SPEXIAL No. 1
Beiträge
zur Kriminalliteratur


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Krimineuerscheinungen des Monats bei
"kaliber. 38"

Krimitermine gibt es bei
Krimizeit

 27. Februar 2004

Wörtches Crime Watch
nesser-undpiccadillycircus Die skandinavische, insbesondere schwedische Kriminalliteratur hat in deutschen Buchhandlungen ihren festen Platz, in Stapeln. Wieso der Boom schwedischer Literatur in Folge von Sjöwall/Wahlöö und besonders Henning Mankell auch eine Frage finanzieller Förderung ist, erfährt man unter anderem in der 82. Ausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Crime Watch". Die Rede ist aber vor allem von Håkan Nesser, der sozusagen als Nachfolger Mankells "aufgebaut" wird. Sein Roman "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" (btb) gibt Herrn Wörtche Gelegenheit, die oft gehörten Belobigungen, Nesser sei "noch besser" als Mankell, kritisch zu hinterfragen. Von, nicht immer positiven, Ähnlichkeiten einmal abgesehen ...
Sie finden "Crime-Watch" direkt zweimal im Netz:
a) bei ... kaliber. 38
b) beim Freitag 10/2003

Bernhard Sinkel
Sinkel: BluffEinen Thriller habe Bernhard Sinkel, anerkannter Filmemacher aus Deutschlands geburtenstärkstem Jahrgang 1940, mit seinem Roman "Bluff" (dtv) verfasst , der alles bietet, was das Genre verlangt:Crime, Sex & Horror. "Bluff", meint Jan Eik im "Neuen Deuschland" vom 27.02.2004, wäre ein gelungener Thriller, wenn - ja wenn der Autor, einst Leiter des Archivs und der Dokumentation des SPIEGEL, nur annähernd so gut über die dahingegangene DDR Bescheid wüsste wie über die Four State Corner ... mehr

Sky du Mont
In einem Interview mit Manuel Feldmann äußert sich Sky du Mont zu seinen neuen Projekten 2004, seinem Film "Samba in Mettmann" und der Verfilmung seines Buches "Prinz und Paparazzi" und welche Folgeverträge der erste Krimi erbracht hat. Nachzulesen bei feldmann24.de, gefunden über das wunderbare Interviewportal planet-interview.de

John LeCarré
lecarre-absolutefreundeIn seinem neuen Roman "Absolute Freunde" (List Verlag) beschäftigt sich John LeCarré unter anderem mit den Fragen: Wo verlaufen die neuen Frontlinien nach dem Ende des Kalten Krieges? Wo liegen die Untiefen der gegenwärtigen internationalen Politik? Die Kultursendung "Aspekte" des "ZDF" wird sich heute abend ( 27.02.2004, 22:30 Uhr ) mit dem Autor und mit dem Roman beschäfigen. Dazu gibt es ein Exklusiv-Interview mit John LeCarré über den Irak-Krieg und seinen neuen Thriller ... mehr

Susanne Ayoub
ayoub-engelsgiftMit einer Startauflage von 50.000 Exemplaren macht der Verlag "Hofmann und Campe" den Kriminalroman "Engelsgift" der in Bagdad geborenen und in Österreich lebenden Autorin Susanne Ayoub zum Zugpferd seines Frühjahrsprogramms. Der Roman greift den historischen Kriminalfall einer vierfachen Giftmörderin in den 30er Jahren auf. Ein Bericht mit hörbarem Interview bei "oe1/ORF" ... mehr

Mord und andere Kriminalfälle
Mord und andere Kriminalfälle Da darf die Fantasie ruhig Purzelbäume schlagen: Die "NRZ" ruft Schülerinnen, Schüler und junge Autoren von 12 bis 20 Jahren auf, im Rahmen der "Criminale 2004" - dem größten Treffen von Krimiautoren in Europa - einen niederrheinischen Kurzkrimi zu schreiben.
Die Themen sind: Mord und andere Kriminalfälle, die am Niederrhein spielen. Einsendeschluss: 30. März 2004 ... mehr

Skandinavische Krimis
Gerhard Beckmann sagt bei den Kollegen des Fachmagazins "Buchmarkt" regelmäßig seine Meinung, diesmal über die Werbearbeit des "Zsolnay Verlages": Tobias Gohlis erkläre, warum Deutsche auf skandinavische Krimis stehen: Ein mustergültiger Verlagswerbeprospekt, der die Trommel nicht nur für die eigenen Autoren und Bücher rührt, ist der Anlass für die heutige Kolumne des Buchmarktexperten ... mehr

Die telefonische Mord(s)beratung
MordsberatungDie "telefonische Mord(s)beratung" geht in die nächste Runde. Am Samstag, den 28. Februar 2004 um 20.05 Uhr (WDR 5) wird "Über Serienmörder und Profiler" gesprochen. Das kriminalistische Trio Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv) und die Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch stellen die spannendsten Krimis um Serienmörder und Profiler vor. Und beantworten wie immer die Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Mitmachen kann man per Telefon unter der kostenfreien Nummer 0800- 5678 555 oder über Email: mordsberatung@wdr.de . ... mehr

Karen Adams
adams-strassenfegerKarlsruhe als Schauplatz eines Krimis: Mysteriöse Todesfälle, eine ehrgeizige Kommissarin und ein charmanter Privatdetektiv - das sind die Zutaten für Karen Adams Fächerstadt-Krimi "Straßenfeger" (Heyne). Das "Kulturcafé" des "SWR Fernsehens (BW)" stellt das Buch in der Sendung vom 28.04.2004 um 18.10 Uhr vor ... mehr

 26. Februar 2004

Frank Witzel
witzel-revolution Nun, schreibt Wolfgang Bortlik in der "WoZ" 9/2004, ein Roman im strengen Sinne sei das nicht, auch wenn es am Schluss zu einem überraschenden Plot mit einem Mord komme. Es sei ein Textgeflecht, in dem alles zusammenhänge und durcheinander gehe. Die Rede ist von dem Roman "Revolution und Heimarbeit" (Edition Nautiluis) von Frank Witzel, "ein Mann vieler Talente und von grossem Wissen" der schon mit seinem vorhergehenden Roman "Bluemoon Baby" einen schillernden Roman über Verschwörungstheorien und Paranoia geschrieben habe ... mehr

Dan Brown
brown-sakrileg Die beliebteste Geschichtswissenschaft sei die paranoide, meint Thomas Steinfeld in der "Süddeutschen Zeitung" vom 26.02.2004. Eines der schönsten Beispiele dieser paranoiden Geschichtswissenschaft sei Dan Browns Roman "The Da Vinci Code", der im vergangenen Frühjahr in den Vereinigten Staaten erschien und dort über viele Monate die Bestsellerlisten beherrschte. In dieser Woche ist das Buch unter dem Titel "Sakrileg" (Lübbe) in den deutschen Handel gekommen ... mehr

Peter Zeindler
Am 18. Februar ist der Krimischriftsteller Peter Zeindler 70 Jahre alt geworden. Eigentlich will er nicht, dass seine Romane das Etikett "Krimi" tragen, aber, meint er, es sei schwierig, daraus auszubrechen. Eric Facon sprach mit ihm für das Schweizer Radio "DRS" und Sie können das Gespräch mit "Real Audio" hören ... mehr

Thea Dorn
Dorn-Die BrutSeit Thea Dorn vor zehn Jahren ihren Debütroman "Berliner Aufklärung" vorlegte, gilt sie als brutalste Krimi-Autorin Deutschlands. In ihrem neuen Roman "Die Brut" zeigt sie, dass sie auch anders kann - und will. Es geht um Psychologie und Gesellschaftskritik. Ein Porträt von Birgit Warnhold in der "Berliner Morgenpost" vom 26.02.2004 ... mehr

Stewart O'Nan
Den amerikanischen Schriftststeller Stewart O'Nan als Krimiautor zu bezeichnen, wäre natürlich ziemlich weit hergeholt. Wer aber wissen will, wie man den Autor einordnen soll, der braucht neben etwas Zeit auch "Real Audio". Dann kann man nämlich ein wunderbar langes, mit Interview-Originalton unterfüttertes Porträt des Autors bei Radio "DRS" hören, das Johannes Kaiser, der seit Jahren die Arbeit des US-Autors verfolgt, verfasst hat. Nach einigem Suchen werden Sie den richtigen Link auf der Literaturseite des Senders finden, nämlich .... hier

 25. Februar 2004

Jean-Christophe Grangé
Jean-Christophe Grangé In Jean-Christophe Grangés neuem Roman "Das Imperium der Wölfe" (Ehrenwirth) geht es wie immer bei dem Franzosen hoch her. Viel Spannung, wenig Psychologie - und wirklich hässliche Morde: Der Thriller-Autor kennt keine Freifahrt zum Happy End. Ein Artikel von Marcus Bäcker im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 21.02.2004 ... mehr

Wolfgang Kaes
kaes-todfreunde Mit dem Roman "Todfreunde" (Rowohlt) habe Wolfgang Kaes einen rheinischen Kriminalroman geschrieben. Der Autor fessele durch freundliches Erzählen - trotz manch bitterer und brutaler Wendung. Ein Artikel von Peter Pauls im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 21.02.2004 ... mehr

Mari Jungstedt
jungstedt-dendunichtsiehst Peng! "Der Krimi des Jahres, und das obwohl das Jahr gerade erst angefangen hat. Dieses Buch dürfen Sie sich nicht entgehen lassen!" Wenn das keine Begeisterung ist, die das "ZDF" in seiner Bücherkolumne verbreitet. Der Roman "Den du nicht siehst" (Heyne-Verlag) von Mari Jungstedt hat die Redaktion überwältigt: "Mit ihrer klaren Sprache treibt sie die Handlung ohne unnötige Umwege voran. Sie versteht es, einer Vielzahl von Figuren Leben einzuhauchen." ... mehr

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die Gewinner der "Dilys", "Lefty", "Otter" and "Bruce Alexander Awards" wurden bekanntgegeben:
2004 "Dilys Award": "Lost in a Good Book" von Jasper Fforde
2004 "Lefty Award": "Mumbo Gumbo" von Jerrilyn Farmer
2004 "Otter Award": "More Than You Know" von Meg Chittenden
2004 "Bruce Alexander Historical Award": "For the Love of Mike" von Rhys Bowen
Gestorben ist am 20.02.2004 Babs Hodges Deal auch Babs Deal genannt. Sie starb mit 74 Jahren in Montgomery, Alabama. Für ihren ersten Krimi wurde sie für den "Edgar" nominiert ... mehr

Hard Case Crime
block-griftersgame Eine neue Krimireihe wird in den USA aufgelegt: "Hard Case Crime". Mittelpunkt der Reihe werden "hardboiled" Stoffe sein. Meisterwerke der "Noir-Literatur" sowie neue Romane werden erscheinen, wobei die Covergestaltung an alte Pulp-Illustrationen anlehnt. Im September 2004 geht es mit Lawrence Block und seinem Roman "Grifters Game" los, es folgen Max Phillips, Erle Stanley Gardner, Richard Aleas, Max Allan Collins und Domenic Stansberry ... mehr

 24. Februar 2004

Horst Eckert
ridpath-fatalerror Eine Lust und eine Last können Lesungen sein. Umso schöner ist es, wenn sich die Abläufe derselben einmal ändern. Horst Eckert, der zur Zeit mit seinem neuen Krimi "Purpurland" (Grafit) durch die Lande tourt, legt einiges an Strecke zurück. So findet sich der Bericht einer Lesung (in einem Autohaus) in Krefeld in der "Westdeutschen Zeitung" vom 17.02.2004, sowie eine Meldung aus Weiden/Oberpfalz, die vom "Oberpfalznetz" verbreitet wird. Dort erfahren Sie von einer erstaunlichen Nähe zu Karl May ...

