Rezension: Jerome Charyn: „Unter dem Auge Gottes“

Unter seinen amerikanischen Schriftstellerkollegen ist Jerome Charyn weltberühmt. Seine Krimiserie um den guten Cop und Vizepräsidenten Isaac Sidel ist, was Kriminalromane selten sind – Weltliteratur.

Rezension: Joël Dicker: „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“

Mit dem Roman „Die Wahrheit über den Fall Quebert“ ist Joël Dicker, ein 27-jähriger Genfer, zum Schreibwunder und Teenieschwarm geworden. Im Roman stimmt irgendwie alles, an manchen Stellen beschleicht einen aber doch das Gefühl von etwas Unechtem.

Kurzrezensionen: Bookmyre, McDermid, Disher

Christopher Bookmyres „Die hohe Kunst des Bankraubes“ ist ein gelungener literarischer Spaß und immer noch lesenswert. Val McDermids „Der Verrat“  ist ein ungewöhnlicher Kriminalroman. Und in Garry Dishers „Dirty Old Town“ wird nur das Allernötigste geredet.

Rezension: James Carlos Blake: „Das Böse im Blut“

Dieses Buch erschlägt seinen Leser. Es ersäuft ihn in einem Meer aus Blut, Schweiß, Tränen und Sperma. Kaum eine Passage, in der nicht geschlagen, geschossen und gestorben würde. Mit anderen Worten: James Carlos Blakes Westernepos „Das Böse im Blut“ ist starker Tobak.

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Rezension: Horst Eckert: „Schwarzlicht“

Nichts von dem, was Eckert erzählt, kann man als Hirngespinst und Übertreibung abtun. Er collagiert ja lediglich Elemente politischer Affäre und Skandale. Aber in dieser Verifizierbarkeit der Fiktion liegt auch ein Problem.

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Rezension: Dave Zeltserman: „Paria“

Dave Zeltserman liefert ein schönes Beispiel dafür, dass gute Pulp/Noir-Literatur auch heute bestens funktioniert und in ihrer Vielschichtigkeit ebenso ins Feuilleton gehört wie in die Toilettenbibliothek.

Rezension: Stefan Slupetzky: „Polivka hat einen Traum“

Krimiautor Stefan Slupetzky hat seine Kultfigur Lemming (eigentlich Leopold Wallisch) nach vier Büchern in Pension geschickt. Nun ermittelt Bezirksinspektor Polivka. Das ist mehr Realsatire als Kriminalroman.

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Gedenken: Tom Clancy

Tom Clancy ist am Dienstag im Alter von 66 Jahren gestorben. Einige der vielen Nachrufe: The New York Times, Zeit online, Spiegel online, Frankfurter Rundschau

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Rezension: Stephen King: „Doctor Sleep“

„Doctor Sleep“ zeigt, dass und wie man mit denen, die uns Angst machen, Mitgefühl haben kann – auch die Bösen, sagt eine verblüffende und bewegende Stelle, küssen einander, wenn sie sterben müssen, und sagen einander letzte Liebesworte, wenn sie können.

Rezension: Thomas Pynchon: „Bleeding Edge“

In „Bleeding Edge“, Thomas Pynchon jüngstem Roman, überlagern sich die Umbruchzeit nach der Dotcom-Krise und die Terroranschläge des 11. September 2001. Hat der Großmeister der Paranoia hier sein Lebensthema gefunden – oder verfehlt?

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Rezension: Britta Mühlbauer: „Inventurdifferenz“

Marlies Wolf hadert mit ihrem Job bei einer Security-Firma. Was im Kleingarten nebenan läuft, will die Ich-Erzählerin von „Inventurdifferenz“ gar nicht wissen. Aber sie muss es herausfinden. Mühlbauer verzichtet auf Humor, Karikatur, Übertreibungen und Gemosere.

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Rezension: Peter James: „Rigor mortis“

Routiniert stellt James die handelnden Personen vor und hat als Erzähler alles im Griff. Recht schnell wird dem Leser klar, wohin die Reise geht. „Rigor mortis – Ein neuer Fall für Roy Grace“ ist solide, spannende Thrillerware. Sehr viel mehr allerdings auch nicht.

Rezension: Massimo Carlotto: „Die Marseille-Connection“

Ein Buch, das ob der Vielzahl von Subgeschichten, von Kriegsschauplätzen, von Folter, Mord und Verbrechen, die ihm aufgeladen wurden, eigentlich in die Knie gehen müsste. Aber Carlotto hält die Geschichten schlank und die Spannung hoch.

Service: KrimiZEIT-Bestenliste Oktober 2013

Neu dabei und gleich an der Spitze der KrimiZEIT-Bestenliste ist im Oktober „Unter dem Auge Gottes“ von Jerome Charyn. Außerdem neu dabei ist „Stirb für mich“ von Robert Wilson. Zum vierten Mal steht Patrícia Melo mit „Leichendieb“ auf der Liste.

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Rezension: Peter Beck: „Söldner des Geldes“

Wer meint, ein guter Thriller schreibe sich so leicht, wie man ihn liest, wird bei Peter Beck eines Besseren belehrt. Fünf Jahre hat der Berner Unternehmensberater an seinem Erstlingsroman „Söldner des Geldes“ gearbeitet.

Rezension: Elmore Leonard: „Out of Sight“

Kann man sich von einem Film lösen, wenn man erst anschließend das Buch liest? Alles in allem ist das Buch „Out of Sight“ etwas schärfer, härter gezeichnet als der Film. Hier wie da gibt es Gewalttätiges neben Komödiantischem, Witziges neben Bitterem.

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Rezension: Marisha Pessl: „Die amerikanische Nacht“

Mysteriöse Schnitzeljagd: Marisha Pessl vermischt in „Die amerikanische Nacht“ die Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit und jongliert virtuos mit Elementen des Film Noir. Bei aller Geheimniskrämerei bleibt am Ende nur wenig Geheimnis.

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Rezension: Ian McEwan: „Honig“

Spionage und Liebe, Verrat und Literatur: Der neue Roman von Ian McEwan ist ein weiterer Höhepunkt im Werk des 65-jährigen britischen Erzählers. „Honig“ ist ein raffiniertes Leseabenteuer.

Rezension: Donald Ray Pollock: „Knockemstiff“

Seine literarische Karriere startete Donald Ray Pollock im Alter von 50 Jahren. „Knockemstiff“ und „Das Handwerk des Teufels“ erzählen in „Southern-Gothic“-Tradition vom Leben harter Menschen in den Hinterhöfen Amerikas.

Rezension: Horst Eckert: „Schwarzlicht“

Düsseldorf kann ganz schön mörderisch sein: Horst Eckert bringt in „Schwarzlicht“ einen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten um. Und einen Kommissar an den Rand des Nervenzusammenbruchs.

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Rezension: Horst Eckert: „Schwarzlicht“

Der deutsche Autor Horst Eckert hat rechtzeitig zur Deutschland-Wahl einen überzeugenden Krimi geschrieben, der Polizei und Politik wenig schmeichelt. Gekonnt schildert Eckert die täglichen Machtspiele innerhalb der Polizei.

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Rezension: Oliver Wolf: „Kesselsturm“

Oliver Wolf legt mit „Kesselsturm“ seinen zweiten Roman nach „Netzkiller“ vor. Leider hat er es bei seiner Komposition mit Krimi-Zutaten überaus gut gemeint, um nicht zu sagen – zu gut. Trotz spannender Passagen überzeugt „Kesselsturm“ nicht.

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