Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählen achtzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Eine Übersicht über die Jury finden Sie unter der Rubrik "Jury" bei "arte-tv.com/krimiwelt".
Die Erläuterungen zu den Titeln der Bestenliste finden Sie bei "ARTE" in der Rubrik "Zurufe der Jury" . Nicht versäumen sollten Sie auch Tobias Gohlis' "Krimitagebuch". Hier notiert er sporadisch Skizzen von Begegnungen mit Autoren, Berichte aus der Szene, Kommentare, Leseerfahrungen und Aufgeschnapptes. Manchmal auch Notierenswertes aus dem Innenleben der Jury.
Ach ja, die Rangliste. Hier:
1 (Vormonat 5) Arne Dahl: Rosenrot
2 (2) David Peace: 1977
3 (–) Oliver Bottini: Im Sommer der Mörder
4 (7) Heinrich Steinfest: Ein dickes Fell
5 (4) Carl Hiaasen: Der Reinfall
6 (–) Frode Grytten: Die Raubmöwen besorgen den Rest
7 (9) Jo Nesbø: Das fünfte Zeichen
8 (–) Lee Child: Die Abschussliste
9 (1) Andrea Maria Schenkel: Tannöd
10 (3) Leif GW Persson: Eine andere Zeit, ein anderes Leben
Hier als schöne pdf-Datei
Rhein-Site-Story:
»Multimedialer Krimi im Internet«:
Am 1. Mai geht's los. Dann startet die "Rhein-Site-Story" – der multimediale Krimi im Internet. Mit einer spannenden Story, Musik, Comics und Animationen.
In 91 Folgen erzählen die drei Krimiautoren Jutta Profijt (Mönchengladbach), Carsten Sebastian Henn (Köln) und Patricia Vohwinkel (Duisburg) von einer Mordserie, die die Hockey-WM der Herren in Mönchengladbach düster überschattet. In den ersten drei Mai-Wochen können Sie auf www.rhein-site-story.de täglich eine neue Folge des Fortsetzungskrimis lesen, dann vier mal pro Woche, bis Sie ab 1. September dem Täter wieder täglich immer näher kommen. Pünktlich zu den Finals des wirklichen BDO-Hockey-World-Cups 2006 wird Ihnen der Täter am 16./17. September frei Haus geliefert.
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Montag, 1. Mai 2006, NDR Info 17:30 Uhr
Von Generalinnen, Zugpferden und Köchinnen
Zu Besuch bei den Moskauer Krimi-Autorinnen
Von Julia Solovieva.
In Russland wird leidenschaftlich gern gelesen – ob in U-Bahnen und Vorortzügen, im Bett oder zum Frühstück. Doch nicht mehr Dostojewskij, Tolstoj oder Tschechow begeistern die Massen.
Die aktuellen Bestseller tragen Titel wie "Das zärtliche Atmen des Todes", "Auch Du wirst sterben mein Bruder!" oder "Das Blut der Ungeborenen" und sie werden fast immer von Frauen geschrieben. Seit der Frankfurter Buchmesse 2003 sind russische Autorinnen wie Alexandra Marinina und Darja Donzowa, Polina Daschkowa oder Tatjana Ustinowa auch in Deutschland ein Begriff.
Wer sind diese Frauen? Wie kamen sie zum Schreiben und zum Erfolg? Drei Krimi-Autorinnen aus Moskau sprechen über ihre Karriere, über Männer, über die Wunden der russischen Frauen und über das harte Geschäft mit den Büchern ...mehr
Radio-Tipps, gefunden beim "Bluetenleser". "Bluetenleser" bringt täglich neue Nachrichten zur Literatur, listet Literatursendungen in Hörfunk und TV, widmet Schwerpunktthemen ausführliche Dossiers und wirft einen Blick in die wichtigsten Literaturzeitschriften.
Axel Bußmers TV & Buchtipps 29. April – 12. Mai 2006
Auffallend viele Verfilmungen von Sachbüchern laufen die kommenden beiden Wochen im Fernsehen. Nicht alle sind gelungen, aber sehen Sie selbst: in
"Tödlicher Gefallen" entdeckt ein Anwalt eine Mordserie, in "20.000 Jahre in Sing Sing" wird ein Unschuldiger auf den elektrischen Stuhl geschickt, in "Blow" erleben wir den Aufstieg eines Kleinstadtjungen zu dem größtenKoksdealer der Westküste mit und in "Mitternacht im Garten von Gut und Böse" wird ein reicher Antiquitätenhändler des Mordes angeklagt.
Neben den wahren Verbrechen gibt es auch erfundene Verbrechen. Die filmisch besseren sind "Die Vögel" (nach einem Drehbuch von Evan Hunter), "Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia" (hey, es ist ein Peckinpah), Scorseses knallige John D. MacDonald-Verfilmung "Kap der Angst", der Semi-Klassiker "Cutter's Way – Keine Gnade" (nach dem Roman von Newton Thornburg), Truffauts Goodis-Verfilmung "Schießen Sie auf den Pianisten", für die B-Movie-Fans "Es geschah um 8 Uhr 30" (nach einem Roman von Ursula Curtiss und einem Drehbuch von William P. McGivern) und "Django" öffnet wieder seinen Sarg...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
Watching the Detectives: »Elende Welt«:
Bei Pelecanos fährt man viel Auto. Die Guten tun es, die Bösen, die Täter und die Opfer, so ist alles in Bewegung, und am Ende war jeder überall und alles, und der Leser war auch irgendwo. Mitten in der Wirklichkeit. Dieter Paul Rudolph über den Roman "Wut im Bauch" von George P. Pelecanos ... mehr
Deutschlandradio:
»Archäologin des Bösen«:
Simenons Kommissar Maigret ging in Paris auf Verbrecherjagd. Doch seitdem hat kein französischer Krimi-Autor mehr den Schauplatz Paris so richtig gewürdigt. Eine Ausnahme: die in Paris lebende Fred Vargas. Ihre poetischen, skurrilen Figuren – sanfte, verschrobene Helden – haben unter anderem dafür gesorgt, dass Fred Vargas inzwischen als die wohl beste Kriminalautorin Frankreichs gilt. Ein Beitrag von Rebecca Partouche. Das Manuskript zur Sendung ist jetzt hier herunterladbar ... mehr
Mystery Writers of America:
»2006 Edgar Allan Poe Awards«:
Die Gewinner der diesjährigen "Edgars", des renommiertesten Preises der amerikanischen Kriminalliteratur sind bekanntgegeben worden. Jess Walter setzte sich beim Preis für den besten Roman gegen die Konkurrenz von Michael Connelly, Tess Gerritsen, George Pelecanos und Thomas H. Cook durch. alle Gewinner finden Sie ... mehr
krimiblog: »Es ist nicht wahr«:
Eine zierliche, fast zerbrechlich wirkende Frau. Ludger Menke traf Magdalen Nabb im Hotel "Bellevue" und befragte sie über das Thema der eigenen Identität in einer fremden Kultur, Kunsthandwerk und die Wahrheit des Buches und vieles ... mehr
Der Spiegel: »Geheimer Code«:
Britische und amerikanische Anwälte gehen seit drei Wochen einem ungewöhnlichen Zeitvertreib nach: Sie versuchen, den "Smithy Code" zu entschlüsseln, eine Geheimbotschaft, die in der Urteilsbegründung zum Plagiatsprozess gegen den Bestsellerautor Dan Brown versteckt wurde ... mehr
StadtRevue Köln:
»Schwarzlicht«:
Immer wieder undurchschaubar findet Ulrich Noller in seiner Kolumne "Schwarzlicht" in der Kölner "Stadtrevue" die Entscheidungswege der Glauser-Jury für den gerne als "wichtigster deutscher Krimipreis" verkauften Preis des "Syndikats", der auch während der gerade stattfindenden "Criminale" verliehen wird. Und meint, daß so gut wie nie die besten, schönsten, klügsten Romane eines Jahres ausgezeichnet werden ... mehr
Freitag, 28. April 2006, ca. 10:05 Uhr
WDR 5: 5er Serie
Die Glauser-Nominierten
Heute: Wolfgang Burger:
Geboren 1952, im Brotberuf Leiter eines Forschungslabors an der Uni Karlsruhe. Sein Roman "Heidelberger Requiem" ist aus der Ich-Perspektive erzählt und beginnt mit dem ersten Arbeitstag des neuen Kripochefs - an den sich die KollegInnen offensichtlich erst einmal gewöhnen müssen...mehr
Für Kriminalschriftsteller bedeutet er große Ehre, steigende Verkaufszahlen und 5.000 Euro mehr auf dem Konto: Der Glauser, der Preis für den besten Roman des Jahres, den die Vereinigung der Kriminalschriftsteller ein Mal jährlich vergibt. Am kommenden Sonntag, auf dem Krimifestival Criminale in Koblenz, ist es wieder so weit; und wie jedes Jahr sind fünf AutorInnen für den Preis nominiert.
Im Rahmen der Sendung "Neugier genügt" sendet WDR 5 die sogenannte "5er"-Serie. In dieser Woche werden an jedem Werktag die fünf Nominierten für den diesjährigen Glauserpreis mit kurzen, dramatisierten Textausschnitten vorgestellt, und zwar jeweils gegen 10.05 bei WDR 5. Zu hören ist das Ganze auf UKW und über www.wdr5.de
Alle vier Wochen sonnabends berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
Sonnabend, den 29.April 2006 um 11.45 Uhr mit dem Thema:
"Ein Veteran der Berliner Straßenkämpfe:Manfred Etourno" .
Manfred Etourno, gelernter Werkzeugmacher, seit 1963 Polizist,
30 Jahre Dienst bei der Bereitschaftspolizei, inzwischen pensioniert.
Die gewalttätigsten Auseinandersetzungen im Nachkriegs-Berlin
fallen in seine BePo-Zeit. Eine davon ist der 1.Mai 1989 in Kreuzberg.
Auch er, der Gewerkschaftsmann, der nicht mal einen Schlagstock hat,
sondern sein Funkgerät, der ein paarmal blutüberströmt aus Einsätzen kommt,
wird kalt erwischt von der Brutalität, mit der es direkt "gegen die Bullen" geht.
Und dann frisst sich sein Wasserwerfer im
matschigen Boden des Görlitzer Parks fest .
Und draußen auf den Straßen rasen die "Wannen" vorbei,
von denen er Unterstützung für sich und seine Einheit herbeisehnt ...
In einer der inzwischen ausgemusterten Berliner "Wannen" erzählt
der Veteran von der anderen Seite von einem Kreuzberger 1.Mai, der als
"Mutter aller Straßenschlachten" in die Geschichtsbücher eingehen sollte.
(Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 00:45 und 05:45)
Kalender
Pierre Boileau wurde am 28. April 1906 in Paris geboren († in Beaulieu
sur Mer am 16. Januar 1989). Zunächst richtete er sich auf eine Handelskarriere ein, doch sein schon in jungen Jahren ausgeprägtes Interesse für Kriminalliteratur bringt ihn dazu,
selbst zu schreiben. Er übt die unterschiedlichsten Berufe aus, schreibt Erzählungen und arbeitet journalistisch. 1938 gewinnt er einen Preis für den Abenteuerroman "Le Repos de Bacchus" und wendet sich fortan der Kriminalliteratur zu.
1948 lernt er Thomas Narcejac kennen, mit dem er seit 1950 zusammen schreibt und als das Duo Boileau/Narcejac in die Geschichte der Kriminalliteratur eingeht. Ihre raffinierten Plots wurden durch starke psychologische Zeichnung der Personen untertstützt, Erfolg einer Zusammenarbeit, in der Boileau für die Konstruktion und Narcejac für die Psychologie der Figuren zuständig war.
Boileau und Narcejac haben etwa vierzig Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden, z.B. "Les Diaboliques" (Clouzot), "Sueurs froides – Vertigo" (Hitchcock) etc. Ausserdem schrieben sie in einigen Romanen die Geschichten um Arsène Lupin fort.
Info bei lesekost , krimi-couch , P. Arguedas (fr.), livreenpoche (fr.) .
Mit Spielfeldern von Absurdistan bis "Gibts-hier-nicht" sei Kriminalliteratur in ihren Bestsellerprodukten geradezu zur realitätsvermeidenden Literatur
geworden, meint Thomas Wörtche in der 108. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". Sie bekenne sich aber nicht dazu. Wie unbehaglich diese wirkliche Wirklichkeit aussehe, illustriere dagegen sehr anschaulich das gerade erschienene "Schwarzbuch des globalisierten Verbrechens" von Moises Naim, das damit auch die netten Dichotomien von Gut gegen Böse, Fall und Aufklärung eines großen Teiles der Kriminalliteratur entlarve ....
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 17/2006 lesen.
