Krimineuerscheinungen des Monats bei Alligator, kaliber.38, krimi-couch & hammett

News –April 2009– Nachrichten


Donnerstag, 30. April 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Andrea Maria Schenkel, Beate Maxian, Ilona Mayer-Zach, Claudia Rossbacher ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 179 mit Andreas Wagners "Herbstblut" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Alles total groovy hier" von Jörg Juretzka: Befriedigt die Erwartungen ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und diesem hier: Charlie Stross über Ideen; Allison Brennan übers Verkaufen, James Ellroy über den ganzen Rest ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph stellt klar, Wie und warum man Leser beschimpft (über Klappentexte u.a.). Und über Michael Gruber: "Shakespeares Labyrinth" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (aber sie hat eine englische Krimiserie verpasst)...



persson_suehne.jpgDer Standard: »Es gibt keine Guten«:

Evert Bäckström ist ein Sexist und Rassist, homophob, bestechlich, fett und Alkoholiker...
Außerdem ist er Kriminalkommissar in Stockholm - eine unsägliche Kombination, die einem der schwedische Autor Leif GW Persson da zumutet. Perssons Krimi "Sühne" (btb Verlag) hat Längen, die allenfalls durch die zynischen inneren Monologe Bäckströms gemildert werden. Diesbezüglich ist seine Taktik wirklich frappierend: Nach und nach zeigt sich, es gibt keine Guten, nur Böse und etwas weniger Böse.
Von Ingeborg Sperl ... mehr


theurillat-sechselaeutenSF: »Tod am Sechseläuten – wie ein Ex-Banker erfolgreich Krimis schreibt«:

Gibt es ein Leben nach der UBS? Das fragte sich einst der Banker und Ökonom Michael Theurillat – und fing an zu schreiben. Inzwischen arbeitet der Basler Ökonom als freier Berater und ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren der Schweiz. In seinem dritten Kriminalfall "Sechseläuten" (Ullstein Verlag) lässt er am Zürcher Sechseläuten morden. Eine Fifa-Mitarbeiterin kommt ums Leben – die Spuren führen in die höchsten Kreise der Zürcher Gesellschaft und zurück in ein dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte.
Ein Bericht von Christian Walther in der Sendung "kulturplatz" vom 29.04.2009. Die Sendung wird am Samstag, den 2. Mai 2009 um 9:05 Uhr auf 3sat wiederholt ...
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schenkel-bunkerDLF: »Gefangene mit Vergangenheit«

Nach "Tannöd" und "Kalteis" ist "Bunker" (Edition Nautilus) der erste Kriminalroman von Andrea Maria Schenkel, der nicht auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Autorin experimentiert in diesem Buch: Die Tatebene tritt hinter dem Spiel mit den Techniken und Kniffen des Krimigenres zurück. Und dann lässt Schenkel auch noch die Grenzen zwischen Opfer und Täter verschwimmen. Die Autorin hat sich das Terrain der Fiktion erobert, und es scheint, als wolle sie ausprobieren, was alles geht. Sie nimmt deutliche Anleihen am absurden Drama eines Samuel Beckett, sie erzeugt Schockwellen wie ein David Lynch, sie bewirkt Suspense wie Hitchcock. Ihre Leser hat sie auch noch im Blick, vor allem die Gefahr, dass diese so viel Verwirrung am Tatort nicht mitmachen wollen.
Von Tanya Lieske ... mehr


slupetzky-Lemmings-ZornORF: »Brisantes Thema Lärmbelästigung«:

Er ist wieder da: Stefan Slupetzkys Lemming, der im eben erschienen vierten und letzten Fall "Lemmings Zorn" (Rowohlt Verlag) einen mysteriösen Mord in Wien zu klären hat. Dabei stößt der zum Vater gewordene Ermittler nicht nur auf jede Menge Lärm, sondern auch auf die Abgründe der menschlichen Seele und deren manchmal sogar tödliche Folgen. Mit Wortwitz, rasanten Spannungsbögen und jeder Menge Gesellschaftskritik widmet sich Stefan Slupetzky dem brisanten Thema Lärmbelästigung und setzt damit ein gelungenes Ende seiner von Publikum und Kritik hoch gelobten Krimi-Reihe.
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Ein Beitrag, den Sie auch hören können (wmv, 02:09)


Zeindler-Die-MeisterpartieNeue Zürcher: »Mit Witz und Ironie«:

Gerade erst hat er seinen fünfundsiebzigsten Geburtstag gefeiert: Peter Zeindler ist gewiss ein alter Hase und mit allen Wassern gewaschen. Er beherrscht sein Metier wie wenige. Sich selber und seinen Lesern hat er ein Geburtstagsgeschenk gemacht, das ebenso demonstrativ wie gekonnt alle Register des Genres zieht. Er spielt auf den leisen und subtilen Tönen: Eine gespenstische Geschichte eröffnet den Geschichtenband "Die Meisterpartie" (Pendragon Verlag). Peter Zeindler weiss in diesen Geschichten das Genre wie die Sprache virtuos zu variieren. "Die Meisterpartie" ist voll kleiner Meisterstücke.
Von Roman Bucheli ... mehr


tinti-die-linke-handNDR: »Zwischen Lüge, Lagerfeuer und Literatur«:

Einen gewissen Hang zum makabren Grusel hat die junge Autorin Hannah Tinti, die in Salem in Massachusetts aufgewachsen ist, schon in ihrer Kurzgeschichten-Sammlung "Tanz der Tiere" offenbart. Nun hat Tinti mit "Die linke Hand" (Luchterhand Literaturverlag) ihren Debütroman vorgelegt, eine streckenweise komische Mischung aus Gothic Novel und Coming-of-age-Erzählung im Amerika des 19. Jahrhunderts. Spannende Verfolgungsjagden, witzige Dialoge, Schreckmomente - das alles findet der Leser beim begierigen Umblättern in dieser Mixtur aus Schelmenroman, Bildungsroman und düsterer Gothic Novel.
Von Pascal Fischer ... mehr


danz-kochwutNDR: »Die Fährte des Verbrechers«:

Die aus Coburg stammende und in Berlin lebende Autorin, die sich das Pseudonym Ella Danz ausgesucht hat - wahrscheinlich damals nicht ahnend, wie erfolgreich sie mit ihrem Lübecker Kommissar Angermüller einst sein würde - hat sich mittlerweile zu einer Agatha Christie des Gourmetkrimis gemausert. "Kochwut" heißt ihr vierter Roman, der - jetzt auch in deutlich verbesserter Ausstattung - beim Gmeiner Verlag erschienen ist.
Kommissar Angermüller bekommt die Gelegenheit, lauter elsässische Gerichte zu probieren - und den Fall löst er zuguterletzt natürlich auch.
Von Ulrike Sárkány ... mehr
Ein Beitrag, den Sie auch hören können ...

Mittwoch, 29. April 2009

ulrich-kroegers-krimi-tipp
thomas-am-rand-der-welt.jpg Ulrich Kroegers Krimitipp 3/09
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Chandler für Hörer und Leser, dubiose amerikanische Geschäftsleute, ein rabiater Cop, millionenschwere Beute und eine immer alptraumhaftere Normalität
Ulrich Kroeger zu Büchern von Raymond Chandler (The Big Sleep & Die Philip-Marlowe-Romane), Edward Bunker (Lockruf der Nacht), Ross Thomas (Am Rand der Welt), Richard Stark (Keiner rennt für immer) und Stefan Kiesbye (Nebenan ein Mädchen) ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Frauen in den Medien: Petra A. Bauer, Uli Aechtner, Frauenfelder Krimitage ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Edgar 2009 - Beurteilung der nominierten Bücher III: Bestes Buch ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Joseph Wambaugh: In "Hollywood Crows", das jetzt als "Sunset Boulevard" auf Deutsch erschienen ist, bedankt sich Joseph Wambaugh bei 57 Polizisten. Entsprechend detailliert und kundig, aber auch parteiisch, ist sein Roman über die Officers des Los Angeles Police Department ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers über Kathy Reichs' "Der Tod kommt wie gerufen": eine gefährlich brodelnde Mischung, in der Tempe Brennan in ihrem elften Fall rühren muss, verworren in der Handlung, klar in der Aussage. ...

NuT:
Joachim Linder über Krimi-Forschung: Räume, Orte: Nele Hoffmann bespricht David Geherin: "Scene of the Crime. The Importance of Place in Crime and Mystery Fiction" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Selma Mahlknecht: "Es ist nichts geschehen". Kleiner Werbespruch gefällig? – Bitteschön: ACHTUNG! Dieses Buch legt Ihre Nerven blank! Vergessen Sie die üblichen Blutfestspiele! ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (aber sie weiß, dass Henrike Heiland liest!)...



vargas-der-verbotene-ortSonntagszeitung: »Hals- und Fussabschneider«:

"Wo ist die Leiche?" fragt die Polizistin am Tatort. "Überall", antwortet Kommissar Adamsberg von der Pariser Brigade criminelle und breitet die Arme aus. In diesem Zimmer wurde ein Mensch in 460 Teile zerstückelt, zerhackt und zermalmt. Kann man so ein Verbrechen noch steigern? Im gleichen Roman? Die Französin Fred Vargas kann es. Willkommen in der kuriosen Welt von Frau Vargas, 51. Auch in "Der verbotene Ort" (Aufbau Verlag), ihrem zehnten Kriminalroman geht es wieder reichlich irre zu. Diese Frau braucht das. In ihrem Brotberuf ist sie Archäozoologin (d.h., sie analysiert alte Tierknochen), also Wissenschaftlerin. Zur Entspannung flüchtet sie in ihren Romanen in eine Welt der Märchen und Mythen.
Von Sven Boedecker ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission herrmann-Die-letzte-Instanzermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Highsmith lässt grüßen:
Elisabeth Herrmann kann wunderbare Krimis schreiben, daran besteht kein Zweifel. Der Reiz ihrer Geschichten besteht jedoch keineswegs in dem Kriminalfall. Bei Herrmann wird gemordet und gestorben wie anderswo auch. Was auch ihr neues Buch "Die letzte Instanz" (List Verlag) zu etwas Besonderem macht, sind die Geschichten hinter den Morden, die Verflechtungen von Lebensläufen, die über die Jahre zu nichts anderem als zu einem Gewaltverbrechen führen können.
Von Henrike Heiland ... mehr



maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-hat-skrupel »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Zweiundfünfzigste Folge: Maigret hat Skrupel.
Dass die Fälle des Kommissars jedes Mal mehr oder weniger mit seiner eigenen Verfasstheit zu tun haben, ist beim 52. Roman kein Geheimnis mehr. Oder besser: Dass die Fälle auf Maigrets Weltsicht abfärben, und umgekehrt.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr

Vermischtes


»Rekordauflage für Dan Brown«

Sechs Jahre nach "The Da Vinci Code" (weltweit mehr als 80 Millionen Mal verkauft) erscheint der lang erwartete und von Gerüchten umflorte neue Dan Brown im September, mit einer Startauflage, die alles Bisherige in den Schatten stellen wird, meldet die "FAZ"... mehr


»Schwedische Literatur - mehr als Krimis!«

"Mehr als Krimis" bringt die schwedische Literaturszene hervor, betont der Titel einer Veranstaltung der Schwedischen Botschaft in Wien. Per Olov Enquist meint: "In schwedischen Buchläden bemerkt man schon eine Dominanz von Krimis. Da liegen hunderttausende, der Markt ist voll. Und manche Leute sagen, dass ist wie ein Krebs." Die Krimis als Krebsgeschwür, das den Blick auf die übrige Literaturproduktion verstellt? Ein Transportmittel für Sozialkritische Themen, sagt Enquists Kollege Aris Fioretos. Ein Beitrag von Kristina Pfoser im "ORF", den Sie auch hören können (7:38 min) ... mehr




Kalender
Alfred Hitchcock
Am 29. April 1980 um 9 Uhr 17 stirbt Alfred Hitchcock an Herzversagen. (* 13. August 1899 in London). hitchcockEr war einer der einflussreichsten Regisseure des Hollywoodkinos, gewann aber nie einen Oscar. Hitchock zeichnete sich besonders durch die von ihm so genannte Technik des "Suspense" aus, die in den meisten seiner Thriller zum Einsatz kommt.
Ein weiteres durchgängiges Element der Hitchcock-Thriller ist (neben seinem fein dosierten britischen Humor schwärzester Prägung) die Rolle der Polizei, die – bis auf Ausnahmen – nicht zur Aufklärung beiträgt. Ein von Hitchcock sehr gerne verwendetes Handlungselement, um der Geschichte eine Wendung zu geben ist der von ihm so genannte MacGuffin.
Selten gewürdigt wird das Marketing-Talent Hitchcocks. Obwohl von den Filmgesellschaften üblicherweise für die Promotion eigene Abteilungen oder externe Agenturen beauftragt werden, trugen bei Hitchcocks Filmen die Werbekampagnen deutlich die Handschrift des Regisseurs.
Hinzu kamen lukrative Lizenzverträge für eine Fernsehserie ("Alfred Hitchcock presents"), ein Krimi-Magazin ("Alfred Hitchcocks Mystery Magazine") und eine Buchreihe von Kinderkrimis ("The Three Investigators", deutsch "Die drei Detektive", die Charaktere der Hauptdarsteller erfand Peter Arthur), an deren Produktion Hitchcock nur am Rande beteiligt war. (Textauszüge aus "wikipedia.de" )

Info bei "wikipedia.de" , The Alfred Hitchcock Network , Alfred Hitchcock Filmworld , , 8ung.at , hitchcock.tv (engl.), books.google (engl.) mysterynet.com (engl.) .

Dienstag, 28. April 2009

Wörtches Crime Watch

crime-watch Der Roman "Der deutsche Freund" behandelt u.a. folgende Themen: Kinderschänden; archaische grönländische Tötungsrituale; türkische Geheimdienste, die in Dänemark türkische Kinderschänder töten und deren Opfer gleich mit. Alt-Nazis, deutsche Nazis und dänische Nazis, schwule, lyrikbegeisterte Nazis, Hermann Bang, sadistische Nazis, die Leute à la Shylock - ein Pfund Fleisch - ermorden, zählt dorph-pasternak-der-deutsche-freund.jpg Thomas Wörtche in seiner Krimikolumne "Crime Watch" auf. Das sind noch lange nicht alle Elemente, die von den beiden dänischen Autoren Christian Dorph und Simon Pasternak zu einem bestürzend albernen und lächerlichen Roman verquirlt worden sind, einem nach allen zeitgeistigen Schnittmustern für Gaga-Thriller zusammengeschraubten Text, witz- und komikfrei, literarisch belanglos. Der keiner Erwähnung wert wäre, wenn, ja wenn er nicht sozusagen das "Aufmacher-Buch" der neuen Krimi-Reihe bei Suhrkamp wäre.
Was TW noch für und gegen das Buch sagt, können Sie nachlesen: bei kaliber. 38 und in der Printausgabe des neu gestalteten "Freitag"

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Premierenlesungen ...

krimiblog:
Ludger Menke mit lesenswerten kritischen Bemerkungen zum Ende der "Kriminellen Sittengeschichte Deutschlands" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Dawn Petrol" von Don Winslow: Viel mehr als Surffolklore ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Marvin H. ALbert ). Und mit einer Menge Kleinkram: Criminale-Programm, Internetsperre, Darwyn Cookes "The Hunter" (Vorschau) ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: Amy Hungerford (Yale): The American Novel Since 1945. und: "Die Serienmörderin als Figuration der Angst": Spielformen der Angst, Siegen ...

Spannungsromane:
amer findet James Pattersons DEAD total misslungen, uninspiriert ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat Sendetermine: Vargas im Fernsehen. Und er ist in Frauensachen ein wenig ins Grübeln gekommen. Unter anderem ist Selma Mahlknecht daran schuld ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



rimington-beutezugDie Welt: »Sie war die Chefin aller echten James Bonds«:

Stella Rimington war die erste Frau an der Spitze des britischen Geheimdienstes MI5 – und das Vorbild für Judi Dench als M in den James-Bond-Filmen. Die Queen ehrte sie mit dem Titel "Dame". 1996 ging sie in Rente. Heute schreibt sie Bücher – Agenten-Thriller natürlich. Gerade ist "Beutezug" (Diana Verlag), ihr drittes Werk in Deutschland erschienen. Im Interview spricht sie über James Bond, den Einfluss des MI5 auf ihre Arbeit und warum aus den Feinden von einst keine Freunde wurden.
Von Heike Vowinkel ... mehr


slupetzky-Lemmings-ZornDie Welt: »Das Geräusch der Anderen«:

Sein jüngster Auftritt im Wiener Rabenhof-Theater am vergangenen Dienstag hätte unter dem Leitwort Störschall stehen können. Kaum war ein Mann aus dem Saal entfernt worden, wurde eine Frau von einem hartnäckigen wie hysterischen Lachanfall erschüttert. Der Ausbruch verzögerte neuerlich den Fortgang von Stefan Slupetzkys Vortrag - und zeitigte zudem die Flucht eines Paares aus dem Theater. Unter Protest, versteht sich.
Dabei hätten ruhebedürftige Veranstaltungsbesucher gewarnt sein müssen: Zum einen hatte der Autor zu jeder Eintrittskarte einen Satz Ohropax ausgeben lassen. Zum anderen handelt "Lemmings Zorn" (Rowohlt Verlag), sein jüngstes Werk, von allen nur erdenklichen akustischen Zumutungen. Mit diesem beachtlichen Buch, das mutmaßlich den letzten Fall des Lemming birgt, hat sich Slupetzky neben Wolf Haas und Heinrich Steinfest endgültig als einer der besten Krimischriftsteller seines Landes etabliert.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ... mehr


wagner-im-winter-loewen.jpgTagesspiegel: »Ordnung und Verstörung«:

"Im Winter der Löwen" (Eichborn Verlag): Jan Costin Wagner schickt seinen finnischen Kommissar zum dritten Mal los. Die Welt in Ordnung bringen – das war einst die Funktion des schicksallosen Ermittlers, in Zeiten, in denen mit dem Kriminalroman der Aufklärungsprozess allegorisiert wurde. Das ist passé. Wagner folgt mit seinem Roman einer zeitgenössischeren Gattungskonvention, in der es eine klare Abgrenzung von Gut und Böse, Licht und Dunkel, Opfer und Täter längst nicht mehr gibt. Das alles geschieht durchaus unterhaltsam und spannend – nur stört die Ungereimtheit, dass die Täterfigur in ihrer mangelnden psychologischen Plausibilität längst ausgestorbenen Ermittlern gleicht..
Von Marianna Lieder ... mehr




Kalender
Am 28. April 1906 wird in Pierre Boileau in Paris geboren († in Beaulieu sur Mer am 16. Januar 1989).
Als junger Mann richtete er sich auf eine Handelskarriere ein, doch sein schon in jungen Jahren ausgeprägtes Interesse für Kriminalliteratur bringt ihn dazu, boileau-narcejacselbst zu schreiben. Er übt die unterschiedlichsten Berufe aus, schreibt Erzählungen und arbeitet journalistisch. 1938 gewinnt er einen Preis für den Abenteuerroman "Le Repos de Bacchus" und wendet sich fortan der Kriminalliteratur zu.
1948 lernt er Thomas Narcejac kennen, mit dem er seit 1950 zusammen schreibt und als das Duo Boileau/Narcejac in die Geschichte der Kriminalliteratur eingeht. Ihre raffinierten Plots wurden durch starke psychologische Zeichnung der Personen unterstützt, Erfolg einer Zusammenarbeit, in der Boileau für die Konstruktion und Narcejac für die Psychologie der Figuren zuständig war.
Boileau und Narcejac haben etwa vierzig Romane veröffentlicht, von denen viele verfilmt wurden, z.B. "Les Diaboliques" (Clouzot), "Sueurs froides – Vertigo" (Hitchcock) etc. Ausserdem schrieben sie in einigen Romanen die Geschichten um Arsène Lupin fort.

