Axel Bußmers TV & Buchtipps 2. – 15. September 2006
Zwei spannende Fernsehwochen sind anzukündigen!
Gezeigt werden zwei gute TV-Premieren, zwei Liebeserklärungen an das Genre, ein neuer Borowski-Tatort und viele sehenswerte Verfilmungen (James Ellroy, Patricia Highsmith, Charles McCarry, -ky, Sanxay Holding, Graham Greene, Agatha Christie, John D. MacDonald). Ein kriminelles Vergnügen ...
Treffend beschrieben, bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
evolver:
»Spätes Fundstück«
Am 17. Juli 2006 ist Mickey Spillane im Alter von 88 Jahren gestorben. Es wurde daraufhin überraschend viel über den umstrittenen Autor geschrieben. Erst jetzt wurden wir auf einen Nachruf aufmerksam, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:
Ewige Feuerpause für Mike Hammer
The End of Western Civilization as we know it: Deutschlands Krimipapst Martin Compart nimmt den Tod des amerikanischen Autors Mickey Spillane zum Anlaß für einen Hardboiled-Nachruf. ... mehr
krimiblog: »In Erwartung?«
Wann also kommt das erste deutsche Krimi-Wiki? fragt sich Ludger Menke. Und wartet nicht lange, sondern legt schon mal Hand an. Es ist zunächst einfach eine Idee: Ein deutschprachiges Krimi-Wiki. Um nicht so ganz ins Leere zu spinnen, findet man einige Fragen zum Aufbau und Inhalt, vor allem aber den Aufruf, mitzuschreiben an einer freien, von möglichst vielen Mitschreibern erstellten Online-Enzyklopädie zum Thema Kriminalliteratur ... mehr
Watching the Detectives:
»Disher-Doppel«
Das Garrydisherland scheint aufgeteilt. Der Zürcher Unionsverlag kultiviert in seiner metro"Reihe die Entwicklung des Polizisten Hal Challis, Pulp Master widmet sich dem Ganoven Wyatt. Mit "Schnappschuss" und "Port Vila Blues" ist nun der neue Doppelpack erschienen, Gelegenheit für Dieter Paul Rudolph, beide Terrains zu erkunden ... mehr
Freitag, 1. September 2006, Deutschlandfunk, 20:10 Uhr
Das Gute besiegt das Böse – oder nicht?
Über die französische Krimiautorin Fred Vargas
Von Rebecca Partouche
Man kennt sie, liebt ihre skurrilen Romanfiguren, die phantastischen Wendungen ihrer Geschichten, nicht zuletzt die am Ende wiederhergestellte Ordnung. Und man kennt sie auch wieder nicht; denn Fred Vargas ist selbst ein mysteriöser Fall. Bisher hat es kaum jemand geschafft, Frankreichs derzeit erfolgreichste Krimiautorin zu Gesicht zu bekommen.
Fred Vargas wurde schon in 24 Sprachen übersetzt und bleibt doch die große Unbekannte der neuen französischen Literatur. So unbekannt, dass viele ihrer zwei Millionen Leser noch nicht einmal wissen, ob sich hinter ihrem Namen nicht doch ein Mann verbirgt. Wer ist also die scheue Frau, die 2004 für ihren Roman "Fliehe weit und schnell" den Deutschen Krimipreis erhielt?
mehr
Radio-Tipps, gefunden beim "Bluetenleser". "Bluetenleser" bringt täglich neue Nachrichten zur Literatur, listet Literatursendungen in Hörfunk und TV, widmet Schwerpunktthemen ausführliche Dossiers und wirft einen Blick in die wichtigsten Literaturzeitschriften.
schwedenkrimi.de:
»Schreiben ist wichtig, und Fußball ist wichtig«
Mit dem Roman "Zimmer Nr.10" legt Åke Edwardson Ende August 2006 in Deutschland bereits den siebten Teil der Reihe um Kommissar Erik Winter vor. In Schweden gilt der mit psychologischen Tiefgang geschriebene Spannungsroman bereits jetzt als der erfolgreichste Kommissar-Winter-Roman aller Zeiten. Bei "schwedenkrimi.de" gibt es nun einen sehr umfangreichen Artikel, in dem der Autor sich selbst vorstellt ... mehr
FAZ:
»Im Tunnel«
Literatur kann wie ein Aufschrei sein. In den meisten Fällen aber braucht sie Zeit und Distanz. Jahre können vergehen, bis sie sich eines Themas annimmt und als Fiktion den Kampf mit der Realität aufnimmt. Mit literarischer Zeitverzögerung ist in diesem Herbst ein neues Genre entstanden: der Terroristen-Roman. Von Julia Encke ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Leo P. Ard bricht in seinem Lebensmittel-Thriller "Der letzte Bissen" den ultimativen Kampf um das tägliche Fleisch vom Zaun. Von Horst Eckert ... mehr
Wiesbadener Tagblatt: » Vom Kolportageroman zur ehrenwerten Gattung«
Entgegen aller Beschwörungen wissenschaftlicher Kreise, dass das Interesse an Kriminalliteratur deutlich nachgelassen habe, entgegen auch der Postulate "literarischer Quartette", keine Krimis anzufassen, geschweige denn zu lesen oder zu besprechen, verzeichnet dieses Genre nicht nur weiterhin steigende Umsatzzahlen und ein ungebrochenes Medienecho, sondern nimmt auch einen immer größer werdenden Stellenwert innerhalb der Belletristik ein. Von Richard Lifka ... mehr
ORF:
»Hochgatterer geht unter die Krimiautoren«
Als Autor fein konstruierter und psychologisch diffiziler Bücher hat sich Paulus Hochgatterer einen Namen gemacht. "Mit seinem neuesten Werk begibt sich der in Wien lebende Kinder- und Jugendpsychiater auf neues Terrain. "Die Süße des Lebens" – ein Kriminalroman – wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und steht auf Platz 1 der ORF-Bestenliste im September. Kristina Pfoser stellt den Autor vor, ein Beitrag zum ... Hören
Verbrechen, Mord, Totschlag: Krimi-Tipps bei HR-online:
Pulsbeschleuniger: Mit "Dark Secret" setzt das US-Autorenduo Preston/Child seine Trilogie um Special Agent Pendergast und seinen diabolischen Bruder fort. Im letzten Buch "Burn Case" hätte der unbesiegbare Held fast das Zeitliche gesegnet. Aber wer sollte dann das bösartige Pendant des Agenten bekämpfen, das nun sein Unwesen treibt? Vorgestellt von Valerie Ponell ... mehr
Thema Identitätsdiebstahl: "Talk Talk" ist der neue Roman des amerikanischen Bestseller- und Kultautors T.C. Boyle. Der spannende Thriller handelt von einer jungen Frau, unter deren Namen ein Fremder reihenweise Verbrechen begeht. Vorgestellt von Stefan Sprang ... mehr
Kalender
Mary Wollstonecraft Shelley
Mary Shelley wird am 30. August 1797 in London geboren. Die britische Schriftstellerin und Erfinderin des "Frankenstein", stirbt am 1. Februar 1851 in London.
Mary Wollstonecraft war die Tochter des britischen Schriftstellers und Philosophen William Godwin und Mary Wollstonecrafts, einer zu dieser Zeit bekannten Feministin. Bereits im Alter von zehn Jahren schrieb sie ihr erstes eigenes Buch, eine eigene Version eines alten Kinderbuches namens "Mounseer Nongtongpaw". Im Jahr ohne Sommer 1816 verbrachten Mary und Percy Bysshe Shelley zusammen mit Lord Byron ihre Sommerferien am Genfer See und vertrieben sich die verregnete Zeit mit dem Schreiben von Schauergeschichten, woraus dann der 1818 veröffentlichte Debütroman Mary Shelleys, "Frankenstein or The Modern Prometheus", entstand. Nach Percy Shelleys Tod bei einer Segeltour vor La Spezia verfasste Mary Shelley weitere Kurzgeschichten und Romane, deren bekanntester The Last Man (1826) ist.
Mary Shelley starb 1851 in London als angesehene Schriftstellerin.
Info:
wikipedia, dtv, kirjasto.sci.fi(engl.)
Frankfurter Rundschau:
»Philosophie der Ratlosigkeit«
Der Fall Hau, den der Autor Bernd Schroeder in seinem Dokumentarroman "Hau" mit polizeilicher Akribie und literarischer Erzählintelligenz bearbeitet, ist berühmt geworden und noch immer unaufgeklärt und rätselhaft. Hau ist, was Justizerzählung im besten Fall sein kann: Sittengeschichte aus kriminalistischem Stoff. Die literarische Stärke von Schroeders Roman aber liegt in der dechronologisierenden Montagekonstruktion. Von Ursula März ... mehr
Die Welt: »Meine Ungeduld mit allem und jedem geht tief«
Das Thema seines neuen Romans "Talk Talk" heißt: Identitätsdiebstahl. Einer jungen Frau werden die personenbezogenen Daten gestohlen, jemand begeht in ihrem Namen Verbrechen und macht sich über ihr Konto her. Der amerikanische Schriftsteller T.C. Boyle über seine innere Stimme, seinen inneren Werte, seinen Hass und seinen neuen Roman "Talk Talk". Von Wieland Freund ... mehr
HR-online:
»Perspektivwechsel«
In Österreich hat sich Paulus Hochgatterer bereits einen Namen als Romanautor gemacht, in Deutschand wird man ihn jetzt entdecken: Kaum erschienen, ist sein Krimi "Die Süße des Lebens", ein stiller, feiner Krimi, alles andere als ein Reißer, aber deshalb umso verstörender, in die Longlist des Deutschen Buchpreises aufgenommen worden. Von Nicole Rodriguez Cardenas ... mehr
Der Radiosender "WDR 5" hat seine vielfältigen Krimiaktivitäten gebündelt und bietet nun unter "www.wdr5.de/krimi" eine Plattform an, auf der in mehreren Rubriken alles zum Thema zu finden ist. Unter "Gänsehaut" z.B. kann man monatlich neue Krimitipps der WDR 5-Krimikritiker finden. Hinter den Fotos von Reinhard Jahn, Manfred Sarrazin, Ingrid Müller-Münch und Ulrich Noller finden sich launige Kurzbios der Beiträger. Ausserdem ist nun leider mit einem Blick
festzustellen, dass die Alligatorpapiere auf die Sendung "Die Telefonische Mord(s)beratung" vom 26. August nicht hingewiesen haben. Schande! Aber. Man kann sie ja nachträglich via Computer hören! Nix wie
hin ...
Deutschlandradio: »Entführung, Erpressung, Bewusstseinsveränderung«
Der deutsche Schriftsteller Thomas Hettche erzählt in seinem Roman "Woraus wir gemacht sind", den er mit Western- und Sciencefictionelementen auflädt, vom Publizisten Niklas Kalf. Dieser reist aus beruflichen Gründen in die USA, wo seine Frau entführt wird. Doch das scheint ihn wenig zu stören. Der Thriller, der vor den Kopf stößt, ist zwiespältig und faszinierend zugleich. Von Rainer Moritz ... mehr
taz:
»Zugelaufene Geschichten«
Eine Mischung aus Tatort und Traumschiff: Eva Demskis Roman "Das siamesische Dorf". Durch Aktualitätsdruck und den spürbaren Zwang zum Bonmot wirke die kriminalistische Handlung überfrachtet und zudem arg konstruiert. Der Kriminalfall sei nur mäßig spannend, und auch die Entlarvung angeblicher Klischees funktioniere nicht so recht, meint Marion Lühe ... mehr
Neue Zürcher: »Versuch über die Serie«
Im Herbst 2004, kurz nach dem Tod Manuel Vázquez Montalbáns, erschien in Spanien der letzte Band seiner Krimi-Serie um den Detektiv Pepe Carvalho, der über dreissig Jahre hinweg in 25 Bänden Spaniens Wandel begleitete. Schon 1974 hatte der Autor angekündigt, Carvalho zur Jahrtausendwende auf eine Reise um die Welt zu schicken. In "Requiem für einen Geniesser" ist er mit seinem Gehilfen Biscuter nun unterwegs. Albrecht Buschmann über das Ende eines Krimi-Epos ... mehr
Tagesspiegel: »Im Bett mit Girlies«
Nicht mal Dominik Grafs außerordentlicher "Polizeiruf: Er sollte tot" konnte die erwartete höchste Einschaltbereitschaft wecken. Ist das nun nur ein Zwischentief oder eine Krise des "Tatorts/Polizeirufs", des deutschen Traditionskrimis also? Man hat aber die neuen Krimi-Formate aus Skandinavien und Amerika zur Kenntnis genommen und ahnt, dass die interessanten neuen Töne, Farben, Konstellationen und Dramaturgien, die sich da entwickeln, eine echte Herausforderung darstellen. Dem ARD-Sonntagskrimi sei die Welt des Verbrechens abhanden gekommen, meint Barbara Sichtermann ... mehr
ORF: »Böses Spiel mit der Identität«
T. C. Boyles elfter Roman "Talk Talk" ist ein Krimi mit Tiefgang, der sich gleich mehreren existenziellen Fragen stellt: Wie leicht ist es, einem Menschen des 21. Jahrhunderts seine Identität zu stehlen? Was bringt Rache wirklich? Von Johanna Grillmayer ... mehr
Die Presse: »Ich ist ein sehr übler Anderer?«
In "Talk Talk" erzählt T. C. Boyle von der kriminellen Übernahme einer fremden Identität, ermöglicht durch die Ergebnisse einer wild expandierenden Technologie. Fast, aber nur fast ein Thriller. Von Erich Demmer ... mehr
Stadtrevue: »Schwarzlicht«
Herbst 2006. Die Kleinen machen auf dem Krimimarkt die Musik. Zum Beispiel Pendragon. Ein Miniverlag aus Bielefeld, dessen Kopf Günther Butkus sich auf unschätzbare Weise um die deutsche Kriminalliteratur verdient macht, weil er den Autoren der mittleren Generation, die von den Experten der Großverlage ignoriert oder aussortiert werden, ein Forum bietet. Was sein neues Programm einmal mehr eindrucksvoll belegt. Die KrimiNews von Ulrich Noller ... mehr
In ihrer Krimi-Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel"
vom 27. August 2006 prüft Andrea Fischer kriminalistische Markenware. Im Sommer setzen Verlage gern auf sichere Kandidaten, auch bei Kriminalromanen also auf große Namen, die sich auch ohne weitere Werbebemühungen verkaufen. Dieses Jahr haben sie die beiden amerikanischen Altmeisterinnen Elizabeth George und Martha Grimes und den großen Schotten Ian Rankin präsentiert. Aber ist das eine Garantie? ... mehr
Die Welt: »Blut und Boden«
Ihre Bücher sind manchmal unheimlich, aber niemals unauffällig. Karin Slaughter fackelt nicht lange, gleich auf den ersten Seiten bricht das Grauen ein in die Welt des Vertrauten. "Slaughter" heißt Gemetzel, und ja, das sei schon ihr richtiger Name, sagt sie, kein Pseudonym. Sie schreibt Heimatliteratur der anderen Art. Katja Ridderbusch über den Roman "Schattenblume" ... mehr
Mit Krimi durch Breslau: Breslau, polnisch Wroclaw, nutzt die Veröffentlichung des neuen Krimis "Festung Breslau" von Marek Krajewski, um für den Besuch der Schauplätze von literarischem Mord und Totschlag zu werben. Mehr im ... Hamburger Abendblatt
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (Vormonat 5) Robert Littell: Die kalte Legende
2 (1) Leonardo Padura: Adiós Hemingway
3 (–) Friedrich Ani: Idylle der Hyänen
4 (7) Jenny Siler: Ticket nach Tanger
5 (2) Åsa Larsson: Weiße Nacht
6 (–) Michael Robotham: Amnesie
7 (3) Michael Dibdin: Tod auf der Piazza
8 (7) Garry Disher: Schnappschuss
9 (–) Charles Todd: Kalte Hölle
10 (–) Joe R. Lansdale: Wilder Winter
Hier als schöne pdf-Datei
Deutschlandradio: »Bamberg ähnelt Glasgow in gewisser Weise«
In ihren Krimis schreibt Louise Welsh über heruntergekommene Typen in finsteren Gegenden Londons und Glasgows. Dem Leser zeigt sie die soziale Wirklichkeit Großbritanniens mit Alkoholexzessen und Verwahrlosung der Menschen am Rande des Wirtschaftsbooms. Derzeit arbeitet die Schottin zusammen mit Landsleuten und deutschen Künstlern in der Bamberger Villa Concordia. Ein zitatereicher Beitrag von Ingrid Norbu ... mehr
Deutschlandradio: »Roman ohne Thema«
Dana, die Protagonistin des Romans "Talk Talk", ist gehörlos, doch es gelingt dem US-Bestsellerautor nicht, etwas erzählerisch davon spürbar zu machen. T.C. Boyle hat stattdessen schlicht einen Thriller geschrieben. Allerdings muss er alles benennen und jedes Detail ausschmücken, da bleibt kein Raum für die Phantasie. Auch die Spannung hält sich in Grenzen. Von Jörg Magenau ... mehr
Seit Jochen Schmidts "Gangster, Opfer, Detektive" von 1988 sei kein akzeptables Übersichtswerk zum Krimi bei einem Publikumsverlag mehr erschienen, bedauert Thomas Wörtches in der 112. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch".
