Die Alligatorpapiere



"Krimis in Deutschland, Polen und Frankreich –
Spiegel der Gesellschaft?"


Bericht über die Tagung
vom 3. bis 4. Dezember 2004 im BBI im Schloss Genshagen
Von Matthias Drebber



bbigenshagenschlossDie Krimi-Tagung im Berlin-Brandenburgischen Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit (BBI) im Schloss Genshagen (bei Berlin) scheint sich als jährliches Diskussions- und Austauschforum der Krimi-Szene zu etablieren. In ihrer internationalen Ausrichtung dürfte die Tagung, die Anfang Dezember 2004 zum zweiten Mal stattfand und deren Fortsetzung von den Teilnehmern gewünscht und von der rührigen Organisatorin Katrin Schielke auch angekündigt wurde, eine in Europa einzigartige Veranstaltung sein. Neu war diesmal die Einbeziehung polnischer Autoren und Kritiker – mit der die Tagung der neuerlichen Ausrichtung des gastgebenden Instituts am sogenannten Weimarer Dreieck entsprach. Schielke wies in ihren einleitenden Worten auf die gesellschaftskritische und reflektorische Funktion der vermeintlich trivialen Gattung hin, und das Fragezeichen hinter dem Untertitel des Tagungsprogramms ("Spiegel der Gesellschaft?") kann wohl mit Fug als rhetorisch bezeichnet werden, da es längst Krimis gibt, die sich mit heiklen politischen Fragen wie der Vergangenheit in faschistischen oder kommunistischen Diktaturen auseinandersetzen oder die Situation von Einwanderern in westlichen Demokratien reflektieren.

Die Qualität solcher Auseinandersetzung mag unterschiedlich sein – doch eines steht fest: Keine andere belletristische Gattung erreicht so viele Leser wie der Kriminalroman. Und so wies der französische Krimi-Kritiker Claude Mesplède in der ersten Diskussions- und Vortragsrunde auf ein Phänomen auf dem französischen Buchmarkt hin, das sicher auch für Deutschland und – mutatis mutandis – für Polen gilt: Die Verkaufszahlen für Kriminalromane steigen jährlich, aber die literarisch ernster zu nehmenden Werke, denen eine gesellschaftskritische Funktion eckert-horstzugesprochen werden kann, haben daran nur einen geringen Anteil. Ob darin ein Paradox zu sehen ist, wie Mesplède glaubte, ist allerdings zweifelhaft, ist doch die Qualität – wie bei anderen Gattungen auch – ganz einfach zahlenmäßig unterlegen. Es wird eben auf einem freien Buchmarkt auch viel Schund produziert und verkauft – wie der Düsseldorfer Autor Horst Eckert aus deutscher Sicht befand. Dennoch bescheinigte Eckert, der zur Zeit auch Sprecher der Autoren-Vereinigung Syndikat ist, dem deutschen Krimi inzwischen internationale Konkurrenzfähigkeit. Dass der deutsche Krimi erst seit den späten sechziger Jahren zu angelsächsischer, französischer oder skandinavischer Qualität aufschloss, führte Eckert auf die mangelnde Tradition des Kriminal- oder Detektivromans in Deutschland zurück, und in der Tat fällt einem Germanisten ja dazu meist nicht viel mehr als Schillers Verbrechen aus Infamie und E.T.A. Hofmanns Fräulein von Scuderi ein. Dazu kommt, dass Deutschland als Krimi-Schauplatz lange ungeeignet schien: In den Großstadtschluchten Manhattans oder in verwinkelten Pariser Gassen mordet es sich besser als im, so Eckert, "piefigen Deutschland". In dieser Ansicht sah Eckert ein Relikt aus der NS-Zeit, in der die Darstellung von Verbrechen in Deutschland (und durch Deutsche) als Nestbeschmutzung galt. Manchen Zuhörer mochte es überraschen, dass einer Gattung, der oft der Ruch des Affirmativen und Seichten anhaftet hier geradezu subversive Qualitäten zugesprochen wurden. Dass gute und vor allem realistische Kriminalromane nur in einer offenen Gesellschaft gedeihen, konnte aus polnischer Sicht auch der Stettiner Literaturwissenschaftler Leszek Szaruga bestätigen. eckert-horstDer Milizroman, der in der kommunistischen Zeit die Rolle des Krimis einnahm, hatte den Auflagen der Zensur zu folgen. Verbrechen sollten möglichst nicht im Land stattfinden und kein schlechtes Licht auf die sozialistische Mustergesellschaft werfen. Seit der Abschaffung der Zensur 1989 wird der polnische Buchmarkt von Übersetzungen dominiert – Szaruga verwies darauf, dass etwa in polnischen Bahnhofsbuchhandlungen so gut wie keine polnischen Krimis als Reiselektüre zu erstehen sind. Als Ausnahme nannte er den – auch ins Deutsche übersetzten und im deutschen Schlesien der 30er Jahre spielenden – Roman Tod in Breslau von Marek Krajewski. Claude Mesplède führte diese Unterrepräsentanz der einheimischen Krimi-Produktion in Polen darauf zurück, dass eine lebendige Krimi-Landschaft sich erst zehn bis fünfzehn Jahre nach dem Ende einer Diktatur entwickeln könne, wie die Beispiele Italiens nach Mussolini und Spaniens nach der Franco-Zeit zeigten.