Von den Büchern des Gespanns wurde zuletzt nur der Roman "Vertigo" im Rowohlt Verlag zum Kauf angeboten ...

Info bei wikipedia , lesekost , krimi-couch , P. Arguedas (fr.), livreenpoche (fr.) ..

Montag, 27. April 2009

KrimiWelt-Bestenliste Mai 2009

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (4) Roger Smith:Kap der Finsternis
2 (3) Jörg Juretzka: Alles total groovy hier
3 (5) John Farrow: Eishauch
4 (–) Monika Geier: Die Herzen aller Mädchen
5 (6) Oliver Bottini: Jäger in der Nacht
6 (–) Gianrico Carofiglio: Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land
7 (10) Uta-Maria Heim: Wespennest
8 (1) Richard Stark: Keiner rennt für immer
9 (–) Robert Hültner: Inspektor Kajetan kehrt zurück
10 (2)Jan Costin Wagner: Im Winter der Löwen

Hier als schöne pdf-Datei


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Oliver G. Wachlins "Wunderland" und Matthias Eberlings "Ich träume deinen Tod" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Infos aus den Medien: Anne Chaplet, Antje Fries, Angelika Griese, Andrea Maria Schenkel, Beate Sommer ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 178 mit Pierre Emmes "Schneenockerleklat" ...

Krimilady:
Seit Henny Hidden John Katzenbachs "Patienten" gelesen hat, ist ihr deutlich geworden, dass man mit einem Krimi, dessen Thema um einen Identitätsverlust kreist, große Spannung erzeugen kann. In der Tat kann man in Charles den Tex' Krimi "Die Zelle" eine ähnliche Vorgehensweise wie bei John Katzenbach beobachten ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Edgars 2009 - Beurteilung der nominierten Bücher II: Bestes erstes Buch ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und "Blutrot" von Jack Ketchum: War für ihn eines der besten Bücher des letzten Jahres. Entsprechend gespannt war er auf die Verfilmung, die jetzt unter dem Originaltitel "Red" als DVD erschienen ist ...

NuT:
Joachim Linder über die mediale Konstruktion von Tötungsdelikten: Forschung ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph hat Pieke Biermanns Artikel "Wir müssen reden" aus dem Tagesspiegel AM SONNTAG als Link im Angebot. Und ist traurig über ein anderes Angebot: die Verscherbelung der von Frank Göhre herausgegebenen Reihe "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
heute beginnen wir mit Uta-Maria Heims Kopfschuss und Wien, dann schauen wir zusammen mit Sven Jachmann einen Comic-Klassiker von Alan Moore und Eddie Campbell an: From Hell. Jörg von Bilavsky erinnert an den wunderbaren Hörspielmacher Nicolai von Michalewsky, Sabina Schutter kommt nach der Lektüre von Jason Starr zu dem Schluss, dass Männer Schweine sind, Anna Veronica Wutschel grübelt anlässlich Jeffery Deavers Der Täuscher darüber, wer wohl was von wem weiß. Frank Rumpel immerhin weiß, warum das Ekel Bäckström aus den Romanen von Leif GW Persson ein bemerkenswertes Ekel ist. Am 19. April starb James Graham Ballard – einen Nachruf auf diesen virtuosen Tänzer zwischen allen Schubladen lesen Sie nächste Woche. Und in unserem Krimi-Gedicht begegnet uns Jack-the-Knife als Pedro Navaja ...

Die Themen vom 25. April im Detail:


kopfschuss.jpg KOPFSCHUSS N° 9: Wenn Mieselsüchtige kletzeln
Bei den Wienern dreht sich alles ums Fleischliche. Das ist gleichbedeutend mit dem Weiblichen. Sie will Liebe und bekommt Tod. Das ist die Tragik des österreichischen Kriminalromans, der eigentlich gar kein Thriller sein mag, sondern ein grantelndes Erotikpaket.
Von Uta-Maria Heim ... mehr

moore_from-hell.jpg Mördermythen
Was kann ein Comic, was andere Kunstformen, die dasselbe Thema zum Stoff haben, nicht können? Oder anders können? Jack-the-Ripper hat derart viele mediale Bearbeitungen erfahren, dass es kaum noch möglich sein sollte, dem Sujet noch überraschende Seiten abzugewinnen.
Sven Jachmann hat sich mit Alan Moores/Eddie Campbells From Hell" bemüht ... mehr

michalewsky_drei-hoerspiele.jpg
Schlichtweg spannend

Das tut gut. Endlich wieder einmal schnörkellose Krimihörspiele. Keine privaten Krisen bei den Kommissaren, keine stundenlange Seelenschau, keine überflüssige Action. Einfach pure Spannung, pure Kombinatorik und der Knalleffekt.
Jörg von Bilavsky freut sich über Hörspiele von Nicolai von Michalewsky "Abschiedswalzer und weitere Hörspiele der Extraklasse" ... mehr

starr-Stalking-detebe Männer sind Schweine
Jason Starr muss eine offene Rechnung mit der heterosexuellen Männerwelt haben, sonst hätte er nicht mit "Stalking" dieses Buch geschrieben und damit die Chancen großstädtischer Singles massiv verschlechtert. Männer sind nämlich entweder durch den eigenen Phallus gesteuert oder aber, falls emotional zugänglich, berechnende Psychopathen.
Sabina Schutter kommt ins Grübeln ..." mehr

deaver-der-taeuscherZerstörung von unschuldigem Papier!
Ein ganzes Buch vernichten, einen Deaver noch dazu, wer pflanzt eine derart barbarische Idee in des Lesers Hirn? In diesem Fall der Autor selbst: Denn irgendwo im Buchrücken versteckt könnte ein Chip – ist das nicht verrückt? – über einen Funkscanner melden, wo gerade welches Buch gelesen wird. Wer die fatale Todsünde begeht, nicht bar sondern mit Karte zu zahlen, hinterlässt einen breiten Trampelpfad an persönlichen Informationen und rückt direkt das "Wer" an Ort und Buch. (Horror-)Utopia? In "Der Täuscher" zeigt uns Jeffery Deaver, dass in scheinbar harmlos nutzlosem Datenmüll das Böse lauert.
Was weiß Anna Veronica Wutschel ...mehr

persson_suehne.jpgIntelligent arrangiertes Ermittlungschaos
Der schwedische Autor Leif GW Persson erzählt in seinem aktuellen Roman "Sühne" von den Irrungen und Wirrungen polizeilicher Ermittlungsarbeit und eröffnet seinem stinkstiefligen Kommissar Bäckström eine glänzende Zukunft.
Glänzend gemacht, findet Frank Rumpel ...mehr

Krimi-Gedicht der Woche:
Pedro Navaja
von Ruben Bladés ... mehr



gay-naechliche-vorkommnisse.jpgTagesspiegel: »Wo das Böse seelenruhig am Tisch sitzt«:

Am Anfang steht der diffuse Verdacht, irgendetwas könnte bei der Bestattung des alten Moose Tyler nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Gewalt, Verfall und eine Fixierung auf perverse, groteske Sexualität gehören zu den Merkmalen der Southern-Gothic-Literature, der Literatur der amerikanischen Südstaaten. Mit seinen bislang drei Romanen und einer Erzählsammlung gilt William Gay heute als einer der bedeutendsten Vertreter dieses Genres. "Nächtliche Vorkommnisse" (Arche Verlag), Gays bislang dritter Roman, bietet eine mörderisch spannende Coming-of-Age-Story, deren drastische, bilderreiche Sprache von Joachim Körber glänzend übersetzt wurde.
Von Oliver Pfohlmann ... mehr



Kalender
Nicolas Blake
Nicholas Blake Nicolas Blake wurde am 27. April 1904 als Cecil Day Lewis in Ballintogher, Irland geboren († 22.Mai 1972 in London) und wählte 1935 das Pseudonym Nicolas Blake, um neben seiner "hohen" Literatur, die ihm 1968 die Ehrung zum "Poet Laureate" durch Königin Elizabeth II. brachte, Detektivromane und Besprechungen zur Kriminalliteratur zu schreiben. Er schuf den Detektiv Nigel Strangeways, der laut "Reclams Kriminalromanführer" (1978) in 17 seiner 20 Kriminalromane ermittelte.
Strangeways hat eine ähnliche Vergangenheit wie Day Lewis selbst, und der lokale Hintergrund der meisten Fälle ist autobiographisch.
Info bei Perlentaucher, Toms Krimitreff, krijasto.sci.fi (engl.).

«Didier Daeninckx»
Daeninckx-didier.jpeg Am 27. April 1949 wird Didier Daeninckx in Saint-Denis geboren.
Er ist einer der erfolgreichsten französischen Kriminalschriftsteller. Dennoch lebt er weiterhin in den Banlieu von Paris, in Aubervilliers. Bevor er anfing zu schreiben, war der gelernte Drucker als Kultur-Pädagoge und Journalist tätig. 1984 veröffentlichte er seinen ersten Kriminalroman in der Série Noire von Gallimard. Gemeinsam ist allen seinen Werken, daß sie die tragischen Aspekte des Alltäglichen mit Ironie und schwarzem Humor beschreiben. (Text:DistelLiteraturVerlag )
Infos bei:
krimi-couch, Wikipedia, ARTE, Assoziation A, DLR

Mittwoch/Donnerstag,Freitag 22./23./24. April 2009

Notausgabe!
Wegen Ausfall der Alligatorgelenke roentgenbild.jpg speziell links, an sich Alligators Lieblingsknie, begleitet die Alligatorredaktion den Alligator treu durch das deutsche Gesundheitswesen, in Arztpraxen, Röntgenkammern, assistiert bei Blutabnahmen und physiotherapeutischen Übungen. Eines hat sich bei dieser Reise schon herausgestellt: es braucht Zeit und Sitzfleisch, Geduld und eine entspannte Sicht auf die Welt und ihre Krankheiten! Bis auf weiteres lesen wir Zeitschriften über Vitalität und Vorsorgeuntersuchungen und lassen die Kriminalliteratur und Sie erst einmal mit diesen kargen Mitteilungen allein.
Herzliche Grüße aus den Wartezimmern in die Welt
Die Redaktion


Axel Bußmers TV & Buchtipps 25. April – 8. Mai 2009

rosenberg-der-unbeugsame.jpg Willkommen zu zwei spannenden Wochen. Denn Miss Marple (gespielt von drei Schauspielerinnen), Commissario Brunetti und Wilsberg jagen die bösen Buben. Einer von ihnen ist Paul Newman. Der sitzt in der sehenswerten Donn-Pearce-Verfilmung "Der Unbeugsame" im Knast und versucht auszubrechen.
Ebenfalls sehenswert sind Orson Welles Whit-Masterson-Verfilmung "Im Zeichen des Bösen", Alfred Hitchcocks Josephine-Tey-Verfilmung "Jung und unschuldig" ascenseur_echafaud.jpg(endlich wieder im TV) und seine John-Trevor-Story-Verfilmung "Immer Ärger mit Harry", Jean Negulescos Eric-Ambler-Verfilmung "Die Maske des Dimitrios" (ebenfalls endlich wieder im TV), Louis Malles Noel-Calef-Verfilmung "Fahrstuhl zum Schafott", Herman Shumlins Lillian-Hellman-Verfilmung "Die Wacht am Rhein" (Dashiell Hammett schrieb das Drehbuch) und Don Siegels Richard-Dougherty-Verfilmung "Nur noch 72 Stunden". Elmore-Leonard-Fans werden mit "Sinola" (mit Clint Eastwood) und "Valdez" (mit Burt Lancaster) in den Wilden West entführt. Klassikerfreunde dürfen dagegen Jean-Luc Godards "Außer Atem" und Orson Welles' "Citizen Kane" genießen..
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier


Radio-tipp
Die Telefonische Mord(s)beratung


mordsberatung Auf den Spuren von Raymond Chandler
Seine Sätze funkeln wie Brillanten und sein Privatdetektiv Philip Marlowe wurde unsterblich. Vor fünfzig Jahren starb Raymond Chandler, der den "Krimi" von der Straßenunterhaltung zur Literatur erhob. Die WDR5-Krimiexperten Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (Bochumer Krimiarchiv) und die Journalistin Ingrid Müller-Münch gehen auf Spurensuche: Wer sind Chandlers Erben, wie haben sie seinen hartgesottenen Schnüffler Marlowe weiterentwickelt? Außerdem empfiehlt das Krimi-Kompetenzteam nationale und internationale Spannungs-Spezialitäten und berät die Hörer in kniffligen Krimifragen. Moderation: Thomas Hackenberg
WDR 5 Hörerinnen und Hörer können sich unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800- 5678 555 oder per E-Mail: mordsberatung@wdr.de mit Fragen oder Anregungen an der Sendung beteiligen.
Ach ja, die Sendung! Sie kann gehört werden und zwar:
Sendung am Samstag, den 25. April, von 20:05 bis 22:00 Uhr auf WDR 5 ... hier

wdr5-krimi.jpg


Andreas Ammers Krimi-Kolumne


sjoewall-wahloe-neuausgabe-rowohlt
Deutschlandfunk: Heute mit mit dem perfekten Krimi!

Ein Tusch! Ein Schrei! Ein Rezensent! Die Krimikolumne! Heute schwergewichtiger denn je, nämlich ...als Gesamtausgabe der Gesamtausgaben... mit dem perfekten Krimi ... mit einem gigantisch unlesbaren Roman und als Höhepunkt ...einem grandiosen Schwergewichts-Boxkampf ... und einem alten Kiffer an Spaniens Strand.
Mehr dazu und zu den Autoren in der legendären Krimikolumne von Andreas Ammer im "Deutschlandfunk": immer schön zu lesen, aber noch besser mit der Möglichkeit, sie zu hören, was der Deutschlandfunk jetzt auch ermöglicht! Jetzt kein Protest mehr! Jetzt hören! und zwar ... hier!

Vermischtes


Banner-Sittengeschichte

»Vorzeitiges Ende der Reihe "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands«

Die Reihe "Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands" in zehn Bänden, herausgegeben von Frank Göhre wird über die ersten erschienenen zehn Bände nicht hinausgehen. Von allen zehn Bänden wurde ungefähr die gleiche, deprimierend niedrige Zahl verkauft, was darauf schließen lässt, dass hier bibliophile Sammler zugriffen. Die Mehrzahl der Krimifreunde aber interessierte sich nicht dafür, weder für die allgemeine Geschichte, noch für die des eigenen Genres. Das ist traurig, aber so ist zur Zeit die Interessenlage. meldet der Verlag ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden verweist auf Gabriella Wollenhaupt im Interview bei Aveleen Avide ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl über "Stalker" (Diogenes) von Jason Starr. In New York beschattet ein Mann eine junge Frau, die er aus der gemeinsamen Schulzeit kennt. Das alles hat eine ziemlich lange Anlaufzeit ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 177 mit Friedrich Anis "Süden und der Luftgitarrist" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Edgar 2009 - Beurteilung der nominierten Bücher I: Bestes Taschenbuch ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und "Blutrot" von Jack Ketchum: War für ihn eines der besten Bücher des letzten Jahres. Entsprechend gespannt war er auf die Verfilmung, die jetzt unter dem Originaltitel "Red" als DVD erschienen ist ...

NuT:
Joachim Linder ist etwas ratlos bei JG Ballards "Hello America" ...

Spannungsromane:
Lebhafte Hinweise auf James Pattersons DEAD, Dan Browns DAS VERLORENE SYMBOL, Jon Land ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über die 30. Ausgabe von "Alibis". Und mit der Vorberichtertstattung über einen Artikel von Pieke Biermann, der am Sonntag im TAGESSPIEGEL erscheinen wird ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...


FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission profijt-Kuehlfach-4ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Geistreiche Ermittlung:
Wer als Krimiautor mit seinem Buch aus der unendlichen Masse der Neuerscheinungen herausragen will, braucht eine originelle Idee. Und es ist schwer, im Krimigenre etwas zu finden, was es nicht schon gegeben hat. Daher gebührt Jutta Profijt schon ein Originalitätspreis für "Kühlfach vier" (dtv). Die Hauptfigur dieses Krimis hat ein besonderes Interesse an der Aufklärung des Falls, denn sie ist selbst das Mordopfer – und ermittelt als Geist.
Von Harry Luck ... mehr


smith-kap-der-finsternisDLF: »Aus der Traum von der Regenbogennation«

Der weiße Südafrikaner Roger Smith hat sich eine Menge von der Seele geschrieben, so scheint es. Der 44-Jährige arbeitete als Drehbuchautor bevor er seinen ersten Roman vorlegte. "Kap der Finsternis" (Tropen Verlag) ist ein hochspannender, tiefschwarzer Thriller. Aber es ist auch ein niederschmetternd klarsichtiges Buch über den Zustand Südafrikas 15 Jahre nach dem Ende der Apartheid. Roger Smith bringt die allgemeine Enttäuschung auf den Punkt. Antje Deistler hat mit dem Autor gesprochen ... mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden ...

smith-kap-der-finsternis.jpgDLR: Die Spuren der Apartheid
Kapstadt, Südafrika. Eine der gewalttätigsten Gesellschaften der Welt. Die Spuren der jahrzehntelangen brutalen Apartheid sind nicht verschwunden. Im Gegenteil. Logischerweise greifen immer mehr südafrikanische Autoren zum Kriminalroman, um literarisch angemessen mit dieser Hölle umzugehen. Am radikalsten benutzt wohl Roger Smith diese Form. Smith ist Jahrgang 1960, eigentlich Filmemacher und war schon in den Apartheidsjahren politisch engagiert. Mit "Kap der Finsternis" (Tropen Verlag) reagiert er literarisch extrem auf extreme Zustände.
Von Thomas Wörtche ...mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden

smith-kap-der-finsternis.jpgDie Zeit: Mordende Fleischberge
Roger Smith' neuer Roman ist wie ein Schlag in die Magengrube. Die Wucht von "Kap der Finsternis" (Tropen Verlag) spürte man in der aktuellen Krimiszene schon lange nicht mehr. Zweiundvierzig Jahre Apartheid haben in Südafrika ihre Spuren hinterlassen – und nichts deutet darauf hin, dass sich das Land jemals davon erhole sollte. Das jedenfalls suggeriert Roger Smith` irrwitziges Romandebüt Kap der Finsternis. Denn Smith, 1960 in Kapstadt geboren, malt ein apokalyptisches Bild der südafrikanischen Metropole.
Von Peter Henning ...mehr


saviano-das-gegenteil-von-tod.jpgDeutschlandradio: »Mit stiller Wut«

Sein Buch "Gomorrha" machte Roberto Saviano zu einem berühmten Autor und zu einem Verfolgten der Camorra. Doch Saviano lässt sich den Mund nicht verbieten und macht das, was er kann: Er schreibt weiter. Auch in dem neuen Band "Das Gegenteil von Tod" (Hanser Verlag) arbeitet Saviano mit authentischem Material, und wieder tut er das, was die Qualität von "Gomorrha" ausgemacht hatte: Er rückt dicht an die Menschen heran, ohne ihnen ihre Würde zu nehmen.
Von Maike Albath ... mehr
Die Sendung kann via Computer auch gehört werden


Dienstag, 21. April 2009

Untaten und Orte Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne

Seit Jahren veröffentlicht Michael Schweizer in der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur" seine Krimikolumne "Untaten & Orte".
Heute die Ausgabe 1/2009:

Glutkerne
Auch in Schweizer Krimis entgleisen die Leidenschaften

soler-Staub-im-Schnee.jpg
Oft ist zu lesen, die und die haarsträubenden Schwächen eines Krimis seien gar keine, sondern im Genre müsse das eben so sein. Mit drei Krimis aus der Schweiz lässt sich demonstrieren, dass das Unfug und fallweise Ausrede in eigener Sache ist. Ein guter Krimi ist ein guter Roman plus Verbrechen.
Michael Schweizer über die Bücher "Hand angelegt" von Roger Strub, "Staub im Schnee" von Ernst Solèr und "Der Mann am Gartenzaun" von Roger Graf ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden über Christiane Geldmachers Lesung bei "Kunst gegen Kohle" und die Premierenlesung von Claudia Mummert: "Der Blutfänger" ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 176 mit Yrsa Sigurdardottirs "Das glühende Grab" und neuem Design ...

krimileser:
Bernd Kochanowski sieht Chancen: Mit "Sins of the Assassin", dem zweiten Buch der Assassin Trilogie entwickelt Robert Ferrigno diese Serie weiter und wagt sich in neue Bereiche vor ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Sebastien Japrisot). Und er bespricht Ian Rankins "Der Mackenzie Coup" und bringt Videos zu Rankin ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers meint, dass es der Auftakt zu einer aufregenden Suche hätte werden können. Doch statt intelligenter Spannung gebiert die Geschichte nur gepflegte Banalität. Über Michael Grubers "Shakespeares Labyrinth" ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: "Alarm in Zion". Antisemitische Stereotype in Friedrich Glausers Detektiv-Romanen. Patrick Bühler (2008) ...

Spannungsromane:
amer mit Scott Mariani: DIE MOZART-VERSCHWÖRUNG und koldir zu Amer / Mark Terry DAS GIFT DES ENGELS ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit einem Krimistammtisch Nachklapp und über ein "Manifest", das sich gegen die Hegemonie amerikanischen Thrillerschreibens wendet und eine Rückkehr zur traditionellen – und originelleren – Form britischer Kriminalliteratur fordert ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



huston-stadt-aus-blutTagesspiegel: »Wo ist mein halber Liter?«:

Stephenie Meyer ist einfach nicht meins, darum bin ich schließlich bei Charlie Huston gelandet. Seine Romane "Stadt aus Blut" und "Blutrausch" (beide Heyne-Verlag) sind die ersten beiden Bände einer Reihe von Horrorthrillern, die direkt in das dunkle Herz von New York führen. Hier regieren die Vampire. Mächtige Gruppen von Untoten haben Manhattan unter sich aufgeteilt und kämpfen Seite an Seite mit intriganten Politikern und korrupten Polizisten um die Kontrolle über das menschliche Blut, den wichtigsten nachwachsenden Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Charlie Huston hat das Genre aus den Highschoolfluren und Teenagerschlafzimmern endlich zurück auf die Straße geholt. Gleichzeitig liefert er dabei mit seinem leicht melancholischen Serienhelden eine trendgerechte Variante des guten alten amerikanischen Hardboiled-Schnüfflers.
Kolja Mensing in seiner Kolumne "VerbrecherJagd" ... mehr


drvenkar-sorry.jpg taz: »Crime Scene: Extrem harter Stoff«

Es muss gesagt werden: Der Roman "Sorry" (Ullstein Verlag) von Zoran Drvenkar beginnt mit einem besonders brutalen Mord. Eine hochtourige Dynamik der Unerbittlichkeit treibt die Handlung voran. Von Leserseite ist intellektuelle Beteiligung gefordert, denn erzählt wird mal in erster, mal in dritter, oft auch in zweiter Person Singular; und das wird sich als konsequente Umsetzung eines so grausamen wie komplexen Drehbuchs herausstellen. Das alles ist hervorragend geschrieben, trotz aller Konstruiertheit superspannend und ein Höhepunkt deutschen Thrillerschaffens, aber: extrem harter Stoff.
Katharina Granzin in ihrer Kolumne "Crime Scene" ... mehr


bunker-lockruf-der-nacht.jpgFrankfurter Rundschau:
»Portrait des Verbrechers als junge Ratte«

Meistens kann es dem Leser egal sein, ob hinter dem Buch eine Person mit einer guten Story steckt. Sagen wir so: jede Marketingabteilung freut sich über den Krimi, geschrieben von einer bekannten Fernsehmoderatorin. Weil das schon die ganze Miete ist. Auch der Roman "Lockruf der Nacht" (Liebeskind Verlag) verschwindet erstmal hinter Edward Bunker. Weil seine Geschichte so groß ist. Eine märchenhafte Geschichte vom Durchhalten, Überleben und Gewinnen. Als sein Debüt, der Knastthriller "No Beast So Fierce", 1973 erschien, saß er wegen versuchten Bankraubs. So viel hängt also über "Lockruf der Nacht", und weil Bunker zuvor mit Short Stories trainiert hatte, hält er das aus.
Von Franz Dobler ... mehr


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-auf-reisen »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Einundfünfzigste Folge: Maigret auf Reisen.
Der Roman beginnt in der Nacht zu einem Mittwoch, dem 7. Oktober. Er spielt nach Maigrets großer Amerikareise, und eine Erfahrung, die der Kommissar dabei gemacht hatte, kommt ihm hier zugute.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


mcdermid-Nacht-unter-tag.jpgFrankfurter Rundschau:
»Wo Schottland ein wenig wild ist«

Val McDermid tut für Schottland, was Baz Luhrmann mit "Australia" für seine Heimat tat: Sie wirbt auf breiter Leinwand. McDermid ist inzwischen eine der großen älteren Damen der britischen Krimiliteratur, ihre Bücher, auch "Nacht unter Tag" (DroemerKnaur Verlag) sind in jeder Hinsicht verlässlich - sauber geschrieben, alle Handlungsfäden zuletzt fein zusammengebunden - aber auch vorhersehbar und ein wenig betulich. Die Schottin mutet ihren - vermutlich weit überwiegend - Leserinnen keine allzu großen Schrecken zu. Das aber ausführlich. .
Von Sylvia Staude ... mehr


beynon-rees-Ein-Grab-in-GazaFAZ:
»Humanist in der Hölle«

1967 wagte der in Wales geborene Matt Beynon Rees mit seinem 2007 erschienenen Debüt "The Collaborator of Bethlehem", das 2008 auf Deutsch erschien, was sich vor ihm noch niemand getraut hat: einen Krimi in den Palästinensergebieten anzusiedeln, mithin einer Weltgegend, die dem Westen durch die Nachrichten so vertraut ist und über die wir doch so gut wie gar nichts wissen. Ein in die Jahre gekommener Historiker namens Omar Jussuf ist Rees' Protagonist, der auch in der Fortsetzung "Ein Grab in Gaza. Omar Jussufs zweiter Fall" (C.H.Beck Verlag) wieder ungewollt Detektiv spielt. Zweifellos, der Krimiplot ist nicht sehr elaboriert, aber die Frage des whodunit ist hier auch nicht von Belang, denn der Autor nutzt das Genre vor allem, um seine Erfahrungen aus dem Nahost-Konflikt und seine Ansichten über Wurzeln und Hintergründe mitzuteilen.
Von Sandra Kegel .... mehr



Kalender
Alistair MacLean

maclean-alistair Am 21. April 1922 wird Alistair Stuart MacLean in Glasgow als Sohn eines Pfarrers geboren († 2. Februar 1987 in München).
Er diente im Zweiten Weltkrieg in der Royal Navy als Torpedo-Mann, wurde von den Japanern in Gefangenschaft genommen und gefoltert. Nach dem Krieg studierte er Englisch an der Universität von Glasgow, wo er 1953 seinen Abschluss machte und fortan als Lehrer arbeitete.
Bereits an der Uni begann MacLean zu schreiben. Mit Kurzgeschichten besserte er sein Einkommen auf und gewann 1954 einen Wettbewerb mit der Geschichte "Dileas". Der Herausgeber bat ihn, mehr zu schreiben und es folgte der Roman "Die Männer der Ulysses", der auf eigenen Kriegserfahrungen basierte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und so war MacLean bald in der Lage, sich ganz dem Schreiben von Kriegs- und Spionageromanen zu widmen. In den frühen 1960ern veröffentlichte MacLean zwei Bücher unter dem Pseudonym Ian Stuart, um zu beweisen dass der Erfolg seiner Bücher einzig an der "guten Schreibe" lag und nicht an seinem Namen. Auch diese beiden Bücher verkauften sich gut. In späteren Jahren hatte MacLean immer mehr Alkoholprobleme, an deren Spätfolgen er auch in München am 2. Februar 1987 starb.
MacLean veröffentlichte 28 Romane, eine Vielzahl weiterer Kurzgeschichten und zwei Bücher über T. E. Lawrence und James Cook.(Text: wikipedia.de)
Info bei wikipedia.org, krimi-couch.de, Fanseite, www.kirjasto.sci.fi (engl.), www.fantasticfiction.co.uk (engl.).

Montag, 20. April 2009

Befragungen

Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.


Gisa Klönne
kloenne-gisa071.jpg Gisa Klönne wurde 1964 geboren, studierte Germanistik, Politiologie, Anglistik und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an Universitäten in Deutschland und England.2005 legte Gisa Klönne mit "Der Wald ist Schweigen" ihren ersten Krimi vor, der 2006 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt" nominiert wurde und in mehrere europäische Sprachen übersetzt worden ist. Das Ermittler-Duo Judith Krieger und Manni Korzelius war auch in den nachfolgenden Kriminalromanen "Unter dem Eis" und "Nacht ohne Schatten" erfolgreich und erntete großes Kritikerlob.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten, bei der es "Spaghetti Puttanesca" gab, die nach ihrer Auskunft ohne tödliche Folgen nachkochbar ist ... mehr


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Leenders/Bay "Die Burg" und "Kesseltreiben" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit Terminen: Catherine O’Flynn stellt ihr Buch "Was mit Kate geschah" vor und "Der verbotene Ort" von Fred Vargas erscheint ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 175 mit Stella Blómkvists "Das letzte Treffen" ...

Krimilady:
Henny Hidden hat "Nachtkrater" gelesen: Es ist schon für weniger gemordet worden, wird man sich denken, und mit Christine Lehmann begegnen wir einer Autorin, die es versteht, ein äußerst komplexes Motivbundle zu entwickeln, das persönliche Abneigungen ebenso wie national geleitete Interessen gleichwertig einschließt. ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Edgar Awards 2009 und das Erbe Bushs: Am 30. April werden die diesjährigen Gewinner der Edgar Awards, des wichtigsten US-amerikanischen Krimipreises, bekannt gegeben. Da wird es langsam Zeit sich mit den Kandidaten auseinander zusetzen ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und einer Menge Kleinkram: The Wire, Drehbücher von Pilotfolgen, B-Movies bei AMC, Kurzgeschichte von Steven Gould, Interviews mit George Pelecanos und Charles Ardai ..

NuT:
Joachim Linder mit einem Bild aus der Ausstellung Spurensuche - Polizeifotografie Mannheim 1946 – 1971" ...

Spannungsromane:
amer mit Chris Ryan: GEGENSCHLAG ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph stellt vor: Fünf aufmerksame Leserinnen und Leser haben am Krimistammtisch Platz genommen: Henny Hidden, Thomas Elfers, Kirsten Reimers, Joachim Feldmann und dpr. Sie erzählen von ihrer Lektüre des Kriminalromans "Die Zelle" des Holländers Charles den Tex ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella (aber sie mag Faye Kellerman) und Giorgione (der es kaum glauben kann: Fünf Stunden Spanne zum Todeszeitpunkt und basta!) ...



kulturzeitkulturzeit:bottini-jaeger-in-der-nacht.jpg »Krimitipps«:

In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt. Und zwar unter dem Motto "Alle Trümpfe in einer Hand":
Oliver Bottini: "Jäger in der Nacht" (Scherz Verlag). Hier entwickelt Oliver Bottini leise und kraftvoll einen Sog und zeigt die erschreckende Banalität des Bösen ...
Richard Stark: "Keiner rennt für immer " (Zsolnay Verlag). Plan, Waffen, Überfall, Flucht - alles scheint perfekt zu laufen. Doch der menschliche Faktor ist unberechenbar. Schmal ist der Grat zwischen Coup und Knast ...
mehr



ballard-jgDer Standard: »J. G: Ballard †«

Im Alter von 78 Jahren ist der britische Schriftsteller James Graham Ballard am 19. April 2009 gestorben.
Ballard war einer der maßgeblichen Gegenwartsautoren Großbritanniens. Seit den sechziger Jahren ist er mit seinen kontrovers diskutierten, nicht selten avantgardistischen und provokanten Werken immer wieder als Neuerer der Science Fiction aufgetreten. Sein autobiographischer Roman "Das Reich der Sonne" wurde von Steven Spielberg, der Abgesang auf das Automobil, "Crash", von David Cronenberg verfilmt.
"Kristallwelt", 1966 erstmals veröffentlicht, ist mit seinen halluzinatorischen Drogenbildern und seiner surrealistischen Atmosphäre ein bedeutender moderner Klassiker der Science Fiction und ein Schlüsseltext der New Wave, als deren maßgebliche Stimme Ballard galt und gilt.
Info: Der Standard, wikipedia, edition-phantasia.de, phantastik-couch.de



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
Argentinien ist nicht nur fußballerisch gesehen ein interessantes Land. Doris Wieser stellt uns einen alten und einen neuen argentinischen Kriminalschriftsteller vor. Betrübt müssen wir das Ende von MURDER ONE, dem Kult-Shop in London, anzeigen. Bei Dr. Lehmann lernen wir harte Fakten über Todeszeitpunkte; Sven Jachmann meditiert über ein Bilderbuch, Sabina Schutter freut sich über eine Mogelpackung, Nadja Israel hätte sich beinahe überfressen, Beate Mainka schwärmt und Dieter Paul Rudolph gibt zu bedenken. Es dichtet Gewaltfantastisches: Alfred Jarry! ...

Die Themen vom 18. April im Detail:


chandler-raymond.gif Der Kampf des Zufalls gegen die Kausalität
Gerade ist Guillermo Martínez Roman "Roderers Eröffnung" erschienen, über den wir in Kürze berichten werden. Als Einstimmung darauf hat sich Doris Wieser "Der langsame Tod der Luciana B." (2008) vorgenommen, und wie immer bei argentinischen Autoren lohnt sich ein Blick zu der Nationalinstitution Jorge Luis Borges und überhaupt nach Lateinamerika ... mehr

murder-one
Aus für Murder One

Mit großem Bedauern müssen wir das Ende von "Murder One", dem großartigen und wegen seines Netzwerkcharakters unendlich wichtigen Buchladens für Crime Fiction in London bekannt geben. Wann immer man in Maxim (benannt nach dem berühmten Maschinengewehr) Jakubowskis Laden kam, es war immer jemand da, den man kannte oder mit dem man ins Gespräch kam. Die KollegInnen der Partner-Page Europolar haben eine kurze Notiz von Claire Gorrara veröffentlicht ... mehr

lehmann_sac.jpg Dr. Lehmanns Sach- und Warenkunde, 7. Lieferung
Kleine Kriminalistik für Krimis – Wie lange ist er denn nun schon tot?
Im Krimi lautet Kommissar Krautkopfs erste Frage an den Leichenbeschauer immer: „Wann trat der Tod ein?“ Gerichtsmedizinerin Mimi Metzger hockt bei der Leiche, schaut aufs Thermometer und verkündet zuversichtlich: "Der Tot ist gestern Abend zwischen 21.30 und 23 Uhr eingetreten. Morgen nach der Autopsie kann ich es genauer sagen ..." mehr

miller_hard-boiled.jpgPulp Fiction
Weniger Satire, eher Groteske: "Hard Boiled" beschreibt die zukünftige Welt als technoide Apokalypse, die vor entfremdender Dekadenz ihren eigenen Ausnahmezustand verschlafen hat.
Sven Jachmann hat sich den Comic von Frank Miller und Geof Darrow angeschaut ...mehr

kiesbye-nebenan-ein-maedchen.jpgPatriarchatskritik im Krimipelz
Die deutsche Nachkriegszeit bildet eine gern verwendete Kulisse für kleinbürgerliche Normalitätswünsche und verdrängte Traumata – und daher das ideale Setting für psychologische Kriminalromane. Dies gelingt mal besser und mal schlechter, "Nebenan ein Mädchen" von Stefan Kiesbye, sogleich auf der KrimiWelt-Bestenliste gelandet, gehört in die erste Kategorie.
Sabina Schutter kommt dem Buch auf die Schliche ...mehr

calder_ich-toete-was-du-liebst.jpgWird gerettet, was wir lieben?
Hinter dem Pseudonym J.M. Calder verbergen sich die beiden australischen Autoren John Clanchy und Mark Henshaw, die nach ihrem gemeinsamen Erstling "If God Sleeps", nun mit "Ich töte was du liebst" einen "Bestseller" geschrieben haben. Ob das gut geht?
Nadja Israel ist sich da nicht so sicher ...mehr

constant_das-brautkleid.jpgVerlorene Unschuld
Denjenigen, die nach den guten Kriminalschriftstellerinnen rufen, kann an dieser Stelle wieder einmal geholfen werden. Voilá, Paule Constant aus Frankreich legt mit "Das Brautkleid", ihrem dritten in Deutschland erschienenen Roman ein kleines Meisterwerk vor, das einmal mehr ihre perfekte Beobachtungsgabe für menschliche Schwächen und den daraus resultierenden Verletzungen unter Beweis stellt.
Beate Mainka schwärmt ...mehr

ross_tod-des-kandiaten.jpgWillkommene Gelegenheiten
Wozu sind "wahre Verbrechen" gut? Vielleicht dazu, als fiktive Verbrechen in intelligenten Kriminalromanen aufzutauchen. Manchmal braucht es diesen Umweg, um das, was sich da in Wirklichkeit zugetragen hat, besser zu verstehen. Tomas Ross’ Buch "Der Tod des Kandidaten" ist ein durchaus gelungenes Beispiel für diese These.
Daran versucht sich Dieter Paul Rudolph ...mehr