Und ist eher erzürnt, welch hanebüchene Ware ebendiese Verlage zur Rezeption der Kriminalliteratur stattdessen auf den Markt geworfen haben. Besonders mißlungen findet er Hans-Peter Schwarz' Buch: "Phantastische Wirklichkeit. Das 20. Jahrhundert im Spiegel des Polit-Thrillers". Es präsentiere uralte, leicht schimmelige, schlecht verstandene "Literatursoziologie", Mangel an literarischer Kompetenz und keine Intention beim Vermischen von kategorial unterschiedlichen Texten. Und er befürchtet, in Verlagen und Medien grassiere die gemütliche Haltung, keine Ahnung zu haben sei eine vorzügliche, uns hebende Tugend ....
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 34/2006 lesen.
Münchner Merkur: »Von Geistern belauert«
Ein ehemaliger Mönch auf Verbrecherjagd, Morde, die sich als Selbstmorde lesen lassen, und zwölf Apostel, die verzweifelt versuchen, im Chaos ihres Lebens sich selbst nicht zu verlieren. Der neue Krimi von Friedrich Ani, "Idylle der Hyänen", zeichnet ein kaleidoskopartiges Bild der Münchner Gesellschaft. Franziska Nau sprach mit dem Autor über Religion, Demut und Suizid ... mehr
Das Klischee des einsamen Wolfs, der ermittelnd durch die Vorgartenidylle Bogenhausens und die Hinterhofhotels des Bahnhofsviertels streift, ist das einzige, dessen sich der neue Krimi "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani bedient. Eine kurze Besprechung von Franziska Nau ... mehr
Autorin in vielen Rollen: Das Straßenmagazin Hinz&Kunzt veranstaltet zum zehnten Mal seinen alljährlichen Schreibwettbewerb. Das Thema: Große Freiheit. In der Jury sitzt die Ex-Kommissarin, Ex-Schauspielerin und Krimiautorin Nicole Drawer. Mehr in der ... taz
Kalender
Brian Moore
Am 25. August 1921 wird Brian Moore in Belfast geboren († 10. Januar 1999 in Malibu, Kalifornien).
Er wollte nicht in einem Büro in Belfast alt werden und wanderte 1948 aus. In Montreal fing er als Büroangestellter an und arbeitete sich zum Korrektor und Reporter der "Gazette" hoch, publizierte gleichzeitig unter dem Pseudonym Michael Bryan Thriller. In den Augen seines Vaters, eines katholisch-irischen Chirurgen, hatte Brian Moore doppelt versagt: In seinem Medizinstudium brachte er es zu nichts, und im Zweiten Weltkrieg trug er die Uniform des englischen Ministry of War Transport. Sein erster Roman, "Die einsame Passion der Judith Hearne", brachte ihm ein Guggenheim-Stipendium in New York ein, sein Thema, der Einbruch des Unheimlichen ins Alltagsleben, Alfred Hitchcocks Ruf nach Hollywood. Moore schrieb das Drehbuch zu "Der zerrissene Vorhang" und ließ sich in Kalifornien nieder. Das Werk von Brian Moore erscheint auf deutsch im Diogenes Verlag.
"Obwohl Moore manchen als Agnostiker galt, lässt sich seine Position zum Christentum, geprägt von irischen Zuständen, als kritischer Katholizismus betrachten, der sich der modernen Welt stellt." (wikipedia.de)
Infos bei:
"Diogenes" , wikipedia.org , DLF , Robert Fulford (engl.) , University Calgary (engl.) , Fantastic Fiction (engl.) .
Stuttgarter Zeitung: »Es muss ein Auftragsmord rauskommen«
Der Sommerkrimi in der "Stuttgarter Zeitung" geht in die Auflösung des Falles. Gelegenheit für Sabine Nedele mit dem Krimiautor Felix Huby über den Sommerkrimi und die Schwierigkeiten, einen Fall glaubhaft zu lösen, zu sprechen ... mehr
Krimiautorin lässt in Arnsberg "morden": Im renommierten Ullstein-Verlag ist ein neuer Sauerland-Krimi erschienen: "Das Engelstor zur Hölle" – von einer Schriftstellerin aus Hamburg. WR-Redakteur Heinz Krischer hat das Buch gelesen und mit Autorin Sybille Schrödter darüber gesprochen, wie es dazu kam, dass ein "Nordlicht" ihre Krimiheldin in Arnsberg ermitteln lässt. Mehr in der ... Westfälischen Rundschau
60 Jahre "Das Neue Berlin" : Vor mehr als einem halben Jahrhundert, um genau zu sein, am 28. August 1946, erteilte die sowjetische Militäradministration die Erlaubnis für die Gründung der Verlagsgesellschaft "Das Neue Berlin". Angefangen habe alles mit Kriminal und Science-Fiction-Literatur. Mit Wolfgang Schreyers, "Großgarage Südwest" habe "Das Neue Berlin" 1952 den ersten Kriminalroman der DDR publiziert, schreibt die Berliner Literaturkritik
Kalender
Gerhard Neumann
Am 24. August 2002 ist der Schriftsteller Gerhard Neumann in Halle gestorben (* 2.2.1930 in Köthen/Anhalt).
Als Gerhard Neumann nach dem Abitur Schauspieler wurde, lag die schlimmste Zeit seines Lebens schon hinter ihm: Als 15jähriger Volkssturmmann war er dazu ausersehen, mit fünf Schuß Munition und einer Panzerfaust den Endsieg an der Elbe zu erringen. Er hat es überlebt.
"Sie haben ein Gefühl für die französische Sprache", bescheinigte Bertolt Brecht dem Jüngling Neumann und bot ihm eine der Assistenten-Stellen am Berliner Ensemble an. Neumann lehnte ab.
Damals ging er lieber zur DEFA, schrieb seinen ersten Kriminal-Film und verfilmte bald auch gemeinsam mit seinem Freund, Kollegen und Mitautor Hans-Albert Pederzani seinen Roman-Erstling "Die Premiere fällt aus".
Bei einem legendären Krimi-Treffen im Literarischen Colloqium am Wannsee, hielt Gerhard Neumann in seiner prononcierten Art den wohl wichtigsten Beitrag der ganzen Konferenz zum Thema "Die Krimischreiber und die Macht". Denn anders als manch anderer hatte er sehr gründlich über den eigenen Anteil an dem dahingegangenen Gesellschaftssystem und den Grad eigener Anpassung nachgedacht und darüber gesprochen und geschrieben.
Neumann, auch profunder Kenner der Kriminalliteratur der DDR, erhielt 2002 den Ehrenglauser der Autorengruppe DAS SYNDIKAT für sein Gesamtwerk und seine Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur .
Infos bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Syndikat, Förderkreis Halle, Luise Berlin, Helmut Eikermann.
Axel Bußmers Spurensuche No. 27
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Robert B. Parkers 29. Spenser-Roman
Bereits auf den ersten vier Seiten hat Robert B. Parkers in Boston ermittelnder Privatdetektiv Spenser seinen Auftrag und wir befinden uns wieder einmal in dem sich seit Jahrzehnten kaum verändernden Spenser-Kosmos.
Seinen ersten Auftritt hatte Spenser 1973, Kritiker und Leser waren begeistert , denn die Zeit für eine gründliche Revision der Figur des Privatdetektivs war gekommen.
Axel Bußmer über den Roman "Die blonde Witwe" und Robert B. Parkers bisheriges Werk ... mehr
Im Krimiforum
stellt "Radio Bremen" regelmäßig neue Kriminalromane vor, die in einer Kritikerrunde im Nordwestradio besprochen werden.
Die Kritikerrunde des Krimiforums besteht aus Birthe Baraschewksi von der Bremer Buchhandlung Oberneuland, Tobias Gohlis, dem Vorsitzenden der Krimiwelt-Jury, Jutta Günther, Redakteurin NWR und Lore Kleinert, Leiterin der Kulturabteilung Radio Bremens und Mitglied der Krimiwelt-Jury, die die Runde auch moderiert.
In der Sendung am Freitag, 18. August wurden vier Krimis besprochen. Aber keine Sorge, nichts verpasst: Sie können die akustischen Beiträge auch jetzt noch via Computer hören! Und zwar
Oliver Bottini: "Im Sommer der Mörder"
Die Runde war sich einig, daß Bottinis Krimi, der mehrfach auch auf der Krimibestenliste "Krimiwelt" (ARTE, NWR, Welt) auf Platz 1 stand, zu den besten Kriminalromanen dieses Sommers gehört ... hören
Simon Beckett: "Die Chemie des Todes"
Trotz vieler Vorschußlorbeeren wurde das recht spannende Buch wegen etlicher Mängel kritisiert: Beckett nimmt durch Phrasendrescherei Spannung weg und zaubert eine unglaubwürdige Lösung des Falls aus dem Hut ... hören
Yasmina Khadra: "Nacht über Algier"
Das Buch ist sehr düster und schwer, gewinnt aber durch orientalische Erzählweisen und die Tradition des klassischen amerikanischen Krimis um einen desillusionierten Aufklärer dennoch großen Reiz ... hören
Robert Littell: "Die kalte Legende"
Das Spiel mit den unterschiedlichen Zeitebenen erfordert vom Leser viel Konzentration, ist aber dennoch ein Vergnügen, weil es glänzend recherchiert und witzig erzählt ist ... hören
ORF: »Eis im Herzen«
Mit "Eisflüstern" hat die recherche-besessene Schriftstellerin Bettina Balaka einen spannenden Roman geschrieben, der zugleich eine lesenswerte Studie über die Zeit in und nach dem Zweiten Weltkrieg ist. Auf fast 400 Seiten breitet sie ein Zeit- und Gesellschaftspanorama aus, das detailgenau und spannend zu lesen ist. Von Barbara Belic ... mehr
Deutscher Buchpreis:
»Die Longlist«
Die Jury hat eine Vorentscheidung gefällt, wer in die engere Wahl für den "Deutschen Buchpreis 2006" kommt. "Wir haben eine Auswahl getroffen, die sich dem Erwartbaren und Naheliegenden nicht aus falscher Originalitätssucht verschließt und dennoch Mut zum Risiko beweist – und so am Ende den verschiedenen Schreibarten der deutschen Gegenwartsliteratur Rechnung trägt", sagt Jury-Sprecher Volker Hage. Und eine erstaunliche Anzahl von Kriminalromanen nominiert... mehr
Oder wie sagte Denis Scheck auf die Frage zu seiner Einschätzung der Longlist: "Bemerkenswert finde ich die verblüffende Blüte des österreichischen Krimis. Nur fragen Sie mich bloß nicht nach den Gründen dafür ... mehr (pdf)
Netz des Bösen: In der sogenannten besseren Gesellschaft in Boston macht sich das Grauen breit. Drei Menschen werden in einem Augenblick voller Gewalt verwoben in das raffinierte, gnadenlose Netz des Bösen. Besprochen von Peter Salchow, zu hören bei Antenne Brandenburg
Unterhaltend und bekehrend: Was Simone Ehrhardt in ihrem Erstling ""Tote Pfarrer reden nicht" aufrolle, sei ein in sich logischer und schlüssiger Fall, durchaus spannend und aufgelockert durch die trocken-humorvollen Selbsterkenntnisse der Protagonistin, meint der Mannheimer Morgen
Geschichte einer mysteriösen Serienmörderin: Die meisten guten Krimis, so sagt man, kämen aus den USA und aus Schweden. Dass es auch bei uns eine Menge schlauer Köpfe gebe, die sich spannende Geschichten ausdenken könnten, beweise der Autor Erwin Kohl. ANiederrhein geboren ist seine Heimat auch Schauplatz der erdachten Verbrechen. "Grabtanz" heißt Erwin Kohls neuer Krimi, den Sibylle Haseke bei "WDR 4" präsentiert.