ZDF:
»Tränenreiche Eröffnung«:
Ungeplante Tränen gab es zum Auftakt der Criminale. Oberbürgermeister Eberhard Schulte-Wissermann (SPD) gab mit einer Schreckschusspistole im Rathaus den offiziellen Startschuss. Dabei verteilte sich ein beißender Geruch im Raum ... mehr
Rhein-Zeitung:
»Hauen und Stechen: Deutsche Krimis kämpfen um Markt«:
Bis zum 1. Mai treffen sich in Koblenz knapp 200 Krimiautoren zur Criminale, dem größten deutschsprachigen Krimifestival. Die Zunft der Schreibtischtäter kennt Gastautor Heinz-Peter Baecker – er ist selbst einer. Er erklärt den Reiz des Metiers – und seine Probleme ... mehr
Berliner Morgenpost:
»Kriminaltango«:
Die Zuhörer griffen zum Taschentuch. Beim Koblenzer Literaturfestival "Criminale" geht es um Mord und Totschlag, Rührung nimmt auf der Gefühlspalette des gemeinen Krimifans eine eher periphere Rolle ein. Eine Glosse von Uwe Sauerwein ... mehr
literaturhaus.at: »Professionell mordende Frauen«:
Heinrich Steinfests Kuriositätensammlung nimmt langsam Doderersche Dimensionen an, Chengs dritter Fall "Ein dickes Fell" dehnt sich auf gut 600 Seiten aus, barocker Reichtum an Details und subtil schrägen Vögeln inbegriffen. Steinfest poltert nicht, er präsentiert kleine feine Respektlosigkeiten ironisch am Silbertablett. Von Sabine Dengscherz ... mehr
SZ Mediathek: »Urmodell aller Mafia-Krimis«:
"Der Tag der Eule", 1961 erschienen, noch geprägt von der Nachkriegszeit, ist das Urmodell aller Mafia-Krimis. Leonardo Sciascia hat die Illusionsspiele Pirandellos und die Labyrinthe von Borges in seinen Roman einfließen lassen. Lothar Müller über Band 15 der "SZ Kriminalbibliothek" ... mehr
kulturnews: »Mordfantasien«:
Craig Russell hasst Agatha-Christie-Mordszenen – weil sie so harmlos und langweilig sind. Der schottische Krimiautor mag es lieber realistisch, mit viel Blut und Gewalt. Gerade erschien sein Debütroman "Blutadler", in dem es der Hamburger Kommissar Jan Fabel mit einer Serie brutaler Ritualmorde zu tun bekommt. Juliane Rusche sprach mit dem Autor ... mehr
In der Rubrik "aktuelle Bücher" findet sich dort auch eine geballte Ladung kurz besprochener Kriminalliteratur mit Schnellwertung und zwar hier
Mittwoch, 26. April 2006, ca. 10:05 Uhr
WDR 5: 5er Serie
Die Glauser-Nominierten
Heute: Beate Sauer:
Ihr historischer Kriminalroman "Die Buchmalerin" entführt ins Jahr 1235 und begleitet eine als Junge verkleidete Buchmalerin namens Donata, die vor der Inquisition auf der Flucht ist. Donata stolpert erschöpft durch einen Schneesturm, findet mit letzter Kraft in eine verlassene Klosterkirche, versteckt sich im Altarsockel, schläft frierend ein – und wird bald von unheimlichen Stimmen wieder geweckt ....mehr
Für Kriminalschriftsteller bedeutet er große Ehre, steigende Verkaufszahlen und 5.000 Euro mehr auf dem Konto: Der Glauser, der Preis für den besten Roman des Jahres, den die Vereinigung der Kriminalschriftsteller ein Mal jährlich vergibt. Am kommenden Sonntag, auf dem Krimifestival Criminale in Koblenz, ist es wieder so weit; und wie jedes Jahr sind fünf AutorInnen für den Preis nominiert.
Im Rahmen der Sendung "Neugier genügt" sendet WDR 5 die sogenannte "5er"-Serie. In dieser Woche werden an jedem Werktag die fünf Nominierten für den diesjährigen Glauserpreis mit kurzen, dramatisierten Textausschnitten vorgestellt, und zwar jeweils gegen 10.05 bei WDR 5. Zu hören ist das Ganze auf UKW und über www.wdr5.de
Kalender
Nicolas Blake wurde am 27. April 1904 als Cecil Day Lewis in Ballintogher, Irland geboren († 22.Mai 1972 in London) und wählte 1935 das Pseudonym Nicolas Blake, um neben seiner "hohen" Literatur, die ihm 1968 die Ehrung zum "Poet Laureate" durch Königin Elizabeth II. brachte, Detektivromane und Besprechungen zur Kriminalliteratur zu schreiben. Er schuf den Detektiv Nigel Strangeways, der laut "Reclams Kriminalromanführer" (1978) in 17 seiner 20 Kriminalromane ermittelte.
Strangeways hat eine ähnliche Vergangenheit wie Day Lewis selbst, und der lokale Hintergrund der meisten Fälle ist autobiographisch.
Info bei Crime Corner, Toms Krimitreff, krijasto.sci.fi (engl.).
Didier Daeninckx geboren am 27. April 1949 in Saint-Denis, ist einer der erfolgreichsten französischen Kriminalschriftsteller. Dennoch lebt er weiterhin in den Banlieu von Paris, in Aubervilliers. Bevor er anfing zu schreiben, war er als Kultur-Pädagoge und Journalist tätig. 1984 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman in der Série Noire von Gallimard. Gemeinsam ist allen seinen Werken, daß sie die tragischen Aspekte des Alltäglichen mit Ironie und schwarzem Humor beschreiben. (Text:DistelLiteraturVerlag )
Info bei krimi-couch, Krimizeit, Alligatorpapiere.
freiepresse.de:
»Tatort Koblenz«:
Die Spur vieler Verbrechen führt von Mittwoch an nach Koblenz. Im Mittelpunkt stehen dabei aber nicht etwa reale Straftaten, sondern Geschichten, die von den Autoren als spannende Krimis erdacht wurden. Mit mehr als 100 Veranstaltungen ist die "Criminale 2006" vom 26. April bis zum 1. Mai das nach Veranstalterangaben größte deutschsprachige Krimifestival. Ab heute treffen sich 400 Autoren beim Krimifestival ... mehr
Mordsfrühling: »1. Ostdeutsche Krimitage«:
Am Montag, 8. Mai 2006 beginnen die "Ersten Zwickauer Krimitage", die auch als "1. Ostdeutsche Krimitage" bezeichnet werden. Bis zur Abschlussveranstaltung am Samstag, 13. Mai lesen Autoren der Region und stellen ihre Bücher vor. Darunter die von Silvija Hinzmann, zusammen mit Ruth Borcherding-Witzke herausgegebene Anthologie "Mördorrisch legger!", in der 19 Krimiautorinnen kulinarische Kurzkrimis aus Sachsen vorstellen ... mehr
NuT: » Brunetti. Exorzismus.«:
Nur ganz hartleibige Brunetti-Verehrer können übersehen, daß die Sprache der Politikverachtung, die seit 1993 in den Brunetti-Romanen ausgestellt wird, schon immer zum Repertoire des politischen Unterscheidungskampfes gehörte, meint Joachim Linder und gratuliert der Autorin Donna Leon, ganz bewußt in ihren Romanen eine Welt geschaffen zu haben, in der Dummheit Trumpf sei ... mehr
Titel: »Heiße Nächte in Texas«:
Als kulturelle Metropole ist Austin (Texas) vor allem für seine musikalische Vielfalt berühmt. Dass die Stadt außerdem noch Platz bietet für langweilige Kriminalgeschichten, wird hier von der gebürtigen Texanerin Sandra Brown demonstriert, die im aktuellsten ihrer unzähligen Romane eine holzschnittartige Vorhersehbarkeit erschafft, die selbst im Krimigenre nicht oft erreicht wird. Von Daniel J. Gall ... mehr
Literaturkritik: »Psychothrill – leicht gemacht«:
Um ein Bestseller zu werden, braucht ein Kriminalroman augenscheinlich nicht mehr als ein paar wesentliche Elemente zu berücksichtigen. Die niederländische Journalistin Saskia Noort hat ihren Roman, der in Holland auf Anhieb den Sprung in die Bestsellerlisten schaffte, aus den obligatorischen Thriller-Bausteinen konstruiert. Es ist fürwahr erstaunlich, wie gut die triviale Inszenierung nach Thriller-Schema F funktioniert: Saskia Noorts Roman fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Von Julia Schuster ... mehr
Titel: »Heimat, deine Horrorshow«:
So einigen wird hier der Kopf weggeblasen, mal halb, mal ganz, mal selbstmörderisch. Ja, Karin Slaughter scheint eine Vorliebe für spritzendes Hirn zu haben. Überhaupt für Details an Leichen. Da reitet sie als Bestsellerautorin natürlich ganz auf der inzwischen etwas nervtötenden Welle der Gerichtsmedizinerkrimis mit. Aber wenn das Handwerk stimmt.. Von Christoph Pollmann ... mehr
Literaturkritik: »Doppelleben«:
Doppelleben scheinen furchtbar attraktiv zu sein, zumal durchschaubare. Wie sonst wäre zu erklären, dass sich renommierte Sachbuch- und Belletristikautorinnen und -autoren für ihre kriminalen Aktivitäten einen Zweitnamen zulegen, den aber dann nicht allzu geheim halten? Cora Stephan setzt unter dem Pseudonym Anne Chaplet ihre bundesdeutschen Sondierungen im Krimi fort. Von Walter Delabar ... mehr
Kalender
Tom Wittgen
Am 26. April 1932 wird Tom Wittgen, alias Ingeburg Siebenstädt, in Wittgendorf bei Chemnitz geboren.
Sie arbeitete als Reporterin beim Rundfunk und als Lektorin für Kriminalliteratur, bevor sie seit 1970 als freischaffende Autorin vorwiegend Kriminalromane, aber auch zahlreiche Erzählungen schrieb. Die Auflagenmillionärin gilt als "Agatha Christie des Ostens".
1994 wurde ihr vom "Syndikat", der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur, die höchste Auszeichnung, der "Ehren-Glauser" verliehen.
Info:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Verlag der Criminale, Berliner Lesezeichen
Dienstag, 25. April 2006, ca. 10:05 Uhr
WDR 5: 5er Serie
Die Glauser-Nominierten
Heute: Astrid Paprotta, studierte Psychologin, ehemalige Journalistin, geboren in Düren, wohnhaft in Frankfurt/Main. Mit ihrer gebrochenen Heldin, der Kommissarin Ina Henkel, entzückt sie seit einigen Jahren in Serie die Kritiker. Diesmal ist Ina Henkel auf eine alte Bekannte angesetzt: Denise Berninger, eine verurteile Mörderin, die aus der Krankenstation des Gefängnisses entkommen konnte....mehr
Für Kriminalschriftsteller bedeutet er große Ehre, steigende Verkaufszahlen und 5.000 Euro mehr auf dem Konto: Der Glauser, der Preis für den besten Roman des Jahres, den die Vereinigung der Kriminalschriftsteller ein Mal jährlich vergibt. Am kommenden Sonntag, auf dem Krimifestival Criminale in Koblenz, ist es wieder so weit; und wie jedes Jahr sind fünf AutorInnen für den Preis nominiert.
Im Rahmen der Sendung "Neugier genügt" sendet WDR 5 die sogenannte "5er"-Serie. In dieser Woche werden an jedem Werktag die fünf Nominierten für den diesjährigen Glauserpreis mit kurzen, dramatisierten Textausschnitten vorgestellt, und zwar jeweils gegen 10.05 bei WDR 5. Zu hören ist das Ganze auf UKW und über www.wdr5.de
Dienstag, 25. April 2006, 19:30 Uhr
Deutschlandradio: Literatur
Archäologin des Bösen
Die französische Schriftstellerin Fred Vargas
Von Rebecca Partouche
Noch keine weiteren Informationen online ...mehr
baz.ch: »John Godey gestorben«:
Der Autor Morton Freedgood, der unter dem Namen John Godey schrieb, ist am 16. April in West New York, New Jersey gestorben. Durch seinen 1973 veröffentlichten, später verfilmten Roman "The Taking of Pelham One Two Three" wurde er bekannt ... mehr
SWR: »Tatort Heimat«:
Der Südwesten ist längst nicht so ruhig und idyllisch, wie es scheint: Überall lauert das Verbrechen. Im Regiokrimi-Special stellt der SWR Ihnen mörderische Geschichten von der Eifel bis zum Schwarzwald vor ... mehr
Wiesbadener Tagblatt: »Festival der Kriminalliteratur in Koblenz«:
Die Stadt Koblenz wird Ende April zum Mekka von Krimiautoren und ihren Lesern. Morgen (26.4.) beginnt die Criminale, zu der fast 200 "Schreibtischtäter" erwartet werden. Das nach eigenen Angaben größte Festival deutschsprachiger Kriminalliteratur endet am 1. Mai. Auf dem Programm stehen etwa 100 Lesungen rund um Mord und Totschlag ... mehr
Kalender
WR Burnett
Am 25. April 1982 stirbt der amerikanische Schriftsteller William Ripley Burnett im Alter von 82 Jahren in Santa Monica, Kalifornien (* 25 November 1899 in Springfield Ohio). Er schrieb 36 Romane, 60 Drehbücher, ausserdem Lieder und Theaterstücke.
Nach seinem Umzug vom beschaulichen Springfield ins brodelnde Chicago im Jahr 1927 fand er seinen Stoff und schuf mit "Little Caesar", "High Sierra" und "Asphaltdschungel" Klassiker der Kriminalliteratur.
Info:
mordlust.de, William Marling (engl.) , Shots Magazine (engl.)
3sat: »Krimibuchtipps«:
In der Sendung "kulturzeit" bei 3sat wurden wieder Martin Schönes Krimibuchtipps des Monats vorgestellt.
Polina Daschkowa: "Keiner wird weinen". In ihrem melancholischen Kriminalroman zeichnet Polina Daschkowa das Psychogramm zweier einsamer Männer und fragt, was "gut" und "böse" überhaupt bedeuten ...
Simon Beckett: "Die Chemie des Todes". Ein bemerkenswertes Debüt. Wie mit dem Skalpell seziert er nicht nur den verwesenden Körper, sondern auch die verstockte Dorfgemeinschaft.
mehr
Die Zukunft des Krimis gelesen hat Andreas Ammer, wie er in seiner Krimikolumne beim Deutschlandfunk bekundet.
Gemeint sind die beiden Romane "1974" und "1977" von David Peace. Aber unter den dringenden Empfehlungen sind auch Arne Dahl und Max Bronski und neben Jörg von Uthmanns "Killer, Krimis, Kommissare" erfreulicherweise auch das von Dieter Paul Rudolph herausgegebene "Krimijahrbuch 2006"! Und weil das wie immer eine sehr kurzweilige Art ist, über gute Bücher informiert zu werden, kann man das hier nachlesen und natürlich hier auch hören! (Büchermarkt vom 18.04.06)...
