Krimineuerscheinungen des Monats bei "kaliber.38", "krimi-couch" & "hammett"
Krimitermine gibt es beim Krimikalender, bei Krimizeit & Krimi-Couch

News – Dezember 2005 – Nachrichten


Endspurt!
Es ist so gut wie geschafft.
Silvester Wir wünschen allen Besuchern der Alligatorpapiere einen besinnlichen Übergang ins Neue Jahr und ein frohes, gesundes und erfreuliches 2006. Und auch im Neuen Jahr: lesen Sie reichlich und halten Sie die Spannung!

30. Dezember

Vermischtes

fuentes-die-haende-des-pianistenWDR 4: »Abwechslung und Spannung«:

"Die Hände des Pianisten" von Eugenio Fuentes sei ein psychologischer Krimi auf höchstem Niveau – mit ebenso interessanten wie ausgefeilten Charakteren, einer überraschenden Handlung und viel, viel Spannung. Ein Beitrag von Sibylle Haseke bei "WDR 4". Der Beitrag kann via Computer auch gehört werden ....

wolf-stefanPlanet Interview: »Vater der TKKG«:

Seine Detektiv-Reihe TKKG begeistert zahlreiche Jugendliche schon seit 1979. Im Interview mit David Sarkar spricht der Autor Stefan Wolf über die Gestaltung der vier Charaktere, heikle Inhalte, Medieneinfluss auf die Jugend von heute und darüber, dass er eine "technische Totalpflaume" sei ....

Neue Krimireihe KALIBER. 64

Mit Volldampf startet der Verlag "Edition Nautilus" im Frühjahr 2006 eine neue Krimireihe:"Kaliber. 64". Unter dem Motto "64 Seiten und Schluss" werden im neuen Programm Kurzkrimis verlegt. Wer denkt da nicht an die im November 2004 eingestellten legendären "Schwarzen Hefte"? Nicht ohne Grund: die neue Krimireihe wird herausgegeben von Volker Albers, der auch für die "Schwarzen Hefte" verantwortlich zeichnete. Und auch die Krimiautoren der ersten drei Bücher kennt man von den "Schwarzen Heften": Robert Brack tritt mit "Kalte Abreise" an, Robert Lynn veröfffentlicht "Tochterherz" und Carmen Korn beschäftigt "Der Fall der Engel". Hochkonzentrierte Krimikunst auf 64 Seiten, zum Verkaufspreis von 4,90 Euro, ab dem 24.Februar 2006 im Buchhandel präsentiert in einer gefälligen Verkaufsbox. Bliebe nur der bescheidene Wunsch, diese Reihe nicht nur auf Hamburger Themen und Hamburger Autoren zu beschränken ...

Radio-Tipp

31.12.2005/01.01.2006, 00.01 – 1.00 Uhr
Deutschlandradio: Literatur
Lichter der Großstadt
Ein akustisches Roadmovie durch die Metropolennacht
Von Pieke Biermann

Sparzwänge und neue Umweltmoral haben die einst stolze cité lumière des Nachts verdunkelt. Nur noch wenige Straßen und Plätze sind üppig illuminiert.
Die Medien beschwören täglich das Bild der Großstadt als "kriminelles Pflaster". Raubüberfälle auf Läden und Menschen, Angriffe auf Busfahrer in Vorstadtgegenden – das alles scheint zu sagen: der öffentliche Raum wird immer gefährlicher, besonders da, wo er unbeleuchtet ist.
Wem gehört die Nacht? Wem macht sie Angst? Wer sucht den "Schutz der Dunkelheit"? Wer schützt wen vor welchen Gefahren? Heißt "mehr Licht" auch "mehr Sicherheit"?
Davon erzählen Feuerwehrmänner der Wache Ranke, eine Funkstreife des Spandauer Polizeiabschnitts 23, Beamte vom Lagedienst der Polizeidirektion 3 ("City"), ehemalige Verantwortliche für die Gaslicht- und die Elektrobeleuchtung der Stadt, Kriminologen, Denkmalschützer und Stadtplaner. Das kommentieren Dichter, Denker & "Konsumenten": Wolfgang Schivelbusch, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Siegfried Kracauer, Fernando Pessoa, Mascha Kaléko und andere.

"Lichter der Großstadt" ist ein akustisches Road-Movie zwischen den beiden Polen Realität und Fiktion, mit Berlin als Untergrund ...mehr


29. Dezember

Rezensionen

rankin-das-souvenir-des-moerdersARTE: »Nationalsünden der Schotten«:

Den besten Krimi des Jahres 2005 ... soll ich Ihnen vorstellen. Da fällt die Auswahl schwer. Schauen Sie sich nur mal an, welche Autoren 2005 auf den ersten Plätzen der KrimiWelt-Bestenliste standen. Fred Vargas, Leonardo Padura, David Peace. Französische Fabuloserie, karibische Melancholie, Blutpudding aus Yorkshire.
Trotzdem fällt meine Wahl auf Ian Rankins "Das Souvenir des Mörders". Es ist ein Buch, das man nicht ausliest und immer wieder lesen kann, ein Kosmos an Stoffen, Fällen, Schauplätzen, das schottischste, komplexeste und beste Buch dieses Autors. Von Tobias Gohlis ....

montalban-requiem-fuer-einen.geniesserDeutsche Welle: »Vergnügungstour und Verfolgungsjagd«:

Mit mutiger Kritik, beißendem Sarkasmus und schwarzem Humor stellt sich Pepe Carvalho, Spaniens beliebtester Privatdetektiv, höchsten Gefahren. Das letzte Werk von Manuel Vázquez Montalbán ...

taibo-marcos-unbequeme-tote.jpegTitel: »Vierhändig verfasste Botschaft«:

Der mexikanische Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II und der gesuchte Zapatististenführer Subcomandante Marcos haben zusammen einen Kriminalroman geschrieben. Ein interessantes, literarisches Projekt, freilich mit klarer politischer Zielrichtung. Von Frank Rumpel ....

mcdermid-echo-einer-winternachtWatching the Detectives: »Mit den Mitteln des Spannungsromans«:

Sie wollen einen Krimi schreiben und wissen nicht wie? Plot, Handlungsstränge, Spannungsbögen, falsche und echte Spuren – nichts als böhmische Dörfer? Bevor Sie sich in eine "Krimischule" begeben: Lesen Sie Val McDermid. Die verrät Ihnen, wie man perfekte Krimis schreibt. Von Dieter Paul Rudolph ....

28. Dezember

Aufsätze

thijssen-de-tweede-man einseitig.info: »Mimis Bettgenossen– Missetaten in niederen Landen, Teil 3«

Die Niederlande sind multikulturell geprägt. Das liegt nicht zuletzt an der kolonialen Vergangenheit, der Reisefreudigkeit und Handelstätigkeit dieses Volkes. Das macht sich auch in der Literatur, insbesondere auch im Krimigenre bemerkbar. Niederländische Kriminalromane sind in Deutschland kaum bekannt. Das soll sich ändern. Im dritten Teil der niederländischen Kriminalhistorie beim Online-Portal "Einseitig.info" stellt Mimi fest: Einige wenige Krimis unserer niederländischen und belgischen Nachbarn gibt es in deutscher Übersetzung. Gut so! Zu den übersetzten Autoren gehören Felix Thijssen, Saskia Noort, René Appel, Jac. Toes, Jef Geeraerts und Bob Mendes. Allemal lesenswert! Ein Beitrag von Marie van Bilk ...


krimiplan 14: »Im Zeichen der Aufklärung«:

Während Kriminalliteratur in Europa ein Unterhaltungsgenre geworden ist, ist sie in der "Dritten Welt" oft Gesellschaftsanalyse. Eine kriminalliterarische Weltreise. Von Thomas Wörtche ...

krimiBismarckschule.de: » Über den Kriminalroman und seine Rezeption«:

Krimis sind einerseits Gegenstand derjenigen Wissenschaften, die sich mit Literatur und Medien befassen, wie auf der anderen Seite Gegenstand soziologischer wie sozial- und individualpsychologischer Theoreme. Gerhard Voigts Aufsatz untersucht die Krimi-Rezeption und beschäftigt sich mit Gewaltdarstellung und einer etwaigen Veränderung sozialer Werturteile durch den Krimi ...

krimimediaculture: »Dem Verbrechen auf der Spur«:

Lothar Mikos untersucht in seiner Arbeit "Dem Verbrechen auf der Spur" die Ästhetik der Gewaltdarstellung im Krimi in Kriminalfilmen und Krimi(nal)serien ...


Rezensionen

manchette-chronik.JPGkrimizeit: »Essays zum Roman Noir«:

Jean-Patrick Manchette ist vor allem bekannt als Schriftsteller, Drehbuch-Autor und Übersetzer. Er war der große Erneuerer des französischen Kriminalromans und die Leitfigur für eine neue Generation französischer Kriminalautoren. Aber Manchette war darüber hinaus auch ein begeisterter Leser von Kriminalromanen und ein engagierter Kritiker. Davon kann man sich in dem wunderschönen Band "Chroniques. Essays zum Roman Noir" (DistelLiteraturVerlag) überzeugen, der die Krönung der Manchette-Werkausgabe im DistelLiteraturVerlag darstellt. Von Claus Kerkhoff ....

japanmordOAG: »Mord in Japan«:

Wer in Japan einmal eine Buchhandlung betritt, dem springt sofort ins Auge, welch großen Anteil der Krimi an der Gesamtmenge der publizierten Bücher einnimmt, und auch unter den Japan-Wissenschaftlern und Japanologen dürfte es den einen oder anderen geben, der selbst gerne Krimis liest. Robert Wittkamp hat mit dem Buch "Mord in Japan" den japanischen Krimi und seine Helden vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart untersucht. Reinold Ophüls-Kashima hat das Buch bepsrochen ...

osawa-Der-Hai-von-ShinjukuOAG: »Mord in Japan«:

Der Krimi floriert ungebrochen. In der Unterhaltungsbranche sprechen die Zahlen für sich, und im akademischen Bereich wächst das Interesse. Bei so viel Erfolg und Beachtung des Genres ist eine Zunahme von Übersetzungen japanischer Kriminalromane umso erfreulicher, und das neue Jahrtausend stattet auch den deutschsprachigen Kulturraum zunehmend mit Krimis aus Japan aus. Robert Wittkamp über drei Kriminalroman aus Japan ....



Kalender
John D. MacDonald
Am 28. Dezember 1986 stirbt John D. MacDonald im Alter von 70 Jahren im St. Mary's Hospital in Milwaukee, Wisconsin (* 24. Juli 1916 in Sharon, Pennsylvania) macdonald-john-d.gif
MacDonald studierte Betriebswirtschaftslehre an der Harvard University und schloss sein Studium mit dem MBA ab. Während des Zweiten Weltkriegs diente er im Fernen Osten für den amerikanischen Geheimdienst OSS. Nach dem Krieg schrieb er für Pulp-Magazine und gehörte zu den wenigen Autoren, die den Sprung vom Groschenheft in den Buchmarkt schafften. 1950 veröffentlichte er seinen ersten Krimi, dem bis zu seinem Tod im Jahr 1986 über siebzig weitere folgten. Er gilt als einer der kommerziell und literarisch erfolgreichsten Krimiautoren der sechziger und siebziger Jahre.
Mit seinem Helden Travis McGee schuf er einen lässig lebenden Freizeitdetektiv mit hohem moralischem Anspruch, der in 21 Romanen von 1964 bis 1985 ermittelte, Millionenauflagen erzielte und zugleich die Veränderungen der amerikanischen Gesellschaft am Beispiel Floridas spiegelte.
Infos und Bibliographie:
super-thriller.de, wikipedia , Buchwurm.info/M. Drewniok, Mordlust, kaliber. 38, Rotbuch, Washington Post (engl.), Ed Gorman Interview (engl.), Hardluckstories (engl.)


