar lässt sich ungern festlegen: Der 41-Jährige Autor, der in der Nähe von Berlin lebt, schreibt Kinder- und Jugendbücher, Gedichte, Theaterstücke – und Thriller. Mit "Sorry" (Ullstein Verlag) ist ihm ein ungewöhnliches, nervenaufreibendes Buch gelungen – das auch Drvenkar reichlich Nerven gekostet hat, wie er im Interview mit boersenblatt.net verrät.
Das Gespräch führte Eckart Baier ... mehr


heinichen-die-ruhe-des-staerkeren Der Standard: »Gangster ohne Grenzen«

Proteo Laurenti, der Commissario aus Triest, kehrt von einem Sicherheitsmeeting anlässlich der Erweiterung der Schengen-Grenze zwischen Italien und Slowenien zurück. Veit Heinichen will in seinem Krimi "Die Ruhe des Stärkeren" (Zsolnay Verlag) viel unterbringen, was bei seiner Empörung über die Zustände in seiner Wahlheimat verständlich ist. Spannend und aktuell ist der Roman allemal; auf die allzu anthropomorphisierenden Reflexionen eines gequälten Kampfhundes hätte man verzichten können.
Von Ingeborg Sperl ... mehr


FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung!In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

ewan-amsterdam-ein-meisterdieb-jagt-seinen-schatten Stehlen und Sterben in Amsterdam:
Zwei Gipsfigürchen soll Charlie stehlen. Dumm nur, dass er seinen Auftraggeber ermordet auffindet – von da an ist nicht nur die Polizei hinter ihm her. Die Sprache in Chris Ewans Roman "Amsterdam. Ein Meisterdieb jagt seinen Schatten." (Lübbe Verlag) ist frisch, flüssig und witzig, was nicht zuletzt an der guten Übersetzung von Stefanie Retterbush liegt. Sowohl Handlungsorte als auch Charaktere sind wunderbar plastisch beschrieben und fügen sich reibungslos in den abwechslungsreichen Plot ein. Krimiautor Charlie geht übrigens in Serie.
Von Henrike Heiland ... mehr

Turell-mord-in-rodby Hurenmorde in der Provinz:
Das dänische Nest Rodby ist überschaubar und langweilig. Der Mord an einer Prostituierten scheint rasch aufgeklärt, bis zwei Skeptiker in Rodby landen: ein Journalist und eine Rechtsanwältin.
Die Geschichte um den "Mord in Rodby" (Lübbe Verlag) ist ein typischer Dan Turèll, kein trickreiches Whodunnit, keinesfalls ein atemberaubender Thriller. Es ist ein unaufgeregtes, entlarvendes Stück Kriminalliteratur.
Von Ralf Kramp ... mehr

twardowski-tod-auf-northumberland Den Abenteuerroman wiederentdeckt:
Spannende, mitreißende Unterhaltungsliteratur mit historischer Tiefe: Das wünscht man sich für den deutschen Buchmarkt. Daniel Twardowski zeigt in "Tod auf der Northumberland" (Goldmann Verlag), wie es geht. Twardowski kennt sich nicht nur auf hoher See, sondern auch unter Tage aus – er schöpft aus dem Vollen, aus der Tiefengeschichte des 19. Jahrhunderts.
Von Anne Chaplet ... mehr

Vermischtes


Deutsche Welle: »Großes Krimi-Archiv in Bonn«:

"Journal D" hat es ausfindig gemacht: Europas zweitgrößtes Krimi Archiv: Es liegt in Bonn und lagert wahre Schätze an Sekundär- und Primärliteratur. Eine Fundgrube für alle Krimi-Fans.
Ein Beitrag im Magazin "Journal D", das via Computer gehört werden kann ...
...mehr


Zauberspiegel: »Happy Trail, Ringo! Zum Tod von Horst Hübner«:

nachruf_huebner-horstAls Ringo Clark oder Ross Kincaid ritt er mit Revolvermännern, Indianern und Planwagen in den Wilden Westen, mit Glenn Collins ging er auf Gangsterjagd, als P. Eisenhuth reiste er durch die Zeit, mit Gordon Black und Mac Kinsey jagte er Vampire und Dämonen und mit Dr. Rudolf Koch heilte er Kranke und lenkte Schicksale in die richtige Bahn, während er als Knut Jansen über die Meere segelte, aber auch den 320 PS-Jim jagte er auf den US-Highways durch Abenteuer und kleine und große Katastrophe. Der Schriftsteller Horst Hübner ist gestorben. Er erlag einem Krebsleiden ...
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zeindler.jpegBerner Zeitung: »Ich schreibe, bis ich mir auf die Schliche komme«:

Der Zürcher Autor Peter Zeindler schreibt Agententhriller. Er liest keine Krimis und findet die Zürich-Krimi-Inflation "furchtbar": "Ich bin kein Detektiv und auch kein Krimiautor. Mein einziger Krimi war ein ‹Tatort›-Drehbuch." Der Zürcher Schriftsteller, der viermal den Deutschen Krimipreis und obendrein einen Ehrenglauser für sein Lebenswerk erhalten hat und auf einen ausführlichen Eintrag im Lexikon der deutschsprachigen Krimiautoren verweisen kann, will genau das nicht sein. Was er in seiner gläsernen Schreibklause in einem Jahrhundertwendehaus hoch über Zürich seit Jahrzehnten entwickelt, was ihn, neben Tennis und Volleyball, jung hält, sind Agententhriller – literarische Spiele mit dem Motiv der Maske. Heute wird er 75 Jahre alt.
Von Alexandra Kedves ... mehr

zeindler.jpegTitel Magazin: »Heimlich, still und leise«:

"Ich bin zwischen Stuhl und Bank", charakterisierte Peter Zeindler einmal sein Verhältnis zum Genre Kriminalliteratur und dem Genre, das ohne das Wort "Kriminal" auskommen möchte und sich oft für etwas Besseres hält. Für den viermaligen Gewinner des Deutschen Krimipreises und den stolzen Besitzer des Ehrenglausers verläuft zwischen E- und U-Literatur kein unüberbückbarer Graben.
Zum 75. Geburtstag gratuliert Jörg von Bilavsky ... mehr

zeindler.jpegBerner Zeitung: »Schreiben ist eine einsame Geschichte«:

Alles fing an mit Theaterstücken: Noch während des Studiums schrieb Peter Zeindler diverse Werke, ein erstes ("Der Eremit") wurde 1966 im Stadttheater Bern uraufgeführt. Nach dem Studium arbeitete der Zürcher als Lehrer, später fürs Fernsehen. In den Achtzigerjahren entschied er sich ganz für die Literatur. 1982 schrieb er seinen ersten Krimi. Seither sind 15 Romane erschienen. Kurz vor seinem 75. Geburtstag sieht sich Krimiautor Peter Zeindler erstmals mit einem Schreibstau konfrontiert.
Von Marina Bolzli ... mehr

zeindler.jpegSternenjäger: »Mythos Enigma: Peter Zeindler und die Geheimnisse«:

Kein Schweizer Autor hat hat sich tiefer mit den Geheimnissen und dem Innenleben von Spionen befasst als Peter Zeindler. In diesen Tagen feiert er seinen 75.Geburtstag. Geheimnisse sind gewissermassen das Kerngeschäft der Spionage - und der Spionage-Romane. So war es auch naheliegend der Schweizer Thriller-Autor Peter Zeindler zum Basler Enigma-Tag einzuladen. Sternenjäger dokumentiert seine 20minütige Rede als Podcast.
Von Dominik Landwehr ... mehr


Kalender

Peter Zeindler
Peter Zeindler Am 18. Februar 1934 wird Peter Zeindler in Zürich geboren und feiert heute seinen 75. Geburtstag.
Er lebt in seiner Geburtsstadt Zürich. Seit 1974 ist er freier Schriftsteller und Journalist. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte bei Emil Staiger.
Zeindler veröffentlichte neben Hörspielen und Theaterstücken Kurzgeschichten und mehrere Kriminalromane, von denen vier mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurden. 1982 erschien sein erster Polit-Thriller "Tarock", 1984 folgten "Die Ringe des Saturns", 1985 "Der Zirkel" und 1992 "Das Sargbukett". Zeindlers Krimis sind nicht nur besonders spannende und kluge Exemplare seiner Gattung - sie haben zudem literarische Qualitäten. Mit dem 1995 erschienen Roman "Ausgetrieben", worin die Midlife-crisis eines "ganz durchschnittlichen" Mannes erzählt wird, verlässt Zeindler vorübergehend das Genre des Agentenromans, zu dem er aber schon wieder zurückkehrte. .
1996 erhielt er den Ehren-Glauser für sein Gesamtwerk.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Krimi-Couch , "swissinfo" , Arche Verlag , Schweiz Autoren Lexikon

Len Deighton
der englische Schriftsteller, Journalist und Filmproduzent Len Deighton wurde am 18. Februar 1929 im Len Deighton Londoner Marleybone-Distrikt als Sohn anglo-irischer Eltern geboren. Er arbeitete als Kellner in Picadilly, stellvertretender Konditoreichef in der Royal Festival Hall, Fabrikmanager, Lehrer in Brittany, Illustrator in New York, Nachrichtenfotograf sowie Direktor einer Werbeagentur in London. Als Steward der British Overseas Airway Corporation reiste er 1956-57 an viele exotische Orte. 1960 heiratete Deighton Shirley Thompson, eine Illustratorin. Später lebte er mit seiner Familie auf einer Farm bei den Mourne Bergen in Irland sowie in Portugal.
Mit seinen Agenten Harry Palmer und Bernard Samson wurde er zu einem der wichtigsten und deftigsten Vertreter des britischen Agentenromans. Ein Vielzahl seiner Romane, unter anderem "The Ipcress File" wurden verfilmt. Legendär ist seine Fiktion über die geglückte Invasion von Hitlers Wehrmacht auf der britischen Insel ("SS gegen GB").
Infos:
hofius.de, Wikipedia, Die Zeit, Berliner Zeitung, Hamburger Abendblatt Fantastic Fiction" (engl.), kirjasto.sci.fi (engl.), deighton dossier (engl.).

