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Nachrichten Dezember 2003
30. Dezember 2003
Deutscher Krimipreis 2004
2003 wurde der "Deutsche Krimipreis" erstmals öffentlich in München vergeben - und 2004 in Unna! Reinhard Jahn vom Bochumer Krimi-Archiv: "Die Entscheidung, den Deutschen Krimi Preis 2004 diesmal am Hellweg zu verleihen, war schnell und einfach zu treffen. Weil das Westfälische Literaturbüro und der Bereich Kultur der Stadt Unna ein Angebot gemacht haben, das man einfach nicht ablehnen konnte." Ein Bericht des "Hellweger Anzeigers" vom 30.12.2003 ... mehr
Die telefonische Mord(s)beratung
Tja, die sagenhafte "telefonische Mord(s)beratung" von Reinhard Jahn und Manfred Sarrazin hat leider am 20. Dezember bei "WDR 5" stattgefunden - manches rutscht halt immer durch (auch weil der WDR es nicht schafft, die Sendung in der eigens angefertigten Internetseite anzukündigen! - Was sinnvoll wäre bei diesen Streuterminen ...) Immerhin kann man dort jetzt nachlesen, was man alles verpasst hat und das ist soviel, daß es diesen Rahmen sprengt. Also klicken Sie bitte ... hier
Krimitipps der ARD
Mord und Intrigen haben Konjunktur. Zahlreiche neue Krimis sorgen für schaurige Lesefreuden. Darunter sind viele deutsche Autoren, meint die "ARD" am 30.12.2003 und stellt ein paar Krimitipps zusammen: Jan Costin Wagner, Till R. Lohmeyer, Anne Chaplet, Henning Mankell und Liza Cody. Dazu viele Links zu leider nicht immer aktuellen Seiten ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Der amerikanische Autor Robert Ross ist am 23. Dezember 2003 im Alter von 85 Jahren gestorben Er gewann 1977 den "Edgar" für den besten Debütroman (THE FRENCH FINISH). ... mehr (natürlich in englisch)
29. Dezember 2003
Mord und Totschlag
Eigentlich gibt es die Kolumne "Mord und Totschlag" von Joachim Feldmann viel zu selten. Nämlich leider immer nur dann, wenn eine neue Ausgabe der Literaturzeitschrift "Am Erker" erschienen ist. Jetzt ist die Nr. 46 auf dem Markt und darin findet sich Feldmanns wie immer fein formulierte Krimikolumne. Im Schwerpunkt geht es diesmal ums Handwerkliche, was in diesem Fall ein Lob ist, weil quasi das Gegenteil von gekünsteltem, verschrobenem und verziertem Schreibgut. Als positive Beispiele werden Andrew Taylor, Ann Chaplet und Horst Bieber erwähnt, weniger gut kommt Jan Costin Wagner weg ... mehr
T.C. Boyle
Man sollte ja nicht nur Krimis lesen. Zur Erholung bietet zum Beispiel die Kölner "Stadtrevue" in ihrer Januarausgabe 2004 ein Interview mit T.C. Boyle an, dessen neuer Roman "Drop City" (Hanser) wenig schmeichelhaft über Flower Power in einer kalifornischen Kommune erzählt ... mehr
28. Dezember 2003
Walter Mosley
Heute gilt der Autor Walter Mosley als einer der Großen unter den US-Krimiautoren. Wie es dazu kam skizziert Kolja Mensing kurz in der Kolumne "crime scene" in der "taz" vom 27.12.2003 und bespricht Mosleys Roman "Auf Abwegen" (Argon) ... mehr
Norbert Klugmann
Eigentlich kennt ihn jeder, der sich zumindest für deutsche Krimis interessiert: Norbert Klugmann. Legendär das Gespann Klugmann/Mathews, ebenso das Thriller-Magazin "Schwarze Beute" (Rowohlt), dessen erste sechs Ausgaben er mit betreute. Zuletzt veröffentlichte er "Hamm-Saga" als Nr. 54 der ebenso legendären "Schwarzen Hefte". Und nun das: "Von Verlagen hat Norbert Klugmann jetzt genug. Er will nun nur noch für private Auftraggeber arbeiten." Ein Bericht von Volker Albers im Hamburger Abendblatt vom 27.12.2003 ... mehr
Christian von Ditfurth
Seine Bücher beschäftigen sich fast immer mit dem Dritten Reich und immer wieder stellt er die Kulissen nach dem Motto: "Was wäre wenn" um: Christian von Ditfurth. "Adolf Hitler ist erschlagen worden, und zwar stilvoll mit einer Goethebüste" beginnt Hannes Stein die Besprechung des jüngsten Romans "Der Consul" (Droemer) des Historikers in "Die Welt" vom 27.12.2003 und kommt zu dem Resümee: "Der Autor weiß, wie man einen Spannungsbogen aufbaut und hält, und er kann Dialoge schreiben." ... mehr
Karin Fossum
In "Die Welt" vom 27.12.2003 bespricht Claus Thomsenden Roman "Schwarze Sekunden" (Piper) von Karin Fossum und kommt zu einem großen Lob: Ihre Romane "erinnern eher an die unheilvollen Geschichten einer Patricia Highsmith als an die Dutzendware aktueller skandinavischer Krimis." ... mehr
Peter Robinson
In "Die Welt" vom 27.12.2003 meint Ulrich Baron: "Peter Robinson lässt eklige Pilze wachsen". Es geht um den Roman "Wenn die Dunkelheit fällt" (Ullstein) und " ... Manches ist haarsträubend in bester Krimimanier, vieles ganz einfach gut erzählt." ... mehr
Krimis kurz und knapp
Und als ob "Die Welt" nicht genug von Krimis bekommen könnte, präsentiert Ulrich Baron am 27.12.2003 nach den oben empfohlenen langen Besprechungen auch noch "Krimis kurz und knapp". Und zwar:
"Das Gesicht unter dem Eis" (Heyne) von Carol Goodman
"Totes Wasser" (Fischer) von Mary Logue
"Und morgen in das kühle Grab" (Heyne) von Mary Higgins Clark
"Das Buch, in dem die Welt verschwand" (Schneekluth) von Wolfram Fleischhauer
... mehr
Douglas Preston/Lincoln Child
Mehr als ein Krimi sei der Roman "Formula - Tunnel des Grauens" von Douglas Preston und Lincoln Child in der Tradition der "gothic novel", der Schauerromane im Stile von Mary Shelleys "Frankenstein", geschrieben, schreibt Swea Schilling im "ZDF-Krimiportal" vom 28.12.2003, weshalb sie das Buch zum "Krimi der Woche" wählte ... mehr
Neu im Krimi-Forum: |
| Vorabdruck des Monats
Januar 2004: Charlaine Harris: "Tod in Shakespeare" (Rotbuch Verlag). Buch der Woche 29.12.2003-4.1.2004 Darja Donzowa: "Der unschuldige Mörder". |
Die Kundenflüsterer
Wie der einsame Kritiker seinen Elfenbeinturm verlässt: Bei Amazon wird mit der Kundenrezension der Kunstrichter durch Volkes Stimme ersetzt und ganz nebenbei die Literaturkritik demokratisiert. Ein Bericht von Sebastian Domsch in der "taz" vom 27.12.2003 ... mehr
Mördersuche
An den Wochenenden dürfen Krimifans im niederrheinischen Schermbeck einen Mörder suchen. Die Mülheimer Kriminalhauptkommissare Gabriele und Axel Flamm geben Hilfestellung. Steffen Tost in der "NRZ" vom 26.12.2003... mehr
25. Dezember 2003
Andrea Camilleri
Im "Kavalier der späten Stunde" (Bastei-Lübbe), so schreibt Andrea Camilleri beruhigend selbst, "spielt die Mafia überhaupt keine Rolle". Roland H. Wiegenstein bespricht den Roman in der "Berliner Literaturkritik" am 24.12.2003 und ist erfreut: "So ist ein witziger Krimi entstanden, den man konsumiert wie einen starken Espresso und dessen überraschender Schluss auch erfahrene Kenner des Genres verblüfft." ... mehr
Gilbert Keith Chesterton
Die ironisch-sozialkritischen Kriminalromane Gilbert Keith Chestertons gehören zu den besten Büchern ihrer Gattung, weil sie sich über Kriminalromane lustig machen, schreibt Kurt Flasch in der "Süddeutschen Zeitung" vom 24.12.2003. Weil Weihnachten ist schreibt Herr Flasch aber nicht über Pater Brown, sondern über die Autobiographie des Briten und über dessen Buch zu Thomas von Aquin und weil Weihnachten ist und damit auch Zeit zur Lektüre lohnt es sich, Flaschs Chesterton-Porträt zu lesen, weilman auch einiges über die Geschichten um Pater Brown erkennen kann ... mehr
Anne Chaplet
Hohes Lob zum Hohen Fest erhält Anne Chaplet im "ZDF-Krimiportal" vom 24.12.2003 von Michael Sahr für ihr Buch "Schneesterben" (Antje Kunstmann Verlag): "ein äußerst gelungener Roman, vielleicht sogar eines der vielschichtigsten Bücher des Jahres. Und Anne Chaplet hat das Zeug, mit "Schneesterben" zu einer der besten deutschen Krimiautorinnen der Gegenwart zu werden!" ... mehr
Hiltrud Leenders/Dr. Artur Leenders und Michael Bay
"Die Schanz" (Rowohlt)ist da. Der neue Roman des Klever "Trio Criminale" Hiltrud Leenders, Dr. Artur Leenders und Michael Bay ist schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin Januar 2004 in den Buchhandlungen zu haben. Und ist wieder ein Renner, meint die "NRZ" vom 23.12.2003 ... mehr
24. Dezember 2003
Herbert Reinecker *
Am 24. Dezember 1914 wird Herbert Reinecker, der Erfinder des Fernsehkommissars Derrick, in Hagen geboren. Mehr natürlich im Lexikon der deutschen Krimi-Autoren. Und hier ein Porträt in "Die Zeit" 33/2001
23. Dezember 2003
Festtage
Puh, jetzt stehen die großen Festtage des Jahres vor der Tür. Dafür und auch für das ziemlich rasch danach folgende Neue Jahr wünschen Ihnen die Alligatorpapiere alles Gute und: halten Sie die Spannung!
