Krimineuerscheinungen des Monats bei Alligator, kaliber.38, krimi-couch & hammett

News – April 2008 – Nachrichten

Mittwoch, 30. April 2008


collins-der-bestseller-mordBerliner Zeitung:
»Grossers Krimis«

Günther Grosser schreibt regelmäßig in der "Berliner Zeitung" über Krimis. Am 24. April mit diesen Büchern:
Auch Professoren sterben schnell: Und eines muss man Michael Collins lassen: er beherrscht die Jargons und Argots all dieser literarischen Winkel und hat es tatsächlich geschafft, mit "Der Bestseller-Mord" eine Art postmodernen Kriminalroman zu schreiben...

Mörderische Rache in Tokios Amüsierviertel: Der japanische Schriftsteller Arimasa Osawa kombiniert auch in "Rache auf Chinesisch" die klassischen Strukturen des Polizeiromans mit Versatzstücken der Martial-Arts-Filme und einer Art Sozialanalyse der japanischen Yakuza-Banden ...


Dunnett_einhornjagd.jpgDeutschlandradio: »Finten, Volten und Intrigen«

Politthriller und Wirtschaftskrimi in einem ist "Einhornjagd" (KlettCotta Verlag) , der fünfte Teil des achtbändigen Werks der schottischen Autorin Dorothy Dunnett über die wechselvollen Geschicke des Bankhauses Niccolò. In dem nun auf Deutsch übersetzten Roman spinnt die frisch angetraute Gemahlin des Bankiers van der Poele eine Intrige nach der anderen.
Von Georg Schmidt ... mehr


calabresi-der-blaue-cinquecento.jpgDeutschlandradio: »Düsteres Kapitel italienischer Zeitgeschichte«

Im Dezember 1969 kamen bei einem Attentat an der Mailänder Piazza Fontana 16 Menschen ums Leben, 88 wurden verletzt. Der Anarchist Giuseppe Pinelli wurde als mutmaßlicher Täter verhaftet und starb wenig später beim Sturz aus dem Fenster des Polizeipräsidiums. Der Kommissar Luigi Calabresi wurde verantwortlich gemacht und wenig später ermordet. Sein Sohn Mario ist nun mit "Der blaue Cinquecento. Geschichte meiner Familie im Schatten des Terrorismus" (SchirmerGraf Verlag) den Spuren dieses und anderer politischer Morde nachgegangen.
Von Carolin Fischer ... mehr

calabresi-der-blaue-cinquecento.jpgTagesspiegel: »Italiens bleierne Jahre«

Der Mailänder Polizeikommissar Luigi Calabresi starb am 17. Mai 1972. Als er morgens um viertel nach neun den blauen Fiat 500 seiner Frau vor dem Haus aufschloss, trafen ihn zwei Kugeln in Rücken und Genick. Mario Calabresi, der älteste der drei Söhne des Kommissars, war ein Kleinkind, als sein Vater starb. In "Der blaue Cinquecento" (SchirmerGraf Verlag) hat er jetzt die Geschichte der Zeit danach aufgeschrieben. Wer Italiens jüngere Vergangenheit ein wenig kennt, wird das Buch des Journalisten – er ist New-York-Korrespondent der linksliberalen "Repubblica" – verwundert lesen.
Von Andrea Dernbach ... mehr


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-und-der-Gehaengte-von-Saint-Pholien.jpg »Maigret-Marathon 3«

Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Tilman Spreckelsen hatte noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Nun setzt er an, jeden Maigret zu lesen.
Dritte Folge: "Der Gehängte von Saint-Pholien". Mannmannmann, was für eine krude Geschichte! Dabei sind die ersten fünfeinhalb Seiten ganz großartig.
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


simenonFAZ: »In einfachen Sätzen das ganze Leben umfassen«

Wer will, kann die 75 Romane um den Kommissar Maigret als serielles Schreiben abtun, um diese menschliche Schreibmaschine in den Griff zu kriegen, aber dann bleiben immer noch 120 Romane, die keinem festen Schema folgen - und für keinen hat er länger als elf Tage gebraucht! Man könnte jetzt wieder ins Regal greifen, um Georges Simenons Meisterschaft vorzuführen, die Art zu beschreiben, wie sich einer eingerichtet hat in seinem Leben, um sich all das Chaos, das Gefühle anrichten können, vom Leib zu halten - und nie braucht er dazu mehr als zwei, drei Seiten -, aber es gäbe eben hundert Beispiele, die gleich gut taugen.
Michael Althen ist begeistert von Simenon, weniger begeistert von der Neuedition ... mehr


roberts-im-licht-des-vergessensDie Berliner Literaturkritik: »Liebe, Spannung, Leidenschaft«

Kaum jemand weiß besser als Nora Roberts, welche Ingredienzien ein romantischer Liebesthriller braucht. Die Rosamunde Pilcher der USA, wie sie gern genannt wird, hat inzwischen mehr als 150 Romane veröffentlicht – und beinahe jeder landet auf den Bestsellerlisten. Mit fast 300 Millionen verkauften Büchern gehört die 57-jährige Amerikanerin zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt. Ihre neue Romanze "Im Licht des Vergessens" (Diana Verlag) ist vielleicht nicht ihr bestes Werk, gleichwohl liefert sie eine gekonnte Mischung aus Thriller, Krimi und Liebesgeschichte.
Von Nada Weigelt ... mehr

Vermischtes


Die dunkle Seite des Großstadtreviers: Einen derart monströsen "Cliffhanger" hat eine TV-Serie bisher kaum gehabt, schon gar nicht eine deutsche. Ein korrupter LKA-Beamter will sich als Kronzeuge zur Verfügung stellen, die Übernahme des Geständigen auf einem belebten Platz endet blutig. Ein Beitrag von Arnold Hohmann über die Serie "KDD". Zu lesen in Der Westen


Kommissar Mundart: Während jüngst die Falschmeldung die Runde machte, die EU wolle fremdländische TV-Ware nur untertitelt zulassen, leistet sich der deutsche Krimi Heimatklänge. Christina Buss in der taz


Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 76 mit Gabriella Wollenhaupt "Grappa und das große Rennen", Folge 77 mit Heinz-Peter Baecker "Fatale Folgen" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Literarisch vs Genre ? ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und mit einem in den USA hochgelobten Debüt: Cornelia Reads "Schneeweißchen und Rosentot" ...

NuT:
Joachim Linder mit "Spurensicherung. Justiz- und Kriminalgedichte" und der "Geschichte eines Algierer-Sclaven" von August von Haxthausen. ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt wieder das Folk bloggen, z. B. über den Radio Tatort oder Krimis außerhalb der Schriftform ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Dienstag, 29. April 2008

Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 14


Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.


Seit Jahren sammelt Thomas Przybilka in seinem Bonner Krimi Archiv (Sekundärliteratur) turow-Befangen.jpgBoKAS die Sekundärliteratur zum Krimi. Aber auch Krimis erreichen verstärkt das Archiv.
Im PKT 14 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im März 2008 erreichten.
Beste Freunde werden getötet, Blinde und Böses treffen zusammen, in Australien wird immer mehr gemordet und der Teufel, Terroristen und natürlich Serienmörder treiben ihr Unwesen ...
Mit Abbildungen der Buchcover und vielen Autoreninformationen gibt es das alles hier



manotti-hartes-pflasterJunge Welt:
»Die Unordnung ist die Wahrheit«

Unter dem Künstlernamen Dominique Manotti schreibt die französische Historikerin Marie-Noelle Thibault Kriminalromane. Neben Fred Vargas gilt sie als führende Kraft des Polar, auch Roman Noir genannt, einer linken Schule sozialkritischer Krimis, meist geschrieben von ehemaligen Politaktivisten. Von ihren Kriminalromanen ist hierzulande lediglich "Hartes Pflaster" (Assoziation A) 2004 erschienen.
Roberto Ciccarelli sprach mit der Schriftstellerin ... mehr

(Ein Linktipp dank Joachim Linder)


larsson-verblendung.jpgFAZ:
»Was ist nur aus Pippi Langstrumpfs Enkelin geworden?«

Dieses Schweden könnte einem langsam Sorgen machen - wenn man in Rechnung stellt, was seine Schriftsteller für ein Bild des Landes zeichnen. Dahin die Tage, als das Land noch als Vorbild taugen konnte, da ist sich Stieg Larsson mit seinen zeitgenössischen Kollegen einig. Schweden, eine der besten Demokratien? Ein ausgehöhlter Popanz. Wahrscheinlich deswegen richtet man sich in den gut zweitausend Seiten der Trilogie wie in einem Wohnzimmer ein. Doch jenseits aller Behaglichkeit des Bösen spürt man, dass hier einer mit einem Anliegen schreibt und es ihm nicht allein um Unterhaltung geht. Larsson hatte noch viel vor, als er den ersten Schwung eines großangelegten Romanzyklus mit dem Titel "Millenium" bei seinem Stockholmer Verlag ablieferte. Er konnte nicht ahnen, dass es mit den geplanten weiteren sieben Bänden nichts werden sollte. Im Alter von fünfzig Jahren erlag Larsson einem Herzinfarkt.
Von Hannes Hintermeier ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Keine Vergebung:
Stieg Larssons posthum erscheinende Thriller-Trilogie "Verblendung, Verdammnis, Vergebung" gilt zu Recht als Meilenstein der Krimiliteratur.
Von Manuela Martini ... mehr


holst-seine-frauDer Spiegel:
»Flucht aus der Gewalt«

Die dänische Frauenrechtlerin Hanne-Vibeke Holst legt mit "Seine Frau" einen rasanten Gesellschaftsroman vor. Keine simple Täter-Opfer-Geschichte, sondern ein Buch, bei dem Politik und weibliche Selbstfindung im Mittelpunkt stehen. Ihr Roman erzählt die ungeheuer spannende Geschichte von Linda Jacobsen, die in einer masochistischen Ménage mit einem Tyrannen steckt und nicht von ihm loskommt.
Von Angela Gatterburg ... mehr

europolarEuropolar: »Alles neu«:

"Europolar", das europäische Projekt eines internationen Krimiportals hat mit seiner vierteljährlichen Erscheinungsweise gebrochen und erscheint nun monatlich, in neuem Design.
Die immer noch etwas unübersichtliche Aufteilung lässt sich durch die "Chronik" etwas leichter nachvollziehen, ein wenig viel geklickt werden muss trotzdem, um alle Beiträge zu finden. Zum Beispiel der Artikel "Das Phänomen Camilleri" von Roberto Mistretta, die Fortsetzung zu den Krimifanzines in Frankreich, der Beitrag über den "Prix français de littératures policières 2007" oder Susanna Mendes Porträt von Juan Bas oder oder. Sie finden das alles ... hier


russell-brandmalKölner Stadt-Anzeiger:
»Markenzeichen: besonders blutig«

So ein netter Mann. Dabei denkt er sich unglaublich fiese Verbrechen aus. Der freundlich lächelnde Herr ist Bestseller-Autor Craig Russell. Der Schotte las aus seinem aktuellen Roman "Brandmal" (Ehrenwirth Verlag), der dritte um Hauptkommissar Jan Fabel. Das Besondere: Der Krimi spielt, wie seine Vorgänger "Blutadler" und "Wolfsfährte", in Hamburg - und Jan Fabel ist ein ostfriesischer Kommissar mit schottischer Mutter. So weit, so ungewöhnlich.
Von Claudia Freytag ... mehr


Vermischtes


Schwarzweiße Klassik: Zynisch, flüssig und ganz einfach: Der Münchner "Tatort" - zum 49. Mal mit den Kommissaren Batic und Leitmayr. Vielleicht liegt es am Milieu, das man diesen Münchnern gerne zuschaut. Ganz sicher liegt es daran, dass sich endlich wieder ein Tatort nicht die komplizierte, total sozialengagierte, zeitgeistige, irgendwie-was-mit-Kindern-Handlung zumutet, sondern auf Klassik setzt: Zwei Sexualmorde, ein verkommener Lude, ein guter Bulle, der das Mädchen liebt, eine Amigo-Affäre im Polizeipräsidium in den schwarzweißen Sechzigern. Wie entspannend ist das denn mal. Ein Beitrag bei jetzt.de/sueddeutsche

Blogwärts

Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Lawrence Blocks "Verluste" und Matti Rönkäs "Bruderland" gelesen ...

krimiblog:
Ludger Menke über die neue Krimiwelt-Bestenliste ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Kandidaten für den Edgar 2008 Sparte: Bestes Buch und mit Kurzinfo zu "Dahlia's Gone" von Katie Estill...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den Preisträgern der Agatha 2008 und den Theakston-Nominierungen ...

NuT:
Joachim Linder mit dem Ticker zu "Crime as Culture" in Hamburg, Dominique Manotti in der Jungen Welt u.a. ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Gilbert Adairs "Blindband" und mit Bernd Kochanowskis Langrezension zu "Dahlia's Gone" von Katie Estill ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


KrimiWelt-Bestenliste Mai 2008

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten achtzehn, jetzt neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (1) Robert Littell: Die Söhne Abrahams
2 (7) Lee Child: Sniper
3 (9) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
4 (8) Lawrence Block: Verluste
5 (4) David Peace: 1983
6 (2) Peter Temple: Shooting Star
7 (–) Marek Krajewski: Festung Breslau
8 (–) Matt Beynon Rees: Der Verräter von Bethlehem
9(6) Andrew McGahan: Last Drinks
10 (–) Stuart MacBride: Der erste Tropfen Blut

Hier als schöne pdf-Datei


Montag, 28. April 2008

Unterwegs
Heute gibt es keine weiteren Nachrichten bei den Alligatorpapieren.
Die Redaktion ist Holz sammeln gegangen für das Maifeuer und daher derzeit nicht online! Morgen sind wir wieder für Sie da!



Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt.
Am 26. April mit diesem Beitrag:

tusset-im-namen-des-schweins
Tiefere Bedeutung als Drohung

Was ist das denn? Katalanischer postmoderner Unfug, die neue Offenbarung des Kriminalromans, ein fahler Scherz oder ein nettes Lektürevergnügen von fast 600 Seiten? "Im Namen des Schweins" (Frankfurter Verlagsanstalt) heißt das dickleibige Teil, stammt von Pablo Tusset und ist vornehmlich sehr eigen.
Von Thomas Wörtche ...
mehr

Freitag, 25. April 2008

Axel Bußmers TV & Buchtipps 26. April – 9. Mai 2008

The-evil-that-men-do
Plein-soleil-2.jpgIn den kommenden zwei Wochen gibt es zahlreiche Auftritte der altbekannten Herren James Bond, Alfred Hitchcock und Henning Mankell.
Außerdem zeigen die TV-Sender wenig Neues, dafür altbekannte, aber auch selten gezeigte Wiederholungen, sowie sehenswerte Klassiker und einige B-Movies ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Pieke Biermanns Radioserie

Kruppstrasse Alle vier Wochen berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
25. April 2007 um 10:27 und 13:27 Uhr mit dem Thema:
"Heinz Jankowiak und die ZERV"
Die Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität war ein Kind der Wende und wurde knapp zehn Jahre alt. Mehr war nicht beabsichtigt. Das meiste, was sie zu ermitteln hatte, war nach dieser Zeit - auch nach zweimaliger Verlängerung – verjährt. Was nicht verjährt, zum Beispiel Mord, wird seitdem von den passenden Fachdienststellen des Landeskriminalamts weiterbearbeitet.
Der damalige Bundeskanzler Kohl erklärte sie zur "großen nationalen Aufgabe", sein Innenminister Schäuble mochte dennoch nicht das Bundeskriminalamt damit betrauen. So kam die ZERV nach Berlin – nach dem Tatortprinzip: Die DDR war "von Berlin aus zentralistisch gelenkt" worden. Ab 1991 wurde sie aufgebaut mit gut 300 Beamten aus der ganzen Republik verteilt über die ganze Stadt. 1994 endlich fand sich ein Ort, an dem alle zusammen Platz hatten, bis die ZERV schließlich Ende 2000 abgewickelt werden konnte: H2 lang und H2 rund – zwei Trakte des legendären Flughafens Tempelhof, der derzeit gerade mal wieder abgewickelt werden soll.
Auch als Podcast, Audio-Download, live via Internet und als Funkmanuskript unter www.inforadio.de Suchfunktion: NAHAUFNAHME)


Die Telefonische Mord(s)beratung

wdr5-krimi.jpg
mordsberatung Süchtige und Drogendealer sind ein beliebtes Personal in Krimis. Sie sind Spitzel, stehlen, betrügen, morden oder dealen und machen das ganz große Geld. Besonders interessant wird es, wenn sie selbst zu den Ermittlern gehören.
Völlig nüchtern widmet sich das kriminalistische Trio Manfred Sarrazin (Krimibuchhandlung Alibi), Reinhard Jahn (deutsches Krimiarchiv) und die Gerichtsreporterin Ingrid Müller-Münch dem Thema. Im literarischen Gepäck haben die drei außerdem spannende Neuerscheinungen.
WDR 5 Hörerinnen und Hörer können sich unter der kostenfreien Telefonnummer: 0800- 5678 555 oder per E-Mail: mordsberatung@wdr.de mit Fragen oder Anregungen an der Sendung beteiligen.
Ach ja, die Sendung! Sie kann gehört werden und zwar am:
Samstag, den 26. April 2008 um 20:05 Uhr auf WDR 5 ... hier


Wörtches Crime Watch No. 132

crime-watchEs wäre ganz und gar falsch, meint Thomas Wörtche in der 132. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch", roenkae-bruderland.jpg Matti Rönkä in den üblichen Parametern des "skandinavischen Krimis" à la Mankell&Co. zu lesen. Rönkä schreibe schlackenfrei, karg aus Prinzip, präzise aus Leidenschaft und witzig, da wo man's nicht erwarte. Besonders dann, wenn er Alltag beschreibe, die wenig glamourösen Seiten des heutigen Lebens. Wie überhaupt die stillschweigende Sturheit, mit der Rönkä auch in "Bruderland" (Grafit Verlag) alle Normen ignoriere, wie man angeblich einen "Krimi" schreibt, bewunderswert sei. Am Ende stehe dann ein grandioser Kriminalroman ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 17/2008 lesen.



saviano-GomorrhaARTE: »Der Blick in den Abgrund«

In dem Reportageroman "Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra" (Hanser) des italienischen Journalisten und Schriftstellers Roberto Saviano geht es um die Machenschaften und Verstrickungen der neapolitanischen Mafia. Nach Erscheinen des Buchs musste der Autor seine Heimatstadt verlassen, lebt heute versteckt .
Exklusiv auf der "Metropolis"-Homepage gibt es als Videostream nun die Fortsetzung des Interviews mit dem italienischen Autor ...
mehr


Gibson-QuellcodeBayerisches Fernsehen: »Das andere Genre: Ein hybrides Universum sich überlagernder Realitäten«:

Ein Container voller unterschlagener US-Dollars aus dem Irak-Krieg, der auf den Meeren der Welt von einem dubiosen Schiff aufs nächste wechselt, Geheimdienstleute, die das Geld haben wollen, und ein Veteran des CIA, der den anderen die Freude daran vergällen will. William Gibson, einst Kultautor des Cyberspace, hat daraus einen herrlichen Roman gemacht: "Quellcode" (Klett-Cotta Verlag). Ein bisschen politisch engagiert gegen George Bush, ein bisschen skeptisch über die Moral von Künstlern und Journalisten, ein bisschen Spuk und Paranoia, einiges an Ironie und Witz und am Ende eine Überraschung. Die Redaktion der Sendung "Lesezeichen" hat sich nicht ohne Grund mit William Gibson in München in der Pinakothek der Moderne getroffen.
Die Sendung ist zu sehen am So., 27.04.2008 um 9.45 Uhr, wiederholt am Di., 29.04.2008 um 23:00 Uhr und Sa., 03.05.2008 um 22:00 Uhr [BR-alpha] ... mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke über Blut- und Busenliteratur: "Flop" von Ken Bruen und Jason Starr ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Tess Gerritsen und ihren Streit mit Lesern, die kritisieren ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp: El Topo ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph denkt nach über Dr. Booß' Meinung von der unglaublichen Vielzahl überflüssiger Bücher, die sich gut verkaufen ... Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kurz und schmerzlos


Die Autorin, die die Täter versteht
:
Karin Fossum traut sich was. Nach "Der Mord an Harriet Krohn", in dem sie plausibel machte, was in jemandem vorgeht, der eher zufällig zum Mörder wird, stellt sie nun einen Pädophilen in den Mittelpunkt. Sylvia Staude über den Roman "Wer anders liebt" in der Frankfurter Rundschau

Vermischtes


Von der Landrätin zur Literaturvorlage: Trotz des Dementis der scheidenden Fürther Landrätin Gabriele Pauli über ein angebliches eigenes Buchprojekt wird demnächst ein von ihr zumindest inspiriertes Buch erscheinen. "Das Lächeln der Landrätin" hat der Münchner Krimiautor und Journalist Harry Luck sein neuestes Werk getauft. Ein Beitrag in der "Welt"

Kalender

WRBurnettWR Burnett
Am 25. April 1982 stirbt der amerikanische Schriftsteller William Ripley Burnett im Alter von 82 Jahren in Santa Monica, Kalifornien (* 25 November 1899 in Springfield Ohio). Er schrieb 36 Romane, 60 Drehbücher, ausserdem Lieder und Theaterstücke.
Nach seinem Umzug vom beschaulichen Springfield ins brodelnde Chicago im Jahr 1927 fand er seinen Stoff und schuf mit "Little Caesar", "High Sierra" und "Asphaltdschungel" Klassiker der Kriminalliteratur.
Info:
mordlust.de, William Marling (engl.) , Shots Magazine (engl.)

