Die Alligatorpapiere. Die Krimiseite im Internet

Die Alligatorpapiere.
Die Krimiseite im Internet
April 2002

Die Alligatorpapiere. Die Krimiseite im Internet

Krimi, kriminelle Texte: Hier finden Sie Informationen und Wissenswertes zur Kriminalliteratur.

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Ein Hinweis zu den gelegentlichen Werbeeinblendungen: Sie sind entweder kulturell interessant, oder verfolgen hehre politische Ziele oder helfen Ihnen auf angenehme und oft kostenfreie Art, die Wirren des elektronischen Systems zu enträtseln. Bis auf weiteres sind die Alligatorpapiere frei von bezahlter Werbung.


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»THE RAP SHEET«
Eine der besten Krimiabteilungen des Webs leistet sich das amerikanische Online-Magazin "January". Eine Vielzahl von Interviews, Porträts, Hintergrundberichten, Specials und Buchrezensionen mischt der verantwortliche Redakteur J. Kingston Pierce zu einem informativen Cocktail der Kriminalliteratur.
Rap Sheet Aktuell zum Beispiel ein Interview mit Peter Temple, einem der erfolgreichsten australischen Krimiautoren der letzten Jahre, in dessen neuestem Roman "In the Evil Day" Hamburg eine maßgebliche Rolle spielt.
Im Mai wird es bei "Rap Sheet", dem "Crime Fiction Report" unter anderem um neue Bücher von Harlan Coben, Laura Joh Rowland, Lee Child, Wendy Hornsby und anderen gehen und um die Gewinner der Los Angeles Times Book Prizes und Ellery Queen's Mystery Magazine Readers Awards. mehr


»Offener Brief des SYNDIKATs«
Das "Syndikat", die Vereinigung der deutschsprachigen Kriminalschriftsteller und -schriftstellerinnen fordert in einem offenen Brief an die Mitglieder des Rundfunkrates des SWR, den Vertrag des Intendanten Peter Voß nicht zu verlängern. Der Brief hier im Wortlaut: Das Syndikat, die Vereinigung der deutschsprachigen Kriminalschriftsteller und -schriftstellerinnen, nimmt mit Sorge zur Kenntnis, dass der Fernsehredakteur und Autor Gunter Haug wegen seines Kriminalromans "Höllenfahrt" von seinem Arbeitgeber, dem SWR, im November 2001 fristlos gekündigt wurde und seitdem ein Arbeitsgerichtsverfahren bestreiten muss, das sich über Jahre hinziehen kann.
Beim Verhalten des SWR handelt es sich um einen medienpolitischen Skandal, der seinesgleichen sucht, insbesondere da sich Intendant Peter Voß trotz mehrfacher Aufforderung keiner öffentlichen Diskussion stellt.
In der Begründung des SWR heißt es, dass zu befürchten steht, dass "Herr Haug auch künftig von seinem Recht auf literarische Freiheit Gebrauch machen werde." Dies offenbart ein grundlegend gestörtes Verhältnis des SWR-Intendanten zur literarischen Freiheit, das die Eignung des Herrn Voß für sein Amt in Frage stellt.
Nachdem das Syndikat bereits im November 2001 vergeblich versuchte, Herrn Voß zu einer Wiedereinstellung Gunter Haugs zu bewegen, fordern die unterzeichnenden Autorinnen und Autoren des Syndikats die Mitglieder des Rundfunk- und Verwaltungsrates des SWR auf, dem Bewerber Peter Voß bei der anstehenden Intendantenwahl ihre Stimme zu verweigern.
Diese Erklärung wurde von siebzig Mitgliedern des Syndikats unterzeichnet, darunter von den drei Sprechern: Rebecca Gablé, Dr. Jürgen Alberts und Horst Eckert.


»Finale der Puppenspieler«
An der Universität Düsseldorf beschäftigt sich Professor Uwe A.O. Heinlein mit Genetik. Daneben schreibt er Wissenschafts-Thriller und geht in seinen Büchern über die Machenschaften bei der künstlichen Befruchtung ("Eisprung") und über lebensgefährliche Versuche mit Viren ("Infekt") mit der eigenen Zunft nicht gerade zimperlich um. Hannelore Becker interviewte Professor Heinlein zu seinem neuen Buch "Finale der Puppenspieler". Zu finden beim "Syndikat"


»Die Geburt des deutschsprachigen Kriminalromans aus dem Geist Schwabings«
1916 hatte Friedrich Glauser - Namenspatron des Krimi-Preises des SYNDIKATS - mit Schwabinger Künstlern in Zürich den Dadaismus kreiert. Seither war er auf der Suche nach einer eigenen Ausdrucksmöglichkeit. Er schrieb WACHTMEISTER STUDER, den ersten deutschsprachigen Kriminalroman von Rang. In seinem Vortrag stellt Michael Molsner These zur Diskussion, daß für Friedrich Glauser neben der Begegnung mit Georges Simenon auch seine weniger erwähnte Freundschaft mit den Schwabingern für seine Emanzipation von bildungsbürgerlichen Konventionen und Klischees bestimmend war. Zu finden beim "Syndikat"


»Spannung garantiert«
Ulrich Noller, auf dessen Krimi-Kolumne in der Kölner Stadt-Revue wir schon hingewiesen haben, hat ein neues Domizil für Tipps zur Kriminal-Literatur gefunden: "Funkhaus Europa", welches zum Imperium des Westdeutschen Rundfunks gehört und damit auch reichlich Reichweite garantiert. "Spannung garantiert" heißen Nollers Krimi-Tipps und sind auf der Funkhaus Europa-Seite jetzt direkt auf der Startseite zu finden, und soll jeden letzten Donnerstag im Monat live im WDR-Hörfunk (103,3 UKW, immer um ca. 13.45 Uhr in der Sendung "Piazza") zu hören sein. Neu im Mai:

Beiträge über die Glauser-Preisträger und Romane von Horst Eckert, Astrid Paprotta, Thomas Glavinic und Christoph Spielberg.
Bisher wurden vorgestellt:
Kim Smage- Die Containerfrau
Stan Jones- Gefrorene Sonne.
Driss Chraibi- Inspektor Ali im Trinity College.
Garry Disher- Hinterhalt.
mehr


»CRIMINALE-Sieger bei GUINNESS«
"Die längste Krimi-Lesung der Welt" gipfelte auf der CRIMINALE 2002 im Münchner Literaturhaus mit dem heiß ersehnten Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde. Ausschnitte aus dem Wettbewerb und 101 strahlende Autoren - mit mörderisch schwarz-roter Siegertorte als Gewinn - werden am Samstag, 27. April 2002, 20.15 Uhr, im Ersten/ARD in Reinhold Beckmanns GUINNESS - DIE SHOW DER REKORDE präsentiert. Weitere Informationen um dieses Ereignis (unter anderem zu Robert Hültners "Mörderisches Bayern") finden Sie hier


»Patricia Highsmith«
Zwei Fremde im Zug. Scan von Ludger Menke Der Diogenes Verlag startet eine Werkausgabe zu Patricia Highsmith. Einen schönen Überblick über den Editionsplan der Werkausgabe, ein informatives Portrait, eine Bibiliographie und eine Besprechung des ersten Titels der neuen Serie ("Zwei Fremde im Zug") hat Ludger Menke auf seiner besuchenswerten Krimiseite "der bücherfreund" zusammengestellt (Von seiner Seite stammt auch das hier abgebildete Titelcover. mehr


»The Pulpmaster Series 1994 - 2002«

Eine interessante Ausstellung sei Berlin-Bewohnern und Berlin-Besuchern empfohlen. Vom 22. - 26. April 2002 findet in den Räumen der LAURA MARS GRP., Sorauerstr. 3, 10997 Berlin, eine Ausstellung der Originalgemälde von "4000", die als Cover der Pulp-Master Serie des Maas Verlages produziert wurden, statt. 4000: Cover für Pulp Master. Joe R. Lansdale: Drive-in Anläßlich der Ausstellungseröffnung am 19.04. um 20.00 wird 4000 persönlich anwesend sein, und im Rahmen einer einmaligen Sonderaktion die Titel Ihrer Lieblingsbücher als Cover- Gemälde abbilden.
Die Taschenbuchreihe Pulp Master des Maas Verlags ist eine Referenz an die Pulp-Magazine und Paperback Originals, in denen in den dreißiger, vierziger und fünfziger Jahren der stilistische Grundstein des modernen Realismus gelegt wurde. Autoren wie Raymond Chandler, Dashiel Hammett, William S.Burroughs, Jack Kerouac, Jim Thompson und Philip K. Dick publizierten ihre Stories und Romane zuerst in den Pulps.
Der Hamburger Künstler 4000 transferiert den Stil der bunten Sex & Crime Pulp Art in die heutige Zeit. 4000 arbeitet sich in der bildenden Kunst mit der Buchgestaltung an ein ähnliches Ziel heran, wie die Autoren der Reihe mit ihren Texten... mehr


»Hoke Moseley«

Ende April erscheint im Alexander Verlag "Miami Blues", der erste der vier lange vergriffenen Hoke-Moseley-Krimis von Charles Willeford. Damit liegt der erste der vier Bände des Kultautors in einer überarbeiteten Übersetzung wieder vor; die anderen (Auch die Toten dürfen hoffen, Seitenhieb, Bis uns der Tod verbindet) sollen in halbjährlichem Abstand folgen. Mehr Informationen und eine Leseprobe gibt es hier


»Mister Marples Krimi-Tipps«
Mister Marples Krimi-Tipps Vor Wochen haben wir auf diese Serie von Krimi-Empfehlungen in der Zeitung "Die Rheinpfalz" hingewiesen. "Mister Marple" heißt die RHEINPFALZ-Serie, die freitags - am traditionellen Krimi-Tag - neue, lesenswerte, wiederentdeckte Kriminalromane vorstellen wird. "Mister Marple" durchforstet den Büchermarkt nach neuem Lesefutter. "Mister Marple" erscheint regelmäßig alle zwei Wochen. Aktuelle Vorstellung, Tip Nummer 7:
Zur Theorie eines Genres: Jochen Vogts "Der Kriminalroman" ... mehr


»Mord und Ratschlag«

Der "Perlentaucher" hat eine neue Kolumne: Mord und Ratschlag. "Die Feuilletons besprechen nach unserem Geschmack zu wenige Krimis. Wir gleichen es mit Ekkehard Knörers »Mord und Ratschlag« aus." schreibt das Team des Online-Magazins. Beigefügt werden zu den Besprechungen auch Leseproben. Begonnen wurde mit dem Autor Pablo de Santis... mehr


»Neues von Suspekt«

"Suspekt" soll es heißen, das "Magazin für Kriminalisten und Kriminelles", das in Hamburg von den Machern der Krimibuchhandlung "heiner k." aus der Taufe gehoben wird. Das erste Heft ist redaktionell fertig, aber die Drucklegung verzögert sich. Es wird auf jeden Fall erscheinen, auch wenn die Finanzierung sich schwierig gestaltet, versichern die Herausgeber. Das liegt daran, das eine der wichtigsten Finanzsäulen von Druckprodukten, das Anzeigengeschäft, im Zuge der allgemeinen Wirtschaftsschwäche zurückgegangen ist. "Suspekt" hat die Akquise inzwischen in die Hände einer professionellen Agentur gegeben und ist zuversichtlich, recht bald auf den Ladentischen erhältlich zu sein.


»Lesereise«

Einer Einladung der Berliner Krimi-Buchhandlung "Hammett" und des Hamburger "Buchladens in der Osterstrasse" wird Jean-Bernard Pouy folgen und am 4. und 5. Juni aus dem soeben bei "DistelLiteratur" erschienenen Roman "Papas Kino" lesen.
In Berlin konnte für den deutschsprachigen Part der Lesung der Kabarettist und Autor Karsten Weinert gewonnen werden, die Übersetzung ins Deutsche übernimmt die Leiterin der Kulturabteilung der französischen Botschaft Dr. Gabriele Lorenz. In Hamburg steht Krimi- und Drehbuchautor Frank Göhre für die Lesung zur Verfügung, als Dolmetscherin Barbara Derboven (Institut francais de Hamburg).
In Nachfolge von Jean-Patrick Manchette, der bereits Anfang der 70er Jahre den Weg geöffnet hat für die Erneuerung des französischen Polar, gehört Pouy der zweiten Generation von Schriftstellern an, die sich dem Neo-Polar verschrieben haben. Pouys Kriminalromane widersetzen sich gerne den Kriterien der Massenliteratur, ohne den Aspekt der Unterhaltung zu vernachlässigen.
Berlin: 4. Juni 2002, 20 Uhr, Weinlager des Weing`schäfts, Fabrikhof Fidicinstr. 3, 10965 Berlin, Kartenvorverkauf: 030-6915834, Eintritt 4 EUR
Hamburg: 5. Juni 2002, 20 Uhr, Buchladen in der Osterstrasse, Osterstraße 171, 20255 Hamburg, Tel.: 040/491 95 60, Kartenvorverkauf im Laden, Eintritt 4 EUR.


»Detective Fiction Bibliothek von Richard M. Lackritz«
BIGGERS, Earl Derr. Keeper of the Keys. Indianapolis: The Bobbs-Merrill Company, 1932Ab heute unter dem Hammer von "Christie's" befindet sich der erste Teil der Krimi-Sammlung von Richard M. Lackritz. Er umfasst die frühen Krimi- und Detektiv-Literaturtitel (Victorian) und einen Großteil von Büchern über Arthur Conan Doyle und Sherlock Holmes und andere. Im September ist die "Hardboiled Literatur" von 1920-1945 dran und im Dezember die Kriminalliteratur nach 1945. Also Geld zusammensuchen und ran: einen kleinen Einblick liefert der Katalog


»Gespräch mit Jonathan Lethem«
Jonathan Lethem war kürzlich mit "Motherless Brooklyn" auf Deutschland-Lesetour. Claudia Cosmo hat mit ihm über sein Buch gesprochen und das Online-Magazin "Titel" hat das Interview ins Netz gestellt... mehr


»Das Ende von clickfish«
Das Beratungs-Portal "Clickfish" hat jetzt offenbar endgültig den Dienst eingestellt, meldet "heise-online". Damit scheint auch das Ende der dort angesiedelten Krimi-Abteilung besiegelt zu sein.... mehr


»Neues in der Krimiliste«
In der von Ekkehard Knörer betriebenen "Krimi-Mailingliste" ist weiterhin Bewegung. Aktuell werden recht unterschiedliche Meinungen zu Martin Compart und Dumont Noir geäußert... mehr


»Klassiker«

Der Buchmarkt wird immer schneller, die Backlist der Verlage immer kürzer und so geht auch im Krimibereich mit dem Verlust der Reihenpflege immer mehr auch ein Stück der Kriminalliteraturgeschichte unter. Besonders augenfällig wird das, wenn zum Beispiel die Besten der legendären britischen Spionageautoren aus den Katalogen fallen und vergessen werden: Brian Freemantle, Ted Allbeury, Len Deighton. Zum Glück gibt es ja Ekkehard Knörer, der bei "Crime Corner" inzwischen ein erstaunliches Krimilexikon aufgebaut hat. Knörer liest und bespricht nämlich nicht nur Neuerscheinungen, sondern auch längst vergriffene Bücher. Jetzt zum Beispiel Len Deighton den derbsten der Eric Ambler nachfolgenden Spionagegeneration.
Zu Deightons Roman "Geködert" schreibt Knörer: "Die differenzierte Beobachtung des Zwischenmenschlichen beherrscht Deighton meisterlich, die scharfen Charakterisierungen einzelner Figuren auf knappem Raum, in einem kurzen, prägnanten Absatz, gelingen ihm wie sonst vielleicht nur Ross Thomas." Neben den präzisen und kritischen Rezensionen informiert Knörer immer über die besprochenen Autoren, so daß der interessierte Leser hier Informationen und Anregungen für eine hervorragende Basisbibliothek der Kriminalliteratur finden kann. Äußerst empfehlenswert... mehr


»KBV lebt«
KBV Krimis Einige Gerüchte kursierten in letzter Zeit um das Schicksal des "KBV Verlages" (ehemals "Klein und Blechinger", nachdem er sich nicht zuletzt mit dem Start einer internationalen Reihe und den dafür erworbenen Rechten für die ersten beiden SJ Rozan-Romane übernommen hatte.
Ralf Kramp, Autor einiger Eifel-Krimis im KBV-Verlag, hat nun den Verlag in Eigenregie übernommen und den Sitz nach Hillesheim/Eifel verlegt. Von hier startet der Verlag mit einem neuen Programm und einem großen Teil der Backlist durch. Jeweils sechs Titel sind für das Frühjahr und den Herbst geplant, das Programm wird wieder zu den Wurzeln der regional orientierten Krimis zurückkehren. Auch an der bisherigen Gestaltung der Bücher will Kramp festhalten, zumal der Buchhandel immer die Titel des Verlages unterstützte. Die Vertreter sind unterwegs, das Frühjahrsprogramm im Druck und auch die Webseite des Verlages wird in zwei bis drei Wochen keine Baustelle mehr sein. Webseite


Für die freundliche Unterstützung mit Rezensionsexemplaren danken wir:
Grafit Verlag, Unionsverlag, Distel Verlag, Aufbau Verlag, Emons Verlag, Strange Verlag, Gmeiner Verlag, Pulp Master/Maas Verlag, Verlagsgruppe Random House.