Wir hingegen werden uns (hoffentlich) entspannen und (hoffentlich) wieder zum Lesen kommen. Was nicht heißen soll, daß die Alligatorpapiere bis ins Neue Jahr dicht gemacht werden. Es wird sozusagen von der Festtagesform abhängen ...
Wenn Ihnen langweilig werden sollte, schauen Sie einfach mal rein oder klicken Sie durch das Archiv des Jahres. Manche Perlen wurden von den Medien noch nicht gelöscht oder verschoben oder in die Bezahlabteilung aufgenommen. Lesen Sie, solange noch etwas da ist.
Denn 2004 werden die (kosten) "freien" Angebote im Internet weiter schrumpfen. "E-Paper" heißt der neue Trend, "Contentmanagement" oder "Basis-Angebot". Im Neuen Jahr wird z. B. auch die Wochenzeitung "Die Zeit" ihren Internet-Auftritt komplett überarbeiten und Inhalte ab 1. Februar 2004 nur noch kostenpflichtig anbieten. Andere haben es schon vorher getan, viele werden folgen. Davon geht die Welt nicht unter, sie wird halt nur ein wenig teurer und legt leider das Internet wie ein Abonnementlandschaft aus, mit Hardware statt Papier. Wir werden sehen.
Lassen Sie es sich trotzdem oder erst recht gut gehen!
Junichiro Tanizaki
Nicht schlecht gelockt: "Auf den ersten Blick sieht es aus, als handle es sich um einen Kriminalroman: Aono ist ein genialer Maler, aber auch ein Dieb, Lügner und Betrüger." Aber dann "Obwohl Tanizaki die Handlung zügig und mit grossem Spannungseffekt vorantreibt, dient der Krimi-Plot nur der Zuspitzung eines einzigen, obsessiv umkreisten Themas." Worum es in dem Roman "Gold und Silber" (Reclam-Verlag) von Junichiro Tanizaki geht erfahren Sie in der ausreichend langen (dafür lieben wir die NZZ) Besprechung von Marion Löhndorf in der "Neuen Zürcher" vom 23.12.2003 ... mehr
Was fehlt
Zum Beispiel ein Marlowe-Preisträger für 2003. Haben wir den verschlabbert oder die "Raymond Chandler-Gesellschaft" in Ulm. Hallo? ...
Ihre Meinung:
Mord kaufen
Kurioses am Rande: der Reinfelder Krimi-Autor Gerret Sabellek startet ein bislang einmaliges Projekt: Bürger oder Firmen können sich "einen Mord kaufen" oder einen Obolus für eine Rolle zahlen. "Lübecker Nachrichten" vom 23.12.2003 ... mehr
22. Dezember 2003
Gisa Klönne
Unausweichlich wird wohl bleiben, daß größere Anlässe auch kleinere Krimis hervorrufen. Zum Beispiel Weihnachten: Stefan Braunshausen stellt bei der "Deutschen Welle" am 22.12.2003 das Buch "Leise rieselt der Schnee" (Ullstein) von Gisa Klönne (Hrsg.) vor, das so etwas ist wie "ein Adventskalender für Erwachsene. 24 mörderische, makabre Geschichten erwarten den Leser." Vielseitig soll sie sein, diese Sammlung und eben irgendwie weihnachtlich ... mehr
Kjell Eriksson
Nun ja, weihnachtlich scheint es auch im "Krimi der Woche" beim "ZDF-Krimiportal" vom 21.12.2003 zuzugehen: "Der Tote im Schnee" (Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig) von Kjell Eriksson. Sehr leise und unspektakulär komme er daher, dieser weihnachtliche Schwedenkrimi des hierzulande noch wenig bekannten Autors Kjell Eriksson, meint Elisabeth Jändl und dass der Autor den Kriminalfall nutze um "unaufdringlich, aber sehr real vom alltäglichen Überlebenskampf der Arbeiter und sozial Schwachen in der modernen schwedischen Gesellschaft" zu erzählen ... mehr
21. Dezember 2003
Pieke Biermann
Die Täter kamen immer wieder. Herr Krauss will sofort umziehen. Wer hilft ihm? Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt im "Tagesspiegel" vom 20.12.2003 wahre Fälle ... mehr
Stephen King
"Wolfsmond" (Heyne )von Stephen King ist der fünfte Band seines auf sieben Bände angelegten Breitwandzyklus vom "Dunklen Turm" und Dank Kings ungeheurer Erzählroutine ist das Buch ein anregendes Märchen für gebildete Erwachsene, lobt Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 20.12.2003..... mehr
19. Dezember 2003
Shaft jetzt auch als Hörspiel
Nach mehreren Büchern, Kinofilmen und einer Fernsehserie ist "Shaft" jetzt endlich auch im Radio angekommen.
Die SWR-Hörspielredaktion hat die Rechte der ersten Shaft-Romane von Ernest Tidyman, die in Deutschland beim Pendragon Verlag verlegt werden, erworben und wird sie in den kommenden drei Jahren sukzessive inszenieren. Geplant ist ein Krimi pro Halbjahr. Und damit Shaft im Radio auch wirklich klingt wie Shaft, spricht der Synchronsprecher von Samuel L. Jackson, Engelbert von Nordhausen, die Hauptrolle. In seinem ersten Fall, der am 3. Januar in "SWR2" urgesendet wird, begibt sich Shaft auf die Suche nach der verschwundenen Tochter eines Gangsterbosses ... mehr Shaft
Wörtches Crime Watch No. 80
In seinem aktuellen Roman "Ein sturer Hund" (Piper) ätzt und spottet Heinrich Steinfest über pseudo-realistisch geschminkte und aufgedonnerte fiktive Serial-Killer mit der Seele eines Künstlers, schreibt Thomas Wörtche in der 80. Folge seiner Krimi-Kolumne "Crime-Watch", die Sie wahlweise bei den Kollegen von kaliber. 38 oder in der Wochenzeitung Freitag nachlesen können. Steinfest sei in der literarischen Landschaft ein Einzel-Phänomen, meint Herr Wörtche, und fürchtet sich schon vor unreifen Trittbrettfahrern ....
Krimitipps
Eine Warnung und zwei Tipps gibt Gerd Fischer in der "NRZ" vom 18.12.2003. Er bespricht die Krimis "Dann stirb doch selber" (Edition Zweihorn) von Dagmar Isabell Schmidbauer, "Die Lüge" (Wunderlich Verlag) von Petra Hammesfahr und "Segel aus Stein" (Claassen-Verlag) von Åke Edwardson ... mehr
Wolfgang Schorlau
Der Roman "Die blaue Liste" (Kiepenheuer & Witsch) von Wolfgang Schorlau sei laut Marc Raschke bei "ntv" am 12.12.2003 "... eher eine Geschichte über einen Privatdetektiven samt Privatleben - und nur am Rande ein Versuch, ein neues und anderes Licht in die verschwörerische Dunkelheit wahrer Begebenheiten zu bringen." ... mehr
18. Dezember 2003
Wolf Haas
"Trauer um den Brenner" verbreitet Franz Schuh in der Kolumne "Das Kriminal" in der Zeitschrift "Literaturen" 1./2.2004 und nutzt die Gelegenheit zu schönen, leisen Schmähungen österreichischer Lebenswelten, aber: "Die Österreicher haben wenigstens eine Wahl: Sie werden entweder Thomas Bernhards Figuren immer ähnlicher oder denen von Wolf Haas" ... mehr
Marie-Jo Morell
Die Psychologie der Hauptfiguren rückt Marie-Jo Morell in ihrem Roman "Beringers Auftrag" (Ullstein) ins Zentrum der Geschichte. Detlef Grumbach hat im "Deutschlandfunk" vom 17.12.2003 die Autorin dazu befragt ... mehr
Jerry Cotton
50 Jahre wird der Heftroman "Jerry Cotton" von "Bastei-Lübbe" alt. Frank Baloch stellt im "ZDF-Krimi-Portal" vom 17.12.2003 das Hörbuch "G-man Jerry Cotton: Mein erster Fall beim FBI" (Verlag Lübbe Audio) gelesen von Harald Schmidt vor und meint: "Ein Hörvergnügen besonderer Art" ... mehr
Jonathan Lethem
Ein klassischer Hard-boiled-Krimi - und dennoch ganz und gar anders sei Jonathan Lethems erster Roman "Der kurze Schlaf" (Tropen Verlag), stellt Wolfgang Fuhrmann in der "Berliner Zeitung" vom 18.12.2003 fest: "... eine bewusste Reminiszenz an Chandler und seinen (Anti-(aber doch-))Helden Marlowe" ... mehr
Esmahan Aykol
In ihrem Roman "Hotel Bosporus" (Diogenes) läßt Esmahan Aykol eine deutsche Buchhändlerin in Istanbul ermitteln – eine heimtückische Romankonstruktion. Findet zumindest Andreas Fanizadeh in der schweizer "WoZ" Nr. 51 vom 18.12.2003 und meint: "Manches an Aykols Plot mag etwas dick aufgetragen klingen, doch der Roman hat Zug, und die Milieubeschreibungen sind durchaus gelungen." ... mehr
17. Dezember 2003
Dorothy L. Sayers
Die britische Schriftstellerin Dorothy L. Sayers stirbt am 17. Dezember 1957 im Alter von 64 Jahren in Witham (Essex) an einem Herzinfarkt. Sie erschuf den amüsanten, büchersammelnden Amateurdetektiven Lord Peter Wimsey. Mehr bei sayers.de, bei kaliber. 38, beim ZDF.