Ngaio Marsh
marsh-ngaio Edith Ngaio Marsh stirbt am 18. Februar 1982 in Christchurch. Sie wurde am 23. April 1895 in Merivale, Christchurch als Tochter eines Bankangestellten in Neuseeland geboren. Ihr Vorname Ngaio (sprich: "Najo") ist ein maorisches Wort und bedeutet soviel wie "Spiegelungen im Wasser". Ihren ersten von insgesamt 32 Kriminalromanen schrieb sie 1932 in London, wo sie zunächst als Innenarchtitektin arbeitete, nebenbei aber auch malte und Stücke schrieb. 1949 gründete sie die British Commonwealth Theatre Company. Ihre lebenslange Begeisterung für das Theater schlug sich auch in ihren Romanen nieder: Die meisten spielen im Theatermilieu, denn ihre große Leidenschaft galt den Figuren und Dramen Shakespeares. Ngaio Marsh wurde 1978 zum "Grand Master" der Mystery Writers of America ernannt, zwei Mal für den Edgar-Allan-Poe-Award nominiert und ein Mal mit dem Silver Dagger ausgezeichnet. (Text: "Random House")
Info:
Krimi-Couch , Wikipedia, Dame Ngaio Marsh's Home (engl.) , kirjasto.sci.fi (engl.) , bastulli mystery library (engl.) ..


Dienstag, 17. Februar 2009

Andreas Ammers Krimi-Kolumne


schweiggert-Edgar-Allan-Poe-und-Koenig-Ludwig2Deutschlandfunk: Heute mit grauenhaften Königen
Omar Jussuf, der palästinensische Lehrer, ist unterwegs im Gazastreifen und selbst er, der sonst in Bethlehem lebt, versteht nur schwer, wer in Gaza gerade gegen wen, wo, warum und um was kämpft. Der Krimi "Ein Grab in Gaza" von Matt Beynon Rees schildert Alltag und Leben im Gazastreifen. Außerdem: Warum König Ludwig II. von Krimischriftstellern beeinflusst wurde...
Mehr dazu und zu den Autoren in der legendären Krimikolumne von Andreas Ammer im "Deutschlandfunk": immer schön zu lesen, aber noch besser mit der Möglichkeit, sie zu hören! (mp3) ...

Ulrich Nollers Krimitipps Februar 2009

drvenkar-sorry.jpg Zoran Drvenkar, deutscher Autor mit serbo-kroatischen Wurzeln, hat DEN Krimiknaller des Frühjahrs geschrieben. Und er beweist damit, dass deutsche Unterhaltungsliteratur mittlerweile auf dem globalen Markt konkurrenzfähig ist, was noch vor nicht allzu langer Zeit völlig unvorstellbar war. Zivkovic-das-letzte-buch.jpg Meint Ulrich Noller bei FH Europa:
Drvenkars Buch "Sorry" (Ullstein Verlag) ist ein grandioser, ein bewegender Thriller. Eine Geschichte, die beweist, wie kreativ Krimi made in Germany sein kann, wenn ein kluger, eigenwilliger, ideenreicher Kopf dahinter steckt.
Eine namenlose Großstadt, eine großstadttypische Buchhandlung mit literarischem Anspruch: Klein, aber fein. Immenses, ausgewähltes Angebot. Ausgesuchte Stammkunden, zwei kompetente Inhaberinnen, die jeden einzeln kennen. Kein übliches Krimisetting, aber bei Zoran Živkovic' wird es eines. "Das letzte Buch" (Deutscher Taschenbuch Verlag dtv), zwar auf dem Cover vollmundig als "postmoderner Thriller von einem Meister des schwarzen Humors" angekündigt, tatsächlich aber eine kleine literarische Reflexion über Schein und Sein, über Realität und Erfindung ... mehr

Blogwärts

europolar:
Neue Artikel auf der europäischen Krimiseite: "La langue étrange de David Peace ou l’exilé du Yorkshire" von Stéphanie Benson. (Für diesen Text steht leider noch keine Übersetzung zur Verfügung.) Und: "Kritische Theorie des Kriminalromans" von Elfriede Müller. Über "Das Mörderische neben dem Leben. Ein Wegbegleiter durch die Welt der Kriminalliteratur." von Thomas Wörtche ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden verweist auf ein Interview: Krimiautorin Susanne Kronenberg spricht mit dem Buchhändler Peter Leucht über ihen neuen Krimi "Rheingrund" und über Regionalkrimis im Allgemeinen ...

krimiblog:
Ludger Menke teilt mit, dass Verleger Alfred Knopf Jr. gestorben ist ...

krimileser:
Bernd Kochanowski findet es Unwirklich: "Bis dein Zorn sich legt" von Asa Larsson ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Nick Carter: "Diamanten für Katmandu") ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers fragt sich: "Gibt es Perfektion in der Welt?" Nichts ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Oder auf den zweiten. Über Heinrich Steinfests "Mariaschwarz" ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker. U.a.: Bei Richter Ballmannn wird gerätselt, aber um DM-Scheine ...

Spannungsromane:
koldir über Jeffrey Archer DIE FARBE DER GIER ...

