Axel Bußmers TV & Buchtipps 3. – 16. September 2005
Hallo miteinander,
zwischen den demnächst startenden und schon gestarteten neuen Staffeln der guten und vielversprechenden Krimiserien (streng chronologisch von Montag bis Freitag – Wer soll sich das alles ansehen?) gibt es einige gute Spielfilme.
Wim Wenders Liebeserklärung an die Schwarze Serie ("Hammett", nach einem Roman von Joe Gores), der Klassiker "Lohn der Angst", die grandiose Westlake-Verfilmung "Point Blank" und der Polizeifilm-Klassiker "Bullitt" "Leben und sterben in L. A.", die erste Hannibal Lector-Verfilmung "Blutmond".
Anstatt der aus unterschiedlichen Gründen misslungenen Verfilmungen von Lawrence Block-Romanen sollten die sehr gelungenen Vorlagen (über den demnächst in der Reihe KrimiKritik der von mir herausgebene Sammelband "Lawrence Block – Werkschau eines New Yorker Autors" erscheint) und Daniel Woodrell gelesen werden.
Axel
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Serienhelden seien so etwas wie die Hausgeister der populären Kultur, ob sie nun in Romanen oder im Fernsehen erscheinen, schreibt Peter Körte in seinem langen Beitrag zur Neuerscheinung "Die Rückkehr des Poeten" (Heyne) in der "FAZ" am 28.08.2005. Harry Bosch sei ein solcher kriselnder Held. Erfunden habe ihn der 49jährige Michael Connelly, der als Polizeireporter in Florida und bei der "Los Angeles Times" arbeitete, bevor er Anfang der neunziger Jahre seinen Harry fand und Harry ihn zum Bestsellerautor machte ... hier
WZ: »Der Nikolaus liegt tot am Geroweiher«:
Alte Bekannte ermitteln im dritten Mönchengladbach-Krimi von Rüdiger Janczyk. Darin gerät die Stadt in die Hand des organisierten Verbrechens....
krimiblog: »Bouchers Regeln«:
Anthony Bouchers empfohlener Codex für Krimi-Rezensenten ....
NDR Kultur: »Der 31. Tag des Monats August«:
Dieser originelle Psycho-Thriller von Laurence Cosséschildert vor dem Hintergrund des tödlichen Verkehrsunfalls von Lady Di, wie sich das Leben einer bisher unbescholtenen Frau zu einem Albtraum verwandelt ...
Kulturjournal: »Tod im Tunnel«:
Paris, 31. August 1997: Eine junge Frau ist auf dem Heimweg. Es ist Samstag kurz nach Mitternacht. Im Alma-Tunnel rammt sie von hinten ein schwarzer Mercedes ...
Deutsche Welle: »Die Gangster und das BKA«:
Vielen zeitgenössischen Krimis fehlt entweder der düstere Thrill oder sie besitzen so unglaubwürdige Akteure, dass ihnen dann auch noch der Witz abhanden kommt. Ganz anders das Buch "Der Dominoeffekt" von Theo Pointer: Es macht einfach Spaß. Von Detlev Karg....
Do, 1. September 2005 21:01 Uhr Uhr, Ö1/ORF
Im Gespräch: Ingrid Noll
Mit Michael Kerbler
Sieht man vom Liebesroman ab, so sind in keinem anderen Literaturgenre Frauen so anerkannt und erfolgreich wie im Metier des Kriminalromans. Das mag an der größeren sozialen Sensibilität oder an der besseren Beobachtungsgabe für Zwischenmenschliches liegen, die Frauen nachgesagt wird. Faktum ist: Von Agatha Christie, Dorothy Sayers bis Patricia Highsmith – Autorinnen dominieren bis heute die Kriminalschriftstellerei.
Auch Ingrid Noll gehört zu dieser Gruppe der Erfolgreichen. Sie wurde als Tochter eines deutschen Arztes in China, genauer in Shanghai, geboren und wuchs in Nanking auf. Michael Kerbler spricht mit Ingrid Noll über Krimis, Feminismus und Politik ... mehr
Radio-Tipps, gefunden beim "Bluetenleser". "Bluetenleser" bringt täglich neue Nachrichten zur Literatur, listet Literatursendungen in Hörfunk und TV, widmet Schwerpunktthemen ausführliche Dossiers und wirft einen Blick in die wichtigsten Literaturzeitschriften.
Fr, 16.30 – 18.00 "EinsFestival" ARD-Digital
Kriminalgeschichten
Morde einer Lady – Die Schriftstellerin P.D. James
Athener Unterwelt – Der Schriftsteller Petros Markaris
Im September stellt "EinsFestival", der digitale "ARD"-Sender jeden Freitag ab 16.30 Uhr in der Reihe 'Kriminalgeschichten' zwei internationale Schriftsteller dieses Genres vor.
'Der Detektivroman handelt von einer zerstörten Ordnung und ihrer Wiederherstellung, auch wenn es sich dabei nur um eine tröstliche Illusion handelt', sagt P. D. James, von ihrem Millionenpublikum 'Queen of Crime' genannt. 'Morde einer Lady' ist ein filmisches Porträt der Schriftstellerin und zugleich ein Panoptikum ihrer Geschichten und Gestalten.
Petros Markaris, 1937 in Istanbul geboren als Sohn einer Griechin und eines Armeniers, wohnt seit über 30 Jahren in Athen und ist mit dieser Stadt in fruchtbarer Hassliebe verbunden. Sie steht im Mittelpunkt seiner Kriminalliteratur, nicht als das klassisch antike, sondern das moderne Athen, fern der Akropolis: eine Stadt, die ihren alten Charme zu verlieren droht.
Am 9. September stellt EinsFestival in der Reihe 'Kriminalgeschichten' die Autoren Francisco José Viegas und Alicia Gimenez-Bartlett vor.
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In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" von Franz Schuh.
Im September geht es nach Venedig, wo Wassertaxis manchmal 45 Euro kosten können! Das heißt, Herr Schuh bleibt diesmal daheim und berichtet genüßlich, das Franca Permezzas "Prosciutto di Parma. Commissario Trattonis tiefster Fall" (Europa) zwar ein Fake, aber unverfälscht grottenschlecht sei. Und dennoch gebe es eine Stelle im Werk der Franca Permezza, die von tiefer Wahrheit sei.