John Ridley
Das österreichische Onlinemagazin "evolver" hatte schon immer ein Faible für die "Noir"-Sparte der Gattung. Vor kurzem veröffentlichten sie ein Porträt des amerikanischen Autors John Ridley von Martin Compart, nun stellt Jürgen Fichtinger das Buch "Those Who Walk in Darkness" vor. "So erschafft Ridley eine durch und durch mißratene Welt, eine zerrissene Heldin par excellence und generell eine Grundstimmung, wie sie schwärzer nicht sein könnte." ... mehr

Pat Barker
Pat Barker Die Fallgrube, über der unsere Parameter von Unschuld und Schuld plötzlich einbrechen, warte auch auf den Leser des Romans "Der Eissplitter" (dtv) von Pat Barker, schreibt Angela Schader in ihrer Besprechung für die "Neue Zürcher" vom 21.02.2004. Hier stosse man an Grenzen des Verstehens, die Pat Barkers Roman nicht verwischen oder planieren wolle. "Border Crossing", Grenzüberschreitung, heisse das Buch im Original: Die Linie, welche das soziale Wesen Mensch vom Bösen trenne, bleibe wahrnehmbar - aber durchlässig; nach beiden Seiten hin ... mehr

James Sallis
Weiter geht es mit der Noir-Abteilung im Onlinemagazin "evolver". Da die Noir-Fans fernab des üblichen Whodunit unter deutschsprachigen Veröffentlichungen nur selten fündig werden, seien sie oft gezwungen, zum Original zu greifen. Jürgen Fichtinger hilft dabei und stellt James Sallis' Roman "Cypress Grove" vor. Erzählt wird die Geschichte Turners, eines Ex-Psychotherapeuten, Ex-Cops und Ex-Sträflings und Fichtinger ist begeistert: "Kurzum: ein herrliches Buch!" ... mehr

Das Kriminal
ridpath-fatalerror In der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Literaturen" schreibt Franz Schuh über die eitlen Rituale der Bücherszene – im echten Leben und im Roman. Der angedeutete Roman ist "Undercover in Madrid" (Piper) von Manuel Vázquez Montalbán: "Aber ein derartig grandioses Werk der Betriebsverachtung wie das jüngst neu aufgelegte von Manuel Vázquez Montalbán wird man lange suchen" ..... mehr

Mark Costello
Genau wie Jonathan Franzen, der neue Superstar der amerikanischen Literaturszene, und Jeffrey Eugenides gehört auch Mark Costello zu einer innovativen Schriftsteller-Generation. Sie haben die Tradition der "Great American Novel" neu belebt, jeder mit eigenen stilistischen Mitteln. Mark Costello wurde von der heimischen Literaturkritik als postmoderner Raymond Chandler bezeichnet. Eine Vorstellung des Romans "Paranoia" (Goldmann) von Mark Costello bei "3sat/kulturzeit" ... mehr

Frank Schätzing
Irgendetwas tut sich in der Tiefe des Meeres. Der Schwarm Geheimnisvolles Paralleluniversum aber auch an Land, wo "Kiepenheuer & Witsch" mit Frank Schätzing einen Autor als Headliner seines Frühjahrsprogramms auf den Markt schickt, dessen Namen man als Nutzer des Suhrkamp-Hanser-Rowohlt-Systems noch nie gehört hat, dessen Bücher in den vergangenen Jahren aber trotzdem oder vielleicht gerade deshalb eine Viertelmillion Exemplare verkauft haben. "Der Schwarm" heißt das am 23. Februar 2004 in einer Startauflage von 100.000 Exemplaren bei "Kiepenheuer & Witsch" erscheinende Buch, und Tobias Rapp ist der Rezensent in der "taz" vom 21.02.2004, der nicht nur verwundert, sondern auch erfreut und zusätzlich irritiert ist, daß ein deutscher Verlag den amerikanischen Thrillerautoren ein Produkt aus eigener Produktion entgegenzusetzen vermag. Und dafür auch einen Autor an der Hand hat, der wie gecastet zu sein scheint für diesen Job. Der es zu dem schafft, in der "taz" für seine wenig amerikafreundliche Romanhandlung den Vorwurf "ideologisch zu einfach gestrickt zu sein" erhalten darf... mehr

Frank Schätzing 2
Einen gigantischen Thriller habe Frank Schätzing mit seinem Buch "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) geschrieben über die Bestien, die das Meer birgt, lobt Ulrich Baron in "Die Welt" vom 21.02.2004. Und um dem Faktenreichtum des Romans Entsprechendes entgegenzusetzen, denn "Schätzings ozeanisches Opus ist voll beladen mit neuesten wissenschaftlichen Fakten - über Eiswürmer, Methanhydrat, Meeresströmungen, militärische Delphindressur, Gentechnik und künstliche Intelligenz. Doch es hat auch Vorläufer." präsentiert er dieselben ... mehr

Frank Schätzing 3
So clever er sein Werk lanciert – der Kölner Frank Schätzing (Jahrgang 1957) hat nicht heiße Luft fabriziert, sondern aufwendig recherchiert und mit "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) ein spannendes Buch geschrieben. Der Verfasser von "Tod und Teufel" (1996) und "Lautlos" (2000) inszeniert die Katastrophe so, als könnte all das wirklich in Kürze geschehen. Profi Schätzing wirbt für ein erfolgsträchtiges Produkt und – für ein wirklich gutes Buch, meint Jens-Uwe Sommerschuh in der "Sächsischen Zeitung" vom 24.02.2004 ... mehr

Matthias Körner
koerner-toedlicheswasser Genauso abgelegen und halb vergessen wie Wallanders Heimat Schonen sei die Lausitz in Südbrandenburg. Und fast so knurrig sei auch Kommissar Bollhagen aus Cottbus. Doch der Krimi "Tödliches Wasser" (Gustav Kiepenheuer Verlag) von Matthias Körner sei im Gegensatz zu Mankells "sozialdemokratischen" Krimis ziemlich "grün" ausgefallen. Körner habe einen Krimi geschrieben - vor allem über die Menschen in seiner Heimat, meint Jens Blankennagel in der "Berliner Zeitung" vom 21.02.2004 ... mehr

Stephen Booth
Booth-kaltesGrab Von einem mysteriösen Flugzeugabsturz erzähle Stephen Booth in seinem Roman "Kaltes Grab" (Manhattan), berichtet Ulrich Baron in "Die Welt" vom 21.02.2004. Booth konfrontiere Ermittler und Leser mit einer Reihe von scheinbar unabhängigen Fällen und Vorkommnissen, die alle mit jenem Absturz zu tun haben. Dieser Kurzschluss von Gegenwart und Vergangenheit erzeuge eine Hochspannung, die noch weitere Opfer fordern werde und gerade dort zu dramatischen Entladungen führe, wo man es nun wirklich am allerwenigsten erwartet hätte ... mehr

Patricia Cornwell
Niemals zuvor waren in der Unterhaltungsliteratur derart detaillierte Schilderungen aus der Gerichtsmedizin zu finden gewesen wie in Patricia Cornwells Romanen.Ihre Serienheldin, die Pathologin Kay Scarpetta war mit seitenlangen Schilderungen von übel zugerichteten Leichen an krassem Realismus nicht mehr zu überbieten. Eine Analyse von Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 20.02.2004. Doch in ihrem neuen Roman "Insel der Rebellen" (Hoffmann & Campe) erfülle Cornwell die Erwartungen ihrer hartgesottenen Leser nicht. Das muss nicht schlecht sein - scheint es hier aber ... mehr

Michael Ridpath
ridpath-fatalerror Die Spannung im Roman "Fatal Error" (Hoffmann und Campe) von Michael Ridpath liege eigentlich weniger in den Morden als in der Geschichte um den Aufbau eines Internet-Start-Ups, schreibt Frank Baloch im "ZDF" am 19.02.2004. Das Buch sei fesselnd, spannend und gut zu lesen- aber ein Thriller im eigentlichen Sinn sei es nicht.... mehr

Manuela Martini
Wer mit regionaler Kost in der (Über-)Fülle der kriminellen Speisekarte überregional auf sich aufmerksam machen möchte, der (oder die) müsse sich schon etwas Ausgefallenes einfallen lassen, meint vk in der "Neuss-Grevenbroicher Zeitung" vom 24.02.2004. Manuela Martini sei das mit ihren Büchern "Outback" und "Barrier Reef" (beide Bastei/Lübbe) gelungen, obwohl "Shane O'Connors zweiter Fall" ein wenig durchhänge ... mehr

Håkan Nesser
nesser-undpiccadillycircus Schon wieder ein guter Håkan Nesser Krimi, wundert sich Michael Sahr im "ZDF" am 22.02.2004 ud meint den Roman "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" (btb). Auf über 300 Seiten erscheine vor dem geistigen Auge des Lesers das schwedische Kumla mit seinen beschaulichen Schweden-Häusern, seinen schrulligen Bewohnern. Ein Krimi, aber vor allem eine authentische Erzählung über eine Jugend in Schweden in den 60er Jahren .... mehr