Krimi-Gedicht der Woche:
Wiegenlied
des Todes zum Entschlummern
von Alfred Jarry ... mehr


Kalender
Hans Werner Kettenbach Am 20. April 1928 wird Hans Werner Kettenbach in Bendorf/Rhein geboren.
Mit irritierender Regelmäßigkeit brauchte er länger als andere, um zu verwirklichen, was er wollte: Erst mit 28 fand er einen Beruf; er war 30, als er heiratete, schloß sein Studium mit 36 ab, veröffentlichte seinen ersten Roman, als er fast 50 zählte. Hans Werner Kettenbach war Bauhilfsarbeiter, Stenograph, Hilfsredakteur beim "Kicker", Lektor für Hör- und Fernsehspiele, schließlich Redakteur beim "Kölner Stadt-Anzeiger".
Für einen Wettbewerb, in dem der beste Kriminalroman in deutscher Sprache gesucht wurde, nahm er drei Wochen Urlaub und gewann mit dem ersten Roman, den er zu Ende brachte, den Wettbewerb (»Grand mit Vieren « Jerry-Cotton-Preis 1977) und die Erkenntnis, er könne Journalist und Schriftsteller zugleich sein. Seit seiner Pensionierung 1993 schrieb er acht weitere Romane und einige Drehbücher.(Text: Diogenes Verlag)
Eines seiner kettenbach-blackiceMarkenzeichen ist zweifellos, dass er den Leser, die Leser in in zum Bersten spannende Geschichten lockt, die immer wieder in verweigerten Auflösungen münden. Ein Meister des Dialogs, einer, der die deutsche Sprache in all ihren Schattierungen beherrscht. (Text: Int. Lit.-Festvial Leukerbad).
Kettenbachs Roman "Glatteis" ist im Februar 2005 als "Black Ice" im internationalen Krimiprogramm des Verlages "Bitter Lemon Press" in englischer Sprache erschienen.
Die Autorenvereinigung "Das Syndikat" verleiht ihm für seine Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur im Mai 2009 während der Criminale den Ehrenglauser.
Info bei Das Syndikat, Diogenes Verlag, Lexikon der deutschen Krimi-Autoren. Internet-Edition , Die Befragung , Wikipedia, literaturkritik.de, krimi-couch.de, Bitter Lemon Press

Freitag, 17. April 2009

Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 23


Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.


Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) reading-Die-52.jpgBoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 23 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Februar 2009 erreichten.
Ein Provinzdetektiv trinkt Brunello,Menschenjäger sind unterwegs, die Zukunft der Menschheit wird bedroht und ein rekordverdächtiger Serienkiller ist unterwegs...
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden über die Grande Dame des österreichischen Krimis, Edith Kneifl, im Interview und Eva Rossmanns Krimi "Russen kommen" als Lieblingsbuch der Österreicher ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Splittern aus der internationalen Krimiszene ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit Jack Ketchum's "The Lost – Teenage Serial Killer": Es dauerte 25 Jahre, bis der Knoten platze und Hollywood begann, die Romane von Jack Ketchum zu verfilmen ...

NuT:
Joachim Linder mit Ticker: GiwK: "Cultural Criminology". Berlin, 24./25.4.2009. (Programm-PDF) ...

Spannungsromane:
amer mit Tom Cain: SURVIVOR: Der zweite Roman um den Auftragskiller Samuel Carver ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph schickt Anna Veronica, die Fachreferentin für pakistanische Kriminalliteratur ins Rennen, um Eine Kiste explodierender Mangos von Mohammed Hanif zu retten ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (hat heute aber Nacktlesung Kunst gegen Kohle!) ...



kulturzeitkulturzeit: »Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen ...
mehr



Gaertner-ich-bin-voller-hass.jpgARTE:
»Gerechtigkeit und Moral«

Der Amoklauf in einer Schule ist kein amerikanisches Phänomen. In Deutschland haben wir die Fälle von Erfurt und jetzt Winnenden erlebt. Gibt es so etwas wie eine Psychologie des Täters, die sich ergründen lässt? Könnte man diese Fälle im Vorfeld verhindern? Joachim Gaertners Buch "Ich bin voller Hass – und das liebe ich" (Eichborn Verlag) ist ein dokumentarischer Roman. Der Autor hat aus Tausenden von Seiten, aus den Tagebüchern der Attentäter, ihren Internetblogs, den Polizeiakten, Aussagen von Mitschülern ein Protokoll des Schulmassakers an der Columbine Highschool im amerikanischen Bundesstaat Colorado destilliert. Er lässt nur die Fakten sprechen – und vermittelt ein Bild in die gestörten Seelen der Täter, die schließlich in einem Gewaltakt kumulierte. Ein komplexeres Bild entsteht. Scheinbar normale Teenager überschreiten irgendwann eine Grenze. Doch wo verläuft diese Grenze zwischen Normalität und Wahn?
"Metropolis" trifft den Autor Joachim Gaertner und stellt das Buch vor. (Samstag, 18. April 2009, um 22.50 Uhr und Samstag, 25. April 2009, um 12.45 Uhr (WH))
Von Joachim Haupt ... mehr

Andreas Ammers Krimi-Kolumne


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Deutschlandfunk: Heute mit mit dem perfekten Krimi!

Ein Tusch! Ein Schrei! Ein Rezensent! Die Krimikolumne! Heute schwergewichtiger denn je, nämlich ...als Gesamtausgabe der Gesamtausgaben... mit dem perfekten Krimi ... mit einem gigantisch unlesbaren Roman und als Höhepunkt ...einem grandiosen Schwergewichts-Boxkampf ... und einem alten Kiffer an Spaniens Strand.
Mehr dazu und zu den Autoren in der legendären Krimikolumne von Andreas Ammer im "Deutschlandfunk": immer schön zu lesen, aber noch besser mit der Möglichkeit, sie zu hören, was der Deutschlandfunk jetzt auch ermöglicht! Jetzt kein Protest mehr! Jetzt hören! und zwar ... hier!


carofiglio-Die-Vergangenheit-ist-ein-gefaehrliches-Land.jpgNDR:
»Gerechtigkeit und Moral«

Staatsanwalt, Mafia-Jäger, Senator und Schriftsteller - Gianrico Carofiglio, Jahrgang 1961, ist in Italien eine berühmte Persönlichkeit. In Deutschland wurde er vor allem durch seine drei Romane rund um den Anwalt Guido Guerrieri bekannt. Schauplatz ist Carofiglios Heimatstadt Bari - also eine weitere Krimiserie mit starkem Lokalkolorit. Und weil diese Krimis über eine Million mal verkauft wurden, hat der deutsche Verlag nun noch ein anderes Buch von Carofiglio nachgeliefert. In Italien erschien "Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land" (Goldmann Verlag) bereits vor fünf Jahren, ist mit mehreren Preisen ausgezeichnet und verfilmt worden. Auch diese Geschichte spielt wieder in Bari, diesmal allerdings mit anderen Hauptpersonen. Gianrico Carofiglio zeigt in diesem spannenden Thriller, wie leicht es ist, auf die schiefe Bahn zu geraten und wie schwer es ist, tatsächlich einen Schlussstrich zu ziehen
Von Christiane Irrgang ... mehr


vargas_intro.jpg
Phonostar:

»Die Krimiwelt der Fred Vargas«

10 Folgen. 10 Wochen. 10 Mal jeweils donnerstags.
Der Podcast bietet akustische Einblicke in die Krimiwelt der Fred Vargas. Neben einer ausführlichen und exklusiven Leseprobe zum neuen Roman "Die dritte Jungfrau", gelesen von Gerd Andresen, werden die unterschiedlichsten Facetten der Autorin und ihres Werkes beleuchtet. Was ist die "Magie Vargas"?
So gibt es verschiedene redaktionelle Beiträge u. a.: über den Zusammenhang ihres wissenschaftlichen Berufs und ihrem kriminalistischen Schreiben, über das spannungsreiche Verhältnis der Autorin zu ihren Romanfiguren sowie Kurzporträts zu ihrer Zwillingsschwester und ihrer Verlegerin. Ergänzt wird das ausführliche Porträt durch Ausschnitte aus früheren Hörbüchern. -
Die Bücher von Fred Vargas haben alles, was einen guten Kriminalroman auszeichnet: einen hochspannenden Plot, die angemessene Zahl von Toten, einen schwer zu findenden Mörder. Aber darüber hinaus haben sie etwas für das Genre Einzigartiges: unerschöpfliche literarische Phantasie, reine Poesie
Die Podcasts können mit dem kostenlosen Phonostar-Player angehört werden ... mehr

Vermischtes


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»Irene Huss im Ersten«

Lange wartet die treue Helene Tursten-Fan-Gemeinde nun schon auf die Ausstrahlung der Verfilmungen der bei "btb" tursten-in-der-ard erschienenen Romane. Werner Kögler hat bei der ARD nachgefragt und hat Antwort bekommen: Kriminalinspektorin Irene Huss ermittelt ihre Fälle zur besten Sendezeit in der ARD: jeweils Sonntags um 21.45 Uhr im Ersten: am 12.07.2009, 19.07., 26.07., 02.08. und 09.08. 2009 ... mehr (rtf-Datei)


Donnerstag, 16. April 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden über eine Premierenlesung: Susanne Kliem stellt ihren Düsseldorfkrimi vor ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl über "Die Tote im Fluss" (Residenz Verlag), das bewegende Dokument des Versuchs, einer Toten die Würde zurückzugeben ...

krimileser:
Bernd Kochanowski findet, dass man mehr als bei anderen Krimipreisen beim Edgar neue hervorragende Bücher entdecken könnte. "Calumet City" von Charlie Newton ist ein aktuelles Beispiel, "The Kind One"von Tom Epperson ist ein anderes ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit Brian Azzarello, de die grandiosen Noir-Comics "Jonny Double" und "100 Bullets" geschrieben hat. Mit "Loveless" versuchte er eine Erneuerung des Western aus dem Geist des Italo-Westerns ...

NuT:
Joachim Linder über Literatur und Justiz in der Weimarer Republik ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph meldet noch einen guten Finnen: Markku Ropponen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (aber sie liest "Der Fengshui-Detektiv in Sydney" von Nury Vittachi) ...



chandra-der-pate-von-bombay.jpgDie Welt:
»Inspektor Sartaj Singh jagt in Bombay«

Marcel Reich-Ranicki hat einst die steile These aufgestellt, der Umfang eines Romans bemesse sich an der Größe des Landes, dem der Autor des Buches entstamme. Im Sinn hatte MRR die USA. Er hätte auch von Indien sprechen können. Das legt die Länge der Krimis Vikram Chandra nahe. Denn der 47-Jährige, geboren in Neu-Delhi, veröffentlicht in jeder Hinsicht gewichtige Bücher. Sein jüngstes, "Der Pate von Bombay" (Aufbau Verlag), zählt sage und schreibe 1360 Seiten. Jede lohnt die Lektüre. Tatsächlich setzt sich der von Barbara Heller und Kathrin Razum in solides Krimi-Deutsch übertragene Ziegelstein aus zwei Büchern zusammen.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission collins-Nicht-totzukriegen.jpgermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Reise ohne Wiederkehr:
Frank Cassidy sucht den Mörder seines Onkels und ahnt nicht, was er finden wird. Die Reise zum Ort seiner Kindheit wird zum alptraumhaften Trip in die eigene Vergangenheit. Etwas Beunruhigendes, Irritierendes schwingt in "Nicht totzukriegen" (btb Verlag) mit. Michael Collins' präzise, unaufgeregte Sprache, die intensive Schilderung der Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten sowie die plastische Beschreibung der Orte und Figuren machen das Buch zu einem Erlebnis.
Von Manuela Martini ... mehr


larsson-Bis-dein-Zorn-sich-legt.jpgBrigitte: »Ermittlungen im Eis«

Minus 30 Grad, wochenlang kaum Sonne - Nordschweden im Winter ist magisch und mörderisch. Warum auch ihr neuester Krimi "Bis dein Zorn sich legt" (C. Bertelsmann) unbedingt in Lappland spielen muss, erzählte Schriftstellerin Åsa Larsson BRIGITTE WOMAN-Mitarbeiter Stephan Bartels direkt am Tatort.
Im Anhang des Artikels: Mörderisches Schweden - noch mehr neue Krimis aus dem Norden ... mehr



cleeves-im-kalten-licht-des-fruehlings.jpgDer Spiegel: »Die Küste des Horrors«

In der Rubrik "Vorgelesen": Mit "Tod einer Untröstlichen" hat David Rieff seiner Mutter Susan Sontag ein sensibles Denkmal gesetzt. Und ein Krimi von den Shetland-Inseln:
"Im kalten Licht des Frühlings" (Wunderlich Verlag) gehört zu jenen Krimis, die man nicht nur wegen spannender Fälle, sondern auch wegen ihrer Atmosphäre und ihres Lokalkolorits gern liest. Es ist schon der dritte Band einer vierbändigen Krimi-Reihe, die die britische Schriftstellerin Ann Cleeves auf der zu Schottland gehörenden Inselgruppe angesiedelt hat.
Von Ulrich Baron ... mehr



maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-amuesiert-sich.jpg »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Fünfzigste Folge: Maigret amüsiert sich.
Diesmal ermittelt Maigret praktisch nicht, er beschränkt sich aufs Zeitungslesen, schickt anonyme Briefe und erlaubt sich nur ein einziges Mal, eine Zeugin aufs Glatteis zu führen, indem er mit verstellter Stimme bei ihr anruft.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


Kalender
Kingsley Amis
amis-kingsley.jpg Am 16. April 1922 wird Kingsley Amis in London geboren ( † 22. Oktober 1995 in London)
Kingsley Amis studierte Anglistik in Oxford und war nach seiner Militärzeit (1948 bis 1961) Englisch-Dozent an den Universitäten in Swansea und Cambridge.
Amis war in seiner Jugend Mitglied der kommunistischen Partei und wurde zu den heimatkritischen Angry Young Men gezählt. Sein erster Roman Glück für Jim (Lucky Jim) gilt als typisches Werk dieser Zeit und wurde mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet. Nach und nach folgte aber die Desillusionierung über den Stalinismus und nach dem Ungarn-Aufstand 1956 entwickelte er sogar in eine anti-kommunistische Haltung. Als konservativer Tory stand Amis schließlich in Opposition zur intellektuellen Linken.
Kingsley Amis war ein recht vielseitiger Schriftsteller, der in verschiedenen und über verschiedene Genres schrieb, zum Beispiel Science Fiction und phantastische Literatur. Eine besondere Vorliebe hatte er für die Spionageromane von Ian Fleming. Mit Geheimakte 007 schrieb er eine umfangreiche Analyse des berühmtesten Geheimagenten der Welt, James Bond, und nach dem Tod Flemings wurde ihm als Erstem die Ehre zuteil, die Serie fortsetzen zu dürfen (James Bond auf der griechischen Spur, 1968).
Info:
Wikipdia, Die Zeit 1, bond007, Die Zeit 2

Mittwoch, 15. April 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden über das KRIMIFESTIVAL TATORT AMMERSEE ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 174 mit Stefan Slupetzky "Lemmings Zorn" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über John Connolly und den amerikanischen Shamus Award. Und, wie Ludger, über die seltsamen Methoden des Internethändlers Amazon im Umgang mit Büchern "sexuellen Inhalts" ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und der Feststellung: "Will Eisner's The Spirit" ermittelt weiter ...

Mord und Buch:
Kirsten Reimers über Zoran Drvenkars "Sorry" und den Umgang mit Schuldgefühlen, andere um Verzeihung bitten müssen ...

NuT:
Joachim Linder fragt: Wie lange treiben die das eigentlich schon so mit ihrer Authentizitätsästhetik: Wackelbilder, Interviewer ohne Körper und Gesicht, Off-Kommentare, die dem chaotischen Bildschnitt folgen und auf jede Stringenz verzichten? ("Generation Porno") ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Ralf Strackbeins Krimi "Der Billy-Code" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



dahl-totenmesse.jpgARTE: »Nicht an der Struktur rütteln, aber an allem anderen«

Bei Spionageromanen geht es oft um die Rettung der Welt. Im siebten Roman seiner zehnteiligen Serie über Schweden an der Jahrtausendschwelle wird Arne Dahl beinahe klassisch und grundsätzlich: "Totenmesse" (Piper Verlag) ist ein Spionageroman. Und es geht um das Ganze: die fossile Zivilisation, in der wir leben. Literarisch amüsant ist Dahls Spiel mit der Weltformel, die alle sozialen und wirtschaftlichen Probleme lösen könnte: utopische Science Fiction, Spy novel. Traurig ist die Wirklichkeit, die wir aber schon kennen: wir wüssten es, wäre die Formel, um die es geht, je real angewendet worden.
Tobias Gohlis hat Arne Dahl zum Krimiautor des Monats gewählt ... mehr

Ulrich Nollers Krimitipps April 2009

viel-Das-absolut-perfekte-Verbrechen.jpgZwei ganz verschiedene Krimikomödien. Aus Frankreich und aus der Türke, Somer-die-Propheten-morde präsentiert Ulrich Noller bei FH Europa:
Drei Männer und eine Frau rauben ein Casino aus. Der Franzose Tanguy Viel fügt der einschlägigen Casinobeute-Kriminalliteratur in "Das absolut perfekte Verbrechen" (Wagenbach Verlag) tatsächlich eine neue Variante hinzu. Aber das ist eigentlich nur ein Nebeneffekt dieser Geschichte. Tatsächlich geht es Viel in seiner Parodie auf den klassischen Gaunerroman um eine Hommage an denselben, um den Ton, die Atmosphäre, die Bilder, die (fehlende) Moral des Noir.
Wen interessiert es, wenn in Istanbul ein Transvestit ermordet wird? Natürlich niemanden. Das ist der (zum Teil erschütternde) gesellschaftliche Hintergrund, vor dem die Transenkrimis von Mehmet Murat Somer angesiedelt sind. Erst einer, dann zwei, dann drei, schließlich vier Transvestiten werden in Teil 1 namens "Die Prophetenmorde" (Tropen Verlag) ins Jenseits geschickt. Die Krimihandlung, die Mehmet Murat Somer auf diese Weise vorantreibt, ist alles in allem, ehrlich gesagt, eher dürftig. Das Buch lebt dagegen von dem Milieu, das es beschreibt. Da ist der Autor sehr direkt und sehr deutlich, auch was die Darstellung erotischer Szenen angeht. Und DAS ist wirklich große Klasse ... mehr


Kalender
Jacques Futrelle In der Nacht vom 14. zum 15. April 1912 stirbt Jacques Futrelle an Bord der untergegangenen "Titanic". Nach Zeugenaussagen gelingt ihm noch, seine Frau in ein Rettungsboot zu schieben, er selbst bleibt zurück und geht mit dem "unsinkbaren" Titanen der Seeschifffahrt unter. Seine gerettete Frau May Peel Futrelle starb erst im Alter von 91 Jahren.
Jacques Futrelle (* 15 April 1912 Pike, County, Georgia) arbeitete für Zeitungen und kurze Zeit als Theatermanager. Er schrieb Romane, Krimis und Erzählungen. Überlebt und bekannt gemacht haben ihn aber die Kurzgeschichten um Professor August S.F. X. Van Dusen, genannt "The Thinking Machine".