Stadionbus:
Ralf Koss mit Tempo, Komik und Berlin: Eddy ist Anfang 40, besitzt Stil und weiß genau, wie diese Gesellschaft funktioniert. Ansonsten wäre er als Trickbetrüger nicht so erfolgreich. Seine wichtigste Grundregel lautet: Niemals im eigenen Kiez, in Kreuzberg, arbeiten. Über "Der heilige Eddy" von Jakob Arjouni ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über die Frauenfrage. In Tracy Gilpins "Stunde der Buße" und in Qiu Xiaolongs "Blut und rote Seide" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



davidsen-der-russe-aus-nizza.jpg Deutschlandradio: »Russland zum Abgewöhnen«

"Der Russe aus Nizza" (Zsolnay Verlag) ist ein Kriminalroman. Leif Davidsen gelingt ein Roman, der ohne Längen, Sprünge oder Brüche auf angenehme Weise in gleichmäßig flottem Tempo erzählt, nicht durch Arabesken die Spannung zu erhöhen versucht oder durchs Geschehen hetzt. Dabei schafft der Autor eindrucksvolle Bilder der morbiden russischen Provinz und des unermesslichen Reichtums der Glücksritter ebenso wie von der sonnigen Cote d'Azur. Glaubwürdig zeichnet Davidsen seine Charaktere, ohne sie zu überzeichnen. Sie sind für ihn nicht Klischeefiguren, die lediglich eine Handlung vorantreiben sollen.
Von Stefan May ... mehr



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:

Edward Bunker gehört zu den großen mythischen Gestalten der Kriminalliteratur. Anlässlich der deutschen Erstveröffentlichung von "Lockruf der Nacht" bei Liebeskind hat ihn sein Kollege Frank Göhre porträtiert.

Uta-Maria Heim mischt sich mit ihrer neuen Kopfschuss-Kolumne über Oliver Maria Schmitts Buch "Der beste Roman aller Zeiten" wieder in die Zeitläufe ein ...
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Dieter Paul Rudolph nimmt den Faden von letzter Woche wieder auf und bespricht unter dem Titel "Wie man einen Thriller schreibt" den Roman "Sorry" von Zoran Drvenkar ...
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Jörg von Bilavsky gratuliert Peter Zeindler, der Freunden der stilleren, aber umso heimtückerischen Töne eine Freude macht, zum 75. Geburtstag ...
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Peter Münder erinnert an "Die Regeln der Gewalt", einen immer noch wichtigen Polit-Thriller von Peter Schmidt, der nun als Neuausgabe in der Reihe "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands" erschienen ist ...
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Und Judith Hammer unterzieht das klassische how-to-write-crimes-novels-Buch von Larry Beinhart einer neuen Lektüre ...
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Und das Gedicht "A la luz del candil" von Julio Navarrine kommt aus Buenos Aires und wir könnten es uns auch von Carlos Gardel vorsingen lassen ...
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eisler-killing-rain.jpgevolver: »Killer stellen sich nicht vor«:

Darum übernimmt Martin Compart diese Aufgabe - und präsentiert im östrreichischen Onlinemagazin "evolver" den herrenlosen Samurai John Rain und dessen Schöpfer Barry Eisler.
Der sympathische US-Autor sieht zwar aus wie der Liebling aller Schwiegermütter, war aber beim CIA, trägt den schwarzen Gürtel und schreibt noch dazu höllisch gut.
Worauf warten Sie noch? ... mehr


Kalender

Ruth Rendell
rendell Am 17. Februar 1932 wurde Ruth Rendell in London geboren. Auch unter dem Pseudonym Barbara Vine bekannt, wird sie in Großbritannien als Königin der Kriminalliteratur gefeiert, unbestreitbar eine der großen Autorinnen des modernen englischen Kriminalromans. Sie ging in London zur Schule, später arbeitete sie zunächst als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Kriminalromanen widmete. Ihr erstes Buch erschien 1964, seitdem hat sie über 30 Romane und 4 Bände mit Kriminalgeschichten verfaßt. Bekannt und beliebt wurde sie insbesondere durch ihre Kriminalromane um den Chief Inspector Wexford. Für ihre in 15 Sprachen übersetzten Bücher erhielt sie dreimal den Edgar-Allan-Poe-Preis, zweimal den "Golden Dagger Award"; 1997 wurde sie mit dem "Grand Masters Award" der Crime Writers Association of America ausgezeichnet und von Königin Elizabeth II in den Adelsstand erhoben.
Infos:
ZDF, Krimi-Couch, Random House, Diogenes Verlag, ein Porträt von Sacha Verna bei Die Welt, Gespräch mit Mo Hayder in Die Welt, Petra Oelker im Interview mit RuthRendell/Barbara Vine bei Die Zeit, Interview RuthRendell/Barbara Vine bei bequeen.de.