In allen Diktaturen gibt es ideologisch und propagandistisch geprägte Krimis. Der sogenannte "Neuzeitliche Kriminalroman" der NS-Zeit etwa zeigte die Kriminalpolizei im Kampf gegen jüdisches Verbrechen, wie der Berliner Literaturwissenschaftler Carsten Würmann in der folgenden Diskussionsrunde zeigte, in der es um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit im Kriminalroman ging. Würmann legte dar, dass die NS-Zeit im bundesdeutschen Krimi der 50er und 60er Jahre fast gänzlich ausgespart blieb – auch hierin, in der Neigung zu Verdrängung und Beschwichtigung im Nachkriegsdeutschland, erweist sich die Gattung also als Spiegel der Gesellschaft. Ganz anders der propagandistische Kriminalroman der frühen DDR: Hier wimmelt es von NS-Verbrechern, die nach dem Krieg beim westdeutschen Klassenfeind weiter ihr Unwesen treiben und die sozialistische Gesellschaft zu unterwandern drohen. Erst seit den späten 80er Jahren erfolgt eine intensivere ky-wie-ein-tier.jpg Auseinandersetzung des deutschen Kriminalromans mit der NS-Vergangenheit – mit Autoren wie Pierre Frei, Christian von Ditfurth und Horst Bosetzky, der an der Podiumsdiskussion teilnahm. Bosetzky (alias "-ky") hatte bereits auf über dreißig Jahre Krimi-Produktion zurückgeblickt, bevor er sich 1995 mit dem Roman Wie ein Tier des Themas annahm – eigentlich erstaunlich für einen bekennenden 68er und Soziologen mit gesellschaftskritischem Anspruch. Bosetzky nannte – unter Abwandlung des bekannten Adorno-Diktums über das Gedicht nach Auschwitz – als Hauptgrund für diese Abstinenz die Furcht vor der Banalisierung des Gegenstandes durch die Gattung. Eine sicherlich spezifisch deutsche Sichtweise.

