Im Juni neueingestiegen und gleich auf den ersten Platz ist Patrícia Melos “Leichendieb”. Außerdem neu dabei sind auf Platz 7 “Vater. Mörder. Kind.” von Giampaolo Simi sowie auf Platz 9 “Flesh & Blood” von Mark Peterson.
Archiv der Kategorie: Zeitungen
Rezension: Warren Ellis: “Gun Machine”
Eigentlich geht das ja gar nicht mehr: einen Serienkiller mit besonders exzentrischen Wahnvorstellungen, extrem hoher Opferstrecke und ausnehmend bizarren Lebensverhältnissen zu entwerfen und auf jenen Polizisten anzusetzen, der ihm auf der Spur ist.
Rezension: Stephen King: “Joyland”
Kein E-Book, lieber Tradition. Stephen Kings neuer Roman “Joyland” kommt als mustergültige Pulp Fiction daher, Geisterbahn und Sensenmann inklusive. Ein kleines Meisterwerk, verpackt als Schund.
Kurzrezensionen: King, Kwan, Hiaasen, Sullivan, Lee u. a.
Riding Waves of Thrills, Chills and Carats — Janet Maslin advises beach reads from Stephen King, Kevin Kwan, Carl Hiaasen, J. Courtney Sullivan, Rebecca Lee, Wilton Barnhardt, Joe Hill and more.
Rezension: Jérome Charyn, Frédéric Rébéna: “Marylin the Wild”
Wie ein hektischer Traum — Jérome Charyns Roman “Marylin the Wild” ist ein rasantes Stück Pulp noir. Zeichner Frédéric Rébéna beschleunigt die Geschichte mit expressionistischem Stil.
Rezension: Dan Brown: “Inferno”
Bildungsbürger auf der Flucht — Dan Browns Thriller “Inferno” erzählt von den üblen Folgen einer übertriebenen Dante-Lektüre. Dieser Inbegriff eines Massenerfolgs von U-Literatur betreibt einen bildungsbürgerlichen Klassiker-Kult.
Rezension: Kevin Dutton: “Psychopathen”
Psychopathie für Dummies: In seinem Buch “Psychopathen” erklärt der englische Psychologieprofessor Kevin Dutton, was an ihnen so faszinierend ist und warum jeder ihre Talente für sich nutzen sollte.
Interview: Dan Brown
Dan Brown las in Köln vor 1200 Menschen aus seinem neuen Bestseller “Inferno”. Aber vorher stieg er heimlich auf den Dom – und er traf sich zum Gespräch über Gentechnik, Ethik und frühes Aufstehen
Artikel: Subversiv, kein Retrokram
Thomas Wörtche stellt Schriftsteller vor, die mit dem klassischen Ermittlertypus, den üblichen Verdächtigen und alten Storys abrechnen.
Portrait: Frank Nowatzki
Kaum ein Verleger wird von Krimikritikern mit solcher Zärtlichkeit betrachtet wie Frank Nowatzki, der alle Prätentionen des Literaturbetriebs ins Leere laufen lässt.
Rezension: Denise Mina: “Der letzte Wille”
Denise Mina zeigt in “Der letzte Wille” den Kampf einer alleinerziehenden Heldin gegen eine unerbittliche Männerwelt. Denise-Mina-Neulinge brauchen keine Berührungsängste zu haben, weil der Roman bereits der dritte Teil der Reihe ist. Im Gegenteil.
Portrait: Pete Dexter
Pete Dexters elegant düsteres Buch “Paperboy” wurde neu aufgelegt. Ein guter Grund, sich den Mann einmal genauer anzusehen.
Rezension: P. D. James: “Der Tod kommt nach Pemberley”
P. D. James ist Baroness of Holland Park und 92 Jahre alt und hat den englischen Rätselkrimi à la Agatha Christie ins 21. Jahrhundert gerettet. Mit “Der Tod kommt nach Pemberley” wird sie endgültig zu einer britischen Institution.
Rezension: Robert Hültner: “Am Ende des Tages”
Mit “Am Ende des Tages” legt Robert Hültner den sechsten Band um den bayerischen Inspektor Paul Kajetan vor. Zwanzig Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes könnte nun das Ende einer Krimireihe um einen bemerkenswerten Ermittler erreicht sein.
Rezension: Cathi Unsworth: “Opfer”
Cathi Unsworth erzählt in “Opfer” von einem ungelösten Ritualmord und spielt den Soundtrack der Achtziger. Jedoch lässt sie viele Chancen ungenutzt,ganz so als ob sie in entscheidenden Momenten nicht an ihre Gestaltungskraft geglaubt hat.
Rezension: Lavie Tidhar: “Osama”
Lavie Tidhar treibt in seinem preisgekrönten Roman “Osama”, der seinem Autor den World Fantasy Award einbracht hat, ein virtuoses Spiel mit guten und bösen Geistern. “Raymond Chandler meets Philip K. Dick” meint der Verlag.
Rezension: Joe R. Lansdale: “Dunkle Gewässer”
In Joe R. Lansdales “Dunkle Gewässer” suchen Jugendliche einen stinkenden Killer einer Schönheitskönigin. Ein bildhübscher Teenager als Wasserleiche – das erinnert an David Lynchs Mysteryserie “Twin Peaks”.
Rezension: Szilárd Rubin: “Die Wolfsgrube”
Seinen einzigen Kriminalroman, “Die Wolfsgrube”, schrieb Szilárd Rubin in bester Agatha-Christie-Manier. Von Seite zu Seite schärft Rubin die Konturen der Charaktere. Er spannt den Bogen immer weiter – mit Spaß an Psychologie und Verwirrspiel.
Artikel: Sehnsucht im Paradies
Robert B. Parkers Held Jesse Stone ist ein Lonesome Cowboy, wie es ihn nicht mehr gibt. Im Pendragon Verlag sind nun die beiden ersten Bände der Jesse Stone-Reihe erschienen.
Rezension: John le Carré: “Der Spion, der aus der Kälte kam”
John le Carré setzt auf intelligent verschachtelte Katz-und-Maus-Spiele und die Charakterzeichnung seiner Protagonisten statt auf krachende Action. Was seinen Ruf weiter nährte, er sei ein intimer Kenner der Welt der Spionage.