Berichtigung: Vor zehn Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen dem Verlag Antje Kunstmann und der Autorin Anne Chaplet begonnen, nun kündigt sich ein Wechsel an. Nach sechs Romanen bei Antje Kunstmann, zuletzt "Sauberer Abgang", trennen sich die Wege. Anne Chaplet wechselt zum List-Verlag. Ihr neuer Roman "Doppelte Schuld" erscheint allerdings, anders als gestern gemeldet, im Frühjahr 2007 bei Piper, die neue Serie für den List-Verlag beginnt im Frühjahr 2008 ...
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Der Norweger Jo Nesbø ist ein Meister darin, Spannung aufzubauen und zu halten. "Das fünfte Zeichen" raubt dem Leser den Schlaf. Vorgestellt von Anne Chaplet ... mehr
Die Presse:
»Perspektivwechsel«
Nehmen wir an, die Thrillerelemente seien nur ein Kostüm, eine Einkleidung für einen Roman, der uns ein Modell der Welt liefern möchte. Paulus Hochgatterers Buch "Die Süße des Lebens" ist vieles; es fehlt ihm aber ein gedanklicher Fluchtpunkt. Von Thomas Rothschild ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Feinste Verästelung«
Spektakulär ist zwar das Verbrechen, mit dem Garry Disher nun seinen dritten Roman "Schnappschuss" um den erfrischend durchschnittlichen Inspector Hal Challis eröffnet – eine Frau wird vor den Augen ihrer kleinen Tochter erschossen –, aber dann verästelt sich dieses Buch aufs Feinste, vermeidet jede Eindimensionalität. Sylvia Staude schreibt in ihrer 14-tägigen Kolumne "zielfahnder" über einen Roman und gibt drei Empfehlungen zur "KrimiWelt"-Liste ... mehr
evolver: »O – Kult!«
Mit "Kultromanen" ist das so eine Sache. Aber die Bücher dieses kriminell guten Autors brauchen die abgedroschene Bezeichnung nicht, um wirklich cool zu sein. Charlie Huston, Drehbuchautor und Schauspieler, schrieb schon im zarten Alter von elf Jahren Kurzgeschichten, wollte aber lieber Schauspieler werden. Als dieser Traum mangels Talent verpuffte, fing er wieder an zu schreiben – und siehe da: Das kann er! "Der Prügelknabe" und seine Fortsetzung "Der Gejagte" sind auch ohne Pseudo-Kultstatus zwei höchst empfehlenswerte Bücher. Von Nikolaus Triantafyllidis ... mehr
Watching the Detectives: »Als Trilogie angelegt«
Knackige Dialoge, stimmig wie selten und keine verkappten Erzählungen, keine Sammlung von Scherzen. Optisch kaum von der parallel dargestellten inneren Gedankenwelt des Ich-Erzählers abgetrennt. Charlie Huston ist es gelungen, dem bekannten Sujet eine eigenständige Variation hinzuzufügen. Dieses weniger wegen besonderer Originalität im Plot, obwohl er auch hier mit einigen netten Ideen punkten kann, sondern vielmehr wegen der gelungenen Stilistik. Dr. Bernd Kochanowski über den Roman "Six Bad Things", Kandidat für den diesjährigen Edgar, Kategorie "Bestes Taschenbuch". ... mehr
evolver: »Katz und Maus«
Trotz einzelner Charaktere, die etwas flach gerieten, und einer unglücklichen Liebesgeschichte ist der Roman "Crescendo" von Elizabeth Corley sehr spannend zu lesen. Speziell nach der ersten Hälfte tut man sich schwer, das Buch zwischendurch wieder aus der Hand zu legen. Dazu tragen auch die geschickt verwobenen Handlungsfäden und Perspektivwechsel bei, die für Kurzweil sorgen, ohne den Erzählfluß zu beeinträchtigen. Von Alina Fuchs ... mehr
Titel: »Knietief im Dreck«
Lebendige Charaktere, geistreiche Dialoge und lakonische Zustandsbeschreibungen einer verkommenen Gesellschaft: Dem Iren Declan Hughes gelingt mit "Blut von meinem Blut" eine lesenswerte Hommage an die amerikanischen Kriminalromane der Schwarzen Serie. Von Dieter Noltein ... mehr
Vor zehn Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen dem Verlag Antje Kunstmann und der Autorin Anne Chaplet begonnen, nun kündigt sich ein Wechsel an. Nach sechs Romanen bei Antje Kunstmann, zuletzt "Sauberer Abgang", trennen sich die Wege. Anne Chaplet wechselt zum List-Verlag. Ihr neuer Roman "Doppelte Schuld" erscheint allerdings im Frühjahr 2007 bei Piper, die neue Serie für den List-Verlag beginnt im Frühjahr 2008 ...
Kalender
Ray Bradbury *
Geburtstag des amerikanischen Autors Ray Bradbury (*22.08.1920), bekannt durch "Fahrenheit 451", "Die Mars-Chroniken". Bradbury, auch Verfasser von Kriminalgeschichten, schlug sich nach der High School mit diversen Jobs durch und verkaufte Kurzgeschichten an Zeitungen und Magazine. 1947 wurde sein erstes Buch, "Dark Carnival" gedruckt, bis heute hat er über 30 Bücher und an die 600 Kurzgeschichten veröffentlicht.
Infos bei:
mordlust.de, bibliotheka-phantastika.de , Diogenes Verlag, wikipedia
Krimi-Forum: »Kleine Krimis«:
Der Journalist, Herausgeber und Experte für "64 Seiten und Schluss!" Volker Albers verriet Michaela Pelz vom Krimi-Forum, was "kleine Krimis" so groß macht und womit man in Zukunft rechnen kann ... mehr
taz:
»Vom Heimatroman zum Cineastentrash«:
Von der schwierigen Einordnung in große Genrekiste, und von zwei Titeln, die unter dem marktgängigen Label "Krimi" vertrieben werden - und sich doch gegen solche Etikettierung sperren. Katharina Granzin in der Kolumne "crime scene" über die Romane "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel und "Statisten" von Didier Daeninckx ... mehr
Die Zeit: »Simenons Weltmeister«:
"Die Flucht des Monsieur Monde". In dem Diogenes-Taschenbuch der Georges Simenon-Neuausgabe geht es auf eine merkwürdige Weise um die Welt; in erster Linie ist das Buch überhaupt irr, denn es ist 1944 fertig geschrieben worden, und nicht ein Satz betrifft die kriegerische Welt von damals, erklärt Franz Schuh und keine Zeile lässt vermuten, dass es sich hier um einen Krimi handeln soll ... mehr
Mehr über Herrn Monde erfährt man bei maigret.de
Titel: »Einführung und Nachschlagewerk«:
Im Zentrum von Lawrence Blocks Schaffen stehen seine drei großen Serien, die er über Jahre und Jahrzehnte immer weiter geschrieben hat. Der eingefleischten Krimifans seit Jahrzehnten bekannte aber noch unterschätzte Autor Lawrence Block wird mit einer gelungenen Werkschau einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Von Frank Kaufmann ... mehr
bücher: »Pageturner über Bombays Unterwelt«:
Vikram Chandra stieg für seine Geschichte tief in die Abgründe Bombays. Um die perfiden Netzwerke des organisierten Verbrechens zu verstehen, traf der Schriftsteller Polizisten und Journalisten, Geheimagenten und Mafiapaten, aber auch Filmstars und Kinoproduzenten. Sieben Jahre recherchierte und schrieb er an dem insgesamt rund 1.400 Seiten starken Epos, das nun in den zwei eigenständigen Teilen"Der Gott von Bombay" und "Bombay Paradise" erscheint.. Von Walter Drechsel, Sebastian Arackal ... mehr
Deutsche Welle: »Faszinierende Einzelheiten«:
Georg Kleins Debütwerk "Libidissi" ist ein Agentenroman mit allem, was dazugehört. Aber auch ein Werk der Literatur, doppelbödig und voll versteckter Anspielungen. Von Ramón García-Ziemsen ... mehr
Tages-Anzeiger: »Kulinarisches aus der Krimiküche«:
Die Helden der zeitgenössischen Kriminalliteratur sind keine Kostverächter mehr, die stehend an schmuddeligen Frittenbuden Würstchen vertilgen. Moderne Krimiautoren geben sich nicht mehr mit kniffligen Mordfällen zufrieden. Ihre Bücher sind eine Inspirationsquelle für jeden Hobbykoch. Von Stephanie Riedi ... mehr
Hamburger Abendblatt: »Von einer zitternden Hand und anderen bösen Dingen«:
Nach den ersten drei im Frühjahr erschienenen Titeln wartet die "Edition Nautilus" mit drei neuen spannenden Kriminalgeschichten im Pocketformat auf. Mit dabei sind die Hamburger Autorin Regula Venske und Autor Frank Göhre sowie Horst Eckert, Deutschlands vielleicht bester Schreiber von Politthrillern. ... mehr
Welt am Sonntag: »Hiob ohne Botschaft «:
Der Roman "Hiobs Spiel. Traumtänzer" von Tobias O. Meißner trägt den marktschreierischen Hinweis "Warning – Explicit Lyrics" völlig zu Recht. Denn neben den Bluttaten, mit denen der 39-jährige Berliner die Leser konfrontiert, wirken die Gräuel eines Dr. Hannibal Lecter ("Hannibal") oder Patrick Bateman ("American Psycho") wie Schulbubenstreiche. Von Gunter Blank ... mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 19. August – 1. September 2006
Hitchock-Fans dürfen sich freuen. Der Bayerische Rundfunk zeigt drei seiner Filme.
Außerdem gibt es endlich wieder den ersten Auftritt von Inspektor Lavardin, die überzeugende Evan Hunter-Verfilmung "Die Saat der Gewalt", dazu eine Stark-Verfilmung, eine Donald Westlake-Verfilmung, sowie nach einem Drehbuch von Elmore Leonard wieder einmal "Das Gesetz bin ich" und im ZDF läuft der erste Teil von "Der Preis des Verbrechens: Mörderischer Wahn" (nach einem Buch von Lynda La Plante). ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Berliner Morgenpost:
»Marlowe auf Gran Canaria«:
José Luis Correa hat mit "Drei Wochen im November" den ersten Band einer Serie über den Privatdetektiv Roberto Blanco und einen spannenden Kriminalroman geschrieben, der so eigen wie humorvoll ist und gerade durch seine Kulisse (eine Insel ist eine Insel ist eine Insel) wieder einmal beweist, dass Verbrechen auch übers große Wasser gehen können. Von Kerstin Strecker ...
mehr
Buchszene:
»Magazin für Wort & Totschlag«
Das im Buchhandel verteilte Werbeheft "Buchszene" hat auch einen Krimiableger. Mit ein wenig Klicken und einem Flash-Player ist der Inhalt auch im Internet erreichbar. Dabei Interviews mit Max Bronski, Anne Chaplet und Urs Schaub und Infos über den deutschen und europäischen Krimi ... mehr
Eine weitere Spezialität ist das monatlich erscheinende "e-paper". Sie können das Magazin öffnen und durchblättern. Die einzelnen Buchtitel werden mit
Text- und Bildillustrationen vorgestellt: Statt fester Abbildung gibt es animierte
Bildfolgen. Ein Projekt der "Buchwerbung der Neun" ...mehr
FAZ/bücher.de: »Leichen in Haus und Garten«:
Wenn am Ende die größte Unordnung, die sich in der engen Provinzwelt wie überall in der weiten Welt als Mord, Erpressung oder Geldwäsche zeigt, aufgeklärt wurde und alle Tatmotive offenliegen, beginnen die Landschaften wieder zu leuchten, die Stille klingt wieder, und die Regionalkrimis gleichen dann einer modernen Variante des klassischen Heimatromans, der vertraute Kulissen aufbaut. Lin. über Josef Zierdens Buch "Krimi-Tour Rheinland-Pfalz" ... mehr
Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
Sonnabend, den 19. August 2006 um 11:45 mit dem Thema:
"Kathrin Katzek
– KT-Fotografin."
Sie fotografieren Tote und Verletzte.
Sie dokumentieren Wunden und Obduktionen.
Sie machen Fotos von Vermissten und
unbekannten Toten pressefähig.
Sie liefern Bildmaterial von gestohlenem Schmuck und
liegengelassenen Tatwerkzeugen für Fahndungsaufrufe
im Fernsehen und von Finger- und Schuhabdrücken für die
Ermittler in Sachen Mord, Raub, Einbruch, Kindesmisshandlung.
Kathrin Katzek ist ausgebildete Fototechnikerin und gehört seit
sieben Jahren zum Team der KT 14, einer kriminaltechnischen
Abteilung des Landeskriminalamts Berlin.
(Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45)
Sonntag, 20. August 2006, 12:05 Uhr
WDR 3: Gutenbergs Welt
Mord Regional
Mit Gisela Corves
Es passiert am Niederrhein und in Stuttgart. In der Eifel und in der Bretagne. Die Verbrechen sind mit einem Stück Zeitgeschichte verknüpft, die Täter und die Kommissare sprechen die Sprache der Straße. Eine Krimi-Reise in deutsche Regionen und Landschaften, mit Exkursion in unser Nachbarland Frankreich, wo Autoren des Néo-Polar wie Jean-Patrick Manchette einen neuen Ton anschlagen: härter, kälter, ungemütlicher.
