Krimineuerscheinungen des Monats bei
"kaliber.38"
Krimitermine gibt es bei
Krimizeit

News April 2004

30. April 2004

Die Edgars sind vergeben

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Die "Mystery Writers of America" haben die diesjährigen Gewinner der "Edgar Allan Poe Awards" bekanntgegeben:
Gewinner in der Sparte "Bester Roman" wurde Ian Rankin für RESURRECTION MEN
Den "Grandmaster" erhielt Joseph Wambaugh.
Alle Preisträger finden Sie ... hier


Mord im Morgenmagazin

Mord im Morgenmagazin Das "ARD-Morgenmagazin" ist auf mörderischer Spur: Mythos Krimi – warum fasziniert er Millionen? Wie realistisch sind Kriminalromane und wie spannend ist der Alltag der Ermittler wirklich? Gibt es den perfekten Mord? Was macht einen Krimi zum Bestseller?
Diese Fragen werden im ARD-Morgenmagazin vom 3. bis 7. Mai in Liveberichten u.a. aus der Rechtsmedizin und von einem Tatort-Set geklärt. Und auch die Phantasie der Zuschauer ist gefragt: In einer großen Internetaktion sollen sie einen KRIMI zu Ende schreiben. Der Anfang stammt von Profiautor Horst Eckert.
Als Preis für das beste Krimi-Ende (wird verfilmt) winkt ein Krimiwochenende für 2 Personen. Mitmachen können alle Krimifans auf der "Mord-im-Moma" Seite (ist freigeschaltet) ... mehr


Die schwere Kunst der leichten Unterhaltung

Stefan Becht war für das Fachmagazin "Buchmarkt" auf dem Symposium über den Groschenroman oder "Die Schwere Kunst der leichten Unterhaltung" im "Haus der Geschichte" in Bonn und berichtet von einer lebhaften Veranstaltung: "Wild ging's her und hin und wieder zurück: Von der Einsamkeit des Schreibers zur Einsamkeit des Lesers, vom Abbilden des Zeitgeistes in den Groschenheften, um das, was gekauft und das, was wirklich gelesen wird, um die festen Erwartungen, die erfüllt werden müssen und um das vorgegebene Happy-End im Genre der Groschenromane. " ... mehr

Glauser-Diskussion

Ulrich Nollers vehemente Kritik bei "WDR 5" an den diesjährigen Glauser-Preisverleihungen setzt sich im Forum des "bücherfreundes" fort. Verdacht der Kungelei, Versagen der Jury, mangelnde Transparenz und fehlende inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Genre sowie die Vorrangigkeit von PR-trächtigen Aktionen sind die geäußerten Kritikpunkte ... mehr

Susanna Mendes Berliner Krimisalon

"Deutsche Geheimdienstchefs im Kalten Krieg" ist das Thema im heutigen "Berliner Krimisalon" von Susanna Mende. Die Herausgeber des im Chr. Links Verlag erschienenen Buches "Konspiration als Beruf" Dr. Dieter Krüger und Dr. Armin Wagner stellen ausgewählte Biographien von deutsch-deutschen Geheimdienstchefs vor. Auf der Webseite des Krimisalons gibt es weitere Informationen und Leseproben. Und die Daten: Beginn – 20.00 Uhr Ort – Susanna Mende – Leibnizstr. 87, Berlin Charlottenburg ... mehr

Petros Markaris

markaris-live In seinem Roman "Live" (Diogenes) entführe Petros Markaris den Leser mitten hinein in die Probleme der modernen griechischen Gesellschaft, schreibt Swea Schilling im "ZDF" am 28.04.2004. Doch die Geschichte gehe einem nicht nahe, die Handlung der Geschichte mäander vor sich hin, verliert sich mal da, mal dort, so dass der Leser sich oft im Gewirr der möglichen Motive verirre ... mehr

Zukunft des Wiesbadener Frauen-Krimi-Festivals

In Wiesbaden hat der Finanz- und Wirtschaftsausschuss den Etat des Kulturdezernats beraten und damit auch über die Zukunft des Wiesbadener Frauen-Krimi-Festivals um den Krimipreis "Agathe" entschieden.Wie einer kurzen Meldung des "Wiesbadener Kuriers" vom 29.04.2004 zu entnehmen ist, soll der Krimipreis zwar bestehen bleiben, das Festival um die Verleihung des Preises soll jedoch wegfallen ... mehr

Criminale

criminaleDie "Criminale" am Niederrhein läuft auf vollen Touren und die Berichterstattung über die vielfachen Einzelveranstaltungen läuft mit. Einen kleinen Überblick erhält, wer auf der Suchseite der "NRZ" den Begriff "Criminale" eingibt. Heute z. B. Infos über das Benefizspiel der Krimiautoren, Lesungen von Andreas Schlüter, Dolly Buster u.a. sowie Infos über Hochkaräter des Heimatkrimis ... hier

Auch der "WDR" informiert über die "Criminale". Neben allgemeinen Infos über Veranstaltungen gibt es auch multimediale Angebote: z.B. berichten fünf Krimiautoren über die Tatorte am Niederrhein und es gibt Interviews mit den Krimiautoren Norbert Horst, Reinhard Jahn und dem "Trio Criminale" aus Kleve... hier

29. April 2004

Horst Eckert

Horst Eckert Wer Krimis mag, kommt an Horst Eckert nicht vorbei, schreibt der "Rheinische Merkur" Nr. 18 vom 29.04.2004. Abgesehen von einem Trip nach Afghanistan, spielen die Geschichten des preisgekrönten Schriftstellers im Rheinland. Und das ist dann gar nicht lustig. Nun hat der in Düsseldorf lebende Diplompolitologe, Kriminalschriftsteller und gebürtige Oberpfälzer aus Pressath gleich zweimal zugeschlagen: ein neues Buch "Purpurland" und ein eigenes Kapitel "Bye-bye, Neukirchen-Vluyn" in der Krimi-Anthologie "Mord am Niederrhein" (beide Grafit Verlag). Kerstin Joswig sprach mit dem Autor ... mehr

Der Detektiv im frühen deutschen Kino

kameraaugeSeine Untersuchung zum Detektiv im frühen deutschen Kino stelle die archivarische Bestandsaufnahme ins Zentrum, definiere Typen und deren Varianten, zeige eindeutschende Übernahmen und ein transmediales Bündnis auf, schreibt Thomas Meder in der Besprechung des Buches "Kamera-Auge und Spürnase. Der Detektiv im frühen deutschen Kino" (Stroemfeld/Roter Stern) von Sebastian Hesse für die "FAZ" vom 28.04.2004. Das sei kein geringes Kapital einer Arbeit, die aus dem Gros akademischer Filmschreiberei nicht zuletzt durch ihre Selbstbescheidung in Sachen Theorie hervorsteche. ... mehr

Eine spannende Gegend

Über die deutsche Krimilandschaft berichtete Ulrich Noller am 29. April 2004 auf "WDR 5". Er kommentierte die Vergabe der diesjährigen Glauserpreise und sprach über seine Einschätzungen zur Situation des deutschen Kriminalromans. Eine durchaus kritische Bewertung, auch der diversen immer größer werdenden Krimifestivals, die im Manuskript aber schärfer als in der Sendung formuliert wurde: "So bleibt, zumindest für ein Jahr, alles wie es ist: Statt Künstlergemeinschaft und Thinktank zu sein, ergehen sich die Kriminalautoren in Vereinsmeierei und Biedersinn; statt ihr Publikum mit richtig guten, relevanten Büchern zu verzaubern, finden und schaffen sie immer mehr Gelegenheiten, sich selbst zu feiern."
Das Manuskript zur Sendung gibt es ... hier

Horst Ehmke

ehmke-privatsache.jpg Ex-Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes unterhält sich mit Ex-Kanzleramtsminister Horst Ehmke für den Bonner "General-Anzeiger" vom 28.04.2004 darüber, was Politik und Kriminalromane verbindet und was Menschen daraus lernen können ... mehr

Hubert Selby

Blass, schmal und fast zerbrechlich wirkte Hubert Selby in den letzten Jahren. Kaum vorstellbar, dass dieser Mann mit Anfang 20 so voller Hass war, dass er sich die Wut von der Seele schreiben musste. An den Erfolg seines Debüts "Last Exit to Brooklyn" konnte er nicht mehr anknüpfen, obwohl er zahlreiche weitere Romane verfasste, die das Leben der New Yorker Underdogs spiegeln. Ein Nachruf von Susan Tratz im "Deutschlandfunk" vom 27.04.2004 mit der Möglichkeit, den gesamten Beitrag mit O-Tönen von Hubert Selby als mp3 und RealAudio hören ... mehr

Die schwere Kunst der leichten Unterhaltung

Anna Karenina hui, John Sinclair pfui – so einfach wollte es sich das Bonner Symposium "Die schwere Kunst der leichten Unterhaltung" nicht machen. Die "Ursula Lübbe-Stiftung" hatte wohlweislich ins "Haus der Geschichte" geladen: Dort kennt man prinzipiell keine Scheu vor Populärem, und dort lässt aktuell Bastei-Lübbe-Veteran Jerry Cotton als Ausstellungsheld die Muskeln spielen.
Verleger Stefan Lübbe wandte sich gegen die pauschale Verunglimpfung der "Groschenhefte" und erinnerte daran, dass Cotton & Co. auch darum kämpfen, "dass der Blätterfinger nicht gegenüber dem Computerspiel-Daumen vollends verkümmert". Ein Bericht von Hartmut Wilmes für die "Kölnische Rundschau" vom 28.04.2004 ... mehr

Stadtführers als Kriminalgeschichte

ehmke-privatsache.jpg Ein Stadtführer als Hörbuch und Kriminalgeschichte, ein Experiment, das auf großes Interesse stößt, meldet die "Pforzheimer Zeitung" vom 29.04.2004. Die Besonderheit an dem Hörbuch ist, dass sich die Story an den Sehenswürdigkeiten der Stadt entlang hangelt – ein kriminalistisches Stadtporträt. "Mannheimer Seufzer" nennt sich das Ganze und ist im "Bello Verlag" erschienen. In diesem einzigartigen Hörbuch-Projekt bewegt sich die Ex-Kommissarin Dana Bartsch durch ein Geflecht aus Musik, Mannheim und Mord. Auf der Suche nach einem Täter, der für Noten über Leichen geht, wird sie von vielen prominenten Mannheimern unterstützt – in überraschenden Rollen ... mehr

Criminale

criminaleDie "Criminale" am Niederrhein läuft auf vollen Touren und die Berichterstattung über die vielfachen Einzelveranstaltungen äuft mit. Einen kleinen Überblick erhält, wer auf der Suchseite der "NRZ" den Begriff "Criminale" eingibt ... hier

Mord im Morgenmagazin

Mord im Morgenmagazin Das "ARD-Morgenmagazin" ist auf mörderischer Spur: Mythos Krimi – warum fasziniert er Millionen? Wie realistisch sind Kriminalromane und wie spannend ist der Alltag der Ermittler wirklich? Gibt es den perfekten Mord? Was macht einen Krimi zum Bestseller?
Diese Fragen werden im ARD-Morgenmagazin vom 3. bis 7. Mai in Liveberichten u.a. aus der Rechtsmedizin und von einem Tatort-Set geklärt. Und auch die Phantasie der Zuschauer ist gefragt: In einer großen Internetaktion sollen sie einen KRIMI zu Ende schreiben. Der Anfang stammt von Profiautor Horst Eckert.
Als Preis für das beste Krimi-Ende (wird verfilmt) winkt ein Krimiwochenende für 2 Personen. Mitmachen können alle Krimifans auf der "Mord-im-Moma" Seite (ist ab Freitag, den 30.04.04 freigeschaltet) ... mehr




Kalender
Am 29. April 1980 um 9 Uhr 17 stirbt Alfred Hitchcock an Herzversagen. (* 13. August 1899 in London). hitchcockEr war einer der einflussreichsten Regisseure des Hollywoodkinos, gewann aber nie einen Oscar. Hitchock zeichnete sich besonders durch die von ihm so genannte Technik des "Suspense" aus, die in den meisten seiner Thriller zum Einsatz kommt.
Ein weiteres durchgängiges Element der Hitchcock-Thriller ist (neben seinem fein dosierten britischen Humor schwärzester Prägung) die Rolle der Polizei, die – bis auf Ausnahmen – nicht zur Aufklärung beiträgt. Ein von Hitchcock sehr gerne verwendetes Handlungselement, um der Geschichte eine Wendung zu geben ist der von ihm so genannte MacGuffin.
Selten gewürdigt wird das Marketing-Talent Hitchcocks. Obwohl von den Filmgesellschaften üblicherweise für die Promotion eigene Abteilungen oder externe Agenturen beauftragt werden, trugen bei Hitchcocks Filmen die Werbekampagnen deutlich die Handschrift des Regisseurs.
Hinzu kamen lukrative Lizenzverträge für eine Fernsehserie ("Alfred Hitchcock presents"), ein Krimi-Magazin ("Alfred Hitchcocks Mystery Magazine") und eine Buchreihe von Kinderkrimis ("The Three Investigators", deutsch "Die drei Detektive", die Charaktere der Hauptdarsteller erfand Peter Arthur), an deren Produktion Hitchcock nur am Rande beteiligt war. (Textauszüge aus "wikipedia.de" )

Info bei "wikipedia.de" , The Alfred Hitchcock Network , Alfred Hitchcock Filmworld , 8ung.at , hitchcock.tv (engl.), mysterynet.com (engl.) .

28. April 2004

Jack Higgins

higgins-jackSeine Romane werden in gut vierzig Sprachen übersetzt und verkaufen sich weltweit. Jack Higgins, als Henry Patterson in schwierigen Verhältnissen in Belfast und der englischen Arbeiterstadt Leeds aufgewachsen, ist eine Ein-Mann-Industrie, die bis heute rund siebzig Romane auf den Markt brachte – Detektiv- und Kriminalromane, Thriller, Abenteuergeschichten, und vereinzelt mainstream-novels. Ruhm und Ehre (und Reichtum) fallen selten vom Himmel – Higgins' literarische Lehrzeit währte fünfundzwanzig Jahre, und er brauchte rund dreißig Romane, die unter mehreren Namen in mehreren Verlagen erschienen, bis sich der Erfolg einstellte. Ein Porträt des Autors und eine Bibliographie seines Werkes gibt es jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38" ... mehr


Hubert Selby

 Hubert Selby Am Ende stehe der Roman "Waiting Period" (2002), eine Story über einen Mann, der eine schrecklich geniale Methode entwickle, ohne Spuren zu morden, schreibt Thomas Leuchtenmüller in der "Neuen Zürcher" vom 28.04.2004 im Nachruf zum Tode des amerikanischen Schriftellers Hubert Selby. Selbst dieser bizarre Schlusspunkt zeige eine positive Seite des Schriftstellers: Im Gegensatz zu wetterwendischen, nach monetärem Ertrag schielenden Kollegen habe sich Hubert Selby, Jr. bis zuletzt etwas bewahrt, was für manche altmodisch sei – Konsequenz ... mehr


Michael Frayn

 frayn-spionagespiel Der 1933 geborene Autor Michael Frayn vermische die Genres. Der Plot des Buches "Das Spionagespiel" (Hanser) erinnere eher an einen literarischen Krimi, so wie ihn Graham Greene oder Eric Ambler einst geschrieben haben, meint Manuel Karasek in der "netzeitung" vom 26.04.2004. Der erfahrene Autor sei auch mehr ein analytischer Psychologe als ein Phantast, der aus dem Füllhorn seiner Imaginationen schöpfe. So sei sein Roman vor allem eine brillante Darstellung der Machtstruktur einer Freundschaft. Und gerade diese fein ausgesponnenen psychologischen Raster mache Frayns Roman zu einem Liebling der Literaturkritik ... mehr


Kathy Reichs

reichs-mithautundhaar Nachdem Patricia Cornwell ihre Kay Scarpetta in den letzten drei, vier Romanen dieser Reihe immer mehr literarisiert habe (nicht unbedingt zum Nutzen des Lesevergnügens), sei Kathy Reichs' Tempe Brennan für alle Fans des etwas morbiden Genres der Gerichtsmedizin-Thriller allererste Wahl, schreibt Sven Felix Kellerhoff in seiner Besprechung des Romans "Mit Haut und Haar" (Blessing) für "Die Welt" vom 24.04.2004 ... mehr