»Das Genre im Bayerischen Rundfunk«

Nach wie vor läuft im Bayerischen Rundfunk die Serie "Kriminalgeschichten". Wer sie auf den anderen Sendern verpasste, hat Gelegenheit noch folgende Autorinnen und Autoren zu verfolgen:

Kriminalgeschichten

Liza Marklund: Gefährliche Recherchen in Stockholm, 20.04.02
Fred Vargas: Mysteriöse Fälle in Paris, 04.05.02
Hans Jörg Schneider:Tatort Dreiländereck, 18.05.02
Kurt Lanthaler: Mord am Brenner, 01.06.02

Ausserdem stellte die Fernsehsendung "Lesezeichen" am 14. April 2002 um 11.45 Uhr das Buch "Club Kalaschnikow" von Polina Daschkova vor und Sie haben die Gelegenheit, die in der Spalte nebenan vorgestellten Krimitipps von Andreas Ammer auch im Bild zu sehen... mehr



»Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren«
Eine Meldung auf den Seiten des SYNDIKATS:
Zur CRIMINALE 2002 in München erscheint das Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren, in dem auf mehr als 300 Seiten die Lebens- und Werkdaten aller deutschsprachigen Kriminalschriftsteller und Schriftstellerinnen aus dem SYNDIKAT und den SISTERS IN CRIME aufgenommen sind. Darüber hinaus enthält das Lexikon Biografie und Werk der wichtigsten zeitgenössischen Krimi-Autorinnen und Autoren, die nicht Mitglied dieser Verbände sind, oder die verstorben sind. Wer Näheres über den Verfasser eines Kriminalromans, eines Hörspiels oder eines Drehbuchs wissen möchte, muss detektivischen Spürsinn entwickeln. Gängige Autorenlexika schweigen sich über die Verfasser von Kriminalliteratur meist aus, Verlage beschränken sich auf kurze Klappentexte.
Das Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren gibt jetzt endlich einen ersten Überblick über die deutschsprachige Krimi-Szene. Es basiert auf den Daten, die Reinhard Jahn (alias H.P. Karr) vom Bochumer Krimi-Archiv in seinem im Internet abrufbaren Lexikon der deutschen Krimi-Autoren (beachte den feinen Unterschied!) seit 1992 veröffentlicht. Die Printausgabe baut auf diesem Datenbestand auf und führt ihn erweitert und aktualisiert fort.
Lexikon der deutschsprachigen Krimi-Autoren, Verlag der Criminale, ca 300 Seiten, ISBN 3935877307; Bis zum 21. April zum Subskriptionspreis.
Subskriptionen und Bestellungen entweder beim VERLAG DER CRIMINALE oder bei MISSING LINK, Bonn.


»Wiesbadener CDU hält Krimipreis für überflüssig«

Der Wiesbadener Frauenkrimipreis steht auf der Kippe: Die CDU-Fraktion findet den bundesweit einmaligen Literaturpreis "einseitig" und will ihn am liebsten ganz streichen. Zweimal hat die Stadt den mit 10 000 Mark dotierten Preis bislang verliehen: im Premierenjahr 2000 an Petra Hammesfahr, im vorigen Jahr an Susanne Mischke.Der letzte Preisverleihungs-Galaabend mit Stars aus Film und Fernsehen, Autorinnen-Lesungen sowie Filmvorführung kostete die Stadt insgesamt etwas mehr als 50 000 Euro. Zu viel Geld "für ein Projekt, das mit Wiesbaden nichts zu tun hat", findet Bernhard Lorenz, Chef der CDU-Fraktion, gegen deren Votum die Auszeichnung einst initiiert wurde, meldete die "Frankfurter Rundschau" am 04.04.2002 ... mehr (nur 14 Tage im Netz)


»Geburtstag bei schwedenkrimi.de«

Das Literaturportal "schwedenkrimi.de" beschäftigt sich seit genau einem Jahr mit skandinavischer Kriminalliteratur und bietet Informationen zu verschiedenen Autoren, Buchvorstellungen, Leserrezensionen, Leseproben, Schriftstellerinterviews. Zum Beispiel ein Interview mit Willy Josefsson über dessen Ermittler Martin Olsson... mehr


»Schwerpunkt Krimi«

Die Buchhandelsfachzeitschrift "buchreport.magazin" bringt in ihrer April-Ausgabe einen Schwerpunkt "Krimi".
"Der Erfolg von Mankell und Co. hat in den Verlagen nachhaltigen Appetit geweckt. Bücher, die spannende Unterhaltung bieten, haben beste Bestseller-Aussichten. Grafit-Verleger Dr. Rutger Booß attestiert dem Krimi-Genre eine große Zukunft." führt "buchreport" in einen Beitrag ein, der die Erfolge kleinerer Verlag im Genre behandelt. "Wenn die Umsätze und Rendite stimmen müssen, gibt es allerdings nicht viel Raum für Risikobereitschaft. "In den großen Verlagskonglomeraten ist für langjährige Autorenpflege nicht mehr viel Zeit." Genau hier sieht Rutger Booß die Chance für die Kleinen, die sich im Krimi-Segment den Kuchen teilen.". Beklagt wird erstaunlicherweise "...eine verrückte Situation. Auf der einen Seite gibt es diese Potenziale, aber einfach nicht genügend gute deutschsprachige Krimi-Autoren." Denn während das Publikum nach neuen Entdeckungen suche, fehle es an qualifizierten Schreibtischtätern, die für neue Morde im Gedruckten sorgen. Es gäbe zwar eine unglaubliche Menge an eingesandten Manuskripten, nur könne man die meisten leider vergessen..."
Vorgestellt werden in diesem Spezial-Segment der Überraschungs-Seller Veit Heinichen, die nach ihrem Wechsel zu Rowohlt überaus erfolgreiche Autorin Petra Hammesfahr, der Glauser-Preisträger Thomas Glavinic, die Londoner Krimibuchhandlung "Murder One", sowie langlebige Jugendkrimi-Serien wie "Die drei ???", die "Fünf Freunde" von Enid Blyton und "TKKG" von Stefan Wolf.
Erneuert hat die buchreport-Redaktion die Galerie der Serien-Ermittler, die von Adcock, Thomas (Neil Hockaday, Police-Detective) bis Zweyer, Jan (Rainer Ersch, Anwalt) einen aktuellen Überblick der Autoren und ihrer Protagonisten ermöglicht, was mit einem komfortablen Verlags- und Protagonisten-Register ergänzt wird. Zusätzlich gibt es eine Auswahl der aktuellen Neuerscheinungen im Krimi-Segment zu begutachten...


Thomas Przybilka mit Gisela Lehmer-Kerkloh und Alwin Ixfeld:

Siggi Baumeister oder Eine Flucht quer durch die Eifel. Coverfotos von Alwin Ixfeld Siggi Baumeister oder Eine Verfolgung quer durch die Eifel. 
Die Eifelkrimis des Jacques Berndorf.
84 S., 2001; EUR 10,50
KrimiKritik 1
ISBN 3-935421-11-7 NordPark Verlag Wuppertal

"Im Spannungsfeld zwischen Heldenverehrung und kritisch wissenschaftlicher Distanz spüren Thomas Przybilka und seine beiden Mittäter dem Erfolgsgeheimnis von Jacques Berndorf nach... bei solchen präzisen Bibliographien lacht das Herz eines jeden Germanistikstudenten vor Freude über die ersparten Recherchestunden." (Reinhard Jahn).
Erhältlich in jeder guten Buchhandlung!

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»Spannung garantiert«
Ulrich Noller, auf dessen Krimi-Kolumne in der Kölner Stadt-Revue wir schon hingewiesen haben, hat ein neues Domizil für Tipps zur Kriminal-Literatur gefunden: "Funkhaus Europa", welches zum Imperium des Westdeutschen Rundfunks gehört und damit auch reichlich Reichweite garantiert. "Spannung garantiert" heißen Nollers Krimi-Tipps und sind auf der Funkhaus Europa-Seite jetzt direkt auf der Startseite zu finden, und soll jeden letzten Donnerstag im Monat live im WDR-Hörfunk (103,3 UKW, immer um ca. 13.45 Uhr in der Sendung "Piazza") zu hören sein. Bisher wurden vorgestellt:
Kim Smage- Die Containerfrau
Stan Jones- Gefrorene Sonne.
Driss Chraibi- Inspektor Ali im Trinity College.
Garry Disher- Hinterhalt.
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Brian Lecomber:Letzter Looping

"Letzter Looping" ist jedenfalls eine überaus spannende Crime Story mit viel Atmosphäre und dem schnoddrigen und knallharten Diktus eines Raymond Chandler.« Maria Schorpp, Südkurier.

Brian Lecomber:"Letzter Looping", 320 Seiten, UT metro 182, EUR 9,90 ISBN 3-293-20182-2 Deutsche Erstausgabe


»Thema Kriminalroman«

Von 3. bis 7. April finden zum 32. Mal die Rauriser Literaturtage statt. Diesjähriges Thema ist "Die Facetten der Kriminalliteratur".
Kriminalroman jenseits des Trivialen. Längst hat sich Kriminalliteratur vom Urteil, trivial zu sein, gelöst. Sie ist eine eigene Kunstform geworden. An verschiedenen Veranstaltungsorten in Rauris können Krimifans und solche, die es werden wollen, Lesungen, Gespräche und Arbeitskreise rund um das Thema Kriminalroman besuchen. Folgende AutorInnen weden zugegen sein: Roland Grünbart, Petra Hammesfahr, Veit Heinichen, H.W. Kettenbach, Alfred Komarek, Hartmut Lange, Dirk Ofner, Cay Rademacher, Kurt Rebol, Franz Schuh, Ales Steger, Erwin Steinhauer, Juli Zeh, Peter Zeindler... mehr

Auf den neuen Seiten des ORF gibt es einige Links, zum Beispiel zum Chat mit Franz Schuh am Donnerstag, 4. April, um 12.30 Uhr... mehr


Die Criminale 2002 im Bayerischen Rundfunk

»Criminale-Special beim Bayerischen Rundfunk«
Der Bayerische Rundfunk bietet ein Special zur diesjährigen "Criminale", die vom 17.-21. April 2002 in München stattfindet. mehr


»CRIMINALE 2002: Spurensuche an der Isar«

Vom 17. bis 21. April 2002 gastiert das größte deutsche Krimifestival CRIMINALE unter dem Motto "Spurensuche an der Isar" zum ersten Mal in der bayerischen Landeshauptstadt. Zu diesem Mega-Event unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Christian Ude geben sich rund 150 namhafte Krimi-Autoren sowie zahlreiche Verleger, Lektoren, Buchhändler und Kritiker die Ehre und präsentieren den Krimi-Fans mit knapp 100 Lesungen, Diskussionsrunden und Events die neuesten Krimis und Krimi-Trends...


»Mörderische Drinks, ein Krimimarathon und Detektivspiele für Kinder«

Vier Tage wird München zur Hauptstadt des Verbrechens, wenn dort vom 17. bis 21. April die 16. Criminale ausgetragen wird. Seit 1986 trifft sich das Who's who der deutschsprachigen Krimiszene jährlich an konspirativen Orten zur gemeinsamen Spurensuche. Was ursprünglich als kleiner Kreis um den Autor Horst Bosetzky (-ky) begann, um etwas für die Krimiliteratur in Deutschland zu tun, entwickelte sich bald zum mehrtägigen Mega-Event. München bereitet sich nun auf die größte Criminale überhaupt vor. Fast 100 Veranstaltungen sieht das Programmheft vor... ("Donaukurier") vom 05.04.2002 mehr


Aprilscherz

Bei dieser am 1. April lancierten Meldung der Alligatorpapiere über die Gründung eines deutschen Krimitaschenbuchverlages handelte es sich selbstverständlich um einen Aprilscherz. Leider, wie wir von verschiedenen Seiten bedauernd übermittelt bekamen.

»KTV«

Krimi-Taschenbuch-Verlag gegründet. Eine neue Taschenbuch-Reihe, die ausschließlich Krimis im Angebot haben wird, stellte sich heute auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Das Unternehmen, das von den Teilhabern Unionsverlag, Ariadne, Distel, Aufbau, Rotbuch, Haymon, Libelle, Grafit und Emons gegründet wurde, um die Kräfte im Taschenbuchsegment zu bündeln und dem Genre Krimi im Handel wieder zu einem geschlossenen Marktauftritt zu verhelfen, wurde schon auf der letztjährigen Frankfurter Buchmesse aus der Taufe gehoben.
Geplant war der erste Auftritt des neuen Programms schon zur diesjährigen Leipziger Buchmesse, doch dies war in der Kürze der Zeit nicht zu bewerkstelligen, erklärte Pressesprecher Rainer Uebelhöde, der vom Buchhandelsfachmagazin "Buchreport" zum Unternehmen wechselte. Die Verantwortung für das Programm teilen sich Thomas Wörtche (internationale Autoren) und Bernd Jost (deutschsprachige Autoren).
Für die Gestaltung des neuen Verlages zeichnet die Agentur groothuis, lohfert, consorten - Gesellschaft für Formfindung und Sinneswandel mbH verantwortlich, die Verlagsleitung wird Volker Neumann übernehmen, den der Markt urplötzlich zur Disposition freigestellt habe, wie Uebelhöde hintersinnig erklärte. Neumann, einer der profundesten Fachleute des Buchgeschäftes war zur Überraschung der Buchbranche von der Verlagsgruppe "Random House" im Zuge der Umstrukturierung des ehemaligen Bertelsmann-Konzerns entlassen worden.
Neumann selbst stellte auf der Pressekonferenz das erste Programm vor, das im Mai in den Handel kommen wird. Spitzentitel werden der neue Roman von Jacques Berndorf (Eifel-Liebe, Grafit), Garry Disher (Der Drachenmann, Unionsverlag) und der neue Roman von Fred Vargas sein, der zeitgleich in Frankreich und in Deutschland erscheinen wird: "Die letzte Metro nach Pont de Sévres" (Aufbau Verlag).
Geplant sind vierzig Titel pro Jahr, die mit der Zeit das Genre in seiner Vielfältigkeit darstellen sollen. Damit folge der Verlag vielfach geäußerten Wünschen des Handels, der nach der Auflösung der Krimireihen durch die Großverlage die Gesichtslosigkeit des Genres beklagt habe, betonte Volker Neumann.


Genre & MedienGenre & Medien

»Sean McGuffin gestorben«
Sean McGuffin: Der Hund. Edition NautilusDer irische Schriftsteller Sean McGuffin ist am Sonntag zwei Tage vor seinem 60. Geburtstag in Derry gestorben. Das teilten sein Hamburger Verlag Edition Nautilus und die Berliner Zeitschrift «telegraph» mit. An diesem Dienstag war McGuffin zu einer Geburtstagsfeier in das Kaffee Burger in Berlin eingeladen, die nun als «Feier auf sein Leben» mit zahlreichen Freunden und Kollegen stattfinden soll, wie die Edition Nautilus betonte. "web.de/dpa", 29.04.2002 mehr

  • »Der fette Bastard ist tot«
    Ich verdanke ihm den Spitznamen, unter dem man mich in Belfast kennt. Nachdem ich John McGuffin 1976 in der nordirischen Hauptstadt kennen gelernt hatte, besiegte ich ihn mehrmals im Scrabble, wobei es dreifache Punkte für schmutzige Worte gab. Die Mittwochabende im "Cobweb Castle", seinem Haus in Belfast, waren legendär. Es war der Treffpunkt für die Lumberjacks, einer "schattenhaften Widerstandsgruppe", wie McGuffin in seinem Buch "Last Orders" weismachen will.
    Ralf Sottscheck in der "taz", 30.04.2002 mehr
  • »Last orders«
    Am Sonntag starb mit Sean McGuffin ein intellektueller Hooligan. " Vor zwei Wochen konnten wir zusammen noch einen Sonntag lang an deinem Buch über den aus Derry stammenden Abenteurer Charles »Nomad« McGuinness arbeiten, dessen Fertigstellung du ungeduldig entgegenfiebertest. Es wird gedruckt werden, Sean, dafür wird Christiane sorgen, dessen kannst du dir absolut sicher sein, das weißt du."
    Jürgen Schneider in "Junge Welt", 30.04.2002 mehr
In memoriam Sean McGuffin.
Aus seinen Büchern lesen am heutigen Dienstag Conny Lösch, Bert Papenfuß, Peter Wawerzinek, Jürgen Schneider, Hanna Mittelstädt. Moderation Jürgen Schneider. Zusätzlich gibt es eine Soundcollage für McGuffin von Jörg Burkhard und Musik mit DJ Toth One Tet und JS. 30.4., 20 Uhr, Kaffee Burger, Torstraße 60, Berlin


»schwarze taz: Wenn Kommissarinnen hassen«
Gelegentlich hat man das Gefühl, der Kriminalroman sei vor allem ein Vehikel zur Mitteilung privater Befindlichkeiten, getarnt als Schicksalsgeschichten über Polizisten oder Detektive, die bei ihrer Arbeit naturgemäß dorthin geführt werden, wo es nicht mehr möglich ist, bestimmten unangenehmen Fragen auszuweichen. Aber ist das wirklich alles? Wenn Frauen und Männer hassen, führt das zu Problemen im Beruf, vor allem bei Polizisten: Maria Kouba, Hauptfigur in Sabina Nabers Debütroman "Die Namensvetterin", ist Kriminalkommissarin in Wien und leidet unter der Trennung von ihrem Lebensgefährten, der sich nun mit einer Jüngeren vergnügt...
Geschlechterkampf und Verbrechen: vier Frauenkrimis, besprochen von Robert Brack in der "taz" vom 30.04.2002 mehr


Reklame
Léo Malet: Das Leben ist zum Kotzen. Edition Nautilus

»...obwohl ein brutaler Kriminalroman mit geradliniger direkter Erzählweise, ... beleuchtet Malet die psychologische Motivation seines nach Idealen suchenden Protagonisten.« VorSicht

Léo Malet. Das Leben ist zum Kotzen. Kriminalroman. Paperback, 144 Seiten, Euro 9,80 / sFr 18,10. ISBN 3-89401-391-5


»Ein Buchhalter sieht rot«
Der Massenmörder im Spießer: In B. S. Johnsons böser Parabel "Christie Malrys doppelte Buchführung" ist der Kontostand der Gesellschaft niemals ausgeglichen. Der Roman "Christie Malrys doppelte Buchführung" erschien bereits 1973 in England, sein Autor, Bryan Stanley Johnson, starb im gleichen Jahr. Das Besondere an dem Buch ist der direkte Dialog, in dem Autor und Protagonist stehen. "taz", 30.04.2002 mehr