Håkan Nesser 2
Sein Kriminalkommissar van Veeteren hat ihn berühmt gemacht, doch der ist im Ruhestand. Vorerst. Hakan Nesser schreibt auch andere Kriminalromane, in denen es ihm darum geht, seelischen Erfahrungen und psychischen Konflikte auszuloten. "Kim Nowak badete nie im See Genezareth" ist ein solcher Krimi. Nach diesem Muster geschrieben ist auch "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla". Eine Besprechung von Christiane Schwalbe bei "Radio Bremen" .... mehr

Christian Görlitz
Der Autor und Regisseur des Fernsehfilms "Bauernopfer", Christian Görlitz sprach mit Alexander Bickel im "ZDF" am 10.02.2004 über seine Arbeit, die Frage der Wahrhaftigkeit und das Genre Krimi ... mehr

Dirk Schmidt
schmidt-letztenachtinqueens Einmal ein Buch schreiben, das unverändert veröffentlicht wird. Das war der Traum von Dirk Schmidt. Auf seinem Schreibtisch liegt die Erfüllung: 170 Seiten dick. "Letzte Nacht in Queens" (Rowohlt) - sein erster Krimi. Ein Bericht von Maren Schürmann in der "WAZ" vom 22.02.2004.... mehr

 20. Februar 2004

Michael Frayn
 frayn-spionagespiel In der "Frankfurter Allgemeinen" vom 14.02.2004 wurde der Roman "Das Spionagespiel" (Hanser) von Michael Frayn besprochen und gewürdigt, daß er nicht nur Krimi, Kriegsgeschichte und Entwicklungsroman in einem sei, sondern auch eine Reflexion über das, was wir über andere zu wissen meinen und woher ... mehr

Pieke Biermann
brown-sakrileg Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".
Die nächste Sendung am Sonnabend, den 21.Februar 2004 9:25 und 11:25 im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema GEFAHR IM VOLLZUG. Eine Kriminalreportage über gefährliche Einsätze und Eigensicherung ... mehr

Laura Lippman
lippmanfoto Das Leser- und Buchhandelsmagazin "Buchszene" bringt des öfteren auch Porträts über Krimiautoren und -innen. Auch wenn diese recht verlags- und buchhandelsnah ausgelegt sind, sozusagen als Verkaufsförderung, so sind sie doch eine nette Lektüre zum Kaffee. Hier zum Beispiel eine Vorstellung der Krimiautorin Laura Lippman, deren ersten beiden Bände der Tess-Monaghan-Reihe "mit Spannung, erfrischendem Humor und einer unkonventionellen Heldin begeistern." (aus dem Jahr 2003) ... mehr

 19. Februar 2004

Dan Brown
brown-sakrilegEin Mord im Louvre, geheime Sekten, ein historisches Komplott und der Heilige Gral: Mit einem ketzerischen Krimi verärgert Bestseller-Autor Dan Brown die Kirche - und begeisterte in den USA sechs Millionen Leser. Nun erscheint sein haarsträubend spannender Roman "Sakrileg" (Lübbe) auch bei uns. Ein Bericht im "Stern" inklusive Leseprobe am 19.02.2004 ... mehr

Hans-Otto Thomashoff
thomashoff-notizendesdoktorfreudExklusiv im "Ö1 Newsletter" publiziert "oe1.ORF.at" im Rahmen einer Kooperation mit dem Verlag "Deuticke" die ersten zehn Kapitel des neuen Federer-Krimis "Die Notizen des Doktor Freud" von Hans-Otto Thomashoff. Das kurze Einleitungskapitel wird Ihnen beim Sender schon jetzt serviert. Kapitel 2 erhalten Sie dann im Newsletter ... mehr

Thea Dorn
Dorn-Die BrutAls ein kalt geschmiedetes Meisterstück, das ein wenig zu lang, aber ziemlich scharf sei, bezeichnet Tobias Gohlis in seiner Krimikolumne in "Die Zeit" 19/2004 den Roman "Die Brut" (Goldmann/Manhattan) von Thea Dorn. Alles sei so glatt gefeilt, so fein poliert, so glänzend schlüpfrig, daß jenes kalte Grauen ganz unmerklich in den Leser dringe. Das sei nicht nur spannend, sondern vor allem auch raffiniert ... mehr

Frank Schätzing
Frank Schätzings Roman "Der Schwarm", der in diesen Tagen bei "Kiepenheuer & Witsch" erscheint, sei ein tausend Seiten starker Öko-Krimi, ein Wissens-Wälzer und Weltuntergangstraktat, den man man schnell lesen müsse, allein schon deshalb, weil man seinen Schlaf erst Der Schwarm finde, wenn man über Stock und Stein und mit hängender Zunge ans Ziel gekommen sei. Auch Ulrich Greiner ist in "Die Zeit" 19/2004 also infiziert vom Schmökervirus, der den Leser des Romans befällt. Und neben aller Begeisterung ob der Wissensfülle, die Schätzing unterhaltend aufbereitet hat, kommt er zu einem stimmigen Resümee: "Wer aber Frank Schätzings Roman gelesen hat, der wird um jede Handbreit trockenen Bodens dankbar sein und Wasserbetten meiden." ... mehr
Mit Flash und allem anderem Pipapo des Computerzeitalters wartet die Internetseite zum Roman auf: "www.derschwarm.com/"

John Ridley
Für das Online-Magazin "Evolver" berichtet Martin Compart über eine neue Hoffnung der US-Unterhaltungsliteratur: John Ridley. Er ist der schwarze Gigant des Noir-Romans und seine literarische Frauengestalten sind die schlimmsten Femmes fatales der zeitgenössischen Kriminalliteratur ... mehr

Susanna Mendes Berliner Krimisalon
Vor einiger Zeit haben wir schon einmal auf Susanna Mendes "Krimisalon" hingewiesen. Krimi-Salon An jedem letzten Montag im Monat stellt Susanna Mende in der Leibnizstr. 87, Berlin Charlottenburg, Autorinnen und Autoren der kriminellen Zunft vor (bisher u.a. Helen Zahavi, Jean-Patrick Manchette, Robert Littell, Patrícia Melo, Chester Himes).
Den 13. Salon bestreitet am 23. Februar 2004 ab 20:00 Thomas Brovot. Der Verleger und Co-Übersetzer stellt die Autobiographie "Bevor es Nacht wird" des kubanischen Schriftstellers und Dissidenten Reinaldo Arenas vor.
Aus den Texten liest Knut Gerwers ... mehr

 18. Februar 2004

Lutz Büge & Charles Dickens
Es lässt den Schriftstellern keine Ruhe, dieses Werk. Das unvollendete, das letzte des großen Charles Dickens. Und dann auch noch ein Krimi, manche sagen gar: der Prototyp der Detektivgeschichte. So startet Wolfgang Hettfleisch seine Besprechung des Romans "Der Fall Edwin Drood" (MännerschwarmSkript Verlag) von Lutz Büge & Charles Dickens in der "Frankfurter Rundschau" vom 18.02.2004. Und er stellt fest, daß sich in Büges Komplementär-Erzählung, sprachlich und inhaltlich erstaunlich glatt gestrickt aus Originalvorlage und Ergänzung, nur zusammen füge, was doch irgendwie zusammen gehöre ... mehr

Lutz Büge & Charles Dickens 2
edwindrood.jpg Lange vor dieser Besprechung hat ludger menke beim "bücherfreund" darauf hingewiesen, daß ganze Heerscharen von Dichtern, Kritikern, Wissenschaftlern und Dickens-Anhängern sich seither berufen fühlten, das Fragment zu beenden und das Geheimnis zu lüften. Er verweist z. B. auf Fruttero und Lucentini und bemerkt dazu: "Während Fruttero und Lucentini mit Esprit schreiben, wirken Büges Variationen eindimensional und einfallslos. Gekonnten Seitenhieben der beiden Italiener auf die "Drood-Manie" kann Büge bis auf ein paar flapsige Sprüche seines Geoffrey nichts entgegensetzen" ... mehr

Michele Giuttari
Acht Liebespaare hat der Serienmörder auf dem Gewissen. Seit Jahrzehnten sorgt das so genannte Monster von Florenz für Aufsehen - ein Fall, der scheinbar unlösbar ist. Kommissar Giuttari jagt ihn noch immer - jetzt auch mit seinem Buch "Scarabeo". Seine Erfahrungen als Mordkommissar hat Michele Giuttari nun in einen Roman einfließen lassen, der sich bereits in der ersten Woche nach Erscheinen über 50.000 Mal verkaufte. Ein Bericht der "kultuzeit" bei "3sat" am 17.02.2004 (mit Verweis auf den Roman "Das Ungeheuer von Florenz" (Diogenes) von Magdalen Nabb, der auf obiger Begebenheit basiert) ... mehr

John Grisham
grisham-urteil hoerbuch Wer sich einen literarischen Adrenalinstoß auf höchstem Niveau gönnen will, dem sei die Hörbuchversion von John Grishams "Urteil" (Ullstein Hörverlag) wärmstens empfohlen, schwärmt Kristine von Soden bei der "Deutschen Welle" am 17.02.2004. Von der ersten Zeile an ziehe John Grisham - wie gewohnt - seine Fangemeinde in den Bann und Und eine bessere Besetzung als Charles Brauer sei für "Grishams deutsche Stimme" kaum denkbar. Eine "Akustische Kostprobe" liefert der Sender freundlicherweise direkt mit ... mehr

Kalender

Peter Zeindler
Peter Zeindler Der Schweizer Autor Peter Zeindler, vierfacher Träger des deutschen Krimipreises wird heute 70 Jahre alt. Peter Zeindler, am 18. Februar 1934 geboren, lebt in seiner Geburtsstadt Zürich. Seit 1974 freier Schriftsteller und Journalist. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte bei Emil Staiger. Seit 1986 auf den Preis der deutschen Krimikritiker abonniert. Er veröffentlichte zahlreiche Kriminalromane, von denen vier mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurden. 1996 erhielt er den Ehren-Glauser für sein Gesamtwerk. Meist steht der Berner Antiquar Konrad Sembritzki im Mittelpunkt von Zeindlers Agentenkrimis. (Info: Westf. Literaturbüro Unna ).
Info und umfangreiche Bibliographie beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , ein Porträt gibt es bei "swissinfo" , ein Interview führte die "Neue Zürcher" . Außerdem ein Bericht des "Bieler Tagblatts"

Len Deighton
der englische Schriftsteller, Journalist und Filmproduzent Len Deighton wurde am 18. Februar 1929 im Len Deighton Londoner Marleybone-Distrikt als Sohn anglo-irischer Eltern geboren. Er arbeitete als Kellner in Picadilly, stellvertretender Konditoreichef in der Royal Festival Hall, Fabrikmanager, Lehrer in Brittany, Illustrator in New York, Nachrichtenfotograf sowie Direktor einer Werbeagentur in London. Als Steward der British Overseas Airway Corporation reiste er 1956-57 an viele exotische Orte. 1960 heiratete Deighton Shirley Thompson, eine Illustratorin. Später lebte er mit seiner Familie auf einer Farm bei den Mourne Bergen in Irland sowie in Portugal.
Mit seinen Agenten Harry Palmer und Bernard Samson wurde er zu einem der wichtigsten und deftigsten Vertreter des britischen Agentenromans. Ein Vielzahl seiner Romane, unter anderem "The Ipcress File" wurden verfilmt. Legendär ist seine Fiktion über die geglückte Invasion von Hitlers Wehrmacht auf der britischen Insel ("SS gegen GB").
Bio- und Bibliographie gibt es bei "hofius.de" und bei "Fantastic Fiction" (engl.) , eine Rezension bei Ekkehart Knörers "Crime Corner" .