Ronald Knox
knox-roland Am 17.Februar 1888 wird Ronald (Ronnie) Arbuthnott Knox in Kibworth Beauchamp,Leicester als jüngstes von 6 Kindern geboren († 24.8.1957 Mells,Somerset).
Der anglikanischen Pfarrer Edmund Arbuthnott Knox (später Bischof von Manchester) war der Vater des englischen Theologen, Literaten und Kriminalschriftstellers Ronald Knox. Als katholischer Studentenpfarrer in Oxford schrieb Knox zur Entspannung Detektivromane und hatte damit überraschend großen Erfolg. Seine Plots, die immer mit einer amsüsanten Nebenhandlung ausgestattet sind, gelten als erfindungsreich und komplex. Im Vorwort zu den von ihm mit herausgegebenen "Best Detective Stories" (1929) propagierte er in "A Detective Story Decalogue" Regeln zum Kriminalroman, deren fair-play-rules für Fairneß gegenüber dem Leser sorgen sollen. Angeblich gab Knox das Metier auf Wunsch kirchlicher Vorgesetzter wieder auf.
Info:
Wikipedia, Biographisch-Biblisches Lexikon , books-google, kirjasto.sci.fi (engl.)

Montag, 16. Februar 2009

Wieder zurück!

Aber noch nicht richtig da. All der Schnee, all die E-Mails, all die Briefe, all die Bücher! Wo anfangen, was beiseite schieben?
Heute daher erst einmal nur Blogger und TV, morgen wahrscheinlich mehr ...



Axel Bußmers TV & Buchtipps 14. – 27. Februar 2009

Christie-Five-little-pigs.jpgIn den kommenden beiden Wochen the-park-is-mine.jpg gibt es neben der üblichen Portion Bond, Brunetti und Poirot einige interessante TV-Projekte. Und natürlich werden wieder viele Wiederholungen gezeigt, aber auch eine TV-Premiere und einige interessante Verfilmungen ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier



Blogwärts

Berlin kriminell:
Barbara Keller verbrachte ab dem 23. Januar 2009 zehn Tage in Ordnungshaft. Sie hatte im August 2008 in einem Beitrag ("Schöne Grüße aus Moabit") über russische Schutzgelderpresser in der Justizvollzugsanstalt Tegel (JVA Tegel) Aussagen von Häftlingen zitiert, die als Aussagen vor Gericht geäußert wurden. Als Rezension hat sie Caitlin R. Kiernans "Fossil" im Programm ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden über den ARD Radio Tatort "Falsches Herz" von Friedrich Ani und Uta-Maria Heim ...

krimiblog:
Ludger Menke über den Relaunch des "Freitags" und mit allerlei Fundstücken ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 161 mit Heinrich Thies' "Schweinetango" und mit einem Interview bei Podster.de ...

Krimilady:
Henny Hidden stellt fest: Zoran Drvenkar ist ein Verführer. Und wieder beschäftigt sie als Leser die alte Frage, inwieweit sich ein Krimi von der Realität entfernen darf ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Irisches Selbst-Bewusstsein und mit etwas Mathematik ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Kleinkram: Edward Bunker, The Spirit, Elmore Leonard, Slumdog Millionaire, Noir of the Week, Blutiger Valentinstag ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis weiß jetzt, warum Ekkehard Knörer sich in letzter Zeit in der Jury für die "Krimi-Welt" rar gemacht hat. Wo er sich rumgetrieben hat, ist jetzt in der Filmzeitschrift "Cargo" festgehalten ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers mit: Klein, dick, blass, mit rötlichem Haar. Über Philipp Moogs "Lebenslänglich" ...

NuT:
Joachim Linder über Literaturgeschichte, Verbrechen — Forschung: Surrealism and the Art of Crime; The Surrealist Fait Divers: Uncovering Violent Histories ...

Spannungsromane:
amer mit Joseph D’Lacey: MEAT und Richard Stark: KEINER RENNT FÜR IMMER. Und koldir über Hard Case Crime ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit einer kurzen Studie zur Perspektive, zweiter Teil
(und mit unserem Dank für die Alligatorvertretung!) ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



KrimiWelt-Bestenliste Februar 2009

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) John le Carré: Marionetten
2 (–) Matt Beynon Rees: Ein Grab in Gaza
3 (3) Kate Atkinson: Lebenslügen
4 (8) Pete Dexter: Paris Trout
5 (7) Stefan Kiesbye: Nebenan ein Mädchen
6 (5) Ian Rankin: Ein Rest von Schuld
7 (–) Christine Lehmann: Nachtkrater
8 (–) Åsa Larsson Bis dein Zorn sich legt
9 (–) Richard Stark: Keiner rennt für immer
10 (–) Tom Rob Smith: Kolyma

Hier als schöne pdf-Datei


Betriebsurlaub!