Zukunft des Wiesbadener Frauen-Krimi-Festivals

In Wiesbaden wird heute der Finanz- und Wirtschaftsausschuss den Etat des Kulturdezernats beraten und damit auch über die Zukunft des Wiesbadener Frauen-Krimi-Festivals um den Krimipreis "Agathe" entschieden. Fünf Prozent Einsparung für den Kulturetat sind gefordert und die zuständige Stadträtin Rita Thies glaubt, das Sparkonzept gut ausgearbeitet zu haben, schreibt der "Wiesbadener Kurier" am 28.04.2004. Der Ansatz: das Tagesgeschäft quantitativ herunterfahren, die Strukturen aber nicht gefährden.
Das sollte auch, so Rita Thies, für das im Herbst etablierte Frauen-Krimi-Festival so bleiben. Es liegt ein CDU-Antrag auf Streichung (zugunsten des Zirkus-Festivals) auf dem Tisch. Der Wiesbadener Frauen-Krimi-Preis ist inzwischen republikweit bekannt und geachtet – ihn zu streichen, würde dem Image der Stadt nicht unbedingt zugute kommen ... mehr

Criminale

criminaleDer Radiosender "WDR 5" präsentiert vier der wichtigsten Vertreter des neuen deutschen Kriminalromans am Veranstaltungsort Kulturzentrale Hundertmeister am Dellplatz 16 in Duisburg: Anne Chaplet und Susanne Mischke, die beide in Hessen leben, Horst Eckert aus Düsseldorf und der Münsteraner Jürgen Kehrer wurden bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, übersetzt, fürs Fernsehen verfilmt. Moderator Thomas Hackenberg befragt sie nach ihren Arbeitsweisen und Rezepten, nach ihrem Selbstverständnis und ihren Lieblingsmorden.
Zu hören ist die Sendung heute, Mitttwoch, 28.8. 2004, live um 20.05 Uhr in WDR 5 ... hier

Pieke Biermann

Sie saß in der Einsatzzentrale und fuhr im Tross der Sicherheitskräfte mit: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann, die sonst für "Der Tagesspiegel" über Berliner Verbrechen schreibt, war ganz nah dran, als US-Außenminister Colin Powell zuletzt Berlin besuchte. Jetzt ist Powell wieder da. Pieke Biermanns Bericht "Gefährdungsstufe 1: Colin Powell ist gelandet" ist im "Tagesspiegel" vom 28.04.2004 erschienen ... mehr

Criminale

Die niederrheinische "Criminale" macht aus der Region gerade eine Hochburg literarisch-krimineller Machenschaften. Was Polizisten und Detektive von Krimihelden in Buch und Film halten, wollte die "NRZ" vom 27.04.2004 wissen und fragte nach ... mehr

Gabriele Wolff

Die gebürtige Düsseldorferin Gabriele Wolff erhält in diesem Jahr den Glauser-Preis, die höchste Auszeichnung für deutschsprachige Krimis, weiß die "WZ" vom 28.04.2004 und stellt die Autorin in einem kleinen Porträt vor ... mehr

Burkhard Driest

driest-burkhard Früher kultivierte er sein Image als Macho, als Bürgerschreck sogar – heute verläuft der Alltag des Schauspielers und Schriftstellers Burkhard Driest sehr viel stiller. "Mein Leben ist sehr innerlich geworden", sagt Driest, der an diesem Mittwoch (28.04.) seinen 65. Geburtstag feiert und auf Ibiza lebt. "web.de/dpa" würdigt Burrkhard Driest, dessen im vergangenen Jahr erschienener Kriminalroman "Der rote Regen" in seiner Wahlheimat Ibiza spielt ... mehr

Susanne Ayoub

ayoub-engelsgift Der Roman "Engelsgift" (Hoffmann & Campe) erzählt die Geschichte der Karoline Streicher, die 1938 wegen vierfachen Mordes in Wien hingerichtet wurde. Detailgetreu und psychologisch nachvollziehbar beschreibe Susanne Ayoub den finanziellen Aufschwung und Fall der bildschönen Karoline, berichtet die Kolumne "lesezeit" bei "3sat". "Engelsgift" steche vor allem als historischer Kriminalroman hervor. Umfeld und Charakter der Karoline Schreiber seien brillant geschildert und das ergebe einen Kriminalroman, der durchaus ohne Effekthascherei auskomme und ein Muss für alle Freunde solider Krimiunterhaltung sei ... hier

Christa von Bernuth

bernuth-damals warst du still.jpg Facettenreich, tiefgründig und spannend bis zum Schluss sei der Roman "Damals warst du still" (Goldmann) von Christa von Bernuth, lobt Swea Schilling im "ZDF" am 25.04.2004. Kriminalhauptkommissarin Mona Seiler brauche sich hinter den berühmten Kollegen ihrer Zunft, wie beispielsweise Kurt Wallander oder Van Veeteren, nicht zu verstecken; ein echter Krimigenuss made in Germany. ... hier



Kalender
Pierre Boileau wurde am 28. April 1906 in Paris geboren († in Beaulieu sur Mer 16 Januar 1989). Zunächst richtete er sich auf eine Handelskarriere ein, doch sein schon in jungen Jahren ausgeprägtes Interesse für Kriminalliteratur bringt ihn dazu, Daeninckx-didier.jpegselbst zu schreiben. Er übt die unterschiedlichsten Berufe aus, schreibt Erzählungen und arbeitet journalistisch. 1938 gewinnt er einen Preis für den Abenteuerroman "Le Repos de Bacchus" und wendet sich fortan der Kriminalliteratur zu.
1948 lernt er Thomas Narcejac kennen, mit dem er seit 1950 zusammen schreibt und als das Duo Boileau/Narcejac in die Geschichte der Kriminalliteratur eingeht. Ihre raffinierten Plots wurden durch starke psychologische Zeichnung der Personen untertstützt, Erfolg einer Zusammenarbeit, in der Boileau für die Konstruktion und Narcejac für die Psychologie der Figuren zuständig war.
Boileau und Narcejac haben etwa vierzig Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden, z.B. "Les Diaboliques" (Clouzot), "Sueurs froides – Vertigo" (Hitchcock) etc. Ausserdem schrieben sie in einigen Romanen die Geschichten um Arsène Lupin fort.

Bücher des Gespanns werden derzeit in keinem deutschprachigen Verlag geführt ...

Info bei lesekost , krimi-couch , P. Arguedas (fr.), livreenpoch (fr.) .

27. April 2004

Hubert Selby †

Am Montag erlag der amerikanische Autor Hubert Selby im Alter von 75 Jahren den folgen einer chronischen Bronchitis, meldet "Der Standard" am 27.04.2004. Selby, am 23. Juli 1928 in Brooklyn geboren, schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, bevor ihn "Last Exit to Brooklyn" 1964 schlagartig berühmt machte. Er schilderte darin schonungslos die Welt der Kriminellen, Homosexuellen, Prostituierten und Hoffnungslosen in den Großstadtslums .... mehr


Er war der letzte aus einer Generation von Autoren, die mit Geschichten über Drogen, Sex, Schmutz und Elend die US-Literatur revolutionierten. Sein Roman "Last Exit to Brooklyn" gilt heute noch als Kultbuch. Jetzt ist Hubert Selby im Alter von 75 Jahren gestorben, meldet "Der Spiegel" am 27.04.2004 ... mehr

crime scene

thomashoff-notizendesdoktorfreud"Die Notizen des Doktor Freud" (Deuticke) heiße der zweite Federer-Roman, den der Wiener Psychoanalytiker Hans-Otto Thomashoff geschrieben habe, erklärt Kolja Mensing in der Kolumne "crime scene" in der "taz" vom 24.04.2004 und hält ihn für einen außerordentlich schlecht geschriebenen Krimi, der zudem auf eine recht konventionelle grange-imperiumderwoelfe Weise aus den etwas aus der Mode gekommenen Erkenntnissen der Psychoanalyse einen Kriminalfall konstruiere.
Wesentliche moderner gehe Jean-Christophe Grangé mit seinem Thriller "Das Imperium der Wölfe" (Ehrenwirth) an sein Thema. Er benutze das neurologische Experiment allerdings in erster Linie als Trigger für einen actiongeladenen Krimi mit brutalen Morden. In einem gleichen sich die psychoanalytischen Krimis der alten Schule und die aktuellen Neurothriller dann doch sehr: Erkenntnis kann sehr grausam sein ... .. hier

Schriftsteller am Buchmarkt

Auch wenn der deutsche Literaturmarkt zu den umsatzstarken Branchen gehört: die wenigsten Schriftsteller können vom Schreiben leben. Wie kann der Einzelne das ändern, ohne dabei Integrität zu verlieren? Welche Chancen und Risiken liegen in der Vermarktung von Literatur? Diesen Fragen ging eine Tagung an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel nach. Ein Bericht von Volkhard App im "Deutschlandfunk" am 26.04.2004 ... mehr

Bloody Cover 2004

naber-derkreis Es ist vollbracht! Die Gewinner des "Bloody Cover 2004" stehen fest:
1: Sabina Naber: "Der Kreis" (Rotbuch)
2: Ralph Kramp: "Ein Viertelpfund Mord" (kbv)
3: Clemens Stadlbauer: "Quotenkiller" (Haymon)
Bereits zum dritten Mal wurde das originellste, stimmigste, markanteste oder kurzum "schönste" Cover des vergangenen Jahres eines deutschsprachigen Autors ermittelt. Dazu wählten die "Ehrenwerte Gesellschaft München" (Organisatoren des Krimifestivals München und www.krimi-forum.de aus mehr als 250 Neuerscheinungen des Jahres 2003 die fünfzehn Finalisten aus ... hier

Mord + Musik
mord+musik

Eine Krimibuchhandlung aus Wien macht seit dem August 2003 auf sich aufmerksam: "Mord + Musik". Spannende Bücher und anspruchsvolle Musik werden in einem ausgewählten Sortiment angeboten, gute Beratung und freundliche Bedienung sollen Ehrensache sein. Ausserdem werden regelmässig Lesungen mit Autoren verschiedenster Literaturgenres veranstaltet. Katja und Walter Robotka freuen sich auf Ihren Besuch, sowohl persönlich in Wien oder virtuell im Internet (wo es natürlich auch Besprechungen zu sehen gibt) ... mehr

Volker Klüpfel/Michael Kobr

milchgeld.jpg Der Erfolg kam für die beiden Autoren wie aus dem Nichts: "Milchgeld" (Maximilian Dietrich Verlag), das Erstlingswerk von Volker Klüpfel und Michael Kobr, wurde binnen eines guten halben Jahres über 20.000mal verkauft. Die Mischung aus Krimi-Elementen, jeder Menge Lokalkolorit und Einblicken in Kluftingers Privatleben mache den Reiz aus, meint Autor Kobr. Ein Bericht im "Füssener Blatt" vom 27.04.2004 ... hier

Enterhaken Literaturpreis/1. Vorpommersches Krimifest

Noch ein paar Informationen zum gestern gemeldeten "Enterhaken Literaturpreis".
Der "Nordische Bücher Bund e.V." mit Sitz in Greifswald in Vorpommern stiftet gemeinsam mit dem "buch.macher autoren.verlag" und weiteren Partnern im Jahr 2004 erstmals den "enterhaken-Literaturpreis" für die beste norddeutsche Kriminalerzählung.
Im Ergebnis des Wettbewerbs werden die drei besten Wettbewerbsbeiträge mit Geldpreisen ausgezeichnet und die AutorInnen im Rahmen des "1. Vorpommerschen Krimifests", einem Bücherfest in dem romantischen vorpommerschen Fischerdorf Gristow bei Greifswald, am 18. September 2004 vorgestellt.
Es können Erzählungen bis zu einem Umfang von maximal 15 Seiten DIN A 4, einzeilig beschrieben, eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 01. Juli 2004. Infos gibt es .... hier

Thea Dorn

In der "BZ" vom 26.04.2004 macht "Brutalo-Autorin" Thea Dorn von sich reden und spricht über sich und ihren neuen Roman "Die Brut" ... hier

Criminale

Auf der "Criminale" am Niederrhein ist Mark Benecke diesen Freitag, 30. April, zu Gast. Was er dem Publikum bieten wird, weiß er noch nicht. "Ich habe zehn Vorträge immer fertig im Computer dabei, da bin ich flexibel." Das Spektrum reicht von Serientätern über Blutspuren bis zu den interessantesten Verbrechen der vergangenen 100 Jahre. Auch Maden und Fliegen bringt Benecke mit. Ein Bericht der "NRZ" vom 26.04.2004 ...mehr
(Stöbern Sie durch die Zeitung, dort gibt es in fast jedem Regionalbericht etwas über die "Criminale", zum Beispiel ... hier

Kriminalromane aus Österreich

slupetzky-derfalldeslemming Der Wiener Schriftsteller komarek-dievillenderfrauhuersch.jpg Wolf Haas hat ihnen mit seiner satirischen Bestseller-Serie um den tumben Inspektor Brenner den Boden bereitet: Kriminalromane aus Österreich erleben zur Zeit auf dem deutschen Buchmarkt einen kleinen Boom. Zurecht, wie drei aktuelle Neuerscheinungen beweisen. kabelka-heimkehr.jpgEiner entführt nach Wien; auf Brenners Spuren, aber besser als das Original. Der andere geht auf Spurensuche im malerischen Salzkammergut. Und der dritte wagt sich sogar hinter die sieben Berge, ins "Ländle", ins wilde Vorarlberg.
Ulrich Noller stellte am 26.04.2004 bei "WDR 5" Kriminalromane von Stephan Slupetzky, Alfred Komarek und Franz Kabelka vor ... mehr

Und merken Sie sich schon einmal einen Termin vor: am Donnerstag, 29. April 2004 wird Ulrich Noller zwischen ca. 10.30 und 10.45 live bei WDR 5 zu Gast sein und den Glauserpreis anläßlich der Vergabe kommentieren, sowie einige Einschätzungen zur Situation des deutschen Kriminalromans abgeben. Sollten Sie WDR 5 nicht per Radio empfangen können, geht das auch per Livestream auf WDR 5

Robert Hültner

hueltner-dasschlafendegrab Langsam und bedächtig gehe es los im Buch "Das schlafende Grab. Türks erster Fall" (btb-Verlag) von Robert Hültner, meint Frank Kaufmann im Magazin "Titel", doch leider bleibe es dabei. Der neue Kriminalroman von Robert Hültner thematisiere ein dunkles Kapitel deutscher Filmgeschichte aus heutiger Perspektive und webe daraus eine mäßig spannende Handlung. Der Routinier Hültner erlaube sich keine wirklich handwerklichen Fehler, doch bleibe er insgesamt hinter seinen Möglichkeiten zurück ... hier



Kalender
Nicholas Blake Nicolas Blake wurde am 27. April 1904 als Cecil Day Lewis in Ballintogher, Irland geboren († 22.Mai 1972 in London) und wählte 1935 das Pseudonym Nicolas Blake, um neben seiner "hohen" Literatur, die ihm 1968 die Ehrung zum "Poet Laureate" durch Königin Elizabeth II. brachte, Detektivromane und Besprechungen zur Kriminalliteratur zu schreiben. Er schuf den Detektiv Nigel Strangeways, der laut "Reclams Kriminalromanführer"(1978) in 17 seiner 20 Kriminalromane ermittelte.
Strangeways hat eine ähnliche Vergangenheit wie Day Lewis selbst, und der lokale Hintergrund der meisten Fälle ist autobiographisch.
Info bei Crime Corner, Toms Krimitreff, krijasto.sci.fi (engl.).

Daeninckx-didier.jpeg Didier Daeninckx geboren am 27. April 1949 in Saint-Denis, ist einer der erfolgreichsten französischen Kriminalschriftsteller. Dennoch lebt er weiterhin in den Banlieu von Paris, in Aubervilliers. Bevor er anfing zu schreiben, war er als Kultur-Pädagoge und Journalist tätig. 1984 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman in der Série Noire von Gallimard. Letzte Veröffentlichung in Deutschland: "Reise eines Menschenfressers nach Paris" (Wagenbach 2001). Gemeinsam ist allen seinen Werken, daß sie die tragischen Aspekte des Alltäglichen mit Ironie und schwarzem Humor beschreiben. (Text:DistelLiteraturVerlag )
Info bei krimi-couch, Krimizeit, Alligatorpapiere.