Der französische Roman noir scheint, wie der Beitrag der Berliner Literaturwissenschaftlerin Elfriede Müller zeigte, unbefangener mit dem Thema umzugehen. Eine beeindruckende Anzahl von Romans noirs der 1990er Jahre (und danach) setzt sich kritisch mit der französischen Kollaboration im Vichy-Regime auseinander. Im Gegensatz zum eher skeptischen Carsten Würmann traute Müller dem Kriminalroman eine aufklärerische Rolle bei der Aufarbeitung der Vergangenheit zu, die es durchaus mit der offiziellen Geschichtsschreibung aufnehmen könne. Als bespielgebende Autoren nannte sie Fréderic H. Fajardie, Patrick Rotman und die am Podium teilnehmende Dominique Manotti, deren Roman Le corps noir sich mit dem wenig bekannten Phänomen der französischen Sektion manotti-le-corps-noir.jpg der Gestapo auseinandersetzt und den Alltag im besetzten Paris des Sommers 1944 beschreibt – zwischen verdrängender Amüsierlust und Grauen. Manotti, hinter deren (hermaphroditischem) Pseudonym sich eine in Paris lehrende Wirtschaftshistorikerin verbirgt, sagte, sie habe keinen historischen Roman im Sinne einer faktengetreuen Rekonstruktion des Gewesenen schreiben, sondern mit den Mitteln der Fiktion ausdrücken wollen: Cela a existé. Ein an Leopold von Rankes "wie es eigentlich gewesen" erinnerndes historisches Erkenntnisinteresse, das der Gattung Kriminalroman gewissermaßen die Weihen der ernsten Literatur verlieh.

Selbstverständlich war die – von Katrin Schielke in ihren Einführungsworten aufgeworfene – Frage nach dem literarischen Wert des Krimis ein Thema, das die ganze Tagung begleitete. Dass der Kriminalroman als Gattung längst nicht mehr als reine Trivialliteratur zu gelten hat, dass es gute und schlechte Krimis, Krimi-Schund und Krimi-Hochliteratur gibt, dass auch Dostojewskij und Kafka Krimis geschrieben haben, wird wohl kaum noch jemand bestreiten. Wie aber steht es um den künstlerischen Wert bzw. die gesellschaftskritische Relevanz des Kriminalfilms? Mit dieser Frage beschäftigte sich die folgende trinationale Diskussionsrunde. In einem Punkt herrschte sofort Einigkeit: Der Kriminalfilm ist ein Fernsehfilm. Das gilt für Deutschland, Frankreich und Polen gleichermaßen. Selbst wenn Krimis zunächst für das Kino produziert werden, geschieht dies mit Finanzmitteln des Fernsehens und mit Blick auf die spätere Fernsehtauglichkeit. Ingrid Brück, Medienwissenschaftlerin an der Universität Halle, vertrat die These, der Fernsehkrimi sei per se ein affirmatives Genre. Als deutsches Beispiel hierfür nannte sie nicht etwa Derrick, den Inbegriff affirmativer und einschläfernder Fernsehunterhaltung, sondern den unkonventionellen Kommissar Schimanski, der von 1981 bis 1991 die Hauptfigur des WDR-Tatort war. Die Emotionalität, das antiautoritäre, gänzlich "unpolizeiliche" Auftreten des "Schmuddelkommissars" hinke, so Brück, dem Wertewandel in der bundesrepublikanischen Gesellschaft weit hinterher. Gleiches gelte für das vermehrte Erscheinen weiblicher Ermittler in deutschen TV-Krimis der 90er Jahre. Durch die – im Zeitalter des Privatfernsehens noch verstärkte – Quotenfixierung biete das Fernsehen wenig Raum für Innovation. Horst Eckert sekundierte Brück und stellte fest, dass Krimis im deutschen Fernsehen unter dem Diktat der Quote von Jahr zu Jahr seichter, angepasster und affirmativer geworden seien – anders als in den USA, wo sich aufgrund der Größe der Zuschauerschaft immer wieder Möglichkeiten ergäben, auch im Fernsehen anspruchsvolle Krimis für ein Nischenpublikum zu zeigen. Ein vernichtendes Zeugnis stellte der französische Autor Hugues Pagan dem französischen Fernsehkrimi aus. Die Krimi-Produktion des französischen Fernsehens bezeichnete er als Konsensproduktionsmaschine und ließ auch an den öffentlich-rechtlichen Sendern kein gutes Haar. Filme würden nach Katalog für eine zuvor ermittelte Durchschnitts-Zielgruppe produziert, hätten politisch korrekt und angepasst zu sein. Das Resultat sei – trotz "mirakulöser" Ausnahmen wie der Serie PJ auf France 2 – langweilig und auch ästhetisch-formal mittelmäßig bis schlecht. Der polnische Drehbuchautor Witold Horwath (der erkrankt war und dessen Thesen von der BBI-Mitarbeiterin Anna Hofmann vorgetragen wurden), weist auf das Wendejahr 1989 hin. Die Abschaffung der Zensur eröffnete auch dem Fernsehkrimi neue Möglichkeiten. Dieser hatte im kommunistischen Polen keinen guten Leumund, da es nur schwer erträglich war, Beamte der Volksmiliz, die man im realen Leben als korrupt und privilegiert erfuhr, auf dem Bildschirm als hehre Verfechter von Recht und Moral zu sehen. Ein Polizist mit psymenschlichen Schwächen, wie der Leutnant Subek in der Serie 07 melde dich, musste mühsam beim Innenministerium durchgesetzt werden. Als herausragendes Beispiel eines polnischen Nach-Wende-Straßenfegers nennt Horwath den Film Psy von Wladyslaw Pasikowski mit Boguslaw Linda, dem "polnischen Alain Delon" als Hauptdarsteller. Charakteristisch für diesen Film wie für andere anspruchsvolle Krimi-Produktionen in Polen sei die spezifisch innerpolnische Thematik – mit auch politischen Anspielungen, die im Ausland nicht verstanden würden und daher für den Export und für die Übersetzung ungeeignet seien.