Ups!
Fast vergessen: Die Alligatorpapiere machen Pause!!
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Vom Montag, 2. Februar bis Freitag, den 13. Februar 2009 gibt es hier keine Aktualisierungen.
Wir suchen das Weiße!
Ab Montag, den 16. Februar sind wir wieder für Sie da!
Machen Sie es wie wir: lesen Sie während dieser Zeit wieder mehr in Krimis, als darüber. Und: vermissen Sie uns bitte ein wenig!
Eine gute Zeit wünscht die Alligator-Redaktion (nach Diktat verreist) ...



wagner-im-winter-loewenFrankfurter Rundschau:
»Auf Nebenspuren«

Skandinavische Krimiautoren sind auf dem deutschen Markt besonders erfolgreich - es scheint aber auch überproportional viele gute zu geben. Das Letzte, was man da braucht - könnte man meinen -, ist ein Hesse, der finnische Krimis schreibt. Allerdings sind Jan Costin Wagners Romane um den jungen Polizisten Kimmo Joentaa so herausragend, dass es völlig egal ist, wo sie spielen, so lange sie es nur irgendwo tun. Im ersten Buch stirbt Joentaas Frau an Krebs. Im zweiten und nun dritten - "Im Winter der Löwen" (Eichborn Verlag) - macht ihn sein aus Trauer geborenes Fingerspitzengefühl zum besseren Ermittler. Immer noch ist er etwas neben der Spur; aber kann nicht eine professionelle Mordkommission jemanden vertragen, der über eher abgelegene Wiesen schlendert und dabei hübsche kleine Hinweise pflückt, die zuletzt den Gesamtermittlungsstrauß aufs Beste ergänzen?
Von Sylvia Staude .... mehr


federwelt-74-krimi-spezialFederwelt:
»Krimi-Special«

Das Magazin "Federwelt", eine Zeitschrift für Autorinnen und Autoren im "Sandra Uschtrin Verlag" hat die Ausgabe 74 Februar/März mit einem Special zur Kriminalliteratur gefüllt, mit einem großen Teil zu den "Mörderischen Schwestern". Zahlreiche Interviews und Hintergrundberichte, Adressen und Links führen zum Thema, dazu gibt es Kurzkrimis und Praxistipps: über das Schreiben von TV-Krimiserien oder: Krimispiele schreiben, spielen, organisieren. Viele der Beiträge und Interviews sind online verfügbar.
.... mehr


radiotatort.jpg
Die Zeit:
»Ist das jetzt spannend?«

Wer die Aufklärungsarbeit von Tatort-Kommissaren mag, kann sich die Bilder nun selbst produzieren. Das jedenfalls ist die Idee der ARD-Tatort-Hörspiele, die seit dem Januar 2008 auch im Radio gesendet werden. Die Krimis sollen unabhängig vom TV-Format sein und nur halb so lang wie die Filme.
Unser Autor ist "Tatort"-Fan. Die Krimis gibt's nun auch auf CD! Mit Süßigkeiten rauf aufs Sofa zum ersten Hörtest: Es ist nicht so, dass sich das Hörspiel wirklich von den Tatort-Bildern aus dem Fernsehen löst. Die Fantasie produziert kaum etwas Anderes, als das vom Fernsehen Geprägte. Zu ähnlich sind die Erzählweise und die szenische Darstellung, das konnte das Radio schon einmal besser. Aber der Umgang mit der Auflösung des Falles ist offener.
Von Carsten Klook .... mehr


das-Magazin-2009-01Das Magazin:
»Das Chamäleon: Die vielen Leben des grossen französischen Hochstaplers Frédéric Bourdin«

Am 3. Mai 2005 meldete sich in Frankreich jemand bei einem Notruf für vermisste Kinder. Er habe in Orthez, einer Stadt in den Westpyrenäen, am Bahnhof einen wohl etwa fünfzehnjährigen Jungen gesehen, der vereinsamt und hilflos gewirkt habe. Bei einer anderen Nummer ging ein ähnlicher Anruf ein. Der fragliche Junge erschien schliesslich selbst bei einer kommunalen Fürsorgeeinrichtung – klein und schmal, blass, mit zitternden Händen, einen Schal um den Kopf gewickelt und eine Baseballmütze tief ins Gesicht gezogen. Er besass kein Geld, nur ein Handy und einen Ausweis, auf dem sein Name mit Francisco Hernández Fernández angegeben war, geboren am 13. Dezember 1989 in Cáceres in Spanien.
Das Phantom: In fünfzehn Ländern lebte Frédéric Bourdin und schlüpfte in zahllose Identitäten. Fast immer spielte er Kinder.
Von David Grann .... mehr


John Banville über sein Autoren-Alter Ego Benjamin Black

Unter dem Pseudonym Benjamin Black schrieb John Banville den Kriminalroman "Nicht frei von Sünde" (2007, Originaltitel: Christine Falls). Warum er sich dieses Alter Ego schuf und wieso es in seiner alten Dubliner Wohnung lebt, erzählt John Banville hier ...