26. April 2004

Tod eines Krimi-Kenners

Der bizarre Tod eines weltweit anerkannten Sherlock-Holmes-Experten hätte wohl selbst dem berühmten Meisterdetektiv Rätsel aufgegeben. Nach britischen Medienberichten vom Wochenende wurde Richard Lancelyn Green (50), umgeben von Plüschtieren, tot in seinem Bett in London gefunden, meldet "ntv" am 25.04.2004 ... hier

Enterhaken Literaturpreis

Mit dem "Enterhaken Literaturpreis" soll in diesem Jahr erstmals der beste norddeutsche Krimi geehrt werden, teilt die "Ostsee-Zeitung" am 26.04.2004 mit ... hier

2. Mainzer Krimi-Tage

In der ersten Maiwoche veranstaltet die "Allgemeine Zeitung" (AZ) in Mainz gemeinsam mit ihren Aktionspartnern die "2. Mainzer Krimi-Tage". Teilnehmen werden unter anderem Anne Chaplet, Horst Eckert und das Autoren-Duo Jens Schuhmacher und Jens Lossau. ... hier

"Höchste" Krimi-Lesung der Welt

Die beiden größten Krimifestivals im deutschsprachigen Raum: Das "Krimifestival München" und die "CRIMINALE 2004" am Niederrhein wollen auf einem Linienflug der Airline V-Bird von München an den neuen Airport Niederrhein in einer Höhe von über 10.000 Metern die höchste Krimi-Lesung der Welt stattfinden lassen, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 24.04.2004 ... hier

Gumshoe News
Gumshoe NewsFür unsere englisch lesenden Krimifans: die Nachrichten des japanischen Kollegen Jiro Kimura bei "The Gumshoe Site".
Diesmal teilt er mit, daß George P. Pelecanos den "Los Angeles Times Book Prize" in der Kategorie "mystery/thriller" für sein Buch "Soul Circus" (Little Brown, 2003) gewonnen hat.
Außerdem die traurige Meldung vom Tod des Schriftstellers und Filmemachers Jose Giovanni, der am 24. April 2004 im Alter von 80 Jahren gestorben ist. ... mehr

Jose Giovanni

Den Tod von Jose Giovanni meldet auch der "ORF" , der ein paar Hintergrundinformationen beisteuert. Zum Beispiel, daß Giovanni 20 Romane, zwei Bücher mit Erinnerungen und 33 Drehbücher geschrieben hat. Als Regisseur drehte er u. a. den Film "Endstation Schafott" (1973). Weitere Details steuert auch "Der Standard" vom 25.04.2004 bei.
Jean-Pierre Melville und Jose Giovanni waren nicht gerade Freunde, erzählt Hanns-Georg Rodek in "Die Welt" vom 26.04.2004, obwohl Giovanni das Drehbuch für den Melville-Klassiker "Der zweite Atem" geschrieben hatte, und wahrscheinlich rührte die Spannung von der Konkurrenz her, in der beide um die Hoheit über die Kino-Unterwelt standen ...

Europa Verlag

Die Verlagsmeldung des Tages lautet: "Eichborn kauft Europa". Das heißt zunächst einmal, der Europa-Verlag wird verkauft. Das heißt aber nicht, dass der Eichborn-Verlag der Käufer ist. Käufer ist vielmehr Vito von Eichborn, der den Europa-Verlag schon einmal gekauft hat. Ein Interview des "Deuschlandfunks" mit Vito von Eichborn sollte einiges aufklären helfen ... hier

23. April 2004

Skandinavische Kriminalliteratur

Im Gefolge von Sjöwall/Wahlöö und Mankell: Der Markt für skandinavische Kriminalliteratur boomt. Auffallend sei dabei, wie sehr die gewohnte Gesellschaftskritik des skandinavischen Krimis um eine stark feministische Komponente erweitert worden sei, stellt Katharina Ganzin am 23.04.2004 in der "taz" fest ... hier

Friedrich Ani

Er schrieb das Buch "Die Idylle der Hyänen" und traf mit dieser tragischen Liebesgeschichte viele Kochler ins Mark. Doch was ist 26 Jahre und das eine oder andere graue Haar später aus dem Freigeist Friedrich Ani geworden? Was ist das für ein Mann, der sich selbst für einen Irrtum der Evolution hält, nichts anderes tun möchte, als zu schreiben und seit langem ganz oben auf den Bestsellerlisten steht? Das fragt sich der "Merkur" am 23.04.2004 ... hier

Thomas Hoeps

Es geht um kleine und große Verbrechen, den Alltagsirrsinn ebenso wie um Regierungskriminalität. Insofern knüpft Thomas Hoeps (Jg. 1966), Krefelder Schriftsteller und Germanist, an seine wissenschaftliche Arbeit an. Immerhin beschäftigte er sich in seiner Dissertation mit dem Terrorismus in der Literatur. Ein Germanist als Krimiautor meint Werner Jung im "Neuen Deutschland" vom 23.04.2004 ... hier

Andreas Weber

Der Leser, der Anfangs noch glauben mag (auch durch den Klappentext beeinflusst), einen Krimi vor sich zu haben, wird in Spannung gehalten und dann wieder irritiert. Irmtraud Gutschke bespricht den Roman "Lanz" (Otto Müller Verlag) von Andreas Weber im "Neuen Deutschland" vom 23.04.2004 ... hier

Kalender


molsner-michael.jpeg Michael Molsner wurde am 23. April 1939 als Sohn eines Schriftstellers und einer Journalistin in Stuttgart geboren, wuchs in Allenstein (Ostpreußen), Aalen und München auf. Er studierte zwei Semester Germanistik und Anglistik in Heidelberg und begann dann als Gerichtsreporter und freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten. Er schrieb, ("wann immer ich Geld brauchte") unter dem Pseudonym "Robert Cameron" und den Sammelspeudonymen "Bill Alamo" und "John Drake" Heftromane. Er verfaßte auch ein Kinderbuch und schließlich eine Reihe von Kriminalhörspielen und Kriminalromanen, die zunächst in der rororo-thriller-Reihe erschienen, wo er sich mit dem Herausgeber Richard K. Flesch wegen des Manuskriptes zu ROTE MESSE überwarf.
Sein TATORT-Film "Tote brauchen keine Wohnung" aus dem Jahr 1974, den Wolfgang Staudte für den Bayerischen Rundfunk inszenierte, galt lange als "der verschwundene TATORT" der ARD, weil er nach der Erstsendung wegen angeblicher "Linkslastigkeit" mit einem Sperrvermerk versehen wurde, der bis ins Jahr 1992 eine Wiederausstrahlung verhinderte. In seinen Kriminalromanen verwertet Molsner oft Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Reporter – ohne Anlehnung an reale Fälle, aber doch gelegentlich von ihnen inspiriert. 1998 erhielt er als Würdigung seines Lebenswerkes den "Ehrenglauser" der Autorengruppe deutsche Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT. (Text: "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren")
Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Homepage des Autors , Criminale-Interview , Kreuzverhör Folge 4: Michael Molsner im Gespräch mit Jürgen Alberts und Frank Göhre. Radio Bremen (pdf) .

molsner-michael.jpeg Edith Ngaio Marsh wurde am 23. April 1895 in Merivale, Christchurch als Tochter eines Bankangestellten in Neuseeland geboren († 18. Februar 1982). Ihr Vorname Ngaio (sprich: "Najo") ist ein maorisches Wort und bedeutet soviel wie "Spiegelungen im Wasser". Ihren ersten von insgesamt 32 Kriminalromanen schrieb sie 1932 in London, wo sie zunächst als Innenarchtitektin arbeitete, nebenbei aber auch malte und Stücke schrieb. 1949 gründete sie die British Commonwealth Theatre Company. Ihre lebenslange Begeisterung für das Theater schlug sich auch in ihren Romanen nieder: Die meisten spielen im Theatermilieu, denn ihre große Leidenschaft galt den Figuren und Dramen Shakespeares. Ngaio Marsh wurde 1978 zum "Grand Master" der Mystery Writers of America ernannt, zwei Mal für den Edgar-Allan-Poe-Award nominiert und ein Mal mit dem Silver Dagger ausgezeichnet. (Text: "Random House")
Info bei Krimi-Couch , Random House , Dame Ngaio Marsh's Home (engl.) , kirjasto.sci.fi (engl.) , bastulli mystery library (engl.) .

22. April 2004

Jerry Cotton

Gangsterjäger Jerry Cotton ist einer der größten deutschen Popstars. Jetzt wird er fünfzig und trifft auf seinen größten Feind: die Midlife-Krise, meint Bodo Mrozek in "Der Tagesspiegel" vom 22.04.2004. Mit Reminiszenzen an den Zeitgeist habe Cotton, der heute eigentlich 71 Jahre alt ist, bisher jede midlife crisis gemeistert. Ob sein Medium, der Heftroman, noch weitere 50 Jahre überlebe, dürfe man allerdings bezweifeln ...mehr


Helge Schneider

schneider-Aprikose, Banane, Erdbeer.jpg Der eine werde dieses Buch total daneben finden. Der andere könne sich wunderbar damit entspannen, gerade weil der Stil keiner Erzähllogik gehorche. Michael Sahr hat für das "ZDF" vom 21.04.2004 den Roman "Aprikose, Banane, Erdbeer" (Gustav Kiepenheuer Verlag) von Helge Schneider gelesen. Ein Krimi sei es und der Fall, den Schneider diesmal löse, sei immerhin sein fünfter. Und nicht jeder Krimiheld könne so viele gedruckte Einsätze aufweisen ...mehr


Tonino Benacquista

benacquista-Drei Rote.jpgSechs Krimis des Franzosen Tonino Benacquista sind in Deutschland über fünf verschiedene Verlage verstreut erschienen. Keiner könne so recht was mit diesem schlampigen französischen Philosophen des Verbrechens anfangen, meint die "Berliner Zeitung" und bespricht kurz, aber treffend den Roman "Drei rote Vierecke auf schwarzem Grund" (DistelLiteraturverlag)...mehr


Europa Verlag

Wie das Fachmagazin "Buchmarkt" meldet, ist der "Europa Verlag", in dem u.a. Titel von Ed McBain und Jürgen Benvenuti erscheinen, aus der insolventen Konzernmutter "Senator Film" herausgelöst worden und zu 49% an Vito von Eichborn und zu 51% an Arne Teutsch verkauft worden ... hier

Dickie Dick Dickens und Paul Temple

dickiedickdickensDie jetzt im "Hörverlag" erschienenen Geschichten um Dickie Dick Dickens (Hörverlag) von Rolf und Alexandra Becker, in London beziehungweise Hamburg geboren, und seit 1953 gemeinsam 37 Ehejahre lang schreibend, spielen in jenen Häuserschluchten, wo sich auf der einen Straßenseite Jerry Cotton, auf der anderen Nick Knatterton bewege, in einem imaginierten Amerika, dem man mit ebenso viel Faszination wie spöttischer Distanz gegenüberstand, schreibt Konrad Heidkamp in "Die Zeit" 18/2004 vom 22.04.2004.
Die Hörspiele ("Paul Temple und der Fall Margo", "Paul Temple und der Fall Curzon" beide Hörverlag), die der 1912 geborene Engländer Francis Henry Durbridge paul temple und der fall margo für die BBC schrieb und die in Deutschland legendäre Quoten erreichten, entwickeln dagegen beim Nachhören eine Atmosphäre, der ein gewisser Kinderkrimi-Charme nicht abzusprechen ist. Es bleibe dennoch spannend , denn es sei jenes Frage-und-Antwort-Spiel, dem man sich nur schwer entziehen könne, das den Cliffhanger, jenen Moment der dramatischen Schürzung am Ende der Episode, so virtuos handhabe ...mehr


1. Bad Münstereifeler Krimitage

Hochsaison für Krimifreunde. Neben dem europäischen Krimifestival "Spuren lesen" in Köln, dem 2. Münchner Krimifestival und der "Criminale" finden auch die "1. Bad Münstereifeler Krimitage" vom 23. bis 25. April 2004 statt. mordseifel.jpg Höhepunkt der Veranstaltung wird die Lesung von Tatort zu Tatort der Krimiautoren Jacques Berndorf, Gisbert Haefs, Ralf Kramp, Carola Clasen und Carsten Sebastian Henn am Samstag Abend sein. Rechtzeitig zum Festival ist die Anthologie "Mords-Eifel" (KBV-Verlag) erschienen, die Jacques Berndorf herausgegeben hat. Mehr Informationen gibt es im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 21.04.2004 ... hier

Münchner Krimifestival

Verbrecher kehren an den Tatort zurück. Krimischreiber und -leser auch. Vom 21. bis 30. April tummeln sich in München und Umgebung wieder Verbrecher aller Couleur - fiktive selbstverständlich. Anne Chaplet, Mari Jungstedt, Friedrich Ani, Robert Hültner und viele andere nationale und internationale Stars der Krimiszene geben Kostproben ihrer mörderischen Literatur. Ein Krimi-Slam und ein Kinderkrimifestival sorgen dafür, dass der Krimi(fan)-Nachwuchs nicht ausgeht. Der "Bayerische Rundfunk" hat reichliches Hintergrundmaterial im Angebot... hier

Friedrich Ani

Friedrich Ani ist Kriminalschriftsteller. Der Protagonist seine zahlreichen und auch mit vielen Preisen dekorierten Romane, Tabor Süden, ist ein Ermittler bei der Münchner Polizei: ein bärbeißiger, aber dennoch warmherziger Mensch, ein Individualist ein wenig altmodischer Art. Michael Appel hat für "BR-alpha" am 25.04.2002 mit dem Autor gesprochen (lange her, aber interessant) ... hier

Neues Literaturmagazin

"'Lesen' mit Thomas Maurer" heißt die neue Literatursendung im Fernsehprogramm des "ORF", die ab Sonntag, dem 25. April 2004, im Rahmen der "Matinee am Sonntag" um 9.30 Uhr in ORF 2 auf dem Programm steht. In der ersten von vier für 2004 geplanten Literatursendungen stellt Thomas Maurer aktuelle wie interessante Bücher aus dem Frühjahrsprogramm der Verlage vor. Mit dabei: der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic, der mit Thomas Maurer über seinen Roman "Wie man leben soll" spricht und Details aus seinem literarischen Werdegang verrät. Die weiteren Bücher, die Thomas Maurer empfiehlt: "Absolute Freunde" von John Le Carré (List Verlag) und Michael Frayns "Spionagespiel" (Hanser Verlag). Mehr Informationen hat "Der Standard" vom 21.04.2004 ... hier

21. April 2004

Burgdorfer Krimitage

Die 6. Burgdorfer Krimitage finden vom 29. Oktober bis 7. November 2004 statt. Wer selber als Mitwirkender zu den Krimitagen eingeladen werden möchte, kann sich noch bis zum 15. August 2004 am Kurzkrimiwettbewerb beteiligen. Gesucht werden unveröffentlichte Texte von maximal 5 Seiten, die zum Motto "Sieh, das Böse liegt so nah" passen. Der erste Preis ist mit 1000 Franken dotiert. Die Ausschreibungsunterlagen gibt es ... hier

2. Krimifestival München

Rund 60 Krimi-Autoren verwandeln München ab heute, Mittwoch, in die "Hauptstadt des literarischen Verbrechens". Krimipreisträger wie Friedrich Ani, Anne Chaplet und Gisbert Haefs präsentieren auf dem 2. Münchner Krimifestival ihre Bestseller und die neuesten Krimi-Trends. Eine Meldung der "Freien Presse" vom 20.04.2004 ... mehr

Mord am Hellweg

Am 2. Oktober 2004 fällt der Startschuss: mit der großen Krimi-Nacht wird das große Krimifestival "Mord am Hellweg" eröffnet. Mit Thea Dorn, (Chandler- und Deutscher Krimi-Preis-Trägerin) und Eva Maaser (Münsterland-Krimi-Autorin) stehen zwei Autorinnen als Gäste bereits fest, eine weitere Autorin wird noch folgen, meldet der "Westfälische Anzeiger" am 21.04.2004 ... mehr

50 Jahre Jerry Cotton

Cotton   Seit März 1954 ist G-Man Jerry Cotton Verbrechern auf der Spur. Mehr als 850 Millionen Exemplare der Romane mit den Abenteuern des FBI-Agenten sind bisher erschienen. Zum Jubiläum "50 Jahre Jerry Cotton" präsentiert die Verlagsgruppe Lübbe im Bonner Haus der Geschichte vom 20. April bis 2. Mai 2004 eine Gastausstellung (Di bis So, 9:00 bis 19:00 Uhr, Eintritt frei) mit Installationen und Exponaten zu den populären Romanheften: neben Jerry Cotton unter anderem Geisterjäger John Sinclair und Dr. Stefan Frank... mehr

Eigens zum 50. Geburtstag soll in diesem Jahr als "Hardcover" ein Jubiläumsband erscheinen. Er wird den Titel "Farben des Todes" tragen. Ersonnen habe die Geschichte der inzwischen 86 Jahre alte Cotton-Erfinder. Außerdem ist eine sechsbändige Mini- Reihe zu Cotton-Kumpel Phil Decker geplant. Ein Bericht der "Braunschweiger Zeitung" vom 20.04.2004 ...mehr