Donnerstag, 24. April 2008


Die Kolumne von Markus Schnabel

Markus Schnabel arbeitet und lebt derzeit als Übersetzer in Krakau und schreibt an seiner schnabel-markus.jpg Abschlussarbeit über aktuelle Krimiliteratur in Polen. Also genau der richtige Mann, über die Entwicklungen in der polnischen Krimiszene zu berichten. Er wird uns nun regelmäßig seine Schwarze Post schicken. Hier ist die Nr. 4!
Neue Krimis aus Polen
Die junge polnische Krimiautorin Gaja Grzegorzewska (geb. 1980) führt in Interviews gerne Christie und Chandler als Vorbilder an. Und tatsächlich, bewies sie sich mit ihrem im Vorjahr veröffentlichten Krimierstling "Zniwiarz (Der Schnitter)" als Vertreterin der Schule Agatha Christie's und des "looked room" Szenarios. Irek Grin hat nach den Thrillern "Szerokiej drogi, Anat" (2002), "Szkarlatny habit" (2005) und der Krimierzählung "Bezpanski pies" (2005) nun mit "Pan Szatan" (2007) seinen neuesten, extrem spannungsgeladenen, Roman abgeliefert. Darin stellte er nicht nur sein enormes Wissen rund um den Thriller unter Beweis ...
Markus Schnabel berichtet über neue Trends in der polnischen Kriminalliteratur ... mehr



cooper-das-fuenfte-flugzeug.jpg sueddeutsche/buecher.de: »Warum hassen Sie Amerika?«

Die Marketingidee ist clever. "Das fünfte Flugzeug" (Kiepenheuer & Witsch Verlag) ist ein Spätstarter. Bücher, in denen es um die angeblich verschleierten Hintergründe von 9/11 geht, sind schon einige erschienen. Auch wenn die Angabe eines Übersetzers das Gegenteil behauptet: Eine amerikanische Originalversion dieses Buches gibt es nicht. Hinter dem angeblichen Verfasser John S. Cooper verbirgt sich ein deutscher Journalist. Ihm geht es vor allem darum, durch das Aufzeigen von Widersprüchen in der offiziellen Darstellung seine verschwörungstheoretische Konstruktion möglichst plausibel zu gestalten. Doch gehört das lebhafte Erzählen nicht zu den Stärken des Autors.
Von Christoph Haas ...
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chabon-Die-Vereinigung-jiddischer-Polizisten.jpgWeltwoche: »Zion auf Eis gelegt«:

Meyer Landsman ist Michael Chabons höchst eigene Version von Philip Marlowe, Sam Spade oder Lew Archer. So wie "Die Vereinigung jiddischer Polizisten" (Kiepenheuer & Witsch) Chabons höchst eigene Version eines Kriminalromans in der Hard-boiled-Tradition darstellt. Mordopfer und Detektiv werden gleich auf der ersten Seite eingeführt. Auf der dritten wird der Tatort inspiziert, und auf der fünften liefern sich Landsman und sein Partner Berko Shemets den ersten ihrer von beidseitiger Kaltschnäuzigkeit geprägten Dialoge. Dass Chabon auf diesem knappen Raum ausserdem erhellende psychologisch-biografische Exkurse über seine Protagonisten unterbringt sowie historisch-geopolitische Angaben über Sitka macht, ist bemerkenswert....
Von Sacha Verna ... mehr


niemi-der-mann-der-starb-wie-ein-lachs.jpgBrigitte: »Liebeserklärung an Schweden«

Skurril, surreal, schwedisch: Nach seinem großen Erfolg "Populärmusik aus Vittula" hat Mikael Niemi jetzt einen Krimi geschrieben. "Der Mann, der starb wie ein Lachs" (btb Verlag) heißt das Buch und spielt wie "Populärmusik" im Tornedal. Mit BRIGITTE.de sprach der Autor über seine Heimat, seine Familie und den "blodstämmare".
Von Stefanie Hentschel ...
mehr


mccall-smith-blaue-schuhe-fuer-eine-kobraStern: »Erfolgskrimis mit Afrikas Miss Marple«

Ein Medizinrechtsprofessor wurde zum gefeierten Bestsellerautor. 25 Millionen Mal verkauften sich Alexander McCall Smiths Krimis um die afrikanische Detektivin Mma Ramotswe, die mit viel Geduld und Rotbuschtee ermittelt. "Blaue Schuhe für eine Kobra" (Heyne Verlag) heißt der jüngste Band. Im stern.de-Interview spricht er über die Verfilmung.
Von Andrea Tholl ... mehr


schneider-eine-liebe-im.sechsachteltakt.jpgMDR: »Viel Symbolik verschleiert Inhalte«

Weil er nicht als Kleinkünstler oder Kabarettist bezeichnet werden wollte, nannte sich Helge Schneider "die singende Herrentorte". Nun bringt er sein 11. Buch auf den Markt. "Eine Liebe im Sechsachteltakt" (Kiepenheuer & Witsch) so der Titel seines sozialkritischen Kriminalromans.
Die Story liefert für jeden etwas: Dramatik, Sex, Gemetzel und Gesellschaftskritik.
Ein Buchtipp in der Sendung "artour" | MDR FERNSEHEN | 24.04.2008 | 22:05 Uhr ...mehr

Vermischtes


Der C.S.I.-Effekt - Teil 4: Die Erforschung der DNA und das systematische Anlegen von Datenbanken hat die Arbeit der Gerichtsmedizin revolutioniert. Im praktischen Alltag der Gerichtsmediziner bleiben aber noch viele Fragen offen, wie bei der Untersuchung lebender Personen. Ein Beitrag beim "ORF"

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke mit Dr. Rutger Booß, Verleger und Geschäftsführer des "Grafit"-Verlages und dessen Interview zum Welttag des Buches ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner ist fast am Ende (mit ihrer Magisterarbeit) ...

Krimilady:
Henny Hidden über Claudia Piñeiros "Ganz die Deine" und eine Hausfrau, die zur Höchstform aufläuft ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit der Kurzrezension zu "Be my enemy" von Christopher Brookmyre ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit "Nix mit Suspense" über die Anthologie "Hell’s Bells" ...

NuT:
Joachim Linder mit Courtroom Drama (Bibliographie) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Pieke Biermanns Radioserie und Gisa Klönnes "Nacht ohne Schatten" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Mittwoch, 23. April 2008

schmauchspuren-rot-246x339.gif Die Krimikolumne von Peter Hiess.
hiess-peter-smoke.jpg Wir präsentieren Ihnen heuer die No. 14

thomas-kaelter-als-der-kalte-krieg.jpgWer glaubt heute noch an den Kalten Krieg? Oder an clevere Serienkiller? In Wahrheit sind wir doch von Perversen und verbrecherischen Idioten umgeben - und das wissen natürlich auch Krimiautoren. Peter Hiess hat's selbst gelesen.
Peter Hiess zu Büchern von Warren Ellis ("Crooked Little Vein"), John Katzenbach ("Der Fotograf"), Ken Bruen & Jason Starr ("Slide"), John Lange ("Grave Descend") und Ross Thomas ("Kälter als der Kalte Krieg") ... mehr


Radio-tipp

» Alte Ganoven«
Von Rainer Link
23. April 2008 | Deutschlandradio Kultur | 00:05 Uhr |
"Und dann hab ich 'nen Polizeibus umgekippt ..." - "Und dann mit 'nem Wagenheber die Schaufensterscheibe eingeschlagen ..." - "Und dann gab es richtig Kleinholz ..." - Und dann? Sind sie plötzlich im Pensionsalter: Berufs-Ganoven der alten Garde. Schwerverbrecher waren sie nicht gerade, aber doch schwere Jungs. Und nun sind sie im Rentenalter, ohne Rente beziehen zu können.
Denn Räuber und Schläger, Hehler und Betrüger haben keine Altersvorsorge.
Autor Rainer Link hat sich von vier alten Ganoven ihre Geschichten erzählen lassen: Heldengeschichten aus verklärten Jugendzeiten, Leidensgeschichten vom Älterwerden. Aus dem Gefängnis kamen sie immer raus, aus den Verhältnissen aber nie. Nur einer schaffte es, legal zu werden - als Drehbuchautor von Knastfilmen. ... mehr



schneider-Hunkeler-und-die-goldene-Hand.jpgDer Standard:
»Hunkelers missglückte Kur im Dreiländereck«

Der Basler Kriminalkommissär Peter Hunkeler liegt im lauwarmen Wasser eines Solebades und hat eine Depression. In "Hunkeler und die goldene Hand" (Ammann Verlag) geht es nicht um einen besonders raffinierten Kriminalfall, sondern um das Altern und die Schönheit der Rheinlandschaft: eine sympathische Synthese.
Von Ingeborg Sperl ...mehr


giovinazzo-potsdamer-platz-berlin-bibliothek.jpgBerliner Zeitung: »Berlin ist unser Vietnam«:

Vielleicht brauchte es einen Amerikaner, um erkennen, was in den Berliner Großbaustellen der Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts auch noch steckte: Grandioses Material für einen hammerharten schwarzen Kriminalroman. Der Roman heißt "Potsdamer Platz" und erschien 2003, sein Autor Buddy Giovinazzo, geboren 1960, lebt schon seit 1998 in Berlin.
Die erste Kontaktaufnahme zu dem Autor, dem kein Mordszenario zu abartig ist, geschah über den legendären, 2001 verstorbenen Verleger Erich Maas und seinen Hardcore-Krimi-Spezialisten Frank Nowatzki, der in seinem "Pulp Master"-Label beim Maas Verlag Giovinazzos Romane auf Deutsch herausbrachte. "Potsdamer Platz" schrieb der Amerikaner dann gleich für Pulp Master, wo das Buch als Original in deutscher Übersetzung herauskam. Lange vergriffen, erscheint es nun heute als Band 22 der Berlin-Bibliothek...
Von Brigitte Helbling ... mehr


simmons-terror.jpgevolver: »Herr des Schreckens«:

Kein Schriftsteller hat in so vielen Grenres so markante Duftmarken gesetzt. In der SF zieht Dan Simmons regelmäßig breite Spuren, ob mit herausragenden Kurzgeschichten, dem "Hyperion"-Nachfolger "Endymion" oder mit "Illium", der "Illias" als space opera. Als Meister des historischen Polit-Thrillers erweist Simmons sich wiederum in "Fiesta in Havanna": Simmons' Auge für Details macht diesen Thriller authentisch. Der bodycount in den Simmons-Krimis ist genauso hoch wie das Tempo der schwarzen Thriller. Inzwischen hat er auch noch eine Privatdetektivserie im Rennen, die eher an Jim Thompson und Richard Stark orientiert ist als an Raymond Chandler. Anläßlich des neuen Romans von US-Nervenkitzler Dan Simmons knöpft sich Martin Compart nicht nur "Terror" vor, sondern auch gleich das restliche Œuvre des literarischen Allrounders ... mehr


reichlin-die-sehnsucht-der-atomeDeutsche Welle: »Natürliche Ordnung mit absurden Verästelungen«:

"Die Sehnsucht der Atome" (Eichborn Verlag was für ein Titel für einen Kriminalroman! Da denkt man doch eher an ein Sachbuch, an postmoderne Lyrik, an naturphilosophische Betrachtungen ... Aber nein, es handelt sich bei Linus Reichlins lustiger Geschichte um einen Krimi, und der trägt seinen Titel ganz zurecht, das zeigt direkt der Beginn des Ganzen. Tja. Das ist Kriminalliteratur, die zwar mit der Realität nicht viel zu tun hat - die aber der Wahrheit der Realität auf den Grund zu gehen sucht, und das auf charmante, komische und höchst versierte Art und Weise. Der Schweizer Linus Reichlin legt mit "Die Sehnsucht der Atome" ein fulminantes Debüt hin ...
Von Ulrich Noller ... mehr

Kurz und schmerzlos

todd-schwarze-spiegel.jpg
Der Inspektor mit der Stimme im Kopf
:
An Inspektor Rutledge muss man sich gewöhnen. Zu seltsam ist es, dass eine Stimme in seinem Kopf sitzt, die Stimme eines Mannes, den er erschossen hat. Doch die Rutledge-Reihe hat nicht nur das seltsamste Ermittler-Duo, "Todd" erzählt überzeugend von einer anderen Zeit, als Herren noch ihren Hut zogen und Damen kompromittiert werden konnten. Sylvia Staude über Charles Todds "Schwarze Spiegel" in der Frankfurter Rundschau

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke über Gangster im Glück: "Abzocker" von Lawrence Block ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Edgar 2008 - Beurteilung der nominierten Bücher II: Bestes erstes Buch ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und über die Verleihung des Gumshoe 2008 ...

NuT:
Joachim Linder Justizfilm (1960), Gewaltdarstellung (Forschung) und über Wilhelm Rettlers Krimi "Blokker I." ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt wieder das Folk bloggen, z. B. über: Lesen Frauen Krimis anders als Männer? Schreiben sie gar anders? Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


Der C.S.I.-Effekt - Teil 3: Im November 2000 erschütterte das Unglück von Kaprun die österreichische Öffentlichkeit. Im führerlosen Ende der Gletscherbahn war Feuer ausgebrochen. 155 Menschen fanden im Flammenmeer den Tod, nur zwölf überlebten. Ein Beitrag beim "ORF"


krimiland-kehdingen-osteWenn es zwölf schlägt in Drochtersen: Rund 80 Kilometer nördlich von Hamburg scheint die perfekte Krimikulisse zu sein. Im Marschland zwischen Elbe und Nordsee wird gemordet, was das Zeug hält: mit Gift, einem Strick oder schlicht mit der Pistole.
Alles nur fiktiv - denn das Kehdinger Land ist Krimiland.
Ein Beitrag von Vera Altrock beim "Hamburger Abendblatt"


Empfehlung der Alligatorpapiere....................................................
McGahan-Last-Drinks
Ein packender Politthriller. "Das beste Buch seit Jahren." Sydney Morning Herald
Antje Kunstmann Verlag
....................Empfehlung der Alligatorpapiere...........................

Kalender


molsner-michael.jpeg Michael Molsner wurde am 23. April 1939 als Sohn eines Schriftstellers und einer Journalistin in Stuttgart geboren, wuchs in Allenstein (Ostpreußen), Aalen und München auf. Er studierte zwei Semester Germanistik und Anglistik in Heidelberg und begann dann als Gerichtsreporter und freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften zu arbeiten. Er schrieb, ("wann immer ich Geld brauchte") unter dem Pseudonym "Robert Cameron" und den Sammelspeudonymen "Bill Alamo" und "John Drake" Heftromane. Er verfaßte auch ein Kinderbuch und schließlich eine Reihe von Kriminalhörspielen und Kriminalromanen, die zunächst in der rororo-thriller-Reihe erschienen, wo er sich mit dem Herausgeber Richard K. Flesch wegen des Manuskriptes zu ROTE MESSE überwarf.
Sein TATORT-Film "Tote brauchen keine Wohnung" aus dem Jahr 1974, den Wolfgang Staudte für den Bayerischen Rundfunk inszenierte, galt lange als "der verschwundene TATORT" der ARD, weil er nach der Erstsendung wegen angeblicher "Linkslastigkeit" mit einem Sperrvermerk versehen wurde, der bis ins Jahr 1992 eine Wiederausstrahlung verhinderte. In seinen Kriminalromanen verwertet Molsner oft Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Reporter – ohne Anlehnung an reale Fälle, aber doch gelegentlich von ihnen inspiriert. 1998 erhielt er als Würdigung seines Lebenswerkes den "Ehrenglauser" der Autorengruppe deutsche Kriminalliteratur DAS SYNDIKAT. (Text: "Lexikon der deutschen Krimi-Autoren")
Info bei Lexikon der deutschen Krimi-Autoren , Homepage des Autors , Laudatio zum Ehrenglauser ,

molsner-michael.jpeg Edith Ngaio Marsh wurde am 23. April 1895 in Merivale, Christchurch als Tochter eines Bankangestellten in Neuseeland geboren († 18. Februar 1982). Ihr Vorname Ngaio (sprich: "Najo") ist ein maorisches Wort und bedeutet soviel wie "Spiegelungen im Wasser". Ihren ersten von insgesamt 32 Kriminalromanen schrieb sie 1932 in London, wo sie zunächst als Innenarchtitektin arbeitete, nebenbei aber auch malte und Stücke schrieb. 1949 gründete sie die British Commonwealth Theatre Company. Ihre lebenslange Begeisterung für das Theater schlug sich auch in ihren Romanen nieder: Die meisten spielen im Theatermilieu, denn ihre große Leidenschaft galt den Figuren und Dramen Shakespeares. Ngaio Marsh wurde 1978 zum "Grand Master" der Mystery Writers of America ernannt, zwei Mal für den Edgar-Allan-Poe-Award nominiert und ein Mal mit dem Silver Dagger ausgezeichnet. (Text: "Random House")
Info bei Krimi-Couch , Wikipedia, Dame Ngaio Marsh's Home (engl.) , kirjasto.sci.fi (engl.) , bastulli mystery library (engl.) .