»Mit 66 Jahren, da fängt das Morden an«
23 unterhaltsame Kurzgeschichten handeln von den zum Teil überaus hinterlistigen Plänen älterer Herrschaften, unliebsame Zeitgenossen aus der Welt zu schaffen. Über lange Erfahrung verfügend, vom Leben ziemlich abgebrüht und mittlerweile kompromissloser geworden, haben die betagten Damen und Herren Mörder geniale Einfälle, wenn es darum geht, jemanden ins Jenseits zu befördern, der sie stört. Und das Tollste dabei ist: Niemand verdächtigt sie.In den Geschichten von Agatha Christie, Jürgen Ehlers, Ruth Rendell, Georges Simenon und den anderen Autoren in diesem Buch wimmelt es nur so von gehässigen Ideen, die allerdings allesamt mit einem reizenden und unschuldigen Lächeln in die Tat umgesetzt werden, und das bereitet dem Leser ein großes Vergnügen. ("Mit 66 Jahren, da fängt das Morden an." hrsg. von Ralf Kramp, Scherz-Verlag). "WDR 4", 30.04.2002 mehr


»Fragen über Fragen an den Autor«
Mindestens genauso spannend aber war für die Schüler, den Autor mit ihren Fragen zu löchern. Seit 25 Jahren schreibt Herbert Friedmann. Entstanden sind 50 Bücher mit einer Verkaufszahl von über einer Million Exemplaren. Das erste trägt den Titel „Kalle Durchblick“ und hat die Neonazi-Szene zum Thema. Mit seinen sieben Liebesgeschichten, unter anderem „Schmetterlinge im Bauch“, seinen sieben Fußball-Geschichten und jetzt mit seinen beiden Krimis für Kinder befindet sich Friedmann in der glücklichen Lage zu den 500 aus insgesamt 10 000 Autoren Deutschlands zu zählen, die von ihrer Schreibe leben können. "Gelnhäuser Tageblatt", 30.04.2002 mehr


»Rocker, Erpresser, Schläger und Huren«
Alex Hoel ist ein ehemaliger Schläger und Geldeintreiber, der sich vom Verbrechen verabschiedet hat. Seine Bar Exil in Oslo ist die Heimat all der verlorenen Seelen der Grossstadt. Ein Prima Krimi von Jon Ewo, meint "20min.ch", 30.04.2002 mehr


»Bienzle´s Geist wehte in Biberach«
Felix Huby, mit richtigem Namen Eberhard Hungerbühler (Huby war sein Kürzel in der "Spiegel"-Redaktion; es wurde später zum schriftstellerischen Pseudonym; Felix heißt sein Sohn) bot seinen zahlreichen Zuhörern in der Biberacher Stadthalle eine kurzweilige und spannende Stunde mit Beispielen aus seinem schriftstellerischen Schaffen. "Schwäbische Zeitung", 30.04.2002 mehr


»Es muss mehr Filme über Gewalt geben«
Am 2. Dezember vergangenen Jahres zeigte die ARD die "Tatort"-Folge "Gewaltfieber" vom Südwestrundfunk. Es geht darin um einen Schüler, der offenbar drei Lehrer und anschließend sich selbst erschossen hat. Die vier Leichen werden im Lehrerzimmer gefunden. Kommissarin Lena Odenthal verdächtigt sofort den Schüler, der für seine Gewaltfantasien bekannt war. Dass am Ende die Freundin des Jungen die Mörderin war, kann die Parallelen zu dem Amoklauf in Erfurt nicht verdecken. Autor des Films war Fred Breinersdorfer. Ein Interview mit ihm führte die "Berliner Zeitung", 30.04.2002 mehr

  • »Ein Attentat wie aus dem Drehbuch«
    Fred Breinersdorfer gehört zu den vielbeschäftigten deutschen Fernseh-Autoren. Aus der Feder des 55-Jährigen stammt auch die im Dezember gesendete "Tatort"-Folge "Gewaltfieber", in der sich eine relegierte Schülerin mit der Pumpgun rächt und drei Lehrer und einen Schüler erschießt. Christian Seel sprach mit dem Drehbuchautor über den Zusammenhang zwischen fiktionaler Gewalt und Wirklichkeit. Ein Interview in "Die Welt", 30.04.2002 mehr


»Man warnte vor der Fremdenlegion«
Hauptperson an der Kulturveranstaltung des Verkehrsvereins Eggersriet-Grub: der Publizist und ehemalige Fremdenlegionär Peter Eggenberger, Autor des Buches «Mord in der Fremdenlegion» und Verfasser weiterer Kurzgeschichten. Etwa fünfunddreissig Personen warten gespannt darauf, sich in die Welt der Fremdenlegion versetzen zu lassen. Eggenberger hat seine einstigen Erlebnisse in einen Kriminalroman verpackt. "St. Galler Tagblatt", 30.04.2002 mehr


»Riskanter Krimi«
Im Streit um die Urheberrechte für die geplante Krimi-Serie "Gegen Tod und Teufel" hat der Filmregisseur Gernot Stadler nun auch in der zweiten Instanz Recht bekommen. Damit ist es dem Drehbuchautor Heimo Toefferl und dem Schauspieler Manfred Lukas-Luderer bis auf weiteres untersagt, sich als Alleinurheber des Filmprojektes zu bezeichnen. Die beiden hatten im Vorjahr ohne Wissen Stadlers Verhandlungen mit Columbia TriStar aufgenommen. "Kleine Zeitung" (Steiermark), 29.04.2002 mehr


»Filmaufnahmen für einen historischen Krimi«
Die Altstadt als Kulisse: Wieder einmal kommt Wipperfürth ins Fernsehen: In der WDR-Lokalzeit soll Volker Kutschers historischer Kriminalroman "Der schwarze Jakobiner" vorgestellt werden - natürlich an Originalschauplätzen. "Wir wollen den Zuschauern Appetit auf das Buch machen", erklärte Regisseur Georg Lembeck. "Kölnische Rundschau", 29.04.2002 mehr


Reklame
Jean-Patrick Manchette: Nada

«Ein Roman zwar, doch man könnte es für Realität halten.» LE NOUVEAU CLARTÉ

Manchette, Jean-Patrick: Nada. Distel Verlag, Taschenbuch 1019, 215 Seiten, € 9,90 - sFr 18,10 - ISBN 3-923208-55-3


»International noch immer nicht erstklassig«
Kriminalliteratur aus dem deutschsprachigen Raum gerät immer mehr zum Ereignis, zum „Event". Das beweist der Erfolg der Criminale, die letzte Woche in München stattfand. Tausende Besucher verfolgten Auftritte an krimitypischen Orten, die „längste Krimilesung der Welt" war für die Guinness-Show interessant, die Medienberichterstattung vielfältig und umfassend. Alles in Butter im Krimimetier, sollte man meinen. Ein Blick in aktuelle Bücher beweist allerdings das Gegenteil. Bücher, die hierzulande als Spitzentitel gelten, gelangen im internationalen Vergleich über den Durchschnitt meist nicht hinaus.Besprochen werden:
Thomas Glavinic: Der Kameramörder
Christoph Spielberg: Die russische Spende
Astrid Paprotta: Sterntaucher
Horst Eckert: Ausgezählt
Ulrich Noller im "Funkhaus Europa/WDR 5", 26.04.2002 mehr


»Mord im frühen Mittelalter«
An historische Fakten knüpft der englische Autor Peter Tremayne in seinen fesselnden Kriminalromanen an, die sämtlich im 7. Jahrhundert in Irland spielen. Protagonistin ist die keltische Nonne Fidelma. Sie ist intelligent, jung, rothaarig und stammt als Schwester des gewählten Königs von Muman (der heutigen Provinz Munster) aus dem Adel. "taz", 27.04.2002 mehr


»Krimi-Koryphäe da : und keiner kommt«
Bei den Leeranern scheint die Kenntnis des zeitgenössischen Krimi-Kosmos nicht sehr ausgeprägt zu sein. Zur Gemeinschafts-Lesung von Jürgen Alberts und Maj Sjöwall am Sonnabend fanden lediglich 20 Leute den Weg in die Stadtbibliothek. "Ostfriesen-Zeitung", 29.04.2002 mehr


»Krimitipps von J.C. Schmidt«
Im Online-Magazin "Titel" sind jetz die Krimitipps des April von j.c.schmidt nachzulesen: Carlo Lucarelli: Der trübe Sommer
Michael Cordy: Mutation
Helge Thielking: King of Pain
Anja Snellman: Geografie der Angst ....
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»Vollstrecker der Globalisierung«
Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Allein bei seinem Geruch wird der Mensch wieder zum gefährlichen Primaten und lässt die Domestizierungsgeschichte des Homo sapiens als Seemannsgarn erscheinen. Dies zumindest suggerieren die Bücher des britischen Wirtschaftskrimiautors Michael Ridpath. Sein jüngstes Buch kommt in der deutschen Übersetzung zwar mit dem harmlosen Titel "Das Programm" daher, in der englischen Originalfassung heißt es aber einfach und treffend "The Predator" - Das Raubtier. "Die Welt" 27.04.2002...
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»Opfer und andere Rollen«
Folgt die Realität mal wieder der Fiktion? New Yorks Skyline war lange vor dem 11. September beliebtes Zerstörungsobjekt in Actionthrillern. In Hollywood holt die US-Regierung sich heute Nachhilfe in Terror-Szenarien. Und eben kommt die erste Sammelklage gegen US-Firmen wegen „Bereicherung aus Sklavenarbeit“ - im Namen der etwa fünfunddreißig Millionen Afroamerikaner und nach dem „Drehbuch“ den Klagen von Holocaustopfern gegen deutsche Industrie, Schweizer Banken und all die anderen Profiteure. Mit so etwas hatte 2001 auch Sara Paretsky ihren zehnten V.I. Warshawski-Krimi Total Recall eröffnet, der auf deutsch unter dem Titel Ihr wahrer Name gerade bei Piper erschienen ist. Mit einem Zusammenprall zweier Demos in Chicago beginnt der rasante, verzwickte Plot. "Jüdische Allgemeine" 25. April 2002...
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»Papierfluten«
Wiederum versteht Pablo De Santis es gekonnt, eine spannende unkonventionelle Kriminalgeschichte zu erzählen und gleichzeitig dem Außenstehenden vielsagende Einblicke in den Literaturbetrieb zu gewähren. Bezeichnenderweise dreht sich die Handlung zu großen Teilen um Zerfall und Verfall, um Betrug und Zerstörung. Zentrum und Herzstück der Geschichte bildet ein verkommenes, halb verlassenes Fakultätsgebäude, in dessen ausladenden Etagen tonnenweise Gedrucktes lagert. "Titel" 29.04.2002...
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»Showdown unterm Telespargel«
Gemessen an dem, was landauf, landab über Berlin und neu-hauptstädtischen Lifestile verzapft wird... - daran gemessen ist Uta-Maria Heims Roman Ruth sucht Ruth ein wahres Meisterstück, das nicht nur virtuos konstruiert ist und präzise die Stimmungen in der Metropole einfängt, sondern auch in stilistischer Hinsicht absolut überzeugt.
Dabei ist die Geschichte knapp an der Grenze zum Krimi angelegt, erinnert teilweise in ihrer Schnodderigkeit und ihrem stylischen Sprachschöpfertum sogar an Geschichten aus Hochglanzmagazinen, hält aber gleichzeitig ehernen literarischen Kriterien stand. Gerade das gleichrangige Nebeneinander von floskelhaft-neumodischem und traditionellem Stil überzeugt. "Jüdische Allgemeine" 25. April 2002...
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»Karriere eines Berufskillers«
„Jede Geschichte braucht ihren eigenen Erzähler“, sagt Carlo Lucarelli, der sich nicht auf einen festen Kommissar oder eine ermittelnde Beamtin festgelegt hat. In seiner neuen Geschichte schickt er so die junge Inspektorin Grazia Negro in den Ring. Lucarelli-Fans ist sie keine Unbekannte mehr. Grazia ist spezialisiert auf das "Fangen von Unbekannten". "Titel" 29.04.2002...
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»Crime Watch 59«
Vor acht Jahren hat Nick Tosches einen wunderbaren Roman geschrieben: Trinities, der hierzulande unter dem dubiosen Titel Die Meister des Bösen sang- und klanglos unterging. Das war und ist schade, denn Trinities war ein witzig gemachter Mafia-Roman, der das Erzählskelett von Puzos Godfather einerseits in die neunziger Jahre transponierte und sich andererseits fröhlich über ihn und die Welle der Mafia-so-wie-sie-wirklich-ist-Romane lustig machte. 1992 hatte Tosches sein Grundsujet la mafia entdeckt. Zehn Jahre später dürfen wir sein erstes Stück dazu auf deutsch lesen... Thomas Wörtches "Crime Watch" (Nr. 59) im "Freitag" 18/2002...
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»Nordische Krimis und Kinderbücher«
Bücherfrühling in Leer zum Thema „Literatur und Kultur Skandinaviens“ wird heute im Zollhaus eröffnet. Ein Höhepunkt wird die Lesung der schwedischen Krimi-Autorin Maj Sjöwall sein. "Ostfriesen-Zeitung", 26.04.2002... mehr


»CHAT-RAUM als Roman«
Spätestens an dieser Stelle steht zu befürchten, der Roman »Das Aquarium« kippe um in eine üble voyeuristische Klamotte oder, wenn es hoch käme, in ein wohlfeiles Remake von Hitchcocks berühmtem Film »Rear Window« (Das Fenster zum Hof). Doch der ehemalige Liedermacher und Kabarettist Thommie Bayer erweist sich als ein inzwischen bereits so gereifter Romancier, seiner immerhin deftigen erotischen Kost einen soliden epischen und psychologischen Unterbau zu verpassen und ein mehr als unbanales Dreiecksverhältnis in einen durch und durch zeitgenössischen Rahmen zu stellen. "Neues Deutschland", 26.04.2002... mehr


»Geschichten wie Rauchkringel«
Aus Anlass seines 50-jährigen Bestehens gibt der Diogenes Verlag eine Werkausgabe von Patricia Highsmith (1921-1995) heraus, die heute mit einer Lesung in der Kölner M 7-Buchhandlung und einer anschließenden Filmnacht im Filmhaus geehrt wird. "Kölnische Rundschau", 26.04.2002... mehr


»Manchmal ist Mord einfacher als Leben«
Hin und wieder, leider selten, stoße ich auf ein Buch, dessen erste Zeilen mir bereits die skeptischen Runzeln von der Stirn streichen. Dann weiß ich intuitiv: Mit diesem Buch wird nichts schief gehen. Hier ist jemand am Werk, der dich sicher durch alle Katastrophen geleitet. So ging es mir mit Astrid Paprottas Sterntaucher. Vielleicht bin ich mit dieser Empfindung allein. Es soll Kollegen geben, die über dieses Buch nicht schreiben mochten. Weil es sie so sehr verstört hat. Tobias Gohlis in "Die Zeit", 18/2002... mehr


»Lebe lieber ungewöhnlich«
Leichen pflastern seinen Weg: fünfeinhalb an der Zahl, von denen aber nur drei so richtig auf sein Konto gehen, und jedes Mal war es ein klarer Fall von Notwehr. Harry Willemer, der Held des neuen Romans von Günter Ohnemus, ist in den 52 Jahren seines Lebens immer ein guter Junge gewesen, was freilich nicht heißt, dass er an dem Schlamassel, der ihn und den Leser über 300 Seiten in Atem hält, ganz unschuldig wäre. "Die Zeit", 18/2002... mehr


»Todesfälle gestern und heute«
Anne Chaplet las in der Wächtersbacher Buchhandlung „Dichtung und Wahrheit“ aus ihrem Roman „Die Fotografin“ "Gelnhäuser Tageblatt", 25.04.2002... mehr


»Agatha die eine«
Wer betrügt wen? fragt Wolfram Knorr in der "Weltwoche" 17/02 und will wohl auf Agatha Christie hinaus Lesen können das im Internet leider nur Abonnenten... mehr


»Heldinnen in der Terrorszene«
Auftakt des Literaturfestivals "seitenweise." mit Barbara Krohn und Horst Bosetzky. "Braunschweiger Zeitung", 25.04.2002... mehr


»Eine ungeheuerliche Familie«
Im Mittelpunkt von Daniel Pennacs turbulenten Roman "Paradies der Ungeheuer", der jetzt in einer Neuübersetzung erschienen ist, stehen vor allem die originellen Figuren von Benjamin und seiner Familie. Denn in dieser Familie "ist nichts, wie es sein sollte", wie schon der Klappentext richtig verrät. "Evolver", 23.04.2002... mehr


»Absolutly thrilling!«
Die weitläufig verflochtene Recherche-Krimigeschichte von Sally Beauman ist spannend bis zum letzten Moment, auch wenn der erste Eindruck wenig davon preisgibt. "Evolver", 23.04.2002... mehr


»Grandioser Kunst-Krimi«
"Ungeheuer ist viel - doch nichts ungeheurer als der Abgrund, der das Gewesene vom Verstehen trennt" - dieser dunkle Sinnspruch führt in das tiefe Zentrum eines ganz und gar außergewöhnlichen Kunst- und Kriminal-Romans, der in höchst raffinierter Komposition ein kulturgeschichtliches Panorama von der Frührenaissance bis zur Gegenwart spannt und dabei von der ersten bis zur letzten Seite bannt. In Analogie zu den Kompositionen Guillaume Dufays verflicht Wolfgang Schlüter in seinem vielschichtigen Roman "Dufays Requiem" die verschiedensten Stilelemente zu einer "polyphonen Synthese". "Titel", 19.04.2002... mehr