Und hier eine schöne lange Abhandlung von Michael Dalock-Schmidt über Dorothy L. Sayers und ihre Helden ...
Omar Saavedra Santis
Der Roman "Magna Diva. Die Oper der Mörder" (Rhino Verlag)von Omar Saavedra Santis sei strukturiert wie eine Oper und münde im "Magnificat" eines furiosen Finales, schreibt Monika Melchert in der "Sächsischen Zeitung" vom 17.12.2003. Der Roman trage Züge eines Politthrillers und sei doch viel mehr: der Versuch einer Zustandsbeschreibung Chiles nach Pinochet ... mehr
Heinrich Steinfest
Schöner und treffender kann man literarische Begeisterung nicht ausdrücken, als es Tobias Gohlis in "Die Zeit" 52/2003 gelingt: "Herrlich! Göttlich! Steinfest!" Das heißt, das es nur um den neuen Roman von "Ein sturer Hund" (Piper) von Heinrich Steinfest gehen kann, einen "... Meister der optischen Täuschung, des literarischen Trompe-l’Œil" ... mehr
Philippe Djian
Beziehungsprobleme, Globalisierung, Mord - der französische Starautor Philippe Djian schickt seinen Helden Nathan in dem Roman "Sirenen" (Diogenes) durch eine extrem unübersichtliche Welt. Eine Rezension von Marcus Bäcker im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 16.12.2003 ... mehr
Ioanna Karystiani
"Schattenhochzeit" (Suhrkamp Verlag), der zweite Roman der Griechin Ioanna Karystiani, erzählt von der Wiederkehr des Verdrängten und Tödlichen: der Blutrache und er konfrontiert Exil und Heimat, Moderne und Archaik, Globales und Lokales miteinander. Dennoch hat er den Rezensenten Jörg Plath in der "Süddeutschen Zeitung" vom 17.12.2003 überhaupt nicht gefallen: "...liest sich streckenweise so reizvoll wie die pedantische Nacherzählung eines Films " ... mehr
Christophe Dufossé
Ein Thriller scheint das Buch "Letzte Stunde" (DuMont) von Christophe Dufossé eher aus Zwang der Sache geworden zu sein, denn durch Entschluss des Autors, meint Andreas Dorschel in der "Süddeutschen Zeitung" vom 17.12.2003. Und er lobt Dufossés Fähigkeit, "ohne Umschweife, aber mit Umsicht zu Werke zu gehen" ... mehr
16. Dezember 2003
Graham Swift
Der Roman "Das helle Licht des Tages" (Hanser) von Graham Swift sei alles andere als ein Krimi, vielmehr eine psychologisch feinfühlige Reise in die Abgründe, die jeder Mensch in sich trägt, diagnostiziert Irene Binal beim "ORF", wo der Beitrag (Länge: 0:44 min) auch mit der entsprechenden technischen Ausrüstung gehört werden kann. Sollte man vielleicht, weil es ja interessant wäre, zu verstehen, wieso der Roman "auch sprachlich scharf von der bekannten Kriminalliteratur abhebt" ... mehr ...
W. Somerset Maugham
Am 16.12.1965 stirbt der britische Autor W. Somerset Maugham im französischen Cap Ferrat (Nizza).
Seine geistreich-witzigen, manchmal auch zynischen Bücher machten ihn zum Millionär und zum meistgelesenen englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Mit dem Roman "Ashenden oder Der britische Geheimagent" (Diogenes) schrieb er einen "der ganz großen frühen Klassiker des Spionage-Genres. Gerühmt wird vor allem Maughams kühler Realismus; für diesen Episodenroman schöpfte er aus eigenen Erfahrungen beim Secret Service." (UFO) Mehr bei ... eratonet und natürlich bei Diogenes
Jacques Berndorf
Freudig begrüßt wird in der "Kölnischen Rundschau" vom 16.12.2003 der neue Krimi "Die Raffkes" (Grafit) von Jacques Berndorf: "Ein Porträt über menschliche Gier und skandalöse Machenschaften bei der Vergabe von Millionenkrediten ... " ... mehr
Logik des Tötens
Auf dem Campus der Universität in Rom sollen zwei Assistenten am Rechtsphilosophischen Institut eine Studentin erschossen haben. In einem Seminar hatten die Akademiker über das perfekte Verbrechen theoretisiert - und zum Beweis einen Mord begangen? Ein Bericht von Fiona Ehlers für "DEr Spiegel" ... mehr
Schweizer Literatur
habe überzeugt, meint Daniel Arnet im Magazin "Facts" 49/2003. Die Impulse für die erfolgreichen Werke kämen aber meist aus dem Ausland. ... mehr
Detektivspiel
In der "FAZ" vom 15.12.2003 berichtet Thielko Griess von gut besuchten Detektivspielen in Frankfurt: "Silvia Ebert, die den Abend organisiert, verbringt viel Zeit damit, sich Kriminalgeschichten auszudenken. Im vergangenen Sommer hat sie dazu das Unternehmen "Citygames Frankfurt" gegründet, und seither schickt sie nahezu jede Woche Privatleute auf die Suche" ... mehr
Neue Bücher
kurz besprochen hat Kolja Mensing in der "taz" vom 16.12.2003, darunter auch den Roman "Gottes Tochter" (Droemer) von Friedrich Ani ... mehr
Jean-Patrick Manchette
Einer der letzten schwarzen Krimis von Jean-Patrick Manchette ist "Position: Anschlag liegend" (DistelLiteraturVerlag), den Tanja Korn heuer für das österreichische Online-Magazin "evolver" besprochen hat: "Wieder einmal besticht Manchette durch die Klarheit und Direktheit seiner Sprache " . ... mehr
Darja Donzowa
In dem Roman "Der unschuldige Mörder" (Goldmann) von Darja Donzowa ist Krimi-Serienheldin Dascha Wassiljewa eine unkonventionelle Figur, die beim Lesen amüsiert und gleichermaßen vor Spannung in Atem hält, schreibt Anni Bürkl im Online-Magazin "evolver" ... mehr
15. Dezember 2003
Horacio Castellanos Moya
Wenn auf El Salvador die Rede kommt, dann meist auch auf die Gewalt im Land. Horacio Castellanos Mayo beschreibt sie in seinen Romanen als Teil einer "gewalttätigen Kultur, die alles durchdringt". Brigitte Voykowitsch hat die beiden Bücher, die gerade auf deutsch beim "Rotpunktverlag" erschienen sind, für das politische Magazin "Die Gazette" gelesen ... mehr
Percy Kemp
Geschickt benutze Percy Kemp in seinem Roman "Die Obsession des Leslie Moore" (Argon) den Rahmen des Agentengenres, dem er einen kafkaesken Versuchsaufbau implantiert. Der Roman habe etwas von einer logischen Beweisführung, wirke aber trotz Amusement und Intelligenz etwas blutleer. Niklas Bender in der "FAZ" vom 08.12.2003 ... mehr
Jürgen Kehrer
Geradezu begeistert klingt Swea Schilling im "ZDF-Krimiportal" vom 14.12.2003 in ihrer Besprechung des Romans "Wilsberg und die Malerin" (Grafit) von Jürgen Kehrer: "...ein Mix der einfach stimmt" und "Die Dialoge sind humorvoll, die Beschreibungen gezielt eingesetzt" ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
S. J. Rozan hat den Nero Wolfe Award 2003 für "Winter and Night" (St. Martin's Monotaur) gewonnen. Gestorben ist Dan Sontup, der Gründungspräsident der New Yorker Sektion der Mystery "Writers of America". Auch Michio Tsuzuki ist gestorben, er war der erste Herausgeber des japanischen "Ellery Queen's Mystery Magazine".