Dienstag, 22. April 2008

ulrich-kroegers-krimi-tipp
Ulrich Kroegers Krimitipp 3/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

guthrie-abschied-ohne-kuesse.jpgHarte Krimis, hoher Blutzoll, fehlende Tiefenschärfe, erfundene, nachempfundene und hinzugedichtete Literatur und der Schöpfer des Sam Spade.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Lawrence Block, Allan Guthrie, Ken Bruen / Jason Starr, Wolfgang Brenner, Frank Göhre und Joe Gores ... mehr



rees-Der-Verraeter-von-Bethlehem.jpgNDR: »Omar Jussufs erster Fall«

Der walisische Journalist Matt Beynon Rees gibt in seinem hervorragenden Krimidebüt einfühlsam und ausgewogen Einblicke in den krisengeschüttelten Alltag im Nahen Osten."Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) Matt Beynon Rees hat mit Omar Jussuf eine Figur geschaffen, die sich nicht hinter anderen berühmten Ermittlern verstecken muss. Hochspannung pur - gerade weil die Geschichte so real ist: Alle in dem Buch beschriebenen Verbrechen haben sich in all ihrer Grausamkeit wirklich in Bethlehem zugetragen.
Von Sigrid Langhaeuser ...
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niemi-der-mann-der-starb-wie-ein-lachs.jpgWDR 2: »Der Wald, das ist die totale Freiheit!«

In diesem Buch ist alles drin, was einen Krimi ausmacht, aber eben noch ein bisschen mehr: Ausflüge in die schwedisch-finnische Geschichte des Tornedal, plötzliche Einblicke in das Seelenleben der Figuren, Schlenker in der Handlung, die einen aber nie ganz aus der Bahn werfen und ein Ende, das so ganz sicher niemand erwartet hätte. Mikael Niemis Roman "Der Mann, der starb wie ein Lachs" ist alles andere als eine klischeehafte Abfolge von mehr oder weniger lahmen Witzen, sondern ein sehr origineller, überraschender, total ungewöhnlicher Krimialroman.
Von Antje Deistler. ...
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Ein Beitrag, den Sie auch hören können!



raab-der-metzger-sieht-rot.jpglemeus: »Gsterml, Blunzn, Wappler«:

Thomas Raab ist der Shooting Star unter den österreichischen Krimiautoren. Mit dem Roman "Der Metzger muss nachsitzen" war er für den Friedrich-Glauser-Preis in der Kategorie Debut nominiert und nächste Woche erscheint im "Leykam Verlag" sein neuestes Werk "Der Metzger sieht rot"!
Markus Fischer mit ihm gesprochen ... mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Mordende Freaks aus der Geisterbahn:
Jonathan Barnes' fantasievoller Debütroman "Das Albtraumreich des Edward Moon" mutet an wie ein literarischer Amoklauf.
Von Ralf Kramp ... mehr


kluepfel-kobr-laienspielDie Berliner Literaturkritik:
»Terror und Tango: Kommissar Kluftinger vor neuen Herausforderungen«

Das Allgäuer Autorenduo Volker Klüpfel & Michael Kobr hat in seinem neuen Krimi "Laienspiel" (Piper Verlag) wieder aus dem Vollen geschöpft: Ihr Held zeigt sich aufs Neue als cleverer Ermittler mit ausgefallenen Ideen, im Privatleben hingegen als brummeliger Wurzelsepp mit schrulligen Gewohnheiten. Mit reichen Details und Ideen, einer intelligenten Konzeption und "komödiantischem Überschwang" erzählen die Autoren vom aufregenden Leben des "Columbo von Altusried". Auch wenn der Beginn des Romans seine Längen hat und die Verfasser bei einigen Klamaukszenen zu dick aufgetragen haben – die am Ende immer rasanter werdende Jagd auf die Attentäter garantiert Spannung bis zur letzten Seite.
Von Susanna Gilbert-Sättele ...mehr

Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski mit einem Info zu Derec Nikitas "Pyres" und mit einer Liste von fünfzig klassischen Autoren ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp, Kleinkram: Interviews, Listen und Raymond Chandler und mit dem Cover der Woche (Frank Göhre: Peter Strohm) ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis mit Piktogrammen zur Folter ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Bernd Kochanowskis Langbesprechung zu Derec Nikitas "Pyres" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Verpasstes


Morden-im-norden.jpg
Themenabend: Morden im Norden

Grandios verpasst haben wir den Themenabend zur skandinavischen Kriminalliteratur bei ARTE.
Sie stehen auf den Bestseller-Listen ganz oben: spannende Geschichten mit einer gehörigen Portion Nervenkitzel, ungewöhnlichen Morden sowie interessanten Charakter- und Millieustudien - literarisch gekonnt umgesetzt. Was ist das Erfolgsgeheimnis skandinavischer Autoren? ARTE wirft einen Blick auf die nordische Krimiwelt. ... mehr.
Tipp für alle Verpasser:

Onlinetvrecorder

Keine Sendung mehr verpassen: Fernsehprogramme kostenlos online aufnehmen mit onlinetvrecorder.com



Vermischtes


Der C.S.I.-Effekt - Teil 2: Gerichtsmediziner sind keine Kriminalbeamten. Sie werten die biologischen Spuren aus, die ihnen die Ermittler liefern. Dazu gehören Blut, Speichel und Sekret - Spuren und die so genannten Kontaktspuren, die durch Berührungen entstehen. Ein Beitrag beim "ORF"


Montag, 21. April 2008


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: maigret-und-der-verstorbene-Monsieur-gallet.jpg »Maigret-Marathon 2«

Bis jetzt habe ich noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Was ich darüber weiß, weiß ich von Enthusiasten: Den Kommissar nicht zu kennen, sei ein Unglück, sagen sie, sie schwärmen von seiner Präsenz, seiner Methode, sich irgendwie in die Verdächtigen einzufühlen, von dem lakonischen Stil seines Autors und so weiter und so weiter. Also in etwa das, was man von jedem Fan jeder Krimiserie zu hören kriegt.
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche.
Zweite Folge: "Maigret und der verstorbene Monsieur Gallet".
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


dorn-maedchenmoerder.jpgDie Welt: » Mit Rückgrat in tiefste Abgründe«:

Thea Dorn gilt als brutalste Krimiautorin Deutschlands, hat sich mit Eva Herman angelegt und liebt Aristoteles. In ihren Romanen wie im aktuellen Roman "Mädchenmörder" (Manhattan Verlag) werden Leichen zerteilt und verschickt, Schädel zersägt und Gehirne seziert, es wird in Serie gemordet und vergewaltigt, und selten bleiben dabei Details offen. Doch die Berlinerin kann mehr.
Von Jennifer Wilton ... mehr


oker-Dunkle-Geschaefte-am-Bosporus.jpgkulturzeit: »Krimitipps«:

In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin wurden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Linus Reichlin: "Die Sehnsucht der Atome". Ein dunkles Märchen, ein bizarrer Kriminalroman und ein Versuch, das Leben so zu sehen, wie es ist: ein physikalisches Experiment. ...

Celil Oker: "Dunkle Geschäfte am Bosporus". Ein Kriminalroman in einem modernen Istanbul, in dem archaische Strukturen noch immer die dunkle Seite der Metropole nähren..
mehr


schusslochDeutschlandradio: »Serienmord als ästhetisches Phänomen«:

Jack the Ripper, Hannibal Lecter und Co. - Serienmörder haben Hoch-Konjunktur. Der Boom, den solche makaber-gruseligen Gestalten in der Literatur, im Kino und im Fernsehen in den letzten Jahren zu verzeichnen haben, hat die Forschungslandschaft bereits zu einigen Untersuchungen angeregt. Nun beschäftigte sich eine Tagung an der Universität Bonn mit dem Phänomen.
Von Guido Meyer. Ein Beitrag, den Sie auch hören können ... mehr

WDR: »Grausig schönes Hackebeil«:

Sie jagen einem Schauer über den Rücken und faszinieren zugleich: Serienmörder im Film. An der Universität Bonn gab es am Samstag (19.04.08) eine Tagung über sie. WDR.de sprach mit dem Veranstalter Stefan Höltgen darüber, warum in Filmen so viel gemordet wird.
... mehr



Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Informationen zum Genre versorgt.
Am 19. April mit diesen Beiträgen:

cassidy-bewaffnetes-amerika.jpg
Keimfreier Waffenfetischismus

Das Gewaltmonopol des Staates ist ein extrem sinnvolles Prinzip. Und diese Position ist nicht sissyhaft oder selbstgefällig, sondern vernünftig, zivilisatorisch und aufgeklärt. An diesen Werten haperts eben evidentermaßen in den USA, zumindest hinsichtlich Schusswaffen.
Und hier liegt auch das Problem des Fotobands "Bewaffnetes Amerika" von Kyle Cassidy. Natürlich ist er nicht der erste, der mit standardisierten und monothematischen Fotoreihen das Monströse im Normalen und das Normale im Monströsen sichtbar macht. Cassidy dagegen will deutlich "objektiv" und "gerecht" sein und seine Waffenfreunde nicht denunzieren. Deswegen stellt er sie anscheinend nur zur Disposition und lässt die breite soziale Variabilität auf uns einwirken.
Von Thomas Wörtche ...
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hellmann-vor-den-hymnen.jpg Unversicherte Erpresser
Aus dem Brei des wahllos veröffentlichten Mittelmaßes hebt sich "Vor den Hymnen" (Emons Verlag) von Alfred Hellmann nicht zuletzt durch die unterschiedlichen Stimmen seiner Akteure hervor. So hat hier jeder seine eigene Sprache. Hier im Roman genauso wie im Leben selbst. Zu einem grundsoliden Lesevergnügen wird der Roman zudem durch die ausnahmsweise realistisch dargestellte Arbeit der Berliner Polizei. Ein Sahnehäubchen liefert Hellmann zudem mit der letzten Romanseite ...
Von Christian Koch ...
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bude-die-ausgeschlossenen.jpg Politische Kriminalliteratur aus Deutschland
Auch so richtet man eine Kultur zugrunde: Die Hauptstadtliteraten Michael Kumpfmüller und Dirk Kurbjuweit versuchen sich an staatstragenden Politkrimis. Das Ergebnis: Kuschelliteratur. Für Genrespielarten mit politischer Perspektive gibt es derzeit wohl nur eine Hoffnung: Irgendjemand muss Heinz Bude überzeugen, einen Kriminalroman zu schreiben.
Ein Kommentar von Ulrich Noller ...
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Glauser Preis 2008 verliehen

Die Glauser-Preise des Jahres 2008 sind vergeben. Am Abend des 19.April 2008 im Rahmen des "Tango Criminale", zum Abschluß der 22.Criminale, dem Jahrestreffen des SYNDIKATS wurden in Wien die PreisträgerInnen bekannt gegeben. Wer war es denn nun? Wer hat gewonnen?

GLAUSER 2008

Kriminalroman:
LILIAN FASCHINGER: "Stadt der Verlierer" (Hanser Verlag)

Debut:
RAINER GROSS: "Grafeneck" (Pendragon)

Krimikurzgeschichte:
BERNHARD JAUMANN: "Schnee an der Blutkuppe" (Wunderlich Verlag, Anthologie "Zum Sterben schön")

Martin:
BORIS KOCH : "Feuer im Blut" (Beltz und Gelberg Verlag)

Ehrenglauser:
SABINE DEITMER
für besondere Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur.

Die Begründungen zu den einzelnen Preisen finden Sie bei hier



Blogwärts

Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Markus Rothschilds "Todsicher" und Roderick Anscombes "Hinterhältig" gelesen ...

krimiblog:
Ludger Menke über Alfred Hellmann "Vor den Hymnen" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über die Bedeutung einer Nominierung für den Edgar ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp ...

NuT:
Joachim Linder über Legal Fiction Reviews (Law and Literature) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph legt Hand an seinen eigenen Kriminalroman ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


Der C.S.I.-Effekt: In Fernsehserien wie "C.S.I" löst ein Team von kriminaltechnischen Ermittlern Folge für Folge die spektakulärsten Verbrechen; und zwar rasch, präzise und unfehlbar. Die Fiktion weckt Erwartungen, die in der Realität nicht umgesetzt werden können, meint der "ORF"



Kalender
Alistair MacLean

maclean-alistair Am 21. April 1922 wird Alistair Stuart MacLean in Glasgow als Sohn eines Pfarrers geboren († 2. Februar 1987 in München).
Er diente im Zweiten Weltkrieg in der Royal Navy als Torpedo-Mann, wurde von den Japanern in Gefangenschaft genommen und gefoltert. Nach dem Krieg studierte er Englisch an der Universität von Glasgow, wo er 1953 seinen Abschluss machte und fortan als Lehrer arbeitete.
Bereits an der Uni begann MacLean zu schreiben. Mit Kurzgeschichten besserte er sein Einkommen auf und gewann 1954 einen Wettbewerb mit der Geschichte Dileas. Der Herausgeber bat ihn, mehr zu schreiben und es folgte der Roman "Die Männer der Ulysses", der auf eigenen Kriegserfahrungen basierte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und so war MacLean bald in der Lage, sich ganz dem Schreiben von Kriegs- und Spionageromanen zu widmen. In den frühen 1960ern veröffentlichte MacLean zwei Bücher unter dem Pseudonym Ian Stuart, um zu beweisen dass der Erfolg seiner Bücher einzig an der "guten Schreibe" lag und nicht an seinem Namen. Auch diese beiden Bücher verkauften sich gut. In späteren Jahren hatte MacLean immer mehr Alkoholprobleme, an deren Spätfolgen er auch in München am 2. Februar 1987 starb. Er war zweimal verheiratet und hatte 3 Söhne mit seiner ersten Frau.
MacLean veröffentlichte 28 Romane, eine Vielzahl weiterer Kurzgeschichten und zwei Bücher über T. E. Lawrence und James Cook.(Text: wikipedia.de)
Info bei wikipedia.org, krimi-couch.de, Fanseite, www.kirjasto.sci.fi (engl.), www.fantasticfiction.co.uk (engl.).

Freitag, 18. April 2008


block-abzocker.jpgJunge Welt: »Fausers Block«:

Lawrence Blocks Erstling "Mona" – ein Name, den Jörg Fauser im "Schneemann" einer eurasischen Prostituierten von "animalischer Schönheit" geben wird – erschien mit dem hübschen Titel "Die Mörderlady" 1970 auf Deutsch bei Heyne. Daß Block zu Fausers Kanon gehörte, bestätigt sein enger Freund, der Herausgeber renommierter Krimireihen bei Ullstein und Dumont, der "deutsche Krimi-Papst" Martin Compart. Ob Fauser "Mona" in der nun überarbeitet wiederaufgelegten Übersetzung oder im Original, ob er ihn tatsächlich auf Malta oder in seiner Schwabinger Klause gelesen hat: Daß er sich die Grundidee des Plots aneignete und den ersten Entwurf für den "Schneemann" beiseite legte, läßt sich nicht bestreiten.
Ambros Waibel über "Abzocker" von Lawrence Block, gerade wieder frisch aufgelegt in der Reihe "Hard Case Crime" bei Rotbuch .... mehr


zier-tote-saison.jpgFAZ: »Abgemurkste Trutschn«:

Die Kulturpolitikerin Barbara Lochner wird in diesem talschluchttiefen Alpenkrimi nicht einfach das Opfer einer heimtückischen Gewalttat. Zuvor hatte sie es immerhin zum Partei-Terrier ihres Landkreises gebracht. Geriete die Schilderung dieser klimawandlerischen Verschwörung in O.P. Ziers Roman "Tote Saison" (Residenz Verlag) nicht gar so protokollarisch und wären die Motive von Barbara Lochners Mörder am Ende nicht gänzlich nebenrangig für die Geschichte, fänden die virtuosen Kriminalburlesken eines Wolf Haas hier eine milieusichere Konkurrenz.
Von teut ... mehr


ausstellung-for-your-eyes-only
Der Spiegel:
»Gestatten, Fleming - Ian Fleming«

Martinis, Glücksspiel, schöne Frauen: Wie seine Romanfigur liebte James-Bond-Erfinder Ian Fleming das süße Leben und diente als Geheimagent. Anlässlich seines 100. Geburtstags zeigt ein Londoner Museum jetzt die besten Requisiten aus den 007-Filmen - vom Goldcolt bis zum Klappmesser-Schuh.
Von Christopher Peter und Katja Iken ... mehr


miss-marple-dvd.jpgARTE: »Miss Marple forever«:

1930 hatte Agatha Christie eine der originellsten Amateurdetektivinnen der Literaturgeschichte erfunden: die ältliche Miss Marple mit dem wachen Verstand und dem untrüglichen Gespür für Verbrechen und andere menschliche Schwächen. Viermal verkörperte die "kultige" Margaret Rutherford "Miss Marple" auf der Leinwand. Agatha Christie war unglücklich mit der Filmbesetzung ihrer Titelheldin durch Margaret Rutherford, sie entsprach so gar nicht der zerbrechlichen alten Dame in ihren Büchern. Erst eine BBC-Fernsehserie aus den 80ern mit Joan Hickson als Miss Marple gefiel ihr.
Katja Lüber in der Kultursendung "Metropolis" über die außergewöhnliche Erfolgsstory einer Romanfigur. Zu sehen am 19.04.2008 um 20.15 Uhr / 20.04.2008 um 12.00 Uhr (WH) und wahrscheinlich eine Woche als Videostream ... mehr


fauser-die-tournee.jpgDeutschlandradio: »Blick für gesellschaftliche Realitäten«:

Jörg Fauser und den Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser verbindet mehr als nur der Gleichklang ihrer Nachnamen. Beide waren Autoren, die auf eine beachtliche Drogenkarriere zurückblicken konnten. Beide feierten ihre größten literarischen Erfolge im Genre des Kriminalromans, wofür Jörg Fauser posthum mit einem Preis geehrt wurde, den die Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren nach Friedrich Glauser benannt hat. Und beide träumten am nicht vorhersehbaren Ende ihres kurzen Lebens davon, einen großen Gesellschaftsroman zu schreiben. Nun ist in dem kleinen, um das Fausersche Werk sehr bemühten Alexander Verlag dieser Roman mit dem Titel "Die Tournee" als Fragment aus dem Nachlass erschienen.
Von Ralph Gerstenberg ... mehr


kulturzeitkulturzeit: »Krimitipps«:
In der Sendung "kulturzeit", dem 3sat-Kulturmagazin werden wieder die Krimibuchtipps des Monats von Martin Schöne vorgestellt.
Heute, Freitag, um 19.20 Uhr reinschauen oder morgen früh um 9:05 Uhr in die Wiederholung ...
mehr


mieville-un-lun-dun.gifTelepolis: »Das andere Genre: Das andere London«:

Irgendwo außerhalb der Grenzen unserer Realität, ja unserer Vorstellungskraft gibt es eine Stadt, die sich UnLondon nennt. Sie teilt mit ihrem Spiegelbild London eine Menge: städtebauliche Grundmuster, manche Gebäude, Verwaltungsstrukturen - aber immer auf extrem verzerrte Weise. Sie ist die böse Märchenversion von London, aber doch mit dem Original verbunden durch bestimmte, verborgene Grenzübergänge, die für die Eingeweihten zu Verfügung stehen, aber manchmal, selten, auch die Uneingeweihten plötzlich in ein Nebenuniversum zerren.
Marcus Hammerschmitt über China Miévilles Roman "Un Lon Dun" ... mehr


bottini-Im-Auftrag-der-Vaeter3sat: »Heimatlosigkeit als Thema«:

Ähnlich wie in den beiden ersten Bonì-Romanen gelingt es Oliver Bottini wieder sehr geschickt, Krimihandlung mit Zeitgeschichte zu verknüpfen. Diesmal geht es um die Geschichte der Jugoslawiendeutschen in Kroatien und Bosnien. Unabhängig von diesem konkreten Konflikt behandelt Bottini das Problem der Heimatlosigkeit, der Entwurzelung, das alle Figuren in "Im Auftrag der Väter" verbindet. Bottini sprengt mit seiner unkonventionellen Erzählweise die Grenzen des traditionellen Krimis und hat so einen genreübergreifenden Spannungsroman geschrieben, dessen Lektüre hier wärmstens empfohlen werden soll.
Von Susanne Zaun ... mehr

Termine:
Festival:
Criminale
criminalelogo-wien08-gros-1.jpgBeim größten deutschsprachigen Krimifestival, das erstmals in Österreich stattfindet, präsentieren von 16. bis 20. April 2008 über 220 KriminalschriftstellerInnen in über 80 Veranstaltungen ihre neuesten Werke.