Die Übersetzung von Krimis als sprachliche und kulturvermittelnde Herausforderung: Ein für eine trinationale Tagung naheliegendes Thema, dem sich die folgende Diskussions- und Vortragsrunde widmete. Gibt es spezifische Probleme beim Übersetzen von Kriminalliteratur? Serge Quadruppani, Pariser Schriftsteller und Übersetzer des sizilianischen Krimi-Autors Andrea Camilleri, sprach von zwei Fallen, in die der Krimi-Übersetzer zu tappen drohe: der Besserwisserei, mit der der Übersetzer sich über den Autor erhebe und der für das Genre unangebrachten, womöglich mit Fußnoten untermauerten Übergenauigkeit. Katharina Grän und Ronald Vouillé, die Übersetzer des französischen Autors Achille F. Ngoye sekundierten ihm hier, verwiesen aber gleichwohl darauf, dass Detailgenauigkeit und exakte Recherche das tägliche Brot des Krimi-Übersetzers seien: Hierzu Saramonowicz-Die-Schwester.jpggehörten das Studium von Stadtplänen, chemischen Substanzen, Waffen und – in Sonderfällen – auch Insekten. Ursula Kiermeier, die deutsche Übersetzerin der polnischen Krimi-Autorin Malgorzata Saramonowicz, berichtete in ihrem amüsanten Beitrag von einer Insektenphobie, die sie bei den Recherchen zu dem Saramonowicz-Roman Die Schwester, in denen allerlei Krabbeltiere als Mordwaffen eingesetzt werden, fast überkommen hätte. Als "Detektive in schwierigen Wortfällen" bezeichnete sie resümierend die Übersetzer von Kriminalromanen und verwies darauf, dass der Verband der deutschen Übersetzer für Krimi-Übersetzer Waffenkunde-Seminare mit "echten" Kriminalpolizisten anbiete.