»Vom Buchmarkt 1«
Droht der Börsenverband des Deutschen Buchhandels auseinander zu brechen? Er ist für westliche Länder einzigartig, weil er Verlage und Buchhandel in einem gemeinsamen Interessenverband vereint. Wie in anderen Branchen eskalieren jetzt aber auch im Buchmarkt die Spannungen zwischen Produzenten und Händlern. Die Rezession, der 11. September und die Euro-Umstellung haben Umsatz- und Gewinneinbrüche ausgelöst, die die einst so freundschaftlich verbundenen Partner zu immer neuen Forderungen und Praktiken auf Kosten des andern treiben. Gerhard Beckmann in der "Welt" vom 24.04.2002... mehr


»Vom Buchmarkt 2«
Der Streit zwischen dem Buchhandel und dem Münchner Heyne Verlag um den neuen Roman „Die Farm“ (Originaltitel: The Painted House) des Bestsellerautors John Grisham spitzt sich zu. "FAZ" vom 23.04.2002...mehr

  • »Krach um den Club«
    Die Buchhändler protestieren zur Zeit lautstark in ihren Branchenblättern gegen folgenden Deal: Das neueste Buch von John Grisham - Titel: Die Farm - wird derzeit im Club angeboten als Club-Premiere und erst vier Monate später im Buchhandel. "Deutschlandfunk" vom 22.04.2002... mehr


»Kalt und warm zugleich«
Oft schon ist Anne Holt als das weibliche Gegenstück zu Henning Mankell beschrieben worden. Das ist natürlich Unsinn, den Mankell ist Mankell und Holt Holt. Aber wer einmal ein Buch von Anne Holt gelesen hat, der ahnt dass ihn von nun an ihre Krimis durch die Nächte begleiten und diese entscheidend verkürzen werden. In ihrem neuen Roman geht es einmal nicht um ihre Heldin Hanne Wilhelmsen und deren Team. Und eine neue Figur betritt die Bühne, die man nicht aus den Augen lassen sollte, da sie einen nicht aus den Augen lassen wird. "Titel", 19.04.2002... mehr


»Vom Tod einer Schülerin«
Der Kriminalroman "Auge" von Klaus Nührig ist eine bewegende Studie aus dem Schulmilieu, die in einer gefühllosen und kalten Realität den Konflikt zwischen Jugendlichen und Erwachsenen schildert. Ausgehend vom tödlichen Autounfall der Schülerin Kerstin Schwan, werden die vorausgegangenen Ereignisse durch die Ermittlungen des Kommissars Steinhorst sowie die Computerdateien seines Sohnes Jan aufgerollt. "Peiner Nachrichten", 24.04.2002... mehr


»Pappsoldat Nafa«
Mohammed Moulessehoul ist derzeit ein recht gefragter Mann. Seit vielen Jahren schon veröffentlicht der ehemalige algerische Offizier Romane unter dem Pseudonym Yasmina Khadra, dem Vornamen seiner Frau. Die ersten seiner Bücher, in denen er sich explizit mit der Allgegenwart von Gewalt, Terror und Korruption in Algerien befasst, waren zugleich die ersten, die ins Deutsche übersetzt wurden. Yasmina Khadras Krimitrilogie um den zynisch-moralischen Kommissar Llob erschien in den Jahren 1999 bis 2001 auf Deutsch und bescherte ihrem Autor bzw. ihrer Autorin, denn erst letztes Jahr lüftete Moulessehoul im französischen Exil das Geheimnis seiner Identität - ein recht wohlwollendes Medienecho. "taz", 23.04.2002... mehr


»Kleve, übernehmen Sie!«
Die etwa 250 Besucher der Krimi-Nacht am Freitagabend im Ringlokschuppen tappen dagegen im Dunkeln. Der Mülheimer Autor Jörg Juretzka liest nur die Anfänge seiner Krimis. Alles bleibt offen. Sein Ruhrpott-Ermittler Kristian Kryszinski gibt sich skeptisch angesichts der Leiche ohne Kopf "NRZ", 23.04.2002... mehr


»Wenn keine klaren Grenzen mehr bestehen«
Jean-Patrick Manchette, der den französischen Kriminalroman der Schwarzen Serie in den Siebzigerjahren neu erfand, lieferte mit dem von Chabrol verfilmten Roman «Nada» sein gesellschaftskritisches Meisterwerk ab. "20min.ch", 23.04.2002... mehr


»Undurchschaubar«
Mit «Der Kommissar und das Schweigen» ist Hakan Nesser ein spannender, intelligenter Krimi gelungen, der mit einer überraschenden Lösung aufwartet. Es ist zu hoffen, dass Nessers Figur Van Veeteren seinen Traum, den Polizeidienst aufzugeben und ein Antiquariat zu übernehmen, nicht wahr macht. "Neue Luzerner", 23.04.2002... mehr


»In der Moschus-Welt«
Doch heute stehen im Boxring keine schwitzenden Männer sondern drei Stühle und ein Tisch. Und am Tisch sitzt ein Mann und raucht eine Zigarette. Heute wird in der Boxfabrik gelesen. Neun Krimiautoren, Wolf Haas, Friedrich Ani, Robert Hültner und sieben andere, werden, so steht es in der Pressemitteilung, „in den Ring geschickt“. „Das gehört doch irgendwie zusammen“, sagt Monika Dobler von der Buchhandlung Glatteis, „das Boxen und der Krimi.“ "Süddeutsche Zeitung", 23.04.2002... mehr


»Criminale 2003 vergeben«
Die "Criminale", ein Treffen von rund 150 Krimi-Autoren sowie zahlreichen Verlegern, Lektoren, Buchhändlern und Kritikern aus Deutschland und dem Ausland, findet 2003 im Westerwald statt. "Rheinpfalz online", 21.04.2002... mehr


»Münchner Criminale schließt mit Besucherrekord«
Mit einem Besucherrekord ist die "Criminale 2002" in München zu Ende gegangen. Rund 20 000 Krimifans besuchten in den vergangenen fünf Tagen die mehr als 100 Veranstaltungen des Festivals. Insgesamt nahmen 156 Autoren an der bisher größten "Criminale" in der 16-jährigen Geschichte des Krimifestivals teil. "Tagesschau, ARD", 22.04.2002... mehr


»Spurensuche an der Isar«
München ist eine sichere Stadt, das hört man ja immer wieder, angeblich sogar die sicherste Metropole Europas. Da muss man erst mal darauf kommen, ausgerechnet hier die "Criminale" veranstalten zu wollen, das größte Krimifestival im deutschsprachigen Raum, organisiert von der Autorenvereinigung "Das Syndikat"· Untertitel: "Spurensuche an der Isar". "Donaukurier", 20.04.2002... mehr


» Die versteckten Deutschen «
Gestern Abend wurde in München der Krimipreis der Autoren verliehen, der Friedrich-Glauser-Preis. Ob es eine glanzvolle Veranstaltung war, muss hier offen bleiben, denn die Preisverleihung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es ist nicht bekannt, ob das der Tatsache geschuldet war, dass nur zwei Flaschen Rotkäppchensekt zur Verfügung standen oder ob dies eine Rache am Publikum ist, das den deutschen Kriminalroman nicht genug schätzt. In der Tat sind die deutschen Leserinnen und Leser ja nicht gut zu ihren Autoren. Jeder neue schwedische Roman schafft es hierzulande auf die Bestenlisten, aber erinnert sich jemand daran, wann das zuletzt einem deutschen Krimi gelungen ist? "Der Tagesspiegel", 21.04.2002... mehr


»Studers schreibende Söhne«
Auch das Verbrechen verlangt Organisation. So verbirgt sich hinter dem Kürzel AIEP nicht nur die "Association For Educational, Cultural and Work International Exchange Programs" der Republik Armenien mit Sitz in Eriwan, sondern zudem eine internationale Vereinigung des organisierten Verbrechens, die "Asociatión Internacional de Escritores Policiacos/International Association of Crime", zu deutsch: die internationale Kriminalschriftstellervereinigung. Jährlich vergibt die Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller den Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres. Heuer erhält ihn in München der Grazer Thomas Glavinic für seinen Roman "Der Kameramörder". "Der Standard", 19.04.2002... mehr


»Einen Autor zum Nachtisch«
Natürlich, das muss ein Autor auch können: sich verkaufen. Doch so offen wie an diesem Donnerstagabend im Ruffini wurden die Verhältnisse noch nie hergezeigt: Die Gäste der Criminale-Veranstaltung „Mord à la carte“ laben sich an Ossobuco, Spargel oder Lasagne, und wenn sie Lust haben, bestellen sie bei Helmut Maier, dem Ruffini- Kulturbeauftragten, einen Autor. Der kommt dann an den Tisch mit Buch und einer Tasse, liest den Leuten zehn Minuten was vor und kriegt 2,50 Euro dafür. "Süddeutsche Zeitung", 20.04.2002... mehr


»Lady Chamäleon«
Vorsicht, Falle! Denn ausgerechnet an einer Werkstatttür findet sich in versalen Lettern die Aufschrift "DELEUZE". Und als der Ermittler eintritt - in Anne Chaplets mittlerweile viertem Kriminalroman "Die Fotografin" - scheppert eine Glocke, als wüsste die Autorin sehr genau, dass es beim theoriegestählten Leser soeben geklingelt hat. Deleuze, Gilles: vor nicht allzulanger Zeit verstorbener französischer Meisterdenker mit Arbeitsgebiet Schizophrenie. Wie schön, das passt! Wo doch die Autorin gar nicht die Autorin ist. "Die Welt", 20.04.2002... mehr


»Dekadenz schwächt und hält zugleich am Leben«
Franz Schuh über Irritierendes an der Kriminalliteratur und über deren Rezension. "Der Standard", 19.04.2002... mehr


»Letales Imponiergehabe«
Ein Verbrechen ist geschehen. Die Leiche, somit der Beweis, wird fehlen. Das teilt uns der Autor gleich zu Beginn mit und macht damit klar, dass es sich trotz der geheimnisvollen Einleitung nicht um einen gewöhnlichen Kriminalroman handeln kann. Das würde man ja nach Ketil Bjørnstads eindrucksvollem Psychodrama Erlings Fall auch nicht erwarten. Bjørnstad erweist sich abermals als grüblerischer, verschatteter Sezierer der inneren Pathologie. "Der Standard", 19.04.2002... mehr


»Leichen im Garten Schweden«
Nach "Studio 6" und "Olympisches Feuer" ist "Paradies" eine deutsche Neuerscheinung von Liza Marklund, spannend, lebendig und schnell wie die anderen beiden Krimis der Schwedin. Das einzig Irritierende: Die Geschichte passt chronologisch nicht: beim Lesen also immer einen Schritt zurückdenken! "ntv", 19.04.2002... mehr

  • »Paradies und Mafia«
    Krimifans kommen in Liza Marklunds neuestem Roman "Paradies", der von der ersten bis zur letzten Seite spannend ist, auf ihre Kosten. Doch die Autorin, die als Shooting-Star der schwedischen Literatur, als Schwedens "Exportschlager" gilt, will nicht nur unterhalten, sondern auch die Gesellschaft kritisch beleuchten. Liza Marklund war Reporterin einer bekannten schwedischen Boulevardzeitung und später Chefredakteurin eines privaten Fernsehsenders, bevor sie begann Thriller zu schreiben "ARD/TitelThesenTemperamente", 14.04.2002... mehr


»Mörder mit dem weichen Herzen«
Sein ganzes Leben lang habe er darauf gewartet, dieses Buch zu schreiben, sagte Peter Carey, als er im vergangenen Jahr den Booker Prize für „The true history of the Kelly Gang“ erhielt. Jetzt ist „Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang“ auch in deutscher Übersetzung erschienen. "Kölner Stadt-Anzeiger", 19.04.2002... mehr

  • »Mich könnt ihr nicht erschießen«
    Peter Carey lässt Kelly selbst zu Wort kommen, in einer auf 13 Päckchen verteilten fiktiven Autobiografie, die der Bushranger für seine Tochter geschrieben haben soll. Es ist die Geschichte eines Jungen aus einer armen, mit zu vielen Kindern und Vätern gesegneten Familie. Die Geschichte eines handfesten, zu früh erwachsen gewordenen Mannes, der schon bald erkannte, dass man die Gesetze Englands als Sohn irischer Einwanderer vor allem im unpassendsten Augenblick zu spüren bekam. Ulrich Baron in "Die Welt", 20.04.2002...mehr
  • »Immer neue Entdeckungen machen«
    Der Australier Peter Carey vermischt die Tricks des Post-Post-Modernismus mit klassischem Storytelling. Sacha Verna in "Frankfurter Rundschau", 25.04.2002...mehr


»Die andere Literatur«
Die Literatur Brasiliens ist lange international kaum wahrgenommen worden und hat sich nicht zuletzt aus diesem Grund stark auf Fragen der eigenen Identität zurückgezogen. Nun löst sie sich aus der Starre und wird zum Spiegel der Heterogenität des grössten lateinamerikanischen Landes. Thomas Sträter gibt einen Überblick in der "NZZ" vom 20.04.2002... mehr


»Der Mörder wird gekrallt«
Das mit den Geheimnissen klappt doch nie in Crozet, jener vordergründig idyllisch-amerikanischen Kleinstadt, in der Rita Mae Brown seit 1991 ihre Katzenkrimis ansiedelt. Das wissen natürlich auch ihre Leser, die mit «Mord auf Rezept - Ein Fall für Mrs. Murphy» jetzt den neunten Band der Serie aufschlagen können. "Berliner Morgenpost", 21.04.2002... mehr


»Himmelsfackeln von Berlin bis Ankara«
Was auf Anhieb nach dem neuesten Grisham oder Crichton klingt, stammt aus der Feder eines deutschen Politikers im Ruhestand. Am Donnerstagabend stellte der ehemalige Kanzleramtschef (1969/72) und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag (1977/91), Horst Ehmke, bei den Swisttaler Sozialdemokraten in Odendorf seinen 2001 erschienenen Roman "Himmelsfackeln" vor. "Bonner General-Anzeiger", 19.04.2002... mehr


»Ein Mord im Museum Ludwig«
Jerry Cotton kommt ins Museum. Doch zuvor haben die Handwerker im Museum Ludwig noch viel Arbeit vor sich. Der österreichische Künstler und Krimi-Fan Hans Weigand hat für die Ausstellung (Titel: „Jerry Cotton - Hans Weigand“) einen eigenen Cotton-Film gedreht. Zwei Morde geschehen: im Dom und im Museum Ludwig. "Kölner Stadt-Anzeiger", 20.04.2002... mehr


»Weg von diesem ruhigen Leben«
Sie zählt zu den erfolgreichsten Krimi-Autorinnen unserer Tage. Julia Wallis Martins Bücher wie "Das steinerne Bildnis", " Vogelgarten" oder "Auf Gedeih und Verderb" wurden auf Anhieb zu Welterfolgen, derzeit stürmt ihr neuer Thriller "Tanz mit dem ungebetenen Gast" (Heyne Verlag) die Bestsellerlisten. Ein Gespräch mit der Krimi-Autorin führte die "Esslinger Zeitung", 19.04.2002... mehr


»Kommissar Klischee«
"Ein perfekter Freund" steht auf den Bestsellerlisten. Von Martin Suter wird behauptet, er produziere "große Literatur", er schreibe "wie ein erstklassiger Angelsachse" und dergleichen mehr. Zugegeben: Er ist ein Profi. Die Indizien hierfür sind: eine klare, funktionale Sprache sowie ein gut gestrickter Plot. Eine gar nicht begeisterte Kritik von Martin Brinkmann. "Rheinischer Merkur", 18.04.2002... mehr


»Die Mörder AG«
Zum Abschuss freigegeben: Miroslav Nemec im coolen Trenchcoat posiert mit blonden Räuber-Bräuten, Edgar Selge fletscht an der Seite von Michaela May gefährlich die Zähne vor den zahlreichen TV-Kameras und Fotoapparaten – die veranstaltende Soko der „Criminale 2002“ bietet am Eröffnungsabend im Literaturhaus das gesamte kriminelle Potential Münchens auf. "Süddeutsche Zeitung", 19.04.2002... mehr


»Beklau nicht kleine Leute!«
Es war nicht selbstverständlich, dass Peter-Paul Zahl am Mittwoch Abend vor einem Plakat Platz nahm, auf dem "Krimi statt Kommune" stand. Die Berliner Heinrich-Böll-Stiftung und der Deutsche Taschenbuch Verlag hatten sich diesen Titel ausgedacht. Deutlich schwang das Plädoyer für Ästhetik statt Moral, für Kunst statt Politik mit. Einem wie Zahl dürfte das missfallen. "Potsdamer Neueste Nachrichten", 19.04.2002... mehr

  • »Schreibt auf Jamaika und liest in Deutschland«
    Er ist Vertreter der Apo-Generation, war Knast-Literat und schreibt seit fünfzehn Jahren entspannt Bücher auf Jamaica. hauptsache kultur hat Peter-Paul Zahl auf der Karibikinsel besucht, bevor er zur Lesereise nach Deutschland aufgebrochen ist. "HR3", 20.04.2002...mehr


» Thriller zu TV-Serie«
Thriller zu TV-Serie von Stephen King erscheint bei "vgs", meldete das Fachmagazin "Buchmarkt" am 18.04.2002... mehr


»Vom Buchmarkt«
John Grisham und zwei Bücher: eines im Bertelsmann Buchclub und eines im "normalen" Verlag. Über einen Streit, die Buchpreisbindung, Buchhändler und horrende Lizenzkosten berichtet die "FAZ", (18.04.2002)... mehr


»Grazia Negro jagt den Profikiller«
Der Plot eines Krimis. Auf das Was kommt es kaum an. Viel mehr dagegen auf das Wie - und wie Carlo Lucarelli seine Figuren ausleuchtet, wie er Räume mit Musik, Geräuschen und Gerüchen füllt, mal den Sekundenzeiger kriechen macht und mal Herzrasen: Das ist hohe Kunst (und rasant auch die Übersetzung von Peter Klöss). "Saarbrücker Zeitung ", (18.04.2002)... mehr