 17. Februar 2004

Verena von Asten
Das Krimi-Fieber grassiert, und nicht nur in Schweden wird gemordet. Ganz subtil gehen die Mörder in Eupen ans Werk, greifen eher zum Gift als zur Axt. Den "Tod in der Sauna" hat Verena von Asten in ihrem zweiten Krimi aufgedeckt und wurde dafür mit dem RDG-Preis ( Preis des "Rates der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens") für Literatur belohnt. Eine Meldung des "netechos" ... mehr

Ralf Kramp
Die Sammlung "Ein Viertelpfund Mord" (KBV) von Ralf Kramp gehört für Sibylle Haseke, wie sie in ihrer Besprechung bei "WDR 4" am 17.02.2004 mitteilt, zu den unterhaltsamsten Büchern, die sie in letzter Zeit gelesen habe. Sie weiche so ganz vom üblichen Krimimuster ab und überzeuge durch ihre einfallsreichen und überaus pointierten Geschichten. Wer erstklassigen schwarzen Humor liebt, der werde hier fündig. Und wer nicht lesen will, kann den Beitrag auch hören ... mehr

Peter Zeindler
Morgen wird der Schweizer Autor Peter Zeindler, vierfacher Träger des deutschen Krimipreises, 70 Jahre alt. Ein Anlass für "swissinfo" ihn umfassend vorzustellen. Obwohl er vor allem als Kriminalautor bekannt ist - und hier namentlich als einer der wenigen deutschsprachigen Verfasser von Spionage-Romanen - hat der promovierte Germanist schon mehrfach auch für die Bühne geschrieben - seine ersten beiden Arbeiten überhaupt waren Stücke ... mehr

Andrea Camilleri
camilleri-rachedesschoenengeschlechts Es sei wie immer, beginnt Alexander Kudascheff seinen Beitrag über den Roman "Die Rache des schönen Geschlechts" (Lübbe) für die "Deutsche Welle" vom 16.02.2004. Mit wenigen Sätzen fange uns Andrea Camilleri ein und entführe uns mit einer kaum zu überbietenden Nonchalance nach Sizilien. Sofort umfange uns die Atmosphäre der Insel und sofort seien wir alle wieder Ermittler an der Seite des schon legendären Commissario Montalbano ... mehr

Kalender

Ruth Rendell
rendell Am 17. Februar 1932 wird Ruth Rendell in London geboren. Auch unter dem Pseudonym Barbara Vine bekannt, wird sie in Großbritannien als Königin der Kriminalliteratur gefeiert, unbestreitbar eine der großen Autorinnen des modernen englischen Kriminalromans. Sie ging in London zur Schule, später arbeitete sie zunächst als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Kriminalromanen widmete. Ihr erstes Buch erschien 1964, seitdem hat sie schon über 30 Romane und 4 Bände mit Kriminalgeschichten verfaßt. Bekannt und beliebt wurde sie insbesondere durch ihre Kriminalromane um den Chief Inspector Wexford. Für ihre in 15 Sprachen übersetzten Bücher erhielt sie dreimal den Edgar-Allan-Poe-Preis, zweimal den "Golden Dagger Award"; 1997 wurde sie mit dem "Grand Masters Award" der Crime Writers Association of America ausgezeichnet und von Königin Elizabeth II in den Adelsstand erhoben.
Infos gibt es bei der "Krimi-Couch" , bei "Random House" , beim "Diogenes Verlag" , ein Porträt von Sacha Verna gibt es bei "Die Welt" , und den 70. Geburtstag nahm Petra Oelker zum Anlass, Ihre Bewunderung auszusprechen. Was sich zu einem lesenswerten Werkbericht entwickelte, der in "Die Zeit" 8/2000 abgedruckt wurde.

 16. Februar 2004

Preise
Schöne Meldungen verbreitet das Fachmagazin "Buchmarkt" heute um die Mittagszeit.
Den Kurt-Wolff-Preis 2004 mit einer Preissumme von 26.000 Euro erhält die Edition Nautilus , die neben dadaistischen und politischen Texten auch ein Handvoll Kriminalliteratur verlegt (Robert Brack, Ingvar Ambjørnsen, Léo Malet).
Freude auch für Hajo Emons. Er ist nicht nur Inhaber des unter anderem durch seine Regionalkrimis bekannten "Emons Verlages", sondern auch an der Filmproduktionsfirma "Wüste Film West", einer Filiale der "Wüste Filmproduktion" beteiligt.
Die Verknüpfung scheint zu funktionieren, meint das Fachmagazin. Es häufe sich die Nachfrage nach Filmrechten, unter anderem an "den kulinarischen Kriminalromanen von Carsten Sebastian Henn, den Kommissar Löhr-Krimis von Peter Meisenberg und den Eifel Krimis von Edgar Noske" ... mehr

Israel Hame'iri
hameiri-SymbioseMan könne Israel Hameiris Werk "Symbiose" (dtv) als Variante eines Kriminalromans lesen, meint Jakob Hessing in der "FAZ" vom 13.02.2004 (vorgestellt von "bücher.de") und deshalb verrät er die Pointen der Handlung nicht. Die Hintergründigkeit derselben erschöpfe sich allerdings nicht im Verbergen und Aufdecken eines Verbrechens ... mehr

Hans-Otto Thomashoff
thomashoff-notizendesdoktorfreudIn Amerika schreiben die Anwälte Krimis, in Wien die Psychoanalytiker. Passt irgendwie, findet Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 13.02.2004, wo sie das Buch "Die Notizen des Doktor Freud" (Deuticke) von Hans-Otto Thomashoff bespricht. Im zweiten Fall von Inspektor Federer mache es Thomashoff sichtlich Spaß, seine Kollegen ein wenig insidermäßig auf die Schaufel zu nehmen ... mehr

Stewart O'Nan
O'Nan-Halloween Die Geisterbahn fahre auf einem schmalen Grat zwischen Kitschstaffage und wahrhaftiger Katastrophe in Stewart O'Nans Roman "Halloween" (Rowohlt Verlag) bemerkt Hubert Winkels im "Deutschlandfunk" am 15.02.2004. Ob und wie ihm das gelinge, sei das eigentlich Spannende. Zugleich ist Winkels Beitrag so etwas wie eine Schnelleinführung in das Gesamtwerk Stewart O'Nans .... mehr



Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
John Marsden "Tim" Reilly, besser bekannt als John M. Reilly ist am 9. Februar 2004 im Alter von 70 Jahren Coopertown, New York gestorben. Der Professor für Anglistik war unter anderem Herausgeber des "OXFORD COMPANION TO CRIME AND MYSTERY WRITING" (1999) und erhielt 1981 den "Edgar" für das beste Sekundär-/Biographiebuch zur Kriminalliteratur (für "TWENTIETH CENTURY CRIME AND MYSTERY WRITERS") .. mehr

Jaques Buval
Jaques Buval Zwischen 1989 und 1996 tötete der Serienmörder Anatolij Onoprienko 52 Menschen auf teils bestialische Weise. Autor Jaques Buval versucht sich in seinem Buch "Der Todesbote" (Heyne) an einer Rekonstruktion der Lebensgeschichte des Täters, der zeitweise auch in Deutschland lebte. Michael Sahr bespricht das Buch im "ZDF" am 10.02.2004. Dort gibt es auch das Video eines Gesprächs des Autors mit Johannes B. Kerner ... mehr

Robert Harris
Robert Harris:Pompeji Hat der britische Thriller-Autor Robert Harris in seinem Roman "Pompeji" (Heyne Verlag) den Untergang Pompejis oder den Amerikas beschrieben? Ein Gespräch mit ihm über Bush, Blair und Plinius den Älteren führte Daniel Sundermann für "Die Welt" vom 14.02.2004 . ... mehr

Dolly Buster
Die Romane "Hard Cut" und "Tiefenschärfe" von Dolly Buster legen nicht allein Wert auf Schock und Geschlecht, psychologisch sind Dolly Busters (Un-)Taten wohl begründet, findet Henner Kotte im Stadtmagazin "Blitz". Grund genug, dass die Autorin zu diesen Werken Rede und Antwort steht ... mehr

Gisbert Haefs
 Gisbert Haefs 17 Jahre nach dem Roman erscheint nun die CD. "Matzbach fährt nach Schweden" (Audiobuch Verlag) von Gisbert Haefs. Warum? fragt sich Christoph Pollmann im Magazin "Titel" vom 15.02.2004. Sei doch gerade das Haltbarkeitsdatum des Plots weit überschritten: "Zwar werden Fans des feisten Feingeists über vieles hinwegsehen wollen - doch leider wird, wer hier Trost sucht, keinen finden." ... mehr