Mehr Infos und das Programm: hier

Mord ist ihr Beruf ...
... aber natürlich nur der Literatur-Mord. 1986 gründeten 20 renommierte Krimi-Schriftsteller als ihre Interessensvertretung "Das Syndikat", das mittlerweile mehr als 400 Mitglieder aus dem deutschen Raum zählt. Das jährliche Treffen der deutschsprachigen Krimiautoren findet diesmal von 16. bis 20. April in Wien statt.
Für die Autoren dürfte Wien allerdings nicht nur als Schauplatz von Mord, Raub und Totschlag, sondern auch wegen der Gala "Tango Criminale" interessant sein, die am Samstag, dem 19. April, im Wiener Rathaus über die Bühne geht und in deren Rahmen der begehrte Friedrich-Glauser-Preis verliehen wird. Ein Beitrag von Verena Franke in der "Wiener Zeitung" ... mehr

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner wird interviewt! Online zu hören ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über den Edgar 2008 - Beurteilung der nominierten Bücher I: Taschenbücher ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und Vorstellung des Krimijahrbuches 2008 ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Jochen Königs Besprechung von Thea Dorns "Mädchenmörder" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Donnerstag, 17. April 2008

Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 25
hall-gedankenhaie.jpg Passend zum aktuellen Wetter erscheint der aktuelle Krimi-Kurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, der 25., der Frühlings- und zugleich der Jubiläums-Kurier. Das ist doch der beste Anlass, Krimiautoren, Herausgeber und Kritiker über - natürlich - Krimis, eigene und fremde, Hintergründe und Tatsachen schreiben zu lassen.
Was Jörg von Bilavsky, Horst Eckert, Roger M. Fiedler, Gunter Gerlach, Stefan Lichtblau, Jim D. Madison, Bob Mendes, Thomas Przybilka, Chris Rippen, Christoph Spielberg, Thomas Wörtche und Klaus-Peter Walter geschrieben haben, lesen Sie ...
hier
Von Gisela Lehmer-Kerkloh


mccarthy-kein-land-fuer-altemaenner.jpgNDR:
»Gewalt als grundlegender Bestandteil der amerikanischen Gesellschaft«

"Breitengrad des Blutes" nennt Cormac McCarthy den Landstrich an der mexikanischen Grenze, der nur Gewalt hervorbringt. Und er beschreibt diese Gewalt als grundlegenden Bestandteil der amerikanischen Gesellschaft. Die Moral ist aus den Fugen.In "Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag) verbinden sich Western und Thriller mit biblischen Motiven. Das ist von einer unerbittlichen Wucht, die einen schlicht überwältigt. Es ist nicht nur eine gute Filmstory, sondern auch ein beeindruckender Roman.
Von Krischan Koch ...mehr


schuenemann-der-bruder.jpgNDR:
»Psychologie-Thriller der Verdächtigungen«

Schon mit seinem ersten Kriminalroman konnte Christian Schünemann sein Publikum von seinem Hobby-Detektiv, dem Frisör Thomas Prinz, überzeugen. Der hat einen edlen Salon im Zentrum von München, ist schwul, gebildet, vermögend und vor allem vermag er genau hinzusehen und zu beobachten. In "Der Bruder" (Diogenes Verlag), dem zweiten Fall für den Frisör, geht es zurück in die Familiegeschichte von Thomas Prinz, die plötzlich eine übermächtige Rolle in der Gegenwart spielt. Der Frisör sieht als guter Beobachter einfach tiefer in die Menschen hinein und reflektiert stets darüber, dass er eigentlich Besseres zu tun hätte. Aber was er anfasst, macht er mit eleganter Perfektion. So wie sein Schöpfer Christian Schünemann auch.
Von Stefan Maelck ...mehr


donzowa-bis-dass-der-tod-uns-scheidet.jpgtext und web: »Tanja und der Touch of Evil«

Was Darja Donzowa betrifft, darf man getrost von einer Vielschreiberin sprechen. In knapp zehn Jahren hat sie annähernd 50 Kriminalromane veröffentlicht, von denen in Russland 71 Millionen Exemplare zirkulieren. Das Licht des deutschen Buchmarktes wird die Mehrzahl dieser Schmöker wohl nie erblicken - und vielleicht ist das auch gut so Der Aufbau-Verlag jedenfalls hat sich aus den vier Serien, die Donzowa regelmäßig vorantreibt, jene um die Hobbydetektivin Jefrossinja Romanowa herausgesucht und damit keinen schlechten Griff getan. "Bis dass dein Tod uns scheidet" ist schon das vierte ins Deutsche übertragene Abenteuer der taffen Moskauerin.
Von Dietmar Jacobsen ...
mehr

Blogwärts

Krimilady:
Henny Hidden über einen kleinen, feinen Roman, der am reizvollen Bodensee beheimatet ist ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzrezension: "Queenpin" von Abbott ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer stellt Neues aus dem Kino vor: Chiko, Street Kings ...

NuT:
Joachim Linder über Systemsoziopathologie ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Lee Childs "Sniper" und die Abgründe des Eindimensionalen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


Eine ordentliche, gerade noch verbal geführte Keilerei Wolfgang Schorlau wird Stadtschreiber in Trabzon und sorgt gleich für handfesten Wirbel um Orhan Pamuk. Eine Meldung des Fachmagazins "Buchmarkt"


Termine:
Festival:
Criminale
criminalelogo-wien08-gros-1.jpgBeim größten deutschsprachigen Krimifestival, das erstmals in Österreich stattfindet, präsentieren von 16. bis 20. April 2008 über 220 KriminalschriftstellerInnen in über 80 Veranstaltungen ihre neuesten Werke.

Mehr Infos und das Programm: hier

Mittwoch, 16. April 2008


temple-shooting-star.jpgDer Tagesspiegel: »Nobel über Leichen gehen«

Wie auch immer Peter Temple nach Deutschland gekommen ist, seine Krimis gehören zum Interessantesten, was es derzeit am anderen Ende der Welt gibt. Ähnlich wie der in Deutschland bereits durchgesetzte Garry Disher zeichnet Temple das Bild einer von Kriminalität, Rassismus und politischer Verantwortungslosigkeit ausgehöhlten Gesellschaft. Seine Thriller um den grundsympathischen Jack Irish, die jetzt nach und nach übersetzt werden sollen, sind kein schlechter Einstieg in sein Werk. Dichter und kälter sind allerdings Temples Romane mit wechselnden Hauptfiguren. Dazu gehört "Shooting Star" (C. Bertelsmann Verlag), der gerade erst auf Deutsch erschienen ist.
Kolja Mensing in seiner Kolumne "Verbrecher JAGD" ...
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berndorf-BruderdienstDie Welt: » Berndorf und der Schrecken der Schollen«

Es lässt sich psycholinguistisch gewiss ertragreich darüber spekulieren, warum der Journalist Michael Preute, Jahrgang 1936, als Krimiautor seinen Namen in Jacques Berndorf geändert hat. Er hat jedenfalls etwas vollbracht, was einem selbst dann Respekt abringt, wenn man seine heimaterdenschweren Romane um Schuld und Sühne weniger schätzt als einen der handelsüblichen schicken Euro-Krimis: Berndorf hat Deutschland lange Zeit vor Andrea Maria Schenkels Realo-Krimis um Schuld und Sühne in der bajuwarischen Provinz beigebracht, dass von deutschem Boden gern einmal wieder ein guter Krimi ausgehen darf.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
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doenhoff-savoy-blues.jpgTagblatt: »Swingender Widerstand ...«:
"Montagsmord" heißt die (leider) nur vierteljährlich erscheinende Krimikolumne von Sonja Lüthi Ihle im "St. Galler Tagblatt".
Frisch erschienen ist eine neue Ausgabe, in der folgende Titel besprochen werden:

Friedrich Dönhoff: "Savoy Blues" (Diogenes Verlag) Ein rasanter, gut geschriebener und reflektierter Krimi, der vielversprechend auf weitere Fälle mit Hauptkommissar Fink hoffen lässt.

Ernst Solèr: "Staub im Schnee". (Grafit Verlag) Hauptmann Fred Staub schlittert durch den Fall und hadert beim Finale mit sich selber: Ein wunderbar launenhafter Krimi.
Jan Seghers: "Partitur des Todes" (Wunderlich Verlag) Ein raffiniert konstruierter Plot, dessen verschlungene Stränge sich erst im Knoten des Finals lösen.
... mehr


Gibson-QuellcodeDer Westen: »Das andere Genre: Die Gegenwart zerfließt«:

Vielleicht hätte er sich das Ganze nie ausdenken sollen. Als William Gibson 1984 den Ausdruck "Cyberspace" erfand, konnte er nicht ahnen, dass er später der Hausheilige von Futurologen und "Wired"-Lesern werden würde. Dabei schreibt Gibson, 60, seit ein paar Jahren gar keine Science Fiction mehr. Nach "Mustererkennung2 (2003) ist "Quellcode" (Klett-Cotta Verlag) sein zweiter Roman im Hier und Jetzt. Das Buch ist ein High-Tech-Agententhriller und darüber hinaus eine Reflexion über Paranoia und Überwachung in der Post-9/11-Ära.
Ingo Juknat hat mit dem Schriftsteller gesprochen ... mehr

Termine:
criminalelogo-wien08-gros-1.jpg Festival:
Criminale
Beim größten deutschsprachigen Krimifestival, das erstmals in Österreich stattfindet, präsentieren von 16. bis 20. April 2008 über 220 KriminalschriftstellerInnen in über 80 Veranstaltungen ihre neuesten Werke.
Die Eröffnung der CRIMINALE am Mittwoch, 16. April, ist der feierliche Auftakt. Die AutorInnen feiern mit Bürgermeister Dr. Michael Häupl und als Ehrengast Justizministerin Dr. Maria Berger sowie Prominenz aus Kultur, Politik, Exekutive und Legislative – und den LeserInnen!
Mehr Infos und das Programm: hier


Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke über Allan Guthrie: "Abschied ohne Küsse" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Amazons Versuch den Markt des Print on demand (POD) an sich zu ziehen ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den ausgewählten Frühjahrsmorden 2008: dtv ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt das Folk bloggen und die Criminale hochleben ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender
Kingsley Amis
amis-kingsley.jpg Am 16. April 1922 wird Kingsley Amis in London geboren ( † 22. Oktober 1995 in London)
Kingsley Amis studierte Anglistik in Oxford und war nach seiner Militärzeit (1948 bis 1961) Englisch-Dozent an den Universitäten in Swansea und Cambridge.
Amis war in seiner Jugend Mitglied der kommunistischen Partei und wurde zu den heimatkritischen Angry Young Men gezählt. Sein erster Roman Glück für Jim (Lucky Jim) gilt als typisches Werk dieser Zeit und wurde mit dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet. Nach und nach folgte aber die Desillusionierung über den Stalinismus und nach dem Ungarn-Aufstand 1956 entwickelte er sogar in eine anti-kommunistische Haltung. Als konservativer Tory stand Amis schließlich in Opposition zur intellektuellen Linken.
Kingsley Amis war ein recht vielseitiger Schriftsteller, der in verschiedenen und über verschiedene Genres schrieb, zum Beispiel Science Fiction und phantastische Literatur. Eine besondere Vorliebe hatte er für die Spionageromane von Ian Fleming. Mit Geheimakte 007 schrieb er eine umfangreiche Analyse des berühmtesten Geheimagenten der Welt, James Bond, und nach dem Tod Flemings wurde ihm als Erstem die Ehre zuteil, die Serie fortsetzen zu dürfen (James Bond auf der griechischen Spur, 1968).
Info:
Wikipdia, Die Zeit 1, bond007, Die Zeit 2

Dienstag, 15. April 2008


rotbuch-pulpDer Spiegel: »Welt ohne Gewinner«

Die Sonne scheint hier nur, um dunkle Schatten zu hinterlassen: Der Rotbuch Verlag veröffentlicht unter dem Banner Hard Case Crime wunderbar düstere Krimis. Mit Lawrence Blocks düsterem Krimi-Klassiker "Abzocker", Allan Guthries "Abschied ohne Küsse", und "Flop" von Ken Bruen und Jason Starr startet der Rotbuch Verlag seine deutsche Ausgabe der hoch gelobten amerikanischen Hardboiled-Serie, versehen mit knalligen, gemalten Titelbildern, die an die Hochzeit der Pulp-Literatur in den fünfziger Jahren erinnern.
Von Jörg Böckem ...
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FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Geplanter Amoklauf:
Nur noch sieben Tage will Peter Crumb leben. In dieser Zeit legt er eine Blutspur quer durch London und möchte sich selbst und seinen größten Widersacher töten.
Henrike Heiland über den Roman "Sieben Tage" von Jonny Glynn ... mehr


goehre-Mo-Der-Lebensroman-des-Friedrich-Glauser.jpgDie Welt: »Hält man Geborgenheit aus?«:

Der Schweizer Friedrich Glauser (1896-1938) gilt als Vater der modernen deutschen Kriminalliteratur. Und der Hamburger Frank Göhre, selbst ein Kriminalschriftsteller von Rang, als sein Prophet. Das Syndikat benennt seinen jährlich verliehenen Preis für den besten Kriminalroman nach Glauser. Und doch steht es nicht gut genug um Glauser. Nur wenige kennen das Werk dieses epochemachenden Schriftstellers, und auch sein kurzes, wild aufflackerndes Leben ist eher Schemen und Gerücht geblieben. Frank Göhre hat sein eigenes Schriftstellerleben lang immer wieder über den "Zeitgenossen Glauser" geschrieben. Jetzt hat er mit "MO" (Pendragon Verlag) sein persönlichstes Buch über Glauser vorgelegt, einen "Lebensroman", der weit mehr ist als eine Ehrenbezeigung zum 70. Todestag am 8. Dezember 2008. Es ist das Porträt eines Bruders im Geiste, eines Kämpfers, der auch ein Verlorener war.
Tobias Gohlis hat mit Frank Göhre gesprochen ... mehr


goehre-Mo-Der-Lebensroman-des-Friedrich-Glauser.jpggToGo: »Die Droge der Befreiung«:

1938, am 8. Dezember, stirbt Friedrich Glauser in Nervi bei Genua. Die Hochzeitspapiere sind bereits beschafft, am Tag zuvor sollte es zum Standesamt gehen. Gültige Papiere zu besorgen war für Glauser nicht einfach. Seit 1918 stand er unter Kuratel. Jede Handlung, die einem mündigen Bürger frei steht, musste sich der Schriftsteller, der zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts zählt, von einem Vormund genehmigen lassen. Der Anlass: "Mo". So nannte Glauser die Droge, von der er zeit seines erwachsenen Lebens nicht loskam, für deren Beschaffung er Rezepte fälschte, einbrach, stahl, log. Morphium. MO hat deshalb der Hamburger Kriminalschriftsteller Frank Göhre seinen "Lebensroman" genannt, der jetzt, zu Beginn des Glauserjahrs 2008 erscheint (Pendragon Verlag). Höchstes Lob: Göhre weckt erneut die Lust, Glauser zu lesen.
Von Tobias Gohlis ... mehr


goehre-Mo-Der-Lebensroman-des-Friedrich-Glauser.jpgDie Welt: » Mo wie Morphium«:

Wäre es nach Friedrich Glauser gegangen, dem bescheidenen Begründer des deutschsprachigen Krimis, so hätte er den Roman seines Lebens wohl allenfalls in eine Kurzgeschichte gepresst. Gerade mal einen lakonischen Absatz umfasst eine biografische Selbstauskunft, die der Romancier und Dadaist, Morphinist und Psychiatrie-Insasse gegen Ende seines exzessiven, haltlosen Lebens dem befreundeten Journalisten Josef Halperin erteilt hat. "MO" Die Abkürzung für das Rauschmittel Morphium, dem Glauser über weite Strecken seines Lebens verfallen war, souffliert zugleich den Titel für Frank Göhres "Mo. Der Lebensroman des Friedrich Glauser" (Pendragon Verlag). In diesem aus Fakten und Fiktion gewobenen Text, dessen rauschhafte Lektüre zugleich süchtig nach den Originaltexten des begnadeten Ironikers und Krimischriftstellers Glauser machen kann, zeichnet der Thrillerromancier und Drehbuchautor Frank Göhre eine Sucht- und Psychiatriekarriere nach, die ihresgleichen sucht.
Von Hendrik Werner ... mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke über dprs kleinen Exkurs über Musik und die Analogien zur Kriminalliteratur. ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 75 mit Christine Sylvester "Barocke Engel" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über Ken Bruens "Priest" und über das Krimijahrbuch 2008 ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer über "Bloody Cover" und mit dem Cover der Woche (Joe Gores) ...

NuT:
Joachim Linder über Die Gesetze des True Crime (Kalteis) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit Bernd Kochanowskis Langbesprechung von Ken Bruens "Priest" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender
Jacques Futrelle In der Nacht vom 14. zum 15. April 1912 stirbt Jacques Futrelle an Bord der untergegangenen "Titanic". Nach Zeugenaussagen gelingt ihm noch, seine Frau in ein Rettungsboot zu schieben, er selbst bleibt zurück und geht mit dem "unsinkbaren" Titanen der Seeschifffahrt unter. Seine gerettete Frau May Peel Futrelle starb erst im Alter von 91 Jahren.
Jacques Futrelle (* 15 April 1912 Pike, County, Georgia) arbeitete für Zeitungen und kurze Zeit als Theatermanager. Er schrieb Romane, Krimis und Erzählungen. Überlebt und bekannt gemacht haben ihn aber die Kurzgeschichten um Professor August S.F. X. Van Dusen, genannt "The Thinking Machine".

Info:
Wikipdia, Krimi-Couch, Encyclopedia Titanica, Das van Dusen Handbuch, auserdem bei futrelle.com (engl.), vandusen.de, Professor van Dusen, rgoetz.de.

Am 15. April 1993 Leslie Charteris stirbt der britische Krimiautor Leslie Charteris. Bekannt wurde Leslie Charteris durch seine Serie von über 40 Romanen über "The Saint", den dandyhaften Detektiven Simon Templar, im Fernsehen verkörpert durch Roger Moore.
Charteris wurde am 12. Mai 1907 als Leslie Charles Bowyer Yin in Singapur geboren. Seine Mutter war Enländerin, sein Vater ein chinesischer Arzt. Er lernte chinesisch und malaiisch vor der englischen Sprache. Im Alter von 17 Jahren verkaufte Charteris seine erste Geschichte und im Alter von 26 Jahren änderte er seinen Namen. Er studierte Jura in Cambridge, doch nach dem Erfolg der ersten Bücher "X Esquire" und der ersten Simon Templar-Geschichte "Meet the Tiger" (1927) brach er das Studium ab. Er versuchte sich noch in anderen Detektivstories, kehrte mit dem sechsten Buch aber wieder zu Simon Templar zurück. Trotz der Erfolge blieb sein Einkommen vorerst spärlich und er arbeitete in den 30ern in Hollywood als Drehbuchschreiber. The Saint wurde 1935 das erste Mal verfilmt und erlebte seitdem unzählige Adaptionen.
Im Jahre 1991 erhielt Charteris den "Diamond Dagger" der britischen "Crime Writers Association" (CWA) für sein Gesamtwerk.
Info:
Wikipedia, saint.org (engl.), kirjasto.sci.fi. (engl.), xzine.de,

Montag, 14. April 2008


maigret-lesen-FAZ.jpgFAZ: simenon-maigret-und-pietr-der-lette.jpg »Warum ich jede Woche einen Maigret-Roman lesen werde«

Bis jetzt habe ich noch keinen Maigret-Roman in die Hand genommen. Was ich darüber weiß, weiß ich von Enthusiasten: Den Kommissar nicht zu kennen, sei ein Unglück, sagen sie, sie schwärmen von seiner Präsenz, seiner Methode, sich irgendwie in die Verdächtigen einzufühlen, von dem lakonischen Stil seines Autors und so weiter und so weiter. Also in etwa das, was man von jedem Fan jeder Krimiserie zu hören kriegt.
Über siebzig Maigret-Romane hat Georges Simenon geschrieben. Jetzt erscheinen sie in revidierter Übersetzung beim (Diogenes Verlag) auf deutsch, chronologisch geordnet, ein Roman pro Woche. Erste Folge: "Pietr der Lette".
Maigret-Novize Tilman Spreckelsen liest mit ... mehr


mccall-smith-blaue-schuhe-fuer-eine-kobraDer Spiegel: »Ein Huhn für die Nachbarin«

Seine Bücher um die afrikanische Detektivin Mma Ramotswe verkauften sich weltweit sensationelle 25 Millionen Mal, in den USA wird die Heldin gar als "Miss Marple Botswanas" gefeiert. Das Erfolgsrezept von Alexander McCall Smith: ansteckende Heiterkeit und gesunder Menschenverstand. "Blaue Schuhe für eine Kobra" (Heyne Verlag) heißt der jüngste Band. Darin sieht sich die junge Köchin einer Universitätskantine in eine Erpressung verwickelt und bittet die Detektivin um Hilfe.
Von Angela Gatterburg ... mehr


mccarthy-kein-land-fuer-altemaenner.jpgRheinischer Merkur:
»Der letzte Cowboy«

Ein Plot, den man so gut aus tausendundeinem B-Movie zu kennen scheint, dass er mit seinem ganzen Blut zum Klischee geronnen ist, zum Einer-gegen-alle-Mythos. Nein, Angst vor uramerikanischen Mythen hat der mit fast allen US-Literaturpreisen ausgezeichnete Cormac McCarthy nie gehabt –so auch nicht im jetzt auf Deutsch erschienen Roman "Kein Land für alte Männer" (Rowohlt Verlag),Der Roman des US-Kultautors ist ein düsterer Thriller und ein gewaltiger wie gewalttätiger Abgesang auf den amerikanischen Western.
Von Raoul Löbbert ...mehr


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgt.
Am 12. April mit diesen Empfehlungen:

littell-Die-Soehne-Abrahams.jpg Patina der Angst
Der Großmeister des Spionage-Thrillers und langjährige Nahost-Korrespondent Robert Littell entwirft ein Szenario der nahen Zukunft: "Die Söhne Abrahams" (Scherz Verlag) ist ein streng komponiertes, in levantinische Farben getauchtes Lehrstück über die tödliche Symmetrie des Fundamentalismus.
Von Nele Hoffmann ...
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reichlin-die-sehnsucht-der-atomeORF: »Belgischer Ermittler mit Physikfetisch«:

Schon jetzt liegt einer der Krimis des Jahres vor: "Die Sehnsucht der Atome" (Eichborn Verlag), geschrieben vom Schweizer Sexkolumnisten, Journalisten und Autor Linus Reichlin. Das Buch ist nicht nur durchkomponiert - bisweilen entsteht der Eindruck des ökonomisch Kalkulierten. Belgien ist Schauplatz des Romans, und auch Kommissar Jensen fällt mit der Verschrobenheit eines 50-jährigen Beamten nicht gerade aus dem Rahmen konventionell gestrickter Bestseller. Reichlin erweist sich aber als Meister der Gewichtung. Wohldosiert setzt er die für sich genommen konventionellen Elemente der Erzählung zu einem packenden Krimi zusammen, immer bereit, aufgestellte Thesen wieder zu verwerfen.
Von Simon Hadler ... mehr


pinol-Pandora-im-Kongo.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Wer erzählt hier eigentlich?«:

Tommy Thomson ist Ghostwriter, das letzte Glied einer Kette literarischer Serientäter. Er soll die Geschichte eines des Mordes bezichtigten Zigeuners aufschreiben, um dessen Verteidigung vor Gericht zu erleichtern. Doch das, was dieser ihm erzählt, ist eine erstklassige Räuberpistole – mit fremden Wesen aus der Unterwelt. Das Spielen mit den Konventionen der Trivialliteratur macht "Pandora im Kongo" (S. Fischer Verlag) von Albert Sánchez Pinol noch nicht zu einem tiefgründigen Werk. Aber die doppelbödige, nur selten berechenbare Schauerromantik ist aufreibend, scharfsinnig und abwechslungsreich.
Von Dennis Wippich ... mehr

Blogwärts

Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Lilo Beils "Das Licht unterm Scheffel" und Lawrence Blocks "Verluste" gelesen ...

krimiblog:
Ludger Menke über Alfred Hellmann "Vor den Hymnen" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über den "Galaxy British Book Award" und die Rolle, die "Book of the Dead" von Patricia Cornwell dabei spielt ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit sachdienlichen Hinweisen: Tatort, Taverniers James-Lee-Burke-Verfilmung, Friedkins Georges-Arnaud-Verfilmug und Ken Bruen ...