»Krimis in Literatur, Theater und Film«
Selbst die Gastronomie wartet mit kriminalistischen Delikatessen auf: "Mit Hirn, Herz und Kanone" wird das Weimarer Bücherfest am Sonntag, 21. April, im mon ami unmittelbar nach der Verleihung des "Weimarer Buchlöwen" eröffnet. Ab 16 Uhr dreht sich ein mörderisches Kleinkunst-Karussell um Krimis in Literatur, Theater, Musik und Film. "Thüringische Landeszeitung ", (18.04.2002)... mehr


»Bücherfrühling mit Autoren und Krimi-Werkstatt im Web«
Rund um den „Welttag des Buches“, der nächsten Dienstag, 23. April, begangen wird, bieten Kulturabteilung, Stadtbibliothek und Volkshochschule Osnabrück im Rahmen der landesweiten „Bücherfrühling“-Aktion ein interessantes Literatur-Programm, unter anderem mit Frank Göhre und einem Internetkrimi. "Neue Osnabrücker", (18.04.2002)... mehr



»Schön absurd«
Der schwule Autor Martin Arz sagte einmal: "Ich schreibe keine ‚schwulen‘ Krimis, sondern Krimis mit schwulen Hauptdarstellern – mehr nicht." Arz’ Geschichte ist einer der Kurzkrimis einer neuen Anthologie des Querverlages. „Queer Crime“ heißt der Band. Darin zu finden: vierzehn kriminalistische Kabinettstückchen lesbischer und schwuler AutorInnen, die in Berlin (Carlo de Luxe, Susanne Billig, Peter Hofmann u. a.), Sydney (Katrin Kremmler), San Francisco (Michael Nava) oder New York (William Maltese) leben. "Siegessäule", (16.04.2002)... mehr


»Krimi-Spezial«
Die "Süddeutsche Zeitung" bringt anläßlich der "Criminale" heute eine Sammlung ziemlich krimineller Geschichten. Dabei sind: Roger Graf, Doris Gercke, Christoph Spielberg, Till Bastian, Angela A. Eßer, Regula Venske, -ky und Tatjana Kruse (17.04.2002)... mehr


»Von Krimi-Klassikern und Krimi-Debütanten«
Die Krimi-Literatur boomt wie schon lange nicht. Und es müssen nicht immer die Bestseller von Donna Leon oder Henning Mankell sein, auch so mancher Klassiker von gestern ist es wert neu entdeckt zu werden, wie Giorgio Scerbanenco oder die grandiose Patricia Highsmith. Und mit Christoph Wagner gibt's einen Krimi-Debütanten, der wie sein Kollege Alfred Komarek österreichisches Flair in die Szene. "Neues Volksblatt", (16.04.2002)... mehr


»Schlaflos im Ruhrpott«
Irgendwas fehlt immer: Zum Auftakt der Münchner Criminale fahndet Kriminalkommissar Kaputzki nach einem Elementarteilchen. "Süddeutsche Zeitung", (17.04.2002)... mehr

  • »Schlaflos im Ruhrpott«
    Na? Haben Sie Kaputzkis Fall (Erster Link, oben!)lösen können?Wenn ja, dann schreiben Sie nicht einfach nur die Lösung! Das wäre eine Unterforderung für Leser von sueddeutsche.de. Nein, schreiben Sie, wie Kuputzkis Fall weitergeht! Und zwar schreiben Sie so, wie Kaputzki schreiben würde. Nur darauf kommt es an! "Süddeutsche Zeitung", (17.04.2002)... mehr


»Amazon und die gebrauchten Bücher«
Autoren kritisieren amazon.com für den Handel mit gebrauchten Büchern, die von Privat an Privat vermittelt werden. Autorensprecher Gerhard Ruiss sieht Neuauflagen gefährdet. "Der Standard", (17.04.2002)... mehr


»Zeugnisse über den Krieg«
Yasmina Khadras Bücher sind Zeugnisse über den Krieg in Algerien und über den Fundamentalismus. Ein Interview mit dem Autor führte "Tirol online", (18.03.2002)... mehr


»Scharfe Chilis zum Riesling«
Heutige Kriminalromanhelden essen bekanntermaßen gerne und sind gute Köche. Christoph Wagners Held ist da keine Ausnahme, er heißt Mario Carozzi, ist Archäologe und hat einen Job als Leiter im Heimatmuseum des Weindorfes Schattenbachs angenommen. "Tirol online", (16.04.2002)... mehr


»Der beste Mord«
Die Verleihung dieses Autorenpreises gleicht einer Lösegeldübergabe, und der Verein, der den "Glauser" auslobt, ist ein "Syndikat": Wenn am Samstag, bei der "Criminale" in München, der Wiener Thomas Glavinic für den besten Mord aus 198 jurierten Krimi-Neuerscheinungen des Vorjahres ausgezeichnet wird, dann wechseln die 5000 Euro Preisgeld den Besitzer in kleinen, gebrauchten, nicht fortlaufend nummerierten Scheinen. "Frankenpost", (17.04.2002)... mehr


»Mörder, Hüter des Schlafs«
Stundenweise erobert die Fiktion ihre Schauplätze. Wenn Krimiautoren im Polizeipräsidium, im Justizpalast oder im Innenministerium aus ihren Werken lesen, dann ist das ein wenig wie zur Faschingszeit: Die Narren stürmen die Rathäuser, die Welt wird verkehrt. Oder besser: die verkehrte Welt wird vom Kopf auf die Füße gestellt. Wenigstens im geschlossenen Raum der Fiktion. Ingrid Noll, immer noch die deutsche Queen of Crime, führt dann als Narrenkönigin den Triumphzug durch eine der sichersten Großstädte Deutschlands an, durch München, den Tatort der Criminale 2002. "Die Welt", (17.04.2002)... mehr


»Krimi-Autoren mit Lese-Marathon«
Mord und Totschlag drohen München nebst Umland ab heute. Verantwortlich dafür ist das „Syndikat“. Diese ehrenwerte Gesellschaft deutscher Krimiautoren veranstaltet bis einschließlich Sonntag ihr jährliches mörderisches Treffen mit Lesungen und spannungsgeladenen Events erstmals in der bayerischen Landeshauptstadt. "Ostsee-Zeitung", (17.04.2002)... mehr


»Keiner kommt hier lebend raus«
John Ridley, die große schwarze Hoffnung des Noir-Romans, gehört zu den neuen Giganten, und hat in bisher drei Romanen den Amerikanischen Traum entsorgt. Gleich sein Erstling STRAY DOGS war eine Sensation. Frischfleisch für die ganz harten Noir-Afficionados. Oliver Stone besorgte sich umgehend die Rechte und machte den unterschätzten Film U-TURN daraus. Martin Comparts Porträt des Autors bei "Kultura-Extra".. mehr


»Duchess of Death«
Gemeinhin wird sie als die »Queen of Crime« bezeichnet, sie selbst hörte lieber den Titel »Duchess of Death« - gleich, welches Etikett man ihr verleihen möchte, sie ist die unumwunden erfolgreichste Autorin aller Zeiten. Nur die Bibel und - so wird vermutet - die Werke Shakespeares erreichten höhere Auflagenzahl als ihr umfassendes Werk: Agatha Christie. Bei "kaliber. 38" wurde nun eine Roman-Bibliographie erstellt und ein lesenswertes Agatha Christie-Porträt verfasst... mehr


»Frederick Forsyth recherchiert für neuen Polit-Thriller«
Der Thrillerautor Frederick Forsyth kehrt nach Ausflügen in die Welt der Liebesgeschichten wieder zurück in sein Metier. Der 63-jährige Brite, der mit Romanen wie «Der Schakal», «Die Akte Odessa» oder «Des Teufels Alternative» Millionen Leser fesselte, recherchiert derzeit erneut für einen Polit-Thriller an historischen Krisenschauplätzen. "web.de/dpa", (15.04.2002)... mehr


»Vom Buchmarkt«
Jetzt aber hat der 1996 mit dem Booker Prize ausgezeichnete Schriftsteller Graham Swift das gesamte britische Verlagswesen in Alarmzustand versetzt: Swift ermächtigte den Literaturagenten A. P. Watt, seinen mit Spannung erwarteten neuen Roman, «The Light of Day», statt wie üblich im Haus Picador in jenem Verlag zu veröffentlichen, der ihm dafür am meisten Geld anbietet. "NZZ", (16.04.2002)... mehr


»Labyrinthisches Gebäude«
Um Leserinnen und Lesern den Weg durch den Dschungel der Buchproduktionen etwas zu erleichtern, empfehlen die Redakteure der Literaturzeitschrift TEXT+KRITIK jeden Monat sieben Bücher aus Belletristik, Sachbuch und Wissenschaft zur Lektüre und geben eine knappe Begründung ihrer Wahl. Zum Beispiel diese: "Nach "Die Übersetzung" (2000) ist mit "Die Fakultät" ein weiteres Buch von Pablo de Santis in deutscher Sprache erschienen, in dem es zugleich geheimnisvoll und mörderisch zugeht." "etk", (April 2002)... mehr


»Krimi-Rundschau 11«
Bei der Stadtillustrierten "ultimo" ist die 11. Krimi-Rundschau erschienen. Diesmal mit Kommentaren zu (unter anderem): Pablo de Santis, Jess Walter, Yasmina Khadra, Mark Chisnell, Driss Chraibi. "ultimo", (April 2002)... mehr


»Pastorale mit Dissonanzen«
...Die Britin P. D. James tut genau dies jedoch in "Tod an heiliger Stätte". James siedelt ihren Roman nicht nur in einem weltabgeschiedenen anglikanischen Priesterseminar an, sondern nimmt mit der Erwähnung von Christie und Marsh auch explizit Bezug auf zwei Vertreter des klassischen englischen Krimis - beide Autorinnen werden von den Patres am Seminar St. Anselm gern gelesen, bis die Bewohner des von Reformierungsplänen der Kirche bedrohten Idylls sich unversehens mit tatsächlichen Morden konfrontiert sehen. In "Tod an heiliger Stätte" kommt es zu vier Todesfällen, doch sie scheinen sich fast beiläufig zu ereignen. "Berliner Zeitung", (13.04.2002)... mehr


»Das Auto als Mysterium«
In Stephan Kings neuem Roman ist es ein Buick, genauer: "Der Buick". Das Auto tut alles, was man von einem fantastischen Schwellenphänomen dieser Gattung erwarten kann: Es leuchtet, es lässt Körper verschwinden, und es materialisiert im Gegenzug unheimliche Wesen aus der anderen Dimension in unserer Welt. "taz", (16.04.2002)... mehr


»US-Autoren proben Aufstand gegen Amazon.de«
Früher gab es Jubel, jetzt gibt es großen Ärger. Der Online-Buchriese Amazon begann seinen Aufstieg zum größten digitalen Warenhaus als reiner Buchhändler, und Schriftsteller freuten sich zunächst.Neuerdings aber werden die amerikanischen Amazon-Kunden selber zum Buchverkauf eingeladen, zusammen mit florierenden Antiquariaten, und das führt zu Irritationen bei den Schriftstellern. "web.de/dpa", (15.04.2002)... mehr


»Schaurig Schönes aus Britannien«
...wenn es auch noch neblig ist, erinnert die Speicherstadt an die düsteren Schauplätze klassisch britischer Krimis. Krimis wie der von Julia Wallis Martin. Die in Cheshire lebende Autorin, die sich seit ihrem hoch gelobten Debüt „Das steinerne Bildnis“, einen festen Platz in der Riege der erfolgreichen Krimiautorinnen erobert hat, stellt hier im Rahmen der Hamburger HEW-Lesetage ihren vierten Roman vor. "Hamburger Morgenpost", (16.04.2002)... mehr


»Glücklicher Ort«
«Ein glücklicher Ort» ist der Krimi-Erstling der Anglo-Australierin Caroline Carver. Sie erhielt dafür den "New Writers Award der britischen Crime Writers Association" für das beste Debüt. "Neue Luzerner Zeitung". (16.04.2002)... mehr


»Was man aus Geschichte lernen kann«
"Geschichte", sagt der bayerische Schriftsteller Robert Hültner, "interessiert mich eigentlich gar nicht." Dieser Satz mag verwundern, schließlich hat der Autor, der schon mit Oskar Maria Graf verglichen wurde, seine größten Erfolge mit historischen Romanen gefeiert. Seine drei Krimis um den Inspektor Kajetan spielen zur Zeit der Weimarer Republik und haben in den vergangenen Jahren immerhin die wichtigsten deutschen Krimipreise abgeräumt. "Die Welt". (15.04.2002)... mehr


»Intelligente Kriminalromane«
Und es gibt Astrid Paprotta. Wenn Ihnen dieser Name noch nichts sagt, dann haben Sie die intelligentesten Kriminalromane verpasst, die derzeit in Deutschland geschrieben werden. "Sterntaucher" heißt der neue Roman, und es ist die zweite Geschichte, die uns Astrid Paprotta über die Kriminaloberkommissarin Ina Henkel erzählt. "Die Welt". (14.04.2002)... mehr


»Killerlady im Schneckenhaus«
Sie verfasste ihre Romane in erstaunlich kurzer Zeit - doch noch schneller hatten Journalisten ihre Etikettierungen bei der Hand: Patricia Highsmith, die mörderische Schreibtischtäterin, die "Lady of Crime". "Ich schreibe keine Krimis" wiederholte sie geduldig. Aber weil alles Protestieren nichts nützte, half die Punzierung wenigstens dem Absatz ihrer Bücher. "Sie schreibt über Menschen wie eine Spinne über Fliegen schriebe", meinte ein Kritiker. "3sat-kulturzeit"... mehr


»Der Richter«
Geld spielt eine große Rolle im neuen Roman von John Grisham, viel Geld. Nicht gerade da untergebracht, wo man gemeinhin ein paar Millionen Dollar vermutet - auf der Bank - sondern in Pappschachteln im Schrank des Richters. "Radio Bremen"... mehr


»Der Kampfhund«
Nach seinem spannenden, schnörkellos erzählten Roman "Schutzengel", der im vergangenen Jahr in deutscher Übersetzung erschien, nun ein weiteres Buch von Carlo Lucarelli: "Der Kampfhund" lautet der deutsche Titel, was schon verrät, dass es sich um eine ganz harte, brutale Story handelt. Der italienische Titel kommt da viel allgemeiner, vielleicht sogar absichtlich irreführender, her: "Un giorno dopo l’altro" – "Ein Tag nach dem anderen". "Deutsche Welle"... mehr


»Gottes Krieger«
Jahrelang wusste niemand, wer sich hinter Yasmina Khadra verbarg. Khadra, der eigentlich Mohammed Moulessehoul heißt, stammt aus Algerien und war Armeeoffizier. Er wählte die Vornamen seiner Frau als Pseudonym. Seit Ende vergangenen Jahres lebt er in Paris, und im Exil verriet Moulessehoul seine Identität. Seine Krimis um Kommissar Llob machten ihn auch bei den deutschen Lesern bekannt. "Berliner Morgenpost". (14.04.2002)... mehr


»Vom Buchmarkt«
Oprah Winfrey schließt ihren Buchladen, Verlage zahlen immer verrücktere Vorschüsse und Elmar Krekeler kann sich nur noch wundern: "Die Seifenblase, von der sich in nicht allzu ferner Zukunft zeigen wird, dass sie nicht nur literarisch, sondern vor allem auch ökonomisch nicht viel mehr als heiße Luft enthält, wird auch in Deutschland heftig weiter aufgepustet." "Die Welt". (13.04.2002)... mehr


»Mit den Waffen einer Frau«
Der Weg Doris Gerckes bis zu ihrem ersten und bis heute erfolgreichsten Buch "Weinschröter, du musst hängen" war alles andere als geradlinig. Sie war zweiundvierzig Jahre alt, hatte schon eine wechselvolle Lebens- und Berufsgeschichte hinter sich, als sie den Mut zum Schreiben fasste. "Hamburger Abendblatt". (14.04.2002)... mehr


»Zeitgeschichte à la Krimi«
Nach diesem Rezept hat Eva Rossmann , dem journalistischen Metier selbst nicht abhold, auch ihren dritten Krimi zusammengerührt, doch nicht ohne gebührende Liebe und Sorgfalt. "Oberösterreichische Nachrichten". (15.04.2002)... mehr


»Das Ding im Schuppen«
Es beginnt, wie immer bei Stephen King, ganz harmlos. Ein Buick Roadmaster rollt vor die Tankstelle an einem Highway zwischen Rocksburg und Statler. Der dunkel gekleidete Fahrer befiehlt dem unterbelichteten, jugendlichen Tankwart, Benzin einzufüllen und verschwindet unter Zurücklassung des Gefährts spurlos. "Der Standard". (12.04.2002)... mehr


»Tödliches Triest«
Krimileser stehen mit mindestens fünf bis zehn Detektiven zwischen L.A., Stockholm und Madrid auf vertrautem Fuß. Jeder Neuankömmling unter den Schnüfflern wird an den alten Bekannten gemessen und muss sich erst bewähren. Veit Heinichen hat gute Chancen in der Krimigemeinde. Der ehemalige Geschäftsführer des Berlin-Verlages lebt seit einigen Jahren in Triest, und diese Stadt ist eine Karte, die er notfalls immer ziehen kann. "Süddeutsche Zeitung". (13.04.2002)... mehr


»Zwielichtzone«
J. Wallis Martin hat ihren Roman "Tanz mit dem ungebetenen Gast" mit der geradezu klassischen und drehbuchreifen Exposition eines Gespensterkrimis eröffnet: Das Spukhaus und seine Bewohner beziehungsweise Opfer. Die Wissenschaftlerin, die eine ohnehin schon fantastische Geschichte noch durch ihr Spezialwissen anreichert und selbst nicht frei von irrationalen Anwandlungen ist. Und schließlich der nüchterne Polizist, für den selbst Gespenster bis zum Erweis ihrer Unschuld zunächst einmal Tatverdächtige wären. Ulrich Baron in "Die Welt". (13.04.2002)... mehr