Deutschlandradio: »Floridianische Medea auf Rachefeldzug«:
Von Mordversuch, Profitgier und Umweltzerstörung handelt Carl Hiassens Florida-Krimi-Komödie "Reinfall". Mit schwarzem Humor schreibt der 1953 in Florida geborene Reporter über die skrupellose Welt menschlicher Abgründe und kritisiert zugleich den amerikanischen Lifestyle. Von Pieke Biermann ... mehr
Deutschlandradio: »Kriminell und spirituell«:
Krimis boomen, Esoterik auch. Weshalb also nicht beides miteinander verbinden? Oliver Bottini, der selbst seit Jahren Qi Gong und Kung Fu praktiziert und einige Sachbücher zum Thema Buddhismus und Meditation geschrieben hat, landete gleich beim ersten Versuch einen Volltreffer: Für seinen Debütroman erhielt er 2005 den Krimipreis. Jetzt ist sein neuer Roman "Im Sommer der Mörder" erschienen. Von Kim Kindermann ... mehr
Hamburger Abendblatt: »Roman-Tour: Krimi als Reiseführer«:
Vor einem hübschen Haus in der Londoner Baker Street ist der erste Halt der kriminalistischen Reise. Hausnummer 221: Hier hat der berühmteste Detektiv der Welt, Sherlock Holmes, von 1881 bis 1904 gelebt. Von Marc Reisner ... mehr
Junge Welt: »Abkehr vom Deutschtum«:
Peter-Paul Zahl wurde von der BRD aus- und wieder eingebürgert. Am Mittwoch gab es hierzu einen Gerichtstermin in Berlin. Das Berliner Verwaltungsgericht verhandelte die Sache Peter-Paul Zahl gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Auswärtige Amt. Von Christoph Ludszuweit ... mehr
Eine weitere Meldung in Der Standard
Berliner Literaturkritik: »Konfus und phantasiearm «:
Ein historischer Krimi, in dem E.T.A. Hoffmann einen Mordfall aufklären muss und der zwischen Spannung und Komik, Phantasie und Realität changiert? Das könnte doch interessant sein! Ja, könnte es ... Dieter Hirschberg verfasste seinen historischen Krimi "Tödliche Loge – E.T.A. Hoffmann unter Verdacht" wohl mit der Absicht, seinen Leser in die groteske Fantasiewelt Hoffmanns mit einem Augenzwinkern zu führen – das ist ihm leider nur bedingt gelungen, findet Linda Wagner ... mehr
3sat: »Krimibuchtipps«:
In der Sendung "kulturzeit" bei 3sat werden wieder Martin Schönes Krimibuchtipps des Monats vorgestellt. Heute um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung. Und demnächst sicher auch im Internet ...
Auf Streife durchs literarische Verbrechen begibt sich das Webportal "Telepolis" mit der Kolumne "Telepolice". Im April gibt es Besprechungen zu diesen Krimis:
"Cosa Nostra." Von John Dickie: Die Geschichte der Mafia
"1974"; "1977" Von David Peace: Hölle, Hölle, Hölle
Fritjof Karnani "Takeover": Syndikat mit Datensalat
Frode Grytten "Die Raubmöwen besorgen den Rest": Von der Gewalt einer globalisierten Kleinstadt
Sheila Quigley "Ein Mörder in unserer Stadt": All diese gefährlichen Hausfrauen
Oliver Bottini "Im Sommer der Mörder": Globale Jagdszenen aus der Provinz
Anne Chaplet "Sauberer Abgang": Verkrachter Journalist trifft pfiffige Putzfrau
Ergänzt wird dieses schöne Angebot durch Krimi-Kurzempfehlungen der Münchner Krimibuchhandlung "Glatteis" ... mehr
Deutschlandradio: »Schuld hat viele Gesichter«:
Die französische Schriftstellerin Leslie Kaplan lässt in ihren Roman "Fever" zwei junge Abiturienten aus der französischen Oberschicht einen Mord begehen. Die rationale Beschreibung des Seelenzustandes der beiden Jugendlichen und ihre Entfremdung von der Umwelt nutzt Kaplan, um die Frage nach Schuld zu erörtern. Zugleich schafft sie ein Zeitbild einer Epoche, das von der Modernisierung Frankreichs seit den 1970er Jahren geprägt ist. Von Carsten Hueck ... mehr
Titel: »Blutrausch«:
Ein authentischer Mordfall, vor dessen Hintergrund Andrea Maria Schenkel das beklemmende Porträt einer scheinbar ganz normalen Dorfgemeinschaft gezeichnet hat. Andrea Maria Schenkel ist dem unbezwingbar Bösen im Menschen auf der Spur. "Tannöd" ist mehr als ein Krimi, es ist ein kleines Meisterwerk. Von Jörg von Bilavsky ... mehr
Deutschlandradio: »Von Surfern und Indianern«:
In den USA wird der Amerikaner Kem Nunn als Kultautor verehrt und als Geheimtipp gehandelt. Sein vierter Roman – ein Thriller mit Fantasy-Elementen – spielt in der Welt der Surfer: Vier Surfer prallen an der Küste Kaliforniens mit der Kultur dort lebender Indianer zusammen. Von Lutz Bunk ... mehr
Freitag, 21. April 2006, 20:10 Uhr
Deutschlandfunk: Feature
Wie es zugeht auf der Welt
Die politischen Analysen des Thriller–Autors Eric Ambler
Von Christian Linder
Natürlich, bekannte Eric Ambler, würde er gerne einen Kriminalroman schreiben mit dem klassischen Motiv eines Mordes aus Habgier. Nur ein Traum, denn in Wirklichkeit beschäftigte sich Ambler in Romanen wie "Topkapi", "Die Maske des Dimitrios", "Der Levantiner", "Doktor Frigo" oder "Bitte keine Rosen mehr" nicht mit einem Mord in einem idyllischen englischen Dorf, sondern mit Konflikten in der ganzen Welt, in Afrika, im Nahen Osten, in Indonesien oder auf einer karibischen Insel ...mehr
Samstag, 22. April 2006, 21:00 Uhr
SWR 2 RP: Feature
Mord und Totschlag in Rheinland-Pfalz
Über die sonderbare Neigung, in Büchern Menschen
umzubringen und den boomenden Regionalkrimi
Von Thomas Koch
Seit einigen Jahren wird in Rheinland-Pfalz gemordet, was das Zeug hält.
Woher kommt dieser Boom an Regionalkrimis? Und wie reagieren die Leser darauf? Und ist der Kriminalroman inzwischen fast die einzige Form der Gegenwart, in der die Gesellschaft hinterfragt wird, wie Jacques Berndorf sagt?
Thomas Koch begab sich auf Spurensuche in Rheinland-Pfalz – mit dem Krimi in der Hand. ...mehr
Montag, 24. April 2006, ca. 10:05 Uhr
WDR 5: 5er Serie
Die Glauser-Nominierten
Im Rahmen der Sendung "Neugier genügt" sendet WDR 5 die sogenannte "5er"-Serie. In der kommenden Woche werden die fünf Nominierten für den diesjährigen Glauserpreis mit kurzen, dramatisierten Textausschnitten vorgestellt, und zwar jeweils gegen 10.05 bei WDR 5. Zu hören ist das Ganze auf UKW und über www.wdr5.de. Den Anfang macht am Montag Elisabeth Herrmann, die einen Ausschnitt aus ihrem Roman "Das Kindermädchen" liest ...mehr
Radio-Tipps, gefunden beim "Bluetenleser". "Bluetenleser" bringt täglich neue Nachrichten zur Literatur, listet Literatursendungen in Hörfunk und TV, widmet Schwerpunktthemen ausführliche Dossiers und wirft einen Blick in die wichtigsten Literaturzeitschriften.
Kalender
Alistair Stuart MacLean wurde am 21. April 1922 in Glasgow als Sohn eines Pfarrers geboren. Er diente im Zweiten Weltkrieg in der Royal Navy als Torpedo-Mann, wurde von den Japanern in Gefangenschaft genommen und gefoltert. Nach dem Krieg studierte er Englisch an der Universität von Glasgow, wo er 1953 seinen Abschluss machte und fortan als Lehrer arbeitete.
Bereits an der Uni begann MacLean zu schreiben. Mit Kurzgeschichten besserte er sein Einkommen auf und gewann 1954 einen Wettbewerb mit der Geschichte Dileas. Der Herausgeber bat ihn, mehr zu schreiben und es folgte der Roman "Die Männer der Ulysses", der auf eigenen Kriegserfahrungen basierte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und so war MacLean bald in der Lage, sich ganz dem Schreiben von Kriegs- und Spionageromanen zu widmen. In den frühen 1960ern veröffentlichte MacLean zwei Bücher unter dem Pseudonym Ian Stuart, um zu beweisen dass der Erfolg seiner Bücher einzig an der "guten Schreibe" lag und nicht an seinem Namen. Auch diese beiden Bücher verkauften sich gut. In späteren Jahren hatte MacLean immer mehr Alkoholprobleme, an deren Spätfolgen er auch in München am 2. Februar 1987 starb. Er war zweimal verheiratet und hatte 3 Söhne mit seiner ersten Frau.
MacLean veröffentlichte 28 Romane, eine Vielzahl weiterer Kurzgeschichten und zwei Bücher über T. E. Lawrence und James Cook.(Text: wikipedia.de)
Info bei wikipedia.org , krimi-couch.de, Heyne Verlag .
Berliner Literaturkritik: »Konfus und phantasiearm «:
Ein historischer Krimi, in dem E.T.A. Hoffmann einen Mordfall aufklären muss und der zwischen Spannung und Komik, Phantasie und Realität changiert? Das könnte doch interessant sein! Ja, könnte es ... Dieter Hirschberg verfasste seinen historischen Krimi "Tödliche Loge – E.T.A. Hoffmann unter Verdacht" wohl mit der Absicht, seinen Leser in die groteske Fantasiewelt Hoffmanns mit einem Augenzwinkern zu führen – das ist ihm leider nur bedingt gelungen, findet Linda Wagner ... mehr
3sat: »Krimibuchtipps«:
In der Sendung "kulturzeit" bei 3sat werden wieder Martin Schönes Krimibuchtipps des Monats vorgestellt. Heute um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung. Und demnächst sicher auch im Internet ...
Auf Streife durchs literarische Verbrechen begibt sich das Webportal "Telepolis" mit der Kolumne "Telepolice". Im April gibt es Besprechungen zu diesen Krimis:
"Cosa Nostra." Von John Dickie: Die Geschichte der Mafia
"1974"; "1977" Von David Peace: Hölle, Hölle, Hölle
Fritjof Karnani "Takeover": Syndikat mit Datensalat
Frode Grytten "Die Raubmöwen besorgen den Rest": Von der Gewalt einer globalisierten Kleinstadt
Sheila Quigley "Ein Mörder in unserer Stadt": All diese gefährlichen Hausfrauen
Oliver Bottini "Im Sommer der Mörder": Globale Jagdszenen aus der Provinz
Anne Chaplet "Sauberer Abgang": Verkrachter Journalist trifft pfiffige Putzfrau
Ergänzt wird dieses schöne Angebot durch Krimi-Kurzempfehlungen der Münchner Krimibuchhandlung "Glatteis" ... mehr
Deutschlandradio: »Schuld hat viele Gesichter«:
Die französische Schriftstellerin Leslie Kaplan lässt in ihren Roman "Fever" zwei junge Abiturienten aus der französischen Oberschicht einen Mord begehen. Die rationale Beschreibung des Seelenzustandes der beiden Jugendlichen und ihre Entfremdung von der Umwelt nutzt Kaplan, um die Frage nach Schuld zu erörtern. Zugleich schafft sie ein Zeitbild einer Epoche, das von der Modernisierung Frankreichs seit den 1970er Jahren geprägt ist. Von Carsten Hueck ... mehr
Titel: »Blutrausch«:
Ein authentischer Mordfall, vor dessen Hintergrund Andrea Maria Schenkel das beklemmende Porträt einer scheinbar ganz normalen Dorfgemeinschaft gezeichnet hat. Andrea Maria Schenkel ist dem unbezwingbar Bösen im Menschen auf der Spur. "Tannöd" ist mehr als ein Krimi, es ist ein kleines Meisterwerk. Von Jörg von Bilavsky ... mehr
Deutschlandradio: »Von Surfern und Indianern«:
In den USA wird der Amerikaner Kem Nunn als Kultautor verehrt und als Geheimtipp gehandelt. Sein vierter Roman – ein Thriller mit Fantasy-Elementen – spielt in der Welt der Surfer: Vier Surfer prallen an der Küste Kaliforniens mit der Kultur dort lebender Indianer zusammen. Von Lutz Bunk ... mehr
Freitag, 21. April 2006, 20:10 Uhr
Deutschlandfunk: Feature
Wie es zugeht auf der Welt
Die politischen Analysen des Thriller–Autors Eric Ambler
Von Christian Linder
Natürlich, bekannte Eric Ambler, würde er gerne einen Kriminalroman schreiben mit dem klassischen Motiv eines Mordes aus Habgier. Nur ein Traum, denn in Wirklichkeit beschäftigte sich Ambler in Romanen wie "Topkapi", "Die Maske des Dimitrios", "Der Levantiner", "Doktor Frigo" oder "Bitte keine Rosen mehr" nicht mit einem Mord in einem idyllischen englischen Dorf, sondern mit Konflikten in der ganzen Welt, in Afrika, im Nahen Osten, in Indonesien oder auf einer karibischen Insel ...mehr
Samstag, 22. April 2006, 21:00 Uhr
SWR 2 RP: Feature
Mord und Totschlag in Rheinland-Pfalz
Über die sonderbare Neigung, in Büchern Menschen
umzubringen und den boomenden Regionalkrimi
Von Thomas Koch
Seit einigen Jahren wird in Rheinland-Pfalz gemordet, was das Zeug hält.
Woher kommt dieser Boom an Regionalkrimis? Und wie reagieren die Leser darauf? Und ist der Kriminalroman inzwischen fast die einzige Form der Gegenwart, in der die Gesellschaft hinterfragt wird, wie Jacques Berndorf sagt?
Thomas Koch begab sich auf Spurensuche in Rheinland-Pfalz – mit dem Krimi in der Hand. ...mehr
Montag, 24. April 2006, ca. 10:05 Uhr
WDR 5: 5er Serie
Die Glauser-Nominierten
Im Rahmen der Sendung "Neugier genügt" sendet WDR 5 die sogenannte "5er"-Serie. In der kommenden Woche werden die fünf Nominierten für den diesjährigen Glauserpreis mit kurzen, dramatisierten Textausschnitten vorgestellt, und zwar jeweils gegen 10.05 bei WDR 5. Zu hören ist das Ganze auf UKW und über www.wdr5.de. Den Anfang macht am Montag Elisabeth Herrmann, die einen Ausschnitt aus ihrem Roman "Das Kindermädchen" liest ...mehr
Radio-Tipps, gefunden beim "Bluetenleser". "Bluetenleser" bringt täglich neue Nachrichten zur Literatur, listet Literatursendungen in Hörfunk und TV, widmet Schwerpunktthemen ausführliche Dossiers und wirft einen Blick in die wichtigsten Literaturzeitschriften.