Krimi-Report 17

deadly directory2004.jpg   Dieses Nachschlagewerk ist aus der kleinen und überschaubaren Anzahl von Jahrbüchern nicht mehr wegzudenken! Hier kann man bestens Jahr für Jahr verfolgen, was sich in der internationalen Krimiszene tut, was sich verändert hat, welche neuen Spezialisten dazugestoßen sind, welches Krimi-Archiv, welche Krimi-Buchhandlung weltweit sich auf das Sammelgebiet der Fans spezialisiert haben. Eben die "gelben Seiten der internationalen Krimiszene" –, das übrigens 2001 in der Sparte "Best Non-Fiction" für den Agatha Award nominiert wurde.
In der 17. Ausgabe unserer Kolumne "Krimi-Report" stellt Thomas Przybilka das "Deadly Directory 2004" vor ...
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Alistair MacLean
maclean-alistair Alistair Stuart MacLean wurde am 21. April 1922 in Glasgow als Sohn eines Pfarrers geboren. Er diente im Zweiten Weltkrieg in der Royal Navy als Torpedo-Mann, wurde von den Japanern in Gefangenschaft genommen und gefoltert. Nach dem Krieg studierte er Englisch an der Universität von Glasgow, wo er 1953 seinen Abschluss machte und fortan als Lehrer arbeitete.
Bereits an der Uni begann MacLean zu schreiben. Mit Kurzgeschichten besserte er sein Einkommen auf und gewann 1954 einen Wettbewerb mit der Geschichte Dileas. Der Herausgeber bat ihn, mehr zu schreiben und es folgte der Roman "Die Männer der Ulysses", der auf eigenen Kriegserfahrungen basierte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und so war MacLean bald in der Lage, sich ganz dem Schreiben, von Kriegs- und Spionageromanen, zu widmen. In den frühen 1960ern veröffentlichte MacLean zwei Bücher unter dem Pseudonym Ian Stuart, um zu beweisen dass der Erfolg seiner Bücher einzig an der "guten Schreibe" lag und nicht an seinem Namen. Auch diese beiden Bücher verkauften sich gut. In späteren Jahren hatte MacLean immer mehr Alkoholprobleme, an deren Spätfolgen er auch in München am 2. Februar 1987 starb. Er war zweimal verheiratet und hatte 3 Söhne mit seiner ersten Frau.
MacLean veröffentlichte 28 Romane, eine Vielzahl weiterer Kurzgeschichten und zwei Bücher über T. E. Lawrence und James Cook.(Text: wikipwdia.de)
Info bei wikipedia.org , krimi-couch.de, Heyne Verlag .

20. April 2004

Spuren lesen

Zum europäischen Krimifest "Spuren lesen" in Köln brachte der "WDR" in seiner Sendung "Scala" um 12.05 Uhr ein Gespräch mit Ingrid Müller-Münch über Robert Wilson und sein neues Buch "Der Blinde von Sevilla" (Goldmann). Die Wiederholung der Sendung "Scala - Aktuelles aus der Kultur": heute, 20.04.2004 um 21.05 Uhr bei "WDR 5" ... mehr

Benjamín Prado

Benjamín Prado Einen literarischen Krimi im eigentlichen Wortsinne habe Benjamín Prado geschrieben: Sein Roman "Als einer von uns Laura Salinas töten wollte" (Luchterhand) sei ein beinahe klassischer "whodunnit", an dessen Ende nicht nur die Identität eines Mörders preisgegeben, sondern auch flüchtendes literarisches Subjekt dingfest gemacht werden solle. Haltet ihn auf, er ist ein Erzähler! ruft Kolja Mensing mit einiger Begeisterung bei "FAZ/bücher.de" vom 19.04.2004. Zugleich sei "Als einer von uns Laura Salinas töten wollte" ein Roman, in dem die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit immer wieder verschoben werde ... mehr

Ricardo Piglia

piglia-falscher name Die zentrale Frage im Roman "Falscher Name" (Wagenbach) von Ricardo Piglia beschäftige sich mit Substanz und Grenzen zwischen Wahrheit und Fälschung, zwischen Authentizität und Plagiat, meint Karin Ceballos Beancur in ihrer Besprechung für die "Frankfurter Rundschau" vom 19.04.2004. Ein Autor, Ricardo Piglia, schildert die Suche eines Autors mit Namen Ricardo Piglia nach dem bisher unveröffentlichten Manuskript einer Erzählung des argentinischen Schriftstellers Roberto Arlt. "Falscher Name" lasse zentrale Topoi des Arlt'schen Universums wiederkehren: Angst, Schuld, Verbrechen, Gewalt, die düstere Einsamkeit und das Gute .... mehr

Rap Sheet

Wieder etwas für die englischsprachigen Fans: das immer wieder empfehlenswerte amerikanische Magazin "January" hat einen beeindruckenden Krimiteil, der von J. Kingston Pierce betreut wird. Regelmäßig Rap Sheet bringt er auch den "Crime Fiction Report" heraus, kurz "Rap Sheet" genannt. Die Aprilausgabe ist online und berichtet über neue Bücher von David Liss, Elizabeth Peters, Olen Steinhauer, Chris Mooney, Robin Burcell, Lee Child . Außerdem gibt es Informationen über die Gewinner des "Gumshoe Awards" und über den Gewinner des British Book Awards "Author of the Year": Alexander McCall Smith für seine Serie um Precious Mma Ramotswe und die "No. 1 Ladies' Detective Agency" Botswana ... mehr



Kalender
Hans Werner Kettenbach Am 20. 4. 1928 wird Hans Werner Kettenbach in Bendorf/Rhein geboren.
Mit irritierender Regelmäßigkeit brauchte er länger als andere, um zu verwirklichen, was er wollte: Erst mit 28 fand er einen Beruf; er war 30, als er heiratete, schloß sein Studium mit 36 ab, veröffentlichte seinen ersten Roman, als er fast 50 zählte. Hans Werner Kettenbach war Bauhilfsarbeiter, Stenograph, Hilfsredakteur beim "Kicker", Lektor für Hör- und Fernsehspiele, schließlich Redakteur beim "Kölner Stadt-Anzeiger". Für einen Wettbewerb, in dem der beste Kriminalroman in deutscher Sprache gesucht wurde, nahm er drei Wochen Urlaub und gewann mit dem ersten Roman, den er zu Ende brachte, den Wettbewerb ("Grand mit Vierren" «Jerry-Cotton-Preis» 1977) und die Erkenntnis, er könne Journalist und Schriftsteller zugleich sein. Seit seiner Pensionierung 1993 schrieb er acht weitere Romane und einige Drehbücher.(Text: Diogenes Verlag)
Das war der Anfang einer literarischen Karriere, die mit dem 2004 erschienen Roman «Kleinstadtaffäre» ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Eines seiner Markenzeichen ist zweifellos, dass er den Leser, die Leserin in zum Bersten spannende Geschichten lockt, die immer wieder in verweigerten Auflösungen münden. Ein Meister des Dialogs, einer, der die deutsche Sprache in all ihren Schattierungen beherrscht. (Text: Int. Lit.-Festvial Leukerbad)
Info bei Diogenes Verlag, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren. Internet-Edition , Kölner Stadt-Anzeiger , Internationales Literaturfestival Leukerbad.

19. April 2004

Benjamin Prado / Manuel Vázquez Montalban

Obwohl es in beiden neuen Romanen Tote gebe, seien sie mehr als Krimis. Benjamín Prado in "Als einer von uns Laura Salinas töten wollte." (Luchterhand) und der im letzten Jahr verstorbene Manuel Vázquez Montalban mit "Der letzte Bolero" (Piper) sorgen für fein gesponnenen psychologisch motivierten Nervenkitzel auf hohem Niveau, sagt Peter Mohr in seiner Besprechung für das Magazin "Titel" ... mehr

Carlo Lucarelli

lucarelli-laursdierimini Bologna, dort ist Carlo Lucarelli geboren, dort spielen seine Romane, dort sind die Bösen, die Hinterhältigen, die Dealer, die Mafiosi zu Hause, erzählt Barbara Wegmann im Magazin "Titel". Aber nie werden es dunkle, düstere Romane voller Gewalt. Lucarelli schaffe es auch in seinem Roman "Laura di Rimini" (DuMont Verlag), einem verabscheuenswürdigen Verbrechen einen kurzweiligen und leichten Rahmen zu geben. Situationskomik wirke da wie ein kühles Lüftchen in Bologna mit seinem heißen Pflaster ... mehr

John Grisham

grisham-dieliste.jpg Zehn Jahre umfasse die Zeitspanne, aus der John Grisham in seinem Roman "Die Liste" (Heyne-Verlag) erzähle. Dabei gehe er zuweilen so stark ins Detail, dass es der Geschichte nicht unbedingt gut tut, meint Frank Baloch im "ZDF" am 18.04.2004. Wer sich über weite Strecken nicht von der Frage abschrecken lasse, worauf der Autor eigentlich hinaus will, werde am Ende sogar mit einer überraschenden Auflösung belohnt, die im Verhältnis zur sonst relativ müden Story gar nicht mal so schlecht sei ... mehr

Horst Eckert

Heute (19.04.20004) beginnt in Köln das europäische Krimifestival "Spuren lesen". Aus diesem Grund sprach Petra Pluwatsch für den "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 16.04.2004 mit dem Krimiautor und Krimiexperten Horst Eckert. ... hier

Thea Dorn

dorn-die brut Mit ihrem Roman "Die Brut" (Goldmann) habe Thea Dorn, die bereits für "Berliner Aufklärung" den Chandlerpreis und für "Die Hirnkönigin" den Deutschen Krimipreis erhielt, den Maßstab für den unterhaltsam trivialen und zugleich intelligenten, ja gelehrten Kriminalroman neuerlich höher justiert, meint Friedmar Apel in der "FAZ" vom 16.04.2004. Als Prinzipalin der neuesten Frankfurter Schule fertige sie aus der Analyse des verblendeten Bewußtseins und der Kritik der Kulturindustrie blitzgescheite Produkte derselben ... mehr

Val McDermid und V.L. McDermid

Was j.c.schmidt von "kaliber. 38" anfänglich für einen flüchtigen Fehler der Buchherstellung gehalten hat, erwies sich bei näherer mcdermid-ein-kalter-strom Untersuchung als Marketing-Instrument: Auf manchen Büchern heißt Val McDermid nun V.L. McDermid. Dahinter, so schrieb die schottische Autorin, verberge sich eine Strategie ihres amerikanischen Verlages, der McDermids Off-Krimis aus dem linken und meist lesbischen Milieu von ihren Mainstream-Romanen mcdermid-diegeiselnahme äußerlich abheben möchte. Ob das Konzept aufgeht? j.c.schmidt hat sich mit "Ein kalter Strom" (Droemer Knaur) von Val und "Die Geiselnahme" (ariadne im Argument Verlag) von V.L. McDermid ihre aktuellen Romane angeschaut und seine Eindrücke unter dem Titel "Zwischen Trash und Flash" bei "kaliber. 38" online gestellt ... hier

Rekordbeteiligung beim Krimi-Schreibwettbewerb für Kids

Zum zweiten mal wurde für das "Krimifestival München" ein SChreibwettbewerb für Schüler im Alter von 9 - 15 Jahren ausgeschrieben. Mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 190 Einsendungen wurden alle Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Kinder-Krimi-Fans und Talent-Scouts können die preisgekrönten Nachwuchsautoren am Sonntag, den 25. April 2004 im Rahmen des Kinderkrimifestivals in der Münchner Seidlvilla am Englischen Garten live erleben. ... hier

16. April 2004

Lars Walden/Michael Bronski

Bronco Marktlücken sind bekanntlich rar gesät. Erst recht, wenn es um ein kleine Zielgruppe wie lesende, schwule Männer geht. Der "Bruno Gmünder Verlag", einer der wenigen deutschen Verlage mit schwulem Schwerpunktprogramm, will nun eine solche Marktlücke entdeckt haben: schwule Pulp-Fiction. Vollmundig wird angekündigt, dass der Groschenroman lebt. Das erste Heftchen mit stramm gehefteten 53 Seiten liegt nun in den Buchläden vor und trägt den aufregenden Titel "Bronco, der Schnüffler". Gut erholt von seinem Umzug zeigt sich ludger menke pulpfriction auf seiner formidablen Krimiseite "bücherfreund" und analysiert kritisch dieses Projekt.
Und legt mit wichtigen Informationen nach: "Neu ist dies alles nicht. Schon zwischen den frühen amerikanischen Pulps finden sich immer wieder auch schwule Geschichten. Wer sich für diesen echten Schund interessiert, dem sei die vorzügliche Anthologie "Pulp Friction - Uncovering the Golden Age of Gay Male Pulps" von Michael Bronski empfohlen." ... mehr

Heinrich Steinfest

fengshuiEs gibt so manche Frage, die sich im Zusammenhang mit dem experimentierfreudigen Maler und Autor Heinrich Steinfest stellen. Seine ausgefallenen Krimis entzücken Kritiker und Publikum und nicht nur das war für Alfred Ohswald Anlass, sich mit ihm zu unterhalten. Auf der Seite "buchkritik.at" erfahren Sie, wie man vom experimentellen Theater zum satirischen Krimi kommt, dass es juristische Schwierigkeiten um den Roman "Cheng" gab und wie man von Wien nach Stuttgart kommt. DAs und noch viel mehr gibt es ... hier

Hans-Otto Thomashoff

fengshuiMit "Die Notizen des Doktor Freud" (Deuticke) präsentiert der Psychoanalytiker Hans-Otto Thomashoff seinen zweiten Roman um den Kriminalbeamten Georg Federer. In seinem neuen Buch schöpft der aus Köln stammende und in Wien arbeitende Psychiater nicht ohne Selbstironie ausgiebig aus dem eigenen beruflichen Umfeld. Kapitel zehn - und alle neun davor - des in Kooperation mit dem Verlag Deuticke online publizierten Romans "Die Notizen des Doktor Freud" können Sie im aktuellen "Ö1"- Newsletter lesen ... hier

Mord und Ratschlag

santis-voltaireskalligraphEine neue Ausgabe der Kolumne "Mord und Ratschlag" der Kollegen vom "perlentaucheer" ist online. Ein deutscher Wallander, ein amerikanischer Symbolologe als Gegenaufklärer und französische Dunkelmänner aus dem 18. Jahrhundert: die neuen Romane von Jan Seghers, Dan Brown und Pablo de Santis bespricht Ekkehard Knörer und seghers-allzuschoenesmaedchen.jpg findet natürlich extreme Unterschiede. Gerade das Gegenteil von Dan Browns tumbem Klotz von einem Roman ("Ein Phänomen wie gesagt, und umso phänomenaler, als brown-sakrileg "Sakrileg" ein miserables Buch ist") sei de Santis "Voltaires Kalligraph" (Unionsverlag metro) gelungen: eine filigrane Preziose, voller wunderbarer Einfälle und Begegnungen, aber: eigentlich kein Kriminalroman.
Einen Kriminalroman nach Mankellschem Vorbild wollte Matthias Altenburg als Jan Seghers schreiben, nicht mehr, nicht weniger. Das sei ihm, keine Frage, gelungen. Natürlich könne man seine Ziele höher stecken, aber dem Leser, der das sucht, was er bei Mankell findet, sei dieser Krimi-Erstling empfohlen ... hier

Pieke Biermann

kriminalreport Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt an jedem 3. Samstag im Monat wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" (um 9:25 und 11:25).
Die Sendung am Sonnabend, 17.April 2004 im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Der zweite Mann" wird auch per PC abrufbar sein.
Das Berliner Spezialeinsatzkommando (SEK) macht bundesweit die meisten Einsätze 500-600 pro Jahr. Nach über 30 Jahren ihres Bestehens haben die vier Teams am 23.April 2003 zum ersten Mal einen Kollegen im Dienst verloren. Roland "Bulette" Krüger wurde erschossen. Der "zweite Mann" wurde durch Schüsse schwer verletzt. Wie gehen er, sein Einsatzleiter, sein Kommandoführer wie geht das ganze Team um mit so einem Einbruch in die eigene "Unverletzbarkeit"? ... Inforadio
TExt im "Tagesspiegel"


Ulrich Wickert

Populär ist er und er erregt Aufsehen, auch in der "taz" vom 16.04.2004: Ulrich Wickert. Was er nach dem Abgang bei den "Tagesthemen" machen wird, weiß er noch nicht genau. Er will einen zweiten Krimi schreiben. Er sieht nicht so aus, als ob er Angst vor der Zukunft hat. Er sagt: "Ich werde nicht aufhören, etwas zu tun." ... mehr