»Eine feine Inszenierung«
Roland Herden stellte seinen Krimi "Nibelungen-Rallye" vor. Der Roman, der nunmehr bereits zum 5. Mal aufgelegt ist und in der Schweiz "der" Renner ist, ist im Trèves-Verlag Trier erschienen. "NRZ". (12.04.2002)... mehr


»Interview«
Im Forum von "Toms Krimitreff" gibt es den Hinweis auf ein Interview bei "literaturschock.de" mit Helge Thielking, deren Thriller "King of Pain" bei "Aufbau" erschienen ist... mehr


»Tod an der Saar«
Kommissar Kullmann tappt im Dunkeln, doch informierte Kreise wissen längst, wer die Tat begangen hat. In die saarländische Kriminalstatistik wird dieses Verbrechen jedoch keinen Eingang finden: Elke Schwab mordet nur auf dem Papier. "Saarbrücker Zeitung". (15.04.2002)... mehr


»Eigenartige 6. Leipziger Kriminacht«
Die Kriminacht entpuppt sich als Mischung aus Kriminalliteratur in Häppchen, beigefügt etwas Geplauder mit Verantwortlichen der Polizei und der schlechten Erfahrung einer Dauerdemonstrantin mit den Schutzmännern in grün. Im Einsatz befinden sich die beiden Kriminalautoren Felix Huby und Harald Korall. "Leipziger Volkszeitung". (14.04.2002)... mehr


»Blut im Botanischen Garten«
Im SWR-Foyer las der Musikredakteur und Herausgeber von Reclams Jazzführer, Christian Pfarr, aus seinen Kriminalromanen „Odysseus und der fliegende Teppich“ und – mit Spannung erwartet – aus seinem in Mainz spielenden Thriller „Die Zaubernuss“. "Allgemeine Zeitung". (13.04.2002)... mehr


»Schnappt Dutch«
Glauser-Preisträger Horst Eckert singt eine Hymne auf den Schriftsteller Elmore Leonard, dessen neues Buch "Heidengeld" soeben bei"Goldmann" erschienen ist.:"Seine Bücher stehen im Schatten ihrer Verfilmungen. Sie gelten bei uns als Tipps, und das in einem Land, dessen Krimileser traditionell nach Amerika schielen. Kaum einer hat "Get Shorty" oder "Rum Punch" gelesen. Dabei ist Leonard der beste Schreiber von Gaunerkomödien. Keiner formuliert so geschliffene Dialoge." "Die Welt". (13.04.2002)... mehr


»Max Winter«
Der Autor heißt Felix Thijssen und wurde 1939 in den Niederlanden geboren. Mit dem Privatdetektiv Max Winter hat er vor vier Jahren eine neue Figur erfunden, der wir nur allzu gerne durch die - übrigens auch von der Kritik hochgelobten - Kriminalgeschichten folgen. Jetzt gerade erschien Max Winters zweiter Fall unter dem Titel "Isabelle". "WDR 4". (11.04.2002) mit Audioversion !... mehr


»Mord als Kunstwerk?«
«Was aber ist, wenn Mord ein Kunstwerk ist, wenn Kunst das Leben einholt...?» Leser von Kriminalliteratur müssen nicht darüber belehrt werden, dass sich aus Elementarstoffen des Lebens oft kleine, gewalttätige Szenen des Alltags entfalten können. Solchen Themen geht der 1961 in Sursee geborene und in Menznau aufgewachsene Luzerner Künstler Stefan Banz in seinem Kriminalromandebüt «Hell» nach. "Neue Luzerner Zeitung". (12.04.2002)... mehr


»Zwei erfolgreiche Krimi-Ladys auf holprigen Abwegen«
Mit ihren Protagonisten Kay Scarpetta und Inspektor Jury haben die Krimi-Ladys Patricia Cornwell und Martha Grimes zwei erfolgreiche Serienhelden geschaffen. Jetzt aber begeben sich beide Autorinnen auf Abwege. "Westfälische Rundschau". (11.04.2002)... mehr


»Verlässlicher Wegweiser durch das Gesamtwerkl«
Eine Hommage an den Eifel-Krimi-Autor Jacques Berndorf alias Michael Preute (65) hat der Wuppertaler Nordpark-Verlag aufgelegt. Wäre das kleine Buch eine förmliche Beweihräucherung des mit einer Gesamtauflage jenseits der ersten Million „meist gelesenen Krimiautors in Deutschland“, so könnte man sich seine Lektüre womöglich sparen. Tatsächlich aber ist der Band eine spannende (Kurz-)Biographie und gleichzeitig ein verlässlicher Wegweiser durch das literarische Gesamtwerk Preutes. "Kölner Stadt-Anzeiger" (09.04.200202)... mehr


»Begegnung mit Ingrid Noll«
Nach Thüringen kommt die fantasievolle Krimifrau Ingrid Noll aus Weinheim nicht zum ersten Mal. Als der Schweizer Diogenes-Verlag in Weimar sein Programm präsentierte, hatte er in der nunmehr 66-Jährigen eine dicht umlagerte Vorzeigefrau. Jeder neue Krimi der Arztgattin, die erst als Mittfünfzigerin entdeckte, dass und wie gut sie schreiben kann, erklettert sofort die Bestsellerlisten. So ging es auch den "Seligen Witwen". "Thüringer Allgemeine". (11.04.2002)... mehr


»Wenn aus Liebe ein Krimi wird«
Zwei Bücher hat der holländische Schriftsteller Karel G. van Loon geschrieben. Aus beiden las er in der Buchhandlung Ruthmann vor und erläuterte die Entstehung der Werke. „Ich wollte keinen Krimi schreiben, es war nicht meine Idee,“ sagte er zu seinem 1999 erschienenen Roman „De passievrucht“ (Passionsfrucht). Doch es wurde ein Krimi mit Tod und Verrat aufgrund einer uneingeschränkten Liebe zu einem Kind. "Allgemeine Zeitung". (12.04.2002)... mehr


»Streit um "Bella Block": Autorin will jetzt klagen«
Sie ist die Mutter von Krimi-Heldin "Bella Block" - doch jetzt will die Erfolgsautorin Doris Gercke mit der Film-Bella aus der ZDF-Serie nichts mehr zu tun haben. Sie sagt sogar: "Man hat mich enteignet!" "Die Hauptfigur hat nichts mehr mit meiner Bella Block zu tun - abgesehen davon, dass Hannelore Hoger sie toll spielt", sagte die Hamburger Schriftstellerin in einem Interview, das in der aktuellen Ausgabe des "Stern" (nur in der Druckausgabe) erschienen ist ."Berliner Kurier", (11.04.2002)... mehr

  • »Autorin will Rechte an ihrer Figur zurück«
    Dass sie nach dem Erfolg ihres ersten «Block»-Romans «Weinschröter, du musst hängen» von 1988 «ein paar Drehbücher, aber eben auch die Filmrechte an der Figur Bella Block verkauft» hat, hält die Autorin heute für einen «Anfängerfehler», den sie korrigieren will. "netzeitung".(11.04.2002)... mehr


»Eine mörderische Familie«
"Die Handlung des Kriminalromans ist für mich wie eine kleine Eisenbahn, die durch mein Land fährt. So erlaubt mir das Genre, ganz andere Geschichten zu erzählen und zu transportieren", sagt Barbara Krohn. Seit 1992 lebt sie in Regensburg und veröffentlichte 1998 ihren ersten Krimi "Der Tote unter der Piazza", nachdem sie zuvor einige Kurzgeschichten geschrieben hatte. Volker Albers,"Hamburger Abendblatt". (11.04.2002)... mehr


»Megapark«
Die beiden Kinderbuchautoren Gerit Kopietz und Jörg Sommer leben zusammen mit ihren vier Kindern auf einem restaurierten alten Bauernhof. Kopietz und Sommer haben jüngst ihre neue Krimireihe "Megapark" im Bertelsmann-Verlag Omnibus gestartet. Die neue Reihe "Megapark" liegt nun auch als eBook vor. "Stern". (10.4.2002)... mehr


»Geballer und Geplapper«
Die deutschen Fernsehkrimis erzählen viel, nur oft keinen spannenden Fall. Ist das Genre noch zu retten? fragt "TV-Spielfilm" in der Ausgabe für den Zeitaum 06.04. - 19.04.2002. Leider nicht im Netz zu lesen...


»Mankell zum Hören«
In gleichmäßigen Abständen schläft der Henning-Mankell-Leser ein. Rumpelt von Albträumen geschreckt hoch, sieht kleine runde Löcher in den Stirnen junger Menschen, riecht verkohlte Mädchen in der Trafostation, findet skalpierte Leichen, liest leicht betäubt weiter, weiß nicht so recht, wo er war. Doch dann - in regelmäßigen Abständen - bekommt er den Fall, die aktuellen Verdachtsmomente, den Stand der Entwicklung wiedergekäut - ah, ja, da hatten sich kurz die Augen geschlossen, es kann weitergehen! Anders ist es kaum zu erklären, dass in Mankells Kriminalromanen im 50-Seiten-Takt betulich rekapituliert wird, was jedem hellwachen Leser sonnenklar ist; anders ist es kaum nachvollziehbar, solch voluminöse, ausufernde 500-Seiten-Krimis zu schreiben (und zu lesen). Ideales Feld also für Hörspiel und szenische Darbietung - jede Form von Kürzung kann nur zum Besseren führen Konrad Heidkamp, "Die Zeit". (16/2002)... mehr


»Amnesie im Getriebe«
Krimis gehören nicht zur E-, sondern zur U-Literatur. In den Feuilletons haben sie genauso wenig zu suchen wie im «Literarischen Quartett», die Büchertische füllen sie jedoch ebenso wie die Bestsellerlisten. Aber die besten unter ihnen entwickeln ein gesellschaftliches Reibungspotenzial, das gelegentlich absurde, immer aber aufklärerische Züge trägt. Deshalb müssen sie nicht unbedingt kluge oder bloss nassforsche KommissarInnen erfinden, manchmal klärt das Leben sich über sich selbst auf, wie etwa bei Martin Suter. Veronika Rall, "WoZ". (16/2002)... mehr


»Literat mit Knast-Erfahrung«
Ein Leben wie ein Roman, ein Roman aus dem Leben gegriffen: Bei Peter-Paul Zahl verschwimmen die Grenzen zwischen Literatur und Biografie immer wieder. 1974 wurde der Apo-Aktivist wegen eines Schusswechsels mit der Polizei inhaftiert, seit rund 16 Jahren lebt und schreibt er auf Jamaika. Ulrike Fach sprach für das "Hamburger Abendblatt" mit dem Autor. (10.04.2002)... mehr


»Genierliche Sache«
Zum Tod von Yvonne Cloetta, der Geliebten Graham Greenes. "Süddeutsche Zeitung", 10.04.2002... mehr


»Vom Buchmarkt«
Ich lese was, das du nicht kriegst. Die großen deutschen Buch-Clubs streben mit Nachdruck auf den freien Markt. "Der Tagesspiegel", 10.04.2002... mehr


»Schwere und finstere Zeiten«
Für seinen vierten Roman hat der Schweizer Schriftsteller Alex Capus in Polizei- und Zeitungsarchiven recherchiert, Zeugen befragt und lässt auch seine Großeltern auftreten, die bereits in seinem Roman "Mein Studium fremder Welten" ein lang währendes Ehemartyrium beendet haben. 1933 ist Wuppertal eine Hauptstadt der nationalsozialistischen Bewegung. Waldemar Velte verabscheut die Nazis, ist aber auch arbeitslos. Aber Waldemar ist ein Leser von Nietzsche und Schopenhauer und hat mit seinem Freund Kurt Sandweg soeben eine Bank überfallen. Es gab einen Toten aber kaum Beute. "Tiroler Tageszeitung", 09.04.2002... mehr


»Jazz«
Martin Schüllers Erstlingswerk "Jazz": Martin Schüller: Jazzmit einem Mix aus Schlägern der Drogenszene, einem waschechten Kölner Kredithai mit Faible für Jazz, einer guten Kenntnis der Kölner Jazzszene, viel Lokalkolorit, einer beissend-treffenden Darstellung jazz-typischer Allüren und schliesslich der Mystifikation eines Mythos. "Jazzlabel.de", 17.05.2000 (!)... mehr


»Von Allah aus gesehen«
Dieser Roman ist wie ein riesiges Panoramabild, in dem das Auge von Detail zu Detail wandert, eines so wesentlich und voller Überraschungen wie das nächste, um schließlich aus diesen vielen Einzelheiten Fluss und Richtung einer Geschichte zu erkennen und am Ende zu begreifen. Der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk (49) hat, mit Unterbrechungen, acht Jahre lang an diesem Buch geschrieben, das dem westlichen Leser den Blick in eine weit zurückliegende Geschichtsepoche des Osmanischen Reiches eröffnet und zugleich von erstaunlicher politischer Aktualität ist. "Saarbrücker Zeitung", 10.04.2002... mehr


» Autoren unter Generalverdacht«
Kulturkritiker rüsten zu einer bizarren Literaturdebatte: Verharmlosen erfolgreiche Bücher wie Günter Grass' Novelle "Im Krebsgang" oder Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" die Schuld der Deutschen an Holocaust und Zweitem Weltkrieg? Volker Hage im "Spiegel"... mehr


»Alles nur geklaut - Bücher im Internet«
Nicht nur Filme und Musik werden im Internet rege ausgetauscht. Auch der Bücherliebhaber findet immer mehr eingescannten Lesestoff im Netz. Die Raubkopier-Szene hat sich unterdessen weitgehend auf das PDF-Format geeinigt. Wer weiß, wo er suchen soll, findet Computer-Literatur, Science-Fiction und Fantasy, philosophische Grundlagenwerke, abgedrehte Esoterik und natürlich die üblichen Bestseller: Von ‘Harry Potter’ über den ‘Herrn der Ringe’ bis zu Umberto Ecos neuestem Werk ‘Baudolino’. Die Szene wächst und gedeiht, diskutiert und spielt Räuber und Gendarm mit Systemadministratoren und Webspace-Anbietern. Dr. Wolfgang Stieler in "c't", 8/2002... mehr


»Falsche Fragen«
Stefan Beuse über seinen ersten Krimi, Männer und Managerseminare. Ein kurzes Gespräch im "kultur spiegel", 4/2002... mehr

  • »Dunkle Schatten im Paradies des Erfolgs«
    Die Vorliebe für das Böse, das unter der Oberfläche wuchert, für jene diffusen, dunklen Begebenheiten, die den netten Nachbarn als Killer verdächtig machen. Sein neuer Roman "Die Nacht der Könige" beschreibt diese Art von irrealer Bedrohung. "Ein Buch, das man nur intuitiv verstehen kann", meint Stefan Beuse. Eine Art Krimi zu schreiben, sei überhaupt nicht seine Absicht gewesen, so Beuse: "Ich habe noch nie einen Krimi gelesen!" Aber nun hat er ihn geschrieben, den Psycho-Thriller, den man entweder gleich am Anfang oder gar nicht mehr weglegt. "Die Welt", 07. 04. 2002...mehr

  • »Ferien vom Ich«
    Stefan Beuse erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Leben über einem dunklen und wohl lange verdrängten Moment in der eigenen Vergangenheit zerbricht. Er erzählt von feinen Unterschieden - zwischen sicherem Auftreten und aggressiv aufgeladener Selbstsucht - und den psychischen Deformationen, die Karrieren in der Medienberufswelt erzeugen und fördern können: Nur ein kleiner Schritt von der kreativen Konvention der Selbstsicherheit zur Selbstherrlichkeit am Rande des Wahnsinns, von der ironischen Macho-Pose zur sexuellen Nötigung, zur Vergewaltigung. "FAZ", 2103.02...mehr


»Faszination des Schreckens«
Gestatten: Tilman Thiemig, 42. Die Lokalität hat einen Namen: "mord + totschlag", Karl-Marx-Straße 6. Ein Antiquariat. "Ich definiere mich", sagt er bedeutsam, "weniger als Buchhändler denn als Literaturvermittler im öffentlichen Raum." Die Krimis sind Signale seiner Passion für das Kriminalistische. So werkelt Thiemig an immer neuen Projekten: Kammerspielen, Lesungen an Orten, wo der Schauder Atmosphäre schafft. "Wolfsburger Nachrichten", 9.4.2002... mehr


»Kriminalistische Fehler im Krimi-Drehbuch«
Auch im realen Leben spielen Tatorte die Hauptrolle für Frank Kunze: er ist Polizeipressesprecher. Für den Bremer "Tatort" hat der Beamte allerdings regelmäßig einen Spezialauftrag - nicht als Laiendarsteller, sondern als Drehbuch-Korrekturleser. Und da fällt dem langjährigen Kriminalisten so mancher Schnitzer auf. "Die Welt", 28.02.2002... mehr


»Verschwundenes Leben«
Nein, ein Zeitungsroman ist das nicht, auch wenn seine Hauptfiguren zwei eidgenössische Journalisten sind. Martin Suter (54), der Schweizer Romancier, der aus dem Journalismus kommt, hat mit seinem neuen Werk, "Ein perfekter Freund", in erster Linie einen gesellschaftskritischen Roman mit starkem Krimi-Einschlag geschrieben. "Münchner Merkur", 9.4.2002... mehr


»Tatort Kneipe«
Abrechnung bitte! Eine mörderische Kneipentour. herausgegeben von Peter Gerdes, rororo 23144, 253 Seiten, 7,90 EuroIhre Lieblingskneipen haben 24 deutsche Krimiautoren zum Tatort von Kurzgeschichten mit vorwiegend tödlichem Ausgang gemacht. "Abrechnung, bitte!" heißt das Ergebnis der laut Untertitel "mörderischen Kneipentour", die im Rowohlt Taschenbuch-Verlag erschienen ist. Herausgeber der Anthologie ist der ostfriesische Schriftsteller Peter Gerdes, der auch die Idee zu dem etwas anderem Kneipenbummel hatte "Weser-Kurier"... mehr