 13. Februar 2004

Esmahan Aykol
aykol-hotelbosporus Es lebe das Vorurteil, überschreibt Clara Branco die Besprechung des Romans "Hotel Bosporus" (Diogenes) in der "F.A.Z." vom 12.02.2004 (päsentiert von "bücher.de"). Wer dahinter aber einen Verriss erwartet, der ist in die Falle gelaufen, denn " "Hotel Bosporus" (türkisch: Kitapçi Dukkâni) ist ein Roman ohne Prätentionen und kommt frisch und unbekümmert daher, dem erfolgreichen Rezept des Krimis mit Weltstadttableau folgend, wie man es aus Donna Leons Venedig- und Petros Markaris' Athen-Romanen kennt." Und "Hoffentlich werden diesem Debüt weitere Fälle für Kati Hanim im Istanbuler Welttheater folgen." ... mehr

Robert Harris
Robert Harris:PompejiEr gebe sich richtg Mühe, sinniert Thomas Steinfeld in der "Süddeutschen Zeitung" vom 13.02.2004. Gemeint ist Robert Harris und sein Roman "Pompeji" (Heyne Verlag). Sicher und effizient erzähle er von den letzten achtundvierzig Stunden vor dem Knall. Nach schlichtem Muster sei dieser Roman zwar gebaut, aber das eigentliche Verdienst dieses Buches liege im Stofflichen. Und der Spaß an der Besprechung kommt durch die Formulierlust ... hier

Philipp Vandenberg
vandenberg-aktegolgatha Es sei ein vertrautes Lesegefühl, wenn man einen Philipp Vandenberg aufschlage, meint Alexander Kudascheff bei der "Deutschen Welle". Dies sei auch bei "Die Akte Golgatha" (Lübbe) nicht anders. Vandenberg schreibe spannend, er beherrsche die Kunst, stetig auf einen Höhepunkt hin seine Bücher zu komponieren, ein Feuer an Momenten zu entfachen, die den Leser weiter treiben ... mehr

John Dunning
dunning-radiosaengerin.jpgEine Mischung aus Krimi und Spionagethriller und vor allem eine Liebeserklärung an ein Medium, das letztlich nie das gehalten habe, was es zu Beginn versprochen hat, sei John Dunning mit dem Roman " Die Radiosängerin" (Rütten & Loening) gelungen. Eine Besprechung von Ramón García-Ziemsen bei der "Deutschen Welle" ... mehr

Andreas P. Pittler
In seinem Roman "Serbische Bohnen. Henry Drakes dritter Fall" (Wieser Verlag) läßt der Autor Andreas P. Pittler einen Privatdetektiv ermitteln. Krimi oder Parodie auf die ex-jugoslawische Exilszene? Mit seinen Eskapaden täusche der Autor jedenfalls nicht darüber hinweg, dass er sich in historischen und aktuell-politischen Aspekten der Balkanfrage hervorragend auskenne, meint Irmtraud Gutschke im "Neuen Deutschland" vom 13.02.2004 ... mehr

ZDF-Krimiportal
Da dachten wir, das "ZDF" habe den Elan für Kriminalliteratur verloren, weil seit Wochen kein Krimitipp mehr im "ZDF-Krimiportal" vorgestellt wird - und nach einem Klicken und Suchen findet sich alles wieder. Verschoben in die große Bücherkolumne wurde das Genre. Sozusagen Auflösung der Krimibuchreihe und Einmischen ins Allgemeine wie im Buchhandel. Zusätzlich gibt es jetzt eine Bücherdatenbank in der man nach Genre, Kontinent, Verlagen etc suchen kann ... ZDF: Bücher
christiansen-derdrittefehler Was haben wir verpasst? Den Roman "Der dritte Fehler" (KBV) von Mathias Christiansen, den Frank Baloch am 02.02.2004 vorstellte: "Die Spannung kommt auf den Punkt, die Story ist durchdacht, auch wenn sie an einigen Stellen kleine Ecken aufweist." mehr

joyce-Hannahsbildnis.jpg Ein bisschen Krimi, ein bisschen Lovestory, ein bisschen Traum von Selbstverwirklichung enthalte der Roman "Hannahs Bildnis" (Droemer/Knaur) von Mary Joyce, meint Swea Schilling am 11.02.2004. Das Buch entführe den Leser in die abwechslungsreiche Landschaft Irlands und die Handlung sei glaubwürdig, spannend und mit einer schönen Sprache erzählt, die Arbeit des Lektorats sei dagegen zu kritisieren ... mehr


Kalender

Georges Simenon *
Georges Simenon Am 13. Februar 1903 wird in Lüttich (Belgien) Georges Simenon geboren, der sich zu einem der produktivsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts entwickelte. Als berühmteste Figur seines Werks gilt der französische Kommissar Maigret, aber auch seine "Nicht-Krimis" erhielten im Laufe der Zeit die verdiente Anerkennung, viele, natürlich auch die Maigrets, wurden verfilmt.
Statt vieler Links genügt diesmal einer: Informationen gibt es in großer Fülle bei www.maigret.de


 12. Februar 2004

Schadenersatz bei Langeweile
Das Abenteuer kehrt in den Buchhandel zurück. Der "Knaur Verlag" bewirbt seinen im Juli erscheinenen Thriller Thriller "Das Messer im Sumpf" von Jonathon King mit einer Geld-zurück-Garantie, meldet das "Börsenblatt" am 12.02.004 ... hier

Stefan Beuse
beuse-meeresstille Ähnlich wie Hitchcock bediene sich Stefan Beuse sowohl in seinem aktuellen Roman "Meeresstille" (Piper) als auch im vorherigen "Die Nacht der Könige" geschickt atmosphärischer Effekte, die einen ständigen Schwebezustand des Argwohns und Zweifels erzeugen. In der mit Interviewfetzen gemischten Besprechung im "Deutschlandfunk" ( 10.2.2004) analysiert Brigitte Neumann den Roman ... mehr
Wie gewohnt präsentiert der Sender das Magazin "Büchermarkt", in dem der Roman "Meeresstille" von Stefan Beuse besprochen worden ist, auch wieder als Audiodatei und zwar hier

Krimi-Tipps
Mehrere kurze Lesetipps zu Kriminalromanen fassen wir schnell einmal zusammen.
Costello-Paranoia In der "Berliner Zeitung" vom 12.02.2004 werden besprochen: Fred Vargas Roman "Fliehe weit und schnell" (Aufbau) . In der gleichen Zeitung Carlo Schäfer: "Der Keltenkreis" (Rowohlt TB Verlag) und Clemens Stadlbauer "Quoten Killer" (Haymon)
Das Magazin "Facts" (07, 2004) lobt den Roman "Paranoia" (Goldmann) von Mark Costello als kluge, schwarze Story über die Absurditäten des modernen American Way of Life. ...

 11. Februar 2004

Håkan Nesser
Yadé Kara Es sei keine klassische Kriminalstory, sondern ein Musterbild menschlicher Anfälligkeit in Situationen, denen die Betroffenen nicht gewachsen sind. So charakterisiert Sabine Brandt in der "F.A.Z." vom 10.02.2004 (präsentiert von "bücher.de") den Roman "Kim Novak badete nie im See von Genezareth" (btb bei Goldmann) von Håkan Nesser ... hier

Andrea Camilleri
Was passiert, wenn man ein Online-Magazin aus den Augen verliert, können Sie jetzt erleben. Bzw. die positivien Folgen. Auf einen Streich kommen Sie in den Genuß zweier Interviews.
Für das Magazin des Onlineportals "Berliner Zimmer" sprach Marcus Bartscht mit dem Sizilianischen Autoren Andrea Camilleri über Goethe, die Mafia, Europa und seine Heimat ... hier

Yadé Kara
Yadé KaraInterview Nr. 2:
Die Autorin Yadé Kara stellte im Jour Fixe des "Berliner Zukunftssalons" ihr Buch "Selam Berlin" (Diogenes) vor. Enno E. Peter sprach mit der Autorin für das Magazin des Onlineportals "Berliner Zimmer" über ihr Erleben der Wendezeit, die fantastische Entstehungsgeschichte ihres Debütromans und die Pläne für die Zukunft ... hier

Akif Pirinçci
Interessiert an einem Abendessen mit dem Autor Akif Pirinçci? Wenn ja, sollten sich Ess- und Lesehungrige ins Internet begeben, denn dort ist jetzt das interaktive Spiel mit dem Kriminal-Kater Felidae online, bei dem es ein Abendessen mit dem Schöpfer des vierbeinigen Detektiven zu gewinnen gibt. Eine Meldung der "Stuttgarter Zeitng" vom 10.02.2004... hier

 10. Februar 2004

Volker Klüpfel/Michael Kobr
milchgeld.jpg Weit über die Grenzen des Allgäus hinaus hat der Regionalkrimi "Milchgeld" (Maximilian Dietrich Verlag) von Volker Klüpfel und Michael Kobr seinen Weg nach Berlin gefunden, wo die "Berliner Morgenpost" vom 09.02.2004 nämlich schreibt: "Der behäbige Kommissar Kluftinger in Kniebundhosen hat durchaus das Zeug zum Columbo von Altusried. Schon deshalb sollte dieser Krimi auch über das Allgäu hinaus bekannt werden." ... hier

Jacques Berndorf
Ein anderer, dem Regionalen zugewandter Autor hat selbst diese Region verlassen und sich des Sujets wegen nach Berlin begeben: Jacques Berndorf. Von seinem Krimi "Die Raffkes" (Grafit Verlag) berichtet Maria Frickenstein für die "Neue Westfälische" vom 08.02.2004. Bis zum Schluss bleibe Berndorfs Changieren zwischen Zorn, Gerechtigkeitsstreben und nüchterner Realitätsbetrachtung im Krimi präsent ... hier

Jacques Berndorf 2
Jacques Berndorf In der "Jungen Welt" vom 10.02.2004 kommt Jean Hausmann zu einem weniger freundlichen Urteil. Er moniert Jacques Berndorf habe in seinem Krimi "Die Raffkes" (Grafit Verlag)zu viel vermieden, vor allem den Bruch mit vorherrschenden gesellschaftlichen Klischees. "Letzten Endes hätte sich Berndorf diesen Ausflug aus der Eifel nach Berlin sparen können; man hofft, daß er nicht noch weitere Berlin-Krimis folgen läßt" ... hier

Kalender

Edgar Wallace +
Wallace Am 10. Februar 1932 stirbt der britische Schriftsteller Edgar Wallace im Alter von 56 Jahren.
Ein Edgar Wallace-Special gibt es beim ZDF, Infos und Bibliographie bei der Krimi-Couch, Infos und eine Filmographie bei deutscher-tonfilm.de, Infos und Forum beim edgarwallaceweb.de.