Nury Vittachi

Augenzwinkernd fengshui und mit viel Sinn für die unterschiedlichen Kulturen bringe der Autor Nury Vittachi in den neun Kurzgeschichten des Bandes " Der Fengshui-Detektiv" (UT metro) seine reiche Orts- und Menschenkenntnis unter, findet Stefan Braunshausen bei der "Deutschen Welle" vom 13.04.2004. Die Kriminalfälle seien raffiniert und spannend aufgebaut und man lese sie mit wachsendem Vergnügen und sei am Ende zudem an Erfahrungen um die asiatische Kultur reicher ... mehr

Jean-Claude Izzo

fengshuiDie eigentliche Attraktion der Kriminalromane des Franzosen Jean-Claude Izzo sei ihr Schauplatz, Marseille. Frankreichs zweitgrösste Stadt erscheine darin so himmlisch wie höllisch, meint Georg Sütterlin in "Der Zürcher Oberländer" vom 15.04.2004 zur Marseille-Trilogie des Franzosen, die in der Reihe "metro" des Unionsverlages erschienen ist. Izzo entwerfe in seinen Marseille-Romanen eine journalistisch geprägte Soziologie dieser Hafenmetropole am Mittelmeer, der zweitgrössten Stadt Frankreichs ... mehr

Weitere Befragungen

Befragungen Fleißig waren Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka und haben für Wißbegierige ihre Befragungen fortgeführt. Diesmal haben sie sich die Nominees für den Glauser-Preis vorgenommen und viele Antworten bekommen. Die allerdings sind trotz einheitlicher Fragen wirklich überraschend, provozierend und, ja, erleuchtend! Neugierig? Dann schauen Sie mal, was Friedrich Ani, Anne Chaplet, Jörg Juretzka, H.P. Karr, Peter J. Kraus, Edgar Noske, Kerstin Rech, Dirk Schmidt und Karola Weibezahl zu sagen haben ... mehr

Winfried Zerwes

Interview Zerwes Aufregende Literatur aus aller Welt präsentieren, dem Publikum literarische Entdeckungen des internationalen Buchmarkts vorzustellen und die eigene Faszination an Geschriebenem und Beschriebenen an die Leser weiterzugeben, das sind die zentralen Aspekte, ngoye-schwarzesballett in chateau rouge die sich der im Juli 2003 gegründete "zebu verlag" ins Programm geschrieben hat. International ausgerichtet ist zebu crime, die Krimireihe des Verlages. Achille F. Noye, der erste afrikanische Autor in der berühmten Série noir des angesehenen Pariser Verlagshauses Gallimard, und Patrick Boman, Globetrotter und Franzose schwedischer Abstammung, sorgen im Frühjahrsprogramm für mörderische Unterhaltung. Das Paris der schwarzafrikanischen Einwanderer und das boman-josaphatpeabodykoloniale Indien schaffen das exotische Ambiente für düstere Kriminalromane und spannungsgeladene Lesereisen.

Der Verleger Winfried Zerwes sieht sich für das Abenteuer des Büchermachens gut gerüstet: nach früheren Aktivitäten in der Welt der Kunst, des Kino und der Popmusik hat er in den letzten Jahren seine Brötchen als IT-Berater und Projektmanager verdient.
Die Alligatorpapiere haben nachgefragt und stellen Verleger und Programm vor ... hier

15. April 2004

Greepeace goes Krimi

"Ein Fall für die Greeteams" greenteam nennt sich eine neue Krimiserie für "Kids", die im Jugendlabel "Omnibus" des Verlages "Random House" erscheinen. Die Krimi-Bände entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Umweltorganisation "Greenpeace", die Hintergrundinformationen, Adressmaterial, Anregungen und Tipps bereitstellt und auch den Activity-Anteil im Anhang der Bände erarbeitet. "Mit dieser greenteam Mischung zwischen Fiction und Fakten haben wir etwas Neues im Kinder- bzw. Jugendkrimi gewagt", sagt Nicolas Roth, der Autor der Bücher. Es handele sich dabei um realistische Umweltkrimis, die in Zusammenarbeit mit Greenpeace-Experten präzise recherchiert wurden und deren Protagonisten unter anderem Jugendliche aus den GREENTEAMS, dem Kinder- und Jugendprojekt von Greenpeace sind.
Die Krimis handeln übrigens nicht nur vom "Abenteuer Umweltschutz" – sie sind auch ein ganz konkreter Beitrag dazu: Die Bücher sind auf 100% Recyclingpapier gedruckt. .... mehr

Andrej Kurkow

kurkowMit Hilfe des Pinguins Mischa gebe der ukrainische Bestseller-Autor Andrej Kurkow groteske Einblicke in den Alltag im Kiew von heute, analysiert Thomas Roser in "Die Presse" vom 14.04.2004. In aberwitzigem Tempo lasse Kurkow seine eigentlich eher lethargischen Helden durch den Irrsinn des Alltags und blutrünstige Mafia-Intrigen straucheln. Den internationalen Durchbruch habe seinem Erschaffer indes eine gefiederte Nebenfigur beschert: Der traurige Pinguin Mischa ... mehr

Frank Schätzing

Der Schwarm Eigenwillig, aber eindrucksvoll beschreibt Peter Braun im "Rheinischen Merkur" (Nr. 16, 15.04.2004) seine Erlebnisse mit dem dicksten Buch des Krimigeschäfts.
3. Lesetag. Nur noch 300 Seiten, leider, denn "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) ist das Beste seit "Dino Park". Aber wer ist schon Michael Crichton? Wir haben Frank Schätzing! Exzellent recherchiert, höchst spannend, mit allem, was die moderne Wissenschaft zu bieten hat. Ein echter Thriller. Noch ein Tipp: Sollten Sie das Buch lesen, nehmen Sie sich lieber nichts anderes vor und sagen rechtzeitig alles ab. Aber genug jetzt, ich muss weiterlesen. ... mehr

Pablo De Santis

santis-voltaireskalligraphIn seinem Roman "Voltaires Kalligraph" (Unionsverlag metro) kombiniere Pablo De Santis die vertrauten Effekte des Gruselromans – düstere Schlösser, Geheimtinten, dubiose Erblinien, Verschwörer unter Kutten – mit dem Lieblingsthema der Romantik, dem Automaten, schreibt Tobis Gohlis in "Die Zeit" 17/2004. Philosophie, Fantastik, Wortspielerei – bei de Santis sei der Kriminalroman pures Vergnügen auf höchstem Niveau ... mehr

Jan Seghers

seghers-allzuschoenesmaedchen.jpgBegeistert zeigt sich Rolf-Bernhard Essig in "Der Tagesspiegel" vom 15.04.2004 von dem Roman "Ein allzu schönes Mädchen" (Wunderlich) von Jan Seghers. Das liege unter anderem daran, dass der ganze Roman von einer musikalischen, intensiven Spannung durchpulst werde: bewegende Szenen, explosive Passagen, humorvolle Zwischenspiele, ruhige Phasen und tragische Ereignisse folgen in raffiniertem Rhythmus aufeinander, Vorausdeutungen und Reflexionen, kluge Schachzüge und dumme Fehler bei der Ermittlung wechseln sich ab ... mehr

Gary Disher

disherFür einen weiteren Krimipreis würde Gary Dishers Buch "Hinter den Inseln" (Unionsverlag metro) taugen, wenn denn allein Spannung und Tempo und Plot zählten, meint Johannes Kaiser im "Deutschlandfunk" am 12.04.2004. Dishers gerade in Übersetzung erschienener Roman besitze all diese Ingredienzien, ohne dass es dabei allerdings um einen Kriminalfall gehe. "Oder anders formuliert, die Verbrechen, die stattfinden, sind völkerrechtlicher Natur. Sie sind Ergebnis des 2. Weltkriegs." ... mehr

Kalender
Jacques Futrelle In der Nacht vom 14. zum 15. April 1912 stirbt Jacques Futrelle an Bord der untergegangenen "Titanic". Nach Zeugenaussagen gelingt ihm noch, seine Frau in ein Rettungsboot zu schieben, er selbst bleibt zurück und geht mit dem "unsinkbaren" Titanen der Seeschifffahrt unter (* 15 April 1912 Pike, County, Georgia). Seine gerettete Frau May Peel Futrelle starb erst im Alter von 91 Jahren.
Jacques Futrelle arbeitete für Zeitungen und kurze Zeit als Theatermanager. Er schrieb Romane, Krimis und Erzählungen. Überlebt und bekannt gemacht haben ihn aber die Kurzgeschichten um Professor August S.F. X. Van Dusen, genannt "The Thinking Machine".

Info bei Encyclopedia Titanica, Das van Dusen Handbuch, auserdem bei futrelle.com (engl.), vandusen.de, Professor van Dusen, rgoetz.de.

Am 15. April 1993 Leslie Charteris stirbt der britische Krimiautor Leslie Charteris. Bekannt wurde Leslie Charteris durch seine Serie von über 40 Romanen über "The Saint", den dandyhaften Detektiven Simon Templar, im Fernsehen verkörpert durch Roger Moore.
Charteris wurde als Leslie Charles Bowyer Yin 1907 in Singapur geboren. Seine Mutter war Enländerin, sein Vater ein chinesischer Arzt. Er lernte chinesisch und malaiisch vor der englischen Sprache. Im Alter von 17 Jahren verkaufte Charteris seine erste Geschichte und im Alter von 26 Jahren änderte er seinen Namen. Er studierte Jura in Cambridge, doch nach dem Erfolg der ersten Bücher "X Esquire" und der ersten Simon Templar-Geschichte "Meet the Tiger" (1927) brach er das Studium ab. Er versuchte sich noch in anderen Detektivstories, kehrte mit dem sechsten Buch aber wieder zu Simon Templar zurück. Trotz der Erfolge blieb sein Einkommen vorerst spärlich und er arbeitete in den 30ern in Hollywood als Drehbuchschreiber. The Saint wurde 1935 das erste Mal verfilmt und erlebte seitdem unzählige Adaptionen.
Im Jahre 1991 erhielt Charteris den "Diamond Dagger" der britischen "Crime Writers Association" (CWA) für sein Gesamtwerk.
Info bei Info bei saint.org (engl.), kirjasto.sci.fi. (engl.), xzine.de,

14. April 2004

Kanzler stoppt Kriminalroman

In dem Krimi "Das Ende des Kanzlers – der finale Rettungsschuss" (Betzel Verlag) von Reinhard Liebermann greift ein frustrierter Drogeriebesitzer zur Selbstjustitz: Er erschießt den Kanzler – der Gerhard Schröder enorm ähnelt. Jetzt hat der echte Kanzler das Buch per Einstweiliger Verfügung gestoppt, meldet "Der Spiegel" am 14.04.2004 ... mehr

Shaft

shaft-krimis Kalte Wut und heiße Action: Ernest Tidymans Shaft-Krimis erscheinen im "Pendragon-Verlag" erstmals unzensiert auf Deutsch. In einem langen Beitrag in "Der Tagesspiegel" vom 14.04.2004 beschäftigt sich Bodo Mrozek umfassend mit dem Schöpfer der Shaft-Krimis, der "Blaxploitation"-Welle, mit dem Pendragon Verlag und den Unterschieden der neuen und alten Übersetzung ... mehr

Francis Durbridge

DURBRIDGE Paul Temple ist der berühmteste Detektiv, der für das Radio erfunden wurde. Erfunden wurde er in den 1930er Jahren für die BBC von Douglas Rutherford und Francis Durbrigde. Lange vor dem modernen Serienboom beherrschte Durbridge die Kunst der "Cliffhanger" meisterlich: indem er immer im spannendsten Moment aufhörte, ließ er sein Publikum der nächsten Folge entgegen fiebern. Was er im Hörspiel lernte, perfektionierte er später im Fernsehen: "Melissa" und "Das Halstuch" waren im deutschen Fernsehen absolute Straßenfeger. durbridge-paultempleundderfallcurzon Am 11. April 1998 ist Francis Durbridge gestorben, doch seine Werke bleiben populär: für die "Deutsche Welle" besprach Barbara Garde das Hörspiel " Paul Temple und der Fall Curzon" (Der Hörverlag). Dies sei eines der früheren Abenteuer, das 1951 vom WDR als Fortsetzungskrimi produziert wurde. Das Kölner Tanz- und Unterhaltungsorchester unterteilte die Geschichte damals im Stil der Zeit in kleine Häppchen, die sich heute wunderbar als CD-Tracks anbieten ... mehr

Mischa Bach

Die Krimiautorin Mischa Bach und die Dolmetscherin für Gebärdensprache, Angelika Hausmann, arbeiten für die Criminale an einer Premiere: eine Lesung für Gehörlose und Hörende, teilt Ulla Saal für die "NRZ" vom 13.04.2004 mit. Eine Veranstaltung die sorgfältig geplant werden musste, denn Abschnitt für Abschnitt der Geschichte mußte mit der der Gebärdensprache eigenen Grammatik und Satzstellung umgeschrieben und nach stimmigen Gesten gesucht werden ... mehr

Alfredo Pauly

pauly-catwalk Modemacher ist Alfredo Pauly selbst, zahllose Prominente bilden seinen Kundenstamm und kommen zu den Shows nach Bad Neuenahr, bei denen er seine Kreationen vorstellt. Naheliegend, dass sein erster Krimi "Catwalk" (Bstei Lübbe) im Modemilieu spielt. Manfred Reinnarth hat ihn für die "Kölnische Rundschau" vom 14.04.2004 gelesen und stellt fest, dass die in unserer Zeit spielende Handlung gängige Klischees erfülle und den Verdacht schüre, dass gar nichts erfunden sei ... mehr

-ky

Der Berliner Krimiautor -ky, alias Horst Bosetzky setzt sich mit einer "Protestlesung" für den Erhalt einer Fahrbibliothek in Kyritz ein, meldet die "Märkische Allgemeine" am 14.04.2004. Der Autor hatte bereits vor zehn Jahren gelesen, als die Fahrbibliothek in Betrieb genommen wurde ... mehr

Criminale

Komiker Helge Schneider, "Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert und Ex-Pornodarstellerin Dolly Buster sind Gäste der Criminale 2004. Bei der Eröffnungsgala des größten europäischen Krimi-Autorenfestivals am 28. April in Kevelaer am Niederrhein wird Wickert in die Krimi-Autorenvereinigung "Das Syndikat" aufgenommen. Der Musiker Hazy Osterwald interpretiert dabei seinen legendären "Kriminal Tango". Eine Meldung der Zeitung "Der Standard" vom 13.04.2004 ... mehr

Zweites Marburger Krimifestival 2004

Marburger Krimifest Nun ist es amtlich: Nach den sehr guten Erfahrungen des 1. Marburger Krimifestivals 2002 findet das zweite Marburger Krimifestival vom 8. bis 16.10.2004 statt. Neben klassischen Lesungen soll es Vorträge, Musik auf und aus Krimis bzw. Kriminalfilmen, Filmreihen, kulinarische Abende und vieles mehr geben. Neu beim Krimifestival: 2004 gibt es ein Festival, aber zwei Standorte. Dieses Jahr gibt es auch eine Giessener Ausgabe.
Ab dem 01.05.2004 gibt es auf den Seiten der betreuenden Agentur "Mediakontakt Laumer" regelmäßig aktuelle Informationen zum Krimifestival 2004 sowie eine Programmübersicht. Das Projekt Marburger Krimifestival wird bei Mediakontakt Laumer von Kathrin Franz und Alexandra Klusmann betreut ... mehr



Kalender
Mccoy-horace Am 14. April 1897 wird Horace McCoy in Pegram, Tennessee geboren.
Er arbeitete als Zeitungsverkäufer und als Taxifahrer und war während des Ersten Weltkrieges bei den amerikanischen Fliegertruppen stationiert. Nach seiner Rückkehr in die USA arbeitete er als Journalist in Dallas und schrieb Kurzgeschichten für "Black Mask" und andere Magazine. 1929 wurde McCoy arbeitslos und zog mccoy-umsnackteleben nach Kalifornien, wo er sich als Barmixer, Leibwächter und Orangenpflücker durchschlug. Der erste seiner sechs Romane erschien 1935: "They Shoot Horses, Don't They?" ("Ums nackte Leben" (Blanvalet, 1955).
Er arbeitete bis zu seinem Tod 1955 als Drehbuchautor in Hollywood, war an über hundert Drehbüchern beteiligt und empfand diese Arbeit als Verschleuderung seines Talents, und er war, wie viele andere amerikanische "hard-boiled"-Autoren, in Frankreich angesehener als in seinem Heimatland.
Info bei mordlust.de, William Marling (engl.).