Im Studio ist das Trio Criminale Hiltrud und Artur Leenders und Michael Bay aus Kleve, deren Krimis am Niederrhein spielen. Die Gesamtauflage ihrer Bücher liegt inzwischen bei etwa einer Million ...mehr
Sonntag, 20. August 2006, 20:05 Uhr
DLF: Freistil
Fleisch durch den Wolf
Die "Néo-polar"-Thriller des Jean-Patrick Manchette
Von Jürgen M. Thie und Hein Bruehl
Reisen ans Ende der Nacht: Jean-Patrick Manchette schrieb Romane, die wie ein Requiem sind. Apotheosen des Todes und der Gewalt. Unsentimental, fatalistisch, illusionslos und tragisch. Wie ein Gangsterfilmklassiker von Jean-Pierre Melville. Cool und collected. Kino im Kopf. Das hat aus Manchette einen Kultautor gemacht.
Fast alle seine Thriller wurden verfilmt. "Der Kriminalroman ist die große moralische Literatur unserer Epoche", so der mit zweiundfünfzig Jahren verstorbene Jazz- und Filmfan Manchette über jenes Genre, das er mit dreißig zu erneuern begann. "Virtuos wusste er Bilder aus Alltag, Abenteuer und Sozialkritik mit den Klängen eines großen Roman noir zu verbinden", lobte dabei die Kritik.
Das Phänomen Manchette mit den Mitteln des Radios adäquat widerzuspiegeln, das avancierte zur Herausforderung für Jürgen M. Thie und Hein Bruehl, die eine Art "Hörstück noir" inszenierten ...mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
Fulminante Kriminalliteratur aus Frankreichs Süden: Pierre Magnans Romane sind pralle Sittengemälde und Spannungslektüre zugleich. Vorgestellt von Ralf Kramp ... mehr
Die Presse:
»Ein Fall für den Psychater«
Mit seinen Geschichten von den Krisen des Alltags hat sich Paulus Hochgatterer einen Namen gemacht. Jetzt veröffentlicht der Kinderpsychiater und Schriftsteller seinen ersten Krimi. "Die Süße des Lebens" spielt in einer österreichischen Provinzstadt, die von einigen seltsamen Figuren bevölkert wird. Den brutalen Mord, der dort passiert ist, lässt Hochgatterer nicht nur von einem Kommissar aufklären – sondern auch von einem Psychiater. Peter Stuiber sprach mit dem Autor ... mehr
NDR Info: »Gesellschaftliche Entwicklung«:
Es kann immer wieder passieren, dass Gercke Themen entdeckt, für die sich die Figur Bella besonders gut eignet. Und dies stellt ihr Roman "Georgia" wohltuend unter Beweis. Der Roman ist frei von aufgesetzter Jugendlichkeit und konstruierten Umständen, die Figuren agieren wie im richtigen Leben und der Fall besticht durch Realität, sprachlich fesselnd wiedergegeben. Doris Gercke hat mit "Georgia" etwas Seltenes vorgelegt: einen richtig guten Krimi. Von Julia Jakob ... mehr
Jungle World: »Krieg in Mirandão«:
Die Sehnsucht nach der Revolution zieht sich wie ein roter Faden durch Fernando Molicas Roman "Krieg in Mirandão" (Edition Nautilus). Basis der Bewegung ist Mirandão, eine fiktionale Favela im Stadtteil Leopoldina in Rio de Janeiro. Ein Auszug aus dem Krimi ist hier zu lesen ...
Verbrechen, Mord, Totschlag: Krimi-Tipps bei HR-online:
Schwarzhumorige Kriminalsatire:Paul de Dardanie, Zwangsneurotiker, Kommissaranwärter an einer Polizeischule bei Lyon und Serienmörder, ist der Held von Julien Salmons erstem Roman "Schule des Verbrechens". Paul de Dardanie ermordet mit Hingabe und Bedacht ausschließlich Freunde und Kollegen. Vorgestellt von Richard Brückner ... mehr
Sächsische Zeitung:
»Schreiben Sie eine sächsische Mords-Story«
Der Gmeiner-Verlag plant die Herausgabe einer Krimi-Anthologie und schreibt dafür den Krimiwettbewerb für die Anthologie "Mords-Sachsen" aus. Herausgeberin ist die Zwickauer Kriminalautorin Claudia Puhlfürst. Einsendeschluss ist schon am 31. August! ... mehr
Die Ausschreibung als pdf-Datei
Auf Streife durchs literarische Verbrechen begibt sich das Webportal "Telepolis" mit der Kolumne "Telepolice". Im August gab es Besprechungen zu diesen Krimis:
Violette Schatten: "Der Fall Hamilton" von Michelle de Kretser
Schmauchspuren und Wortballistik: "Jeden Tag den Tod vor Augen: Polizisten erzählen"
Hemingway unter Mordverdacht: 40 Jahre nach dem Tod des weltberühmten Schriftstellers wird die Leiche eines FBI-Agenten auf seinem Grundstück gefunden. Leonardo Paduras neuer Roman
Soft Skills und Software: Feuer, Gas und Landpartie: P.J. Tracys Thriller "Mortifer"
Anschlag und Serienmord: Jonathan Kellerman verarbeitet in "Todesrausch" die Atmosphäre nach dem 11.9. und Data Mining
Tat Ort Bild: Kann ein juristisches Beweismittel Kunst sein?
Ergänzt wird dieses schöne Angebot durch Krimi-Kurzempfehlungen der Münchner Krimibuchhandlung "Glatteis" ... mehr
Die Welt:
»So knusprig wie immer«
In seiner Jugend war der Brite Dick Francis ein berühmter Jockey. Dann begann er, Krimis über Pferde zu schreiben. Jetzt reitet er wieder: Im September erscheint sein neuer Roman. Von Wieland Freund ... mehr
Watching the Detectives: »Harte Arbeit vieler Jahre«:
Endlich ist sie da: Mirko Schädels "Illustrierte Bibliographie der Kriminalliteratur im deutschen Sprachraum von 1796 bis 1945". Zwei Bände im Schuber, Lesebändchen, über 1.000 Seiten mit ca. 10.000 Einträgen und ca. 1.300 Abbildungen. Man muss nicht bibliophil sein, um beim Einblick dieses Werkes in blankes Entzücken zu verfallen. Hier stimmt alles. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-
Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps von Martin Schöne vorgestellt:
"Schwerer Ausnahmefehler" von Niels de Jong ist ein Psycho-Thriller über Wahrheit und Manipulation. Der Mensch und seine Psyche werden zum Spielball perfider Visionen. Willkommen in der Matrix.
"Drei Wochen im November" ist ein spannender Kriminalroman voller Humor und Ironie. José Louis Correa zeigt uns seinen Marlowe in seiner Stadt ...
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Sonntag, 20. August 2006, 12:05 Uhr
WDR 3: Gutenbergs Welt
Mord Regional
Mit Gisela Corves
Es passiert am Niederrhein und in Stuttgart. In der Eifel und in der Bretagne. Die Verbrechen sind mit einem Stück Zeitgeschichte verknüpft, die Täter und die Kommissare sprechen die Sprache der Straße. Eine Krimi-Reise in deutsche Regionen und Landschaften, mit Exkursion in unser Nachbarland Frankreich, wo Autoren des Néo-Polar wie Jean-Patrick Manchette einen neuen Ton anschlagen: härter, kälter, ungemütlicher.
Im Studio ist das Trio Criminale Hiltrud und Artur Leenders und Michael Bay aus Kleve, deren Krimis am Niederrhein spielen. Die Gesamtauflage ihrer Bücher liegt inzwischen bei etwa einer Million ...mehr
Sonntag, 20. August 2006, 20:05 Uhr
DLF: Freistil
Fleisch durch den Wolf
Die "Néo-polar"-Thriller des Jean-Patrick Manchette
Von Jürgen M. Thie und Hein Bruehl
Reisen ans Ende der Nacht: Jean-Patrick Manchette schrieb Romane, die wie ein Requiem sind. Apotheosen des Todes und der Gewalt. Unsentimental, fatalistisch, illusionslos und tragisch. Wie ein Gangsterfilmklassiker von Jean-Pierre Melville. Cool und collected. Kino im Kopf. Das hat aus Manchette einen Kultautor gemacht.
Fast alle seine Thriller wurden verfilmt. "Der Kriminalroman ist die große moralische Literatur unserer Epoche", so der mit zweiundfünfzig Jahren verstorbene Jazz- und Filmfan Manchette über jenes Genre, das er mit dreißig zu erneuern begann. "Virtuos wusste er Bilder aus Alltag, Abenteuer und Sozialkritik mit den Klängen eines großen Roman noir zu verbinden", lobte dabei die Kritik.
Das Phänomen Manchette mit den Mitteln des Radios adäquat widerzuspiegeln, das avancierte zur Herausforderung für Jürgen M. Thie und Hein Bruehl, die eine Art "Hörstück noir" inszenierten ...mehr
Ups!
Fast vergessen: Die Alligatorpapiere machen eine kurze Pause!!

Montag und Dienstag, den 14. und 15. August gibt es hier keine Aktualisierungen. Holland ruft, wir kommen. Die Alligatoren gehen ins Wasser. Lösen wir das Rätsel auf der Sandbank? Sicher nicht, dazu sind wir zu weit westlich. Aber vielleicht verstehen wir die Rätsel der Seefahrt. Am Mittwoch sind wir wieder für Sie da!
Damit Sie sich nicht langweilen, haben wir Herrn Przybilka für Sie dagelassen. Und er hat Ihnen etwas Schönes mitgebracht (siehe unten)
Angenehme Tage wünscht die Alligator-Redaktion (nach Diktat verreist) ...
Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:

No. 44
Kürzlich klagte der österreichische Radiosender "ORF" über die Schwierigkeiten, Informationen zur
Sekundärliteratur zum Krimi zu bekommen. Ach. Man kannte Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur noch nicht. Aber jetzt weiß man auch dort, dass, wer sich ernsthaft mit Kriminalliteratur beschäftigt, an Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur einfach nicht vorbei kommt. Nirgenwo sonst findet man in kompakter Form die äußerst wertvollen Informationen zur Sekundärliteratur, dazu Hinweise auf Hörbücher, eine lange Liste neuer Kriminalromane und und und ...
Wo? Natürlich ... hier!!
kulturzeit:
»Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden heute um 19:20 Uhr und morgen früh um 9:05 Uhr wieder Krimibuchtipps vorgestellt (in den nächsten Tagen auch online zu lesen...
ARTE:
»Verworrene Ermittlungen«
"Tod auf der Piazza" hat zwar mit einem Tod auf einer Piazza nichts zu tun. Da ist irgendeinem Lektor auf der Suche nach einem deutschen Titel für etwas Italienisches halt eine Pizza oder Piazza eingefallen.
Aber auch das gehört zu dem großen Spaß, in dem Michael Dibdin vortrefflich, witzig, intelligent und mit viel Spott die allerheiligste italienische Kuh, die männliche Eitelkeit, attackiert. Ohne sie auch nur im Geringsten zu ritzen. Von Tobias Gohlis ... mehr
ARTE:
»Matrosen an Land «
Gibt es das – den Mittelmeer-Krimi? Reizvolle Frage. Und die Antworten: zahlreicher als die Gestalten des Mittelmeers. Was wäre denn ein Mittelmeerkrimi? Zwischen Bologna mit den postmodernen Trance-Romanen eines Carlo Lucarelli und dem dörflich-drastischen Vigàta Andrea Camilleris liegen Welten und Epochen, nicht zweitausend Kilometer. Tobias Gohlis in seinen Betrachtungen über den Mittelmeerkrimi.
Mehr Informationen im Themenspecial des Senders ARTE zum Krimisommer auf ARTE. Thema: Tatort Mittelmeer. Mit Buchtipps, Hörproben und mörderisch guten Rezepten so wie dem Spiel: Spurensuche unter der Akropolis. Im August 2006 ermitteln drei Kommissare der europäischen Krimiszene bei ARTE: Kostas Charitos in Athen, Salvo Montalbano in Palermo und Pepe Carvalho in Barcelona. Die Ermittlungen der äußerst menschlichen Kriminalbeamten führen hinter die Kulissen ihres jeweiligen Landes und seiner Gesellschaft ... mehr
Titel:
»Lest dieses Jahrbuch!«
Wo trifft Horst Eckert auf Andrea Camilleri? Wo werden Serienmorde und Juryentscheidungen analysiert? Wo gibt es einen Rückblick über kriminalistische Handlungen in der Literatur? Im Krimijahrbuch! Dieter Paul Rudolph ist es nun erstmals seit 16 Jahren wieder gelungen, die interessantesten Krimis des Jahres 2005 in einem Jahrbuch zu dokumentieren und zu analysieren. Geboten werden Rezensionen, Interviews und Analysen. Von Mia Ehrenhuber ... mehr
Berliner Literaturkritik:
»Blut von unangebracht lebhafter Farbe«
Erich Loests Kriminalroman "Der Mörder saß im Wembley-Stadion" ist in einer Neuauflage erschienen. Der Verlag nutzte so die deutsche Fußballbegeisterung 2006. Ebenso wie die Gangster in Loests Krimi die englische von 1966. Die Fußball-WM und die Metropole London liefern in Erich Loests 1967 in der DDR erschienenen Roman indes nur die Kulisse für eine recht konventionell gestrickte Kriminalgeschichte. Ein Hauch von Edgar Wallace und der notorische Großstadtdunst weht dem Leser entgegen. Von Jörg von Bilavsky ... mehr
Die Standard:
»Mord, Tee und Gärten«
Mit "Karneval der Toten" legt die amerikanische Autorin Martha Grimes ein – nicht allzu spannendes – Werk auf hohem Niveau vor. Insgesamt ein solider klassischer Krimi, den man aber besser nicht als Einstiegswerk in die Jury-Reihe liest. Zu sehr werden die Personen um Jury als bekannt voraus gesetzt. Von Barbara Freitag ... mehr
Zürcher Oberländer:
»Zürich Krimi aus dem 19. Jahrhundert«
Der ungewöhnliche Krimi "Der Studentenmord von Zürich" ist vom Zürcher "Chronos Verlag" neu aufgelegt worden. Der Jurist Jodocus Donatus Hubertus Temme (1799-1881) hatte ihn 1872 aufgrund eines wahren Tötungsdeliktes erstmals veröffentlicht. Das 114 Seiten schmale Bändchen enthält neben der eigentlichen Geschichte auch Erläuterungen sowie Informationen über den Autor Temme. Der in Westfalen geborene Jurist war aus politischen Gründen eingesperrt und schikaniert worden. 1852 übersiedelte er mit seiner Familie in die Schweiz ... mehr
Kalender
Peter Schmidt
Am 11. August 1944 wird Peter Schmidt in Gescher, Kreis Coesfeld geboren. Zur Zeit des Ost-Westkonflikts bezeichnete die Kritik Schmidt als "einzigen ernst zunehmenden Autor im Agenten-Genre" (stern).
Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Literaturwissenschaften und Philosophie, Schwerpunkt psychologische Grundlagentheorie. Schmidt schrieb zahlreiche Romane im Genre des Politthrillers, Spionageromans, Detektivromans, Psychothrillers, SF-Thrillers und der Kriminalkomödie; schreibt auch unter dem Pseudonym Peter Cahn.
Für seine Krimis erhielt er mehrfach den "Deutschen Krimipreis" (1985, 1986, 1987, 1990) und 1994 in Anerkennung seines bisherigen Werkes den "Literaturpreis Ruhrgebiet".
Neben Kriminalliteratur und allgemeiner Belletristik (Satire, philosophischer Roman) hat Peter Schmidt auch zahlreiche Sachbücher über eigene Forschungen zum Verständnis der Begriffe Gefühl und Emotion, der Theorie der Emotionalen Intelligenz und der philosophischen Werttheorie verfasst.
Infos und Bibliographie:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, wikipedia, petschmidt, Westfälisches Literaturlexikon.
Willard Mayers Odyssee beginne in Philip Kerrs Roman "Der Pakt" scheinbar
dort, wo Geschichte nicht geatmet, sondern gemacht werde, im Red Room des Weißen Hauses, meint Tobias Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" vom 10.08.2006. Kerr ist im Thrillergenre der Spezialist für historische Spekulation und verwebt mehr als genug Stoff zu spannender Spionageverwirrung und moralischen Disputen. Am Ende des von Kerr lustvoll zelebrierten großen Spiels bleiben zwei merkwürdig aktuelle Einsichten. Welche? Das lesen Sie ...hier
Watching the Detectives:
»Mord in arkadischem Ambiente«
Das Unwesentliche zuerst: Handelt es sich bei "Tod in Arkadien" tatsächlich, wie der Herausgeber Jens Luckwaldt behauptet, um die Wiederauflage eines Kriminalromans aus dem Jahre 1786? Oder ist, wie es der Umschlagtext nahe legt, Luckwaldt der Autor des Buches? Nette Spielerei, leicht zu durchschauen. Viel wichtiger aber: Ist "Tod in Arkadien" ein lesenswerter Krimi? Die kurze Antwort: Ja, auf jeden Fall. Die etwas längere Antwort von Dieter Paul Rudolph folgt jetzt. ... hier
DIE ZEIT:
»Blut von unangebracht lebhafter Farbe«
Ein Barpianist vermag es, alte Jazzmotive zu neuem Glanz zu bringen. Gilbert Adair ist ein solcher Virtuose an der Bar, und weil man dort in der Regel nicht genau hinhört, kann einem leicht entgehen, welche Kunst es ist, Vorhandenes, Überliefertes in ein neues Muster zu fügen. Adair bezieht sich in "Mord auf ffolkes Manor" auf Agatha Christies Roman "Mord im Orientexpress, spielt ihn weiter, variiert ihn. Von Ulrich Greiner ... mehr
Radio Bremen:
»Niederungen der Polizeiarbeit«
Mit viel Sinn für Spannung verbindet Gary Disher in seinem neuen Roman "Schnappschuss" die geschickt aufgebauten Handlungsstränge und führt sie in einem grausigen Countdown zur Aufklärung. Seine Inspector-Challis-Romane spielen dort, wo der Autor selbst lebt: an der ländlichen Südküste Australiens. Von Lore Kleinert ... mehr
Verbrechen, Mord, Totschlag: Ausgewählte Krimi-Tipps bei HR-online:
Nüchterne und ernüchternde Reiselektüre:Florida steht bei uns meist für Sonne, Strand und Surfen. Christine Kling zeigt in ihrem Thriller "Tödliche Strömung" die Schattenseiten des Ferienparadieses im Süden der USA, in dem nur zahlungskräftige Reisende willkommen sind. Vorgestellt von Nicole Rodriguez Cardenas ... mehr
Gehirnakrobatik: "Im Dunkel der Wälder" ist nicht neu. Doch das mit dem französischen Krimipreis ausgezeichnete Buch von Brigitte Aubert ist außergewöhnlich. Der Krimi geht unter die Haut und bezieht seine eigenartige Spannung aus der Perspektive, aus der er die Aufklärung einer Mordserie schildert. Vorgestellt von Nicole Rodriguez Cardenas ... mehr
Lobgesang auf die Gradlinigkeit: Krimifans wissen, dass sie sich nicht von den merkwürdigen Titelschöpfungen der Verlage abschrecken lassen dürfen. Ann Grangers Buch "Dass sie stets Böses muss gebären" ist ein wunderbar komponierter Thriller, in dem eine junge Frau versucht, ihre Integrität zu bewahren. Vorgestellt von Nicole Rodriguez Cardenas ... mehr
Langweilig: Die Kriminalromane des Journalisten Björn Hellborg mit seinem Kommissar Sten Wall stehen in Schweden regelmäßig auf der Bestsellerliste. Das verwundert, wenn man "Quotenmord" gelesen hat. Vorgestellt von Nicole Rodriguez Cardenas ... mehr
Kooperation: Journalist und Strafgefangener: "Die Bestie" ist der erste Krimi des schwedischen Autorenduos Anders Roslund und Börge Hellström. In Schweden stand der Roman wochenlang auf der Bestsellerliste und erhielt den renommierten nordischen Krimipreis "Glasnyckeln". Vorgestellt von Kathrin Fischer ... mehr
Unbändiger Erzähltrieb: "Wo kein Zeuge ist" ist der neueste Krimi der amerikanischen Bestsellerautorin Elizabeth George und der 13. Fall für ihr bewährtes Ermittlerpaar Thomas Lynley und Barbara Havers. Vorgestellt von Kathrin Fischer ... mehr
SOMMERNACHTSMORD – Krimikunst im Garten: Am 26. August 2006 findet im Garten und der Diele des "Forums für Literatur und Bildende Kunst – Günter Grass-Haus" in Lübeck die erste "KrimiKunst" statt. Das Forum öffnet für einen Abend der Kunst des Verbrechens seine Pforten. Vier deutschsprachige KrimiautorInnen sorgen für Spannung. Und zeigen Kunst. Ihre Kunst. Denn eines zeichnet das Autoren-Kleeblatt Martin Arz, Mischa Bach, Sinje Beck und Gunter Gerlach aus: sie alle wandeln auch auf bildkünstlerischen Pfaden, zeichnen, malen, schaffen ...mehr
Kalender
Dorothy B. Hughes
Am 10. August 1904 wird die Schriftstellerin Dorothy B(elle) Hughes in Kansas City, Missouri, geboren († 6. Mai 1993).
Die ausgebildete Journalistin veröffentlichte 1934 ihr erstes Buch, eine Lyriksammlung, erst 1940 folgte mit "The So Blue Marble" der erste von 14 Romanen, die sie im jährlichen Abstand veröffentlchte, bis sie abrupt im Jahr 1952 das Veröffentlichen für 11 Jahre einstellte (nach eigener Aussage, weil sie sich um ihre kranke Mutter und ihre Enkelkinder kümmern müsse und keine Ruhe mehr zum Schreiben finde). Ihr Roman "In a Lonely Place" wurde 1950 von Nicholas Ray mit Humphrey Bogart verfilmt und wurde zu einem Klassiker des "Schwarzen Films". Sie erhielt 1950 und 1978 den "Edgar" und 1978 verliehen ihr die "Mystery Writers of America" den "Grand Master".
Infos und Bibliographie:
kirjasto.sci.fi. (engl.), crime-corner.de, super-thriller.de Unionsverlag.
Deutschlandradio:
»Multiple Persönlichkeitsstörung eines CIA-Agenten«
In "Die kalte Legende" wird der CIA-Agent Martin Odum aufgrund seiner multiplen Persönlichkeit therapiert. Dem Leser stellt sich die Frage, welche der vielen Personen aus aller Welt und verschiedenen Zeiten alle zu Odums Persönlichkeit gehören. Dem Amerikaner Robert Littell ist damit ein Meisterstück der Gegenwartsliteratur gelungen. Von Pieke Biermann ... mehr
Deutschlandradio:
»Der 13. George«
Ein Junge wird vergewaltigt und getötet, viel zu spät begreift die Polizei, dass vor ihm schon drei weitere Jungen nach dem gleichen Muster getötet wurden. Elizabeth George hat mit der Geschichte über Kindesmissbrauch den klassischen britischen Krimi gekonnt weiterentwickelt. Auf den Bestsellerlisten liegt "Wo kein Zeuge ist" ganz vorn. Von Andrea Fischer ... mehr
netzeitung:
»Ein Blick ins Massengrab der Revolution«
Yasmina Khadras Kriminalromane erzählen von der tragischen Geschichte Algeriens. In "Nacht über Algier" wird Kommissar Llob zum Spielball der ganz Mächtigen. Was das Buch zu einem Kriminalroman macht, der es mühelos mit den Klassikern des Genres aufnehmen kann, ist Khadras Meisterschaft, mit der er den Leser stets den größeren Verschwörungszusammenhang spüren lässt. Von Ronald Düker ... mehr
Berliner Literaturkritik:
»Alles über die Mafia«:
John Dickie, ein amerikanischer Journalist, hat jahrelang an seinem Buch: "Cosa nostra – Die Geschichte der Mafia" gearbeitet, tausende von Dokumenten eingesehen, mit Beteiligten in Italien und den USA gesprochen hat: 557 Seiten, prall gefüllt mit Details und spannender als jeder Kriminalroman. Von Roland H. Wiegenstein ... mehr
Deutschlandradio:
»Psycho-Thriller und Heimatroman«:
Seitdem der Schweizer Martin Suter Bücher schreibt, schafft er es etwa alle zwei Jahre auf die Bestsellerlisten. Sein jüngster Roman "Der Teufel von Mailand" ist ein atmosphärischer Psycho-Thriller, in dem die Heldin völlig verunsichert über Schein und Wirklichkeit ist. Dabei nähert sich Suter an die alten Sagen und Mythen an und schreibt gleichzeitig einen Heimatroman. Von Patrick van Odijk ... mehr
Kurzkrimis zum Herunterladen: Der Buchversand "Jokers" bietet dem interessierten Leser seit einiger Zeit Kurzkrimis an. Mittlerweile haben sich schon eine ganze Reihe spannender Geschichten von namhaften deutschen Autoren (u.a. Blettenberg, Breinersdorfer, H.P. Karr, Jan Zweyer) angesammelt, die gratis als pdf- und neuerdings auch als mp3-Dateien heruntergeladen werden können ...mehr
Kalender
Uwe Erichsen
Am 9. August 1936 wird Uwe Erichsen in Rheydt geboren, feiert heute also seinen 70. Geburtstag.
Bereits während einer Schulzeit war Uwe Erichsen journalistisch tätig, später schrieb er als Ausgleich zu seinem kaufmännisch-technischem Beruf, den er erlernt hatte. Als sich die ersten Erfolge einstellten, beschloß er, aus seinem Hobby einen Beruf zu machen.
Seit 1974 arbeitet Uwe Erichsen als freier Schriftsteller, er verfaßte cirka 240 Romanhefte und Taschenbuchromane, darunter Western, Agententhriller und Jerry-Cotton-Romane, sowie zahlreiche Kurzgeschichten und Fortsetzungsromane für Zeitschriften. Schließlich wandte er sich schwerpunktmäßig dem Kriminalroman zu.
Im Wettbewerb um den "Jerry Cotton Preis" des Bastei-Verlages errang er 1977 mit "Todesfalle Nizza" den zweiten Platz. In den folgenden Jahren veröffentliche Erichsen in regelmäßig jeweils einen oder zwei neue Romane, von denen einige als Vorlage für Filme des TATORT-Serie der ARD verwendet wurden. Nach seinem Roman "Das Leben einer Katze" verfasste er auch das Drehbuch zu dem Götz-George-Film "Die Katze" (Regie Dominik Graf).