Wobei durchaus der Verdacht aufkeimt, daß diese als Verriss getarnte Besprechung eigentlich ... aber lesen Sie ... selbst
Auf Sendung sozusagen ist die Septemberausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38". Lob gibt es diesmal reichlich, sogar für Trash, der schon wieder so wunderbar haarsträubender Unfug sei, dass man sich festlesen könne, wie z.B. bei
Preston/Childs "Burn Case. Geruch des Teufels" (Droemer) oder der auf Grund seiner Schlichtheit schon wieder echte und überzeugende "Trivialschlocker" von Martina Cole: "Das Gesicht" (Heyne). Literarisch überzeugender sei allerdings "Spiel unter Freunden" (rororo) von P.J. Tracy mit plausiblen Konflikten und gekonnten Dialogen. Der absolute Prachtband allerdings: "Nüüd appartiges ..."(Limmat) Sechs gezeichnete Geschichten von Hannes Binder zu Friedrich Glauser! ... mehr
Auch dieses Jahr findet in Marburg ein Krimifestival statt. Das Dritte. Vom 15. – 23. Oktober 2005 werden in Marburg und in Gießen Heinrich Steinfest, Manfred Wieninger, Jan Seghers, Ulf Blanck u.a. zu Lesungen erwartet, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 29.08.2005 ... mehr
Sächsische Zeitung: »Professor wird Stadtstreicher«:
Stefan Chwin liefert ein Zeitbild aus Polen und eine dramatische Liebesstory. ...
NDR info: »Gesellenstück«:
Er habe viel lernen müssen, räumt Ulrich Wickert ein. Seitdem er selbst Krimis schreibe, lese er auch die klassische Kriminalliteratur unter handwerklichen Gesichtspunkten und frage sich immer, wie machen die das? ...
Mangelnde Ahnung sei es nicht, die die Mehrzahl der Kriminalschriftsteller daran hindere, sich den Verbrechen des Kapitals zuzuwenden, meint Tobias Gohlis in seinem
Beitrag für "Die Welt" vom 27.08.2005. Motive und Fälle gäbe es ja genügend. Warum das so sei, erkläreein Blick in Kaisers "Handbuch der Kriminologie". Doch einige Bücher zum Thema hat Gohlis gefunden: "Machtrausch" (Gmeiner) von Rainer C. Koppitz, "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" (Riemann) von John Perkins, "Goldjunge" von Joseph Finder. Ob sie gelungen sind und was der Rezensent von den Werken hält, lesen Sie.. hier
Dieser Name steht für skurrile und bizarre Romane, intelligente und gleichzeitig verschrobene Unterhaltung. Dahinter verbirgt sich eine nicht minder interessante Person: eine belgische Autorin, die sich nicht scheut, über Themen wie Angst und Abhängigkeit, Mord und Tyrannei, Magersucht und Bulimie zu schreiben, vieles davon aus eigenem Erleben geschildert. Irene Binal am 02.08.2005 im "DeutschlandRadio" über Amélie Nothomb ... mehr
In der 100. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch" gähnt Thomas Wörtche ein wenig wegen der zahllosen langweiligen "serial-killer-Romane", die in den letzten zwanzig Jahren den Buchmarkt überschwemmten.
Umso erfreulicher findet er es, wenn mit einiger Aussicht auf Publikumserfolg in letzter Zeit wieder Romane auftauchen, die souverän genug seien, die eingespielten Mechanismen dieser Art zu funktionalisieren. Das gelänge dem Mutter-und-Tochter-Duo P. J. Tracy in ihren bisher erschienenen Romanen auf hervorragende Art und Weise. Komplexe Romane wider den Zeitgeist, die zudem genüßlich zu lesen wären ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 34/2005 lesen
Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die September -Ausgabe der KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen siebzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.
Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat 1) Garry Disher: Flugrausch
2 (3) Ian Rankin: Das Souvenir des Mörders
3 (–) Leonardo Padura: Das Meer der Illusionen
4 (4) Norbert Horst: Todesmuster
5 (–) Qiu Xiaolong: Schwarz auf Rot
6 (–) Jac. Toes: Der freie Mann
7 (5) Heinrich Steinfest: Der Umfang der Hölle
7 (2) PJ Wolfson: Geißel der Niedertracht
8 (–) P.J. Tracy: Der Köder
9 (–) John La Galite: Zacharias
Tagesspiegel: »Die Dame der Rose«:
Die Stars der deutschen Literaturszene werden diese Frau um ihre Auflagen beneiden. Wer ist Rebecca Gablé? Von Christine-Felice Röhrs ...
Neues Deutschland: »Die Hure und der Heiler«:
Susanna Gogas Berlin-Krimi "Leo Berlin" (dtv) führt ins Jahr 1922 . Von Irmtraud Gutschke ...
taz: »Mord ist ihr Hobby«:
Die Kölner Agentur "Blutspur" organisiert Krimi-Wochenenden für Freunde des Täterrätsels. Faul herumgesessen wird dabei nicht: Die Teilnehmer sollen selbst auf Mörderjagd gehen. SchauspielerInnen bringen ihr Improvisationstalent ein. Von Sebastian Korinth ...
Hamburger Morgenpost: »Gutes Futter für Krimis«:
Waffen, Öl und Euros Der TV-Journalist Ulrich Wickert über seinen neuen Roman, über Scheuklappen ...
Die Welt: »Karpfenkopf und Kirschlippen«:
Zum dritten Mal nun schon machen wir diesen Lesetrip nach Fernost zu dem von Qiu Xialong ersonnenen Oberinspektor Chen. Von Manuel Brug ...
Welt am Sonntag: »Die Rückkehr der lebenden Leichen«:
Von den Wäldern Haitis ins Museum of Modern Art: Zombies feiern derzeit ein erstaunliches Kino-Comeback. Selbst Genre-Altmeister George Romero ist zurück ...