27. Dezember

Radio-Tipp

27. Dezember 2005, 21.03 Uhr
SWR2 RadioART: Literatur
Kaputter Bulle sucht verlorene Illusionen
Der kubanische Schriftsteller Leonardo Padura und sein Havana-Quartett
Von Kerstin Kilanowski

padura Er säuft zu viel, er sieht zu viel, er weiß zu viel. Mario Conde, Kriminalkommissar in Havana, hat alle Illusionen verloren. Denn bei seinen Ermittlungen stößt er immer wieder auf dasselbe Verbrechen: die Korruption der sozialistischen Revolution und die Fälschung des sozialistischen Bildes eines "neuen Menschen".
In vier Büchern hat der 1955 geborene kubanische Schriftsteller Leonardo Padura seinen Kommissar die dunklen Seiten Havanas erkunden lassen: Bordelle, Kaschemmen, Elendsviertel. Kerstin Kilanowski ist seinen Spuren und seiner Spurensuche gefolgt – ein Gang durch die realen Ruinen eines irrealen Sozialismus, begleitet vom größten Zerfall-Atmosphäriker der kubanischen Literatur: Leonardo Padura ...mehr


Ein Fall für Fischer

Fischer-FaelleIn ihrer Krimi-Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel" images/Nadelson-Russische-Verwandte vom 24.12.2005 blickt Andrea Fischer zurück auf ein starkes Krimijahr. Und sie meint: "das Krimijahr 2005 war gut. Das kann man allein an den besten und darum auch meist gelobten Büchern sehen."
Es bleibe aber ein Buch nachzutragen, das ebenfalls herausragte und einen stillen Beitrag zu den aktuellen Diskussionen um die amerikanische Politik leiste: Reggie Nadelsons Roman "Russische Verwandte" ... mehr

Das Kriminal

kriminal In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" von Franz Schuh. Jetzt die Ausgabe 01/02.2006:
highsmith-nixen-auf-dem-golfplatz.jpgIn einer weißen Nacht las Herr Schuh unglückseligerweise eine Geschichte von Patricia Highsmith. Weiße Nächte sind solche, in denen der Schlaf nicht kommt. Kein Schlaf, kein Traum – der Mensch liegt wach, und die Angst lauert. In diese Stimmung riss ihn die Highsmith noch tiefer hinein. Die Sache wurde psychedelisch und zugleich interessant für die Literaturtheorie ... ... aber lesen Sie ... selbst

Vermischtes

wickert-Die-WuestenkoeniginWelt am Sonntag: »Ich sehe mich eher als Debütanten«:

Im Sommer nimmt Ulrich Wickert Abschied von den "Tagesthemen". Mit dem Schriftsteller Thomas Brussig spricht er über seine Pläne und Privilegien ...

child-groessenwahnStern: »Eine literarische Achterbahnfahrt«:

24 mörderisch gute Romane. Ausgewählt von den stern-Krimi-Experten Schumann & Schlenz. Diese Woche: Lee Child: "Größenwahn". ...

eschbach-der-nobelpreieKrimi-Forum: »Er ist ein Thriller«:

Ulrike Renk entlockte dem Schöpfer des "Eschbach-Effekt", dem Schriftsteller Andreas Eschbach erstaunliche quantenphysikalische und andere Erkenntnisse ...

taibo-marcos-unbequeme-totetelepolis: »Übersetzungen aus dem Urwald«:

Als Marcos den Waffen abschwor und sich auf den Kampf mit Worten verlegte, begann eine Phase unermüdlicher Textproduktion. Seine so genannten Kommuniques haben Weltruhm erreicht. Die mexikanischen Rebellen verstehen es bestens, die Massenmedien für ihre Zwecke zu nutzen. Subcomandante Marcos als Schriftsteller und der Roman "Unbequeme Tote". Von Krystian Woznicki ...



Kalender
Gunter Gerlach
Am 27. Dezember 1941 wird Gunter Gerlach in Leipzig geboren. Er studierte an der Hochschule für bildende gerlach-gunter.jpgKünste in Hamburg, wo er auch als Künstler und Autor lebt. Gunter Gerlach ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Cruizin 4 – Syndikat für Kunstbetrieb" sowie der Autorengruppe PENG. Er ist auch Mitbegründer des Hamburger Dogmas (www.hamburger-dogma.de) , das Regeln zum Schreiben von Büchern beinhaltet. Er schreibt Hörspiele, Kurzprosa und inszeniert Ausstellungen und Performances. Sein Krimidebüt erfolgte 1995 mit Kortison, in dem der allergiekranke Privatdetektiv Bartzsch zum ersten Mal auftritt. Zu der später erschienenen Die Allergie-Trilogie (Rotbuch 2000) gehören weiterhin Katzenhaar und Blütenstaub (Rotbuch 1995) sowie Neurodermitis (Rotbuch 1996). Für Kortison erhielt Gunter Gerlach 1995 den Deutschen Krimipreis. 1999 war Gunter Gerlach Krimistadtschreiber von Flensburg, 2003 erhielt er den Friedrich-Glauser Preis für die beste Kurzgeschichte sowie den Short-Story-Award der 42er Autoren e.V. Berlin.
Homepage: www.gunter-gerlach.de.
Infos und Bibliographie:
Die Befragung, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Rotbuch Verlag, Hamburger Abendblatt, HeinerK.


23. Dezember

Wörtches Crime Watch No. 104

strong-auf-meiner-haut "Ist Didier Daeninckx gefährlich?". Mit dieser Frage von Manchette beginnt Thomas Wörtche die 104. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Wie er sie beantwortet und strong-auf-meiner-hautwas er zu Daeninckx' nicht nur bemerkenswert dünnen, sondern auch bewundernswert umfassenden Buch "Statisten" (Assoziation A) zu erläutern weiß, ist allemal lesenswert. Und sollte neugierig machen auf einen Autor, der "so ziemlich allen literatur- und realpolitischen pressure groups auf die Zehen getreten" ist. Daeninckx' sprachliche Inszenierung sei virtuos karg, sparsam, aber jederzeit präzise, so Wörtche. Was nicht nur gut, sondern auch notwendig sei, denn "Statisten" ziele auf eine empfindliche Nahtstelle von Ästhetik, Politik und Moral ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 51/2005 lesen.

Vermischtes

wagner-schattentagDeutschlandfunk: »Unter der Oberfläche«:
Bereits in seinen Romanen "Nachtfahrt" und "Eismond" ließ Jan Costin Wagner seine Protagonisten in die Abgründe der menschlichen Seele stürzen. Mit seinem neuen Roman "Schattentag" erweist sich der 1972 in Langen bei Frankfurt am Main geborene Autor einmal mehr als Experte für Extremsituationen. Rezensiert von Ralph Gerstenberg ...

holt-was-niemals-geschahDeutschlandfunk: »Tödliche Langeweile«:

Ein Krimi, dessen Grundthema die Langeweile in der westlichen Welt ist, hat soeben Anne Holt vorgelegt. "Was niemals geschah" beginnt blutig und endet bedrohlich. Wie stets bei Anne Holt sind auch diesmal wieder die Mitwirkenden vom Schicksal gezeichnet: Das hält die Spannung und gibt Anne Holts neuestem Krimi das Potential zum Bestseller mit. Von Ingrid Müller-Münch ...

sjoewallDer Spiegel: »Eine Revolution wäre doch eine feine Sache«:

Sie ist die Grande Dame des sozialkritischen Krimis: Maj Sjöwall, 70, hat seit 30 Jahren nichts mehr geschrieben, obwohl die Schwedin dem Krimigenre durchaus zutraut, die Gesellschaft zu verändern. Die Politiker müssten nur endlich anfangen zu lesen. Swantje Dake sprach mit der Autorin ...

22. Dezember

Axel Bußmers TV & Buchtipps 24. Dezember 2005 – 6. Januar 2006
Herzlich willkommen,
Fenster-zum-Hof.jpgzu den letzten TV-Krimi-Buch-Tipps – dieses Jahres.
Die Fernsehsender haben weder Kosten noch Mühen gescheut, euch mit einem Übermaß belangloser Wiederholungen zu malträtieren. So gibt es wieder einmal eine fast komplette Agatha Christie-Werkschau, ergänzt um drei neue Hercule Poirot-Verfilmungen, etwas Donna Leon und immer wieder sehenswerte Alfred Hitchcocks bis zum Abwinken. Mirage.jpg
Dazu der Thea Dorn-Tatort "Der schwarze Troll", der Okkult-Thriller "Angel Heart" (nach einem Roman von William Hjortsberg), Martin Scorseses Gangsterepos "GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia", William Friedkins Polizeifilm "French Connection", José Giovannis Hohelied auf die wahre Männerfreund "Der Rammbock" , John Hustons düstere W. R. Burnett-Verfilmung "Asphalt-Dschungel", die köstliche Wolf Haas-Verfilmung "Komm, süßer Tod" und Robert Altmanns Abgesang auf Philip Marlowe "Der Tod kennt keine Wiederkehr".
Für die Cineasten gibt es den Krimi-Stummfilm "Der Todeskuss", die informative Doku "Easy Riders, Raging Bulls" und – endlich – die Aufklärung im Fall JFK: "Rendezvous mit dem Tod".
Ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch wünscht aus Deutschlands größter Stadt
Axel
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Vermischtes

meaker-Meine-Jahre-mit-PatBerliner Zeitung: »Die berühmte Nörglerin«:

Es gibt Leute, die Patricia Highsmith für eine Britin halten. Dass Highsmiths Lieblingssprache Deutsch war, ist für das Verständnis ihrer Bücher gewiss nicht notwendig zu wissen. Aber es freut einen doch, dass man dies und anderes mehr erfahren hat aus Marijane Meakers Erinnerungen "Meine Jahre mit Pat" an die berühmte Schriftstellerin, denn es bereichert ein reichlich vages Bild um etliche Tatsachen. Von Anke Westphal ...

Die-Klaue-des-Drachensatt.org: »Ikone der Pulp-Kultur«:

Der Film "Pulp Fiction" brach 1994 radikal mit den Sehgewohnheiten des Hollywood-Kinos. John Travolta stirbt darin einen trivialen Tod auf einer Toilette. Der Grund, warum Travolta als Profikiller auf dem stillen Örtchen alle Vorsicht vergessen hatte, war ein Roman. Als der Getroffene in seinem Blut zu Boden sinkt, kann man auf dem Buchdeckel für eine Sekunde en Namen der Frau lesen, der Travolta tatsächlich zum Opfer fiel: "Modesty Blaise – Die tödliche Lady". Von Bodo Mrozek ...

artinger-Novembermordetaz: »Strukturelles Sterben«:

Kai Artinger hat mit "Novembermorde" den zweiten Band seiner Kommissar-Lüder-Trilogie vorgelegt. Schauplatz ist die Trümmerlandschaft, in die Bremen nach dem Krieg verwandelt war. Von Henning Bleyl ...

komarek-kaplans-traum.jpgNeue Zürcher: »Witz und Esoterik«:

"Kaplans Traum". Ein Roman von Stanislav Komárek in einer Besprechung von Ulrich M. Schmid: Letztlich bleiben aber die beiden literarischen Gattungen, auf denen Komáreks Text aufbaut, unvereinbar: Ein Schelmenroman lässt sich nicht ohne weiteres in einen Krimi verwandeln ...
Rheinischer Merkur: »Turkologen-Traum«:
Kurzkritik: ... schreibt hochironisch und parodiert geistreich ...

holt-was-niemals-geschahFacts: »Strukturelles Sterben«:

Die norwegische Bestsellerautorin Anne Holt setzt in ihren Büchern und privat auf starke Frauen. Im neuen Thriller "Was niemals geschah" hilft eine Psychologin ihrem Kommissar-Ehemann auf die Sprünge. Von Udo Taubitz ...

driest-liebestodDeutschlandfunk: »Vater und Tochter«:

Kommissar Toni Costa hat Ähnlichkeit mit dem alten Alain Delon, der jüngst in einem Fernseh-Krimi einen eigenwilligen Kommissar spielte. Die neuen Bücher von Johanna und Burkhard Driest. Von Hans-Jürgen Heinrichs ...

arriaga-Retorno-201oe1/ORF: »Leben und Fiktion«:

Guillermo Arriaga, in seiner Heimat auch als Krimiautor erfolgreich, der zwischen Film und Literatur, Erzählungen, Drehbuch und Regie pendelt, hat jetzt unter dem Titel "Retorno 201", eine Adresse in der mexikanischen Hauptstadt , seine vor 20 Jahren entstandenen Erzählungen gesammelt herausgegeben. Von Josef Manola ...

seghers-die-braut-im-schneejanseghers.de: »Geisterbahn«:

Auf der Homepage von Jan Seghers erscheint jetzt unregelmässig "GEISTERBAHN – Jan Seghers' Tagebuch mit Toten". Darin findet sich neben tatsächlich privaten Eintragungen natürlich auch dessen Beschäftigung mit der Frage, ob Kriminalromane im besten Fall kunstvolles Handwerk, nicht aber Kunst seien, was ja schon zu heftigen Gegenreden geführt hatte ...