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Alistair Stuart MacLean wurde am 21. April 1922 in Glasgow als Sohn eines Pfarrers geboren. Er diente im Zweiten Weltkrieg in der Royal Navy als Torpedo-Mann, wurde von den Japanern in Gefangenschaft genommen und gefoltert. Nach dem Krieg studierte er Englisch an der Universität von Glasgow, wo er 1953 seinen Abschluss machte und fortan als Lehrer arbeitete.
Bereits an der Uni begann MacLean zu schreiben. Mit Kurzgeschichten besserte er sein Einkommen auf und gewann 1954 einen Wettbewerb mit der Geschichte Dileas. Der Herausgeber bat ihn, mehr zu schreiben und es folgte der Roman "Die Männer der Ulysses", der auf eigenen Kriegserfahrungen basierte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und so war MacLean bald in der Lage, sich ganz dem Schreiben von Kriegs- und Spionageromanen zu widmen. In den frühen 1960ern veröffentlichte MacLean zwei Bücher unter dem Pseudonym Ian Stuart, um zu beweisen dass der Erfolg seiner Bücher einzig an der "guten Schreibe" lag und nicht an seinem Namen. Auch diese beiden Bücher verkauften sich gut. In späteren Jahren hatte MacLean immer mehr Alkoholprobleme, an deren Spätfolgen er auch in München am 2. Februar 1987 starb. Er war zweimal verheiratet und hatte 3 Söhne mit seiner ersten Frau.
MacLean veröffentlichte 28 Romane, eine Vielzahl weiterer Kurzgeschichten und zwei Bücher über T. E. Lawrence und James Cook.(Text: wikipedia.de)
Info bei wikipedia.org , krimi-couch.de, Heyne Verlag .
Stuttgarter Zeitung: »Totschlag statt Romantik«:
Verbrecher gab es in Deutschland stets genug. Aber lange keine Kriminalliteratur, seltsamerweise, wo doch das Verbrechen eine Menschheitserfahrung sei. Wie immer wenn allgemeine Einigkeit über etwas zu herrschen scheine, komme aber nun einer daher, der schreie "alles Quatsch, alles Unfug, alles Muckefuck". Der Mann heiße Dieter Paul Rudolph, habe gerade das Krimijahrbuch 2006 herausgegeben und sei der gewitzte Kopf hinter einem der besten deutschen Krimiweblogs, genannt "Watching The Detectives", meint Thomas Klingenmaier und stellt in seinem langen Beitrag fest: "Die deutsche Kriminalliteratur wird wiederentdeckt" ... mehr
Wiesbadener Kurier: »Indizien sammeln und Spuren sichern«:
Es vergeht kein Tag, an dem nicht eine Nachricht oder ein Artikel über Kriminalromane- oder Autoren veröffentlicht wird, und es gibt kaum Publikationen, die sich nicht mit dem Krimi-Genre befassen. Wer soll da noch den Überblick behalten? Besonders ergiebig für Krimiforscher seien Archive und Bibliotheken, die sich auf dieses Genre spezialisiert haben. Richard Lifka behandelt in seinem Artikel Krimi-Archive und ihre Bedeutung für die Literaturforschung: Bilipo und BoKAS helfen beim Schnüffeln ... mehr
Berliner Zeitung: »Unser aller Gewissen«:
Skandinavien boomt: Die neue Reihe "Piper Nordiska" startet mit fünf Titeln. Die nordische Literatur ist so erfolgreich, weil sie so vielfältig ist und – weil es sie eigentlich gar nicht gibt. Etwas ratlos kündigt der Münchner "Piper Verlag" seine neue Reihe "Nordiska" an, meint Peter Urban-Halle ... mehr
Achtzig, das ist doch eine runde Zahl. Und eine beachtliche! Denn in der "Zeit" Nr.17 vom 20.04.2006 publiziert Tobias Gohlis die nunmehr achtzigste Ausgabe seiner Krimikolumne.
Und er nutzt dieses Jubiläum, um schon zum dritten Mal in fünf Jahren über Arne Dahl zu schreiben. Warum? Weil Dahl mit seiner Romanserie über die Stockholmer A-Gruppe eine Stelle mitten im heißen ästhetischen Kern der modernen europäischen Kriminalliteratur besetze. In "Rosenrot", dem fünften seiner auf zehn Bände konzipierten Reihe sei Dahls "Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter beim Reichskriminalamt", die immer noch provisorisch "A-Gruppe" genannt werde, näher daran als je zuvor, geschlagen zu werden ...mehr
Deutschlandradio: »Profikiller mit Geheimdienstauftrag«:
Der Roman "Der Feind im Spiegel" des dänischen Autors und Journalisten Leif Davidsen ist eine europäische Antwort auf Amerikas krude Verschwörungsthriller. Er beginnt gelassen und ruhig, um dann in einem realistischen Plot zu explodieren. El Kaida und der 11. September 2001 bilden den Hintergrund zu einem Thriller, der in den USA und Europa spielt. Von Johannes Kaiser ... mehr
Rheinischer Merkur: »Im Dorf geht das Grauen um«:
Je brutaler und unfassbarer ein Mord, je unheimlicher die Geschichte, desto größer das Leserinteresse. Trotz ihrer Mosaiktechnik, die immer wieder abbricht und neu ansetzt, also keinen erzählerischen Flow zulässt, schafft Andrea Schenkel es mit "Tannöd", auch widerstrebende Leser mit Abneigung gegen Heimatromane in ihren Bann zu ziehen. Von Daniel Dubbe ... mehr
Watching the Detectives: »Kriminalroman als Schachaufgabe«:
Vorbereitung – Eröffnung – Mittelspiel – Endspiel. Akkurat nach diesem Muster hat Andreas Hoppert seinen neuen Krimi "Zug um Zug" aufgebaut, einen "Gerichtsthriller vom Allerfeinsten", wie der Klappentext klappert und tollkühn hinzufügt: "die deutsche Antwort auf Grisham". Naja. Ein gelungener Krimi aus dem Gerichtsmilieu – das reicht doch auch, oder? Von Dieter Paul Rudolph ... mehr
SWR: »Criminale 2006 in Koblenz«:
Zwischen dem 26. April und 1. Mai trifft sich die Krimielite des Landes in Koblenz zur 20. Criminale, dem größten deutschsprachigen Krimifestival. Im vergangenen Sommer wurden von Autoren des sogenannten Syndikats 36 Tatorte rund um Koblenz besucht. Entstanden sind spannende Kurzkrimis. Während der Criminale kehren die Autoren wieder an die "Tatorte" zurück und lesen, was sie zu Papier gebracht haben. Der "SWR" stellt in der Vorwoche vier der "Heimatkrimis" und ihre Autoren vor. Als Real Video zu sehen: Oliver Buslau und der Traum des Apoll ... mehr
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Am 20. April 1928 wurde Hans Werner Kettenbach in Bendorf/Rhein geboren.
Mit irritierender Regelmäßigkeit brauchte er länger als andere, um zu verwirklichen, was er wollte: Erst mit 28 fand er einen Beruf; er war 30, als er heiratete, schloß sein Studium mit 36 ab, veröffentlichte seinen ersten Roman, als er fast 50 zählte. Hans Werner Kettenbach war Bauhilfsarbeiter, Stenograph, Hilfsredakteur beim "Kicker", Lektor für Hör- und Fernsehspiele, schließlich Redakteur beim "Kölner Stadt-Anzeiger".
Für einen Wettbewerb, in dem der beste Kriminalroman in deutscher Sprache gesucht wurde, nahm er drei Wochen Urlaub und gewann mit dem ersten Roman, den er zu Ende brachte, den Wettbewerb (»Grand mit Vieren « Jerry-Cotton-Preis 1977) und die Erkenntnis, er könne Journalist und Schriftsteller zugleich sein. Seit seiner Pensionierung 1993 schrieb er acht weitere Romane und einige Drehbücher.(Text: Diogenes Verlag)
Eines seiner
Markenzeichen ist zweifellos, dass er den Leser, die Leser in in zum Bersten spannende Geschichten lockt, die immer wieder in verweigerten Auflösungen münden. Ein Meister des Dialogs, einer, der die deutsche Sprache in all ihren Schattierungen beherrscht. (Text: Int. Lit.-Festvial Leukerbad).
Kettenbachs Roman "Glatteis" ist im Februar 2005 als "Black Ice" im internationalen Krimiprogramm des Verlages "Bitter Lemon Press" in englischer Sprache erschienen.
Info bei Diogenes Verlag, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren. Internet-Edition , Bitter Lemon Press
Frankfurter Rundschau: »Kokeln und mogeln für Buddha«:
Durch Spannung bannt die kolportagehafte Handlung hier den Leser, Mord und Totschlag verfehlen ihre Wirkung nicht. Eva Demski wiegt sich in dem Roman "Das siamesische Dorf" im Takt einer glänzenden Jahrmarktskulisse. Von Uta Beiküfner ... mehr
Hamburger Morgenpost: »Als auf dem Kiez erst mal Schluss mit lustig war«:
Ronald Gutberlet ist bereits seit Jahren unter zwei Pseudonymen auf dem deutschen Krimimarkt einschlägig bekannt: Robert Brack und Virginia Doyle. Heinrich Hansen, Protagonist der historischen St. Pauli-Trilogie, die mit dem neuen Band "Die schwarze Schlange" endet, stammt aus Doyles Feder. Im Rahmen der Vattenfall-Lesetage stellt Gutberlet das Buch in Hamburg vor. Von H. Kammerhoff ... mehr
FAZ: »Die Wüste, der Müll und der Tod«:
Nicht nur aktuelle, sondern auch weit zurückliegende Verbrechen hat der Rechtsanwalt Miguel Ángel Morgado, zentraler Protagonist aller vier Kurzromane des Bandes "Tijuana Blues" von Gabriel Trujillo Muñoz aufzuklären. Kersten Knipp über den Roman und die literarische Strömung "Schmutziger Realismus" aus Mexiko ... mehr
SZ-Mediathek: »Sherlock Holmes der Tang-Dynastie«:
Weltweit bekannt wurde Robert Hans van Gulik, 1910 in dem niederländischen Städtchen Zutphen geboren, in ganz besonderem Zusammenhang: Van Gulik war der Wiederbeleber einer der berühmtesten Gestalten der chinesischen Kriminalgeschichte, des legendären Richters Di. Van Gulik schrieb keine Chinoiserien, er ließ Geschichten weiterleben, die in einem fernen Land anfingen und vertraute Gefühle erweckten: Spannung, vor allem anderen. Tilman Spengler über den 14. Band der SZ-Kriminalbibliothek ... mehr
Titel: »Politisch und pointiert«:
Lena Blaudez hat mit "Farbfilter" ihren zweiten Roman um die Fotografin Ada Simon vorgelegt und weiß auch damit zu überzeugen. Mühelos schlägt sie den Bogen von Mecklenburg nach Kamerun und beschert ihrer Protagonistin ein paar nervenaufreibende Tage in Afrika. Von Frank Rumpel ... mehr
Axel Bußmers TV & Buchtipps 15. – 28. April 2006
In den kommenden beiden Wochen muss der Geheimagent ihrer Majestät gleich mehrmals die Welt retten. Immerhin kann er sein Jetlag mit schönen Frauen auskurieren. Antonio Banderas heiratet dagegen zwei Blondinen, die ihn in der amüsanten Westlake-Verfilmung "Two Much" gerne ständig bei sich hätten, was zu einigen Problemen führt. Und die Mafia zerschießt die Melonen von Charles Bronson. Dieser meint in der Leonard-Verfilmung dazu nur "Das Gesetz bin ich".
Sehenswerte Filme der kommenden beiden Wochen sind das Biopic "Der Gefangene von Alcatraz" (nach einem Sachbuch von Thomas E. Gaddis), Scorseses Gangsterepos "Casino" (nach einem Buch von Nicholas Pileggi), Don Siegels Polizeithriller "Nur noch 72 Stunden", Fritz Langs "Gardenia – Eine Frau will vergessen", José Giovannis netter Abenteuerfilm "Der Rammbock" (mit Lino Ventura und Claudia Cardinale), Billy Wilders prototypischer Noir "Frau ohne Gewissen" (nach einer Vorlage von James M. Cain und einem Drehbuch von Raymond Chandler) und der Münchner Tatort "Das Glockenbachgeheimnis" (nach einem Drehbuch von Friedrich Ani)
Und Arte verwöhnt uns Fernsehjunkies einen ganzen Abend lang mit Italo-Western.
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
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Muriel Spark
Die britische Autorin Muriel Spark ist Gründonnerstag, am 13. April 2006 in einem toskanischen Krankenhaus gestorben.
Am 1. Februar 1918 wird sie in Edinburgh geboren. Die Konversion der Tochter eines jüdischen Ingenieurs und einer Presbyterianerin zum Katholizismus 1954 prägte entscheidend ihre Romane. "Wäre ich nicht katholisch geworden, könnte ich weder arbeiten noch schreiben." Aber auch davor hatte sie schon geschrieben: Gegen Ende des Weltkriegs war sie Sekretärin im Nachrichtenbüro des englischen Außenministeriums gewesen, wo sie Falschmeldungen produzierte, um die Deutschen irrezuführen. Dann wurde sie Journalistin. Sie erschrieb sich den Ruf, eine der produktivsten und wichtigsten englischen Schriftstellerinnen zu sein. Seit 1966 lebt sie in Italien. Doch sie würde wohl nicht widersprechen, wenn man sie als typisch englische Autorin bezeichnet. Ihre Romane und Geschichten zeichnen sich aus durch jene britische Mischung aus hintergründigen Dialogen, kriminalistisch ausgetüftelten Handlungssträngen und stets auch durch eine wohldosierte Prise philosophisch-religiöser Probleme, meint die "FAZ" zur Autorin ...