»Vom Schreiben der Bücher«
"Bücher über das Schreiben sind voller Blödsinn. Belletristikautoren, ich eingeschlossen, haben keine große Ahnung davon, was sie eigentlich tun. Sie wissen nicht, warum etwas Gutes funktioniert und etwas Schlechtes nicht. Das sagt Stephen King im Vorwort zu seinem Buch "Das Leben und das Schreiben", und dank dieser selbstkritischen Prämisse ist ihm damit eins der besten mir bekannten Bücher über das Schreiben geglückt." Klaus Modick wiederum ist mit "Bücher über das Schreiben von Büchern" ein schön geschriebener Artikel gelungen. "taz", 9.4.2002... mehr


»Krimi-Kolumne«
Wieder einmal präsentiert Andreas Ammer im Deutschlandfunk die beliebte und kuriose "Krimi-Kolumne", die als Manuskript natürlich nicht so richtig in Fahrt kommt (weshalb wir Ihnen unten auch die Adresse fürs Hören angeben: "Die schönsten Krimis des Frühjahres sind solche, die man schon vor 30 Jahren hätte lesen sollen, wenn man da schon hätte lesen können. Zum Beispiel Jean-Patrick Manchette. Seit einigen Jahren erscheinen in der Serie Noir des Distel Literatur Verlages seine knallharten und dunklen Krimis aus dem Frankreich der sechziger und siebziger Jahre. Neuestes Beispiel: Der Roman „Nada„ aus dem Jahr 1972." Ausserdem erwähnt werden: Friedrich Ani, "Süden und der Straßenbahntrinker", Roger M. Fiedler, "Vincent & Corelli", Patricia Highsmith, "Die stille Mitte der Welt", Jörg Juretzka, "Fallera", Jonathan Lethem, "Motherless Brookly".
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»Ausgezählt«
Horst Eckert: AusgezähltHorst Eckert strickt im sechsten Buch am Erfolgsmuster seiner Krimis weiter, das ihm 2001 für "Die Zwillingsfalle" den Friedrich-Glauser-Preis der deutschsprachigen Kriminalschriftsteller einbrachte. Eine wichtige Variation gibt es diesmal. Zum ersten Mal seit dem Debütroman "Annas Erbe" (1995) erzählt Eckert die sich um Drogenhandel rankenden Ereignisse ausschließlich aus der Perspektive einer Hauptfigur. Dr. Lothar Pützstück in "kultur extra" vom 05.04.2002 ... mehr


»Genauer Blick neben die Gesellschaft«
Bereits im letzten Roman des Münchener Autors Friedrich Ani, "German Angst", machte der Leser Bekanntschaft mit dem Polizisten vom Polizeidezernat 11, Tabor Süden. Nun also ist eine 36-Jährige verschwunden, verschleppt von einem ehemaligen Reporter, Niklas Schilff. Das aber weiß Süden nicht. hier zeigt sich ein Problem dieses Romans: Der Erzähler ist manches Mal zu wenig, oft aber viel zu deutlich spürbar. Doris Betzl für "literaturkritik.de" Nr. 4, April 2002... mehr


»Werbung kann tödlich sein«
Stefan Beuse schreibt einen Psycho-Thriller und trägt dabei etwas dick auf. Alles an diesem Roman ist dazu angetan, den Leser in die Irre zu führen. Das ist seine Stärke. Allerdings entfaltet das Beusesche Verwirrspiel erst nach etwa der Hälfte seine - dann durchaus atemberaubende - Faszination. Stefan Neuhaus für "literaturkritik.de" Nr. 4, April 2002... mehr


»Fahrtenschwimmer durchs Tal der Tränen«
Liza Marklund scheint mehr zu wollen als einen geradlinigen, handfesten Krimi und führt unzählige Nebenhandlungen in ihren Plot ein, ein und versucht, ihr melancholisches Bild der Welt und ,des Lebens an sich' unterzubringen. Bald knüpft sie an einem unhandlichen gordischen Konfliktknoten, in dem genug Nebenhandlungsstränge zusammenlaufen, um daraus eine üppige Makrameeblumenampel flechten zu können. Und genau das macht Marklund: Die blumigen Ausschmückungen um all die Tragödien ihrer Heldin herum verwässern den Roman... Stephan Maus für "literaturkritik.de" Nr. 4, April 2002... mehr


»Die 32. Rauriser Literaturtage«
Wie schon seit zwölf Jahren führte Brita Steinwendtner mit ebenso viel Charme wie Kompetenz durch das fünftägige Programm, das in diesem Jahr der Kriminalliteratur gewidmet war - einer Gattung also, die sich, so der Tenor in Rauris, einerseits schon lange grosser Popularität bei vielen Lesern und andererseits einer weitverbreiteten Geringschätzung seitens der Literaturkritik gegenübersehe. Ein wenig der Rechtfertigung bedurfte es schon bei den Literaturtagen, dass sich diese seriöse Runde mit der oftmals als Kunsthandwerk geschmähten, vermeintlichen «U-Literatur» auseinandersetzte. "NZZ" vom 08.04.2002 ...mehr

  • »Krimiautoren auf den Rauriser Literaturtagen«
    Der Krimi galt als Schmuddelkind der Literatur, bis die Kritik auf Autoren aufmerksam wurde, die ihn als Form nutzten, Wirklichkeit durchzuspielen und die Gegenwart auf den Prüfstand zu stellen. Im österreichischen Bundesland Salzburg befindet sich der kleine Ort Rauris, wo seit mittlerweile 32 Jahren regelmäßig Literaturtage stattfinden. In diesem Jahr standen die Krimiautoren im Mittelpunkt. Über einen Kamm zu scheren sind sie nicht. Sieht man von Petra Hammesfahr ab, die nach 159 Absagen endlich einen Verlag gefunden hat und seither besessen ein Buch nach dem anderen auf den Markt wirft, waren lauter Literaten zu Gast, die nicht in Verdacht stehen, einen Pakt mit der Trivialität einzugehen. "Süddeutsche Zeitung" vom 08.04.2002 ...mehr
  • »Spannung darf sein«
    Das Brecht, selbst ein begeisterter Krimileser, monierte, der Kriminalroman sei die Einigung des Publikums mit dem Autor auf Basis soliden Schundes - sagt Franz Schuh. Er glaube, diese überhitzte Krimi-Konjunktur sei dem Genre nicht zuträglich. Das "Aufmerksamkeits-Kasperltheater" hänge wahrscheinlich nicht zuletzt mit ökonomischen Interessen zusammen, offenbar erhofften sich die Verlage, nachdem Liebesromane und Paarungsliteratur abgehandelt seien, nun von Krimis satte Verkaufszahlen. Der Krimi, der schon immer im Brennpunkt des "Kulturkampfes" zwischen E- und U-Literatur gestanden sei, profitiere zudem von der gegenwärtigen Aufwertung der Trash- und Trivialliteratur. Krimi und Hochliteratur sind für Schuh unvereinbar, die Kunst hätte dem Krimi gerade noch gefehlt, er brauche sie nicht, denn er sei eine eigene Kunstform. "Der Standard" vom 08.04.2002 ...mehr
  • »Töchter und Brüder Raskolnikoffs«
    Das Geheimnis des Krimis ist das Geheimnis. Ein Verbrechen ist begangen worden, und Ruhe kehrt erst ein, wenn es geklärt worden ist. Dann ist die Ordnung wiederhergestellt worden, das Geheimnis ist gelöst, und der Zauber vorbei. Aber bei Autoren wie Hans Werner Kettenbach oder Hartmut Lange bleibt ein Geheimnis. Es ist rätselhaft, wie Menschen agieren, sie werden nicht als Größen gehandelt, deren Motive und Absichten restlos zu klären sind. Das macht ihre Bücher zu seltsamen Fällen. Die Rauriser Literaturtage waren diesmal den Spielarten des Kriminalromans gewidmet, und es war die Bekanntschaft mit Individualisten zu machen, die sich ihre Vorstellungen von der Welt machen und diese in Spannungsliteratur aufgehen lassen. "Salzburger Nachrichten" vom 08.04.2002 ...mehr



»Literarische Reise in die Architekturgeschichte«
Hamburg 1847. Aus dem Fleet zwischen Rödingsmarkt und Nikolaikirche wird ein unbekannter Mann gezogen - er wurde ermordet. Der einzige Hinweis auf Opfer und Täter sind zwei Ziegelsteine, die der Tote in seinem Gehrock trägt. Sie bringen Commissarius Hendrik Bischop auf die richtige Spur. Diese Handlung in dem historischen Hamburg-Roman "Der Tote im Fleet" (rororo, 7,50 Euro) des Bauhistorikers Boris Meyn entführt den Leser in Hamburgs Vergangenheit, in eine Zeit, als die moderne Stadt entstand. "Welt" vom 08.04.2002 ... mehr


»Todesblues«
Sie schildert ein Stück sozialer Wirklichkeit Amerikas, gesehen mit den Augen einer Schwarzen. Sie zeigt seine "andere" Seite, in der die Hautfarbe allein ausreichen kann, um den Weg in die Kriminalität zu beschleunigen. Und doch ist "Todesblues" trotz dieses für die deutsche Ausgabe gewählten düsteren Titels kein moralinsaures Traktat. Valerie Wilson Wesley bezieht zwar Position, aber durch die Figur Tamaras in einer Art und Weise, die Verständnis, ja Sympathie weckt. "Deutsche Welle" ... mehr


»Kindermörder spielt den dunklen Rache-Engel«
Den Sog der Grobdynamik, den sie mit diesem dramatischen Plot erzeugt, füllt Anne Holt mit subtilen Zwischentönen - mittlerweile ein Qualitätsmerkmal der skandinavischen Krimischule. Doch anders als ihr schwedischer Kollege Henning Mankell erliegt Anne Holt nicht der Versuchung, das Bild einer durch und durch verkommenen Gesellschaft zu zeichnen und ihre Mitglieder als schwermütige, gescheiterte Charaktere oder Kriminelle. "Westfälische Rundschau" vom 08.04.2002 ... mehr


»Die Wirklichkeit ist nicht genug«
Eigentlich wollte er Schafe hüten, doch schneller als gedacht kehrte Frederick Forsyth zu Schreibmaschine und Tipp-Ex zurück. Mit seinem neuen Erzählband «Der Veteran» lässt er ganz neue Seiten erkennen - denn mit den vier Short Stories erweist er sich auch als Meister der literarischen Kurzstrecke. Alexander Remler in der "Welt" vom 06.04.2002 ... mehr

  • »Ich bin nicht weit gekommen«
    Ein Interview mit Frederick Forsyth führte Susanne Kunckel für die "Welt" vom 06.04.2002 ...mehr



»Erfolgreichster Krimi-Autor der Welt«
Sie war vom Diogenes-Verlag als Gabe für den 75. Geburtstag eines Schriftstellers gedacht, der sechs Romane, mehr als 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und über 100 Drehbücher für Fernsehserien geschrieben hat - davon allein 50 für Alfred Hitchcock. Nun wird es ein verlegerischer Nachruf werden. Henry Slesar starb am vergangenen Dienstag in New York, wo er auch geboren wurde. Joachim Kalka in der "NZZ" vom 06.04.2002 zum Tode von Henry Slesar ... mehr

  • »Virtuose des kleinen Schrecks«
    Der in den fünfziger und sechziger Jahren sehr erfolgreiche New Yorker Erzähler Henry Slesar, ein nimmermüder Produzent vor allem von Kurzgeschichten und TV-Drehbüchern, ist am 4. April im Alter von fünfundsiebzig Jahren gestorben. Als Schnittmenge der beiden Genres, in denen Slesar mit so grossem Geschick arbeitete, der Kriminalgeschichte und der Science-Fiction, ergibt sich das, was man geläufig als Horror bezeichnet. Gerhard Beckmann in der "Welt" vom 06.04.2002 ...mehr



»Wo bitte gehts zum nächsten Monster?«
Ende Januar diesen Jahres erzählte Stephen King der "Los Angeles Times" eine Geschichte, die seinen Fans das Blut in den Adern gefrieren ließ. Nur noch fünf Bücher wolle er schreiben, erklärte der 54-Jährige, dann sei Schluss: "Man kommt an den Punkt, an dem man alle Ecken seines Zimmers erkundet hat. Dann kann man nur noch dahin zurückkehren, wo man schon oft war und im Grunde nur noch recyclen." Man könnte jetzt Verschiedenes mutmaßen. "Welt" vom 06.04.2002 ... mehr


»Lauter Krimis«
Franz Schuh liest mehr Kriminalromane als die meisten anderen Menschen. Und er macht sich seine Gedanken darüber, die er obendrein blendend zu formulieren versteht. Die klassischen Kategorien von hoher Literatur und niederer akzeptiert er nicht. Er ist seine eigene Instanz, die von Fall zu Fall neu entscheidet, ob ein Text etwas taugt oder nicht. "Salzburger Nachrichten" vom 06.04.2002 ... mehr


»Starke Frauen, gerechte Männer«
Fred Breinersdorfer, 1946 in Mannheim geboren, schreibt Krimis fürs Fernsehen. Ein halbes Dutzend pro Jahr. Der frühere Rechtsanwalt, der sich seit 1994 ganz der Schriftstellerei widmet, ist gut im Geschäft. Als wir uns das erste Mal begegneten, sagte er mir gleich: "Ich finde Ludwigshafen ja so grässlich." Was ihn nicht davon abhält, Drehbücher für die in Ludwigshafen spielenden Tatort-Filme mit der SWR-Kommissarin Lena Odenthal zu schreiben. Beispielsweise "Schneefieber", "Jagdfieber" oder "Mordfieber". Und diese Produktionen zählen zu den besten Odenthal-Krimis: Die Figur der Ludwigshafener Kommissarin ist vielgründiger, hintergründiger, zielstrebiger als sonst. "Marple, wissen Sie, ich brauche inspirierende Figuren", bekennt der Drehbuchschreiber gradheraus. Mister Marples Krimitipps bei "Rheinpfalz" vom 05.04.2002 ... mehr


»Agenten, Mafia und ein Anschlag auf die Tränendrüsen«
Aktuelle Politik als Hintergrund für zwei neue Bestseller:
Uri Adelman, Gleichung mit einem Unbekannten. Eichborn, Frankfurt/Main 2002.
Liza Marklund, Paradies. Hoffmann & Campe, Hamburg 2002.
"Der Standard" vom 05.04.2002 ... mehr


»Ein Rucksack voller Osten«
Richard Wagner, der deutsche Schriftsteller aus Rumänien, wird 50. n seinem jüngsten Roman "Miss Bukarest" hat Wagner die lange gepflegte Trennung - hier essayistische Einmischung in mitteleuropäische Verwerfungen, dort protokollierendes Erzählen vom Alltag in der neuen Zeit - aufgegeben und versucht, erzählend zu fassen, was seine KollegInnen seit zehn Jahren mit mehr Betroffenheit als Fortune abhandeln: die politische Wende nach 1989. "Freitag" 15/02 ... mehr


»Von der schwierigen Kunst, ein Macho zu sein«
Ein Blick weg vom Genre: ein Gespräch mit dem kubanischen Schriftsteller Pedro Juan Gutiérrez über penetrierende Männchen, provozierende Weibchen, das Elend als Rohstoff für Romane und die Heiligkeit der Literatur "taz" vom 06.04.2002 ... mehr


»Gebrauchte Bücher im Online-Handel nicht billiger«
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) überrascht mit einer Untersuchung zur Situation des Online-Marktes für gebrauchte Bücher - Preisverfall ist hier nicht in Sicht. Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti bei "telepolis" vom 04.04.2002 ... mehr


»Krimiautor Henry Slesar gestorben«
Der amerikanische Krimiautor Henry Slesar ist, wie der Zürcher Diogenes Verlag mitteilt, bereits am 2. April im Alter von 74 Jahren gestorben. "Berliner Morgenpost" vom 05.04.2002 ... mehr


»Auf der Suche nach der verlorenen Stadt«
Dicke Bände, Chronologien, Karten, Aktenstapel. Das ist der einfachste Weg: Sich Geschichte erlesen. Joseph Kanon hat das getan, an einem kleinen Schreibtisch in der New York Public Library, von neun Uhr früh bis sechs Uhr abends, fünf Tage in der Woche, Monate lang. Dann ist er nach Berlin geflogen, und hat sich diese Geschichte erlaufen. Weltgeschichte und zugleich seine ganz eigene, die des Schriftstellers Joseph Kanon. Roman Deininger im "Tagesspiegel" vom 05.04.2002 ... mehr


»Bekenntnisse zur Literatur «
Zu Beginn der Rauriser Literaturtage wurde der deutschen Autorin Juli Zeh für ihr Romandebüt, "Adler und Engel", der Rauriser Literaturpreis überreicht. Die diesjährigen Literaturtage stehen im Zeichen des Krimis. Es ist ein Zufall, dass Juli Zehs preisgekrönter Roman in dieses Genre passt. "Salzburger Nachrichten" vom 05.04.2002 ... mehr


»Traum vom Krimi wahr gemacht«
Zusammen mit Zweifach-Kisch-Preisträger (jährliche Reportage-Auszeichnung des Magazins "Stern") Christoph Scheuring (44), der wegen ihm zur "Bild" kam, hat Udo Röbel (52), Ex-"Bild"-Chefredakteur, seinen ersten Kriminalroman geschrieben: "Tod eines Engels". Ein deutscher Feldjäger und eine amerikanische Gerichtsmedizinerin treffen im Nachkriegs-Kosovo aufeinander. "Hamburger Abendblatt" vom 05.04.2002 ... mehr