Watching the Detectives: »Braut im Worthülsenbett«:

Diese öffentlich geäußerten Gedanken führen auch bei "Watching the Detectives" zu einer gründlichen Überprüfung des Romans "Die Braut im Schnee". Dieter Paul Rudolph betrachtet diesmal weniger die Handlung, als die sprachliche Verarbeitung ...

21. Dezember

Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 17
Doyle-der-blaue-karfunkel.jpg Pünktlich zum Winteranfang ist der aktuelle KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, die No.17, dementsprechend der Winter-Kurier, erschienen. Mit Besprechungen zu Büchern von Gunter Gerlach, Elfi Hartenstein, Thomas Brezina, Arthur Conan Doyle, Axel Bußmer, Michel Reaves & John Pelan, Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer, Martin Schüller, Walter Satterwaith, Horst Bienek. Dazu: QUART. Heft für Kultur und eine Gastrezension von Klaus Peter Walter! ... mehr
Von Gisela Lehmer-Kerkloh

Vermischtes

silva-Die-LogeDeutschlandradio: »Machtspiel im Vatikan«:

Daniel Silva ist ein neuer Star unter den amerikanischen Thrillerautoren. In seinem Roman "Die Loge" wird ein Mann, der den Mord an seinem Freund aufklären will, zum Spielball eines Machtspiels im Vatikan. Das Geheimnis, um die die Verschwörungsgeschichte kreist, ist das Verhalten von Papst Pius XII. im Faschismus. Von Andrea Fischer ...

Kent-Bruderschaft-zur-SeeDeutschlandradio: »Andere Genres«:

Alexander Kent schuf mit seinen Romanen eine Saga um den fiktiven britischen Seehelden Richard Bolitho. Und obwohl der Zyklus eigentlich abgeschlossen ist, legt Kent nun den Band "Bruderschaft zur See" nach und führt den Leser ins Schmuggler-Milieu des Jahres 1774. Lektüre zum Abschalten und Abtauchen. Von Lutz Bunk ...

roland-juergenFrankfurter Rundschau: »Dem Roland auf der Spur«:

Der NDR ehrt den Fernsehpionier Jürgen Roland zum 80. Geburtstag mit einer langen Nacht seiner Werke. Von Harald Keller ...

schwedenkrimischwedenkrimi.de: »Isländischer Krimifrühling«:

Das Literaturportal "schwedenkrimi.de" hatte im Zuge eines Interviews mit der isländischen Krimischriftstellerin Stella Blómkvist ebenfalls die Gelegenheit, mit deren Übersetzerin Elena Teuffer ein Interview zu führen. Elena Teuffer hat bisher alle Stella-Krimis in das Deutsche übersetzt und sitzt jetzt am fünften Band. Mit ihr sprach Jürgen Ruckh ...


krimiblogkrimiblog.de: »Isländischer Krimifrühling«:

Ludger Menke entwickelt sich zum Experten für das internationale Netzgeschehen um Kriminalliteratur und für das nationale kriminelle bloggen. Aktuell Hinweise auf das englischsprachige Blog von Glenn Harper namens "International Noir Fiction", wo sich auch der Beitrag "Some German noir" findet.
Und ein neuer Blogger wird geortet und geoutet: der "Krimimann" ...


Kalender

Felix Huby
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Am 21. Dezember 1938 wird Felix Huby als Eberhard Hungerbühler in Dettenhausen bei Tübingen geboren. Felix Huby arbeitete als Tageszeitungsreporter und Redakteur. Anfang der siebziger Jahre erschienen von Felix Huby eine Reihe von Sachbüchern, schon bald folgten Kinder- und Jugendbücher und 1977 sein erster Kriminalroman "Der Atomkrieg von Weihersbronn".
Felix Huby schuf in den nächsten Jahren in seinen Kriminalromanen die Figur des Stuttgarter Kommissars Bienzle, der seine Fälle mit seinem "tpyisch" schwäbischen Sinn für Zusammenhänge löst. Ende der 80er Jahre konnte Huby schließlich seinen ehemaligen Romanhelden auch als TATORT-Figur des SDR etablieren.
Seit Mitte der achtziger Jahre gehört Felix Huby zu den meistbeschäftigen Drehbuchautoren des deutschen Fernsehens. Er arbeitete unter anderen mit einem Autorenteam an Serienadaptionen, ehe er sich wieder eigenen Serien und Reihen zuwandte. Darüber hinaus schrieb er immer wieder Einzelfilme.
1999 wurde Felix Huby für sein Werk mit dem "Ehrenglauser" der Autorengruppe Deutsche Kriminalliteratur "Das Syndikat" ausgezeichnet. (Auszug aus dem "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren")
Infos bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Tatort-Fundus, Wikipedia.org , Die Zeit, Radio Bremen (pdf).


Lawrence Treat

Am 21. Dezember 1903 wird Lawrence Treat in New York geboren († 7. Januar 1998 in Oak Bluffs, Massachussetts). Treat gilt als einer der Väter des modernen Polizeiromans (Police Procedural), da er nicht einen einzelnen Detektiven Treatoder Ermittler in den Mittelpunkt seiner Geschichten stellte, sondern die Arbeit eines Polizeiteams und die vielfältigen Konflikte in ihrem Revier. Ausserdem schrieb er mehrere sogenannte "Detect-O-Grams", eine Art Krimirätsel-Puzzle.
1965 erhielt er den "Edgar-Preis" für die beste Kriminal-Kurzgeschichte, 1978 den "Special Edgar".
Treat gehörte 1945 zu den Gründern der "Mystery Writers of America" , war schließlich auch Präsident und Direktor der Organisation.
Mehrere Bücher von ihm erschienen auf deutsch bei Verlagen wie Scherz, Gerstenberg, DuMont, Goldmann.
Infos bei:
www.kirjasto.sci.fi (engl.), Krimi-Forum, biblion.com (engl.).

20. Dezember

SpurensucheAxel Bußmers Spurensuche No. 12
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Die Armani-Cops sind wieder da
Miami-Vice-Staffel-1.jpg Vor zwanzig Jahren war die trotz der glänzenden Oberfläche sehr düstere Serie "Miami Vice" die Sensation im Fernsehen. Diese Polizistenserie von Michael Mann war eine gelungene Mischung aus Kino und MTV. In den USA begann das "Miami Vice"-Fieber 1984. Deutschland musste sich bis Dezember 1986 gedulden, ehe die Serie im ARD mit sensationellen Einschaltquoten startete und auch hier einen Fankult auslöste. Kürzlich veröffentlichte Universal die erste Staffel der auch heute noch absolut sehenswerten Krimiserie "Miami Vice".
Axel Bußmer über die DVD "Miami Vice – Staffel 1" ... mehr


Wörtches Leichenberg

tracy-spiel-unter-freunden Verschlafen haben wir die Dezemberausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38". Deshalb ganz schnell der Einstieg: Nadelson-Russische-VerwandteOft darf man es lesen: Kriminalliteratur sei deswegen so beliebt, weil sie Klarheit in undurchsichtige Verhältnisse bringe. Das ist rührend naiv und gilt vermutlich nur für die schlichteren und deswegen natürlich angenehmer zu geniessenden Exemplare des Genres. Es gilt ganz besonders nicht für einen der bemerkenswertesten Romane der letzten Zeit: "Russische Verwandte" von Reggie Nadelson. Lob und Kritik verteilen sich weiter auf Bücher von Ulrike Renk, Manfred Wieninger, Robert Littell, Richard A. Clarke und Tony Strong ... mehr

Vermischtes

buchmarkt: »Krimiblitz«:
Das Internetportal "Krimi-Couch" startet Abstimmung zum Publikumspreis "Krimi-Blitz" ...

odonnellpeterkulturzeit: »Peter O'Donnells Romane«:
Die-Klaue-des-Drachen
Sie ist eine Ikone der Pop-Kultur, ebenso Männerfantasie wie Heldin der Frauenliteratur: die Agentin Modesty Blaise. Zuerst gedacht als Parodie auf James Bond, ist sie nichts anderes als das feministische Gegenstück zu 007. Ohne sie wären starke Pulp-Heldinnen wie etwa Lara Croft nicht denkbar. Jetzt erleben die jahrelang unterschätzten Comics und Kriminalromane des englischen Autors Peter O'Donnell aus den 60er Jahren ihre Renaissance. Quentin Tarantino hat die Rechte an "Modesty Blaise" erworben und der Zürcher Unions-Verlag legt O'Donnels Bücher in neuer Übersetzung wieder auf. Der Beitrag ist bei "3sat" jetzt ins Netz gestellt worden ...

morgenstern-Der-MilchkontrolleurHamburger Abendblatt: »Mordserie hinterm Rönndeich«:
Regionalkrimis: Es wird viel geschrieben im Kehdinger Land – und nicht nur dort. Das Land ist flach und spärlich bevölkert – aber die kriminale Phantasie blüht im niedersächsischen Drochtersen-Hüll. Von Hanna-Lotte Mikuteit ...

Christie-agathaHamburger Abendblatt: »Sätze, die süchtig machen«:
Englische Sprachforscher haben jetzt eine weitere Sucht-Variante entdeckt. Sie behaupten: Agatha Christie hat in ihre Miss-Marple- und Hercule-Poirot-Krimis Sprachmuster geflochten, die ebenfalls süchtig machen – und zwar ihre Leser. Von Christoph Rind ...

swierczynski-secret-dead-menWatching the Detectives: »Seelensammeln«:
Krimis, die so richtig quer stehen zur üblichen Lesart, sind, wenn man mal ehrlich sein will, selten. Klar gibt es Bücher, die herausragen, sei es aufgrund der Sprache oder des ausgefeilten Plots oder der dichten Atmosphäre ..., Handwerk eben. Die verschiedene Subgenres haben ihre Schnittmuster, und wenn der Leser Glück hat, kann der Autor des Kaisers Kleider vortrefflich schneidern, aber dass ein Autor etwas ganz Neues hinzufügt, das passiert nicht oft. Duane Swierczynskis "Secret dead men" ist, glaube ich, so ein seltenes Buch. Von Dr. Bernd Kochanowski ...

wagner-schattentagDeutschlandradio: »Glückliche Fügung eines Schicksalsschlages«:
Ein Mann verliert fast alles buchstäblich über Nacht: sein Haus, seine Familie, seine Firma und sein Augenlicht. Doch dann gerät der vermeintliche Schicksalsschlag zu einer glücklichen Fügung. Auf dem Flur des Krankenhauses trifft er auf Mara, eine Frau, mit der er vor vielen Jahren mal eine Nacht verbracht hat. Jan Costin Wagners Roman "Schattentag" Rezensiert von Kolja Mensing ...