13. April 2004

Ulrich Wickert

Bei der Eröffnungsgala der "18. Criminale" am 28. April in Kevelaer wird Ulrich Wickert offiziell in die ehrenwerte Gesellschaft des "Syndikats" aufgenommen, meldet das Fachmagazin "Buchmarkt" am 13.04.2004. Mit seinem im letzten Jahr erschienenen Krimi-Debüt "Der Richter aus Paris" (Hoffmann & Campe) erfüllt der derzeit noch als Moderator aktive Krimiautor die Bedingungen für die Aufnahme ... mehr

Carmen Korn

Kriminalgeschichten, die weit zurückreichen in die dunkle deutsche Vergangenheit, sind ihr Metier. Die Hamburgerin Carmen Korn, Jahrgang 1952, besitzt ein feines Gespür für jene Taten, die lange zurückliegen, aber noch immer bis in die Gegenwart nachwirken. Für eine solche Geschichte ist die Autorin jetzt ausgezeichnet worden: "Unter Partisanen" erhielt den "Friedrich-Glauser-Preis" der Krimiautorenvereinigung "Syndikat" für die beste deutschsprachige Kurzgeschichte des vergangenen Jahres. Das "Hamburger Abendblatt" vom 13.04.2004 stellt die Autorin in einem Kurzbeitrag vor ... mehr

Hans-Werner Kettenbach

kettenbach-kleinstadtaffaere Die nervenzerreißende Spannung, die Kettenbach-Romane wie "Davids Rache" auszeichnete, werde in dem Roman "Kleinstadtaffäre" (Diogenes) von Hans-Werner Kettenbach diesmal nicht erreicht, meint Markus Schwering am 10.04.2004 im "Kölner Stadt-Anzeiger". Vielleicht sei der Plot zu bescheiden, zu unaufwändig, um die gewaltige kriminahe Instrumentation aushalten zu können, mit der er ausgestattet werde. Aber als Milieu- und Charakterstudie sei "Kleinstadtaffäre" durchaus gelungen ... mehr

Håkan Nesser

nesser-undpiccadillycircus Auf über 300 Seiten erscheine in dem Roman "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" (btb) von Hakan Nesser vor dem geistigen Auge des Lesers das schwedische Kumla mit seinen beschaulichen Schweden-Häusern, seinen schrulligen Bewohnern, schreibt Michael Sahr im "ZDF" am 11.04.2004. Ein Krimi, aber vor allem eine authentische Erzählung über eine Jugend in Schweden in den 60er Jahren sei dem schwedischen Autor mit diesem Buch gelungen ... mehr

Dan Brown

brown-sakrilegAn der rasanten Rätselfahrt hatte der Roman Dan Brown in seinem Roman "Sakrileg" offenbar selbst so viel Freude, dass er darüber seine Figuren vergessen habe, die ziemlich blass und konturlos geblieben sind, meint Emmanuel van Stein im "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 10.04.04. Vor allem aber gabe es allenthalben kapitale Löcher der Logik, in die der zwar unterhaltsame, aber unausgegorene Roman mit Karacho hineinpoltere ... mehr

Udo Röbel/Wolfgang Schorlau

Erst Chef, dann Krimiautor: Udo Röbel, früher "Bild"-Chefredakteur, und Wolfgang Schorlau, ehemals Manager in der IT-Branche, schreiben jetzt Polit-Thriller. Volker Albers hat ihre Bücher für das "Hamburger Abendblatt" vom 10.04.2004 unter die Lupe genommen und findet, daß Röbel wie Schorlau weit entfernt von jener Spielart des politischen Kriminalromans seien, wie sie im Deutschland der 60er- und 70er-Jahre der so genannte Sozio-Krimi repräsentierte: Aufklärung mit erhobenem Zeigefinger ... hier

Wer erschoss Riley Workman?

Ein toter Oberstleutnant a.D., ein englisches Dorf, eine Jagdflinte und viel Nebel. So sieht es aus, wenn die Wirklichkeit Agatha Christie nachspielt. Thomas Kielinger war für "Die Welt" vom 13.04.2004 auf den Spuren eines ausserordentlichen englischen Vergnügens ... hier

11. April 2004



Kalender
croft-freeman Wills Am 11. April 1957 stirbt der britische Krimiautor Freeman Wills Crofts in Worthing, Sussex, England( * Juni 1879 in Dublin)
Er wuchs in Nordirland auf, begann mit 17 Jahren eine Lehre bei der Eisenbahn und schaffte es bis zum Oberingenieur bei "Belfast and Norther Counties Railway". Während einer langen Krankheit schrieb er 1919 seinen ersten Krimi "The Cask", der 1920 erschien.
Er schrieb etwa 40 Krimis, 30 davon sind den Ermittlungen des Inspektors Robert French von Scotland Yard gewidmet. "French ist ein Vorläufer der sogenannten 'procedural school' Detektive; er geht so vor, wie ein wirklicher Detektiv von Scotland Yard vorgehen würde" schreibt "Reclams Kriminalromanführer" (1978). Info bei krimi-couch.de, x4all.nl (engl.).

10. April 2004

Ein Fall für Fischer

kallifatides-dersechstepassagier Andrea Fischer hat in ihrer Kolumne "Ein Fall für Fischer" im Berliner "Tagesspiegel" vom 11.04.2004 wieder einmal zwei Krimis besonders unter die Lupe genommen. Unter dem Titel "Das Schweden hinter den Gardinen" findet sie, daß Theodor Kallifatides mit seinem Roman "Der sechste Passagier" (Zsolnay Verlag) keinen der üblichen schwedischen depressiven Krimis geschrieben habe. Er fange das Gefühl eines warmen Spätsommers ein, moody-aufdersuchenachchetbaker entwickele einen trockenen Humor, mache manch kleine, scharfsinnige Beobachtung der schwedischen Gesellschaft und lasse seine Hauptfiguren mit ihrer Trauer um unerfüllte Wünsche eine große Lebenslust beweisen.
Auch Bill Moodys Buch "Auf der Suche nach Chet Baker" (Unionsverlag metro) sei verhalten im Grundton, es erzähle den Blues. Ein Plot, der nicht gerade zum Fingernägelkauen verführe, geruhsam gehen die Untersuchungen voran. Dafür ein wunderbares Buch über Jazz ... mehr

Weitere Befragungen

BefragungenIn den letzten Monaten haben Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka ihren inzwischen berüchtigten Fragebogen an zahlreichen KrimiautorInnen des In- und Auslandes verschickt. Darunter waren auch, wie sich herausstellte, zwei der Preisträger des "Friedrich-Glauser-Preises 2004". Natürlich haben wir die Bearbeitung beschleunigt, um Ihnen diese anwortreichen Interviews nicht vorzuenthalten.
Gabriele Wolff Befragungen Seit 1985 war sie als Staatsanwältin in Duisburg, mit Abordnungen nach Neubrandenburg und zur Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf tätig, seit 1994 als Oberstaatsanwältin in Neuruppin. Bereits in ihrem ersten Kriminalroman "Kölscher Kaviar" führte sie die Kölner Staatsanwältin Beate Fuchs ein. Beate Fuchs ermittelt später, wie ihre Erfinderin im richtigen Leben, auch in Nuebrandenburg und Neuruppin.
Norbert Horst
Befragungen Seit 1974 Polizeibeamter lebt und arbeitet er heute wieder, nach mehrjährigen beruflichen Stationen in Westfalen. Norbert Horst hat, nach eigenem Bekunden, so fast alles gemacht, was man als Polizeiermittler machen kann: langjährige Ermittlungstätigkeit u.a. in Mord- und anderen Kommissionen.... mehr

9. April 2004

Friedrich-Glauser-Preis

Die Jury der Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT (AIEP/IACW) hat die diesjährigen Preisträger des Friedrich-Glauser-Preises bekannt gegeben:

GLAUSER 2004

Kriminalroman:
Gabriele Wolff: Das dritte Zimmer (Haymon Verlag)

Debut:
Norbert Horst: Leichensache (Goldmann Taschenbuch)

Krimikurzgeschichte:
Carmen Korn : "Unter Partisanen" (Scherz-Verlag, Anthologie "Du sollst nicht töten")

Martin (Kinder- und Jugendkrimipreis):
Ulrike Schweikert : "Das Jahr der Verschwörer" (Arena Verlag)

Ehrenglauser:
Alfred Miersch: "Die Alligatorpapiere" (Webmaster)

Ausführliche Begründungen gibt es auf der Webseite des Syndikates ... hier

Ausserordentlich überrascht bedankt sich der Webmaster der Alligatorapiere (nach Diktat abgetaucht)




Kalender
Jacques Futrelle Am 9. April 1875 wird Jacques Futrelle in Pike, County, Georgia geboren († 15 April 1912. Er arbeitete für Zeitungen und kurze Zeit als Theatermanager. Er schrieb Romane, Krimis und Erzählungen. Überlebt und bekannt gemacht haben ihn aber die Kurzgeschichten um Professor August S.F. X. Van Dusen, genannt "The Thinking Machine". Jacques Futrelle war Passagier der "Titanic" und ging mit ihr unter, seine Frau überlebte.

Info bei Das van Dusen Handbuch, auserdem bei futrelle.com (engl.), vandusen.de, Professor van Dusen, rgoetz.de.

8. April 2004

Hen Hermanns

Hen HermannsEr ist gelernter Werbetexter Befragungen und einer seiner ersten Krimis um Max Reinartz wurde 1992 für den ASPEKTE-Literaturpreis nominiert. In Hen Hermanns Kriminalromanen, die die Elemente harter amerikanischer Privatdetektivthriller mit deutschem Ambiente verbinden, steht jener Max Reinartz im Mittelpunkt, ein im Rheinland zwischen Köln und Düsseldorf beheimateter Detektiv, der sich gern an seine Vergangenheit als Werbetexter erinnert. Nach neun Jahren kehrte Hermanns zu seinem Ermittler und zum Buch zurück, das er fürs Fernsehen verlassen hatte. Die Alligatorpapiere sprachen mit ihm über diese Entwicklung ... hier

Nina George

BefragungenAls freie Schriftstellerin lebt Nina George in Hamburg. Sie schreibt Krimis ("Kein Sex, kein Bier und jede Menge Tote", "Bude, Dame, Karo, Tod"), Kurzgeschichten, Sachbücher und ist als Journalistin und Kolumnistin für Cosmopolitan, TV Movie, Frau im Trend u.a. tätig. Den Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka ließ sie flotte Antworten folgen und scheute keine klaren Aussagen ... hier

Thea Dorn

dorn-die brut Auf einen älteren Beitrag des "Hessen Fernsehens" vom 03.04.2004 wollen wir doch verweisen. "Die Brut" (Goldmann). Auch im Bericht von Ulrike Bremer für "hauptsache kultur" ist Thea Dorn Deutschlands blutigste Krimi-Autorin, ein Markenzeichen, das einmal geschaffen auf Ewigkeit auf der Autorin lastet. Den Journalisten gefällts, die Autorin kann wohl damit leben. Ihre Entwicklung wird hier mit Zitaten Thea Dorns erklärt ... mehr

Tatort-Analyse

Jeder Tatort erzählt vom Täter. Nicht immer kann die Polizei die Handschrift des Verbrechers entschlüsseln. Jetzt sollen Profiler Mörder und Vergewaltiger aufspüren. Doch nicht alle Analytiker arbeiten mit seriösen Methoden, berichtet Sabine Rückert in "Die Zeit" 16/2004... mehr

Robert Hültner

hueltner-inspektorkatejanunddiebetruegerMit seinem Inspektor Kajetan habe Robert Hültner einen ganz eigenen Charakter geschaffen, findet Ingo Frommer im "ZDF" am 07.04.2004, wo er den Roman "Inspektor Kajetan und die Betrüger" (btbt) bespricht. Der launige Münchener sei ein Zeitreisender, der gleichzeitig ein gutes Stück Zeitgeschichte lebendig werden lasse. Dabei sei Hültner nicht nur detailgetreu, sondern gebe die Stimmungen und Befindlichkeiten jener Zeit wieder. Sein historischer Krimi gehöre damit zum Besten des Genres ... mehr

Nina Hoger

Die in Köln lebende Schauspielerin Nina Hoger hat mit "Hundeleben", einem "Tatort", den die ARD am Ostermontag um 20.15 Uhr ausstrahlt, ihr erstes Drehbuch geschrieben. Heiko R. Blum sprach für den "Kölner Stadt-Anzeige" vom 07.04.2004 mit ihr ... mehr

Mord ist die beste Medizin

Die Krimisammlung "Mord ist die beste Medizin" mordistdiebestemedizin.jpeg aus dem Scherz-Verlag enthalte eine Fülle ebenso unterhaltsamer wie makabrer Geschichten rund um den Medizinalltag, meint Sibylle Haseke bei "WDR 4". Namhafte Autoren wie Anke Cibach, Jürgen Ehlers, Peter Gerdes, Tatjana Kruse und Christoph Güsken gelänge es, Atmosphäre und Spannung aufzubauen, in Geschichten die zeigen, dass man wirklich niemandem auf der Welt trauen darf, schon gar nicht den berühmten Göttern in Weiß. Wie immer kann dieser Beitrag am Computer gehört werden ... mehr

7. April 2004

Ultimo

Päng! Die 21. Lieferung der Kolumne "Die kleine Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" ist online und offeriert wieder ein breites kriminelles Angebot, diesmal mit reichlich Lob und etwas Schmäh:
Besprochen werden Bücher von Alicia Gimenez-Bartlett, Jean-Christophe Grangé, John le Carré, Pablo De Santis, Dan Brown, Viktoria Platowa, Carolyn Haines, Theodor Kallifatides, Dave Barry und Amélie Nothomb ... mehr

Johannes Mario Simmel

Der Name klingt gut erfunden, stimmt jedoch: Johannes Mario Simmel, der jugendliche Idealist Schillerscher Prägung, wird 80. Eine Laudation von Ulrich Weinzierl in "Die Welt" vom 07.04.2004.. hier

Frank Schätzing

Der Schwarm Eigentlich kenne man Frank Schätzing als lokalen Krimimatador, meint Ulrich Noller bei der "Deutschen Welle". In Köln und um Köln herum waren seine beim Emons Verlag veröffentlichten Bücher sehr erfolgreich; auf Bundesebene spielten sie bisher keine Rolle. Das wird sich jetzt ändern. Von der Regionalliga in die Champions League. Sein Roman "Der Schwarm" (Kiepenheuer & Witsch) könnte der Bestseller des literarischen Frühlings werden ... mehr

Val McDermid

BefragungenVal McDermid wird zu den "big shots" der englischsprachigen Kriminalliteratur gezählt. In Deutschland wurde sie Befragungen mit den beiden Serien um Lindsay Gordon und Kate Brannigan bekannt, die ab 1990 in der Ariadne Reihe des Argument Verlages erschienen. Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka haben sie für unserere beliebte Kolumne "Die Befragungen" interviewt. Lesen Sie, was Sie über deutsche Krimis weiß, Frauenkrimis denkt und überbewertete AutorInnen sagt ... hier

Horst Ehmke

ehmke-privatsache.jpg Ein Roman, der "von unten erzählt", sei sein Buch "Privatsache" (Eichborn Verlag) geworden, meint Horst Ehmke, der zuvor Thriller schrieb, in denen Politikern die Hauptrolle zukam. Horst Ehmke, Jura-Professor und Polit-Profi (siehe unsere Befragung) , früher Kanzleramtschef und heute Krimischreiber, kam am Montag zur Lesereihe ins K 14 und die "NRZ" berichtete am 06.04.2004 von einer nicht ganz normalen Lesung .... mehr

Doris Gercke

Nun, es gibt nicht nur die "Criminale" oder das große "Kimifestival" in München. Im Herbst findet wieder "Mord am Hellweg" statt und die "WAZ" vom 06.04.2004 berichtet, wie Doris Gercke in Unna für einen Kurzkrimi recherchiert. "Bei mir entwickelt sich eine Kriminalgeschichte erst während des Schreibens", gibt die Schöpferin von Bella Block Einblick in ihre Arbeitsweise. ... mehr

Krimi-Kurier

Der KrimiKurier
Rezensionen


Von Gisela
Lehmer-Kerkloh

Die Frühjahrsausgabe von Gisela Lehmer-Kerklohs "Krimi-Kurier" ist online. Zu lesen sind Besprechungen zu Büchern von Ian Rankin, Giuseppe Fava, Jan Zweyer, Stephen Horn, Virginia Doyle, Niklaus Schmid, Georges Simenon und MAF Räderscheidt/Stephan Everling ... mehr

Crimezone Magazine

crimezone Die wie immer vorbildlich gestaltete neue Ausgabe des niederländischen "Crimezone"-Magazins ist online. In der Aprilnummer finden Sie ein Interview mit Janwillem van de Wetering über das Comeback von Grijpstra & De Gier, ein Dossier zu Ruth Rendell, ein Interview mit Luc Deflo, eine Kurzgeschichte von Bob Mendes und wie immer zahlreiche Rezensionen. Das wirklich gute Magazin aus einem relativ kleinen Land erfordert zwar ein wenig Einfühlungsvermögen für die holländische Sprache, aber mit ein wenig Arbeit macht Vergnügen noch mehr Spaß ... mehr

6. April 2004

Leif Davidsen

davidsen-diegutenschwestern Der dänische Journalist Leif Davidsen habe ein beeindruckendes Talent, in seinen Thrillern private und politische Aspekte zu verbinden, erklärt Ingeborg Sperl in "Der Standard" vom 03.04.2004. Dass seine Texte extrem düster ausfallen, liege an den Zeitläufen. Die verdrängte Geschichte seines Landes biete im Roman "Die guten Schwestern" (Zsolnay) den Ausgangspunkt für einen weiten Bogen zu den aktuellen Konflikten am Balkan. Davidsen habe ein eigentlich politisches Buch entwickelt, in dem viele Stimmen und Perspektiven zu Wort käme, lasse aber die Handlung nicht von papierenen Politthesen überwuchern ... mehr

Neues von der Krimi-Couch

Neu bei den Kollegen von der Krimi-Couch:
Zum "Krimi des Monats" April wählte die Redaktion den Roman "Die Jagd nach dem Wüstengrab" (Piper) von Valerio M. Manfredi.
Und es gibt unter anderem Rezensionen zu
-Arne Dahl: "Falsche Opfer",
- Jean-Christophe Grangé: "Das Imperium der Wölfe"
- Deborah Crombie: "Nur wenn Du mir vertraust"
- Bill Pronzini: "Tödliche Fremde"
- Janwillem van de Wetering: "Ölpiraten"
...