Mit seinem Roman "Hätschelkind" (Gmeiner) sei Wimmer Wilkenloh ein lesenswerter Thriller gelungen, meint Steffen Graefe am 22.08.2005 im "Deutschlandfunk". Der als Fernsehautor bekannte Wimmer Wilkenloh habe sich die Recherchen für sein Krimiprojekt sicherlich einfacher vorgestellt. Steffen Graefe hat den Autor befragt ... mehr
Sein neuer Krimi erzählt von Korruption und Waffenhandel. Was fasziniert den "Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert am Krimischreiben? Und warum spielen seine Romane nicht in Deutschland? Volker Albers sprach für das "Hamburger Abendblatt" vom 26.08.2005 mit dem Autor ... mehr
Nachdem wir gestern zu lässig über die Honorarkasse beim kriminellen Weblog "Watching the Detectives" von Dieter Paul Rudolph schwadroniert haben und ausserdem noch erwähnten, nicht täglich auf diesen Blog hinzuweisen, hier der Rückzieher. Auf den Seiten dieses wundervollen und schwerreichen Krimiblogs findet sich heute nämlich ein lesenswerter "Freitagsessay" über intelligente amerikanische Thriller und, was für eine Überraschung, intelligente neue deutsche Krimis und zudem über Genre, Unterhaltungs- und Hochliteratur und Vermischungen derselben ... mehr
Gute Nachrichten aus der Eifel: "Leute, es geht mir wieder relativ gut, mein Körper gewöhnt sich langsam an die eingebauten Ersatzteile.Das zeigt sich daran, daß mir meine Pfeifen wieder schmecken, auch wenn der Arzt mir höchstens deren zwei bis drei pro Tag genehmigt hat. In dieser Woche werde ich voraussichtlich
meinen Roman bei Heyne 'Ein guter Mann' vollenden können." meldet Jacques Berndorf auf seiner Homepage. Nach einer schweren Erkrankung und einem größeren chirurgischen Eingriff hatte sich der Autor für eine Zeit aus dem Betrieb zurückziehen müssen.
Mit einer Startauflage von 80.000 Exemplaren wird im Herbst im Heyne Verlag mit dem Thriller "Ein guter Mann" ein neues Berndorf-Kapitel aufgeschlagen. Neben den Eifel-Krimis um Siggi Baumeister, die weiterhin von "Grafit" verlegt werden, sollen in Zukunft bei Heyne sozusagen "eifelfreie" Thriller erscheinen ...
Auf David J. Montgomery's Webseite "Crime Fiction Dossier" findet sich ein Hinweis auf einen Artikel in der "L.A. Times" über den am 19. August 2005 im Alter von 81 Jahren in San Francisco vestorbenen Schriftsteller Michael Collins (Pseudonym von Dennis Lynds) (kostenlose Registrierung ist für das Lesen erforderlich).
Dennis Lynds schrieb als Krimiautor Michael Collins eine Serie um den einarmigen Ermittler Dan Fortune, die bei Ullstein bis in die 90er Jahre verlegt wurde. (siehe auch Santa Barbara Press, Ed Gorman)
Kalender
John Buchan
Am 26. August 1875 wird John Buchan geboren († 1940), der mit seinem Agentenroman "The Thirty-Nine Steps" (Die neununddreißig Stufen) einen Klassiker der Spionageliteratur schrieb.
Sein erstes Buch erschien 1895, mit seinem 14. Buch den "39 Stufen" (auf dem Krankenbett in den ersten Tagen des ersten Weltkriegs 1914 geschrieben), schuf Buchan den Agentenjäger Richard Hannay, der auch in weiteren Romanen vorkam. Der Diogenes Verlag hat letztlich den lange vergriffenen Roman "Die neununddreißig Stufen" wieder aufgelegt.
Buchan, presbyterianischer
Pfarrerssohn aus Schottland, führte ein so ereignisreiches Leben (1875-1940), 'dass es zahlreiche Leben hätte ausfüllen können' (Janet A. Smith in ihrer grossen Biographie über John Buchan). Er war Parlamentsmitglied, Freund T. E. Lawrences, Kriegsberichterstatter der "Times", Chef des britischen geheimen Nachrichtendienstes im Ersten Weltkrieg, Generalgouverneur von Kanada und erhielt das Adelsprädikat eines "ersten Lord Tweedsmuir".
Infos bei:
"Diogenes" , "kirjasto.sci.fi." (engl.), "Guido Walter" , "John Buchan Society" ,
Rainer Erler
Am 26. August 1933 wird Rainer Erler in München geboren. Rainer Erlers Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten dienten auch als Vorlage für seine international erfolgreichen Spielfilme und Fernsehproduktionen. Besonders seine in den 70er und 80er Jahren gedrehten Filme, sogenannte "Science Thriller" wie "Plutonium", "Fleisch", "Das Blaue Palais" machten ihn bekannt.
Mehr als vierzig Spielfilme für Fernsehen und Kino, produziert in über 30 Ländern, vierzehn Romane, zwei Dutzend Erzählungen und Kurzgeschichten, fünf Bühnenwerke sind bisher entstanden, meist mit provozierenden und kontroversen Themen.
Infos bei:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren,
www.rainer-erler.com/, wikipedia
Kostenlose Kurzkrimis von Andreas Franz und Val McDermid gibt es bei "Weltbild" zum herunterladen, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 25.08.2005 ... mehr
Man könne Amelie Nothombs Roman " "Böses Mädchen" (Diogenes) als ungewöhnliche Geschichte lesen, als beinahe kriminalistisches Psychogramm oder als literarisches Kammerstück, meint Irene Binal bei "oe1/ORF". Nothomb schildere ein beängstigendes Szenario, in dem es um Macht und um Ohnmacht gehe, um eine subtile Täter-Opfer-Beziehung unter dem harmlosen Deckmantel einer Mädchenfreundschaft ... mehr
Weiterhin zu den intensivsten und arbeitsamsten Blogs um die Kriminalliteratur gehören Ludger Menkes "krimiblog" und Dieter Paul Rudolphs (dpr) "Watching the Detectives". Ludgers Blog hat sich seit den Zeiten des "bücherfreundes" kontinuerlich zu einer mit Nachrichten und vielen Rezensionen (
z.B. über den Roman "Blue Tango" von Eoin McNamee) gefüllten Seite entwickelt, auf der zugleich das Florett der Meinungsäußerung abgelegt und durch das gröbere Schwert ersetzt wurde (derzeit mit einer Verve gegen geschmäcklerische Forenbesucher).
dpr nutzt mit Witz und stilistischer Brillanz seine literaturwissenschaftliche Ausbildung zur Schulung des interessierten Autors,Lesers und Rezensenten und befreit selbige Wissenschaft zugleich vom neuakademischen Muff von 30 Jahren. Seine mit erstaunlicher Leichtigkeit geschriebenen Buchbesprechungen und Kommentare sind zudem, tatsächlich, erhellend (derzeit begeisternd zum Roman "Todesmuster" von Norbert Horst).