19. Dezember

Tatort Mexiko.
Der kritische Blick der novela policíaca auf die mexikanische Gesellschaft der Moderne

nterviewaufsaetzemini.jpgVor allem seit dem Trauma des Massakers von Tlatelolco von 1968 zählt es zu den wichtigsten Anliegen der modernen mexikanischen Literatur, gegen die Ausformung totalitärer staatlicher Strukturen Widerstand zu leisten. Im Zuge der intensiven literarischen Auseinandersetzung mit den Problemfeldern der mexikanischen Gesellschaft wuchs auch das Interesse an den Ursachen und Folgen der Kriminalität sowie ihrer öffentlichen Thematisierung. Vor diesem Hintergrund erklärt es sich, dass inzwischen die Kriminalliteratur Mexikos mit der Argentiniens, Kolumbiens und Kubas zu den erfolgreichsten literarischen Gattungen der Gegenwart zählt.
In seinem Aufsatz "Tatort Mexiko. Der kritische Blick der novela policíaca auf die mexikanische Gesellschaft der Moderne." untersucht Frank Leinen die Besonderheiten des mexikanischen Kriminalromans und liefert zugleich einen Einblick in die moderne mexikanische Gesellschaft ... mehr

Vermischtes

odonnellpeterkulturzeit: »Peter O'Donnells Romane«:
Heute, 19.12.2005 um 19.20 Uhr in der Sendung "kulturzeit" auf 3sat: "Modesty Blaise"Die-Klaue-des-Drachen
Sie ist eine Ikone der Pop-Kultur, ebenso Männerfantasie wie Heldin der Frauenliteratur: die Agentin Modesty Blaise. Zuerst gedacht als Parodie auf James Bond, ist sie nichts anderes als das feministische Gegenstück zu 007. Ohne sie wären starke Pulp-Heldinnen wie etwa Lara Croft nicht denkbar. Jetzt erleben die jahrelang unterschätzten Comics und Kriminalromane des englischen Autors Peter O'Donnell aus den 60er Jahren ihre Renaissance. Quentin Tarantino hat die Rechte an "Modesty Blaise" erworben und der Zürcher Unions-Verlag legt O'Donnels Bücher in neuer Übersetzung wieder auf. ...

Die Welt: »Der Kampf mit der Fiktion«:
Mario Vargas Llosa über Dan Brown, Delacroix und die Rätsel von Saint-Sulpice ...

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Der britische Autor Rodney William Whitaker besser bekant als Trevanian ist am 14. Dezember 2005 im Alter von 74 Jahren gestorben ... mehr (natürlich in englisch)

schusslochoe1/ORF: »Verbrechen aus aller Welt«:
Wer gute Lektüre zur Unterhaltung schätzt, landet früher oder später bei Kriminalromanen. Die Ö1 Redakteure Gerhard Moser und Peter Zimmermann haben die Neuerscheinungen der letzten Zeit gelesen und die Besten davon für Sie ausgewählt.
Dazu als Audio-Datei: "Ex libris"-Gespräch zum Thema Krimis. Länge: 10:29 min ...

harris-vaterland-stern-krimiStern: »Wenn Hitler gewonnen hätte«:
24 mörderisch gute Romane. Ausgewählt von den stern-Krimi-Experten Schumann & Schlenz. Diese Woche: Robert Harris: "Vaterland": Finstere politische Vision. Beklemmend, beunruhigend. Das ist ein schmaler Grat: Nazi-Deutschland als Kulisse für einen Spannungsroman. Band 2 der "stern Krimi-Bibliothek" ...

wolf-smaragdgruenrbb: »Stadtschreiber«:
Tom Wolf wird von Februar bis Juni 2006 das Amt des Stadtschreibers in Rheinsberg übernehmen ...




16. Dezember

Pieke Biermanns Kriminalreport


kriminalreport Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" .
Die Sendung am
Sonnabend, den 17.Dezember 2005 um 9:25 und 11:25
im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Einer von uns" "Einer von uns" ist auch per PC abrufbar.
Morde geschehen in Berlin vergleichsweise selten. Gut hundertmal im Jahr. Noch seltener sind besonders grausige Tötungen mit "rituellen" Aspekten. Und die Situation "Bulle killt Hure" kommt zwar gern in schlechten Krimis vor, aber kaum im richtigen Leben.
Im Juni 1990 scheint genau das in Berlin passiert zu sein, und der Täter ist nicht irgendein Polizist, sondern er gehört zu einer Spezialeinheit – dem Mobilen Einsatzkommando MEK. Er wird sofort gefasst, und er gibt als Motiv an: Ich musste Odin ein Opfer bringen.
Was steckt dahinter?
Was haben Kollegen und Vorgesetzte vorher bemerkt – was erleben sie hinterher, nachdem einer von ihnen"aus dem Ruder gelaufen" ist?
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"

Vermischtes

Swann-GlennkillDruckfrisch: »Glenkill«:
Am Sonntag, 18. Dezember 2005, um 23.30 Uhr wird wieder "Druckfrisch" gesendet, in der Deni Scheck Neuerscheinungen vorstellt. Darunter auch Leonie Swanns "Glennkill", eine tierische Detektivgeschichte: Die junge Leonie Swann und ihr zauberhafter Krimi unter Schafen, wie das Magazin annonciert. Liebhaber und Gegner werden sich das ansehen müssen ...

krimi-jahrbuch2006Watching the Detectives: »Krimijahrbuch 2006«:
In Dieter Paul Rudolphs Werkstattberichten zu Krimijahrbuch 2006 lässt sich eine Menge zum Krimijahrbuch 2006 erfahren. Zum Beispiel über die frühen Planungen: ursprünglich sollte das Krimijahrbuch 2006 nämlich als "book on demand" erscheinen. Und dann kam NordPark. Mehr müssen Sie selber lesen, da der Redaktör befangen (und geschmeichelt) ist. Und Sie dürfen sich natürlich auf das nächste Jahr freuen, bei den Aussichten ...

schusslochBuchmarkt: »Krimitagung in Iserlohn 2006«:
Das Fachmagazin "Buchmarkt" weist auf eine Krimitagung der Evangelischen Akademie in Iserlohn im Januar 2006 hin. Hier die Einzelheiten:
Verbrochene Welt. Zur internationalen Aktualität des Kriminalromans
In den letzten Jahrzehnten ist es zu einer rasanten Internationalisierung des Kriminalromans gekommen. Der Kriminalroman wird als realistisches "Universalgenre" immer wieder neu genutzt und neu entdeckt, wenn und wo neue oder bislang nicht beachtete Schauplätze, Problemfelder oder Milieus in den Blick gerückt werden. Das gilt für Krimis aus Münster wie aus Manila. Dabei tritt, verglichen mit dem klassischen Rätselkrimi, der kriminalistische "Fall" oftmals zurück zugunsten seiner "Umgebung" in der Lebenswelt. Der Mord dient bisweilen nur noch als Katalysator oder Auslöser für die Darstellung eines die Zeitgenossen unmittelbar angehenden Problems, eines bestimmten Sektors der Wirklichkeit. Damit hat der lange so gering geschätzte "Krimi" auf seine Weise den realistischen Problemroman aus der Tradition des 19. Jahrhunderts abgelöst.Der Kriminalroman ist zweifellos zur sogenannten "hohen Literatur" anschlussfähig geworden.
Organisiert haben das Prof. Dr. Jochen Vogt und Dr. Rüdiger Sareika, teilnehmen werden laut pdf-Programm Thomas Woertche, Tobias Gohlis, Kathrin Fischer, Norbert Franz, Steffen Richter, Börte Sagaster, Jochen Schmidt und Rutger Booß ...

silva-Die-LogeBerliner Morgenpost: »Der Papst im Visier eines Geheimbundes«:
Daniel Silva ist ein Verschwörungstheoretiker, in positivem Sinne. Noch nie zeigte sich die verschworene Bruderschaft in den Büchern des ehemaligen CNN-Korrespondenten derart dominant wie in "Die Loge". Von Uwe Sauerwein ...

Kieler Nachrichten: »Agatha Christie lebt im Netz weiter«:
Das Leben und Werk der Dame Agatha Mary Clarissa Christie – so ihr vollständiger Name inklusive Adelsprädikat "Dame" (sie erhielt 1971 den britischen Ritterorden) – kommt im Internet keineswegs zu kurz ...

kramp-wehnert-das-edgar-wallace-lexikonWatching the Detectives: »Edgar Wallace Lexikon«:
Man nehme zwei Autoren, die den Gegenstand ihres Forschens lieben. Sich in ihn hineingraben und das, was sie zutage fördern sauber und exakt präsentieren. Voilà: ein Lexikon. Das Edgar Wallace Lexikon von Joachim Kramp und Jürgen Wehnert ...

xialong-schwarz-auf-rot3sat: »Tatort Shanghai«:
Qiu Xiaolong gilt als Erfinder des modernen chinesischen Kriminalromans. In seinen Büchern zeichnet er ein genaues und einfühlsames Porträt seiner Heimatstadt Shanghai. Darüber hinaus hat er mit seinem Oberinspektor Chen eine überaus schillernde Figur geschaffen, die sich souverän im modernen Alltag zurecht findet, aber auch in der klassischen chinesischen Dichtkunst zu Hause ist. Der Beitrag von Wolfgang Popp für die Sendung "Kulturzeit" wurde am 14.12.2005 gesendet...

Kalender

W. Somerset Maugham
Am 16.12.1965 stirbt der britische Autor W. Somerset Maugham im französischen Cap Ferrat (Nizza). maugham-ashendenSeine geistreich-witzigen, manchmal auch zynischen Bücher machten ihn zum Millionär und zum meistgelesenen englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Mit dem Roman "Ashenden oder Der britische Geheimagent" (Diogenes) schrieb er einen "der ganz großen frühen Klassiker des Spionage-Genres. Gerühmt wird vor allem Maughams kühler Realismus; für diesen Episodenroman schöpfte er aus eigenen Erfahrungen beim Secret Service." (UFO)
Mehr bei ... eratonet , wikipedia , und natürlich bei Diogenes

15. Dezember

Translate This! Die neue Kolumne

translate-this-banner-160x159So viele Kriminalromane erscheinen jedes Jahr auf dem deutschen Buchmarkt, so viele Autoren tauchen auf und verschwinden wieder. So vieles wird übersetzt. Und erstaunlicherweise sehr vieles nicht.
In der neuen Kolumne von Ekkehard Knörer, die entsprechend "Translate This!" heißt, stellt er Bücher vor, die es verdient hätten, dem deutschen Leser präsentiert zu werden.
In der ersten Ausgabe beschäftigt er sich mit einem scheinbar abgegriffenem Subgenre der Gattung, dem Private-Eye-Roman. Und stellt Autorinnen und Autoren vor, die mit interessanten Plots und Sprachwitz dem Thema durchaus Neues abgewinnen können ...mehr

Die telefonische Mord(s)beratung
Mordsberatung

Vier Menschen treffen sich und diskutieren über Mord- und Totschlag, Profiler und Polizeipsychologen. Ungezählte Menschen aus ganz NRW rufen an, reden mit und alle unterhalten sich prächtig: das kriminalistische Trio Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv) und die Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch empfehlen Krimis. Die telefonische Mordsberatung ist die Sendung von und für Liebhaber(innen) der Kriminalliteratur. Dabei gibt es zwar weder Mord- noch Totschlag, aber es wird nicht selten heftig gestritten.
Diesmal leider ohne uns: die Sendung fand am 10. Dezember statt!
Aber immerhin können die in der Sendung vorgestellten Bücher als Liste im Internet abgerufen werden ...