Erichsens Romane sind Männergeschichten im besten Sinn, Storys von Bewährungsproben und Krisen, die konsequent in eine aktionsreiche und spannende Handlung aufgelöst werden. (Text: Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Info und Bibliographie:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren
Die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Silvia Kaffke
Ihr Krimidebüt erschien 2000 unter dem Titel "Messerscharf". Protagonistin ihrer Thriller ist die, inzwischen aus dem Polizeidienst ausgeschiedene, BKA-Profilerin Barbara Pross. Barbara Pross ermittelt in allen vier bisher vorliegenden Thrillern gegen Serienmörder. Silvia Kaffke versteht es ausgezeichnet, spannende Handlung mit dem emotional persönlichen Umfeld ihrer Protagonistin zu verbinden, ohne dass ihre Thriller bei Plot und Handlungsaufbau verlieren oder ausufern ...
mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Frisch erschienen:
In seinem Krimi "Bangkok Tattoo" beschreibt John Burdett ein undurchsichtiges Spiel um thailändische Muslime, brutale Mörder und die CIA. Vorgestellt von Oliver Bottini ... mehr
Frankfurter Rundschau:
»Unter Papas Rasen«
Beim so genannten Havanna-Quartett des kubanischen Autors Leonardo Padura war es keine Frage: Das sind Krimis. Literarisch ambitioniert und mit einem literarisch ehrgeizigen Helden, dem Ermittler Mario Conde. Aber nun hat Padura ein neues Buch vorgelegt, einen Grenzfall des Genres: "Adiós Hemingway". Sylvia Staude schreibt in ihrer 14-tägigen Kolumne "zielfahnder" über den Roman und gibt drei Empfehlungen zur "KrimiWelt"-Liste ... mehr
Titel:
»Randale im Revier«
Kaum eine andere deutsche Region ist für ihren rauen Charme so berüchtigt wie das Ruhrgebiet. Der in Mülheim geborene Jörg Juretzka hat diese behäbig-ruppige Mentalität zum Markenzeichen seiner Krimis um den Privatermittler Kristof Kryszinski gemacht. In seinem ursprünglich ersten Kriminalroman "Sense" gibt er eine appetitanregende Kostprobe davon. Von Jörg von Bilavsky ... mehr
WDR:
» Mein Land: Thailand«
Eigentlich hatte Eva Demski keine innere oder äußere Verbindung nach Asien. Aber dann ergab es sich, dass sie eine Freundin auf Geschäftsreise nach Thailand begleiten konnte. Eva Demsi kam, sah und staunte - und sie reiste seitdem immer wieder durch Thailand. Warum sie dorthin immer wieder zurückkehrte, was sie erlebte und warum sie jetzt sogar einen Roman in Thailand ansiedelte, davon berichtet Eva Demski in der Sendung "Redezeit". Der Beitrag kann via PC gehört werden ... mehr
taz:
»Ignoranz und Würde«
Vor sieben Jahren erschien "Wovon die Wölfe träumen", in dem Khadra, ehedem ranghoher Offizier der algerischen Armee, den Weg eines jungen Mannes in den fundamentalistischen Untergrund beschreibt. Yasmina Khadras "Die Attentäterin" schließt thematisch an diesen Roman an. Von Jürgen Berger ... mehr
Berliner Zeitung:
»Wie Terroristen ticken«
Selbstmordattentäter als Romanhelden bei Yasmina Khadra und John Updike. Als psychologische Erklärung für islamischen Terrorismus will Updikes Mischung aus plakativer Kapitalismusschelte und religiöser Paradiespropaganda nicht ganz überzeugen. Da glaubt man schon eher der Verstörung von Khadras Attentäterin-Gatten. Von Sabine Vogel ... mehr
Der Standard:
»Seelenpanorama mit Mord«
Paulus Hochgatterers beeindruckender Roman "Die Süße des Lebens". Diese prägnante Prosa braucht nicht auf Effekte zu zielen. Mit genau gesetzten Motiven, mit den feinen Überschneidungen und Verbindungen in den sieben Figurenperspektiven schafft Hochgatterer in großer Stilsicherheit eine ganze, hintergründige Welt. Von Klaus Zeyringer ... mehr
WDR:
»Kriminalität als soziale Funktion«
Mit einer nackten Frauenleiche beginnt der erste Kriminalroman des schwedischen Autorenduos Maj Sjöwall und Per Wahlöö. Es ist der erste Band einer Krimi-Reihe, die von vornherein auf zehn Bände angelegt ist. Dahinter steckt eine Strategie, die das Ehepaar geplant hat. Der "WDR" berichtet: Vor 80 Jahren: Krimi-Schriftsteller Per Wahlöö wird geboren. Der Beitrag kann als Podcast auch gehört werden ... mehr
Welt am Sonntag:
»Mord im Münsterland«
Gisa Pauly war 20 Jahre lang Lehrerin. Dann konnte sie unhöfliche Schüler nicht mehr ertragen. Heute schreibt sie erfolgreich Krimis. Im Herbst erscheint ihr neuester im Piper-Verlag. "Die Tote am Watt" lautet der Arbeitstitel; die Geschichte spielt auf Sylt. Ganz im Gegensatz zu ihren beliebten "Romy-Schell"-Krimis, bei denen Münster als Kulisse dient.. Von Helga Reitter ... mehr
Märkische Allgemeine:
»Geschehen im metaphorischen Bereich«
Dass der Italiener Nino Filastò seine so erfolgreichen Avvocato-Scalzi-Krimis stets in größere, kulturkritische Zusammenhänge einbettete, bescherte dem Leser, noch eine soziologische Einsicht in die italienische Gesellschaft. Nun erweiterte der ehemalige Anwalt Filastò seine Krimiperspektive nochmals, und nahm in "Das Eden-Alphabet" das derzeitige Menschheitsgeschehen in den Blick.. Von Krischan Schroth ... mehr
Welt am Sonntag:
»Wuppertaler Jahrbuch rund um den Krimi«
Der Nordpark-Verlag in Wuppertal legt seit einigen Jahren vorbildliche Bücher über Autoren und Gattungen vor. Höhepunkt der Arbeit des Verlages sind zwei Bücher: Einmal ein wunderschönes Werk über den hierzulande sträflich vernachlässigten Großmeister Lawrence Block. Zum anderen das "Krimijahrbuch 2006". Von Willi Keinhorst ... mehr
Eine neue Reihe: Suite Noire: "Suite Noire" ist ein Augenzwinkern gegenüber der Série Noire, die es selbstverständlich immer noch gibt. Allerdings im Großformat und damit entfernt sie sich von der Art Populärliteratur, die ihrem Gründer Marcel Duhamel sosehr am Herzen lag ...mehr
Jenseits von Gut und Böse: Polizisten sollen Diebe und Mörder jagen. In Island ist das besonders schwer. Es gibt fast keine Verbrechen. Was ist da los? Alva Gehrmann reist für den "Tagesspiegel" durch das Land und stellt fest: Nach so viel Friedlichkeit hilft auf der Fahrt in die Hauptstadt Reykjavík nur noch die Lektüre eines isländischen Krimis ...mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 5. – 18. August 2006
Nachdem die Sender in den vergangenen Wochen mit etlichen hochklassigen Filmen erfreuten, gibt es jetzt eher
Graubrot. Wer seine Zeit nicht mit Edgar Wallace und Donna Leon verbringen will, muss sich mit Alan Delons bestem Film, John Huston-Klassikern, einem klassischen Politthriller und einer Izzo-Verfilmung, einem Münchner Tatort und sehenswerten Polizeiruf 110-Folgen begnügen.
Aber man kann auch mit Manuel Vásquez Montalbán durch Barcelona streifen, Ingrid Noll bei "Herman & Tietjen" erleben, oder mit Andrea Camillieri italienische Krimiautoren besuchen ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den August 2006. bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
Die Schatten der Vergangenheit bedrohen das Leben der Hauptfiguren der August-Krimitipps. Wie man sein Schicksal in die Hand nimmt und Licht in die eigene, verdrängte Geschichte bringt, das führen Jenny Siler und Joe R. Lansdale auf ganz unterschiedliche, aber gleich unterhaltsame Weise vor ... mehr
3sat:
»Ich weiß genau, wovon ich rede«
Khadras Bücher sind allesamt Bestseller mit dem Erfolgsrezept Terrorismus. Allein "Die Attentäterin" hat sich in Frankreich bereits mehr als 150.000 mal verkauft. Yasmina Khadras "Die Attentäterin" ist das Psychogramm einer Terroristin. Von Uri Schneider ... mehr
netzeitung:
»Ein Blick ins Gesicht von Al Qaeda«
Nur ein Krimi – und doch kann es Leif Davidsens "Der Feind im Spiegel" mühelos mit den besten Sachbüchern über Al Qaeda aufnehmen. Wie mit einem Rasiermesser legt der Autor die Mechanismen des Terrorismus frei. Von Manuel Karasek ... mehr
Deutschlandfunk:
»Packender Sog«
Damien und Pierre, zwei Pariser Gymnasiasten, die kurz vor dem Abitur stehen: Insgeheim wollen sie ihrer schönen, intelligenten, doch unerreichbaren Philosophielehrerin imponieren, als sie einen Mord ohne Motiv planen. Sie wollen sich beweisen, dass sie als Täter unauffindbar sein werden, wenn sie die Tat nach dem Zufallsprinzip begehen. "Ich möchte Bücher schreiben, die es dem Leser erlauben, gedanklich aktiv zu werden", sagt die Autorin Leslie Kaplan. Das gelingt ihr mit "Fever". Von Christoph Vormweg ... mehr
Deutschlandfunk:
»Brillanter Exzentriker«
Wohl kaum ein anderer Detektiv der Literaturgeschichte ist so beliebt wie der Pfeife rauchende Sherlock Holmes. Zusammen mit seinem Gehilfen Dr. Watson löst der Exzentriker auf brillante Weise kriminalistische Fälle aus London und der ganzen Welt. Für 15 Euro gibt es den kompletten Sherlock Holmes nun digital zu erwerben. Von Susanne Billig ... mehr
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" .
Die Sendung am
Sonnabend, den 5. August 2006 um 11:45
im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Kiez as Kiez can" ist auch per PC abrufbar. (Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45)
Auf keinen anderen Berliner Kiez haben sich die Medien
so nachhaltig eingeschossen wie auf Neukölln-Nord.
Das Etikett "Die Bronx von Berlin" kommt pünktlich, wenn vom Rollberg-Kiez die Rede ist. Vom schlechten Image der Rollberge ist auch die Grüne Lunge
von Neukölln und Kreuzberg gezeichnet – der Volkspark Hasenheide.
Der Polizeiabschnitt 55 ist zuständig für den Rollberg-Kiez.
Wie die Hasenheide polizeitechnisch ein
"kriminalitätsbelasteter Ort" und gleichzeitig eine
gepflegte, friedliche Oase für etliche der ansässigen 160
Nationalitäten und Ethnien sein kann, davon erzählen
Kiezbewohner und Kiezpolizisten.
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
Vierzig Jahre nach Hemingways Tod wird auf seiner Finca bei Havanna eine Leiche gefunden, getötet mit zwei Kugeln aus einer Maschinenpistole seiner legendären Waffensammlung. War Hemingway ein Mörder? Carsten Wist bespricht das Buch "Adios Hemingway". Im wahrsten Sinne. Der Beitrag kann nur gehört werden ...mehr
Mit dem höchst spannenden und dabei elegant erzählten Roman "Der Schwarm" hat sich Frank Schätzing in die erste Liga internationaler Thrillerautoren geschrieben. In der Sendung "Druckfrisch" am Sonntag, den 6. August 2006 um 23.30 Uhr stellt Denis Scheck Buch und Autor vor. Im "Steckbrief" hat der Autor schon einmal einige Fragen beantwortet ...mehr
Seit
ihrem ersten Krimi "Die Tote im Badehaus", ausgezeichnet mit dem Agatha-Award, schlägt sich Sujata Masseys Serienheldin tapfer zwischen vielen Fronten und Kulturen. So auch im neuen Roman, in dem Reis Beziehung zu ihrem Verlobten schwer belastet wird. "Japanische Perlen" ist ein schöner Beweis dafür, dass man auch ohne Blutvergießen Krimifans fesseln kann. Uwe Sauerwein in der "Berliner Morgenpost"
3. Altmärker Kriminalfestival: Mit einem furiosen Programm wartet das 3. Altmärker Kriminalfestival vom 8. bis 17. September auf. Insgesamt 17 Veranstaltungen in sieben Orten sind geplant, wie Festivalleiter Heiner Pachmann am Donnerstag mitteilte. Neben Lesungen und einer Sonderausstellung im Altmärkischen Museum Stendal ist unter anderem eine Krimi-Tauschbörse geplant ..."Naumburger Tagblatt"
Grauen in Nachtblau: Tatzeit: Dienstag, 31. Oktober 2006, 20.13 Uhr. Halloween! Dann strahlt "13th Street",unter anderem zu empfangen über die Bezahl-Plattformen Premiere und Kabel Deutschland, zum ersten Mal die insgesamt 14 zehnminütigen Gänsehaut-Geschichten, die aus der Feder bekannter Autoren wie Akif Pirincci, Hera Lind oder Nina George stammen, sowie ein kurzes "Making Of" aus. Wem dieses Special zu viel auf einmal ist: Ab 1. November wird die zweite Staffel der "Böse Nacht Geschichten" regelmäßig montags bis freitags, 22 Uhr, zu sehen sein, aufgeteilt in viele kleine Häppchen ...mehr
Kalender
Jürgen Alberts
Am 4. August 1946 wird Jürgen Alberts in Kirchen/Sieg geboren. 
Seinen 60. Geburtstag wird er am Wochenende mit Krimi-Kollegen aus ganz Deutschland "an einem geheimen Ort" feiern. Nicht einmal sein beliebter Krimiheld J.B. Cool werde den Ort herausfinden können. Denn Alberts hat den Bremer Detektiv in den Ruhestand geschickt.
Alberts studierte Germanistik, Politik und Geschichte in Tübingen und Bremen und promovierte über die Bildzeitung. Heute lebt er mit seiner Frau Marita zusammen in seiner Wahlheimatstadt Bremen, über die er bereits eine zehnbändige Romanserie verfasst hat. Seine Bücher wurden in viele europäische Sprachen übersetzt und erhielten mehrere Auszeichnungen wie den Marlowe für "Der große Schlaf des J.B.Cool" (1996) und den Deutschen Krimipreis für "Tod eines Sesselfurzers" (1993). Neben seinen Tätigkeiten als freier Schriftsteller und Herausgeber (z.B. der Reihe GourmetCrime im Europa Verlag) sowie als freier Mitarbeiter bei WDR und ZDF organisiert er internationale Krimifestivals, wie z.B. seit 1997 Prime Time Crime Time in Bremen.
Infos und Bibliographie:
Freie Presse, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Autoren-Homepage, Home Story, Mord am Hellweg.
Klaus Möckel
Am 4. August 1934 wird Klaus Möckel in in Kirchberg/Sachsen geboren. 