Info:
Wikipdia, Krimi-Couch, Encyclopedia Titanica, Das van Dusen Handbuch, auserdem bei futrelle.com (engl.), vandusen.de, Professor van Dusen, rgoetz.de.

Am 15. April 1993 Leslie Charteris stirbt der britische Krimiautor Leslie Charteris. Bekannt wurde Leslie Charteris durch seine Serie von über 40 Romanen über "The Saint", den dandyhaften Detektiven Simon Templar, im Fernsehen verkörpert durch Roger Moore.
Charteris wurde am 12. Mai 1907 als Leslie Charles Bowyer Yin in Singapur geboren. Seine Mutter war Enländerin, sein Vater ein chinesischer Arzt. Er lernte chinesisch und malaiisch vor der englischen Sprache. Im Alter von 17 Jahren verkaufte Charteris seine erste Geschichte und im Alter von 26 Jahren änderte er seinen Namen. Er studierte Jura in Cambridge, doch nach dem Erfolg der ersten Bücher "X Esquire" und der ersten Simon Templar-Geschichte "Meet the Tiger" (1927) brach er das Studium ab. Er versuchte sich noch in anderen Detektivstories, kehrte mit dem sechsten Buch aber wieder zu Simon Templar zurück. Trotz der Erfolge blieb sein Einkommen vorerst spärlich und er arbeitete in den 30ern in Hollywood als Drehbuchschreiber. The Saint wurde 1935 das erste Mal verfilmt und erlebte seitdem unzählige Adaptionen.
Im Jahre 1991 erhielt Charteris den "Diamond Dagger" der britischen "Crime Writers Association" (CWA) für sein Gesamtwerk.
Info:
Wikipedia, saint.org (engl.), kirjasto.sci.fi. (engl.),
xzine.de,

Dienstag, 14. April 2009

Axel Bußmers TV & Buchtipps 11. – 24. April 2009

Hitchcock-dial-m-for-murder-belgique.jpgNach dem Ostereiersuchen kann der Wolf in drei TV-Premieren Collinson-And-then-there-were-none.jpg bei der Suche nach der Wahrheit beobachtet werden. Und Wilsberg muss mal wieder in quasi eigener Sache ermitteln. Persönlich geht's weiter in Alfred Hitchcocks Frederick-Knott-Verfilmung "Bei Anruf Mord" und Bruce Willis rundet mit den ersten drei "Stirb langsam"-Filmen das Osterprogramm ab.
Außerdem sehenswert sind noch einige Filme und und der zweite Süden-Film "Kommissar Süden und der Luftgitarrist" dürfte auch okay sein.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer ... hier


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Barbara Keller hat Birgit Müller-Wielands "Das neapolitanische Bett" und Tanguy Viels "Das absolut perfekte Verbrechen"gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden über das zweite Leben der Krimiautorin Ingrid Schmitz im Second Life ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 173 mit Ralf Strackbein "Der Billy-Code" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski empfiehlt ein Buch für mündige Leser: "The Prince of Bagram Prison" von Alex Carr ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und den Nominierungen für den Last Laugh Award 2009. Außerdem das Cover der Woche (Michael Collins) ..

NuT:
Joachim Linder mit Justizroman 1965/79: Hans Fricks "Breinitzer" ...

Spannungsromane:
koldir mit James Conan DIE STADT DER DUNKLEN HERZEN und amer mit Matthew Reilly: HELL ISLAND, Jason Pinter: V.I.P. und Jack Bailey: COPKILLER ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Andrea Maria Schenkel: Bunker ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



krimi-couch-podcast.jpgKrimi-Couch: »Interview mit Robert Wilson«

No pain, no gain -so fasst der britische Autor Robert Wilson zusammen, was seine Figuren aus seiner Javier-Falcón-Reihe durchmachen müssen. Was das mit Fröschen, Skorpionen und der russischen Mafia zu tun hat, verriet er im Interview
Ein Gespräch mit Lars Schafft ...mehr


April-Ausgabe des Podcasts des Portals "krimi-Couch":
Ein Interview hat die Krimi-Couch mit dem amerikanischen Bestseller-Autor Jeffery Deaver geführt, mit dem sie über seinen neuen Thriller "Der Täuscher" sprachen. Außerdem warnt er vor Glühbirnen. Dazu gibt es wieder eine spannende Hörprobe und ein Gewinnspiel.
Die Tipps führen Sie von Andalusien über Kalifornien, Stockholm, Berlin, Schottland und die Toskana bis nach Wolgograd.
Der Podcast (24:53 min) von "Krimi-Couch.de" – gesprochen von der charismatischen Pierce - Brosnan - Synchronstimme und dazu eine Gewinnspielfrage ... mehr

Und natürlich finden Sie dort auch aktuelle Besprechungen zu Büchern aus Deutschland und dem Rest der Welt!


Kalender

Horace McCoy
Horace McCoy Am 14.April 1897 wird Horace McCoy in Pegram, Tennessee geboren († 15.Dezember 1955).
McCoy arbeitete als Sportjournalist, war Gründer einer Theatergruppe und Drehbuchautor. Er ging Anfang der 30er Jahre nach Hollywood und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der "hard-boiled"-Schule, die schonungslos amerikanische Verhältnisse spiegelte. Sein Roman "They shoot Horses, don't they?" (Ums nackte Leben), die bittere Geschichte eines Tanzmarathons wurde ein Klassiker der modernen Literatur und 1969 von Sydney Pollack verfilmt.
Info:
mordlust.de , Die Welt , kirjasto.sci.fi (engl.), Literary Encyclopedia (engl.), William Marling (engl.),

Donnerstag, 9. April 2009

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke meldet, dass der "Stern" diese Woche ein Krimi-Special auflegt ...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl findet, dass William Gays Roman "Nächtliche Vorkommnisse" (Arche) ein phantastisch düsterer Text sei ...

krimileser:
Bernd Kochanowski findet es spannend, komplex und mit gelungenen Charakteren: "The Accidental American" von Alex Carr/Jenny Siler ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit 64 Seiten mit Christine Grän: "Jedermanns Gier" ...

NuT:
Joachim Linder mit Dr. Alfred Döblins Kopfschütteln und mit The Face of Evil von David Tosco, 2007, Ikarus Film ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph empfiehlt, mehr Klassiker zu lesen. Und bespricht Ernst Solèrs "Staub im Paradies" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



juretzka-alles-total-groovy-hier.jpgDer Standard: »Die Küste des Horrors«

Boshaft, witzig und voller surrealer Albtraumbilder kommt "Alles total groovy hier" (Rotbuch Verlag) der neue Krimi von Jörg Juretzka daher. Es beginnt als Road-Movie mit Endstation Spanien. Juretzka beweist Talent für Satire und Tempo. Seine Schilderung der Aussteiger reizt die Lachmuskeln; als die wahren Machenschaften der Erleuchteten ans Tageslicht kommen, kippt die Szenerie in einen Horrorfilm. Da wird dann die Wahrscheinlichkeit des Plots zur Nebensache, wiewohl, was weiß man schon, was sich an einsamen Küsten abspielt.
Von Ingeborg Sperl ... mehr



hueltner-inspector-kajetan-kehrt-zurueckBF: »Inspektor Kajetan kehrt zurück «

lesezeichen-hueltner-robert-im-gespraech-mit-armin-kratzertWer weiß schon so genau, wie es im August 1928 hier in Bayern zugegangen ist? Was los war, in München, oder irgendwo in den Bergen, an der österreichischen Grenze vielleicht, wo der eine oder andere sich herumtrieb, der gute Gründe hatte, das Land zu verlassen? Nun, Robert Hültner weiß es. Er weiß es sogar ganz genau. Und er beschreibt es uns, höchst anschaulich, in seinen Romanen um Paul Kajetan, dessen neuester Band, "Inspektor Kajetan kehrt zurück" (btb Verlag) , gerade erschienen ist.
Armin Kratzert im Gespräch mit Robert Hültner ist als Video der Sendung "Lesezeichen" vom 06.04.2009 zu sehen ... mehr


kiesbye-nebenan-ein-maedchen.jpgHR: »Kriminelle Dinge«

Montags gibt es im Hessischen Rundfunk die hr2-Krimibesprechungen.
Am 06.04.2009 mit folgenden Titeln:
Philip Kerr: Das letzte Experiment (Wunderlich Verlag)
Stefan Kiesbye: Nebenan ein Mädchen, (Jens Seeling Verlag)
Andrea Maria Schenkel: Bunker (Edition Nautilus)
Von Kathrin Fischer. Die Sendung kann als podcast gehört werden (Länge: 8:51 Min) ... mehr


Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der April-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
kirino-TeufelskindHurenkind
Bertolt Brecht würde sich über Natsuo Kirinos Roman "Teufelskind" freuen.
Von Walter Delabar

aykol-scheidung-auf-tuerkischSchreiben zwischen den Welten:
In Esmahan Aykols neuem Krimi "Scheidung auf Türkisch" setzt sich die sympathische Amateurdetektivin Kati Hirschel erneut über gesellschaftliche Konventionen und familiäre Zwänge hinweg ...
Von Luitgard Koch

lehmann-nachtkraterFrau im Mond:
Christine Lehmann lässt in ihrem Krimi "Nachtkrater" auf dem Mond ermitteln ...
Von Walter Delabar

eggers-paragraf-301Wachstumsschmerzen:
Wilfried Eggers schickt in seinem Roman "Paragraf 301" einen ruhebedürftigen Rechtsanwalt auf Abenteuerreise ...
Von Von Walter Delabar





schenkel-bunker.jpgSWR 2: »Kriminelle Dinge 2«

In der Sendung "Forum Buch" wurden am 05.04.2009 folgende Bücher besprochen:
Traum und Albtraum der Liebe
Natascha Wodin: Nachtgeschwister. Roman. Kunstmann Verlag. 18,90 Euro
(Ursula März; Gespräch)
Der Eingeweihte unter den Einheimischen
Georg Stefan Troller: Pariser Geschichten. Gelesen vom Autor.
Patmos Audio. 2 CDs. 19,95 Euro
Keiner weiß, was eigentlich gespielt wird.
Gilbert Adair: Und dann gabs keinen mehr. Übersetzt aus dem Englischen von Jochen Schimmang. Verlag C.H. Beck. 18,90 Euro
(Stefan Berkholz)

"Ich hätte das ganze besser planen sollen."
Andrea Maria Schenkel: Bunker. Roman. Edition Nautilus. 12,90 Euro
(Frank Rumpel)

Was geblieben ist.
Karl-Markus Gauß: Die fröhlichen Untergeher von Roana.
Unterwegs zu Assyrern, Zimbern und Karaimen.
Zsolnay Verlag. 16,90 Euro
(Martin Sander; Gespräch)
Die Sendung kann als podcast gehört werden (Länge: 40:20 Min) oder als Manuskript (pdf) gelesen werden ... mehr


Vermischtes


»Ausgezeichnet«
mankell-henning-foto-jost-hindersmann.jpg

Die Stadt Osnabrück verleiht seit 1991 alle zwei Jahre den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis. Die zum zehnten Mal verliehene Auszeichnung erhält in diesem Jahr Henning Mankell für seine Bücher über Afrika.
Ein Gespräch mit dem Preisträger Henning Mankell führte Claus Rollinger für Radio Bremen


Kalender
Jacques Futrelle Am 9. April 1875 wird Jacques Futrelle in Pike County, Georgia geboren († in der Nacht vom 14. zum 15. April 1912)
Die Familie stammte von eingewanderten französischen Hugenotten ab.
Futrelle arbeitete zunächst als Journalist für den Sportteil des "Atlanta Journal" und später für den "New York Herald", die "Boston Post" und den "Boston American". 1902 wurde er Manager eines kleinen Theaters in Richmond, Virginia, wo er Stücke zu schreiben begann und auch selbst in mehreren Aufführungen mitspielte. 1905 wurde im "Boston American" der erste Fall der Denkmaschine veröffentlicht, in Form der als Fortsetzungsgeschichte abgedruckten Erzählung "Das sicherste Gefängnis der Welt". Nachdem er bis 1906 beim Boston American beschäftigt war, verließ Futrelle den Journalismus, um sich auf seine Tätigkeit als Schriftsteller zu konzentrieren. In der Nacht vom 9. auf den 10. April 1912 feierte Futrelle mit Freunden seinen 37. Geburtstag, unausgeschlafen machte er sich mit seiner Frau am nächsten Morgen auf den Weg zur Anlegestelle der Titanic, mit der das Paar erster Klasse in die USA reisen wollte. Futrelle kam bei dem Untergang ums Leben
Er schrieb Romane, Krimis und Erzählungen. Überlebt und bekannt gemacht haben ihn aber die Kurzgeschichten um Professor August S.F. X. Van Dusen, genannt "The Thinking Machine". Futrelle erscheint als Protagonist in dem Roman "The Titanic Murders" von Max Allan Collins, der zwei Morde auf der Titanic zum Thema hat.

Info bei Wikipdia, Krimi-Couch, Encyclopedia Titanica, Das van Dusen Handbuch, auserdem bei futrelle.com (engl.), vandusen.de, Professor van Dusen, rgoetz.de.

Mittwoch, 8. April 2009

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht Video mit dem Krimikiste-Videocast 4 ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Jenny Siler, die zumindest in den USA ihren Namen wechselte und sich ein Pseudonym zulegte, welches keinen Rückschluss auf das Geschlecht des Autors erlaubt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit "Scenario 3" oder: Drehbuchautoren reden über ihre Arbeit ...

NuT:
Joachim Linder wollte eigentlich seine Notizen zu der sehr schönen Erzählung Running Wild (1988) von J. G. Ballard zwischenlagern, aber davor bewahrt ihn nun, daß er endlich den Aufsatz von Jeannette Baxter gelesen hat: The Surrealist Fait Divers: Uncovering Violent Histories in J. G. Ballard’s Running Wild ...

Spannungsromane:
koldir mit der MONATSVORSCHAU MAI 2009 für BASTEI LÜBBE, BLANVALET, GOLDMANN,HEYNE, LIMES, DROEMER KNAUR, ULLSTEIN, FISCHER und ROWOHLT ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



chaplet-schrei-nach-stilleDie Welt: »Gülle für die Hexe«

"Anne Chaplet" lautet das Pseudonym, unter dem die Publizistin Cora Stephan Krimis schreibt. Der jüngste trägt den Titel "Schrei nach Stille" (List Verlag)und entführt den Leser in die fremde Welt einer zutiefst xenophoben Dorfgemeinschaft. Doch stapelt die Genreangabe "Kriminalroman" auf dem Cover allzu tief. Denn nicht ein klassischer Krimiplot macht die Stärke dieses Buches aus, sondern die literarische Sprache, mit der etwa knarzende Häuser und eigenwillige Katzen beschrieben werden. Und natürlich das Geschick, mit dem die Autorin ihr Netz aus Andeutungen knüpft, in dem man lange nichts Festes zu fassen bekommt, bis sich wenigstens einige Wahrheiten herauszuschälen beginnen.
Von Sven Felix Kellerhoff ... mehr



maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-erlebt-eine-niederlage.jpg »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Neunundvierzigste Folge: Maigret erlebt eine Niederlage.
Wer je an einem Klassentreffen teilgenommen hat, der weiß, warum er die allermeisten der Anwesenden jahrzehntelang eben nicht getroffen hatte. Der Herr, der in diesem Roman plötzlich in Maigrets Büro aufkreuzt, gehört überdies zu den unangenehmsten Gestalten, die sein Heimatort Saint-Fiacre zu bieten hat.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission smith-kap-der-finsternisermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Schwarze Seelen voller Abgründe:
Rasant und voller Action beginnt Roger Smith seinen Erstlingsroman "Kap der Finsternis" (Tropen Verlag). Und etabliert sich auf Anhieb als zweite große Stimme der Kriminalliteratur Südafrikas neben Deon Meyer – noch härter und schonungsloser als dieser.
Von Horst Eckert ... mehr


tsokos-dem-tod-auf-der-spur.jpgDer Spiegel: »Aus dem Alltag eines Schädelzersägers«:

Suizid oder Mord? Michael Tsokos will's immer ganz genau wissen, denn der Arzt leitet Deutschlands größte Gerichtsmedizin. In "Dem Tod auf der Spur" (Ullstein Verlag) versammelt er seine spektakulärsten Fälle - und steigt damit auf Platz 14 in die Bestsellerliste ein.
Von Nicole Stöcker, Buchreport ... mehr


farrow-eishauch.jpgFrankfurter Rundschau:
»Die Vielfraße und der Pferdeliebhaber«

Dieser Krimi hält schon deshalb wach, weil nicht einfach zu verstehen ist, wer hier gegen wen intrigiert, geheimdienstlert, zum Äußersten greift. Den Detective mit der Adlernase und der unaufgeregten Ermittlungspenetranz in "Eishauch" (DromerKnaur Verlag) hat sich der kanadische Schriftsteller Trevor Ferguson ausgedacht, der als John Farrow ab und zu ins Krimifach wechseln zu mögen scheint. Doch ist Farrow/Ferguson ein wenig verschwatzt - sonst könnten seine Krimis großartig sein.
Von Sylvia Staude ... mehr


durbridge-strassenfeger.jpgtelepolis: »Die Straßenfeger, Francis Durbridge und der gläserne Mensch «