Vermischtes

lugmeier-der-mann-der-aus-dem-fenster-sprangnetzeitung: »Der Dieb muss den Schlaf seines Opfers behüten«:
Ludwig Lugmeier stand auf der anderen Seite des Gesetzes und hat dort nicht nur Ronnie Biggs getroffen, sondern auch Walter Sedlmayr. Heute vermisst er seine Waffen. Zweiter Teil des Netzeitungs-Interviews mit Lugmeier. Von Ronald Düker ...

uemit-nacht-und-nebelDeutschlandfunk: »Büchermarkt«:
Heute um 16:10 Uhr im"Deutschlandfunk": Die "Neue türkische Bibliothek" im Zürcher Unionsverlag und Ahmet Ümits Kriminalroman: "Nacht und Nebel".

images/reuter-alfred-hitchcocks-handschrift.jpgLiteraturkritik: »Wie viel Hitchcock steckt in einem Hitchcock-Film?«:
Vibeke Reuter vergleicht die Filme des "Master of Suspense" mit ihren literarischen Vorlagen.
Von Fehmi Akalin ...

Kalender

Horace McCoy
Horace McCoy Am 15.Dezember 1955 stirbt der amerikanische Schriftsteller Horace McCoy nach einem Herzanfall in Hollywood (* 14.April 1897 in Pegram, Tennessee).
McCoy arbeitete als Sportjournalist, war Gründer einer Theatergruppe und Drehbuchautor. Er ging Anfang der 30er Jahre nach Hollywood und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der "hard-boiled"-Schule, die schonungslos amerikanische Verhältnisse spiegelte. Sein Roman "They shoot Horses, don't they?" (Ums nackte Leben), die bittere Geschichte eines Tanzmarathons wurde ein Klassiker der modernen Literatur und 1969 von Sydney Pollack verfilmt.
Infos bei ... mordlust.de , kirjasto.sci.fi (engl.), Literary Encyclopedia (engl.), William Marling (engl.),

14. Dezember

lugmeier-der-mann-der-aus-dem-fenster-sprangnetzeitung: »Ich sehnte mich nach Kampf«:
Ludwig Lugmeier war einer der berühmtesten Gangster Deutschlands. Im Gespräch mit der Netzeitung erzählt er, wie man vom Jäger zum Gejagten wird und warum man auch auf der Flucht nie rennen sollte. Von Ronald Düker ...

buchkultur-heft102Buchkultur: »Krimikolumne«:
Das Magazin "Buchkultur" wartet in der Ausgabe Dezember 05/Januar 06 mit einer Krimikolumen von von Peter Hiess auf. Leider online nicht zu lesen, aber vielleicht folgt das Magazin der Zeitschrift "Literaturen" und stellt sie doch ins Netz? ...

Telepolice

telepoliceAuf Streife durchs literarische Verbrechen begibt sich das Webportal "Telepolis" mit der neuen Kolumne "Telepolice". Besprechungen zu Krimis über Japan, zum neuen Paten, französischen Krimis und anderen werden ergänzt durch Krimi-Empfehlungen der Münchner Krimibuchhandlung "Glatteis" ... mehr

images/sh58.jpgHamburger Abendblatt: »Krimifrau vom Alten Land«:
Sie schrieb "Das Haus hinter dem Deich". Zwei Bücher hat die Autorin Anke Cibach gerade fertig. Zwei sind in Arbeit:ein Krimi mit Fortsetzung und eine Familiengeschichte fürs Herz. Von Adolf Brockmann ...

Börsenblatt: »Stern-Krimi-Bibliothek erfolgreich gestartet«:
150.000 Exemplare sind verkauft ...

heinichen-Der-Tod-wirft-lange-SchattenKool.de: »Sein Triest«:
Was ihn so für seine Stadt begeistert, zeigt der Dokumentarfilm "Veit Heinichen: Mein Triest", den 3sat an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr ausstrahlt ...

Tobias Gohlis' Rückblick

Mindestens 700 neue Kriminalromane werden Jahr für Jahr im deutschsprachigen Raum veröffentlicht, etwa 400 stammen aus deutschen Federn, rund 300 werden übersetzt. Mindestens ein Fünftel des Umsatzes der Belletristik wird mit Krimis erzielt, Tendenz steigend. Crime sells. Und fesselt, schreibt Tobias Gohlis in der Weihnachtsbeilage der "Zeit", Nr. 50 vom 08.12.2005, die wir völlig übersehen haben. Von Übersehen kann bei Herrn Gohlis dagegen keine Rede sein! Hier ist der Über- und Rückblick auf das Jahr 2005 mit einer schönen Feststellung: "Heute ist fast jeder Krimi mehr als ein Krimi. Noch nie gab es eine so große Vielfalt der Formen" ... mehr

13. Dezember

Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:
Przybilkas Tipps
No. 42


Auf ein Neues: ernsthafte Beschäftigung mit Kriminalliteratur ist ohne Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur nicht möglich. krimi-jahrbuch2006.jpgUnd es ist doch noch gelungen, vor Weihnachten und dem Jahreswechsel einen KRIMI-TIPP zusammenzustellen. Hier gibt es Informationen zum Krimijahrbuch 2006 von D.P. Rudolph und zu den Bibliographien "Lexikon der internationalen Krimiautoren" von A. Flückiger und der "Illustrierten Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum von 1796 bis 1945" von M. Schädel. Dazu die neue Kolumne "Unter der Lupe" mit einem Beitrag von Dr. Bernd G. Bauske: "Warum ich Jean Amila übersetz(t)e". Und natürlich wertvolle Empfehlungen, z. b. über das "Thüringische Obscurum", Tätersuche im besetzten Aachen, und Neues von James Bond und Edgar Wallace.
Wo? Natürlich ... hier!!


eckert-horst.jpgHorst Eckert: »Texte über das Genre«:
Wenn wir schon über Glossen über Horst Eckert berichten. Hier die Wahrheit im Original: auf seiner Internetseite hat Herr Eckert "Texte über das Genre" versammelt. Verfasst zu ganz unterschiedlichen Anlässen für ganz verschiedene Medien. Kritik, Würdigung, Polemik und Selbstverständnis. Keine abschließenden Weisheiten, wie er sagt, sondern ein Versuch der Verständigung über das Schreiben von Kriminalliteratur ...

schusslochkrimiblog: »Die Geschichte, warum der Horst Eckert den Jan Seghers nicht mag«:
Ludger Menkes Glosse über den Beitrag "Der Markenpirat auf dem Surfbrett. Jan Seghers und die Apartheid in der Literatur" von Horst Eckert auf den Seiten des "Syndikats". Und über die berühmte Trennung von E und U im Feuilleton und im Kopf..

12. Dezember

holt-was-niemals-geschahtaz: »crime scene«:
nesser-die-Schatten-und-der-RegenBisher hatte jede noch so erfolgreiche Krimiautorin, jeder noch so gefeierte Autor irgendwann die Nase voll von seinem Serienhelden. Oder ihrer Heldin. Nach spätestens zehn Romanen werden die Spürnasen durch neue ersetzt, meint Katharina Granzin in der Kolumne "Crime Scene" der "taz" vom 10.12.2005. Grund genug die Frage zustellen: "Wie schlagen sich die neuen Ermittler bei Anne Holte und Håkan Nesser?" ...

leon-verschwiegene kanaeleDeutsche Welle: »Mauer aus Dünkel und Selbstgerechtigkeit«:
Nun aber, in Commissario Brunettis zwölftem Fall, scheinen Sujets und Figuren ausgereizt zu sein. "Verschwiegene Kanäle"lässt zwar sofort eine spannende Story erwarten - doch kann die Autorin diesmal nicht alle Erwartungen erfüllen. Von Hanno Murena ...

schusslochWDR: »Krimirätsel zum Advent«:
In letzter Zeit wird oft viel Getue um den Mond gemacht, Mordseinfluss auf das Haareschneiden und auf das Liebesleben und alles. Und dass bei Vollmond mehr Autounfälle passieren, hat man immer schon gewusst. Aber interessant, dass die Dinge, die man immer schon gewusst hat, immer falsch sind. Das Krimirätsel zum Advent ...

schussloch3sat: »Krimibuchtipps«:
In der Sendung "kulturzeit" bei 3sat wurden wieder Martin Schönes Krimibuchtipps des Monats vorgestellt. Bernhard Sinkels Roman "Der dritte Sumpf": Ein Thriller über eine Liebe zwischen den Fronten von CIA und Terrorismus - stärker als Krieg. Jacques Berndorfs "Ein guter Mann": ein Thriller über Freundschaft und Verrat, und die heimliche Angst der Deutschen, vom Terror eingeholt zu werden...

Ted Allbeury †

Ted AllbeuryAm 4. Dezember 2005 ist der britische Autor Ted Allbeury im Alter von 88 Jahren gestorben.
Ted Allbeury lebte in der Grafschaft Kent in England. Während des Zweiten Weltkrieges war er britischer Geheimdienstoffizier und verhörte nach 1945 zahlreiche gefangene Nazi-Größen. Nach seiner Ausmusterung arbeitete er unter anderem für eine Werbeagentur und leitete einen Piratensender. Seit Anfang der siebziger Jahre als freier Schriftsteller arbeitend (er verwendete auch die beiden Pseudonyme Richard Butler und Patrick Kelly) zählt Allbeury zur Extraklasse unter Englands Thrillerautoren und mit John le Carré, Len Deighton und Brian Freemantle zu den großen Nachfolgern Eric Amblers und den Erneuerern des englischen Spionageromans in den siebziger Jahren.
In der legendären gelben Krimireihe des Ullstein Taschenbuchverlages wurden fast alle seine Bücher veröffentlicht, leider wurde aber auch er in Deutschland zuletzt nicht mehr aufgelegt ...
Bibliographie bei den Alligatorpapieren
Nachruf bei Times online
Der Radiopirat bei Radio 390

9. Dezember

Axel Bußmers TV & Buchtipps 10. – 23. Dezember 2005
Hallo miteinander,
getaway.jpgFilmische Höhepunkte der kommenden Wochen sind Jean-Luc Godards "Die Außenseiterbande" (falls Sie ihn die Tage verpasst haben, haben Sie jetzt noch einmal die Gelegenheit ihn zu sehen), Sam Peckinpahs Thompson-Verfilmung "Getaway" (endlich wieder das Original) und seinen Agententhriller "Die Killer-Elite" (Haben Sie schon bemerkt, dass ich ein Peckinpah-Fan bin?), Hitchcocks "Die Vögel" (nach einem Drehbuch des kürzlich verstorbenen Evan Hunter/Ed McBain) und sein Schocker "Psycho", Atom Egoyans düstere Studie "Das süße Jenseits" (nach einem Buch von Russell Banks), die, nach einem Drehbuch von Donald Westlake, bitterböse satirische Abrechnung mit dem Traum von der Traumfamilie "Spur in den Tod II" (Doofer Titel. Der Film hieß früher "Kill, Daddy, Kill".), Robert Altmans Chandler-Verfilmung "Der Tod kennt keine Wiederkehr" (nach einem Buch von Leigh Brackett), Jules Dassins Caper-Movie "Rififi", Nico Hofmanns düsteres Krimidrama "Solo für Klarinette" und als Weihnachtsgeschenk, präsentiert von unserem Lieblingssender Arte, "Casablanca".
Aus unserem Nachbarland kommen die Izzo-Verfilmung "Verlorene Seelen" (die Erstaustrahlung Bande-a-part.jpg ist auf Arte am Mittwoch, den 7. Dezember, um 22.40 Uhr) und die Simenon-Verfilmung "Nächtliche Irrfahrt". Beide Filme sollen gut sein.
Am 25. Dezember feiert Jürgen Roland seinen achtzigsten Geburtstag. Ihm zu Ehren zeigt der NDR am 21. Dezember zwei Dokumentationen, den Spielfilm "Die Engel von St. Pauli", den Tatort "Freund Gregor" und, am 22. und 23. Dezember, die Stahlnetz-Folgen "Das Haus an der Stör", "Das zwölfte Messer" und "Die blaue Mütze". Für uns Jungspunde die Gelegenheit den bundesdeutschen Nachkriegskrimi zu studieren.
Kriminelle Grüße
Axel

Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier

seghers-die-braut-im-schnee.jpgFNP: »Dieser Mann führt Leser gern auf falsche Spuren«:
Frankfurt ist reich an Kommissariaten und potenziellen Tatorten, vom neuen Polizeipräsidium in der Adickesallee bis hin zu den Backsteinbauten in Oberrad. Gerade deshalb mag es verwundern, dass auch namhafte und bundesweit bekannte Kriminalautoren wie Jan Seghers alias Matthias Altenburg weitaus weniger bekannte Schauplätze südlich der Mainlinie für ihre Verbrechen auswählen ...

schussloch3sat: »Krimibuchtipps«:
In der Sendung "kulturzeit" bei 3sat werden wieder Krimibuchtipps des Monats vorgestellt. Heute um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung. Und demnächst sicher auch im Internet ...

kommissarinnenRheinischer Merkur: »Nichts ist klar, Frau Kommissar«:
Im Krimi ist die Emanzipation schon weit fortgeschritten. Zu weit, wie unser Autor meint.Zwei Jahrhunderte nach Edgar Allan Poe und Sir Arthur Conan Doyle stellt sich mithin die Frage: Ist der Krimi weiblich geworden? Volker S. Stahr über die Ausstellung "Die Kommissarinnen" ...

opitz-der-buechermoerderhr-online: »Reizthema Büchermörder«:
Wer sich gerne mit Büchern beschäftigt und ein manischer Leser und Büchersammler ist, wer sich zu den Bibliophilen, wenn nicht gar zu den Bibliomanen zählt, der ist mit Sicherheit irgendwann auf den Namen Johann Georg Tinius gestoßen. Von Hanne Kulessa ...

haas-schuberkulturzeit/3sat: » Der Alpen-Columbo«:
Korruption, Missbrauch, Mord. Das ist die Welt von Privatdetektiv Simon Brenner, dem Lakoniker unter den Kriminologen. Die sechs Fälle von Wolf Haas' österreichischem Original gibt es jetzt im Schuber. Im Gespräch: Denis Scheck ...

apperry-Das-zufaellige-Leben-des-Homer-Idlewilde.jpgRheinischer Merkur: »Virtuose des Müßiggangs«:
Er schaut oft ernst, schreibt aber federleicht – Yann Apperry. Der junge Franzose tritt mit "Das zufällige Leben des Homer Idlewilde" in die Fußstapfen Twains und Eichendorffs – und erinnert ein wenig an Paul Auster. Von Charlotte Rommerskirchen ...

sylvester-barocke-engelBuchmarkt: »Gewinnerin des Literaturwettbewerbes "Krimikahl"«:
Christine Sylvester ist die Siegerin des Literaturwettbewerbes Krimikahl. "Barocke Engel" heisst der erste Roman ...

8. Dezember

Schekulins Krimitipps

Daeninckx-statistenWelches sind denn die besten Krimi-Neuheiten, die wichtigsten, interessantesten und vielversprechendsten? – Das fragt sich Robert Schekulin von der Buchhandlung "UFO" in Freiburg jeden Monat aufs Neue. Und wählt dann aus dem Neuheiten-Berg, nach bestem Wissen und Unwissen, normalerweise fünf besondere Titel aus. Hier also seine fünf Neuheiten-Tipps und eine Liste der Titel, die ihn erreichten. Unter anderem auch hier Kritik am Krimilexikon von Alex Flückiger, Gedanken über den japanischen Krimi, bzw. dessen Kaumvorhandensein im deutschen Sprachraum und natürlich: Krimis aus Frankreich ... mehr

watchingthedetectives-smallWatching the Detectives: »Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts«:
Relativ unbeachtet von der Öffentlichkeit hat Dieter Paul Rudolph das Jahresprogramm 2006 der "Criminalbibliothek des 19. Jahrhunderts" zusammengestelt. Die als PDFs im Jahr 2006 zur Verfügung gestellten Titel sind jetzt dort einsehbar ...

Rankin-so-soll-er-sterbenRandom House: »Verbrechen aus Fremdenfeindlichkeit?«:
Im aktuellen Buch Ian Rankins ist John Rebus mit den Themen illegale Einwanderung und Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. "Geschehen in Edinburgh tatsächlich Verbrechen aus Fremdenfeindlichkeit?" fragte Clayton Moore im Special zum Roman "So soll er sterben" ...

Soininvaara-Finnisches-Requiem.jpegschwedenkrimi.de: »Ein fantastisches Gedankenspiel«:
Mit "Finnisches Roulette" im Gepäck tourte der finnische Krimiautor Taavi Soininvaara im November durch Deutschland. Vor der Lesung in Mülheim an der Ruhr nahm sich der in Finnland bereits mehrfach für seine Krimis ausgezeichnete Ex-Anwalt Zeit für ein Interview mit dem Literaturportal "schwedenkrimi.de" ...

solstad-Professor-Andersens-NachtDeutschlandradio: »Mord an Heiligabend«:
Literaturprofessor und Ibsen-Kenner Pål Andersen macht es sich an Heiligabend gemütlich, als er im gegenüberliegenden Haus einen Mord beobachtet. Statt diesen Mord aufzuklären, interessiert sich der Autor Dag Solstadt fortan nur für das Getriebensein seines Protagonisten. Von Carola Wiemers ...

Kalender


Friedrich Glauser †
glauser-friedrich.jpg Am 8. Dezember 1938 starb der schweizer Schriftsteller Friedrich Karl Glauser in Nervi bei Genua. (*4. Februar 1896 in Wien).
Die Mutter war Österreicherin, der Vater Schweizer. Sein Leben war von Rastlosigkeit geprägt, unzählige Orte und Stationen säumten seinen Weg: Schulen in der Schweiz und in Österreich, Erziehungsheime, Gefängnisse und Psychiatrische Kliniken. Friedrich Glauser lebte in Frankreich, Belgien und Italien, war lange Zeit morphiumsüchtig, verbrachte einige Jahre in der Fremdenlegion und nahm teil an der Dadaismus-Bewegung in Zürich. (Info: Unionsverlag)
Zur Erinnerung an ihren "Schutzpatron" verleiht das SYNDIKAT jedes Jahr im Rahmen der CRIMINALE den GLAUSER-Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur ... Glauser beim Syndikat

Bio-/Bibliographie und interessante Links bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Projekt Gutenberg, Unionsverlag, Limmat Verlag, wikipedia.org.
Info bei Krimi-couch.de und ein Feature von Beat Mazenauer.

7. Dezember

fiese-friesentaz: »Mord im Orient-Express auf Friesisch«:
Regionale Kriminalgeschichten sind vor allem für diejenigen interessant, die den Ort der Handlung kennen oder dort sogar zu Hause sind. Dennoch müssen die Romane mehr bieten als ein x-beliebiger Reiseführer. Die Anthologie "Fiese Friesen" gibt einen Überblick über Krimis aus dem Nordwesten. Von Tim Schomacker ...

Ulrich Nollers Krimitipps Dezember 2005

Ulrich Noller Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den Dezember 2005 willeford-Die-schwarze-Messe bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
New York ist die Hauptstadt des Verbrechens – und die der Kriminalliteratur. Das beweisen zwei grandiose Kriminalromane, die soeben auf Deutsch erschienen sind, ein alter und ein neuer: "Die schwarze Messe" von Charles Willeford. Und "Russische Verwandte" von Reggie Nadelson ...mehr

Aiken-joan-1972.jpgARTE: »Tag und Nacht auf crime «:
Neue Eintragung im Krimitagebuch von Tobias Gohlis.Es war die Titelliste der SZ-Bibliothek, die Herrn Gohlis darauf aufmerksam machte, dass Joan Aiken auch Kriminalromane geschrieben hat – und was für welche! ...

nesser-die-Schatten-und-der-RegenToGos Kriminalkolumne: »Die langen Schatten der Vergangenheit «:
Kann Vergeltung tatsächlich über den Verlust eines Menschen hinwegtrösten? Und wie dringlich ist die Identifizierung und Bestrafung eines Täters, wenn wie in Schweden Mord nach 25 Jahren verjährt? Tobias Gohlis über Håkan Nessers jüngsten Roman "Die Schatten und der Regen" ...

flueckiger-Lexikon -der-internationalen-KriminalliteraturWatching the Detectives: »Ein Lexikon, ein Ärgernis«:
Belehren, denunzieren, Belege schuldig bleiben – das ist das durchgängige Charakteristikum dieses "Lexikons". Dieter Paul Rudolph über Alex Flückigers "Lexikon der internationalen Krimiautoren". ...

Deitmer-scharfe-sticheDas Syndikat: »Europäisch verrückte Geschichten«:
Krimi-Autorin Sabine Deitmer über ihren neuen Roman, telepathische Kühe und einen Artenschutz für den europäischen Krimi. ...

Vachss-down-hereWatching the Detectives: »Ein Lexikon, ein Ärgernis«:
Andrew Vachss bezeichnet seine Bücher als "Trojanische Pferde" und meint damit die Verwendung des Krimigenres als Medium, damit Menschen sich mit seiner Botschaft auseinander setzen. Der sexuelle Missbrauch von Kindern und sexuelle Gewalt im Allgemeinen sind seine ewig wiederkehrenden Themen. Dr. Bernd Kochanowski über den Roman "Down here" von Andrew Vachss ...

Spurensuche Axel Bußmers Spurensuche No. 11
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.


Einmal Tokio, einmal Nordengland, einmal Saarland ...
Drei Kriminalromane: lee-Wenn-es-Nacht-wird-in-Tokio.jpgEin ausgezeichnetes Debüt, ein dritter und ein zweiter Band einer Serie. Romane, die mal sehr dick sind, oder weit in die Vergangenheit zurückgehen oder neue Varianten eines erprobten Motivs versuchen. Und auch schon einmal scheitern ...
Axel Bussmer über das Debüt von Don Lee, Martin Conraths zweiten Roman und Stephen Booth drittes Buch mit dem Ermittlergespann Cooper-Fry ... mehr

6. Dezember

Milo Dor †

Dor/Federmann Im Alter von 82 Jahren ist Milo Dor am 5. Dezember gestorben. Mit Reinhard Federmann bildete er ein Krimi-Duo, das 1953 mit "Und einer folgt dem anderen" debütierte und diesem Genre zehn Jahre lang treu geblieben ist. Weitere Krimis waren "Internationale Zone", "Und wenn sie nicht gestorben sind" (alle in den 90er Jahren im "Picus Verlag" neu aufgelegt - inzwischen vergriffen). Handlungsorte waren jeweils Wien und das südöstliche Europa im Spannungsfeld der alliierten Besatzung und des aufkommenden Kalten Krieges. Dennoch war die Kriminalliteratur nur eine Episode seines schriftstellerischen Lebens, das in den Würdigungen seiner Karriere selten zur Sprache kommt.
Nachrufe gibt es hier.
Infos zum Autor gibt es bei "egotrip.de", "kommune", "ifa" und "(Literaturlandschaft Österreich)"

Vermischtes

Die Welt: »Jedem seine Krimibibliothek«:
Krimi-Fans stehen fette Zeiten bevor. Als wären 700 neue Kriminalromane pro Jahr nicht genug, steigen jetzt gleich zwei Medienhäuser ins Geschäft ums große Umlegen ein. Von Tobias Gohlis ...

rekel-Der-Duft-des-Kaffees.jpgkrimiblog: »Krimi to go«:
Kaffee ist Kult. Überall in deutschen Städten schießen Coffeebars und Coffeeshops wie Pilze aus dem Boden. Geradezu raffiniert erscheint da der Thrillerversuch des österreichischen Autors Gerhard J. Rekel, der beide Modeerscheinungen einfach kombiniert: Kaffee und Verschwörung gleich in einem Buch. Ludger Menke über seine "Platzpatrone" No. 3 ...