Der Tatort-Pathologe

Es gibt ein richtiges Leben außer dem falschen. Der Regierungsmedizinaldirektor Joseph Bausch etwa ist seit 1996 der glatzköpfige Pathologe im Kölner Tatort. Aber eigentlich-uneigentlich ist er der Gefängnis-Arzt von Werl bei Soest. Ein Bericht bei "süddeutsche.de" ... mehr

Literaturkritik im Zeitalter des Internets

Vermehrt findet heute die Literaturkritik im Internet statt. Neben professionellen Rezensenten kommentieren zumal auf den Seiten der Online-Buchhändler häufig auch Laien die literarischen Neuerscheinungen mit Lese- und Kaufempfehlungen. Ein Bericht der "Neuen Zürcher" vom 06.04.2004... mehr

Werner Schmitz

schmitz-schreiberundderwolfNach 14 Jahren als "Stern"-Reporter hatte Werner Schmitz sich in eine Schaffenskrise geschrieben, zweifelte an seinem Beruf, der ihn im Wortsinne fesselte, lethargisch machte. Alltägliche Verbrechen einerseits und Routine andererseits hinterließen eine ungekannte Leere in ihm, die auch Konsequenzen für seine schriftstellerische Arbeit hatte. 1987 war mit seinem dritten vorerst auch sein letztes Buch ("Auf Teufel komm raus") erschienen, von dem Kritiker noch heute schwärmen. Vielleicht spielte auch Erfolgsdruck eine Rolle, gegen den Schmitz mit "Schreiber und der Wolf" (grafit) jetzt zu einem Befreiungsschlag ausgeholt hat. Ein Bericht in der "Märkischen Zeitung" vom 05.04.2004 ... hier

Thea Dorn

dorn-die brut Ihr eilt der Ruf voraus, die blutigsten Krimis in deutscher Sprache zu schreiben. Ihre Bücher leben von den bösen menschlichen Abgründen, in die sie minutiös blickt. Jetzt hat Thea Dorn ihren vierten Roman vorgelegt: "Die Brut" (Goldmann). Das Buch sei zwar blutärmer als die Vorgänger, aber sicherlich nicht weniger brutal,meint die "ARD". ... mehr

Wilson/Highsmith

highsmithwilsonDie Häufung der Details entwickele einen eigenartigen Sog. Andrew Wilson sage in der Biographie "Schöner Schatten" (Berlin Verlag) auf, was er recherchiert habe, Tag für Tag, Jahr für Jahr, erklärt Milo Rau in der "Neuen Zürcher" vom 03.04.2004. So beginne seine Biografie unmerklich einer Geschichte der Highsmith zu gleichen, einer "chronologisch" geneigten Fläche, auf der das Leben der Autorin ins Verhängnis rutsche. ... mehr

Stefan Slupetzky

slupetzky-derfalldeslemmingDer eben erschienene Kriminalroman "Der Fall des Lemming" (Rowohlt) als Kronzeuge: Stefan Slupetzky, geboren 1962 in Wien, ist Schriftsteller, will Schriftsteller bleiben, führt Ditta Rudle in die aussergewöhnliche Geschichte des Schriftstellers ein. 14 Bücher hat Stefan Slupetzky für Kinder illustriert und elf davon auch selbst geschrieben, dann der Absturz: der Middelhauve-Verlag, bei dem der Großteil seiner Kinderbücher erschienen war, ging bankrott und seine Bücher verschwanden aus den Auslagen. "Sie waren einfach nicht mehr da. Ich war finanziell und moralisch ruiniert." Was folgte lesen Sie im aktuellen Magazin "Buchkultur" und zwar ... hier

P. Howard

howard-seemannvon weltAuf so manches Buch weisen wir auch hin, weil sie noch nicht Einzug in die Feuilletons gefunden haben. Der Roman "Ein Seemann von Welt" (Elfenbein Verlag) von P. Howard kann das auch noch nicht, weil er gerade erst in die Buchhandlungen kommt. Der satirische Hochseekrimi von P. Howard sei eine groteske Geschichte voller Verwicklungen und überraschender Wendungen, meldet der Verlag dazu. Interessant ist die Entstehungsgeschichte: Aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammend, wollte Jenö Rejtö (1905-1943) nach dem Abitur Schauspieler werden, brach die Ausbildung aber ab, um durch die Welt zu streunen. Mit 28 Jahren verschlug es ihn wieder nach Hause, wo er zu schreiben begann. Der Verlag Nova riet ihm zu einem englischen Pseudonym, so wurde aus Jenö Rejtö "P. Howard", ein Parodist von Abenteuer- und Kriminalromanen, die in Ungarn bis heute ungezählte Neuauflagen erlebt haben. Während des Krieges wurde er von den Nazis zum Arbeitsdienst nach Woronesch (Ukraine) deportiert, wo er am Neujahrstag 1943 erfror.
Beim Elfenbein Verlag in Berlin gibt weitere Infos und einen Textauszug ... hier

James Patterson/Peter de Jonge

patterson-dejonge-wennerfaelltIn dem Roman "Wenn er fällt, dann stirbt er" (Ehrenwirth) von James Patterson und Peter de Jonge werde ein düsteres Bild von Amerikas Rechtssystem gezeichnet, meint Swea Schilling im "ZDF" am 04.04.2004. Wer Recht habe, müsse nicht unbedingt Recht bekommen. Denn Recht bekäme, wer Geld und Macht habe. Patterson/deJonge beschreibe die New Yorker "Elite" als eine einflussreiche große Familie, deren Mitglieder sich gegenseitig bei unlauteren Machenschaften decken und Schützenhilfe leisteten ... hier



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Isaac Asimow Am 6. April 1992 stirbt der amerikanische Schriftsteller Isaac Asomov im Alter von 72 Jahren an Herz- und Nierenversagen; eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte (* 2. Januar 1920 in Petrovichi). Der Biochemiker war zugleich einer der bekanntesten und produktivsten Science-Fiction-Autoren, auch 2 Kriminalromane und 7 Kriminalstorysammlungen gehörten zu seinem Werk.
Asimovs Schaffen beschränkte sich aber bei weitem nicht auf Science Fiction. Vielmehr entwickelte der "Gute Doktor", wie seine Fans in nennen, sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten - sogar eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber einiger SF-Anthologien und einer eigenen SF-Zeitschrift.
Die Kriminalromane um den Polizisten Elias (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw, (The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die Nackte Sonne), sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983) und Robots and Empire (1985) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.

Info bei wikipedia.de, auserdem bei epilog.de, bookcrossing.com, fictionfantasy.

5. April 2004

kosher nostra
Wörtches Leichenberg

Ein neuer Beitrag zu Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" ist auf Sendung und bietet wieder feine Informationen und präzise zerlegte Romane: z. B. Jilliane Hoffmans "Cupido" (Wunderlich), Gisbert Haefs' "Die Geliebte des Pilatus" (btb), eine Graphic Novel von Matthias Gnehm.
Dazu ein Hinweis auf einen schönen Aufsatz zu James Graham Ballard (!!), der auf sämtlichen Grenzlinien der Genres herumtanzt und der Tipp auf den Ausstellungskatalog von Oz Almog und die Ausstllung dazu im Jüdischen Museum Wien: "Kosher Nostra" ... mehr

Kosher Nostra

Entgegen aller Vorurteile bugsy siegel kann keine ethnische Gruppe in New York ausschließlich mit der Mafia in Verbindung gebracht werden. Nicht die Italiener, nicht die Iren und nicht die Juden. Daß aber in den 20er Jahren jüdische Mafiosi New York in Angst und Schrecken versetzten, Hand in Hand mit den Italienern gegen die Iren in der Lower East Side kämpften, und daß der "Haupt-Henker" der 'Murder Incorperated' (in Brownsville von Juden und Sizilianern gegründet), ein Jude war, wissen wenige. Tekla Szymanski hat in ihrem Aufsatz vom 8. Mai 1998 im "Aufbau" über die jüdische Mafia im New York der 30er Jahre berichtet ... mehr

Kosher Nostra 2

bugsy siegel"Kosher Nostra - Jüdische Gangster in Amerika 1890 - 1980", die dritte Kunstinstallation von Oz Almog, ist mit Sicherheit nicht das, was man sich normalerweise von Ausstellungen im Jüdischen Museum Wien erwartet. Bei der Presseführung gab es jedenfalls bereits erregte Diskussionen über die Sinnhaftigkeit einer solchen Schau, meldete "Oe1.ORF" und berichtete über das Projekt. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, Dorothee Frank im Gespräch mit Oz Almog zu hören ... mehr

Kosher Nostra 3

Empört zeigt sich dagegen Samuel Laster in "Die Jüdische" vom 03.12.2003 über die Ausstelllung: "Kosher Nostra- eine infame Ausstellung über jüdische Gangster in den USA im jüdischen Museum in Wien bedient vorauseilend gehorsam einen scheinbaren antisemitischen Grundkonsens" schreibt er in seinem Bericht ... mehr

Kathy Reichs

Kathy ReichsZum sechsten Mal schicke Kathy Reichs ihre forensische Anthropologin Tempe Brennan an die Ermittlungen und biete in ihrem Roman "Mit Haut und Haar" (Blessing Verlag) dabei grundsolide Krimi-Unterhaltung, führt das Onlinemagazin "Titel" in die Besprechung von Jan C. Schmidt ein, Der findet Reichs Schreibe durchaus gefällig; ihre Dialoge sprühen vor warmherzigem Witz, und nach ein paar Seiten schon seien einem ihre Figuren eng vertraut. Ihre Story indes sei überladen. Dennoch: Mit Haut und Haar biete grundsolide Unterhaltung mit einem betörenden Schuss Südstaaten-Charme ... hier

Agatha-Christie-Krimis

Die Krimis der britischen Autorin Agatha Christie kommen als Computerspiele auf den Markt. Mathew Prichard, Enkel der Schriftstellerin, hat nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA vom Sonntag (4.4.2004) die Rechte für entsprechende Spiele abgegeben, meldet die "Deutsche Welle" am 04.04.2004... hier

Horst Ehmke

BefragungenEr war Professor für für Staats- und Verfassungsrecht und Bundesminister für verschiedene Aufgabengebiete. Nach zahlreichen Fachpublikationen (Verfassungstheorie, Ostpolitik, Wirtschaft und Verfassung, etc) reüssierte Horst Ehmke 1998 mit seinem ersten Politthriller.
Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka haben ihm für unsere Rubrik "Befragungen" interessante Antworten entlocken können und zwar ... hier

Bill Moody

 Bill MoodyIn Bill Moodys jüngstem Roman "Auf der Suche nach Chet Baker" (Unionsverlag metro) spielt sein Gelegenheitsdetektiv Evan Horne wieder Piano – und bekommt es erneut mit einem Fall zu tun: In Amsterdam macht sich der Jazz-Detektiv auf die Suche nach einem vermissten Freund. Seine Suche bringt ihn bald auf die Fährte des legendären, von Drogen und Musik getriebenen Trompeters Chet Baker.
In seiner Besprechung "Chettie Dead They Say" stellt Gerd Friedrich Marenke bei den Kollegen von "kaliber. 38" den Roman vor. Damit Sie selbst einen Eindruck vom Swing des Textes gewinnen können, wurde dort auch exklusiv eine kleine Leseprobe organisiert ... mehr

Peter Gerdes

Für die "Criminale 2004" schreibt Peter Gerdesden offiziellen Beitrag "Abgesang in Emmerich". Weil die Stadt so viele Plätze bietet, verfasst er gleich noch zwei weitere Geschichten. Die "NRZ" vom 02.04.2004 sprach mit ihm ... mehr

Jan Seghers

seghers-allzuschoenesmaedchen.jpgMit seinem Krimi "Ein allzu schönes Mädchen" (Wunderlich) hat Jan Seghers der mit seinem wirklichem Namen Matthias Altenburg schon einen guten Namen hat, nicht nur für Überraschung, sondern auch für gute Kritiken gesorgt. Es gibt auch eine Internetseite zu Jan Seghers, auf der man unter anderem auch ein Gespräch von Eva-Marie von Hippel, Programmchefin von Rowohlt/Wunderlich, mit Jan Seghers finden kann ... mehr

Detektive auf Briefmarken

detectivestamps.jpeg Nicht, daß wir unter die Briefmarkensammler gegangen wären. Aber bei den Entdeckungsreisen durchs weltweite Netz fiel uns sozusagen dieser schöne Satz der Post Nicaraguas in die Hand: 1972 brachte sie eine Serie von 12 Marken zum 50jährigen Jubiläum Interpols heraus, die höchst erfolgreiche Detektive der Weltliteratur zum Thema hatten (warum Herr Poirot und nicht Frau Marple, damit wenigstens eine Frau ...? ) mehr



Kalender
Earl Derr Biggers Am 5. April 1933 stirbt der amerikanische Schriftsteller Earl Derr Biggers in Pasadena, Kalifornien (* 24. August 1884 in Warren, Ohio). In der Kriminalliteratur ist er bekannt als Schöpfer der Figur Charlie Chan.
Nach einem Studium in Harvard arbeitete Biggers als Humorist und Kritiker für den "Boston Traveler". Nach der Veröffentlichung seines ersten Romans im Jahr 1911 zog er nach New York City und avancierte zu einem erfolgreichen, überaus produktiven Bühnenautor. 1919 wechselte er nach Hollywood, Wallace wo er im Filmgeschäft arbeitete. 1925 erschien sein erster Krimi um Charlie Chan, eine Figur, die er dem in Hawaii arbeitenden chinesischen Kriminalbeamten Chang Apana nachempfand, über den er 1919 Zeitungsberichte gelesen hatte. Chan ist der Held vieler Bücher und diverser Filme, die zwischen 1926 und 1949 entstanden und nicht unumstritten waren (im Juli 2003 erwirkten chinesischstämmige US-Bürger einen Sendestopp der Filme beim US-Sender FOX.)
Ausführliche Infos und kritische Bewertungen findet man bei krimi-couch.de, auserdem bei wikipedia.de Die Bücher gibt es bei amazon.de. Über die Filme gibt es mehr bei movie-in-the-head.de.de (mit schönen Postern), mhoefler.de, cyrano.ch, mediagems.de, .