Früher einmal, da war die Welt noch in Ordnung. Es gab nur ein Fernsehprogramm. Weil die Ansagerinnen unermüdlich erzählten, was zuletzt passiert war oder gleich passieren würde, gab es noch eine klare Aufgabenverteilung, weshalb die Filmkritiker des Fernsehens nicht, wie heutzutage, das Vorstellen neuer Kinofilme mit der Inhaltsangabe verwechselten. Leider sind die Öffentlich-Rechtlichen, was den Inhalt ihrer Archive angeht, von einer schwer erklärlichen Amnesie befallen, oder möglicherweise haben sie nur viel weggeworfen, um Kosten zu sparen, denn das sachgerechte Aufbewahren ist teuer (die diesbezügliche Informationspolitik der gebührenfinanzierten Anstalten lässt sehr zu wünschen übrig). Gelegentlich gibt es aber auch Lichtblicke. Dann wird das alte Zeug nicht nur irgendwann in der Nacht lieblos versendet, sondern es wird sorgfältig ediert und allgemein zugänglich gemacht. Die legendären, nach Drehbüchern von Francis Durbridge entstandenen Krimi-Mehrteiler gibt es jetzt – digital überarbeitet – auf DVD. Ob man die Durbridge-Krimis mag oder nicht: sie sind ein Stück deutsche Fernsehgeschichte.
Von Hans Schmid ... mehr
Den zweiten Teil dieser langen Hommage gibt es hier


o-flynn-Was-mit-Kate-geschah.jpg Die Berliner Literaturkritik: »Was geschah mit Kate?«

Die kleine Kate gründet – unterstützt von Stoffaffe Mickey – ein Detektivbüro und observiert ein nahes Einkaufszentrum. Denn sie ist sich sicher, dass hier einmal ein schweres Verbrechen geschehen wird. Eines Tages verschwindet Kate und taucht erst nach zwanzig Jahren wieder auf – ohne gealtert zu sein. Catherine OFlynn schreibt mit einer unaufgeregten Intensität. "Was mit Kate geschah" (Atrium Verlag): der Wert dieser literarischen Perle offenbart sich nicht auf den ersten Blick, zumal die Geschichte recht wunderlich beginnt und eine Zeitlang nicht ersichtlich ist, wohin sie eigentlich strebt.
Von Isabelle Pfleiderer ... mehr


Vermischtes


»Posthume Roman-Veröffentlichungen«

Bei seinem Krebstod im vergangenen Jahr hat der US-Bestsellerautor Michael Crichton mindestens einen fertigen Roman und ein Romanfragment hinterlassen. Das bereits abgeschlossene Piratenabenteuer "Pirate Latitudes" soll in den USA in November erscheinen. Ein etwa zu einem Drittel fertiger Wissenschaftsthriller soll - von einem Fremdautor zu Ende geschrieben - im Herbst 2010 auf den Markt kommen.
Ein Meldung in ... Der Standard


»Verwüstete Seelen«

Der Kriminalschriftsteller Friedrich Ani ist auf Charaktere abonniert, die, gelinde gesagt, etwas verschroben und unzeitgemäß anmuten. Diese Neigung ist nicht nur in seinen gut zwei Dutzend Romanen zu beobachten, sondern auch in einigen Folgen des Münchner "Tatort", zu denen er das Drehbuch beisteuerte. Dabei spielt die Handlung oftmals nur eine untergeordnete Rolle. Und wer als Leser oder Zuschauer auf Action spekuliert, ist ohnedies grundverkehrt in den Werken des 50-Jährigen, Sohn eines Syrers und einer Schlesierin. Vielmehr erklären sich Sog- und Suggestivkraft seiner Fabeln aus detailgenauen, nachgerade neorealistischen Milieuschilderungen - und aus der akribischen Ausleuchtung verwüsteter Seelen auf Seiten von Tätern, Opfern und Ermittlern.
Ein spät nachgereichter Vorbericht zum Tabor Süden-Film. Ein Beitrag von Hendrik Werner in ... Die Welt


Dienstag, 7. April 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit den Krimilesungen am 4. April 2009 ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 172 mit Karen Rose "Todesbräute". Außerdem ein Video zur 2. Pecha-Kucha-Night ...

krimileser:
Bernd Kochanowski liest das dritte Buch von Declan Hughes, und so langsam meint er, ein Muster bei ihm zu entdecken. "The Price of Blood" (The Dying Breed) von Declan Hughes ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit der dritten Auflage des von der Soko Criminale Singen herausgegebenen Kurzkrimbandes "Grenzfälle". Außerdem das Cover der Woche (Jerry Oster) ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis stellt mit Freude fest, dass doch einige richtig hingeguckt habe. Albert Ostermaier hat sich richtig reingekniet in seiner Kritik in der Süddeutschen ....

NuT:
Joachim Linder findet es A bissl dürftig: die Argumentationsstruktur (oder die Fallkonstruktion) in der Tabor-Süden-Verfilmung ...

Spannungsromane:
amer über Brian Freeman: TÖDLICHES BLOND ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



o-flynn-Was-mit-Kate-geschah.jpgWDR 2: »Mädchen mit einem Stoffaffen«

In jeder Hinsicht ein spannendes, ungewöhnliches Buch, das auf einer tollen Idee basiert und kaum in ein Schema passt. Trotz des Kriminalfalls, der der Handlung zugrunde liegt, wäre dieser Roman mit dem Etikett "Krimi" ganz und gar nicht ausreichend charakterisiert. Catherine O'Flynn mischt in "Was mit Kate geschah" (Atrium Verlag) verschiedene Erzählstile und -stimmen, hüpft von Sozialstudie zu Drama zu Entwicklungsroman, bleibt dabei aber immer an einem einzigen Ort. Nämlich in einem modernen Mega-Einkaufszentren, in das niemals Tageslicht fällt und wo man sich mehr oder weniger freiwillig von gruseligen Popsongs in der Synthesizer-Panflötenversion foltern lässt. Unter den Besuchern und Bediensteten dieses Mikrokosmos spielt das Buch, es konzentriert sich ganz auf ihre kleine Welt, und damit schafft die Autorin ein großes, großartiges Gesellschaftsporträt.
Antje Deistler im Buchtipp auf WDR 2.
Antje Deistlers Rezension ist nachzuhören und zu lesen hier ... mehr



russell-carneval.jpgevolver: »Ein Freund der Deutschen«

Der schottische Autor Craig Russell gilt nicht nur als Vollkaskoversicherung für spannende, intelligente und düstere Unterhaltung - als Erfinder von Kommissar Jan Fabel versteht er es auch, das Lesevergnügen mitten in Deutschland anzusiedeln. Davon können "Tatort"-Ermittler nur träumen. Hamburger Senat und Polizei sind schon vorausgegangen und haben ihn 2007 mit dem "Polizeistern", was immer das sein mag, ausgezeichnet; nicht zuletzt wohl wegen seiner bestechenden Darstellung realistischer Polizeiarbeit. Die deutschen Ausgaben, erschienen bei Ehrenwirth in der Bastei-Lübbe-Gruppe, verdienen ein großes Lob: Sie sind liebevoll gestaltet, Satz und Druck sind vorbildlich.
Von Martin Compart ... mehr



Kalender
Jim Thompson
Am 7. April 1977 stirbt Jim Thompson in Los Angeles (* 27. September 1906 in einem Gefängnis in Anadarko, Oklahoma).
Sein Vater war der Sheriff des Ortes und Zocker und musste, nachdem er Geld unterschlagen hatte, fliehen und zog mit seiner Familie von einem Ölfeld zum anderen.
Jim Thompson hatte zahlreiche Berufe, veröffentlichte thompson-jim aber auch schon als 15-Jähriger erste Short Stories. Er schrieb für Reiseführer und Magazine, bis er um 1940 Krimis schrieb, um Geld zu verdienen. In der McCarthy-Ära erhielt auch er Berufsverbot und kam in den 50ern über Stanley Kubrick als Drehbuchautor zum Film. In dieser Zeit schrieb er über 20 Romane, wurde aber auch zum Alkoholiker und war zeitlebens in Geldnot.
Seine Kriminalromane sind zutiefst pessimistisch. Der "Mythologe des Verbrechens", wie er genannt wird, zählt zu den herausragenden Autoren der "Schwarzen Ära". Als er starb, war keiner seiner Romane in Amerika mehr auf dem Markt, während er in Fankreich schon lange zu den ganz großen Autoren der Kriminalliteratur gezählt wurde. Viele seiner Romane wurden verfilmt.
Info:
mordlust.de, wikipedia, Diogenes Verlag, kirjasto.sci.fi (engl.), kaliber. 38, mockingbird.creighton.edu/NCW (engl.) .

Montag, 6. April 2009

Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Außerdem berichtet Barbara Keller von ihren zehn Tagen in Ordnungshaft. Sie hatte im August 2008 in einem Beitrag ("Schöne Grüße aus Moabit") über russische Schutzgelderpresser in der Justizvollzugsanstalt Tegel (JVA Tegel) Aussagen von Häftlingen zitiert, die als Aussagen vor Gericht geäußert wurden. Und Barbara Keller hat Jutta Profijts "Kühlfach 4" gelesen ...

Frauenkrimis:
Henny Hidden berichtet, dass Petra Gabriel in der Buchhandlung zum Gallusturm in Bad Säckingen aus ihrem neuen Roman "Alemannischer Totentanz" las...

krimiblog.at:
Ingeborg Sperl findet, dass sich das Duo Dick Francis und Sohn einander gut ergänzen. Über den Roman "Abgebrannt" (Diogenes) ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner bekommt Besuch, zumindest akustisch, denn mehrere Hörer, Freunde und Arbeitskollegen haben sich entschlossen, es mal mit einer Podcast-Folge zu versuchen" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Irische Krimis und einen neuen Krimipreis ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Kleinkram (Hinweise zu Interviews zum Beispiel) ..

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis findet die Tabor Süden-Verfilmung gelungen und wundert sich über das Sehvermögen journalistischer Kollegen ...

NuT:
Joachim Linder über Recht und Literatur: NJW (Goetheheft) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über die Sprache als die geheime Hauptperson in einem Text. Wer als Autor / Autorin damit arbeite, habe mindestens ein Problem. Andrea Maria Schenkel habe viele ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
heute besuchen wir Pablo de Santis in Buenos Aires, freuen uns auf die 8. Lieferung des Kopfschusses von Uta-Maria Heim; betrachten im zweiten Teil unserer Hommage das Wirken und Nachwirken von Raymond Chandler, versuchen mit Joachim Gaertner in die seltsamen Seelen von Amokschützen zu schauen und veranstalten mit Leena Lehtolainen und Markku Ropponen ein kleines Finnland spezial. Das Gedicht behandelt letzte Dinge und stammt von Albert Drach ...

Die Themen vom 4. April im Detail:


chandler-raymond.gif In Hollywood mit seinem Latein am Ende
Im zweiten Teil der großen Hommage an Raymond Chandler sehen wir, wie man ihn gesehen hat: Als Persönlichkeit, als Erfinder der Ikone Marlowe, welche Wirkung er auf Leute, Filme, Comics und überhaupt auf die Kunst des 20. Jahrhunderts hatte und welche Erfahrungen man machen kann – mit ihm und über ihn. Chandler ist und bleibt eine Schlüsselfigur. Eine Hommage von Matthias Penzel (Teil 2) ... mehr

santis-pablo-de.jpgGedankenspiele an mythischen Orten
Pablo De Santis schreibt Werke voller Anspielungen, indirekten Zitaten und Allusionen, die abwechselnd aufklärerisches, revolutionäres, modernes oder postmodernes Gedankengut ins leicht Absurde verzerren.
Doris Wieser sprach mit dem argentinischen Autor ... mehr

kopfschuss.jpg KOPFSCHUSS N° 8: Das Phantom
Man braucht "Die Namen der Toten" nicht zu lesen: Glenn Coopers Thriller toppt in seinem Fatalismus die Weissagungen weltgerichtgeiler Extremistensekten.
Von Uta-Maria Heim ... mehr

Gaertner _ich-bin-voller-hass.jpgNachlass zweier Massenmörder
Die Mutter aller Schulmassaker: "Ich bin voller Hass – und das liebe ich", Zusammenstellung von Dokumenten aus den Gerichtsakten zur Tragödie an der Columbine Highschool im April 1999.
Von Tina Manske ...mehr

lehtolainen-Auf-der-falschen-SpurMaria neben der Spur
In ihrem neuesten Fall ermittelt die finnische Kommissarin Maria Kallio unter Leistungssportlern und Sportfunktionären. Dabei lässt Leena Lehtolainen ihre Hauptfigur lange "Auf der falschen Spur" laufen. Mit gewohnter Hartnäckigkeit und ungewohntem Widerwillen fördert Maria dabei interessante Geschichten zutage, nur nicht die Lösung ihres Falles. Als sie das endlich merkt, ist sie erleichtert, und die Leser auch.
Judith Hammer hat sich mit der finnischen Autorin einlässlich beschäftigt und unterhalten ...mehr

ropponen_finnischer-mittsommer.jpgStrategisch verteilte Leichen
Hierzulande konnte der finnische Autor Markku Ropponen noch nicht so recht Fuß fassen. 1997 erschien sein Roman "Ein Mann verschwindet im Regen". Zwölf Jahre später bringt nun der Piper-Verlag Ropponens Reihe um den Detektiv Otto Kuhala auf den Markt. Der erste Teil zeigt gute Ansätze. Bleibt abzuwarten, ob die Folgebände dieses Versprechen einlösen können.
Frank Rumpel ist eher optimistisch ...mehr

Krimi-Gedicht der Woche:
Abschied vom Mond
Von Albert Drach
Man stirbt nur einmal
Und dann ist man tot.
Man sagt nicht: einmal ist keinmal.
Sonst ist man ein Idiot.
mehr


Kalender

Isaac Asimow Am 6. April 1992 stirbt der amerikanische Schriftsteller Isaac Asimov im Alter von 72 Jahren an Herz- und Nierenversagen; eine Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion anlässlich einer Bypass-Operation zugezogen hatte (* 2. Januar 1920 in Petrovichi). Der Biochemiker war einer der bekanntesten und produktivsten Science-Fiction-Autoren, auch zwei Kriminalromane und sieben Kriminalstorysammlungen gehörten zu seinem Werk.
Asimovs Schaffen beschränkte sich aber bei weitem nicht auf Science Fiction. Vielmehr entwickelte der "Gute Doktor", wie seine Fans in nennen, sich nach Aufgabe seiner Lehrtätigkeit zu einem modernen Universalgelehrten: Er war Mitverfasser eines Lehrbuches der Biochemie, schrieb Bücher über die Bibel und Shakespeare, Werke über die griechische und römische Geschichte und Sachbücher über naturwissenschaftliche Themen aus fast allen Gebieten – sogar eine Anleitung für die Benutzung von Rechenschiebern. Insgesamt veröffentlichte er über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Außerdem war er der Herausgeber einiger SF-Anthologien und einer eigenen SF-Zeitschrift.
Die Kriminalromane um den Polizisten Elias (Lije) Bailey und den Roboter R. Daneel Olivaw, (The Caves of Steel (1954, dt. Die Stahlhöhlen), The Naked Sun (1957, dt. Die Nackte Sonne), sowie die Nachfolgeromane The Robots of Dawn (1983) und Robots and Empire (1985) geben eine umfassende Einführung in die Zukunftswelt Asimovs.

Info:
wikipedia.de, epilog.de, bookcrossing.com, literaturschock, Dieter Wunderlich, phantastik-couch.de, fictionfantasy.

Freitag, 3. April 2009

Radio-tipp

Funkhaus Europa-Kriminacht
Im Zeichen des Thrillers


Samstag, 4. April 2009 | 20 bis 23 Uhr | Funkhaus Europa |
Harry Bosch, Ermittler aus L.A., sucht nach einem Serienmörder. Rebekka Martinsson, Anwältin aus Nordschweden, fragt sich, wer die beiden Toten FH-Europa-kriminacht im Flugzeugwrack unter dem ewigen Eis auf dem Gewissen hat. Vladimir Brik, Autor, ermittelt in Alt-Europa den Mord an einem Anarchisten, der 1908 in Chicago ums Leben kam. Der Forensiker David Hunter bekommt es mit einem besonders perfiden Mord im Umfeld seiner Arbeit zu tun. Und Inspektor Javier Falcon muss sich nicht nur mit unberechenbaren Islamisten, sondern auch russischen Mafia herum. Fünf Ermittler von fünf Autoren aus fünf Ländern sorgen an einem Abend für Spannung, die mitunter kaum mehr auszuhalten ist.
Andrea Oster und Ulrich Noller haben aus dem Programm der lit.Cologne die interessantesten Lesungen ausgewählt, mit denen sie die Hörerinnen und Hörer in einer langen, schwarzen Nacht mitten hinein führen in die Gefilde der Spannung, des Schreckens und der Angstlust.
Mit dabei: Michael Connelly aus den Vereinigten Staaten. Asa Larsson aus Schweden. Alexander Hemon aus Bosnien bzw. den Vereinigten Staaten. Simon Beckett aus England. Und Robert Wilson, der in England, Portugal und Spanien lebt. ...
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Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden meldet: Das größte Literaturfestival Österreichs startet am 3. April im Stift Göttweig. Und: Gesetz zwingt Frauen zum Sex ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Frage, wie ernst man eine Geschichte nehmen kann, wieviel davon in der Realität vorkommt. Und mit einem Zitat von Allan Guthrie in einem Interview auf "Crime always pays" zur Frage warum er "crime fiction" schriebe ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit einem Gespräch mit Jack Ketchum!!! ..

NuT:
Joachim Linder im Ticker mit: Normalität: Dr. Horn und Dr. Lecter.Und Susi Wimmer über sinnfreie Strafverfolgung ...