Nachrufe:
Die Welt, Der Standard, Neue Zürcher, FAZ, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Rundschau,
Watching the Detectives: »Die sogenannten kleinen Begebenheiten«:
In Deutschland scheint nur Tobias Gohlis Alan Fursts Lied zu singen: Schon zweimal hat Gohlis dem Lob des Autors kostbaren Platz in seiner monatlichen Kolumne in der ZEIT zur Verfügung gestellt. Sehr groß ist ansonsten in Deutschland die Resonanz auf neue Bücher des Autors nicht. Zwei DKP aus den 80er Jahren zeigen, dass das einmal anders war. Der Edgar 1976 für den besten Erstling des Jahres bezeugt zudem, dass hier ein ehemaliges Talent und ein nunmehr routinierter Autor schreibt. Dr. Bernd Kochanowski über den Roman "Dark Voyage" ... mehr
krimiblog: »Jenseits der Banalität«:
Wenn in Kriminalromanen Geheimdienste und nationale Polizeiorgane wie CIA, BND oder BKA am Werke sind, dann geht es oft um das ganz Große, Weltverschwörung und Weltrettung. Bei dem in München lebenden Autor Oliver Bottini hört sich dies alles anders und differenzierter an. Ludger Menke über den Roman "Im Sommer der Mörder" ... mehr
Der Stern: »Hörspiel-Krimi zum kostenlosen Download«:
Seit Jahren genießt die Hörspiel-Serie "Gabriel Burns" bei Fans wie Kritikern Kultstatus. Wer die Geschichten des Taxifahrers noch nicht kennt, hat jetzt die Gelegenheit: Zwei Wochen lang verschenkt stern.de eine komplette Folge ... mehr
Hamburger Abendblatt: »Mit dem Blick der Kommissare«:
"Die Sitte" steht für das Sonderdezernat Sexualdelikte bei der Kölner Kripo. Die Kommissare Hannah Koch und Lenny Winkler recherchieren vor Ort, Chefin des Ganzen ist Staatsanwältin Marion Brandt. Fernsehpreis-Gewinnerin Iris Böhm über das Konzept ihrer Serie, die in die dritte Staffel startet. Von Rainer Tittelbach ... mehr
Welt am Sonntag: »Für meine Helden gibt es keine Erlösung«:
Der Krimiautor des Jahres: David Peace geht in seinen Romanen bis an die Grenzen des Erträglichen, obwohl er sagt, daß er Bücher über Serienkiller nicht mag. Worte, die verwundern, denn Peace' Romane "1974" und "1977" handeln von sexuell mißbrauchten, ermordeten Kindern und von zerstückelten Prostituierten. Von Gunter Blank
... mehr
Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden. Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB" .
Die Sendung am
Sonnabend, den 15. April 2006 um 11:45
im "infoRADIO/RBB" mit dem Thema "Gefährliche Fahrten" ist auch per PC abrufbar. (Wiederholungen um 19:45 und in der folgenden Nacht um 0:45 und 5:45)
Über Autobahnen und Landstraßen,
durch Städte und Dörfer rollt täglich auch Schwerverkehr:
Reisebusse und LKW.
Fünf Prozent des Güterverkehrs sind "Gefahrgut" – explosive, ätzende, giftige,
selbstentzündliche, radioaktive oder sonstwie gefährliche Stoffe.
Weit über die Hälfte davon brennbare Flüssigkeiten: Heizöl und
Treibstoff für Autos und Flugzeuge.
Die Beförderung von Menschen wie auch die von gefährlichen Stoffen
unterliegen – europaweit – strengen Regeln und wird in Berlin kontrolliert
von einer Spezialgruppe des Zentralen Verkehrsdienstes der Polizei.
Der ZVkD 22 stößt immer wieder auf schlecht gesicherte Ladung, auf
Rost-Achsen und Pudding-Bremsen, auf TÜV-Plaketten und Werkstattrechnungen,
die partout nicht zum Zustand der Fahrzeuge passen, auf Fahrer, die mit
Dutzenden Passagieren an Bord 60 Stunden non-stop unterwegs sind.
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"
ARTE: »Tabubruch«:
Für den Erstling wurde Oliver Bottini mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, und auch auf der KrimiWelt–Bestenliste des letzten Jahres war er mehrfach zu finden. Der neue Roman "Im Sommer der Mörder" beginnt ebenfalls mit einem starken Bild und gefällt dem Rezensenten Tobias Gohlis noch besser. Bottini sei unter den deutschen Krimiautoren der Stilist. Dem Sog seiner klaren, genau beobachteten, stimmungshaltigen Sätze könne man sich nur schwer entziehen. Sie trügen den Leser durch alle Fallen und Hinterhalte ... mehr
Die neueste Ausgabe der Krimi-Kolumne "Mord und Ratschlag" bei den Kollegen vom "Perlentaucher" führt uns nach Bayern: nach dem Motto Bayern erleben und sterben. Zwei neue Krimis von Andrea Maria Schenkel und Max Bronski führen in die Abgründe
des Schrobenhausener Spargelgebiet und die Hochhäuser des Münchner Hasenbergl. "Tannöd" verhalte sich zu "Sister Sox" wie Hinterkaifeck zu München, wie altes Landleben zur Moderne, wie Sippe zum Einzelnen, wie gelungene Bearbeitung der Wirklichkeit zu befreitem Genuss eines Genres, meint Michael Schweizer und hat auch eine Vermutung, wer sich hinter dem Pseudonym Bronski verstecke ... mehr
Süddeutsche Zeitung: »Mankell verbrannte eigenes Buchmanuskript«:
Der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell hat vor zehn Jahren ein Roman-Manuskript aus eigener Feder vernichtet. "Heute bedauere ich das, aber ich habe das Buch unwiederbringlich vernichtet", sagte Mankell. Er konnte eine gewalttätige Szene, die er detailliert beschrieben hatte, nicht mehr ertragen ... mehr
Kulturreport: »Das Geschäft mit Jesus:«:
Geheime Botschaften. Eine große Verschwörung. Ritualmorde. Sensationelle Thesen über Jesus Christus, die von der Kirche 2000 Jahre lang unterdrückt wurden… und das Ganze als spannender Thriller. Dan Browns "Da Vinci Code" räumt in diesen Tagen alles ab. 50 Millionen Auflage weltweit. Und ab Mitte Mai mit Tom Hanks im Kino. Doch im Fahrwasser von Dan Browns Welterfolg schwimmen immer mehr zwielichtige Geschäftemacher und Pseudowissenschaftler mit. Wie zwielichtige Autoren im Fahrwasser von Dan Browns "Sakrileg" Bestseller produzieren. Von Joachim Gaertner ... mehr
Watching the Detectives: »Schlangengrube«:
Mach dir die Dinge bewusst und gemach zueigen. Ent-schleu-ni-ge. Slow food. Nimm dir ne halbe Stunde Zeit für die Currywurst. Schling nicht so. "Verblendung" von Stieg Larsson ist die Krimivariante dieser Philosophie. Und funktioniert. Jedenfalls über weite Strecken. Dieter Paul Rudolph über Stieg Larssons Roman ... mehr
Watching the Detectives: »Hat was«:
Sieben Jahre Zuchthaus lagen hinter Erich Loest, als ihn wirtschaftliche Erwägung und politische Notwendigkeit zum Autor kriminalliterarischer Harmlosigkeiten machten. Das wäre eigentlich auch schon das Spannendste an "Der Mörder saß im Wembley-Stadion".
Aber nein, das Buch hat was. Der Kriminalroman als letzte Fluchtburg des bedrängten Schriftstellers, der Schriftsteller als Bedürfnisbefriediger, der die Eingeschlossenen über die Mauer hebt und durch London spazieren lässt – ein London, das Loest sich aus Büchern zusammenreimt und das mit den Tatsachen grotesk kollidiert. Von Dieter Paul Rudolph ... mehr
Titel: »Wahnsinniges Komplott«:
In seinem ersten Krimi bietet der Journalist und Kolumnist Sam Bourne einen verzwickten Fall, in dem es um nichts weniger geht als um das Ende der Welt. Sam Bourne liefert in seinem Krimi-Debut einen raffiniert konstruierten Plot mit viel New Yorker Lokalkolorit und faszinierenden Einblicken in die Welt der Chassiden und der Kabbala. Von Karsten Herrmann ... hier
NuT: »Krimineller Ausflug«:
Eine 'Kriminalnovelle', die mit den Plotbestandteilen und dem Personal des detektorischen Erzählens ausgestattet ist, aber keinen Detektivroman und auch keinen Police Procedural darstellt. Indem der Text in seiner erzählerischen Organisation von ihm abweicht, bestätigt er das Schema der Detektivliteratur. Joachim Linder über Ernst Jüngers Roman "Eine gefährliche Begegnung" ... hier
Main Rheiner: » Auf den Spuren von Verbrechen im Land«:
In der Eifel liegen die Leichen in Maaren und Maischebottichen, im Westerwald in Steinbrüchen und in der Pfalz in Stollen. Der Autor Josef Zierden aus Prüm hat sie in einem ersten kriminalistischen Reiseführer zusammengestellt: 370 Tatorte von 70 Autoren aus 180 Krimis mit mehr als 500 gedruckten Leichen finden sich in seiner spannenden "Krimi-Tour Rheinland-Pfalz", die kurz nach Ostern in den Buchhandel kommt .... hier
Neu im Krimi-Forum: |
Buch des Monats April Magdalen Nabb: "Eine Japanerin in Florenz" . Interview mit Gianrico Carofiglio: Erst zahlreiche Absagen, dann Hunderte von Heiratsanträgen – das und noch mehr verrät der Staatsanwalt beim Treffen mit Michaela Pelz ... mehr Interview mit Anne Chaplet: Von Sister zu Sister: Ina Coelen im Gespräch mit Anne Chaplet über erpresserische Putzfrauen und zu wechselnde Staubsaugerbeutel ... mehr Interview mit Herbert Knorr: Mit Ulrike Renk spricht der Erfinder von "Mord am Hellweg" über gute Literatur, mangelnde Kommunikation und Archäoastronomie ... mehr |
espace.ch: »Plattformen in der Region«:
Er schreibt seine Geschichten für sich selbst: Der Berner Oberstufenlehrer Daniel Himmelberger hat bereits vier Werke veröffentlicht. Als nächstes möchte er eine Krimireihe mit zwei bis drei Folgen schreiben. Martina Maurer sprach mit dem Autor, dessen Roman "Der Tod kennt keine Grenzen" soeben im "Pendragon Verlag" erschienen ist .... hier
Kalender
Ernest Borneman
Am 12. April 1915 wird Ernest Borneman als Ernst Bornemann in Berlin geboren († am 4.Juni 1995 nimmt sich der österreichische Sexualforscher, Publizist und Schriftsteller in Scharten das Leben). Pseudonym: Cameron McCabe.
1933 emigrierte er nach England ("Ernest Borneman"), später ging er nach Canada und in die USA. Dort hat er studiert, gearbeitet, war interniert, hat einige Jahre ethnologische Feldforschungen betrieben, Filme gedreht. 30 Bücher zur Sexualwissenschaft ließen ihn beinahe selbst vergessen, daß er einmal zu den wichtigsten internationalen Jazzforschern gehörte. Nicht nur das: Ernest Borneman war ebenso erfolgreich als Romanautor, Kameramann, Dokumentarfilmer, Drehbuchschreiber, Filmproduzent. Das Geheimnis, wie man in einem einzigen Leben so oft Karriere macht, nahm er 1995 mit in den Freitod. (hjs jazz.de)
Um sein Studium zu finanzieren, kam Borneman auf die Idee, in den Semesterferien einen Roman zu schreiben, auf englisch. "The Face on the Cutting-Room Floor" (1937) wurde in 12 Sprachen übersetzt, erntete Kritiker-Preise und gilt heute als Klassiker des Krimi-Genres. Sechs Weitere Krimis folgten, von denen einige auch im Scherz Verlag erschienen sind.
Infos und Bibliographie bei hjs jazz.de, Jazz-Zeitung.
Scott Turow
Am am 12. April 1949 wird Scott Turow in Chicago geboren.
Nach seinem Abschluss an der Harvard-Universität arbeitete Turow zwischen 1978 und 1986 als Staatsanwalt. In dieser Zeit vertrat er die Anklage in mehreren Korruptionsprozessen. Danach widmete er sich dem Schreiben von Büchern, für die er mehrere Auszeichnungen erhielt, unter anderem den Silver Dagger Award.
Seine Romane über das Justizsystem der USA sind Bestseller, weltweit wurden über 25 Millionen Exemplare verkauft.
Turow ist Gegner der Todesstrafe in den USA. Als Partner der Anwaltssozietät Sonnenschein, Nath & Rosenthal in Chicago übernahm er unentgeltlich einige Fälle und erreichte 1995 die Freilassung von Alejandro Hernandez, der 11 Jahre unschuldig in der Todeszelle verbracht hatte. Er war Mitglied einer Kommission, die dem Gouverneur von Illinois eine Aussetzung aller Todesurteile empfahl, da in vielen untersuchten Fällen schwerwiegende Verfahrensmängel vorlagen.
Info:
krimi-couch.de, wikipedia,
SZ-Mediathek: »Der Spion wider Willen«:
Vom Verhältnis zwischen Erdachtem und Realem, von Erfindung und Wirklichkeit und über die verfließenden Grenzen dazwischen handelt der Roman "Unser Mann in Havanna" von Graham Greene, der wie eine Versuchsanordnung beginnt und der Durchführung eines Experiments gleicht. Die Konkurrenz der beiden Machtblöcke lässt die Realität unter den Deutungsmustern verschwinden und macht aus den Phantasien der Geheimdienste wiederum Realität. Von Ingo Schulze .... hier
Hammett: »Neues Krimirätsel«:
Mit dem Krimirätsel "Um-die-Ecke-gebracht" No. 35 fordert das Team der Krimibuchhandlung "Hammett" Ihren Grips erneut heraus und ist dementsprechend gespannt auf Ihre Lösungsversuche: Lassen Sie einfach Ihr kriminalistisches Gespür mit der hammettschen Rabulistik zusammenstoßen und zeigen, was Sie alles an Lösungen anzubieten haben. Auch die Glücksfee Polly ist wieder mit dabei und wartet schon gespannt auf Ihre Lösungsversuche und Einsendungen ... Das Osterrätsel finden Sie .... hier
Watching the Detectives: »Intelligenter Humor und solide Spannung«:
Von Robert Ferrigno sind bis jetzt lediglich zwei seiner älteren Bücher erschienen. Über sein aktuelles, bisher nicht übersetztes Buch "Prayers for the Assassin", ein "postatomarer" Thriller, der im Jahr 2040 spielt, finden sich mittlerweile auch in Deutschland Rezensionen. Ferrigno ist ein Thrillerschreiber, der seine Protagonisten nicht in Serien "auslutscht", sondern der "stand alones" schreibt. Dr. Bernd Kochanowski über Ferrignos "The Wake Up" ... mehr
Rheinzeitung: »Krimiwelt trifft sich in Koblenz«:
Vom 26. April bis 1. Mai stellt Koblenz seine Qualitäten als Tatort für Gewaltverbrechen jeder Sorte unter Beweis – zumindest in literarischen Sphären. Koblenz ist Gastgeber der 20. "Criminale", des größten Krimifestivals deutscher Sprache. Zig Autoren stellen sich und ihre Bücher an teils ungewöhnlichen Orten dem Literaturpublikum in Lesungen vor ... mehr
Kalender
Am 11. April 1957 stirbt der britische Krimiautor Freeman Wills Crofts in Worthing, Sussex, England( * Juni 1879 in Dublin)
Er wuchs in Nordirland auf, begann mit 17 Jahren eine Lehre bei der Eisenbahn und schaffte es bis zum Oberingenieur bei "Belfast and Norther Counties Railway". Während einer langen Krankheit schrieb er 1919 seinen ersten Krimi "The Cask", der 1920 erschien.