NuT:
Joachim Linder über Schmolling, Fonk und Poe ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit einem kleinen Exkurs über Musik und was das mit der Kriminalliteratur zu tun hat ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


heib-EisblutBloody Cover Bereits zum siebten Mal wurde das originellste, stimmigste, markanteste oder kurzum das schönste Krimi-Cover des vergangenen Jahres eines deutschsprachigen Autors ermittelt. Dazu nominierte die "Ehrenwerte Gesellschaft Münchens" aus fast 300 Neuerscheinungen des Jahres 2007 zwölf Finalisten. Mehr als 3000 Krimifans wählten daraus das "Bloody-Cover 2008".
Gewonnen hat ... mehr


Verbrechen lohnt sich doch Die Criminale, das Festival des deutschsprachigen Krimis, findet kommende Woche erstmals in Wien statt. Beim größten Autorentreffen Europas geben sich die Vertreter des Genres selbstbewusst. Ein Beitrag von Sebastian Fasthuber bei ... Der Standard

Empfehlung der Alligatorpapiere....................................................
McGahan-Last-Drinks
Ein packender Politthriller. „Das beste Buch seit Jahren.“ Sydney Morning Herald
Antje Kunstmann Verlag
....................Empfehlung der Alligatorpapiere...........................

Kalender

Horace McCoy
Horace McCoy Am 14.April 1897 wird Horace McCoy in Pegram, Tennessee geboren († 15.Dezember 1955).
McCoy arbeitete als Sportjournalist, war Gründer einer Theatergruppe und Drehbuchautor. Er ging Anfang der 30er Jahre nach Hollywood und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der "hard-boiled"-Schule, die schonungslos amerikanische Verhältnisse spiegelte. Sein Roman "They shoot Horses, don't they?" (Ums nackte Leben), die bittere Geschichte eines Tanzmarathons wurde ein Klassiker der modernen Literatur und 1969 von Sydney Pollack verfilmt.
Info:
mordlust.de , Die Welt , kirjasto.sci.fi (engl.), Literary Encyclopedia (engl.), William Marling (engl.),

Freitag, 11. April 2008

Axel Bußmers TV & Buchtipps 12. – 25. April 2008

LA MAFIA FAIT LA LOI.jpg
Arsenic_And_Old_Lace_Poster.jpgin den kommenden beiden Wochen laufen wenige Verfilmungen von Kriminalromanen. Aber dafür haben die Sender einige selten gezeigte Perlen ausgegraben.
Von der Insel kommen zwei empfehlenswerte TV-Premieren: der neue Zweiteiler "Vorm Abgrund" in der Reihe "Der Preis des Verbrechens" (nach einem Drehbuch von Lynda La Plante) und das Bürgerkriegsdrama "Shooting Dogs" (nach einem Drehbuch von David Wolstencroft) ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Pieke Biermanns Kriminalreportage


kriminalreport Berliner Verbrechen: Die Krimi-Autorin Pieke Biermann erzählt wahre Fälle, die sonst nur in den Randzonen der Medien Erwähnung finden.
Als Leseerlebnis in der Zeitung "Der Tagesspiegel" und als Hörerlebnis im "infoRADIO/RBB".

Freitag, den 1. April 2008 um 10:27 und 13:27
"Zwischen Hiphop und Hartz IV"
Wie sieht die Praxis aus, wenn jugendliche Straftäter tatsächlich “weggesperrt” sind, wie oft lautstark gefordert? Was passiert mit den Weggesperrten? Was heißt Resozialisation? Und wer sind die Leute, die daran arbeiten?
Zentrales Lernziel: Friedliche Koexistenz. Berufsperspektiven überhaupt mal im Kopf eröffnen gehört auch dazu – damit die Jungs nicht klemmen bleiben zwischen Hiphop-Traum und Hartz IV-Realität.
In der Jugend-U-Haftanstalt Kieferngrund kümmern sich 13 Mitarbeiter der "Universal-Stiftung Helmut Ziegner" um Werkstätten, Sporttraining, E-Learning. Pieke Biermann hat mit ihnen gesprochen:
Die Sendung ist auch per PC und als Podcast abrufbar. (Wiederholungen Sonntag 13:45 und 18:45 und Montagnacht 04:45)
Als Printversion Samstag im "Tagesspiegel"


Radio-tipp

» Weiblich, kriminell, erfolgreich«
Krimiautorinnen auf der Spur
WDR 5: venus_fm | 12. April 2008 | 15:05 Uhr | Moderation/AutorIn: Antje Deistler, Redaktion: Verena Lutz
Andrea Maria Schenkel ist eine Ausnahmeerscheinung. Die bayrische Hausfrau hat mit ihren beiden schmalen Kriminalromanen "Tannöd" und "Kalteis" gleich zwei Mal hintereinander den Deutschen Krimipreis gewonnen. Ein noch nie da gewesener Erfolg. Vor allem für eine Frau in der Branche. Denn obwohl die meisten Krimis von Frauen gelesen werden und sich mit Agatha Christie, Minette Walters oder Patricia Cornwell große weibliche Namen unter den Bestsellerautoren finden, gehen die prestigeträchtigen Literaturpreise hierzulande meist an Männer. Woran liegt das? Sitzen zu viele Männer in den Jurys, denen eine "weibliche Schreibe" weniger gefällt? Gibt es überhaupt so etwas wie "Frauen-" und "Männerkrimis"?
Diesen Fragen geht venus_fm pünktlich zur "Criminale", dem jährlichen Treffen der deutschsprachigen Kriminalschriftsteller, das dieses Jahr in Wien stattfindet, nach. ... mehr



Borcherding-Witzke08.jpgtext und web: »Beter een lütten Fisch, as gor keen op'n Disch!«

Wenn's seit geraumer Zeit in jeder deutschen Ecke vor krimineller Energie nur so vibriert, darf natürlich der Nordosten nicht fehlen. Ruth Borcherding-Witzke und Silvija Hinzmann haben sich deshalb - nach zwei Bändchen mit Kurzkrimis aus Thüringen und Sachsen - jetzt dort umgesehen und präsentieren mit "Tödliches von Haff und Hering" eine durchwachsene Sammlung von Kurzgeschichten, unter die man - auch das hat inzwischen fast Tradition - regionale Kochrezepte gemischt hat. Frei nach dem Motto: Erst gibt's eins auf die Rübe, anschließend Wrukeneintopf mit Gänseklein. Alles in allem pendelt sich die 18 Texte umfassende Sammlung auf einem mittleren Niveau ein. Literarische Sternenküche kommt nur einmal vor, aber Deftiges aus Topf und Pfanne findet der Leser allemal und nur das Wenigste ist völlig ungenießbar.
Von Dietmar Jacobsen ...
mehr


Gibson-QuellcodeBF: »Das andere Genre: Ein hybrides Universum sich überlagernder Realitäten«:

Ein Container voller unterschlagener US-Dollars aus dem Irak-Krieg, der auf den Meeren der Welt von einem dubiosen Schiff aufs nächste wechselt, Geheimdienstleute, die das Geld haben wollen, und ein Veteran des CIA, der den anderen die Freude daran vergällen will.
William Gibson, einst Kultautor des Cyberspace, hat daraus einen herrlichen Roman gemacht, ein bisschen politisch engagiert gegen George Bush, ein bisschen skeptisch über die Moral von Künstlern und Journalisten, ein bisschen Spuk und Paranoia, einiges an Ironie und Witz und am Ende eine Überraschung. Ein Beitrag in der Sendung "Lesezeichen" des Bayerischen Fernsehens ... mehr


ausstellung-for-your-eyes-only
Die Berliner Literaturkritik:
»Bond-Vater als Schreibtischagent im Kampf gegen die Nazis«

Bonds Schöpfer Ian Fleming, dessen 100. Geburtstag am 28. Mai die Briten mit Hingabe vorbereiten, war in seiner Geheimdienstzeit während des Zweiten Weltkriegs ein echter Schreibtischagent. Gegen die Nazis kämpfte der Mann, der den bekanntesten Actionhelden der Gemeindienstszene schuf, vor allem mit Ideen. Im "Imperial War Museum London" gibt es vom 17. April an eine große Ausstellung: "For Your Eyes Only: Ian Fleming and James Bond".
Von Thomas Burmeister ... mehr

Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski über abweichende Rezensionen ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp (Angst über der Stadt ) und einem Beitrag über den Film "21" ...

NuT:
Joachim Linder über "Kalteis": Die Nazijustiz im ersten Kapitel ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph zum Littell-Stammtisch, kurzer Nachklapp ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender
croft-freeman Wills Am 11. April 1957 stirbt der britische Krimiautor Freeman Wills Crofts in Worthing, Sussex, England( * Juni 1879 in Dublin)
Er wuchs in Nordirland auf, begann mit 17 Jahren eine Lehre bei der Eisenbahn und schaffte es bis zum Oberingenieur bei "Belfast and Norther Counties Railway". Während einer langen Krankheit schrieb er 1919 seinen ersten Krimi "The Cask", der 1920 erschien.
Er schrieb etwa 40 Krimis, 30 davon sind den Ermittlungen des Inspektors Robert French von Scotland Yard gewidmet. "French ist ein Vorläufer der sogenannten 'procedural school' Detektive; er geht so vor, wie ein wirklicher Detektiv von Scotland Yard vorgehen würde" schreibt "Reclams Kriminalromanführer" (1978). Info bei krimi-couch.de, wikipedia, x4all.nl (engl.).

Peter O'Donnell
odonnellpeterAm 11. April 1920 wird Peter O'Donnell geboren.
Peter O’Donnell hat mit Modesty Blaise eine Kultfigur geschaffen, die auch nach über vierzig Jahren überzeugt.
Seine erste Erzählung verkaufte er im Alter von sechzehn Jahren, angeblich für 4 Shilling 10 Pence. Nach dem Zweiten Weltkrieg, der O’Donnell als Funker mit der Army unter anderem ins damalige Persien führte (wo er ein Schlüsselerlebnis hatte: er begegnete einem kleinen Flüchtlingsmädchen, das die Vorlage für Modesty Blaise wurde)
Am 13. Mai 1963 erschien der erste Modesty-Blaise-Comicstrip, allerdings nicht im Daily Express, für den er ursprünglich konzipiert war, sondern im Evening Standard. Die Modesty-Blaise-Strips wurden ununterbrochen, zeitweise in 42 Ländern, bis 2001 gedruckt, die allerletzte Episode erscheint am 11. April 2001. Während der Arbeit am ersten Modesty-Blaise-Film (1966 unter der Regie von Joseph Losey und mit Monica Vitti als Modesty) tauchte die Idee eines Buchs zum Film auf. Von da an war die Erfolgswelle nicht mehr aufzuhalten. Es entstanden im Lauf der Jahre die elf weltweit berühmten und millionenfach verkauften Romane und zwei Sammlungen von Modesty-Blaise-Kurzgeschichten.
Ein Special zu und ein Interview mit Peter O'Donnell gibt es beim Verlag und zwar hier .
Weitere Infos:
wikipedia , kaliber. 38 , 3sat ,

Francis Durbridge
DURBRIDGE Am 11. April 1998 stirbt Francis Durbridge in London (* 25. November 1912 in Hull, Yorkshire).
Durbridge arbeitete nach seinem Studium der englischen Sprache kurzfristig als Börsenmakler, publizierte aber bereits 1938 seinen ersten Kriminalroman. Er war 30 Jahre bei der BBC als Hörspiel-Autor tätig und publizierte 35 Romane, die meist die Stoffe der bereits von Radiosendernsendern ausgestrahlten Hörspiele verwerteten und zum Teil auch in Coproduktion mit anderen Autoren entstanden.
Sein bekanntester Held war der fiktive Kriminalschriftsteller und Hobbydetektiv Paul Temple, der in den in Deutschland erschienenen Radio-Hörspielen von Rene Deltgen gesprochen wurde. Paul Temple ist der berühmteste Detektiv, der je für das Radio erfunden wurde. Erfunden wurde er in den 1930er Jahren für die BBC von Douglas Rutherford und Francis Durbrigde. Lange vor dem modernen Serienboom beherrschte Durbridge die Kunst der "Cliffhanger" meisterlich: indem er immer im spannendsten Moment aufhörte, ließ er sein Publikum der nächsten Folge entgegen fiebern. Was er im Hörspiel lernte, perfektionierte er später im Fernsehen: "Das Halstuch" (1962) und "Melissa" (1965) waren im deutschen Fernsehen absolute Straßenfeger.
Infos bei:
Toms Krimi-Treff , wikipedia, "kirjasto.sci.fi" (engl.), Durbridge-Forum.

Donnerstag, 10. April 2008


taylor-der-ruf-des-henkers.jpgARTE:
»Ungelöste Vergangenheitsverstrickung«

Lydmouth ist ein Ort, den Krimifans kennen sollten. Dort, in einer kleinen fiktiven Stadt an der Grenze zu Wales, hat Andrew Taylor seine Serie mit Kriminalromanen angesiedelt, die scheinbar ganz der Ausschmückung der Vergangenheit verfallen sind.
Meisterhaft versteht es Taylor, den Schein einer scheinbar friedlichen Kleinstadtwelt, deren Konflikte im Grunde lächerlich, aber für die Betroffenen hochbedeutsam sind, aufzubauen und zugleich in dieser nostalgischen Gemütlichkeitsaura präzise Zeichen zu platzieren, die den kommenden Kollaps vorausahnen lassen. Tobias Gohlis stellt das Buch "Der Ruf des Henkers" (Goldmann Verlag) als Krimi des Monats bei ARTE vor ... mehr


rotbuch-pulpDie Welt: »Pulp Crime in Serie«

Den Ritterschlag für diese beachtliche Serie erteilte, noch kurz vor seinem Ableben, der Altmeister Mickey Spillane, dessen Privatdetektiv Mike Hammer als der krude Inbegriff des Pulp-Crime-Genres gelten darf. Daher ist an dieser Stelle ein Warnhinweis geboten: Nur für Liebhaber sind die jetzt auf Deutsch erschienenen Exemplare von "Hard Case Crime" empfehlenswert, die der Rotbuch Verlag gerade ohne jede erkennbare Angst um seinen guten Ruf in die Bücherwelt gesetzt hat.
Hendrik Werner stellt in der Kolumne "Mörder & Jäger" regelmäßig Literatur über Mörder und ihre Jäger vor ...
mehr


zeh-schilf.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Paralleluniversum oder der Anfang eines Wahns?«

Die Schriftstellerin Juli Zeh bezieht gerne politisch Stellung. Jetzt hat sie sich mit "Schilf" (Schöffling & Co) wieder der Prosa zugewandt. Alles in diesem Buch ist ein "Für und Wider", wo die Protagonisten eigentlich Zusammenspiel und Harmonie leben – oder zumindest denken, dass sie es tun. Dabei weiß der Leser immer ein bisschen zu viel über die Figuren.
Von Kerstin Fritzsche ... mehr

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 74 mitJoachim Körber (Hg.) "Das Morden ist des Winzers Lust" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzrezension: "Head Games" von Craig McDonald ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp (Fröhliche Ostern) und Neuem im Kino: 21, Tödliche Entscheidung ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis über den Kritikerstammtisch ...

NuT:
Joachim Linder weist hin auf einen Aufsatz: Überlegungen zur Großstadt im postmodernen Kriminalroman ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Roger Graf: "Die Frau am Fenster" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...

Mittwoch, 9. April 2008


fischer-und-verfuehre-uns-nicht-zum-boesen.jpgDer Standard: »Gewürze und Amsterdamer Geheimnisse«

Cornelius Fischer provoziert in "Und verführe uns nicht zum Bösen" (Ehrenwirth Verlag) starke Emotionen und zeichnet eindrückliche Bilder. Der Plot scheint zunächst einfach konstruiert, doch er erweist sich mit der Zeit als viel komplizierter, weil hier so vielschichtige Kulturen mit so unterschiedlichen Wertehaltungen aufeinanderprallen. Gut zu wissen, dass Fischer bereits an seinem dritten Krimi mit dem Amsterdamer Commissaris arbeitet: bitte mehr davon!
Von Ingeborg Sperl ... mehr


burnside-die-spur-des-teufels.jpgFAZ:
»Die Spur verliert sich im Schnee«

Wie eine düstere Ballade setzt der Roman "Die Spur des Teufels" (Knaus Verlag) ein, wenn er uns diesen Kleinstadtspuk zu Anfang nacherzählt, in langen und gewundenen Sätzen von großartiger Wucht und Schlichtheit - für die der Übersetzer Bernhard Robben eine wunderbar atmende, kraftvoll rhythmisierte Prosa findet. Bei aller Schicksalsmacht und -last, die er beschwört, verfährt Burnsides Roman allerdings eher im Stil eines Kammerspiels, auf kleiner, enger Bühne und mit sparsamen, hochwirksam eingesetzten Mitteln.
Von Tobias Döring ...mehr

Wörtches Leichenberg

child-sniper.jpg Während allerlei feuilletonnotorische AutorInnen mit Hohem Ton und wenig Ahnung am "Criminal" scheiterten, entstehe gute Literatur da, wo das Genre straight bleibe, meint Thomas Wörtche in seiner Kolumne "Leichenberg" aus dem Nürnberger "Plärrer", die jetzt bei den Kollegen von "kaliber. 38" erschienen ist. rucka-lieber-whiteout.jpg Lee Child zum Beispiel, dessen neuer Roman "Sniper" eine sehr kluge Umdrehung der CSI-Ideologie biete, oder die Aberdeen-Romane von Stuart MacBride, deren Nummer drei, "Der erste Tropfen Blut" wie die beiden Vorgänger weiter an einer Phänomenologie des ganz normalen Wahnsinns bastele. Gut weg kommt auch Lawrence Blocks Roman "Verluste", der Comic "Whiteout" nach einem Greg Rucka-Szenario, gezeichnet von Steve Lieber und als Sachbuch des Monats Stephen Kinzers "Putsch!", während die Anthologie "Hell's Bells", herausgegeben von Christiane Geldmacher nur zwei wirklich gute Geschichten enthalte und zudem den Absturz eines ansonsten sehr geschätzten Autors.
Aber lesen Sie selbst und zwar ... hier


camilleri-die-pension-eva.jpgDeutschlandfunk: »Ich betätige mich als Ideenschmuggler«

Lange hatte der gebürtige Sizilianer Andrea Camilleri als Regisseur in Rom gearbeitet, 1978 war sein kaum beachtetes Debüt erschienen, Ende der 80er Jahre folgten historische Romane und Krimis. 1996 brach plötzlich das Camilleri-Fieber aus: Der Schriftsteller wurde innerhalb weniger Monate zum Bestsellerautor und Exportschlager seines Landes. In seinem neuen Buch "Die Pension Eva" erzählt er von seiner Jugend während des Zweiten Weltkrieges.
Maike Albath hat den Autor besucht ... mehr


kui-blaufeuer.jpgDeutschlandradio: »Wer ist Lotse - wer ist Mörder?«

Blaufeuer ist ein maritimer Begriff: Ein Nachtsignal, das zur Anforderung eines Lotsen gegeben wird, bezeichnet man so. Im übertragenen Sinn und auf den Roman gemünzt benötigt die Heldin Janne Flecker in "Blaufeuer" (Hoffmann und Campe Verlag) von Alexandra Kui auch einen Lotsen, denn sie ist in einer beklemmenden Situation orientierungslos geworden. "Blaufeuer" ist mehr als eine spannende Kriminalgeschichte; der Roman ist zwar kein Entwicklungsroman, erhält aber eine ähnliche Tiefe durch die Fragen, die sich die Heldin des Buchs über ihr Leben stellt. Hier wird aus einer Kriminalgeschichte ein bemerkenswertes Buch, das nur zum Schluss schwächelt.
Von Roland Krüger ... mehr

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke mit einem Beitrag zur diesjährigen "Criminale" in Wien ...