Und weil wir nicht auf jede Delikatesse dieser Blogs hinweisen können, empfehlen wir den täglichen Besuch derselben!
In loser Folge weisen wir demnächst auf weitere "nonprofit"-Beobachter des kriminellen Geschehens hin ..
Nach sieben Jahren des Schweigens hat Bret Easton Ellis, der Bestsellerspezialist für Sex, Drogen und Gewalt, mit "Lunar Park" einen neuen Roman vorgelegt – und wird damit fast erwachsen, meint Jordan Mejias, New York in der "FAZ" 24.08.2005 ... mehr
Tobias Gohlis schreibt in seiner Krimikolumne für "Die Zeit" vom 25.08.2005 über Spione gegen Hitler. Der Zufall, der manchmal die Programmentscheidungen der Verlage bestimme, habe jetzt zwei Spionagegeschichten
serviert, die praktisch zur selben Zeit spielen. Nur fünf Monate lägen zwischen der Handlung von Alan Fursts "Die Stunde des Wolfs" (Blessing) und Joel Ross’ "Alias XX" (Droemer). In beiden gehe es um das entscheidende Jahr 1941; am Ende des ersten Romans falle Nazideutschland über die Sowjetunion her, der zweite schließe mit dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Zwei Spionagegeschichten in sehr unterschiedlichen Varianten ... mehr
Er ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart. Doch nicht alle Leser sind angetan von den Werken des Amerikaners Dan Brown. Der "Sakrileg"-Autor brüskierte britische Nonnen und italienische Kardinäle. Jetzt hat er auch noch die Kulturstadt Sevilla gegen sich. Ein Bericht in "Der Spiegel" am 25.08.2005 ... mehr
Sind sie ein deutscher Durchschnittsbürger, der von Monsieur Vian noch nie gehört hat? Ganz egal – schweigen, keinem erzählen und sich schnell an die Lektüre setzen, meint die Redaktion von "Denkmal" auf "3sat" und führt sie ein in die seltsame Welt des Schriftstellers Boris Vian ... mehr
Ein befremdlicher, aber auch absolut lesenswerter Krimi sei "Kaputt mundi" (Piper), geschrieben von der römisch-jüdischen Schriftstellerin Ben Pastor. Bei "3sat-online" meint Bettina von Pfeil, daß der Roman die Gefühle auf den Kopf stelle, klassische Wertungen und Sichtweisen breche und einen hinein stoße in Irritationen ... mehr
Kalender
Brian Moore
Am 25. August 1921 wird Brian Moore in Belfast geboren († 10. Januar 1999 in Malibu, Kalifornien).
Er wollte nicht in einem Büro in Belfast alt werden und wanderte 1948 aus. In Montreal fing er als Büroangestellter an und arbeitete sich zum Korrektor und Reporter der "Gazette" hoch, publizierte gleichzeitig unter dem Pseudonym Michael Bryan Thriller. In den Augen seines Vaters, eines katholisch-irischen Chirurgen, hatte Brian Moore doppelt versagt: In seinem Medizinstudium brachte er es zu nichts, und im Zweiten Weltkrieg trug er die Uniform des englischen Ministry of War Transport. Sein erster Roman, "Die einsame Passion der Judith Hearne", brachte ihm ein Guggenheim-Stipendium in New York ein, sein Thema, der Einbruch des Unheimlichen ins Alltagsleben, Alfred Hitchcocks Ruf nach Hollywood. Moore schrieb das Drehbuch zu "Der zerrissene Vorhang" und ließ sich in Kalifornien nieder. Das Werk von Brian Moore erscheint auf deutsch im Diogenes Verlag.
"Obwohl Moore manchen als Agnostiker galt, lässt sich seine Position zum Christentum, geprägt von irischen Zuständen, als kritischer Katholizismus betrachten, der sich der modernen Welt stellt." (wikipedia.de)
Infos bei:
"Diogenes" , wikipedia.org , Robert Fulford (engl.) , University Calgary (engl.) , Fantastic Fiction (engl.) .