»Kölns schnellster Krimi-Schreiber«
Peter Meisenberg grinst breit. „Ist doch wohl klar, worüber ich den nächsten Krimi schreibe: den Müllskandal!“ Der geistige Vater des kölschen Kommissars Löhr ist der schnellste Krimi-Schreiber von Köln. Er macht aus jedem Skandal sofort ein Buch. "Express" vom 05.04.2002 ... mehr


»Auf Nadelstreife«
Heinz Drache, Deutschlands bekanntester Nadelstreifen-Kommissar, ist tot. Nach Angaben seiner Witwe starb der populäre Schauspieler am vergangenen Mittwochabend im Alter von 79 Jahren in einem Berliner Krankenhaus an Lungenkrebs. "Hannoversche Allgemeine" vom 05.04.2002 ... mehr


»Der Fall Gilbert als Hörspiel«
Nun hat der Hörverlag die Radiofassung eines anderen Krimis neu herausgebracht: Viereinhalb Stunden Gesamtspieldauer wird der „Paul Temple und der Fall Gilbert“ von Francis Durbridge bekakelt, der Text besteht nur aus Dialogen. "Süddeutsche Zeitung" vom 05.04.2002 ... mehr


»Interview«
Der Schriftsteller Hansjörg Schneider hat mit dem in Basel spielenden Roman "Tod einer Ärztin" seinen vierten Krimi mit Kommissär Hunkeler veröffentlicht. Der 260seitige Band, im Ammann Verlag erschienen, hat bereits die Hitlisten erklommen. "OnlineReports" hat mit dem gebürtigen Aargauer Schneider (63) über den Roman-Hunkeler und über den Hunkeler in sich selbst gesprochen. ... mehr

  • »Der Schriftsteller und seine Stadt«
    Vor zwei Jahren, als «Das Paar im Kahn» erschien, habe ich Hansjörg Schneider gefragt, ob sein Kommissär Hunkeler verwandt sei mit Dürrenmatts Kommissär Bärlach. Ja schon, meinte der Schriftsteller, viel näher jedoch stehe er Glausers Studer. Vor allem aber ihm selber: «De Hunkeler bin ich.» Hunkelers wegen bin ich kürzlich nach Basel gereist, um zu sehen, wo er agiert, der melancholische Menschenfreund und Verfechter der Gerechtigkeit, der poetische Kenner der Vogelstimmen, der philosophische Fahnder vor der Pensionierung. Beatrice von Matt in der "NZZ" vom 14. Mai 2001 ...mehr
  • »Kommissär mit Herz und Instinkt«
    Warum machen diese Krimis süchtig? Über "Ein Paar im Kahn", den neusten Fall Kommissär Hunkelers und den jüngsten Krimi Hansjörg Schneiders. Benedikt Scherer im "Tages-Anzeiger" vom 02.08.99 ...mehr
  • »Silberkiesel«
    Eine Hausarbeit in Stichworten und eine Kurzbiographie zu Hunkelers Roman "Silberkiesel" auf "hausarbeiten.de", von Sorin Marti. Ausführliche Version gegen Gebühr dort herunterladbar. ...mehr



»Der Agent hat viel mit mir zu tun«
Der renommierteste Schweizer Krimiautor der Gegenwart, Peter Zeindler(67) spricht mit Carlo Meier über Agenten, Liebe, Geld und das Krimischreiben als Beruf(ung) bei "Zug.ch" (HTML-Version eines pdf-Dokumentes erzeugt von "google") ... mehr


»Mosleys Welt«
Die Kriminalromane von Walter Mosley sind nichts für ein Massenpublikum ­ wenig Action, keine Siegertypen, keine Verfolgungsjagden. Doch unter Kennern haben diese Krimis längst Kultstatus erreicht. Mosley schreibt in der Hardboiled-Tradition von Raymond Chandler und Dashiell Hammett ­ im afro-amerikanischen Milieu. Er hat zwei Romanserien mit zwei sehr unterschiedlichen Hauptfiguren entworfen: die Krimis um den schwarzen Amateurdetektiv Ezekiel "Easy" Rawlins und die Romane um den Ex-Zuchthausinsassen Socrates Fortlow. "Listen" ... mehr


»Russische Spende«
Zwar weist Christoph Spielberg in seiner Danksagung ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei "Die russische Spende" um eine erfundene Geschichte handelt, doch gleichzeitig macht er keinen Hehl aus seiner Vermutung, die Wirklichkeit sei viel schlimmer. Krankenhausprivatisierungen, Bettenabbau und Klinik-Finanzierungsgesetze sind nicht nur in Berlin allgegenwärtig und geben den Hintergrund dieser spannend-bedenklichen Skandalchronik. "Lesertreff" ... mehr


»Kain im Zweikampf mit sich selbst«
Lange Zeit war wenig bekannt, dass Hitchcock und sein Drehbuchautor Chandler 1951 für Strangers on a train den Erstling einer damals völlig unbekannten Autorin namens Patricia Highsmith als Vorlage benutzt hatten. Das hatte unter anderem damit zu tun, dass Highsmith sich schon bald nach Europa verzog und damit in Amerika nicht mehr präsent war. Tobias Gohlis in der "Zeit" 15/2002 ... mehr


»Roman als Ringelreihen«
Die Iren erfinden den Kollektivroman. «Finbars Hotel», jenes Pionierwerk, berichtete über mehr oder minder groteske Gäste im (fiktiven) titelgebenden Etablissement in Dublin. Sieben Autorinnen, von Maeve Binchy über Clare Boylan und Emma Donoghue bis Deirdre Purcell, setzen nun weibliche Figuren auf die Gästeliste und nennen das Resultat «Ladies Night in Finbars Hotel». In einem anderen Unternehmen basteln 15 Autoren, von Roddy Doyle bis Frank McCourt, einen Kriminalroman zusammen (dessen Einnahmen an Amnesty International gehen) mit den Titel «Yeats ist tot!». "NZZ" vom 04.04.2002 ... mehr


»Das dreiste Stück zu Allerseelen«
Es war ein dreistes Stück: In der Nacht zu Allerseelen 1975 rauben zwei Täter - einer steht auf der Domplatte Schmiere - die angeblich einbruchssichere Schatzkammer des Kölner Doms aus. Dieser Domraub ist der authentische Hintergrund des neuen Romans von Peter Paul Zahl, den der Autor selbst einen „Schelmenroman“ nennt. "Kölner Stadt-Anzeiger" vom 03.04.2002 ... mehr


»Rauriser Ermittlungen«
Die Kriminalliteratur, viel zu lange mit dem Etikett der Trivialität behaftet, hat sich seit geraumer Zeit von allen Klischees und Vorurteilen befreit und lässt so manche scheuklapprige Autoren, die Spannungsbögen mit Endlosspiralen der Langeweile verwechseln, reichlich alt aussehen. Auch in sprachlicher Hinsicht, man denke da nur an Jerry Oster in den USA, an Pieke Biermann in der BRD, oder an William Marshall in Australien. Ganz im Zeichen der Kriminalliteratur stehen diesmal also - keineswegs von ungefähr - die 12. Rauriser Literaturtage, die heute beginnen und bis 7. April dauern. "Kleine Zeitung" vom 04.03.2002 ... mehr


»Spannung total«
Unaussprechliches Grauen ereilt die Familie Peach im Londoner Stadtteil Brixton. Ein Fremder überfällt die Familie, hält sie tagelang fest, entführt den neunjährigen Sohn Rory. Mo Hayders "Behandlung" ist mit Abstand seit langem der beste Krimi, den man am liebsten fast besser nicht gelesen hätte, so sehr geht er unter die Haut. "ntv/cnn" vom 0.0.2002 ... mehr


»Drachenmann«
Der australische Schriftsteller Garry Disher hat Kinderbücher, Romane und Sachbücher geschrieben. Bekannt geworden ist er aber mit einem Subgenre, das zwar immer zur populären Kultur gehörte, aber nie wirklich populär war: dem Gangsterroman. Thomas Wörtches Nachwort zum "Drachenmann" bei "ut metro" ist mit nur wenigen Änderungen und mit freundlicher Genehmigung bei "jazzlabel.de" zu lesen ... mehr


»Der Mörder ist immer der Bürger«
Wie der ehemalige Kriminalbeamte H. J. Prinz seinen Beruf literarisch verarbeitet. Diejenigen, die das Gemüt des Bayern-Cops näher kannten, mag es daher kaum verwundert haben, dass er rechtzeitig zur Entlassung aus dem Polizeidienst 1989 seinen ersten München-Krimi vorlegte: „Heiße Spur am Isarstrand“. Endlich konnte Prinz die lästige Vorschrift, ein Krimi habe nicht in Deutschland, geschweige denn in München zu spielen, in den Wind schreiben. "Süddeutsche Zeitung" vom 04.03.2002 ... mehr


»Berndorfs neuer Eifel-Krimi«
Sein Name: Michael Preute. Sein Beruf: Journalist und Autor. Sein Pseudonym: Jacques Berndorf. Sein neuer Krimi: Eifel-Liebe. «Auf Seite 4», erklärt der Schriftsteller ohne jegliche Dramatik in seiner Stimme, «da passiert es dann: Die erste Leiche. Die Leser sind daran gewöhnt, dass eine Leiche adrett hingelegt wird», spöttelt er. "AZ" vom 02.04.2002 ... mehr


»Krimi-Autor als Marketing-Stratege«
Roman Rausch erhielt den erstmals verliehenen BoD-AutorenAward. Die Auszeichnung erhielt er für seine Krimi-Trilogie ("Tiepolos Fehler", "Wolfsbrut", "Kilian - In Sachen Mord") rund um seine beiden Hauptfiguren, die Würzburger Kommissare Kilian und den eher bodenständigen Heinlein. "Mainpost" vom 02.04.2002 ... mehr


»Jeder kennt seine Geschichten, niemand seine Bücher«
Er gilt als bester Krimiautor der USA. Richtig bekannt sind aber nur die Verfilmungen seiner Bücher wie «Get Shorty» und «Jackie Brown». Höchste Zeit also, den Schriftsteller Elmore Leonard kennenzulernen. "Sonntagszeitung" vom 20.09.98 ... mehr


»Auf den Spuren von Kommissar Maigret«
Georges Simenon war stadtbekannt, nicht nur weil der Journalist ein ausschweifendes Leben führte sondern auch, weil der Reporter mit dem Lütticher Polizeichef auf dem Motorrad zum Tatort raste. Dieser Polizeichef war das Vorbild für seinen Kommissar Maigret. Die Menschen - Kriminelle, Barmädchen Drogenschieber, Polizisten - und vieles, was Maigret-Liebhabern als typisch pariserisch erscheint, ist eigentlich "liègeois", typisch Lüttich. Eine Lüttichreise mit der "Rheinischen Post"... mehr


»Auf den Spuren von P.D. James, Ruth Rendell, Dorothy L. Sayers und Dick Francis«
Die englische Krimi-Königin P. D. James erwies sich als besonders empfänglich für den unheimlichen Zauber des Dorfes Dunwich in East Anglia. Sie siedelte hier mit "Ein unverhofftes Geständnis" einen ihrer gruseligsten Romane an. Die Schriftstellerin, die in einem Cottage gegenüber dem Pub "The Ship Inn" wohnte, war nicht die erste Schriftstellerin, die von der morbiden Geschichte dieses Ortes angezogen wurde Eine Englandreise mit dem "Tagesspiegel" vom 24. Juli 1999 ... mehr


»Immer schön nach oben schauen«
Ruth Rendell (alias Barbara Vine) gilt vielen als die "Queen of Crime", zweifellos gehört sie zu den besten Kriminalautoren der Welt. Berühmt wurde Rendell mit ihren Detektivromanen um Inspektor Wexford. Unter dem Pseudonym Barbara Vine schreibt sie auch Schauerromane. 1997 wurde Ruth Rendell von Königin Elizabeth in den Adelsstand erhoben und Mitglied des britischen Oberhauses. "Die Welt" vom 28. 03. 2001 ... mehr


»Kritikergespräch«
Eine mp3-Datei erlaubt ihnen das Hören eines Gespräches, das Hajo Steinert mit Helmut Böttiger und Tilmann Krause über die neue Werkausgabe von Patricia Highsmith (Diogenes) führte. "Büchermarkt zum Hören" im "Deutschlandfunk", 28.03.2002... mehr


»Crime Watch No. 58«
Eduardo Mendoza gehört zu den Autoren der Gegenwartsliteratur, die die Verwischung von Hoch und Nieder, von Seriosität und Unernst, von Genialität und Albernheit nicht nur stets freudig betrieben, sondern sie auch literaturgeschichtlich begründet und verankert haben. Auch in diesem Buch plündert er von Quevedo über Schnitzler bis zu den Keystone Cops und Leonardo Sciascia wieder alle Sprach- und Bildmaterialien, die er braucht, um mit literarischen Mitteln sein Thema zu orchestrieren: Barcelona. Thomas Wörtches Crime Watch im "Freitag" 14/2002... mehr


»Innenansichten der Hölle«
Yasmina Khadra heißt in Wirklichkeit Mohammed Moulessehoul und war einst ein hoher Offizier in der algerischen Armee. Er konnte seine Romane lange nur unter Pseudonym veröffentlichen (dem Namen seiner Frau), und zu diesem Pseudonym kann er sich erst öffentlich bekennen, seit er in Frankreich im Exil lebt. Als ehemaliger Staatsdiener, der dem korrupten Staat nicht mehr dienen wollte und als Gegner des Islamismus saß und sitzt er zwischen den Stühlen, und für so jemand ist im Algerien der Gegenwart offensichtlich kein Platz. Marcus Hammerschmitt in "telepolis" vom 29.03.2002, mit interessanten Links ... mehr


»Selbstmord nach Monopoly«
Auf Einladung von Nadia Taft, Inhaberin der Nideggener Buchhandlung "Bücher an der Burg", plauderte der Eifelkrimi Autor, Jacques Berndorf, alias Michael Preute, über sich, seinem jüngsten Roman "Eifelwasser" und beantwortete Fragen aus dem Kreis seiner Fangemeinde. "Dürener Nachrichten" vom 01.04.2002... mehr


»Liebeserklärung an die Welt der Bronx«
Jerome Charyn, bekannt für seine Krimis und Bücher über die Geschichte des Films, zaubert die Wirklichkeit um zu einem wehmütigen, aber dennoch humorvollen Märchen. Seine wunderbaren Erinnerungen an die Kindheit sind eine dreifache Liebeserklärung - an seine Mutter, an das Kino und an die untergegangene Welt der Bronx. "20min.ch" vom 02.04.2002... mehr


»Mord als Geschäftsidee«
Aus der Gründungsgeschichte des "Krimi-Forums": Eines Tages im Sommer 1999 düsten die Eheleute Michaela und Georg Pelz auf der Autobahn, das Baby auf dem Rücksitz, und überlegten: Wir wollen etwas machen. Etwas mit Krimis, die sie beide lieben, und mit dem Internet, das gerade im Kommen war und spannend schien. Dann schauten sie ins Netz und fanden keine Plattform, zumindest keine deutschsprachige, die zugleich informativ und unterhaltend wäre und bei der der Leser sich selbst über seine bevorzugte Lektüre äußern kann. "Der Tagesspiegel" vom 31.03.2002... mehr


»Das Zittern des Lesers«
Mit dem Kurzgeschichten-Band "Die stille Mitte der Welt" beginnt jetzt eine Werkausgabe der amerikanischen Autorin. Aus 50 Regalmetern Nachlass haben die Herausgeber größtenteils unveröffentlichte Erzählungen heraus gesucht, die einen Einblick in das frühe Schaffen Patricia Highsmiths ermöglichen, zwischen 1938 und 1949. "Der Tagesspiegel" vom 31.03.2002... mehr


»Mutter, der Mann mit dem Koks ist da«
Den Ich-Zerfall, den süßen, tiefersehnten,/ den gibst du mir: schon ist die Kehle rauh,/ schon ist der fremde Klang an unerwähnten/ Gebilden meines Ichs am Unterbau" schrieb der dichtende Sanitätsarzt Gottfried Benn 1917 über das weiße Pulver, das lyrisch "Schnee" und kurz "Koks" genannt wird. Auch Max, der Ich-Erzähler in Juli Zehs (Jahrgang 1974) vielbeachtetem Debütroman Adler und Engel - für den sie mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet wird - arbeitet mittels exzessiven Kokainkonsums an der "pharmakologischen Wiederherstellung seiner Persönlichkeit". "Der Standard" vom 29.03.2002... mehr


»Von unsichtbaren Grenzen und Lebenslügen«
Überlebenstechniken auf dem Land und in der Stadt - Drei Krimis:
Garry Disher, Hinterhalt
Astrid Paprotta, Sterntaucher
Polina Daschkowa, Club Kalaschnikow.
"Der Standard" vom 29.03.2002... mehr


»3 Krimis«
Kurzrezensionen - Drei Krimis:
Eugenio Fuentes, Mörderwald
Alice Hoffmann, Der Flusskönig
Marcel Theroux, Wer war Patrick March?
"Frankfurter Rundschau" vom 29.03.2002... mehr


»Eine Tätowierung weist den Weg«
Mit ihrem dritten Irene-Hus-Roman «Die Tätowierung» steigt Helene Tursten endgültig in den schwedischen Krimi-Olymp auf und erweist sich, wie ihre berühmten Landsleute Håkan Nesser und vor allem Henning Mankell, als würdige Nachfolgerin des legendären Autoren-Paars Sjöwall/Wahlöö. "Berliner Morgenpost" vom 31.03.2002... mehr


»Mafia-Mädchen«
Carol Gino über ihre große Liebe Mario Puzo, Mafiosi, Machos und abgeschnittene Pferdeköpfe.Carol Gino erzählt. Von den mehr als 20 Jahren, die sie mit dem 1999 verstorbenen Mario Puzo zusammengelebt hat, seit sie als junge Krankenschwester in das Haus des berühmten Mafia-Romanciers kam. "Frankfurter Rundschau" vom 30.03.2002... mehr


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