pearson-the-profession-of-violencetelepolis:
»Könige der Unterwelt: Die Krays«

Am Morgen des 7. Januar 1969, kurz vor 9 Uhr, wurden auf der Strecke zwischen dem Gefängnis in Brixton und dem Gerichtsgebäude Old Bailey plötzlich die Ampeln auf Rot geschaltet. Dann raste ein Polizeikonvoi, bestehend aus zwei gepanzerten Wagen, mehreren Begleitfahrzeugen mit bis an die Zähne bewaffneten Elitepolizisten und einer Motorradeskorte mit Blaulicht durch die britische Hauptstadt. Die Verantwortlichen hatten zuvor sechs verschiedene Routen ausgearbeitet. Solche Sicherheitsvorkehrungen kannte man aus Palermo, wo damals gerade ein spektakulärer Mafiaprozess endete. Für London waren sie völlig neu. So stellte sich in dem Moment, in dem eigentlich demonstriert werden sollte, dass Recht und Gesetz die Oberhand über eine Gangsterbande behalten hatten, das Gefühl einer allgemeinen Bedrohung ein. Wenn solche Maßnahmen getroffen werden mussten, um die Sicherheit zu garantieren, war das vor allem eins: beunruhigend.
Vor vierzig Jahren begann der bis dahin längste und teuerste Prozess der britischen Kriminalgeschichte. Der Prozess markiert das Ende einer Ära und den Beginn eines Mythos, der seither den britischen Gangsterfilm prägt. Es geht dabei auch um ein Stück britische Sozialgeschichte.
Dieser ausführliche Aufsatz von Hans Schmid besteht aus zwei Teilen .... mehr


smith-kolyma.jpgFrankfurter Rundschau: »Der große Bruder«:

Die Gulags von Kolyma, in die Stalin seine Gegner bringen ließ, wo sie sich zu Tode arbeiteten, verhungerten, wegen Kleinigkeiten hingerichtet oder von Kriminellen umgebracht wurden, sie dienen dem jungen britischen Autor Tom Rob Smith als Titel seines zweiten - wie soll man es nennen? - Sowjetunion-Thrillers. Im ersten Buch, "Kind 44", ist es 1953 und Smiths Hauptfigur Leo Demidow regimetreuer Geheimdienstoffizier. In "Kolyma" (Dumont Verlag) nun, 1956, versucht der dann Ex-KGBler, sich zu distanzieren von seinen schrecklichen Taten. Tom Rob Smith hat sich für schwieriges Thriller-Terrain entschieden. Was sein "Held" als junger KGBler getan hat, lässt sich kaum mit Unwissenheit oder Idealismus entschuldigen.
Von Sylvia Staude ... mehr


Richard Stark im Gespräch mit Denis Scheck

Auf seiner Lesereise 2008 hat Richard Stark alias Donald Westlake das Krimifestival "Mord am Hellweg" besucht. Im Gespräch mit Denis Scheck spricht er über Parker, seinen düsteren Helden ohne Vornamen und und warum er ihm lieber ein Gewehr statt Gift in die Hand gibt ...


tatorttelepolis:
»Etwas Phantasie und eine gehörige Portion Brutalität«

Ein "Horrormord" im Landkreis Augsburg weist erstaunliche Parallelen zu einem kurz vorher ausgestrahlten Fernsehkrimi auf. Anders als bei Computerspielen läuft jedoch bis jetzt keine Verbotsdebatte.
In dem am 18. Januar ausgestrahlten Fernsehkrimi "Schwarzer Peter" aus der Reihe Tatort Leipzig wird ein Tyrann von der Ehefrau ermordet, nachdem er sie vorher misshandelt, sexuell gedemütigt und ihren Ziervogel erwürgt hat. Eines der größten Rätsel, das sich den Ermittlern dabei stellt, ist die Frage, warum dem Toten beide Beine abgeschnitten wurden. Schließlich stellt sich heraus, dass die Ehefrau sie einfach deshalb entfernte, weil ihr die Leiche sonst zu schwer gewesen wäre. Nur wenige Tage nach der Ausstrahlung geschah ein ganz ähnlicher Mord im Landkreis Augsburg ...
Von Peter Mühlbauer .... mehr


The-Wiretelepolis:
»Policing Dystopia«

Es ist eine Szene wie nach dem Untergang der Zivilisation: Der heroinsüchtige Obdachlose "Bubbles" streift durch "Hamsterdam", einen Bezirk in Baltimore, in dem seit Kurzem der Drogenhandel polizeilich geduldet wird. Überall sieht er Gewalt, delirierende Junkies liegen brabbelnd in der Gosse, irgendwo brennt es, aber niemand sieht hin. All das wird übertönt vom Marktgeschrei der hier friedlich nebeneinander herkonkurrierenden Dealerbanden. Aber, all das Chaos lässt auch schon eine neue Struktur erkennen: ungeschriebene Gesetze haben sich durchgesetzt und das Recht des Stärkeren verdrängt.
Baltimore, Stück für Stück: Die Fernsehserie "The Wire" ist erzählerisches Experiment und politisches Lehrstück zugleich.
Von Matthias Huber .... mehr


gruber-die-EngelsmühleFantasyguide: »Rachefeldzug nach den Jahren im Gulag«:

"Die Engelsmühle" (Festa Verlag) ist der zweite Roman rund um den zynischen und eigensinnigen Privatdetektiv Peter Hogart. Knapp ein Jahr ist vergangen seit den Geschehnissen in dem Vorgänger-Roman "Schwarze Dame". Peter Hogart, seines Zeichens Freelancer und Privatdetektiv ist immer noch im Versicherungsgeschäft tätig. Die bekannte Firma Medeen & Lloyd hat ihn beauftragt binnen weniger Tage einen seltsamen Brand zu untersuchen. Der Krimi überzeugt mit realistischen Figuren, interessanten Schauplätzen sowie einem hochspannenden Plot.
Carina Schöning sprach mit Andreas Gruber über dessen Roman, die Stadt Wien und über Unterschiede zwischen Genres ... mehr

Die Januar-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv



Krimi in TV & Radio | Kalender

Februar: Neu bei den Alligatorpapieren



krimiwelt

schmauchspuren SCHMAUCHSPUREN
Die Krimikolumne von Peter Hiess.