Krimilady:
Henny Hidden ist von Thea Dorn beeindruckt ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über negative Kritiken ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer über Paul Lascaux: "Salztränen" ...

Krimi-Tagebuch:
Tobias Gohlis über "Das Jadeauge", Collegeschnulze aus Beijing und die Verwurstung zweier Paprotta-Titel bei Piper ...

NuT:
Joachim Linder fragt, ob man den Einfluß messen könne, den die 'schöne Literatur' auf die Justiz und ihre Urteile habe ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über den Kritikerstammtisch als Metakritik ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...

Vermischtes


»Schöne Leich' für die Leser«:
Es ist eine Art Massentreffen der Literatur-Mörder: Seit 22 Jahren versammelt die Criminale, das größte deutschsprachige Krimifestival, Schreibende und Krimisüchtige in jeweils einer anderen Stadt – heuer ist erstmals Wien das Ziel von mehr als 220 Krimiautoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ein Beitrag bei ... Die Presse.


Kalender
Jacques Futrelle Am 9. April 1875 wird Jacques Futrelle in Pike County, Georgia geboren († in der Nacht vom 14. zum 15. April 1912)
Die Familie stammte von eingewanderten französischen Hugenotten ab.
Futrelle arbeitete zunächst als Journalist für den Sportteil des "Atlanta Journal" und später für den "New York Herald", die "Boston Post" und den "Boston American". 1902 wurde er Manager eines kleinen Theaters in Richmond, Virginia, wo er Stücke zu schreiben begann und auch selbst in mehreren Aufführungen mitspielte. 1905 wurde im "Boston American" der erste Fall der Denkmaschine veröffentlicht, in Form der als Fortsetzungsgeschichte abgedruckten Erzählung "Das sicherste Gefängnis der Welt". Nachdem er bis 1906 beim Boston American beschäftigt war, verließ Futrelle den Journalismus, um sich auf seine Tätigkeit als Schriftsteller zu konzentrieren. In der Nacht vom 9. auf den 10. April 1912 feierte Futrelle mit Freunden seinen 37. Geburtstag, unausgeschlafen machte er sich mit seiner Frau am nächsten Morgen auf den Weg zur Anlegestelle der Titanic, mit der das Paar erster Klasse in die USA reisen wollte. Futrelle kam bei dem Untergang ums Leben
Er schrieb Romane, Krimis und Erzählungen. Überlebt und bekannt gemacht haben ihn aber die Kurzgeschichten um Professor August S.F. X. Van Dusen, genannt "The Thinking Machine". Futrelle erscheint als Protagonist in dem Roman "The Titanic Murders" von Max Allan Collins, der zwei Morde auf der Titanic zum Thema hat.

Info bei Wikipdia, Krimi-Couch, Encyclopedia Titanica, Das van Dusen Handbuch, auserdem bei futrelle.com (engl.), vandusen.de, Professor van Dusen, rgoetz.de.

Dienstag, 8. April 2008

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Mord im vergangenen Leben:
Ein Zehnjähriger gesteht einen Mord, den er niemals begangen haben kann. Denn die Tat geschah vor seiner Geburt. Doch dann wird die Leiche gefunden.
Harry Luck über den Roman "Das Kind" von Sebastian Fitzek ... mehr


rettler-Blokker-I.jpgTelepolis: »Gedoppeltes Eigentum«

In Amerika gibt es in Literatur und Film seit "Rote Ernte" und "China Town" Krimis, welche verbrecherische Machenschaften von Menschen und Unternehmen zum Inhalt haben, die sich Teile der Infrastruktur unter den Nagel reißen. Nun hat Wilhelm Rettler das Genre auch für den Schauplatz Deutschland entdeckt und mit "Blokker I" (BoD) einen Privatisierungkrimi geschrieben. Der praktizierende Jurist lässt in seinem Kriminalroman den Journalisten Hans Blokker undercover in einer Frankfurter Anwaltskanzlei ermitteln, die sich auf ein dem Cross-Border-Leasing-Konzept nicht unähnliches Entschuldungsprogramm von Kommunen spezialisiert hat.
Reinhard Jellen hat mit dem Autor über Roman und Wirklichkeit gesprochen ... mehr


steinhoefel-rico-oskar-und-die-tieferschatten.jpgDie Welt: »Rico ist ein "tiefbegabter" Meisterdetektiv«

Gut um die Ecke denken kann Rico wirklich nicht. Deshalb ist er auch froh, dass "seine" Straße in Berlin-Neukölln schnurgerade ist. Andreas Steinhöfel hat jetzt mit "Rico, Oskar und die Tieferschatten" (Carlsen Verlag) einen Kinderkrimi über den Arme-Leute-Kiez geschrieben. Eher unfreiwillig gerät Rico darin auf die Spur eines skrupellosen Kidnappers.
Von Wieland Freund ... mehr


carofiglio-Das-Gesetz-der-Ehre.jpg taz: »Crime Scene: Dieser Anwalt steht seinen Mann«

Gianrico Carofiglio schreibt genau genommen gar keine Krimis, sondern Gerichtsromane. Das liegt nicht nur daran, dass sein Held Guido Guerrieri, der im "Das Gesetz der Ehre" (Goldmann Verlag) bereits seinen dritten Romanfall bearbeitet, Anwalt ist. Rechtsanwalt gilt als ein weithin akzeptierter, geläufiger Beruf für einen Krimi-Ermittler. Guerrieri aber ermittelt nicht, er ist, was er ist: ein Anwalt, der einen Mandanten vor Gericht aus einer brenzligen Sache herausholen soll. Die Spannung, die aufgebaut wird und die unter anderem dazu beiträgt, dass man diesen Roman gern zu Ende liest, beruht vor allem auf der Frage, ob er das schafft oder nicht. Die Verbrechensaufklärung ist dabei recht nebensächlich.
Von Katharina Granzin ... mehr


fruttero-frauen-die-alles-wissen.jpgDie Welt: »Acht geheimnisvolle Frauen und ein Todesfall«

1972 zeichneten Carlo Fruttero und Franco Lucentini in ihrem Krimi-Bestseller "Die Sonntagsfrau" die Abgründe der feinen Turiner Gesellschaft nach. Fruttero hat nun mit "Frauen, die alles wissen" (Piper Verlag) einen ähnlich brisanten Krimi vorgelegt. Er beginnt mit einer toten Ex-Prostituierten am Stadtrand. Dieser neue Fruttero, würde man dann sagen, ist sehr viel mehr als ein hochgradig gewitzter und beißend ironischer Gesellschaftsroman. Er ist – und das nobilitiert ihn – obendrein ein Krimi.
Von Steffen Richter ... mehr

Mord und Ratschlag

littell-Die-Soehne-Abrahams.jpg Bei den mcgahan-last-drinks.jpg Kollegen vom "Perlentaucher" erscheint regelmäßig die KrimiKolumne "Mord und Ratschlag". In der aktuellen Ausgabe vom 01.01.2008:
Wahnsinn der Vernunft:
In Robert Littells um ein Weniges in eine mögliche Zukunft versetztem Roman "Die Söhne Abrahams" steht der Frieden im Nahen Osten unmittelbar bevor.
Andrew McGahan dagegen blickt mit "Last Drinks" zurück auf einen Skandal aus dem Brisbane der späten Achtziger Jahre.
Von Ekkehard Knörer ... mehr


buhl-375.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Gebrochene Seele im Stasi-Gefängnis«

Für seine Erzählung "Drei Sieben Fünf" (Eichborn Verlag)hat Marc Buhl eine geniale Konstruktion geschaffen: Am Rande des Schwarzwaldes schießt sich der Antiquitätenhändler Paul Cremer eine Kugel durch den Kopf. Der knapp 40 Jahre alte Mann überlebt, doch seine Erinnerung ist gelöscht, zumindest an die vergangenen 20 Jahre. Als er aus dem Koma erwacht, ist er überzeugt, dass er im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen einsitzt, als Nummer "375". Wer wissen will, wie es ist, Gefangener der DDR-Stasi oder irgendeines anderen Geheimdienstes zu sein, der kommt an Marc Buhls Roman nicht vorbei.
Von Ingo Senft-Werner ... mehr

Vermischtes


»Ein neuer Fall für Jan Fabel«:
Davon träumt so mancher Stadtmarketing-Experte: Ein internationaler Thriller-Autor - und das heißt: ein britischer oder amerikanischer - erhebt ausgerechnet eine deutsche Stadt zum alleinigen Schauplatz einer Romanreihe. Kaum war Craig Russells zweiter Thriller "Wolfsfährte" übersetzt und erschienen, wurde dem Schotten durch Hamburgs Innensenator und den Polizeipräsidenten der Freien Hansestadt ein Polizeistern ehrenhalber verliehen. Ein Beitrag bei ... Der Westen.


»Zynische Rachakte im Internet«:
Die Konjunktur des Serienmörderfilms reißt nicht ab. Neben Serienproduktionen wie den Hannibal-Lecter-Filmen oder der "Saw"-Reihe, die schon durch ihr Creative-Killing-Konzept stark an den Slasherfilm der 1980er Jahre erinnert, zeigen sich jedoch zusehends Beiträge mit ernstem Hintergrund und solide erzähltes Hollywoodkino wie jetzt Gregory Hoblits "Untraceable". Stefan Höltgen bei ... telepolis.


Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke weiter auf Streifzug mit interessanten Links und Garry Disher im Interview ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 73 mit Christiane Dieckerhoff, Heinz W. Jezewski "Schillers Schatten" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzvorstellung zu Robert Littell: "Vicious Circle" und mit einer Empfehlung: "The Power of the Dog" von Don Winslow ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und dem Cover der Woche (Leslie Charteris) ...

NuT:
Joachim Linder über Indizienkrimi: Houwald (1817) und dem Hinweis zu Dorothy Dohens Beitrag über "The Wish to be Free" ...

Tatort Krimi:
mit der Besprechung zu John Harvey: Schau nicht zurück ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit den Rezensionen des Kritikerstammtischs zu Robert Littells "Die Söhne Abrahams" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Montag, 7. April 2007


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgt.
Am 5. April mit diesen Empfehlungen:

dorn-maedchenmoerder.jpg Tour des fous
Thea Dorn will mit ihren Büchern schockieren. Ob ihr neuester Schocker "Mädchenmörder" (Manhattan Verlag) schon deshalb Kunst ist, weil darin reihenweise Frauen vergewaltigt und verstümmelt werden und die fiktive Erzählerin eine masochistische Romantikerin ist, darf nach der ebenso wenig appetitlichen wie wenig anregenden Lektüre bezweifelt werden. Aber die akademisch plaudernde Philosophin scheitert nicht nur an den literarischen Hürden, sondern auch an ihren eigenen kunsttheoretischen Zielen.
Von Jörg von Bilavsky ...
mehr


camilleri-il-campo-del-vasaio.jpgNeue Zürcher: »Der Ideenschmuggler«

Paradoxerweise hat moralische Integrität trotz der typischen totalen Regellosigkeit in Italien Hochkonjunktur. Vor zwei Wochen ist Camilleris neuster Montalbano-Krimi, "Il campo del vasaio" (Das Feld des Töpfers), erschienen und sofort auf Platz eins der Bestsellerliste gelandet. Zum dreizehnten Mal lässt der ehemalige Regisseur, der seine literarische Karriere erst im Pensionsalter begann und allein in Italien mehr als zehn Millionen Leser hat, seinen unbeirrbaren Staatsdiener ermitteln. Über achtzig Jahre alt ist Andrea Camilleri. Der Schriftsteller sieht sich als Aufklärer – durchaus politisch.
Von Maike Albath ... mehr


wei-liang-das-jadeauge.jpgDeutschlandradio: »Chinesische Detektivin in heikler Mission«

Mei ist eine moderne Pekinger Frau, die ein Detektivbüro betreibt, ein Auto hat und einen gutaussehenden Sekretär beschäftigt. Die Geschichte beginnt, als ein Freund ihrer Mutter sie beauftragt, ein wertvolles Jadeauge aus der Han-Dynastie zu suchen, das während der Kulturrevolution verschwunden ist. Die Proteste, die auf dem Platz des Himmlischen Friedens stattfanden, spielen in "Das Jadeauge" (List Verlag) von Diane Wei Liang allerdings keine Rolle. Das wird sicher noch kommen, denn das Buch ist der Anfang einer Serie, die Wei Liang rund um ihre Privatdetektivin geplant hat. In "Das Jadeauge" geht es um das Erbe der Kulturrevolution, das bis heute die Beziehungen der Chinesen untereinander vergiftet.
Von Tobias Rapp ... mehr


simenon-maigret-und-der-treidler-der-providence.jpgNDR: »Ein Meister der Atmosphäre«

Er ist bekannt wie Sherlock Holmes oder Miss Marple: Kommissar Maigret. Maigrets Fälle sind selten besonders komplex, manchmal sogar allzu schlicht. Aber nicht weil sie so ausgebufft oder unerträglich spannend wären, liest man diese Romane so gerne, sondern weil Georges Simenon es schafft, mit wenigen Strichen eine Welt erstehen zu lassen. Jetzt wurden 75 Bände um den gutmütigen Pariser neu aufgelegt. NDR Kultur stellt mit "Maigret und der Treidler der 'Providence'" (Diogenes Verlag) den vierten Band als Buch der Woche vor.
Von Tobias Lehmkuhl ... mehr


smith-kind-44.jpgNDR: "Kind 44"- Die Geschichte des Massenmörders Andrej Tschikatilo:
Am 20. November 1990 wurde in der Sowjetunion einer der grausamsten Serienkiller des 20. Jahrhunderts verhaftet: Andrej Tschikatilo, 54 Jahre alt. Er hatte über 50 Kinder und junge Frauen erschlagen, erstochen, vergewaltigt, verstümmelt und teilweise aufgegessen. Der erst 29-jährige Brite Tom Rob Smith hat jetzt ein Buch vorgelegt: "Kind 44". Es versucht, Thriller und Gesellschaftsroman in einem zu sein. Smith hat den Fall in die frühen 50er-Jahre verlegt, um so noch ein ganzes Stück mehr Dramatik ins Geschehen bringen
Das Buch wurde am Sonntag, den 6. April um 23:00 Uhr in der Kultursendung "ttt (titel thesen temperamente)" in der ARD vorgestellt ... mehr.

Blogwärts

Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Andy Oakes "Goldener Reis" und Alfred Hellmanns "Vor den Hymnen" gelesen ...

krimiblog:
Ludger Menke über Carlo Fruttero: Frauen, die alles wissen ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 72 mit Markus Guthmann "Weinstraßenmarathon" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski mit einer Einstimmung auf Ken Bruens "Priest" und über Dispute wegen grammatikalischer Nachlässigkeiten ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer über Charlton Hestons Tod; Scribe-Nominierungen, The big Thrill, Diskussion über Buchbesprechungen, Schnittberichte und Drehbücher online ...

NuT:
Joachim Linder über Schenkel und Leon: eine sinnlose Assoziation ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph kündigt die Eröffnung des Kritikerstammtischs an. Morgen werden sechs RezensentInnen Robert Littells "Die Söhne Abrahams" besprechen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...



Kalender
Jim Thompson
Am 7. April 1977 stirbt Jim Thompson in Los Angeles (* 27. September 1906 in einem Gefängnis in Anadarko, Oklahoma).
Sein Vater war der Sheriff des Ortes und Zocker und musste, nachdem er Geld unterschlagen hatte, fliehen und zog mit seiner Familie von einem Ölfeld zum anderen.
Jim Thompson hatte zahlreiche Berufe, veröffentlichte thompson-jim aber auch schon als 15-Jähriger erste Short Stories. Er schrieb für Reiseführer und Magazine, bis er um 1940 Krimis schrieb, um Geld zu verdienen. In der McCarthy-Ära erhielt auch er Berufsverbot und kam in den 50ern über Stanley Kubrick als Drehbuchautor zum Film. In dieser Zeit schrieb er über 20 Romane, wurde aber auch zum Alkoholiker und war zeitlebens in Geldnot.
Seine Kriminalromane sind zutiefst pessimistisch. Der "Mythologe des Verbrechens", wie er genannt wird, zählt zu den herausragenden Autoren der "Schwarzen Ära". Als er starb, war keiner seiner Romane in Amerika mehr auf dem Markt, während er in Fankreich schon lange zu den ganz großen Autoren der Kriminalliteratur gezählt wurde. Viele seiner Romane wurden verfilmt.
Info:
mordlust.de, wikipedia kirjasto.sci.fi (engl.), kaliber. 38, mockingbird.creighton.edu/NCW (engl.) .

Freitag, 4. April 2008


scahill-black-water.jpgFrankfurter Rundschau: »Die Privatisierung des Krieges«

Jeremy Scahill entfaltet in "Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt" (Antje Kunstmann Verlag) das Panorama eines Unternehmens, das mit einem Trainingszentrum anfing und heute außer im Irak und in Afghanistan unter anderem auch in Aserbaidschan engagiert ist, wo es an einer "Truppenstationierung durch die Hintertür" mitwirkt. Es empfiehlt sich sogar als effizientere Alternative zu "humanitären Interventionen" von UN oder Nato.
Scahills Buch zeichnet sich dadurch aus, dass er häufig - gut recherchierte - Informationen für sich sprechen lässt.
Von Rolf Wiggershaus ... mehr


mcgahan-last-drinks.jpgStuttgarter Zeitung: »Jenseits von Basel: Knarren, Strapse, Borsalinos«:

Musterstücke treffender Analyse und wirklich gelungenen Komprimierens selbst umfangreichster Kriminalromane bietet Thomas Klingenmaier immer monatlich in der "Stuttgarter Zeitung". In der April-Ausgabe seiner diesmal auch wieder online zu lesenden Kolumne "Der aktuelle Krimi" stellt er Bücher von Andrew McGahan ("Last Drinks"), Allan Guthrie ("Abschied ohne Küsse"), Lawrence Block ("Abzocker"), Manfred Wieninger ("Rostige Flügel") und Hansjörg Schneider ("Hunkeler und die goldene Hand vor") ... mehr

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner legt nach: Folge 71 mit Carin Chilvers "150.000 in bar" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski erklärt: Wie kommt man zu Rezensionen? ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp einem Ausflug in den Jazz ...