 9. Februar 2004

Thema Kriminalroman
Die Zeitschrift "ide" (Informationen zur Deutschdidaktik) wird in ihrer Ausgabe 2/2004 das Genre "Kriminalroman" zum Thema haben. Davon wird es im Netz nichts zu sehen geben, aber in vielen Uni-Bibliotheken ist die Zeitschrift vorhanden. Hartgesottene und/oder pädagogisch interessierte Krimifans sollten sich das Heft vormerken und zwar ... hier

Robert Harris
Robert Harris:PompejiÜber die letzten vier Tage Pompejis hat der britische Bestsellerautor Robert Harris einen Thriller geschrieben, der aus dem schrecklichen Ende Pompejis eine faszinierend moderne Geschichte macht: "Pompeji" (Heyne Verlag). Joachim Gaertner hat in der Sendung "hauptsache kultur" (31.01. und 08.02.2004) das Buch und den Autor vorgestellt ... hier

Wolfgang Kaes
Es geht um Aids, Missbrauch und den Niedergang der politischen Kultur. Mit seinem Krimidebüt "Todfreunde" (rororo) sei Wolfgang Kaes ein höchst spannender und brisanter Politthriller gelungen, schreibt Volker Albers im "Hamburger Abendblatt" vom 08.02.2004 ... mehr

Martin Prinz
Vier junge Frauen gelangen in Martin Prinz' zweitem Roman, "Puppenstille" (Verlag Jung und Jung), auf seltsame Art zu Tode. Wolf Haas habe die verbrecherische Niedertracht in seinen Brenner-Krimis auf das Niveau der Komik gehoben. Martin Prinz lese sie wieder aus den ernsten Abgründen wienerischer Seelen, lobt die "Neue Zürcher" vom 07.02.2004 ... mehr

Ralf Kramp
Alle, die klassische Krimi-Geschichten mit Nervenkitzel und Gänsehaut erwarten, sollten die Finger von dem Buch "Ein Viertelpfund Mord" (KBV) von Ralf Kramp lassen, meint Thomas Nettelmann bei "SWR 1 RP". Wer aber kurzweilige Unterhaltung suche, ein Freund des schwarzen Humors sei, der müsse unbedingt zugreifen. ... mehr

Ein Fall für Fischer
Es gibt im Monat ein paar Termine, auf die der Krimifreund gespannt sein darf. Die Rede ist von regelmäßig erscheinenden Krimikolumnen und von der Spannung, was darin besprochen werden wird. Regelmäßige Besucher der Alligatorpapiere kennen diese Kolumnenschreiber: Ulrich Noller, Tobias Gohlis, Thomas Wörtche. Dazu noch die "Crime Scene" der "taz" und Robert Schekulins Tagebuch.
Und natürlich die Kolumne "Ein Fall für Fischer", die einmal im Monat im Berliner "Tagesspiegel" erscheint. Am 08.02.2004 war es wieder soweit. Andrea Fischer hat diesmal Spät- und Seiteneinsteiger des Krimigenres als Thema gewählt, was natürlich bei Altmeistern wie Chandler, Simenon und Hammett beginnt. Hin führt die Einleitung aber zu zwei deutschen Seiten- und Späteinsteigern, nämlich Bernhard Sinkel und Veit Heinichen ... mehr

Robert Hültner
HueltnerBetrueger150Die Kriminalgeschichten des Autors Robert Hültner spielen im alten München und auf dem nahen Land. Es sind keine typischen Krimis, keine endlosen Gewaltorgien, teilt Norbert Haberger in der Sendung "Lesezeichen" des "Bayerischen Fernsehens" vom 08.02.2004 mit. Hültner schildere feinnervig das Leben der einfachen Leute vor dem chaotischen politischen Hintergrund von damals. Jetzt ist sein vierter Krimi mit Inspektor Kajetan als Ermittler erschienen: "Inspektor Kajetan und die Betrüger" (btb im Goldmann Verlag) ... mehr

Criminale 2004
criminale2004 Über die Nachrichtendienste laufen seit einiger Zeit etwas verwirrende Meldungen. Die "Criminale", heißt es darin, das größte Krimifestival Europas finde vom 28. April bis 2. Mai in Düsseldorf statt. Nun ja. Denn etwas später heißt es, daß rund 160 Autoren zur 18. Criminale am Niederrhein erwartet würden.
Also, zur Klarstellung: Die "Criminale" findet am Niederrhein statt. Rund 100 Veranstaltungen bieten Lesungen, Diskussionen und Krimi-Events. Erstmals werde die Criminale grenzüberschreitend sein, teilt Horst Eckert, der Sprecher der Autorenvereinigung "Syndikat" mit. Niederländische Autoren lesen in Deutschland, deutsche in den Niederlanden. Ach ja, Horst Eckert lebt in Düsseldorf ... mehr

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die "International Association of Crime Writers/North America" hat ihre Nominierungen für den "Hammett Preis 2004" bekanntgegeben: Laura Lippman, Dennis Lehane, Giles Blunt, Carol Goodman, Michael Gruber . .. mehr

Michael Connelly
connelly-narrowsNoch ein Häppchen für unsere englischfesten Besucher: Der amerikanische Schriftsteller Michael Connelly stellt auf seiner Website ein 11-minütiges Video zur freien Betrachtung, das Schauplätze seines neuen, im Mai erscheinenden Romans "The Narrows" vorstellt. Im Roman sollen Charaktere des Romans "Der Poet" auftauchen, und natürlich Harry Bosch ... mehr

 6. Februar 2004

Bill Pronzini
Es gibt Krimiautoren, die irgendwie jedem bekannt vorkommen, weil sie seit Ewigkeiten auf dem Markt sind und regelmäßig Bücher von ihnen erscheinen. Und obwohl sie allen bekannt sind, weiß eigentlich niemand etwas über sie. Bill Pronzini So ein Autor ist Bill Pronzini, der immer mit dem Vorurteil leben muß, das auch wir von den Alligatorpapieren gepflegt haben: einer jener Vielschreiber, um die man sich später mal kümmern kann. Glücklicherweise hat dieser seltsame Umstand Jan C. Schmidt von "kaliber. 38" keine Ruhe gelassen, so daß er endlich aufklären kann über das Phänomen des bekannten unbekannten Krimiautors Bill Pronzini. Unter dem Titel "Ein diszipliniertes Leben in der Mitte der Gesellschaft" finden Sie nun bei "kaliber. 38" umfangreiches Material über den Autor, der bis heute etwa sechzig Romane verfasst hat, darunter Western, Science Fiction und andere Genreliteratur, hauptsächlich aber Kriminalromane.
Aber das ist noch nicht alles. Eine unglaublich umfangreiche Bibliographie in der wie immer herausragenden "kaliber. 38"-Qualität rundet das Porträt ab ... mehr

Christoph Peters
peters-tuch Beide Erzählstränge, die Mörder- und Wirklichkeitssuche auf der einen Seite, die Rückschau auf das eigene Leben, die Zeit vor dem eigenen Untergang auf der anderen, beide Stränge in Christoph Peters Roman "Ein Tuch aus Nacht" (btb), die da in unterschiedlicher Richtung voneinander forttreiben, führen beide weg vom Tod und hin zu einem Geheimnis. Eine schlichtweg begeisterte Besprechung lieferte Volker Weidermann am 07.10.2003 in der "F.A.Z." ab. Am 05.02.2004 wurde bei "bücher.de" noch einmal auf das Buch hingewiesen ... mehr

Detlef Blettenberg
Berlin Fidschitown Als solide, athmosphärisch dichte Unterhaltung mit gekonnt knappen Dialogen und lakonischem Witz bezeichnet Tobias Lehmkuhl im "Tagesspiegel" vom 06.02.2004 den Roman "Berlin Fidschitown" (Pendragon) von Detlef Blettenberg. Die Behaglichkeit, mit der der Krimi beginne, fände schnell ihr Ende, denn Autor Blettenberg sei ein Meister des kurzen Prozesses ... mehr

Stewart O'Nan
O'Nan-Halloween Eine kleine Stadt wird zum Albtraumort, wo sich die Grenzen zwischen Leben und Tod aufheben. Nach der Lektüre des Romans "Halloween" (Rowohlt Verlag) von Stewart O'Nan bleibt dieses Nest unvergesslich! Ulrich Baron ist im "Rheinischen Merkur" (Nr. 06, 05.02.2004)) angetan: "Was Schriftsteller wie Stewart O’Nan auszeichnet, ist nicht allein, dass sie keine Scheu vor Genre-Literatur und Popkultur haben, sondern auch, dass sie deren Regeln ernst nehmen" .... mehr

Bei "3 sat" gibt es eine Besprechung und ein Video zum Gesprächsgast Stewart O'Nan in der Kulturzeit-Sendung vom 04.02.2004 ... mehr

Ulrich Nollers Krimitipps Februar 2004
Ulrich Noller Frisch auf Sendung gegangen sind Ulrich Nollers Krimitipps für den Februar 2004 beim "WDR 5" (Funkhaus Europa). Und was Ulrich Noller über den deutschen Kriminalroman sagt, klingt doch wesentlich erfreulicher als vor ein paar Jahren: "Düster war die Vergangenheit der deutschen Kriminalliteratur, licht scheint ihre Zukunft: Nach Jahren der Vormachtstellung des durchschnittsdeutschen Regionalkrimis kündigt sich derzeit eine Renaissance ambitionierter, avantgardistischer Kriminalromane an." Er belegt die Aussage mit zwei Beispielen jüngster Veröffentlichungen: Monika Geiers Roman "Stein sei ewig" ("ariadne" im "Argument Verlag") und Heinrich Steinfests Buch "Ein sturer Hund" (Piper Verlag), die beide höchstes Lob erhalten ... mehr

Kalender

James Hadley Chase +
Am 6. Februar 1985 stirbt der britische Schriftsteller James Hadley Chase (eigentlich: René Brabazon Raymond) 78jährig in Corseaux (Schweiz) und hinterläßt ein Oeuvre von etwa 80 Romanen (Info: Hinternet ...
Infos und Bibliographie bei mordlust.de, Crime Time (engl.) , CRIME & MYSTERY FICTION (engl./NL) , David Higham Associates (engl.)