No. 21
Kluge Krimis, noch klügere Bücher über Krimis, weniger kluge Übersetzungsfehler - und natürlich das geliebte Pulp-Programm: Peter Hiess präsentiert neue Spannungsliteratur …
Peter Hiess zu Büchern von Max Allan Collins ("Deadly Beloved"), Lawrence Block ("A Diet of Treacle"), Ross Thomas ("Am Rand der Welt"), Thomas Wörtche ("Das Mörderische neben dem Leben "), James Sallis ("Deine Augen hat der Tod") und Mark T. Sullivan ("Limit") ... mehr

Unsere Hörspieltipps

Freitag, 20. Februar 2009 um 20.04 Uhr bei SR 2, um 21.30 Uhr bei BR 2, um 22.03 Uhr bei SWR 2 und um 22.05 Uhr bei Das Ding
"ARD Radio Tatort 14: Falsches Herz" (54') Von Friedrich Ani/Uta-Maria Heim.

Bad Mergentheim im letzten September: Der zehnjährige Niklas Geiger wird ermordet. Sexualstraftat, eindeutig. Niklas wurde getötet, weil er sich gegen seinen Peiniger zur Wehr setzte. Dann Rohnburg, vielleicht zwanzig Kilometer weiter, kurz vor Weihnachten. Marius Schindler, acht Jahre, wird erstickt. Mit einer Plastiktüte. Bisher kaum verwertbare Spuren, Motiv unklar, keine Verdächtigen. Und jetzt, im April, ein weiterer Fall: Lara Schaub, zwölf, aus Creglingen. Die SoKo durchkämmt mit Freiwilligen die Gegend. Ihr Fahrrad wird im Wald gefunden. Ist der Mörder von Niklas und Marius identisch? Und hat dieser Serientäter wieder zugeschlagen? Das LKA Baden-Württemberg gerät unter Druck. Die Abteilung Operative Fallanalyse wird hinzugezogen, um ein Täterprofil zu erstellen. Kriminaloberrat Xaver Finkbeiner und KHK Nina Brändle haben einmal mehr Gelegenheit, ihre unkonventionellen Ermittlungsmethoden anzuwenden. Mit Hartnäckigkeit und Intuition bringen sie Abgründe ans Tageslicht, mit denen niemand gerechnet hat.

Maloney! Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney. Der Meisterdetektiv ermittelt immer sonntags von 11 bis 12 Uhr im DRS 1
"Maloneys neuester Fall: Der Besucher" (30') von Roger Graf

Maloney erhält den Auftrag, in der Wohnung von Frau Katz nach einem Eindringling zu suchen, der in ihrer Abwesenheit offenbar die Wohnung wie sein eigenes Zuhause benutzt. Maloney zweifelt zwar an der Urteilsfähigkeit seiner neuen Klientin, macht sich aber dennoch auf den Weg. Im Treppenhaus trifft er auf die Polizei. Angeblich wurden in dem Haus Schüsse gehört....

Alles zum Nachhören!

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

Besuchen Sie auch hördat.de

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 14. – 27. Februar 2009
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Viele interessante Filme, natürlich zahlreiche Wiederholungen und gute Serien.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier




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Axels TV-Tipp des Tages:

Freitag, 20. Februar 2009

Vox, 20.15

Die Wiege der Sonne

(USA 1993, R.: Philip Kaufmann)
Drehbuch: Philip Kaufmann, Michael Crichton, Michael Backes
LV: Michael Crichton: Rising sun, 1992 (Nippon Connection, Die Wiege der Sonne)
Nippon-Connection.jpg
Los Angeles: Zwei Männer müssen den Mord an einer Edelhure in einer japanischen Firmenzentrale aufklären.
Crichtons Buch ist wesentlich japan-phobischer und rassistischer als der Film. Kaufmann entschärfte die Vorlage und veränderte den Schluß.
Crichton war verärgert. Kaufmann drehte erst sieben Jahre später seinen nächsten Film "Quills – Macht der Bessenheit". Böse Zungen behaupten, Crichton habe seinen Einfluss geltend gemacht.
"Die Wiege der Sonne" ist eine ziemlich langweilige Angelegenheit: schöne Menschen in schönen Autos und schönen Gebäuden. Halt ein geleckter Hochglanz-Thriller ohne Ecken und Kanten.
Mit Sean Connery, Wesley Snipes, Harvey Keitel (grandios als rassistischer Cop), Steve Buscemi, Tatjana Patitz (die schöne Leiche).
Wiederholung um 00.30 Uhr
Homepage von Michael Crichton:
http://www.michaelcrichton.net/

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

Axel Bußmers Blog:
Kriminalakte
mit aktuellen Filmkritiken!

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... Empfehlung der Alligatorpapiere.....
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