Das Kriminal

kriminal In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" von Franz Schuh.
eriksson-Die-grausamen-Sterne-der-Nacht Im Dezember gelangt er über einem philosophischen Schwenker mit Elias Canetti zum Roman "Die grausamen Sterne der Nacht" von Kjell Eriksson. Erikssons Roman hat bei ihm vorübergehend einen Stimmungsumschwung bewirkt. Das Gefühl, von schwedischer Kriminalliteratur bloß belästigt zu werden, sei ein wenig gewichen ... aber lesen Sie ... selbst

Ahmet Ümit

uemit-nacht-und-nebel Ahmet Ümit, der mit "Nacht und Nebel" den literarischen Kriminalroman in der Türkei einführte, unternimmt zum Beginn der "Türkischen Bibliothek" des Unionsverlages eine Lesereise, die ihn in verschiedene deutschsprachige Städte, darunter auch nach Wien, führt. In "Nacht und Nebel" verknüpft Ümit gesellschaftlichen Anspruch mit einer spannenden Krimihandlung. Der Protagonist wird im Rahmen seiner Ermittlungen schließlich mit seiner Lebenslüge konfrontiert. Buchkultur-Chefredakteur Tobias Hierl hat mit Ahmet Ümit ein Interview geführt ...mehr

Jan Seghers

seghers-die-braut-im-schnee Der Schriftsteller, Journalist und Polemiker Mathias Altenburg schreibt unter seinem Pseudonym Jan Seghers Kriminalromane. Altenburg läßt Kriminalkommissar Robert Marthaler in Frankfurt ermitteln. Tobias Gohlis sprach für "Die Welt" vom 3.12.2005 mit Mathias Altenburg über Krimi und Kunst, Kommissar Mankell und Kommissar Marthaler ...mehr




Kalender
Am 6. Dezember 1922 wurde William P. McGivern in Chicago geboren († 18. November 1982). Mcgivern-crooked-frame.jpg William P. McGivern, der auch unter dem Pseudonym Bill Peters schrieb und als Vertreter der "hard-boiled-Autoren" gilt, hat in seiner Karriere etwa zwanzig Kriminalromane veröffentlicht. Daneben verfasste er die Drehbücher zu etlichen TV-Serien wie etwa "Kojak", einigen Filmen, darunter "Brannigan" mit John Wayne, und die Drehbuchfassung seines Romanes "Wenig Chancen für morgen". 1952 wurde er mit dem "Edgar Award" der "Mystery Writers of America" ausgezeichnet. Zahlreiche seiner Romane wurden ebenfalls verfilmt, so etwa "Heißes Eisen" von Fritz Lang oder "Freibrief für Mord".
Infos:
Prisma, kirjasto.sci.fi (engl.), Bibliographie (engl.), Bibliographie (engl.).

5. Dezember

Wörtches Crime Watch No. 103

strong-auf-meiner-haut Realismus wird in so manchen Kriminalromanen konsequent vermieden findet Thomas Wörtche in der 103. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Deswegen ist er froh und dankbar, wenn er hin und wieder Romane findet, die ganz gegenteilig verfahren: Nämlich lebensweltliche Realitäten als Nährboden für schon fast ungeheuerliche, bizarre und abgedrehte Stories benutzen. So wie dies dem in Uganda geborenen, in Großbritannien lebenden Tony Strong mit seinem Roman "Auf meiner Haut" gelungen sei. Und dabei habe er zudem einen erstaunlich unterhaltsamen, wegen der vielen Drehs und Twists gar spannenden, teilweise deliranten Roman geschrieben ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 48/2005 lesen

Mimis Bettgenossen – Missetaten in niederen Landen, Teil 2

baantjer-de-cock-en-de-dood-in-antiek Die Niederlande sind multikulturell geprägt. Das liegt nicht zuletzt an der kolonialen Vergangenheit, der Reisefreudigkeit und Handelstätigkeit dieses Volkes. Das macht sich auch in der Literatur, insbesondere auch im Krimigenre bemerkbar. Niederländische Kriminalromane sind in Deutschland kaum bekannt. Das soll sich ändern. Der zweite Teil der niederländischen Kriminalhistorie beim Online-Portal "Einseitig.info" erzählt vom chinesichen Richter Di, Männerkrisen und Rotlichtmilieu, von van Gulik, Hellinga und den "Srillers" von Ferdinandusse.Ein Beitrag von Marie van Bilk ...
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Krimi-Report
No. 23
flueckiger-Lexikon -der-internationalen-Kriminalliteratur.jpg   Mit einem Gewicht von knapp 1 kg liegt das "Lexikon der internationalen Krimiautoren" schwer in der Hand. Muß es auch, denn hier werden ca. 1350 Kriminalschriftsteller mit Kurzporträts und kleinen Bibliographien vorgestellt. Der Titel ist vielleicht etwas irreführend, besser wäre "Lexikon der internationalen Krimiautoren in deutscher Übersetzung", denn die Porträts, Kurzbesprechungen und Bibliographien basieren ausschließlich auf Krimis von Autoren, die es zu einer Übersetzung ins Deutsche gebracht haben.
Thomas Przybilka stellt "Lexikon der internationalen Krimiautoren" von Alex Flückiger vor ... mehr

No. 24
nothomb-Boeses-Maedchen.jpgSchon wieder ein neuer Roman von Amélie Nothomb, mögen sich Leser denken, die in die nächste Buchhandlung gehen. Dann aber entscheidet es sich blitzartig, teilen sich die Befürworter und Gegner. Die einen schätzen das Knappe und Kurze ihrer Sprache, während die anderen nur Oberflächlichkeit und mangelnde Tiefe sehen. Zugegebenerweise hat sich der Verfasser dieser Zeilen zur ersteren Fraktion geschlagen, obwohl er sprachlichen Tiefgang nicht nur schätzt, sondern sogar liebt, aber merkwürdigerweise gerade bei diesen Büchern, die andernorts sehr treffend als Kammerspiele bezeichnet wurden, eine Ausnahme macht. Und das nicht nur deswegen, weil Amélie Nothomb eine Ausnahmeautorin ist.
Frank Kaufmann stellt den Roman "Böses Mädchen" von Amélie Nothomb vor ... mehr
Rezensionen

2. Dezember

Vermischtes

crime-iu-bremenIU Bremen: »Was Graf Dracula und Commissario Brunetti verbindet – Krimis am Kulturpuls«:
Vom 8.–10. Dezember findet an der International University Bremen (IUB) das Symposium "Crime and Nation" statt. Im Mittelpunkt stehen Kriminalität und Krimis. Warum feiern Länder-, Städte- und Regiokrimis, Ethno- und Stadtteilkrimis so große Erfolge?
Am Freitag, den 9. Dezember, laden die Organisatorinnen zudem zu einem besonderen kriminalistischen Genuss ein, der Podiumsdiskussion "Zum Sterben schöne Tatorte. Globalisierung und Verbrechen." Bekannte Krimi-Protagonisten diskutieren über die Grenzen der Interkulturalität im Kriminalroman: Krimiautor Jan Seghers (alias Matthias Altenburg), Tatort-Kommissarin Sabine Postel (alias Inga Lürsen), der Sprecher der Jury der Krimiwelt-Bestenliste und Krimikritiker von DIE ZEIT Tobias Gohlis, Kristian Lutze (Übersetzer von Robert Wilson und weiteren Krimiautoren), Kathrin Blum, Lektorin des Rowohlt-Verlages und Dr. Cornelia Ackers vom Bayerischen Rundfunk (Polizeiruf 110). Die Diskussion findet im IUB-Campus Center statt und wird auf Deutsch abgehalten.

eriksson-Die-grausamen-Sterne-der-NachtDeutschlandradio: »Das verschwundene Genie«:
Mit "Die grausamen Sterne der Nacht" hat Kjell Eriksson den fünften Band seiner Krimi-Reihe mit der Kommissarin Ann Lindell vorgelegt. Und wieder einmal stehen die Ermittler vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Ein Forscher, der sich als verkanntes Genie ansieht und alle Umwelt mit seinem schrulligen Verhalten nervt, ist spurlos verschwunden. Von Johannes Kaiser ...

uemit-nacht-und-nebel.jpgoe1/ORF: »Ermittlung auf eigene Faust «:
"Es muss nicht immer Pamuk sein", titelte in diesem Bücherherbst die "Stuttgarter Zeitung" – mit Blick auf den frisch gekürten Träger des Friedenspreises des deutschen Buchhandels – und verwies auf die "Türkische Bibliothek", die der Schweizer Unionsverlag jetzt eröffnet hat. Den Anfang macht ein Kriminalroman: "Nacht und Nebel" von Ahmet Ümit. Von Kristina Pfoser (Beitrag kann via Computer gehört werden!) ...

zingler-peter.jpgMallorca-Zeitung: »Über die Lust am illegalen Orgasmus im Dunklen«:
Peter Zingler hat das, was viele ein interessantes Leben nennen: Erst Einbrecher, dann Häftling, seit 1985 Autor und Regisseur Alex Schütz sprach mit dem Autor ...

Best-of-Patricia-HighsmithDeutschlandradio: »Gehörte Spannung«:
Patricia Highsmith' Thriller lieferten die Vorlage für viele spannende Filme, unter anderem für Alfred Hitchcocks "Zwei Fremde im Zug". Auch als Hörspiel sind die Romane der Highsmith höchst spannend, was man jetzt auf der "Best of"-CD-Box des Audioverlags nachhören kann. Allerdings fehlen dabei sämtliche "Ripley"-Romane. Von Hartwig Tegeler ...

rekel-Der-Duft-des-KaffeesORF: »Historische und sinnliche Aspekte des Kaffees«:
Der gebürtige Grazer Gerhard J. Rekel ist der Autor des ersten Kriminalromans, in dem Kaffee die Hauptrolle spielt. "Der Duft des Kaffees" erzählt die spannende Geschichte des Berliner Kaffeefetischisten Hans Brioni. Von Barbara Belic ...

1. Dezember

Befragungen
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh
und
Thomas Przybilka
.


Renate Kampmann
Kampmann_Renate-befragung.gif Bevor Renate Kampmann als freie Autorin arbeitete (seit 1995) absolvierte sie ein Studium der Germanistik und Geschichte und war Fremdsprachenkorrespondentin, Dramaturgie-Assistentin, Dramaturgin, Redakteurin. Die Autorin entwickelte die RTL-Serie "Doppelter Einsatz" und war verantwortlich für Drehbücher zu Serien und Film-Reihen wie "SOKO 5113", "Großstadtrevier", "Ein starkes Team", "Bella Block" und einigen Donna Leon-Verfilmungen.
2001 debütierte Renate Kampmann als Buchautorin mit dem Krimi "Die Macht der Bilder" und seitdem hat auch Deutschland eine Ermittlerin mit Medizinstudium: Renate Kampmanns Serienfigur Leonie Simon, die sich als leitende Oberärztin des Instituts für Rechtsmedizin in Hamburg stets erfolgreich in die Arbeit der Ermittlungsbehörden von Staatsanwaltschaft und Polizei einmischt ... mehr


Vermischtes

jahrbuch_cover_werkWatching the Detectives: »Wenig Schnaps, aber eine Schnapsidee«:
Das "Krimijahrbuch 2006": wie es wurde, was es wird. Einblicke in die Werkstatt eines Herausgebers. Von Dieter Paul Rudolph ...

stern-krimi-bibliotheknetzeitung: »Stern und Süddeutsche starten Krimi-Serie«:
Fast gleichzeitig starten das Magazin "Stern" und die "Süddeutsche Zeitung" eine Krimi-Bibliothek. Dabei versuchen sie sich gegenseitig bei den Buchpreisen zu unterbieten ....

chaplet-anne-red.jpgStadtRevue Köln: »Schwarzlicht«:
Geschafft! Angie ist Kanzlerin! Endlich Ruhe! So denken vermutlich in diesen Tagen die Kriminalschriftsteller Thea Dorn, Anne Chaplet und Jan Seghers; nachdem sie in Sachen Bundeskanzlerin heftig aneinander gerieten. Ulrich Noller über einen interessanten Streit zwischen politisch agierenden Autoren und Autorinnen ...

eschbach-der-nobelpreisBücher: »Die bretonische Schreibmaschine«:
"Der Nobelpreis" war erst der Anfang: Andreas Eschbach hat von der Science Fiction zum Thriller gewechselt. 50 neue Bücher hat der Erfolgsautor schon im Kopf. In seiner Wahlheimat Frankreich will er sie schreiben. Von Johan N. Nagel ...

binder-nued-apartiges.jpgDeutsche Welle: »Verheerende Biographie«:
Jahrelang hat sich der Zeichner Hannes Binder mit dem 1938 verstorbenen Schriftsteller Friedrich Glauser beschäftigt. Dieses Buch ist quasi ein dadaistischer Showdown. Von Ralf Bosen ...