 5. Februar 2004

Monika Geier
Monika Geier Eine junge Autorin veröffentlicht ihren dritten Krimi in der vergleichbar kleinen Krimi-Reihe "ariadne-Krimis" im Argument-Verlag. Und für alle ihre Bücher hat Monika Geier durchweg positive Kritiken bekommen. Ihr neuestes Werk, "Stein sei ewig" wurde von den Kollegen der "Krimi-Couch" zum Buch des Monats Februar gewählt.
Die "Krimi-Couch" sprach mit Monika Geier über das Problem, dauernd in die Schublade "Regionalkrimi" gesteckt zu werden, wie es ist, in einem kleinen Verlag veröffentlicht zu werden ... mehr

Colson Whitehead
Sein Debüt war 1998 ein Roman über über die kriminalistischen Abenteuer einer Fahrstuhlinspekteurin ( "Die Fahrstuhlinspektorin" -Hoffmann und Campe). Colson Whitehead sei mit seinem neuen Roman "John Henry Days" (Hanser Verlag) nicht nur ein eigenwilliges Porträt der amerikanischen Gesellschaft zwischen 1870 und 1996, sondern auch eine Auseinandersetzung mit dem Zeitalter des Pop gelungen, findet Maike Albath im "Tagesspiegel" vom 05.02.2004 ... mehr

Hakan Nesser
Hakan Nesser Der schwedische Kriminalautor Hakan Nesser habe vor einigen Jahren mit der Figur Van Veeterens eine ebenso starke wie illusionslose Figur geschaffen, die nicht zufällig auch als Pensionär das Zentrum von Nessers neuem Krimi "Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod" ( Btb Bei Goldmann), einer schon im Titel gleichnishaften Erzählung über die Lust des Menschen an der Grausamkeit, bleibe. Eine Besprechung von Anke Westphal in der "Berliner Zeitung" vom 05.02.2004 ... mehr

Criminale 2004
criminale2004 Der Relaunch der Internetseite www.die-criminale.de kann vermeldet werden.
Die Seite informiert über das jährlich stattfindende größte Krimi-Festival im deutschsprachigen Raum, über die im Rahmen des Festivals verliehenen Friedrich-Glauser-Preise und den Hansjörg-Martin-Preis, sie enthält Infos zur Autorengruppe Syndikat, Links zu Pressemeldungen über die Criminale und vieles mehr.
Da die Criminale-Vorbereitung ein noch nicht angeschlossener Prozess ist, werden Detailinfos zum Programm (ca. 100 Einzelveranstaltungen) und den ca. 160 teilnehmenden Autoren in den nächsten Tagen und Wochen eingepflegt ... mehr

Jasper Fforde
fforde-derfalljaneeyre Ein schlauer, herrlicher Spaß sei die Lektüre des Romans "Der Fall Jane Eyre" (dtv) von Jasper Fforde, schreibt Tobias Gohlis in seiner Krimikolumne in "Die Zeit" 07/2004. Thursday Next heiße die Heldin, deren von Jasper Fforde erfundenes Operationsgebiet eine krude Mischung von Alt und Neu sei. Der Krimikrieg dauert schon 131 Jahre, ein Super-Duper-Plasmagewehr kann die Entscheidung bringen, aber es gibt einen Konstruktionsfehler der, so Gohlis "nur mit Mitteln der alten Kunst des Lesens, kombiniert mit avancierter Technik weit jenseits des Quantenhorizonts, behoben werden kann." Wie das funktioniert, darf auch Gohlis nicht verraten, aber der Kritik kann man entnehmen, daß es hier um eine eigenwillige, phantasiestrotzende Geschichte geht .... mehr

Jasper Fforde 2
Der Fernsehsender "ORF" hat ein Special zum Autor Jasper Fforde ins Netz gestellt, das mit vielen Links Aufklärung über den "späten" Schriftsteller bringen kann, dessen Manuskript 76 Absagen von Agenten erhalten hat. .... mehr

Simenon als Fotograf
Johannes Willms hat für die "Süddeutsche Zeitung" vom 05.02.2004 eine Reise nach Paris unternommen und eine Ausstellung in der Galerie Nationale du Jeu de Paume besucht, wo eine Ausstellung mit Fotografien von Georges Simenon gezeigt wird.: "L’Oeil de Simenon". .... mehr

Akif Pirinçci
Buchmarketing ist eine sich immer weiter ausbreitende Methode, auf Bücher neugierig und/oder sie verkäuflicher zu machen. Erst recht, wenn höhere Startauflagen geplant sind. Das Fachmagazin "Buchmarkt" berichtete am 02.02.2004 von einer Aktion, die sich dem zur Leipziger Buchmesse erscheinenden fünften Felidae-Roman von Akif Pirinçci widmet. Bis zur Buchmesse ist es noch ein wenig, aber die Kation startet am 9. Februar 2004 ... mehr

Frank Schätzing
Wir bemühen uns ja immer, ein wenig Distanz zum oben angedeuteten offensiver Der SChwarm werdenden Buchmarketing zu halten. Wenn sich aber andeutet, daß ein deutscher Kriminalschriftsteller in der Lage sein könnte, den internationalen Durchbruch zu schaffen, lassen wir uns auch schon mal hinreißen.
Frank Schätzing heißt der Autor und "Der Schwarm" heißt das am 23. Februar 2004 in einer Startauflage von 100.000 Exemplaren bei "Kiepenheuer & Witsch" erscheinende Buch, auf das Sie sich freuen können. Ein Science-Thriller internationalen Zuschnitts, zu dessen Erscheinen unter "www.derschwarm.com/" auch eine eigene Internetseite eröffnet wird . "Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss." Eine Leseprobe finden Sie ... hier

Criminale
Die "Criminale 2004" findet am Niederrhein statt. Das dürfte inzwischen bekannt sein. Es hieß auch, daß es in manchen Bereichen der Organisation gehakt habe. Wo es aber überhaupt nicht klemmt, ist die Vorberichterstattung der niederrheinischen Presse zu diesem Ereignis. Selten wurde wohl so oft und neugierigmachend auf die Veranstaltung hingewiesen (was wohl einer der Gründe ist, warum die "Criminale" alle zwei Jahre die sogenannte "Provinz" besucht). Hier ein Bericht der "NRZ" vom 04.02.2004 über geplante Termine mit Martin Schüller, Jacques Berndorf und Renate Müller-Piper in Rees ... mehr

Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur
Dem aufmerksamen Besucher wird nicht entgangen sein, daß Thomas Przybilka neue Krimitipps zur chandlerswelt Sekundärliteratur vorgestellt hat. Die inzwischen 33. Folge der höchst informativen Lesevorschläge gibt es bei uns in zwei Versionen. Einmal im klassischen Lay-out und einmal in der 1. Ausgabe unseres Onlinemagazins "Spexial".
Das ist zwar interessant, aber wäre natürlich nichts ohne das, was man heutzutage "Content" nennt. Und davon ist eine Menge vorhanden. Zum Beispiel der Hinweis auf eine fotografische Reise durch Chandlers Welt, oder über Siegfried Schürenberg und die Edgar-Wallace-Filme. Dann gibt es aber noch etwas über den Soziokrimi, die "Mörderische Metropole Berlin", das Simenon-Jahrbuch 2003 und wie man auf den Spuren von Kommissar Maigret Paris kennenlernen kann.
Und wer Przybilkas Tipps kennt, der weiß, da gibt es noch viel mehr

 4. Februar 2004

Bücher Spezial
Während bei zeitgeistigen Internetangeboten der Begriff "Kultur" zur aussterbenden Spezies zu zählen ist und durch Begriffe wie "Lifestyle" oder "Entertainment" ersetzt, bzw. verdrängt wurde, scheint sich die "netzeitung" dieser untergehenden Art annehmen zu wollen. Sogar mehr. Das Angebot der Online-Tageszeitung wurde sogar um so etwas Exotisches wie ein Bücher-Spezial erweitert, in dem man auch einige Krimirezensionen findet ... mehr

Leonardo Padura
padura "Ein perfektes Leben" (Unionsverlag metro), der Roman des kubanischen Kriminalautors Leonardo Padura, ist der erste Teil eines vierbändigen Zyklus, in dem der Autor die kubanische Gesellschaft am Rande des untergehenden Sozialismus beschreibt und analysiert, erklärt Ulrich Noller bei der "Deutschen Welle" und er findet das Unternehmen vielversprechend: " Mit dem allgegenwärtigen Kuba-Hype hat Leonardo Padura ebenso wenig im Sinn wie mit der ebenso verbreiteten Kuba-Apokalypse, ihm geht es um möglichst exakt gespiegelte, kubanische Alltäglichkeit mit allen Aufs und Abs." ... mehr

Kalender


Friedrich GLauser *
Am 4. Februar 1896 wird der schweizer Schriftsteller Friedrich Karl Glauser in Wien geboren. Die Mutter war Österreicherin, der Vater Schweizer. Sein Leben war von Rastlosigkeit geprägt, unzählige Orte und Stationen säumten seinen Weg: Schulen in der Schweiz und in Österreich, Erziehungsheime, Gefängnisse und Psychiatrische Kliniken. Friedrich Glauser lebte in Frankreich, Belgien und Italien, war lange Zeit morphiumsüchtig, verbrachte einige Jahre in der Fremdenlegion und nahm teil an der Dadaismus-Bewegung in Zürich. Er starb am 8. Dezember 1938 in Nervi bei Genua. (Info: Unionsverlag)
Zur Erinnerung an ihren "Schutzpatron" verleiht das SYNDIKAT jedes Jahr im Rahmen der CRIMINALE den GLAUSER-Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur ... Glauser beim Syndikat

Bio-/Bibliographie und interessante Links bei der Friedrich Glauser-Gesellschaft , beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Unionsverlag , Limmat Verlag .
Info bei Krimi-couch.de und ein Feature von Beat Mazenauer.