Die "Independent Mystery Booksellers Association" hat ihre Nominierungen für den "Dilys Award 2004" bekanntgegeben .. mehr (natürlich in englisch)
Bitter Lemon
Ein neues Buchprogramm propagiert "TANGLED WEB"
am 14.12.2003: "Bitter Lemon Press",
so etwas wie eine britische Variante der beliebten "metro"-Reihe des "Unionsverlages". Die besten "Noir Crimes" von Europa, Afrika and Latein Amerika sollen hier veröffentlicht werden und es fängt im Januar 2004 höchst interessant an: Friedrich Glauser (Thumbprint), dann Tonino Benacquista (Holy Smoke) und Günter Ohnemus (The Russian Passenger) mehr
Jochen Senf
Als "Tatort"-Kommissar kämpft er mit Unterwelt, Verbrechen und Elend - für Jochen Senf ist es damit nach Drehschluss nicht vorbei. In seiner Freizeit schreibt er Kriminalromane. "Willkommen in Singletown" (Berlin-Krimi-Verlag) heißt der neue Fall für Bruno Paul, den der "Tagesspiegel" vom 14.12.2003 vorstellt ... mehr
Garry Disher
"Hinter den Inseln" (Unionsverlag metro) von Garry Disher erzähle nicht nur ein fast vergessenes Kapitel des 2. Weltkriegs, sondern auch vom Kolonialismus mit seinen ungeheuren Verwerfungen, schreibt Karsten Herrmann in seiner Rezension für das Magazin "Titel" vom 14.12.2003, stellt aber fest, dasß es Disher nicht gelungen sei, die historischen und persönlichen Dimensionen seines Romans zu einer überzeugenden, packenden Synthese zu verschmelzen. ... mehr
Michael Schulte
In kurzen literarischen Porträts stellt Michael Schulte mit dem Buch "Krumm gelaufen!" (Kontrapunkt oesch verlag) große und kleine Verbrecher aus dem Amerika zwischen 1850 und 1930 vor - und demontiert deren Mythen. Frank Rumpel für das Magazin "Titel" vom 14.12.2003... mehr
Wolfgang Bödeker
"Kleine Geschäfte" (Edition Treves) heißt der erste Krimi von Wolfgang Bödeker und im Frühjahr 2004 geht es weiter mit einer vierteiligen Serie, meldet die "Westfälische Rundschau" vom 14.12.2003 ... mehr
14. Dezember 2003
Ein Fall für Fischer
Kälter soll es werden - und Weihnachten. Und warum man gerade dann Krimis lesen sollte und wieso gerade "Weihnachtsgeschichten aus Skandinavien", oder Scott Phillips' Roman "Alles in einer Nacht" (Droemer) und/oder Piero Sorias Titel "Tod in Turin" (Goldmann), das können Sie in der Krimikolumne von Andrea Fischer nachlesen, die im "Tagesspiegel" vom 14.12.2003 erschienen ist... mehr
13. Dezember 2003
Ross Macdonald
Am 13. Dezember 1915 wurde Ross Macdonald als Kenneth Millar in Los Gatos, California geboren. Er gilt als Nachfolger von Raymond Chandler und Dashiell Hammett und brachte die hardboiled Detektivstory mit seinem Private Eye Lew Archer zu neuem Ruhm. Er starb am 11. Juli 1983 in Santa Barbara ... mehr bei "Thrilling Detevtive", bei "Januar.com", bei den "Alligatorpapieren " und bei bei "Mordlust.de"
Heinrich Steinfest
Sehr skurril und tiefgründig spannend: "Ein sturer Hund" (Piper) von Heinrich Steinfest ist einer der besten Kriminalromane des Jahres, schreibt Volker Albers im "Hamburger Abendblatt" vom 13.12.2003: "... eine virtuos erzählte Geschichte, tiefgründig spannend und durchsetzt von intellektuell verspieltem Humor. " ... mehr
Andreas Ammer
Mord, Todschlag und Verbrechen stehen auf dem Programm des Büchermarkts vom 12.12.2003 im "Deutschlandfunk" . Andreas Ammer stellt neue Krimis vor, in denen es vor Schurken nur so wimmelt. Nur gut, dass das Gesetz ein waches Auge und dazu noch einen starken Arm hat. Und ebenso gut, wer am Computer Radio hören kann: die Kolumne ist wieder über "mp3" oder "Real Audio" hörbar !
Die besprochenen Bücher, neben Friedrich Jakubas Jerry-Cotton-Buch:
Lisa Cody: "Gimme More" (Unions Verlag)
Lisa Marklund: "Primetime" (Hoffmann & Campe)
Jan Wagner: "Eismond" (Eichborn)
Ben Elton "Tödlicher Ruhm" (Goldmann)
Ellery Queen: "Blut ist Schuh" (DuMont)
Friedrich Ani: "Gottes Tochter" (Droemer)
Friedrich Ani: "Süden und der glückliche Winkel" (Knaur)
Gerd Koenen: "Vesper, Ensslin, Baader" (Kiepenheuer & Witsch)
... mehr
Anne Chaplet
1993 entführten zwei Zehnjährige aus Liverpool den fünfjährigen James Bulger und folterten ihn zu Tode. In Anne Chaplets Krimi "Schneesterben" (Antje Kunstmann Verlag) fragen sich Dorfbewohner und Städter was besser ist: vergessen oder erinnern? Eine Besprechung von Michael Schweizer in der Krimikolumne "Mord und Ratschlag" bei den Kollegen vom "Perlentaucher" ... mehr
11./12. Dezember 2003
Mark Billingham
Einmal wöchentlich, immer am Freitag, gibt Literaturagentin Michaela Röll von der Agentur "Eggers & Landwehr" bei "ntv" einen "Buchtipp der Woche". Am 12.12.2003 ist es "Die Tränen des Mörders" (Goldmann Verlag) von Mark Billingham, dessen zweiter Roman mit dem eigenwilligen Londoner Inspektor Tom Thorne, den Frau Röll "psychologisch durchdacht und fesselnd geschrieben" findet ... mehr
Martin Prinz
Ebenso wie Inspektor Starek kein Inspektor ist, ist "Puppenstille" (Jung und Jung) von Martin Prinz kein "richtiger" Krimi. Geschrieben hat das Daniela Strigl in ihrer Besprechung vom 25. November 2003 für das "Literaturhaus" Wien und sie spart nicht an Kritik für Autor und Verlag ... mehr
Eva Rossmann
"Ausgekocht" (Folio), ein Mira-Valensky-Krimi von Eva Rossmann sei, wie schon seine Vorgänger, ein schnörkellos geschriebener, handwerklich sorgfältig gemeißelter Krimi, meint Anne Zauner in ihrer Besprechung für das "Literaturhaus" Wien vom 12.11.2003 ... mehr
Garry Disher
Mit Geschick umgeht Garry Disher in seinem Roman "Hinter den Inseln" (Unionsverlag metro) falsche Zungenschläge, nie heroisiert er den Krieg und schafft doch einen atembeklemmenden Lesesog, der bis zur letzten Seite vorhält, lobt Johannes Kaiser im "DeutschlandRadio" vom 09.12.2003 ... mehr
Marie-Jo Morell
Die Motive bleiben häufig unklar, und der Krimi sei am Ende offen, bemängelt die "Berliner Morgenpost" vom 12.12.2003 im Roman "Beringers Auftrag" (Ullstein) von Marie-Jo Morell ... mehr
Dan Brown
Recht plastisch drückt Frank Baloch im "ZDF-Krimiportal" vom 10.12.2003 seine Freude am Roman "Meteor" (Verlag Bastei-Lübbe) von Dan Brown aus: " ... packend wie das ewige Eis, in dem die Handlung spielt, und so mitreißend wie ein Orkan im Nordpolarmeer." ... mehr
Vom Buchmarkt
Die "Neue Zürcher" hat die Messe der Kleinverlage in Rom besucht und was dort zu beobachten ist, sollte trotz der Schwierigkeiten des hiesigen Buchmarktes auch für diese Republik gelten: "Das Prestige der Kleinen ist im Wachsen, der Umsatz auch." Nun gut, das mit dem Prestige stimmt wirklich ... mehr
Tobias Gohlis
Das Jahr senkt sich herab und es ist Zeit, Rückschau zu halten. Schön, wenn es nicht allzu besinnlich wird und in der Zeit des weihnachtlichen Friedenstiftens auch Kontroverses offeriert wird. Tobias Gohlis hat für die weihnachtliche Literaturbeilage der Wochenzeitung "Die Zeit" einen "Überblick über die sehr gemischte Krimi-Produktion dieses Jahres" gewagt und unter anderem festgestellt: "Wer etwas zu meckern hat, wird es los: im Krimi."