Kalender

Rex Stout
carr-john-dickson.jpg Am 1. Dezember 1886 wird Rex Stout in Noblesville, Indiana geboren.
1932 begann er Kriminalromane zu schreiben, in 46 davon stand der mittlerweile weltberühmte Privatdetektiv Nero Wolfe im Mittelpunkt, jener über hundert Kilo schwere Gourmet und Orchideenzüchter, der die anstrengende Fußarbeit seinem Assistenten Archie Goodwin überläßt. Rex Stout wurde für seine über fünfzig Romane mit dem Grand Masters Award ausgezeichnet.
Infos:
Random House, "krimi-couch" , "Classic Crime" , "kirjasto.sci.fi" (engl.), "wikipedia.org" ,

Weitere Dezember-Meldungen gibt es
hier

Die November-Meldungen gibt es

Meldungen vergangener Monate
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Neu im Dezember

Krimi in TV & Radio | Kalender

krimiwelt

schusslochFrisch eingetroffen.
Bücher, die uns erreichten.


Auf vielfachen Wunsch wieder da: die Neueingänge:
Manchettes Essays zum Roman noir, Didier Daeninckx Roman "Statisten", Daniel Chavarrías Wanderung zwischen Abenteuer- und Kriminalroman, acht Erzählungen von Edogawa Rampo, dem Vater des Genres in Japan, ein wieder einmal kritisiertes Lexikon der internationalen Kriminalliteratur und die Zeitschrift Zibaldone, die sich in Heft 39 mit Italiens Krimi heute beschäftigt ... mehr


Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 17
brezina-Wer-findet-Vincents-Farbenschatz.jpg Pünktlich zum Winteranfang ist der aktuelle KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, die No.17, dementsprechend der Winter-Kurier, erschienen. ...
Von Gisela Lehmer-Kerkloh

SpurensucheAxel Bußmers Spurensuche No. 12
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Die Armani-Cops sind wieder da
Axel Bußmer über die DVD "Miami Vice – Staffel 1" ... mehr

Axel Bußmers Spurensuche No. 11
Einmal Tokio, einmal Nordengland, einmal Saarland
Axel Bussmer über das Debüt von Don Lee, Martin Conraths zweiten Roman und Stephen Booth drittes Buch mit dem Ermittlergespann Cooper-Fry ... mehr

nterviewaufsaetzemini.jpgTatort Mexiko.
Von Frank Leinen


In seinem Aufsatz untersucht Frank Leinen die Besonderheiten des mexikanischen Kriminalromans und liefert zugleich einen Einblick in die moderne mexikanische Gesellschaft ... mehr

Translate This!
Von Ekkehard Knörer

translate-this-banner-160x159
In der neuen Kolumne stellt Ekkehard Knörer Bücher vor, die es verdient hätten, dem deutschen Leser präsentiert zu werden.
In der ersten Ausgabe beschäftigt er sich mit einem scheinbar abgegriffenem Subgenre der Gattung, dem Private-Eye-Roman ... mehr


Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur No. 42
Przybilkas Tipps
Auf ein Neues: ernsthafte Beschäftigung mit Kriminalliteratur ist ohne Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur nicht möglich. Und es ist doch noch gelungen, vor Weihnachten und dem Jahreswechsel einen KRIMI-TIPP zusammenzustellen. Wo? Natürlich ... Hier!!

Krimi-Report
No. 23
flueckiger-Lexikon -der-internationalen-Kriminalliteratur.jpg   Mit einem Gewicht von knapp 1 kg liegt das "Lexikon der internationalen Krimiautoren" schwer in der Hand. Thomas Przybilka stellt das "Lexikon der internationalen Krimiautoren" von Alex Flückiger vor ... mehr

No. 24
nothomb-Boeses-Maedchen.jpgSchon wieder ein neuer Roman von Amélie Nothomb, mögen sich Leser denken, die in die nächste Buchhandlung gehen.
Frank Kaufmann stellt den Roman "Böses Mädchen" von Amélie Nothomb vor ... mehr
Rezensionen

Die Befragungen Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.

Renate Kampmann
Kampmann_Renate-befragung.gif 2001 debütierte Renate Kampmann als Buchautorin mit dem Krimi "Die Macht der Bilder" und seitdem hat auch Deutschland eine Ermittlerin mit Medizinstudium ... mehr

 Krimi in TV & Radio

Unsere Hörspieltipps

Freitag, 30. Dezember 2005 um 20:05 Uhr bei WDR 5
" Mord ist ein Kinderspiel" (51') von Tauno Yliruusi

Kommissar Manki hat sieben seiner Nachwuchskriminalisten zu einem Seminar in eine abgelegene Villa eingeladen. Kaum sind alle Gäste eingetroffen, da ist einer von ihnen schon wieder verschwunden. Zunächst glauben alle an einen Scherz, doch als sie ihren Kollegen ermordet auffinden, wird ihnen der Ernst der Lage bewusst. So sehr sich die Kriminalisten auch bemühen, sie können nicht verhindern, dass der Mörder ihre Reihen mit grausamer Präzision immer weiter dezimiert.

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

www.hoerspielkrimi.de
Besuchen Sie auch
hoerdat

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 24. Dezember 2005 – 6. Januar 2006
Die Fernsehsender haben weder Kosten noch Mühen gescheut, mit einem Übermaß belangloser Wiederholungen zu malträtieren. So gibt es wieder einmal eine fast komplette Agatha Christie-Werkschau, etwas Donna Leon und Alfred Hitchcock bis zum Abwinken. Christie-Five-little-pigs Für die Cineasten gibt es den Krimi-Stummfilm "Der Todeskuss", die informative Doku "Easy Riders, Raging Bulls" und – endlich – die Aufklärung im Fall JFK: "Rendezvous mit dem Tod".
...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer: hier



Axels Tipp des Tages:

Freitag, 30. Dezember

RTL II, 20.15

Enthüllung

(USA 1994, R.: Barry Levinson)
Drehbuch: Paul Attanasio
LV: Michael Crichton: Disclosure, 1993

DODSKYSSEn.JPG
Mobbing andersrum: Ein glücklicher Familienvater wird von seiner Vorgesetzten sexuell belästigt.
Ziemlicher Langweiler, bei dem die Mobbing-Story noch der "intelligente" Teil des Films ist (leider bereits ziemlich schnell beendet). Denn die danach folgende Intrige ist einfach grottig und sollte bloss nicht auf Logik geprüft werden.
Ein wesentlich besserer Film zum Thema Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist David Mamets Verfilmung seines Theaterstückes "Oleanna" (mit dem immer vorzüglichen William H. Macy)
Mit Michael Douglas, Demi Moore, Donald Sutherland

SWR, 23.30

Der Schakal

(USA 1997, R.: Michael Caton-Jones)
Drehbuch: Chuck Pfarrer
LV: Frederick Forsyth: The Day of the Jackal, 1972 (Der Schakal)

forsyth-the_day_of_the_jackal.jpg
Der sagenumwobene Profi-Killer Schakal (Bruce Willis) soll eine hohe us-amerikanische Person töten. Einige tapfere Menschen (Sidney Poitier, Diane Venora, Richard Gere, Mathilda May) wollen dies verhindern.
Ein hochkarätig besetztes Desaster: langweilig, schlampig konstruiert und viel Leerlauf zwischen den coolen Willis-Szenen.
Im Vorspann steht, die neue Version basiere auf dem Drehbuch von Kenneth Ross für den Zinnemann-Film von 1972. So erspart sich Hollywood das Lesen dicker Bücher. Und wenn man eh eine neue Story erfinden will ...

ZDF, 00.20

GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia

(USA 1990, R.: Martin Scorsese)
Drehbuch: Martin Scorsese, Nicholas Pileggi
LV: Nicholas Pileggi: Wiseguy, 1985 (Der Mob von innen)


goodfellas.jpg Preisgekrönter und mitreissender Gangsterfilm über das Leben des Mafia-Aussteigers Henry Hill zwischen 1955 und 1980 in New York. Bei Scorsese sind Gangster die Kehrseite des amerikanischen Traums, die Mafia keine ehrenwerte Gesellschaft sondern eine Ansammlung von Killern, Schlägern und Betrügern.
Mit Robert De Niro, Joe Pesci (Oskar), Ray Liotta, Lorraine Bracco, Paul Sorvino.

3sat, 00.25

In der Hitze der Nacht

(USA 1967, R.: Norman Jewison)
Drehbuch: Sterling Siliphant
LV: John Ball: In the heat of the night, 1965 (In der Hitze der Nacht)

heatofnightposter.jpg
In einem Südstaatenkaff müssen ein weißer, reaktionärer Sheriff und ein afroamerikanischer Kollege einen Mord aufklären.
John Balls hochgelobter, erfolgreicher Roman war der erste Auftritt eines afroamerikanischen Polizisten als Sympathieträger. Ball wollte damit zur Verständigung zwischen den Rassen beitragen. Außerdem reflektierte er in seinem Krimi die damaligen politischen Kämpfe des Civil Rights Movements in den Südstaaten.
Die enorm erfolgreiche Verfilmung erhielt fünf Oscars, unter anderem als bester Film des Jahres. Aus heutiger Sicht ist "In der Hitze der Nacht" ein extrem naives und einseitiges Bekenntnis zur Rassenversöhung (etwas guter Wille und schon geht's) und ein technisch gut gemachter Whodunit.
Poitier drehte noch zwei schwächere Fortsetzungen. Letztendlich wurde es ein normaler, bestenfalls durchschnittlicher Polizeikrimi.
Mit Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates, Lee Grant

SWR, 01.25

Das Tribunal

(USA 2002, R.: Gregory Hoblit)
Drehbuch: Billy Ray, Terry George
LV: John Katzenbach: Hart's war, 1999 (Das Tribunal)

Katzenbach-Harts-war.jpg
Film über eine Gerichtsverhandlung 1944 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager. Die Amis wollen den Deutschen beweisen, dass bei ihnen alle Menschen gleich sind.
Beim Publikum und der Kritik kam der Gerichtsthriller schlecht an: "lauen Kriegs- und Gerichtsdramas" (tip), "müden und mitunter wirren Mix aus Stalag-Studie, Gerichtsfilm und Rassenkonfliktdrama" (Rheinische Post).
John Katzenbach arbeitete, wie Carl Hiaasen, beim Miami Herald und schrieb einige erfolgreiche Kriminalromane. Zwei von ihnen wurden, durchaus erfolgreich, verfilmt: sein Debüt "In the Heat of the Summer" (1982) als "Das mörderische Paradies" mit Kurt Russell und "Just Cause" (1992) als "Im Sumpf des Verbrechens" mit Sean Connery.
Mit Bruce Willis, Colin Farrell

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

Axel Bußmers
TV-Krimi & Buch-Tipps

krimikritik5