Patricia Highsmith +
Am 4.02.1995 stirbt Patricia Highsmith in Locarno im Alter von 74 Jahren an Leukämie. (in Fort Worth (Texas) am 19.01.1921 geboren.) Patricia Highsmith schrieb vor allem anspruchsvolle, psychologisch tiefgründige Kriminalromane. Im Vordergrund ihrer Werke steht nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern die Umstände, die einen unauffälligen Durchschnittsmenschen zum Verbrecher machen. (wikipedia.de) .
Mehr bei krimi-couch.de , beim "bücherfreund" und natürlich beim Diogenes Verlag . Ein Feature von Hannes Riffel gibt es bei Amazon , ein Blick auf die Eremitin, Existenzialistin, Schneckenfreundin bei lesexpress.de , als "pdf-Datei" ein Blick auf die Diogenes-Neuedition bei lesen-leute.de

 3. Februar 2004

Schlimmer Tatort
Kein "Tatort" ohne Reklamation der Boulevardzeitungen. Der schweizer "Blick" meldet: "Ganz Deutschland ist in 'Tatort'-Aufruhr. Der Grund: Die Kult-Krimi-Serie ist laut «Bild» total versext" ... mehr

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die Autorin M. M. Kaye ist am 29. Januar 2004 verstorben. Bekannt geworden ist sie durch ihren Bestseller "Palast der Winde", sie schrieb aber auch Spannungsromane. Sie wurde in Simla, einer in 2150 Meter Höhe gelegenen indischen Stadt im Vorhimalaya, geboren. Die Autorin verbrachte den größten Teil ihrer Kindheit in Indien, lebte später mit ihrem Mann, einem General der englischen Armee, unter anderem in Quetta, Dehra Dun und Rajputana und verbrachte mehrere Jahre auf einem Hausboot in Kaschmir. Bis zu ihrem Tod lebte sie als Schriftstellerin in Sussex, Südengland (Info: S. Fischer-Verlag) . .. mehr

Max Décharné
hardboiledhollywood Flüssig geschrieben und versetzt mit einer gesunden Portion Humor, präsentiere sich "Hardboiled Hollywood" ( No Exit Press) von Max Décharné als verdichteter Informationsteppich und gewähre wertvolle Einblicke in die Geschichten hinter den Geschichten, schreibt Jürgen Fichtinger bei "evolver". Oder wußten Sie, daß Mario Puzo den "Paten" eigentlich aus einer finanziellen Notlage heraus verfaßt hat? Wir auch nicht. Deshalb findet Fichtinger: "Für Genre-Fans unbedingt empfehlenswert!" .... mehr

Deutscher Fernsehkrimi
fernsehkrimi Was eine gesalzene Kritik ist, kann man nun gut bei "literaturkritik" Februar 2004 nachlesen. Dort findet das Buch "Der deutsche Fernsehkrimi. Eine Programm- und Produktionsgeschichte von den Anfängen bis heute." (J. B. Metzler Verlag) von Ingrid Brück u.a. überhaupt nicht die Zustimmung des Rezensenten Jörg Auberg. Er moniert nicht nur handwerkliche Mängel. In der akademischen Zitatenmühle würde alles - von der Analyse eines linken Filmkritikers bis zur Banalität eines opportunistischen Schreibknechtes - zermahlen und in den spannungslosen Text integriert. Und das ist noch die sanfteste Form des Vorwurfs ... mehr

 31. Januar - 2. Februar 2004

Liza Cody/Pieke Biermann
Am morgigen Dienstagabend sitzen zwei Krimi-Autorinnen gemeinsam auf der Bühne des "British Council" am Hackeschen Markt in Berlin. "Capital Letters" heißt die Veranstaltungsreihe, über die "Der Tagesspiegel" vom 02.02.2004 informiert. Der morgige Abend steht unter dem Motto "Literarisches Leben in London und Berlin". Während Liza Cody Auszüge aus ihrem Buch "Gimme More" vorlesen wird, gibt es von Pieke Biermann Unveröffentlichtes aus ihrem neuen, noch unfertigen Roman "Sterne und Streifen" .... mehr

Michael Crichton
Bestsellerzeit im "ZDF-Krimportal". Swea Schilling hat am 01.02.2004 das Buch "Timeline" (Goldmann-Verlag) von Michael Crichton zum Krimi der Woche gewählt, denn es sei eine interessante Mischung aus Thriller, Science-Fiction- und Mittelalter-Roman und Crichton schreibe eine präzise, klare Sprache, die einen spannenden und kurzweiligen Roman ohne besonderen Tiefgang erzeuge .... mehr

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die "Mystery Writers of America" haben ihre Nominierungen für die "Edgar Allan Poe Awards 2004" bekanntgegeben ... mehr

Wolfram Fleischhauer
fleischhauer-buchindemdieweltverschwand Der Kampf des letztlich scholastischen Mittelalters gegen die neuzeitliche Aufklärung ist Thema im Roman "Das Buch in dem die Welt verschwand" (Droemer/Knaur) von Wolfram Fleischhauer, der Alexander Kudascheff in der "Deutschen Welle" vom 30.01.2004 sehr fasziniert: "Ein anregender, ein spannender historischer Krimi" .... mehr

Kjell Eriksson
Illusionslos schildere Kjell Eriksson in seinem Roman "Der Tote im Schnee" (Gustav-Kiepenheuer-Verlag) die Brüchigkeit des Alltags, verstricke sich aber nicht in allgemeine pseudophilosophische Schwafeleien, sondern betrachte mit der Lupe seine guten wie bösen Helden. Das "Hamburger Abendblatt" ist begeistert und meint Eriksson habe " einen weiteren fulminanten Roman um die Ermittlerin Ann Lindell abgeliefert" .... mehr

Stewart O'Nan
O'Nan-Halloween In seinem Roman "Halloween" (Rowohlt Verlag) recycle Stewart O'Nan das Genre des Gespensterromans, meint Christian Schachinger bei "Der Standard" vom 31.01.2004. Ein Buch zwischen traditioneller Gothic Novel und Klassikern des Gruselschmökers wie "Friedhof der Kuscheltiere" aus der Feder des King of Schlitz, Steve King .... mehr

Stewart O'Nan 2
Mindestens einmal im Jahr schreibt Stewart O'Nan in Avon, wo auch "Halloween" spielt, ein Buch. Die meisten sind ins Deutsche übersetzt, und wer zum Leser dieses Autors geworden ist, weiß, wie besessen O'Nan von der Sphäre des Todes ist. Ein Beitrag von Georg Klein im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 31.01.2004.... mehr

Kubanische Literatur
Über die Arbeit von Verlagen auf Kuba, die Möglichkeiten von Schriftstellern und das Verhältnis von Politik und Kultur sprach die "JungeWelt" vom 31.01.2004 mit Iroel Sánchez (hat mit Kriminalliteratur aber ausser einem Zitat von Leonardo Padura so gut wie nichts zu tun).... mehr

Francis Durbridge
fleischhauer-buchindemdieweltverschwand Tobias Lehmkuhl hat für die "Süddeutsche Zeitung" vom 31.01.2004 ein Hörbuch von Francis Durbridge gehört: "Paul Temple und der Fall Curzon" (Der Hörverlag). "Ein Hörbuch für ganz spezielle Bedürfnisse. Wen rasende Bilder, Leuchtreklamen oder Schnellstraßen nervös machen, wem Radio und Zeitschriften zu laut und zu bunt sind, der dürfte an diesem Hörspiel Gefallen finden" .... mehr

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Hoerspielkrimi


Hörspieltipps

06.02.04 um 20:00 bei DRS 1

"Das vierte Opfer " (55') von Håkan Nesser.
Im ruhigen schwedischen Küstenort Kaalbringen sind drei Männer aus ganz unterschiedlichen sozialen Milieus ermordet worden. Gibt es Berührungspunkte in den Biografien eines ehemaligen Häftlings, eines Immobilienhändlers und eines jungen Arztes? ...
Mehr Informationen und das Monatsprogramm bei hörspielkrimi.de

06.02.04 um 20:05 bei WDR 5

"Hals über Kopf" (51') von Florian Bartsch.
Der Plan scheint genial. Conny soll sich an den einsamen pensionierten Lehrer Janssen heranmachen, dessen Wohnung neben einem Juwelierladen liegt. Ein wesentlicher Aspekt wurde jedoch übersehen ...

Am Wochenende gibt es Hörspiele von Philip Kerr ("Das Wittgenstein-Programm" - Teil 1 von 2), Kerstin Ekman ("Schwarze Wasser" - Teil 1 von 2), Karin Fossum ("Fremde Blicke"), Bill Moody (Solo Hand), Leif Davidsen ("Der Augenblick der Wahrheit" - Teil 2 von 5), Florian Bartsch ("Hals über Kopf") und Graham Greene ("Unser Mann in Havanna" - Teil 5 von 6).
Mehr Informationen und das Monatsprogramm bei hörspielkrimi.de



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Axel Bußmers


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TV-Krimi & Buch-Tipps:
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Axels TV-Krimi-Buch-Tipps für den 7. - 20. Februar 2004
bonnieundclyde.jpg Für Trash- und Sixties-Fans stehen heiße Wochen an: Miss Marple ermittelt weiter, Jerry Cotton und Kommissar X kämpfen weltweit (gedreht in bundesdeutschen Hinterhöfen) gegen das Verbrechen und ihr großer Bruder James Bond muß auch ran.
Für Filmfans wird auch einiges geboten: 3sat zeigt - nach der Berlinale - eine elfteilige Filmreihe "Hollywood im Aufbruch". Außerdem Chandler- und Leonard-Verfilmungen, moderne Klassiker wie "Der Marathon-Mann", "Bonnie und Clyde" und vieles andere mehr. Wie immer kommentiert und illustriert, und zwar hier

Axels Tipp des Tages:

Freitag, 6. Februar

ARD, 02.00
Der Tod im roten Jaguar
(D/I 1968, R.: Harald Reinl)
Drehbuch: Alex Berg (Pseudonym von Herbert Reinecker)
LV: Heftserie aus dem Bastei Lübbe Verlag

Jerry Cottons siebter Einsatz: Jerry gibt bei einem Mördersyndikat seine Ermordung in Auftrag. Findet er die Hintermänner, bevor er umgebracht wird?
Der Titel ist etwas irreführend. Es gibt zwar Tote und einen roten Jaguar. Aber keinen Tod im roten Jaguar. Oder soll Jerry der Tod sein? - Die Musik ist von Peter Thomas.
Mit George Nader, Heinz Weiss, Grit Böttcher, Herbert Stass


MDR, 23.05
Rendezvous mit dem Tod
(USA 1977, Regie: Ashley Lazarus)
Drehbuch: Stanley Price
LV: Alistair MacLean: Golden Rendezvous

Ein Schiff wird gekapert und Schiffsoffizier Richard Harris greift ein. Hält den mauen Standard der meisten MacLean-Verfilmungen.



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Axel Bußmers TV-Krimi & Buch-Tipps:
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