Er schrieb etwa 40 Krimis, 30 davon sind den Ermittlungen des Inspektors Robert French von Scotland Yard gewidmet. "French ist ein Vorläufer der sogenannten 'procedural school' Detektive; er geht so vor, wie ein wirklicher Detektiv von Scotland Yard vorgehen würde" schreibt "Reclams Kriminalromanführer" (1978).
Info bei krimi-couch.de, x4all.nl (engl.).
Peter O'Donnell
Am 11. April wird Peter O'Donnell 86 Jahre alt.
Peter O’Donnell hat mit Modesty Blaise eine Kultfigur geschaffen, die auch nach über vierzig Jahren überzeugt.
Peter O’Donnell wurde am 11. April 1920 geboren. Seine erste Erzählung verkaufte er im Alter von sechzehn Jahren, angeblich für 4 Shilling 10 Pence. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der O’Donnell als Funker mit der Army unter anderem ins damalige Persien führte (wo er ein Schlüsselerlebnis hatte: er begegnete einem kleinen Flüchtlingsmädchen, das die Vorlage für Modesty Blaise wurde)
Am 13. Mai 1963 erschien der erste Modesty-Blaise-Comicstrip, allerdings nicht im Daily Express, für den er ursprünglich konzipiert war, sondern im Evening Standard. Die Modesty-Blaise-Strips wurden ununterbrochen, zeitweise in 42 Ländern, bis 2001 gedruckt, die allerletzte Episode erscheint am 11. April 2001. Während der Arbeit am ersten Modesty-Blaise-Film (1966 unter der Regie von Joseph Losey und mit Monica Vitti als Modesty) tauchte die Idee eines Buchs zum Film auf. Von da an war die Erfolgswelle nicht mehr aufzuhalten. Es entstanden im Lauf der Jahre die elf weltweit berühmten und millionenfach verkauften Romane und zwei Sammlungen von Modesty-Blaise-Kurzgeschichten.
Ein Special zu und ein Interview mit Peter O'Donnell gibt es beim Verlag und zwar hier
Francis Durbridge
Am 11. April 1998 stirbt Francis Durbridge in London (* 25. November 1912 in Hull, Yorkshire).
Durbridge arbeitete nach seinem Studium der englischen Sprache kurzfristig als Börsenmakler, publizierte aber bereits 1938 seinen ersten Kriminalroman. Er war 30 Jahre bei der BBC als Hörspiel-Autor tätig und publizierte 35 Romane, die meist die Stoffe der bereits von Radiosendernsendern ausgestrahlten Hörspiele verwerteten und zum Teil auch in Coproduktion mit anderen Autoren entstanden.
Sein bekanntester Held war der fiktive Kriminalschriftsteller und Hobbydetektiv Paul Temple, der in den in Deutschland erschienenen Radio-Hörspielen von Rene Deltgen gesprochen wurde.
Paul Temple ist der berühmteste Detektiv, der je für das Radio erfunden wurde. Erfunden wurde er in den 1930er Jahren für die BBC von Douglas Rutherford und Francis Durbrigde. Lange vor dem modernen Serienboom beherrschte Durbridge die Kunst der "Cliffhanger" meisterlich: indem er immer im spannendsten Moment aufhörte, ließ er sein Publikum der nächsten Folge entgegen fiebern. Was er im Hörspiel lernte, perfektionierte er später im Fernsehen: "Das Halstuch" (1962) und "Melissa" (1965) waren im deutschen Fernsehen absolute Straßenfeger.
Infos bei:
Toms Krimi-Treff , "durbridge.de.vu", "kirjasto.sci.fi" (engl.), "wikipedia.org".
Der Standard: »An der Kette der Gewalt«:
Kriminalhandlung und essayistische Reden, Liebesgeschichte und kafkaeske Parabel, theologische Spekulation und Märchen und Zeitkritik: In einer durchdachten Konstruktion und in spannender Erzählung erstehen in Dzevad Karahasans Roman "Der nächtliche Rat" die historische Situation am Vorabend des Bosnienkrieges, Leben und Gesellschaft in diesem existenziellen (Tal-)Kessel auf eine hintergründige Weise, die das Reale und das Überreale ineinander übergehen lässt. Dzevad Karahasan sprach mit Klaus Zeyringer über seinen neuen Roman ... mehr
Hamburger Abendblatt: »Wenn ein vorbestrafter Anwalt in einem Mordfall ermittelt«:
Gerichtskrimi. Spannend und raffiniert: In "Zug um Zug" fragt Andreas Hoppert nach Recht und Gerechtigkeit. Der Autor versteht es geschickt, theoretische Überlegungen zum Thema wie auch Verfahrensfragen in einer spannenden Story zu vereinen und dieser immer wieder überraschende Wendungen zu geben - sowie einen überaus gelungenen Schlußpunkt. Von Amir Shaheen ... mehr
Hamburger Abendblatt: »Warum ein Polizist zum Mörder wird«:
Schwedenkrimi. Arne Dahl weckt in "Rosenrot" die Lust am Abgründigen. Eine deprimierende, eine großartige Geschichte. Sie weckt die Lust am Abgründigen, am Blick tief hinab ins Seelendunkel, das nicht mehr losläßt, bis man ihm schließlich folgt. Von Volker Albers ... mehr
bücher: »Afrikas Not«:
Henning Mankell hat das ehrenwerte Anliegen, dem schwarzen Kontinent zu helfen. Und er hat das mit "Kennedys Hirn" versucht. "bücher"-Autor Peter Erik Hillenbach, wie viele Krimi-Leser süchtig nach einem neuen "echten" Mankell, stört sich nicht an der Botschaft des Schweden. Wohl aber daran, dass sich Mankell in seinem neuen Thriller "nicht für das Schicksal seiner Heldin interessiert." Hillenbach ist enttäuscht vom "Betroffenheitskitsch" bei Mankell ... mehr
Deutschlandradio: »Akten-Einsichten«:
Ein Brand im Rundfunkhaus, ein Attentat auf Erich Honecker, das unerwartete Ableben eines amerikanischen Country-Sängers, das sind Fälle, die immer wieder Anlass zu Spekulationen und neuen Enthüllungsgeschichten gaben. Jan Eik hat sich die Akten einiger von der DDR-Staatssicherheit untersuchter Vorkommnisse noch einmal vorgenommen und mit den Ermittlern gesprochen. Das Ergebnis seiner Nachforschungen hat er in "Besondere Vorkommnisse – Politische Affären und Attentate" dokumentiert. Rezensiert von Jens Brüning ... mehr
Der Spiegel: »Brown gewinnt Plagiatsprozess«:
15 Millionen Euro standen auf dem Spiel, so viel hätte es Random House kosten können, wäre Dan Browns Bestseller "Sakrileg" ein Plagiat gewesen. Doch das ein britische Gericht entschied zugunsten des Verlags: Brown hat das Copyright anderer Autoren nicht verletzt. ... mehr
telepolis: »Ein "Sakrileg" ohne "Plagiat"«:
Der US-amerikanische Schriftsteller Dan Brown ist möglicherweise der meistgelesene Schriftsteller der Gegenwart. Seine Romane tragen in Deutschland sämtlich den Untertitel "Thriller". Er war wiederholt Angriffsziel von Autoren, die die Auffassung vertraten, er hätte sich bei ihrem "geistigen Eigentum" bedient und bezichtigten ihn des Plagiats. Ein umfangreicher Beitrag von Ralf Hansen ... mehr
Buchmarkt: »OB Erwin verleumdet Düsseldorfer Buchhändler«:
Der Düsseldorfer Stadtrat hat sich mit dem Verbot der Lesung des Düsseldorfer Krimiautors Horst Eckert in der Zentralbibliothek beschäftigt.
OB Erwin, der bereits Eckerts Geschichte "Wege zum Ruhm" als "parasitäres Geschreibsel" bezeichnet hatte (Express Düsseldorf, 15.3.2006), agierte in der turbulenten Ratssitzung nicht besonders glücklich ... mehr
Rheinische Post: »Rathaus-Zoff «:
Im Zentrum des Streits stand eigentlich der Düsseldorfer Autor Horst Eckert und dessen abgesagte Lesung. Doch der konnte sich nur noch wundern angesichts des Theaters, das ihm das wahre politische Leben bot. Scharfe Töne, Schuldzuweisungen, eine Unterbrechung - und immer wieder wurde Heinrich Heine bemüht. mehr
Hinternet: »Henry Farrell gestorben«:
Der US-amerikanische Schriftsteller Henry Farrell starb am 29. März 2006 im Alter von 85 Jahren in Pacific Palisades. Bekannt wurde er durch die Verfilmung seines Romans "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" ... mehr
Weitere Infos:
gumshoe-news
seattle.pi
HR: »Im Zeichen des Pentakels«:
Cora Stephan, die promovierte Politikwissenschaftlerin und Historikerin, schreibt unter ihrem Pseudonym "Anne Chaplet" mehr als erfolgreich Kriminalromane. Ihr neuer Roman "Sauberer Abgang" ist eine Liebeserklärung an Frankfurt – die Stadt, die die Autorin geprägt hat. Von Burghard Schlicht ... mehr
Druckfrisch: »Die Abgründe in uns«:
er Mann kommt aus Tirol, hat einige Zeit als Streifenpolizist gearbeitet, Psychologie studiert und schließlich seine Bestimmung gefunden: Heute ist Thomas Müller ein Profiler, ein Kriminalpsychologe also, der die Hintergründe der Taten von Serienkillern, Vergewaltigern, Bankräubern oder Kindsmördern auf ihre Motive und Muster durchleuchtet, um Verbrechen aufzuklären. Dazu hat Müller über Jahre hinweg in den Hochsicherheitstrakten europäischer Gefängnisse Kriminelle interviewt, um deren Erfahrungswelten und Abgründe verstehen zu lernen. Denis Scheck im Gespräch mit Thomas Müller. Das Video kann via Computer gesehen werden ... mehr
UFO:
»Aufspaltung«:
Jaja, alles ist in Bewegung, manches löst sich auf, entsteht neu. Keine Angst, kein philosophisches Dröseln an dieser Stelle. Geben wir einfach die Mitteilung von Robert Schekulin auf der Webseite der UFO-Buchhandlung weiter:
"Die Liste unserer sonstigen Krimi-Neuheiten des Monats entfällt, aus Zeitmangel. Es geschehen nämlich große Dinge: Die UFO Buchhandlung, Freiburgs Spezialist für Krimis und Phantastik, spaltet sich gerade auf, löst sich auf ...
Wie auch immer, ab April 2006 wird es zwei Nachfolge-Firmen geben. Zum einen den Spiele-Laden STURMDRACHE, Gartenstraße 16, wo dann die Rollenspiele, Strategiespiele und Sammelkartenspiele mit zugehörigen Büchern ihr neues Zuhause haben. Zum andern die BUCHHANDLUNG AM SCHWARZEN KLOSTER, Inhaber: Mathias Maier, hier in der Rathausgasse 46, wo nebenan auch noch das UFO als kleiner Teilladen vorerst weiter existieren wird.
Das Krimi-Sortiment der UFO Buchhandlung, einschließlich meiner Person, wird übernommen von der Buchhandlung Am Schwarzen Kloster, die die Geschäfte hier als Krimi-Buchhandlung weiterführen wird. Ein neuer Anfang, eine neue Chance ...
Und diese Homepage? Tja, die wird demnächst aus dem Netz genommen. Weil die neue Buchhandlung ihre eigene, neue Homepage aufbauen wird. In diesem Sinne schon mal tschüss, auf Wiedersehn, bis bald unter neuem Firmenlogo! ... mehr
ARTE:
»Quai du Polar«:
Das Festival verspricht Gänsehaut und Nervenkitzel: unter dem Titel "Quai du Polar" trafen sich letztes Wochenende in Lyon Liebhaber des Krimis in all seinen Spielarten. Der Krimi im Film, als Theaterstück oder im Buch. Dieses Genre erfreut sich wachsender Beliebtheit: in Deutschland erscheinen jährlich rund 700 Kriminalromane, in Frankreich gar über tausend. Der Bericht (zu sehen Tonino Benacquista und Donald Westlake) kann als Videostream (real video: 3mn12) gesehen werden ... mehr
Deutschlandradio:
»Der Jahrhundert-Chronist«:
Er hat viele Ehrungen bekommen, neben dem Edgar Allan Poe Award 1966 und fast 20 Jahre später dem Bundesverdienstkreuz noch Ehrenmedaillen und sogar Medizinpreise. Der Autor Jürgen Thorwald, der vor allem literarisch-dokumentarisch schrieb, errang 1956 einen Welterfolg mit dem Sachbuch "Das Jahrhundert der Chirurgen". Am Dienstag ist er im Alter von über 90 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Peter Kaiser ... mehr
Stuttgarter Zeitung:
»Heimwehr, Fremdenangst und Faustschlagpolitik«:
Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von Frode Grytten ("Die Raubmöwen besorgen den Rest"), Giles Blunt ("Kalter Mond"), Gabriel Trujillo Munoz ("Tijuana Blues"), Max Bronski ("Sister Sox") und Boris Vian ("Ich werde auf eure Gräber spucken") vor ... mehr
Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der Aprilausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis. Und zwar diese hier:
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Kalender
Am 7. April 1977 stirbt der amerikanische Kriminalschriftsteller Jim Thompson in Los Angeles. ( * 27. September 1906 in einem Gefängnis in Anadarko, Oklahoma).