Der Meyer:
Clemens Meyer ist als Dude Meyer ziemlich noir: Die Luger und der Frühling ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit einem neuen Fall für Garry Dishers wackeren Inspector Hal Challis. Mit dem klassischen dpr-Bashing von ultimo und mit der Regionalzeitung über den Regionalkrimi ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch Giorgione und anobella (aber sie liest am 17. April aus ihrem Pflasterstein-Text) ...



profijt-Kuehlfach-4.jpgStuttgarter Zeitung: »Rockerkriege, Gammeleier und Gespenster«:

Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der April-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er folgende Bücher vor:
John Farrow ("Eishauch"), Jutta Profijt ("Kühlfach 4"), Charles den Tex ("Die Zelle"), Jim Thompson ("Muttersöhnchen") und Francesco Abate & Massimo Carlotto ("Ich vertraue dir") ... mehr

Wörtches Leichenberg

hanif-Eine-Kiste-explodierender-Mangos Mohammed Hanifs Roman "Eine Kiste explodierender Mangos" (A1 Verlag) ist eine sehr komische, sehr intelligente Verschwörungstheorie-Satire und ein verzwirbelter komischer Polit-Thriller über den Tod des Staatschefs von Pakistan, General Mohammed Zia-ul-Haq, meint Thomas Wörtche in seiner Kolumne "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", nachzulesen bei den Kollegen von "kaliber. 38". hueltner-inspector-kajetan-kehrt-zurueck Grundsolide und in seiner Paranoia und seinem realitätstüchtigen Blick auf die Welt wenig Überraschungen und wenig ästhetischen Aufwand bietet Michael Connelly in "Echo Park" (Heyne), während die Achterbahn der Plots, Sub- und Counterplots in "Der Täuscher" (Blanvalet) von Jeffery Deaver auf intelligente Weise gelungen ist. Ein gnadenlos wichtiges und kluges Buch über die totale Überwachung, Kontrolle und den alltäglichen Irrwitz ist "Mensch. Nummer. Datensatz. Unsere Lust an totaler Kontrolle." (Residenz Verlag) von Hans G. Zeger. Und eindrücklich, faszinierend, lehrreich, ganz und gar spannend und gnadenlos gut ist wieder einmal Robert Hültner mit "Inspektor Kajetan kehrt zurück (btb)" ...
Lesen Sie mehr, und zwar ... hier


heim-wespennest.jpgDie Zeit: »Wild gesprochen und gestochen«

Weder Verbrüderung mit der Realität noch gar ihre Verhübschung, wie sie im sogenannten Regionalkrimi landauf landab gängig ist, kann man Uta-Maria Heim nachsagen. Ihr Roman "Wespennest" (Gmeiner Verlag) ist so systematisch wild, wuchernd und stechlustig wie der Titel ankündigt. Sie hat etwas Seltenes gewagt - und gewonnen: In "Wespennest" schreibt sie ihren ersten, 1991 veröffentlichten und gleich mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichneten Krimi "Das Rattenprinzip" fort. Das ist natürlich nur möglich, weil sie schon damals mehr auf Zeitumstände (Mauerfall und Einheit) und Folgen (Sieg des Rattenprinzips über den Kommunismus) Wert legte als auf das kriminalistische Aufdröseln loser Fäden.
Von Tobias Gohlis.
Lesen Sie den Beitrag als Print in DIE ZEIT Nr. 15 vom 02.04.2009 oder online bei ... ToGo ...


arjouni-der-heilige-eddyBF: »Vor allem eine moralische Figur«

Jakob Arjouni hat mit "Der heilige Eddy" ((Diogenes Verlag) einen vor allem komischen Roman geschrieben: Eine Art Schelmenroman, dessen Held so witzig wie dreist ist, geschickt darin, Dümmere auszunehmen und Stärkere zu beschwichtigen, kleinkriminell, einfallsreich, listig und hinterhältig.
Der Bayerische Rundfunk hat ihn in der Sendung "Lesezeichen" gesprochen.
Julia Benkert im Gespräch mit Jakob Arjouni ist als Video zu sehen und auch als Wiederholung auch am Samstag, den 04.04.2009 um 22.00 Uhr bei "BR-alpha" ... mehr

In der Sendung vom 6. April im Bayerischen Fernsehen um 23:40 Uhr und auf BR-alpha am 07.04.2009 um 23:00 Uhr ist übrigens Robert Hültner mit seinem Roman "Inspektor Kajetan kehrt zurück" zu sehen ...


lansdale-der-gott-der-klinge.jpgevolver: »Schnittmengen«

Wer die Schilderung exzessiver Gewalt zum privaten Amüsement prinzipiell ablehnt, kann sich die Lektüre der Buchtipps im Onlinemagazin "evolver" diesmal sparen. Das gilt übrigens auch für jene, denen zarte Frühlingslyrik ein Greuel ist.
Wer noch unsicher ist, ob das auf ihn/sie zutrifft, der erfährt schon einmal, welche Bücher im Frühlingspaket enthalten sind:
Joel Lane: "Lost District"
Joe R. Lansdale: "Der Gott der Klinge"
Massimo Carlotto: "Die dunkle Unermeßlichkeit des Todes"
David S. Davies: "Sherlock Holmes And The Hentzau Affair"
Hugo von Hofmannsthal: "Gedichte"
Zusammengestellt von Thomas Fröhlich ... mehr ...

Donnerstag, 2. April 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit dem Hinweis auf Uta-Maria Heim im Interview zu "Wespennest" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Islamische Republik statt USA: "Prayers for the Assassin" von Robert Ferrigno ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Karin Slaughter: kann's auch (fast) unblutig in "Unverstanden" ...

NuT:
Joachim Linder fragt: Noir? Über Jona Goldschmidt: "The necessity of dishonesty: Police deviance, 'making the case,' and the public good" ...

Spannungsromane:
amer über John Grisham: TOUCHDOWN ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über die erste Besprechung des Krimijahrbuchs 2009 in der Rezensionsabteilung der Berliner Krimibuchhandlung "Hammett" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...


FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission bottini-jaeger-in-der-nacht.jpgermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.

Die Banalität des Bösen:
Hat der deutsche Krimi eine Chance? Dumme Frage – wenn wir Autoren wie Oliver Bottini haben. Der Krimipreisträger legt mit seinem neuen Roman "Jäger in der Nacht" (Scherz Verlag) ein Meisterwerk vor. Vielleicht stimmt es ja, dass man in Deutschland lieber bluttriefende Thriller über das ganz, ganz Böse liest – aber das wäre schade, denn den Lesern entginge etwas: eine weniger marktschreierische, aber nicht minder spannende Variante des realistischen Kriminalromans, in dem man etwas erfahren kann über die Welt, die Menschen, ihre Gefühle und Abgründe.
Von Anne Chaplet ... mehr


deaver-der-taeuscherDie Welt:
»Der Illusionskünstler«

Zwischen Lid und Lüge: In Jeffery Deavers fantastischen Kriminalromanen trügt der Augenschein zuverlässig
Es ist in der Tat große Unterhaltung, die Deaver bietet. Nicht mehr, schon gar nicht weniger. Wieder hat der Hexer unter den Krimiromanciers im englischen Sprachraum bravourös die ästhetisch bedeutsame Dialektik von Illusionsbildung und Desillusionierung illustriert. Einmal mehr hat der Taschenspieler seine auf letzte Gewissheiten sinnenden Leser mit kaum glaublichen Wendungen nicht nur kriminalistisch überrascht, sondern nach allen Regeln seiner literarischen Mentalistenkunst düpiert.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ... mehr


naber-die-lebenstrinker-1Der Standard:
»Eizellen auf Wanderschaft«naber-die-lebenstrinker-1

Die Wiener Kommissarin Maria Kouba kann sich partout nicht erinnern, was Stunden vor ihrem Zusammenprall mit einer Straßenbahn passierte...
Sabina Nabers Heldin wird in "Die Lebenstrinker (Rotbuch Verlag) brutal mit Theorie und Praxis der modernen Medizin konfrontiert. Das streift an Science-Fiction und ist ein wenig überfrachtet. Doch Humor und die trügerische Gemütlichkeit des Wiener Dialekts machen das Buch der Wiener Autorin originell und lesbar.
Von Ingeborg Sperl ... mehr




Kalender
Wallace Am 2. April 2002 stirbt der amerikanische Schriftsteller Henry Slesar im Alter von 74 Jahren in New York. Henry Slesar (eigentlich Schlosser) wurde als Sohn russlanddeutscher Einwanderer am 12. Juni 1927 in New York geboren.
Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete.
Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Einen "friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Begabung (natürlich nur auf literarischem Gebiet)" nannte ihn Alfred Hitchcock, für den er über 50 Fernsehdrehbücher geschrieben hat. Dem Fernsehen verkaufte der junge Absolvent einer Design-Schule auch seine ersten Arbeiten, als er ab 1945 tagsüber in einer Werbeagentur für Klienten textete und abends für sich.
Die "Mystery Writers of America" verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den "Edgar Allan Poe Award", und 1974 erkannte die "National Academy of Television of Art & Sciences" ihm für die Krimiserie "The Edge of Night" den "Emmy" zu.
Info und Bibliographie bei Wikipedia, NZZ, Diogenes Verlag, epilog.de, Krimi-Forum ,.

Mittwoch, 1. April 2009

Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden meldet, dass Aveleen Avide ein freundliches Interview mit Anne Chaplet führte ...

krimileser:
Bernd Kochanowski meldet heute schön bebildert die Nominierten für die Spinetingler Awards II ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und auch mit den Nominierten für die diesjährigen International Thriller Writers-Preise ...

NuT:
Joachim Linder mit der Neuerscheinung von Bernhard Schwaiger: Das Begehren des Gesetzes. Zur Psychoanalyse jugendlicher Straftäter. Und er vergleicht Johann Christian August Heinroths "Grundzüge der Criminal-Psychologie" mit WErken von Donna Leon ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit neuer Fachkraft: Anna Veronica Wutschel wird fortan in loser Folge das wtd-Publikum mit ihren fundierten Meinungen zu Werken der Kriminalliteratur beglücken. Sie beginnt mit einem Eishauch ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



roth-mafialand-deutschlandDie Zeit: »Mafiöses Deutschland«:

Die fiesen Verbrecher waren weit weg: In Neapel, auf Sizilien, jenseits der Alpen. Deutschland und Mafia, das schien so gut zusammen zu passen wie Spaghetti und Sauerkraut. Nun zeigt ein neues Buch, dass die Mafia auch zwischen Flensburg und München mit kriminellen Aktivitäten Milliarden verdient. "Mafialand Deutschland" (Eichborn Verlag) hat Jürgen Roth seine faktenreiche und lesenswerte Enthüllung genannt. Saviano hat Deutschland in "Gomorra" lediglich in einem Nebensatz erwähnt. Jürgen Roth klärt auf 320 Seiten auf, warum die italienische, die russische und die chinesische Mafia gerne in Deutschland operiert und warum es ihr so leicht gemacht wird.
Von Hauke Friederichs ... mehr

Der Eichborn Verlag hat wegen des aktuellen Buchs "Mafialand Deutschland" von Jürgen Roth eine Einstweilige Verfügung erhalten, die das Landgericht Leipzig auf Antrag der Anwälte eines Leipziger Gastronomen nach einer mündlicher Verhandlung erlassen hat, meldet openPR


steinfest-mariaschwarz.jpgsatt.org: »Von einer Minigolfbahn des Lebens zur nächsten«:

Im österreichischen Örtchen Hiltroff verharrt seit drei Jahren diszipliniert trinkend Vinzent Olander. Sein Sturz ins schwarze Wasser des nahen Bergsees, ein Seeungeheuer und ein Skelett bringen Kommissar Lukastik dazu, zu hinterfragen, was ist, was war, was sein könnte. "Mariaschwarz" (Piper Verlag) von Heinrich Steinfest ist zwingend-abstrus, nervig manieriert und doch fesselnd ...
Kirsten Reimers in der dreiundzwanzigtesn Folge ihrer Kolumne "Mordsmäßig" ... mehr


beckett-obsession.jpgDer Spiegel: »Die Abgründe einer Familie«:

Eine tote Frau, ein autistisches Kind und ein Vater, der womöglich gar nicht der wirkliche Erzeuger ist: In Simon Beckets neuem Psychothriller "Obsession" (Rowohlt Verlag), der gerade in die Taschenbuch-Bestsellerliste eingestiegen ist, gerät ein Mann in den Strudel einer Familienfehde.
Von Christina Reinke , Buchreport ... mehr


rimington-beutezug3sat: »Im Auftrag Ihrer Majestät «:

Sie galt als Phantom. Ihr Leben war die längste Zeit ein Staatsgeheimnis. Als Geheimagentin und MI5-Chefin spionierte Stella Rimington im Auftrag Ihrer Majestät. Heute ist die Kalte Kriegerin im Ruhestand und schreibt Krimis - Agenten-Thriller natürlich. "Beutezug" (Diana Verlag), der dritte Fall ihres Alter Egos Liz Carlyle ist gerade auf Deutsch erschienen: spannend, voller Menschenkenntnis. Ihr aktuelles Buch spielt im Milieu der russischen Oligarchen, die im London vor der Finanzkrise schamlos ihre Milliarden verprassen - natürlich unter ständiger Beobachtung des russischen Geheimdienstes. Und der neue Krimi von Stella Rimington nimmt den Fall Litwinenko vorweg.
Philipp Rimmele hat für die Sendung "kulturzeit" mit der Autorin gesprochen ... mehr

Burkhard Driest bei Erlesen.tv

driest-burkhard-bei-erlesen-tv
Der Internetsender "erlesen.TV" sendet in dieser Woche erstmals eine Live-Aufzeichnung aus dem Pavillon Elbphilharmonie Hamburg. Zu Gast ist der Autor und Schauspieler Burkhard Driest. Bekannt wurde Driest durch den Roman "Die Verrohung des Franz Blum", der autobiografische Züge trägt und sich mit seiner Haftzeit aufgrund eines Bankraubes auseinandersetzt. Neben seiner Tätigkeit als Buchautor schrieb er Texte für Musicals, sowie diverse Drehbücher und Theaterstücke.
Für erlesen.TV liest er aus seinem neuen Roman "Sommernachtsmord" ... mehr



sallis-deine-augen-hat-der-todDer Tagesspiegel: »200 dahinfliegende Seiten«:

Wieder unterwegs. Landstraßen, Motels, Coffeeshops. Wieder fährt ein Held von James Sallis durch Amerika. Doch anders als in "Driver", wo ein Berufsfahrer die Hauptrolle spielt, geht es in "Deine Augen hat der Tod" (Liebeskind Verlag) um einen Agenten, der einen Kollegen kaltstellen soll. Ein Agentenroman von James Sallis, der kein wirklicher Agentenroman ist. Es ist vielmehr die uramerikanische Geschichte von einem Mann auf der Suche nach sich selbst. Das klingt pathetisch – doch dieses Buch ist pathosfrei, schön vergrübelt und angenehm ironisch.
Von Werner van Bebber ... mehr

Kalender

Edgar Wallace
Am 1. April 1875 wird Edgar Wallace unter dem Namen Richard Horatio geboren († 10. Februar 1932). Wallace
Der unehelicher Sohn eines Schauspielers wurde unmittelbar nach seiner Geburt von einem Londoner Fischhändler adoptiert.
Aus ärmlichen Verhältnissen stammend – ohne abgeschlossene Schulausbildung – arbeitete er sich im Burenkrieg bis zum Kriegsberichterstatter in Südafrika hoch. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er als Journalist und Sonderberichterstatter (Er schrieb über die außergewöhnlichen Kriminalfälle der Zeit, wie etwa über den Fall Doktor Crippen. 1904 erschien sein erster Kriminalroman "Die vier Gerechten", der jedoch zunächst kein Publikumserfolg war. Bis zu seinem frühen Tod am 10. Februar 1932 im Alter von 56 Jahren entstanden weit über 150 Romane, Kurzgeschichten und Theaterstücke; daneben verfasste er noch einige Filmdrehbücher. Seine Romane wurden in vierundvierzig Sprachen übersetzt.
Info:
Krimi-Couch, wikipedia, Deutschlandfunk, deutscher-tonfilm.de, WhosWho, Wallace online, Sonde.de, filmzentrale.de, filmplakatoldies.de.

Dienstag, 31. März 2009

Befragungen

Die Befragungen
von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.


Boris Koch
hammer-Koch-Boris.jpg Boris Koch, geboren in einer Winternacht 1973, wuchs auf dem Land im bayrischen Schwaben auf und machte sich schon früh einen Namen als Kindergartentyrann und Sandwurflyriker. Nach Zivildienst in einer Augsburger Kinderpsychiatrie und Studium der Alten Geschichte und Neueren deutschen Literatur in München, lebt er inzwischen als freier Autor in Berlin.
Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören unter anderem mehrere Kurzgeschichtensammlungen mit phantastischen, grotesken und sonstigen Texten, die Fantasy-Parodie Die Anderen und bislang zwei Jugendkrimis in der Reihe www.schwarzlichter.com.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat ihn zur 'legendären' Befragung gebeten ... mehr


Blogwärts

Frauenkrimis:
Henny Hidden mit dem Mainz-Krimi "Die falschen Caesaren" von Claudia Platz und mit einem Verweis auf den Roman "Hermannslauf" ...

krimikrimi:
Margit Breuss ist zurück! Mit ihrem Gemeinschaftsartikel "Kollege Hannibal Lecter", mit einer Regio-Krimi Ausschreibung und dem neuen Buch von Edith Kneifl ...

Krimilady:
Henny Hidden würde Catherine O' Flynn nicht nur für den Roman "Was mit Kate geschah" alle Literaturpreise der Welt geben. Nie zuvor ist ihr so klar geworden, wie man einen guten Kriminalroman schreiben muss ...

krimileser:
Bernd Kochanowski hält ihn fast für einen Westernthriller: "Blue Heaven" von C.J.Box ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Michael Molsner: "Und dann habe ich geschossen") ..

NuT:
Joachim Linder über Irmtrud Wojak: Fritz Bauer 1903 - 1968. Eine Biographie. Und über den literarischen Krimi ...

Spannungsromane:
amer über Allan Guthrie: "POST MORTEM"

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit All in one: Ein Kurzkrimi für jede Geschmacksrichtung ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...



maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-stellt-eine-falle.jpg »Maigret-Marathon«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Achtundvierzigste Folge: Maigret stellt eine Falle.
Bitte, geht doch: Offenbar hat es den Maigret-Autor inzwischen wieder nach Europa verschlagen. "La Gatounière, Mougins (Alpes-Maritimes)" steht am Ende dieses Romans, und "12. Juli 1955". Das Buch schließt eng an das vorige an, indem es Maigrets geistige Verwandtschaft mit den Psychoanalytikern seiner Zeit untermauert.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr



wagner-im-winter-loewenDer Spiegel:
»Auf maximale Spannung reduziert«

Ein Deutscher fordert Skandinaviens Meister der Spannung heraus: Jan Costin Wagner stürzt seine Figuren in ein Chaos aus Mord und Trauer. Ein Hesse, der sich einen finnischen Schnüffler ausgedacht hat - und damit beachtliche Erfolge feiert: In 14 Sprachen sind Wagners Bücher übersetzt, 2008 bekam er den Deutschen Krimipreis. Auch "Im Winter der Löwen" (Eichborn Verlag), sein neuer Krimi beweist: Mankell und Co. müssen sich warm anziehen. Der Mord liefert Wagner nur die Extremsituation, die die Handlung in Gang bringt. Das Ergebnis ist ein geordneter Roman, aufgeteilt in kürzeste Kapitel, 93 auf 280 Seiten, mit Absätzen, die oft nur aus kargen Ein-Wort-Dialogen bestehen. Man spürt förmlich das Schweigen zwischen den Zeilen.
Von Tobias Becker .... mehr


theurillat-sechselaeutenSonntagszeitung:
»Leichen bei der Fifa«

In seinem Krimi "Sechseläuten" (Ullstein Verlag) verknüpft Michael Theurillat auf erschreckende Weise das Schicksal der Jenischen mit Machtgier und Weltfussballverband. Es ist der dritte Fall für den Kommissar von der Zürcher Kantonspolizei, der erstmals 2005 in "Im Sommer sterben" aufgetreten ist. Damit hat sich der ehemalige UBS-Banker Michael Theurillat, 48, jetzt endgültig als Krimiautor durchgesetzt. Inzwischen erscheint er beim Berliner Ullstein-Verlag; neben Autoren wie John le Carré oder Dennis Lehane befindet er sich dort in guter Gesellschaft.
Von Sven Boedecker .... mehr


chandler-raymond.gifFAZ:
»Der genetische Fingerabdruck ist ein Desaster«

Raymond Chandler hat mit seinem Privatdetektiv Philip Marlowe kluepfel-kobr-laienspiel das Genre des Kriminalromans revolutioniert. Mit seinen "hardboiled" Detektivgeschichten distanzierte er sich vom britischen Krimi, der ihm blutleer und wirklichkeitsfremd erschien. Heute löst nicht mehr der Privatdetektiv, sondern der Kommissar die Fälle - wie bei dem Allgäuer Krimiduo Volker Klüpfel und Michael Kobr. Für ihre Romane um den Kommissar Kluftinger bekamen sie den Bayerischen Kunstförderpreis, den Weltbild-Leserpreis Corine und den Krimi- und Publikumspreis des Deutschen Buchhandels. Sie erzählen, welchen Einfluss Chandler auf ihr Werk hatte, warum Marlowe geschickter sein musste als die heutigen Ermittler und warum es die heile Welt nicht einmal im Allgäu gibt.
Das Gespräch führte Katharina Vössing .... mehr

Montag, 30. März 2009

KrimiWelt-Bestenliste April 2009

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Richard Stark: Keiner rennt für immer
2 (2) Jan Costin Wagner: Im Winter des Löwen
3 (–) Jörg Juretzka: Alles total groovy hier
4 (7) Roger Smith:Kap der Finsternis
5 (5) John Farrow - Eishauch
6 (–) Oliver Bottini: Jäger in der Nacht
7 (3) Stefan Kiesbye: Nebenan ein Mädchen
8 (4) Åsa Larsson: Bis dein Zorn sich legt
9 (9) Zoran Drvenkar: Sorry
10 (–)Uta-Maria Heim: Wespennest

Hier als schöne pdf-Datei


Blogwärts

Berlin kriminell:
war wieder im moabiter kriminalgericht. Außerdem wird von einer Pressemitteilung des Pendragon Verlags in einer unsinnigen Rechtssache berichtet. Und Barbara Keller hat Jean Amila "Motus!"" gelesen ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 171 mit Joergen Gunnerud "Hatz" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Robert Wilson und dessen Bücher um Javier Falcon. Außerdem: über Die Schweiz ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über Friedhelm Werremeiers "Trimmels letzter Fall": der jetzt erschienene Trimmel-Roman ist ein unlesbares Desaster ..

