“Zelle R 17″ ist einer der härtesten Film Noirs seiner Zeit und einer der brutalsten Hollywoodfilme der Vierziger. Er spielt in durchgehend im Gefängnis und zeichnet sich durch einen klaustrophobischen und deprimierenden Grundtenor aus.
“Zelle R 17″ ist einer der härtesten Film Noirs seiner Zeit und einer der brutalsten Hollywoodfilme der Vierziger. Er spielt in durchgehend im Gefängnis und zeichnet sich durch einen klaustrophobischen und deprimierenden Grundtenor aus.
Christian Koch präsentiert Besprechungen zu Kettly Mars’ Roman “Wilde Zeiten”, Criag Holdens Thriller “Die Unangreifbaren” und Ian Hamiltons im weitsten Sinne politischen Thriller “Die Wasserratte von Wanchai”.
Howard Jackson bespricht P. Thomas: “Death on Demand”, C. Pineiro: “A Crack in the Wall” und T. Solana: “Tales of Blood & Guts”; Gisela Lehmer rezensiert K.-P. Walter: “Sherlock Holmes und der Werwolf” und Klaus-Peter Walter H. Reich: “Reinen Herzens”.
Zwei Kriminalromane von Brautigan sind wieder lieferbar: “Willard und seine Bowlingtrophäen” und “Von Babylon träumen …”. Ganz herrliche Undergroundwerke, die textlich überall die Genregrenzen berühren, aber kaum wirklich einzuordnen sind.
“Ganoven rechnen ab!”, ein französischer Schwarzweißkrimi aus dem Jahre 1965, beginnt zunächst einmal ohne Dialoge. Kommentiert wird das Geschehen von der Musik von einem wunderbaren Soundtrack des Jazzorganisten Jimmy Smith.
Über die Qualität von Ross MacDonalds “Der blaue Hammer” selbst braucht man kaum zu diskutieren: Ein für die deutsche Leserschaft endlich wieder lesbar (weil lieferbar) gemachter Klassiker.
Allerbeste Hausmannskost! Alles eigentlich wie gewohnt: Ellorys “Der Schrei der Engel” spielt in New York, der Polizist ist alkoholkrank und hat schwere Probleme mit Vorgesetzten, Kollegen und seiner Psychotherapeutin. Trotzdem sticht da etwas hervor.
Auf der einen Seite kann man sich diebisch drüber freuen, dass nach fünf Jahren Pause John Rebus in “Mädchengrab” endlich wieder auftaucht, dies gewohnt raubeinig und eigensinnig. Aber, wäre da nur nicht der Plot.
He showed up as soon as I heard the topic, Forgotten Crime Classics: Harry Stoner, Jonathan Valin’s tough-guy detective, charging through a book called “Life’s Work”. It starts out as a missing-persons case. All-Pro nose guard Billy Parks is gone.
“Operation Fledermaus“ ist der Deckname einer Polizeiaktion gegen Verräter aus den eigenen Reihen. 1932 in Wien spielend, gibt der Roman auch einen faszinierenden Einblick in die damalige schwule Lebenswelt der österreichischen Hauptstadt.
Trotz der schweren Bedingungen, unter denen “Im Zeichen des Bösen” geschaffen wurde, überzeugt dieser Klassiker, der als einer der schockierendsten seines Genres gilt, heute noch. Die Charakterisierung der von Korruption umgebenen Figuren berührt nachhaltig.
Hinter dem unglücklich gewählt und gestalteten Cover und dem nichtssagenden Klappentext verbirgt sich mit Kevin Brooks’ “Bis es dunkel wird” ein feiner, harter und hautnah an den Menschen geschriebener Roman.
Der zweite Roman um die Hauptfigur Gero von Sarnau – ein altmodisch cooler Typ, der mit einem aufgemotzten Ford Mustang durch Kreuzberg kurvt und Camel raucht. Bei Mondschein verwandelt er sich in einen Werwolf und wird zum Rächer der Schwachen.
Was für eine große und lange Tradition hatte der Rowohlt Verlag einmal in puncto Kriminalromane! Aber dies ist Geschichte. Umso erfreulicher, dass trotzdem ab und an kleine Perlen in den Muschelschalen des Holtzbrinck-Konzerns heranwachsen.
Nachdem Jesse Stone beim LAPD rausgeschmissen wird, nimmt er Abschied vom Pazifik und fährt quer durch das Land. Viele kleine Beobachtungen, Gedanken und Rückblenden über die USA ergeben einen großartigen Thriller.
Neue Rezensionen im Blog der Hammett Krimibuchhandlung: Christian Koch ist etwas enttäuscht von “Das fünfte Foto” von Lucie Flebbe und kann auch “Fingermanns Rache” von Christof Weiglein nicht so wahnsinnig viel abgewinnen.
“Beraubt“ ist die bisherige Entdeckung des neuen Buchjahres. “Dunkle Gewässer“ von Joe R. Lansdale oder auch “Das Ende der Welt“ von Sara Gran waren erwartungsgemäß Highlights, aber Chris Womersley überrascht in mancherlei Hinsicht.
Nach den letzten “fetten” Jahren, mit tollen Werken u. a. von Dominique Manotti, Monika Geier, Cynthia Webb, Christine Lehmann und Merle Kröger, kommt aus dem Hamburger Verlagshaus Argument als Neuestes nun der Roman von Ditte Birkemose.
Der kernige Roman “Nukleus” ist nach “Erlösung” (2011) der zweite Teil von Fischers Serie um die in Berlin wirkende Notärztin Ella Bach. Das ist Thriller pur. Tempo, Action, hart, schnell und laut. Nichts für die Seele, einfach Spannung pur.
Für die deutschen Leser, denen vierzig Jahre italienische Geschichte nicht unmittelbar präsent sind, haben der Autor Giancarlo de Cataldo und Tobias Gohlis gemeinsam ein Nachwort inklusive Zeittafel zum Roman “Der König von Rom” verfasst.