Die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Carmen Korn
Geboren 1952 in Düsseldorf. Carmen Korn erhielt ihre Ausbildung als Journalistin auf der Henri-Nannen-Schule. Sie arbeitete als Redakteurin beim Wochenmagazin "Stern" und war Autorin von "Die Zeit" und "Brigitte". 1999 erhielt Carmen Korn den "Philip Marlowe Preis" und 2004 den "Friedrich-Glauser-Preis - Krimipreis der Autoren" in der Sparte Kurzkrimi. mehr
Kein Autor hat in Italien mehr Bücher verkauft als er. Seine Geschichten rund um den sizilianischen "Commissario Montalbano" verhalfen dank ihrer erzählerischen Stärke dem Krimi-Genre zu einer Renaissance, aber nicht nur das: sie verschafften Andrea Camilleri über die Literaturszene hinaus Gehör, weil er in in seinen Montalbano-Kriminalgeschichten genauestens die sizilianischen Verhältnisse spiegelt – und danach sehnte sich die Mafia-müde Bevölkerung Italiens. Die Kultursendung "Titel, Thesen, Temperamente" vom 14.08.2005 brachte ein Interview mit dem Autor...mehr
Während die französische Krimiseite "Mauvais genre" dichtmacht (Siehe Tobias Gohlis' Krimitagebuch, wächst und gedeiht die spanische Krimiseite "La Gangsterera" prächtig. Aktuell dort für unsere spanisch lesenden Besucher: "Especial Semana Negra 2005" mit einem Bericht von Paco Ignacio Taibo II über die große kriminalistische Veranstaltung in Gijon ... mehr
Die Augustausgabe von Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" bei den Kollegen von "kaliber. 38" hätten wir beinahe vergessen. Was ein schwerer Fehler wäre,denn auch dieser Leichenberg ist kompakt und treffsicher wie eh und je. Hohes Lob gibt es für Norbert Horsts zweiten Roman "Todesmuster" (Goldmann), enttäuscht ist Wörtche dagegen von Alan Fursts "Stunde des Wolfs" (Blessing). P.J. Tracy rette mit "Der Köder" (rororo) die Ehre der amerikanischen Kriminalliteratur und in welche Reihe großer Privatdetektivautoren Joseph Hansen einzuordnen sei, wiederhole er immer wieder gern. Dazu etwas über wahre kirchliche Intrigen und eine mexikanische Revolutionsballade. Und das ist noch nicht alles. Lesen, Knoten ins Taschentuch, auf keinen Fall vergessen. Leichenberg. Wörtche. kaliber . 38. So. mehr
Gerade da, wo Kultur thematisch mit Verbrechen, Gewalt, Ethik zu tun haben müsste, sei sie besonders märchenhaft, regressiv und zahnlos. So Thomas Wörtche in einem Beitrag für die Wochenzeitung "Freitag", den Sie bei den Kollegen von "kaliber. 38" jetzt nachlesen können. Wie ungenau, unsauber und unehrlich sich Gesellschaft, Mensch, Kultur entwickelt habe, zeige sich sowohl in in der immer offensichtlicher werdenden Korruptionsdichte des öffentlichen und privaten Lebens, als auch in der Welt der Medien und sei durchaus eine Folge jener "geistig-moralischen Wende" und dem Druck der Wirtschaft. Und was das mit Kriminalliteratur zu tun hat, das erfahren Sie auch ... mehr
HR-online: »Scharfer Blick«:
Eine Kommissarin bleibt seelisch auf der Strecke – Hauptthema des neuen Krimis von Astrid Paprotta. Ein bitteres Buch: es ist die Fortsetzung des letzten Falles der Frankfurter Kommissarin Ina Henkel, an dem sie zerbricht. Ein Buch über Schmerz und Rache, über Rechtssprechung und Selbstjustiz. Von Nicole Rodriguez Cardenas ...
Frankfurter Rundschau: »Nervöse Freundinnen«:
Astrid Paprottas neuer Krimi ...
HR-online: – Für Weinliebhaber und Gourmets«:
Ein Weinreiseführer, ein kleines Rezeptbuch und ein Krimi – im Fass gereift und in Italien verkostet. Michael Böckler hat einen neuen Band seiner Reihe um Hyppolyt Hermanus mit dem Hang zu Wein, gutem Essen und Faulenzen herausgebracht. Von Nicole Rodriguez Cardenas ...
Das Genre erfindet sich immer wieder neu – mit aktuellen Themen, einer eigenwilligen Sprache oder im Spiel mit konventionellen Mustern. Das zeigt ein
Blick auf die Novitäten. Seit es eine Krimi-Bestenliste gibt, haben auch die Kritiker mitzureden. Ein Beitrag im Börsenblatt zur Krimiwelt-Liste, inklusive eines Interviews mit Tobias Gohlis ... mehr (pdf-Datei)
Konnte man seinen ersten Roman, "Verlieren ist eine Frage der Methode", als bestenfalls halbgares kriminalistisches Stückchen bezeichnen, hat er nun die Temperatur kräftig erhöht, meint Kersten Knipp in ihrer Besprechung des Romans "Die Blender" (Verlag Klaus Wagenbach) von Santiago Gamboa ... mehr
Leben auf der Überholspur: Peter James produziert Filme, fährt Autorennen und schreibt wahnsinnig schnelle Thriller. Anthony Bell im Magazin "Bücher" über den Thrillerautor, der Tempo über alles liebt ... mehr
Im "RBB Inforadio" ist Renée Zucker nicht begeistert: "Vermutlich haben Sie noch nie von Peter James gehört. Das ist nicht weiter schlimm, denn sie werden nach seinem Roman nicht das dringende Bedürfnis verspüren, unbedingt und sofort noch einen von ihm zu lesen ... mehr
Geradezu sanftmütig kommt die 26. Ausgabe der immer erschreckend ehrlichen Krimikolumne des Stadtmagazins "Ultiomo" daher. Mehr oder weniger starkes Lob wird ausgeteilt über Krimis von Robert Griesbeck, Susanne Goga, Manuel Vázquez Montalbán, Leslie Silbert, Alicia Giménez-Bartlett, Friedrich Ani, Fred Breinersdorfer und Martina Cole ... mehr
Von der Nordsee bis ins Allgäu: Überall gibt es Regionalkrimis. Jährlich verkauft ein halbes Dutzend Verlage rund eine Million Bücher dieser Gattung. Mehrere hundert neue Titel erscheinen. Das Genre ist zum zeitgenössischen Heimatroman geworden, meinen Sebastian Hammelehle und Thomas Lindemann in der "Welt am Sonntag" am 21.08.2005 ... mehr
Der unverzichtbare Sympathieträger Kommissar Laurenti ist nun zum vierten Mal in der Krimireihe von Veit Heininchen unterwegs. Sein neues Buch "Der Tod wirft lange Schatten" (Zsolnay) erfreut den Leser mit mediterranem Flair und neben gut durchdachten Kriminalfällen auch mit einem Hauch Sozialkritik. Gerhard Moser bei "ORF 1" am 21.08.2005 ... mehr
In der Kolumne "crime scene" in der "taz" vom 20.08.2005 ist Kolja Mensing völlig anderer Meinung als Ludger Menke (s.u.). Unter Schafen, heißt es im Einstieg und : Leonie Swanns lustiger und literarisch anspielungsreicher Tierkrimi "Glennkill". Richtig spannend sei das zwar nicht, eher lustig, und am meisten Spaß machen die wilden literarischen Anspielungen ... mehr
Die Selbstmarginalisierung des deutschen Krimis schreitet munter voran. Als Leser/in habe man sich an die Masse von belanglosen Regionalkrimis, Serienkillerthriller oder historischen Schmonzetten schon gewöhnt. Es gebe aber immer wieder besondere Tiefpunkte im Schaffen deutscher Krimischreiber/innen, die eine entsprechende Würdigung unbedingt verdienten, meint Ludger Menke in seinem "krimiblog" und verleiht der Autorin Leonie Swann für ihr Buch "Glennkill" die erste "Platzpatrone" ... mehr
Am 19. August 2005 ist der Schriftsteller Michael Collins (Pseudonym von Dennis Lynds) im Alter von 81 Jahren in San Francisco) gestorben.