mehr
Vom Buchmarkt
Vor Weihnachten blickt der Buchhandel wieder auf ein schlechtes Jahr zurück. Liegt es an den Lesern, den Büchern oder den Verkäufern? Die Branche will sich neu erfinden. Christof Siemes in "Die Zeit" No. 51/2003 ... mehr
Vom Buchmarkt 2
Das Geschäft mit Fantasy-Geschichten boomt, meldet "Der Stern" am 10.10.2003 ... mehr
10. Dezember 2003
Dirk Wittenborn
Unter der polierten Oberfläche von Vlyvalle, New Jersey, lauern, wen wundert es, die Niedertracht und das Verbrechen, schreibt Christoph Bartmann in der "Süddeutschen Zeitung" vom 10.12.2003 zu dem Roman "Unter Wilden" (DuMont) von Dirk Wittenborn. Doch viel mehr ginge es um "Sexuelles Erwachen, Verlust der Unschuld, erste Liebe, Drogen, jugendlichen Protest" ... mehr
Esmahan Aykol
In der "Berliner Zeitung" vom 10.12.2003 spricht die Krimiautorin Esmahan Aykol, in Deutschland mit ihrem Roman "Hotel Bosporus" (Diogenes) bekannt geworden, mit Wiebke Hollersen über Istanbul und Kreuzberg, das Nachtleben und das Kopftuch ... mehr
Andrea Camilleri
Die Zeitung "Neues Volksblatt" besuchte den italienischen Krimi-Bestsellerautor Andrea Camilleri in Rom und befragten ihn zu Sizilien, Politik, Weihnachtsriten und weiteren Fällen von Commissario Montalbano ... mehr
Provinz
In der gutbürgerlichen Kurstadt Bad Homburg stoßen TV-Ermittler auf eine neue Szenerie für Kriminalgeschichten. Eine Meldung der "Frankfurter Rundschau" vom 10.12.2003 ... mehr
Eugène Sue
Am 10. Dezember 1804 wird Eugène Sue geboren. Mit dem Roman "Les Mystères de Paris", der im Juni 1842 in der Pariser Tageszeitung "Journal des Débats" erschien, verhalf er dem Fortsetzungsroman endgültig zum Durchbruch und schuf den berühmtesten Kolportageroman des 19. Jahrhunderts: "diese wilde Mischung aus Gosse und Salon, Fantastik und Realismus, Mord, Sex und Alltagskram, faszinierte wie nichts zuvor" (Michael Skasa, BR online) ... mehr bei "BR online" & mehr bei Frankreich-Experte.de
Criminale
Turbulenzen gab es bei der Organisation der Criminale 2004: die mitveranstaltende Organisation "Touristik-Agentur Niederrhein" wurde aus dem Rennen genommen und dem "Syndikat" brach der Träger weg. Doch, so meldet die "NRZ" vom 10.12.2003 "Das Projekt sei deshalb aber nicht gefährdet" ... mehr
9. Dezember 2003
Gouden Strop in Gefahr
Der niederländische Krimipreis "Gouden Strop" ist gefährdet, nachdem der Hauptsponsor "KRO" bekundet hat, sich zurückzuziehen. Sollte kein neuer Sponsor gefunden werden, ist die Vergabe für 2004 nicht möglich, meldet die Organisation "Nederlandstalige Misdaadauteurs van Nederland en België" auf ihrer Internetseite. Der Preisträger für das Jahr 2003 war übrigens Tomas Ross für den Roman "De zesde mei" (Uitgeverij Cargo). Ross hat damit zum dritten Mal diesen Preis erhalten ... mehr
De Diamanten Kogel
Wo wir bei Preisen der westlichen Nachbarn sind. Schon im Oktober wurde ein anderer Krimipreis verliehen, und zwar "De Diamanten Kogel" für das beste und spannendste "Vlaamse misdaadboek". Preisträger 2003 wurde Jef Geeraerts für den Roman "Dossier K." (Prometheus) ... mehr
Giles Foden
Osama bin Laden, al-Qaida, CIA-Agenten und ein Meeresbiologe: Klingt nach Thriller - Giles Foden macht daraus mit seinem Buch " Sansibar" (Aufbau Verlag) einen Kitschroman, meint Vladimir Vertlib in "Die Presse" vom 06.12.2003 ... mehr
Donna Tartt
Als Hörtext sozusagen präsentiert sich die Besprechung von Donna Tartts Roman "Der kleine Freund" (Goldmann) im "Deutschlandfunk" vom 07.12.2003: "Ein Junge wurde an den Ufern des Mississippis ermordet. Das Verbrechen wurde nie aufgeklärt. Der ideale Stoff für einen Krimi also. Was Donna Tartt daraus gemacht hat, hören Sie hier" ... mehr
Edgar Noske
Amüsant, kurzweilig und ein Schuss selbstironisch: Edgar Noske, erfolgreicher Krimiautor, las in der Buchhandlung Am Trierer Tor aus seinen Werken. Dabei stellte er seinen neuesten Krimi "Die Eifel ist kälter als der Tod" (Emons) vor, der zugleich Auftakt einer Eifel-Serie ist ... mehr
Gumshoe News
Für unsere englisch lesenden Krimifans: den Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura namens "Gumshoe Site" ist zu entnehmen, daß ein neues altes Krimimagazin auf dem Markt ist und zwar komplett "analog": "Mystery*File" von Steve Lewis. Und nicht nur in Deutschland (siehe weiter unten "Tops und Flops") ist die jahresendliche Listenzeit gekommen. Bei "january.com" werden die 5 besten "Westernkrimis" vorgestellt und die "New York Times" stellt empfehlenswerte Krimis aus ihren Rezensionen seit Dezember 2002 vor ... mehr (natürlich in englisch)
8. Dezember 2003
Ulrich Nollers Krimitipps Dezember 2003
Reichlich Lob gibt es von Ulrich Noller in der Dezemberausgabe seiner Krimitipps bei "Funkhaus Europa/WDR 5", in der er folgende Bücher bespricht:
Wolfgang Mock: "Der Flug der Seraphim" (Militzke Verlag)
Zoran Drvenkar: "Du bist zu schnell" (Klett-Cotta)
Horst Eckert: "Purpurland" (Grafit Verlag)
mehr
Crime Time
In der letzen crime time-Ausgabe der Literatursendung "bücher, bücher" des "Hessen Fernsehens" wurden die neuesten Thriller exklusiv im Internet besprochen. Diese Woche, gelesen und kommentiert von Nicole Rodriguez:
Fredrik Skagen: "Das dritte Opfer" (Diana Verlag)
Mary Logue:"Totes Wasser" (S. Fischer)
... mehr
Åke Edwardson
Nicht nur eine wunderbare Reise in ein anderes Land, sondern ein albtraumhafter Trip in die Abgründe der menschlichen Seele sei der melancholisch-musikalische Krimi "Segel aus Stein" (Claassen Verlag) von Åke Edwardson, lobt Elisabeth Jändl im "ZDF-Krimiportal" vom 07.12.2003 ... mehr
Krimi-Tipps
Kurz und knapp empfiehlt Tom Stöver in "Die Welt" vom 06.12.2003 Krimis von Veit Heinichen, James Tully und Friedrich Ani ... mehr
C.S. Mahrendorff
Frei von Effekthaschereien schildert der gut geschriebene und spannende Roman "Das dunkle Spiel" (Lübbe) von C.S. Mahrendorff die düsteren Intrigen einer Geheimloge, schreibt Alexander Kudascheff bei der "Deutschen Welle": "Mahrendorff beschreibt auf mehr als 500 Seiten gekonnt und beschwingt die Atmosphäre Wiens um die Jahrhundertwende" ... mehr
Horst Bosetzky
Ein neuer Rätselkrimi von Horst Bosetzky exklusiv in der "Berliner Zeitung" - am Montag erscheint die erste Folge ... mehr
Andrew Wilson/Patricia Highsmith
Die Freiheit, niemand Bestimmtes sein zu müssen, bewahren sich Patricia Highsmiths Figuren, schreibt Hanns-Georg Rodek in "Die Welt" vom 06.12.2003 und vergißt über Anekdoten zu Highsmiths Leben fast jeden Kommentar zur Qualität von Andrew Wilsons Patricia-Hishsmith-Biographie "Schöner Schatten" (Berlin Verlag) ... mehr
Friedrich Glauser +
Am 8. Dezember 1938 stirbt nach mehrstündigem Koma der schweizer Schriftsteller Friedrich Karl Glauser im Alter von 41 Jahren ... mehr bei "krimi-couch", bei "friedrichglauser.de/" beim Limmat Verlag und beim Lexikon der deutschen Krimi-Autoren
Barbara Vine
Routiniert wechsele Barbara Vine in ihrem Krimi "Königliche Krankheit" (Diogenes) zwischen dem viktorianischen England mit seiner Doppelmoral und der Gegenwart, die wieder in anderer Weise von Zwängen und ungeschriebenen Verhaltenscodices beherrscht wird, meint Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 05.12.2003: "...eine eine runde Mischung aus historischem Krimi und Zeitgeschichte." ... mehr
Horst Bosetzky
Ein neuer Rätselkrimi von Horst Bosetzky exklusiv in der "Berliner Zeitung" - am Montag erscheint die erste Folge ... mehr
Krimi Tops und Flops des Jahres 2003
Leserinnen und Leser des "bücherfreundes" haben ihre kriminellen Tops und Flops des Jahres 2003 zusammengestellt. Umfangreiches Material für Krimi-Liebhaber mit immer wieder überraschenden Lesermeinungen mehr
Gary Shteyngart
Flucht, Vertreibung oder Exil haben eine neue Art von Weltliteratur entstehen lassen. Viele renommierte Autoren leben fern der Heimat und reflektieren den Wechsel der Kulturen, zum Beispiel der amerikanische Autor Gary Shteyngart in seinem "Handbuch für den russischen Debütanten" (Berlin Verlag). Ein Beitrag von Anja von Cysewski für die "Deutsche Welle" vom 05.12.2003 mehr
6. Dezember 2003
Alexander McCall Smith
Und Mma Ramotswe weiß, wo. Eine Hymne auf Alexander McCall Smiths Ermittlerin aus Botswana singt Michael Braun in "Die Welt" vom 06.12.2003. Selbstsicherheit, zweifellos, aber auch augenzwinkerndes Gespür für doppelte Böden; an beidem mangele es Alexander McCall Smith nicht: eine glänzende Krimiserie sei die Mma Ramotswe-Saga ... mehr
Rafael Reig
Was soll man sagen zu so einem Genremix aus Detektivroman, Science-fiction, Politthriller und Literaturbetriebssatire, zu einer solchen Kombination von hartgesottenem Realismus und überbordender Phantastik, zu einem Geflecht von Bezügen auf Werke der sogenannten Hochliteratur und zugleich auf die Mythen der Popularkultur? fragt sich Hardy Reich in seiner Besprechung des Romans "Überall Blut" (Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins) von Rafael Reig in der "FAZ" vom 02.12.2003 und stellt fest: "... eine intelligent geschriebene und unterhaltsam zu lesende literarische Kuriosität, die man freilich nicht ernster nehmen sollte, als sie sich selbst nimmt."...