Sein Vater war der Sheriff des Ortes und Zocker und musste, nachdem er Geld unterschlagen hatte, fliehen und zog mit seiner Familie von einem Ölfeld zum anderen.
Jim Thompson hatte zahlreiche Berufe, veröffentlichte
aber auch schon als 15-Jähriger erste Short Stories. Er schrieb für Reiseführer und Magazine, bis er um 1940 Krimis schrieb, um Geld zu verdienen. In der McCarthy-Ära erhielt auch er Berufsverbot und kam in den 50ern über Stanley Kubrick als Drehbuchautor zum Film. In dieser Zeit schrieb er über 20 Romane, wurde aber auch zum Alkoholiker und war zeitlebens in Geldnot.
Seine Kriminalromane sind zutiefst pessimistisch. Der "Mythologe des Verbrechens", wie er genannt wird, zählt zu den herausragenden Autoren der "Schwarzen Ära". Als er starb, war keiner seiner Romane in Amerika mehr auf dem Markt, während er in Fankreich schon lange zu den ganz großen Autoren der Kriminalliteratur gezählt wurde. Viele seiner Romane wurden verfilmt.
Info:
mordlust.de,
kirjasto.sci.fi (engl.), kaliber. 38, mockingbird.creighton.edu/NCW (engl.) .
Berliner Zeitung:
»Eine Leiche im Teich von Florenz«:
Viele haben sich daran versucht, erfolgreich waren die wenigsten – nämlich den Plot eines Kriminalromans weit hinter dem Milieu und dem Ambiente einer Geschichte verschwinden zu lassen. In ihrem dreizehnten Roman "Eine Japanerin in Florenz", liefert Magdalen Nabb nun ein weiteres meisterhaftes Beispiel für die hohe Kunst der Atmosphäre. ... mehr
SZ-Mediathek:
»Mit steifer Unterlippe«:
"Thriller-Schreiber wollen unterhalten, sonst sind sie ihr Geld nicht wert", schreibt Hans-Peter Schwarz in der Einleitung zu seiner Monografie des Polit-Thrillers. Da hat er recht. Was aber will Schwarz? "Jedenfalls ist unser Buch nicht allein für Leser geschrieben, denen es wie uns selbst Spaß macht, den politischen Zeitgeist der Moderne einmal mit einem unkonventionellen Ansatz zu erfassen." Von Burkhard Müller ... mehr
Junge Welt:
»Nicht erschrecken!«:
Andrea Maria Schenkel lebt in Regensburg und hat diesen Krimi geschrieben. Nein, kein gewöhnlicher Krimi. Es ist etwas anderes, ungefähr so anders wie viele Sachen, die aus Bayern kommen. Alle haben’s erschlagen: "Tannöd", ein etwas anderer Krimi aus Bayern. Von Peter Große ... mehr
Das Syndikat: »Nesbø & Der Krimibaukasten«:
Der Norweger Jo Nesbø ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker und gilt als einer der besten Krimiautoren Skandinaviens. Sein neuer Krimi, "Das fünfte Zeichen," stand in Norwegen 64 Wochen auf der Bestsellerliste. Vom 27. bis 31. März 2006 war Nesbø auf Lesereise in Deutschland um sein neues Buch vorzustellen. Die Moderation und Präsentation bei seinem Auftritt in Hamburg übernahm die deutsche Krimi-Autorin Regula Venske, die den Autor auch auf den Seiten des Syndikats vorstellt ... mehr
Neu gestylt und wesentlich erweitert wurde auch DER KRIMI-BAUKASTEN.
Jetzt mit den "Regeln des Kriminalromans"
Die Regeln des Kriminalromans bestehen aus:
-Dem Gedankenaustausch Friedrich Glauser / Stefan Brockhoff
-Raymond Chandlers Gedanken
-Dem (teilweise ironischen) Dekalog von Ronals M. Knox vom
Detection Club
-dem "Eid" mit dem Neumitglieder auf die Krimiregeln des
Detection Club verpflichtet wurden.
-die weit bekannten "20 Rules" von S.S. van Dine
-den (zusammengefassten) Regeln des Amerikaners Howard Haycraft
Wobei als spezialler Service – die Regeln der Briten
exclusiv fürs www.das-syndikat.com von Regula Venske ins Deutsche übersetzt wurden.
Bald wird auch eine Übersetzung der Van Dine-Regeln zur
Verfügung gestellt werden können ... mehr
Kalender
Am 6. April 1992 stirbt der amerikanische Schriftsteller Isaac Asimov im Alter von 72 Jahren an Herz- und Nierenversagen; eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte (* 2. Januar 1920 in Petrovichi). Der Biochemiker war zugleich einer der bekanntesten und produktivsten Science-Fiction-Autoren, auch 2 Kriminalromane und 7 Kriminalstorysammlungen gehörten zu seinem Werk.
Asimovs Schaffen beschränkte sich aber bei weitem nicht auf Science Fiction. Vielmehr entwickelte der "Gute Doktor", wie seine Fans in nennen, sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten - sogar eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber einiger SF-Anthologien und einer eigenen SF-Zeitschrift.
Die Kriminalromane um den Polizisten Elias (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw, (The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die Nackte Sonne), sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983) und Robots and Empire (1985) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.
Info bei wikipedia.de, auserdem bei epilog.de, bookcrossing.com, fictionfantasy.
Frankfurter Rundschau:
»Misteri d'Italia«:
Italien sei ein wunderliches Land,meint Steffen Richter. Am Wochenende werde der Medienmogul Berlusconi versuchen, zum dritten Mal Ministerpräsident zu werden. Zu dieser demokratischen Anomalie geselle sich eine literarische: Der Kriminalroman, der im Belpaese lange keine Heimstatt gehabt habe, boome seit gut zehn Jahren. Krimis hätten in Italien seit Jahren Konjunktur, weil der Klüngel aus Mafia, Politik und Geheimdienst ein perfekter Nährboden sei ... mehr
schwedenkrimi.de: »Der Klang der Färöer«:
Der färöische Autor Jógvan Isaksen, der an der Universität in Kopenhagen als
Lehrer für färöische Sprache und Literatur tätig ist, hat dem
Literaturportal "schwedenkrimi.de" in einem Interview seine Gedanken zu seiner
Heimat, über die Kultur und die Literatur auf den Färöer Inseln und seine
Meinung zum Kriminalroman mitzuteilen. Auch hat er die Genehmigung erteilt,
seinen Aufsatz/Essay "Mord am Schreibtisch" dort zu veröffentlichen ... mehr
Die Welt: »Neulich in der Islamischen Republik von Amerika«:
Ein Roman phantasiert über die USA im Jahre 2040: Robert Ferrigno versteht sich auf die detailfreudige Ausschmückung von Folter- und Mordzenen so vortrefflich wie auf dazu passende Dialoge. Seine Grausamkeit ist sämig und cineastisch, sie funktioniert. Von Uwe Schmitt ... mehr
Kurz und knapp, aber immer eindeutig kommen die Kritiken in der "Kleinen Krimi-Rundschau" des Stadtmagazins "Ultimo" daher, die erfreulicherweise niemanden verschonen, selbst unseren heiligen Charles Willeford nicht. Diesmal ist man
erstaunt, wie wenig die Ereignisse um 9/11 die Krimi- und Thrillerproduktion beeinflusst hätten. Im Genre suche man derzeit lieber nach alten Manuskripten und verstaubten Mythen, die Wirklichkeit habe sich vorübergehend aus einem Genre verabschiedet, das einmal Wert darauf gelegt habe, auch Spiegel der Gesellschaft zu sein. Oder wie sagen die Ultimo-Macher so schön: "Es sind selten so viele strunzdumme und schlecht geschriebene Krimis in Deutschland erschienen wie in den letzten zwei Jahren." Einige davon und die löblichen Ausnahmen stellen sie in der 28. Lieferung der Kolumne vor ... mehr
Titel:
»Die Bronx an der Isar«:
München und Hardboiled passe gut zusammen, findet
Maggie Thieme. Wie sein Held Gossec die Lücke zwischen gefühlter und tatsächlicher Betrunkenheit im Biergarten zu schließen suche, so schließe Max Bronski in "Sister Sox" die Lücke zwischen der blauweißen Musterstadt und dem Genre des hartgesottenen Kriminalromans augenzwinkernd ... mehr
literature.de:
»Mörderische Erotik «:
Wenig begeistert zeigt sich Jörg von Bilavsky im "Verriss des Monats" von Ullrich Wegerichs Roman "Berliner Blut". Wegerich wittere hinter jeder Berliner Ecke "Sex and Crime", herausgekommen sein aber ein blasser Hauptstadtkrimi mit blassen Hauptfiguren, der dramaturgisch wie sprachlich enttäusche ... mehr
Frisch erschienen ist Thomas Wörtches Krimikolumne "Leichenberg" jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38".
Welch Fundus für Atmosphäre, welche Figuren, welch spannender Stoff
biete sich mit Chicago in den roaring twenties, mit Jazz und windigen Geschäftsleuten. Roddy Doyle enttäusche jedoch mit seinem Roman zum Thema. Auch der dritte Roman des Kanadiers Giles Blunt verstimmt den Rezensenten und Leif Davidsens "Der Feind im Spiegel" kann ihn keineswegs überzeugen. Aber Rettung: so ein unausgegorenes Politgeschwurbel würde Lee Child zum Glück nie passieren und wenn ein kleiner Verlag dann auch noch einen Hollywood-Noir, melancholisch, im besten Sinne altmodisch von einem grandiosen Ray Bradbury herausbringt, kann der April losblühen ... mehr
Pünktlich zum Monatsanfang sind sie da: Ulrich Nollers Krimitipps für den April 2006.
bei "WDR 5" (Funkhaus Europa).
Die Region im Zeichen der Globalisierung – das ist das Thema zweier großartiger
Krimineuerscheinungen aus Norwegen und aus Deutschland.
Ein erstaunlicher Norweger zum Beispiel, der alles anders macht als seine skandinavischen Kollegen: Frode Grytten. Und Oliver Bottini, der da, wo deutsche Kriminalschriftsteller jahrelang nur Heimatsülze verorten mochten, einen feurigen, fesselnden, faszinierenden Politthriller mit globaler Perspektive ansiedelt ... mehr
Kalender
Am 5. April 1933 stirbt der amerikanische Schriftsteller Earl Derr Biggers in Pasadena, Kalifornien (* 24. August 1884 in Warren, Ohio). In der Kriminalliteratur ist er bekannt als Schöpfer der Figur Charlie Chan.
Nach einem Studium in Harvard arbeitete Biggers als Humorist und Kritiker für den "Boston Traveler". Nach der Veröffentlichung seines ersten Romans im Jahr 1911 zog er nach New York City und avancierte zu einem erfolgreichen, überaus produktiven Bühnenautor. 1919 wechselte er nach Hollywood,
wo er im Filmgeschäft arbeitete. 1925 erschien sein erster Krimi um Charlie Chan, eine Figur, die er dem in Hawaii arbeitenden chinesischen Kriminalbeamten Chang Apana nachempfand, über den er 1919 Zeitungsberichte gelesen hatte. Chan ist der Held vieler Bücher und diverser Filme, die zwischen 1926 und 1949 entstanden und nicht unumstritten waren (im Juli 2003 erwirkten chinesischstämmige US-Bürger einen Sendestopp der Filme beim US-Sender FOX.)
Ausführliche Infos und kritische Bewertungen findet man bei krimi-couch.de, auserdem bei wikipedia.de Die Bücher gibt es bei Über die Filme gibt es mehr bei movie-in-the-head.de.de (mit schönen Postern), mhoefler.de, cyrano.ch, mediagems.de, .
Am 5. April 1917 wird Robert Bloch in Chicago geboren ( † 23.9.1994 im Alter von 77 Jahren). Für ein einziges Buch ist er berühmt – und auch das nur,
weil es verfilmt wurde: "Psycho" (Ekkehard Knörer). In den 30er Jahren gehörte er zum engsten Zirkel um H.P. Lovecraft, mit dem ihm eine enge Freundschaft verband. Bis zur Depression schrieb er neben seinen Jobs, als es keine Jobs mehr gab, wurde er hauptberuflicher Autor, nahm aber immer Gelegenheitsarbeiten an. Bloch schrieb Kurzgeschichten für Romanhefte, arbeitete auch an Hörspielen. Seine 1943 verfasste Kurzgeschichte "Yours Truly, Jack the Ripper" wurde für das Radio angepasst und bis 1945 schrieb Bloch eine Reihe Hörspiele für eine Radioshow mit dem Titel "Stay Tuned for Terror." Er schrieb Horror, Mystery, Fantasy und Science-Fiction, seine erste Anthologie "The Opener of the Way" erschien 1945. Blochs erster Roman "The Scarf", über einen Serienmörder, erschien 1947. Bloch wurde für eine Mischung aus Humor und Furcht bekannt und verwendete Themen wie schwarze Magie, Bessenheit, Voodoo und Vampire. 1959 verkauft er "Psycho" an Alfred Hitchcok, was ihm Ruhm und Geld einbrachte. Seitdem schrieb noch zwei weitere Psycho-Titel, verfasste über dreißig Kurzgeschichtenbände und arbeitete für Funk und Fernsehen. Er bekam Preise für Science Fiction und Fantasy und 1960 den "Edgar". 1970-71 war er Präsident der Mystery Writers of America.
Axel Bußmers Spurensuche No. 19
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Spannendes aus der mörderischen Großstadt
Die Metropole als Ort des Verbrechens und als Sündenbabel sind bekannte literarische Topoi. Außerdem hat sie, gegenüber der Provinz, einen unbestreitbaren Vorteil: es wirkt nicht
lächerlich, wenn ein Ermittler an einem Ort immer wieder in Kriminalfälle hineingezogen wird. Denn in einer Großstadt treffen so viele unterschiedliche Menschen, nicht alle mit ehrlichen Absichten, aufeinander, dass ein Autor genug Material für etliche Bücher hat. Und einige Verbrechen können nur in einer Großstadt begangen werden. Wie sieht es aktuell um den Zustand der großen Städte und des Verbrechens aus?