Dennis Lynds schrieb unter zahlreichen Pseudonymen, als Krimiautor Michael Collins wurde er mit der Dan-Fortune-Serie bekannt, eine Reihe um einen einarmigen Ermittler. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Edgar" 1968.
Info über Michael Collins:
kaliber. 38, krimiblog.de
Der Journalist Bob Woodward und sein Kollege Carl Bernstein deckten einst den Watergate-Skandal auf. In seinem Buch schreibt Woodward über ihren Informanten namens "Deep Throat", der sich kürzlich selbst enttarnte. Sein Buch ist ein realhistorischer Thriller aus der Welt der Schatten und der realen Macht. Michael Stürmer im "Deutschlandradio Kultur" am 21.08.2005 ... mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 20. August – 2. September 2005
Hallo miteinander,
in den kommenden beiden Wochen gibt es in erster Linie kriminalistisches Graubrot und einen Exzess von sich wiederholenden Wiederholungen.
Dazwischen sind einige Perlen versteckt. Nämlich die beiden Wenders-Filme "Der
amerikanische Freund" (seine Highsmith-Verfilmung), "Hammett" (seine, auf Joe Gores Buch, basierende Liebeserklärung an den Film Noir), einen Sherlock Holmes-Themenabend auf Arte, unter anderem mit Billy Wilders Hommage "Das Privatleben des Sherlock Holmes", der Peckinpah-Klassiker "Sacramento" (okay, kein Krimi, sondern ein Western, keine Romanverfilmung, aber ein Peckinpah), einen weiteren Kurzfilm aus der Reihe "Alfred Hitchcock präsentiert" (vom Meister selbst inszeniert und in deutscher Erstausstrahlung), William Friedkins rasante Petievich-Verfilmung "Leben und sterben in L. A.", die erste Hannibal Lector-Verfilmung "Blutmond"
von Michael Mann und den Klassiker "Lohn der Angst".
Richard Stark/Donald Westlake-Fans lassen sich selbstverständlich die Verfilmung "Die ganz große Kasse" nicht entgehen. Obwohl sie nicht die Klasse von "Point Blank" erreicht.
Axel
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Katzenkrimis gibt es inzwischen massenhaft. Doch jetzt legt Leonie Swann mit "Glennkill" (Goldmann) den ersten Schafskrimi vor. Der ist zwar nicht sonderlich spannend, dafür um so lustiger und äußerst anspielungsreich. So belesene Schafe wie diese hier hat man noch nie gesehen. Kolja Mensing im "DeutschlandRadio Kultur" am 17.08.2005 ... mehr
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In New York, dem "Big Apple", schläft das Böse nie. Hier lebt ein Kämpfer gegen das Verbrechen, der seit mehr als 50 Jahren jede Woche einen Fall löst: Jerry Cotton, der G-Man vom FBI, im Kern ein Erzkonservativer mit unbeugsamem Gerechtigkeitssinn. Die Hefte des Agenten werden oft als Schund beschimpft. Doch für alle anderen ist Jerry Cotton Kult. Doch wer ist Jerry Cotton wirklich? Lotar Schüler in der Sendung "3sat / Kulturzeit" am 09.08.2005 ... mehr
Auch in Alan Fursts achtem "historischen Spionagethriller" geht es wieder um seine erzählerische Obsession: das Europa zwischen 1933 und 1945, die düsteren, verwickelten Kraftlinien des alten Kontinents und Menschen, die in sie hineingezogen werden und darin glänzen oder umkommen. Auch wenn Furst hier ein wenig ausgebrannt wirkt, hat er eine solch schlechte Übersetzung nicht verdient. Pieke Biermann im "DeutschlandRadio Kultur" am 18.08.2005 ... mehr
Drei Tage im Sommer, vom 18.– 20. Juli 2005, war John Sandford in Deutschland unterwegs, um seinen jüngsten Ausflug ins Politthrillergewerbe vorzustellen: "Kalter Schlaf". Mit Ulli Renk sprach der charmante Pulitzer-Preisträger für das "Krimi-Forum" über Sex, Glaubwürdigkeit und welche Interviewfrage er besonders mag ... mehr
Das lateinamerikanische Land ist im Griff der Gewalt. Kein Wunder, dass es in Kolumbien auch in den Romanen brutal zugeht – Gott sei Dank nicht in allen. Die neue Literatur aus Kolumbien zeigt, dass es auch ohne Gewalt auf jeder Buchseite geht. Ein Beitrag mit dem Titel "Vom Leben und vom Sterben" von Valentin Schönherr in der Schweizer "WoZ" vom vom 18.08.2005 ... mehr
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" .
Die Sendung am Sonnabend, den 20. August 2005 im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Ein Klischee verschwindet" ist auch per PC abrufbar
In der Welt von Polizei und Polizeireportern ist
Alexander Luchterhandt bekannt wie ein bunter Hund.
Immer bestens informiert, am liebsten vor der Polizei am Tatort.
Kein Wunder: Er hört den Polizeifunk ab. Im Namen der Pressefreiheit. Im Interesse des Profits. Aber es ist eine Straftat.
Eine Szene voller Klischees und ein Mann, der fast manisch
versucht, das Klischee zu verkörpern.
Am 8.Mai 2005 verschwindet er und wird selbst zur Nachricht.
Ist er abgetaucht, auf genial spurlose Weise?
Hat er das einsame Leben zwischen Hightech-Scannern und
Antennen nicht mehr ausgehalten und sich umgebracht?