Klaus Möckel erlernte den Beruf des Werkzeugschlossers, studierte Romanistik in Leipzig und arbeitete als Assistent an der Universität Jena. Seine Dissertation schrieb er über Saint-Exupery und war anschließend als Verlagslektor tätig. Beim Verlag VOLK UND WELT machte er sich bald einen Namen als Herausgeber, Übersetzer und Nachdichter vor allem moderner französicher Dichter. Seit 1969 arbeitete er als freier Autor und veröffentlichte ein gutes Dutzend eigener Bücher, darunter einige Kriminalromane. Einige seiner Werke wurden ins Tschechische und Slowakische übersetzt.
Infos und Bibliographie:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Krimi-Forum.
Neues Deutschland:
»Spannung pur«
Ein Krimibuch mit Gewicht, auch im engsten Wortsinne zu nehmen. Spannung pur und ein Ausflug in die Geschichte dazu. An DDR-Zeitungskiosken waren die kleinen "Blaulicht"-Hefte ein absoluter Renner und das bei einer Traumauflage von etwa 175 000 Exemplaren. Der Verlag "Das Neue Berlin" feiert dieses Jahr seinen Sechzigsten und bringt mit einem editorischen Paukenschlag die besten Kriminalgeschichten aus der legendären Reihe in einem Buch heraus: "Das große Blaulichtbuch. Ein bisschen Alibi hat jeder." Von Klaus-Dieter Schönewerk ... mehr
Neues Deutschland:
»Geschichten, die süchtig machen«
Eine exotische Kulisse, ein Privatdetektiv, der die "Coolness" und das Talent, in jedes Fettnäpfchen zu treten, von den Berufskollegen ererbt zu haben scheint, und dazu verzwickteste Fälle, die den Leser bis zum Schluss in rätselhaftem Dunkel halten – das alles macht Harry Thürks "Lim Tok"-Krimis aus. Nun hat der Verlag "Das Neue Berlin" die in fast einjährigem Abstand erschienenen Einzelkrimis in zwei Sammelbänden mit je fünf Geschichten zusammengestellt. Von Eva Schön ... mehr
Berliner Zeitung:
»Sinnesverrückungen im Unterengadin«:
Suter-Romane sind Unterhaltungsliteratur vom Feinsten und zu Recht fast regelmäßig Bestseller. In Martin Suters neuem Psychothriller geistert "Der Teufel von Mailand" durch ein Wellness-Hotel. Auf einer Wirklichkeitsebene ist "Der Teufel von Mailand" ein pathologischer Krimi, auf der zweiten eine Satire. Von Martin Halter ... mehr
Der gute alte englische Rätselkrimi sei
ein Kind des Ersten Weltkrieges erläutert Tobias Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" vom 03.08.2006. Doch immer noch sei der Rätselkrimi eine suchterzeugende Droge. Diese Sucht verleite oft zu meisterschülerhaft ausgeführten Kopien des Häkelmusters. Gilbert Adair führe dies in seinem gerade erschienenen Roman "Mord auf ffolkes Manor" vor. Ernster zu nehmen seien aber die Romane von Charles Todd um Inspektor Ian Rutledge. Wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt und wieso der neue Roman "Kalte Hölle" eindringlich, fesselnd und psychologisch glaubhaft geschildert ist, das erfahren Sie ...hier
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Ausgust-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis. Und zwar diese hier:
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Druckfrisch liegt Gary Dishers neuer Roman "Port Villa Blues"
(Ein Wyatt-Roman) bei
"Pulp Master" vor. Zum Inhalt:
Wyatt erbeutet bei einem Einbruch in das Haus einer Politikerin 50 000
Dollar und ein goldenes, mit Diamanten besetztes Schmuckstück. Bei dem
Versuch, das gute Stück an eine Hehlerin zu verticken, stellt sich jedoch
heraus, dass es seit einem Überfall einer berüchtigten Magnetbohrergang auf
der Fahndungsliste steht. Im nächsten Jahr wird das vorläufige
Finale mit dem Titel "Niederschlag" erscheinen. Im Unionsverlag, Zürich
erschien zuletzt: "Schnappschuss" ...
Dubiose Geschäfte um alteingesessene Weingüter stehen im Mittelpunkt des Krimis
"Kabinettstück", den der Hamburger Autor Norbert Klugmann jetzt veröffentlicht hat. Klugmann erreiche mit seinem neuen Krimi, in dem die unterschiedlichen Figuren immer irgendwie mit dem mysteriösen Marchese im schönen Rheinhessen in Verbindung stehen, Krimi-Fans und Liebhaber eines edlen Tropfens gleichermaßen, meint die "Allgemeine Zeitung"
Paulus Hochgatterer beweist mit seinem Krimi "Die Süße des Lebens" eindrucksvoll, dass ein medizinisch distanzierter Blick Einfühlsamkeit keineswegs ausschließt. Wenn es mit rechten Dingen zugeht, müsste Paulus Hochgatterer mit diesem Roman endgültig dem Status des Geheimtipps entwachsen, den er vor allem für das deutsche Publikum immer noch hat, obwohl er seit 13 Jahren neben seinem Brotberuf als Arzt mit schöner Konzentration Buch um Buch veröffentlicht – Krankengeschichten, Männergeschichten, Männergeschichten als Krankengeschichten, schreibt Daniela Strigl im Magazin "Falter"
D.B. Blettenberg, dessen Bücher bei "Pendragon" erscheinen, hat eine neue
Homepage. Sie ist zu erreichen unter "www.dbblettenberg.de"
Kalender
P. D. James
Am 3. August 1920 wird P. D. James (Lady Phyllis Dorothy James, Baroness James of Holland Park) in Oxford geboren . 
Im Zweiten Weltkrieg arbeitete P. D. James als Krankenschwester. 1941 heiratete sie den Arzt Connor Bantry White, der jedoch unheilbar krank aus dem Krieg zurückkehrte, so dass sie bis zu seinem Tod 1964 allein für den gemeinsamen Lebensunterhalt sorgen musste.
Ab 1949 war sie in der staatlichen Krankenhausverwaltung tätig. In dieser Zeit begann sie mit dem Schreiben und veröffentlichte 1962 ihren ersten Roman "Ein Spiel zuviel". Ihm sollten 17 weitere folgen, in denen fast immer Adam Dalgliesh, ein schweigsamer, verwitweter Kriminalpolizist, ermittelt. 1972 führt P. D. James als eine der ersten Krimi-Autoren eine weibliche Privatdetektivin ein.
1991 erhob Königin Elizabeth sie in den Adelsstand und wenig später verursachte die konservative Autorin mit ihren Äußerungen eine erbittert geführte Diskussion um die moralische Entscheidungsfähigkeit der "unteren Schichten".
Infos und Bibliographie:
wikipedia , Krimi-Couch, kaliber. 38, Wörtches Crime Watch, krimiblog, Denis Scheck, Special von Droemer/Knaur.
Axel Bußmers Spurensuche No. 26
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Agenten, Ex-Polizisten und Polizisten auf der Jagd nach der Wahrheit
Mitten im Hochsommer sorgen die Verlage mit vier bekannt-beliebten Autoren für ausgezeichneten Nachschub. Es gibt ein Frühwerk von Ian Rankin, Robert Littell legt einen weiteren klugen Agententhriller vor, Leonardo Padura lässt seinen Ermittler Mario Conde einen Mord auf Ernest Hemingways Anwesen klären und Garry Dishers Polizisten aus Waterloo, Australien, müssen einen Mordfall aufklären.
Axel Bußmer zu den neuen, spannenden Werken von Rankin, Littell, Padura und Disher ... mehr
StadtRevue Köln:
»Schwarzlicht«:
Klein, aber oho. So lautet seit einiger Zeit die Devise in der deutschen Krimi-Verlagslandschaft. Die großen Verlagstanker dümpeln im Brackwasser seichter Häfen, setzen auf Altbewährtes. Wenn sie ein Experiment wagen, kopieren sie bestenfalls die Kleinen, ohne deren Engagement so viel Innovation herrschte wie in der Glaubenskongregation des Vatikans. Ulrich Noller über neue Titel im "Shayol Verlag" ... mehr
Deutsche Welle:
»In der maroden Idylle Mecklenburgs«
Erstaunlich, dass Lena Blaudez, wo andere zurück in den guten alten Osten schauen, als heimliche Ost-Krimiautorin konsequent nach Westen oder besser gesagt: in den Süden der Dritten Welt blickt, für die die block-geteilte Vergangenheit wiederum nur ein Aspekt von vielen ist. War es im ersten Roman Benin, so ermittelt die freiberufliche reisende Photographin jetzt, in Lena Blaudez zweitem Krimi "Farbfilter", in Kamerun. Von Ulrich Noller ... mehr
Frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38".
Gestartet wird mit Gilbert Adairs extrem vergnüglichen Roman "Mord auf ffolkes Manor. Eine Art Kriminalroman" über Morde in einem abgelegenen Landhaus in Dartmoor, darauf folgt "Im Auftrag Seiner Majestät. Ein Dandy ermittelt" von Mark Gattis, ein eher grobschlächtiges Werk. Lakonisch, sehr witzig, manchmal schockhaft brutal sei dagegen "Die Agenda" von Jess Walter. Das allererstaunlichste Buch allerdings komme von Hans-Peter Schwarz: "Phantastische Wirklichkeit. Das 20. Jahrhundert im Spiegel des Polit-Thrillers". Ein Buch in dem nicht nur viele wichtige Autoren fehlen, sondern auch die kompetente Aussage ... mehr
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS-Online-Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Bisher erschienen:
Alexis Lecaye, dem Erfinder der erfolgreichen Krimi-Fernsehserie "Julie Lescaut", ist mit "Herz Dame" ein selten gewordenes Kammerspiel menschlicher Leidenschaften und Abgründe gelungen. Vorgestellt von Manuela Martini ... mehr
"Das Kindermädchen" von Elisabeth Herrmann ist ein subtiler Krimi und eine zarte Liebesgeschichte. Vorgestellt von Anne Chaplet ... mehr
Helge Thielking hat einen Thriller geschrieben, der sich nur bedingt als Urlaubslektüre eignet. Wer schwache Nerven hat, sollte das Buch lieber nicht einpacken. Vorgestellt von Harry Luck ... mehr
Das Geschehen im Kriminalroman "Tochterherz" von Robert Lynn erinnert an den Selbstmord der Schauspielerin Jennifer Nitsch in München. Vorgestellt von Horst Eckert ... mehr
newsclick:
»Erfolg in der Nische:«
Rutger Booß verlegt als vermutlich einziger Verleger in Deutschland ausschließlich Kriminalromane. Die meisten haben Tatorte aus dem wahren Leben: Sie spielen erkennbar in Münster oder Dortmund, der Eifel oder Zürich. Mit dem "Ekel von Datteln" fing alles an. "Dieses Buch hat das Genre der Lokal-Krimis begründet", sagt Booß. Von Katrin Pinetzki ... mehr
Stutgarter Nachrichten:
»Die gute alte Rumpelkammer des Gedächtnisses«
Der Krimiautor Ulrich Ritzel entwirft die heile Welt des bürgerlichen Lebens, dann zeigt er den Riss in der Fassade. Jeder gute Krimi braucht gewisse Zutaten. Der Ulmer Schriftsteller Ulrich Ritzel verrät im Gespräch mit Rüdiger Bäßler die wichtigsten Rezepte für seine Bücher. Der frühere Journalist wurde durch den Krimi "Der Schatten des Schwans" bekannt. Anfang dieses Jahres erschien "Uferwald", sein fünfter Roman ... mehr
oe1/ORF:
»Das Leben und Verschwinden des Ettore Majorana«
Am 25. März 1938 bestieg der Physiker Ettore Majorana das Postschiff von Palermo nach Neapel, um dort am physikalischen Institut seine Vorlesung zu halten. Seit diesem Tag gilt das Genie, das die erste Kernspaltung durchgeführt hat, als verschollen. Hatte der zurückhaltende, scheue, verschlossene und eigenbrötlerische Wissenschaftler bereits die Vernichtungskraft der Atombombe im Kopf? War das der eigentliche Grund für die Tragödie vom März 1938?
Das war die Kernthese des sizilianischen Schriftstellers Leonardo Sciascia in seinem 1975 erschienenen Buch "Das Verschwinden des Ettore Majorana", die bis heute leidenschaftlich und polemisch diskutiert wird. Von Franz Tomandl ... mehr
Stutgarter Zeitung:
»Bei Morden sind nicht nur die Klassiker Verkaufsschlager«
Krimis sind für Verlage und Buchhändler eine sichere Bank. Immerhin jedes fünfte in Deutschland verkaufte Belletristikbuch fällt in diese Kategorie. Zuletzt ist der Marktanteil der Schmöker über Mord und Totschlag sogar noch gewachsen. Von Bettina Langer ... mehr
In diesem Sommer schreiben die Leser der "Stutgarter Zeitung" selbst, was sie gerne lesen wollen. Das Thema allerdings gibt die Redaktion vor: einen Kriminalroman in Fortsetzungen. Am kommenden Mittwoch erscheint die erste Folge des von der Redaktion geschriebenen Auftakts. Bis Samstag kommender Woche führt die Zeitung Sie in drei weiteren Folgen ins Geschehen ein. Danach sind Sie dran, bis Sonntag, 12 Uhr haben Sie Zeit zum Schreiben. Am Montag, 7. August, soll die erste Leserfolge im Blatt stehen ... mehr
Kalender
Carter Brown
Am 1. August 1923 wird Carter Brown unter dem Namen Alan Geoffrey Yates in London geboren († 5. Mai 1985 in Sydney, Australien). 
Brown war einer der erfolgreichsten, jedoch heute weitgehend unbekannten Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. In den Jahren von 1953-1981 schrieb er etwa 200 Romane, von denen mehrere hundert Millionen Ausgaben weltweit verkauft wurden. Seine Bücher galten vielfach als Inbegriff von Sex & Crime, was in den damaligen besseren Kreisen und im damaligen Feuilleton mit Schmutz und Schund gleichgesetzt wurde.