Axel Bußmer überprüft literarische Verbrechen in Zürich, Köln, München, Berlin, West Palm Beach und Los Angeles ... mehr
SZ-Mediathek:
»Das Leben im Zeitraffer«:
P. D. James' Stärke liegt zum einen in der Schilderung von Biografien. Diese werden meist en bloc präsentiert, was zwar den Vorteil hat, dass man sich wie im Zeitraffer durch ganze Leben liest, aber leider oft ähnlich endet, wie wenn man sich vor der Erdkundeklausur auf den letzten Drücker Daten in den Schädel bimst – schnell hat man alles wieder vergessen. Doch die ausdifferenzierten Lebensgeschichten geben dem Buch eine große Komplexität und sorgen dafür, dass die titelgebende Frage danach, was gut und was böse ist, in den meisten Fällen tatsächlich offen bleibt. Henning Ahrens über Band 12 der SZ-Krimibibliothek ... mehr
BR-online:
»Die dunkle Seite der Dorfidylle«:
Die gute alte Zeit – in einigen abgelegenen Winkeln Bayerns ticken die Uhren noch so, dass eigentlich noch alles in bester Ordnung sein müsste. Doch dann tun sich plötzlich Abgründe auf. So funktionieren viele Regionalkrimis. Und doch schaffen sie es immer wieder in Besten- und Bestseller-Listen. Die neueste dunkle Seite der bayerischen Seele: "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel ... mehr
Rhein-Zeitung:
»Roter Faden Mord und Totschlag«:
Sie ist Deutschlands Krimilady: Petra Hammesfahr. Ihre Romane stecken zwar voller Mord und Totschlag, doch schafft es Hammesfahr, stets einen nachdenklichen, auch mystischen Ton anzuschlagen. Michael Defrancesco führte ein Gespräch mit der Autorin ... mehr
Kieler Nachrichten:
»Skandinavier erzählen gute Geschichten«:
Henning Mankell, Arne Dahl oder Anne Holt, Mikael Niemi, Kerstin Ekman oder Linn Ullman – skandinavische Autoren sind angesagt in deutschen Landen. Grund genug für den Münchner Piper Verlag, der Literatur aus dem Norden eine eigene Reihe zu widmen. Programmleiter Thomas Tebbe erläutert das Label "Piper Nordiska" ... mehr

Der April bei den Kollegen von der Krimi-Couch:
Zum "Volltreffer des Monats" April wählte die Redaktion den Roman "Die Hände des Pianisten" von Eugenio Fuentes (
Goldmann ).
Und es gibt unter anderem Rezensionen zu
-Giorgio Faletti: "Im Augenblick des Todes",
-Derek Meister: "Rungholts Ehre"
-Jean-Christophe Grangé: "Das schwarze Blut"
-Arne Dahl: "Rosenrot"
Außerdem natürlich zahlreiche neue Rezensionen zu Büchern aus
Skandinavien, Spanien, Großbritannien etc. ...
Buchmarkt:
»Riverton-Preis für Frode Grytten«:
Für den Roman "Die Raubmöwen besorgen den Rest" (Flytande Bjor) erhielt der Autor Frode Grytten den angesehenen Riverton-Preis für den besten norwegischen Kriminalroman ... mehr
StadtRevue Köln:
»Schwarzlicht«:
Politisch könnte es nach all den Wahlen sowieso egal sein, wo man lebt, meint Ulrich Noller in seiner Kolumne "Schwarzlicht" in der Kölner "Stadtrevue". Im Süden der Republik zum Beispiel. Nicht nur wegen der Arbeitsplätze, sondern auch weil mittlerweile näher an den Alpen auch die besseren Kriminalromane geschrieben würden,was die Neuerscheinungen des Frühjahrs vermuten ließen. Namen gefällig? Andrea Maria Schenkel, Christa Bernuth, Ulrich Ritzel, Max Bronski, Thomas Kastura ... mehr
Der Spiegel:
»Missbrauch«:
Im aktuellen "Spiegel", Heft 14/2006 ist unter dem Titel "Er hat nur Fieber gemessen" ein SPIEGEL-Gespräch mit der Oberstaatsanwältin Gabriele Gordon über sexuellen Missbrauch zu lesen, in dem auch der neue Kriminalroman "Ein dunkles Gefühl" der unter dem Pseudonym Gabriele Wolff schreibenden Autorin zur Sprache kommt. (Im Netz nur als kostenpflichtiges E-Paper zu lesen) ... mehr
Der Standard: »Bei Anruf Apokalypse«:
"Puls" von Stephen King folgt erprobten mythischen Mustern, doch spielt King in gewohnt intelligenter Weise mit Varianten und Entwicklungen. Aber allein von der Weise, wie er auf den ersten 17 Seiten einen Nachmittag beim Eismann beschreibt, könnten sich nicht wenige der "echten" Literaten eine Scheibe abschneiden. Von Ingeborg Sperl ... mehr
ARTE: »Ein Kommissar kehrt zurück«:
Yasmina Khadra-Fans können sich freuen: nach fünf Jahren ist er zurück, Kommissar Llob, der knurrige algerische Kriminalkommissar. Seine Rückkehr grenzt an ein Wunder, denn der aufrechte Llob hat das Ende des dritten Bandes bekanntlich nicht überlebt: zu tief hatte er im Sumpf der algerischen Politfinanzmafia gewühlt. Mit "Nacht über Algier" legt Khadra bereits seinen sechsten Llob-Krimi vor und dass die deutsche Version des Romans, der in Frankreich bereits zwei Preise erhielt (Prix du Meilleur Polar Francophone 2004, Prix littéraire Beur FM Méditerranée 2005), eine Spur stärker auf den Plot fokussiere, tue dem Lesespaß wahrlich keinen Abbruch, schreibt Regina Keil-Sagawe in ihrem Beitrag ... mehr
taz-mag: »crime scene«:
Manche Leute behaupten ja, es gebe weder Männer- noch Frauenkrimis, sondern einfach nur Krimis. Natürlich sei das eine rein auf Weltanschauung basierende Aussage, meint Katharina Ganzin. Nun wolle es aber der Zufall, dass so manche einschlägige Verschiedenheit an zwei aktuellen Romanen schön zum Vorschein komme, die oberflächlich viel gemeinsam hätten: Was Männer- von Frauenkrimis unterscheidet: Janet Evanovichs "Tiefer gelegt" und Carl Hiaasens "Der Reinfall" ... mehr
NDR:
»Jazz-Anekdoten und mehr«:
Der Autor, den wir Ihnen heute vorstellen möchten hat in seiner Heimat USA schon fünf Kriminalromane veröffentlicht, die regelmäßig von der New York Times gefeiert werden. Bill Moody, so heißt der Autor, ist eigentlich Jazzmusiker und so verwundert es kaum, dass seine Romane alle auch mit dieser Musik zu tun haben. In seinem neuesten Fall nun, dem vierten ins Deutsche übersetzte, geht es um Morde an Jazzmusikern, die vom Standpunkt des Puristen aus betrachtet den Jazz mit seichten Spielarten verraten haben. Stefan Maelck über "Bird lives!" ... mehr
Funkhaus Europa: »Kriminacht«:
Mal wieder etwas Feines verpasst! Nach Deutschland, durch Europa, um die Welt: Ein kalter Hauch wehte über den Äther, als am 25. März um 21 Uhr, präsentiert von Andrea Oster und Ulrich Noller, die Funkhaus Europa-Kriminacht mit den besten Spannungs-Lesungen der Litcologne begann. Da, so das Fazit, schließt sich wieder der Kreis den Ländern, durch die die Reise der Funkhaus Europa-Kriminacht führte: Die Globalisierung der Krimikultur ist in vollem Gang: Wir lesen Kriminalromane aus aller Herren Länder; zugleich entführen Kriminalromane hiesiger Autoren in alle nur denkbaren Gegenden der Welt. Man darf gespannt sein, was es da in den nächsten Jahren noch zu entdecken geben wird. Was verpasst wurde lässt sich wenigstens nachlesen ... hier
In ihrer Krimi-Kolumne "Ein Fall für Fischer" im "Tagesspiegel"
vom 2. April 2006 fragt Andrea Fischer nach dem Glück der Kriminalkommissare. Und stellt fest, dass es auch im Kriminalroman Anhaltspunkte dafür gäbe, dass man besser die Finger von glücklichen Hauptfiguren lasse. Wegen der Dramaturgie zum Beispiel. Gabriele Wolff, gewiss nicht für oberflächliche und langweilige Kriminalromane bekannt, habe es trotzdem gewagt. Und sie habe in "Ein dunkles Gefühl" (Haymon Verlag) wie immer klug beobachtet ... mehr
HR-online: »Sozialkritik«:
"Uferwald" ist übrigens der erste Roman von Ulrich Ritzel, in dem nicht der legendäre Kriminalhauptkommissar Berndorf ermittelt, sondern seine Kollegen Markus Kuttler und Tamar Wegenast. Das Besondere ist zum einen die filmische Schreibweise – Ritzel schreibt aus verschiedenen Perspektiven in kurzen Szenenwechsel. Das gibt Tempo und Vielschichtigkeit. Von Kathrin Fischer ... mehr
krimiblog: »Podcast Nr. 4 – Interview mit Jo Nesbø«:
Der norwegische Krimiautor Jo Nesbø hat bislang fünf Romane um den Polizisten Harry Hole geschrieben, der sechste Roman ist in Arbeit. Vor einigen Wochen erschien der fünfte Band aus dieser Reihe auch bei uns in deutscher Übersetzung unter dem Titel "Das fünfte Zeichen". Jo Nesbø ist aber nicht nur ein erfolgreicher Kriminalschriftsteller, er hat auch als Aktienmakler und Musiker gearbeitet. Reichlich Themen also, über die Ludger Menke mit ihm während eines Interviews sprechen konnte. Wie sein Harry Hole entstanden ist, wie wichtig die Erfahrungen seines Vaters im Zweiten Weltkrieg für eines seiner Bücher war und vieles mehr verrät er im englischsprachigen Interview, das Sie als "Krimiblog Podcast Nr. 4" hören können. Dazu gibt es auch akustische Einblicke in seine Arbeit als Musiker. Von Ludger Menke ... mehr
Deutschlandradio: »Moralist mit Alkoholproblem«:
Wie in allen Kriminalromanen von Jo Nesbo ist der Osloer Polizist Harry Hole die Hauptfigur auch in "Das fünfte Zeichen". Anders als in den klassischen Kriminalromanen ist Hole so elend und erbärmlich, wie es ein Alkoholiker eben ist. Aber wenn er nicht mit Hilfe des Alkohols flieht, dann sieht er sehr klar und hat ein gutes Gespür für das, was hinter den Fassaden steckt. Ein Beitrag von Andrea Fischer ... mehr
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Axel Bußmers Spurensuche
No. 19
Die Metropole als Ort des Verbrechens und als Sündenbabel sind bekannte literarische Topoi. Einige Verbrechen können nur in einer Großstadt begangen werden. Wie sieht es aktuell um den Zustand der großen Städten und des Verbrechens aus?
Axel Bußmer überprüft literarische Verbrechen in Zürich, Köln, München, Berlin, West Palm Beach und Los Angeles ... mehr
Thomas Przybilkas Tipps zur Sekundärliteratur:

No. 43
Wer sich ernsthaft mit Kriminalliteratur beschäftigt, wartet mit Spannung auf Thomas Przybilkas Krimitipps zur Sekundärliteratur. Hier ist die pickepackevolle Ausgabe No. 43, mit äußerst wertvollen Informationen zur Sekundärliteratur, dazu Hinweise auf Hörbücher, eine lange Liste neuer Kriminalromane und und und ...
Wo? Natürlich ... hier!!
Schauplatz der mörderischen Handlung ist die Kleinstadt Weingarten, wo es inmitten der oberschwäbischen Idylle und in Sichtweite der majestätischen Basilika zu höchst verabscheuungswürdigen Taten kommt. Nicht nur, dass Witwe Zürn – Nachfahrin einer Dynastie barocker Bildhauer und Antiquitätenhändler und somit nicht ganz arm – sich dem Eierlikör hingibt und infolgedessen die Treppe hinuntersaust, sondern auch und vor allem, dass eine harmlose, pflichtbewusste und gottesfürchtige Bürgerin ermordet wird. Dies bedauert nicht zuletzt Schwester Katharina, Oberin der Weingartner Diakonissen, zu deren nicht unerheblichen Förderinnen sowohl Witwe Zürn als auch die nunmehr leider verstorbene Frau Sporer zählen.
Auch die Weingartner Kripo hat es nicht leicht, finden sich doch keinerlei Spuren in Hinblick auf Motiv und Täter. Ohne zwei junge Diakonissen im ambulanten Pflegedienst, musikbegeistert die eine, Mopedfan die andere und beide Katzenliebhaberinnen, wüsste man noch heute nicht, wer Frau Sporer auf dem Gewissen und was es mit Witwe Zürns Katze auf sich hat.
Die TV-Tipps 1. – 14. April 2006
Was bringen uns die beiden ersten Aprilwochen, außer steigenden Temperaturen? Selbstverständlich einige schöne Leichen. Wer allerdings neben
schönen Leichen auch gute Filme sehen will, sollte sich Verfilmungen von Ed McBain vormerken, dazu Fritz Lang-, Alfred Hitchcock- und José Giovanni-Filme und Trimmel-Tatorte ...
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier
HR, 00.15
(USA 1977, Regie: Ashley Lazarus)
Drehbuch: Stanley Price
LV:Alistair MacLean: Golden Rendezvous, 1962 (Rendezvous mit dem Tod)
Ein Schiff wird gekapert und Schiffsoffizier Richard Harris greift ein.
Hält den mauen Standard der meisten MacLean-Verfilmungen.
ZDF, 00.35 (VPS 00.05)
(F 1972, R.: Jean-Claude Roy)
Drehbuch: Jacques Risser, Jean-Claude Roy
LV: Jacques Risser
Zwei Verbrecher wollen sich nach einem Überfall auf einen Goldtransport gegenseitig übers Ohr hauen.
"Mittelmässiger Kriminalfilm" (Lexikon des internationalen Films), aber immerhin mit Henry Silva.
Auch bekannt als "Der Kaltblütige"