Oder ist er ermordet worden?
Wer ist/war der Funkhacker – was für eine Szene ist das?
Spurensuche in der kriminellen Grauzone der Mediengesellschaftachtungen und Erfahrungen von Berliner Verkehrspolizisten und Verkehrsrichtern.
Als Printversion morgen im "Tagesspiegel"
Fränkischer Tag: »Ermittlungen an der Schleuse 100«:
Thomas Kastura schickt seinen Kölner Kommissar zur Lösung eines Falls an die Regnitz nach Bamberg. Mit dem Artikel über Thomas Kastura startet eine dreiteilige Serie über in Bamberg lebende Krimiautoren. ...
Kölnische Rundschau: »"Schwarzer Tod" als Muntermacher«:
Die Crew des "illusorischen Verbrechens" findet sich vom 14. bis 18. September im Kreis Daun zum Krimifestival "Tatort Eifel" ein, das alle zwei Jahre stattfindet ...
kulturzeit: »Zwischen Denunzianten und Transvestiten«:
Die Kulturzeit-Krimibuchtipps von Martin Schöne im August 2005: Garry Dishers "Flugrausch" ist ein rasanter Thriller mit überraschenden Wendungen. Leonardo Paduras "Labyrinth der Masken" erzählt vom Leben in einer brutalen Diktatur und geistiger Unterdrückung. ...
Rheinische Post: »Meisterhaft spannend«:
Für einen Paukenschlag sorgte die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai, denn es wurden vorgezogene Neuwahlen in Deutschland angekündigt. Horst Eckerts Krimi "617 Grad Celsius" erschien bereits im April, darin kracht ebenfalls ein Paukenschlag in die politische Landschaft - aber ganz anderer Art. ...
FAZ: »Von der Unmöglichkeit, endlich erwachsen zu werden«:
In seinem neuen Roman "Lunar Park" (Alfred A. Knopf) erforscht Bret Easton Ellis, der große Gesellschaftskritiker der amerikanischen Gegenwartsliteratur, seine eigenen Abgründe. Von Johanna Adorján ...
Facts: »Die Jugendsühne«:
Mit dem Thriller "American Psycho" schockierte Bret Easton Ellis die Öffentlichkeit. Kälte prägt auch seinen neuen Roman. Es ist eine Familiengeschichte. Ist es seine? Von Konrad Lischka ...
www.andriankreye.com: »Stimme einer zynischen Generation«:
In seinem neuen Roman "Lunar Park" amüsiert sich Bret Easton Ellis über
die bürgerlichen Impulse der Lebensmitte. Von Andrian Kreye ...
Die Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Jan Costin Wagner
Jan Costin Wagner, in Langen/Hessen geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Frankfurt. Er lebt in Offenbach und arbeitet seit 2002 als selbständiger Autor.
Schon sein Debüt Roman "Nachtfahrt" wurde mit dem Marlowe für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres 2002 ausgezeichnet. Inzwischen ist sein dritter Roman erschienen.
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Nun ja, mit Lesen war es dann nichts bei unserem Auslandsaufenthalt, aber erholsam war es trotzdem.
Und glücklicherweise hat es sich ergeben, daß besonders gut besetzte Urlaubsvertretungen die Arbeit der Alligatorpapiere übernommen haben und über alles Wichtige berichteten, was bisher geschah:
dpr bei "Watching the detectives" und Ludger Menke im "Krimiblog".
Danke, danke! Nicht nur für alle Krimifans, auch für uns. Denn wir hätten das alles ja gar nicht mehr finden können und freuen uns, es auch einmal auf dem Tablett serviert zu bekommen ...
Wir listen jetzt nicht alles auf, was dpr bei "Watching the detectives" präsentiert hat, es war nämlich eine ganze Menge, z. B. über Leonardo Paduras Havanna-Krimis bei "Jungle World", über Jason Starr in "Die Welt", über Forensiker in der "FAZ" und Fischer über Disher. Dazu etwas über Heinichen im Fernsehen und Rodewischerinnen auf Rügen und im Vogtland. Aber die Urlaubsvertretung ist natürlich nicht der einzige Grund, "Watching the detectives" zu besuchen. Neben der "Crime school" gibt es jetzt nämlich auch noch eine "Schule der Rezensenten", die wir zu besuchen dringendst empfehlen!
Auch was Ludger Menke in seinem "Krimiblog" gemeldet hat, können wir gar nicht alles aufzählen. Über das Hakan Nesser-Special bei "schwedenkrimi.de" zum Beispiel oder das Porträt zu Heinrich Steinfest in "Die Presse". Das finden Sie schließlich im "krimiblog", zudem eine ausführliche Würdigung des australischen Autors Garry Disher und einen schönen Beitrag über die Krimis von Astrid Paprotta. Ach ja, Ludger legt seit der Aufgabe seiner eher ausgeglichenen Webseite "Der Bücherfreund" weiter schärfere Munition ins Magazin: die neue Rubrik "Platzpatrone" wird sich unregelmäßig mit den richtig schlechten Krimis beschäftigen. Demnächst also etwas über: "man glaubt es nicht, wenn man es nicht selbst gelesen hat" ...
Also, wenn Sie wissen wollen, was es in der Abwesenheit der Alligatorpapiere an interessanten Berichten zu lesen gab: nix wie hin zu den Detektiven und dem Krimiblog!!!