mehr
P. D. James
In der "Kulturreportage" sendet das "Hessen Fernsehen" am Sonntag, 7.12.2003 um 22.40 Uhr eine weitere "Kriminalgeschichte". Diesmal geht es um B, "die Doyenne der angelsächsischen "Detective Novel", von ihrem Millionenpublikum voller Respekt und Bewunderung "Queen of Crime" genannt." ... mehr
5. Dezember 2003
Ende für "bücherbücher"
"Dies ist die letzte Ausgabe von "bücher, bücher". Danach wird das älteste Literaturmagazin der ARD eingestellt. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, vor allem aber für die vielen Zuschriften, in denen Sie Ihr Bedauern über diese Entscheidung ausgedrückt haben. Lesen Sie wohl!"
Trauriger Abschied von einer wohl zu unaufringlichen Art, Bücher vorzustellen. Adieu! Letzte Sendung am 6. Dezember 2003, 22:20, Wiederholung am Sonntag, 7.12.2003 um 11:15 ... mehr
Jugendkrimis
Mit der Reihe "Labyrinthe-Krimis" wird der Thienemann Verlag im nächsten Frühjahr eine neue Jugendkrimi-Reihe auf den Markt bingen, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 04.12.2003 ... mehr
Abenteuerromane
Naturkatastrophen und Schiffbrüche mit exotischem Ambiente sind äußerst beliebte Themen in den Romanen, die Walther Wuttke für das Weihnachts-Extra des "Rheinischen Merkurs" Nr. 49, 04.12.2003 gelesen hat ... mehr
Luiz Alfredo Garcia-Roza
Der Roman "Die Tote von Ipanema" (Berliner Taschenbuch Verlag) von Luiz Alfredo Garcia Rozas ergeht sich nicht in langer Sozialkritik oder -analyse. Sie geschieht ganz en passant, schreibt das Portal "Nova Cultura" im November 2003: "Ein Krimi wie er im Buche steht, gewinnt in Rio de Janeiro offenbar stets eine andere Dimension, als spielte er in Stockholm oder New York." ... mehr
Val McDermid
Zur Krimi-Reihe "Die Methode Hill" nach den Romanen von Val McDermid, deren zweiter Teil am 07.12.2003 gesendet wird, hat das "ZDF" ein Special von Wolfgang Feindt und Klaus Bassiner ins Netz gestellt... mehr
Kinky Friedman
Zumindest für gute Unterhaltung dürfte gesorgt sein: Der Krimiautor und Countrysänger Kinky Friedman will 2006 Gouverneur von Texas werden. Ein Bericht von Franz Dobler in der "taz" vom 05.12.2003... mehr
Polina Daschkowa
Die Schriftstellerin Polina Daschkowa kennt in Russland keine Elite, die diesen Namen verdient. Zur Wahl will sie nicht gehen - schuld sind die Beamten, sagt sie in einem Interview mit Barbara Oertel für die "taz" vom 05.12.2003... mehr
Carl Schenkel +
Der Schweizer Filmregisseur und Drehbuchautor Carl Schenkel ist 55-jährig in Los Angeles gestorben. "Der Tagesspiegel" vom 05.12.2003... mehr
Vincenzo Consolo
"Bei Nacht, von Haus zu Haus" (Folio Verlag), er Roman von Vincenzo Consolo versteht sich als Parabel der Gesellschaft von heute. In diesem Teil seiner Trilogie, die über seine Heimat erzählt, widmet sich Consolo dem langsam heranwachsenden Faschismus im Sizilien der 20er Jahre. Karina Schwann beim "ORF/OE1" (mit Audio-Version der Sendung vom 07.12.2003)... mehr
Susanne Mischke
Von einer Lesung mit Susanne Mischke, Präsidentin der "sisters of crime", berichtet der "Wiesbadener Kurier" vom 05.12.2003... mehr
Philip Kordes
"Mord in acht Tagen" (Emons Verlag) ist Dietmar Kleinsorges alias Philip Kordes erstes Buch, auf 208 Seiten lässt er den pensionierten Kriminalkommissar Johannes Falke, genannt "Der Falke", im Land der 1000 Berge (Sauerland) ermitteln. Ein Bericht von Andreas Böhme in der "Westfälischen Rundschau" vom 04.12.2003 ... mehr
4. Dezember 2003
Mord und Ratschlag
Es ist geschehen! Bei den Kollegen vom "Perlentaucher" wurde die Kolumne "Mord und Ratschlag" mit neuem Material versorgt: Ekkehard Knörer bespricht zwei Krimis. In Graham Swifts "Das helle Licht des Tages" (Hanser Verlag) verliebt sich ein Privatdetektiv in seine Klientin, die ihren Mann ermordet hat. In Bodo Kirchhoffs "Schundroman" (Fischer Taschenbuch) bleibt selbst die Liebe dem juste milieu verhaftet ... mehr
Top 11 für 2003
Das Magazin "Facts" stellt in der Ausgabe 49/2003 seine Top 11-Krimititel für 2003 vor und wird so manchen überraschen ... mehr
Horacio Castellanos Moya
Der salvadorianische Schriftsteller Horacio Castellanos Moya sprach mit Valentin Schönherr für die "WoZ" 49/03 über Gewalt und Literatur ... mehr
Cornell Woolrich*
Der amerikanische Kriminalautor Cornell Woolrich wird am 4. Dezember 1903 in New York geboren (Gestorben am 25.9.1968). Der Schöpfer düsterer Kriminialgeschichten gilt als einer der Väter der Noir-Literatur, viele seiner Bücher wurden verfilmt "Das Fenster zum Hof" (Hitchcock), "Die Braut trug schwarz" & "Das Geheimnis der falschen Braut" (Francois Truffaut), "Das unheimliche Fenster" (Ted Tetzlaff) ...
Info bei "Mordlust" & bei Dieter Kästners "Classic Crimes" & Bio-/Bibliographie bei "Diogenes" (pdf) & natürlich die englische Seite (Danke, Hammett )
Cornell Woolrich 2
In der "Süddeutschen Zeitung" vom 04.12.2003 erinnert Fritz Göttler an den amerikanischen Kriminalautor Cornell Woolrich, der heute hundert Jahre alt geworden wäre ... mehr
Cornell Woolrich 3
Erst ein Kind der goldenen Zwanziger, später der Erfinder der schwarzen Serie: Heute wäre der Krimi-Autor Cornell Woolrich 100 Jahre alt geworden. Eine Erinnerung von Gerrit Bartels in der "taz" vom 04.12.2003 ... mehr
3. Dezember 2003
Vom Buchmarkt
Vorige Woche hat das Kartellamt nach monatelangem Zögern die Übernahme des Heyne Verlages durch Bertelsmann/Random House genehmigt. Im Vorfeld haben mehrere Verlage, darunter "Lübbe", Bedenken geäußert. Für die Zeitung "Neues Deutschland" vom 03.12.2003 sprach Andreas Klähn mit Peter E. Molden, Geschäftsführer Buchverlage der Verlagsgruppe Lübbe über die Thematik ... mehr
Michael Siefener
Eine echte Alternative zu den sonst so bekannten Eifel-Krimis sei die Eifeler Gruselgeschichte "Somniferus" (KBV Verlag) von Michael Siefener, meint Thomas Nettelmann in seiner Besprechung für "SWR 1-RP" ... mehr
Krimis in Deutschland und Frankreich
Ist der Krimi in der Lage, gesellschaftliche Verhältnisse zu reflektieren? Der Untertitel der Tagung "Krimis in Deutschland und Frankreich - Spiegel der Gesellschaft?", die vom 21. bis zum 23. November 2003 im BBI im Schloss Genshagen stattfand, wurde in zahlreichen Vorträgen erschlossen. Beim "Syndikat" findet der interessierte Leser den kompletten und angemessen langen Tagungsbericht ... mehr
Wörtches Leichenberg
Bei "kaliber. 38" ist die frische Ausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" freigeschaltet. Diesmal lesen Sie Bemerkungen zu Büchern von Deon Meyer, Guillaume Apollinaire, Jacques Tardi/Jean Vautrin und Heinrich Steinfest ... mehr
Leise rieselt der Schnee
Eigentlich ist Weihnachten das Fest der Liebe. Eigentlich. Aber der alljährliche Trubel um Geschenke und Weihnachtsgans kann durchaus Mordgelüste wecken. Sibylle Haseke präsentiert auf "WDR 4" eine ungewöhnliche Krimisammlung: "Leise rieselt der Schnee" (Ullstein Verlag) von Gisa Klönne (Hg.) ... mehr
Luzerner Literaturfest
Das 19. Luzerner Literaturfest, das am 6. und 13. Dezember stattfindet, widmet sich dem Verbrechen und seiner Inszenierung. Die Organisatoren stellten das Literaturfest unter das Motto "Die Guten und die Bösen", meldet "Der Zürcher Oberländer" vom 03.12.2003. Interessante Gäste werden erwartet ... mehr
2. Dezember 2003
Benvenutis Bodycount
Verbrecherjagd im Schneckentempo und James Bond als blasser Beamter – Jürgen Benvenuti sichtet bei "Volltext" die neuen Thriller und findet wenig Überzeugendes. Und zwar geht es um Bücher von Kenneth Oppel, Carl Hiaasen, Philippe Djian, Donna Tartt und Ian Fleming ... mehr
Graham Swift
Auf den "zauberhaften Detektivroman" (Frankfurter Rundschau) "Das helle Licht des Tages" (Hanser) von Graham Swift haben wir mehrmals verweisen können. Im Onlineauftritt der Sendung "kulturzeit" auf "3sat" findet sich jetzt nicht nur ein kleines Porträt des Autors, sondern auch als "Real Audio Videostream" ein Gespräch, das Hubert Spiegel mit de Autor führte ... mehr ...