NuT:
Joachim Linder mit Verbrecherbildern und Antisemitismus, Wien 1890-1914 ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über April! April! und über das Eintreffen des Krimijahrbuches 2008 ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Verpasstes


connelly-The-Overlook.jpgEin Krimiautor in Los Angeles :
Michael Connelly kam mit der Figur eines Kriminalinspektors zu Weltruhm: Sein Name ist Bosch. Harry Bosch. Connelly erfand die Figur 1992, und seine Krimis erreichen seitdem weltweit Millionenauflagen. Sein jüngstes Werk heißt "The Overlook"; die deutsche Übersetzung mit dem Titel "Kalter Tod" erscheint im Oktober 2008. Wie seine neunzehn vorherigen Bücher spielt auch der neue Roman in Los Angeles, der idealen Kulisse für Verbrechen aller Art. In der Sendung "Metropolis" vom 30. März 2008 bei ARTE führte Connelly an die symbolträchtigsten Orte seiner "Roman noirs" und gab Einblick in sein Gesamtwerk.
Sendung verpasst? Sie haben Zeit bis Samstag, den 5. April, diese Sendung im Videostream bei ARTE anzuschauen ... mehr.


Noch nicht Verpasstes


smith-kind-44.jpg"Kind 44"- Die Geschichte des Massenmörders Andrej Tschikatilo:
Der Fall von Andrej Tschikatilow, eines ukrainischen Lehrers, der in den 80er-Jahren fast fünfzig Menschen umbrachte, erregte damals nicht nur die Menschen in Sowjetunion. Auf Grundlage dieser Geschichte schrieb Tom Rob Smith seinen Thriller "Kind 44". In einem genialen Schachzug legt er den authentischen Fall Tschikatilos in die 50er-Jahre - eine Zeit des tiefsten Stalinismus. Smith gibt damit der Geschichte eine völlig neue Dimension. Aus dem Einzelfall eines paranoiden Massenmörders wird ein Gesellschaftsbild.
Das Buch wird am Sonntag, den 6. April um 23:00 Uhr in der Kultursendung "ttt (titel thesen temperamente)" in der ARD vorgestellt ... mehr.


Donnerstag, 3. April 2008

Radio-tipp

» Only Revolutions«
Mark Z. Danielewski und "Das Haus"
Von Guido Graf


WDR 3 open: WortLaut | 3. April 2008 | 23:05 Uhr |
Ein Buch wie ein Abgrund, ein Gebäude, dessen kaltes und dunkles Inneres alles verschlingt: Die Lektüre von Mark Z. Danielewskis monumentalem Roman "Das Haus" ist ein Pfeifen im finsteren Wald. Wie ein Buch ist das Haus, von dem Danielewski in seinem ersten Roman erzählt, innen größer als außen: ein Labyrinth der Vorstellungskraft, amerikanische Architektur des Schreckens. Es geht um Schuld, Einsamkeit und Verzweiflung zu Beginn eines neuen Jahrtausends. WortLaut portraitiert den jungen amerikanischen Schriftsteller Mark Danielewski und seinen ebenso monströsen wie atemberaubenden Roman, in dem Film und Musik, Physik und Architekurpsychologie, Kunst und Drogen zu einem literarischen Strudel zusammenschießen. Danielewski erzählt selbst von seiner Kindheit, von seinem Vater, einem Filmemacher, von seiner jahrelangen Schreibarbeit.
Außerdem sind seine deutsche Übersetzerin Christa Schuenke und der Pop- und Kulturkritiker Diederich Diederichsen zu hören und zahlreiche Songs, die inspiriert wurden von der englischen Originalausgabe des Buches ... mehr


ToGos Kriminalkolumne
zeit-belletristik.gif

Den 1971 geborenen peruanischen Autor Santiago Roncagliolo faszinieren seit je zwei Charaktere, erklärt roncagliolo-roter-april.jpg Tobis Gohlis in seiner Krimikolumne in der "ZEIT" 15/2008 vom 04.03.2008: Die Psychopathen und die Verlierer nämlich. Die Psychopathen ignorieren alle Normen des Zusammenlebens, um ihre Süchte zu befriedigen. Die Verlierer respektieren die Normen und verleugnen ihre grundlegenden emotionalen Bedürfnisse. Das ist der Grundkonflikt seines Thrillers "Roter April". Dem Verlierer Chacaltana geht nichts über die Vollkommenheit einer präzisen Aktennotiz. Er stolpert Mord um Mord aus dem bizarren (sprachlich grandios parodierten) Wirrwarr seiner Aktennotizen in die reale Geschichte seines Landes – und nimmt sie als Gemetzel wahr.
Lesen Sie ... mehr


walters-der-schatten-des-chamaeleons.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Wer ist Täter, wer ist Opfer?«

Eigentlich sind Täter und Opfer im Krimi leicht zu unterscheiden, sollte man meinen. Doch die Krimis von Minette Walters sind nicht nach diesem klaren Schema gestrickt. Nur am Rande interessiert sie das eigentliche Verbrechen, sehr stark aber die menschlichen Abgründe, die zum Verbrechen führen. Was tut der Leser, wenn ein Opfer grausamer Gewalt sich auch als Mordverdächtiger geradezu anbietet? Sympathisch und als Identifikationsfigur geeignet kann man einen solchen Mensch nur mit Mühe finden. Und doch gelingt Walters mit "Der Schatten des Chamäleons" ein spannender Thriller mit überraschenden Wendungen und faszinierenden Einblicken in die Psyche der Soldaten des Irak-Kriegs.
Von Thomas Strünkelnberg ... mehr


Literaturkritik: »Krimi-Special«:
Das Rezensionsportal "literaturkritik" bringt auch in der April-Ausgabe ein "Special" und bespricht wieder Krimis und Thriller:
kutscher-Der-nasse-Fisch.jpgNächtliche Ermittlungen im "Wilden Osten": Volker Kutscher lässt in "Der nasse Fisch" Gideon Rath im Berlin der späten 1920er Jahre ermitteln ...
Von Oliver Pfohlmann

temple-vergessene-schuld.jpgWenn Immobilienhaie beißen: Der Ruf der Immobilienbranche lässt auch für Peter Temple zu wünschen übrig ...
Von Walter Delabar

tran-nhut-das-schwarze-pulver-von-meister-hou.jpgDie bösen Geister sind los: Eine neue Krimireihe erzählt von Drogen und Toten in Vietnam ...
Von Georg Patzer

strauss-Koks-und-Kosakenkaffee.jpgOma Fina voll auf Droge: Jutta Stina Strauss lässt alte Augen wieder glänzen ...
Von Frank Hertel

mcdowall-Zwei-tote-im-Fluss.jpgPolitisch korrekt: Iain McDowalls Sondierung der britischen Neonazi-Szene ...
Von Walter Delabar

nabb-Vita-Nuova.jpgDie Einsamkeit des Strohwitwers: Magdalen Nabbs lässt Maresciallo Guarnaccia ein letztes Mal ermitteln ...
Von Walter Delabar

nesbo-der-erloeser.jpgDer Schlaf der Vernunft: Jo Nesbø glaubt nicht an das Gute im Menschen ...
Von Walter Delabar

Amila-Bis nichts-mehr-gehtBericht aus einer untergegangen Epoche: Jean Amila schickt eine Pariser Lehrerin aufs Land, und das im Jahr 1958 ...
Von Walter Delabar

Vermischtes


»Portal rund ums Thema Buch«:
Seit Mittwoch gibt es "Lemeus.com", das Serviceportal für die österreichische Literaturszene: Mit usergeneriertem Wiki, Blogs und Schreibwettbewerben, meldet "Der Standard". Bei "lemeus" zu finden: Ein Interview mit Eva Rossmann. Die bekannte österreichische Krimi-Autorin erzählt von ihren schrifstellerischen Anfängen, ihrer Inspiration für ihre Bücher und ihre Zukunftspläne ... mehr.


Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski mit Kurzrezension: "Who is Conrad Hirst" von Kevin Wignall ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp und: Neu im Kino "Untraceable" ...

NuT:
Joachim Linder mit Tannöd: Autopsie (Rohschnitte) ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über Ernst Solèr: "Staub im Schnee" ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Mittwoch, 2. April 2008


king-wahnDer Standard: »Wenn die Insel ruft«

Ein Mann macht Schluss mit seinem bisherigen Leben und fängt ein neues an, nicht freiwillig - Stephen Kings "Wahn" (Heyne Verlag). King mixt Teile aus bekannten Mythen, ein bisschen Voodooo, Vampire, eine Prise Seegespenst. Dazwischen Reflexionen über den kreativen Prozess. So wird eine schöne Geistergeschichte auf fast 900 Seiten ausgewalzt. Da King wie immer packend erzählt, sind die Längen aushaltbar.
Von Ingeborg Sperl ... mehr


Das-Magazin0813.jpgDas Magazin: »Totgemacht«

Ich glaube, es ging nicht um ihn. Ich glaube, sie wollten es einfach. Es einfach tun. Einfach einen schlagen. So wie zehn andere jeden Tag es tun. Das Opfer war zur falschen Zeit in ihrer Nähe. Es war Mittel zum Zweck. Meist steht das Opfer wieder auf. An diesem Abend hatte es Pech.
Rico Czerwinski über einen Mordfall in Locarno .... mehr

Ulrich Nollers Krimitipps April 2008

oker-Dunkle-Geschaefte-am-Bosporus.jpgKorrupte Verquickungen zwischen Wirtschaft und Gesellschaft sind nicht nur immer wieder ein Thema in der Kriminalliteratur, sondern auch in Ulrich Nollers Krimitipps im Monat April bei FH Europa: altermatt-alpenrauschen.jpg So auch in zwei sehr unterschiedlichen neuen Romanen mit völlig verschiedenen Handlungsorten: Celil Okers "Dunkle Geschäfte am Bosporus", der in Istanbul angesiedelt ist, und Sabine Altermatts Roman "Alpenrauschen", der in die Schweizer Berge entführt ...
mehr


osawa-Der-Hai-von-Shinjuku-rache-auf-chinesisch.jpgDer Westen:
»Gegen Yakuza und Mafia«

carofiglio-Das-Gesetz-der-Ehre.jpg Oberkommissar Samejima trägt den Beinamen "Der Hai von Shinjuku". Diesen Kriegsnamen hat er nicht verliehen bekommen sondern schmerzhaft verdient. Die Gewaltbereitschaft in Arimasa Osawas "Der Hai von Shinjuku - Rache auf Chinesisch" ist erschreckend, dient aber weniger der Sensation als eher der stimmigen Beschreibung. Nichts ist so wie es scheint, und die Gemengelage widerstreitender Interessen hält für den Leser von Gianrico Carofiglios Roman "Das Gesetz der Ehre" einige Überraschungen bereit. Es wird wohl einige Zeit dauern, bis Freunde von Justiz-Thrillern wieder bei solch einem packenden Plädoyer mitfiebern können.
Von rost ... mehr


deitmer-sabine.jpgStadtrevue: »Schwarzlicht«

In der Krimi-Kolumne "Schwarzlicht" in der Kölner "Stadtrevue" gibt Ulrich Noller einen Tusch auf Sabine Deitmer, die zwanzig Jahre nach ihrem Sensationserfolg mit der männermordenden Geschichtensammlung "Bye-bye, Bruno" mit dem Ehrenglauser-Krimipreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. Und verkündet die Zukunft des Genrestücks mit femininer Perspektive: mit "Nacht ohne Schatten" von Gisa Klönne und Thea Dorns "Mädchenmörder"... mehr

Blogwärts

krimileser:
Bernd Kochanowski mit visuellen Beiträgen von Lee Child ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer erinnert an Jules Dassin ...

NuT:
Joachim Linder über Poetik des Schmerzes und den neuen Brunetti ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph lässt heute wieder das Folg bloggen ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


»Helden sterben«:
"Der Tod ist leicht, aber das Sterben. Von der Reichsbrücke führt ein direkter Weg nach unten, in die Donau. Angst vor dem kalten, trüben Wasser. Angst vor dem Sprung. Angst überhaupt." Beginn eines Romans von Christine Grän in Die Presse.




Kalender
Wallace Am 2. April 2002 stirbt der amerikanische Schriftsteller Henry Slesar im Alter von 74 Jahren in New York. Henry Slesar (eigentlich Schlosser) wurde als Sohn russlanddeutscher Einwanderer am 12. Juni 1927 in New York geboren.
Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete.
Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Einen "friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Begabung (natürlich nur auf literarischem Gebiet)" nannte ihn Alfred Hitchcock, für den er über 50 Fernsehdrehbücher geschrieben hat. Dem Fernsehen verkaufte der junge Absolvent einer Design-Schule auch seine ersten Arbeiten, als er ab 1945 tagsüber in einer Werbeagentur für Klienten textete und abends für sich.
Die "Mystery Writers of America" verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den "Edgar Allan Poe Award", und 1974 erkannte die "National Academy of Television of Art & Sciences" ihm für die Krimiserie "The Edge of Night" den "Emmy" zu.
Info und Bibliographie bei Wikipedia, NZZ, Diogenes Verlag, epilog.de, Krimi-Forum .

Dienstag, 1. April 2008

Das Kriminal

kriminal In der Zeitschrift "Literaturen" findet sich die Krimikolumne "Das Kriminal" vom ausgezeichneten Franz Schuh. In der Ausgabe April.08 lässt sich Herr Schuh durch einen Satz zur Besprechung des Buches "Du hast ein dunkles Lied mit meinem Blut geschrieben" von Virginie Brac inspirieren. brac-Du-hast-ein-dunkles-Lied-mit-meinem-Blut-geschrieben-.jpg
Darin wird eine Psychiaterin für alle Notfälle zur Detektivin, bleibt aber Ärztin. Dieses Schwanken zwischen ärztlichem und detektivischem Ethos erzeuge eine – für einen Kriminalroman – etwas unentschiedene, aber reizvolle Situation. Und wiederum stelle sich in einem Kriminalroman heraus,dass nicht jeder derjenige sei, für den man ihn halte.
Aber lesen Sie ... selbst



Geldmacher-hells-bells.jpgtext und web: »Wenn die Höllenglocken läuten«

Bei Kriminalgeschichtensammlungen hat man sich inzwischen fast daran gewöhnt, dass Täter, Opfer, Kolateralgeschädigte, Autoren, Herausgeber, Verleger, Kritiker, Buchhändler, Leser und ... und ...und - dass diese ganze Mischpoke rund um knapp zweihundert Seiten Buch aus einer Gegend kommt. "Hell's Bells" macht da nicht mit. Die Herausgeberin lebt in Wiesbaden, ihre 14 Autoren - die fünfzehnte Geschichte hat sie selbst geschrieben - stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Schauplätze sind München, London, die kanadischen Wälder, domräppsche Strände, eine Villa im Grunewald, ein ostfriesisches Nest mit Heimat- und Verkehrsverein, ein Gipfelkreuz und ein Bett bei Nacht. Gemordet wird mit allem, was so rumliegt in heutigen Krimis. Das literarische Niveau hält sich in Grenzen, es gibt aber Höhepunkte.
Von Dietmar Jacobsen ...
mehr

FOCUS-Online-Mordkommission

focus-mordkommission.jpg
Vorsicht, Spannung! In der FOCUS - Online - Mordkommission ermitteln deutsche Krimi-Autoren den Kriminalroman der Woche.
Schrecken der Erinnerung:
Minette Walters beschwört in ihrem neuesten Roman "Der Schatten des Chamäleons" vor dem Hintergrund des Irakkrieges ein schockierendes Psycho-Szenario herauf.
Von Manuela Martini ... mehr

HR-Thriller
Verbrechen, Mord, Totschlag: Krimi-Tipps bei HR-online:

simenon-maigret-und-pietr-der-lette.jpg Maigrets erster Fall: Jules Maigret ist einer der berühmtesten Kriminalkommissare der Literaturgeschichte. Jetzt wird der Pariser Grantler 80 Jahre alt und Diogenes feiert seinen Geburtstag mit einer Gesamtausgabe, deren erster Band nun erschienen ist.
Vorgestellt von Sonja Horchler ... mehr

meyer-Der-Atem-des-Jaegers.jpg Kraft- und kunstvoller Erzähler: Letztes Jahr bekam der südafrikanische Autor Deon Meyer für seinen Roman "Das Herz des Jägers" den deutschen Krimipreis. Sein vierter Roman, "Der Atem des Jägers" ist wieder einmal ein großartiges Werk.
Vorgestellt von Kathrin Fischer ... mehr

grote-todestraeume.jpg Seichte Alpträume: Alexandra von Grote lässt Kommissar LaBréa ein drittes Mal ermitteln. "Todesträume" heißt ihr neuer Krimi. Der Titel verspricht alptraumhaft ängstigende Stunden – eine Mogelpackung.
Vorgestellt von Bettina Seidl ... mehr

sallis-Driver.jpg Brillant und unsentimental: Es gibt sie nicht mehr so oft, jene hard boiled Krimis, die schnörkellos eine Geschichte erzählen. Und wenn einer auftaucht, überraschen sie mit ihrer Intensität. "Driver" ist so ein Fall.
Vorgestellt von Nicole Rodriguez Cardenas ... mehr


Vermischtes


»Wer ist eigentlich dieser Kommissar Maigret?«:
Er ist einer der bedeutendsten Ermittler des 20. Jahrhunderts. Zum 80. Geburtstag bekommt Jules Maigret, die literarische Schöpfung des Schriftstellers Georges Simenon, ein schönes Geschenk: Die Neuauflage aller Romane. Ein Beitrag bei der Deutschen Welle.


»Insel der Seligen«:
Sind literarische Utopien zumeist negativ - man denke an George Orwells 1949 erschienenen Roman "1984" oder Aldous Huxleys "Schöne neue Welt" von 1932 - und Hochrechnungen zur größtmöglichen Katastrophe wie Frank Schätzings Bestseller "Der Schwarm", ist "Das Tahiti-Projekt" hingegen möglicherweise ein wenig naiv, zeichnet aber einen reizvollen Gegenentwurf zu typischen Untergangsszenarien. Dramaturgisch hat Fleck den Roman zwischen Thrillerhandlung und Liebesgeschichte eingebettet - und so einen entscheidenden Grundstein für die geplante Verfilmung gelegt. "Das Tahiti-Projekt" des Hamburger Autors Dirk C. Fleck ist ein ungewöhnlicher Ökothriller und erscheint ab heute als Fortsetzungsroman beim Hamburger Abendblatt.

Blogwärts

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 70 mit Mitra Devi "Stumme Schuld" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über "Hell’s Bell", Christopher Brookmyre und der Money Shot ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit dem Cover der Woche (Noel Calef) ...

NuT:
Joachim Linder über Law and Literature ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph über die Bücher, die er einfach nicht mehr weiterlesen konnte ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Empfehlung der Alligatorpapiere....................................................
McGahan-Last-Drinks
Ein packender Politthriller. "Das beste Buch seit Jahren." Sydney Morning Herald
Antje Kunstmann Verlag
....................Empfehlung der Alligatorpapiere...........................

Kalender


Edgar Wallace
Am 1. April 1875 wird Edgar Wallace unter dem Namen Richard Horatio geboren († 10. Februar 1932). Wallace
Der unehelicher Sohn eines Schauspielers wurde unmittelbar nach seiner Geburt von einem Londoner Fischhändler adoptiert. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend – ohne abgeschlossene Schulausbildung – arbeitete er sich im Burenkrieg bis zum Kriegsberichterstatter in Südafrika hoch. Nach seiner Rückkehr nach London arbeitete er als Journalist und Sonderberichterstatter (Er schrieb über die außergewöhnlichen Kriminalfälle der Zeit, wie etwa über den Fall Doktor Crippen. 1904 erschien sein erster Kriminalroman "Die vier Gerechten", der jedoch zunächst kein Publikumserfolg war. Bis zu seinem frühen Tod am 10. Februar 1932 im Alter von 56 Jahren entstanden weit über 150 Romane, Kurzgeschichten und Theaterstücke; daneben verfasste er noch einige Filmdrehbücher. Seine Romane wurden in vierundvierzig Sprachen übersetzt.
Info:
Krimi-Couch, wikipedia, Deutschlandfunk, deutscher-tonfilm.de, WhosWho, Wallace online, Sonde.de, filmzentrale.de, filmplakatoldies.de.