1948 zieht Carter Brown nach Sydney, Australien, wo er direkt eingebürgert wird. Er arbeitet dort bei Qantas-Empire-Airways als Kaufmann und PR-Berater und als Redakteur für die firmeneigene Werbezeitung. Nebenbei fängt er an, Kurzgeschichten zu schreiben. Nach zahlreichen Absagen gelingt es ihm, zunächst mit Westernromanen in der Romanheftszene Fuß zu fassen. Angeregt durch den Erfolg der Romane von Mickey Spillane, beschließen er und sein neuer Arbeitgeber, der Horwitz-Verlag, es mit Krimis dieser Art zu versuchen. Diese Kurzromane erscheinen zunächst unter dem Namen Peter Carter Brown und erregen nicht zuletzt wegen ihrer für damalige Verhältnisse gewagten Titelbilder Aufsehen.
Infos und Bibliographie:
wikipedia ,kirjasto.sci.fi (engl.)
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Eine Übersicht über die Jury finden Sie unter der Rubrik "Jury" bei "arte-tv.com/krimiwelt".
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.
Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat –) Leonardo Padura: Adiós Hemingway
2 (–) Åsa Larsson: Weisse Nacht
3 (–) Michael Dibdin: Tod auf der Piazza
4 (1) Oliver Bottini: Im Sommer der Mörder
4 (4) Antonio Dal Masetto: Noch eine Nacht
5 (–) Joe R. Lansdale: Wilder Winter
5 (–) Robert Littell: Die kalte Legende
6 (2) Yasmina Khadra: Nacht über Algier
7 (–) Garry Disher: Schnappschuss
7 (–) Jenny Siler: Ticket nach Tanger
Hier als schöne pdf-Datei
Die Welt:
»Serienkiller-Komödiant«
Die literarische Welt Heinrich Steinfests ist so abschüssig wie Stuttgarts Hangstraßen. Als hätte ein Thomas Bernhard auf Speed, der den Barockprediger Abraham a Sancta Clara genauso gut kennt wie den Tristram Shandy und die Romane Doderers und Musils, sich mit Groucho Marx zum vierhändigen Schreiben zusammenspannen und das Ganze bei größter Sommerhitze von Samuel Beckett und W. C. Fields lektorieren lassen. Alexander Kluy stattete dem Autor, Krimipreisträger und Auslandswiener einen Besuch ab ... mehr
kaliber. 38:
»Der Geist der McCarthy-Ära «
Am 17. Juli 2006 ist der umstrittene Pulp-Autor Mickey Spillane im Alter von 88 Jahren gestorben. Mit zwei Beiträgen versuchen die Kollegen sich dem Phänomen Mickey Spillane zu nähern: In der Rubrik Autoren-Infos finden Sie ein Porträt und eine Bibliographie Spillanes. Ferner möchten wir Sie auf den Beitrag "Mickey Spillane und der Geist der McCarthy-Ära" von Lisa Kuppler hinweisen, der Spillanes Gedankenwelt etwas genauer seziert. Lisa Kuppler hat einige Spillane-Romane der Neuausgabe übersetzt, die ab Mitte der 90er Jahre im Rotbuch Verlag erschienen waren, und diesen Text als Nachwort zum Spillane-Roman "Regen in der Nacht" verfasst ... mehr
Deutsche Welle:
»Mit dem Fahrrad auf Recherche«
Avancierte Literatur und Kriminalstoffe, das geht auf keinen Fall zusammen. Heißt es. Einer, der dieses Dogma in den Wind geschlagen hat, ist der Kriminalschriftsteller Jan Seghers. Ein Porträt von Ulrich Noller ... mehr
Rheinischer Merkur:
»Untypisches aus Nahost«
Inzwischen 74 Jahre alt und seit seinem ersten "Rabbit"-Roman (1960) ein Titan der amerikanischen Literatur, ist John Updike als Romancier, Kritiker und Poet weiterhin enorm produktiv und experimentierfreudig. Mit dem Roman Mit "Terrorist" verlässt er sein vertrautes Terrain der weißen, angelsächsischen Mittelschicht und begibt sich in die von seinesgleichen verlassenen Innenstädte Amerikas. Bei dieser Expedition bedient er sich erstmals der Mittel des Thrillers. Von Andreas Mink ... mehr
Deutschlandradio:
»Schund, aber kein übler Schund«
Die Neuauflage des zuerst 1975 erschienenen Schauerromans "Brennen muss Salem" wird eingefleischten Kennern von Stephen King kaum Neues bringen. Und in Vor- und Nachwort wiederholt King lediglich Hintergründe zur Entstehung des Buchs, die innerhalb seiner Gemeinde sattsam bekannt sind. Aber was sagt der Roman denen, die von King noch nichts gelesen haben? Von Sabine Peters ... mehr
Auf Seminaren üben Laien, einen spannenden Krimi zu konstruieren. Krimis schreiben kann man lernen, behaupten jene, die damit Geld verdienen. Die "Stuttgarter Zeitung" wollten wissen, ob das auch für Menschen stimmt, die sich fürs kreative Schreiben unbegabt halten, und hat ihre Freiburger Kollegin hingeschickt. Ein Bericht von Ute Köhler.
Wir müssen wieder einmal einen gerade von uns selbst erfundenen Literaturpreis vergeben. Den für den größten Plottisten unter der Sonne. Er wird zum ersten Mal vergeben an (Pause): Arne Dahl. Ein Beitrag in der Welt.
Es entwickelt sich eine Story mit Elementen des Krimis, des Gruselromans, der Liebes- und Selbstfindungsgeschichte. Martin Suter zeigt sich in seinem neuen Roman als Meister des Ausgleichs. Ein Beitrag von Sebastian Hammelehle in der Welt am Sonntag.
Robert Littell, von dessen neuem Roman "Die kalte Legende" in der 111. Ausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Crime Watch" die Rede ist, gehört zu den ganz Großen des Polit-Thrillers. Littells Plots waren und sind hochintelligent, verwickelt, aber plausibel zu lesen, ironisch und von großer literarischer Qualität und sie erfordern den kompetenten, mitdenkenden und informierten Leser, der kaum etwas erklärt, aber viel erzählt bekommt. Littells Romane sind Gegenstimme zu offiziellen Sichtweisen von Politik; ihre intellektuelle Konzeption brillant. Und der Roman "Die kalte Legende" ist ein Meisterwerk ....
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 30/2006 lesen.
Titel:
»Gefährliche Fotos«
Mit "Schnappschuss" liegt jetzt der dritte Inspector-Challis-Roman des australischen Autors Garry Disher auf Deutsch vor. Auch dieser Challis-Roman beschreibt vor allem schnöden Polizeialltag, mühsame Spurensuche, Kompetenzgerangel, langwierige Befragungen, scheinbar aussichtsloses Stochern im Nebel und er erzählt eine Vielzahl kleiner Geschichten, die Disher elegant und fesselnd zu verknüpfen versteht. Von Frank Rumpel ... mehr
Am 17. Juli 2006 ist der Autor Günter Ebert im Alter von 81 Jahren in Berlin gestorben (* 19.2.1925 in Meerane/Sachsen).
Der Autor und Literaturkritiker Ebert galt als einer der besten Kenner der DDR-Kriminal- und Kinderbuchliteratur. Günter Ebert schrieb selbst neben seinen anderen belletristichen Veröffentlichungen nur einige wenige Kriminalromane und -erzählungen, machte sich aber als Kritiker – auch für Krimis – einen Namen. Unter anderem gab er eine Textsammlung mit "Ansichten zur Kriminalliteratur" unter dem Titel MÄNNER, DIE IM KELLER HUSTEN heraus, die lange Zeit als Standardwerk für den DDR-Kriminalroman galt. Der frühere SED-Parteisekretär soll als Stasi-Zuträger die Schrifstellerin Brigitte Reimann ausspioniert haben.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Der Standard, Die Welt.
Deutschlandradio:
»Untypisches aus Nahost«
Der letzte Roman der israelischen Autorin Batya Gur, die im vergangenen Jahr starb, ist schwächer als seine Vorgänger. Die vibrierende Spannung aus ihren früheren Werken ist trotzdem noch immer vorhanden. Gleichzeitig kann der Krimi als Selbstverständigungstext erwachsener Demokraten gelesen werden - eine Eigenschaft, die nicht gerade kennzeichnend für den Nahen Osten ist. Marko Martin über den Roman "Und Feuer fiel vom Himmel" ... mehr
Die Juli-Meldungen gibt es
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Haftungsausschluss und Urheberrecht
Axel Bußmers Spurensuche
No. 27
Bereits auf den ersten vier Seiten hat Robert B. Parkers in Boston ermittelnder Privatdetektiv Spenser seinen Auftrag und wir befinden uns wieder einmal in dem sich seit Jahrzehnten kaum verändernden Spenser-Kosmos.
Axel Bußmer über Robert B. Parker und seinen 29. Spenser-Roman ... mehr
Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:

No. 44
Wer sich ernsthaft mit Kriminalliteratur beschäftigt, wartet mit Spannung auf Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur. Hier ist die grandiose Ausgabe No. 44, mit äußerst wertvollen Informationen zur Sekundärliteratur, dazu Hinweise auf Hörbücher, eine lange Liste neuer Kriminalromane und und und ...
Wo? Natürlich ... hier!!
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Silvia Kaffke
Ihr Krimidebüt erschien 2000 unter dem Titel "Messerscharf". Protagonistin ihrer Thriller ist die, inzwischen aus dem Polizeidienst ausgeschiedene, BKA-Profilerin Barbara Pross. Silvia Kaffke versteht es ausgezeichnet, spannende Handlung mit dem emotional persönlichen Umfeld ihrer Protagonistin zu verbinden, ohne dass ihre Thriller bei Plot und Handlungsaufbau verlieren oder ausufern ... mehr
Axel Bußmers Spurensuche
No. 26
Mitten im Hochsommer sorgen die Verlage mit vier bekannt-beliebten Autoren für ausgezeichneten Nachschub. Es gibt ein Frühwerk von Ian Rankin, Robert Littell legt einen weiteren klugen Agententhriller vor, Leonardo Padura lässt seinen Ermittler einen Mord auf Ernest Hemingways Anwesen klären und Garry Dishers Polizisten müssen einen Mordfall aufklären.
Axel Bußmer über Agenten, Ex-Polizisten und Polizisten auf der Jagd nach der Wahrheit ... mehr
Der Journalist Affinger weiß eine seltsame Geschichte zu erzählen: Er wollte in einem Antiquitätengeschäft zwei silberne Schalen erstehen, doch der Händler hat sie ihm nicht verkauft, weil die Schalen mit einem Fluch behaftet seien. Frühere Besitzer sind allesamt unter mysteriösen Umständen gestorben, einer sogar an einer Zyanidvergiftung. Auch der Händler selbst stirbt. Bei einer Auktion stößt Affinger erneut auf diese Schalen – und auf seine Jugendfreundin Floppy Sulzer. Das verfluchte Silber gelangt bei eben dieser Auktion in den Besitz der Familie Sulzer, wo es anlässlich Floppys Geburtstag auch bald auf den Tisch kommt. Und wieder gibt es einen Sterbefall: Dieses Mal trifft es Frau Sulzer. Obwohl dies niemand so recht bedauert, beginnt die Suche nach dem Geheimnis der Silberschalen.
Johnny Maxen wird von seiner Schwiegermutter Helen Duncan nach Glasgow gerufen, um seine seit drei Monaten verschwundene frühere Frau Julia zu suchen. Nur ungern folgt er diesem Hilferuf. Eigentlich tut er es nur Helen zuliebe, die, wie er sagt, der beste Teil seiner Ehe war. Die Suche nach Julia bedeutet für ihn die erneute Konfrontation mit dieser Vergangenheit, bedeutet auch die Konfrontation mit den undurchsichtigen Kreisen, in denen Julia verkehrt, mit Bohemiens und Rauschgiftsüchtigen, halbseidenen Unternehmern und Gelegenheitskriminellen, nicht zuletzt aber auch die Konfrontation mit seiner eigenen Hassliebe zu Julia.
Die TV-Tipps 5. – 18. August 2006
Nachdem die Sender in den vergangenen Wochen mit etlichen
hochklassigen Filmen erfreuten, gibt es jetzt eher Graubrot, aber auch einige Klassiker.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Arte, 22.15
(F/Gr 2006, R.: Angelos Abazoglou)

Der Krimisommer auf Arte beginnt in Griechenland mit Kostas Charitos. Weiter geht's an den nächsten beiden Freitagen mit Salvo Montalbano im italienischen Palermo und Pepe Carvalho im katalanischen Barcelona.
Für Krimifans ist Athen ohne den von Petros Markaris geschaffenen Kommissar Charitos nicht mehr vorstellbar. In der Doku werden der Autor, sein Kommissar und die dunklen Ecken der Mittelmeerstadt vorgestellt.
Info aufARTE
Petros Markaris auf der Krimi-Couch:
www.krimi-couch.de
Arte, 23.15
(Gr 2002, R.: Nikos Panayotopoulos))
Drehbuch: Nikos Panayotopoulos
Barsängerin Sia becirct jeden Mann. Ihre letzte Eroberung ist der Kleinverleger Palios. Als dessen reiche Tante stirbt, glaubt Kommissar Niklas, dass Palios und Sia die Täter sind.
Wahrscheinlich ist der Film eher eine Abhandlung über Liebe, Geld, Sex und Philosophie als ein spannender Krimi. Davon abgesehen hat der im heutigen Athen spielende Film einen guten Titel.
Arte, 01.05
(D 1931, R.: Fritz Lang)
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang

Polizei und Verbrecher suchen einen Kindermörder.
Ein Filmklassiker, der keine Patina angesetzt hat und jeder Film- und Krimifan unbedingt gesehen haben muß. Mustergültig setzt Lang in seinem ersten Tonfilm Bild und Ton ein. Angeregt wurde "M – Eine Stadt sucht den Mörder" durch Zeitungsartikel über mehrere brutale Morde, u. a. der Fall Kürten.
Mit Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke, Paul Kemp, Theo Lingen