ngoye-achilleDie letzte Diskussionsrunde der Tagung beschäftigte sich mit den "fremden Blicken" in Krimis von Migranten. Herausragende Figur war hier der kongolesische, in Paris lebende Autor Achille N'Goye, der seine Romane als Methode darstellte, zum einen die Wahrheit über sein Herkunftsland zu zeigen – und etwa die Unmenschlichkeit des Mobutu-Regimes gegen die allzu schönfärberische Darstellung in einem Teil der französischen Presse anzuprangern – und zum anderen die Kultur der afrikanischen Migranten in Paris widerzuspiegeln. Hierzu gehöre, so N'Goye auch die bewusste Aufnahme von französischen Afrikanismen in die Schriftsprache. Aus der leider szkarlatnyhabit.jpgetwas disparaten und aufgrund des Zeitmangels aus dem Ruder laufenden Diskussion seien hier noch ein paar "Splitter" herausgegriffen: Claude Mesplède wies auf den britischen Autor Robin Cook hin, der sich in Frankreich niederließ und Kriminalromane aus der Sicht des Zugewanderten schrieb. Der polnische Autor Irek Grin, dessen Krimis in Israel und in Kazimierz, dem jüdischen Viertel von Krakau spielen, betonte die Notwendigkeit genauer Recherchen vor Ort und das noch immer "schwierige Thema" des Judentums in Polen. Jürgen Ebertowski, Berliner Krimi-Autor und Weltenbummler, sprach mit dem polnischen Autor und Journalisten Artur Gorski über dessen Blick auf Berlin als "exotischen Ort".

Die insgesamt gelungene und inspirierende Veranstaltung, der eine Fortsetzung nur zu wünschen ist, wurde flankiert von abendlichen Lesungen im Schloss Genshagen und in der Krimi-Buchhandlung Miss Marple in Berlin-Charlottenburg. Vielleicht kommt es ja auch, wie zum Schluss von Claude Mesplède angeregt, zur Gründung einer trinationalen Zeitschrift als Austauschorgan für Krimi-Autoren des Weimarer Dreiecks. A suivre ...





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Das 1993 von Brigitte Sauzay († 2003) und Rudolf von Thadden in privater Initiative gegründete "Berlin-Brandenburgische Institut für deutsch-französische Zusammenarbeit in Europa e.V." (BBi) ist im Januar 2005 in eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts überführt worden. Stifter sind das Land Brandenburg sowie die Bundesregierung, vertreten durch die Beauftragte für Kultur und Medien. Stiftungsorgane sind neben dem Kuratorium und dem Vorstand ein aus international anerkannten Persönlichkeiten zusammengesetzter Beirat. Zum Vorsitzenden des Vorstands ist Prof. Dr. Rudolf von Thadden gewählt worden; Vorsitzender des Kuratoriums ist der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck.

Zweck der Stiftung ist laut Satzung die Förderung der Völkerverständigung und des Dialoges in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Auch in Form einer Stiftung behält das bisherige BBi die Struktur eines Instituts. Es versteht sich auch in Zukunft als privilegierter Ort des zivilgesellschaftlichen Austausches zwischen Deutschen und Franzosen, der sich zunehmend auch für Begegnungen mit Polen öffnet. Seinem Standort in einem neuen Bundesland entsprechend fühlt sich das Institut auch um die Einbeziehung ostdeutscher Belange in den deutsch-französischen Dialog verpflichtet. Hierzu führt die "Stiftung Genshagen" in Kooperation mit in- und ausländischen Partnern Tagungen, Seminare sowie Kultur- und Jugendprojekte durch, die sich im Zusammenhang mit der Integration des erweiterten Europa ergeben.

Das BBi hat seinen Sitz im Schloss Genshagen, 20 Kilometer südlich von Berlin. Es profitiert dabei von seiner idyllischen Abgeschiedenheit in unmittelbarer Hauptstadtnähe. Innerhalb weniger Jahre ist das BBi zu einem privilegierten Begegnungsort zwischen Deutschen und Franzosen geworden, der sich zunehmend auch für andere Partner in Europa öffnet.
Vor allem für das so genannte Weimarer Dreieck ist Genshagen zu einem wichtigen Achsenpunkt geworden. Der unweit der polnischen Grenze gelegene Standort mit Symbolcharakter verkörpert den Brückenschlag zwischen Westeuropa und den historisch gewachsenen Lebenswelten im Osten.


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