NuT:
Joachim Linder über "Mütterliche Macht und väterliche Autorität" ...

Spannungsromane:
koldir über Juliette Manet "WEHRLOS"

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Josef Rauch: "Rickeracke" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause vom Genre. Auch anobella und Giorgione ...


Wörtches Crime Watch

crime-watch In dem schlanken, elegant argumentierenden Bändchen "Vandalismus als Alltagsphänomen" (Hamburger Edition) hat die Berliner Historikerin Maren Lorenz ein Phänomen untersucht, dass es schon immer gab und das schon immer den unterschiedlichsten Interpretationen unterworfen war: Die Zerstörung von öffentlichem oder fremdem Eigentum, das anscheinend "sinnlos" und mutwillig geschieht, für die man keine andere Erklärung als "groben Unfug" finden mag, und die ins Mark der jeweiligen Gesellschaften zielt, erläutert lorenz-vandalismus-als-alltagsphaenomen.gif Thomas Wörtche in seiner Krimikolumne "Crime Watch". In der Studie stecken so ziemlich alle Muster, mit denen versucht wird, normabweichendes Verhalten in überschaubare, für den jeweiligen politischen Mainstream opportune Raster zu stecken. Bis die nächste Gewalteskalation zwar zur Modulation des Diskurses zwingt, aber nicht zu neuen Ansätzen. Allein für das Herauspräparien dieses diskursiven Mechanismus aber kann man Maren Lorenz' knappes Bändchen nicht genug loben.
Was TW noch für und gegen das Buch sagt, können Sie nachlesen: bei kaliber. 38 und in der Printausgabe des neu gestalteten "Freitag"


geier-die-herzen-aller-maedchenARTE: »Kolportage-Elemente«

Monika Geier gilt schon seit langem als großes Talent unter den jüngeren deutschen Krimautorinnen. Jetzt, in ihrem fünften Roman mit Bettina Boll, der alleinerziehenden Mutter und krimininalistischen Halbtagskraft, hat sie ihren Sound gefunden. Wie immer bei Monika Geier klingt der Titel ein bisschen merkwürdig: "Die Herzen aller Mädchen" (Ariadne im Argument Verlag). Vier Krimis hat Monika Geier bisher geschrieben. In diesem fünften hat sie ihren Sound zur Vollendung gebracht. Gewisse Gespreiztheiten der Formulierung und Überdrehtheiten des Plots, die manche Passagen der vorausgegangenen Bücher etwas weniger genießbar machten, sind verschwunden. Hier ist alles ganz leicht und elegant, bissig, aber nie verbissen, böse, aber nicht bösartig. Bettina Boll hat sich zu einer wirklich zeitgenössischen Miss Marple weiterentwickelt
Tobias Gohlis hat den Roman zum Krimi des Monats gewählt ... mehr


posadaTitel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt. Aktuell hiermit:
am 26. März 1959 ist in La Jolla, CA, Raymond Chandler gestorben. Lesen Sie heute den ersten Teil einer einlässlichen Hommage von Matthias Penzel. Lernen Sie bei Dr. Lehmanns Sachkunde Nützliches über plötzlichen Gedächtnisverlust, fühlen Sie sich mit Thomas Wörtche horrifiziert, streben Sie mit Beate Mainka nach Erkenntnis, gedenken Sie mit Joachim Feldmann eines zu früh Verstorbenen, ärgern Sie sich mit Jörg von Bilavsky und nehmen Sie bei unserem Gedicht Erschröckliches von Edward Gorey zur Kenntnis ...

Die Themen vom 21. März im Detail:


chandler-raymond.gif Cheap: auf deutsch "mies"?
Vor 50 Jahren, am 26. März 1959, ist Raymond Chandler gestorben. Unter allen Autoren, die mehr wollen als Buchstaben aneinanderreihen und Rechnungen schreiben, ist er einer der wenigen, die noch lange weiterleben. Besonders im Original zeigt sich der Meister – im Stil. Seine Dialoge und Atmosphären brachten Filmemacher dazu, Stories und Romane – teils mehrfach – für die Leinwand zu adaptieren ... und auch sonst gibt es in der Wirkungsgeschichte einige Indizien und Fundstücke, die neben einer neuen Chandler-Kassette beim Diogenes Verlag beachtet werden sollten.
Eine Hommage von Matthias Penzel (Teil I) ... mehr

schusslochDr. Lehmanns Sach- und Warenkunde, 6. Lieferung
Kleine Kriminalistik für Krimis – geistiger Selbstmord:
Da steigt ein Mann morgens aufs Rad zum Brötchenholen und fährt bis Spanien weiter. Denn er hat vergessen, was er wollte und woher er kommt. Wenn er in den Spiegel guckt, weiß er nicht, wen er sieht. Er erinnert sich an nichts mehr. Die Bilder seines Lebens sind alle weg. Er wird seine Frau und seine Kinder nie wieder erkennen. Ein Psychologe bekommt vielleicht heraus, dass der arme Mann in seinem vorigen Leben unter Dauerstress gelitten hat: Schulden, Frustrationen, eine unerfreuliche Ehe, ein Scheißleben. Da hat das Hirn plötzlich dicht gemacht und alle Verbindungen zu Früher gekappt ... mehr

penner_hor.jpg Horror, Horror!
Ein schöner Bildband und zwei kluge Textsammlungen zum Thema.
Thomas Wörtche hat ein wenig geschwelgt ... mehr

hill_der-kryptograph.jpgGeld allein macht nicht glücklich, oder?
Man muss dem C. Bertelsmann Verlag zu seinem perfekten Timing gratulieren, pünktlich zur Weltwirtschaftskrise legt es den passenden Roman vor. Geschrieben hat ihn der hierzulande noch unbekannte Londoner Tobias Hill, Jahrgang 1970, allerdings schon 2003, offensichtlich bereits Böses ahnend.
Beate Mainka strebt nach Erkenntnis ...mehr

soler-staub-im-paradies.jpgStaub zu ...
Eine Rezension zu Ernst Solérs Roman "Staub im Paradies", die leider zum Nachruf werden musste.
Ein kleines in memoriam von Joachim Feldmann ...mehr

boehm_tod-am-inn.jpgLaienspiel
Christian Böhm mimt in "Tod am Inn" den Kriminalschriftsteller, sein Ermittler den Kriminalisten und die Regionalformel garantiert schon mal gar nichts.
Ernüchterndes von Jörg von Bilavsky ...mehr

Krimi-Gedicht der Woche:
Epigraph zu
Harfe ohne Saiten

Von Edward Gorey resp. R.F. Melf ...
mehr


Kalender

Michael Dibdin
dibdin-michael.jpg
Am 30. März 2007 stirbt der britische Schriftsteller Michael Dibdin nach kurzer, schwerer Krankheit in Seattle (* 21. März 1947 in Wolverhampton.
Er ging in Schottland und Irland zur Schule. Er studierte in England und Kanada und unterrichtete an der Universität in Perugia fünf Jahre englischsprachige Literatur. Hier entstand auch die Idee für seine später preisgekrönte Krimiserie um den italienischen Kommissar Aurelio Zen. Alle elf Krimis mit dem Serienhelden spielen in verschiedenen italienischen Städten (Perugia, Rom, Venedig, Neapel, Bologna) oder italienischen Regionen (Sardinien, Sizilien, Piemont, Toskana, Südtirol, Kalabrien). Sie beziehen das dort herrschende soziale, politische und kriminelle (Camorra, Mafia) Umfeld ein. Daneben hat Dibdin Psychothriller und Romane geschrieben, die in England und in den USA situiert sind. Für "Himmelfahrt" erhielt er 1994 den renommierten "Grand prix de littérature policière". Info:
Wikipedia,Stuttgarter Zeitung,, krimi-couch.de, krimiblog, Randomhouse, youtube, januarymagazine.com,The Guardian, BBC

Die März-Meldungen gibt es hier
Die Februar-Meldungen gibt es hier
Die Januar-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv



Krimi in TV & Radio | Kalender

April: Neu bei den Alligatorpapieren



ulrich-kroegers-krimi-tipp
Ulrich Kroegers Krimitipp 3/09
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.
Chandler für Hörer und Leser, dubiose amerikanische Geschäftsleute, ein rabiater Cop, millionenschwere Beute und eine immer alptraumhaftere Normalität

Ulrich Kroeger zu Büchern von Raymond Chandler (The Big Sleep & Die Philip-Marlowe-Romane), Edward Bunker (Lockruf der Nacht), Ross Thomas (Am Rand der Welt), Richard Stark (Keiner rennt für immer) und Stefan Kiesbye (Nebenan ein Mädchen) ... mehr



Untaten und Orte

Untaten & Orte
Michael Schweizers Krimikolumne

Aus der Zeitschrift "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur".

1/2009
Glutkerne
Auch in Schweizer Krimis entgleisen die Leidenschaften

Michael Schweizer über die Bücher "Hand angelegt" von Roger Strub, "Staub im Schnee" von Ernst Solèr und "Der Mann am Gartenzaun" von Roger Graf ... mehr



Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 23/09

Ein Provinzdetektiv trinkt Brunello, Menschenjäger sind unterwegs, die Zukunft der Menschheit wird bedroht und ein rekordverdächtiger Serienkiller ist auf Tour ...
Im PKT 23 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im Februar 2009 erreichten.

Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier


Die Befragungen
Befragungen von Gisela Lehmer-Kerkloh und Thomas Przybilka.

Gisa Klönne
kloenne-gisa071.jpg
Gisa Klönne legte 2005 mit "Der Wald ist Schweigen" ihren ersten Krimi vor, der 2006 für den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt" nominiert wurde und in mehrere europäische Sprachen übersetzt worden ist. Ihr Ermittler-Duo war auch in den nachfolgenden Kriminalromanen erfolgreich und erntete großes Kritikerlob.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat sie zur 'legendären' Befragung gebeten, bei der es "Spaghetti Puttanesca" gab, die nach ihrer Auskunft ohne tödliche Folgen nachkochbar ist ... mehr

Boris Koch
Koch-Boris.jpg Boris Koch, geboren in einer Winternacht 1973, wuchs auf dem Land im bayrischen Schwaben auf und machte sich schon früh einen Namen als Kindergartentyrann und Sandwurflyriker. Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören unter anderem mehrere Kurzgeschichtensammlungen mit phantastischen, grotesken und sonstigen Texten und bislang zwei Jugendkrimis in der Reihe www.schwarzlichter.com.
Das Duo Lehmer-Kerkloh & Przybilka hat ihn zur 'legendären' Befragung gebeten ... mehr




krimiwelt


Unsere Hörspieltipps

Donnerstag, 16. April 2009 um 19.05 Uhr bei RB Nordwestradio, um 20.30 Uhr bei BR 2 und um 21.30 Uhr bei HR 2
"ARD Radio Tatort: Laute und leise weibliche Schreie " (55') von Helmut Krausser

Der zweite Fall des hessischen Ermittlerteams: der Wiesbadener Zeitungsfotograph Camillo Falk und sein Sohn Raimund, Hauptkommissar beim Mordderzernat der Landeshauptstadt.
Im noblen Wiesbadener Stadtteil Neroberg werden binnen dreier Tage zwei einsame Damen, beide um die 60, in ihren Wohnungen erwürgt. Beide wurden vor mehr als drei Jahrzehnten von Camillo in einem Bildband porträtiert, der junge Damen der gehobenen Gesellschaft kontrastierend neben Junkies und Prostituierte stellte. Das muß, denkt man, ein absurder Zufall sein, dennoch wird Raimund Falk wegen möglicher Befangenheit von dem Fall abgezogen, durch Kriminalrätin Dr. Ursula Pelz. Zu ihr aber hatte Camillo ebenfalls in dieser Zeit eine durchaus persönliche Beziehungen.
Die unerfahrene Kommissarin Sascha Weiss leitet fortan die Ermittlungen, auch wenn Raimund ihr aus dem Hintergrund assisitiert. Bald stellt sich heraus, daß der alte Charmeur Camillo mehr mit den Morden zu tun hat, als ihm lieb ist. Während er in den Sünden seiner Vergangenheit wühlt, wird er immer dringender verdächtig, bis Sascha Weiss sich letztlich gezwungen sieht, einen Haftbefehl zu beantragen

Freitag, 3. April 2009 um 20.03 Uhr bei DRS 1
"Mord vor Publikum" (49') Von John Owen und James Parkinson

Vor 500 Augenpaaren geschieht ein Mord auf offener Theaterbühne. Ein leichtes Spiel für die Polizei sollte man meinen. Aber weit gefehlt. Inspector Saxelby und Sergeant Lloyd müssen erkennen, daß sie es mit einem raffiniert eingefädelten Verbrechen im Schauspieler-Milieu zu tun haben. Bei einer Erschiessungsszene, die zum Stück gehört, hat jemand die Platzpatronen durch scharfe Munition ersetzt. Wer hatte Interesse am Tod des Schauspielers Nigel Scott? Und warum? Die Ermittlungen hinter den Kulissen des Theaterbetriebs sorgen für vergnügliche Krimi-Unterhaltung in bewährter englischer Tradition.

Freitag, 3. April 2009 um 21.05 Uhr bei NDR Welle Nord
"De beerdigt' Million" (44') Ein niederdeutsches Hörspiel von Rudolf Kollhoff.

Ott Karl Garlepoh ist ein Glückspilz: sechs Richtige im Lotto! Das wird sein Leben endlich verändern, wunderbare Zeiten werden anbrechen! Sein Tipp-Kumpel Kuno hat den Lottoschein sicher in der Innentasche seines "guten Anzugs" verwahrt, denn auch für ihn wäre der Gewinn sehr wichtig gewesen - wenn er nicht plötzlich gestorben wäre. Jetzt liegt er schon sechs Fuß unter der Erde. Und mit ihm der "gute Anzug".

Freitag/Samstag, 6./7. April 2009 um 23.04 Uhr bei DRS 1
"Post aus dem Jenseits" (12') von Ernest Butner

Tödliches Picknick auf der Insel ...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.

Freitag/Samstag, 3./4. April 2009 um 00.05 Uhr bei DLF
"Bis uns der Tod verbindet" (54') Von Charles Willeford

Frust auf der ganzen Linie: Über das Morddezernat des Miami Beach Police Department wurde Rauchverbot verhängt, die unerledigten Fälle werden immer kälter, und nun hat sich auch noch Hoke Mosleys Mitbewohnerin Ellita - sehr zu Hokes Missfallen - mit dem Nachbarn eingelassen, einem vorzeitig aus der Haft entlassenen Mörder.
Ablenkung verspricht "ein kleiner Gefallen", den Hoke seinem Chef, Major Brownley, erweisen soll: Mit Bart und ohne Gebiss ermittelt er verdeckt bei einem Farmer, der seine haitianischen Arbeiter beseitigt, anstatt sie zu bezahlen ...

Maloney! Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney. Der Meisterdetektiv ermittelt immer sonntags von 11 bis 12 Uhr im DRS 1
"Maloneys neuester Fall: Suchtgefahr" (30') von Roger Graf

Herr Ritschard glaubt, dass ihn seine Frau mit einem jungen Degenfechter betrügt. Maloney macht sich auf den Weg und beschattet die Gattin. Vor einer Frauensauna trifft er auf seinen Klienten, der offenbar ebenfalls hinter seiner Frau herschnüffelt ...

Alles zum Nachhören!

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

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Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 28. März – 10. April 2009
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Viele interessante Filme, natürlich zahlreiche Wiederholungen und gute Serien.
Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier




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Axels TV-Tipp des Tages:

Freitag, 3. April 2009

RTL II, 20.15

Der Schakal

(USA 1997, R.: Michael Caton-Jones)
Drehbuch: Chuck Pfarrer
LV: Frederick Forsyth: The day of the Jackal, 1972
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Der sagenumwobene Profi-Killer Schakal (Bruce Willis) soll eine hohe us-amerikanische Person töten. Einige tapfere Menschen (Sidney Poitier, Diane Venora, Richard Gere, Mathilda May) wollen dies verhindern.
Ein hochkarätig besetztes Desaster: langweilig, schlampig konstruiert und viel Leerlauf zwischen den coolen Willis-Szenen.
Im Vorspann steht, die neue Version basiere auf dem Drehbuch von Kenneth Ross für den Zinnemann-Film von 1972. So erspart sich Hollywood das Lesen dicker Bücher. Und wenn man eh eine neue Story erfinden will ...
Wiederholung um 00.55 Uhr

Fanseite über Frederick Forsyth:
www.whirlnet.co.uk

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

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Kriminalakte
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