Der Berliner "Krimifuchs" geht in diesem Jahr an den Autor Tom Wolf für dessen Preussenkrimis (be.bra Verlag) und deren Mischung aus brillianter Wiedergabe historischer Stoffe, überzeugende Charaktere und große Spannung, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt". Während der 13. Reinickendorfer Kriminacht: "Tatort Tegel!" am 20. August 2005 wird der Preis verliehen. Mit dabei: Pieke Biermann, Jochen Senf, Horst Bosetz(-ky),Sabine Deckwerth,Peter Gerdes ... mehr
Es gebe Bücher, in denen man sich von der ersten Seite an zu Hause fühle, die man lese, als würde man sie nach Jahren wieder lesen, erläuterte Tobias Gohlis in seiner Krimikolumne für "Die Zeit" 32/05 vom 04.08.2005. Solch ein Buch sei Bernhard Jaumanns Roman "Die Vipern von Montesecco" (Verlag Gustav Kiepenheuer). Jaumanns Gemälde eines halb verlassenen, halb archaischen Dorfes sei fein gezeichnet und genau beobachtet, er bezaubere durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache ... mehr
Pünktlich zum Monatsanfang waren sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für
den August 2005 bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
Zwei Schmöker vom anderen Ende der Welt: Garry Disher entführt mit seinem Polizeiroman "Flugrausch" (Unionsverlag metro) ins ländliche Australien. Und James W. Nichol lässt seine Leser in "Ausgesetzt" an einem Alptraum in Toronto, Kanada teilnehmen. ... mehr
Im Frühjahr hat Peter James mit "Dead Simple" seinen ersten Kriminalroman veröffentlicht, der Ende August auch auf deutsch erscheint. Tobias Gohlis hat mit Peter James die Schauplätze des Thrillers aufgesucht und berichtet in seinem Krimitagebuch bei "ARTE" darüber. Und nicht nur das: Sie erfahren, warum "Mauvais genres" dicht macht und wie Sie sich die Beiträge dieser excellenten Website sichern können. Und unglaublich: Jeff Lindsay macht weiter! Lesen Sie ... mehr
In diesem Jahr meinte es der Sommer nicht gut mit uns. Entweder zu heiß und trocken, oder zu kühl und nass. Die Spannung ist raus. So leitet "literature.de" das aktuelle Krimi-Special ein, das neben zahlreichen Rezensionen auch ein Interview mit Laura Lippman anläßlich ihres neuen Titels "Butchers Hill" (Rotbuch) enthält ... mehr
Obwohl "Die Blender" (Wagenbach) von Santiago Gamboa wie ein Philologen-Krimi daher komme, gehe es unter der schmissigen Oberfläche um existenzielle Fragen, schreibt Maike Albath im Beitrag "Salsa in Peking" in der "Frankfurter Rundschau" vom 15.08.2005. Der Roman entpuppe sich bald als ein Spionagethriller voller parodistischer Fußangeln und mit seiner erzählerischen Eleganz und der kompositorischen Virtuosität reihe sich Santiago Gamboa in die Tradition des urbanen Abenteuerromans ein ... mehr
Der spanische Autor Manuel Vázquez Montalbán schuf den Detektiv Pepe Carvalho. Der haßt das pasteurisierte Barcelona. Ein Beitrag von Stefanie Bolzen über Europas Kommissare in "Die Welt" vom 03.08.2005 mehr ...
Fassen wir zusammen: vorher ging es um Vigàta , Kiew, Wien, Edinburgh und um das kriminelle Europa ...
Mit zwei Dingen könne man bei einem neu lancierten lateinamerikanischen Romancier, der obendrein Argentinier sei, meistens rechnen, meinte Andreas Breitenstein in der "Neuen Zürcher" vom 09.08.2005: dass er im Klappentext in eine Reihe mit Jorge Luis Borges gestellt werde und dass irgendwo im Buch ein Manuskript auftauche, dessen geheimnisvolle Existenz vom Autor erhebliche literarische Kunstfertigkeit und vom Leser verschärfte hermeneutische Anstrengung verlange. Die Rede ist von Juan José Saer und dessen Roman "Ermittlungen" (Dumont) ... mehr
Die Welt: »Im Haus von Maus«:
Kai Meyer verzaubert Leser mit magischen Märchen. Seine Bücher werden in 20 Sprachen übersetzt. Eines seiner bekanntesten Werke, die Trilogie um die "Fließende Königin", wird gerade verfilmt ...
Der Spiegel: »Literatur-Auktion«:
Literaturstar Stephen King schreibt einen Roman, und Sie bestimmen, wie der Held heißt. Unsinn? Nein, ein Projekt von eBay ...
Die Juli-Meldungen gibt
es
hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv
Haftungsausschluss und Urheberrecht
Frisch eingetroffen.
Bücher, die uns erreichten.

Beachten Sie die Neueingänge:
Oberinspektor Chens dritter Fall, der Herbst im Havanna-Quartett, Südamerika-Politthriller im Doppelpack, Nervengift für Hartgesottene, ein historischer Spionageroman ...
Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas
Przybilka.
Carmen Korn
Geboren 1952 in Düsseldorf. Carmen Korn erhielt ihre Ausbildung als Journalistin auf der Henri-Nannen-Schule. Sie arbeitete als Redakteurin beim Wochenmagazin "Stern" und war Autorin von "Die Zeit" und "Brigitte". 1999 erhielt Carmen Korn den "Philip Marlowe Preis" und 2004 den "Friedrich-Glauser-Preis – Krimipreis der Autoren" in der Sparte Kurzkrimi. mehr
Jan Costin Wagner
Jan Costin Wagner, in Langen/Hessen geboren, studierte Germanistik und Geschichte in Frankfurt. Er lebt in Offenbach und arbeitet seit 2002 als selbständiger Autor.
Schon sein Debüt Roman "Nachtfahrt" wurde mit dem Marlowe für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres 2002 ausgezeichnet. Inzwischen ist sein dritter Roman erschienen.
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Heute keine Kriminalhörspiele. Aber es gibt ja gute Kriminalromane (siehe links) und Fernsehen (siehe unten)!
Die TV-Tipps 20. August – 2. September 2005
in den kommenden beiden Wochen gibt es in erster Linie kriminalistisches Graubrot und einen Exzess von sich wiederholenden Wiederholungen.
Dazwischen sind einige Perlen versteckt.
Filme von Wim Wenders, ein Sherlock Holmes - Themenabend sowie Filme von Peckinpah, Hitchcock, Friedkin und einige Klassiker des Genres....
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie
immer ...
hier
ARD, 03.30
(USA, R.: Roy Rowland)
Drehbuch: Charles Schnee
LV: John Bartlow Martin
Ein Detective will seines ermordeten Kollegen fangen und ihn vom Verdacht der Korruption befreien.
Überdurchschnittler B-Film der Schwarzen Serie.
Mit Van Johnson.