Montag, 31. März 2008


pineiro-Ganz-die-DeineWDR: »Gegen jede Spielregel«

"Ganz die Deine" Unionsverlag von Claudia Pineiro wird als besonders gut konstruierter Kriminalroman gehandelt, und das ist er auch: Sehr knapp, auf hinterhältige Art und Weise unterhaltsam, erzählt Claudia Pineiro die Rachegeschichte einer Frau - eine düstere Version der "Desperate Housewives".
Von Antje Deistler ...mehr.
Ein Beitrag, den Sie hören können ...


pattison-Das-Ritual.jpgtaz: »Es musste passieren«

Wer die Tibet-Krise verstehen will, sollte Eliot Pattison lesen. In seiner fünfteiligen Krimiserie beschreibt der amerikanische Schriftsteller den Konflikt in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Statt locker-flockige Krimis abzuliefern, gestaltet der Asienkenner seine Romane um den politisch verfolgten chinesischen Ermittler Shan und den buddhistischen Mönch Lokesh so widerspenstig wie die Verhältnisse im Hochland Tibets.
Von Karin Henjes ...mehr


Titel: »Samstag ist Krimitag«

Thomas Wörtche betreut das Krimi-Ressort des TITEL-Magazins. An jedem Samstag werden Sie nun mit Krimi-Empfehlungen oder -Warnungen versorgt.
Am 29. März mit diesen Empfehlungen:

niemi-der-mann-der-starb-wie-ein-lachs.jpg Allegorische Wirklichkeit
In Mikael Niemis Roman stirbt ein Mann wie ein Lachs, und eine Wirklichkeit erhebt sich aus den Leichen massengefertigter Realien.
Dieter Paul Rudolph über den Roman "Der Mann, der starb wie ein Lachs" ...
mehr


syvertesen-blaue-augen.jpgDeutschlandradio: »Subtile virtuelle Welt«

Pädophilie, Bilder minderjähriger Mädchen im Internet und viel Action sind die Zutaten des Kriminalromans "Blaue Augen" (DuMont Verlag). Der Norweger Jan-Sverre Syvertsen geht mit dem bekannten Handlungsmuster aber unerwartet um. In seinem Buch lässt sich eine Mädchengang ihre erotischen Posen vor der Webcam teuer bezahlen und erpresst immer höhere Summen. Syvertsen hat für sein Prosadebüt nicht nur dieses komplizierte Thema gewählt, sondern bezeichnet "Blaue Augen" eindeutig als Kriminalroman. Damit scheint er sich bewusst auf einen Balanceakt zwischen Actionthriller und Psychodrama einzulassen.
Von Carola Wiemers ...
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Blogwärts

Berlin kriminell: war wieder im moabiter kriminalgericht und hat Celil Okers "Dunkle Geschäfte am Bosporus" und Markus Rothschilds "Todsicher"gelesen ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht weiter: Folge 69 mit Jörg Juretzka "Bis zum Hals" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski über POD und die Früchte einer marktbeherrschenden Stellung ...

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit TV-Tipp: "Catwoman" ...

NuT:
Joachim Linder mit: "Law and Literature: Kunst, Fiktion und Realität" ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph wider die Logik. Notiz zu einer aktuellen Tendenz in der Kriminalliteratur ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Vermischtes


»Es geht um Fanatismus «:
Vor fünf Jahren hat der Journalist Daniel Glattauer mit seinem Kriminalroman "Darum" einen veritablen Bucherfolg erzielt. Jetzt hat sich "Hinterholz 8"-Regisseur Harald Sicheritz des Stoffes angenommen und daraus einen Film gemacht. Hans Langsteiner beim ORF. Ein Beitrag, den Sie hören können (2:40 min) ...

KrimiWelt-Bestenliste April 2008

Krimiwelt Rund 700 neue Kriminalromane erscheinen pro Jahr in Deutschland. Selbst ausgefuchste Leser verlieren angesichts dieser Masse den Überblick. Orientierung bietet aktuell die KrimiWelt – Die Bestenliste von WELT, ARTE und NordwestRadio.
Monatlich wählten achtzehn, jetzt neunzehn auf Kriminalliteratur spezialisierte Literaturkritiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus der Masse der Neuerscheinungen die zehn Titel aus, denen sie viele Leser wünschen.
Die Rangliste.:
1 (2) Robert Littell: Die Söhne Abrahams
2 (3) Peter Temple: Shooting Star
3 (9) Linus Reichlin: Die Sehnsucht der Atome
4 (–) David Peace: 1983
5 (1) Martin Cruz Smith: Stalins Geist
6 (–) Andrew McGahan: Last Drinks
7 (–) Lee Child: Sniper
8 (–) Lawrence Block: Verluste
9(–) Michael Collins: Der Bestseller-Mord
10 (–) Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse

Hier als schöne pdf-Datei


Freitag, 28. März 2008

Axel Bußmers TV & Buchtipps 29. März – 11. April 2008

der-dritte-mann2.jpg
profi.jpgDer 75. Geburtstag von Jean-Paul Belmondo ist Anlass, zahlreiche seiner Filme wieder einmal zu zeigen.
Ausserdem gibt es wieder einige Klassiker, zahlreiche Wiederholungen und Verfilmungen von Jim Thompson, Graham Greene, John Godey, Elmore Leonard und vielen anderen ...
Bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier


Pieke Biermanns Radioserie

Kruppstrasse Alle vier Wochen berichtet Krimi-Autorin Pieke Biermann über "Menschen, Orte, Kriminalität": im RBBinfoRADIO 93,1. Die Sendung am
28. März 2007 um 10:27 mit dem Thema:
"Mohamed Akkad - ein deutscher Beamter"
Seit 2001 leitet er ihn, den Untersuchungshaftbereich Kieferngrund der Jugendstrafanstalt Berlin. Mohamed Akkad, Palästinenser aus Hebron, kommt über den Umweg Damaskus und DDR nach West-Berlin. Hier gibt man ihm eine Aufenthaltsgenehmigung, aber keinen Studienplatz für Medizin. Numerus clausus. In Bayern könnte er sein Fach studieren, aber da gibt man Palästinensern 1972 keine Aufenthaltsgenehmigung. Er wird Diplompsychologe in Berlin, spezialisiert ua. in Verhaltens- und Traumatherapie insbesondere für Kinder und Jugendliche, und arbeitet glücklich und zufrieden in einem Legastheniezentrum. Dann entdeckt ihn die Jugendjustiz, weil er einen Konflikt mit einem nur Arabisch sprechenden Häftling lösen kann, und lässt ihn fortan nicht mehr aus den Klauen. Widerstand – zum Glück – zwecklos.Über seine Arbeit als Leiter der Jugenduntersuchungshaftanstalt Kieferngrund spricht Mohamed Akkad mit Pieke Biermann.
(Wiederholungen Sonntag 13:45 und 18:45 und Montag 04:45 auch als Podcast, Audio-Download, live via Internet und als Funkmanuskript unter www.inforadio.de Suchfunktion: NAHAUFNAHME)


Wörtches Crime Watch No. 131

crime-watch1898 hat der amerikanische Präsident William McKinley, keinen Friedensvertrag unterzeichnet, sondern ein Papier, das de facto Kuba zu einem US-amerikanischen Protektorat und Puerto Rico zu einer Kolonie macht, erläutert Thomas Wörtche in der 131. Ausgabe seiner Krimikolumne "Crime Watch". kinzer-putsch.jpg In seinem Buch "Putsch! Zur Geschichte des amerikanischen Imperialismus" kommt Stephen Kinzer zu dem Schluss, dass zwischen McKinley und George W. Bush zwar 110 Jahre und eine Menge politischer Sünden liegen, aber eine Kontinuität amerikanischer Außenpolitik ins Auge springt: Die Exekution politischer Macht durch die Entfernung unliebsamer Regierungen und die Einsetzung genehmer Regimes in anderen Ländern. Die Stärke von Kinzers Buch, das den Stoff von ungefähr 10.000 Polit-Thrillern birgt, liegt nicht in seiner Originalität. Es ist eine Dokumentation menschlichen Versagens, niederer Beweggründe, puren Unvermögens und zynischen Kalküls. Es ist aber auch Ausdruck einer Tugend: Die harscheste und kompetenteste Kritik an den USA leisten die Amerikaner immer noch selber. ...
Sie können die Kolumne bei kaliber. 38 und im "Freitag" 13/2008 lesen.


Radio-tipp

»Im Zeichen des Thrillers«
Die dritte Kriminacht


Funkhaus Europa | 29. März 2008 | 20 bis 23 Uhr |
Mit Andrea Oster | Studiogast: Funkhaus-Europa-Krimi-Experte Ulrich Noller

Der Politthriller ist tot, so dachten Mitte der neunziger Jahre, nach dem Ende des Kalten Krieges, viele Krimiexperten. Heute erlebt das Genre des Thrillers eine neue Blüte. In den Zeiten der Globalisierung und des Kampfes gegen den Terror entdecken viele Autoren und Autorinnen das Genre des Spannungsromans wieder, um mit dramatischer Geste von der Kompliziertheit der Welt zu erzählen. Eine Tatsache, der die dritte Funkhaus Europa-Kriminacht ihren Tribut zollt.
Autoren des Spannungsromans werden am Samstag zwischen 20 und 23 Uhr den Hörern von Funkhaus Europa den Atem rauben.
Der Audio-Trailer fängt schon mal damit an .... mehr



rees-Der-Verraeter-von-Bethlehem.jpgDie Berliner Literaturkritik: »Falsches Spiel unter falschen Freunden«

Was gab es nicht schon alles für Schauplätze, an denen Kommissare das erste Mal den Ursprüngen und Motiven des Meuchelns und Mordens nachgegangen sind, um dann eine unaufhaltsame Karriere im literarischen Genre der Kriminalromane zu beginnen. Matt Beynon Rees ist jedoch ein besonderes Wagnis eingegangen. Mit dem palästinensischen Bethlehem wählte er ein nicht einfach zu beschreibendes Terrain. Geschickt hat er in seinen Ermittlerroman "Der Verräter von Bethlehem" (C. H. Beck Verlag) die palästinensischen Realitäten eingesponnen. Mit seinem literarischen Auftakt gelang Matt Beynon Rees nach Meinung der internationalen Kritik sogleich der Sprung in die Ehrenhalle der Krimiautoren.
Von Thomas Hummitzsch ...
mehr



Vermischtes


»Die Krimi-Klage«:
Das Programm der "Criminale" klingt spannend wie eh und je. Wäre da nicht die Geschichte mit der hässlichen Klage des "Syndikats", so der mafiöse Name der Vereinigung. In ihr Fadenkreuz geraten ist das Niederrheinstädtchen Moers, das sich doch glatt anmaßt, ihr Grusel-Lesefest "KriMinale Moers" zu nennen. Eine Randnotiz von Gabriela Walde in der Berliner Morgenpost

Blogwärts

krimiblog:
Ludger Menke bingt ein Interview mit der Herausgeberin und Lektorin Lisa Kuppler zum Start der "Hard Case Crime"-Reihe in deutscher Übersetzung ...

krimikiste:
Kristine Greßhöner macht keine Pause: Folge 67 mit Minck & Minck "totgepflegt" ...

krimileser:
Bernd Kochanowski zum Thema Autoren und Marketing ....

Kriminalakte:
Axel Bußmer mit den Crimespree-Preisträgern 2008 und Kurzmeldungen: Kuppler-Interview; Zwei geplante Verfilmungen ...

Watching the Detectives:
Dieter Paul Rudolph mit dem Geheimnis der malaiischen Nacktschnecke ...

Die anderen Kollegen und -innen haben Pause ...


Kalender

Jürgen Lodemann
lodemann-juergenAm 28. März 1936 wird Jürgen Lodemann in Essen geboren.
Nach Studium, Staatsexamen und Promotion in Freiburg arbeitete er als Journalist in Essen und Berlin und Hamburg und als Redakteur beim SWF-Fernsehen in Baden-Baden.
Mit seinem Roman "Anita Drögemöller und die Ruhe an der Ruhr" veröffentlichte er 1975 einen der ersten (Kriminal)-Romane, die im Ruhrgebiet des Zechensterbens und der Kohlekrise spielen. Mit seinem Kommissar Langensiepen, den er auch in "Essen, Viehofer Platz" wieder aufgriff, gelang Lodemann eine unkonventionelle Polizistenfigur, der er in der Prostituierten Anita Drögemöller eine "echte Ruhrgebietspflanze" gegenüberstellte.
Mit dem Boom der Regionalkrimis, der Mitte der achziger Jahre auch das Ruhrgebiet ergriff, wurde "Anita Drögemöller" oftmals vereinfachend zum "Klassiker des Revierkrimis" ernannt. (Lexikon der deutschen Krimi-Autoren)
Infos:
Lexikon der deutschen Krimi-Autoren, Wikipedia, Krimi-Couch, Asso Verlag, Deutschlandradio

Die Maerz-Meldungen gibt es hier
Die Februar-Meldungen gibt es hier
Meldungen vergangener Monate
gibt es im Archiv



Krimi in TV & Radio | Kalender

April: Neu bei den Alligatorpapieren

krimiwelt


Przybilkas Krimi-Tipps:
Primärliteratur.
No. 14/08
Thomas Przybilkas ausgewählte Kriminalliteratur.


Im PKT 14 weist Thomas Przybilka auf Krimi-Neuerscheinungen hin, die das Archiv im März 2008 erreichten.

Mit Abbildungen der Buchcover gibt es das alles hier


schmauchspuren SCHMAUCHSPUREN
Die Krimikolumne von Peter Hiess.


No. 14
Wer glaubt heute noch an den Kalten Krieg? Oder an clevere Serienkiller? In Wahrheit sind wir doch von Perversen und verbrecherischen Idioten umgeben - und das wissen natürlich auch Krimiautoren. Peter Hiess hat's selbst gelesen.
Peter Hiess zu Büchern von Warren Ellis ("Crooked Little Vein"), John Katzenbach ("Der Fotograf"), Ken Bruen & Jason Starr ("Slide"), John Lange ("Grave Descend") und Ross Thomas ("Kälter als der Kalte Krieg") ... mehr



Schwarze Post aus Krakau:
Die Kolumne von Markus Schnabel.
Nr. 4


Neue Krimis aus Polen
Die junge polnische Krimiautorin Gaja Grzegorzewska bewies sich mit ihrem im Vorjahr veröffentlichten Krimierstling "Zniwiarz (Der Schnitter)" als Vertreterin der Schule Agatha Christie's und des "looked room" Szenarios. Irek Grin hat mit "Pan Szatan" (2007) seinen neuesten, extrem spannungsgeladenen, Roman abgeliefert ...
Markus Schnabel berichtet über neue Trends in der polnischen Kriminalliteratur ... mehr


ulrich-kroegers-krimi-tipp
Ulrich Kroegers Krimitipp 3/08
Die Kolumne bei den Alligatorpapieren.

Harte Krimis, hoher Blutzoll, fehlende Tiefenschärfe, erfundene, nachempfundene und hinzugedichtete Literatur und der Schöpfer des Sam Spade.
Ulrich Kroeger zu Büchern von Lawrence Block, Allan Guthrie, Ken Bruen / Jason Starr, Wolfgang Brenner, Frank Göhre und Joe Gores ... mehr


krimiwelt

Der KrimiKurier
Rezensionen
KrimiKurier 25
hall-gedankenhaie.jpg Der Frühlings-KrimiKurier von Gisela Lehmer-Kerkloh, der 25., der Jubiläums-Kurier. Mit Beiträgen von Jörg von Bilavsky, Horst Eckert, Roger M. Fiedler, Gunter Gerlach, Stefan Lichtblau, Jim D. Madison, Bob Mendes, Thomas Przybilka, Chris Rippen, Christoph Spielberg, Thomas Wörtche und Klaus-Peter Walter ... mehr
Von Gisela Lehmer-Kerkloh

... Empfehlung der Alligatorpapiere.....
glanz-und-elend ...Empfehlung der Alligatorpapiere...

Krimikalender

Unsere Hörspieltipps

Freitag, 4. April 2008 um 20.05 Uhr bei WDR 5
"Betriebsbedingt gekündigt" (55') von Iain Levison

Früher war Jake Skowran ein ganz normaler Mann. In seiner Heimatstadt, irgendwo in Wisconsin, arbeitete er wie fast alle in einer Fabrik für Landmaschinen. Er hatte eine Freundin, ein Auto, einen Fernseher und einen Kabelanschluss. Doch dann verlegte die Fabrik ihre Produktion ins Ausland, und von einem Tag auf den anderen waren über die Hälfte der Einwohner arbeitslos. Auch Jake verlor seine Arbeit, seine Freundin, das Auto, den Fernseher ... vor allem aber verlor er das Gefühl, jemand zu sein. Da bekommt er plötzlich ein Angebot: 5 000 Dollar für einen Tag Arbeit. Das bedeutet: keine Schulden mehr, endlich wieder eine Aufgabe. Jake wirft seine moralischen Bedenken über Bord, wie die kaltschnäuzigen Investoren es vor ihm taten. Er erweist sich als zuverlässig und nervenstark. Aber es bleibt nicht bei dem einen Auftrag ...

Freitag/Samstag, 4./5. April 2008 um 23:04 Uhr bei DRS 1
"Hüpfender Derwisch" (6') von Paul Barz

"Ach wie gut das niemand weiss...
Ein Beitrag aus der legendären Kurzkrimihörspielreihe "Schreckmümpfeli" des Schweizer Radios. Ironische Kurzkrimis für Menschen, die sich ohne beschleunigten Puls nicht mehr ins Bett legen möchten.

Mehr Informationen und das Monatsprogramm finden Sie bei hörspielkrimi.de.

Besuchen Sie auch hördat.de

Axel Bußmers Vorschau
TV-Krimi & Buch-Tipps: Kriminalfilme aktuell

Die TV-Tipps 29. März – 11. April 2008
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In den kommenden beiden Fernsehwochen gibt es reichlich Belmondo, viele Klassiker und natürlich Wiederholungen mit bekannten Ermittlern ...

Ausführlicher, dazu bunt bebildert und mit hilfreichen Links versehen finden Sie alles wie immer hier




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Axels TV-Tipp des Tages:

Freitag, 4. April 2008

3sat, 14.00

Mord im Spiegel

(GB 1980, R.: Guy Hamilton)
Drehbuch: Jonathan Hales, Barry Sandler
LV: Agatha Christie: The mirror crack'd from side to side, 1962 (Mord im Spiegel oder Dummheit ist gefährlich)
mordimspiegel.jpg
In St. Mary Mead soll ein historischer Stoff verfilmt werden. Aber schon beim Empfang des Bürgermeister wird eine Sekretärin vergiftet. Miss Marple sucht den Mörder unter den Filmleuten.
Starbesetzte Miss-Marple-Verfilmung, mit Angela Lansbury, Geraldine Chaplin, Rock Hudson, Elizabeth Taylor, Tony Curtis, Edward Fox, Kim Novak

MDR, 00.00

Mankells Wallander: Dunkle Geheimnisse

(S/D 2006, R.: Stephan Apelgren)
Drehbuch: Stefan Thunberg
LV: Treatment von Henning Mankell
Mankells-Wallander-ard
Letzter Film der dreizehnteiligen Wallander-Serie: Wallander jagt Kinderschänder – und die Bösen scheinen Kollegen des Kommissars zu sein.
Mit Krister Henriksson, Johanna Sällström
Homepage von Henning Mankell:
www.henningmankell.com/

RBB, 00.45

Die Glorreichen

(F/Tunesien 1983, R.: Henri Verneuil)
Drehbuch: Michel Audiard, Pierre Siniac, Henri Verneuil
LV: Pierre Siniac: Les Marfalous, 1968
die-glorreichen.JPG
Tunesien, 1943: Einige Fremdenlegionäre wollen hinter den feindlichen Linien eine Bank ausrauben. Das ist natürlich nicht so einfach.
Das Mallorca-Remake von "Stoßtrupp Gold" (auch ein ziemlich schlechter Film) ist ein grottiger Kriegsfilm mit Jean-Paul Belmondo.

Mehr Informationen und die gesammelten Tipps bei Axels TV-Tipps

Axel Bußmers Blog:
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