Horst Eckert
"Purpurland" (grafit) heißt der neue Kriminalroman von Horst Eckert und ist laut Martin Gaisers Besprechung bei "literaturkritik.de" vom Dezember 2003 "ein veritabler Beleg dafür, dass sich deutsche Krimis vor denen ihrer international renommierten Kollegen nicht verstecken müssen". ... mehr
Gabriele Holzmann
Das Buch "Schaulust und Verbrechen. Eine Geschichte des Krimis als Mediengeschichte." (J. B. Metzler Verlag) von Gabriele Holzmann wird wird bei "literaturkritik.de" vom Dezember 2003 von Reinhard Wilczek einer strengen und kritischen Prüfung unterzogen, die in einem gemäßigten Lob endet: "In summa wird man ihre Arbeit - unter Berücksichtigung der angeführten Defizite - als sehr nützlich bezeichnen können" ... mehr
Daniel Silva
Ein typischer Thriller, der das Genre mit allen Finessen bediene, sei das Buch "Der Engländer" (Piper) von Daniel Silva, meint Jutta Duhm-Heitzmann in ihrer Besprechung für "NDR Kultur" die am 4. Dezember, ca. 12.45 Uhr gesendet wird. Außerdem sei der Plot überzeugend, die Hauptfiguren nicht unoriginell und trotz ihrer üblen Geheimnisse durchaus sympathisch ... mehr
Stefan Beuse
Seinen neuen Roman "Meeresstille" (Piper) hat Stefan Beuse sorgfältig komponiert und die Spannung zwischen Erzählen und Verschweigen spielt hierbei die zentrale Rolle, meint Christian Schneider bei "literaturkritik.de" vom Dezember 2003, "Doch leider wird die Balance zwischen dem Ausloten der Tiefe der Protagonisten und dem Aufbauen einer krimihaften Spannung zu einer Gratwanderung, die nur ansatzweise gelingt" ... mehr
kaliber. 38
Die Kollegen von "kaliber. 38" präsentieren Ihnen im Dezember kompakt, was Sie sonst mühsam im Netz zuchen müssten: Thomas Wörtches aktueller "Crime Watch" über die Essay-Sammlung "Terrorismus und Bürgerkrieg" des Soziologen Peter Waldmann und ein Beitrag Thomas Wörtches über die Bücher Patrick O'Brians, die gewiss keine patriotische Blut-und-Eisen-Schwarten sind, sondern einen Zyklus bilden, den Thomas Wörtche in seiner Dimension und Vielschichtigkeit mit Tolkiens "Herr der Ringe"-Saga vergleicht ... mehr
Neues von der Krimi-Couch
Neu bei den Kollegen von der
Krimi-Couch:
Eliot Pattison: "Das Auge von Tibet",
Nikola Hahn: "Die Detektivin"
James Grippando: "Im Schutz der Dunkelheit"
Paul Harding: "Die Galerie der Nachtigallen" ...
Neu im Krimi-Forum: |
| Vorabdruck des Monats
Dezember 2003: Monika Feth: "Der Erdbeerpflücker". Buch der Woche 1.12.-7.12.2003 Sujata Massey: "Tödliche Manga". Eiskalt in Galtür: Vorbericht auf die Krimigala am 5. bis 7. Dezember 2003 in Galtür in Tirol ... |
schwedenkrimi.de
Die Idee des Literaturportals schwedenkrimi.de hatte der Rostocker Mediengestalter Sebastian Bielke. Seit April 2001 sind die Seiten online im Internet und haben täglich bis zu 2000 Nutzer, schreibt die "Schweriner Volkszeitung" vom 02.12.2003 und offeriert dem geneigten Leser auch ein Foto Sebastians .... mehr
Krimi des Monats Dezember bei der Krimi-Couch
Bei den Kollegen der Krimi-Couch wurde der Roman "In blindem Zorn" des Briten Peter Robinson, der schon seit längerem mit seiner Inspector-Banks-Reihe für positives Aufsehen sorgt, zum Krimi des Monats Dezember ausgewählt.
Und genau richtig in der Vorweihnachtszeit: Mord und Totschlag unterm Weihnachtsbaum. Für Sie hat die "Krimi-Couch" eine kleine Übersicht erstellt: Weihnachtskrimis ... mehr
1.Dezember 2003
Rubem Fonseca
Der in Deutschland Deutschland mit Kriminalromanen wie "Grenzenlose Gefühle, unvollendete Gedanken" und "Bufo & Spallanzani" (beide UT metro) bekannt gewordene Autor Rubem Fonseca ist am Samstag auf der XVII. Internationalen Buchmesse von Guadalajara mit dem "Juan-Rulfo-Literaturpreis" ausgezeichnet worden. Eine Meldung bei "Yahoo/dpa" ... mehr
Joy Fielding
Mit "Lauf, Jane, lauf" stürmte sie Bestsellerlisten und auch ihre weiteren Romane sind durchweg erfolgreich. Im Interview steht Joy Fielding dem Webportal "Literaturschock" Rede und Antwort ... mehr
Ralph "Sonny" Barger
Der aktuelle brutale Motorradthriller "Dead in Five Heartbeats" (Europa Verlag) von Ralph "Sonny" Barger wird nicht nur die Herzen der kriminell vereinigten Höllenengel höher schlagen lassen, meint die "Junge Welt" in der Besprechung vom 1.12.2003 ... mehr
Cornelia Funke
Der Erfolg von Cornelia Funkes jüngstem Jugendbuch "Tintenherz" (Dressler Verlag) wird jetzt schon mit dem von Michael Endes "Unendlicher Geschichte" verglichen, schreibt "Der Standard" vom 01.12.2003 ... mehr
Rita Monaldi/Francesco Sorti
Eigentlich wollten Rita Monaldi und Francesco Sorti einen historischen Roman schreiben. Dann aber kamen sie in den unterirdischen Archiven Roms einer spannenden Kriminalgeschichte auf die Spur - in die Papst Innozenz XI. verstrickt ist. Ein Bericht von Alexandra zu Knyphausen über das Buch "Imprimaturm" (Claassen Verlag) für das "Hamburger Abendblatt" vom 29.11.2003 ... mehr
Jan Costin Wagner
Er gilt als das Wunderkind der deutschen Krimiszene: Jan Costin Wagner. Für sein Debut "Nachtfahrt" erhielt er den "Marlowe-Preis" der "Raymond-Chandler Gesellschaft", sein zweiter Roman "Eismond" wurde fast einhellig und hochklassig gelobt - entweder als wunderbar konstruierter Thriller oder als das Abschiedssignal an die Zeitgeistliteratur der Spaßgeneration. Das "Syndikat" hat ihm gesprochen ... mehr
Marcus Starck
Die Gefahr des Neoliberalismus ist der freie Wolf, der im freien Stall der freien Hühner frei wildern darf. Aus diesem Thema hat Marcus Starck, ehemaliger Vorstand einer Dot-Com-Sex-AG, seinen Debüt-Roman "SexDotCom" (Pulp Master/Maas Verlag) geschrieben. Beim "Syndikat" hat er über die Entstehungsgeschichte des Buches berichtet ... mehr
Dirk Wittenborn
Es gibt nicht nur rauschende Feste und Fuchsjagden, sondern auch Drogen in allen Farbrichtungen, Inzest, Vergewaltigung und Mord im Roman "Unter Wilden" (DuMont) von Dirk Wittenborn. Für die "Sonntagszeitung" vom 30.11.2003 hat Sven Boedecker ihn gelesen und eine schöne lange Besprechung mit zahlreichen Anmerkungen geschrieben ... mehr
Buddy Giovinazzo
Kaputt, dreckig und völlig illusionslos, so lesen sich die Kriminalromane des Kriminalautors Buddy Giovinazzo, schreibt Ulrich Noller in seiner Besprechung des Romans "Potsdamer Platz" (Pulp Maaster/Maas Verlag) für die "Deutsche Welle": "Einer der erstaunlichsten Kriminalromane der letzten Jahre" ... mehr
Andrej Kurkow
Nur denen vertrauen, die man nicht versteht: Andrej Kurkows Roman "Pinguine frieren nicht" (Diogenes) lebt von seiner wichtigsten Nebenfigur, einem Pinguin. Eine Kritik von Susanne Messmer in der "literataz" vom 29.11.2003: "Es geht um Vertrauen, das man nur noch denen schenken kann, die man nicht versteht." ... mehr
Crime Time
"bücher, bücher", die Literatursendung des "Hessen Fernsehens" goes crime time: die neuesten Thriller, exklusiv im Internet. Diese Woche, besprochen von Nicole Rodriguez:
Heinrich Steinfest: "Ein sturer Hund" (Piper)
Ian Rankin: "Die Tore der Finsternis" (Manhattan)
... mehr
Mark Haddon
Christopher, ein Junge mit Asperger-Syndrom klärt einen Mord auf: Mark Haddons britischer Erfolgsroman "Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone" (Argon Verlag) wird von Sebastian Handke in der "literataz" vom 29.11.2003 besprochen: "Christopher dagegen entwickelt weder ein Verhältnis zu sich selbst noch zu seiner Umwelt, und das macht "Supergute Tage" dann trotz aller Komik auch zu einem traurigen Buch" ... mehr
Patrick Dunne
In dem Roman "Die Keltennadel" (Bastei-Lübbe) verwebe Patrick Dunne geschickt religiöse Wahnvorstellungen, keltisches Brauchtum, die Geschichte von Byzanz zu einem spannenden Kriminalfall, meint Frank Baloch im "ZDF-Krimiportal" vom 30.11.2003. So entstehe eine einzigartig fesselnde Melange, in der Geschichte und Fantasie untrennbar verschmelzen ... mehr
Wiesbadener Frauenkrimi-Preis "Agathe"
Für ihren Roman "Schneckenspur" (Goldmann) wurde Ramona Diefenbach mit der "Agathe" ausgezeichnet, dem Wiesbadener Frauenkrimi-Preis, der an diesem Wochenende zum 4. Mal vergeben wurde, wie das "Wiesbadener Tagblatt" vom 01.12.2003 berichtet ... mehr
Krimitipps vom Handelsblatt
Fakten statt Fiktion, titelt das "Handelsblatt Weekend Journal" vom 28.11.2003 und will Ihnen damit sagen, welche Krimis Sie diesen Winter lesen müssen. Ausgewählt wurden:
Marcus Starck: "SexDotCom" (Pulp Master/Maas Verlag)
Gabriele Wolff: "Das dritte Zimmer" (Haymon Verlag)
Detlef Blettenberg: "Berlin Fidschitown" (Pendragon)
Friedrich Ani: "Gottes Tochter" (Droemer)
... mehr
Olov Svedelid
Die Krimis von Olov Svedelid sind weniger für Leser, die sorgsam sich entwickelnde Psychogramme schätzen, sondern mehr für jene, die harte Schnitte und Faustschläge lieben, schreibt Frank Keil im "Hamburger Abendblatt" vom 28.11.2003 zu "Hassels Hölle" (kbv Verlag), und meint "Svedelid ist der vielleicht amerikanischste Krimiautor unter den Skandinaviern" ... mehr
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Thomas
Przybilkas Krimi-Tipps No. 32 |
Thomas Przybilkas "Krimitipps zur Sekundärliteratur" haben nicht von ungefähr bundesweit einen guten Ruf. Der wird sich mit der prall gefüllten Ausgabe No. 32 noch einmal verstärken! Denn hier erfahren Sie eine Menge über Bücher zur Kriminalliteratur ... mehr |
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Der KrimiKurier Rezensionen |
KrimiKurier 8 Der aktuelle KrimiKurier
von Gisela Lehmer-Kerkloh, die No. 8, der HerbstKurier
ist soeben erschienen. Mit Besprechungen zu
Büchern von Jacques Berndorf/ Christian Willisohn,
Roger M. Fiedler, Liza Cody, Gabriele Wolff, Maarten
t'Hart, Jutta Raabe und Erskine Childers ... mehr |
| Von Gisela Lehmer-Kerkloh |
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Axel
Bußmers
Vorschau |
TV-Krimi
& Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell |
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Axels Tipp des Tages:
ARD 00.15 Casablanca (USA 1942, R.: Michael Curtiz) ![]() Das Nikolausgeschenk der ARD: drei Bogart-Klassiker - die drei Marksteine seiner Karriere - in einer Nacht. Gerade hat sich Rick in Casablanca eingerichtet, als seine alte Liebe auf der Flucht vor den Nazis bei ihm auftaucht. Casablanca ist das Kernstück des Bogart-Kults und ein Pflichttermin für Cineasten. Mit Humphrey Bogart, Ingrid Bergman, Paul Henreid, Claude Reins, Conradt Veidt, Sydney Greenstreet, Peter Lorre, Curt Bois. ARD, 02.00 Die Spur des Falken (USA 1941, R.: John Huston) Drehbuch: John Huston LV: Dashiell Hammett: The Maltese Falcon, 1930 (Der Malteser-Falke) Spades Geschäftspartner Miles Archer wird ermordet. Privatdetektiv Sam Spade sucht den Täter. John Hustons Regiedebüt ist die gelungene Verfilmung von Hammetts Klassiker und begründete die Schwarze Serie. Für Krimi- und Filmfans ein Pflichttermin. Das Buch gehört selbstverständlich in jede gute Krimi-Sammlung. Mit Humphrey Bogart, Mary Astor, Peter Lorre, Sydney Greenstreet, Walter Huston. ARD, 03.40 Entscheidung in der Sierra (USA 1940, R.: Raoul Walsh) Drehbuch: John Huston, W. R. Burnett LV: W. R. Burnett: High Sierra Nach einem mißglückten Überfall flüchtet Roy Earle in die Berge. Die Polizei verfolgt ihn. "High Sierra" ist ein Abgesang auf die Gangsterfilme mit Cagney/Robinson/Raft. Bogart spielt zum erstenmal seine klassische Rolle: den wortkargen, einsamen Verlierer; den harten Kerl mit dem weichen Herz. "High Sierra", ein schnörkelloses Gangsterdrama, ist einer von Bogarts besten Filmen und war damals einer der größten finanziellen Erfolge von Warner Brothers. Chronologisch geht die ARD rückwarts: "Casablanca" begründete Bogarts Weltruhm, "Die Spur des Falken" Bogarts Starruhm und Nennung an erster Stelle, "Entscheidung in der Sierra" Bogarts Durchbruch vom Neben- zum Hauptdarsteller. Mit Ida Lupino, Humphrey Bogart, Arthur Kennedy.
ARD, 20.15 TATORT: Der Schächter (D 2003, R.: Jobst Oetzmann) Drehbuch: Fred Breinersdorfer Kommissarin Blum (Eva Mattes) zwischen Neonazis, antisemitischen Staatsanwälten, frommen Juden und einer geschächteten Leiche. Und das am idyllischen Bodensee! Nachdem die vorherigen Blum-Tatorte alle mehr oder weniger große Entttäuschengen waren, könnte es jetzt langsam besser werden. Das Thema ist immerhin aktuell (zuletzt: Hohmann) und Breinersdorfer kann schreiben. ZDF, 22.25 Hautnah - Die Methode Hill: Schlussblende (GB 2002, R.: Nick Laughland) LV: Val McDermid: The Wire in the Blood (1997) Schlussblende Ist ein "Stalker" auch ein Frauenmörder? Die Aufklärung erfolgt mit der Methode Hill. |
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| Axel Bußmers | TV-Krimi & Buch-Tipps: |
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Krimi-Report 14 Die gäserne Zelle Patricia Highsmith |
Ungefähr vierzig Jahre ist es nun her, dass die Queen of Crime Patricia Highsmith diesen Klassiker der modernen Kriminalliteratur schrieb, der den Charme der sechziger Jahre ebenso verströmt, wie die moralische Verworfenheit ihres Verbrecherhelden, und der auch heute noch eine nicht zu verachtende Wirkung erzeugt. Spannend und überlegt gearbeitet, liegt hier ein Beispiel Highsmith'scher Romankunst vor ... Frank Kaufmann stellt das Buch "Die gläserne Zelle" von Patricia Highsmith vor ... hier |
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Der KrimiKurier Rezensionen |
KrimiKurier 9![]() Passend zu den Temperaturen können wir Ihnen heute Gisela Lehmer-Kerklohs KrimiKurier No. 9 anbieten, den Winterkurier! In gewohnt präziser Form bespricht Gisela Lehmer-Kerkloh Bücher von D.B. Blettenberg, Bernhard Sinkel, Jacques Berndorf, Christoph Spielberg, Mani Beckmann, Janet Evanovich, Christina Bacher (Hrsg.) und Jack London ... mehr |
| Von Gisela Lehmer-Kerkloh |