2. April 2004

Wörtches Crime Watch

lecarre-absolutefreundeIn der 83. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch" in der Wochenzeitung "Freitag" 15/2004 (und bei "kaliber. 38") beschäftigt sich Thomas Wörtche mit John le Carrés Roman "Absolute Freunde" (List Verlag). Dabei sei le Carré auch Opfer einer Medieneinstellung, die politische Romane, die ästhetisch operieren, als zur Zeit nicht gewünscht behandelt. Dabei sei er sicher der unterschätzteste aller wichtigen Schriftsteller unserer Zeit. Radikal, bösartig, analytisch, witzig, intelligent und schon längst meta-zynisch. Und das alles mit den Mitteln der Literatur ... kaliber. 38
& Freitag 15/2004

Burgdorfer Krimitage ausgezeichnet

Der mit 30.000 Schweizer Franken dotierte "Kulturpreis 2004" des Kantons Bern geht an die "Burgdorfer Krimitage", meldet "Bund.ch" am 02.04.2004. Das Festival meistere den Balanceakt zwischen Populärkultur und inhaltlichem Anspruch erfolgreich, heisst es zur Begründung. ... mehr

Ulrich Nollers Krimitipps April 2004

Ulrich Noller Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers moody-chet baker Krimitipps für den April 2004 beim "WDR 5" (Funkhaus Europa) mit folgenden Büchern:
Sehr gewitzt und handwerklich versiert verbinde Bill Moody musikhistorische Fakten mit Krimielementen. Der Roman "Auf der Suche nach Chet Baker" (Unionsverlag metro) erzähle einerseits alles, was es über Leben und Musik von Chet Baker zu wissen gibt; andererseits biete er einen lesenswerten Krimiplot. " ... wie klug und warmherzig Bill Moody seine Chet Baker-Story in den Charakteren der Geschichte spiegelt, das macht die Qualität seines Buches aus."
lucarelli-lauradirimini.jpg Carlo Lucarelli garniere seine Erzählkunst im Roman "Laura di Rimini" (Dumont) mit einigen großartigen Szenen voller Situationskomik, auf engstem Raum in höchster Konzentration und wirklich überzeugend. Inhaltlich wie auch formal überrasche er den Leser durch Wechsel der Perspektive, immer neue Brüche und nicht vorhersehbare Wendungen: "... zur Zeit einer der besten Kriminalschriftsteller Europas. ... mehr

Gerhard Brüning

bruening-werseinesuendeleugnet Als City-Pastor an der Hamburger Hauptkirche St. Petri hatte Gerhard Brüning Anfang der 90er-Jahre Erfahrungen mit Ekstase, Sünde und Vergebung gemacht. Darum geht es auch in seinem ersten Krimi: Ein württembergischer Pfarrer gerät bei einem Reeperbahn-Bummel in den Strudel von Prostitution, Gewalt und Frauenhandel. Ende März ist der Krimi mit dem Titel "Wer seine Sünde leugnet" (Wittig Verlag) erschienen. Ein Bericht von Thomas Morell, epd im Hamburger Abendblatt vom 02.04.2004 ... mehr

April April

Willeford Wie die meisten Leser bemerkt haben, war der 1. April wieder einmal der Anlass für uns, Ihnen einen Aprilbären aufzubinden, nein, zwei sogar. lupus reihe Leider ist die Meldung, die wir in das Magazin "bookreporter" geschmuggelt haben, erlogen (die richtige Seite des "bookreporter" finden Sie hier.) Die Geschichte "Grimhaven" ist nach wie vor verschollen.
Und leider stimmt auch die schöne Sache einer Internet-Krimileihbücherei nicht. Benutzen Sie also weiterhin Bibliotheken und Antiquariate, um sich über die verschollenen Werke der Kriminalliteratur zu informieren. ...



Kalender
Wallace Am 2. April 2002 stirbt der amerikanische Schriftsteller Henry Slesar im Alter von 74 Jahren in New York. Henry Slesar (eigentlich Schlosser) wurde als Sohn russlanddeutscher Einwanderer am 12. Juni 1927 in New York geboren.
Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete.
Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Einen "friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Begabung (natürlich nur auf literarischem Gebiet)" nannte ihn Alfred Hitchcock, für den er über 50 Fernsehdrehbücher geschrieben hat. Dem Fernsehen verkaufte der junge Absolvent einer Design-Schule auch seine ersten Arbeiten, als er ab 1945 tagsüber in einer Werbeagentur für Klienten textete und abends für sich.
Die "Mystery Writers of America" verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den "Edgar Allan Poe Award", und 1974 erkannte die "National Academy of Television of Art & Sciences" ihm für die Krimiserie "The Edge of Night" den "Emmy" zu.
Info und Bibliographie bei Diogenes Verlag, epilog.de, Joachim Kalka in der "NZZ" (mit einigen abweichenden Daten) .

1. April 2004

Dan Brown

brown-sakrilegSelten war so genannte Trivialliteratur anregender als bei den penibel recherchierten Thrillern des US-Bestsellerautors Dan Brown: Sie verbinden Kunst-, Wissenschafts- und Religionsgeschichte, Kryptografie und Mutmaßungen über Geheimbruderschaften. Obwohl bei genauem Nachdenken manchmal haarsträubende Thesen verbreitet werden, beweise Brown einmal mehr Gespür für "ewige", allgemeinmenschliche Themen. Ein Bericht von Doris Krumpl in "Der Standard" vom 01.04.2004 mehr

Charles Willeford

Willeford Ohne sonderliche Aufregung berichtet "bookreporter.com" von einem eigentlich sensationellen Fund in Miami: der als verschollen geglaubte Roman "Grimhaven" von Charles Willeford soll an der Universität Miami zusammen mit autobiografischen Notizen entdeckt worden sein. Von seinem Verleger zu einer Fortsetzung der Hoke-Moseley-Krimis gedrängt, hatte Willeford ein Manuskript mit dem Titel "Grimhaven" geschrieben, in dem Hoke Moseley seine beiden Töchter umbringt und in der Dusche in seinem heruntergekommenen Hotelzimmer versteckt. Seinerzeit hatte Willefords Agent das Manuskript als nicht veröffentlichbar bezeichnet, seitdem galt es als verschollen ... mehr

Arne Dahl

dahl-falsche-opfer Im Unterschied zu den Begründern des modernen schwedischen Kriminalromans, die noch aus der Gewissheit einer marxistischen Gesellschaftskritik operierten, schicke Arne Dahl seine Ermittler in die Unübersichtlichkeit der globalisierten Welt, ohne von ihnen mehr zu verlangen als Selbsterkenntnis. Tobias Gohlis bespricht in "Die Zeit" 15/2004 den Roman " Falsche Opfer" (Piper) und fragt sich: "Was wäre, wenn diese wunderbar komplexen, intelligent, heiter und unerbittlich geschriebenen Kriminalromane davon erzählten, wie das Wunderwerk der abendländischen Zivilisation zerbricht?" mehr

Friedrich Ani

Gottes Tochter Der Roman "Gottes Tochter" (Droemersche Verlagsanstalt) von Friedrich Ani sei einer jener Romane, in denen der Leser Lieblingsszenen finde, sagt Doris Betzl bei "literaturkritk" 04/2004. Ani habe in seiner jüngsten Veröffentlichung alle Facetten seines Könnens wunderbar ausbalanciert: eine ungemein flinkfüßige Gratwanderung zwischen Nüchternheit und unbändigen Gefühlen, Hass, Verzweiflung und Liebe. Mit wenigen Worten schaffe er Bilder in emotional aufgeladener, fragiler Dichte ... mehr

Dennis Lehane

lehane-shutterisland.jpeg Hoch spannend sei zwar der Roman "Shutter Island" (Ullstein Verlag) von Dennis Lehane, wie man es von Lehane gewöhnt sei, meint "web.de/dpa" am 31.03.2004. Auch verstehe es der Autor, sich so tief in die inneren Welten schizophrener Menschen hinein zu versetzen, dennoch bleibe am Ende der Eindruck, dass die Geschichte ein bisschen zu flott nieder geschrieben worden sei, enthalte sie doch eine Reihe irritierender logischer Brüche ... mehr

Sujata Masseys

Sujata Masseys Die Abenteuer der halb japanischen, halb amerikanischen Heldin Rei Shimura sind auf dem deutschen Buchmarkt schon längst nicht mehr unbekannt, meint Anne Betz im Onlinemagazin "literaturkritik" 04/2004. Der "Piper Verlag" hat nunmehr den vierten Roman Sujata Masseys veröffentlicht: "Tödliche Manga". Wie durch den reißerischen deutschen Titel bereits suggeriert, spiele der neueste Mordfall, den die aus japanischer Sicht etwas unorthodoxe Amateurdetektivin aufklären wolle, in der Welt der japanischen Manga und Anime. Dennoch sei der Roman ein eher schwaches Glied der Reihe, die Spannung und kulturelle Informationen für gewöhnlich auf gute, unterhaltsame und lesenswerte Weise zu verbinden wisse .. mehr

Krimi-Leihbücherei

Von einem interessanten Projekt berichtet die "Badische Zeitung" vom 01.04.2004: Erste Internet-Krimileihbücherei in Planung. lupus reihe Der Stuttgarter Buchbinder Marcel Breuer erbte die Krimisammlung seines plötzlich verstorbenen Onkels und kam auf eine zündende Idee: er möchte die ausserordentliche Sammlung, die die kompletten legendären Taschenbuch Krimireihen der Verlage Ullstein, Heyne, Goldmann, Rowohlt umfasst, sowie Teile der Krähen Bücher, der Blaulichtreihe (DDR), Drei Punkte etc. enthält, der Öffentlichkeit zugänglich machen. In Zusammenarbeit mir dem Krimikenner Dieter Kästner, dessen Internetseite Classic Crimes fundierte Tipps für den Sammler klassischer und antiquarischer Krimis anbietet, arbeitet er an einem Internetportal, über das Leser Bücher aus der Sammlung ausleihen können. Damit solle dem interessierten Leser, angesichts der immer schneller vom Markt verschwindenden Kriminalromane, die Möglichkeit geschaffen werden, sich anhand der Bücher der Sammlung mit der Geschichte der Kriminalliteratur beschäftigen zu können. Ein Mitgliedsbeitrag soll die Kosten tragen, für die eventuelle Restaurierung steht der Buchbinder mit seiner Werkstatt bereit ... mehr

Robert Wilson

Robert Wilson Gerade die präzisen, oftmals minutiös geschilderten Rückblenden unterstreichen das Ausmaß der Ereignisse und erzeugen Spannung im Roman "Tod in Lissabon" (Goldmann) von Robert Wilson, meint Nadine Boulannouar in ihrer Rezension für "literaturkritik" 04/2004. Die genauen Beschreibungen der Situation Portugals in den Kriegsjahren, die Flüchtlingsproblematik, die Schwierigkeiten der Ausreise und nicht zuletzt natürlich die weit verbreitete Armut reflektierten die aufschlussreiche Recherche des Autors ... mehr

Leif Davidsen

davidsen-diegutenschwestern Der Roman "Die guten Schwestern" (Zsolnay) von Leif Davidsen sei mehr als ein guter Spionage-Thriller, meint Roland H. Wiegenstein bei "Die Berliner Literaturkritik" am 31.03.2004. Der Roman erzähle in einer verwickelten Handlung mit Schauplätzen in Dänemark, Warschau, Prag, Bratislava, Budapest und am Ende eben Albanien, zuweilen recht kritisch von den Verwerfungen der letzten siebzig Jahre aus dänischer Sicht ... mehr

Georges Simenon

simenon-maigretunddasdienstmaedchenMaigret, der Kommissar der Pariser Kripo gewann ein solches Eigenleben, dass das Erzählwerk seines literarischen Schöpfers schon frühzeitig in zwei Kategorien aufgeteilt wurde - die "Maigrets" und die "Non-Maigrets", schreibt Nikola Poitzmann in der Besprechung des Romans "Maigret und das Dienstmädchen" (Diogenes) für "literaturkritik" 04/2004. Eines sei sicher: Mit diesen "Maigret"-Romanen habe Georges Simenon gleich zwei bemerkenswerte Dinge geschafft. Er habe die Kriminalliteratur auf einen neuen Weg gebracht, und er habe einen Detektiv-Klassiker ganz eigenen Typs kreiert - einen der unbestrittenen "Großen Drei" des Metiers, neben Sherlock Holmes und Philipp Marlowe ... mehr



Edgar Wallace
Wallace Am 1. April 1875 wird der britische Schriftsteller Edgar Wallace unter dem Namen Richard Horatio als unehelicher Sohn eines Schauspielers geboren und unmittelbar nach seiner Geburt von einem Londoner Fischhändler adoptiert. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend - ohne abgeschlossene Schulausbildung - arbeitete er sich im Burenkrieg bis zum Kriegsberichterstatter in Südafrika hoch. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er als Journalist und Sonderberichterstatter (er schrieb über die außergewöhnlichen Kriminalfälle der Zeit, wie etwa über den Fall Doktor Crippen – siehe Hörspielinfo rechts –). 1904 erschien sein erster Kriminalroman "Die vier Gerechten", der jedoch zunächst kein Publikumserfolg war. Bis zu seinem frühen Tod am 10. Februar 1932 im Alter von 56 Jahren entstanden weit über 150 Romane, Kurzgeschichten und Theaterstücke; daneben verfasste er noch einige Filmdrehbücher. Seine Romane wurden in vierundvierzig Sprachen übersetzt.

Ein Edgar Wallace-Special gibt es beim ZDF, Infos und Bibliographie bei Krimi-Couch, wikipedia, Deutschlandfunk, Infos und eine Filmographie bei deutscher-tonfilm.de, Infos und Filmmusik bei Sonde.de.

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Hörspieltipps

08.04.04 um 19:05 bei DRS 1
"Das falsche Urteil" (55') von Håkan Nesser.

Leopold Verhaven, ein Sonderling und Eigenbrötler, hat zwei mal zwölf Jahre im Gefängnis gesessen. Verurteilt wurde er für zwei Morde, obwohl er immer seine Unschuld beteuert hatte. Acht Monate nachdem er aus der Haft entlassen wurde, entdecken Kinder in einem Graben eine übel zugerichtete Leiche. Alles deutet darauf hin, dass es sich um Verhaven handelt. Kommissar van Veeteren wird den Verdacht nicht los, dass Verhaven wirklich unschuldig war ...

02.04.04 um 20:05 bei WDR 5
"Liebermans Gesetz" (52') von Stuart Kaminsky

Abe Lieberman, der schrullige Chicagoer Polizeidetektiv, muss mit ansehen, wie der jahrtausendealte Konflikt zwischen Juden und Arabern auch in seiner Stadt Zerstörung und Gewalt herbeiführt. Fünf Synagogen, darunter auch die der Liebermans, wurden geschändet. Als drei Araber ermordet werden, muss Lieberman erkennen, dass in dem urbanen Schlachtfeld Kräfte wirken, die er nicht kontrollieren kann. ...

Das Monatsprogramm bei hörspielkrimi.de

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Tipps 3. - 16. April 2004
125_rue_montmartre Über die Ostertage werden Filmfans mit Filmen zugeballert. Dabei gibt es nur wenige Höhepunkte und reichlich Wiederholungen. Für Mankell-Fans ist selbstverständlich die zweiteilige Verfilmung "Die Rückkehr des Tanzlehrers" ein Pflichttermin.
Für Filmfans gibt es aber auch etwas: Filme von Kubrick, Lumet, Truffaut, dazu "Der Pate" und Maigret, sowie Jean Gabin und Lino Ventura. Alles wie immer feinstens beschrieben und illustriert ... hier


Axels Tipp des Tages:

Montag, 5. April

ZDF, 22.15

Semana Santa – Das Geheimnis von Sevilla

(D/F/I/E/Dän 2002, R.: Pepe Danquart)
Drehbuch: Roy Mitchell
LV: David Hewson, Semana Santa, 1996

Ein Serienkiller treibt in Sevilla während der österlichen Büßerprozessionen sein Unwesen. Die Polizistin Maria Delgado soll den Fall aufklären und muß sich dafür mit Spaniens blutiger Geschichte befassen.
Hewson hält diese Verfilmung seines Erstlings für "a truly awful movie".
Mit Mira Sorvino, Olivier Martinez, Alida Valli

Axel Bußmers
TV-Krimi & Buch-Tipps
Die Befragungen


Krimi-Report 16

Simenon-Jahrbuch 2003
simenonjahrbuch2003 Jahrbücher literarischer Vereinigungen und Gesellschaften sind immer willkommen. Jahrbücher zur Kriminalliteratur sind um so herzlicher willkommen, sind diese Jahrbücher doch äußerst dünn gesät. Der Vorzug von Jahrbüchern liegt in der Fülle der Informationen zum Thema, die sonst nur verstreut in diversen Publikationen zu finden sind. Dankenswert ist es, wenn solche Jahrbücher auch der interessierten Öffentlichkeit und nicht nur den Mitgliedern der herausgebenden Vereinigung zugänglich sind. Thomas Przybilka stellt das "Simenon-Jahrbuch 2003" vor ... mehr








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